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Azul Real
05.03.2007, 23:24
Fenrer Börse München

http://www.boerse-muenchen.de/handel/REITs/



Desgleichen ein eigenständiger Menüpunkt zur neuen Assetklasse REITŽs auf der Homepage der Deutschen Börse.

http://deutsche-boerse.com/dbag/dispatch/de/kir/gdb_navigation/listing/22_REITs


Desgleichen gibt es bereits seit längerem eine REIT`S in Deutschland- Page

Sehr interessant m.E.

http://reits-in-deutschland.de/index.php?id=26&L=0




Auf der Internetpräsenz der Börse Stuttgart bzw. Euwax wird nunmehr ein sehr ausführliches Register/ Menü zum Thema Reits geführt.

Siehe Startseite oben links Button "Aktie Reits"

http://www.boerse-stuttgart.de/

Es lohnt sich allein schon wegen der Aufstellung internationaler börsennotierter Reits-Gesellschaften, einschließlich der aktuellen Notierungen.

Ferner gibt es dort auch eine Übersicht Anlagezertifikate auf REITs

Azul Real
06.03.2007, 14:59
Was für ein Dregg

von 0,05 auf 17 Cent hochgezockt .

http://www.wallstreet-online.de/charts/instinformer.php?&inst_id=415&market_id=2&spid=popup&tr=3m&ct=jc&gb=1d&log=0&redvol=0&ind1=mom&ind2=macd&gd1=38&gd2=100&size=tool&till=1173225600&1173189349
http://www.wallstreet-online.de/charts/instinformer.php?&inst_id=415&market_id=2&spid=popup&tr=2y&ct=jc&grid=on&gb=1w&log=0&redvol=0&ind1=mom&ind2=macd&gd1=38&gd2=100&size=tool&till=1173225600&1173189532

Was ist eigentlich aus der Meldung vom letzten Jahr geworden??
Immer noch ein schwebendes Verfahren??

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der insolvente Hamburger Immobilienkonzern Agiv Real Estate fordert von der Frankfurter ING Bank Deutschland AG 197,2 Millionen Euro. Eine entsprechende Klage will der Insolvenzverwalter der Agiv, Reinhard Titz, demnächst einreichen. Das bestätigte er dem " Handelsblatt" (Donnerstag). Er hat beim Hanseatischen Oberlandesgericht bereits beantragt, den Gerichtsstand der Auseinandersetzung festzulegen.

Der Insolvenzverwalter macht die ING Bank Deutschland AG für Aktienrechtsverstöße ihrer ehemaligen Frankfurter Tochter BHF-Bank verantwortlich. Er wirft der BHF-Bank vor, dass sie maßgeblich eine unerlaubte Einlagenrückgewähr unterstützt hat. So hatte die BHF-Bank im Mai 2001 die Mehrheit des Frankfurter Maschinenbaukonzerns Agiv an die Hamburger Immobiliengruppe HBAG verkauft.

Da der Immobilienfirma das Geld für die Übernahme fehlte, nahm sie ein Darlehen auf. Den Kredit refinanzierte sie aus vorhandenen Barmitteln der Agiv von mehr als 600 Millionen Euro. Dieses Geld hatte die Gesellschaft durch Verkäufe von Firmenbeteiligungen angehäuft.

" Diese Art der Kaufpreisfinanzierung war aktienrechtlich so nicht zulässig" , betont der Insolvenzverwalter. Er stützt sich bei seiner Einschätzung auf ein Gutachten von Professor Hartwig Henze, ehemals zuständiger Richter am Bundesgerichtshof (BGH) für Aktienrecht. Die Gläubigerversammlung der Agiv hat am 23. Dezember zugestimmt, die ING Bank zu verklagen.

Die Agiv-Gruppe geriet 2004 wegen Mietgarantien sowie millionenschweren Wertberichtigungen auf Aktienbestände des zusammengebrochenen US-Telekomriesens Worldcom in Bedrängnis und musste später Insolvenz anmelden.

Der Vorstand der ING Bank Deutschland AG lehnte einen Kommentar ab, da ihm die Klage nicht vorliege. Eine Sprecherin der BHF-Bank wollte sich nicht äußern./zb

Azul Real
06.03.2007, 15:15
DIE ZEIT, 01.03.2007 Nr. 10


Der Albtraum vom eigenen Haus

Viele Hypotheken in den USA erweisen sich als zu riskant. Banken zittern – und mit ihnen die Finanzmärkte.

Von Heike Buchter

Es war ein großer Tag für Howard Charles, jener Donnerstag vor zwei Wochen – Charles wurde Hausbesitzer. Um ein Reihenhaus in Brooklyn, New York, zu finanzieren, nahm der 36-jährige Vater dreier Kinder einen zweiten Job an – und eine Hypothek in Höhe von 428.000 Dollar auf. Die gröbsten Renovierungen an dem Jahrhundertwendebau, die er selbst macht, will er in zwei Monaten abgeschlossen haben. Für das Abzahlen der Hypothek hat er 30 Jahre. »Da werde ich hoffentlich gerade pensioniert.« Bis dahin wird seine Hypothek durch unzählige Gläubigerhände gehen, um am Ende im Portfolio einer Pensionskasse, eines Investmentfonds oder einer deutschen Versicherung zu liegen.

Ohne es zu wissen, ist Charles Teil eines Geschäfts mit amerikanischen Hypotheken geworden, in dem Tausende Milliarden Dollar stecken. Allein in den vergangenen zwei Jahren haben Kreditinstitute in den USA nach Branchenhochrechnungen 3.200 Milliarden Dollar an neuen Baudarlehen ausgereicht – ein neuer Rekord. Insgesamt belaufen sich die ausstehenden Hypotheken auf 8.200 Milliarden Dollar. Das ist etwa doppelt so viel wie noch vor fünf Jahren.

Ein großer Teil dieser Hypotheken wird nun von Investmentbanken aufgekauft und gebündelt. Solche Bündel dienen als Sicherheit für neu geschaffene Wertpapiere, die sich wie Unternehmensanleihen oder Staatspapiere an den Finanzmärkten verkaufen lassen. Und weil sie kräftig Rendite versprachen, haben Pensionskassen und Hedgefonds diese Hypothekenpapiere bisher gern genommen. So ist ein komplexes internationales Geflecht aus Kreditinstituten, Investmentbanken, Brokern, Hedgefonds und Pensionskassen entstanden, das inzwischen Hausbesitzer in Iowa und Kalifornien mit Ruheständlern, Versicherten und Anlegern in Europa und Asien verbindet.

Doch jetzt zeigen sich erste große Löcher in diesem fein gesponnenen Gewebe:

Weil sich der US-Immobilienmarkt abkühlt und die Zinsen steigen, fallen mehr Baudarlehen aus als erwartet. Betroffen sind besonders Kreditnehmer mit schwacher Bonität – das so genannte Subprime Lending. Schon rutschen kleinere US-Kreditinstitute reihenweise in die Pleite. Aber auch Große erwischt es:

Dem britischen Finanzkonzern HSBC verhagelte die Krise seine Bilanz, woraufhin die gesamte US-Chefetage Ende vergangener Woche gehen musste. Die Bank selbst verkündete die erste Gewinnwarnung ihrer Geschichte.

Die Wall Street fürchtet sich jetzt vor einem Dominoeffekt, der auch andere Märkte und die Konjunktur erfassen könnte. »Wenn es eine Sollbruchstelle im weltweiten Finanzsystem gibt, dann verläuft sie durch den US-Immobilienmarkt und den privaten Hypothekenmarkt«, stellen Mark Zandi und Juan Manuel Licari fest, die zu Economy.com gehören, einer Forschungseinheit der internationalen Ratingagentur Moody’s.

Immer kreativer wurden die Kredite

Angefangen hatte alles mit guten Absichten. Nach dem Platzen der Internetblase und den Anschlägen des 11. September 2001 ließ der damalige US-Notenbankchef Alan Greenspan die Zinsen auf ein historisch niedriges Niveau sinken, um die Wirtschaft mit billigem Geld anzukurbeln. Die Amerikaner – nach dem Börseneinbruch aktienscheu – verlegten sich auf Immobilien. Sie bauten und kauften, vor allem aber lösten sie bestehende Hypotheken ab, um zu den verlockend niedrigen Zinsraten höhere Kredite aufzunehmen.

Die starke Nachfrage trieb die Preise für Wohnungen und Eigenheime immer weiter an – und ermöglichte immer höhere Hypotheken. Das frische Geld floss in Möbel, Kreuzfahrten, Autos oder diente zum Abzahlen von Kreditkartenschulden. Greenspans Rechnung ging auf: Milliarden Dollar wurden von den Konsumenten auf diese Weise in die Wirtschaft gepumpt und die USA von einer tiefen Krise verschont.

Derweil verlangten Investoren wie gewohnt nach renditestarken Anlageobjekten, und bald fanden die Produktentwickler von der Wall Street eine lukrative Lösung: Investmentbanken wie Merrill Lynch, JP Morgan Chase oder die Deutsche Bank kauften den regionalen Banken und kleineren Hypothekeninstituten Darlehen ab, fassten sie zusammen und machten daraus Wertpapiere wie Anleihen oder Zertifikate.

Sie heißen typischerweise MBS, Mortgage Backed Securities, oder CDOs, Collateralized Debt Obligations (siehe Glossar). Die Banker landeten damit echte Bestseller: 2005 wurden laut dem US-Bankensicherungsfonds FDIC zwei Drittel aller neuen Hypotheken auf diese Weise weiterverkauft und verbrieft. Mehr als ein Fünftel der weltweit ausstehenden festverzinslichen Wertpapiere hängen heute direkt oder indirekt mit US-Immobilien zusammen.

Um für Nachschub zu sorgen, wurden die Hypothekenanbieter immer kreativer. Zum einen begannen sie, die Kreditbedingungen zu lockern. »Häuser wurden am Computer geschätzt – ohne Besichtigung«, erzählt ein Insider. Neu entwickelt wurde auch eine besonders riskante Hypothekenvariante, bei der die Angaben der Schuldner in puncto Einkommen und Arbeitsplatz ohne jegliche Überprüfung als Grundlage für das Darlehen dienen.

Damit nicht genug, erfanden die Hypothekendesigner so genannte »Exoten«. Bei einer beliebten Spielart zahlt der Kreditnehmer zunächst einen Zins unter Marktniveau. Nach zwei oder drei Jahren wird der Zins auf herrschende Marktraten angehoben – der Kreditnehmer muss dann nicht nur den geliehenen Betrag zurückzahlen und finanzieren, sondern auch die in den Jahren zuvor aufgelaufene Differenz zu den eigentlichen Kreditkosten.
Diese Hypotheken mit variablem Zinssatz werden in der Branche auch »explodierende ARMs« (Adjustable Rate Mortgage) genannt. »Diese Produkte sind so komplex, dass es selbst für Finanzfachleute schwierig ist durchzusteigen«, sagt Kathleen Keest, Koautorin einer Studie des Center for Responsible Lending, einer Verbraucherschutzorganisation. Viele Kreditnehmer schauten bei dieser Variante nur auf die anfängliche, bezahlbare Monatsrate. Nur so konnten sie den Traum vom Eigenheim realisieren und spekulierten auf weiter steigende Immobilienpreise. Dann wären sie durch den höheren Wert ihres Eigentums in der Lage, die ARM-Hypothek durch ein Darlehen mit festem Zinssatz abzulösen.

Ein anderes begehrtes Modell war der »Piggyback«-Kredit: Über diese »Rucksackdarlehen« nehmen Hauskäufer, die die übliche Anzahlung von zehn bis zwanzig Prozent nicht leisten können, eine zweite Hypothek auf, um genug »Eigenkapital« aufbringen zu können. Sie erhielten so ein Eigenheim, ohne einen Dollar angespart zu haben.

Jetzt wollen weder Banken noch Hedgefonds die Ausfälle tragen

Was Branchenbeobachter nervös macht: Die »Exoten« betrugen im vergangenen Jahr 47 Prozent aller ausgereichten Darlehen. Und sie wurden vor allem Kreditnehmern mit schwacher Bonität gewährt. Nun platzen die erst vor Monaten ausgereichten Kredite in einer unerwarteten Häufigkeit. :shock:

Offenbar geht im sich verschlechternden Umfeld die Rechnung vieler Hausbesitzer nicht mehr auf. »Besonders beim Jahrgang 2006 sehen wir frühere und häufigere Ausfälle als in den vergangenen Jahren«, berichten Analysten der Bank UBS.

Von noch dramatischeren Zahlen geht das Center for Responsible Lending aus. Rund zwanzig Prozent der riskanten Hypotheken wird demnach mit dem Verlust der Immobilie enden. Bis Ende des Jahres, so die Studie der Verbraucherschützer, werden 2,2 Millionen US-Haushalte mit schwacher Bonität ihr Haus zwangsversteigern müssen oder mit einer Hypothek belastet sein, die sie in den kommenden Jahren nicht mehr bedienen können. Das wird die gescheiterten Hausbesitzer bis zu 164 Milliarden Dollar kosten. »Von den sozialen Folgen abgesehen, wird sich das besonders in strukturschwachen Gebieten belastend auf die gesamte Wirtschaft auswirken«, sagt Verbraucherrechtlerin Keest.

Noch vor zehn Jahren musste der größte Teil der Darlehen in den Büchern der vielen kleinen Kreditinstitute stehen bleiben und mit entsprechenden Reserven unterlegt werden – bis der Schuldner alle Raten abgestottert hatte. Vor allem die Verbriefung durch die Wall Street erlaubte den Anbietern, das Geschäft mit den riskanteren Hypotheken immer schwunghafter zu betreiben. Dabei waren riskante Hypotheken für Aufkäufer und Anleger in den vergangenen Jahren besonders beliebt, weil es – entsprechend dem höheren Risiko – höhere Zinsen bot. Das Problem ist jetzt: Mit den Ausfällen wollen die Investmentbanken nichts zu tun haben. Sie versuchen derzeit, möglichst viele der faulen Hypotheken an die ursprünglichen Kreditanbieter zurückzugeben – ein Recht, das ihnen das Kleingedruckte einräumt.

Im Dezember zwang Merrill Lynch das Institut ResMae, Hypotheken in Höhe von 308 Millionen Dollar zurückzukaufen, die zu spät oder gar nicht bedient wurden. Der kalifornische Hypothekenspezialist meldete daraufhin Konkurs an.

Doch damit ist Merrill Lynch das Problem noch lange nicht los. Allein im Jahr 2006 hatte die Bank 3,5 Milliarden Dollar an Krediten mit schwacher Bonität von ResMae übernommen. Die Großbank HSBC hat derweil mehrere seiner Kreditzulieferer auf die Rücknahme fauler Kredite verklagt. Ein Branchenveteran, der eine Internetseite mit einem »Implode-O-Meter«, einem »Implosionsmesser« der Branche, eingerichtet hat, zählt 23 Institute, die allein seit Dezember existenzbedrohende Verluste meldeten, zum Verkauf stehen oder den Betrieb eingestellt haben.

Beunruhigt durchstöbern jetzt auch Investoren – etwa Pensionsfonds und Hedgefonds – ihre Portfolios. »Ein Qualitätsverlust bei den Hypothekenpapieren könnte sich als Zeitbombe erweisen und zu einem Hedgefonds-Debakel führen«, warnt Christopher Whalen, Analyst und Gründer von Institutional Risk Analytics.

Hedgefonds können größere Ausfälle mangels Reserven kaum auffangen. Die Schockwellen könnten so auch die Banken erreichen, die diesen Fonds nicht nur die Papiere verkaufen, sondern auch das Geld für ihre Spekulationen leihen. Gern verweist die Wall Street darauf, dass die Weitergabe des Risikos an verschiedene Marktteilnehmer die Märkte sicherer mache. »Aber das Risiko ist nicht weg, es ist nur verteilt«, sagt Joseph Mason. Der Finanzprofessor der Drexel University legte jüngst als Koautor eine Studie mit alarmierendem Fazit vor: Die neuen Kreditprodukte und die immer komplexeren Beziehungen der Akteure haben den Hypothekenmarkt unberechenbar wie nie zuvor gemacht. »Es ist wie ein Spiel, bei dem sich die Teilnehmer im Dunkeln heiße Kartoffeln zuwerfen – wir wissen erst, wer sie hält, wenn das Licht angeht.«

Azul Real
06.03.2007, 15:16
Wertpapiere auf Immobilien

Wo versteckt sich das Risiko?

Verbriefung heißt der Prozess, bei dem Vermögenswerte refinanziert werden, in dem neue Wertpapiere ausgegeben werden. Dabei kauft und bündelt etwa eine Investmentbank Darlehen, Anleihen oder andere Anlagewerte, die einen steten Geldfluss erzeugen. Refinanziert wird der Kauf durch die Ausgabe von Anleihen an Investoren. Als Sicherheit dienen die gebündelten Vermögenswerte. Meist werden die Bündel je nach ihrem Ausfallrisiko in Tranchen eingeteilt. Der Geldstrom wird entsprechend auf die Investoren verteilt. Anleger, die die riskanteste Tranche nehmen, erhalten zum Ausgleich einen Aufschlag. Die Verbriefung hat seit Mitte der neunziger Jahre deutlich zugenommen und ist heute bei einer Vielzahl von Vermögenswerten üblich.

Mortgage Backed Securities (MBS) sind Wertpapiere, bei denen gebündelte Hypotheken als Sicherheit dienen. Sie sind vor allem in den USA stark verbreitet. Investmentbanken kaufen Hypotheken und refinanzieren dies durch die Ausgabe von Anleihen. Dabei erhält der Investor, der die MBS-Anleihen hält, die Zahlungen der ursprünglichen Kreditnehmer auf monatlicher Basis weitergereicht. Die Investmentbanken profitieren dabei unter anderem von der Zinsdifferenz zwischen der Hypothek und den Anleihen. Nach Schätzungen von Experten erwirtschaften die Banken der Wall Street bis zu 15 Prozent ihrer Erträge im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren direkt oder indirekt mit Hypotheken. Die Baudarlehen werden so zu handelbaren Vermögenswerten, während sie früher auf Jahrzehnte hinaus in den Büchern der ausreichenden Bank blieben.

Collateralized Debt Obligations, kurz CDOs genannt, sind ein weiteres Finanzinstrument, um vom Boom des USImmobilienmarkt zu profitieren. Dafür gründen Vermögensverwalter – das kann eine Bank sein oder auch ein Hedgefonds – zunächst einen CDO-Fonds. Dann sammeln sie bei Anlegern Geld ein. Meist von Pensionskassen, Versicherern und Stiftungen. Dieses Geld wird letztlich in Hypothekenpapiere investiert, meist in MBS. 81 Prozent der 249 Milliarden Dollar schweren CDO-Pools steckten 2005 in Hypotheken auf Wohneigentum. Um eine attraktive Rendite zu erhalten, investierten die CDOs in den vergangenen Jahren oft in die riskantesten Hypotheken. Besonders populär war das zuletzt bei Anlegern in Europa und Asien. Weil es gängig ist, dass CDOs in andere CDOs investieren, fürchten Marktbeobachter um die Transparenz. Alan Greenspan, der ehemalige US-Notenbankchef, warnte, dass es selbst erfahrenen Investoren schwerfalle, das Risiko zu erfassen. hbu



DIE ZEIT, 01.03.2007 Nr. 10

Azul Real
06.03.2007, 17:08
26.02.2007 19:08
DGAP-News: DESIGN Bau AG (deutsch)

DESIGN Bau AG: Teilverkauf in Hamburg-Winterhude

DESIGN Bau AG (Nachrichten/Aktienkurs) / Sonstiges

26.02.2007

Veröffentlichung einer Corporate-Mitteilung, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

DESIGN Bau AG: Teilverkauf in Hamburg-Winterhude

Kiel, 26. Februar 2007 - Die DESIGN Bau BV Hamburg GmbH & Co KG, an der die DESIGN Bau AG und die Bau-Verein zu Hamburg AG zu gleichen Teilen beteiligt sind, hat heute den Verkauf von Teilen des Areals in Hamburg-Winterhude notariell beurkunden lassen. Auf den verkauften Flächen sieht der jetzige Bebauungsplan die Errichtung von etwa 28.500 qm Wohnfläche vor. Käufer ist die Hamburger Bau-Verein Eigenheim-Immobilien GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bau-Verein zu Hamburg AG. Das Volumen der heutigen Transaktion liegt mit rund 20,5 Mio. Euro deutlich über den entsprechenden anteiligen Anschaffungskosten und den mit den Flächen verbundenen Erschließungsaufwendungen. Die Erwerberin plant, dort zeitnah mit dem Bau von über 340 Wohneinheiten, die größtenteils für den eigenen Bestand vorgesehen sind, zu beginnen. Gleichzeitig erhält die DESIGN Bau AG für die kommenden zwei Jahre die Option, bezüglich Qualität, Größe und Bebaubarkeit vergleichbare Flächen aus der Objektgesellschaft zu identischen Faktorpreisen herauszukaufen. Unberührt hiervon verbleiben Grundstücksanteile, auf denen weitere 12.000 qm Wohnfläche sowie 14.000 qm Gewerbe- und Einzelhandelsflächen errichtet werden können, vorerst im Eigentum der DESIGN Bau BV GmbH & Co KG.

Für den weiteren erfolgreichen Abverkauf in Winterhude zeigt sich DESIGN Bau zuversichtlich. \'Zurzeit erleben wir für unser operatives Geschäft und für Winterhude im Speziellen eine spürbare Nachfrage seitens institutioneller Investoren. Deshalb sind mittelfristig auch größere Blocktransaktionen durchaus möglich\', so Werner Mattner, Vorstandsvorsitzender der DESIGN Bau AG.

Über die DESIGN Bau AG Die DESIGN Bau AG, gegründet im Jahr 1988, \'macht\' Hausbesitzer. Vorwiegend jungen Familien wird in Speckgürteln deutscher Großstädte wie Berlin, Schwerin, Lübeck oder Hamburg eine Komplettlösung angeboten. Die DESIGN Bau AG kauft und entwickelt Grundstücke, bietet passgenaue modulare Hauskonzepte an und vermittelt über externe Partner eine individuelle Finanzierungslösung. Das Unternehmen begleitet den Bauherrn vom Grundstücksankauf bis zur Schlüsselübergabe als Full-Service-Anbieter. Entwickelt hat sich ein nachweisbar skalierbares Geschäftsmodell mit einem Track-Record aus 10 Baugebieten mit 2.000 Einheiten (Grundstück oder Ausbauhaus). Aktuell beträgt der vertraglich gesicherte Flächenbestand der Gesellschaft rund 430.000 qm, was ca. 1.100 Grundstücken entspricht.

Kontakt: DESIGN Bau AG Felix Krekel Tel.: 0431/666710 Fax: 0431/66671299 E-Mail: ir@designbau-ag.de

Haubrok Investor Relations GmbH Linh Chung Tel.: 0211/301260 Fax: 0211/30126172 E-Mail: L.Chung@haubrok.de

DGAP 26.02.2007 -------------------------------------------------------------------- -------

Sprache: Deutsch Emittent: DESIGN Bau AG Hamburger Chaussee 339 24113 Kiel Deutschland Telefon: 0431/666710 Fax: 0431/66671-299 E-mail: kiel@designbau-ag.de WWW: www.designbau-ag.de ISIN: DE0006208333 WKN: 620833 Indizes: Börsen: Open Market (Entry Standard) in Frankfurt

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

Azul Real
06.03.2007, 17:16
11.12.2006 20:11
Bau-Verein zu Hamburg akquiriert Projekt in Hamburg
Die Bau-Verein zu Hamburg AG (Nachrichten/Aktienkurs) und die Design Bau AG haben über eine gemeinsame Objektgesellschaft ein direkt am Stadtpark in Winterhude gelegenes Grundstück erworben. Der Bau-Verein und die Design Bau wollen das Projekt "Wohnen und Arbeiten am Stadtpark" gemeinsam realisieren, wie die beiden Unternehmen am Montag mitteilten. Es umfasse die Entwicklung und Errichtung von voraussichtlich 750 Wohnungen mit einer Wohnfläche von rund 70.000 qm sowie Gewerbeeinheiten und Einzelhandelsflächen mit einer Nutzfläche von rund 14.000 qm.

Für die auf mindestens drei Jahre veranschlagte Gesamtmaßnahme, die in verschiedenen Bauabschnitten realisiert werde soll, sei ein Investitionsvolumen in Höhe von rund 170 Millionen Euro vorgesehen.
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11.12.2006 17:32
DGAP-Adhoc: Bau-Verein zu Hamburg AG (deutsch)

Bau-Verein zu Hamburg (Nachrichten/Aktienkurs) akquiriert Projekt 'Wohnen und Arbeiten am Stadtpark' in Hamburg

Bau-Verein zu Hamburg AG / Sonstiges

11.12.2006

Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

Ad hoc Mitteilung nach § 15 WphG

Kooperation zwischen der

Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft, Hamburg und der DESIGN Bau AG, Kiel zur Realisierung des Projekts

'Wohnen und Arbeiten am Stadtpark' in Hamburg-Winterhude

Die Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft, Hamburg (Bau-Verein) und die DESIGN Bau AG, Kiel (DESIGN Bau) haben am heutigen Tage über eine gemeinsame Objektgesellschaft ein direkt am Stadtpark in Winterhude gelegenes Grundstück erworben. Das Grundstück, für das die DESIGN Bau in einem Bieterverfahren den Zuschlag erhalten hatte, wurde zuvor von der DESIGN Bau von der aurelis Real Estate GmbH & Co KG erworben. Der Bau-Verein und die DESIGN Bau werden das Projekt 'Wohnen und Arbeiten am Stadtpark' gemeinsam realisieren, es umfasst die Entwicklung und Errichtung von voraussichtlich 750 Wohnungen mit einer Wohnfläche von rund 70.000 m² sowie Gewerbeeinheiten und Einzelhandelsflächen mit einer Nutzfläche von rund 14.000 m².

Für die auf mindestens drei Jahre veranschlagte Gesamtmaßnahme, die in verschiedenen Bauabschnitten realisiert wird, ist ein Investitionsvolumen in Höhe von rund EUR 170 Millionen vorgesehen.

Bau-Verein zu Hamburg

Aktien-Gesellschaft

Hamburg, den 11. Dezember 2006


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11.12.2006 17:02
DGAP-News: DESIGN Bau AG (deutsch)

DESIGN Bau AG (Nachrichten/Aktienkurs) schließt Kooperation mit der Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft

DESIGN Bau AG / Kooperation

11.12.2006

Corporate News übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

- DESIGN Bau AG schließt Kooperation mit der Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft - Gemeinsame Realisierung des Projekts Hamburg-Winterhude

Kiel, 11. Dezember 2006 - Die DESIGN Bau AG, ein Full-Service-Anbieter von attraktiven Eigenheimen, hat nach Gremienzustimmung der aurelis Real Estate GmbH & Co. KG von dieser ein in exklusiver Hamburger Lage gelegenes Areal zu einem Kaufpreis von ca. 28,9 Mio. Euro erworben. Der im Vergleich zu dem im Oktober 2006 gewonnenen Bieterverfahren um rund 2 Mio. Euro niedrigere Kaufpreis erklärt sich aus der Tatsache, dass mit dem Grundstückankauf keine Optionen auf weitere Flächen in Frankfurt am Main und Konstanz erworben wurden.

Die DESIGN Bau AG hat das genannte Grundstück nach dem Erwerb an die Objektgesellschaft DESIGN Bau BV Hamburg GmbH & Co. KG weiterveräußert, an der die DESIGN Bau AG und die Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft als Partner zu gleichen Teilen beteiligt sind. Der Bau-Verein und die DESIGN Bau werden das Projekt 'Wohnen und Arbeiten am Stadtpark' gemeinsam realisieren. 'Der Bau-Verein mit seiner langjährigen Erfahrung im innerstädtischen Geschosswohnungsbau und die DESIGN Bau mit ihrer hohen Kompetenz in der Akquisition und Entwicklung von aussichtsreichen Flächen ergänzen sich in idealer Weise zur erfolgreichen Umsetzung dieses exklusiven Projektes', so Werner Mattner, Vorstandsvorsitzender der DESIGN Bau AG. Das Projekt umfasst die Entwicklung und Errichtung von voraussichtlich 750 Wohnungen mit einer Wohnfläche von rund 70.000 qm sowie Gewerbeeinheiten und Einzelhandelsflächen mit einer Nutzfläche von rund 14.000 qm. Für die auf mindestens drei Jahre veranschlagte Gesamtmaßnahme, die in verschiedenen Bauabschnitten realisiert wird, ist ein Investitionsvolumen in Höhe von rund 170 Mio. Euro vorgesehen.

Die Weiterveräußerung des Grundstückareals an die Objektgesellschaft führt bei der DESIGN Bau AG zu einer entsprechenden anteiligen Umsatzrealisierung und zu einem positiven Ergebnisbeitrag, der angefallene Projektkosten kompensiert.

Über die DESIGN Bau AG Die DESIGN Bau AG, gegründet im Jahr 1988, 'macht' Hausbesitzer. Vorwiegend jungen Familien wird in Speckgürteln deutscher Großstädte wie Berlin, Schwerin, Lübeck oder Hamburg eine Komplettlösung angeboten. Die DESIGN Bau AG kauft und entwickelt Grundstücke, bietet passgenaue modulare Hauskonzepte an und vermittelt über externe Partner eine individuelle Finanzierungslösung. Das Unternehmen begleitet den Bauherrn vom Grundstücksankauf bis zur Schlüsselübergabe als Full-Service-Anbieter. Entwickelt hat sich ein nachweisbar skalierbares Geschäftsmodell mit einem Track-Record aus 13 Baugebieten mit 1.900 Einheiten (Grundstück oder Ausbauhaus). Aktuell beträgt der vertraglich gesicherte Flächenbestand der Gesellschaft rund 436.000 qm, was ca. 1.200 Grundstücken entspricht.

Kontakt: Haubrok Investor Relations GmbH Linh Chung Tel.: 0211 / 301260 Fax: 0211 / 30126172 E-Mail: L.Chung@haubrok.de

DGAP 11.12.2006 -----------------------------


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10.10.2006 15:44
DGAP-News: DESIGN Bau AG (deutsch)

DESIGN Bau AG (Nachrichten/Aktienkurs) setzt sich im Bieterverfahren für exklusives Areal in Hamburg-Winterhude durch

DESIGN Bau AG / Sonstiges

10.10.2006

Corporate News übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

Die DESIGN Bau AG, Kiel, setzt sich im Bieterverfahren für exklusives Areal in Hamburg-Winterhude durch

Die DESIGN Bau AG, Kiel, hat sich in dem Bieterverfahren für ein in absolut exklusiver Hamburger Lage (Stadtteil Winterhude/unmittelbare Nähe zum Stadtpark) belegenes und ca. 80.000 qm großes Areal durchgesetzt. Das Grundstück gehört der aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, Eschborn. Der Preis beläuft sich auf knapp 31 Millionen Euro.

Auf dem Areal sollen ca. 70.000 qm Wohnfläche und weitere 14.000 qm Gewerbefläche entstehen. Mit dem beabsichtigten Erwerb erlangt die DESIGN Bau AG zusätzlich zwei Optionen zum Ankauf weiterer Flächen in zentralen Lagen in Frankfurt am Main und Konstanz/Bodensee. In Frankfurt könnten ca. 36.000 qm Wohnfläche erstellt werden. Für Konstanz liegt der entsprechende Wert bei etwa 18.000 qm. Der Kauf steht unter dem Vorbehalt, dass die Gremien der aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, Eschborn, und der DESIGN Bau AG, Kiel, dem Kaufvertrag zustimmen. Mit dem Erwerb des Baugrundstücks in Hamburg-Winterhude wird die DESIGN Bau AG ihr Produktportfolio um die Erstellung und Vermarktung von Eigentumswohnungen in selektiven Großstadtlagen erweitern.

Über die DESIGN Bau AG Die DESIGN Bau AG, gegründet im Jahr 1988, 'macht" Hausbesitzer. Vorwiegend jungen Familien wird in Speckgürteln deutscher Großstädte wie Berlin, Schwerin, Lübeck oder Hamburg eine Komplettlösung angeboten. Die DESIGN Bau AG kauft und entwickelt Grundstücke, bietet passgenaue modulare Hauskonzepte an und vermittelt über externe Partner eine individuelle Finanzierungslösung. Das Unternehmen begleitet den Bauherrn vom Grundstücksankauf bis zur Schlüsselübergabe als Full-Service-Anbieter. Entwickelt hat sich ein nachweisbar skalierbares Geschäftsmodell mit einem Track-Record aus 13 Baugebieten mit 1.900 Einheiten (Grundstück oder Ausbauhaus). Aktuell beträgt der vertraglich gesicherte Flächenbestand der Gesellschaft rund 442.000 qm., was ca. 1.200 Grundstücken entspricht.

Kontakt: Haubrok Investor Relations GmbH Linh Chung Tel.: 0211 / 301260 Fax: 0211 / 30126172 E-Mail: L.Chung@haubrok.de

DGAP 10.10.2006 -------------------------------------------------------------------- -------

Azul Real
06.03.2007, 17:38
..... aus der SpamBlase entweicht die heisse Luft :shock:

AGIV Real Estate ..
nicht überall wo Real Estate drauf steht, ist auch noch Real Estate drin :roll:

TH 0,173 akt. 0,124 +26,531%

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1d&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=AGV.FSE&lColors=0x000000&sSym=AGV.FSE&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=10d&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=AGV.FSE&lColors=0x000000&sSym=AGV.FSE&hcmask=[/QUOTE]




Was für ein Dregg

von 0,05 auf 17 Cent hochgezockt .

http://www.wallstreet-online.de/charts/instinformer.php?&inst_id=415&market_id=2&spid=popup&tr=3m&ct=jc&gb=1d&log=0&redvol=0&ind1=mom&ind2=macd&gd1=38&gd2=100&size=tool&till=1173225600&1173189349
http://www.wallstreet-online.de/charts/instinformer.php?&inst_id=415&market_id=2&spid=popup&tr=2y&ct=jc&grid=on&gb=1w&log=0&redvol=0&ind1=mom&ind2=macd&gd1=38&gd2=100&size=tool&till=1173225600&1173189532

Was ist eigentlich aus der Meldung vom letzten Jahr geworden??
Immer noch ein schwebendes Verfahren??

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der insolvente Hamburger Immobilienkonzern Agiv Real Estate fordert von der Frankfurter ING Bank Deutschland AG 197,2 Millionen Euro. Eine entsprechende Klage will der Insolvenzverwalter der Agiv, Reinhard Titz, demnächst einreichen. Das bestätigte er dem " Handelsblatt" (Donnerstag). Er hat beim Hanseatischen Oberlandesgericht bereits beantragt, den Gerichtsstand der Auseinandersetzung festzulegen.

Der Insolvenzverwalter macht die ING Bank Deutschland AG für Aktienrechtsverstöße ihrer ehemaligen Frankfurter Tochter BHF-Bank verantwortlich. Er wirft der BHF-Bank vor, dass sie maßgeblich eine unerlaubte Einlagenrückgewähr unterstützt hat. So hatte die BHF-Bank im Mai 2001 die Mehrheit des Frankfurter Maschinenbaukonzerns Agiv an die Hamburger Immobiliengruppe HBAG verkauft.

Da der Immobilienfirma das Geld für die Übernahme fehlte, nahm sie ein Darlehen auf. Den Kredit refinanzierte sie aus vorhandenen Barmitteln der Agiv von mehr als 600 Millionen Euro. Dieses Geld hatte die Gesellschaft durch Verkäufe von Firmenbeteiligungen angehäuft.

" Diese Art der Kaufpreisfinanzierung war aktienrechtlich so nicht zulässig" , betont der Insolvenzverwalter. Er stützt sich bei seiner Einschätzung auf ein Gutachten von Professor Hartwig Henze, ehemals zuständiger Richter am Bundesgerichtshof (BGH) für Aktienrecht. Die Gläubigerversammlung der Agiv hat am 23. Dezember zugestimmt, die ING Bank zu verklagen.

Die Agiv-Gruppe geriet 2004 wegen Mietgarantien sowie millionenschweren Wertberichtigungen auf Aktienbestände des zusammengebrochenen US-Telekomriesens Worldcom in Bedrängnis und musste später Insolvenz anmelden.

Der Vorstand der ING Bank Deutschland AG lehnte einen Kommentar ab, da ihm die Klage nicht vorliege. Eine Sprecherin der BHF-Bank wollte sich nicht äußern./zb

Azul Real
07.03.2007, 15:09
8-)


Bauer zwischenzeitlich wieder über 40,00 Euro

akt. 40,50 + 7,71% TH 41,35 :shock:


Bauer AG

letzte Woche noch deutlich über 40 mit ATH bei 46,41

heute TT 34,34 akt. 36,01 - 3,97%

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=10d&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=B5A.ETR&lColors=0x000000&sSym=B5A.ETR&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1y&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=B5A.ETR&lColors=0x000000&sSym=B5A.ETR&hcmask=

Azul Real
07.03.2007, 15:10
*BILFINGER BERGER +5,15% AUF 63,50 EUR - GERÜCHT: INTERESSE VON BALFOUR BEATTY
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dpa-AFX Broker - die Trader News im dpa-AFX ProFeed
-----------------------
BILFINGER BERGER AG|GBF||590900|DE0005909006|
KEYWORDS: 1N|STD STB STW BRO|GER|CON|
2007-03-07 13:35:06

Azul Real
09.03.2007, 08:12
Laut Börse Online vom 08.03.2007:

SPEKULATION AUF MEGA-FUSION MIT TERRA FIRMA

Ein Gerücht wühlt die Imobilienbranche auf:

Die beiden größten privaten Wohnungsbesitzer in Deutschland

- die Deutsche Annington und Gagfah GFJ-
wollen sich zusammenschließen.

Annington-Eigentümer "Terra Firma" soll die treibende Kraft hinter den Gesprächen sein.

Die britische Beteiligungsgesellschaft sucht nach einem Weg,
die Tochter zügig und mit Gewinn abzustoßen.
Der eigentlich angepeilte Börsengang kam bei Investoren nicht gut an,
weil wegen des geringen Eigenkapitals auf Jahre hinaus keine Dividende gezahlt worden wäre.

Skeptisch bewerten Großanleger wohl auch die Chance auf Kurssteigerungen,
haben sie doch mit der Gagfah-Aktie, die Mitte Oktober 2006 zu 19 Euro an die Börse gekommen ist, bisher kaum etwas verdient.

Eine Fusion mit Gagfah zum größten Wohnungskonzern Europas wäre daher der bessere Ausstieg für Terra Firma.

Gagfah würde durch den Deal zum DAX-Kandidaten.

Das könnte den Kursverfall der Aktie stoppen.:lol:

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Medienberichten zufolge erwägt der Immobilienkonzern Gagfah die Übernahme des Konkurrenten Deutsche Annington. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel wollen die Essener die Deutsche Anninton vom Finanzinvestor Terra Firma übernehmen. Terra-Firma-Chef Guy Hands habe sogar von einer “Traumlösung für beide Unternehmen” gesprochen. Es gebe jedoch noch keine konkreten Verhandlungen.

Allerdings habe ein Terra-Firma-Mitarbeiter wegen eines Kaufangebots bereits Kontakt zur Beteiligungsgesellschaft Fortress aufgenommen, die derzeit Mehrheitsaktionär von Gagfah ist.

Die Deutsche Annington ist aus der ehemaligen E.on-Immobiliensparte Viterra hervorgegangen.

Quellen: BörseGo, FINANCE


GFJ

Azul Real
10.03.2007, 14:34
HANDELSBLATT, Samstag, 10. März 2007, 13:00 Uhr
Erste Projekte in Rumänien und Kroatien

Shopping-Boom in Osteuropa

Von Miriam M. Beul

Einkaufen heißt nicht einfach Konsumieren. Einkaufen ist eine kulturelle Tätigkeit. Das spricht sich auch in den Ballungszentren Ost- und Zentraleuropas herum: Shoppincenter wachsen wie Pilze aus dem Boden, leer stehende Bürogebäude werden in Einzelhandelsoasen umfunktioniert, Luxusmarken erobern die Bummelmeilen der Metropolen – und Immobilieninvestoren machen glänzende Geschäfte.

HB DUISBURG. Und das nicht mehr nur in Polen, Tschechien oder Ungarn. Auch die jüngsten Mitgliedsstaaten nehmen sie ins Visier, insbesondere Rumänien. „Das Land ist augenblicklich die am schnellsten wachsende europäische Volkswirtschaft und dabei entwickelt sich die Hauptstadt noch rasanter als der Rest des Landes“, sagt Charles Krick, Leiter des neu eröffneten Büros von Jones Lang Lasalle (JLL) in Bukarest. Nimmt der Wohlstand zu, ist auch mehr Geld zum Ausgeben da. Und so arbeiten Investoren und Entwickler mit Hochdruck daran, den Anteil an Shoppingcenterfläche zu erhöhen.

Nach einer Recherche von Colliers International verfügt die Hauptstadtregion mit ihren 2,2 Mill. Menschen derzeit über „nur“ 150 000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche innerhalb von Einkaufszentren. Ende 2008 sollen es 400 000 Quadratmeter sein und bis 2009 könnte die Stadt laut JLL zehn Shoppingcenter mit 600 000 Quadratmetern Fläche, vier Retail Parks, eine Hand voll Supermärkte und Hypermärkte haben.
>>> Zur Wohnungssuche und Immobilien-Datenbank

Interesse am rumänischen Markt für Einzelhandelsimmobilien kommt dabei auch von deutscher Seite. Der Hamburger Shoppingcenter-Entwickler ECE plant eine 70 000 Quadratmeter große Einkaufsoase mit 240 Shops in Bukarest. Die „Mall of Romania“ könnte, wenn alles klappt, im Herbst 2009 eröffnen. Insgesamt hat ECE derzeit elf Shoppingcenter mit 460 000 Quadratmetern Verkaufsfläche in Mittel- und Osteuropa in Planung oder in Bau. „Wir investieren hier gemeinsam mit externen Investoren rund 1,1 Milliarden Euro“, sagt ECE-Geschäftsführer Alexander Otto. Für die HGA Capital, die 2004 einen geschlossenen, 66,8 Mill. Euro schweren Immobilienfonds mit dem ECE-Center „Galeria Krakowska“ in Krakau aufgelegt hat, sind Rumänien und die Balkanstaaten noch keine Zielländer. „In Rumänien können wir uns ein Engagement zwar gut vorstellen. Jedoch gibt es dort kaum noch risikoadäquate Ankaufsrenditen bei gleichwohl volkswirtschaftlich interessanten Wachstumsperspektiven“, sagt Matthias Voss, Geschäftsführer von HGA Capital.

Dabei hätten aus westlicher Perspektive noch viele Städte Ost- und Zentraleuropas Nachholbedarf. So verfügt etwa die Region Zagreb laut Colliers „nur“ über sieben Shoppingcenter mit 56 000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Für eine Metropole mit 780 000 Einwohnern (1,2 Mill. leben in der Region) recht spärlich. Ihre Einkäufe erledigen die Menschen in Mini-Geschäften, die selbst an den Hauptbummelmeilen im Schnitt nur fünf bis 35 Quadratmeter groß sind. „Ladenlokale mit mehr als 200 Quadratmetern Fläche sind selten“, berichtet Natalia Kaneva, Managing Partner bei Colliers in Zagreb. Dass mit der Expansion internationaler Einzelhandelsketten neue Flächen und Flächengrößen an den Markt kämen, sei nur eine Frage der Zeit. „Bis Ende 2009 sind 250 000 Quadratmeter neuer Shoppingcenterflächen geplant“, sagt Kaneva.

Nachholbedarf melden die Experten von Colliers zudem aus Serbien und Montenegro. „Investoren haben sich 2006 vor allem für Anlagemöglichkeiten in Belgrad interessiert. Aber auch in Städten wie Novi Sad und Nis wird die Nachfrage zunehmen“, berichtet Jovica Jakovac, General Manager von Colliers in Belgrad. Zur Zeit zählt Belgrad zwei moderne Shoppingcenter mit zusammen 28 000 Quadratmetern Fläche.

Die Großstädte Polens, Ungarns und Tschechiens hingegen haben das größte Flächenwachstum bereits hinter sich. Mancherorts macht sich sogar eine erste Centermüdigkeit breit. „Mehr als die Konsumenten in jedem anderen ost- oder zentraleuropäischem Land lieben die Polen das Einkaufen in kleineren, benachbarten Geschäften. Dies erklärt vielleicht, weshalb sich erste Proteste gegen geplante Shoppingcenter regen“, sagt Sven Hitchen, bei Colliers in Warschau für das Research zuständig. Folge: Investoren weichen in Nischen aus, sagt er. „Engagements in Klein- und Mittelstädten, die Erweiterung vorhandener Shoppingcenter oder die Entwicklung neuer Handelsflächen in günstig gelegenen Bestandsimmobilien“, heißen die Alternativen.


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Die Deutsche Euroshop ist beispielsweise eine wesentliche Beteiligung von der ECE, welche sich wiederum an den Centern der ECE beteiligt.

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Azul Real
11.03.2007, 07:58
Sonntag, 11. März 2007, 07:00 Uhr
Nach zehnjährigem Ringen

Erlebniscenter „3do“ wird nicht gebaut :roll:

Die Einzelhändler in Dortmund lassen die Sektkorken knallen: Die Erlebnisimmobilie „3do“ kommt nicht. Nach zehnjährigem Ringen der Beteiligten steht nun fest, dass der umstrittene Bahnhofsumbau doch nicht realisiert wird.

HB DUISBURG. Damit bleiben der Innenstadt 60 000 Quadratmeter zusätzliche Ladenfläche erspart. Die Projektpartner, die Deutsche Bahn AG und der portugiesische Entwickler Sonae Sierra, konnten sich nicht darüber verständigen, wer für eine neu entdeckte Finanzierungslücke in Höhe von 50 Mill. Euro aufkommen soll. Demnach ergab die Bauausschreibung, dass das bislang auf 550 Mill. Euro geschätzte Projekt zu diesem Preis nicht gebaut werden kann. Und das, obwohl sogar 130 Mill. Euro Fördermittel bereits bewilligt worden sind.

Über neun Jahre befand sich das mit dem Arbeitstitel „Ufo“ gestartete Projekt in der Schwebe. Erst eine Förderzusage im Jahr 2006 ließ das ambitionierte und von Anfang an umstrittene Vorhaben in greifbare Nähe rücken. Nun versuchen Dortmunds Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer und der neu ernannte Stadtdirektor Ullrich Sierau, die noch fehlenden Millionen bei EU, Bund und Land als weitere Fördermittel aufzutreiben.

Doch es bleibt die Frage, ob Dortmund überhaupt einen neuen Einkaufsmagneten in der Innenstadt braucht? Vielleicht nehmen die Händler nach Jahren der Lähmung wieder Geld in die Hand und investieren in ihre Standorte und Gebäude. So zumindest war es in Duisburg, wo das „Multi Casa“, eine Art Schwesterprojekt von „3do“, ebenfalls durch das Verhandlungsungeschick des Grundstückeigentümers Bahn geplatzt ist. Heute sind die Duisburger froh, dass sie den 70 000-Quadratmeter-Klotz nicht am Bahnhof stehen haben. „Gegen die etablierten Bummelmeilen hätte sich das 3do ohnehin nicht durchsetzen können“, sagt Christoph Pohlschröder, Inhaber der Dortmunder Maklerfirma Held Immobilien.

Azul Real
11.03.2007, 11:17
Börsen-Zeitung - Ausgabe Nr. 47 vom 8. März 2007

"Es wird ein dramatisches Jahr"

Transaktionsvolumen Ende Februar schon bei 16 Mrd. Euro - Gespräch mit Jones-Lang-LaSalle-Chef Ulbrich
Von Christoph Ruhkamp, Düsseldorf

Der weltweite Investmentumsatz mit Immobilien war im vergangenen Jahr noch höher als bisher vermutet. Das zeigen die neuesten Berechnungen des global tätigen Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle (JLL). "Die weltweiten Direktanlagen in Gewerbeimmobilien erreichten 2006 ein Rekordvolumen von 682 Mrd. Dollar - ein Plus von 38 %", sagte JLL-Chef Christian Ulbrich im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Einschließlich Wohnimmobilien und der indirekten Beteiligungen über Kapitalgesellschaften seien 900 Mrd. Dollar investiert worden.

Unterdessen zeichnet sich insbesondere für Deutschland bereits eine unverminderte Fortsetzung des Investitionsbooms ab. "Es wird ein dramatisches Jahr. Der Anlagedruck ist unglaublich. Es treten bisher völlig unbekannte Adressen mit Milliardenbeträgen am Markt auf", sagte Ulbrich. Grund dafür sei die weltweit immer stärker kapitalgedeckte Altersvorsorge, die Pensionsfonds Milliardenbeträge beschere.

Boom setzt sich fort

So hat JLL in den ersten zwei Monaten des Jahres bereits ein potenzielles Investmentvolumen in Deutschland von 16 Mrd. Euro identifiziert. Zum Vergleich: Im vergangenen Gesamtjahr waren es insgesamt rund 50 Mrd. Euro gewesen. Die bisher größte Einzeltransaktion in diesem Jahr ist der Verkauf von 22 Bürogebäuden in Hamburg durch den Investor Dieter Becken an den MSREF-Fonds der Investmentbank Morgan Stanley.

Allein die zehn größten Transaktionen im gerade begonnenen Jahr summieren sich auf deutlich mehr als 2,5 Mrd. Euro (siehe Tabelle). Als neuer Trend zeichnet sich vor allem das zunehmende Auftreten von Wiederverkäufern ab: Finanzinvestoren und andere Großanleger, die vor zwei oder drei Jahren eingestiegen waren, trennen sich bereits wieder von ihren Investments.

Darüber hinaus glaubt Ulbrich, dass Einzelhandels-Transaktionen zwar wie im Vorjahr weiter einen großen Anteil am Gesamttransaktionsvolumen haben werden; ihren ersten Rang werden sie aber zugunsten von Büroimmobilien-Käufen abgeben .

Deutschland bleibe als Ziel für Investments attraktiv, weil europaweit renditeträchtigere Alternativen fehlen.

Zwar sind die Anfangsrenditen für erstklassige Büroimmobilien hierzulande bereits unter 5 % gesunken. Aber in Berlin etwa sind Immobilien teilweise noch immer unter Wiedererstellungskosten zu haben, was für ausländische Investoren sehr attraktiv erscheint.

Als Verkäufer würden neben offenen Fonds und Versicherern zunehmend die großen Industriekonzerne in den Vordergrund treten. So hatte Adidas, weltweit das zweitgrößte Unternehmen in der Sportartikelindustrie, erst kürzlich mit Jones Lang LaSalle eine exklusive Partnerschaft für Transaktionsdienstleistungen sowie eine bevorzugte Partnerschaft für Projekt-Management und Beratungsdienstleitungen für sein weltweites Immobilien-Portfolio vereinbart.

JLL-Chef Ulbrich erwartet zudem einen weiteren Schub für den hiesigen Investmentmarkt durch die Einführung von Real Estate Investment Trusts (Reits).

Er will mit seinem Unternehmen selbst als Berater bei Reit-Gründungen aktiv werden. Dabei gehe es um die strategische IPO-Beratung, bei der unter anderem das eigene Bewertungsteam zum Einsatz kommt. "Wir werden zunehmend in den Wettbewerb mit den klassischen Investmentbanken treten", sagte Ulbrich.

Kein großes Reit-Volumen

Ein großes Marktvolumen erhofft er sich von Reits zunächst allerdings nicht. Grund dafür sind die voraussichtlich weiterhin bestehenden Mängel im Reit-Gesetz, darunter etwa die Besteuerung von Erträgen aus im Ausland gehaltenen Immobilien.

"Das Gesetz wird zunächst durchgedrückt und anschließend nachgebessert", vermutet Ulbrich.

Auch will Jones Lang LaSalle neue Produkte einführen, die aus der zunehmenden Kapitalmarktnähe des Immobilienmarktes erwachsen. So plant Jones Lang LaSalle, zukünftig Derivate auf einen europäischen Index für Büroimmobilien aufzubauen.

Börsen-Zeitung, 8.3.2007

Azul Real
11.03.2007, 12:16
Lobet die Elbphilharmonie

9. März 2007, 15:48 Uhr
Von Martijn Sanders


In einem Beitrag in WELT ONLINE bezeichnete der Vorstandsvorsitzende der Zeit-Stiftung, Professor Michael Göring, es als „fraglich“, dass mit dem Bau der Elbphilharmonie und der damit verbundenen Verdoppelung des Konzert-Platzangebots in gleichem Umfang das notwendige Publikum für klassische Musik zu gewinnen sei. Ich teile diesen Zweifel nicht. Die Zahl von zusammen jährlich 500 Konzerten in beiden Konzerthäusern klingt zunächst nach sehr vielen Veranstaltungen. Doch diese Zahl relativiert sich schnell, wenn man die Konzertzahlen anderer erfolgreicher Häuser heranzieht. Mehrere Gründe sprechen aus meiner Erfahrung dafür, dass Elbphilharmonie und Laeiszhalle zusammen eher mehr als die zurzeit prognostizierte Zahl von Besuchern anziehen werden. Lassen Sie mich von meinen eigenen Erfahrungen im Amsterdamer Het Concertgebouw berichten.
Das Concertgebouw wurde Anfang der 80er-Jahre von Grund auf saniert, und neben der ‚Main Hall' (2000 Plätze) wurde auch die ‚Recital Hall' (500 Plätze) für Kammermusik stark ausgebaut. Die Folge: Die Zahl der Konzerte hat sich von 1982 bis heute von vormals 450 auf 800 nahezu verdoppelt. 500 Konzerte sind es in der großen Halle, mehr als 300 im kleinen Saal. Mit diesem Angebotsanstieg ist jedoch gleichzeitig die Zahl der Konzertbesucher von 470.000 auf jetzt 840.000 gestiegen – und das in einer Stadt, die halb so viele Einwohner zählt wie Hamburg.

Natürlich steht Hamburg nicht konkurrenzlos da, wenn es darum geht, mit profilierten Musikreihen Besucher anzuziehen. Auch Städte wie Hannover, Bremen und Kiel haben ihr gewachsenes Klassikpublikum. Doch genau aus der Nähe zu diesen Städten erwächst die Stärke der Hamburger Elbphilharmonie. Rund um Amsterdam liegen Städte wie Utrecht (293.000 Einwohner), Den Haag (475.000) und Rotterdam (585.000). Alle drei haben eigene, sehr gute Konzerthallen und ausgezeichnete Musikprogramme mit fest verankertem Publikum. Und dennoch strömen auch aus diesen Städten die Besucher in das Concertgebouw. Wohl auch, weil das Concertgebouw als die niederländische Konzerthalle betrachtet und anerkannt wird. Diese Entwicklung zeichnet sich auch für die Elbphilharmonie ab. Die sogenannte ‚Metropolregion' rund um Hamburg mit ihren etwa 4,2 Millionen Einwohnern ist dementsprechend als ungeheures Potenzial zu betrachten und nicht als Konkurrent.

Die grundlegende Voraussetzung für den Erfolg der Elbphilharmonie liegt meines Erachtens nicht so sehr in der Zahl der zu erreichenden Konzertbesucher als vielmehr in der gemeinsamen Vermarktung und Programmierung von Elbphilharmonie und Laeiszhalle. Das bisherige Publikum der Laeiszhalle – immerhin 440.000 Besucher pro Jahr – darf auf keinen Fall vernachlässigt werden. Es sind jene Konzertbesucher, die mit Neugier und Spannung einen neuen Konzertsaal entdecken möchten, ohne den ‚alten', lieb gewonnenen aufgeben zu wollen: Die Laeiszhalle.

Mit der Gründung der ‚Hamburg Musik GmbH', die beide Konzerthäuser kaufmännisch und künstlerisch umfasst, ist diese Maßgabe gewährleistet. Ein weitsichtiger Schritt. Aber dazu gehört auch, dass die Laeiszhalle von Grund auf überholt wird. Denn einen neuen guten Konzertsaal, die Elbphilharmonie, und einen alten, weniger guten Konzertsaal, die Laeiszhalle, sollte es nicht geben.

Schlagworte

Het Concertgebouw Elbphilharmonie Konzert Laeiszhalle Amsterdam
Als die Fraktionen der Bürgerschaft vor wenigen Tagen einstimmig den Bau der Elbphilharmonie beschlossen, war oft und zu Recht von den mit dem Investorenkonsortium fixierten Baukosten die Rede. Von den meiner Ansicht nach unerlässlichen Restaurierungskosten für die traditionsreiche Laeiszhalle allerdings nicht. Diese Diskussion muss und wird kommen.
Dr. Martijn Sanders leitete von 1982 bis 2006 das Amsterdamer Het Concertgebouw. Er war für den Umbau und die Renovierung des Hauses in den Achtzigerjahren ebenso verantwortlich wie für den inhaltlichen Wechsel von einer reinen Vermietungshalle hin zu einem programmatisch geführten Haus. Das Het Concertgebouw zählt heute mit 840.000 Besuchern pro Jahr zu einer der erfolgreichsten Konzerthallen der Welt. Sanders gehörte dem Fachkuratorium an, das die Kulturbehördenleitung bei den Planungen zur Elbphilharmonie beriet.



:shock:

finanzen.net
HOCHTIEF erhält Großauftrag aus Hamburg
Donnerstag 1. März 2007, 12:32 Uhr


Essen (aktiencheck.de AG) - Der Baukonzern HOCHTIEF AG (ISIN DE0006070006/WKN 607000) hat einen weiteren Großauftrag erhalten.

Wie der im MDAX (Xetra: Nachrichten) notierte Konzern am Donnerstag erklärte, wird man im Rahmen eines Konsortiums gemeinsam mit der CommerzLeasing und Immobilien AG die Planung, Finanzierung, den Bau und den Betrieb der Elbphilharmonie in Hamburg übernehmen. HOCHTIEF (Xetra: 607000 - Nachrichten) übernimmt als Generalunternehmer die Planungs- und Bauleistung in Höhe von 241,3 Mio. Euro. Der Baukostenanteil der Freien und Hansestadt Hamburg liegt bei 138 Mio. Euro. Auftraggeber für die Stadt ist die Hamburg Bau GmbH & Co. KG.

Der Gebäudekomplex entsteht auf einem alten Kaispeicher in 37 Meter Höhe und beinhaltet neben drei Konzertsälen mit dem "Klingenden Museum" auch einen musikpädagogischen Bereich, ein Fünf-Sterne-Hotel mit fast 250 Zimmern, Restaurants sowie ein Parkhaus mit mehr als 500 Stellplätzen. Zudem realisiert HOCHTIEF Construction als Bauträger 43 hochwertige Eigentumswohnungen von der Planung bis zur Vermarktung.

Die Aktie von HOCHTIEF notiert aktuell mit einem Plus von 0,99 Prozent bei 66,47 Euro. (01.03.2007/ac/n/d)


http://img248.imageshack.us/img248/8461/westansichtnacht0yx.jpg
http://www.hafencity.com/upload/images/Content/projekte/z_de_projekte_1_elbphilharmonie725x300.jpg

Azul Real
11.03.2007, 12:43
11. März 2007, 00:00 Uhr
Um den Containerumschlag in Hamburg ist ein Bieterwettkampf zwischen dem Baukonzern Hochtief und der australischen Macquarie Bank ausgebrochen. Hat die Stadt überhaupt den Mut, ihre Hafen-Beteiligung an Ausländer zu verkaufen?

Hafen im Angebot

Ausgerechnet Australien. Sondermüll aus dem Land ist auf dem Seeweg nach Hamburg und soll im Mai in einer Brunsbütteler Verbrennungsanlage entsorgt werden. Vier Schiffsladungen bringen in wenigen Wochen krebserregende Lösungsmittelrückstände wie Hexachlorbenzol die Elbe herauf. Sollen die Australier doch ihren Müll selber vernichten und Hamburg damit in Ruhe lassen - schimpft die lokale Presse der Hansestadt.

Das passt Martin Stanley gar nicht. Er ist in Hamburg, um gut Wetter zu machen für sich, sein Land und die Pläne seiner Firma, der Macquarie Bank. Das zahlungskräftige Geldhaus aus Sydney will nämlich weite Teile des Hamburger Hafenumschlags kaufen. Stanley, 43 Jahre alt, Typ Sympathieträger und verantwortlich für den europäischen Infrastrukturfonds der Bank, ist schon weit gekommen.

Gerade hat sich der Hamburger Senat für Macquarie und Hochtief als finale Kandidaten entschieden. Dabei konnte sich die Konkurrenz sehen lassen:

Die Politiker haben immerhin so renommierten Bewerbern wie der Deutschen Bahn, den arabischen Dubai Ports und Allianz Capital einen Korb gegeben.

Bis Mai soll nun die Entscheidung fallen. Da kann Stanley negative Schlagzeilen über sein Land im Moment gar nicht gebrauchen. Zumal es alles andere als eine ausgemachte Sache ist, dass es überhaupt so weit kommt. Zwar galt lange Zeit die geplante Privatisierung der größten Hafenumschlagsfirma Hamburgs, der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) als ausgemachte Sache.

Mit den Einnahmen - Hochtief soll zusammen mit zwei Banken 1,6 Milliarden Euro bieten - will die Stadt im Hafen dringend benötigte neue Straßen, Schienen oder Umschlagsplätze bauen.

Doch inzwischen wird der Widerstand immer größer. Denn es mehren sich die Stimmen, dass ein Verkauf dieses Stücks strategischer Infrastruktur an einen ausländischen Investor keine gute Idee ist.

Am Anfang des Widerstands stehen die Hafenmitarbeiter. Zuletzt drohten die HHLA-Mitarbeiter, ab sofort Dienst nach Vorschrift und damit keine Überstunden mehr zu machen. Sie fürchten Entlassungen und längere Arbeitszeiten, wenn erst einmal ein Finanzinvestor im Eigentümerkreis ist. Eine Drohung, die es in sich hat. Denn die Folge wäre ein Stau auf der Elbe, weil die Fracht der Containerschiffe nicht mehr in gewohntem Tempo gelöscht werden könnte.

Der Widerstand der Arbeitnehmer wird dadurch gestärkt, dass es inzwischen erhebliche Bedenken gegen Investoren aus dem Ausland gibt. "Es darf... nicht zu einem Ausverkauf kommen", sagte Dagmar Wöhrl, Staatssekretärin und Maritime Koordinatorin der Bundesregierung, vor wenigen Tagen der "Welt". Investoren mit einer gewissen Heimatverbundenheit hätten nach ihrer Erfahrung mehr Interesse an der Entwicklung einer deutschen Firma. "Das Sagen bei der HHLA sollten deutsche Unternehmen oder das Bundesland haben. An dem Hafenbetrieb hängen zu viele Arbeitsplätze."

Damit steht Wöhrl nicht allein da. "Die politischen Rahmenbedingungen für die deutsche maritime Wirtschaft müssen gestärkt werden", fordert etwa auch Detthold Aden, Präsident des Zentralverbands Deutscher Seehafenbetriebe. "Das heißt nicht, ausländischen Investoren Engagements in den deutschen Seehäfen grundsätzlich zu verwehren. Wichtig ist, dass die volkswirtschaftlichen deutschen Interessen im Einklang mit denen der Seehäfen nachhaltig gewahrt bleiben", sagt der Verbandschef, der zugleich die Bremer Logistik Gruppe verantwortet.

Dabei gibt es in Europa schon einige Beispiele ausländischer Hafen-Betreiber. Maggie Thatcher hat als britische Premierministerin bereits Häfen samt Kaimauern verkauft, darunter marode Anlagen für den symbolischen Preis von einem Pfund Sterling. Ihr Nach-Nachfolger Tony Blair hat vergangenes Jahr ein nationales Denkmal, die Peninsular Steam Navigation Company mit weltweit 21 Hafenbetrieben, an Dubai Ports World gehen lassen.

Sieben Milliarden Dollar waren überzeugende Argumente. Auch ein Teil des Rotterdamer Hafenumschlags befindet sich in ausländischen Händen - und zwar denen des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison Whampoa.

Dass das Hafen-Fieber grassiert, hängt mit den Zukunftsaussichten der Branche zusammen. Insbesondere die Containerterminals kommen mit dem dringend erforderlichen Ausbau der Kapazitäten kaum noch nach. In den nächsten acht Jahren wird sich der Container-Umschlag in deutschen Häfen verdoppeln.

Das können Länder wie Hamburg, Niedersachsen, Bremen oder Schleswig-Holstein nicht allein bewältigen. Allein bei der HHLA stehen Investitionen von 1,2 Milliarden Euro an. Hamburg, da sind sich Branchenkenner einig, kann nur mit einer Milliarden-Infusion auf Dauer Rotterdam einholen.

Genau darauf setzen die Australier. Und dabei geht es Macquarie nicht allein um Hamburg. "Wir kennen alle europäischen Häfen und schauen uns immer etwas an", sagt Macquarie-Mann Stanley. Hamburg, das betont er immer wieder, soll für sie Zentrum der europäischen Hafen-Beteiligungen werden, was die Hamburger eigentlich gern hören müssten. Die Ängste der Mitarbeiter kennt Stanley, den Heuschrecken-Vergleich natürlich auch. "Der Unterschied zwischen Private-Equity-Investoren und uns ist, dass wir in den erworbenen Beteiligungen langfristig über 30, 40 oder 50 Jahre engagiert bleiben", wehrt sich der Banker dagegen. Eine Mehrheit an der HHLA brauche Macquarie dafür nicht. "Solange eine Partnerschaft fair ist, sind wir auch mit einer Minderheitsbeteiligung glücklich."
Ob diese Bekenntnisse reichen, ist ziemlich fraglich. Derzeit prüft der Senat auch einen Börsengang der HHLA. Die Unternehmensberatung KPMG sucht dafür gerade Banken aus.

Oder der Senat setzt auf Hochtief.

Der Düsseldorfer Baukonzern ist schließlich ein guter Bekannter in der Hansestadt, der Baukonzern aus Essen besitzt 49,9 Prozent der Aktien am Hamburger Flughafen. Und der funktioniert bekanntlich nicht schlecht.



Interessant auch in diesen Zusammenhang, da die Gerüchteküche anfänglich ins Brodeln gebracht wurde durch die australische Macquarie Bank, welche angeblich für Hochtief 75 Euro je Share bieten wollen. Nun befinden sich die Macquarie Bank und Hochtief gemeinsam in einen Bieterkonsortium für die HHLA wieder.



Hochtief und Macquarie in engerer Wahl für HHLA-Kauf
Mi Feb 28, 2007 7:25 MEZ

Hamburg (Reuters) - Der Baukonzern Hochtief und die australische Macquarie Bank können sich Hoffnung auf eine Beteiligung am Hamburger Hafenbetreiber HHLA machen.

Der Senat der Hansestadt nahm ein Konsortium um Hochtief und das expansionshungrige Finanzinstitut am Mittwoch in die engere Wahl für den Kauf von bis zu 49,9 Prozent an der HHLA. Hamburg hält sich aber weiterhin einen Börsengang der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) offen. Eine endgültige Entscheidung will die Landesregierung im Frühjahr fällen.

Bei der Auswahl der Bieter seien neben dem gebotenen Preis auch strategische Gesichtspunkte berücksichtigt worden, teilte die Hamburger Finanzbehörde mit. Dazu gehörten Zusagen zu Investitionen und Standorterhalt. Im Rennen um den HHLA-Anteil waren zuletzt auch die Deutsche Bahn, die staatliche Dubai Ports und die Finanzinvestoren 3i und Allianz Capital Partners.

Hamburg will die Anteile entweder direkt verkaufen oder an die Börse bringen. Der Senat will sich bis zum Frühjahr für eine Variante entscheiden. So lange sollen keine Details zum Stand der Verhandlungen genannt werden. Um die Organisation eines möglichen Börsengangs hätten sich zahlreiche Banken beworben, so die Stadt.

Das Unternehmen hatte vor wenigen Tagen starke Zahlen vorgelegt.

Den Umsatz steigerte die HHLA 2006 um ein Fünftel auf mehr als eine Milliarde Euro. Der Nettogewinn legte auf mehr als 100 (Vorjahr: 64) Millionen Euro zu. Die HHLA wickelte im vergangenen Jahr 6,1 Millionen Standardcontainer ab, 16 Prozent mehr als 2005. Bis 2015 soll sich der Umschlag auf den HHLA-Terminals auf zwölf Millionen Container verdoppeln. Um das Wachstum zu bewältigen, muss die Kapazität erhöht werden. Die dafür veranschlagten gut 1,2 Milliarden Euro sollen durch die Teilprivatisierung aufgebracht werden.


HHLA Sechs Interessenten

Wer bekommt Hamburgs Hafen?
Analyse über die Bieter. Heute wird die Stadt die Angebote prüfen und sortieren.

Von Daniela Stürmlinger, Rolf Zamponi

Hamburg -

Das Bieterrennen um den 49,9-prozentigen Anteil an der HHLA, den die Stadt verkaufen möchte, erreicht heute einen neuen Höhepunkt. Nach Informationen des Abendblatts haben alle sechs übrig gebliebenen Bieter ihre Angebote für das HHLA-Paket abgegeben. Heute nun treffen sich Finanzsenator Michael Freytag, Wirtschaftssenator Gunnar Uldall, Vertreter der Hamburgischen Gesellschaft für Vermögensverwaltung (HGV), der HHLA und dem Amt für Beteiligungsverwaltung mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die mit der Ausschreibung des HHLA-Teilverkaufs beauftragt wurde. Nächste Woche werden die Ergebnisse Bürgermeister Ole von Beust vorgetragen.

Nach Informationen des Abendblatts werden die Angebote heute diskutiert und geprüft, in welchen Punkten nochmals genauer nachgefragt werden muss.
In einem weiteren Schritt sollen dann mindestens drei Interessenten aussortiert werden. Den restlichen Kaufwilligen soll erlaubt werden, dass sie die HHLA im Rahmen einer sogenannten Due Dilligence auf Herz und Nieren prüfen. Sie erhalten Einblick in die Bücher der HHLA.

Nicht der gebotene Kaufpreis soll über den Zuschlag entscheiden, sondern die Zukunftsperspektiven, die der neue Investor der HHLA und den Mitarbeitern bietet. Die Stadt behält sich gleichzeitig aber vor, das Ausschreibungsverfahren abzubrechen, etwa, um den HHLA-Anteil an die Börse zu bringen. Diese Variante favorisieren die HHLA-Mitarbeiter. In einem Gutachten eines Investmentbankers jedoch kommt diese Alternative schlecht weg. Nicht nur, dass ein Börsengang stark vom ständig wechselnden Kapitalmarktumfeld abhängt, auch wäre kein Partner vorhanden, der die HHLA gemeinsam mit der Stadt weiterentwickelt und in das Unternehmen investiert.

Offen ist auch noch, ob sich die Stadt für einen Investor entscheidet oder zwei bis drei Interessenten ins Boot nimmt. "Nichts ist ausgeschlossen", hieß es gegenüber dem Abendblatt. Mit der Aufteilung des Pakets an mehrere Käufer könnte die Stadt verhindern, dass der neue Investor zu stark mitregieren will und so die Unabhängigkeit der HHLA gefährdet.

Bei der Teilprivatisierung geht es neben der Sicherung der Arbeitsplätze auch um Strategien der Zukunftssicherung für die HHLA. Der Hafen, an dem mittel- und unmittelbar rund 150 000 Jobs in Hamburg und im Umland hängen, muss sich für die Zukunft rüsten. Der zunehmende Welthandel wird zu einem steigenden Umschlagsvolumen im Hafen führen. Um das zu bewältigen braucht es gewaltige Investitionen in die Infrastruktur. Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) rechnet für die kommenden zehn Jahre mit einem Investitionsvolumen von drei Milliarden Euro. Das Abendblatt hat sich die Interessenten genauer angesehen.

Deutsche Bahn

Die Bahn hat großes Interesse an einer Beteiligung an der HHLA. Im Falle eines Zuschlags verspricht sie, mindestens 400 Arbeitsplätze aus einem ihrer Unternehmensbereiche nach Hamburg zu verlagern. Zudem gehört die Bahn dem Bund, und so würde ein staatliches Unternehmen bei der HHLA einsteigen. Die Bahn will aber bald an die Börse gehen. Kritiker befürchten auch, dass die Bahn vor allem Interesse an der HHLA-eigenen Hafenbahn hat und den Schienenverkehr ins Hinterland, also den Weitertransport der Container auf dem Landweg regeln will, der jetzt von der HHLA gemanagt wird. Die Bahn tritt mit dem Finanzinvestor Morgan Stanley Infrastructure Partners auf. Mit einem Einstieg der Bahn käme damit auch ein Finanzinvestor mit ins Boot.
Analyse über die Bieter. Heute wird die Stadt die Angebote prüfen und sortieren.

Dubai Ports World

Dubai Ports World (DPW) ist der weltweit größte Terminalbetreiber und hat Know-how im Hafenbereich. Aber das Unternehmen ist unter anderem bereits in Antwerpen, Marseille, Le Havre und Southhampton engagiert, was die Frage aufwirft, welchen Stellenwert Hamburg künftig in der Strategie von DPW haben wird. Die Stadt müsste bei einer Entscheidung für DPW auf langfristige Strategie- und Investitionszusagen drängen.

Hochtief
Hochtief ist bereits beim Flughafen ein bewährter Partner Hamburgs. Das Unternehmen verfügt aber über keine Hafenexpertise. Zudem schließen Experten nicht aus, dass Hochtief selbst Opfer eine Übernahme werden könnte.

Macquarie Bank
Der australische Finanzinvestor hat bereits in der Vergangenheit stark im Hafensektor investiert und würde auch über das Know-how verfügen. Wie auch bei der Allianz müsste strategisches Interesse nachgewiesen werden.
( Macquarie steht auch im Zusammenhang mit der Übernahme von Techem, welche wohl gestern gescheitert ist und der aktuellen Übernahmegerüchte von Hochtief. Hochtief :sunny: bietet selbst für die HHLA mit. Die Verbindungen werden somit immer interessanter !!!!!!!!!!!!!!!!!)


Allianz Capital

Die Allianz hat über ihren Infrastrukturfonds ein Angebot für die HHLA abgegeben. Die Allianz müsste die Stadt davon überzeugen, dass ein strategisches und nicht ein finanzielles Engagement vorgesehen ist.


3i Deutschland

Das europäische Unternehmen hat laut einem dem Abendblatt vorliegenden Gutachten bereits im Vorfeld sein strategisches Interesse an einem Einstieg bei der HHLA betont. 3i ist seit 20 Jahren in Deutschland aktiv und erst seit einigen Jahren in größerem Umfang im Bereich der Infrastrukturinvestitionen tätig. Deshalb verfügt 3i noch nicht über so große Erfahrungen in dem Bereich wie etwa Dubai Ports.

erschienen am 2. Februar 2007

Azul Real
12.03.2007, 13:52
Analysten: New Century steht kurz vor Insolvenz
Fr Mrz 9, 2007 7:46 MEZ

New York (Reuters) - Der Hypothekenanbieter New Century steht nach Einschätzung von Analysten kurz vor einer Insolvenz.

Das Unternehmen habe einen letzten Versuch gestartet, um einen Zusammenbruch zu vermeiden, schrieb JPMorgan-Analyst Andrew Wessel am Freitag. Er rechne damit, dass New Century in der nächsten oder übernächsten Woche Gläubigerschutz nach Kapitel Elf anstreben könnte. Auch andere Experten äußerten sich ähnlich. Die Aktien brachen erneut um knapp 18 Prozent ein. Seit Jahresbeginn haben die Papiere damit ungefähr 90 Prozent an Wert verloren.

New Century hatte am Donnerstag die Ausgabe neuer Kredite gestoppt und sich frisches Geld gesichert. Mit der Situation vertraute Personen gaben an, die US-Bank Morgan Stanley habe die Summe von mehreren hundert Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Vor etwa einer Woche setzte der Kurssturz ein, als New Century vor etwa einer Woche strafrechtliche Ermittlungen bekannt gegeben hatte. Die Immobilienfirma räumte zudem ein, sein Überleben könne von der Unterstützung der eigenen Gläubiger abhängen. Die Probleme des US-Hypothekenmarktes haben auch europäische Banken erreicht. Die Schweizer Großbank UBS hat einem Sprecher zufolge einen Kredit an das Unternehmen ausgegeben, auch die Bank Barclays soll zu den Gläubigern gehören.

New Century gehört zu den größten Unternehmen auf dem Markt für zweitklassige Hypothekendarlehen ("subprime mortgages") - das sind Kredite, die an Kreditnehmer mit schlechter Bonität ausgegeben werden. Während des Booms auf dem US-Häusermarkt haben mit derartigen Krediten viele Häuserkäufer ihre Eigenheime finanziert, einige gaben das Geld auch für den Konsum aus. Mit dem Ende der Preissteigerungen für Wohnimmobilien können nun einige Kreditnehmer ihre Hypotheken nicht mehr bedienen, was auch die Gläubiger in Mitleidenschaft zieht. Im vergangenen Jahr sind mehr als 20 Unternehmen aus dem Markt ausgestiegen - manche freiwillig, einige nach einer Insolvenz.


Montag, 12. März 2007
Wall-Street-Ausblick

Alle Augen auf den Hypothekenmarkt

Die jüngsten Turbulenzen an den Börsen stecken den Anlegern noch in den Knochen. Die bange Frage lautet: Wie wird die kommende Woche? Neben Konjunkturdaten und Quartalszahlen großer Investmentbanken wird es der Hypothekenmarkt sein, der die US-Börse bestimmt.

Denn dort könnte es zu einer folgenschweren Pleite kommen.

HB NEW YORK. Spekulationen über einen drohenden Konkurs des Hypothekenanbieters New Century haben Investoren bereits in der abgelaufenen Woche nervös werden lassen. Sie befürchten, dass sich Schwierigkeiten in diesem Bereich negativ auf das Verbrauchervertrauen auswirken könnten.

New Century gehört zu den größten Unternehmen auf dem Markt für so genannte „subprime mortgages“ oder zweitklassige Hypothekendarlehen und leiht Kreditnehmern mit schlechter Bonität Geld.

New-Century-Papiere gaben am Freitag mehr als 17 Prozent auf 3,21 Dollar nach, nachdem die Anteile bereits zuvor knapp 80 Prozent an Wert verloren hatten. Eine Insolvenz von New Century könnte den gesamten Markt in Mitleidenschaft ziehen. Zusammen mit dem schwächelnden Immobilienmarkt facht diese Aussicht bei den Anlegern Sorgen um die Kaufkraft der Verbraucher an.

An der Börse wird die Entwicklung des Verbrauchervertrauens besonders aufmerksam verfolgt, da dieses als Schlüsselindikator für das Wirtschaftswachstum in den USA und die Rentabilität der Unternehmen angesehen wird. „Das Schlimmste, das jeder Wirtschaft passieren kann, ist der Verlust von Vertrauen“, sagt Med Yones, Präsident der Wirtschaftsforscher vom Institute of Management in Las Vegas.

Am Freitag veröffentlicht die Universität Michigan die vorläufigen Zahlen zum Verbrauchervertrauen für den Monat März. Experten rechnen mit einem Rückgang des Indikators von 91,3 auf 90,0 Zähler.

Ebenfalls am Freitag stehen die Daten zu den Verbraucherpreisen im Februar an, außerdem Zahlen zur Industrieproduktion. Am Donnerstag erwarten die Anleger Daten über die Entwicklung der Erzeugerpreise im Februar. Neben den Konjunkturdaten werden auch einige Unternehmenszahlen erwartet. So beginnt für die Investmentbanken die Berichtssaison mit Ergebnissen von Goldman Sachs, Lehman Brothers und Bear Stearns.

In der abgelaufenen Woche war der Markt bemüht gewesen, den Kursrutsch der Vorwoche zu korrigieren. Die Kursgewinne fielen jedoch mäßig aus, Anleger äußerten Zweifel an der Nachhaltigkeit der Entwicklung. Dennoch sind Analysten der Ansicht, dass die Entwicklung an der Wall Street langfristig in diesem Jahr nach oben gehen wird. Am Freitag schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,13 Prozent im Plus bei 12 276 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,07 Prozent auf 1 402 Zähler zu. Der Nasdaq-Composite sank um 0,01 Prozent auf 2 387 Punkte.

Azul Real
12.03.2007, 15:42
Wohnungsbau
Größtes deutsches Niedrigenergiehaus eröffnet

Das größte deutsche Niedrigenergiehaus ist am Montag in Berlin seiner Bestimmung übergeben worden.

http://www.rbb-online.de/_/_servlet/de.blueorange.xred.util.getfile/db=rbb/imgcol=402_120/key=id/keyval=5591990/tbl=int_xredimage/niedrigenergiehaus+sanierter+plattenbau+lichtenber g+berlin+%2528dpa+120307%2529.jfif

In einjähriger Bauzeit wurde der 1974 errichtete Plattenbau mit 296 Wohnungen umfassend saniert. Das Gebäude im Ost-Bezirk Lichtenberg soll nun mindestens 30 Prozent weniger Energie verbrauchen als zuvor.

Das Doppelhochhaus wurde mit moderner Heiztechnik, jede Wohnung mit einer automatischen Be- und Entlüftung ausgerüstet. Außerdem erhielt das Gebäude eine zwölf Zentimeter dicke Dämmschicht sowie neue Fenster mit Isolierverglasung.

Die gesamte Sanierung kostete 8,5 Millionen Euro, davon flossen 1,9 Millionen Euro in Energie sparende Maßnahmen. Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) sagte, das Pilotprojekt leiste nicht nur einen Beitrag, den Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids zu verringern. Mittelfristig spürten auch die Mieter eine Entlastung.

Für die Bewohner steigt die monatliche Kaltmiete um etwa einen Euro pro Quadratmeter. Zugleich erwartet die Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE aber rund 50 Cent geringere Betriebskosten. Initiiert wurde das Projekt von der Deutschen Energie-Agentur und dem Bundesbauministerium.
Stand: 12.03.2007 13:54

Azul Real
12.03.2007, 15:46
Montag, 12. März 2007, 15:15 Uhr
Vereinigte Staaten

Der Immobilienblase geht die Luft aus

Jahrelang lief er prächtig, doch mittlerweile sind die Anzeichen unübersehbar: Der Multi-Milliarden-Dollar schwere US-Immobilienmarkt ist auf Talfahrt gegangen.

Das Geschäft mit riskanten Hypothekenkrediten kollabiert - und in der Immobiliensparte von General Electric müssen wegen der schwierigen Marktsituation hunderte Leute gehen.


HB NEW YORK. Hypothekenkrediten wurden während des fünfjährigen Immobilien-Booms häufig ohne Anzahlung und mit zu Anfang extrem niedrigen aber variablen Zinsen hunderttausenden von Amerikanern mit geringer Kreditwürdigkeit verkauft. Selbst einkommensschwache Kreditnehmer konnten sich so ein Haus leisten - und solange die Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen jährlich zweistellige prozentuale Preiserhöhungen verzeichneten, waren alle Beteiligten hochzufrieden.

Seit mehr als einem Jahr fallen jedoch die US-Immobilienpreise. Gleichzeitig erhöhten sich bei den vor einigen Jahre zu Sonderkonditionen abgeschlossenen Hypothekenkrediten plötzlich die Zinsen und damit die monatlichen Zahlungen der Hausbesitzer massiv. Viele konnten die Tilgungen nicht mehr leisten und gerieten in Verzug oder stoppten die Zahlungen ganz.

Mehr als zwei Dutzend der auf Risikokredite spezialisierten US-Hypothekenfirmen sind inzwischen insolvent oder sind auf der Suche nach Käufern. Das Branchenschwergewicht New Century Financial steht mit dem Rücken zur Wand: Das Unternehmen nimmt inzwischen keine neuen Kreditanträge mehr an und muss fürchten, dass ihm seine Kreditgeber - darunter eine Tochter der Deutschen Bank - den Geldhahn zudrehen. Nach Angaben der US-Börsenaufsicht SEC verfügt New Century nicht über ausreichend Barmittel, um die Verpflichtungen aus den bestehenden Kreditlinien zu erfüllen. Die Aktie des Unternehmens, die noch im Mai 2006 bei 51,97 Dollar notierte, brach am Montag im vorbörslichen Handel abermals ein und wird gerade noch bei 1,86 Dollar notiert.

In diese Probleme sind auch andere Geldgeber wie Investmentbanken, Versicherungen, Pensionskassen, Banken und Hedge-Fonds verwickelt, die die hochriskanten Hypothekengeschäfte finanziert hatten. Die Wall-Street-Firmen hatten die Hypothekenkredite dann mit hohem Gewinn gebündelt, umverpackt und sie in Form von neuen Wertpapieren an institutionelle und auf höhere Renditen spekulierende kleine Anleger verkauft. Jetzt müssen die Beteiligten jedoch die Zeche dafür zahlen, dass sie nach höheren Renditen strebten ohne auf das Kreditrisiko zu achten. Die riskanten US-Hypothekenkredite haben sich nämlich als Zeitbombe heraus gestellt.

Krise könnte eine halbe Million Häuser auf den Markt bringen

In den USA - einem Land mit 300 Millionen Einwohnern - wohnen rund 70 Prozent aller Bürger in den eigenen vier Wänden. Die US-Investmentbank Goldman Sachs schätzt in einer neuen Studie, dass die so genannten „Subprime“-Kredite an riskante Kreditnehmer jährlich zum zusätzlichen Verkauf von 200 000 Häusern geführt hätten. Das seien zehn bis 15 Prozent der gesamten Nachfrage nach neuen Häusern gewesen. „Ohne diese zusätzliche Ankurbelung müssen Hausverkäufe und -preise weiter fallen“, betont Goldman Sachs.

Im Januar standen in den USA rund 4,1 Millionen Häuser zum Verkauf, davon rund 536 000 neu gebaute. Die jetzige Krise könnte mehr als eine halbe Million zusätzlicher Häuser auf den Markt bringen, da zahllose finanziell gestresste Hausbesitzer das Handtuch werfen. Sie überlassen den Geldgebern die Immobilien, die inzwischen oft weniger wert sind als ihre Hypothekenschulden.

Praktisch alle Baufirmen leiden unter drastisch gefallenen Aufträgen, Umsätzen und Gewinnen. Die Bau- und Immobilienbranche war in den vergangenen Jahren ein Hauptträger des enormen US-Konjunkturaufschwungs und ist jetzt der größte Hemmschuh.

Der auf riskante Kreditnehmer konzentrierte Hypothekenmarkt hatte 2006 ein Gesamtvolumen von 600 Milliarden Dollar (458 Milliarden Euro). Das waren fast zehn Prozent des gesamten amerikanischen Hypothekenmarktes von rund 6,5 Billionen Dollar. Auch die amerikanische Notenbank ist besorgt. Die Währungshüter beobachten ob die bisher auf dieses Teilsegment beschränkten Probleme den gesamten Hypothekenmarkt anstecken könnten. Sie verlangen von den Marktteilnehmern neue Kreditvergaberegeln und klarere Offenlegungsvorschriften.

Die Immobilienkrise schlägt mittlerweile selbst auf die US-Branchenriesen durch: Die Kreditsparte des Mischkonzerns General Electric kündigte am Montag an, im Rahmen einer Restrukturierung 460 Stellen abzubauen. Die GE-Sparte hatte kürzlich angekündigt, keine Kredite zur Finanzierung von 100-Prozent-Immobilienkäufen mehr zu vergeben, um dadurch die Säumnisrate zu reduzieren.



Analysten: New Century steht kurz vor Insolvenz
Fr Mrz 9, 2007 7:46 MEZ

New York (Reuters) - Der Hypothekenanbieter New Century steht nach Einschätzung von Analysten kurz vor einer Insolvenz.

Das Unternehmen habe einen letzten Versuch gestartet, um einen Zusammenbruch zu vermeiden, schrieb JPMorgan-Analyst Andrew Wessel am Freitag. Er rechne damit, dass New Century in der nächsten oder übernächsten Woche Gläubigerschutz nach Kapitel Elf anstreben könnte. Auch andere Experten äußerten sich ähnlich. Die Aktien brachen erneut um knapp 18 Prozent ein. Seit Jahresbeginn haben die Papiere damit ungefähr 90 Prozent an Wert verloren.

New Century hatte am Donnerstag die Ausgabe neuer Kredite gestoppt und sich frisches Geld gesichert. Mit der Situation vertraute Personen gaben an, die US-Bank Morgan Stanley habe die Summe von mehreren hundert Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Vor etwa einer Woche setzte der Kurssturz ein, als New Century vor etwa einer Woche strafrechtliche Ermittlungen bekannt gegeben hatte. Die Immobilienfirma räumte zudem ein, sein Überleben könne von der Unterstützung der eigenen Gläubiger abhängen. Die Probleme des US-Hypothekenmarktes haben auch europäische Banken erreicht. Die Schweizer Großbank UBS hat einem Sprecher zufolge einen Kredit an das Unternehmen ausgegeben, auch die Bank Barclays soll zu den Gläubigern gehören.

New Century gehört zu den größten Unternehmen auf dem Markt für zweitklassige Hypothekendarlehen ("subprime mortgages") - das sind Kredite, die an Kreditnehmer mit schlechter Bonität ausgegeben werden. Während des Booms auf dem US-Häusermarkt haben mit derartigen Krediten viele Häuserkäufer ihre Eigenheime finanziert, einige gaben das Geld auch für den Konsum aus. Mit dem Ende der Preissteigerungen für Wohnimmobilien können nun einige Kreditnehmer ihre Hypotheken nicht mehr bedienen, was auch die Gläubiger in Mitleidenschaft zieht. Im vergangenen Jahr sind mehr als 20 Unternehmen aus dem Markt ausgestiegen - manche freiwillig, einige nach einer Insolvenz.


Montag, 12. März 2007
Wall-Street-Ausblick

Alle Augen auf den Hypothekenmarkt

Die jüngsten Turbulenzen an den Börsen stecken den Anlegern noch in den Knochen. Die bange Frage lautet: Wie wird die kommende Woche? Neben Konjunkturdaten und Quartalszahlen großer Investmentbanken wird es der Hypothekenmarkt sein, der die US-Börse bestimmt.

Denn dort könnte es zu einer folgenschweren Pleite kommen.

HB NEW YORK. Spekulationen über einen drohenden Konkurs des Hypothekenanbieters New Century haben Investoren bereits in der abgelaufenen Woche nervös werden lassen. Sie befürchten, dass sich Schwierigkeiten in diesem Bereich negativ auf das Verbrauchervertrauen auswirken könnten.

New Century gehört zu den größten Unternehmen auf dem Markt für so genannte „subprime mortgages“ oder zweitklassige Hypothekendarlehen und leiht Kreditnehmern mit schlechter Bonität Geld.

New-Century-Papiere gaben am Freitag mehr als 17 Prozent auf 3,21 Dollar nach, nachdem die Anteile bereits zuvor knapp 80 Prozent an Wert verloren hatten. Eine Insolvenz von New Century könnte den gesamten Markt in Mitleidenschaft ziehen. Zusammen mit dem schwächelnden Immobilienmarkt facht diese Aussicht bei den Anlegern Sorgen um die Kaufkraft der Verbraucher an.

An der Börse wird die Entwicklung des Verbrauchervertrauens besonders aufmerksam verfolgt, da dieses als Schlüsselindikator für das Wirtschaftswachstum in den USA und die Rentabilität der Unternehmen angesehen wird. „Das Schlimmste, das jeder Wirtschaft passieren kann, ist der Verlust von Vertrauen“, sagt Med Yones, Präsident der Wirtschaftsforscher vom Institute of Management in Las Vegas.

Am Freitag veröffentlicht die Universität Michigan die vorläufigen Zahlen zum Verbrauchervertrauen für den Monat März. Experten rechnen mit einem Rückgang des Indikators von 91,3 auf 90,0 Zähler.

Ebenfalls am Freitag stehen die Daten zu den Verbraucherpreisen im Februar an, außerdem Zahlen zur Industrieproduktion. Am Donnerstag erwarten die Anleger Daten über die Entwicklung der Erzeugerpreise im Februar. Neben den Konjunkturdaten werden auch einige Unternehmenszahlen erwartet. So beginnt für die Investmentbanken die Berichtssaison mit Ergebnissen von Goldman Sachs, Lehman Brothers und Bear Stearns.

In der abgelaufenen Woche war der Markt bemüht gewesen, den Kursrutsch der Vorwoche zu korrigieren. Die Kursgewinne fielen jedoch mäßig aus, Anleger äußerten Zweifel an der Nachhaltigkeit der Entwicklung. Dennoch sind Analysten der Ansicht, dass die Entwicklung an der Wall Street langfristig in diesem Jahr nach oben gehen wird. Am Freitag schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,13 Prozent im Plus bei 12 276 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,07 Prozent auf 1 402 Zähler zu. Der Nasdaq-Composite sank um 0,01 Prozent auf 2 387 Punkte.

Azul Real
13.03.2007, 14:14
13.03.2007 (13:55)
FEATURE-Das Ende des US-Häuserbooms fordert seine Opfer
- Von Emily Kaiser -

New York, 13. Mär (Reuters) - Platzt der amerikanische Traum, kommt Renae Gorney ins Spiel. Das Telefon der Schuldnerberaterin klingelt unentwegt, seit der Boom am US-Häusermarkt abflaut und damit unvorsichtige Kreditnehmer an den Rand des Ruins drängt. Schon jetzt melden sich Monat für Monat mehr als 300 überschuldete US-Bürger bei Gorney an, die für Freedom Foreclosure Prevention Services in Arizona arbeitet - und sie glaubt nicht daran, dass die Nachfrage so schnell abebbt. "Es wird in diesem Jahr noch ein Blutbad geben", prognostiziert sie düster.

Wenn die Preise für Wohnimmobilien fallen, haben viele Häuserkäufer kaum noch Möglichkeiten, Anschlussfinanzierungen zu finden und damit auslaufende Hypotheken zu bedienen. Der eine oder andere kommt dann schnell in Zahlungsverzug. Dazu kommt, dass viele Kredite einen variablen Zinssatz aufweisen. Das heißt: Die meisten müssen sich zu allem Überfluss auch noch auf höhere Zinsen einstellen. Im dritten Quartal 2006 betrug die Ausfallrate aller Hypothekendarlehen 4,67 Prozent - nach 4,39 Prozent in den drei Monaten zuvor. Noch drastischer sieht es bei Zwangsversteigerungen aus: Hier kamen dem Immobilien-Dienst RealtyTrac zufolge 2006 42 Prozent mehr Häuser unter den Hammer als im Vorjahr. 2007 dürften es wohl noch einmal 20 bis 25 Prozent mehr sein, prognostiziert RealtyTrac.

Manche fürchten, dass dies die gesamte US-Wirtschaft in Mitleidenschaft zieht. In den vergangenen Jahren stütze sich das Wachstum in erster Linie auf den Konsum - zum guten Teil finanziert durch den boomenden Immobilienmarkt.

Durch die Krise ist auch der größte unabhängiger Anbieter nachrangige Hypothekendarlehen, New Century, in Schieflage gekommen. Mehrere Kreditgeber erwägen, ihre Finanzierung einzustellen - das wäre das Aus für New Century.
Zudem stehen dem Unternehmen Ermittlungen des Staatsanwalts und der US-Börsenaufsicht SEC ins Haus.

Experten schreiben den laxen Vergabekriterien der Banken einen guten Teil der Misere zu. In den vergangenen Jahren sei es zu einer drastischen Aufweichung der Vergabe-Kriterien gekommen, sagt Robert Froehlich von DWS Scudder. Der eine oder andere dürfte so einen höheren Kredit erhalten haben, als er sich eigentlich leisten kann. Zudem finanzierten einige Banken bereitwillig den vollen Kaufpreis des Hauses und forderten kein oder nur wenig Eigenkapital ein. Steigt der Preis für Eigenheime, ist das grundsätzlich erst einmal kein Problem - schließlich lässt sich das Haus später ohne Probleme zu einem höheren Preis verkaufen. Es drohen aber Probleme, wenn das Haus mit Verlust verkauft werden muss, etwa weil die Preise sinken.

Doch auch die Kreditnehmer trifft eine Mitschuld, da sie sich über das Kleingedruckte nicht ausreichend informieren.
"99,99 Prozent der Leute unterschreiben, unterschreiben, unterschreiben", ohne die Bedingungen tatsächlich zu verstehen, sagt Gorney. Manche hätten Blanko-Verträge abgeschlossen und erst später festgestellt, dass der Zinssatz bei zehn Prozent liegt. Andere hätten den Kreditvertrag erst erhalten, als die Möbel schon auf dem Weg in das neue Zuhause waren. Den einen oder anderen Kunden hat sie daher zum Staatsanwalt geschickt, um zuz klären, ob es sich um Kreditbetrug handelte. Für knapp jeden zweiten könne sie aber nichts mehr tun, räumt Gorney ein. "Ihnen wurde der amerikanische Traum verkauft, und jetzt geht nichts mehr weiter."

Azul Real
13.03.2007, 17:32
*MBA: Mortgage Delinquencies Up 28 BPs From 3Q To 4Q 2006
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 13, 2007 12:00 ET (16:00 GMT)


*MBA: Subprime ARM Delinquencies Up To 14.44% In 4Q 2006
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 13, 2007 12:00 ET (16:00 GMT)


*MBA: Mortgage Delinquencies At 4.95% In 4Q 2006
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 13, 2007 12:00 ET (16:00 GMT)

Azul Real
13.03.2007, 18:12
New foreclosures at record high
Mortgage delinquencies rise across the board in fourth quarter
By MarketWatch
Last Update: 12:07 PM ET Mar 13, 2007

CHICAGO (MarketWatch) --
Many more U.S. homeowners were unable to keep up with their mortgage payments in the fourth quarter, the Mortgage Bankers Association said Tuesday, with the rate of homes entering the foreclosure process hitting a record 0.54% and the delinquency rate on U.S. home loans leaping to 4.95% from 4.67% three months earlier.

"Although the U.S. economy and job market remain solid, the housing market continued to decelerate in the fourth quarter of 2006. Nationally, house prices increased at a slower rate and the pace of sales and construction activity continued to slow," said Doug Duncan, MBA's chief economist.

The rise was led by subprime mortgages, where delinquencies increased to 13.33% from 12.56%, and FHA loans, which saw a record-high delinquency rate of 13.46%. Trouble in subprime mortgages, made to borrowers with the riskiest credit, has roiled lenders and the stock market in recent days.

Doug Duncan, the MBA's chief economist, said the jump in delinquencies was expected given the housing-market slowdown and that the shakeout in subprime lending should restore equilibrium to that market shortly. End of Story



*MBA: Mortgage Delinquencies Up 28 BPs From 3Q To 4Q 2006
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 13, 2007 12:00 ET (16:00 GMT)


*MBA: Subprime ARM Delinquencies Up To 14.44% In 4Q 2006
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 13, 2007 12:00 ET (16:00 GMT)


*MBA: Mortgage Delinquencies At 4.95% In 4Q 2006
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 13, 2007 12:00 ET (16:00 GMT)

Azul Real
13.03.2007, 18:16
USA: Zahlungsmorral von Schuldnern von Hypothekenkrediten gesunken

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Zahlungsmoral von Schuldnern von Hypothekenbank
ist in den USA im Schlussquartal 2006 zurückgegangen. Die Quote ausstehender
Zins- und Tilgungszahlungen sei von 4,67 Prozent im dritten Quartal auf 4,95
Prozent gestiegen, teilte der US-Verband der Hypothekenbanken am Dienstag in
Washington mit. Dies ist die höchste Quote seit dem Frühjahr 2003.

Die entsprechende Quote bei zweitklassigen Hypothekenkrediten ("subprime
mortages") stieg den Angaben zufolge von 12,56 Prozent im dritten Vierteljahr
auf 13,33 Prozent im vierten Quartal. Dies ist der höchste Wert seit vier
Jahren. Der Anteil der Hypothekendarlehen, über die eine Zwangsvollstreckung
eröffnet wurde, stieg den Angaben zufolge im vierten Quartal auf einen neuen
Rekordwert von 0,54 Prozent.

In den USA zeichnen sich bereits seit längerem Probleme am Markt für
zweitklassige Hypothekenkredite ab. So war New Century Financial, ein Anbieter
von Hypothekenkredite für Kreditnehmer mit geringer Bonität, am Montag in
Bedrängnis geraten. Mehrere Gläubigerbanken hatten angekündigt, die
Refinanzierung der Hypothekenkredite einzustellen. Experten und Marktteilnehmer
befürchten, dass sich die Schwierigkeiten auf das US-Finanzsystem und
möglicherweise auf die gesamte US-Wirtschaft ausweiten könnten./FX/bf/he
KEYWORDS: 2N|ECO IND|USA||
2007-03-13 17:09:32


New foreclosures at record high
Mortgage delinquencies rise across the board in fourth quarter
By MarketWatch
Last Update: 12:07 PM ET Mar 13, 2007

CHICAGO (MarketWatch) --
Many more U.S. homeowners were unable to keep up with their mortgage payments in the fourth quarter, the Mortgage Bankers Association said Tuesday, with the rate of homes entering the foreclosure process hitting a record 0.54% and the delinquency rate on U.S. home loans leaping to 4.95% from 4.67% three months earlier.

"Although the U.S. economy and job market remain solid, the housing market continued to decelerate in the fourth quarter of 2006. Nationally, house prices increased at a slower rate and the pace of sales and construction activity continued to slow," said Doug Duncan, MBA's chief economist.

The rise was led by subprime mortgages, where delinquencies increased to 13.33% from 12.56%, and FHA loans, which saw a record-high delinquency rate of 13.46%. Trouble in subprime mortgages, made to borrowers with the riskiest credit, has roiled lenders and the stock market in recent days.

Doug Duncan, the MBA's chief economist, said the jump in delinquencies was expected given the housing-market slowdown and that the shakeout in subprime lending should restore equilibrium to that market shortly. End of Story



*MBA: Mortgage Delinquencies Up 28 BPs From 3Q To 4Q 2006
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 13, 2007 12:00 ET (16:00 GMT)


*MBA: Subprime ARM Delinquencies Up To 14.44% In 4Q 2006
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 13, 2007 12:00 ET (16:00 GMT)


*MBA: Mortgage Delinquencies At 4.95% In 4Q 2006
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 13, 2007 12:00 ET (16:00 GMT)

Azul Real
13.03.2007, 21:29
Dienstag, 13. März 2007, 20:50 Uhr
Aktienhandel New York

Hypothekensektor belastet US-Börsen

Die wachsenden Probleme bei der angeschlagenen Hypothekenbank New Century haben der Wall Street am Dienstag einen deutlichen Dämpfer verpasst. Der Dow erlitt seinen zweitgrößten Rückschlag in diesem Jahr.


HB NEW YORK. Auch laufen jüngsten Daten zufolge die Geschäfte der Einzelhändler schlechter als erwartet, was den Anlegern zusätzlichen Zündstoff für Sorgen um die gesamte US-Wirtschaft lieferte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor bis zum New Yorker Nachmittagshandel 1,5 Prozent auf 12 136 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 1,57 Prozent auf 1384 Zähler. Der Nasdaq-Composite notierte 1,62 Prozent im Minus bei 2363 Punkten.

Der Hypothekenanbieter New Century teilte mit, die Börsenaufsicht überprüfe die Buchhaltung des Konzerns, und das Justizministerium habe ebenfalls Ermittlungen eingeleitet. New Century bietet Hypotheken für Kunden mit schlechter Bonität an, und ein drohender Konkurs des Konzerns könnte die so genannte Subprime-Mortgage-Branche in Mitleidenschaft ziehen. Auch Auswirkungen auf die gesamte US-Wirtschaft wurden befürchtet.

New-Century-Papiere wurden zwar vom Handel an der New Yorker Börse ausgeschlossen, sie setzten aber ihre Talfahrt dennoch fort. In den Pink Sheets der so genannten „Penny Stocks“ notierten die Aktien bei 1,20 Dollar.

Doch auch andere Finanzkonzerne mit Geschäftsverbindungen in den Subprime-Mortgage-Sektor strudelten im Sog der schlechten Nachrichten.

Zu den größten Verlierern im S&P gehörte Bank of America mit einem Abschlag von gut drei Prozent. Die Aktien der Spar- und Darlehenskasse Washington Mutual fielen um 5,13 Prozent.

An der Nasdaq musste Accredited Home Lenders den prozentual größten Kursverlust einstecken. Aktien des Subprime-Kreditgebers stürzten mehr als 63 Prozent auf 4,19 Dollar und erreichten zwischenzeitlich sogar ein Allzeit-Tief von 3,80 Dollar.:shock:

„Die Ereignisse des heutigen Tages - der Einzelhandelsabsatz die wachsenden Sorgen über den Subprime-Markt - lassen die Leute erkennen, dass sie mehr Barmittel und weniger Aktien brauchen“, sagte Michael James von Wedbush Morgan in Los Angeles.


An dem allgemeinen Verkaufstrend bei den Finanzhäusern konnten auch die guten Nachrichten der Investment-Bank Goldman Sachs nichts ändern. Das Institut hatte im abgelaufenen Quartal Rekordergebnisse erzielt. Die Papiere stiegen daraufhin zwar zunächst, lagen aber später 0,85 Prozent im Minus bei 200,86 Dollar.

„Es ist ziemlich klar, dass der Markt mit dem kleinen Aufwärtstrend bricht und wieder zum Monatsanfang zurückkehrt“, sagte Stephen Massocca von Pacific Growth Equities. Damals hatte ein Ausverkauf an den internationalen Börsen viele Anleger kalt erwischt.


Die deutschen Aktienindizes sind am Dienstag im späten Parketthandel nach den weiteren kräftigen Kursverlusten an den US-Börsen noch tiefer ins Minus gerutscht. Der L-Dax schloss bei 6568,21 Punkten, nachdem der deutsche Leitindex Dax das elektronische Geschäft bereits mit einem Abschlag von 1,36 Prozent bei 6623,99 Zählern beendet hatte.

Der L-MDax ging mit 9574,72 Punkten aus dem Handel. Auf Xetra hatte der Index mittelgroßer Werte 0,73 Prozent auf 9657,75 Zähler eingebüßt. Der L- Tecdax schloss bei 802,49 Punkten und sank damit nochmals kräftig unter den Xetra-Schluss von minus 2,20 Prozent auf 816,68 Punkte.

Azul Real
14.03.2007, 08:20
Guten Morgen 8-)

gestern hat der Hamburger Senat noch entschieden, dass die HHLA nicht anteilig an einen einzelnen Investor verkauft wird und hat damit dem massiven Druck seitens der Belegschaft der HHLA nachgegeben.

Alternativ wird nunmehr ein Börsengang vorbereitet.:salute:

Hochtief Hot sowie die MaquarieBank als letzte Bieter im internationalen Verfahren kommen somit nicht zum Zuge

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Senat Kein Einzelinvestor - nur 30 Prozent an die Börse

Sieg der Hafenarbeiter: Stadt stoppt Verkaufspläne
Hamburg will "am Steuer des Unternehmens bleiben". Mitarbeiter erhalten Vorzugsaktien.

Von Bob Geisler


Der monatelange Kampf um die Zukunft der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist entschieden. Nach massiven Protesten der Beschäftigten entschied sich der Senat gestern gegen einen Teilverkauf des größten Hafenbetriebs an einen Einzelinvestor. Die Hansestadt will stattdessen das stadteigene Unternehmen noch in diesem Jahr teilweise an die Börse bringen. Das Bieterverfahren mit den Bewerbern Hochtief und dem Finanzinvestor Macquarie sei gestoppt worden, sagte Bürgermeister Ole von Beust (CDU).

Der Vorstand der HHLA, der Betriebsrat und die Gewerkschaft Ver.di begrüßten die Pläne. Die Beschäftigten hatten vehement gegen eine Teilprivatisierung des Unternehmens gekämpft. Durch einen Überstunden-Boykott war es am Montag schon zu leichten Beeinträchtigungen im Hafen gekommen.

Rund 30 Prozent des Aktienkapitals der HHLA sollen nun als Stammaktien an der Börse angeboten werden, erklärte Finanzsenator Michael Freytag (CDU). Damit solle eine möglichst große Streuung der Aktien erreicht werden. "Wir möchten als Hansestadt Hamburg am Steuer dieses Unternehmens bleiben", sagte Freytag. Darüber hinaus sollen die Beschäftigten einen kleinen Teil an stimmrechtslosen Vorzugsaktien der HHLA erhalten.

Mit den Erlösen aus dem Börsengang will die Stadt die Infrastruktur im Hamburger Hafen ausbauen, also neue Straßen, Brücken oder Kaianlagen finanzieren. Das Geld soll bis 2012 reichen. Die Finanzierungslücke liegt bis dahin bei einer Milliarde Euro.

"Wir können mit dem Kompromiss gut leben", sagte Konzernbetriebsratschef Arno Münster dem Abendblatt. Wichtig sei, dass die Immobilien in der Speicherstadt und am Fischmarkt auch weiter zum Konzern gehörten.

Der Börsengang in der vorgesehenen Form stelle sicher, dass fremde Investoren nicht die Oberhand über die HHLA bekommen könnten. Unternehmenschef Klaus-Dieter Peters betonte, die Investitionen in die Infrastruktur kämen auch dem Unternehmen zugute.

Angesichts der Protestaktionen wollte der Senat mit seiner Entscheidung auch Schaden vom Hafen abwenden. Erhebliche Beeinträchtigungen und die Abwanderung von Kunden seien zu befürchten gewesen, sagte Ole von Beust. "Wir können uns keinen zermürbenden Grabenkrieg im Hafen leisten", so Senator Freytag.

erschienen am 14. März 2007


Einigung im HHLA-Streit
Beschäftigte reden wieder mit
Kommentar

Von Bob Geisler

Hamburgs Hafenarbeiter haben die Muskeln spielen lassen. Ein paar später abgefertigte Schiffe und steckengebliebene Lastwagen genügten, um Bürgermeister Ole von Beust von den bisherigen Privatisierungsplänen für die Hamburger Hafen und Logistik AG abrücken zu lassen. Nicht die Hälfte der HHLA wird verkauft, nur ein knappes Drittel. Und statt des favorisierten Verkaufs an einen Einzelinvestor kommt es nun zum Börsengang.

Gut ist, dass monatelange Boykott-Maßnahmen im Hafen verhindert wurden. Der Stillstand hätte nicht nur der HHLA, sondern auch anderen Umschlagbetrieben geschadet und Konkurrenz wie Rotterdam genutzt. Das Herz der Stadt schlägt weiter im gleichmäßigen Takt. Gut ist auch, dass die Stadt das Sagen behält und so Arbeitsplätze gesichert bleiben.

Ob die jetzt gewählte Lösung auch langfristig die richtige ist, muss sich noch zeigen. Der Frieden im Hafen ist nämlich teuer erkauft, die Stadt verzichtet im Vergleich zu den anderen Optionen auf mehrere hundert Millionen Euro. Der Ausbau des Hafens ist damit nicht wie geplant bis 2015, sondern nur bis 2012 gesichert. Und auch dies nur, wenn das Umfeld für einen Börsengang so gut bleibt wie im Augenblick. Im Herbst kann die Lage an den Kapitalmärkten aber schon ganz anders aussehen.

Politisch betrachtet deutet der Kompromiss eine Verschiebung im Verhältnis von Senat und Arbeitnehmern an. Im Vergleich zur Privatisierung des Landesbetriebs Krankenhäuser, wo der Senat seine Pläne komplett umsetzte, ist der Einfluss der Beschäftigten gewachsen. Der Bürgermeister scheint gelernt zu haben, dass ein Regieren gegen die Interessen der Mitarbeiter eines zentralen städtischen Betriebs nur schwer möglich ist.

erschienen am 14. März 2007



11. März 2007, 00:00 Uhr
Um den Containerumschlag in Hamburg ist ein Bieterwettkampf zwischen dem Baukonzern Hochtief und der australischen Macquarie Bank ausgebrochen. Hat die Stadt überhaupt den Mut, ihre Hafen-Beteiligung an Ausländer zu verkaufen?

Hafen im Angebot

Ausgerechnet Australien. Sondermüll aus dem Land ist auf dem Seeweg nach Hamburg und soll im Mai in einer Brunsbütteler Verbrennungsanlage entsorgt werden. Vier Schiffsladungen bringen in wenigen Wochen krebserregende Lösungsmittelrückstände wie Hexachlorbenzol die Elbe herauf. Sollen die Australier doch ihren Müll selber vernichten und Hamburg damit in Ruhe lassen - schimpft die lokale Presse der Hansestadt.

Das passt Martin Stanley gar nicht. Er ist in Hamburg, um gut Wetter zu machen für sich, sein Land und die Pläne seiner Firma, der Macquarie Bank. Das zahlungskräftige Geldhaus aus Sydney will nämlich weite Teile des Hamburger Hafenumschlags kaufen. Stanley, 43 Jahre alt, Typ Sympathieträger und verantwortlich für den europäischen Infrastrukturfonds der Bank, ist schon weit gekommen.

Gerade hat sich der Hamburger Senat für Macquarie und Hochtief als finale Kandidaten entschieden. Dabei konnte sich die Konkurrenz sehen lassen:

Die Politiker haben immerhin so renommierten Bewerbern wie der Deutschen Bahn, den arabischen Dubai Ports und Allianz Capital einen Korb gegeben.

Bis Mai soll nun die Entscheidung fallen. Da kann Stanley negative Schlagzeilen über sein Land im Moment gar nicht gebrauchen. Zumal es alles andere als eine ausgemachte Sache ist, dass es überhaupt so weit kommt. Zwar galt lange Zeit die geplante Privatisierung der größten Hafenumschlagsfirma Hamburgs, der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) als ausgemachte Sache.

Mit den Einnahmen - Hochtief soll zusammen mit zwei Banken 1,6 Milliarden Euro bieten - will die Stadt im Hafen dringend benötigte neue Straßen, Schienen oder Umschlagsplätze bauen.

Doch inzwischen wird der Widerstand immer größer. Denn es mehren sich die Stimmen, dass ein Verkauf dieses Stücks strategischer Infrastruktur an einen ausländischen Investor keine gute Idee ist.

Am Anfang des Widerstands stehen die Hafenmitarbeiter. Zuletzt drohten die HHLA-Mitarbeiter, ab sofort Dienst nach Vorschrift und damit keine Überstunden mehr zu machen. Sie fürchten Entlassungen und längere Arbeitszeiten, wenn erst einmal ein Finanzinvestor im Eigentümerkreis ist. Eine Drohung, die es in sich hat. Denn die Folge wäre ein Stau auf der Elbe, weil die Fracht der Containerschiffe nicht mehr in gewohntem Tempo gelöscht werden könnte.

Der Widerstand der Arbeitnehmer wird dadurch gestärkt, dass es inzwischen erhebliche Bedenken gegen Investoren aus dem Ausland gibt. "Es darf... nicht zu einem Ausverkauf kommen", sagte Dagmar Wöhrl, Staatssekretärin und Maritime Koordinatorin der Bundesregierung, vor wenigen Tagen der "Welt". Investoren mit einer gewissen Heimatverbundenheit hätten nach ihrer Erfahrung mehr Interesse an der Entwicklung einer deutschen Firma. "Das Sagen bei der HHLA sollten deutsche Unternehmen oder das Bundesland haben. An dem Hafenbetrieb hängen zu viele Arbeitsplätze."

Damit steht Wöhrl nicht allein da. "Die politischen Rahmenbedingungen für die deutsche maritime Wirtschaft müssen gestärkt werden", fordert etwa auch Detthold Aden, Präsident des Zentralverbands Deutscher Seehafenbetriebe. "Das heißt nicht, ausländischen Investoren Engagements in den deutschen Seehäfen grundsätzlich zu verwehren. Wichtig ist, dass die volkswirtschaftlichen deutschen Interessen im Einklang mit denen der Seehäfen nachhaltig gewahrt bleiben", sagt der Verbandschef, der zugleich die Bremer Logistik Gruppe verantwortet.

Dabei gibt es in Europa schon einige Beispiele ausländischer Hafen-Betreiber. Maggie Thatcher hat als britische Premierministerin bereits Häfen samt Kaimauern verkauft, darunter marode Anlagen für den symbolischen Preis von einem Pfund Sterling. Ihr Nach-Nachfolger Tony Blair hat vergangenes Jahr ein nationales Denkmal, die Peninsular Steam Navigation Company mit weltweit 21 Hafenbetrieben, an Dubai Ports World gehen lassen.

Sieben Milliarden Dollar waren überzeugende Argumente. Auch ein Teil des Rotterdamer Hafenumschlags befindet sich in ausländischen Händen - und zwar denen des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison Whampoa.

Dass das Hafen-Fieber grassiert, hängt mit den Zukunftsaussichten der Branche zusammen. Insbesondere die Containerterminals kommen mit dem dringend erforderlichen Ausbau der Kapazitäten kaum noch nach. In den nächsten acht Jahren wird sich der Container-Umschlag in deutschen Häfen verdoppeln.

Das können Länder wie Hamburg, Niedersachsen, Bremen oder Schleswig-Holstein nicht allein bewältigen. Allein bei der HHLA stehen Investitionen von 1,2 Milliarden Euro an. Hamburg, da sind sich Branchenkenner einig, kann nur mit einer Milliarden-Infusion auf Dauer Rotterdam einholen.

Genau darauf setzen die Australier. Und dabei geht es Macquarie nicht allein um Hamburg. "Wir kennen alle europäischen Häfen und schauen uns immer etwas an", sagt Macquarie-Mann Stanley. Hamburg, das betont er immer wieder, soll für sie Zentrum der europäischen Hafen-Beteiligungen werden, was die Hamburger eigentlich gern hören müssten. Die Ängste der Mitarbeiter kennt Stanley, den Heuschrecken-Vergleich natürlich auch. "Der Unterschied zwischen Private-Equity-Investoren und uns ist, dass wir in den erworbenen Beteiligungen langfristig über 30, 40 oder 50 Jahre engagiert bleiben", wehrt sich der Banker dagegen. Eine Mehrheit an der HHLA brauche Macquarie dafür nicht. "Solange eine Partnerschaft fair ist, sind wir auch mit einer Minderheitsbeteiligung glücklich."
Ob diese Bekenntnisse reichen, ist ziemlich fraglich. Derzeit prüft der Senat auch einen Börsengang der HHLA. Die Unternehmensberatung KPMG sucht dafür gerade Banken aus.

Oder der Senat setzt auf Hochtief.

Der Düsseldorfer Baukonzern ist schließlich ein guter Bekannter in der Hansestadt, der Baukonzern aus Essen besitzt 49,9 Prozent der Aktien am Hamburger Flughafen. Und der funktioniert bekanntlich nicht schlecht.



Interessant auch in diesen Zusammenhang, da die Gerüchteküche anfänglich ins Brodeln gebracht wurde durch die australische Macquarie Bank, welche angeblich für Hochtief 75 Euro je Share bieten wollen. Nun befinden sich die Macquarie Bank und Hochtief gemeinsam in einen Bieterkonsortium für die HHLA wieder.



Hochtief und Macquarie in engerer Wahl für HHLA-Kauf
Mi Feb 28, 2007 7:25 MEZ

Hamburg (Reuters) - Der Baukonzern Hochtief und die australische Macquarie Bank können sich Hoffnung auf eine Beteiligung am Hamburger Hafenbetreiber HHLA machen.

Der Senat der Hansestadt nahm ein Konsortium um Hochtief und das expansionshungrige Finanzinstitut am Mittwoch in die engere Wahl für den Kauf von bis zu 49,9 Prozent an der HHLA. Hamburg hält sich aber weiterhin einen Börsengang der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) offen. Eine endgültige Entscheidung will die Landesregierung im Frühjahr fällen.

Bei der Auswahl der Bieter seien neben dem gebotenen Preis auch strategische Gesichtspunkte berücksichtigt worden, teilte die Hamburger Finanzbehörde mit. Dazu gehörten Zusagen zu Investitionen und Standorterhalt. Im Rennen um den HHLA-Anteil waren zuletzt auch die Deutsche Bahn, die staatliche Dubai Ports und die Finanzinvestoren 3i und Allianz Capital Partners.

Hamburg will die Anteile entweder direkt verkaufen oder an die Börse bringen. Der Senat will sich bis zum Frühjahr für eine Variante entscheiden. So lange sollen keine Details zum Stand der Verhandlungen genannt werden. Um die Organisation eines möglichen Börsengangs hätten sich zahlreiche Banken beworben, so die Stadt.

Das Unternehmen hatte vor wenigen Tagen starke Zahlen vorgelegt.

Den Umsatz steigerte die HHLA 2006 um ein Fünftel auf mehr als eine Milliarde Euro. Der Nettogewinn legte auf mehr als 100 (Vorjahr: 64) Millionen Euro zu. Die HHLA wickelte im vergangenen Jahr 6,1 Millionen Standardcontainer ab, 16 Prozent mehr als 2005. Bis 2015 soll sich der Umschlag auf den HHLA-Terminals auf zwölf Millionen Container verdoppeln. Um das Wachstum zu bewältigen, muss die Kapazität erhöht werden. Die dafür veranschlagten gut 1,2 Milliarden Euro sollen durch die Teilprivatisierung aufgebracht werden.


HHLA Sechs Interessenten

Wer bekommt Hamburgs Hafen?
Analyse über die Bieter. Heute wird die Stadt die Angebote prüfen und sortieren.

Von Daniela Stürmlinger, Rolf Zamponi

Hamburg -

Das Bieterrennen um den 49,9-prozentigen Anteil an der HHLA, den die Stadt verkaufen möchte, erreicht heute einen neuen Höhepunkt. Nach Informationen des Abendblatts haben alle sechs übrig gebliebenen Bieter ihre Angebote für das HHLA-Paket abgegeben. Heute nun treffen sich Finanzsenator Michael Freytag, Wirtschaftssenator Gunnar Uldall, Vertreter der Hamburgischen Gesellschaft für Vermögensverwaltung (HGV), der HHLA und dem Amt für Beteiligungsverwaltung mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die mit der Ausschreibung des HHLA-Teilverkaufs beauftragt wurde. Nächste Woche werden die Ergebnisse Bürgermeister Ole von Beust vorgetragen.

Nach Informationen des Abendblatts werden die Angebote heute diskutiert und geprüft, in welchen Punkten nochmals genauer nachgefragt werden muss.
In einem weiteren Schritt sollen dann mindestens drei Interessenten aussortiert werden. Den restlichen Kaufwilligen soll erlaubt werden, dass sie die HHLA im Rahmen einer sogenannten Due Dilligence auf Herz und Nieren prüfen. Sie erhalten Einblick in die Bücher der HHLA.

Nicht der gebotene Kaufpreis soll über den Zuschlag entscheiden, sondern die Zukunftsperspektiven, die der neue Investor der HHLA und den Mitarbeitern bietet. Die Stadt behält sich gleichzeitig aber vor, das Ausschreibungsverfahren abzubrechen, etwa, um den HHLA-Anteil an die Börse zu bringen. Diese Variante favorisieren die HHLA-Mitarbeiter. In einem Gutachten eines Investmentbankers jedoch kommt diese Alternative schlecht weg. Nicht nur, dass ein Börsengang stark vom ständig wechselnden Kapitalmarktumfeld abhängt, auch wäre kein Partner vorhanden, der die HHLA gemeinsam mit der Stadt weiterentwickelt und in das Unternehmen investiert.

Offen ist auch noch, ob sich die Stadt für einen Investor entscheidet oder zwei bis drei Interessenten ins Boot nimmt. "Nichts ist ausgeschlossen", hieß es gegenüber dem Abendblatt. Mit der Aufteilung des Pakets an mehrere Käufer könnte die Stadt verhindern, dass der neue Investor zu stark mitregieren will und so die Unabhängigkeit der HHLA gefährdet.

Bei der Teilprivatisierung geht es neben der Sicherung der Arbeitsplätze auch um Strategien der Zukunftssicherung für die HHLA. Der Hafen, an dem mittel- und unmittelbar rund 150 000 Jobs in Hamburg und im Umland hängen, muss sich für die Zukunft rüsten. Der zunehmende Welthandel wird zu einem steigenden Umschlagsvolumen im Hafen führen. Um das zu bewältigen braucht es gewaltige Investitionen in die Infrastruktur. Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) rechnet für die kommenden zehn Jahre mit einem Investitionsvolumen von drei Milliarden Euro. Das Abendblatt hat sich die Interessenten genauer angesehen.

Deutsche Bahn

Die Bahn hat großes Interesse an einer Beteiligung an der HHLA. Im Falle eines Zuschlags verspricht sie, mindestens 400 Arbeitsplätze aus einem ihrer Unternehmensbereiche nach Hamburg zu verlagern. Zudem gehört die Bahn dem Bund, und so würde ein staatliches Unternehmen bei der HHLA einsteigen. Die Bahn will aber bald an die Börse gehen. Kritiker befürchten auch, dass die Bahn vor allem Interesse an der HHLA-eigenen Hafenbahn hat und den Schienenverkehr ins Hinterland, also den Weitertransport der Container auf dem Landweg regeln will, der jetzt von der HHLA gemanagt wird. Die Bahn tritt mit dem Finanzinvestor Morgan Stanley Infrastructure Partners auf. Mit einem Einstieg der Bahn käme damit auch ein Finanzinvestor mit ins Boot.
Analyse über die Bieter. Heute wird die Stadt die Angebote prüfen und sortieren.

Dubai Ports World

Dubai Ports World (DPW) ist der weltweit größte Terminalbetreiber und hat Know-how im Hafenbereich. Aber das Unternehmen ist unter anderem bereits in Antwerpen, Marseille, Le Havre und Southhampton engagiert, was die Frage aufwirft, welchen Stellenwert Hamburg künftig in der Strategie von DPW haben wird. Die Stadt müsste bei einer Entscheidung für DPW auf langfristige Strategie- und Investitionszusagen drängen.

Hochtief
Hochtief ist bereits beim Flughafen ein bewährter Partner Hamburgs. Das Unternehmen verfügt aber über keine Hafenexpertise. Zudem schließen Experten nicht aus, dass Hochtief selbst Opfer eine Übernahme werden könnte.

Macquarie Bank
Der australische Finanzinvestor hat bereits in der Vergangenheit stark im Hafensektor investiert und würde auch über das Know-how verfügen. Wie auch bei der Allianz müsste strategisches Interesse nachgewiesen werden.
( Macquarie steht auch im Zusammenhang mit der Übernahme von Techem, welche wohl gestern gescheitert ist und der aktuellen Übernahmegerüchte von Hochtief. Hochtief :sunny: bietet selbst für die HHLA mit. Die Verbindungen werden somit immer interessanter !!!!!!!!!!!!!!!!!)


Allianz Capital

Die Allianz hat über ihren Infrastrukturfonds ein Angebot für die HHLA abgegeben. Die Allianz müsste die Stadt davon überzeugen, dass ein strategisches und nicht ein finanzielles Engagement vorgesehen ist.


3i Deutschland

Das europäische Unternehmen hat laut einem dem Abendblatt vorliegenden Gutachten bereits im Vorfeld sein strategisches Interesse an einem Einstieg bei der HHLA betont. 3i ist seit 20 Jahren in Deutschland aktiv und erst seit einigen Jahren in größerem Umfang im Bereich der Infrastrukturinvestitionen tätig. Deshalb verfügt 3i noch nicht über so große Erfahrungen in dem Bereich wie etwa Dubai Ports.

erschienen am 2. Februar 2007

Azul Real
14.03.2007, 14:25
Pfusch am Bau
von Heike Buchter (New York)

Jahrelang hat der US-Hypothekenanbieter New Century Financial die Amerikaner leichtfertig mit Krediten versorgt. Seine drohende Pleite hat die Märkte in Aufruhr versetzt. Die Krise könnte Vorbote eines größeren Einbruchs am US-Immobilienmarkt sein.

Es sind die fetten Jahre. 2003 und 2004. Der Immobilienmarkt in den USA boomt. Der Hypothekenanbieter New Century Financial, spezialisiert auf Hauskäufer mit niedrigem Einkommen, steigt zur Nummer zwei der Branche auf. "Partys und Trinkgelage waren in dieser Zeit üblich bei Betriebsausflügen", schwärmt ein ehemaliger Angestellter.

Die Firma verwöhnt ihre Mitarbeiter mit einer Feier in einem Bahnhof in Barcelona, schickt seine Mitarbeiter auf eine Bahamas-Kreuzfahrt. David Pace, ein ehemaliger New-Century-Kontaktmann, der mit Darlehen im Südosten von Michigan dealte, erinnert sich: "Das Thema der Kreuzfahrt lautete: Wir sind die verdammt beste Hypothekenfirma. Punkt."

Krise kein Einzelfall

Die Party ist vorbei. New Century Financial steht kurz vor der Pleite. Investoren fliehen in Scharen, die Aktie ist abgestürzt - seit Jahresanfang um über 90 Prozent. Am Montag wurde das Papier, gerade noch 1,66 $ wert, vom Handel ausgesetzt - und am Dienstag ganz vom Kurszettel gestrichen. Noch am 1. März hatten Bear-Stearns-Analysten die New-Century-Aktie hochgestuft, keine zehn Tage bevor sie abstürzte. Jetzt untersuchen die US-Staatsanwaltschaft und die Börsenaufsicht SEC die Bewertung der Kredite in den Büchern.

Die Krise des US-Immobilienfinanzierers ist kein Einzelfall. Über 30 kleinere und regionale Kreditinstitute haben seit Dezember massive Verluste hinnehmen oder den Betrieb einstellen müssen. Mit New Century hat die Welle die oberen Ränge der Branche erreicht. Nicht nur an der Wall Street, auch in Washington steigt die Nervosität. "Das ist erst der Anfang einer Welle", warnt US-Notenbankerin Susan Bies. Die Angst, dass die Krise nur Vorbote eines Einbruchs am Immobilienmarkt ist, wächst.

Erinnerung an die Euphorie der New Economy

Kaum ein Bereich der amerikanischen Wirtschaft hatte sich in den vergangenen sechs Jahren so explosiv entwickelt wie die Branche rund um das Eigenheim. Angetrieben von der großzügigen Geldpolitik vom damaligen Notenbankchef Alan Greenspan, erlebten die USA einen nie gekannten Bauboom. Noch nie durften sich so viele US-Bürger Hausbesitzer nennen. In nur wenigen Jahren stiegen dank der Nachfrage die Preise zweistellig, in Boomregionen bisweilen gar dreistellig. Hypotheken wurden zum Bestseller. Laut Economy.com, einer Research-Tochter der Ratingagentur Moody's, beläuft sich die Summe der ausstehenden Baudarlehen auf 8200 Mrd. $ - und übertrifft damit sogar den Markt für US-Staatspapiere.

Wie in der Dotcom-Ära Ende der 90er-Jahre haben die Wall-Street-Vertreter die Euphorie kräftig geschürt. Dabei ging es ihnen um weit mehr, als an den Darlehen für Häuslebauer zwischen Alabama und North Dakota zu verdienen. Ihre Finanzingenieure fanden neue Wege, um die drögen Hypotheken in dynamische Wertpapiere mit appetitlichen Renditen zu verwandeln.

Diese verkauften sie dann an internationale Investoren - zum großen Teil an Pensionsfonds und Versicherer in Europa und Japan. An der Zwischenfinanzierung, der Ausgabe der Hypothekenpapiere und dem Handel damit verdienten