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actr
02.03.2009, 09:01
DAX, Abwärtstrend ist noch nicht ausgereizt

02.03.2009 - 08:17:47 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.

Zum Wochenausklang hätten einmal mehr die Bären das Bild am deutschen Aktienmarkt dominiert. Nach bereits schwachen Vorgaben der US Börsen, die all ihre Intraday-Gewinne am Donnerstag wieder abgegeben hätten und im Späthandel ins Minus gedreht wären, sei der DAX weiter gefallen und notierte nach Angaben der Marktbeobachter im Tagestief über 4 % unterhalb seines Vortagsschlussstands. Mit dem damit verbundenen neuen Bewegungstief sei der auf allen wesentlichen technischen Zeitebenen (primär, sekundär & tertiär) intakte Abwärtstrend charttechnisch einmal mehr bestätigt worden.

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Schwer im negativen Sinne wiege auch die Tatsache, dass der S&P500 sein Novembertief bei 740 Punkten am Freitag unterschritten habe. Damit notierten Dow Jones und S&P500 nunmehr deutlich unter ihren jeweiligen Bärenmarkttiefs von 2002/2003 (Dow: rund 7.200; S&P 500: rund 770 Punkte), womit man feststellen könne, dass hier ein nachhaltiger Durchbruch stattgefunden habe.

Für den DAX bedeute dies, dass der Abwärtstrend noch nicht ausgereizt ist. Als noch auszuschöpfendes Rückschlagsrisiko steht aus Sicht der Experten weiterhin der Bereich um ca. 3.620 Zähler im Raum, wo mehrere technisch ableitbare Marken kumulierten (u.a. Fibonacci- und Formationsprojektionen). Es stelle sich die Frage, wann ein (wenigstens vorübergehendes) Ende des negativen Trendverlaufs abzusehen sei. Diesbezüglich sollte die Möglichkeit eines "Sell-Offs" (Ausverkauf) in Betracht gezogen werden, der, falls gewisse Bedingungen erfüllt sein sollten (hohe Put/Call-Ratios und weit überdurchschnittliches Handelsvolumen), eine zumindest temporäre Bereinigung des Marktes herbeiführen würde. Ob dies gegebenenfalls im Bereich um die 3.620er Marke im DAX geschehe, bleibt nach Meinung der Analysten bei der DZ Bank abzuwarten.

actr
02.03.2009, 09:07
01.03.2009: Jetzt ist alles möglich


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_lang.gif


Die Kursverluste am deutschen Aktienmarkt setzten sich in der vergangenen Woche fort. Gleich am Montag durchbrach der DAX die runde Marke von 4000 Zählern nach unten, und sammelte im Laufe der Woche dann ein Minus von 171 Punkten bzw. 4,3 Prozent an.

Mit dem Durchbruch des Bereichs bei gut 4000, der seit Oktober bereits dreimal als Unterstützung fungierte, ist nun ein Verkaufsignal generiert worden. Auffällig ist jedoch, dass die Kursverluste (bisher) sehr verhalten ausfielen. In der Regel führen klare charttechnische Verkaufsignale zu größeren Abschlägen als in der Vorwoche. Zudem sticht ins Auge, dass die Notierung im oberen Schaubild auf einer Unterstützungslinie aufsetzte, die sich bereits von dem markanten Tief des Jahres 1998 herleitet. Knapp darunter, bei gut 3500 Punkten, verläuft zudem noch die (allerdings sehr schwache) Aufwärtstrendlinie, die an den Tiefpunkten von 1982 und 2003 anliegt. Insofern ist ein "Crash" derzeit nicht unbedingt zu befürchten, denn wie schon früher an dieser Stelle erwähnt, trifft der DAX in dem Bereich bis gut 3500 Punkte noch auf etliche weitere Unterstützungen.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_mittel.gif


Nun stellt sich aber die Frage, wie es bei den deutschen Blue Chips weitergeht. Nachdem es bis vor kurzem so schien, als ob unter dem Großteil der Marktteilnehmer der Konsens herrsche, die Marke von 4000 Zählern werde halten, ist es doch verwunderlich, das mit Unterschreiten dieses Supports nur geringer Verkaufsdruck einsetzte. Diese offenkundig nur geringe Anzahl Verkaufswilliger bietet einen guten Nährboden für eine kräftige Bewegung: Bei weiter sackenden Notierungen eine sich beschleunigende Abwärtsdynamik, da auch die letzte Hoffnung irgendwann schwindet - oder aber auch für eine Rallye, weil ein "Verkäuferstreik" einsetzt und bei einer Rückkehr über 4000 Zähler das vorherige Verkaufsignal als Fehlsignal entlarvt wäre.

Entsprechend sollten Anleger nun den Markt genau beobachten. Ein weiterer Rückgang ist denkbar, per Tagesschlusskurs sollte sich die Notierung aber oberhalb von 3500 Zählern halten. Ein Rückgang unter diese Marke könnte sonst tatsächlich zu einem beschleunigten Abwärtsschub führen. Gelingt dagegen aber der Sprung zurück über 4000 Punkte, stehen die Chancen für kräftige Kursgewinne gut.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_kurz.gif

actr
02.03.2009, 09:12
01.03.2009: Auf der Suche nach einem neuen Boden


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_lang.gif


Wie es bereits in der Vorwoche aus technischer Sicht zu erwarten war, taumelte der Dow nach dem Bruch der Supportzone zwischen 7286 (Unterstützung von Oktober 2002)* und 7507 Punkten (November-Tief) im Berichtszeitraum weiter abwärts. Dieses Mal schlug ein Wochenminus von 302,7 Punkten (4,1 Prozent) zu Buche.



http://www.chartbuero.de/Charts/dow_mittel.gif


Aus der klassischen technischen Analyse ist noch völlig offen, wo die US-Blue-Chips nun einen Boden finden werden. Fest steht, dass mit den jüngsten Kursverlusten sämtliche hier gezeigten Indikatoren abwärts deuten. Die per Stopp-Buy zum Kauf empfohlenen Puts bleiben daher vollumfänglich haltenswert. Eine Stopp-Loss-Marke für diese Posotion kann weitläufig bei ~7550 Zählern platziert werden.


*in der letzten Analyse hatte sich ein Fehler eingeschlichen, den wir im Archiv inzwischen korrigiert haben. Der Tiefpunkt des Dow Jones Industrial Average im Jahres 2002 lag auf Schlusskursbasis bei 7286,27 Punkten. In der Vorwoche hatten wir in der ersten veröffentlichten Version irrtümlich 3683 Punkte ausgewiesen.


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_kurz.gif

actr
02.03.2009, 09:14
DAX, weiter nach unten gerichtet

02.03.2009 - 07:55:35 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei IG Markets berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Der DAX habe am Freitag um 98 Punkte nachgegeben und damit ein neues Jahrestief bei 3.764 Punkten markiert. Allein die Aktie der Telekom wäre am Freitag mit einem leichten Kursgewinn aus dem Handel gegangen. Das Unternehmen habe den Gewinn und Umsatz im vergangenen Jahr gesteigert, was von den Marktteilnehmern mit einem Anstieg von 0,9 % honoriert worden sei.


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Zwar würden die Oszillatoren im Tageschart beim DAX zur Bodenbildung neigen, jedoch sollte erst der Anstieg über die 4.014/67er Zone die Preise in eine nachhaltige Rebound-Bewegung führen. Solange dieser Bruch nicht erfolgt sei, bleibe die Bewegung aus Sicht der Handelsexperten bei IG Markets weiter nach unten gerichtet und führe den DAX bis zum Trend-Support, der aktuell bei 3.600 Zählern verlaufe.

actr
02.03.2009, 09:16
DAX-Future, das nächste Kursziel

02.03.2009 - 08:05:51 Uhr
Ross Trading


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Der technische Analyst K.P. Kagels von Ross Trading berichtet von den Tendenzen und den Aussichten beim DAX-Future (FDAX) auf Wochensicht.

Der Chart zeige die wöchentliche Kursentwicklung des DAX-Futures seit August 2008. Jeder Notierungsstab stelle genau die Handelsspanne einer jeden Woche dar. Der letzte Kursstab in dem Chart zeige die Kursbewegung in der vergangenen Woche.



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Aus der Perspektive des Wochencharts und nach dem "Gesetz der Charts" von Joe Ross befinde sich der DAX-Future in einem definierten Abwärtstrend. Der Analyst geht deshalb von einem weiter fallenden DAX-Future aus. Das nächste Kursziel sieht dieser im Bereich von 3.000 Punkten.

Der Abwärtstrend wäre erst dann unterbrochen, wenn das Vorwochenhoch bei 4.116,5 Stellen überschritten würde, so Kagels.

actr
02.03.2009, 09:20
01.03.2009: Hält sich weiter über November-Tief


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_lang.gif


Nachdem sich die US-Technologiewerte in den Wochen zuvor recht tapfer schlugen, lag der Nasdaq Composite in der Vorwoche an der Spitze der Verlierer der auf unserer Seite beobachteten Indizes: 63 Punkte, dies entspricht 4,4 Prozent, büßte der marktbreite Index ein.

Damit fiel die Notierung zwar auf ein neues Dreimonatstief, aus charttechnischer Sicht besteht jedoch noch kein Grund zu großer Sorge: Denn das im November letzten Jahres markierte Tief bei rund 1300 Zählern hat die Notierung noch nicht erreicht, also noch eine durchaus tragfähige Unterstützung in petto. Somit bleibt die mittelfristige Lage zwar trüb, aber erst mit einem Durchbruch klar unter 1300 Punkte würde ein neues Verkaufsignal entstehen. Das erste Kursziel wäre dann bei rund 1100 Zählern.


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_mittel.gif


Kurzfristig betrachtet deuten allerdings sowohl der MACD als auch der Stochastik abwärts, und auch das untere Bollinger Band lässt noch Spielraum für weiter fallende Kurse. Daher deutet für die kommende Woche die klassische Charttechnik derzeit eindeutig nach unten. Somit bleiben Short-Positionen haltenswert, Anleger können weiter nur abwarten, ob sich im Bereich oberhalb von 1300 Punkten ein tragfähiger Boden bildet.

http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_kurz.gif

actr
02.03.2009, 13:03
Dow Jones, weiter nach unten gerichtet

02.03.2009 - 11:40:26 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Experten bei IG Markets berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Der Dow Jones habe am Freitag seine Abwärtsbewegung fortgesetzt und die 7.033er Marke erreicht. Der größte Verlierer im Index wäre die Aktie der Citigroup gewesen, die am Freitag um 39 % nachgegeben habe. Die US Regierung werde große Teile des Unternehmens übernehmen. Dies habe die Furcht vieler Marktteilnehmer angeheizt, dass auch andere Institute verstaatlicht werden müssten. So hätte auch AIG fast 20 % verloren. Die Preise würden sich nun dem nächsten wichtigen Fibonacci-Supportlevel knapp unterhalb der 6.900er Region nähern. Der Abwärtstrend bleibe weiter nach unten gerichtet. Erst ein Anstieg über die 7.450er Zone leite einen Rebound ein.


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actr
02.03.2009, 13:05
Dow Jones, Finanz- und Pharmawerte im Minus

02.03.2009 - 11:47:13 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Deutliche Kursverluste bei Bank- und Pharmaaktien hätten den wichtigsten Börsenindizes die niedrigsten Schlussstände seit rund 12 Jahren beschert. Neben der Teilverstaatlichung der Citigroup drückte nach Angaben der Marktbeobachter eine deutliche Abwärtsrevision des BIP im vierten Quartal auf die Stimmung der Marktteilnehmer.


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Die Citigroup habe zudem einen nach oben revidierten Quartalsverlust bekannt gegeben und sei um 39,02 % auf 1,50 US-Dollar eingebrochen. In diesem für Finanztitel schlechten Umfeld habe sich die Aktie der Bank of America um 25,75% auf 3,95 US-Dollar verbilligt. General Electric habe nach einer deutlichen Dividendenkürzung um 6,48 % auf 8,51 US-Dollar nachgegeben. Die Pharmabranche habe unter den Budgetvorschlägen der US Regierung zur Senkung der Kosten des Gesundheitssystems gelitten. Merck habe 7,07 % auf 24,20 US-Dollar verloren und Johnson & Johnson 4,65 % auf 50,00 US-Dollar. Dell sei dank freundlich aufgenommener Quartalszahlen um 3,90 % auf 8,53 US-Dollar gestiegen. IBM sei an der Spitze des Dow Jones um 3,44 % auf 92,03 Euro gestiegen.

Beim Dow Jones seien die mittel- und die kurzfristige Indikatorenlage weiterhin negativ. Aus Sicht der Experten bei Lang & Schwarz hat der US Leitindex kurzfristig Korrekturpotenzial bis 7.010 Punkte.

actr
02.03.2009, 13:09
S&P500, drohendes Doppel-Top

02.03.2009 - 12:05:40 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des S&P500.

Der Langfristchart des S&P500 stelle derzeit das Damoklesschwert für die internationalen Finanzmärkte dar. Mit Blick auf den Monatschart der amerikanischen Standardtitel seit 1928 steche ein drohendes Doppel-Top ins Auge. Eine Schlüsselrolle messen die Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt dabei dem zyklischen Tief vom Oktober 2002 bei 769 Punkten sowie dem Tief vom November 2008 bei 741 Zählern bei.


http://194.97.1.200/charts/1880000/20090302_1880878_1.gif


Ein nachhaltiges Abgleiten unter die zuletzt angeführte Marke würde die diskutierte große Top-Formation Realität werden lassen. Die gesamte Kursentwicklung seit 1997 hätte dann den Marktexperten zufolge dazu gedient, ein symmetrisches Doppel-Top auszuprägen, das auf einen Test des Basisaufwärtstrends seit 1932 (aktuell bei 536 Stellen) schließen lasse. Rein rechnerisch ergebe sich aus einer komplettierten oberen Umkehrformation ein kalkulatorisches Abschlagspotenzial von nochmals rund 50 %, das sogar den Fortbestand des beschriebenen Langfrist-Haussetrends in Frage stelle.

Übergeordnet dürften bei einer negativen Weichenstellung also nicht am Ende, sondern vielmehr erst in der "Mitte" der laufenden Baisse-Bewegung stehen, was aus Sicht der Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt gleichzeitig weiteres Ungemach für die weltweiten Aktienmärkten mit sich bringen würde

actr
02.03.2009, 23:49
02.03.2009 19:45
Wo steht der DAX am 20. März 2009
Jochen Steffens

Angesichts der weiter fallenden Kurse, habe ich am Wochenende bereits die Analyse zum Verfallstag am 20.03.09 erstellt. Zugegeben, ich war neugierig. Zunächst folgender Hinweis: Diese Analyse kommt natürlich sehr, sehr früh und soll lediglich den groben Rahmen abstecken. Es kann gut sein, dass sich das Bild in den nächsten Wochen auch noch ändert. Ich halte Sie aber natürlich auf dem Laufenden.

Wie ich vermutet habe, sind wir bereits tief in dem Bereich, in dem viele große Short-Positionen, aber kaum noch Long-Positionen liegen. Allein das verwundert schon, weswegen ich dem aktuellen Einbruch auch keinen Zentimeter über den Weg traue. Natürlich haben die Stillhalter ein erhebliches Interesse daran, diese große Anzahl von Short-Optionen nicht ins Geld laufen zu lassen.

Aktuelle, ideale Zielmarke

Von der aktuellen Positionierung aus betrachtet, läge die ideale Zielmarke für die Stillhalter bei 4.200 Punkten zum 20.03.09. Nun ist diese Marke bereits ziemlich weit vom aktuellen Kurs weg. Ob die Stillhalter bereits dabei sind, ihre Positionen abzusichern oder darauf warten, dass die Kurse doch wieder steigen, ist noch nicht zu erkennen. Wie gesagt, es ist noch etwas früh. Sollten sich die Kurse jedoch nicht im Laufe der nächsten Tage fangen, werden sie mit der Absicherung beginnen. Das würde den Abgabedruck erhöhen!

Auf der anderen Seite bleiben noch drei Wochen Zeit. Nach dem Bruch der 4.000er Marke ist es aus charttechnischer Sicht nicht unwahrscheinlich, dass es in der nächsten Zeit irgendwann noch einmal zu einem Test dieses Widerstandes von unten kommen wird. Gerade im Bereich der 4.000er Marke liegt eine besonders große Position. Wenn sich die Kurse also in dieser Woche nicht fangen, kann man damit rechnen, dass dieser Retest um den Verfallstag herum geschieht.

Aus diesem Grund wage ich folgende Thesen:

Szenario 1: Die Kurse werden spätestens in der Verfallswoche die 4.000er Marke von unten angreifen! Sollte dieser Angriff schon früher starten, kann es sein, dass anschließend versucht wird, die Kurse bis zum Verfallstag auf dem Niveau bei 4.000 Punkten zu halten. Bei einem Überschreiten der 4.000-Punkte-Marke müssen wir aber auch damit rechnen, dass sogar die 4.200er Marke anvisiert wird.

Szenario 2. Sollten die Kurse bis zum Verfallstag weiter fallen und sollte zudem eine gewisse Abwärtsdynamik zu erkennen sein, muss man davon ausgehen, dass sich die Stillhalter massiv absichern werden. Diese Absicherungspositionen müssen irgendwann wieder aufgelöst werden. Das bedeutet: In diesem Fall müssen wir davon ausgehen, dass vielleicht schon in der Verfallswoche, wahrscheinlicher aber in der Woche nach dem Verfallstag ein entscheidendes Tief im DAX ausgebildet wird. Ein Tief, das zumindest bis in den Sommer halten sollte.

Szenario 3. Das zurzeit unwahrscheinlichste Szenario will ich hier nur der Vollständigkeit halber auch noch erwähnen: Sollte der Markt in den nächsten drei Wochen bis in den Bereich der 4.500 Punkte steigen, so dürfte auf jeden Fall bei 4.600 Punkten Schluss sein. Kurse über dieser Marke sind extrem unwahrscheinlich.

Deppen-Crash

In letzter Zeit hört man im Kollegenkreis hin und wieder recht harsche Töne, die man nicht so ernst nehmen sollte. Aber ein Satz blieb mir im Gedächtnis: Ein ansonsten sehr bullisher Kollege machte seinem Frust mit folgendem Satz Luft: „Dieser Crash ist ein Deppen-Crash. Egal welche Meinung im Mainstream auftaucht, sie bewahrheitet sich. Jetzt rast der DAX sogar in Richtung 3.600 Punkte.“

[img][http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0903021dax.gif/img]

Es stimmt schon: Vieles, was vorhergesehen wurde, trat auch ein. Und das ist eigentlich höchst ungewöhnlich an den Börsen. Normalerweise sagt man: Alles das, was Sie in den Medien zu hören kriegen, ist im Markt schon lange eingepreist. Das war in diesem Crash eindeutig anders. Es ist somit eine schlimme Zeit für Antizykliker, die generell versuchen, sich gegen den Mainstream zu stellen.

Ad absurdum

Aber vielleicht gab es einfach zu viele Antizykliker unter den „Spezialisten“. Wenn eine zu große Zahl der großen Spekulanten sich in einem Markt, aus dem sich die Kleinanleger verabschiedet haben, antizyklisch verhält, dann werden sie selbst zum Mainstream. In diesem Fall müssten sie sich antizyklisch zu den Antizyklikern, sprich zu sich selbst, verhalten. Keine Frage, hier wird das Paradoxe ins Absurde gedacht.

Miss Börse immer wieder anders

Viel schöner ist, um wieder auf die eigentlichen Pfade der Börse zu kommen, dass sich an diesem Beispiel wieder einmal zeigt, wie sehr die Börse einem steten Wechsel unterworfen ist. Jede Analysemethode - und nun auch die Antizykliker - werden irgendwann widerlegt. Die hohe Kunst besteht lediglich darin, sich immer wieder flexibel an die jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Gott gebe mir die Gabe, mich in Situationen, in der sich keine Investmentchancen anbieten, in passiver Geduld zu üben. Er gebe mir die Gabe dann aktiv und mutig zu werden, wenn sich klare Kaufgelegenheiten ergeben. Und er gebe mir die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

Die Perlenzeit wird kommen!

Bald kommt die Zeit, wo Sie weltweit die Aktien-Perlen, die andere in den Dreck geschmissen haben, aufsammeln müssen. Wenn Sie miterleben wollen, welche Aktien wir bereits in diesem Jahr in das langfristige Depot der Stockstreet-Investment-Strategie legen werden, melden Sie sich noch heute zu diesem etwas anderen Börsendienst an. Klicken Sie dazu hier.

Wie immer erhalten Sie ein einmonatiges Probeabo. Die nächste Ausgabe erscheint bereits am Freitag!

Seien Sie dabei

Ihr

Jochen Steffens

actr
03.03.2009, 00:01
Intermarket-Betrachtung

von Torsten Ewert

Verehrte Leserinnen und Leser,

wenn Sie am Freitag zeitig ins Wochenende gestartet sind, dann haben Sie eine spannende Börsenstory verpasst. Denn während wir hier alle den Feierabend genossen, spielten in Amerika Bulle und Bär Katz und Maus. Oder Hase und Igel, je nach Standpunkt.

Dazu mal der 5-Minuten-Chart des S&P 500 vom Freitag:

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0903022.gif

Zunächst übernahmen die Bären das Zepter, eröffneten mit einem deutlichen Gap (Kurslücke) und trieben gleich zu Beginn den Index unter die 741-Punkte-Marke. Das war das wichtige Tief vom 21.11.2008 – also der Boden, der halten musste.

Die Bullen konterten daraufhin und brachten die Kurse wieder über diese Marke. Sie wehrten kurz darauf den nächsten Angriff der Bären ab (erster grüner Pfeil) und versuchten nun sogar das Gap zu schließen (erster roter Pfeil). Der Versuch misslang jedoch kläglich genau wie zwei weitere. Erst im dritten Anlauf, nachdem sie vorher einen erneuten Test der 741-Punkte-Marke abwehren mussten, gelang den Bullen der Gap-Schluss – fast. Es schien beinahe so, als konnten die Bären den Verlauf nach Belieben steuern, als führten sie die Bullen vor, ließen sie etwas zappeln und sich abstrampeln.

Vom Tageshoch knallte der Kurs dann nämlich sofort wieder nach. Hier hielt die Bastion der Bullen noch, aber leider eben zum letzten Mal. Pünktlich um 21.00 Uhr (die berühmte letzte Stunde!) machten die Bären dann ernst (erster roter Kreis): Mit einem erneuten deutlichen Gap nach unten prügelten sie den Index zum zweiten Mal an diesem Tag unter die magische Marke.

Matte Bullen, überlegene Bären

Die Bullen versuchten noch eine letzte verzweifelte Gegenwehr, die nun aber schon extrem mühsam ausfiel. An der inzwischen etablierten Abwärtstrendlinie der letzten zwei Stunden besiegelten die Bären das Schicksal des S&P 500 (zweiter roter Kreis): Innerhalb der letzten zehn Minuten zerstreuten sie die letzten Zweifel, wer an diesem Tag tatsächlich das Sagen hatte. Das Einzige, was die Bullen vielleicht als „Erfolg“ verbuchen können: der Kurs schloss nicht auf Tagestief...

Aber vermutlich wird heute auch diese allerletzte Verteidigungsline der Bullen fallen und dann ist der Weg für die Bären nach unten frei. Wobei sich nun natürlich ernsthaft die Frage stellt, wie weit die Reise jetzt noch gehen kann.

Dazu hatte ich am letzten Montag bereits einige charttechnische Anhaltspunkte gegeben, sowohl für den S&P 500 als auch für den DAX. Heute sollen uns daher wieder einmal die fundamentalen bzw. die Intermarket-Beziehungen interessieren.

Gegensätze, nichts als Gegensätze

Die Charttechnik steht inzwischen ja im auffallenden Gegensatz zu den fundamentalen Daten. Zwar waren die letzten Konjunkturdaten zum US-Bruttoinlandsprodukt und dem Auftragseingang von 2008 eine Katastrophe, aber das sind letztlich „alte“ Zahlen. Die Einkaufsmanager zeigten zuletzt im wichtigen ISM-Index (zu den neuesten Zahlen von heute siehe oben) gerade auch bei den Auftragseingängen wieder leichte Erholungstendenzen. Natürlich von tiefen Niveaus aus, aber immerhin.

Denn letztlich geht es immer um die zukünftige Entwicklung im Vergleich zur aktuellen Lage. Und hier können solche zarten Hoffnungsschimmer für die erwartete Gegenbewegung ausschlaggebend sein. Nur offenbar sind eben die Anleger dafür noch nicht bereit. Und das trotz durchaus niedriger Investitionsgrade, fehlender Alternativen aufgrund magerer Zinsen und je nach Markt durchaus merklichem Pessimismus. Der Markt „knabbert“ wohl immer noch an anderen Themen. Zum Beispiel an dem historischen Verlust, den der US-Versicherer AIG heute meldet, und die dadurch bedingte abermalige Kapitalspritze der US-Regierung. Die Finanzkrise ist also längst noch nicht ausgestanden.

In solchen Situationen ist es häufig hilfreich, sich in anderen Märkten umzuschauen. Wenn die Einschätzung der Industriekapitäne stimmt und sich eine leichte Besserung abzeichnet, müssten zum Beispiel auch die Rohstoffpreise etwas anziehen.

Welche Zeichen gibt das Öl?

Nun hat sich etwa Rohöl schon kräftig von seinen Tiefs bei deutlich unter 40 US-Dollar absetzen können. Allerdings zeigt der Chart einen intakten Abwärtstrend, in dem sich derzeit ein Dreieck etabliert.


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0903023.gif


Quelle: MarketMaker

Dieses ist formal eine Fortsetzungsformation, kann aber bei einem Ausbruch nach oben auch einen Boden bilden. Nur derzeit löst sich der Kurs von der oberen Begrenzung erst einmal wieder nach unten. Anderseits liegen ab etwa 30 USD die Unterstützungen dann auch wieder sehr dicht gestaffelt. Und nicht zuletzt ist Rohöl bei den gegenwärtigen Preisen auch kurz-/mittelfristig fundamental unterbewertet. Schließlich werden sich z.B. die Fördermengenkürzungen der OPEC erst nach und nach voll auswirken.

Der Markt scheint ähnlich zu denken. Die Forward-Kurve der Öl-Future-Kontrakte zeigt einen relativ starken Contango. Das heißt der jeweilige Folgekontrakt liegt im Preis höher als der entsprechende Vorläufer. Danach erwartet der Markt bereits für die nächsten Monate Preise bis zu 50 US-Dollar. Für Anfang 2010 sogar deutlich mehr (siehe Chart).

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0903024.gif


Quelle: Onvista

Rohstoffe in der Krise

Doch vielleicht sieht der Markt hier nur die die Besonderheiten beim Rohöl. Denn in der Gesamtbetrachtung präsentiert er sich bei Rohstoffen wieder gespalten. Der große CRB-Index, der auch andere Rohstoffe, z.B. Industriemetalle enthält, deutet charttechnisch ebenfalls auf eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung hin (siehe Chart).


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0903025.gif


Quelle: Market-Maker

Er hat seine untere Trendlinie inzwischen klar durchschlagen. Allerdings gibt es hier wie auch bei den Aktien in kürzerer Entfernung eine deutliche Unterstützungszone (gelb). Also auch hier scheint das weitere Abwärtspotenzial begrenzt. Hinzu kommt, dass natürlich auch bei den Rohstoffen mittlerweile eine Übertreibung nach unten stattgefunden hat. Bislang verhindern allerdings noch die zum Teil historisch hohen Lagerbestände deren Abbau.

Fazit: Formal wurde an den Märkten nun eine weitere (vermutlich vorerst letzte) Abwärtsrunde eingeleitet. Das Potenzial nach unten hieraus erscheint allerdings vergleichsweise begrenzt. Danach sollte eine erkennbare Gegenbewegung eingeleitet werden.
Wenn sich der Bruch der aktuellen Tiefs aber als Fehlausbruch herausstellt, kann es sein, dass die Kurspotenziale nach unten in der jetzigen Phase nicht abgearbeitet werden. Dann könnte die Gegenbewegung schwächer ausfallen, vor allem wenn sich tatsächlich eine anhaltende Rezession abzeichnet. Dann steigt die Gefahr, dass uns ein späterer Abwärtsschub zu neuen Tiefs führt.

Mit besten Grüßen

Torsten Ewert

actr
03.03.2009, 09:04
DAX, negativer Trendmarkt

03.03.2009 - 08:21:02 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Auch zum Wochenanfang habe einmal mehr ein markanter Abgabedruck den deutschen Aktienmarkt beherrscht. Mit den bereits sehr schwachen Vorgaben aus New York und Tokio hätte der DAX gleich zur Handelseröffnung ein neues Bewegungstief etabliert und damit erneut den auf allen wesentlichen technischen Zeitebenen (primär, sekundär & tertiär) intakten Abwärtstrend bestätigt.



http://194.97.1.200/charts/1880000/20090303_1881348_1.gif

Mit einem Kursverlust von über 20 % in den vergangenen 15 Handelstagen stelle der Kursverlauf des DAX gegenwärtig ein fallendes Messer dar. Im Hinblick auf saisonale und zyklische Gesichtspunkte ergebe sich jedoch mit dem Beginn des Aktienmonats März eine sehr spekulative Chance, dass zumindest eine Erholungsbewegung anstehe. Auch mit Hilfe des so genannten "Tom DeMark"-Indikators stelle sich aus Sicht der Marktbeobachter aktuell bereits eine deutlich "überverkaufte" Situation dar, wie sie im laufenden primären Abwärtstrend seit Ende 2007 nur drei Mal anzutreffen gewesen wäre. Auch wenn dieses Signal nicht immer ein gutes Timinginstrument gewesen wäre, so zeige sich jedoch insgesamt, dass ein günstiges Umfeld für einen kurzfristigen Boden bestehe.

Trotz dieser Chance verbleibe gegenwärtig ein negativer Trendmarkt, der laut den Handelsexperten bei der DZ Bank auf der Unterseite für weitere negative Überraschung sorgen könne. Als zunächst noch auszuschöpfendes Rückschlagsrisiko stehe der Bereich um 3.620 Punkte im Raum, wo mehrere technisch ableitbare Marken kumulieren würden. Neben der charttechnischen Unterstützung vom August 2004 bestehe in der Nähe (um 3.680 Zähler) auch noch die so genannte 161,8 %-Fibonacci-Projektion der letzten Erholungsbewegung, sowie die "measured move"-Projektion der Januar-Abwärtsbewegung. Ab diesem Niveau ergebe sich somit eine gewisse charttechnische Stütze, deren Bewährung jedoch auf der Tagesordnung stehe.

actr
03.03.2009, 12:01
Dow Jones, keine Anzeichen einer Stabilisierung

03.03.2009 - 11:45:06 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Experten bei IG Markets blicken auf die aktuelle Situation des Dow Jones (DJ) und dessen aktuellen Perspektiven.

Der Dow Jones habe gestern sein Abwärtsbewegung dynamisch fortgesetzt und knapp 300 Punkte verloren. Die Probleme im Bankensystem wären den Marktteilnehmern in den vergangenen Tagen erneut durch Nachrichten von AIG und der Citigroup ins Gedächtnis gerufen worden. Die Preise zeigten bisher noch keine Anzeichen einer Stabilisierung, im Bereich er 6.500er Marke bilde sich der nächste Supportlevel in Form des Trendsupports. Erst ein Anstieg über die 7.400er Region leite eine Rebound-Bewegung der Preise ein.

http://194.97.1.200/charts/1880000/20090303_1881536_1.gif

actr
03.03.2009, 12:03
Dow Jones, Talfahrt beschleunigt sich

03.03.2009 - 11:30:00 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Gestern hätten die US Börsen ihre Talfahrt der vergangenen Wochen beschleunigt. AIG-Titel schlossen nach Angaben der Marktbeobachter unverändert bei 0,42 US-Dollar. Die US Notenbank habe bekannt gegeben, dass das Finanzministerium eine neue Kreditlinie über 30 Mrd. US-Dollar für den schwer angeschlagenen US Versicherer einrichten werde, um dessen Kapitalbasis zu stärken. Citigroup-Papiere seien um 20,00 % auf 1,20 US-Dollar eingebrochen. Titel von International Paper gehörten den Analysten zufolge mit -10,02 % auf 5,12 US-Dollar zu den größten Verlierern. Der Papierhersteller kürze seine Dividende um 90 %. Lockheed Martin sei um 4,99 % auf 59,96 US-Dollar abgesackt. Goldman Sachs hätte die Aktien in einer Branchenstudie von der "Conviction Buy List" gestrichen und den gesamten Rüstungssektor auf "Neutral" abgestuft. Die Staatsausgaben für diesen Bereich dürften 2010 ihren Höhepunkt sehen und danach deutlich zurückgefahren werden. Rüstungsausgaben stünden bei Präsident Barack Obama ganz unten auf der Prioritätenliste. General Motors habe 10,67 % auf 2,01 US-Dollar verloren.

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Beim Dow Jones seien die mittel- und die kurzfristige Indikatorenlage weiterhin negativ. Aus Sicht der Experten bei Lang & Schwarz hat der US Leitindex kurzfristig Korrekturpotenzial bis 6.650 Punkte.

actr
03.03.2009, 23:30
03.03.2009 19:45
Das Ende der Seitwärtsbewegung?
Jochen Steffens

Wie schon erwähnt, der S&P500 hat in den letzten Tagen die Tiefs der Jahre 2002/2003 nach unten durchbrochen. Das geschah zudem mit einer doch beeindruckenden Dynamik, die selbst noch im Monatschart zu erkennen ist:


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Man könnte diese ganze Bewegung nun auch als Doppeltop interpretieren. Dieses wäre mit dem Bruch der Nackenlinie (die auf Höhe der Tiefs der Jahre 2002/2003 liegt) bestätigt, so dass ein dramatisches Bärensignal ausgebildet wurde. Probleme macht bei dieser Interpretation lediglich das Kursziel, das im linearen Chart im Bereich der Null-Punkte-Marke liegen würde. Hier im logarithmischen Chart läge es bei 375 Punkten.

Ist das also das Ende der großen Seitwärtsbewegung?

Eindeutiges Verkaufssignal?

Charttechnisch stellt der Bruch der unteren Linie der möglichen Seitwärtsbewegung ein eindeutiges Verkaufssignal dar. Das sollten wir erst einmal so festhalten, denn das gilt auch, wenn man nicht von einem Doppeltop ausgeht.

Ich möchte aber einen Blick auf die große Seitwärtsbewegung in den sechziger und siebziger Jahren wagen. Immer noch halte ich es für durchaus fundamental begründbar, dass es in der aktuellen Situation zu einem ähnlichen Verlauf kommen wird (Inflation). Dazu schauen wir uns zunächst einmal den S&P500 in dieser Zeit an:

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0903032.gif


Im S&P500 kam es nämlich nicht zu einer derart eindeutigen Seitwärtsbewegung wie im Dow Jones (siehe nächsten Chart). Es kam vielmehr zu einer (wie wir sie nennen) Trompete, ein nach rechts offenes Dreieck (Broadening Formation). Das bedeutet, es wurden sowohl immer neue Tiefs aber auch immer neue Hochs ausgebildet (siehe rote Linien). Trotzdem handelt es sich bei dieser Formation insgesamt ebenfalls um eine seitwärts gerichtete Formation. Ich habe dazu einmal mit dem blauen Rechteck die mögliche Seitwärtsbewegung eingezeichnet, die Anfang der 80er, nach dem Ausbruch sogar noch einmal von oben getestet und damit bestätigt wurde.

Wenn man ein wenig legerer an diesen Chart herangeht, könnte man behaupten, es wäre eine Seitwärtsbewegung mit starken Fehlausbrüchen gewesen. Aber natürlich ist auch die eindeutige Trompete, die sich hier darstellt, ebenso wie die Seitwärtsbewegung nichts weiter als eine Formation, die auf eine große Unsicherheit im Markt hinweist. Demnach ist eine genauere Interpretation insoweit nicht erforderlich.

Der Dow Jones lief auch nicht eindeutig seitwärts

Doch auch die Seitwärtsbewegung im Dow Jones weist interessante Besonderheiten auf:

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0903033.gif


Auch in dieser doch recht eindeutigen Seitwärtsbewegung wurde die untere Begrenzung zum Teil massiv verletzt
Bei dem Bewegungstief 1974 sackte der Kurs sage und schreibe 22 % unter die untere Linie. Zu diesem Zeitpunkt ist mit Sicherheit niemand mehr davon ausgegangen, dass die bisheriger Seitwärtsbewegung fortgesetzt wird. Damals rechneten viele Analysten wohl eher mit einem großen Tripple Top und Kursen, die bis runter zu 400 Punkten und noch tiefer gehen.

Unsaubere Seitwärtsbewegungen

Das ist eben das Unschöne an derartigen Seitwärtsbewegungen. Sie sind, wenn sie nicht charttechnisch astrein laufen - und diesen Gefallen tun sie uns fast nie - letztlich nur über fundamentale Faktoren zu klären.

Und aktuell lautet, die Frage: Inflation oder Deflation. Bei einer Deflation müssen wir eher von weiter fallenden Kursen ausgehen, bei einer Inflation eher von einer seitwärts gerichteten Bewegung. Und nur wenn wir diese Frage beantworten können, wissen wir, ob wir uns noch in einer möglichen Seitwärtsbewegung befinden oder bereits den Anfang eines langanhaltenden Verfalls der Aktienpreise sehen, so wie wir zurzeit bei nahezu allen anderen Vermögenswerte in den USA einen Preisverfall erkennen können.

Noch mehr Gründe für eine Deflation

Leider finden sich zurzeit noch mehr Gründe als bereits in der letzten Woche dargestellt, die für eine Deflation sprechen, denn die neuesten Nachrichten stimmen wenig hoffnungsfroh:
Aufs Jahr hochgerechnet stiegen die Ersparnisse der US-Bürger im Januar auf 545,5 Mrd. Dollar an. Das ist mal eben das höchste Niveau seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1959!

Wenn natürlich nun die US-Bürger aus Sorge vor Arbeitslosigkeit, zur Schuldentilgung, oder sonstigen Gründen anfangen, Geld zu horten, wird dieses Geld sozusagen aus dem Kreislauf entzogen. Das gilt natürlich auch für den Fall, dass das Geld nicht in Omas Sparstrumpf oder unter dem Kopfkissen landet, sondern auf Bankkonten verbleibt. Die Banken könnten dieses Geld zwar wiederum zur Kreditvergabe nutzen, doch gerade die Kreditvergabe ist in den USA zurzeit mehr als eingeschränkt. Aus diesem Grund kommt nun ein weiterer Faktor hinzu: Nicht nur, dass die Löcher im Finanzsumpf der US-Finanzzombies (Banken, Versicherungen, etc.) Geld „verschlucken“, nicht nur, dass die angeschlagene Kreditvergabe die Ausweitung der Geldmenge erschwert, jetzt entziehen auch noch die Konsumenten Geld aus dem Geldkreislauf. Und auf die US-Konsumenten konnte man sich ansonsten immer verlassen.

Wenn wir schon dabei sind....

Einen gewichtigen Punkt, über den dabei fast niemand spricht, sollte man in diesem Zusammenhang auch noch erwähnen: Die niedrigen Zinsen in den USA gehören, wenn sie über die Kreditvergabe nicht zu einer massiven Ausweitung der Geldmenge führen, sogar auch zu den deflationsfördernden Faktoren. Denn diese niedrigen Zinsen führen dazu, dass Geld keine/kaum Rendite mehr erwirtschaftet. Und hier geht es nicht um Kleckerbeträge. Das bedeutet: Weder auf den Aktien- noch auf den Immobilienmärkte und jetzt auch nicht mehr bei den „festverzinslichen“ Anlagen wirft Vermögen Rendite ab. Nicht nur, dass diese Rendite dem US-Konsum fehlt und somit auch die Preisbildung belastet, mangels Vermögenszuwachs durch Verzinsung müssen die Bürger nun eben noch mehr auf die hohe Kante legen. Diese Negativspirale aus niedrigen Zinsen, ansteigender Sparquote, fehlendem Konsum und damit anhaltender Deflation belastet Japan noch bis heute.

Wenn man diese Faktoren zu den in der letzten Woche genannten Umstände hinzufügt, wird immer deutlicher, wie stark die deflationären Tendenzen zurzeit bereits sind. Dem setzt die US-Regierung, wie in der letzten Woche geschildert, massive inflationsfördernde Maßnahmen entgegen. Ob das ausreicht, ist noch nicht entschieden.

Die Börse scheint sich für Deflation zu entscheiden

Wenn man sich mit diesem Wissen im Hinterkopf die aktuelle Entwicklung an den US-Märkten anschaut, dann muss man das Unterschreiten der Tiefs aus den Jahren 2003/2004 als Hinweis werten, dass die Börse immer mehr die Hoffnung auf eine baldige Inflation aufgibt. Der Markt scheint so langsam immer mehr damit zu rechnen, dass die Fed den Kampf gegen die Deflation erst einmal verlieren wird. Und das ist das eigentlich Interessante an der aktuellen Kursentwicklung im S&P500. Trotzdem ist die Entscheidung über Inflation oder Deflation noch nicht gefallen

Ich weiß, das alles ist sehr, sehr komplex, zumal auch noch charttechnische Analysen und fundamentale Analysen zusammengebracht werden. Aber so entstehen die besten Börsenanalysen. Ich hoffe dabei, dass ich Ihnen einen halbwegs übersichtlichen Einblick in diese extrem umfangreiche Materie verschaffen konnte.

Viele Grüße

Jochen Steffens

P.S. Zum Schluss möchte ich Sie noch auf den Text meine geschätzten Kollegens Dr. Markus Schoor aufmerksam machen, der zurzeit in der glücklichen Lage ist, sich eine Börsenauszeit in Südfrankreich zu gönnen (was für ein Timing). Trotzdem will er auch in dieser Zeit nicht ganz untätig bleiben und geht auf die Selbstkritik einer großen Investmentlegende im Zusammenhang mit dem Crash ein. Seine Ausführungen sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

actr
04.03.2009, 08:53
DAX, fallendes Messer

04.03.2009 - 08:25:25 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.

Nach moderater Eröffnung habe der DAX gestern seinen Abwärtstrend zunächst weiter fortgesetzt und ein neues Bewegungstief markiert. Dieses habe intraday bei 3.668 Punkten gelegen. Erst dort hätten sich Nachfrageüberhänge gezeigt, die ein weiteres Abrutschen verhindert hätten. Zum Tagesschluss verhinderte dann nach Angaben der Marktbeobachter erneut wieder eine schwache Eröffnung in New York, die Etablierung einer längeren Lunte an der Tageskerze beim DAX.


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Der Kursverlauf des DAX stelle auch mit der gestrigen Kursentwicklung ein fallendes Messer dar. Allerdings ergebe sich charttechnisch im Rahmen des kurzfristigen Abwärtstrends ein erster Silberstreif am Horizont. Mit dem gestrigen Geschehen sei genau die Zone zwischen 3.700 und 3.600 Punkten getestet worden, die der DAX im Rahmen seines laufenden Abwärtsimpulses auch anlaufen sollte. Neben der charttechnischen Unterstützung vom August 2004 bei 3.620 Stellen befinde sich dort auch die sog. 161,8 %-Fibonacci-Projektion der letzten Erholungsbewegung bei 3.680 sowie die "measured move"-Projektion der Januar-Abwärtsbewegung bei 3.650 Zählern. Mit anderen Worten habe der Index die charttechnisch abzuleitenden kurzfristigen Kursrückschlagsrisiken in etwa ausgeschöpft.

Zwar habe bislang aus sentiment-technischer Sicht immer noch kein angstgetriebener Ausverkauf stattgefunden, aber die Volumina wären in den letzten Handelstagen, insbesondere auch in den USA, recht hoch gewesen. Ein "blindes" Fortschreiben des dynamischen Abwärtstrends zum gegenwärtigen Zeitpunkt erscheint nach Meinung der Analysten bei der DZ Bank damit etwas überzogen. Das Chance/Risikoprofil verschiebe sich dadurch in Richtung Long-Seite, und sei es nur für eine kurzfristige Aufwärtsreaktion.

actr
04.03.2009, 08:57
DAX, temporäre Zwischenkorrekturen

04.03.2009 - 08:29:42 Uhr
Helaba


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, äußert sich zur aktuellen Marktlage beim DAX.

Die Vorgaben für den heutigen Start würden leicht positiv ausfallen. Insbesondere die asiatischen Aktienmärkte könnten überwiegend zulegen.



Der DAX hätte gestern ein weiteres Impulstief ausgebildet, welches als prozyklisches Signal gewertet werden müsse. Abgesehen von temporären Zwischenkorrekturen, sollte der Weg aus Sicht des Handelsexperten bei der Helaba weiter nach unten geebnet sein. Unterstützungen gebe es bei 3.600 und bei 3.481 Punkten. Mit Widerstand sei bei 3.844 und bei 3.969 Zählern zu rechnen.

actr
05.03.2009, 15:25
Dow Jones, positive Daten aus China stützen

05.03.2009 - 11:30:21 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Die US Leitbörsen hätten sich am Mittwoch dank positiver Nachrichten aus China von ihren Tiefs erholt und deutlich zugelegt. Dass China von offizieller Seite eine Ausweitung seines Konjunkturprogramms in Aussicht gestellt hätte und der Markt auf eine deutliche Erholung der dortigen Wirtschaft hoffe, habe die Kurse gestützt. Düstere Konjunkturprognosen der US Notenbank hätten indes kaum Einfluss auf die Kursentwicklung gehabt.




Tagesgewinner im Dow Jones wäre Caterpillar gewesen mit +13,22 % auf 25,44 US-Dollar. Alcoa habe 12,84 % auf 6,24 US-Dollar zugelegt. General Electric sei um 4,56 % auf 6,69 US-Dollar gefallen. Bankentitel hätten zu den Verlierern gehört. JP Morgan habe am Dow Jones-Ende 8,14 % auf 19,30 US-Dollar eingebüßt. Citigroup habe sich um 7,38 % auf 1,13 US-Dollar verbilligten.

[b.1rg]] Beim Dow Jones seien die mittel- und die kurzfristige Indikatorenlage uneinheitlich. Aus Sicht der Experten bei Lang & Schwarz hat der US Leitindex kurzfristig Korrekturpotenzial bis 6.750 Punkte.

actr
05.03.2009, 15:34
S&P500, Bodenbildung rückt näher

05.03.2009 - 11:59:55 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei IG Markets berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Der S&P500 habe während der vergangenen Handelstage die 786er Resist-Zone nicht gefährdet und seine Abwärtsbewegung mit Bruch der 738/740er Region fortgesetzt. Die Preise hätten bisher die 692,3er Marke erreicht und seien in eine kleine Rebound-Bewegung übergegangen. Zwar würden die Oszillatoren im Tageschart eine Bodenbildung andeuten, jedoch sollte diese erst mit dem Re-Break der 738/740 an Dynamik gewinnen und die Preise in Richtung der 763,2/780,1er Zone führen.

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Die Struktur der Abwärtsbewegung von der 944er Zone deute aus Sicht der Trading-Strategen bei IG Markets einen erneuten Downmove der Preise ein, der den S&P500 in die 630/640er Zone führe. Die Oszillatoren im Wochen-Chart würden sich der überverkauften Region nähern und in den nächsten Wochen eine Bodenbildung erwarten lassen. Auch hier bilde sich in der 630/650 ein mögliches Ausgangsniveau für einen nachhaltigen Rebound der Preise. Erst ein Anstieg über die Schlüssel-Resist-Marke bei 804,5 führe den S&P500 direkt in eine Rebound-Bewegung, die dann am Trend-Resist, der aktuell bei 880 verlaufe, auf die nächste markante Hürde treffe.

actr
05.03.2009, 15:53
05.03.2009 15:44
Super-Bär: Das Gerede von der Großen Depression ist „sehr dumm“
New York (BoerseGo.de) - Die Wall Street leidet seit Wochen unter dem Mega-Pessimismus, der von den Medien und einigen Börsenbriefen geschürt wird. Ausgerechnet ein Super-Bär findet jetzt deutliche Worte gegen den Zweck-Pessimismus, berichtet Bloomberg. Die Agentur stützt sich dabei auf ein TV-Interview in Bloomberg-TV mit Steve Leuthold. Das ist der Manager, des sehr bezeichnend benannten „Grizzly Short Fund“. Leuthold gilt als Super-Bär und hat mit seinen pessimistischen Wetten gegen die Wall Street (Leerverkäufen) im vergangenen Jahr 74 Prozent verdient.


Laut Bloomberg wechselte Leuthold jetzt in das Lager der Bullen über. Laut Leuthold sei jetzt die Zeit gekommen, Aktien zu kaufen. Begründung: Die „Investoren“ zeigen derzeit zu viel Furcht über die Entwicklung der Wirtschaft.

„Die Leute, die die aktuelle Lage mit der Weltwirtschaftskrise (Great Depression) vergleichen, sind „realitätsfremd und sehr dumm“ („out of touch with reality, and pretty stupid“), zitiert Bloomberg wörtlich.

Die Lage sei nicht so schlecht wie in 1974 (OPEC verursachte Ölkrise). Leuthold erwartet, dass der S&P 500 in diesem Jahr auf mindestens 1.000 Punkte klettert, das ist ein Plus von mindestens 44 Prozent.



(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
05.03.2009, 17:01
Put/Call - Ratio - Leicht bullisches Sentiment

Datum 05.03.2009 - Uhrzeit 16:01 (© BörseGo AG 2000-2009, Autor: Rain André, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
WKN: A0AET0 | ISIN: US78378X1072 | Intradaykurs:


Die Ratio der gehandelten Aktienoptionen fällt nach der Eröffnung deutlich zurück und zeigt bei einem Stand von 0,45 einen leichten Überhang bullisch positionierter Anleger. Auf dem aktuellen Niveau ist das kurzfristige Sentiment noch kein zuverlässiger Kontraindikator, könnte aber zunächst hemmend gegenüber stark steigenden Notierungen des Gesamtmarktes wirken.


https://ssl.godmode-trader.de/charts/46/2005/pc720.gif



Die Ratio der gehandelten Aktienoptionen lässt sich vor allem als Kontraindikator werten.

Ein Anstieg zeigt dabei eine Zunahme des Handels der Put-Optionen, also eine Neigung der Marktteilnehmer zur Spekulation auf fallende Notierungen. Erreicht diese Spekulation auf fallende Notierungen einen hohen Grad, geht also die Masse von fallenden Notierungen aus, dann ist dies ein Zeichen eines überverkauften Marktumfelds. Somit wird eine Gegenbewegung nach oben innerhalb des Gesamtmarktes wahrscheinlicher. Zumindest, da zu diesem Zeitpunkt bereits in größerem Ausmaß Put-Optionen gekauft wurden sowie wahrscheinlich auch Aktienbestände verkauft wurden, ist eine Stabilisierung des Marktes wahrscheinlicher.

Die Ratio lässt sich nicht als konkreter Signalgeber für ein Handelssignal sehen, zeigt aber im Zusammenhang zur Marktbewegung häufig ein Übergewicht der Stimmung der Marktteilnehmer in bullischer oder bärischer Richtung an. Dieses sollte dann auf absehbare Zeit zu einer Gegenbewegung des Gesamtmarktes oder zumindest zu einer Stabilisierung führen. Im Bereich von ca. 0,40-1,00 ist die Ratio dabei völlig neutral und kann nicht als Kontraindikator genutzt werden. Oberhalb von 1,00 wird das Sentiment bärisch und lässt eine Markterholung wahrscheinlicher werden. Unter 0,40 ist das Sentiment bullisch und lässt tendenziell eine anstehende Konsolidierung wahrscheinlicher werden.

actr
05.03.2009, 22:15
05.03.2009 19:45
O tempora o mores
Jochen Steffens

Und heute rauscht der DAX wiederum 5 % in die Tiefe. Ein Grund dafür ist, dass sich die gestrige Nachricht, China werde das bisherige Konjunkturprogramm in Höhe von 470 Mrd. Dollar deutlich erhöhen, als reine Spekulation herausgestellt hat. Der chinesische Premier Wen Jiabao hat nicht wie erwartet vor dem Volkskongress neue Konjunkturmaßnahmen angekündigt. Die gestrige Euphorie war damit eindeutig verfrüht. Es ist sowieso alles andere als sicher, dass China den Wegfall des US-Konsums kompensieren könnte.

Zudem wird nun auf die neuesten US-Arbeitsmarktdaten spekuliert, die morgen veröffentlicht werden, und hier wird natürlich nichts Gutes erwartet. Es ist das alte Spiel: Vor den erwartet schlechten Daten fallen die Kurse, da die Spekulanten auf fallende Kurse setzen. Werden daraufhin wie erwartet schlechte Daten veröffentlicht, stabilisieren sich die Kurse nach den ersten Kurskapriolen vergleichsweise schnell. Im weiteren Verlauf kommt es oft genug sogar zu einer kleinen Intradayrally.

Das hängt damit zusammen, dass eben die Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, ihre Gewinne mitnehmen (es sei denn die Zahlen sind viel schlechter als erwartet oder neue belastende Nachrichten kommen hinzu). Gerade Börsenneulinge wundern sich in solchen Fällen gerne und fragen sich, warum die Kurse nach derart schlechten Nachrichten scheinbar überraschenderweise ansteigen. Aber das Spiel ist eben schon vorher gelaufen...

Das niedrigste Niveau seit der Euro-Einführung

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat unterdessen heute den Leitzins um 50 Basispunkte auf 1,5 Prozent gesenkt. Das ist das niedrigste Niveau seit der Euro-Einführung im Jahr 1999.
Auch die Wachstums- und Inflationsprognose wurden nach unten angepasst. Für 2009 erwartet die EZB nun ein Schrumpfen der Wirtschaft um 3,2 bis 2,2 Prozent. Bisher war sie von einem Minus zwischen 1 bis 0 Prozent ausgegangen. Für das Jahr 2010 rechnet die Notenbank jetzt statt einem Wachstum von 0,5 bis 1,5 % nur noch mit Werten zwischen minus 0,7 und plus 0,7 Prozent.

Keine Deflation in der EU?

Für uns interessant ist die Inflationserwartung: Die EZB erwartet eine Inflation in Höhe von 0,1 bis 0,7 Prozent. Für 2010 gehen sie sogar wieder von höheren Zahlen im Bereich von 0,6 bis 1,4 Prozent aus. Die Frage eines Journalisten an EZB Präsident Jean-Claude Trichet auf der Pressekonferenz, ob die EZB Deflationsgefahren sehe, verneinte dieser rigoros.

Hierfür gibt es meines Erachtens zwei Gründe: Erstens, die Situation in Europa ist zurzeit noch bei weitem nicht so dramatisch, wie die Situation in den USA. Insoweit hat Trichet natürlich Recht. Doch Folgendes muss beachtet werden: Wie immer reagieren unsere Volkswirtschaften zeitversetzt auf Probleme in den USA. Allein wenn Sie sich die Charts der europäischen Indizes in dem Wissen anschauen, dass diese die wirtschaftliche Entwicklung um bis zu ein Jahr vorweg nehmen, können Sie sich ausmalen, was noch auf Europa zukommt. Insofern müssen wir demnach abwarten, was von den aktuellen Schätzungen Ende des Jahres übrig bleiben wird. Ich erwarte, dass diese nochmals nach unten korrigiert werden, wenn die Märkte sich nicht bald fangen.

Der Einfluss Osteuropas

Insbesondere wird unterschätzt, welche Auswirkung die Krise in Ost-Europa noch auf West-Europa haben kann. So war heute in der FTD-Online die Headline zu lesen: „Der Markt fürchtet eine Pleite Österreichs.“ Nicht Italien, Spanien oder Griechenland, nein Österreich. Das sagt eigentlich alles, denn gerade Österreich hatte massiv auf Osteuropa gesetzt und wird nun von der dortigen Krise eingeholt.

Keine Deflationsängste schüren

Der zweite Grund ist natürlich, dass die Regierungen und Notenbanken weltweit versuchen werden, so lange wie möglich eine Inflationserwartung aufrecht zu erhalten. Wie ich bereits in der letzten Woche dargestellt habe, geht es um den psychologischen Faktor einer Deflation. Warten wir also ab, was am Ende des Jahres von den Prognosen übrigbleibt.

Nasdaq100 kämpft

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090305.gif


Derweil kämpft der Nasdaq100 mit der breiteren der hier vorgestellten Seitwärtsbewegungen. Und dieser Kampf sieht zumindest noch nicht sehr überzeugend aus. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass hier auch noch einmal das Tief bei 1018 getestet wird.

Dann allerdings haben alle anderen Indizes klare Bearsignale bestätigt. Ob der Nasdaq100 dann auch noch als letzter der hier beobachteten Indizes seine November-Tiefs nach unten bricht, wird unter anderem davon abhängen, wie die Arbeitsmarktdaten morgen tatsächlich ausfallen.

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
05.03.2009, 22:18
US-Konjunkturdaten
von Jochen Steffens

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist im Februar saisonbereinigt um 31.000 auf 639.000 gefallen. Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, jedoch nur mit 12.000.

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0903051.gif

Auch wenn die Erwartungen übertroffen wurden, die Zahlen bewegen sich immer noch in einem Extrem-Bereich. Und somit konnten auch diese besseren Zahlen nicht die Sorge vor einem katastrophalen Arbeitsmakrbericht beseitigen. Wenn man sich allerdings ansieht, was hier alles schon eingepreist wird, kann es eigentlich doch nur eine positive Überraschung geben. Positiv bedeutet dabei, dass die sehr schlechten Zahlen lediglich etwas weniger schlecht ausfallen als befürchtet. Erwartet wird ein Arbeitsplatzabbau um 650.000 Stellen, nach 598.000 zuvor.

Die Industrieaufträge sind im Januar um 1,9 % gefallen. Erwartet wurde ein Rückgang im Bereich 2,1 bis 3,5 %, nach 4,9 % zuvor. Auch hier bessere Zahlen als erwartet.

Was wir jetzt im Auge behalten müssen ist Folgendes: Wir sehen weiterhin bei einigen Konjunkturdaten eine Stabilisierung. Gerne zum Schluss eines starken Abverkaufs an den Märkten stabilisieren sich die Konjunkturdaten, während die Kurse noch sehr dynamisch weiter fallen (Ausverkauf). Es kann also sein, dass wir gerade so eine Situation sehen. Aber das nur als zarte Möglichkeit, die sich erst noch bestätigen muss.

actr
06.03.2009, 09:05
DAX, dreifache Unterstützungszone lässt hoffen

06.03.2009 - 08:14:17 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.

Nach dem ersten Silberstreif am Horizont, der sich in der Erholung vom Mittwoch manifestiert hätte, wären gestern erneut deutliche Verkäufe gefolgt, die den DAX sogar wieder unter die 3.700er Marke gedrückt und damit zugleich auch die Vortagesgewinne komplett wieder zunichte gemacht hätten. Somit müsse nach der weißen Vortageskerze fehlende Anschlussnachfrage konstatiert werden, was negativ zu interpretieren sei.


http://194.97.1.200/charts/1880000/20090306_1883333_1.gif

Da momentan weiterhin ein intakter dynamischer abwärts gerichteter Trendmarkt vorliege, in welchem noch keine relevanten Reaktionshochs oder Fibonacci-Retracements nach oben überwunden worden seien, muss die Erholung nach Ansicht der Experten zur Wochenmitte auch nur als klassische Gegenbewegung bzw. Aufwärtsreaktion angesehen werden. Die Tatsache, dass die Stabilisierung nicht mehr Terrain gewonnen habe, zeuge von Schwäche. In diesem Kontext müsse gegenwärtig auch die niedrige Put/Call-Ratio bei den DAX-Optionen problematisiert werden, die einen zu hohen Grad an Optimismus (entgegen anders lautender "Sentimentbefragungen") unter den Investoren signalisiere.

Den einzigen Lichtblick, den man momentan erkennen könne, sei ausschließlich charttechnischer Natur. So befinde sich der DAX wieder an seiner wichtigen "Dreifach-Unterstützungszone" zwischen 3.700 und 3.600 Punkten, wo mehrere technisch relevante Marken kumulierten. Mit dem erneuten Test des Dienstagtiefs sollten daher Nachfrageüberhänge ein weiteres Abrutschen zunächst verhindern.

actr
09.03.2009, 09:04
08.03.2009: Stufe um Stufe weiter abwärts


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_lang.gif


Von einer kurzen Bearmarketrallye am Mittwoch unterbrochen, setzten sich die Kursverluste am deutschen Aktienmarkt in der Vorwoche fort. Der Index der 30 größten deutschen Blue Chips gab um 177 Punkte nach, dies entspricht 4,6 Prozent.

Während das Verkaufsignal, das mit Durchbruch der 4000er-Marke entstand, im mittleren Schaubild auf Wochenbasis seine Wirkung offenbar entfaltet, bleibt die Lage im oberen langfristigen Chart spannend. Denn dort hat die Notierung zwar die Unterstützungslinie bei gut 3800 Punkten nach unten durchbrochen, bewegt sich aber noch oberhalb der Aufwärtstrendlinie, die an den Tiefpunkten von 1982 und 2003 anliegt. Solange sich der Index über dieser Trendlinie behauptet, ist noch ein Dreh nach oben denkbar. Die Frage lautet daher weiterhin: Abwärts auf Raten oder baldige Rallye?



http://www.chartbuero.de/Charts/dax_mittel.gif


Der untere Chart geizt dabei mit einer Antwort. Während der MACD klar abwärts weist und der Stochastik in der Abwärtsbewegung überverkauftes Potenzial abbaute - was eindeutig bearische Zeichen sind - konnte sich die Notierung deutlich vom unteren Bollinger Band entfernen. Dies zeugt von nachlassendem Verkaufsdruck. Das mögliche Erholungspotenzial beschränkt sich aber vorerst auf das mittlere Band, das aktuell bei genau 4000 Punkten verläuft. In diesem Bereich befinden sich auch die Tiefpunkte von Oktober und November letzten Jahres, womit diese runde Marke zusätzlich an Bedeutung gewinnt.

Nach dem Durchbruch der 4000er-Marke Ende Februar setzten sich die Kursverluste zuletzt fort. Allerdings sind der Verkaufsdruck und die Umsätze nach wie vor bescheiden. Die Dynamik dürfte erst zunehmen, wenn auch die Marke von 3500 Zählern den Bären zum Opfer fällt. Die Entscheidung darüber dürfte schon in der kommenden Woche fallen. Der Startschuss für eine mögliche kräftige Rallye fällt jedoch erst jenseits von 4000 Punkten.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_kurz.gif

actr
09.03.2009, 09:08
08.03.2009: Rutschpartie ist noch in vollem Gange


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_lang.gif



Der Dow fand in der vergangenen Woche keinen Halt und fiel im Verlauf spürbar um 436 Punkte (6,2 Prozent). Die an dieser Stelle gegebene Halteepfehlung für die Puts zahlte sich damit aus.

Die Lage ist schnell zusammengefasst: Keine nennenswerte Unterstützung in Sicht, alle Indikatoren außer dem Stochastik deuten abwärts. Eine Zwischenerholung wird nach den erheblichen Kursverlusten seit Mitte Februar zwar wahrscheinlicher, doch ein Anhaltspunkt für eine Bearmarketrally lässt sich aus der technischen Perspektive gegenwärtig nicht greifen.


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_mittel.gif


Für den Anleger ist die Sache einfach: Mit einem nachgezogenen Stopp-Loss für die im Depot befindlichen Puts wird dem Umstand Sorge getragen, dass eine besonders umfangreiche Bail-Out- (Gelddruck-)Aktion der Regierung jederzeit ein kurzes Strohfeuer auslösen kann. Der Langfrist-Chart offenbart, dass der Dow gemessen am Abstand zu seiner 200-Tage-Linie wieder relativ stark überkauft ist. Rekordwerte werden aber auch bei diesem Indikator nicht erreicht.

Strategie: Wir empfehlen, zwei Stoppkurse für bestehende Put-Positionen zu legen: Einen im Bereich der kurzfristigen Abwärtstrendlinie bei ~6900 Punkten und den anderen im Bereich der schwachen Unterstützung der vorletzten Woche bei rund 7100.


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_kurz.gif


Autor: Lutz Mathes

actr
09.03.2009, 09:13
08.03.2009: Auf des Messers Schneide


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_lang.gif


Die Abwärtsbewegung bei den US-Technologiewerten setzte sich, wie nicht anders zu erwarten, in der vergangenen Woche fort. Gemessen am marktbreiten Nasdaq Composite Index gaben die Aktien um 6,1 Prozent (84 Punkte) nach.

Der Index fiel dabei sogar auf ein neues Fünfjahrestief. Allerdings führte das Unterschreiten des Tiefs vom November letzten Jahres nicht zu einer Verkaufswelle, sondern statt dessen drehte die Notierung im Verlauf des Freitags wieder nach oben, wie die lange Lunte der Freitagskerze im unteren Schaubild verdeutlicht. Der marktengere Nasdaq 100 behauptete sich zuletzt sogar oberhalb seines Novembertiefs, bot also keinerlei Verkaufsignal. Insofern bleibt die mittelfristige Lage jetzt offen, die Frage "Verkaufsignal oder nicht" noch ungeklärt und auf die kommende Woche verschoben.



http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_mittel.gif


Kurzfristig betrachtet deutet neben der leicht optimistisch stimmenden Freitagskerze auch der Stochastik nach oben; dieser ließ sich bereits von der Gegenbewegung am Mittwoch zu einem Kaufsignal verleiten. Mit Blick auf den hier dargestellten Nasdaq Composite lässt sich die charttechnische Situation wie folgt beschreiben: Durch das Unterschreiten des Novembertiefs liegt ein schwaches und unbestätigtes Verkaufsignal vor. Setzt sich in der kommenden Woche die Abwärtsbewegung fort, deutet die Technik klar abwärts. Dreht die Notierung dagegen nach oben und kehrt über 1300 Zähler zurück, wird das Verkaufsignal zum Fehlsignal. Dann sind kräftige Kursgewinne zu erwarten.


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_kurz.gif

Autor: Oliver Schultze

actr
09.03.2009, 09:17
08.03.2009: Die Unterstützung aus 2003 ist gebrochen


http://www.chartbuero.de/Charts/estoxx_lang.gif


Nach den überraschend moderaten Verlusten in der Woche zuvor ging der EuroStoxx im Berichtszeitraum wieder etwas deutlicher in die Knie. Die Wochenbilanz zeigt ein Minus von 159 Punkten oder 8,0 Prozent.

Damit wurde dem Chartsignal, das sich Mitte Februar durch den endgültigen Bruch der zentralen Unterstützungszone oberhalb von 2130 Punkten ereignet hatte, auf Sicht der letzten 3 Wochen dann doch noch gebührend Rechnung getragen. Wir hätten zwar eher einen schnellen Kursrutsch mit anschließender Konsolidierung erwartet, aber das Resultat ist inzwischen für Anleger ähnlich: Der EuroStoxx findet sich inzwischen knapp 15 % tiefer wieder. Damit wäre es eigentlich an der Zeit, langsam die Puts mit sattem Gewinn glattzustellen. Doch mit dem relativ geringen Kursverlust am Freitag ist nun auch noch die letzte aller Supportlinien von 2003 angekratzt. Streng genommen vollendet der EuroStoxx damit eine sehr langfristige Doppel-Topp-Formation, die ein Kursziel von 800 Punkten nahe legen würde.


http://www.chartbuero.de/Charts/estoxx_mittel.gif


Noch ist der Durchbruch nicht signifikant, wir empfehlen Investoren nun aber dennoch, alle noch im Depot befindlichen Aktien darauf hin zu überprüfen, ob diese wirklich haltenswert sind. Gegebenfalls Stopp-Loss-Limit legen.

Für die an dieser Stelle empfohlenen Puts gilt weiterhin die Devise: Halten. (Stopp-Loss im Bereich der kurzfristigen Abwärtstrendlinie nachziehen, diese verläuft gegenwärtig bei 1920 Punkten).


http://www.chartbuero.de/Charts/estoxx_kurz.gif


Autor: Lutz Mathes

actr
09.03.2009, 10:55
DAX-Future, Versuch zur Oberseite

09.03.2009 - 10:35:13 Uhr
animusX


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Thomas Theuerzeit, Herausgeber von animusX, berichtet von der aktuellen Sentimentbewertung des DAX (FDAX).

Der DAX bewege sich geradlinig auf sein formaltechnisches Kursziel aus dem übergeordneten Konsolidierungsdreieck zu. Dieses sei mit 3.100 Punkten beziffert und wäre bereits des Öfteren besprochen worden. Nach einem weiteren Rücksetzer zum Wochenbeginn wäre es dann auch zu einem ernsthaften Versuch zur Oberseite gekommen. Der DAX habe dynamisch zugelegt und der, letzte Woche beschriebene, Keil wäre nach oben hin aufgelöst worden. Doch schon tagsdrauf wäre die Ernüchterung gefolgt. Der DAX habe seine kompletten Gewinne des Vortages wieder abgegeben und ein neues Bewegungstief markiert.

Vom Grundsatz wäre dies ein klassisches Fehlsignal und das spreche für weitere Kursverluste. Zudem komme, dass sich der DAX weiterhin in seinem sekundären Abwärtstrend befinde. Doch erneut notiere er sich auch auf seiner unteren Abwärtstrendlinie und das mache die Sache wieder einmal interessanter, nicht zuletzt, weil auch die Markttechnik weiterhin mitspiele.

Einen unmittelbaren Rutsch auf 3.100 Punkten hält der Trading-Stratege bei animusX zum gegenwärtigen Zeitpunkt für unwahrscheinlicher als einen erneuten Versuch zur Oberseite. Erst nach einer technischen Gegenreaktion erwartet der Marktanalyst den Start der "Kapitulationswelle".


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Auch von Seiten des Sentiments gebe es keine neuen Erkenntnisse. Das taktische animusX®-Sentiment sei noch ein Stückchen weiter in seine untere Extremzone eingetaucht. Es notiere nun bei knapp -70 %. Der Blick hinter die Kulissen zeige, dass der Subindex "Aufwärtsimpuls" auch noch einmal angestiegen sei und seine obere Extremzone erreicht habe. In der Vergangenheit wären solche Werte gute Hinweise auf bevorstehende Wendepunkte im DAX gewesen. Das Commitment der Investoren sei und bleibe hoch. Das Lager der Unentschlossenen gelte mit knapp 4 % als geräumt.

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Schaue man sich die aktuellen Positionsdaten an, stelle man laut dem Marktkenner fest, dass sich die durchschnittlichen Short-Quoten der Investoren deutlich reduziert hätten. Sie würden nunmehr bei 4 nach 11 % in der Vorwoche notieren. Das lasse den Schluss zu, dass es letzte Woche in der Tat die angesprochene Short-Squeeze zu sehen gegeben habe. Für eine Gegenbewegung liege nun eine völlig andere Ausgangslage vor. Ein weiterer Versuch zur Oberseite könnte damit auf "gesünderen" Füßen stehen.

Trotz eines neuen Bewegungstiefs hält der Handelsexperte bei animusX zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen unmittelbaren Rutsch auf 3.100 Zähler für unwahrscheinlicher als einen erneuten Versuch zur Oberseite. Erst nach einer technischen Gegenreaktion erwartet der Marktanalyst dann den Start der "Kapitulationswelle". Untermauert werde diese Annahme weiterhin von dem sehr "einseitigen" Sentiment. Die kurzfristige Stimmung sei auf einer Art Siedepunkt angekommen. Die Investoren seien sich hier einig – das Commitment wäre sehr hoch.

actr
09.03.2009, 13:46
Dow Jones, kurzfristige Erholung

09.03.2009 - 12:01:26 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Experten bei IG Markets berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Der Dow Jones habe am Freitag seine Abwärtsbewegung zunächst fortgesetzt und den Trend-Support im Tageschart erreicht. Im späten Handel seien die Preise in eine Rebound-Bewegung übergegangen, welche laut den Trading-Strategen bei IG Markets zum einem kleinen Tagesgewinn von 32 Punkten geführt hätte. Zunächst wäre der Markt durch schwache Daten vom Arbeitsmarkt stark belastet worden. Die Nachricht kurz vor Handelsende, dass die britische Regierung den Versicherungskonzern Llyods unterstützen solle, habe zu einer deutlichen Aufwärtsbewegung geführt.

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actr
09.03.2009, 13:48
Dow Jones, kurzfristig positive Technik

09.03.2009 - 11:55:03 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Neben schwachen Arbeitsmarktdaten hätten am Freitag die Sorgen um den Konsum die Stimmung am Aktienmarkt belastet. Kurz vor Handelsschluss habe ein Pressebericht über eine mögliche Einigung der britischen Regierung mit Lloyds zu Staatshilfen für etwas Erleichterung im Bankensektor gesorgt. Die Titel dieser Branche habe ihre frühen Verluste fast überwiegend wieder wettgemacht. Die Citigroup habe 0,98 % auf 1,03 US-Dollar gewonnen, die Bank of America habe sich bis auf -0,95 % auf 3,14 US-Dollar erholt. JP Morgan sei um 4,04 % auf 15,93 US-Dollar gefallen. General Motors habe ebenfalls seine Talfahrt vom Vortag fortgesetzt und 22,04 % auf 1,45 US-Dollar verloren. General Electric sei an der Spitze des Dow Jones um 6,01 % auf 7,06 US-Dollar gefallen, Coca Cola habe um 3,30 % auf 39,10 US-Dollar gewonnen. Genentech habe sich nach einer erhöhten Übernahmeofferte von Roche um 11,29 % auf 90,86 US-Dollar verteuert. Dow Chemical habe nach den wiederaufgenommenen Übernahmegesprächen mit Rohm & Haas um 9,89 % auf 7,11 US-Dollar zugelegt.


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Beim Dow Jones gestalte sich die mittelfristige Indikatorenlage neutral, die kurzfristige Indikatorenlage sei positiv. Aus Sicht der Experten bei Lang & Schwarz hat der US Leitindex kurzfristig Erholungspotenzial bis 6.750 Punkte.

actr
09.03.2009, 13:51
Euro STOXX50 im 5-Tagesausblick

09.03.2009 - 11:05:48 Uhr
SEB


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Das technische Umfeld des Euro STOXX50 präsentiert sich sehr schwach, berichten die Marktexperten der SEB AG.

Die mittelfristigen Trendindikatoren MACD und Momentum würden eine weitere Zunahme des Überhangs an Abwärtspotenzial und -dynamik bescheinigen. Die kürzerfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren seien im überverkauften Bereich erneut nach unten abgedreht. Sie würden die Wiederaufnahme der Abwärtsbewegungsdynamik signalisieren. Die Volatilität liege bei 73,75 (71,99) Punkten, was einer statistisch maximalen Tages-Range von 4,06 % (3,40) entspreche.


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Die Trading-Strategen bei der SEB AG rechnen auf Sicht der kommenden fünf Handelstage mit einem weiteren Absinken des Euro STOXX50. Es fehle an Unterstützungen und jeglicher Kraft, sich gegen den Abwärtsdruck zu stemmen. Dies zeige sich insbesondere in den Overbought/Oversold-Indikatoren, denen es nicht gelinge, den Überverkauft-Bereich zu verlassen. Gegen Ende der letzten Woche sei der Index auch noch unter das Tief von März 2003 gefallen. Schwächeanzeichen also, wohin man blicke.

Natürlich sei der Index nach den Kursverlusten reif für eine technische Erholung. Theoretisch könnte diese aus Sicht der Handelsexperten bei der SEB AG bis 2.000/2.050 Zähler reichen. Allein die Anzeichen dafür, dass eine solche Gegenreaktion bevorstehe, würden völlig fehlen. So stehe dem Index laut den technischen Analysten eine weitere schwierige Woche bevor.

actr
10.03.2009, 09:16
DAX, Abwärtskräfte lassen nach

10.03.2009 - 08:15:33 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.

Nach schwachem Start sei es für den DAX zunächst weiter abwärts und zeitweise sogar unter den 3.600er Level gegangen. Damit habe der Index so tief wie zuletzt im Jahre 2003 gestanden. Am Vormittag verharrte der Markt den Experten zufolge dann weiter auf niedrigem Niveau, ehe sich das Bild am Nachmittag leicht aufgehellt habe. Erste Nachfrageüberhänge hätten dazu beigetragen, dass sich der deutsche Leitindex von seinen Tagestiefs erholen und wieder um über 100 Punkte habe steigen können. Candlestick-technisch ergab sich nach Angaben der Marktbeobachter eine längere Lunte, was kurzfristig erneut auf eine gewisse Erschöpfung der abwärts gerichteten Marktkräfte hindeute.



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Der tertiäre Abwärtstrend, der von seinem Verlauf her weiterhin als sehr dynamisch bezeichnet werden könne, sei aber immer noch weit von einer Umkehr entfernt. Trendintensitätsindikatoren wie der "ADX" befänden sich nach wie vor im Steigflug, so dass eine Wette auf eine deutlichere Gegenbewegung stark risikobehaftet sei. Charttechnisch gesprochen stelle der Chart immer noch ein fallendes Messer dar. Da aber gestern auch noch das untere Ende der von den Experten skizzierten Unterstützungsbandbreite zwischen 3.700 und 3.600 Stellen ausgeschöpft worden wäre, sehen diese sich fortsetzende Stabilisierungschancen.

Einer potenziell deutlicheren Erholung stünden jedoch nicht unwesentliche charttechnische Widerstände im Weg. Insbesondere die letzten Reaktionshochs des tertiären Abwärtstrends von Mitte Februar um 3.890 und 3.990 Zähler limitierten die Kursfantasie. Da auch das Investorensentiment kaum Angst anzeige, müsse im weiteren Verlauf mit einer Fortsetzung des negativen Trendverlaufs gerechnet werden.

actr
10.03.2009, 09:20
DAX, Zeichen der Stabilisierung

10.03.2009 - 08:35:50 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Experten bei IG Markets blicken auf die aktuelle Situation des DAX und dessen aktuellen Perspektiven.

Der DAX sei gestern vom Trendsupport im Tageschart abgeprallt und habe einen charttechnischen Hammer hinterlassen. Dies sei das erste Zeichen einer Stabilisierung der Preise. Solange die gestrigen Tagestiefs bei 3.588 Stellen nicht unterschritten würden, erwarten die Strategen die Fortsetzung der Anstiegsbewegung. Gestern habe der DAX um 25 Punkte zulegen können und die Mehrzahl der Aktien im Index konnte den Experten zufolge im positiven Terrain schließen.


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Unter den größten Gewinnern wären vor allem die Aktien aus dem Finanzsektor zu finden gewesen. Die Deutsche Postbank habe um mehr als 10 % zugelegt, auch die Deutsche Bank sei mit einem Anstieg um 2,82 % unter den größten Gewinnern im DAX zu finden gewesen.

actr
10.03.2009, 09:28
DAX-Future, wichtiges Schlüsselniveau

10.03.2009 - 09:16:44 Uhr
JRC


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).

Die Anzeichen einer möglicherweise bevorstehenden Trendwende hätten sich wieder einmal als nicht aussagekräftig herausgestellt. Zum Beginn der Woche markierte der DAX-Future nach Angaben der Marktbeobachter sogar ein neues Jahrestief sowohl auf Tagesbasis als auch intraday. Neue Tiefstmarke seien nun 3.588,5 Punkte intraday und 3.654,5 Zähler auf Tagesbasis. Dieser Schlusskurs entspreche einem Tagesverlust von 0,98 % oder 36 Punkten.


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In den letzten beiden Handelstagen sei bei 3.600 Stellen immer ausreichend Kaufdruck aufgekommen, so dass ein Tagesschlusskurs nahe der Tiefs hätte verhindert werden können. Es gebe jedoch keine Garantie, dass dieses Kaufinteresse bei 3.600 Zählern ewig anhalte, so die Strategen. Sollten die Käufer ausbleiben, läge das nächste Ziel bei 3.500 Punkten. Das Jahrtausendtief bei 3.150 Stellen wäre dann nicht mehr allzu fern. Zum Erreichen nötige Abgaben von 10 % innerhalb von wenigen Tagen habe es in den vergangenen Monaten mehrfach gegeben.

Einer Erholung stehe der Widerstand bei der 3.690er Marke entgegen. Darüber verlaufe bei rund 3.800 Stellen der kurzfristige Aufwärtstrend. Würden beide Widerstände gebrochen werden können, gäbe es Luft bis 4.000 oder gar 4.060 Zähler.

actr
10.03.2009, 09:32
DAX, Signale für eine Erholung

10.03.2009 - 08:59:09 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Die neue Woche sei für den DAX nicht gerade erfolgreich gestartet. So habe der Leitindex in den ersten Handelsstunden ein neues Verlaufstief bei 3.589 Punkten markiert. Auf Schlusskursbasis hätte aber immerhin die Parallele (aktuell bei 3.621 Punkten) zu dem seit Januar dominierenden Abwärtstrend wieder zurückerobert werden können, so dass weiteres Ungemach vorerst abgewendet worden sei.

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Bei einem nachhaltigen Fall unter diese Marke drohe ein rasches Wiedersehen mit dem Basisaufwärtstrend seit 1982, der aktuell bei gut 3.400 Punkten verlaufe. Die vorerst gelungene Verteidigung der angeführten Parallele sollte daher laut den Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt nicht als Anlass dafür genommen werden, optimistisch zu werden. Hierfür gelte es nach wie vor, den kurzfristigen Abwärtstrend (aktuell bei 3.765 Punkten) zu knacken. Eine erste Anlaufmarke würde dann in Form des Hochs vom 4. März bei 3.892 Zählern warten.

Von Seiten der quantitativen Indikatoren kämen zwar Signale, die auf eine Erholung hindeuten würden – so habe der MACD im gestrigen Handelsverlauf von "short" auf "long" geschwenkt –, doch erst bei einem Sprung über den angeführten kurzfristigen Abwärtstrend könnte jedoch von einer Stabilisierung gesprochen werden.

actr
10.03.2009, 13:38
Dow Jones, Mehrjahrestiefs

10.03.2009 - 11:32:36 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Gestern seien die wichtigsten US Aktienindizes auf neue Mehrjahrestiefs gefallen. Die US Börsen hätten durch Kursgewinne bei den nur noch leicht gewichteten Bankwerten nicht im Plus gehalten werden können. Nach deutlichen Kursverlusten bei Merck & Co. nach der geplanten 41 Mrd. US-Dollar schweren Übernahme von Schering-Plough hätten die Kursgewinne der Bank-Papiere überwogen. Auch schmelzende Kursgewinne der schwergewichtigen Ölwerte belasteten den Markt nach Angaben der Beobachter.



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Merck & Co seien am Dow-Ende um 7,70 % auf 20,99 US-Dollar abgerutscht. In Reaktion auf die Übernahmepläne seien Aktien von Schering-Plough um 14,18 % auf 20,13 US-Dollar gestiegen. IBM habe 2,72 % auf 83,48 US-Dollar, Procter & Gamble um 3,35 % auf 44,18 US-Dollar nachgegeben, Hewlett-Packard um 5,37 % auf 25,53 US-Dollar. Bank of America-Aktien seien mit einem Plus von 19,43 % auf 3,75 US-Dollar an der Dow-Spitze gelandet, General Motors habe 15,86 % auf 1,68 US-Dollar zugelegt.

Beim Dow Jones sei die mittelfristige Indikatorenlage negativ, die kurzfristige Indikatorenlage gestalte sich uneinheitlich. Aus Sicht der Experten bei Lang & Schwarz hat der US Leitindex kurzfristig Korrekturpotenzial bis 6.470 Punkte.

actr
10.03.2009, 14:04
Nikkei225, in der überverkauften Zone

10.03.2009 - 12:01:30 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei IG Markets berichten von den Aussichten des Nikkei225 auf Wochensicht.

Der japanische Nikkei225 habe während der vergangenen Wochen seine Abwärtsbewegung fortgesetzt und gestern erneut die Support-Zone im Bereich der 7.000er Zone getestet. Diese Niveaus hätten die Preise bereits im Oktober des vergangenen Jahres getestet.


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Hier träfen die Preise zusätzlich auf ein markantes Fibonacci-Supportcluster, das eine wichtige Unterstützungszone darstelle. Auch die Oszillatoren im Wochenchart hätten die überverkaufte Zone erreicht und würden eine Rebound-Bewegung der Preise zu lassen. Ein Anstieg über die 7.750er Zone leite aus Sicht der Handelsexperten bei IG Markets diesen Move ein, der den Index dann in Richtung des Trend-Resists führe, der sich aktuell im Bereich der 9.100er Zone befinde. Bereits das Überwinden des Zwischenhochs bei 7.600 sei als erstes positives Zeichen zu werten.

actr
10.03.2009, 14:28
Dow Jones, keine positiven Impulse

10.03.2009 - 11:25:26 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Experten bei IG Markets berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Der Dow Jones habe im gestrigen Handelsverlauf nach einer freundlichen Eröffnung weiter nachgegeben und knapp 80 Punkte verloren. Zwar hätten die Aktien aus dem Finanzsektor zugelegt, jedoch die Aktie von Merck den Index belastet. Das Unternehmen strebe eine Fusion mit dem Pharmaunternehmen Schering-Plough an und habe gestern um 7,7 % nachgegeben. Obwohl sich die Oszillatoren im Tageschart in der Aufwärtsbewegung befänden, hätten sie bisher noch keine positiven Impulse auf die Kurse geliefert. Erst ein Anstieg über die 6.780er Region würde das Bild aus Sicht der Trading-Strategen bei IG Markets aufhellen.

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actr
10.03.2009, 22:18
10.03.2009 19:45
Gründe für die Short-Squeeze
Jochen Steffens

So schnell geht es. Der Nasdaq100 notiert, während ich das schreibe, 5,6 % im Plus, der DAX um die 5 %. Diese unglaublichen Kursexplosionen sind in starken Abwärtsbewegungen normal. Der Markt ist extrem überverkauft. Viele stehen an der Seitenlinie und wollen den Einstieg nicht verpassen. Andere sind massiv short und haben diese Short-Positionen durch Stopps abgesichert. Wenn diese ausgelöst werden, führt das zu zusätzlichem Kaufdruck, der weitere Stopps auslöst. Hinzu kommen die Shorties, die ihre Positionen zurückkaufen, um ihre Gewinne zu sichern oder um die Verluste nicht anwachsen zu lassen. Es entsteht die klassische Short-Squeeze. In extremen Märkten kann es sein, dass diese sogar ohne Grund entsteht.

Mögliche Gründe

Ein Grund für den Anstieg kann eine Rede von Ben Bernanke gewesen sein. In dieser hat er die Hoffnung geäußert, die US-Wirtschaft werde im Jahr 2010 wieder wachsen, wenn das Bankensystem bald wieder normal funktionieren sollte. Wie sehr diese Aussage den Markt beeinflusst hat, ist allerdings nicht zu sagen.

Nasdaq100 an wichtiger Unterstützung

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090310.gif


In den chartverliebten USA wird auch der folgende Chart eine Ursache für die heutige Kursexplosion gewesen sein:
Der Nasdaq100 ist an seiner Unterstützungszone, die sich im Zusammenhang mit dem Tief im November 2008 ausgebildet hat, abgeprallt. Hier haben offenbar viele angefangen, zu kaufen bzw. ihre Shortpositionen zu schließen. Natürlich kann das der Boden sein, doch wäre auch hier ein Fehlsignal, also eine kurzes Abtauchen unter die 1.019er Marke tatsächlich bullisher gewesen.

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt:

Der Ölpreis stabilisiert sich

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Der Ölpreis (hier der Sweet Light Crude Oil Kontrakt) befindet sich seit Mitte Februar in einem kleinen Aufwärtstrend. Viele Analysten nutzen den Ölpreis als Frühindikator für die Nachfrage. Frei nach dem Motto: Steigt der Ölpreis, steigt die Nachfrage – steigt die Nachfrage, wächst die Wirtschaft. Sollte also der Ölpreis die 50 Dollar Marke überwinden, wird das als Signal gesehen, dass das Tief der Wirtschaftskrise erreicht sein könnte. Sie sehen im Chart, dass sich der Kursverlauf abrundet. Solche „Roundings“ gelten zudem als Bodenformationen.

Aber auch das ist nicht alles.

Neue Dollarschwäche?

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Der Dollar fängt wieder an, zu fallen. Es bildet sich heute eine große positive Kerze im Euro/Dollarverhältnis. Damit könnte sich eine Art „W-Formation“ ausbilden, die zu einem dynamischen Anstieg des Euros führen würde. Auch hier sehen wir im rechten Teil des Ws ein Rounding wie im Ölpreis, das allerdings noch nicht so weit fortgeschritten ist. Es fehlt noch der aufwärtsgerichtete Teil des Roundings.

Ein fallender Dollar führt auf der einen Seite zu steigenden Rohstoffpreisen (in Dollar), die, wie oben beschrieben, einige Analysten als frühes Einstiegssignal interpretieren werden. Auf der anderen Seite wird dadurch die US-Exportwirtschaft unterstützt. Auch könnte man den fallenden Dollar als ersten Hinweis darauf interpretieren, dass es den USA gelingen wird, aus der Deflationsfalle zu entkommen. Das gilt insbesondere dann, wenn sich diese W-Formation tatsächlich ausbilden sollte.

Diese Punkte zusammen sind meines Erachtens dafür verantwortlich, dass viele Anleger in den USA und wahrscheinlich auch hier in Europa hoffen, die November-Tiefs im Nasdaq100 werden halten.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Doch wie es bei Short-Squeezes so ist, die eigentliche Squeeze hat keine Bedeutung, denn sie ist in den meisten Fällen von kurzfristigen Reaktionen und Panik verursacht. Erst wenn in den darauffolgenden Tagen Anschlusskäufe zu erkennen sind, wird es tatsächlich bullisher.

Interessant ist aber auch, wie schnell der DAX wieder in Richtung 4.000-Punkte-Marke gelaufen ist. Es ging vom Tief bei etwas unterhalb der 3.600er Marke gestern in nur einem Tag wieder auf 3.885 Punkte. Das sind mal eben knapp 300 Punkte an einem Tag. Jetzt fehlen nur noch 115 Punkte und die 4.000-Punkte-Marke ist zurückerobert. Also, das Ziel der Stillhalter ist offenbar noch nicht verloren. Ein wahrhaft verrückter Markt, wenn man bedenkt, dass gestern Abend in den Indizes noch die Welt unterging...

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
11.03.2009, 09:12
DAX, noch keine Bodenbildung in Sicht

11.03.2009 - 08:12:04 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.

Nachdem bereits zum Wochenanfang erste Nachfrageüberhänge dazu beigetragen hätten, eine längere Lunte an der Tageskerze herauszubilden, habe sich die günstige Kursentwicklung beim DAX auch gestern weiter fortgesetzt. Fast ohne Unterbrechung habe sich den gesamten Handelsverlauf über eine kontinuierliche Kaufbereitschaft von Seiten der Marktteilnehmer gezeigt. Wesentliche charttechnische Marken konnten nach Angaben der Marktbeobachter jedoch noch nicht zurückerobert werden.


http://194.97.1.200/charts/1880000/20090311_1885328_1.gif

Insgesamt hätten sich mit den Zukäufen die Anzeichen bestätigt, die in den vergangenen Handelstagen auf eine gewisse Erschöpfung der abwärts gerichteten Marktkräfte hingedeutet hätten. Neben der von den Analysten nach deren Angaben skizzierten Unterstützungsbandbreite zwischen 3.700 und 3.600 Punkten, wo mehrere technisch relevante Marken kumuliert hätten, habe sich in den vergangenen Tagen auf Basis des sog. "Tom DeMark"-Indikators bereits eine markant überverkaufte Lage angedeutet, wie sie im laufenden primären Abwärtstrend seit Ende 2007 bislang nur drei Mal anzutreffen gewesen wäre.

Charttechnisch hätte auch mit der positiven gestrigen Kursentwicklung noch recht wenig gewonnen werden können. Einer potenziell deutlicheren Erholung stünden weiterhin nicht unwesentliche charttechnische Widerstände im Weg. Zwar sei gestern bereits das letzte Reaktionshoch des tertiären Abwärtstrends von Mitte Februar um 3.890 Zähler überwunden worden, jedoch limitiere insbesondere die ehemalige Schlüsselunterstützungszone zwischen 4.014 und 4.067 Stellen die weitere Kursfantasie. Eine erneut recht niedrige Put/Call-Ratio bei den DAX-Indexoptionen sowie die weiterhin nicht sehr ausgeprägten Handelsumsätze sprechen aus Sicht der Experten bei der DZ Bank gegenwärtig ebenfalls noch nicht für die Etablierung eines mittel- bis längerfristigen Bodens.

actr
11.03.2009, 09:18
DAX, die aktuellen Handelsmarken

11.03.2009 - 08:24:16 Uhr
Helaba


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, äußert sich zur aktuellen Marktlage beim DAX.

Heute bleibe es von konjunktureller Seite verhältnismäßig ruhig. Zu erwähnen seien allenfalls die deutschen Auftragseingänge, die seit September letzten Jahres massiv gesunken seien. Zuletzt hätten die Auftragseingänge im Vorjahresvergleich um mehr als 25 % abgenommen. Im Januar dürfte es zu einem erneuten Rückgang gekommen sein. Zwar habe sich der ifo Geschäftsklimaindex auf niedrigem Niveau stabilisiert, demgegenüber der Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes ein Allzeittief markiert. Für einen Auftragsrückgang spreche auch die außergewöhnlich kalte Witterung zu Anfang dieses Jahres. Bleibe zu hoffen, dass die Abwärtsdynamik etwas nachlasse.



Für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts würden die Auftragseingänge dem Marktanalysten bei der Helaba zufolge eine negative Indikation darstellen. Demnach werde sich im ersten Quartal 2009 der BIP-Rückgang fortsetzen.

Unterstützung gebe es bei 3.680 und bei 3.588 Punkten. Mit Widerstand könne bei 3.927 und bei 4.009 Zählern gerechnet werden.

actr
11.03.2009, 10:11
11.03.2009 08:16
DAX: Unverhofft kommt oft

Ben Bernanke und dem Vorstandsvorsitzenden der Citigroup haben die Bullen zu verdanken, dass es gestern zum Start der nächsten Bärenmarktrally kam. Kleine Signale zu Wochenbeginn deuteten bereits an, dass den Bären das Heft des Handelns zunächst entrissen werden würde. Auffallend ist, wie sensibel der Markt auf positive Nachrichten wie Unternehmensfusionen oder Anzeichen für eine Konjunkturerholung reagiert. Die lange Kette der immer noch belastenden Fakten wurde einmal mehr zur Seite geschoben. Immerhin: Wenn sowohl Citigroup als auch die Deutsche Bank von besseren Geschäften im ersten Quartal des laufenden Jahres sprechen, so darf damit auch das Bemühen um eine Stabilisierung der Lage verbunden werden. Auch Ben Bernanke scheint von US-Präsident Obama inspiriert worden zu sein, weiß er doch wohl um die psychologische Wirkung seiner ökonomischen Einschätzungen auf die Märkte. Aus kaum einem Konjunkturindikator lässt sich bisher herauslesen, dass eine Gesundung der Konjunktur im Jahre 2010 nachhaltig sein könnte. Was Bernanke aber völlig richtig erkannt hat: Neben den Fakten muss auch die Stimmung besser werden. Schließlich hat auch vor 12 Monaten kaum ein Verantwortlicher von Notenbank oder Regierung auch nur ansatzweise einen derartigen Absturz der US-Wirtschaft vorausgesehen.

Geht's den Banken gut...

Den Zugewinn von über 5 Prozent verdankte der DAX der überaus starken Vorstellung der Finanz- und Versicherungsaktien. Einen ähnlichen Push legte der Markt in der vergangenen Woche auch schon hin, nur um am nächsten Tag das Plus vollständig im Rahmen der Verstaatlichungsdebatte um die US-Banken wieder abzugeben. Fraglos, der Schlüssel zu einer durchgreifenden mittelfristigen Trendumkehr im DAX liegt bei zunächst einmal bei einer Bodenbildung der Finanzaktien. Die Vorstellung, mit der großen Krise des US-Bankensystems und dem Untergang der Investmentbank Lehman Brothers würden sich die Gewichte zugunsten anderer Banken verschieben ist abwegig. Ein Ende der Bankenkrise in den USA wäre deshalb ein Hoffnungszeichen für weltweit alle Börsenplätze. Ein Ende der Aktienkursbaisse in diesem Sektor und der Beginn einer Bodenbildung dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Aber auch der Weg der Erholung wird von vielen Rückschlägen geprägt sein.

Kurzfristiger Trendwechsel diesmal gelungen

Im Gegensatz zur vergangenen Woche ist der kurzfristige Trendwechsel diesmal gelungen, ein Rückschlag wie in der vergangenen Woche wird heute nicht drohen. Möglich, das es zu Gewinnmitnahmen im Rahmen von ein bis zwei Prozent kommt, doch der Test der 4.000-Punkte-Marke wird sich noch in den nächsten beiden Handelstagen anschließen. Dafür spricht das sich anbahnende kurzfristige Kaufsignal. Da sich die starke Überverkaufheit des DAX mit dem gestrigen Anstieg nicht automatisch neutralisiert hat, besteht auch noch weiteres Erholungspotenzial über die wichtige 4.000er Marke hinaus. Allerdings hängt eine Fortsetzung der Bärenmarktrallye vom Umfang der Zwischenkonsolidierungen ab. Mögliche weitere Kursziel sind 4.127 und 4.226 Punkte. Die starke Kaufdruck an den US-Börsen am Dienstag spricht für diese Variante.


http://www.investor-verlag.de/bilder/newsletter/dd/DAX110309.png


Lufthansa und Hannover Rück berichten

Die Deutsche Lufthansa muss momentan an vielen Fronten kämpfen: Kaum haben die Ölpreise wieder ein erträgliches Niveau erreicht, brach die Nachfrage bei den Geschäftsreisen deutlich ein, zudem drohte bis gestern auch noch ein Streik der Flugbegleiter. Darüber hinaus liegt das lukrative Frachtgeschäft praktisch brach, Kurzarbeit und Flugzeugstilllegungen sind die Folge. Anleger werden sich deshalb auch viel intensiver mit der Prognose des Vorstandes für 2009 als mit den noch relativ guten Zahlen des Jahres 2008 beschäftigen. Zwar gehört die Fluggesellschaft zu den Marktführern in Europa, baut ihre Marktposition kontinuierlich und strategisch intelligent aus, aber die aktuellen Nachfrageeinbrüche lassen sich nicht über längere Zeit mit konventionellen Maßnahmen bekämpfen. In der Rezession infolge des ersten Irak-Kriegs 1992/1993 hat die Airline neben einem absoluten Einstellungsstopp auch temporäre Gehaltskürzungen eingefordert. Die gestrige Einigung mit den Gewerkschaften über ein Gehaltsplus von im Durchschnitt 4,2 Prozent könnte schnell wieder durch die realwirtschaftliche Entwicklung kassiert werden. Autobauer und Maschinenbauer können ein Lied davon singen.
Der Aktienkurs des DAX-Aufsteigers Hannover Rück profitierte in den vergangenen Wochen von dem Zwang der institutionellen Anleger, die den DAX nachbilden, Zukäufe vornehmen zu müssen. Ob das Ergebnis im operativen Geschäft den Kursanstieg gerechtfertigt hat, wird sich heute zeigen. Auch in diesem Fall werden die Investoren mit Interesse auf die Prognose des Vorstandes schauen, vor allem weil viele Branchenkollegen sich außer Stande gesehen haben, konkrete Angaben zu machen.

Europäisches Konjunkturpaket im Parlament

Heute starten die Beratungen des Europäischen Parlaments zum EU-Konjunkturpaket. Sein Umfang ist aber bedeutend kleiner als die Gesamtheit der Einzelpakete die die größten europäischen Industriestaaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien jeweils geschnürt haben. Um aber wenigstens als eigene konstitutionelle Instanz wahrgenommen zu werden, versuchen auch die EU-Parlamentarier einen eigenen Beitrag zum Kampf gegen die Wirtschaftskrise zu leisten. In letzter Instanz werden aber die Regierungschefs auf dem nächsten EU-Gipfel darüber entscheiden, ob den nationalen Maßnahmen zusätzlich noch ein europäisches Maßnahmenpaket folgen wird. Beachtung werden auch die Auftragseingänge der deutschen Industrie für den Januar finden. Alles andere als eine Fortsetzung des bestehenden Abwärtstrends würde zwar für große Freude sorgen, allein die Nachrichtenlage zu Jahresbeginn spricht gegen eine solche Überraschung. Für etwas geringere Sorgenfalten würde aber auch schon eine Verringerung der Abwärtsdynamik sorgen.

Konjunkturdaten: DE: Auftragseingänge Industrie, GB: Handelsbilanz

Unternehmen: Jahreszahlen: Deutsche Lufthansa, Hannover Rück

Wichtige Marken:

Unterstützungen: 3.733; 3.812; 3.867
Widerstände: 3.912; 3.945; 3.991


Viel Glück und Erfolg!

Andreas Wolf

actr
11.03.2009, 14:02
Dow Jones, positive Entwicklung

11.03.2009 - 11:42:06 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Die US Leitbörsen hätten am Dienstag stark von beruhigenden Äußerungen von Citigroup-Chef Vikram Pandit profitiert. Pandit zufolge wäre das Geschäft der Citigroup in den ersten drei Monaten 2009 bisher so gut wie seit dem dritten Quartal 2007 nicht mehr gelaufen. Die Bank wäre in den ersten beiden Monaten 2009 profitabel gewesen. Die Aktien der Citigroup sind des Experten zufolge mit einem Aufschlag von 38,10 % auf 1,45 US-Dollar an die Spitze des Dow Jones gestiegen. Bank of America sei um 27,73 % auf 4,79 US-Dollar geklettert. JPMorgan habe 22,64 % auf 19,50 US-Dollar gewonnen. Dow Chemical und Rohm & Haas reagierten nach Angaben der Marktbeobachter mit deutlichen Kursaufschlägen auf die nun doch besiegelte Übernahme des Spezialchemieanbieters durch Dow Chemical. Während die Dow-Titel um 8,67 % auf 6,87 US-Dollar zugelegt hätten, seien Rohm-Papiere um 13,54 % auf 78,00 US-Dollar gestiegen. McDonald's habe als schwächster Wert im Dow Jones um 0,54 % auf 52,60 US-Dollar zugelegt.


http://194.97.1.200/charts/1880000/20090311_1885527_1.gif

Beim Dow Jones sei die mittelfristige Indikatorenlage inzwischen positiv. Die kurzfristige Indikatorenlage stelle sich ebenfalls positiv dar, der RSI signalisiere aber eine deutlich überkaufte Situation. Aus Sicht der Strategen bei Lang & Schwarz hat der US Leitindex kurzfristig Korrekturpotenzial bis 6.860 Punkte.

actr
11.03.2009, 14:04
Dow Jones, Support- und Resistmarken

11.03.2009 - 11:48:05 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Experten bei IG Markets berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Der Dow Jones habe gestern eine dynamische Rebound-Bewegung eingeleitet und um 379 Punkte zugelegt. Auslöser für diesen Anstieg wären positive Nachrichten der Citigroup gewesen. Nach Unternehmensaussagen solle die Bank im Februar schwarze Zahlen geschrieben haben und kein zusätzliches Eigenkapital benötigen. Diese Nachrichten hätten für kräftige Kursgewinne bei den Finanzwerten gesorgt. Citigroup wäre um 38 % angestiegen. JP Morgan und AIG seien mit jeweils 20 % gefolgt. Die Preise des Dow Jones träfen laut den Handelsexperten bei IG Markets bei 6.980 Zählern und dann in der 7.150er Region auf die nächsten Widerstände.

http://194.97.1.200/charts/1880000/20090311_1885533_1.gif

actr
16.03.2009, 09:05
15.03.2009: Strohfeuer - oder weitere Rallye?


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_lang.gif


Gleich am Montag der vergangenen Woche holte der DAX noch einmal etwas tiefer Luft und drehte dann nach oben, um ab Dienstag richtig durchzustarten. Damit war die praktisch schon überfällige Rallye geboren. Charttechnisch mustergültig führte sie in den Bereich von gut 4000 Zählern, wo neben dem mittleren Bollinger Band (Tagesbasis) auch die nun als Widerstand wirkende Linie liegt, die sich von den Tiefpunkten im Oktober, November und Januar herleitet. Per Wochensaldo ein Zuwachs um 287 Punkte bzw. 7,8 Prozent.

Optimisten sehen jetzt im oberen langfristigen Chart, dass sich die Notierung über die Widerstandslinie bei gut 3800 zurück gekämpft hat. Zudem verläuft im Schaubild auf Wochenbasis das mittlere Bollinger Band als immer denkbares Kursziel (siehe auch Januar) bei rund 4500 Zählern, allerdings noch immer stark fallend. Insofern besitzen die deutschen Blue Chips noch weiteres Aufwärtspotenzial. Anleger sollten dies aber auf keinen Fall mit einer Trendwende verwechseln - denn eine solche kann nicht konstatiert werden, und so ganz nebenbei fiel der DAX letzte Woche zwischenzeitlich auch auf den tiefsten Stand seit Oktober 2003.



http://www.chartbuero.de/Charts/dax_mittel.gif



Auf kurzfristige Sicht steht und fällt die Lage mit der Hürde bei gut 4000 Punkten, die sich im unteren Chart deutlich abzeichnet. Das recht frische Kaufsignal des MACD und der Sprung über das mittlere Bollinger Band stimmen hierbei optimistisch, während der Stochastik bereits wieder zur Vorsicht mahnt. Anleger sollten deshalb ihren Blick auf die Marke von 4065 konzentrieren: Knackt der Index diesen Widerstand, ist der Weg für weitere Kursgewinne frei. Das nächste Kursziel liegt dann bei rund 4500 Punkten. Unterhalb von 4065 sollten Long-Positionen jetzt mit einem recht engen Stopp abgesichert werden, um die satten Gewinne nicht wieder abgeben zu müssen.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
16.03.2009, 09:56
15.03.2009: Es geht aufwärts


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_lang.gif


Zu Beginn der Vorwoche stabilisierte sich der Nasdaq Composite auf niedrigem Niveau und startete dann ab Dienstag durch. Mit der Rückkehr über 1300 Zähler war das vorherige Verkaufsignal, nicht ganz überraschend, zum Fehlsignal erklärt. Die kräftige Rallye bescherte dem Index ein sattes Plus von 138 Punkten, dies entspricht 10,7 Prozent.

Die Zeit für eine solche Gegenbewegung war reif, nachdem die Notierung allein seit August letzten Jahres fast die Hälfte an Wert einbüßte. Indes muss sich zeigen, ob es sich diesmal um mehr als nur ein kurzes Strohfeuer handelt - der Elan der bisherigen Rallies seit Oktober verpuffte meist sehr schnell. Eine Trendwende zeichnet sich ohnehin nicht ab; ein Doppelbottom mit den beiden Tiefpunkten von November und März erscheint unwahrscheinlich, da das zweite Tief doch deutlich niedriger angesiedelt ist.



http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_mittel.gif


Kurzfristig besteht noch Spielraum für kletternde Kurse, nachdem am Donnerstag das mittlere Bollinger Band schwungvoll nach oben durchbrochen wurde. Jedoch ist der Stochastik bereits wieder in die überkaufte Zone eingetaucht. Anleger sollten sich daher am mittleren Bollinger Band bei derzeit 1396 Punkten orientieren: Solange sich der Index über dieser gleitenden Durchschnittslinie behauptet, stehen die Chancen für einen Anstieg bis zum oberen Band bei aktuell 1530 Zählern gut. Fällt die Notierung jedoch wieder zurück, droht ein erneuter Test des Bereichs um 1300 Punkte, oder bestenfalls eine Seitwärtsbewegung.


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

SandroC
18.03.2009, 23:42
15.03.2009: Es geht aufwärts


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_lang.gif


Zu Beginn der Vorwoche stabilisierte sich der Nasdaq Composite auf niedrigem Niveau und startete dann ab Dienstag durch. Mit der Rückkehr über 1300 Zähler war das vorherige Verkaufsignal, nicht ganz überraschend, zum Fehlsignal erklärt. Die kräftige Rallye bescherte dem Index ein sattes Plus von 138 Punkten, dies entspricht 10,7 Prozent.

Die Zeit für eine solche Gegenbewegung war reif, nachdem die Notierung allein seit August letzten Jahres fast die Hälfte an Wert einbüßte. Indes muss sich zeigen, ob es sich diesmal um mehr als nur ein kurzes Strohfeuer handelt - der Elan der bisherigen Rallies seit Oktober verpuffte meist sehr schnell. Eine Trendwende zeichnet sich ohnehin nicht ab; ein Doppelbottom mit den beiden Tiefpunkten von November und März erscheint unwahrscheinlich, da das zweite Tief doch deutlich niedriger angesiedelt ist.



http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_mittel.gif


Kurzfristig besteht noch Spielraum für kletternde Kurse, nachdem am Donnerstag das mittlere Bollinger Band schwungvoll nach oben durchbrochen wurde. Jedoch ist der Stochastik bereits wieder in die überkaufte Zone eingetaucht. Anleger sollten sich daher am mittleren Bollinger Band bei derzeit 1396 Punkten orientieren: Solange sich der Index über dieser gleitenden Durchschnittslinie behauptet, stehen die Chancen für einen Anstieg bis zum oberen Band bei aktuell 1530 Zählern gut. Fällt die Notierung jedoch wieder zurück, droht ein erneuter Test des Bereichs um 1300 Punkte, oder bestenfalls eine Seitwärtsbewegung.


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze


Herrlich, die Überschrift und der Chart dazu :lol:

actr
19.03.2009, 09:27
DAX, ein Abtauchen ist greifbar

19.03.2009 - 08:53:53 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Während die erste Handelsstunde nochmals von einem Versuch gen Norden geprägt gewesen waren und dabei ein marginales neues Bewegungshoch im intakten dynamischen tertiären Aufwärtstrend etabliert worden wäre, seien die Kurse im weiteren gestrigen Verlauf wieder abgebröckelt. Dieser Abschwung sei erst in der Nähe der wichtigen kurzfristigen (intraday) charttechnischen Unterstützungszone um 3.937/47 Punkten zum Erliegen gekommen, wo sich die Reaktionstiefs vom Freitag und Dienstag befänden.

An der bisherigen technischen Einschätzung ändere sich zunächst nichts. Mit der Herausbildung eines "Plateaus" in den letzten Handelstagen bestehe zwar den Marktexperten zufolge bisher eine Konsolidierung auf hohem Niveau, was in Bezug auf den kurzfristigen Aufwärtstrend prinzipiell positiv interpretiert werden müsse. Dennoch bleibe auf der anderen Seite die charttechnische Widerstandszone um 4.014/67 Zähler weiterhin als felsenfestes Bollwerk gegen weitere Kurssteigerungen bestätigt. Auch nach der Fed-Sitzung, in der Ben Bernanke den Plan zum Direktkauf von Staatsanleihen konkretisiert hätte, habe der DAX nachbörslich inmitten dieser starken Widerstandszone verharrt.



Was derzeit erschwerend hinzukomme, sei die auf extrem niedrige Werte abonnierte Put/Call-Ratio bei den DAX-Optionen, die eine zu große Zuversicht unter den Investoren widerspiegele. Dieses Phänomen grassiere derzeit auch in den USA, so dieselben (ungünstigen) sentimenttechnischen Rahmenbedingungen auch an der NYSE vorzufinden seien.

Die Trading-Strategen bei der DZ Bank gehen daher nach wie vor von einem bevorstehenden Abtauchen zum Abbau der "überkauften" Lage aus, wobei ein prozyklisches charttechnisches Verkaufsignal beim Verlassen des oben genannten "Plateaus" bei rund 3.940 Punkten generiert werden würde. Könne ein diesem Fall das 38,2 %-Fibonacci-Retracement des laufenden Aufwärtstrends bei 3.885 Punkten nicht verteidigt werden, so würde auch ein zweiter Test des Jahrestiefs um rund 3.590 Punkte wieder auf die Agenda rücken.

actr
19.03.2009, 09:28
@Sandro

Dafür gibt es die Analysten;-):lol::lol::lol:

actr
19.03.2009, 09:42
DAX, 4.070er Zone im Visier

19.03.2009 - 08:25:34 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der IG Markets berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Der DAX-Index habe sich gestern meist innerhalb der Handels-Range der Vortage bewegt und keine nachhaltigen Impulse geliefert. Das Verhältnis zwischen Gewinnern und Verlierern wäre ausgeglichen gewesen. Zunächst habe das positive Ergebnis der italienischen Unicredit die Finanzwerte unterstützt, im Tagesverlauf hätten sie ihre Gewinne wieder abgegeben. So habe der Branchenprimus Deutsche Bank den Handel mit einem Verlust von 1,66 % beendet.



Die Oszillatoren des DAX befänden sich in der überkauften Zone, hätten bisher jedoch noch keine Top-Bildung vollzogen. Damit der Anstieg in Richtung der 4.150/4.200er Zone fortgesetzt werden könne, sei aus Sicht der Handelsexperten bei IG Markets das rasche Überwinden der 4.070er Zone auf Basis des Tagesschlusskurses notwendig.

actr
20.03.2009, 19:32
20.03.2009 19:16
Dax wieder auf 4.200 Punkte?
Denn heute ist großer Verfallstag an den Börsen. Und die großen institutionellen Investoren wollen den DAX bei 4.000 bis 4.200 Punkten sehen. Wie so oft, haben sie das auch geschafft. Das bedeutet auch: In welcher Verfassung die Börsen wirklich sind, wird sich erst nächste Woche zeigen. Auch das hatte ich Ihnen bereits beschrieben.

So ziehen viele Emerging Markets-Aktien in der Rallye überhaupt nicht mit. Ein gutes Anzeichen dafür, dass es sich um eine technische Marktreaktion handelt, die auf den Verfallstag abzielt.

Am Montag werde ich Sie auf einen Emerging Market aufmerksam machen, der derzeit völlig in Vergessenheit geraten ist, der kurzfristig aber das größte Rebound-Potenzial bietet-


Have a successful day,


Ihr

Daniel Wilhelmi

actr
23.03.2009, 10:00
DAX, rückschlagsgefährdet

23.03.2009 - 08:16:21 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Nach schwacher Eröffnung am Freitag habe sich der DAX recht schnell wieder gefangen, so dass im weiteren Verlauf bis Mittag eine beachtliche Intraday-Rally stattgefunden habe. Es wäre jedoch dreifacher Verfallstag an den Terminbörsen gewesen, welcher prinzipiell zu leichten Verwerfungen am Markt führen könne und so sei es dann auch gekommen, dass das Tageshoch bei 4.083 Punkten fast exakt um 13.00 Uhr erreicht worden wäre. Im Anschluss habe der Aktienmarkt erst einmal nach unten gedreht, ehe zum Schluss doch noch ein Plus verbucht worden wäre.


http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090323_1890345_0_s.gif

Technische Neuerungen würden damit Mangelware bleiben. Insbesondere die abermalige Bestätigung der charttechnischen Widerstandszone um 4.014/4.067 Punkte stelle weiterhin das Hauptthema dar. Offensichtlich besitze der Index aus Sicht der Marktbeobachter bei der DZ Bank momentan nicht die Kraft, sein markttechnisches Verkaufssignal zu übergehen und diese Zone dynamisch zu durchbrechen.

Damit bleibt der Index rückschlagsgefährdet, auch wenn bislang noch kein ausgeprägter Schwächebeweis erfolgt wäre. Aus mittel- und langfristiger Sicht stelle sich die laufende Rally nur als eine Gegenbewegung im intakten Abwärtstrend dar. Sollte sich der Index tatsächlich in einem Umkehrprozess befinden, müsste dieser erst durch einen nachhaltigen Durchbruch über die 4.160er Marke (Stichwort "V-Umkehr") – oder alternativ über die Herausbildung eines zweiten Standbeins bestätigt werden. Mit Blick auf die markant positive Erwartungshaltung unter den Tradern (seit Tagen in der Aufwärtsbewegung niedrigste Put/Call-Ratio-Werte bei den DAX-Optionen) erwarten die Marktanalysten bei der DZ Bank letzteres. Die Handelsexperten gehen daher von einem Rückgang mindestens bis zum 38,2 %-Fibonacci-Ratracement bei rund 3.930 Stellen aus.

actr
23.03.2009, 10:26
DAX, abwartende Haltung

23.03.2009 - 08:02:06 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei IG Markets berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Der DAX habe am Freitag eine Seitwärtsbewegung vollzogen und um 25 Punkte angestiegen.


http://www.derivatecheck.de/artikel/analysen-Indices-1890336.html

Der Kurs der Bayer-Aktie werde weiterhin von Nachrichten zur Zulassung eines Thrombosemittels in den USA bestimmt. Am Freitag seien Gerüchte aufgekommen, wonach sich die Chancen für die Zulassung erhöht haben sollen. Der Kurs wäre daraufhin um 11,26 % angestiegen. Auch die Aktie von E.ON habe am Freitag um 4,84 % zugelegt. Die Aktie werde nach der Umstellung des DAX am heutigen Tag stärker gewichtet und habe damit von Käufen von Index-Trackern profitiert. Der DAX bleibe damit aus Sicht der Handelsexperten bei IG Markets in einer abwartenden Haltung knapp unterhalb des Trend-Resists im Tageschart. Die Oszillatoren befänden sich unverändert in der überkauften Zone, hätten bisher jedoch noch keine Top-Bildung vollzogen.

actr
23.03.2009, 10:37
22.03.2009: 4065 bleibt Zünglein an der Waage


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_lang.gif


Unsere zuletzt an dieser Stelle gegebene Empfehlung, die Marke von 4065 Punkten zu beobachten, erwies sich als sehr hilfreich: Weder die dargestellten Indikatoren noch die Bollinger Bänder vermochten dem DAX einen nennenswerten Impuls zu geben, sondern der Widerstand bei 4065 deckelte den Index recht zuverlässig (abgesehen vom intraday-Ausflug am Donnerstag und den paar Pünktchen am Freitag). Unter dem Strich eine positive Wochenbilanz von 115 Zählern, dies entspricht 2,9 Prozent.

Das in der Vorwoche erwähnte vorerst positive Bild im oberen Langfristchart bleibt damit selbstverständlich erhalten. Auch im Schaubild auf Wochenbasis bleibt das mittlere Bollinger Band bei knapp 4500 Punkten weiterhin ein interessantes Kursziel. Letzte Hürde auf dem Weg dorthin bleibt der Widerstand bei gut 4150, zu dem sich die Notierung zuletzt vorarbeitete. So gesehen besitzt der DAX noch immer Erholungspotenzial, mit Erreichen von 4200 Zählern tritt dann die Marke von 4500 auf die Agenda.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_mittel.gif


Im unteren Chart ist schön zu sehen, wie der Widerstand bei 4065 Punkten den Index an weiteren Kursgewinnen hinderte. Die negative Entwicklung der US-Börsen am späten Freitag läßt ein Überspringen dieser Marke am Montag vormittag unwahrscheinlich werden. Eher ist vorstellbar, dass die Notierung dem Verkaufsignal des Stochastik folgt und die Konsolidierung fortsetzt, auch wenn das mittlere Bollinger Band (Tagesbasis) in der vergangenen Woche zuverlässig als Support fungierte.

Auf kurzfristige Sicht sollten Anleger daher, wie schon in der Vorwoche, die Marke von 4065 Zählern im Auge behalten. Springt die Notierung per Schlusskurs klar über diesen Widerstand, ist ein weiterer Aufwärtsschub zu erwarten. Unterhalb von 4065 ist dagegen jederzeit mit einer Korrektur zu rechnen.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
23.03.2009, 12:03
22.03.2009: Abgeprallt am Widerstand


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_lang.gif


Der Dow konnte in der vergangenen Woche noch etwas weiter zulegen. Doch sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag scheiterte er dann im Bereich der Chartmarke knapp oberhalb von 7500 Punkten. Vorsichtige Marktteilnehmer nahmen vor dem Wochenende daraufhin erst einmal Gewinne mit - bis von den Gewinnen kaum noch etwas übrig war: Der Vergleich der Freitagsschlusskurse zeigt ein minimales Plus von 54,4 Punkten oder 0,7 Prozent.

Die Bestandsaufnahme bei den Indikatoren spricht beim US-Aktienmarkt zunächst für eine verhaltene, insgesamt aber noch bullishe Ausgangssituation. Nachdem nun zunächst einmal bei der rot eingezeichneten Widerstandslinie Schluss war, dürfte sich die Mehrheit der Anleger abwartend verhalten. Diese Einschätzung wird technisch durch das Verkaufsignal im Stochastik-Oszillator gestützt. Auf Sicht der nächsten 14 Tage ist aber durchaus noch einmal ein Kursanstieg drin. Immerhin steht der MACD auf Wochenbasis vor einem Kaufsignal. Auch der MACD auf Tagesbasis hat sich von den jüngsten Kursrückgängen noch nicht wesentlich beeinflussen lassen.


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_mittel.gif


Nun muss sich aber zunächst zeigen, in wie weit die Anleger bereit sind, auch bei fallenden Kursen an Ihren Aktien festzuhalten. Mögliche Kristallisationspunkte für eine Bodenbildung bieten die Mittellinie der Bollinger-Bänder bei rund 7000 Punkten oder der Bereich des letzten Tiefs bei 6550 Zählern.

Im bullishen Szenario hält sich der Index zumindest auf Schlusskursbasis über der 7000er Marke und springt dann noch im Verlauf der nächsten Woche wieder an. In diesem Fall können Mutige kurzfristig auf Calls setzen (Stopp-Loss knapp unter 7000 Punkten legen.) Fällt der Index hingegen stärker, ist eine Verkaufslawine zwar nicht ausgeschlossen. Doch einen Rutsch unter die wichtige Marke von 6550 Punkten erwarten wir für die kommende Woche nicht.

http://www.chartbuero.de/Charts/dow_kurz.gif


Autor: Lutz Mathes

actr
23.03.2009, 12:31
22.03.2009: Es wird schon wieder eng


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_lang.gif


Die US-Technologiewerte legten in der vergangenen Woche bis in den Donnerstag hinein zu, verfehlten aber das anvisierte Ziel bei 1530 angesichts eines Wochenhochs bei 1509 knapp. Dann legten die Notierungen wieder den Rückwärtsgang ein, so dass gemessen am Nasdaq Composite nur noch ein Wochenplus von 26 Punkten bzw. 1,8 Prozent verblieb.

Damit setzte sich die Erholung der Woche zuvor zwar fort, die Dynamik ging aber nicht gerade überraschend deutlich zurück. Mit Blick auf den mittleren Chart ist jetzt noch geringfügiges Erholungspotenzial vorhanden, nämlich bis zu der abwärtsgerichteten Trendlinie, die an den Hochpunkten seit November anliegt. Knapp darüber verläuft aktuell auch das mittlere Bollinger Band auf Wochenbasis.


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_mittel.gif


Das untere Schaubild auf Tagesbasis läßt eine solche Aufwärtsbewegung jedoch fraglich erscheinen. Denn die Notierung drehte zuletzt bereits vor Erreichen des oberen Bollinger Bandes nach unten, was ein negatives Zeichen ist. In Verbindung mit dem Verkaufsignal des Stochastik könnte dies in einen erneuten Kursrückgang münden. Nicht abwegig ist jedoch auch eine Konsolidierung bis zum mittleren Band, um dann schwungvoll einen neuen Aufwärtsschub hinzulegen.

Insgesamt betrachtet ist festzustellen, dass noch etwas Spielraum nach oben besteht, bis auf rund 1550 Zähler. Die Ausschöpfung dieses Potenzials ist aber keineswegs zwingend. Daher sollten bestehende Long-Positionen jetzt möglichst eng, spätestens aber auf Höhe des mittleren Bollinger Bandes abgesichert werden.

http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

SandroC
23.03.2009, 17:33
Hier wird es schon wieder eng :lol::lol::lol: :---)

actr
23.03.2009, 22:09
23.03.2009 21:45
Die private Beteiligung an den Billionen-Programmen
Jochen Steffens

Der DAX wurde tatsächlich am Freitag zum Verfallszeitpunkt um 13.00 Uhr, wie bereits am 02.03.09 prognostiziert, leicht über der 4.000-Punkte-Marke abgerechnet. Wieder einmal zeigt sich, dass man bereits drei Wochen vor dem Verfallstag eine klare Tendenz für das Kursniveau herleiten kann. Allerdings, da will ich ehrlich sein, als der DAX Richtung 3.600 abgetauchte, war ich mir kurz nicht mehr sicher, dass er die 4.000 Punkte Marke noch erreichen würde.

Aber noch etwas anderes ist mir am Freitag aufgefallen. Die Aktienoptionen werden eigentlich erst um 17.30 Uhr abgerechnet. Doch viele Aktien erreichten ihre Ziele bereits gegen Mittag. Im weiteren Verlauf fielen sie wieder zurück. Ich schätze, das hat damit zu tun, dass viele Optionsscheine (nicht Optionen) von den Emittenten bereits Mittags abgerechnet werden.

Wie geht es jetzt weiter?

Ein Kollege von mir meinte heute: Eigentlich agieren die USA sehr geschickt. Nach dem Einbruch der US-Indizes am Freitag war es doch eigentlich fast sicher, dass die Woche nach dem Verfall düster bis dunkel ausfallen würde. Aber nun kommt der Plan von US-Finanzminister Timothy Geithner und voller Vorfreude reagierten zunächst die Asiaten, gefolgt von DAX&Co und jetzt reagieren auch die US-Indizes positiv.

1 Billionen Dollar: Private Geldgeber sind gefragt

Timothy Geithner und die US-Regierung wollen ein Programm, um Schrott-Wertpapiere aus den Bilanzen der Banken zu holen, mit 75—100 Mrd. Dollar anschieben. Diese Mittel werden aus dem bereits im vergangenen Jahr beschlossenen 700 Mrd. Dollar Rettungspaket stammen. Anschließend soll das Programm massiv ausgeweitet werden. Sowohl die US-Notenbank als auch der US-Einlagensicherungsfonds FIDC werden weitere Milliarden zusteuern. Schlussendlich sollen aber auch private Kapitalgeber beteiligt werden. Nach Angaben der US-Regierung soll bereits großes Interesse vorhanden sein, darunter von Hedge-Fonds und Versicherungsunternehmen.

Das Programm soll so zunächst auf 500 Mrd. Dollar und später sogar auf bis zu 1 Billionen Dollar ausgebaut werden. Es entsteht demnach ein privat-öffentlicher Fonds.

Weiterhin gilt: Die USA kleckern nicht, sie klotzen – aber wahrscheinlich ist genau das die einzig funktionierende Strategie in dieser Krise. Die Märkte zumindest nehmen den Plan von Geithner bisher positiv auf. Damit ein Blick auf die Charts.

DAX zurück in der Seitwärtsbewegung



Der DAX ist heute mit Gap Up (grünes Rechteck) an die obere Trendlinie gesprungen und hat diese leicht nach oben gebrochen. Damit ist er endgültig in die Seitwärtsbewegung zurückgekehrt. Er darf nun unter keinen Umständen doch noch an diesem Abwärtstrendkanal scheitern. Das wäre sehr bearish zu werten. Sollte der Ausbruch hingegen nachhaltig gelingen, stört natürlich das dann noch offene Gap ein wenig. Solche Gaps werden schließlich gerne geschlossen (im DAX nicht so häufig wie im Nasdaq100, aber trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit hoch). Denkbar sind in diesem Fall zwei Szenarien:

Der DAX kommt kurz nach dem Ausbruch über die Abwärtstrendlinie wieder zurück, um eben diese Linie von oben zu testen (schwarz gestrichelte Linien). Wenn man sich die ehemalige Seitwärtsbewegung ansieht, dann könnte dieser Test auf die 4.000-Punkte-Marke hinunter reichen und zwar wahrscheinlich am Schnittpunkt von Trendlinie und unterer Begrenzung der Seitwärtsbewegung.

Durchaus denkbar ist aber auch, dass der DAX zunächst bis zur 4.700er Marke ansteigt, um dann noch einmal zurückzufallen (rot gestrichelte Linien). Dann würde sich eine Art inverse SKS ausbilden.

Doch bevor wir uns mit diesen bullishen Szenarien weiter auseinandersetzen, muss der DAX erst nachhaltig die obere Linie des Abwärtstrends brechen. Das werden wir heute nicht mehr erleben. Und die Gefahr, dass wir morgen zunächst fallende Kurse sehen, ist vergleichsweise hoch. Also, dieses Gap-Up an die obere Linie macht mir noch etwas Sorgen, zumal wir uns nun in der Woche nach dem Verfall befinden. Die Amis werden uns heute wohl im weiteren Verlauf die Richtung vorgeben. Die nächsten Tage werden damit wohl die spannendsten der letzten Wochen werden.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

actr
23.03.2009, 22:17
Die Krise – zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit
von Torsten Ewert

Verehrte Leserinnen und Leser,

die jüngsten, schon recht drastischen Maßnahmen der Fed hinterlassen einen gewissen Nachgeschmack. Und dies insbesondere auch deshalb, weil Fed-Chef gerade ein paar Tage vorher in einem Fernsehinterview noch ganz anders getönt hatte. Prompt haben ihm die Kollegen von sentix auch den Titel „Wackel-Dackel des Jahres“ verliehen...

Politisches Kalkül der Fed?

Aber vielleicht steckt hinter der unterschiedlichen Darstellung auch ein ganz klares politisches Kalkül. Nämlich der Versuch zu verhindern, dass die negative Wirtschaftsentwicklung sich auch wirklich nachhaltig auf die Stimmung der Verbraucher niederschlägt.

Natürlich hat die Stimmung gerade in den USA angesichts der Krise und der wachsenden Arbeitslosigkeit schon merklich gelitten. Dennoch müssen die Verantwortlichen daran interessiert sein, diese Verschlechterung wenigstens zu bremsen. Ob das gelingt bleibt abzuwarten. Aber das Fed-Chef Bernanke sich dabei dem Verdacht kundiger Marktbeobachter aussetzt, als inkonsequent zu erscheinen, ist in jedem Fall bedenklich...

Stell‘ dir vor es ist Krise und keiner geht hin...

Diese relativ abgegriffene Floskel zum Thema hatte ich hier bereits vor zwei Wochen eher scherzhaft mit einfließen lassen. Andererseits hatte ich in meinem persönlichen Umfeld schon länger den Eindruck, dass viele Leute die Krise wenig beeindruckte.

Wer keine Aktien hatte oder keine Lehman-Zertifikate, konnte dem Treiben an den Börsen relativ gelassen zusehen. Außerdem sind Bochum, Rüsselsheim, Eisenach und Herzogenaurach weit weg, genauso wie viele der insolventen Automobilzulieferer, aber auch Märklin, Schiesser oder Rosenthal. Also könnte es sein, dass ich zufällig in einem Tal unbekümmerter Glückseligkeit wohne, während anderswo...

Doch nun zeigen neueste Umfrageergebnisse, dass in Deutschland das Krisenbewusstsein tatsächlich wenig ausgeprägt ist. Oder nein, das ist eigentlich nicht ganz richtig: Krisenbewusstsein schon, aber ohne nennenswerte persönliche Auswirkungen.

Vogel-Strauß-Verhalten in der Bevölkerung

So ergab nämlich eine Umfrage von infratest dimap, dass zwar gut 80 % der Befragten davon ausgehen, dass uns der schlimmste Teil der Krise noch bevorsteht. Das sind immerhin 8 % mehr als im Februar. Trotzdem glaubt insgesamt nur gut die Hälfte der Leute, dass sie sich deswegen Sorgen um ihre persönliche wirtschaftliche Zukunft machen müssen, das ist ein Anstieg nur von 2 % der Befragten seit Februar. Noch weniger, nämlich gerade einmal 38 % und damit gerade 1 % mehr als im Februar, haben in diesem Zusammenhang konkrete Befürchtungen über die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze.

Nun geht es mir nicht darum, Panik zu verbreiten. Natürlich wünsche ich niemandem, dass er seinen Job verliert oder auf der sozialen Leiter absteigt. Doch die Diskrepanz in diesen Aussagen ist offensichtlich. Damit wird entweder die Krise nicht so schlimm wie angenommen oder die Bevölkerung frönt dem Vogel-Strauß-Verhalten.

Volkes Stimme zu ignorieren, ist meist nicht ratsam, allerdings tendieren wir häufig auch dazu, uns die Situation schön zu reden. Im konkreten Fall hoffen die meisten wohl auf Vater Staat als Helfer in der Not. Auch das brachten die Umfragen zutage. So wuchs das Vertrauen in Bundesregierung und selbst die politischen Parteien insgesamt seit Herbst letzten Jahres stetig an, während die Wirtschaft und natürlich erst recht die Banken in dieser Hinsicht Federn lassen mussten. Eine klare Mehrheit befürwortet zudem auch die stärkere Einmischung des Staates in die Wirtschaft.

Die Wirtschaft erwacht aus ihren Träumen

Psychologisch ist das auch völlig verständlich. Die Politiker sagen uns – gerade in einem Wahljahr – natürlich immer gern das, was wir gerade hören wollen. Dass unsere Spareinlagen sicher sind zum Beispiel. Oder dass man sich bemüht, Opel zu retten.

Dabei sagte mir jüngst ein Mitarbeiter aus der Opel-Produktion, dass er und die seinen, den wohlfeilen Sprüchen ohnehin nicht mehr glauben: „Man muss immer zwischen den Zeilen lesen.“ Und hier geben nicht nur die Opel-Offiziellen Anlass zu der Vermutung, dass unsere Wirtschaft wohl langsam aus ihren wohligen Tagträumen erwacht.

Die Autoindustrie hat sich ja lange gegen die Einsicht gesträubt, dass sie riesige Überkapazitäten mit herumschleppt. Die dramatischen Absatzeinbrüche der letzten Monate führten da wohl zu einem jähen Erwachen. Inzwischen widerspricht zum Beispiel Opel-Chef Hans Demant nicht mehr der Einschätzung, dass allein Opel Überkapazitäten von rund einer halben Million Fahrzeugen angehäuft hat. Auch Werksschließungen sind da wohl kein Tabu mehr, obwohl er natürlich (noch zu findende) Maßnahmen bevorzugt, „mit denen wir unterm Strich genauso viel einsparen wie mit Werksschließungen.“ Und dabei hieß es noch vor einigen Wochen aus dem Mund von GM-Europachef Carl-Peter-Foster, dass „hoffentlich nicht mehr als 3.500 Stellen“ abgebaut werden müssten, eher weniger...

Doch nicht nur die Automobilindustrie hatte solche Wahrnehmungsschwierigkeiten. Auch Deutschlands zweite große Branche, der Maschinenbau wiegte sich noch vor Monaten in wohliger Unbetroffenheit. Vor Weihnachten zeigte beispielsweise sich der Branchenverband VDMA überzeugt, dass es 2009 allenfalls zu einer Stagnation in der Produktion kommen würde. Anfang Februar dagegen kassierten sie diese Prognose und senkten sie auf ein Minus von 7 % im Jahresverlauf ab. Der klassische Werkzeugmaschinenbau sieht sich sogar einem Minus von 15 % auf Jahressicht entgegen.

Die beiden deutschen Großbranchen im Krisensog

Nun könnten wir darüber schulterzuckend hinweggehen, denn auch andere Branchen waren nicht besser. Selbst Börsenprognosen zeichnen sich ja aktuell eher durch große Bandbreiten aus...

Doch wir sprechen hier von den zwei großen deutschen Megabranchen, die alleine für gut 4 % der deutschen Beschäftigung verantwortlich sind und auf viele andere Bereiche ausstrahlen – denken Sie nur an das Transportgewerbe.

Natürlich kommen beide Branchen von einem sehr hohen Niveau. Da ist es insgesamt sicherlich nicht tragisch, wenn wir zeitweise auf den Level der Vorjahre zurückkommen. Doch diese Kapazitäten, das heißt die Investitionen, die für diese höhere Produktion aufgebaut wurden, müssen trotzdem bezahlt werden. Die Kredite hierfür laufen weiter oder müssen eventuell sogar neu finanziert werden – bekanntlich kein einfaches Unterfangen zurzeit.

Andererseits hilft den Unternehmen sicherlich die Kurzarbeiterregelung, und glaubt man den Konjunkturindikatoren geht es spätestens ab Herbst wieder aufwärts...

Doch folgen wir auch hier dem Rat des schon erwähnten Opelaners und lesen zwischen den Zeilen. Opel-Chef Demant rechnet mit einem Andauern der Krise bis 2010 und ergänzt: „...dass wir selbst 2013, 2014 nicht mehr die Absatzzahlen erreichen werden, die wir vor der Krise hatten.“

Fünf magere Jahre?

Wie bitte? Fünf Jahre Stagnation? Selbst wenn wir unterstellen, dass dies teilweise auch Schwarzmalerei ist, um den Beschäftigten weitere Zugeständnisse abzutrotzen, deuten sich wohl mindestens für Opel schwächere Ergebnisse auch über 2010 hinaus an.

Und was für Opel gilt, wird auch mehr oder weniger für andere Hersteller zutreffen. Zudem sind Automobilindustrie und Maschinenbau traditionell stark verwoben. Beide Branchen profitierten zudem in den letzten Jahren extrem von dem weltweiten Aufschwung infolge überquellender Kapitaltöpfe. So lange auf diesen der Deckel drauf ist, wird es auch nichts mit den gewohnten Wachstumsraten und Produktionszahlen. Gerade korrigierte zum Beispiel die Commerzbank ihre Prognose für 2009 nach unten. Um 6 bis 7 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr schrumpfen. Und auch für 2010 sehen die Commerzbanker „keine Aufwärtsbewegung [...], die den Namen Aufschwung verdient.

Also heißt es, sich auf geringeres Wachstum und von einem deutlich tieferen Niveau aus einzustellen. Das wäre nicht so schlimm, wenn wir dieses „tiefere Niveau“ schon erreicht hätten. Doch Zweifel sind angebracht, dass es schon so weit ist, wie eben die oben genannten Zahlen des VDMA zeigen.

Die Politik hält den Rückgang nicht auf

Aber was ist mit Vater Staat? Nützen seine Maßnahmen denn gar nichts? Nun, zumindest werden sie uns nicht wieder auf das Vorkrisenniveau hieven. Dafür sind viel zu gering. Inwieweit sie den Absturz verhindern, ist noch umstritten. Zum einen müssen die Maßnahmen ja erst wirksam werden (neue Bauprojekte) und dann betreffen sie häufig andere Branchen als die am stärksten betroffenen. Und wie lange der Staat – selbst in einem Wahljahr – noch bereit ist, die Kurzarbeiterregelung zu verlängern, ist ebenfalls völlig offen.

Heißt das nun, völlig in Apathie und Resignation zu verfallen? Nein, keinesfalls! Doch wir sollten uns nichts vormachen und lieber, genau wie die Kollegen von Opel, auf die Zwischentöne all der vollmundigen Bekundungen achten. Vielleicht finden Sie sogar die eine oder Möglichkeit, daraus auch im Job oder im täglichen Leben einen kleinen Vorteil zu ziehen. Das ist nicht leicht, ich weiß. Aber irgendwer muss schließlich zu den Gewinnern der Krise gehören...

Börsensignale kritisch beobachten

An der Börse sollten wir also damit rechnen, dass die hoffnungsvollen Zeichen der letzten Tage noch nicht der Auftakt zur großen Wende sind. Abgesehen davon, dass wichtige Widerstände in den Indizes immer noch nicht überwunden sind.

Für uns Börsianer bedeutet das zweierlei. Zum einen sollten wir jetzt nicht verzweifelt den Kursen und insbesondere dem Aktienmarkt hinterher laufen. Auch andere Märkte bieten attraktive Chance und haben unter Umständen ein überschaubareres Risiko.

Zum anderen empfiehlt es sich, die Chancen bei Aktien auf diesen tieferen Niveaus zu suchen, sprich Abstauberlimits in den Markt zu legen. Wenn Sie das bei jetzt schon unterbewerteten Aktien tun, haben Sie später ein zusätzliches Sicherheitspolster.

Auch hier gilt es also, die Börsensignale kritisch zu beobachten und sensibel auf Zwischentöne und Disharmonien zu achten.

Mit besten Grüßen

Torsten Ewert

actr
24.03.2009, 20:46
24.03.2009 18:45
Noch ist nicht die Zeit für hohe Investitionsquoten
Jochen Steffens

Zurzeit wird es den Anlegern nicht leicht gemacht. Die hohe Volatilität und die sprunghaften Kursbewegungen zermürben die Psyche. Noch vor wenigen Wochen war der Weltuntergang beschlossene Sache. Viele Anleger waren froh, verkauft zu haben. Jetzt überlegen die Ersten, ob wir nicht bereits das Tief des Crashs hinter uns haben. Auf der anderen Seite droht die Gefahr, dass es sich bei dem aktuellen Anstieg lediglich um eine Bärenmarktrally handelt. Eine solche kann jederzeit - gerne genau dann, wenn man die eigenen Long-Positionen erheblich ausgeweitet hat - in sich zusammenbrechen. Die Finanzmarktteilnehmer geraten somit aktuell unter einen extrem hohen emotionalen Stress, weil niemand wirklich sicher sagen kann, was zu tun ist. Das geht nicht nur Kleinanlegern so, auch im Kollegenkreis und bei institutionellen Anlegern erkennt man dieses Phänomen.

Einsteigen oder nicht?

Es ist aber auch zurzeit nicht leicht. Viele haben ihre Verluste aus 2008 noch gar nicht emotional verarbeitet und sehen sich nun mit zum Teil exorbitanten Kursgewinnen in Einzelaktien (auf Tagesbasis) konfrontiert. Das Gefühl, man hätte schon einen Teil der Verluste wieder ausgleichen können, wäre man nur rechtzeitig eingestiegen, zerstört bei manchen auch den letzten Rest Selbstvertrauen. Um es überspitzt auszudrücken: Bei einigen Anlegern entsteht das panische Gefühl, den Abwärtstrend voll mitgemacht zu haben und den Aufwärtstrend zu verpassen. Schlimmer geht es kaum.

Zurück auf den Boden der Tatsachen

Zunächst hilft hier, auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen, um sich vom Tagesgeschehen zu lösen. Nur so kann man den Bezugsrahmen erweitern, um das Gesamtbild zu betrachten: Auch wenn Einzelwerte im DAX seit dem Tief schon 50 bis 100 Prozent zugelegt haben, ist in diesen Aktien im Vergleich zum vorherigen Abwärtstrend noch nicht viel passiert. Dazu der Chart der Deutschen Bank:


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0903241.gif

Obwohl sich die Deutsche Bank vom Tief bei 15,38 Euro zum bisherigen Hoch bei 32,29 Euro um über 100 % zugelegt hat und damit eines der beachtlichsten Reversals im DAX ausgebildet hat, ist dieser Anstieg im Vergleich zum vorherigen Abwärtstrend noch nicht der Rede wert. Aus charttechnischer Sicht wurde bisher nicht einmal ein bullishes Signal ausgebildet! Die Deutsche Bank hat bisher lediglich den sehr bearishen Bruch unter das Tief aus dem Jahre 2003 bei 33 Euro von unten getestet. Erst wenn die Deutsche Bank diese Marke über mehrere Handelstage nachhaltig zurückerobern kann, würde sich das Chartbild aufhellen. Bei den meisten anderen DAX-Aktien ist das Reversal der letzten Tage im Vergleich zum vorherigen Abwärtstrend noch wesentlich unbedeutender.

Es geht hier einfach um die Relationen. Um das Hoch zu erreichen, müsste die Deutsche Bank vom Tief knapp 650 Prozent zulegen. Andere Aktien, so zum Beispiel die Commerzbank, mehr als 1000 Prozent. Und das ist das Typische an Bearmarketrallys: Es kommt zu unglaublichen Kursgewinnen, ohne dass nachhaltig bullishe Signale ausgebildet werden. Die Frage, ob Boden oder nicht, ist somit anhand der bisherigen Kursbewegung nicht abschließend zu klären.

Der falsche Anspruch

Natürlich könnte man auf die Idee kommen, dass ein wirklich guter Trader, Spekulant oder Investor dieses Tiefs hätte abgreifen können, um so große Gewinne zu machen. Nur, so funktioniert Börse nicht. Es ist ein schöner, aber trotzdem abwegiger Traum. Tatsächlich ist es ein Anfängerfehler, in einem solchen Crash jedes Mal die Tiefs einer Abwärtsbewegung mit relativ großen Positionen abfischen zu wollen.

Denn die Börse ist gerade in den impulsiven Abwärtsbewegungen eines starken Abwärtstrends wenig vorhersehbar. In diesen Situationen herrscht an den Märkten Panik. Und Panik ist ein unkontrollierbarer, fast chaotisch ablaufender Prozess. Wenn man hier ins fallende Messer greift, dann sollte man lediglich kleine Positionen investieren.

Das Problem: Hohe Volatilität vs. Absicherungsstrategien

Werden die Positionen zu groß, stellt sich die Frage, wo man diese absichert. Sie wussten am bisherigen Jahrestief nicht, ob der DAX nicht doch noch auf 3.500 Punkte zurückfällt, wie viele erwartet haben, oder auf 3.100 Punkte, oder sogar auf 2.100 Punkte, dem Tief aus dem Jahr 2003. Wie viel Verlust wollen Sie also, wenn Sie in eine Aktie einsteigen, auf das Gesamtportfolio zulassen? Angesichts der unglaublichen Volatilität von Einzelaktien, hier am Beispiel der Deutschen Bank, müssten Sie mindestens einen Stopp von 15-25 Prozent zulassen, um nicht direkt wieder ausgestoppt zu werden, falls Sie das Tief nicht perfekt treffen. Im schlechtesten Fall brauchen Sie dann nur wenige Male Pech zu haben und wären pleite. Ein solches Vorgehen ist natürlich vom Geldmanagement her inakzeptabel.

Keine Chance

Sie können somit die Investitionsquote gar nicht so sehr erhöhen, da die Risiken für Ihr Portfolio zu groß sind. Und damit sind wir bei einem entscheidenden Punkt: So groß die prozentualen Gewinne in Einzelaktien, aber auch in den Indizes sind, aktuell ist einfach nicht die Zeit der großen Gewinne für die Gesamt-Portfolios. Man kann in diesem Markt eigentlich nur mit kleinen Positionen mitspielen. Die Investitionsquote im Gesamtdepot muss aufgrund des Chance/Risiko-Verhältnisses einfach vergleichsweise niedrig sein und bleiben. Und das ist auch der Grund, warum das meiste Geld nicht in solchen Situationen verdient wird, sondern in großen Trends. Auch wenn in Bezug dazu die prozentualen Kursbewegungen im Zeitvergleich wesentlich niedriger sind.

Emotional erpressen

Lassen Sie sich also nicht von solchen vermeintlichen Gewinnen emotional erpressen. Treten Sie ein wenig zurück und machen Sie sich bewusst, dass wir uns immer noch inmitten einer der schlimmsten Wirtschaftskrisen seit 1929 befinden. Agieren Sie weiterhin vorsichtig. Noch kann Ihnen keiner wirklich sagen, ob wir gerade den Boden gesehen haben oder nicht. Beides ist möglich, da niemand weiß, ob nicht doch noch Faktoren auftauchen, die den Markt noch einmal deutlich in die Knie zwingen (z. B. Pleite von General Motors o.ä.).

Es ist ein Markt für Day-Trader. Aber auch sehr langfristig und antizyklisch orientierte Anleger können nun nach und nach vorsichtig gute Substanzwerte kaufen. Doch auch diese sollten aufpassen, dass sie ihre Investitionsquote nicht zu sehr erhöhen, denn sie müssen auf Stopps verzichten und somit unter Umständen auch größere Verluste über einen längeren Zeitraum aushalten können. Für alle anderen gilt: Bei Bestätigung der bullishen Signale vorsichtig die Investitionsquote erhöhen und auf jeden Fall Positionen gut absichern. In diesem Markt darf man im kurz- und mittelfristigen Tradingbereich nicht versuchen, Verluste auszusitzen.

Noch kurz zum Markt:

Der DAX hat heute seinen Abwärtstrend nach oben gebrochen. Allerdings zeigt sich bisher der Ausbruch wenig dynamisch, so dass man an der Qualität noch zweifeln muss. Die fehlende Dynamik hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Nach einem Anstieg von über 6 % in den US-Indizes war natürlich heute erst einmal mit einer Orientierungsphase in den US-Indizes zu rechnen. Aus diesem Grund hat der DAX auch gezögert, diesen Anstieg umzusetzen. Ein weiterer Aspekt ist, dass in dem Plan von US-Finanzminister Timothy Geithner immer noch eine entscheidende Komponente fehlt: Noch ist nicht geklärt, zu welchem Preis die Schrott-Wertpapiere von dem neu zu gründenden privat/öffentlichen Fonds aufgekauft werden sollen. Und die Antwort auf diese Frage hat einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg des Projekts.

Nasdaq100 an der oberen Begrenzung seiner Seitwärtsbewegung

Ein letzter Punkt ist charttechnischer Natur:

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090324n.gif


Das ist der Nasdaq100 Chart. Sie sehen, der Nasdaq100 ist nun wieder an der oberen Begrenzung der Seitwärtsbewegung angelangt. Da auch im Seitwärtstrend die Devise gilt: Der Trend ist dein Freund, wird natürlich im Bereich der oberen Begrenzung entsprechend Verkaufsdruck aufkommen. Die Gefahr, dass der Nasdaq100 an dieser Linie abprallt und entsprechend wieder in Richtung der bisherigen Tiefs läuft ist durchaus relevant. Da die untere Linie im März nicht ganz erreicht wurde, kann es zuvor auch gut zu einem kleinen Fehlausbruch kommen.

Sollte jedoch die 1.286er/1.300er Marke nachhaltig überwunden werden, bildet sich damit ein großer Doppelboden im Nasdaq100 aus, der zumindest auf Kurse bis ca. 1550 Punkten hinweisen würde.

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
25.03.2009, 09:19
DAX, sehr positives Signal

25.03.2009 - 08:02:20 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Nach der gestrigen starken Eröffnung im Zuge der fulminanten Rally im US Späthandel habe sich der deutsche Aktienmarkt im Anschluss beruhigt, sei aber auf hohem Niveau verblieben. Die im Verlaufe des Handelstages zu beobachtenden Gewinnmitnahmen wären recht marginal ausgefallen, so dass sich der DAX sogar oberhalb der zuvor durchbrochenen wichtigen Widerstandsmarke um 4.160 Punkte behauptet habe.

Mit Überwinden dieser Marke hätte der deutsche Leitindex bereits tags zuvor ein aus charttechnischer Sicht sehr positives Signal generiert. Denn dieses rechtfertig nun die Annahme, dass es sich bei der laufenden scharfen Aufwärtsbewegung nicht mehr nur um eine "pull back-Rally", sondern um eine V-förmige Trendumkehr handle. Ein weiteres positives Indiz charttechnischer Art müsse in dem Überwinden der September 2008-Abwärtstrendlinie gesehen werden, die mit den beiden Spitzen jeweils im Januar und Februar weitere Auflagepunkte besitze.

http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090325_1891593_0_s.gif

Aus mittelfristiger Sicht habe sich der Index mit der Bestätigung der "V-Umkehr" Potenzial bis zum letzten signifikanten Reaktionshoch bei knapp 4.700 Punkten eröffnet. Allerdings wäre es in diesem Zusammenhang aus Sicht der Handelsexperten bei der DZ Bank wünschenswert, wenn der Markt nach 17 %-igem Zugewinn in nur zweieinhalb Wochen zunächst eine Verschnaufpause einlege, um die kurzfristig "überkaufte" markttechnische Lage abzubauen. Ein sich in den kommenden Tagen auf hohem Niveau bildendes "Plateau" würde den Weg für die Fortsetzung des laufenden Aufwärtstrendimpulses in Richtung 4.700 Zähler frei machen.

In der breit angelegten Support-Zone um 4.140/4.065 Punkten sehen die Trading-Strategen den DAX hierbei als gut unterstützt an.

actr
25.03.2009, 09:23
DAX, Signalgeber für einen Korrekturimpuls

25.03.2009 - 09:13:52 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Die Einschätzung, dass es sich bei der laufenden DAX-Erholung nur um eine Bärenmarkt-Rally handle, stehe auf dem Prüfstein. Gestern wäre dem Aktienbarometer der Sprung über die 38-Tageslinie (aktuell bei 4.117 Punkten) gelungen, die Verbindungslinie (aktuell bei 4.120 Zählern) der Tiefpunkte der letzten Monate bei 4.015/35/67 Stellen und das Fibonacci-Cluster aus der 50 %-Korrektur des Baisse-Impulses seit dem 9. Februar (4.139 Punkte) und dem 38,2 %-Pendant der Abwärtsbewegung seit Jahresanfang (4.170 Zähler). Dabei hätten sich die Standardtitel fast auf Tageshoch (4.184 Stellen) aus dem Handel verabschiedet, so dass die letzten nennenswerten Bestandteile des zuletzt diskutierten Widerstandsbündels in Form des oberen Bollinger-Bandes (aktuell bei 4.175 Punkten) bzw. des seit dem 6. Januar bestehenden Baisse-Trends (aktuell bei 4.194 Zählern) in den Fokus rücken würden.


http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090325_1891637_0_s.gif

Erst bei einem Bruch dieses Trends auf Schlusskursbasis müsste das "große Bild" umgeschrieben werden. Aufgrund der kurzfristig heißgelaufenen Marktverfassung (vgl. DSS) favorisieren die Trading-Strategen bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt aber unverändert eine Konsolidierung. Dabei diene ein Abgleiten unter die untere Gap-Kante der gestrigen Kurslücke bei 4.082 Stellen – gleichbedeutend mit einem Rebreak der oben genannten Chart-Marken – als Signalgeber für einen Korrekturimpuls.

actr
25.03.2009, 20:25
25.03.2009 19:45

Ifo-Geschäftsklima-Index auf neuem Allzeittief
Jochen Steffens

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im März erneut zurückgegangen und erreicht mit 82,1 Punkten ein neues Allzeittief.


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090325a.gif

Auf der anderen Seite erkennt man in dem Diagramm, dass sich die Erwartungskomponente (grüne Linie) bereits deutlich erholt. Sie stieg mittlerweile zum dritten Mal in Folge auf nunmehr 81,6 Punkte an. Allerdings wird die Aktuelle Lage (rote Linie) immer noch schlechter eingeschätzt als im Vormonat und erreicht nun mit einem Wert von 82,7 Punkten ebenfalls ein neues Allzeittief. Das ist der Grund, warum trotz der besseren Erwartungskomponente der Gesamtindex auf 82,1 Punkte zurückgegangen ist.

Optimistisch trotz schlechter Lage

Die Zahlen zeigen, dass die Unternehmen bereits wieder optimistischer in die Zukunft schauen, aber die Krise offensichtlich immer deutlicher zu spüren bekommen. Allgemein sagt man, wenn der Gesamtindex drei Mal in Folge ansteigt, ist dies ein positives Zeichen für die wirtschaftliche Entwicklung. Das macht auch Sinn. Nur wenn auch die Einschätzung der aktuellen Lage anzieht, ist dies ein verlässliches Zeichen dafür, dass eine Rezession tatsächlich vorbei ist.

Börsen funktionieren anders

Wenn der Ifo-Index drei Mal hintereinander ansteigt, werden die Börsen die Entwicklung aber bereits vorweggenommen und zum Teil schon deutliche Kursgewinne hinter sich haben. Auf diese Zeichen kann man also als Trader nicht warten.

Wie Sie in dem obigen Chart sehen, springt nach einem scharfen Einbruch des Ifo-Index fast immer zunächst die Erwartungskomponente an, bevor der Index selbst ins Laufen kommt. Daraus kann man schließen, dass die Erwartungskomponente als Vorlaufindikator geeignet ist und damit für die Börsenentwicklung einen besseren Hinweisgeber darstellt.

Extremsituation

Mit anderen Worten: Der dreimalige Anstieg der Erwartungskomponente wäre normalerweise ein gutes Signal für eine Bodenbildung am Aktienmarkt. Ich muss leider „normalerweise“ schreiben. Wie man im Diagramm sehen kann, erleben wir zurzeit eine Extremsituation. Und ob dieser Anstieg der Erwartungskomponente angesichts der Dramatik der aktuellen Krise tatsächlich als Boden gesehen werden kann, ist zumindest diskussionswürdig.

Das ist jedoch das generelle Problem bei den Konjunkturdaten zurzeit. Diese sind in vielen Fällen derart extrem eingebrochen, dass die aktuelle Erholung zwar ein Hinweis sein kann, aber nicht unbedingt sein muss. Es bleibt abzuwarten, ob diese Erholung der Konjunkturdaten technisch bedingt ist – frei nach dem Motto, irgendwann können solche Indizes nicht noch schlechter werden - oder ob sie tatsächlich eine kommende konjunkturelle Erholung anzeigt.

Dieses Mal ist es keine gute Indikation

Für den Ifo-Index und die Börse bedeutet das: Tatsächlich müsste man also warten, bis sich auch die Einschätzung der aktuellen Lage nicht nur stabilisiert, sondern wieder deutlich aufhellt. Wenn sich alle drei Komponenten über mehrere Umfragen hinaus verbessern, wäre dies ein brauchbares Signal für eine Erholung der Wirtschaft. Aber auch in dieser Extremsituation wird die Börse einen großen Teil dieser Erholung vorweggenommen haben. Somit sind die Hinweise des Ifo-Index nur unter Vorbehalt zu gebrauchen.

Zum Schluss bleibt die Charttechnik

Mit anderen Worten: Zur Einschätzung der aktuellen Situation bleiben nur die Charts.

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090325b.gif


Wenn man sich den Nasdaq100 im Stundenchart anschaut, erkennt man, dass er so langsam anfängt, sich vor der oberen Begrenzung der Seitwärtsbewegung zu „ducken“. Der Aufwärtstrend rundet sich ab, die Anstiegsgeschwindigkeit lässt somit nach. Offenbar stößt die Euphorie hier auf Gegenwehr. Viele Anleger wollen an der oberen Grenze ihre Gewinne sichern, andere beginnen vielleicht schon, sich auf der Short-Seite zu positionieren.

Doch dieses „Ducken“ darf man noch nicht überbewerten. Noch haben die Bullen nicht verloren. Sie stürmen weiter, stoßen dabei lediglich auf immer größeren Widerstand. So einfach wollen die Bären diese große Bärenbastion unterhalb der 1.300 er Marke natürlich nicht aufgeben.

Wer hat die besseren Argumente

Es wird schlussendlich darauf ankommen, wer die besseren Waffen, sprich Argumente hat, und wer mehr „Kämpfer“ hinter sich vereinen kann. Bei dem Kriegsspiel Börse neigen die Akteure nämlich gerne dazu, einfach die Seiten zu wechseln. Aus ehemals überzeugten Bären können sehr schnell auch genauso überzeugte Bullen werden. Auf welche Seite gerade die kapitalstarken Akteure wechseln, hängt wiederum davon ab, welche Partei die besseren Argumente auf sich vereint.

Umgekehrt bedeutet das aber auch: Wenn diese Seitwärtsbewegung nachhaltig nach oben verlassen wird, ist dies ein vergleichsweise sicherer Hinweis darauf, dass die Bullen zurzeit einfach die besseren Argumente haben und diese hängen natürlich mit den billionenschweren Maßnahme zur Rettung des US-Finanzsystems und der US-Wirtschaft zusammen.

Und so hilft die Charttechnik oft dabei, herauszufinden, wo die großen Jungs sich aufhalten, bei den Bullen oder den Bären. Das einzige Problem an dem Börsengeschehen ist, dass jeden Tag beständig neue Nachrichten auf das Spielfeld rieseln und einige davon gerne mal gerade neu gebildete Kräfteverhältnisse wild durcheinander bringen. Aber gut, ansonsten wäre es auch nicht so spannend...

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

actr
26.03.2009, 09:23
DAX, weiteres Anschlusspotenzial

26.03.2009 - 08:13:56 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Nur unterbrochen von einem schwächeren Handel am gestrigen Vormittag habe der deutsche Leitindex mit der Etablierung eines neuen Bewegungshochs den seit Mitte März intakten kurzfristigen Aufwärtstrend fortgesetzt. Die Kurslücke, die zum Wochenanfang gerissen worden wäre und dazu verholfen hätte, die charttechnische Widerstandszone zwischen 4.014 und 4.067 Punkten zu überwinden (Stichwort: Ausbruchslücke), sei dadurch bestätigt worden.



http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090326_1892223_0_s.gif

Auch wenn mit der Kursentwicklung der vergangenen Tage eine dynamische Fortsetzung der aufwärts gerichteten Bewegung beim DAX aufgezeigt habe, lasse doch die technische Qualität der Bewegung zu wünschen übrig. So wäre der Aufwärtsimpuls bislang mit recht unterdurchschnittlichen Handelsumsätzen erfolgt. Daneben sei die Stimmungslage der "aktiv" am deutschen Aktienmarkt tätigen Investoren/Trader unverändert als optimistisch zu beschreiben. Da die zu beobachtenden Gewinnmitnahmen bislang jedoch recht marginal ausgefallen seien, vermuten die Handelsexperten bei der DZ Bank, dass auf Basis aktuell rekordverdächtig hoher Geldmarktbestände ein hoher Prozentsatz "potenzieller" Investoren gegenwärtig in den Aktienmarkt "gezwungen" werde.

Mit Blick auf die Ausbruchslücke vom Montag und den damit einhergegangenen Abschluss einer Wimpel-Konsolidierungsformation ergebe sich für den DAX kurzfristig ein weiteres Anschlusspotenzial bis rund 4.400 Punkte. Aus mittelfristiger Sicht habe sich der Index mit der zugleich erfolgten Bestätigung einer "V-Umkehr" ein Kurspotenzial bis zum letzten signifikanten Reaktionshoch bei knapp 4.700 Punkten eröffnet. Hierfür dürfe jedoch das 38,2 %-Fibonacci-Retracement des tertiären Aufwärtstrends (aktuell bei rund 4.000 Punkten) im weiteren Verlauf den Marktanalysten zufolge nicht mehr unterschritten werden.

actr
31.03.2009, 21:27
31.03.2009 19:16
Zugfahrt mit dem Investors Daily-Redakteur


Nachdem ich mich zunächst lauthals über die Bullen beschwere, die Ihnen möglicherweise den Himmel auf Erden versprechen, nehme ich die Bären aufs Korn, die mehr oder weniger schon apokalyptische Zustände in Europa prognostizieren... Danach bleiben mir nur noch wenige Minuten bis zum Fahrtziel, um Ihnen kurz meine Sichtweise zu erläutern (ich habe mich also wieder mal verquatscht...). Daher hole ich meinen Chart-Ausdruck des aktuellen S&P 500 aus der Jackentasche (habe ich immer dabei...) und fasse mich kurz:

Besonders zu beachten ist aktuell natürlich der G20-Gipfel, der kommenden Donnerstag stattfindet. Natürlich wird dieser Event auch die Börsen beeinflussen.

Chart S&P 500

http://www.investor-verlag.de/bilder/newsletter/id/0901/20090331a_sp500.gif.gif


Sie sehen es selbst: Eine Entscheidung muss her!

Oben an der grünen Linie entscheidet sich, ob aus der aktuellen Rally vielleicht etwas mehr wird als eine Bärenmarkt-Rally. Denn sollte diese Linie überschritten werden, sind die nächsten Widerstände bei 870 und 934 Punkten in Sichtweite.

Die Negativ-Variante ist natürlich das Unterschreiten der roten Linie. Je nach Intensität eines Bruchs nach unten, könnte dies Vorzeichen für neue Tiefs sein.

Positiv zu bewerten ist der Verlauf des 20-Tage-GD. Beachten Sie hierbei die dicken, schwarzen Linien, die die Wendepunkte dieses Gleitenden Durchschnitts kennzeichnen. Zumindest im Januar zeigte der damalige Wendepunkt eine klare Abwärtsbewegung an.

„Und was mache ich jetzt konkret?" fragen Sie mich, während ich schon bereit mache, den Zug zu verlassen.

„Achten Sie auf die genannten Linien. Schauen sie auf die Einzelwerte aus dem Dax oder den anderen Indizes. Sicherlich werden wir uns in einigen Monaten wundern, weshalb es eine Thyssen-Aktie für 13 Euro, eine Lufthansa für 8 Euro oder eine Daimler für 19 Euro gab. Achten Sie aber auch auf klare Kaufsignale. Die Umsätze müssen stimmen."

Herzlichen Dank für Ihr Gehör.

Fast draußen auf dem Bahnsteig, drehe ich mich im Gang noch einmal um und brülle quer durch den Waggon: „Und denken Sie auch an Gold. Egal, was die Börsen machen. 5 - 10% Goldanteil im Depot ist nie verkehrt."

Ist mir natürlich peinlich, dass ich dass so durch den Zug brülle. Aber jetzt wissen wenigstens alle, dass Sie ein Börsianer sind. In diesem Sinne:

Viel Erfolg an der Börse

Ihr

Tom Firley
Chefredakteur Investors Daily

actr
31.03.2009, 21:30
31.03.2009 19:45
Weltfinanzgipfel und Arbeitsmarkt
Jochen Steffens



Der Weltfinanzgipfel

Morgen am 1. April beginnt der Weltfinanzgipfel in London. Hoffen wir mal, dass dieser Gipfel nicht zu einem schlechten Aprilscherz mutiert. Wir können davon ausgehen, dass die Signale, die dort gegeben werden, auch auf die Börse Auswirkungen haben werden. Wichtig wird sein, wie geschlossen sich die G20 darstellen und welche Maßnahmen tatsächlich beschlossen werden.

Neue Weltwährung kein Thema

China will und wird die aktuelle Krise natürlich nutzen, seine Stellung in der Weltpolitik auszubauen. So ist auch der Vorstoß Chinas zu verstehen, eine neue Leitwährung einzuführen, die den Dollar ablöst. Aber dieser Vorschlag wird nicht Thema des Finanzgipfels sein. Auch eine Regulierung des Ölmarktes soll nicht thematisiert werden, da Studien festgestellt hätten, dass der Ölpreis nicht aufgrund von Spekulationen auf über 140 Dollar angestiegen ist (Anm. d. Red.: Hört, Hört).

Regulierung der Finanzmärkte

Das Hauptthema auf diesem Gipfel wird die Regulierung und Kontrolle der Finanzmärkte sein, um erneute Krisen zu verhindern. (Kein Finanzplatz, kein Finanzprodukt und kein Marktakteur mit Bedeutung für das Finanzsystem soll künftig ohne angemessene Aufsicht und Regulierung bleiben.) Noch unklar ist, welche Instrumente dazu genutzt werden sollen. Die Aufwertung des Internationalen Währungsfonds (IWF) scheint hingegen unstrittig zu sein. Insgesamt geht es also bei den G20 weniger um aktuelle Aktionen, sondern eher um das zukünftige Vermeiden von Finanzkrisen.

Interessant ist, dass die G20 nun offenbar die G7/G8 in ihrer Bedeutung ablösen. Meines Erachtens ist das eine höchst beachtliche Veränderung. Allerdings ist diese auch der Krise geschuldet. Es bleibt somit abzuwarten, wie lange die Dominanz der G20 anhält.

Schlechte Nachrichten von der OECD und der Weltbank

Genau passend zum Gipfel kommen schlechte Nachrichten von der OECD und der Weltbank. Danach soll die Wirtschaftsleistung der Industrieländer im Jahr 2009 um 4-7 Prozent sinken. Die Weltwirtschaft soll um 2,7 Prozent (Weltbank 1,7 Prozent) schrumpfen, der Welthandel soll um 13 Prozent (Weltbank 6 Prozent) einbrechen. Das außergewöhnliche an dieser Krise sei, so die OECD, dass die Krise in vielen Ländern synchron ablaufe. Dieser Umstand würde die Krise noch verschärfen.

Auch diese Nachrichten werden die G20 natürlich dazu bringen, Einigkeit zu zeigen.

Erster Märzrückgang seit 1928

In Deutschland kommen heute schlechte Nachrichten vom Arbeitsmarkt hinzu. Offenbar zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1928 kam es in einem März zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahl. Laut Bundesagentur für Arbeit gab es im März 3,586 Millionen Arbeitslose. Das sind 34.000 mehr als im Februar und 78.000 mehr als im März letzten Jahres. Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur geht davon aus, dass im Laufe des Jahres die Arbeitslosenzahlen auf 4 Millionen ansteigen werden. Ganz langsam kommt die Krise auch bei den Menschen in Deutschland an. Auch wenn in Deutschland immer noch gilt: „Stell dir vor es ist Wirtschaftskrise und keiner geht hin.“ Spätestens zum Jahresende werden die Folgen die Bevölkerung erreicht haben.

Die internationalen Märkte reagierten auf diese Nachrichten wie gewohnt nicht. Heute kommt es nach dem starken Einbruch des gestrigen Tages zu einer Erholungsbewegung. Wir müssen nun abwarten, ob es an der oberen Linie der Seitwärtsbewegung im Nasdaq100 zu einer kleinen Topformation kommt


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090331n.gif


Im Nasdaq100 (hier als Stundenchart) mehren sich zurzeit die Kurslücken (Gaps, hier grün eingezeichnet). Es kann nun sein, dass der Nasdaq100 das oberste Gap, in das er in diesem Chart gerade eingetaucht ist, schließt, also bis 1250 Punkte ansteigt. Dann könnte es zu einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation an der oberen Linie der großen Seitwärtsbewegung (siehe Text von gestern) kommen. Dazu müsste der Kurs nach dem Gapschluss (oder vorher) auf 1200 Punkte zurückfallen und diese Marke anschließend nachhaltig nach unten brechen. Geschieht das, müssen wir davon ausgehen, dass die Kurse bis 1115 fallen. In diesem Fall wäre auch ein Test der unteren Linie der Seitwärtsbewegung (blaues Rechteck) durchaus wahrscheinlich.

Sollte der Nasdaq100 nach dem Gapschluss bei 1250 Punkten diese Marke nachhaltig überschreiten und Richtung 1286/7 Punkten laufen, wird ein Ausbruch nach oben wahrscheinlicher. Natürlich gibt es noch eine Reihe anderer Möglichkeiten. Die hier vorgestellten sind wie immer lediglich idealtypische Szenarien.

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
02.04.2009, 09:12
DAX, ABC-Korrektur?

02.04.2009 - 08:16:56 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Eine regelrechte Achterbahnfahrt habe der Kursverlauf des deutschen Leitindex am gestrigen Tag hingelegt. Mit einer Handelspanne von über 3 % wäre zunächst eine schwache Eröffnung erfolgt, zum Mittag hin hätten sich dann erste Käufe eingestellt. Am Nachmittag habe sich zunächst wieder eine schwächere Kursentwicklung gezeigt, die auf Basis einer sich erholenden Wall Street von einem erneut markanten Nachfrageüberschuss abgelöst worden wäre.

Insgesamt habe der DAX dadurch zugleich auch sein 38,2 %-Fibonacci-Retracement des kurzfristigen Aufwärtstrends bei 4.010 Punkten verteidigt. Damit sei sogar, trotz des deutlichen 5 %-Minus-Tag zum Wochenbeginn, der kurzfristige Aufwärtstrend von Mitte März noch als signifikant intakt zu bezeichnen. Die technischen Analysten bei der DZ Bank sehen aktuell jedoch das weitere kurzfristige Kurspotenzial aufgrund der Widerstandszone zwischen 4.160 Zählern und dem Hoch vom Freitag um 4.272 Stellen eher als begrenzt an. In dieser Zone sei mit charttechnischem Gegenwind zu rechen.



http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090402_1895467_0_s.gif

Es bestehe ein hohes Risiko, dass die gesamte Konsolidierungsbewegung eher im Rahmen einer typischen "ABC-Korrektur" verlaufe. Dies bedeute, dass nach dem Abschluss der Erholung nochmals ein weiterer Abwärtsschub auch unter das Montagstief (3.990 Punkte) zu erwarten wäre.

Aus mittelfristiger Sicht besitze der Index jedoch weiterhin ein Kurspotenzial bis zum letzten signifikanten Reaktionshoch des längerfristigen Abwärtstrends bei knapp 4.700 Zählern. Auf Basis aktuell rekordverdächtig hoher Geldmarktbestände eines hohen Prozentsatzes "potenzieller" Investoren, die bislang noch nicht stärker in Aktien investiert seien, bestehe aus Sicht der Marktanalysten bei der DZ Bank zumindest die Fantasie für die Ausweitung der "Bärenmarkt-Rally". Mit der Etablierung eines neuen Bewegungshochs im kurzfristigen Aufwärtstrend (nachhaltige Kurse über 4.272 Stellen) würden diese dann zum wiederholten Male in den Aktienmarkt "gezwungen" werden.

actr
02.04.2009, 09:56
DAX, Tests des bisherigen Jahrestiefs?

02.04.2009 - 09:08:57 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Eigentlich wären die Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt aufgrund des Rebreaks der Schlüsselzone aus der Verbindungslinie (aktuell bei 4.127 Punkten) der Tiefpunkte bei 4.015/4.035/4.067 Zählern, dem seit Jahresanfang bestehenden Baisse-Trend (aktuell bei 4.090 Stellen) und der 38-Tageslinie (aktuell bei 4.065 Punkten) von einem erneuten Abwärtsimpuls des DAX ausgegangen, der Teil einer größeren, tragfähigen Bodenbildung sein sollte. Mit dem freundlichen Handelstag von gestern stelle sich dieses Bild nicht mehr so klar dar, denn möglicherweise stehe das Rebreak des Rebreaks auf der Agenda.



http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090402_1895506_0_s.gif

Gelinge dem Aktienbarometer einer nachhaltiger Sprung über die eingangs erwähnte Trendlinie, würden laut den technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt unmittelbar neue Verlaufshochs jenseits der Marke von 4.272 Zählern winken. Ansonsten falle auf, dass die letzten beiden Handelstage so genannte "inside days" gewesen wären. Sollte dieses Kursmuster mit einem Abgleiten unter das Tief vom 30. März bei 3.987 Stellen "bearish" aufgelöst werden, dürfte das eigentlich favorisierte Szenario eines erneuten Tests des bisherigen Jahrestiefs bei 3.589 Punkten doch noch Realität werden.

actr
02.04.2009, 13:27
Dow Jones, positive Entwicklung

02.04.2009 - 11:30:56 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Experten bei IG Markets berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Der Dow Jones wäre gestern um 152 Punkte angestiegen und habe damit positiv auf die veröffentlichten Konjunkturdaten reagiert. Danach habe sich der Abschwung der Wirtschaft überraschend abgeschwächt. Dies hätte gestern den gesamten Markt, insbesondere jedoch die Aktien aus dem Finanzsektor, unterstützt. American Express wäre mit einem Anstieg von 7,36 der größte Gewinner des gestrigen Tages gewesen. Die Oszillatoren im Tageschart hätten sich beim Dow Jones weiter abgebaut, ohne dass die Preise gefolgt wären. Dies bewerten die technischen Analysten bei IG Markets positiv für den Markt.

http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090402_1895648_0_s.gif

actr
02.04.2009, 13:44
Dow Jones, deutlich überkaufte Situation

02.04.2009 - 11:45:36 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung und den technischen Aussichten des Dow Jones (DJ).

Dank überraschend positiver Konjunkturdaten hätten die US Leitbörsen den Handel am Mittwoch fest beendet. Nach einem negativen Auftakt wegen enttäuschender Signale vom Arbeitsmarkt sollen die Indizes im Handelsverlauf immer weiter zugelegt haben.


http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090402_1895690_0_s.gif

GM-Papiere wären mit -0,52 % auf 1,93 US-Dollar erneut an das Ende des Dow Jones gerutscht. Eine rasch und geordnet durchgezogene "Blitz-Insolvenz" mit der Aufspaltung in einen "guten" und einen "schlechten" Konzernteil sei laut US Medien zunehmend wahrscheinlich. Finanztitel hätten an der Spitze des Dow Jones gestanden. American Express seien mit +7,36 % auf 14,44 US-Dollar an die Spitze des Dow Jones gestiegen. JP Morgan wären um 5,87 % auf 28,14 US-Dollar geklettert. Der Kurs von Dow Chemical sei um 4,51 % auf 8,81 US-Dollar gestiegen. Dow Chemical habe mit Syngenta eine gegenseitige Lizenzierung von Mais-Traits zur Schädlingsbekämpfung vereinbart. Zudem hätte der Konzern die rund 15 Mrd. US-Dollar schwere Übernahme des Spezialchemie-Anbieters Rohm & Haas abgeschlossen.

Beim Dow Jones seien die mittel- und die kurzfristige Indikatorenlage positiv. Der MACD signalisiere aber bereits eine deutlich überkaufte Situation. Der US Aktienindex habe aus Sicht der technischen Analysten bei Lang & Schwarz kurzfristig noch Kurspotenzial bis 7.860 Punkte.

actr
03.04.2009, 09:33
DAX, Inselumkehr stimmt zuversichtlich

03.04.2009 - 09:07:37 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Dank des Aufwärts-Gaps von gestern (4.149 zu 4.173 Punkte) bestehe beim DAX kein Zweifel mehr an einem nachhaltigen Bruch des Abwärtstrends seit Jahresanfang (aktuell bei 4.075 Zählern) bzw. dem längerfristigen Pendant seit September 2008 (aktuell bei 4.251 Stellen). Nebendem Sprung über das bisherige Verlaufshoch bei 4.272 Punkten würden laut den Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt auch eine Inselumkehr im Stundenbereich sowie der gestern ausgebildete "weiße Block" zuversichtlich stimmen.



http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090403_1896130_0_s.gif

Die nächste Hürde markiere nun die Parallele (aktuell bei 4.366 Zählern) zum übergeordneten Baisse-Trend seit Anfang 2008. Mit Blick auf das "bearish failure" beim MACD – der Trendfolger hätte sich zuletzt seiner Signallinie angenähert, um auf dieser Basis wieder nach oben abzudrehen – stünden die Chancen für einen nachhaltigen Sprung über die genannte Trendlinie sehr gut. Das 61,8 %-Fibonacci-Retracement des Abwärtsimpulses seit dem 6. Januar eröffne sogar Kurspotenzial bis 4.530 Stellen. Auf der Unterseite sollte der DAX fortan nicht mehr unter die untere Gap-Kante der gestrigen Kurslücke bzw. die Verbindungslinie (aktuell bei 4.128 Punkten) der Tiefpunkte bei 4.015/4.035/4.067 Zähler fallen.

actr
03.04.2009, 09:37
DAX, markantes Fibonacci-Resistlevel

03.04.2009 - 08:19:18 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei IG Markets berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Der DAX habe gestern den Handel mit einem deutlichen Eröffnungs-Gap begonnen und bereits damit die Korrekturbewegung beendet. Die Preise seien nachfolgend in eine dynamische Aufwärtsbewegung übergegangen, welche den Index bis über die 4.400er Marke geführt habe. Zum Handelsende wäre ein Anstieg um 250 Punkte geblieben.


http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090403_1896099_0_s.gif

Positive Signale vom G20-Gipfel, sowie die Entscheidung der EZB, die Zinsen um 0,25 % zu senken, würden diesen Anstieg unterstützen. Die Automobilwerte hätten deutlich zugelegt. Daimler und BMW wären jeweils um circa 15 % angestiegen. Auch der positive Ausblick des Vorstandes der Deutsche Bank AG habe für ansteigende Kurse im Finanzsektor gesorgt. In der 4.410/20er Zone bilde sich aus Sicht der Trading-Strategen bei IG Markets beim DAX ein markantes Fibonacci-Resistlevel. Kurse über diesen Niveaus würden den Anstieg direkt fortsetzen.

actr
03.04.2009, 09:49
DAX, Risiko von Gewinnmitnahmen

03.04.2009 - 08:13:45 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Auf Basis der sehr guten Vorgaben aus New York und Tokio habe der deutsche Leitindex bereits mit einer Kurslücke den gestrigen Handel eröffnet. Nur Unterbrochen von einer leichten Verstimmung nach der überraschend geringen Zinssenkung der EZB hätten fast den gesamten Handelstag über die "Bullen" das Marktgeschehen dominiert. Die Etablierung eines neuen Bewegungshochs im kurzfristigen Aufwärtstrend wäre zum ersten Male innerhalb dieser Bewegung mit erhöhten Handelsumsätzen erfolgt.


http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090403_1896095_0_s.gif

Mit dieser deutlichen Antwort habe das negative technische Signal des markanten 5 %-Kursrutsches am Montag konterkariert werden können. Der kurzfristige Aufwärtstrend von Mitte März sei somit weiterhin als signifikant intakt bestätigt worden. Im Rahmen des neuen Bewegungshochs habe sich der DAX auf Basis der "Measured Move"-Projektion ein weiteres mittelfristiges Kurspotenzial bis zum letzten signifikanten Reaktionshoch des längerfristigen Abwärtstrends bei knapp 4.700 Punkten eröffnet. Auch mit Blick auf die aktuell rekordverdächtig hohen Geldmarktbestände wäre aus Sicht der Marktkenner bei der DZ Bank von einem hohen Prozentsatz "potenzieller" Investoren auszugehen, die bislang noch nicht stärker in Aktien investiert seien. Auch hierdurch würden sich in den kommenden Wochen gute Chancen ergeben, dass die "Bärenmarkt-Rally" ihre Fortsetzung finde.

Im Hinblick auf das über 10 %-ige Kursplus beim DAX innerhalb der letzten drei Handelstage sei das Risiko von Gewinnmitnahmen zum Wochenschluss gegeben. Jedoch sollte das erneut in den Markt fließende Kapital laut den technischen Analysten bei der DZ Bank eine gute Stütze bieten, dass diese nicht deutlicher ausfallen würden. Charttechnisch bestehe daneben mit dem Bereich um 4.270 Punkte ein erstes wesentliches Unterstützungsniveau.

actr
05.04.2009, 23:00
05.04.2009 10:05
WOCHENAUSBLICK: Bodenbildung im DAX geht weiter - US-Berichtssaison startet
FRANKFURT (dpa-AFX) ? Am deutschen Aktienmarkt wird sich der Fokus der Anleger laut Experten in der kommenden verkürzten Osterwoche verschieben. "Auf makroökonomischer Seite ist der Kalender in den USA und Deutschland spärlich bestückt", sagte Matthias Jörss, leitender Aktienstratege bei Sal. Oppenheim. Daher dürften sich die Marktteilnehmer verstärkt für die in den USA beginnende Berichtssaison zum ersten Quartal interessieren. Die Frage sei allerdings, ob das eine wirklich vorteilhafte Verschiebung sei, da die Quartalszahlen rückblickend seien, während der Markt zuletzt vor allem durch die vorausschauenden Konjunkturdaten bestimmt wurde.

US-BERICHTSSAISON STARTET

Am kommenden Dienstag eröffnet der Aluminiumkonzern Alcoa <AA.NYS> <ALU.ETR> traditionell die neue Bilanzsaison. "Die kommende Berichtssaison wird interessant, allerdings noch nicht in der kommenden Woche", sagte Thomas Körfgen, Leiter Aktienfondsmanagement bei der SEB Asset Management. "Die Investoren hoffen auf Prognosen für 2009 und darüber hinaus, um sich ein Bild machen zu können, was die Unternehmen von der Zukunft erwarten", fügte der Experte hinzu.

Positiv zu bewerten sei eine gewisse Umkehr des Verhaltens vom Ende des vergangenen Jahres. Da hätten viele der großen Investoren steigende Kurse genutzt, um zu verkaufen. Diese Investoren hielten laut Körfgen nach wie vor einen hohen Kassenbestand und stellen sich derzeit die Frage, wann sie wieder in den Markt gehen sollen. "Zurzeit sagen sich viele: 'Wenn die Kurse noch mal fallen, steige ich ein' und das erklärt die jüngste Marktentwicklung zum Teil. Selbst wenn wir mit Abschlägen starten, dreht der Markt im weiteren Verlauf dann ins Plus." Es sei aber nicht klar, ob es sich um eine kurz- oder langfristige Rally handele, schränkte der Experte ein.

UNTERNEHMEN LADEN ZUR HV

Neben der Berichtssaison zum ersten Quartal nimmt auch die Zahl der Hauptversammlungen zu. Daimler <DAI.ETR> etwa lädt am Mittwoch seine Aktionäre zu der jährlichen Versammlung. Die Dividendenzahlungen der Unternehmen rücken damit wieder verstärkt in den Fokus. Angesichts des aktuellen Konjunkturabschwungs müssen die Anleger generell mit deutlich weniger als noch vor einem Jahr zufrieden sein. Erst für 2010 prognostizieren Experten wieder steigende Ausschüttungen - unter der Prämisse, dass die Wirtschaft sich dann wirklich wieder erholt.

Ralph Solveen von der Commerzbank hebt auf konjunktureller Seite vor allem die Februar-Daten zur deutschen Industrieproduktion und US-Handelsbilanz am kommenden Donnerstag hervor. Nach einem beispiellosen Einbruch in den vorhergehenden Monaten könnten sich die Auftragseingänge der deutschen Industrie im Februar stabilisiert haben, schrieb er in einem aktuellen Wochenausblick. "Der Einbruch des Welthandels schlägt sich auch in der amerikanischen Handelsbilanz nieder." Im Februar dürften sich in den USA sowohl Exporte als auch Importe erneut massiv verringert haben.

BODENBILDUNG NOCH NICHT ABGESCHLOSSEN

Mit Blick auf den Aktienmarkt stellte Markus Wallner von der Commerzbank fest, dass die Bodenbildung noch nicht abgeschlossen sei. Trotz des starken März gehe er noch nicht von einer Trendwende aus. "Es sollten Unternehmen bevorzugt werden, deren niedrige Kurs-Buchwert-Verhältnisse in Verbindung mit stark gesunkenen erwarteten Eigenkapitalrenditen einen Großteil der wirtschaftlichen Entwicklung bereits widerspiegeln", schrieb der Experte in dem aktuellen Ausblick.

Darüber hinaus könnte das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed am kommenden Mittwoch für Bewegung sorgen. Börsianer erhoffen sich davon detailliertere Kommentare der Währungshüter über die wirtschaftlichen Aussichten in den USA.

Auf Unternehmensseite dürfte zudem der Luftfahrtsektor die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen. Zahlreiche Vertreter wie Air Berlin <AB1.ETR>, Air France-KLM <PAF.PSE> <AFR.FSE> und Lufthansa <LHA.ETR> legen Verkehrszahlen für März vor./rum/dr/tw

---Von Henrietta Rumberger, dpa-AFX--- AXC0004 2009-04-05/10:05

actr
06.04.2009, 09:29
DAX, neben Risiken auch Potenziale

06.04.2009 - 08:24:12 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.

Auch zum Wochenausklang hätten zunächst die Bullen das Geschehen am deutschen Aktienmarkt dominiert. Hierbei wäre sogar ein Sprung über den 4.400er Level gelungen. Im Hoch bei 4.456 Punkten erschöpfte sich nach Angaben der Marktbeobachter jedoch die aufwärts gerichtete Bewegung, und Gewinnmitnahmen hätten sich breit gemacht. Ein langer Docht habe der Tageskerze, einem Shooting Star, einen negativen Beigeschmack verliehen.


http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090406_1896847_0_s.gif

Mit dem Geschehen am Freitag habe der DAX nicht nur die obere Begrenzung seines kurzfristigen Trendkanals erreicht, sondern auch die 161,8%-Fibonacci-Projektion der Konsolidierung zum Wochenanfang. Insofern kumulierten am Tageshoch vom Freitag gleich mehrere technisch relevante Marken. Darüber hinaus habe der "Projection Oscillator" ein markttechnisches Verkaufssignal generiert, was zumindest kurzfristigen weiteren Konsolidierungsbedarf andeute.

In diesem Zusammenhang bestehen aus Sicht der Experten bei der DZ Bank durchaus noch weitergehende Konsolidierungsrisiken bis 4.272 Zähler, wo sich neben dem 38,2%-Fibonacci-Retracement des Aufwärtstrendimpulses der letzten Woche auch das Bewegungshoch vom 27. März befinde. Insgesamt wäre ein solches "Luftholen" als technisch günstig in Bezug auf den weiteren DAX-Verlauf zu interpretieren. Es bestehe für den kurzfristigen Aufwärtstrend vom 9. März insgesamt noch ein weiteres Kurspotenzial bis 4.700 Stellen, welches sich aus der Measured Move-Projektion des ersten Aufwärtstrend-Teilimpulses ableite. Die Strategen gehen davon aus, dass aufgrund der neu aufkeimenden positiven Trenddynamik potenzielle Rücksetzer generell auf hohem Niveau verblieben.

actr
07.04.2009, 09:11
DAX, weitergehende Konsolidierungsrisiken

07.04.2009 - 08:24:34 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Nach guten Vorgaben aus Tokio habe der deutsche Leitindex zunächst recht positiv in die Karwoche gestartet. Gleich zu Handelsbeginn habe knapp ein neues Bewegungshoch im kurzfristigen Aufwärtstrend von Anfang März erreicht werden können. Im weiteren Handelsverlauf sollen dann jedoch –analog zur Vorwoche– deutlichere Gewinnmitnahmen das Geschehen am Markt dominiert haben. Damit hätte insbesondere das ungünstige Signal der Tageskerze vom Freitag ("shooting star") seine Bestätigung gefunden.



http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090407_1897497_0_s.gif

Zusammen mit dem markttechnischen Verkaufssignal des "Projection Oscillator" und dem Erreichen der oberen Begrenzung des kurzfristig aufwärts gerichteten Trendkanals am Freitag erscheine die gestrige Gegenbewegung den Marktanalysten zufolge damit mehr als überfällig. Dadurch würden sich durchaus noch weitergehende Konsolidierungsrisiken bis in den Bereich um 4.272 Punkte ergeben, wo sich neben dem 38,2 %-Fibonacci-Retracement des Aufwärtstrendimpulses der letzten Woche auch das Bewegungshoch vom 27. März befinde. Insgesamt wäre ein solches "Luftholen" sogar als technisch günstig in Bezug auf den weiteren DAX-Verlauf zu interpretieren.

Eine Gegenbewegung, die als "Miminalkorrektur" oberhalb des Bereichs des 38,2 %-Fibonacci-Retracements um 4.272 Zähler verbleibe, würde aus Sicht der technischen Analysten bei der DZ Bank insbesondere unter quantitativen Gesichtspunkten den kurzfristigen Aufwärtstrend als sehr dynamisch intakt beschreiben. Charttechnisch habe mit dem positiven Kursimpuls in der letzten Woche bereits eine Flaggenkonsolidierungsformation zum Abschluss gebracht werden. Auf Basis einer dadurch möglichen "Measured Move"-Projektion leite sich mittelfristig ein Kurspotenzial bis zum letzten signifikanten Reaktionshoch des längerfristigen Abwärtstrends bei 4.700 Stellen ab.

actr
07.04.2009, 09:32
DAX, keine klare Tendenz

07.04.2009 - 08:16:49 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei IG Markets berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Der DAX habe gestern ein Doppel-Top vollzogen und sei dann in eine Korrekturbewegung übergegangen, die zum Handelsende einen Kursrückgang von 35 Punkten mit sich gebracht hätte. Die Werte innerhalb des Indexes hätten keine klare Tendenz gezeigt. Die Aktie von BMW wäre der größte Verlierer mit einem Kursverlust von 7,76 % gewesen. Händler würden dies auf Gewinnmitnahmen zurückführen, sowie einen negativen Research-Bericht. Die Versorgeraktien hätten gestern laut den Marktbeobachter bei IG Markets zugelegt. So habe zum Handelsschluss die Aktie von RWE ganz oben auf der Liste der Gewinner gestanden. Die Aktie wäre um 2,88 % angestiegen. Auch E.ON hätte um knapp 2 % zugelegt.

http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090407_1897490_0_s.gif

actr
07.04.2009, 09:35
DAX, reicht die Kraft?

07.04.2009 - 09:00:18 Uhr
Helaba


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, äußert sich zur aktuellen Marktlage beim DAX.

Angesichts der Erholungsbewegung der US Börsen im späten Geschäft dürfte der DAX heute etwas fester in den Handel starten. Nachrichtenseitig sehe es aktuell recht dünn aus, so dass der Tag insgesamt ein wenig "uninspiriert" verlaufen könnte, zumal der eine- oder andere Marktteilnehmer bereits in den Osterurlaub unterwegs sein dürfte.




An der technischen Beurteilung des DAX habe sich wenig geändert. Insgesamt falle aus Sicht des Handelsexperten bei der Helaba auf, dass es dem Index zweimal in Folge nicht gelungen sei, die Marke von 4.460 Punkten zu überwinden. Gleichzeitig habe der "Mike Base-Indikator" seine steigende Tendenz verlassen, was zuletzt häufig als gutes Frühwarnsystem funktioniert habe. Entsprechend wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es in Kürze zu einem Re-Test der 4.271er Unterstützungsmarke kommen wird. Spätestens dann werde sich zeigen, ob der Markt über ausreichend Kraft verfüge, die zuletzt etablierte Aufwärtsbewegung fortzusetzen.

actr
08.04.2009, 09:27
08.04.2009 09:16
DAX: Schwierige Bilanzsaison bremst Elan

Was sich zu Wochenbeginn schon andeutete, setzte sich am Dienstag fort: Die Ausweitung der Konsolidierung. Die Gründe für die Fortsetzung der Verluste haben sich nicht verändert. Wenig marktbewegende Nachrichten, dafür viele Gerüchte im Vorfeld der Bilanzsaison bilden nicht gerade die Grundlage für große Sicherheit. Der umsatzmäßig ausgedünnte Markt ist deshalb für Korrekturen anfällig, die aber nach der Rally der vergangenen Tage nicht besonders umfangreich ausfallen. An der grundsätzlichen Haltung der momentan dominierenden Optimisten hat sich nichts geändert. Sie halten den DAX für unterbewertet und gehen davon aus, dass die schlechten Unternehmensergebnisse des ersten Quartals bereits eingepreist sind. Diese Haltung wird natürlich sofort korrigiert, wenn die Mehrheit der Unternehmen sich weiterhin weigert, einen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr zu geben. Das den Bären noch nicht viel gelingt, konnte man auch daran beobachten, dass sie den DAX nicht unter 4.272 Punkte drücken konnten und die Bullen zum Handelsende einen großen Teil der Verluste wieder aufholen konnten. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass der deutsche Standardwerteindex heute gleich wieder durchstarten wird. Diese „Tröpfchen"- Konsolidierung kann sich durchaus noch bis Donnerstag fortsetzen.

Pharma und Telekom bekommen eine Chance

Die Gewinnmitnahmen bei den die Rallye anführenden Branchen Autos, Banken, Industrie und Rohstoffe bot nach langer Zeit einmal wieder den vernachlässigten Sektoren Pharma und Telekom die Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen. Vor allem unter dem Aspekt der demnächst auszuschüttenden Dividenden nahmen sich einige Investoren gerne den in jüngster Zeit wenig gefragten Titeln an. Institutionelle Investoren haben noch immer Pharma-Aktien auf ihren Merkzetteln, denn die Konsolidierung innerhalb der Branche ist immer noch in vollem Gange. Kaum ist nach der nächsten größeren Transaktion, der Übernahme von Schering-Plough durch den Wettbewerber Merck&Co. Anfang März, etwas Ruhe eingekehrt, könnten sich andere Mitbewerber genötigt sehen, ebenfalls aktiv zu werden. Der Tag der Bekanntgabe des Zusammenschluss der beiden US-Unternehmen war im Übrigen auch der Tag, an dem die Märkte ihre Jahrestiefpunkte erreichten: der 9. März.

Konsolidierung verläuft erwartungsgemäß moderat

Die späte Rückkehr über die Marke von 4.300 Punkten verlieh dem gestrigen Tag zwar noch eine milde Abschlussnote, ein Ende der Konsolidierung ist damit aber noch nicht erreicht. Weder die Kerzentechnik noch die Fibonacci-Wellen deuten auf eine Umkehr hin. Die aktuelle technische Lage gestattet den Bären noch einen weiteren Terraingewinn bis in die Unterstützungszone zwischen 4.203 und 4.240 Punkte. Allerdings sollte dieser Ausflug nur temporärer Natur sein und auf Stundenbasis erfolgen. Dem negativen Erwartungsdruck einer schlechten Quartalsberichtssaison sollte damit dann Genüge getan sein. Anschließende Kursziele auf der Oberseite sind 4.457 und 4.527 Punkten. Kippt der DAX auf weiter nach unten weg, sind die Bullen um die Erfahrung einer weiteren, abgeschlossenen Bärenmarktrallye reicher.

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Auftragseingänge und Daimler im Mittelpunkt des Interesses

Wer sich nicht mit schlechten Nachrichten aus der Realwirtschaft den Tag vermiesen will, der verzichtet am besten darauf, heute einen Blick auf die Schlagzeilen zu werfen. Die Auftragseingänge der deutschen Industrie für den Monat Februar dürften leicht überschaubar sein, das Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat eher einen deprimierenden Charakter haben. Da könnte sich der Blick auf die Konjunkturdaten aus den USA am Nachmittag wohl noch eher lohnen, denn die Lagerbestände werden im Februar noch weiter rückläufig gewesen sein und somit könnte die Hoffnung aufkommen, dass Nachbestellungen die Produktion wenigstens wieder ein wenig beleben. Selbst bei den Einzelhandelsumsätzen ist nicht davon auszugehen, dass es deutliche Rückgänge gegebene haben wird, da sich viele Unternehmen mit entsprechenden Rabattaktionen und der Anpassung des Sortiments an die neuen Bedürfnisse der Verbraucher gewöhnt haben.
Spannend dürfte es hingegen auf der Daimler-Hauptversammlung heute in Stuttgart zugehen, denn nach dem Einstieg eines arabischen Staatsfonds und der Verschärfung des Sparkurses werden die Aktionäre wohl gerne von Vorstandschef Zetsche wissen wollen, wie es mit dem Traditionsunternehmen in der Krise weitergehen wird. Massive Probleme meldet nämlich nicht nur der PKW-Sektor, sondern auch der Bereich Nutzfahrzeuge. Statt Abwrackprämie packte die Bundesregierung für die Speditionen noch einen drauf und erhöhte die Mautgebühren. Wer die Margen in dem Sektor kennt, der weiß welche Konsequenzen das hat. Wohl denen, die schon ein funktionierendes Elektro-Auto vorweisen können. Hier droht lediglich die Erhöhung des „Strom-Pfennigs", perfekter kann Staatslenkung nicht funktionieren. Wer weiß, was für Fortbewegungsmittel Daimler in zehn Jahren baut.

Konjunkturdaten: 11.00Uhr: DE: Auftragseingänge in der Industrie (Februar); 14.30 Uhr: USA: Lagerbestände und Umsätze im Einzelhandel (Februar)
Unternehmen: HV: Daimler, Jahresbilanz; Wirecard, Jungheinrich

Wichtige Marken:

Unterstützungen: 4.203; 4.240; 4.272
Widerstände: 4.331; 4.457; 4.531

Viel Glück und Erfolg!

Andreas Wolf

actr
08.04.2009, 14:31
Dow Jones, negative Indikatorenlage

08.04.2009 - 11:30:47 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung und den technischen Aussichten des Dow Jones (DJ).

Zunehmende Befürchtungen vor einer Insolvenz von GM und einer weiteren schwachen US Berichtssaison hätten den US Leitbörsen am Dienstag deutliche Verluste beschert. Alcoa habe nach Börsenschluss traditionell die Berichtssaison eingeläutet.

Im Dow Jones hätten nur die Anteilsscheine der Citigroup einen Kursgewinn (+1,47 % auf 2,76 US-Dollar) verzeichnet. Bank of America sollen 1,60 % auf 7,36 US-Dollar verloren haben. Unverändert wären Microsoft bei 18,76 US-Dollar aus dem Handel gegangen. General Motors hätten am Dow Jones-Ende 11,89 % auf 2,00 US-Dollar eingebüßt. Alcoa habe schon vor der nachbörslichen Zahlenvorlage Verluste von 1,52 % auf 7,79 US-Dollar hinnehmen müssen.


http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090408_1898263_0_s.gif


Sun Microsystems sollen nach dem Kurssturz vom Vortag um weitere 4,56 % auf 6,28 US-Dollar nachgegeben haben. IBM hätten 2,77 % auf 98,75 US-Dollar verloren. Negative Nachrichten sollen bei Applied Materials für Verluste von 8,74 % auf 10,55 US-Dollar gesorgt haben. Dem Chipausrüster habe in seiner Solarsparte ein großer Kunde aus China das Auftragsvolumen um mehr als 85 % gekürzt.

Beim Dow Jones seien die mittel- und die kurzfristige Indikatorenlage negativ. Der Us Aktienindex habe aus Sicht der technischen Analysten bei Lang & Schwarz kurzfristig weiteres Korrekturpotenzial bis 7.620 Punkte.

actr
08.04.2009, 14:42
Dow Jones, General Motors drückt die Stimmung

08.04.2009 - 11:41:43 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Experten bei IG Markets berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Der Dow Jones Index sei gestern in eine Korrekturbewegung übergegangen und hätte 186 Punkte verloren. Hierbei habe zunächst die Aktie von General Motors die Stimmung in New York belastet. Gerüchten zufolge plane das Unternehmen die Insolvenz. Die Aktie wäre laut den Marktbeobachtern bei IG Markets mit einem Verlust von knapp 12 % der größte Verlierer gewesen. Die Nachrichten des IWF zu den toxischen Wertpapieren in den Bankbilanzen hätten den Finanzsektor belastet. Nach Handelsende habe Alcoa die Quartalsbilanz eröffnet und die Anleger mit einem deutlichen Verlust enttäuscht.


http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090408_1898269_0_s.gif

actr
08.04.2009, 14:44
Nikkei225 im 5-Tagesausblick

08.04.2009 - 12:00:05 Uhr
SEB


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Das technische Umfeld des Nikkei225 hat sich verschlechtert, berichten die Marktexperten der SEB AG.

Die mittelfristigen Trendindikatoren würden einen Überhang an Aufwärtspotenzial und -dynamik aufweisen, der nicht weiter ausgebaut werden könne. Negative Impulse kämen von den kürzerfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren. Der RSI und die Stochastiks seien abwärts gerichtet und würden eine intakte Abwärts-Bewegungsdynamik signalisieren. Die Volatilität liege bei 240,98 (227,80) Punkten, was einer statistisch maximalen Tages-Range von 2,80 % (2,69) entspreche.



http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090408_1898274_0_s.gif

Die Trading-Strategen bei der SEB AG erwarten auf Sicht der kommenden fünf Handelstage aufgrund der negativen Impulse von Seiten der kurzfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren einen schwächeren Nikkei225. Dabei dürfte nicht nur das Aufwärts-Gap, was vor wenigen Handelstagen bei 8.352 Punkten entstanden sei, geschlossen werden, sondern auch weitere Tests der leichten Unterstützung bei 8.115 Zählern folgen. Aufgrund des positiven Trendumfelds könne durchaus mit einem erfolgreichen Test gerechnet werden, so dass nach einer Stabilisierung an dieser Marke eine Aufwärts-Gegenbewegung bis 8.721 Stellen durchaus möglich wäre.

Sollte allerdings wider Erwarten die Unterstützung nicht halten, hätte dies laut den Marktexperten verheerende Folgen, denn die nachgelagerte Unterstützung läge erst bei 6.995 Punkten. Ein solches Szenario sollte mit einkalkuliert werden, wenngleich die Wahrscheinlichkeit dafür geringer wäre als die erfolgreiche Verteidigung der 8.115 Zähler. Die Chancen hätten daher ein leichtes Übergewicht gegenüber den Risiken.

actr
09.04.2009, 12:44
Dow Jones, weiter nach oben gerichtet

09.04.2009 - 11:30:35 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei IG Markets berichten von den aktuellen Aussichten des Dow Jones.

Der Dow Jones habe sich gestern in einer engen Handelsspanne bewegt und zum Handelsende um 47 Punkte zugelegt. Der Markt wäre von dem Protokoll der letzten Notenbanksitzung belastet worden, wonach sich diese weiter pessimistisch für die Erholung der US Wirtschaft zeige. Solange die Preise den kurzfristigen Trendsupport bei 7.650 Zählern nicht unterschreiten werden würden, bleibe die Bewegung aus Sicht der Handelsexperten bei IG Markets weiter nach oben gerichtet, zumal sich die Tagesoszillatoren bereits deutlich abgebaut hätten.

http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090409_1898915_0_s.gif

actr
09.04.2009, 23:06
09.04.2009 20:45
Ist GM der eigentliche Grund für den Stresstest der FED?
Jochen Steffens

Die amerikanischen Indizes lassen sich trotz schlechter Nachrichten nicht von der Feierlaune abbringen. Der Nasdaq100 hat es nun endlich geschafft, die 1.300er Marke nachhaltig zu nehmen, dazu gleich mehr.

Gründe, diese Suppe zu versalzen, gab es genug:

Fed zeichnet düsteres Bild

Ein Grund hätte das Protokoll der Fed-Sitzung vom März sein können, das gestern veröffentlicht wurde. Die Fed bleibt, zumindest für die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2009, extrem pessimistisch. Die Wachstumsprognosen wurden sogar erneut gesenkt. Darüber hinaus wies die Fed darauf hin, dass sich die Konjunkturdaten zum Zeitpunkt der Fed-Sitzung sehr schwach zeigten.

Anzeichen verdichten sich

Dann verdichten sich immer mehr die Anzeichen, dass GM (News/Aktienkurs) eine Insolvenz nach Chapter 11 beantragen wird. Es macht volkswirtschaftlich keinen Sinn, ein derart marodes Unternehmen weiter zu subventionieren. Wenn GM durch eine Insolvenz aufgespalten wird, kann das Schlechte weggeschnitten werden und das Gute hat die Möglichkeit, schnell wieder aus Chapter 11 auszutreten, um anschließend seine normale Geschäftstätigkeit wieder aufzunehmen. So kann sich GM gestärkt dem aktuell hohen Konkurrenzkampf in der Autobranche neu stellen. Das wird dazu führen, dass auch einige Zulieferer gerettet werden und eine zerstörerische Kettenreaktion (Pleite von Zulieferern, Arbeitslosigkeit, Kreditausfälle etc.) zwar nicht verhindert, aber zumindest etwas abgedämpft werden wird.

Steht die Aufspaltung kurz bevor?

Aus diesem Grund gehe ich davon aus, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis sich GM unter Chapter 11 stellt. Wie dann die Märkte darauf reagieren werden, ist schwer zu sagen. Auf der einen Seite kann man anführen, dass natürlich viele Marktteilnehmer mittlerweile mit einer solchen Aufspaltung rechnen. Der negative Überraschungseffekt ist weg. Trotzdem kann eine solche Meldung die Märkte erheblich erschüttern. GM ist schließlich eines der großen Unternehmen in den USA. Es gibt Szenarien von Analysten, die ein dramatisches Bild für die US-Wirtschaft im Falle einer GM-Insolvenz gezeichnet haben. Selbst eine schnelle Abwicklung und Aufspaltung, wie von der US-Regierung für den Fall einer Insolvenz angekündigt, würde sowohl die sowieso schon angeschlagene US-Finanzbranche, als auch die US-Konjunktur erheblich erschüttern. Das wird auch die Börsen nicht kalt lassen.

Stresstest bestanden?

Der heutige Anstieg an den Börsen ist einer Nachricht zu verdanken, die eigentlich zunächst nicht mit einer Pleite von GM in Verbindung gebracht wird: Nach US-Berichten haben einige der 19 größten US-Banken in dem von der Fed durchgeführten Stresstest, bisher gut abgeschnitten. Das bedeutet, dass die US-Banken insgesamt wohl besser aufgestellt sind als bisher angenommen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. So soll es bei einigen Instituten noch größeren Handlungsbedarf geben, auch weitere Stützungsmaßnamen werden dort notwendig sein.

Dieser Stresstest der Fed soll bis Ende April abgeschlossen sein. Dabei wird nach offiziellen Angaben geprüft, wie überlebensfähig die Banken im Falle einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation in den nächsten Jahren sind.

Die Börsen reagierten auf diese Nachricht positiv, da die Anleger nun etwas gelassener auf die in den nächsten Wochen erscheinenden Unternehmensergebnisse der Banken blicken können.

Eine Frage, die sich niemand stellt

Ich frage mich derweil, ob der Stresstest der Fed vielleicht nicht einen ganz anderen Hintergrund hat. Kann es nicht sein, dass es nicht um die Situation der Banken im Falle einer länger anhaltenden Wirtschaftskrise in den USA geht, sondern um die Pleite von GM?

Stellen wir uns vor, die Fed geht davon aus, dass GM nicht mehr gerettet werden kann. In diesem Fall stellt sich doch direkt die Frage, ob die durch die Finanzkrise angeschlagene US-Finanzbranche eine derart große Insolvenz und deren Folgen auf die US-Wirtschaft zurzeit überhaupt verkraften kann. Der Stresstest hätte dann zum großen Teil den Sinn, zu überprüfen, ob man GM jetzt schon in die Insolvenz schickt oder das Unternehmen noch weiter stützen muss, um diese Pleite einige Monate oder sogar Jahre aufzuschieben.

So gesehen wäre die Nachricht, dass der Stresstest ganz gut verläuft eigentlich für die Märkte eher schlecht, da genau das eine Insolvenz von GM wahrscheinlicher macht. Die Unternehmensergebnisse der Banken in den nächsten Wochen wären dann natürlich vollkommen zweitrangig. Dazu passt, dass der Stresstest bis Ende April abgeschlossen sein soll und kurze Zeit später auch die sechs Wochenfrist für GM endet.
Dass die Fed nicht sagt, wir machen einen Stresstest, um zu überprüfen, ob die USA eine Insolvenz von GM zurzeit überleben kann, ist nur logisch. Ein solche Aussage hätte zu einer dramatischen Fortsetzung des Crashs geführt... Was mich wundert ist, dass diesen Zusammenhang niemand sonst hinterfragt.
Das Problem dabei: Es ist ungeheuer schwer abzuschätzen, welche Folgen eine Aufspaltung von GM tatsächlich haben wird. Ich fürchte aber, wir werden es erleben und ich fürchte auch, den Märkten wird es nicht gefallen. Seien Sie also weiter vorsichtig.

Außenhandelsdefizit sinkt

Ein weiterer positiver Schub kam heute vom US-Handelsbilanzdefizit:

Das US-Handelsbilanzdefizit ist im Februar auf 26,0 Mrd. US-Dollar gesunken und bildet damit ein Neunjahrestief aus. Analysten hatten mit einem Minus von 36,5 Mrd. US-Dollar gerechnet, nach minus 36,2 Mrd. US-Dollar zuvor.

Ein Grund für diesen Rückgang ist, dass die Importe um 5,1 % auf 152,72 Mrd. Dollar zurückgegangen sind, während die Exporte um 1,6 % auf 126,76 Mrd. Dollar angestiegen sind.

Einbrechende Nachfrage

Das ist der Grund, warum dieses sinkende Handelsbilanzdefizit nur auf den ersten Blick gut ist. Auf den zweiten Blick zeigt sich, dass die Nachfrage in den USA offenbar stark abnimmt. So gingen Importe der im Ausland hergestellten Konsumgüter, wie Spielzeug, Möbel, Elektrogeräte und Kleidung allein im Februar um 1,39 Mrd. Dollar zurück. Davon hauptsächlich betroffen ist natürlich China. Diese sinkende Nachfrage sollte sich eigentlich auch auf die Importpreise auswirken. Da aber die Energiepreise (Öl) im Februar deutlich zugelegt haben, stiegen die Importpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,5 %. Analysten hatten aber eben aus diesem Grund (steigender Ölpreis) sogar mit einem Anstieg um 1 % gerechnet.

Deflation ohne sinkenden Ölpreis

An dieser Situation erkennen Sie bereits den starken deflationären Charakter der nachhaltig abnehmenden Nachfragesituation. Die sinkenden Preise für andere Waren haben den steigenden Ölpreis überkompensiert. Das Besondere an dieser Nachricht ist damit, dass sich nun zeigt, dass eben nicht nur der zuvor sinkende Ölpreis für die deflationären Tendenzen in den USA verantwortlich ist, wie viele Analysten bisher behauptet hatten, sondern bereits auch andere deflationäre Tendenzen wirksam sind.

Aus diesem Grund ist die zunächst positive wirkende Nachricht, dass das US-Handelsbilanzdefizit deutlich gesunken ist, eigentlich ein klarer Hinweis auf Deflation und damit eine sehr hässliche Nachricht.

Nasdaq100 bricht aus...

Wenn man sich diese Interpretation des US-Handelbilanzdefizit anschaut, frage ich mich, wie man den heutigen Ausbruch des Nasdaq100 interpretieren soll.


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090409n.gif


Sie sehen, dass der Nasdaq100 nun den Kampf um die 1.286/1.300er Marke mit einem Gap Up (Kurslücke aufwärts) aufgelöst hat. Das ist eindeutig. Nun neigen die Marktteilnehmer dazu, zunächst impulsiv zu reagieren und dann erst nachzudenken. Das liegt daran, dass die Trader sofort auf US-Konjunkturdaten reagieren, während institutionellen Anleger meistens erst einmal Konjunkturdaten im Gesamtkontext bewerten, bevor sie Investitionsentscheidungen treffen.

Es wird also spannend, wie sich die US-Börsen im weiteren Verlauf entwickeln. Bullish wäre, wenn zumindest das heutige Gap bald geschlossen wird. Ansonsten sind schon zwei Gaps im Nasdaq100 offen. Das ist gefährlich. Andererseits kann es auch erst einmal immer weiter gehen und diese Gaps werden erst später, vielleicht im Mai im Zuge einer GM-Insolvenz geschlossen, wer weiß.

Hätte, wäre, wenn... Spekulieren kann man viel und alles ist immer und zu jeder Zeit möglich. Viele trauen dem aktuellen Anstieg in den Indizes nicht, Andere sind maßlos überinvestiert. Ich kann Ihnen nur ein ähnliches Procedere empfehlen, wie wir es im Stockstreet-Premium-Trader anwenden. Wenn solche klaren charttechnischen Signale kommen, muss man seine Investitionsquote leicht erhöhen. Bestätigen sich diese, erhöht man die Quote noch weiter. Sollten sie sich als Fehlsignale herausstellen, wird man kleine Verluste generieren, wenn nicht hat man satte Gewinne. Vom Chance/Risiko-Verhältnis ist das in Ordnung. Wirklich wissen, was passiert, wird man an den Börsen in derartigen Extremsituationen sowieso nicht! Und bis Mai ist noch viel Zeit...

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie
ein schönes Osterfest und viel Glück beim Eiersuchen.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

PS: Der nächste Steffens-Daily erscheint am Dienstag, den 14.04.2009

actr
10.04.2009, 21:30
EW Analyse

DAX Index - Die hochdynamische DAX Rallye setzt sich fort! - Kaufdruck
Datum 10.04.2009 - Uhrzeit 13:15 (© BörseGo AG 2000-2009, Autor: Tiedje Andre, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)

WKN: 846900 | ISIN: DE0008469008 | Intradaykurs:

Die erhöhte Nachfrageseite setzt sich weiter durch. Das Kursgeschehen könnte auch mit den Worten "Kaufdruck pur" beschreiben werden. Die Bullen dominieren nach wie vor das Feld..

DAX Index Elliott Wave Analyse / ISIN: DE0008469008

Kursstand: 4.491,12 Punkte

Der DAX Index konnte ausgehend von dem Märztief bereits um 900,00 Punkte zulegen. Der Kaufdruck und somit auch die Rallye setzt sich weiter durch.

Ich möchte mit einem Zitat beginnen, dass mit dem heutigen Tag noch mehr Gültigkeit besitzt, als zu dem Zeitpunkt der Vorgänger-Analyse.

"Die Welle a steht kurz vor dem Abschluss, sodass in Kürze mit einem nenneswerten Rücksetzer bis in den 4000er Bereich oder auch knapp darunter gerechnet werden muss. Dieser Rücksetzer wird dann als Welle b gelabelt. Im Anschluss daran dürfte sich dann eine dynamische Welle c abspulen, die mit ihren Unterwellen 1-2-3-4-5 eine dynamische Rallyebewegung initieren dürfte."

Was hat der DAX daraus gemacht?

Zerlegen wir diese Aussage in ihre Einzelteile. Der DAX Index sollte also kurz vor dem Ende der Welle a stehen und ein Verlaufshoch ausbilden. Im Anschluss ging der DAX dann tatsächlich in den vorausgesagten Kursrücksetzer bis knapp unter 4000,00 Punkte. Es wurden 3987,39 Punkte. Das kann man als Erwartungshaltung gelten lassen, immerhin 12,61 Punkte unterhalb der 4000,00 Marke. Das soll jetzt aber nicht auf die Waagschale gelegt werden. Entscheidender und von enormer Wichtigkeit ist, dass der Markt dort tatsächlich drehen konnte und direkt in die zu erwartende Welle 1-2 übergegangen ist.. Das heißt, dass die Zählung bis zu diesem Zeitpunkt absolut korrekt ist und der DAX sich in der richtigen Welle befindet. Hauptsache ist, der DAX weiß es auch.

Kann an der bisherigen Prognose festgehalten werden? Sind wirklich noch Kurse bis 5200,00 Punkte denkbar?

JA. Die Frage muss mit einem klaren "JA" beantwortet werden. Die Tatsache, dass der DAX Index nach Fahrplan läuft erhöht automatisch die Wahrscheinlichkeit. Ich würde sogar annehmen, dass der DAX Index am 11.05.2009 einen Kursstand von 5335,00 Punkte erreichen kann. Bei der aktuellen Trenddynamik ein durchaus realistisches Kursziel.

Sind bisher nicht zuviele Marktteilnehmer am Start, die dieses Kursziel erwarten?

Erwarten JA, daran glauben, NEIN. Letztendlich wird der zweifelhafte Glaube der Marktteilnehmer die Rallye weiter füttern. Sie werden nach und nach in den Markt einsteigen und die Kurszuwächse unterstützen, jeder einzelne. Wer möchte bei einer Rallye nicht dabei sein?

Wellentechnisch komplettiert sich dabei als nächstes die Welle 3 der Welle c der Welle 4. Die Welle c unterteilt sich entsprechend in ihre Unterwellen 1-2-3-4-5. Die Wellen 1-2 sind bereits finalisiert und nach Ostern wird der DAX sich mit der Ausbildung der Welle 3-4-5 beschäftigen müssen. Auch für diese fortgesetzte Rallyeansage gibt es eine Lebensversicherung (STOPP) unterhalb der Marke von 4228,89 DAX Punkte.


Viele herzliche Grüße,
André Tiedje - Technischer Analyst und Trader bei GodmodeTrader.de


Kursverlauf vom 17.10.2008 bis 09.04.2009 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)


http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc11422.gif

actr
14.04.2009, 08:42
12.04.2009: Konsolidierung oder neues Kaufsignal


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_lang.gif


In der Vorwoche kämpfte sich der DAX bis zu dem Widerstand bei 4500 Zählern vor. Allerdings nicht auf direktem Weg, sondern mit einem vorherigen Luft holen in etwas tieferen Regionen. Im Wochenvergleich dann ein Zuwachs um 106 Punkte bzw. 2,4 Prozent.

Die charttechnische Lage im mittleren Schaubild bleibt damit beim Alten, der Index hängt im Bereich des Kreuzwiderstands 4500 und mittleres Bollinger Band fest. Denkbar sind daher sowohl eine Korrektur mit einem Rückgang bis unter 4200 Zähler, als auch ein Anstieg auf rund 5300 Punkte. Dafür müsste die Notierung zunächst aber den Widerstand bei 4500 klar nach oben durchbrechen.



http://www.chartbuero.de/Charts/dax_mittel.gif


Ein solcher Durchbruch erscheint momentan jedoch eher unwahrscheinlich. Denn im unteren Chart zeichnet sich ein kurzfristiger Aufwärtstrendkanal ab, der die Kursentwicklung seit Anfang März umschließt. Und im Bereich der oberen Begrenzungslinie dieses Kanals befindet sich aktuell die Notierung, womit eher eine Konsolidierung ansteht. Die unmittelbare Nähe zum oberen Bollinger Band stützt diese These.

Daher wäre es keine Überraschung, wenn die Bullen sich nach dem Osterfest zunächst weiter ausruhen. Ein Rückgang bis auf rund 4200 Zähler wäre aus charttechnischer Sicht keine Gefahr für einen anschließenden Aufschwung. Ein neues Kaufsignal entsteht aus heutiger Sicht erst, wenn der Widerstand bei 4500 Punkten signifikant nach oben durchbrochen wurde.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_kurz.gif

Autor: Oliver Schultze

actr
14.04.2009, 08:50
DAX, recht hohe Volatilität

14.04.2009 - 08:15:22 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Nach den sehr günstigen Vorgaben aus Tokio und New York sei der DAX am Gründonnerstag bereits positiv in den letzten Handelstag vor Ostern gestartet. Im weiteren Verlauf hätte sich zunächst ein recht ereignisloser Handel ohne deutlichere Kursausschläge gezeigt, der erst am Nachmittag neue Impulse erhalten haben. So hätte dann mit der neu aufkeimenden Nachfrage sogar recht zügig ein neues Bewegungshoch im laufenden kurzfristigen Aufwärtstrend vom 9. März etabliert werden können, der diesen damit zum wiederholten Male als intakt bestätigt habe.


http://www.derivatecheck.de/charts/1890000/20090414_1899618_0_s.gif

Aus formationstechnischer Sicht hätte der DAX in der vergangenen Woche eine dreitägige "Flaggenkonsolidierung" nach oben aufgelöst. Deren projiziertes Kursziel liege bei etwa 4.700 Punkten und damit fast exakt auf dem gleichen Level wie die "Measured Move"-Projektion der Aufwärtsbewegung vom 9. bis 27. März. Somit zeige sich ein weiterer Baustein, welcher auf diese Marke als kurzfristiges Kursziel hindeute.

Zwar lasse das recht positive Stimmungsbild von Seiten der Investoren am Markt (wie dies etwa an der niedrigen Put/Call Ratios bei den DAX-Index-Optionen in den letzten Wochen abzulesen gewesen wäre) einen erneuten Übergang in eine Konsolidierungsbewegung am Aktienmarkt erwarten, jedoch hätten rekordverdächtig hohe Bestände an den Geldmärkten angezeigt, dass weiterhin noch viele an der Seitenlinie stehende Investoren in den Markt gezwungen werden könnten. Dies gelte insbesondere dann, wenn sich der kurzfristig positive Trendimpuls (steigender "ADX") weiterhin so dynamisch entwickele wie in den letzten Wochen. Zugleich rechnen die technischen Analysten bei der DZ Bank dabei jedoch aufgrund des Beginns der Berichterstattungssaison der Unternehmen mit einer recht hohen Volatilität am Markt.

actr
14.04.2009, 09:26
DAX, 45-Grad-Gann-Linie im Fokus

14.04.2009 - 08:42:25 Uhr
Helaba


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, äußert sich zur aktuellen Marktlage beim DAX.

Die Vorgaben für den heutigen Handelstag würden wenig inspirierend ausfallen. Sowohl die US Börsen als auch die Börse in Tokio habe Abschläge verbucht. Die Indikation für den DAX sei nahezu unverändert. Heute Morgen lägen bereits Zahlen von Philips vor. Im ersten Quartal wäre ein EBITA-Verlust in Höhe von 74 Mio. Euro verbucht worden.


Das technische Bild des DAX sehe im kurzen Zeitfenster weiter gut aus. Bemerkenswert sei aus Sicht des technischen Analysten bei der Helaba vor allem die Tatsache, dass die kurze Zwischenkonsolidierung (in Form einer Flagge) nach oben aufgelöst worden wäre. Weiter gelte es jedoch den Blick auf die 45-Grad-Gann-Linie zu richten. Diese verlaufe aktuell im Bereich von 4.526 Zählern und wirke als Widerstand. Ein nachhaltiger Ausbruch über das genannte Level würde dem Marktexperten zufolge weiteres Kurspotenzial in Höhe von rund 300 DAX-Punkten (hergeleitet über die "Flagge") nach sich ziehen.

Unterstützung gebe es bei 4.420 und bei 4.347 Zählern. Mit Widerstand sei bei 4.526 und bei 4.600 Stellen zu rechnen.

actr
15.04.2009, 09:03
DAX, recht dynamisch

15.04.2009 - 08:17:14 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Nach schwächerer Eröffnung im Zuge eines Minuszeichens in Tokio und bei den US Future am Morgen hätten sich recht bald wieder die Käufer dem deutschen Aktienmarkt zugewandt. So sei der DAX erneut über die 4.500er Marke geklettert und habe ein neues Bewegungshoch erreicht. Am Nachmittag wären dann nach ungünstigeren US Konjunkturdaten Gewinnmitnahmen gefolgt und der deutsche Leitindex habe zwischenzeitlich etwa 1,6 % von der Spitze wieder abgegeben. Doch auch diese Phase hätte nicht lange gedauert und wäre von erneutem Kaufinteresse abgelöst worden.



http://www.derivatecheck.de/charts/1900000/20090415_1900299_0_s.gif

Das bisherige technische Bild bleibe auch mit dem Geschehen zum Wochenauftakt nach dem verlängerten Osterwochenende erhalten. Die Handelsexperten bei der DZ Bank gehen weiterhin von einem intakten recht dynamischen Aufwärtstrend aus. Dessen Kursziel liege bei 4.700 Punkten und leite sich aus der technischen Kumulationsanalyse ab (charttechnischer Widerstand durch letztes mittelfristiges Reaktionshoch, "Measured Move"- und "Flaggen"-Projektion).

Damit besitze der DAX noch etwa 3 % an Kurspotenzial. Weiterhin wäre jedoch insbesondere aufgrund des Beginns der Berichterstattungssaison der Unternehmen mit einer recht hohen Volatilität am Markt zu rechnen. Insgesamt erscheine den Marktanalysten bei der DZ Bank auch der Übergang in eine Konsolidierungsbewegung gerade im Hinblick auf die längerfristigen Perspektiven mehr als wünschenswert. Erst dies sollte die Basis darstellen –mit einem im weiteren Verlauf nachhaltigen Überwinden des Widerstandsbereichs um 4.700 Punkte– auch charttechnisch die bereits erfolgten mittel- bis längerfristig positiven markttechnischen Signale (erste Kaufsignale von Seiten der Trendfolgeindikatoren) zu bestätigen.

actr
21.04.2009, 08:19
21.04.2009 07:50
Stimmungswechsel


http://3.bp.blogspot.com/_4LQfr-IDR4U/Se1L1H2bbeI/AAAAAAAAAMg/36gZhYIVPM4/s400/Citigroup+March+-+April+20th+2009.png


Tagesveränderung:
20.April vs. 17.April
Dow:7.842 / - 3,6 %
S&P 500: 832 / - 4,3 %
Nasdaq: 1.608 / - 3,9 %
Dax: 4.486 / - 4,1 %
EUR/$: 1,292 / - 0,6 %
Gold: $885 / + 1,6 %
Öl(WTI): $45,6 / - 7,9 %

Die Weltbörsen standen heute fast ausnahmslos unter einem spßrbaren Verkaufsdruck, der an Wall Street das schwächste Tagesresultat seit dem Beginn dieser Hausse vor sechs Wochen brachte. Damit wurden meine Warnungen auf der Börsenhotline in der vergangenen Woche bestätigt. Ich hoffe, daß Leser dieses Blogs zumindest Teilgewinne mitgenommen haben. Die Hausse ist weiterhin in Takt, muß jedoch auch einmal gelegentlich ausatmen, um den verangegangen Anstieg, der weit überdurchschnittlich war, zu verarbeiten.

Das Quartalsergebnis von Bank of America lag deutlich über dem Vorjahresniveau, jedoch reagierten Anleger äußerst nervös über die höher als erwarteten Rückstellungen für schwache Kredite. Die Aktienkurs büßte daraufhin fast 25% ein.Rückkäufe sind zwischen acht bis fünf Dollar in drei Tranchen vorzunehmen. Vorraussetzung ist natürlich, daß die Position nach einem Kursanstieg von über 260% innerhalb von knapp sechs Wochen auch liquidiert wurde.

Das heutige Chartbild zeigt den Kursverlauf von Citigroup seit den Tiefstständen von Anfang März. Die Aktie hatte hier innerhalb von knapp sechs Wochen über 360% zugelegt! Auf den Dow Jones bezogen würde dies einen Anstieg auf 30.000 (dreizigtausend) bedeuten! Wer hier noch mit der Gewinnmitnahme zögerte, hatte jedes Maß an Realität verloren. Rückkäufe sind zwischen drei bis zwei Dollar ebenfalls in drei Tranchen empfohlen.

IBM enttäuschte nachbörslich mit einem etwas schwächer als erhofften Resultat. Für diese Woche erwarte ich drei negative und zwei positive Börsentage. Insgesamt wird diese Woche den bisherigen Aufwärtstrend nicht fortsetzen. Atempausen sind die Basis für den nächsten Aufschwung.

actr
21.04.2009, 08:22
DAX, wichtiger technischer Kumulationspunkt

21.04.2009 - 08:16:58 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Nachdem der deutsche Leitindex in den vergangenen sechs Wochen mehr als 30 % zugelegt und in den letzten sechs Handelstagen ausschließlich weiße Tageskerzen etabliert habe, wäre gestern dann die überfällige deutliche Korrektur erfolgt. Insbesondere der unter dem technischen Blickwinkel wichtige Widerstand des letzten signifikanten Reaktionshochs des längerfristigen Abwärtstrends bei 4.688 Punkten habe mit dem schwachen Wochenbeginn erneut eine Bestätigung erfahren.



http://194.97.1.200/charts/1900000/20090421_1902684_1.gif

Insgesamt stelle sich mit dem Bereich um 4.700 Punkte ein wichtiger technischer Kumulationspunkt beim DAX dar. Neben dem Februarhoch und der oberen Begrenzung des seit Mitte März gültigen Aufwärtstrendkanals befänden sich hier noch zwei Kurszielprojektionen aus den letzten beiden Flaggenkonsolidierungsformationen. Darüber hinaus habe sich aus Sicht der technischen Analysten bei der DZ Bank mit dem Beginn der Woche auch das zyklentechnische Umfeld des Aktienmarkts deutlich eingetrübt.

Als erste tragfähige Basis der laufenden Konsolidierung lasse sich die charttechnische Unterstützung um 4.460 Zähler herleiten. Im Tagestief habe diese gestern bereits erstmals getestet werden können. Im Hinblick eines weiterhin noch signifikant intakten mittelfristigen Aufwärtstrends seien insgesamt sogar weitere Kursabgaben bis zum letzten Reaktionstief um 4.230 Stellen zu tolerieren. Erst unterhalb dieses Niveaus müssten die längerfristig positiven markttechnischen Signale beim DAX insbesondere von Seiten der Trendfolgeindikatoren den Handelsexperten bei der DZ Bank zufolge wieder in Frage gestellt werden.

actr
21.04.2009, 08:27
21.04.2009 08:23
Aktien Frankfurt Ausblick: Leichte Gewinne
Nach dem kräftigen Kursrutsch von vier Prozent am Vortag wird der deutsche Aktienindex DAX <DAX.ETR> am Dienstag voraussichtlich leicht erholt starten. Der X-DAX, der auf Basis des DAX-Futures den außerbörslichen Stand des Leitindex abbildet, notierte kurz nach 8.00 Uhr bei 4.503 Punkten. Das ist ein Plus von 0,41 Prozent im Vergleich zum DAX-Xetraschluss am Montag. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones <DJI.DJI> zeigte sich dagegen moderat im Minus und verlor seitdem 0,35 Prozent.

Auf der Agenda stehen im Tagesverlauf unter anderem die jüngsten ZEW-Konjunkturerwartungen sowie Quartalszahlen von US-Schwergewichten wie Advanced Micro Devices (AMD) <AMD.NYS> <AMD.FSE>, Yahoo! <YHOO.NAS> <YHO.FSE> und Coca-Cola <KO.NYS> <CCC3.FSE>. "Vor allem die ZEW Daten, die am späteren Vormittag veröffentlicht werden, haben das Potenzial, dem Markt eine aussagekräftige Richtung zu geben", sagte Händler Matt Buckland von CMC Markets.

Überraschend veröffentlichte die Deutsche Post <DPW.ETR> ihre Quartalszahlen, die von einem Händler positiv bewertet wurden. Der Nettogewinn lag im ersten Quartal bei knapp einer Milliarde Euro und übertraf nach Ansicht des Händlers die Erwartungen.

Der Bau- und Maschinenbauhersteller Bauer <B5A.ETR> übertraf trotz Wirtschafts- und Finanzkrise seine Jahresziele für 2008 leicht. Auch dies wurde am Markt in einer ersten Reaktion positiv bewertet. "Die Zahlen sind durch die Bank etwas besser als erwartet", sagte ein Börsianer. Zudem sei der Ausblick "gar nicht so schlecht".

Dagegen rechnet das angeschlagene Solarunternehmen Conergy <CGY.ETR> für das laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang, was die Aktie bei Lang&Schwarz mit heftigen vorbörslichen Verlusten bestrafte. Die Erlöse im ersten Quartal hätten mit 65 Millionen Euro um 70 Prozent unter den allerdings ungewöhnlich hohen Umsätzen des entsprechenden Vorjahreszeitraums gelegen, hatte Conergy am Montagabend nach Börsenschluss mitgeteilt. Nach einer weiter schwierigen Entwicklung im Januar und Februar sei im März wieder eine Belebung des Geschäfts verzeichnet worden. "Nach der jüngsten Kursrally hatten wir eher mit positiven Nachrichten gerechnet - aber nach diesen Aussagen ist wieder klar geworden, dass es keinen fundamentalen Grund gibt, diese Aktie zu besitzen", zeigte sich ein Händler ernüchtert.

Infineon <IFX.ETR> könnten nach starken Zahlen von Texas Instruments (TI) <TXN.NYS> <TII.FSE> in den Blick rücken. Der US-Chiphersteller blickt nach einem über den Prognosen ausgefallenen ersten Quartal optimistischer in die Zukunft. Ein Börsianer sagte allerdings, dass die Zahlen von TI mehr Einfluss haben dürften auf ARM Holdings <ARM.ISE> <ARM.FSE> als auf Infineon. Zudem sei Nokia <NOK1V.HSE> <NOA3.ETR> einer der wichtigsten TI-Kunden. Im Tagesverlauf stehen nun zudem die Hauptversammlung von Gagfah <GFJ.ETR> noch auf der Agenda sowie Zahlen des Windkraft-Anlagenbauers Nordex <NDX1.ETR>./ck/gl

AXC0031 2009-04-21/08:23

actr
21.04.2009, 20:33
21.04.2009 19:16
Hongkong: Ein weiterer Grund für eine Aufwärtsbewegung

Hier ein weiterer Grund, warum wir für Hongkong langsam bullish werden könnten: Emerging Markets haben einen neuen Trend auf Ihrer Seite.

Emerging Marktes in Asien und Lateinamerika sind gute Freunde der Spekulanten. Sie gehen durch gewaltige Boomphasen und brechen dann alle paar Jahre wieder zusammen. Um große Gewinne zu erzielen, folgen Sie dieser einfachen Faustregel: Verkaufen Sie, wenn jeder sie kaufen will, und kaufen Sie, wenn jeder aus den Emerging Markets aussteigen will.


http://www.investor-verlag.de/bilder/newsletter/id/0901/20090420_EM.gif.gif


Emerging Markets mussten 2008 einen großen Kurssturz hinnehmen. Der Benchmark-Index fiel über 60 %, ausgehend vom Mai-2008-Hoch. Seit einer Bodenbildung im Dezember hat der Kurs des wichtigen Emerging Market ETF (Kürzel EEM) eine Reihe von höheren Hochs und (noch wichtiger) höheren Tiefs gebildet. Dieser ETF erreichte sogar letzte Woche ein Sechs-Monats-Hoch. Das ist das Verhalten eines Bärenmarktes, der sich einen Bullenmarkt verwandelt.

Good Investing

Brian Hunt

actr
21.04.2009, 20:48
21.04.2009 18:45
Aktuelle Unsicherheitsfaktoren
Jochen Steffens

Die Aktienmärkte sind gestern in den USA und Europa zwischen drei und vier Prozent zurückgegangen. Schon mehren sich die Nachrichten, dass die Euphorie der letzten Zeit doch verfrüht gewesen sei. Diese Meldungen zeigen, wie schnell aus einer positiven Grundstimmung auch wieder Panik entstehen kann. Doch als Anleger und Trader sollte man sich niemals von Stimmungen leiten lassen, schon gar nicht von der Stimmung Anderer.

So unschön diese Wahrheit auch sein mag, niemand wird Ihnen zurzeit vergleichsweise verlässlich sagen können, ob wir aktuell „nur“ eine Gegenbewegung oder aber „schon“ den Anfang einer neuen Abwärtsbewegung erleben. Man kann sich bereits in normalen Börsenphasen der Zukunft nur annähern, in dem man die verschiedenen Szenarien bewertet und daraus Wahrscheinlichkeiten ableitet. Zurzeit sind Prognosen meines Erachtens nahezu unmöglich.

Zu viele externe Unsicherheitsfaktoren

Denn gerade in den nächsten Wochen können zu viele externe „Unsicherheitsfaktoren“ den Markt belasten. Da ist zum einen die mögliche Insolvenz von Chrysler oder/ und General Motors zu nennen, die in den letzten Tagen etwas aus dem Fokus der Anleger geraten ist. Heute tickerte die Meldung durch die Medien, dass nach einer Reihe von gescheiterten Krisengipfeln in Washington Chrysler nun doch immer schneller auf eine Insolvenz zusteuert. Aber entschieden ist natürlich noch nichts, die Ultimaten für beide Autobauer laufen Ende April ab.

Bereits alles eingepreist?

Natürlich ist ein großer Teil dieser Sorge vor einer Insolvenz in den aktuellen Kursen bereits eingepreist. Das Thema ist in den Medien, wie auch hier schon rauf- und runter diskutiert worden. Trotzdem vermute ich, dass die mittel- bis langfristigen Folgen schlimmer sind, als der Markt zurzeit wahrhaben will. In Folge einer Insolvenz von GM und Chrysler würden nicht nur in diesen Unternehmen selbst, sondern auch bei den Zulieferern eine zurzeit kaum überschaubare Menge an Arbeitsplätzen gefährdet. In normalen Zeiten wäre ein solcher Arbeitsplatzabbau bereits eine Belastung für eine Volkswirtschaft. Doch in der aktuellen Situation ist jeder neue Arbeitslose in den USA ein weiterer Konsument, der dem für die USA so wichtigen Binnenkonsum quasi entzogen wird.


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090421neu.gif


Wie dramatisch das Bild bereits ist, zeigt diese Grafik, in der die Entwicklung der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft seit dem 2. Weltkrieg dargestellt ist. Zwar gab es in dieser Zeit häufiger einen zum Teil auch massiven Abbau von Arbeitsplätzen, doch die jüngste Entwicklung übertrifft diese bisher deutlich, und wir stecken noch mitten in der aktuellen Entwicklung. So wurden seit Ende 2007 bereits über 5,1 Millionen Arbeitsplätze in den USA vernichtet. Die Arbeitslosenquote stieg auf einen Wert von 8,5 % und damit auf den höchsten Stand seit 25 Jahren.

Ein nachlaufender Indikator?

Nun ist der Arbeitsmarkt gemeinhin ein nachlaufender Indikator. Das heißt, er läuft normalerweise der konjunkturellen Entwicklung hinterher. Doch in Extremsituationen hat er natürlich auch wiederum einen Einfluss auf die US-Wirtschaft. Immerhin ist die Binnenkonjunktur für 60-70 % des US-Wirtschaftswachstums verantwortlich. Wenn in kurzer Zeit über 5 Millionen Stellen abgebaut werden, wird das den Binnenkonsum erheblich belasten. Es entsteht eine Spirale. Der Arbeitsplatzabbau führt zu einem niedrigeren Konsum (Nachfrage), der (die) wiederum die Unternehmen zwingt, Arbeitsplätze abzubauen. Wir können davon ausgehen, dass bei einer Insolvenz der Autobauer diese extrem negative Entwicklung des US-Arbeitsmarktes zumindest noch eine Weile fortgesetzt, wenn nicht sogar gesteigert wird.

Stresstest positiv?

Darüber hinaus wissen wir immer noch nicht, wie der von der Fed durchgeführte Stresstest bei den 19 größten US-Banken ausfallen wird. Wie ich hier schon einmal geschrieben habe, gab es Gerüchte, dass die ersten Ergebnisse positiv ausgefallen seien. Nach neueren bisher unbestätigten und sogar dementierten Gerüchten soll es zu eher negativen Ergebnissen gekommen sein. Wir müssen also abwarten, was Ende April tatsächlich veröffentlicht wird. Meinen Informationen nach sollen die einzelnen Ergebnisse aber bereits Ende dieser Woche vorliegen und dann zentral zusammengefasst werden. Das bedeutet, wir müssen damit rechnen, dass hier Informationen auch schon früher bekannt werden und den Markt beeinflussen.

Neue Zahlen vom US-Immobilienmarkt

Als wäre das noch nicht genug, werden in dieser Woche auch noch weitere Zahlen vom US-Immobilienmarkt gemeldet. Wie ich in bereits mehrfach dargestellt habe, sind die Immobiliendaten zurzeit ein wichtiger, wenn nicht maßgeblicher Indikator für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte.

Nachdem in der letzten Woche bei den Baugenehmigungen und Baubeginnen in den USA nach einer Stabilisierung doch wieder ein Rückgang gemeldet wurde, kann es sein, dass die Verkäufe bestehender Häuser, die am Donnerstag veröffentlicht werden, und die Verkäufe neuer Häuser, die einen Tag später kommen, ebenfalls wieder rückläufig sind.

Nächste Woche erwartet uns dann auch noch die Fed-Sitzung. Mit einer Veränderung der Zinsen ist nicht zu rechnen, also werden die Anleger wie gebannt

Fazit:

Die oben geschilderten Faktoren sind, je nachdem wie sie sich entwickeln, durchaus in der Lage, den Markt noch einmal unter Druck zu bringen. Im Moment sieht es noch nicht so aus, als wären die alten Tiefs in Gefahr. Sollten sich jedoch neue dynamische Abwärtsbewegungen ausbilden, muss man vorsichtig werden. Steigen die Märkte trotz dieser „Gefahren“ weiter an, muss das als ein sehr bullishes Zeichen gewertet werden.

Nasdaq100 und die inverse SKS

Zurzeit ist damit immer noch die inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die ich Ihnen bereits vorgestellt hatte, möglich:

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090421ndx.gif


Im Zuge der oben genannten Faktoren oder anderen Nachrichten kann der Nasdaq100 durchaus noch einmal an die 1.200-Punkte-Marke laufen. Sollte diese Marke halten und die Kurse anschließend wieder die 1.378-Punkte-Marke nachhaltig überwinden können, wäre die inverse SKS bestätigt. Das Kursziel aus dieser Formation liegt bei 1.750 Punkten. Da Charts einen gewissen Hang zur Symmetrie haben, wäre auch ein Erreichen der 2.000-Punkte-Marke denkbar.

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
22.04.2009, 08:21
22.04.2009 08:20
MARKT/DAX noch etwas fester erwartet
DJ MARKT/DAX noch etwas fester erwartet

Mit etwas festeren Kursen rechnen Händler für das frühe Geschäft am Mittwoch. Der DAX dürfte die Erholung vom Dienstag ausbauen, heißt es am Morgen. "Gestützt wird die Stimmung von den US-Vorlagen, besonders vom Dreh der Banken nach positiven Aussagen von US-Finanzminister Tim Geithner und der Citigroup", so ein Händler. Citi waren um 10% gestiegen, nachdem der Konzern von einer positiven Entwicklung gesprochen hatte. Der US-Finanzminister hat die Angst vor den Stresstest-Ergebnissen gedämpft, indem er die Banken als überwiegend gut kapitalisiert bezeichnet hat.

Darüber hinaus sollte der Markt von angestrebten Preiserhöhungen bei Elpida profitieren, so ein weiterer Händler. Außerdem sei die mögliche Übernahme der LVMH-Getränke durch Diageo positiv: "Die M&A-Fantasie kehrt zurück", ergänzt er.

Neue Impulse dürften am Mittwoch vom Fortgang der Berichtsaison ausgehen, so von den Zahlen von Morgan Stanley oder von Nestle, BHP und GlaxoSmithKline in Europa.

Aus technischer Sicht habe sich die Situation mit der Rally vom späten Dienstag verbessert, heißt es am Markt. Der DAX könnte "eine kurze, wenn auch heftige Zwischenkonsolidierung zum Abschluss gebracht haben", so die Analysten von Staud Research. Das Tief von 4.390 biete nun Unterstützung, einen Widerstand sehen Marktteilnehmer bei 4.690 Punkten.

DJG/hru/cln

actr
22.04.2009, 08:23
DAX, Chancen sind größer als die Risiken

22.04.2009 - 08:20:47 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Eine Berg- und Talfahrt habe der DAX gestern erlebt, nachdem tags zuvor die ersten deutlichen Gewinnmitnahmen das Bild am deutschen Aktienmarkt geprägt hätten und dieser in eine Konsolidierungsbewegung übergegangen wäre. So habe sich der Index zunächst im Intraday-Handel stabilisiert, ehe im weiteren Verlauf eine Ausweitung der zum Wochenauftakt gestarteten Konsolidierungsbewegung mit einem neuen Tief zu beobachten gewesen wäre. Im Tagestief bei 4.391 Punkten habe sich dann jedoch erneutes Nachfrageinteresse gezeigt und so der DAX den Tag sogar noch im Plus abgeschlossen.

Damit zeige sich, dass die Marktteilnehmer die gestrige "überverkaufte" Lage zu nutzten gewusst hätten. Eine Put/Call-Ratio bei den DAX-Optionen von um 2,0 bzw. sogar noch höher an zwei aufeinander folgenden Handelstagen bei fallenden Notierungen deute aus Sicht der Handelsexperten bei der DZ Bank darüber hinaus darauf hin, dass kurzfristig wieder Angst in den Markt gelange. Dies interpretieren die Marktanalysten positiv, auch wenn dies für eine Marktbereinigung zunächst noch etwas zu dürftig erscheine. Aus charttechnischer Sicht habe der Aufwärtstrendkanal, der seit dem 9. März intakt sei, auch noch nicht seine Gültigkeit verloren.

http://194.97.1.200/charts/1900000/20090422_1903334_1.gif


Charttechnisch argumentiert wäre die Wahrscheinlichkeit einer positiven Trendfortsetzung aus Sicht der technischen Analysten damit höher zu gewichten als die Risiken einer Konsolidierungsausweitung.

Eine potenzielle Trendfortsetzung müsse aber zwingend ihre rasche Bestätigung finden, da vor dem Hintergrund des derzeit noch ungünstigen saisonalen Umfelds (bis Ende des Monats) die zyklischen Kräfte einem weiteren Anstieg noch entgegen stünden. Eine solche positive Bestätigung wäre aus Sicht der Handelsexperten erst gegeben, wenn der DAX sein gestriges Tageshoch bei 4.543 Punkten überwände. Dies wäre ein Zeichen in Richtung "beschleunigter Abschluss der laufenden Konsolidierung", und es könnte ein erneuter Test des alten Bewegungshochs bei 4.686 Zählern erwartet werden. Ansonsten blieben die Risiken hoch, dass der Index seine Verluste bis zur nächsten charttechnischen Unterstützung um 4.230 Stellen ausweite.

actr
22.04.2009, 08:51
DAX-Future, mittig in seinem Trendkanal

22.04.2009 - 08:29:00 Uhr
JRC


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Future (FDAX).

Der DAX-Future habe sich gestern nach den herben Verlusten des Vortages um 1,48 % oder 66,5 Punkte erholt. Auf Tagesbasis hätte der Widerstand bei 4.520 Zählern zurückerobert werden können.

http://194.97.1.200/charts/1900000/20090422_1903339_1.gif


Mit der Rückeroberung des Widerstands bei 4.520 Stellen notiere der DAX-Future nun mittig in seinem Trendkanal. Nach oben werden die Gewinne nur noch vom Widerstand bei 4.580 Punkten begrenzt. Könnte er gebrochen werden, wären Anschlusskäufe bis zum alten Hoch bei 4.700 Zählern und anschließend bis zum Horizontalwiderstand bei 4.750 Stellen denkbar. Darüber verlaufe bei 4.800 Punkten die obere Trendkanallinie.

Sollte jedoch die am Montag begonnene Korrektur fortgesetzt werden, seien zunächst die Unterstützungen bei 4.520 und anschließend bei 4.465 Punkten zu brechen. Fielen die Notierungen unter diese Marke, wäre aus Sicht der technischen Analysten bei JRC ein Test der unteren Trendkanallinie bei 4.375 Zählern wahrscheinlich.

actr
22.04.2009, 15:37
Dow Jones, das aktuelle Kurspotenzial

22.04.2009 - 11:32:27 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung und den technischen Aussichten des Dow Jones (DJ).

Die US Leitbörsen hätten am Dienstag nach einem leichteren Start von der positiven Entwicklung im Bankensektor profitiert. Im Fokus hätten zudem diverse Unternehmenszahlen führender US Konzerne gestanden.


http://194.97.1.200/charts/1900000/20090422_1903548_1.gif


An der Spitze des Dow Jones sollen die Titel der Citigroup mit +10,20 % auf 3,24 US-Dollar gelegen haben. Bank of America wären mit +9,23 % bei 8,76 US-Dollar aus dem Handel gegangen. Trotz einer reduzierten Gewinnprognose hätten DuPont nach der Bilanzvorlage mit +4,94 % auf 28,06 US-Dollar ebenfalls zu den Favoriten gezählt. United Technologies hätten sich um 4,76 % auf 47,99 US-Dollar verteuert. Merck & Co. Sollen sich nach der Bilanzvorlage am Dow Jones-Ende um 6,66 % auf 23,54 US-Dollar verbilligt haben. Der Konzern hätte zum Jahresauftakt einen Gewinneinbruch verzeichnet und die Ziele gesenkt. Coca-Cola habe 2,80 % auf 43,09 US-Dollar verloren.

Beim Dow Jones sei die mittelfristige Indikatorenlage uneinheitlich, die kurzfristige Indikatorenlage wäre wieder positiv. Der US Aktienindex habe aus Sicht der technischen Analysten bei Lang & Schwarz kurzfristig Kurspotenzial bis 8.180 Punkte.

actr
23.04.2009, 00:32
22.04.2009 18:45
Messe-Indikatoren und BIP-Rückgang
Jochen Steffens

Morgen geht es nach Stuttgart und deswegen noch einmal der Hinweis: Am Donnerstag und Freitag erscheint kein Steffens Daily!

Ich bin gespannt, wie sich die Messe darstellt. Natürlich werde ich für diejenigen unter Ihnen, die nicht auf der Invest sind, die verschiedenen Messeindikatoren analysieren. Wie ist die Stimmung unter Analysten, Kommentatoren und Anlegern? Ein wichtiges aber nicht ganz ernstzunehmendes Indiz für die Marktstimmung ist auch der bekannte Hostessenindikator. Je mehr Hostessen eingestellt werden und je leichter eben diese bekleidet sind, desto bullisher beziehungsweise euphorischer ist die Stimmung bei den Ausstellern. Damit gehört der Hostessenindikator eindeutig zu den Kontraindikatoren. Angesichts der aktuellen Krise werden in diesem Jahr wohl kaum Hostessen zu finden sein und diese tragen dann entsprechend der Stimmung alle bodenlang... Davon aber mehr, wenn ich wieder zurückkomme.

BIP soll um 6 % schrumpfen

Heute ist zu hören, dass die großen Wirtschaftsforschungsinstitute davon ausgehen, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr sogar um 6 % einbrechen soll. Das wäre ein Rückgang, den wir seit der Gründung der Bundesrepublik nicht erlebt haben. Das eigentliche Gutachten wird aber erst morgen veröffentlicht. Die Regierung wird auf Basis dieses Gutachtens in der nächsten Woche ihre Wirtschaftsprognose vorstellen. Hier soll wohl nur eine 5 vor dem Komma stehen.
Heute konnte ich zu diesem Thema beim Bäcker ein Gespräch belauschen: „Krise, Krise – ich kann das Wort nicht mehr hören. Ich merke nichts von einer Krise! Es hat sich doch nichts Entscheidendes verändert. Alles nur Panikmache.“

Man könnte etwas das Gefühl bekommen, dass in den letzten Jahren vielleicht zu oft „Panik“ von den Medien und Politikern verbreitet wurde. Nun nimmt die Krise kaum einer ernst. Nur, es ist vollkommen normal, dass eine derartige Krise bei der Bevölkerung erst zeitversetzt ankommt. Es kann Monate und Jahre dauern, bis die Auswirkungen auch bei dem überwiegenden Teil der Bevölkerung angekommen sind.

Zeitversetzte Wirkung

Es handelt sich schließlich nicht um einen Salamicrash wie im Jahr 2000-2003 sondern um einen richtigen Crash. Aber selbst im Jahr 2000 haben die meisten noch nichts von Krise gespürt. 2001 wurde vom 11. September überschattet, ansonsten hätte man auch da noch nicht viel von der Krise mitbekommen. Erst 2002-2005 rückte die Krise bei der Masse der Menschen in Deutschland ins Bewusstsein. Und zu diesem Zeitpunkt hellte sich die Stimmung an den Börsen bereits wieder auf. Ich kann mich noch gut erinnern, dass bis Ende 2004 der überwiegende Teil der Analysten und Journalisten noch mit dem Weltuntergang beschäftigt war.

Und das ist schließlich auch der Grund, warum ein erfolgreicher Anleger antizyklisch zur Masse handeln muss. So gesehen sind solche Aussagen beim Bäcker eigentlich ein Hinweis darauf, dass es noch zu früh für einen neuen Bullenmarkt ist.

Steuereinnahmen sollen deutlich zurückgehen

In den Rahmen der Zeitverzögerung passt auch, dass die Schätzungen für die Steuereinnahmen in Deutschland alarmierend ausfallen. So sollen nach Angaben der Berliner Zeitung Steuerexperten davon ausgehen, dass Bund, Länder und Gemeinden bis 2013 bis zu 200 Mrd. Euro weniger einnehmen, als bisher erwartet. Im Jahr 2009 soll es zu einem Rückgang um 25 - 30 Mrd. Euro bei den Steuereinnahmen kommen. Sollte das tatsächlich so eintreffen, wird man 2013 auch beim Bäcker nicht mehr über Panikmache schimpfen. Sobald der Staat anfängt, Sparmaßnahmen beschließen zu müssen, wird es mit dem Wirtschaftswachstum schwierig.

Warum gerade jetzt eine Wahl gewinnen?

Bei diesen Nachrichten schweiften meine Gedanken etwas ab. Wenn ich Chef eine Partei wäre (Gott bewahre mich davor, dass das jemals passiert), würde ich versuchen, bei der nächsten Bundestagswahl meine Gegner an die Macht zu kriegen. Denn wenn diese Krise sich ausweitet, wird die nächste Regierung keine schöne Zeit erleben. Vielleicht war das ja auch ein Grund dafür, warum die Republikaner in den USA bei der letzten Wahl... Aber nein, das geht ja schon fast in die Richtung Verschwörungstheorie.

Ich wünsche Ihnen für die nächsten Tage alles Gute

und würde mich natürlich freuen, Sie am Samstag um 13.00 Uhr in Stuttgart am Stand der Deutschen Bank (X-Markets) begrüßen zu dürfen.

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
23.04.2009, 16:52
Dow Jones, negative Indikatorenlage

23.04.2009 - 11:31:18 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung und den technischen Aussichten des Dow Jones (DJ).

Die US Aktienmärkte seien am Mittwoch nach einem freundlichen Verlauf im späten Handel in die Verlustzone gedreht. Vorsichtiger werdende Investoren hätten sich aus Bankaktien zurückgezogen und die Standardwerteindizes ins Minus gedrückt. Insbesondere die Zahlen von Morgan Stanley hätten enttäuscht.

Tagesverlierer im Dow Jones seien die Titel der Bank of America mit -5,71 % auf 8,26 US-Dollar gewesen. Morgan Stanley wären um 8,97 % auf 22,44 US-Dollar abgerutscht. Die beste Performance im Dow Jones habe Caterpillar mit +3,38 % auf 32,45 US-Dollar verzeichnet. AT&T hätten 1,82 % fester bei 25,74 US-Dollar geschlossen. Der Konzern habe die Markterwartungen deutlich übertroffen. Boeing seien trotz eines überraschend starken Gewinneinbruchs um 1,77 % auf 37,30 US-Dollar gestiegen.


http://194.97.1.200/charts/1900000/20090423_1904307_1.gif


McDonald's wären nach einer zunächst positiven Reaktion auf die Zahlen mit 2,48 % ins Minus auf 54,25 US-Dollar gerutscht. Im Techsektor hätten sich Yahoo nach Zahlen um 0,70 % auf 14,48 US-Dollar verteuert. Apple sollen sich um 0,21 % auf 121,51 US-Dollar verbilligt haben. Ebay hätten um 3,43 % auf 14,78 US-Dollar zugelegt.

Beim Dow Jones seien die mittel- und die kurzfristige Indikatorenlage negativ. Der US Aktienindex habe kurzfristig Korrekturpotenzial bis 7.800 Punkte.

actr
23.04.2009, 16:56
Dow Jones, Korrektur setzt sich fort

23.04.2009 - 12:04:37 Uhr
JRC


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Am Mittwoch seil der Dow Jones nach Handelseröffnung zunächst um 60 Punkte auf 7.900 Zähler gefallen, sei dann aber noch in der ersten Handelsstunde um 140 Stellen nach oben geschossen. Damit wäre dann fast das Tageshoch erreicht worden, das nur noch einmal in der vorletzten Handelsstunde getestet worden sei. Die größten Verluste wären kurz vor Beendigung des Handels entstanden. Insgesamt habe es einen Verlust von 83 Punkten oder 1,04 % gegeben.


http://194.97.1.200/charts/1900000/20090423_1904342_1.gif


http://194.97.1.200/charts/1900000/20090423_1904342_3.gif

Die am Montag begonnene Korrektur scheine sich fortzusetzten, nachdem es nicht mehr gelungen sei, den Widerstand bei 8.000 Punkten auf Tagesbasis zu brechen. Damit rücke nun die Unterstützung bei 7.760 Zählern in den Fokus. Fiele sie, wären aus Sicht der technischen Analysten bei JRC Abgaben bis 7.500 Stellen möglich. Da beide Aufwärtstrends gebrochen worden wären, sei dass Erreichen dieser sehr wichtigen Unterstützung wahrscheinlich geworden.

Sollte der heute bei rund 8.000 Punkten verlaufende Aufwärtstrend doch noch zurückerobert werden, könnte aus Sicht der Trading-Strategen das alte Hoch bei rund 8.150-8.200 Zählern noch einmal erreicht werden.

actr
23.04.2009, 22:05
23.04.2009 20:43
Volkswagen-Vorzugsaktionäre kippen Vorratsbeschluss für Kapitalerhöhung
Die Vorzugsaktionäre des Automobilherstellers Volkswagen (News/Aktienkurs) <VOW.ETR> haben den Vorratsbeschluss für eine mögliche Kapitalerhöhung des Konzerns gekippt. Die Vorzugsaktionäre lehnten auf der Hauptversammlung am Donnerstag die Ausgabe neuer Stamm- und/oder Vorzugsaktien ab und auch der Antrag zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen erhielt nicht die erforderliche Mehrheit. Damit sei auch die Zustimmung der Stammaktionäre für die entsprechenden Vorratsbeschlüsse hinfällig, erläuterte ein Unternehmenssprecher./dct/he

ISIN DE0007664005 DE000PAH0038

AXC0267 2009-04-23/20:43

actr
27.04.2009, 07:13
26.04.2009: Es bleibt spannend


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_lang.gif


Passend zu unserer letzten Überschrift "Korrekturrisiko trotz Kaufsignal" legte der DAX in der Vorwoche zunächst einen scharfen Rückgang aufs Parkett. Bis zum Dienstag brach der Index in der Spitze um mehr als 6 Prozent ein. In der zweiten Wochenhälfte konnten diese Verluste aber vollständig wieder aufgeholt werden und der DAX schloss im Vergleich der Wochenschlusskurse praktisch unverändert.

Das Bild im mittleren Schaubild auf Wochenbasis bleibt damit positiv. Die Notierung behauptet sich erfolgreich oberhalb des Supports bei 4500 und auch über dem mittleren Bollinger Band. Dieser Umstand weckt Begehrlichkeiten bei den Bullen und eröffnet Potenzial bis zu dem (schon bald) recht massiven Kreuzwiderstand bei 5300 Punkten.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_mittel.gif


Wie im Bilderbuch, und zudem ebenfalls positiv, präsentiert sich der jüngste Kursverlauf im unteren Chart. Nachdem die Kurse im Bereich der seit Oktober gültigen Abwärtstrendlinie nach unten drehten, hatte der DAX keinerlei Mühe, den schmalen, seit Anfang März gültigen Aufwärtstrendkanal zu behaupten. Zuletzt kitzelte die Notierung dann erneut an der abwärtsgerichteten Trendlinie. Nun aber mit besseren Vorzeichen, denn der Stochastik baute sein überkauftes Potenzial ab und das obere Bollinger Band bietet mehr Spielraum in Nordrichtung.

Entscheidend wird nun sein, ob der Ausbruch aus dem seit Oktober bestehenden Abwärtstrendkanal gelingt. Das wäre in der Tat ein neues Kaufsignal, und Anleger könnten für die kommenden Wochen auf einen Anstieg bis auf 5300 Zähler setzen. Scheitert der DAX dagegen erneut auf dem aktuellen Niveau und verlässt dann auch den schmalen Aufwärtstrendkanal (aktuell schon knapp unter 4500) nach unten, steht wohl eine etwas größere Korrektur vor der Tür.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_kurz.gif

Autor: Oliver Schultze

actr
27.04.2009, 07:15
26.04.2009: Erneut Patt am Widerstand


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_lang.gif


Der Dow setzte gleich zu Wochenbeginn zurück. Dieser Einbruch kam für Leser unseres letzten Chartkommentars nicht unerwartet. Anschließend konnte sich der Dow aber trotz großteils ernüchternder Nachrichten sowohl bei den vermeldeten Einzelunternehmenszahlen als auch in Bezug auf die konjunkturelle Gesamtsituation im Laufe der Woche in kleinen Trippelschritten wieder "bekrabbeln". Der Vergleich der Freitagsschlusskurse zeigt ein leichtes Minus von 55 Punkten.

Dieses Wochenergebnis ist positiver als von uns erwartet. Gleichwohl ändert sich an der technischen Einschätzung noch nichts: Der Dow hat sich ein weiteres Mal an dem bereits hinreichend bekannten Widerstandsbereich zwischen 7960 und 8200 Punkten den Kopf gestoßen.

http://www.chartbuero.de/Charts/dow_mittel.gif


Dem abwärts gerichteten Fächer im unteren Chart kann eine weitere Fächerstrebe hinzugefügt werden, was die abflauende Aufwärtsdynamik nochmals veranschaulicht.
Neue Erkenntnisse lassen sich hingegen nicht ableiten - außer, dass wir eigentlich schon mit spürbaren Verlusten gerechnet hätten, die nicht eintraten. Der Markt hält sich folglich besser als erwartet.

Strategie: Wer der an dieser Stelle gegebenen Empfehlung folgte, der wurde gleich am Montag per Stopp-Loss von seinen Long-Investments getrennt. Neuinvestments drängen sich derzeit nicht auf. Puts können spekulativ mit engem Stopp gehalten werden. Erst bei einem Anstieg über den nächsten (schwachen) Widerstand bei 8420 Punkten wäre der Weg nach oben wieder frei und es könnte erneut auf Calls gesetzt werden.


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_kurz.gif


Autor: Lutz Mathes

actr
27.04.2009, 07:18
26.04.2009: Weiterhin verhalten positiv


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_lang.gif


Nach einer spürbaren Korrektur zu Wochenbeginn setzte der Nasdaq Composite seine Aufwärtsbewegung fort. Im Vergleich der Freitagsschlusskurse verbuchte der Index einen Zuwachs um 21 Punkte, dies entspricht knapp 1,3 Prozent.

Trotz der siebten weißen Wochenkerze in Folge ist die nachlassende Dynamik nicht zu übersehen. Optimisten setzen aber weiterhin auf einen Anstieg bis zum (deutlich steigenden) oberen Bollinger Band auf Wochenbasis, das aktuell bei 1790 Zählern verläuft. Aus rein charttechnischer Sicht liegt der nächst höhere Widerstand, der sich vom Tiefpunkt im April 2005 herleitet, bei rund 1900 Punkten.


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_mittel.gif


Der untere Chart zeichnet jetzt allerdings, wie schon in der Vorwoche, nur noch ein verhalten positives Bild. Während der Stochastik im neutralen Bereich nach oben weist, dämpft die Nähe zum oberen Bollinger Band eventuelle Euphorie. Zudem ist der nächst höhere Widerstand bereits bei 1770 Zählern angesiedelt. Eine dynamische Rallye liegt damit nicht in der Luft.

Noch deutet der Kursverlauf jedoch auch nicht auf eine Korrektur hin. Anlegern ist damit nach wie vor zu raten, bestehende Positionen mit Absicherung zu halten.

http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_kurz.gif

Autor: Oliver Schultze

actr
28.04.2009, 07:04
27.04.2009 18:45
Der Messe-Indikator
Jochen Steffens

Es war eine Messe, die man mit einem einzigen Begriff sehr treffend umschreiben kann: durchwachsen. Um die 15.000 Besucher haben die Invest in Stuttgart vom 24. bis 26. April besucht. Das ist zwar ein kleiner Rückgang zu den 17.243 Besuchern im letzten Jahr, aber noch kein erheblicher Einbruch. Die Besucherzahlen weisen somit noch nicht auf einen Boden hin. Der Hostessenindikator war da schon deutlicher: Tatsächlich traf man nur auf sehr wenige Hostessen in „außergewöhnlicher“ Bekleidung. Die Branche versuchte offenbar einen seriösen Eindruck zu vermitteln. Das ist nach dem Crash, der Bankenkrise und dem Vertrauensverlust der Anleger auch nicht wirklich verwunderlich. Die Zeit der Exzesse ist einfach vorbei. Auch der Spaß daran, sich selbst zu feiern, dürfte den meisten im letzten Jahr vergangen sein. Von Champagner-Laune war die Messe demnach weit entfernt.

Das wiederum wirkte sich sogar auf die Ausstellerparty aus, die immer freitags im Anschluss an den Messetag stattfindet. Selbst hier zeigte sich die etwas gedämpftere, fast schon besinnliche Stimmung. Kollegen, die bis 5 Uhr nachts durchgehalten hatten, wussten am nächsten Morgen nicht wie in früheren Jahren von exzessiven Trink- und Feiergelagen oder von den fast unvermeidlichen Fehltritten leicht alkoholisierter Börsengrößen zu berichten. Dabei war die Zahl der Aussteller mit 193 nicht weit vom Vorjahreswert entfernt.

Institutionelle Anleger auf der Suche nach Antworten

Interessant ist vielleicht noch, dass der Besucheranteil institutioneller Anleger in diesem Jahr deutlich von zuvor 27 Prozent auf nunmehr 33 Prozent gestiegen ist. Doch auch diese Besonderheit ist leicht zu erklären. Sie zeigt nämlich zum einen, dass der Besucherrückgang der Privatanleger noch etwas deutlicher ausgefallen ist, als die Zahlen oben auf den ersten Blick darstellen. Zum anderen offenbart sie etwas, dass allgemein auf der Messe zu erkennen war: Verunsicherung.

Ich schätze, viele institutionelle Anleger wollten auf der Messe einfach auch Antworten finden. Antworten auf die Fragen: Wie geht es weiter? Wie schlimm kann es noch werden? Gibt es bereits deutlichere Hinweise auf ein Ende der Krise? Kommt es nun zu einer deflationären oder inflationären Phase? Diese Fragen konnten aber weder Aussteller noch Referenten wirklich beantworten.

Weitreichende Verunsicherung

Noch nie habe ich auf einer Messe unter den Kollegen eine derart breite Verunsicherung gespürt. Früher wurden in tiefer Überzeugung auf den Punkt genaue Kursmarken genannt. Diese Prognose wurde anschließend in ungestümer Entschlossenheit und ohne Wenn und Aber vertreten. Hitzige Diskussionen entbrannten an der Frage, ob der DAX zum Jahresende bei 7.354 oder 8.652 Punkten stehen würde. Bei dieser Messe war alles anders. Der Tenor der Kollege: „Ich weiß zurzeit nichts, ich habe kein Gefühl, keine Ahnung, was der Markt machen wird.“ Meist folgte ein vorsichtiger Konjunktiv: "Ich könnte mir vorstellen, dass es noch etwas steigt (oder fällt), aber dann?“

Das Trauma des Crashs scheint tief zu sitzen. Einige waren sogar vollends resigniert: „Ich mache im Moment nichts, ich warte, bis sich wieder ein klarer Aufwärtstrend heraubildet.“

Diese Stimmung wäre wiederum eher als Hinweis auf einen Boden zu interpretieren.

Insgesamt bleibt also, wie eingangs schon erwähnt, das Fazit: durchwachsen. Wenn ich mich an die Messen im Jahr 2003 zurückerinnere, dann war auf der aktuellen allerdings einfach noch einfach zu viel los.

Großes Interesse an einem trockenen Thema

Im Zusammenhang mit der Messe möchte ich mich bei Ihnen noch für das überraschend große Interesse an meinem Vortrag zum Thema „Deflation und Inflation“ bedanken. Ich hoffe, ich konnte ein wenig mehr Licht in das große Dunkel dieses Themas bringen. Dabei hatte ich nicht damit gerechnet, dass sich derart viele Messebesucher für diese doch vergleichsweise trockene Problematik interessieren würden. Ich habe mich darüber hinaus auch gefreut, dass ich so viele Steffens-Daily Leser getroffen habe.

Das 2. Kölner Tradertreffen

Auch das 2. Kölner Tradertreffen am Mittwoch letzter Woche war ein voller Erfolg und hat unsere anfänglichen Erwartungen übertroffen. Kein Wunder also, dass viele Teilnehmer Interesse an weiteren Tradertreffen äußerten. Dem werden wir natürlich nachkommen.
In zwei bis drei Monaten wird das 3. Kölner Tradertreffen stattfinden. Mehr dazu dann hier im Steffens-Daily. Falls Sie das nächste Treffen unter keinen Umständen verpassen wollen, mailen Sie uns einfach (info@stockstreet.de Betreff: „Tradertreffen“). Wir nehmen Sie dann in den Verteiler zum Kölner-Tradertreffen auf und informieren Sie vorab noch einmal extra per Mail.

Auf solchen Messen hat man, so absurd es auch klingen mag, aufgrund der vielen Termine faktisch keinen Kontakt zum aktuellen Börsengeschehen. Aus diesem Grund muss ich mich, nachdem ich mir heute Morgen einen ersten groben Überblick verschafft habe, erst noch intensiver einarbeiten, um zu den aktuellen Themen etwas Vernünftiges schreiben zu können. Mehr zur Schweinegrippe, Sanierung von GM und dem Markt also in den nächsten Tagen.

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
28.04.2009, 07:07
27.04.2009: ASX: Kitzelt am Widerstand



http://www.chartbuero.de/Charts/woche_lang.gif


Auch der australische Aktienmarkt ist von der Finanzkrise stark getroffen worden, der Australian All Ordinaries büßte von Ende 2007 bis Anfang 2009 mehr als die Hälfte ein. Und dies, obwohl die dortige Wirtschaft im Vergleich zu Deutschland weniger exportabhängig ist und die australischen Banken auch weit weniger "toxische Wertpapiere" in ihren Büchern haben als ihre deutschen Mitbewerber.

Es scheint fast, als sei dies in den letzten Monaten auch in das Bewußtsein der Anleger vorgedrungen. Denn seit Jahresanfang hat der ASX per Saldo eine positive Bilanz vorzuweisen, im Gegenteil zu den deutschen Indizes oder dem Dow Jones. Für die weitere Entwicklung bereitet dies durchaus Hoffnung, die von charttechnischer Seite nun auch Unterstützung erfährt.

Denn zuletzt kämpfte sich der Index bis zu dem Widerstand bei knapp 3750 Punkten vor, der im unteren Schaubild eingezeichnet ist. Der erste Durchbruchversuch Mitte April scheiterte, aber die Bären konnten daraus kein Kapital schlagen. Vielmehr hat die Notierung den Kontakt zu der Widerstandslinie seitdem aufrecht erhalten. Daher sollte es sich lohnen, den Kursverlauf der nächsten Tage im Auge zu behalten. Denn gelingt der Durchbruch nach oben, ergibt sich Aufwärtspotenzial bis zu den nächst höheren Widerständen bei 4300 und 4600 Punkten.


http://www.chartbuero.de/Charts/woche_kurz.gif

Autor: Oliver Schultze

actr
28.04.2009, 15:13
Dow Jones, die Angriffslust fehlt

28.04.2009 - 11:45:31 Uhr
JRC


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Der Dow Jones habe gestern 51,5 Punkte oder 0,64 % auf 8.025 Zähler verloren.


http://194.97.1.200/charts/1900000/20090428_1906415_1.gif


Dem US Aktienindex oder vielmehr den Marktteilnehmern sei die Angriffslust abhanden gekommen. Unterhalb des Widerstands bei 8.175 Stellen komme kaum noch Optimismus und damit Kaufdruck auf. Die Eroberung der Widerstandszone zwischen 8.175 und 8.200 Punkten sei aber essentiell für ein Fortbestehen der im März begonnenen Rally. Noch befinde sich der Dow Jones nur in einer seit über drei Handelswochen andauernden Seitwärtsphase, ein Abwärtstrend wäre noch nicht etabliert worden. Damit könne die Seitwärtsphase auch als Konsolidierung der zuvor gemachten Gewinne verstanden werden.

Fielen die Notierungen aber auf Tagesbasis unter 7.760 Zählern, wäre die Seitwärtsphase nach unten verlassen worden. Verluste bis 7.500 Stellen wären dann möglich. Bei einem Ausbruch nach oben rechnen die Trading-Strategen bei JRC mit Anschlusskäufen bis 8.400 Punkten.

actr
28.04.2009, 15:16
Dow Jones, das kurzfristige Kurspotenzial

28.04.2009 - 11:30:33 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung und den technischen Aussichten des Dow Jones (DJ).

Die wichtigsten US Aktienindizes hätte gestern nach einer Berg- und Talfahrt schwächer geschlossen. Am Markt habe die Sorge vor dem Ausbruch einer weltweiten Grippeepidemie und ihrer möglichen negativen Folgen für die Konjunkturerholung die Stimmung verschlechtert. Besonders hart habe es Aktien von Fluggesellschaften getroffen.

Auffälligster Wert wäre allerdings General Motors gewesen. In Reaktion auf die Verschärfung ihres Sparkonzepts seien GM-Titel um 20,71 % auf 2,04 US-Dollar angesprungen. Der US Autobauer wolle den Staat zum Mehrheitseigner machen. Ford-Aktien seien um 2,20 % auf 5,11 US-Dollar gestiegen. Aktien von Pfizer wären um 2,43 % auf 13,49 US-Dollar geklettert.


http://194.97.1.200/charts/1900000/20090428_1906403_1.gif


Pharmawerte sollen von Hoffnungen auf Impfstoffe gegen die Schweinegrippe profitiert haben. US Airways-Aktien hätten -17,36 % auf 4,00 US-Dollar verloren. Verizon-Papiere seien um -1,48 % auf 30,54 US-Dollar gefallen. Der Umsatz des Unternehmens wäre im ersten Quartal 2009 durch den Zukauf des kleineren Konkurrenten Alltel zum Vorjahr um 12 % gewachsen, der Gewinn indes nur leicht gesteigert worden.

Beim Dow Jones seien die mittel- und die kurzfristige Indikatorenlage uneinheitlich. Der US Aktienindex habe aus Sicht der technischen Analysten bei Lang & Schwarz kurzfristig Kurspotenzial bis 8.160 Punkte.

actr
29.04.2009, 08:48
DAX, erhöhter Konsolidierungsbedarf

29.04.2009 - 08:21:10 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Seinen aktuell hoch volatilen Charakter habe der deutsche Leitindex auch am gestrigen Handelstag zum wiederholten Male bestätigt. Nach den ungünstigen Vorgaben der internationalen Aktienmärkte hätten sich zu Handelsbeginn zunächst wieder deutlichere Abgaben am Markt durchgesetzt. Mit einer sich erholenden Wall Street habe sich das Bild am Nachmittag jedoch auch beim DAX wieder gedreht. Der erneute Nachfrageüberschuss hätte der Tageskerze beim DAX eine positiver zu interpretierende längere Lunte (Spanne zwischen Tiefst- und Schlusskurs) beschert.

Insgesamt zeige sich mit dem Kursverlauf der vergangenen Tage, dass deutlichere Gewinnmitnahmen von Seiten der Marktteilnehmer immer wieder zu Neuengagements genutzt werden würden. Trotz dieser recht robusten Marktverfassung limitiere sowohl die Markt- als auch die Charttechnik die weitere kurzfristige Kursfantasie. Zunächst habe der Kreuzwiderstandsbereich um 4.680/4.700 Punkte mit der Kursentwicklung der vergangenen Tage eine Bestätigung erhalten.

http://194.97.1.200/charts/1900000/20090429_1906881_1.gif


Sowohl was die zeitliche Länge des seit dem 9. März intakten mittelfristigen Aufwärtstrend betreffe (die einen gewissen "Reifegrad" anzeige), als auch die verminderte technische Qualität des Trendverlaufs (Stichwort "Momentum-Verlust" mit "negativen Divergenzen" zum Index), lasse sich weiterhin noch ein erhöhter Konsolidierungsbedarf erkennen. Als Korrekturziel leiten die Handelsexperten bei der DZ Bank auf Basis einer so genannten ABC-Korrektur ein Luftholen bis in die Zone um 4.420 Punkte ab.

Gelinge jedoch im weiteren Verlauf ein nachhaltiger Durchbruch über die Marke um 4.700 Zählern, so sollten in diesem Fall die zumeist noch untergewichteten Investoren ihre historisch hohen Bestände am Geldmarkt recht schnell weiter abbauen und einen erneuten positiven Trendimpuls am Aktienmarkt auslösen. Der mittelfristige Ausblick für den DAX bleibe somit weiterhin recht günstig.

actr
29.04.2009, 08:50
Euro STOXX50-Future, kurzer Abschwung

29.04.2009 - 07:43:37 Uhr
thomas-grill.de


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - thomas-grill.de berichtet von den erwarteten Tendenzen, wichtigen Marken und beurteilt die aktuellen Aussichten des Euro STOXX50-Future (FESX).

Das erste Aufwärtszielmarke bei 2.240 Punkten wäre gestern im laufenden P&F Long-Trend erreicht worden. Nur ein Ausbruch darüber würde Platz bis 2.280 Zähler freisetzten. Die Trading-Strategen bei thomas-grill.de rechnen heute mit einem kurzen Abschwung nochmals bis 2.200 bzw. 2.180 Stellen.

actr
29.04.2009, 08:59
DAX, Verkaufssignal liegt auf Eis

29.04.2009 - 08:55:41 Uhr
Helaba


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, äußert sich zur aktuellen Marktlage beim DAX.

Wie erwartet habe sich der DAX gestern auf seine Unterstützung im Bereich von 4.538 Zählern zubewegt, um schlussendlich bei 4.548 Punkten die Kehrtwende einzuleiten. Dies wäre aus Sicht des Trading-Strategen bei der Helaba bemerkenswert, da auf letztgenanntem Level der 13-Tagedurchschnitt verlaufe. Ein Unterschreiten bei gleichzeitiger Richtungsänderung des Durchschnitts hätte ein kurzfristiges Verkaufssignal ausgelöst, was zunächst nochmals "verschoben" worden sei.


Dennoch bleibe der definierte Bereich von großer Bedeutung. Ein Unterschreiten des Supports würde einen weiteren Rutsch auf den so genannten Cluster bei 4.435 Zählern nach sich ziehen. In diesem Bereich verlaufe einerseits eine Aufwärtslinie und andererseits lasse sich ein Fibonacci-Retracement definieren. Weitere Unterstützungen fänden sich bei 4.390, bei 4.349 und bei 4.263 Stellen. Widerstände gebe es bei 4.688 und bei 4.850 Punkten.

actr
29.04.2009, 22:57
29.04.2009 19:45
Aktienboom ohne Wirtschaftswachstum
Jochen Steffens

Im Moment beruhigt sich die Lage im Zusammenhang mit der Sorge um eine Pandemie wieder etwas. Offensichtlich ist dieser Schweinegrippevirus harmloser als erwartet. Bisher wird außerhalb von Mexiko bei Erwachsenen nur von einem sehr milden Verlauf berichtet, der gut zu behandeln ist. In Mexiko können zudem bisher nur sieben Todesfälle eindeutig dem Schweinegrippevirus zugeordnet werden. Die anderen über 150 Todesfälle könnten auch Folge einer normalen Grippeepidemie gewesen sein, das ist noch nicht geklärt.

Die erste Welle war harmlos

Doch man sollte nun auf der anderen Seite das Thema Schweinegrippe nicht verharmlosen. Auch die spanische Grippe der zwanziger Jahre verlief in drei Wellen, wobei die erste Welle zu einer in dieser Zeit normalen Todesrate führte. Erst die zweite Welle, die wenige Monate später folgte, hatte die bekannten verheerenden Auswirkungen. Diese und die dritte Welle sollen 20 bis 70 Millionen Menschen das Leben gekostet haben. Also selbst wenn in der aktuellen Situation die erste Welle vergleichsweise harmlos verläuft, und es macht allen Anschein, dass das geschieht, sollte man dem Thema weiterhin aufmerksam gegenüberstehen, um notfalls schnell reagieren zu können.

GM schliddert in die Insolvenz

Sobald die Grippe wieder aus dem Fokus der Anleger rückt, werden wahrscheinlich wieder die Autobauer in eben diesen rücken. GM hat ein Sanierungskonzept vorgelegt. Doch der wichtigste Vorschlag, der Tausch von Schulden (Unternehmensanleihen) in eine zehnprozentige Beteiligung an GM wird bereits von mehreren Anleihegläubigern als unannehmbar und unangemessen bezeichnet. Wenn jedoch nicht mehr als 90 % der Gläubiger diesem Vorschlag zustimmen, kippt der gesamte Sanierungsvorschlag. Damit ist eine Insolvenz von General Motors im Moment wahrscheinlicher, denn je. Doch diese Aussichten lassen die Märkte kalt, offenbar ist eine Insolvenz tatsächlich schon eingepreist.

Doch die Märkte reagieren nicht

Lediglich etwas Druck kam gestern auf, als durchsickerte, dass zwei der amerikanischen Großbanken, die Citigroup und die Bank of America, mehr oder weniger durch den Stresstest gefallen sind. Dieser Test soll ergeben haben, dass die Institute noch Finanzierungslücken von mehreren Milliarden Dollar aufweisen.

Aber auch diese Reaktion war nur kurz. Der Markt zeigt zurzeit eine ungewöhnliche Stärke und ist nun sogar dabei, wichtige Bullensignale zu generieren. Hier muss man jetzt sehr genau analysieren, was passiert. Ich hatte es schon vor Wochen immer mal wieder geschrieben: Wenn der Markt schlechte Nachrichten ignoriert, muss man das bullish werten. Und genau dieses Szenario ist zurzeit zu beobachten.

Aktienboom ohne Wirtschaftswachstum

Derweil frage ich mich, woher diese Stärke kommt. Es gibt für mich eine mögliche Erklärung:

Wie wir wissen, wird die Geldmenge in den USA zurzeit dramatisch ausgeweitet. Normalerweise müsste das zu einer volkswirtschaftlichen Inflation führen. Das Problem ist: In den USA wird es zurzeit aufgrund der steigenden Arbeitslosenzahlen, der Verarmung breiter Teile der Bevölkerung und der Nachwirkungen der Immobilienkrise schwer, eine nachfrageindizierte Inflation zu erschaffen. Tatsächlich fehlt den US-Amerikanern zurzeit das Geld, um zu konsumieren. Doch ohne Nachfrage, kein Preisanstieg. Und diese Situation wird sich wahrscheinlich bei einer Pleite der Autobauer noch verschlimmern.

Das Geld kommt nicht bei den Konsumenten an

Ein Problem dabei ist, dass die Geldmengenausweitung zurzeit noch nicht bei der Wirtschaft ankommt. Das hat natürlich damit zu tun, dass die Banken immer noch nicht bereit sind, die billigen Kredite an Unternehmen weiter zu geben. Erst wenn diese wieder Kredite erhalten und bereit sind zu investieren, wird das Geld den Binnenkonsum beleben.

Kurz: Die Fed hat den Geldhahn aufgedreht, das Geld fließt in die Banken, aber es wird nicht weitergegeben. Was passiert mit dem Geld und wo fließt es hin? Ein großer Teil versickert zurzeit in einem enormen Entschuldungsprozess. Viele Kredite, die im Zusammenhang mit dem Immobilienboom, aber auch dem Aktienboom gewährt wurden, sind nun nach dem Zusammenbruch nicht mehr ausreichend gedeckt. Diese schwarzen Kreditlöcher absorbieren Geld. Doch einen gewissen Teil des Geldes werden Banken und institutionelle Anleger (z.B. Hedge-Fonds) dazu nutzen, zu investieren. Es ist, schlicht gesagt, einfach zu verlockend, Geld ohne Zinsen leihen zu können und damit am Markt etwas rumzuspielen.

Ein erster Hinweis

Wenn ich mir die Stärke der Märkte anschaue, könnte eben diese Stärke bereits ein Hinweis darauf sein, dass es zu einer Art Asset-Price-Inflation im Aktienmarkt kommt. Nach der Krise 2000-2003 floss das Geld in den US-Immobilienmarkt. Es kam quasi zu einer Immobilienpreisinflation. Ich bezweifle, dass sich das wiederholen wird. In den USA haben wir im Immobilienmarkt im Moment noch mit einem großen Angebot und einer geringen Nachfrage zu tun. Die geringe Nachfrage hängt damit zusammen, dass viele US-Amerikaner nach dem Immobiliencrash dem Kauf von Immobilien sehr skeptisch gegenüber stehen. Außerdem stehen wegen der Rezession, dem Bankencrash und der Hypothekenkrise, wie oben erwähnt, kaum Kredite zur Verfügung.
Das Überangebot wiederum ist Folge der Wirtschaftskrise. Immer mehr Amerikaner können unter anderem aufgrund von Arbeitslosigkeit die Zinsen nicht mehr bezahlen und versuchen, ihre Immobilien los zu werden.

Aus diesem Grund ist es wahrscheinlicher, dass sich die Geldmenge nach dieser Krise eine andere Anlageform sucht. Nur, da gibt es nicht mehr viele Alternativen. Aus diesem Grund besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Aktienmarkt als Anlageziel „neu“ entdeckt wird. Schaut man sich die ungeheure Ausweitung der Geldmenge an, könnte das unter gewissen Voraussetzungen zu einem unglaublichen Aktienboom führen, dem aber zunächst die wirtschaftliche Erholung fehlt. Sozusagen ein Aktienboom ohne Fundament, quasi eine Aktieninflation...

Hier entstünde dann eine Reihe von Fragen:

Würde eine solche Aktieninflation auch zu einer Belebung der Wirtschaft führen? Schließlich steht zu befürchten, dass dieser Aktienboom zunächst an einem großen Teil der US-Bürger vorbeigehen würde. Diese haben, wie gesagt, viel Geld verloren und es ist fraglich, wie schnell sie wieder Investitionsbereitschaft zeigen. Sollte das so geschehen, würde es wesentlich länger dauern, bis der Aktienboom zu einer höheren Konsumbereitschaft der US-Amerikaner, beziehungsweise Investitionsbereitschaft der Unternehmen führen würde.

Was macht die Fed?

Wenn Ben Bernanke auch nur entfernt zu dem steht, was er als Professor über Jahre gelehrt hat, müsste er diesem Boom sehr schnell durch steigende Zinsen begegnen. Da jedoch die Pensionsfonds in den USA unterfinanziert sind und aktuell die Baby-Boomer-Generation in Rente geht (seit 2006), wäre ein Aktienboom genau die richtige Entwicklung. Allerdings kamen aus Reihen der Fed bereits erste Forderungen, die Zinsen möglichst bald wieder anzuheben. In diesem Sinne wird auch die heutige Fed-Sitzung, beziehungsweise das Fed-Statement sehr interessant.

Wir müssen also abwarten, wie sich die Märkte weiter entwickeln. Werden die wichtigen Marken, darunter die 1.385er Marke im Nasdaq100, nachhaltig überwunden oder nicht. Sollte es zu einem nachhaltigen Ausbruch kommen, müssen wir die Möglichkeit eines geldmengenindizierten Aktienbooms/Aktieninflation (zunächst) ohne Wirtschaftswachstum zumindest in Betracht ziehen.

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
03.05.2009, 21:41
03.05.2009: Es geht weiter aufwärts



http://www.chartbuero.de/Charts/dax_lang.gif


In der Vorwoche kämpften Bullen und Bären beim DAX zunächst recht verbissen um die abwärtsgerichtete Trendlinie, die an dem Kursverlauf seit Oktober anliegt. Erst zur Wochenmitte konnten sich die Bullen dann durchsetzen, agierten kurz vor dem Feiertag dann jedoch nicht sehr kraftvoll. Im Wochenvergleich aber immerhin ein Plus von 95 Punkten, dies entspricht 2 Prozent.

Damit setzten die deutschen Blue Chips ihren seit Mitte März andauernden Anstieg unbeirrt fort. Angesichts des mittleren Schaubilds deutet die Charttechnik jetzt weiter aufwärts. Für die kommenden Wochen eröffnet sich Potenzial bis auf rund 5300 Zähler. Dort treffen Ende Mai der seit Anfang 2008 gültige Abwärtstrend und eine horizontale Widerstandslinie aufeinander. Auch das obere Bollinger Band (Wochenbasis) nähert sich diesem Niveau, das damit zu einem Kreuzwiderstand wird.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_mittel.gif


Kurzfristig deutet sich mit dem Abprallen am oberen Bollinger Band (Tagesbasis) am Donnerstag und dem zeitgleichen Verkaufsignal des Stochastik eine überkaufte Situation an - allerdings ist dies schon seit etlichen Wochen nahezu Dauerzustand. Dies zeigt einerseits die Stärke der aktuellen Aufwärtsbewegung, sollte gleichzeitig aber vor einer jederzeit möglichen kräftigen Korrektur warnen. Als Startschuss einer solchen Gegenbewegung könnte ein Ausbruch aus dem seit Anfang März bestehende Aufwärtstrendkanal dienen, der zu Wochenbeginn bereits bei rund 4650 Punkten verläuft.

Zusammengefasst besteht noch Erholungspotenzial bis auf etwa 5300 Zähler - ob dieses jedoch kurzfristig und geradlinig ausgeschöpft wird, darf in Frage gestellt werden. Insofern bleiben Long-Positionen auch nach den satten Gewinnen noch eine gute Halteposition, die relativ eng (kurzfristiger Aufwärtstrend) abgesichert werden sollten.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
03.05.2009, 21:50
03.05.2009: Bullen tasten sich erneut einen Schritt vor


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_lang.gif


Der Dow konnte in der vergangenen Woche leicht zulegen und schloss knapp über der Widerstandszone bei 8200 Punkten. Der Vergleich der Freitagsschlusskurse zeigt einen Zuwachs von 136 Punkten (1,7 Prozent).

Aus technischer Sicht gibt diese weiße Wochenkerze ein konstruktives Signal für die nächste Woche. Von einem bereits vollzogenen bullishen Durchbruch kann angesichts von nur 12 Punkten Abstand zum Widerstand bei 8200 Zählern allerdings noch keine Rede sein.


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_mittel.gif


Die Indikatoren geben ein gemischtes Bild: Der MACD auf Wochenbasis deutet weiterhin aufwärts und ist erst jetzt so richtig in Schwung gekommen. Die Indikatoren im unteren Chart hingegen sind analog zur Entwicklung in den letzten Wochen "eingeschlafen". Insbesondere die Bollinger-Bänder sind so eng zusammengerückt, dass aus technischer Sicht ein neuer Impuls überfällig ist. Die Frage ist nur, in welche Richtung?Bis letzte Woche hätten wir noch gewarnt, dass dieser Impuls mit hoher Wahrscheinlichkeit nach unten erfolge. Doch die Tatsache, dass der Dow in den vergangenen beiden Wochen das Terrain trotz Abwärtsfächer und zwischenzeitlichem Verkaufsignal im MACD zunächst halten und letztlich sogar toppen konnte, lässt aufmerken. Die spekulativ empfohlenen Puts sind inzwischen mit moderatem Verlust ausgestoppt.

Für einen Einstieg in Calls sollte aus Sicherheitsgründen dennoch ein Vorstoß über die nächst höhere Widerstandszone bei 8420 Punkten abgewartet werden. Daher empfehlen wir, Neuengagements zurück zu stellen, bis die weitere Marschrichtung aus technischer Sicht gefunden ist.


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_kurz.gif

Autor: Lutz Mathes

actr
03.05.2009, 21:54
03.05.2009: Kurz vor'm Ziel


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_lang.gif


Die Kursgewinne bei den Technologiewerten setzten sich zuletzt planmäßig fort. Der marktbreite Nasdaq Composite kletterte gemächlich um 25 Punkte bzw. 1,5 Prozent aufwärts.

Mittelfristig bietet sich damit weiteres Aufwärtspotenzial. Wie schon früher an dieser Stelle genannt, bietet sich die horizontale Widerstandslinie bei rund 1900 Zählern als Kursziel an. Das weiterhin stark steigende obere Bollinger Band als immer gut denkbares Ziel nähert sich mit Riesenschritten dieser Marke. Trotz der nun schon seit acht Wochen andauernden Aufwärtsbewegung können optimistische Anleger auf einen Vorstoß in diese Zielzone setzen.


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_mittel.gif


Kurzfristig stellt sich die Situation weniger positiv dar: Der Ausflug über das obere Bollinger Band am Donnerstag führte prompt zu einem Rücksetzer, der den Stochastik Oszillator zu einem Verkaufsignal veranlaßte. Der MACD steht dem Anstieg ohnehin schon länger skeptisch gegenüber, und die Zielmarke von 1770 Zählern (Widerstand Oktober und November) wurde zuletzt fast erreicht.

Daher ist, trotz des mittelfristig weiter positiven Bilds, etwas Skepsis angebracht. Nachdem der Index seit März über 35 Prozent zulegte, wäre ein Rücksetzer alles andere als überraschend. Anleger sollten daher die Erfolgsstrategie der vergangenen Wochen beibehalten und Long-Positionen mit relativ engem Stopp halten.

http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_kurz.gif

Autor: Oliver Schultze

actr
03.05.2009, 22:12
03.05.2009: Widerstandszone ausgereizt


http://www.chartbuero.de/Charts/estoxx_lang.gif


Der EuroStoxx pirschte sich in der vergangenen Woche dank der positiven Vorgaben aus den USA noch einmal nach oben. Er gewann bis Donnerstag 55,5 Punkte (2,4 Prozent).

Damit ist das Potenzial bis zur oberen Begrenzung des aktuell erreichten Widerstandsbereiches großteils ausgeschöpft. Auch der Langfrist-Chart legt eine bevorstehende Konsolidierung nahe. Auf Seiten der Indikatoren ergibt sich hingegen ein noch überwiegend freundliches Bild. Der Stochastik deutet abwärts, aber beide MACDs aufwärts.


http://www.chartbuero.de/Charts/estoxx_mittel.gif


Noch jedoch ist die Chartmarke zwischen 2340 und 2420 Punkten nicht nach oben geknackt. Wer spekulativ auf Puts gesetzt hatte, kann diese daher noch mit entsprechendem Stopp-Loss halten. Sollte der Index für die europäischen Standardwerte aber weiter steigen, legt die klassische Charttheorie ein Drehen in Calls nahe. Nächstes Kursziel bei einem Bruch der 2420er Marke wäre der Abwärtstrend bei aktuell ~2566 Punkten.


http://www.chartbuero.de/Charts/estoxx_kurz.gif


Autor: Lutz Mathes

actr
04.05.2009, 15:29
Dow Jones, Ausbruch aus der Trading Range

04.05.2009 - 12:15:01 Uhr
JRC


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Der Dow Jones habe am Freitag den wichtigen Widerstand zwischen 8.150 und 8.200 Punkten auf Tagesbasis überschritten. Es sei ein Tagesgewinn von 0,54 % oder 44,5 Zählern entstanden.


http://194.97.1.200/charts/1900000/20090504_1908847_1.gif

Mit dem Ausbruch aus der Trading Range nach oben habe sich der Dow Jones Potenzial bis zunächst 8.400 Punkte eröffnet. Auf dem Weg dorthin sei mit keinem charttechnisch motivierten Widerstand zu rechnen. Unterstützung erfahre der Dow Jones zwischen 8.200 und 8.175 Punkten. Hier verlaufe auch der Aufwärtstrend. Darunter folge bei 8000 Stellen ein moderater steigender Trend sowie bei 7.760 Zählern die untere Grenze der erst verlassenen Trading Range.

actr
04.05.2009, 15:32
Dow Jones, weiterhin positiv

04.05.2009 - 11:41:03 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung und den technischen Aussichten des Dow Jones (DJ).

Mit einer späten Rally unmittelbar vor Handelsschluss hätten die Aktienkurse am Freitag trotz zwischenzeitlicher Gewinnmitnahmen mit einer etwas festeren Tendenz geschlossen. Banktitel hätten zu den schwächsten Werten gehört. Händlern zufolge hätten Sorgen über die Ergebnisse des "Stress Test" auf den Titeln gelastet, nachdem deren Veröffentlichung verschoben worden wäre.


http://194.97.1.200/charts/1900000/20090504_1908814_1.gif

Die Citigroup habe 2,62 % auf 2,97 US-Dollar nachgegeben. Die Bank of America habe 2,58 % auf 8,70 US-Dollar verloren und JP Morgan sei um 1,55 % auf 32,49 US-Dollar abgerutscht. General Motors habe vor dem Hintergrund schwacher Absatzzahlen im April als schwächster Wert 5,73 % auf 1,81 US-Dollar nachgegeben. Ford habe 4,85 % auf 5,69 US-Dollar verloren. Alcoa sei in der Erwartung anziehender Rohstoffpreise und ein Anspringen der Konjunktur um 6,84x % auf 9,69 US-Dollar geklettert. Caterpillar habe um 4,72 % auf 37,26 US-Dollar zugelegt.

Beim Dow Jones seien die mittel- und die kurzfristige Indikatorenlage weiterhin positiv. Der US Aktienindex habe aus Sicht der technischen Analysten bei Lang & Schwarz kurzfristig Kurspotenzial bis 8.330 Punkte.

actr
05.05.2009, 08:26
DAX, Risiko einer Gegenbewegung

05.05.2009 - 08:19:21 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Weiterhin recht dynamisch habe sich auch zu Beginn des zumeist recht gemischten Aktienmonats "Mai" die Kursentwicklung beim deutschen Leitindex gezeigt. Nachdem noch am vergangenen Donnerstag erste Gewinnmitnahmen zum Handelsschluss das Risiko einer fortgesetzten Gegenbewegung hätten erkennen lassen, wäre mit der Etablierung eines neuen Bewegungshochs im laufenden mittelfristigen Aufwärtstrend ein deutlicher Gegenbeweis erfolgt.

Insgesamt wäre mit der freundlichen gestrigen Kursentwicklung der Durchbruch über die insbesondere mittelfristig bedeutsame charttechnische "Kreuzwiderstandszone" um 4.700 Punkte bestätigt worden. Auch wenn sich dadurch eine gewisse dynamische Entwicklung darstelle, so fehle doch laut den Handelsexperten bei der DZ Bank der gesamten aufwärts gerichteten Bewegung der vergangenen Tage das durchschlagende Argument eines markant überdurchschnittlichen Handelsvolumens. Zusammen mit der aktuell kurzfristig "überkaufen" Situation verbleibe das Risiko einer jederzeit einsetzenden Gegenbewegung bestehen.


http://194.97.1.200/charts/1900000/20090505_1909242_1.gif

Auch auf Basis der Gewinnmitnahmen zu Anfang der vergangenen Woche habe mit Hilfe der so genannten "Measured Move"-Projektion kurzfristig ein weiteres Anschlusspotenzial bis in den Bereich um 4.900 Zähler abgeleitet werden können. Dieses wäre gestern bereits ausgeschöpft worden.

Mit dem positiven Signalcharakter des jüngsten Durchbruchs erwachse den Trading-Strategen bei der DZ Bank zufolge bei den noch untergewichteten Investoren jedoch der Druck, ihre historisch hohen Bestände am Geldmarkt weiter abzubauen und einen erneuten positiven Trendimpuls beim DAX auszulösen. Mit dem Sprung über die 4.700er Marke besitze der DAX somit zumindest aus charttechnischer Sicht ein weitergehendes mittelfristiges Kurspotenzial bis in die Zone zwischen 5.300 und 5.400 Stellen. Kurzfristig jederzeit mögliche deutlichere Gewinnmitnahmen sollten somit als eine erneute Kaufgelegenheit wahrgenommen werden.

actr
06.05.2009, 23:39
06.05.2009 18:34
DAX: Neue Erholungssignale aus den USA
Frankfurt (BoerseGo.de) - Der deutsche Aktienmarkt setzte heute sein Aufwärtstrend fort. Dafür sorgte vor allem die Serie konjunktureller Erholungsanzeichen, die auch heute an hielt. Im April verbesserten sich die Einkaufsmanager-Indizes für die Dienstleistungsbereiche in Deutschland und Großbritannien und signalisieren, dass der konjunkturbestimmende Service-Sektor in den Zentren Europas kurz vor der Wende steht.

Für Auftrieb sorgte am frühen Nachmittag aber vor allem ein Bericht der privaten US-Beobachtungseinrichtung ADP Employer Services, der eine Entspannung am amerikanischen Job-Markt signalisiert. Danach ging die Zahl der Arbeitsplätze in den USA im April „nur noch“ um 491.000 zurück (März: minus 708.000), deutlich weniger als erwartet. Der Xetra-DAX schloss mit einem Tagesgewinn von 0,57 Prozent auf 4.880 Punkte.

Tagessieger waren ausgerechnet die Papiere der Metro, die gestern noch wegen enttäuschender Q1-Zahlen abgestraft wurden. Möglicherweise beflügelte ein Bericht der Financial Times. Danach plant der Handelskonzern angeblich eine Fusion seiner Tochter Kaufhof mit Karstadt (Arcandor-Konzern).
Platz 2 ging an die Commerzbank. Dort griffen anscheinend wieder Schnäppchenjäger zu. Immerhin ist das Papier heute rund 75 Prozent billiger als vor einem Jahr.
Die Münchener Rück schob sich ebenfalls in die Spitzengruppe. Anscheinend wurden die heutigen Q1-Zahlen gut aufgenommen.

Die rote Laterne ging an Adidas. Der Sportartikel-Hersteller meldete bereit gestern einen Gewinneinbruch um 97 Prozent.
Der Top des MDAX war die Hypo Real Estate. Dort besteht die Chance, dass die privaten Aktionäre möglicherweise doch nicht enteignet werden.
Im TecDax waren die Solarwerte Q-Cells und Solon gefragt. Der IT-Anbieter IDS Scheer zählte ebenfalls zu den Tops.

actr
07.05.2009, 23:02
07.05.2009 19:45
Zu gierig nach unten und warum sich niedrige Zinsen auch deflationär auswirken können
Jochen Steffens

Es ist eine seltsame Stimmung am Markt. Viele haben den Anstieg im DAX nicht mitgemacht und stehen unter Performancedruck, dabei sind solche Bärenmarktrallys immer äußerst schwer zu packen. Mein Kollege Daniel Wilhelmi hat es perfekt formuliert: In solchen Phasen neigt man dazu, zu gierig nach unten zu sein. Das bedeutet, man sieht, dass Aktien ein Aufwärtspotenzial haben, will sie aber noch billiger bekommen oder in einer Konsolidierung zu guten Kursen. Doch der Markt rennt einfach vorher los und die Konsolidierungen bleiben aus.

Auf der anderen Seite kann der Markt jederzeit die Rally beenden und höchst dynamisch nach unten laufen. Das sehen wir heute. Der DAX stürzte urplötzlich um über 180 Punkte ab. Ich hatte in den letzten Tagen geschrieben, dass sich Umkehrsignale zeigen. Aber der DAX hat heute zunächst einmal das gestrige Umkehrsignal nach oben aufgelöst und mit einem neuen Hoch bei 4.980 Punkten die 5.000-Punkte-Marke testen wollen. Das Überwinden des gestrigen Tageshochs war eigentlich ein bullishes Zeichen, doch es gibt noch eine andere Betrachtung:


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090507.gif


Wenn die Kerzen anfangen, lange Dochte nach oben auszubilden, muss man immer vorsichtig werden. Häufig ist das ein Warnsignal dafür, dass zumindest ein kleinere, wenn nicht sogar große Konsolidierung folgt. Im Moment kann es gut sein, dass wir lediglich den Test an das letzte Hoch bei 4.675 Punkten sehen. Das muss abgewartet werden. Wenn anschließend die Kurse in den Bereich der 5.200 Punkte laufen und dort wieder einbrechen, wird das Szenario einer längeren Fluktuation um die 5.000-Punkte-Marke extrem wahrscheinlich (siehe Steffens Daily vom Montag).

EZB senkt Zinsen

Etwas zur Verunsicherung beigetragen hat die EZB. Sie hat zwar, wie erwartet, ihren Hauptrefinanzierungssatz um 25 Basispunkte auf ein Prozent gesenkt. Interessanterweise hat sie aber den Spitzenrefinanzierungssatz nicht wie erwartet um 25 Basispunkte, sondern um 50 Basispunkte gesenkt. Damit signalisierte die EZB, dass sie noch keine nachhaltige Erholung in der europäischen Wirtschaft erkennt, sondern davon ausgeht, dass noch weitere Maßnahmen notwendig werden. Zudem wurde bekannt, dass sie weitere Zinsschritte entgegen ihren bisherigen Aussagen nicht mehr unbedingt ausschließen kann. Ebenfalls schloss sie die Möglichkeit nicht mehr aus, selbst in Euro emittierte besicherte Anleihen aufzukaufen.

Gleichmütige Uneinigkeit

Dabei sollen sich nach informierten Kreisen die EZB-Ratsmitglieder uneins wie nie zuvor gewesen sein, ob es eine Deflation geben wird. Diese Diskussion ist also nicht nur unter den Börsenkolumnisten entbrannt, sondern offenbar auch unter den Entscheidungsträgern bei der EZB.

Ich bleibe dabei, noch kann man nicht erkennen, ob es zu einer Deflation wie in Japan kommen wird, die durch eine Geldmengenausweitung nicht zu bekämpfen ist, oder ob es zu einer Inflation oder zu einer Inflation nur in bestimmten Bereichen (z.B. im Aktienmarkt) kommen wird. Es wird darauf ankommen, wie die Notenbanken reagieren, wie schnell sich die US-Wirtschaft und besonders der US-Immobilienmarkt erholen können.

Ein selten kommuniziertes Problem

Es gibt übrigens ein weiteres deflationär wirkendes Problem bei diesen niedrigen Zinsen, das selten genauer beschrieben wird. Wenn die Zinsen Richtung Null sinken, dann erwirtschaftet Vermögen keine Rendite mehr. Die Sparbücher, Tagesgeldkonten, Festgelder, etc, sprich das überwiegende Geldvermögen der Bürger (besonders in Deutschland) wirft keine Rendite mehr ab. Es wächst also nicht mehr. Und eben dieses Zinswachstum des Geldes wirkt sich normalerweise zusätzlich leicht inflationär aus. Zudem wird ein Teil des Zinsertrages normalerweise in den Konsum gesteckt, was wiederum die Nachfrage erhöht und sich damit preistreibend auswirkt.

Diese beiden Faktoren fallen bei einer Nullzinspolitik quasi weg und verstärken damit den sich selbst erhaltenden deflationären Effekt.

Cash ist fesh

Hinzu kommt, dass in einer Deflation Cash eine der wenigen vernünftigen Investitionen ist. Um das zu verstehen, muss man einfach bei der volkswirtschaftlichen Definition von Deflation den Fokus umkehren.

Volkswirte definieren Deflation als: „den volkswirtschaftlichen Zustand eines allgemeinen und anhaltenden Rückgangs des Preisniveaus von Waren, Dienstleistungen und Vermögenswerten.“ Kurz: Alles wird billiger
Hier ist die Definition auf den Preisrückgang ausgerichtet. Stellt man die Vermögenswerte (Aktien, etc.) in den Fokus, ergibt sich folgende für den Anleger viel besser verständliche Definition:

Die anlegerfreundliche Definition

Deflation ist der WERTVERLUST von Waren, Dienstleistungen und anderen Vermögenswerten im Vergleich zum Geld.

Kurz, quasi alles (Aktien, Immobilien, Rohstoffe) verliert im Vergleich zum Geld an Wert. Sprich Cash ist fesch (bzw. Geld bei niedrigen Zinsen anzulegen ist eine gute Investition). Andere Investitionen und Spekulationen lohnen sich nicht. Das hat Folgen, denn auch das Geld, das ansonsten in Aktien, Immobilien, etc. investiert wird, steht damit dem wirtschaftlichen Kreislauf nicht mehr zur Verfügung. Das verringert die Umlaufgeschwindigkeit, und eine sinkende Geldumlaufgeschwindigkeit wirkt sich wieder deutlich deflationär aus.

Unter anderem auch aus diesen genannten Gründen kann eine Nullzinspolitik zu einem Bumerang werden und eine Deflation sogar noch unterstützen. Das ist zum Beispiel einer der Faktoren, die Japan in der Deflation halten. Wie gesagt, diese Zusammenhänge werden gerne vergessen. Ich hoffe also, die EZB kommt nicht auf die Idee, die Zinsen nocweiter zu senken - das wäre ein wirklich schlechtes Zeichen. Wird dieses niedrige Niveau zu lange gehalten, kann es zudem kritisch werden.

Viele Grüße

Jochen Steffens

PS: Die US-Regierung will nach Börsenschluss in den USA die Ergebnisse des Stress-Tests bekanntgeben. Zuvor sind aber schon wesentlichen Informationen durchgesickert: Danach brauchen etwa die Hälfte der getesten 19 US-Großbanken frisches Kapital. Finanzminister Timothy Geithner betonte jedoch, dass keinem der Banke der Konkurs droht.

actr
10.05.2009, 00:11
08.05.2009 19:45
Ein Stellenabbau von einer halben Millionen ist nicht wirklich positiv!
Jochen Steffens

Der Stellenabbau in den USA ist im April etwas niedriger ausgefallen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft sank die Beschäftigtenzahl um 539.000. Das ist zwar der sechszehnte Rückgang in Folge. Analysten hatten aber sogar mit einem Rückgang um 610.000 Stellen gerechnet.


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090508.gif


Das hört sich auf den ersten Blick wesentlich besser an, man muss allerdings bedenken, dass der Beschäftigungsrückgang im März von zuvor 663.000 auf nunmehr 699.000 revidiert wurde.

Nur eine Stabilisierung - bisher

Trotzdem besteht keine Frage, wir sehen mittlerweile auf breiter Linie eine Art Stabilisierung bei den US-Konjunkturdaten. Doch mehr als eine Stabilisierung ist es nicht, noch nicht. Wenn sie sich das Diagramm anschauen, sehen Sie, dass wir uns immer noch weit, sehr weit unter den Niveaus aus den Crashjahren 2000-2003 befinden - also in Extrembereichen. Zudem ist die Arbeitslosenquote im April in den USA von 8,5 auf jetzt 8,9 % gestiegen.

Ich hatte schon vor einiger Zeit hier im Steffens Daily unter der Rubrik "US-Konjunkturdaten“ (diese wird nur im Newsletter veröffentlicht) angedeutet: Dieser massive Abbau von Arbeitsplätzen kann in dieser extremen Form nicht weitergehen, einfach weil nicht genügend Arbeitspätze, die wegfallen können mehr da sind. Unabhängig davon, wie sich die US-Wirtschaft weiter entwickeln wird, werden wir hier in nächster Zeit also wieder bessere Werte sehen. Solange diese unter 300.000-400.000 Stellen liegen, sind sie aber immer noch katastrophal schlecht.

Eine einfache Rechnung macht es deutlich: Wenn jeden Monat 500.000 Stellen abgebaut werden, dann sind das in zwei Monaten eine Million und in einem Jahr sechs Millionen – also unvorstellbar hohe Zahlen, die keine Volkswirtschaft mal eben so wegstecken kann. In diesen Zahlen ist also noch nichts Positives zu sehen – höchstens lassen sie eine leichte Hoffnung aufkeimen.

Positives wird gesucht

Der Markt tickt jedoch anders: Er sucht zurzeit geradezu nach positiven Interpretationen. Eigentlich ist auch das Ergebnis des Stresstests alles andere als positiv. Zehn der 19 Banken, also die Mehrheit, brauchen noch ca. 74,6 Mrd. Dollar. Nun wird diese Nachricht von der US-Regierung so dargestellt, als wäre dies, weil der Stresstest besser als befürchtet ausgefallen ist, eine positive Nachricht.

Drehen Sie diese Nachricht einfach einmal um: Stellen Sie sich vor, ich hätte Ihnen vor drei Wochen folgendes geschrieben: Über 50 % der US-Großbanken werden ohne weiteren massiven Kapitalzufluss in Höhe von mindestens 70 Mrd. Dollar bei einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage in den USA Konkurs anmelden. Ich bin mir sicher, Sie hätten diese Nachricht nicht gerade als „ermutigend“ empfunden, wie Finanzminister Timothy Geithner sie nannte. Dabei ist es die gleiche Nachricht. Alles eine Frage der Darstellung.

Bearish oder bullish, je nach Investitionsgrad

Das aktuelle Problem ist, jede Rally entsteht in einem Umfeld schlechter Nachrichten, die auf eine noch schlechtere Zukunft hinweisen. Nach jedem Crash und in jeder Gegenbewegung bilden sich somit zwei Lager: Die einen, die noch nicht aufgesprungen sind, sprich unterinvestiert sind, versuchen den Markt herunterzureden, damit sie noch einen guten Einstiegspunkt bekommen.

Die anderen, die fett investiert sind, ignorieren schlechte Nachrichten, weil Sie Angst vor Verlusten haben.

Dann gibt es natürlich noch die Anleger, die immer der gleichen Meinung sind (Perma-Bären und Dauer-Bullen). Doch diese lassen wir als sowieso untaugliche Analysten außen vor.

Nur ganz wenige machen sich die Mühe, in dem Dickicht dieser Nachrichten nach dem Kern der Wahrheit zu suchen und das unabhängig davon, wie sie investiert sind oder welche vorgefassten Überzeugungen sie haben. Dazu gehört auch die Fähigkeit, sich mit der Seite zu beschäftigen, die einem im Moment überhaupt nicht in den Kram passt, wie auch die Fähigkeit zu akzeptieren, dass es verschiedene Sichtweisen gibt, die sich widersprechen:

Zusammenfassung der aktuellen Interpretationen:

Wie ich geschrieben hatte: Ich vermute, dass die 5.000er Marke den Dax noch eine ganze Weile beschäftigen wird, die Gründe habe ich am Montag dargelegt.

Dann sehe ich diese Verbesserung bei den US-Konjunkturdaten, aber diese Verbesserung läuft noch auf einem, auch im historischen Vergleich, extrem niedrigen Niveau ab.

Gerade die US-Wirtschaft wird meines Erachtens noch länger brauchen, um sich von diesem Schock und diesem Arbeitsplatzabbau nachhaltig zu erholen. Die Frage ist nur, wann der Markt diese Erkenntnis umsetzt.

In diesen Bereich fällt dann auch die nächste Frage: Werden die US-Konjunkturprogramme bereits anfangen zu wirken, bevor sich die US-Konjunkturdaten nach einer Aufhellung wieder deutlich eintrüben? Werden also die US-Konjunkturmaßnahmen den langfristig negativen Effekt der aktuellen Krise erst einmal überkompensieren?

Schlussendlich bleibt dann noch die Frage, ob die Geldmengenausweitung in den USA nicht zu einer Asset Inflation im Aktienbereich führt, die jede wirtschaftliche Betrachtung unsinnig macht, weil dann die Aktienkurse einfach so weiter steigen, unabhängig davon, wie sich die US-Wirtschaft entwickelt.

Eine Wette, die nicht möglich ist

Hätten wir diese beiden letzten Faktoren nicht auf unserer Liste, ich würde mit jedem von Ihnen eine Wette machen, dass der Markt sehr bald noch einmal die letzten Tiefs nach unten bricht. Doch die Wirkung und die Stärke dieser letzten beiden Punkte machen eine halbwegs vernünftige Einschätzung zurzeit ohne weitere Daten und Beobachtungen einfach schwierig.

Ich fand es aber beachtlich, was die EZB gestern gemacht hat: Offenbar hat sie große Angst davor, dass alles noch viel schlimmer ist, als der Markt zurzeit wahrhaben will. Diese eigentliche Botschaft sollte man nicht unbeachtet lassen. Allerdings ist sich offenbar auch der EZB-Rat alles andere als einig – auch das zeigt, es geht nicht mir so, sondern auch den Entscheidungsträgern, die sicherlich einen vertieften Einblick in die aktuellen wirtschaftlichen Aspekte haben. Ich sag ja: Alles etwas undurchsichtig zurzeit. Wer Ihnen etwas anderes erzählt, hat meines Erachtens seine Schulaufgaben nicht gemacht.

Absicherung

Wir haben jedenfalls heute unseren Lesern vom Stockstreet-Premium-Trader nach längerer Zeit wieder einen Put-Zockerschein empfohlen, mit dem sie bei neuen dynamischen Tiefs in den nächsten Monaten bis zu 1000 % Gewinn machen können. Bisher war die Volatilität nach dem Crash einfach zu hoch, um solche Optionsscheine zu empfehlen. Auch bei diesem Schein ist das Totalverlustrisiko noch sehr hoch - aber gut, ein wenig Zocken mit kleinem Geld muss immer mal wieder sein. Hopp oder Top. Zudem kann man so gut mit kleinen Summen ein Depot für das absolute Worst Case Szenario absichern.
Die wirklich guten Zeiten für solche Zockerscheine sind allerdings erst am Ende einer möglichen Seitwärtsbewegung um die 5.000 Punkte Marke herum zu finden.


Viele Grüße
Jochen Steffens

actr
13.05.2009, 09:01
DAX, weitere Kursrückschlagsrisiken

13.05.2009 - 08:24:27 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Erneut von seiner äußerst volatilen Seite habe sich gestern wieder einmal der deutsche Aktienmarkt gezeigt. Nach einer schwachen Eröffnung wäre zunächst ein deutlicher Nachfrageschub gefolgt, der den DAX schon am Vormittag in den charttechnischen Widerstandsbereich oberhalb von 4.900 Punkten gehievt habe. Mit der dann im weiteren Verlauf zur Schwäche neigenden Wall Street hätte sich jedoch auch das Geschehen am hiesigen Aktienmarkt wieder gedreht. Insgesamt habe die Tageskerze dadurch erneut einen kurzfristig negativ zu interpretierenden "längeren Docht" aufgewiesen.


http://194.97.1.200/charts/1910000/20090513_1913296_1.gif


Auch mit dem gestrigen Kursverlauf hätte sich wieder gezeigt, dass die charttechnische Widerstandszone zwischen 4.900 und 4.980 Punkten, dessen Wichtigkeit in der letzten Woche bereits durch vier hintereinander etablierte "Dochte" an den Tageskerzen gestützt worden wäre, aus Sicht der technischen Analysten bei der DZ Bank kurzfristig offensichtlich eine nur schwierig zu überwindende Hürde darstelle. Aus charttechnischer Sicht würden somit insgesamt noch einmal Kursrückschlagsrisiken bis in die frühere Ausbruchszone um 4.700/4.680 Zähler verbleiben, die eine starke "Kreuzunterstützung" repräsentiere. Daneben sei jedoch auch die Konstruktion einer Trend bestätigenden "Wimpel"-Konsolidierungsformation möglich.

Erfolge somit in den kommenden Tagen ein positiver Trendimpuls am Markt, so ergebe sich beim Durchbruch über die 200-Tagelinie (die aktuell bei rund 4.950 Zählern verlaufe) recht zügig wieder eine sehr günstige Ausgangssituation. Auf Basis dieser Formation würde sich dann ein weiteres Anschlusspotenzial bis über 5.200 Punkte ergeben. Hierfür müsste jedoch aus Sicht der Handelsexperten bei der DZ Bank erst das geforderte charttechnische Stärkesignal gegeben werden.

actr
13.05.2009, 09:05
DAX, nachlassende Schwungkraft

13.05.2009 - 08:52:25 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Der DAX zeige weiterhin sehr hohen Respekt vor der 200-Tageslinie (aktuell bei 4.952 Punkten). Festmachen lasse sich diese Aussage an dem markanten Docht von gestern. Darüber hinaus sei die Handelsspanne zum dritten Mal hintereinander innerhalb der Trading Range vom vergangenen Donnerstag verblieben. Dieses Phänomen spreche für einen Momentum-Verlust auf der Oberseite.


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Bestätigt werde die nachlassende Schwungkraft von einer ganzen Reihe von Oszillatoren. So hätten sowohl DSS als auch RSI und Stochastik zuletzt negative Divergenzen ausgebildet, indem die jüngsten Verlaufshochs nicht mehr durch entsprechende Hochs im Indikatorverlauf bestätigt worden seien. In dieser Konstellation spiegle sich aus Sicht der Marktanalysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt der hohe Reifegrad des seit Anfang März bestehenden Erholungsimpulses wider. Die oben beschriebenen "inside days" würden eine prozyklische Positionierung im Ausbruchsfall nahelegen.

Auf der Unterseite diene das Tief vom 7. Mai bei 4.792 Punkten als Signalgeber. Werde diese Marke unterschritten, dürfte laut den Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt zügig der kurzfristige Erholungstrend seit dem 9. März (aktuell bei 4.748 Zählern) ausgelotet werden. Sollte der DAX hingegen das jüngste Verlaufshoch bei 4.980 Stellen überwinden, rücke das Jahreshoch vom 6. Januar bei 5.111 Punkten in den Fokus.

actr
13.05.2009, 09:08
DAX-Future, wichtiger Unterstützungsbereich

13.05.2009 - 09:02:50 Uhr
JRC


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).

Gestern habe der DAX-Future knapp oberhalb seiner Unterstützung bei 4.830 Stellen eröffnet. Die Unterstützung habe wie schon am Vortag gehalten, die Notierungen seien nach oben abgeprallt. Rund 100 Punkte höher sei die Erholung gestoppt, den DAX-Future hätte es abermals zu seiner Unterstützung bei 4.830 Stellen gezogen. Letztendlich konnte der Handel nach Angaben der Marktbeobachter jedoch bei 4.882,5 Zählern beendet werden, was einem Tagesgewinn von 20 Punkten oder 0,41 % entspreche.


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Seit Tagen befinde sich der DAX-Future unterhalb des wichtigen Widerstandsbereichs um das 5.000er Niveau. Hier verlaufe nicht nur die 200-Tagelinie, es handle sich auch um einen relevanten psychologischen Widerstand. An dieser prägnanten Marke dürfte zahlreiche Marktteilnehmer ihre Verkaufsorders platziert haben. Aus diesem Grund sei es dem Markt bislang noch nicht gelungen, den 5.000er Level wenigstens intraday zu erreichen. Sollte es dem DAX-Future letztendlich gelingen, auf Tagesbasis über 5.070 Zähler zu steigen, könnten sich nach Einschätzung der Analysten Anschlusskäufe bis zum übergeordneten Abwärtstrend bei 5.200 Stellen ergeben.

Unterstützt werde der DAX-Future zwischen 4.830 und 4.800, sowie noch wichtiger zwischen 4.750 und 4.780 Punkten, wo die untere Trendkanalllinie verlaufe.

actr
13.05.2009, 09:34
DAX-Future, reicht die Kraft?

13.05.2009 - 09:28:47 Uhr
trading-notes


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktbeobachter bei trading-notes berichten von deren erwarteten Support- und Resist-Marken im DAX-Future (FDAX).

Eine Berg- und Talfahrt habe gestern der DAX-Future erlebt, denn nach der schwächeren Eröffnung hätte er über 100 Punkte zugelegt, diese dann aber nach einem Doppel-Top fast komplett wieder abgegeben. Zum Ende hin habe er sich dann wieder etwas erholt und den Handelstag bei 4.883 Zählern mit einem Plus von 0,2 % geschlossen.


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Die heutige Handelseröffnung werde wieder etwas fester erwartet. Wichtige Widerstände lägen bei 4.905/10, bei 4.915/18, bei 4.920/25 und bei 4.930/33 Stellen. Die wichtigsten Marken seien die beiden gestrigen Hochs bei 4.930 und 4.933 Punkten. Diese Marken könnte der DAX-Future heute noch mal testen. Dann werde sich aus Sicht der Marktanalysten bei trading-notes entscheiden, wie es weiter gehe, denn würden sie überwunden werden, dann könnte die Lücke vom Montag geschlossen werden. Ob der DAX-Future heute dafür die notwendig Kraft habe, müsse sich zeigen. Short-Positionen seien weiterhin kurzfristig interessant, sollte der DAX-Future die genannten Widerstände bestätigen.

Unterstützungsmarken gebe es bei 4.890/85, bei 4.880/75, bei 4.870/65 und bei 4.858/53 Punkten. Der DAX-Future könnte heute wieder etwas zurückfallen, und dabei unter die wichtige 4.900er Marke fallen. Erreiche er die 4.880er Marke, dann wäre die heutige Eröffnungslücke geschlossen. Unter der 4.880er Marke läge die massive Unterstützungszone vom Montag, die von 4.880 Zählern bis 4.858 Stellen reiche. Diese Zone sollte den Markt heute stützen, falle der DAX-Future weiter. Sollte sie allerdings heute nicht halten, dann könnten die Tiefs von gestern noch mal getestet werden. Kurzfristig halten die technischen Analysten bei trading-notes aber weiterhin Long-Positionen für interessant, aber nur wenn der DAX-Future die genannten Unterstützungen bestätige.

actr
13.05.2009, 10:30
13.05.2009 09:31
Insider verkaufen!


http://4.bp.blogspot.com/_4LQfr-IDR4U/SgpmXvNxJDI/AAAAAAAAARg/XGX3vtJQFVQ/s400/msci+world+ex+USA+2009+until+12th+of+May.png




Der Weltindex (ohne USA) hat sich von seinem Jahrestief Anfang März wieder voll erholt. Ähnlich war es beim S&P 500 Index. Nunmehr verlassen die Ratten das Schiff. Insider - Vorstände, Aufsichtsräte, Manager - haben in jüngster Zeit verstärkt ihre Aktienpositionen entweder total oder zumindest teilweise verkauft! Ein Schiff ohne Kapitän und Besatzung ist für Passagiere nicht nur uninteressant sondern mitunter sogar gefährlich. Gleichzeitig sind Leerpositionen auf das niedrigste Niveau in vier Jahren geschrumpft. Leerverkäufer haben sich vergangene Woche "zwangsweise" eingedeckt, da sie den Druck steigender Kurse nicht mehr ausgehalten haben! Der überkaufte Markt muss sich nun erst einmal beruhigen. Das Indexrisiko liegt allerdings kaum über 10%. Einzelwerte können dabei bis zu 25% verlieren. Rückkäufe sind ab minus 20% empfehlenswert. Dies wird auf der Hotline regelmäßig diskutiert.

http://1.bp.blogspot.com/_4LQfr-IDR4U/SgpZmZkbgII/AAAAAAAAARQ/YEjRDhBqhT8/s400/Veraenderung+12+vs+11+Mai.png

Obwohl der Dow Jones Index kurz vor Börsenschluss noch in die Pluszone hineinkam, verharrten der S&P 500 Index und auch der Freiverkehr (Nasdaq) leicht im Minus. In Asien kommt am Mittwoch jedoch bereits wieder deutliches Kaufinteresse auf, sodass auch Europa fester eröffnen wird. Der Ölpreis erreichte kurzfristig die 60 Dollar Marke beim Texas-Öl. Technisch sieht das Chartbild hier gut aus, jedoch sprechen die Fundamentalfakten dagegen. Ein nochmaliger Test der 50 Dollar-Marke schließe ich nach wie vor nicht aus.


http://2.bp.blogspot.com/_4LQfr-IDR4U/SgpfdRYke4I/AAAAAAAAARY/db8tM87y1BM/s400/BAC+vs+DOW+ytd+2009+May+12th.png


Finanzwerte sind besonders stark seit Anfang März gestiegen. Allerdings war der Kursverfall - auf diesem Chartbild ist es die Bank of Amerika - auch weitaus größer im Vergleich zum Dow Jones. Meine Verkaufsempfehlung um 14 Dollar hat sich bereits bezahlt gemacht. Rückkäufe unter 10 Dollar.

Die Einzelhandelsumsätze für April werden am Mittwoch vorbörslich bekanntgegeben. Kommt es hierbei zu einer deutlichen Verbesserung gegenüber März, würde dies auch an Wall Street Kaufinteresse auslösen. Das Handelsbilanzdefizit war im März erwartungsgemäß etwas höher als im Februar, ohne das Marktgeschehen am Dienstag in nennenswerter Weise zu beeinflussen.

Heiko Thieme

actr
14.05.2009, 00:34
13.05.2009 20:45
Den Bären einen Bären aufbinden?
Jochen Steffens

Im DAX setzen sich die langen Dochte nach oben, von denen ich berichtet hatte, offenbar durch. Gerade bricht der DAX um über 2,5 % ein. Schauen wir uns das im Chart an:


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Der rote Pfeil weist auf die fünf langen Dochte nach oben hin. Diese Dochte zeigen, wie gesagt, dass bei 5.000 Punkten Verkaufsdruck aufkommt. Die Kurse versuchen immer wieder im Intradayhandel diese Marke zu erreichen, doch sie können sich zum Handelsschluss nicht auf dem Niveau halten. Jeder dieser Versuche kostet Energie. Irgendwann geht den Bullen einfach die Luft aus, sie müssen sich erst einmal zurück ziehen, um neue Kraft zu sammeln.

Im großen Bild wird das, was gerade passiert, noch deutlicher:

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0905132.gif


Der DAX ist, nach dem er aus seinem flachen Abwärtstrendkanal (rot) ausgebrochen ist, erst einmal an seinem primären Abwärtstrend (obere, breite blaue, abwärtsgerichtete Trendlinie) und der 5.000er-Marke gescheitert. Dort befand sich auch die obere Trendlinie seines steilen Aufwärtstrends. Diese Schnittstelle ist Teil eines starken Alpha-Targets. Kurz: Hier gab es einfach zu viele „Hindernisse“, die nach dem steilen Anstieg zuvor eine zu große Hürde darstellten.

Test nach Ausbruch

Nun testet der DAX den flachen Abwärtstrend (rot) von oben. Das ist ein ganz normales Prozedere nach einem Ausbruch. Hier befindet sich ein weiteres Alpha-Target, das aus dem Schnittpunkt der unteren Linie des Aufwärtstrends (schwarz gestrichelte Linie), der oberen Linie des Abwärtstrends“ und der 4.700er Marke (und noch einer weiteren Ebene, die hier nicht eingezeichnet ist) resultiert. Auch dieser Schnittpunkt hat eine hohe Anziehungskraft auf die Kurse, wie man sieht.

Nun kommt es darauf an: Gelingt der Test, steigen die Kurse also wieder an, ohne nachhaltig in den alten flachen Abwärtstrend zurückzufallen, kommen die 5.000er Marke und weitere Kurssteigerungen wieder ins Spiel. In diesem Fall wäre der aktuelle Einbruch an den alten Trend lediglich eine Bestätigung für den Ausbruch gewesen. Rutscht der DAX jedoch durch dieses Target nach unten, wird es deutlich kritischer. Denkbar ist auch, dass er an dieser Linie noch eine Weile weiter entlangläuft, zumal in dieser Woche ein kleiner Verfallstag stattfindet.

Die Bären- und Bullenfalle

Gehen wir einmal davon aus, dass es tatsächlich nur ein Test des alten Trends ist, der den Ausbruch bestätigt. In diesem Fall denke ich, dass wir noch einige Zeit mit der 5.000-Punkte-Marke zu tun haben werden. Und dann wird es richtig, richtig fies.

Dazu ein Beispiel:

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0905133.gif


Im April / Mai des Jahres 2003 bildete sich direkt nach der Rally vom damaligen Tief aus eine Art Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) an der 3.000-Punkte-Marke. Der Bruch der Nackenlinie (blau) wäre ein bearishes Signal gewesen. Doch es war nichts weiter als ein gerade für die Bären sehr schmerzhafter Fehlausbruch. Das war der erste Bär, der den Bären aufgebunden wurde.

Ein weiteres Beispiel:

Im April / Mai des Jahres 2003 bildete sich direkt nach der Rally vom damaligen Tief aus eine Art Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) an der 3.000-Punkte-Marke. Der Bruch der Nackenlinie (blau) wäre ein bearishes Signal gewesen. Doch es war nichts weiter als ein gerade für die Bären sehr schmerzhafter Fehlausbruch. Das war der erste Bär, der den Bären aufgebunden wurde.

Ein weiteres Beispiel:

[img]Im April / Mai des Jahres 2003 bildete sich direkt nach der Rally vom damaligen Tief aus eine Art Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) an der 3.000-Punkte-Marke. Der Bruch der Nackenlinie (blau) wäre ein bearishes Signal gewesen. Doch es war nichts weiter als ein gerade für die Bären sehr schmerzhafter Fehlausbruch. Das war der erste Bär, der den Bären aufgebunden wurde.

Ein weiteres Beispiel:

Im April / Mai des Jahres 2003 bildete sich direkt nach der Rally vom damaligen Tief aus eine Art Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) an der 3.000-Punkte-Marke. Der Bruch der Nackenlinie (blau) wäre ein bearishes Signal gewesen. Doch es war nichts weiter als ein gerade für die Bären sehr schmerzhafter Fehlausbruch. Das war der erste Bär, der den Bären aufgebunden wurde.

Ein weiteres Beispiel:

[img]http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/0905134.gif


Etwas später, im September des gleichen Jahres bildete sich wieder eine SKS-ähnliche Formation. Damals wurde die Nackenlinie sogar mit einem bestätigenden Gap Down nach unten gebrochen, ein starkes Verkaufssignal. Es musste offensichtlich schon etwas mehr kommen, um hier die Bären zu täuschen. Und tatsächlich, es kam sogar zu einem stärkeren Kursrückgang. Ich kann mich noch gut erinnern, damals rechneten viele Analysten mit neuen Tiefs im Dax. Doch auch dieser Einbruch stellte sich als Fehlsignal heraus (das eigentliche Kursziel aus der SKS wurde jedoch erreicht). Ein weiterer Bär auf dem Rücken der Bären...

Uns wird Ähnliches bevorstehen

Ich fürchte, dass wir, sofern der Kampf um die 5.000er Marke fortgesetzt wird, ähnlich starke Fehlsignale sehen werden. Sollte die Rally anschließend fortgesetzt werden, ist eine SKS-ähnliche Formation wahrscheinlich. Sollten die Bullen den Kampf um die 5.000er Marke verlieren, wird es einen Fehlausbruch nach oben geben.

Fazit: Man muss jetzt abwarten, ob sich die Kurse nach den Kursverlusten wieder stabilisieren können und den Kampf um die 5.000er Marke fortsetzten. Wenn sie das nicht tun, die Kurse also nachhaltig in den alten Abwärtstrend zurück fallen, wäre das ziemlich bearish. Kommt es hingegen zu einem Kampf um die 5.000- Punkte-Marke, sollten Sie mit der Interpretation von diversen starken Signalen zunächst höchst vorsichtig werden.

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
14.05.2009, 23:53
14.05.2009 20:45
Politik ohne Einfluss
Jochen Steffens

Bund, Länder und Kommunen werden bis 2013 bis zu 316 Mrd. Euro Steuern weniger einnehmen. Das geht aus einem Bericht des Bundesfinanzministeriums hervor.

Nun gut, diese Schätzungen sind ebenso zuverlässig wie die Prognosen zum Wirtschaftswachstum, zumal sie auch noch von diesen abhängen. Aber trotzdem, diese Zahl zeigt, wohin die Reise gehen "könnte".

Ohne Geld kein Wachstum

Leider ergibt sich daraus ein Problem, das nicht leicht zu lösen ist. Eigentlich müsste der Staat, um den deflationären Gefahren eines wirtschaftlichen Abschwungs zu begegnen, mehr Geld ausgeben. Doch dieses Geld hat er nicht, es sei denn, er weitet die Staatsverschuldung massiv aus. Und in diesem Punkt zoffen sich nun die Parteien. Die Fehler wurden aber bereits weit früher gemacht. Deutschland gehört mit zu den Ländern mit der höchsten Steuerlast, ganz abgesehen davon, dass das deutsche Steuerrecht mittlerweile sogar für Experten nicht mehr durchschaubar ist. Hier wurden in den letzten 20 Jahren viele Chancen vertan. Das gleiche gilt für den Rentenbereich, die Förderung des Mittelstandes, etc.

Konjunkturprogramme lediglich psychologische Kosmetik

Dabei hat die Politik in Deutschland, um es einmal etwas überspitzt auszudrücken, eigentlich sowieso wenig Chancen, wirksam einzugreifen. Deutschland ist ein Exportland. Damit hängt das Wohl und Wehe der deutschen Wirtschaft von der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft ab und nicht von irgendwelchen deutschen Konjunkturpaketen. Diese können somit schon aus dieser Logik heraus niemals nachhaltige Wirkung zeigen, sondern werden immer nur Kosmetik sein. Eine Kosmetik, welche lediglich die schlimmsten Hässlichkeiten übertüncht. Da aber Krise auch immer etwas mit Psyche zu tun hat, will ich diese Maßnahmen gar nicht zu sehr verteufeln. Man sollte sich aber nicht der Hoffnung hingeben, dass die Wirtschaft über den direkten Stimulus hinaus zusätzlich etwas davon hätte.

Politik ohne Einfluss auf den Krisenverlauf

Das eigentlich Amüsante bei dieser (etwas überspitzten) Überlegung ist, dass einige Politiker so tun, als gäbe es grandiose Ideen oder Rezepte, um Deutschland aus der Krise zu holen. Dafür müsste man aber genau genommen nachhaltig wirkende Konjunkturprogramme anstoßen, die einen erheblichen Einfluss auf die "Weltwirtschaft" hätten. Und ich fürchte, damit würde sich ein Land wie die Bundesrepublik Deutschland doch ein wenig überheben. Und damit können alle Maßnahmen, die beschlossen werden, bestenfalls Instrumente sein, um das Schlimmste abzuwenden und im Falle einer Belebung der Weltwirtschaft die Rahmenbedingen zu schaffen, die eine schnelle Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft begünstigen können.

Dass die Politik diesen Umstand gerne außen vor lässt, ist nur menschlich. Wer will schon gerne zugeben, dass er eigentlich gar keinen so großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland hat – und das auch noch vor einer Wahl...

Doch genug Politik, uns geht es hier um Börse:

Der Dax testet den alten Abwärtstrend

Und hier möchte ich noch einmal auf die Analyse des Dax-Charts von gestern eingehen:


[img]http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090514.gif[/img

Heute gab es im Dax ein kurzes Eintauchen in den alten Abwärtstrend, doch die Kurse konnten sich zum Schluss wieder fangen. Das weist darauf hin, dass in dieser Region zumindest Kaufdruck aufkommt. Morgen ist kleiner Verfallstag. Ich könnte mir vorstellen, dass die Kurse hier noch einmal kurz abtauchen und sich zum Handelsschluss wieder fangen. Insbesondere weil die Mitte des Targets erst Morgen erreicht wird.

Sollte das passieren, hätten wir bereits zwei Kerzen mit langen Dochten nach unten. Das wäre ein positives Zeichen für die nächste Handelswoche. Ansonsten gelten weiterhin die gestern beschriebenen Szenarien. Aber gut, warten wir ab, was morgen passiert, zumal dann auch noch einige relevante US-Konjunkturdaten veröffentlich werden.

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
15.05.2009, 08:33
DAX, positiver Trendimpuls?

15.05.2009 - 08:16:55 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Nachdem bereits am Mittwoch die bis dahin lediglich seitwärts gerichtete Konsolidierung der vergangenen Handelstage eine negative Beschleunigung erfahren habe, hätte sich auch gestern gleich zu Handelsbeginn noch einmal eine massive Ausweitung der Verkäufe gezeigt. Die wichtige charttechnische Unterstützungszone um 4.700/4.680 Punkte im DAX habe hierbei zunächst keinen Halt geboten, so dass laut den Marktbeobachtern bei der DZ Bank die erhöhte Gefahr einer deutlichen Ausverkaufsbewegung im Raum gestanden hätte. Erst die Stabilisierung an der Wall Street habe am Nachmittag dann zu einer erneuten Verteidigung der Unterstützungszone geführt und der Tageskerze eine kurzfristig positiver zu interpretierende "längere Lunte" verliehen.


http://194.97.1.200/charts/1910000/20090515_1914634_1.gif

Der erneut erfolgreiche Test der wichtigen charttechnischen Unterstützungszone bestätige somit die Relevanz dieser Marke in der Wahrnehmung der Marktteilnehmer. Neben dem Bewegungshoch von Mitte April befinde sich in diesem Bereich zugleich auch die Abwärtstrendlinie über die Reaktionshochs von Oktober bis Januar. Insbesondere mit Blick auf die kurzfristig "überverkaufte" Situation von Seiten der Oszillatoren bestünden daher laut den Trading-Strategen gegenwärtig gute Chancen, einen erneuten positiven Trendimpuls im mittelfristigen Aufwärtstrend zu etablieren. Dies würde insgesamt die Fortsetzung des Aufwärtstrends unter einem weniger stark steigenden, jedoch unter technischen Aspekten günstiger zu interpretierenden Anstiegswinkel bedeuten.

Hierbei müsse jedoch rasch ein erneuter Nachfrageimpuls herausgebildet werden. Das heiße, dass der Index recht zügig eine deutliche Distanz zur Unterstützungszone aufbauen sollte. Eine aufwärts gerichtete Bewegung, die nur bis zum Bereich des 38,2 %-Fibonacci-Retracements des kurzfristigen Abwärtstrends der letzten Tage um 4.780 Punkte reiche, müsse unter mittelfristigen Gesichtspunkten als negativ betrachtet werden und würde demgegenüber weitere Konsolidierungsrisiken bis rund 4.450 Zähler heraufbeschwören.

actr
15.05.2009, 08:34
DAX, ist der Hammer ein Indiz für Korrekturende?

15.05.2009 - 08:31:15 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Experten bei IG Markets blicken auf die aktuelle Situation des DAX und dessen aktuellen Perspektiven.

Der DAX habe seine Abwärtsbewegung gestern bis zum Trendsupport im Tageschart fortgesetzt und sei von diesen Niveaus abgeprallt. Die Preise hätten einen charttechnischen Hammer ausgebildet, der als ein schwaches Indiz für das Ende der Korrektur zu werten sei. Die Oszillatoren im Tageschart hätten die überverkaufte Zone erreicht und würden zumindest eine Rebound-Bewegung der Preise zulassen.



http://194.97.1.200/charts/1910000/20090515_1914640_1.gif


Gewinner des Tages sei gestern die Aktie von Salzgitter gewesen. Der Stahlhersteller hätte zwar einen Verlust für den Jahresanfang gemeldet, zeige sich aber zuversichtlich ein ausgeglichenes Ergebnis für das Jahr 2009 erzielen zu können

actr
15.05.2009, 15:46
Dow Jones, Abwärtspotenzial ist begrenzt

15.05.2009 - 11:25:00 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei IG Markets berichten von den aktuellen Aussichten des Dow Jones (DJ).

Der Dow Jones habe gestern eine Seitwärtsbewegung vollzogen und zum Handelsende um 46 Punkte zugelegt. Im Index hätten insbesondere die Finanzwerte für das positive Vorzeichen gesorgt. Die Aktien sollen von Plänen der Regierung das außerbörsliche Derivategeschäft der Banken stärker zu kontrollieren, profitiert haben.

Die Oszillatoren im Tageschart würden sich rasch abbauen. Daher halten die Handelsexperten bei IG Markets weiterhin das Abwärtspotenzial des Dow Jones auf den Trend-Support bei 8.150 Punkten für begrenzt und erwarten einen erneuten Anstieg in den nächsten Tagen.


http://194.97.1.200/charts/1910000/20090515_1914809_1.gif

actr
15.05.2009, 15:50
Dow Jones, kurzfristiges Korrekturpotenzial

15.05.2009 - 11:30:44 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Der US Aktienmarkt habe nach einem verhaltenen Start bei dünnem Handelsvolumen mit Gewinnen geschlossen. Den Marktbeobachtern zufolge haben die Investoren nach den Vortagsverlusten bei Technologie- und Finanztiteln zugegriffen und auf eine Fortsetzung der Rally gesetzt. An der Spitze des Dow Jones sei JP Morgan Chase um 4,38% auf 35,54 US-Dollar gestiegen, die Citigroup habe sich um 4,11 % auf 3,55 und die Bank of America um 2,72 % auf 11,31 US-Dollar verteuert. Coca-Cola habe 2,91 % auf 44,90 Euro zugelegt und Intel sei um 2,71 % auf 15,54 US-Dollar geklettert. General Motors habe nach dem Plus am Vortag um 4,96 % auf 1,15 US-Dollar nachgegeben, der Konkurrent Ford sich hingegen um 4,03 % auf 5,16 US-Dollar verbessert. Wal-Mart habe mit seine Quartalszahlen zwar im Rahmen der Erwartungen gelegen, aber dennoch 1,86 % auf 49,10 US-Dollar verloren.


http://194.97.1.200/charts/1910000/20090515_1914821_1.gif


Beim Dow Jones sei die mittelfristige Indikatorenlage negativ, die kurzfristige Indikatorenlage ist uneinheitlich. Aus Sicht der Experten bei Lang & Schwarz hat der US Leitindex kurzfristig weiterhin Korrekturpotenzial bi 8.170 Punkte.

actr
15.05.2009, 15:53
Hang Seng, Anstieg setzt sich fort

15.05.2009 - 11:45:12 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei IG Markets berichten von den aktuellen Aussichten des Hang Seng.

Der Hang Seng Index sei zuletzt über seine Seitwärts-Range im Bereich der 16.000er Region ausgebrochen und von danach von der 17.686er Marke in eine Korrekturbewegung übergegangen. Mit dieser Bewegung hätten die Oszillatoren im Tageshart eine Top-Bildung vollzogen und die Preise in eine Korrektur geführt.



http://194.97.1.200/charts/1910000/20090515_1914847_1.gif


Diese Korrektur treffe am Ausbruchsniveau in der Region um 15.800/16.000 auf ein wichtiges Supportlevel. Knapp unterhalb dieser Niveaus befinde sich zudem der Trend-Support im Tageschart. Aufgrund der Struktur des Aufwärtsimpulses von der 11.543er Marke gehen die Trading-Strategen bei IG Markets davon aus, dass sich die Anstiegsbewegung weiter fortsetze und in Richtung der Fibonacci-Resistzone bei 19.100 führe.

Damit dieses Szenario intakt bleibe, dürfe die Support-Zone bei 15.700/16.000 jedoch nicht unterschritten werden.

actr
15.05.2009, 15:57
Nikkei225 im 5-Tageausblick

15.05.2009 - 12:11:46 Uhr
SEB


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Das technische Umfeld des Nikkei225 hat sich leicht abgeschwächt, berichten die technischen Analysten bei der SEB AG.

Die mittelfristigen Trendindikatoren MACD und Momentum verliefen mittlerweile aber stabil seitwärts und bescheinigten zudem einen Überhang an Aufwärtspotenzial und -dynamik. Auch die kürzerfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren drehten zur Seite hin ab und signalisierten die Herausnahme der Abwärtsbewegungsdynamik. Die Volatilität liege bei 220,81 (240,98) Punkten, was einer statistisch maximalen Tages Range von 2,38 (2,80) % entspreche.


http://194.97.1.200/charts/1910000/20090515_1914885_1.gif


Auf Sicht der kommenden fünf Handelstage rechnen die Analysten bei der SEB mit einer gut behaupteten bis freundlicheren Tendenz für den Nikkei225. Voraussetzung hierfür sei, dass der vorläufige Aufwärtstrend Bestand habe. Dessen untere Begrenzungslinie verlaufe bei aktuell 8.884 Punkten (täglich steigend). Die Chancen stünden durchaus gut. Die erfolgreiche Verteidigung der Unterstützungsmarke bei 9.069 Stellen sowie die Herausnahme der Abwärtsbewegungsdynamik sprächen für den erwähnten positiven Grundton. Da die Aufwärtsimpulse aber zur Zeit nicht als sehr ausgeprägt bezeichnet werden könnten, halten einen deutlichen Anstieg über den Widerstand bei 9.601 Zählern wenig wahrscheinlich. Insgesamt lasse sich feststellen, dass sich die Lage für den Nikkei225 deutlich entspannt habe. Kurzfristige Gegenbewegungen seien seiner "Genesung" sogar förderlich.

actr
15.05.2009, 16:54
15.05.2009 16:43
BÖRSEN-AUSBLICK/"Sell in May" wird leider weiter gelten
DJ BÖRSEN-AUSBLICK/"Sell in May" wird leider weiter gelten

FRANKFURT (Dow Jones)--"Sell in May and go away" lautet der erste Halbsatz einer alten Börsenweisheit. Der bisherige Verlauf des Monats Mai scheint diese Weisheit zu bestätigen. Vom Tief am 9. März bis zum jüngsten Hoch am 7. Mai hat der DAX immerhin um 1.391 Punkte oder 38,75% angezogen. Seitdem sprechen Händler von einer Hängepartie. Anleger sind über die weitere Entwicklung unsicher und nehmen lieber einen Teil der aufgelaufenen Gewinne mit.

Getrieben hat die Kurse in den Monaten März und April vor allem die Erwartung, dass die Konjunktur einen Boden findet. Nun mehren sich Stimmen, die Aktienkurse könnten schon wieder zu weit vorgelaufen sein. "Die Aussicht auf steigende Erträge der Unternehmen steht unter vielen Fragezeichen, ihre Aktien sind aber bereits wieder hoch bewertet", sagt ein Händler.

"Es besteht die Gefahr, dass die ausgeprägte Bärenmarkt-Rally vor ihrem Ende steht", schreibt die Landesbank Berlin. In den Reigen positiver Konjunkturdaten haben sich jüngst wieder Warnsignale gemischt: Die Industrie der Eurozone hat im März deutlich weniger produziert als erwartet. In den USA hat der Einzelhandel im April überraschend wenig umgesetzt. Die chinesischen Exporte sind im April geradezu eingebrochen.

Das sind schlechte Nachrichten für die exportlastige deutsche Wirtschaft. Und für den DAX, denn kaum ein europäischer Aktienindex ist so exportlastig. Um so genauer werden Investoren auf die Makrodaten der kommenden Woche schauen. Die Agenda ist übersichtlich: Das Geschehen dürfte sich auf Donnerstag konzentrieren. Dann werden etliche Einkaufsmanager-Indizes aus der Eurozone für Mai publiziert. Mehr als 40% ihrer Umsätze erzielen deutsche Exporteure in der Eurozone.

"Wir prognostizieren keine robuste und dauerhaft tragfähige Erholung", meint Mark Wall von der Deutschen Bank. Für eine Erholung in der Eurozone müsse die gesamte Weltwirtschaft wieder wachsen. Und die Bilanzen der Banken müssten solide werden, damit diese den Unternehmen wieder Kredite geben. Keine dieser beiden Voraussetzungen sei aber gegeben.

Mit diesen Argumenten begründete die Deutsche Bank am Mittwoch ihre Prognose, der DAX werde wohl eher wieder in Richtung 4.000 Punkte zurückfallen als weiter steigen. Prompt fiel der Leitindex an diesem Tag um 2,6%. Es war der größte Tagesverlust des DAX in den vergangenen vier Wochen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Die Korrektur könnte sich in der kommenden Wochen ausweiten. Hierfür spricht auch, dass wegen des Feiertags "Christi Himmelfahrt" am Donnerstag viele Akteure dem Geschehen gänzlich fern bleiben dürften. Die Saison der Quartalsberichte ist so gut wie beendet, in der nächsten Woche legen mit Vodafone, Home Depot und Hewlett-Packard nur noch drei Schwergewichte ihre Geschäftszahlen vor.

Vielleicht sollten Anleger ja wirklich ihre Gewinne der jüngsten Rally einstreichen und erst nach dem 12. September wieder in aller Frische an den Aktienmarkt zurückkehren. Dann nämlich findet im britischen Doncaster das letzte große Galopprennen der Sommersaison für Vollblutpferde statt, die schon seit 233 Jahren gerittenen St. Leger Stakes. Und so lautet die Fortsetzung der oben zitierten Börsenweisheit: "And don't come back until St. Leger's Day!"

DJG/bek/flf

actr
15.05.2009, 18:30
15.05.2009 18:24
Weltkonjunktur: Baltic Dry Index steigt den 11. Tage in Folge
New York (BoerseGo.de) - Die Anzeichen mehren sich, dass die Weltwirtschaft vor einer Erholung steht. Dazu zählt der Baltic Dry Index. Dieser Indikator bildet die Frachtraten im globalen Handel mit Rohstoffen ab und hat daher einen engen Bezug zur Entwicklung des Welthandels. Daher zählt der Baltic Dry Index zu den Indikatoren der Weltwirtschaft.

Der Infodienst Bespoke berichtet, dass der Baltic Dry Index heute den 11. Tage in Folge steigt und im Zuge dieser Gewinnstrecke 43 Prozent zulegte. Seit Jahresanfang stieg dieses Barometer bereits 228 Prozent.


(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
18.05.2009, 08:44
17.05.2009: Bullen gönnen sich eine Auszeit


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_lang.gif


Gleich mit Beginn der vergangenen Börsenwoche tendierte der DAX nach unten. Damit war der Ausbruch aus dem seit März bestehenden Aufwärtstrend am Mittwoch dann auch keine große Überraschung mehr. Im Vergleich der Freitagsschlusskurse gab der Index um 176 Punkte nach, dies entspricht 3,6 Prozent.

Während der kleine Kursrutsch im oberen Schaubild praktisch nicht zu erkennen ist, zeigt sich im Chart auf Wochenbasis deutlich, dass die Notierung bereits weit vor Erreichen des seit Anfang 2008 gültigen Abwärtstrends wieder nach unten schwenkte. Auch wenn eine solche Korrektur nach rund zweimonatiger Aufwärtsbewegung keinen Grund zur Sorge darstellt, sollten Anleger jetzt eher mit einem Rückgang in den Bereich um 4500 Zähler rechnen als mit einem Anstieg bis zu der Marke von 5300 Punkten.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_mittel.gif


Bisher konnte der Support bei knapp 4700 den Kursverfall bei den deutschen Blue Chips aufhalten, wie der untere Chart zeigt. Diese Unterstützung leitet sich von den Hochpunkten im Februar und Mitte April her und wird derzeit zusätzlich vom mittleren Bollinger Band gestützt. Nach dem Ausbruch aus dem mehr als zwei Monate gültigen Aufwärtstrendkanal ist jedoch mit weiteren Kursverlusten zu rechnen - ein Durchbruch dieses Supports nach unten würde daher nicht überraschen.

Long-Positionen sollten bereits mit dem Ausbruch am Mittwoch glattgestellt worden sein. Jetzt konzentrieren Anleger ihren Blick auf die Unterstützung bei 4685 Punkten. Ein Rückgang unter diese Marke ließe knapp 4500 Zähler als neues Kursziel realistisch erscheinen.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
18.05.2009, 09:26
17.05.2009: Rückfall in die Schiebezone


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_lang.gif


Kaum hatte der Dow den Widerstandsbereich bei 8500 Punkten geknackt (und damit ein neues Kaufsignal im bestehenden Aufwärtstrend gegeben), da ging ihm auch schon die Puste aus. Unser Kursziel im Bereich des darüber verlaufenden Abwärtstrends mit Kursen um 8900 Punkten kam nicht in Reichweite. Mit einem Wochenverlust von 306 Punkten fiel der Dow
bereits am Mittwoch unter die an dieser Stelle empfohlene Stopp-Loss-Marke von 8400 Zählern.

Die charttechnische Betrachtung legt momentan eine neutrale Haltung nahe. Der Index für die 30 US-Blue-Chips bewegt sich im schmalen Band zwischen den im unteren Chart eingezeichneten Widerstands- und Unterstützungszonen. Nach unten stützt der dunkelgrau eingezeichnete Bereich zwischen 7950 und 8200 Punkten, nach oben begrenzt der heller eingezeichnete Bereich zwischen 8340 und 8500 die Phantasie.


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_mittel.gif


Die Indikatoren im unteren Chart deuten abwärts. Noch hält sich der Index aber über der Mittellinie der Bollinger-Bänder (positiv) und der mittelfristige MACD (auf Wochenbasis, mittleres Schaubild) hat auch noch nicht an Schwung verloren.

Strategie: Nachdem eine weitere Fächerlinie nach unten durchbrochen wurde, dürfte nun erst einmal eine Phase der Neuorientierung einsetzen. Anleger sollten ihr Pulver daher trocken halten. Fällt der Dow unter 7950 Zähler, können spekulativ eingestellte Investoren auch auf Puts setzen.


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_kurz.gif


Autor: Lutz Mathes

actr
18.05.2009, 09:31
17.05.2009: Konsolidierung dauert an


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_lang.gif


Wie aus charttechnischer Sicht zu erwarten korrigierte der Nasdaq Composite nach dem Abprallen an dem Widerstand bei 1770 Zählern. Im Vergleich zur Vorwoche gab der Index um 59 Punkte bzw. 3,4 Prozent nach.

Im mittleren Chart bleibt trotz des jüngsten Rücksetzers noch Potenzial bis zu dem Widerstand bei rund 1900 Punkten. Zwar ist leicht negativ zu werten, dass die Notierung bereits deutlich vor Erreichen des oberen Bollinger Bandes (Wochenbasis) wieder nach unten drehte, allerdings werden wohl selbst die hartnäckigsten Bullen den US-Technologiewerten nach dem vorherigen kräftigen Anstieg nun mal eine Verschnaufpause gönnen. Aus technischer Sicht könnte sich die Korrektur nun bis zum mittleren Bollinger Band fortsetzen, das aktuell bei 1623 Zählern verläuft.


http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_mittel.gif


Im unteren Chart kämpfte die Notierung die letzten 3 Tage mit dem mittleren Bollinger Band, der Stochastik fiel unterdessen bis in den überverkauften Bereich. Maßgeblich für den weiteren Verlauf wird aber sein, ob sich die Notierung oberhalb der Unterstützung bei 1665 Punkten halten kann, die sich vom Hochpunkt Anfang Januar herleitet.

Wenn der Support nicht verteidigt werden kann, sind weitere Kursverluste greifbar. Die nächst tieferen Unterstützungen liegen dann bei rund 1600 und 1490 Zählern. Für ein neues Kaufsignal (mit Kursziel 1900) bleibt weiterhin der Sprung über 1770 Punkte abzuwarten.

http://www.chartbuero.de/Charts/nasdaq_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
18.05.2009, 09:34
17.05.2009: Verschnaufpause oder Trendwende?


http://www.chartbuero.de/Charts/estoxx_lang.gif


Angesichts der negativen Vorgaben aus den USA ging es auch beim europäischen Aktienmarkt in der vergangenen Woche bergab. Der Vergleich der Freitagsschlusskurse zeigt einen Rückgang von 98,3 Punkten, das entspricht spürbaren 4 Prozent.

Die in unserer letzten Analyse geäußerte Empfehlung, trotz der nach oben durchbrochenen Widerstandszone nicht mehr neu einzusteigen, erwies sich als richtig. Der Index konnte noch nicht einmal seine Abwärtstrendlinie bei 2530 Punkten erreichen, sondern fiel schon vorher ab.


http://www.chartbuero.de/Charts/estoxx_mittel.gif


Dennoch ist bislang nichts Nennenswertes passiert: Der Kurs hält sich derzeit noch im Bereich der unten eingezeichneten Supportzone zwischen 2340 und 2420 Punkten. Daher kann gegenwärtig noch von einer Konsolidierung oder Verschnaufpause ausgegangen werden. Die Indikatoren geben ein gemischtes Bild. Das frische Verkaufsignal im MACD auf Tagesbasis wird von den anderen Indikatoren (Bollinger-Band, Stochastik) nicht bestätigt. Sollte der Kurs nun aber noch etwas tiefer schließen, wäre die Unterstützungszone nach unten verlassen. Wer das Risiko nicht scheut, kann für diesen Fall schon jetzt ein Stopp-Buy Limit für Puts im Bereich knapp unterhalb von 2340 Punkten legen.


http://www.chartbuero.de/Charts/estoxx_kurz.gif


Autor: Lutz Mathes

actr
18.05.2009, 09:59
17.05.2009: Planmäßig nach unten abgeprallt


http://www.chartbuero.de/Charts/nikkei_lang.gif


Charttechnisch mustergültig tastete sich der Nikkei in der Vorwoche noch etwas in Richtung des Widerstands bei 9600 Zählern vor, bevor der Kursverlauf in eine Konsolidierung mündete.

Mit Blick auf die beiden dargestellten Indikatoren dürfte sich die Phase bröckelnder Notierungen auch noch fortsetzen. Ein neues Kaufsignal entsteht aus heutiger Sicht erst mit einem Durchbruch der Marke von 9600 Punkten.


http://www.chartbuero.de/Charts/nikkei_kurz.gif

Autor: Oliver Schultze

actr
19.05.2009, 14:49
DAX im 5-Tageausblick

19.05.2009 - 11:30:12 Uhr
SEB


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Das technische Umfeld des DAX hat sich minimal abgeschwächt, berichten die technischen Analysten bei der SEB AG.

Es liege ein positiver Trendüberhang vor, der allerdings etwas reduziert worden sei. Bei den kürzerfristigen Trendindikatoren kämen positive Impulse auf. RSI und Stochastiks seien nach oben abgedreht und deuteten die Aufnahme einer Aufwärtsbewegungsdynamik an, wenngleich die letztendliche Bestätigung von den Stochastiks noch ausstehe. Die Volatilität liege bei 133,67 (132,48) Punkten, was einer statistisch maximalen Tagesrange von 2,75 (2,91) % entspreche.


Auf Sicht der kommenden fünf Handelstage werde sich der DAX für seine mittelfristige Richtung entscheiden müssen. Es lägen nämlich aktuell zwei Trends vor, die beide in den letzten Wochen ihre Bedeutung unterstrichen hätten. Den Marktbeobachtern zufolge liege ein übergeordneter, primärer Abwärtstrend vor, der auf den Tag genau vor einem Jahr aufgenommen worden wäre. Dessen obere Begrenzungslinie verlaufe aktuell bei 4.927 Punkten (täglich fallend). Zum anderen gebe es einen sekundären Aufwärtstrend mit der unteren Begrenzungslinie bei derzeit 4.718 Stellen. Mitte nächster Woche würden sich diese beiden Linien schneiden. Momentan stehen aus Sicht der Experten die Chancen etwas höher, dass sich der Aufwärtstrend durchsetze.

Unterstützt werde dieser von einem positiven mittelfristigen Trendüberhang, positiven Overbought/Oversold-Indikatoren und der gewichteten 38 Tagelinie. Die Abwärtstrendlinie hingegen finde ihre "Verbündeten" nur in der psychologischen Hürde von 5.000 Punkten. Der Anstieg über 5.000 Zähler könnte dann die Aufwärtsbewegung noch einmal beschleunigen. Die nächste Zielmarke liege dann bei 5.138 Zählern. Die nächsten Tage bringen die Entscheidung, so die Analysten der SEB.

actr
19.05.2009, 14:52
Dow Jones, Ende der Korrektur?

19.05.2009 - 12:01:48 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Experten bei IG Markets blicken auf die aktuelle Situation des Dow Jones (DJ) und dessen aktuellen Perspektiven.

Der Dow Jones habe gestern den Trendresist im Tageschart im Bereich der 8.500er Region erreicht und deute damit das Ende der Korrektur an. Ein Ausbruch über die gestrigen Tageshochs setze den Anstieg der Preise fort. Die Oszillatoren im Tageschart hätten sich weiter abgebaut und ließen einen erneuten Anstieg des Index zu. Gestern konnte dieser nach Angaben der Marktbeobachter um 235 Punkte zulegen, wobei die Bankaktien die größten Gewinner im Index gewesen wären. Die Aussagen von US Finanzminister Geithner, dass sich die Lage am Kreditmarkt entspanne, sollte die Märkte weiter unterstützen.

actr
19.05.2009, 14:58
Dow Jones, fester Start in die Woche

19.05.2009 - 12:17:57 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Nach positiven Impulsen vom Immobilienmarkt und einer überraschend positiven Quartalsbilanz der Baumarktkette Lowe's seien die amerikanischen Aktienindizes sehr fest in die neue Handelswoche gestartet. Bank und Energietitel wären die stärksten Kurstreiber gewesen. Lowe's-Titel seien nach Q1-Zahlen um 8,08 % auf 19,94 US-Dollar gestiegen, Bank of America mit 9,93 % auf 11,73 US-Dollar an die Spitze des Dow Jones gelangt. General Motors habe als zweitstärkster Dow-Titel um 8,26 % auf 1,18 US-Dollar zugelegt. Der US Autobauer stehe in den Verhandlungen über die Kürzung von Sozialausgaben einem Pressebericht zufolge kurz vor einer Einigung. AIG-Aktien sei um 6,40 % auf 1,83 US-Dollar gestiegen. Das Unternehmen plane nach eigenen Angaben erste Schritte zu einer Abspaltung des Asiengeschäfts. Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway des US Milliardärs Warren Buffet meldete nach Angaben der Marktbeobachter eine Erhöhung der Anteile am Finanzdienstleistungsunternehmen Wells Fargo. Daraufhin seien Wells-Fargo-Titel um 8,28 % auf 26,93 US-Dollar gestiegen.



Beim Dow Jones sei die mittelfristige Indikatorenlage uneinheitlich, die kurzfristige Indikatorenlage positiv. Aus Sicht der Experten bei Lang & Schwarz hat der US Leitindex kurzfristig Kurspotenzial bis 8.590 Punkte.

actr
22.05.2009, 23:12
22.05.2009 17:56
Börse Frankfurt-News: Unsicherheiten um den Wendepunkt (Wochenkommentar)
20. Mai 2009.In der öffentlichen Meinung macht sich die Ansicht breit, der Tiefpunkt der Rezession könnte erreicht sein. Die Märkte teilen diese Ansicht nicht. Nicht nur bei den Aktien hat sich die Euphorie der letzten Monate abgekühlt. Kapitalmärkte sind nicht so effizient, wie oft behauptet wird. Es gibt daher auch nicht den einen Wendepunkt, an dem sich alles dreht.

Wendepunkte zu identifizieren gehört zum Wichtigsten, aber auch Schwierigsten im Leben eines Ökonomen. Derzeit ist viel von einem Wendepunkt zumindest hinsichtlich der Konjunktur die Rede. Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Trichet, sprach von einem "Inflection Point". Als in der Eurozone die katastrophalen Zahlen für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal veröffentlicht wurden, war die öffentliche Meinung keineswegs so entsetzt, wie man es eigentlich hätte erwarten müssen. Vielmehr herrschte die Ansicht vor, dass dies der Tiefpunkt der Krise sei und dass es von nun an nur noch besser werden könne. In Deutschland ist der ZEW-Index in dieser Woche zum sechsten Mal hintereinander gestiegen. Und wie reagieren die Kapitalmärkte? An sich hätte man euphorische Luftsprünge erwarten müssen. Aber nichts davon war zu beobachten. Die Märkte sehen den Stimmungsumschwung eher differenziert und kritisch. Das muss nachdenklich machen.

An den Aktienmärkten gingen die Kurse in den letzten zwei Wochen nicht nach oben, sondern unter Schwankungen seitwärts. Der Aufschwung nach dem 9. März, der beispielsweise den DAX in der Spitze um 34 % nach oben getrieben hatte, ist beinahe genau in dem Moment zum Stillstand gekommen, in dem die öffentliche Meinung den Wendepunkt diagnostizierte. Bemerkenswert ist, dass diese Entwicklung fast weltweit (Ausnahme China und - aufgrund der Wahlen - Indien) zu beobachten ist. Insofern kann er nicht nur als Ausrutscher abgetan werden.

Mehrere Dinge spielen hier eine Rolle. Zum einen hat der Aktienmarkt den Wendepunkt schon zwei Monate früher, nämlich Anfang März, gefeiert. So etwas ist nicht ungewöhnlich. Der Markt eilt der tatsächlichen Entwicklung in aller Regel voraus. Interessant ist aber, dass er ausgerechnet jetzt "kalte Füße" zu bekommen scheint. Die Kurse sind in den letzten zwei Monaten doch etwas zu schnell und stark gestiegen. Eine technische Reaktion war daher überfällig. Zum anderen spielt aber wohl auch eine Rolle, dass der Markt offenbar nicht wirklich vom Ende der Krise überzeugt ist. Viele Unternehmen zeigen immer noch schlechte Ergebnisse. Es sieht nicht danach aus, als ob die Gewinne bald wieder nach oben gehen würden. Die Arbeitslosigkeit wird ansteigen. Das wird den privaten Konsum dämpfen. Wenn das Bruttoinlandsprodukt in den nächsten Quartalen nur weniger (oder vielleicht sogar gar nicht mehr) zurückgehen sollte, dann ist das nicht der Beginn eines sich selbst tragenden Aufschwungs. Es ist lediglich der Reflex der staatlichen Ankurbelungsmaßnahmen, die jetzt anfangen, in Teilen der Wirtschaft anzukommen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auf den Märkten für Festverzinsliche. Auch hier trauen die Anleger dem Frieden nicht. Die Entwicklung verläuft fast spiegelbildlich zu den Aktien: Als die Aktienkurse stiegen, haben sich auch die Renditen erhöht. Seitdem bewegen sich die Zinsen eher seitwärts bis leicht nach unten. Das deutet auf das alte Rollenmuster hin: Immer wenn es bei den Aktien hoch geht, sinken die Kurse bei den Renten und umgekehrt. Anleger schichten flexibel zwischen Aktien und Renten um, um die beste aller Welten zu erreichen.

Zwei Dinge sind an dieser Entwicklung bemerkenswert. Zum einen spielen die direkten Interventionen der Zentralbanken an den Kapitalmärkten offenbar eine geringere Rolle, als das zu erwarten war. Entweder können die Notenbanken Zinserhöhungen nicht so verhindern, wie sie es mit ihren Interventionen eigentlich angekündigt hatten. Oder sie wollen es nicht, um den Markt nicht zu sehr zu gängeln. Anleger sollten sich also nicht zu sehr darauf verlassen. Zum anderen ist die Inflationsfurcht - zumindest unter den Profis - nicht so verbreitet. Es werden auch zu den niedrigen Renditen von etwas über 3 % jetzt wieder 10-jährige Papiere gekauft. Dabei weiß jeder, dass hier Kursverluste während der Laufzeit entstehen werden. Es sieht so aus, als setzten doch mehr Investoren als gedacht auf Deflation (bei der sie mit solchen Bonds Kursgewinne erzielen können).

Ein ähnliches Bild wie bei Aktien und Renten zeigt sich beim Ölpreis. Hier ist die Entwicklung sogar noch prononcierter. Er erhöhte sich im März/April von 40 auf 60 Dollar je Barrel, also um insgesamt 50 %. Das war eine deutliche Vorwegnahme der konjunkturellen Stabilisierung. Aber auch hier zeigt sich, dass sich die Entwicklung so nicht durchhalten lässt. Der Markt stabilisiert sich bei 60 Dollar je Barrel. Eine weitere konjunkturelle Verbesserung wird offenbar nicht erwartet.

Dollar und Gold scheinen mit der konjunkturellen Wende dagegen nicht viel zu tun zu haben. Der Dollar schwankte in den letzten beiden Monaten zwischen 1,25 und 1,35. Die jeweiligen Auf- und Abwertungen gegenüber dem Euro wurden häufig mit der Zu- bzw. Abnahme der Risikoneigung bei den Anlegern in Verbindung gebracht. Das ist aber schwer an konkreten Fakten festzumachen. Konjunkturelle Bewegungen scheinen hier in jedem Fall keine große Rolle zu spielen.

Ähnlich beim Gold. Sein Preis ist in den letzten zwei Monaten zuerst stark gefallen (um über 10 %). Ausgerechnet seit sich die Krise zu entspannen scheint, steigt er wieder an. Das hat wenig mit einem Krisenbarometer zu tun. Auch Angst vor Inflation kann diese Bewegung nicht erklären, denn die Inflationsraten gehen im Augenblick zurück. Was bedeutet das für den Anleger?

Natürlich muss man als Volkswirt vorsichtig sein, Entwicklungen von wenigen Tagen oder Wochen zu interpretieren. Hier können auch immer Zufälle eine Rolle spielen. Trotzdem möchte ich zwei Thesen wagen. Erstens trauen die Märkte dem konjunkturellen Frieden nicht. Sie sehen noch keinen Wendepunkt. Zudem fürchten sie, dass eine konjunkturelle Besserung ein zweischneidiges Messer ist. Denn gleichzeitig mit anziehender gesamtwirtschaftlicher Nachfrage wird sich die monetäre Situation verschlechtern und die Zinsen könnten wieder ansteigen. Anleger sollten also vorsichtig sein. Die Stimmung in der Wirtschaft ist besser als die Lage. Der alte Spruch "Sell in May and go away" könnte sich wieder einmal bestätigen.

Zweitens: So rational und effizient, wie immer behauptet, sind die Märkte nicht. Auch hier spielen Stimmungen bzw. Sonderentwicklungen in einzelnen Segmenten ei-ne Rolle. Es gibt kein generelles Klingeln an der Börse, sondern verschiedene Töne in unterschiedlichen Segmenten. Anleger sollten daher gar nicht erst versuchen, den Tiefpunkt der Kurse zu treffen.

© 20. Mai 2009/Martin Hüfner

Dr. Martin W. Hüfner ist Chief Economist bei Assenagon Asset Management S.A. Er war viele Jahre Chefvolkswirt beziehungsweise Senior Economist bei der HypoVereinsbank und der Deutschen Bank. In Brüssel leitete er den renommierten Wirtschafts- und Währungsausschuss der Chefvolkswirte der Europäischen Bankenvereinigung. Hüfner schreibt für große internationale Zeitungen wie die Neue Züricher Zeitung oder die Schweizer Finanz und Wirtschaft sowie für große Zeitungen in Deutschland. Er ist Autor mehrerer Bücher, u. a. "Europa - Die Macht von Morgen" und "Comeback für Deutschland".

actr
25.05.2009, 18:24
24.05.2009: Das Risiko bleibt hoch


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_lang.gif


Unsere vorsichtige Einstellung mit Hinweis auf die Unterstützung bei 4685 Zählern erwies sich als unnötig, denn bereits am Montag behauptete der DAX diesen Support und drehte wieder nach oben. Zwischenzeitlich notierte der Index sogar über der psychologisch wichtigen Marke von 5000 Punkten, musste sich per Wochenschluss aber darunter und mit einem Zuwachs um 181 Zähler (3,8 Prozent) zufrieden geben.

Der Rückgang der Woche zuvor konnte damit mehr als wettgemacht werden, wie die Kerzen im mittleren Chart auf Wochenbasis zeigen. Dies ist für die Bullen erfreulich und eröffnet nun wieder Potenzial bis zu dem Kreuzwiderstand bei 5300 Zählern. Ein neues Kaufsignal mit Kursziel jenseits der 6000 Zähler entsteht jedoch erst wieder mit einem signifikanten Durchbruch dieser Marke.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_mittel.gif


Das untere Schaubild zeichnet jetzt allerdings ein deutlich skeptischeres Bild: Trotz der höchsten Notierungen seit Januar mißlang die Rückkehr in den Aufwärtstrendkanal, der am Kursverlauf seit März anliegt. Und während sich der MACD ohnehin unbeeindruckt zeigte und kein Kaufsignal anzeigte, drehte der Stochastik jüngst wieder auf Verkaufen. Insofern ist ein Anstieg bis auf 5300 Zähler fraglich, ein erneuter Test der Unterstützung bei 4685 Punkten erscheint da schon realistischer.

Daher sollten Anleger, trotz der kräftigen Rallye in der ersten Hälfte der Vorwoche, jetzt nicht euphorisch werden. Die Lage bleibt uneinheitlich, ein Rückgang bis auf 4685 mindestens genauso wahrscheinlich wie ein Anstieg bis auf 5300. Die Entwicklung zu Wochenbeginn sollte einen Hinweis auf die weitere Entwicklung mit sich bringen. Unterhalb von 4685 würden dann sogar eindeutig die Bären die Oberhand gewinnen.


http://www.chartbuero.de/Charts/dax_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
25.05.2009, 18:29
]24.05.2009: Anleger warten weiter ab


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_lang.gif


Der Dow konnte in der vergangenen Woche zunächst zulegen, fiel dann aber wieder auf das Ausgangsniveau zurück (+9 Punkte gegen Vorwochenschluss). Da er sich dabei innerhalb der in den beiden Wochen zuvor abgesteckten Bandbreite bewegte, lassen sich bislang keine neuen technischen Impulse ableiten

Für einen weiteren Anstieg spricht fundamental nach wie vor die nach Anlagemöglichkeiten suchende Liquidität (Zinsen für Tagesgeld und sichere Anleihen sinkt beständig) und der bei den institutionellen Anlegern herrschende Performancedruck (der die Profis bei steigenden Börsen zu einer Erhöhung der Aktienquote zwingt). Gegen einen weiteren Anstieg spricht die Summe aller Konjunkturindikatoren, die sich allenfalls auf niedrigem Niveau einpendeln, aber noch nicht auf ein Ende der Krise schließen lassen.



http://www.chartbuero.de/Charts/dow_mittel.gif


Der Blick auf den Chart offenbart, dass sich in Bezug auf diese Faktoren ganz offenbar ein temporäres Gleichgewicht austariert hat. Der Dow pendelt im Bereich des schmaler werdenden Bandes zwischen übergeordnetem Abwärtstrend und den beiden grau eingezeichneten Chartmarken um 8000 und 8400 Zähler.

Um jetzt neue Gelder für den Aktienmarkt zu aktivieren, wäre ein schwungvoller Ausbruch über die blaue Trendlinie bei gegenwärtig 8780 Punkten nötig. Bei einem klaren Fall unter 8000 Punkte hingegen wäre zu erwarten, dass massiv Kasse gemacht wird. Ohne Impulse in die eine oder andere Richtung kann aus dem technischen Blickwinkel weder zu einem Ein- noch zu einem Ausstieg geraten werden. Schließen Sie sich der Masse an: Warten sie ab.


http://www.chartbuero.de/Charts/dow_kurz.gif


Autor: Lutz Mathes

actr
26.05.2009, 09:23
DAX, neue Chance nach oben

26.05.2009 - 08:18:29 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Zum gestrigen Wochenbeginn habe der DAX seinen Konsolidierungskurs zunächst weiter fortgesetzt. Dies sei ohne die US Märkte geschehen, die feiertagsbedingt geschlossen gewesen wären. Im Tagestief bei 4.830 Punkten habe sich der hiesige Aktienmarkt jedoch im Anschluss intraday um über 2 % erholt und sei somit wieder über die 4.900er Marke geklettert. Am Ende habe eine Tageskerze mit einer positiv zu interpretierenden längeren "Lunte" zu Buche gestanden.

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Damit erhalte der deutsche Leitindex die Chance, erneut eine "Flaggenkonsolidierung" nach oben aufzulösen. In Verbindung mit einem ab sofort wieder günstigen zyklischen Umfeld, welches traditionell nach dem "Memorial Day" insbesondere an der NYSE in den USA zu beobachten sei, wäre die Erwartungshaltung in Richtung eines erneuten Aufwärtstrendimpulses bzw. der Fortsetzung des mittelfristigen Aufwärtstrends aus Sicht der technischen Analysten bei der DZ Bank gerechtfertigt. Um diese Annahme zu untermauern, sollte der DAX sein gestriges Tageshoch (4.942 Punkte) zügig überwinden.

Auf Basis einer Trading-Strategie nach Joe Ross handelte es sich dabei um das abschließende Kaufsignal nach einem so genannten "Rosshaken". Dass sich die gesamte Bewegung zwischen dem mittleren und oberen "Bollinger-Band" abspiele, unterstütze ein derartiges Szenario. Im positiven Fall wäre dann laut den Trading-Strategen bei der DZ Bank auf Basis der "Measured Move"-Projektion der potenziellen laufenden "Flagge" zumindest ein Kurspotenzial bis in den Bereich um 5.235 Zähler gegeben. Damit korrespondiere dieses Potenzial stark mit dem bereits zuvor eröffneten Kursziel bei 5.250 Stellen, welches auf der "alten" Measured Move-Projektion der "Flaggenkonsolidierung" von Anfang des Monats basiere.

actr
26.05.2009, 09:27
DAX klebt an wichtiger Marke

26.05.2009 - 08:30:24 Uhr
Helaba


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, äußert sich zur aktuellen Marktlage am DAX.

Fehlende bzw. leicht negative Vorgaben hätten heute Morgen dafür gesorgt, dass die DAX-Eröffnungsindikation etwas schwächer ausfalle. Der DAX klebe aus technischer Sicht an einer sehr wichtigen Marke, der 200-Tagelinie. Gestern sei der aktuelle Level von 4.886 Punkten bereits kurz unterschritten worden. Auch heute gelte es, diese Marke im Auge zu behalten, nicht zuletzt, da sich noch weitere Supports (13-Tage-Durchschnitt und ein Gann-Angel) in diesem Bereich befinden.


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Die Indikation liege heute bei 4.883 Stellen. Die Handelsspanne erwartet der Stratege bei der Helaba zwischen 4.780 und 4.960 Stellen. Unterstützungen gebe es bei 4.792 und bei 4.655, Widerstände bei 5.061 und bei 5.111 Zählern.

actr
26.05.2009, 09:31
DAX, klassischer Hammer

26.05.2009 - 08:53:23 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Trotz der von den Marktexperten favorisierten Abwärtskorrektur – Stichwörter seien in diesem Zusammenhang die negativen Divergenzen seitens verschiedener Oszillatoren (z. B. RSI, Stochastik) und das "bullish failure" des trendfolgenden MACD – müssten die Bären zur Kenntnis nehmen, dass die 200-Tageslinie (aktuell bei 4.881 Punkten) in den letzten Tagen immer wieder verteidigt worden wäre. Spiegelbild dieser Aussage sei die gestrige Kursentwicklung, wo ausgehend vom Tagestief bei 4.830 Zählern eine nennenswerte Erholung gelungen sei, so dass sich auf Tagesbasis ein klassischer "Hammer" ergebe.


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Dieses Candlestick-Muster wäre positiv zu interpretieren, weshalb die Marktkenner bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt einen Anstieg über das gestrige Tageshoch bei 4.942 Punkten als Signalgeber für einen neuen Aufwärtsimpuls zunächst bis zum Hoch vom 7. Mai bei 4.980 Zählern definieren. Danach stünde bereits das bisherige Verlaufshoch bei 5.061 Stellen zur Disposition. Aufgrund der eingangs erwähnten negativen Markttechnik sollten Anleger aber auch die Unterseite nicht völlig außer Acht lassen. Ein Tagesschlusskurs unter der 200-Tageslinie bringe die Bären wieder in Stellung und diene aus Sicht der Trading-Strategen als Signalgeber für einen Korrekturimpuls bis zur horizontalen Unterstützungszone bei 4.681/55 Punkten.

actr
26.05.2009, 09:35
DAX-Future, Bruch der Unterstützung?

26.05.2009 - 09:31:39 Uhr
JRC


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).

Trotz geschlossener US-Börsen hätten sich die deutschen Marktteilnehmer gestern kein bisschen phlegmatisch gezeigt. Zu wichtig sei der Bereich, in dem sich der DAX-Future derzeit aufhalte, als dass man sich nicht am Handel beteiligen könnte. Zunächst sei der Index-Future ausgesprochen negativ in den Tag gestartet und habe in den ersten Handelsstunden bereits über 100 Punkte verloren. Dabei sei die 20-Tage-Linie getestet worden, die kurz davor stehe, die 200-Tagelinie von unten nach oben zu schneiden. Die von der 20-Tage-Linie und einer Horizontalunterstützung gebildete Unterstützungszone zwischen 4.800 und 4.830 Stellen habe gehalten, und im Anschluss konnte der DAX-Future nach Angaben der Marktbeobachter seine gesamten Verluste wieder aufholen. Im Endeffekt sei der Handel mit einem kleinen Verlust von sechs Punkten oder 0,12 % eingestellt worden.


http://194.97.1.200/charts/1910000/20090526_1918584_1.gif

Nach dem Test des Unterstützungsbereichs zwischen 4.800 und 4.830 Zählern sei es möglich, dass der DAX-Future noch einmal seine Widerstandszone zwischen 4.940 und 5.000 Punkten teste. Eine Fortsetzung der Anfang März begonnenen Rally bedürfe jedoch eines Schlusskurses oberhalb von 5.070 Punkten. Fürs erste gebe die 200-Tagelinie, die direkt unterhalb des aktuellen Kursniveaus verlaufe, Unterstützung. Der gleitende Durchschnitt werde den DAX-Future aber nicht lange stützen können. Je länger dieser unterhalb des 5.000er Niveaus verharre, desto mehr Marktteilnehmer würden am Fortbestand der Anfang März gestarteten Rallye zweifeln.

Die Strategen bei JRC gehen davon aus, dass der DAX-Future relativ zügig wieder die Unterstützung bei 4.700 Punkten erreichen wird. Ein Bruch dieser Unterstützung halten diese dieses Mal für wahrscheinlich.

actr
27.05.2009, 15:56
Dow Jones, feste Tendenz

27.05.2009 - 11:50:36 Uhr
Lang & Schwarz


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).

Die US Leitbörsen hätten den Handel am Dienstag beflügelt von positiv aufgenommenen Konjunkturdaten sehr fest beendet. Die Entwicklung des Verbrauchervertrauens im Mai hätte das Sentiment positiv beeinflusst. Das Vertrauen hätte deutlich stärker als erwartet zugelegt und befinde sich nun auf dem höchsten Stand seit April 2003.


http://194.97.1.200/charts/1910000/20090527_1919228_1.gif

Tagesgewinner im Dow Jones war nach Angaben der Marktbeobachter JP Morgan mit +6,19 % auf 36,54 US-Dollar, Tagesverlierer Bank of America mit -0,81 % auf 10,98 US-Dollar. American Express habe nach einer positiven Analystenäußerung 5,00 % auf 24,57 US-Dollar gewonnen. Konsumsensible Titel hätten zu den Gewinnern im Dow Jones gehört. Home Depot sei um 4,11 % auf 23,80 US-Dollar geklettert, Walt Disney 3,54 % auf 24,54 US-Dollar und McDonald's 3,08 % auf 58,84 US-Dollar. GM habe um 0,70 % auf 1,44 US-Dollar zulegen können.

Beim Dow Jones sei die mittelfristige Indikatorenlage uneinheitlich, die kurzfristige Indikatorenlage positiv. Aus Sicht der Experten bei Lang & Schwarz hat der US Leitindex aktuell ein kurzfristiges Kurspotenzial bis 8.590 Punkte.

actr
27.05.2009, 15:59
Dow Jones, in einer Seitwärts-Range

27.05.2009 - 11:45:56 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei IG Markets berichten von den aktuellen Aussichten des Dow Jones (Dow Jones).

Der Dow Jones habe gestern die Support-Zone bei 8.220/30 Punkten erneut getestet und sei von diesen Niveaus in eine dynamische Aufwärtsbewegung übergegangen, die zu einem Anstieg um 196 Punkte geführt habe. Die deutlich besser als erwarteten Konjunkturdaten zum Verbrauchervertrauen hätten die Hoffnung auf eine Belebung der Wirtschaft geweckt. Am stärksten habe JP Morgan hiervon profitiert. Die Aktie wäre um 6,19 % angestiegen. Im Tageschart befänden sich die Preise laut den Handelsexperten bei IG Markets zunächst in einer Seitwärts-Range zwischen 8.200 und 8.600 Zählern.

http://194.97.1.200/charts/1910000/20090527_1919225_1.gif

actr
27.05.2009, 22:33
27.05.2009 19:45
US-Verbrauchervertrauen zu euphorisch?
Jochen Steffens

Nach den deutlich verbesserten Daten des US-Verbrauchervertrauens gab es viele sehr positive Analystenstimmen. Es besteht natürlich keine Frage, dass sich ein steigendes Verbrauchervertrauen positiv auf das Konsumverhalten der US-Bürger auswirken wird. Da die US-Wirtschaft bislang zu zwei Dritteln vom Binnenkonsum getragen wird, ist natürlich das Konsumverhalten ein wichtiger Indikator. Doch vielleicht ist das etwas zu einseitig gedacht.

Stimmungen werden gemacht

Zunächst darf man eben nicht vergessen, dass die Stimmung der Verbraucher ganz entscheidend von den Nachrichten abhängt. Die Nachrichten hängen zum Teil wieder von dem Kursverlauf der Börsen ab. Sobald die Aktienkurse wieder steigen, und sei es, weil es einfach nur zu einer technischen Gegenreaktion gekommen ist, werden die Redakteure und Analysten optimistischer. Das wirkt sich wiederum auf die Darstellung der aktuellen Lage und die Prognosen aus. Diese beeinflussen wiederum die Anleger, was zu weiter steigenden Kursen führen kann.

Und so sehen wir, wenn wir das Verbrauchervertrauen über den Kursverlauf des S&P500 legen, dass wir doch einen recht synchronen Verlauf erkennen.


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090527.gif

Trotzdem gibt es einige interessante Besonderheiten:

Im Herbst 2002 (an der linken senkrechten blauen Linie) fand der S&P500 (rote Kurve) seinen Boden, das Verbrauchervertrauen (schwarze Kurve) reagierte deutlich zeitversetzt und markierte erst im März / April 2003 das Tief. Verantwortlich für diese deutliche Verzerrung war natürlich der Irak-Krieg. Der Unterindex, der die Einschätzung der aktuellen Situation abbildet (blau gestrichelte Linie), bildete sogar erst über ein Jahr später sein eigentliches Tief aus.

Insgesamt erkennt man aber, dass besonders die Tiefs im Verbrauchervertrauen und hier besonders die Tiefs in der Erwartungskomponente (grün gestrichelte Linie) gerne mit Tiefs am Aktienmarkt zusammenfallen. Das belegt die antizyklische Ausrichtung des Verbrauchervertrauens: Wenn die Stimmung im Keller ist, muss man kaufen.

Verbraucher lagen mehrere Jahre falsch

Ebenfalls interessant ist, dass das Verbrauchervertrauen im Prinzip den gesamten Anstieg der Aktienmärkte ab 2004/2005 nicht mehr nachgebildet hat. Es kam zu einer deutlichen Diskrepanz zwischen der Einschätzung der aktuellen Situation und der Erwartung. Während die Erwartung gedämpft blieb, stieg die Einschätzung der aktuellen Lage weiter an. Entgegen der Erwartungskomponente kam es aber zu einem weiteren Anstieg der Börsenkurse. Auch hier lagen also die Verbraucher in ihren Erwartungen mehrere Jahre falsch. Insoweit war dieses Misstrauen der US-Verbraucher eine klare bullishe Indikation und belegte erneut die antizyklische Interpretation des Verbrauchervertrauens.

Verbraucher euphorisch

Und auch in dem aktuellen Anstieg erkennt man, dass wieder das Tief des Verbrauchervertrauens mit dem Tief der Aktienmärkte zusammengefallen ist. Und jetzt ist es die Erwartungskomponente, die mit den Märkten nach vorne prescht. Die Einschätzung der aktuellen Situation hat sich hingegen bisher kaum von den Tiefs erholen können. Wenn man hier wieder antizyklisch denkt, muss man sich fragen, ob dieser enorm schnelle Anstieg der Erwartungskomponente, also die "Euphorie" der US-Verbraucher nicht fast wieder negativ für die Aktienmärkte zu werten ist.

Zu früh für klarere Prognosen

Auf jeden Fall ist es trotz des beachtlichen Anstiegs des US-Verbrauchervertrauens zu früh für Euphorie an den Börsen. Selbst wenn wir all diese Interpretationen außen vorlassen, hat der Index noch nicht einmal das Niveau vom Tief des Jahres 2003 erreicht (von unten). Das Verbrauchervertrauen ist immer noch auf historisch niedrigem Niveau. Noch ist der aktuelle Anstieg demnach nichts weiter als eine Erholung nach einer Übertreibung nach unten. Und damit ist diese Situation mit den Märkten vergleichbar.

In den nächsten Wochen muss sich zeigen, ob sich die US-Konjunkturdaten weiter stabilisieren oder sogar verbessern können. Dann wird sich die Erholung an den Märkten fortsetzen. Sollte das nicht der Fall sein, werden wir wieder fallende Kurse sehen.

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
28.05.2009, 09:00
DAX, positiv aufgelöste Flagge macht Mut

28.05.2009 - 08:19:24 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.

Nach dem dynamischen Kursanstieg am Dienstag im DAX habe der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte eine Verschnaufpause eingelegt. Im Tageshoch dem bisherigen Bewegungshoch vom 20. Mai um 5.060 Punkte bis auf einen halben Prozentpunkt nahegerückt habe die Marktteilnehmer im Anschluss offenbar der Mut verlassen, und so hätten Gewinnmitnahmen das Bild geprägt.
Diese seien jedoch insgesamt auf einem recht hohen Niveau verblieben, so dass an dieser Stelle noch kein charttechnischer Grund zur Sorge bestehe.


http://194.97.1.200/charts/1910000/20090528_1919595_1.gif

Aus Intraday-Sicht sei die gestrige Konsolidierung nach dem vorherigen deutlichen Anstieg eher als günstig zu interpretieren. Mit der positiv aufgelösten "Flagge" innerhalb des intakten kurz- und mittelfristigen Aufwärtstrends besteht aus Sicht der Experten nach wie vor eine gute Chance auf einen weiterhin steigenden DAX. Das formationstechnische Kursziel belaufe sich auf Basis zweier "Measured Move"-Projektionen auf den Bereich um 5.200 bis 5.250 Stellen.

Für die Fortsetzung des Anstiegs spreche auch das derzeit wieder günstige saisonale Umfeld, welches bis etwa in die zweite Juniwoche hinein seine Wirkung entfalten sollte. Obwohl es im gestrigen Handel an der Wall Street zu deutlichen Abgaben gekommen wäre, und der Trendverlauf im DAX auf Basis einiger Indikatoren bereits seit Tagen eine gewisse zeitliche Reife erkennen lasse, so sollte sich doch insgesamt erst unterhalb des letzten Reaktionstiefs um rund 4.800 Zähler das positive charttechnische Bild eintrüben.

actr
28.05.2009, 09:04
DAX, Anstieg bleibt unverändert intakt

28.05.2009 - 08:01:26 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei IG Markets berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Der DAX habe sich gestern in einer engen Trading Range bewegt und den Handel mit einem Anstieg von 15 Punkten beendet.


http://194.97.1.200/charts/1910000/20090528_1919584_1.gif

Am gestrigen Handelstag wären erneut die Aktien der beiden Stahlunternehmen Thyssen und Salzgitter gefragt gewesen, wobei Salzgitter mit einem Anstieg von 4,5 % der größte Gewinner im DAX gewesen wäre. Die Marktteilnehmer würden hier erwarten, dass diese Werte vom Anziehen der Weltkonjunktur als erste profitieren sollten. Der Handelstag sei für den DAX neutral zu bewerten und der Anstieg bleibe unverändert intakt. Zwar würden sich die Oszillatoren im Tageschart der überkauften Zone nähern, jedoch aus Sicht der Trading-Strategen bei IG Markets noch einen Anstieg über die bisherigen Hochs bei 5.060 Zählern zulassen.

actr
28.05.2009, 09:08
DAX, 200-Tagelinie beachten

28.05.2009 - 08:42:53 Uhr
Helaba


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, äußert sich zur aktuellen Marktlage am DAX.

Nach den negativen Vorgaben von der Wall Street werde der Index heute schwächer in den Handel starten. Im weiteren Verlauf stünden einige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Während Frühindikatoren Hoffnungen verbreiteten, seien realwirtschaftliche Daten von Schwäche geprägt. Vor allem am Arbeitsmarkt schlage sich der bisherige Rückgang der Wirtschaftsaktivität besonders heftig nieder. Seit November 2008 sei es zu einem kontinuierlichen Anstieg der deutschen Arbeitslosenzahl gekommen. Zwar habe die Ausdehnung der Kurzarbeit Schlimmeres verhindert, dennoch sei im Mai mit einem erneuten Anstieg zu rechnen. Selbst der zuletzt gestiegene ifo-Geschäftsklimaindex stelle für den hiesigen Arbeitsmarkt keine positive Indikation dar. Dessen sehr niedriges Niveau lasse auf Sicht der kommenden sechs Monate im Gegenteil einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosenquote erwarten. Vor diesem Hintergrund könnte die bei 8,4 % liegende Konsensschätzung übertroffen werden.



http://194.97.1.200/charts/1910000/20090528_1919612_1.gif

Unter charttechnischen Gesichtspunkten gelte auch heute wieder, die 200-Tage zu beachten, welche aktuell im Bereich von 4.860 Zählern verlaufe. Auch wenn es dem Index zuletzt noch gelungen wäre, sich darüber zu halten, müsse auf die Tatsache hingewiesen werden, dass der Durchschnitt noch immer fallet. Ein positives Signal (zum Kauf) ist aus Sicht des Experten damit noch nicht ausgelöst worden. Die Indikation liege heute bei 4.945 Punkten. Die Handelsspanne erwartet der Stratege bei der Helaba zwischen 4.850 und 5.040 Stellen. Unterstützungen gebe es bei 4.792 und bei 4.655, Widerstände bei 5.061 und bei 5.111 Zählern.

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actr
28.05.2009, 09:12
DAX, kein Anlass zur Sorglosigkeit

28.05.2009 - 08:55:11 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Der DAX habe gestern einen klassischen Übergangstag mit im Vergleich zum Vortag geringer Schwankungsbreite auf das Börsenparkett gelegt. Immerhin habe das Aktienbarometer aber den jüngsten Sprung über das Hoch vom 7. Mai bei 4.980 Punkten bestätigt.

Die nächsten Widerstände würden nun in Form des jüngsten Verlaufshochs bei 5.061 Zählern bzw. des bisherigen Jahreshochs bei 5.111 Stellen lauern. Jenseits dieser Marken rücke der seit Januar 2008 dominierende Abwärtstrend (aktuell bei 5.214 Punkten) in den Fokus. Dennoch bestehe derzeit von Investorenseite kein Anlass zur Sorglosigkeit. Schließlich hätten selbst im Verlauf des erneuten Aufwärtsimpulses die beim RSI bestehenden negativen Divergenzen nicht aufgebrochen werden können. Mittlerweile zeige auch der trendfolgende MACD eine divergente Entwicklung. Aufgrund der markttechnischen Gemengelage sollten Anleger für potenzielle "reversal-Muster" sensibilisiert sein.

Die heute zu erwartende schwächere Eröffnung sei aus Sicht der Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt ein erstes Indiz in diese Richtung. Als Signalgeber für eine nennenswerte Korrektur definieren die Trading-Strategen aber unverändert erst ein Abgleiten auf Tagesschlusskursbasis unter die 200-Tageslinie (aktuell bei 4.866 Zählern).

actr
28.05.2009, 09:24
28.05.2009 09:16
DAX: Bremsklötze noch zu groß

Ob Zufall oder nicht: Die Punktladung der Bullen auf der 5.000 Punkte-Marke lässt noch viel Interpretationsspielraum. Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass sie den Matchball vom Vortag nicht nutzen konnten und über 5.035 Punkten im Tagesverlauf nicht hinauskamen. Ein weiterer Versuch der Bären, daraus Kapital zu schlagen, endete bei 4.962 Punkten. Nachdem auch der Dow Jones am 8.500er Widerstand im letzten Handelsdrittel wieder nach unten abdrehte, könnte man nun leicht versucht sein, den Bären wieder den Vorzug zu geben. Das missachtet aber die Entwicklung anderer marktbeeinflussender Faktoren. So probte Gold schon einmal eine Rally in Richtung 1.000 US-Dollar, wurde aber schon bei 960 US-Dollar wieder abgefangen. Die Anleihemärkte leiden weiter unter der Kreditwürdigkeitsdebatte der USA, was angeblich auch auf die Aktienmärke ausstrahlt. Dagegen stand ein Rohölpreis, der sich nun deutlich über die 60 US-Dollar Marke abgesetzt hat und auf einem neuen Jahreshoch bei knapp 64 US-Dollar notierte. Die Ursache dafür könnte in der heutigen OPEC-Sitzung liegen. Bestätigt sich dieser Trend, dürfte aber nach der bisherigen Korrelation mit den Aktienmärkten eine Fortsetzung der Bärenmarktrally bevorstehen. Dann würde es sich bei der gestrigen Schwäche der US-Märkte um eine Bärenfalle handeln.

Konsum und Rohstoffe weiter vorn

Schaut man sich die Gewinner des gestrigen Handels an, stützen sie den aufkeimenden Konjunkturoptimismus, denn mit Konsum- und Rohstoffwerten profitierten genau jene Sektoren, die als konjunktursensibel gelten. Eine Voraussetzung für eine nachhaltige Trendwende am Aktienmarkt nach unten sieht aber anders aus. Auch die Zugewinne der Autobauer lassen kaum den Schluss zu, dass eine wahrscheinliche Insolvenz von General Motors für Schockwellen an den Börsen sorgen würde. Vielmehr scheinen die Märkte eine solche Lösung nun gerade herbeizusehnen, beendet sie doch die lange Hängepartie und sorgt für Klarheit, einer der Lieblingszustände der Marktteilnehmer. Schließlich fällt noch die Vielzahl an Kommentaren auf, die über eine bevorstehende heftige Korrektur sinnieren. Selten folgen die Märkte allerdings einer vorgefertigten Konsensmeinung, dass wäre am Ende auch viel zu einfach. Ich hatte es schon gestern erwähnt und betone es heute wieder, der DAX zeichnete sich in den vergangenen Wochen vor allem darin aus, die Erwartungen der Mehrheitsmeinung nicht zu erfüllen und sich gerade an kritischen Punkten zu berappeln. Diese Überraschung könnte ihm in den nächsten Tagen auch wieder gelingen.

Unveränderte Ausgangslage

Die schwache Wall Street sorgt für Hoffnung bei den Bären. Ob sie aus der Vorlage mehr machen als die Bullen ihrerseits bleibt abzuwarten. Nur ein deutlicher Kursrutsch unterhalb von 4.860 Punkten bringt sie wieder ins Spiel, alles andere stecken die Bullen als untaugliche Störversuche weg. Für die Bullen gilt nach wie vor, ein Überschreiten von 5.038 Punkten sollte einen Anlauf auf das bisherige Jahreshoch bei 5.111 Punkten ermöglichen, ein darüber hinaus gehendes Ziel liegt bei 5.244 Punkten. Achten sie zudem auf den VDAX, denn die niedrigen Werte des Schwankungsbarometers signalisieren eher eine Fortsetzung der Bärenmarktrally als eine Trendwende.


http://www.investor-verlag.de/bilder/newsletter/dd/DAX280509.png


Langlebige Wirtschaftgüter wieder gefragt?

Von einem Wachstum wollen die US-Ökonomen noch nicht sprechen, aber immerhin erwarten sie nach einer langen Serie von Rückgängen (Ausnahme Februar) zumindest ein Null-Wachstum. Im März sank der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter um 0,7 Prozent. Für die Konjunkturforscher wäre ein Anstieg ein weiterer Beleg für eine Erholung der Wirtschaftsleistung in den USA, hingegen würde ein erneuter Rückgang die labile Aufbruchsstimmung wieder deutlich dämpfen. Zwar beachsichtigen die USA unter der Regierung von Barrack Obama auch die Einführung einer Abwrackprämie für Autos, zuvor muss die Regierung aber erst einmal vermeiden, dass ein Großteil der eigenen Autoindustrie abgewrackt wird. Mit Sicherheit dürfte aber auch der saisonale Effekt für eine leichte Verbesserung bei den Auftragseingängen gesorgt haben. Viele sogenannte Impulskäufe finden nämlich laut der Statistik der Konjunkturforscher vor allem in den Frühlingsmonaten statt, wenn länger werdende Tage und besseres Wetter für den vielgerühmten „Frühjahrsputz" sorgen. Nicht wenige lassen das Putzen aber lieber ganz sein und kaufen zum Beispiel lieber gleich eine ganz neue Küche ein. Inwiefern die kaum verbesserte finanzielle Situation die Amerikaner tatsächlich belastet, wird sich zeigen.

Konferenz der OPEC in Wien

Nach drei Monaten kommen die Ölminister der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) heute zu ihrer turnusmäßigen Sitzung in Wien zusammen. Zum Zeitpunkt der letzten Zusammenkunft lag der Ölpreis noch rund 40 Prozent unter dem aktuellen Wert. Die Kartellmitglieder dürften also mit den Folgen ihres letzten Beschlusses, die Förderquoten aufgrund der Nachfrageschwäche zu senken, zufrieden sein. Eine Änderung dieser Politik ist zunächst nicht zu erwarten, denn die tatsächliche Nachfrage verläuft immer noch schleppend. Der aktuelle Anstieg zu einem großen Teil rein spekulativen Faktoren zu verdanken, die ebenso schnell wieder den Rückzug antreten könnten. Sollten sich aber die Hoffnungen auf einen Konjunkturaufschwung auch in die Realität umsetzen, werden die Mitglieder der OPEC über eine Anpassung ihrer Politik nachdenken müssen. So sehr sie einen steigenden Ölpreis auch begrüßen mögen, einen ähnlichen Exzess wie im vergangenen Jahr sollten sie nicht nochmal tolerieren. Er wäre nicht nur eine schwere Belastung für die Weltwirtschaft sondern auch schädlich für die Ölproduzenten. Vermutlich werden die ersten verbalen Interventionen der Öl-Lobby ab einem Preisniveau um 70 US-Dollar erfolgen.


Konjunkturdaten: USA: 14.30 Uhr: Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter (April)
Unternehmenszahlen: Q1-Ergebnisse: Dell

Wichtige Marken:

Unterstützungen: 4.913; 4.956; 4.980
Widerstände: 5.038; 5.111; 5.244

Viel Glück und Erfolg!

Andreas Wolf

actr
28.05.2009, 09:37
28.05.2009 09:16
Kanada: Steigender Goldpreis schiebt Index an
Liebe DaxDaily Leser,

seit dem Zusammenbruch der Rohstoffhausse wird über die kanadische Börse kaum noch großartig gesprochen. Das war zu Zeiten der großen Rohstoffknappheit ganz anders. Als eines der reichsten Rohstoffländer der Welt war für viele Investoren der Blick auf die kanadische Börse unabdingbar. Obwohl die USA bereits zur Mitte des Jahres 2007 von der rezessiven wirtschaftlichen Entwicklung durch die Hypothekenkrise voll erfasst wurden, wiegte sich der kanadische Nachbar wegen der ungebrochenen Nachfrage nach Öl, Gold und Kali weiter auf der sicheren Seite. Über das Ergebnis muss man nicht viele Worte verlieren, auch die Kanadier wurden von der Weltwirtschaftskrise hart getroffen, die alten Gesetze behielten ihre Gültigkeit. Schwächelte die US-Wirtschaft, traf dass das Nachbarland mit gewisser zeitlicher Verzögerung fast immer stärker als die USA selbst. Zwar musste das Land nicht so dramatische Kapitalabzüge wie die aussichtsreichen BRIC (Brasilien, Russland, Indien und China)- Staaten hinnehmen. Der Liebesentzug der größten Investorengruppe, Briten, Asiaten und US-Amerikaner, reichte aber schon aus, um den einheimischen Leitindex S&P/TSE Composite innerhalb von drei Monaten zu halbieren. Die vorübergehende Schwäche des Goldpreises tat dann noch ihr Übriges. Aktuell schickt sich der Index aber an, mit einem größeren Sprung nach oben die hohen Verluste der vergangenen 12 Monate deutlich zu reduzieren.

Gold-und Kaliwerte sind wieder gefragt

Haupttreiber für die Erholungsrally sind vor allem Titel aus dem Gold-und Kalibereich. Kanada ist der siebtgrößte Goldproduzent in der Welt. Verzeichneten sie noch im Zuge der Baisse am Rohstoffmarkt erhebliche Verluste, gehören sie in Zeiten aufkeimender Konjunkturhoffnungen wieder zu den Zugpferden der Börse. Zu nennen sind hierbei vor allem der weltgrößte Kaliproduzent Potash, sowie die Goldminenbetreiber Goldcorp und Barrick Gold. Sie profitieren vor allem von den Kursgewinnen des Goldpreises. Die Notierung liegt mit knapp 950 US-Dollar nicht mehr weit von der magischen 1.000 US-Dollar-Schwelle entfernt, die nach wie vor als größtes Hindernis für weiter steigende Preise gilt. Ähnlich wie in den USA soll in Kanada das Bruttoinlandsprodukt im gesamten Jahr 2009 um 1,5 bis 2 Prozent zurückgehen, damit käme das Land weitaus glimpflicher weg als viele andere Industriestaaten, z.B. Deutschland und Japan. Ein wichtiger Grund hierfür ist die weniger kritische Lage des einheimischen Finanzsystems. Die kanadischen Banken haben bei einem weltweiten Anteil von 6,7 Prozent an der Kapitalisierung ihrer Branche lediglich 1,5 Prozent der bisher global abgeschriebenen 817 Milliarden US-Dollar Subprime-Verluste tragen müssen. Bei Abschreibungen von insgesamt 12,5 Milliarden US-Dollar seit Ausbruch der Krise 2007 ist es Kanadas sechs größten Banken gelungen, durch Ausgabe von Aktien und Anleihen 8 Milliarden US-Dollar einzusammeln. Zudem ist die Kernkapitalquote mit 10,1 Prozent, eine wichtige Messziffer in der Branche, so hoch, dass eine Kürzung der Dividenden auch in den nächsten zwölf Monaten nicht zu erwarten steht. Viele Investoren haben das abschätzbare Risiko erkannt und engagieren sich wieder langsam an Kanadas Börse.

Wenig Störfeuer durch die Politik

Die kanadische Regierung hat, wie die anderen Industriestaaten auch, ein großes Konjunkturpaket aufgelegt, das zu einer Stabilisierung der Inlandsnachfrage beitragen soll. Die Verschuldung hält sich dabei aber in Grenzen, denn die Regierung konnte sie in den Boom-Jahren soweit zurück führen, dass es jetzt nicht zu großen Belastungen für den Staatshaushalt kam. Dennoch kämpft auch Kanada mit einer höheren Arbeitslosigkeit, die für größere Rückstellungen im Staatsbudget sorgt. Die Regierung muss allerdings weniger stark auf politische Befindlichkeiten Rücksicht nehmen, wurde sie doch erst im vergangenen Jahr durch Wahlen im Amt bestätigt. Das konservative Regierungsbündnis richtet seinen Fokus deshalb nach wie vor einem Ausbau der Rohstoffförderung aus, soll doch die Nachfrage aus den Industrie- und Schwellenländern innerhalb der nächsten zehn Jahre um mehr als 40 Prozent zulegen. Größter Abnehmer bleibt in jedem Fall China, das durch sein eignes Konjunkturpaket auch der kanadischen Wirtschaft wieder ein Stück Zuversicht eingehaucht hat. Trotzdem schauen die Kanadier weiterhin aufmerksam auf die Entwicklung in den USA. Setzen sich die dortigen Erholungssignale fort, werden davon sicher auch die Investoren in Kanada profitieren.

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12.000 Punkte als nächstes Rally-Ziel

Von seinem Jahrestief bei 7.566 Punkten konnte der TSX-Index in Toronto in der Spitze seit Anfang März fast 34 Prozent zulegen. Der Markt bewegte sich damit im Einklang mit den großen Weltbörsen, legte aber am Niveau um 10.000 Punkte zunächst einmal eine Verschnaufpause ein. Technisch gesehen hat das Standardwertebarometer mit der Überschreitung des 10.000 Punkte-Widerstandes und der fallenden 200-Tage-Linie ein nachhaltiges Kaufsignal geliefert. Ein ungebremster Anstieg auf 12.000 Punkte wäre nun genauso gut möglich wie auch eine längere Konsolidierung um den besagten Widerstand herum. Für eine mehrtätige Seitwärtsbewegung sprechen die überkauften Indikatoren, die in Extrembereichen notieren. Wesentlichen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Index haben die Notierungen von Gold und anderen wichtigen Rohstoffen an den Terminmärkten. Kann Gold in den nächsten Tagen bis auf 1.000 US-Dollar anziehen, werden sich auch die Bullen beim TSX nicht lange bitten lassen. Eine Ausweitung der Konsolidierung sollte hingegen Kursniveaus um 9.500 Punkte nicht mehr nachhaltig unterschreiten, da das kurzfristig sehr positive Chart-Bild dann Schaden nehmen würde. Für die Bullen spricht der Relative-Stärke-Index, der bisher kaum Zeichen einer Abschwächung erkennen lässt. Hintergrund eines weiteren Anstieges bleibt die enorme Liquidität, mit der die Notenbanken weltweit die Kapitalmärkte überschwemmen. Da der Anleihemarkt aktuell kaum auskömmliche Renditen bietet, fließt das Geld verstärkt in die Aktienmärkte.

actr
29.05.2009, 12:13
Euro STOXX50 im 5-Tagesausblick

29.05.2009 - 10:47:49 Uhr
SEB

29.05.2009 - 10:47:49 Uhr
SEB


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Das technische Umfeld des Euro STOXX50 präsentiert sich stabil, berichten die Marktexperten der SEB AG.

Die mittelfristigen Trendindikatoren MACD und Momentum würden einen konstanten Überhang an Aufwärtspotenzial und –dynamik bescheinigen. Bei den kürzerfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren kämen leicht negative Impulse auf. RSI und Stochastiks würden nach unten abdrehen. Eine bestätigte Aufnahme einer Abwärts-Bewegungsdynamik gebe es jedoch nicht. Die Volatilität liege bei 61,98 (65,23) Punkten, was einer weiter sinkenden statistisch maximalen Tages-Range von 2,53 % (2,65) entspreche.



http://194.97.1.200/charts/1920000/20090529_1920368_1.gif


Die Trading-Strategen bei der SEB AG rechnen auf Sicht der kommenden fünf Handelstage mit weiteren Ausbruchsversuchen über den Widerstand bei 2.482 Zählern. Diese Hürde erweise sich zunehmend als Bremsklotz für eine weitere Aufwärtsbewegung. Da auch die kürzerfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren keine größere Aufwärts-Bewegungsdynamik offenbaren würden, müsse hinter einen nachhaltigen Anstieg über 2.482 Stellen ein Fragezeichen gesetzt werden. Gelinge er jedoch, dürfte sich der Anstieg beschleunigen. Nächste Zielmarke wäre dann das Jahreshoch bei 2.608 Punkten.

Doch auch wenn der Ausbruch nicht gelinge, stünden größere Kursrückgänge aktuell nicht zu befürchten. Im Falle eines Abpralls am Widerstand bei 2.482 Zählern sehen die Marktanalysten einen maximalen Rückgang auf Wochensicht bis 2.340/2.300 Stellen. Die Chancen gewichten

actr
29.05.2009, 20:12
29.05.2009 19:45
Eine unschöne Entwicklung
Jochen Steffens

Im Prinzip kann man sagen, dass wir bald seit einem Monat mit der 5.000-Punkte-Marke kämpfen. Ich hatte Sie gewarnt, eine derart psychologisch wichtige Marke wird der Markt nicht einfach mal eben überwinden können. Wie schon gesagt, ich fürchte, dass wir uns mindestens bis zum Verfallstag am 19. Juni noch mit dieser Marke beschäftigen werden.


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090529d.gif


Der heutige Versuch die 5.000er Marke zu nehmen, scheiterte letzten Endes an der Veröffentlichung des Chicagoer Einkaufsmanagerindex.

Dieser ist im Mai entgegen den Erwartungen von 40,1 auf 34,9 Punkte regelrecht eingebrochen. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg auf 42,0 Punkte gerechnet.

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090529.gif

Ausbruch bestätigt sich nicht

Damit hat sich der Ausbruch, den wir im April gesehen haben, nicht bestätigt. Auch diese Zahl bestätigt nun das, was ich hier bereits seit einigen Wochen schreibe: Einige US-Konjunkturdaten (besonders die Daten vom US-Immobilienmarkt und die harten Industriedaten) verschlechtern sich bereits wieder. Ob und wann der Markt darauf reagiert, ist nicht zu sagen. Zudem bleiben der Unterindex "bezahlte Preise" (rote Linie) auf niedrigem Niveau, was ein Hinweis auf deflationären Tendenzen ist.

Der Markt wird diese schlechten Zahlen noch nicht in nachhaltigere Kursverluste umsetzen. Die Anleger werden erst einmal abwarten, wie die ISM-Indizes, die am Montag, den 01.06.09 (verarbeitendes Gewerbe) und am Mittwoch, den 02.06.09 (Dienstleistungsindex) veröffentlicht werden, ausfallen.

Wenig sinnvoller Indikator

Allgemein gilt der Chicagoer-Einkaufsmanagerindex als Hinweisgeber für den ISM-Index. Doch Glauben kann man immer viel. Bei stockstreet.de neigen wir hingegen dazu, solche Thesen nachzuprüfen. Wenn Sie sich die Entwicklung der beiden Indizes in den letzten Jahren ansehen, erkennen Sie schnell, dass die Aussagekraft gering ist:

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090529ch.gif


Eindeutig zu erkennen ist, dass der Chicagoer Einkaufsmangerindex eine höhere Schwankungsfreudigkeit aufweist. Das ist logisch, da er im Vergleich zum ISM-Index lediglich ein regionaler Indikator ist. Aber eine Prognosequalität für den ISM-Index ist in den letzten 3 Jahren nicht wirklich zu erkennen.

Wichtigstes Ereignis der nächsten Woche: ISM-Index

Sollte sich in den ISM-Indizes eine ähnlich starke Eintrübung wie im Chicagoer Einkaufsmanagerindex zeigen, gehe ich von deutlicheren Kursverlusten in den US-Indizes aus, die wie gewohnt auch den DAX betreffen werden. Kurse bis runter auf 4.650 Punkte wären denkbar.

Allerdings vermute ich, dass beim ISM-Index der Abschlag noch nicht so deutlich ausfallen wird. Wie man im obigen Diagramm sehen kann, läuft er insgesamt etwas gemächlicher. Zudem ist es immer noch möglich, dass wir trotz des Einbruchs beim Chicagoer-Einkaufsmanager-Index, bei den ISM-Indizes einen Anstieg sehen.

Zuversichtliche Prognosen

Von einem solchen Anstieg gehen die Analysten aus. Sie rechnen damit, dass der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes im Mai wieder auf über 42 Punkte ansteigt. Allgemein sagt man, dass erst Werte über 50 Punkte eine wirtschaftliche Expansion anzeigen. Fakt ist aber, dass bereits dann, wenn der ISM-Index längere Zeit über 41,2 Punkten notiert, Wachstum möglich ist. So gesehen, ist die Veröffentlichung in der nächsten Woche natürlich tatsächlich von großem Interesse.

Steigt der ISM-Index über 41,2 Punkte, würde das den bisherigen Anstieg der US-Indizes aus Sicht der Analysten bestätigen. Es wäre ein erster Hinweis der Einkaufsmanagerindizes auf eine Stabilisierung der US-Wirtschaft. Eine deutliche Verbesserung im ISM-Index könnte somit zu weiteren Kursgewinnen in den Indizes führen. Der nächste wichtige Widertand im DAX liegt zunächst bei 5.200 Punkten, der eigentliche bei 5,350 Punkten. Es erwartet uns also eine spannende Woche.

Viele Grüße

Jochen Steffens

Flowman
03.07.2009, 16:36
03.07.2009 - 10:33:27 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt schauen auf die Entwicklung beim Euro STOXX50.

Der Euro STOXX50 laufe aus charttechnischer Sicht mehr und mehr in eine Entscheidungssituation hinein. Zum einen notierten die europäischen Standardtitel in Schlagdistanz zu den ultimativen Widerständen aus den jüngsten Hochpunkten bei 2.489/549 Punkten und vor allem dem seit Dezember 2007 dominierenden Baissetrend (akt. bei 2.499 Punkten). Ein Sprung über die angeführten Hürden wäre durchaus als "großer Befreiungsschlag" zu interpretieren. Andererseits drohe möglicherweise mit Blick auf die jüngste Kursentwicklung die Ausprägung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation.


Die potenzielle Nackenlinie der oberen Umkehr werde dabei durch die Verbindungslinie der Tiefpunkte vom Mai und Juni bei 2.343/18 Stellen definiert. Ein Rutsch unter diese Zone würde einen erneuten Abwärtsimpuls nach sich ziehen. Immerhin lasse sich das kalkulatorische Abschlagspotenzial des Kursmusters auf rund 220 Punkte beziffern, so dass bei einer negativen Weichenstellung das Tief vom November 2008 bei 2.128 Punkten sowie die Kurslücke vom 2. April bei 2.112/03 Zählern wieder in den Fokus rücke.

Wenngleich mit dem "roten Block" von gestern das Szenario "Schulter-Kopf-Schulter- Formation" deutlich an Kontur gewonnen habe, sollten Anleger dennoch abwarten, in welche Richtung das Pendel letztlich ausschlagen werde.

http://194.97.1.200/charts/1930000/20090703_1934262_1.gif

SandroC
07.07.2009, 22:57
Wo ist Christine?

SandroC
26.07.2009, 00:59
http://www.repage8.de/memberdata/lichtbild/motivekleinIMG_0220.jpg

http://fotografie-von-schmalfuss.de/
Wo ist Christine?