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zaphod beeblebrox
26.02.2007, 15:30
Hallo MTCler

Ich lese hier jetzt schon eine Zeit lang sehr interessiert mit und ich hätte ein paar Fragen an euch.

Erstmal zu meiner Situation:

Ich bin 25, Arbeite seit 5 Jahren als Programmierer und seit einiger Zeit verlässt mich immer mehr und mehr die lust an meinem Job (und den damit einhergehenden massenhaften Überstunden für die man nichtmal einen feuchten Händedruck bekommt).

Seit ca 2 Jahren beschäftige ich mich nebenbei auch mit der Börse. Ich kenne inzwischen die meisten Begriffe, sehe Trendlinien und Wiederstände (verstehe auch 98% von dem was Ihr hier im forum schreibt :) ). Einige (mal gute mal weniger gute) Trades hab ich auch schon gemacht.

Nun wäre meiner meinung nach das Daytrading genau mein Job. :) Keine abhängigkeit von irgendwelchen Vertriebstypen, relativ Frei einteilbare Arbeitszeit und natürlich auch die guten verdienstmöglichkeiten, sowie das Arbeiten zuhause.

Ich traue mir auch durchaus zu, die nötige Disziplin und Energie dafür aufbringen zu können.

Mein Problem ist jetzt, dass ich nicht weis wie ich den Übergang gestalten kann.
Aufgrund meiner Ausgaben brauche ich monatlich mind. 1000€ Einkommen.
Wenn ich jetzt den Job kündige und mich rein auf die Börse verlasse müsste ich (mit meinen ca 12k€ die ich zur verfügung habe) ab dem ersten monat schon monatlich mind. +10% meines Depots erwirtschaften. Ich denke das wird erstmal nicht klappen.
Während der Arbeit hab ich nicht wirklich viel zeit um mich um die Börse zu kümmern.
Wenn ich von der Arbeit zuhause bin um ca 18:30 ist auch nichtmehr wirklich viel Zeit bis die deutschen Börsen schließen.

Ich vermute Ihr habt auch nicht gleich nach der Schule mit dem Daytrading angefangen?
Wie habt Ihr den Sprung von der Abhängigkeit in die Unabhängigkeit geschafft?

Ich würde mich über ein paar Tips, Vorschläge oder Warnungen sehr freuen.

MfG
Zaphod

zaphod beeblebrox
28.02.2007, 13:02
stimmt^^

wär sogar dabei gewesen nur leider war ich dank meinem broker nicht in der lage zu handeln... der will einfach keine orders entgegennehmen... böse überlastet... wird zeit dass ich mir was gescheites suche...

v.a. wenn ich heut so im board lese werd ich wohl zu sino gehen und mich mit dem sinoX_GO begnügen... so wies aussieht kann man da zumindest handeln, auch wenns mal mehr action ist...

nja... bis jetz leichte verluste (verschuldet duch fehlende möglichkeit der orderausführung)... :-x

mal schaun was die ammis machen :) aktiv eingreifen kann ich ja scheinbar sowieso nicht :tssk:

enuxx
01.09.2007, 22:42
Vergiss es mit 12k. Erst recht deinen Job aufzugeben und dann noch ohne jemals ein Jahresgehalt an der Börse verdient zu haben. Wenn du ein Jahresgehalt neben deinem Job erzielst und das am besten 2-3 Jahre, dann kannst du dir Gedanken machen über das Vollzeittraden. Alles andere ist Utopie.
stimmt^^

wär sogar dabei gewesen nur leider war ich dank meinem broker nicht in der lage zu handeln... der will einfach keine orders entgegennehmen... böse überlastet... wird zeit dass ich mir was gescheites suche...

v.a. wenn ich heut so im board lese werd ich wohl zu sino gehen und mich mit dem sinoX_GO begnügen... so wies aussieht kann man da zumindest handeln, auch wenns mal mehr action ist...

nja... bis jetz leichte verluste (verschuldet duch fehlende möglichkeit der orderausführung)... :-x

mal schaun was die ammis machen :) aktiv eingreifen kann ich ja scheinbar sowieso nicht :tssk:

Börsenschnorrer
02.09.2007, 09:43
kann Dir nur zustimmen.
Zudem liest Du hier nur die guten Seiten des Daytradings. Diejenigen, die im Laufe
der Zeit wieder "verschwinden", weil sie pleite sind, die liest Du hier nicht.
Denke dran: 80 % der Daytrader gehen im ersten Jahr pleite.
Vergiss es mit 12k. Erst recht deinen Job aufzugeben und dann noch ohne jemals ein Jahresgehalt an der Börse verdient zu haben. Wenn du ein Jahresgehalt neben deinem Job erzielst und das am besten 2-3 Jahre, dann kannst du dir Gedanken machen über das Vollzeittraden. Alles andere ist Utopie.
stimmt^^

wär sogar dabei gewesen nur leider war ich dank meinem broker nicht in der lage zu handeln... der will einfach keine orders entgegennehmen... böse überlastet... wird zeit dass ich mir was gescheites suche...

v.a. wenn ich heut so im board lese werd ich wohl zu sino gehen und mich mit dem sinoX_GO begnügen... so wies aussieht kann man da zumindest handeln, auch wenns mal mehr action ist...

nja... bis jetz leichte verluste (verschuldet duch fehlende möglichkeit der orderausführung)... :-x

mal schaun was die ammis machen :) aktiv eingreifen kann ich ja scheinbar sowieso nicht :tssk:

enuxx
02.09.2007, 16:36
zaphod,

wer sagt denn, dass man nur mit Daytrading an der Börse die Möglichkeit hat, etwas zu verdienen? Du kannst auch mit Swingtrading dir ein einen fetten Verdienst erarbeiten. Dazu reicht eine Stunde abends völlig aus.

Maderix
02.09.2007, 22:31
?

Was genau ist für dich der Unterschied zwischen Daytrading und Swingtrading ? das eine schließt doch das andere nicht aus...

enuxx
03.09.2007, 00:19
Swingtrading

Eine Form des kurzfristigen Tradings. Die Haltedauer beträgt hier einige Stunden bis hin zu einigen Tagen. Es sind also durchaus Overnightpositionen möglich.

Jenes in Fett ist der Unterschied. Vielleicht wäre für zaphod aber gleich Positionstrading noch sinnvoller, wenn er erst 18.30 Uhr zuhause ist. Immerhin gehen die US-Märke ja noch bis 22 Uhr. Die Devisenmärkte fast rund um die Uhr.

Positionstrading

Eine Form des kurzfristigen Tradings. Die Haltedauer beträgt einige Tage bis zu wenigen Monaten. Die Begrifflichkeit ist also recht weit gefasst. Wenn man in den Medien allgemein den Begriff „Trading“ liest, ist damit meistens das Positionstrading gemeint.

http://www.godmode-trader.de/knowhow/lexikon/?chapter=p&lid=422198
?

Was genau ist für dich der Unterschied zwischen Daytrading und Swingtrading ? das eine schließt doch das andere nicht aus...

Maderix
03.09.2007, 12:08
na ok. für mich war die begrifflichkeit Swingtrading jetzt nicht unbedingt auf die Dauer bezogen sondern eben darauf welche Signale man wie handelt, also eben im intakten Aufwärtstrend in schwachen Phasenr ein in den Markt und wieder raus wenns kippt, und das lässt sich ja genauso gut intraday umsetzen wie auch über Tage hinweg, aber danke für deine Antwort ;)

Praecutantier
03.09.2007, 15:52
Ich vermute Ihr habt auch nicht gleich nach der Schule mit dem Daytrading angefangen?

Es gibt einige im Board, die direkt nach der Schule angefangen haben und während des Studiums weiter gehandelt habe. Es ist machbar in der Lebenszeit den Absprung zu schafen, aber das wird dich nunmal sehr viel Stress und Geld kosten. Das Leben ist nunmal kein Ponyhof. Will jetzt keine Namen nennen, aber vielleicht meldet dich Person XY auch selbst bei dir.

Ich bin zB einer von den Typen, die es nicht gebacken bekommen haben und im ersten Anlauf gescheitert. Das schwierigste ist eben, dass du wieder aufstehe musst und das geht nur mit Kohle. Deswegen sollte du schon deinen Job behalten und nicht direkt damit rechnen, dass es klappen wird. Es wird nicht garantiert, dass du jemals eins mit dem Markt wirst und das Traden dauerhaft erfolgreich durchziehst. Intelligenz, gutes Aussehen und schöne Haare :lol: sind auch nicht der ausschlagende Faktor. Du musst zB zuhören können und nicht unbedingt den einen von dir bestimmten Weg gehen. Hör auf Menschen wie Enuxx und riskiere blos keine dicke Lippe. Sei immer froh, wenn du Einsicht erlangst und sei auch nicht übermütig.

Gruß
Prae

Stocki
03.09.2007, 16:19
Ich habe das erste Jahr ca. 5000 in den Sand gesetzt.
Irgendwann kein Cash mehr. Das war das Problem.
Jetzt zocke ich vorsichtiger auf einem neuen Depot.
Das alte dient der Erinnerung.

Übrigens:
Ich arbeite immer noch und habe schon lange keinen Bock mehr
auf meinen alten Job.

Handkante
11.09.2007, 21:25
klar daytrading als job hört sich gut an und ich bin auch einer der sich sowas wünscht. doch die realität ist leider eine andere.
ich bin seit 1 jahr jetzt mir day/swing trading beschäftigt , ich kann während der arbeit ab und zu mal die kurse prüfen , an langweiligen tagen auch öfter. oder halt während der pausen.
und leider sieht vieles besser aus als es ist. zur zeit kann man gut gewinne einfahren, aber es geht ja auch schon >3 jahre berg auf.
ich habe beschlossen solange ich über das trading nicht 3 jahre am stück mein jahresgehalt = trading raushole solange bleide ich bei der arbeit.
das nächste problem ist das kapital das man einsetzt , ich bin normaler angestellter mit durchschnittlichen lohn also hab ich auch nicht möglichkeiten von großen positionen. und alles auf eine karte setzten ist auch nicht sinnvoll. also bleibt erstmal nicht übrig außer mühsam ernährt sich das eichhörnchen zu genug kapital zu kommen. und mal eine langjährige abwärtsphase mit gewinnen zu beenden.
falls einer 50000-100000€ für meine trading versuche über hat , bitte melden. ich zahle es zurück sobald ich sie verdoppelt hab. nur nicht böse sein wenn alles weg ist ;-)

szujci
15.09.2007, 21:44
Ich hab am 4. Dezember 2006. mit Spielgeld 3.000 angefangen. Ganz Anfaenger war ich nicht. Seit Februar lese ich hier ganz intensiv und hab viel gelernt.
Natürlich habe ich viel Fehler gemacht, war schon oben und ganz tief.
Max war über 6.000, zur Zeit knapp unter 2.000 :oops: . Ursache zu viel DAX Hebelzertis. Ich denke typischer Anfaengerfehler.

Jetzt stocke ich mein Kapital bis 10.000 auf, und werden andere Strategie fahren.
viel weinger Zerties und mit niedrigem Hebel
daytrading mit Pennies und Pennykracher von Nogger

Kennt jemand von euch ein Buch, von dem man den Tricks des Daytradings erlernen kann ?????

svx_biker
17.09.2007, 07:25
man den Tricks des Daytradings erlernen kann ?????

Vor allem Moneymanagement und Positionsizing!

Pro Trade nicht mehr als 1-2% Risiko und negative Posi konsequent schliessen. Mit den 1-2% ergeben sich unter anderem auch die Titel, welche überhaupt in Frage kommen für das Trading.

zaphod beeblebrox
17.09.2007, 12:07
Hallo
Erstmal danke für die vielen Antworten (und vor allem Warnungen ;-) ) die hier in der Zwischenzeit eingegangen sind!
Ich hab mir grad meinen Text von damals nochmal durchgelesen. Irgendwie hab ich darin scheinbar wirklich den Anschein erweckt, als würde ich die nächsten paar Wochen kündigen.

Also.
1. Ich hab meinen Job noch :-)
2. Ich bin schlauer und realistischer geworden ;-)
3. Ich hab glücklicherweise mein Geld noch :king:

Inzwischen habe ich schon durch so einige Anfängerfehler Geld verloren. Aber glücklicherweise ist der Anteil an gelungenen Trades höher, so dass vor meinem Depotstand noch ein +15% steht \\:D/
Ich stelle auch fest dass die Anfängerfehler immer weniger werden und ich bei der Analyse von Charts und dem Setzen von SL-Kursen auch immer besser werde :-)
Ich halte mich auch an das von svx_biker gepostete Money/Risc-Management und setze nie mehr als 2% meines Depotvolumens aufs Spiel.
Meine Positionen sind immer sehr unterschiedlich. Ein paar Längerfristige (>1Jahr) Investments. Einige auf Wochen und Monatssicht und wenn mal tatsächlich hin und wieder ein stressfreier Arbeitstag ist, versuch ich mich auch im wirklichen Daytrading. Wobei ich feststellen musste, dass ich darin die schlechteste Performance habe. :-( daran muss ich wohl noch ein bischen feilen.

Die Regel die sich Handkante aufgestellt hat gefällt mir. Ich denke die werde ich übernehmen.
ich habe beschlossen solange ich über das trading nicht 3 jahre am stück mein jahresgehalt = trading raushole solange bleide ich bei der arbeit.
Um diese Bedingung zu erfüllen werd ich zwar noch einige Jährchen brauchen aber wenn ich dann den Schritt machen kann is die Gefahr, dass es in die Hose geht deutlich geringer.
Ich hoffe ich komme irgendwann mal da hin. Aber da ich genügend Beispiele hier sehe dass es funktionieren kann, hoffe ich mal dass ich mit 40 als Beruf Börsenhändler angeben kann. 8-) ;-)

Gruß und danke für die Antworten
Zaphod

rayjay_racing
06.03.2008, 14:58
Hab auch durch Anfängerfehler Geld verloren. Bei mir ist das Problem das es bei mir mit Spielgelddepots immer gut läuft und ich die richtigen Entscheidungen treffe. Mit Echtem Geld klapp dies nie, da ich immer im hintergedanken habe das ich das Geld verliere und dies war meistens der Fall. Vielleicht fehlt mir die Erfahrung oder ich sollte cooler werden.
Hatte Ihr auch diese Probleme am Anfang?

Marvin
20.08.2008, 17:12
Habe den interessanten Thread gerade gelesen und will auch zu einzelnen Angaben etwas schreiben:

@Zaphod und andere:

Nun wäre meiner meinung nach das Daytrading genau mein Job. :) Keine abhängigkeit von irgendwelchen Vertriebstypen, relativ Frei einteilbare Arbeitszeit und natürlich auch die guten verdienstmöglichkeiten, sowie das Arbeiten zuhause.

Wieso daytrading, wie auch schon mal angemerkt wurde? Daytrading ist eher die "Königsdisziplin" im Trading, mache lieber erstmal Positionstrading, um damit "warm" zu werden...

Ich traue mir auch durchaus zu, die nötige Disziplin und Energie dafür aufbringen zu können.

Ich weiß nicht, ob das nur so "dahingeschrieben" war, aber: Disziplin ist EINE der ganz wichtigen Kernpunkte beim Trading. Wenn Du nicht diszipliniert sein solltest (z.B. hält Du Dich nicht an Deine Stopps, nicht an Deine Trading-Regeln, etc.), dann
wirst Du ziemlich sicher baden gehen... Disziplin ist ABSOLUTE Voraussetzung fürs Trading.

(mit meinen ca 12k? die ich zur verfügung habe)

Wie auch schon geschrieben wurde: vergiss es mit der Summe. Es gibt Meinungen, dass man unter 250k gar nicht darüber nachdenken sollte, vom Trading zu leben. Und: die "Dunkelziffer" der gescheiterten Trader ist immens hoch, also nicht zu früh freuen, wenn man von dauerhaft erfolgreichen Tradern liest, das sind nämlich die geschätzten 10% der "Übriggeblieben"... Das MTC-Forum ist sicher nicht repräsentativ, hier sind einige erfolgreiche Profis vertreten. Aber bitte nicht den Fehler machen und dies verallgemeinern.

ich habe beschlossen solange ich über das trading nicht 3 jahre am stück mein jahresgehalt = trading raushole solange bleide ich bei der arbeit.

Kannst Du machen. Ich habe folgende Prämisse für mich selbst aufgestellt: 1 Jahr Teilzeit (1/2 Zeit Job (Hallo Kollege, bin ebenfalls in der Softwareentwicklung), 1/2 Zeit fürs Trading), danach Bilanz ziehen und sehen, ob es was werden kann. Kannst ja mal bei Deinem Boss anfragen wegen Teilzeit. Meines Wissens hat JEDER einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit, wenn ein paar wenige Bedingungen erfüllt sind (z.B. muss die Firma eine Mindestmitarbeiterzahl (um die 20, glaube ich), haben, etc.)

Pro Trade nicht mehr als 1-2% Risiko und negative Posi konsequent schliessen. Mit den 1-2% ergeben sich unter anderem auch die Titel, welche überhaupt in Frage kommen für das Trading.

Nimm 1%, nicht mehr. Alles über 3% ist auf Dauer der sichere Untergang. Und fürs Daytrding am besten noch weniger als 1%, eher max. 0,5%. Und: in diesen sehr volatilen Zeiten weniger einsetzen. Und ein Gesamt-Risiko (z.B. 10-15% aufs Gesamtdepot) festlegen und sich auch daran halten.
Übrigens: 1% Verlust pro Trade filtert keine Kandidaten aus, man kann einfach nur weniger Anteile (Aktien, CFDs, Scheine, etc.) kaufen. Wieviel Anteile genau, sagt Dir dann die Positionsgrößenbestimmung (z.B. im CFD Bereich bei Godmode nutzbar). Beispiel: wenn Dein Risiko zum Stopp in einer Position 5 Euro beträgt und Du willst max. 100 Euro pro Trade verlieren, dann darfst Du max. 100 / 5 = 20 Anteile kaufen. Ist also ganz einfach auszurechnen.

Und noch ein Tipp: lies Dir die Bücher von Van Tharp bzgl. R-Vielfachen durch, generell ein paar gute Bücher zum Money-/Risikomanagement. Das ist absolut essentiell und sorgt dafür, dass Du an der Börse überhaupt "überleben" kannst. V.a. mit kleinen Konten, mit denen es nochmals schwieriger ist, dauerhaft profitabel zu sein.

Soweit mal!

Marvin

MH120480
20.08.2008, 19:44
thread sticky

mfg
mh