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Azul Real
20.08.2006, 14:09
Trendwende am Markt für US-Häuser
Aus der Immobilienblase in Amerika entweicht die Luft

Ein gutes halbes Jahr ist es her, da herrschte unter amerikanischen Hausbesitzern noch Goldgräberstimmung. Tausende Familien überall im Land verkauften ihre Eigenheime, um von steigenden Preisen zu profitieren. Kleinanleger organisierten sich in Spekulanten-Clubs und prahlten in Internetforen mit ihren Erfolgsgeschichten: "Ich habe eine Wohnung für 100 000 Dollar gekauft und nur drei Wochen später für 150 000 Dollar weiterverkauft", schrieb ein Rich Lohman aus Michigan auf der Seite www.reiclubs.com. Die Buchläden standen voll mit Titeln wie "Warum Immobilien noch zehn Jahre im Preis steigen werden".

Nun sind die Bücher aus den Regalen verschwunden. Es scheint, als sei eingetreten, wovor Ökonomen schon länger warnen: Aus dem US-Immobilienmarkt entweicht die Luft, die Preise fallen. Betroffen sind vor allem Eigenheime, deren Quadratmeterpreis in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt um 50 Prozent geklettert war. Nun sind Häuser wieder günstiger zu haben. Auch die Zahl der Baubeginne sinkt. Weniger Investoren rechnen also mit Preisanstiegen.


Und auch der Handel mit bereits fertigen Häusern verlangsamt sich spürbar. Laut einer Mitte der Woche veröffentlichten Statistik des US-Bundesverbandes der Immobilienhändler sind im zweiten Quartal 2006 nur 6,7 Mio. Eigenheime verkauft worden. Das waren sieben Prozent weniger als im Vorjahresquartal und somit ein historisches Tief. "Das ist verrückt", kommentiert Immobilienmaklerin Phyllis Haber, die an den Stränden der New Yorker Halbinsel Long Island Häuser verkauft, "es ist, als hätte jemand einen Zauberstab geschwungen und plötzlich den gesamten Markt zum Erliegen gebracht."

Die Region um New York steht noch vergleichsweise gut da. Hier ging die Zahl der Hausverkäufe nur um 4,8 Prozent zurück, in Kalifornien waren es 27 Prozent. Die Investmentbank Goldman Sachs warnte vor einem "sich abkühlenden Immobilienmarkt, der das US-Wachstum gefährdet". Kei Matuda, Chefvolkswirt der Union Bank of California, sagte, die US-Immobilienbranche sei ihrem eigenen Erfolg zum Opfer gefallen: "Zuletzt gab es phänomenal hohe Preise."

Grund für das Auf und Ab sind die hohen Kreditanteile, mit denen Amerikaner Häuser kaufen. 90 Prozent Fremdkapital sind normal. In den vergangenen 18 Monaten sind jedoch mit dem gestiegenen Zinsniveau auch die Zinsen für Kredite mit 30-jähriger Laufzeit von fünf auf 6,5 Prozent gestiegen, sodass sich viele Interessenten die Häuser nicht mehr leisten können.

Die deutschen Anleger bekommen vom kalten Luftzug aus den USA allerdings wenig zu spüren. Denn die gängigste Anlageform für Privatanleger, offene Immobilienfonds, enthalten in der Regel keine Investitionen in US-Eigenheime. "Die deutschen Fonds sind meist in Gewerbeimmobilien investiert", sagt Thomas Beyerle von der Deutschen Gesellschaft für Immobilienfonds (Degi). Ohnehin seien die Fonds stärker diversifiziert als noch vor zehn Jahren - somit fielen Marktschwankungen in den USA nicht sehr stark ins Gewicht.

In Zukunft könnten sich solche Schwankungen allerdings stärker auf deutsche Anleger auswirken. Und zwar dann, wenn nächstes Jahr Real Estate Investment Trusts (Reits) nach US-Vorbild eingeführt werden. "Im Gegensatz zu Fonds orientieren sich die Preise der Reits nicht nur am Wert der enthaltenen Immobilien, sondern spiegeln wie Aktien auch die Erwartungen über die Entwicklung der kommenden Monate wider", sagt Beyerle.

Artikel erschienen am 20. August 2006

Azul Real
20.08.2006, 14:10
Solide Immobilienaktien gehören ins Depot

Das Interesse ausländischer Investoren am deutschen Markt für Bürogebäude und Wohnungen hat in den vergangenen Jahren auch den Dividendenpapieren aus der Branche zu einem starken Anstieg verholfen.

Der Aufschwung lockt weitere Aspiranten an die Börse und dürfte zusätzliches Kapital anziehen.


Gute Ideen erfordern manchmal ausgefallene Wege. Zum Beispiel nach unten, tief unter die Erdoberfläche. Dort, in oder besser unter Ostfriesland, liegen die Kavernen genannten Erdhöhlen, deren Volumen der Immobilienspezialist IVG an Öl- und Gaskonzerne vermietet. Diese wiederum nutzen die ungewöhnlichen Lagermöglichkeiten, um auftretende Versorgungsspitzen abzufedern.

Es bedarf längst nicht mehr solch spektakulärer Geschäftsfelder, um auch Anleger für die lange Zeit als Langweiler verschrienen Immobilienaktien zu begeistern. Seit dem Börsentief im Frühjahr 2003 zählen die Anteilsscheine vieler deutscher Unternehmen, die sich mit Grund und Boden beschäftigen, zu den Gewinnern am Aktienmarkt.

Da nimmt sich die Entwicklung der bedeutendsten deutschen Immobilienaktie IVG fast noch bescheiden aus: Das Papier hat sich seither vervierfacht, dabei sogar die Börsenturbulenzen aus dem Frühsommer gut wieder weggesteckt.

Noch weit besser lief es für Aktionäre von Vivacon oder Colonia Real Estate. Die beiden Kölner Unternehmen konnten ihren Wert zwischenzeitlich jeweils rund vervierzigfachen :roll: , litten allerdings nach dem rasanten jahrelangen Anstieg auch stärker unter der jüngsten Abkühlung am Aktienmarkt.

"Immobilienaktien sind zurzeit ein heißes Thema", sagt Helmut Knepel, Direktor des Researchhauses Feri Finance. "Auf dem aktuellen Bewertungsniveau sind vielfach sehr hohe Erwartungen in den Kursen eingepreist", warnt er allerdings auch. Hauptgrund dafür ist vor allem die Fantasie, die sich offenbar aus Sicht vieler Anleger aus der Diskussion um die Einführung steuerbegünstigter Immobiliengesellschaften (Reits) am deutschen Markt speist

Auch fundamentale Erkenntnisse beförderten den Aufschwung in der Betongold-Branche. "Die Nachfrage ausländischer Investoren nach deutschem Büroraum wie auch nach größeren Wohnungspaketen ist ungebrochen", sagt Fabian Klein, Head of Investment bei der Immobilien-Beratungsgesellschaft CB Richard Ellis.

Schon seit Jahren kaufen sich Private-Equity-Firmen wie Carlyle, Cerberus, Fortress oder die Deutsche Annington auf dem deutschen Markt ein. Der wegen des hohen Fremdkapitalanteils bei der Finanzierung eher negative Einfluss steigender Zinsen wirke zwar dämpfend, so Klein. "Im langfristigen Vergleich ist das Zinsniveau aber weiter niedrig, die Rechnung der Investoren geht immer noch auf."

Ein Übriges tut die anziehende Konjunktur. "Die Leerstände bei Gewerbeimmobilien scheinen einen Boden gefunden zu haben, in Top-Lagen ziehen die Mieten sogar schon wieder an", sagt Kai-Malte Klose, Immobilien-Analyst bei Sal. Oppenheim. Die Renditen in guten deutschen Lagen überträfen mit bis zu 5,5 Prozent den europäischen Durchschnitt und zögen damit weiteres internationales Kapital an.

Der Aufschwung hat auch bei Börsengängen zu einer Sonderkonjunktur geführt. "Neben Solar- und Nanotechnologieaktien ließen sich im bisherigen Jahresverlauf vor allem Unternehmen aus der Immobilienbranche gut an der deutschen Börse platzieren", sagt Florian Weber, Vorstand der auf Neuemissionen spezialisierten DKM-Wertpapierhandelsbank. So notiert etwa Patrizia Immobilien als einer der wenigen Börsenneulinge des laufenden Jahres noch oberhalb des Ausgabepreises.

Das ermutigt auch andere Unternehmen zum Gang auf das Parkett. Möglicherweise schon im kommenden Monat wird die Corpus Immobiliengruppe (die sind richtig fett :wink: ) einen IPO (Initial Public Offering) wagen, einen Monat später will Finanzinvestor Fortress die Immobiliengruppe Gagfah am Markt platzieren. "Gagfah könnte einer der größten Börsengänge der vergangenen Jahre in Deutschland werden", sagt Ireneus Stanislawek, Immobilien-Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Das kann der Branche nur gut tun. Bisher bringen die gelisteten Aktien des Sektors eine Marktkapitalisierung von unter zwölf Milliarden Euro auf die Waage, wovon die IVG allein knapp ein Viertel ausmacht. Zum Vergleich: Die größte britische Immobilienaktie Land Securities hat einen Börsenwert von umgerechnet 13,6 Milliarden Euro.

Die meisten Experten erwarten, dass die mögliche Einführung von Reits in Deutschland zusätzliches Anlagevolumen in den Markt der Immobilien-Investments pumpen wird. "Schätzungen gehen bis zu einer Größenordnung von 120 Milliarden Euro", sagt Analyst Knepel. Vor allem internationale Pensionsfonds und andere Investoren wenden sich auf der Suche nach renditeträchtigen Anlagen vermehrt dem global gesehen vermeintlich günstigen deutschen Markt für Wohnungen und Bürogebäude zu.

Die angesagten Immobilienaktien könnten auch weiterhin von für sie günstigen Umständen profitieren. Nachdem die Schwankungsbreiten an den Aktienmärkten seit dem Frühjahr aufgrund wachsender Unsicherheit deutlich angezogen haben, sehen Investoren zumindest die konservativen Aktien der Branche wie IVG oder Deutsche Euroshop als sichere Häfen für ihr Kapital. So hat die IVG-Aktie ihre im Zuge der Marktkonsolidierung erlittenen Verluste bereits wieder aufgeholt und notiert nahe ihrem Allzeithoch - der Dax hingegen hat noch gute fünf Prozent auf seinen Jahreshöchststand aus dem Mai wettzumachen.

Ein weiteres Argument für die Immobilien-Werte sind die oftmals attraktiven Dividenden, die auf Grund langfristig abgeschlossener Mietverträge mit überdurchschnittlicher Sicherheit prognostiziert werden können. So schüttete die Deutsche Euroshop, die sich auf Investments in Einkaufszentren spezialisiert hat, im Juni zwei Euro je Aktie an ihre Anteilseigner aus. Das kann für Aktionäre ein kleiner Trost sein, falls die Kursentwicklung mal nicht mehr so erfreulich verläuft wie zwischen März 2003 und dem Mai dieses Jahres.

Artikel erschienen am 20. August 2006




Drei konservative Immobilienaktien im Analystencheck

IVG

-Die IVG, einzige deutsche Immobilienaktie mit internationalem Format, ist im M-Dax gelistet. Auf eine Einführung von Reits ist das Unternehmen vorbereitet: Die Tochter Stodiek ist fit für eine Umwandlung in das neue Instrument. Mehr als "halten" billigt Roland Könen vom Bankhaus Lampe der Aktie, die nahe dem Allzeithoch notiert, zwar nicht zu. Dennoch hält er die IVG für das Standardinvestment des Sektors.

Deutsche Euroshop

-Die Deutsche Euroshop wird an der Börse etwa mit einer Milliarde Euro bewertet und ist wie IVG im M-Dax notiert. Die Euroshop investiert ausschließlich in Shoppingcenter in Toplagen. Vom anspringenden Konsum in Deutschland könnte die Euroshop besonders profitieren. Die Aktie ist auch für Dividendenliebhaber einen Blick wert. Ireneus Stanislawek von HSBC Trinkaus & Burkhardt bewertet die Aktie "neutral".

Deutsche Wohnen

-Die Deutsche Wohnen wurde aus der Deutsche-Bank-Gruppe ausgegliedert. Die Immobiliengesellschaft verwaltet einen Wohnungseigenbestand von rund 21 000 Einheiten, der kontinuierlich ausgebaut werden soll. In einer Ersteinschätzung bewertet Merrill Lynch die Aktie mit "neutral". Negativ beurteilen die Analysten die zu erwartende Konkurrenz durch angekündigte Börsengänge im Immobiliensektor.

Artikel erschienen am 20. August 2006

Azul Real
22.08.2006, 11:22
Dienstag, 22. August 2006

Wert in zehn Jahren verdoppelt

Bauland wird immer teurer
Bauherren müssen für Bauland immer tiefer in die Tasche greifen: Im Bundesschnitt kostete jeder Quadratmeter Land im Jahr 2005 rund 115 Euro. Seit Mitte der 1990er-Jahre haben sich die Baulandpreise in Westdeutschland annähernd verdoppelt.

In den neuen Bundesländern seien sie hingegen nur um knapp ein Viertel gestiegen. Dies berichtet das Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (IfS). Allein zwischen 2002 und 2005 stiegen die Preise im Bundesschnitt um 43,8 Prozent von rund 80 auf etwa 115 Euro pro Quadratmeter.

Im westdeutschen Durchschnitt waren rund 135 Euro pro Quadratmeter zu entrichten - ein Plus von 46,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2002, als noch etwa 92 Euro zu zahlen waren. In Ostdeutschland kostete Bauland 2002 rund 50 und 2005 etwa 51 Euro pro Quadratmeter. Allerdings gab es im Osten der Republik eine Preisdelle: 2004 betrug der Quadratmeterpreis durchschnittlich nur 45 Euro, so dass es binnen Jahresfrist zu einem deutlichen Anstieg um 13,3 Prozent kam.

Die höchsten Quadratmeterpreise sind nach Angaben des Instituts in Bayern zu zahlen: durchschnittlich 235 Euro pro Quadratmeter musste der bayerische Häuslebauer 2005 berappen, nach 218 Euro im Jahr 2004. An zweiter Stelle rangiert Baden-Württemberg mit 185 Euro (2004: 175 Euro), gefolgt von Bremen mit 138 Euro (2004: 118 Euro). Am preiswertesten seien Baugrundstücke in Thüringen mit durchschnittlich 40 Euro pro Quadratmeter, Sachsen-Anhalt mit 46 Euro pro Quadratmeter und Mecklenburg-Vorpommern mit 53 Euro pro Quadratmeter.

Zwar hätte man angesichts der seit 1995 deutlich rückläufigen Neubautätigkeit sinkende Baulandpreisen erwarten müssen. Doch offensichtlich hätten die Kommunen das Bauland-Angebot künstlich verknappt, mutmaßt das IfS. Denn die Verkaufszahlen von Grundstücken seien seit Jahren rückläufig. Gegenüber 1999 wurden in Westdeutschland fast 40, in den neuen Ländern sogar über 50 Prozent weniger Baugrundstücke verkauft.

Die Preisdifferenz bei Grundstücken in den alten und in den neuen Bundesländern werde nach Ansicht des Instituts noch viele Jahre bestehen bleiben. Grund: Im Osten gebe es deutlich größere Flächenreserven.

Azul Real
22.08.2006, 20:07
Dienstag, 22. August 2006, 20:00 Uhr
Arbeitsentwurf des Finanzministeriums sieht strenge Regeln vor

Berlin fordert Börsenpflicht für Reits

Die Bundesregierung will neue steuerbegünstigte Immobilien-Aktiengesellschaften nur unter strengen Voraussetzungen in Deutschland zulassen.

Die so genannten Reits (Real Estate Investment Trusts) müssen zwingend börsennotiert sein, und ein Anteilseigner darf höchstens zehn Prozent an einem derartigen Fonds halten. Auch sollen Reits gezwungen werden, mindestens 90 Prozent ihres Gewinns an die Anleger auszuschütten.


BERLIN. Dies geht aus einem Arbeitsentwurf für das Reits-Gesetz aus dem Bundesfinanzministerium hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Es handele sich um ein "sehr vorläufiges Papier", das noch nicht in der Leitungsebene abgestimmt sei, sagte der Sprecher von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Die darin skizzierten Grundzüge könnten allerdings schnell zur Basis eines Gesetzentwurfs werden, denn Steinbrück will das Gesetz zum 1.1.2007 in Kraft treten lassen. Das größte Hindernis ist allerdings zur Zeit die SPD-Fraktion: Wenn die Parlamentarier weiter mauerten, werde das Vorhaben scheitern, hieß es im Ministerium.

Die Bundesregierung will es vor allem Konzernen erleichtern, sich von nicht betriebsnotwendigen Immobilien zu trennen. Dieses Immobilienvermögen schätzt das Ministerium auf 80 Mrd. Euro. Das so frei werdende Eigenkapital könnten die Unternehmen dann in ihr Kerngeschäft investieren.

Wenn die Konzerne Immobilien in einen Reit einbringen, müssten sie nach dem Arbeitsentwurf lediglich 20 Prozent "exit tax" zahlen. Der Reit selbst kann dann steuerfrei die Immobilien bewirtschaften. Der Reit-Aktionär müsste seine Ausschüttungen als Dividenden versteuern - "aber ohne Halbeinkünfteverfahren", heißt es in dem Entwurf, also doppelt so hoch wie die Dividenden anderer Aktiengesellschaften, die heute nur zu 50 Prozent versteuert werden müssen.

(na ja - es dauert nicht mehr lange, dann ist das Halbeinkünfteverfahren gleichfalls Geschichte durch die geplante, direkte Abschlagbesteuerung von bis zu 30% auf Spekulationsgewinne :roll: )

Reits nach dem Vorbild der USA gibt es inzwischen in 20 Staaten. Steinbrück fürchtet, dass deutsches Immobilienvermögen verstärkt an Reits etwa in Frankreich veräußert werden würden, wenn Deutschland diese Form der Immobilienfonds nicht einführt.

Auf heftigen Widerspruch in der SPD trifft vor allem Steinbrücks Absicht, Reits auch für Wohnimmobilien zuzulassen. Bei Wohn-Reits soll es möglich sein, dass zum Beispiel eine kommunale Wohnungsgesellschaft mit 25 Prozent an dem Reit beteiligt bleibt, an den sie ihre Immobilien verkauft. Dies wäre laut dem Arbeitspapier für die Mieter sogar besser als der heute vielfach stattfindende Verkauf städtischer Immobilien an Investmentgesellschaften. Der Mieterbund fürchtet hingegen, dass sich der Immobilienmarkt in Deutschland beleben werde - und damit allgemein das Mietniveau steigen werde.

Immobilienwirtsschaft besorgt

In der Immobilienwirtsschaft wiederum wächst die Sorge, dass die komplizierten Regeln den Mittelstand ausgrenzen könnten. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) wendet sich vehement gegen die geplante Börsenpflicht. Außerdem würden es lange Haltefristen für verkaufswillige Konzerne unattraktiv machen, ihre Immobilien in einen Reit einzubringen, kritisiert der BFW.

Fonds mit Tücken

Strenge Vorschriften: Für die Steuerfreiheit müssen Reits nach den Plänen aus dem Finanzministerium Auflagen erfüllen: 75 Prozent ihrer Einkünfte müssen sie aus Immobilien erzielen und mindestens 75 Prozent ihres Vermögens in Immobilien anlegen. Sie dürfen sich nur bis maximal 60 Prozent des Immobilienvermögens aus Krediten finanzieren.

Streubesitz: Mit strengen Registrierungsvorschriften soll sichergestellt werden, dass ein Aktionär nicht über zehn Prozent der Anteile kommt.

Azul Real
26.08.2006, 13:18
Ich gönne mir nächste Woche mal ein paar HochTief-Shares, welche gerade sehr schön konsolidieren. In der Spitze waren diese bereits im Mai knapp bei 60 Euro.

Da jetzt auch unmittelbar die Bauwirtschaft in Deutschland erstmalig eine Belebung erfährt (wohlgemerkt erstmalig seit 1999) ist bei den grossen deutschen Bau AGŽs mittelfristig weiter der eine oder andere Euro drin.

Ferner sind Unternehmen wie Hochtief, Strabag und Bilfinger hervorragend international aufgestellt und sehr gut diversifiziert (HochTief z.B. stark wachsender Dienstleistungsbereich sowie Flughafenbeteiligungen -Hamburg/Athen ).

Ausserdem wissen die Jungs, was es heisst in einer krisengeschüttelten Branche trotzdem erfolgreich zu sein. Ich spreche hier von dem deutschen Baumarkt in Deutschland in den letzten 10 Jahren. Es muss aber gesagt werden, das nur durch das erfolgreiche Auslandsgeschäft die Unternehmen gut dastehen konnten.

Sehr stark im Kommen wird in den nächsten Jahren das sogenannte PPP Business sein (Public Private Partnership). Hierbei übernehmen private Unternehmen in enger Abstimmung mit der öffentlichen Hand die Planung, den Bau und den Betrieb von öffentlichen Einrichtungen und Projekten (z.b. Schulen, Krankenhäuser, Gefängnisse, Autobahnen etc. etc.)

Weiterhin ist das Baugeschäft stark zeitversetzt und wirkt sich bei einer guten Konjunktur verstärkt in den Auftragseingängen temporär verzögert aus. Dies ist jetzt der Fall .....

Sehr interessant auch Bilfinger, welche gerade zum Ausbruchsversuch ansetzen. Vom KGV günstiger als Hochtief aber dies ist m.E. nicht das entscheidende Kriterium.


http://foolstown.com/sm/tnp.gif


Hochtief-Tochter zieht Großauftrag an Land
Die australische Hochtief-Tochter Leighton hat einen Großauftrag für den Ausbau einer Mine in Australien bekommen. Bereits im Frühjahr hatte sich das Unternehmen einen millionenschweren Auftrag auf dem Kontinent gesichert.

Das Volumen des von der Firma Oxiana vergebenen Auftrags belaufe sich auf rund 800 Mio. Australische Dollar (477 Mio. Euro), teilte Leighton am Freitag mit.

Die Leighton-Tochter Thiess werde die Mine im Süden Australiens über einen Zeitraum von sechs Jahren erschließen. In der Grube am Prominent Hill sollen rund 153 Millionen Kubikmeter Abraum und 38 Millionen Tonnen Erz abgebaut werden.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres hatte sich Leighton einen Großauftrag im Volumen von umgerechnet 206 Mio. Euro in Australien gesichert.

HochTief aktuell 43,04
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Bilfinger aktuell 42,64
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Strabag aktuell 108,60
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Azul Real
27.08.2006, 09:47
mal bei actr geborgt, schöber Artikel ...:wink:



26. August 2006


IMMOBILIENBESITZ

Warum die Deutschen lieber mieten

Anders als etwa in Spanien oder Irland wohnen in Deutschland die meisten Bürger zur Miete. Der Staat sei daran nicht ganz unschuldig, befindet das Deutsche Institut für Altersvorsorge.


Hamburg - Die Stimmung im deutschen Baugewerbe ist gut, zumindest gemessen an den aktuellen Zahlen. Immerhin verbuchte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie im ersten Halbjahr 8,6 Prozent mehr Aufträge als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Damit wären die Erlöse der Branche zum ersten Mal seit sieben Jahren gestiegen. Auch die neuen Bundesländer sind von dieser Entwicklung betroffen. Deutschland - einig Immobilienwunderland?

Wohl kaum. Deutschland ist beileibe keine Hochburg der Immobilieneigner. Noch immer liegt die Eigentumsquote bei nur etwas über 40 Prozent. Diese Quote stellt fest, welcher Prozentsatz der Haushalte im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung leben. Nur in der Schweiz liegt der Vergleichswert noch niedriger.

Der Erwerb von Wohneigentum sei in Deutschland oft zu teuer, stellt das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) dazu fest, das von der Deutschen Bank und der Zürich Gruppe finanziert wird. Während in den USA beispielsweise für ein Haus oder eine Wohnung im Schnitt nur zwei bis drei Nettojahresgehälter aufgebracht werden müssen, ist es in Deutschland mit fünf bis sechs Gehältern fast das Doppelte.

Zudem ist der Eigentumserwerb aus Sicht des DIA oft zu bürokratisch. In Deutschland finanzieren Banken den Kauf von Wohneigentum nur unter strengen Voraussetzungen. Regelmäßig, so die Studie, verlangen sie ein Eigenkapitalanteil von 25 Prozent. In anderen Ländern wird das lässiger gehandhabt. In Irland beispielsweise genügen zehn Prozent des Kaufpreises - und das Gehalt ist eher uninteressant. In Dänemark sind es nur fünf Prozent.

Keine Lust auf Eigentum

Allerdings, so räumt das DIA auch ein, fördere ein attraktiver Mietmarkt nicht gerade die Lust auf die eigene Wohnung. Ein extremes Beispiel ist Berlin, wo nur gut jeder neunte Haushalt in den eigenen vier Wänden lebt: Die Mieten für vergleichbare Wohnungen sind im Vergleich zu anderen Großstädten in Deutschland einfach zu günstig. Die deutsche Immobilienabstinenz allein an einer Ursache festzumachen, sei also nicht möglich, so die Studie.


So wohnt die Welt
Land Eigentumsquote in Prozent
Spanien 81
Irland 78
USA 69
Großbritannien 69
Österreich 57
Frankreich 56
Niederlande 54
Dänemark 51
Schweden 46
Deutschland 43
Schweiz 35
Quelle: DIA, Stand 2006

Es müsse sich jedenfalls einiges ändern, um mit den Nachbarn gleichzuziehen, fordert Bernd Katzenstein, Sprecher des DIA. Am besten gleich ein "ganzes Maßnahmenbündel". Zum Beispiel, indem die Riester-Förderung auch für das Ansparen von Wohneigentum gälte.

Dabei kommt dem Kölner Institut eine aktuelle Entwicklung ganz gelegen: Denn die jüngeren Menschen haben begriffen, dass sie sich für ihren Ruhestand nicht allein auf die staatliche Rente werden verlassen können, sondern eigenverantwortlich vorsorgen müssen. Sparen also. Dazu sind sie bereit. Und Immobilieneigner können mehr beiseitelegen als Mieter, so die Erhebung: Während die einen bis zum Renteneintritt gut acht Jahreseinkommen ansparen konnten, war es bei den Mietern nicht einmal sieben.

Und das, obwohl der Eigentümer doch jahrelang seine Kredite abzahlen muss. Das Eigentum führe nämlich zu etwas, was die Studie als "Zwangsspareffekt" bezeichnet und das sich nicht nur zum Beispiel auf die Zahlung der Zinsen der Kredite erstreckt, sondern das gesamte Sparverhalten. Und auch das Arbeitsverhalten ändere sich bei Erwerb einer Immobilie - während in Mieterhaushalten oft nur einer oder eine für das Geldverdienen zuständig ist, können Eigentümer oft gar nicht anders, als beide arbeiten zu gehen - eben um die Kredite zu bedienen.

Die Lösung für die jüngere Generation wäre also Wohneigentum. Ein Paradigmenwechsel: Aktuell sind es noch die Älteren, die Wohnungen besitzen - einfach weil Immobilien in den 60er und 70er Jahren in Relation zum Einkommen günstiger waren als heute. Wurden damals in den alten Bundesländern 4,3 Bruttojahreseinkommen für ein Eigenheim gezahlt, sind es heute 6,7.

Ideale Lösung, so das DIA, wäre die Riesterförderung. Damit wäre dem Staat geholfen, der jüngeren Bevölkerung - und der Bauindustrie sowieso. Dass auch die Geldgeber vom DIA daran verdienen würden, sei nur am Rande festgestellt

Azul Real
29.08.2006, 11:47
HochTief scheint loszuckeln zu wollen

aktuell 44,77 / TH 44,83

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1y&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avg1=40&avg2=100&avg3=200&avgtype=simple&ind0=VOLUME&ind1=MOM&&currency=&&lSyms=HOT.ETR&lColors=0x000000&sSym=HOT.ETR&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=3m&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avg1=40&avg2=100&avg3=200&avgtype=simple&ind0=VOLUME&ind1=MOM&&currency=&&lSyms=HOT.ETR&lColors=0x000000&sSym=HOT.ETR&hcmask=

Azul Real
30.08.2006, 16:55
Bau-Verein:
Alle reden über die Mutter TAG Tegernsee. Aber der kommende REIT Bau-Verein macht sich...


Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2006 hat der Bau-Verein zu Hamburg das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 4,3 Mio. EUR von -1,9 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres gesteigert. Das Konzernergebnis nach Steuern legte von -1,4 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR zu. Die Umsatzerlöse stiegen von 24,8 Mio. EUR um 4,4% auf 25,9 Mio. EUR. Ein aktives Asset Management und der Ausbau der langfristig im Bestand gehaltenen Renditeliegenschaften führte zu der deutlichen Ergebnisverbesserung.

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung in Höhe von 19 Mio. EUR, die im zweiten Quartal 2006 in das Handelsregister eingetragen wurde, stieg die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2006 auf 33,4% gegenüber 22,2% am 30. Juni 2005. Der Free Float der Bau-Verein-Aktien stieg im ersten Halbjahr 2006 auf 30%.

Die Kapitalerhöhung dient der Wachstumsfinanzierung. Vor diesem Hintergrund hat der Bau-Verein im Juni 2006 den Erwerb eines Immobilienpaketes mit einem Volumen von 105 Mio. EUR bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um ein gemischt genutztes Wohn- und Gewerbeimmobilienportfolio, dessen Erwerb jedoch im zweiten Quartal 2006 bilanziell noch keine Auswirkungen hatte.

Im ersten Halbjahr 2006 hat das Unternehmen damit die Strategie der Ausrichtung auf die Immobilienbestandshaltung erfolgreich fortgesetzt. In Verbindung mit der deutlich verbesserten Eigenkapitalquote dient dies auch der Vorbereitung auf die Einführung steuerbegünstigter REITs in Deutschland.

Der Bau-Verein zu Hamburg ist optimistisch, die gute Entwicklung des ersten Halbjahres auch im zweiten Halbjahr fortführen zu können. Mit dem vereinbarten Ankauf eines großen Immobilienportfolios und weiteren in Verhandlung befindlichen Portfolien soll der Bestand der Renditeliegenschaften im zweiten Halbjahr weiter ausgebaut werden, um die eingeleitete Wachstumsstrategie fortzusetzen

Azul Real
31.08.2006, 14:56
Steinbrück will börsennotierte Immobilienfonds weiter ab 2007 einführen

FRANKFURT (dpa-AFX) – Bundefinanzminister Peer Steinbrück (SPD) geht trotz aller Widerstände und bisherigen Verzögerungen von einer Zulassung von börsennotierten Immobilienfonds (REIT) aus. 'Für den Fall, dass wir den Gesetzgebungsprozess bis Ende des Jahres nicht abschließen können, werden wir die Regelungen rückwirkend zum 1. Januar 2007 einführen', sagte Steinbrück am Donnerstag bei der 'Handelsblatt'-Tagung 'Banken im Umbruch' in Frankfurt./zb/she

Quelle: dpa-AFX

Azul Real
01.09.2006, 17:21
Immobilien
Schneller Reichtum
Der spanische Immobilienboom schafft Millionäre in einem Tempo wie in keinem anderen europäischen Land. Nicht immer geht es mit rechten Dingen zu.

Von Ute Müller

Die alten Meister haben es Joaquín Rivero angetan. Der 61-jährige Unternehmer aus Andalusien verfügt über eine der größten privaten Gemäldesammlungen Spaniens, zu der auch Gemälde zwei der berühmtesten spanischen Künstler zählen: Goya und Zurbarán. Allein die dürften leicht einen deutlich dreistelligen Millionenbetrag wert sein. Nun plant er für seine Sammlung ein eigenes Museum in seiner Geburtsstadt Jérez de la Frontera.

Rivero kann es sich leisten. Sein luxuriöses Hobby finanziert der Mäzen mit den vielen Millionen, die ihm der spanische Immobilienboom beschert hat. Seit nunmehr einem Jahrzehnt wird nirgendwo in Europa soviel gebaut wie in Spanien und trotz des steigenden Angebots gewinnen die Immobilien immer noch konstant an Wert.

Allein in den letzten zehn Jahren haben sich die Immobilienpreise fast verdreifacht. Die stetig zweistelligen Jahresrenditen treiben private wie institutionelle Anleger in den Markt. Die Branche ist zu einer Fabrik der Millionäre und der Skandale geworden. Allein in den letzten vier Jahren kamen 44 000 Iberer zu einem siebenstelligen Vermögen, wie die Bank von Spanien unlängst bekannt gab. Die Gesamtzahl der Millionäre ist auf 149 000 gestiegen.

Der saubere Weg
Der überwiegende Teil sind Neureiche aus den Sparten Bau und Immobilien, heißt es bei der Vermögensverwaltungsabteilung einer spanischen Bank. Dank der vielen plötzlich Begüterten gehört Spanien jetzt zu dem Club der zehn Länder der Welt mit der höchsten Millionärsdichte. Und hat ein paar Milliardäre mehr.

Wie Rivero. Den richtigen Riecher hatte er schon immer und eine gehörige Portion Glück dazu. Den Einstieg in die Branche schaffte er über die Immobilienfirma seines Vaters, dann gründete er selbst eine eigene Baufirma und fing an, selbst Häuser zu errichten und zwar äußerst erfolgreich: 25 000 in Spanien, Lateinamerika und den Vereinigten Staaten entstanden bis 1997. Dann erwarb er für einen Schleuderpreis die angeschlagene Immobilienfirma Bami. Rivero sanierte das börsennotierte Unternehmen in Rekordzeit.

Schon fünf Jahre später konnte er sich für 540 Mio. Euro die Kontrollmehrheit an dem spanischen Immobilienriesen Metrovacesa sichern. Rivero setzte sich selbst gleich auf den Chefsessel.

Unter seiner Leitung wuchs die Firma kräftig, der Expansionskurs gipfelte 2005 in der Übernahme des französischen Immobileinkonzerns Gecina für 5,5 Mrd. Euro. Metrovacesa ist heute spanischer Branchenprimus und mit einem Marktwert von rund 7,3 Mrd. Euro einer der größten Immobilienkonzerne Europas.

Der umstrittene Weg
Erst vor ein paar Jahren war es Rivero gelungen, ein feindliches Übernahmeangebot aus Italien mit Hilfe eines weißen Ritters zu verhindern. Bei der Abwehrschlacht eilte Rivero damals ein Freund zu Hilfe: Luis Manuel Portillo Muñoz (44), heute Präsident des spanischen Immobilienkonzerns Inmocaral. Portillo ist ein weiteres Paradebeispiel für den spanischen Selfmademan. Als er 18 Jahre alt war, fing er als Maurergehilfe in der kleinen Baufirma seines Vaters an. Heute ist der gebürtige Sevillaner einer der reichsten Männer Spaniens.

Soeben hat sein Unternehmen eine Übernahmeofferte im Wert von 3,7 Mrd. Euro für den zehnmal größeren katalanischen Konkurrenten Colonial vorgelegt.

Für Portillo ist auch das wohl kein Problem, bei den Kreditinstituten genießt er einen ausgezeichneten Ruf. Sein Vermögen wird auf knapp eine Milliarde Euro beziffert. Darunter sind nennenswerte Beteiligungen an den Großbanken Santander und BBVA, dem Versorger Endesa, und mehreren Dutzend anderer Unternehmen.

Kontakte
Sein kometenhafter Aufstieg begann Ende der achtziger Jahre. Das Unternehmen des Vaters hatte sich damals bereits einen Namen mit dem Bau von Sozialwohnungen in mehreren Städten Andalusiens gemacht, doch Luis witterte das große Geschäft mit der anstehenden Weltausstellung von Sevilla. Die richtigen politischen Kontakte im von den Sozialisten dominierten Andalusien und großzügige Geldgeber ermöglichten es ihm, die wichtigsten Aufträge für die Expo 1992 an Land zu ziehen. Den Gewinn investierte Portillo in Grundstücke, die bald schnell an Wert gewannen und den Grundstein für sein Vermögen bildeten.

Trotz des märchenhaften Erfolges existieren kaum Fotos von ihm. In einem der seltenen Interviews, das der Unternehmer jetzt gegeben hat, beteuert er, er habe sich alles ehrlich erarbeitet, ohne jemals unrechtmäßig an Baugenehmigungen gekommen zu sein.

Genau darin liegt ein großes Geheimnis der wunderbaren Geldvermehrung in Spanien. Allein in den letzten fünf Jahren sind drei Millionen neue Wohnungen auf der Iberischen Halbinsel entstanden, viele davon in Gebieten, die kurz zuvor noch als Agrarland, sogenanntes "terreno rústico" ausgewiesen waren. Wer den richtigen Riecher hatte oder aus den Rathäusern den entsprechenden Tipp erhielt, kaufte das Brachland zu Spottpreisen und konnte dann erleben, wie der Grund und Boden über Nacht zu sündhaft teurem Bauland wurde. Ein Quadratmeter Agrarland kostet in Spanien oft weniger als einen Euro, bei Bauland muss man für die gleiche Fläche 500 Euro und mehr hinlegen.


"Recalificación", Umwandlung in bebaubares Terrain, nennen die Spanier diese alltägliche Praxis. Mit dem schwunghaften Handel mit Grund und Boden wurden allein im letzten Jahr laut offiziellen Schätzungen 22,5 Mrd. Euro umgesetzt.

Der schmutzige Weg
Dass es dabei nicht immer mit rechten Dingen zugeht, zeigte zuletzt deutlich das Beispiel Marbella, wo wegen unlauterer Grundstücksgeschäfte und Korruption mittlerweile die gesamte Rathausmannschaft hinter Gittern sitzt. Nicht nur die Bürgermeisterin, sondern auch die Gemeinderäte hatten über Jahre hinweg regelmäßig Bestechungsgelder von bis für Baulizenzen kassiert.

Der Prominentenbadeort ist beileibe kein Einzelfall. "Marbella ist überall", glauben die Spanier. Die Justiz untersucht derzeit auch dubiose Grundstückskäufe in Toledo, an denen ein Unternehmer und örtliche Gemeinderäte 1,5 Milliarden Euro verdient haben sollen. Insgesamt prüft die spanische Justiz derzeit 102 Korruptionsfälle bei Immobiliendeals.

Wie schnell man mit wertlosem Ackerland zum Milliardär werden kann, hat die iberische Firma Polaris World beweisen, ein weiterer Stern am grenzenlosen spanischen Immobilienhimmel. Die beiden Gründer Pedro Garcia Meroño (39) und Facundo Armero (45) aus Murcia kauften vor Jahren riesige Flächen im Hinterland von Murcia zusammen.

Nach Informationen der Zeitung "El País" waren die Herren dank bester Verbindungen ins Rathaus im voraus darüber informiert, aus welchen Grundstücken später Bauland würde. Bewiesen ist dies jedoch nicht. Inzwischen haben die Polaris-Gründer 40 Mio. Quadratmeter Fläche in attraktiver Küstennähe. 35 000 luxuriöse Ferienwohnungen und Golfplätze sollen darauf in den nächsten Jahren entstehen, die zuständigen Gemeinden haben die Pläne bereits abgesegnet. Vertrieben werden diese über 57 Verkaufsbüros in Europa und Asien.

Auch die Gründer von Polaris World gehören zu den neuen Millionären. Ohne abgeschlossene Berufsausbildung arbeitete Meroño einst als Vertreter für Badewannen- und Duschzubehör in Barcelona, danach gründete er eine eigen Elektronik-Firma, die er später veräußerte. Nach dem Verkauf der Firma gönnte er sich eine Auszeit in Miami, bevor er in seinen Heimatort Torrepacheco (Murcia) zurückkehrte und mit dem Bauunternehmer Facundo Armero vermeintlich wertlose Äcker anhäufte.

Die Blase
Der Immobilienboom in Spanien hat mittlerweile Gemeinsamkeiten mit der Internethausse auf den internationalen Aktienmärkten Ende der neunziger Jahre. Wie damals steigt die Zahl der Millionäre schnell und alle paar Wochen wagt ein anderes Immobilienunternehmen den Sprung an die Börse.

Einer der letzten Neuzugänge, die valencianische Immobilien- und Grundstücksfirma Astroc konnte seit dem Börsengang Ende Mai ihren Aktienkurs verdreifachen und Astroc-Präsident Enrique Bañuelos, der noch 70 Prozent an seiner Firma hält, ist durch den Sprung aufs Parkett gleich zum Milliardär geworden und hat seinen Wohnsitz nach New York verlegt Mittlerweile wird sein Unternehmen auf 2,2 Mrd. Euro taxiert.

Das Beispiel mit dem schnellen Reichtum macht Schule. Immer mehr Spanier geben auf der Jagd nach dem großen Geld ihren normalen Job auf, um sich dem Geschäft mit Immobilien zu widmen. Doch sie müssen sich vorsehen.


Viele Experten bis hin zur Bank von Spanien glauben, dass es bald zu einer Korrektur am spanischen Immobilienmarkt kommen wird. Manche fürchten gar einen Crash wie seinerzeit beim Platzen der New-Economy-Blase.

Erste Anzeichen für eine gewisse Abkühlung gibt es zumindest in den Großstädten des Landes, wo die Immobilienpreise in diesem Jahr nur noch um rund drei Prozent stiegen. Auch an den Südküsten zeigen die Wasserknappheit und die hohe Saturierung wie etwa in Valencia und Andalusien die Grenzen des Wachstums auf. Die Nachfrage ausländischer Investoren hat in diesem Jahr um 15 Prozent nachgelassen.

Skipiste am Mittelmeerstrand
Auch wenn die Bauprojekte immer waghalsigere Züge annehmen und immer weniger an unberührter Küste bleibt, stört das in Spanien offenbar noch niemanden, solange es Erfolgsgeschichten wie die Jesús Ger gibt.

Er ist Begründer von Marina dŽOr, der größten Ferien- und Freizeitsiedlung Europas an der Mittelmeerküste nördlich von Valencia. Ger, der im letzten Jahr 410 Mio. Euro umsetzte, herrscht über eine eigene Stadt mit 10 000 Appartements und vier Hotels, in fast jedem Einkaufszentrum in Spanien gibt es eigene Marina d'Or-Büros, die großzügig Hochglanzbroschüren verteilen. Alljährlich verkauft Ger bis zu 1500 Appartements und verbucht eine halbe Million Übernachtungen.

Nun plant Ger in der Nachbarschaft die neue Ferienstadt Marina D'Or Golf.

Auf 18 Mio. Quadratmeter sollen 40 000 Ferienappartements entstehen, rund sechs Mrd. Euro soll das europäische Freizeitparadies kosten, das über ein Hotel mit eigenen Korallen und Aquarium für 12 000 Fischarten und - Noblesse oblige - einen eigenen Flughafen verfügen wird. Und über die längste künstliche Skipiste der Welt, überdacht und fast direkt am Mittelmeerstrand. Ger hat jetzt allerdings erst mal den Börsengang des Unternehmens verschoben. Im nächsten Jahr sollen Risikokapitalgesellschaften das Geld für das Projekt liefern.

Artikel erschienen am Do, 24. August 2006

Azul Real
02.09.2006, 10:27
Samstag, 2. September 2006, 10:00 Uhr
Banken erhöhen Risikobereitschaft

Investoren suchen weiter Wohnungen
Die erwarteten Zinssteigerungen sind zu moderat, um den Hunger ausländischer Investoren auf deutsche Mietwohnungen merklich dämpfen zu können. Mit kleinen Strategieanpassungen beugen sie Renditeeinbußen vor.

HB DÜSSELDORF. Deutschland sei noch immer ein Markt der Gelegenheiten und für Mietrenditen von acht Prozent gut, meinen die Experten der niederländischen Bank Kempen & Co. und ihre Kollegen von Dresdner Kleinwort in einer gemeinsamen Studie. Die übliche hohe Fremdkapitalquote treibt die Eigenkapitalrendite der Wohnungsinvestoren oft auf ein Mehrfaches der Mietrendite.

„Mit steigenden Zinsen wird der Appetit der Finanzinvestoren abnehmen“, sagt Hubert Beckmann, Vorstandsvorsitzender der Westdeutschen Immobilienbank. Aber der Punkt, an denen ihnen der Appetit vergeht, werde nicht so schnell erreicht. „Das Zinsniveau ist noch unkritisch“, bestätigt Diego Fernández Reumann, Geschäftsführer der Sireo Real Estate GmbH, einer der großen deutschen Immobilienmanager.

Nach wie vor schwimmen die Finanzinvestoren im Geld. Als Folge beobachtet Fernández Reumann, dass der Bieterwettbewerb um große Portfolios größer ist als um kleine. Um die ursprünglich anvisierte Rendite zu halten, werde versucht, mit noch weniger Eigenkapital als bisher auszukommen. Seien zehn Prozent vorgesehen gewesen, tendierten die Gesellschaften zu sieben bis acht Prozent. Ihnen komme der Wettbewerb der Banken entgegen, sagt Fernández Reumann. Die Institute würden risikofreudiger und machten Zugeständnisse bei den Margen. So würden Banken heute den Kauf von Wohnungsportfolios zu etwa 100 Basispunkten statt früher 150 Basispunkten über Libor (Zinssatz unter Banken) finanzieren, berichtet der Sireo-Chef. Banker Beckmann bestätigt die höhere Risikobereitschaft, verweist aber auf die vielfach praktizierte risikomindernde Verbriefung der Kredite.

Offenbar rechnen inzwischen auch einige Investoren ihre Renditen schön.

In manchen Geschäftsplänen werde das Mieterhöhungspotenzial optimistischer angesetzt, oder es würden geringere Beträge für die laufende Instandhaltung vorgesehen, berichtet Georg Erdmann, Leiter Finanzen bei der Patrizia AG, einem großen Wohnungsprivatisierer, der auch Finanzinvestoren berät.

Azul Real
03.09.2006, 08:59
Börse im Bau-Fieber

Von Arne Gottschalck

Die Börsengänge von Immobiliengesellschaften häufen sich. Für Anleger kein uninteressantes Investment - sie können auf Kursgewinne spekulieren, wenn die Bundesregierung zum 1. Januar 2007 die sogenannten Reits zulässt.


Hamburg - Norbert Hermann scheint ein Händchen für gutes Timing zu haben. Der Vorstandsvorsitzende bringt seine Firma GWB im Herbst 2006 an die Börse. Die GWB ist ein Unternehmen, das sich auf Einzelhandelsimmobilien spezialisiert hat. Mit dieser Börsenstory will es irgendwann zwischen September und Oktober 40 Millionen Euro für seine Aktien einnehmen. Die Chancen stehen gut, dass dies gelingt.

Denn Börsengänge für Immobiliengesellschaften sind momentan modern. Vor wenigen Tagen verkündete die CWI, Aktien ausgeben zu wollen. Auch die Berliner Gehag und die AVG Immobilien aus Buxtehude haben über einen Börsengang nachgedacht beziehungsweise ihn schon angekündigt. Corpus und Gagfah streben gleichfalls Richtung Börse - alles Immobilienaktiengesellschaften. Das plötzliche Interesse der deutschen Gesellschaften an der Börse kommt nicht von ungefähr.

Denn ab 2007 soll es auch in Deutschlands so genannte Reits geben - Aktiengesellschaften, die steuerlich gefördert werden, solange sie ein Großteil des Gewinns an ihre Anleger ausschütten. Reit ist ein Akronym für Real Estate Investment Trust. Viele Unternehmen versuchen bereits jetzt an die Börse zu gehen - um dann flink zum Reit umzufirmieren.

"Die Gesellschaften können dann voll vom Effekt der Einführung der Reits profitieren", sagt Dieter Thomaschowski von der Agentur Investment Research in Change. Jene Immobilienunternehmen haben dann nämlich bereits mit Einführung der neuen Gesellschaftsform die von Investoren gemeinhin geforderte Geschäftserfahrung. Zugeben will es Hermann für seine GWB indes nicht: "Kurzfristig ist das kein Thema für uns, mittel- bis langfristig ist aber natürlich noch vieles offen."

Die Nachfrage ist da

Auch so ist das Interesse der Anleger schon groß: Die Gesellschaften zahlen regelmäßig vergleichsweise hohe Dividenden. Und das schätzen besonders institutionelle Anleger, die gesetzlichen Auflagen im Bezug auf ihre Mindestrendite genügen müssen. GWB spricht darum aktuell "mit verschiedenen Investoren", so Hermann. Zum Beispiel mit englischen Gesellschaften, die sich bereits in Deutschland mit Einkaufszentren eingedeckt hätten, die Verwaltung der Immobilien aber gerne auf Gesellschaften wie GWB auslagern würden.

Denn gerade unter ausländischen Investoren stehen deutsche Immobilien hoch im Kurs. Billig seinen die Liegenschaften hierzulande, so klingt es von den Angelsachsen. Zumindest, wenn man sie mit den Preisen in Spanien oder Irland vergleicht. Dort sind die Preise für Immobilien in den vergangenen Jahren explodiert. Dementsprechend viel zahlen Anleger dort. Das Zwanzigfache der Jahresmiete wird zum Beispiel beim Kauf von Gewerbeimmobilien in England fällig. In Deutschland liegt der Faktor bei 13.

Die GWB zumindest will die Erlöse aus seinem Börsengang vor allem für den Ausbau des eigenen Portfolios nutzen, aber auch die Verwaltungstätigkeit soll verstärkt werden. "Grundsätzlich ist das Marktumfeld für IPOs noch immer attraktiv - oder plakativer ausgedrückt: besser heute denn übermorgen", erklärt Thomas Beyerle, Researchleiter bei der Degi. Das Timing scheint also tatsächlich zu stimmen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,434188,00.html

Azul Real
03.09.2006, 09:03
Der Herbst bringt viele neue Aktien

Das Geschäft mit Neuemissionen lebt wieder auf. Vor allem Unternehmen, die in Immobilien sowie erneuerbare Energien investieren, wollen an der Börse Kapital aufnehmen. Bei gleichbleibendem Umfeld sind 15 Börsengänge bis Jahresende möglich, glauben Experten.


Auf dem Parkett geht wieder etwas. Pünktlich zum Ende der Sommerpause kommt das Geschäft mit Neuemissionen in Schwung. Mit der CWI Real Estate eröffnet Mitte September zunächst ein kleineres Immobilienunternehmen die zweite Saisonhälfte am Markt für Börsengänge. Experten erwarten aber auch im streng regulierten Prime Standard der Deutschen Börse bis Jahresende noch zehn bis 15 weitere IPOs (Initial Public Offering). Damit könnten 2006 erstmals wieder mehr Unternehmen an die Börse gehen als 2001. Damals gab es insgesamt 26 Neuemissionen.


"Wenn es keine marktunabhängigen Einflüsse wie etwa Anschläge gibt, dürfte das Umfeld für Börsengänge bis in den Herbst hinein positiv bleiben", sagt Lutz Weiler, Vorstand der Investmentbank Equinet. Dafür spreche vor allem die moderate Bewertung der Aktienmärkte. "Größere Enttäuschungen über die Unternehmensergebnisse sollte es eigentlich nicht geben."



Darauf setzen vor allem Unternehmen aus der Immobilienbranche. Sie stellen unter den potenziellen Börsenkandidaten die größte Gruppe. "Viele ausländische Investoren sind immer noch positiv für den deutschen Markt gestimmt", sagt Jobst Bartmer, bei der Landesbank Baden-Württemberg zuständig für das Emissionsgeschäft.


Fantasie entwickelt die Branche vor allem mit Blick auf die Preisentwicklung am deutschen Markt, die hinter der anderer Länder wie Irland, Spanien oder Großbritannien deutlich zurückgeblieben ist. Auch die für 2007 geplante Einführung von Real Estate Investment Trusts (Reits), einer international gängigen Form von an der Börse handelbaren Immobilien-AGs, sorgt für zunehmendes Interesse an der Branche. "Es gibt keine irrationale Euphorie, die Investoren differenzieren und sehen sich die einzelnen Geschäftsmodelle eingehend an", beschreibt Eberhard Dilger, bei der Commerzbank verantwortlich für das deutsche Aktienemissionsgeschäft, die positive Stimmung für Immobilieninvestments.


Von der ungewohnten Aufmerksamkeit will zunächst CWI profitieren. Die fränkische Firma möchte mit ihrem IPO am 12. September im wenig regulierten Entry Standard der Deutschen Börse zwischen zehn und 18 Millionen Euro einnehmen. Den Erlös will Vorstand Albrecht Spindler in den weiteren Ausbau des Portfolios stecken. CWI ist auf den Handel mit Wohnimmobilien spezialisiert und konzentriert sich vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung auf das Segment der Zwei- bis Dreizimmerwohnungen.


Ebenfalls noch im Herbst will die GWB Immobilien an den Markt. Das Unternehmen aus Siek bei Hamburg, das sich vor allem mit der Realisierung und Vermarktung von Einkaufs- und Fachmarktzentren beschäftigt, hat sich für die Notiz im strenger regulierten Prime Standard entschieden. Nähere Informationen dürften bald folgen.


Der größte Börsengang aus der Immobilienbranche aber dürfte Anfang Oktober das Wohnungspaket der Gagfah-Gruppe werden. Die 20 bis 25 Prozent des Kapitals, die der US-Investor Fortress am Markt platzieren will, hätten ein Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Gagfah könnte damit der größte Börsengang in Deutschland seit dem IPO der Postbank im Frühsommer 2004 werden und ein Kandidat für den MDax sein. Wacker Chemie hatte im Frühjahr mit seinem Gang an den Markt rund 1,2 Milliarden Euro eingesammelt.


Die Vielzahl von Emissionen aus der Immobilienbranche zeigt aber auch, dass Banken und Unternehmen nicht für alle Ewigkeit mit einem positiven Umfeld rechnen. "Die Zeit des leichten Geldes ist vorüber", sagt ein Branchenkenner mit Blick auf steigende Preise von Wohnungsportfolios sowie die anziehenden Zinsen.


Einen weiteren Schwerpunkt im zweiten Emissionshalbjahr 2006 könnten die Hersteller von Biokraftstoffen bilden. So ist laut dem Fachmagazin "Going Public" ein "IPO-Boom im Biogasmarkt zu erwarten". Mit Schmack war mitten in den Börsenturbulenzen des Frühjahrs Ende Mai ein Vertreter der Branche positiv am Markt gestartet. Ermutigt von diesem Beispiel, planen nun auch die Vereinigte Bioenergie (Verbio), die Regio Energiesysteme und die Südzucker-Tochter Bioethanol GmbH ihren Gang aufs Parkett.



Mit Manz Automation kommt unter Führung der Landesbank Baden-Württemberg darüber hinaus im Herbst ein weiteres Unternehmen an die Börse, das sein Geld unter anderem mit der Solarzellenfertigung verdient und somit von der Fantasie um die erneuerbaren Energien profitieren kann.


Anleger sollten allerdings gewarnt sein: Wer allein auf die Fantasie des Wortes "Solar" im Firmennamen oder im Geschäftsmodell setzt, kann bitter enttäuscht werden. Jüngstes Beispiel dafür ist Aleo Solar. Die Aktie wurde zu 13,50 Euro ausgegeben, notiert aber mittlerweile nur noch bei elf Euro. Was mancher Zeichner der Aktie in der Eile übersehen haben mag: Aleo ist mit Produktion und Vertrieb von Modulen am Ende der Wertschöpfungskette positioniert, was das Ertragspotenzial begrenzt. Außerdem gingen 60 Prozent des Emissionserlöses an die Altaktionäre, anstatt in das Wachstum des Unternehmens zu fließen. Das wird nun von vielen Investoren konsequent bestraft.


"Der Markt hat eine beachtliche Reife entwickelt", sagt LBBW-Experte Bartmer. "Die Investoren achten inzwischen genau darauf, dass sowohl Story als auch Preis eines Unternehmens stimmen." Für Privatanleger kann das nur gut sein: Die Gefahr, für eine Neuemission zu viel zu bezahlen, sinkt damit deutlich. Von der Notwendigkeit, Geschäftsmodell und Preisfindung eines Börsenkandidaten sorgfältig zu bewerten, entbindet sie das freilich weiterhin nicht, auch wenn das Angebot jetzt wieder zunimmt.

Azul Real
03.09.2006, 09:09
EZB bereitet auf steigende Zinsen vor

von Thomas Koch, HSH Nordbank, Research

In der abgelaufenen Woche richtete sich das Hauptaugenmerk der Anleger an den europäischen Rentenmärkten auf die bevorstehende Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Zwar beließ die Notenbank in Frankfurt den Leitzins am Donnerstag bei drei Prozent, auf der anschließenden Pressekonferenz bereitete der EZB-Präsident die Anleger aber auf eine weitere Leitzinserhöhung im Oktober vor.

Die Zentralbank hob sowohl ihre Wachstums- als auch ihre Inflationsprognose für das laufende und das nächste Jahr an. Vor diesem Hintergrund betonte Trichet die große Wachsamkeit der EZB, auch angesichts der Überschussliquidität, die trotz der bisherigen Leitzinsanhebungen weiterhin besteht und von der Notenbank als ein Problem gesehen wird.
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Um die Preise stabil halten zu können, muss diese überschüssige Liquidität abgeschöpft werden. Zudem bedarf es fest verankerter Inflationsziele, da derzeit die Gefahr besteht, dass höhere Preise an die Verbraucher weitergegeben werden. Dies ergibt sich aus der derzeitigen Konjunkturdynamik, den hohen Energiepreisen und der bevorstehenden Erhöhung des deutschen Mehrwertsteuersatzes.

Während die Weichen in der Eurozone somit weiter auf einen Anstieg der Leitzinsen gestellt sind, scheint sich in den USA klarer abzuzeichnen, dass aus der Anfang August verkündeten Leitzinspause eine Leitzinswende wird. Die Abkühlung am US-Immobilienmarkt strahlt zunehmend auf den privaten Verbrauch aus und dämpft die wirtschaftliche Aktivität. Gleichzeitig entzieht der moderate Preisauftrieb übertriebenen Inflations- und Leitzinsängsten den Boden.

Vor diesem Hintergrund dürften in der kommenden Woche in der Eurozone die klaren Worte der europäischen Notenbank nachhallen und trotz des virulenten Atomkonflikts mit dem Iran für leichtere Notierungen euronominierter Staatsanleihen sorgen.

Azul Real
03.09.2006, 11:30
Dienstag, 29. August 2006, 09:15 Uhr
Auswandererflut

Deutsche kehren Deutschland den Rücken

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik haben im vergangenen Jahr mehr Deutsche das Land verlassen als hierher zurückgekehrt sind. Hauptgrund für den Auswanderungsstrom: die Arbeitslosigkeit. Immer mehr Menschen packen ihre Koffer, um einen Neuanfang im Ausland zu wagen. Einige Länder stehen dabei ganz oben auf der Wunschliste.


HB BERLIN. Trotz der Zahlen - als Auswanderungsland wollen Migrationsexperten die Bundesrepublik noch nicht bezeichnen. Aus ihrer Sicht ziehen Menschen vor allem fort, weil sie in Deutschland keine Arbeit fanden. Der EU-Binnenmarkt erleichtert zudem auch den zeitlich begrenzten Wechsel.

"Gingen 2004 über 151 000 Deutsche offiziell ins Ausland, wanderten 2005 insgesamt 145 000 Deutsche aus", sagt die wissenschaftliche Direktorin des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven, Simone Eick. Das seien die höchsten Auswanderungszahlen seit über 100 Jahren. Dazu kommt: "Es sind erstmals mehr Deutsche fortgezogen als zugezogen sind", sagt Constanze Quiatkowski, die beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden Bevölkerungsbewegungen verfolgt. 2005 meldeten sich nur 128 000 Deutsche in der Heimat zurück. Daraus ergibt sich ein "negativen Wanderungssaldo" von 17 000 Personen.

"Was das Statistische Bundesamt erfasst, ist nur die Spitze des Eisbergs", sagt Gabriele Mertens, Geschäftsführerin des katholischen Raphaels-Werkes in Hamburg, das Auswanderer berät. "Die tatsächliche Zahl der Abwanderer liegt ja weit höher, weil viele Abwanderer aus diversen Gründen in Deutschland noch eine Postadresse haben."

Die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit verweist vor allem auf die Arbeitsmigration innerhalb Europas. "Von 12 702 in 2005 von Deutschland ins Ausland vermittelten Deutschen sind mehr als 10 000 in europäische Länder gegangen", sagt ZAV-Sprecherin Sabine Seidler. Von den 8228 langfristig in EU-Länder Vermittelten Deutschen seien drei Viertel zuvor ohne Arbeit gewesen.

Mertens bestätigt: "Es sind immer mehr Menschen mit mittlerer Qualifikation, die in Deutschland auf dem Arbeitsmarkt Probleme haben, die aber im Ausland sehr wohl eine Chance haben." Die Göttinger Soziologin Claudia Diehl sagt: "Solche Gruppen, die in Deutschland Schwierigkeiten haben mögen, gehen viel eher ins Ausland, wenn sie einen Binnenmarkt haben."

Klassische Auswanderer ist der Großteil der Deutschen nicht. "Auswanderer sind Menschen, die freiwillig ihr Heimatland mit der Intention verlassen, für immer in einem fremden Land zu leben", sagen die Experten. Ein Teil der Auswanderer bleibt nicht mehr unbedingt für ewig fort. Aber ein Teil kommt tatsächlich nicht wieder. Einer dieser klassischen Fälle ist Schwabe und heißt Jürgen Klinsmann. Als Spieler lernt er das Ausland kennen - Mailand, Monaco, London. Er heiratet eine US-Amerikanerin, und dann entscheidet er sich für den Lebensmittelpunkt in Übersee.

Klinsmann entspricht dem Muster, das die Soziologin Diehl aufzeichnet: Wer im Ausland lebt, der bleibt dann irgendwann kleben. Und "immer dann, wenn generell die Mobilität zunimmt, dann nimmt auch die dauerhafte, die permanente Abwanderung zu". Sie hat vor allem Abwanderung in die USA beobachtet und auch festgestellt, dass viele dorthin gehen, weil ihr Partner dort lebt.

Was bei Klinsmann anders ist: er hätte sicherlich als Fußballer bei vielen Vereinen in Deutschland eine Anstellung gefunden, also nicht in die Fremde gehen müssen. Vielen Bundesbürgern geht es nicht mehr so. Die Arbeitsmigration hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. 2005 suchten 15 000 Auswanderungswillige Rat beim Raphaels-Werk in Hamburg. Als Grund für das Verlassen des Landes nannten etwa 70 Prozent berufliche oder wirtschaftliche Gründe.

Die Fachleute sind besonders darüber besorgt, dass immer mehr hoch qualifizierte ins Ausland gehen - Spitzenforscher, die die Bundesrepublik nach vorne bringen könnten. Auch da sieht die Migrationsbilanz schlecht aus. Eine OECD-Studie zeigt: Deutsche Experten hält es nicht im Land der Dichter und Denker, ausländische Spitzenforscher zieht es nicht hierher.

Für den Arbeitsmarkt erscheint es noch positiv, wenn Deutsche im Ausland Arbeit finden. Doch für das persönliche Wohlbefinden kann das ganz anders sein. Das Raphaels-Werk kennt zahlreiche Beispiele. Mertens: "Der 47-jährige CNC-Fräser hat die Wahl zwischen Hartz IV oder Arbeiten in Norwegen. Der pendelt, weil sein Reihenhaus noch nicht abbezahlt ist und seine drei Kinder noch schulpflichtig sind." Aber er kommt nicht jedes Wochenende in die Heimat, weil das zu teuer ist. "Der pendelt einmal im halben Jahr." Es ist eine Art gefühlte Auswanderung, bei der man nie so ganz weiß, wann sie endgültig ist.


Im Jahr 2005 zogen 144 815 Deutsche aus ihrer Heimat fort. Die meisten gingen in die Schweiz und die USA - erst danach kamen die Länder des EU-Binnenmarktes. Die Rangliste der zehn beliebtesten Zielländer:

1) Schweiz (14 409)

2) USA (13 569)

3) Österreich (9314)

4) Polen (9229)

5) Großbritannien (9012)

6) Spanien (7317)

7) Frankreich (7316)

8) Italien (3435)

9) Niederlande (3404)

10) Kanada (3029)

Azul Real
04.09.2006, 10:12
Am günstigsten in der Reihe / Quadratmeterpreis von neuen Eigenheimen
mit 1.236 Euro (2004) fast 100 Euro niedriger als 1995 - Reihenhäuser
14 Prozent günstiger als Einzelhäuser

Kostenvorsprung der neuen gegenüber den alten Ländern auf 16
Prozent gestiegen

Deutschland legt das Image des teuren Wohnungsbaulandes immer mehr
ab. Mittlerweile wird anderswo kostspieliger gebaut, hierzulande
gehen die Baukosten dagegen seit Mitte der 90er Jahre spürbar zurück.

Im Vergleich zu 1995 sind nach den Zahlen des Statistischen
Bundesamtes die veranschlagten Kosten für das Bauwerk bei
Einfamilienhäusern pro Quadratmeter im Jahr 2004 bereits um 7,3
Prozent niedriger. Nach Auskunft von LBS Research hat sich dieser
Sparkurs im Jahr 2005 mit minus 1 Prozent weiter fortgesetzt. Dabei
fällt auf, dass die Entwicklung zum kostengünstigen Bauen in den
neuen Ländern stärker ausgeprägt ist als in Westdeutschland (vgl.
Grafik).

In Ostdeutschland liegen die Baukosten im Durchschnitt bereits bei
zwei von drei Gebäudetypen unter der Grenze von 1.000 Euro pro
Quadratmeter: bei Reihenhäusern mit 920 Euro bereits sehr deutlich,
bei Doppelhäusern mit 998 Euro noch relativ knapp. Allerdings hat
laut Statistik die Bedeutung dieser Bauformen im Laufe des letzten
Jahrzehnts abgenommen: Nur noch 5 Prozent der Einfamilienhäuser im
Beitrittsgebiet wurden 2004 in der Reihe errichtet (nach 16 Prozent
im Jahr 1995), 8 Prozent statt vorher 15 Prozent in Doppelhäusern.
Nach Angaben von LBS Research haben vor allem relativ großzügige
Grundstücksangebote und bezahlbare Baulandpreise den Anteil der frei
stehenden Einfamilienhäuser in den neuen Ländern gleichzeitig von 69
auf über 84 Prozent ansteigen lassen.

Demgegenüber liege der Anteil dieser besonders bevorzugten Bauform
im Westen vergleichsweise stabil bei rund 65 Prozent. Unverändert gut
14 Prozent setzten im ehemaligen Bundesgebiet auf das Reihenhaus. Vor
allem in den wirtschaftsstarken Ballungsräumen sind nach Einschätzung
der LBS-Experten diese Objekte neben Eigentumswohnungen auch eine
kostengünstige Alternative. Denn sie bieten ebenerdiges Wohnen auch
auf sparsamen Grundstücksflächen. Allerdings würden auch hier die
West-Ost-Unterschiede bei den Baukosten deutlich, denn der
Quadratmeter Reihenhaus ist in den alten Ländern im statistischen
Durchschnitt immer noch 22 Prozent teurer als in den neuen.

Zugleich werden laut Statistik bei Reiheneigenheimen und
Doppelhäusern die geringsten Wohnflächen realisiert. Mit der
Kombination aus Kosten- und Flächensparen ist nach Auskunft von LBS
Research das Geheimnis der Bezahlbarkeit dieser Objekttypen im
Vergleich zu frei stehenden Häusern zu erklären. Reihenhäuser zum
Beispiel kosteten im Osten 105.000 Euro (gegenüber 133.000 Euro bei
frei stehenden Häusern). Im Westen mache der Vorsprung des
Reiheneigenheims mit 142.000 Euro - gegenüber 194.000 Euro im frei
stehenden Haus - sogar über 50.000 Euro aus, also mehr als ein
Viertel.

Originaltext: Landesbausparkassen

Azul Real
05.09.2006, 19:41
Gründer von Reits stehen vor hohen Hürden

Ehemals gemeinnützigen Wohnungsfirmen droht mit Gesetzentwurf Nachversteuerung stiller Reserven - Weiteres Problem ist die Kreditbeschränkung

Von Christoph Ruhkamp, Düsseldorf

Wenn das Gesetz zur Einführung von Real Estate Investment Trusts (Reits) in Deutschland in der derzeit diskutierten Rohfassung tatsächlich 2007 in Kraft treten sollte, dann stünden Investoren, die ihre Immobilien in Form eines Reit an die Börse bringen wollen, vor etlichen Schwierigkeiten.

Eine bedeutende Hürde ist etwa die Begrenzung der Fremdkapitalaufnahme, die viele durch Zukäufe hoch verschuldete Immobiliengesellschaften nicht erfüllen könnten. Ein anderes wichtiges Problem betrifft speziell solche Gesellschaften, die aus ehemals gemeinnützigen Wohnungsunternehmen hervorgegangen sind.

Gesetzentwurf schweigt

Denn diesen Firmen droht bei Gewinnausschüttungen in Form von Dividenden eine nachträgliche "Strafbesteuerung" - im Fachjargon "EK02"-Problematik genannt. Der Hintergrund: 1990 wurde die bis dahin geltende Befreiung gemeinnütziger Wohnungsfirmen von der Körperschaftsteuer abgeschafft. Gleichsam im Gegenzug dafür durften die Unternehmen damals ihre Buchwerte auf den Marktwert hochschreiben, um eine sofortige Versteuerung der angehäuften stillen Reserven zu vermeiden. Allerdings musste der Aufstockungsgewinn den bei Ausschüttung zu versteuernden Rücklagen - das sind eben jene "EK02" - zugewiesen werden.

Wenn jetzt ein ehemals gemeinnütziges Wohnungsunternehmen als Reit an die Börse geht und Dividende ausschütten will, droht eine Nachversteuerung der "alten" stillen Reserven mit einem Satz von 45 %. Dieser nachträgliche Zugriff des Fiskus gilt grundsätzlich noch bis zum Jahr 2019. Der vorliegende Reit-Gesetzentwurf schweigt zu diesem Problem, das etliche Reit-Kandidaten betrifft und diese unter Umständen sogar von einer Reit-Gründung abhalten könnte (siehe auch Gastbeitrag unten).

Luxemburg als Ausweg?

Zu den Börsenaspiranten, die unter Umständen von dem Problem betroffen sein könnten, zählt etwa die US-Beteiligungsgesellschaft Fortress, die Ende Oktober ihr Wohnungsunternehmen Gagfah Holding mit insgesamt 150 000 Wohnungen an die Börse bringen will. Fortress hatte die Gagfah für 3,5 Mrd. Euro vom Rentenversicherer BfA übernommen und zusätzlich die Nileg von der Nord/LB und die Woba von der Stadt Dresden hinzugekauft .

Der Finanzinvestor scheint aber dem Vernehmen nach eine Lösung für das EK02-Problem gefunden zu haben: So wurde die Gagfah zusammen mit der von der Nord/LB erworbenen Nileg und der ehemals städtischen Dresdner Wohnungsfirma Woba unter dem Dach einer Holding in Luxemburg versammelt. Die deutschen Unternehmen sollen offenbar an die Luxemburger Holding Schuldzinsen für geliehenes Kapital zahlen - und diese Zinsen könnten dann als Dividendenausschüttungen der Luxemburger Holding indirekt an die Aktionäre gehen. Die "Strafbesteuerung" dürfte damit entfallen.

Ebenfalls von Bedeutung dürfte das Thema "EK02" für die Düsseldorfer Immobilienfirma Corpus sein, die den Sparkassen in Düsseldorf, Frankfurt und Köln sowie dem Vorstandschef Michael Zimmer gehört und ebenfalls im Oktober an die Börse will. Auch hier gibt es gemeinnützige Bestände im Eigenportfolio, das unter anderem rund 14 000 Wohnungen umfasst (siehe auch Tabelle).

Schuldengrenze schmerzt

Als eine weitere Hürde für die Gründung von Reits bzw. die Umwandlung bestehender Aktiengesellschaften in Reits könnte sich die im Gesetzentwurf vorgesehene Beschränkung der erlaubten Kreditaufnahme für Reits erweisen. So soll die Höhe der Fremdfinanzierung auf 60 % des Vermögens des Reit begrenzt werden. Das Problem: Aufgrund der niedrigen Zinsen haben überwiegend ausländische Finanzinvestoren ihre Immobilienkäufe in Deutschland zu einem sehr hohen Anteil mit Krediten finanziert und könnten die 60 %-Grenze somit voraussichtlich nicht einhalten, was die Gründung von Reits aus den Beständen der Beteiligungsgesellschaften verhindern würde.

Für Versicherer mit Reit-Ambitionen dürfte derweil vor allem die obligatorische Börsennotierung von Reits schmerzlich sein - wegen der mit dem Listing verbundenen Wertschwankungen. Die Börsennotierung ist aber notwendig, damit sich Reits vom Konkurrenzprodukt Immobilien-Spezialfonds ausreichend unterscheiden. Außerdem müssen die Reits nach dem Gesetzentwurf erst nach einer Übergangsphase an der Börse notieren, so dass sich die Versicherer auf die dann einsetzenden Wertschwankungen einstellen können.

Firmen stellen Hüllen bereit

Trotz aller Probleme dürfte es etliche schnelle Reit-Gründungen geben, sobald mit der Verabschiedung des Gesetzes 2007 der Startschuss fällt. Denn mehrere erfahrene Marktakteure aus Deutschland, die an der Börse notieren, haben für diesen Zweck bereits eigene Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer herkömmlichen AG bereitgestellt. Dazu zählt etwa die eigens umbenannte Deutsche Immobilien AG des Bonner Marktführers IVG oder die Deutsche Reit AG der Kölner Immobiliengesellschaft Colonia Real Estate.

Auch die Rücker Immobilien AG hat sich eine Rücker Immobilien Portfolio AG mit Reit-Option zugelegt. Sogar der amerikanische Agrarkonzern Cargill hat in der nicht notierten German Retail Reit AG Eigenkapital in einem Vehikel mit Blick auf Reits bereitgestellt. Alle diese Unternehmen können sehr schnell in einen Reit umgewandelt werden.

Börsen-Zeitung, 31.8.2006

Azul Real
06.09.2006, 08:41
Häuser in Hamburgs Umland günstiger

LBS-Studie: Innerhalb der Stadt sind die Immobilienpreise relativ konstant geblieben. Ottensen, St. Georg und Alsterdorf sind begehrte Wohnorte. Angebot könnte bald knapper werden.

Von Rolf Zamponi

"Das Preisniveau für Immobilien driftet zwischen Hamburg und den angrenzenden Regionen immer weiter auseinander.

Im Umland liegen die Preise derzeit bei etwa zwei Dritteln des Hamburger Niveaus." Das ist das Ergebnis einer Studie von LBS Bausparkasse Hamburg und der Marktforschungsgesellschaft F + B, die Matthias Pietsch, der Vorstandssprecher der LBS, gestern in Hamburg vorstellte.

Innerhalb von fünf Jahren etwa sind Eigentumswohnungen in Hamburg um 10,5 Prozent teurer geworden, während die Preise im Umland um 8,9 Prozent sanken. Seit Jahresbeginn wurden die Preise für gebrauchte Häuser in Hamburg etwas günstiger und für bestehende Eigentumswohnungen leicht teurer. Auch die Preise für neue Häuser und Eigentumswohnungen haben sich erhöht. Dagegen sind die Immobilienpreise im Umland in diesem Zeitraum zumeist gesunken.

Als begehrte Hamburger Wohnviertel sieht Pietsch Ottensen, St. Georg, Alsterdorf, Eilbek oder Hohenfelde. Jedoch zeichne sich auch in Billstedt, Jenfeld oder Wilhelmsburg ein Wandel ab. Wohneigentum sei hier "zu vernünftigen Preisen" möglich.

"Das Immobilienangebot reicht derzeit aus, um alle Wünsche ohne große Preissteigerungen aufzufangen", so Pietsch. Wer in Hamburg keine Immobilie finde, könne sich im Umland bedienen. Allerdings sei ein Immobilienkauf dort nicht immer günstiger als die Wahl eines städtischen oder stadtnahen Objekts. "Schon 1999 wurden die Vorteile der günstigeren Immobilienpreise durch die Fahrtkosten aufgehoben, wenn die Bewohner mit dem Auto zur Arbeit fuhren", so der LBS-Chef. Nur bei der Wahl öffentlicher Verkehrsmittel hätten sich damals Einsparungen realisieren lassen.

Durch die eingeschränkte Pendlerpauschale und das teurere Benzin dürfte nach Auffassung der LBS nun das Wohnen vor der Stadt oftmals teurer sein als eine Immobilie in der Stadt. Obwohl zuletzt ältere Menschen häufig wieder in die Stadt zurückgezogen sind, hat Hamburg 2005 aber rund 6400 Einwohner gegenüber dem Umland verloren.

Veränderungen auf dem Immobilienmarkt erwartet die LBS bei anhaltendem Bevölkerungswachstum in Hamburg in 1,5 bis zwei Jahren. "Wir brauchen jährlich etwa 5600 neue Wohnungen, im vergangenen Jahr entstanden aber nur 3300", sagte Pietsch. Komme der Wohnungsbau weiter nicht nach, könnten als Folge die Preise deutlich steigen. Hamburg steuere hier jedoch bereits mit mehr Grundstücken für den Wohnungsbau gegen.

Insgesamt beurteilt die LBS die Preise für Immobilien als günstig. Auch das Niveau der Hypothekenzinsen sei bei einem Abschluss über zehn Jahre mit 4,8 bis 4,9 Prozent noch preiswert. Voraussichtlich werde dieses Niveau bei zeitweiligen leichten Zu- und Abschlägen um 0,5 Prozentpunkte zunächst weiter konstant bleiben. Der Wegfall der Eigenheimzulage hat dabei das Interesse an den eigenen vier Wänden bisher kaum beeinflusst.

Insgesamt gilt für Hamburg, dass die Immobilienpreise in den teuren Stadtteilen weiter teurer werden, während sich am unteren Ende der Preisskala Abschläge abzeichnen.

Im Durchschnitt wurden bestehende Häuser in Hamburg seit Jahresbeginn pro Quadratmeter um 0,9 Prozent auf 2220 Euro billiger, die Preise für Eigentumswohnungen stiegen um 1,1 Prozent auf 2060 Euro. Neubauten in Hamburg kosten 2,4 Prozent mehr, der Quadratmeter kommt so auf 2240 Euro. Neue Eigentumswohnungen legten beim Preis um 2,3 Prozent auf 2830 Euro pro Quadratmeter zu.

Wer derzeit in Hamburg ein Haus bauen will, muss bei 100 Quadratmeter Wohnfläche und einem ortsüblichen Grundstück gut 224 000 Euro bezahlen. Im Umland sind es dagegen nur 159 000 Euro. Eine gleich große Neubaueigentumswohnung kostet in Hamburg 283 000 Euro und in der Region durchschnittlich 174 000 Euro.

erschienen am 6. September 2006

Azul Real
15.09.2006, 13:55
Deutsche Börse will Reits-Indizes einführen - Euro am Sonntag

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse AG, Frankfurt, will nach der
Zulassung von Reits in Deutschland entsprechende Indizes anbieten. "Wir werden
Reits-Indizes einführen, sobald es deutsche Reits gibt", wird Hartmut Graf,
Leiter des Indizes-Geschäft der Deutschen Börse, in einer Vorab-Meldung von
"Euro am Sonntag" zitiert. Die Bundesregierung visiert den Jahresanfang 2007 für
den Start der steuerbegünstigten, börsennotierten Immobiliengesellschaften an.
Details und der konkrete Startzeitpunkt stehen allerdings noch nicht endgültig
fest.

Azul Real
18.09.2006, 11:59
US-Wirtschaft könnte wegen Hausmarkt in Rezession fallen:shock:

Der Ökonom Joseph Stiglitz von der Columbia University in New York ist der Ansicht, dass die rasche Verlangsamung des US-Hausmarktes für die weltgrößte Volkswirtschaft mit der Gefahr des Abgleitens in die Rezession verbunden ist.

So ist davon auszugehen, dass der nachlassende Hausmarkt die wirtschaftlichen Aktivitäten wesentlich bremst.

Aus diesem Grund wird die Fed im kommenden Jahr den Leitzins auf voraussichtlich 4 Prozent reduzieren.

Das Problem des Hausmarktes erfasse nicht nur einen einzigen Sektor sondern erstrecke sich auf die Gesamtwirtschaft. Daraus lasse sich eine erhebliche Möglichkeit für eine Rezession ableiten, führte der Träger des Nobelpreises für Wirtschaft des Jahres 2001 weiter aus.

Azul Real
19.09.2006, 08:57
Immer weniger Deutsche planen Bau eines Eigenheims :roll:

BERLIN -

Während Wirtschafts- und Tiefbau florieren, erfüllen sich immer weniger Deutsche den Traum vom Eigenheim.

So ist der von der KfW Bankengruppe regelmäßig für die "Wirtschaftswoche" berechnete Frühindikator Eigenheimbau nach verheißungsvollem Jahresstart deutlich eingebrochen.

Danach planten im August saisonbereinigt nur noch 37,1 Prozent der im Rahmen des KfW-Wohneigentums-programms geförderten Kreditnehmer den Neubau oder Erwerb eines Eigenheims. Das ist ein Rückgang von 3,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat und die niedrigste Quote seit Januar 1998.

Auch im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich (Juni bis August) verlor der Indikator 7,3 Punkte. Als einen Grund für den Rückgang nennen die KfW-Experten die Abschaffung der Eigenheimzulage.

Hinzu kämen Faktoren wie stagnierende Realeinkommen und anhaltend hohe Arbeitslosigkeit.
AFP

erschienen am 18. September 2006

Azul Real
19.09.2006, 09:21
IVG will schlanker werden

Der neue Chef des Bonner Immobilienkonzerns IVG, Wolfhard Leichnitz, will das Unternehmen zu einem der führenden europäischen Investmenthäuser für Immobilien ausbauen. Dabei spielt vor allem die Aufstockung der Beteiligung an der Oppenheim Immobilien-KAG auf 94 Prozent eine wichtige Rolle.

agr DÜSSELDORF. "Bislang sind wir nur in Deutschland die Nummer eins, in Europa dagegen noch Mittelklasse," sagte Leichnitz vor Journalisten in Düsseldorf. Dafür will er den Konzern "schlanker machen". Mit einem eigenen Portfolio von 3,3 Mrd. Euro und einem betreuten Bestand von 17,4 Mrd. Euro ist IVG bereits Deutschlands größter börsennotierter Immobilienkonzern.

Dreh- und Angelpunkt des Konzernumbaus sei die Aufstockung der Beteiligung an der Oppenheim Immobilien Kapitalanlagegesellschaft (OIK) von 50,1 auf 94 Prozent zum Januar 2007, so Leichnitz. Die OIK ist mit einem Fondsvolumen von 10 Mrd. Euro Marktführer für Immobilien-Spezialfonds in Deutschland. Den Preis für die Anteile vom Bankhaus Sal Oppenheim wollte Leichnitz nicht nennen. Doch wird OIK von Analysten mit 250 Mill. Euro bewertet. Der Schritt habe für die Anleger als auch für beide Unternehmen erhebliche Vorteile, sagte Leichnitz.

OIK wird in den Geschäftsbereich Fonds integriert und bildet künftig die Plattform für das Geschäft mit allen institutionellen Anlegern. Leichnitz bezifferte die Synergien aus der Bündelung des Fonds-Geschäfts auf acht bis zehn Mill. Euro pro Jahr. Gestrafft wird auch der Zuschnitt der Sparten Portfoliomanagement, Projektentwicklung und Kavernen (unterirdische Lager für Öl und Gas).

IVG will das Investmentportfolio auf Büroimmobilien an ausgewählten Orten konzentrieren. Dazu sollen in diesem und im nächsten Jahr jeweils 1,2 Mrd. Euro investiert werden. Aus dem Verkauf von Logistik- und Gewerbeimmobilien sowie der Aufgabe von Standorten wie Dresden, Mailand, Lissabon und Madrid sollen in beiden Jahren jeweils 600 Mill. Euro erlöst werden. Das lukrative Geschäft mit der Vermietung von 40 Kavernen wird in einen eigenen Geschäftsbereich ausgegliedert. IVG plant den Bau weiterer 25 Kavernen. Die Projektentwicklung wird ebenfalls neu ausgerichtet.

Azul Real
19.09.2006, 14:03
Commerzbank: Deutscher Aktienmarkt wird von REITs profitieren


FRANKFURT (Dow Jones)--Von der Einführung der Real Estate Investment Trusts
(REITs) in Deutschland wird nach Auffassung der Commerzbank der gesamte
Aktienmarkt profitieren. "Mit der REITs-Einführung wird die Kapitalisierung des
deutschen Aktienmarktes insgesamt steigen", sagte Ralf Grönemeyer, Head of
Equity Strategy bei Commerzbank Corporates & Markets, der Investmentbank der
Commerzbank AG.

Dabei sei nicht nur die zusätzliche Marktkapitalisierung der
steuerbegünstigten Immobilienaktien selbst bedeutsam. Vielmehr dürften
Investoren die stillen Immobilienreserven der Kapitalgesellschaften dann
insgesamt höher bewerten und dies in den Aktienkursen einpreisen, sagte
Grönemeyer im Gespräch mit Dow Jones Newswires.

Der Marktstratege geht davon aus, dass in drei bis vier Jahren REITs in
Deutschland bereits eine Marktkapitalisierung von rund 100 Mrd EUR erreichen
werden. Vor allem Konzerne, die Probleme mit Pensionsverpflichtungen hätten und
Unternehmen, die auf die Assets selbst verzichten könnten, dürften recht schnell
die Immobilien ausgliedern. Dazu zählten Banken, Versicherer,
Automobilunternehmen und Einzelhändler. "30% bis 50% aller DAX-100-Unternehmen
könnten Teile ihrer Immobilienbestände in REITs ausgliedern", zeigte sich
Grönemeyer überzeugt.

REITs werden nach dem Willen der Bundesregierung Anfang 2007 in Deutschland
zugelassen.

Ein Gesetzentwurf für diese steuerbegünstigten
Immobilienaktiengesellschaften soll in den nächsten Wochen ins Bundeskabinett
eingebracht werden. Zwar könnte sich das Gesetzgebungsverfahren rein technisch
noch bis Anfang Januar hinziehen. Allerdings hat Bundesfinanzminister Peer
Steinbrück für einen solchen Fall bereits erklärt, dass das Gesetz dann
rückwirkend in Kraft treten und der Starttermin 1. Januar auf diese Weise
gehalten wird.

Laut Grönemeyer ist der sehr hohe Immobilienbestand deutscher Unternehmen
vor allem auf die hohen Steuerbelastungen der vergangenen Dekaden zurückzuführen.
Damals sei in Immobilien investiert worden, um mittels Abschreibungen die
Steuerlast zu drücken. Zudem hätte der noch schlecht entwickelte Kapitalmarkt in
Deutschland dazu geführt, dass die Unternehmen benötigtes Kapital vor allem von
Banken erhielten. Die hätten für die Kredite Sicherheit in Form von Assets
gefordert, die dann vor allem aus Immobilien bestanden hätten.

Während im angelsächsischen Raum nur rund ein Viertel der Immobilien noch
den Unternehmen selbst gehörten, seien es in Deutschland derzeit dagegen noch
rund drei Viertel. "Ich gehe davon aus, dass in Deutschland ein Teil dieser
Immobilien-Assets freigesetzt wird", schätzt der Aktienstratege.
Die Einführung der REITs allein wird dabei allerdings nicht die treibende
Kraft sein. Private-Equity-Fonds werden sich nach Einschätzung Grönemeyers die
hier liegende Chance nicht entgehen lassen, und auch die Unternehmen selbst
dürften erkennen, wie wichtig es werde, die Immobilien-Assets zu verkaufen, um
dadurch das operative Geschäft zu stützen.

Die extrem hohen Mittelzuflüsse in Private-Equity-Fonds führen nach Ansicht
von Grönemeyer dazu, dass der Anlagedruck zunimmt und trotzdem hohe Renditen
erwirtschaftet werden müssen. Dies werde dazu führen, dass Private-Equity-Fonds
vermehrt Unternehmen anschauen, die unter anderem hohe stille Reserven aus
Immobilien auf der Bilanz hätten. Mit einem Verkauf der Assets werde die
Rekapitalisierung kreditfinanzierten Übernahmen durch Private-Equity-Fonds
deutlich erleichtert.

"Diese Tendenz wird insgesamt dazu führen, dass viele Unternehmen von sich
aus diese Reserven heben werden, um so Investitionen in das operative Geschäft
zu tätigen oder Pensionsverpflichtungen auszulagern. Eine Auflösung der Assets
wird es also auf jeden Fall geben", sagte Grönemeyer. Er prognostiziert daher,
dass es Ende 2008 signifikant weniger Assets in den Bilanzen der großen
deutschen Konzerne geben wird und die bilanziellen Pensionsrückstellungen
deutlich gesunken sein werden.

"Vor allem die Unternehmen, die hohe Pensionsverpflichtungen haben, werden
von REITs profitieren", sagte der Stratege. Sie könnten das Immobilienvermögen
an einen REIT verkaufen, das dadurch frei werdende Geld in das Eigenkapital in
der Bilanz einstellen und diese in einem weiteren Schritt dann gegen die
Pensionsrückstellungen auflösen.

Die Pensionsverpflichtungen insgesamt könnten anschließend in einen
Treuhandfonds, ein so genanntes Contractual Trust Agreement (CTA), ausgegliedert
werden. CTAs wiederum dürften vor allem in REITs investieren, schätzt der
Marktstartege, weil hier bei großer Sicherheit relativ hohe Rendite erreichbar
sei. "REITs stellen daher gerade für Pensionsfonds, Versicherer, CTAs und
Stiftungen eine interessante Anlegeklasse dar", sagte Grönemeyer.

Azul Real
19.09.2006, 19:55
Es lebe der Dilettantismus und die Prohibition :rabbit:


HANDELSBLATT, Dienstag, 19. September 2006, 19:19 Uhr
Auf unbestimmte Zeit verschoben :shock:

Finanzministerium trödelt bei Reits

Das Bundesfinanzministerium hat die Vorlage eines Gesetzentwurfs zur Einführung börsennotierter Immobilien-Investmentgesellschaften auf unbestimmte Zeit verschoben.

Das Ministerium schafft es nicht, die Gesetzesvorlage zu den so genannten Real Estate Investment Trusts (Reits) rechtzeitig vorzulegen.

BERLIN. Darüber informierte die parlamentarische Staatssekretärin Barbara Hendricks am Dienstag die Arbeitsgruppe Finanzen der Union. Ein Sprecher des Finanzministerium bestätigte, es gebe derzeit keinen Zeitplan für das Reits-Gesetz.

Ursprünglich sollte das Gesetz heute im Bundeskabinett verabschiedet werden. :roll:

Nach der nun angekündigten Verschiebung ist es kaum wahrscheinlich, dass das Gesetz Anfang 2007 in Kraft treten kann, weil auch der Bundesrat dem Vorhaben zustimmen muss. Als Grund für die Verzögerung nannte Hendricks die Arbeiten am Gesetzentwurf zur Erbschaftsteuerreform, der Mitte Oktober im Kabinett besprochen werden soll.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte betont, dass er die Einführung steuerbegünstigter Immobiliengesellschaften zu Beginn des nächsten Jahres favorisiert.

Auch der Finanzplatz Deutschland wartet auf die Gesetzesinitiative.

Das Marktpotential schätzen Experten bis 2010 auf 70 bis 120 Mrd. Euro. In Europa gibt es Reits bereits in den Niederlanden, Luxemburg, Italien, Spanien, Belgien und Frankreich. Großbritannien will nächstes Jahr mit einer eigenen Variante starten.

Georg Fahrenschon, finanzpolitischer Sprecher der CSU, bezeichnete die geplante Verschiebung als nicht akzeptabel. „Das ist eine Bankrotterklärung des Bundesfinanzministeriums“, sagte Fahrenschon dem Handelsblatt.

Der Unionspolitiker sieht vor allem die Gefahr, dass das Immobiliengeschäft mit dem Finanzmarktinstrument Reits dann nicht über Frankfurt, sondern über London oder Paris abgewickelt wird. Den Banken sei es am Ende egal, welchen Börsenplatz sie nutzen. Schon heute würden deutsche Privatbanken Reits-Geschäfte im Ausland erledigen. „An diesem Trend wollte der Bundesfinanzminister eigentlich etwas ändern“, sagte Fahrenschon.

Umstritten ist die Einführung der steuerbegünstigten und börsennotierten Immobiliengesellschaften innerhalb der SPD-Fraktion. Einige Sozialdemokraten fürchten nicht nur den Verlust von Steuereinnahmen, sondern auch das Ende des sozialen Wohnungsbaus und Mieterhöhungen. Das Bundesfinanzministerium überlegt nun, Reits rückwirkend einzuführen, was die Union jedoch ablehnt.

Azul Real
20.09.2006, 09:57
Geldpolitik
EZB-Leitzins dürfte bald auf vier Prozent steigen

In Notenbank-Kreisen sind sogar noch höhere Niveaus im Gespräch. Die Ratsmitglieder unterstreichen erneut die Inflationsgefahr im Euro-Raum.

Frankfurt/Singapur - Mit einer Salve von Warnungen vor Inflationsgefahr im Euro-Raum haben mehrere Vertreter der EZB-Spitze seit dem Wochenende den Zinserhöhungskurs der Europäischen Zentralbank (EZB) unterstrichen. Wie aus geldpolitischen Kreisen zu vernehmen war, wird der Leitzins im kommenden Jahr weiter bis auf mindestens vier Prozent erhöht. Voraussetzung sei, dass sich das Wachstum wie erwartet fortsetzt und die Inflationsgefahr zunehmen sollte.

Ein führender Geldpolitiker aus der Euro-Zone sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der Leitzins von derzeit drei Prozent werde "mindestens" auf vier Prozent angehoben, wenn sich das Basisszenario der EZB einstelle.

Dieses sieht für 2007 erneut eine Wachstumsrate über zwei Prozent und deutlich mehr als zwei Prozent Preisanstieg voraus. "Nach dem Basisszenario wird sich die Produktionslücke Anfang 2008 schließen. Zuvor, bis Ende 2007, sollten die Zinsen mindestens bei vier Prozent sein", sagte dieser Zentralbanker. "Aber wir werden sehen, ob das reicht - vielleicht müssen sie noch ein bisschen höher gehen." Andere Zentralbanker aus dem Euro-System bestätigten, dass die Debatte über die Zinspolitik 2007 im EZB-Rat gerade beginnt. Alle vier Geldpolitiker, die nicht namentlich genannt werden wollten, wiesen darauf hin, dass die Prognosen des EZB-Stabes zu Wachstum und Inflation im Dezember für den Zinsausblick 2007 sehr wichtig sein würden.

Bisher haben nur einzelne Ratsmitglieder durchblicken lassen, dass der Zinserhöhungskurs im kommenden Jahr fortgeführt werden könnte. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet signalisierte auf der letzten Pressekonferenz Ende August, dass der Rat bei seiner nächsten Zinssitzung im Oktober den Schlüsselzins von derzeit 3,0 Prozent um weitere 25 Basispunkte anheben würde. Am Finanzmarkt gilt ein weiterer Schritt auf 3,5 Prozent im Dezember als sicher. Viele Analysten erwarteten für 2007 noch keine Zinserhöhungen, da die Aussichten für die Konjunktur unsicher seien.

Der hochrangige Notenbanker äußerte sich jedoch optimistisch über das Wachstum 2007. "Natürlich richten wir uns nach den Daten, und wenn sich die Konjunktur stärker abkühlt als wir erwarten, müssen wir unseren Kurs ändern. Aber das ist nicht, was wir ins Auge fassen", sagte er. Ein anderer Zentralbankvertreter sagte, die Währungshüter müssten Ende 2007 offen sein, Zinsen über den Korridor von 3,5 bis 4,0 Prozent hinaus in Betracht zu ziehen. Er erwähnte ebenso wie der dritte Geldpolitiker ausdrücklich die schwindenden freien Kapazitäten in der Wirtschaft als einen Faktor der Zinsdiskussion: "Die Output-Lücke schließt sich, die Beschäftigung steigt an, es gibt positive Effekte der Konjunktur am Arbeitsmarkt", sagte die dritte Person. Dies werde womöglich zu kräftigeren Lohnsteigerungen führen.

Eine vierte Quelle war nicht sicher, ob der EZB-Rat die Zinsen weiter erhöhen würde. Es gebe vorsichtige Ratsmitglieder, die den Zins nicht in ein restriktives, konjunkturdämpfendes Terrain bringen wollten. Zwei weitere Schritte auf 3,5 Prozent seien sicher, wenn es keine Überraschungen gebe. Für 2007 sei die Orientierung dagegen noch unklar. Es herrsche Unsicherheit darüber, ob der Abwärtstrend beim Ölpreis nicht vielleicht anhalte, was den Inflationsdruck vermindern würde. Unklar sei auch, wie sich die deutsche Mehrwertsteuererhöhung auf Wachstum und Inflation auswirke. Und schließlich könne auch der Wechselkurs eine Rolle spielen, falls der Euro mit der schwindenden Zinsdifferenz zu den USA kräftig aufwerten sollte.

Die EZB sei höchst wachsam wegen der Risiken für die Preisstabilität, sagte deshalb auch EZB-Direktoriumsmitglied Jose Manuel Gonzalez-Paramo am Rande der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank am Montag in Singapur. Der Ölpreis bleibe trotz des jüngsten Rückgangs eine Inflationsgefahr. Auch Österreichs Notenbankgouverneur Klaus Liebscher wies auf wachsende Risiken für stabile Preise im kommenden Jahr hin und äußerte sich sehr zuversichtlich über die Konjunktur. Zuvor hatten bereits EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark und Italiens Notenbankchef Mario Draghi deutlich zum Ausdruck gebracht, dass der EZB das Leitzinsniveau beim derzeitigen Stand von drei Prozent noch nicht hoch genug ist, um die Inflationsgefahr einzudämmen.

Azul Real
20.09.2006, 10:03
In Spanien wächst die Zinsangst

Wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, dass die Inflation wieder auf dem Vormarsch ist, wurde er spätestens diesen Monat erbracht: Allein 314-mal tauchte die Schreckensvokabel aller Notenbanker und Sparer zuletzt allein in den Schlagzeilen der deutschen Presse auf. Vor drei Monaten waren es gerade einmal 200 Nennungen.

Von Martin Stötzel

Schon die Suche nach der Herkunft der Inflation reizt die Akteure in Wissenschaft und Praxis immer wieder zu Auseinandersetzungen. Können die Unternehmen die Preise erhöhen, weil die Konsumenten durch allgemeine Lohnerhöhungen mehr „in der Tasche" haben und ständig mehr Güter nachfragen, als verfügbar sind? Oder steigen die Preise, weil die Geldversorgung zu lax gehandhabt wird und ein steigendes Geldangebot auf eine gleich bleibende Waren- und Dienstleistungsmenge trifft?

Keynesianer und Monetaristen erklären das Phänomen höchst unterschiedlich, und daraus werden natürlich beim Auftreten von Inflation völlig unterschiedliche Empfehlungen an die politisch Verantwortlichen abgeleitet. Und wie steht es mit dem Spruch des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt „5 Prozent Inflation sind mir lieber als 5 Prozent Arbeitslosigkeit"?

Spanien hat in seiner jüngeren Vergangenheit durch die Konvergenz der Euro-Staaten, die in der Einheitswährung gipfelte, die Quadratur des Kreises erreicht. Sinkende Arbeitslosigkeit und sinkende Inflationsraten, verbunden mit einem deutlichen Absinken des Zinsniveaus.

Nach den neuesten Zahlen liegt die Arbeitslosigkeit bei 8,42 Prozent, so niedrig wie seit 1979 nicht mehr. Doch diese wahrhaft paradiesischen Zustände dürften bald zu Ende gehen. Denn das spanische Problem ist durch die Festlegung der Wechselkurse nicht vom Tisch. Früher fiel in Phasen anhaltend hoher Inflation der Wechselkurs der Pesete. Als die Europäische Union das System der festen Wechselkursbänder etablierte, öffnete sie ein Tor, durch das 1993 George Soros drang und die Schwächen gnadenlos ausnutzte. Da die Wechselkurse die auseinander driftende Inflation nicht ausgeglichen hatten, sorgte der Spekulant innerhalb kürzester Zeit für die aufgestaute, aber notwendige Anpassung der Devisenkurse.

Mit der Einführung des Euro ist dieses Einfallstor für die Spekulation weggefallen, die grundlegenden Probleme aber nicht. Deswegen befindet sich die Europäische Notenbank in einem schwierigen Spagat. Spanien weist Inflationsraten (aktuell bei 3,5 Prozent) auf, die jenseits von allen Vorgaben der EZB liegen. Hätte Spanien eine nationale Notenbank, dann wären die Zinsen in Spanien mit Sicherheit bereits mehrfach erhöht worden. Die Schwergewichte im Euro-Raum, wie Deutschland und Frankreich, weisen jedoch nur ein jämmerliches Wirtschaftswachstum auf. Deswegen sind Zinserhöhungen bisher tabu gewesen.

Doch sollte die EZB wegen der gestiegenen Preisrisiken ihre bisherige Politik ändern, dann könnten die Auswirkungen hier in Spanien durchaus dramatisch sein. Denn ein Anstieg der Zinsen könnte, anders als in Deutschland, Frankreich oder Italien, zu großen finanziellen Problemen der Haushalte führen, weil die Hypothekenzinsen in Spanien zu mehr als 99 Prozent variabel abgeschlossen werden. Das heißt: Der Zinssatz ist nicht, wie in Deutschland üblich, auf zehn, 15 oder gar 20 Jahre fest kalkuliert und fix.

Doch auch wenn die Notenbank keine Zinsschritte beschließt, sind die Gefahren nicht vom Tisch. Denn die variablen Zinsen sind in Spanien nicht an den Leitzins gebunden, sondern meist an den Euribor. Das ist der Zinssatz, den europäische Banken voneinander beim Handel von Einlagen mit festgelegter Laufzeit verlangen. Der Euribor ist in den drei zurückliegenden Monaten jeweils gestiegen und nun bei 2,404 Prozent angelangt.

Die Zeiten niedrigster Zinsen, mit denen viele geplant haben, sind somit vorbei. Nach der vierteljährlichen Revision der Zinszahlungen bedeutet das für den durchschnittlichen Kreditnehmer, der sich 120.000 Euro mit einer Laufzeit von 20 Jahren geliehen hat, 22,50 Euro monatlich mehr an Zinsen ab Juli.

Das hört sich harmlos an, doch eine Umfrage der Nationalen Statistikbehörde Spaniens (INE) lässt anderes vermuten: Mehr als die Hälfte aller Familien in Spanien haben schon jetzt Probleme, mit ihrem Einkommen über die Runden zu kommen. Knapp 56 Prozent, will heißen 7,92 Millionen Familien, reicht das Einkommen nicht oder kaum noch aus. Sparen ist sogar für fast 64 Prozent unmöglich geworden.

INE bezieht sich auf die ersten drei Monate im laufenden Jahr. Beunruhigen muss bei den Untersuchungen der Statistiker auch, dass im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Zahl der spanischen Haushalte in Not um fast 127.000 gestiegen ist. Die Verschuldung der Familien resultiert meist aus den stark gestiegenen Immobilienpreisen, weil traditionell in Spanien Wohnraum eher gekauft als gemietet wird.

Die Preise sind in den vergangenen Jahren jährlich um etwa 17 Prozent in die Höhe geschnellt und haben sich in sieben Jahren verdoppelt. Deshalb haben die privaten Haushalte mit mehr als 600 Milliarden Euro einen neuen Schuldenrekord aufgestellt. Die Verschuldung ist 2004 sogar um 19 Prozent gestiegen, und die Schulden der Familien haben sich in nur fünf Jahren fast verdoppelt.

Wegen des hohen Preisanstiegs und der hohen Verschuldung hatte auch die OECD in ihrem diesjährigen Frühjahrsbericht zur Entwicklung ungewöhnlich scharfe Worte gewählt. Sie warnt Spanien in aller Deutlichkeit vor einem „brutalen und plötzlichen" Verfall der Immobilienpreise.

Die Organisation warnt „mittelfristig" vor dem Platzen der Immobilienblase in Spanien. :shock:

Den Verbrauchern werde auch auf Grund der starken Inflation weiter Kaufkraft entzogen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat haben sich beispielsweise die Preise im Juni 2005 um 3,5 Prozent erhöht, gaben die Statistiker der INE bekannt. Beides dürfte sich bald ebenso auf den Konsum auswirken, wie der Wegfall von Milliardenzahlungen aus Brüssel. Schnell könnte die Negativspirale in Spanien an Fahrt gewinnen - und die Blase sprengen.

Welche Folgen dies auf die Ökonomie des Landes hätte, lässt sich leicht ausrechnen.

Der Bausektor macht fast 18 Prozent des spanischen Bruttoinlandsproduktes aus.

Eine ähnlich dramatische Entwicklung wie einst in Japan ist nicht ausgeschlossen. Die im Vergleich zu Spanien wirtschaftlich starke Insel leidet noch heute daran, dass dort 1991 die Immobilienblase geplatzt ist.

Die japanischen Banken ächzen noch heute unter den enormen Milliardenlasten fauler Kredite - und viele von ihnen können und konnten nur mit staatlicher Hilfe vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Die Arbeitslosenquote kletterte in Japan seinerzeit auf bis dato für unvorstellbar gehaltene 5,5 Prozent.

Azul Real
20.09.2006, 21:53
REITs kommen doch!

Das Bundesfinanzministerium hat am Mittwochnachmittag bestätigt, an der geplanten Einführung von börsennotierten Immobiliengesellschaften zum 1. Januar 2007 festzuhalten. Noch am Morgen sah alles anders aus.

REIT-Spekulation an der Börse geht weiter
Denn der Handelstag begann mit einer schlechten Nachricht für die Aktionäre von Immobilienunternehmen: In seiner Mittwochausgabe berichtete das "Handelsblatt", dass das Bundesfinanzministerium die Vorlage eines Gesetzesentwurfs zur Einführung von REITs auf unbestimmte Zeit verschoben habe.

Diese „Nachricht“ schockte den Markt.

Die Aktie des Immobilienunternehmens IVG verlor am Mittwochmorgen zeitweise über zwei Prozent und gehörte damit zu den schwächsten Werten im MDax.

Das Papier von Vivacon büßte im frühen Geschäft sogar über drei Prozent ein, während der Titel von Deutsche Wohnen AG mehr als zwei Prozent absackte. Händler kommentierten am Mittwochmorgen, dass insbesondere die Unsicherheit bezüglich der Zeitpläne belaste. Die Papiere der genannten drei Unternehmen konnten jedoch bereits um die Mittagszeit ihre Verluste teilweise wettmachen.

Die Aussage des Bundesfinanzministerium bestätigte gleichsam die Trendumkehr der Immobilientitel. Eine Sprecherin des Ministeriums erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX, der Gesetzgebungsprozess im Bundestag solle auf jeden Fall bis Jahresende abgeschlossen werden. Die Zustimmung des Bundesrates könne notfalls auch Anfang 2007 nachgeholt werden und das Gesetz dann rückwirkend in Kraft treten.

REIT-Fantasie hält an
Ein REIT (Real Estate Investment Trust) ist ein steuerbegünstigter Immobilienfonds. Zur Zeit wird in Deutschland darüber diskutiert, ob diese neue Anlageform zugelassen wird. Vor allem in den USA sind börsennotierte REITs eine verbreitete Form der Immobilienanlage.

Seit geraumer Zeit profitieren die Aktien der Immobilienunternehmen von der geplanten Einführung dieser neuen Anlageform. Die REIT-Fantasie dürfte die Börsianer auch weiterhin bewegen.

Azul Real
23.09.2006, 09:53
21.09.2006 10:47
Fraport im REIT-Fieber

Der Flughafenbetreiber hat eine neue Strategie für seinen Immobilienbesitz angekündigt. Dieser soll langfristig ausgegliedert und in einen REIT verwandelt werden. Der Börse gefällt die Idee.


Die im MDax notierte Fraport-Aktie liegt trotz eines schwächeren Börsenumfeldes leicht im Plus. Eröffnungsgewinne von fast zwei Prozent musste das Fraport-Papier jedoch größtenteils wieder abgeben.

"Wir wollen das Immobilienvermögen zum zweiten Kerngeschäft der Fraport entwickeln", sagte Fraport-Chef Wilhelm Bender am Donnerstag in Frankfurt. Geplant sei eine Ausgliederung der Fraport-Immobilien in eine eigene Gesellschaft. Diese solle die Entwicklungschancen des Immobilienbesitzes ausloten und vorantreiben. Hier schlummere erhebliches Wachstumspotenzial.

Langfristig sei dann auch der Verkauf von Anteilen an dieser Gesellschaft oder die Umwandlung in einen REIT (Real Estate Investment Trusts) vorstellbar. Dies sei jedoch noch nicht entschieden. Einen genauen Zeitplan nannte Bender nicht. Der Prozess werde voraussichtlich aber Jahre in Anspruch nehmen. Grundbedingung der neuen Immobilienpläne sei allerdings, dass Bestand und Fortentwicklung des Frankfurter Flughafenbetriebs sichergestellt werden. "Wir werden das Flughafengrundstück nicht verkaufen", stellte der Fraport-Chef klar.

Nach Angaben des Unternehmens umfasst die neue Immobilienstrategie drei Schritte: eine effizientere Bewirtschaftung bestehender Flächen, die Entwicklung Nutzungskonzepte im Rahmen der Immobilien-Projektentwicklung sowie die Steigerung der unternehmerischen Flexibilität durch die Steuerung des
Immobilienvermögens nach einem Portfolio-Ansatz.

Fraport reitet auf REIT-Welle
Der Flughafenbetreiber springt damit auf den REIT-Zug auf. Schon seit längerem sprießen die Kurse der deutschen Immobilienaktien in die Höhe. Der Markt spekuliert auf die Einführung von REITs im kommenden Jahr.

Am gestrigen Mittwoch bestätigte das Bundesfinanzministerium, an der geplanten Einführung von börsennotierten Immobiliengesellschaften zum 1. Januar 2007 festhalten zu wollen.

Ein REIT ist ein steuerbegünstigter Immobilienfonds. Vor allem in den USA und Großbritannien sind börsennotierte REITs eine längst etablierte Form der Immobilienanlage.

Azul Real
26.09.2006, 17:27
Barcelona - 25.9.2006


„Die Zentralbank kann es nicht allen recht machen“
Der Ökonomon José García-Montalvo erklärt im Interview, warum die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank die Wohnungspreise in Spanien steigen ließ.

José García-Montalvo ist Wirtschaftsprofessor an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona und hat die Preisentwicklung von Wohnungen in Spanien untersucht. Er ist Mitglied des Instituts für Wirtschaftsforschung in Valencia und schreibt regelmäßig für die Presse.

Herr García-Montalvo, die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt ist für die Geldpolitik der Euro-Zone verantwortlich. Ist sie daran schuld, dass die Wohnungen in Spanien immer teurer werden?
Ziel der EZB ist die Preisstabilität in der gesamten Euro-Zone. Eine komplizierte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass diese aus zwölf Ländern besteht und jedes dieser Länder wirtschaftlich anders dasteht. Da kann man es nicht allen recht machen.

Frankfurt bestimmt die Zinssätze, die die Europäer für ihre Hypotheken bezahlen. Seit der Einführung des Euro am 1. Januar 2002 legt die EZB niedrige Zinsen fest, weil sie Investitionen anregen und den schwachen Volkswirtschaften Frankreichs und Deutschlands wieder aufhelfen will. Diese Politik geht jedoch an der Wirtschaftslage in anderen Ländern vorbei. Dazu zählt auch Spanien, das ein gutes Wachstum aufweist. Die Politik der Zentralbank ließ die Zinsen in Spanien von 14 Prozent in den 90er Jahren auf 2 Prozent im Jahr 2005 sinken.

Welche Folgen hatte das für den Immobilienmarkt?
Zahlreiche Familien kauften viel und waren bereit, sich zu verschulden. Sie nahmen Kredite mit einer Laufzeit von bis zu 50 Jahren auf. Die Preise für Wohneigentum und die Inflationsrate schnellten in die Höhe. Allein im Jahr 2006 wurde mit dem Bau von 800 000 neuen Wohnungen begonnen – mehr als in Großbritannien, Frankreich und Deutschland zusammen. In Spanien leben 44 Millionen Menschen, ein Land von der Größe der USA kommt auf eineinhalb Millionen Wohnungen pro Jahr.

Ist dieser Bauboom positiv oder negativ für die Wirtschaft Spaniens?
Die niedrigen Zinsen haben Spekulanten angelockt, die die geringen Kosten der Verschuldung ausnutzen. Wenn der Preisanstieg nur auf Spekulationen zurückzuführen ist, spricht man von einer Immobilienblase. In so einem Fall ist das Wachstum nur vorgetäuscht und von kurzer Dauer. Früher oder später platzt die Blase, so wie in Großbritannien und Hong Kong. Dort kam es zu einem Preisverfall von bis zu 30 Prozent des Wohnungswerts.

In diesem Fall kann es vorkommen, dass die Belastungen durch die Hypotheken höher sind als der Marktwert der Wohnung. Der letzte Bericht des Internationalen Währungsfonds warnt vor einer möglichen Abkühlung des Immobilienmarkts in Spanien. Die Menschen glauben, dass sie weniger Geld zur Verfügung haben und kaufen weniger Wohnungen.

Und wie ist die Lage in den übrigen Ländern Europas?
Der Immobilien-Boom begann in mehreren Ländern gleichzeitig, etwa in Irland, Spanien und Holland. Doch in den ersten Jahren nach der Euro-Einführung betrieb die EZB eine Zinspolitik, die eindeutig die Länder mit dem Problem niedriger Wachstumszahlen wie Deutschland und Frankreich begünstigte.

Was können die nationalen Regierungen dann gegen hohe Wohnungspreise tun?
Die Steuerpolitik liegt immer noch in der Macht der Regierungen. Sie müssen über Steuern und Anreize die Einschränkungen ausgleichen, die eine gemeinsame Geldpolitik von zwölf Ländern mit sich bringt. Nehmen wir das Beispiel Spanien: Um den Preisanstieg für Wohnhäuser zu stoppen, müsste verstärkt vermietet werden, derzeit sind nur neun Prozent der spanischen Wohnungen Mietwohnungen. Auch müsste man die Steuerentlastungen beim Wohnungskauf beseitigen. Doch das kommt bei den Wählern schlecht an und bisher hat sich noch keine Wohnung daran gewagt“.

Wie ist die Lage in Osteuropa?
Die internationalen Investoren verlassen Spanien zugunsten von attraktiveren Märkten wie Osteuropa, Südostasien oder China. Länder wie Kroatien verfolgen denselben Weg, zu Wirtschaftswachstum zu gelangen wie Spanien: Durch die urbane Ausbeutung der Küste.

Welche Faktoren außer dem Zinssatz spielen beim Anstieg der Wohnungspreise eine Rolle?
Die Preise steigen auch mit der Zahl der Einwohner. Doch ein demographisches Wachstum könnte heute nur noch durch Immigration erreicht werden. Doch in Ländern wie Frankreich, wo das Wachstum der Bevölkerung bei fast Null liegt, steigen die Preise trotzdem. Auch die Baukosten beeinflussen den Preis, diese waren in den letzten Jahren jedoch stabil.

Letztlich muss man auch über die Konjunktur sprechen. Wir beobachten derzeit einen Preisanstieg, der Länder innerhalb und außerhalb der Euro-Zone betrifft. Und der Grund dafür sind sinkende Zinsen.

Ist ein Wohnungskauf immer die beste Investition?
Es gibt den Volksglauben, dass eine Wohnung eine sichere Investition ist und der Wert von Wohneigentum immer steigt. Aber wir sollten uns daran erinnern, dass Zinssätze auch wieder steigen können und die Wohnungspreise genauso wie sie steigen, auch sinken können. Das ist schon oft und in vielen Ländern vorgekommen. Auch in Spanien.

Azul Real
26.09.2006, 17:28
Paris - 25.9.2006

Hintergrund
Dem spanischen Immobilienmarkt geht die Puste aus
Das Wachstum des Immobilienmarktes in Spanien verlangsamt sich deutlich. Nun fürchten viele, dass die Blase platzen könnte – mit erheblichen Folgen für die Wirtschaft des Landes.
Der Bauboom hinterlässt Spuren: Benidorm, in der Nähe Valencias (Foto: William Helsen)
Ana Cebrian ist glücklich: Gerade 26, sind sie und ihr Freund schon Eigentümerin einer komplett renovierten Wohnung im Zentrum von Valencia. „Ich habe ein Geschäft gemacht“, sagt sie stolz. „Ich habe für die Wohnung nur die Hälfte ihres Wertes bezahlt, denn wir haben sie von meiner Schwiegermutter gekauft. Und trotzdem haben wir noch 65 000 Euro an Renovierungskosten bezahlt.“

Genauso zufrieden sind Pedro und Yolanda Collado: Sie sind seit zwei Jahren verheiratet und nun Besitzer einer Wohnung – noch vor Baubeginn. „Meine Mutter hat uns zu dieser Investition geraten“, erklärt Pedro. „Sie hat die Anzeige für das Wohnungsprojekt auf einem Plakat gesehen und mich dazu überredet. Ein Glück: Zwei Tage später waren alle Wohnungen verkauft.“

So wie Ana, Pedro und Yolanda schwärmen viele Spanier für El ladrillo, den „Stein“, wie die Spanier das Immobiliengeschäft gerne nennen. Nicht wenige halten es für die weitaus beste Art, sein Geld anzulegen. Doch der Trend auf dem Immobilienmarkt kehrt sich gerade um, das Wachstum verlangsamt sich – trotz der Dynamik der spanischen Wirtschaft, die sich zu einem Großteil dem Bauboom verdankt.

Gefahr für den Tourismus

Angesichts der damit verbundenen Gefahren läutete die Tageszeitung El Mundo im September letzten Jahres die Alarmglocken. Sie erinnerte an die Stornierung der großen Immobilienprojekte und den Rückgang der Verkäufe um satte 40 Prozent.

Bautista Soler, einer der mächtigsten Baulöwen Spaniens bestreitet diese Stagnation nicht, verweist jedoch darauf, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen erhöht habe. So sieht das auch Cruz Sierra, Herausgeber einer Wirtschaftszeitschrift mit Sitz in Valencia. „Schon seit einiger Zeit ist sich die Baubranche einig, dass sich das Tempo des Wachstums verlangsamt, von über 15 Prozent pro Jahr zu weniger als sieben Prozent“. Auch er glaubt, dass das Anheben der Zinsen eine geringere Nachfrage verursache.

Sierra bleibt skeptisch, was die Folgen des Baubooms für die Wirtschaft des Landes angeht: „Für die Gemeinde Valencia war das 1994 verabschiedete und 2005 überarbeitete Gesetz zur Regulierung des Städtebaus kontraproduktiv. Damals fehlte es an Baugrund und das Gesetz war dazu bestimmt, die Abtretung von Bauland zu vereinfachen, um auf die Nachfrage zu reagieren“, argumentiert er. „Aber die Verordnung verschärfte die Probleme und machte den Weg erst frei für eine ungebremste Bebauung. Die Mittelmeerküste wurde denaturiert und jetzt ist der Tourismus, der zweite Pfeiler unserer Wirtschaft, gefährdet.“

Kredite bis zu 50 Jahren

Dennoch wird versucht, die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt zu stärken, um das Zusammenbrechen der spanischen Wirtschaft zu vermeiden. Die Banken vergeben seit Kurzem neue Kredite mit extrem langer Laufzeit. Die Frist bis zur Rückzahlung beträgt dabei bis zu 50 Jahre. Diese Kredite sind für Käufer reserviert, die unter 35 sind und werden von diesen oft als Kette wahrgenommen, durch die sie auf Lebenszeit an die Bank gebunden bleiben. Dennoch ermöglichen sie vor allem jungen Leuten, deren Einkommen unter tausend Euro liegt – den sogenannten „Mileuristas“ – eine Wohnung zu kaufen.

Ein anderer Rettungsanker für das spanische Immobiliengeschäft sind die Ausländer. Es gibt zahlreiche Europäer oder Menschen anderer Kontinente, die gerne in eine Wohnung oder ein Haus in Spanien investieren. Für Cruz Sierra ist ihre Rolle nicht zu unterschätzen. „Diese ausländischen Käufer haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, die Nachfrage zu steigern, Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen.“

Ob der Staat das Platzen der Immobilienblase verhindern kann, ist umstritten. Viele werfen ihm vor, dass er nicht genug Präsenz zeige. „Es gibt zu viele Immobiliengesellschaften“, beklagt Cruz Sierra. Und Ana Cebrian, die frischgebackene Wohnugseigentümerin, fügt hinzu: „Die Zugangsbedingungen sind zu hart und man braucht viel Glück, um auch nur eine klein wenig Unterstützung zu bekommen.“

Azul Real
27.09.2006, 13:34
In Sachen REITS

IVG long 8-)



Roland-Berger-Studie zu Real Estate Investment Trusts: Grosses
Marktpotenzial und Chancen für Unternehmen

Frankfurt (ots) -

- Marktpotenzial für Real Estate Investment Trusts (REITs) in
Deutschland: 2010 bis zu 57 Mrd. Euro
- Liquidität für weiteres Unternehmenswachstum durch die
Kapitalisierung von Immobilienvermögen
- Steuerliche Vorteile und interessante Rendite-/ Risikostruktur
- Erfolgshebel für REITs


Ab 2007 plant der Gesetzgeber in Deutschland Real Estate
Investment Trusts (REITs) einzuführen, und sie versprechen eine
attraktive Kapitalanlage zu werden. In der Studie "REITs - Chancen
für den deutschen Immobilien- und Finanzmarkt" beziffert Roland
Berger Strategy Consultants das Marktvolumen von German Real Estate
Investment Trusts (G-REITs) im Jahr 2010 auf bis zu 57 Milliarden
Euro.

In den Immobilienvermögen der Unternehmen schlummert
erhebliches Potenzial. Durch REITs können die Firmen diese Vermögen
kapitalisieren, um so Wachstum zu finanzieren und ihre
Expansionspläne zu verwirklichen. Verbindungen von REITs mit anderen
Asset-Klassen führen zu einer überlegenen Risiko-Rendite-Kombination,
lautet ein weiteres Ergebnis der Untersuchung, die auf Desk Research,
Marktvergleichen und Interviews mit Marktteilnehmern im Jahr 2006
basiert.

Ein REIT ist eine meist börsennotierte Immobilien-Gesellschaft mit
dem Ziel Immobilien zu bewirtschaften. REITs wurden 1960 in den USA,
1969 in den Niederlanden, 1985 in Australien, 1994 in Kanada und 2000
in Japan zugelassen. Großbritannien und Deutschland planen, REITs
2007 einzuführen.

"Deutschlands Immobilienmarkt ist der größte in Europa, aber die
Unternehmen könnten noch erhebliche Teile ihres Immobilienvermögens
dem Kapitalmarkt zugänglich machen", erklärt Thomas Eichelmann,
Mitglied des Executive Committee und Leiter des Competence Center
Financial Services bei Roland Berger Strategy Consultants. REITs
bieten dazu eine attraktive Möglichkeit.

Der Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums sieht strikte
Vorgaben für REITs vor. Sie müssen börsennotiert sein, 90 Prozent
ihrer Gewinne ausschütten, 75 Prozent des Vermögens in Immobilien
anlegen und 75 Prozent der Einkünfte aus Immobilien erzielen. Zudem
dürfen einzelne Anteilseigner maximal 10 Prozent der Anteile an einem
REIT halten.


Beliebte Kapitalanlage

"REITs sind populär, weil die Unternehmen so ihre
Immobilienbestände kapitalisieren und stille Reserven heben können",
erklärt Dr. Markus Strietzel, Partner im Competence Center Financial
Services bei Roland Berger Strategy Consultants. Das frei werdende
Kapital können Unternehmen wieder ins Kerngeschäft investieren. Vor
allem Kommunen und öffentliche Haushalte sind so in der Lage, sich
neue Liquidität zu beschaffen.

Zur Zeit gibt es weltweit rund 200 REITs mit einer kumulierten
Marktkapitalisierung von etwa 330 Milliarden US-Dollar.

In Europa
gilt Deutschland als größter Immobilienmarkt (Gesamtvolumen rund 7,1
Billionen Euro). Bisher sind jedoch erst rund 820 Milliarden Euro
(11,5 Prozent) des Immobilienbesitzes über den Kapitalmarkt
zugänglich.

Der Analyse zufolge hatten Ende 2005 beispielsweise 13
DAX-Konzerne über 80 Milliarden Euro in Immobilien gebunden :shock: . So hält
Metro 31,1 Prozent (8,9 Milliarden Euro) seines gesamten Vermögens in
Immobilien, gefolgt von Bayer (3,2 Milliarden Euro) und Deutsche
Telekom (11 Milliarden Euro) mit jeweils 8,6 Prozent.
Unternehmenseigene Immobilien stellen mit 5 bis 15 Prozent der
Gesamtkosten den zweitgrößten Kostenblock dar und binden rund 10
Prozent des bilanziellen Kapitals.


Steuerliche Vorteile

Anleger schätzen REITs vor allem wegen der steuerlichen Vorteile:
Denn REIT-Erträge unterliegen nicht der Ertragsteuer, sondern werden
erst beim Anleger erfasst, der sie mit seinem persönlichen Steuersatz
versteuern muss. Auch private Anleger schätzen REITs, da sie so ihr
Anlagespektrum erweitern und bereits mit relativ geringen Beträgen in
REITs einsteigen können.


Interessante Rendite-Risiko-Kombination

Ein Vergleich von Anlageportfolios aus den Jahren 1972 bis 2003
zeigt, dass Portfolios mit REITs bei gleichem Risiko eine bessere
Rendite erzielen als andere. Die durchschnittliche Rendite liegt bei
REIT-Portfolios um etwa drei Prozentpunkte höher (12 versus 15
Prozent).
Der US-REIT-Index entwickelte sich bis 2005 besser als der
Standard & PoorŽs 500-Aktienindex (S&P 500) und als festverzinsliche
Wertpapiere. Er übertrifft den S&P 500 auf Sicht von drei Jahren um
11,6 Prozentpunkte, auf fünf Jahre betrachtet um 18,3 und auf zehn
Jahre gesehen um 5,5 Prozentpunkte. Gegenüber US-Anleihen weist der
US-REIT-Index eine bessere Wertentwicklung zwischen 8,1 und 24,7
Prozentpunkten auf.

Für Deutschland wird eine ähnliche Entwicklung prognostiziert. Die
Rendite des G-REIT dürfte in etwa dem amerikanischen Vorbild
entsprechen. Im Vergleich zu Aktien weist der G-REIT damit ein
überlegenes Risiko-Rendite-Profil auf.


Vier Hebel für erfolgreiche REITs

Um den finanziellen Erfolg von REITs zu sichern und eine optimale
Rendite zu erzielen, sind zudem vier Hebel wesentlich: Erstens sollte
das Portfolio ständig optimiert und etwa die Portfoliostrategie auf
die Zyklen des Immobilienmarktes abgestimmt werden. Zweitens gilt es,
ständig den Investitionsprozess zu prüfen und dabei Schnittstellen
und Entscheidungskompetenzen, beispielsweise für neue Investments,
eindeutig festzulegen. Drittens trägt ein ausgewogenes
Liquiditätsmanagement dazu bei, hohe Renditen zu erzielen und Mittel
für neue Investitionen bereitzustellen. Viertens muss das operative
Geschäft ständig kontrolliert werden, um Leerstandsraten zu
minimieren, was zum Beispiel eine erfolgsabhängige Managervergütung
unterstützen kann.


Ausblick: Konsolidierung und Integration

Nach der G-REIT-Einführung ist mit zunehmender Konsolidierung und
Integration im Immobiliensektor zu rechnen. REITs erlangen durch den
in Deutschland vorgeschriebenen IPO frei verfügbares Eigenkapital,
das für Akquisitionen eingesetzt werden kann. Die kritische Größe
wird etwa bei 1,5 Milliarden Euro Marktkapitalisierung gesehen.
Größere REIT-Gesellschaften werden ihr Dienstleistungsangebot
ausweiten, um ihre Ertragsbasis zu vergrößern. Diese vertikale
Integration erfasst beispielsweise das Objektmanagement, indem
Instandhaltung, Mieterverwaltung und Budgetierung übernommen werden.


Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der
weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 32 Büros in 23 Ländern
ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 1.700
Mitarbeiter haben im Jahr 2005 einen Honorarumsatz von rund 550 Mio.
Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige
Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von mehr als 130 Partnern.



Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Susanne Horstmann
Roland Berger Strategy Consultants




Mittwoch, 27. September 2006, 12:49 Uhr
Immobilienfonds

Steinbrück bringt Reits auf den Weg
Von Sven Afhüppe und Rolf Benders

Finanzminister Peer Steinbrück hat die Einführung von börsennotierten Immobilienfonds auf den Gesetzesweg gebracht.

Trotz des heftigen Widerstandes gegen die Reits in der eigenen Partei verschickte das Haus des SPD-Politikers einen Referentenentwurf an die beteiligten Ministerien. In der Finanzbranche stieß der Entwurf auf breite Zustimmung.

BERLIN / FRANKFURT. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat trotz heftigen Widerstands in den eigenen Reihen den Gesetzgebungsprozess für steuerbegünstigte Immobiliengesellschaften eingeleitet. Anders als von Teilen der SPD-Fraktion gefordert, werden auch Wohnungsimmobilien Teil der börsennotierten Real Estate Investment Trusts (Reits) sein können. Dies geht aus einem Referentenentwurf hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Die SPD-Linke lehnte dies bislang ab, weil sie Nachteile für sozial schwächere Mieter durch die Renditeorientierung börsennotierter Eigentümergesellschaften befürchtet.

(:^o Bla Bla Bla ausgerechnet die Kommunen verkaufen Ihre Bestände wie Falschgeld und schrnkten daüberhinaus den sozialen Wohnungsbau in der Vergangenheit massiv ein)

Das Finanzministerium argumentiert nun, dass an 80 Prozent der 39 Mill. Wohnungen hierzulande kein Anlegerinteresse bestehe, weil diese im Besitz von Privatpersonen oder Genossenschaften stünden. Bei den acht Prozent, die sich in öffentlichem Besitz befänden, werde den öffentlichen Trägern vorgeschlagen, nach dem Verkauf der Immobilien Mitgesellschafter des Reits zu bleiben. Dies könne durch die Satzung des Reits erreicht werden. Eine gesetzliche Regelung sieht der Entwurf nicht vor. Während SPD-Fraktionschef Peter Struck die Reits-Pläne unterstützt, äußerte sich sein Stellvertreter Joachim Poß skeptisch. „Für die SPD-Fraktion bleiben im Referentenentwurf immer noch einige Fragen offen“, sagte er dem Handelsblatt. Wegen der Zustimmungspflicht der Bundesländer sollten diese nun frühzeitig in die Debatte einbezogen werden.


Steinbrück plant, das Gesetz zum 1. Januar in Kraft treten zu lassen. Sollten die Beratungen vorher nicht abgeschlossen werden können, soll es rückwirkend geltend. Das Regelwerk schreibt unter anderem vor, dass die Reits ihren Gewinn zu 90 Prozent an die Anleger ausschütten sollen. Wichtig ist eine baldige Einführung, weil auch Großbritannien Anfang 2007 Reits einführen möchte. Ein zu großer Zeitverzug gilt als schädlich im Werben um internationales Anlegerkapital.

In der Finanzbranche stieß der Entwurf auf breite Zustimmung. „Wir begrüßen, dass ein Gesetzentwurf vorliegt. Das, was an Inhalten öffentlich bekannt ist, geht in die richtige Richtung“, sagte Heiko Beck, Sprecher der Finanzplatzinitiative IFD. Banken und Immobilienfirmen rechnen in wenigen Jahren mit einem Potenzial von mehr als 100 Mrd. Euro an Marktkapitalisierung. Vor allem ausländische Investoren hatten in den vergangenen Jahren für Milliardenbeträge deutsche Immobilien gekauft und wollen sie an die Börse bringen. Gleichzeitig drängen neues Investoren – auch Privatleute – in den Markt.


Die Einführung der unter anderem in den USA bereits existierenden Reits soll Ländern, Kommunen und Firmen den Verkauf von Immobilienbeständen erleichtern. Erstere sollen damit leere Kassen füllen, letztere stille Reserven heben. Auf die Gewinne aus den Verkäufen der Gebäude an einen Reit soll nur die Hälfte des üblichen Steuersatzes erhoben werden. Überraschenderweise wird diese so genannte „Exit Tax“ dem Entwurf zufolge auch für offene Immobilienfonds gelten.

Diese Regelung und das geplante Verbot nicht börsennotierter Reits wurde von Experten als Schutzklausel für die Branche der offenen Immobilienfonds aufgefasst, die rund 75 Mrd. Euro verwalten. „Für die Immobilienfonds ist das sicher eine höchst willkommene Hilfe. So wird dieser Arm der Finanzindustrie gestärkt und muss sich weniger Sorgen machen, dass Mittel in Reits abfließen“, sagte Peter Barkow, Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Die Fonds, die wegen der zwischenzeitlichen Schließung eines Immobilienfonds der Deutschen Bank Anfang des Jahres in Schwierigkeiten geraten waren, werden so mit Reits gleichgestellt. Außerdem kann sich die Branche durch den Vertrieb von Reits-Fonds eine weitere Einnahmequelle erschließen.

Azul Real
11.10.2006, 19:57
Mittwoch, 11. Oktober 2006, 16:23 Uhr
Laut Deutscher Bank

Kaum noch Schnäppchen am Immobilienmarkt
Steigende Preise an den Immobilienmärkten machen nach Ansicht der Deutschen Bank lukrative Investitionen in diesem Bereich immer schwieriger. Es fließe mehr Geld in die Anlageklasse, als es geeignete Objekte gebe, sagte Deutsche-Bank-Investmentstratege Stefan Mitropoulos in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters.

HB FRANKFURT. „Günstige Einstiegschancen sind derzeit nicht in Sicht“, ergänzte er. In Europa sei vor allem der Londoner Markt weit fortgeschritten, und einige Fonds hätten schon Gewinne mitgenommen. Ein Einbruch am Immobilienmarkt sei aber nicht zu befürchten.

Bei Investitionen in europäische und reifere Märkte in Asien sei eine Rendite von fünf bis fünfeinhalb Prozent zu erwarten. In Großbritannien müssten die Investoren teilweise mit weniger rechnen, erläuterte Mitropoulos.

Japan, Singapur und Hongkong seien wegen der dortigen Wachstumsdynamik weiter sehr interessante Märkte. In Japan sind nach Einschätzung des Strategen die so genannten REITs - börsennotierte Immobiliengesellschaften - zwar schon teuer, „andere Immobilienaktien hingegen noch nicht“. Dasselbe gelte für Singapur. Mittelfristig sind nach den Worten von Mitropoulos auch die Immobilienmärkte in Indien und China interessant. Riskant seien wegen der mangelnden Transparenz aber Investitionen in den EU-Beitrittsländer Rumänien und Bulgarien, warnte Mitropoulos.

Azul Real
11.10.2006, 19:59
Mittwoch, 11. Oktober 2006, 07:44 Uhr
Vermietung

Deutscher Büromarkt erholt sich nur schleppend

Die Erholung auf dem deutschen Bürovermietungsmarkt schreitet langsamer voran als in anderen Ländern Europas.

HB DÜSSELDORF. Nach Angaben der Oppenheim Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft (OIK) vollzieht sich die Entwicklung dabei regional unterschiedlich. Während sich der Leerstand in München bereits kurzfristig verringere, werde sich das Flächenangebot in den Städten Hamburg und Köln in den kommenden 18 Monaten noch ausweiten. Für Berlin und Düsseldorf erwartet OIK stabile Leerstandsraten, in Frankfurt werde die Quote ab 2007 zurückgehen

Azul Real
12.10.2006, 12:57
Deutsche Börse wird REITs-Indizes einführen :-D

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse wird Indizes für Real Estate
Investment Trusts (REITs) einführen und denkt über ein eigenes Marktsegment für
diese Anlageklasse nach.

"Es wird REIT-Indizes geben", sagte Dieter Hitzel, Key
Account Manager Issuer Relations bei der Deutsche Börse, am Donnerstag zu Dow
Jones Newswires. Einzelheiten dazu seien allerdings noch nicht entschieden. Die
Deutsche Börse befinde sich dazu noch in Gesprächen mit Investoren in Europa
und den USA, sagte Hitzel am Rande der Konferenz "Inititative Immobilie-Aktie"
in Frankfurt.

REITs, also börsennotierte Immobiliengesellschaften, werden nach dem Willen
der Bundesregierung Anfang 2007 in Deutschland zugelassen. Die Finanzindustrie
verspricht sich viel von der neuen, steuerbegünstigten Asset-Klasse. Analysten
rechnen damit, dass die Marktkapitalisierung von REITs in Deutschland in drei
bis vier Jahren bis zu 100 Mrd EUR betragen kann.

Mit Beginn der Einführung dieser börsennotierten Immobiliengesellschaften
dürfte die Deutsche Börse zunächst einen All-Share-Index aufsetzen, sagte
Hitzel. In diesem seien dann alle REITs vertreten. Später sei dann auch ein
Auswahlindex denkbar. Dies hänge aber stark von der Entwicklung des
REITs-Marktes und der Anzahl an REITs-Börsengänge ab.

"Es gibt auch Überlegungen, ein eigenes Börsensegment für REITs zu schaffen,
um diese neue Asset Klasse entsprechend zu positionieren", sagte Hitzel weiter.
Damit bestätigte er entsprechende Informationen, die Dow Jones Newswires Mitte
September von informierten Personen erfahren hatte. Der Deutsche Börse gehe es
vor allem darum, die Visibilität der REITs in Zukunft sicherzustellen, so
Hitzel weiter.

Für die bereits an der Börse gelisteten Immobilienunternehmen wird sich
dadurch nach Angaben von Hitzel allerdings nichts ändern. "Die neuen Indizes
sind nur für REITs, nicht für Immobilienaktiengesellschaften insgesamt
vorgesehen."

Die großen, gelisteten Immobilienkonzerne wie IVG, Patrizia,
Deutsche Euroshop, Vivacon oder Deutsche Wohnen müssen damit nicht um ihre
Plätze in MDAX oder SDAX bangen.

Die Vorbereitungen für die ersten Börsengänge von REITs laufen bereits.
Hitzel bestätigte, dass die Deutsche Börse derzeit erste Gespräche mit
potenziellen REITs- Kandidaten führe. Einzelheiten dazu wollte er aber nicht
nennen. bestätigte, dass die Deutsche Börse derzeit erste Gespräche mit
potenziellen REITs-

Azul Real
14.10.2006, 10:02
Samstag, 14. Oktober 2006, 09:51 Uhr

Leipzig und Dresden

Käufer setzen auf steigende Mieten

Viele Wohnungen in Leipzig und Dresden stehen leer. Dennoch sind sie bei Investoren begehrt.

HB BERLIN. Seit der US-amerikanische Private- Equity-Fonds Fortress im März dieses Jahres das städtische Wohnungsunternehmen Woba Dresden für 1,74 Mrd. Euro erwarb, hat sich die Erkenntnis durchgesetzt: Wohnungen in den neuen Bundesländern können ein gutes Investment sein - zumindest dann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

In Dresden und Leipzig ist dies der Fall, wie Ingo Weber, stellvertretender Research-Leiter des Immobilienberater Aengevelt Immobilien, erläutert. Nach seiner Analyse deutet alles darauf hin, dass die Nachfrage nach Wohnraum in den beiden sächsischen 500 000-Einwohner-Städten in den kommenden Jahren wachsen wird. Denn zum einen steigen nicht nur die Haushalts-, sondern - sehr untypisch für Ostdeutschland - sogar die Einwohnerzahlen. Zum anderen sinkt das verfügbare Wohnungsangebot, da die Neubautätigkeit sich auf niedrigem Niveau bewegt und im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost Tausende von Wohnungen abgerissen werden.

Schließlich durchlaufen beide Städte dank Ansiedlungen großer Unternehmen (AMD und Infineon in Dresden, BMW, Porsche und DHL in Leipzig) eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Die Folge, glaubt Weber: "Die Mieten werden steigen."

Bereits im vergangenen Jahr, also vor dem spektakulären Woba-Deal, stieg die Zahl der gehandelten Immobilien in Dresden um 45 Prozent und der dabei erzielte Umsatz um 42 Prozent. In Leipzig betrug die Steigerungsrate 20 Prozent bei den Kauffällen und 40 Prozent beim Geldumsatz. Zu diesem Ergebnis trugen auch international agierende Investoren bei. So erwarb zum Beispiel die Wiener Conwert gut 2 700 Wohnungen in Leipzig und Dresden. Auf Grund der günstigen Einstiegspreise seien Renditen von sieben bis über zehn Prozent erzielbar, begründete damals Conwert-Vorstand Günter Kerbler die Akquisition - "selbst bei vergleichsweise niedrigen Mieten von durchschnittlich vier Euro pro Quadratmeter und Monat".

Doch so günstig kommen in den beiden sächsischen Metropolen Mieter nur noch selten zu Wohnraum. Zwar beziffert der 2005 vorgelegte Leipziger Mietspiegel die Durchschnittsmiete auf nur 4,37 Euro, was gegenüber der letzten Erhebung aus dem Jahr 2001 einem Rückgang um vier Prozent entspricht. Inzwischen aber zeigen die Mieten eine leicht steigende Tendenz, wie Jürgen Poschmann, Immobilienmakler in Leipzig und Regionalvorsitzender des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) Mitte-Ost, feststellt. Sachsenweit sei die Durchschnittsmiete innerhalb von zwei Jahren von 4,60 auf fünf Euro pro Quadratmeter gestiegen. Sanierte Altbauwohnungen in Dresden und Leipzig können dem druckfrischen IVD-Immobilienpreisspiegel zufolge durchaus um die 5,50 Euro kosten, Neubauwohnungen um die 6,50 Euro.

Leerstandsquote rückläufig

In einem scheinbaren Widerspruch zu dieser aus Eigentümersicht verhalten positiven Einschätzung steht die Tatsache, dass die Wohnungsmärkte beider Städte nach wie vor eine hohe Leerstandsquote aufweisen. In Dresden sind ebenso wie in Leipzig nach Behördenangaben rund 16 Prozent der Wohnungen unbewohnt. Allerdings weisen Fachleute darauf hin, dass längst nicht alle dieser Wohnungen dem Markt tatsächlich zur Verfügung stehen.

Rechnet man diejenigen Einheiten heraus, die zum Abriss vorgesehen oder in einem nicht bewohnbaren Zustand sind, so reduziert sich in beiden Städten die Quote auf rund acht Prozent - mit rückläufiger Tendenz. Bei der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) zum Beispiel sank in dem zur dauerhaften Bewirtschaftung vorgesehenen Kernbestand der Anteil unvermieteter Wohnungen in den vergangenen drei Jahren von gut 14 Prozent auf etwas über acht Prozent.

Zudem ist der Leerstand ungleich verteilt. LWB-Pressesprecher Gregor Hoffmann berichtet von einer starken Nachfrage nach kleinen Wohnungen, die den für Arbeitslosengeld-II-Bezieher vorgegebenen Kostenrahmen nicht übersteigen. Umgekehrt bleibt nach den Worten von IVD-Chef Poschmann immer öfter die Suche nach großen, komfortablen Wohnungen in bevorzugter Innenstadtlage erfolglos. Selbst Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen in mittleren Lagen ließen sich, sofern sie von guter Qualität seien, mittlerweile durchaus vermarkten.

So ist es kein Wunder, dass neben Großunternehmen wie Fortress und Conwert auch Kleinanleger an Elbe und Pleiße investieren wollen - was aber mangels verfügbarer Mehrfamilienhäuser in guter Lage gar nicht so einfach ist. "Ich kann diese Anfragen nicht bedienen", sagt jedenfalls Makler Poschmann. Dass die Renditen im Sinken begriffen sind und laut IVD-Preisspiegel für Spitzenobjekte in Leipzig nur noch etwa sieben Prozent, in Dresden teilweise sogar nur noch fünf Prozent betragen, schreckt die Anleger nach Poschmanns Beobachtungen nicht; schließlich gebe es hier "Potenziale, von denen andere Städte nur träumen können".

Natürlich ist deshalb auch die LWB mit ihren 52 000 Wohnungen ins Blickfeld der Investoren geraten. Hinter den Kulissen debattieren Leipziger Politiker derzeit darüber, ob Verkäufe von größeren Teilbeständen oder gar, nach Dresdner Vorbild, ein Komplettverkauf des Unternehmens eine Lösung für die maroden Stadtfinanzen darstellen könnten. IVD-Vorsitzender Poschmann rät, sofern denn der Preis stimme und die sozialen Belange berücksichtigt würden, zum Verkauf: "Es macht Sinn, die Chance jetzt zu nutzen."


Wohnungsmarkt im Überblick

Wohnungsbestand

In Dresden gibt es knapp 300 000 Wohnungen, von denen 15,9 Prozent leer stehen. Von den gut 300 000 Wohnungen in Leipzig sind ebenfalls rund 16 Prozent unbewohnt. Der marktaktive Leerstand beträgt in beiden Städten etwa acht Prozent.

Marktteilnehmer

Größter Anbieter von Wohnungen ist in Leipzig mit 52 000 Einheiten die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB), die zu 100 Prozent der Stadt Leipzig gehört. Platzhirsch in Dresden ist die Woba mit knapp 48 000 Einheiten. Das vormals kommunale Unternehmen wurde im März 2006 für 1,74 Mrd. Euro an Fortress verkauft.

Preise

Altbau-Eigentumswohnungen mit sehr gutem Wohnwert kosten laut IVD-Preisspiegel in Dresden 2 430 Euro pro qm, in Leipzig 1 900 Euro. Der Preis für Neubau-Wohnungen liegt in Dresden bei 2 220 Euro pro qm, in Leipzig bei 2 500 Euro.

Begehrte Lagen

Als begehrteste Wohnlagen in Dresden gelten die Viertel Weißer Hirsch, Blasewitz, Loschwitz, Plauen und Striesen; in Leipzig Gohlis, Südvorstadt und Schleußig.

Azul Real
16.10.2006, 20:36
Jetzt kann man sehr gut beobachten, wohin die gigantischen Gewinne der spanischen Baukonzerne und Immobilienunternehmen aus den letzten 10 Jahren nunmehr fliessen.


Montag, 16. Oktober 2006, 19:49 Uhr
Spanien

Bauriese kauft fast zehn Prozent an Repsol
Das spanische Bauunternehmen Sacyr Vallehermoso hat fast zehn Prozent der Kapitalanteile des Mineralölkonzerns Repsol YPF gekauft. Die Baufirma stieg damit bei Repsol zum zweitgrößten Anteilseigner auf hinter der Sparkassenkette La Caixa, die 23 Prozent der Anteile hält.

HB MADRID. Wie der staatliche spanische Rundfunk RNE am Montag berichtete, entsprach der Erwerb einem Volumen von 3,3 Mrd. Euro. Sacyr Vallehermoso kündigte an, seine Anteile auf bis zu 15 Prozent aufzustocken. Für Repsol YPF bedeutete die Transaktion nach Ansicht von Experten einen gewissen Schutz vor einem möglichen Übernahmeangebot eines ausländischen Konkurrenten, über das in Spanien seit längerer Zeit spekuliert worden war.

Zuvor hatten bereits mit Acciona und ACS zwei andere Baukonzerne an der spanischen Börse für Wirbel gesorgt. Acciona hatte größere Kapitalanteile des Stromversorgers Endesa erworben. ACS war beim Konkurrenten Iberdrola eingestiegen.

Azul Real
17.10.2006, 08:36
Dienstag, 17. Oktober 2006, 07:01 Uhr
Weltweite Märkte

Immobilien werden zum Handelsgut


Die weltweiten Immobilienmärkte jagen von Rekord zu Rekord. Allein im ersten Halbjahr 2006 erwarben Investoren Gewerbeobjekte im Wert von rund 290 Mrd. Dollar – 30 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

HB DÜSSELDORF. „Sowohl die amerikanische, die europäische als auch die asiatisch-pazifische Region verzeichneten dabei bis dato unerreicht hohe Transaktionsvolumina“, heißt es dazu in der aktuellen Studie des internationalen Immobilienberaters Jones Lang Lasalle (JLL). Besonders auffällig ist die Zunahme grenzüberschreitender Investitionen: Ihr Anteil am Gesamtvolumen stieg von 34 Prozent im Halbjahr 2005 auf 44 Prozent in der ersten Hälfte 2006 und erreicht den Spitzenwert von 128 Mrd. Dollar. „Der Gewerbeimmobilienmarkt setzt seine Entwicklung hin zu einer globalen Investmentklasse fort“, sagt Tony Horrell, Leiter der JLL-International Capital Group. Auf der Suche nach attraktiven Verzinsungen für das Kapital ihrer Anleger sind Immobilien bei internationalen Investoren – Pensionskassen, Fonds oder Versicherungen – gefragt wie selten.

So könnte 2006 ein neues Rekordjahr für gewerbliche Direktinvestitionen werden: „Wir gehen davon aus, dass die weltweiten Transaktionen die 600 Mrd. Dollar-Marke erreichen werden“, prognostiziert der JLL-Investment-Experte.

Insbesondere deutsche Gewerbeimmobilien rücken dabei in den Fokus internationaler Anleger: Von Kiel bis Zwickau erwarben Käufer aus dem außereuropäischen Ausland im ersten Halbjahr 2006 Objekte im Wert von rund 13 Mrd. Dollar. Erstmals floss damit mehr Immobilienanlagekapital nach Deutschland als nach Großbritannien, traditionell das beliebteste Anlageziel international orientierter Investoren. Umgekehrt traten deutsche Immobilieneigentümer vor allem als Verkäufer in Erscheinung. Sie trennten sich von Objekten im Wert von rund 34 Mrd. Dollar, allein 19 Mrd. Dollar entfielen auf Verkäufe im Inland.

„Die Immobilienwirtschaft ist heute ein Teil der internationalen Finanzindustrie“, urteilt Martin Drummer, Deutschland-Chef des internationalen Immobilienberaters CB Richard Ellis. Entsprechend haben sich die strategischen Anlageziele von Immobilieninvestoren fundamental verändert. Noch vor wenigen Jahren erwarben sie Objekte mit dem Ziel, diese für Jahrzehnte zu halten. „Buy-and-hold“ – kaufen, um zu halten – hieß die Devise. Doch diese Zeiten sind endgültig vorbei. „Die Halteperioden werden deutlich kürzer“, sagt JLL-Deutschland-Chef Christian Ulbrich. Stefanie Leiter, Geschäftsführerin von DTZ Asset Management Deutschland, bestätigt: „Internationale Investoren denken nicht mehr in 15-Jahres-Zeiträumen.“

Die Neuorientierung der Kundschaft hat die Branche spürbar gewandelt. Immobilien sind zur Handelsware geworden. Gewinner sind auf den ersten Blick Makler und Berater: „Grundsätzlich profitieren wir von der Entwicklung“, sagt JLL-Deutschland-Chef Ulbrich. Ein höheres Transaktionsvolumen beschert den Dienstleistern höhere Umsätze – und kompensiert dabei die zuletzt gesunkenen Provisionssätze. JLL etwa wird in diesem Jahr Immobilienverkäufe von deutlich mehr als fünf Mrd. Euro beurkunden können, schätzt Ulbrich. „Damit verfünffacht sich allein unser Transaktionsvolumen.“

Zudem entwickeln sich immer neue Geschäftsfelder: Von der Immobilien-Bewertung nach internationalen Standards über Immobilien-Asset-Management bis hin zur Beratung beim Handel mit Immobilienderivaten reicht inzwischen das Spektrum der einstigen Makler. Für Martin Drummer, Deutschland-Chef von CBRE, steht daher fest: „Immobiliendienstleister werden sich neu strukturieren. Denn nur sehr wenige globale ausgerichtete Unternehmen sind in der Lage, die geforderten Aufgaben zu erbringen.

Neben der zu erwartenden Konzentration der Beraterbranche wird der zunehmende Handel mit Immobilien jedoch vor allem den deutschen Markt transparenter machen. „Liquidität sorgt für Transparenz“, sagt Rod Jones, Deutschlandchef des britischen Immobilienberaters Drivers Jonas, und ergänzt: „Der eigentliche Gewinner der Entwicklung wird der deutsche Immobilienmarkt sein.“ Mehr Transaktionen bedeutet aber auch, sagt Christian Ulbrich, „dass es häufiger zu einer Überprüfung der Performance einzelner Objekte kommt.“ Dies wiederum erleichtere die Ermittlung erforderlicher Benchmarks. Wenn schließlich auch in Deutschland steuerbegünstigte Immobilienaktiengesellschaften, so genannte Real Estate Investment Trusts (Reits), eingeführt würden, werde sich dies zusätzlich positiv auf die Markttransparenz auswirken: „Börsennotierte Unternehmen müssen die jeweils erzielten Preise ihrer An- und Verkäufe veröffentlichen“, sagt Ulbrich.

An eines indes werden sich Anleger gewöhnen müssen: Das höhere Handelsvolumen führt zu stärker schwankenden Preisen. JLL-Chef Ulbrich: „Der Gedanke, nur zu verkaufen, wenn ein Gewinn zu machen ist, funktioniert auch bei Aktien nicht.“

Azul Real
19.10.2006, 10:11
Donnerstag, 19. Oktober 2006, 10:00 Uhr
Deutliche Zeichnungsgewinne

Ganz starkes Börsendebüt von Gagfah
Die Aktien des Immobilienkonzerns Gagfah sind bei ihrem Börsendebüt deutlich über dem Ausgabepreis in den Handel gestartet. Die Papiere eröffneten am Donnerstag bei 22 Euro und lagen damit rund 16 Prozent über dem Zuteilungspreis von 19 Euro, der am oberen Ende der Preisspanne von 17 bis 19 Euro festgelegt worden war.


HB FRANKFURT. Bei dem Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse beträgt das Platzierungsvolumen inklusive der Mehrzuteilungsoption rund 853 Mill. Euro. Mit diesem Volumen ist der Börsengang nach Wacker Chemie der zweitgrößte des Jahres in Deutschland. Experten erwarten eine Aufnahme der dann wichtigsten deutschen Immobilien-Aktie in den Nebenwerteindex MDax.

Die Anteilsscheine der 150 000 Wohnimmobilien verwaltenden Gagfah mit Sitz in Luxemburg waren trotz des zuletzt rauer gewordenen Klimas bei Neuemissionen auf großes Interesse bei Investoren gestoßen. Gagfah-Eigner Fortress, auf dessen Konten der komplette Emissionserlös fließt, hatte sich deshalb entschlossen, die Zeichnungsfrist zu verkürzen und das Börsendebüt um vier Tage vorzuziehen. „Die Emission war mehr als zehnfach überzeichnet“, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Gagfah will auf dem im Umbruch befindlichen deutschen Immobilienmarkt seine Position weiter ausbauen. So soll das Wohnungsportfolio in den kommenden Jahren verdoppelt werden. Neben Zukäufen will Gagfah-Chef Burkhard Drescher die Kosten senken, Leerstände reduzieren und die Mieten erhöhen.

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Azul Real
21.10.2006, 11:41
20.10.2006
Weichen für größtes Tourismus-Projekt in Schleswig-Holstein gestellt

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat das rund 170 ha große Grundstück des noch nicht endgültig geschlossenen Marine-Stützpunktes Olpenitz bei Kappeln an eine amerikanische Investorengesellschaft verkauft und damit das Startsignal für den Bau der größten touristischen Hafenstadt an der Ostseeküste gegeben.

Für rund 500 Mio. Euro sollen dort u.a. eine Inselwelt mit Ferienhäusern, eine Veranstaltungsarena mit Freilichtbühen, Hotels, ein Museum, eine Bootswerft und ein Yachtclub entstehen. Käufer ist die Prime Income Asset Management. "Zwei Jahre nach der Entscheidung über die Auflösung des Marine-Stützpunktes Olpenitz bei Kappeln sind damit die Weichen für das absehbar größte Tourismus-Projekt in Schleswig-Holstein gestellt," sagte Schleswig-Holsteins Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr Dietrich Austermann heute in Kiel.

Azul Real
21.10.2006, 11:44
19.10.2006
AMB Generali verlegt Hauptsitz nach Köln

Der Versicherungskonzern AMB Generali wird ab Mitte 2008 seinen Konzernsitz von Aachen in das Kölner Büro-Projekt Dominium verlegen.

Das Dominium entsteht derzeit auf einem rund 4.100 qm großen Areal an der Tunisstraße im Kölner Bankenviertel. Der Konzern hatte Anfang des Jahres das Dominium im Paket mit zwei anderen Büroimmobilien von der Essener Hochtief Projektentwicklung erworben. Wie es hieß, will AMB Generali rund 17.000 qm der 25.000 qm großen Immobilie selbst nutzen.

Azul Real
21.10.2006, 11:45
19.10.2006
Techem übertrifft Umsatzprognosen

Der Eschborner Messdienstleister Techem wird das Geschäftsjahr 2005/06 (30. September) voraussichtlich mit einem Umsatz von 521 Mio. bis 522 Mio. Euro abschließen und damit das Vorjahresergebnis um knapp 12% übertreffen.

Das Ebit steigt nach Unternehmensangaben um rund 25% auf 105 Mio. bis 106 Mio. Euro. In beiden Fälle überträfe das Unternehmen nochmals die zum Geschäftshalbjahr abgegebenen Prognosen. Die Umsatzsteigerung sei vorwiegend auf ein höheres Volumen bei Techem Energy Contracting zurückzuführen. Beim Ebit wirkten sich zusätzlich niedrigere Kosten als geplant im inländischen Kerngeschäft und in der Zentrale aus. Die Veröffentlichung des endgültigen Jahresabschlusses erfolgt am 14. Dezember 2006

Azul Real
21.10.2006, 11:46
18.10.2006
Krey in die Geschäftsführung der Reit German One bestellt

Uwe Krey (42) ist zum 16. Oktober 2006 in die Geschäftsführung der Reit German One, Frankfurt am Main, berufen worden. Gesellschafter des gerade in der Gründungsphase befindlichen Unternehmens sind Famos Immobilien Service, Korschenbroich, und Quissenz, Frankfurt. Kooperationspartner ist eine amerikanische Investmentbank.

Weitere Mitglieder der Geschäftsführung sind Reimund Schulz (Famos) und Tobias Augsten (Quissenz). Die neue Gesellschaft will bis Mitte des nächsten Jahres etwa 1 Mrd. Euro in gewerbliche Immobilien in Deutschland investieren.

Azul Real
21.10.2006, 11:48
Sonae Sierra kauft Münster Arkaden

In ihrer gestrigen Verwaltungsratssitzung beschloss die Sparkasse Münsterland Ost, Münster, das rund 25.000 qm Verkaufsfläche messende Shoppingcenter Münster Arkaden an die deutsche Tochter der portugiesischen Sonae Sierra zu veräußern. Das Center entsteht in zwei Bauabschnitten auf dem Areal der Sparkasse im Zentrum der Stadt Münster.

Während der erste Bauabschnitt bereits seit geraumer Zeit eröffnet hat, findet das so genannte Grand Opening des zweiten Bauabschnitts am 26.10. statt. Thomas Binder, Geschäftsführer der Sonae Sierra Deutschland, Düsseldorf, erklärte gegenüber IZ aktuell: "Wir wollen in Deutschland schneller wachsen, darum ist es unsere mittelfristige Strategie, auch hochwertige Bestandsobjekte zu erwerben." Über den Kaufpreis, so Binder, sei Stillschweigen verabredet worden.

Sonae Sierra war bislang nur als Center-Entwickler in Deutschland aktiv. Derzeit hat man drei Projekte in Berlin, Dortmund und Weiterstadt bei Darmstadt in der Pipeline.

Azul Real
21.10.2006, 11:50
17.10.2006
AVW bündelt Akquise und beruft Sielaff zum Chefeinkäufer

Die in Buxtehude ansässige Projektentwicklungsgesellschaft AVW bündelt den Ankauf von Immobilien wenige Wochen vor dem geplanten Börsengang in der neuen Akquisitions- und Vertriebsgesellschaft AVW Investment-Management GmbH & Co. KG.

Damit unterstreicht das 1978 gegründete Unternehmen seine Absicht, den Geschäftsbereich Immobilienerwerb auszuweiten. Geschäftsführer und Mitgesellschafter der neuen Gesellschaft wird zum 1. November 2006 der Fondsmanager und Immobilienexperte Gert Sielaff, 54, der zuletzt viereinhalb Jahre Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Arwobau Apartment- und Wohnungsbaugesellschaft war.

Die AVW hat in den vergangenen 28 Jahren vor allem Einkaufs- und Fachmarktzentren, aber auch SB-Warenhäuser, Seniorenimmobilien und Hotels vermarket. Die Gesellschaft entwickelte bisher mehr als 110 Objekte und bewegte damit rund 800 Mio. Euro.

Azul Real
21.10.2006, 11:51
45% mehr Einzelhandelsflächen-Umsatz in A-Lagen

Das Beratungsunternehmen KemperŽs hat festgestellt, dass der Flächenumsatz mit Einzelhandelsimmobilien in Ia-Lagen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres um 45% über dem Wert des Vorjahreszeitraums lag.
Der repräsentativen Studie für den Zeitraum von Januar bis September 2006 liegt eine Stichprobe von 450 Vermietungen mit einer vermittelten Fläche von insgesamt 195.000 qm zugrunde. Die Flächennachfrage werde nach wie vor fast ausschließlich von gut etablierten und bonitätsstarken Filialunternehmen getragen, wobei die weitaus stärkste Nachfrage nach Flächen in der Größenordnung zwischen 100 qm und 250 qm bestehe.

Für das Gesamtjahr 2006 hält KemperŽs an seiner Prognose fest, dass der Flächenumsatz gegenüber dem Vorjahr um 50% zulegt.

Azul Real
21.10.2006, 11:53
Rheinhold & Mahla AG firmiert als Bilfinger Berger Industrial Services AG

Mit der Übernahme der Rheinhold & Mahla AG hatte Bilfinger Berger 2002 mit dem Aufbau der konzerneigenen Dienstleistungssparte begonnen.
Seit Oktober 2006 fimiert der Industriedienstleister als Bilfinger Berger Industrial Services AG und damit als Führungsgesellschaft des gleichnamigen Konzerngeschäftsfeldes, das 2006 eine Leistung in Höhe von 2,7 Mrd. Euro erbringen soll.:shock:

Auch die Sparten Facility Services und Power Services, die das Dienstleistungssegment komplettieren, werden jeweils von Führungsgesellschaften unter der Konzern-Dachmarke gesteuert.

Azul Real
21.10.2006, 12:09
vom 19.10.2006

Deutsche Immobilienaktien
Ob mit oder ohne Reit: Der Markt wächst weiter

Mit deutschen Immobilienaktien ließ sich in den letzten Monaten gut Geld verdienen. Um aber den Markt weiterzuentwickeln, da sind sich die Experten einig, muss noch einiges passieren. Der deutsche Kapitalmarkt braucht nicht nur einen Reit-Sektor, sondern auch mehr Produkte und mehr Kommunikation zwischen Unternehmen und Investoren.

Kein Störfeuer, keine überzogene Kritik, auch keine sonstigen Irritationen seitens der Banken und der Immobilienbranche gegenüber der Politik sollen die Einführung von steuerbegünstigten Immobilienaktien (Reits) in Deutschland noch gefährden. Darüber herrschte allseits Einigkeit unter den Teilnehmern der Fachkonferenz "Initiative Immobilien-Aktie" in Frankfurt am Main.

Der fachliche Input, sprich: Änderungswünsche, solle sich auf die tatsächlich erfolgsentscheidenden Punkte im Referentenentwurf konzentrieren, so der Steueranwalt und Reit-Experte Hans Volkert Volckens von der Kanzlei Beiten Burkhardt. Dazu zähle zuallererst die steuerliche Behandlung von steuerlich bereits vorbelasteten Ausschüttungen, z.B. aus ausländischen Tochtergesellschaften oder Dienstleistungstöchtern. Hier drohe im derzeitigen Konzept eine Überbesteuerung. Oliver Puhl, Executive Director bei der Morgan Stanley Bank AG, kritisiert die Festsetzung der Fremdfinanzierungsquote für deutsche Reits auf 60%. Unternehmen, die mit einer Fremdfinanzierung von 75% an die Börse gingen, müssten dann ihre Kredite zum Teil vorzeitig kündigen: "Das ist ökonomisch ineffizient und zwingt den Reit zu einer geringeren Eigenkapitalrendite."

Die Bedenken bei Wolfgang Schäfers, Geschäftsführer Real Estate Investment Banking bei Sal. Oppenheim, konzentrieren sich auf die im Entwurf vorgesehene Ablösegebühr für ehemals gemeinnützige Wohnungsunternehmen, die den EK-02-Status, der mit einer hohen Zusatzsteuer auf Ausschüttungen verbunden ist, ablegen wollen. Diese sei so hoch bemessen, dass es fraglich sei, ob insbesondere kommunale Wohnungsgesellschaften damit zu einem Gang an den Kapitalmarkt motivierbar seien. Sorgen bereitet Schäfers außerdem das aktuelle Klima in der großen Koalition. Es sei zu befürchten, dass im Zuge der schwarz-roten Verhandlungen um diverse Reformen ein Junktim zwischen verschiedenen Sachthemen gemacht werde: "Es könnte passieren, dass das Reit-Gesetz dabei geopfert wird."

Aktienmarkt wird weiter wachsen

Ob mit oder ohne Reit - der deutsche Kapitalmarkt für Immobilienaktien wächst bereits kräftig. Nach Schätzung von Martin Praum, Analyst für Immobilienaktien bei der Deutschen Bank, entfiel im laufenden Jahr bereits ein Drittel des Emissionsvolumens aller Börsengänge auf Immobilienwerte. Der Trend sei einerseits gut für den Sektor, setze andererseits die existierenden AGs ein Stück weit unter Druck: "Die Gesellschaften verlieren ihren Vorteil, den sie bislang aus der Knappheit an deutschen Immobilienaktien schöpfen konnten." Außerdem herrschten mittlerweile seitens der Investoren hohe Erwartungen an das Management der Gesellschaften, das in Gestalt hoher Prämien auf den Nettovermögenswert ihrer Gesellschaften mit einigen Vorschusslorbeeren bedacht wurde. Deutsche Immo-AGs seien zurzeit am Markt "hip" - doch das werde nicht ewig so bleiben. "Danach brauchen Sie Investoren, die weiterhin zu Ihnen halten", warnt der Analyst.

Dass kürzlich einige Börsengänge mit Vehikeln für Investitionen in deutsche Immobilien abgesagt wurden, wertet Praum nicht als Zeichen für ein nachlassendes Interesse der Anleger, sondern für die Filterfunktion des Kapitalmarktes: "Die Investoren kaufen nicht blind alles, was ihnen angeboten wird, das ist der Unterschied zum Neuen Markt." Angesichts der Kommunikationsfehler einiger Immo-AGs dränge sich dagegen ein Vergleich mit jener Zeit des Aktienbooms doch auf. Hier sei viel Schaden durch voreilige Versprechungen angerichtet worden.

Praum rechnet mit weiteren Börsengängen, insbesondere für Investitionen in Wohnimmobilien. Derzeit hätten erst 17 von 96 im europäischen Epra-Immobilienaktienindex geführten Unternehmen mehr als 10% ihres Vermögens in Wohnungen angelegt. "Viele Investoren betrachten den deutschen Wohnungsmarkt als einen der ineffizientesten und unprofessionellsten in Europa."

Daher setzten viele auf Kapitalmarktstorys, die auf dem erwarteten Umbruch dieses Sektors aufbauten. (mol)

Azul Real
21.10.2006, 18:24
Handelsimmobilien gehen weg wie warme Semmeln

Atisreal: Kaufpreise pendeln sich auf hohem Niveau ein - Beteiligungsbeschränkung macht Reits für Einzelhändler unattraktiv


Die Rahmenbedingungen des deutschen Einzelhandels sind alles andere als prickelnd. Seit Jahr und Tag kämpft die Branche in einem gesättigten Markt gegen den Umsatzverfall und liefert sich dabei einen halsbrecherischen Preiskampf. Der Anteil des Einzelhandels am privaten Konsum liegt nach einer Studie der DB Research nur noch bei 30 %, Anfang der 1990er Jahre waren es noch 40 %. Zugleich setzt sich die Flächenexpansion, wenn auch mit abnehmender Geschwindigkeit, fort. Die logische Konsequenz: Die Flächenproduktivität nimmt ab und mit ihr die Mieten.

Dennoch zählen deutsche Einzelhandelsimmobilien unter den Gewerbeimmobilien zu den begehrtesten Objekten bei Immobilieninvestoren. Von den Investments von gut 18 Mrd. Euro im ersten Halbjahr dieses Jahres entfielen nach Angaben des Gewerbeimmobilienberaters Atisreal Deutschland rund 10,3 Mrd. Euro oder 57 % auf Einzelhandelsimmobilien. Zwar werde die Statistik von der milliardenschweren Transaktion von KarstadtQuelle verzerrt - die Essener hatten ihre Warenhausimmobilien Ende März in eine gemeinsam mit dem Goldman-Sachs-Fonds Whitehall geführte Gesellschaft ausgegliedert -, doch selbst ohne diesen Deal lägen die Investitionen in Einzelhandelsimmobilien in den ersten sechs Monaten 2006 um 270 % über dem Vorjahreswert, schreibt Atisreal im jüngsten "Retail Market Report".

Hoher Anlagedruck

Ein Ende des Booms ist nach Einschätzung von Branchenkennern nicht in Sicht. Angeführt werden zwei Gründe: Zum einen beurteilen ausländische Investoren den deutschen Markt nicht so negativ wie die Deutschen selbst. Zum anderen herrscht unverändert ein hoher Anlagedruck. Institutionelle Anleger wie Pensionsfonds und Versicherer sind praktisch gezwungen, Immobilien zu kaufen. Das machen sie vorzugsweise in Ländern mit stabiler Währung.

Ein Beleg für die ungebrochene Kaufwut vor allem ausländischer Investoren sind die gestiegenen Preise. "Seit Anfang 2005 verzeichnen wir durchschnittliche Preissteigerungen von ein bis zwei Jahresmieten", veranschaulicht Christoph Meyer, Mitglied der Geschäftsleitung von Atisreal. Seiner Einschätzung nach wird sich die Kaufpreisentwicklung jedoch beruhigen und somit für langsamer sinkende Renditen sorgen. Gerade bei Einzelhandelsimmobilien war es in jüngerer Vergangenheit zu starken Renditekompressionen gekommen. In besonders begehrten Lagen lägen die Mietrenditen derzeit nur noch bei knapp 5 %. Höhere Mieten lassen sich nach Einschätzung von Insidern dagegen kaum durchsetzen, zumal die "zweite Miete" (Nebenkosten, insbesondere Energiekosten) extrem gestiegen ist.

Doch nicht jede Einzelhandelsimmobilie findet ihren Käufer. Gefragt sind nach Einschätzung von Meyer in erster Linie ShoppingCenter, Fachmärkte und Kaufhäuser. Beliebt seien Immobilienpakete mit einem Wert bis zu 500 Mill. Euro, teilweise auch bis 1 Mrd. Euro, heißt es im Einzelhandel. Für Portfolios in dieser Größenordnung lasse sich stets ein Dutzend Interessenten finden. Die Vermarktung von Immobilien in Stadtteillagen und von Einzelstandorten gestalte sich dagegen schwierig.

Umgekehrt ist aber auch nicht jeder Einzelhändler zum Verkauf seiner Immobilien bereit. "Die Entscheidung basiert auf drei Faktoren: Lage, Lage, Lage", verdeutlicht ein Immobilienmanager eines Handelskonzerns. Der Grund: Die Händler sind dem Vermieter bei der Neuverhandlung von Mietverträgen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, denn den Verlust eines Top-Standortes kann sich keiner leisten. Rein theoretisch könnte hier die Einführung von Real Estate Investment Trusts (Reits) Abhilfe schaffen. Allerdings nicht in der im Referentenentwurf geplanten Ausgestaltung. Denn die Regelung, dass kein Anteilseigner mehr als 10 % an einem Reit halten darf, wird in der Branche als K.-o.-Kriterium angesehen.

Nachholbedarf

Der Grund für die Konzentration der Investoren auf großflächige Formate liegt gemäß DB Research in der Tatsache, dass Deutschland in diesen Formaten Nachholbedarf hat. Zwar gibt es nirgends in Europa so viel Einkaufsfläche pro Kopf wie in der Bundesrepublik, wo auf jeden Einwohner 1,4 Quadratmeter entfallen. Beim Angebot an Shopping-Center-Fläche hat Deutschland jedoch keineswegs die Nase vorn. Nach Angaben der Deutschen Bank kommen hierzulande auf 1 000 Einwohner 140 qm Shopping-Center-Fläche, in Spanien und Frankreich seien es 200 qm und in den Niederlanden 300 qm. Den Vogel schießt Schweden mit deutlich mehr als 300 qm ab.

Auch der Trend, große Einkaufszentren nicht mehr auf der grünen Wiese aus dem Boden zu stampfen, sondern in die Innenstädte zurückzuverlagern, hat das Nachfrageverhalten verändert. "Ausländische Anleger fokussieren sich verstärkt auf gute bis sehr gute City-Immobilien", weiß Meyer. Dabei rückten Immobilien in kleineren bis mittelgroßen Städten mit guter Kaufkraft und Zentralität - die "Hidden Champions" - zunehmend ins Visier der ausländischen Immobilienkäufer. Dort seien die gemessen an der Miete zu zahlenden Kaufpreismultiplikatoren noch relativ moderat und eröffneten Ertragssteigerungspotenziale, begründet Atisreal.

Dem halten die Analysten von DB Research allerdings entgegen, dass steigende Mieten nur bei steigender Standortattraktivität erzielbar seien. Das wiederum setze voraus, dass das Flächenangebot am Standort langsamer wachse als die Nachfrage - eine Entwicklung, die zumindest in der Vergangenheit mit der Realität wenig zu tun hatte. In 85 von 100 westdeutschen Städten lägen die Mieten heute unter dem Niveau von vor zehn Jahren, ermittelte die Deutsche Bank. Im Durchschnitt würden aktuell pro Quadratmeter 15 % weniger gezahlt als 1995, in Ostdeutschland falle der Mietrückgang mit 25 % in Citylagen sogar noch prononcierter aus. Randlagen seien von dem Mietrückgang sogar noch stärker betroffen. Immerhin wird aber eine Bodenbildung bei den Mieten ausgemacht.

Hatten sich nach Angaben von Atisreal in den vergangenen Jahren vor allem angelsächsische Investoren um deutsche Handelsimmobilien bemüht, wächst mittlerweile auch das Interesse inländischer Investoren. Das machten sich die Erstkäufer - in aller Regel Opportunity Funds - zunutze. Erste Mitnahmeeffekte durch schnellen Wiederverkauf seien zu beobachten.

Börsen-Zeitung, 19.10.2006

Azul Real
23.10.2006, 11:02
Eurohypo-Immobilienmarktbericht Deutschland

- Deutscher Büromarkt zeigt Aufwärtstendenz
- Für 2007 Rückgang des Angebotsüberhangs erwartet
- Spitzenmieten in Top-Lagen ziehen bereits an

Der Überhang an Büroflächen in Deutschland wird nach Einschätzung
der Analysten der Eurohypo ab dem kommenden Jahr spürbar zurückgehen.
Der deutsche Büromarkt habe seine zyklische Talsohle erreicht und
zeige Aufwärtstendenzen, heißt es in dem von der Bank
veröffentlichten "Marktbericht Deutschland 2006". Unterstützt werde
diese Entwicklung vor allem durch positive wirtschaftliche
Rahmenbedingungen in Deutschland. "Auf der Angebotsseite trägt
darüber hinaus eine weiter nachlassende Neubautätigkeit zur
Konsolidierung der Märkte bei", schreibt Dr. Marcus Cieleback, Head
of Research im Bereich Real Estate Appraisal & Consulting (RAC) der
Eurohypo.

Die Büromieten entwickeln sich dem Bericht zufolge stabil, an
bestimmten Standorten seien bereits leichte Steigerungstendenzen zu
erkennen. So sei etwa in München und Hamburg aufgrund einer Belebung
der Nachfrage ein deutliches Anziehen der Spitzenmieten bei
Büroimmobilien zu verzeichnen. Dieser Trend wird sich nach
Einschätzung der RAC-Analysten in den kommenden Jahren fortsetzen.

Die Entwicklung bei Einzelhandelsimmobilien wird nach Einschätzung
der Eurohypo-Analysten von der anhaltenden Konsumschwäche in
Deutschland und einem ungebrochen harten Verdrängungswettbewerb
bestimmt. Die Flächennachfrage konzentriere sich auf hochqualitative
Flächen in Top-Lagen, die vor allem von großen Filialisten für ihre
sogenannten "Flagship-Stores" gesucht würden. Die Marktsituation in
den Spitzenlagen der Städte präsentiere sich vor diesem Hintergrund
gut behauptet, Nebenlagen stünden dagegen ungebrochen unter Druck.

Am deutschen Wohnungsmarkt setzt sich der rege Handel mit
Wohnportfolios vor allem durch das starke Engagements
angelsächsischer Opportunity-Fonds fort. "Die unterdurchschnittliche
Wertentwicklung, einhergehend mit der geringen Eigentumsquote in
Deutschland, wird als günstige Einstiegsgelegenheit interpretiert",
heißt es zur Begründung in dem Bericht.

Der Hotelbereich profitierte den Analysten zufolge 2006 von dem
Sondereffekt Fußball-Weltmeisterschaft. Allerdings sind die
Kapazitäten und der daraus resultierende Preisdruck weiterhin hoch
und eine grundsätzliche Besserung der Situation bislang nicht in
Sicht.
Originaltext: Eurohypo AG

Azul Real
24.10.2006, 21:51
24.10.2006
Difa veräußert vier Büroobjekte an IVG für 190 Mio. Euro

Die Difa Deutsche Immobilien Fonds AG hat vier Büroimmobilien aus dem Portfolio des offenen Immobilienfonds Difa-Grund an die IVG Immobilien verkauft. Der Preis betrug rund 190 Mio. Euro und lag damit nach Angaben der Difa über Sachverständigenwert.

Die Objekte an den Standorten Düsseldorf, München und Stuttgart verfügen über eine Gesamtmietfläche von 66.000 qm und sind zu 88% vermietet. Die IVG erwarb die Immobilien für den eigenen Bestand. Jones Lang LaSalle war für Difa beratend tätig.




https://isht.comdirect.de/charts/small.ewf.chart?hist=10d&sSym=IVG.ETR

Azul Real
25.10.2006, 22:16
25.10.2006
HCI meldet Milliarden-Investitionsprogramm
Die HCI Capital, Hamburg, will gemeinsam mit dem US-Fondsmanager Behringer Harvard bis zu 1 Mrd. Euro in Westeuropa investieren. Angepeilt werden meist Objekte mit opportunistischem Risikoprofil, die aufgewertet und nach drei bis fünf Jahren an konservative Investoren weiterververkauft werden. HCI übernimmt den Ankauf, die Aufwertungsmaßnahmen und die Verwaltung. Das Joint-Venture wurde erst jetzt kommuniziert, das erste Immobiliengeschäft fand aber bereits im Frühjahr 2006 statt. Damals übernahmen Behringer (90%) und HCI (10%) das UPC-Gebäude in Amsterdam/Schiphol.

Azul Real
25.10.2006, 22:54
Freundlichst entliehen dem Beitrag von MonaceFranze im Aktienboard :-D


ARD-Börse (http://boerse.ard.de) vom 24./25.10.06

- "Immobilienkäufer, aufgepasst!" (www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_193142)


Weiterhin zum Thema:

- "Die Immobilie ist nicht das sicherste Investment." (www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_193154)
- "Rangliste: Wo lohnt der Kauf eines Einfamilienhauses?" (www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_192954)
- "Rangliste: Wo lohnt der Kauf eines Mehrfamilienhauses?" (www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_193134)
- "Basiswissen zum Immobilienkauf [Ratgeber]." (www.ard.de/ratgeber/haus-garten/bauen-und-wohnen/wohnungskauf/-/id=312490/nid=312490/did=471596/kjsb9j/index.html)

Azul Real
26.10.2006, 18:17
Donnerstag, 26. Oktober 2006, 17:50 Uhr
2006 und 2007 Umsatzplus erwartet

Baubranche schöpft Hoffnung
In diesem Jahr will die mittelständische Baubranche in Deutschland ihre langjährige Krise endlich überwinden. Und auch für 2007 wird auf steigende Umsätze gesetzt.


HB BERLIN. Für das laufende Jahr sei mit einem Umsatzplus im Bauhauptgewerbe von 1,4 Prozent zu rechnen, erklärte der Zentralverband des Deutsches Baugewerbes (ZDB) am Donnerstag in Berlin. „Die deutsche Bauwirtschaft hat damit nach elf Jahren die Talsohle hinter sich gelassen“, sagte der neu gewählte ZDB-Präsident Hans-Hartwig Loewenstein. Im kommenden Jahr rechne er mit einer weiteren Konsolidierung der Branche und einem Umsatzplus von 1,1 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten werde 2006 im Jahresschnitt um 17 000 auf rund 700 000 sinken und sich im kommenden Jahr bei einem Rückgang von etwa 5000 weitgehend stabilisieren. „Diese Entwicklung spricht auch dafür, dass die Bauunternehmen ihren Kapazitätsabbau weitgehend vollzogen haben“, sagte Loewenstein am Rande des Deutschen Baugewerbetages 2006.

Impulse für die Branche erwartet der ZDB vor allem vom Wirtschaftsbau, dessen Umsätze 2007 um 2,2 Prozent nach 3,7 Prozent im laufenden Jahr zulegen dürften. Beim Wohnungsbau sei mit einem Plus von 0,2 nach 0,8 Prozent in diesem Jahr zu rechnen. Für den öffentlichen Bau prognostiziert der Verband ein Minus von 0,4 Prozent in diesem und ein Plus von 0,9 Prozent im nächsten Jahr. Die Entwicklung der Auftragseingänge bezeichnete Loewenstein als erfreulich. Allerdings entfielen drei Viertel des Zuwachses auf nur fünf Bundesländer. Bei den Bauinvestitionen erwartet der Verband für 2006 ein Anziehen um 1,8 Prozent und für das nächste Jahr ein Plus von 1,3 Prozent.

Der mittelständisch geprägte ZDB erhöhte seine Umsatzprognose für 2006 deutlich. Im Mai hatten die Verbandsexperten noch mit einem Umsatzminus von mehr als zwei Prozent für das laufende Jahr gerechnet. Im Frühjahr hatte die Baubranche aber Teile ihrer Produktionsausfälle wegen Kälte vom Jahresanfang wieder aufgeholt und sogar das gesamtwirtschaftliche Wachstum beflügelt. Der Hauptverband der Bauindustrie (HDB) hält sogar ein Umsatzplus von zwei Prozent in diesem Jahr für möglich.

Loewenstein geht noch in diesem Jahr beim privaten Wohnungsbau von Vorzieheffekten wegen der Mehrwertsteuererhöhung 2007 aus. Für Privatleute würde es sich angesichts vierstelliger Euro-Beträge rentieren, Bauvorhaben noch in diesem Jahr umzusetzen, sagte der neue Verbands-Chef der Nachrichtenagentur Reuters. Er sehe die Folgen der höheren Steuer im kommenden Jahr zwar nicht so pessimistisch wie von vielen befürchtet. Einschränkend sagte er jedoch, es werde mehr Schwarzarbeit geben: „Das begünstigt die schwarzarbeitenden Betriebe. Die machen zusätzliche Gewinne, wenn die Mehrwertsteuer erhöht wird.“

Der ZDB beklagte zudem erneut die schlechte Zahlungsmoral der öffentlichen Hand. Nicht selten flössen die letzten Zahlungen etwa für eine Straße erst bis zu zwei Jahre, nachdem sie für den Verkehr freigegeben worden sei, sagte Loewenstein.

Azul Real
29.10.2006, 08:22
CGG plant deutsche Reits

Immobilienfondsgesellschaft der Commerzbank will wieder wachsen
Von Christoph Ruhkamp, Düsseldorf

Die Immobilien-Asset-Manager der Commerz Grundbesitz Gruppe (CGG) setzen nach einer Phase der Zurückhaltung wieder auf Expansion.

"Wir können kurzfristig mehr als 2 Mrd. Euro in Immobilien investieren", sagte der Sprecher der Geschäftsführung Frank Pörschke im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Im laufenden Jahr hatte die CGG bislang Immobilien für 1,3 Mrd. Euro verkauft, aber nur für 300 Mill. Euro Objekte erworben.

Verkaufsphase beendet

Grund für die Verkäufe war zum einen der Bedarf an Liquidität: Die Anleger zogen aus den Publikumsfonds der Gruppe im Jahresverlauf rund 630 Mill. Euro ab,:shock: so dass das Fondsvermögen auf 9,3 Mrd. Euro sank. Zum anderen konnten in einigen Märkten - darunter vor allem Paris und London - Gewinne mitgenommen werden. Darüber hinaus ist bei dem scheinbar geringen Kaufvolumen insbesondere beim "Hausinvest Europa" nicht berücksichtigt, dass der Fonds in Belfast und London über zwei große Projektentwicklungen für zusammen 1,4 Mrd. Euro verfügt.

"Mittlerweile ist die Wende da", sagte Pörschke. Seit Juni habe man Mittelzuflüsse von über 300 Mill. Euro verzeichnet. Die Anleger honorierten damit unter anderem die verbesserte Rendite. Auf Jahressicht liegt sie beim global investierenden Fonds "Hausinvest Global" bei 4,6 % sowie beim "Hausinvest Europa" bei 3,6 % - und das, obwohl die Rückstellungen für Steuern auf Verkaufsgewinne von 55 % auf 100 % des zu erwartenden Volumens an Steuerzahlungen erhöht wurden und damit die Rendite belasteten.

Anleger kehren zurück

Ein weiterer wichtiger Grund für den verstärkten Anlegerzuspruch sind die reduzierten Sparerfreibeträge, die die Nachsteuerrendite von Anlageprodukten in den Vordergrund rücken. Offene Immobilienfonds haben den Vorteil, dass sie bei Auslandsimmobilien von Doppelbesteuerungsabkommen profitieren. "In diesem relativen Steuervorteil offener Immobilienfonds sehen wir eine große Chance für uns", sagte Pörschke.

Der Manager will die Expansion der CGG aber nicht nur mit frischen Mitteln der Anleger für die bereits bestehenden Fonds vorantreiben. Er plant auch insgesamt eine Ausweitung der Produktpalette für private und institutionelle Investoren. Denkbar seien etwa neue Fondsmodelle, die im Ausland angesiedelt sind, oder auch andere nicht gelistete Immobilienprodukte. Ein weiteres wichtiges Thema ist zudem die Einführung von Real Estate Investment Trusts (Reits) in Deutschland im kommenden Jahr. Die CGG hatte bereits in Frankreich einen Reit nach dortigem Recht aufgelegt. "Wenn das Gesetz kommt, werden wir auch in Deutschland die Auflegung von Reits prüfen", sagte Pörschke. Im Unterschied zu der in Paris notierten Cegereal würden dann aber keine Immobilien aus den bestehenden Fonds in Reits überführt, sondern neue Bestände zu diesem Zweck erworben.

Institutionelle als Zielgruppe

Als wichtigste Zielgruppe für solche Reits der CGG sieht Pörschke zudem nicht die bisher in der Unternehmensgruppe dominierenden Privatanleger, sondern institutionelle Investoren. Diese würden Reits bevorzugen, die sich klar auf bestimmte Immobiliennutzungsarten und bestimmte Regionen konzentrieren. Der Grund: Institutionelle wollen über ihre Allokation innerhalb des Immobiliensektors selbst entscheiden. Sie unterscheiden sich damit klar von Privatanlegern, die bei indirekten Immobilienprodukten in der Regel einen Schwerpunkt auf sehr breit aufgestellte Fondsstrategien legen.

Mit dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf für ein Reit-Gesetz ist Pörschke insgesamt zufrieden - zumal auch die offenen Fonds künftig, wie Reits, bei der Übertragung von Immobilien auf einen Fonds nur einen verringerten Steuersatz auf die dabei gehobenen stillen Reserven zahlen sollen. "Das wichtigste ist nun, dass der Entwurf zum Gesetz wird."

Azul Real
29.10.2006, 14:57
Beschäftigung
Arbeitslose flüchten vor Hartz IV ins Ausland
Immer mehr Arbeitslose nehmen einen Job im Ausland an. Das ist mitunter ihre einzige Chance: Hierzulande bekommen sie keine Stelle, zudem droht Hartz IV. Darum verlassen nicht zuletzt Fachkräfte ohne Beschäftigung die Republik und werden im Ausland gern aufgenommen.

Berlin - Die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn zählte bis Ende September 10.277 Vermittlungen aus Deutschland in alle Welt. 2005 waren es insgesamt 12.702. "Wir rechnen damit, dass die Zahl aus dem Vorjahr übertroffen wird", sagte eine Sprecherin der internationalen Personalagentur der Bundesagentur für Arbeit. 2005 waren rund drei Viertel der Vermittelten zuvor arbeitslos.

In europäische Länder wurden bis Ende September 7123 Deutsche vermittelt. Davon waren 6690 Kunden der Arbeitsagenturen oder Hartz-IV-Empfänger. "Der Bedarf an gutqualifizierten Fachkräften aus Deutschland im Ausland ist groß", sagte die ZAV-Sprecherin. Besonders gefragt seien Bewerber für die Baubranche :shock: , dem gewerblich-technischen Bereich, medizinisch-pflegerische Berufe sowie Jobs in der Hotellerie und Gastronomie.

Der größte Teil der Bewerber ging in die Schweiz und nach Österreich. Aktuell sei die Nachfrage aus Dänemark sehr groß, sagte sie. Gefragt seien auch Mitarbeiter für Callcenter in Irland und der Türkei.

"Mit Hartz IV ist der Druck größer geworden", sagt auch Gabriele Mertens, die Geschäftsführerin des katholischen Raphael-Werks, das Auswanderungswillige berät. Vor allem ältere Arbeitslose hätten in Deutschland kaum eine Perspektive. "Sie haben oft nur die Wahl zwischen Hartz IV und einer neuen Chance im Ausland", sagte Mertens

Azul Real
29.10.2006, 15:00
Marbella ist überall
Korruption in Spaniens Bauwirtschaft häuft sich - Zapatero beschließt Kontrollen

Von Ute Müller

Madrid - Las Navas del Marqués ist eine verträumte Ortschaft inmitten der Madrider Sierra, seit Jahrzehnten Refugium begüterter Madrilenen in den heißen Sommermonaten. Doch mit der Ruhe könnte es bald vorbei sein. Denn wenn es nach den Wünschen von Bürgermeister Gerardo Pérez von der Volkspartei (PP) geht, sollen im Ort mit 5000 Einwohnern in Kürze 1600 Einfamilienhäuser, vier Golfplätze und ein Hotel entstehen. Der Bauherr Francisco Gómez stammt aus Alicante und hat 215 Hektar ökologisch wertvollen Pinienwald vor vier Jahren zum Schnäppchenpreis von 9,5 Millionen Euro erstanden.

Wenn die Siedlung fertig ist, dann verdient der geschäftstüchtige Südspanier unterm Strich 190 Millionen Euro, rechnete jetzt die Tageszeitung "El País" vor.

Das Geschäft war von langer Hand vorbereitet. Das Rathaus hatte den Forst, ohne das vorgeschriebene Umweltgutachten anzufordern, als Bauland ausgewiesen.

Kurioserweise war der Mann aus Alicante der Einzige, der davon wusste. "Recalificación" (Umwandlung von geschütztem in bebaubares Gelände) heißt das Zauberwort, mit dem sich die Gemeinden in Spanien landauf, landab finanzieren. In Las Navas del Marqués wurden bereits Tausende Bäume gefällt, dabei wurde auch auf den hier brütenden und vom Aussterben bedrohten Schwarzstorch keine Rücksicht genommen. Nun erzwang die Staatsanwaltschaft einen vorläufigen Baustopp und versucht herauszufinden, warum hohe Beamte der Regionalregierung und der Bürgermeister das Projekt so vehement unterstützen.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Kommunalpolitiker sich am Bauboom persönlich bereichern. Der Korruptionsskandal in Marbella, der diesen Sommer aufgedeckt wurde, illustriert lediglich eine in ganz Spanien gängige Praxis bei den Bau- und Immobiliengeschäften. Der Sektor boomt nicht zuletzt dank der Nachfrage Hunderttausender sonnenhungriger Ausländer seit Jahren. Baugenehmigungen erhält zumeist nur der, der die richtigen Verbindungen zu den zuständigen Stellen und viele Geldbündel zum Verteilen hat.

Wie sich im Jetsetparadies Marbella herausstellte, hatten sich die Bürgermeisterin und der halbe Stadtrat für Genehmigungen und Lizenzen kräftig schmieren lassen. Der für die Stadtentwicklung zuständige Juan Antonio Roca hatte 2,4 Milliarden Euro Provision kassiert. Fast die Hälfte der 70 000 Wohnungen an dem südspanischen Badeort wurden dank seiner tatkräftigen Hilfe unter Umgehung der Gesetze errichtet. Roca und die Bürgermeisterin von Marbella sitzen nun erst einmal hinter Gittern.

Das Prinzip Marbella, das wird immer klarer, ist indes landesweit an der Tagesordnung, wenn auch in kleinerem Stil. "Häuser, Geld und Korruption", titelte das Wirtschaftsmagazin "Economist" im September über den Sumpf in Spanien. Die Ermittler auf der Iberischen Halbinsel überprüfen zurzeit zehn Rathäuser an der Küste, im Inland und auf den Inseln wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit.

Doch in Wirklichkeit gebe es mindestens 5000 oder 6000 Fälle, die eine Untersuchung verdienten, meint Manuel Villoria, Politikwissenschaftler an der Universidad Rey Juan Carlos in Madrid. Das Finanzamt müsste nur einmal genauer die Konten von Bürgermeistern und Gemeinderäten prüfen.

Doch allmählich wächst die Empörung unter den Spaniern, die solchen Fällen früher eher achselzuckend gegenüberstanden. Auch der Druck der Parteien auf korrupte Mitglieder wird stärker. So trat der Verantwortliche für Urbanismus in der Region Madrid, Enrique Porto, wegen des Verdachts auf Vorteilsnahme kürzlich von seinem Amt zurück. Er ist nicht der erste Politiker der Volkspartei, der seinen Sessel räumen musste; auch die regierenden Sozialisten haben bereits mehrere Mitglieder wegen Korruptionsvorwürfen aus der Partei ausgeschlossen, etwa Pedro Torrejón, den Bürgermeister von Ciempozuelos, einem Ort bei Madrid. 800 000 Euro Schmiergeld hatte Torrejón von einer Baufirma im Gegenzug für Lizenzen erhalten und auf ein Konto nach Andorra überwiesen, doch das Kreditinstitut meldete den dubiosen Transfer an die Bank von Spanien, und so kam man ihm auf die Schliche.

Dass die Dinge nicht so bleiben können, wie sie sind, hat nun auch Premier José Luis Rodríguez Zapatero erkannt und eine Task-Force für städtebauliche Vergehen ins Leben gerufen. 200 Beamte der Guardia Civil sollen ab Januar den Kommunalpolitikern genauer auf die Finger schauen. Auch wird erwogen, die bei den autonomen Regionen liegenden Kompetenzen für Städtebau zu beschneiden und unter staatliche Aufsicht zu stellen.

Artikel erschienen am 28.10.2006

Azul Real
29.10.2006, 15:06
Bauindustrie rechnet mit kräftigem Plus
Zu wenig Fachkräfte.


Nach jahrelangen Negativmeldungen häufen sich nun die guten Nachrichten: Auch für das kommende Jahr erwartet die Bauindustrie einen nachhaltigen Aufschwung. Ungetrübt ist die gute Laune trotzdem nicht.

HB HAMBURG. Die jahrelang arg gebeutelte Bauindustrie rechnet mit einem weiterhin kräftigen Aufschwung und beklagt bereits einen Fachkräfte-Mangel.:shock: „Wir glauben, dass dieser Aufschwung nachhaltig sein wird und auch im nächsten Jahr trägt“, sagte der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Hans-Peter Keitel, der „Welt am Sonntag“. Angesichts des schnellen Wachstums fehlten nun Mitarbeiter: „Wir spüren einen Mangel an Bauingenieuren und in einzelnen Regionen auch schon an gewerblichem Personal.“

(Was für eine Farce HAHAHA, ich muss lachen. Die deutsche Bauindustire hat in den letzten 10 Jahren 600.000 Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut)

Dieser Mangel könne auch nicht durch den Einsatz ausländischer Arbeitskräfte ausgeglichen werden. „Die Zahl der grenzüberschreitend eingesetzten Arbeitskräfte geht in Deutschland zurück“, sagte Keitel. Grund dafür seien das inzwischen auch in Osteuropa gestiegene Lohnniveau sowie die Neigung der Bauarbeiter, lieber nach Großbritannien und Irland zu gehen.

Den wesentlichen Grund für die Erholung der Brache sieht Keitel in den Bauinvestitionen der Unternehmen. Sie planten nach allen Erkenntnissen und Umfragen auch 2007 zusätzliche Investitionen. Für 2006 rechne die Bauindustrie mit einem Plus beim Wirtschaftsbau von 3,5 Prozent.

Azul Real
30.10.2006, 08:16
Experten laufen Sturm gegen REIT-Kompromiss
Immobilienwirtschaft fordert Einbeziehung von Wohnungsunternehmen - Alternative zum Verkauf an Investoren

Von Richard Haimann

Berlin - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat die Diskussion um die Einführung von Real Estate Investment Trusts (REITs) mit der Ausklammerung von Wohnimmobilien keineswegs entschärft. Unionspolitiker sowie Finanz- und Immobilienmarktexperten fordern, dass REITs auch Wohnungsbestände halten dürfen.

Die Debatte gewinnt an Schärfe durch den geplanten Verkauf der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) in Nordrhein-Westfalen. Die Düsseldorfer Landesregierung will mit dem Verkauf der 95 600 LEG-Wohnungen an Finanzinvestoren ihren Haushalt entlasten. Die Wohnungsgesellschaft ist mit 2,5 Mrd. Euro verschuldet und auf Subventionen angewiesen.

"REITs sollten sowohl für Gewerbe-, als auch für Wohnimmobilien möglich sein", forderte jetzt Nordrhein-Westfalens Finanzminister Helmut Linssen. Ministeriumssprecherin Stephie Hagelüken betont zwar, diese Aussage stände nicht in Bezug zum LEG-Verkauf. Doch Finanz- und Immobilienexperten weisen darauf hin, dass finanzschwache Länder und Städte ihren Wohnungsunternehmen nicht an die von SPD-Chef Franz Müntefering einst als "Heuschrecken" gescholtenen ausländischen Finanzinvestoren verkaufen müssten, wenn sie die Bestände in REITs umwandeln könnten. Michael Voigtländer von Institut der deutschen Wirtschaft: "Über eine Sperrminorität am REIT könnten Kommunen weiter Einfluss auf die Geschäftspolitik nehmen."

Opportunity Funds haben in den vergangenen Jahren mehr als 700 000 deutsche Wohnungen aufgekauft. Die Kommunen verfügen bei diesen Gesellschaften über kein Mitspracherecht. Im Gegensatz zu den Finanzinvestoren seien "REITs keine Immobilienhändler, sondern langfristig orientierte Bestandshalter", ergänzt Knut Riesmeier, Immobilienchef der Meag, der Anlagenverwaltung der Münchner Rück.

Nicht nur für Nordrhein-Westfalen wäre eine Wandlung der LEG in einen REIT eine Alternative. Nach einer Studie von Price Waterhouse Coopers erwägen 40 Prozent aller Städte eine Veräußerung von zumindest Teilen ihrer Wohnungsgesellschaften. "Könnten sie über eine Minderheitsbeteiligung an einem REIT weiter Einfluss auf den örtlichen Wohnungsmarkt nehmen, wären Kommunen und Mieter die größten Nutznießer des deutschen REITs", meint Boudewijn van Loen, Immobilienaktien-Experte der britischen F &C Asset Management. Bernhard Visker, Leiter des Immobiliengeschäfts der HSH Nordbank, sieht darüber hinaus auch finanzielle Vorteile für die Kommunen: "Über Minderheitsbeteiligungen könnten gleichzeitig von den Ausschüttungen profitieren." REITs müssen im Gegensatz zu anderen Unternehmen ihre Gewinne nicht versteuern, sondern zu 90 Prozent an die Anteilseigner ausschütten.

Ursprünglich sollten deutsche REITs auch Wohnungsbestände halten dürfen. In einem Strategiepapier attestierte das Finanzministeriums kommunalen Wohnungsunternehmen sogar "ineffizientes und teures Management". Wegen des Protests weiter Teile der SPD-Fraktion, lenkte Steinbrück jedoch ein: REITs ja, Wohnungen nein. Dass deutsche Wohnungen in einem ausländischen REIT gehalten werden, ist dennoch kaum zu verhindern und bereits gängige Praxis. So hat der US-Investor Fortress jüngst die Gagfah als "synthetischen REIT" nach Luxemburger Recht an die Börse gebracht.

Artikel erschienen am 27.10.2006

Azul Real
30.10.2006, 08:20
Sonntag, 29. Oktober 2006, 11:01 Uhr
Hohe Renditechancen

Türkei lockt mit Immobilien
Von Gerd Höhler

Der türkische Immobilienmarkt eröffnet Anlegern derzeit hohe Renditechancen. Die Immobilienpreise in Istanbul beispielsweise steigen seit einigen Jahren im Schnitt um 15 bis 20 Prozent jährlich. Denn die türkische Wirtschaft boomt. Seit 2002 erzielt das Land jährliche Wachstumsraten von durchschnittlich sieben Prozent.

ISTANBUL. Eine Bautätigkeit wie derzeit hat die Türkei in ihrer jüngeren Geschichte noch nie erlebt. Die türkische Bauwirtschaft, die im vergangenen Jahr eine Umsatzsteigerung von 21,4 Prozent meldete, verzeichnete im ersten Quartal 2006 sogar ein Wachstum von 26 Prozent. Für volle Auftragsbücher der türkischen Bauindustrie sorgen nicht nur große Infrastrukturprojekte, sondern vor allem der Wohnungsbau. Am Rand fast aller türkischen Großstädte entstehen derzeit riesige Wohnsiedlungen.

Im Gegensatz zu den meisten EU-Staaten wächst in der Türkei die Bevölkerung. Angesichts steigenden Wohlstands und historisch niedriger Zinsen können sich immer mehr türkische Familien ein eigenes Heim leisten. Haluk Sur, Präsident des Verbandes der türkischen Immobilien-Investmentgesellschaften, rechnet damit, dass sich das Volumen der privaten Hypothekenkredite von heute 12,1 Mrd. Dollar in den nächsten zehn Jahren auf rund 60 Mrd. erhöhen dürfte. Einen Wachstumsschub verspricht sich die Branche vor allem von dem geplanten Gesetz zur Immobilienfinanzierung, das in den kommenden Monaten verabschiedet werden könnte. Dabei geht es darum, dass Banken Hypothekenkredite günstig über gedeckte Anleihen refinanzieren können, die dem deutschen Pfandbrief ähneln.

Der Boom zeigt sich aber nicht nur in den Wohnanlagen der Trabantenstädte. Auch im Istanbuler Bankenviertel stehen die Baukräne dicht an dicht. Längst haben ausländische Investoren die Wirtschaftsmetropole am Bosporus entdeckt: Die staatliche Dubai Holding baut in Istanbul zurzeit Wolkenkratzer und Geschäftskomplexe für fünf Mrd. Dollar. Die ebenfalls in Dubai beheimatete Emaar Properties will 700 Mill. Dollar in Wohnungen und Einkaufszentren investieren. Der Markt für Shoppingcenter boomt: Mitte 2006 gab es in der Türkei bereits 93 große Malls, weitere 26 sind zurzeit im Bau, 16 davon im Großraum Istanbul.

Die Deutsche Bank bietet jetzt Anlegern mit einem neuen Zertifikat die Möglichkeit, an der Entwicklung des türkischen Immobilienmarkts teilzuhaben. Das Zertifikat (ISIN: DE000DB6GTR1) folgt der Wertentwicklung des S-Box Turkish Reit Index. Die Auswahl der Indexmitglieder – dazu zählen Immobilienbetreiber, -finanzierer und -entwickler, die an der Istanbuler Börse notiert sind – trifft die Schweizer Pera Consulting, die von Türken geführt wird. „Das Zertifikat ermöglicht es Investoren, in den dynamischen Markt für türkische Reits zu investieren“, sagt Stefan Armbruster von der Deutschen Bank. Für das Open-End-Zertifikat berechnet die Deutsche Bank eine Managementgebühr von 0,5 Prozent, die vierteljährlich (0,125 Prozent) erhoben wird. Der Spread beträgt zwei Prozent. Die Anleger erhalten die Hälfte der gezahlten Bruttodividende. Weil die Reits in türkischen Lira notiert sind, hat der ausländische Investor allerdings ein Wechselkursrisiko. Und die türkische Währung zeigte gerade im Verlauf dieses Jahres eine hohe Volatilität. So verlor die Lira im Mai, als institutionelle Anleger Milliarden aus den Schwellenmärkten abzogen, binnen zehn Tagen gegenüber dem Dollar fast 18 Prozent.

Azul Real
30.10.2006, 08:40
Montag, 30. Oktober 2006, 08:14 Uhr
Gesetzliche Regelung

Klare Grenzen für Maklerprovision
Die Höhe der Maklerprovision ist bei Mietwohnungen auf höchstens zwei Kaltmieten plus Mehrwerteteuer beschränkt. Das bedeutet, dass Mieter ab dem 1. Januar 2007 drei Prozent mehr zahlen müssen.

HB NÜRNBERG. Der Makler muss allerdings ausdrücklich auf die Mehrwertsteuer hinweisen, da er diese sonst nicht berechnen darf, berichtet die ING-Diba-Direktbank. Mehr als zwei Monatsmieten darf ein Makler laut Wohnungsvermittlungsgesetz nicht verlangen. Tut er es doch, kann der Kunde das zu viel gezahlte Geld innerhalb von vier Jahren zurückfordern - notfalls vor Gericht. Selbst wenn ein Makler für eine besonders begehrte Wohnung mehr als zwei Monatsmieten Provision verlangt, ist das gesetzwidrig und kann für ihn laut ING-Diba zu einem Bußgeld führen.


Die maximale Provisionshöhe beim Kauf einer Immobilie ist nicht gesetzlich geregelt.

In der Regel berufen sich Makler auf die ortsübliche Höhe, die je nach Region sehr unterschiedlich sein kann. In einigen Gegenden zahlt der Käufer 5,8 Prozent des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer, in anderen 6,96 Prozent. Vor allem in Süd- und Westdeutschland ist es üblich, dass Käufer und Verkäufer jeweils die Hälfte der Provision zahlen.

In manchen Fällen kann es sich durchaus auch rentieren, über die Höhe der Provision zu verhandeln. Insbesondere wer einen ersichtlichen Ladenhüter kaufen will, sollte versuchen, die Provision auf den Verkäufer abzuwälzen oder noch besser: den Preis zu drücken. Das hat außerdem den Vorteil, dass weniger Grunderwerbsteuer und Notarkosten fällig werden.

Azul Real
01.11.2006, 08:45
Bingo

Ich frage mich jedoch, was wollen die mit einem Fertighaushersteller :shock:

gestern 6,62 in Fra , aktuell Vorbörse 6,73 in Fra


31.10.06 / 22:47

DGAP-WpÜG: Übernahmeangebot; DE0006269103



Bieter: Blitz F05-417 GmbH; Zielgesellschaft: Kampa AG

------------------------------------------------------------------------------

Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe eines Übernahmeangebots gemäß § 10 Abs. 1 i.V.m. §§ 29, 34 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG)

Bieter: Blitz F05-417 GmbH c/o Triton Beteiligungsberatung GmbH Rathenauplatz 1 D-60313 Frankfurt am Main

eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 75578

Ansprechpartner: HERING SCHUPPENER CONSULTING Herr Georg Jakobs Tel.: 069 / 92 18 74 - 76 Fax: 069 / 92 18 74 - 82 E-Mail: gjakobs@heringschuppener.com

Zielgesellschaft: Kampa AG Uphauser Weg 78 D-32429 Minden

eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter HRB 4978

ISIN: DE0006269103 WKN: 626910

Die Veröffentlichung der Angebotsunterlage erfolgt unter: http://www.blitz-capital.de

Angaben des Bieters:

Die Blitz F05-417 GmbH, Frankfurt am Main, eine indirekte 100%ige Tochtergesellschaft der Triton Fund II L.P., hat am 31. Oktober 2006 entschieden, den Aktionären der Kampa AG, Minden, im Wege eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots anzubieten, ihre Aktien der Kampa AG zu erwerben. Der Angebotspreis wird EUR 7,00 je Aktie in bar betragen. Im Übrigen erfolgt das Angebot zu den in der Angebotsunterlage noch mitzuteilenden Bedingungen und Bestimmungen. Der Bieter hat bereits einen Kaufvertrag mit dem Hauptaktionär der Kampa AG, Herrn Wilfried Kampa, zum Erwerb von 5.533.223 Aktien der Kampa AG (entspricht ungefähr 55,33% des Grundkapitals) abgeschlossen, der nur noch unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Genehmigung steht.


Die Angebotsunterlage wird nach Gestattung der Veröffentlichung durch die BaFin im Internet unter http://www.blitz-capital.de veröffentlicht werden.

Frankfurt, den 31. Oktober 2006 Blitz F05-417 GmbH

Ende der WpÜG-Meldung (c)DGAP 31.10.2006

Azul Real
01.11.2006, 11:38
31.10.2006


Offenbar Durchbruch bei REITs

Der Kabinettsentwurf – ohne Wohnungs-REITs – ist laut Stimmen aus der SPD-Fraktion auch unter den Sozialdemokraten mehrheitsfähig. In Berlin kursieren Gerüchte, dass auch Wohnungen noch REITs-fähig werden könnten.

Deutschland scheint der Einführung von Real Estate Investment Trusts ein großes Stück näher gerückt zu sein. Die REITs-Gegner innerhalb der SPD-Fraktion haben ihren Widerstand gegen das Gesetz offenbar aufgegeben, nachdem ihnen das Bundesfinanzministerium entgegengekommen ist. „Das Gesetz ist so mehrheitsfähig“, sagte ein sozialdemokratischer Bundestagsabgeordneter zu REITs in Deutschland. Spannend sei nun, wie sich die Union zu dem Kompromiss verhalte.

Wie erwartet sieht die Gesetzesvorlage, die am Donnerstag vom Kabinett verabschiedet werden soll, vor, dass Wohnungen nicht REITs-fähig sind. Der Ausschluss bezieht sich allerdings nur auf bereits bestehende reine Mietshäuser. Anders verhält es sich mit nach Anfang kommenden Jahres gebauten Objekten und Gebäuden, in denen mindestens 20 % der Fläche gewerblich genutzt werden. Sie sind nach den Plänen des Bundesfinanzministeriums nicht vom Ausschluss betroffen.



Kürzere Fris bei Exit-Tax

Presseberichten zufolge sieht die Kabinettsvorlage zudem vor, dass die Exit-Tax nun nur noch für drei Jahre gelten soll, ursprünglich waren vier Jahre angedacht. Durch die Exit-Tax müssen Unternehmen die beim Verkauf an einen REIT oder einen offenen Immobilienfonds realisierten Bewertungsgewinne nur zur Hälfte besteuern. Das soll der Branche den nötigen Startimpuls geben.

Bei den übrigen Regelungen entspricht die Kabinettsvorlage scheinbar weitgehend dem Ende September vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten Referentenentwurf für ein REITs-Gesetz. Die Abstimmung mit den anderen Ressorts hätte demnach keine gravierenden Bedenken zutage befördert.

Höhere Steuern für Unternehmen gegen Wohnungs-REITs?

Eine Zustimmung des Bundeskabinetts unter der Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorausgesetzt, könnte der Gesetzentwurf anschließend ins Parlament gehen. Hier wäre dann für die Union, die den Ausschluss von Wohnungen nach wie vor ablehnt, der Moment, doch noch Änderungen am Regelwerk durchzusetzen.

In Berlin kursiert das Gerücht, dass CDU und CSU das Thema REITs als Verhandlungsmasse an anderer Stelle einsetzen könnten: Die Regierung berät zurzeit ein Gesetz „Über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften – Sesteg“. Darin vorgesehen ist eine höhere Steuerbelastung für grenzüberschreitend arbeitende Unternehmen, was die Union nach den Worten ihre Vize-Fraktionsvorsitzenden Michael Meister ablehnt. Es sei doch vorstellbar, dass sich der Koalitionspartner ein Entgegenkommen bei „Sesteg“ durch Zugeständnisse der Sozialdemokraten bei Wohnungs-REITs bezahlen lasse, hieß es.

Azul Real
01.11.2006, 12:15
Beteiligungsgesellschaft Zwei Geschäfte gingen schief - mit schweren Folgen
Nur noch wenig Hoffnung für die WCM
Wie der Hamburger Investor Karl Ehlerding die Firma zum Erfolg führte - und dann in die Krise.

Von Volker Mester

Hamburg -

Für die Beteiligungsgesellschaft WCM, deren Name einst für spektakuläre Übernahmen stand, geht es jetzt nur noch ums Verkaufen: Bis zum 27. November haben das Unternehmen und sein früherer Großaktionär Karl Ehlerding Zeit, für 68 Prozent der Anteile am Duisburger Maschinenbauer Klöckner-Werke einen Investor zu finden.

Dies ist die einzige nennenswerte Beteiligung, die der WCM noch verblieben ist. Doch der Verkauf ist unumgänglich geworden, nachdem der wichtigste Geldgeber, die HSH Nordbank, einen Kredit über 200 Millionen Euro gekündigt hat. Gelingt es der Frankfurter Holding nicht, selbst einen Käufer für die Klöckner-Werke an die Hand zu bekommen, dann würde die Landesbank die Aktien, die ihr als Sicherheit für den Kredit dienen, versteigern.

Zwar steht die WCM, wie es gestern gegenüber dem Abendblatt hieß, in Gesprächen mit potenziellen Käufern für die Industriebeteiligung. Doch selbst wenn es kurzfristig einen Abschluss geben sollte, dürfte es für WCM "richtig eng" werden, meint Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz: "Die Aktien der Klöckner-Werke sollen zu einem Wert in der WCM-Bilanz stehen, der deutlich über ihrem aktuellen Börsenkurs liegt." Damit könnte der Verkauf einen empfindlichen Verlust bringen. Auch die Aktionäre von WCM haben offenbar nicht mehr viel Hoffnung: Das gesamte Unternehmen war gestern an der Börse nur noch 28 Millionen Euro wert - zu seinen Glanzzeiten, Anfang des Jahres 2000, waren es einmal knapp sieben Milliarden Euro.

Sowohl der kometenhafte Aufstieg in den 90er-Jahren wie auch der seit 2001 anhaltende Niedergang sind eng verbunden mit dem Namen des Investors Karl Ehlerding, der weiter dem Aufsichtsrat angehört. Der Wahl-Hamburger hatte 1986 den Börsenmantel der 1766 gegründeten Württembergischen Cattunmanufactur - abgekürzt WCM - gekauft und fortan als Vehikel für Finanztransaktionen genutzt.

Ein goldenes Händchen für Spekulationen hatte Ehlerding schon früh bewiesen: Noch als Schüler investierte er geerbte 3200 Mark in VW-Anteilsscheine und verkaufte die Papiere später für ein Mehrfaches des Kaufpreises. "Die Aktie ist mein Hobby", sagte Ehlerding einmal über sich selbst - doch dabei blieb es nicht.

Seine ersten großen Erfolge waren allerdings Immobiliengeschäfte:

Ehlerding übernahm kommunale Wohnungsgesellschaften und sanierte sie, um die Bestände später mit Gewinn wieder abzugeben. Bis zu 70 000 Wohnungen gehörten ihm. Dieses Modell übertrug er auf Unternehmen - etwa auf die Spar-Handels AG, die er 1995 zusammen mit anderen Investoren erwarb und nicht lange danach erheblich teurer an die französische Intermarché verkaufte.

Sein Riecher für Geschäfte zahlte sich auch für ihn persönlich aus: Mit einem Privatvermögen in Milliardenhöhe zählte der Sohn eines Krabbenfischers zeitweise zu den reichsten Deutschen. Ehlerding und seiner Ehefrau sowie den beiden Söhnen gehörten bis zu zwei Drittel der WCM-Aktien. Von 40 Finanztransaktionen seien "nur zwei wirklich schiefgegangen", sagte Roland Flach, bis vor wenigen Tagen Vorstandschef von WCM. Doch von diesen beiden Deals hat sich das Unternehmen nie wieder erholt. Es begann 1999: Eine Investorengruppe um Ehlerding sowie die WCM erwerben an der Börse bis zu knapp 20 Prozent der Commerzbank - auf Kredit. Man will die Papiere mit Gewinn an ausländische Geldhäuser, die am deutschen Bankenmarkt interessiert sind, weiterverkaufen. Doch dazu kommt es nicht, stattdessen setzt die Börsenbaisse ein. "Ehlerding hat sich mehr Macht zugetraut als er wirklich hatte", sagt Klaus Schneider, Vorstandsvorsitzender der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger.

Auch beim Bonner Immobilienkonzern IVG verspekuliert man sich. Ende 2001 steigt die WCM über eine verschachtelte Holdingstruktur dort ein. Doch es gelingt nicht, die Kontrolle über das Unternehmen zu bekommen, die Rechnung geht nicht auf.

"Ehlerding hat hoch gepokert und verloren", urteilt Schneider. Ende 2003 steht die WCM mit 2,4 Milliarden Euro bei den Banken in der Kreide. Zur Sanierung seiner persönlichen Finanzen muss Ehlerding einen großen Teil seiner WCM-Aktien verkaufen, keines der Familienmitglieder hält noch mehr als fünf Prozent am Unternehmen.

Dass Finanzinvestoren wie die US-amerikanische Cerberus nun zu den aussichtsreichsten Kaufinteressenten für die letzte wichtige WCM-Industriebeteiligung gehören, enthält eine bittere Ironie, war doch WCM in Deutschland ein Vorreiter der angelsächsischen Firmenhändler.

Doch eines unterschied die Frankfurter immer von diesen Beteiligungsfonds, meint Schneider: "Es gab keine vernünftige Risikostreuung." So vollendet sich mit dem bevorstehenden Verkauf der Klöckner-Werke nun die jüngere Geschichte von WCM: Sie wird wieder zu dem, was sie einmal war - ein leerer Börsenmantel.

erschienen am 1. November 2006

Azul Real
02.11.2006, 08:36
Donnerstag, 2. November 2006, 07:10 Uhr
Preisanstieg

Hausbau wird deutlich teurer

Die Preise für neu gebaute Häuser sind binnen eines Jahres deutlich gestiegen. Im August 2006 waren Neubauten um durchschnittlich 2,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.

HB NÜRNBERG. Dies teilt das Statistische Bundesamt mit, das auch darauf verweist, dass es einen so starken Preisanstieg seit Februar 1994 nicht mehr gegeben habe. Allein zwischen Mai und August 2006 gingen demnach die Preise um 1,6 Prozent in die Höhe.


Überdurchschnittlich stark stiegen im Zeitraum zwischen August 2005 und August 2006 die Kosten für Klempnerarbeiten (plus 8,7 Prozent), Verglasungsarbeiten (plus 6,3 Prozent), Blitzschutzanlagen (plus 4,4 Prozent), Zimmer- und Holzbauarbeiten (plus 4,1 Prozent) sowie Gas-, Wasser- und Abwasser- Installationen (plus 4,1 Prozent). Der Rohbau verteuerte sich in diesem Zeitraum um 3,2 Prozent. Günstiger wurden allerdings Fliesen- und Plattenarbeiten (minus 0,3 Prozent).

Auch in anderen Bereichen gab es Preissprünge: So verteuerte sich der Straßenbau binnen Jahresfrist um fünf Prozent, Büro- und gewerbliche Betriebsgebäude wurden 2,9 beziehungsweise drei Prozent teurer.

Azul Real
02.11.2006, 11:58
Unglaublich :roll:

Das ist nicht gut, das Wohnimmobilien aus dem Gesetz ausgeklammert werden, betrifft aber nur den Bestand - nicht Neubau

Die Regelung, das Wohnimmobilien ausgeklammert werden, gibt es sonst in keinem anderen Land, welche Reits eingeführt haben.
Ausgerechnet auf Einwand der SPD mit diesem beschissenen Argument "Sie hättten negative Folgen für Mieter und Städte befürchtet"

Dummerweise sind es die klammen Kommunen, die ihre durch Missmanagement hoch verschuldeten und sich teilweise im Instandshaltungsstau befindlichen Wohnnungbetstände, meistbietend an sogenannte Heuschrecken verkloppen.

Was für eine Doppelmoral .... :^o

Die WohnimmoReits sind zum Beispiel in Amerika, wieder besseren Wissen der SPD und anderer Bedenkenträger , einer der grössten Bestandshalter und Immobilieninvestoren in den USA, die alles andere daran interssiert sind Ihre Mieter / Käufer / Klientel zu vergrauseln.



ADE: Börsennotierte Immobilien-AG (REIT) kommen - Gesetzentwurf verabschiedet
BERLIN (dpa-AFX) - Auf dem deutschen Immobilien- und Aktienmarkt zieht ein
neues Anlageinstrument ein. Vom kommenden Jahr an sollen börsennotierte
Immobilien-Gesellschaften auch in Deutschland eingeführt werden. Einen
entsprechenden Gesetzentwurf für so genannte Real Estate Investment Trusts
(REITs) hat das Bundeskabinett am Donnerstag in Berlin verabschiedet.

Entgegen
ersten Plänen werden Wohnimmobilien größtenteils ausgeklammert. Finanzminister
Peer Steinbrück (SPD) reagierte damit auf Bedenken in der SPD sowie von Mieter-
und Kommunalverbänden. Sie hatten negative Folgen für Mieter und Städte
befürchtet. Union und Wirtschaft waren gegen Begrenzungen./sl/DP/cs




[IVG IMMOBILIEN AG,IVG,,620570,DE0006205701]
2006-11-02 10:22:13
2N|MUT REG ERN STD|GER|PRO|

Azul Real
02.11.2006, 15:57
Donnerstag, 2. November 2006, 15:40 Uhr
Zulassung ab 2007

Die Reits kommen

Lange hatten Politiker und Experten über die Einführung dieser neuen Anlageform gestritten. Ab dem kommenden Jahr gibt es sie nun auch in Deutschland: die Real Investment Trusts, kurz Reits. Das Kabinett beschloss heute einen entsprechenden Gesetzesentwurf. Doch kaum ist er unter Dach und Fach, droht schon wieder neuer Ärger.


HB BERLIN. Im Wortschatz deutscher Mieter und Stadtplaner haben sie schon einen festen Platz - Namen wie Blackstone, Fortress, Lonestar, Carlyle, Annington oder gar Cerberus („grimmiger Wächter“). Denn die Finanzinvestoren vor allem aus dem angelsächsischen Raum machen nicht nur Jagd auf deutsche Unternehmen. Die auch als „Heuschrecken“ und Finanzhaie geschmähten Geldverwalter haben es längst auch auf den lukrativen deutschen Immobilienmarkt abgesehen.

Das schlummernde Billionenvermögen soll künftig mit so genannten Real Estate Investment Trusts (Reits) gehoben werden. Denn diese, in anderen Ländern bereits etablierten börsennotierten und steuerbegünstigten Immobilien-AG soll es auch in Deutschland geben.

Das Finanzministerium bezeichnete den Beschluss als „Stärkung des Finanzplatzes Deutschland“. Der deutsche Immobilienmarkt ist der größte in Europa und gilt unter Finanzinvestoren angesichts eines schlummernden Kapitals von rund 7 Billionen Euro als besonders lukrativ.

Weil der Gesetzgebungsprozess im laufenden Jahr nicht mehr abgeschlossen werden kann, will Finanzminister Peer Steinbrück die Fonds rückwirkend zum Beginn des kommenden Jahres zulassen. Entgegen ursprünglichen Plänen sollen nur nach 2007 gebaute und überwiegend gewerblich genutzte Wohnimmobilien in einen Reits eingebracht werden dürfen. Steinbrück (SPD) reagierte damit auf Bedenken in der SPD sowie von Mieter- und Kommunalverbänden. Sie hatten negative Auswirkungen für Mieter und Städte befürchtet.

Union fordert Reits mit Wohnimmobilien

Allerdings ist in dieser Sache noch nicht das letzte Wort gesprochen. Die Unionsfraktion drängte darauf, die Änderungen wieder aufzuheben. Der CDU-Finanzexperte Leo Dautzenberg bezeichnete die Herausnahme der Wohnimmobilien in der „Börsen-Zeitung“ als Rückschritt. Er forderte Steinbrück auf, zu seinem ursprünglichen Vorschlag zu stehen.

Auch die FDP verwarf das Regelwerk. Die Koalition höhle das sinnvolle Regelwerk mit den Nachbesserungen aus, sagte der liberale Finanzexperte Carl-Ludwig Thiele. Die große Koalition habe auch in diesem wichtigen Politikfeld keinen wirklich großen Durchbruch geschafft.

Massive Kritik kam auch aus der Finanzwirtschaft. Aareal-Chef Wolf Schumacher sprach von einem Rückschlag für den Standort Deutschland. „Mit den Einschränkungen des Gesetzes verliert der Finanzplatz viele internationale Investoren“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Immobilienfinanzierers der Nachrichtenagentur Reuters. Ein über die Immobilienbranche hinausgehender Wachstumsimpuls werde durch die Unkenntnis der Marktverhältnisse verspielt.:roll:

Schumachers Klage richtet sich gegen das Ausklammern der Wohnimmobilien und gegen die Frist, in der Unternehmen ihre Immobilien steuergünstig in einen Reit einbringen können. Die Nicht-Einbeziehung von Wohnungsimmobilien und die Verkürzung der Exit-Tax um zwölf Monate auf drei Jahre belegten, dass den politischen Fachleuten das deutsche Mietrecht nicht bekannt sei, mit dem auch die Mieterinteressen von in Reits eingebrachten Wohnungsbeständen umfassend geschützt seien.

Das Ministerium stellte die Auswirkungen der Zugeständnisse als gering dar. Auch ohne die Wohnimmobilien könnten vier Fünftel des potenziellen Marktvolumens realisiert werden. So existierten in anderen Ländern überwiegend auf Geschäftsimmobilien spezialisierte Reits. In den USA, wo es die Anlageform seit den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts gibt, seien nur 18 Prozent der Reits auf Wohnimmobilien spezialisiert.

Reits sollen strengen Kontrollen unterliegen

Die Reits-Aktiengesellschaften sollen nach dem Gesetzesentwurf börsennotiert sein und strengen Kontrollen unterliegen. Sie müssen mindestens 15 Prozent ihrer Anteile in den Streubesitz geben, ein einzelner Investor darf nicht mehr als zehn Prozent besitzen. Die Immobilien-AGs sind von Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit. Sie müssen mindestens 90 Prozent ihres Gewinns ausschütten. Die Anleger zahlen dann auf die Dividenden Kapitalertragssteuer.

Nach Einschätzung von Experten sind Reits für die Anleger leichter zu handhaben als offene oder geschlossene Immobilienfonds. Der Aktionär hat die Möglichkeit, sich schneller von seinen Anteilen zu trennen. Durch die Börsenlistung gelten die Reits zudem als transparenter als die Fonds. Insgesamt wird mit einem Marktvolumen von 40 bis 60 Milliarden Euro gerechnet.


Die Finanzbranche hat die Reits-Einführung in den vergangenen Monaten so massiv gepusht wie selten ein Projekt vorher. Sie wittert gute Geschäfte. Deutschland sei das Land mit dem größten Immobilienbestand in ganz Europa, sagt Puhl. Die Volkswirtschaft sei mit einem BIP-Anteil von rund 22 Prozent an den EU-15-Staaten die größte Europas. Doch die Börsenkapitalisierung von Immobilienfirmen betrage gerade mal drei Prozent. „Da gibt es einen signifikanten Nachholbedarf. Mittelfristig ist ein Marktvolumen von 40 bis 60 Milliarden Euro erreichbar“, schätzt er. Momentan würden gerade mal Immobilienaktien im Wert von sechs Milliarden Euro gehandelt.

Ein Fragezeichen bleibt aber, weil Anleger mit deutschen Immobilien ziemlich schlechte Erfahrungen haben. Experte Johann Eekhoff von der Universität Köln, glaubt, der Schock sitze tief, dass mit dem Kauf von Immobilien viel Geld zu verlieren sei: In den 90er Jahren haben Sonderabschreibungsregeln zur Förderung der maroden ostdeutschen Wirtschaft zu gigantischen Überkapazitäten auf dem Immobilienmarkt in den neuen Ländern geführt.

Die Folge war ein heftiger Preissturz - und Milliardenverluste für Privatanleger, Banken und Spekulanten. Dennoch findet der Wissenschaftler die Einführung von Reits sinnvoll: „Ansonsten machen internationale Investoren einen Bogen um Deutschland, und deutsche Anleger bringen ihr Geld nach Frankreich.“ Dort hätten alle großen Immobilienfirmen Reits.

Bereits Steinbrücks Amtsvorgänger Hans Eichel hatte die Einführung der Reits angekündigt, den Schritt dann aber wegen Kritik aus seinem Haus und der SPD auf die lange Bank geschoben.

Azul Real
03.11.2006, 10:25
10 Jahre KfW-Wohneigentumsprogramm / Über 820.000 "Häuslebauer" verwirklichen
den Traum von den eigenen vier Wänden
Frankfurt (ots) -
Seit Programmstart vor zehn Jahren verwirklichten über 820.000
Bauherren und Käufer mit dem KfW-Wohneigentumsprogramm den Traum von
den eigenen vier Wänden. Insgesamt wurde in den vergangenen zehn
Jahren ein Kreditvolumen von über 40 Mrd. EUR bewilligt. Die Darlehen
dienen der langfristigen und zinsgünstigen Finanzierung des Baus oder
Erwerbs von Eigenheimen und Eigentumswohnungen zur Selbstnutzung in
Deutschland.

"Im Durchschnitt haben in den vergangenen zehn Jahren jeden Tag
225 Darlehensnehmer ihr KfW-finanziertes Wohneigentum bezogen. Mit
diesem Programm hat die KfW einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung
der Wohneigentumsquote in Deutschland geleistet", sagte Ingrid
Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW Bankengruppe. Neben der
Erhöhung der Wohneigentumsquote stärkt das Programm gleichzeitig
Wohnimmobilien als Baustein der privaten Altersvorsorge.

Die KfW fördert nicht nur den Bau und Kauf von neuen Eigenheimen
und Eigentumswohnungen, sondern auch den Erwerb bestehender
Immobilien: 345.000 Darlehen wurden von der KfW seit 1996 zur
Finanzierung von Bestandsimmobilien zugesagt, wobei der Anteil in den
letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Die häufig mit dem Erwerb
von Altbauten verbundene Modernisierung und energetische Sanierung
ist nicht nur im Wohneigentumsprogramm, sondern auch in anderen
KfW-Programmen förderfähig (KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm,
Wohnraum Modernisieren).

Darlehensnehmer profitieren vor allem von den günstigen Zinsen der
KfW. Der Programmzinssatz im KfW-Wohneigentumsprogramm beträgt zur
Zeit eff. 4,27 % p.a. bei zehnjähriger Zinsbindungsfrist sowie eff.
4,11 % p.a. bei fünfjähriger Zinsbindungsfrist.

Die KfW finanziert bis zu 30% der Gesamtkosten, maximal 100.000
Euro. Finanziert werden der Bau oder Kauf von Häusern oder
Eigentumswohnungen, die vom angehenden Eigentümer selbst bezogen
werden. Die Konditionen gelten auch bei nachrangigem
Grundbucheintrag. Die Kreditlaufzeit kann bis zu 30 Jahre bei
mindestens einem und höchstens fünf tilgungsfreien Anlaufjahren
betragen. Interessierte erhalten weitere Informationen zum Ortstarif
unter 01801/33 55 77 oder unter www.kfw-foerderbank.de .
Originaltext: KfW

Azul Real
05.11.2006, 16:17
03.11.2006
Eurohypo vergibt deutlich mehr Kredite in Deutschland

Die Eurohypo gibt den Vertrieb und die Bearbeitung ihres gesamten Privatkundengeschäftes an die Muttergesellschaft Commerzbank ab und konzentriert sich ab 2007 auf die gewerbliche Immobilien- und die Staatsfinanzierung. Dies verkündete der Vorstandschef Bernd Knobloch anlässlich der Präsentation der Geschäftszahlen zum 3. Quartal 2006. In den neun Monaten wurden in der Immobilienfinanzierung 24,2 Mrd. Euro neu zugesagt und damit in etwa so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Deutliche Zuwächse gab es im Neugeschäft in Deutschland und in Kontinentaleuropa. Für das Gesamtjahr geht Knobloch davon aus, dass seine Bank ihr Rekordergebnis von 2005 noch einmal deutlich übertreffen wird.
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In diesem Zusammenhang, denke ich, ist auf Deutschlands führenden unabhängigen Anbieter von privaten Baufinanzierungen Interhyp zu achten.

Q-Zahlen am 09.11.2006


03.11.2006 13:47
Deutsche Bank erhöht Kursziel von Interhyp
Die Analysten der Deutschen Bank (Nachrichten/Aktienkurs) stufen die Aktien der Interhyp (Nachrichten/Aktienkurs) weiterhin mit "Buy" ein.
Das Kursziel wurde von 100 Euro auf 105 Euro erhöht.



SK 75,00 Euro xetra, durchgehend am Freitag sehr schöne 5k-Blöcke a 75 Euro.
Sollte Interhyp ausbrechen, sind m.E. schnelle plus 7 - 8 Euro möglich.

http://chart4.onvista.de/h.html?ID_NOTATION=12991651&TYPE=HISTORICAL&TICK=1&PERIOD=3&DISPLAY=2&SCALE=1&GRID=1&VOL=1&SUPP_INFO=0&MA1=1&MA2=3&IND1=1&IND2=10

Azul Real
07.11.2006, 10:19
Dienstag, 7. November 2006, 07:30 Uhr
Internet-Vermittler Interhyp

Die zielstrebigen Makler

Marcus Wolsdorf und Robert Haselsteiner gründeten 1999 den Münchener Immobilienfinanzierer Interhyp. Einige Anlaufzeit brauchte das Duo zwar, um sein Geschäftsmodell zu etablieren. Doch inzwischen wirbelt das Unternehmen die Branche auf – auf der Grundlage einer simplen Idee.

Mit dem Internet-Baufinanzierer Interhyp wirbeln die beiden Gründer die Branche durcheinader

MÜNCHEN. Eines der Schaubilder, die Robert Haselsteiner bevorzugt präsentiert, zeigt eine Linie. Sie steigt in den Jahren von 1988 bis 1992 steil auf einen Wert von 3 000 Euro. Dann fällt sie ab. Nähern wir uns dem Jahr 2006, ist die Linie ganz am Boden angekommen, bei etwa 1 250 Euro. Das Schaubild illustriert die durchschnittlichen monatlichen Finanzierungskosten für eine 100-Quadratmeter-Wohnung in München. „Jetzt müsste doch eigentlich Aufbruchstimmung herrschen, aber es kauft keiner“, sagt der Manager ziemlich heftig – und lächelt.

Denn über schlechtes Geschäft braucht sich Haselsteiner nicht zu beklagen.
Gemeinsam mit Marcus Wolsdorf führt er den Münchener Immobilienfinanzierer Interhyp, den beide gegründet haben. Mag sich die private Baukonjunktur selbst in der Boomregion Oberbayern nur zögernd beleben, mag Berlin mit der Streichung der Eigenheimzulage das Geschäft politisch erschwert haben,

Interhyp geht es so gut wie noch nie. :-D
Im ersten Halbjahr 2006 hat das Maklerunternehmen sein Finanzierungsvolumen um 87 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro steigern können und dabei fast 13 000 neue Finanzierungsverträge abgeschlossen, 90 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Am kommenden Donnerstag legt Interhyp die Zahlen für das dritte Quartal vor, und die Analysten sind weiter optimistisch.

Wer in den nicht üppigen, aber dezent gestylten Etagen der Firmenzentrale in der Schwabinger Parkstadt umherspaziert, der glaubt nicht, dass die Interhyp vor sechs Jahren so etwas wie eine Klitsche war, jedenfalls nicht viel mehr als eine gute Idee. Baufinanzierungsbroker nennt sich das Unternehmen, es ist jene Art von neuartigem Finanzdienstleister, die den Filialbanken welcher Säule auch immer das Leben schwer machen. Die Branche – ähnlich arbeitet auch die Hypo-Vereinsbank-Tochter Planethome – schreibt kräftige Zuwachsraten. Experten prophezeien den Brokern bald schon einen Anteil von bis zu 30 Prozent an der gesamten Baufinanzierung.

Das Geschäftsmodell der Interhyp klingt simpel: Sie ist keine Bank, sondern bringt Kunden und auf Baufinanzierung spezialisierte Institute zueinander. Das funktioniert mit Hilfe der hauseigenen Software „e-Hyp“. Denn der wichtigste Kontakt mit dem Kunden läuft über das Internet. „Die Website ist unser Flagshipstore“, sagt Haselsteiner. Spuren von Investment-Banking-Slang würzen das alpenländisch gefärbte Idiom des Österreichers.

Nach seinem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien und Stationen bei der Fondsgesellschaft Sparinvest in Wien und Salomon Brothers fängt Haselsteiner bei Goldman Sachs in Frankfurt an als Experte im Bereich Festverzinsliche. Irgendwann kommt er da auch mit dem Thema Baufinanzierung in Kontakt. Und nicht nur das, bei Goldman lernt er Wolsdorf kennen. Beide bilden ein Team, machen sich Mitte der 90er-Jahre als Berater selbstständig und entdecken alsbald eine Marktlücke.

Plötzlich kommen die Banken auf Interhyp zu.

Denn besonders vernachlässigt auf dem deutschen Markt war die international stark wachsende Baufinanzierung. Hier zeigten die USA oder auch die Niederlande längst, wo es künftig langgehen sollte: Unabhängige Broker haben in Amerika inzwischen einen Marktanteil von 68 Prozent erreicht.

Und so haben Haselsteiner und Wolsdorf eine Geschäftsidee. Und weil sich das genau in der Zeit zu einer Vision entfaltet, als das Internet die Finanzwelt in Euphorie versetzt, findet sich auch bald schon ein erster Geldgeber. Er trägt den schönen Namen „Early Bird Venture Capital“. Acht Millionen Mark Startkapital gab es Anfang 1999, schon im Sommer des Jahres geht die Interhyp in die zweite Finanzierungsrunde.

Natürlich ist nicht alles Gold zu Beginn, die Interhyp braucht viel Anlaufzeit, um potenzielle Bankpartner von ihrem Geschäftsmodell zu überzeugen. „Als wir drei Milliarden Euro Geschäft generiert hatten, da kamen die Banken plötzlich zu uns“, sagt der Vorstandschef. Heute arbeitet Interhyp mit 40 verschiedenen Kreditinstituten zusammen, deren Angebote täglich aktualisiert werden. Vorläufiger Höhepunkt der Interhyp-Geschichte ist der Börsengang am 29. September 2005. Gut die Hälfte der Aktien ist in Streubesitz, die beiden Gründer halten je 16 Prozent.

Nun baut das Unternehmen in deutschen Ballungszentren Niederlassungen auf, um mit ihren Beratern vor Ort zu sein. Das erhöht zwar die Kosten, erschließt aber Geschäft. Hinzu kommt das zweite Standbein unter der Marke Prohyp, mit dem Interhyp ihr Vermittler-Know-how anderen Instituten anbietet.

Haselsteiner will seinen Marktanteil so auf gut zehn Prozent steigern.

Der Münchener Bankenprofessor Peter Fleischer hält das für realistisch: Die Interhyp habe eine sehr gute Kosten-Ertrags-Relation, weil sie sehr schlanke Strukturen habe und sich auf ein Segment konzentriere.

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am 09.11 Q3-Zahlen
Interhyp m.E und nach wie vor strong buy- Schreit nach Ausbruch die Schlampe . :-D

akt. 76,86

http://chart4.onvista.de/h.html?ID_NOTATION=12991651&TYPE=HISTORICAL&TICK=1&PERIOD=3&DISPLAY=2&SCALE=1&GRID=1&VOL=1&SUPP_INFO=0&MA1=1&MA2=3&IND1=10&IND2=1

Azul Real
12.11.2006, 09:02
US-Institutionelle bauen auf deutsche Immobilienaktien

Anleger hoffen auf Wirtschaftsaufschwung und Privatisierungen - Mittelfristige Perspektive entscheidend - Enger Markt als Hindernis
Von Bernd Neubacher, New York

Relativ attraktive Bewertungen, der Trend zur Privatisierung öffentlicher Wohnungen und die Aussicht auf die Börsennotierung weiterer Immobiliengesellschaften und -produkte locken zunehmend Institutionelle aus den Vereinigten Staaten in den deutschen Markt.

Mangels Börsennotiz deutscher Wettbewerber hatten Investoren in den vergangenen Jahren kaum die Chance, ihr Geld in deutsche Immobilien anzulegen.

Fondsgesellschaften mussten mit ansehen, wie Private Equity real stagnierende Preise in der Bundesrepublik angesichts stramm anziehender Bewertungen andernorts in Europa zum relativ günstigen Einstieg nutzte: Fortress Investment sicherte sich Wohnungen in Dresden, Cerberus kaufte Liegenschaften von Baubecon und der Gewerkschaftsholding BGAG, Deutsche Annington kam bei den knapp 140 000 Wohnungen Viterras zum Zuge und Blackstone bei den Immobiliengesellschaften von WCM.

Wertsteigerung

Nun, da deutsche Immobiliengesellschaften vermehrt auf dem Kurszettel stehen, wollen auch große US-Aktienanleger an der erwarteten Wertsteigerung deutscher Wohnimmobilien partizipieren. Die Führung der erst Ende März an die Börse gegangenen Patrizia AG, eigenen Angaben zufolge der einzige unabhängige bundesweit tätige Immobilien- und Asset Manager, konnte sich über einen Mangel an Interesse jedenfalls nicht beklagen, als sie kürzlich auf einer Investorenkonferenz in New York Rede und Antwort stand.

Im 45-Minuten-Rhythmus führten der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Egger und Vorstandsmitglied Georg Erdmann Gespräche mit insgesamt rund zwei Dutzend Institutionellen aus den USA. In Großbritannien und in den Vereinigten Staaten lägen die Immobilienpreise gerade auf einem Hoch, erklärt sich Gründer Wolfgang Egger das Interesse. In Deutschland wollten die Investoren nun am unteren Ende der Bewertungen einsteigen.

Zudem seien US-amerikanische Investoren mit Patrizias Geschäftsmodell der aktiven Entwicklung und Realisierung von Wertsteigerungspotenzialen von Immobilien sowie dem späteren Verkauf eher vertraut als die Anleger in Deutschland. Nach Schätzungen des Ende März an die Börse gegangenen Unternehmens entfiel schon Ende des zweiten Quartals gut ein Drittel des Streubesitzes von 46 % auf US-Investoren.

Dass nicht längst noch mehr Stücke des umgehend in den MDax aufgestiegenen Wertes über den Atlantik gewandert sind, liegt allein am für US-Verhältnisse relativ geringen Emissionsvolumen von rund 400 Mill. Euro, meint Thomas Mengel. "Viele hätten investiert, wäre Patrizia größer gewesen", sagt der Fondsmanager, der beim US-Asset-Manager Waddell & Reed mit einem Kollegen zwei Sondervermögen über insgesamt 360 Mill. Dollar verwaltet, der Börsen-Zeitung.

Für viele Fonds aus den USA, die nicht selten ein Volumen von 5 Mrd. auf die Waage bringen, sind Emissionen wie Patrizia, Deutsche Wohnen oder Colonia Real Estate schlicht zu eng. Sie müssen schon Positionen von 20 Mill. bis 50 Mill. Dollar eröffnen können, soll sich das Investment in der Performance bemerkbar machen, wie Klaus Tanner erläutert, bei Dresdner Kleinwort in New York zuständig für den Bereich International Sales Europe.

Geplatzt ist der Knoten seiner Einschätzung nach mit der Emission der Gagfah.
Das Beispiel der rund 150 000 Wohnungen verwaltenden Gesellschaft, die, vom Finanzinvestor Fortress an die Börse gebracht, mit ihrem IPO 850 Mill. Euro erlöst hat, zeigt zumindest, auf welche Nachfrage das Angebot an größeren Immobilienwerten stößt. Die Emission war beinahe zehnfach überzeichnet. In den USA warten die Anleger schon auf die fürs kommende Jahr geplante Einführung von Real Estate Investment Trusts. Werden große Portfolien in Form eines börsennotierten Immobilienproduktes gehandelt, lautet das Kalkül, können US-Institutionelle verstärkt an den Erträgen und Renditen teilhaben.

Städte müssen verkaufen

Angelockt werden die Investoren nicht zuletzt von der Hoffnung auf weitere Privatisierungen, welche Wertsteigerungen durch eine Professionalisierung des Managements, einen Verkauf von Immobilien an Mieter oder eine Verringerung des Leerstandes verheißen. Städte wie Berlin seien hochverschuldet und dürften Bestände günstig verkaufen müssen, was hohe Renditen verspreche, meint Mengel.

Nach Einschätzung des niederländischen Investmenthauses Kempen & Co könnten in den kommenden Jahren knapp mindestens 1 Million Wohnungen auf den Markt kommen (Beispiele siehe Tabelle). Optimistisch stimmt die Analysten in einer gemeinsamen Studie mit Dresdner Kleinwort auch der langfristige Rückgang an Neubauaktivitäten in der Bundesrepublik (siehe Grafik). Vor dem Hintergrund einer steigenden Zahl von Haushalten lasse dies eine erhöhte Nachfrage nach Wohnraum erwarten, heißt es. Zu den Investmentrisiken zählen die stark regulierten Mietverhältnisse, die Streichung der Eigenheimzulage, die Risikoscheu deutscher Verbraucher, der Einfluss der Politik im Wohnungsbau sowie das schwache Wirtschaftswachstum.

Gerade in Sachen Konjunktur aber setzen die US-Investoren auf einen langfristigen Aufschwung, wie Mengel sagt. Jahrelang hätten die Anleger in Deutschland vor allem Probleme gesehen. Inzwischen aber hätten sich die Unternehmen restrukturiert und eine Menge zur Besserung der Lage beigetragen.

Entscheidend sei für US-Investoren die Perspektive für die nächsten fünf bis sechs Jahre, ergänzt Dresdner-Manager Tanner. Dementsprechend griffen bei deutschen Immobilienaktien vor allem Pensionsfonds zu. Sie müssten entgegen den Publikumsfonds nicht von Quartal zu Quartal denken und könnten sich einen weiteren Anlagehorizont leisten.

Börsen-Zeitung, 9.11.2006

Azul Real
13.11.2006, 08:31
Strabag zieht Milliarden-Auftrag an Land
09.11.2006
Österreicher bauen um zwei Milliarden Euro 300 km Autobahnen und Schnellstraßen in Bosnien, Konzernchef Haselsteiner spricht von "Meilenstein"

Banja Luka/Wien - Die österreichische Strabag SE hat in Bosnien einen Milliarden-Auftrag an Land gezogen. Im serbischen Landesteil Republika Srpska (RS) wird die Strabag insgesamt 300 km Autobahnen und Schnellstraßen bauen und betreiben. Eine entsprechende Absichtserklärung hat die Strabag mit RS-Regierungschef Milorad Dodik am Dienstag in Wien unterzeichnet, bestätigte die Strabag. Das Auftragsvolumen beträgt 2 Mrd. Euro.


Der Auftrag in der Republika Srpska sei damit doppelt so groß wie in Österreich die Nordautobahn, die um knapp unter 900 Mio. Euro vergeben worden sei, sagte ein Sprecher des Unternehmens. "Wir werden dort das sein, was die Asfinag in Österreich ist." Gemeinsam mit der Republika Srpska werde man ein Joint Venture gründen, an dem die Strabag etwa 70 bis 75 Prozent halten soll. "Diese Firma bekommt für 30 Jahre die Konzession zum Betrieb aller Autobahnen und Schnellstraßen, das sind insgesamt 300 Kilometer."

Für Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner "ist das nach unseren erfolgreichen Konzessionsprojekten in Ungarn, Polen, Irland und Kroatien ein Meilenstein in der Weiterentwicklung des Strabag-Konzerns hin zu einem integrierten Autobahnbetreiber". Die Strabag habe mit diesem Auftrag nicht nur ihre Position am Balkan als Bauunternehmen, sondern auch als Konzessionär massiv ausgebaut. Man werde damit zum größten Autobahnbetreiber in Südosteuropa, heißt es.

Planungen ab Mitte 2007

Die Details würden fixiert, nachdem das ganze Projekt am Donnerstag nächster Woche vom Parlament der RS abgesegnet sei, hieß es. "Die Partei von Premier Dodik hat die absolute Mehrheit im Parlament, das sollte also nur noch Formsache sein", sagte der Strabag-Sprecher. Die Ausarbeitung der Vertragsdetails werde allerdings noch einige Monate dauern. Mit den Planungen für das erste Projekt könnte man dann frühestens Mitte 2007 beginnen, Baubeginn wäre 2008.

Die Verhandlungen haben sich über mehrere Monate hingezogen. Es habe starke Konkurrenten gegeben, etwa aus Frankreich und Deutschland, aber auch aus Österreich, darunter die Porr, die sich um den Auftrag ebenfalls sehr bemüht habe.

Zehnjährige Bauzeit

Der reine Bauwert für die Autobahnen und Schnellstraßen beträgt 1,4 Mrd. Euro, die restlichen 600 Mio. Euro "sind das, was wir dann für die Erhaltung bekommen". Die Bauzeit für die 300 km Autobahnen und Schnellstraßen soll 10 Jahre betragen. Die Finanzierung werde vor allem aus privater Hand und mit Hilfe von Großbanken erfolgen, man werde jedenfalls auch versuchen, Garantien von der EIB zu bekommen.

"Das wird die größte Investition in der Republika Srpska seit dem Kriegsende (1995) sein", sagte Regierungschef Dodik zur bosnischen Tageszeitung "Nezavisne novine". Konkret gehe es um die Verbindung zwischen der nordbosnischen Grenzstadt Gradiska und Kupres in Zentralbosnien, die Strecke zwischen Prijedor (Westbosnien) und Bijeljina (Ostbosnien) sowie das über die bosnische Serbenrepublik verlaufende Teilstück des Autobahnkorridors 5 c.

Flughafen in Irkutsk

Weiters bemüht sich die Strabag in Sibirien um einen Großauftrag im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar (783 Mio. Euro), berichtet das "WirtschaftsBlatt" in seiner Donnerstagausgabe. Konkret handelt es sich um den Bau eines Flughafens, der 24 Kilometer außerhalb von Irkutsk geplant ist und eine Million Passagiere pro Jahr aufnehmen soll.

Die Ausschreibung soll laut Bloomberg demnächst vorgenommen werden. Bisher war die Strabag vorwiegend im Raum Moskau tätig und hat sich auf Wohnungen spezialisiert. Daneben wurden auch viele Büroprojekte realisiert.

Azul Real
13.11.2006, 08:31
13.11.2006 06:26
Strabag will größtes Bauunternehmen Europas werden - HB

WIEN (Dow Jones)--Das österreichische Bauunternehmen Strabag will "die Nummer eins" der Branche in Europa werden. "Dazu brauchen wir dauerhaft höhere Wachstumsraten als die Konkurrenz. Und deswegen werden wir natürlich auch in Deutschland weiter wachsen", sagte Hans Peter Haselsteiner, Mehrheitsgesellschafter der Strabag, dem "Handelsblatt" (HB - Montagausgabe).

Strabag liegt laut "Handelsblatt" nach Umsatz bereits unter den fünf größten Baukonzernen Europas, seit Haselsteiner im vergangenen Jahr das Kerngeschäft der insolventen Walter Bau AG in Deutschland und ein Aktienpaket von heute knapp 54% an der Stuttgarter Baufirma Züblin übernommen hat.

Die Strabag kommt laut dem "Handelsblatt" vorliegenden neuesten Zahlen in diesem Jahr voraussichtlich auf eine Bauleistung von 10,1 Mrd Euro. Das Betriebsergebnis liege bei 300 Mio Euro, was einem Plus von 31% entspreche, schreibt die Zeitung weiter. Voraussichtlich kommendes Jahr wolle Haselsteiner die Strabag in Wien an die Börse bringen und dabei in zwei Schritten einen Mehrheitsanteil verkaufen.

Azul Real
13.11.2006, 08:50
Bilfinger Berger mit überraschend deutlichem Gewinnsprung im 3. Quartal

Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger <GBF.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) hat im dritten Quartal dank eines robusten Dienstleistungsgeschäfts den Gewinn überraschend deutlich gesteigert. Unter dem Strich wurden 40 Millionen Euro erwirtschaftet nach sieben Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie die im MDAX <MDAX.ETR notierte Gesellschaft am Montag in Mannheim mitteilte. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 33 Millionen Euro gerechnet. Für 2006 sehen die Mannheimer derweil eine etwas höhere Leistung als bisher.

Im Vergleich zum schwachen Vorjahreswert kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) von 15 Millionen Euro auf 66 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte eine Wertberichtigung im australischen Hochbau das Ergebnis stark belastet. Die befragten Analysten hatten im Durchschnitt ein EBITA von 55 Millionen Euro erwartet. Die Umsatzerlöse kletterten im dritten Quartal von 1,722 Milliarden auf 1,998 Milliarden Euro.

Angesichts der im zweiten Quartal vorgenommenen Wertberichtigung in Höhe von 63 Millionen Euro auf Betreiberprojekte blieb das Neun-Monats-Ergebnis allerdings deutlich unter dem Vorjahreswert. In den ersten neun Monaten des Jahres verbuchte Bilfinger Berger einen Überschuss von vier (Vorjahr: +23) Millionen Euro.

Die Leistung des Konzerns kletterte in den ersten neun Monaten unterdessen um sieben Prozent auf 5,647 Milliarden Euro. Der Auftragseingang lag den Angaben zufolge mit 7,393 Milliarden Euro um 26 Prozent über dem Vorjahreswert. Gründe seien vor allem neue Großprojekte im Ingenieurbau und das dynamische Wachstum der Dienstleistungsaktivitäten. Der Auftragsbestand legte um 20 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 8,553 Milliarden Euro zu.

Für 2006 sehen die Mannheimer derweil eine etwas höhere Leistung als bisher. Im laufenden Jahr peilt Bilfinger Berger nun an, die Konzernleistung auf mehr als 7,7 (Vorjahr 7,06) Milliarden Euro zu steigern. Bisher waren lediglich 7,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden.

Für den Ertrag hielt der Konzern an den bisherigen Zielen für das Gesamtjahr fest. Es sei eine "erhebliche Zunahme des EBITA und eine weitere Steigerung des Konzernergebnisses“ gegenüber dem Vorjahr zu erwarten, hieß es erneut. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital werde die Zielmarke von 11 Prozent übertreffen. Der Verkauf von drei Betreiberprojekten dürfte im vierten Quartal wie geplant abgeschlossen werde./jha/she

ISIN DE0005909006

AXC0032 2006-11-13/08:24





Bilfinger Berger AG (Nachrichten/Aktienkurs) - Mannheim

9 Monate (30.9.) 2006 2005
Leistung 5.647 Mio 5.287 Mio
Auftragseingang 7.393 Mio 5.873 Mio
Auftragsbestand 8.553 Mio 7.124 Mio
EBITA - a. 51 Mio 43 Mio
Ergebnis vor Steuern 50 Mio 43 Mio
Konzernergebnis 4 Mio 23 Mio
Ergebnis/Aktie 0,11 0,62
Investitionen 273 Mio 252 Mio

a. Earnings before interest, taxes and amortization
- Alle Angaben in EUR, Bilanz nach IFRS.

Azul Real
13.11.2006, 12:24
13.11.2006 07:44
DGAP-Adhoc: DIC Asset AG (deutsch)

DIC Asset AG (Nachrichten/Aktienkurs) weiter auf Wachstumskurs bei beständig hoher Profitabilität

DIC Asset AG / Quartalsergebnis

13.11.2006

Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------


Die DIC Asset AG (WKN 509840/ ISIN DE0005098404) legt heute ihren Bericht über die 9-Monats-Ergebnisse 2006 vor. Die Zahlen zeigen, dass sie ihren Wachstumskurs bei beständig hoher Profitabilität weiter fortgesetzt hat: So konnte sie den Konzernüberschuss gegenüber den ersten neun Monaten 2005 auf 6,4 Mio. Euro (+156 Prozent) mehr als verdoppeln und damit das Gesamtergebnis des Vorjahres schon jetzt erreichen.

Die Gesamterträge der ersten drei Quartale 2006 stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 7,2 Mio. Euro auf 28,5 Mio. Euro (+34 Prozent). Dabei konnten die Mieteinnahmen kräftig um 7,1 Mio. Euro auf 20,6 Mio. Euro (+53 Prozent) erhöht werden, was vor allem auf eine Verdreifachung des Immobilienportfolios auf über 660.000 qm Nutzfläche (gegenüber 12/2005) zurückgeht.

Parallel dazu erhöhten sich die Gesamtaufwendungen deutlich unterproportional um 3,7 Mio. Euro (+29 Prozent) auf 16,4 Mio. Euro. Der Zuwachs resultiert aus der deutlichen Ausweitung des operativen Geschäfts sowie dem stark gewachsenen Immobilienvermögen.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen) erhöhte sich in den ersten neun Monaten um 43 Prozent auf 16,6 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie konnte von 0,37 Euro auf 0,39 Euro ebenfalls ausgebaut werden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde auf 13,3 Mio. Euro gegenüber der Vergleichsperiode mehr als verdoppelt.

Die Bilanzsumme der DIC Asset AG hat zum 30. September 2006 mit 1,1 Mrd. Euro erstmals die Milliardengrenze überschritten (Ende 2005: 370 Mio. Euro). Angesichts des stark angewachsenen Immobilien-Portfolios hat die DIC Asset AG zum 30. September 2006 eine externe Marktbewertung durchführen lassen. Auf dieser Basis errechnet sich ein Nettovermögenswert (Net Asset Value) von 20,1 Euro pro Aktie.

Im 3. Quartal 2006 hat sich die Aktie der DIC Asset AG besser als die relevanten Vergleichswerte entwickelt. Mit einem Kursanstieg um rund 41 Prozent liegt sie deutlich über der Entwicklung des SDAX (+5 Prozent) und der des EPRA/NAREIT Europe Indexes (+13 Prozent), dem renommierten Aktienindex für europäische Immobilienwerte.

Die DIC Asset AG setzt ihre Strategie 'Kontinuierliches Wachstum bei nachhaltiger Profitabilität' fort und ist zuversichtlich, auch im vierten Quartal attraktive Akquisitionen zu realisieren und damit die Basis für weitere Ergebniszuwächse zu schaffen. Darüber hinaus sind Verkäufe in Vorbereitung. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem operativen Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern sowie Gewinnen aus Verkäufen und Entwicklungsprojekten in Höhe von mindestens 20 Mio. Euro (30. September 2006: 12,3 Mio. Euro, 30. September 2005: 5,5 Mio. Euro). Um das Akquisitionspotenzial auch künftig ausschöpfen zu können, prüft die DIC Asset AG aktuell die Bedingungen für eine Kapitalerhöhung.

Azul Real
14.11.2006, 12:18
Dienstag, 14. November 2006, 08:14 Uhr
Zwischenbilanz

Deutsche Euroshop verdient gut an Einkaufstempeln

dpa-afx HAMBURG. Die Deutsche Euroshop AG hat in den ersten neun Monaten einen deutlichen Zuwachs bei Umsatz und Gewinn verbucht. Dabei konnte das auf Shoppingcenter spezialisierte Unternehmen von neuen Einkaufszentren und Verkäufen profitieren. Wie die im MDax notierte Gesellschaft am Dienstag mitteilte, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 34 Prozent auf 57,2 Mill. Euro.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) legte um 66 Prozent auf 35,5 Mill. Euro zu und der Konzerngewinn wurde von 13,7 Mill. Euro auf 30,2 Mill. Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz erhöhte sich um 29 Prozent auf 68,7 Mill. Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt.


Damit lag Deutsche Euroshop teils über und teils unter den Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten. Diese hatte mit einem Ebit in Höhe von 57,13 Mill. Euro, einem EBT von 38,92 Mill. Euro und einem Konzernergebnis von 31,16 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatz wurde bei 68,86 Millionen Euro gesehen.

Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen weiterhin ein währungsbereinigtes Ebit von 72 bis 75 Mill. Euro (2005: 57,5 Mio) und ein EBT ohne Bewertungsergebnis von 37 bis 40 Mill. Euro (32,1 Mio). Der Umsatz soll auf 91 bis 94 Mill. Euro (72,1 Mio) steigen.

Die Deutsche Euroshop AG zeigte sich zuversichtlich, dass die im Bau befindlichen Projekte Galeria Baltycka in Danzig und die Stadt-Galerie Hameln, bis zu deren Eröffnungen voll vermietet sein werden. Das Danziger Shoppingcenter (rund 123 Mill. Euro) wurde im Sommer erworben, womit die geplanten Investitionsziele für 2006 den Angaben nach bereits erreicht worden sind. Dennoch gebe es Spielraum für einen weiteren Zukauf in der Größenordnung von 100 Mill. Euro bis zum Jahresende, hieß es in der Mitteilung.

Den Aktionären will Deutsche Euroshop für 2006 eine Dividende von 2 Euro je Aktie zahlen.


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Azul Real
14.11.2006, 17:48
IVG auf der Gewinnerstraße
Auch ohne REIT-Fantasie steht IVG gut da: Nach einem Gewinnsprung in den ersten neun Monaten sieht sich der Immobilienkonzern aus dem MDax auf Kurs, seine Jahresziele zu erreichen.
Bild zum Artikel IVG-Immobilie in Brüssel

Mit ihrem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) blieben die Bonner allerdings hinter den Erwartungen zurück. Das Ebit kletterte in den ersten neun Monaten um 48.5 Prozent auf 208 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen im Schnitt mit 220,5 Millionen Euro gerechnet. Nach Steuern erreichte der Gewinn 127 Millionen Euro, nach 56 Millionen vor Jahresfrist.

Dabei stagnierte der Umsatz des Bonner Konzerns nahezu bei 318 (nach 315) Millionen Euro. Hier hatten die Analysten rund sieben Millionen Euro mehr erwartet.

Nettovermögenswert soll weiter steigen
Für das Gesamtjahr 2006 bekräftigte IVG seine Prognose, einen Nettogewinn von 145 Millionen Euro zu erwirtschaften. Das MDax-Unternehmen rechnet für das laufende Jahr weiterhin mit einem Net Asset Value (NAV) von 22 Euro pro Aktie. 2008 soll der Nettovermögenswert auf mehr als 24 Euro steigen. Diese in der Immobilienbranche stark beachtete Kennzahl ergibt sich aus dem Marktwert des Immobilienportfolios abzüglich der Schulden.

IVG-Chef Wolfhard Leichnitz rechnet weiterhin mit einer starken Nachfrage nach Büroimmobilien in Europa. "In diesem Umfeld ist die IVG mit ihren vier Geschäftsbereichen sehr gut aufgestellt, um weiter zu wachsen und unsere Marktposition auszubauen", erklärte der Manager.

IVG erwirbt unter anderem Immobilien, um sie später an die Börse zu bringen oder in Fonds an private und institutionelle Investoren weiterzuverkaufen. In den ersten neun Monaten erzielte der Geschäftsbereich Portfoliomanagement mit dem Verkauf von Immobilien im Wert von 600 Millionen Euro einen Gewinn von 110 Millionen Euro.

Das Unternehmen teilte außerdem mit, seinen Anteil an der Oppenheim Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft bis Januar 2007 von derzeit 50,1 auf rund 94 Prozent erhöhen zu wollen. Der Preis dafür betrage 146 Millionen Euro.

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Azul Real
15.11.2006, 08:20
Colonia Real Estate AG (Nachrichten/Aktienkurs) : Rekordergebnis im 3.Quartal - Alle Geschäftsbereiche bestätigen anhaltendes Wachstum. Erste Gewinnprognose für 2007 :roll: sieht Konzernüberschuss bei 50 - 54 Mio. Euro

Colonia Real Estate AG / Quartalsergebnis/Sonstiges

15.11.2006

Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

Colonia Real Estate AG: Rekordergebnis im 3.Quartal - Alle Geschäftsbereiche bestätigen anhaltendes Wachstum

Erste Gewinnprognose für 2007 sieht Konzernüberschuss bei 50 - 54 Mio. Euro - Strategiewandel zum Investment Manager für Immobilien vollzogen

Köln, 15. November 2006 - Die Colonia Real Estate AG (ISIN DE0006338007) hat im 3. Quartal 2006 abermals ihre Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen gesteigert: Der Konzernüberschuss hat sich gegenüber den ersten neun Monaten in 2005 auf 18,99 Mio. Euro von 4,97 Mio. Euro (Vorjahr) fast vervierfacht. Dies entspricht einem Gewinn pro Aktie von 1,24 Euro in den ersten 9 Monaten. Die Umsatzerlöse stiegen dabei signifikant von 4,60 Mio. Euro im Vorjahr auf 74,73 Mio. Euro.

Das EBIT erhöhte sich auf 29,92 Mio. Euro von 8,90 Mio. Euro (+ 236%). Bezogen auf das EBIT des Konzerns von 15,39 Mio. Euro im 3. Quartal 2006 hat der Geschäftsbereich Fonds- und Asset Management mit einem Anteil von 1,54 Mio. Euro bereits mit 10,0% beigetragen. Die Mieteinnahmen stiegen ebenfalls deutlich in den ersten neun Monaten diesen Jahres auf 10,31 Mio. Euro nach 4,62 Mio. Euro im Vorjahr (+ 123%). Darin spiegelt sich in erster Linie der kräftige Ausbau des Wohnungsbestandes auf über 8.000 Wohneinheiten wieder.

Das deutlich verbesserte Ergebnis resultiert daher vor allem aus wiederkehrenden Erträgen wie Mieteinnahmen und Erträgen aus dem Asset Management. Daneben erzielte der Teilverkauf eines Wohnimmobilienportfolios von 1.546 Wohnungen im September 2006 einen Gewinn vor Steuern von rund 9,10 Mio. Euro. Der Verkaufserlöse lag rund 20% über dem zum 31.12.2005 revidierten Marktwert. Dies lässt auf erhebliche stille Reserven beim Immobilienvermögen schliessen. Die nächste planmäßige externe Bewertung des Immobilienbestandes findet zum 31.12.2006 statt.

Die Colonia Real Estate Gruppe rechnet mit weiteren Ertragssteigerungen und hat daher die Prognose für das Geschäftsjahr 2006 in der letzten Woche um etwa 30 Prozent angehoben. Statt einem Jahresüberschuss von rund 25 Millionen Euro, soll dieser nunmehr 32 bis 34 Millionen Euro betragen. Für das Geschäftsjahr 2007 rechnet der Konzern aufgrund der bereits abgeschlossenen Akquisitionen und Dienstleistungsverträge mit einem weiterhin hohen Wachstum und konstanter Profitabilität und plant einen Konzernüberschuss von 50 - 54 Mio. Euro. Dabei werden die Erträge aus Mieteinnahmen und Gebühren aus dem Fonds- und Asset Management Bereich mehr als die Hälfte ausmachen.

Erläuternder Teil

Mit der erfolgreichen Begleitung eines internationalen Investors beim Kauf des 'Herkules' Portfolios von der DEKA Immobilien Investment GmbH durch die Tochtergesellschaft Resolution GmbH am 25. August 2006 hat sich die Colonia Real Estate Gruppe in der Liga der führenden Immobilien Asset Manager in Deutschland etabliert. Das Transaktionsvolumen belief sich auf rund 1 Milliarde Euro. Der kürzlich abgeschlossene Asset Management Vertrag mit einer Laufzeit von 5 Jahren erhöht damit die gesamten Asset under Management für Dritte im Konzern auf rund 1,8 Mrd. Euro. Die Colonia Real Estate AG wird sich noch in diesem Jahr als Minderheitsgesellschafter an der Objektgesellschaft beteiligen.

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Konzerns wird sich die Colonia Real Estate im Bereich Gewerbeimmobilien nur noch als Co-Investor mit Minderheitsanteil gemeinsam mit Kunden aus dem Fonds- und Asset Management Bereich neu engagieren. Hierbei stehen in erster Linie die Expansion des Dienstleistungsbereichs und die Vermeidung von potentiellen Interessenkonflikten mit bestehenden Kunden im Vordergrund. Eigene Investments oder Mehrheitsbeteiligungen werden nur im Bereich Wohnimmobilien vorgenommen. In diesem Segment plant die Gesellschaft weiterhin die Ausweitung des Bestandes auf 15.000 - 20.000 Wohneinheiten bis Mitte 2007.

Der vollständige Q3-Bericht 2006 steht im Laufe des Tages unter www.cre.ag zur Verfügung.

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Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Mitteilung:

Über Colonia Real Estate

Die Colonia Real Estate AG (Reuters: KBUG.DE / Bloomberg: KBU GY) ist eine börsennotierte Immobilieninvestment- und -managementgruppe mit Fokus auf den deutschen Markt. Das integrierte Geschäftsmodell besteht aus drei Säulen, die synergetisch zusammenwirken: Die Investmentsparte konzentriert sich auf renditestarke Wohnimmobilienportfolios für den Eigenbestand und opportunistische Co-Investments in Gewerbeimmobilien mit renommierten Partnern. Die Resolution GmbH ist spezialisiert auf das Asset Management der Gruppe sowie überregionaler Immobilien-Portfolios internationaler Investoren und begleitet diese bei Transaktionen. Der Fokus liegt dabei auf der Renditeoptimierung und der Realisierung von Wertsteigerungspotenzialen. Das Kerngeschäft der CRE Fonds Management GmbH beinhaltet Konzeption, Vermarktung und Management von strukturierten Investmentprodukten wie geschlossenen Immobilienfonds für institutionelle Anleger und Privatkunden.

Diese Ad-hoc enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Colonia Real Estate AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Kontakt: Christoph D. Kauter Head of Investor Relations

Colonia Real Estate AG Zeppelinstr. 4-8 50667 Köln


ISIN DE0006338007

AXC0014 2006-11-15/07:43


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Azul Real
15.11.2006, 08:24
FRANKFURT (dpa-AFX) - Späte Kursgewinne an der Wall Street dürften die meisten deutschen Aktien am Mittwoch antreiben. Der Future auf den DAX entsprach vorbörslich einem Stand des deutschen Leitindex von 6.418 Punkten. Am Vortag hatte der DAX 0,10 Prozent auf 6.387,38 Zähler verloren. Der US-Leitindex Dow Jones hatte nach Xetra-Schluss rund 115 Punkte gewonnen und etwas fester geschlossen.

Die Deutsche Börse steht erneut wegen des seit Monaten andauernden Gezerres um eine europäische Börsenfusion im Fokus. Am Dienstag machten Gerüchte die Runde, die Frankfurter würden ihr Angebot eines Zusammenschlusses mit der Fünfländerbörse Euronext zurückziehen. Nach Informationen der 'FAZ' will der Vorstand des Frankfurter Börsenbetreibers an diesem Mittwoch oder am Donnerstag beschließen, das Vorhaben aufzugeben. Eine Sprecherin des DAX-Unternehmens betonte indes am Dienstag auf Anfrage: 'Der Euronext-Vorschlag hat weiterhin Bestand.'

MAN- Aktien und die Titel von Volkswagen (VW) werden von Händlern etwas tiefer erwartet. Der Versuch eines einvernehmlichen Zusammenschlusses von MAN und Scania ist nach Informationen der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' vorerst gescheitert. Die Gespräche von MAN, Scania und Investor - dem Großaktionär von Scania - sind im Sande verlaufen, wie es im Umfeld des schwedischen Konzerns heißt. Sprecher von MAN und von Scania-Großaktionärs VW kommentierten dies nicht.

Die Zahlen des mehrheitlich zu Infineon gehörenden Speicherchipherstellers Qimonda dürften unterdessen positive Auswirkungen auf die Aktie des Münchener Chipherstellers haben. Qimonda hat seine Ergebnisse unter anderem dank höherer Verkaufspreise überraschend stark gesteigert. Im New Yorker Handel hatte die Qimonda-Aktie bereits vor Bekanntgabe der Zahlen 6,75 Prozent auf 15,98 Dollar gewonnen - nachbörslich änderte sich der Kurs kaum. Analysten äußerten sich bei einer Telefonkonferenz mit dem Qimonda-Vorstand positiv zu den Zahlen.

Der Chemiekonzern LANXESS hat unterdessen einem Analysten zufolge 'wenig überraschende Zahlen' vorgelegt. LANXESS hat das operative Ergebnis im dritten Quartal dank einer weiterhin robusten Chemiekonjunktur und Kostensenkungen etwas stärker als erwartet gesteigert und den Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigt.

PATRIZIA Immobilien legte ebenfalls Quartalszahlen vor. Das Unternehmen hat im dritten Quartal Umsatz und operatives Ergebnis mehr als verdoppelt. Bei DEUTZ rechnen einem Börsianer zufolge Analysten mit einem Umsatzanstieg um rund 15 Prozent. Die Ertragslage sollte sich ebenfalls verbessern, wobei sich das operative Ergebnis mehr als verdoppeln sollte. Auch das China-Geschäft des Kölner Motorenbauers stehe im Fokus.

Im TecDAX werden die Papiere von QSC mit wegen Quartalszahlen im Fokus stehen.
Anleger dürften sich einem Händler zufolge nach der Kooperation mit freenet und Tiscali auf die Reseller-Sparte konzentrieren. Interessant könnten auch mögliche Aussagen zu Broadnet sein, ergänzte ein Händler. QSC hatte am Vortag mitgeteilt, ihren Anteil an dem Softwarekonzern kräftig auf 92,0 Prozent auszubauen. Hier hoffen dem Händler zufolge einige Broadnet-Aktionäre auf eine Erhöhung des Umtauschverhältnisses./ck/fat

Quelle: dpa-AFX

Azul Real
15.11.2006, 08:49
Die PATRIZIA Immobilien AG <P1Z.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) hat im dritten Quartal Umsatz und operatives Ergebnis mehr als verdoppelt. Wie das seit September im MDAX <MDAX.ETR> gelistete Unternehmen am Mittwoch mitteilte, kletterte der Umsatz von 30,51 auf 66,43 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 7,64 auf 17,73 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich der Gewinn von 7,46 auf 17,59 Millionen Euro. Das Nettoergebnis konnte PATRIZIA von 5,16 auf 9,04 Millionen Euro steigern.

Damit habe Patrizia im dritten Quartal an das überdurchschnittliche Wachstum der vorangegangenen Quartale anknüpfen können, wie es hieß. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch das Gesamtjahr überdurchschnittlich ausfallen wird. Zwar gebe es zunehmendes Interesse in - und ausländischer Investoren am deutschen Immobilienmarkt, gleichzeitig steige aber auch das Immobilienangebot.

Auch in 2007 wolle PATRIZIA weiter wachsen, vor allem im Kerngeschäftsfeld der sozialverträglichen Wohnungsprivatisierung sowie im Service Segment./she/sk

ISIN DE000PAT1AG3

AXC0026 2006-11-15/08:11

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Azul Real
15.11.2006, 13:43
Mittwoch, 15. November 2006, 13:20 Uhr
Studie

Handwerker händeringend gesucht

Der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland hat auch seine Kehrseiten: Im Rhein-Main-Gebiet haben einer Studie zufolge viele Handwerksunternehmen Probleme bei der Besetzung offener Stellen. :scratch: :shock:

Doch nicht nur im Raum Frankfurt gibt es dieses Problem, Betriebe in ganz Deutschland suchen nach Fachkräften.

ap FRANKFURT/MAIN. In einzelnen Regionen werden die Handwerker knapp. So ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage der Handwerkskammer Rhein-Main unter 400 Mitgliedern, dass ein Drittel der Betriebe Probleme bei der Besetzung offener Stellen hat. Das Handwerk in Rhein-Main will die Suche nach Fachkräften auf ganz Deutschland ausdehnen. 90 Prozent der Betriebe lehnen in der Umfrage aber die Anwerbung von Mitarbeitern aus dem Ausland ab und verfolgen damit eine andere Strategie als die Industrie.

Vier von fünf Betrieben klagen über die mangelnde Qualifikation von Bewerbern. Fast jeder zweite Handwerksbetrieb berichtet, die von der Arbeitsagentur vermittelten Kräfte seien oft nicht arbeitsbereit oder einsatzfähig.

Die guten Berufschancen für Handwerker zeigen sich in folgenden Zahlen: So meldet jeder zehnte Betrieb derzeit offene Stellen für Fachkräfte, nahezu jeder vierte hat in den vergangenen Monaten freie Stellen besetzt. 18,5 Prozent wollen in den nächsten Monaten mit Sicherheit Fachkräfte einstellen. Bei Mehrfachnennungen wollen 53,8 Prozent die Weiterbildung im Betrieb stärken und 43,6 Prozent die Ausbildung im Betrieb intensivieren.

Durch die Spezialisierung zahlreicher Betriebe sei die Qualitätsanforderungen an Fachkräfte im Handwerk groß, erklärte Handwerkskammer-Präsident Bernd Ehinger. „Nicht besetzbare Stellen stehen nicht nur einer positiveren Beschäftigtenentwicklung im Handwerk entgegen, vielmehr können sie Investitionen und Wachstum in den Betrieben bremsen und den strukturellen Wandel im Handwerk behindern“, erklärte er. Dabei sei jetzt schon absehbar, dass sich die aktuellen Probleme auf Grund der demographischen Entwicklung in der Zukunft noch verstärken werde.

Azul Real
15.11.2006, 13:45
Mittwoch, 15. November 2006, 09:42 Uhr
Mieteinnahmen verdoppelt

Colonia Real Estate kauft massiv Wohnungen

Der Immobilienkonzern Colonia Real Estate hat nach einem Gewinnsprung seine kürzlich angehobene Jahresprognose bekräftigt. Zudem kündigte das Kölner Unternehmen an, im kommenden Jahr tausende Wohnimmobilien kaufen zu wollen.

HB KÖLN. Wie Colonia Real Estate am Mittwoch mitteilte, stand von Januar bis September unter dem Strich ein Gewinn von 18,99 Millionen Euro nach knapp fünf Millionen Euro im Vorjahreszeitraum zu Buche. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) kletterte auf 29,92 (Vorjahr: 8,90) Millionen Euro. Die Umsatzerlöse des im SDax gelisteten Unternehmens erhöhten sich bis Ende September auf 74,73 (4,60) Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand die erst vor wenigen Tagen nach oben geschraubten Geschäftsprognosen für 2006, wonach der Überschuss auf 32 bis 34 Millionen Euro steigen soll. Zuvor war Colonia von einem Gewinn von rund 25 Millionen Euro ausgegangen. Erstmals nannten die Kölner auch eine Prognose für das kommende Jahr: Für 2007 sei mit einem Konzernüberschuss zwischen 50 und 54 Millionen Euro zu rechnen, teilte der Vorstand mit. Dabei würden die Erträge aus Mieteinnahmen sowie Gebühren aus dem Fonds- und Asset-Management mehr als die Hälfte ausmachen.

Allein in den ersten neun Monaten verdoppelten sich die Mieteinnahmen auf mehr als zehn Millionen. Der Vorstand führte das vor allem auf die massiven Wohnungskäufe in den vergangenen Monaten zurück - gut 8000 Immobilien seien derzeit im Bestand des Konzerns. Bis Mitte 2007 soll dieser im Bereich Wohnimmobilien auf bis zu 20 000 Einheiten ausgebaut werden, kündigte der Vorstand an.

Die seit März 2006 im Kleinwerteindex SDax gelistete Colonia Real Estate ist auf den Kauf sanierungsbedürftiger Wohnungs-Portfolios spezialisiert.

Azul Real
15.11.2006, 13:47
Mittwoch, 15. November 2006, 12:26 Uhr
Neuemissionen

Wohnungsunternehmen Annintgton plant Börsengang

Das größte deutsche Wohnungsunternehmen, die Deutsche Annington, strebt an die Börse.

HB HAMBURG. Wie die „Financial Times Deutschland“ aus mit der Situation vertrauten Kreisen erfuhr, will der Eigner Terra Firma, 2007 einen Minderheitsanteil des Unternehmens am Aktienmarkt platzieren. Die Deutsche Annington vermietet und verwaltet 230 000 Wohnungen.

Zum Bankenkonsortium, das mit der Erstemission beauftragt wurde, gehören laut Bericht die Deutsche Bank und Morgan Stanley. Ein Annington-Sprecher wollte die Informationen auf Anfrage nicht kommentieren, sagte aber: „Wir haben mehrfach gesagt, dass der Börsengang nicht ausgeschlossen ist. Terra Firma wird langfristig als Mehrheitseigner engagiert bleiben.“

Terra Firma wäre bereits der zweite Finanzinvestor, der seine von der öffentlichen Hand und der Industrie zusammengekauften Wohnungsbestände teilweise an der Börse platziert. Erst im Oktober hatte der Beteiligungsfonds Fortress 20 Prozent seiner Wohnimmobilienholding Gagfah für 852 Mill. Euro an die Börse gebracht und dabei den Preis am oberen Ende der Spanne durchgesetzt. Die Emission war mehr als zehnfach überzeichnet. Anningtons Börsengang könnte noch größer werden: Analysten schätzen den Wert der Immobilien auf etwa 10 Mrd. Euro.

Im Februar 2001 war die Deutsche Annington mit dem Erwerb von 64.000 Eisenbahnerwohnungen in den deutschen Markt eingestiegen. 2005 erwarb der hinter Annington stehende Finanzinvestor Terra Firma für 7 Mrd. Euro die 150 000 Wohnungen der früheren Eon-Immobilientochter Viterra. Ein Teil des Geschäftsmodells ist der Einzelverkauf von Wohnungen an die Mieter. 2005 konnte Annington noch rund 10 000 Wohnungen privatisieren. In diesem Jahr verkauft das Unternehmen dem Vernehmen nach nur noch 4 000 Wohnungen.

Die Gruppe mit ihren sieben Regionalgesellschaften wird von der Deutschen Annington Immobilien GmbH, Bochum, geführt. 2005 erlöste das Unternehmen 700 Mio Euro mit der Immobilienbewirtschaftung. Mit dem Immobilienverkauf erzielte Annington ein Ergebnis von 244 Mill. Euro. Vor Steuern verdiente das Unternehmen 37, 2 Mill. Euro.

Azul Real
18.11.2006, 14:19
17.11.2006
Gagfah-Quartalsbilanz: Leerstandsquote binnen drei Monaten um 0,5 Prozentpunkte gedrückt

Der seit Oktober in Luxemburg börsennotierte Wohnungskonzern Gagfah hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Gewinn nach Steuern von 147,2 Mio. Euro erwirtschaftet.

Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 72,3 Mio. Euro angefallen. Zwischen dem zweiten und dem dritten Quartal 2006 drückte der Konzern die Leerstandsrate im Bestand von 6,2% auf 5,7%. Außerdem wurden 301 Wohneinheiten privatisiert und 46 Arbeitsplätze abgebaut. Die Mietsteigerungsrate auf Zwölfmonats-Basis lag bei 1,5%.

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=10d&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=GFJ.ETR&lColors=0x000000&sSym=GFJ.ETR&hcmask=

Azul Real
19.11.2006, 19:06
Beraterfirma DTZ: \\\"Vorbereitungen sind weit fortgeschritten”



Im kommenden Jahr werden voraussichtlich zehn REITS in Deutschland an die Börse gebracht.

Dies berichtet Euro am Sonntag (E-Tag: 19.11.2006) unter Berufung auf den britischen Immobilienberater DTZ Holdings. \\\"Zehn Gesellschaften sind mit ihren Vorbereitungen bereits so weit fortgeschritten, dass sie 2007 an die Börse gehen könnten. Mittelfristig rechnen wir mit 20 Reit-Börsengängen in Deutschland\\\", so Stefanie Leiter, Geschäftsführerin Asset Management bei DTZ. Die Holding berät mit weltweit 10 000 Mitarbeitern Immobilienunternehmen bei der Bewertung und Zusammensetzung von Portfolio für Reit-Gesellschaften.
Zu den Reit-Emittenten gehören nach Angaben der Wirtschaftszeitung unter anderem Hannover Leasing und die KG Allgemeine Leasing.



Wesentliches Merkmal der neuen, steuerbefreiten Immobiliengesellschaften ist, dass sie den Großteil ihrer Gewinne an die Aktionäre ausschütten, welche die Einnahmen dann versteuern müssen. Eines der wesentliche Ziele bei der Einführung von Reits ist es, Immobilien aus dem Besitz von Unternehmen in die Portfolios einzubringen. Branchenexperten gehen davon aus, dass der gesetzliche Rahmen für Reits Mitte 2007 verabschiedet und rückwirkend zum 1. Januar gelten wird.

Azul Real
19.11.2006, 19:37
Kampa könnte vom Kurszettel verschwinden


Der Finanzinvestor Triton, der den Fertighausbauer Kampa übernehmen will, überlegt, auf die Börsennotiz Kampas zu verzichten.

HB FRANKFURT. Der Fertighausbauer Kampa könnte nach der Übernahme durch den Finanzinvestor Triton nach dessen Willen von der Börse genommen werden. Triton erwäge, die Börsennotiz von Kampa aufzugeben, auch wenn die für einen Zwangsausschluss der Kleinaktionäre nötige Schwelle von 95 Prozent der Anteile nicht erreicht werde, hieß es in dem am Samstag veröffentlichten Übernahmeangebot. Triton bietet insgesamt 70 Millionen Euro für Kampa, Mehrheitsaktionär Wilfried Kampa hat seine 55,33 Prozent bereits zu sieben Euro je Aktie verkauft. Das Bundeskartellamt habe der Übernahme bereits zugestimmt, teilte Triton mit.

Das Angebot an die restlichen Kampa-Aktionäre läuft seit Samstag bis zum 18. Dezember. Der Aktienkurs des Unternehmens aus Minden in Westfalen lag am Freitag mit 7,18 Euro über der Übernahmeofferte von 7,00 Euro.
Am Firmensitz, dem Vorstand und dem Lohnniveau für die gut 1 000 Mitarbeiter will Triton dem Angebot zufolge festhalten. Das Geschäft soll durch Zukäufe im In- und Ausland ausgebaut werden. Triton habe eine mittel- bis langfristige Perspektive und wolle in einigen Jahren mit Gewinn wieder aussteigen. Einen Kredit von Triton und ein Überbrückungsdarlehen über insgesamt 58 Millionen Euro muss Kampa am Ende mit zehn Prozent pro Jahr verzinst zurückzahlen. Triton werde möglicherweise darauf hinwirken, dass Kampa keine Dividenden mehr zahle, hieß es in der Angebotsunterlage.


Ziel des Kampa-Vorstands sei eine Umsatzrendite von sechs Prozent vor Steuern, teilte Triton mit. 2005 hatte Kampa bei 193,6 Millionen Euro Umsatz einen Gewinn von 2,7 Millionen Euro erwirtschaftet, im ersten Halbjahr 2006 fiel bei rückläufigen Umsätzen sogar ein Verlust von 4,5 Millionen Euro an. Hoffnung macht dem Unternehmen ein Auftragsbestand von 202 Millionen Euro.

Azul Real
22.11.2006, 08:49
Difa: Neuer Name und Pläne fürs Unilever-Haus


Die zum genossenschaftlichen Finanzverbund gehörende Deutsche Immobilien Fonds AG (Difa) wird sich Mitte Januar in Union Investment Real Estate AG umbenennen.

Damit rückt die Fondsgesellschaft, der in Hamburg das Wandsbek Quarrée, das Unilever-Haus und die Hotels Marriott und Steigenberger gehören, näher an die Frankfurter Mutter Union Invest. "Unser Sitz bleibt aber Hamburg", betonte Vorstand Frank Billand gestern. Die Difa, mit 17 Prozent Marktanteil zweitgrößter Anbieter von offenen Immobilienfonds in Deutschland hinter der Deka, beschäftigt 300 Mitarbeiter, davon rund 170 in Hamburg.

"Wir würden gerne mehr investieren in Hamburg. Das ist eine gesunde Stadt mit steigenden Mieten. Aber es sind kaum Einzelobjekte zu bekommen", so Billand. Es gebe oft nur noch Portfolien. In solch einem Immobilienpaket hat die Difa zum Jahreswechsel auch ihren eigenen Firmensitz an der Caffamacherreihe Ecke Valentinskamp verkauft und vom neuen Eigentümer Tishman Speyer gemietet. Das Doormanhaus und ein Bürokomplex an der ABC-Straße gehören weiter der Difa.

Für das Unilever-Haus kündigte Billand Investitionen von 60 bis 70 Millionen Euro an, wenn Unilever 2009 auszieht. Alles werde ausgetauscht, auch die Fassade. 2010 könnte es bezugsfertig sein. Gespräche mit Interessenten laufen bereits, sagte er. Die Ergebnisse eines Architekten-Workshops sollen im Januar vorliegen. Das 22-geschossige Haus mit 33 000 m2 Büros aus den 60er-Jahren steht unter Denkmalschutz. Auf dem 13 000 m2 großen Grundstück soll zur Laeisz-Halle ein Neubau mit 20 000 m2 Nutzfläche inklusive 5000 m2 Wohnungen und Gastronomie entstehen. "Vielleicht verkaufen wir den Teil, um Kapital für die Sanierung zu erlösen", so Billand.

Der Kapitalabfluss aus den offenen Fonds sei derweil gestoppt: "Die Vertrauenskrise vom Jahresbeginn ist überwunden", sagte er.

Damals gaben Anleger allein bei der Difa täglich Fondsanteile für 30 bis 40 Millionen Euro zurück. Beim Difa-Fonds Nr. 1 (Rendite: 2,5 Prozent) und Difa-Grund (2,9 Prozent) seien es heute noch ein bis 2,5 Millionen Euro täglich. Beim Difa-Global (4,5 Prozent) müsse der Kapitalzufluss bereits gebremst werden.
rh

erschienen am 22. November 2006

Azul Real
22.11.2006, 12:39
Keitel sieht bei Hochtief nach Stabwechsel Kontinuität
Mi Nov 22, 2006 10:03 MEZ136


Düsseldorf (Reuters) - Der langjährige Vorstandschef des größten deutschen Baukonzerns Hochtief, Hans-Peter Keitel, legt sein Amt überraschend vorzeitig nieder.

Vorstand Herbert Lütkestratkötter übernehme ab April 2007 den Chefposten, teilte Hochtief nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Keitel sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch, mit dem Führungswechsel werde kein Wechsel der Strategie des Konzerns einhergehen, der verstärkt auf das Geschäft mit Dienstleistungen rund ums Bauen setzt. Er arbeite seit langem mit seinem designierten Nachfolger eng zusammen, den er seit 1978 kenne. "Wir sind absolut 110 Prozent abgestimmt - und daran wird sich nichts ändern."

Für seinen vorzeitigen Rückzug - Keitels Vertrag lief noch bis 2010 - machte er "ausschließlich private Gründe" verantwortlich. "Nächstes Jahr werde ich 60 Jahre alt - und wir haben ab 60 die Möglichkeit, in Ruhestand zu gehen", sagte der 59-Jährige. "Es ist ein Rückzug ins Private - ich bin so lange im Beruf gewesen", sagte der Vater dreier Kinder.

Keitel steht seit fast 15 Jahren an der Spitze des Konzerns. Er deutete an, dass er dem Konzern verbunden bleiben werde: Der Aufsichtsrat habe ihn gebeten, sich für ein Amt in dem Gremium zur Verfügung zu stellen. Der Wechsel in den Aufsichtsrat hänge aber vom Votum der Anteilseigner bei einer Hauptversammlung ab. Hochtief teilte mit, Keitel werde voraussichtlich "zu gegebener Zeit" in den Aufsichtsrat rücken.

Bei der Vorlage der Ergebnisse für das dritte Quartal Mitte November in Wien hatte Keitel noch keinerlei Anzeichen für einen Rücktritt erkennen lassen. Er habe eine öffentliche Debatte vermeiden wollen, sagte der Vorstandschef dazu. Keitel ist auch Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB). Diesen Posten wolle er behalten, betonte er.

LÜTKESTRATKÖTTER BAUTE PPP-GESCHÄFT AUS

Der 56 Jahre alte Lütkestratkötter sitzt seit 2003 im Vorstand von Hochtief. Dort ist er für die Regionen Nord- und Südamerika sowie die Projektentwicklung verantwortlich. Er hat auch das Geschäft mit der öffentlichen Hand (PPP) in Deutschland ausgebaut, von dem sich Hochtief Zukunftsperspektiven abseits des klassischen Baugeschäfts verspricht. Der Essener Konzern versucht sich wie sein Konkurrent Bilfinger Berger mit Dienstleistungen unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen zu machen. Bis zu 40 Prozent des Geschäfts macht Hochtief mit Dienstleistungen.

Keitel hatte darauf wesentlichen Einfluss genommen und unter anderem das Geschäft mit Flughafen-Beteiligungen vorangetrieben. Hochtief ist unter anderem an den Flughäfen in Athen, Hamburg und Tirana beteiligt.

Der Konzern will mit einem Konsortium auch beim Flughafen Budapest einsteigen, um das Portfolio auszubauen. Hochtief hat mit der Londoner BAA eine Absichtserklärung zum Kauf von deren Mehrheit an dem osteuropäischen Luftfahrt- Knotenpunkt unterzeichnet und prüft derzeit die Bücher. Der Kaufpreis ist noch offen. Bis Jahresende soll eine Entscheidung fallen.



21.11.2006 21:44
Hochtief-Vorstandsvorsitzender Keitel geht Ende März vorzeitig
ESSEN (Dow Jones)--Der Vorstandsvorsitzende der Hochtief AG (Nachrichten/Aktienkurs), Hans-Peter Keitel, legt seim Amt vorzeitig per Ende März nächsten Jahres nieder. Der Aufsichtsrat habe dem Wunsch des 59-Jährigen am Dienstag entsprochen, heißt es in einer am Abend verbreiteten Mitteilung. Nachfolger Keitels werde zum 1. April 2007 Herbert Lütkestratkötter, der dem Vorstand des Baukonzerns seit Dezember 2003 angehört und die Bereiche Projektentwicklung, Infrastruktur-Development (PPP-Projekte) und Asset Management verantwortet.

Der 56-jährige Lütkestratkötter sei am Dienstag zunächst zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands berufen worden. Keitel solle "zu gegebener Zeit" für die Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen werden. Er bekleidet das Amt des Vorstandsvorsitzenden seit 1992. Sein Vertrag war zuletzt im September 2004 verlängert worden und liefe regulär noch bis Mitte 2010.

Azul Real
22.11.2006, 13:38
DGAP-Adhoc: Colonia Real Estate AG (deutsch)

Colonia Real Estate AG: Colonia Real Estate AG schließt Joint Venture mit Oaktree Capital Management - Herkules Plattform soll durch weitere Zukäufe ausgebaut werden

Colonia Real Estate AG / Joint Venture/Sonstiges

22.11.2006

Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Colonia Real Estate AG schließt Joint Venture mit Oaktree Capital Management

Herkules Plattform soll durch weitere Zukäufe ausgebaut werden

Köln, 22. November 2006 - Die Colonia Real Estate AG (ISIN DE0006338007) hat sich in einem ersten Schritt mit zunächst 4,8% über Ihre Tochter CRE German Office GmbH an der OCM German Real Estate Holding GmbH (OCM) beteiligt. OCM hält 100% am Herkules Portfolio und plant zukünftig weitere Akquisitionen. Das im Oktober dieses Jahres gemeinsam mit Oaktree Capital Management LLC erworbene 'Herkules' Büroimmobilien Portfolio hat einen Transaktionswert von über 1 Milliarde Euro.

Es befinden sich darunter 49 Büroimmobilien mit 520.000 Quadratmeter zu vermietender Fläche in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin und Köln. Die Colonia Tochter CRE German Office GmbH wird auch bei weiteren Zukäufen der OCM German Real Estate Holding GmbH im Büroimmobilien Sektor oder durch Einbringung von Sachkapital als Co-Investor beteiligt sein. Die Colonia Real Estate Tochter Resolution GmbH hat einen exklusiven Asset Management Vertrag über das gesamte Portfoliovolumen von 1 Milliarde Euro abgeschlossen. Damit erhöhen sich die Assets under Management bei Resolution auf knapp 2 Milliarden Euro.

Colonia setzt mit dieser Beteiligung seine angekündigte Strategie um, sich als Co-Investor an großen Büroimmobilien Portfolien zu beteiligen. Durch die Beteiligung werden die Synergien aus dem Immobilieninvestment Ansatz auf der einen und dem Asset Management Ansatz auf der anderen Seite ersichtlich. Das Unternehmen verspricht sich durch diese Transaktion, an weiteren attraktiven Portfolien als Co-Investor und Asset Manager beteiligt zu werden.

http://chart4.onvista.de/h.html?ID_NOTATION=157271&TYPE=HISTORICAL&TICK=1&PERIOD=4&DISPLAY=2&SCALE=1&GRID=1&VOL=1&SUPP_INFO=0&MA1=1&MA2=4

Azul Real
25.11.2006, 09:54
Samstag, 25. November 2006, 08:01 Uhr
Skepis unter Experten

Immobilienaktien-Rallye verliert an Tempo
Von Richard Haimann

Mit Immobilienaktien ließ sich in den vergangenen drei Jahren trefflich Geld verdienen. Ob in Europa, Asien oder Nordamerika – rund um den Globus verzeichneten die börsennotierten Betongold-Papiere seit dem Frühjahr 2003 im Durchschnitt Kursgewinne im dreistelligen Prozentbereich. Doch Analysten ist die Party auf dem Börsenparkett längst unheimlich geworden.

DÜSSELDORF. Die Mehrheit der Experten ist skeptisch für die nähere Zukunft der Branche. Um stattliche 170 Prozent stieg seit dem Frühjahr 2003 der von der European Public Real Estate Association (EPRA) erstellte Index der europäischen Schwergewichte unter den börsennotierten Betongold-Werten.

Nordamerikanische Real Estate Investment Trusts (Reits) verzeichneten nach der jüngsten Statistik der National Association of Real Estate Investment Trusts (Nareit) im selben Zeitraum im Schnitt gar Kursgewinne von 192,7 Prozent. Etwas bescheidener verlief die Entwicklung in Asien mit einem durchschnittlichen Plus von 110 Prozent.

Martin Allen, Chef-Analyst bei Morgan Stanley Research Europe, versieht seit geraumer Zeit seine wöchentlichen Marktberichte zur Entwicklung europäischer Immobilienaktien mit dem Vermerk „cautious“ – „vorsichtig“.

Erst jüngst warnte er in einer Sonderausgabe des Property-Newsletters, die meisten Papiere würden derzeit zu Preisen gehandelt, die deutlich über dem Nettovermögenswert, dem Net Asset Value (NAV), der Gesellschaften liegen. Der NAV ist die Differenz des Immobilien- und Kapitalvermögens eines Unternehmens abzüglich der Verbindlichkeiten.

Mit seiner skeptischen Haltung ist Allen nicht allein. Stefan Goronczy, Immobilienaktienanalyst der HSH Nordbank, warnte bereits vor Monaten, auch die meisten deutschen Immobilienaktien seien „ambitioniert bewertet“. Ähnlicher Ansicht ist Robert Mazzuoli, Analyst der Landesbank Rheinland-Pfalz. Anfang November nahm er die IVG Immobilien (WKN 620570) einmal mehr genauer in Augenschein. Sein Urteil: „Underperformer“ – in der Analystensprache ein Synonym für „verkaufen“.

Zwar eröffne die vom Bundeskabinett vorbereitete Einführung deutscher Reits „neue Geschäftsmöglichkeiten für die IVG“, sagt Mazzuoli. Sie könne nicht nur eigene Immobilien an die im kommenden Jahr an die Börse strebenden neuen Trusts verkaufen, sondern auch andere Gesellschaften bei ihren Objektveräußerungen beraten. „Im aktuellen Aktienkurs sind diese verbesserten Geschäftsaussichten jedoch längst eingepreist“, meint der Analyst.


Anders als herkömmliche Unternehmen müssen Reits ihre Gewinne nicht versteuern, sondern zu 90 Prozent an die Anleger ausschütten, bei denen der Fiskus dann zugreift. Das Bundesfinanzministerium erwartet, dass vor allem institutionelle Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen in Reit-Aktien zeichnen werden, weil sie sich von den hohen Dividenden einen kontinuierlichen Cash-Flow erhoffen. Assekuranzen und Altersvorsorgeeinrichtungen benötigen hohe Kapitalströme, um ihre finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Versicherten bestreiten zu können. Allerdings ist das Interesse deutscher institutioneller Investoren an Reits gering. Das Gesetz sieht nämlich vor, dass Reit-Investments nicht der Immobilien-, sondern der auf 35 Prozent des Gesamtvermögens begrenzten Aktienquote der Unternehmen zugerechnet wird. „Vor diesem Hintergrund wird kaum eine Assekuranz in Reits investieren“, sagt Ulrich Krüger, Abteilungsleiter Kapitalanlagen beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Dieter Thomaschowski, Immobilienaktienanalyst bei Investment Research in Change, hält die Aktien der Deutsche Wohnen (WKN A0HN5C) und der Deutsche Euroshop (WKN 748020) für interessant, weil die Dividenden beider Unternehmen in Höhe von jeweils mehr als drei Prozent noch für etliche Jahre steuerfrei vereinnahmt werden können. Sie gelten steuerrechtlich als Eigenkapitalrückzahlungen, auf die der Fiskus nicht zugreifen darf.

Andere Analysten sehen in beiden Werten hingegen kaum Chancen für weitere Kurszuwächse. Die WestLB stufte vor einigen Wochen die Deutsche Wohnen von „zukaufen“ auf „halten“ zurück, da das Papier das Kursziel von 52 Euro fast erreicht habe. Christian Hamann, Analyst der Hamburger Sparkasse, sieht die Deutsche Euroshop auf dem derzeitigen Kursniveau „deutlich oberhalb des NAV bewertet“. Dennoch rät er, die Papiere wegen der steuerfreien Ausschüttung von zwei Euro pro Aktie zu halten. Das Potenzial für weitere Kursgewinne, meint Hamann, sei allerdings „stark begrenzt“.

Azul Real
25.11.2006, 20:31
Freitag, 24. November 2006, 06:00 Uhr
Französische Immobilien-AGs heizen den Markt kräftig an

HOLGER ALICH | PARIS
Auch wenn das Jahr 2006 noch nicht vorbei ist, so steht doch schon eines fest: Es wird erneut ein Rekordjahr für den französischen Immobilienmarkt werden. Bereits nach neun Monaten hat das Investitionsvolumen von bis dahin 18,5 Mrd. Euro die Marke aus dem Jahr 2005 von 15,7 Mrd. Euro deutlich übertroffen. 85 Prozent davon entfallen auf den Markt für Büroimmobilien.

Angesichts leicht steigender Mieten und fallender Leerstandsquoten (5,2 Prozent) stellen die Experten von DTZ Research fest, „dass die großen Investoren immer noch Appetit haben“. Ein Großteil (37 Prozent) der verkauften Flächen ging daher nicht an Eigennutzer, sondern wurde an institutionelle Investoren wie Fonds oder Versicherungen verkauft.

Das soll auch in Zukunft so bleiben: „Die Zuwächse am Londoner Markt zeigen, dass das Aufholpotenzial von Paris noch lange nicht ausgeschöpft ist“, heißt es bei Immobilienberater Jones Lang Lasalle (JLL).

Der französische Gesetzgeber trägt zudem seinen Teil dazu bei, dass der Markt weiter an Fahrt gewinnt: Neue Steuerregeln für das französische Gegenstück zum Reit, der steuerbegünstigten Immobilienaktiengesellschaft, die in Frankreich Société d'Investissements Cotée, kurz SIIC genannt wird, machen Immobilien-Verkäufe interessanter.

Deutsche Fonds-Investoren nutzen diese Möglichkeiten bereits rege. So kündigte der offene Fonds SEB Immo-Invest im August kurz hintereinander zwei größere Verkäufe an. „Seit Anfang des Jahres können Investoren Immobilien an eine SIIC verkaufen und müssen nur 50 Prozent der realisierten Gewinne versteuern“, erklärt Brigitte Scholl, Sprecherin von SEB Asset Management. Zuvor galten diese Steuervorteile nur für die Einbringung von Immobilien in eine SIIC – damit wollte es die Regierung Unternehmen erleichtern, sich von selbst genutzten Immobilien zu trennen, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.

„Die SIIC haben eine neue Dynamik in den Immobilienmarkt gebracht“, bestätigt Aurélie Lemoine, Analystin des Immobilienberaters CB Richard Ellis (CBRE) in Paris. Mittlerweile nämlich nutzen auch ausländische Investoren französische Reits: Im April gliederte die Commerz Grundbesitz Gruppe (CGG) drei Büroimmobilien aus ihrem offenen Immobilienfonds Hausinvest Europa in eine SIIC aus. Auch die niederländische Rodemco gründete bereits eine in Frankreich gelistete SIIC. Die steuerlichen Vorteile für die SIIC haben ihrer Ansicht nach eine „signifikante Investment-Kapazität“ freigesetzt.

Viele deutsche Adressen nutzen die derzeitige rege Nachfrage zum Ausstieg. Zwar heißt es bei der SEB Asset Management, dass sich der Fondsanbieter nicht aus Frankreich zurück ziehen wolle. Das EU-Gründungsmitglied sei nach wie vor der wichtigste Auslandsmarkt in den beiden Fonds des Hauses, Immo-Invest und Immo-Portfolio. Doch der Anteil der Deutschen an laufenden Transaktionen sinkt massiv: „In diesem Jahr sind deutsche Investoren nur noch an fünf Prozent der Transaktionen beteiligt, 2003 waren es noch 36 Prozent“, erklärt Immobilien-Analystin Lemoine und nennt verschiedene Motive: Da sich deutsche Großanleger in der Vergangenheit massiv im Pariser Büromarkt engagiert haben, würde es nun aus Gründen der Risiko-Streuung durchaus Sinn machen, es bei Neu-Engagements in Frankreich ruhiger angehen zu lassen. Darüber hinaus dürften die Krise bei den offenen Immobilienfonds und rückläufige Kundengelder dazu beigetragen haben, dass die deutschen Fonds nicht mehr zu den Hauptakteuren an der Seine zählen. Mittlerweile legen vermehrt Investoren aus den Ölstaaten ihre Petro-Dollars in Beton-Gold in Paris an.

Da die Nachfrage der Investoren das Angebot an modernen, gut gelegenen und damit leicht vermietbaren Objekten übersteigt, bleiben die Renditen unter Druck: Laut CBRE sanken sie seit Januar um 25 Basispunkte im Pariser Business-District (dazu zählen die Arrondissements 1,2,8,9, 16 und 17) auf 4,25 Prozent; in La Defense fiel sie gar um 90 Basispunkte auf 4,6 Prozent. Der Attraktivität des Pariser Büromarktes tut das indes keinen Abbruch: In der französischen Kapitale hat fast jeder Großkonzern seinen Firmensitz, 29 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden hier erwirtschaftet. Als Mieter finden Immobilien-Besitzer Unternehmen aller Sektoren, vor allem aber Service-Unternehmen, die 83 Prozent der Arbeitsplätze in der Region Ile de France stellen.

„Die Unternehmen suchen als Mieter nur dann neue Flächen, wenn sie ihnen mehr Flexibilität und geringe Kosten bieten. Expansion ist nicht der Treiber für den Bürowechsel“, erklärt CBRE-Expertin Lemoine. Daher sind große Sprünge bei den Mieten nicht zu erwarten. Laut Atisreal stieg die Jahresmiete in den Top-Lagen in den vergangenen zwölf Monaten nur um vier Prozent auf 730 Euro pro Quadratmeter.

Auf der Suche nach größeren und günstigeren Räumlichkeiten ziehen einige Nutzer daher aus dem Pariser Stadtgebiet in die Vororte: Die Bank Dexia zum Beispiel verlässt ihren als Kristall-Turm bekannten, verspiegelten Glaspalast im 15. Arrondissement und drei weitere Standorte im Stadtgebiet, um ihr Personal im Hochhaus CBX in La Defense zu konzentrieren. Und das Büroviertel vor den Toren der Stadt wird weiter für Gesprächsstoff sorgen. Schließlich hat Bauminister Dominique Perben im Sommer den Startschuss für eines der größten urbanen Entwicklungsprojekte des Landes gegeben (siehe unten stehenden Text).

Azul Real
29.11.2006, 09:23
29.11.2006 07:50
PATRIZIA Immobilien kauft Portfolio mit über 6.000 Wohneinheiten

Die PATRIZIA Immobilien AG <P1Z.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) hat in einem Bieterverfahren den Zuschlag für insgesamt 6.805 Wohn- und Gewerbeimmobilien erhalten. Verkäufer des Portfolios sei die MEAG MUNICH ERGO Asset Management GmbH, die verschiedene Gesellschaften der Münchener-Rück-Gruppe <MUV2.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) vertrete, teilte das im MDAX notierte Unternehmen am Mittwoch mit. Über die Höhe des Kaufpreises sei Stillschweigen vereinbart worden.

Die erst seit März dieses Jahres an der Börse gelistete Gesellschaft sprach von der größten Einzeltransaktion der Firmengeschichte. Die Einzelobjekte umfassen den Angaben nach nahezu 500.000 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche und befinden sich in bevorzugten Lagen in westdeutschen Ballungsgebieten./she/sc

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1d&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=P1Z.ETR&lColors=0x000000&sSym=P1Z.ETR&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=3m&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=P1Z.ETR&lColors=0x000000&sSym=P1Z.ETR&hcmask=

Azul Real
29.11.2006, 21:02
Mittwoch, 29. November 2006, 20:36 Uhr
Aktien unter der Lupe

Bauwerte hängen den Dax ab


Die Aktien von Bau- und Baumittelkonzernen haben Anlegern zuletzt viel Freude bereitet. Die schon hohe Bewertung mahnt jedoch zur Vorsicht. Anlager sollten zudem einen Blick über die deutschen Grenzen riskieren.

FRANKFURT. Während der Deutsche Aktienindex (Dax) in den vergangenen drei Jahren „nur“ um rund 70 Prozent stieg, zogen die Bauwerte weitaus stärker an: Bilfinger Berger, Deutschlands zweitgrößter Baukonzern, legte 90 Prozent zu, Branchenprimus Hochtief 140 Prozent, und Deutschlands größter Baustoffhersteller Heidelberg Cement steigerte den Aktienkurs sogar um über 200 Prozent.

Über die weitere Entwicklung der Aktien gehen die Meinungen allerdings auseinander. „Die Kurse sind weitgehend ausgereizt. Wir raten, Bauwerte zu halten, aber nicht mehr zuzukaufen“, sagt etwa Analyst Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse. „Alle drei haben in den vergangenen Jahren viel getan, sie stehen gut da, jedoch hat die Börse viel vorweg genommen und die Bewertungen sind recht hoch“, gibt sich auch Christoph Schlienkamp, Analyst beim Bankhaus Lampe mit Blick auf die drei großen Bautitel eher vorsichtig. Frank Hansen, Fondsmanager beim DIT, hält dagegen: „Gerade bei Hochtief und Bilfinger Berger haben wir es mit einem längerfristigen positiven Trend zu tun, der nicht vorbei ist.“

Tatsächlich weist Heidelberg Cement ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16 auf, Hochtief von 40 und Bilfinger Berger von 19 – wesentlich mehr als noch vor Jahren. „Doch die Unternehmen sind heute auch anders strukturiert als vor zehn Jahren", gibt Hansen zu bedenken. Die Loslösung vom konjunkturanfälligen Baugeschäft und die Orientierung hin zu margenträchtigeren Dienstleistungen rechtfertige die höhere Bewertung.

Hochtief etwa engagiert sich stark im Flughafengeschäft und bietet Dienstleistungen für Minen an.

Bilfinger Berger baut die Wartung von Immobilien und Maschinen kräftig aus. „Dadurch wird die Entwicklung der Unternehmen langfristig stabiler und die Gewinnmargen steigen“, lobt Hansen.

Auch die zunehmende Internationalisierung hilft den Bauwerten, ihre Abhängigkeit vom Deutschlandgeschäft zu reduzieren. Hochtief erwirtschaftet heute mehr als vier Fünftel seiner Umsätze im Ausland, bei Bilfinger Berger liegt der Wert bei über zwei Dritteln. Ähnlich sieht es bei Heidelberg Cement aus. „Diese Strategie ist richtig“, sagt Schlienkamp. Zudem profitierten die Unternehmen so von Wachstumsregionen wie Asien und dem Mittleren Osten.

Auch im Heimatmarkt sind positive Impulse zu erwarten; große Hoffnungen setzen die Experten auf mehr Public Private Partnerships (PPP). Dabei handelt es sich um Allianzen der öffentlichen Hand und der privaten Wirtschaft, vor allem bei Infrastrukturprojekten. „Durch die Große Koalition erwarte ich hier eine deutliche Belebung“, sagt Hansen.

Bei den Unternehmen im einzelnen sehen die Experten mehr Chancen als Risiken.

Cominvest-Fondsmanager Christoph Berger lobt bei Heidelberg Cement besonders die durch Zementpreiserhöhungen in den USA und ein Kostensenkungsprogramm bedingte positive Ertragsentwicklung. Schlienkamp verweist auf das Bekenntnis des Managements, Rendite einen höheren Stellenwert als Umsatz einzuräumen. Risiken sieht Schlienkamp in der relativ starken Abhängigkeit vom Dollar und Preiskämpfen in der Zementindustrie.

Hochtief gefällt den Fachleuten wegen des extrem hohen Umsatzanteils in attraktiven ausländischen Regionen und der Beteiligungen an Flughäfen. „Die Preise für diese Anlagen werden tendenziell steigen“, sagt Hansen. Ausbaufähig erscheint Schlienkamp die Nettoumsatzrendite von nur 0,5 Prozent 2005. Bilfinger Berger überzeugt die Experten durch eine solide Finanzlage, internationale Diversifikation und die Orientierung zum ertragsreichen Dienstleistungsgeschäft.

Wem eine Anlage in deutsche Bauwerte nicht mehr attraktiv erscheint, sollte über die Grenzen blicken. Wienerberger etwa, weltgrößter Ziegelproduzent aus Österreich, hat ein KGV von 13,5 und wirft eine Dividendenrendite von gut drei Prozent ab. „Auf Grund der Marktstellung und des Exposures zu Osteuropa ein sehr interessanter Wert“, sagt Berger. Auch ein Blick in die Niederlande lohnt. Das Unternehmen Imtech, aktiv bei der Verkabelung von Hochhäusern, erscheint Hansen bei einem KGV von 16,5 und einer Dividendenrendite von 2,4 Prozent „sehr interessant“.

Azul Real
01.12.2006, 12:36
Mittwoch, 29. November 2006, 13:53 Uhr
Sorge vor Preisrückgängen

Heiße Immobilienmärkte kühlen schnell ab
Von Norbert Häring

In den USA fürchten Marktteilnehmer, dass die Immobilienpreisblase platzen könnte. Wie gebannt schauen Investoren, Notenbanken und Analysten auf neue Zahlen vom Immobilienmarkt, um festzustellen, ob es zu einer weichen Landung oder zu einem Crash kommt. Zunehmend wird die gleiche Frage jedoch auch in Europa virulent, wo die Übertreibungen in den letzten Jahren in manchen Ländern noch stärker waren als in den USA.

FRANKFURT. Am gestrigen Dienstag wurde bekannt gegeben, dass der mittlere Preis gebrauchter Häuser in den USA im Oktober 3,5 Prozent niedriger lag als vor einem Jahr. Noch vor wenigen Monaten hatten die meisten Analysten es als unwahrscheinlich bezeichnet, dass die Immobilienpreise auf nationaler Ebene deutlich fallen könnten. Möglicherweise sind einige europäische Märkte auf dem gleichen Pfad.

Einer Zusammenstellung nationaler Daten der Investmentbank Barclays Capital zufolge sind die Preise in den „heißen“ Immobilienmärkten des Euro-Raums zuletzt kaum noch gestiegen, und die jährliche Preissteigerung hat sich damit auf einstellige Raten abgeschwächt. Im Euro-Raum insgesamt ging die Preissteigerungsrate den Daten zufolge von 8,7 Prozent im ersten Quartal auf 6,6 Prozent im dritten Quartal zurück. Im laufenden Vierteljahr dürfte sie nach Schätzungen der Bank auf 6,0 Prozent fallen.

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In Frankreich, wo die Hauspreisinflation bereits vor zwei Jahren mit 19,1 Prozent ihren Gipfel erreicht hatte, betrug sie im dritten Quartal nur noch 7,7 Prozent. In Spanien sank die Rate von 18,4 Prozent Anfang 2004 auf 9,8 Prozent und dürfte nach Barclays-Schätzung im vierten Quartal nur noch bei sechs Prozent liegen. In Italien ging die Rate von 10,8 auf 6,6 Prozent zurück, in Irland allein in den letzten drei Quartalen von 17,8 auf 12 Prozent.

In Irland haben sich die Immobilenpreise seit 1997 etwa vervierfacht, in Spanien verdreifacht und in den meisten anderen Ländern etwa verdoppelt. In Deutschland, das mit Österreich den schwächsten Immobilienmarkt aufweist, liegen die Preise trotz einer leichten Erholung immer noch etwas niedriger als 1997.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Für die Europäische Zentralbank ist die Abkühlung ein zusätzlicher Quell der Unsicherheit.

Für die Europäische Zentralbank (EZB), die demnächst entscheiden muss, ob sie nach dem bereits absehbaren Zinsschritt im Dezember mit ihrem Zinserhöhungskurs fortfahren will, bedeutet die Abkühlung der heißen Immobilienmärkte einen zusätzlichen Quell der Unsicherheit, neben der Kursentwicklung des Euros und dem außenwirtschaftlichen Umfeld.

„Besonders Spanien und die spanischen Banken sind sehr anfällig für steigende Zinsen“, urteilen die Volkswirte der HSBC. Immerhin machten Kredite an das Baugewerbe die Hälfte der ausstehenden Kreditsumme spanischer Banken an den Unternehmenssektor aus. Die durchschnittliche Verschuldung der privaten Haushalte liege bereits bei über 100 Prozent der verfügbaren Jahreseinkommen und sei zu 90 Prozent an die Entwicklung der kurzfristigen Zinsen gebunden. Die Bedeutung der Entwicklung des Immobilienmarkts in Spanien für den Euro-Raum illustrieren sie damit, dass Spanien zwischen 2003 und 2005 allein für das Netto-Beschäftigungswachstum im Euro-Raum verantwortlich gezeichnet habe und die Hälfte der Zunahme im Bau- und Immobilienbereich stattgefunden habe.

Ein Immobiliencrash könnte zu Kreditausfällen, sinkender Kreditvergabe- und Konsumbereitschaft, sinkender Beschäftigung und sinkenden Einkommen führen.

Julian Callow, Europa-Chefvolkswirt von Barclays Capital weist allerdings darauf hin, dass variable Hypothekenzinsen nur in Spanien und Irland einen großen Anteil haben. Deshalb sei die Bedeutung des Immobilienmarktes für das Wohl und Wehe der Konjunktur in Europa nicht so ausgeprägt wie in den USA. Auch José Luis Alzola von der Citigroup rechnet mit einer weichen Landung, weil nur ein moderater Anstieg der Zinsen zu erwarten sei.

Azul Real
01.12.2006, 19:57
US-Bauausgaben fallen im Oktober stärker als erwartet

WASHINGTON (Dow Jones)--Die Bauausgaben in den USA sind im Oktober gegenüber
dem Vormonat so stark zurückgegangen wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Wie das US-
Handelsministerium am Freitag mitteilte, fielen die Bauausgaben um 1,0% auf eine
saisonbereinigte Jahresrate von 1.178 Mrd USD. Ökonomen hatten im Vorfeld nur
einen Rückgang um 0,3% erwartet. Die Veränderung der Bauausgaben im Vormonat
wurde auf minus 0,8% von vorläufig minus 0,3% revidiert. Die saisonbereinigte
Jahresrate lag damit im September bei 1.190 Mrd USD.

Den weiteren Angaben zufolge fielen die Ausgaben für private Bauten im
Oktober um 1,5% auf 905,3 Mrd USD. Bei der Bautätigkeit der öffentlichen Hand
wurde ein Plus von 0,8% verzeichnet.
Webseite: http://www.census.gov
DJG/DJN/kth/apo
-0-

Azul Real
01.12.2006, 20:06
Freitag, 1. Dezember 2006, 19:31 Uhr
Mehrwertsteuer-Erhöhung

Gebrauchtimmobilien kaum betroffen

Während bei Neubau-Immobilien die Mehrwertsteuer-Erhöhung von 16 auf 19 Prozent voll durchschlägt, werden Gebrauchtimmobilien durch die Steuererhöhung kaum teurer.

HB NÜRNBERG. Denn beim Verkauf einer Bestandsimmobilie fällt keine Mehrwertsteuer an, lediglich für verschiedene Kaufnebenkosten ist die Steuer zu zahlen. Die Anhebung der Mehrwertsteuer sollte deshalb nicht Auslöser für ein übereiltes Investment sein. Das empfehlen Immobilienexperten des Darlehensvermittlers Hypotheken-Discount.

Ein überhasteter Kauf der falschen Immobilie komme teurer als Auswirkungen der Steuererhöhung und möglicherweise auch leicht steigender Hypothekenzinsen, mahnt der Baugeldvermittler. Der Mehrpreis durch die Steuererhöhung beträgt demnach bei Bestandsimmobilien im Schnitt maximal 500 Euro.

Immobilien-Interessenten sollten deshalb die Wunschimmobilie genau unter die Lupe nehmen. Ausschlaggebend seien Bausubstanz, Dämmung, Lage und Entwicklungspotenzial. Ein guter Indikator für letzteren Aspekt: Die Kommune oder Gemeinde bemüht sich um die Aufbereitung von Gebieten und um infrastrukturelle Verbesserungen. Ein guter Makler hilft dabei, den Immobilienwert zu ermitteln und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

Doch auch der Finanzierer sollte gut gewählt sein: Bereits kleine Konditionsunterschiede summieren sich im Laufe der Jahre zu vierstelligen Beträgen. Ebenfalls ist in der aktuellen Niedrigzinsphase eine lange Zinsbindung ratsam.

Azul Real
04.12.2006, 14:50
Montag, 4. Dezember 2006, 10:09 Uhr
Zwei Monate nach dem Börsengang

Gagfah winkt Blitzaufstieg in den MDax
Der Immobilienspezialist Gagfah könnte nur zwei Monate nach seinem Börsengang bereits in den MDax aufsteigen. Nach Berechnungen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erfüllt Gagfah die Kriterien für einen so genannten „Fast Entry“ in den Index am 18. Dezember. Das Unternehmen könnte die Aktie der Optikerkette Fielmann ersetzen.

rad FRANKFURT. Der Finanzinvestor Fortress hatte Gagfah am 19. Oktober für 19 Euro je Aktie an die Börse gebracht. Die Titel waren schon in der Zeichnungsphase sehr gefragt gewesen, am ersten Handelstag stieg der Kurs um 16 Prozent auf rund 22 Euro. Nach weiteren Gewinnen bis über 25 Euro, fiel er zuletzt auf gut 23 Euro zurück.

Ob die Aktie in den Index der mittelgroßen Börsenwerte aufgenommen wird, entscheidet der Arbeitskreis Aktienindizes der Deutschen Börse am morgigen Dienstag. Zwar steht im MDax kein regelmäßiger Indexentscheid an, Gagfah könnte aber durch einen außerordentlichen Beschluss des Arbeitskreises aufrücken. Als Voraussetzung hierfür muss Gagfah in der November-Rangliste der Börse sowohl in Sachen Marktkapitalisierung als auch bei den Börsenumsätzen unter den ersten 40 Firmen in Frankfurt landen. Bei regulären Indexentscheidungen reicht es für den Aufstieg, unter den ersten 60 zu sein.

LBBW-Aktienstratege Uwe Streich geht davon aus, dass Gagfah den Sprung in den MDax mit einem „fulminanten Umsatzschlussspurt am 30. November“ geschafft hat. Dank eines Tagesumsatzes von mehr als zehn Mill. Euro habe sich das Unternehmen unter die ersten 40 bei den Umsätzen geschoben. Das Kapitalisierungskriterium erfülle Gagfah mit Platz 29 ohnehin.

Keine Änderungen wird es voraussichtlich im Dax und im TecDax geben.

Im SDax, wo ein regelmäßiger Indexentscheid ansteht, dürfte mit TAG Tegernsee ebenfalls ein Immobilienunternehmen sein Comeback feiern. Weil zudem Fielmann aus dem MDax absteigt, müssen zwei Unternehmen ihren Platz räumen. In Frage kommen nach LBBW-Berechnungen Highlight Communications, Masterflex und Centrotec. Die Änderungen in den Indizes werden am 18. Dezember wirksam.

Azul Real
05.12.2006, 11:59
Dienstag, 5. Dezember 2006


29. November 2006, 14:25

Der PATRIZIA Immobilien AG ist es gelungen, in einem mehrstufigen Bieterverfahren den Zuschlag für den Erwerb eines überwiegend aus Wohnimmobilien bestehenden Premium-Portfolios von insgesamt 6.805 Wohn- und Gewerbeeinheiten zu erhalten.

Verkäufer des Portfolios ist die MEAG MUNICH ERGO Asset Management GmbH, die verschiedene Gesellschaften der Münchener-Rück-Gruppe vertritt. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Die Einzelobjekte umfassen nahezu 500.000 m² Wohn- bzw. Nutzfläche und befinden sich in bevorzugten Lagen in westdeutschen Ballungsgebieten. Nach Meinung von Immobilienexperten handelt es sich bei dem erworbenen Portfolio um eines der derzeit attraktivsten Wohnimmobilienportfolien in Deutschland.

Die exzellente Qualität des Portfolios zeigt sich nicht nur durch den guten baulichen Zustand, sondern auch an der geringen Leerstandsquote der Objekte.


Patrizia Immo mit Schwung über die 20 Euro Marke :shaking:


http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=10d&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=simple&ind0=RSI&ind1=MOM&&currency=&lSyms=P1Z.ETR&lColors=0x000000&sSym=P1Z.ETR&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=6m&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&lSyms=P1Z.ETR&lColors=0x000000&sSym=P1Z.ETR&hcmask=

Azul Real
06.12.2006, 08:34
Im "Aktionär" ist Paella-Alarm, geben doch tatsächlich Empfehlungen auf den meines Erachtens heiss gelaufenn spanischen Börsenmarkt ab ....

Insbesondere der überproportional starke bau- und immobilienlastige IBEX 35 macht den Index insgesamt anfällig, sobald der in den letzten 7 Jahren unvergleichbar boommende Immomarkt in Spanien abkühlen sollte. Erste Anzeichen sind bereits vorhanden.
Diese beträffe markant alle Bereiche verbundenen Bereiche Banken, Konsum, Bauwerte, Immobilien, da das spanische BIP nahezu zu 20% durch die inländische Bau- und Immobilienwirtschaft bestimmt wird.


Allerdings der Inditex-Pick hat nach wie vor langfristiges Potential


http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=5y&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=IXD.FSE&lColors=0x000000&sSym=IXD.FSE&hcmask=


http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=30y&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&lSyms=IBEX35.TWI&lColors=0x000000&sSym=IBEX35.TWI&hcmask=

Azul Real
06.12.2006, 08:36
06.12.06 / 07:25

DGAP-Adhoc: PATRIZIA Immobilien AG



PATRIZIA Immobilien AG:kauft weiteres Immobilienportfolio mit über 2.600 Wohneinheiten

PATRIZIA Immobilien AG / Sonstiges

06.12.2006

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Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG -

PATRIZIA Immobilien AG kauft weiteres Immobilienportfolio mit über 2.600 Wohneinheiten

Augsburg, 06. Dezember 2006. Die PATRIZIA Immobilien AG (ISIN DE000PAT1AG3) hat ein weiteres Immobilienportfolio mit insgesamt 2.737 Wohn- und Gewerbeeinheiten erworben. Verkäufer der 2.667 Wohn- und 70 Gewerbeeinheiten ist die HDI Gerling Lebensversicherung AG. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Portfolio beträgt rd. 300 Mio. Euro.

Das Portfolio umfasst insgesamt eine Wohn- und Nutzfläche von rd. 195.000 m2. Beim Wohnimmobilien-Anteil handelt es sich um verschiedene, zum größten Teil privatisierungsfähige Wohnanlagen in bevorzugten Lagen westdeutscher Ballungszentren. Schwerpunkte des Portfolios befinden sich in Hamburg, Köln sowie im Großraum München. Die Attraktivität und Qualität des Portfolios zeigt sich nicht nur durch den guten baulichen Zustand der Objekte, sondern auch durch eine sehr geringe Leerstandsquote. Durch den Ankauf dieses hochwertigen Portfolios konnte die PATRIZIA ihre bundesweite Marktpräsenz weiter ausbauen.

Wie in der Vergangenheit stehen für die PATRIZIA die sozialverträgliche Wohnungsprivatisierung sowie die Schaffung von Wohneigentum in Mieterhand im Vordergrund. Aufgrund ihres integrierten Geschäftsmodells ist die PATRIZIA Gruppe in der Lage, alle notwendigen Maßnahmen zur Wertoptimierung des Portfolios mit eigenen Mitarbeitern vor Ort durchzuführen.

Nach Ankauf von mehr als 9.500 Wohn- und Gewerbeeinheiten alleine im 4. Quartal 2006 geht die Gesellschaft auch für die folgenden Geschäftsjahre von einer Fortführung ihrer eingeschlagenen Wachstumsstrategie aus.

Der Vorstand Augsburg, 06. Dezember 2006 PATRIZIA Immobilien AG PATRIZIA Bürohaus Fuggerstraße 26 D - 86150 Augsburg

Kontakt Investor Relations Claudia Kellert Tel: +49 (0) 821 5 09 10-360 Fax:+49 (0) 821 5 09 10-399 investor.relations@patrizia.ag

Presse Astrid Schüler Tel : +49 (0)821 5 09 10-623 Fax:+49 (0) 821 5 09 10-695 presse@patrizia.ag



Dienstag, 5. Dezember 2006


29. November 2006, 14:25

Der PATRIZIA Immobilien AG ist es gelungen, in einem mehrstufigen Bieterverfahren den Zuschlag für den Erwerb eines überwiegend aus Wohnimmobilien bestehenden Premium-Portfolios von insgesamt 6.805 Wohn- und Gewerbeeinheiten zu erhalten.

Verkäufer des Portfolios ist die MEAG MUNICH ERGO Asset Management GmbH, die verschiedene Gesellschaften der Münchener-Rück-Gruppe vertritt. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Die Einzelobjekte umfassen nahezu 500.000 m² Wohn- bzw. Nutzfläche und befinden sich in bevorzugten Lagen in westdeutschen Ballungsgebieten. Nach Meinung von Immobilienexperten handelt es sich bei dem erworbenen Portfolio um eines der derzeit attraktivsten Wohnimmobilienportfolien in Deutschland.

Die exzellente Qualität des Portfolios zeigt sich nicht nur durch den guten baulichen Zustand, sondern auch an der geringen Leerstandsquote der Objekte.


Patrizia Immo mit Schwung über die 20 Euro Marke :shaking:


http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=10d&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=simple&ind0=RSI&ind1=MOM&&currency=&lSyms=P1Z.ETR&lColors=0x000000&sSym=P1Z.ETR&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=6m&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&lSyms=P1Z.ETR&lColors=0x000000&sSym=P1Z.ETR&hcmask=

Azul Real
06.12.2006, 15:51
HOCHTIEF AirPort übernimmt weitere Anteile am Flughafen Hamburg
06.12.2006 (10:12)

Die HOCHTIEF (News/Kurs/Chart/Board) AirPort GmbH wird gemeinsam mit HOCHTIEF AirPort Capital 06.12.2006 (HTAC) zum 1. Januar 2007 die Minderheitsanteile der irischen Aer Rianta Int. am Flughafen Hamburg übernehmen. Darauf verständigten sich jetzt beide Unternehmen. Die Beteiligung von HOCHTIEF AirPort und HTAC erhöht sich damit von bislang 39,2 Prozent auf insgesamt 49 Prozent. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Hamburg Airport ist der viertgrößte Flughafen Deutschlands und der wichtigste Flughafen Norddeutschlands. Mit seinem breiten Angebot an Flugverbindungen zu 110 Zielen konnte der Airport im vergangenen Jahr erstmals mehr als zehn Mio. Passagiere abfertigen. Für das laufende Geschäftsjahr zeichnet sich ein Passagierwachstum von zehn Prozent und damit ein neuer Passagierrekord ab. „Wir haben von der sich nun bietenden Möglichkeit, unsere Beteiligung weiter auszubauen, sofort Gebrauch gemacht. Hamburg Airport ist ein wichtiger Flughafen in unserem langfristig angelegten Portfolio“, begründet Dr. Reinhard Kalenda, CEO von HOCHTIEF AirPort, die Entscheidung. Kalenda weiter: „Die Attraktivität des Flughafens zeigt sich auch daran, dass unsere Partner aus der Investitionspartnerschaft HTAC zu einem weiteren gemeinsamen Investment gerne bereit waren.“

Der Flughafen Hamburg durchlief in den vergangenen Jahren ein umfassendes Ausbau- und Modernisierungsprogramm, das mit der derzeit im Bau befindlichen Shopping Plaza, einem Hotel und dem S-Bahn-Anschluss 2008 seinen Abschluss finden wird.


HOCHTIEF AirPort bündelt das Flughafenmanagementgeschäft des internationalen Baudienstleisters HOCHTIEF. Seit 1997 beteiligt sich das Unternehmen an Flughafenprivatisierungen und übernimmt Airport-Konzessionen. Derzeit ist HOCHTIEF AirPort an den Flughäfen Athen, Düsseldorf, Hamburg, Sydney und Tirana beteiligt. Zusammen mit drei Finanzpartnern hat HOCHTIEF AirPort im März 2005 die erste Investitionspartnerschaft im Flughafenbereich ins Leben gerufen. Weitere Informationen unter www.hochtief-airport.de.

HOCHTIEF ist einer der führenden internationalen Baudienstleister. Mit mehr als 41 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 13,65 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2005 ist das Unternehmen auf allen wichtigen Märkten der Welt präsent. In den USA – dem größten Baumarkt der Welt – ist HOCHTIEF über die Tochtergesellschaft Turner die Nummer 1 der General Builder. In Asien/Australien ist der Konzern mit seiner Beteiligungsgesellschaft Leighton Marktführer. Mit Leistungen in den Bereichen Entwicklung, Bau, Dienstleistungen, Konzessionen und Betrieb wird die komplette Wertschöpfungskette von Projekten abgedeckt. Weitere Informationen unter www.hochtief.de/presse.Im MDax sind die Titel von Hochtief gefragt. Der Baukonzern erhöht seine Beteiligung am Flughafen Hamburg von bislang 39,2 Prozent auf 49 Prozent. Bereits seit einiger Zeit versucht der Konzern sein Dienstleistungsgeschäft auszubauen, um damit unabhängiger vom schwankungsreichen Baugeschäft zu werden.


Hochtief auf TH 51,50


http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=10d&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avg1=38&avgtype=simple&ind0=VOLUME&ind1=MOM&&currency=&lSyms=HOT.ETR&lColors=0x000000&sSym=HOT.ETR&hcmask=[/QUOTE]

Azul Real
08.12.2006, 21:02
Freitag, 8. Dezember 2006, 08:41 Uhr
Zentrale des Schweizer Finanzkonzerns Swiss Re

IVG will die „Gurke“ von London kaufen
Die deutsche Immobiliengesellschaft IVG will eines der markantesten Wahrzeichen der Londoner City kaufen: „die Gurke“, die vom Stararchitekten Norman Foster gebaute Zentrale des Schweizer Finanzkonzerns Swiss Re.

mm LONDON. Eines der markantesten Wahrzeichen der Londoner City dürfte schon sehr bald einen neuen Eigentümer bekommen. Nach Informationen aus Finanzkreisen steht die deutsche Immobiliengesellschaft IVG kurz vor dem Zuschlag für die vom Stararchitekten Norman Foster gebaute Zentrale des Schweizer Finanzkonzerns Swiss Re. Das 41-stöckige Gebäude mit dem Spitznamen „die Gurke“ gehört zu den populärsten Londoner Hochhäusern.

Swiss Re teilte Anfang der Woche mit, dass inzwischen mit einem Bieter exklusive Verhandlungen geführt würden. Den Namen des potenziellen Käufers wollte der Schweizer Konzern allerdings nicht nennen. Finanzkreisen zufolge sind die Gespräche mit der IVG bereits weit fortgeschritten und könnten im Januar abgeschlossen werden. Das deutsche Unternehmen sei bereit, knapp 600 Mill. Pfund für das Londoner Bürohaus zu bezahlen. Allerdings könne die Transaktion auch noch scheitern, falls noch unerwartete Hindernisse auftauchen sollten.

Die IVG ist die größte börsennotierte Immobiliengesellschaft in Deutschland. Der Vermögensverwalter und Projektentwickler investiert vor allem in Büro- und Logistikobjekte in europäischen Metropolen. Das eigene Portfolio ist 3,5 Mrd. Euro wert; die Bonner betreuen zudem einen Bestand von 13,9 Mrd. Euro.

Swiss Re stellte das bekannte Hochhaus im vergangenen September zum Verkauf und heuerte als Berater die Immobilienfirma DTZ Holdings und das deutsche Kreditinstitut Eurohypo an. Die Schweizer waren im Jahr 2004 in die neue Londoner Zentrale eingezogen. Das Gebäude war damals der erste Neubau eines Hochhauses in der britischen Hauptstadt seit 25 Jahren.

Das Gebäude schießt wie eine Rakete aus dem Boden der Londonder City hervor, dort, wo früher die 1992 von einer IRA-Bombe zerstörte Baltische Terminbörse stand. Im Volksmund hat sich für das neue Wahrzeichen der Skyline schnell der Spitzname „erotic Gherkin“ durchgesetzt, auch wenn Swiss Re auf der offiziellen Bezeichnung „30 St Mary Axe“ besteht.

Norman Foster gehört zu den profiliertesten Architekten der Gegenwart. Sein Büro entwarf unter anderem auch die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt und die begehbare Glaskuppel über dem Berliner Reichstag.

Azul Real
11.12.2006, 15:21
Düsseldorf, 11.12.06 / 11:44 Handel

Metro vor Verkauf von Kaufhalle-Immobilien

Die Metro Group will sich von weiteren Immobilien trennen. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, steht der Handelskonzern kurz davor, in den kommenden Wochen per Auktion die fast 40 konzerneigenen Kaufhalle-Immobilien zu veräußern. Über 130 Mio. Euro sollen damit in die Kassen der Metro fließen. Zu den Interessenten, heißt es, zählen fast alle prominenten Private-Equity-Firmen. "Die Situation für Immobilienverkäufer ist derzeit ausgesprochen günstig, weil gute Preise geboten werden", wird ein am Auktionsverfahren beteiligter Berater zitiert. Gerade ausländische Investoren interessieren sich demnach vorzugsweise für Einzelhandelsimmobilien wie Shoppingcenter, Fachmärkte und Supermärkte.

Metro hat bereits in jüngster Vergangenheit viel Geld durch den Verkauf kleinerer Immobilienpakete eingenommen. So gingen vor einem Jahr 53 Standorte der Baumarktkette Praktiker für 454 Mio. Euro an den Investmentfonds Ixis. Ein Vierteljahr später übernahm die Apollo Group zwölf Häuser der Warenhaustochter Kaufhof und zahlte dafür 250 Mio. Euro.

Azul Real
11.12.2006, 17:59
11.12.2006 17:02
DGAP-News: DESIGN Bau AG (deutsch)
DESIGN Bau AG (Nachrichten/Aktienkurs) schließt Kooperation mit der Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft

DESIGN Bau AG / Kooperation

11.12.2006

Corporate News übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

- DESIGN Bau AG schließt Kooperation mit der Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft - Gemeinsame Realisierung des Projekts Hamburg-Winterhude

Kiel, 11. Dezember 2006 - Die DESIGN Bau AG, ein Full-Service-Anbieter von attraktiven Eigenheimen, hat nach Gremienzustimmung der aurelis Real Estate GmbH & Co. KG von dieser ein in exklusiver Hamburger Lage gelegenes Areal zu einem Kaufpreis von ca. 28,9 Mio. Euro erworben. Der im Vergleich zu dem im Oktober 2006 gewonnenen Bieterverfahren um rund 2 Mio. Euro niedrigere Kaufpreis erklärt sich aus der Tatsache, dass mit dem Grundstückankauf keine Optionen auf weitere Flächen in Frankfurt am Main und Konstanz erworben wurden.

Die DESIGN Bau AG hat das genannte Grundstück nach dem Erwerb an die Objektgesellschaft DESIGN Bau BV Hamburg GmbH & Co. KG weiterveräußert, an der die DESIGN Bau AG und die Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft als Partner zu gleichen Teilen beteiligt sind. Der Bau-Verein und die DESIGN Bau werden das Projekt \'Wohnen und Arbeiten am Stadtpark\' gemeinsam realisieren. \'Der Bau-Verein mit seiner langjährigen Erfahrung im innerstädtischen Geschosswohnungsbau und die DESIGN Bau mit ihrer hohen Kompetenz in der Akquisition und Entwicklung von aussichtsreichen Flächen ergänzen sich in idealer Weise zur erfolgreichen Umsetzung dieses exklusiven Projektes\', so Werner Mattner, Vorstandsvorsitzender der DESIGN Bau AG. Das Projekt umfasst die Entwicklung und Errichtung von voraussichtlich 750 Wohnungen mit einer Wohnfläche von rund 70.000 qm sowie Gewerbeeinheiten und Einzelhandelsflächen mit einer Nutzfläche von rund 14.000 qm. Für die auf mindestens drei Jahre veranschlagte Gesamtmaßnahme, die in verschiedenen Bauabschnitten realisiert wird, ist ein Investitionsvolumen in Höhe von rund 170 Mio. Euro vorgesehen.

Die Weiterveräußerung des Grundstückareals an die Objektgesellschaft führt bei der DESIGN Bau AG zu einer entsprechenden anteiligen Umsatzrealisierung und zu einem positiven Ergebnisbeitrag, der angefallene Projektkosten kompensiert.

Über die DESIGN Bau AG Die DESIGN Bau AG, gegründet im Jahr 1988, \'macht\' Hausbesitzer. Vorwiegend jungen Familien wird in Speckgürteln deutscher Großstädte wie Berlin, Schwerin, Lübeck oder Hamburg eine Komplettlösung angeboten. Die DESIGN Bau AG kauft und entwickelt Grundstücke, bietet passgenaue modulare Hauskonzepte an und vermittelt über externe Partner eine individuelle Finanzierungslösung. Das Unternehmen begleitet den Bauherrn vom Grundstücksankauf bis zur Schlüsselübergabe als Full-Service-Anbieter. Entwickelt hat sich ein nachweisbar skalierbares Geschäftsmodell mit einem Track-Record aus 13 Baugebieten mit 1.900 Einheiten (Grundstück oder Ausbauhaus). Aktuell beträgt der vertraglich gesicherte Flächenbestand der Gesellschaft rund 436.000 qm, was ca. 1.200 Grundstücken entspricht.

Kontakt: Haubrok Investor Relations GmbH Linh Chung Tel.: 0211 / 301260 Fax: 0211 / 30126172 E-Mail: L.Chung@haubrok.de

DGAP 11.12.2006 -------------------------------------------------------------------- -------

Sprache: Deutsch Emittent: DESIGN Bau AG Hamburger Chaussee 339 24113 Kiel Deutschland Telefon: 0431/666710 Fax: 0431/66671-299 E-mail: kiel@designbau-ag.de WWW: www.designbau-ag.de ISIN: DE0006208333 WKN: 620833 Indizes: Börsen: Open Market (Entry Standard) in Frankfurt

Ende der Mitteilung DGAP News-Service



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DGAP-Adhoc: Bau-Verein zu Hamburg akquiriert Projekt 'Wohnen und Arbeiten am
Stadtpark' in Hamburg

Bau-Verein zu Hamburg AG / Sonstiges

11.12.2006

Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der
EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Ad hoc Mitteilung nach § 15 WphG

Kooperation zwischen der

Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft, Hamburg und der DESIGN Bau AG,
Kiel zur Realisierung des Projekts

'Wohnen und Arbeiten am Stadtpark' in Hamburg-Winterhude

Die Bau-Verein zu Hamburg Aktien-Gesellschaft, Hamburg (Bau-Verein) und die
DESIGN Bau AG, Kiel (DESIGN Bau) haben am heutigen Tage über eine
gemeinsame Objektgesellschaft ein direkt am Stadtpark in Winterhude
gelegenes Grundstück erworben.

Das Grundstück, für das die DESIGN Bau in
einem Bieterverfahren den Zuschlag erhalten hatte, wurde zuvor von der
DESIGN Bau von der aurelis Real Estate GmbH & Co KG erworben.

Der
Bau-Verein und die DESIGN Bau werden das Projekt 'Wohnen und Arbeiten am
Stadtpark' gemeinsam realisieren, es umfasst die Entwicklung und Errichtung
von voraussichtlich 750 Wohnungen mit einer Wohnfläche von rund 70.000 m²
sowie Gewerbeeinheiten und Einzelhandelsflächen mit einer Nutzfläche von
rund 14.000 m².

Für die auf mindestens drei Jahre veranschlagte Gesamtmaßnahme, die in
verschiedenen Bauabschnitten realisiert wird, ist ein Investitionsvolumen
in Höhe von rund EUR 170 Millionen vorgesehen.

Bau-Verein zu Hamburg

Aktien-Gesellschaft

Hamburg, den 11. Dezember 2006






DGAP 11.12.2006
---------------------------------------------------------------------------

Sprache: Deutsch
Emittent: Bau-Verein zu Hamburg AG
Alte Königstraße 8-14
22767 Hamburg Deutschland
Telefon: +49 (0)40 380 32-0
Fax: +49 (0)40 380 32-388
E-mail: info@bau-verein.de
WWW: www.bau-verein.de
ISIN: DE0005179006
WKN: 517900
Indizes:
Börsen: Amtlicher Markt in Frankfurt (Prime Standard), Hamburg;
Freiverkehr in Berlin-Bremen, Düsseldorf, München, Stuttgart

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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Azul Real
12.12.2006, 08:50
Spezialwert

IFM Immobilien: Romeo und Julia sollen’s richten
Nachfrage nach Büroimmobilien zieht an, das soll auch IFM zu spüren bekommen.

Zitat:
von Jens Castner

Büroimmobilien waren bislang wegen hoher Leerstandsquoten nicht
gerade en vogue. Da sichIFM genau mit diesem Thema beschäftigt,
fristete die Aktie bislang ein Schattendasein im Entry Standard.
Inzwischen ziehen Nachfrage und Mieten aber langsam wieder an. Das
Unternehmen hat bislang zwei fertige Top-Immobilien im Portfolio, das
dritte Projekt, die Zwillingstürme „Romeo und Julia“, in Frankfurt
ist gerade in Arbeit. Wenn die 14500 Quadratmeter im Jahr 2008
vermietungsfähig sind, soll sich der Gewinn auf 1,50 Euro je Aktie
verzehnfachen.

Auch ohne Berücksichtigung von „Romeo und Julia“ liegt der innere
Wert der Aktie laut Independent Research bereits bei 10,30 Euro.

Azul Real
13.12.2006, 17:12
Auf der Internetpräsenz der Börse Stuttgart bzw. Euwax wird nunmehr ein sehr ausführliches Register/ Menü zum Thema Reits geführt.

Siehe Startseite oben links Button "Aktie Reits"

http://www.boerse-stuttgart.de/

Es lohnt sich allein schon wegen der Aufstellung internationaler börsennotierter Reits-Gesellschaften, einschließlich der aktuellen Notierungen.

Ferner gibt es dort auch eine Übersicht Anlagezertifikate auf REITs

Azul Real
13.12.2006, 17:13
11.12.2006 01:20
Kommentar der Financial Times Deutschland zu REITs / Deutsch

Eingesperrt im Börsen-Separee Nach dem monatelangen politischen Gezerre um steuerbegünstigte Immobiliengesellschaften (REITs) kann uns nichts mehr schocken ? dachte man in der deutschen Immobilienwirtschaft. Falsch gedacht. Denn jetzt kommt neuer Ärger, diesmal nicht aus Berlin, sondern aus Frankfurt selbst: Offenbar ohne sich mit der Branche abzustimmen, hat die Deutsche Börse Pläne für ein neues, spezielles REIT-Segment ausgeheckt.

Die Branche will das nicht, aus verständlichem Grund. Sollte das Segment kommen, würde den REITs die Mitgliedschaft in den begehrten Dax-Auswahlindizes verwehrt. Selbst der Status quo würde verändert: Bereits börsennotierte Firmen, die sich in einen REIT umwandeln, müssten beispielsweise den MDax verlassen, also die Vorteile, die ein REIT mit sich bringt, gegen die Nachteile einer Zwangsabordnung ins Börsen-Separee abwägen. Und neu gegründete REITs wären bei den Dax-Indizes sowieso außen vor.

Die Mitgliedschaft in einem Auswahlindex ist immer noch wichtig, um sich von der breiten Masse börsennotierter Firmen abzuheben. Das gilt erst recht für die Zeit, wenn der Immobilienboom einmal vorbei ist. Dann würden die Immobiliengesellschaften in ihrer REIT-Nische in Vergessenheit geraten.

Die Börse kalkuliert also zu kurzfristig: Immobilien und REITs sind derzeit angesagt, deshalb macht sie ein spezielles Segment auf. Dabei kann das Schicksal ähnlich boomabhängiger Segmente nicht schon vergessen sein: War da nicht mal ein Neuer Markt, einst Vorzeigesegment der New Economy? Als es dort wegen Börsenbaisse und Bilanzskandalen bergab ging, musste die Deutsche Börse den Markt komplett zumachen. Nach dieser Erfahrung ist unverständlich, warum sie schon wieder ihre erfolgreichen Dax-Indizes unterhöhlen will.

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2006-12/artikel-…

Azul Real
14.12.2006, 08:39
Donnerstag, 14. Dezember 2006, 07:00 Uhr
TAG Tegernsee

Immobilien statt Eisenbahn

Die TAG Tegernsee Immobilien rückt in den S-Dax auf und erntet schon Analysten-Lob.


MÜNCHEN. In der Kategorie „originellste Unternehmensgeschichte“ ist die TAG Tegernsee Immobilien und Beteiligungs AG in jedem Fall Spitze.

Von 1882 bis 1998 betrieb das Unternehmen hauptsächlich eine kleine Eisenbahnlinie im Tegernseer Tal. Danach wandelte sich das Unternehmen zu einer Immobilienfirma mit Schwerpunkt Wohnimmobilien in Ballungszentren Deutschlands und ging vor sechs Jahren an die Börse. Am 18. Dezember rückt die TAG-Aktie in den S-Dax auf. Einige Analysten sehen für die Aktie schon großes Potenzial. Andere bleiben auf Grund der bisher durchwachsenen Gewinnentwicklung noch zurückhalten.

Einig sind sich Experten in Bezug auf den Wohnimmobilienmarkt in Deutschland generell. Verglichen mit anderen europäischen Märkten sind die Preise hierzulande noch niedrig, Tendenz steigend. Die Aussichten sind deshalb gut. Für Torsten Klingner von SES Research bedeutet dies Spielraum für Wertzuwächse von Immobilienportfolios bei niedrigem Risiko. „Die Nachfrage, auch aus dem Ausland, steigt weiter“, sagt auch Henning Wagener von AC Research. Das bedeute aber leider auch, dass Firmen wie die TAG ihre Objekte nicht mehr so günstig einkaufen können. „Wir bewerten den deutschen Wohnimmobilienmarkt positiv, sind aber nicht euphorisch", sagt Wagener.

Der Markt ist hart umkämpft. TAG muss sich allein mit sechs börsennotierten Konkurrenten - Deutsche Wohnen, Gagfah, Deutsche Euroshop, IVG Immobilien, DIC Asset und Patrizia - und zahlreichen weiteren Unternehmen um die besten Wohnungen und Gewerbeobjekte streiten.

Im Vergleich mit den Wettbewerbern ist TAG laut Klingner günstig bewertet. Die Betrachtung des bei Immobilienunternehmen als Bewertungsmaßstab üblichen Net Asset Value (Nettovermögenswert) ergibt: TAG wird mit einem Abschlag von knapp zehn Prozent gehandelt, während die Vergleichsgruppe der Konkurrenten mit einer durchschnittlichen Prämie von etwa einem Drittel auf den Net Asset Value gehandelt wird. Klingner hält eine Prämie von 15 Prozent für gerechtfertigt. Daraus ergebe sich ein Kursziel von 11,75 Euro.


Derzeit hat TAG einen Bestand von 4700 Wohnungen. 500 weitere befinden sich im Bau, zudem verwaltet das Unternehmen 7000 Wohnungen für Dritte. Der Wohnungsbestand wird kräftig ausgebaut. Nach einer Kapitalerhöhung im Sommer in Höhe von 160 Mill. Euro befindet sich TAG auf großer Einkaufstour. „Wir rechnen damit, dass bis 2008 Immobilien für über 700 Millionen Euro gekauft werden“, sagt Stefan Goronczy von HSH Nordbank. Andere Schätzungen gehen gar von Investitionen für 800 Mill. Euro aus.

Anders als in der Vergangenheit will das Unternehmen die Immobilien künftig nicht primär Gewinn bringend verkaufen, sondern ist auf eine Kaufen-und-Halten-Strategie umgeschwenkt. Künftig werden laut Wagener daher die Mieteinnahmen das Geschäftsergebnis mehr prägen als Verkaufserlöse. In diesem Jahr werden die Mieteinnahmen nur rund 30 Prozent des Umsatzes ausmachen. Schon in zwei Jahren sollen sich die Mieteinkünfte mehr als verdoppeln. Die Analysten loben die niedrige Leerstandsquote von nur zwei bis drei Prozent.

Trotzdem sind einige Experten skeptisch. Goronczy etwa sieht das Papier beim aktuellen Kurs als fair bewertet an. Auch AC Research empfiehlt nur ein „Halten“. Denn im vergangenen Jahr machte TAG noch Verluste. Bevor die Halte-Empfehlungen überdacht werden, wollen Wagener und Goronczy erst abwarten, ob es dem Management gelingt, nachhaltig profitabel zu wirtschaften.

„Die operative Ertragslage hat sich noch nicht über mehrere Jahre nachhaltig positiv entwickelt“, gibt Goronczy zu bedenken. Immerhin, für das laufende Jahr rechnen die Analysten mit einem Überschuss von gut sechs Mill. Euro. Jedenfalls will TAG Tegernsee weiter expandieren. Das Unternehmen investiert kräftig in neue Immobilien. Zuletzt in Düsseldorf und Berlin.

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1y&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=TEG.ETR&lColors=0x000000&sSym=TEG.ETR&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=5y&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=TEG.ETR&lColors=0x000000&sSym=TEG.ETR&hcmask=

Azul Real
15.12.2006, 16:25
12. Dezember 2006, 19:34 Uhr
Europa holt gegenüber den USA auf

Europa ist derzeit dabei, die Rolle der Konjunkturlokomotive in der Weltwirtschaft zu übernehmen. Das konstatiert das Kieler Institut für Weltwirtschaft in seiner aktuellen Prognose.

"Das Konjunkturgefälle zwischen den großen Wirtschaftsräumen verändert sich deutlich", schreibt das Institut. "Die nachlassenden Nachfrageimpulse aus den Vereinigten Staaten und Japan wurden zuletzt teilweise von dem kräftigen Aufschwung in Europa kompensiert."

Der weltwirtschaftliche Aufschwung habe sich 2006 zwar fortgesetzt, habe im Jahresverlauf aber etwas an Schwung verloren, insbesondere in den USA. Insgesamt dürfte sich das Wachstum der Industrieländer zwar abschwächen, jedoch nur leicht. Statt 2,9 Prozent wie in 2006 dürften die Industrieländer 2007 noch mit 2,4 Prozent wachsen.


Wie auch in Deutschland befindet sich die Wirtschaft des gesamten Euro-Raumes derzeit zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 wieder in einem kräftigen Aufschwung. Vor allem im ersten Halbjahr 2006 ist die europäische Wirtschaft kräftig gewachsen. Die Stimmungsindikatoren deuteten auch auf einen weiteren anhaltenden Aufschwung in Euroland hin. Dämpfend wirke allerdings die Finanzpolitik, vor allem, aber nicht nur in Deutschland.

Getragen wird das Wachstum in Europa zunehmend von der Inlandsnachfrage. Hier habe der Aufschwung inzwischen offenbar eine erhebliche Eigendynamik entwickelt, auch weil die Geldpolitik bis vor Kurzem noch sehr anregend auf die Konjunktur gewirkt habe. Stark gestiegene Gewinne und deutlich verbesserte Finanzierungsbedingungen hätten die Investitionen anziehen lassen. Im laufenden Jahr würden die Anlageinvestitionen in der Euro-Zone um 5,1 Prozent steigen, nach 2,7 Prozent im Jahr 2005.

Das kontrastiert deutlich mit dem Konjunkturbild den USA. Dort hat sich die Konjunktur in diesem Jahr verlangsamt und wird sich im kommenden Jahr weiter abschwächen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2007 laut dem Kieler Institut um 2,5 Prozent zulegen, nach 3,3 Prozent im laufenden Jahr.

Starke geldpolitische Straffung

Ursache dafür ist vor allem der Rückgang der Wohnungsbauinvestitionen. Die Schwäche der Bauwirtschaft wird die USA im kommenden Jahr alleine einen Prozentpunkt Wachstum kosten, so die Prognose. Gründe dafür sind der in den vergangen Jahren stark gewachsene Bestand der Wohnungen und die zuletzt wieder gestiegenen Zinsen für Immobilienkredite. In den USA ist die geldpolitische Straffung unter den Industrieländern am stärksten gewesen. Die deutlich rückläufige Zahl der Bauanmeldungen deutet darauf hin, dass die Bauinvestitionen weiter zurückgehen werden. Auch die Haushaltspolitik sei derzeit restriktiv. Insgesamt dürften die Vereinigten Staaten damit etwas schwächer wachsen als das Produktionspotenzial.

Auch innerhalb Europas verändere sich die Rollenteilung. Deutschland übernimmt immer mehr eine tragende Rolle in der Euro-Zone. Anders als in den vergangenen Jahren dürfte die konjunkturelle Dynamik in Deutschland in diesem Jahr sogar etwas größer ausfallen als im übrigen Euro-Raum. "In den vergangenen zehn Jahren lag das Wachstum in Deutschland im Schnitt einen Prozentpunkt unter dem der restlichen Euro-Länder. Wenn es jetzt in etwa gleichauf liegt, ist das eine erhebliche Verschiebung der Kräfte", sagte IfW-Volkswirt Klaus-Jürgen Gern.

Ein wichtiger Grund dafür ist die Bauwirtschaft. "In der Bauwirtschaft hat sich die Schere in Europa geschlossen", so Gern. In Deutschland ist sie erstmals nicht mehr die Wachstumsbremse, die sie über Jahre hinweg war. Während der Wohnungsbau in Deutschland die gesamtwirtschaftliche Produktion von 2000 bis 2005 um durchschnittlich 0,25 Prozentpunkte gedrückt hatte, wird sie in diesem Jahr voraussichtlich nahezu 0,2 Prozentpunkte zum Wachstum beisteuern.

Anders sieht es in anderen EU-Staaten aus. In Ländern wie Spanien, Frankreich und auch Irland habe sich der Boom am Immobilienmarkt abgeschwächt, was dort nicht nur den Konsum, sondern auch die Bauinvestitionen beflügelt hatte. Da die Verschuldung der privaten Haushalte in einigen dieser Länder historische Höchststände erreicht hat, bedrohe eine Eintrübung der Immobilenpreis nicht nur den Konsum, sondern zugleich auch die gesamte Wirtschaft.

Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa dürfte die Finanzpolitik in den kommenden Jahren deutlich restriktiver werden. Beschlossen ist eine deutlich dämpfende Politik in Portugal, Griechenland, Italien und Deutschland. Dabei überwögen Maßnahmen auf der Einnahmeseite. "Mit Ausnahme von Portugal dürften wohl alle Staaten der Eurozone die Drei-Prozent-Marke von Maastricht unterschreiten", so das Kieler Institut.

© Financial Times Deutschland

Azul Real
16.12.2006, 14:05
UNTERNEHMEN

14.12.2006

HSH Nordbank-Tochter übernimmt Hamborner


Die Immobilienholding des Kreditinstituts erwirbt Mehrheit an dem Duisburger Unternehmen und legt den Restaktionären ein Übernahmeangebot vor. Die Aktie gewinnt 10 %.


Die Hamborner AG hat einen neuen Eigentümer: Die HSH N Real Estate AG, eine Immobilienholding der HSH Nordbank, hat 50 % plus eine Aktie an Hamborner erworben. Dies teilten die beiden Unternehmen heute mit. HSH N Real Estate kaufte das Aktienpaket von dem bisherigen Hamborner-Hauptaktionär, der ThyssenŽschen Handelsgesellschaft, sowie der Familie Julius Thyssen. Zum Kaufpreis machten beide Seiten keine Angaben.

Gleichzeitig unterbreitete HSH N Real Estate den restlichen Aktionären des Duisburger Unternehmens ein freiwilliges Übernahmeangebot. Die Holding, die nahezu alle Immobilienaktivitäten des Bankkonzerns bündelt und nach eigenen Anagaben zu den zehn größten deutschen Immobilien-AGs nach der Bilanzsumme gehört, will die Hamborner-Anteilsscheine zu einem Preis zwischen 32,17 und 32,50 Euro je Aktie kaufen. Die Preisspanne erhalte eine Prämie von rund 10 % auf den gewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate, betonte der Vorstand von HSH N Real Estate. Am Mittwoch hatte die Aktie im Frankfurter Parketthandel bei 31,50 Euro geschlossen. Der Streubesitzanteil der Hamborner AG liegt bei gut 40 %.

Aktie schießt in die Höhe
Nach der Bekantgabe des Übernahmeangebots am Donnerstag legten die Papiere von Hamborner kräftig zu: Die Aktie gewann im Frankfurter Parketthandel, wo die Umsätze deutlich höher lagen als im elektronischen Handel XETRA, bis am späten Nachmittag mehr als 10 % auf 34,75 Euro.

HSH N Real Estate wolle nach der Übernahme von Hamborner das Immobilienportfolio des Unternehmens weiter ausbauen, sagte HSH N Real Estate-Vorstand Marc Weinstock in einer Pressemitteilung. Hamborner solle auf jeden Fall als Marke bestehen bleiben. Der aktuelle Immobilienbestand der Duisburger Gesellschaft umfasst 53 Gewerbeobjekte im Wert von rund 170 Mio. Euro, den Schwerpunkt bilden Einzelhandelsimmobilien in deutschen Großstädten und Mittelzentren.

Darüber hinaus umfasst das Portfolio Büro- und Praxisgebäude, Logistikcenter, Produktionsflächen und Wohnungen. Zusammen mit der 100 %-igen Tochtergesellschaft Hambornberg Immobilien- und Verwaltungs-GmbH besitzt das börsennotierte Unternehmen außerdem rund 4,6 Mio. Quadratmeter große unbebaute Grundstücksfläche in Duisburg und Umgebung.

Fast 5 Mio. Euro im ersten Halbjahr verdient
Trotz der im ersten Halbjahr des laufenden Jahres deutlich gesunkenen Mieteinnahmen konnte Hamborner das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zum 30. Juni im Vorjahresvergleich um 2,2 Mio. Euro auf 6,2 Mio. Euro steigern. Das Nachsteuerergebnis (Konzernperiodenüberschuss) betrug zur Jahresmitte 4,9 Mio. Euro (1. Halbjahr 2005: 3 Mio. Euro). Das Ergebnis pro Aktie lag bei 0,64 Euro und damit 24 Cent über dem Wert für das erste Halbjahr 2005. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf deutliche Anstiege bei den sonstigen betrieblichen Erträgen, die sich mit 1,6 Mio. Euro mehr als verdreifachten. Darin enthalten sind Veräußerungsgewinne aus Grundstücksverkäufen und Entschädigungszahlungen, die Hamborner im ersten Quartal erhalten hat.


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Azul Real
16.12.2006, 14:09
15.12.2006

Bundesrat will Wohnungs-REITs


Die Länderkammer spricht sich gegen einen Ausschluss von Wohnimmobilien bei deutschen Real Estate Investment Trusts aus. Beschränkungen hinsichtlich der Art von gehaltenen Immobilien würden das neue Finanzprodukt nachhaltig schwächen.


Der Bundesrat hat sich gegen eine Herausnahme von Wohnimmobilien aus deutschen REITs ausgesprochen. Dies geht aus einer Stellungnahme zum REITs-Gesetzentwurf hervor, die die Länderkammer am Freitag in Berlin verabschiedete. Der Bundesrat betont, dass ein Ausschluss von Wohnungen die Investitionsmöglichkeiten deutscher REITs stark einschränken würde. Darüber hinaus, so die Ländervertreter weiter, würden auch die Mieter in einem solchen Fall nichts gewinnen, „da ausländische REITs, Private-Equity-Fonds und alle sonstigen in- und ausländischen Investoren unbeschränkt deutsche Wohnimmobilien erwerben können“.



Auswirkungen auf Kommunen

Die in dem derzeitigen Gesetzentwurf vorgesehene Herausnahme von Wohnimmobilen wird nach Ansicht des Bundesrates vielen verkaufsbereiten Kommunen zudem die Möglichkeit nehmen, ihre Immobilienbestände zu veräußern und dennoch weiter indirekt daran beteiligt zu bleiben und die Entscheidungen beeinflussen zu können. „Doch wenn ihnen die Veräußerung an einen REIT verwehrt wird, so müssen sie sich an einen anderen Investor wenden, der dann möglicherweise eine der gefürchteten ,Heuschrecken’ ist“, heißt es in der Stellungnahme der Bundesländer.



In dem Dokument fordert die Länderkammer darüber hinaus Erleichterungen für ehemals gemeinnützige Wohnungsgesellschaften sowie eine Entschädigung der Kommunen für die zu erwartenden Gewerbesteuerausfälle, die aus dem Inkrafttreten des REITs-Gesetzes resultieren. Auch fordert der Bundesrat, den Gesetzentwurf auf Europarechts-Konformität zu überprüfen. Insbesondere die Höchstbeteiligungsquote von 10 %, die ausschließliche Steuerbefreiung für deutsche REITs und die Anwendung der Exit-Tax ausschließlich auf deutsche REITs und Offene Immobilienfonds sieht die Länderkammer kritisch, weil diese Bestimmungen als Diskriminierung vergleichbarer Unternehmen aus anderen EU-Staaten ausgelegt werden könnten.



Keine Mehrheit für eine harte Linie

Insgesamt orientierten sich die Ländervertreter in ihrer heutigen Stellungnahme gänzlich an der Beschlussempfehlung, die die Bundesrats-Ausschüsse für Finanzen, Innere Angelegenheiten, Recht und Wirtschaft ausgearbeitet hatten. Mit einer Ausnahme allerdings: Keine Mehrheit fand in der Plenarsitzung der Passus, wonach der Bundesrat das Gesetz im Verlauf des weiteren Gesetzgebungsprozesses ablehnen soll, sollte die REITs-Einführung zu dauerhaften Steuerausfällen für die Kommunen führen.



Die Annahme dieser Position hätte unweigerlich das Aus für das REITs-Gesetz in einer späteren Phase bedeutet. Denn: Das Bundesfinanzministerium war in seiner Schätzung der finanziellen Auswirkungen des REITs-Gesetzes bereits vor Wochen davon ausgegangen, dass Städte und Gemeinden zwischen 2007 und 2011 unterm Strich 11 Mio. Euro weniger erhalten werden (REITs in Deutschland berichtete).



In der Plenarsitzung wichen die Ländervertreter von einer solch harten Position jedoch ab, somit floss diese ursprünglich vom Bundesratsinnenausschuss initiierte Forderung nicht in die Stellungnahme des Bundesrates ein.



Die heutige Stellungnahme des Bundesrats hat zunächst keine bindende Wirkung. Da das REITs-Gesetz später aber nur mit Zustimmung der Ländervertretung beschlossen werden kann – es handelt sich hier um das so genannte zustimmungspflichtige Gesetz –, gibt sie doch eine Richtung für die weiteren Beratungen vor.

Azul Real
16.12.2006, 14:15
Desgleichen gibt es bereits seit längerem eine REIT`S in Deutschland- Page

Sehr interessant m.E.

http://reits-in-deutschland.de/index.php?id=26&L=0




Auf der Internetpräsenz der Börse Stuttgart bzw. Euwax wird nunmehr ein sehr ausführliches Register/ Menü zum Thema Reits geführt.

Siehe Startseite oben links Button "Aktie Reits"

http://www.boerse-stuttgart.de/

Es lohnt sich allein schon wegen der Aufstellung internationaler börsennotierter Reits-Gesellschaften, einschließlich der aktuellen Notierungen.

Ferner gibt es dort auch eine Übersicht Anlagezertifikate auf REITs

Azul Real
17.12.2006, 10:03
http://www.nichtlustig.de/comics/full/051217.jpg

Azul Real
18.12.2006, 14:19
DGAP-News: Deutsche EuroShop kauft Shoppingcenter im bayerischen Passau

Deutsche EuroShop AG / Sonstiges

Corporate News übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
=--------------------------------------------------------------------------

Deutsche EuroShop kauft Shoppingcenter im bayerischen Passau

Hamburg, 18. Dezember 2006 - Die Deutsche EuroShop beteiligt sich
mit 75 % an der Stadt-Galerie im bayerischen Passau.

Das anteilige
Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 95 Mio. Euro.
Beteiligungspartner ist die ECE-Gruppe, die auch für die Planung,
Realisierung, Vermietung sowie das Centermanagement zuständig ist.
Mit diesem Investment hat die Deutsche EuroShop in 2006 erneut
ihre selbstgesteckten Wachstumsziele übertroffen.


Die Stadt-Galerie ist seit Oktober 2006 im Bau, die Eröffnung für
Herbst 2008 geplant. Das Shoppingcenter wird rund 95 Fachgeschäfte
auf drei Verkaufsebenen bieten. Bereits jetzt, knapp zwei Jahre
vor der Eröffnung, sind über 70 % der Ladenflächen an renommierte
Einzelhandelsunternehmen vermietet. Die Magnetmieter sind ein
Unterhaltungselektronik-Markt und ein großes Modehaus. Im
objekteigenen Parkhaus werden den Kunden rund 470 Parkplätze zur
Verfügung stehen.

Die Stadt-Galerie Passau entsteht in der so genannten 'Neuen
Mitte' der Passauer Innenstadt unmittelbar am zentralen
Omnibusbahnhof und in der Nähe des Hauptbahnhofes. Das
Shoppingcenter im Stadtzentrum der Dreiflüssestadt Passau kann
direkt über die vierspurige Regensburger Straße erreicht werden.
Zudem verläuft ein Netz von mehrspurig ausgebauten Bundesstraßen
auf das Stadtzentrum zu, sodass der Standort aus allen Richtungen
hervorragend angefahren werden kann. Im Einzugsgebiet des Centers
leben rund 410.000 Menschen.

Deutsche EuroShop - Die Shoppingcenter-AG
Die Deutsche EuroShop ist Deutschlands einzige Aktiengesellschaft,
die ausschließlich in Shoppingcenter an erstklassigen Standorten
investiert. Das MDAX-Unternehmen ist zurzeit an 17 Einkaufscentern
in Deutschland, Italien, Österreich, Polen und Ungarn beteiligt.


Daten & Fakten zur Stadt-Galerie

Standort Passau
Beteiligung DES 75,0 %
Verkaufsfläche in qm ca. 21.000
Stellplätze ca. 470
Anzahl der Geschäfte rd. 95
Vermietungsstand >70 %
Einzugsgebiet 0,4 Mio. Einwohner
Eröffnung (geplant) Herbst 2008

DGAP 18.12.2006

____________________________________


(Sowohl hinter der Dt. Euroshop als auch der ECE steht die Familie Otto - OttoVersand.
ECE ist ferner Europas größter Entwickler und Betreiber von Einkaufszentren) :wink:



mit Spätzündung nach News heute auf TH

akt. 55,32 +2,07%

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http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1y&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=DEQ.ETR&lColors=0x000000&sSym=DEQ.ETR&hcmask=

Azul Real
20.12.2006, 10:03
Die Konjunktur ist im Bau angekommen ....

Strong buy Hochtief oder Bilfinger je nach dem ....

Das ist das Kernsignal für die Deutsche Wirtschaft derzeit und m.E. überhaupt 8-)


Deutschland: Beschäftigungsabbau im Baugewerbe gestoppt:sunny:
20.12.2006 08:38

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Beschäftigungsabbau in der deutschen Bauwirtschaft
ist offenbar gestoppt. In den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus waren Ende
Oktober 737.000 Personen tätig, das waren 5.000 mehr als vor einem Jahr, teilte
das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

"Das ist das erste Plus
seit Mitte 1990 für einen Oktober", :shock: sagte Oscar Schmid vom Statistische
Bundesamt auf Anfrage. Seit August nehme die Beschäftigung revidierten Zahlen
zufolge leicht zu.

Der Gesamtumsatz erhöhte sich im Oktober im Jahresvergleich um 12,5 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Auch die Aufträge im Bauhauptgewerbe legten zu. Sie kletterten bereinigt um 1,1 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat. Dabei erhöhte sich die Nachfrage im Hochbau um 6,5 Prozent und im Tiefbau um 4,3 Prozent.

In den ersten zehn Monaten des Jahres kletterten die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preisbereinigt um 4,0 Prozent. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 6,3 Prozent auf 63,6 Milliarden Euro./jha/sb

Azul Real
20.12.2006, 21:08
DIC Asset wächst zum MDAX-Aspiranten heran

Mit dem Gewerbeimmobilienspezialisten DIC Asset reift ein weiterer MDAX-Kandidat heran. Rd. 400 Mio. Euro nahmen die Frankfurter durch Kapitalerhöhungen alleine in diesem Jahr ein, das Interesse der Anleger sollte als klares Votum verstanden werden. Und das Geld wird investiert. Zuletzt gelang zusammen mit Finanzpartner Morgan Stanley der Zukauf des Portfolios der Landesbank Berlin, Volumen: 147 Mio. Euro. Dabei handelt es sich um 51 Objekte mit einer Vermietungsquote von 82%. Wird zudem der Zukauf von der Stadt Hamburg vom November berücksichtigt, scheint die DIC Asset bei der regionalen Diversifizierung des Portfolios gut voranzukommen. Der Immobilienbestand hat sich im laufenden Jahr damit mehr als verdreifacht.

Nach 9 Monaten wiesen die Hessen einen Überschuss von 6,4 Mio. Euro (+156%) aus, die Mieteinnahmen stiegen um 53% auf 20,6 Mio. Euro. Die Investitionen werden sich aber erst 2007 in den Zahlen niederschlagen, der Markt rechnet mit einem EPS-Sprung von über 20%. Die Aktie ist mit einem 06er KGV von 26 teuer. Werden Gewinndynamik und Peer Group (IVG, Dt. Euroshop) berücksichtigt, relativiert sich diese Kennzahl. Als „Pure Player“ bei Gewerbeimmobilien bleibt zudem die Reit-Fantasie intakt. Seit Juli (PB v. 27.7.) liegen Sie bei der Aktie (29,60 Euro; DE0005098404) rd. 38% im Plus. Lassen Sie das Papier über Neujahr hinaus im Depot. Neuleser stauben mit Limit 28,50 Euro ab, neuer Stopp für alle: 23 Euro.

Dieser Bericht ist in der Platow Börse vom 20.12.2006 erschienen

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Azul Real
21.12.2006, 23:08
HOT is Hot

1. Frankfurt (ots) - Wird der größte deutsche Baukonzern zum Übernahmeziel? Der Milliardär August von Finck erwägt einen Verkauf seiner Sperrminorität bei Hochtief (Nachrichten/Aktienkurs) und erweist sich damit nicht als der erhoffte langfristige Investor, der seine Hand schützend über das Unternehmen hält. Der Streubesitzanteil könnte auf bis zu 94% steigen; die übrigen 6% hält der Konzern selbst. Was der Kapitalmarkt von der Ankündigung Fincks hält, zeigt der leicht steigende Aktienkurs: Offenbar überwiegt die wachsende Übernahmefantasie. Der beim Verkauf drohende Preisdruck tritt in den Hintergrund.

2. DÜSSELDORF (Dow Jones)--Ein Konsortium unter der Führung der Hochtief AG (Nachrichten/Aktienkurs) wird das erste Autobahnteilstück der Nordostumgehung Wiens planen, finanzieren, bauen und anschließend als Mautstraße betreiben. Die Finanzierungsverhandlungen wurden am Donnerstag erfolgreich abgeschlossen, wie Hochtief im Anschluss mitteilte. An dem Konsortium halten die Hochtief PPP Solutions GmbH und die österreichische Alpine Mayreder Bau GmbH jeweils 44,4%, die französische Egis Projects die übrigen 11,2%.

Das Investitionsvolumen für die 51 Kilometer lange Konzessionsstrecke betrage etwa 945 Mio EUR. Das gesamte Volumen werde privat finanziert. Die Fremdfinanzierung von etwa 800 Mio EUR werde über die Deutsche Bank und die Europäische Investitionsbank (EIB) bereitgestellt.

Azul Real
21.12.2006, 23:12
ANALYSE/Dt. Bank startet Dt. Euroshop mit "Buy" - Ziel 61,99 EUR
===
Einstufung: Gestartet mit "Buy"
Kursziel: Gestartet mit 61,99 EUR
===
Martin Praum, Analyst bei der der Deutschen Bank, zeigt sich von der
fokussierten Strategie der Deutschen Euroshop überzeugt. Das Unternehmen
operiere in einer profitablen Marktnische. Langfristige Mietverhältnisse und die
enge Kooperation mit der ECE-Gruppe dürften für einträgliches Wachstum sorgen.
Neben geringem Risiko und hoher Transparenz weise Deutsche Euroshop bereits
jetzt REIT-ähnliche Charakteristika mit einer voraussichtlichen
Dividendenrendite von 3,7% auf.
Auf aktuellen Kursniveau biete die Aktie ein
Aufwärtspotenzial von 14%.



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Deutsche Euroshop führt den MDax an

Das gab es ja noch nie, wo gibt es denn so was. Sieht so aus, als wenn Euroshop die Seitwärtsrange verlassen möchte

Break der 56,00 +2,75% und TH sowie Mehrmonatshoch . ATH ist 58,24

https://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1d&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=DEQ.ETR&lColors=0x000000&sSym=DEQ.ETR&hcmask=
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Azul Real
22.12.2006, 08:41
Freitag, 22. Dezember 2006, 08:12 Uhr
Baukonzern

Hochtief gerät ins Visier von Investoren
Von Axel Granzow

Der größte deutsche Baukonzern Hochtief wird möglicherweise zum Übernahmeziel von Finanzinvestoren und der internationalen Konkurrenz. Großaktionär Custodia prüft derzeit den Verkauf seines Anteils von 25,08 Prozent.



DÜSSELDORF. Hochtief könnte zum Übernahmeziel von Finanzinvestoren und der internationalen Konkurrenz werden.

Der Milliardär August von Finck erwägt den Verkauf seines 930 Mill. Euro schweren Aktienpakets. Von Fincks börsennotierte Holding Custodia teilte mit, sie werde eine Investmentbank mit der Prüfung des Verkaufs der 25,08 Prozent beauftragen.

„Dies sorgt für erhebliche Unruhe im Markt,“ meinte WestLB-Analyst Ralf Dörper. Damit dürften Spekulationen über eine Übernahme von Hochtief wieder aufleben. Zumal die Custodia-Beteiligung nahe an der 30 Prozent Schwelle liegt, von der an ein Übernahmeangebot Pflicht wird.

Custodia begründet die Verkaufs-Pläne mit der hohen Wertsteigerung des Aktienpakets. Die Hochtief-Papiere haben seit dem Einstieg im Herbst 2005 fast ein Drittel an Wert gewonnen. Zudem scheint ein Ende des Höhenflugs in Sicht. Trotz Erholung der deutschen Bauwirtschaft ist das Ergebnis von Hochtief hier zu Lande rückläufig. „Hochtief hat durchaus noch Wertpotenzial, das man heben kann“, meinte Marc Nettelbeck, Analyst von der LBBW. Dazu brauche der Konzern aber einen Investor, der mehr als nur begleite.

Custodia nennt dann auch „die Konzentration unter den weltweit agierenden Bauunternehmen“ als weiteren Grund für die Verkaufspläne. Als einer der größten internationalen Baudienstleister sei Hochtief unverändert auf Erfolgskurs. Holding-Chef Manfred Karl war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Eine Hochtief-Sprecherin wollte die Erklärung auch nicht kommentieren. An der Börse büßte die Hochtief-Aktie zunächst ein, drehte aber ins Plus, als der Konzern einen 945 Mill. Euro Auftrag für eine Mautautobahn bei Wien bekannt gab.

Beobachter vermuten, dass Custodia bereits einen Interessenten an der Angel hat. Als potenzielle Käufer waren in der Vergangenheit zum Beispiel die französische Vinci-Gruppe gehandelt worden. Sie ist aber ohnehin die Nummer eins in der Welt. Eine Sprecherin wollte die Gerüchte nicht kommentieren. In Frage kommen auch spanische Baukonzerne, die das internationale Geschäft stark ausbauen. Rivale Bilfinger Berger winkt ab. „Wir haben kein Interesse an einer Übernahme des Aktienpakets der Custodia,“ sagte ein Sprecher.

Auch Finanzinvestoren werden als Interessenten genannt, allen voran Macquarie. Die australische Finanzgruppe sitzt bereits gemeinsam mit Hochtief beim Flughafen Sydney in der Investorengruppe. Hochtief gilt seit jeher als Ziel für Finanzinvestoren, vor allem wegen der erfolgreichen Auslandstöchter Turner in den USA und Leighton in Australien sowie wegen des Flughafengeschäfts.





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20.12.2006 18:32
DGAP-Adhoc: CUSTODIA Holding AG (deutsch)

Custodia Holding AG (Nachrichten) : Beteiligung HOCHTIEF

CUSTODIA Holding AG / Sonstiges

20.12.2006

Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG Strategische Unternehmensüberlegungen betr. Beteiligung HOCHTIEF AG

ISIN: DE 000 607 0006

Custodia Holding AG, Pacellistraße 4, 80333 München

ISIN: DE 000 649 6003 (Stammaktien) DE 000 649 6037 (Vorzugsaktien)

Die Custodia Holding AG hält am Grundkapital der HOCHTIEF AG einen Anteil in Höhe von 25,08 Prozent. Als einer der größten international agierenden Baudienstleister ist die HOCHTIEF AG unverändert auf Erfolgskurs.

Im Hinblick auf die günstige Verfassung der Kapitalmärkte und den fortschreitenden Konzentrationsprozess bei global agierenden Baudienstleistungsunternehmen prüft Custodia zur Optimierung ihres Anlageportfolios alle strategischen Optionen -einschließlich eines Verkaufs der Beteiligung an der HOCHTIEF AG. Custodia wird hierzu eine Investmentbank beauftragen.

München, 20. Dezember 2006

Hans Eibeler Manfred Karl

DGAP 20.12.2006

Azul Real
05.01.2007, 20:26
By the way

Strabag AG heute mit neuem Mehrjahreshoch :king:

136,00 Euro - SK 133,79

https://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=3m&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=simple&ind0=VOLUME&ind1=MOM&&currency=&&lSyms=STB.FSE&lColors=0x000000&sSym=STB.FSE&hcmask=
https://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=5y&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=STB.FSE&lColors=0x000000&sSym=STB.FSE&hcmask=
https://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=30y&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=STB.FSE&lColors=0x000000&sSym=STB.FSE&hcmask=


03.01.07 14:22

Strabag expandiert in Polen

Die österreichische Bauholding Strabag kauft das viertgrößte polnische Straßenbauunternehmen NCC Poland. Damit bauen die Österreicher ihre Führungsposition in dem mitteleuropäischen Land deutlich aus.

DÜSSELDORF. Der Kaufpreis beträgt 110 Mill. Euro. Dies gab der Wiener Konzern am Mittwoch bekannt. Mit der Akquisition baue Strabag die Führungsposition in Polen klar aus. Der bisherige Eigner, das schwedische Bauunternehmen NCC, wolle sich dagegen stärker auf sein skandinavisches Geschäft konzentrieren. Die polnischen Kartellbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen.

NCC Poland erwirtschaftete 2006 mit ihren 900 Beschäftigten einen Umsatz von 110 Mill. Euro. Strabag selbst verbuchte im vergangenen Jahr im Straßenbau in Polen einen Umsatz von 220 Mill. Euro und beschäftigte in diesem Bereich 1200 Mitarbeiter. Insgesamt kam Strabag in Polen 2006 auf einen Umsatz von 500 Mill. Euro. Sowohl vom Volumen als auch von der regionalen Ergänzung passe NCC ausgezeichnet, erklärte der Strabag-Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Haselsteiner.

Azul Real
06.01.2007, 12:01
4. Januar 2007, Neue Zürcher Zeitung

Schauplatz Spanien

Mediterraner Zementrausch
Zunehmend perplex schaut Spanien der Verbauung seiner Küste zu

Bereits um 1970 wurde die Zubetonierung der spanischen Mittelmeerküste beklagt. Es waren - verglichen mit dem heutigen Bauboom - Bagatellen. Aufgerüttelt durch Korruptionsskandale, beginnt das Land nun, seinen Zementrausch als vielschichtiges Problem wahrzunehmen.

Die Zahlen waren zufällig gleichentags zu lesen. Die spanische Zementindustrie meldete für das erste Halbjahr 2006 einen neuen Absatzrekord: 28 Millionen Tonnen. Plastischer ausgedrückt: Spanien verbaut - vorwiegend entlang der Mittelmeerküste - pro Jahr und Einwohner weit über eine Tonne Zement, das Vier- oder Fünffache vergleichbarer Länder.

Den einzigen Gegenpol im Landesinnern bildet der Moloch Madrid. Annähernd die Hälfte der Bevölkerung ballt sich heute auf einem Hundertstel des nationalen Territoriums. Kein Wunder, sind viele Spanier schwer baulärmgeschädigt.

Bauen ja, Wohnen nein

Obwohl Spanien mit einer Wohnung auf zwei Einwohner jetzt schon den Europarekord hält, baut es - ganz abgesehen vom enormen Volumen der (noch) von Brüssel mitfinanzierten Infrastrukturen - bis zu 850 000 neue Wohneinheiten jährlich.:shock:

Die achtgrösste Volkswirtschaft der Welt ist ein Riese auf ziegelsteinernen Füssen: 15 Prozent des Bruttosozialprodukts werden offiziell im Bausektor erwirtschaftet. In Wirklichkeit sind es eingedenk der opaken Ressourcen wesentlich mehr. Erst die reihenweise aufplatzenden Korruptionsskandale haben allmählich ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass der Bauboom zum schwerwiegendsten Problem des Landes zu werden droht, und dies in mehrfacher Hinsicht: ökonomisch, sozial, politisch und ökologisch.

Als Wirtschaftsmotor wirft die Baubranche das Land langfristig eher zurück. Solange das Kapital aus der simplen Anhäufung von Wohnklötzen so satte Profite schlägt, vernachlässigt es zukunftsträchtigere Technologien. In gesellschaftlicher Hinsicht hat der Bauboom die Wohnungsfrage - vor allem für junge Leute und Immigranten - indessen keineswegs gelöst.

Denn durch den seit 1995 anhaltenden Preisanstieg ist er rein spekulativ. Einen funktionierenden Mietmarkt hat Spanien, das mit neunzig Prozent Eigentumswohnungen auch in dieser Hinsicht den Rekord hält, nicht zu entwickeln vermocht. Die meisten jungen Spanier ziehen die Möglichkeit, dass man eine Wohnung auch mieten kann, überhaupt nicht in Betracht. So kommt es, dass gerade im bauwütigen Madrid das Durchschnittsalter, in dem sich junge Leute selbständig machen, heute bei vierunddreissig Jahren liegt, höher als irgendwo sonst in Spanien. Dabei stehen Hunderttausende von Wohnungen leer, im ganzen Land sind es geschätzte drei Millionen.

Wohnungen werden in Spanien immer mehr zu Investitionsobjekten, sowohl für Geldwäscher jeglicher Provenienz als auch für die unbescholtene Mittelklasse. Dass bei jedem Handwechsel der Fiskus ein wenig geprellt wird, ist Courant normal. Den eigentlichen Gewinn machen Bauunternehmer, Promoter und Investoren im Einvernehmen mit kommunalen Politikern. Da die Kompetenz für Raumplanung bei den Lokalbehörden liegt, ist ein mittels Umwidmungen angeheizter Schacher um den Boden entstanden, der die Classe politique - vor allem an der Küste - in unvorstellbarem Mass korrumpiert hat.
In ihrer Willfährigkeit den Promotern gegenüber scheinen sich die autonomen Regionen Valencia, Murcia und Andalusien gegenseitig übertreffen zu wollen. Einzig in Katalonien bemüht man sich nun um mehr Kontrolle - wobei hier ohnehin schon fast alles zugebaut ist.

Die Banalität all dieser Urbanizaciones, seien es Reihenhaussiedlungen oder Apartmentblocks, spricht dem guten Ruf Hohn, den die spanische Architektur international geniesst.

Dieser beruht freilich fast durchweg auf öffentlichen Bauten - Prestigeobjekten, die paradoxerweise von eben jenen Politikern in Auftrag gegeben wurden, die bei dem von der Bauwirtschaft kanalisierten und vom Fiskus nicht zu kontrollierenden Geldfluss oft mit absahnen. In den fetten Immobilienbeilagen der Zeitung kann der Normalbürger die konstante Wertsteigerung seines Eigentums verfolgen. Obwohl er durchschnittlich dreissig, in Madrid gar vierzig Prozent des Einkommens für das Abstottern der Hypotheken aufwenden muss, behagt auch ihm dieses System, an dem sich im Übrigen Architekten, Makler, Notare, Strohmänner aller Art, aber auch Banken mästen. Allein das Kreditvolumen der drei grössten Hypothekarkassen - Banco Santander, La Caixa und BBVA - beläuft sich auf 275 Milliarden Euro.:roll:

Benidorm contra Marbella
Genau fünfzig Jahre ist es nun her, dass Benidorm mit seinem «Plan General de Ordenación Urbana» den Startschuss zu seiner beispiellosen Entwicklung gab.
Das Ergebnis - Beniyork genannt: fast zweihundert mehr als 20-geschossige Gebäude - wird oft als urbanes Ungetüm verdammt, Inbegriff der Küstenverschandelung. In Wirklichkeit erscheint diese Verdichtung heute mustergültiger denn je, zumal wenn man sie mit der andern zum prototypischen Schreckensbild gewordenen Küstenstadt vergleicht: Marbella. Gewiss, auch aus Benidorm sind jüngst einige Fälle bekanntgeworden, bei denen die zulässige Nutzung ungeniert überschritten wurde.

Was heute überall an der Küste, und insbesondere in den Regionen Murcia und Valencia, vor sich geht, ist eine Art Kasinokapitalismus - freilich mit einem nur zu greifbaren Handelsgut: dem Boden.

Die Gestaltung des Landes wird den Promotern überlassen, die sich mit den eigentlich dafür verantwortlichen Politikern in freundschaftlichen Business-Lunches absprechen :shock: .

Keine gesetzliche Massnahme scheint bei diesem Schmierentheater zu greifen - oder ihre Durchsetzung kommt gewöhnlich zu spät, nämlich kurz nach dem Richtfest für das jeweilige Bauwerk. Es war die EU, die unlängst von Valencia, wo Raumplanung schlicht nicht stattfindet und man statt von Verboten eher von einem generellen Baugebot sprechen könnte, ein Moratorium für Baubewilligungen gefordert hat. Bezeichnenderweise musste Brüssel um Hilfe ersucht werden, da in Spanien offenbar die ganze Gesellschaft von diesem Fieber angesteckt ist.

Zusätzlich angeheizt wird es durch die Nachfrage aus dem Ausland. Geschätzte 1,8 Millionen Wohnungen sind bereits in der Hand ausländischer Eigentümer, jährlich kommen etwa 80 000 dazu. Die hohe Zahl an Zweitwohnsitzen schafft ein zusätzliches Problem: Die enorme Differenz zwischen der vom Zensus registrierten (d. h. steuerzahlenden) Bevölkerung und den realen Nutzern macht die Finanzierung vernünftiger Infrastrukturen fast unmöglich.

Heute bangt halb Spanien, ob dem Wohnungsmarkt nach seinen Höhenflügen eine sanfte Landung gelingen wird. Laut Experten sind die Immobilien derzeit um etwa dreissig Prozent überbewertet.

Platzt die Immobilienblase, ist das Szenario düster.

Das Wirtschaftswachstum käme zum Einhalt, das bisher auf Zement und Ziegel eingeschworene Kapital würde in Steuerparadiese flüchten. Unter den viereinhalb Millionen Immigranten begänne die Arbeitslosigkeit zu grassieren, und die durch den Wertverlust schlagartig verarmte Mittelklasse würde wie nie zuvor unter der Last ihrer Hypotheken ächzen.

Verheerend für die Umwelt
Der Zementrausch ist aber auch ein ökologisches Desaster. Während sich das Landesinnere immer mehr entvölkert, droht die Belastung der Küste zum Kollaps zu führen, namentlich was die Wasserversorgung betrifft.

Die Valencia und Murcia versorgenden Stauseen sind zurzeit gerade noch zu fünfzehn Prozent gefüllt. Die Regierung hat den hydrologischen Plan ihrer Vorgängerin, Wasser vom Ebro bis nach Almería zu leiten, als ökologischen Wahnsinn gestoppt. Entsalzungsanlagen sind nun an der ganzen Küste geplant oder im Bau. Was vor fünfzig Jahren in Benidorm als zukunftsweisendes Experiment begann, wurde durch Spekulation und Korruption zu einer für Spaniens Umwelt verheerenden Hypothek.

Markus Jakob

http://www.nzz.ch/2007/01/04/fe/articleEDTS7.html

Azul Real
07.01.2007, 19:11
US-Geldpolitikerin: Immobilienkrise überwunden :shock:
Freitag 5. Januar 2007, 17:00 Uhr

Cathy Minehan, Präsidentin der Federal Reserve Bank von Boston, äußert sich optimistisch zur konjunkturellen Entwicklung in den USA. Die Wirtschaft wachse weiterhin in einem moderten Tempo, erklärt die im Federal Open Market Committee stimmberechtigte Geldpolitikerin. Gleichzeitig rechne sie damit, dass die Inflation weiter abebbt. Außerdem sei das Schlimmste am Immobilienmarkt überstanden.

Azul Real
08.01.2007, 11:23
HANDELSBLATT, Montag, 8. Januar 2007, 10:54 Uhr
Wertverlust im Dezember

Hauspreis-Schock für Briten

Nachdem die britischen Hauspreise im Dezember erstmals seit Juni 2006 wieder gefallen sind, sehen manche Experten erste Anzeichen für eine Abkühlung des Booms am Immobilienmarkt. Dieser stellt jedoch eine Stütze der starken Konjunktur dar.

(mm) LONDON. In Großbritannien sind im vergangenen Dezember die Hauspreise überraschend gefallen. Nach Meinung von Experten könnte der unerwartete Rückgang ein erstes Indiz für eine Abkühlung des heiß gelaufenen Immobilienmarktes auf der Insel sein.

Den Daten der schottischen Großbank HBOS zufolge gaben die britischen Hauspreise im Dezember um ein Prozent nach. Zuvor waren die Preise seit Juni 2006 ohne Unterbrechung gestiegen. Der anhaltende Boom am Immobilienmarkt ist eine wichtige Stütze für die seit Jahren robuste britische Konjunktur.

Nach Einschätzung von Martin Ellis, Chefökonom von HBOS, deuten die jüngsten Daten auf eine allmähliche Abkühlung des Marktes hin. „Die Zinserhöhungen der Bank of England zeigen jetzt ihre Wirkung“, kommentierte Ellis die Zahlen. Die Währungshüter haben seit August nicht zuletzt wegen der schnell steigenden Immobilienpreise zwei Mal die Leitsätze angehoben. Viele Volkswirte rechnen trotz des unerwarteten Preisrückgangs im Dezember innerhalb weniger Wochen mit einer weiteren Erhöhung auf 5,25 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2007 rechnet HBOS-Volkswirt Ellis mit Preissteigerungsraten zwischen drei und vier Prozent am britischen Häusermarkt. Das wäre deutlich weniger als im vergangenen Jahr als die Preise um knapp zehn Prozent anzogen. Im langjährigen Durchschnitt liegt die Preissteigerungsrate für britische Häuser bei acht Prozent. Mit seinen Schätzungen gehört der HBOS-Chefvolkswirt zu den Skeptikern. Andere Geldhäuser sagen für dieses Jahr weitere Preiserhöhungen am Immobilienmarkt von immerhin noch fünf bis acht Prozent voraus

Azul Real
08.01.2007, 22:44
Difa plant neuen Milliardenverkauf
von Reinhard Hönighaus (Frankfurt)

Die Anbieter offener Immobilienfonds wollen auch 2007 wieder deutsche Gebäude und Grundstücke im Milliardenwert losschlagen. Difa, der Anbieter der Volks- und Raiffeisenbanken, bereitet zurzeit den Verkauf eines Pakets mit rund 40 Objekten aus den Deutschland-Beständen seiner Fonds für mehr als 1 Mrd. Euro vor.

Ein Difa-Sprecher bestätigte Informationen der FTD, wonach der Immobiliendienstleister Atisreal mit der Vermarktung des Portfolios beauftragt worden sei.


"Deutschland bleibt auch nach einem erfolgreichen Verkauf mit dann noch über 5,3 Mrd. Euro Immobilienvermögen und über 80 Objekten der wichtigste Einzelländermarkt der Difa, wird jedoch ein deutlich geringeres Gewicht als in der Vergangenheit einnehmen", sagte der Sprecher. Difa hatte im Herbst bereits ein Paket mit zehn deutschen Liegenschaften aus dem Fonds Difa Nr. 1 für 670 Mio. Euro an den US-Investor Tishman Speyer abgegeben, ein weiteres aus dem Difa-Grund für 190 Mio. Euro an den Bonner IVG-Konzern.

Zugekauft wird dafür im Ausland: Für den Difa-Grund hat das Unternehmen, das demnächst in Union Investment Real Estate umfirmiert, vor wenigen Tagen die Büro-Projektentwicklung De Haagsche Zwaan in Den Haag für 72 Mio. Euro erworben.

Die große Nachfrage internationaler Investoren nach deutschen Immobilien hilft den offenen Fonds, ihre Altlasten loszuwerden und die Anteilsrückgaben ihrer Anleger zu bedienen. 2006 haben DB Real Estate, Difa, Deka, Commerz Grundbesitz, HVB und Credit Suisse Fondsimmobilien für über 7 Mrd. Euro verkauft.:shock:

Dabei wurden sie oft auch Gebäude los, die schon Jahrzehnte in den Fonds lagen und kaum noch Mieterträge brachten. DB Real Estate zum Beispiel hat fast das komplette Deutschland-Portfolio aus dem einstigen Krisenfonds Grundbesitz-Invest verkauft. Der Fonds war vor einem Jahr für eine Abwertung der Immobilien vorübergehend geschlossen worden.

Makler und Berater berichten, dass neben Difa auch weitere Fondsgesellschaften neue Pakete zum Verkauf schnüren. Denn die Nachfrage bleibt stark: Kapitalanleger, getrieben von einer Liquiditätsschwemme, die weltweit in Immobilien drängt, halten den deutschen Markt im internationalen Vergleich weiterhin für günstig. Laut einer Statistik des Beraters Jones Lang LaSalle haben ausländische Großanleger 2006 fast 50 Mrd. Euro in deutsche Büro- und Einzelhandelsimmobilien gesteckt.

Die in Deutschland überinvestierten offenen Immobilienfonds dagegen sind froh, sich durch die Verkaufserlöse aus dem Renditetief befreien zu können, in das sie vor etwa zwei Jahren auf dem Tiefpunkt des deutschen Büromarkts gerutscht waren.

Die Folgen der Krise sind immer noch zu spüren: Auch wenn einige Anbieter mit international investierenden Fonds wieder Zuflüsse melden, ist die Absatzbilanz der offenen Immobilienfonds auch 2006 verheerend.

Insgesamt haben die Sparer von Januar bis November 8,5 Mrd. Euro abgezogen. :roll:

Die Branche, die vor zwei Jahren noch fast 90 Mrd. Euro verwaltete, ist auf 74 Mrd. Euro geschrumpft.

Azul Real
08.01.2007, 22:59
Bausoftwareentwickler NEMETSCHEK AG

sehr auffällig die Tage ...

akt. 26,41 +1,15%

03.01.2007

Einstieg von Nemetschek bei ungarischer Graphisoft perfekt

Laut einem Bericht der Presseagentur Reuters ist der Einstieg des Münchener Architektur- und Bausoftwareherstellers Nemetschek bei der ungarischen Grafiksoftwarefirma Graphisoft perfekt.

Nemetschek habe seine Kaufoption für 54,3 Prozent der Graphisoft-Anteile an Silvester ausgeübt, teilte das Unternehmen mit. Nemetschek zahlt 51,8 Millionen Euro - neun Euro je Aktie - für die Mehrheitsbeteiligung. Den übrigen Graphisoft-Aktionären sollen Mitte Januar ebenfalls je neun Euro geboten werden, so dass Nemetschek bis zu 95 Millionen Euro für den Zukauf ausgeben müsste. Die bis 2003 auch am Neuen Markt notierte Graphisoft ist an der Börse in Budapest gelistet.

Der zum Jahresende in den Ruhestand gegangene Firmenchef von Nemetschek, Gerhard Weiß, verspricht sich von der Übernahme vor allem eine Erweiterung des Kundenstamms auf 270.000 von bisher rund 170.000. Die 1982 gegründete, als Europa-AG (SE) geführte Graphisoft ist vor allem auf Softwareprogramme für Architekten spezialisiert und soll auch künftig eigenständig arbeiten. Der Zukauf werde im neuen Jahr 2007 den Umsatz und das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) jeweils deutlich erhöhen. Nemetschek hatte im vorvergangenen Jahr 99 Millionen Euro umgesetzt, Graphisoft 27 Millionen Euro.

Zur Finanzierung der Übernahme in Ungarn muss Nemetschek auch Fremdkapital einsetzen. Ende September verfügten die Münchener über 26,7 Millionen Euro an liquiden Mitteln.



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Azul Real
09.01.2007, 13:02
Info

und in Spanien werden mittlerweile schon Hypos angeboten mit einer Laufzeit von 50 Jahren :shock:

.... aufgrund der horrenden Wohnimmobilienpreissteigerungen in den letzten 7 Jahren ...

Sollte m.E. eigentlich demnächst heftig Knallen in dem Sektor, da gleichzeitig rapide steigende Lebenshaltungskosten + steigende Zinsen zum tragen kommen. Die meisten Immobilienkreditverträge in Spanien haben derzeit variable Zinssatzvereinbarungen. Ist nur eine Frage der Zeit, wann die ersten grossen Kreditausfälle aus dem Privatsegment angekündigt werden.

Dazu kommt noch ein Überangebot an Wohnungen, ferner die höchste Bautätigkeitsrate in ganz Europa, auf zwei Spanier kommt statistisch eine Wohnung, sowie eine aktuelle Überbewertung der Preise von ca. 30%


Es kommt dazu, das die EU ab 2007 massiv die Infrastukturbeiträge für Spanien zusammengestrichen hat.

Klar fett short in spanische Bau - und Immobilienaktien


jo, wen interessieren bei ner wirtschaftlichen analyse schon jene, die künftig ihre investitionen finanzieren müssen. -.-

mfg
mh

09.01.2007 11:50
US-Immobilienmarkt - Kein Sand im Konjunkturgetriebe
Köln (ots) -

- Querverweis: Ein Dokument liegt in der digitalen Pressemappe zum Download vor und ist unter http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar -

Befürchtungen, dass der US-Immobilienmarkt durch die steigenden Zinsen einen deutlichen Dämpfer erhalten und damit die Konjunktur auch außerhalb der USA Schaden nehmen könnte, sind einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zufolge übertrieben. Denn in den Vereinigten Staaten hat derzeit lediglich ein Viertel der Hypothekendarlehen eine Zinsbindung von weniger als fünf Jahren. Im historischen Durchschnitt traf dies noch auf ein Drittel der Immobilienkredite zu. Das heißt, dass die amerikanischen Haushalte das bis vor kurzem niedrige Zinsniveau meist über lange Kreditlaufzeiten von bis zu 30 Jahren abgesichert haben. Die zuletzt allgemein gestiegenen Zinsen tangieren damit das verfügbare Einkommen kaum, so dass genügend finanzieller Spielraum für weiteren Vermögensaufbau sowie für den Konsum bleibt. Dies spielt auch der deutschen wie der weltweiten Wirtschaftsentwicklung in die Hände.

Manfred Jäger, Michael Voigtländer: Immobilienfinanzierung - Hypothekenmärkte und ihre gesamtwirtschaftliche Bedeutung, IW-Analysen Nr. 22, Köln 2007, 60 Seiten, 16,80 Euro. Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter: www.divkoeln.de

Originaltext: Institut der deutschen Wirtschaft Köln - IW Köln Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=51902 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_51902.rss2

Pressekontakt: Gesprächspartner im IW: Dr. Manfred Jäger, Telefon: 0221 4981-626 Dr. Michael Voigtländer, Telefon: 0221 4981-741

Azul Real
10.01.2007, 09:23
Patrizia wird nach Kaperhöhung zerlegt ...

akt. 21,80 -5,83% TT 21,59

m.e. erneut gute Einstiegschance


Patrizia gibt 4.730.000 neue Aktien aus
Mittwoch, 10. Jänner 2007


Der Vorstand der PATRIZIA Immobilien AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, bis zu 4.730.000 Stück neue Namensaktien durch eine Bar-Kapitalerhöhung auszugeben. Der Emissionserlös soll sowohl der Finanzierung bereits erworbener Immobilienportfolien als auch zukünftiger Ankäufe dienen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Augsburg mit.Die neuen Aktien entsprechen ca. 9,98% des Grundkapitals. Sie sollen im Wege eines beschleunigten Angebotsverfahrens ausschließlich deutschen und internationalen institutionellen Investoren angeboten werden. Die neuen Aktien werden unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben.Nach der Kapitalerhöhung wird der Anteil von First Capital Partner an PATRIZIA von 50,02% voraussichtlich auf ca. 45,48% sinken, während der Streubesitz des Unternehmens auf voraussichtlich ca. 54,52% steigt.

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http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=6m&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=P1Z.ETR&lColors=0x000000&sSym=P1Z.ETR&hcmask=

Azul Real
10.01.2007, 09:26
EADS ausgestoppt :?

Azul Real
10.01.2007, 16:31
PATRIZIA Immobilien AG / Kapitalerhöhung

10.01.2007

Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der
EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
---------------------------------------------------------------------------

Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG -

PATRIZIA Immobilien AG platziert erfolgreich 4,73 Millionen neue Aktien aus
einer Kapitalerhöhung zur Finanzierung kürzlich erworbener und zukünftiger
Immobilienportfolien

Platzierung der neuen Aktien durch Accelerated Bookbuilding

Augsburg, 10. Januar 2007: Der Vorstand der PATRIZIA Immobilien AG (ISIN:
DE000PAT1AG3) ('PATRIZIA') gibt die erfolgreiche Platzierung von 4.730.000
Millionen neuer Aktien im Rahmen einer Bar-Kapitalerhöhung bekannt.

Der Emissionserlös beträgt EUR104.060.000 und dient sowohl der Finanzierung
bereits erworbener Immobilienportfolien als auch zukünftiger Ankäufe.

Die Aktien wurden im Wege eines beschleunigten Angebotsverfahrens
('Accelerated Bookbuilding') heute zu einem Preis von EUR 22,00 pro Aktie
ausschließlich bei deutschen und internationalen institutionellen
Investoren platziert, was einem Abschlag von 0,90% zum Schlusskurs des
Vortages an der Frankfurter Wertpapierbörse entspricht. Das Bezugsrecht der
Aktionäre war bei der Emission ausgeschlossen.

Durch die Kapitalerhöhung sinkt der Anteil von First Capital Partner an
PATRIZIA von ca. 50,02% auf ca. 45,48%.

Settlement und Listing der neuen Aktien

Das Settlement und die Lieferung der neuen Aktien werden am 16. Januar 2007
erfolgen. Am selben Tag wird voraussichtlich der Handel in den neuen Aktien
an der Frankfurter Wertpapierbörse aufgenommen werden.

Durch die Emission
erhöht sich PATRIZIAs Aktienkapital auf 52.130.000 Millionen Stammaktien.

JPMorgan und Sal. Oppenheim begleiteten die Emission. JPMorgan agierte als
Sole Bookrunner in der Bar-Kapitalerhöhung.

Der Vorstand

Augsburg, 10. Januar 2007

PATRIZIA Immobilien AG
PATRIZIA Bürohaus
Fuggerstraße 26
D - 86150 Augsburg

Zulassung: Amtlicher Markt Frankfurt am Main (Prime Standard)
ISIN: DE000PAT1AG3
WKN: PAT1AG


---------------------------------------------------------------------------



Patrizia wird nach Kaperhöhung zerlegt ...

akt. 21,80 -5,83% TT 21,59

m.e. erneut gute Einstiegschance


Patrizia gibt 4.730.000 neue Aktien aus
Mittwoch, 10. Jänner 2007


Der Vorstand der PATRIZIA Immobilien AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, bis zu 4.730.000 Stück neue Namensaktien durch eine Bar-Kapitalerhöhung auszugeben. Der Emissionserlös soll sowohl der Finanzierung bereits erworbener Immobilienportfolien als auch zukünftiger Ankäufe dienen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Augsburg mit.Die neuen Aktien entsprechen ca. 9,98% des Grundkapitals. Sie sollen im Wege eines beschleunigten Angebotsverfahrens ausschließlich deutschen und internationalen institutionellen Investoren angeboten werden. Die neuen Aktien werden unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben.Nach der Kapitalerhöhung wird der Anteil von First Capital Partner an PATRIZIA von 50,02% voraussichtlich auf ca. 45,48% sinken, während der Streubesitz des Unternehmens auf voraussichtlich ca. 54,52% steigt.

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http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=6m&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=P1Z.ETR&lColors=0x000000&sSym=P1Z.ETR&hcmask=

Azul Real
10.01.2007, 22:01
10.01.2007 15:55
Patrizia Immobilien AG: kaufen (Bankhaus Lampe)
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Roland Könen, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie der PATRIZIA Immobilien AG (ISIN DE000PAT1AG3 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN PAT1AG) weiterhin mit "kaufen" ein.

PATRIZIA Immobilien habe gestern Abend nach Börsenschluss eine Kapitalerhöhung um knapp 10% bekannt gegeben. Die 4,73 Mio. neuen Aktien seien heute im beschleunigten Angebotsverfahren ("Accelerated Bookbuilding") ausschließlich bei institutionellen Investoren zu einem Kurs von 22 EUR platziert worden.

Der Anteil des Unternehmensgründers und Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Egger, der über die First Capital Partner 50,02% des Grundkapitals gehalten habe, werde durch die Emission leicht auf 45,5% verwässert. Dementsprechend erhöhe sich der Streubesitzanteil auf 54,5%. Der Vorstandsvorsitzende betone jedoch, dass er bzw. die First Capital Partner keine Aktienabgänge ihrer Beteiligung an der Gesellschaft plane und mittelfristig Kernaktionär der PATRIZIA Immobilien bleiben werde. Der Netto-Emissionserlös in Höhe von rund 100 Mio. EUR solle insbesondere zur Finanzierung der Ende November/Anfang Dezember 2006 erworbener Immobilienportfolios, aber auch zukünftiger Ankäufe dienen.

Ende November habe die Gesellschaft gemeldet, dass sie ein Portfolio von nahezu 7.000 Wohn- und Gewerbeimmobilien von der MEAG MUNICH ERGO Asset Management GmbH gekauft habe. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, dürfte jedoch nach Analystenerachten bei kolportierten Quadratmeterpreisen von etwa 1.100 EUR bei rund 550 Mio. EUR gelegen haben.

Anfang Dezember habe der Konzern dann weitere gut 2.700 Wohn- und Gewerbeeinheiten von der HDI Gerling Lebensversicherung AG mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 300 Mio. EUR erworben. Insgesamt habe PATRIZIA Immobilien somit alleine im vierten Quartal 2006 mehr als 9.500 Wohn- und Gewerbeeinheiten erworben, während in den ersten neun Monaten 2006 lediglich rund 2.000 Wohnungen gekauft worden seien.

Angesichts der Volumina der zuletzt erworbenen Portfolien sowie der Aussicht, in den kommenden Monaten weitere Bestände kaufen zu können, komme die Kapitalerhöhung trotz des erheblichen Finanzierungsspielraums, den die aktuellen Bilanzrelationen (Eigenkapitalquote von über 58% (30.9.2006)) bei einem angenommenen mittelfristigen Leverage von mindestens 75% zulassen würden, nicht sonderlich überraschend.

Der nun deutlich erhöhte Bestand an Immobilien stelle nach Erachten der Analysten vom Bankhaus Lampe eine gute Ausgangsbasis dar, die avisierten Wachstumsziele des Unternehmens in den kommenden Jahren gut zu erreichen, die bei deutlich anziehendem Volumen unter anderem eine Verdoppelung des Nettoergebnisses in 2007 beinhalten würden. Die Gesellschaft sollte dabei von der mehr als 20-jährigen Erfahrung im Wohn- und Gewerbeimmobilienbereich sowie der geringen Immobilien-Eigentumsquote in Deutschland (43% ggü. beispielsweise mehr als 70% in Großbritannien, Norwegen oder Spanien) profitieren. Ebenso verfüge die Gesellschaft über ein umfassendes Netzwerk und eine hohe Reputation, so dass ein sehr guter Zugang zu weiteren Wohnungsportfolios bestehe.

Aufgrund der allgemeinen Einschätzung zum deutschen Immobilienmarkt (weltweit attraktivster Markt; Bestandshalter verstärkt auf der Verkäuferseite; Immobilie als Anlageklasse für die private Altersvorsorge verstärkt im Vordergrund) gehe das Management der Gesellschaft auch in den kommenden Quartalen unverändert von einer weiterhin positiven Entwicklung der PATRIZIA Immobilien-Gruppe aus. Um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen, müsse der Konzern nach Erachten der Analysten jedoch auch nach dem Kauf der letzten Portfolios kontinuierlich weitere Immobilienbestände zu angemessenen Preisen einkaufen und diese dann vornehmlich in Einzelverkauf mit einer adäquaten Marge weiterveräußern können.

Nach Überarbeitung ihrer Bewertungsmodelle im Nachgang zu den Unternehmensmeldungen zu den Portfoliokäufen sowie der Kapitalerhöhung errechnen die Analysten vom Bankhaus Lampe aktuell einen fairen Wert je PATRIZIA Immobilien-Aktie von 25 EUR, so dass sie ihr Kursziel von 23,00 EUR auf 25,00 EUR anheben und ihre Einschätzung mit "kaufen" bestätigen.
(10.01.2007/ac/a/d)
Analyse-Datum: 10.01.2007

Azul Real
11.01.2007, 08:45
Deutsche Industrie produziert deutlich mehr


Von Ludwig Heinz

Deutschlands Industrieunternehmen haben ihre Produktion im November kräftig erhöht. Der Markt hatte mit einer Zunahme um 1,0 Prozent gerechnet - gemeldet wurde ein Plus von 1,8 Prozent. Zudem wurde die Oktober-Zahl deutlich nach oben revidiert.


Zu dem Anstieg trug vor allem die starke Nachfrage nach Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen bei, deren Produktion um 2,6 Prozent stieg. Bei Konsumgütern erhöhte sich die Herstellung um 1,0 Prozent, bei Vorleistungsgütern um 0,6 Prozent.

Besonders kräftig legte die Bauwirtschaft mit einem Plus von 6,2 Prozent zu. Dazu trugen neben der guten Konjunktur allerdings auch das milde Wetter und Vorzieheffekte wegen der Mehrwertsteuererhöhung bei.

Unsere Interpretation: Die Zahlen sprechen dafür, dass die Industrieproduktion - und damit auch das Bruttoinlandsprodukt - im vierten Quartal 2006 kräftig gewachsen sind. Dabei spielen natürlich der "ausgefallene" Winter und Vorzieheffekte eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Das bedeutet: Sollte es im Januar und Februar doch noch richtig kalt werden, wird das erste Vierteljahr 2007 um so schlechter ausfallen - zumal negative Effekte auf den Konsum wegen der Mehrwertsteuererhöhung so sicher sind wie das Amen in der Kirche. Die Frage ist nur, wie stark sie sein werden. Das ändert allerdings nichts daran, dass der konjunkturelle Trend weiter aufwärts gerichtet bleibt.

In dieselbe Richtung zeigen auch die gestern gemeldeten Auftragseingänge, die sehr positiv ausfielen. Die Industriefirmen verfügen nach wie vor über einen dicken Auftragsbestand. Im zweiten Quartal sollte die deutsche Wirtschaft deshalb wieder deutlich expandieren. Die Europäische Zentralbank wird sich durch die deutschen Produktions- und Auftragszahlen bestärkt fühlen, die Leitzinsen für Euroland weiter anzuheben.

Azul Real
11.01.2007, 08:46
Mittwoch, 10. Januar 2007, 20:31 Uhr
Fertigbaufirma

Kampa-Aktie bleibt auf der Kursliste

Die Fertigbaufirma Kampa bleibt nun doch an der Börse notiert. Der neue Mehrheitseigner, der Finanzinvestor Triton, gab seine Pläne für ein so genanntes Delisting vorerst auf, nachdem er die angestrebte Anteilsschwelle von 75 Prozent weit verfehlte, wie eine Triton-Sprecherin am Mittwoch sagte.

HB DÜSSELDORF. Auch nach der Verlängerung ihres Übernahmeangebots kommt Triton nur auf 56,4 Prozent. Der Investor schließe allerdings nicht aus, künftig weitere Kampa-Anteile hinzuzukaufen, sollte sich die Gelegenheit dazu bieten, sagte die Triton-Sprecherin.

Kampa-Alteigentümer und Aufsichtsratschef Wilfried Kampa hatte Ende Oktober seinen Anteil von 55,33 Prozent am Grundkapital an Triton verkauft. Deren Offerte von sieben Euro je Aktie an die restlichen Anteilseigner ist bei diesen weitgehend auf Ablehnung gestoßen. An der Börse bekommen sie derzeit mehr Geld für die Anteilsscheine, der Kurs lag am Mittwoch rund 0,5 Prozent im Minus bei 7,34 Euro.

Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 9. Februar will der neue Mehrheitsaktionär den Aufsichtsrat umbauen. Neuer Vorsitzender des Kontrollgremiums soll Triton-Manager Michael Wilkens werden.

Azul Real
11.01.2007, 08:59
Zur Info:

Die DGAG ist eine Gesellschaft, die aus der Fusion der ehemaligen Landesentwicklungsgesellschaft Schlewsig-Hosltein, welche von Büll & Liedtke übernommen worden ist, und teilen der Büll & Liedtke Gruppe.



Pirelli RE schließt DGAG-Kauf ab - weitere Transaktionen geplant


Hamburg (ots) -


- DGAG wird in das Geschäftsmodell der Pirelli RE umgewandelt
- Unternehmenswert rund EUR1,4 Milliarden. Verkaufspreis rund
EUR465 Millionen für 100% der DGAG
- Pirelli RE CEO: "Wir haben schon weitere attraktive
Investitionsmöglichkeiten identifiziert."
- DGAG-Chef: "Wir sind bereits in Vorgesprächen für neue
Investitionen."

Die Pirelli Real Estate S.p.A.(Pirelli RE), eines der führenden
Immobilienunternehmen Italiens, hat den Erwerb von 96.83% der DGAG
Deutsche Grundvermögen AG abgeschlossen und ein verbindliches
Übereinkommen zum Erwerb weiterer 2,54% der Unternehmens
unterzeichnet.

Am 9. Oktober 2006 hatten die Gesellschafter der DGAG angekündigt,
alle Anteile der DGAG an Pirelli RE zu verkaufen.

Der Verkaufspreis, vorbehaltlich einer Preisanpassung auf
Grundlage des Geschäftsberichts für 2006, ist mit rund EUR465
Millionen für 100% der DGAG berechnet worden.

Der Wert des
Unternehmens, bestehend aus Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien,
Asset Management und Wohnungsverwaltung beträgt rund EUR1,4
Milliarden. :wink:

Unmittelbare oder mittelbare Verkäufer sind die HSH N
[B]Real Estate AG sowie die wesentlichen Aktionäre der B&L Immobilien
AG, die Hamburger Kaufleute Albert Büll und Dr. Cornelius Liedtke.

Der Abschluss der Transaktion markiert den Beginn für die
Umwandlung der DGAG in das Geschäftsmodell der Pirelli RE. Das Ziel
ist es die unterschiedlichen Wachstumsmöglichkeiten in Deutschland zu
nutzen, unterstützt durch die Qualität des Managements.

"Wir möchten in den nächsten Jahren in großem Umfang in
Deutschland investieren, sondieren den Markt bereits sehr genau und
befinden uns in einer Reihe von Vorgesprächen." sagte Wolfgang
Weinschrod, Vorstand (Sprecher) der DGAG.

Ziel ist es, gemeinsam mit dem bestehenden Management, die
vielfältigen Wachstumsmöglichkeiten auf dem deutschen Markt zu
nutzen. Bis Jahresende sollen die Wohnimmobilien der DGAG im Wert von
rund EUR1,040 Millionen in ein Joint Venture von Pirelli RE (35%) und
RREEF (65%) eingebracht werden. RREEF ist ein Fonds der Deutschen
Asset Management, in dem das internationale Investment Geschäft der
Deutschen Bank gebündelt ist. Hier liegt der Schwerpunkt in den
Bereichen Immobilien und Infrastruktur.

Analog dazu werden die DGAG-Gewerbeimmobilien mit einem Wert von
rund EUR275 Millionen in ein Joint Venture von Pirelli Re (30%) und
Morgan Stanley's Immobilienfonds (MSREF) (70%) transferiert. Asset-
und Immobilienmanagement, bei welchem rund 400 Mitarbeiter
beschäftigt sind, bleiben zur Gänze im Besitz der Pirelli RE
Deutschland.

"Das Management der DGAG und die Anwendung unseres
Geschäftsmodells stellen eine wichtige Basis für das Wachstum in
Deutschland, Europas größtem Immobilienmarkt, dar. Wir haben dort
bereits weitere Investitionsmöglichkeiten sowohl bei Wohn- als auch
bei Gewerbeimmobilien identifiziert", sagte Carlo A. Puri Negri,
Pirelli RE CEO.

Über DGAG Deutsche Grundvermögen AG
Die DGAG Deutsche Grundvermögen AG ist eine der führenden
deutschen Immobiliengesellschaften mit einem Schwerpunkt ihrer
Aktivitäten im norddeutschen Raum. Die Geschäftstätigkeit umfasst den
Handel, die Bewirtschaftung, die Entwicklung und das Management von
Wohn-, Shopping- und Gewerbeimmobilen sowie Grundstücken. Die
Aktivitäten des Konzerns sind zwei Kerngeschäftsfeldern zugeordnet.
Im Geschäftsfeld Wohnimmobilien bewirtschaftet die DGAG eigene und
fremde Wohnungen in Norddeutschland und betreibt einen auf Zuwachs
und Optimierung ausgerichteten An- und Verkauf.
Im Geschäftsfeld
Shopping- und Gewerbeimmobilien entwickelt die DGAG Shopping-Center
sowie innerstädtische Handelsimmobilien und übernimmt das Center
Management. Zudem verwaltet sie eigene und fremde Gewerbeimmobilien
mit unterschiedlichen Nutzungen. Die Aktivitäten in diesem Bereich
sind über ganz Deutschland verteilt. Das Geschäftsfeld
Flächenmanagement, in dem die DGAG insbesondere mit
landwirtschaftlichen Flächen handelt, rundet das Portfolio ab.

Über Pirelli & C. Real Estate (Pirelli RE)
Pirelli RE ist ein Vermögensverwalter, der Spezialfonds und Firmen
verwaltet, die Immobilien und notleidende Kredite besitzen, in diese
mittels Minderheitsbeteiligungen investiert (Fonds- und
Vermögensverwaltung) und für diese und andere Kunden umfassende
Spezialdienstleistungen auf dem Immobiliensektor erbringt - sowohl
direkt als auch in Italien über ein Netz von Franchiseunternehmen.
In den letzten Jahren hat sich Pirelli RE als führendes Unternehmen
in der italienischen Immobilienbranche und als eines der wichtigsten
in Europa etabliert. Mit der Übernahme der DGAG übersteigt der Wert
des verwalteten Vermögens jetzt 15 Milliarden Euro. Pirelli RE
beschäftigt mehr als 2.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist seit Juni
2002 an der Mailänder Börse notiert und ist, gemessen an der
Marktkapitalisierung, mit mehr als 2 Milliarden Euro das führende
Immobilienunternehmen am Markt.


Originaltext: DGAG Deutsche Grundvermögen AG
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=63153
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_63153.rss2
Kontakt:
DGAG Deutsche Grundvermögen AG
Merlin Koene
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0431/9796-370

Azul Real
11.01.2007, 11:22
*Bauindustrie erhöht Umsatzprognose 2007 auf +3,5% von +1%

*Bauindustrie rechnet 2007 mit leicht steigender Beschäftigung

*Bauindustrie erhöht Umsatzprognose 2006 auf +6,5% von +2,5%

*Bauindustrie: Beschäftigtenzahl 2006 bleibt stabil bei 717.000

*Bauindustrie: Konjunkturelle Trendwende am Bau geschafft



Bauindustrie erwartet auch 2007 Fortsetzung des Wachstumskurses

BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Bauindustrie sieht sich auch 2007 "weiter
auf Wachstumskurs" und hat ihre Umsatzprognose für das laufende Jahr deutlich
auf nominal +3,5% von +1% angehoben. "Dank der regen Baunachfrage des
Verarbeitenden Gewerbes wird der Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe auch 2007
wachsen und zwar voraussichtlich um nominal 3,5%; die Beschäftigung wird 2007
leicht zunehmen", sagte der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen
Bauindustrie (HDB), Hans-Peter Keitel, am Donnerstag in Berlin bei der
Jahresauftaktpressekonferenz seines Verbandes.

Deutlich besser als bislang vom Verband prognostiziert ist für die
Bauwirtschaft das Jahr 2006 verlaufen. Die Nachfrageimpulse seien schneller
produktions- und damit umsatzwirksam geworden als erwartet. "Wir gehen deshalb
heute für das Gesamtjahr 2006 von einem Umsatzplus von nominal 6,5% aus", sagte
Keitel. Bislang hatte der HDB mit einem Umsatzplus von 2,5% im abgelaufenen Jahr
gerechnet.

Trotz dieser positiven Entwicklung verweist der Verband darauf, dass
das erreichte Umsatzniveau 2006 immer noch um 20% unter dem des Jahres 2000 und
sogar um 33% unter dem des Jahres 1995 liegt. "Für Euphorie gibt es nach wie vor
keinen Grund", sagte Keitel.

Der HDB rechnet 2006 mit dem größten Umsatzplus im Wirtschaftsbau und
rechnet dort mit einem Plus von 9,5%. Der Anstieg der baugewerblichen Umsätze
wird nach HDB-Einschätzung im Wohnungsbau 2006 bei +6,5% und im Öffentlichen Bau
bei +2,5% liegen. In Westdeutschland werden die Bauumsätze 2006 laut HDB um 7,0%
und in Ostdeutschland um 4,5% steigen.

Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass das Umsatzwachstum des Jahres 2006 zu
2 bis 3 Prozentpunkten auf Preissteigerungen zurückzuführen sei. Insbesondere
Engpässe bei der Versorgung mit Baustoffen und Bauprodukten hätten ihre Spuren
hinterlassen. "Wir werden uns auch 2007 darauf einstellen müssen, dass ein Teil
des Umsatzwachstums preisgetrieben ist", sagte Keitel.

Gleichwohl ist aus Sicht der Bauindustrie die konjunkturelle Trendwende am
Bau geschafft. Der Konjunkturaufschwung habe inzwischen auch den Bauarbeitsmarkt
erreicht. "Wir erwarten jetzt, dass sich die Beschäftigung im deutschen
Bauhauptgewerbe 2006 im Jahresdurchschnitt auf dem Niveau des Jahres 2005, also
bei 717.000 Beschäftigten einschließlich der Angestellten, stabilisiert hat",
sagte Keitel. Damit sei die zu Beginn von 2006 geäußerte Befürchtung eines
Verlustes von 20.000 Arbeitsplätzen nicht eingetroffen. Für das laufende Jahr
rechnet der Verband mit einem leichten Anstieg der Beschäftigtenzahl.

Die Belebung der Baunachfrage hat nach HDB-Angaben inzwischen alle
Bausparten erfasst. Das Auftragsvolumen in den ersten zehn Monaten 2006 lag laut
HDB dank eines florierenden Wirtschaftsbaus um nominal 6,3% über dem Niveau des
Jahres 2005. Dabei verzeichnete der Wirtschaftsbau mit einem Plus von 10,4% die
größten Zuwächse. Im Wohnungsbau erhöhte sich der Auftragseingang in diesem
Zeitraum um 5,7% und im Öffentlichen Bau um 2,6%.

-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
beate.preuschoff@dowjones.com

Azul Real
11.01.2007, 11:32
Strabag neues Mehrjahreshoch

139,10 +2,27% :-D

Hinweis:Strabag ist sehr markteng, da die Mehrheit der Aktien bei der österreichischen Muttergesellschaft der Bauholding , jetzt Strabag SE, angsiedelt sind.

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1y&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=STB.FSE&lColors=0x000000&sSym=STB.FSE&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=30y&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=STB.FSE&lColors=0x000000&sSym=STB.FSE&hcmask=

Azul Real
11.01.2007, 11:36
Abacho mit Volumen auf 2,30 / 10k

Azul Real
12.01.2007, 09:40
HOCHTIEF - Rückfall auf potenzielles Kaufniveau

Datum 11.01.2007 - Uhrzeit 09:42 (© GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)

Hochtief WKN: 607000 ISIN: DE0006070006

Intradaykurs: 51,66 Euro



Aktueller Wochenchart (log) seit 28.11.2003 (1 Kerze = 1 Woche)

Rückblick: Die HOCHTIEF Aktie fiel nach ihrem Hoch aus dem Mai 2006 bei 59,50 Euro deutlich ab. Erst die Unterstützung bei 37,70 Euro bot der Aktie Halt. Dort bildete die Aktie Mitte Juni 2006 ein Tief bei 36,33 Euro aus, durchbrach die Unterstützung aber nicht per Wochenschlusskurs. Seitdem zieht die Aktie wieder an. In der ersten Dezemberwoche durchbrach die Aktie eine Variante des Abwärtstrends seit Mai 2006. Nach einem Hoch bei 56,83 Euro in der vorletzten Woche setzt die Aktie aktuell auf diese Trendlinie zurück. Sie liegt bei 50,83 Euro.

Charttechnischer Rückfall: Bisher ist der kurzfristige Rückfall der HOCHTIEF Aktie klar als Pullback einzuordnen, Die Aktie sollte nun also wieder nach oben drehen und 59,50 und später ca. 85,00 Euro anziehen. Fällt die Aktie überraschend unter die bei 50,83 verlaufende Trendlinie auf Wochenschlusskursbasis zurück, wären weitere Abgaben bis ca. 46,54 Euro zu erwarten.


http://img.godmode-trader.de/charts/28/2006/coruscant682.GIF

Azul Real
12.01.2007, 22:25
US-Hausmarkt: Anzeichen einer Bodenbildung
Freitag, 12. Jänner 2007


"Am US-Hausmarkt verdichten sich die Anzeichen einer Bodenbildung", erklärt Cathy Minehan, Präsidentin der Federal Reserve Bank von Boston. Die Rezession am US-Immobilienmarkt beunruhigt die Wall Street seit Monaten. Es geht das Gespenst um, dass die Schwäche des Immobilienmarktes auf die anderen Bereiche der US-Volkswirtschaft übergreift. Die beruhigenden Worte der stimmberechtigten Geldpolitikerin tragen daher zur heutigen soliden Stimmung der Aktienmärkte bei. Die Nasdaq ist derzeit mit 0,5% im Plus, der Dow Jones mit 0,3%.

Azul Real
13.01.2007, 13:51
12.01.2007 17:50
HSH Nordbank: IVG-Aktien wurden zu 34,50 EUR platziert
FRANKFURT (Dow Jones)--Die HSH Nordbank hat am Freitag IVG- (Nachrichten/Aktienkurs) Aktien über die Börse verkauft und damit, wie bereits angekündigt, ihre Beteiligung an dem Immobilienunternehmen reduziert. Die Investmentbank Goldman Sachs habe die Papiere für 34,50 EUR je Aktie platziert, sagte ein Sprecher der HSH Nordbank auf Anfrage zu Dow Jones Newswires. Die Stücke seien breit gestreut worden und vor allem an institutionelle Investoren in Deutschland, Großbritannien und den USA gegangen. Die HSH hat damit ihre IVG-Beteiligung auf 2,5% von 5,1% reduziert.



12.01.2007 09:56
MARKT/IVG-Platzierungsspanne bei 34,50 zu 35,00 EUR - Händler
Die IVG- (Nachrichten/Aktienkurs) Platzierungsspanne liegt nach Aussage mehrerer Händler bei 34,50 zu 35,00 EUR. Goldman Sachs platziert 2,6% des Aktienkapitals im Auftrag der HSH-Nordbank im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens. Die Aktie sollte im Bereich dieser Spanne von 34,50 zu 35 EUR in den Handel starten, heißt es.

DJG/thl/reh -0-

Azul Real
14.01.2007, 21:11
Info.
Die WKN STB ist die Aktie der ehemaligen deutschen Strabag AG mit Sitz in Köln.

Diese Woche neues Mehrjahreshoch bei 150,50 Euro.

Weitere Abfindungsphantasie durch die Muttergesellschaft Bauholding jetzt STRABAG SE, welche gesamtheitlich die STRABAG an die Börse bringen möchte .

http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=1y&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&lSyms=STB.FSE&lColors=0x000000&sSym=STB.FSE&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=30y&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&lSyms=STB.FSE&lColors=0x000000&sSym=STB.FSE&hcmask=




http://www.strabag.at/CMSCache/161951.jpg

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18.12.2006
Strabag bringt in zwei Schritten bis zu 60% an die Börse
Kapitalerhöhung um 35 auf 105 Mio. Euro als erster Schritt im Frühsommer 2007 - Secondary Offering spätestens 2009


Die Raiffeisen Holding wird sich gemeinsam mit der Haselsteiner-Gruppe im Zuge des Börsegangs der Strabag auf 40 Prozent zurückziehen und damit - in zwei Schritten - die Mehrheit des Baukonzerns an Privatinvestoren abgeben. Wie der Generaldirektor der Raiffeisen Holding, Erwin Hameseder, vor Journalisten in Wien bestätigte, soll in einem ersten Schritt im Frühsommer 2007 das Kapital der Strabag um 35 auf 105 Mio. Euro erhöht und ein Drittel des Unternehmen an die Börse gebracht werden.

Als zweiter Schritt sei ein Secondary Offering geplant, das je nach Entwicklung des Kapitalmarktes 2008 oder spätestens 2009 erfolgen soll. Ziel sei es, dem Unternehmen eine "zusätzliche Initialzündung" für die Börse zu geben, so Hameseder.

Der geplante Börsegang setze Rahmenbedingungen voraus, die man zu erfüllen versuche. Sowohl bei der Strabag als auch bei Raiffeisen würden derzeit die Konzernstrukturen so gestrafft, dass künftige Investoren klare Eigentumsverhältnisse vorfinden könnten.

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13.11.2006 10:26
Baukonzern Strabag will mit Hilfe des Börsengangs Nummer eins in Europa werden

Der österreichische Baukonzern Strabag SE will mit Hilfe des angepeilten Börsengangs die Nummer eins in Europa werden. "Dazu brauchen wir dauerhaft höhere Wachstumsraten als die Konkurrenz. Und deswegen werden wir natürlich auch in Deutschland weiter wachsen und die Kosten dort senken", sagte Strabag-Chef und Haupteigentümer Hans Peter Haselsteiner dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Um das Wachstum zu finanzieren, will er in zwei Schritten 60 Prozent des Kapitals an die Börse bringen. "Die Börse ist ein taugliches Instrument, um an Kapital zu kommen, das wir für unsere Expansion brauchen. Derzeit sind unsere Wachstumsmöglichkeiten beschränkt", sagte er.

Die österreichische Strabag hatte 1997 den gleichnamigen deutschen Konkurrenten übernommen. Zudem gehört zu dem Konzern das Kerngeschäft der insolventen Walter Bau AG sowie 57 Prozent der Stuttgarter Baufirma Züblin. Das Unternehmen hatte sich 2003 von der Börse zurückgezogen und firmierte im Herbst 2004 in eine europäische Aktiengesellschaft um./zb/she

AXC0087 2006-11-13/10:22

Azul Real
14.01.2007, 21:16
Zur Strabag ist noch zu erwähnen, das diese sich 2006 die Filetstücke aus der Walter Bau Insolvenz gesichert haben, mit den ehemaligen Firmen wie:

Züblin
Dywidag
Heilit & Woerner

Azul Real
15.01.2007, 10:03
12.01.07 / 07:40

DGAP-Adhoc: CENTROTEC Sustainable AG



CENTROTEC Sustainable AG: Geschäftszahlen 2007: CENTROTEC prognostiziert 2-stellige Steigerungswerte bei allen Kenngrössen

CENTROTEC Sustainable AG / Planzahlen

12.01.2007

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Geschäftszahlen 2007: CENTROTEC prognostiziert 2-stellige Steigerungswerte bei allen Kenngrössen

Brilon, den 12.01.2007. Die CENTROTEC Sustainable AG erwartet in den weiterhin voll konsolidierten Geschäftsfeldern Gas Flue Systems, Climate Systems und Medical Technology & Engineering Plastics hohe Wachstumsraten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 legten diese Geschäftsfelder nach den ersten, ungeprüften Hochrechnungen mit einem starken vierten Quartal organisch zweistellig zu. Die genauen Ist-Zahlen 2006 werden noch ermittelt und zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Dieser Wachstumskurs soll in 2007 nochmals verstärkt werden. Im Fokus für 2007 stehen insbesondere Erhöhungen der Ergebniskennzahlen.

Hier will CENTROTEC organische Steigerungswerte von mindestens 10 bis 20 % je nach Geschäftssegment gegenüber den um Sondereffekte und das ab 2007 nicht mehr konsolidierte Solargeschäft bereinigten Zahlen aus 2006 realisieren. Ingesamt wird davon ausgegangen, dass der EBITDA auf 44 bis 46 Mio. EUR und das EBIT auf 29 bis 31 Mio. EUR steigen werden. Aber auch der Umsatz soll organisch zweistellig auf 390 bis 400 Mio. EUR wachsen. Beim Gewinn pro Aktie (EPS) wird mit einem Wert von 2,00 bis 2,10 EUR gerechnet. Detailinformationen zu den einzelnen Geschäftssegmenten In der Prognose des Geschäftsjahres 2007 sind nur noch die drei Geschäftsfelder Gas Flue Systems, Climate Systems und Medical Technology & Engineering Plastics abgebildet.

Das Solargeschäft wird nunmehr At Equity konsolidiert. Damit wird die CENTROSOLAR AG nicht mehr bei Umsatz, EBITDA und EBIT berücksichtigt, beeinflusst aber weiterhin (positiv) den Periodenüberschuss und die EPS.

Die im Oktober 2006 akquirierte Wolf Gruppe wurde in das Segment Climate Systems integriert. Mit den geplanten Segmentumsatzsteigerungen für 2007 auf 270 bis 275 Mio. EUR (davon ca. 225 Mio. EUR aus der Wolf Gruppe) wird hier ein organisches Wachstum von circa 8 % erreicht. Für den bisherigen Climate-Bereich (ohne Wolf) liegt dieser Wert sogar bei 12 bis 15 %. In 2007 wird die Wolf Gruppe durch weitere operative Verbesserungen und die gut anlaufende Integration spürbar zum Ergebnis beitragen. Im Gesamtsegment soll eine EBIT-Marge von circa 7 % erreicht werden, die sich aus dem bisherigen Climate-Bereich mit 16 bis 18 % und Wolf mit circa 5 % zusammensetzt. Durch die strategische Ausrichtung auf Energiesparprodukte wie thermische Solaranlagen, Biomasse-Kessel, Wärmepumpen, Photovoltaik und Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie die konsequente Aufstellung als Systemanbieter sollte die EBIT-Marge in diesem Bereich mittelfristig wieder ein zweistelliges Niveau erreichen.

In dem Segment Gas Flue Systems werden organische Umsatzsteigerungen um 15 % auf circa 90 Mio. EUR erwartet. Ermöglicht wird dieser Sprung durch die verstärkte Internationalisierung und die Erweiterungen des Produktportfolios. Die EBIT-Marge wird bei circa 11 % liegen. Die Planungen 2007 im Segment Medical Technology & Engineering Plastics gehen ebenfalls von einem deutlich zweistelligen organischen Wachstum auf eine Umsatzerwartung von über 35 Mio. EUR aus. Die insbesondere in diesem Segment intensiv betriebene organische Wachstumsstrategie mit medizintechnischen Spezialgeräten unter eigenem Markennamen soll durch gezielte Unternehmensübernahmen noch weiter forciert werden, bevor das Segment verselbständigt wird.

Für 2007 wird in diesem Segment eine EBIT-Marge von 6 bis 8 % erwartet. Für weitere Informationen wenden Sie sich an:

CENTROTEC Sustainable AG Dr. Klaus Heinemann, Tel.: +49 2961 96631-103




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09.01.2007, 11:11 Beitrag melden
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Zwischenzeitlich wurde erster Kauf Centrotec ausgeführt KK 27,50

TH 28,06 akt . 27,40 +2,20%

Ziel 31-32,00
Stop 25,00

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=5d&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=CEV.ETR&lColors=0x000000&sSym=CEV.ETR&hcmask=
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http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=6m&type=CONNECTLINE&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=CEV.ETR&lColors=0x000000&sSym=CEV.ETR&hcmask=

Azul Real
15.01.2007, 17:04
HANDELSBLATT, Montag, 15. Januar 2007, 14:57 Uhr
Länder werben vergeblich für Einbeziehung von Wohnimmobilien:roll:

Bund bleibt hart bei Reits
Von Frank Michael Drost

Die Bundesregierung lehnt die Forderung der Bundesländer ab, Wohnimmobilien doch in die geplanten Reits aufzunehmen. „Die Herausnahme ist angezeigt, um die Belange des Mieterschutzes und einer sozialen Stadtentwicklung zu unterstützen“ heißt es in der Stellungnahme der Bundesregierung, die dem Handelsblatt vorliegt.

BERLIN. Nach dem Regierungsentwurf sollen börsennotierte Immobiliengesellschaften lediglich Gewerbeimmobilien und nach dem 1. Januar 2007 fertig gestellte Wohnungen umfassen. Ein Hintertürchen lässt man sich jedoch offen. Mit der Verabschiedung des Gesetzes sei noch nicht „für alle Zeiten das letzte Wort gesprochen“ über Wohnimmobilien. Doch auch ohne die Einbeziehung von Wohnimmobilien seien Reits ein „sinnvolles und attraktives Instrument“. Im Parlament findet am Donnerstag die erste Lesung des Reits-Gesetzentwurfs statt.

Mit erheblichen Geburtswehen erblickte der Gesetzesentwurf „zur Schaffung deutscher Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen“ (Reits) das Licht der Welt. Ursprünglich wollte das Bundesfinanzministerium auch die Wohnimmobilien reits-tauglich machen. Doch der hartnäckige Widerstand von Teilen der SPD führte sehr zum Verdruss des Koalitionspartners CDU/CSU zum Ausschluss der Wohnimmobilien aus den Reits.

Der Clou bei den Reits ist die so genannte Steuertransparenz.

Da die Gewinne zu mindestens 90 % ausgeschüttet werden, wird nicht der Reit selbst besteuert, sondern die Anleger. Dafür ist der Reits sowohl von der Körperschafts- als auch von der Gewerbesteuer befreit. Die Bundesregierung will Bedenken des Bundesrates prüfen, ob im Zusammenhang mit der Gründung eines Reits Sale and Lease back-Gestaltungen bei Gewerbeimmobilien steuermindernd gestaltet werden können.

Der Bundesrat wirft der Regierung vor, durch eine Ausklammerung der Wohnimmobilien das „Finanzprodukt Reit nachhaltig“ zu schwächen.

Azul Real
15.01.2007, 17:05
neues MJH 160,00 Euro


Info.
Die WKN STB ist die Aktie der ehemaligen deutschen Strabag AG mit Sitz in Köln.

Diese Woche neues Mehrjahreshoch bei 150,50 Euro.

Weitere Abfindungsphantasie durch die Muttergesellschaft Bauholding jetzt STRABAG SE, welche gesamtheitlich die STRABAG an die Börse bringen möchte .

http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=1y&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&lSyms=STB.FSE&lColors=0x000000&sSym=STB.FSE&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=30y&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&lSyms=STB.FSE&lColors=0x000000&sSym=STB.FSE&hcmask=

Azul Real
17.01.2007, 16:30
Desgleichen ein eigenständiger Menüpunkt zur neuen Assetklasse REITŽs auf der Homepage der Deutschen Börse.

http://deutsche-boerse.com/dbag/dispatch/de/kir/gdb_navigation/listing/22_REITs


Desgleichen gibt es bereits seit längerem eine REIT`S in Deutschland- Page

Sehr interessant m.E.

http://reits-in-deutschland.de/index.php?id=26&L=0




Auf der Internetpräsenz der Börse Stuttgart bzw. Euwax wird nunmehr ein sehr ausführliches Register/ Menü zum Thema Reits geführt.

Siehe Startseite oben links Button "Aktie Reits"

http://www.boerse-stuttgart.de/

Es lohnt sich allein schon wegen der Aufstellung internationaler börsennotierter Reits-Gesellschaften, einschließlich der aktuellen Notierungen.

Ferner gibt es dort auch eine Übersicht Anlagezertifikate auf REITs

Azul Real
18.01.2007, 11:03
Rhön-Klinikum wäre ein klassischer Kandidat dafür, welche gegebenenfalls ihre Immobilien in die neue Form der börsennotierten Immobilienaktiengesellschaften (REITŽs = Real Este Investment Trusts) einbringen könnten. In Deutschland wird das Gesetz rückwirkend ab 01.2007 eingeführt.

Verkauf der Immobilien und Einbringung in einen Trust...


Desgleichen mögliche Kandidaten Metro oder die Deutsche Post.

Man betrachte nur, wie viel der Verkauf, zugegebener Weise Notverkauf, an Kapital durch Hebung der stillen Reserven, KARSTADT in die Kassen gespült hat. :shock:


RHK long JH(40,45) nicht mehr so fern, Tageshoch war 39,50 und da sammelt jemand :)

Jahreschart

http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD=4&ID_NOTATION=160051

Monatchart:

http://chart4.onvista.de/h.html?ID_NOTATION=160051&TYPE=HISTORICAL&TICK=1&PERIOD=1&DISPLAY=2&SCALE=1&GRID=1&VOL=1&SUPP_INFO=0

Azul Real
19.01.2007, 11:14
HOCHTIEF dreht nach Plan nach oben :shock:

Datum 19.01.2007 - Uhrzeit 10:32

Hochtief WKN: 607000 ISIN: DE0006070006

Intradaykurs: 54,95 Euro

Aktueller Wochenchart (log) seit 28.11.2003 (1 Kerze = 1 Woche)

Kurz-Kommentierung: Die HOCHTIEF Aktie durchbrach in der ersten Dezemberwoche eine Abwärtstrendvariante seit dem Hoch vom Mai 2006 bei 59,50 Euro. Danach zog die Aktie auf 56,83 Euro an. Vom dieser Marke aus kam es zu einem Rücksetzer auf den gebrochenen Abwärtstrend. Nachdem die Aktie auf diesem Trend bereits in der letzten Woche eine kleine bullische Kerze ausgebildet hat, zieht sie in dieser Woche weiter an. Damit ist der Rücksetzer eindeutig ein Pullback und bestätigt den Ausbruch. Kurzfristig sind nun Gewinne bis 59,50 Euro zu erwarten. Später sollte es zu einem deutlichen Anstieg bis ca. 85,00 Euro kommen. Voraussetzung ist nun, dass die Aktie das Tief aus der letzten Woche bei 50,91 Euro nicht mehr unterschreitet, schon gar nicht per Schlusskurs

http://img.godmode-trader.de/charts/28/2006/coruscant789.GIF

Azul Real
19.01.2007, 11:18
läuft wie Seuche

HOT 55,40 TH , akt. 55,20 +3,95%
GBF 59,35 TH , akt. 59,15 + 2,12%


Hochtief & Bilfinger 8-)

HOT 54,95 + 3,48% 8)

GBF 58,78 +1,57% - kurz davor das MJH zu knacken bei 59,95, daher schön aufpassen

sehr auffällig die Tage

TAG Tegernsee
rasant von knapp 9,00 auf das heutige TH 11,00 und Mehrjahreshoch gelaufen

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=6m&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=TEG.ETR&lColors=0x000000&sSym=TEG.ETR&hcmask=

HOCHTIEF dreht nach Plan nach oben :shock:

Datum 19.01.2007 - Uhrzeit 10:32

Hochtief WKN: 607000 ISIN: DE0006070006

Intradaykurs: 54,95 Euro

Aktueller Wochenchart (log) seit 28.11.2003 (1 Kerze = 1 Woche)

Kurz-Kommentierung: Die HOCHTIEF Aktie durchbrach in der ersten Dezemberwoche eine Abwärtstrendvariante seit dem Hoch vom Mai 2006 bei 59,50 Euro. Danach zog die Aktie auf 56,83 Euro an. Vom dieser Marke aus kam es zu einem Rücksetzer auf den gebrochenen Abwärtstrend. Nachdem die Aktie auf diesem Trend bereits in der letzten Woche eine kleine bullische Kerze ausgebildet hat, zieht sie in dieser Woche weiter an. Damit ist der Rücksetzer eindeutig ein Pullback und bestätigt den Ausbruch. Kurzfristig sind nun Gewinne bis 59,50 Euro zu erwarten. Später sollte es zu einem deutlichen Anstieg bis ca. 85,00 Euro kommen. Voraussetzung ist nun, dass die Aktie das Tief aus der letzten Woche bei 50,91 Euro nicht mehr unterschreitet, schon gar nicht per Schlusskurs

http://img.godmode-trader.de/charts/28/2006/coruscant789.GIF

Azul Real
19.01.2007, 14:29
HOT break 56,00

TH 56,35 +6,12%


läuft wie Seuche

HOT 55,40 TH , akt. 55,20 +3,95%
GBF 59,35 TH , akt. 59,15 + 2,12%


Hochtief & Bilfinger 8-)

HOT 54,95 + 3,48% 8)

GBF 58,78 +1,57% - kurz davor das MJH zu knacken bei 59,95, daher schön aufpassen

sehr auffällig die Tage

TAG Tegernsee
rasant von knapp 9,00 auf das heutige TH 11,00 und Mehrjahreshoch gelaufen

http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=6m&type=candle&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=TEG.ETR&lColors=0x000000&sSym=TEG.ETR&hcmask=

HOCHTIEF dreht nach Plan nach oben :shock:

Datum 19.01.2007 - Uhrzeit 10:32

Hochtief WKN: 607000 ISIN: DE0006070006

Intradaykurs: 54,95 Euro

Aktueller Wochenchart (log) seit 28.11.2003 (1 Kerze = 1 Woche)

Kurz-Kommentierung: Die HOCHTIEF Aktie durchbrach in der ersten Dezemberwoche eine Abwärtstrendvariante seit dem Hoch vom Mai 2006 bei 59,50 Euro. Danach zog die Aktie auf 56,83 Euro an. Vom dieser Marke aus kam es zu einem Rücksetzer auf den gebrochenen Abwärtstrend. Nachdem die Aktie auf diesem Trend bereits in der letzten Woche eine kleine bullische Kerze ausgebildet hat, zieht sie in dieser Woche weiter an. Damit ist der Rücksetzer eindeutig ein Pullback und bestätigt den Ausbruch. Kurzfristig sind nun Gewinne bis 59,50 Euro zu erwarten. Später sollte es zu einem deutlichen Anstieg bis ca. 85,00 Euro kommen. Voraussetzung ist nun, dass die Aktie das Tief aus der letzten Woche bei 50,91 Euro nicht mehr unterschreitet, schon gar nicht per Schlusskurs

http://img.godmode-trader.de/charts/28/2006/coruscant789.GIF

Azul Real
19.01.2007, 18:26
Hochtief AG: kaufen
DK
19. Januar 2007, 13:27

In ihrer neuesten Studie haben die Analysten der Investmentbank Dresdner Kleinwort ihr Kursziel für die Aktien der Hochtief AG von 54,96 Euro auf nun 71,54 Euro angehoben. :shock:

Die Experten verweisen zur Begründung auf geänderte Bewertungsfaktoren und stufen die Aktie unverändert mit "kaufen" ein. So wurde die Bewertung von Flughafen- und Public Private Partnership-Konzessionen erhöht sowie der deutschen und australischen Bau-Sektor aufgewertet. Nach Meinung des Experten bietet der australische Bau-Sektor die größte Schwungkraft für die Bewertung und die Gewinnaussichten. Doch auch die Belebung der deutschen Bausparte ist ein wichtiger Treiber für das Gewinnwachstum.


19.01.2007 12:02
ANALYSE: Dresdner Kleinwort hebt Kursziel für HOCHTIEF auf 71,54 Euro

Dresdner Kleinwort hat das Kursziel für HOCHTIEF <HOT.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) von 54,96 auf 71,54 Euro hochgeschraubt und die Aktie weiterhin mit dem Anlagevotum "Buy" eingestuft.
Grund für das neue Kursziel seien geänderte Bewertungsfaktoren, schrieb Analyst Alastair Stewart in einer am Freitag veröffentlichten Studie. So habe er die Bewertung von Flughafen- und PPP (Public Private Partnership)-Konzessionen erhöht sowie den deutschen und australischen Bau-Sektor aufgewertet.

Nach Meinung des Experten biete der australische Bau-Sektor die größte Schwungkraft für die Bewertung und die Gewinnaussichten. Doch auch die Belebung der deutschen Bausparte sei ein wichtiger Treiber für das Gewinnwachstum. Die Geschäftsleitung um den neuen Vorstandsvorsitzenden und dem jüngst eingestellten Finanzleiter dürften nach Ansicht des Experte engere Verbindungen mit Investoren knüpfen.

Gemäß der Einstufung "Buy" wird die Aktie nach Einschätzung der Dresdner-Kleinwort-Analysten in den kommenden zwölf Monaten um mindestens zehn Prozent steigen./mb/dr

Analysierendes Institut Dresdner Kleinwort.

Azul Real
20.01.2007, 22:12
HANDELSBLATT, Dienstag, 16. Januar 2007, 10:37 Uhr
Wohnimmobilien

Bund bleibt hart bei Reits
Von Frank Michael Drost

Die Debatte über die Einführung steuerbegünstigter Immobilienaktien (Reits) erhält neuen Zündstoff. Die Bundesregierung lehnt nach Informationen des Handelsblatts die Forderung des Bundesrats ab, Wohnimmobilien in die geplanten Reits aufzunehmen. Ein Hintertürchen lässt man sich jedoch offen.

BERLIN. „Die Herausnahme ist angezeigt, um die Belange des Mieterschutzes und einer sozialen Stadtentwicklung zu unterstützen“, heißt es in einer Stellungnahme der Bundesregierung, die dieser Zeitung vorliegt. Nach dem Regierungsentwurf sollen börsennotierte Immobiliengesellschaften lediglich Gewerbeimmobilien und nach dem 1. Januar 2007 fertig gestellte Wohnungen umfassen.

Der Ausschluss von Wohnimmobilien bei der Einführung börsennotierter Immobilientrusts war von unterschiedlicher Seite scharf kritisiert worden. Bankenvertreter etwa fürchten, dass Deutschland einen wichtigen Zukunftsmarkt verlieren könnte.

Auch ohne den Einbezug von Wohnimmobilien seien Reits ein „sinnvolles und attraktives Instrument“, heißt es dagegen in der Stellungnahme der Bundesregierung. Im Parlament findet am kommenden Donnerstag die erste Lesung des Reits-Gesetzentwurfs statt. Der Billigung des Gesetzentwurfs durch das Kabinett war ein monatelanger Streit vorausgegangen. Ursprünglich wollte das Bundesfinanzministerium auch die Wohnimmobilien in die Regelung einbeziehen. Doch der hartnäckige Widerstand von Teilen der SPD führte sehr zum Verdruss des Koalitionspartners CDU/CSU zu deren Ausschluss aus den Reits.


Der Bundesrat wirft der Regierung vor, durch eine Ausklammerung der Wohnimmobilien das Finanzprodukt Reit nachhaltig zu schwächen. Die „Mietschutzerwägungen“, so der Bundesrat, seien schwer nachzuvollziehen, „da ausländische Reits, Private-Equity-Fonds und alle sonstigen Investoren unbeschränkt deutsche Wohnimmobilien erwerben können“.

Die Bundesregierung glaubt dennoch, dass sie diese Entwicklung bremsen kann. Sie weist darauf hin, dass viele Private-Equity-Investoren bislang nur deswegen verstärkt deutsche Wohnungen erworben hätten, „um sie anschließend über deutsche Reits an die Börse bringen zu können“. Dieser Weg als Ausstieg aus dem Investment stehe nun nicht mehr zur Verfügung. Zwar könne der Börsengang über ausländische Reits nicht verhindert werden, doch sei es nun schwieriger, deutsche Immobilien erfolgreich an die Börse zu bringen. Letztlich würden Wohnimmobilien für Private-Equity-Investoren uninteressanter werden.


Auch ohne Wohnimmobilien seien Reits attraktiv, sagt die Regierung. In den USA, dem Mutterland der Reits, könnten Wohnimmobilien zwar in die Trusts aufgenommen werden, de facto aber seien nur etwa 18 Prozent aller Reits auf Wohnimmobilien spezialisiert, so die Regierung. Berechnungen zufolge sinke die Marktkapitalisierung deutscher Reits durch die Herausnahme von Wohnimmobilien um vier bis elf Mrd. Euro oder maximal 19 Prozent.

Ein aus Sicht der Regierung sehr wichtiger Effekt sei die gewünschte Mobilisierung von Unternehmensimmobilien für Reits. Durch die so genannte Exit-Tax werden die Unternehmen ermutigt, ihre Betriebsgrundstücke in Reits einzubringen, „um so stille Reserven aufzudecken und Investitionen in ihr Kerngeschäft vornehmen zu können“. Das stärke die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe.

Bei Wohnimmobilien lässt sich die Regierung derweil noch ein Hintertürchen offen. Mit der Verabschiedung des Gesetzes sei noch nicht „für alle Zeiten das letzte Wort“ gesprochen, hieß es.

Real Estate Investment Trusts

Verbreitung: Real Estate Investment Trusts (Reits) haben sich bereits in mehr als 20 Ländern etabliert. Großbritannien hat vor kurzem Reits eingeführt.

[B]Steuertransparenz: Da die Gewinne zu mindestens 90 Prozent ausgeschüttet werden, wird nicht das Finanzprodukt selbst besteuert, sondern die Anleger. Reits sind von der Körperschaft- und der Gewerbesteuer befreit. Die Regierung will Bedenken des Bundesrats prüfen, ob im Zusammenhang mit der Gründung eines Reits Sale-and-lease-back-Gestaltungen bei Gewerbeimmobilien zu geringeren Steuern führen können.

Gewinnanteil: Der Bundesrat schlägt vor, dem Reits-Aktionär direkten Anspruch auf Auszahlung des Gewinnanteils, der auf eine Aktie entfällt, zu gewähren. Das lehnt die Regierung ab. Dies stehe im Widerspruch zur Systematik des Aktienrechts.





HANDELSBLATT, Montag, 15. Januar 2007, 14:57 Uhr
[B]Länder werben vergeblich für Einbeziehung von Wohnimmobilien:roll:

Bund bleibt hart bei Reits
Von Frank Michael Drost

Die Bundesregierung lehnt die Forderung der Bundesländer ab, Wohnimmobilien doch in die geplanten Reits aufzunehmen. „Die Herausnahme ist angezeigt, um die Belange des Mieterschutzes und einer sozialen Stadtentwicklung zu unterstützen“ heißt es in der Stellungnahme der Bundesregierung, die dem Handelsblatt vorliegt.

BERLIN. Nach dem Regierungsentwurf sollen börsennotierte Immobiliengesellschaften lediglich Gewerbeimmobilien und nach dem 1. Januar 2007 fertig gestellte Wohnungen umfassen. Ein Hintertürchen lässt man sich jedoch offen. Mit der Verabschiedung des Gesetzes sei noch nicht „für alle Zeiten das letzte Wort gesprochen“ über Wohnimmobilien. Doch auch ohne die Einbeziehung von Wohnimmobilien seien Reits ein „sinnvolles und attraktives Instrument“. Im Parlament findet am Donnerstag die erste Lesung des Reits-Gesetzentwurfs statt.

Mit erheblichen Geburtswehen erblickte der Gesetzesentwurf „zur Schaffung deutscher Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen“ (Reits) das Licht der Welt. Ursprünglich wollte das Bundesfinanzministerium auch die Wohnimmobilien reits-tauglich machen. Doch der hartnäckige Widerstand von Teilen der SPD führte sehr zum Verdruss des Koalitionspartners CDU/CSU zum Ausschluss der Wohnimmobilien aus den Reits.

Der Clou bei den Reits ist die so genannte Steuertransparenz.

Da die Gewinne zu mindestens 90 % ausgeschüttet werden, wird nicht der Reit selbst besteuert, sondern die Anleger. Dafür ist der Reits sowohl von der Körperschafts- als auch von der Gewerbesteuer befreit. Die Bundesregierung will Bedenken des Bundesrates prüfen, ob im Zusammenhang mit der Gründung eines Reits Sale and Lease back-Gestaltungen bei Gewerbeimmobilien steuermindernd gestaltet werden können.

Der Bundesrat wirft der Regierung vor, durch eine Ausklammerung der Wohnimmobilien das „Finanzprodukt Reit nachhaltig“ zu schwächen.

Azul Real
20.01.2007, 22:19
HANDELSBLATT, Freitag, 12. Januar 2007, 09:49 Uhr
Italiener übernehmen Schulden der DGAG

Pirelli-Tochter kauft Wohnungsgesellschaft

Die Tochtergesellschaft des italienischen Reifenkonzerns Pirelli, Pirelli Real Estate (Pirelli RE), hat den Kauf von knapp 97 Prozent der Aktien an der Wohnungsgesellschaft Deutsche Grundvermögen AG (DGAG) abgeschlossen. Die Aktien stammen von der B & L Immobilien und der HSH N Real Estate.

HB DÜSSELDORF. Pirelli RE erklärte, den Anteil später auf 100 Prozent aufstocken zu wollen. Als Kaufpreis wurden 465 Mill. Euro genannt. Zusätzlich übernimmt Pirelli RE die Schulden.

Pirelli RE kündigte an, die rund 22 000 Wohnungen der DGAG auszugliedern. Sie sollen in ein Gemeinschaftsunternehmen mit einer Tochter der Deutschen Bank eingebracht werden, an dem Pirelli Re 35 Prozent halten wird. Pirelli RE verwaltet nach der DGAG-Übernahme ein Vermögen von mehr als 15 Mrd. Euro. Gewerbeobjekte im Wert von 275 Mill. Euro sollen in ein Joint Venture mit MSREF, der Immobilientochter der Bank Morgan Stanley, eingebracht werden. Pirelli RE wird sich daran mit 30 Prozent beteiligen.


Zur Info:

Die DGAG ist eine Gesellschaft, die aus der Fusion der ehemaligen Landesentwicklungsgesellschaft Schlewsig-Hosltein, welche von Büll & Liedtke übernommen worden ist, und teilen der Büll & Liedtke Gruppe.



Pirelli RE schließt DGAG-Kauf ab - weitere Transaktionen geplant


Hamburg (ots) -


- DGAG wird in das Geschäftsmodell der Pirelli RE umgewandelt
- Unternehmenswert rund EUR1,4 Milliarden. Verkaufspreis rund
EUR465 Millionen für 100% der DGAG
- Pirelli RE CEO: "Wir haben schon weitere attraktive
Investitionsmöglichkeiten identifiziert."
- DGAG-Chef: "Wir sind bereits in Vorgesprächen für neue
Investitionen."

Die Pirelli Real Estate S.p.A.(Pirelli RE), eines der führenden
Immobilienunternehmen Italiens, hat den Erwerb von 96.83% der DGAG
Deutsche Grundvermögen AG abgeschlossen und ein verbindliches
Übereinkommen zum Erwerb weiterer 2,54% der Unternehmens
unterzeichnet.

Am 9. Oktober 2006 hatten die Gesellschafter der DGAG angekündigt,
alle Anteile der DGAG an Pirelli RE zu verkaufen.

Der Verkaufspreis, vorbehaltlich einer Preisanpassung auf
Grundlage des Geschäftsberichts für 2006, ist mit rund EUR465
Millionen für 100% der DGAG berechnet worden.

Der Wert des
Unternehmens, bestehend aus Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien,
Asset Management und Wohnungsverwaltung beträgt rund EUR1,4
Milliarden. :wink:

Unmittelbare oder mittelbare Verkäufer sind die HSH N
[B]Real Estate AG sowie die wesentlichen Aktionäre der B&L Immobilien
AG, die Hamburger Kaufleute Albert Büll und Dr. Cornelius Liedtke.

Der Abschluss der Transaktion markiert den Beginn für die
Umwandlung der DGAG in das Geschäftsmodell der Pirelli RE. Das Ziel
ist es die unterschiedlichen Wachstumsmöglichkeiten in Deutschland zu
nutzen, unterstützt durch die Qualität des Managements.

"Wir möchten in den nächsten Jahren in großem Umfang in
Deutschland investieren, sondieren den Markt bereits sehr genau und
befinden uns in einer Reihe von Vorgesprächen." sagte Wolfgang
Weinschrod, Vorstand (Sprecher) der DGAG.

Ziel ist es, gemeinsam mit dem bestehenden Management, die
vielfältigen Wachstumsmöglichkeiten auf dem deutschen Markt zu
nutzen. Bis Jahresende sollen die Wohnimmobilien der DGAG im Wert von
rund EUR1,040 Millionen in ein Joint Venture von Pirelli RE (35%) und
RREEF (65%) eingebracht werden. RREEF ist ein Fonds der Deutschen
Asset Management, in dem das internationale Investment Geschäft der
Deutschen Bank gebündelt ist. Hier liegt der Schwerpunkt in den
Bereichen Immobilien und Infrastruktur.

Analog dazu werden die DGAG-Gewerbeimmobilien mit einem Wert von
rund EUR275 Millionen in ein Joint Venture von Pirelli Re (30%) und
Morgan Stanley's Immobilienfonds (MSREF) (70%) transferiert. Asset-
und Immobilienmanagement, bei welchem rund 400 Mitarbeiter
beschäftigt sind, bleiben zur Gänze im Besitz der Pirelli RE
Deutschland.

"Das Management der DGAG und die Anwendung unseres
Geschäftsmodells stellen eine wichtige Basis für das Wachstum in
Deutschland, Europas größtem Immobilienmarkt, dar. Wir haben dort
bereits weitere Investitionsmöglichkeiten sowohl bei Wohn- als auch
bei Gewerbeimmobilien identifiziert", sagte Carlo A. Puri Negri,
Pirelli RE CEO.

Über DGAG Deutsche Grundvermögen AG
Die DGAG Deutsche Grundvermögen AG ist eine der führenden
deutschen Immobiliengesellschaften mit einem Schwerpunkt ihrer
Aktivitäten im norddeutschen Raum. Die Geschäftstätigkeit umfasst den
Handel, die Bewirtschaftung, die Entwicklung und das Management von
Wohn-, Shopping- und Gewerbeimmobilen sowie Grundstücken. Die
Aktivitäten des Konzerns sind zwei Kerngeschäftsfeldern zugeordnet.
Im Geschäftsfeld Wohnimmobilien bewirtschaftet die DGAG eigene und
fremde Wohnungen in Norddeutschland und betreibt einen auf Zuwachs
und Optimierung ausgerichteten An- und Verkauf.
Im Geschäftsfeld
Shopping- und Gewerbeimmobilien entwickelt die DGAG Shopping-Center
sowie innerstädtische Handelsimmobilien und übernimmt das Center
Management. Zudem verwaltet sie eigene und fremde Gewerbeimmobilien
mit unterschiedlichen Nutzungen. Die Aktivitäten in diesem Bereich
sind über ganz Deutschland verteilt. Das Geschäftsfeld
Flächenmanagement, in dem die DGAG insbesondere mit
landwirtschaftlichen Flächen handelt, rundet das Portfolio ab.

Über Pirelli & C. Real Estate (Pirelli RE)
Pirelli RE ist ein Vermögensverwalter, der Spezialfonds und Firmen
verwaltet, die Immobilien und notleidende Kredite besitzen, in diese
mittels Minderheitsbeteiligungen investiert (Fonds- und
Vermögensverwaltung) und für diese und andere Kunden umfassende
Spezialdienstleistungen auf dem Immobiliensektor erbringt - sowohl
direkt als auch in Italien über ein Netz von Franchiseunternehmen.
In den letzten Jahren hat sich Pirelli RE als führendes Unternehmen
in der italienischen Immobilienbranche und als eines der wichtigsten
in Europa etabliert. Mit der Übernahme der DGAG übersteigt der Wert
des verwalteten Vermögens jetzt 15 Milliarden Euro. Pirelli RE
beschäftigt mehr als 2.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist seit Juni
2002 an der Mailänder Börse notiert und ist, gemessen an der
Marktkapitalisierung, mit mehr als 2 Milliarden Euro das führende
Immobilienunternehmen am Markt.


Originaltext: DGAG Deutsche Grundvermögen AG
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=63153
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_63153.rss2
Kontakt:
DGAG Deutsche Grundvermögen AG
Merlin Koene
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0431/9796-370

Azul Real
21.01.2007, 12:16
EAMS
Clever anlegen in Immobilien :king:
21.01.2007 Ausgabe 03/07

Aleger konnten mit Immo-Aktien schon viel Geld verdienen. Auch in diesem Jahr wird ihr Höhenflug anhalten. Allerdings heißt es jetzt, das richtige Papier zu wählen – auf dem deutschen Immobilienmarkt geht es rund. Euro am Sonntag hilft bei der Auswahl

von Klaus Schachinger und Joachim Spiering

Aufatmen bei 10 000 Mietern in Köln. Ihre Wohnungen sollen erst 2008 an Finanzinvestoren verkauft werden. Am Donnnerstag kündigte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) an, den für 2007 geplanten Verkauf von landesweit insgesamt 100000 Wohnungen zu verschieben. Seit seinem Amtsantritt vor 20 Monaten bemüht sich Rüttgers intensiv um ein stärkeres soziales Profil seiner Partei. Da kommt ein groß angelegter Wohnungsverkauf bei Mietern und damit bei potenziellen Wählern schlecht an.

Das Beispiel Nordrhein-Westfalen ist kein Einzelfall. In Freiburg stoppte ein Bürgerentscheid den geplanten Verkauf städtischer Wohnungen. Und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude sagt zwar "nicht grundsätzlch pfui" zu einem kommunalen Wohnungsverkauf, zumindest die Münchner Wohnungen sollen aber in öffentlicher Hand bleiben. Die Zurückhaltung vieler Kommunen aus politischen Gründen könnte im Wohnimmobilien-Bereich einer der Trends für das Jahr 2007 sein. Hinzu kommt: Der stabile wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland verschafft Bund, Länder und Kommunen bei den Verhandlungen mit Investoren mehr Zeit und Spielraum für sozialverträgliche Regelungen. "Durch die steigenden Steuereinnahmen sehen viele ihre Finanzlage deutlich entspannter", sagt Andreas Schulten, Vorstand des Immobiliendienstleister BulwienGesa, der ausländische Investoren beim Kauf in Deutschland berät.

Die Folge dieser Entwicklung: "Wir werden dieses Jahr eine Verknappung des Angebots sehen", schätzt Andreas Ibel, Vorstands-Chef der Immobilienfirma TAG Tegernsee. Und das hat seine Auswirkungen auf den Preis. Wurde 2000 beim Kauf von Wohnungsportfolios noch das Zehn- bis Zwölffache einer Jahresmiete gezahlt, ist laut Studien von Morgan Stanley und Sal. Oppenheim inzwischen das 18-fache der Jahresmiete fällig.

Das knapper werdende Angebot an Wohnimmobilien in diesem Jahr ist nicht das einzige Phänomen. Um bei Geschäften in Größenordung vom mehreren 10000 Wohnungen Maximalrenditen von mehr als 20 Prozent zu erreichen, haben die großen angelsächsischen Investoren in den vergangenen Jahren den Kaufpreis überwiegend über sehr günstige Kredite finanziert. Doch mit den steigenden Zinsen und den steigenden Preisen ist die Aussicht auf Spitzenrenditen stark gesunken. Die Folge: Einige Investoren ziehen sich bereits zurück.

"Ausländische Anleger mit sehr hohen Renditerwartungen, die es im Wohnungsmarkt nicht geschafft haben, Portfolios in der erhofften Größe aufzubauen, verkaufen jetzt an langfristig orientierte Anleger", sagt Experte Schulten. Ein Beispiel für geordneten Rückzug ist die Apellas Gruppe. 4900 von 5900 Berliner Wohnungen, die die Immobilienfirma Gagfah vor wenigen Tagen für 370 Millionen Euro kaufte, stammen von Apellas, das zum Firmenimperium des US-Milliardärs George Soros gehört.

Drei Wellen gibt es in der Regel auf einem Immobilienmarkt. Zu Beginn erwerben sogenannte opportunistische Finanzinvestoren große überregionale Portfolios. In einer zweiten Welle steigen dann langfristig orientierte Investoren ein, allerdings eher in kleinere, regionale Portfolios. Diese Investoren, zu denen auch viele börsennotierte Unternehmen gehören, optimieren und entwickeln die Wohnungen weiter, um sie an Privatpersonen oder in kleinen Blöcken weiterzuverkaufen oder langfristig zu behalten. Die dritte Welle im Wohnungsmarkt ist der Ausstieg der Finanzinvestoren über Börsengänge. 2006 stammten 78 Prozent von knapp 1,8 Milliarden Euro Aktienvolumen, das mit 18 Börsengängen von Immobilienfirmen plaziert wurde, aus dem Wohnungsmarkt (siehe Tabelle).

Auch wenn sich kurzfristig das Angebot an Wohnimmobilien dieses Jahr verknappen wird, in einem Punkt sind sich die Experten einig: Der deutsche Immobilienmarkt steht, gerade im Vergleich zu anderen europäischen Märkten, immer noch am Anfang seiner Entwicklung - und ist damit nach wie vor als Investmentthema für Privatanleger hoch interessant. Jens Nagel, Chef der zum größten privaten Wohnungsunternehmen Schwedens gehörenden Akelius GmbH, kennt die Unterschiede. Während er in Berlin für den Kauf einer Wohnung 850 Euro pro Quadratmeter zahlen müsse, seien es in Stockholm 1250 Euro. Entsprechend groß ist das Interesse gerade langfristiger Investoren im Ausland. "Wir waren auf Roadshows in den USA und in England. Das Interesse ist sehr stark", sagt TAG-Tegernsee-Vorstand Ibel.

Das Potenzial im deutschen Wohnungsmarkt bleibt groß. Die Schätzungen bis ins Jahr 2010 reichen von 750000 bis über drei Millionen gehandelte Einheiten. Allerdings wird es große Preisunterschiede geben. Aufgrund der demografischen Entwicklung, sprich der ständig sinkenden und zudem älter werdenden Einwohnerzahl, gelten in Zukunft mehr denn je nur drei Kriterien: Lage, Lage, Lage. In Fortzugsregionen, wie in Teilen der neuen Bundesländer, im Ruhrgebiet und teilweise in Norddeutschland, sinken die Wohnungspreise bereits (Grafik Seite 16).

Und während in den alten Bundesländern jede zweite kommunale Wohnung für Investoren interessant ist, sei es in den neuen Bundesländern nur jede fünfte, meint Stefan Goronczy, Immo-Experte der HSH Nordbank. Wohnungen in strukturschwachen Regionen, egal ob in Ost- oder Westdeutschland, kommen für Investoren nicht in Frage. In den neuen Bundesländern sind das eine Millionen kommunale Wohnungen.

Gegen den Verkaufstrend wollen einige Kommunen, die als attraktiver Ballungsraum mit steigenden Mieten gelten, selbst eine ordentliche Rendite mit ihren Wohnungen erwirtschaften. So erwartet Münchens Oberbürgermeister Ude, dass seine städtischen Gesellschaften, die rund 50000 Wohnungen verwalten, bis 2011 eine "angemessene Rendite" von acht Millionen Euro jährlich abliefern. Bei Normalverdienern werden die Münchner Gesellschaften deshalb die Miete spürbar erhöhen.

Die Kritik, dass städtische Einrichtungen "Fett angelegt hätten", wollten diese zwar nicht hören, wahr sei es aber trotzdem, sagt Ude. Jedoch gelte auch: Durch kommunale Wohnungen könnte die soziale Mischung in den Stadtvierteln gesteuert und Gettobildung vermieden werden. Wenn einem US-Fonds halbe Viertel gehörten, sei dies nicht mehr der Fall, so Ude. Doch München hat es ohnehin gut. Die Stadt profitiert deutlich von der anziehenden Wirtschaftskonjunktur, vor allem bei Gewerbeimmobilien. So wurde 2006 nach Einschätzung des Branchenspezialisten CB Richard Ellis im Vergleich zum Boomjahr 2001 ein neuer Umsatzrekord erreicht. Positives wird auch aus anderen Großstädten wie Hamburg und Frankfurt gemeldet.

Neben Wohnimmobilien sind dort auch Gewerbeimmobilien wieder gefragt, zumindestens die in bester Lage. In Berlin wurde zum ersten Mal seit 2000 wieder mehr als 500000 Quadratmeter Umsatzvolumen erreicht. Soros’ Apellas Fonds will mit dem Verkauf seiner Mietwohnungsportfolien den Einstieg in den Berliner Gewerbeimmobilienmarkt finanzieren. "Die Chancen sind größer als bei Wohnimmobilien", meint Veit Fischer, Geschäftsführer der Apellas-Tochter Parkviertel Dahlem.

Während die Mieten für Gewerbeimmobilien in Berlin vorest konstant bleiben, meldet der internationale Makler Jones Lang Lassale (JLL) für München, Hamburg und Frankfurt stark anziehende Mieten für Spitzenobjekte (siehe Immo-Uhr). Eine Ende des Booms sei in diesen Städten nicht in Sicht, freut sich JLL-Deutschland Chef Christian Ulbrich. Und auch Wolfgang Kubatzki, Experte beim Analysehaus Feri Rating & Research sagt, dass die Rahmenbedingungen bei Gewerbeimmobilien schon lange nicht mehr so günstig gewesen seien, wie zurzeit.

Noch bei den Börsengängen (IPO) könnte sich in diesem Jahr das Verhältnis zu Gunsten von Gewerbeimmobilien verschieben. Wegen anziehender Mieten und starkem Investoreninteresse erwartet Oliver Pfuhl, Immobilienbanker bei Morgan Stanley, allein in diesem Segment "zehn plus X Neuemissionen", darunter IPOs steuerbefreiter Real Estate Investment Trusts, kurz Reits (siehe Kasten).

Allerdings ist auch im Wohnimmobilienmarkt mit weiteren, zum Teil sehr großen Börsengängen zu rechnen. Gerade jene Unternehmen, die sich beim Verkauf von bislang 600000 Wohnungen aus öffentlichem Besitz die größten Pakete gesichert haben, fangen an, sich von ihren Betsänden zu trennen.

Der US-Investor Fortress hat seine Tochter Gagfah beispielswiese vergangenes Jahr an die Börse gebracht. Dieses Jahr folgen Terra Firma, die ihre Tochter Deutsche Annington, mit 230000 Wohnungen der größte Besitzer von Mietwohnungen in Europa, und der Finanzinvestor Cerberus, der seine Berliner Tochter GWS an die Börse bringen will. Der Einfluss der ausländischen Investoren mit ihren hohen Renditerwartungen hat den deutschen Immobilienmarkt liquider und transparenter gemacht. So war bereits 2006 jede zweite Transaktion im Wohnungsmarkt ein Wiederverkauf, meint Tobias Just, Immobilienspezialist der Deutschen Bank.

Egal, ob Wohn- oder Gewerbebauten, der Markt für börsennotierte immobilienfirmen dürfte auch in den kommenden Jahren lohnende Investments bereit halten. Allerdings gibt es innerhalb der Branche sehr viele unterschiedliche Geschäftsmodelle. Um so wichtiger ist es deshalb, auf die Qualität der Immobilienbestände der einzelne Gesellschaft zu achten.

-red-

© Aktiencheck.de AG

Azul Real
21.01.2007, 12:22
Totgesagte laufen länger
21.01.2007 Ausgabe 03/07


Offene Immobilienfonds sind raus aus der Vertrauenskrise. Globale Strategien sorgen für höhere Renditen und locken nun auch Steuersparer an
von Jörg Billina

Der Verlust ist nur minimal. Gerade mal 0,04 Prozent gab der Euro Immoprofil im vergangenen
Jahr ab, kaufmännisch gesehen ist das eine „rote Null“. Damit schneidet der auf Deutschland
konzentrierte Offene Immobilienfonds der HypoVereinsbank im Vergleich zu manchem
Rentenfonds immer noch gut ab. Doch das Mini-Minus ist ein Novum. Mehr als 40 Jahre lang
hatten deutsche Immo-Fonds stets positive Renditen gemeldet. Ein Argument, mit dem Vertrieb
und Anlageberater in der Vergangenheit kräftig warben und das vor allem risikoscheue Investoren
überzeugte. Anfang 2006 hatten sie in 38 Immobilienfonds 83 Milliarden Euro gesteckt. Zum
Vergleich: Die 404 in Deutschland zugelassenen Mischfonds bringen es heute zusammen auf
lediglich 44 Milliarden Euro.

„Die erstmals negative Wertentwicklung ist kein Beinbruch“, sagt Andreas Fink vom
Bundesverband Investment und Asset Management (BVI). Den Anlegern werde damit nur klar,
dass auch bei Offenen Immo-Fonds Schwankungen möglich sind. „Das ändert aber nichts an
ihrer grundsätzlichen Eignung zur Stabilisierung eines differenzierten Depots“, sagt Fink.
Tatsächlich löst dieser Tabubruch heute keine Massenabflüsse oder Panikverkäufe mehr aus.
Vor einem Jahr war das anders. DB Real Estate, die Immobilientochter der Deutschen Bank,
hatte seinerzeit die Ausgabe neuer Anteile für ihren Grundbesitz Invest eingestellt. Das Portfolio
müsse neu bewertet werden, lautete die Begründung. Anleger fürchteten Renditeeinbußen und
gaben in Scharen ihre Anteile zurück. Um Liquiditätsengpässe zu vermeiden, sah sich DB Real
Estate dann gezwungen, den Fonds zu schließen.

Eine Maßnahme, die das Investmentgesetz zwar vorsieht, die bis dahin aber noch nie angewandt
worden war. Wütend stellten die Anleger fest, dass die Deutsche Bank, um das vorgegebene
Renditeziel von 25 Prozent vor Steuern nicht zu gefährden, den Zugang zu ihrem Geld versperrte.
Als dann auch noch zwei Fonds der Gesellschaft KanAm von der Ratingagentur Scope zum
Verkauf empfohlen wurden und diese daraufhin ebenfalls ihre Fonds dichtmachte, rutschten die
Immobilienfonds auf der Vertrauensskala der Investoren tief nach unten. Über elf Milliarden Euro
zogen sie in den Folgemonaten aus den Fonds ab.

Mittlerweile hat sich die Lage entspannt, die Zuflüsse steigen seit Mitte vergangenen Jahres
wieder. „Die Branche hat eine ganze Reihe wichtiger Reformen durchgeführt, die das Vertrauen in
die Anlageklasse gestärkt haben“, sagt Fink. Unter anderem sind Anleger, die sich mit einer
Million Euro oder mehr engagieren wollen, verpflichtet, ihre Anteile mindestens ein Jahr zu halten.
Im Gegensatz zu früher können sie bei schlechten Nachrichten oder Investmentalternativen nicht
mehr ihr Geld von heute auf morgen abziehen und den Fondsanbieter in Zahlungsprobleme
stürzen. Zudem sind die Manager verpflichtet, mindestens zehn Prozent des Vermögens in
liquiden Mitteln zu halten. Das soll sie in die Lage versetzen, jederzeit Anteile zurücknehmen zu
können.

Auch die von Experten erhobene Forderung nach mehr Transparenz hätten die Gesellschaften
erfüllt, meint Fink. Übersteigt zum Beispiel die Kreditaufnahme eines Immofonds 40 Prozent,
stellen die Gesellschaft den aktiven Verkauf von Anteilen ein.

Neben den Konstruktionsverbesserungen des Anlageprodukts Offener Immobilienfonds motivieren
nun auch steuerliche Gründe die Investoren zum Einstieg. Seit dem 1. Januar 2007 gewährt der
Fiskus Alleinstehenden einen Sparerfreibetrag von nur noch 750 Euro, für Ehepaare wurde die
Höchstgrenze auf 1500 Euro reduziert. Bei den von den Immobilienfonds erzielten Erträgen muss
der Anleger aber nur die versteuern, die in Deutschland angefallen sind. Die im Ausland erzielten
Gewinne sind laut Doppelbesteuerungsabkommen dagegen meist abgabenfrei.

Das heißt: Je
höher der Auslandsanteil im Portfolio ist, desto höher fällt die steuerfreie Quote der
Ausschüttungen für den Anleger aus. Laut BVI halten Offene Immo-Fonds im Schnitt derzeit 43
Prozent ihrer Bestände in Deutschland, im Ausland sind es 57 Prozent.
Künftig dürfte der Auslandsanteil weiter steigen. Denn die Fonds sind kräftig dabei, ihre Portfolios
zu internationalisieren beziehungsweise den Deutschland-Anteil abzubauen. Der Grundbesitz
Invest etwa hat jüngst 62 inländische Objekte zu einem Preis von rund zwei Milliarden Euro an
die britische Gesellschaft Eurocastle verkauft. Durch die Transaktion erzielte der Fonds eigenen
Angaben zufolge einen Gewinn von rund 200 Millionen Euro. Davon profitieren die Anleger, die
dem Grundbesitz Invest trotz Aussperrung die Treue hielten. Der Fonds schüttet pro
Anteilsschein 2,20 Euro aus. Davon sind rund 36 Prozent oder 0,79 Euro einkommenssteuerfrei.
Auch die Rendite kann sich sehen lassen. Mit einem Plus von 5,8 Prozent im vergangenen Jahr
liegt der Wertzuwachs klar über dem Branchenschnitt von etwa vier Prozent.

Wie DB Real Estate erhöht auch die Union Investment Real Estate - vormals DIFA - in ihren
Immobilienfonds Difa Global und Difa Grund den Auslandsanteil. Dabei scheut sich die
Immobilientochter der Volks- und Raiffeisenbanken nicht, Neuland zu betreten. So meldete der
Difa Global in der vergangenen Woche den ersten Kauf eines Projekts in Korea. Für das
20-geschossige Ernst & Young Building in Seoul investierte der Fonds rund 38 Millionen Euro.
Auch in Chile ist das Management vor wenigen Tagen eingestiegen. Für 48 Millionen Euro wurde
das Gebäude Birmann 24 in Santiago de Chile erworben.

Sorgen, dass sich das Projekt nicht rechnet, macht sich Fondsmanager Reinhard Kutscher
nicht. Zum einen fänden sich unter den Mietern so namhafte Firmen wie Microsoft, JP Morgan,
Merrill Lynch und UBS. Zudem weise der Standort Chile viele Vorteile auf. „Das Rechtssystem im
Andenstaat entspricht europäischem Standard. Die Wirtschaft entwickelt sich positiv, und das
politische Umfeld ist stabil“, sagt Kutscher.

Durch den Erwerb von durchschnittlich 20 bis 30 Immobilien pro Jahr werden die Portfolios der
Fonds laufend optimiert. Trotz des Wirtschafts-Booms in den Schwellenländern agiert er sehr
vorsichtig. „Ein bis zwei Jahre dauert es, bis wir ein Netzwerk von Experten vor Ort aufgebaut
haben, die uns auf aussichtsreiche Objekte aufmerksam machen und uns bei
Vertragsverhandlungen unterstützen können“, sagt Kutscher.

Um die Volatilität eines Offenen Immo-Fonds möglichst gering zu halten, achten die Manager
jedoch nicht nur auf eine breite geografische Streuung. „Wir versuchen auch eine gute Mischung
aus Büro- und Gewerbeimmobilien zu erzielen, um so die Auf- und Abschwungphasen an den
Märkten abzufedern“, sagt Achim Gräfen, Fondsmanager des auf Europa fokussierten AXA
Immoselect. Diversifiziert wird das Portfolio zudem über die unterschiedliche Qualität der
Objekte. So kauft Gräfen zu einem geringen Teil Gebäude, deren Mietverträge nur noch eine
kurze Laufzeit aufweisen. Bei Nachvermietungen hofft er dann, höhere Mieteinnahmen
durchzudrücken.

Bei den Anlegern kommt das Konzept des AXA Immoselect gut an. Der erst im Juni 2002
aufgelegte Fonds hat mittlerweile die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze überschritten. Allein im
vergangenen Jahr wurden Anteile von über 400 Millionen Euro erworben. Druck, die Mittel schnell
zu investieren, verspürt der Manager nicht. „Eine hohe Liquiditätsquote verleitet uns nicht, ohne
sorgfältige Prüfung einzukaufen“, sagt Gräfen.

Dass die Anlageklasse durch die Einführung von Reits in Deutschland an Attraktivität verlieren
könnte, glaubt Gräfen nicht. „Börsennotierte Immobilienwerte sind deutlich volatiler als
Immobilienfonds.“ Die Möglichkeit, selbst in Reits zu investieren, will Gräfen nicht nutzen. „Wir
nehmen die Begriffe Produktklarheit und -wahrheit ernst und wollen keine zusätzlichen Risiken in
den Fonds aufnehmen.“

Azul Real
21.01.2007, 13:59
Neue technische Normen zur Gebäudeerrichtung in Spanien
Código Técnico de la Edificación dient der Förderung der Bauqualität/ Von Ana Sacristán, Rechtsanwältin in Madrid

Madrid (bfai) - In Spanien ist am 29.3.2006 der Código Técnico de la Edificación (CTE) in Kraft getreten. Das Gesetzbuch enthält grundlegende Vorschriften für das Gebiet der Gebäudeerrichtung. Ziel ist es, elementare Maßstäbe in Bezug auf die Gebäudequalität sowie an die zu verwendenden Baumaterialien festzulegen. (Kontaktanschrift)

Nachdem am 17.3.2006 die spanische Regierung das Königliche Dekret Nr. 314/ 2006 über technische Normen zur Gebäudeerrichtung in Spanien (Código Técnico de la Edificación - CTE) verabschiedet hatte, wurde es am 28.3.2006 im spanischen Amtsblatt (Boletín Oficial del Estado) veröffentlicht.

Dieses Dekret basiert auf dem Gesetz zur Ordnung des spanischen Bauwesens (Gesetz Nr. 38/ 1999 vom 5.11.1999 - LOE (1), in Kraft seit Mai 2000). Dessen zweite Schlussbestimmung enthielt den Auftrag an die Regierung, eine technische Bauordnung zu entwerfen und zu verabschieden. Hierbei sah das LOE für diesen Auftrag eine Umsetzungsfrist von zwei Jahren vor, so dass sich die spanische Regierung mit der Umsetzung letztendlich vier Jahre in Verzug befunden hat.

I. Einführung

Der CTE ist als grundlegende Vorschrift für das Gebiet der Gebäudeerrichtung zu verstehen. Sein Ziel ist es, elementare Maßstäbe in Bezug auf die Gebäudequalität sowie an die zu verwendenden Baumaterialien festzulegen. Es handelt sich um Mindestanforderungen an die Gebäudequalität, um die Sicherheit und das Wohlergehen der Bewohner zu gewährleisten.

Der CTE ersetzt das bislang gültige Königliche Dekret Nr. 1650/ 1977 vom 10.6.1977. Dieses stellte grundlegende Vorschriften zur Gebäudeerrichtung auf ("Normas Básicas de la Edificación"), die bei der Planung und dem Bau von Gebäuden zu beachten waren. Seit 1979 wurde das Dekret durch verschiedene Vorschriften erweitert, mit der Konsequenz, dass eine undurchsichtige Gesetzessammlung entstanden war. Wie in den Motiven des Königlichen Dekrets Nr. 314/2006 ausgeführt wird, sollte nunmehr mit dem CTE ein strukturierter einheitlicher Gesetzestext geschaffen werden, wie er bereits in anderen Staaten existiert. Daneben werden im CTE auch europarechtliche Vorgaben, die bereits für dieses Rechtsgebiet bestehen, eingearbeitet. Eine europarechtliche Vorgabe ist zum Beispiel die Regelung bezüglich gebäudetechnischer Energiesparmaßnahmen. Dadurch soll der europäische Binnenmarkt weiter vorangetrieben und die Warenfreiheit bezüglich Bauprodukten gefördert werden.

Der CTE unterteilt sich in zwei große Abschnitte. Zunächst werden in einem allgemeinen Abschnitt die grundsätzlichen Anforderungen an die baulichen Anlagen beschrieben, die der Sicherheit und Bewohnbarkeit dienen. Hierbei werden die allgemein zu erfüllenden Ziele definiert, ohne jedoch auf deren technische Umsetzung einzugehen.

Der Zweite Abschnitt enthält die sogenannten "Documentos Básicos". Hierin werden Verfahren, technische Normen und Lösungsvorschläge erwähnt, durch deren Anwendung die Anforderungen erfüllt werden können. Diese sind jedoch nicht abschließend, sondern können durch eigene Lösungen ergänzt werden. Diese "Documentos Básicos" stellen die technische Umsetzung der allgemein zu erfüllenden Ziele dar.

Weiterhin wird durch den CTE ein eigenes Register geschaffen (Registro General del Código Técnico de la Edificación), in dem eben diese Verfahren zusammengefasst und veröffentlicht werden, in dem aber auch bewährte alternative oder freiwillige Lösungen gesammelt werden, um so den Anforderungen der technischen Bauordnung zu genügen.

II. Anwendungsbereich

Der Anwendungsbereich des CTE umfasst alle Baumaßnahmen von Gebäuden im Bereich des privaten und öffentlichen Bausektors, sofern diese einer Baugenehmigung bedürfen.

Der CTE findet jedoch keine Anwendung auf bereits bestehende Gebäude, sowie auf Baumaßnahmen, deren Genehmigung vor Inkrafttreten der CTE beantragt wurde. Jedoch findet das CTE nach der vierten Übergangsvorschrift des Königlichen Dekrets Nr. 314/ 2006 in diesem Fall nur dann keine Anwendung, wenn mit dem Bau innerhalb von drei Monaten nach Erteilung der Baugenehmigung begonnen wird.

Grundsätzlich sind damit alle zukünftigen Bauprojekte vom Anwendungsbereich des CTE erfasst. Bestehende Gebäude, die umgebaut, erweitert, renoviert oder saniert werden, unterliegen diesem ebenfalls. Auch im Falle der Nutzungsänderung eines Gebäudes finden die Regelungen des CTE Anwendung, selbst wenn mit der Änderung keine Baumaßnahmen verbunden sind.

Eine Ausnahme vom Anwendungsbereich besteht jedoch für einfache eingeschossige bauliche Anlagen, die nicht für öffentliche oder wohnliche Zwecke bestimmt sind, mit nur einfachen technischen Mitteln ausgestattet sind und von denen für den Menschen keine Gefahr ausgeht (vgl. Artikel 2.2 CTE).

Alle nach der Definition des LOE am Bau beteiligten Personen wie Bauträger, Konstrukteure, Bauleiter, Lieferanten, Nutzer und Eigentümer, sind nunmehr dafür verantwortlich, dass die Vorschriften des CTE bei der Bauplanung, den Bauarbeiten und der Instandhaltung des Gebäudes und seiner Anlagen eingehalten werden.

Um die Mindestanforderungen zu erfüllen, die der CTE auferlegt, können entweder die technischen Maßnahmen angewendet werden, die in den "Documentos Básicos" im zweiten Teil des CTE aufgeführt werden oder aber alternative Lösungsvorschläge gesucht werden, sofern diese unter verantwortlicher Leitung des Bauplaners oder des Bauleiters entwickelt wurden. Für diesen Fall muss jedoch zuerst die Zustimmung des Bauträgers eingeholt werden, der zugleich jede alternative Umsetzung des CTE schriftlich festhalten muss, denn das zu planende Gebäude muss den Vorgaben der "Documentos Básicos" entsprechen.

III. "Documentos Básicos"

Die Mindestanforderungen an Sicherheit und Bewohnbarkeit eines Gebäudes, welche im LOE in den Abschnitten 1 b) und c) des Artikels 3 normiert sind, werden nunmehr im neuen CTE durch die folgend dargestellten Vorschriften konkretisiert. Diese betreffen die Mindestanforderungen an die Gebäudestabilität, Brandschutzmaßnahmen, allgemeine Sicherheitsvorkehrungen für die Benutzung der baulichen Anlage, Anforderungen an die Hygiene, die Gesundheit und den Umweltschutz, Lärmschutzbestimmungen und Energiesparmaßnahmen.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass alle die genannten Anforderungen, sowohl bei der Planung der Anlage, wie auch beim Bau und der Nutzung beachtet werden müssen.

1. Mindestanforderungen an die Gebäudestabilität (SE)

Der CTE stellt Mindestanforderungen an die Gebäudestabilität, die darin bestehen, dass das Gebäude ausreichende strukturelle Eigenschaften aufweist (Widerstandsfähigkeit und Stabilität), um allen möglichen und vorhersehbaren Einflüssen während der Bauphase und seines späteren Gebrauchs zu widerstehen.

2. Brandschutzmaßnahmen (SI)

Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Schadensrisiko der Benutzer eines Gebäudes aufgrund eines Feuers, das aus den Gebäudegegebenheiten, der Erbauung oder der Instandhaltung entstehen kann, auf ein akzeptables Maß zu reduzieren. Hierbei werden unterschiedliche Anforderungen an die baulichen Anlagen gestellt, die ihrem Zweck entsprechend variieren können.

Die zu erfüllenden Brandschutzmaßnahmen betreffen sowohl den Innenbereich des Gebäudes, wie auch den Außenbereich. Die Anforderungen betreffen jedoch nicht nur ein einzelnes Gebäude, sondern sind mit den umliegenden Gebäuden zu koordinieren, um so ein höheres Maß an Sicherheit zu erreichen.

Alle baulichen Anlagen müssen hierbei technisch derart ausgestattet werden, dass Brände sofort erkannt, kontrolliert und gelöscht werden können.

Auch Maßnahmen zur Evakuierung der Personen, die sich im Gebäude aufhalten, müssen schon bei der Planung beachtet werden. In diesem Zusammenhang müssen Vorkehrungen getroffen werden, die der Feuerwehr einen einfachen Zugang zu dem Gebäude ermöglichen, um Rettungsmaßnahmen zu ergreifen.

3. Allgemeine Sicherheitsvorkehrungen (SU)

Die allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen des CTE dienen dazu, zu verhindern, dass die Nutzer der baulichen Anlage Schäden jeglicher Art dadurch erleiden, dass sie das Gebäude seinem Zweck entsprechend nutzen.

Eine der gesetzlichen Vorgaben besteht hierbei darin, dass die bauliche Anlage Anforderungen erfüllt, die Stürze im Gebäude verhindern. Die Böden müssen dementsprechend so beschaffen sein, dass man weder ausrutschen, noch stolpern kann oder an der Beweglichkeit gehindert wird. Dies gilt nicht nur für ebene Böden, sondern auch für Treppen und Stufen oder ggf. Rampen, die sich im oder am Gebäude befinden. Auch für die Fassadenreinigung werden hierbei Sicherheitsmaßnahmen vorgeschrieben.

Um diese Sicherheitsvorkehrungen zu erfüllen, legt der CTE ebenfalls fest, dass das Gebäude über eine ausreichende Belichtung verfügen muss. So soll das Risiko von Verletzungen minimiert werden, die aus ungenügender Belichtung resultieren. Eine ausreichende Belichtung muss nicht nur während der allgemeinen Benutzung des Gebäudes gegeben sein, sondern ebenfalls in Notfällen, in denen die normale Beleuchtung im Gebäude ausfällt.

Unter diese allgemeinen Sicherheitsbestimmungen fallen auch Maßnahmen, die es verhindern sollen, Schäden zu verursachen, die dadurch entstehen können, dass sich zu viele Personen in einem Gebäude aufhalten.

Darüber hinaus werden in diesem Abschnitt Anforderungen an die Stromversorgung bzw. die Stromleitungen gestellt, die es verhindern sollen, dass die Nutzer eines Gebäudes einen Stromschlag durch unzureichende Isolation erleiden.

4. Mindestanforderungen auf dem Gebiet der Hygiene, Gesundheit und des Umweltschutzes (HS)

In Bezug auf die Hygiene, die Gesundheit und den Umweltschutz verfolgt der CTE das Ziel, die Risiken, die für die Benutzer der Gebäude entstehen können auf ein akzeptables Maß zu reduzieren. Die übliche Nutzung des Gebäudes darf keine Beschwerden oder Krankheiten hervorrufen, wie zum Beispiel eine mögliche Verletzung der Nutzer, aber auch eine Schädigung der Umwelt.

Konkret werden folgende Probleme behandelt: Schutz gegenüber Feuchtigkeit, die Sammlung und Entleerung des Abfalls, die Qualität der Luft innerhalb der baulichen Anlage und die Versorgung mit Wasser bzw. die Ableitung des Abwassers.

5. Mindestanforderungen an die Geräuscheinwirkung (HR)

Bislang wurden auf diesem Gebiet noch keine Regelungen durch den CTE getroffen, so dass weiterhin die ursprüngliche Rechtslage ("Normas Básicas de la Edificación") Bestand hat.

6. Mindestanforderungen Energiesparmaßnahmen (HE)

Das eigentliche Kernstück dieser Mindestanforderungen stellen die Regelungen über Energiesparmaßnahmen dar. Einerseits sollen die Bewohner und Nutzer von Gebäuden sparsam im Energieverbrauch sein. Andererseits soll das Gebäude aber auch so beschaffen sein, dass technische Mittel zur Nutzung erneuerbarer Energien zum Einsatz kommen. Diesbezüglich wird ab dem 29.9.2006 der Einbau von Solaranlagen obligatorisch sein:

a) Solarthermische Technologien zur Wassererwärmung

Im Allgemeinen haben alle Neubauten oder zu renovierenden Gebäude, abhängig vom Standort und ihrem Warmwasserverbrauch, ihr Warmwasser und/ oder ihr Schwimmbadwasser zu 30 bis 70 % mit dem Einsatz von solarthermischen Technologien, die auf Sonnenenergie basieren, sie speichern und umsetzen, zu beheizen. Diese Prozentzahlen stellen jedoch nur Mindestwerte dar, welche von den lokalen Behörden konkretisiert werden können.

b) Photovoltaik

Großsupermärkte, Einkaufs- und Freizeitzentren, Lagerhallen, Verwaltungsgebäude, Hotels und Pensionen, Krankenhäuser und Messehallen müssen zur eigenen Energieversorgung oder zur Netzeinspeisung technische Anlagen verwenden, die Sonnenenergie in elektrischen Strom umwandeln - sog. Photovoltaik -, sofern folgende Größen überschritten werden:

Einrichtung Anwendungsgrenzen
Großsupermarkt 5.000 qm
Einkaufs- und Freizeitzentren 3.000 qm
Lagerhallen 10.000 qm
Verwaltungsgebäude 4.000 qm
Hotels und Pensionen 100 Räume
Krankenhäuser 100 Betten
Messehallen 10.000 qm

Die Mindestgewinnung des Stromes muss bei 6,25 kWp liegen und der Stromumwandler muss hierbei eine Mindestkapazität von 5 kW erreichen.

IV. Bewertung

Das Inkrafttreten des CTE bringt einige wesentliche Konsequenzen für den Bausektor mit sich.

Im Allgemeinen werden die Anforderungen an die baulichen Anlagen erhöht. Dies gilt sowohl für die Bauerrichtung als auch für die zu verwendenden Baustoffe. Diese haben einen Einfluss auf die Kosten eines Bauprojektes, die sicherlich durch die Vorschriften des CTE steigen werden. Durch die Anwendung der technischen Bauordnung werden gleichzeitig Innovationen im Bausektor gefördert, indem das CTE keine festen Vorgaben aufstellt, sondern auch offen für die Entwicklung eigener neuer Lösungsvorschläge ist. Dadurch soll auch gewährleistet werden, dass die Baumaßnahmen stets auf dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung sind.

Für die Erfüllung der Anforderungen des CTE sind nun alle am Bau beteiligten Personen verantwortlich, so dass davon auszugehen ist, dass dies zu der erforderlichen Qualitätssicherung führt.

Mit der Verabschiedung des CTE wurden letzten Endes die Vorschläge und Forderungen unterschiedlicher spanischer Interessengruppen des Bausektors erfüllt und umgesetzt. Hierzu gehörte die APCE (Asociación de Promotores y Constructores de España - Vereinigung der Bauträger und Unternehmer), die CSCAE (Consejo Superior de los Colegios de Arquitectos de España - Architektenkammer) und die CGATE (Consejo General de los Arquitectos Técnicos de España - Kammer der so genannten technischen Architekten). Durch die Beteilung dieser verschiedenen fachlichen Gruppierungen wurde ein Mindestmaß an Qualität gewährleistet. Es ist daher auch zu erwarten, dass die im CTE gestellten Anforderungen vom Bausektor akzeptiert und umgesetzt werden.

Abzuwarten bleibt jedoch, wie sich Umsetzung konkret entwickeln wird.

V. Ausblick

Mit dem Inkrafttreten des CTE am 29.3.2006 beginnt gleichzeitig eine sechsmonatige Übergangsfrist, in der die erforderlichen Maßnahmen zur Energieeinsparung sowie die Brandschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Für die restlichen Bestimmungen des Königlichen Dekrets Nr. 314/ 2006 besteht hingegen eine Umsetzungsfrist von 12 Monaten. Erst nach Ablauf dieser Fristen werden die entsprechenden Regelungen verpflichtend.

Durch den CTE werden nur Mindestanforderungen geregelt. Es bleibt hierbei den Regierungen der autonomen Gebietskörperschaften überlassen, im Rahmen ihrer Kompetenzen, diese Mindestanforderungen durch eigenständige Vorschriften zu verschärfen.

Die bislang im CTE noch nicht ausgeführten Regelungen bezüglich der Mindestanforderungen an die Geräuschbelästigungen sollen nach Angaben des spanischen Wohnungsministeriums nach Ablauf der Übergangsfristen im März 2007 erlassen bzw. in Kraft treten.

Schließlich bleibt noch darauf hinzuweisen, dass durch das Königliche Dekret Nr. 315/ 2006 vom 17.3.2006 ein Überwachungsgremium für (Umwelt-) Verträglichkeit, Innovation und Qualitätssicherung von Bauobjekten geschaffen wurde, dessen Aufgabe es ist, die Anwendung des LOE zu kontrollieren und den CTE an technische Entwicklungen anzupassen.

Verfasserin: Rechtsanwältin Ana Sacristán, mmm&m, Monereo, Meyer & Marinel-lo Abogados, Bárbara de Braganza 11, 28004 Madrid, Tel: 003491/3 19 96 86, Fax: -3 08 53 68, E-Mail: asacristan@mmmm.es, Internet: http://www.mmmm.es

(1) Zum Thema: "Spanien: Das neue private Baurecht" von Philipp Kirchheim und Stefan Meyer, in Recht der Internationalen Wirtschaft (RIW), Dezember 2000, S. 910 ff

Azul Real
21.01.2007, 14:31
Bericht der Deutschen Bank im Rahmen Ihrer Länderanalyse

Länderanalyse

Alarmstufe rot in Spanien?

16. Januar 2007
In Spanien konnten Anleger in den vergangenen Monaten viel Geld verdienen. Der wichtigste Index des spanischen Aktienmarktes, der Ibex 35, legte im vergangenen Jahr mehr als 30 Prozent zu. Spanienfonds gehörten zu den großen Gewinnern, bei den Länderfonds schnitten nur noch Schwellenländer wie China, Indonesien oder Russland besser ab.


Dass Spanien bei den Anlegern so beliebt ist, ist durchaus gerechtfertigt - das Land gehört wirtschaftlich schließlich inzwischen zu Europas Musterschülern. Arbeitsmarktreformen, eine liberale Einwanderungspolitik und eine umsichtige Fiskalpolitik haben dem Land geholfen, auf die Beine zu kommen. Dazu kommt, dass sich die Infrastrukturinvestitionen, zum großen Teil finanziert mit EU-Geldern, auszuzahlen beginnen

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Die Haushalte verschulden sich immer mehr

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„Spanien ist unter den großen Volkswirtschaften der Eurozone die Boomregion“, schreiben die Volkswirte der Dekabank in ihrer jüngsten Länderanalyse vom November. „In den letzten drei Jahren nahm das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) jeweils mit Raten von über drei Prozent zu.“ Die Arbeitslosigkeit sinkt seit etwa vier Jahren, die Zahl der Beschäftigten steigt fast linear.


Was will man mehr? Nun, die Schulden der Unternehmen und Haushalte wachsen und wachsen, und das Ausland pumpt eifrig Geld auf die iberische Halbinsel. Bei steigenden Zinsen hätten viele zu kämpfen - und das könnte unangenehm für Spaniens Finanzmärkte werden, so das Fazit der Deutschen Bank in einer vor wenigen Tagen veröffentlichten Studie (siehe Grafiken).

Enorme Zinsrisiken

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Die Verschuldung der spanischen Haushalte hat sich nach OECD-Daten von 1995 bis 2004 fast verdoppelt auf 103 Prozent des Haushaltseinkommens - und ist seither weiter gestiegen. Sehr viel dieses Geldes steckt in Immobilien. Ein möglicher Einbruch des Immobilienmarktes ist deshalb auch das größte Risiko für Spaniens Wirtschaft, das Experten derzeit sehen.


Etwa 86 Prozent des Vermögens spanischer Haushalte steckt in Immobilien. Dazu kommt, dass 97 Prozent der Hypotheken an die Entwicklung des einjährigen Zinses gekoppelt sind - die Haushalte sind also extremen Zinsrisiken ausgesetzt. Der Schuldendienst für das eigene Haus macht inzwischen fast 30 Prozent des frei verfügbaren Einkommens aus.

Skepsis ist angebracht

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Auch die Unternehmen verschulden sich kräftig: Im Euroraum sind die Schulden der Unternehmen, Banken ausgenommen, von 2003 bis 2006 von 48 Prozent des BIP auf 53 Prozent gestiegen. In Spanien stieg diese Quote in der gleichen Zeit von etwa 50 Prozent auf 77 Prozent, schreibt Susana Garcia-Cervero vom „Global Markets Research“-Teams der Deutschen Bank. Den Großteil dieses Kreditwachstums verursachten Unternehmen, die mit dem Bauboom ihr Geld verdienen.


Die Deutsche Bank will Spaniens Erfolge nicht klein reden, die Risiken aber auch nicht verschweigen. Besonders skeptisch sei man bei Anlageklassen, die eng mit dem spanischen Immobilienmarkt verbunden sind. Das gilt nicht nur für Aktien der Branche, sondern auch für Anleihen von staatlichen Emittenten, die mit entsprechenden Steuern zurückgezahlt werden müssen.

Für einen Einstieg ist es zu spät

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Ein Blick auf die größten Gewinner am spanischen Aktienmarkt zeigt, dass es tatsächlich vor allem der Immobilienboom war, der die Kurse getrieben hat: Größter Gewinner im Ibex 35 war im vergangenen Jahr Metrovacesa mit einem Kursplus von mehr als 150 Prozent - ein Immobilienunternehmen. Auf Platz zwei mit einem Plus von knapp 127 Prozent folgt Sacyr Vallehermoso - ein Bau- und Immobilienkonzern. Beide Titel notieren nahe ihrer kürzlich erreichten Rekordhochs.


Für Anleger stellt sich die Frage, wie sie sich am spanischen Aktienmarkt positionieren sollten. Klar ist, dass die Risiken enorm sind: Wenn die Europäische Zentralbank die Zinsen weiter erhöht - derzeit spricht wenig dagegen -, bekommen die spanischen Haushalte immer größere Probleme, ihre Schulden zu bezahlen. Wenn gleichzeitig noch ihre Immobilie an Wert verliert, wird es wirklich kritisch. Das könnte die spanische Wirtschaft nicht spurlos verkraften.

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Wer noch nicht investiert ist, sollte darum seine Finger vom spanischen Aktienmarkt lassen. Für einen Einstieg scheint es definitiv zu spät zu sein. Anleger, die bereits spanische Aktien oder Fonds im Depot haben, müssen sich überlegen, ob sie Gewinne mitnehmen wollen. Sie können ihre Wertpapiere auch noch halten - bisher ist schließlich alles gut gegangen, und warum sollten die Kurse ausgerechnet in den kommenden Tagen einbrechen? Selbst wenn der Markt zehn Prozent verliert, können sich viele mit einem ordentlichen Plus aus Spanien verabschieden.


http://www.faz.net/s/Rub7A85C6569B04454A9A83A40138971ACF/Doc~EC994643C96C3428E833037599E1465CE~ATpl~Ecommon ~Scontent.html

Azul Real
21.01.2007, 14:38
Baubranche

Übernahmespekulationen: Vinci-Aktie auf neuem Allzeithoch


Ein Konzessionsgeschäft von Vinci
19. Januar 2007

Die Entwicklung an den internationalen Bau-, Immobilien- und Infrastrukturmärkten treibt immer neue Blüten. Zunehmend auch in Europa, wo es in bestimmten Regionen immer mehr nach Immobilienblase „riecht“. Unter anderem auch in Teilen Spaniens und Frankreichs.

Das zeigt sich am Donnerstag an der Kursentwicklung des französischen Bau- und Infrastrukturunternehmens Vinci. Denn mit Kursgewinnen von bis zu 6,4 Prozent auf ein neues Allzeithoch von 104,9 Euro reagiert die Aktie des Unternehmens auf Meldungen, der Milliardär François Pinault habe einen Anteil mit einem Wert von einer Milliarde Euro an dem Unternehmen erworben.

Aktie hat in drei Jahren 300 Prozent zugelegt
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Die Nachricht scheint sofort wieder Übernahmephantasien anzufachen, selbst wenn ein Anteil mit diesem Wert gerade einmal vier Prozent des gegenwärtigen Gesamtwertes des Unternehmens von 24,2 Millairden Euro ausmacht. Und selbst wenn der Zeitpunkt der Transaktion gewisse Zweifel aufkommen lassen kann. Immerhin ist der Boom in den Branchen, in denen das Unternehmen tätig ist, schon weit gediehen.

Das gilt auch für den Aktienkurs. Ausgehend von einem Zwischentief bei 25 Euro im März des Jahres 2003 hat das Papier einen eindrucksvoll eindeutigen Aufwärtstrend etabliert und inzwischen satte 300 Prozent zugelegt. Das dürfte kaum verwundern, konnte Vinci in d