Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Research Immobilien Info-Thread ab 08.2006
Azul Real
02.04.2008, 15:42
aktuell 12,38 -4,03% :roll:
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=1y&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avg1=38&avg2=100&avg3=200&avgtype=simple&ind=BB&ind0=VOLUME&ind1=MACD&¤cy=&lSyms=AOX.ETR&lColors=0x000000&sSym=AOX.ETR&hcmask=
Die alstria office-REIT AG (ISIN DE000A0LD2U1/ WKN A0LD2U) hat am Mittwoch die endgültigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr veröffentlicht.
Demnach hat die deutliche Vergrößerung des Immobilienportfolios von 1,29 Mrd. Euro auf 1,69 Mrd. Euro zu einem Anstieg des Umsatzes von 30,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 82,6 Mio. Euro geführt. Vor diesem Hintergrund konnte das operative Ergebnis (FFO) von -3,5 Mio. Euro auf 31,5 Mio. Euro verbessert werden. Auf Basis des FFO soll der kommenden Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 52 Cent je Aktie zur Ausschüttung vorgeschlagen werden, was einer Gesamtsumme von 28,4 Mio. Euro entspricht.
"Unsere vorgeschlagene Dividendenausschüttung von 52 Cent je Aktie unterliegt nicht der deutschen Kapitalertragsteuer. Da wir weiterhin bestehende Steuerverluste nutzen werden, erwarten wir, dass unsere Ausschüttungen auch in den kommenden Jahren für unsere Aktionäre großenteils steuerfrei bleiben. In Verbindung mit unserer Politik, 90 Prozent unseres operativen Ergebnisses auszuzahlen, hoffen wir, dass dies für unsere Aktionäre einen zusätzlichen attraktiven Wertbeitrag darstellt", erklärte Finanzvorstand Alexander Dexne.
Wie es weiter heißt, konnte der Net Asset Value (NAV) im Vorjahresvergleich um 119 Prozent auf 871 Mio. Euro gesteigert werden, wobei der NAV pro Aktie zum 31. Dezember 2007 bei 15,55 Euro gelegen hatte.
Für das laufende Fiskaljahr erwartet das Management ein Umsatzwachstum von 15 Prozent auf 95 Mio. Euro. Gleichzeitig soll das operative Ergebnis (FFO) um mehr als 25 Prozent auf rund 40 Mio. Euro steigen. Die Ausschüttungsquote werde sich auch künftig anch dem FFO richten, wobei es das Ziel der Gesellschaft bleibe, 90 Prozent des in dem jeweiligen Jahr erzielten FFO auszuschütten, hieß es weiter.
A0LD2U
Azul Real
02.04.2008, 16:21
Monty Phyton und "Der Sinn des Lebens" (Teil VI)
hat US-Subprime im gewissen Sinne bereits lange im Voraus vorweg genommen. :lol:
http://www.youtube.com/watch?v=h9yNFMM3db4
Azul Real
03.04.2008, 08:38
08:19:02 LEHMAN CUTS GREAT PORTLAND ESTATES , DERWENT LONDON TO EQUAL WEIGHT FROM OVERWEIGHT
ANALYSE/Lehman senkt brit.Immobiliensektor auf Neutral (Positive)
===
Einstufungen
Sektor: Gesenkt auf Neutral (Positive)
Land Securities: Bestätigt Overweight
Hammerson: Bestätigt Overweight
Gt. Portland: Gesenkt auf Equal-Weight (Overweight)
Derwent London: Gesenkt auf Equal-Weight (Overweight)
British Land: Gesenkt auf Underweight (Equal-Weight)
Brixton: Erhöht auf Overweight (Equal-Weight)
===
Auf dem Büroimmobilienmarkt in der Londoner City zeichne sich eine
Sättigung ab, sagt Lehman Brothers.
Die Analysten erwarten, dass die
Mieten dort um 15% sinken. Die Mieten für Lagerflächen dürften
um 10% sinken, wobei auch die Mietausfälle zunehmen könnten,
heißt es. Die Kosten für Baumaßnahmen haben nach Meinung der
Analysten ihren Gipfel erreicht, könnten aber an die Mieter nicht
weitergegeben werden.[/QUOTE]
Azul Real
03.04.2008, 08:39
:clap:
Berlin, 03. Apr (Reuters) -
Deutschland hat nach einem geringen Überschuss 2007 der EU-Kommission für das laufende Jahr wieder ein Staatsdefizit von 0,5 Prozent angezeigt. "Für 2008 wird eine ´rote Null" in Höhe von minus 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gemeldet", teilte das Ministerium in seinem Informationsdienst am Mittwochabend mit. Im Vorjahr hatte die Quote bei einem Mini-Überschuss von 400 Millionen Euro und damit einer sogenannten "schwarzen Null" gelegen. Ein Jahr zuvor gab es noch ein Defizit von 1,6 Prozent. "Nach einigen Jahren mit einer deutlich höheren Neuverschuldung - auch über der im Maastricht-Vertrag festgelegten Drei-Prozent-Grenze - schreitet die Konsolidierung damit voran", erläuterte das Ministerium.
Die leichte Verschlechterung im laufenden Jahr sei vor allem Folge der Reform der Unternehmensbesteuerung und der Absenkung der Beiträge für die Arbeitslosenversicherung, hieß es in dem Informationsbrief weiter. Mit diesen Maßnahmen trage Deutschland aber zu mehr Wachstum und Beschäftigung bei. Die Entwicklung beschäftigt auch die EU-Finanzminister auf einem Treffen in Slowenien Ende der Woche.
Auf längere Sicht rechnet das Ministerium mit einer Rückkehr zu einem ausgeglichenen Staatshaushalt im Jahre 2009. Für die Jahre 2010 und 2011 sind dann Überschüsse von jeweils 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts eingeplant.
Mit der positiven Entwicklung bei der Neuverschuldung verlangsamt sich auch der Anstieg der Gesamtschulden. Insgesamt sei die Staatsverschuldung 2007 nur noch um sieben Milliarden Euro gewachsen. Ihr Volumen belief sich damit nach Zahlen der Bundesbank zum 31. Dezember 2007 auf 1576 Milliarden Euro. Das entspreche einer Schuldenquote von 65 Prozent nach 67,6 Prozent im Jahr zuvor. Die liegt allerdings noch um einiges über der vertraglich festgelegten europäischen Grenze von 60 Prozent. 2002 und 2005 hatte Deutschland noch regelmäßig die europäische Defizit-Obergrenze von drei Prozent übertroffen.
hel/cal
Azul Real
03.04.2008, 08:46
ANALYSE/Citigroup senkt Patrizia Immobilien auf Sell von Hold
===
Einstufung: Gesenkt auf Sell (Hold)
Kursziel: Gesenkt auf 3,60 (5,50) EUR
Schätzung Gew/Aktie 2008: Gesenkt um 32%
2009: Gesenkt um 22%:
===
Für die Analysten der Citigroup ist die Ausblicksenkung 2008 bei
Patrizia Immobilien deutlicher ausgefallen als erwartet. Die Experten sehen
für den Refinanzierungsbedarf 2008 erhöhte Unsicherheit, zumal das
Unternehmen über den Stand der diesbezüglichen Verhandlungen keine
konkreten Angaben gemacht habe. Risiken bestünden in möglichen
Abschreibungen auf das Portfolio. Nachdem im dritten Quartal noch
Zuschreibungen verbucht worden seien, habe es im vierten Quartal keine
Neubewertung gegeben. Daher drohten nun 2008 Korrekturen auf diese
Zuschreibungen.
Mit Blick auf die Immobilien-Verkäufe an Private heißt es, hier sei
mit weiter nur moderaten Volumen zu rechnen. Die Citigroup sieht hier 2008 nur
noch 863 Abschlüsse nach zuvor 1.389 voraus.
Azul Real
03.04.2008, 11:17
TH 16,80 aktuell 16,28 -1,33%
Pfleiderer steigert in 2007 erneut Umsatz und Ergebnis
Neumarkt (aktiencheck.de AG) - Die Pfleiderer AG (ISIN DE0006764749/ WKN 676474) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen deutlichen Ergebnisanstieg vorweisen.
Wie der im MDAX notierte Holzverarbeiter am Donnerstag erklärte, lag der Umsatz im Gesamtjahr bei 1,80 Mrd. Euro, nach 1,42 Mrd. Euro im Vorjahr. Das Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 20 Prozent auf 248,7 Mio. Euro, wobei die EBITDA-Marge trotz der restrukturierungsbedingten Einmalaufwendungen in Verbindung mit der Tochter Pergo in Höhe von 21,6 Mio. Euro bei 13,8 Prozent gelegen hatte.
Das Betriebsergebnis erhöhte sich aufgrund höherer Abschreibungen in Zusammenhang mit den getätigten Akquisitionen lediglich auf 136,6 Mio. Euro, nach 132,6 Mio. Euro im Vorjahr.
Beim Nachsteuerergebnis aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten wurde aufgrund einer deutlich gesunkenen Steuerquote ein Anstieg von 67,2 Mio. Euro auf 79,7 Mio. Euro ausgewiesen.
Für das Geschäftsjahr 2008 ist Pfleiderer trotz der Eintrübung der konjunkturellen Rahmenbedingungen zuversichtlich. So soll der Konzernumsatz aufgrund positiver Entwicklungen in den Regionen gegenüber 2007 weiter steigen. Der Konzern rechnet mit einem leichten Top-Line-Wachstum in Europa aufgrund der anhaltend guten Verfassung der Holzwerkstoff-Märkte und der Einführung von Produktinnovationen. Der Konzern erwartet außerdem im Zuge der Marktkonsolidierung zudem weitere deutliche Marktanteilsgewinne in Nordamerika. Dies wird sich nach Einschätzung von Pfleiderer dank signifikant gestiegener Auftragseingänge bereits im ersten Quartal in einem Umsatzanstieg in Nordamerika niederschlagen.
In diesem Zusammenhang wurde jedoch auf die weiterhin schwierige konjunkturelle Situation in Nordamerika verwiesen.
Trotz des global schwierigen Umfelds rechnet Pfleiderer für 2008 mit einem Anstieg im EBITDA, wobei eine EBITDA-Marge von 15 Prozent für die Unternehmensgruppe angepeilt werde.
Gildemeister und Pfleiderer beide nun deutlich über 16 ausgebrochen !!
» zur Grafik (http://www.ariva.de/chart/images/bigchart.m?ind_gd100=ON&zeitraum=5&typ=3&skalierung=log&zeitbis=2.4.2008&ind_volume=1&boerse_id=6&secu=25002&host=w10.rzki.ariva.de)
» zur Grafik (http://www.ariva.de/chart/images/bigchart.m?ind_gd100=ON&zeitraum=5&typ=3&skalierung=log&zeitbis=2.4.2008&ind_volume=1&boerse_id=6&secu=1295&host=w18.rzki.ariva.de)
Azul Real
03.04.2008, 21:13
Spanien steht kurz vor Immobilien-Crash
http://www.welt.de/wirtschaft/article1866056/Spanien_steht_kurz_vor_Immobilien-Crash.html
Die Preise für spanische Immobilien erreichten in den vergangenen Jahren astronomische Höhen. Doch nun droht die Blase zu platzen, denn unzählige Spanier können ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen. Dazu kommt: Bei Wertgutachten für Wohnungen wurde im großen Stil getrickst.
Ein Supersonderschnäppchenangebot, das der britische Immobilienmakler Prime Location für seine sonnenhungrigen Landsleute im Angebot hat: 89 Quadratmeter Neubau-Apartment an der Costa del Sol in Südspanien, direkt am Calanova-Golfplatz, für umgerechnet 180.000 Euro, und das ganze praktisch ohne Eigenkapital: „100 Prozent Finanzierung möglich.“ Auch fast ein Jahr nach dem Ausbruch der globalen Kreditkrise gibt es solche Finanzierungen in Spanien noch: Der Trick von Prime Location: „Ein Wertgutachten über 300.000 Euro wurde eingeholt, um auch bei einer Hypothek, die nur 70 Prozent des Immobilienwerts finanziert, bis zu 100 Prozent des Kaufpreises abzudecken.“ Das ist natürlich geschickt. Und entspricht einer in Spanien weit verbreiteten Praxis, wie Professor Francesco Xavier Mena von der Business School ESADE in Barcelona sagt: „Die Wertgutachten für eine Wohnung lagen oftmals höher als der Kaufpreis“ – und das im Auftrag der Banken, die dem Käufer die Immobilienfinanzierung machten.
So wurden Hypotheken gestrickt, bei denen der Käufer kein Eigenkapital aufbringen musste und die trotzdem nach außen relativ sicher aussahen, weil der Kredit sich nur auf 70 bis 80 Prozent des Verkehrswertes der Immobilie belief. Weiterführende links
Auf Pump gebaut
Mit solchen Bewertungen bewegten sich Käufer, Bank und Gutachter in einer in Spanien gerne genutzten Grauzone: Nicht wirklich legal, aber wenn es alle machen, kann es ja auch nicht wirklich illegal sein. Die Kredit gebenden Banken, sagt Mena, „schätzten das dadurch entstehende Risiko nur als begrenzt ein, weil die Immobilienpreise in Spanien sehr stark stiegen“. Man musste also nur ein paar Jahre warten, dann würde die Wohnung schon das wert sein, was der Gutachter ihr heute schon als Verkehrswert bescheinigte. Die Kalkulation ging lange auf: Von 1997 bis 2006 stiegen die Preise auf dem spanischen Immobilienmarkt um elf Prozent pro Jahr. Den Projektentwicklern wurden die Kaufverträge geradezu aus den Händen gerissen, der Bauboom katapultierte den Anteil der Bauwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt auf weltrekordverdächtige 18 Prozent. Die 860.000 im Jahr 2006 fertiggestellten Neubau-Wohnungen waren Europarekord – so viel kamen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammengenommen auf den Markt. Allein zwischen 2003 und 2006, so der spanische Ökonom José Garcia Montalvo, lag die Zahl der fertig gestellten Wohnungen etwa um 1,2 Millionen höher als die potenzielle Nachfrage, die sich aus der demografischen und ökonomischen Entwicklung ergab. Montalvos Diagnose: krankhaftes, unkontrolliertes Wachstum – „Immobilientumor“.
Noch gibt es ein Überangebot, das die Preise drückt
Spätestens mit dem Ausbruch der Subprime-Kreditkrise in den USA im Juli 2007 war auch in Spanien Schluss mit Wachstum: Die Zahl der verkauften Immobilien lag im Januar 2008 landesweit um 27 Prozent unter dem Wert von Januar 2007. Der Interessenverband der spanischen Baukonzerne rechnet für 2008 zudem mit 72 Prozent weniger Baubeginnen als 2007. Noch gibt es auf dem Immobilienmarkt ein Überangebot, das die Preise drückt. Das Preisbarometer der Immobilien-Internetseite Expocasa.com registriert seit Juli 2007 landesweit ein Minus von 3,7 Prozent. Besonders gebeutelt werden die Feriengebiete: Maspalomas auf Gran Canaria – minus 15,3 Prozent, Marbella an der Costa del Sol – minus 13,4 Prozent, Benidorm an der Costa Blanca – minus 7,8 Prozent.
Banken lügen sich mit überhöhten Wertgutachten selbst in die Tasche
Wenn die Preise nicht mehr steigen, sondern sinken, klaffen auch Verkaufspreis und großzügig begutachteter Verkehrswert auseinander. Das wird natürlich erst ein Problem, wenn der Eigentümer einer Immobilie diese verkaufen will oder muss, weil er seine Hypothek nicht mehr zahlen kann, was in Spanien jetzt oft vorkommt. Im Verlauf von 2007 hat sich der Anteil der faulen Kredite an allen spanischen Hypotheken mehr als verdoppelt, und er steigt. Entsprechend steigt die Zahl der Immobilien, die zur Verwertung bei der Bank landen. Und damit, so scheint es auf den ersten Blick, hat sich die Bank mit ihrem ursprünglich überhöhten Wertgutachten selbst in die Tasche gelogen. Denn kein potenzieller Käufer wird sich von Mondpreisen blenden lassen.
Auf den Verlusten, die sich durch einen Weiterverkauf zu weit niedrigeren Preisen als im Wertgutachten ergeben, bleibt die Bank dann alleine sitzen. Aber eben nur auf den ersten Blick.
Denn mit einiger Wahrscheinlichkeit trägt die Bank gar nicht mehr das Risiko für den ursprünglich gewährten Kredit.
Das hat sie nämlich verbrieft und auf dem Kapitalmarkt weitergereicht. Retail Mortgage Backed Securities (RMBS) heißt das Zauberwort, mit dem man aus problematischen Hypotheken „Wertpapiere“ machen und diese an so renditehungrige wie unvorsichtige Investoren verkaufen kann.
Für 62 Mrd. Euro haben spanische Banken 2007 nach Berechnung der Rating-Agentur Moody’s solche Papiere auf den Kapitalmarkt gebracht – ein Jahr zuvor waren es nur 38 Mrd. Euro.:shock:
Wegen der Immobilienkrise halten sich Investoren zunehmend zurück
Allerdings halten sich Investoren angesichts der Subprime-Krise mit dem Kauf solcher Papiere zurück. Selbst RMBS-Papiere mit der höchsten Bewertungsstufe AAA sind nur mit hohen Abschlägen zu verkaufen.
Der US-Indexanbieter Markit verzeichnet für ähnliche US-Asset-Backed-Securities mit AAA-Rating einen Wert von etwas über 55 Prozent des Nennbetrags.
Aber zu solchen Preisen geben die spanischen Banken ihre Papiere nicht her, weil sie eine bessere Lösung gefunden haben. Die RMBS-Papiere würden als Sicherheiten für kurzfristige Darlehen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) hinterlegt, sagt Sandie Arlene Fernandez, Moody’s-Analystin in Spanien. Dafür müssen die Banken einen Abschlag von maximal 18 Prozent hinnehmen, immer noch für jeden so verbrieften Hypotheken-Euro mehr als 80 Cent EZB-Kredit, und damit eine Refinanzierungsmöglichkeit zu Konditionen, wie sie am freien Kapitalmarkt für dieses Produkt längst nicht mehr bestehen.
Die entscheidende Frage: Was sind die AAA-Ratings für spanische Immobilienkredite wert? Eine ganze Menge, sagt Fernandez von Moody’s, das diese Bewertungen vergibt. Die Prüfkriterien für die einzelnen Kredite im RMBS-Paket seien sogar verschärft worden. Sollten sich die Berechnungen, die der Rating-Bestnote zugrunde liegen, allerdings an den Mondpreisen der offiziellen Wertgutachten orientieren, wären sie das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Auf Anfrage der WELT wollten sich weder Moody’s noch die EZB dazu äußern, ob das für Spanien übliche Verfahren der Überbewertung bei Prüfung der RMBS-Qualität berücksichtigt wurde.
Fällt eine Bank um, die sich so bei der EZB refinanziert, dürfte die Zentralbank versuchen, das Geld bei den spanischen Hypothekenschuldnern einzutreiben, das sie selbst an die betreffende Bank vergeben hatte.
Wenn sie das nicht schafft, dann trägt den Schaden die Euro-Zone. Und damit zu 21 Prozent der deutsche Steuerzahler.:roll:
Azul Real
03.04.2008, 21:29
Euro-Zone
[B]Die Sünden der Eurobanker
Spaniens klamme Banken leihen sich in Milliardenhöhe Geld bei der Euro
Azul Real
03.04.2008, 21:31
ECB aid to Spanish banks matches Rock rescue
By Ambrose Evans-Pritchard, International Business Editor
Last Updated: 11:48pm GMT 29/01/2008
Spanish banks are issuing mortgage securities and asset-backed bonds on a massive scale to park at the European Central Bank, using them as collateral to raise money at favourable rates from the official credit window in Frankfurt.
# Read more from Ambrose Evans-Pritchard
The rating agency Moody's said lenders had issued a record €53bn (£39bn) in the fourth quarter, yet almost none of the securities have actually been placed on the open market. Most have been sent directly to the ECB for use in "repo" operations.
"The market has shut down," said Sandie Arlene Fernandez, the author of the report.
"Few, if any, of the transactions in the RBMS market (mortgage securities) have been placed since September. Some of the banks are hoping that the market will open up again but most are just preparing these deals to use as repos, which they can do since the ECB accepts AAA-rated securities," she said.
The total volume of securities issued since the credit crunch began to bite in July has reached €63bn.
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Reliance on the ECB window appears to have kept the mortgage sector afloat despite the sharp slowdown in the Spanish property market and the de facto closure of the capital markets for this type of business, allowing Spain to avoid the sort of mishap suffered by Northern Rock in Britain and Countrywide in the US.
The data appear to confirm suspicions that the EU authorities have carried out a covert rescue of the Spanish mortgage banking system.
It may equal the taxpayer rescue of Northern Rock in Britain, and possibly exceed it in proportion to the overall size of Spain's economy.
The key difference is that the ECB rescue operation in Spain has been disguised. A veiled method is necessary since the eurozone lacks a clear-cut lender of last resort. The IMF has warned that this gap in the architecture of of the single currency could prove serious in a crisis.
Traders say the Spanish authorities are quietly turning a blind eye to use of the ECB window, and in some cases may be encouraging banks to go to Frankfurt - a claim denied by the Bank of Spain.
Moody's said the total issuance of securities by Spanish banks last year reached €143bn, up 55pc on the 2006. Over €62bn were mortgage securities. The agency said the default rate was likely to rise, with mounting concerns among participants over a possible "housing crash". Some of the mortgage securities have already begun to draw on their reserve funds.
David Owen, Europe of Dresdner Kleinwort, said Spain could face serious difficulties this year as the excesses of a decade-long boom finally catch up with the country.
"The size of the Spanish corporate sectors financial deficit is truly is really scary. It rose to 14.5pc of GDP in the third quarter of 2007 from 10pc in the first quarter. This must be a record for a relatively large economy. Clearly this is not sustainable. Cost imbalances have a nasty habit of unwinding, quickly and very painfully," he said.
Mr Owen said Spain was acutely vulnerable since it cannot cut interest rates or let the currency slide to cushion the downturn. "Several years of no growth could now beckon. It will be very difficult for the economy to pick itself up again inside EMU," he said.
Spanish corporate debt is now 112pc of GDP. The current account deficit is 10pc of GDP. These are both flashing red warning signs.
Among those issuing mortgage securities in the last two months are BBVA (€4.9bn), Caja Madrid (€2.4bn), Caja Catalunya (€1.6bn), CAM (€1.4bn), and Caja Castilla la Mancha (€800m).
Azul Real
03.04.2008, 21:35
Euro-Zone
Die Sünden der Eurobanker
Spaniens klamme Banken leihen sich in Milliardenhöhe Geld bei der Europäischen Zentralbank – ausgerechnet gegen verbriefte Hypothekenkredite. Ein latentes Risiko, denn die Immobilienblase droht zu platzen.
Theo Waigel dürfte derzeit nicht gerade ruhig schlafen. "Die Währungs- ist keine Transferunion", versicherte er als Finanzminister in den 90er-Jahren unermüdlich seinen skeptischen Landsleuten – und verwies dabei auf Artikel 103 des EG-Vertrages. Danach haftet kein Mitglied der Euro-Zone für Schulden eines Partnerlandes. Doch Papier ist geduldig.
Artikel 103 könnte nun zur Neuinterpretation anstehen. Erzwungen aber nicht von Italien und Belgien – Ländern, denen die Deutschen wegen ihrer hohen Verschuldung misstrauten –, sondern durch das in dieser Hinsicht unbedenkliche Spanien. Da die Finanzmärkte ausgetrocknet sind, leihen sich spanische Banken im großen Stil Geld von der Europäischen Zentralbank (EZB). Im Gegenzug hinterlegen sie vor allem immobilienbesicherte Wertapiere. Davon haben sie im zweiten Halbjahr 2007 laut der Ratingagentur Moody’s 31,6 Milliarden Euro emittiert – das ist fast so viel wie im gesamten Vorjahr. Der historische Rekord gilt unter Experten als Beleg dafür, wie klamm Spaniens Banken sind. Die Papiere "nutzen sie meist als Sicherheiten für Geldgeschäfte bei der EZB", heißt es bei Moody’s. Das Problem: Niemand weiß, was sie wirklich wert sind. Denn wegen der globalen Vertrauenskrise gibt es dafür keinen funktionierenden Markt mehr.
Die Praxis der EZB wäre unbedenklich, wenn Spaniens Wirtschaft solide wäre. Doch auf dem Immobilienmarkt hat sich eine Blase gebildet, die demnächst platzen dürfte. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet steckt in einem Dilemma. Nimmt er die spanischen Papiere nicht an, könnte er die latente Krise auslösen, akzeptiert er sie, könnte er auf ihnen sitzen bleiben.
Das letzte Mal gelang es einer iberischen Bank im Juli 2007, verbriefte Hypothekendarlehen zu verkaufen. "Der Markt ist dicht", sagt Sandie Arlene Fernandez von Moody’s. Manche Händler schmähen die Darlehen bereits als "Sondermüll". Trichet akzeptiert sie trotzdem. "Solange sie gute Ratings haben, nehmen wir sie", heißt es bei der EZB. Was die bei einem Markteinbruch wert sind, zeigt sich in den USA. Dort rauschen die Bewertungen nach unten.
In Brüssel ist man besorgt. "Spanische Banken verschieben ihre Risiken in die Bücher der EZB", empört sich ein Berater von Währungskommissar Joaqun Almunia. Ein EU-Diplomat argwöhnt gar eine "verdeckte Rettungsaktion". Die ins Gerede gekommenen Wertpapiere, die bei der EZB deponiert sind, dürften inzwischen den Betrag erreichen, mit dem die Bank of England dem britischen Eigenheimfinanzierer Northern Rock zu Hilfe kam. Bräche ein spanisches Institut zusammen, hätte die EZB unverkäufliche Papiere im Tresor. Nach ihrem Statut müssten die nationalen Zentralbanken haften – die Bundesbank träfe es wegen ihres großen Gewichts besonders.
Zwar akzeptiert die EZB Wertpapiere nur mit Sicherheitsabschlägen. Doch das nutzt wenig, wenn eine Immobilienkrise diese entwertet und gleichzeitig die bürgenden Banken in Schieflage bringt. "Einige haben ein echtes Klumpenrisiko angesammelt", weiß Thomas Mayer, Europa-Chefvolkswirt der Deutschen Bank in London. Nach einer Studie seines Hauses sind in Spanien die Eigenheimpreise um 30 Prozent überhöht, ein gewaltiges Angebot drückt auf den Markt. Die Korrektur ist in vollem Gang. Landesweit erwartet die Deutsche Bank für 2008 einen Rückgang der Preise von bis zu acht Prozent. In fünf Regionen sind sie bereits gesunken, darunter auf Mallorca.
Vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken setzt die Kreditklemme zu. Da sie über die Hälfte ihrer Darlehen Immobilienbesitzern gewähren, haben sie kaum andere Sicherheiten als Hypothekn zu bieten. Unter Geldhändlern kursieren Gerüchte, Spaniens Regierung ermutige sie, sich in Frankfurt Geld zu leihen, um den heimischen Markt flüssig zu halten und einen Crash vor der Wahl im März zu vermeiden. Gerieten die Eigenheimbesitzer, die rund vier Fünftel der Wähler stellen, in Panik, wäre das für Ministerpräsident José Luis Zapatero ein Desaster.
Auch die spanische Zentralbank versucht, die Märkte zu beschwichtigen: Der überhitzte Immobiliensektor werde "weich landen". „Das Argument wurde auch vor der Krise in den USA bemüht“, entgegnet Mayer. Angesichts extrem überbewerte-ter Immobilien sei in Spanien eine Korrektur unvermeidlich. Auch Daniel Gros, Direktor des Center for European Policy Studies in Brüssel, prophezeit eine "schmerzliche Anpassung": Zapatero könne vielleicht den Ausbruch der Krise verschieben, verhindern könne er sie nicht.
Die dürfte auch die Konjunktur stark beschädigen. Denn die Spanier kämpfen nicht nur mit einer Preisblase bei Immobilien, sondern auch mit einem aufgeblähten Bausektor. Beide Branchen alimentierten die Banken jahrelang mit billigem Geld. Die gestiegenen Zinssätze im Euro-Raum lassen das nicht länger zu.
Ein Teufelskreis droht
Allein ein Einbruch im Bausektor könnte laut Deutscher Bank das Wachstum jährlich um einen Prozentpunkt verringern. Er dominiert Spaniens Wirtschaft wie nirgendwo sonst in der EU – 18 Prozent trägt er zum Bruttoinlandsprodukt bei. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Sektor 1992, am Ende des Baubooms in den neuen Ländern, bei 14 Prozent. Der Abbau der Überkapazitäten dauerte gut zehn Jahre.
Niedrigere Hauspreise und ein schrumpfender Bausektor drohen auf der iberischen Halbinsel, eine fatale Spirale aus Arbeitslosigkeit, Lohnrückgang und Konsumverzicht in Gang zu setzen. Dabei haben die Haushalte kaum mehr Luft. Sie sind bereits mit 130 Prozent des Jahreseinkommens verschuldet – die höchste Quote der Euro-Zone. Das macht Kreditausfälle zunehmend wahrscheinlich und würde spanische Banken ernsthaft gefährden, warnt die HSH Nordbank. Ein Stresstest von Moody’s ergab, dass eine harte Landung elf Institute in die Bredouille bringen würde.
Trichets Bewährungsprobe dürfte nach der Wahl in Spanien anstehen. Geraten Institute ins Straucheln, steht er vor der Wahl zwischen Pest und Cholera: Soll er den Banken den Hahn zudrehen oder noch mehr dubiose Wertpapiere akzeptieren, um sie liquide zu halten? Trichet wird sich wohl für die zweite Alternative entscheiden – trotz des Bail-out-Verbots in Artikel 103 des EG-Vertrags. "Es ist eine Lebenslüge der Währungsunion, dass ein Land nicht mit Europas Hilfe rechnen kann", urteilt Mayer. Bei einer heraufziehenden Krise müsse die EZB eingreifen. Denn sie hat auch die Stabilität der Finanzmärkte im Euro-Raum zu garantieren. Steht die auf dem Spiel, dürfte das Bail-out-Verbot zweitrangig sein.
capital.de, 15.02.2008
Azul Real
03.04.2008, 21:36
http://www.telegraph.co.uk/money/main.jhtml?xml=/money/2008/01/28/bcnspain128.xml
Azul Real
03.04.2008, 22:25
SPANIEN
Absturz des Immobilienmarkts
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,545051,00.html
Sinkende Häuserpreise, insolvente Baufirmen, verunsicherte Banken: Nach jahrelangem Boom ist der spanische Immobilienmarkt eingebrochen. Die Talsohle sei noch längst nicht erreicht, warnen Experten. Der Finanzsektor Spaniens steckt tief im Geschäft drin.
Madrid - Wenn es um die Flaute auf Spaniens Immobilienmarkt ging, sprach die Regierung immer wieder von einer "sanften Landung". Das Nationale Statistik-Institut (INE) legte aber nun Zahlen vor, die vielmehr von einem regelrechten Absturz zeugen. Im Januar wurden im Jahresvergleich 27 Prozent weniger Wohnungen verkauft, vielerorts brach der Markt sogar um mehr als 40 Prozent ein. So etwa auf Mallorca und den übrigen Balearen-Inseln, wo auch viele Deutsche oder Briten Häuser besitzen. Das Minus dort betrug fast 46 Prozent. "Die Talsohle ist aber längst nicht erreicht", warnt der Ökonom und Hochschulprofessor Julio Rodr�*guez.
Spanien hat zehn Jahre lang einen beispiellosen Immobilien- und Bauboom erlebt. Die Zinsen waren niedrig und lagen zeitweise unterhalb der Inflation. In die eigenen vier Wände zu investieren, galt als sichere Geldanlage, zumal es in dem Land ohnehin keine Mietmentalität gibt - etwa 85 Prozent der Spanier besitzen ihr eigenes Heim. Viele legten sich zusätzlich eine Ferienwohnung an der Küste zu, auch viele Ausländer erfüllten sich ihren Traum vom Platz an der Sonne. Parallel dazu haben sich die Wohnungspreise verdoppelt, vielerorts sogar verdreifacht. So kletterte in Madrid der durchschnittliche Quadratmeterpreis auf mehr als 4000 Euro. Dies lockte viele Investoren an, Immobilien wurden zum Spekulationsobjekt.
Jahr für Jahr wurden so mehr Wohnungen gebaut, als in Deutschland, Frankreich und Italien zusammen. Als die Zinsen aber zu steigen und die Preise zu stagnieren begannen, platzte die Immobilienblase. Die weltweite Finanzmarktkrise macht alles noch schlimmer. Hatten die spanischen Banken und Sparkassen bislang großzügig Kredite für den Wohnungskauf mit Laufzeiten von bis zu 50 Jahren vergeben, drehen sie den Geldhahn nun allmählich zu: Im Januar wurden 28 Prozent weniger Hypothekenkredite bewilligt als noch ein Jahr zuvor.
Die Bauträger rechnen inzwischen für 2008 mit einem Preissturz bei Immobilien von 8 Prozent. Einen vergleichbaren Rückgang hat es in 30 Jahren nicht gegeben. Aber nicht nur das. Dieses Jahr werden Schätzungen zufolge allenfalls 300.000 Wohnungen gebaut, rund eine halbe Million weniger als noch 2006. Im Bausektor, zusammen mit dem privaten Konsum eine der Hauptstützen des spanischen Aufschwungs, drohen somit zwischen 600.000 und eine Million Arbeitsplätze verloren zu gehen. Auch die Immobilienfirmen sind schwer getroffen, denn in den Jahren des Booms haben sie einen riesigen Schuldenberg angehäuft. Nun mussten einige bereits Zahlungsunfähigkeit anmelden. Frisches Geld von den Banken bekommen auch sie nicht. Landesweit machten zudem tausende Maklerbüros dicht. "Die Fiesta ist aus", schreibt die Zeitung "El Pa�*s".
Inwieweit die Krise den Finanzsektor treffen wird, ist ungewiss. Immerhin entfallen rund 60 Prozent der von den Banken und Sparkassen vergebenen Kredite auf den Bau- und den Immobilienbereich inklusive Hypotheken. Es geht um mehr als eine Billion Euro. Deutliche Worte fand kürzlich der Präsident der Großsparkasse Caja Madrid, Miguel Blesa: "Wenn man sich anschaut, wie sehr die Bilanzen einiger Geldinstitute von den Ziegelsteinen abhängen, macht das Angst". Der Staat spürt die Auswirkungen jedenfalls schon: Im Februar schrumpfte der Haushaltsüberschuss im Jahresvergleich um rund ein Drittel.
Verunsichert sind nicht zuletzt die Bürger. Angesichts steigender Zinsen und einer Inflation von 4,4 Prozent - der höchste Stand in zwölf Jahren - kommen schon jetzt rund 60 Prozent der Familien mit ihren Einkommen nicht bis zum Monatsende aus.
Von Jörg Vogelsänger, dpa
Azul Real
04.04.2008, 10:44
Wen es interessiert !!!
hier eine gestern erschienene, übergreifende fundierte Analyse des IWF (Internationaler Währungsfonds) zu den wichtigsten europäischen Wohnungsmärkten. (30 Seiten)
mal in Ruhe verinnerlichen
The Changing Housing Cycle and the Implications for Monetary Policy
von Roberto Cardarelli
hier das pdf....
http://www.elmundo.es/suvivienda/documentos/preciosfmi.pdf
Seit Mitte Anfang März haben sich bereits 8 mittelgrosse spanische Projektentwickler und Bauunternehmen in die Insolvenz verabschiedet !!
Die börsennotoerte Col. Inmobilaria (Ibex35) steht derzeit vor dem Abgrund aufgrund massiver Überschuldung
Wenn es erst richtig los geht mit den aufgeblähten Überkapazitäten in der spanischen Bau- und Immobilienbranche, ist die Dominoshow bzw. die Wohnimmobilienkrise in den USA (nicht us-subprime) ein pups dagegen.
EZB und EU dann volle Deckung ....
Die EZB war so nett in der Vergangenheit "zig" Milliarden spanische hypothekenbesicherte Wertpapiere Retail Mortgage Backed Securities (RMBS) als Sicherheiten von den spanischen Banken anzunehmen.
Spanien steht kurz vor Immobilien-Crash ...
http://www.welt.de/wirtschaft/article1866056/Spanien_steht_kurz_vor_Immobilien-Crash.html
Azul Real
04.04.2008, 13:50
Foreign banks flee Spanish property debt
http://www.telegraph.co.uk/money/main.jhtml?xml=/money/2008/04/04/cnspain104.xml&DCMP=EMC-mcn_04042008
By Ambrose Evans-Pritchard in Madrid
Last Updated: 1:06am BST 04/04/2008
International banks are scrambling to sell their holdings of Spanish mortgage debt at a steep discount, fearing that the country may be sliding into the worst economic downturn in its modern history.
A blizzard of grim data has soured the mood, capped yesterday by a plunge in PMI purchasing managers' index to an all-time low of 40.9.
Car sales fell 28pc in March, and even Madrid's legendary tapas bars seem to have lost their late-night sparkle.
Inmobiliaria Colonial - once the country's biggest property group --is in emergency talks with banks after Dubai's Investment Corporation pulled out of a rescue deal.
Developer Martinsa Fadesa is struggling to restructure €5bn of debt to stave off insolvency.
Traders says the market price for Spanish mortgage securities has begun to slide abruptly, replicating the pattern seen in the US last year.
Large French and German funds and insurers appear to be liqudiating assets in a pre-emptive move, afraid being caught yet again in a violent downturn.
Ismael Clemente, head of Deutsche Bank's property arm RREEF in Spain, told a panel of experts in Madrid that foreign banks were now dumping Spansih mortgaged debt at a 40pc discount.
Mikel Echavarren, director of the property consultancy Irea, said Spain's housing market was far weaker than the official statitics suggest, warning that prices could fall 20pc to 25pc.
"All kinds of ploys have been used to disguise the true extent of the price falls, which we think are 5pc to 7pc already. Buyers have totally abandoned the market. We've had a wave of negative sales as people pull out of commitments already made," he said.
"We have a very worrying situation. The developers simply cannot refinance their debts. We need to cut interest rates by 2pc, which is obviously not going to happen," he said, adding that the crash could be sharper than the property crisis in the early 1990s.
Santiago Baena, head of Spain's estate agents lobby API, said the downturn had already forced 40,000 agents to close their doors, laying off 120,000 staff.
The Bank of Spain said default rates would rise but insisted that the Spanish banking system remains in good health, without much exposure to the US subprime debacle.
The loan-to-value ratio on mortgages was kept to 70pc - although a report in Germany's Die Welt newspaper today alleges that false pricing was often used to circumvent the rule.
The authorities said that a crisis comparable to the early 1990s (when bad debts reached 13.1pc) would erode the capital base of the banking system by 63pc, a manageable level. The developers owe €290bn to the banks and lenders, known as'cajas".
The government is preparing a €20bn spending blitz on high speed railways and other mega-projects to cushion the downturn. Spain's trump card is a budget surplus of 2pc of GDP last year, leaving in ample scope for fiscal stimulus - in sharp contrast to Italy, France, and Britain.
The root cause of the crisis is in a sense Europe's monetary union.
The euro effect halved Spain's interest rates almost overnight. Rates then fell below Spain's inflation rate for several years, fuelling an explosive credit boom. The country's current account deficit has reached 10pc of GDP, the highest of any major economy.
The process has now kicked into reverse. Mortgage rates - priced off three-month Euribor - have nearly doubled since late 2005.
David Owen, Europe economists at Drsedner Kleinwort, said Spain was waking up to the reality that there will be no quick-fix. "They are no longer arguing about whether there will be a recessoin, but about how deep it will be," he said.
"Spain is no longer able to set monteary policy for its own needs. It could face zero-growth for five years," he said.
ABC newspaper reported that the Bank of Spain rushed its Financial Stability Report into print two months early in order to refute "tendentious" claims in the British media that Spain's banks had become reliant on emergency funding from the ECB after the capital markets seized up.
The banks have been issuing mortgage bonds on a large scale to use a collateral at the ECB's lending indow, raising concerns that they are becoming dependent on taxpayer funding. The Bank of Spain said they had borrowed €44bn from the ECB, insisting that this was "fully consistent" with EU rules.
The ECB said its latest €25bn auction of six-month funding this week was heavily over-subscribed, with €103bn of bids from 177 banks at rates as high as 4.88 pc. It did not reveal how much of the bidding came from Spain.
Deutsche Bank expects house prices to fall 8pc this year as the market struggles to clear a glut of unsold homes. Construction peaked in 2006 when last year when 740,000 new housing units were built - more than in Germany and Britain combined.
Standard & Poor's said Spain risked a "major collapse" in construction after a 40pc fall in housing permits. Building has accounted on a fifth of all jobs created in Spain since 2000. It said the country faced a "major and likely painful adjstment".
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Azul Real
06.04.2008, 11:58
Zu viel Risiko
Wie die Bahn den Transrapid ausgebremst hat
Offiziell hat sich die Deutsche Bahn stets als Befürworter der Magnetschwebebahn gegeben. Doch neue Unterlagen belegen: Am Scheitern der Transrapid-Strecke in München trägt die Bahn AG mehr Verantwortung als bisher bekannt. Das Projekt war ihr schlicht zu riskant.
Im Internet wurde der Transrapid sehr schnell beerdigt. Die Seite der DB Magnetbahn – die Firma sollte den Superzug planen und betreiben – ist bereits abgeschaltet. Stattdessen erscheint nur noch eine Stellungnahme des Mutterkonzerns, der Deutschen Bahn: Man sei überrascht und enttäuscht vom angekündigten Aus in München. „Der Standort Deutschland hat damit ein wichtiges Leuchtturmprojekt verloren“, schreibt Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Doch an dem öffentlich bekundeten Bedauern mehren sich Zweifel. „Es ist unerträglich, wie sich Politik und Wirtschaft durch den Vorstand der Bahn an der Nase herumführen lassen“, sagt Gerhard Hess, Hauptgeschäftsführer des bayerischen Bauindustrieverbandes. „Hier ist die Zeit reif für personelle Konsequenzen.“
Weiterführende links
Die harten Worte erscheinen zunächst als durchsichtiges Ablenkungsmanöver – schließlich wurde die Kostenexplosion beim Transrapid von 1,85 auf 3,4 Milliarden Euro vor allem den Bauunternehmen angelastet, die für die Trasse verantwortlich sind.
Aber nun kommen immer mehr Details ans Licht, die einen Schluss nahelegen: Die Deutsche Bahn trägt mehr Verantwortung für das Aus der Münchner Magnetbahn als bislang bekannt.
Das behauptet nicht nur Baufunktionär Hess. Manager aus dem Transrapid-Konsortium, das aus den Bauunternehmen Hochtief, Bilfinger Berger, Max Bögl und den Zugherstellern Thyssen Krupp und Siemens besteht, äußern sich ähnlich. „Die Industrie ist von der Bahn bei diesem Projekt verhöhnt worden. Mehdorn und seine Manager wollten den Transrapid gar nicht – und haben sich entsprechend verhalten“, sagt ein mit dem Projekt vertrauter Manager des Konsortiums.
Bahn übernahm das Kommando
Der Deutschen Bahn kam eine Schlüsselrolle bei der Münchner Strecke zu. Sie war zusammen mit dem Freistaat Bayern an der sogenannten Bayerischen Magnetbahnvorbereitungsgesellschaft (BMG) beteiligt, die das Projekt anstieß. 2005 wurde die Deutsche Bahn AG mit ihrer Tochter DB Magnetbahn sogar alleiniger Träger. Diese Entscheidung fiel unter dem damaligen bayrischen Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU), der ein gutes Jahr später selbst in den Vorstand der Bahn wechselte.
Ein Kenner der Materie berichtet, dass sich bei der Planungsgesellschaft einiges änderte, nachdem die Bahn das alleinige Kommando übernahm. „Viele der alten Mitarbeiter wurden rausgekegelt“, sagt der ehemalige BMG-Mann. Stattdessen seien Leute zur Magnetbahn gekommen, die schon bei den geplanten Transrapid-Strecken in Nordrhein-Westfalen und BerlinHamburg „den Stecker im Auftrag von Mehdorn zogen“.
Das Projekt in München trieb die DB Magnetbahn allerdings zunächst weiter voran: Sie plante, war Bauherr und hätte den Zug später auch betrieben. Und im September vergangenen Jahres schlossen Politik, Bahn und das Transrapid-Konsortium aus ThyssenKrupp, Siemens und den Baukonzernen (auch GSV, Gesamtsystemverantwortlicher, genannt) eine Vereinbarung: Der Transrapid sollte für 1,85 Milliarden Euro kommen.
Der damalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber feierte: „Wir haben den Durchbruch für den Bau der Transrapid-Strecke geschafft.“
Zu früh gefeiert
Doch der CSU-Landesvater hatte sich zu früh gefreut. Denn die unter Druck zustande gekommene Festpreisvereinbarung stellte sowohl die Bahn als auch das Transrapid-Konsortium vor ein Problem: Die Unternehmen hätten alle späteren Kostensteigerungen tragen müssen.
Die Bahn war aber offenbar nicht gewillt, sich an diesem Risiko zu beteiligen.
Am 30. November bekamen ThyssenKrupp, Siemens und die Baukonzerne Post von der Bahn. Die ließ in drei Schüben an jeden Projektpartner Unterlagen für den Vertragsentwurf zustellen.
Als die Industriemanager sich durch die Unterlagen kämpften, wurden sie blass: „Es ist zwar in Ordnung, dass bei Vorhaben in dieser Größenordnung knallharte Klauseln festgeschrieben werden. Aber was auf diesen mehr als 3000 Seiten stand, war ohne Beispiel, das haben wir noch nie erlebt“, sagt ein Beteiligter. „Die Bahn machte genaueste Vorgaben, hat aber keinerlei Risiko und keine Haftung übernehmen wollen.“
Das sollte auf das Konsortium abgewälzt werden, allein für Siemens und ThyssenKrupp wären Risiken von ein bis zwei Milliarden Euro aufgelaufen, heißt es. Auch Vertreter der Bauindustrie sind empört über die 17 Umzugskartons und 200 Ordner Unterlagen und den Vertragsentwurf: „Wenn man das liest, wird einem übel.“:shock:
Tatsächlich ist das Vertragswerk, das WELT ONLINE vorliegt, harter Tobak. „Der GSV (das Transrapid-Konsortium, Anmerk. d. Red.) übernimmt alle Baugrundrisiken“, heißt es etwa. Der Tunnelbau hätte dadurch für die Firmen teuer werden können. „Das ist absolut inakzeptabel. Jede archäologisch bedeutsame Scherbe hätte den Bau auf unbestimmte Zeit stoppen können, und dann wären wir und nicht wie üblich der Bauherr verantwortlich dafür gewesen“, sagt ein Manager der beteiligten Firmen.
Fassungslos macht die Manager von Bauindustrie und Transrapid-Herstellern auch folgende Klausel: Sollte die Realisierung der Magnetbahn aufgegeben werden, „gleich aus welchem Grund“, kann die Bahn fristlos kündigen. In diesem Fall würden die Konzerne von der Bahn nur die „verwertbaren Leistungen“ erstattet bekommen.
Das bedeute „quasi null Euro“, beschwert sich ein Vertreter der Bauindustrie. „Wie will man einen halbfertigen Tunnel oder eine leere Transrapidtrasse verwerten?“
Ein Professor einer Berliner Hochschule, der sich mit Baurisiken beschäftigt, kommt zu einem klaren Urteil: „Das ist sehr ungewöhnlich, und so würde das wahrscheinlich kein Unternehmen unterschreiben.“
Und der knapp 150 Seiten starke Vertrag enthält neben Details zum Bau weitere Härten: „Bei Widersprüchen zwischen Vertragsbestandteilen, innerhalb von Vertragsbestandteilen und für eventuelle Vertragsauslegungen gilt im Zweifel die für den AG (Auftraggeber, also DB Magnetbahn, Anmerk. d. Redaktion) jeweils günstigere Festlegung. Welches die günstigere Festlegung ist, bestimmt der AG.“
Zornige Aktenvermerke
Im Zweifel für die Bahn – diese Bestimmungen quittierten die Manager des Konsortiums intern mit zornigen Hinweisen, die WELT ONLINE ebenfalls vorliegen: „Dies ist ein unsinniges zusätzliches Risiko“, heißt es beispielsweise. Das Fazit der Mitarbeiter von ThyssenKrupp, Siemens und den Baukonzernen ist ernüchternd. Sie konstatieren „Risiken in den Bereichen: Auslegung, Genehmigung, Baugrund, Termin, Vergütung, Liquidität, Gewährleisten, Regelwerk, Betriebskosten, Versicherung und Haftung“.
„Wir haben versucht, die strittigen Fragen zu verhandeln. Zwecklos. Die Bahn ist keinen Millimeter von den Punkten abgewichen“, berichtet ein Manager der Transrapid-Bauer. Deshalb habe man die Risiken in das Angebot einpreisen müssen, heißt es.
Zusammen mit zusätzlichen Anforderungen wie tiefere Tunnel verteuerte sich die Offerte und durchbrach die vereinbarten 1,85 Milliarden Euro deutlich, die noch auf einer Preisschätzung von 2004 beruhten. Die Steigerung war so extrem, dass allen Beteiligten klar wurde, dass der Transrapid so nicht schweben wird.
Also wurde das Aus verkündet.
Und der Verantwortliche war schnell gefunden. Sowohl in der Politik als auch bei den Transrapid-Herstellern wurde auf die hohen Baukosten verwiesen.
Die Vorwürfe gegen die Bahn mag indes offiziell kein Unternehmen aus dem Konsortium bestätigen. Aus gutem Grund: Der Berliner Konzern ist hierzulande ein extrem wichtiger Auftraggeber, etwa für Siemens. In wenigen Wochen schreibt die Bahn ihre neue IC-Flotte aus. Niemand in der Schienentechnikbranche wagt es, sich kurz vorher mit Mehdorn anzulegen.
Nur hinter vorgehaltener Hand werden Mitarbeiter des Konsortiums deutlicher: Mit dem Vertragsentwurf habe die Bahn die Münchner Strecke „totmachen wollen“, sagt einer. Und viele in der Politik nahmen die Gelegenheit dankend wahr und stiegen aus dem Projekt aus. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und der bayrische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) galten schließlich nie als flammende Transrapid-Fans.
Bahnchef Mehdorn war ebenfalls kein Freund der Schwebebahn, auch wenn dies heute offiziell anders klingt. Gleich nach seinem Amtsantritt im Dezember 1999 legte er sich mit den Transrapid-Befürwortern an, weil er keine Trasse zwischen Hamburg und Berlin bauen wollte. Eine Magnetbahn zwischen Düsseldorf und Dortmund hielt Mehdorn zwar eher für möglich, dennoch blieb er skeptisch. „Ich bin doch nicht für das Wohl der deutschen Bahnindustrie verantwortlich“, sagte er WELT ONLINE ein Jahr nach Amtsantritt.
Teure Insellösung
Der Transrapid habe nie in das Konzept der Deutschen Bahn gepasst, sagt jemand, der sich lange mit dem Münchner Projekt beschäftigte und einen guten Draht in den Berliner Konzern hat. „Die sind auf die Schiene fixiert, das ist eine andere Denkweise.“ Der Transrapid und seine Spezialtrassen sind eine Insellösung, kein anderer Zug kann darauf fahren. Für die Bahner ist das ein Manko, denn in Deutschland setzt man anders als beim Hochgeschwindigkeitszug TGV in Frankreich darauf, dass die Trassen von möglichst vielen Zugtypen genutzt werden. Der Transrapid hingegen ist teuer und dreht einsam seine Runden auf Spezialgleisen. So falsch ist es also nicht, wenn die Bahn immer wieder die Wirtschaftlichkeit einer Transrapid-Strecke in Deutschland anzweifelte.
Zudem hätte die Münchner Verbindung für die Bahn ein Risiko bedeutet. Anders als sonst im Nahverkehr hätte es keine weiteren staatlichen Zuschüsse gegeben. Die weltweit einzige Strecke im chinesischen Shanghai muss subventioniert werden. Wenn der Zug in München in den roten Zahlen geschwebt wäre, hätte die Bahn zahlen müssen. Nun, nachdem das Projekt abgeblasen wurde, bekommt sie immerhin einen Teil der Planungskosten von 100 Millionen Euro erstattet.
Schlagworte
Bahn Transrapid Zug Mehdorn Münchener Flughafen
Die Bahn bestreitet den Vorwurf, sie trage die Verantwortung für das Scheitern des Transrapids. „Diese Schwarze-Peter-Spiele sind angesichts der Faktenlage nur noch peinlich“, sagte ein Sprecher. Zu den Vertragsdetails wollte er sich nicht äußern. Bahn-Chef Mehdorn hatte Anfang der Woche auf die Frage, ob er der Magnetbahn nicht nur Krokodilstränen nachweine, geantwortet: „Ich bedauere das abrupte Ende. Aber wir tun nichts, was nicht wirtschaftlich ist und sich nicht rechnet.“ :drunken:
Azul Real
07.04.2008, 07:34
Spaniens Wirtschaft geht zu Boden
von André Kühnlenz (Berlin) und Ute Müller (Madrid)
Spaniens Abschwung hat sich im März verschärft. Ökonomen sahen am Wochenende das Land bereits in einer Rezession, nachdem Umfragewerte bei Industrie und Servicefirmen sich heftig eingetrübt hatten.
"Die Immobilienkrise und die Finanzunruhen greifen extrem schnell auf die Gesamtwirtschaft über",
sagte Véronique Riches-Flores, Europa-Chefökonomin der Société Générale.
Das Risiko steigt, dass die abkühlende Wirtschaft in großen Teilen der Euro-Zone demnächst auch Deutschland mit nach unten zieht. Zum Jahresanfang hielten sich die Deutschen noch relativ robust, trotz der Schwächesignale in den USA und Südeuropa.
Die spanischen Einkaufsmanager aus den Dienstleistungsfirmen senden derzeit in Umfragen die deutlichsten Krisensignale. Der entsprechende Index fiel im März von 46,1 auf 40,9 Zähler - das niedrigste Ergebnis seit neun Jahren.
Erst ein Wert über 50 Punkten zeigt an, dass die Manager in der Mehrheit sind, die von einer Expansion berichten. Bereits seit Januar liegt der Einkaufsmanagerindex unterhalb der 50-Punkte-Marke.
"Die Geschäftstätigkeit fällt derzeit mit einem Rekordtempo", hieß es beim Forschungsinstitut NTC Research, das die Umfragen durchführt. Solch ein Rückgang deute darauf hin, dass das normale Funktionieren der Wirtschaft zeitweise zum Stillstand komme, schrieb Javier Pérez de Azpilaga, Volkswirt bei Goldman Sachs. Auch die Befragungen in Industriefirmen hatten eine anhaltende Schwäche signalisiert: Hier sank der Index leicht von 46,7 auf 46,4 Punkte.
Viele Spanier bekommen den Abschwung bereits zu spüren. Nach Angaben von Eurostat aus der vergangenen Woche stieg die Arbeitslosenquote im Februar auf 9,0 Prozent - fast ein Prozentpunkt mehr als vor einem Jahr. Von Januar bis März ist die Zahl der Arbeitslosen bereits um zehn Prozent gestiegen.
Abrupter Nachfrageeinbruch dürfte Firmen überrascht haben
Spaniens Einkaufsmanagerindizes
http://www.ftd.de/asset/Image/2008/04/06/Einkaufsmanager.gif
Die Einzelhändler berichten von sinkenden Verkäufen. Ohne Preiseffekte verstärkte sich der Rückgang seit Dezember von rund zwei auf fast drei Prozent zum Vorjahr im Februar. Solch starke und lang anhaltende Umsatzeinbußen hatte die Branche zuletzt im Jahr 1996 zu verkraften gehabt. Dabei ist Spanien auch noch von scharfen Preisanstiegen betroffen. Zuletzt stieg die Inflationsrate von 4,4 auf 4,6 Prozent - das drückt zudem die Kauflaune. "Was brauchen wir mehr, um festzustellen, dass die spanische Wirtschaft wahrscheinlich längst in eine Rezession gerutscht ist", sagte Riches-Flores.
Die Firmen dürften vom abrupten Nachfrageeinbruch zum Jahresbeginn überrascht worden sein. Viele Unternehmen haben weiter produziert - allerdings auf Lager, wie Riches-Flores sagte.
Dennoch: "Die Daten legen nah, dass das Wachstum im ersten Quartal kollabiert ist", sagte Dominic Bryant, Volkswirt bei BNP-Paribas.
Er rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur zwischen 0,2 und 0,3 Prozent zum Vorquartal gestiegen ist. Das wäre ein heftiger Rückschlag für eine Volkswirtschaft, die seit Jahren Raten von rund einem Prozent gesehen hat. "Spätestens im zweiten Vierteljahr wird das BIP schrumpfen", sagte Riches-Flores. Der BIP-Anstieg lag Ende 2007 bei 0,8 Prozent und im gesamten vergangenen Jahr bei 3,8 Prozent.
Als Auslöser für den Abschwung der spanischen Volkswirtschaft gelten die Immobilienkrise sowie straffere Kreditbedingungen für Unternehmen und Verbraucher. "Wenn man sich anschaut, wie sehr die Bilanzen einiger Geldinstitute vom Bau- und Immobiliengeschäft abhängen, macht das Angst", sagte Miguel Blesa, Chef der Sparkasse Caja Madrid.
Das Land erlebt derzeit eine heftigen Einbruch der Immobilienverkäufe - von um die 30 Prozent zum Vorjahr. Die Hauspreise verfallen ebenfalls kräftig. Zudem mehren sich derzeit Berichte, wonach die Ausgabe neuer Kredite scharf gesunken ist. Hinzu kommt, dass die Exportwirtschaft im europäischen Vergleich mit vergleichsweise stark steigenden Lohnstückkosten zu kämpfen hat.
Die Alarmsignale von der iberischen Halbinsel sind am Wochenende offenbar nicht bis zu den Finanzministern und Notenbankchef der Euro-Zone vorgedrungen. Auf ihrer Tagung im slowenischen Brdo, äußerten sie sich zuversichtlich, dass die Konjunktur im Währungsgebiet der Finanzkrise standhält.
Eine US-Rezession werde sich erst nächstes Jahr stärker als Wachstumsbremse in Europa bemerkbar machen, sagte der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück.
Aus der FTD vom 07.04.2008
Azul Real
07.04.2008, 09:55
Hochtief
In Deutschland wird viel zu teuer gebaut
Politiker geben Baukonzernen wie Hochtief die Schuld daran, dass der Transrapid nicht gebaut wird. Herbert Lütkestratkötter, Chef von Hochtief, spricht mit WELT ONLINE über das Scheitern des Prestigeprojekts, Kostenexplosionen auf Großbaustellen und unprofessionelle Bauherren in Deutschland.
Mit dem Transrapid in München ist ein weiteres technologisches Vorzeigeprojekt Deutschlands gescheitert. Kein Einzelfall: Ob Infrastrukturprojekte wie der Flughafen Berlin-Schönefeld, private Mautstraßen oder lokale Prestigeprojekte wie die Elbphilharmonie in Hamburg – oft werden die einmal gesetzten Kosten deutlich überschritten, oder die Projekte entpuppen sich als wirtschaftlicher Flop. Beim Transrapid verdoppelten sich gleich die Kosten auf 3,4 Milliarden Euro. Politik und Industrie zogen daraufhin die Notbremse und beerdigten die geplante Trasse vom Münchner Flughafen in die Innenstadt.
WELT ONLINE: Wie fest ist eigentlich ein Festpreis am Bau?
Herbert Lütkestratkötter: Wenn die Bauindustrie einen solchen abgibt, dann hat sie ihn kalkuliert, und dann hält sie sich auch dran. Wir sind vertragstreu.
WELT ONLINE: Beim Transrapid in München hat das aber mit dem Festpreis nicht ganz hingehauen.
Lütkestratkötter: Von unserer Seite gab es ja keine Aussagen zu einem Festpreis. Das konnten wir erst nach der Prüfung sämtlicher Unterlagen machen.
WELT ONLINE: Ende September feierten Politiker und die Industrie aber eine Einigung auf einen Finanzierungsrahmen.
Lütkestratkötter: Auf dem Treffen, von dem Sie sprechen, wurde eine Rahmenvereinbarung unterschrieben...
WELT ONLINE: ...mit dem Festpreis von 1,85 Milliarden Euro.
Lütkestratkötter: Nein, das stimmt so nicht. Die beteiligten Bauunternehmen haben sich damals nur verpflichtet, die Kosten zu prüfen und zu optimieren anhand der Bauunterlagen. Und die hatten wir zu diesem Zeitpunkt gar nicht. Wir konnten damals also keine Aussagen darüber machen und haben es auch nicht getan.
WELT ONLINE: Wann haben Sie die Unterlagen bekommen?
Lütkestratkötter: Im November. Von diesem Zeitpunkt an haben wir das Konzept geprüft und die Kosten ermittelt. Als wir das Ergebnis hatten, haben wir die Bahn und die Politik sofort informiert. Uns hat diese Kalkulation übrigens einen hohen einstelligen Millionenbetrag gekostet, den wir von niemandem erstattet bekommen.
WELT ONLINE: Heraus kam, dass der Transrapid doppelt so teuer geworden ist. Können Bauleute nicht rechnen?
Lütkestratkötter: Dass wir die Notbremse gezogen haben, zeigt doch gerade, dass Bauleute besonders gut rechnen können. Es war zu den finanziellen Vorgaben nicht zu machen. Die Zahl von 1,85 Milliarden Euro war doch nie eine Summe, die von uns kam. Die Zahl stammt aus den Jahren 2002 und 2004. Wir waren an dieser Kostenschätzung nicht beteiligt.
WELT ONLINE: Woher kam die Kostenexplosion?
Lütkestratkötter: Durch viele verschiedene Punkte, die nach den ersten Planungen dazukamen: Die Untertunnelung des Münchner Hauptbahnhofes war ein Punkt, der verstärkte Lärmschutz ein anderer. Längere Tunnel, dickere Pfeiler für die Fahrbahn. Da kam einiges zusammen. Nicht zuletzt die enormen Preissteigerungen für Baumaterial und die im November erst übergebenen Vertragsbedingungen.
WELT ONLINE: Trotzdem stellt die Politik Hochtief und das Baukonsortium als Buhmann dar.
Lütkestratkötter: Das musste ich auch zu meiner Verwunderung feststellen. Und ich bin darüber richtig sauer, denn die Tatsachen sprechen dagegen. Wir haben auf der Basis dessen geprüft, was uns vorgelegt wurde.
WELT ONLINE: Wer trägt also die Schuld?
Lütkestratkötter: Diese Frage bringt uns jetzt nicht weiter. Der Transrapid in München ist gescheitert, und ich persönlich bin darüber sehr enttäuscht. Es wäre ein wichtiges Leuchtturmprojekt gewesen, das wir voll unterstützt haben.
WELT ONLINE: Gab es keine Alternative?
Lütkestratkötter: Doch, die hätte es gegeben. Wenn die Bauindustrie früher an den Planungen beteiligt gewesen wäre, hätten wir sicherlich die Kosten drücken können. Aber zu diesem Zeitpunkt im Herbst war nichts mehr zu machen. Die Summe von 1,85 Milliarden Euro wäre aber wohl auch nicht einzuhalten gewesen, wenn wir früher eingeschaltet gewesen wären.
WELT ONLINE: Zeigt nicht eher das Aus für den Bayern-Transrapid, dass die Magnetbahn niemals wirtschaftlich zu bauen ist?
Lütkestratkötter: Nein, das glaube ich nicht. Unser Land ist dicht besiedelt. Jede Verkehrsstrecke wird allein dadurch teurer. Wenn Sie eine S-Bahn bauen, dann werden die reinen Baukosten auch nicht geringer, der Lärmschutz dürfte sogar teurer werden. Der Transrapid ist ein Aushängeschild, und ich würde mit der Bahn und Herrn Mehdorn immer wieder ein solches Projekt beginnen – aber nur, wenn wir von Anfang an verantwortlich dabei wären.
WELT ONLINE: Das Transrapid-Desaster steht ja nicht allein. Öffentliche Infrastrukturprojekte in Deutschland werden eigentlich immer sehr viel teurer als zunächst geplant. Kennen Sie ein Projekt, das im Rahmen blieb?
Lütkestratkötter: (überlegt) Im Moment fällt mir keines ein. Das wundert mich aber auch nicht.
WELT ONLINE: Warum?
Lütkestratkötter: In Deutschland finden Sie eine Risikoverteilung zwischen den Beteiligten und Ausschreibungsmodalitäten, die es in keinem anderen Land so sonst gibt. Es hat sich in den vergangenen Jahren eine Vollkasko-Mentalität eingebürgert aufseiten der Bauherren. Ich kann doch keine Preisgarantie bis ins Jahr 2016 geben. Keiner weiß, wie sich bis dahin die Preise für Stahl, Glas oder Beton entwickeln. Die Baufirmen sollen also die Risiken tragen, bekommen dafür aber keine Risikoprämie. Das kann nicht funktionieren.
WELT ONLINE: Niemand zwingt die Baufirmen, solche Verträge zu unterschreiben.
Lütkestratkötter: Man muss sehen, dass die deutsche Bauindustrie eine zehnjährige Krise hinter sich hat. Die hat Tausende Unternehmen die Existenz und fast 700.000 Jobs gekostet. In einer solchen Krise haben sich Verfahren eingebürgert, die nicht normal sind. Viele Firmen kämpften ums Überleben, wollten ihre Belegschaft auslasten und haben Zumutungen akzeptiert, die nicht akzeptabel waren. Daran hatten sich Auftraggeber gewöhnt. Das gab es so in anderen Ländern nicht.
WELT ONLINE: Hat sich die Situation verändert?
Lütkestratkötter: Mit der Entspannung der Lage am Bau hat eine Normalisierung begonnen. Wir bewegen uns ganz langsam in Richtung einer faireren Risikoverteilung zwischen Auftraggeber und Baufirmen. Dass das längst noch nicht überall klappt, zeigt unter anderem die Tatsache, dass sich für mehrere aktuelle Großprojekte keine Generalunternehmer mehr finden. So etwas hat es schon lange nicht mehr gegeben.
WELT ONLINE: Sie meinen den Hauptstadtflughafen in Berlin und das geplante Shoppingcenter am Flughafen Frankfurt?
Lütkestratkötter: Ich werde keine Beispiele nennen. Die Ablehnung von Aufträgen hat aber nichts mit Arroganz unserer Branche zu tun, wir machen am liebsten alles möglich. Aber es gibt nun mal Planungen, bei denen die Erwartungen der Bauherren und die wirtschaftliche Vernunft nicht zusammenpassen. Die Baufirmen schlucken nicht mehr jede Kröte.
WELT ONLINE: Und warum treiben die Ausschreibungen die Kosten?
Lütkestratkötter: Die Baufirmen werden in Deutschland grundsätzlich viel zu spät mit ins Boot genommen. Wie beim Transrapid. Dann müssen Sie in kürzester Zeit ganze Schränke von Aktenordnern durcharbeiten, wenn Sie ein Angebot abgeben wollen. Wenn wir hingegen unser Know-how schon in der Planungsphase einbringen können, lassen sich noch Optimierungen vornehmen, wodurch letztendlich Geld eingespart wird.
WELT ONLINE: Der Steuerzahler würde Milliardensummen sparen?
Lütkestratkötter: Auf jeden Fall. Die Zahl der Kostenüberschreitungen würde sinken, die Summen ebenfalls. Zudem würden die Baustellen früher vollendet – ohne dass die Qualität leiden würde.
WELT ONLINE: Warum passiert das nicht?
Lütkestratkötter: Wenn etwa Hochtief im ganz frühen Stadium eine Behörde oder Stadt bei der Planung einer Straße beraten würde, müssten wir befürchten, bei der anschließenden Ausschreibung für den eigentlichen Bau ausgeschlossen zu werden. Wettbewerber könnten – und würden – wegen einer sogenannten Vorbefassung gegen uns klagen und uns aus dem Verfahren herausdrängen. Wir hätten keine Chance auf den Auftrag.
WELT ONLINE: Ein kluges Bauunternehmen hält sich also mit seinem Wissen zurück, selbst wenn das die Allgemeinheit Millionen kosten würde?
Lütkestratkötter: So könnte man es ausdrücken. Deshalb bin ich froh, dass sich jetzt langsam ein Verfahren namens Wettbewerblicher Dialog durchzusetzen beginnt. In diesem Fall wird der Auftrag in Etappen ausgeschrieben, von der Vorqualifikation über den Ideenwettbewerb bis zur Ernennung eines bevorzugten Bieters. Das hat sich bei Schulprojekten, Autobahnen und einem Schleusenneubau schon bewährt.
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Azul Real
08.04.2008, 13:39
MADRID, April 4 (Reuters) -
Spain´s northeast Catalonia region will need to import water by ship and train from May to ensure domestic supplies if the current drought persists, the regional government said in a report. eek
The report, sent to Reuters on Friday, said rainfall in all but one of Catalonia´s 15 river basins was below emergency levels for the year so far.
"Forecasts show that if scant additions to reservoirs continue as they have in the past 11 months, resources need to be brought in by ship during May to prevent cuts in domestic supply," the report said.
Plans are for seven boats to come in May to regional capital Barcelona, at first from nearby port Tarragona, then from French port Marseille. A further three ships may arrive in August from a desalination plant in southern Spanish port Carboneras.
The Generalitat, or regional government, estimated that upgrading port facilities to handle water would cost 35.2 million euros ($55.30 million), and the cost of chartering 10 ships 44 million euros.
Contacts have also been made with state rail company Renfe to charter trains to carry water, but the Generalitat provided no timetables or financial details in its plans.
Catalonia is home to 7.2 million people, or 16 percent of Spain´s population, and its capital Barcelona is the country´s second city.
Spain needs water to irrigate crops to reduce its dependence on imported grain, and to drive hydroelectric power stations.
Currently, however, hydroelectric reservoirs are just 57.8 percent full and reservoirs for consumption, including agriculture, are 41.4 percent full.
Hydroelectric power is an important part of the Spanish government´s policy to phase out nuclear power stations and focus on renewable energy.
However, due to the drought, hydroelectric power´s contribution to Spain´s energy demand has fallen to about five percent so far this year from 12 percent in a wet year. Wind power has helped make up the shortfall.
Farmers are concerned that the driest winter in memory coupled with unusually warm weather may harm the forthcoming harvest of wheat and barley.
(Reporting by Martin Roberts; Editing by Elizabeth Piper)
Azul Real
08.04.2008, 13:47
Dürre
Seit Wochen hat es am Mittelmeer nicht geregnet
Bangen um Touristen - Spanien droht Wassernotstand
Felder verdorren. Stauseen trocken aus. In einigen Dörfern müssen schon Tankwagen die Bewohner versorgen.
http://www.abendblatt.de/media/pic/000/947/94782v1.jpg
Die Kirche von Sant Roma, einst geflutetes Dorf, ist aus einem Stausee bei Barcelona wieder aufgetaucht, so tief ist das Wasser gesunken.
Madrid -
Die Felder sind verdorrt, die Wasservorräte auf ein Minimum geschrumpft und die Flüsse teilweise ausgetrocknet. Im Nordosten Spaniens droht der Wassernotstand. Fünf Millionen Menschen im Großraum von Barcelona bangen um die Versorgung mit Trinkwasser. Die Stauseen in der Umgebung der zweitgrößten spanischen Stadt sind nur zu gut einem Fünftel mit Wasser gefüllt.
Wenn die Marke von 20 Prozent unterschritten wird, müssen die Behörden die erste Stufe des Wassernotstandes ausrufen und Einschränkungen für den Verbrauch verhängen. Davon werden in der ersten Phase die privaten Haushalte allerdings noch nicht betroffen sein. Schon jetzt sind in Barcelona die Springbrunnen abgestellt, die meisten Parkanlagen werden nicht mehr gegossen und die Straßen seltener gereinigt. Die Verschwendung von Trinkwasser ist unter Strafe gestellt. Wer seinen Swimmingpool füllt oder sein Auto wäscht, riskiert Geldbußen bis zu 3000 Euro.
Spanien leidet unter der dramatischsten Dürre seit 40 Jahren. Besonders kritisch ist die Lage in Katalonien im Nordosten, wo es seit anderthalb Jahren kaum geregnet hat. Wenn es in nächster Zeit keine ausgiebigen Niederschläge gibt, werden in Barcelona noch in diesem Monat Notstandsregelungen in Kraft treten. Die Hoteliers befürchten, dass in der katalanischen Metropole und an der Costa Brava die Urlauber ausbleiben. "Wenn uns das Wasser abgestellt wird, können wir dem Tourismus Adiós sagen", warnt der Präsident des Hotelbesitzerverbandes, Jordi Clos. "Damit wäre das Image von Barcelona ruiniert, denn so etwas gibt es in keiner anderen Metropole in Europa." Marti Sabriá vom Hotelierverband der Costa Brava ergänzt: "Es wäre inakzeptabel, wenn auch nur ein Hotel sich seinen Gästen im Sommer mit leerem Pool präsentieren müsste." Damit stelle Spanien sich auf die Stufe eines Landes der Dritten Welt.
In einigen abgelegenen Dörfern Kataloniens versiegten bereits die Reservoirs. Dort versorgen Tankwagen die Bewohner mit Wasser. Die Behörden treffen Vorbereitungen, per Schiff und Bahn Wasser nach Barcelona zu bringen. Für die nächsten drei Tage sind zwar ausgiebige Niederschläge vorhergesagt - doch soll der Regen vornehmlich im Süden Spaniens herunterkommen. Inzwischen sind die Politiker heillos zerstritten. Die Regierung Kataloniens will Wasser aus dem Segre umleiten. Die spanische Zentralregierung untersagte dies. Im "Krieg um das Wasser", wie die spanische Presse schreibt, stehen sich auch Provinzen gegenüber. Gerona und Lérida sträuben sich gegen eine Umleitung von Wasser aus ihren Flüssen nach Barcelona. "Wenn sie Wasser haben wollen, sollen sie es sich vom Mars holen", pöbelten Demonstranten.
dpa
erschienen am 8. April 2008
MADRID, April 4 (Reuters) -
Spain´s northeast Catalonia region will need to import water by ship and train from May to ensure domestic supplies if the current drought persists, the regional government said in a report. eek
The report, sent to Reuters on Friday, said rainfall in all but one of Catalonia´s 15 river basins was below emergency levels for the year so far.
"Forecasts show that if scant additions to reservoirs continue as they have in the past 11 months, resources need to be brought in by ship during May to prevent cuts in domestic supply," the report said.
Plans are for seven boats to come in May to regional capital Barcelona, at first from nearby port Tarragona, then from French port Marseille. A further three ships may arrive in August from a desalination plant in southern Spanish port Carboneras.
The Generalitat, or regional government, estimated that upgrading port facilities to handle water would cost 35.2 million euros ($55.30 million), and the cost of chartering 10 ships 44 million euros.
Contacts have also been made with state rail company Renfe to charter trains to carry water, but the Generalitat provided no timetables or financial details in its plans.
Catalonia is home to 7.2 million people, or 16 percent of Spain´s population, and its capital Barcelona is the country´s second city.
Spain needs water to irrigate crops to reduce its dependence on imported grain, and to drive hydroelectric power stations.
Currently, however, hydroelectric reservoirs are just 57.8 percent full and reservoirs for consumption, including agriculture, are 41.4 percent full.
Hydroelectric power is an important part of the Spanish government´s policy to phase out nuclear power stations and focus on renewable energy.
However, due to the drought, hydroelectric power´s contribution to Spain´s energy demand has fallen to about five percent so far this year from 12 percent in a wet year. Wind power has helped make up the shortfall.
Farmers are concerned that the driest winter in memory coupled with unusually warm weather may harm the forthcoming harvest of wheat and barley.
(Reporting by Martin Roberts; Editing by Elizabeth Piper)
Azul Real
09.04.2008, 08:53
Pfandbriefe
Spaniens Immobilienkrise verschärft sich
03. April 2008
Als der amerikanische Immobilienmarkt zu bröckeln begann, blickten einige Beobachter weiter in die Runde und begannen sich zu fragen, ob die Vereinigten Staaten nicht einmal mehr eine weltweite Entwicklung vorweg nähmen. Damals gab es noch genügend Stimmen, die eine krisenhafte Entwicklung in anderen Staaten nicht für wahrscheinlich hielten oder aber auch nicht wahrhaben wollten, dass es so kommen könnte.
Mittlerweile hat sich die Einschätzung deutlich geändert, nachdem die Krisensymptome in mehreren Ländern offensichtlich geworden sind. Standard & Poor's etwa erwarten für den britischen, irischen und den spanischen Immobilienmarkt „einen schweren und schmerzlichen Niedergang“, der auch das europäische Wachstum stärker als bislang erwartet bremsen dürfte.
Europas Sorgenkind Nummer eins
Jean-Michel Six, Volkswirt der Rating-Agentur, sieht gerade die drei Staaten als besonders bedroht, weil sich dort die Immobilienblase länger als anderenorts hatte aufblähen können. In Großbritannien werde die Preisentwicklung stagnieren, die Zahl der Zwangsübernahmen um 50 Prozent steigen. Zur Zeit sind die Hypothekenanträge auf den niedrigsten Stand in neuen Jahren gefallen.
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Doch die meisten Sorgen macht allen Beobachtern ohne Zweifel Spanien, wo der Bausektor zu den besten Zeiten elf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt und 13 Prozent zur Beschäftigung beigetragen hat und damit maßgeblicher Träger des Wachstums war.
Vor den Wahlen hatte sich die nunmehr wieder gewählte Regierung stets bemüht, dien Gemüter zu beruhigen und von einer „sanften Landung“ gesprochen, was Kritiker stets bezweifelten. Diese sahen sich schon bestätigt, als die Regierung unmittelbar nach den Wahlen die Wachstumsprognose kürzte.
Bruchlandung befürchtet
Folgt man den jüngsten, vom Nationalen Statistik-Institut INE vorgelegten Zahlen, so handelt es sich ganz offenbar mehr um eine Bruchlandung. Im Januar wurden im Jahresvergleich 27 Prozent weniger Wohnungen verkauft, vielerorts, wie etwa auf Mallorca und den übrigen Balearen, wo auch viele Deutsche oder Briten Häuser besitzen, brach der Markt sogar um mehr als 40 Prozent ein.
„Die Talsohle ist aber längst nicht erreicht“, warnt der Ökonom und Hochschulprofessor Julio Rodrguez. Zehn Jahre lang führten niedrige Zinsen, zeitweilig unter der Inflationsrate, dazu dass sich die Wohnungspreise verdoppelten, vielerorts sogar verdreifachten. Viele Spanier legten sich neben dem eigenen Heim auch noch eine Ferienwohnung zu, spekulative Investoren wurden angelockt.
Doch mit steigenden Zinsen fand die Entwicklung angesichts zu 95 Prozent variable verzinslicher Hypothekenkredite ein rasches Ende. Banken und Sparkassen, die zuvor großzügig Kredite mit Laufzeiten von bis zu 50 Jahren vergeben hatten, drehen nun den Geldhahn allmählich zu: Im Januar wurden 28 Prozent weniger Hypothekenkredite bewilligt als noch ein Jahr zuvor.
Die Bauträger rechnen inzwischen für 2008 mit einem Preissturz bei Immobilien von acht Prozent. Einen vergleichbaren Rückgang hat es in 30 Jahren nicht gegeben. Aber nicht nur das. Dieses Jahr werden Schätzungen zufolge allenfalls 300.000 Wohnungen gebaut, rund eine halbe Million weniger als noch 2006. Im Bausektor drohen zwischen 600 000 und eine Million Arbeitsplätze verloren zu gehen. Die Banco Bilbao prognostiziert einen Rückgang der Baugenehmigungen von 675.000 auf 500.000.
Immobilienfirmen im Schuldensumpf
Auch die Immobilienfirmen sind schwer getroffen, denn in den Jahren des Booms haben sie einen riesigen Schuldenberg angehäuft. Nun mussten einige bereits Zahlungsunfähigkeit anmelden. Frisches Geld von den Banken bekommen auch sie nicht. Landesweit machten zudem tausende Maklerbüros dicht. „Die Fiesta ist aus“, schreibt die Zeitung „El Pais“.
Am Mittwoch beantragte die Immobiliengesellschaft Grupo Labaro Gläubigerschutz.
Schon zuvor stand das Unternehmen bereits unter der Aufsicht von gerichtlich berufenen Insolvenzverwaltern. Man wolle nun mit den Gläubigern eine Übereinkunft verhandeln, die eine Überarbeitung des Geschäftsmodells ermögliche. Zudem soll die Schuldenzahlung an die neuen Marktbedingungen angepasst werden.
Und dies ist wahrlich kein Einzelfall. Anfang März wurde Habitat in letzter Sekunde vor der Insolvenz gerettet und Inmobiliaria Colonial droht immer noch unter Schulden von neun Milliarden Euro zusammen zu brechen, wenn sich auch mittlerweile eine Übernahme von Unternehmensanteilen durch Gläubiger abzeichnet.
Die Sparkasse La Caixa teilte am Mittwoch mit, sie wolle ihre Darlehen in Aktien des Instituts umwandeln.
Die Wettbewerberin Banco Popular erklärte, ähnliche Überlegungen zu haben. Eines der Gläubigerinstitute ist auch der zur Commerzbank gehörende Immobilienfinanzierer Eurohypo, bei dem Colonial mit 1,4 Milliarden Euro in der Kreide steht. Insgesamt geht es mit der Situation vertrauten Personen zufolge um einen Konsortialkredit von 7,2 Milliarden Euro. Das Darlehen sei aber vor allem mit französischen Objekten besichert, die bislang nicht von der Krise an den Immobilienmärkten betroffen seien und deren Wert noch auf hohem Niveau liege.
Wachstum sinkt, Inflation steigt
Und die Krise schlägt sich volkswirtschaftlich deutlich nieder. Dies wiederum bedroht die andere Wachstumsstütze, den privaten Konsum. Zwar ist die Zahl der Anträge auf Arbeitslosengeld im März erstmals seit sechs Monaten gefallen, doch kompensierte der Dienstleistungssektor den Anstieg von 3,8 Prozent im Bausektor.
Der Banco d'Espana hat indes die Prognose für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von ursprünglich 3,1 auf 2,4 Prozent deutlich gesenkt. 2006 betrug die Rate noch 3,8 Prozent. Für 2009 wird mit einer weiteren Wachstumsverlangsamung auf 2,1 Prozent gerechnet. Im Zuge der Korrektur am Immobilienmarkt sei sowohl 2008 als auch 2009 eine Verlangsamung des Wachstums zu erwarten, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der spanischen Notenbank.
Und der verringerten Wirtschaftsaktivität zum Trotz hat sich der Auftrieb der Verbraucherpreise im März weiter beschleunigt. Die Lebenshaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um deutliche 4,6 Prozent. Nach Erhebungen kommen deshalb und aufgrund steigender Zinsen schon jetzt rund 60 Prozent der Familien mit ihren Einkommen nicht bis zum Monatsende aus. Und auch der Staat spürt die Auswirkungen: Im Februar schrumpfte der Haushaltsüberschuss im Jahresvergleich um rund ein Drittel.
Sorgen um die Banken
Derweil bemüht sich die Banco d'Espana den Eindruck zu beseitigen, es drohe eine spanische Finanzkrise.
Die Banken hätten zwar zusätzliche Herausforderungen in Form eines schwachen Immobilienmarktes und steigender Kreditausfälle zu meistern, doch dank ihrer Rentabilität und Solvenz seien sie in einer guten Lage. Stresstests zeigten, dass die Kreditinstitute über genügend Reserven verfügten, auch einen signifikanten Anstieg der Kreditausfallraten von Immobilienfirmen zu überstehen.
Deutlichere Worte gab es kürzlich vom Präsident der Großsparkasse Caja Madrid, Miguel Blesa: „Wenn man sich anschaut, wie sehr die Bilanzen einiger Geldinstitute von den Ziegelsteinen abhängen, macht das Angst“.
Immerhin entfallen rund 60 Prozent der von den Banken und Sparkassen vergebenen Kredite auf den Bau- und den Immobilienbereich inklusive Hypotheken. Dabei geht es um mehr als eine Billion Euro.
Schockgefrosteter Pfandbriefmarkt
Insgesamt steht Spanien gerade erst am Anfang seiner Immobilienkrise.
Das wirkt sich derzeit auf die Renditen spanischer Pfandbriefe deutlich aus (vgl. Infografik). Dabei müsse man beachten, so die Analysten der DZ Bank, dass es sich nur um Indikationen handele, da es auf dem Markt für Covered Bonds derzeit an Handelsaktivität fehle und ein Primärmarkt seit Anfang März praktisch nicht mehr existiere. Daher sei zu befürchten, dass die Renditen noch nicht ihr Höchstniveau erreicht hätten.
Zwar warnen sie vor Schwarzmalerei: Der Markt sei „bereits so tief in den Strudel aus schwindendem Vertrauen, sinkender Liquidität und historisch weiter Spreads hineingezogen“ worden, dass eine Verbesserung der Lage wahrscheinlicher erscheine als eine deutliche weitere Verschlechterung.
Aber: „Das Fragezeichen ist der Zeithorizont.“ Derzeit finde eine Umbewertung statt. Die Investoren hätten wieder erkannt, dass sie es mit einem Kreditprodukt zu tun hätten, so dass die Risikoprämien steigen. Es werde auf jeden Fall noch einige Zeit dauern, bis wieder von die Realität widerspiegelnden Renditeaufschlägen gesprochen werden könne.
Insofern muss der europäische Pfandbriefmarkt derzeit als ausgesprochen angeschlagen gelten. Das gilt besonders für Emissionen aus den stark kriselnden europäischen Ländern, wo bis zur Stabilisierung der Lage weiterhin starke Verwerfungen zu erwarten sind.
Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.
http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E2882F2EFE5CE41B4BCD80216FFF6E608~ATpl~Ecommon ~Scontent.html
Azul Real
09.04.2008, 18:38
Mittwoch, 9. April 2008, 17:37 Uhr
Finanzkrise
US-Regierung will Hilfspaket für Hausbesitzer ausweiten
Die US-Regierung will ihr Hilfsprogramm für in Zahlungsnot geratene Eigenheimbesitzer ausweiten. Bis Jahresende soll damit die Zahl der Nutznießer auf 500 000 mehr als verdreifacht werden.
HB WASHINTON. Mit dem Programm würden Kredite von US-Bürgern versichert, die trotz grundsätzlicher Kreditwürdigkeit bei der Tilgung ihrer Hypothekendarlehen in Verzug geraten seien, sagte Präsidialamtssprecherin Dana Perino. „Das ist nicht die Wunderwaffe, die alle Probleme lösen wird. Aber es wird helfen, dass weitere Menschen in ihren Häusern bleiben können.“
Der Chef der Wohnungsbaubehörde, Brian Montgomery, erläuterte bei einer Kongress-Anhörung, dass die Vergaberichtlinien für das Programm gelockert werden sollten, um mehr Eigenheimbesitzer vor einer Zwangsvollstreckung zu bewahren. Die Banken sollten angehalten werden, einen Teil des Hypothekenkredits zu erlassen, um im Gegenzug eine Garantie für eine pünktliche Tilgung zu erhalten. „Wir wollen es ermöglichen und die Kreditgeber dazu ermutigen, freiwillig Außenstände abzuschreiben“, hieß es im Redetext für seine Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses.
Vor dem Ausschuss sprach sich auch der US-Notenbank-Gouverneur Randall Kroszner dafür aus, dass die Banken den Wert der Hypotheken abschreiben sollten. Dies sei nötig, weil die Zahl der Häuser, die weniger Wert sind als ihre Hypotheken, rasant steige. Die Summe der Zwangsvollstreckungen werde in diesem Jahr die Marke von 1,5 Millionen aus 2007 überschreiten.
Azul Real
10.04.2008, 08:50
Wirtschaft
Spaniens gefährdeter Wohlstand
Diese Daten hätten andere Länder gern auch: Seit 15 Jahren deutlich höheres Wachstum als der Durchschnitt der Europäischen Union, Jahr für Jahr neue Rekordstände in der Beschäftigung, eine beinahe reibungslose Integration von mehr als vier Millionen Immigranten in eine Bevölkerung von nunmehr 45 Millionen, schließlich regelmäßig Überschüsse des Staatshaushaltes - unter den größeren Ländern Europas weist Spanien eine besonders beeindruckende Entwicklung auf. Mit solch einer Bilanz jedenfalls müsste sich vermutlich keine Regierung der Welt Sorgen um ihre Wiederwahl machen, jedenfalls nicht, wenn wirtschaftliche Themen im Wahlkampf eine wichtige Rolle spielen.
Und doch deutet vieles darauf, dass die seit vier Jahren amtierende Sozialistische Partei (PSOE) unter ihrem Ministerpräsidenten José Luis Rodriguez Zapatero bangen muss, wenn Spanien am kommenden Sonntag ein neues Parlament wählt. Das liegt weniger am Personal: Oppositionsführer Mariano Rajoy von der konservativ-liberalen Volkspartei (PP) hat sich bisher auf ökonomischem Gebiet wenig hervorgetan. Das gilt allerdings auch für Zapatero. Deshalb konzentriert sich der Vergleich auf die wichtigsten Wirtschaftsvertreter, und da liegt die PP eher hinten: Der ehemalige Präsident des Stromversorgers Endesa, Manuel Pizarro, hat zwar im langwährenden Übernahmekampf um sein Unternehmen keine schlechte Figur abgegeben, und er steht auch für eine starke Wertsteigerung der Endesa-Aktie in diesem Zeitraum. Ein politisches Gewicht aber ist er bisher nicht, ganz im Gegensatz zu seinem Rivalen Pedro Solbes, dem ehemals höchst erfolgreichen Wirtschafts- und Währungskommissar der EU. Der amtierende Wirtschafts- und Finanzminister, der auch einer der Stellvertreter Zapateros ist, hat sich als der Garant einer stabilen Finanzpolitik erwiesen und sich einigermaßen erfolgreich den teils wenig maßvollen Ausgabewünschen einiger Kabinettskollegen entgegengestellt.
Ganz makellos ist allerdings auch Solbes' Bilanz nicht: Zum einen steht auch sein Name für eine Reihe durchsichtiger Wahlgeschenke, darunter eine Babyprämie von 2500 Euro je Neugeborenem, Miethilfen für junge Spanier oder Rentenerhöhungen, die sich auf immerhin 22 Milliarden Euro summieren. Zum anderen gelang es ihm nicht, das skandalöse Verhalten der spanischen Regierung zu verhindern, die den Übernahmeversuch des Eon-Konzerns mit allen Regeln der Kunst, aber gegen die Regeln des freien Kapitaltransfers der EU blockierte. Dies führte sogar zu einer gewissen Amtsmüdigkeit von Solbes.
Zapatero hat aber rechtzeitig erkannt, dass seine Wahlchancen ohne seinen wichtigsten Minister wesentlich geringer wären. Deshalb entmachtete er einige Wirtschaftsberater, die sich zu einer Art Neben-Wirtschaftsministerium entwickelt hatten, und umgarnte Solbes, bis dieser einer möglichen weiteren Amtszeit zustimmte.
Eigentlich sollte man jetzt annehmen, der ehemalige Endesa-Präsident Pizarro ergriffe gerade im Wahlkampf die Chance, seinem Rivalen Solbes die regelwidrige Abschottung des Stromversorgers durch die amtierende Regierung vorzuhalten. Dass dies nicht geschieht, zeigt, dass auch in Spanien ordnungspolitische Prinzipien und liberale Themen nicht gerade hoch im Kurs stehen. Vielmehr sorgen sich die Spanier zunehmend darum, ob sie sich nach 15 Jahren des Aufschwungs auf magere Jahre einstellen müssen. Diese Frage ist zu einem Kernthema des Wahlkampfs geworden. Je schwärzer sich das künftige Bild der spanischen Wirtschaft zeigt, desto stärker steigen die Chancen der Opposition. Klar beantworten lässt sich die Frage derzeit aber noch nicht. Zwar zeichnet sich ab, dass das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr sinken wird. Doch sind die Fachleute uneins, ob lediglich ein Rückgang von 3,8 auf 3,1 Prozent bevorsteht, wie die Regierung in Madrid behauptet, oder ob es einen Einbruch auf weniger als 2 Prozent geben wird. Dies befürchten vor allem angelsächsische Investmentbanken.
Ungewiss ist in erster Linie, ob der Immobilienmarkt nur vorübergehende Schwäche zeigt oder einen Absturz mit verheerenden Folgen für den Bau und den privaten Konsum vollführt. In diesem Fall brächen der spanischen Wirtschaft die beiden entscheidenden Pfeiler des langjährigen Aufschwungs weg. Pessimisten sehen für Spanien sogar eine langjährige Stagnation voraus - nach dem starken Aufschwung eine besonders schmerzvolle Erfahrung, wie das Beispiel des Nachbarn Portugal in diesem Jahrzehnt zeigt.
So weit muss es in Spanien aber nicht kommen. Schon die geographische Lage und das Klima dürften dafür sorgen, dass viele wohlhabende Nordeuropäer auch künftig lieber an den iberischen Küsten überwintern und ihr Geld ausgeben als zu Hause.
Zudem dürfte Spanien auch weiterhin Impulse durch Hunderttausende Einwanderer erhalten. Sie werden bisher relativ klug in den Arbeitsmarkt integriert. :lol:
Schließlich und vor allem: Bislang zeichnet die Spanier Dynamik, Optimismus und eine gewisse Unbekümmertheit aus.
(na wenn das mal reicht ) :roll:
Diese - aus deutscher Sicht bedenkliche wie beneidenswerte - Mentalität könnte die Wirtschaft stabilisieren und die Chancen der Regierungspartei auf einen weiteren Wahlsieg befördern.
Text: F.A.Z., 06.03.2008, Nr. 56 / Seite 11
Azul Real
10.04.2008, 19:31
ADL: ABN Amro stellt wegen Finanzkrise Hypothekenvergabe in Deutschland ein
Frankfurt (dpa-AFX)
- Die ABN-Amro-Hypotheken-Gruppe (AAHG)
stellt wegen der Finanzkrise ihr Neugeschäft in Deutschland zum 22.
April ein. Grund seien die gestiegenen Refinanzierungskosten, sagte der
geschäftsführende Direktor der Niederlassung in Deutschland, Walter Capellmann,
dem "Handelsblatt" (Freitag). "Wir hätten nie gedacht, dass uns die Krise als
großer Spieler, der seine Kredite nicht verbrieft, dennoch so trifft." Das
Unternehmen hat sich auf Immobilienkredite ohne Eigenkapital spezialisiert.
Die AAHG hatte die Kredite den Angaben zufolge in die eigenen Bücher
genommen. Das Ausfallrisiko aber hatte sie am Kapitalmarkt abgesichert. Diese
Absicherung sei so teuer geworden, dass der Kreditzins für den Kunden eigentlich
auf 8,5 oder neun Prozent hätte steigen müssen, sagte Capellmann. So führe jeder
neue Vertrag derzeit zu Verlusten. Eine Wende zeichne sich nicht ab. /gin/DP/sb
NNNN
[ABN-AMRO HLDGS NV,AABA,,880026,NL0000301109]
2008-04-10 18:16:27
2N|STD PRD|GER NED|BAN|
Azul Real
11.04.2008, 07:56
In Spanien explodieren gerade die Insolvenzen im Bau- und Immobiliensektor :profile_right:
Das wird noch sehr ugly die nächsten Jahre .. :roll:
http://www.elperiodico.com/default.asp?idpublicacio_PK=46&idioma=CAS&idnoticia_PK=499088&idseccio_PK=1009
10/4/2008 Edición Impresa EL FINAL DEL 'BOOM' INMOBILIARIO
Fuerte aumento del 147% de las insolvencias en la construcción
EL PERIÓDICO
MADRID
El sector de la construcción y la promoción inmobiliaria ha liderado la lista de procesos concursales, o antiguas insolvencias, que se han registrado en España en el primer trimestre del 2008, con un total de 119 concursos, más del 34% del total de los presentados por todo tipo de empresas. Esta cifra supone un incremento del 147% respecto de los 48 presentados en el mismo periodo del 2007, según los datos publicados en el BOE y recogidos por Euler Hermes.
Azul Real
14.04.2008, 11:56
http://www.welt.de/wams_print/article1896417/Schatten_ueber_Londons_City.html
13. April 2008, 04:00 Uhr
Schatten über Londons City
Die boomende Finanzindustrie sorgte jahrelang für ein Wirtschaftswunder in Großbritannien. Selbst die Kreditkrise schien wenig Schaden anzurichten. Nun aber kippt die Lage, das gesamte Land könnte damit vor einer Rezession stehen. Frank Stocker hat die wachsende Nervosität in London beobachtet
Bernd Berg begann in schwierigen Zeiten. Im Oktober wechselte der junge deutsche Hedgefonds-Experte zu einem Finanzinstitut in London. Und seither geht es mit der Branche bergab. Banken vermelden immer neue Verluste, Tausende von Angestellten verloren in der Branche schon ihren Job. Berg bewahrt dennoch Optimismus: "Das ist wahrscheinlich die turbulenteste Zeit an den Finanzmärkten seit Anfang der 1930er-Jahre", sagt er. Und er hat immerhin die Chance, vor Ort dabei zu sein.
So abgeklärt schauen jedoch nur die wenigsten Beteiligten in der Londoner Finanzszene auf die Krise, von der ihre Branche erfasst wurde. Viele befinden sich eher in einer Art Angststarre, wie eine Maus, vor der sich eine zähnefletschende Katze aufgebaut hat. Hinzu kommt, dass sich in der vergangenen Woche nun auch die Anzeichen verstärkt haben, dass die Finanzkrise die gesamte britische Wirtschaft in den Abgrund reißen könnte. Der Immobilienmarkt bricht zusammen, das britische Pfund verliert an Wert, Ökonomen sehen erstmals Anzeichen für eine Rezession. Das rund 15 Jahre währende britische Wirtschaftswunder steht vor einem abrupten Ende.
Bernd Bergs Arbeitsplatz liegt mitten im Stadtteil Mayfair, der sich ans östliche Ende des Hydeparks anschließt. Die Postleitzahlen beginnen hier alle mit W1 - W wie Wohlstand. Denn in Mayfair residieren all die Investmentgesellschaften und Hedgefonds, deren unglaubliche Renditen in den vergangenen Jahren ganz erheblich zum Aufschwung Londons beitrugen. Hier kaufte man sich in der Mittagspause schon mal auf die Schnelle ein neues Auto beim Porsche-Händler, der mitten im Stadtviertel seine Karossen präsentiert. Mit seinen mondänen Villen und der ruhigen Atmosphäre wirkt der Stadtteil wie eine abgeschottete Oase im quirligen London.
Doch seit einigen Monaten sind die einst so siegesgewissen Geldvermehrer hier etwas zurückhaltender geworden. "Ungefähr seit Januar kann man das spüren", sagt Berg. Die Leute haben jetzt gemerkt: Die Party der letzten Jahre ist endgültig vorbei. Einige Banken haben seither die ersten Angestellten entlassen, jeder hat zumindest Bekannte, die es getroffen hat. Damit wurde allen klar, dass das, was bisher stets abstrakt als "Finanzkrise" beschrieben wurde, ganz konkrete Auswirkungen auf jeden Einzelnen haben wird.
Die Finanzindustrie hat in Großbritannien eine wesentlich größere Bedeutung als in Deutschland. Rund zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes werden von dieser Branche beigesteuert. In Deutschland sind es gerade mal fünf Prozent. Und während die britische Wirtschaft in den vergangenen Jahren insgesamt um knapp drei Prozent jährlich wuchs, legte die Finanzindustrie um fünf Prozent pro Jahr zu. Ein Job in der "City", wie die Londoner Bankenwelt genannt wird, galt als sicherer Weg über kurz oder lang Millionär zu werden.
"Jetzt sind die Leute in der City alle sehr nervös", sagt Simon von Oppenheim. Der Spross einer deutschen Bankiersfamilie arbeitet für Integrated Asset Management, ein Haus, das sogenannte Dachhedgefonds auflegt, also Fonds, die in einzelne Hedgefonds investieren. Sein Büro liegt natürlich ebenfalls in Mayfair, nur wenige Straßen von Bernd Berg entfernt. "In den vergangenen Jahren war es sehr leicht, neue Einzel-Hedgefonds aufzumachen", sagt von Oppenheim. Alle hielten diese Anlagevehikel, die ohne große Regulierung und mit riesigen Kreditlinien auf alles spekulieren können, was ertragreich schien, für das Nonplusultra. "Überspitzt gesagt konnte damals ein 24-jähriger Universitätsabsolvent seinen eigenen Fonds aufmachen und in kurzer Zeit ein paar Millionen an Anlegergeld einsammeln."
Doch diese Zeiten sind vorbei. Vor allem viele kleinere Fonds mit einem verwalteten Volumen unter einer Milliarde US-Dollar tun sich schwer. Die Banken haben die Kreditlinien gekürzt, und ängstliche Anleger ziehen ihr Geld ab. Diverse Fonds mussten schon schließen. "Aber das ist kein Drama", sagt von Oppenheim. "Das gehört eben zum Wirtschaftskreislauf."
Das mag sein. Doch ein Drama könnte aus der derzeitigen Krise werden, wenn die Verwerfungen in der Finanzindustrie auf die übrige Wirtschaft übergreifen. In den USA ist dies bereits geschehen. Doch die Briten glaubten lange Zeit, sie seien davor gefeit, da hier die Wirtschaft stabiler sei als jenseits des Atlantiks. Doch spätestens seit der vergangenen Woche sind sie sich darin nicht mehr so sicher.
"Wenn Sie mich vor sechs Wochen gefragt hätten, ob Großbritannien in eine Rezession abgleiten könnte, dann hätte ich gelacht", sagt Tony Dolphin, Chef-Ökonom der Anlagegesellschaft Henderson Global Investors. "Jetzt halte ich das jedoch für eine realistische Möglichkeit." Dolphin sitzt nicht in Mayfair, sondern auf der anderen Seite des Stadtzentrums, am Rande des traditionellen Finanzbezirks und etwas näher am Empfinden des durchschnittlichen Briten.
Und dieser musste in den vergangenen Tagen einige schlechte Nachrichten verdauen. Am Montag gab die Abbey-Bank bekannt, dass sie ab sofort keine 100-Prozent-Finanzierungen für Immobilienkäufe mehr anbietet. Das klingt für deutsche Ohren undramatisch, die volle Kreditfinanzierung einer Wohnung oder eines Hauses ist hierzulande, abgesehen von einigen Angeboten ausländischer Banken, unüblich. In Großbritannien war diese Art der Finanzierung jedoch gang und gäbe. Vor einem Jahr gab es noch 158 entsprechende Kreditangebote von Banken. Mit Abbey wurde nun das letzte vom Markt genommen.
Vor allem junge Menschen, die erstmals eine Wohnung kauften, machten von diesen Kreditangeboten Gebrauch. Sie und die Banken vertrauten darauf, dass der Wert der Immobilien ohnehin stetig steigt. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Preise im Schnitt verdoppelt, in guten Lagen sogar verdrei- oder vervierfacht. Wenn nun die Vollfinanzierung eines Wohnungskaufes nicht mehr möglich ist, so wird der Kreis potenzieller Käufer kleiner. Damit sinkt die Nachfrage am Immobilienmarkt, und das bringt die Preise unter Druck. Und dies ist bereits sichtbar. Am Dienstag verkündeten die Zeitungen in riesigen Lettern: "Hauspreise stürzen ab!" Im März gab der Wert der privaten Immobilien im Durchschnitt um 2,5 Prozent gegenüber dem Vormonat nach. Solch einen Einbruch gab es seit der letzten Immobilienkrise auf der Insel im Jahr 1991 nicht mehr.
"Die Kreditkrise kommt damit bei den normalen Haushalten an", sagt Dolphin. Denn die Briten haben nicht nur ihre Häuser auf Pump gekauft. Sie haben auch eifrig ihre Lebenshaltungskosten auf Kredit finanziert. Die entsprechenden Kreditlinien hingen wiederum vom Wert ihrer Häuser ab. Wenn deren Preis nun sinkt, bleibt den Menschen damit auch weniger Geld für den Konsum. Die Kreditkartenunternehmen haben folglich in den vergangenen sechs Monaten bereits die Kreditlinien von rund zwei Millionen Briten gekürzt.
Und die Immobilienpreise könnten noch weiter fallen. Einige Analysten rechnen schon mit einem Einbruch von 25 Prozent. "Ich halte das auch für möglich", sagt Dolphin. "Wenn das passiert, dann wird Großbritannien allerdings sicher in eine Rezession abgleiten."
Doch selbst wenn es nicht so weit kommt: Das Wirtschaftswunder der vergangenen Jahre, getrieben von einer boomenden Finanzindustrie, dürfte bis auf Weiteres zu Ende sein. "Die Finanzindustrie fragt sich derzeit, wie stark sie ihr Geschäftsmodell verändern muss und wie ein neues Modell aussehen könnte", sagt Dolphin. Denn der exzessive Handel mit Krediten, der so viel Gewinn abwarf, ist zum Erliegen gekommen und dürfte auch nicht wieder belebbar sein, zumindest nicht in der alten Form. "Der Finanzsektor in London könnte in den kommenden Jahren durchaus schrumpfen", glaubt Dolphin.
Bernd Berg bleibt dennoch optimistisch. "Ich glaube, dass 2009 an den Finanzmärkten wieder besser wird und es dann wieder aufwärts geht." Auch das gehört eben zur Londoner City: Jammern ist verpönt.
Azul Real
14.04.2008, 13:45
MILAN, April 14 (Reuters) -
Italy´s Pirelli & C Real Estate has moved back presentation of its three-year business plan to the second half of 2008 because of market turbulence, executives told the shareholder meeting on Monday.
Chief Executive Carlo Puri Neri said turmoil stemming from the financial markets´ crisis made forecasting difficult. Release of the 2008-2010 plan had been scheduled for May 8.
Shares in Pirelli RE fell after the announcement.
They were off 4.19 percent at 22.88 euros at 1113 GMT.
"We´re working on the three-year plan, but we are also trying to understand how the crisis is turning out. We will present it in the second half of the year," he told shareholders.
Chairman Marco Tronchetti Provera said of the delay, "This is an indication of (the company´s) seriousness."
When presenting 2007 results last month, Pirelli RE had forecast operating results for 2008 in line with last year´s.
Pirelli RE is about 55 percent owned by industrial group Pirelli & C . (Reporting by Claudia Cristoferi; Editing by David Cowell)
Azul Real
15.04.2008, 10:49
London
Der Immobilienmarkt in Großbritannien hat sich im März 2008 deutlich abgekühlt.
Wie am Dienstag bekannt gegeben wurde, hat sich der britische RICS-Immobilienpreissaldo auf -78,5 Prozent reduziert, während Volkswirte nur mit einem Rückgang auf -67,0 Prozent gerechnet hatten. Für Februar war ein Minus von 64,1 Prozent ausgewiesen worden. (15.04.2008/ac/n/m)
aua :geek:
Die Party ist over
Azul Real
15.04.2008, 13:57
MADRID, April 15 (Reuters) - Spain and Spanish banks are in a good position to face a slowdown in the economy, central bank Governor Miguel Angel Fernandez Ordonez said on Tuesday but he warned the new government should not overspend in the downturn.
Ordonez said Spanish exports were holding up despite the strong euro and there was still mid-term demand for housing which would attenuate a sharp slowdown in sales that has pushed several companies into administration in the last weeks.
"I have confidence in the resources the Spanish economy has to face the inevitable phase of deceleration, even in an unfavourable external environment," Ordonez told a banking conference.
Ordonez reiterated that Spanish banks were in a solid position to face a period of slower growth and said that while people should be "moderately worried" about an expected rise in loan defaults, the outlook was not all gloom and doom.
"When we consider the housing slowdown that is taking place and which is inevitable after a long phase of growing supply, we shouldn´t lose sight of the fact that there is strong support from housing demand in the mid-term," Ordonez said.
He added that banks had a cushion to protect them in a housing crisis -- even one as bad as the one Spain suffered in the early 1990s -- thanks to high provisions and funds.
As fewer people have take out loans and the interbank lending market has tightened in the wake of the subprime crisis, Spanish banks have been funding themselves more with client deposits, commercial paper and European Central Bank liquidity.
Some media have highlighted Spanish banks´ dependence on the ECB lending facilities, which Ordonez played down.
"The use of this measure is still moderate as you can see from the fact that liquidity used by Spanish groups as a percentage of the total barely matches the weight of our economy in the eurozone," he said.
He added that ECB lending made up 1.3 percent of Spanish banks´ balances and that the Bank of Spain was encouraging them to issue more medium-term debt while the ECB would keep injecting liquidity to keep markets functioning properly.
Ordonez warned the newly re-elected Socialist government not to overspend its way out of a period of slower growth and to work with unions and employers to rein back wage rises.
He also warned Madrid not to be protectionist but to remain open to competition and foreign investment. He later said he was not referring to any specific situations in the market.
The European Commission took Madrid to court for the way it dealt with foreign takeover bids for utility Endesa . There is speculation that several possible foreign takeover bids may come in for Spanish companies in the next legislature.
(Editing by Gerrard Raven)
Azul Real
15.04.2008, 14:14
MP Milbradt Rücktritt
persönliche Verwicklungen in der SachsenLB
http://www.spiegel.de/video/video-29362.html
Azul Real
15.04.2008, 18:30
Kreditkrise lässt britische Immobilienpreise einbrechen
Die Krise auf dem britische Immobilienmarkt verschärft sich: Im März sind die Häuserpreise überraschend stark eingebrochen. Nun breiten sich die Probleme auch auf andere Wirtschaftsbereiche aus.
Gedrückt von steigenden Hypothekenzinsen und mangelndem Konsumentenvertrauen fiel der Häuserpreisindex mit minus 78,5 Punkten auf den niedrigsten Stand seiner 30-jährigen Geschichte. Das ging aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen der Vereinigung der Bauwirtschaftsgutachter (Royal Institute of Chartered Surveyors) hervor. Experten hatten dagegen mit einer leichten Erholung des Index auf minus 67,5 von zuletzt minus 67,7 Punkten gerechnet. Das britische Pfund fiel nach der Veröffentlichung der schwachen Daten auf ein Rekordtief von 1,24 Euro.
Der Preisverfall auf dem britischen Immobilienmarkt sei direkt auf den Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten zurückzuführen, sagte ein Sprecher des Gutachterverbands. Viele Banken haben die Vergabe von Hypotheken drastisch eingeschränkt. "Die Stimmung ist sehr schlecht und wird auch so bleiben, solange dieser einzigartige Liquiditätsmangel die britische Wirtschaft belastet."
Da viele Briten Hausbesitzer sind, leidet ein großer Teil der Bevölkerung unter den steigenden Hypothekenzinsen und den fallenden Häuserpreisen. Die britischen Einzelhandelsverkäufe gingen im März erstmals seit zwei Jahren zurück - ein klares Zeichen dafür, dass die Kreditkrise langsam auch die Verbraucher zu spüren bekommen. "Die Daten zeigen deutlich, dass die Konsumenten angesichts des Gegenwinds mit Ausgaben immer mehr zögern", erläuterte Howard Archer vom Analyseinstitut Global Insight.
Die Briten müssen höhere Zinsen für Hypotheken oder Konsumentenkredite bezahlen, obwohl die Bank of England die Leitzinsen schon mehrmals gesenkt hat. Beim Konsumenten kommen die Zinssenkungen bisher nicht an, denn die Sätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen, sind weiter hoch. Experten rechnen daher schon bald mit weiteren Zinssenkungen in Großbritannien.
reuters, 15:14 Uhr
© 2008 Financial Times Deutschland, © Illustration: Bloomberg
Azul Real
15.04.2008, 18:43
Euro/Pfund
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=30y&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&¤cy=&lSyms=DGBPEUR.TGT&lColors=0x000000&sSym=DGBPEUR.TGT&hcmask=
Azul Real
16.04.2008, 12:49
Wacker völlig durchgeknallt
nach Dividendenvorschlag am 10.04. runtergtasert bis auf unterirdische 11,36
heute erneut Bruch der 13 Euro-Marke. aktuell 13,00 +4,42% TH 13,28
http://www.ariva.de/chart/images/bigchart.m?ind_gd100=ON&zeitraum=4&clean_bezug=0&typ=3&skalierung=log&clean_split=1&ind_volume=1&boerse_id=6&clean_payout=0&ind_gd38=ON&secu=951589&host=w15.rzki.ariva.de
http://www.ariva.de/chart/images/bigchart.m?ind_gd100=ON&zeitraum=5&clean_bezug=0&typ=3&skalierung=log&clean_split=0&ind_volume=1&boerse_id=6&clean_payout=0&ind_gd38=ON&secu=951589&host=w16.rzki.ariva.de
ADL: DGAP-Adhoc: Wacker Construction Equipment AG (deutsch)
Wacker Construction Equipment AG: Gewinnverwendungsvorschlag
Wacker Construction Equipment AG / Dividende
10.04.2008
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die
DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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(München, 10. April 2008)
Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2007 der Wacker Construction
Equipment AG in Höhe von 99.528.329,74 Euro soll eine Dividende in Höhe von
insgesamt 35.070.000,00 Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden.
Der Jahresüberschuss der Wacker Construction Equipment AG betrug im
abgelaufenen Geschäftsjahr 62.836.916,52 Euro. Da die Wacker Construction
Equipment AG im Rahmen des Zusammenschlusses mit der Neuson Kramer
Baumaschinen AG sämtliche eigenen Aktien veräußert hat und infolgedessen
die Rücklage für eigene Anteile zwingend aufzulösen war, beträgt der
Bilanzgewinn 99.528.329,74 Euro.
Vorstand und Aufsichtsrat der Wacker Construction Equipment AG haben
beschlossen, der Hauptversammlung im Hinblick auf die Verwendung des
Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2007 folgenden Beschlussvorschlag zu
unterbreiten: Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2007 in Höhe von
99.528.329,74 Euro soll zur Ausschüttung einer Dividende von 0,27 Euro
zuzüglich eines Bonus von 0,23 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie
verwendet werden, insgesamt somit 0,50 Euro je dividenberechtigter
Stückaktie. In die Gewinnrücklage wird ein Betrag in Höhe von 64.458.329,74
Euro eingestellt. Unter Zugrundelegung dieses
Ausschüttungsvorschlags entfällt auf das dividendenberechtigte Grundkapital
von 70.140.000,00 Euro eine Dividendensumme einschließlich Boni von
35.070.000,00 Euro (Vorjahr: 0,62 Euro, bezogen auf 39,15 Mio.
dividendenberechtigte Stückaktien; Dividendensumme insgesamt 24.273 Mio.
Euro und Zuführung zu anderen Gewinnrücklagen 949.441,91 Euro).
Wacker Construction Equipment AG
Imre Szerdahelyi
Leiter Unternehmenskommunikation
Preußenstr. 41
80809 München
Tel. + 49 - (0)89 - 354 02 - 251
E-Mail: ir@eu.wackergroup.com
Internet: www.wackerneuson.com
10.04.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die
DGAP
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Sprache: Deutsch
Emittent: Wacker Construction Equipment AG
Preußenstr. 41
80809 München
Deutschland
Telefon: +49 - (0)89 - 354 02 - 0
Fax: +49 - (0)89 - 354 02 - 390
E-Mail: info@eu.wackergroup.com
Internet: www.wackergroup.com
ISIN: DE000WACK012
WKN: WACK01
Ende der Mitteilung DGAP News-Service
---------------------------------------------------------------------------
NNNN
[WACKER CONSTRUCTION EQUIPMENT AG,WAC,,,DE000WACK012]
2008-04-10 08:33:33
2N|AHO DGA|GER|ENG|
Azul Real
16.04.2008, 14:25
manager-magazin.de, 16. April 2008, 07:18 Uhr
http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,547406,00.html
ABS-FONDS
Einfach weggeschlossen
Von Karsten Stumm
Tausende ABS-Fonds-Anleger hoffen, endlich wieder an ihr Geld zu kommen. Doch Investmenthäuser halten die Fondsanteile beharrlich unter Verschluss, weil die in den Fonds enthaltenen Werte wegen der Kreditkrise nahezu unverkäuflich geworden sind. Jetzt verlieren die ersten Anleger die Geduld - und fordern ihr Geld zurück.
Düsseldorf - Sigmar Franke (Name von der Redaktion geändert) kommt nicht mehr an sein Geld. Seine Bank hat es, und die gibt es nicht mehr her - seit einem halben Jahr. Wegen der Kreditkrise. Damals, im August vergangenen Jahres, hatte seine Fondsgesellschaft das Geld ihrer Anleger eingefroren, das sie in Fonds für Kreditpapiere investiert hatten. Angeblich nur für ein paar Wochen, bis die Misere an den Finanzmärkten vorbei sei.
Doch jetzt, sechs Monate später, will der Trubel noch immer nicht enden. Und die Fondsgesellschaft weiß selbst nicht mehr so genau, wie es weitergehen soll. "Wir sind ein wenig hilflos", sagt ein Fondsmanager im kleinen Kreis. Er sagt das mit entwaffnender Offenheit.
Anleger Franke ist ein gestandener Mann, Mitte 50. Er hat in seinem Leben schon viel erlebt, nichts schmeißt ihn so leicht aus der Bahn. Doch langsam verliert er die Geduld mit den Bankern. "Niemand hat mich vor Monaten gefragt, ob ich die Schließung des Fonds überhaupt will. Dennoch muss ich jetzt für diese einsame Entscheidung der Banker geradestehen, und zwar mit meinem Geld", sagt Franke.
Er hat sich einen Anwalt genommen. Mehr kann er nicht tun. Die Juristen sind die einzigen, die er in den Kampf gegen die Kreditkrise schicken kann. Es ist ein unsicherer, schemenhafter Kampf: halb offene Paragrafen gegen flüchtige Dollar. Wie Franke geht es derzeit Tausenden Anlegern in Deutschland.
Sie alle hatten vor Jahren einen Teil ihres Gelds in Fonds für sogenannte Asset Backed Securities (ABS) investiert. Wertpapiere also, deren Rendite beispielsweise direkt durch Zinszahlungen von Hypothekenkunden oder Autokäufern gedeckt werden soll. Das lief lange Zeit prima, und die Fonds wurden Anlegern vielfach als die ertragreichere Alternative etwa zu Festgeldkonten angeboten; noch heute preisen sie manche Investmenthäuser als Fonds mit geringem Risiko an.
Doch seitdem die Welt in die Kreditkrise geschlittert ist, trauen die Anleger den Hypothekenzahlern nicht mehr - und deshalb will auch niemand mehr die Asset Backed Securities haben, in denen die Hypothekenverbriefungen trickreich zu Bündeln zusammengeschnürt worden sind. "Der Markt für solche Pakete ist eingebrochen, zeitweise sogar nahezu zusammengebrochen", sagt Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank.
Kein Ausweg in Sicht
Deshalb haben Fondsgesellschaften wie Frankfurt Trust (FT ABS Plus), HSBC Trinkaus (HSBC Trinkaus ABS), Sal. Oppenheim (Oppenheim ABS) und WestLB Mellon (Compass Fund ABS Fund) zu einer radikalen Lösung gegriffen: Sie machten die betroffenen Fonds einfach dicht, und das erlaubt ihnen Paragraf 37 des Investmentgesetzes auch vorübergehend. Nur so glaubten die Finanzexperten verhindern zu können, dass massenhafte Verkaufsorders der eigenen Kunden die Preise für ABS-Papiere weiter auf Talfahrt schicken würden - und so mitten im Abwärtssog aus Amerika eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang käme.
Doch die Banker haben sich in einem wichtigen Punkt verkalkuliert: Die Abwärtsspirale kam auch ohne die Verkäufe ihrer Fondsanleger in Gang. Mittlerweile sind kaum noch echte Kurse für diese Wertpapiere feststellbar, weil sie niemand mehr kaufen möchte. "Seitdem der Fonds geschlossen ist, mussten wir Wertverluste von ungefähr 17 Prozent im Fonds hinnehmen", sagt Thomas Kalich, Sprecher von Frankfurt Trust. Und jetzt ist die Situation schlimmer als zuvor.
Wäre die Rücknahme der Fondsanteile nicht ausgesetzt, könnten Tausende deutsche Sparer wenigstens entscheiden, wann sie die Abwärtsraserei nicht mehr mitmachen und bei einem bestimmten Verlust die Notbremse ziehen wollen. "So aber muss ich mitansehen, wie der Wert meiner Einlagen sinkt und sinkt, ohne dass ich den Verlusten durch Verkauf ein Ende setzen könnte", sagt Anleger Franke.
Tatsächlich ist kein Ausweg aus dieser Zwangslage in Sicht. "Der Gesetzgeber hat nicht bestimmt, wann solche Wertpapierfonds wieder geöffnet werden müssen", sagt Jochen Kindermann, Experte der internationalen Sozietät Simmons & Simmons in Frankfurt am Main; sie berät nicht selten selbst Finanzanbieter in Rechtsfragen. "Schon eine solche Marktstörung, die eine vorübergehende Schließung der Fonds erforderlich machen könnte, wurde vom Gesetzgeber wahrscheinlich eher als theoretischer Fall angesehen. Dass aber ein Markt dauerhaft zusammenbricht, konnte sich wohl niemand vorstellen. Und deshalb gibt es wohl auch keine Schlussbestimmungen für solch einen Fall."
Genau dieser Fall ist jetzt aber eingetreten. Der Markt für forderungsbesicherte Wertpapiere wie ABS oder sogenannte Collateralized Debt Obligations (CDOs) kommt auch in dieser Woche nicht auf die Beine, wie schon seit einem halben Jahr. Im Gegenteil: "Möglicherweise haben die Banken noch mehr Müll in ihren Büchern", sagt Willem Buiter, Professor an der London School of Economics. Papiere also, für die Kreditnehmer nicht mehr pünktlich zahlen können. "Und bleiben die Umstände, wie sie sind, dürften die Fonds auch weiterhin eingefroren bleiben", sagt Simmons-&-Simmons-Experte Kindermann.
Zu lange gewartet
Ob Frankes Anwälte daran vor Gericht etwas ändern können, bleibt ungewiss. Wollten sie die Investmenthäuser zwingen, die Fonds wieder zu öffnen, müssen sie wohl nahezu Unmögliches nachweisen: Sie müssten zeigen, dass die ungeliebten ABS-Papiere derzeit sehr wohl zu verkaufen sind - und zwar zu einem akzeptablen Preis.
Das aber dürfte nach Meinung selbst der Aufsichtsbehörden wie Bundesbank oder Bundesfinanzministerium schwierig werden. Kaum ein Anleger könne überhaupt wissen, welche einzelnen Papiere mit welchen Verkaufsbestimmungen in den Tresoren seiner Fondsgesellschaft vor sich hingammeln. Einfacher wäre es da wohl, die Fondsgesellschaften davon zu überzeugen, die Anleger selbst ihre Anteile verkaufen zu lassen. Die Axa-Versicherung immerhin ist auf so einen Deal für zwei ihrer ABS-Fonds eingegangen. Viele andere Banker wollen davon aber bisher nichts wissen.
"Die Situation ist heute sicher unbefriedigend. Doch die vorübergehende Schließung wurde damals aus Schutz der Investoren vorgenommen, vor allem der verbliebenen Anleger der Fonds", sagt Andreas Fink, Sprecher des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI), dem Lobbyverband der Fondsindustrie.
In der Vergangenheit war so eine vorübergehende Schließung auch tatsächlich ein gutes Mittel. In den Turbulenzen, in die Ende 2005 einige offene Immobilienfonds geraten waren, hat deren kurzfristige Schließung den Anlegern geholfen. Das gelang damals beispielsweise der DWS, der Fondstochter der Deutschen Bank Chart zeigen. Die hatte ihren Grundbesitz-Invest-Fonds nach nur zwei Wochen wieder aufgemacht und die Anteile der Anleger hatten nach dieser Zwangspause kaum an Wert verloren.
"Allerdings strahlte die Krise damals auch nicht auf andere, eigentlich unbeteiligte Anlageklassen aus, wie es derzeit der Fall ist", sagt BVI-Sprecher Fink. Zudem ließ der Gesetzgeber den Managern der Immobilienfonds damals auch deutlich weniger Spielraum, wann sie ihren Fonds wieder öffnen müssten. "Immobilienfonds müssen nach einer vorübergehenden Schließung aufgrund außergewöhnlicher Marktumstände spätestens nach zwei Jahren wieder aufgemacht werden", weiß Simmons-&-Simmons-Experte Kindermann.
Würde so eine Regelung auch für Wertpapierfonds existieren, hätten ABS-Fondsmanager möglicherweise mehr Ehrgeiz entwickelt, ihre derzeit verschmähten Wertpapiere doch abzustoßen. So, wie es etwa die Manager des Parvest Dynamic ABS-Fonds der französischen Bank BNP Paribas geschafft haben. Fonds-Kursverluste von etwa 15 Prozent waren zwar die Folge.
Doch die BNP-Paribas-Fondskunden kommen, nach einer kurzen Ruhephase, schon seit dem 24. August 2007 wieder an ihr Geld. "Und damit können sie selbst entscheiden, wie viel Verlust ihr Portemonnaie verkraftet", sagt Klaus Nieding, der Anleger Franke als Anwalt