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31.07.2007 08:37
Wie geht es mit der Hypothekenkrise weiter?
Spätestens nachdem einer der führenden US-Baufinanzierer Countrywide Financials einen Gewinneinbruch im 2. Quartal bekannt gegeben hat und gestern bekannt wurde, dass die mittelständische deutsche IKB ebenfalls von den Kreditausfällen betroffen ist, ist klar, die Hypothekenkrise in den USA zieht weitere Kreise. Dabei müssen wir uns nicht nur mit Begriffen wie „Prime-Segment“ (Kredite mit erstklassiger Bonität) und „Subprime“ (Kredite mit geringer Bonität) auseinandersetzen. Jetzt kommt noch eine neue Abkürzung ins Spiel: ARM. Dabei handelt es sich um so genannte „Adjustable-Rate-Mortgages“: Hypotheken, die mit einem günstigen Zinssatz in den ersten Jahren die Kunden einfangen und deren Zins- und Tilgungslasten dann plötzlich exorbitant steigen. Allein bei Countrywide sollen etwa 28 Mrd. $ solcher Hypotheken in den Büchern stehen.
Bei den ARMs springen die Zinsen oft genug in 5-%-Schritten nach oben. Eine Hypothekenschuld kann sich so binnen kürzester Zeit verdoppeln. So schätzen amerikanische Großbanken, dass in den kommenden 18 Monaten ein Volumen von rund 500 Mrd. Dollar an ARMs in die Zinsspirale eintritt. Dann könnten einige Schuldner in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Das heißt für uns, ein Ende der Hypothekenkrise ist noch nicht abzusehen.
Die ARMS hat übrigens kein anderer als Ex-US-Notenbank-Chef Alan Greenspan erfunden. Vor 3 Jahren schlug er vor, die Marktregeln für Immobilienfinanzieren zu lockern und zu flexibilisieren, eben mit „adjustable mortgage rates“.
Lassen Sie sich von den Turbulenzen nicht aus der Ruhe bringen.
Susanne Schmitt
Autorin „Investor´s Daybreak“
HANDELSBLATT, Dienstag, 31. Juli 2007, 08:20 Uhr
Marktbericht Frankfurt
Dax dürfte Gegenbewegung starten
Kursgewinne an den US-Börsen werden Börsianern zufolge dem deutschen Aktienmarkt Auftrieb geben. Technische Analysten warnen aber davor, die Erholung an Wall Street überzubewerten. Im Fokus am Frankfurter Markt stehen heute MAN und Deutsche Börse.
HB FRANKFURT. Nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern wird der Dax ein Prozent höher bei 7529 Punkten eröffnen. Der X-Dax, der auf Basis des Dax-Futures den außerbörslichen Stand des deutschen Leitindex zeigt, lag kurz nach 8.00 Uhr bei 7 532 Zählern. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex nach einer Berg- und Talfahrt noch den Sprung in die Gewinnzone geschafft und um 0,06 Prozent auf 7 456,31 Zähler zugelegt. „Der Dax ist nicht mehr durch die 7 400er-Marke gefallen - danach haben viele Bären aufgegeben“, sagt ein Händler.
In den USA hielt die Nervosität der Anleger aufgrund der Immobilienkrise zwar an. Der US-Leitindex Dow Jones schloss aber etwas fester und legte nach Xetra-Schluss noch um rund 111 Punkte zu. In Japan schloss der Nikkei-225-Index am Morgen aber mit 0,23 Prozent im Minus. In den Fokus rücken unter anderem MAN und nach Börsenschluss die Deutsche Börse mit Zahlen. Am Nachmittag sorgen Konjunkturdaten aus den USA für Bewegung - vor allem das US-Verbrauchervertrauen für Juli.
Allerdings könnte diesem wichtigen Wirtschaftsindikator diesmal die Aussagekraft fehlen, vermutet ein Händler: „Die Umfrage bei den Haushalten wird in der Regel nach zwei Dritteln des Berichtsmonats beendet.“ Die starke Korrektur an den Aktienmärkten in Folge der Subprime-Krise habe aber erst am 20. Juli begonnen. Die Umfrage für den Monat Juni beendete der Conference Board am 19. Juni. „Ob und vor allem wie stark die Kreditausfälle im Juli auf die Konsumlust der US-Bürger durchschlagen, wird sich wohl erst in den kommenden Wochen zeigen“, vermutet der Händler. Ohnehin spielten Konjunkturdaten seit Beginn der Krise nur „die zweite Geige“. Die zudem anstehenden Persönlichen Ausgaben und Einkommen im Juni, sowie die US-Bauausgaben dürften die Märkte daher nicht bewegen.
Technische Analysten warnen davor, die Erholung an Wall Street überzubewerten: In der Korrektur seien die Volumina deutlich höher gewesen. Aus technischer Sicht könne man noch nicht von einer Trendwende, aber vom Ansatz einer kurzfristigen Bodenbildung sprechen, meint ein Chart-Analyst. Sollte der Dax per Schlusskurs kein weiteres Tief unter 7.372 Punkten mehr ausbilden, sei er auch über den Tag hinaus kaufenswert.
Der Maschinen- und Nutzfahrzeugbauer MAN hat nach einem Gewinnsprung im zweiten Quartal seinen Ausblick fürs Gesamtjahr leicht angehoben. In den Monaten April bis Juni sei der Umsatz um neun Prozent auf rund 3,5 Mrd. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten mit einem Anstieg in dieser Größenordnung gerechnet. Der operative Gewinn legte von 262 auf 403 Mill. Euro zu. Hier hatten die Analysten nur mit 336 Mill. Euro gerechnet.
Angetrieben vom starken Aktienmarkt-Geschäft dürfte die Deutsche Börse Analysten zufolge ein neues Rekordquartal in ihrer Unternehmensgeschichte melden. Nachdem bereits das erste Jahresviertel mit neuen Höchstwerten bei Umsatz, operativem Gewinn (Ebita) und Überschuss geendet hatte, sollten die weiterhin starken Handelsumsätze und Geschäftsvolumina im zweiten Quartal zu neuen Topergebnissen auf ziemlich allen Ebenen geführt haben.
Titel von Volkswagen (VW) könnten von positiven Analystenkommentaren profitieren. Morgan Stanley hat das Kursziel für die Aktien von 143 auf 158 Euro angehoben und die Anteile mit "Overweight" bestätigt. Die Citigroup hat Händlern zufolge die Einschätzung von "Sell" auf "Hold" angehoben.
Deutz-Titel rücken im MDax in den Blick. Der Motorenhersteller will seine Sparte Deutz Power Systems an den Finanzinvestor 3i Group verkaufen. Der Verkaufspreis beträgt 360 Mill. Euro. Damit bestätigten sich frühere Presseberichte, in denen jedoch noch von einem Preis von 350 Mill. Euro die Rede war. Die wirtschaftliche Verantwortung für die Sparte soll bis Ende September auf 3i übergehen. Mit dem Verkauf der auf Gas- und Dieselmotoren für die Stromerzeugung spezialisierte Sparte will Deutz seine Konzentration auf das Kerngeschäft mit Kompaktmotoren abschließen.
Aktien von Tele Atlas sollten im TecDax nach Zahlen für Gesprächsstoff sorgen. Der Anbieter von digitalen Landkarten hat im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert und die Expertenerwartungen teilweise übertroffen. Nach Einschätzungen eines Händlers ist das Zahlenwerk durch die Reihe etwas besser als erwartet ausgefallen. Dies gelte für den Umsatz, das operative Ergebnis und besonders für das Nettoergebnis. Der Händler verwies jedoch auf das Übernahmeangebot von Tomtom in Höhe von 21,25 Euro. Mithilfe der Zahlen sollte sich der Kurs nach dem Schluss bei 20,50 Euro am Vortag wieder auf dieses Übernahmeniveau begeben, hieß es.
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zum Handelsblatt:-)
Im SDax dürften die Aktien von Air Berlin einen Blick wert sein. Händlern zufolge stützen die starken Zahlen von Konkurrent Ryanair den gesamten Sektor der Billigflieger. Die irische Fluggesellschaft habe die Erwartungen übertroffen und als Zugabe den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben, so ein Börsianer.
Die schlechten Nachrichten aus der Biotechbranche reißen indes nicht ab. Medigene muss sich bei der Zulassung seines Präparates Oracea in Europa vorerst gedulden.
Technischer Tageskommentar
[Gepostet am 31.07.2007 um 13:46 Uhr]
(US-Märkte)
Die zuletzt Leid geplagten Aktienbullen durften am gestrigen Handelstag etwas durchschnaufen. Nach den heftigsten Wochenverlusten an den US-amerikanischen Aktienmärkten seit über 4 Jahren konnten die hier besprochenen Leitbarometer in der zweiten Sitzungshälfte einen ersten Erholungsimpuls starten. Die alles dominierende US-Kreditkrise rückte dabei etwas in den Hintergrund und die Anleger blickten zum ersten Mal seit einigen Tagen wieder verstärkt auf die Unternehmensgewinne und die Konjunkturaussichten. Hinzu kamen Empfehlungen wie von der Bank of Amerika, die Entwicklungen der letzten Woche zu nutzen, um von den gut gelaufenen Staatsanleihen zurück in den Aktienmarkt umzuschichten. In der Konsequenz sank auch die Sorge vor einer Fortsetzung des Einbruchs ein wenig. Der Volatilitätsindex VIX fiel gestern um satte 13.65 Prozent, bleibt aber auf dem Niveau der Spitzenwerte vom Frühjahr.
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Das „Angstbarometer“ hatte am Freitag, geschürt von der Furcht vor der eskalierenden Krise im Kreditbereich, den höchsten Stand seit April 2003 erklommen, was einher ging mit der fast hysterischen Flucht aus Aktien und Unternehmensanleihen im Zuge der Risikominimierung weiter Kreise der Anlegerschaft. Der Renditeabstand der Junk Bonds zu den Treasuries weitete sich in der letzten Woche um satte 91 Basispunkte aus – so etwas hatte der Markt zuletzt im Juni 2002 gesehen. Die Sorge, dass das zuvor so pulsierende Geschäft der fremdfinanzierten Übernahmen aufgrund der Entwicklungen einbrechen könnte, entlud sich in der letzten Woche dann auch auf den bis dato so robusten Aktienbereich. Allein die Finanzwerte innerhalb des S&P 500 haben in diesem Monat bisher heftige 7.4 Prozent verloren. Genau dieses Segment führte nun die Gewinnerliste des gestrigen Tages an und konnte als Gruppe fast 2 Prozent zulegen.
Bei dem Schlachtfest auf dem Aktienparkett in der letzten Woche wurde komplett ignoriert, dass die Unternehmensgewinne weiter sprudeln, und zwar mal wieder besser als zuvor angenommen. 323 Unternehmen des S&P 500 haben bisher ihre Quartalsergebnisse gemeldet und weisen einen durchschnittlichen Gewinn von 9.9 Prozent aus. Vor der Berichtssaison erwarteten die Analysten einen Zuwachs von 4.8 Prozent. Somit könnte auch das zwanzigste Quartal in Folge zweistellige Wachstumsraten ausweisen. Immer noch wartet die Bärenfraktion vergeblich auf eine Top-Bildung bei den Ergebnissen. Die durchschnittliche Bewertung bleibt somit im langfristigen Mittel weiter moderat. Die Attraktivität des Aktieninvestments im Verhältnis zu den Staatsanleihen hat durch die Entwicklungen der Vorwoche wieder signifikant zugenommen, auch wenn Experten wie Bill Gross von Pimco diesbezüglich eher den Markt der Unternehmensanleihen heranziehen. Apropos Gross: Selbst der „Ober-Bär“, was Unternehmensanleihen und die Zukunft der Leveraged Buyouts betrifft, investierte nun in einem seiner eigenen Unternehmensanleihen-Fonds, nachdem dieser auf ein Rekordtief gesunken war, was unsere gestrige Einschätzung bestätigt, dass der umsichtige Anleger durchaus schon wieder nach Gelegenheiten in dem Bereich spähen kann, nach dem generellen Gemetzel zuvor.
Vor dem leichten Erholungsschub an den Aktienmärkten hielten die Bullen aber nochmals die Luft an. Nach dem S&P 500 zuvor durchhandelte auch der Dow Jones Industrial seine Untergrenze der jüngsten Konsolidierungszone von Mai/Juni bei 13251, konnte sich aber im Verlauf wieder deutlich fangen, reflektiert durch ein positives Schiebemuster im Tageschart.
Das Niveau würde sich in der Konsequenz durchaus für eine technische Reaktion aus kurzfristig überverkaufter Lage anbieten. Anhand des Ausmaßes der „Korrektur der Korrektur“ könnte man Rückschlüsse über die Ausprägung der Abwärtsdynamik ziehen. Der Rechenschieber bestätigt, dass im Bereich 13500 das Potential einer Minimumkorrektur ausgeschöpft werden würde, legt man den schroffen Abwärtsschub von Rekordniveau zugrunde. Sollte die Aufwärtsbewegung bereits zuvor wieder zum Erliegen kommen, wären neue Verlaufstiefs sehr wahrscheinlich. Ein gutes Beispiel für diese Binsenweisheit war der Verlauf der Frühjahrskorrektur, wo aber das mit dem zweiten Abwärtsbein markierte Bewegungstief praktisch der Startschuss für die darauf folgende, fulminante Rallye war. Wer allein der Statistik vertraute, schaute also mittelfristig komplett in die Röhre. Ähnlich wie damals schätzen wir auch aktuell die Wahrscheinlichkeit einer V-förmigen Erholung eher als gering ein. Nach dem herben Einbruch sollte sich schon ein etwas breiterer Boden ausbilden, wobei ja noch nicht einmal klar ist, ob diesbezüglich schon das Gröbste überstanden ist. Mittelfristig nur noch neutral, so bleibt der Dow Jones im langfristigen Zeitfenster weiter bullish. Der Primärtrend würde erst im Bereich der steigenden Trendlinie bei ca. 12800 einem Test unerzogen werden. Dann wäre auch die überkaufte Lage in dem Zeitfenster – aus technischer Sicht durchaus der Initiator der Korrektur – komplett wieder abgebaut worden sein.
Auch der S&P 500 bestätigte zunächst den schroffen, tertiären Abwärtsschub mit einem neuen Verlaufstief. Anschließend setzte auch hier ein Erholungsimpuls ein, der schon wieder in den Dunstkreis des jüngsten Ausbruchsniveaus bei 1484 eindringt. Das erste Ziel für den Index muss die Rückeroberung der alten Schiebezone von Mai/Juni sein. Sollte bereits dieses Unterfangen scheitern, muss man wohl von weiteren Verlaufstiefs ausgehen.
Hier stoppte die Abwärtsbewegung knapp oberhalb der primären Aufwärtstrendlinie. Ein tertiärer Erholungsimpuls würde somit den langfristigen Aufwärtstrend zunächst bestätigen.
Auch der NASDAQ 100 konnte eine Trendlinie verteidigen, und zwar die mittelfristige seit März. Der Index ist der einzige der hier diskutierten Leitbarometer, der in diesem Zeitfenster noch als bullish gelten kann, soviel Puffer hatte sich der Index Anfang des Monats angefressen. Eine Impulswende nach oben auf dem Niveau der Trendlinie würde ein weiteres steigendes Tief hinterlassen, was ausgesprochen positiv einzuschätzen wäre. Dafür müsste aber zunächst das Freitagshoch bei 1997 überwunden werden.
Im strategischen Zeitfenster des Wochencharts bleibt weiterhin alles im Lot. Die Abwärtsbewegung hat bisher noch nicht soviel Porzellan wie im Frühjahr zerschlagen, als sogar eine mittelfristig bearishe Umkehrformation vollendet wurde.
Beim NASDAQ Composite sieht es dagegen schon etwas wackeliger aus. Die sekundäre Aufwärtstrendlinie wurde schroff und wuchtig durchstoßen. Das Reaktionstief bei 2560 musste gestern eine Verletzung über sich ergehen lassen, konnte aber auf Schlusskursbasis eindrucksvoll verteidigt werden.
Ähnlich wie beim S&P 500 ermüdete die Abwärtsbewegung relativ knapp vor Erreichen der primären Aufwärtstrendlinie, so dass wir konstatieren können, dass die hier besprochenen Indizes allesamt im Bereich wichtiger technischer Marken handeln.
Bemerkenswertes tat sich beim Dow Jones Utility: Der Versorgerindex fiel im gestrigen Tagestief bereits auf das Niveau der Reaktionstiefs vom Frühjahr zurück. Damals hatte der Index die Korrektur in seiner Funktion als sicherer, substanzstarker Hafen außergewöhnlich gut weggesteckt. Davon kann aktuell keine Rede mehr sein. Heftige 9.6 Prozent hat der Index innerhalb von wenigen Tagen verloren, was erstaunlicherweise exakt der Dimension des ersten Einschlages Ende Mai/Anfang Juni entspricht. Die ausgeprägte Lunte der gestrigen Tageskerze zeigt aber, dass das Niveau bei ca. 470 zunächst verteidigt werden konnte. Der Index ist kurzfristig stark überverkauft.
Die grobe Sekundärkorrektur macht deutlich, dass das oben gesagte bezüglich der moderaten Bewertung der Märkte für den Versorgerbereich nach der fulminanten Erfolgsgeschichte der letzten Jahre nicht mehr galt. Fondsmanager klassischer Prägung stießen die Titel des Bereichs bereits im Frühjahr verstärkt ab, aufgrund der sich signifikant verschlechternden Kennzahlen, allen voran der Dividendenrendite. In diese Bresche sprangen zunächst die Hedge Funds, die den Sektor als Spielwiese im flirrenden Übernahmezirkus entdeckt hatten, wodurch dem Bereich nun im Zuge der Kreditkrise eisiger Wind entgegen bläst.
Der Dow Jones Transportation Index ließ den alten Unterstützungsbereich bei ca. 5000 zunächst in Ruhe und konnte im Verlauf bereits das Vortageshoch überschreiten. Auch hier machte die kurzfristig stark überverkaufte Lage eine tertiäre Reaktion zunehmend wahrscheinlicher.
Das Unterstützungsniveau 5000 fällt mit dem Bereich der primären Aufwärtstrendlinie seit 2006 zusammen, was die Bedeutung der Zone als Kreuzunterstützung signifikant steigen lässt.
Zu den US-Rentenmärkten gibt es eigentlich nicht viel zu berichten, bewegen sich doch Renditen und Aktienkurse momentan Hand in Hand. Die Staatsanleihen sahen in der Konsequenz in der letzten Woche den stärksten Renditerückgang seit 10 Monaten. Die Volatilität stieg auf das höchste Niveau seit März 2005. Galten die Aktienindizes nach dem Blutbad als kurzfristig überverkauft, so gilt umgekehrt der 10y-T-Note-Future als überkauft. Der Future ermüdete nach dem Überschreiten der ersten, übergeordneten, fallenden Trendlinie bereits am Freitag ein wenig und setzte die kurzfristige Abwärtsbewegung gestern fort.
Das Aufwärtspotential aus der bullishen Doppelbodenformation wurde im Bereich der Begrenzung bzw. der Konsolidierung von April/Mai voll ausgeschöpft, was in Kombination mit der überkauften Lage in einer Tertiärkorrektur münden könnte. Anschließend muss der T-Note-Future belegen, dass er auch gewillt ist, die Situation im übergeordneten Zeitfenster zu verbessern. Hier handelt der Future weiter in einem intakten Abwärtstrend, der wohl erst durch weitere Hiobsbotschaften von der Kreditfront in Bedrängnis gebracht werden kann.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Matthias Hütgens
matthias.huetgens@wagner-wertpapier.de
Dow Jones, kurzfristige positive Indikatorenlage
31.07.2007 - 12:14:47 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Die wichtigsten US Börsen hätten sich von den starken Kursverlusten der Vorwoche etwas erholt und seien mit Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. General Motors habe 4,86 % auf 32,61 US-Dollar gewonnen. Verizon Communications wolle seinen Konkurrenten Rural Cellular für 2,67 Mrd. US-Dollar übernehmen. Verizon hätte außerdem seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal deutlich erhöht. Die Aktie verlor nach Angaben der Marktbeobachter 2,26 % auf 41,02 US-Dollar. RadioShack sei nach Zahlen um 11,35 % auf 25,50 US-Dollar eingebrochen. Dow Jones & Co habe 1,99 % auf 53,68 US-Dollar verloren. Anleger warteten auf eine Entscheidung von der Familie, die das Unternehmen kontrolliere, zum Angebot der News Corp. Motorola profitierte laut den Analysten von einem positiven Analystenkommentar und habe um 0,65 % auf 17,05 US-Dollar zu.
Der Dow Jones habe die horizontale Unterstützung bei 13.260 Punkte erfolgreich getestet. Die mittelfristige Indikatorenlage sei noch negativ, der RSI habe aber bereits nach oben gedreht. Die kurzfristige Indikatorenlage gestalte sich positiv. Der Index dürfte kurzfristig seine Erholung bis in den Bereich von 13.450 Stellen fortsetzen.
http://194.97.1.200/charts/1580000/20070731_1582047_1.gif
31.07.2007 18:45
The Line of Death
von Jochen Steffens
Okay, Sie können mir zurzeit eine etwas martialische Wortwahl vorwerfen, nach dem „Todes-Doji“ nun die "Linie des Todes". Doch schaut man sich an, was nach dem Todes-Doji passiert ist, war dieser Begriff doch durchaus gerechtfertigt. Der Dax hat zum Beispiel seit seinem Hoch mehr als 700 Punkte verloren. Also keine Frage, diese drastische Sprache passt zum aktuellen Geschehen.
Es zeichnete sich ab...
Wir müssen noch einmal rekapitulieren: Durch die Diskussionen um den US-Immobilien- und Kreditmarkt verliert man zu schnell den Überblick. Sie erinnern sich, ich warne seit geraumer Zeit davor, dass nach und nach die fundamentalen Gründe, die für eine Fortsetzung der Rallye gesprochen haben, wegbrechen. Auf der einen Seite versiegt durch die höheren Zinsen in den USA nach und nach die Liquidität. Der Markt hatte jedoch eine Weile darauf getradet, dass die Zinsen in den USA wieder sinken werden, was bisher jedoch nicht passiert ist. Zum Anderen hat die Börse auf eine stärkere US-Wirtschaft spekuliert, aber auch das ist mittlerweile eingepreist. Eher steht zu befürchten, dass sich unter anderem auch aufgrund des hohen Ölpreises das Wirtschaftswachstum in den USA schwächer wird. Der hohe Ölpreis könnte sich auf die Inflation durchschlagen, so dass sogar wieder steigende Zinsen möglich sind. Nicht nur dann wäre eine Stagflation denkbar.
Außerdem gab es noch die Übernahmen und die Aktienrückkaufprogramme, welche die langsam versiegende Liquidität eine Zeit lang kompensieren konnten, vielleicht sogar noch können. Doch auch hier droht nun Ungemach, wie ich gestern bereits ausgeführt habe. Börse tradet Zukunft, also wird sich dieses mögliche Szenario jetzt schon in den Kursen spiegeln.
Ein morscher Baum braucht einen Sturm
Das waren alles Faktoren, die mich seit einigen Wochen dazu bewogen haben, hier zu schreiben, dass der letzte Anstieg auf tönernen Füßen steht. Die Immobilienkrise war demnach auch hier nur Auslöser der Kursverluste, aber nicht der einzige Grund. Um einen Baum, der innen morsch ist, umzustürzen, bedarf es eben in den meisten Fällen eines Sturms – die Immobilienkrise war ein solcher.
Im Dax aber auch im Dow Jones laufen wir zum Beispiel schon seit vielen Wochen seitwärts. Hier kam die Rallye schon vorher ins Stocken. Wenn Sie sich übrigens an meine Empfehlungen gehalten haben, dann haben Sie in die steigenden Kurse nach und nach Ihre Gewinnpositionen hineinverkauft und die verbleibenden Positionen dicht abgesichert. Sie sollten also diesen Einbruch bisher glimpflich überstanden haben.
War es das schon?
Die Frage, die zurzeit alle die ich kenne bewegt, lautet: Ist der Trend nun vorbei oder war es nur eine notwendige Konsolidierung unterhalb der Allzeithochs. Vielleicht erinnern Sie sich, in den letzten großen Konsolidierungen bin ich nahezu uneingeschränkt bullish geblieben. Doch jetzt habe ich aufgrund der fundamentalen Situation erste Zweifel. Leider ist die Schwierigkeit bei den fundamentalen Betrachtungen abzuschätzen, wann sie für den Markt relevant werden. Da helfen nun einmal nur die Charts weiter:
The Linie of Death
Damit kommen wir zu der zurzeit absolut wichtigsten Linie, die vielleicht sogar noch einige Zeit eine erhebliche Bedeutung für die Märkte haben wird:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00002925.jpg
Es geht um den Dow-Jones, hier als Stundenchart dargestellt. Ich hatte Ihnen diese Linie schon am Freitag vorgestellt und geschrieben, dass ich denke, dass die 13250er Marke noch erreicht wird. Das ist passiert und tatsächlich hat der Dow genau an dieser Linie gedreht – zunächst einmal. Diese Linie ist demnach offenbar eine höchst relevante Unterstützungslinie für die Märkte.
Sie erkennen in diesem Chart, dass wir uns im Dow Jones seit Mai in einer klaren Seitwärtsbewegung zwischen 13250 bis 13690 Punkten aufhalten. Es gab einen Ausbruch nach oben, der jedoch wieder abverkauft wurde. Wir können es uns hier sehr einfach machen: Hält diese Linie, ist das Kursziel zunächst 13690 Punkte. Das wäre die nächste Bestätigung dieser Seitwärtsbewegung. Dann steht zu befürchten, dass wir in den nächsten Wochen zwischen diesen beiden Linien hin- und herlaufen. So könnte eine große Topformation im Dow Jones entstehen.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00002924.jpg
Wenn, dann – eine mögliche Topformation
Ich habe hier eine „idealtypische“ Entwicklung eingezeichnet (blaue Linie). Wenn der Dow nun noch zweimal in dieser Seitwärtsbewegung fluktuiert und die 13250er Marke nach unten bricht, wäre eine große Topformation bestätigt. Es handelt sich um eine Sonderform der SKS, nämlich eine Schulter-Schulter-Kopf-Schulter-Schulter- Formationen, eine SSKSS. Diese Formation tritt gerne an bedeutenden Tops auf, sie ist ein Zeichen dafür, dass über lange Zeit große Positionen vorsichtig in einen bullishen Markt hineinverkauft werden.
Die Nackenlinie
Die oben genannte wichtige 13250er Unterstützungslinie ist die Nackenlinie dieser großen Topformation. Und wenn diese Nackenlinie bricht, wäre das auch der "Genickbruch" des Trends - für eine längere Zeit. Kurse bis 12.000 Punkte, sogar bis 10.000 Punkte sind in diesem Fall nicht mehr unwahrscheinlich. Kurz, es handelt sich um die „Todeslinie“ für den Trend im Dow Jones.
Witzigerweise wäre es also tatsächlich weniger bearish, wenn die Kurse bereits jetzt durch diese Linie fallen, ohne dass es zu einer stärkeren Gegenbewegung kommt, denn dann würde eine klare Topformation fehlen. Ohne eine klare Topformation muss man aber jederzeit mit wieder steigenden Kursen rechnen, die sogar das letzte Hoch überwinden können. Allerdings käme es vorher erst einmal zu stark weiter fallenden Kursen.
Bullish wird es...
Mit anderen Worten, wirklich bullish wird es, wenn die 13690er Marke nachhaltig nach oben gebrochen wird. Dann sehen wir die 14.000er Marke wieder, beim Bruch dieser wäre der ganze Spuk erst einmal vorbei! Auch das ist im Moment durchaus denkbar. Denn, und auch das muss klar gesagt werden, noch befinden wir uns in einer ganz normalen Konsolidierung.
Ob also die fundamentalen Bedenken bereits ausreichen den Markt in die Knie zu zwingen, werden wir anhand der Charts erkennen.
Achten Sie also auf die 13250er Marke. Es kann gut sein, dass genau diese Linie uns das mittelfristige Ende der aktuellen Aufwärtsbewegungen anzeigt.
Viele martialische Grüße
Ihr
Jochen Steffens
Technischer Morgenkommentar vom 01. August 2007
Aktien-Indizes
Am letzten Handelstag des Monats drehte an den Aktienmärkten wieder die Stimmung und das Thema „Subprime-Krise“ dominierte erneut das Geschehen. Während Europas Indizes bis zur Markteröffnung der US-Märkte durchweg positiv tendierten und DAX wie EUROSTOXX 50 in der Erholung die jeweils errechneten Minimumkorrekturen punktgenau ausschöpften, kamen die Indizes am Nachmittag auf breiter Front unter Druck. Besonders in den Abendstunden, somit nach Börsenschluss der Kassa-Indizes in Europa, verstärkte sich der Angebotsdruck deutlich.
Zwei Meldungen werden mit den erhöhten Abgaben in Zusammenhang
gebracht:
1. der um 20.00 Uhr MESZ einsetzende Handel mit Aktien der American Home Mortgage Investment führte bis Handelsschluss zu Kursverlusten von 90 Prozent und belegen die Sorgen der Anleger um zweitklassige Hypothekenkredite. Analysten hoben in ihren Aussagen zum Thema hervor, dass völlig unklar sei, wie dramatisch das Problem mit Kreditderivaten ist und wann es gelöst wird.
2. für den deutschen Bankenmarkt hätte es nach Pressemeldungen am Montag zu einer Krise kommen können. Die Mittelstandsbank IKB war im Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise ebenfalls in eine Schieflage gekommen und es bestand die offensichtliche Gefahr, dass „alles ins Rutschen gerät“. Um das Schlimmste für den Bankensektor zu verhindern, hätten die Bundesregierung und die BaFin am Wochenende beschlossen, dass die KfW bei der IKB einspringt und mit der Übernahme von Verpflichtungen in Höhe von 8,1 Milliarden EURO die Liquidität der IKB sichert. Einige Analysten vertraten gestern die Meinung, dass ein Zusammenbruch der IKB ein Abrutschen des Aktienmarktes bewirkt hätte.
Interessant aus technischem Blickwinkel ist, dass die gestrige Kurserholung der Aktienseite, sowohl im DAX wie EUROSTOXX 50, aber auch im Dow Jones und S&P 500 Index, aber auch im NASDAQ Comp. die jeweils errechnete Minimumkorrektur punktgenau erreichte, bevor der erneute Impulswechsel einsetzte und bereits am selben Handelstag in den US-Indizes neue Bewegungstiefs markierte. Damit wurde hier bereits die statistisch überprüfte Aussage in Beziehung zum Kursverhalten nach technisch bedingten Korrekturen erneut bestätigt.
DAX und EUROSTOXX 50 sind von ihren Bewegungstiefs des laufenden, übergeordneten Abwärtsimpulses noch ein Stück entfernt, doch auch hier trifft die statistisch belegte Erwartungshaltung bezüglich der Folgebewegung nach Korrekturen zu.
Konkret: wie in den US-Indizes bereits vollzogen, rechnen wir im DAX und EUROSTOXX 50 ebenfalls mit einem neuen Bewegungstief im laufenden Bewegungsfraktal, nach dem die Erholung lediglich das Ausmaß des minimalen Reaktionspotentials ausgeschöpft hatte. Tritt dieser Sachverhalt tatsächlich ein, wäre jedoch auch die junge „reaktivierte“ Unterstützung der Vortage hinfällig und der Weg auf der Unterseite wieder analytisch offen.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
01.08.2007 08:13
Aktien Frankfurt Ausblick: Schwacher Start erwartet - Viele Zahlen im Fokus
Die meisten deutschen Aktien dürften am Mittwoch angesichts negativer Vorgaben aus Übersee mit deutlichen Verlusten in den Handel starten. Zudem stehen zahlreiche Unternehmen mit ihren Quartalszahlen im Fokus. Der X-DAX, der auf Basis des DAX-Futures den außerbörslichen Stand des deutschen Leitindex <DAX.ETR> zeigt, lag kurz nach 8.00 Uhr bei 7.372 Zählern. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex fest geschlossen und war mit plus 1,71 Prozent auf 7.584,14 Zähler aus dem Tag gegangen.
In den USA hatte der Leitindex Dow Jones Industrial <INDU.DJI> im späten Handel wegen neuer Probleme am Hypothekenmarkt ins Minus gedreht und schwach geschlossen. Nach Xetra-Schluss büßte der Index noch rund 223 Zähler ein - der Dow Future rutschte am Morgen weiter ab und verlor zuletzt 0,94 Prozent. In Japan schloss am Morgen auch der Nikkei-225-Index <N225.FX1> sehr schwach.
Die vorgelegten Zahlen der Deutschen Bank <DBK.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) dürften der Aktie helfen, sich gegen den allgemeinen Abwärtstrend zu stemmen. Einer ersten Analysteneinschätzung zufolge fielen die Quartalszahlen stark aus. "Bis auf den Zinsüberschuss waren die Ergebnisse durch die Bank besser als erwartet", sagte der Analyst. Er hob insbesondere die niedrigere Risikovorsorge hervor sowie das Handelsergebnis. Als Zugabe erwarte die Deutsche Bank eine weiterhin starke Entwicklung.
Henkel <HEN3.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) blieb im zweiten Quartal teilweise hinter den Markterwartungen zurück, hob jedoch das Wachstumsziel an: Das Jahresziel für das organische Wachstum solle statt wie bisher prognostiziert um 3 bis 4 Prozent nun auf 4 bis 5 Prozent steigen.
Der weltweit drittgrößte Einzelhändler METRO <MEO.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) hat im zweiten Quartal seinen Umsatz gesteigert und wegen der Integration der übernommenen deutschen Wal-Mart-Märkte weniger verdient als im Jahr zuvor. Die Konzernerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent auf 15,393 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) sank hingegen von 321 auf 296 Millionen Euro. Im Großen und Ganzen lagen die Zahlen im Rahmen der Analystenerwartungen.
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF <BAS.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) hat im zweiten Quartal wegen Übernahmen sowohl Ergebnis als auch Umsatz deutlich gesteigert. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte das Unternehmen. Ein Händler hob vor allem den Gewinn je Aktie hervor, der seine Erwartungen übertroffen habe.
Die Deutsche Börse <DB1.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) enttäuschte hingegen mit ihren Quartalszahlen. "Die Zahlen lagen allesamt unter den durchschnittlichen Analystenprognosen und da bisher auch sehr geringfügige Abweichungen vom Markt deutlich abgestraft wurden, rechne ich zum Börsenstart mit einem kräftigen Druck auf die Aktie", sagte ein Händler. Bereits nachbörslich war das Papier der Deutsche Börse am Dienstagabend bei Lang & Schwarz auf 84,00 Euro gefallen, nachdem es im Xetra-Handel mit plus 0,96 Prozent auf 85,47 Euro geschlossen hatte.
Im TecDAX meldete der Hersteller von CD- und DVD-Produktionsanlagen, Singulus Technologies <SNG.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs), im zweiten Quartal bei schrumpfendem Umsatz den Sprung in die Gewinnzone geschafft zu haben. Ein Händler bewertete die Zahlen allerdings überwiegend negativ. Mit Ausnahme des Umsatzes hätten sie allesamt deutlich unter den Markterwartungen gelegen.
Zahlen legen auch BMW <BMW.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs), Continental <CON.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs), HUGO BOSS<BOS3.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs), DEUTZ<DEZ.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) und EPCOS<EPC.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) vor./ck/sc
AXC0042 2007-08-01/08:10
DAX, ABC-Korrektur steht weiter im Raum
01.08.2007 - 08:20:26 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.
Nachdem sich die Gegenbewegung auf die deutlichen Kursverluste der letzten Tage zum Wochenanfang eher auf "niedrigem Niveau" abgespielt hätte, habe sich gestern gleich zu Handelsbeginn ein markantes Kaufinteresse am Markt durchgesetzt. Recht zügig konnte den Experten zufolge der intraday-Widerstand bei 7.535 Punkten überwunden und damit zugleich ein prozyklisches Signal für die Fortsetzung der Stabilisierungsbewegung geliefert werden. Mit dem erneuten Angebotsüberschuss am Nachmittag habe die Tageskerze jedoch einen kurzfristig negativ zu interpretierenden "längeren Docht" bekommen.
Markttechnisch verblieben die Zukäufe eindeutig im Rahmen der kurzfristig überverkauften Situation von Ende letzter Woche. Die Gegenbewegung konnte nach Angaben der Marktbeobachter bei der DZ Bank bislang nicht das 38,2 %-Retracement des kurzfristigen Abwärtstrends bei 7.670 Stellen überwinden. Damit zeige sich auch quantitativ weiterhin ein hoher Erwartungswert, dass nach dem Abschluss der Gegenbewegung mit einer Fortsetzung des kurzfristigen (tertiären) Abwärtstrends gerechnet werden sollte.
Insgesamt bleibe damit die Grundannahme einer "ABC-Korrektur" durch die Analysten bestehen, wonach einer Aufwärtsreaktion erneut ein Kursrutsch mit neuen Tiefs folgen werde. In erster Linie führen die Strategen bei der DZ Bank diese Annahme zurück auf das negative zyklentechnische Umfeld, welchem die internationalen Aktienmärkte in den nächsten Wochen noch ausgesetzt seien. Hierbei bestehe das Risiko, dass der DAX bis in den Bereich des Februar-Hochs bzw. der 200 Tagelinie (beides bei rund 7.040 Zählern zurückfalle.
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Dow Jones, Tendenz geht Richtung Süden
01.08.2007 - 12:26:43 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Die US Börsen seien im späten Handel ins Minus gedreht. Die zunächst positive Stimmung wurde nach Angaben der Marktbeobachter durch die Sorgen um die Entwicklung auf dem Hypothekenmarkt überlagert.
American Home Mortgage Investment sei um 90,07 % auf 1,04 US-Dollar eingebrochen. GM habe trotz guter Zahlen mit 0,64 % auf 32,40 US-Dollar verloren. Verizon sei um 2,67 % auf 42,62 US-Dollar geklettert. Die UBS hätte die Aktien von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Getrieben von Übernahmefantasien habe Dow Jones & Co 11,29 % auf 57,38 US-Dollar hinzugewonnen. Eine Entscheidung zur Übernahme durch Rupert Murdoch's News Corp. rücke näher. Mitglieder der Bancroft-Familie hätten dem Geschäft zugestimmt, berichtete das "Wall Street Journal" den Experten zufolge.
Der Dow Jones sei gestern bis an die horizontale Unterstützung bei 13.210 Punkten zurückgefallen. Die mittelfristige Indikatorenlage stelle sich negativ dar. Die kurzfristige Indikatorenlage sei ebenfalls negativ. Der Dow Jones könnte kurzfristig bis auf die 100-Tagelinie bei 13.170 Zähler fallen.
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Dow Jones, Fall bis zum 13.000er Niveau?
01.08.2007 - 12:38:54 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).
Der Dow Jones habe sich im gestrigen Handel wieder schwach präsentiert. Aktuell gerate die Unterstützung bei 13.200/50 Punkten deutlich in Gefahr. Bei einem Bruch dieser Marke rechnen die Analysten bei JRC mit weiteren Abgaben bis zum 13.000er Level. Für Long-Einstiege wollen die Strategen weiter einen Boden abwarten.
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01.08.2007 15:07
Aktien NYSE/NASDAQ Ausblick: Kursverluste - Sorgen über Kredite halten an
NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten US-Börsen werden am Mittwoch erneut mit Verlusten erwartet. Händlern zufolge könnte die Krise am Markt für Hypotheken mit geringer Bonität Auswirkungen auf die Kreditvergabe haben. Anleger befürchteten, dass die Gläubiger in Zukunft weniger risikofreudig sein könnten und sich steigende Kreditkosten auf das Wirtschaftswachstum und Übernahmeaktivitäten auswirken könnten. Die Befürchtungen dürften nach Einschätzung von Börsianern kaum zerstreut werden, nachdem erneut Fonds von Bear Stearns und der australischen Macquarie Bank in die Schlagzeilen gerieten. Die hohen Ölpreise drückten außerdem auf die Stimmung am Markt.
Daneben stehen einige Konjunkturdaren im Blick. Die Vereinigung der Hypothekenbanken hat vor Börsenbeginn mitgeteilt, dass ihr Index für Anträge von Hypotheken die zweite Woche in Folge gefallen ist. Im Handelsverlauf wird auch die Vereinigung der Immobilienmakler Daten über ausstehende Hausverkäufe veröffentlichen. Außerdem stehen der ISM-Index für Juli sowie PKW-Absatzzahlen an. Darüber hinaus veröffentlicht das Energieministerium seinen Ölbericht.
Der Future auf den S&P-500-Index <INX.SPI> fiel gegen 14.45 Uhr um 0,39 Prozent auf 1.456,25 Punkte. Am Dienstag war der marktbreite Index um 1,26 Prozent auf 1.455,27 Zähler gesunken. Der Future auf den NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> gab 0,27 Prozent auf 1.940,50 Zähler ab, nachdem der technologielastige Auswahlindex am Vortag 2,12 Prozent auf 1.932,06 Punkte verloren hatte.
Aktien von Dow Jones <DJ.NYS> stehen im Fokus. Der amerikanische Medienkonzern wird an News Corp <NCP.AUS> <NWS.NYS> <NCP.FSE> verkauft. Das Unternehmen des Medienmoguls Rupert Murdoch übernimmt den Herausgeber des "Wall Street Journal" für 60 Dollar je Aktie. Laut Mitteilung beträgt der Transaktionswert 5,6 Milliarden Dollar. Vorbörslich legte die Aktie 0,91 Prozent auf 57,90 Dollar zu.
Mehrere Unternehmen stehen außerdem mit Zahlen im Blick. Time Warner <TWX.NYS> <AOL.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) legte vor Börsenbeginn Zahlen vor. Der Medienkonzern hat im zweiten Quartal seinen Gewinn wie erwartet leicht gesteigert. Time Warner bestätigte darüber hinaus seinen Ausblick aufs Gesamtjahr und kündigte ein neues, milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an. Kraft Foods<KFT.NYS> <KTF.FSE> (Nachrichten) gewannen vorbörslich ebenfalls 1,13 Prozent auf 33,12 Dollar. Der Produzent von Fertiggerichten hat seinen Gewinn je Aktie um drei Cent auf 0,44 Dollar gesteigert und seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben.
Nach den Auto-Absatzzahlen sollten Aktien von General Motors (GM) <GM.NYS> <GMC.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) und Ford Motor <F.NYS> <FMC1.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) im Blick behalten werden. Ein Analyst von Lehman Brothers geht davon aus, dass die Absatzzahlen beide Autobauer im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind. Ford gab vorbörslich 0,82 Prozent auf 8,44 Dollar ab.
Aktien von Apple <AAPL.NAS> <APC.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) gewann nach einem positiven Analystenkommentar 0,90 Prozent auf 132,94 Dollar. Citi Securities hob den Titel von "Hold" auf "Buy". Der Markt reagiere nach Gerüchten über Kürzungen in der Produktion von iPhone und iPod über. Die Aktien von Blackstone <BX.NYS> wurde vorbörslich von Analystenkommentaren gestützt und stiegen 1,83 Prozent auf 24,45 Dollar. Mehrere Analysten starteten den Titel nach dem Börsenstart im Juni mit positiven Bewertungen.
Qwest Communications <Q.NYS> <QWC.FSE> (Nachrichten) verlor vorbörslich 2,11 Prozent auf 8,35 Dollar. Das Unternehmen konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppeln, blieb aber hinter den Analystenerwartungen zurück. Aktien von DreamWorks Animation <DWA.NYS> gewannen vorbörslich 4 Prozent auf 32,24 Dollar. Das Animations-Studio übertraf dank des Kinofilms "Shrek the Third" die Erwartungen von Analysten.
Die Aktien von Whole Foods <WFMI.NAS> legten vorbörslich 7,18 Prozent auf 39,70 US-Dollar zu. Der Lebensmitteleinzelhändler lag mit seinem am Dienstag nach Börsenschluss veröffentlichten Gewinn über den Analystenschätzungen. Der Lebensmitteleinzelhändler versucht gerade, vor Gericht die Übernahme seines Konkurrenten Wild Oats Market durchzusetzten.
Nach Börsenschluss stehen außerdem Ergebnisse von Walt Disney <DIS.NYS>, Napster <NAPS.NAS> <RXI.FSE> (Nachrichten), <WDP.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) und Starbucks <SBUX.NAS> <SRB.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) an./FX/gr/sc
AXC0196 2007-08-01/15:03
Börse Frankfurt-Smart Trading News: Abwärtstrend setzt sich fort
Technisch noch keine Stabilisierung erkennbar
Marktstimmung zeigt abwartende Haltung
Ausgeglichenheit bei Hebelprodukten
DAX- Engagements bevorzugt
Der kurzen und eindrucksvollen Erholung vom Wochenanfang folgt heute eine erneute kalte Dusche im DAX. Verantwortlich hierfür sind neue Pleitemeldungen von US-Immobilien- und Hedgefonds. Zeigt sich in den Hebelprodukten noch ausgeglichene Nachfrage von Käufer- und Verkäuferseite, werden Index-Derivate überwiegend verkauft. Aus technischer Sicht ist der Abwärtstrend intakt.
1. August 2007. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Dominoeffekt der Pleitenserie am US-Immobilienmarkt zieht die Aktienmärkte immer mehr in Mitleidenschaft. Unter sehr hohen Umsätzen verzeichnet der Handel mit ETFs deutliche Abgaben. Verkauft werden Tracker auf den DAX® (WKN 709335 und WKN 702979) sowie auf den DJ Euro Stoxx 50 (WKN UB8X01). Der DAX verlor heute Vormittag vorübergehend bis zu 188 Punkten und liegt am Mittag bei 7.490 Punkten.
Technisch noch keine Stabilisierung erkennbar
Nach einem kurzen Ausflug über die Marke von 7.600 Punkten hat der DAX seinen kurzfristigen Abwärtstrend wieder aufgenommen. Größere Aufmerksamkeit widmen die Techniker dem als Unterstützung einzustufenden letzten Verlaufstief bei 7.373 Punkten. Ein Verlaufstief ist der tiefste Punkt, den ein Index während einer Abwärtsbewegung im Handelsverlauf erreicht hat.
Jörg Scherer, technischer Analyst bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt, interpretiert die Kursbewegung des DAX in den letzten Tagen als intakten kurzfristigen Abwärtstrend. „ Die Gewinne am Montag und Dienstag sind als technische Reaktion auf die massiven Verluste in der Vorwoche zu bewerten. Eine Trendwende lässt sich daraus noch nicht ablesen.“ Unterschreitet der DAX den im Rahmen der Kursverluste erreichten Tiefpunkt aus der letzten Woche von 7.373 Punkten, wäre dies als ein weiteres Verkaufssignal zu werten, meint Scherer. Der nächste Unterstützungspunkt läge dann im Bereich der 200-Tage-Durchschnittslinie bei 7.040 Punkten.
Die 200-Tage-Linie ist einer der am meisten verwendeten technischen Indikatoren. Bei diesem gleitenden Durchschnitt wird aus den Schlusskursen der vergangenen 200 Tage ein Durchschnittswert gebildet. Das heißt, es werden alle Schlusskurse aufsummiert und anschließend durch 200 dividiert. Liegt der Kurs über seiner 200-Tage-Linie, gelten Aufwärtstrends. Abwärtstrends werden bei Kursen unter der 200-Tage-Linie vermutet. Schnittpunkte des Kurses mit der 200-Tage-Linie nach oben werden als Kaufsignale und nach unten als Verkaufssignale interpretiert.
„Aktuell verläuft diese Linie bei 7.040 Punkten. Dort liegen auch die Hochpunkte des DAX aus dem Februar dieses Jahres, die für eine zusätzliche Unterstützung sorgen“, weiß Scherer. Mittelfristig sei der Aufwärtstrend des Leitindex noch völlig intakt. Der DAX befinde sich in einem Aufwärtstrendkanal, dessen obere Begrenzung mit den Hochpunkten im Juli bei 8.151 erreichte worden sei. „Im Extremfall wäre selbst ein Test der unteren Begrenzung dieses Aufwärtstrendkanals bei aktuell 6.535 Punkten möglich, ohne das die langfristige Aufwärtsbewegung Schaden nehmen würde“, ergänzt Scherer.
Mit einer Fortsetzung der kurzfristigen Korrektur rechnen auch die technischen Experten der Helaba in ihrem Tageskommentar. Dass die Erholungen, wie in den vergangenen beiden Tagen, in einem Abwärtstrend zum Ausstieg genutzt werden, sei ein klassisches technisches Reaktionsmuster. Mit dem Unterschreiten der wichtigen Unterstützungszone im Bereich von 7.500 Punkten in der letzten Woche, sei nun der Weg in Richtung der nächsten, wichtigen Unterstützung bei 7.225 Punkten frei.
Marktstimmung zeigt abwartende Haltung
Nach dem aktuellen Ergebnis der heutigen Sentiment-Erhebung, bei der die Börse Frankfurt 300 aktive Investoren zu ihren Erwartungen für deutsche Aktien befragt, reagieren viele Investoren mit Zurückhaltung auf die Achterbahnfahrt der Kurse. Immerhin 34 Prozent sind ohne Engagement. Das ist ein Zuwachs um 7 Prozent der Befragten gegenüber der Vorwoche. Mit jeweils 38 Prozent sind jetzt ebenso viele Investoren bullish wie bearish gestimmt. In der Vorwoche war die Mehrheit pessimistisch gestimmt. Immerhin 10 Prozent aller Befragten haben sich zwischenzeitlich von ihren Short-Positionen getrennt. Die vollständige Analyse lesen Sie heute nachbörslich auf boerse-frankfurt.com/sentiment
Ausgeglichenheit bei Hebelprodukten
„Erhöhte Umsätze, aber Ausgeglichenheit bei Käufen und Verkäufen“, so beschreibt Simon Görich von der Baaderbank das Verhalten der Trader im Handel mit Hebelprodukten. Gesucht sind Calls auf den DAX mit Basispreis bei 7.300 Punkten (GS5HG2) oder bearishe Knock-out-Scheine mit einer Schwelle bei 8.375 Punkten (WKN LBB1YZ). Erhöhte Nachfrage besteht laut Görich auch in Puts auf das Währungspaar EUR/JPY (WKN DB873P) sowie in Calls auf die DAX-Werte Continental (CZ5547) und Daimler-Chrysler (DB6329).
DAX- Engagements bevorzugt
Im Handel mit komplexeren Anlageprodukten verzeichnen die Skontroführer der Baaderbank rege Umsätze bei Index-Zertifikaten auf den deutschen Leitindex (WKNs 702979, 709335, 543741). Darüber hinaus fragen konservativ agierende Anleger Bonus- und Discount-Papiere auf den Euro nach (WKNs BN4Y1M, CK4905). Letzteres bietet einen aktuellen Rabatt von gut 38 Prozent auf den Basiswert. Im Gegenzug ist die Rendite des bis Mitte 2009 laufenden Produkts auf rund 10 Prozent beschränkt.
Produkte aus dem Standardwertebereich werden hingegen von den Investoren tendenziell verkauft, wie z.B. Bonus-Zertifikate auf Siemens (WKN BN2BMF), die Allianz (TB0Q4R) oder die Deutsche Bank (SCL3W5).
© 1. August 2007/Andreas Wolf
01.08.2007 18:45
Stagflation zeichnet sich ab
von Jochen Steffens
Der Fokus der Medien ist zu stark auf den Hypotheken- und Kreditmarkt gerichtet. Gestern zum Beispiel wurde der Chicagoer Einkaufsmanagerindex veröffentlicht. In diesem war zum ersten Mal deutlich zu erkennen, dass sich der Wert des Gesamtindex stark abgeschwächt hat, während die Preiskomponente (bezahlte Preise) anstieg. Jetzt erkennt man diese Entwicklung auch in dem Chart, den ich hier heute noch einmal darstellen möchte:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00002939.jpg
Sie sehen, die beiden Werte entwickeln sich in entgegengesetzte Richtungen. Wenn der Einkaufsmanagerindex in den folgenden Monaten unter die 50er Marke fällt, weist dies auf eine Kontraktion des verarbeitenden Gewerbes hin. Mit anderen Worten das Wirtschaftswachstum wird schrumpfen. Steigt gleichzeitig die Preiskomponente an, haben wir das, was vor einem Jahr noch zu Panik an den Börsen führte: Stagflation (stagnierende Wirtschaft bei steigender Inflation).
Der Nasdaq100 reagiert auf den Einkaufsmangerindex
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00002937.jpg
Wenn Sie sich den Nasdaq100 Future Chart anschauen, sehen Sie, dass die amerikanischen Indizes genau ab 15.45 Uhr (rote Linie), also nach der Veröffentlichung des Einkaufsmangerindex, anfingen einzubrechen. Meines Erachtens war dies der eigentliche Auslöser, zumindest jedoch ein maßgeblicher Faktor. Das macht auch Sinn. Doch davon hören Sie nichts in den Nachrichten.
Diese Interpretation ging unter, da wieder ein paar Hedge-Fonds geplatzt sind. Viele Menschen verlieren zurzeit viel Geld mit Hedge-Fonds. Es ist wieder einmal der Irrglaube gewesen, man habe den heiligen Gral für unbegrenzten Reichtum an den Börsen gefunden, der so viele Menschen in diese Anlageform getrieben hat.
Das alte ewig gleiche Spiel
Doch die Börse betreibt seit Jahrhunderten das gleiche Spiel. Sobald die Börse mal wieder etwas entdeckt hat, was funktioniert, schenkt sie ihren Jüngern viel Geld. Sie gibt ihnen Zuversicht, lullt sie ein, alles funktioniert scheinbar perfekt. Wenn sich dann alle absolut sicher sind, kurz vor dem unbegrenztem Reichtum zu stehen, wenn die Gewinne den Verstand vernebeln und der Hochmut die Vorsicht auf die hinteren Plätze verweist, holt die Börse die große Keule heraus und beweist auf schmerzhafteste Weise ein weiteres Mal, dass niemand sie jemals wirklich "beherrschen" kann. Erst recht niemand, der sich in Hochmut übt.
Dieses Mal ist es ein prominentes Opfer aus der „Oberliga“. Sowood Capital, ein Fond in dem auch die renomierte Havard Universitiy investiert hat, die soweit ich mich erinnern kann vor gar nicht so langer Zeit für ihre Weitsicht bei Investitionen gelobt wurde (ohne Gewähr). Innerhalb von wenigen Wochen hat sich der Wert des Fonds mal eben um mehr als 50 % halbiert. Havard hatte 700 Millionen Dollar in diesen Fond investiert, wobei noch unklar ist, wie viel von diesem Geld jetzt noch übrig ist.
Dabei galt Sowood-Manager Jeff Larson als ein Vertreter der strikten Risikokontrolle. Irgendetwas hat hier wohl wieder einmal nicht gestimmt. Also offensichtlich ist es auch hier wieder die Überheblichkeit gewesen, die sich letzten Endes selbst vernichtet hat.
Die Todeslinie Teil 2
Gestern wurde wesentlich schneller als ich erwartet habe, die 13250er Marke im Dow Jones gebrochen. Wie ich geschrieben hatte: Wenn es schnell geht, ist es eigentlich nicht so bearish. Sollte sich also der Bruch als nachhaltig herausstellen, dann ist die große Topformation hinfällig (noch kann es ein kleiner False Break werden, der so typisch für Seitwärtsbewegungen ist). Viel wird von dem heutigen ISM-Index abhängen, der um 16 Uhr veröffentlicht wird, dazu dann mehr unter den US-Konjunkturdaten.
Das letzte Gap ist zu!
Hier noch einmal der Nasdaq100 Stunden-Chart, den ich Ihnen am Freitag den 20.07.2007 im Zusammenhang mit dem Todes-Doji vorgestellt habe.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00002940.jpg
Die damalig vorgestellte idealtypische Entwicklung ist genau so eingetroffen, wie eingezeichnet. Doch das ist nicht der Grund warum ich diesen Chart mitgebracht habe. Es gab noch ein Gap, welches ich damals nicht eingezeichnet hatte, weil es zu weit weg war.
Dieses habe ich hier nun mit einem blauen Rechteck gekennzeichnet. Und genau dieses Gap ist jetzt vom Nasdaq100 auch noch geschlossen worden. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir im sehr groben Bereich um die 1900 Punkte-Marke einen Bodenversuch erleben werden, ist demnach sehr hoch. Wir müssen beobachten, wie sich die Kurse in dieser Gegend verhalten werden.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
DAX, mögliche Stabilisierung
02.08.2007 - 08:40:16 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.
Zunächst habe es gestern so ausgesehen, als ob der DAX mit den sehr schwachen Vorgaben aus Fernost und durch die US Futures rasch neue Bewegungstiefs unterhalb von 7.370 Punkten im intakten dynamischen Abwärtstrend markieren würde. Erstaunlicherweise sei dem Index rund 20 Punkte oberhalb dieses Niveaus, welches kurz nach Handelseröffnung erreicht worden wäre, ein markanter intraday-Anstieg vom Tief zum Hoch immerhin rund 150 Zähler gelungen, der jedoch den Experten zufolge im weiteren Verlauf nicht gehalten werden konnte. Zum Schluss habe dennoch eine längere "Lunte" an der Tageskerze zu Buche gestanden, so dass zumindest kurzfristig der Eindruck eines soliden Nachfrageüberhangs knapp unterhalb vom 7.400er Niveau bestehe.
Mit Hilfe auch der günstigen Vorgaben des gestrigen Späthandels an der Wall Street bestehen daher aus Sicht der Experten bei der DZ Bank gute Chancen der Fortsetzung der Erholungsbewegung und des erneuten Tests der 7.670er Marke. Trotz dreier "Lunten" in den letzten Tagen und damit verbundenen Trading-Käufen auf niedrigem Niveau verbleibe jedoch bislang eine nur schwache Stabilisierungsbewegung, gemessen an den vorherigen Kursverlusten. Das 38,2%-Retracement des tertiären Abwärtstrends bei 7.670 Zählern hätte bis dato nicht überwunden werden können. Momentan bestehe daher ein hoher Erwartungswert (ca. 67%) im Hinblick auf eine negative Trendfortsetzung mit neuen Tiefs.
Diese Annahme werde nicht nur durch die negative chart- und zyklentechnische Verfassung der Aktienmärkte untermauert, sondern auch durch das Investorensentiment. Dieses sei im Unterschied zu den Korrekturen im Mai/Juni 2006 und im Februar/März 2007 noch weit von einem pessimistischen Extrem entfernt und sollte somit als Stütze eher ausfallen. Unabhängig von einer möglichen Ausweitung der aktuellen Stabilisierung über die nächsten Tage, verblieben damit Rückschlagsrisiken bis 7.040 Stellen im DAX.
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Technischer Tageskommentar
[Gepostet am 02.08.2007 um 12:38 Uhr]
(US-Märkte)
Das V-Wort hat die US-amerikanischen Aktienmärkte im Zuge der Kreditkrise voll im Griff. Ängste und Panikattacken und somit eine akzelerierende Volatilität dominieren das flirrende Geschehen auf dem Aktienparkett. Dabei wurden die Sorgen der Anleger vor einer deutlichen Korrektur, geschürt durch eine Kaskade von Hiobsbotschaften aus dem Kreditbereich, gestern im späten Geschäft abgelöst von der Panik, nicht mehr rechtzeitig in den Markt zu kommen bzw. Short-Positionen nicht mehr schließen zu können.
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Dieser „Lemming-Effekt“ in der letzten halben Stunde des Handels gipfelte in einem fulminanten 250-Punkte-Ritt beim Dow Jones Industrial, praktisch vom Tagestief auf ein neues Top. Wurde noch vor einigen Wochen im Zuge der Rekordjagd diskutiert, ob der Markt in eine Übertreibungsphase übergehe, so ist nun eine Überhitzung in Sachen Volatilität nicht mehr von der Hand zu weisen, belegt durch das „Angstbarometer“ VIX, das gestern fast das Niveau vom Ende des Bärenmarktes im Frühjahr 2003 erreichte.
Mit der mächtigen „Late-Night-Erholung“ ging auch das Angstfieber der Akteure etwas zurück. Der Volatilitätsindex verharrt aber auf einem Niveau, das immer noch rund 10 Prozent oberhalb der Extremwerte vom Frühjahr liegt. In der Praxis bedeutet dies eine deutlich gestiegene Absicherungsquote. Zudem ist zu unterstellen, dass die Leerverkäufe sprunghaft angezogen sind. Wohin das führen kann, hat man in der letzten Handelsstunde deutlich gesehen.
Zunächst aber schürten gestern eine Vielzahl von Nachrichten aus dem Gruselkabinett der Kreditfront die Ängste der Anleger. Bereits über Nacht sorgten Meldungen über Schwierigkeiten eines dritten Bear-Stearns-Hedge-Funds für Einbrüche bei den Futures und den asiatischen und europäischen Märkten. Bear Stearns setzte den Handel mit dem Fund aus, der im Juli Verluste ausweisen dürfte. Tatsächlich seien nur 0.5 Prozent des Gesamtvolumens von 900 Millionen Dollar in nachrangigen Hypotheken-Bonds investiert. Durch die anhaltenden Umwälzungen im Bereich der Unternehmensanleihen hat sich aber die Problematik durchaus verlagert. Ein Händler brachte es auf den Punkt: „ Du musst nicht unbedingt einen Subprime-Fund besitzen, um Probleme zu haben!“. Die Aktie von Bear Stearns wurde in letzter Zeit gnadenlos heruntergeprügelt und verlor in diesem Jahr heftige 28 Prozent. Kreditderivate wie Credit Default Swaps attestieren den Brokern ein Rating, das dem von Junk-Bond-Emittenten entspricht. Die ersten Adressen beginnen nun, in den zertrümmerten Aktien und Bonds der Investmentbanken erste Positionen aufzubauen, da die Entwicklung maßlos überzogen erscheint.
Weitere Hiobsbotschaften waren Gerüchte über Bauwert Beazer Homes, der kurz vor dem Bankrott stehen soll. Zudem berichtete die australische Macquarie Bank über einen Monatsverlust von 25 Prozent bei einem ihrer Hedge Funds, der aber auch keinen direkten Bezug zum US-Subprime-Markt haben soll. Last but not least haben Analysten berechnet, dass der weltgrößte Versicherer, American International Group (AIG), im schlimmsten Fall Verluste von rund 2.3 Milliarden Dollar wegen des Subprime-Geschäftes verbuchen könnte. AIG bestätigte Ende Juli, dass rund 33 Milliarden Dollar in dem Bereich angelegt sind. 29 Milliarden Dollar seien in Subprime Mortgage Bonds und 4 Milliarden in CDOs investiert, wobei 86 Prozent der Anleihen mit AAA bewertet wären. Seit Ende Juni hat die Aktie von AIG wegen der Irritationen mehr als 10 Prozent verloren.
Aber es gab auch Erfreuliches in diesem ganzen Immobilien- bzw. Kreditsumpf zu vermelden. So berichtete die National Association of Realtors, dass die Zahl der schwebenden Kaufverträge für bestehende Häuser um 5 Prozent gestiegen ist – der höchste Zuwachs in 3 Jahren.
Als die Händler sich noch über die Meldungen aus dem Kreditsektor den Kopf zerbrachen, wurde bei den zuvor arg gebeutelten Versorgern bereits beherzt zugegriffen. Das im S&P 500 schwer gewichtete Segment erwies sich als eine wichtige Stütze für den Gesamtmarkt am gestrigen Tag. Ausgangspunkt war eine Hochstufung für den größten Atomenergiebetreiber Exelon von Morgan Stanley. Der Dow Jones Utility Index nahm die am Vortag unterbrochene Impulswende nach oben wieder auf und scheint nun ein tertiäres Aufwärtsbein auszubilden, das seinen Startpunkt auf dem Niveau der Frühjahrstiefs bei ca. 470 hatte. Das Erreichen dieses Bereichs bzw. das unerhörte Abwärtsmomentum mündete in einer kurzfristig stark überverkauften Lage.
Aus dem Schneider ist der Versorgerindex damit aber noch nicht. Der übergeordnete, mittelfristige Abwärtstrend wäre erst oberhalb der 520 beendet, und die Verletzung der primären Aufwärtstrendlinien wiegt weiter schwer.
Wir hatten in den letzten Tagen immer wieder auf charttechnisch wichtige Marken bei den hier diskutierten Indizes hingewiesen, die zur Disposition stehen. Eine 200-Tage-Linie fällt eigentlich nicht in diese Kategorie, aber da sie starke Beachtung findet und bei vielen sogar das einzige Hilfsmittel der technischen Analyse darstellt, muss ein Blick auf den gleitenden Durchschnitt in wichtigen Fällen gestattet sein – Stichwort: Self Fulfilling Prophecy. Beim S&P 500 wurde die Linie gestern zunächst signifikant verletzt, was aber laut allgemeiner Berichterstattung dann Käufe initiiert haben soll, in der Hoffnung, dass die Linie per Schlusskurs verteidigt werden kann, was ja auch gelang.
Für uns bedeutender ist da schon die Intraday-Verletzung der primären Aufwärtstrendlinie seit 2006, die zum ersten Mal einen gewissen Schatten auf den langfristigen Aufwärtstrend wirft. Eine erneute Bestätigung würde dieser erst durch die schnelle und nachhaltige Impulswende nach oben erfahren.
Schier Unglaubliches spielte sich aber gestern wie oben erwähnt beim medienträchtigen Dow Jones Industrial ab in Form einer fulminanten Achterbahnfahrt, die zum Schluss in einem unerhörten Aufwärtsschub gipfelte.
Die nervös zuckenden Schiebemuster auf Basis der alten Unterkante der Schiebezone vom Mai/Juni bei 13251 belegen die ungeheure Schwankungsanfälligkeit des Index. Signifikant verletzt wurde die Unterstützung dabei aber noch nicht.
Entwarnung gibt es aber erst oberhalb der 13520, wo eine kurzfristige Bodenbildung vollendet werden würde. Bis dahin bleibt die Gefahr bestehen, dass sich die mittelfristige Top-Bildung konkretisiert und in einer Sekundärkorrektur des übergeordneten, langfristigen Aufwärtstrends mündet. Genau wie beim S&P 500 wäre in dem Fall die primäre Aufwärtstrendlinie im Bereich 12800 das erste Ziel der Reise.
Dort angekommen ist bereits der NASDAQ Composite, der genau wie der S&P 500 die Begrenzungslinie, die durch die letzten beiden Korrekturtiefs gezogen wurde, durchhandelte, aber auf Schlusskursbasis knapp verteidigen konnte.
Im Tageschart formten die NASDAQ’s bullishe Hammerkerzen mit ausgeprägten Lunten nach den heftigen Überlappungsmustern des Vortages. Beim NASDAQ 100 bleibt der tertiäre Abwärtstrend vom Mehrjahreshoch bei 2060 genau so intakt wie der mittelfristige Aufwärtstrend, wobei Letzteres nach dem Bruch der sekundären Aufwärtstrendlinie nur noch formal nach klassischer Dow Theorie gilt – wir sehen über das Unterschreiten des recht mickrige Impulstiefs bei 1965 großzügig hinweg. Hier bleibt die Kreuzunterstützung bei ca. 1900 das Maß aller Dinge.
Kreuzunterstützung ist auch das Stichwort beim Dow Jones Transportation Index. Hier ist der Bereich bei ca. 5000 als Schiebezonenuntergrenze und wegen der primären Aufwärtstrendlinie seit 2006 von Bedeutung, und genau wie bei den anderen besprochenen Indizes wurde die Unterstützung zunächst verletzt, um dann auf Schlusskursbasis verteidigt zu werden, reflektiert auch hier durch eine bullishe Hammerkerze mit stark ausgeprägter Lunte.
Das Fazit aus technischer Sicht: Einige wichtige Chartmarken wurden verletzt, aber keineswegs nachhaltig. Nun ist die Frage, ob dies erste Warnschüsse auch aus strategischer Sicht sind, oder in Kombination mit der nackten Panik der Anleger einen idealen Nährboden für eine signifikante Erholung formt.
Die US-amerikanischen Rentenmärkte sonnten sich zunächst weiter im Hochgefühl des vermeintlich sicheren Hafens. Bereits im asiatisch/europäischen Handel fiel die Rendite der marktführenden 10y-T-Note’s nach dem neuen Stoff von der Kreditfront zeitweise auf 4.7 Prozent. Auch bei den Renten ist die Volatilität deutlich angesprungen. Der MOVE-Index von Merrill Lynch, ein Volatilitätsindex, der auf OTC-Optionen auf 2-30-jährige Treasuries basiert, notierte mit 96.4 auf dem höchsten Stand seit März 2005. Die positiven Daten vom Immobilienmarkt und die späte Erholung der Aktienindizes schmeckten den Rentenbullen dann aber gar nicht, so dass die Aufwärtsbewegung ermüdete. Der Long-Bond-Future markierte somit ein neues Verlaufshoch im sekundären Aufwärtstrend, wurde dann aber wieder zurückgepfiffen. Der Future hatte dabei das Niveau der ersten übergeordneten, fallenden Trendlinie noch nicht erreicht.
Dem 10y-T-Note-Future war dagegen kein neues Verlaufshoch vergönnt, dafür handelt der Future hier bereits auf dem Niveau der Begrenzungslinie. Es scheint sich eine tertiäre Stauzone zwischen 106*93 und 107*81 zu konkretisieren, deren Auflösungsrichtung noch unklar ist. Das Widerstandsplateau, bestehend aus der Trendlinie und dem alten Konsolidierungsbereich im April/Mai, könnte aber in Kombination mit der überkauften Lage und einer Erholung an der Aktienfront durchaus eine Impulswende nach unten wahrscheinlicher machen.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Matthias Hütgens
matthias.huetgens@wagner-wertpapier.de
02.08.2007 18:45
Keine klaren Signale
von Jochen Steffens
Für den kurzfristig orientierten Trader wird es gerade sehr schwierig. Ich fürchte, dass sich in den letzten Tagen sehr viele Trader ziemlich verbrannt haben. Selbst für erfahrene Trader waren die Signale höchst uneindeutig. Deutlichen Short-Signalen folgten unerwartet stark steigende Kurse und umgekehrt. Man konnte mehr falsch als richtig machen. Meinen Lesern des Target-Traders habe ich empfohlen, solange die Füße stillzuhalten, bis sich klare Signale ergeben. Das ist wahrscheinlich das einzig Sinnvolle, was man zurzeit machen kann.
Short-Squeeze bei den Amis
Gestern Abend war ein typisches Beispiel für dieses Hin und Her zu beobachten. Sah es bis 21:25 Uhr noch so aus, als ob der Dow Jones auf Tagestief schließen würde, kann es ab 21:25 Uhr zu einer Rallye, die den Dow vom Tief bei 13.144 auf 13.389 Punkte hochtrieb - das sind 245 Punkte in 35 Minuten!!! Ein unglaublicher Anstieg...
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00002957.jpg
Für mich ist so etwas eine klassische Short-Squezze. Es mag damit zusammengehangen haben, dass der S&P500 an seiner 200-Tage-Linie abgeprallt ist. Viele charttechnisch orientierte Analysten beachten diese 200-Tages-Linie. Meines Erachtens zu Unrecht. Zumindest wenn man davon ausgeht, dass eine Konsolidierung ihr endgültiges Ende an der 200 Tageslinie finden solle.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00002956.jpg
Die 200-Tages-Linie
Schaut man sich den S&P500 langfristig an, so wird deutlich, dass die meisten Konsolidierungen der letzten Jahre die 200-Tage-Linie nachhaltig nach unten verletzt haben. Schaut man noch genauer hin, entdeckte man, dass es oft vor dem finalen Einbruch der jeweiligen Konsolidierung zu einem Test dieser 200-Tage-Linie gekommen ist (blaue Kreise), dem zunächst wieder steigende Kurse folgten. In allen Fällen wurde etwas später jedoch, bevor sich das eigentliche Tief ausgebildet hat, die 200-Tage-Linie nachhaltig nach unten gebrochen.
Die erste Short-Squeeze ist selten die letzte
Dazu passt eine Börsenweisheit: Die erste Short-Squeeze taucht nur ganz selten in der Nähe des eigentlichen Bodens auf. In den meisten Fällen kommt es nach der ersten Short-Squeeze zu weiter fallenden Kursen. Auch das spricht dafür, dass wir aktuell noch nicht den eigentlichen Boden gesehen haben.
Bisher keine nennenswerte Gegenwehr
Die Wahrscheinlichkeit, dass wir nach einer kleinen Gegenbewegung doch noch tiefere Kurse sehen, ist demnach sehr hoch. Zudem ist natürlich auffällig, dass es bisher in der gesamten Abwärtsbewegung noch keine nennenswerte Gegenbewegung gegeben hat. Sie wissen, ich achte auf die Stärke der Gegenbewegungen um herauszufinden, wie die innere Verfassung des Marktes ist. Insoweit ist das Fehlen dieser Gegenbewegung ein Hinweis darauf, dass es bisher wenig Kaufbereitschaft gegeben hat. Auch das lässt darauf schließen, dass wir aktuell noch nicht den eigentlichen Boden, das eigentliche Tief gesehen haben.
Die „V“ Erholung
Allerdings kann es auch zu einer „V“-Erholung kommen. Diese entsteht meistens, wenn der Markt zunächst durch eine externe Nachricht geschockt wurde, welche im weiteren Verlauf jedoch keine wirkliche Relevanz für das weitere Börsengeschehen hat. Das kennen Sie von Terror-Anschlägen (Spanien, England).
Auch die Kreditmarktkrise kann man als externe Nachricht werten. Ob diese jedoch im weiteren Verlauf keinen Einfluss mehr auf das Börsengeschehen haben wird, muss sich noch zeigen. Der weitere Kursverlauf wird demnach auch davon abhängen, inwieweit neue, den Markt belastende, Nachrichten folgen. Immer noch vermisse ich zum Beispiel das Thema Stagflation in den Medien. Der Ölpreis hat sein bisheriges Hoch aus dem Jahr 2006 gestern überwunden. Sollte dieser Ausbruch nachhaltig werden, müssen wir mit noch weiter steigenden Ölpreisen rechnen. Und das soll sich nicht auf die Inflation auswirken oder das Wirtschaftswachstum schwächen?
Halten Sie weiter die Augen auf, die Wahrscheinlichkeiten sprechen zwar gegen einen Boden, aber wenn nun keine weiteren Nachrichten den Markt belasten, könnten sich bald erste nachhaltige Kaufsignale ergeben.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
Technischer Morgenkommentar vom 03. August 2007
Aktien-Indizes (allgemein)
Überwiegend mit Kursgewinnen beendeten die Indizes in Europa und den USA den gestrigen Handel. Marktbeobachter verwiesen auf gute Unternehmenszahlen (Nokia, Starbucks und Walt Disney), somit seien die Sorgen über die Subprime-Krise etwas in den Hintergrund gerückt. Zudem gäbe es weltweit genügend Liquidität, um diesem Problem entgegentreten zu können, wie ein Händler formulierte. Den zum Teil kräftigen Kursanstiegen vom Mittwoch, folgten gestern zudem Anschlusskäufe, jedoch bereits mit „gebremstem“ Volumen.
Eine wirkliche Umkehr des Bewegungsimpulses können wir derzeit noch nicht unterstellen, das aktuell wahrscheinlichste Szenario ist eine Konsolidierung und die mögliche Ausbildung einer solchen Zone. Dennoch bleiben die noch provisorisch und vorläufig definierten Begrenzungen im Fokus, da ein Über- bzw. Unterschreiten dieser Marken eine Indikation für einen Folgeschub geben sollten.
Renten-Futures (allgemein)
Auf der Rentenseite sahen wir am gestrigen Handelstag ein differenziertes Bild. Während der Bund-Future leicht abgab und damit wohl weiterhin auf die leichte Erholung der Aktienseite reagierte, sahen wir in den US-T-Bond-Futures Kursgewinne. Grundsätzlich unterstellen wir jedoch noch immer intakte Konsolidierungszonen innerhalb der Kursverläufe, wobei aktuell noch nicht absehbar ist, ob diese Zwischenkonsolidierung impulsbestätigend oder impulsumkehrend zu interpretieren ist. Im Gesamtbild weisen uns die Kursverläufe der Renten-Futures so genannte long set-ups aus, damit behalten diese auf Basis ihrer Tagescharts intakte Aufwärtstrends bei.
Innerhalb des Kursverlaufes des Bund-Futures, führt aktuell die leicht abwärts ausgerichtete Konsolidierung zu einer Annäherung der Durchschnitte des setups, dennoch können wir zum Wochenende hin weiter von einer grundsätzlich gültigen Long-Ausrichtung des Trendverlaufes ausgehen. In der praktischen Konsequenz liefert der Bund-Future derzeit keine Indizien, welche eine Positionierung sinnvoll erscheinen lässt.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, verhaltene Gegenbewegung
03.08.2007 - 08:16:23 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.
Der Dow Jones Industrial hätte am Vorabend in der letzten Handelsstunde rund 150 Punkte ins Plus drehen und damit seine charttechnische "Schlüsselunterstützung" bei 12.250/60 Punkten verteidigen können. Nach diesen glänzenden US Vorgaben habe der deutsche Leitindex gestern zunächst zwar fester eröffnet, konnte aber nach Angaben der Marktbeobachter dennoch keinen markanten Nachfrageimpuls entfachen. Immerhin sei aber ein moderater Anstieg bis fast in die Region um 7.570 Zähler im Tageshoch gelungen.
Die bisherigen technischen Implikationen änderten sich dadurch nicht. Bezogen auf die Kursverluste seit dem Hoch bei 8.152 Punkten zeige der DAX bis dato eine nur sehr verhaltene Gegenbewegung, die lediglich den Charakter einer Stabilisierung im intakten dynamischen tertiären Abwärtstrend aufweise. Mit Hilfe der erneut günstigen Vorgaben von der Wall Street sei weiterhin ein Ausschöpfen der Minimalreaktion bis zum 38,2%-Retracement um 7.670 Stellen bzw. sogar ein Test des nächsten charttechnischen Widerstands um 7.760 Punkten nicht auszuschließen. Insgesamt sollte jedoch das Potenzial nach oben begrenzt sein. Zu dieser Einschätzung trage auch die kurzfristig bereits "überkaufte" markttechnische Lage bei.
Im Unterschied zu früheren Korrekturen im seit 2003 intakten Bullenmarkt sei aktuell auch kaum "Short Squeeze"-Fantasie (der "Trigger" für eine nachhaltigere Aufwärtsbewegung) zu erkennen. Das Investorensentiment sei zwar nach den Einbußen kurzfristig naturgemäß gedämpft, dennoch von Niveaus, die für eine Bodenbildung sprächen, noch weit entfernt. In Verbindung mit dem ungünstigen zyklischen Umfeld sehen die Analysten bei der DZ Bank daher weiterhin die Grundannahme einer "ABC"-Korrektur als gerechtfertigt an, d.h. ein weiterer Abwärtsschub mit Risiken bis 7.040 Punkte sollte als Basisszenario einkalkuliert werden.
http://194.97.1.200/charts/1580000/20070803_1584829_1.gif
DAX, freundlicher Start
03.08.2007 - 08:47:58 Uhr
Helaba
Frankfurt (derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, äußert sich zur aktuellen Marktlage am DAX.
Auffallend war nach Angaben des Marktbeobachters am gestrigen Handel des DAX die Tatsache, dass die Umsätze auf dem Weg nach oben relativ geringer ausgefallen seien, als dies zuletzt bei der Abwärtsbewegung der Fall gewesen wäre. Dieser Umstand sei als nicht idealtypisch zu bewerten und lasse damit leichte Zweifel an der Nachhaltigkeit der Aufwärtsbewegung, welche aktuell nicht mehr als eine Korrekturbewegung darstelle, aufkommen.
Heute würden zunächst die Vorgaben aus Übersee und die Unternehmenszahlen, welche größtenteils schon vorliegen, verarbeitet werden. Die Indikation beim DAX von 7.575 Zählern deute auf einen freundlichen Handelsstart hin. Die Handelsspanne erwartet der Stratege bei der Helaba zwischen 7.520 und 7.660 Stellen. Unterstützungen gebe es bei 7.225 und 7.056, Widerstände bei 7.630 und 7.680 Punkten.
03.08.2007 19:44
Die verführerische Welt der übergreifenden Zusammenhänge
von Jochen Steffens
Ich bin ja eigentlich überhaupt kein Anhänger von „Verschwörungstheorien, aber....“
Immer wenn Sie so einen Satz lesen, können Sie sich denken, was kommt: Meistens gleitet der Autor daraufhin in die abwegigsten, diffusesten Theorien und Halbwahrheiten ab. Wenn ich heute schon so anfange, dann werde auch ich Sie ein wenig in die verführerische Welt der übergreifenden Zusammenhänge führen. Zunächst muss man dazu einige Beobachtung anstellen, die man anschließend in einem Zusammenhang setzt, um daraus eine verschwörerische These abzuleiten:
Beobachtung 1: Große Käufe zu erkennen!
Mich hatte ein Kollege darauf aufmerksam gemacht, dass in den letzten Tagen in den Futures gegen 21:30 Uhr seltsam große Ordern auftauchten, die eigentlich keinen Sinn machten. Da ich ab 20.00 Uhr nicht mehr trade (irgendwann muss man ja Feierabend machen), konnte ich das nicht verifizieren. Später hörte ich die Meldung, dass Analysten bei dem von mir als „Short-Squeeze“ betitelten Anstieg Kaufprogramme ausgemacht haben wollten, auch hier wurden wieder diese großen Ordern entdeckt. Demnach haben hier also nicht kleine Anleger massiv ihre Short-Positionen ängstlich verkauft, sondern große Adressen sind mit großen Positionen eingestiegen.
Zunächst dachte ich mir bei diesen Information noch nichts, darauf komme ich aber später zurück.
Beobachtung 2: Carry-Trades in Gefahr?
Dann sah ich folgenden Chart:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00002971.jpg
Er zeigt den Verlauf des Yens zum Dollar Yen. Der erste Einbruch (roter Pfeil) führte Anfang dieses Jahres noch zu einer großen Angst vor der Auflösung der Carry-Trades. Der jetzige Einbruch, der genau die gleiche Spanne hat und eine ähnliche Dynamik aufweist, wird praktisch nicht mehr beachtet. Seltsam, aber gefährlich. Droht hier ein Crash?
Beobachtung 3: Sind der Fed die Hände gebunden?
Wenn jetzt tatsächlich ein Crash vor der Tür stünde, wie reagiert man normalerweise darauf? Man senkt die Zinsen, um den Markt mit Liquidität zu fluten. Eigentlich ganz einfach, oder? Leider nicht, denn wir haben da im Moment ein kleines Problem in den USA: Die Inflation ist zu hoch. Einerseits haben wir eine Niedrigzinsphase hinter uns, die zu einer enormen Ausweitung der Geldmenge geführt hat und zudem steht der Ölpreis natürlich viel zu hoch- Jetzt noch ein paar Zinssenkungen und die Gefahr eine sogenannten „galoppierenden Inflation“ ist gegeben. Besonders dann, wenn die Märkte Angst vor einer solchen Inflation kriegen.
Beobachtung 4: Finanzkrise in Deutschland = Finanzkrise weltweit?
Dann hörte man, dass der Chef der Finanzaufsicht BaFin, Jochen Sanio, vor der schwersten Bankenkrise seit 1931 gewarnt hat, sollte die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB zusammenbrechen. Sie haben sicherlich davon gehört, die IKB war aufgrund von Spekulationen im US-Immobilienmarkt in Schieflage geraten.
Erstaunlich schnell hatte sich daraufhin die gesamte deutsche Bankenszene auf eine milliardenschweren Rettungsaktion der IKB geeinigt, insgesamt wurden 3,5 Mrd. Euro zusammengebracht. "Es geht um die Stabilität des deutschen Finanzmarkts", erklärte auch der Bundesverband deutscher Banken. Ist es tatsächlich schon so dramatisch? Vielleicht sogar noch schlimmer, als wir uns vorstellen können?
Beobachtung 5: Sieht sich die EZB genötigt, die Massen zu beruhigen?
Als zusätzlich noch die EZB eine überraschende Pressekonferenz einberief, nur um die Märkte zu beruhigen (mal so hineingedeutelt), hätte man eigentlich schon auf die Idee kommen können, dass hier etwas anbrennt. Natürlich gab es keine Zinssenkungen oder Ankündigungen dazu oder auch nur Andeutungen einer Aussetzung der nächsten Erhöhung. Nur allgemeine Beschwichtigungen. Neuigkeitsgehalt gleich null. Warum hätte man das nicht auch wie sonst in einer kleinen Pressemeldung unterbringen können? Weiß Trichet mehr, warum diese Aktion? Das muss man doch als Hinweis auf eine große Krise werten!
Und dann zum Schluss will noch einer Gold kaufen....
Als mich gestern Abend in meiner Redaktionssprechstunde des Target-Traders ein Leser fragte, ob man nicht jetzt einen Teil seines Geldes in physischem Gold anlegen solle, erinnerte ich mich plötzlich an all diese „interessanten“ Theorien, die in den Jahren 2000-2004 hip waren.
Ganz besonders jedoch die Thesen zum kurz bevorstehende Zusammenbruch des globalen Finanzsystems und natürlich das berühmt, „berüchtigte“ „Plunge-Protection Team (PPT)“, das in den USA geschaffen worden sein soll, um die Märkte vor solchen großen Krisen zu schützen.
In den Crash-Jahren wurde immer wieder dieses ominöse PPT für deutliche Käufe nach schärferen Einbrüchen verantwortlich gemacht, vielleicht erinnern Sie sich.
Verschwörerische These (nicht ganz ernst gemeint)
Wenn man nun all diese Nachrichten so zusammenstellt, und sie in Richtung "Crash/Katastrophe" interpretiert, wie ich es hier getan habe, dann kann einem schon mulmig werden. Wenn man dann auch noch diese seltsam großen Ordern in den Futuren sieht, ist der Schluss geradezu zwingend, diese Käufe, in dieser angespannten Lage dem PPT zuzuschreiben! Besonders nachdem so wichtige Unterstützungsmarken gebrochen wurden!
Denn, wenn man jetzt rechtzeitig die Kurse stützt, kann man vielleicht doch noch verhindern, dass es zu einem richtigen Crash kommt. Wahrscheinlich stecken sogar alle Zentralbanken mittlerweile unter einer Decke!!! Schließlich gibt es mittlerweile eine intensive Vernetzung zwischen den Regierungen, der Wirtschaft und des Bankensystems weltweit. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern im Informationszeitalter alltägliche Realität! Aber wenn das PPT schon stützen muss, dann ist wahrscheinlich alles viel schlimmer, als wir alle mitkriegen – es weist eindeutig alles auf eine riesige Katastrophe hin...
Kommen wir auf den Boden der Realität zurück
Schon steckt man in der schönen Welt der Verschwörungen. Ich will mich gar nicht großartig in den Streit ob, beziehungsweise in welcher Form das PPT existiert einmischen. Ich weiß es schlichtweg nicht, es ist mir auch vergleichsweise egal. Das natürlich jeder Regierung für Notfälle Spezialisten und Organisationen zur Verfügung stehen, ist unumstritten und natürlich auch gut so.
Aber zwei wichtige Punkte sollte man in diesem Zusammenhang bedenken:
1. Hang zum paranoiden Denken
Ein Faktor des paranoiden Denkens ist es, Fakten in einen Zusammenhang zu bringen, die eigentlich in keinem Zusammenhang stehen. In deutlich abgeschwächter Form neigen wir auch im normalen Alltag immer wieder dazu, Dinge miteinander in Verbindung zu bringen, die tatsächlich wenig oder nichts miteinander zu tun haben und daraus "überschießende" Schlussfolgerungen abzuleiten.
Gerade an der Börse ist es einfach in so ein „Fehl-Denken“ zu verfallen, da so ungemein viele Faktoren, die alle auch irgendwie einen Einfluss aufeinander haben, eine entscheidende Rolle spielen. Doch aus diesem „Einfluss“ einen direkten kausal adäquaten „Zusammenhang“ zu stricken oder sogar spezielle Schlussfolgerungen zu ziehen, ist oft eine Quelle massiver Fehlinterpretationen! Die Börse hat auf diese Art und Wiese schon viele gute Analysten zu extrem seltsamen Argumentationsketten verleitet.
Also hüten Sie sich vor falschen Schlussfolgerungen und Zusammenhängen.
2. Was hätte das PPT den Märkte gebracht?
Wenn man es im Nachhinein betrachtet, ist die These, dass es in dem großen Crash 2000-2003 Stützungskäufe gegeben hätte, ziemlich abwegig. Denn schauen Sie sich doch an, wie es letztendlich ausgegangen ist. Hätte es Stützungskäufe gegeben, hätten diese offensichtlich ihre Wirkung komplett verfehlt – die Märkte sind so oder so derart massiv eingebrochen, dass man zumindest von keinem Erfolg reden kann.
Es gab aber natürlich Aktionen der Fed und auch der Regierung, um die Märkte zu stützen. Jedoch handelte es sich um keine Geheimaktionen. Die Regierung hat Gesetzte erlassen, zum Beispiel um die Steuern zu senken. Auch die Fed hat damals reagiert, eben durch massive Zinssenkungen. Und erst diese massive Liquidität, die damals in die Märkte gespült wurde, hat die Wende geschafft. Letzten Endes war es aber auch das Ende des Irak-Krieges, der einen großen Einfluss hatte.
Zentralbanken haben begriffen, dass Interventionen im Devisenmarkt nur von sehr kurzer Dauer sind.
Und noch deutlicher wird es, wenn man sich die Devisenmärkte anschaut. Immer wieder hat es hier Interventionen von Regierungen und Zentralbanken gegeben. Doch diese waren nur sehr selten von langfristigem Erfolg gekrönt. Die Märkte funktionieren nach eigenen Regeln und sobald sie Beeinflussung von außen „mitbekommen“, reagieren sie zunächst in die Richtung der Intervention, um sich dann massiv dagegen zu stellen.
So schön auch alles zusammenpasst
So schön auch die oben aufgebaute Argumentationsführung fast zwingend auf Interventionen hingewiesen hat, so unwahrscheinlich sind diese.
Ich wollte diesen Zusammenhang jedoch nutzen, um darzustellen, wie einfach es an den Börsen ist, in die falsche Richtung zu denken...
Viel wahrscheinlicher ist es, dass hier tatsächlich computergesteuerte Kaufprogramme aufgrund einiger charttechnischer Signale unter anderem der 200 Tage Linie eingestiegen sind, oder irgendwelche andere Faktoren eine Rolle spielen.
Wenn Sie das nicht überzeugt, sehen Sie sich einfach die großen Langfristcharts der Indizes an, und sie werden erkennen, dass zurzeit an den Börsen noch nichts ansatzweise Schlimmes passiert ist.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00002970.jpg
Eine Konsolidierung war längst überfällig, ist sogar nach der Übertreibung positiv zu werten. Im Chart des S&P500 erkennt man, dass sie sich bisher noch in einem völlig normalen Rahmen aufhält.
Viele paranoide Grüße
Ihr
Jochen Steffens
P.S. Witzig, jetzt gerade, nachdem ich mit diesem Text fertig bin, erhalte ich folgende Mail eines Lesers;
Sehr geehrter Herr Steffens,
Ich habe hier eine Variante zur Erklärung (von Trader Tom Hougaard) des „Wahnsinns-Anstieg“ gestern Abend bei den Amis:
The SP500 rally last night was apparently due to an error. A US house made a mistake and bought 5400 futures when they should have bought just 54 futures. This turned all long var players, who were going to sell the close, into buyers. Since you cannot cancel MOC orders in the last 10 minutes, these var swap delta buyers had to buy back their MOC amount plus more to get the right hedge.
This amounted to $5billion worth of fake buying, causing the Dow to rally 250 points in 20 minutes...
Quelle: http://www.tradertom.com/analysis.htm
Auch eine Erklärung....
Technischer Morgenkommentar vom 06. August 2007
Die US-Konjunkturdaten am Freitag fielen eher schwach aus, doch blieb dieser Sachverhalt im Hintergrund. Der Fokus richtete sich auf eine Rating-Abstufung von Bear Stearns von ursprünglich „stabil“ auf „negativ“, was die Kreditkrise augenblicklich wieder in den Fokus schob und die Aktienkurse im Allgemeinen purzeln ließ.
Besonders schwer erwischte es wieder die US-Börsen, deren Indizes S&P 500 Index, aber auch NASDAQ Comp. neue Bewegungstiefs markierten. Der Dow Jones schloss mit 13179 so tief wie seit Anfang Mai nicht mehr, im NASDAQ 100 fiel der Schlusskurs vom Freitag auf das Niveau von Ende Juni.
Marktbeobachter hoben hervor, zum Wochenende seien weitere Positionen abgebaut worden, ein Händler umschrieb die Aktivitäten mit in Sicherheitbringung des Geldes.
Mit einem Minus von 1,31 Prozent (minus 1,43 Prozent im FDAX), gingen die Kursverluste im DAX noch vergleichsweise moderat über die Bühne. Sowohl der Index, als auch der Future notieren unverändert innerhalb der der jüngst ausgebildeten Konsolidierungszone, welche sich nach dem kräftigen Abwärtsimpuls von Mitte / Ende Juli letzte Woche ausformte. Aus charttechnischer Sicht ist derzeit nicht absehbar, ob diese Konsolidierungszone impulsbestätigenden bzw. impulsumkehrenden Charakter trägt, doch das Thema der Ausbildung einer möglichen Umkehrformation als Doppelboden ist wohl endgültig vom Tisch. Fällt der DAX (FDAX) ähnlich dem S&P 500 Index unter die aktuell gültige Untergrenze der Konsolidierungszone, eröffnet sich weiterführendes Abwärtspotential, in jenem Falle wäre die Konsolidierungszone als impulsbestätigend einzuordnen.
Aus markttechnischem Blickwinkel heraus, liegt uns aktuell im Kursverlauf des deutschen Aktien-Index ein neutrales set-up vor, welches jedoch bei weiteren Kursverlusten wieder rasch auf short drehen wird. Potentielle Unterstützungen lassen sich auf der Unterseite zwar herleiten, dienen uns jedoch vorrangig als Orientierungsmarken. Augenmerk liegt zunächst auf der unteren Begrenzung der laufenden Konsolidierungszone um 7373 im Index, die nächst tiefer liegenden Orientierungsmarken wären die Bereiche um 7304 und 7155.
In der praktischen Konsequenz halten wir innerhalb der Konsolidierungszone weiterhin „die Bälle flach“. Der bestehende Staubereich gilt als neutrale Trading-Zone und ist somit nicht geeignet, strategisch ausgerichtete Neupositionierungen durchzuführen.
Weiterführend interessant werden Positionierungen, wenn es zum Bruch der unteren Bereichsbegrenzung kommt (im FDAX liegt diese bei etwa 7416.50. In jenem Falle sollte „Raum“ für deutlich mehr Abwärtspotential sein.
Tagesvorschau 06. August 2007 (/Quelle: manager-magazin und spiegel-online)
***07:00 JP/Frühindikator Juni
***07:30 DE/Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Ergebnis 2Q
(09:30 PK), München
***08:00 DE/HeidelbergCement AG, Ergebnis 2Q
(09:00 Telefonkonferenz), Heidelberg
***10:00 DE/Audi AG, Absatzzahlen Juli, Ingolstadt
10:00 DE/Dresdner Bank AG, Halbjahres-PK, Frankfurt
***10:00 IT/Industrieproduktion Juni
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+0,9% gg Vj
zuvor: +0,9% gg Vm/+0,9% gg Vj
***10:30 GB/Industrieproduktion Juni
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+0,8% gg Vj
zuvor: +0,6% gg Vm/+0,5% gg Vj
***12:00 DE/Bundeswirtschaftsministerium (BMWi),
Auftragseingang Juni
saisonbereinigt
PROGNOSE: -0,9% gg Vm/+10,2% gg Vj
zuvor: +3,2% gg Vm/+11,2% gg Vj
***12:00 DE/Dyckerhoff AG, Ergebnis 2Q, Wiesbaden
***12.30 DE/Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL),
Ergebnis der Urabstimmung über einen unbefristeten Streik,
Frankfurt
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Tender
19:00 US/Treasury, Auktion drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel
***22:00 NL/Qiagen NV, Ergebnis 2Q, Venlo
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Stromversorger Viesgo und Endesa Europa S.L durch
E.ON AG, Brüssel
*** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der ABN Amro Holding NV durch Barclays plc, Brüssel
- FR/Air France-KLM Group, Verkehrszahlen Juli, Paris
- SK/SkyEurope Holding AG, Verkehrszahlen Juli, Bratislava
Trigger der Eck-Trades für den 06. August 2007
Handelsrichtung Trigger Kurs-Ziel Stop-Kurs Bedingung
Long 7451,5 7481,5 7426,5 FDAX eröffnet unterhalb der 7451,5
Short 7610 7580 7635 FDAX eröffnet oberhalb der 7610
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
05.08.2007: Hält der Support bei 7370?
In der Tat stoppte der freie Fall beim DAX in der vergangenen Woche, die Aufwärtsreaktion führte den Index in der Spitze bis auf 7633 Zähler, nachdem die Notierung am Freitag zuvor noch ein Tief bei 7373 markierte. Die zwischenzeitlichen Gewinne gaben die deutschen Blue Chips bis zum Ende der Woche jedoch vollständig wieder ab und verloren im Vergleich der Freitagsschlusskurse sogar leicht um 16 Punkte bzw. 0,2 Prozent.
Damit stabilisierte sich die Notierung knapp unterhalb des mittleren Bollinger Bandes (Wochenbasis), und auch die im mittleren Chart eingezeichneten Aufwärtstrends sind noch intakt. Zwar lässt sich daraus noch keine unmittelbar bevorstehende Aufwärtsbewegung oder gar ein Anstieg auf ein neues Allzeithoch ableiten, zumindest aber sind aus charttechnischer Sicht noch keine mittelfristigen Verkaufsignale gegeben.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dax_mittel.gif
Kurzfristig bleibt die Lage jedoch kritisch. Der Kursverlauf der letzten Tage präsentiert sich im unteren Schaubild als Dreieck, also eine typische Konsolidierungsformation. Sollte der DAX dieses Dreieck nach unten verlassen und dann auch den schwachen Support bei 7370 Zählern nach unten durchbrechen, droht ein weiterer Abwärtsschub. Die nächst tiefere Unterstützung, die sich vom Hochpunkt im Februar herleiten lässt, liegt erst wieder bei 7040 Punkten. Auf dieser Höhe verläuft aktuell auch der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Börsentage. Behauptet sich der DAX trotz der am Montag zu erwartenden schwachen Eröffnung über dem Support bei 7370 Zählern, scheint das Erholungspotenzial im weiteren Wochenverlauf aber auf einen Anstieg bis zum stark fallenden mittleren Bollinger Band begrenzt, das aktuell bei gut 7700 Punkten verläuft.
Nach den kräftigen Kursrückgängen in der zweiten Julihälfte stabilisierte sich der DAX zuletzt auf diesem Niveau. Noch ist unklar, ob sich ein kurzfristiger Boden bildet oder aber die Bären nur eine Verschnaufpause einlegen. Der bevorstehende Ausbruch aus dem Konsolidierungsdreieck sollte Aufschluss über die weitere Richtung geben, insbesondere bei einem Abtauchen unter 7370 Zähler liegt eine kräftige Bewegung in der Luft.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dax_kurz.gif
05.08.2007: Rückzug der Bullen
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/nasdaq_lang.gif
Zunächst startete der Nasdaq Composite freundlich in die Woche, im Verlauf des Dienstags gewannen dann aber schon wieder die Bären die Oberhand und drückten den Index unter den seit Sommer letzten Jahres bestehenden Aufwärtstrend. Nach einem kurzen Pullback tauchte die Notierung am Freitag dann kräftig ab. Im Vergleich zur Vorwoche summierte sich so ein Minus von 51 Punkten bzw. 2,0 Prozent.
Im mittleren Schaubild ist die Notierung jetzt sowohl unter das mittlere Bollinger Band (Wochenbasis) als auch unter den seit Juli 2006 bestehenden Aufwärtstrend gefallen. Dies lässt für die kommenden Woche weiter nachgebende Kurse bei den Technologiewerten erwarten. Die nächst tiefere Unterstützung, die im Chart auf Wochenbasis eingezeichnet ist, liegt erst wieder im Bereich um 2350 Zähler.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/nasdaq_mittel.gif
Auch das untere Schaubild weckt wenig Hoffnung auf steigende Notierungen, dort durchbrach der Index zuletzt den (schwachen) Support bei 2525 Punkten nach unten. Gelingt dem Nasdaq jetzt nicht die schnelle Rückkehr und der Ausbruch aus dem sehr kurzfristigen Abwärtstrend, liegen weitere Kursverluste in der Luft.
Die charttechnische Situation beim Nasdaq Composite hat sich deutlich verschlechtert, die Hoffnungen ruhen jetzt allein auf einer Bärenfalle. Nur schnell anziehende Notierungen um mehr als nur ein paar Pünktchen können die kritische Lage entschärfen. Andernfalls müssen sich Anleger auch für die kommenden Tage und Wochen gen Süden orientieren.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/nasdaq_kurz.gif
DAX, Gefahr weiterer Verluste bleibt bestehen
06.08.2007 - 08:03:12 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.
Trotz der recht günstigen Vorgaben von der Wall Street am Vortag konnte den Marktbeobachtern zufolge bereits zu Handelsbeginn am Freitag keine rechte Kaufstimmung am deutschen Aktienmarkt beobachtet werden. Nach den deutlichen Kursverlusten im Juli hätte sich mit einem fast identischen Wochenschlusskurs wie in der Vorwoche weiterhin eine Gegenbewegung auf "niedrigem Niveau" gezeigt. Dadurch bestätige sich auch insgesamt der Charakter einer Stabilisierung innerhalb eines intakten dynamischen kurzfristigen (tertiären) Abwärtstrends.
Da die Stabilisierung noch nicht einmal eine Minimalreaktion bis zum 38,2%-Retracement um 7.670 Punkte habe erzielen können, bestehe im weiteren Verlauf die erhöhte Gefahr weiterer Kursverluste. In Verbindung mit dem ungünstigen zyklischen Umfeld, das sich über die kommenden Wochen erstrecke, sehen die Analysten bei der DZ Bank daher weiterhin die Grundannahme einer laufenden "ABC"-Korrektur als gerechtfertigt an. Werde somit das letzte Bewegungstief des kurzfristigen Abwärtstrends um 7.370 Stellen heute nachhaltig unterschritten, so ergäben sich weitere Kursrisiken bis in den Bereich um 7.040 Zähler. Hier verlaufe unter anderem auch die 200-Tagelinie, die bereits häufiger in übergeordnet laufenden Trendverläufen ein wesentliches Ausgangsniveau für "antizyklische" Tradingoperationen geboten habe.
Eine unverhoffte Unterstützung für den Aktienmarkt komme gegenwärtig durch die positive Kursentwicklung am Kapitalmarkt. Da die Marktteilnehmer tendenziell in den letzten Wochen eine Flucht aus dem "risikobehafteten" Aktienmarkt in den "sicheren" Rentenmarkt getätigt hätten, habe sich insgesamt das intermarket-technische Spannungsfeld zwischen Aktien- und Rentenmarkt entschärft. In Anbetracht der massiven Verwerfungen, die in den Monaten zuvor zu beobachten gewesen wären, kann aus Sicht der Experten bei der DZ Bank jedoch hierbei noch nicht von einer markanten Unterstützung für den DAX gesprochen werden.
http://194.97.1.200/charts/1580000/20070806_1585954_1.gif
DAX-Future, Support- und Resist-Marken
06.08.2007 - 09:15:46 Uhr
trading-notes
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktbeobachter bei trading-notes berichten von deren erwarteten Support- und Resist-Marken im DAX-Future (FDAX).
Beim DAX-Future habe es am Freitag wieder Kursverluste zu vermelden gegeben, die ihn so langsam wieder in die Richtung der Tiefs vom letzten Mittwoch führen würden. Es scheine nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der DAX-Future neue Tiefs auslote. Nach dem er am Freitag wieder 150 Punkte abgegeben hätte, habe er dann auf Tagestief bei 7.461 Zählern mit einem Minus von 1,6 % geschlossen.
Die heutige Handelseröffnung werde wieder leicht schwächer erwartet. Unterstützungen gebe es bei 7.440/35, bei 7.430/25, bei 7.420/15 und bei 7.410/00 Stellen. Der DAX-Future könnte heute die 7.400er Marke als runde Zahl anvisieren und sogar unterschreiten. Sollte dies passieren, sehen die Handelsexperten bei trading-notes ganz schnell tiefere Kurse. Sollten also die Unterstützungen nicht halten, wären Short-Positionen aus ihrer Sicht weiterhin kurzfristig sinnvoll.
Widerstände gebe es bei 7.450/55, bei 7.460/65, bei 7.470/75 und bei 7.480/90 Punkten. Die Widerstände kämen wieder aus den letzten Handelstagen. Der DAX-Future könnte heute noch mal versuchen, in den Bereich der Seitwärtsbewegung vom Freitag, zwischen 7.460 und 7.500 Zählern, zu steigen. Hier dürfte ihm dann die Kraft ausgehen. Dies könnte damit eine kurzfristige Einstiegsmöglichkeit für Short-Positionen sein, welche die Marktexperten bei der trading-notes als sinnvoll sehen, sollten die Widerstände bestätigt werden.
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06.08.2007 12:13
sentix: US-Kreditprobleme führen zu Konjunkturängsten
DJ sentix: US-Kreditprobleme führen zu Konjunkturängsten
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Probleme an den US-Kreditmärkten werden von privaten Anlegern und institutionellen Investoren offenbar nicht mehr isoliert betrachtet und als Branchen- oder Länderproblem abgetan. Was sich an den Kredit- und Aktienmärkten bereits abzeichnet, spiegelt sich nun auch im sentix-Frühindikator für die Eurozone wider, wie das gleichnamige Researchunternehmen am Montag mitteilte. Der sentix-Konjunkturindex ist demnach im August den zweiten Monat in Folge und auf einen Stand von 26,3 (Vormonat: 34,7) Punkte gefallen.
Die Anleger fürchteten die Gefahr einer negativen Rückkoppelung der US-Kreditkrise auf die globale Konjunkturentwicklung, erklärte sentix. Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage ging auf 55,5 (Vormonat: 61,75) Zähler zurück, die Erwartungskomponente stürzte auf 0,50 (10,50) Punkte. Befragt wurden rund 2.600 Anleger, darunter über 570 institutionelle Investoren.
Webseite: http://www.sentix.de
DJG/apo/ptt
(END) Dow Jones
Dow Jones, kurzfristiges Korrekturpotenzial
06.08.2007 - 11:59:39 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Belastet von neuen Negativnachrichten vom Hypothekenmarkt und enttäuschenden Konjunkturdaten hätten die US Börsen am Freitag deutliche Kursverluste verzeichnet. Bear Stearns habe um 5,92 % auf 108,79 US-Dollar nachgegeben. S&P hätte angesichts der Aufstellung des Kreditinstituts auf dem Hypothekenmarkt den Ausblick von "Stabil" auf "Negativ" gesenkt. American Home Mortgage Investment bestätigte nach Angaben der Marktbeobachter, man nehme keine Kreditanträge mehr an und entlasse einen Großteil der Beschäftigten. Die Aktie habe 52,07 % auf 0,69 US-Dollar verloren. Lehman Brothers sei um 7,73 % auf 55,78 US-Dollar gefallen. US Airways habe nach guten Zahlen 1,43 % auf 31,14 US-Dollar gewonnen. Procter & Gamble habe laut den 0,66 % auf 62,88 US-Dollar nachgegeben. Der Konzern hätte im abgelaufenen vierten Quartal etwas besser abgeschnitten als erwartet.
Beim Dow Jones sei die mittelfristige Indikatorenlage negativ. Auch die kurzfristige Indikatorenlage gestalte sich jetzt negativ, der MACD habe ein signifikantes Verkaufssignal gegeben. Der US Leitindex hat den Experten bei Lang & Schwarz zufolge kurzfristig weiteres Korrekturpotenzial bis 13.040 Punkte.
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Technischer Morgenkommentar vom 07. August 2007
Aktien-Indizes
Über mangelnde Stimmungsumschwünge am Aktienmarkt, muss derzeit wohl niemand klagen. Die Tageskursbewegungen in den US-Indizes erreichen mittlerweile in kurzen Abständen Rekordniveau und Superlative (größte Kursverlust seit 2001, gestern dann der größte Handelsgewinn an einem Tag seit 2003). Die Aussagen der Marktbeobachter hecheln der Entwicklung hinterher und widersprechen sich auffällig. So wurde nach dem Kursrutsch vom Freitag die Frage gestellt: „Wann stürzt der Himmel ein?“ und man diskutierte den möglichen Beginn eines umfassenden Crashs mit Verweis auf die Kreditproblematik im Bankenwesen. Unter den Finanztiteln herrschte Endzeitstimmung. Dann wiederum schießen diese in die Höhe und treiben die Indizes in Rekordtempo in deutliche Pluszonen – plötzlich heißt es, die Auswirkungen der Subprime-Krise seien nun größtenteils eingepreist und die Schnäppchenjäger unterwegs.
Aus charttechnischer Sicht beeindrucken diese plötzlichen Richtungswechsel ebenfalls, werfen das Weltbild aber nicht gleich in Scherben. Im Kursverlauf des DAX und des EUROSTOXX 50 besteht die seit Tagen im Gespräch befindliche Konsolidierungszone weiterhin, in den US-Indizes ist eine solche im Ansatz lediglich im NASDAQ 100 und im Dow Jones ausgebildet, im S&P 500 Index, wie im NASDAQ Comp. verschwimmen die Grenzen dagegen. Auf der anderen Seite ist in diesen Indizes die Schwankung mittlerweile so heftig, dass der Positionierungsfilter „True Range“ aktuell ohnehin in diesen Börsenbarometern eine Positionierung ausschließt.
Konzentrieren wir uns auf die wesentlichen Aspekte der Kursentwicklungen auf der Seite der Aktien-Indizes für den heutigen Handelstag:
Unter strategisch / mittelfristigen Gesichtspunkten (Wochenchart) wechselten bereits in der Vorwoche in fast allen Indizes die markttechnischen Richtungsfilter (set-ups) von long auf neutral. Ausnahme von den durch uns analysierten Indizes bildet derzeit noch der hongkonger Hang Seng Index, der unverändert strategisch long ausgerichtet ist.
Der S&P 500, ebenso der Dow Jones stehen sogar mittlerweile vor einem Wechsel auf short, was allerdings weitere Verluste in der laufenden Handelswoche voraussetzen würde.
Aus Sicht der klassischen Dow Theorie sind die übergeordneten Aufwärtstrends in der Vorwoche ohnehin gebrochen worden, jetzt gelten im Grunde nur noch gültige primäre Aufwärtstrends aus Sicht der Charttechnik mit Verweis auf intakte Trendlinien.
Wie sieht es kurzfristig aus? Im Kursverlauf von DAX und EUROSTOXX 50 gilt der Fortbestand der derzeitigen Konsolidierungszone weiterhin. Die Begrenzungen halten im Großen und Ganzen, lediglich sehen wir temporäre Dehnungen auf beiden Seiten. Somit halten wir zunächst an einer neutralen Markteinschätzung fest, solange der Kursverlauf innerhalb der Konsolidierungszonen verbleibt.
In den US-Indizes liegt die Tagesvolatilität derzeit etwas höher, somit ist eine mögliche Konsolidierungszone dort weniger klar ausgebildet als im DAX und EUROSTOXX 50. Von einer Konsolidierung kann im S&P 500 Index, sowie im Kursverlauf des NASDAQ Comp. kaum die Rede sein, hier werden die Bedingungen eines intakten sekundären Abwärtstrends auf Tagesbasis erfüllt, auffällig ist die deutlich gestiegene Volatilität, was in den meisten Fällen für eine temporäre Endphase eines Trendverlaufes angesehen werden kann.
Aus dieser Ausgangslage ziehen wir aktuell folgende Konsequenzen:
besonders auf DAX und EUROSTOXX 50 bezogen, halten wir die „Bälle weiterhin flach“. Es gilt unverändert: innerhalb der Konsolidierungszone ist der Kursverlauf als neutral zu interpretieren, d.h. das Risiko plötzlicher Richtungswechsel (ähnlich einem Ping-Pong-Ball) ist hoch. Die Realität bestätigt diese These bisher fast lehrbuchmäßig. Hier ist demnach ein Positionierungsrisiko höher als in Trendphasen. Wir betrachten beide Märkte weiterhin als neutral, solange die Begrenzungen nicht über- / unterschritten werden.
In den US-Indizes sind wir im NASDAQ Comp. und im S&P 500 Index ohnehin auf Grund der Positionsfilter draußen (hier setzen wir den 5 und 10 Tages Durchschnitt des True Range Indikators als Filter ein), Dow Jones und NASDAQ 100 gelten ebenfalls auf Grund ihrer bestehenden Konsolidierungszone als neutral.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, gute Chancen für weitere Stabilisierung
07.08.2007 - 08:11:34 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.
Während der deutsche Leitindex in den Anfangsminuten des gestrigen Handels der charttechnischen Unterstützung der letzten Tage um 7.370 Punkte bedrohlich nahe gekommen sei, habe sich erneut ein Nachfrageüberschuss leicht oberhalb dieses Niveaus gezeigt. Damit wäre der Unterstützungscharakter dieses Indexbereichs erneut bestätigt worden. Allerdings sei es im Anschluss noch nicht zu einem kräftigen Abprallen nach oben gekommen, sodass weiterhin eine nur schwache, auf niedrigem Niveau seitwärts gerichtete Stabilisierung auf die vorangegangenen Kursverluste im Raum stehe.
Mit Blick auf die gestrige Erholungsbewegung an der Wall Street besitze der DAX für den heutigen Tag eine gute Voraussetzung, dass die Stabilisierung von letzter Woche gefestigt werden könne. Im Rahmen einer von den Marktexperten bei der DZ Bank favorisierten laufenden ABC-Korrektur sollte idealtypischerweise die Stabilisierungsbewegung (B-Welle) noch nicht zum Abschluss gekommen sein. Solange die Gegenbewegung auf die deutlichen Kursverluste jedoch zumindest nicht die Minimalreaktion bis zum 38,2 %-Retracement des kurzfristigen Abwärtstrends von Mitte Juli um 7.670 Punkten erzielen könne, bestehe im weiteren Verlauf die erhöhte Gefahr weiterer Kursverluste (C-Welle).
In Verbindung mit dem ungünstigen zyklischen Umfeld würde ein nachhaltiges Unterschreiten des letzten Bewegungstiefs des kurzfristigen Abwärtstrends um 7.370 Zähler weitere Kursabschläge bis rund 7.040 Stellen nach sich ziehen. In diesem Bereich verlaufe laut den Handelsexperten bei der DZ Bank unter anderem auch die 200-Tagelinie (7.060 Punkte), die bereits häufiger in übergeordnet laufenden Trendverläufen ein wesentliches Ausgangsniveau für antizyklische Trading-Operationen geboten habe.
Dow Jones, weitere Erholung zum Greifen nah
07.08.2007 - 12:00:44 Uhr
HSH Nordbank
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Experten bei der HSH Nordbank blicken auf die aktuelle Situation des Dow Jones (DJ) und dessen aktuellen Perspektiven.
Die Aktienmärkte in den USA hätten sich gestern furios erholt und den Vortagesverlust mehr als wett gemacht. Die Rally wäre besonders von Finanztiteln getragen worden, die nach den Verlusten der letzten Zeit zu einer Gegenbewegung angesetzt hätten. Die Pleite der US Hypothekenbank American Home Mortage konnte den Experten zufolge den Markt nur kurzzeitig belasten.
Die Kursentwicklung des Dow Jones zeige eine Bodenbildung. Der MACD habe einen Wendepunkt erreicht und der RSI bleibe im neutralen Bereich. Eine weitere Erholung scheint aus Sicht der Analysten bei der HSH Nordbank greifbar nah. Widerstände gebe es bei 13.680 und bei 14.030, Unterstützungen bei 13.210 und bei 12.790 Stellen.
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07.08.2007 16:37
Ist das schon die Trendwende?
Editorial
Liebe Leser,
die Nervosität an den Märkten nimmt weiter zu. Das lässt sich auch an der Entwicklung des VDAX ablesen. Dieser „Angstindikator“ notiert auf dem höchsten Niveau seit vier Jahren. Vor allem die Finanzwerte bekommen die Unsicherheit der Anleger deutlich zu spüren. Nach einem Ausverkauf im frühen Handel gestern, zogen diese Titel im Zuge der Erholung der Wall Street heute deutlich an. Auch gehören die Banken und Finanzdienstleister aktuell zu den Topwerten am deutschen Markt.
Wie groß die Unsicherheit bei den Analysten ist, lässt sich an den DAX-Wochenschätzungen ablesen, die bis gestern veröffentlicht wurden. So liegt die höchste Wochenschätzung bei 7.580 Punkten. Am unteren Ende der Skala rangiert ein Wert von 7.075 Punkten. Die Konsensprognose umfasst einen Bereich zwischen 7.430 bis 7.530 Punkten. Bei so einer großen Bandbreite auf Wochensicht, fällt die mittelfristige Prognose erst recht schwer.
Mein Kollege Andreas Sommer hat erst vor einigen Tagen eine aktuelle Marktanalyse veröffentlicht, die ich Ihnen heute vorstellen möchte. Ganz aktuell lag er im Übrigen goldrichtig: Er hat schon am 22. Juni in seinem Börsendienst „Momentum-Trader“ einen DAX-Put empfohlen, als der DAX noch über 8.000 Punkten notierte. Heute hat er die Position mit einem Gewinn von etwas mehr als 40% glattgestellt.
Bis morgen
Heiko Böhmer
Chefredakteur „Privatfinanz-Letter“
Ist das schon die Trendwende?
Von Andreas Sommer, Chefredakteur „Momentum-Trader“
Die Wallstreet vollzog gestern Abend überraschend eine Trendwende. Ich achte dabei besonders auf das folgende Muster: Startet ein Markt ab dem 4. Tag eines Rallyeversuches mit einem deutlichen Kurszuwachs bei hohen Umsätzen durch (ein so genannter Anschlusstag), so ist dies ein Zeichen für eine Trendumkehr. Ob diese von langer Dauer sein wird, bleibt abzuwarten. Dennoch habe ich heute den DAX-Put mit einem Gewinn von 40,32% zum Verkauf gestellt.
Folgen Sie den Fakten!
Aber Sie wissen: Der Momentum Trader folgt nicht Gefühlen, sondern Fakten. Und Tatsache ist, dass der Dow Jones Index am vergangenen Mittwoch sein bisheriges Tief in der laufenden Korrektur erreicht hatte, welches seither auch nicht mehr unterschritten wurde. Dieser Tag wird somit als erster Tag eines Rallyeversuches gewertet. Der gestrige Handelstag war daher der 4. Tag nach diesem Versuch. Die Umsätze lagen sowohl über dem Vortageswert, als auch signifikant über dem Durchschnitt der vergangenen 50 Tage. Der Anstieg betrug +2,2%. Es war übrigens der größte Tagesanstieg seit 4 Jahren. Offensichtlich bauen die Investoren darauf, dass die US-Notenbank wegen der Immobilienkrise in Kürze ihre Zurückhaltung aufgeben und die Zinsen senken wird. Auch die weitere Markttechnik kennzeichnet diesen Anschlusstag: Das 50-Tage-Momentum bestätigte die Umkehr ebenso, wie die Tatsache, dass die Unterstützung zwischen 13.210 / 13.260 Punkten gehalten hat. Der DAX lieferte gestern mit dem erneuten Test der Unterstützung um 7.390 Punkte ein ähnliches Bild. Da der DAX zumeist der Wallstreet folgt, dürfte es hier heute zu einer adäquaten Trendwende kommen.
Dennoch bleibt die Frage: Was bringen uns nun die Märkte in der nächsten Zeit? Diese Frage ist fast nie richtig zu beantworten. Dennoch gibt es genügend Indikatoren, mit denen man die Entwicklung prognostizieren kann.
Im Momentum Trader bin ich stets bemüht, die Märkte zu „lesen“, um rechtzeitig die Chancen für Ihre künftigen Investments auszuloten. Davon konnten Sie in der Vergangenheit gut profitieren.
Hohe Genauigkeit bei den Prognosen
Am 8. Oktober 2006, vier Tage nachdem der Dow Jones ein neues Allzeithoch erreicht hatte, lautete das Fazit meiner Argumentation: “Machen Sie sich in den kommenden Monaten auf eine heftige Kursrallye, insbesondere in den USA gefasst.“ Eine Woche später, als die Börsenwelt nach inzwischen massiven Kursgewinnen auf eine kräftige Korrektur wartete, lautete meine Empfehlung: „Lassen Sie sich von Ihrem Börsen-Umfeld nicht beeinflussen. Was Sie aktuell erleben, ist die Geburt eines neuen und nachhaltigen Kursaufschwungs. ... Jede Börsenhausse wird aus der Angst und Skepsis heraus geboren. Und wenn die Stimmung unter den Anlegern nach den seit Juni gesehenen Kursgewinnen noch immer so vorsichtig ist wie derzeit, dann ist dies das beste Signal, das Sie sich wünschen können.“ Seither legte der DAX in der Spitze +32% zu, der Dow Jones Index immerhin +16,9%.
Am 3. Juni 2007 indes warnte ich Sie vor dem vorläufigen Ende des Aufwärtstrends: „Wir werden in Kürze eine deutliche Korrektur erleben und je weiter die Märkte vorher zulegen, umso heftiger wird diese ausfallen.“ Heute liegen wir im DAX ca. 650 und im Dow Jones rund 550 Punkte unter den Top-Ständen des Sommers. Maßgeblich für die Bewegungen an den Aktienmärkten ist natürlich nicht allein die Entwicklung der Unternehmensgewinne. Die war im Übrigen bei den bislang vornehmlich von den DAX-Firmen vorgelegten Zahlen bis auf wenige Ausnahmen sehr gut. Das lässt für die bald folgenden Small- und Mid-Caps eine adäquate Performance erwarten.
Auf die Aktienmärkte wirken jedoch ebenso die für die globale Weltwirtschaft wichtigen Komponenten Rohstoffpreise, Zinsen und die Entwicklung der Währungsparitäten ein. Wichtige Trendwechsel in diesen Komponenten lassen daher zumeist Rückschlüsse auf die weitere Bewegungsrichtung der Aktienmärkte zu. Die gute Nachricht vorweg: Ein Crash droht aus heutiger Sicht nicht.
Auch wenn die Nachrichten der vergangenen Tage in Bezug auf US-Immobilienkrise, drohende Auflösung von Carry-Trades, Zurückschneidung der Kreditvolumina (Ausdehnung vor allem durch die bis Mai allein in den USA um 85% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommenen Fusionen und Übernahmen) Ihnen bedrohlich erscheinen mögen: Alle diese Risiken sind zu „managen“ - das zeigen auch die Einzelindikatoren.
Zinsen werden langfristig steigen
Besonders im Fokus stehen derzeit die Zinsen, bei denen die Risiken deutlich größer sind als beim Goldpreis. Auch in Deutschland sind die Zinsen seit November 2005 massiv angezogen. Die Umlaufrendite (durchschnittliche Rendite aller im Umlauf befindlichen festverzinslichen deutschen Wertpapiere) stieg von 2,84% auf bis zu 4,70%. Dabei wurde der seit 1991 bestehende Abwärtstrend (gestrichelte Linie) nach oben durchbrochen. Diesem Fakt kommt aufgrund der Langfristigkeit des vorausgegangenen Abwärtstrends eine sehr hohe Prognosewertigkeit zu. Langfristig hat damit ein Zyklus weiter steigender Zinsen begonnen. Die Zinsen können also zu einem späteren Zeitpunkt eine ernsthafte Konkurrenz zur Aktie werden. Aus der Börsenerfahrung heraus werden Anleihen den Aktien ab Renditen von 5,5 bis 6,0% zunehmend gefährlich, da letztere meist geringere Dividendenrenditen abwerfen. Die jüngste Korrektur (die übrigens bei den US-Renditen noch heftiger ausgefallen ist) ist hingegen ein Zeichen für eine deutliche Entspannung und damit ein Kontra-Indikator für einen Crash.
Langfristiger Aufwärtstrend intakt
Meine Schlussfolgerung aus der Analyse ist, dass Sie keine grundsätzliche Kehrtwendung der Aktienmärkte zu befürchten haben - bei der gegenwärtigen Phase handelt es sich um eine Korrektur in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Vielmehr könnte die von mir analysierte und zu erwartende Preisreduktion im Ölpreis der Konjunktur weitere Impulse verleihen. Sollte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar wie erwartet wieder abschwächen, so würde dies dem europäischen Export und damit den hiesigen Unternehmen helfen.
07.08.2007 18:45
Wie trennt man alte Hasen von ihren Aktien?
von Jochen Steffens
Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass ich schrieb, die erste Short-Squeeze sei selten die letzte. Gestern Abend erlebten wir an den amerikanischen Indices die zweite große Short- Squeeze in diesem Abwärtstrend, welche den Dow Jones mal eben um 287 Punkte nach oben trieb, der stärkste Anstieg seit 2003.
Bedingt durch ein paar Analystenkommentare, aber hauptsächlich durch die Sorge, dass die Fed heute Abend an ihrem Statement irgendetwas, das in Richtung Zinssenkung weist, ändern könne, kam es zunächst zu leicht steigenden Kursen. Durch diese wurden stetig weitere shortpositionierte Anleger nervös. Wer möchte schon als kurzfristig orientierter Anleger mit seinen Short-Positionen vor einer Fed-Sitzung im Minus sein, wenn die theoretische Möglichkeit besteht, dass die Zinsen gesenkt werden und der Markt anschließend eine explosive Rallye hinlegt.
Das Dümmste, was die Fed machen könnte
Dabei halte ich, wie schon gestern geschrieben, die Wahrscheinlichkeit, dass es nach einer solchen Zinssenkung zu einer Rallye kommt, für sehr gering. Tatsächlich wäre eine überhastete Zinssenkung ein Zeichen dafür, dass die Schieflagen im US-amerikanischen Finanzsystem wesentlich dramatischer sind, als in den Medien dargestellt. Die Folge wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit ein massiver Kurseinbruch. Auch wenn es in einer ersten Reaktion zunächst zu einem kurzen Anstieg käme.
Eine Zinssenkung wäre demnach so ziemlich das Dümmste, was die Fed machen könnte.
Zinssenkung im Oktober?
Ebenso glaube ich nicht, dass die Fed auf eine Zinssenkung im Oktober hinweist. Zumindest nicht mit der Begründung: "Finanzmarktkrise“. Wenn es überhaupt zu einer solchen Andeutung kommt, dann wird sich die Fed auf die Arbeitsmarktdaten und auf die an den letzten Konjunkturdaten zu erkennende Abschwächung des US-Wirtschaftswachstums beziehen. Aber selbst das glaube ich nicht, denn „findige“ Analysten könnten dies schnell als eine „Scheinbehauptung“ enttarnen und wiederum auf eine größere Schieflage im amerikanischen Finanzsystem spekulieren.
Fed neigt zu keinen überhasteten Aktionen
Die Fed neigt nicht dazu, überhastet auf die Themen zu reagieren, die gerade mal wieder den Markt in Angst und Schrecken versetzen. Von diesen gibt es jedes Jahr ein oder zwei. Schließlich muss jede Konsolidierung ihr eigenes Angst-Thema haben, welches geeignet ist, eine Vielzahl von Anlegern davon zu überzeugen, dass uns Schlimmeres bevorsteht. Gerade in einer Rallye werden Anleger nämlich nur sehr ungern von ihren Aktien, mit denen sie schon größere Gewinne in den Büchern stehen haben, getrennt. Aus diesem Grund fallen Korrekturen in einem starken Aufwärtstrend meistens sehr klein aus. Hier werden meistens lediglich die Zittrigen und Ängstlichen aus dem Markt getrieben.
Wie trennt man alte Hasen von ihren Aktien?
Wesentlich schwerer ist es, die erfahreneren Anleger von ihren Aktien zu trennen. Dazu bedarf es Fakten oder Ereignisse, die dramatisch genug scheinen, auch solche Spekulanten zu verunsichern. Wie sonst sollte eine größere Konsolidierung funktionieren?
In den letzten Jahren haben wir eigentlich immer nur vergleichsweise kleine Konsolidierungen im Markt erlebt. Auch die aktuelle ist noch mickrig. Dem Aufwärtstrend würde es jedoch gut tun, wenn die aktuellen Übertreibungen deutlich abgebaut würden, mit anderen Worten: wenn wir einmal eine etwas größere Korrektur erleben würden. Die Charttechnik sagt dazu, dass eine normale Konsolidierung bis zu 50% des vorherigen Aufwärtstrends wieder abbauen kann.
Der DAX startete seine aktuelle Rallye bei ca. 2100 Punkten im Jahre 2003. Sein bisheriges Hoch lag bei über 8100 Punkten. Das sind 6000 Punkte Differenz. Davon die Hälfte sind 3000 Punkte. Mit anderen Worten, der DAX könnte locker um 3000 Punkte auf ca 5000 Punkte fallen, ohne dass es der bisherigen Aufwärtsbewegung aus charttechnischer Sicht schaden würde.
Und da ist er wieder, der Zusammenbruch des Finanzsystems
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass jetzt wieder all die Bären aus ihren Löchern gekrochen kommen um das zu tun, was sie am liebsten tun: Den Zusammenbruch des globalen Finanzsystems vorhersagen. Ein altes Lied, das schon so lange gesungen wird. Selbst in dem Film Wall-Street aus dem Jahre 1987, den ich am Sonntag noch einmal gesehen habe, ist bereits die Rede davon...
Meines Erachtens ist aber noch viel zu viel Liquidität vorhanden, als dass diese Finanzkrise sich großartig ausweiten wird. Zudem haben die Banken in den letzten Jahren viel zu viel Geld verdient. Ich bleibe dabei, es handelt sich bei dieser Krise lediglich um ein vorübergehendes Angstthema, dass bald vergessen sein wird. Aber keine Frage, es ist eines der „besseren“ Angstthemen. Eines, das auch erfahrene Anleger ins Schwitzen bringt, besonders wenn schon Banker vor der schwersten Bankenkrise in Deutschland seit 1931 warnen. Aber nur so trennt man selbst erfahrene Anleger von ihren Aktien.
Ich hoffe sehr, dass dieses Thema die Märkte noch weiter nach unten treibt. Denn nur das wäre bullish. Nur dann würden wir wieder gute Einstiegschancen finden - dann nämlich, wenn die Welt davon überzeugt ist, dass sie morgen untergeht und die Rallye endgültig vorbei sei.
Sollten die Märkte jetzt schon drehen, besteht die Gefahr, dass wir den Einbruch etwas später, vielleicht von einem höheren Niveau aus, erleben.
Ich bin gespannt, was passiert, wenn die Fed heute nicht auf eine baldige Zinssenkung hinweist. Dazu der Dow Jones Chart:
Die fast perfekte SKS
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003006.jpg
Sehr schön zu erkennen ist, wie der Dow mit der 13250er Marke kämpft. Durch diese Unsicherheit besteht die Möglichkeit, dass sich keine symmetrische Schulter-Kopf-Schulter-Formation bildet, sondern eine etwas abwärts gerichtete.
Die Nackenlinie (dicke blaue Linie) ist damit jetzt die entscheidende Linie. Das Kursziel liegt nach einem Bruch dieser Linie im Bereich der 12.100 Punkte Marke, die eine Unterstützung aus Februar/März 2007 darstellt. Interessant ist, dass nun auch die Umsätze perfekt stimmen. Anstieg in die linke Schulter hinein, dann Schwäche gefolgt von einem Anstieg zum Hoch. Die Erfahrung zeigt, dass solche, nicht symmetrischen und eher nicht eindeutigen SKS wesentlich zuverlässiger sind. Aber ganz wichtig ist: Erst durch den Bruch der Nackenlinie gibt es eine Wahrscheinlichkeit von über 90 %, dass das Kursziel erreicht wird. Vorher liegt es bei 50 / 50.
Nach oben wird es erst über der 13700 Punkte-Marke bullisher, ein wirklich klares bullishes Signal gäbe es über dem Allzeithoch bei 14.000 Punkten.
Und wieder einmal wird eine Fed Sitzung über das Wohl oder Weh der Märkte entscheiden.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
Technischer Morgenkommentar vom 08. August 2007
DAX
Widerstände: 7632 (O), 7740 (O), 8131 (u);
Unterstützungen: 7365 (O), 7304 (O);
Der DAX-Index legte am gestrigen Handelstag gegenüber seinem Vortagesschlusskurses um 69 Punkte zu und holte damit den Vortagesgewinn des FDAX nach. Dieser baute am Abend, im Zuge der Erholung der Wall Street, seine Zuwächse ebenfalls aus, auch wenn am Ende das Tageshoch nicht gehalten werden konnte.
Aktueller Stand der Dinge ist, dass sich trotz des gestrigern Kurszuwachses sowohl DAX als auch FDAX weiterhin innerhalb einer intakten Konsolidierungszone bewegen. Damit behalten alle bisher getroffenen Aussagen ihre Gültigkeit: auf Tagesbasis gilt der DAX >(FDAX) als neutral, chart- wie markttechnisch bestätigt. Innerhalb der Konsolidierungszone ist die Relevanz sich ausbildender Tageskörper als Handelssignal bzw. als Handelsindikation geringer als im normalen Trendfluss.
Die charttechnisch abgeleiteten Begrenzungen der Konsolidierungszone lauten im weiteren Sinne wie folgt:
7632 obere Begrenzung und 7365 untere Begrenzung für den DAX-Index.
Im FDAX gilt 7678 als obere Begrenzung und mittlerweile 7403 als gedehnte untere Begrenzung.
Aus strategischer Sicht besteht für uns kein Handlungsbedarf.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, erneut fallende Kurse?
08.08.2007 - 08:08:29 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.
Nach den glänzenden Vorgaben aus den USA habe der deutsche Leitindex zwar erwartungsgemäß fester eröffnet, es jedoch versäumt, diese Steilvorlage in eine durchgreifende Erholung umzusetzen. Der deutsche Aktienmarkt sei schwerfällig geblieben. So wäre am Nachmittag fast der Vortagesschlussstand getestet worden. Insgesamt würden sich daraus wenig technische Neuerungen ergeben.
Was aus Sicht der Handelsexperten bei der DZ auffalle, sei die seit Ende Juli zu beobachtende Serie absteigender Reaktionshochs, während die charttechnische Unterstützung bei 7.370 Punkten mehrfach fast punktgenau getestet worden wäre. Die immer kleiner werdenden Amplituden würden erwarten lassen, dass ein Volatilitätsimpuls anstehe. Idealtypischerweise dürfte dieser auf der Unterseite stattfinden. Die erneut günstigen Vorgaben an der Wall Street dürften jedoch gegenwärtig gute Chancen erkennen lassen, dass das Reaktionshoch vom 31. Juli um 7.633 Zähler noch einmal getestet werde.
Im Falle des Überschreitens des Reaktionshochs bestehe die Chance, dass sich die Erholungsbewegung ausweite. Dennoch sollte auch diese im Rahmen einer B-Welle innerhalb eines ABC-Korrekturmusters gesehen werden.
Momentan deute einiges,neben der bisher nur unzureichenden Stabilisierungsbewegung und der negativen Zyklentechnik auch die kurzfristige Relative Schwäche-Entwicklung gegenüber der Wall Street auf erneut fallende Kurse im weiteren Verlauf hin. Ein prozyklisches Signal zur Bestätigung dieses Szenarios bestünde in einem Bruch der 7.370er Marke, welche voraussichtlich eine Stop-Loss-Welle verursachen würde. Die Rückschlagsrisiken sehen die Marktexperten bei der DZ Bank in diesem Fall bis zunächst 7.040 Stellen.
DAX-Future, Hoffnung auf einen Ausbruch
08.08.2007 - 08:02:25 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).
Der DAX-Future kämpfe weiter mit den Widerständen bei 7.620/40 und 7.670 Punkten. Aktuell rechnen die Analysten mit einem Ausbruchsversuch, welcher das Chartbild nach deren Einschätzung wieder aufhellen und eine Gegenbewegung in Richtung 7.800/7.850 Stellen zulassen würde. Bis dahin wollen die Strategen bei JRC an der Seitenlinie bleiben
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DAX, aktuelles Kurspotenzial
08.08.2007 - 08:50:44 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des DAX.
Die deutschen Aktien hätten gestern in einem zurückhaltenden Handel uneinheitlich geschlossen. US Konjunkturdaten hatten nach Angaben der Marktbeobachter am Nachmittag nur einen kurzen negativen Einfluss gehabt. Die Commerzbank sei um 5,22 % auf 31,07 und die Deutsche Bank um 3,90 % auf 101,30 Euro gestiegen. Bayer habe trotz positiv ausgefallener Zahlen zum zweiten Quartal 1,88 % auf 51,25 Euro eingebüßt. BMW sei nach Juli-Absatzzahlen 1,32 % auf 43,68 Euro gestiegen.
Die mittelfristige Indikatorenlage beim deutschen Aktienindex zeige sich uneinheitlich. Die kurzfristige Indikatorenlage gesatltet sich nach Einschätzung der Analysten bei Lang & Schwarz dagegen positiv. Aktuell weise der Markt daher ein Kurspotenzial bis 7.560 Punkte auf.
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08.08.2007 11:01
Börse Frankfurt-News: Einsturzgefahr
Friedhelm Buschs monatlicher Blick auf die Börse*
8. August. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Oberflächlich betrachtet sieht die Fassade des internationalen Finanzmarktes nicht schlecht aus: Die Weltkonjunktur verliert ein wenig an Geschwindigkeit, weil die Amerikaner schwächeln, aber immerhin bleibt sie auf Wachstumskurs. Die Zinsen haben in den vergangenen Monaten zwar angezogen, dennoch scheint dies die Wirtschaft noch nicht sonderlich zu stören. Warum auch? Solange die japanische Notenbank Schulter an Schulter mit dem internationalen Bankenapparat die Welt mit billigen Krediten überschüttet, profitieren die Aktienkurse von glänzenden Unternehmensgewinnen.
Sicher, die Krise am amerikanischen Immobilienmarkt hat den Außenputz beschädigt, dennoch ist die Bausubstanz nicht beeinträchtigt. Ein paar Schönheitsreparaturen, "gesunde Korrekturen nach übertriebenen Kurssteigerungen" nennt man das an den Börsen, und schon geht es weiter nach oben.
Wer allerdings das Innere des Gebäudes unter die Lupe nimmt, zweifelt nicht ohne Grund an der gesamten Statik.
Die tragenden Mauern stehen auf unsicherem Fundament. Die Liquidität, neben der Hochkonjunktur eine entscheidende Voraussetzung des jahrelangen Aufschwungs an den Aktienmärkten, droht aus zweierlei Gründen zu versiegen: Die Bremspolitik der Notenbanken zeigt erste Wirkung, selbst die Japaner denken über Zinserhöhungen nach. Und gleichzeitig dämmert den Banken, dass in den vergangenen Jahren bei der Hatz nach attraktiven Renditen zu viele Kredite ohne solide Sicherheiten gewährt wurden. Die Gier nach hohen Gewinnen hat jahrelang die bankenübliche Vorsicht in den Hintergrund gedrängt. Zumal aus höchst riskanten Bankforderungen nicht selten neue Finanzmarktprodukte gebastelt werden konnten, die an andere Banken oder spekulative Investoren weiterverkauft wurden. Damit verschwanden die Risiken aus den eigenen Bilanzen, aber leider nicht aus dem Markt.
Wo und in welchem Ausmaß dieser gehübschte Finanzmüll auf seiner Reise um die Finanzwelt endgelagert worden ist, das weiß keiner.
Steigende Zinsen und fallende Immobilienpreise haben jetzt die Märkte aufgeschreckt. Die Risikoangst ist zurück. Mit fatalen Folgen nicht nur für den maroden Schuldner. Wer heutzutage Geld braucht, sei es für sein Unternehmen oder auch für Firmenübernahmen, der muss schon tief in seine Taschen greifen. Wenn überhaupt ist die Kreditwirtschaft nur bei hohen Risikoaufschlägen zu Gesprächen bereit. Manche hochspekulative Übernahme wird wohl künftig im Papierkorb landen. Gut so! Aber es werden auch sinnvolle Investitionen an den Finanzierungskosten scheitern. Gefährlich für die Konjunktur!
Dem internationalen Finanzmarkt droht nicht nur eine vorübergehende Renovierung der Fassade. Das ganze Gebäude muss saniert werden, ehe die Anleger der Aktienanlage wieder vertrauen. Und das ist keine Frage von nur wenigen Wochen.
* Dr. Friedhelm Busch, Jahrgang 1938, startete seine Laufbahn als Wirtschaftsjournalist beim WDR. Weitere Stationen auf dem Weg waren verschiedene Wirtschaftsredaktionen der ARD, die Chefredaktion der Gesellschaft für Wirtschaftsfernsehen und die leitende Moderation der von Sat1 ausgestrahlten "Telebörse" aus Frankfurt/Main. Neun Jahre lang - bis 2003 - moderierte Friedhelm Busch beim Nachrichtensender n-tv unter anderem die "n-tv-Telebörse" und "13 Uhr - Der Mittag bei n-tv".
AXC0108 2007-08-08/10:57
Dow Jones, 13.500er Niveau weiter im Fokus
08.08.2007 - 12:10:09 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Der Dow Jones habe sich im gestrigen Handel an dem Ausbruch über die 13.500er Marke versucht. Zwar sei der Level per Tagesschluss verteidigt worden, aber auf Grund der vier "Pünktchen" darüber kann die Entwicklung nach Meinung der Analysten nicht wirklich überzeugen und als nachhaltig bezeichnet werden. Die Strategen gehen unverändert davon aus, dass ein Überwinden der 13.500er Marke eine erste Bodenbildung komplettieren und Zugewinne in Richtung 13.700 und sogar 14.000 Punkten auslösen sollte.
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Dow Jones, weiteres Kurspotenzial
08.08.2007 - 12:13:18 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung und den technischen Aussichten des Dow Jones (DJ).
Im Anschluss an die Zinsentscheidung der US Notenbank hätten die US Börsen im positiven Bereich geschlossen. Die Fed habe den Leitzins wie erwartet unverändert bei 5,25 % gelassen.
GM seien um 3,17 % auf 33,48 US-Dollar gestiegen. Der Autobauer hätte zuvor mitgeteilt, dass er den Verkauf seiner Getriebesparte Allison Transmission abgeschlossen habe. Pfizer hätten sich um 1 % auf 24,35 US-Dollar verteuert. Der Pharmakonzern wolle die Anzahl der Wirkstoffe, die sich in einer Phase III-Studie befänden, bis 2009 verdreifachen. Luminent Mortgage Capital wären um 75,34 % auf 1,08 US-Dollar abgestürzt. Bereits am Montag wären die Titel um 31 % eingebrochen, wonach die Anteile vom Handel ausgesetzt worden seien. Titel von Cisco Systems seien um 0,64 % auf 29,69 US-Dollar gestiegen. Nachbörslich habe die Aktie nach Vorlage von Zahlen 1,15 % auf 30,03 US-Dollar gewonnen.
Beim Dow Jones sei die mittelfristige Indikatorenlage uneinheitlich, die kurzfristige Indikatorenlage wäre dagegen aus Sicht der Handelsexperten bei Lang & Schwarz weiterhin positiv. Der Dow Jones habe kurzfristig weiteres Kurspotenzial bis 13.630 Punkte.
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Deutsche Bank, Abebben der Verkaufswelle
08.08.2007 - 08:40:41 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten der Aktie der Deutschen Bank AG.
Seit dem zyklischen Hoch vom Mai bei 118,51 Euro strebe die Aktie der Deutschen Bank Richtung Süden und habe dabei einen Abwärtstrend etabliert, dessen Begrenzungen aktuell bei 103,61 Euro bzw. 93,03 Euro verlaufen würden. Nach den Kursverlusten der letzten Monate sei der Banktitel zwar noch kein Kauf, aber doch ein Papier für die Watchlist.
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Der im Wochenchart ausgebildete bullish harami spreche für ein Abebben der jüngsten Verkaufswelle. Zu beachten sei in diesem Zusammenhang auch der Bruch des seit Mai gültigen Abwärtstrends im Verlauf des RSI. Ein solcher RSI-Trendbruch sei laut den Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt häufig ein Vorbote für einen Trendbruch im eigentlichen Chartverlauf. Zudem arbeite der MACD auf historisch niedrigem Niveau an einem neuen Kaufsignal.
Da die generelle Trendrichtung derzeit noch abwärts gerichtet wäre, bedürfe es allerdings eines konkreten Buy Triggers. Als solcher wäre nach Einschätzung der Börsenprofis ein Anstieg über das jüngste Verlaufshoch bei 101,89 Euro zu werten. Bei einem Sprung über die Marke von 102 Euro stehe auch aus Sicht des Point&Figure-Charts ein neues Einstiegssignal zu Buche.
http://194.97.1.200/charts/1580000/20070808_1588067_1.gif
08.08.2007 15:30
TecDAX erreicht erneut massives Widerstandsband
TecDAX - WKN: 720327 - ISIN: DE0007203275
Börse: Xetra / Kursstand: 917,05 Punkte
Kursverlauf vom 13.11.2006 bis 08.08.2007 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)
Kurz-Kommentierung: Der TecDAX kam mit mehreren Anläufen an der "Hürde" bei etwa 975,55 Punkten nicht weiter. Demzufolge blieb nur der Weg zur Unterseite. Mit einem 100 Punkte Abverkauf wurde die wichtige Kreuzunterstützung bei 870,83 Punkten erreicht. Hier konnte der TecDAX den 1-jährigen Aufwärtstrend verteidigen und in eine Zwischenrallye übergehen. Die Gegenbewegung erreicht heute zum 2.Mal die 50 Tage Linie (exp.) bei 918,35 Punkten. Diese wirkt als Widerstand. Ein weiterer Widerstand wirkt in Form des mittleren Bollinger Bandes (SMA20) bei 926,83 Punkten. Eine Rallye bis 975,00 wird erst möglich, wenn das mittlere Bollinger Band auf Tagesschlussbasis überschritten wird. Solange der TecDAX noch unterhalb von 918/927 notiert, kann jederzeit eine weitere Abwärtswelle starten, z.B. mit Ziel 841,86. Dort verläuft die 200 Tage Linie als Halt bietende Bastion.
https://ssl.godmode-trader.de/charts/5/2005/070808tecd1.gif
08.08.2007 18:40
Die Fed orakelt über Stagflation und keiner merkt's
von Jochen Steffens
Sie wissen, ich schreibe seit Wochen, dass die US-Wirtschaft Gefahr läuft, in eine Stagflation zu geraten. Das zumindest zeigen die US-Konjunkturdaten an. Sehr seltsam ist mal wieder, dass im Moment kein anderer vor einer Stagflation warnt.
Gestern wurde das Statement der Fed veröffentlicht. Wie erwartet hat sich die Fed nicht sonderlich ausführlich zur Kreditmarktkrise geäußert. Sie stellte lediglich sachlich fest, dass sich die Kreditkonditionen für einige Branchen und Haushalte verschärft haben. Ebenso sachlich erkennt die Fed, dass die Volatilität an den Finanzmärkten zugenommen hat. Trotzdem bekräftigt sie ihre Ansicht, dass die Wirtschaft auch in den nächsten Quartalen weiter moderat wachsen wird. Um den letzten Zweifel daran zu beseitigen, fügte sie in ihrem aktuellen Statement auch noch als Begründung für diese Einschätzung den soliden Arbeitsmarkt und die robuste Weltwirtschaft an.
Kurz, die Fed hat ganz offensichtlich versucht, die Märkte zu beruhigen. Da einige Spekulanten auf einen Hinweis für eine baldige Zinssenkungen gesetzt hatten, reagierten diese zunächst einmal enttäuscht, die Kurse brachen ein.
Doch kurz nach dem ersten massiven Einbruch erholten sich die Märkte. Ursächlich hierfür war, dass sich die in den letzten Wochen massiv unter Druck geraten Finanztitel, nach diesen „beruhigenden Worten“ der Fed erholten. In diesen Finanztiteln waren offensichtlich viele Anleger Short, die mit einer Ausweitung der Finanzkrise bei den Banken gerechnet hatten. Die Auflösung dieser Short-Positionen setzte eine Aufwärtsbewegung in Gang die weitere Trader anlockte. Das Ziel der Fed ist damit zunächst erreicht.
Die eigentlich interessante Passage
Doch die eigentlich interessante Aussage der Fed findet sich etwas später. In den beiden Absätzen über Inflation wurde ein Passus eingefügt, der höchst interessant ist:
“Although the downside risks to growth have increased somewhat, the Committee's predominant policy concern remains the risk that inflation will fail to moderate as expected.”
Obwohl die Abwärtsrisiken für das Wachstum etwas gestiegen sind, bleibt das Hauptaugenmerk der Notenbank auf das Risiko gerichtet, dass sich die Inflation nicht wie erwartet verringern könnte.
Schwer zu klären ist, ob die Fed die gestiegenen Risiken für das Wachstum nur in Verbindung mit den aktuellen Kreditmarktproblemen sieht, oder ob sie wie wir ebenfalls in den jüngsten Konjunkturdaten ein solches Abschwächungsrisiko erkennt (denken Sie an den deutlich gesunkenen ISM-Index und andere Konjunkturdaten, die auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den USA hinweisen). Letzten Endes ist das natürlich unerheblich, wichtiger ist, dass in diesem Satz eine Verbindung aufgebaut wird: Es heißt „Obwohl“: Obwohl die Abwärtsrisiken gestiegen sind, besteht weiterhin Inflationsgefahr.
Ein erster zarter Hinweis auf eine Stagflation
Und damit wird im Kern das beschrieben, worauf ich die ganze Zeit hinweise: Es besteht ein gewisses Risiko, dass die USA in eine Stagflation hineingerät, also stagnierendes Wirtschaftswachstum bei hoher Inflation. Dieser Passus ist demnach ein erster zarter Hinweis auf eine solche Stagflation.
Auf diesem Auge ist der Markt aber blind
Die Märkte sind derart auf ihre Kreditmarktkrise konzentriert, dass sie diesen Umstand schlichtweg ausgeblendet haben, beziehungsweise er scheint den Analysten nicht wichtig genug zu sein. Nirgendwo sonst habe ich heute davon etwas gelesen.
Enorm wichtig: Die Entwicklung der weiteren Konjunkturdaten
Für uns heißt das, wir müssen unter Zuhilfenahme der nächsten Konjunkturdaten analysieren, ob weitere Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum in den USA zu erkennen sind und ob, wie ich erwarte, die Kernraten wieder ansteigen, die Inflation somit zulegt. Wenn dies passiert, müssen wir, sobald es von den Märkte realisiert wird, mit einem weiteren eventuell nachhaltigen Einbruch rechnen, bevor sich ein belastbarer Boden deutlich tiefer ausbildet.
Bis dahin besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich die Märkte weiterhin erst einmal erleichtert zeigen, da die Kreditmarktkrise nicht so schlimm zu sein scheint, wie von vielen befürchtet. Zurzeit ist das Thema Stagflation noch nicht wichtig genug, dazu müssen offensichtlich erst deutlichere Zahlen reinkommen.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
Technischer Morgenkommentar vom 09. August 2007
Aktien-Indizes
Unter Marktbeobachtern mehren sich die Stimmen, die den Eindruck verbreiten, dass in der Subprime-Krise das Schlimmste überstanden sein könnte. Es wird eingeräumt, dass es noch nicht gänzlich ausgestanden ist, aber eine Gefährdung des gesamten Systems wird nicht mehr unterstellt.
Hierbei wird auch auf die Aussagen der US-Notenbank vom Dienstag verwiesen, welche die Entwicklung des Wachstums und der Kreditmärkte positiv beurteilten.
Fundamental gesehen, trug dieser Aspekt zum dritten Gewinntag in Folge an der Wall Street bei. Alle vier von uns beurteilten US-Indizes zogen unter volatilen Schwankungen, hinter denen programmgesteuerte Transaktionen gestanden haben sollen, zum Teil kräftig an und überwanden praktisch die jüngst ausgebildeten Konsolidierungszonen im Tageschart. Ebenso gelang es dem EUROSTOXX 50, seinen ausgebildeten Konsolidierungsbereich zu überspringen und den Ausbruch per Schlusskurs zu bestätigen. DAX und FDAX notieren dagegen unverändert innerhalb des charttechnisch begrenzten Bereiches, im FDAX reichte es lediglich zur Ausbildung eines Doji, nachdem der Future der Schlussschwankung der US-Indizes nicht mehr bis zum Tageshoch folgen konnte.
Als Fazit können wir festhalten: nach einer Phase der Konsolidierung, die zum Teil geprägt war von heftigen Schwankungen, setzte sich gestern in der Mehrzahl der von uns beurteilten Börsenindizes eine Impulswende durch. Für den deutschen Aktien-Index gilt dieser Aspekt noch nicht, doch steigt auch hier die Chance deutlich an, dass wir mit einer weiterführenden Erholung rechnen können, zumindest das Risiko auf der Unterseite sinkt.
Renten-Futures
Dieser Erholungsprozess im Aktienmarkt hinterlässt Spuren auf der Rentenseite. Wir wiesen bereits auf die momentane Korrelation zwischen Aktien und Renten in vorhergehenden Kommentaren hin. Der FGBL verlor im gestrigen Handel 0,68 Prozent und rutschte damit aus der jüngst ausgebildeten Konsolidierungszone. Im Tagestief (111.92) erreichte der Future fast die Orientierungsmarke bei 111.84, eine Entwicklung, welcher wir jedoch aus analytischer Sicht nur wenig Bedeutung beimessen. Bezogen auf die gesamte Wegstrecke des sekundären Aufwärtstrends im Tageschart, ausgehend vom Impulswechsel Anfang Juli bis zum bisherigen Bewegungshoch am 01. August, korrigierte der FGBL diesen per gestern um das errechnete Ausmaß der Minimumkorrektur. Auffällig ist, dass der Abschwung einer Konsolidierungsphase folgt, innerhalb der der Future bereits an Kraft verloren hat, das set-up von „long“ auf „neutral“ wechselte und damit das Reaktionsverhalten anders zu bewerten ist, als plötzliche Reaktionen in laufenden Trends. In der Konsequenz unterstellen wir demnach eine geringere Wahrscheinlichkeit einer raschen Kurserholung mit anschließendem neuen Bewegungshoch, als dies der Fall bei einer Minimumkorrektur wäre, wenn der Trend nicht erst über Tage konsolidiert wäre.
Kursrückgänge sahen wir auch in den US-T-Bond-Futures, die mit einer abwärts ausgerichteten Kurslücke nach unten eröffneten und über den Handelstag hinweg weiter abgaben. Im Ergebnis des Abschwungs ist der bisherige aufwärts ausgerichtete Trendverlauf gebrochen, das set-up wechselte von long auf neutral. Damit ist vorerst der grundsätzlich positive Trendverlauf hinfällig bzw. beendet.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, vor einer stärkeren Widerstandszone
09.08.2007 - 08:10:48 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.
Erneut mit Gap nach oben habe gestern der deutsche Leitindex eröffnet. Im weiteren Verlauf hätte sich der kurzfristige Nachfrageüberhang verfestigt und der DAX sei im Hoch um rund 1 % geklettert. Damit wäre er jedoch vom Ende Juli markierten Reaktionshoch bei 7.633 Punkten noch ein wenig entfernt gewesen. Daher würden sich wiederum kaum Änderungen im Vergleich zur bisherigen Lage ergeben.
Der DAX stehe im Rahmen der Gegenbewegung auf die deutlichen Kursverluste der letzten Wochen aktuell vor einer stärkeren Widerstandszone. Neben dem letzten Reaktionshoch bei 7.633 Zählern limitiere auch das 38,2 %-Retracement um 7.670 Stellen der Abwärtsbewegung von Mitte Juli sowie der charttechnische Widerstand um 7.800 Punkte die weitere Kursfantasie. Auch der Dow Jones (13.690 Zähler) und der Nasdaq (2.635 Stellen) stünden gegenwärtig vor kurzfristig wichtigeren Widerstandsmarken. Darüber hinaus sei eine markttechnisch überkaufte Lage auszumachen.
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Es dürfte daher für die internationalen Aktienindizes sehr schwierig werden, die jeweiligen Widerstände nachhaltig zu überwinden. Allerdings bestehe aus Sicht der Handelsexperten bei der DZ Bank mit einem kurzfristig negativen Stimmungsbild von Seiten der Marktteilnehmer durchaus positives Überraschungspotenzial. Eine Ausweitung der Erholungsbewegung über 7.633 Punkte hinaus wäre unter diesem Blickwinkel keine Überraschung.
Insgesamt bleibe jedoch unsere Grundannahme einer übergeordneten ABC-Korrektur erhalten, so die Marktanalysten. Das negative zyklentechnische Umfeld und in den letzten Tagen auch wieder steigende Zinsen sollten weiterhin gewichtige Belastungsfaktoren darstellen, die einen raschen und vor allem nachhaltigen Wideranstieg im DAX nicht ohne weiteres zulassen dürften.
09.08.2007 09:31
Börse Frankfurt-News: Mutige Bullen und Bären verzweifelt gesucht (Marktstimmung)
8. August. Trotz des überraschend schnellen Auslaufens der Abwärtsbewegung am deutschen Aktienmarkt bleiben die Anleger zurückhaltend. Zu diesem Ergebnis kommt die Sentiment-Analyse der Börse Frankfurt bei 300 aktiven Investoren. Lediglich 2 Prozent der befragten Anleger und Trader setzen nicht mehr auf fallende Kurse, sondern warten jetzt an der Seitenlinie. Dennoch ist der Optimismus im Markt mit gut 51 Prozent weiter im bullishen Bereich. "Auch wenn die Unsicherheit etwas gewichen sein sollte, ist der Mut noch nicht zurückgekehrt", beobachtet Behavioral-Finance-Analyst Joachim Goldberg. Er rechnet deswegen mit einem Fortbestand der vorherrschenden Konsolidierung unter teils starker Volatilität.
TecDAX-Akteure haben vom ständigen Auf und Ab die Nase voll
Überwiegend pessimistisch ist weiterhin die Stimmung bei den Technologie-Anlegern, obwohl immerhin 7 Prozent aus dem Bärenlager dem Markt den Rücken gekehrt haben. Das Lager der neutral gestimmten Akteure ohne Engagement ist mit 28 Prozent bemerkenswert gefüllt.
Dow Jones, Indikatorenlage verbessert sich
09.08.2007 - 11:30:44 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung und den technischen Aussichten des Dow Jones (DJ).
Die US Börsenindizes seien erneut mit Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. Positive Unternehmensnachrichten aus dem Technologiesektor hätten die Kurse gestützt. Cisco Systems habe am Dienstag nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt. Gestern wären die Aktien um 6,70 % auf 31,68 US-Dollar gestiegen. Sprint Nextel sollen 2,23 % auf 19,77 US-Dollar verloren haben. Der Mobilfunkbetreiber hätte im zweiten Quartal einen starken Gewinneinbruch verzeichnet.
Die Citigroup sollen 1,85 % auf 49,49 US-Dollar gewonnen haben. Die US Kartellbehörde hätte zuvor grünes Licht für die Übernahme von Automated Trading Desk gegeben. JPMorgan seien um 2,58 % auf 4,51 US-Dollar gestiegen. Merrill Lynch hätten um 3,96 % auf 78,17 US-Dollar zugelegt und Bear Stearns wären um 3,62 % auf 121,12 US-Dollar geklettert.
Der Dow Jones habe gestern den Widerstand bei 13.630 Punkten erfolgreich getestet. Die mittelfristige Indikatorenlage hätte sich aus Sicht der Handelsexperten bei Lang & Schwarz weiter verbessert, der MACD stehe kurz vor einem Kaufsignal. Die kurzfristige Indikatorenlage sei weiterhin positiv. Der Dow Jones habe kurzfristig noch Kurspotenzial bis 13.700 Zähler.
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09.08.2007 15:18
DAX im steilen Abverkauf! Lagebesprechung!
DAX WKN: 84690009.08.2007 15:18
DAX im steilen Abverkauf! Lagebesprechung!
DAX WKN: 846900 ISIN: DE0008469008
Börse: Xetra / Kursstand: 7.432,23 Punkte
Kursverlauf vom 30.04.2004 bis 09.08.2007 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)
Kursverlauf vom 09.02.2007 bis 09.08.2007 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)
Intraday Widerstände: 7.550 + 7.610 + 7.700
Intraday Unterstützungen: 7.373 + 7.240 + 7.040/7.097
Kurz-Kommentierung: Der DAX eröffnete mit einer Kurslücke zur Unterseite und fiel weiter zurück. Durch die aktuellen Entwicklungen ist ein Anstieg bis zum regulär zu erwartenden Ziel 7.633 nun erst mal hinfällig. Der DAX ist gravierender Underperformer im Vergleich zu den anderen großen Aktienindizes, die den Takt vorgeben. So hatten gestern der Dow Jones und vor allem der für den DAX wichtige Eurostoxx50 Index ihre regulären Erholungsziele erreicht.
Zum DAX: Insgesamt ist zu beurteilen, dass der gesamte Handel der letzten 8 Handelstage nur eine Konsolidierung im steilen Abwärtstrend darstellte. Dies bedeutet, es ist sehr wahrscheinlich, dass es früher oder später zu neuen Korrekturtiefs unterhalb von 7.373 kommt.
Am heutigen Tag ist der Abverkauf theoretisch schon sehr weit fortgeschritten. Eine moderate Gegenbewegung bis etwa 7.550 wäre am Nachmittag möglich, nicht aber zwingend nötig. Fällt der DAX unter 7.373 ergibt sich ein Verkaufssignal! Ziel aus diesem Verkaufssignal wäre voraussichtlich eine Abwärtswelle bis 7.240. Als große markante Unterstützung steht zudem der Bereich 7.040/7.097 bereit. Der mittelfristige Aufwärtstrend verläuft allerdings diese Woche erst bei etwa 6.600.
Alternative: Nur wenn 7.610/7.700 per Tages- bzw. Wochenschluss getoppt werden, hellt sich das DAX Chartbild etwa auf.
https://ssl.godmode-trader.de/charts/5/2005/070809daxw4.gif
https://ssl.godmode-trader.de/charts/5/2005/070809daxd4.gif ISIN: DE0008469008
Technischer Morgenkommentar vom 10. August 2007
Aktien-Indizes
Das „Hin und Her“ an den Aktienmärkten setzte sich auch am gestrigen Donnerstag fort und hielt damit die Anleger in Atem. Kaum bemühten sich diverse Marktbeobachter um eine Verdrängung der Kreditkrise, werden sie eines Besseren belehrt. BNP Paribas schloss drei Fonds als Reaktion auf die Subprime-Problematik, Spekulationen über Probleme bei der WestLB heizten das Geschehen weiter an. Schwierigkeiten bei AIG und Goldman Sachs kamen am Nachmittag dazu. Im Ergebnis verkauften Anleger wieder „was das Zeug hält“, vor allem Finanztitel, die noch am Montag für starke Kursgewinne gesorgt hatten, rissen die Indizes in den Keller.
Die Ausbrüche der US-Indizes vom Mittwoch, ebenso im EUROSTOXX 50, sind damit hinfällig. Der DAX, dem ohnehin keine Überwindung der oberen Bereichsbegrenzung seiner gültigen Konsolidierungszone gelungen ist, rutschte im Tagestief wieder in Richtung der Untergrenze, bewegt sich aber weiterhin innerhalb der seit Ende Juli gültigen Zone.
Somit gilt für den DAX, trotz seiner an sich heftigen Tagesbewegungen weiterhin:
- auf Tagesbasis schätzen wir den deutschen Index für neutral ein (neutraler Trading-Markt),
- die laufende Konsolidierung ist geprägt von einer Phase instabiler, kurzer Bewegungsschübe mit plötzlichen Richtungswechseln,
- markttechnisch gilt der deutsche Markt-Index ebenfalls als neutral, widergespiegelt über ein neutrales set-up und wieder fallende Schwungkraft innerhalb eines neutralen Indikationsbandes.
In der Konsequenz halten wir an unseren Aussagen der Vortage und Wochen fest: solange sich der DAX nicht aus dieser bestehenden Konsolidierungszone hinausbewegt, solange betrachten wir diesen als neutral. Weiterführend ausgerichtete Positionierungen stellen wir auf jeden Fall zurück (hat sich bisher als richtig erwiesen) und beachten zudem, dass die Trefferquoten kurzer (systematischer) Trades innerhalb der Konsolidierungszone in der Regel eine geringere Trefferquote haben, als in Trendphasen.
Bezogen auf die US-Indizes gilt eine vergleichbare Herangehensweise. Auch hier halten wir uns zurück, die Bewegungsimpulse sind einfach zu instabil, um Positionierungen zu rechtfertigen.
Renten-Futures
Auf der Rentenseite (im FGBL, sowie in den US-T-Bond-Futures) sahen wir gestern Kursgewinne, doch überzeugen die Tagesmuster für sich genommen überhaupt nicht. Wir unterstellen weiterhin eine sehr enge, spiegelbildliche Korrelation zwischen den Aktien und Renten, wobei sich die Renten eng an den „tonangebenden“ Aktien orientieren werden / sollten. Vorerst besteht auch hier kein Handlungsbedarf, halten wir zunächst alles zusammen, ohne schwer kalkulierbare Risiken eingehen zu müssen.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, Herausbildung neuer Tiefs
10.08.2007 - 08:06:44 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.
Trotz wiederum sehr guter Vorgaben aus den USA habe der deutsche Leitindex seine nachbörsliche Indikation vom Mittwochabend bei über 7.600 Punkten nicht gehalten und unterhalb seines Schlussstands vom Vorabend eröffnet. Im Zuge neuer Meldungen am Morgen über Fondsschieflagen im Zusammenhang mit der Subprime-Krise wäre die Risikoaversion der Marktteilnehmer rasch angewachsen und so sei der DAX erneut unter Druck geraten.
Mit einem Tagestief bei 7.426 Zählern hätte der Markt sich allerdings (noch) komfortabel oberhalb seiner charttechnischen Schlüsselunterstützung bei 7.370 Stellen gehalten. Damit hätte die Trading Range auf niedrigem Niveau, welcher der DAX seit Ende Juli ausgesetzt sei, aus Sicht der Börsenprofis bei der DZ Bank weiter Bestand. Es handele sich aus Sicht der Formationstechnik bisher um ein "Rechteck". Da dieses insgesamt betrachtet deutlich unterhalb des 38,2 %-Retracements des dynamischen tertiären Abwärtstrends bei 7.670 Punkten verlaufe (anders ausgedrückt: nur eine verhältnismäßig schwache Erholung stattfinde), bestehe zwangsläufig die Annahme der Herausbildung neuer Tiefs im weiteren Verlauf.
Eine Bestätigung dieses Szenarios wäre in einem prozyklischen Bruch der über die letzten zwei Handelswochen gewachsenen Unterstützung bei 7.370 Punkten zu sehen. Dieser würde voraussichtlich eine Welle an Stop-Loss-Orders und damit eine erneute scharfe Abwärtswelle auslösen. In diesem Zusammenhang seien die Risiken laut den Strategen auch weiterhin auf 7.040 Zähler zu beziffern
http://194.97.1.200/charts/1590000/20070810_1590035_1.gif
10.08.2007 09:37
Smart-Trading News: Morning Briefing (smart-trading.com)
Morning Briefing (smart-trading.com)
Neue Tiefs in Sicht
Die schwankungsintensive Seitwärtsphase an den Börsen hält weiter an. Sah es nach der Notenbanksitzung noch so aus, als könnten sich die Indizes in den USA und Europa aus der breiten Seitwärtsspanne nach oben ablösen, tauchen sie nun wieder ab und erreichen die untere Begrenzung der Spanne. Grund war die Nachricht der frazösischen Großbank BNP Paribas, mehrere Fonds schließen zu müssen, die in den US-Immobilienmarkt investiert hatten. Aufgrund der dortigen Sub-Prime-Krise sei man nicht mehr in der Lage, die in den Fonds gehaltenen Assets angemessen zu bewerten. Nun droht bei den Weltindizes direkt ein nachhaltiges Abrutschen unter die untere Begrenzung dieser Seitwärtsspanne, meinen Händler. Beim DAX liege diese bei 7360 Punkten.
Nach der leicht panikartigen Verkaufsstimmung an der Wall Street, die den Dow Jones gestern um 2.83% auf 13,270.68 Punkte und den technologielastigen Nasdaq Composite Index um 2.16% auf 2,556.49 Punkte fallen lies, verzeichnen heute auch die Börsen in Fernost deutliche Verluste. Der Nikei 225 in Tokio verliert um 2,37% auf 16,764 Zähler, während der Hang Seng um 2,85% auf 21,799 Zähler nachgibt.
DAX auf neuem Mehrwochentief
Der DAX unterschreitet vorbörslich das bisherige Tief der letzten beiden Wochen von 7360 Punkten und wird von führenden Banken bei 7350 Zählern taxiert. Das sind 103 Punkte weniger als zum Schlussstand am Vortag. Der Index verlor schon am Vortag um 2% auf 7453 Punkte.
Intraday Widerstände: 7.373/7.392 + 7.450/7.487 Intraday Unterstützungen: 7.237/7.240 + 7.140 + 7.040/7.097
"Am heutigen Tag hat der DAX abermals die Chance auf einem neuen Sommertief starten, also unterhalb von 7.373. Trifft die vorbörsliche Indikation nach 2 Fehlversuchen der letzten Tage zu, so wäre dies verbunden mit einem Verkaufssignal. Ziele aus diesem Signal sind zu benennen bei 7.237/7.240 + 7.140 + 7.040/7.097, wobei am heutigen Tag vor allem das Ziel 7.237/7.240 realistisch wäre zum Wochenabschluss", schreibt Herr Gräfe, charttechnischer DAX-Analyst bei Godmode-Trader.de.
Ausblick Termine Deutschland / Europa
12:00 EWU: OECD-Frühindikator Juni
Weitere Gewinne am Rentenmarkt
10.08.2007 - 08:52:59 Uhr
HSH Nordbank
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Experten der HSH Nordbank berichten von der aktuellen Entwicklung an den Rentenmärkten.
Wie die gestrige Marktreaktion am europäischen Rentenmarkt zeige, scheine man hierzulande die von den Beobachtern ausgemachte Liquiditätskrise als deutlich weniger kritisch einzustufen. Allerdings müsse davon ausgegangen werden, dass die EZB im Falle einer länger anhaltenden Liquiditätsverknappung die für Anfang September quasi schon angekündigte Leitzinsanhebung aussetzen würde. Dies reiche immerhin, um insbesondere den kürzer laufenden Staatspapieren Kurspotenzial zu verschaffen. Und so dürften die Euroland-Govies heute nach Einschätzung der Analysten bei der HSH Nordbank weitere Kursgewinne verbuchen. Dass in diesem Umfeld heute jegliche Wirtschaftsdaten bei Seite treten, sei klar, von Hauptinteresse sind den Experten zufolge die Kommentare der Notenbanker.
10.08.2007 09:37
Smart-Trading News: Top Thema (smart-trading.com)
Top Thema (smart-trading.com)
Die Risikobereitschaft der Anleger sinkt
Nach der Notenbanksitzung sah es an den Märkten nach einer Erholung aus. Dass der DAX heute wieder um über 100 Punkte abgibt, zeigt nur zu gut, wie nervös der Markt und letztendlich auch die Anleger sind. Die starken Bewegungen an den Devisenmärkten, die Liquidationen bei Rohstoffen wie Erdöl und Gold deuten auf starke Kapitalumschichtungen hin.
"Die Risikoaversion nimmt auch bei Großinvestoren und vor allem Banken zu. Plötzlich merkt man, dass die Refinanzierungen von milliardenschweren Private-Equity-Deals nicht mehr ruckizucki funktionieren", sagt Herr Hörmannsdorfer, Chefredakteur des Börsenbriefs Betafaktor.de. "Die Restrukturierung von vielen schlechten Risiken scheint von den Märkten auch mehr und mehr als Taschenspielertrick durchschaut zu werden."
Fed-Meeting sorgt für Verunsicherung
Analysten von Goldman Sachs sehen eine Verunsicherung des Aktienmarktes durch die jüngste "konservative Lockerung" der Formulierungen im Communiqué der Fed. Die Formulierung sei stärker hinsichtlich weiter hoher Zinsen angelehnt, als die Analysten dachten. "Die jüngsten Kursverluste im Erdöl stehen wohl im Zusammenhang mit der Erwartung einer Schwächephase im Wirtschaftswachstum", schreiben die Analysten. Die Aktienmärkte hätten bereits Zinssenkungen durch die US-Notenbank eingepreist. "Die Unterstützung der Fed ist maßgeblich für die weitere Entwicklung der Aktienkurse", so Goldman Sachs.
(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Börse Frankfurt Smart Trading AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)
AXC0052 2007-08-10/09:35
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Und ich habe mich so geärgert, als ein Paar gelacht und gespottet haben, als ich und Andere auf die Schliessung von den ersten zwei Fonds aufmerksam gemacht haben:-( !!!
Ich wusste nicht, welche großen Kreise es ziehen wird, aber das Gefühl in meinem Magen hat mir nicht gefallen :-( :-( !!
10.08.2007 09:54
DAX - Das ist jetzt sehr gefährlich!
DAX WKN: 846900 ISIN: DE0008469008
Börse: Xetra / Kursstand: 7.301 Punkte (Aktuell ein Minus von 2,05%)
Kursverlauf vom 25.01.2007 bis 09.08.2007 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)
Warnhinweis:
Der DAX hat heute mit einem Gap Down eröffnet. Und zwar nicht mit irgendeinem Gap, sondern einem so genannten Break Away Gap Down unter den formationstechnisch wichtigen Support bei 7.365 Punkten.
Wenn solche Gaps auftreten, sind sie als sehr gefährlich einzustufen. Mit einer sehr, sehr hohen Wahrscheinlichkeit kommt es im Anschluß zu einer Kursbewegung in Richtung des Gaps. Da es sich im vorliegenden Fall um ein Break Away Gap Down handelt, dürfte der DAX in den kommenden Handelstagen relativ direkt weiter abgeben! Es ist mit schnellen Kursabschlägen in Richtung der charttechnischen Korrekturzielzone bei 7.000-7.100 Punkten zu rechnen. Der Index kann dieses kurzfristige SELL Off Scenario nur abwenden, wenn ihm heute auf Tagesschluß nochmals ein Anstieg bis 7.445 Punkten gelingen sollte. Das ist sehr unwahrscheinlich.
Im Verlauf des Vormittags kann es im DAX Erholungsversuche geben. Wir würden jeden Ansatz eines Erholungsversuchs intraday shorten.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg,
Ihr Harald Weygand - Head of Trading bei GodmodeTrader.de
http://img.godmode-trader.de/charts/3/2005/kl431.gif
Wiederholungsmeldung :
Anbei veröffentlichen wir nochmals als Kopie den letzten BIG BICTURE Check vom DAX, der in seiner prognostischen Aussage nach wie vor als aktuell zu sehen ist. Der Markt bleibt korrekturgefährdet. Es muß mit anhaltend hoher Volatilität gerechnet werden.
DAX im BIG PICTURE Update - Wir sehen eine Sommerkorrektur - 06.08.2007
Bedingt durch die 5-tägige Seitwärtsphase hat sich die überverkaufte Marktphase im Tageschart bereits ausreichend abgebaut, so dass direktes Abwärtspotenzial bis 7.222 abzuleiten ist. Als große Anlaufstelle kann darüber hinaus weiterhin der Bereich 7.040/7.100 angeführt werden.
DAX: 7.435,67
Rückblick: In der vergangenen Woche sollte es ein weiteres Verlaufstief unterhalb von 7.373 geben. Dieses blieb jedoch aus, auch wenn es mehrmals recht knapp war. Die Woche stand im Zeichen einer Seitwärtsbewegung, ohne dass es aber klare Zeichen von konsequenter Kaufneigung gab.
Wochenausblick (06.8.-10.08.): Seit dem Rückfall unter die "Schlüsselstelle" 7.800 läuft eine Sommerkorrektur! Das Chartbild hat sich seit dem nicht verbessert. Im Gegenteil, es können weitere Indizien einer Chartbildeintrübung abgelesen werden. So erwies sich das Unterschreiten des wichtigen mittleren Bollinger Bandes im Wochenchart (akt. ~7.583) als signifikant. Der Weg zur Unterseite ist daher zu favorisieren. Schon ein neuerlicher Anstieg über 7.540/7.590 wird nun schwer. Allenfalls ein Anstieg bis ~7.520 wäre vor dem nächsten Zwischentief unterhalb von 7.373 nochmals denkbar in der 1. Wochenhälfte. Das wäre aber nur ein Nebenschauplatz/ Strohfeuer. Vielmehr gilt folgendes: Bedingt durch die 5-tägige Seitwärtsphase hat sich die überverkaufte Marktphase im Tageschart bereits ausreichend abgebaut, so dass direktes Abwärtspotenzial bis 7.222 abzuleiten ist. Als große Anlaufstelle kann darüber hinaus weiterhin der Bereich 7.040/7.100 angeführt werden. Der mittelfristige Aufwärtstrend ist noch relativ weit entfernt. Er verläuft ohne Zweifel bei etwa 6.600. In der Idealvariante findet der DAX in den nächsten Tagen bei ~7.222 ausreichend Käufer, so dass sich vor dem späteren Korrekturfinale (September/ Oktober Test 6.800/7.040?!!) noch eine 3-4-wöchige Gegenbewegung bis etwa 7.800/7.950 durchsetzt. Dass es in dieser Phase zu einem vorzeitigen Anstieg über 8.150 kommt ist vorerst unwahrscheinlich, aber natürlich nie auszuschließen.
Spätestens ab dem Test des mittelfristigen Aufwärtstrends (momentan bei 6.600, steigend) ist die Fortsetzung der übergeordneten DAX Rallye zu erwarten, so dass man weiterhin noch im Dezember auf DAX Kurse deutlich oberhalb von 8.150 setzen kann.
Alternative: Nur ein Monatschlusskurs unterhalb von 6.200/6.500 würde daran etwas ändern. In diesem Fall würde sich voraussichtlich eine mehrjährige Korrektur anschließen, was einen Rücksetzer bis zu maximal ~4.460 beinhalten könnte.
Fazit: Insgesamt ist die DAX Korrektur durchaus verdient bzw. charttechnisch unter dem mittelfristigen Aspekt gesund, auch in der vorliegenden Schärfe. Insgesamt handelt es sich aus jetziger Sicht um eine Abkühlung völlig überhitzter Kursmuster.
Dow Jones, ein weiterer Abwärtsschub
10.08.2007 - 11:46:19 Uhr
Optionsbrief
Frankfurt (derivatecheck.de) - Der Dow Jones konnte im Wochenvergleich zwar 2,2% zulegen, doch das verbleibende Erholungspotential ist eng begrenzt, berichten die technischen Analysten beim Optionsbrief.
Das amerikanische Börsenbarometer habe sich am vergangenen Donnerstag um rund 100 Punkte auf 13.463 Punkte verbessert. Nach zwei leichteren Sitzungen sei der Handel an der Fed-Sitzung am Dienstag von heftigen 100-Punkte-Ausschlägen geprägt gewesen, wobei nach Angaben der Marktbeobachter per Schlusskurs der Bremsbereich von 13.500 Stellen überboten werden konnte. Der positive Vortagestrend habe sich dann am Mittwoch mit einem Anstieg auf 13.658 Zähler fortgesetzt.
Mit dem Break über 13.500 Punkte würden formal nochmals kurzfristige Kaufsignale gelten. Dabei habe der Dow Jones die kurzfristige Zielzone von 13.670 Stellen jetzt aber schon fast abgearbeitet. Denn im Juni und August hätte der Markt an dieser Grenze insgesamt drei Mal nach unten gedreht, so dass jetzt abermals ein Abwärtsschub zu erwarten sei.
Sofern der Index per Schlusskurs unter 13.500 und dann 13.267 Punkte falle, dürfte sich die Korrektur bis 13.000 Zähler und darunter bis zu den Februar-Tops von 12.787 verlängern. Die Zyklen zeigten in 7er-Jahren von August bis in den September/Oktober nach unten und indizierten damit ebenfalls, dass die große Sommer-Korrektur in Kürze wieder an Fahrt aufnehme.
http://194.97.1.200/charts/1590000/20070810_1590267_1.gif
Dow Jones, Korrektur setzt sich fort
10.08.2007 - 11:35:05 Uhr
HSH Nordbank
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Experten bei der HSH Nordbank blicken auf die aktuelle Situation des Dow Jones (DJ) und dessen aktuellen Perspektiven.
Die Kurseinbruch des Dow Jones habe ein Abknicken des MACD bewirkt, bevor ein Kaufsignal hätte erreicht werden können. Noch bewege sich der Index aber innerhalb der Bollinger-Bänder. Der RSI habe sich entspannt. Eine Fortsetzung der Korrektur sei möglich. Unterstützungen gebe es für den Dow Jones bei 13.210 und bei 12.790. Widerstände ließen sich finden bei 13.500, bei 13.680 und bei 14.030 Stellen.
http://194.97.1.200/charts/1590000/20070810_1590240_1.gif
10.08.2007 15:30
EZB pumpt weitere Milliarden in den Markt - Brenzlige Situation!
Externe Quelle : SpiegelONLINE
Die Krise ist unübersehbar: Zum zweiten Mal binnen 24 Stunden muss die EZB eine riesige Finanzspritze bereitstellen, um Geldengpässe zu vermeiden. Die Anleger fliehen aus Angst vor einer globalen Kreditklemme aus dem Aktienmarkt.
Frankfurt am Main - Seit den Terroranschlägen vom 11. September sind es die ersten Finanzspritzen der EZB - und die erfolgen gleich im 24-Stunden-Takt. Heute bot die Notenbank den europäischen Geldhäusern erneut Geld an, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Insgesamt 61,05 Milliarden Euro. Das Geld wurde für eine Laufzeit von drei Tagen bei einem Mindestsatz von vier Prozent angeboten. Gestern hatten die Währungshüter den Banken schon einmal 94,8 Milliarden Euro zusätzliche Liquidität in Form eines sogenannten Schnelltenders bereitgestellt. Grund war ein Geldengpass infolge der Turbulenzen an den Finanzmärkten und der US-Immobilienkrise.
Zuvor hatte schon die US-Notenbank den Märkten eine Finanzspritze von 24 Milliarden Dollar zugeführt. Die Bank of Japan stellte heute dann umgerechnet rund 6,2 Milliarden Euro bereit. "Wenn sich Notenbanken rund um den Globus zu so etwas veranlasst sehen, dann ist Feuer unter dem Dach", kommentierte Händler Dirk Müller vom Brokerhaus IFC Kursmakler das Geschehen. Auch Aktienhändler Fidel Helmer von Hauck&Aufhäuser sagte: "Die Situation ist derzeit sehr brisant." Dass die EZB einen weiteren Schnelltender angekündigt habe, zeige die fehlende Liquidität im Markt. "Da werden sich gerade institutionelle Anleger als Käufer zurückhalten und sich vor dem Wochenende noch stärker absichern, was im Tagesverlauf noch deutlichere Verluste bringen könnte."
Schon am Vormittag sprachen Händler in Frankfurt von einem extrem nervösen Handel. Die Umsätze waren wie am Vortag ungewöhnlich hoch - in den ersten zwei Handelsstunden wechselten mehr als 65 Millionen Aktien den Besitzer. Das entspricht fast der Hälfte eines normalen Tagesumsatzes. Die Angst vor einer globalen Kreditklemme lässt die Anleger aus dem Aktienmarkt fliehen. Bei den Finanzwerten beschleunigte sich der Ausverkauf. Der Dax fiel gleich in den ersten Minuten des Handelstags um mehr als zwei Prozent auf 7293 Punkte, erholte sich bis zum späteren Vormittag aber auf 7346 Punkte. Die Aktien der Finanzhäuser gingen in den ersten Handelsminuten um bis zu fünf Prozent die Knie. Die Papiere von Branchenprimus Deutsche Bank notierten am späten Vormittag vier Prozent im Minus, Commerzbank verloren zeitweise fünf Prozent. Allianz büßten über zwei Prozent ein. Die Aktien des Immobilienfinanziers Hypo Real Estate fielen mehr als fünf Prozent auf ein Jahrestief. Im Vergleich zu ihren Jahreshöchstkursen haben die Finanzwerte damit zwölf bis 25 Prozent abgegeben.
"Alle bauen ihr Risiko ab", fasste IFC-Händler Müller die Lage zusammen. "Viele glauben, dass es bis zu 7000 Dax-Punkten kein Halten mehr gibt", fügte ein anderer Händler hinzu. Vereinzelt halten Börsianer auch Kursrückschläge unter den Vorjahresschluss von knapp 6600 für möglich. "Langfristig betrachtet wäre das sogar noch eine normale Korrektur", erklärte einer. Der Dax notiert derzeit zwar gut acht Prozent unter dem vor vier Wochen aufgestellten Rekordhoch von 8151 Punkten, aber immer noch 13 Prozent über Vorjahresschluss.
"FAZ": Landesbank Sachsen hat Probleme mit US-Krediten
Die Auswirkungen der Krise am US-Hypothekenmarkt sind inzwischen in ganz Europa zu spüren. Die britische Man Group verschiebt nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ihre Pläne, erstmals einen Hedge-Fonds an die New Yorker Börse zu bringen, auf unbestimmte Zeit. In Deutschland nimmt die Finanzaufsicht Bafin im Zuge der US-Hypothekenkrise eine Fondsgesellschaft der SachsenLB unter die Lupe, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. In Finanzkreisen heiße es, die Bafin führe mit der Landesbank derzeit Gespräche wegen deren Zweckgesellschaft Ormand Quay, für deren Liquidität die Landesbank laut Analyse der Kreditbewertungsagentur Standard&Poor's mit 17,5 Milliarden Dollar geradestehe. Ormand Quay investiert nach Angaben der Zeitung in langfristige Kreditanlagen und refinanziert sich durch kurzfristige Anleihen. Im Juni hätten 82 Prozent der Kredite aus Hypotheken bestanden. Nach Angaben der Landesbank investiere Ormand Quay allerdings nicht in die besonders risikoreichen Ausleihungen an Kunden mit geringer Kreditwürdigkeit - die eigentlichen Auslöser für die Krise. Ormand Quay sei vielmehr eine der größten Zweckgesellschaften der Welt. Dabei handelt es sich um Tochterfirmen, die eigens für bestimmte Geldgeschäfte gegründet werden.
10.08.2007 20:44
Immer hübsch entspannt bleiben
von Jochen Steffens
Immer dann, wenn die Märkte - egal in welche Richtung - übertreiben, lehne ich mich zurück und versuche, das gesamte Bild zu sehen. Das ist wichtig. Vielleicht kennen Sie den Effekt: Je stärker die Schwankungen, je massiver die Einbrüche oder übertriebener die Rallye, desto näher rücken die Nasen der Markteilnehmer an den Bildschirm. Das Geschehen fesselt derart, dass der objektive Verstand getrübt wird.
Es ist, als ob Sie auf einmal Scheuklappen auf hätten, die nur einen Tunnelblick auf das Geschehen gestatten. Dieser Effekt der Fokussierung ist typisch für uns Menschen, wenn die Ereignisse sich überstürzen. Der Verstand ist überfordert und schaltet sich ab, andere Instinkte übernehmen die „Macht“. In solchen Situationen muss man sich diesen Umstand bewusst machen und einen Schritt zurücktreten, den Blick wieder auf die Gesamtsituation erweitern, kühl und gelassen analysieren.
Es hat sich alles angekündigt
Die Panik ist weit verbreitet, man sieht es an den gestrigen massiven Einbrüchen in den amerikanischen Indices. Doch denken wir zurück: Seit vielen Wochen schreibe ich davon, dass wir im DAX in eine Übertreibungsphase eingetreten sind. Ich warne seitdem davor, dass nach einer solchen Übertreibung oft ein stärkerer Kursrückgang die Folge ist. Sie erinnern sich vielleicht, dass ich mit einem stärkeren Crash im Herbst (oder früher) rechnete.
Nun ist dieser Einbruch da. Also eigentlich ist bisher nichts Unerwartetes passiert. Das natürlich bei einer derart grundsätzlich bullishen Stimmung nach einer vier Jahre andauernden Rallye die Kurse nicht einfach so einbrechen, war zu erwarten. Natürlich mussten Nachrichten die Märkte treffen, die in der Lage sind, möglichst viele Anleger von ihren Aktien zu trennen. Die aktuelle Kreditmarktkrise, die man mittlerweile schon als Bankenkrise bezeichnen kann, ist bestens dazu geeignet.
Kurz, es ist lediglich das passiert, was seit Wochen in der Luft lag. Es ist doch perfekt. Dass der Einbruch so früh kommt und so heftig ist, sollte uns beruhigen, denn dadurch entsteht die Möglichkeit, dass wir doch noch ein starkes viertes Quartal 2007 erleben. Eben dann, wenn sich der Markt durch diesen Einbruch bereinigt. Dafür sollte er allerdings noch ein wenig weiter fallen.
Je stärker die Kurse fallen, um so bullisher werde ich. Ich weiß, ich vermassele Ihnen immer die Stimmung. Wenn es zu euphorisch wird, werde ich bearish, wenn die Panik um sich greift bullish. Das war schon immer so, es wird auch so bleiben. Bis jetzt hatte ich immer Recht damit...!
Rettungsaktionen
Wie eng die internationalen Notenbanken zusammenarbeiten, kann man zurzeit gut erkennen. Sehr schnell reagieren sie und pumpen Geld in die Bankenlandschaft. So hat die EZB gestern den Banken Liquidität in Höhe von 94,8 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt, heute folgten noch einmal 61,05 Mrd. Euro. Grund ist ein Geldengpass aufgrund der Turbulenzen an den Kreditmärkten.
Aber auch die Bank of Japan hat eine Billionen Yen, also ca. 6 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Die australische Notenbank stellte über 3 Mrd. Euro zur Verfügung. Andere Notenbanken haben ebenfalls die Bereitschaft zur Liquidität signalisiert. Die Fed soll 19 Mrd. USD zur Verfügung gestellt haben.
Das Problem ist, dass die Banken zurzeit Zurückhaltung bei der Vergabe von Krediten zeigen. Dieser dadurch entstehende Engpass wird durch diese konzertierte Aktion der Notenbanken ausgeglichen.
Das Ende von Allem?
Man kann nun der Meinung sein, dies wäre der Anfang vom Ende - eine Panikreaktion der Notenbanken. Tatsache ist aber, dass das eine vernünftige Maßnahme ist, eben um frühzeitig eine Ausweitung der Krise zu verhindern. Denn wie so oft bei den Krisen an den Finanzmärkten ist ein großer Teil der Krise reine „Psyche“. In der Panik reagieren zu viele Markteilnehmer, aber eben auch Banken und institutionelle Anleger über. Meistens, weil niemand weiß, wie groß die Gefahr wirklich ist.
Vertrauen schaffen
In solchen Situationen müssen die Notenbanken durch geeignete Aktionen Vertrauen schaffen und die Gemüter beruhigen. Das ist eine der wichtigsten Lehren aus dem größten Börsencrash der Geschichte von 1929. Ben Bernanke vertritt übrigens die Meinung, dass neben Zinssenkungen eine solche direkte Liquiditätsspritze damals die Krise verhindert hätte.
Es geht dabei immer darum, diese erste Phase der Panik zu „überwinden“. Erinnern Sie sich an den September 2001, als die Terroranschläge die Finanzwelt erschütterten. Auch damals reagierten die Notenbanken und stellten entsprechend viel Liquidität zur Verfügung. Es war dann auch diese Liquidität, die damals eine wesentlich brenzligere Stimmung aufgefangen hat.
Folgt nun eine Rallye?
Und es war nicht vielleicht auch diese Liquidität, die dann zu einer der größten Gegenbewegungen in der Baisse zwischen 2000 und 2003 geführt hat? Der Dow stieg anschließend in nur 5 Wochen wieder an das Niveau vor dem Anschlag! Wer hätte damals damit gerechnet? Sie erinnern sich bestimmt.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003045.jpg
Wir wissen zudem nicht, ob sich die Kurse ohne den Einsatz in Afghanistan und den Irak-Krieg dann bereits endgültig beruhigt hätten. In Erwartung kriegerischer Einsätze fallen Märkte nun einmal.
Aber: die Wahrscheinlichkeit, dass die Märkte bald, vielleicht erst nach eine Phase der Orientierung oder sogar direkt wieder massiv anziehen, ist zurzeit sehr hoch. Eigentlich brauchen die Banken diese Liquidität nicht einmal, denn sie sitzen, wie man auch an den letzten Zahlen sehen konnte, auf einem dicken Gewinnpolster. Es ist also offensichtlich nur ein psychologischer Effekt, eben auch weil wir uns in den umsatzschwachen Sommermonaten befinden.
Also bewahren Sie Ruhe. Auch wenn mich schon wieder erste Leser als absolut ahnungslos bezeichnen, weil ich schreibe, dass die Kreditmarktkrise schnell vorbei sein wird - ich bleibe dabei! Wie immer hübsch: antizyklisch!
Viele Grüße
und ein entspanntes Wochenende
Ihr
Jochen Steffens
11.08.07, 09:57 Finanzexperte
„Börsencrash ist nicht in Sicht“
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, befürchtet trotz der Kursrückgänge keinen Crash an der Börse. Auch die Wirtschaftsweisen sehen keine negativen Folgen für die Konjunktur.
Experten sehen in der Finanzmarktkrise keine Gefahr für Aufschwung
"Ich glaube nicht, dass die Wende an den Aktienmärkten jetzt bereits da ist. Es ist immer noch sehr viel Geld im Markt, für das rentable Anlagen gesucht werden“, sagte Walter der „Neuen Presse“. Es gebe ein historisch niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis vor allem an den europäischen Börsen.
„Ich kann mir unter diesen Umständen nicht vorstellen, dass wir nach einer Marktberuhigung nicht wieder Zuflüsse in die liquiden Aktienmärkte bekommen werden“, sagte Walter. Natürlich gebe es aber auch spekulativere Aktienmärkte, die risikoreicher seien und möglicherweise für längere Zeit gemieden würden. ZUM THEMA
Als Grund für die Krise nannte Walter die unvernünftige Verminderung der Risikoprämien für bestimmte Länder und Anlageklassen. „Portfolio-Manager wollten unbedingt eine hohe Rendite erzielen, die mit klassischen Anlageformen nicht zu erzielen war. Deshalb sind sie auf hochspekulative Märkte ausgewichen,
13.08.2007 18:45
Alles nur eine Frage der Relation
von Jochen Steffens
Heute habe ich Ihnen einen äußerst interessanten Chart mitgebracht. Einen, den Sie so nirgendwo sonst finden werden, nicht einmal finden können. Er ist so exklusiv, dass es mir fast schon weh tut, ihn zu veröffentlichen.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003057.jpg
Sie sehen einen schönen langen geraden Aufwärtstrend. Die untere Trendlinie ist fast perfekt. Sauber, so muss es sein. Solche Trends lieben wir alle. Fällt Ihnen auf den ersten Blick irgendetwas ungewöhnliches an diesem Kursverlauf auf? Nein, es ist eine absolut normale Entwicklung, solche Charts kennen wir viele!
Nur wenn man genauer hinschaut, fällt dann doch etwas auf. Es ist der Chart, den jeder von uns gerne einmal besitzen würde, denn er zeigt, wie der Dax bis zum Jahr 2010 verlaufen wird.
Wie kann das sein? Wo hat der Steffens diesen Chart her? Ich könnte Ihnen nun etwas über die verwinkelten Kontakten eines Traders erzählen, viel über Netzwerke, Vitamin B und enge Verbindungen zur Bundesbank, der Fed oder Gott selbst... aber das alles wäre erfunden, reine Phantasie, sowie der Kursverlauf ebenfalls reine Phantasie ist.
Er soll dabei keinesfalls eine ernste Prognose darstellen, wie gesagt, er ist frei erfunden!
Er ist lediglich von mir kreiert worden, um Ihnen die „Relation“ der aktuellen Konsolidierung zu demonstrieren.
Und damit zu dem zweiten Chart:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003058.jpg
Schauen Sie auf den kleinen roten Pfeil, da befinden wir uns gerade. Das bedeutet, selbst wenn der Dax nun um 1200 Punkte fällt und damit ein Tief im Bereich der 6250er Marke ausbilden würde, wäre noch nichts Schlimmes passiert! Aus einer möglichen bullishen Zukunft heraus könnte selbst dieser für uns heute dramatische Einbruch nichts weiter sein, als eine ganz normale Konsolidierung in einem intakten und starken Aufwärtstrend. Schließlich wäre selbst in diesem Fall noch nicht mal die Aufwärtstrendlinie gebrochen.
Stimmung passt nicht zum Kursverlauf
Das Witzige dabei ist, dass die Stimmung aktuell wirklich schlecht ist. Aber was glauben Sie, wie schlecht und panisch die Stimmung erst wird, wenn der Dax bei 6250 Punkten steht?! Also wenn sich der Chart nur ansatzweise so entwickelt wie hier dargestellt.
Dann werden Sie vom Untergang des Finanzsystems der Weltwirtschaft und Schlimmeren lesen, das verspreche ich Ihnen – zumindest, wenn es so schnell abwärts geht, wie in diesem Chart eingezeichnet.
Warum sind aber die Anleger jetzt schon so besorgt, fast panisch? Es hat etwas damit zu tun, dass wir in den letzten Jahren immer weiter steigende Kurse erlebt haben. Die Konsolidierungen waren kurz. So eine Volatilität, wie wir sie in den letzten Wochen erlebt haben, kennen wir alle fast nicht mehr. Also scheint es uns so, als würde etwas „Besonderes“ passieren. Dabei, so verrückt es klingen mag, ist die aktuelle Volatilität viel eher Normalität, als das, was wir in den letzten beiden Jahren erlebt haben.
Theoretisch möglich
Theoretisch kann sich der Chart tatsächlich ungefähr so weiter entwickelnt, wie oben eingezeichnet. Es wäre aber eines der bullishsten Szenarien: Bis in den September kommt es noch zu weiter fallenden Kursen, schließlich wird die Sorge groß sein, dass Anfang des vierten Quartals noch einige Sorgenkinder im Bankenbereich auftauchen. Dann eine Erleichterungsrallye, welche die Märkte bis Anfang 2008 wieder zu den alten Hochs führt. Anfang 2008 dann eher seitwärts, gefolgt von einer moderaten Wahlrallye bis zu den US-Wahlen im November. Dann aufgrund der Abgeltungssteuer einen Anstieg bis zum Jahreswechsel 2009 mit einem schönen Fehlausbruch nach oben. Anfang 2009 eine große Konsolidierung und dann....
Also ganz so abwegig ist diese Chartentwicklung nicht. Doch darum ging es mir gar nicht. Mir ging es lediglich darum, wie am Freitag schon beschrieben, ein wenig zurückzutreten und das Gesamtbild zu sehen, um die größeren Relationen nicht aus den Augen zu verlieren. Und mir ging es darum, Ihnen zu zeigen, dass es vielleicht sogar besser für den Markt wäre, wenn er jetzt stärker fällt. Ein Kursrutsch bis runter an die 6250er Marke würde den Markt bereinigen, und die Übertreibung wäre abgebaut.
Das große Aber
Das Problem ist, wir haben neben der aktuellen Kreditmarktkrise in den USA noch weitere handfeste Probleme: Was passiert, wenn die Fed noch mehr Liquidität zur Verfügung stellen muss? Wird sich das nicht auf die Inflation auswirken? Was passiert, wenn sich die US-Wirtschaft aufgrund dieser Krise etwas schwächer als erwartet entwickelt? Was passiert, wenn die ISM-Indizes unter die 50-Punkte-Marke fallen und gleichzeitig die Inflation weiter steigt? Was passiert, wenn die Märkte auf einmal doch wieder mit einer Stagflation rechnen?
Es gibt demnach noch einige Fakten, Umstände und Unwägbarkeiten, die den Markt belasten können. Es ist also keinesfalls sichergestellt, dass sich die Märkte derart bullish weiter entwickeln, wie oben in diesem Phantasie-Chart dargestellt. Besonders aber dann nicht, wenn der Markt sich zu schnell beruhigt. Als Bulle sollte man also tatsächlich hoffen, dass die Kurse weiter fallen, denn dann wäre auch ein großer Teil dieser Sorgen eingepreist – so seltsam das auch erscheinen mag.
Viele Grüße
Jochen Steffens
Termin-Ausblick
Die Märkte am Dienstag
Etliche Konjunktur- und Unternehmensdaten stehen auf der Agenda. Aus Deutschland kommen um 8 Uhr BIP-Zahlen für das zweite Quartal. Um 11 Uhr folgen die BIP-Prognose für das 3./4. Quartal in der Euro-Zone sowie Daten zur Industrieproduktion der Euro-Zone im Juni. In den USA werden außerdem die Erzeugerpreise Juli und die Handelsbilanz Juni gemeldet (14.30).
Quartalszahlen legen unter anderem AWD, Hochtief, Norddt. Affinerie, Ersol, Q-Cells, K+S, Stada, Dt. Euroshop, Koenig & Bauer, Carl Zeiss Meditec, MVV, Solarworld, UBS, Home Depot und Wal-Mart vor.
vom 14.08.2007
Keine Einflüsse auf Deutschland
Wirtschaftsministerium sieht Aufschwung von US-Immobilienkrise nicht betroffen
von Thomas Badtke
Frankfurt/Berlin. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten halten an. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) bereits in der vergangene Woche mehr als 150 Milliarden Euro in den Geldmarkt gepumpt hat, legte die Notenbank am Montag mit einer neuen Milliarden-Spritze nochmals nach. Gleichzeitig machten Bundesregierung und Ökonomen aber deutlich, dass das deutsche Wirtschaftswachstum von der Finanzmarktkrise nicht betroffen ist. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) rät Anlegern indes zum Abwarten. Zur weiteren Normalisierung an den Geldmärkten führte die EZB am Montag in einer sogenannten Feinsteuerungsoperation dem Geldmarkt etwa 47,67 Milliarden Euro zu. Im Zuge der US-Hypothekenkrise, die zeitweise zu einem Austrocknen der Geldströme und Anziehen der Geldmarktsätze geführt hat, hat allein die EZB seit Donnerstag damit mehr als 200 Milliarden Euro an zusätzlicher Liquidität zur Verfügung gestellt.
Auch die Notenbanken in den USA, Japan und Australien pumpten am Montag Geld in den Markt, die EZB sprach dennoch von „einer Normalisierung der Situation“. Von den noch nicht absehbaren Auswirkungen der US-Immobilienkrise waren in der vergangenen Woche die Aktien- und Geldmärkte rund um den Globus in Mitleidenschaft gezogen worden. Die weltweiten Leitbörsen waren ins Trudeln geraten. An den Geldmärkten war es zu Engpässen gekommen, da viele Banken ihr Geld horteten, um für eine eventuelle Verschärfung der Krise gewappnet zu sein. Zuletzt hatte die Insolvenz des US-Hypothekenfinanzierers HomeBanc die Ängste an den Märkten vor einer weiteren Zuspitzung der Lage geschürt. Zu den HomeBanc-Gläubigern gehören laut der US-Finanzaufsicht SEC auch die Deutsche Bank und die Commerzbank. Dennoch sind die direkten Auswirkungen der US-Immobilienkrise auf die deutschen Finanzhäuser nach bisher vorliegenden Erkenntnissen begrenzt. Die Allianz hatte kürzlich das Volumen ihrer gefährdeten Finanzanlagen und Forderungen auf 1,7 Milliarden Euro beziffert. Die Commerzbank bekräftigte erneut, „aus heutiger Sicht“ gebe es Risiken in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank wollte das Risikovolumen nicht beziffern. Die WestLB gab ihr Engagement in Subprime-Wertpapieren mit insgesamt 1,25 Milliarden Euro an. Die auf Immobiliengeschäfte spezialisierte Aareal Bank betonte, sie habe „keine direkten oder indirekten Engagements im Subprime-Markt“.Dagegen hatte sich die IKB Deutsche Industriebank in Düsseldorf in großem Stil im Geschäft mit zahlungsschwachen US-Hypothekenschuldnern engagiert und war durch die US-Immobilienkrise in massive Schwierigkeiten geraten.
Die Turbulenzen an den Finanzmärkten scheinen sich bisher aber nicht auf die Konjunktur ausgewirkt zu haben: „Für das Wirtschaftsministerium kann ich sagen, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine negativen Einflüsse auf das sehr robuste Wirtschaftswachstum in Deutschland sehen“, sagte Ministeriumssprecher Steffen Moritz in Berlin. Gerade deutsche Unternehmen könnten mit einem erfolgreichen zweiten Halbjahr 2007 rechnen, unterstrichen zudem Volkswirte sowie Experten von Unternehmen und Verbänden. Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenauftakt entspannt, technische Analysten halten dies jedoch nur für eine kurze Zwischenerholung.
Der DAX dürfte weiter ihrer Meinung nach in Richtung 7080 Punkte fallen. Von den Finanztiteln lag einzig die Deutsche Postbank im Minus. Sie erwartet bei den von der Mittelstandsbank IKB übernommene Kreditlinien über 600 Millionen Euro aber nur wenige Ausfälle. Die DSW rät Kleinanlegern angesichts des nervösen Marktumfelds daher zum Abwarten. „Die Unsicherheit am Markt sei enorm“, sagte DSW-Sprecher Jürgen Kurz. Die Korrektur der vergangenen Tage sei aber an sich keine schlechte Sache. Zudem halte sich das Ausmaß der Krise in Deutschland überschaubar, erläuterte er. „Wir nähern uns Einstiegskursen“, betonte er. Bis eine „klare Richtung nach oben“ erkennbar sei, solle man als Anleger aber abwarten, riet Kurz. ddp
Technischer Morgenkommentar vom 14. August 2007
Der befürchtete schwarze Montag, der noch zu Wochenbeginn in der Presse beschworen wurde, blieb am Ende aus. Kapitalzuführungen durch die Zentralbanken, sowie positive US-Wirtschaftszahlen führten zunächst sogar zu steigenden Kursen, was dazu führte, dass sich die meisten der von uns beurteilten Indizes wieder innerhalb ihrer Konsolidierungszonen bzw. Staubereichen bewegten und zunächst die Kursausbrüche vom Freitag auf der Unterseite relativierten.
In der letzten Handelsstunde in den USA, verließ die Investoren der Mut, NASDAQ Comp., sowie beide von uns analysierte USStandardwerte-Indizes drehten wieder leicht ins Minus. Es ist weiterhin von einem großen Vertrauensverlust im Markt die Rede. Niemand weiß, wie tief die Finanzhäuser tatsächlich in der Subprime-Krise stecken, heute Morgen melden diverse Presseartikel, dass Europa stärker von dieser Problematik tangiert sein könnte, als die USA.
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich gestern überaus volatil, wobei am Ende des Tages der Schlusskurs im Future nahe seines Schlusskurses vom Freitag lag, nachdem wir zunächst eine freundliche Eröffnung, fallende Kurse, am Nachmittag wieder kletternde Kurse und zum Handelsende hin abgebende Notierungen sahen. Der DAX-Index selbst schloss noch nahe seines Tageshochs, innerhalb der noch gültigen, aber „angeschlagenen“ Konsolidierungszone.
Damit behält der Kursverlauf des deutschen Marktes vorerst seine neutrale Marktverfassung bei. Wir wiederholen der Orientierung halber: solange sich DAX und FDAX innerhalb der charttechnisch begrenzbaren Konsolidierungszone bewegen, deren Untergrenze am Freitag der Vorwoche kurzzeitig und bisher nur temporär durchstoßen wurde, solange gilt DAX und FDAX als neutraler Trading-Markt. Die markttechnische Ausrichtung bestätigt diese Aussage. Der DAX, als auch der FDAX weisen uns ein neutrales set-up aus, die Schwungkraft ist ebenfalls neutral zu bewerten. Somit behalten alle bisher getroffenen Aussagen der letzten Tage ihre Gültigkeit.
In der praktischen Konsequenz sehen wir aus strategischer Sicht aktuell auch weiterhin keinen Handlungsbedarf. Innerhalb der Konsolidierungszone ist das Risiko plötzlicher Richtungswechsel und instabiler Bewegungsschübe unverändert hoch, so dass wir uns mit kleinem Handelsvolumen vorrangig auf die so genannten Eck-Trades konzentrieren, weiterführende Positionen dagegen nicht eröffnen.
Tagesvorschau 14. August 2007 (/Quelle: manager-magazin und spiegel-online)
***07:00 DE/AWD Holding AG, Ergebnis 2Q (10:00 PK in Frankfurt),
Hannover
***07:00 DE/Hochtief AG, Ergebnis 2Q, Essen
***07:00 DE/Norddeutsche Affinerie AG, Ergebnis 3Q, Hamburg
***07:00 DE/ersol Solar Energy AG, Ergebnis 2Q, Erfurt
***07:00 DE/Q-Cells AG, Ergebnis 2Q, Thalheim
***07:00 DE/HCI Capital AG, Ergebnis 2Q, Hamburg
***07:00 CH/UBS AG, Ergebnis 2Q, Zürich
***07:30 DE/K+S AG, Ergebnis 2Q, Kassel
***07:30 DE/Stada Arzneimittel AG, Ergebnis 2Q
(09:30 PK in Frankfurt), Bad Vilbel
***07:30 DE/Deutsche Euroshop AG, Ergebnis 2Q, Hamburg
***07:30 DE/Carl Zeiss Meditec AG, Ergebnis 9 Monate, Jena
***08:00 DE/Destatis, BIP 2Q (1. Veröffentlichung)
saisonbereinigt
PROGNOSE: +0,4% gg Vq
zuvor: +0,5% gg Vq
kalenderbereinigt
PROGNOSE: +2,7% gg Vj
zuvor: +3,6% gg Vj
nicht-saisonbereinigt
PROGNOSE: +2,7% gg Vj
zuvor: +3,3% gg Vj
***08:00 DE/Koenig & Bauer AG (KBA), Ergebnis 2Q, Würzburg
08:00 DE/Bauer AG, Ergebnis 2Q (ausführlich), Schrobenhausen (A)
***08:30 DE/MVV Energie AG, Ergebnis 3Q, Mannheim
***08:30 AT/A-Tec Industries AG, Ergebnis 2Q (09:30 PK), Wien
***08:40 FR/BIP 2Q (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: +0,5% gg Vq/+1,5% gg Vj
zuvor: +0,5% gg Vq/+1,9% gg Vj
***08:45 FR/Verbraucherpreise Juli
PROGNOSE: -0,2% gg Vm/+1,2% gg Vj
zuvor: +0,1% gg Vm/+1,2% gg Vj
***08:45 FR/Leistungsbilanz Juni
***09:00 DE/Grammer AG, Ergebnis 2Q, Amberg
***09:00 ES/BIP 2Q (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: +0,8% gg Vq/+4,0% gg Vj
zuvor: +1,1% gg Vq/+4,1% gg Vj
***09:00 AT/Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
(WIFO),
BIP 2Q (1. Veröffentlichung)
***10:30 DE/Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels,
PK zu den Ergebnissen der aktuellen Unternehmerumfrage,
Berlin
***10:30 GB/Verbraucherpreise Juli
PROGNOSE: -0,2% gg Vm/+2,3% gg Vj
zuvor: +0,2% gg Vm/+2,4% gg Vj
***11:00 EU/Kommission, BIP-Prognose Eurozone 3Q/4Q und 1Q
***11:00 EU/Eurostat, BIP 2Q (1. Veröffentlichung)
Eurozone
PROGNOSE: +0,5% gg Vq/+2,7% gg Vj
zuvor: +0,7% gg Vq/+3,1% gg Vj
***11:00 EU/Eurostat, Industrieproduktion Juni
Eurozone
PROGNOSE: -0,1% gg Vm/+2,4% gg Vj
zuvor: +0,9% gg Vm/+2,5% gg Vj
11:00 DE/Allianz Lebensversicherungs-AG, Ergebnis 2Q, Stuttgart
11:00 DE/Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI),
PK zum Thema: "BDI-Reformagenda für die zweite Hälfte der
Legislaturperiode", Berlin (A)
***11:15 EU/EZB, Zuteilung Haupt-Refi-Tender
***14:30 US/Erzeugerpreise Juli
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: -0,2% gg Vm
Erzeugerpreise ex Nahrung/Energie
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,3% gg Vm
***14:30 US/Handelsbilanz Juni
PROGNOSE: -61,00 Mrd USD
zuvor: -60,04 Mrd USD
15:00 EU/EZB, Wochenausweis Fremdwährungsreserven
***22:00 DE/E.ON AG, Ergebnis 2Q, Düsseldorf
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH,
Ausschreibung Aufstockungstender zehnjährige Bundesanleihe
über 6 Mrd EUR
*** - DE/D+S europe AG, Ergebnis 2Q, Hamburg
- DE/Landesbank Berlin Holding AG, Ergebnis 1H, Berlin
- DE/Solarworld AG, Ergebnis 2Q (ausführlich), Bonn (A)
*** - US/Home Depot Inc, Ergebnis 2Q (PROGNOSE: 0,72), Atlanta
*** - US/Wal-Mart Stores Inc, Ergebnis 2Q (PROGNOSE: 0,76),
Bentonville
*** - AT/OPEC, Ölmarkt-Monatsbericht, Wien
Trigger der Eck-Trades für den 14. August 2007
Handelsrichtung Trigger Kurs-Ziel Stop-Kurs Bedingung
Long 7423,5 7453,5 7398,5 FDAX eröffnet unterhalb der 7423,5
Short 7514,5 7484,5 7539,5 FDAX eröffnet oberhalb der 7514,5
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, Zwischenerholung zum Abbau nutzen
14.08.2007 - 08:38:46 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.
Nach der Rückeroberung der alten Trading Range-Begrenzung zwischen 7.373 und 7.396 Punkten sowie dem Schließen der Notierungslücke vom vergangenen Freitag bei 7.386/426 Zählern sei die Frage nach einer kurzfristigen Bärenfalle, die, welche es beim DAX zu klären gelte. Kurzfristig habe sich das Chartbild mit der Ausbildung des weißen Blocks von gestern durchaus aufgehellt.
Zur Eröffnung dürfte der DAX aber bereits wieder einen Dämpfer erhalten. Für eine weitere Verbesserung der Lage sei ohnehin ein Sprung über die Kombination aus dem seit dem 16.07.2007 bestehenden Abwärtstrend (auf Tagesbasis aktuell bei 7.493 Stellen) und dem Verlaufstief von Anfang Juni bei 7.499 Punkten nötig.
Gelinge es diese beiden Barrieren zu knacken, ergebe sich laut den Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt ein Erholungspotenzial bis zur oberen Begrenzung der alten Trading Range bei 7.633 Zählern. Begünstigt werde eine solche Reaktion z.B. durch den DSS, der auf Tagesbasis bereits seit Mitte Juli im überverkauften Terrain notiere. Perspektivisch würden aber insbesondere die längerfristigen Charts zur Vorsicht mahnen. Deshalb stelle eine mögliche Zwischenerholung aus unserer Sicht eine gute Möglichkeit zum Abbau bestehender Positionen dar.
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Dow Jones, kein sicherer Boden
14.08.2007 - 11:30:02 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).
Die gestrige Einschätzung der Analysten bleibt aus deren Sicht für den Dow Jones unverändert, diese sehen bislang keinen sicheren Boden. Im heutigen Handel achten die Strategen daher verstärkt auf den 13.200er Level. Sollte der Dow Jones erneut unter diese Marke abdriften, so planen diese Rücksetzer in Richtung 13.050 Zähler ein. Bis dahin könne dieser noch versuchen, seine Erholung in Richtung 13.400 Stellen auszubauen. Insgesamt sei weiter eine volatile Seitwärtsbewegung ein.
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Dow Jones, nur kurzfristiges Kurspotenzial
14.08.2007 - 11:20:23 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Die wichtigsten US Börsen hätten nach einem freundlichen Verlauf überwiegend leicht im Minus geschlossen. Erneute Liquiditätsspritzen der US Notenbank und anderer Zentralbanken weltweit hätten etwas für Ruhe gesorgt.
Aktien von Hewlett-Packard legten nach Angaben der Marktbeobachter 2,58 % auf 48,43 US-Dollar zu, da Experten davon ausgingen, dass HP die Erwartungen übertreffe. Goldman Sachs Papiere verloren hingegen den Experten zufolge 1,66 % auf 177,50 US-Dollar. Trotz positiver Analystenschätzungen sei JP Morgan um 0,95 % auf 43,83 US-Dollar gefallen. Auch die Aktien der Großbanken hätten Verluste hinnehmen müssen. Lehman Brothers gaben laut den Strategen um 3 % auf 57,30, Merrill Lynch um 0,8 % auf 73,53 und Bear Stearns um 0,54 % auf 109,60 US-Dollar nach. Die Aktien von Accredited Home Lenders seien um 34,68 % auf 5,82 US-Dollar gefallen. Nach eigenen Angaben könnte das Hypothekenunternehmen vor der Insolvenz stehen.
Beim Dow Jones habe sich die technische Situation kaum verändert. Die mittelfristige und die kurzfristige Indikatorenlage sind aus Sicht der Experten bei Lang & Schwarz weiterhin negativ. Kurzfristig bestehe Korrekturpotenzial bis 13.120 Punkte.
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S&P500, der technische Wochenausblick
14.08.2007 - 11:40:59 Uhr
muellerfinancial.eu
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei muellerfinancial.eu rechnen im Wochenverlauf erneut mit einer Top-Bildung bei S&P500.
Der S&P500 habe in der vergangenen Handelswoche seine Abwärtsbewegung noch bis in die Support-Zone bei 1.427,7/1.425,5 Punkten fortgesetzt und sei von der 1.427,4er Marke in eine Rebound-Bewegung übergegangen, welche die Preise bis zum 62 %-igen Retracement der Abwärtsbewegung bei 1.555,9 bis 1.427,4 bei 1.504 Zählern geführt habe.
Mit dieser Bewegung hätten sich die Oszillatoren im Tageschart von ihren überverkauften Niveaus entfernt und würden im Wochenverlauf erneut eine Top-Bildung und einen Downmove-Versuch der Preise ermöglichen. Die kurzfristige Retracement-Zone bei 1.475,6 Stellen und der Trend-Resist, der aktuell bei ca. 1.488 Punkten verlaufe, würden die Abwärtsbewegung unmittelbar nach unten gerichtet halten. Erst Kurse über diesen Levels würden die Rebound-Bewegung aus Sicht der Handelsexperten bei muellerfinancial.eu erneut bis in die 1.503,8/1.506,2er Resist-Zone führen.
Kurse unter der wichtigen Support-Zone bei 1.427/1.424,9 würden die Fortsetzung der Abwärtsbewegung bestätigen, welche die Preise dann zum Fibonacci Support bei 1.376/1.364 führe.
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DAX erzielt ersten Teilsieg
2007-08-14 14:57:47
Nach einer langen Durststrecke konnte der Deutsche Aktienindex am Vormittag endlich wieder einen kleinen charttechnischen Teilsieg erringen, indem er die bislang gültige, kurzfristige Abwärtstrendlinie ein zweites Mal nach oben durchbrach. Der erste Ausbruch von vergangener Woche war noch als Bullenfalle zu werten, da die Kurse sofort im Anschluss wieder nach unten drehten und der Index unmittelbar danach auf ein neues Dreimonatstief gesunken war.
Mit dem erneuten Anstieg über diese am Markt sicher viel beachtete Trendlinie gelingt es dem DAX zumindest, die bislang vergleichsweise hohe Abwärtsdynamik etwas abflachen zu lassen. Dennoch ist es weiterhin viel zu früh, um an das Wort „Bodenbildung“ auch nur zu denken. Es besteht die Gefahr, dass sich der Abwärtstrend nun nicht umgekehrt, sondern nur abgeflacht hat.
Eine erste Bestätigung dieser Vermutung würde ein Abprallen des DAX an der neuen Abwärtstrendgeraden liefern, die sich – ausgehend vom Allzeithoch – über das Zwischenhoch vom vergangenen Mittwoch konstruieren lässt. Sie verläuft aktuell bei rund 7520 Punkten und bildet zusammen mit dem seit drei Handelstagen im Chart erkennbaren, horizontalen Widerstand bei 7480/7500 Zählern eine Hürde, die für den Index heute in der zweiten Tageshälfte eine große Herausforderung darstellen dürfte. Gelingt ihm der Durchbruch, was sich derzeit noch nicht abzeichnet, wäre der Weg bis 7620/30 Zähler für die kommenden Tage frei geräumt. Prallt der DAX ab, rückt die 7400er-Marke wieder in Reichweite.
http://www.be24.at/media/BElogs/Medias/photo/3817/scalex/600
http://www.be24.at/media/BElogs/Medias/photo/3818/scalex/600
14.08.2007 18:44
Ein Erdbeben allein reicht nicht...
von Jochen Steffens
Da ich heute Morgen einen Termin beim Verlag hatte, muss ich mich heute kurz fassen:
Die aktuelle Situation ist mit einem Haus in einer Erdbeben-Region zu vergleichen. Das Haus ist das Synonym für die Börse. In den letzten Wochen haben wir ein starkes Erdbeben erlebt, das mit den Stichwörtern „Subprime-Krise, Kreditklemme, Finanzmarktprobleme“ durch die Medien gereicht wurde.
Das Haus (die Börse) hat durch dieses Erdbeben leichte Schäden davongetragen. Aber es steht noch. Nun kommt es darauf an, ob weitere Beben die Börse erreichen. Vorstellbar wären weitere schlechte Nachrichten vom Kreditmarkt, eine Auflösung der Carry-Trades, eine anziehende Inflation in den USA oder Faktoren, die keiner von uns zurzeit erkennen kann.
Es müssen noch einige Nachrichten kommen, um einen Einsturz zu bewirken
Sollte es also jetzt noch zu einem weiteren Beben aus einer anderen Richtung kommen, dann könnten die Schäden an dem Haus größere werden. Denken wir das Spiel weiter: Folgen weitere schlechte Nachrichten, wird es irgendwann ein Beben geben, dass das Haus zum Einsturz bringt.
Wir wissen jetzt nicht, welche Beben die Börse noch erreichen werden. Dazu müsste man Hellseher sein. Wir wissen aber, dass das Haus angeschlagen ist und aus diesem Grund müssen wir sehr vorsichtig bleiben. Insbesondere auch deswegen, weil aufgrund der fundamentalen Rahmendaten in den USA (Stagflation) die mittelfristige Prognose bei weitem nicht mehr so bullish ist, wie in den letzten vier Jahren.
Aktuell scheinen sich die Märkte jedoch zumindest kurzfristig zu beruhigen. Mir gefällt diese Beruhigung nicht, denn ich habe nicht den Eindruck, dass der Markt bereits bereinigt ist.
Chartanalysen kaum möglich
Leider sind die Charts ein wenig aus den Fugen geraten. Das liegt zum einen daran, dass sich durch die Stützungsmaßnahmen der Notenbanken die vergleichsweise klaren Verkaufsignale, die sich in der letzten Woche gebildet hatten, bisher als Fehlsignale herausstellen. Externe Nachrichten (Liquidität) haben also das Schlimmste verhindert. Aus diesem Grund bieten die Charts zurzeit keine vernünftige Analysegrundlage, denn sie sehen immer noch alle bearish aus.
Zum anderen ist das aber genau typisch für die Sommermonate. Ich hatte vor einigen Wochen schon daraufhingewiesen, da sich grade in den Sommermonaten häufig solche Fehlsignale ausbilden. So gesehen ist aus saisonaler Sicht nichts Untypisches passiert.
Notenbanken gegen Märkte
Es wird interessant zu beobachten sein, ob die Maßnahmen der Notenbanken tatsächlich die Märkte davon abhalten werden, weiter zu fallen, um ihre eigentlichen Korrekturziele zu erreichen. Normalerweise sagt man, dass solche Maßnahme immer nur zunächst einen kurzfristigen Effekt haben und die Märkte sich etwas später wieder das zurückholen, was scheinbar zuvor verhindert wurde.
Solche Maßnahmen machen also wirklich nur Sinn, wenn eine externe Nachricht die Märkte "schockt", weil sich dann die Märkte nichts "zurückholen" müssen. Die aktuelle Konsolidierung war aber längst überfällig und zwar unabhängig von der Subprime-Krise, ob also die Notenbanken in dieser speziellen Situation gegen die Märkte gewinnen können? Eigentlich müssen Sie das nicht einmal, sie mussten lediglich eine Panik verhindern.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
DAX, negative Trendfortsetzung
15.08.2007 - 08:33:35 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.
Nach schwachen US Vorgaben, die wichtigen Indizes an der Wall Street hätten im späten Montaghandel ihre Tagesgewinne nicht behauptet, habe der DAX zunächst leichter eröffnet. Die Gewinnmitnahmen hätten jedoch nur kurz gewährt, sodass die Bullen bereits unmittelbar nach Handelsbeginn das Ruder übernommen haben sollen. In der Folge wäre der deutsche Leitindex weiter angestiegen, hätte im Verlauf das Vortageshoch bei 7.477 Punkten übertroffen und sei in der Spitze sogar in den Dunstkreis der abwärts gerichteten Trendlinie von Ende Juli bei rund 7.500 Zählern geraten, ehe erneut ein schwacher New Yorker Handel wieder für Druck von der Angebotsseite gesorgt hätte.
Damit würden sich keine wesentlichen Neuerungen ergeben. Die Zurückeroberung der 7.370er Marke wäre mit dem gestrigen Tag zwar bestätigt worden, was insgesamt als ein Zeichen des Abflauens des Abwärtsdrucks interpretiert werden könne. Solange die Abwärtstrendlinie bei rund 7.500 Stellen jedoch noch nicht nachhaltig überwunden sei, könne aus Sicht der Handelsexperten bei der DZ Bank die Annahme der zügigen Etablierung einer zweiten Ausverkaufswelle (C-Welle innerhalb einer "ABC-Korrektur") noch nicht verworfen werden und selbst im Fall eines Überschreitens dieser Abwärtstrendlinie wäre aus charttechnischer Sicht nicht mehr Potenzial als bis zur 7.630er Marke herzuleiten.
Der bisherigen, seit zweieinhalb Wochen auf niedrigem Niveau verlaufenden Stabilisierung könne gegenwärtig lediglich der Charakter einer Gegenbewegung im intakten Abwärtstrend zugeschrieben werden. Diese Aussage sei gültig, solange der DAX nicht die 7.630er Marke nachhaltig überschreite. Eine negative Trendfortsetzung sollte daher das zu erwartende Szenario darstellen. Diesbezüglich würden sich laut den Handelsexperten Rückschlagsrisiken bis 7.040 Punkte (Bewegungshoch vom Februar) bzw. sogar bis knapp 6.900 Zähler (so genannte "mesaured move"-Projektion der aktuellen Stabilisierungsbewegung) ergeben.
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Dow Jones, das kurzfristige Korrekturpotenzial
15.08.2007 - 11:16:35 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung und den technischen Aussichten des Dow Jones (DJ).
Die US Börsenindizes hätten erneut deutliche Kursverluste verzeichnet. Wal-Mart habe seine Gewinnprognose wegen schwächerer Konsumausgaben gesenkt und 5,09 % auf 43,82 US-Dollar verloren. Home Depot hätten um 4,88 % auf 33,52 US-Dollar nachgegeben. Die Baumarktkette habe in zweiten Quartal einen starken Gewinnrückgang verbucht.
Titel des Hypothekenverleihers Thornburg wären um 46,43 % auf 7,65 US-Dollar eingebrochen, bevor die Aktien am Nachmittag vom Handel ausgesetzt worden wären. Moody's hätte das Rating für das Unternehmen gesenkt und einen negativen Ausblick gegeben. Einen fulminanten Start an der New Yorker Börse hätten Aktien des Software-Herstellers VMware (+75,86 % auf 51,00 US-Dollar) verzeichnet. Der Ausgabekurs der EMC-Tochter habe bei 29 US-Dollar gelegen.
Beim Dow Jones seien die kurz- und mittelfristige Indikatorenlage weiterhin negativ. Gestern wäre die Widerstandslinie bei 13.120 Punkten durchbrochen worden. Kurzfristig bestehe aus Sicht der Handelsexperten bei Lang & Schwarz Korrekturpotenzial bis 12.990 Zähler.
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Dow Jones, das Chartbild bleibt angespannt
15.08.2007 - 11:26:44 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Der Dow Jones habe gestern unterhalb der 13.200er Marke wieder deutlich nachgegeben. Das Chartbild bleibe angespannt. Unterhalb des 13.000er Niveaus liegt den Experten zufolge die nächste Unterstützung bei 12.800 Punkten.
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Aktuelle US Daten im Blickpunkt
15.08.2007 - 12:01:00 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt blicken voraus auf die heute anstehenden Veröffentlichungen in den USA.
Die heute in den USA anstehenden Konjunkturdaten dürften eine erste Indikation dafür abgeben, in wie weit sich die jüngsten Finanzmarktturbulenzen auf die Stimmung der Einkaufsmanager ausgewirkt hätten. Für den Empire-State-Index im August rechnen die Analysten mit einem Rückgang von 26,5 Punkten (Juli) auf 18,0 Punkte. Der regionale Stimmungsindikator im Fed-Distrikt New York sollte damit eine weitere Abschwächung des nationalen ISM-Index signalisieren. Die darin enthaltene Komponente "Produktion" habe im Juli einen deutlichen Rücksetzer von 62,9 Punkten auf 55,6 Punkte verzeichnet. Dies stimmt die Experten für die Aktivität im industriellen Sektor verhalten, so dass diese für den Monat Juli nur von einem Monatsplus von 0,2 % bei der US Industrieproduktion ausgehen.
Laut des Statements zur Zinssitzung am 7. August hätte die Fed die Übergewichtung des Inflationsrisikos beibehalten. Zwar habe sich die Teuerung zuletzt abgeschwächt, doch sei ein nachhaltiger Rückgang der Kernrate notwendig, um die Aufwärtsrisiken der Inflation einzudämmen. Im Juli dürfte sich die Kernrate mit einem Monatsanstieg von 0,1 % und einem damit einhergehenden Rückgang der Jahresrate von 2,2 % auf 2,1 % in die von der Fed gewünschte Richtung bewegt haben. So niedrig wäre die Jahresteuerung (Kernrate) zuletzt im März 2006 gewesen. Mögliche Risiken für das US Wachstum gingen vom weiter schwachen Immobilienmarkt aus. Hier sei noch eine Entwarnung in Sicht. So sollte die Umfrage der NAHB unter den US Wohnbauunternehmern auch im August mit 24 Punkten nahe dem Allzeittief von 20 Punkten (Januar 1991) notieren.
15.08.2007 22:44
Bedenkliche Entwicklung?
von Jochen Steffens
Vielleicht erinnern Sie sich, dass es bei den vielen Konsolidierungen der letzten Jahre oft zu einem scharfen, plötzlichen Einbruch kam. Dazu hatte ich immer wieder geschrieben, dass mir dieser Kursrückgang zu plötzlich und zu schnell sei und dass eben diese Geschwindigkeit der Kursverluste darauf hinweise, dass es sich um kein entscheidendes Top handle.
Desweiteren wies ich bei solchen Konsolidierungen immer wieder daraufhin, auf die Gegenbewegungen zu achten, da die Dynamik dieser Gegenbewegungen ein Hinweis auf die innere Stärke des Marktes ist.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003088.jpg
Das ist der Dax mit den verschiedenen, großen Konsolidierungen. Die meisten Konsolidierungen starteten aus einer fast linearen Aufwärtsbewegung heraus, sehr plötzlich, so dass es aussah, als wären die Kurse einfach „abgebrochen“ (blaue Kreise).
Genau diese Art der Kurseinbrüche entstehen nur selten bei einem Top.
Top mit „Ansage“
Lediglich bei der großen Seitwärtsbewegung 2004 war es anders. Damals sprachen jedoch die Fundamentals nicht für ein großes Top. Einige von Ihnen werden sich sicher noch erinnern können, dass ich diese Seitwärtsbewegung aufgrund der fundamentalen Rahmendaten vorausgesagt hatte. Tatsächlich war aber die damalige Entwicklung, mit diesen beständigen Lower Highs und Lower Lows, aus charttechnischer Sicht riskant. Erst durch die Auflösung nach oben kam es zu einem klaren Bullensignal. Wenn solche Seitwärtsbewegungen nach oben aufgelöst werden (am besten noch mit einem Fehlsignal nach unten wie hier), ist das sehr bullish, wie man auch am weiteren Verlauf erkennen kann. Festzuhalten bleibt, dass aber auch 2004 der Dax zunächst nicht stark eingebrochen ist und es folglich danach zu einer "langen" Konsolidierung kam.
Auch bei der gerade laufenden Korrektur haben wir im Dax keinen solchen, einfachen „Abbruch“ des Kursverlaufs hinter uns, sondern es kam zunächst zu einem hochvolatilen Hin und Her. So bildete sich ähnlich wie 2004 zunächst eine Seitwärtsbewegung (grünes Rechteck), bevor die Kurse schließlich wegbrachen. Das ist insofern für eine kurze Korrektur untypisch und damit gefährlich. Es war eine klare Warnung und tatsächlich könnte demnach die aktuelle Entwicklung ein Hinweis auf ein größeres Top sein, zumindest jedoch auf eine längere Korrektur!
Das Allzeithoch verzerrt
Allerdings muss man in diesem Zusammenhang bedenken, dass es sich hier um eine Sondersituation handelt: Diese Seitwärtsbewegung ist an einem extrem wichtigen Widerstand, nämlich dem Allzeithoch entstanden. Ein Umstand, der den bearishen Charakter dieser Kursbewegung schwächt. An wichtigen Marken kommt es fast immer zu einem längeren Kampf, der zu solchen Seitwärtsbewegungen führt. Dass es dieses Mal nicht zu einem plötzlichen scharfen Einbruch gekommen ist, ist demnach kein eindeutiger Hinweis auf eine längere Korrektur.
Trotzdem ist dieser Vergleich geeignet, um darzustellen, wo der gravierende Unterschied zwischen den Konsolidierungen der letzten Jahre, die alle durchweg bullish waren und der aktuellen Konsolidierung besteht.
Die Gegenbewegung ist wichtig
Wie oben geschrieben: Achten Sie auf die Stärke der Gegenbewegungen.
Häufig kam es in den letzten Jahren zu impulsiven Gegenbewegungen, die auch oft direkt einen neuen Aufwärtstrend einleiteten.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003082.jpg
Doch schauen Sie sich diesen Dax-Chart an. Man kann fast schon nicht mehr von einer Gegenbewegung reden. Nach dem Einbruch kam es lediglich zu einer weiteren Seitwärtsbewegung. Eine dynamische Gegenbewegung hätte die Kurse vielleicht an die 7800 Punkte, mindestens jedoch an die 7750er Marke treiben müssen.
Dies ist ein klares Zeichen von Schwäche. Tatsächlich wurde das Rechteck nach unten gebrochen. Noch besteht zwar die geringe Möglichkeit, dass dieses Rechteck eine Bodenformation darstellt, sollten die Kurse aber nun weiter dynamisch fallen, wird es kritisch.
In diesem Fall wäre es mehr als fraglich, ob es zu einer normalen „abc“ Korrektur kommen kann. Diese sähe wie folgt aus:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003084.jpg
Wesentlich wahrscheinlicher ist eine Art „5er“ Abwärtswelle, die wie folgt aussähe:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003085.jpg
Wenn es also im Dax noch zu einem weiteren Abverkauf kommt, sich demnach kein Boden ausbildet, könnte es, nach einer kleinen Gegenbewegung, zu einer weiteren Abwärtsbewegung bis runter zu großen Widerstandszone bei 6200-6400 Punkten kommen. Dort müssten wir dann weiter Analysen erstellen.
Denken Sie bei allen charttechnischen Ansätzen zurzeit aber daran: Wir haben Sommer und die Sommermonate sind prädestiniert für Fehlsignale in beide Richtungen. Und diese häufen sich gerade auch im kurzfristigen Bereich.
Technischer Morgenkommentar vom 16. August 2007
Mit derben Einbußen in allen Sektoren gingen die amerikanischen
Aktienmärkte gestern in eine neue Abwärtsrunde. Insolvenzgerüchte um Countrywide Financial gaben den Anstoß dazu. Merrill Lynch wies darauf hin, das die größte Hypothekenbank des Landes praktisch insolvent wäre, wenn ihre Gläubiger auf dem Verkauf ihrer Assets zu Marktpreisen beständen. In der ersten Handelshälfte konnten sich die Standardwerte-Indizes zwar noch leicht im Plus halten, am
Nachmittag ging es dann jedoch straff nach unten.
Der Dow Jones Index, der S&P 500 und die beiden NASDAQs schlossen mit Abschlägen von 1.2 bis 1.9 Prozent auf ihren Tagestiefs.
Sämtliche der von uns beobachteten US-Indizes sackten unter wichtige Unterstützungsmarken und markierten neue Verlaufstiefs. Der S&P 500 schloss nur knapp über der 1400-Marke und gab damit den noch verbleibenden Rest des aufgelaufenen Jahresgewinns ab.
Standard- und Technologiewerte befinden sich in etablierten und gestern
nochmals bestätigten, mittelfristigen Abwärtstrends. Trotz einer kurzfristig
stark überverkauften Situation, die jederzeit zu einer „Bearmarket-Rallye“
führen kann, ist eine Umkehr des Abwärtstrends nicht in Sicht.
Der CBOE-Volatilitätsindex VIX erreichte gestern erstmals Werte über 30, die in
der Vergangenheit mit Panikverkäufen in Krisenfällen korrespondierten. Der
VIX gilt als Barometer für die Börsenstimmung. Niedrige Werte stehen für einen
unbekümmerten Optimismus, hohe dagegen für Angst und Panik.
Trotz des nun relativ hohen Niveaus, das der VIX jetzt erreicht hat, akzeleriert
sein Aufwärtstrend noch immer. Da Werte von über 40 über zwei bis drei
Monate hinweg durchaus möglich sind, könnte das Ende der Fahnenstange
noch immer nicht erreicht sein. Irritierend in diesem Zusammenhang ist, dass
sich der prozentuale Verlust im S&P 500 noch recht gering ausnimmt. Ein
heute Morgen von Bloomberg zitiertes Chicagoer Handelshaus interpretiert
diesen Umstand als Vorbereitung einiger Marktteilnehmer auf eine größere,
noch ausstehende Abwärtsbewegung.
So verlockend das faire und günstige Niveau der Aktien im Moment auch sein
mag, der Griff ins fallende Messer empfiehlt sich nicht. Für den Aufbau
strategischer Long-Positionen würden wir in jedem Falle eine Marktberuhigung,
technisch heißt dies eine bestätigte Bodenbildung, abwarten.
Kurzfristig kann taktisches Trading mit dem Fokus auf der Short-Seite von der
gestiegenen Volatilität profitieren.
Mehr zum Hintergrund der aktuellen Krise und einen Ausblick auf Aktien-,
Rohstoff- und Devisenmärkte finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Noah
Briefes, den Sie unter www.noah-research.de kostenlos und unverbindlich
testen können.
Ein Blick auf die asiatischen Märkte heute Morgen zeigt ebenfalls heftige
Verluste von bisher 3.6 Prozent im japanischen Nikkei bis 6.5 Prozent im
koreanischen Kospi Index. Selbst der bislang völlig unbehelligte chinesische
Markt gibt heute kräftig nach. Für Europa sind die Vorlagen also denkbar
schlecht. Wir rechnen mit kräftigen Abschlägen bereits zur Eröffnung in allen
europäischen Märkten.
Währungen
Die „Sub Prime“-Krise und die Verluste an den Aktienmärkten bestimmen im
Moment die Schlagzeilen. Die Währungsmärkte sind dagegen in den
Hintergrund gerückt – zu Unrecht, wie wir finden.
Aufmerksamkeit gebührt vor allem dem japanischen Yen, der seit Juli gegen
alle anderen Währungen dramatisch gewann. USDJPY befindet sich im
hochdynamischen Abwärtstrend, und das obwohl der Dollar seit einigen
Wochen selbst zu den starken Währungen zählt. Hintergrund dieser
Entwicklung ist die Auflösung von Yen Carry Trades im Zuge verlustreicher
Engagements in Assets anderer Währungen.
Der Prozess ist selbstverstärkend, d.h. die Auflösungen von Carry Trades
führen zu einem weiteren Anstieg des Yen und Preisdruck in den verkauften
Anlageklassen, was wiederum zu weiteren Carry Trade-Auflösungen führt. Die
Verschuldung in Yen war bis vor kurzem eine der größten globalen Liquiditätsquellen.
Ein Versiegen dieser Quelle hat logischerweise negative Implikationen
für andere Märkte. Der jüngste Preisverfall in den Aktien- und Rohstoffmärkten
ist zumindest teilweise bereits Ausdruck dieser Entwicklung.
Ein erhöhter Bedarf an US-Dollars für die Bezahlung von Krediten in dieser
Währung führte in den letzten Tagen zu einem beachtlichen Anstieg des
Greenbacks. Der Euro brach entsprechend ein. Im EURUSD-Tageschart formte
sich eine massive bearishe Doppelspitze, die nach ihrer Vollendung zu einem
drastischen Abfall des Euros führte. Kurzfristig stark überverkauft und in der
Nähe einer langfristigen Trendlinienunterstützung ist das Währungspaar nun
aber reif eine technische Erholungsreaktion.
Wir können und müssen in diesen turbulenten Zeiten mit verstärkten
Interventionen der Zentralbanken, besonders der Bank of Japan rechnen, die
sich bereits öffentlich zur unerwünscht hohen Volatilität geäußert hat. Eng
nachgezogene Stops bei kurzfristigen Spekulationen in den Forex-Märkten
sind ein absolutes „Muss“.
DAX
Widerstände: 7632 (ü), 8151 (ü);
Unterstützungen: 7293-7373 (ü), 7218 (u), 7159(u), 7087(u);
O=Orientierungsmarke, u = untergeordnet, ü = übergeordnet;
Nach einem mehrstündigen Aufenthalt unterhalb der 7420 gelang dem DAX
Index gestern Nachmittag eine kleine Rallye und sogar ein Schluss mit einem
kleinen Gewinn von 20 Punkten oder 0.28 Prozent bei 7445. Unterstützend
wirkte sich vor allem eine zu diesem Zeitpunkt noch stabile Wall Street aus.
Als diese jedoch erneut nach unten
drehte, vollzog der FDAX diese
Tendenz Eins zu Eins mit und schloss
am Ende bei 7354 sogar deutlich im
Minus. Damit sind die Ecksteine für die
heutige Eröffnung des DAX Index
bereits gesetzt. Eine Eröffnung tief im
Minus ist wahrscheinlich. Ob es im
weiteren Tagesverlauf dann zu einer
technischen Erholung kommen kann,
wird unter anderem von der Entwicklung
des Yen abhängen. Yen short,
Europa long war einer der beliebtesten
Carry Trades.
Per gestern ist die Schiebezone im Tageschart, in der sich der DAX seit Ende
Juli aufhielt, noch intakt. Mit dem für heute zu erwartenden Ausbruch nach
unten sollte der kurzfristige Trend allerdings wieder nach unten drehen und
den ohnehin noch intakten sekundären Abwärtstrend bestätigen. Damit wäre
zugleich eine massive Top-Formation bestätigt, die nichts mit den harmlosen
Abrissen normaler Frühjahrskorrekturen gemein hat. Positiv sind allerdings die
zahlreichen Unterstützungen im Bereich um 7200, die sich von den
Rücksetzern im vorangegangenen Aufwärtstrend und einer längerfristigen,
ansteigenden Trendlinie ableiten. Auf diesem Niveau könnte ein stark
überverkaufter DAX dann eine technische Reaktion nach oben starten.
Trotz der Verluste in den vergangenen Tagen
bleibt der primäre Aufwärtstrend im DAX
noch intakt. Bisher können wir also noch
von einer Sekundärkorrektur sprechen.
Kritisch würde es erst auf dem Niveau des
Jahrestiefs bei 6437. Ein Unterschreiten
dieser Marke, die in etwa auch mit der
Trendlinie des seit 2003 bestehenden
Primärtrends zusammenfällt, würde den
langfristigen Aufwärtstrend beenden.
Konkrete Handelssignale für den heutigen Tag entnehmen Sie bitte wie
gewöhnlich auf unserer Webseite www.wagner-research.de veröffentlichten Systemtabelle.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Andreas Otto, Noah Research (www.noah-research.de)
für Wagner Research Concepts
andreas.otto@wagner-wertpapier.de
16.08.2007 18:44
Gewöhnung oder Kapitulation
von Jochen Steffens
Weiterhin belasten neue schlechte Nachrichten über die Subprime-Krise und deren Folgen die Kurse. Sie werden bald einen erstaunlichen Effekt erleben, der selbst in größerer Krisen immer wieder zu beobachten ist: Die Märkte neigen dazu, sich irgendwann an schlechte Nachrichten zu „gewöhnen“, und auf diese dann nicht mehr zu reagieren: "Ach, schon wieder eine Kreditbank geplatzt, na ja – kennen wir doch, interessiert uns nicht."
Die Kurseinbrüche nach solchen Nachrichten werden kleiner, die Reaktionen in den Medien weniger aufgeregt, bald sind es nur noch Nachrichten, die nebenher laufen und an der Masse vorbei gehen.
Es sei denn, der Markt kapituliert
Es gibt noch eine andere Möglichkeit, wie Märkte in Krisensituationen reagieren: Die Kapitulation. Diese ist etwas schwieriger zu erklären: Damit Märkte kapitulieren, müssen viele Faktoren zusammenkommen. Ein Beispiel dazu: Es müssen sich immer neue Ansätze einer Bodenbildung ausbilden, welche schlussendlich doch wieder abverkauft werden. Immer wieder steigen Investoren ein, weil sie hoffen, das Tief sei erreicht und nun werde eine stärkere Gegenbewegung einsetzen. Ein Teil dieser Investoren wird sehr schnell ausgestoppt. Ein anderer Teil bleibt jedoch auch bei fallenden Kursen investiert und dieses Geld fehlt fortan dem Markt.
Hinzu kommt, dass natürlich auch die Trader schnell die Lust verlieren, immer wieder neue Investitionen zu wagen, wenn sie sehen, dass der Markt jeden Bodenversuch abverkauft. Irgendwann werden sie sich dann frustriert und um einige Cent ärmer einfach zurücklehnen und warten, bis sich klare Signale ausbilden. Auch diese Liquidität fehlt dann dem Markt.
Bei weiter fallenden Kursen, und sinkender Bereitschaft, auf Gegenbewegung zu setzen, gibt es ein sehr schwer zu definierendes Niveau, an dem eine große Anzahl von Menschen Angst bekommt. Wenn dieses Niveau unterschritten wird, wenn selbst starke Hände aussteigen, dann kommt es zu Kurseinbrüchen in den Indizes, die über 4 % liegen - das ist dann das Zeichen für die Kapitulation.
Auslöser sind häufig weitere externe Nachrichten
Meistens wird diese Situation durch weitere Nachrichten, ein neues Thema, dass den Markt trifft, ausgelöst.
Im Moment mache ich mir Sorgen um die Auflösung der Carry-Trades. Sie erinnern sich, eine erste Auflösung von Carry-Trades führte zum Einbruch im März. Nun schauen Sie sich dazu den Dollar/Yen Chart an:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003101.jpg
Der jetzige Einbruch ist bereits wesentlich heftiger als der im März, aber das ist nicht der springende Punkt.
Im Prinzip befindet sich das Dollar/Yen Verhältnis seit 1999 in einem sehr langen und sehr beständigen Seitwärtstrend. Der Kursverlauf ist vor kurzem an der oberen Linie bei circa 126 Yen abgeprallt. Innerhalb von solchen Seitwärtsbewegungen neigen die Kurse dazu, jeweils in der Gesamtspanne hin und her zu laufen. Das bedeutet, das Kursziel liegt aus charttechnischer Sicht nun bei 101 Yen. Und das kann sehr schnell erreicht sein. Wie schnell es gehen kann, sehen Sie an dem Einbruch aus dem Jahr 1998 (hier rot unterlegt). Wenn man übrigens die damalige Spanne an das jetzige Hoch anlegt, ergibt sich ein Kursziel von 90 Yen. Ich glaube jedoch nicht, dass der Dollar soweit fällt. Ich denke, dass spätestens bei 102 Yen Schluss ist.
Heute wurde übrigens auch die Aufwärtstrendlinie unter hoher Dynamik gebrochen. Auch aus diesem Grund ist die Aussicht auf einen Kurs von 101 Yen nicht sonderlich abwegig.
Die Mittellinie, die letzte Bastion
Sehr wichtig ist im Moment die Mittellinie dieser Seitwärtsbewegung, welche bei circa 113-114 Yen liegt. An diesen Mittellinien kommt es oft zu entscheidenden Bewegungshochs, beziehungsweise Bewegungstiefs. Sollte der Kurs jetzt auch noch unter dieser Marke fallen, müssen wir mit einem Kurs von 101 Yen rechnen.
Das macht auch fundamental Sinn: Fast alle Anleger, die von Oktober 2005 in einen Carry-Trade Dollar/Yen eingestiegen sind, werden unter dieser Linie Gefahr laufen, dass sie mit diesen Carry Trade Verluste machen. Unter 113 Yen wird es also kritisch! Es kann sein, dass in dem Fall die Carry-Trades kollabieren und das wäre wahrscheinlich die Nachricht, die zu einer Kapitulation der Märkte führt. Spätestens dann sehen wir auch im DAX die 6250 Punkte Marke.
Euro/Yen kurz vor dem Trendbruch?
Diese Brisanz der aktuellen Lage zeigt sich nicht nur im Dollar/Yen-Verhältnis, sondern gilt auch für andere Währungspaare, in denen der Yen involviert ist. Hier zum Beispiel das Euro/Yen-Verhältnis:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003103.jpg
Im Euro/Yen-Verhältnis steht zu befürchten, dass der massive Aufwärtstrend, der sich seit 2000 gebildet hat, gebrochen wird. Auch das hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit einen weiteren dramatischen Kursverfall zur Folge.
Der Carry-Trade des kleinen Mannes
Ganz deutlich wird allerdings die Auflösung der Carry Trade im folgenden Chart. Hierbei handelt es sich um den Neuseeland Dollar zum Yen. Der Neuseeland Dollar war aufgrund der hohen Zinsen einer der beliebtesten Investitions-Währungen bei den Carry-Trades der Kleinanleger in Japan.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003104.jpg
Dieser Einbruch vermittelt erst die tatsächliche Dramatik der aktuellen Situation. Das ist ein eindeutiger Crash. Aber auch hier steht eine sehr wichtige Unterstützung an, nämlich die 77 Yen Marke. Es ist sozusagen die letzte Halte-Marke vor einem massiven weiteren Abverkauf.
Wie weit die Aktienmärkte diese Entwicklung verkraften, kann ich zurzeit noch nicht absehen. Noch sind die Abschläge zwar deutlich, aber eine richtige Panik kann ich nicht entdecken. Offenbar hat der Markt noch nicht kapituliert. Es kann also sein, dass es aktuell zu einer Gegenbewegung kommt und zwar sowohl in den internationalen Indizes, als auch in diesen oben genannten Währungspaaren. Wenn jedoch dieser neuerliche Versuch einer Gegenbewegung abverkauft wird, wenn diese Marken in den Währungspaaren nach unten aufgelöst werden, dann muss man mit einer Kapitulation der Märkte rechnen.
Was mich interessiert ist: Was passiert, wenn heute Nacht Japan ins Spiel kommt – ich kann nicht abschätzen, wie viele von der oben genannten Kleinanleger die Auflösung der Carry-Trades bisher verschlafen haben, da ich nicht weiß, ob diese noch zu den Handelszeiten reagieren konnten (ich kenne mich mit japanischen Brokern nicht aus). Eventuell kommt dann noch heute Nacht ein weiterer Schub.
Was tun, wenn alles in Panik gerät?
Was Sie bei einer Kapitulation tun sollten, wenn alles in Panik gerät, die Kurse senkrecht fallen, es kein Halten mehr gibt, wenn in den Medien der Untergang gepredigt wird und wirklich jeder Analyst zum Ausstieg oder zumindest zur Vorsicht rät? Wenn Sie schon länger den Investor’s Daily lesen, wissen Sie es: Kaufen, kaufen, kaufen! Aber natürlich erst dann, wenn es „richtig“ dramatisch wird.
Bis dahin können Sie natürlich schon vorsichtige Käufe überlegen, diese sollten Sie aber dicht absichern.
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=1y&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=simple&ind=BB&ind0=SST&ind1=RSI&¤cy=&lSyms=DAX.ETR&lColors=0x000000&sSym=DAX.ETR&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=5y&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=simple&ind=BB&ind0=SST&ind1=RSI&¤cy=&lSyms=DAX.ETR&lColors=0x000000&sSym=DAX.ETR&hcmask=
Ob nicht die 7000-er Grenze noch herhalten muß!!!
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=30y&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=simple&ind=BB&ind0=SST&ind1=RSI&¤cy=&lSyms=DAX.ETR&lColors=0x000000&sSym=DAX.ETR&hcmask=
Worst-Case-Szenarien an der Wall Street
„Dieser Markt geht runter wie Freibier“, meint Art Hogan. Doch ansonsten ist dem Börsenexperten vom Brokerhaus Jefferies & Co. gar nicht zum Scherzen zumute. „Wenn es einen Tag gibt, an dem die Wall Street das Worst-Case-Scenario einpreist, dann ist das wohl heute.“
Schwer zu sagen, wie das Worst-Case-Scenario aussehen wird. Brechen die Hedgefonds ein? Wird es weitere Pleiten bei Banken und Kreditagenturen geben? Müssen Trader an der Wall Street die alte „Dow 10 000“-Mütze aus dem Keller holen? Oder stürzt die amerikanische Konjunktur gar in eine Rezesseion.
Fakt ist, dass die Märkte im freien Fall und offenbar auf das Schlimmste eingestellt sind. Und während nach einem 30-prozentigen Anstieg des Dow Jones in den vergangenen 12 Monaten eine Korrektur um 10 Prozent zunächst eigentlich ganz vernünftig aussah, wird es jetzt doch manchem Beobachter mulmig. Die 10 Prozent sind – gerechnet am Allzeit-Hoch bei 14 000 Punkten vor genau einem Monat – punktgenau erreicht, doch die Kurseinbrüche scheinen kein Ende zu nehmen. Im Gegenteil: Aktien brechen immer schneller und tiefer ein.
Kein Wunder, bei der aktuellen Meldungslage. Jeden Tag gesteht irgendein Finanzriese massive Liquiditätsprobleme, nach American Home Mortgage steht nun Countrywide vor dem Konkurs. Derweil verschlechtert sich die Lage im Bausektor weiter. Die Baubeginne sind so schwach wie seit zehn Jahren nicht mehr, und damit dürfte sich die Lage im Hypothekensektor noch verschärfen. Gleichzeitig meldet das Produzierende Gewerbe unter den Erwartungen – und doch greift die Notenbank nicht ein.
Anleger hoffen seit Tagen auf eine Zinssenkung als Notmaßnahme. Diese Hoffnung war ohnehin weit hergeholt, nun bekommt man aber mehr oder weniger offizielle Absagen, unter anderem von William Poole, einem der stimmberechtigten Fed-Gouverneure. Auch Finanzminister Hank Paulson ist dagegen, dass sich die Fed oder sonstwer in Washington in die Märkte einmischt.
Seit dieser Woche sind die bisherigen Jahresgewinne aufgebraucht, und manche Experten glauben nicht daran, dass sie sich allzu bald wieder einstellen. Im Gegenteil: Joe Battipaglia vom Brokerhaus Stifel Nicolaus fürchtet, dass Anleger ihren Ausblick grob umstellen müssen. „Wer jetzt noch glaubt, dass wir das Jahr im Plus beenden, der irrt sich“, meint Battipaglia. „Ich kann mir das beim besten Willen nicht mehr zusammenreimen.“
Er wird wohl Recht behalten. Immerhin müssen in absehbarer Zeit 600 Milliarden Dollar, die im amerikanischen Subprime-Markt stecken, refinanziert werden. In diesen Wirren stecken nicht nur Banken und Kreditgeber, sondern auch die Kreditnehmer – die Verbraucher. Und die treten jetzt schon kürzer, was nicht nur die teuren Ketten spüren, sondern mittlerweils schon die Discounter. Wenn Wal-Mart einmal den Ausblick senkt, was gerade passiert ist, dann geht es dem Konsumenten schon ganz schlecht. Gar nicht auszudenken, wenn 7 Millionen Amerikaner ihre Häuser verlieren, wie Jim Cramer von TheStreet.com befürchtet. Horrorszenarien? – Vielleicht. Aber, wie sagt doch Art „Freibier“ Hogan: „Wenn es einen Tag gibt, an dem die Wall Street das Worst-Case-Scenario einpreist, dann ist das wohl heute.“
Lars Halter -
HANDELSBLATT, Freitag, 17. August 2007, 07:00 Uhr
Bulle und Bär
Subprime zur Prime Time
Von Ingo Narat
Wenn Börsianer zur besten Sendezeit schlechte Nachrichten serviert bekommen, haben sie dafür eine neue Kurzformel gefunden: Subprime zur Prime Time. Insoweit war der gestrige Donnerstag keine Ausnahme. Die Aktienkurse rauschten nach unten.
FRANKFURT. Rückblende: Mitte Juli scheinen die Anleger eines Morgens vor die Tür getreten und mit einer völlig anderen Welt konfrontiert gewesen zu sein. In dieser anderen Welt gibt es keine verlässlichen und stabilen Trends an den Finanzmärkten mehr.
Es war auch zu schön: Liquidität überschwemmt die Märkte und treibt die Kurse auf immer neue Höhen; Investoren schwärmen von China und vom Kürzel Bric, berauschen sich an den Anlagethemen Energie und Klimawandel.
Jetzt ist die Liquidität einfach verschwunden, verschreckte Finanzhäuser halten die Taschen zu. Die Schwellenländer verursachen nach den Kursstürzen bei manchen Anlegern plötzlich allergische Reaktionen. Klimawandel ist erst einmal abgehakt. Aber dem Klimawandel waren die Finanzmärkte ohnehin immer schon egal; der Globus erwärmt sich auch ohne Wall Street und den Dax.
Überrascht sein darf niemand. Die ausufernde amerikanische Hypothekenkrise, die bei den schlechten Schuldnern (Subprime) startete, ist eine Krise mit Ansage. Sie war fast so gut zu prognostizieren wie der demografische Wandel. Doch nach über vier Jahren Aktienhausse hofft man eben, es möge einfach so weitergehen. Jetzt zeichnen die Charts eine unbequeme Wahrheit. Viele Verantwortliche aus Banken und Anlagehäusern verweigern Kommentierungen der Lage. Zu groß ist die Angst, irgendein falsch interpretiertes Wörtchen könnte die Anleger in Panikattacken treiben. Und die Anleger müssen bei der Stange bleiben, sonst setzt sich eine fatale Abwärtsspirale in Gang.
Die Krise kann sich kaum einfach so in Wohlgefallen auflösen. Das sind schlechte Nachrichten für Aktien und damit auch für große Teile der Anlagebranche, die auf diesem Feld viel Geld verdient. Sei es drum: Es gibt Zeiten, in denen ist die Sicherung des Kapitals wichtiger als die Jagd nach hohen Gewinnen. Der bekannte Vermögensverwalter Marc Faber hat es ähnlich formuliert: Es gibt Zeiten, in denen muss der Anleger beiseite treten.
Es bleiben in dieser Lesart wenige Rettungsanker. Dazu zählen Cash, kurz laufende Zinsanlagen und einige Rohstoffbereiche. Weite Teile der Aktienmärkte kommen für Investments nicht mehr in Frage – Finanzwerte an vorderster Front. Das ist psychologisch unbefriedigend, es sei denn die Anleger beruhigen sich mit einer alten Börsenweisheit: Aktionären geht es immer gut; in der Hausse steigen die Kurse, in der Baisse die Renditen.
DAX-Future, baldige Gegenbewegung?
17.08.2007 - 10:16:23 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).
Der DAX-Future habe die bärishe Einschätzung der Analysten bestätigt. Nachdem die Ziele auf der Unterseite nun jedoch erreicht worden wären, ändern diese ihre Einschätzung nun. Der DAX-Future erreiche ein sehr wichtiges Support-Cluster bestehend aus dem 200-Tagedurchschnitt, der Horizontalunterstützung bei 7.200 Punkten, sowie dem 61er Retracement. Dieses Cluster in Verbindung mit den Divergenzen in der Stochastik führten aktuell dazu, dass die Experten das kurzfristige Abwärtspotenzial als begrenzt ansähen und demnächst mit einer ersten Gegenbewegung rechneten. Ziele seien die Marken bei 7.450 und bei 7.675 Stellen.
Für das genanntenSzenario, so die Strategen, dürfe die 7.200er Marke nicht mehr per Tagesschluss unterschritten werden. Da diese Marke sehr nahe stehe, könne dieses Szenario vom DAX-Future sehr schnell negiert werden. Die Stops ließen sich jedoch sehr eng setzen bzw. Gewinne aus Short-Positionen könnten hier gut realisiert werden.
http://194.97.1.200/charts/1590000/20070817_1594848_1.gif
Bund-Future, kurzfristige Übertreibung nach oben
17.08.2007 - 09:20:25 Uhr
Wagner Research Concepts
Frankfurt (derivatecheck.de) - Andreas Otto, Trading-Experte bei Wagner Research Concepts, schaut auf die aktuellen Aussichten und Tendenzen beim Bund-Future (FGBL).
Die zu den turbulenten Aktienmärkten fast spiegelbildliche Preisentwicklung der Staatsanleihen lasse sich auch am Bund-Future nachvollziehen. Als die Aktien am frühen Abend panikartig verkauft worden wären, sei der Renten-Future bis auf 114,11 hochgeschossen, aber mit der anschließenden Beruhigung wieder zurückgekommen und bei 113,54 über einen halben Prozentpunkt tiefer aus dem Handel gegangen. Die langen Lunten auf der Unterseite der Kerzen bei den Aktienindizes fänden beim Bund-Future ihre Entsprechung in Form eines ausgeprägten Dochts auf der Oberseite.
In der Ausdeutung dieses Musters sieht der Analyst eine kurzfristige Übertreibung nach oben, die nun mit einer Impulswende nach unten korrigiert werden könnte. Der sekundäre Aufwärtstrend bleibe jedoch intakt, diese wäre sogar mit dem neuen Verlaufshoch gestern erst bestätigt worden. Ein Rücksetzer könnte bis an die noch unverletzte ansteigende Trendlinie führen. Eine weitergehende Korrektur bis an oder gar unter die Unterstützung bei 111,92 würde den Sekundärtrend jedoch in Frage stellen. Widerstände gebe es für den Bund-Future aktuell bei 114,11 und bei 114,39. Unterstützungen ließen sich finden bei 111,92 und bei 109,66.
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Technischer Morgenkommentar vom 17. August 2007
Aktienmärkte rund um den Globus mussten gestern deutliche Verluste einstecken. Immer offensichtlicher wird, dass die sog. „Subprime-Krise“ auf andere Bereiche übergreift, etwa auf den Markt für Commercial Papers. Die ohnehin schon angespannte Liquiditätslage wurde gestern durch massive Auflösungen von Yen Carry Trades noch verschärft. Ein erster Silberstreif am Horizont zeigte sich dann im späten US-Handel. Die amerikanischen Standardwerte-Indizes, die im Morgenhandel noch tief in der Verlustzone steckten, drehten nach einer mehrstündigen Stabilisierung nach oben und holten ihre ausgeprägten Verluste wieder auf. Spekulationen um eine Zinssenkung der Fed, wenn nicht gar in einer außerordentlichen Sitzung, so doch beim nächsten regulären FOMC-Meeting, sowie Gerüchte um eine Rettungsfinanzierung für einige Finanzinstitute waren dabei ebenso hilfreich wie ein Yen, der sich am Abend auf hohem Niveau stabilisierte.
Der Dow Jones Index schloss mit einem kleinen Verlust von 0.12 Prozent, der NASDAQ Composite mit einem Minus von 0.32 Prozent und der Finanzwertlastige S&P 500 sogar mit einem Plus von 0.32 Prozent.
Allen US-Indizes sind die riesigen Lunten an der Unterseite der gestrigen Tageskerzen gemein, die von Panikverkäufen mit anschließender Erholung zeugen. Zumindest kurzfristig deutet dies auf einen möglicherweise bereits überstandenen „selling climax“ hin. Die in diesem Zeitfenster noch stark überverkauften Indizes haben jetzt die Chance, vom stark überverkauften Niveau aus eine Erholungsreaktion zu starten.
Der dynamische mittelfristige Abwärtstrend sollte damit etwas an Schwung einbüßen, bleibt bis auf weiteres aber noch intakt.
Bund-Future
Widerstände: 114.11 (ü), 114.39 (u);
Unterstützungen: 111.92 (ü); 109.66 (ü)
O=Orientierungsmarke, u = untergeordnet, ü = übergeordnet;
Die zu den turbulenten Aktienmärkten fast spiegelbildliche Preisentwicklung der Staatsanleihen lässt sich auch am Bund Future nachvollziehen. Als die Aktien am frühen Abend panikartig verkauft wurden, schoss der Bund Future bis auf 114.11 hoch, kam aber mit der anschließenden Beruhigung wieder zurück und schloss bei 113.54 über einen halben Prozentpunkt tiefer.
Die langen Lunten auf der Unterseite der Kerzen bei den Aktienindizes finden beim Bund Future ihre Entsprechung in Form eines ausgeprägten Dochts auf der Oberseite. In der Ausdeutung dieses Musters sehen wir für den Bund Future eine kurzfristige Übertreibung nach oben, die nun mit einer Impulswende nach unten korrigiert werden könnte. Der sekundäre Aufwärtstrend bleibt jedoch intakt, ja wurde mit dem neuen Verlaufshoch gestern erst bestätigt. Ein Rücksetzer könnte bis an die noch unverletzte ansteigende Trendlinie führen. Eine weitergehende Korrektur bis an oder gar unter die Unterstützung bei 111.92 würde den Sekundärtrend jedoch in Frage stellen.
DAX
Widerstände: 7632 (ü), 8151 (ü);
Unterstützungen: 7293-7373 (ü), 7218 (u), 7159(u), 7087(u);
O=Orientierungsmarke, u = untergeordnet, ü = übergeordnet;
Der DAX konnte von der späten Erholung im US-Handel gestern nur
in Form seines Futures profitieren. Nach seinem Tiefststand bei 7220, der kurzzeitig sogar ein Verlaufstief vom April unterschritt, drehte der FDAX dynamisch nach oben und
schloss fast auf seinem Tageshoch sogar deutlich im Plus.
Trotz erneuter Verluste heute in Asien stehen die Vorgaben für den
DAX-Index heute morgen also nicht schlecht.
Der DAX dürfte zumindest etwas freundlicher eröffnen und auch im Vormittagshandel fest bleiben, vorausgesetzt die Währungsmärkte spielen mit (EURJPY hält sich über 150). Der weitere Handelsverlauf wird wieder stark von den amerikanischen Märkten geprägt werden. Hier wird sich erst noch zeigen müssen, ob Anleger gewillt sind, im momentan noch immer kritischen Umfeld Papiere mit ins Wochenende zunehmen.
Der DAX nähert sich einer Reihe von Unterstützungsmarken, die sich von früheren Verlaufstiefs im Bereich um 7200 ableiten und einer ansteigende Trendlinie aus dem langfristigen Zeitfenster. Auch dies spricht für die hohe Wahrscheinlichkeit einer Reaktionsrallye entweder heute oder in den kommenden Tagen. Der übergeordnete mittelfristige Trend zeigt jedoch weiterhin nach unten.
Für eine generelle Entwarnung ist es zu früh, das Risiko eines weiteren Abwärtsbeins ist noch immer recht hoch. Für ein Neuengagement in strategischen Long-Positionen ist ein bestätigter,
mittelfristiger Boden erforderlich, der bisher noch nicht abzusehen ist. „Cash is king“, das gilt momentan nicht nur für gestresste amerikanische Hypothekenbanken sondern auch für den Privatinvestor.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Andreas Otto, Noah Research (www.noah-research.de)
für Wagner Research Concepts
andreas.otto@wagner-wertpapier.de
HANDELSBLATT, Freitag, 17. August 2007, 17:04 Uhr
Aktienkurse werden weiter schwanken
Dax-Ausblick: Anleger brauchen starke Nerven
Anleger brauchen auch in der neuen Woche starke Nerven. Die Börsen werden Achterbahnen gleichen in einem in den zurückliegenden Jahren ungekannten Ausmaß, vermuten Marktbeobachter. Die US-Hypothekenkrise lastet weiterhin schwer auf den Märkten, die aber sofort mit Erleichterung auf Nachrichten wie die Zinssenkung der US-Notenbank reagieren.
HB FRANKFURT. Die Börsen werden auch in den nächsten Tagen von der Sorge umgetrieben, die Krise am US-Hypothekenmarkt könne auf die Weltkonjunktur übergreifen. Diese Frage werde weiter die Richtung an den Aktienmärkten bestimmen, meinen die Marktstrategen. Neue Hiobsbotschaften über Schieflagen von Hypothekenbanken oder weitere Fondsschließungen könnten nach Einschätzung der Beobachter den Dax unter Druck setzen. Stützen könnten dagegen Zinssenkungsfantasien, nachdem die US-Notenbank am Freitag einen ihrer Zinssätze herunterschraubte. „Nervosität und hohe Kursschwankungen dürften die Aktienmärkte in den nächsten Tagen prägen“, sagt Tobias Basse von der NordLB. Auch Andy Sommer von der HSH Nordbank erwartet, dass die Unsicherheit im Markt bleibt. „Es gibt ein großes schwarzes Loch. Keiner weiß, welche Firmen noch von der US-Hypothekenkrise betroffen sein könnten.“
Frankfurt Dax Index
Nachrichten über in Schwierigkeiten geratende Finanzinstitute beunruhigen die Anleger immer wieder aufs Neue. So hatte wegen der Immobilienkrise First Magnus Financial, eine der größten privaten Hypothekenbanken der USA, ihre Kreditvergabe eingestellt. Als Begründung führte das Management an, dass wegen der zunehmenden Risikoscheu an den Finanzmärkten keine Investoren als Käufer für die Baudarlehen mehr gefunden werden konnten. Die Risikoscheu der Investoren hatte dem japanischen Aktienmarkt am Freitag mit über fünf Prozent die stärksten Kursverluste seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA beschert.
Beistand erhalten die Investoren von den Notenbanken, die rund um den Globus die Finanzmärkte mit zusätzlicher Liquidität versorgt hatten. Am Freitag Nachmittag senkte die US-Notenbank (Fed) überraschend den Diskontsatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können, um einen halben Prozentpunkt auf 5,75 Prozent. Die Kurse an den Börsen in Frankfurt, London, Zürich und Paris schossen daraufhin nach oben. „Das ist eine wichtige Botschaft. Die Notenbanken signalisieren damit, dass sie zur Unterstützung zur Verfügung stehen“, sagte Max Holzer, Leiter Portfoliomanagement bei Union Investment. Für Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba hat die Fed damit den Grundstein für eine Senkung des zentralen US-Zinssatzes für Tagesgeld, der derzeit bei 5,25 Prozent liegt, im September gelegt. „Viele hatten schon darauf gesetzt, aber jetzt ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch“, sagte er.
Die Turbulenzen an den Märkten spiegeln sich in der Unsicherheit ihrer Beobachter. Die Prognosen reichen von noch weitergehenden Korrekturen bis zu den optimistischen Einschätzungen, die Aktien immer noch für attraktiv halten. Technische Analysten äußern sich derzeit eher zurückhaltend. „Da der Optimismus unter den Anlegern noch zu hoch ist, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Ausdehnung der Kurskorrektur ausgehen“, meint zum Beispiel Holger Wilfling, technischer Analyst beim Online-Broker Fimatex. Nach seiner Ansicht wird der Dax, nachdem er sein erstes Tief von 6 600 Punkten (Ende August / Anfang September) erreicht hat, bis Ende September an seine Entscheidungsmarke von 7 200 Punkten gelangen. „Dann muss der Markt sich entscheiden, ob die Rallye in den Bereich von 8 500 bis 9 000 Punkten bis zum Ende des Jahres wieder aufgenommen wird, oder ob er seinen Kurs nach unten weiter beibehält und erst im unteren 5 000er Bereich zum Stehen kommt.“
Frankfurt Dax Index
Auch Matthieu Driol, der als unabhängiger Analyst für den Daytradebroker Clickoptions tätig ist, bleibt skeptisch: „Dass der Dax in dieser Woche mehrfach an der Überschreitung der Marke von 7 490 Punkten gescheitert ist, zwingt uns zu einer kurzfristig vorsichtigeren Meinung“.
"Für die Investoren an den internationalen Aktienmärkten bleibt die Situation kritisch", glauben auch die Marktbeobachter des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger. In ihrer aktuellen „Marktmeinung aus Stuttgart“ schreiben sie: "Zwar können die meisten Unternehmen noch gute Quartalszahlen aufweisen, auch wird der Markt immer wieder belebt durch Fusionsgerüchte, und die Konjunkturzahlen erscheinen insgesamt in einem noch akzeptablen Licht. Doch diese Rahmendaten täuschen nicht darüber hinweg, welche Gefahren vom US-Häusermarkt noch ausgehen können, die vielleicht erst in den kommenden Monaten sichtbar werden und wodurch deutlich werden kann, ob ein Auswirken auf die Realwirtschaft eintritt und somit das Konsumverhalten der Verbraucher weiter eingeschränkt wird. So werden die Aktienmärkte weiterhin sehr volatil bleiben". Dennoch verfallen die Stuttgarter nicht in Pessimismus und geben "auf einem Sechs-Monats-Bild einen verhaltenen optimistischen Ausblick". Den Dax sehen sie in einer Bandbreite zwischen 7 800 und 8 000 Punkten.
Nicht alle Aktienexperten sehen aber für die neue Woche schwarz. „Erst waren die Märkte von Gier getrieben, zuletzt regierte die Angst, und jetzt wird wohl etwas Vernunft einziehen“, sagt Kai Stefani, Kapitalmarktanalyst bei Allianz Global Investors. Seiner Einschätzung nach sind aus fundamentalen Gesichtspunkten Aktien nach wie vor attraktiv. Basse erwartet von der Krise keine nachhaltige Belastung für die Weltwirtschaft. „Die Volkswirtschaften in Indien und China verbuchen weiter hohe Wachstumsraten“, sagt er.
Zu den Optimisten gehört auch der LBBW-Analyst Steffen Neumann. Er hält es zwar durchaus für möglich, dass der Dax in den kommenden Wochen auf 7 000 von derzeit 7 250 Punkten fällt. „Dann sollte sich der deutsche Aktienmarkt wieder fangen. Einen Dax-Stand von 8 000 Punkten bis Jahresende halten wir nach wie vor für realistisch.“ Die US-Hypothekenkrise dürfte eine erhöhte Risikovorsorge bei den Banken nach sich ziehen, so der LBBW-Stratege. „Viele Investoren befürchten nun verschärfte Standards bei der Kreditvergabe.“ Darunter dürften Börsianern zufolge zunächst Beteiligungsgesellschaften leiden, die mit milliardenschweren Firmenübernahmen die jüngste Rally an den Aktienbörsen befeuert hatten.
Frankfurt Dax Index
Noch positiver schätzt Citigroup-Analyst Robert Buckland die Lage ein. Er sieht die Bullenphase des Aktienmarktes noch nicht am Ende angekommen. Trotz der zuletzt hohen Volatilität dürften die weltweiten Gewinne weiter wachsen, wenn auch in einem geringeren Tempo um „noch immer anständige zehn Prozent“, glaubt Buckland. Die Bewertungen würden unausweichlich attraktiver, so dass in den kommenden zwölf Monaten zweistellige Zuwachsraten aus Aktienanlagen möglich seien. Die missliche Lage von quantitativ gemanagten Hedge-Fonds könnte unterdessen aber womöglich immer noch nicht ausgestanden sein, warnt der Experte. Diese Fonds machten mittlerweile rund ein Viertel der weltweiten Hedgefonds aus.
Technischer Morgenkommentar vom 20. August 2007
Hinweis in eigener Sache: aus technischen Gründen, können wir Ihnen den
Technischen Morgenkommentar erst wieder ab morgen, Dienstag den 21.
August anbieten. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Handelsrichtung Trigger Kurs-Ziel Stop-Kurs Bedingung
Long 7223 7253 7198 FDAX eröffnet unterhalb der 7223
Short 7528 7498 7553 FDAX eröffnet oberhalb der 7528
08:00 AT/Constantia Packaging AG, Ergebnis 2Q, Wien
10:30 GB/Nettomittelaufnahme der öffentlichen Hand Juli
PSNB
PROGNOSE: -6,4 Mrd GBP
zuvor: +7,4 Mrd GBP
12:00 DE/Deutsche Bundesbank, Monatsbericht August, Frankfurt
***14:30 US/Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) Juli
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Tender
***16:00 US/Index der Frühindikatoren Juli
PROGNOSE: +0,4% gg Vm
zuvor: -0,3% gg Vm
19:00 US/Treasury, Auktion drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Sixt AG, Ergebnis 2Q, Pullach
- EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Takko Holding GmbH durch Advent International Corp,
Brüssel
- EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Orange Nederland NV und der Orange Nederland
Breedband BV durch T-Mobile Netherlands Holding BV,
Tochter der Deutschen Telekom AG, Brüssel
- HU/Feiertag ("Nationalfeiertag"), Börse geschlossen - nicht nur die Börse:) - dort ist alles geschlossen oder abgesperrt:):)!!
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
20.08.2007 08:36
Wochenausblick: Wie lange beruhigt die Zinssenkung?
Nun stellt sich aber die Frage wie lange die Zinssenkung die Märkte beruhigen kann. Die Antwort werden wir in den nächsten Tagen bekommen, denn weitere Hiobsbotschaften angeschlagener US-Hypothekenfinanzierer sind unvermeidlich. Eine erste schwere Prüfung steht dem deutschen Markt gleich zu Handelsbeginn bevor. Einerseits sind die Vorgaben aus den USA zwar gut, andererseits musste die Landesbank Sachsen am Wochenende Probleme bei einer ihrer Investmentgesellschaften einräumen. Die genaue Höhe der möglichen Verluste bezifferte sie bisher nicht. Presseberichten zufolge drohen der SachsenLB Verluste in Höhe von bis zu 500 Mio. Euro, was allerdings von Seiten der Bank dementiert wurde. Die heutige Reaktion des Marktes auf diese Neuigkeit könnte die Weichen für die ganze Woche stellen. Auf jeden Fall bleibt es sehr volatil.
Die Berichtssaison geht ihrem Ende entgegen. Diese Woche melden hauptsächlich Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe ihre Quartalszahlen, darunter Sixt (heute), Lindt&Sprüngli (Dienstag), Solon und ProSiebenSat.1 (Mittwoch) sowie Nordex am Donnerstag.
Die wenigen Unternehmenszahlen werden die Börsen kaum beeinflussen. Wichtiger sind die Konjunkturdaten der kommenden Tage. Am Dienstag veröffentlichen das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) seinen monatlichen Konjunkturklimabericht und das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) seinen Indikator für das Weltwirtschaftsklima. Am Freitag werden in den USA die Zahlen zum Eigenheimabsatz für Juli bekannt gegeben. Nachdem die Indikatoren für den US-Immobilienmarkt in den vergangenen Wochen alle schwächer ausfielen, wird es auch hier niedrigere Verkaufszahlen geben. Die Frage ist nur, wie hoch der Rückgang ausfällt. Außerdem werden die Zahlen zum US-Auftragseingang für langlebige Güter veröffentlicht.
DAX, im Niemandsland
20.08.2007 - 08:16:53 Uhr
HSH Nordbank
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der HSH Nordbank blicken auf das aktuelle Marktumfeld und die technische Ausgangslage des DAX.
Der DAX habe im Freitagshandel zunächst das untere Bollinger-Band getestet, bevor die Fed-Entscheidung ein Indraday-Reversal ausgelöst hätte. Dennoch habe es bis zum Handelsschluss nicht für etwaige Kaufsignale gereicht. Insofern könne man charttechnisch heute vom Niemandsland sprechen. Sollte die Marke von 7.400 Zählern überwunden werden können, wäre aus Sicht der Handelsexperten bei der HSH Nordbank der kurzfristige Abwärtstrend gestoppt. Andernfalls seien weitere Rückschläge zu befürchten. Widerstände gebe es bei 7.400, bei 7.500, bei 7.580-90 und bei 7.990 Punkten. Mit Unterstützung wäre bei 7.240, bei 7.150 und bei 7.030 Stellen zu rechnen.
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DAX, Abwärtsgefahr ist noch nicht gebannt
20.08.2007 - 08:26:04 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.
Nachdem der Kurs des deutschen Leitindex bereits am Donnerstag eine regelrechte Achterbahnfahrt vollzogen hätte, wäre dies am Freitag noch einmal übertroffen worden. Insbesondere beeinflusst von der negativen Kursentwicklung in Tokio (-5,4 %) habe der DAX erneut im Minus eröffnet und recht zügig ein neues Bewegungstief im kurzfristigen Abwärtstrend um 7.190 Punkte etabliert. Nach einer ersten Erholung und der erneuten Annäherung an das Bewegungstief erfolgte nach Angaben der Marktbeobachter mit dem überraschenden Zinssignal der Fed der Startschuss zu eine markanten Rally, die den Kurs des DAX innerhalb einer Stunde um 280 Zähler bis an den Widerstand um das 7.500er Niveau katapultiert habe. Gewinnmitnahmen zum Handelsschluss hätten den deutschen Aktienindex dann erneut wieder unter den 7.400er Level gedrückt.
Mit dem wichtigen Marktteilnehmer "Fed" im Rücken trauten sich den Experten zufolge somit die "Bullen" wieder zurück in das Risikopapier "Aktie". Unterstützung hätten diese auch von der doch markant negativen Stimmungslage der Investoren erhalten. Sowohl am deutschen Markt als auch in den USA habe in den vergangenen Tagen eine recht hohe Put/Call-Ratio bei den Indexoptionen beobachtet werden können. Damit sei zu vermuten, dass verstärkte Short-Eindeckungen die Kurse am Freitag in die Höhe getrieben haben könnten.
Auch wenn die abwärts gerichtete Trendlinie von Mitte Juli kurzzeitig überwunden worden sei, so bleibe doch der kurzfristige Abwärtstrend intakt. Eine nachhaltige Verbesserung der Gesamtsituation könne unter charttechnischen Gesichtspunkten erst beim Überwinden der 7.630er Marke festgestellt werden. Insgesamt kann aus Sicht der Experten bei der DZ Bank somit die Annahme einer noch nicht beendeten zweiten Ausverkaufswelle im Rahmen einer "ABC-Korrektur" aufrecht erhalten bleiben. Hieraus ergäben sich noch Kursrückschlagsrisiken bis in den Bereich der 200-Tagelinie um 7.100 bzw. sogar bis knapp 6.900 Stellen ("Mesaured Move"-Projektion aus der letzten Stabilisierungsbewegung).
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20.08.2007 08:36
Zinssenkung: Heilmittel oder Giftpille?
Liebe Leser,
mit der überraschenden Zinssenkung des Diskontsatzes hat die US-Notenbank am Freitag ihre Bereitschaft zur Unterstützung der Aktienmärkte demonstriert. Zu diesem Zinssatz können sich Banken von der Zentralbank Geld leihen. Somit linderte dieser Schritt die Ängste vor Liquiditätsproblemen in der Bankenbranche. Kurzfristig verfehlte die „Pille“ ihre Wirkung nicht: Die Anleger fassten Vertrauen und weltweit zogen die Aktienindizes kräftig an.
Die Zinssenkung birgt allerdings auch Risiken. Die US-Notenbank räumt damit offen ein, dass sie in der Hypothekenkrise ein erhebliches Problem für die US-Wirtschaft sieht. Außerdem kann sie schnell in Zugzwang geraten. Falls die Aktienmärkte weiter deutlich nach unten trudeln, werden schnell Rufe nach weiteren Eingriffen der Notenbank laut. Deren vorrangiges Ziel sollte jedoch die Inflationsbekämpfung sein.
Ob es sich bei der Zinssenkung um eine Giftpille oder ein Heilmittel gehandelt hat, werden wir letztlich erst in einigen Wochen oder Monaten beurteilen können. Ich denke, dass die positiven Auswirkungen der Zinssenkung überwiegen. Trotzdem rechne ich für die kommenden Wochen mit einer anhaltend hohen Nervosität und entsprechenden Kursschwankungen. An eine schnelle und nachhaltige Fortsetzung der Erholung glaube ich daher (noch) nicht.
Ich halte zwei Szenarien für wahrscheinlich: Das bessere Szenario wäre für mich eine wochenlange (sehr volatile) Seitwärtsbewegung mit anschließender Erholung im Herbst. Beim schlechteren Szenario erleben wir ebenfalls eine lange Seitwärtsbewegung, aber erst nach einem erneuten Abrutschen in den Bereich von 7.000 DAX-Punkten. Die Erholung wird hier erst später einsetzen.
20.08.2007 20:44
Zwischen Pest und Cholera
von Jochen Steffens
Ich möchte Ihnen für die vielen Mails zu dem Thema „Ausfälle bei Derivaten“ danken. Es zeigt sich, dass das Problem doch sehr weit verbreitet ist (Bitte haben Sie in diesem Zusammenhang Verständnis dafür, dass ich aufgrund der Fülle von Mails und aus rein zeitlichen Gründen nicht auf alle Ihre Anfragen diesbezüglich eingehen kann – oft bleibt mir nur die Zeit, die Mails zu lesen. Doch zumindest das kann ich Ihnen versprechen: Ich lese wirklich jede einzelne!)
Ich habe am Wochenende darüber nachgedacht, ob es Möglichkeiten gibt, gegen diese Ausfälle vorzugehen. Leider bleiben die Ideen meist theoretischer Natur. Die einzig sinnvolle Reaktion ist, sich die Emittenten rauszusuchen, bei denen solche Ausfälle im Vergleich zu anderen seltener auftreten. Nach den Mails zu urteilen, ist bekannt, wer die schwarzen Schafe unter den Emittenten sind. Auf lange Sicht müsste sich das auswirken. Die andere Alternative, ganz auf Derivate zu verzichten, macht wenig Sinn. Wenn ich mir die Gewinne anschaue, die wir in den letzten Jahren gemacht haben, ist der Derivatehandel trotz aller Ausfälle extrem lukrativ. So bleiben diese Ausfälle der bittere Beigeschmack, zumindest solange die Gewinne die Verluste übertreffen.
Je kurzfristiger Sie traden, desto wichtiger sind die Gebühren
Allerdings habe ich auch einige Mails von Anlegern erhalten, die sehr kurzfristig (intraday) und intensiv mit diesen Scheinen auf Indizes handeln. Hier kann ich immer und immer wieder nur empfehlen, weichen Sie auf die Futures aus! Bei einigen Anbietern sind die Gebühren extrem preiswert. Wesentlich preiswerter als alle Derivate, CFDs und andere Konstruktionen. Je kurzfristiger Sie traden, desto wichtiger sind die Gebühren je Trade und dazu zählen auch die versteckten Gebühren, zum Beispiel die Spreads.
Allerdings sollten Sie sich zuvor intensiv mit dem Thema Future-Traden auseinandersetzten, damit Sie wissen, was Sie tun, was zu beachten ist und welche Gefahren existieren.
Gerade wer kurzfristig und intensiv traden will, sollte sich bemühen, das Handwerkzeug selbst zu erlernen. Dazu gehört es auch, sich „selbstständig“ den preiswertesten Broker, die besten Oberflächen, die geeignetsten Chartprogramme herauszusuchen. Gerade durch dieses Suchen und Vergleichen, durch das Trial and Error lernt man sehr viel! Verlassen Sie sich also nicht auf einzelne Empfehlungen. Stöbern Sie auf Internetseiten und in Suchmaschinen, testen Sie und prüfen Sie. Das gehört einfach dazu.
Nun zum Markt:
Skepsis bleibt
Also ich bin alles andere als überzeugt. Für mich sieht die Aktion der Fed vom Freitag nach einer Panikreaktion aus – ich kann mir nicht helfen. Es war der Versuch, einen Crash in letzter Minute zu verhindern. Nachdem sich die Carry-Trades am Donnerstag/Freitag in einem Zustand der unkontrollierten Auflösung befunden haben und der Nikkei mit einem Minus von über 5 % darauf reagiert hat, musste die Fed etwas tun, um das Schlimmste zu verhindern. Sie wissen, die Notenbanken warnen seit Monaten vor einer unkontrollierten Auflösung der Carry-Trades, da dies eine Gefahr für das internationale Finanzsystem darstelle.
Zwei Sichtweisen zum Thema Senkung des Diskontsatzes:
Zum einen muss man sagen, dass es vielleicht keine schlechte Idee war, zunächst den Diskontsatz zu senken. Quasi als erster Notfallschritt. Damit wurde erreicht, dass sich die Banken preiswerter Liquidität besorgen können. Schließlich ist das Kernproblem ein Problem des Bankensektors. Zudem besteht jetzt noch die Möglichkeit, falls die Kurse weiter dramatisch fallen, die "richtigen" Leitzinsen zu senken. Sprich, man hat noch eine weitere „Notfallmaßnahme“ zur Hand, ohne sein Pulver zu früh verschossen zu haben.
So gesehen scheint es eine geschickte Strategie zu sein.
Schwaches US-Wirtschaftswachstum macht Zinssenkung sinnvoll
Aber es gibt auch eine andere Sicht. Sie erinnern sich, die Fed hat selbst gesagt, dass die Subprime-Krise sich nachteilig auf das US-Wirtschaftswachstum auswirken könne. Darüber hinaus sieht sie zurzeit generell die Möglichkeit, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsame.
Warum hat sie dann nicht direkt die Leitzinsen gesenkt? Denn nur das wird auch der Wirtschaft die Liquidität zur Verfügung stellen, die sie benötigt, um weiter zu expandieren. Allerdings um 6-12 Monate zeitversetzt. Ist es da nicht unsinnig, zu warten und damit diese Zinssenkung nach hinten aufzuschieben? Könnte es nicht sein, dass dann alles schon zu spät ist? Warum nimmt die Fed dieses Risiko einer Rezession in Kauf?
Darüber hinaus hätte eine solche Zinssenkung auch einen günstigen Einfluss auf die Immobilienkrise in den USA, da sie die Refinanzierung erleichtern würde.
Zwischen Pest und Cholera
Meines Erachtens steckt die Fed in einer Zwickmühle zwischen Pest und Cholera, also zwischen Inflationsgefahren und Rezessionssorgen. Wir wissen aber, dass sie sich in diesem Fall immer für die Cholera (Rezession) entscheiden wird.
Eine Inflation kann zu leicht ausufern und zu einer galoppierenden Inflation werden, wenn das Vertrauen in die Währung verloren geht. Gerade in der aktuellen Situation wäre das höchst brisant, da die Bush-Regierung in den letzten Jahren alles nur erdenklich Mögliche getan hat, um das Vertrauen in den Dollar aufgrund einer unsinnig undiplomatischen, fast schon martialischen Außenpolitik zu zerstören. In dem Maß wie der Unmut der Weltbevölkerung über die Bush-Politik gewachsen ist, wuchs auch die Zahl der Stimmen, die über Alternativen zum Dollar nachdachten.
Würde nun die Fed den Dollar frei inflationieren lassen, wären die Tage des Dollars als Weltwährung gezählt (wenn sie es nicht sowieso schon sind). Sobald aber der Dollar den Kelch der Macht an eine andere Währung abtreten müsste, würde auch das zu einer Rezession in den USA führen (das lässt sich historisch belegen).
Doch auch aus rein volkswirtschaftlicher Sicht ist bekannt, dass eine ausufernde Inflation dazu neigt, in einer tiefen Rezession zu enden.
Es besteht keine Wahlmöglichkeit
Also, würde sich die Fed für eine Inflation entscheiden, würde es unweigerlich zu einer Rezession führen. Dann kann sie sich auch direkt für eine Rezession entscheiden. Das wird zwar schmerzhaft, aber insgesamt weniger schmerzhaft als ein inflationierender Dollar.
Aus diesem Grund bin ich noch nicht davon überzeugt, dass dem Schritt vom Freitag bald eine Leitzinssenkung folgen wird. Es sei denn, die nächsten Konjunkturdaten würden darauf hinweisen, dass die Inflationssorgen zumindest kurzfristig weiter gebannt sind.
Das Paradox in sich
Aber die Märkte werden jetzt auf eine Zinssenkung spekulieren. Das Paradoxe daran ist: Je mehr sie ansteigen, desto unwahrscheinlicher wird eine Zinssenkung. Sollten sich nämlich die Märkte stabilisieren, dann werden sich auch der Finanzsektor und die Währungsturbulenzen stabilisieren. Es bestünde also gar nicht mehr die Notwendigkeit einer Zinssenkung seitens der Fed.
Kurz: In dem Maße, in dem die Märkte auf eine Zinssenkung spekulieren, wird eben diese unwahrscheinlich. Darüber denkt aber offenbar im Moment noch keiner nach. Doch genau das begrenzt eigentlich schon in sich einen zu starken Anstieg.
Die Märkte neigen dazu, alle auszutesten
Zudem, das Spiel kennen die erfahrenen Anleger unter Ihnen, neigt der Markt immer wieder gerne dazu, die Extreme auszutesten. Mit anderen Worten: Es besteht die große Gefahr, dass der Markt nun herausfinden (testen) will, wann die Fed die Geduld verliert und tatsächlich mit einer Zinssenkung reagiert. Das ist eine Gefahr – doch bisher nur eine theoretische.
Nein, ich bin weiterhin bei Weitem nicht mehr so uneingeschränkt bullish wie in den Konsolidierungen der vergangenen Jahre. Ich glaube zudem, auf dem aktuellen Niveau ist der Markt immer noch nicht bereinigt. Aus diesem Grund vermute ich, dass es, vielleicht nach einem Anstieg, einer impulsiven Gegenbewegung, noch weiter abwärts gehen wird und gehen muss. Alles andere würde den Knall nur nach hinten verschieben.
Also bleiben Sie weiterhin vorsichtig. Dieser eher psychologische Trick der Fed sollte Sie nicht zu sehr blenden. Auf der anderen Seite befinden wir uns immer noch in starken Aufwärtstrends, auch das dürfen Sie nicht vergessen.
Wie immer in solchen Situationen muss man sehr genau von Tag zu Tag die Reaktionen der Märkte analysieren und entsprechend handeln. Die Marktteilnehmer hatten über das Wochenende genug Zeit nachzudenken, zu recherchieren und zu analysieren. Heute und morgen werden wir anhand der Kursentwicklung erfahren, zu welchen Schlüssen der Markt gekommen ist.
Technischer Morgenkommentar vom 21. August 2007
Aktien-Indizes
Nach den letzten drei Handelstagen in der Vorwoche, die DAX und
EUROSTOXX 50 aus ihren Konsolidierungszonen temporär nach unten hinausdrückten, ebenso zu deutlichen Kursverlusten in den US-Indizes führten und gewaltige Abschläge in den beiden von uns analysierten asiatischen Börsenbarometern brachten, zeigten sich die Märkte gestern mit deutlichen Plus-Zeichen (Nikkei 225 und HSI), bzw. überaus verhalten nahe ihrer Freitagsschlusskurse. Für DAX und EUROSTOXX 50 gilt, dass der Kursverlauf mittlerweile wieder innerhalb der Konsolidierungszone notiert, auch wenn wir diese nur noch orientativ betrachten und zumindest die untere Begrenzung ihre analytische Bedeutung eingebüsst hat.
Aus markttechnischer Sicht liegen uns in nahezu allen von uns analysierten Indizes intakte short-set-up´s auf Tagesbasis vor. Im Zusammenhang mit der Erholung der Kurse am Freitag und zum Teil gestern, ist die Schwungkraft dagegen ansteigend.
Fundamental orientierte Marktbeobachter verwiesen weiterhin auf die überraschende Diskontsatzsenkung der FED am Freitag um 50 Basispunkte auf 5,75%, die zwar nicht durchweg positiv aufgenommen wurde, dennoch den Markt deutlich beruhigen konnte. „Solch einen Tag braucht der Markt um wieder Stabilität herzustellen“, äußerte sich ein Marktteilnehmer gestern der Presse gegenüber.
Wirtschaftszahlen, welche am Montag veröffentlicht wurden, spielten kaum eine Rolle. Der Anstieg des Index der Frühindikatoren im Juli um 0,4% entsprach den Erwartungen der Bankökonomen. Der Rückgang vom Vormonat wurde mit minus 0,3% bestätigt.
Grundsätzlich können wir festhalten: auf Basis des jeweiligen Tagescharts sprechen derzeit mehr Beurteilungskriterien für einen intakten aber korrigierenden Abwärtstrend, als für eine extrem breit gefasste und hochvolatile Seitwärtstendenz. Dennoch lässt gerade diese hohe Volatilität keine sinnvolle strategische Trendpositionierung zu. Im Moment lässt sich mit den von uns genutzten Instrumentarien kaum eine sinnvoll begründbare Entwicklungsrichtung eines folgenden Bewegungsimpulses ableiten und begründen, somit halten wir uns aktuell zurück und konzentrieren uns vorrangig auf die Eck-Trades, denen wir jedoch ebenfalls nur mit kleiner Positionierungsgröße folgen.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, Pattsituation zwischen Bullen und Bären
21.08.2007 - 08:10:08 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.
Nach den turbulenten Kursverläufen der vergangenen Tage hätte sich der Handel am deutschen Aktienmarkt zum Wochenanfang recht schwankungsarm gezeigt. Nachdem der Kurs des deutschen Leitindex zunächst den günstigen Späthandel vom Freitagabend an der Wall Street nachgeholt habe, setzten sich nach Angaben der Marktbeobachter im weiteren Verlauf immer stärker die Verkäufer am Markt durch. Als Tageskerze etablierte sich diesen zufolge ein Doji, was insgesamt als Ausdruck einer kurzfristigen Pattsituation zwischen Bullen und Bären am Markt zu verstehen sei.
Die positive Euphorie nach dem Zinssignal der Fed am Freitag scheine zunächst aus dem Markt gewichen zu sein. Zumindest wäre der kurzfristige Widerstand um das 7.500er Niveau bestätigt worden. Dies überrasche, da die zuvor doch insgesamt negative Stimmungslage der Mehrheit der Marktteilnehmer (hohe Put/Call-Ratios bei den Indexoptionen und pessimistische Stimmungsindikatoren), sowohl dies- als auch jenseits des Atlantiks einen günstigen Boden für die Etablierung eines fortgesetzten Short Squeeze-Szenarios geboten habe.
Somit verbleibe trotz der Erholungsbewegung vom Freitag ein kurzfristig noch intakter Abwärtstrend. Insbesondere die Zyklentechnik bestätigt aus Sicht der Experten bei der DZ Bank die erhöhte Wahrscheinlichkeit der Ausweitung der laufenden Konsolidierungsbewegung. Hier deuteten die verschiedenen Zyklen, die auf dem Aktienmarkt wirkten, ein insgesamt noch ungünstiges Aktienumfeld bis Ende September/Mitte Oktober an. Zusammengefasst sollte somit die Annahme einer noch nicht beendeten zweiten Ausverkaufswelle im Rahmen einer ABC-Korrektur aufrecht erhalten bleiben. Hieraus ergäben sich noch einmal Kursrückschlagsrisiken bis in den Bereich der 200-Tagelinie um 7.100 bzw. sogar bis knapp 6.900 Zähler (Mesaured Move-Projektion aus der letzten Stabilisierungsbewegung).
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DAX-Future, Test der 7.530er Marke?
21.08.2007 - 07:56:33 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).
Im heutigen Handel biete es sich an, die Range zwischen 7.410 und 7.530 Punkten ganz genau zu verfolgen. Die Analysten rechnen damit, dass der DAX-Future versuchen werde, die 7.530er Marke zu testen. Ein Ausbruch würde die Tür in Richtung 7.670 Zähler aufstoßen. Ein Unterschreiten der 7.400/10er Marke allerdings sollte zunächst einen Test der 7.335 Stellen auf den Plan rufen.
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Technischer Tageskommentar
[Gepostet am 21.08.2007 um 12:12 Uhr]
(US-Märkte)
Der erste Handelstag nach der überraschenden Diskontsatzsenkung der US-Notenbank am Freitag schien auf dem ersten Blick eine gewisse Beruhigung an den Märkten widerzuspiegeln. Dow Jones Industrial und die NASDAQ’s schlossen mit leichten Aufschlägen, der S&P 500 praktisch unverändert.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-08-21I.jpg
Ausgeprägte Lunten in den Tagescharts belegen, dass Attacken auf der Unterseite abgewehrt werden konnten – oft kam es zur Ausbildung von unentschiedenen Doji-Mustern. Die Volatilität ging beträchtlich zurück. Das „Angstbarometer“ VIX fiel um rund 12 Prozent und entfernt sich damit zunächst wieder signifikant von der Panik-Spitze des Donnerstags, die den Volatilitätsindex auf ein neues Mehrjahreshoch bugsierte.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-08-21II.jpg
Hat der erste, außerplanmäßige Zinsschritt der Fed seit 2001 tatsächlich die Märkte schnell wieder in ruhige Bahnen gelenkt, obwohl dieser wohl eher nur psychologischen Charakter gehabt haben dürfte? Ein Blick auf den Handel bei den kurzfristigen Fälligkeiten am Bond-Markt genügt, um zu zeigen, dass es weiterhin an der Kreditfront brodelt. Die Rendite der dreimonatigen T-Bills fiel gestern in der Spitze um unerhörte 0.82 Prozent auf nur noch 2.94 Prozent. Das letzte Mal, dass der Markt so etwas gesehen hatte war inmitten des Crashs von 1987. Zum Vergleich: Am ersten Handelstag nach den Anschlägen vom 11. September fiel die Rendite lediglich um 39 Basispunkte. Noch am 13. August lag die Rendite bei 4.69 Prozent, ehe die Flucht in die Qualität der kurzfristigen Staatsanleihen fast panikartige Züge annahm. In der Konsequenz rentierten die T-Bills über 2.5 Prozentpunkte unterhalb des LIBOR. Der TED-Spread, der die Differenz zwischen US-Schatzwechseln und dem USD-Interbankensatz misst, hat damit den Wert der LTCM-Krise 1998 überholt. Ungeachtet der vermeintlichen Beruhigung an den Aktienmärkten werden dagegen die kurz laufenden Asset-Backed-Commercial-Papers hemmungslos auf den Markt geworfen. Bereits am Freitag stieg die Rendite bei kurzfristigsten CP’s mit bestem Rating – was auch immer dies aktuell heißen mag – um 40 Basispunkte. „Die Leute kaufen T-Bills, weil sie genau wissen, was in ihnen steckt“, so ein Händler. Obwohl die Kreditkrise US-initiiert ist suchen die Anleger immer noch die Sicherheit des US-Schatzamtes, um ihr Kapital kurzfristig zu „parken“. Da passt es gut ins Bild, dass selbst die vermeintlich grundsoliden Geldmarktfonds „Subprime-infiziert“ sind. Laut Studien sollen Geldmarktfonds mit einem Volumen von 300 Milliarden Dollar teilweise im Markt für CDO’s oder Subprime Mortgage Bonds investiert haben. Fast unvorstellbar, dass ein derartiger Fond in Schiffbruch geraten könnte – nur 1994 musste bisher ein Fond liquidiert werden. Die Anleger verloren damals allerdings lediglich 4 Cent je Dollar. Nach der oben genannten LTCM- bzw. Russlandkrise dauerte es übrigens trotz mehrmaliger Fed-Eingriffe 3-4 Monate, bis sich der Krisenindikator TED-Spread und damit die Märkte wieder in „normalem“ Fahrwasser bewegten.
Die längerfristigen Fälligkeiten am US-Anleihemarkt werden nicht so stark nachgefragt. Scheinbar suchen die Anleger in erster Linie eine kurzfristige Parkmöglichkeit für ihr Kapital, das bei einer Beruhigung wieder schnell in andere Asset-Klassen fließen könnte. Die 10-jährigen T-Notes rentieren nun 56 Basispunkte über den 2y-Notes. Diese wiederum liegen mit aktuell 4.02 Prozent Rendite satte 1.23 Prozent unterhalb der Target-Rate, was dem größten Abstand seit dem Rezessionsjahr 2001 entspricht. Die zunehmende Steilheit der Zinskurve, mit der rasanten „Abfahrt“ am kürzesten Ende, nimmt in der Konsequenz mindestens eine größere Zinssenkung der US-Notenbank vorweg, die auch von der überwiegenden Zahl der Akteure am 18. September erwartet wird.
Auch die US-Zinsfutures konnten nach dem ersten „Schock“ im Zuge der Diskontsatzsenkung nun wieder Boden gutmachen. Die Staatsanleihen leben von der Angst der Anleger und der Sehnsucht nach Sicherheit – da wird unterstellt, dass ein eher psychologischer Schritt der Fed nicht reichen dürfte, um eine dauerhafte Beruhigung der Märkte zu initiieren. Der 10y-T-Note Future nahm die Intraday-Erholung am Freitag, reflektiert durch die ausgeprägte Lunte der Tageskerze, wieder auf und schob sich in Richtung Verlaufshoch des intakten, mittelfristigen Aufwärtstrends.
Nach der etwas breiteren Konsolidierung Ende Juli/Anfang August scheint der Future erneut an der Ausbildung einer Stauzone zu basteln, die wir in den Grenzen zwischen den Extrempunkten der letzten Tage 108*14/109*21 definieren können. Die Trend bestätigende Auflösung des kleinen Bereichs dürfte dem Future die Kraft einhauchen, das starke Widerstandsniveau bei ca. 109*50 anzusteuern. Oberhalb des Bereichs würde dann eine langfristige Bodenbildung erfolgreich abgeschlossen werden mit dem Potential, die Regionen bei 113/114 anzulaufen.
Auf der Aktienseite bestätigte der Dow Jones Industrial seinen tertiären Erholungsimpuls mit einem neuen Verlaufshoch. Die ausgeprägte Lunte der Tageskerze verrät aber, dass der Handelstag zunächst einen entgegen gesetzten Bias auswies. Erst in den letzten beiden Handelsstunden konnte der Tagestrend gedreht werden, ohne dass dafür eine signifikante Meldung verantwortlich zeichnete.
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Der übergeordnete mittelfristige Abwärtstrend bleibt weiterhin voll intakt. Der Dow nähert sich gerade einmal der alten „Nackenlinie“ bei 13251 – der Untergrenze der Schiebezone von Mai bis Juli. Der langfristige Aufwärtstrend wurde durch die Verwerfungen und des mehr als 10-prozentigen Verlustes vom Rekordhoch – damit wurde auch die US-amerikanische Definition des Begriffs „Korrektur“ erfüllt – nicht gefährdet, soviel Speck hatte sich der Dow Jones in den Vormonaten angefuttert. Zwar wurde die primäre Aufwärtstrendlinie von 2006 verletzt, aber das Korrekturtief des Frühjahres bei 11939 liegt noch in weiter Ferne.
Das sieht beim breiten S&P 500 etwas anders aus. Das März-Tief wurde am vergangenen Donnerstag fast angesteuert, so dass man kaum noch von einem steigenden Tief sprechen kann. Allerhöchstens streng formal bleibt hier also der Primärtrend noch bullish. Für den Fortbestand des langfristigen Aufwärtstrends spricht allerdings, dass die Frühjahrstiefs auf Schlusskursbasis nicht gefährdet waren.
Auf Tagesbasis trifft der tertiäre Erholungsimpuls erst im Bereich 1470 auf die mittelfristige Abwärtstrendlinie. Zuvor könnte die gern beachtete 200-Tagelinie für ein erstes Stottern der Erholung sorgen. Der gestern geformte unentschiedene Doji zielt in diese Richtung.
Auch der Erholungsimpuls aus stark überverkaufter Lage beim NASDAQ 100 verliert etwas an Schwungkraft, konnte aber immerhin mit einem neuen Verlaufshoch bestätigt werden. Die kleine Erschöpfung findet exakt auf dem Niveau der alten Unterstützung bei 1899 statt. Der übergeordnete, sekundäre Abwärtstrend wäre erst rund 100 Punkte höher als beendet anzusehen. Eine Fortsetzung erlebt er ca. 90 Punkte niedriger, so dass der Index nun in einer gewissen Patt-Situation handelt.
Aus strategischer Sicht bleibt der primäre Aufwärtstrend seit 2006 weiter intakt, trotz der Trendlinienverletzung durch die wuchtige Sekundärkorrektur. Erst unterhalb des März-Tiefs bei 1710 müssten wir den langfristigen Richtungspfeil endgültig in die Horizontale drehen.
Beim NASDAQ Composite ist die Ermüdung des Erholungsimpulses am deutlichsten auszumachen, auch wenn davon allein eine tertiäre Trendwende nach unten noch nicht abzuleiten ist. Der Composite schaffte es nicht, sein Vortageshoch zu überschreiten, aber auch hier zeigt die ausgeprägte Lunte, dass auf der Unterseite gestern auch noch nicht viel ging.
Einzig der zuvor arg verprügelte Dow Jones Transportation Index wusste gestern wirklich zu überzeugen. Der Index konnte satte 1.83 Prozent zulegen und formte erneut eine bullishe Tageskerze. Der Transportindex gerät nun langsam aber sicher in den Dunstkreis der Trendlinie des weiter intakten sekundären Abwärtstrends vom Rekordhoch. Noch betrachten wir die hochdynamische Gegenbewegung als technische Reaktion auf die harschen Verluste zuvor bzw. aus kurzfristig stark überverkaufter Lage. Der Index hatte ein Plus von 20 Prozent seit dem Jahresbeginn angehäuft, das er innerhalb von wenigen Wochen wieder komplett abgeben musste. Immerhin rund 7.5 Prozent Luft hat der Transports nun wieder nach unten, bevor der mittelfristige Abwärtstrend seine Fortsetzung erleben würde. In Anbetracht der erratisch volatilen Bewegungen der letzten Zeit ist es aber für eine Entwarnung immer noch zu früh.
Die guten Ergebnisse beim Raumausstatter Lowe’s Cos. zeigten, dass an der Berichtsfront weiter alles im grünen Bereich liegt. Zum zwanzigsten Mal in Folge wuchsen die durchschnittlichen Quartalsergebnisse der S&P-500-Unternehmen mit einem zweistelligen Prozentsatz. Einmal mehr lagen die Analystenschätzungen mit Blick auf die schwelende Kreditkrise viel zu niedrig. Die aktuelle schroffe Korrektur hat ihre Ursachen nicht in einer Überhitzung der Aktienmärkte bzw. einer Überbewertung vom Kaliber des Jahres 2000, sondern die Krise des Finanzsystems initiiert Verkäufe aller schnell liquidierbaren Assets um rasant aufreißende Löcher zu stopfen. Die Ausmaße der Krise sind immer noch nicht greifbar. Paniktage wie am Donnerstag sollten aber aus langfristiger Sicht zum Sammeln von ertrags- und dividendenstarken Titeln genutzt werden.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Matthias Hütgens
matthias.huetgens@wagner-wertpapier.de
21.08.2007 14:18
US Indexfutures - Positiv
Die US Indexfutures stehen zum Beginn der US Vorbörse wieder im positiven Bereich und deuten eine klar feste Handelseröffnung an. Derzeit gewinnt der Nasdaq-Future 6,50 Punkte auf 1904,25 Punkte, der S&P-Future legt um 7,00 Punkte auf 1456,00 Punkte zu. Von einem festen vorbörslichen Verlauf sowie einer positiven Eröffnung ist auszugehen.
HANDELSBLATT, Dienstag, 21. August 2007, 14:45 Uhr
Der Markt-Monitor
Schon wieder Druck auf die Fed
Von Frank Wiebe
Eine seltsame Logik scheint da an den Märkten zu herrschen - und sie gerade so in der Balance zu halten. Halten wir uns fest für einen kleinen Zickzack-Kurs: Eigentlich sind die Leute pessimistisch. Aber weil sie pessimistisch sind, hoffen sie, dass die Fed auch pessimistisch ist. Und dass die Fed, weil sie pessimistisch ist, noch deutlichere Schritte tut, also schon vor dem 18. September, wo es jeder erwartet, und die "richtigen" Leitzinsen (Fed Funds) senkt und nicht nur den Diskontsatz, der am vergangenen Freitag schon heruntergeschraubt wurde. Und weil die Märkte also hoffen, dass die Fed pessimistisch ist und die Zinsen schneller senkt, sind sie doch wieder ein bisschen optimistisch.
Damit kommt die Fed schon wieder unter Druck zu handeln. Keine gute Situation. Denn wenn sie gleich wieder springt, gewöhnen sich die Märkte daran - das wäre fatal. Und wenn sie nicht springt, werden die Märkte das mit Enttäuschung quittieren - wäre wahrscheinlich immer noch die bessere Variante.
Nun gut. Nicht zum Optimismus beigetragen hat jedenfalls die Bemerkung des neuen WestLB-Chefs Alexander Stuhlmann, es sei schwieriger für deutsche Banken geworden, Kreditlinien im Ausland zu bekommen. Nein, diese Bemerkung war nicht hilfreich - für niemanden eigentlich.
Dow Jones, entscheidende Widerstände
21.08.2007 - 11:35:25 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Richtungweisend beim Dow Jones seien weiterhin die Widerstände bei 13.123 und bei 13.168 Punkten. Bislang bestehe die Gefahr, dass der Markt von dieser wichtigen Hürde abpralle. Ein Ausbruch über diese Widerstandsmarke eröffnet nach Einschätzung der Analysten bei JRC hingegen Aufwärtspotenzial in Richtung 13.350 und 13.500 Zähler.
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S&P500, ausgeprägte Rebound-Bewegung
21.08.2007 - 12:00:50 Uhr
muellerfinancial.eu
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei muellerfinancial.de erwarten eine ausgeprägte Rebound-Bewegung beim S&P500.
Der S&P500 Index habe in der vergangenen Handelswoche die Resist-Zone bei 1.475,6 nicht gefährdet und sei mit Kursen unter der 1.427/25 in die avisierte Abwärtsbewegung übergegangen, welche die Preise bis zur Fibonacci Support-Zone bei 1.376/64 geführt habe. Von der 1.370er Marke seien die Preise dann in eine dynamische Rebound-Bewegung übergegangen.
Die Struktur der Abwärtsbewegung von der 1.555,9er Marke sei bisher als Korrekturstruktur zu bewerten und lasse zumindest eine ausgeprägte Rebound-Bewegung erwarten. Der momentane Rebound werde durch das Retracementlevel bei 1.401 direkt intakt gehalten und treffe zunächst in der 1.466/72er Region auf Resist.
Die Trading-Strategen bei muellerfinancial.eu halten von diesen Niveaus zwar das Abprallen für möglich, Kurse über diesen Levels würden die Rebound-Bewegung im weiteren Verlauf dann in Richtung der 1.485 und der 1.504 fortsetzen.
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Dow Jones, MACD steht auf Kaufen
21.08.2007 - 11:22:19 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Die US Börsen hätten am Montag mehrheitlich in der Gewinnzone geschlossen, nachdem sie im Handelsverlauf weitgehend um ihre Schlussstände vom Freitag gependelt hätten. Lowe's-Papiere sei um 6,07% auf 28,50 US-Dollar gestiegen. Die Heimwerkerkette hätte den Gewinn im zweiten Quartal um 9 % gesteigert. Finanztitel gehörten nach Angaben der Marktbeobachter zu den größten Verlierern. Die Citigroup sei um 0,86 % auf 48,39, Goldman Sachs um 1,28 % auf 172,76 und Merrill Lynch um 1,50 % auf 74,90 US-Dollar gefallen. Für die Anteile der Bank of America sei es um 0,79 % auf 51,35 US-Dollar und für Papiere von Countrywide Financial um 7,56 % auf 19,81 US-Dollar nach unten gegangen. Die Hypothekenfirma hat laut den Analysten bei Lang & Schwarz einem Bericht des "WSJ" zufolge Mitarbeiter aus dem Bereich der Darlehensvergabe freigesetzt, um Kosten zu sparen.
Beim Dow Jones zeigten sich die mittelfristige und die kurzfristige Indikatorenlage uneinheitlich. Der MACD stehe kurzfristig auf kaufen. Aktuell verfügt der US Leitindex nach Einschätzung der Handelsexperten bei Lang & Schwarz über ein Kurspotenzial von bis zu 13.270 Punkten.
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21.08.2007 15:18
US Vorbörse - Aktien mit dem größten Orderflow
Anbei eine aktuelle Kursliste der US Aktien, die vorbörslich den größten Orderflow pro Zeiteinheit und damit das stärkste Momentum aufweisen.
http://img.godmode-trader.de/charts/8/2005/10436.gif
21.08.2007 19:10
Die große Unsicherheit
von Jochen Steffens
Alles sehr seltsam. Einige Analysten rechnen zurzeit sogar mit mehreren Zinssenkungen der Fed. Nur noch eine Minderheit geht davon aus, dass es zu keiner Zinssenkung kommen wird. Sollte der Markt nun wieder steigen, sind Zinssenkungen meines Erachtens unnötig, sogar unsinnig – dazu gleich mehr.
Und hier bietet sich eine geniale Tradingchance:
Viele Trader werden davon ausgehen, dass es spätestens bei der Zinssitzung am 18.09.07 zu einer Zinssenkung kommen wird. Diese Hoffnung wird die Kurse im Vorfeld anfeuern. Sollten also die Märkte bis zu diesem Termin ansteigen, ist das Potenzial für eine Enttäuschung sehr hoch. Man kann demnach, sofern die Kurse bis dahin tatsächlich gestiegen sind, an diesem Tag einen kleinen, aber aggressiven Put auf einen möglichen Enttäuschungseinbruch kaufen.
Wenn die Märkte hingegen nur seitwärts laufen oder sogar weiter einbrechen, muss man vorsichtig werden. Dann besteht zumindest die theoretische Möglichkeit, dass die Fed tatsächlich die Zinsen senkt. Zwar wissen wir mittlerweile von Ben Bernanke, dass er alles tun will und wird um eine Inflation zu verhindern, jedoch haben wir noch keine Erfahrung damit wie er sich in Krisensituationen verhält.
Wir haben lediglich am Freitag gesehen, dass er nicht wie sein Vorgänger Alan Greenspan so ohne weiteres bereit ist, die Leitzinsen zu senken. Und allein das sollte uns schon zu denken geben.
Die Inflationsgefahren wachsen
Die Fed hat nach wie vor das Problem der Inflation und bei diesen geht es mittlerweile nicht mehr nur um die Energiekosten. Der Ölpreis hat zunächst einmal seinen steilen Anstieg unterbrochen und stagniert bei der 70 Dollar Marke. Die nächsten Konjunkturdaten werden zeigen, ob sich die Kernraten tatsächlich, wie von mir prognostiziert, zeitversetzt zum Ölpreis nach oben entwickeln. Doch selbst wenn sich diese zeitversetzte Wirkung nicht zeigt, droht von einer anderen Seite Gefahr:
Agflation
(eigentlich ein Unwort, das wohl „Agrar-Inflation“ darstellen soll)
Weltweit hören wir zurzeit, dass die Nahrungsmittelpreise stark steigen. Das wird sich auch auf die USA auswirken. Teure Lebensmittel werden alleine deshalb die Konsumbereitschaft der US-Bürger beeinträchtigen, weil einfach weniger Geld in den Geldbörsen vorhanden ist, um andere Güter zu konsumieren.
Nimmt man gestiegene Energiepreise, gestiegene Nahrungsmittelpreise, die Folgen der Immobilienkrise und eventuelle Aktienverluste zusammen, dann könnte dieser mehrfache Angriff auf die monetäre Situation des US-Bügers einen nicht unerheblichen Einfluss auf die US-Wirtschaft haben. Schließlich ist diese in einem hohen Maße vom Binnenkonsum abhängig (übrigens bedingt durch die Globalisierung bei weitem nicht mehr so stark, wie früher)
Kernraten nur ein Teil der Wahrheit
Doch die Fed achtet (angeblich) nur auf die Kernraten, d.h. die Preissteigerungsrate ohne Energie und Nahrungsmittel. Die Kernrate ist eigentlich dafür da, einen möglichst von saisonalen Effekten unverfälschten Blick auf die Inflation zu gewähren, da gerade Energie und Nahrungsmittel starken saisonalen Schwankungen unterworfen sind.
Ein Sonderfall wäre es jedoch, wenn diese Preise nachhaltig und massiv steigen würden. Hier könnte man dann nicht mehr von einer saisonalen „Schwankung“ reden. Es wäre in diesem Fall nicht nur unsinnig, sondern auch gefährlich diese Preistseigerungen nicht zu beachten. Und keine Sorge, die Fed wird auch das in ihre Überlegungen einbeziehen.
Beruhigung ist alles
Offiziell wird sie hingegen weiterhin auf die moderateren Kernraten hinweisen. Wie sie selbst gesagt hat, ist es wichtig, dass keine „Inflations-Panik“ aufkommt, da eine solche die Inflation nur noch weiter anfeuern wird.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das US-Wirtschaftswachstum deutlich abschwächt ist also durchaus gegeben. Die Fed wird erst dann reagieren, wenn es klare Anzeichen einer Rezession gibt (zum Beispiel wenn die ISM-Indizes längere Zeit unter 50 Punkten abtauchen). Eine Rezession wird dazu führen, dass auch die Inflationsgefahren wieder sinken. Wir kennen den Effekt: Wenn sich die Aussichten für das Wirtschaftswachstum der USA verschlechtern, sinkt oft auch der Ölpreis.
Sprich: Sobald sich deutlichere Anzeichen einer Rezession in den USA zeigen, wird die Fed reagieren und genau dann kann sie es auch!
Zinssenkung verfrüht
Zurzeit wäre eine Zinssenkung angesichts der immer noch sehr aktuellen Inflationsgefahren sicherlich verfrüht. Lediglich wenn der Markt weiter massiv einbricht oder sich die Carry-Trades weiter auflösen, wird die Fed reagieren - reagieren müssen. Allein um eine tiefe Rezession zu verhindern.
Der Markt ist noch unsicher
Die nächsten Tage werden viel verraten. Bis jetzt zeigt sich der Markt höchst unschlüssig. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass auch noch viele andere Spekulanten ähnliche Gedanken haben und eben nicht einfach stumpf auf die angeblich gestiegene Zinssenkungswahrscheinlichkeit reagieren.
Viele warten, so wie wir, darauf, dass eine Entscheidung fällt, um dann aufzuspringen. Je länger dieses Warten andauert, desto impulsiver sollte die dann folgende Bewegung werden.
21.08.2007 19:34
US-Notenbankchef Bernanke ist zu weiteren Maßnahmen bereit
Washington (aktiencheck.de AG) - Ben Bernanke, Chef der amerikanischen Notenbank Fed, hat angekündigt, er sei darauf vorbereitet, der Krise am US-Kreditmarkt mit weiteren Maßnahmen zu begegnen, um die Märkte mit Liquidität zu versorgen. Dazu will Bernanke alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel nutzen.
Dies sagte der Vorsitzende des Bankenkomitees, Christopher Dodd, nach einer Sitzung mit Bernanke und dem US-Finanzminister Henry Paulson. Dodd betonte, die Politik erwarte von der Notenbank keine Zinssenkungen. Allerdings wünsche er sich, dass die Fed die Regularien für die Kreditvergabe zum Schutz der Kreditnehmer deutlich verschärfe.
Finanzminister Henry Paulson sagte im Gespräch mit dem Fernsehsender CNBC, die Hypothekenkrise in den USA sei noch lange nicht ausgestanden. Eine schnelle Lösung zur Bewältigung einiger Probleme an den Kreditmärkten gibt es laut Paulson nicht. "Es gibt Liquiditätsängste am Markt.", so der Minister weiter. Diese Ängste nähmen erst ab, wenn die Investoren die Risiken an den Finanzmärkten neu eingeschätzt hätten.
Die US- und die Weltwirtschaft bezeichnete Paulson als stark. Die jüngsten Marktturbulenzen würden zwar nicht spurlos an der Konjunktur vorbeigehen. Insgesamt gehe der Wachstumskurs aber weiter. (21.08.2007/ac/n/m)
Das Kapital
Das Gebot der Stunde
Es hat immer paradox geklungen, und es klingt weiterhin paradox: Regierungsanleihen sind eigentlich viel zu teuer, aber genau das macht sie auch attraktiv. Weitere Themen in diesem Kapital: Terminbörsen und Chinesische Auslandsanlagen.
Um das Paradox zu verstehen, muss man die hässliche Fratze der laxen Geldpolitik von zwei Perspektiven betrachten. Über die vergangenen zehn Jahre ist in der Euro-Zone die Geldmenge M3 um 44 Prozentpunkte schneller gestiegen als das nominale BIP, M1 um 81 Prozentpunkte. In den USA hat in der gleichen Zeit die Geldmenge "Money of Zero Maturity" um 62 Prozentpunkte stärker zugelegt, in Japan ist die Geldbasis um 75 Prozentpunkte zügiger geklettert, und in China hat das M2-Wachstum das nominale BIP um 162 Prozentpunkte überflügelt. Wer auf zehn Jahre in Renten anlegt, müsste den Regierungen angesichts der inflationären Risiken dieser monetären Überflutung eigentlich sagen, sie sollen die Kupons rundweg verdoppeln - und dann noch mal vorsichtig anklopfen.
Nur kann das System eben keine höheren Zinsen vertragen. Schon der kleine Anstieg der Rendite auf zehnjährige US-Staatsanleihen von 4,6 Prozent im Mai auf 5,3 Prozent Mitte Juni hat eine ausgewachsene Kreditkrise zur Folge, der die Fed und die EZB mit Notmaßnahmen begegnen mussten (charmant in diesem Zusammenhang die Leitzinserhöhung um 0,18 Prozentpunkte auf 7,02 Prozent am Dienstag in China). Den Grund dafür liefert das kleine Geschwisterchen der Inflation, die für Pleiten, Pech und Pannen zuständige Kapitalfehlallokation. Denn ein guter Teil des Geldes ist eben zum falschen Preis in die falschen Verwendungszwecke geflossen. Das Ende vom Lied sind überforderte Privathaushalte, die ihren Hypothekendienst nicht leisten können, sowie Finanzinvestoren, Beteiligungsgesellschaften und Firmen zweitklassiger Bonität, die ob ihrer Schuldenlast schon beim kleinsten Zinsanstieg oder Konjunkturrückgang in finanzielle Bedrängnis geraten würden.
Und da diese auf Darlehen angewiesen sind, wird die Wahrscheinlichkeit von Zahlungsausfällen - und damit einer Rezession - desto größer, je länger die aktuellen Kreditmarktunruhen anhalten. Im Extremfall könnte die laxe Geldpolitik daher statt Inflation am Ende gar Deflation zeitigen, wie seinerzeit in Japan. Da die Realzinsen ohnehin schon so niedrig sind, bedürfte es jedenfalls großer Kurssteigerungen bei Anleihen, um die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu stabilisieren. Als Absicherung gegen die immensen, von den USA ausgehenden weltwirtschaftlichen Risiken sind Renten derzeit quasi das Gebot der Stunde.
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Terminbörsen
US-Terminbörsen schwächelnMüssten die Terminbörsen in diesen turbulenten Tagen eigentlich nicht florieren? Dennoch haben sich die Aktien dreier solcher US-Börsen seit zwei Wochen schlechter als der S&P 500 entwickelt. Und das, obwohl die Volatilität der US-Aktien im gleichen Zeitraum um 30 Prozent gestiegen ist und es auch bei den Rohstoffen ordentlich rumpelt. Eigentlich sollte Volatilität für Derivatebörsen gut sein, sichert man sich doch dort gegen Risiken ab. Und fürwahr erreichte das Kontraktvolumen im Juli und August Rekordstände.
Mögen diese hektischen Zeiten kurzfristig für die Terminbörsen ihre Meriten haben, langfristig könnten sie das Geschäft jedoch beeinträchtigen. Denn der Grund der aktuellen Volatilität liegt im Rückzug aus risikoreichen Engagements. Verlieren Investmentfonds und Investoren scharenweise das Interesse an spekulativen Hebelprodukten, brauchen sie auch weniger Kontrakte, um Risiken abzusichern.
Es ist noch nicht absehbar, wie groß diese Gefahr ist. Aber die Aktien der Terminbörsen wurden vor den jüngsten Turbulenzen mit einem KGV von 40 und mehr gehandelt. Und sie notieren immer noch mit KGVs im oberen 30er-Bereich. Da erscheint es ratsam, diese Aktienpositionen gründlich zu überdenken.
Chinesische Auslandsanlagen
Noch gibt es eine Reihe von Einschränkungen. Aber China scheint auf dem Weg zum freien Kapitalverkehr zu sein. Warum gerade jetzt? Gründe gibt es genügend, zum Beispiel die wachsende Verzweiflung angesichts des Drucks auf den Renminbi und die Inflation. Außerdem ist der jüngste Schritt ein Eingeständnis, dass das aktuelle System für Auslandsinvestitionen nicht funktioniert. Doch zeugt es auch von Selbstvertrauen.
Nachdem der Aktienmarkt einen riesigen Lauf hingelegt hat, erlaubt China seinen Investoren nun, ihre Werte zu liquidieren und die gleichen Aktien in Hongkong erneut zu kaufen. Dort sind die rund 40 Aktien, die an beiden Börsen notiert sind, im Schnitt um 75 Prozent billiger. Vermutlich werden viele Anleger aber weiter auf die Dynamik des Inlandsmarkts vertrauen. Zudem sollte man im Hinterkopf behalten, dass Regelungen auch wieder zurückgenommen werden können, zum Beispiel, wenn zu viel Geld abfließt. Das erklärt vielleicht das Selbstvertrauen Pekings. Hongkong-Investoren dürfen aber zunächst einmal genießen.
Technischer Morgenkommentar vom 22. August 2007
Aktien-Indizes
Nach einem volatilen Handel, der in den USA-Standardwerte-Indizes nur mit wenig Veränderung zum Vortag in den Feierabend ging, in den NASDAQIndizes im Plus endete und im DAX Index / Future uneinheitlich verlief, änderte sich per gestern das allgemeine technische Bild der Aktien-Indizes kaum.
Beflügelt wurden am gestrigen Nachmittag die Kurse zunächst, nachdem Bernanke einer Einschätzung eines Senators zustimmte, die Fed solle alle Instrumentarien nutzen, um die Liquidität am Markt zu gewährleisten. Bernanke soll versichert haben, dass er „absolut“ bereit sei, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um der Volatilität an den Finanzmärkten zu begegnen.
Im Vorfeld aufgekommene Spekulationen, es würde eine überraschende Senkung der Leitzinsen geben, erfüllten sich dagegen nicht. Stütze diese Hoffnung zusätzlich die positive Stimmung im ersten Handelsabschnitt, so sorgten Aussagen des Präsidenten der Federal Reserve Bank of Richmond für eine Ernüchterung. „Die Volatilität an den Finanzmärkten zieht für sich genommen keine Änderung des Zielsatzes des Fed-Funds-Rate nach sich.“
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Aus charttechnischem Blickwinkel heraus, setzte sich damit per gestern die Konsolidierung der Aktienseite im DAX und EUROSTOXX 50 auf Tagesbasis weiter fort, ebenso in beiden US-Standardwerte-Indizes Dow Jones und S&P 500 Index. Beide NASDAQs legten im gestrigen Handelsverlauf zu und setzten ihre Korrekturbewegung damit fort. Eine Veränderung der bisher gültigen Chartmarken ergab sich gestern nicht, damit behalten alle getroffenen Grundaussagen ihre Gültigkeit.
Im DAX und EUROSTOXX 50 nähern sich die als Richtungsfilter unterlegten trendfolgenden Indikatoren in ihrer Kombination zueinander wieder einander an, das set-up steht damit wieder vor einem Wechsel von short auf neutral. Eine ähnliche Aussage treffen wir für die USIndizes.
In beiden von uns beurteilten asiatischen Indizes dominieren dagegen klare short-set-ups, trotz der kräftigen Erholung des HSI. Die Schwungkraft interpretieren wir auf der Grundlage des von uns bevorzugt eingesetzten Kombinationsindikators aus RSI und Bollingerband weiterhin als neutral, weder in den US-Indizes, noch im DAX bzw. EUROSTOXX 50 liegen uns derzeit Überhitzungen noch auffällige und verwertbare Divergenzen vor.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, Charttechnik hellt sich auf
22.08.2007 - 09:00:29 Uhr
HSH Nordbank
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Experten bei der HSH Nordbank blicken auf die aktuelle Situation des DAX und dessen aktuellen Perspektiven.
Nennenswerte neue Nachrichten zum Thema US Hypothekenkrise habe es gestern nicht gegeben. Die Unsicherheit bezüglich dieses Themas bleibe gleichwohl hoch, weshalb die Finanztitel einmal mehr überwiegend schwächer notiert hätten. Auf der anderen Seite verbesserte sich nach Angaben der Marktbeobachter vor dem Hintergrund des sinkenden Ölpreises unter anderem das Sentiment für die Automobiltitel. Hinzu seien hier erfreuliche Juli-Absatzzahlen von VW gekommen. Tagesgewinner im DAX sei Bayer gewesen. Die Aktie des Pharmariesen profitierte den Experten bei der HSH Nordbank zufolge einmal mehr von Spekulationen um eine Übernahme durch Novartis.
Beim DAX habe sich das charttechnische Bild deutlich aufgehellt. Zum einen wäre der seit Mitte Juli etablierte Abwärtstrend verlassen worden. Zum anderen hätte der MACD gestern ein, wenn auch schwaches, Kaufsignal generiert. Vom RSI drohe kein Störfeuer. Sofern sich nicht heute das MACD-Signal als Fehlsignal herausstelle, sollte der DAX zunächst bis an die Widerstandszone bei 7.580 bis 7.590 heranklettern können. Widerstände gebe es zuvoer bei 7.400, bei 7.500 und danach bei 7.990 Stellen. Unterstützungen ließen sich finden bei 7.240, bei 7.150 und bei 7.030 Zählern.
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Dow Jones, aktuelles Korrekturpotenzial
22.08.2007 - 11:50:31 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Der US Aktienmarkt habe gestern uneinheitlich geschlossen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Turbulenzen an den Kapital- und Immobilienmärkten hätten Stellungnahmen sowohl von Wirtschaftspolitikern als auch von US Notenbankern für Bewegung gesorgt.
Delta Air Lines sei um 10,14 % auf 17,71 US-Dollar in die Höhe geschossen. Der neue Chef der Fluggesellschaft werde Kreisen zufolge Richard Anderson. LSI Logic habe um 7,12 % auf 6,62 US-Dollar zugelegt. Infineon erwerbe das Mobilfunk-Geschäft des US Unternehmens. Capital One hätten um 2,62 % auf 68,47 US-Dollar zugelegt. Der Markt zeige sich erleichtert, dass die Finanzholding ihr Hypothekengeschäft GreenPoint schließe. McDonald's habe sich um 0,37 % auf 48,47 US-Dollar verteuert. Die US Schnellrestaurantkette habe Europa zu seinem wichtigsten Wachstumsmarkt erklärt. Staples sei nach Quartalszahlen um 0,04 % auf 23,30 US-Dollar gefallen.
Beim Dow Jones seien die mittelfristige und die kurzfristige Indikatorenlage negativ. Kurzfristig hat der US Leitindex nach Einschätzung der Analysten bei Lang & Schwarz Korrekturpotenzial bis 12.970 Punkte.
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Dow Jones, Warten auf den Ausbruch geht weiter
22.08.2007 - 12:00:36 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Der Dow Jones habe im gestrigen Handel keine weiteren Signale geliefert. Die Einschätzung der Analysten, dass es sich bei den Widerständen bei 13.123 und 13.168 Punkten um richtungsweisende Marken handle, gelte weiterhin. Nach wie vor bestehe die Gefahr, dass der Index von dieser wichtigen Hürde abpralle. Ein Ausbruch über die genannten Widerstände eröffnet aus Sicht der Experten bei JRC Aufwärtspotenzial in Richtung 14.350 und 13.500 Zähler.
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22.08.2007 18:44
Unter normalen Umständen....
von Jochen Steffens
Nein, das gefällt mir alles nicht. Sie wissen, ich wäre für eine klare Bereinigung der Märkte gewesen, das heißt, noch weiter fallende Kurse. Wenn nun diese seltsame Aktion der Fed, den Diskontsatz zu senken, dazu führt, dass die Märkte einen Bodenbildungsversuch starten, wäre das höchst ungünstig. Je mehr er jetzt ansteigt, desto stärker wird der Knall später.
Nur ein Psychotrick?
Wie gering die Bedeutung des Diskontsatzes eigentlich ist, war einer Meldung der FTD zu entnehmen. Dort konnte man lesen, dass das Diskontfenster in der US-Geldpolitik eine völlig untergeordnete Rolle spiele. Selbst in der vergangenen Woche großer Marktturbulenzen verlieh die Notenbank gerade 11 Mio. $ über dieses Instrument - ein winziger Tropfen verglichen mit der US-Geldmenge von fast 900 Mrd. $.
Ist es also so leicht, die Märkte zu beruhigen? Nicht wirklich, offenbar bedurfte es weiterer Beruhigungspillen: Gestern haben sich der US-Finanzminister Paulson, der Vorsitzenden des Bankenkomitees im US-Senat Christopher Dodd und natürlich Ben Bernanke zu einem Krisengespräch getroffen.
Dodd betonte, die Politik erwarte von der Fed keine Zinssenkungen. Moment, warum muss er das derart betonen? Aus einer anderen Quelle ist hingegen zu hören, Dodd habe Paulson und Bernanke dazu „gedrängt“, mit allen Mitteln die Liquidität an den Märkten sicherzustellen. Das klingt schon besser und entsprach dann auch einer weiteren Meldung, nach der die drei Mandatsträger nochmals die Bereitschaft von Politik und Finanzsystem erklärten, alles zu unternehmen, um den Kreditmarkt angemessen mit Liquidität zu versorgen.
Markt rechnet mit Zinssenkung
Der Markt interpretierte diese Aussage in die Richtung, die er hören wollte: Es wird zu mindestens einer Zinssenkung kommen. Ich bleibe stur und behaupte weiterhin, eine Zinssenkung wird nur dann kommen, wenn die Märkte weiter massiv einbrechen.
Und so ganz alleine stehe ich mit dieser Einschätzung nicht, neben einigen wenigen Analysten äußerte sich auch der Präsidenten der Federal Reserve Bank of Richmond, Jeffery Lacker ähnlich. Nach seiner Einschätzung wird sich die Fed trotz der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten weiterhin an den Fundamentaldaten, sprich Wachstum und Inflation, orientieren. Die Volatilität der Finanzmärkte sei für sich genommen noch kein Grund für eine Änderung des Leitzinsens seitens der Fed. Gut, Lacker ist zurzeit nicht stimmberechtigt und neigte auch in der Vergangenheit dazu, eher für Zinserhöhungen zu stimmen, aber ich denke trotzdem diese Aussage kommt der Wahrheit am nächsten.
Ein wenig übers Ziel hinaus geschossen...
Warum sich jetzt auch noch die Politik einmischt? Im nächsten Jahr sind Präsidentschaftswahlen in den USA. Was wäre für die Republikaner schlimmer, als wenn neben dem Desaster der aktuellen Regierung auch noch die US-Wirtschaft in eine Rezession abrutscht? Die Folge wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit eine dramatische Wahlschlappe. Wäre es da nicht viel sinnvoller, jetzt noch mal durch sinkende Leitzinsen den Markt und die Wirtschaft mit Liquidität zu fluten, nur um noch einmal, in einem letzten Kraftakt einen Wirtschaftsschub zu erreichen? Okay, dann würde es wahrscheinlich etwas später zu einer um so heftigeren Rezession kommen. Wenn aber dann die Demokraten an der Macht wären, würde die Bevölkerung und entsprechend politisch engagierte Medien dieses Wirtschaftsdebakel den Demokraten in die Schuhe schieben. Und wenn hingegen die Republikaner wider Erwarten gewinnen? Dann hätte man genug Zeit, um zu reagieren und zu regieren. Zugegebenermaßen ein böser Gedanke, zumal Dodd zu den Demokraten gehört Inwieweit solche Polit-Thriller-Phantasien der Realität entsprechen könnten, überlasse ich Ihrer Phantasie.
Markt läuft nicht sauber
Aber trotzdem, es ist genau das, was mir im Moment nicht gefällt: Der Markt läuft nicht sauber. Er wird von externen Interventionen (Senkung des Diskontsatzes, verbalen Zinssenkungen etc) getrieben. Ich weiß, dass solche Interventionen normalerweise nicht lange vorhalten. Der Markt braucht dann wie ein Süchtiger immer größere Beruhigungspillen, sprich irgendwann tatsächliche Zinssenkungen um weiter zu steigen. Und selbst das würde nur einen zeitlich begrenzten Effekt haben, weil dann den USA die Inflation um die Ohren fliegt. Es fehlt einfach die heilsame Bereinigung, das reinigende Gewitter.
Nur, aufgrund dieser massiven Interventionen, realer und verbaler Natur, sind im kurzfristigen Horizont halbwegs verlässliche Prognosen zurzeit absolut unsinnig.
Eigentlich viel zu bullish
Die Sentimentdaten weisen übrigens darauf hin, dass die US-Anleger vergleichsweise bullish gestimmt sind. Als Beispiel das Bloggersentiment von gestern:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003145.gif
So bullish waren die Blogger seit dem 18. Juni nicht mehr (damals rutschte anschließend der Markt von 1959 Punkten auf 1900 Punkten ab)
Angesichts des aktuellen Kurseinbruchs an den Märkten und der Krisensituation sollte die Stimmung eigentlich wesentlich bearisher sein. Diese Entwicklung ist also höchst bedenklich. Unter „normalen“ Umständen wäre genau das ein sicherer Hinweis darauf, dass die Börsen noch einen Ebene tiefer gehen. Unter normalen Umständen....
Da aber die Märkte auf eine Zinssenkung hoffen, weiß ich nicht, wohin diese Hoffnung die Märkte noch treiben wird.
Bin ich froh, wenn diese Sommermonate endlich vorbei sind...
Viele Grüße
Jochen Steffens
22.08.2007 19:31
Börsen-Zeitung: Der Gewinntrend entscheidet, Kommentar von Christopher Kalbhenn zur gegenwärtigen Situation an den Aktienmärkten
Frankfurt (ots) - Auch wenn sich die Aktienmärkte am Mittwoch deutlich weiter erholt haben, dürften die nächsten Wochen von Verunsicherung geprägt bleiben. Für Dividendentitel wird sich der Spielraum nach oben zumindest für die nächste Zeit wahrscheinlich in engen Grenzen halten. Denn die Subprime-Krise und ihre Folgen haben den Anlegern einen gehörigen Schrecken eingejagt. Vor allem aber hat sich das extrem günstige Umfeld, das den jahrelangen Bullenmarkt getragen hat, deutlich eingetrübt. Wichtige Voraussetzungen der Rally - darunter eine üppige Liquidität, extrem günstige Refinanzierungskonditionen und der M&A-Boom - sind weggefallen.
Ob der Bullenmarkt damit am Ende ist, ist jedoch noch offen. Denn es gibt auch positive Faktoren, die für die Aktienmärkte sprechen. Nach wie vor befindet sich die Weltwirtschaft auf einem soliden Wachstumspfad. Impulse gehen dabei nicht zuletzt vom Boom der großen Schwellenländer unter Führung von China aus. Deutlich belegt wird das durch die jüngste Leitzinserhöhung der chinesischen Notenbank. Außerdem sind die europäischen Aktienmärkte - anders als vor dem Beginn des großen Crashs im Jahr 2000 - moderat, nach den jüngsten Kursrückgängen sogar wieder leicht günstig bewertet. Auf Basis der Schätzungen für das nächste Jahr liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Dax lediglich bei knapp 12. Das schafft schon wieder leichten Spielraum nach oben, zumal die Gewinnerwartungen des Marktes immer noch nach oben tendieren. Ein weiterer deutlicher Schwächeanfall würde vor diesem Hintergrund eher auf gute Einstiegsgelegenheiten hindeuten als auf den Beginn eines lang anhaltenden Bärenmarktes.
Eben die Entwicklung der Unternehmensgewinne ist indes der Knackpunkt. Solange nicht klar ist, dass die Krise eingedämmt werden kann, steht das Risiko im Raum, dass über kurz oder lang die Gewinnerwartungen deutlich zurückzuschrauben sein werden und letztlich dann auch der Ergebnisentwicklungstrend ins Negative dreht. Dies würde dem bald viereinhalb Jahre alten Bullenmarkt definitiv das Genick brechen und die Bären an die Macht bringen. Erst wenn die Marktteilnehmer überzeugt sind, dass die Subprime-Krise keine gravierenderen realwirtschaftlichen Folgen haben wird, werden die Ampeln an den Aktienmärkten wieder auf Grün umschalten.
(Börsen-Zeitung, 23.8.2007)
Technischer Morgenkommentar vom 23. August 2007
Meldungen über die Aufnahme von Kapital aus den durch die Fed zur Verfügung gestellten Mittel durch vier US-amerikanische Großbanken, wurden vom Markt am gestrigen Handelstag positiv aufgenommen. Die Mittel seien aufgenommen worden, um „kreditwürdige Kunden zu unterstützen“, teilte die Citibank-Mutter Citigroup Inc mit.
Ein weiteres positives Indiz soll laut Marktbeobachter die Tatsache der Wiederaufnahme der M&A Aktivitäten sein. Es wurde als Signal gewertet, dass nach dem kräftigen Kurseinbruch und trotz noch nicht überwundener Subprime-Krise, wieder Fusionsaktivitäten am Markt laufen. „Es ist wieder ein Stück Vertrauen in die Märkte zurückgekehrt“, meinte ein Marktteilnehmer, der im Bezug auf das Geschehen am Markt angesprochen wurde.
Kurzanalysen
Aktien-Indizes
Diese gestrige Kurserholung auf der Aktienseite, führte per Schlusskurs zu einer weiteren Verbesserung der Markttechnik und neutralisiert damit die bisherige jüngste Dominanz der jeweiligen Abwärtstrends auf Basis der Tagescharts. Durch die Bank schlossen die international wichtigsten Börsenbarometer in Europa und den USA deutlich im positiven Bereich. Von einer erneuten Trendumkehr kann zwar auch weiterhin nicht gesprochen werden, dennoch schätzen wir die Märkte auf der Unterseite als immer besser abgesichert ein.
Fazit: wir unterstellen für die nächsten Tage weiterhin volatile Märkte, tendenziell gehen wir von einer guten Absicherung auf der Unterseite aus. Aus unserer Sicht sollten die Aktien-Indizes innerhalb der derzeit gültigen Konsolidierungsbänder vorerst volatil seitwärts bis tendenziell leicht besser notieren. Wir sehen aktuell keinen strategischen Handlungsbedarf.
Renten-Futures
Auf der Rentenseite fällt weiterhin die negative Korrelation der Renten zu den Aktien auf. Gestern tat sich in diesem Zusammenhang besonders der Bund-Future hervor, der im Zuge steigender Aktien-Indizes zunächst deutlich abgab und sich erst am Nachmittag wieder etwas erholte, am Ende aber im Minus verblieb. Ebenso Kursverluste verzeichneten die beiden von uns beurteilten US-T-Bond-Futures auf den 10 und 30 jährigen Bond.
Auffällig aus technischem Blickwinkel bleibt hierbei, dass sich auf Basis eines Tagescharts sowohl im FGBL, als auch in beiden US-T-Bond-Futures Widerstände in den Bereichen der Tageshochs vom 16. August ausgebildet haben, welche bisher Bestand zeigen. Grundsätzlich weisen alle drei analysierten Indizes jedoch intakte Aufwärtstrends aus, chart- wie auch markttechnisch bestätigt.
Fazit: noch liegen uns in jeder Hinsicht bestätigte Aufwärtstrends im Tageschart vor, innerhalb derer sich ein Widerstandsniveau an der bisherigen Trendspitze auszubilden scheint. Für sich genommen weisen alle Indikationen auf ein gerechtfertigtes Festhalten an einer optimistischen Erwartungshaltung hin. Mit Blick auf die derzeit auffällige negative Korrelation zwischen Aktien und Renten sollte dennoch beachtet werden, dass eine erwartet tendenziell positive Entwicklung der Aktienseite mit hoher Wahrscheinlichkeit das momentane Trendverhalten der Renten-Futures beeinflusst und das
Reaktionsrisiko steigt.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
23.08.2007 08:36
Noch ist die Krise nicht ausgestanden
Liebe Leser,
erinnern Sie sich? Vor ziemlich genau sechs Wochen, nämlich am Freitag den 13.Juli 2007, erreichte der DAX mit 8.156 Punkten ein neues Allzeithoch. Und der DOW JONES setzte mit 14.021 Punkten ebenfalls eine neue große Gipfelmarke. Dass die Märkte dabei etwas heiß gelaufen waren, wussten wir alle und insofern auch, dass eine Korrektur fällig war. Dass sie jedoch so heftig sein würde, die Korrektur, hat schon ein wenig überrascht.
Hätten die Notenbanken nicht mit jeder Menge Milliardenspritzen interveniert, wäre es wohl zum Crash an den Börsen gekommen. So verlief die Korrektur halbwegs in geordneten Bahnen. Jedenfalls ist nun offiziell: Die Immobilienblase in den USA ist geplatzt.: Es gab jede Mange Pleiten bei den Hypotheken-Finanzierern, den beteiligten Fonds und heftige Kreditausfälle bei den Geschäftsbanken. Die Probleme sind nicht bewältigt obwohl die Krise als beherrschbar bezeichnet wird. Das Thema wird uns noch eine ganze Weile begleiten. Vor allem die Auswirkungen auf den konjunkturtragenden US-Konsum sind noch nicht abzusehen. Auch das Investitionsklima dürfte angesichts der schwieriger gewordenen Finanzierungen leiden.
Natürlich wird die US-Notenbank mit allen Mitteln dagegen halten. Ich rechne in Kürze mit einer Senkung des Leitzinses um einen halben Prozentpunkt von 5,25% auf 4,75%. Und ob die Europäische Zentralbank (EZB) ihre zwei vorgesehenen Zinserhöhungen vor diesem Hintergrund wirklich durchführt, erscheint mittlerweile fraglich. Die US-Diskontsatzsenkung vorigen Freitag um 0,5% auf 5,75% war eher ein symbolischer Akt. Die aktuelle Lockerung der Geldpolitik ist damit offiziell bestätigt worden. Und das hat die Märkte beruhigt. Die bekannte Formel dazu kennen Sie: Fallende Zinsen sollen die Wirtschaft ankurbeln, und das ist gut für Aktien. Ich denke, wir sollten hier aber vorsichtig sein und abwarten.
Ich glaube, dass wir die Tiefkurse in der laufenden Korrektur noch nicht gesehen haben. Meines Erachtens steht noch ein weiterer Rücksetzer auf dem Programm, der den DAX auf den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei circa 7.125 Punkten abrutschen lässt. Es heißt also bis auf weiteres zurückhaltend zu bleiben. Und nur Aktien mit niedrigem KGV und stabilem Ertragszuwachs einzukaufen.
Bis vor kurzem hatte sich die US-Notenbank von der Finanzkrise unbeeindruckt gezeigt. Doch jetzt ist sie plötzlich beunruhigt. Der rasche Meinungswechsel an sich ist schon ein Alarmzeichen. Bis das Misstrauen sich legt, werden etliche Wochen ins Land gehen. Die aktuelle Datenlage von der Konjunktur und den Unternehmen werden kaum ausreichen, um die Börsen auf ihren alten Hausse-Pfad zurückzubringen.
Übrigens: Der DAX steht noch relativ gut im Plus. Zu Jahresanfang notierte der Index bei 6.596 und gestern bei 7.510 Punkten, was einem Gewinn von rund 14% entspricht. Die anderen europäischen Börsen können da bei weitem nicht mithalten und auch der DOW JONES und der NASDAQ Composite nicht. Gut im Plus steht auch noch der TECDAX. Schlechter ist die Bilanz beim MDAX, der nur wenig über dem Niveau von Jahresbeginn steht. Grund: Die Banken- und Immobilienwerte stürzten ab. Die Industrie Kreditbank (IKB) mit ihrer Acht-Milliarden-Schieflage in den USA stand dieses Jahr einmal bei 33 Euro, jetzt kostet die Aktie 13 Euro! Patrizia-Immobilien fielen von 23,5 auf 11 Euro.
Technischer Tageskommentar
[Gepostet am 23.08.2007 um 12:32 Uhr )
US-Märkte)
Das Krisenmanagement der US-Notenbank trägt weitere Früchte, so dass sich die brodelnden Märkte immer mehr beruhigen können, was bei den US-Aktienindizes am gestrigen Tag durch eine feste Tendenz reflektiert wurde.
Nach der Diskontsatzsenkung am Freitag und der Verringerung eines Repo-Satzes am Vortag durch die Fed, waren es gestern die vier größten US-Geschäftsbanken, die mit der Ausnutzung des Diskontfensters um jeweils 500 Millionen Dollar ein Zeichen setzten. Einerseits wurden die Maßnahmen der Fed durch die sicherlich etwas „teureren“ Ausleihungen gestützt – auf der anderen Seite haben natürlich gerade die arg angeschlagenen Banken ein Interesse daran, dass das ins Schlingern geratene Finanzsystem schnellstens wieder in ruhiges Fahrwasser gerät.
Die US-Aktienmärkte nahmen die Entspannung dankbar auf und setzten ihre kurzfristigen Erholungsschübe mit neuen Verlaufshochs fort. Selbst die durch die Kredit- bzw. Liquiditätskrise fast zum Erliegen kommende Übernahmefront – ein Hauptmotor der fulminanten Rallye bis Mitte Juli – ließ wieder aufhorchen. War es am Vortag der auf prall gefüllten Kassen sitzende Warren Buffett, der mit Countrywide und TXU in Verbindung gebracht wurde, so entzückten gestern Meldungen über einen Kauf des zweitgrößten Casino-Betriebes MGM Mirage durch Dubai die zuletzt arg gerupften Aktienbullen. Zudem stand auch die Rohstoffbörse Nymex nach diesbezüglichen Kommentaren des Chairmans im Übernahmefokus.
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Das immer deutlichere Aufatmen der Akteure lässt sich am besten am „Angstbarometer“ VIX festmachen. Der Volatilitätsindex ist seit Tagen stark unter Druck und hat vom panikartigen Top am Donnerstag nun fast 40 Prozent verloren, wobei aber selbst jetzt noch nicht wieder das Niveau der Verlaufshochs des Frühjahrs – damals schüttelte die Subrime-Krise das erste Mal die Märkte durch – erreicht wurde.
Die gestrige Rallye stand auf einem ausladenden Fundament. Das breiteste Marktbarometer, der Dow Jones Wilshire 5000 Index, gewann satte 1.3 Prozent. Überhaupt hat der Index im Gegensatz zu den meisten anderen hier besprochenen Barometern (Ausnahme: Transportindex) bereits die sekundäre Abwärtstrendlinie durchbrochen. Der mittelfristige Abwärtstrend wäre freilich erst oberhalb des Niveaus 15100 endgültig beendet, aber sicherlich ist der kurzfristig überaus bullishe Verlauf des breitesten Index ein positives Zeichen.
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Der S&P 500 hat dieses Ziel noch nicht ganz erreicht, aber durch den bullishen Handelstag konnte zumindest die gern beachtete 200-Tagelinie wieder überschritten werden. Der überaus positive Handelsverlauf mit dem Schluss nahe der Tageshochs wird durch eine fast makellos bullishe Tageskerze dokumentiert.
Im strategischen Zeitfenster bereitet uns weiter der Donnerstags-Spike Kopfzerbrechen, durch den die primäre Aufwärtstrendlinie signifikant durchstoßen wurde. Aufgrund des temporären Ansteuerns der Tiefs vom Frühjahr wäre der langfristige Aufwärtstrend formal eigentlich zu den Akten zu legen. Auf Schlusskursbasis handelt der S&P aber immer noch im Dunstkreis der primären Aufwärtstrendlinie, so dass das Muster durchaus dem einer heftigen aber „normalen“ Sekundärkorrektur aus überkaufter Lage entspricht.
Beim medienträchtigen Dow Jones Industrial bleibt der langfristige Aufwärtstrend trotzt „Monster-Lunte“ bzw. Trendlinienverletzung so oder so weiterhin voll intakt. Auch im Donnerstags-Tief lag das Korrekturtief vom März noch weit weg.
Auch beim Dow wurde der tertiäre Aufwärtstrend gestern mit einem eindrucksvollen neuen Verlaufshoch bestätigt. Der übergeordnete mittelfristige Abwärtstrend vom Niveau des Rekordhochs bleibt aber weiter gültig. Die sekundäre Abwärtstrendlinie verläuft hier erst im Bereich 13400.
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Der NASDAQ 100 hat sich nun wieder relativ deutlich über die zuvor schroff verletzte, primäre Aufwärtstrendlinie von 2006 geschoben. Der langfristige Aufwärtstrend wurde durch die heftige Sekundärkorrektur, die formal noch nicht beendet ist, zwar angeknockt, aber bisher nicht gefährdet.
Der NASDAQ Composite tickt nun fast exakt an die sekundäre Begrenzungslinie. Das Spannungsfeld zwischen kurzfristigem Erholungsimpuls und mittelfristigem Abwärtstrend könnte möglicherweise eine kleine Verschnaufpause einläuten.
Klassenbester der hier besprochenen Indizes war aber gestern der konjunktursensible Dow Jones Transportation Index. Mit einem mächtigen Aufwärtsschub konnte die supersteile, sekundäre Abwärtstrendlinie deutlich durchbrochen werden, was zumindest als Zeichen eines Abflauens des mittelfristigen Abwärtsmomentums zu werten ist. Am Transportindex zeigte sich die gesamte Wucht der Korrektur der letzten Wochen. Rund 20 Prozent hatte der Index seit Jahresbeginn zugelegt, was Mitte Juli in einem fulminanten neuen Rekordhoch bei 5486 gipfelte. In rund vier Wochen wurde der komplette Gewinn mehr als pulverisiert, ehe der jüngste tertiäre Aufwärtstrend wieder für eine gewisse Entspannung sorgte.
Zum Zeitpunkt des Allzeithochs beim Transportindex hatte der Dow Jones Utility bereits eine erste kalte Dusche hinter sich. Die im Mai/Juni anziehenden Renditen bei den Staatsanleihen – nur zwei Monate später ist der damalige „Crash“ an den Rentenmärkten längst Geschichte – machten den traditionell dividendenstarken Versorgern arg zu schaffen. Erst durch die signifikant nachgebenden Anleiherenditen in Kombination mit den schwächeren Kursen konnten die Versorger dem klassischen Image als „sicherer Hafen“ wieder gerecht werden. Der Dow Jones Utility verletzte als erster Index mehrere primäre Aufwärtstrendlinien. Aktuell schraubt sich der Index aber wieder langsam aber sicher an die Marke von 500 heran.
Die Beruhigung an den Aktienmärkten schmeckte den Bullen auf dem Rentenparkett natürlich überhaupt nicht. Der Krisenindikator TED-Spread, der den Renditeabstand zwischen den 3-Monats-Schatzwechseln und dem Londoner Interbankensatz misst, schrumpfte auf deutlich unter 2 Prozent. In der Spitze der letzten Tage lag der Wert bei fast 3 Prozent. Die Rendite der 3m-T-Bills kletterte in Richtung 4 Prozent nachdem sie am Vortag durch die panikartige Suche nach sicheren, kurzfristigen Parkmöglichkeiten auf unerhörte 2.51 Prozent gedrückt wurde. Zwar gab es eine leichte Gegenbewegung, als Lehman Brothers die Schließung der Subprime-Sparte – 1200 Angestellte verlieren ihren Job – meldete, aber die Berichte über eine Kapitalspritze für den angeschlagenen Hypothekenverleiher Countrywide sorgten über Nacht wieder für steigende Renditen.
Die Volatilität bleibt an den Rentenmärkten weiter überaus hoch. Der 7-Tagesdurchschnitt von Merrill Lynch’s MOVE-Index, der auf OTC-Optionen 2-30-jähriger Staatsanleihen basiert, verharrte mit 108.80 in der Nähe der Höchststände von Juni 2004. Mitte Mai markierte der Index noch ein Rekordtief bei 51.2.
Die Wetten auf eine signifikante Zinssenkung der Fed um einen halben Prozentpunkt im September wurden nach der Beruhigung an den Risikomärkten deutlich zurückgenommen. Nach „Ultra-Hawk“ Jeff Lacker aus Richmond am Vortag, hieb auch Dallas-Fed-Präsident Richard Fisher in die Kerbe, dass die Notenbank dazu da sei, das Finanzsystem zu schützen und nicht um risikofreudige Anleger aus der Patsche zu helfen. Einige Analysten erwarten in der Konsequenz zunächst eine weitere Senkung des Diskontsatzes bevor es an den „heiligen Gral“ der Target-Rate geht. Die Fed dürfte das Beispiel 1998 vor Augen haben, wo die Russland-LTCM-Krise durch Notfallsenkungen bewältigt werden konnte, aber das ganze letztlich in der bekannten Blase an den Aktienmärkten endete. Bill Gross von Pimco fordert ohnehin eher einen staatlichen Eingriff in die Kreditkrise. Eine Senkung des Leitzinses würde dem in die Bredouille geratenen Hausbesitzer herzlich wenig helfen, wenn die Hypothekenverleiher dies nicht weitergeben. Gross hat diesbezüglich besonders die vielen Hypothekenkredite mit flexiblem Zins (ARM’s) im Auge. Die Verwerfungen im bonitätsstarken Segment sind noch nicht zu greifen und könnten für weitere Hiobsbotschaften sorgen.
Die US-Zinsfutures vollzogen aber gestern zunächst eine Impulswende nach unten. Der 10y-T-Note-Future bestätigte damit die tertiäre Stauzone zwischen 108*14 und 109*21. Die ausgeprägte Lunte der Tageskerze belegt dabei die Erholung von den Tagestiefs. Der weiter intakte sekundäre Aufwärtstrend des Futures verliert durch die Konsolidierung wieder an Momentum. Die Auflösungsrichtung der Stauzone ist aber noch völlig unklar, so dass wir zunächst lediglich von einer Verschnaufpause auf dem massiven, langfristigen Widerstandsniveau zwischen 109 und 109*50 ausgehen.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Matthias Hütgens
matthias.huetgens@wagner-wertpapier.de
23.08.2007 18:17
Eitler Sonnenschein
von Jochen Steffens
Es wird unter den Tradern aufgeregt diskutiert: Ist das schon ein Boden mit der Chance auf neue Hochs? Ist das ein Boden, aber neue Hochs werden so bald nicht gebildet? Gibt es neue Tiefs und natürlich: Kommt es noch zu einem massiven Crash? Alles dabei. Suchen Sie sich eine Meinung und dann den entsprechenden Analysten, egal was Sie auch denken, Sie werden jemanden finden, der Ihnen die gerade neu gefundene Meinung bestätigt.
Tatsache ist: Es herrscht Unsicherheit! Was wirklich passieren wird, weiß keiner. Die Lage ist tatsächlich zu undurchsichtig. Geht es mit der Subprimekrise nun noch weiter, oder war es das schon? Was liegt noch in den Kellern der Banken, welche Leichen werden nur noch künstlich am Leben erhalten? Niemand weiß es, aber alle hoffen, es wird schon nicht so schlimm. In solchen Situationen halte ich mich an die einfachsten Indikatoren der Charttechnik auch wenn die Interventionen vieles verzerren.
Die Gegenbewegung als Indikator
Sie kennen mich, ich analysiere immer sehr genau die Entwicklung der Gegenbewegung. Meines Erachtens verrät immer erst die Gegenbewegung was wirklich mit dem Markt los ist. Die aktuelle verrät Folgendes: Die Jungs sind alle heiß auf steigende Kurse. „Kaufe jede Konsolidierung“, das haben die Trader in den letzten Jahren gelernt. Die Medien plärren, dass die Sorgen um die Kreditkrise nun langsam in den Hintergrund treten. Die Stimmung ist erstaunlich bullish, meines Erachtens zu bullish.
Diese Bereitschaft, schlechte Nachrichten aus Gier zu ignorieren, ist höchst gefährlich. Wenn nun nur eine weitere schlechte Nachricht die Märkte trifft, kommt es zum Gau. Dann müssen alle Bullen wieder aussteigen. Die Shorties, die gerade ihre Positionen glatt gestellt haben, müssen erneut Short gehen. Diejenigen, die noch mit ihren langfristigen Positionen durchgehalten haben, werden noch ein wenig mehr gegrillt.
Noch hat diese Gegenbewegung nicht die Abwärtstrends aufgelöst. Diese sind trotz der starken letzten Tage immer „noch“ intakt. Man muss also abwarten, ob diese Trends gebrochen werden.
Banken nutzen den niedrigen Diskontsatz
Ich wollte Sie eigentlich nicht noch einmal mit dem Diskontsatz ärgern, aber die neuen Zahlen sind draußen: Demnach haben in dieser Woche nahezu zeitgleich vier große US-Banken das Diskontfenster der US-Notenbank in Anspruch genommen. Die Citibank, JPMorgan Chase&Co, Bank of America und Wachovia haben jeweils 500 Mio Dollar aufgenommen. Begründung: Die Mittel seien aufgenommen worden, um "kreditwürdige Kunden zu unterstützen". Das alles hört sich natürlich überhaupt nicht nach einer abgesprochenen Aktion an, aber so sollte wohl der Eindruck vermieden werden, dass eine der Banken es „nötig“ habe, sprich in Schwierigkeiten steckt. Auch die Deutsche Bank soll seltsamerweise diesen Diskontsatz genutzt haben.
Immer noch schlechte Nachrichten vom US-Immobilienmarkt
Derweil laufen weitere schlechte Nachrichten vom US-Immobilienmarkt über den Ticker. So sollen die Hypothekenanträge im Juli um 5 % zurückgegangen sein. Der eher kleine Hypothekenanbieter First Magnus hat Gläubigerschutz angemeldet, H&R Block muss Kredite aufnehmen, um liquide zu bleiben und Lehman Brothers schließt seine Subprime-Sparte, über 1500 Leute werden entlassen. Das Immobilienunternehmen Toll Brothers meldet einen Gewinneinbruch um 86 Prozent, der allerdings über den Erwartungen lag (fast schon eine Ironie in sich).
Was kommt als nächstes?
Aber wie ich schon vor ein paar Tagen geschrieben hatte, irgendwann gewöhnt sich der Markt an schlechte Nachrichten. Sollten nun weitere schlechte Nachrichten ausbleiben, könnte es, nach einer kleinen erneuten Abwärtsbewegung tatsächlich zu einer Bodenbildung in den nächsten Tagen/Wochen kommen.
Die Frage ist, was könnte den Markt jetzt noch beeinträchtigen? Ich kann es Ihnen noch nicht sagen. Mit einem Auge schiele ich immer noch nach China, die Blase dort wächst und wächst, bis sie platzt....
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
Eine Krise breitet sich aus
Rezession – so, damit wär´s draußen. Das böse Wort will an der Wall Street keiner hören, doch denken manche darüber nach, ob die amerikanische Wirtschaft nach einigen starken Jahren tiefer einbricht als befürchtet. Ganz auszuschließen ist das nicht, denn die Hypothekenkrise hat sich längst auf alle möglichen Bereiche ausgeweitet.
Während immer mehr Banken und Hypothekenleiher zugeben, mitten im Subprime-Schlamassel zu stecken, machen sich die Folgen überall bemerkbar: zum Beispiel am Arbeitsmarkt. Mehr als 18 000 Stellen hat die Branche allein im vergangenen Monat gestrichen. Bei Lehman Brothers müssen 1200 Mitarbeiter gehen, bei Bear Stearns relativ bescheidene 240, und als American Home Mortgage Insolvenz anmelden musste, waren gleich 7000 Banker auf einen Schlag arbeitslos.
Auch in anderen Branchen gibt es Stellenabbau. Vor allem im Baugewerbe, wo immer mehr bereits verkaufte Häuser abbestellt ung folglich nicht gebaut werden. Zulieferer und branchenverwandte Unternehmen sind von der Krise mitbetroffen, nicht zuletzt die Baumarktketten.
Mehr Entlassungen belasten den Verbraucher und damit dessen Ausgabeverhalten: Die Automobilumsätze sind zuletzt deutlich eingebrochen, weil mangels Gehalts und wegen der Unsicherheit in vielen Bereichen der Wirtschaft viele Amerikaner den Kauf eines Neuwagens vertagen oder abblasen. Erste Reaktion der Unternehmen: Die Produktion wird zurückgefahren, Überstunden werden gestrichen – Entlassungen in der ohnehin krisengeschüttelten Branche sind nicht auszuschließen.
Unter den Auswirkungen der Kreditkrise leiden auch die übrigen Einzelhändler. Die Analysten von Wachivia warnen bereits vor Umsatzeinbußen bei den großen Einkausketten, die wiederum zu Entlassungen führen könnten.
Auch Luxus-Läden bleiben nicht verschont. Die Häuser in denen die wohlverdienenden Banker gerne ihr Geld ausgeben, dürften die Traumergebnisse der letzten Jahre wohl nicht mehr erreichen. Denn wer in der Finanzbranche seinen Job nicht gerade verloren hat, muss sich zumindest auf einen deutlich niedrigeren Bonus gefasst machen. Um bis zu 40 Prozent dürften die Sonderzahlungen zum Jahresende ausfallen, berichtet eine Studie am Donnerstag.
Damit tut die Kreditkrise der Wall Street immer mehr auch persönlich weh. So ist es verständlich, wenn man sich die ohnehin betrübliche Situation nicht noch schwärzer Reden will. Doch heimlich und ohne Worte stellen sich immer mehr Experten auf das Worst-Case-Szenario ein… das mit „R“ beginnt.
Lars Halter
Technischer Morgenkommentar vom 24. August 2007
Eine leichte Vertrauenserhöhung in den Markt, nachdem am Mittwoch vier USBanken das Diskontfenster der Fed in Anspruch genommen hatten, hielt sich gestern dennoch wieder die Waage mit den Sorgen der Marktteilnehmer im Bezug auf die Subprime-Krise. So schlossen die US-Indizes nach Schwankungen nur wenig verändert im Vergleich zum Vortag, DAX und EUROSTOXX 50 gaben nach einer kräftigen Eröffnung über den Tag hinweg ab und schlossen nahe ihrer Schlusskurse vom Mittwoch. Die per gestern veröffentlichten Konjunkturzahlen zeigten kaum Einfluss auf den Markt. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen im Rahmen der US Arbeitslosenversicherung entsprach den Erwartungen der Volkswirte.
Auf der Rentenseite sahen wir am gestrigen Handelstag einmal mehr ein beeindruckendes Beispiel für eine negative Korrelation zum Aktienmarkt. Erst im Zuge der Abschwächung der Börsenbarometer, erholten sich die Renten, so dass noch immer ein Wechsel in Renten erfolgt, wenn die Aktienseite unter Druck steht, umgekehrt aber auch Umschichtungen umgedreht werden, sofern Entspannung an der Aktien-Front erwartet wird.
Grundsätzlich behält unsere bisherige Einschätzung der letzten Tage ihre Gültigkeit: auf der Aktien-Index-Seite dominiert derzeit weiterhin eine volatile und nervöse Marktverfassung, welche für die Börsenbarometer ein weitestgehend neutrales Bild auf Tagesbasis zeichnet. Im Rentenmarkt bleiben wir von der technischen Blickrichtung her noch grundsätzlich optimistisch, verweisen dennoch darauf, dass sowohl im FGBL, als auch in beiden US-TBond-Futures die Schwungkraft schwindet und konsequenterweise damit das Risiko einer Reaktion im Kursverlauf ansteigt.
Kurzanalysen
Aktien-Indizes
Sehen wir uns das ganz kurze Zeitfenster im laufenden Aufwärtsimpuls in den europäischen und US-amerikanischen Indizes an, können die gestrigen Tagesmuster wieder als Indizien bewertet werden, dass der Aufschwung seinem Ende entgegengeht. Doji-Bildungen im Dow Jones und im S&P 500 Index, zum Teil negative Schiebemuster im DAX und EUROSTOXX 50, fast als negative Überlappungsmuster zu interpretierende Tagesentwicklungen in beiden NASDAQs. Im weitergefassten Bild dominieren die laufenden, zum Teil nicht klar abgenzbaren Konsolidierungsphasen und die markttechnisch ausgewiesene neutrale Trendausrichtung (neutrales set-up).
Eine überaus kräftige Erholung vollzieht derzeit der hongkonger HSI, der seinen Absturz bis vor zwei Wochen fast komplett wieder aufgeholt hat und aus markttechnischem Blickwinkel heraus in eine völlig überhitze Marktphase eingetreten ist. Hier gilt es, ein erneutes, gesteigertes Risiko einer Gegenreaktion zu unterstellen.
Als Fazit halten wir fest:
grundsätzlich behalten die international wichtigsten Aktien-Indizes ihre neutrale Ausrichtung auf Tagesbasis bei. Strategisch gesehen, unterstellen wir derzeit noch keinen Handlungsbedarf.
Renten-Futures
Auf der Rentenseite verweisen wir auf technisch intakte und noch immer bestätigte Aufwärtstrends, unterstellen aber ein gesteigertes Reaktionsrisiko mit Verweis auf die
(1) derzeit gültige enge (negative) Korrelation zwischen Aktien und Renten und
2) der Tatsache, dass wir für die Aktien aktuell eine gute Absicherung auf der Unterseite unterstellen. Dies wiederum könnte erneute Kapitalumschichtungen von der Renten- zur Aktienseite nach sich ziehen, was einen Gegenimpuls in der Trendentwicklung vom FGBL und den US-T-Bond-Futures zur Folge hätte.
Interessant bleibt die derzeit unverändert gültige Staubereichsbildung im Tageschart des Bund-Futures, ebenso im US-T-Bond-Future auf den 10 jährigen Bond. Im Future auf den 30 jährigen US-T-Bond liegt unser Augenmerk auf dem Widerstandsbereich um die 111*0000, dem sich der aktuelle Kursverlauf erneut annähert, der sich in den letzten Wochen jedoch als Widerstand behauptete.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, erhöhte Kursrisiken
24.08.2007 - 08:20:06 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.
Mit den positiven Vorgaben aus New York und Tokio im Rücken sei der deutsche Leitindex mit einer deutlichen Eröffnungslücke zum Vortagesschlusskurs in den gestrigen Handel gestartet. Im weiteren Verlauf habe zunächst das Niveau um knapp unter 7.600 Punkten gehalten werden können, bevor dann eine wieder leicht schwächere Wall Street einige Marktteilnehmer zu ersten Gewinnmitnahmen gedrängt hätte.
Seit dem Tief vom Freitag habe der DAX somit in den letzten vier Handelstagen fast 6 % zugelegt. Als wesentliche Triebfeder dieser Entwicklung müsse eindeutig die markant negative Stimmungslage der Investoren betrachtet werden. Aufgrund der vermehrt durchgeführten Absicherungsstrategien am Markt sei zu vermuten, dass nach dem überraschenden Zinssignal der Fed verstärkt Short-Eindeckungen die Kurse in die Höhe getrieben habe.
Markttechnisch befinde sich der DAX gegenwärtig in einer kurzfristig überkauften Situation. Damit sollte es dem Blue Chip Index zunächst schwer fallen, eine nachhaltige Verbesserung der charttechnischen Gesamtsituation durch ein Überwinden der 7.630er Marke zu erreichen. Mit dem historisch häufiger zu beobachtenden schwachen Aktienmonat September vor dem Auge, sollten sich daneben in den letzten Augusttagen einige Trader veranlasst fühlen, ihre Gewinne mitzunehmen. Dadurch dürften sich laut den Handelsexperten bei der DZ Bank zumindest kurzfristig noch einmal erhöhte Kursrisiken eröffnen, die zunächst bis zur Unterstützung um 7.370 Stellen reichen.
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© ZEIT online 23.8.2007 - 18:01 Uhr
Krise? Welche Krise?
Von Thomas Hammer
Wer angesichts der amerikanischen Hypotheken-Misere von einer Krise spricht, übertreibt gewaltig. Eine richtige Krise sieht anders aus. Ein Querdax
Nun ist es also passiert, was eigentlich schon seit längerem vorhersehbar war: Die amerikanischen Haushalte, die von den Banken mit Immobilienkrediten wie Mastgänse gestopft wurden, sind reihenweise kollabiert und haben dadurch am Markt der Kreditderivate eine Kettenreaktion in Gang gesetzt. Besonders gebeutelt wurden Haushalte mit niedriger Bonität, deren Kredite als so genannte "Subprime"-Kreditderivate an Investoren vertickt wurden. Diese erfahren derzeit am eigenen Leib, wie die Zusammenhänge zwischen höherer Verzinsung und höherem Ausfallrisiko funktionieren.
Allenthalben ist von einer Krise die Rede, nachdem die Mittelstandsbank IKB und die SachsenLB aufgrund ihrer hohen Investments im Markt der zweitklassigen Hypothekenderivate ins Trudeln gerieten und die Aktienmärkte eingeknickt sind. Doch es ist stark übertrieben, wenn angesichts dieser Turbulenzen bereits das Gespenst einer globalen Finanzkrise beschworen wird.
Zunächst einmal sind die Ausfälle der deutschen Banken in erster Linie auf Fehler im Management zurückzuführen. Wenn eine Bank einen existenziell bedeutsamen Betrag in ein Marktsegment steckt, das in Fachkreisen seit einigen Jahren als riskant gilt, dann ist sie kein Krisenopfer, sondern ein fahrlässiger Täter. Auffallend ist lediglich, dass wieder einmal zwei Banken mit hohem Staatsanteil so richtig Geld versenkt haben - die WestLB lässt grüßen.
Die Zentralbanken in Europa und Amerika haben rasch reagiert, allerdings mit Korrektur- und nicht mit Krisenmaßnahmen. Das hat bereits genügt, um die Aktienmärkte als wichtigen Stimmungs- und Vertrauensindikator zu stabilisieren und die Kreditgeschäfte innerhalb der Bankenbranche reibungslos am Laufen zu halten. Auch der Rückgang der Aktienkurse hielt sich in Grenzen - selbst unter Berücksichtigung des jüngsten Kursrutschs hat der Dax im Verlauf der letzten zwölf Monate um 30 Prozent zugelegt. Anleger, was willst du mehr?
Um sich darüber klar zu werden, wie eine richtige Krise aussieht, sollte man sich das folgende fiktive Szenario vor Augen führen.
Ein großes und mit mindestens zweistelligen Milliardenbeträgen verschuldetes Industrieunternehmen - zum Beispiel ein amerikanischer Autokonzern - rutscht in die Pleite und reißt ein paar Hedge-Fonds mit sich. Sie haben sich durch hohe Schulden finanziert und lösen einen Kreditausfall von insgesamt 100 Milliarden Euro oder noch mehr aus. Tritt dieser Fall ein, würde möglicherweise eine Großbank in die Knie gehen, nicht bloß irgendeine unbedeutende Regionalbank, und könnte nur mit immensen Geldmitteln vor dem Kollaps bewahrt werden.
Die Anleihenkurse würden dramatisch einbrechen, weil kaum noch jemand Vertrauen in einen Schuldner hätte. Am Aktienmarkt gäbe es einen richtigen Crash, der den Dax auf weniger als 5000 Punkte absacken lassen würde. Die dramatischen Vermögensverluste auf unternehmerischer und privater Ebene würden den Konsum und in der Folge die Industrieproduktion einbrechen lassen. Mit Demut und Zittern würde der Westen nach Russland und China blicken in der Hoffnung, dass von dort Kapital in westlichen Finanzmärkte gepumpt wird, zu deren Stabilisierung.
Wie wahrscheinlich es ist, dass die aktuellen Turbulenzen auf solche oder ähnliche Weise eskalieren, lässt sich kaum abschätzen. Bislang scheint es sich eher um eine überfällige Korrektur zu handeln, die einige unvorsichtige Akteure kalt erwischt hat. Gefährlich werden könnte es jedoch, wenn panische Reaktionen das derzeit noch weitgehend intakte Gleichgewicht an den Märkten kippen würden.
Bevor es soweit kommt, sollte indes der Begriff der Krise nicht überstrapaziert werden. Sonst könnte die Suche nach den richtigen Worten schwierig werden, wenn es zu einer wirklichen Krise kommt.
Thomas Hammer ist freier Wirtschaftsjournalist und Sachbuchautor. Er schreibt unter anderem für das Wirtschaftsressort der ZEIT und beobachtet die Kapitalmärkte mit skeptischem Blick.
24.08.2007 15:06
US Vorbörse: Aktien mit dem größten Orderflow
Anbei eine aktuelle Kursliste der US Aktien, die vorbörslich den größten Orderflow pro Zeiteinheit und damit das stärkste Momentum aufweisen.
http://img.godmode-trader.de/charts/8/2005/10540.gif
Nasdaq im 5-Tagesausblick
24.08.2007 - 12:45:38 Uhr
SEB
Frankfurt (derivatecheck.de) - Das technische Umfeld des Nasdaq zeigt sich von niedrigem Niveau kommend etwas erholt, berichten die Marktexperten der SEB AG.
Aus mittelfristiger Sicht lägen zwar noch negative Impulse vor. Die Trendindikatoren MACD und Momentum würden jedoch im negativen Bereich deutlich ansteigen und einen zügigen Abbau des Überhangs an Abwärtspotenzial und -dynamik bescheinigen. Von den kürzerfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren kämen positive Impulse. RSI und Stochastiks seien aufwärts gerichtet und würden eine intakte Aufwärtsbewegungsdynamik signalisieren. Die Volatilität liege bei 42,98 (42,50) Punkten, was einer statistisch maximalen Tages-Range von 1,69 % (1,73) entspreche.
Die Trading-Strategen bei der SEB AG rechnen af Sicht der kommenden fünf Handelstage auf Grund der intakten Aufwärtsbewegungsdynamik von Seiten der Overbought/Oversold-Indikatoren mit weiteren Tests des Abwärtstrendszenarios. Die Auflösung des Abwärtstrends wäre für den Nasdaq ein sehr positives Signal, würde mit ihr doch auch der Rücklauf über die gewichtete 38-Tagelinie gelingen, die ebenfalls falle. Das Erholungspotenzial könnte sich in diesem Fall auf den Widerstand bei 2.626 Zählern erhöhen. Dies dürfte aber auch das Maximum an Kursanstieg auf Wochensicht darstellen. Höhere Kurse wären erst bei einem positiven mittelfristigen Trendumfeld zu erwarten.
Die Trendindikatoren würden sich zwar verbessern, seien aber von der Nullachse noch deutlich entfernt. Das zweite – nur etwas weniger wahrscheinliche Szenario – beinhalte einen Abprall an der oberen Abwärtstrendlinie bei 2.552 Stellen (täglich fallend). In diesem Fall würden die positiven Impulse der Overbought/Oversold-Indikatoren schnell hinfällig und die leichten Unterstützungen bei 2.531 und 2.509 Punkten dürften dem Markt kaum wirklichen Halt bieten können. Ein Rückfall bis 2.467 Zähler wäre dann zu erwarten.
Momentan schätzen die Börsenprofis die Chance auf eine Auflösung des Abwärtstrends etwas höher ein. Da das Ganze aber noch auf sehr wackligen Beinen stehe, sollte die signifikante Auflösung in jedem Fall abgewartet werden, bevor man neue Positionen eingehe.
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Dow Jones, Dämpfer für die Gegenbewegung?
24.08.2007 - 11:36:30 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Der Dow Jones habe gestern oberhalb der wichtigen Unterstützung bei 13.123 und 13.172 Punkten konsolidiert. Bei diesem Bereich handle es sich um die entscheidende Unterstützung. Solange diese verteidigt werden könne, bleiben die Strategen bei JRC optimistisch gestimmt. Das gegenwärtige Ziel des US Leitindex liege bei 13.346 Stellen. Eine Aufgabe der genannten Unterstützung würde der aktuellen Gegenbewegung aus deren Sicht einen Dämpfer versetzen.
http://194.97.1.200/charts/1590000/20070824_1599173_1.gif
Dow Jones hat 13.650er Marke im Visier
24.08.2007 - 11:48:00 Uhr
HSH Nordbank
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Experten bei der HSH Nordbank blicken auf die aktuelle Situation des Euro STOXX50 und dessen aktuellen Perspektiven.
Die Aktienmärkte diesseits und jenseits des Atlantiks hätten gestern zunächst den Erholungstrend der letzten Tage fortgesetzt. Doch dann sei einmal mehr das Thema Subprime-Krise gespielt worden und die Investoren hätten den Mut verloren. Die Märkte rutschten nach Angaben der Marktbeobachter wieder ab. Zum Handelsende sei jeweils ein zum Vortag nahezu unverändertes Niveau erreicht worden. Die Bank of America hätte sich zuvor mit einer Finanzspritze von 2 Mrd. US-Dollar bei der angeschlagenen Countrywide Financial engagiert. Dieses wäre von den Marktteilnehmern mehrheitlich allerdings eher als Notversorgung und weniger als Vertrauensbeweis interpretiert worden. Lehman Brothers trenne sich von seinen Subprime-Aktivitäten und rechne in diesem Zusammenhang mit Belastungen im zweistelligen Mio. US-Dollar-Bereich.
Der Dow Jones habe gestern ein klares Signal knapp verfehlt. Immerhin wäre im MACD ein knappes Kaufsignal generiert worden. Der seit Mitte Juli bestehende Abwärtstrend wurde laut den Analysten aber noch nicht überwunden. Gelinge es dem Dow Jones, heute gut 1 % höher zu schließen, so wäre der Weg bis zur 13.650er Marke erstmal frei. Andernfalls befürchten die Analysten bei der HSH Nordbank einen Rückfall auf die Unterstützungsniveaus bei 12.850 Punkten.
Widerstände gebe es aktuell für den Dow Jones bei 13.470, bei 13.650 bis 13.680 und bei 14.010 Stellen. Unterstützungen seien auszumachen bei 12.850, bei 12.790 und bei 12.050 Zählern.
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Rentenmärkte profitieren von verunsicherten Anlegern
Fr Aug 24, 2007 3:43 MESZ
Frankfurt (Reuters) - Die Sorge über eine Abkühlung der US-Wirtschaft hat die Anleger am Freitag erneut zu den als "sicherer Hafen" geltenden Staatsanleihen greifen lassen.
Auch an den Devisenmärkte machte sich die nachlassende Risikobereitschaft der Anleger bemerkbar und verhalf dem Yen zu einem Kursanstieg.
Der an den europäischen Rentenmärkten richtungweisende Bund-Future stieg am letzten Handelstag der Woche bis zum Nachmittag um 22 Ticks auf 113,68 Zähler. "Einige befürchten, dass die US-Hypothekenkrise das Wirtschaftswachstum in den USA doch deutlich abschwächen könnte", sagte ein Händler. Auch ein überraschend kräftiger Anstieg beim Auftragseingang langlebiger Gütern in den USA konnte die Sorgen der Investoren am nicht zerstreuen.
Für die Verunsicherung machten Börsianer die Äußerungen des Chefs der angeschlagenen US-Hypothekenbank Countrywide Financial, Angelo Mozilo, vom Donnerstag verantwortlich. Mozilo warnte angesichts der Immobilienkrise vor einem Abgleiten der US-Wirtschaft in eine Rezession. An den Aktienmärkten weltweit gaben die Kurse daraufhin nach. Gleichzeitig erhielten Spekulationen über eine Senkung des Leitzinses der US-Notenbank neue Nahrung.
Unterdessen bleibt die Lage am Geldmarkt für längerlaufende Interbandenkredite trotz der jüngsten Liquiditätsspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter angespannt. "Ich glaube, die größte Sorge ist derzeit die Störung des Geldmarktes und das beunruhigt alle Investoren", sagte Rentenstratege Kornelius Purps von Unicredit. Wegen Befürchtungen über Kreditausfällen und Pleiten im Zuge der US-Immobilienkrise horten die Banken ihr Geld.
Die zehnjährige Bundesanleihe kletterte um 13 Ticks auf 99,95 Punkte und rentierte mit 4,253 Prozent. Die von der Bundesbank täglich errechnete Umlaufrendite börsennotierter öffentlicher Anleihen fiel auf 4,24 (Vortag: 4,30) Prozent. Der Rex-Rentenindex stieg um 0,6 Prozent auf 115,2868 Punkte.
ANLEGER MEIDEN RISIKEN - YEN LEGT ZUM DOLLAR ZU
An den Devisenmärkten legte der Euro wegen der unsicheren Aussichten über die US-Wirtschaft zum Dollar zu. Die Gemeinschaftswährung kletterte um rund einen halben Cent auf 1,3616 Dollar. Den Referenzwert legte die EZB mit 1,3615 (Vortag 1,3574) Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) lag der Euro bei 1,3601 (1,3580) Dollar.
Auch der Yen konnte zum Dollar zulegen, was Händler mit der wieder nachlassenden Risikoneigung der Investoren begründeten. "Wir befinden uns in einem sehr volatilen Markt", sagte Paul Mackel, Währungsstratege bei HSBC. "Es ist zu früh, um endgültig sagen zu können, dass das Schlimmste bei den Carry Trades in Yen vorüber ist". Bei diesen als riskant geltenden Geschäften leihen sich Anleger Geld in niedrig verzinsten Währungen wie dem Yen und legen die Mittel in Hochzinswährungen wie Euro und Dollar an. Angesichts der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten hatten viele Investoren ihre Positionen zuletzt aufgelöst und mussten Yen zurückkaufen, um ihre Kredite zurückzuzahlen.
24.08.2007 18:44
Nach uns die Sintflut
von Jochen Steffens
Rückblickend muss man sagen, dass der Titel „Todesdoji“ vom 20.7.07 kaum treffender hätte gewählt werden können (es war exakt das Hoch vor dem Einbruch). Im Moment frage ich mich, ob nicht auch gestern der Hinweis, dass Ungemach aus China drohen könnte, genau zum richtigen Zeitpunkt kam: Heute Nacht kam eine Meldung, dass die Bank of China mit 9,7 Mrd. USD im US-Subprime Markt investiert sei. Die Bank of China rutschte im Zuge dieser Nachricht zwischenzeitlich 8 % im Minus.
Es sind oft solche „Vorbeben“, die darauf hinweisen, dass eine Blase platzt. Noch ist es offensichtlich nicht so weit, aber wir sollten das sehr genau beobachten.
Warnungen vor einer Rezession
Interessant finde ich, dass der Chef der unlängst in Schieflage geratenen Hypothekenbank Countrywide, Angelo Mozilo, gestern vor einer Rezession in den USA gewarnt hat. Kurz vorher hatte die Bank of Amerika Countrywide mit einer 2 Mrd. Dollar Investition unterstützt.
In das gleiche Horn blies übrigens zudem Alan Mulally, Chef von Ford. Auch er zeigt sich besorgt um den Zustand der US-Wirtschaft.
Man muss sich fragen, warum der Chef eines Unternehmens, das mit dem Rücken an der Wand steht (Countrywide) unbedingt die Finanzmärkte mit solchen Horror-Statements verunsichern will. Die Antwort ist jedoch ganz einfach: Die US-Wirtschaft will mit diesen Äußerungen die Fed geradezu dazu „zwingen“, die Zinsen zu senken. Denn sinkende Zinsen würden die Liquiditätsversorgung weiter sichern und der Wirtschaft das geben, was sie am meisten braucht: Geld. Der Wirtschaft ist es zunächst einmal egal, dass dann die Inflationsgefahren steigen.
Nach uns die Sintflut...
Zunächst einmal ist Inflation für die globalen Player und für Unternehmen, die stark verschuldet sind, gut. Diese globalen Player machen schließlich ihre Gewinne im Ausland.
Da die Gewinne in Fremdwährungen gemacht werden, die Bilanzen aber in Dollar ausgewiesen werden, steigen die Gewinne scheinbar an, wenn der Dollar abwertet, auch wenn real nicht mehr erwirtschaftet wurde. Auch so kann man Bilanzen schön rechnen. Doch genau darum geht es doch an den Börsen: Jedes Jahr mehr Gewinn auszuweisen. Auf der anderen Seite stehen Unternehmen, die massiv verschuldet sind. Diese freuen sich ebenfalls, schließlich ist Inflation nichts anderes, als eine reale Enteignung der Gläubiger.
Die Leidtragenden wären die US-Bürger. Die sinkende Kaufkraft, bei gleichzeitig stagnierenden Löhnen, führt zu einer faktischen Lohnenteignung – genau das ist wiederum aus Sicht einiger Unternehmen wünschenswert.
Aber auch gut geführte vom Binnenkonsum abhängige US-Unternehmen werden unter der Inflation leiden. Einerseits, weil die Bürger aufgrund der geringeren Kaufkraft nicht mehr so viel konsumieren werden, andererseits, weil für diese Unternehmen Rohstoffe und Energie, also die Produktionskosten immer teurer werden.
Doch zum Schluss wird es sich rächen
Die Wirtschaft, das wissen wir, denkt leider nur von zwölf bis Mittag und interessiert sich nur für die kurzfristigen Gewinne. Leider ein Umstand, der viele Unternehmen schon in die Pleite getrieben hat. Langfristig zahlt es sich nämlich aus, auf ein Management zu setzen, welches Profitdenken, Verantwortung für das Unternehmen und langfristige Zielsetzungen in ein akzeptables und stimmiges Verhältnis setzt. Zwar setzt sich diese Erkenntnis mittlerweile auch immer mehr in der Wirtschaft durch, aber gerade in den USA gibt es noch zu viele Unternehmen, die den Profit zu ihrem einzigen Gott erkoren haben. Würde man diesen Unternehmen die Führung überlassen, gäbe es bald gar keinen Profit mehr. Sollte in den USA nämlich tatsächlich die Inflation ausufern, dann würde diese Krankheit bald auch die Unternehmen treffen, die noch heute für massive Zinssenkungen plädieren.
Ben Bernanke als Robin Hood
Zum Glück gibt es die Fed. Und von Ben Bernanke weiß man, dass er andere Ziele hat. Er gilt als Wächter der Inflation und wird wahrscheinlich damit zum Retter der US-Ökonomie. Vielleicht ist gerade in der aktuellen Situation Ben Bernanke einer der wenigen Glücksgriffe von Präsident Bush gewesen. Das Problem: Wahrscheinlich wird Ben Bernanke die Inflation nur verhindern können, wenn er die Wirtschaft in eine kontrollierte kurze Rezession abgleiten lässt.
Und so verwundert es nicht, dass mittlerweile sogar schon der Internationale Währungsfonds (IWF) Überlegungen angestellt, seine Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum zu senken.
Wichtig werden in diesem Zusammenhang erst einmal die nächsten Konjunkturdaten. Hier werden wir die wichtigen Antworten finden, wie sich das Wirtschaftswachstum und die Inflation weiter entwickeln. Bis dahin bleibt alles andere Spekulation.
Exhumierung dringend erforderlich
Dann wird sich in den nächsten Quartalen zeigen müssen, wie groß diese Kreditmarktkrise „wirklich“ ist, bei wie vielen Unternehmen noch Leichen im Keller liegen. Zwar hört man von allen Seiten beruhigende Worte, doch immer mehr Kreditinstitute kommen mit schlechten Meldungen.
So liest man, dass die HSH Nordbank mit Investitionen in Höhe von 1,8 Mrd. Euro im Subprime-Markt steckt. Der Vorstandschef Hans Berger sagte bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen, dass die HSH zwar selbst keinen Kredit vergeben hätte, jedoch über Verbriefungen involviert sei. Im Moment wird mit Verlusten von bis zu 100 Mio. Euro gerechnet. Und hier zeigt sich das Problem, das kaum jemand weiß, über welche Strukturen welche Finanzinstitute wie tief im Sumpf stecken.
Auch die Postbank hat nun gemeldet, dass sie sich auf Belastungen durch die US-Hypothekenkrise einstelle. Bei der Postbank soll es um Ausfälle in niedriger zweistelliger Millionenhöhe gehen.
Was da noch alles auf uns zukommt? Besonders würde mich interessieren, was noch in den Büchern der großen Banken schlummert. Diese halten sich nämlich erstaunlich bedeckt, was Informationen zur Kreditmarktkrise anbetrifft. Vielleicht warten diese und hoffen noch, dass sich der Kreditmarkt beruhigt, wer weiß...
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
HANDELSBLATT, Sonntag, 26. August 2007, 15:01 Uhr
Ausblick Handelswoche in den USA
US-Börsen hoffen auf ruhigere Börsenwoche
Nach der jüngsten Berg- und Talfahrt an den US-Börsen im Zuge der Kreditkrise hoffen die Anleger auf eine ruhigere Woche.
HB NEW YORK. Aus einer bedeutenden Anzahl an Konjunkturdaten erhoffen sich Investoren Aufschluss darüber, ob die US-Notenbank Fed den Finanzmärkten durch eine baldige Schlüsselzinssenkung erneut unter die Arme greifen könnte. Zuletzt war sie bereits mit einer Senkung des Diskontsatzes und mehreren Liquiditätsspritzen bemüht, die jüngsten Finanzmarktturbulenzen einzudämmen.
Börsenexperten hätten zwar mit einer zyklischen wirtschaftliche Abkühlung gerechnet; sollte die Immobilien- und Kreditmarktkrise die Tendenz noch verstärken, könnte die Fed den ersehnten Zinsschritt tun, sagte Rob Goodman von Fairport Asset Management. „Eine Leitzinssenkung liegt im Rahmen des Möglichen.“ Einblicke in die Bewertung der jüngsten Lage durch die Fed erhoffen sich Anleger durch die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Offenmarktausschuss-Sitzung vom 7. August am kommenden Dienstag. Damals hatten die Währungshüter den Schlüsselzins bei 5,25 Prozent belassen.
Die nächste reguläre Fed-Sitzung, auf der eine Zinssenkung beschlossen werden könnte, steht am 18. September an. Allein die Aussicht darauf hob im Vorfeld der neuen Börsenwoche die Stimmung an den Märkten.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Freitag daraufhin um 1,08 Prozent im Plus bei 13 378 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,15 Prozent auf 1 479 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,38 Prozent auf 2 576 Stellen. Auf Wochensicht gewann der Dow 2,3 Prozent, der S&P ebenfalls 2,3 Prozent und die Nasdaq 2,9 Prozent.
Der verhaltene Optimismus könnte indes schnell umschlagen, sollten in der neuen Woche erneut Hiobsbotschaften vom US-Immobilienmarkt bekannt werden. Mit Spannung warten die Anleger auf Daten zum Verkauf bestehender Häuser am Montag
Sollten die Verbraucher unbeschadet aus der Hypothekenkrise kommen, so werde dies auch für die Märkte gelten, betonte ein Händler. Aufschluss darüber geben auch die Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen im August, die am Dienstag veröffentlicht werden.
Im Zeichen von Konjunkturdaten steht auch der Donnerstag. Dann legt die US-Regierung ihre zweite Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal vor. Gleichzeitig werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis 25. August publik gemacht.
Wichtige Zahlen zur Inflationsentwicklung in den USA stehen zum Ausklang der Woche an. Am Freitag werden die Daten zu persönlichen Einkommen und Konsumausgaben im Juli vorgelegt.
Auch der an den Finanzmärkten stark beachtete Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago für August wird am letzten Handelstag des Monats bekannt gegeben, ebenso wie der Auftragseingang in der Industrie im Juli und die endgültigen Zahlen der Universität Michigan zum Verbrauchervertrauen im August.
Kaum eine Rolle in der durch Konjunkturdaten geprägten Wochen-Agenda spielen Zwischenbilanzen von Firmen. Von den bedeutenderen Unternehmen legt allein der Computerkonzern Dell am Donnerstag Quartalszahlen vor.
26.08.2007: Orientierungsphase dauert an
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Der DAX setzte in der vergangenen Woche den am Freitag zuvor begonnenen Erholungskurs fort. Dabei verweilte der Index weiterhin innerhalb der Spanne zwischen 7200 und 7600 Zählern, und legte dabei im Wochenvergleich um 129 Punkte bzw. 1,7 Prozent zu.
Die moderaten Kursgewinne bedeuten in den beiden oberen Schaubildern keine neuen Impulse für die deutschen Blue Chips. Den seit Mitte letzten Jahres bestehenden Aufwärtstrend hat der DAX behauptet, jedoch scheiterte der jüngste Anstieg knapp unterhalb des mittleren Bollinger Bandes (Wochenbasis). Letztlich kann auch der Anstieg der letzten Woche nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Kurs nur knapp oberhalb der seit 2006 und 2003 bestehenden Aufwärtstrendlinien verläuft. Trotz der jüngsten Aufwärtstendenz bleibt daher das Risiko eines weiteren Abwärtsschubs hoch.
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Das untere Schaubild zeichnet ein durchwachsenes Bild. Zwar durchbrach die Notierung den seit Mitte Juli gültigen Abwärtstrend, dies gab den Bullen bisher jedoch keinen deutlichen Kraftschub. Zuletzt scheiterte der DAX an der leicht abwärtsgerichteten Trendlinie, die an der Kursbewegung seit Ende Juli anliegt. Dem recht frischen Kaufsignal des MACD steht ein schon wieder überkaufter Stochastik gegenüber. Damit ist die Lage auf kurzfristige Sicht weiter offen, nachhaltige Bewegungen sind aus charttechnischer Sicht unverändert erst nach einem Ausbruch aus der Handelsspanne zwischen 7200 und 7600 Zählern zu erwarten.
Die Orientierungsphase des DAX, und damit das Tauziehen zwischen Bullen und Bären auf recht engem Raum, dauert an. Trotz der erfreulichen Tatsache, dass der Index seit rund 4 Wochen per Saldo seitwärts pendelt, bleibt aber das Risiko einen neuen Abwärtsschubs hoch. Sollte der Index dann unter das Augusttief bei knapp 7200 Punkten fallen, wären längerfristige Aufwärtstrends nach unten durchbrochen und Anleger müssten auch auf Sicht der folgenden Monate mit nachgebenden Notierungen bei den großen deutschen Aktien rechnen. Entspannung und auch weiteres Aufwärtspotenzial brächte ein Anstieg über 7600 Zähler.
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Technischer Morgenkommentar vom 27. August 2007
Über Wochen vermeldete der US-Immobilienmarkt nur schlechte und trübe Nachrichten, erst am Freitag kam der ersehnte Lichtblick: die USNeubauverkäufe für Juli kletterten um 2,8 Prozent, während man im Vorfeld von einem Minus von 1,7 Prozent ausging. Der Vormonat wurde zudem auf minus 4 Prozent revidiert, von minus 6,6 Prozent kommend.
Ebenso der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA im Monat Juli legte gegenüber Juni überraschend stark zu. Im Ergebnis kletterten am Freitagnachmittag die Kurse der Aktienbörsen, FDAX und FESX folgten den US-Märkten bis Handelsschluss und markierten ihre höchsten Schlusskurse der Woche.
Auf der Rentenseite zeigte sich der Markt eher uneinheitlich, der Bund-Future ging am Ende mit der Ausbildung eines Doji, mittig der laufenden Konsolidierungszone auf Basis Tageschart ins Wochenende, wenig verändert zeigten sich auch die US-T-Bond-Futures. Die positiven Wirtschaftsdaten aus den USA hätten in den Anleihen besonders am kurzen Ende zu Verkäufen geführt, während sich das lange Ende vergleichsweise stabil halten konnte.
Kräftige Kursgewinne gegen USD zeigte am Freitag der EURO, der sich bereits zur Wochenmitte in eine technische Aufwärtsreaktion hineinbewegte und diesen Impuls bis zum Wochenende hin ausbaute. In der Tagesspitze erreichte der Future auf das Währungspaar am Freitag die 1.3690 USD, was einem kompletten Ausschöpfen der Maximumkorrektur, bezogen auf die Wegstrecke des vorangegangenen Abschwungs Anfang August entspricht.
Als Fazit halten wir fest: es sprechen zunehmend mehr Indizien für eine Stabilisierung der Aktienmärkte, besonders über die Markttechnik auf Tagesbasis lässt sich diese Aussage untermauern. Auch wenn die jüngsteKrise noch nicht endgültig vom Tisch ist und uns die Nervosität wohl vorerst erhalten bleibt, rechnen wir mit einer tendenziellen Erholung der Aktien-Index-Kurse. Im Gegenzug gilt die Aufmerksamkeit der Rentenseite umso mehr, da besonders hier mit Gegenreaktionen im Zuge einer Erholung des Aktienmarktes zu rechnen ist.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, fester Widerstand ist im Weg
27.08.2007 - 07:58:38 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.
Mit den schwächeren Vorgaben aus New York und Tokio habe der DAX am Freitag leichter eröffnet. Zunächst sei er unter dem 7.500er Niveau seitwärts "gedümpelt", bevor die positiven US Konjunkturdaten am Nachmittag erneut Kursfantasie bei den Investoren ausgelöst hätten. Analog zum Donnerstag konnten den Experten zufolge die Handelsgewinne jedoch im Späthandel nicht verteidigt werden.
Insgesamt bleibe hinsichtlich der Beruhigung der Marktteilnehmer bezüglich der US Immobilienkrise und deren Folgewirkungen das Bild einer recht erfolgreichen Strategie der Fed. Als wesentliche Triebfeder der positiven Aktienkursentwicklung müsse eindeutig die markant negative Stimmungslage der Investoren am Markt betrachtet werden. Die vermehrt zu beobachtende Flucht der Investoren aus dem "risikobehafteten" Aktienmarkt in den "sicheren" Rentenmarkt konnte nach Angaben der Marktbeobachter bei der DZ Bank in den vergangenen Tagen umgekehrt werden. Im Rahmen der von diesen erwarteten "ABC"-Korrektur hätte sich damit die zweite Ausverkaufswelle (C-Welle) beim DAX nicht fortgesetzt.
Trotzdem, so die Strategen, habe sich die charttechnische Gesamtsituation noch nicht nachhaltig zum Besseren geändert. Mit dem Reaktionshoch von Ende August um 7.630 Zähler stehe kurzfristig einer deutlicheren, mittelfristigen Verbesserung des Chartbilds beim DAX ein wesentlicher Widerstand im Weg. Mit dem erneut günstigen Späthandel an der Wall Street am Freitag erwarte man heute jedoch einen Test des Widerstands.
Markttechnisch befinde sich der DAX in einer kurzfristig überkauften Situation. Damit sollte es schwer fallen, ein nachhaltiges Überwinden der 7.630er Marke zu erreichen. Darüber hinaus bestehe in den nächsten Wochen für die internationalen Aktienmärkte die saisonal schwächste Handelperiode des Jahres, wodurch sich noch einmal erhöhte Kursrisiken ergäben, die beim DAX zunächst bis zur Unterstützung um 7.370 Stellen reichten.
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DAX-Sentiment, Restrisiko bei 6.900 Punkten
27.08.2007 - 09:45:09 Uhr
animusX
Frankfurt (derivatecheck.de) - Thomas Theuerzeit, Herausgeber von animusX, berichtet von der aktuellen Sentimentbewertung des DAX.
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Wie erwartet habe der DAX in der vergangenen Woche mit einer Gegenbewegung gekontert. In der Spitze sei er auf 7.591 Punkte gestiegen und hätte damit rund 38,2 % des jüngsten Abwärtsimpulses von 8.151 auf 7.190 Zähler korrigiert. Ob damit bereits das charttechnische Potenzial bis 7.631 Stellen ausgeschöpft wäre, bleibe abzuwarten. Die vor zwei Wochen angesprochene Wahrscheinlichkeit eines weiteren Abwärtsrisikos mit übergeordnet 6.900 und untergeordnet 7.100 Punkten bleibe weiterhin erhöht. Das Chance/Risikoverhältnis verbessere sich nur mit zunehmend zurückeroberten Terrain. Vorerst jedoch würden 7.631 Zähler zunächst die nächste wichtige Bastion bleiben.
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Mit Blick auf das taktische animusX®-Sentiment werde aus Sicht des Marktkenners schnell deutlich, dass sich die kurzfristige Stimmungslage in der abgelaufenen Woche deutlich normalisiert habe. Der Grund liege darin, dass sich das Bärenlager zugunsten des Lagers der neutralen Investoren bzw. des Lagers der Bullen reduziert habe. Wobei hier das Lager der neutralen Investoren überproportional profitiert hätte. Das letzte Woche noch angesprochene hohe Commitment schwinde. Die Erwartungen hinsichtlich der abgelaufenen Woche scheinen erfüllt worden zu sein. So sei es auch verständlich, dass der animusX®-OverconfiX wieder stark angestiegen wäre, die Investoren seien zufrieden.
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Die kurzfristige Normalisierung, die zum größten Teil darauf zurückzuführen wäre, dass sich die Investoren an die Seitenlinie begeben würden, sei auch im strategischen animusX®-Sentiment erkennbar. Nachdem das Sentiment bereits mit Beginn der Korrektur einen vermeintlich optimistischen Impuls angezeigt habe, bewege es sich nunmehr seit fünf Wochen um die 20 %-Marke seitwärts. Den Investoren mangele es offensichtlich an weiteren Erkenntnissen bzw. harten Fakten, die ihre Sicht für die kommenden drei Monate entweder positiv oder negativ beeinflussen würden.
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Der Handelsexperte bei animusX gibt an, letzte Woche geschrieben zu haben, "der Markt könnte, zumindest kurzfristig, eine Bereinigung gesehen haben, nachdem die vergangene Woche, insbesondere der Freitag, den Shortsellern so richtig zugesetzt haben dürfte. Die letzte Woche noch gemessenen durchschnittlichen Shortquoten haben sich halbiert. Diese Eindeckungswelle hat ihre Wirkung in den Charts hinterlassen und letzten Endes auch in den Köpfen der Investoren." Nun, die Gegenbewegung sei gelaufen, die Shortquoten lägen wieder auf ihren historischen Durchschnittswerten.
Jetzt müsse sich zeigen ob wirklich neue Käufer bereit wären, einzusteigen. Den animusX®-Ratios zufolge würden die ersten Investoren ab 7.350/10 Punkten auf ihre Chance warten. Das Gros jedoch hoffe noch einmal auf einen Rücksetzer bis 7.190 Zähler. Die Phantasien auf der Oberseite seien jedoch begrenzt und würden in der jüngsten Umfrage mit 7.630/50 Punkten weiter limitiert bleiben. Dieses Niveau sei damit also weiterhin die Make or Break Marke – ein wichtiger Sentimentpunkt.
Zusammenfassend hält der Handelsexperte bei animusX fest, dass der Markt sich in der abgelaufenen Woche etwas beruhigt habe. Dennoch bleibe das übergeordnete Restrisiko methodisch weiterhin mit 6.900 Punkten beziffert. Das Thema ABC Korrektur wäre nach wie vor noch nicht vom Tisch. Es bleibe nun abzuwarten, ob frische Käufer das Parkett betreten würden. Vorerst belässt der Marktkenner die strategische Sichtweise auf neutral. Die letzte Woche habe die erwartete Gegenbewegung gebracht, auch wenn das mögliche Kurziel von 7.630 Punkten nicht gänzlich ausgereizt worden sei.
Die Investoren würden sich kurzfristig wieder an die Seitenlinie stellen. Ihre Erwartung seien offensichtlich erfüllt worden. Ob der Markt auf aktuellem Niveau wieder direkt reif für eine antizyklische Positionierung wäre, kann der Börsenprofi aus den aktuellen Daten nicht ablesen. Zuvor könnte es noch einmal zu einem erneuten Test zur Oberseite kommen. Die letzten Punkte will der Stratege bei animusX aber nicht ausreizen, sodass er die taktische Sichtweise zunächst von positiv auf neutral verändert.
26.08.2007: Abwärtstrend erreicht
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Die 30 US-Standard-Werte kletterten in der vergangenen Woche unbeirrt aufwärts. Der Vergleich der Wochenschlusskurse zeigt ein respektables Plus von knapp 300 Punkten (2,3 Prozent).
Damit konnte der Dow etwas weiter ansteigen, als an dieser Stelle erwartet. Er überwand den Widerstand bei 13.270 Zählern (und damit auch die Mittellinie der Bollinger-Bänder) und steht nun vor dem kurzfristigen Abwärtstrend bei aktuell 13.390 Punkten. Ein Durchbruch nach oben würde die Tür bis zum nächsten Widerstand bei 13.670 öffnen - mithin ein Potenzial von weiteren 300 Punkten.
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Für diesen Anstieg spricht der MACD, der inzwischen wieder über seine Signallinie ansteigen konnte. Der Blick auf den Stochastik Oszillator hingegen bremst die Euphorie etwas - hier liegt ein kurzfristiges Verkaufsignal in der Luft. Bullish gestimmte Anleger können in der aktuelle Situation mit einem Stopp-Buy-Limit auf die Long-Seite setzen, sollte der Index seinen kurzfristigen Abwärtstrend bei 13.390 Punkten knacken. Kursziel in diesem Fall: 13.670. Stopp-Loss: Knapp unter Einstiegsniveau.
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26.08.2007: Trotz Kursgewinnen weiter riskant
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Die US-Technologiewerte starteten mit Gewinnen in die Vorwoche und bauten diese dann, ausgenommen vom Donnerstag, kontinuierlich aus. Dabei legte der Nasdaq Composite im Wochenvergleich um 72 Punkte bzw. 2,9 Prozent zu.
Die Kerze mit der langen Lunte der Woche zuvor führte damit wie erhofft zu Kursgewinnen, zudem schloss der Index erstmals seit dem Kursrutsch Ende Juli wieder über dem mittleren Bollinger Band (Wochenbasis). Dies ist positiv zu werten, wenngleich der Notierung noch nicht die Rückkehr in den mittelfristigen Aufwärtstrend gelang, der aktuell bei rund 2630 Zählern verläuft. Für ein neues Kaufsignal sollten Anleger vorsichtshalber ohnehin den Sprung über das im Juli markierte Jahreshoch bei 2725 Punkten abwarten.
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So mahnt denn auch der Stochastik im unteren Schaubild schon wieder zur Vorsicht, ist dieser Oszillator doch bereits tief in die überkaufte Zone eingetaucht. Leichte Kursgewinne sind zwar trotzdem noch denkbar, mehr als ein Anstieg bis zum oberen Bollinger Band bei derzeit 2626 Zählern ist jedoch nicht zu erwarten. In Verbindung mit der Aufwärtstrendlinie, die an der Kursbewegung seit Mitte letzten Jahres anliegt, wird der Bereich um 2630 Punkte damit zu einem Kreuzwiderstand.
Dank der Kursgewinne der letzten Tage hat sich die Lage beim Nasdaq Composite zunächst entspannt - allerdings lässt sich daraus noch nicht auf nachhaltige Kursgewinne oder gar ein neues Kaufsignal schließen. Vielmehr scheint das Aufwärtspotenzial zunächst bis auf etwa 2630 Zähler begrenzt. Auch eine Wiederaufnahme der Abwärtsbewegung ist jederzeit denkbar, ein Abtauchen unter den (schwachen) Support bei 2525 Punkten würde wohl einen weiteren Abwärtsschub einläuten.
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&P500, Risiko einer S-K-S-Formation
27.08.2007 - 12:08:12 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von der technischen Ausgangslage des S&P500.
Im Anschluss an den Reversal-Tag vom 16. August hätte der S&P500 bisher einen klassischen Pull-Back bis zum ehemaligen Aufwärtstrend seit Juli 2006 bei der 1.471er Marke vollzogen. Die Analysten fragen sich, ob damit die jüngste Zwischenerholung bereits wieder auszulaufen drohe. Die Hürden, die das Aktienbarometer nun unmittelbar vor Augen habe, "hätten es zweifelsohne in sich". Neben der genannten Trendlinie seien vor allem die alten Tiefpunkte vom Mai und Juni zwischen 1.477 und 1.487 Punkten und die 61,8%-Korrektur der Abwärtsbewegung seit Mitte Juli zu nennen. Dabei bewege sich der S&P500 im Spannungsfeld zwischen freundlichen Tagesindikatoren (z. B. neues MACD-Kaufsignal) und Indikatoren, die auf Wochen- (MACD, Aroon negativ) und Monatsbasis (RSI-Trendbruch und Verkaufssignal) zur Vorsicht mahnten.
Vor dem genannten Hintergrund dürften die erwähnten Hürden nur schwer zu überspringen sein. Vielmehr müssten Anleger im Sinne der Ausbildung eines "zweiten Standbeins" mit einer erneuten Abwärtsbewegung rechnen. Perspektivisch droht nach Einschätzung der Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt sogar die Ausbildung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Die rechte Schulter und der Kopf (Hochs vom Februar und Juli) seien bereits ausgebildet, wohingegen die Ausbildung der rechten Schulter durch den Bruch der Nackenlinie der potenziellen S-K-S-Formation (1.371 Zähler) noch Zukunftsmusik sei.
Die Erholungsbewegung des S&P500 steht den Experten zufolge vor hohen Hürden, die nur schwer zu überwinden sein dürften. Scheitere der Angriff auf die genannten Marken, so ergebe sich das Risiko eines Abwärtsimpulses in Richtung des jüngsten Verlaufstiefs bei 1.371 Stellen.
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Dow Jones auf dem Weg zum 13.700er Level
27.08.2007 - 11:55:07 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Das Ziel bei 13.346 Punkten wäre am Freitag erreicht worden und konnte nach Angaben der Marktbeobachter sogar leicht überschritten werden. Der Handelsschluss sei bei 13.378 Stellen erfolgt, wodurch der Weg in Richtung 13.700er Level grundsätzlich eröffnet werde. Rücksetzer, die nicht unter den Bereich um 13.120/13.170 Zähler führten, sind nach Einschätzung der Analysten bei JRC als harmlos einzustufen.
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Dow Jones, das kurzfristige Kurspotenzial
27.08.2007 - 11:50:44 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung und den technischen Aussichten des Dow Jones (DJ).
Die US Börsen seien am Freitag nach unerwartet positiven Konjunkturdaten mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Im Juli sei die Zahl neu verkaufter Häuser in den USA überraschend deutlich um 2,8 % gestiegen.
Die Aktien von Johnson & Johnson wären um 0,37 % auf 55,80 US-Dollar gesunken. Alcoa wären um 2,57 % auf 36,69 US-Dollar geklettert. Titel von Gap sollen nach Quartalszahlen um 6,38 % auf 18,51 US-Dollar in die Höhe geschossen sein. Getragen von der guten Stimmung an den Märkten hätten Papiere des Wettbewerbers Aeropostale kurz vor Handelsschluss noch ins Plus gedreht und um 0,52 % auf 23,24 US-Dollar zugelegt. Aktien von Home Depot sollen nach den positiven US Immobiliendaten mit einem Plus von 1,94 % auf 34,68 US-Dollar notiert haben. Burger King-Anteile hätten um 3,45 % auf 24,06 US-Dollar nachgegeben, obwohl die Schnellrestaurantkette ihren Gewinn im Geschäftsjahr 2006/07 (30.06.) mehr als verfünffacht habe.
Beim Dow Jones sei die mittelfristige und die kurzfristige Indikatorenlage positiv. Der Index habe laut den Handelsexperten bei Lang & Schwarz kurzfristig Kurspotenzial bis 13.460 Punkte.
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Neue Erkenntnisse von den Daten der Woche?
27.08.2007 - 10:21:33 Uhr
Oberbank
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der Oberbank berichten von der aktuellen Entwicklung an den europäischen Rentenmärkten.
An den Rentenmärkten wäre es in der letzten Woche sehr ruhig zugegangen. Spannend sei es noch einmal am Freitag mit den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter geworden, die mit 5,9 % deutlich höher als erwartetet ausgefallen wären. Die verkauften Hausneubauten hätten ebenfalls positiv überrascht, was die Rentenmärkte vor dem Wochenende noch etwas nach unten gedrückt habe.
In der dieser Woche stünden jede Menge interessante Daten an, die Aufschluss darüber geben sollten welche Folgen die US Immobileinkrise auf die Wirtschaft haben werde. Vor allem der ifo Geschäftsklimaindex sollte deutlich schlechter ausfallen. Bei der Geldmenge M3 werde ein neuerlicher Anstieg erwartet vor allem wegen der kurzfristigen Nachfrage nach Liquidität. Ebenso sollten jegliche Kommentare seitens der EZB und der Fed die Märkte sehr stark beeinflussen.
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DAX technische Analyse
27.08.2007
WGZ BANK
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der DAX setzte in der vergangenen Handelswoche seinen Rebound fort, nachdem zuvor am 17. August ein vorläufiges Bewegungstief bei 7.190 Punkten markiert wurde und nicht bei 7.040 Zählern, wie in der Vorwoche aufgrund eines Datenfehlers versehentlich angegeben, so die Analysten der WGZ BANK.
Diesen Fehler würden die Analysten zu entschuldigen bitten. Das bisherige Erholungshoch sei bei 7.591 Punkten markiert worden und damit nahe der markanten Widerstandszone ab 7.600 Punkten, die sich bis zum Zwischenhoch bei 7.632 Zählern erstrecke. Da im Rahmen der Intermarket-Analyse auch der amerikanische Leitindex S&P 500 vor markanten Widerständen bei 1.483 bzw. 1.490 Punkten stehe, würden sich die Analysten der WGZ BANK zunächst auf leicht fallende Notierungen einstellen.
Schließlich würden beide Indices nach der dynamischen Kurserholung überkaufte Strukturen aufweisen, die korrigiert werden müssten und einen unmittelbaren Durchmarsch durch die knackigen Widerstandszonen unwahrscheinlich erscheinen lassen würden. Die entscheidende Frage werde sein, ob nun lediglich Gewinnmitnahmen im Rahmen einer gewöhnlichen Konsolidierung einsetzen würden oder ob neue Abwärtsdynamik entstehe, die das verbesserte Bild wieder belasten würde. Gegenwärtig rechne man mit einer "normalen" Konsolidierung innerhalb eines seitwärts gerichteten Rechtecks mit einem Downsiderisiko bis 7.345 Punkte.
Nur Schlusskurse darunter würden für eine nachhaltige technische Eintrübung sorgen und das zuletzt beschriebene Bear-Markt-Szenario aktivieren. Nicht verschweigen möchten die Analysten der WGZ BANK, dass dieses Basisszenario durch die Struktur der Erholungsbewegung zuletzt in Frage gestellt worden sei. Noch präsentiere sich das technische Bild nicht eindeutig, es bestehe aber die Möglichkeit eines bereits bei 7.190 Punkten markierten zyklischen Tiefpunkts.
Nach der schnellen Kurserholung würden sich die Analysten der WGZ BANK auf eine Konsolidierung einstellen. Der kritische Punkt liege bei 7.345 (Schlusskursbasis). Erst ein Unterschreiten kippe das Bild zugunsten der Bären. (27.08.2007/ac/a/m
27.08.2007 18:44
Realitätsstörung kann zum Crash führen
von Jochen Steffens
An der Reaktion der Märkte auf die Konjunkturdaten vom Freitag konnte man sehr deutlich erkennen, dass die Anleger in den USA mit sinkenden Zinsen rechnen und darauf traden.
Unter normalen Umständen....
Lassen wir einmal die Kreditmarktkrise außen vor: Unter normalen Umständen wären starke Wirtschaftsdaten, wie ein Anstieg der Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter um 5,9 % und ein Anziehen der Verkäufe neuer Häuser um 2,8 % abverkauft worden. Einfach aus einem logischen Grund: Ohne die Kreditmarktkrise hätten sich die Anleger angesichts der starken Zahlen in Verbindung mit dem stark gestiegenen Ölpreis gesorgt, dass die Fed die Zinsen anheben könnte. Steigende Zinsen wären aber schlecht für den Markt.
Unlogisch?
Doch es kam anders, die Märkte stiegen bis zum Handelsschluss an. Eigentlich unlogisch, aber dann doch wieder nicht. Aufgrund der Kreditmarktkrise macht sich der Markt Sorgen um die US-Wirtschaft. Die Zahlen zum Auftragseingang sind jedoch ein Hinweis darauf, dass diese Sorge - zumindest in dieser Beziehung - unbegründet war. Da aber aufgrund der Kreditmarktkrise nahezu keiner mehr mit einer Zinserhöhung rechnet, musste man diese Zahl nicht als „gefährlich“ interpretieren. Unter dem Strich blieb sie demnach marktpositiv.
Dass die Verkäufer neuer Häuser positiv gewertet wurden, war natürlich logisch. Allerdings sind es Zahlen aus dem Juli. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Krise im Hypothekenmarkt. Die Zahlen, die wirklich Aufschluss über die Folgen der Kreditmarktkrise auf die Verkäufe neuer und bestehender Häuser geben können, werden erst in den nächsten Monaten veröffentlicht. So gesehen hatte diese Zahl keine Aussagekraft, wurde aber positiv begrüßt.
Erwarten Sie keinen zu großen Synchronismus
Der Markt scheint sich also weiterhin keine Sorge darüber zu machen, dass die Wahrscheinlichkeit eines deutlichen Rückgang der US-Wirtschaft stark gestiegen ist.
Sie wissen, dass ich die Höhe der US-Leitzinsen immer wieder als einen der wichtigsten Indikatoren für den weiteren Verlauf der Börsen benutzt hatte. Falsch ist jedoch, einen zu großen Synchronismus zu erwarten. Wenn die US-Wirtschaft tatsächlich auf eine Rezession zusteuert, dann würden die Börsen auch trotz weiterer Zinssenkungen fallen. Das kann eine Weile gehen: Fallende Zinsen und fallende Börse. Das haben wir im Crash 2000 erlebt.
Die Börsen laufen der US-Wirtschaft voraus. Sie nehmen also eine mögliche zukünftige Entwicklung vorweg. Wenn Sie sich den langfristigen Kursverlauf der US-Indices ansehen, wird klar, dass eine mögliche Rezession noch in keiner Weise eingepreist ist.
Geht die Schere zwischen Realität und Börse auseinander?
Wir haben es also zurzeit mit einem Dissens zu tun. Die Börse ist offenbar zu bullish, um die Gefahr einer möglichen Rezession einzupreisen. Stellen wir uns vor, die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession abgeleitet, steigt in den nächsten Wochen weiter an. Stellen wir uns weiter vor, die Börsen steigen in der Hoffnung auf eine oder mehrere Zinssenkungen ebenfalls weiter an. In dem Fall würde sich die Börse von der Realität entfernen. Sie würde sozusagen unter einer Art „Realitätsstörung“ leiden. Und immer wenn das passiert, droht ein Crash! Dann nämlich, wenn die Börse auf einmal aus ihrem „Rosa-Wölkchen-Traum“ aufwacht und plötzlich begreift, dass sie auf eine falsche Realität gesetzt hat! Je länger dieser Dissens besteht, desto größer der Crash.
Wir kennen das
Wir kennen diesen Effekt noch aus dem Jahr 2000, als die Börse auf höchst unrealistische KGV gesetzt hatte, sich also weit von jeder Realität entfernte. Auch damals musste sich die Börse auf schmerzhafte Weise der Realität beugen.
Doch wesentlich häufiger ist es andersherum!
Es gibt natürlich noch die andere Möglichkeit, die wesentlich häufiger vorkommt: Die Börse nimmt die tatsächliche Realität vorweg. Eine Realität, welche die Anleger nicht sehen wollen. Bestes Beispiel: Deutschland 2005. Fast niemand hätte damals damit gerechnet, dass es bereits 2006/7 zu einem solchen Wirtschaftswachstum kommen würde, mit der Folge einer Fachkräftemangels, etc. Damals lag die Börse richtig und die Masse falsch. Leider ist diese Variante wesentlich weiter verbreitet als die oben genannte.
Genaue Beobachtung und gute Analysen sind gefragt
Unsere Aufgabe muss also sein, möglichst früh herauszufinden, ob die US-Wirtschaft in eine Rezession läuft. In diesem Fall helfen auch Zinssenkungen zunächst nicht. Oder ist die US-Wirtschaft noch stark genug, diese Kreditmarktkrise zu verarbeiten, ohne in eine Rezession zu geraten? Diese Frage wird letzten Endes die Zukunft der Märkte bestimmen.
Vielleicht verstehen Sie, warum mir ein weiterer Abverkauf lieber gewesen wäre, denn dann hätte die Börse eine mögliche Rezession bereits mehr oder weniger eingepreist. Dann hätte man sich keine Sorge darum machen müssen, dass die Börse sich von der Realität entfernt. Dann wäre die Gefahr eines Crash deutlich gesunken. Ein Crash, für den der bisherige Einbruch nur ein kleines Vorbeben gewesen sein wird.
Keine Zeit für vollmundige Überzeugungstäter
Ich weiß, das alles hört sich sehr negativ an. Ich will aber gar nicht diesen Eindruck erwecken. Ich will, dass Sie und ich der Entwicklung in den nächsten Tagen/Wochen hohe Aufmerksamkeit widmen und dass wir uns frei machen, von Vorurteilen, von Glaubens- und Erwartungshaltungen.
Es ist einfach nicht die Zeit, vollmundig den Crash oder die Rallye zu propagieren. Das sollte man in Zeiten tun, in denen die Börsenlage wesentlich klarer ist (wenn Sie mich länger lesen, wissen Sie dass ich das dann auch tue). Wir müssen die Gefahren sehen, ohne aber direkt zu Oberbären zu mutieren. Es kann nämlich immer noch sein, dass sich alles ganz schnell in Luft auflöst und wir neue Hochs sehen! Sie sollte diese Möglichkeit nicht ausschließen!
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
Technischer Morgenkommentar vom 28. August 2007
Allgemeine Beurteilung
Unterstützen die Zahlen des Immobilienmarktes in den USA am Freitag die Aktienmärkte, so sorgte zu Wochenbeginn die Veröffentlichung der gestiegenen Zahl unverkaufter Häuser wieder für Druck an den Märkten. Waren es in den ersten Handelsstunden in erster Linie Gewinnmitnahmen im Zuge der Kursanstiege vom Freitag, so deuteten einige Marktteilnehmer die Entwicklung am Immobilienmarkt weiterhin als „harsch“. Das Verhältnis unverkaufter Häuser zu verkauften Häusern stieg auf den höchsten Stand seit 16 Jahren. In Kombination mit der nervösen Stimmung, ausgelöst durch die Subprime-Krise bedeutet dies, dass die Unruhe bleiben wird.
Ein Marktbeobachter vertrat gestern Abend die Ansicht, dass es noch mindestens drei bis sechs Monate dauern wird, bis man am Häusermarkt über einen Boden reden könne. Gepaart mit den Problemen der damit im Zusammenhang stehenden Kredite, wird dieser Faktor die Aktien- und Rentenmärkte immer wieder beeinflussen.
Im Ergebnis des gestrigen Handelstages gaben die international wichtigsten Aktienmärkte in Europa und den USA wieder ab, verharren aber unverändert innerhalb der Schwankungsbereiche, welche sich in den letzten Wochen mehr oder weniger klar begrenzbar ausgebildet haben.
Im Gegenzug dazu konnte die Nachfrage am gestrigen Montag die Rentenmärkte dominieren. Der Future auf den 30 jährigen US-T-Bond erreichte mit 111*3750 ein neues Bewegungshoch im Trendverlauf und übersprang damit (per Schlusskurs bestätigt) die charttechnisch definierte Hürde knapp unterhalb der 111*0000, im Bund-Future sahen wir nach einem schwachen Handelsstart ab Nachmittag ebenfalls kräftige Kurszuwächse mit einem Schlusskurs nahe des Tageshochs.
Während der US-T-Bond-Future auf den 30 jährigen Bond seinen Aufwärtstrend mit der gestrigen Entwicklung fortsetzte, bewegt sich der Bund-Future unverändert innerhalb der jüngst ausgebildeten Konsolidierungszone mit den bekannten Begrenzungen um 114.05 / 114.11 auf der Oberseite und 113.05 auf der Unterseite. Wir halten an unserer Aussage fest, dass wir den Kursverlauf des FGBL auf Basis Tageschart weiterhin für neutral betrachten, solange sich der Future innerhalb der o.g. Handelsspanne bewegt.
Tagesvorschau 23. August 2007 (Quelle: manager-magazin und spiegel-online)
01:50 JP/BoJ, Protokoll der geldpolitischen Sitzung vom
11./12. Juli, Tokio
07:00 CH/Converium Holding AG, Ergebnis 1H, Zug
07:00 CH/OC Oerlikon Corporation AG, Ergebnis 1H, Pfäffikon
***08:00 LU/RTL Group SA, Ergebnis 1H, Luxemburg
08:00 AT/EVN AG, Ergebnis 9 Monate, Maria Enzersdorf
***09:30 DE/Verbraucherpreise Sachsen August
***10:00 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Geschäftsklimaindex August
PROGNOSE: 105,2
zuvor: 106,4
***10:00 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Geschäftsklimaindex Dienstleistungen August
***10:00 DE/Verbraucherpreise Brandenburg und Hessen August
***10:00 EU/EZB, Geldmenge M3 Juli
PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+11,1% gg Vj
zuvor: +0,8% gg Vm/+10,9% gg Vj
Geldmenge M3 Juli Drei-Monats-Rate
PROGNOSE: +10,9% gg Vj
zuvor: +10,6% gg Vj
10:30 DE/Bundesnetzagentur, PK mit Präsident Kurth zu
verbraucherrelevanten Themen, Bonn (A)
***11:00 DE/Verband der Chemischen Industrie (VCI),
Quartalsbericht 2Q, Frankfurt
***11:00 DE/Verbraucherpreise Nordrhein-Westfalen August
11:00 DE/ThyssenKrupp Steel AG, PG zur IAA, Duisburg (A)
***11:15 EU/EZB, Zuteilung Haupt-Refi-Tender
***14:00 DE/Verbraucherpreise Bayern August
15:00 EU/EZB, Wochenausweis Fremdwährungsreserven
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Langfrist-Refi-Tender
***16:00 US/Index des Verbrauchervertrauens August
PROGNOSE: 105,0
zuvor: 112,6
19:00 DE/Kion Group GmbH, Halbjahres-PG, Frankfurt (A)
***20:00 US/Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC),
Protokoll der Sitzung vom 7. August, Washington
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Verbraucherpreise Baden-Württemberg August
*** - DE/Destatis, Verbraucherpreise August (vorläufig)
PROGNOSE: -0,1% gg Vm/+1,9% gg Vj
zuvor: +0,4% gg Vm/+1,9% gg Vj
- DE/LBBW Landesbank Baden-Württemberg, Ergebnis 1H,
Stuttgart
- DE/Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL),
Sitzung des GDL-Hauptvorstandes zur Bewertung des
Ergebnisses
des Mediationsverfahrens, Frankfurt
*** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Solectron Corp durch Flextronics International Ltd,
Brüssel
Trigger der Eck-Trades für den 23. August 2007
Handelsrichtung Trigger Kurs-Ziel Stop-Kurs Bedingung
Long 7483,5 7513,5 7458,5 FDAX eröffnet unterhalb der 7483,5
Short 7572 7542 7597 FDAX eröffnet oberhalb der 7572
DAX
Widerstände: 7591 (O), 7632 (u), 7740 (O), 8131 (u);
Unterstützungen: 7190 (O), 7155 (O);
Aus charttechnischer Sicht liegt uns keinerlei Veränderung im Kursverlauf des DAX vor. Innerhalb der breit gefassten und als neutral beurteilten Handelsspanne gab der Index zu Wochenbeginn 0,21 Prozent ab, der Future baute seinen Tagesverlust auf 0,43 Prozent aus, doch veränderte sich die Gesamtverfassung des Marktes kaum. Auffällig ist lediglich ein deutlicher Einknick in der Schwungkraft messenden Indikatorlinie und damit ein Rückfall der Signallinie aus dem überkauften Extrembereich heraus. Somit wird die aktuell charttechnisch neutrale Ausrichtung des Marktes nun auch aus markttechnischer Sicht um die Komponente „neutrale Schwungkraft“ ergänzt, nachdem bereits das set-up als neutral zu interpretieren ist.
Die charttechnisch definierten Begrenzungen in den Bereichen um 7591 (neu hinzugekommende Orientierungsmarke) sowie 7632 auf der Oberseite und 7190 auf der Unterseite behalten ihre Gültigkeit.
Strategischer Handlungsbedarf besteht aktuell nicht, lediglich taktisch orientieren wir uns auf die tabellarisch aufgeführten Eck-Trades.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
Technischer Tageskommentar
[Gepostet am 28.08.2007 um 12:18 Uhr ]
(US-Märkte)
Nachdem die überraschend positiven Neubauverkäufe in Kombination mit den überaus starken Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter am Freitag für einen bombenfesten Wochenausklang an den US-amerikanischen Aktienmärkten sorgten, wurden die gestrigen Daten zu den Bestandsimmobilien allgemein als Grund für den schwächeren Aufgalopp in die neue Handelswoche angeführt.
Nüchtern betrachtet boten die Zahlen allerdings wenig Überraschendes. Die Verkäufe bestehender Häuser fielen sogar besser als erwartet aus, freilich auf einem grottenschwachen Niveau. Der Bestand an zum Verkauf stehenden Häusern stieg in Relation zu den umgesetzten Objekten auf ein 16-Jahres-Hoch. Auch diese vermeintliche Horrormeldung entpuppt sich bei genauerem Hinsehen lediglich als logische Konsequenz der Entwicklungen der letzten Monate. Man braucht nebenbei kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass auch die Daten der nächsten Monate kaum ein anderes Bild skizzieren werden.
Der aus dem Angebotsüberhang resultierende Preisverfall hat immer noch nicht ein Niveau erreicht, wo die ohnehin weiter zurückhaltende Nachfrageseite wieder beherzter zugreift. Diese wird natürlich auch von den verschärften Regularien bei der Kreditvergabe getroffen. Die zu erwartenden zunehmenden Kreditausfälle auch im bonitätsstärkeren Segment – hier besonders bei den Krediten mit flexiblem Zinssatz (ARM’s) -, könnten für weitere Zwangsverkäufe sorgen. Nach der „Blase“ bei den Immobilienpreisen ist ein Ende der gesunden und überfälligen Korrektur noch lange nicht in Sicht.
Die große Frage bleibt aber weiterhin, ob die latente Krise, die seit diesem Sommer auch zu einer generellen Kredit- bzw. Liquiditätskrise angeschwollen ist, die US-Wirtschaft in eine Rezession befördern wird. Der UBS/Gallup Index, der den Optimismus der Anleger widerspiegelt ist mit 73 auf den niedrigsten Stand seit August 2006 gefallen. Zum Vergleich: Zu Beginn des Jahres stand der Indikator bei 103. Da kommt es wenig überraschend, dass auch die heutigen Daten zum Verbrauchervertrauen des Conference Boards signifikant schwächer erwartet werden (104 nach 112.6).
In diesem tristen Umfeld schlagen sich die US-Aktienmärkte, gestützt von der weiterhin florierenden Nachfrage der Wachstumsländer, der überraschend positiven Berichtssaison für das zweite Quartal und dem Vertrauen auf das Krisenmanagement der Notenbank insgesamt recht wacker. Der heftige Abwärtsschub, der am 16. August in dem „Panik-Donnerstag“ gipfelte, konnte durch die überaus bullishe letzte Handelswoche egalisiert werden, so dass die Bewegung durchaus als „normale“ Sekundärkorrektur der zuvor so fulminant gestiegenen Aktienmärkte durchgehen könnte. Sehr deutlich wird dies am breitesten US-Barometer, dem Dow Jones Wilshire 5000 Index, der als einer der ersten die mittelfristige Abwärtstrendlinie durchbrach. Im tertiären Top der letzten Woche fehlten dem Index nur rund 1.5 Prozent bis zum Erreichen des Impulshochs bei 15123, wo der Sekundärtrend endgültig wieder auf neutral drehen würde.
So waren die gestrigen Daten vom Immobilienmarkt genau wie das „Nachtreten“ von Lehman Brothers – das Institut sprach gestern eine Warnung für den größten Hypothekenverleiher Countrywide aus – eher Anlass, um nach den starken Avancen der Vorwoche auf die Seitenlinie zu gehen. Gerade die sich erholenden Finanzwerte mussten diesbezüglich Federn lassen und verloren als Gruppe innerhalb des S&P 500 satte 1.4 Prozent.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-08-28III.jpg
Die Verschnaufpause hatte sich durch zwei Dinge angekündigt: Zum einen galten die hier besprochenen Indizes nach dem unerhörten Aufwärtsmomentum der letzten Woche kurzfristig als überkauft. Zum anderen sackte die Volatilität in der Vorwoche so stark ab, wie sie es noch nie seit der Aufzeichnung des Volatilitätsindex VIX getan hatte, was eine Gegenbewegung sehr wahrscheinlich machte. Das „Angstbarometer“ begleitete die schwächere Tendenz beim S&P 500, dessen Optionsschwankungsbreiten es misst, mit einem starken Anstieg von fast10 Prozent.
Der eigentliche Spielverderber war aber am gestrigen Tag der Versorgerbereich. Die anhaltende Schwäche beim Natural Gas mündete gestern in einem neuen 11-Monatstief, was sich auch in einem heftigen Abwärtsschub beim Versorgerindex widerspiegelte. Nach dem straffen, tertiären Aufwärtstrend der letzten Woche drehte der Dow Jones Utility Index praktisch auf dem Hacken nach unten und baute die Kursverluste bis zur Schlussglocke kontinuierlich aus. Eine rabenschwarze, bearishe Tageskerze reflektiert den unerhörten Abwärtsschwung am gestrigen Tag. Die heftige Impulswende nach unten vor Erreichen der ersten fallenden Trendlinie bestätigt auch erneut den übergeordneten, mittelfristigen Abwärtstrend. Bis zu dessen Fortsetzung hat der Utility aber noch ein bisschen Luft. Das Verlaufstief vom 16. August liegt immerhin rund 4.5 Prozent entfernt.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-08-28II.jpg
Auch der Dow Jones Transportation gab stärker nach als die anderen hier besprochenen Indizes. Der Index setze die Reihe von Schiebemustern fort, die charakteristisch für die kurzfristige Stauzone sind, in die der schwungvolle, tertiäre Erholungsimpuls übergegangen ist. Die Impulswende nach unten wurde aber noch nicht vollzogen.
Beim „großen Bruder“ der beiden Indizes, dem Dow Jones Industrial, hielten sich die Abschläge dagegen in Grenzen. Der Dow verblieb in der oberen Hälfte der Vortageshandelsspanne und formte lediglich ein kleines Schiebemuster, das die Ermüdung auf Basis der sekundären Abwärtstrendlinie widerspiegelt. Zudem musste auch der Dow Jones nach dem starken Aufwärtsschub der Vorwoche kurzfristig als überkauft gelten.
Anzeichen einer Impulswende nach unten sind noch nicht auszumachen, aber der mittelfristige Abwärtstrend bleibt unterhalb des Hochs vom 8. August bei 13695 ohnehin weiter intakt. Ein denkbares Abwärtsbein, das oberhalb des schroffen Verlaufstiefs bei 12518 stoppt, würde den Sekundärtrend allerdings schnell auf neutral drehen. Der Primärtrend bleibt weiter bullish, erlebt aber eine heftige Sekundärkorrektur, die ihren Höhepunkt in dem Intraday-Durchbruch der langfristigen Aufwärtstrendlinie von 2006 sah.
Beim breiteren S&P 500 – gestern gequält von den schwachen Versorger- und Finanzwerten – ist das negative Schiebemuster schon deutlich ausgeprägter. Der Index verlor einen Großteil seiner Freitagsgewinne, ohne dass dadurch der tertiäre Aufwärtstrend bisher in Gefahr geriet. Der S&P verharrt noch oberhalb der zuvor überschrittenen mittelfristigen Abwärtstrendlinie. Streng formal zeigt der sekundäre Richtungspfeil aber weiter nach unten.
Auch der NASDAQ 100 erlebte einen klassischen Konsolidierungstag und tendierte innerhalb der Vortagesspanne abwärts. Das so geformte bearishe Harami-Muster hat zwar generell keine besonders große Aussagekraft, aber nach dem fulminanten Aufwärtsimpuls der letzten Tage könnte es eine gewisse Bedeutung haben und möglicherweise eine Impulswende nach unten ankündigen.
Auch hier hat der mittelfristige Abwärtstrend zwei Möglichkeiten, um sein Ende zu finden. Das direkte Überschreiten des Impulshochs bei 1995 wäre die erste Variante, was aber ohne vorherige kleine Verschnaufpause schwierig werden dürfte. Die zweite Möglichkeit wäre ein tertiäres Abwärtsbein, das am besten signifikant oberhalb des sekundären Verlaufstiefs bei 1805 anhält, was eine längere Konsolidierungsphase einläuten dürfte. Eher unwahrscheinlich ist die schnelle Bestätigung des sekundären Abwärtstrends. Rund sieben Prozent Luft hat der NASDAQ 100, so dass wohl nur neue Horrormeldungen von der Kreditfront dieses Szenario entfachen können. Strategisch trübt eigentlich nur die gewaltige Lunte der Vorvorwochenkerze das Chartbild signifikanter ein. Nach der letzten Handelswoche notiert der Index aber wieder deutlich oberhalb der verletzten primären Aufwärtstrendlinie.
Beim NASDAQ Composite, der sich nicht ganz so hochdynamisch erholen konnte, spricht einiges für den Übergang in eine kleine Stauzone, möglicherweise in den Grenzen zwischen 2530 und 2576.
Die US-Rentenmärkte konnten von den gestrigen Zahlen vom Immobilienmarkt und der neuerlichen Aktienschwäche profitieren – dass sich dies hauptsächlich auf das lange Ende beschränkte, reflektiert aber das nicht allzu stark ausgeprägte Überraschungsmoment der Daten. Die dreimonatigen Schatzwechsel, deren Rendite noch am 20. August in einer beispiellosen Flucht in die vermeintliche kurzfristige Qualität auf unerhörte 2.51 Prozent gedrückt wurde, stiegen auch am sechsten Tag in Folge auf nun 4.57 Prozent. Der Krisenindikator TED-Spread, der den Abstand zum Londoner Interbankensatz misst, fiel damit auf einen Wert von unter 1. Die Zinskurve wurde im Zuge der Beruhigung der Märkte wieder flacher, wobei nun der „Aufwärtsknick“ bei den T-Bills auffällt, wo sich die Rendite wieder Richtung Fed-Target-Rate bei 5.25 Prozent bewegt, die ohnehin das Bild weiter verzerrt.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-08-28I.jpg
Während bei den 10y-T-Notes mit Renditen von 4.58 Prozent – der Abstand von 67 Basispunkten zum Leitzins entspricht fast dem größten seit März – scheinbar die Luft etwas raus ist, verbessert sich nun die Situation am ganz langen Ende, wo wir in der letzten Woche bereits zeitweise wieder die 5 Prozent sahen. In der Konsequenz durchbrach der 30y-T-Bond-Future die Obergrenze seiner mehrwöchigen Schiebezone und bestätigte seinen mittelfristigen Aufwärtstrend mit einem neuen Verlaufshoch.
Zudem initiiert auch hier der Bruch der primären, fallenden Trendlinie eine bullishe Note. Der Future hat nun ebenfalls die herben Kursverluste seit Mai fast V-förmig wieder aufgeholt. Damals mündeten die viel zu rosigen Aussichten für die US-Wirtschaft in einem wahren „Renten-Crash“. Nun hat die Kreditkrise den Future wieder in die alte Ausgangsposition bugsiert. Bei einem Ausbleiben von weiteren Hiobsbotschaften aus dem leckgeschlagenen Finanzbereich könnte daher der Weg nach oben zunehmend steiniger werden.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Matthias Hütgens
matthias.huetgens@wagner-wertpapier.de
28.08.2007 18:44
Das große Bild
von Jochen Steffens
Heute schrieb mir ein Leser, dass er schon lange keine langfristigen Index-Charts mehr bei mir im Investor's Daily gesehen hat. Dem kann abgeholfen werden:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003191.jpg
Hier sehen Sie den großen Aufwärtstrend des S&P500. Ein schöner, sauberer und breiter Aufwärtstrend, aufgrund des Ausbruch 2004 nicht ganz fürs Bilderbuch geeignet. Wie genau sich selbst in crash-ähnlichen Situationen ein Kurs an wichtige Marken hält, ist gut an dem letzten Abwärtsspike zu erkennen. Das Tief wurde brav und fast punktgenau an der unteren Linie ausgebildet. So gesehen ist die Welt noch in Ordnung. Der Trend bleibt unser Freund. Noch ist nichts angebrannt. Warum sich den schönen Schein durch dunkle Gedanken trüben?
Das waren wohl die Gedanken, die zu einer derartig massiven Gegenbewegung führten: Der Trend hatte gehalten, die chartverliebten Amis haben gekauft, als gäbe es kein Gestern mehr. Doch die Erfahrung sagt etwas anderes: Wenn es in einem Trend zu einem derart steilen Einbruch kommt, muss man immer vorsichtig werden! Oft genug ist dieser massive Volatilitätsanstieg ein Zeichen für das Ende eines Trends. Auch das sollte beachtet werden.
Ähnlich sieht es im Nasdaq100 aus:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003193.jpg
Allerdings sind hier zwei Dinge auffällig: Die obere Linie ist im Hoch nicht ganz erreicht worden. Das ist oft ein Zeichen von Schwäche. Und im Nasdaq100 wäre noch viel Platz bis zur unteren Trendlinie. Der Index hatte an der lediglich psychologisch interessanten 1800 Punkte Marke gehalten. Hier ist demnach noch Platz nach unten.
Und dazu passt unser Meles meles (Dachs)
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003194.jpg
Sehr schön sieht man hier den Ausbruch, den ich als Übertreibungsphase bezeichnet hatte. Im Vergleich der drei Charts ist dieser Ausbruch wohl das deutlichste Zeichen der Outperformance des Dax.
Interessant ist die aktuelle charttechnische Interpretation: Handelt es sich bei dem Einbruch der letzten Wochen lediglich um einen Retest der Aufwärtsbewegung von oben nach dem Ausbruch? Sehr oft wird nämlich nach einem solchen Ausbruch, wenn sich die Bewegung beschleunigen will, der Aufwärtstrend noch einmal kurz von oben getestet. So gesehen wäre das, was wir hier sehen, sehr bullish zu werten und ein Hinweis darauf, dass uns die „wirkliche“ Übertreibungsphase erst noch bevorsteht!
Wenn der Dax jetzt jedoch in den Trend zurückfällt, dann wäre das tendenziell bearish zu werten. Dann hätten wir eine klassische Übertreibung gesehen, der eine lange Seitwärtsbewegung folgen kann, bevor sich viel später ein neuer Trend (rauf oder runter) ausbildet. Fällt der Dax also in den Trend zurück, müssten wir mit Kursen um die 6400 Punkte rechnen.
Diese Entscheidung ist immer noch nicht gefallen!
Fassen wir die grobe Analyse dieser drei Charts zusammen, bleibt ein leicht bearishes Gesamtbild. Jedoch reicht diese leichte Tendenz bei weitem nicht aus, um sein sauer verdientes Geld darauf zu setzen. Hier müssen wir tatsächlich abwarten, wie sich die Märkte weiter entwickeln. Wenn sie sich jedoch entscheiden, dann sollte die folgende Bewegung heftig werden!
Technischer Morgenkommentar vom 29. August 2007
Allgemeine Beurteilung
Die Krise an den Märkten im Zusammenhang mit den Problemen der Subprime-Hypotheken ist noch immer nicht ausgestanden. Temporäre Lichtblicke lassen Stabilisierungsansätze durchschimmern, doch erwartet man eine Beruhigung der Ausgangslage, kippt die Stimmung wieder und die Sorge macht sich breit, wie stark die Banken denn nun tatsächlich in diese Problematik involviert sind.
Am gestrigen Diensttag litten in erster Linie wieder Finanztitel, die zudem heruntergestuft wurden.
Von der fundamentalen Seite her fiel der Case-Schiller-Hauspreisindex auf, der im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,9% gesunken ist. Wie Standard & Poor´s mitteilte, ergab sich im Jahresabstand ein Minus von 3,2 Prozent, was dem deutlichsten jährlichen Rückgang seit Beginn der Indexreihe
im Jahre 1987 entspricht.
Ebenso sahen wir gestern einen Rückgang im Index des USVerbrauchervertrauens, der auf 105 Punkte fiel, was die Prognose der Volkswirte bestätigte.
Als Fazit halten wir damit fest: das kritische Umfeld hält das Verbrauchervertrauen fest umklammert, im Ergebnis leiden die Aktienmärkte und der Kapitalwechsel in die Rentenmärkte hält zumindest tendenziell weiter an. Allein gestern markierten die Kursverläufe der US-T-Bond-Futures neue Bewegungshochs innerhalb ihrer Trendverläufe.
Kurzanalysen
Aktien-Indizes
Die zum Teil kräftigen Einbrüche der Aktien-Indizes am gestrigen Nachmittag und in den Abendstunden, trübten das charttechnische Bild auf Basis der Tagescharts ein, veränderten aber die markttechnisch neutrale Verfassung kaum. Grundsätzlich können wir aber davon ausgehen, dass sich der Stabilisierungsansatz der letzten Handelstage vorerst wieder relativiert hat. Die Kurse der international wichtigsten Aktien-Indizes bewegen sich weiterhin innerhalb ihrer Konsolidierungsbereiche, welche im DAX und EUROSTOXX 50 charttechnisch sinnvoll abgegrenzt werden können, in den US-Indizes dagegen eher sehr breit gefasst sind, dennoch als neutrale Phasen beurteilt werden müssen. Im praktischen Sinne liegen uns derzeit keine Positionierungsmärkte vor, sondern Tradingmärkte, verbunden mit all ihren Chancen und Risiken.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, negatives Stimmungsbild
29.08.2007 - 08:07:22 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.
Analog zum schwachen Handelsende der Sitzung am Montag habe sich zur Eröffnung am gestrigen Tag der Angebotsüberschuss beim deutschen Leitindex weiter fortgesetzt. Gleich in den ersten Handelsminuten wäre die Intraday-Unterstützung um 7.460 Punkte durchbrochen worden. Nach einer leichten Erholung folgte nach Angaben der Marktbeobachter mit der schwächeren Eröffnung an der Wall Street dann im weiteren Verlauf eine zweite Verkaufswelle.
Damit bestätige sich nach dem dynamischen Kursanstieg der letzten Woche, dass zunächst einmal die kurzfristig aufwärts gerichtete Dynamik aus dem Markt gewichen sei. Die Annahme, dass es sich mit den Zukäufen in der vergangenen Woche um eine Stabilisierung innerhalb eines noch intakten Abwärtstrends handle, kann aus Sicht der Experten bei der DZ Bank aufrecht gehalten werden. Dass sich die Verkäufe im Vergleich zu den Kursabschlägen Mitte Juli aktuell noch recht moderat gestalteten, sei nicht zuletzt auf das Stimmungsbild der Mehrheit der Marktteilnehmer zurückzuführen. Hier deuteten die Stimmungsindikatoren bereits einen vergleichsweise hohen Grad an Pessimismus an, so dass sich das negative Überraschungspotenzial des Gesamtmarktes in Grenzen halte.
Trotz des negativen Stimmungsbilds bestehen nach Meinung der Analysten jedoch weiterhin erhöhte Kursrisiken für Aktien. Markttechnisch komme der deutsche Aktienmarkt aus einer kurzfristig überkauften Situation, die gegenwärtig noch weiteres Kursrückschlagspotenzial erkennen lasse. Daneben stehe an den internationalen Aktienmärkten in den kommenden Wochen die saisonal schwächste Handelperiode des Jahres bevor, wodurch sich noch einmal erhöhte Kursrisiken ergäben, die beim DAX zunächst bis zur Unterstützung um 7.370 Zähler reichten.
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DAX-Future, Long-Seite vorsichtig angehen
29.08.2007 - 09:11:37 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).
Der DAX-Future notiere aktuell bei 7.400 Punkten und präsentiere sich unterhalb der Unterstützung bei 7.480/7.500 Zählern. Unterhalb der gestrigen Tiefs muss aus Sicht der Experten mit einem Test der 7.335er Marke gerechnet werden. Die Long-Seite sollte somit im heutigen Intraday-Handel zunächst nur sehr vorsichtig angegangen werden.
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Dow Jones, wichtiges Unterstützungsniveau
29.08.2007 - 11:45:38 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Der Dow Jones sei gestern mehr oder weniger erwartungsgemäß von seiner Abwärtstrendlinie abgeprallt. Zunächst müsse nun die Long-Seite im heutigen Handel zurückgestellt werden, bis wieder Signale einer unteren Umkehr nach dem gestrigen "Dive" zu sehen seien. Bei 13.000 Zählern notiert den Experten zufolge die nächste Unterstützung. Diese Marke sollte das Abwärtsmomentum leicht bremsen.
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S&P500, Rücksetzer der Preise
29.08.2007 - 12:01:18 Uhr
muellerfinancial.eu
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei muellerfinancial.eu kommentieren die Lage des S&P500 auf Wochensicht.
Der S&P500 habe in der vergangenen Handelswoche seine Rebound-Bewegung fortgesetzt und hierbei die erste Resist-Zone bei 1.466/72 Punkten erreicht. Aus der Struktur dieser Aufwärtsbewegung lasse sich im Bereich der 1.479,8er Marke ein Fibonacci Resist-Level ermitteln, von dem zunächst ein Rücksetzer der Preise zu erwarten sei. Die Preise hätten die 1.479,40er Marke bereits erreicht und mit dieser Bewegung die Oszillatoren im Tageschart bereits in die überkaufte Zone geführt.
Die Trading-Strategen bei muellerfinancial.eu halten daher von diesen Niveaus einen Rücksetzer der Preise für wahrscheinlich, der den S&P500 in Richtung der 1.449er Retracement-Zone führe. Kurse unter diesen Levels brächten weitere Abwärtsdynamik in den Markt und würden zum Test der 1.412/15er Region führen. Oberhalb der 1.480er Marke träfen die Preise um 1.485,3 und dann um 1.504 Stellen auf Resist.
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Technischer Tageskommentar
[Gepostet am 29.08.2007 um 13:01 Uhr ]
(US-Märkte)
Eine „richtige“ Horrormeldung gab es gestern nicht, aber die Summe von negativen Faktoren pulverisierte letztlich doch die Erholungsimpulse der letzten Woche bei den US-amerikanischen Aktienindizes. Im Zuge der wieder verstärkt einsetzenden Flucht in die Qualität der Staatsanleihen markierten die hier besprochenen Zinsfutures neue Verlaufshochs und auch am ganz kurzen Ende bei den Schatzwechseln kam es nach sechs Tagen in Folge mit Renditeaufschlägen zu einer kurzfristigen Trendwende
Die „Panik-Tiefs“ des 20. August, die den Krisen-Indikator TED-Spread (Rendite 3m-Bills vs. LIBOR) bis auf fast 3 anschwellen ließen sind dabei noch ein gutes Stück entfernt, aber die Volatilität in diesem Segment bleibt ungebremst hoch.
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Auch das andere „Angstbarometer“, der CBOE Volatilitätsindex VIX, vollzog nach dem harschen Fall in der Vorwoche nun eine satte Impulswende nach oben. Der VIX legte fulminante 16 Prozent zu, was eine neue Runde der Nervosität einläuten könnte, wobei allerdings die Spitzenwerte des 16. August nur mit weiteren, gravierenden Hiobsbotschaften von der Kreditfront erreicht werden dürften.
Auch unser dritter Krisenindikator, der Yen-Kurs, zeigte relativ früh, dass die Erholung an den Aktienmärkten auf recht tönernen Füßen stand. Die Impulswende nach unten bei Dollar Yen bzw. Euro Yen schürte sofort wieder die Angst vor Carry-Trade-Auflösungen – das sich selber anschiebende Abwärts-Karussell begann wieder zu laufen. Aktuell sehen wir allerdings eine deutlichere Ermüdung der tertiären Abwärtsbewegung, was auch eine Gegenbewegung bei den Aktien signalisieren könnte.
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Bevor wir zu den „eigentlichen“ Gründen für den erneuten Einbruch der Märkte kommen, ein Blick auf den Energiesektor, der zeigt, dass auch von dieser Seite gestern keine Unterstützung zu erwarten war. Die schwer gewichteten Energiewerte innerhalb des S&P 500 fielen um heftige 2.5 Prozent und vollzogen ebenfalls die tertiäre Trendwende nach unten. Dabei wurde erneut ein fallendes Hoch hinterlassen, was den mittelfristigen Abwärtstrend formal bestätigte. Der Trendlinienbruch zuvor und der nachfolgende Erholungsschub hatten den Energieindex aber in weite Entfernung zum Verlaufstief gezogen, so dass der Index noch mehr als 5 Prozent Luft hat, bevor der sekundäre Abwärtstrend seine Fortsetzung erlebt.
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Schwächstes Segment waren aber gestern einmal mehr die Finanzwerte, die harsche 3.2 Prozent als Gruppe verloren. Merrill Lynch stufte die Broker-Kollegen Lehman Brothers Bear Stearns und Citigroup herunter, und damit praktisch sich auch selbst. Die Aktien werden nach „buy“ nur noch mit „neutral“ eingeschätzt, nachdem die Ertragsaussichten für 2008 im Zuge der Kreditkrise „zunehmend unrealistischer“ erscheinen. Der gesamte Finanzsektor ist bereits rund 11 Prozent gefallen in diesem Jahr. Die heftig bearishe Impulswende nach unten von gestern einmal ausgeklammert, ist interessant, dass der mittelfristige Abwärtstrend zwar streng formal intakt ist, aber viel mehr als bei den anderen hier besprochenen Indizes in eine hochvolatile Schiebezone übergeht. Erst der Sprung über den Bereich 472 würde aber eine komplexe Bodenbildung vollenden – dann sicherlich auch mit Signalwirkung für den Gesamtmarkt.
Nicht nur die Herabstufungen drückten auf den Finanzbereich. Schwerer wog da fast die Meldung, dass sich auch in Übersee ein „Fall IKB“ andeutet. Ähnlich wie die deutsche Mittelstandsbank könnten auch die Conduits der State Street Bank Corp. ins Schlingern geraten. In Zweckgesellschaften wie Conduits werden Forderungen aufgekauft, um diese mit der Ausgabe von kurz laufenden Geldmarktpapieren (Asset Backed Commercial Papers) zu finanzieren. Beim Stichwort ABCP wird klar, wo hier die Krux liegt: Als Folge der Kreditkrise sind die CP’s kaum noch zu platzieren. Zwar sollen die Conduits seit der Enron-Pleite bilanziert werden, aber z.B. im Fall der IKB ist dies noch fraglich. Die 6 State-Street-Conduits reflektieren rund 22 Milliarden Dollar oder rund 17 Prozent des kompletten Anlagevermögens, was einem noch höheren Satz als bei der IKB entspricht.
Die gestrigen Konjunkturdaten waren dann noch das I-Tüpfelchen auf die Malaise. Das Verbrauchervertrauen fiel auf den niedrigsten Stand seit dem Hurrikan „Katrina“ vor zwei Jahren, wobei die Analystenschätzungen sogar noch tiefer lagen. S&P/Case-Shiller bestätigte einen Preisverfall bei Immobilien in 20 Metropolregionen um 3.5 Prozent im Juni – dem stärksten Abschwung seit 2005 -, was aber letztlich auch nur in die Kerbe der gestrigen Daten der National Association of Realtors hieb.
Last but not least missfiel den Akteuren nach Studium der Notenbankprotokolle auch noch die offensichtliche Fehleinschätzung der Krise durch die Fed Anfang des Monats. Obwohl die ersten breiteren Verwerfungen an den Märkten am 7. August schon sichtbar waren, sah die Notenbank immer noch vornehmlich die Schwierigkeiten im Subprime Sektor. Da damals offensichtlich immer noch der Schwerpunkt auf der Inflationsbekämpfung lag, vermuten einige Marktteilnehmer, dass es auf der nächsten Sitzung am 18. September nicht zu einem deutlichen Zinsschritt kommen dürfte. Bekanntlich vollzog die Fed am 17. August in einer Notfallsitzung die Rolle rückwärts, senkte den Diskontsatz und stimmte auch verbal deutlichere Töne bezüglich der Konjunkturbedrohung durch die Krise an.
Nach diesem Kranz an Negativfaktoren war der Weg der Aktienindizes vorgezeichnet. Dabei ging die Abwärtsbewegung zunächst noch recht beschaulich vonstatten, beschleunigte sich dann aber in der letzten Stunde.
Bei allen hier besprochenen Indizes formten sich makellos bearishe Tageskerzen durch den Schluss auf Tagestief. Der Dow Jones Industrial vollzog die heftige Impulswende nach unten aus kurzfristig überkaufter Lage fast exakt auf Basis der sekundären Abwärtstrendlinie, was bearish einzuschätzen ist.
Der mittelfristige Abwärtstrend würde aber erst mit einem neuen Verlaufstief unterhalb der 12518 seine Fortsetzung erleben. Viel wahrscheinlicher ist da das Stoppen des neuen tertiären Abwärtsbeins oberhalb der Marke. Eine erneute Impulswende nach oben würde dann den Sekundärtrend auf neutral drehen, was eine mittelfristige Bodenbildung einleiten könnte. Im strategischen Zeitfenster des Wochencharts wird aktuell das positive Schiebemuster der Vorwoche mit einem negativen beantwortet. Nach zwei Handelstagen ist hier aber die Messe noch lange nicht gelesen. Der intakte, primäre Aufwärtstrend wird von den wilden tertiären Schüben nicht berührt.
Der S&P 500 hatte durch den Aufwärtsschub der Vorwoche die mittelfristige Abwärtstrendlinie bereits signifikant durchstoßen. Diese Bewegung wurde durch die herbe gestrige Impulswende nach unten wieder zurückgepfiffen. Der Verlust an Momentum des mittelfristigen Abwärtstrends bleibt auf der Habenseite der Bullen – das neue fallende Impulshoch bei 1479 bestätigt aber formal die Intaktheit der Sekundärkorrektur. Auch hier sollten allerdings rasche neue Verlaufstiefs eher unwahrscheinlich sein.
Letztlich gleichen sich die Bilder und damit auch die Aussagen bei allen der hier besprochenen Indizes, weshalb nur noch der NASDAQ 100 exemplarisch genannt werden soll, der gestern mit einem Minus von 2.48 Prozent die „rote Laterne“ der „wichtigsten“ US- Leitbarometer trug.
Der Transportindex legte allerdings mit einem Minus von 2.75 Prozent noch einen oben drauf. Der Index hatte vom panikartigen Tief des 16. August mehr als 10 Prozent zugelegt und ging danach in eine kurzfristige Stauzone über. Diese wurde nun als tertiäre Umkehrformation bearish aufgelöst. Auch hier wird die große Frage sein, ob sich der Index nochmals dem Verlaufstief nähern wird.
Die Rentenmärkte – jedenfalls im Bereich der Staatsanleihen – fühlen sich in diesem Umfeld weiterhin pudelwohl. Die Steilheit der Zinskurve nimmt wieder zu, nachdem in den letzten Tagen eher das lange Ende gefragt war. Die Rendite der zweijährigen Notes liegt aber noch oberhalb der 4-Prozentmarke. Der Aufschlag der 10y-Notes beträgt aktuell 42 Basispunkte – beim Höhepunkt der fast panikartigen Flucht in die kürzesten Fälligkeiten hatte er 57 Stellen ausgemacht. Die wieder anziehende Nachfrage nach den Schatzwechseln ließ den „Aufwärtsknick“ der letzten Tage am kurzen Ende nun wieder fast verschwinden.
Wie schon an den vorherigen beiden Handelstagen bestätigte der Future auf den 30-jährigen Longbond erneut seinen mittelfristigen Aufwärtstrend mit einem neuen Verlaufshoch. Sowohl die jüngste, mehrwöchige Konsolidierungszone, als auch die fallende, übergeordnete Trendlinie werden nun signifikanter verlassen.
Der 10y-T-Note-Future zog nach und löste seine tertiäre Stauzone als Trend bestätigende Fortsetzungsformation auf, was in einem weiteren Gewinn an Schwungkraft münden sollte. Der mittelfristige Aufwärtstrend erlebte eine eindrucksvolle Bestätigung.
Interessant wird es durch den famosen Aufwärtsschub nun auch aus strategischer Sicht. Mit nachhaltigem Bruch des Niveaus bei ca. 109*50 würde eine primäre Bodenbildung abgeschlossen werden, die die langfristige Trendumkehr einläuten könnte. Fundamental müsste sich dafür aber zunächst konkretisieren, dass die Kredit- bzw. Liquiditätskrise die USA tatsächlich in eine Rezession zieht.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Matthias Hütgens
matthias.huetgens@wagner-wertpapier.de
29.08.2007 18:45
Humbug
von Jochen Steffens
Hm, die Nachrichten melden, dass die US-Börsen gestern aufgrund der Veröffentlichung des Notenbankprotokolls derart stark nachgegeben haben (Nasdaq100 z.B. fast 2,5 % im Minus). Die Marktteilnehmer sollen sich enttäuscht gezeigt haben, dass daraus keine Andeutungen in Richtung einer Leitzinssenkung zu erkennen gewesen seien. Humbug! Die letzte Fed-Sitzung stand noch gar nicht unter dem Eindruck der Kreditmarktkrise. Hieraus irgendetwas ableiten zu wollen, ist ungefähr vergleichbar mit dem Versuch, mit den Lottozahlen vom vorigen Samstag den aktuellen Jackpot zu knacken.
Es dämmert so langsam
Nein, das Hauptproblem war, dass aufgrund der schlechten Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen dem Markt so langsam dämmerte, dass es in den USA nicht mehr nur um die Kreditmarktkrise an sich geht, sondern auch um deren Auswirkungen auf die US-Wirtschaft:
Die schlechten Zahlen zum Verbrauchervertrauen sind ein Hinweis darauf, dass die Konsumbereitschaft der US-Bürger sinken wird. Wenn die Verbraucher das Vertrauen in die US-Wirtschaft verlieren, werden sie mehr auf ihr Geld achten. Eine Beeinträchtigung der Binnenkonjunktur, die als wichtigste Säule der US-Wirtschaft gilt, ist wahrscheinlich.
Sinkende Bereitschaft zur Kreditvergabe
Ganz nebenbei führt die Kreditmarktkrise auch dazu, dass die Kreditvergabe an die Konsumenten erheblich erschwert wird. Geld, das dem Konsum zusätzlich fehlen wird. Und das ist eine der direkten Folgen der Kreditmarktkrise. Wäre das Verbrauchervertrauen gut ausgefallen, hätte man noch hoffen können, dass der Optimismus der US-Amerikaner diesen Effekt kompensiert. Doch diese Kompensation ist nach den letzten Zahlen kaum noch möglich.
Doch nicht nur der Konsument, sondern auch die Unternehmen (weltweit) werden nach diesem Schock nicht mehr so leicht Kredite erhalten. Das wird sich auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen auswirken. Und hier ist direkt ein ganzer Rattenschwanz an Folgen zu benennen: Durch die sinkenden Investitionen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das Gewinnwachstum zurückgehen. Daneben wirkt sich eine sinkende Investitionsbereitschaft immer auch direkt auf den Arbeitsmarkt aus. Und hier landen wir wieder beim Binnenkonsum: Wenn weniger Menschen Arbeit haben, steht dem Konsum weniger Geld zur Verfügung.
Charttechnische Signale
Und genau das ist die Crux, die hinter den Zahlen von gestern verborgen lag. Daneben hatten auch noch handfeste charttechnische Signale ihre Finger im Spiel:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003206.jpg
Zunächst einmal schien sich im Nasdaq100-Future eine große inverse SKS zu bilden. Scheinbar idealtypisch wurde die Nackenlinie nach oben gebrochen und anschließend wieder getestet. Doch dann fiel der Kurs erneut unter die Nackenlinie. Das war tendenziell ein eher bearishes Zeichen. Gleichzeitig hatte sich noch ein kleiner Aufwärtstrend gebildet, wie Sie hier sehen können. Um ca. 16.00 Uhr, also nach der Veröffentlichung des Verbrauchervertrauens, wurde dieser Trend gebrochen. Wieder einmal sieht man die enge Verbindung zwischen Chart und fundamentalen Rahmendaten. Das Kursziel nach diesem Bruch war die Spanne des Aufwärtstrends (hier mit einem blauen Kästchen dargestellt) an den Trend nach unten angelegt. Dieses wurde genau im Tief brav erreicht.
Dow Jones scheitert am Abwärtstrend
Aber auch dieser Chart hier hat wohl einigen Anlegern Sorgen gemacht:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003207.jpg
Der Dow Jones konnte seinen kleinen Ausbruchsversuch über die Abwärtstrendlinie nicht halten. Damit entstand ein Fehlausbruch (False Break), der normalerweise bearish zu werten ist und wahrscheinlich viele Anleger aus dem Dow getrieben hat.
Diese Faktoren haben meines Erachtens den Einbruch bewirkt. Wie es nun weiter geht? Die Märkte könnten nun Bodenformationen ausbilden, das wäre bullish. Sie könnten aber auch ihre letzten Tiefs nach unten brechen, das wäre bearish. Dazwischen ist alles Rauschen.
Viele Grüße
Jochen Steffens
29.08.2007 21:07
WEIZEN ist einfach nicht zu bremsen
Future auf Weizen im Endloskontrakt - Kürzel W - ISIN: US12492G1040
Börse: CME in US-Cent/bushel / Kursstand: 720,50 US-Cent/bushel
Kursverlauf seit 22.12.2003 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)
Rückblick: Der Future auf Weizen (Wheat) im Endloskontrakt konnte im Zuge der Aufwärtsbewegung erwatungsgemäß über den 433er Widerstand nach oben ausbrechen. Innerhalb der Rallye wurde ein Zwischenhoch bei 557.00 US-Cent/bushel ausgebildet. Das bullische charttechnische Gesamtbild blieb seitdem unverändert intakt und bleibt es auch heute noch, auch wenn sich eine überkaufte Phase einstellt. Der Future befindet sich in einer beeindruckenden Kursrallye.
Charttechnischer Ausblick: Die überkaufte Situation dürfte aktuell jederzeit eine Konsolidierung bis 557,00 US-Cent/bushel zulassen, ohne das bullische Gesamtbild in Frage stellen zu müssen. Prinzipiell wäre dieser mögliche Rücksetzer sogar wünschenswert und "gesund". Unser langfristiges Kursziel bei 716,50 US-Cent/bushel kann aktuell abgearbeitet werden. Ein weiteres kurzfristiges Kursziel liegt bei 800,00 US-Cent/bushel.
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc7062.gif
Technischer Morgenkommentar vom 30. August 2007
Eine vergleichsweise scharfe Gegenbewegung im Bezug zu den Kursverlusten vom Dienstag, vollzogen die Aktien-Indizes am gestrigen Handelstag, wobei der eigentliche Schub am Nachmittag einsetzte und durch kräftige US-Märkte dominiert wurde. Ein Marktbeobachter meinte dazu: „Ich bin mir nicht sicher, ob es eine fundamentale Erklärung für die Gewinne gibt“, vielmehr unterstellte er, dass es sich um eine Korrektur des Abschwungs vom Vortag handelte, den er angesichts der Gesamtlage als zu heftig angesehen hatte.
Interessant in diesem Zusammenhang ist jedoch die Einschätzung, Anleger sollten auch weiterhin von einem volatilen Kursverlauf ausgehen. Die Stimmung sei unverändert äußerst angespannt und neue Erkenntnisse zum Thema Subprime und Kreditkrise könnten diese schnell kippen lassen. Diese Betrachtung deckt sich mit unserer Markteinschätzung und bestätigt auch das aktuelle, richtungslose Chartbild der Kursverläufe auf der Aktienseite.
In der Konsequenz behält unsere Aussage, auch weiterhin keine Positionierungen unter strategischen Gesichtspunkten durchzuführen, ihre Gültigkeit. Angesichts der plötzlichen Richtungswechsel und der instabilen Impulsschübe, halten wir „die Bälle“ flach und konzentrieren uns auf kurzfristig ausgerichtete, systematisch unterlegte Handelsaktivitäten, welche eine gemessene akzeptable Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen Trade ausweisen.
Auf der Rentenseite sahen wir gestern nach anfänglichen Kursgewinnen, Mittelabflüsse, die mit steigenden Aktien immer auffälliger wurden. Hier erfolgten ganz klar Umschichtungen, raus aus den Renten, rein in die Aktien.
Diverse Stimmen verwiesen zudem auf die Tatsache der erreichten hohen Kurse, welche korrigiert werden würden. Eine Beschleunigung der Abverkäufe erfolgte am gestrigen Nachmittag, nachdem die Fed einen Brief Bernankes an den Senator Charles Schumer mit dem Datum vom 27. August veröffentlichte, in dem Bernanke noch einmal seine Bereitschaft erklärte, alles zu tun was nötig sei, wenn die Märkte die Realwirtschaft belasten würden. Diese Aussage half bereits in der Vorwoche zu zwischenzeitlichen Kursanstiegen. Die Fed forderte zudem vom Staat gesponserte Unternehmen auf, den Subprime-Kreditnehmern wenn möglich zu helfen.
Kurzanalysen
Aktien-Indizes
Im Gesamtbild setzte sich mit der gestrigen Kurserholung das Hin und Her innerhalb einer als neutral bezeichneten Knsolidierungszone in den Aktien-Indizes fort. Besonders deutlich wird dies im Kursverlauf des FDAX und des FESX, damit auch im DAX und EUROSTOXX 50. Beide Indizes bewegen sich unverändert innerhalb der Bereiche, welche charttechnisch gut abgegrenzt werden können und innerhalb derer weiterhin eine neutrale Markttechnik die charttechnische Einschätzung bestätigt.
In den US-Indizes schätzen wir die technische Ausgangslage ähnlich ein, im Gegensatz zum DAX und EUROSTOXX 50 ist der Konsolidierungsbereich einfach nur breiter gefasst und weniger klar abgrenzbar. Auch hier weist uns die Markttechnik ein neutrales Bild aus.
Interessant ist das Gesamtbild am hongkonger Markt. Im Gegensatz zu den anderen, von uns analysierten Indizes, erholte sich dieser in den letzten Tagen in einem Ausmaß, dass dieser sein Mehrjahreshoch nicht nur wieder erreichte, sondern dieses zu Wochenbeginn sogar ganz knapp überbot, bevor er wieder leicht einknickte.
Abgesehen vom HSI behalten wir für die übrigen Märkte vorerst unsere neutrale Gesamteinschätzung bei und unterstreichen erneut, keine strategischen Positionierungen durchzuführen.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, erhöhte Kursrisiken
30.08.2007 - 08:11:12 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.
Erneut hätten zur gestrigen Handelseröffnung am deutschen Aktienmarkt die negativen Kursvorgaben aus New York und Tokio verarbeitet werden können. Erst im Bereich der charttechnischen Unterstützungszone um 7.370 Punkte wäre eine Stabilisierung die auch beflügelt von einer Erholungsbewegung an der Wall Street am Nachmittag über den Vortagesschlusskurs um 7.430 Zähler erreicht habe.
Mit dem erfolgreichen Test der Marke um 7.370 Stellen hätte der DAX gestern zumindest kurzfristig seine Bereitschaft zur Herausbildung einer tragfähigen Unterstützung in diesem Bereich signalisiert. Dieses Niveau wäre bereits im April ein Widerstand bzw. im Juli/August eine kurzfristige Unterstützung. Auch mit Blick auf die Sentimenttechnik sollten zunächst keine kurzfristig stärkeren Kurverluste erwartet werden. Hier würden die Stimmungsindikatoren auch bei den US Investoren weiterhin einen vergleichsweise hohen Grad an Pessimismus andeuten, sodass sich das negative Überraschungspotenzial des Gesamtmarktes in Grenzen halte. Es sollten sich somit aktuell aus Sicht der Strategen bei der DZ Bank erneut gute Erholungschancen zeigen.
Trotz des negativen Stimmungsbilds bestünden jedoch für den weiteren Verlauf weiterhin erhöhte Kursrisiken. Zyklentechnisch werde sowohl von Seiten der Saisonalität als auch auf Basis des übergeordneten 78-Wochen- und Zehnjahreszyklus beim DAX in den kommenden Wochen eine schwache Handelsperiode angezeigt. Charttechnisch könne sich der DAX erst aus dieser ungünstigen Situation befreien, so die Handelsexperten, wenn das Hoch von Ende Juli um 7.630 Punkten nachhaltig überwunden werde.
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30.08.2007 18:45
Darin ist der Mensch der Maschine haushoch überlegen
von Jochen Steffens
Na, die Anleger sind sich aber einig. Ging es am Dienstag im Nasdaq100 noch knapp 2,5 % abwärts, so dachten sich die Investoren am Mittwoch, fallende Kurse seien ein Fehler gewesen und prompt stieg der Nasdaq100 um knapp 3 %. Nein, das macht ja auch durchaus Sinn, finde Sie nicht? Offenbar weiß keiner so recht, wo der Markt eigentlich hin will. Ich weiß es auch nicht. Ich weiß aber, wo der Markt hin sollte....
Morgen redet Ben Bernanke. Wahrscheinlich wird er weiterhin auf „verbale“ Zinssenkungen setzen. Diese haben einen unglaublichen Vorteil gegenüber „realen“ Zinssenkungen: Sie heizen die Inflation nicht so dramatisch an. Ich hatte es schon einmal hier ausgeführt: „Verbale“ Zinssenkungen dienen in erster Linie der Beruhigung der Märkte. „Reale“ Zinssenkungen sind lediglich notwendig, wenn größere Katastrophen eintreten, die da wären: Rezession, Kriege, Terroranschläge, Hurrikane, Naturkatastrophen, Epidemien, Kreditmarktkrisen und was sonst noch so alles ein Land in erhebliche wirtschaftliche Not bringen kann.
Wird also Ben Bernanke morgen Andeutungen in Richtung weiterer Zinssenkungen machen? Es steht zu befürchten. Besonders nachdem heute Nacht wieder ein Hedge-Fond geplatzt ist, dieses Mal ein australischer. Sicher ist das aber nicht.
Die Börse ist nicht in ein Schema zu pressen
Ja, die Hedge-Fonds! Sie sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss, davor warnen viele Analysten schon seit Jahren. Leider verstehen selbst diese Fondmanager, aber auch die Banken und viele andere Marktteilnehmer konsequent nicht, dass die Börse ein dynamischer Prozess ist. In diesem Prozess wird alles assimiliert, was funktioniert. Mit anderen Worten, alles was irgendwann einmal gut funktioniert und große Gewinne generiert wird zu einem undefinierbar späteren Zeitpunkt noch wesentlich größere Verluste verursachen.
Haushoch überlegen
Das ist der Grund, warum ich gegen starre Gewinnstrategien und Handelssysteme bin. Sie funktionieren eine Weile, um dann irgendwann große Verluste zu generieren. Ich glaube nach wie vor, dass lediglich der Mensch in der Lage ist, sich immer wieder an der Börse neu zu erfinden. Es ist gerade eine bestimmte Eigenschaft des Menschen, die ihn so lange auf diesem Planeten hat überleben lassen, die ihn geradezu prädestiniert, an den Börsen erfolgreich zu sein: Seine absolute Anpassungsfähigkeit!
Und darin ist der Mensch jeder Maschine immer noch haushoch überlegen. Das Problem ist nur, dass die meisten Menschen alles tun, um diese Fähigkeit zur Anpassung in der Schule, im Studium oder in der Ausbildung und im Leben zu unterdrücken. Dort lernen sie starre, empirisch belegbare und immer wieder beweisbare Gesetzmäßigkeiten und niemand sagt ihnen, dass das Universum und das Leben hinter diesen Gesetzen eigentlich „Chaos“ ist. Mit diesem starren Denken gelangen sie an die Börse und denken, auch hier solche immer wiederkehrenden Gesetzmäßigkeiten zu finden und gehen mit geradezu wissenschaftlichem Eifer daran, die Börse in Formeln zu pressen. Was gestern funktionierte, funktioniert auch morgen. Ein fataler und meist ruinöser Irrtum.
Nur wer sich immer wieder neu erfindet...
Aus diesem Grund überleben nur so wenige Trader dauerhaft an den Börsen (weniger als 5 %). Denn nur wer es schafft, zutiefst flexibel auf die Börse und deren Chaos zu reagieren, nur wer nicht versucht, alles in ein starres wissenschaftliches System zu entfremden, wird erfolgreich sein. Nur wer den Mut hat, jeden Morgen aufzustehen und zu sagen: Börse, heute werde mich an dir wieder vollkommen neu erfinden, wird zu den Gewinnern gehören.
Wenn Sie verstehen, dass Börse immer anders, immer neu, niemals statisch, immer in Bewegung ist und dabei trotzdem paradoxerweise letzten Endes doch immer wiederkehrenden alten Prinzipien treu bleibt, werden Sie die Börse beherrschen lernen. Doch auch dann wird es immer wieder Phasen geben, wo sie Ihnen entgleitet. Phasen, in denen Sie das Gefühl haben, als hätte alles bisher gelernte, einschließlich der Anpassungsfähigkeit, keinen Sinn. Phasen, in denen Sie den Kursen nur noch kopfschüttelnd hinterherschauen. Gerade die aktuelle Situation ist natürlich herrlich dafür geeignet, sich so zu fühlen.
Spannend wird übrigens morgen auch der Chicagoer Einkaufsmanager-Index – ob sich hieraus erste Hinweise für die ISM-Indizes ergeben? Auf jeden Fall wird der Freitag ein vergleichsweise entscheidender Tag für die Indizes werden. Bis dahin werde ich mich noch ein wenig dem Chaos hingeben.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
Technischer Morgenkommentar vom 31. August 2007
Vor dem (verlängerten) Wochenende in den USA, nahmen gestern Marktteilnehmer einige angefallene Gewinne vom Mittwoch mit und schichteten ihr Kapital wieder vom Aktienmarkt in die Rente zurück. Der Aktienmarkt sei ja noch immer instabil und leide unter vergleichsweise geringem Handelsvolumen, wie ein Marktbeobachter meinte, so dass die Verunsicherung noch immer nicht vom Tisch sei.
Zudem erwarten wir heute eine Rede des Fed-Präsidenten Bernanke, was ebenfalls Zurückhaltung am Kapitalmarkt bewirkt. Somit warten auch viele Marktteilnehmer zunächst die Ergebnisse der Rede ab.
„Was sie (die Marktteilnehmer) …. hören wollen sind Aussagen von Bernanke, die klar darauf hinweisen, dass die Fed handeln wird. Alles weniger als das wird sich negativ auf den Markt auswirken“, sagte ein Marktanalyst von Cantor Fitzgerald und verwies damit auf eine erwartete Zinssenkung durch die Fed.
Im Ergebnis sahen wir gestern uneinheitliche Aktienmärkte (Kursgewinne im z.B. DAX und EUROSTOXX 50, sowie beide NASDAQs, wie Kursverluste im Dow Jones und S&P 500 Index).
Auf der Rentenseite waren die Mittelzuflüsse besonders in den US-T-Bond-Futures sichtbar. Beide von uns analysierten UST-Bond-Futures (auf den 10 und den 30 jährigen Bond), kletterten per Schlusskurs auf ein neues Bewegungshoch im laufenden Aufwärtstrend, der Bund-Future zeigte sich dagegen eher verhalten und verblieb innerhalb seiner Konsolidierungszone.
Marktbeobachter verwiesen darauf, dass gerade das verlängerte Wochenende als Grund dafür herhalten muss, dass es gestern wieder leichte Kapitalumschichtungen gab und Investoren ihr Geld im „sicheren Hafen“ Zwischenparken.
Im Gesamtbild bleiben in der Konsequenz die Aktienmärkte in ihrer Einschätzung unverändert auf neutral innerhalb ihrer zum Teil klar abgrenzbaren Konsolidierungsbereiche, auf der Rentenseite dominiert eine positive Grundtendenz.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, Kaufsignal abwarten
31.08.2007 - 08:09:02 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.
Nach fester DAX-Eröffnung mit "Gap" (Kurslücke) nach oben seien gestern die Gewinne im Handelsverlauf wieder abgebröckelt, so dass dieses "Gap" intraday wieder geschlossen worden sei. Mit Einsetzen des US Handels wären erneut Käufer zu beobachten gewesen, und der deutsche Leitindex habe wieder Kurs auf seine morgendlichen Tageshöchststände bei knapp 7.500 Punkten genommen und diese Marke dann sogar überschritten.
Auf Grund der Entwicklungen ergeben sich aus Sicht der Experten bei der DZ Bank keine technischen Neuerungen. Von Seiten der Sentiment-Technik sollte das negative Überraschungspotenzial kurzfristig weiterhin begrenzt sein. Den Analysten zufolge sind Erholungschancen erkennbar. Diese reichten aus charttechnischer Sicht bis in den Widerstandsbereich bei 7.630 Punkten. Erst bei einem nachhaltigen Durchbruch über diesen Bereich hinaus könne jedoch ein Short-Squeeze-Szenario realisiert werden. Jegliches Geschehen unterhalb müsse weiterhin lediglich als Erholungsbewegung im intakten sekundärzyklischen (mittelfristigen) Abwärtstrend angesehen werden.
Vor dem Hintergrund einer noch mehrere Wochen andauernden zyklischen Schwächeperiode mit dem saisonale, 78-Wochen- und Zehnjahreszyklus als Basis überwögen gegenwärtig die Rückschlagsrisiken gegenüber den Kurschancen. Daher sollte aus Sicht der Bullen in der Frage nach Trading-Long-Positionen erst ein charttechnischer Stärkebeweis in Form eines Kaufsignals (Überschreiten des 7.630er Widerstands) abgewartet werden, so die Strategen bei der DZ Bank.
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DAX, mögliches Kursziel
31.08.2007 - 08:45:53 Uhr
Helaba
Frankfurt (derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, äußert sich zur aktuellen Marktlage am DAX.
Bedingt durch die deutlichen Kursgewinne an den asiatischen Märkten werde der DAX heute bei rund 7.580 Zählern eröffnen. Damit werde gleichzeitig der Widerstand bei 7.556 Punkten überschritten. Sollte es gelingen, diesen Level zu halten bzw. den Anstieg weiter zu etablieren, würde das nächste Kursziel auf der Oberseite 7.669 Stellen lauten. Die Handelsspanne erwartet der Stratege bei der Helaba zwischen 7.520 und 7.650 Stellen. Unterstützungen gebe es bei 7.320 und bei 7.225, Widerstände bei 7.630 und bei 7.680 Zählern.
DAX-Future, das nächste Ziel
31.08.2007 - 09:07:11 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).
Der DAX-Future habe wie von den Strategen nach deren Angaben erwartet die Unterstützung im Bereich 7.480/7.490 Zähler genutzt und notiere aktuell im Bereich der Zielzone bei 7.580/7.600 Stellen. Das nächste Ziel liegt den Experten zufolge bei 7.670 Punkten. Zuvor könnte der DAX-Future in das heutige Gap zurücklaufen.
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Technischer Tageskommentar
[Gepostet am 31.08.2007 um 12:13 Uhr ]
(US-Märkte)
Nach dem „back to back“ Verlust und Gewinn von mehr als 2 Prozent an den Vortagen – nur 35 Mal seit 1945 gab es übrigens so etwas – ließen es die US-amerikanischen Aktienmärkte gestern etwas ruhiger angehen. Die Standardwerteindizes mussten kleine Teile ihrer Vortagesgewinne wieder abgeben. Die Technologiewerte setzten ihre fulminante Rallye vom Mittwoch fort und begannen formal junge, sekundäre Aufwärtstrends. Die Tageshochs konnten bei den NASDAQ’s allerdings nicht gehalten werden, was durch ausgeprägte Dochte in den Tagescharts reflektiert wird.
Es waren wieder die Finanzwerte, die als Spielverderber fungierten. Die Gruppe innerhalb des S&P 500 verlor satte 1.1 Prozent, nachdem nun Lehman Brothers, quasi als Retourkutsche der Abstufung von Merrill Lynch am Dienstag, die Ergebnisschätzungen für den Sektor drastisch senkte. Zudem berichtete der zweitgrößte Hypothekenfinanzierer Freddie Mac von einem 45-prozentigen Gewinneinbruch als Folge des Desasters an der Häuserfront. Freddie Mac und Konkurrent Fannie Mae dürften auch heute in den Fokus der Anleger rücken. Die vom Kongress gegründeten Finanzdienstleister mit staatlichen Kreditgarantien dürften im Mittelpunkt stehen, wenn US Präsident Bush heute in den Rosengarten des Weißen Hauses treten wird, um ein Maßnahmenpaket zur Lösung der Hypothekenkrise vorzustellen.
Besondere Würze bekommt der Handelstag durch den fast gleichzeitigen Auftritt von Notenbank-Chef Ben Bernanke auf dem Fed-Symposium in Jackson Hole, Wyoming. Besonders die Märkte in Fernost, aber auch aktuell die europäischen Indizes reflektieren die bullishen Erwartungen an beide Events mit Kursgewinnen. Auch von Seiten des Yens gibt es heute zunächst grünes Licht für die Märkte. Dollar Yen kann die Vortageshochs überwinden und läuft in Richtung einer fallenden Trendlinie.
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Die Fed-Funds-Futures zeigen momentan eine Wahrscheinlichkeit von 64 Prozent für eine Senkung der Target-Rate auf der nächsten Notenbanksitzung am 18. September um einen halben Prozentpunkt auf 4.75 Prozent. Dahin gehende Töne möchte man natürlich auch aus Jackson Hole hören – die Verteidigung des Diskontsatzes, als erstes geldpolitisches Vehikel um die Krise einzudämmen, dürfte dagegen eher übel aufstoßen.
Auch von der arg kritisierten Rating-Front kamen Neuigkeiten. Bei S&P wird das Präsidenten-Staffelholz von Kathleen Corbet an Deven Sharma übergeben, was natürlich in überhaupt keinem Zusammenhang mit der Kritik an den Rating-Agenturen ob ihres späten Handelns zu sehen ist – so jedenfalls betont es die offizielle Stellungnahme der Mutter McGraw-Hill Cos. Der Chef des Bankenausschusses des Senats, Christopher Dodd, hatte gerade gestern gefordert, dass die Agenturen erklären müssten, warum sie AAA-Ratings an Papiere vergeben hätten, die dies nie und nimmer verdienen würden. Freilich wurden in den Analyseabteilungen der Banken, die diese Papiere in diverse Produkte stopften, auch nicht gerade die Hausaufgaben gemacht. Um den Burgfrieden wieder perfekt zu machen, weist die Rating-Agentur Moody’s den Großbanken nun aber ein gutes Zeugnis aus. Eine Testreihe hätte ergeben, dass 30 große globale Banken die Kreditkrise ohne signifikanten Schaden bewältigen könnten. Die Korrektur wäre „gesund“ und die Gefahr einer sich ausweitenden Finanzkrise werde „überbewertet“.
Vor dem langen Wochenende – am Montag feiern die Amerikaner den Labor Day – könnten in der Tat bullishe Zeichen gesetzt werden: Maßnahmen der Regierung, avisierte Zinssenkungen der Fed und die neu entfachte Liebe zwischen Banken und Rating-Agenturen dürften einen bullishen Wochenschluss initiieren – so reflektieren es zumindest die US-Futures aktuell.
Gestern vollzogen die Standardwerteindizes zunächst eine kleine Achterbahnfahrt, das ganze allerdings zumeist auf negativem Terrain.
Der Dow Jones Industrial konnte auch bei seinem zaghaften Versuch auf der Oberseite das Niveau der fallenden, mittelfristigen Trendlinie nicht überschreiten. Damit bleibt der Dow der einzige der hier hauptsächlich besprochenen Indizes, der sich mit der sekundären Begrenzung weiter herumquält. Erst oberhalb der Linie und des Impulshochs bei 13386 würde dem Index die sekundäre Trendumkehr nach oben glücken.
Im strategischen Zeitfenster des Wochencharts würde mit einem freundlichen Wochenschluss eine Kerze mit stark ausgeprägter Lunte geformt werden. An das gewaltige Muster der Vorvorwoche reicht sie zwar nicht heran, aber dies könnte als weiteres Mosaiksteinchen der Stabilisierung interpretiert werden. Langfristig bleibt der Dow Jones oberhalb des Korrekturtiefs bei 12518 ohnehin weiter bullish.
Auch der S&P 500 konnte nur kurzfristig das Vortageshoch überschreiten und sackte wieder ab. Hier würde erst oberhalb der 1479 der Sekundärtrend wieder nach oben drehen. Im Gegensatz zum Dow bleibt der S&P aber weiterhin knapp oberhalb der hart umkämpften, mittelfristigen Abwärtstrendlinie.
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Das Zugpferd der hier besprochenen Indizes bleibt der NASDAQ 100. Der Index bestätigte seinen Aufwärtsschub des Vortages und überwand das Impulshoch bei 1961. Der ausgeprägte Docht belegt zwar die anschließende, kleine Ermüdung, aber die Marke konnte auch per Schlusskurs überschritten werden.
In der Konsequenz können wir hier bereits einen zarten, jungen, sekundären Aufwärtstrend auf Tagesbasis definieren, auch wenn der Ausbruch keineswegs als nachhaltig bezeichnet werden kann. Auch im Wochenchart hinterlässt die sekundäre Trendwende ihre Spuren. Der NASDAQ 100 erreicht bereits wieder das Niveau von Anfang Juli. Zum Vergleich: Dem Dow fehlen dafür noch rund 300 Punkte. Mit einem Plus von fast 12 Prozent seit Jahresbeginn ist der Index unangefochtener Spitzenreiter der hier diskutierten Indizes. Einziger, nicht mehr korrigierbarer Wermutstropfen bleibt die harsche Verletzung der primären Aufwärtstrendlinie am „Panik-Donnerstag“, dem 16. August.
Auch der NASDAQ Composite drehte mit Überschreiten der 2576 formal seinen Sekundärtrend nach oben, konnte dies aber nicht auf Schlusskursbasis bestätigen. Beim breiteren Technologiewerteindex läuft die mittelfristige Aufwärtsbewegung in wesentlich gemächlicheren Bahnen ab.
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Deutlich nach unten ging es dagegen bei den anderen hier diskutierten Dow Jones Indizes. Der Dow Jones Utility Index beantwortete den famosen Aufwärtsschub des Vortages mit einem fast ebenso schroffen Absacker, wobei die ausgeprägte Lunte verrät, dass der Index sich am Ende noch etwas fangen konnte. Das wilde Konsolidierungscluster aus heftigen Tertiärtrends dominiert mittlerweile über die Hälfte des Tagescharts.
Beim Dow Jones Transportation Index prägt dagegen immer noch die herbe Sekundärkorrektur der letzten Wochen das Bild. Der Index konnte gestern zwar knapp das Vortageshoch überschreiten – für eine tertiäre Impulswende nach oben reichte es aber nicht. Der Transports wurde dafür anschließend wieder abgestraft. Erst oberhalb des Impulshochs bei 4958 würde hier mittelfristig wieder die Sonne scheinen.
Auf der Rentenseite herrschte weiterhin eine freundliche Stimmung vor – in erster Linie wurde aber die Zinskurve „gespielt“, wovon hauptsächlich das ganz kurze und das lange Ende profitieren konnten. Die Kurve wurde zwischen den 2- und 10-jährigen Fälligkeiten wieder flacher. Die Rendite der Dreimonatsschatzwechsel fiel erneut auf unter 4 Prozent, was den Krisenindikator TED-Spread, der den Renditeabstand zwischen 3m-Bills und Londoner Interbankensatz misst, wieder auf Werte über 1.5 schnellen ließ. Vom fast hysterischen Top des 20. August bei fast 3 liegt der Wert aber weiterhin signifikant entfernt.
Der mittlerweile recht weite Abstand des 10y-T-Bond-Futures von seiner sekundären Aufwärtstrendlinie belegt die überkaufte Lage in diesem Zeitfenster, die eine Tertiärreaktion oder erneute Konsolidierung zunehmend wahrscheinlicher macht, auch wenn es dafür noch keine Anzeichen gibt. Aus strategischer Sicht hat der Future nun den Bereich bei 109*50 signifikanter überschritten und damit eine primäre Bodenbildungsformation vollendet. Angesichts der überkauften Situation ist aber eine rasante Fortsetzung der Aufwärtsbewegung nur schwer vorstellbar. Zunächst aber dürften auch die Akteure auf dem Rentenparkett heute Nachmittag gebannt nach Jackson Hole und Washington blicken.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Matthias Hütgens
matthias.huetgens@wagner-wertpapier.de
31.08.2007 18:45
Eine fast perfekte inverse SKS
von Jochen Steffens
Nur sehr selten bilden sich „echte“ Schulter-Kopf-Schulter-Formationen (SKS). In den meisten Fällen stimmt zwar der Kursverlauf mit einer SKS-Formation überein, aber die Umsatzentwicklung passt nicht. Oft werden aber auch Formationen, die man wirklich nur mit einem hohen kreativen Einsatz als eine Schulter-Kopf-Schulter-Formationen bezeichnen kann, als solche tituliert, um ein wahlloses Kursziel mit einer Scheinanalyse zu untermauern.
Warum ich das schreibe? Im Dax bildet sich gerade eine „fast“ perfekte inverse SKS. Und diese inversen SKS sind sehr seltene Formationen, da sie sich von einer SKS-Topformation in der Entstehungsdauer erheblich unterscheiden. Sie brauchen meistens ein Vielfaches an Zeit, um ausgebildet zu werden. Wesentlich häufiger sind schnelle Bodenformationen, wie zum Beispiel eine V-Umkehr, der Doppelboden (W-Formation), die 123-Erholung und andere.
Doch obwohl diese inverse SKS geradezu perfekt scheint, hat sie einen entscheidenden Haken, der sich nur durch eine genaue Analyse offenbart:
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Erste Voraussetzung für eine inverse SKS:
Es muss zu einer, meistens sich beschleunigenden Abwärtsbewegung kommen, die unter hohem Umsatzvolumen ihr Ende findet. Das ist in unserem Chart eindeutig gegeben. Dieser Abwärtsbewegung sollte unter sinkendem Umsatz eine kleine Erholung folgen. Auch das ist der Fall. Damit ist die linke Schulter gebildet.
Zweite Voraussetzung für eine inverse SKS
Eine weitere Abwärtsbewegung sollte daraufhin die Kurse unter das Tief der linken Schulter treiben. Meistens ist der Umsatz zum Tief des Kopfes hin etwas geringer als in der linken Schulter. Im Dax ist der Umsatz im Kopf der SKS jedoch offensichtlich größer. Das ist allerdings kein Makel.
Dem sollte eine Erholung folgen, welche die Kurse über das Niveau der linken Schulter treibt. Der Umsatz kann in dieser Erholung ansteigen, sollte aber das Niveau der ersten Erholung übertreffen. Das ist in diesem Fall nicht gegeben!
Dies ist aber kein Ausschlusskriterium, so dass ich bis hierhin durchaus noch von einer regelgerechten SKS ausgehen würde.
Dritte Voraussetzung für eine inverse SKS
Dieser Erholung sollte eine dritte Abwärtsbewegung folgen, die sich dadurch auszeichnet, dass der Umsatz wesentlich niedriger ausfällt, als in der linken Schulter und im Kopf. Auch dieses Kriterium ist erfüllt.
Vierte Voraussetzung für eine inverse SKS nicht erfüllt!
Anschließend sollte es zu einer Aufwärtsbewegung kommen bei der der Umsatz deutlich ansteigt. Diese Aufwärtsbewegung sollte die Nackenlinie der SKS nach oben durchbrechen. Ganz wichtig ist, dass dieser Durchbruch von einem auffälligen Anziehen des Umsatzes begleitet wird! Denn erst das ist die eigentliche Bestätigung des Ausbruchs und ein wichtiges Kriterium.
Doch im Dax fehlt eindeutig das hohe Volumen beim Ausbruch! [Interessanterweise ist dieses Volumen im DAX-Future zu erkennen, wobei dort die SKS aus anderen Gründen zweifelhaft ist.] Insoweit kann man sich auf diesen Ausbruch tatsächlich nicht verlassen und eben deswegen ist es nur eine fast perfekte SKS. Wäre es zu diesem Umsatzanstieg gekommen, dann hätte die SKS eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 90%! Allerdings nur dann!
Kursziel einer SKS ist die Spanne des Kopfes zur Nackenlinie an die Nackenlinie nach oben gespiegelt (blaue Rechtecke). Dies würde einem Kurs von 8000 Punkten entsprechen.
Bodenformation trotzdem nicht unwahrscheinlich
Trotz allem ist diese Formationen durchaus als Bodenformationen akzeptabel. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 90% bedeutet schließlich auch, dass das Kursziel in 10 von 100 Fällen „nicht“ erreicht wird.
In unserem Fall rechne ich mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von circa 70-75%, eben weil im DAX Future ein solcher Umsatzanstieg zu erkennen war. Aber das bedeutet eben, dass in einem Viertel aller Fälle selbst bei einer solchen fast perfekten SKS das Kursziel nicht erreicht wird!
Aber selbst eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 75 % ist noch sehr hoch. Andere Formationen liegen im Bereich von 60 bis 70%. Lediglich das Island Reversal ist meiner Erfahrung nach ähnlich verlässlich.
Sollten die Kurse die Nackenlinie jetzt noch einmal von oben testen, an dieser anschließend abprallen und dann unter hohem Umsatz wieder ansteigen, würde die Eintrittswahrscheinlichkeit sogar wieder auf über 80% ansteigen.
Fazit:
Sehr verlässlich ist diese Formation nicht mehr. Fällt der Kurs nun wieder deutlich unter die Nackenlinie, streichen Sie die inverse SKS einfach. Kommt es zu einem Retest, sollten Sie hingegen mit einem starken Anstieg rechnen. Vielleicht aber nur bis zur 7800er Marke, da dort eine wichtige Widerstandszone im Dax zu finden ist.
Ben Bernanke und Bush
Und jetzt bin ich gespannt, was Ben Bernanke so alles zu sagen weiß. Und Bush will ja auch noch reden. Gerüchten zufolge will er den eigentlich Leidtragenden der Subprimekrise, den kleinen Häuslebauern, unter die Arme greifen – stimmt, bald fängt ja der Wahlkampf an. Auch diese Rede wird sicherlich spannend.
Leider wird das für den Investor’s Daily zu spät sein, so dass ich erst Montag darauf eingehen kann.
Ich wünsche Ihnen ein geruhsames Wochenende
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
HANDELSBLATT, Samstag, 1. September 2007, 10:19 Uhr
Börse noch im Zeichen der Krise
Dax-Ausblick: Optimisten sehen die Wende
An den Aktienmärkten scheint zurzeit nur eines sicher: Die Zitterpartie geht weiter. Doch die ersten Optimisten regen sich bereits. Negative Stimmung deute gerade darauf hin, dass die Kurse steigen könnten. Vieles hängt nun von Konjunkturdaten und Zinsentscheidungen ab.
HB FRANKFURT. „Die Unsicherheit über die Auswirkungen der Krise am US-Hypothekenmarkt bleibt uns erhalten“, sagt Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba. Nach wie vor befürchten die Marktteilnehmer, dass in den Kellern namhafter Kreditinstitute noch weitere Leichen liegen, wie ING Investment Management in einem Marktkommentar schreibt. Diese Unsicherheit wird sich wohl auch nicht in der neuen Woche legen – „erst wenn die Banken ihre Quartalszahlen vorlegen, werden wir Klarheit bekommen“, sagt Volkswirt Carsten Klude von MM Warburg.
Dass sich der Dax in der nun endenden Woche dennoch über ein Prozent nach oben gearbeitet hat, wird von Experten zwar positiv gewertet. „Die Stimmung hat sich durchaus aufgehellt“, sagt Schmidt. Aber wenn eine Aufwärtsbewegung von derart niedrigen Umsätzen begleitet wird, wie das in den letzten Tagen der Fall war, stelle sich immer die Frage, wie nachhaltig die Gewinne seien. „Man braucht Kraft, um nach oben zu kommen – die zuletzt verzeichneten Umsätze sind aber kein Zeichen von Stärke. Das birgt die Gefahr, dass der Markt nach unten kippt“, gibt er zu bedenken.
„Nachdem nun auch die Asiaten sich dem Sog des Verkaufens nicht entziehen, wird es für die europäischen Aktienmärkte schwierig sich nicht trudeln zu lassen“, schreiben die Börsenexperten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger. Allerdings befinde sich der Markt „in einer überschaubaren Abwärtsbewegung, und solange die 7 000-Punkte-Marke im Dax nicht unterschritten wird, besteht auch keine Gefahr eines längerfristigen Rückschlags. Die Unsicherheit, die die Branche der Banken zurzeit durchlaufe, habe zudem bisher noch keine Auswirkung auf die deutsche Wirtschaft gehabt. Das Ifo-Geschäftsklima zeige sich robust; „nach wie vor sind die Konjunkturaussichten als gut zu bezeichnen“, schreiben die Experten in ihrer aktuellen „Marktmeinung aus Stuttgart“.
Charttechniker sehen gar Zeichen einer Entspannung. Aus dem Juli war der Dax mit einem Stand von 7 584 Punkten gegangen, am Freitag Nachmittag hält er sich über 7 600 Punkten. Dabei hatte es der Monat in sich, Suprime- und Kreditkrise hatten den Dax vorübergehend bis auf 7 190 Punkte gedrückt. Im Chart sehen Analysten nun eine Umkehrformation und damit ein Stabilisierungssignal. Die Umkehrformation würde vollendet, wenn der Dax sich oberhalb der potenziellen Nackenlinie bei etwa 7 630 Punkten hält. Aus technischer Sicht sei dann ein Anlauf in Richtung 8 000 Punkte wahrscheinlich, so die positiv gestimmte Prognose.
Jenseits der 7 600, genau: bei 7 610 Punkten, sieht auch Matthieu Driol, der als unabhängiger Analyst für den Daytradebroker Clickoptions tätig ist, eine Widerstandslinie. Als positives Zeichen wertet es Driol, dass der deutsche Leitindex in dieser Woche nach der leichten Abwärtsphase vor der Unterstützungslinie bei 7 350 Punkten Halt gemacht hat und wieder gestiegen ist. Eine neue Hausse-Bewegung will auch Driol nicht ausschließen.
Gerade die negative Stimmung spreche als Kontraindikator für steigende Kurse, meinen andere Optimisten. Die Kreditkrise könne wohl zunächst möglicherweise noch die Finanztitel belasten. Denn die Zeit des lockeren Geldes ist vorbei. Übernahmen dürften künftig zu weniger lukrativen Bedingungen über die Bühne gehen, wie der Verkauf des Großhandelsbereichs von Home Depot gezeigt hat. Viel wichtiger sei aber – so der Hinweis der „Bullen“ –, dass der Verkauf funktioniert hat. Home Depot könne zum Vorbild für weitere M&A-Geschäfte werden, die laut Marktteilnehmern zuletzt gewackelt haben könnten.
Damit ist nach Meinung der Optimisten der Anpassungsprozess der Märkte auf die Kreditkrise in vollem Gang. Sicherlich seien immer noch Ausfälle und Wertberichtigungen zu erwarten, so bei Brokern und bei Hedge-Fonds. Der Markt werde darauf aber vermutlich zunehmend weniger volatil reagieren und sich daran gewöhnen, denn mit Kursabschlägen von 30 bis 40 Prozent bei vielen Finanztiteln seit den Jahreshöchstkursen sei die Kredit-Krise zu einem gehörigen Teil am Markt eingepreist.
Aktienstrategen werden nun besonders auf die Quartalsbilanzen der US-Banken schauen, die ab 12. September an den Markt fließen. Sollten sie besser ausfallen als befürchtet, sehen Beobachter gar Hausse-artige Bewegungen in Folge. Das Ende des Geschäftsquartals für Hedge-Fonds und Banken Ende August könnte die aktuelle Stabilisierung an den Märkten mit verursacht haben. Denn in der Krise und angesichts der dünnen Liquidität macht Window Dressing zum Vermeiden von Verlusten Sinn.
Mindestens genauso wichtig für die Märkte ist die Frage, welche Zinstrends die Notenbanken setzen. Profitieren könnte der Markt von Zinssenkungsfantasien, die davon ausgehen, dass die Federal Reserve den Anpassungsprozess an die Kreditkrise mit Zinssenkungen erleichtern könnte. Die US-Notenbank wird am 18. September über die Leitzinsen beraten. Am kommenden Donnerstag tritt die Europäische Zentralbank (EZB) zusammen. Dabei dürfte aber weder eine Zinssenkung noch eine Zinserhöhung ein Thema sein. Angesichts der Turbulenzen an den Märkten wird die EZB nach Meinung der meisten Experten den Leitzins bei vier Prozent belassen.
Frankfurt Dax Index
Impulse könnte aber der Konjunkturbericht der Federal Reserve am Mittwoch geben. Allerdings wird das so genannte Beige Book nach Meinung des Helaba-Experten Christian Schmidt keine Überraschungen enthalten – schließlich dürften die Aussagen in dem Konjunkturbericht nicht von den zuletzt gehaltenen Reden der US-Notenbanker abweichen. Sollte sich jedoch im Laufe der Woche eine baldige Zinssenkung der Federal Reserve deutlicher abzeichnen, dürfte das an den Aktienmärkten positiv aufgenommen werden – dann könnten selbst enttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt am Freitag ohne größere negative Folgen bleiben, schreiben die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). „Die Notenbanken geben die Grundstimmung vor“, meint auch MM Warburg-Experte Klude.
Weniger positiv werten die Ellwanger & Geiger-Experten eine Zinssenkung. Sie wäre „ein Eingeständnis einer starken Eintrübung der Konjunktur“, schreiben sie in ihrer Marktmeinung. Eine Zinserhöhung sei hingegen „auf Basis der Konjunkturzahlen durchaus verkraftbar“.
Am Montag fehlen die Vorgaben aus den USA, weil wegen des Feiertages „Labor Day“ an der Wall Street nicht gehandelt wird, und auch in Deutschland stehen kaum Termine an. Ein freundlicher Freitag könnte aber bereits Montag Anschlusskäufe in Europa auslösen und am Dienstag dann auch in den USA. Impulse für die Börse werden dann wichtige US-Konjunkturdaten geben, insbesondere die ISM-Indizes am Dienstag und Donnerstag, das Beige Book am Mittwoch und der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Besonders aktienfreundlich wären Daten, die auf eine leichte Konjunkturabschwächung hindeuteten, aber nicht auf eine Rezession.
In den Blick rückt hier vor allem die Veröffentlichung des ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA am Dienstag. „Auf diese Daten werden die Marktteilnehmer diesmal besonders stark achten, da die Fed diese Zahlen zur Beurteilung der Konjunktur heranzieht“, meint Helaba-Experte Schmidt. Analysten rechnen damit, dass dieser sowie auch der am Donnerstag anstehende ISM-Index für den Dienstleistungssektor rückläufig sind. Schwächere Fundamentaldaten müssen aber nicht notwendigerweise mit weiteren Kursrückgängen an den Aktienmärkten einhergehen, schreiben die Analysten der LBBW. Die Notenbanken könnten ein „wesentliches Gegengewicht“ zu den Daten bilden, meinen die Experten.
Zweites Börsenthema der Woche werden in Deutschland und Europa anstehende Index-Veränderungen sein. Vor allem für die Bayer-Aktie interessieren sich die Marktteilnehmer: Das Unternehmen hat Analysten zufolge sehr gute Chancen, am Montag Abend in den europäischen Stoxx50 aufgenommen zu werden. Im Gegensatz dazu dürften die Veränderungen in den deutschen Aktienindizes, die am Mittwoch von der Deutschen Börse bekannt gegeben werden, nur die zweite und dritte Reihe betreffen – Analysten rechnen damit, dass im MDax Tognum den Platz von Patrizia Immobilien einnehmen wird und möglicherweise Versatel in den TecDax aufrückt. Daneben könnte aus dem Kreis von Demag Cranes, Gerresheimer Glas und Arques ein Titel ausgewählt werden und AMB ersetzen.
03.09.2007 05:55
Jeder Zweite glaubt an weiter steigenden DAX
Die aktuell stürmischen Entwicklungen an den Aktienmärkten belasten zwar das Börsenvertrauen der deutschen Privatanleger, konnten es bislang aber dennoch nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Wie das aktuelle Investmentbarometer von JPMorgan Asset Management zeigt, sank der Anteil der DAX-Optimisten im August zwar um 18,6 Prozentpunkte auf 49 Prozent. Damit glaubt aber immer noch knapp die Hälfte der Befragten daran, dass sich der deutsche Aktienmarkt in den nächsten sechs Monaten positiv entwickeln wird. "Als Folge der Marktturbulenzen ist der Anteil der Börsen-Optimisten deutlich zurückgegangen", erläutert Jean Guido Servais, Marketing Director Deutschland, Österreich und Schweiz bei JPMorgan Asset Management. "Die Stimmung schlug jedoch nicht bei allen befragten Privatanlegern in Pessimismus um, sondern verlagerte sich hin zu einer neutralen Position." Der Anteil derjenigen, die die weitere Marktentwicklung somit erst einmal abwartend betrachten, stieg um 8,9 Punkte und liegt nun mit 33,2 Prozent bei rund einem Drittel aller Befragten. Parallel stieg auch der Anteil der Börsen-Skeptiker, der sich nach 8,0 Prozent im Juli aktuell auf 17,9 Prozent mehr als verdoppelt hat. "Doch auch hier blieb ein extremer Stimmungsumschwung aus", unterstreicht Servais. Der Teil der leicht pessimistisch gestimmten Befragten stieg zwar um 9,1 Prozentpunkte auf 13,7 Prozent an. Der Anteil der Schwarzseher, die steigende Börsenkurse für "sehr unwahrscheinlich" halten, nahm dagegen jedoch lediglich um 0,6 Punkte zu und liegt nun bei 4,1 Prozent. Dass die deutschen Privatanleger das Vertrauen in die Märkte nicht verloren haben, zeigt ihre Bereitschaft, in den nächsten 12 Monaten weitere Investitionen vorzunehmen: Trotz der Marktturbulenzen stieg diese um beachtliche 2,5 Prozentpunkte an und liegt aktuell bei 47,3 Prozent. Die Anteile derjenigen, die nicht wissen, ob sie weiter investieren beziehungsweise definitiv keine Investments im nächsten Jahr tätigen wollen, sanken dagegen sogar leicht. Den größten Zuwachs in der Anlegergunst konnten Direktinvestments in Aktien verbuchen. Ihr Anteil stieg um stolze 3,3 Prozentpunkte auf 15,0 Prozent. Aber auch Fonds konnten ihren Anteil ausbauen: Mit zusätzlichen 2,7 Prozentpunkten erreichen sie im August 31,3 Prozent und bleiben beliebtestes zukünftiges Investitionsvehikel. Das Sparbuch, das in solch volatilen Marktphasen üblicherweise mehr Zuspruch erfährt, musste dagegen Einbußen von 1,1 Prozentpunkten hinnehmen und liegt mit 14,2 Prozent hinter den Aktieninvestments auf Rang 3.
Dieser Artikel wurde auf http://www.fonds-reporter.de/ veröffentlicht.
02.09.2007: Ausbruch über 7600 weckt Potenzial
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dax_lang.gif
Nach Kursverlusten in den ersten Tagen der Vorwoche drehte der DAX am Mittwoch auf Höhe des Supports bei 7370 Zählern nach oben. Schwungvoll steuerten die Bullen dann die deutschen Blue Chips aufwärts und verhalfen ihnen zu einem Wochengewinn von 131 Punkten bzw. 1,7 Prozent.
Dank der jüngsten Kursgewinne hat sich das Chartbild nun merklich aufgehellt. Die Notierung hat sich jetzt nicht nur einen recht respektablen Abstand zu den längerfristigen Aufwärtstrendlinien im mittleren Schaubild verschafft, sondern landete erstmals seit Juli auch wieder per Wochenschlusskurs oberhalb des mittleren Bollinger Bandes. Damit wird weiteres Aufwärtspotenzial frei, im Idealfall klettert der DAX in den kommenden Wochen bis zum oberen Band, das aktuell bei 8050 Zählern verläuft.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dax_mittel.gif
Auch der untere Chart präsentiert sich jetzt freundlich. Nachdem bereits beide Indikatoren nach oben deuteten, knackte der Index am Freitag auch die abwärtsgerichtete Trendlinie, die an den Kursspitzen seit Ende Juli anliegt. Einzig die Nähe zum oberen Bollinger Band, das derzeit bei 7669 Punkten verläuft, bremst kurzfristig ein wenig die Euphorie.
Nach der wochenlangen Seitwärtsbewegung zwischen 7200 und 7600 Zählern hat der DAX mit dem jüngsten Ausbruch über die Marke von 7600 Punkten ein (kurzfristiges) Kaufsignal generiert. Sofern die Notierung nicht postwendend wieder unter 7600 zurückfällt und den Ausflug als Fehlausbruch klassifiziert, deutet die Charttechnik jetzt aufwärts. Der nächste Widerstand liegt bei 7800 Zählen, darüber winkt dann die runde Marke von 8000 Punkten bzw. sogar das Allzeithoch.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dax_kurz.gif
02.09.2007: Chartbild eher heiter als wolkig
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dow_lang.gif
Der Dow sackte in der vergangenen Woche zunächst noch einmal ab, bevor er in der zweiten Wochenhälfte dann wieder Boden gut machen konnte. Per Saldo behauptete er sich mit einem Minus von 21,1 Punkten (-0,2 Prozent) auf Vorwochenbasis.
Trotz dieser leichten Abwärtsbewegung, die sich durch den Stochastik-Oszillator ohnehin schon rechtzeitig angekündigt hatte, präsentiert sich das Chartbild nun wieder freundlicher. Mit dem Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrends dürfte der US-Aktienmarkt bereits zu Wochenbeginn weitere Käufer in den Markt locken. Das Kursziel für die dadurch zu erwartende Aufwärtsbewegung liegt beim August-Hoch (13.670 Punkte). Dort verläuft auch die obere Begrenzung der Bollinger-Bänder.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dow_mittel.gif
Die in der letzten Woche gegebene bedingte Long-Empfehlung bei einem Anstieg über den Abwärtstrend kann daher aufrecht erhalten werden. Anleger haben den Vorteil, dass sie nun sogar einen Tick günstiger einsteigen können als vor einer Woche. Ein Stopp-Loss für im Depot befindliche Calls empfiehlt sich im Bereich der Supportlinie bei 13.270 Zählern.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dow_kurz.gif
02.09.2007: In kleinen Schritten aufwärts
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/nasdaq_lang.gif
Die Entspannung beim Nasdaq Composite setzte sich zuletzt fort, selbst das kurzzeitige Abtauchen unter den schwachen Support bei 2525 Zählern konnte die Bullen nicht verunsichern. Im Vergleich zur Vorwoche legten die Technologiewerte moderate 19 Punkte bzw. 0,7 Prozent zu.
Dank der jüngsten Kursgewinne notiert der Index jetzt deutlich mehr als ein Prozent oberhalb des mittleren Bollinger Bandes (Wochenbasis). Nach der V-förmigen Wende Mitte August dürfen Anleger nun einen Anstieg bis zum oberen Band erwarten, das aktuell bei 2668 Zählern verläuft. Für ein neues mittelfristiges Kaufsignal sollte jedoch abgewartet werden, bis die Notierung auch das Jahreshoch bei 2725 Punkten geknackt hat.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/nasdaq_mittel.gif
Auch das untere Schaubild, insbesondere die beiden dargestellten Indikatoren, wecken jetzt Hoffnung auf weiter anziehende Kurse bei den Technologiewerten. In diesem Chart deutet sich noch ein schwacher Widerstand bei 2635 Punkten an, der sich vom Hochpunkt im Juni und dem Zwischentief vom Juli herleitet.
Nach den scharfen Kurseinbrüchen, die bis Mitte August andauerten, tastet sich der Nasdaq weiter aufwärts - und diese Bewegung sollte auch in der kommenden Woche noch andauern. Die nächst höheren Widerstände lauern bei 2635 und 2675 Zählern.
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02.09.2007: Widerstandsbereich erreicht - und nun?
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/nikkei_lang.gif
Charttechnisch mustergültig tastete sich der Nikkei in der Vorwoche noch bis auf 16500 Punkte vor, bevor ein erneuter Abwärtsschub die Notierung bis auf 15830 Zähler drückte. Von dort schnellte der Index bis in den Widerstandsbereich 16500/700 empor.
Jetzt ist die spannende Frage, wie sich der japanische Leitindex in diesem Widerstandsbereich schlägt. Gelingt der Durchbruch nach oben, bedeutet dies ein zumindest kurzfristiges Kaufsignal mit Kursziel 17250 Punkte. Bei einem erneuten Abprallen droht dagegen ein weiterer Abwärtsschub.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/nikkei_kurz.gif
Technischer Morgenkommentar vom 03. September 2007
Allgemeine Beurteilung
„Der Patient hat die Intensivstation verlassen, befindet sich aber noch im Krankenhaus“, so kommentierte am Freitagabend ein Marktanalyst die Situation der Kapitalmärkte, nachdem sich Fed Präsident Bernanke und USPräsident Bush zu der Subprime-Krise geäußert hatten. Für sich genommen, gelang keinem von beiden eine Euphorie auszulösen, doch im Doppelpack wurden die Aussagen zumindest kurzfristig positiv interpretiert.
Bernanke wiederholte die bereits des Öfteren verwendeten Aspekte, dass die Fed alles tun werde, um die Finanzmärkte und die Konjunktur auf Kurs zu halten. Eine Zinssenkung, welche erwartet wurde, stellte er jedoch nicht in Aussicht.
Präsident Bush wurde ebenfalls nebulös konkret: die US-Regierung will die Situation am Häusermarkt dahingehend verbessern, dass in finanzielle Notlagen gelangte Hausbesitzer ihre Häuser behalten können.
Die positiven US-Konjunkturdaten vom Freitag schafften am Ende den Rest, Vor allem der veröffentlichte Kern-PCE-Deflator für Juli, der leicht unter der Prognose lag, widerspreche erhöhten Inflationsrisiken und verschaffe der USNotenbank stärkeren Gestaltungsspielraum für mögliche Zinsschritte – so ein
Marktbeobachter am Freitagabend.
Im Ergebnis kletterten Europas Indizes, ebenso die US-Börsenbarometer zum Wochenende kräftig, der DAX überwand dabei sogar knapp die obere Begrenzung der Konsolidierungszone im weiteren Sinne. In den USA setzten die beiden NASDAQs ihren Aufschwung fort, bildeten am Ende des Tages jedoch klassische Doji-Tagesmuster aus. Die US-Standardwerte-Indizes Dow Jones und S&P 500 Index schlossen im Plus, veränderten am Ende jedoch ihre grundsätzlich neutrale Ausrichtung nicht.
Tagesvorschau 03. September 2007 (Quelle: manager-magazin und spiegel-online)
***08:00 AT/Böhler-Uddeholm AG, Ergebnis 1H, Wien
***09:55 DE/Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe August
PROGNOSE: 56,2
zuvor: 56,8
***10:00 EU/Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe Eurozone
August (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 54,2
1. Veröff.: 54,2
zuvor: 54,9
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Tender
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - CH/STOXX Ltd, Quartalsüberprüfung der Blue-Chip Indizes,
Zürich
- US/Feiertag ("Labor Day"), Börsen geschlossen
Trigger der Eck-Trades für den 03. September 2007
Handelsrichtung Trigger Kurs-Ziel Stop-Kurs Bedingung
Long 7555,5 7585,5 7530,5 FDAX eröffnet unterhalb der 7555,5
Short 7708,5 7678,5 7733,5 FDAX eröffnet oberhalb der 7708,5
DAX
Widerstände: 7632 (u), 7740 (O), 8131 (u);
Unterstützungen: 7591 (O), 7353 (O), 7190 (O), 7155 (O);
Seit Ende Juli bewegt sich der deutsche Aktien-Index innerhalb einer klar begrenzbaren Konsolidierungszone, welche wir in den Bereichen um 7632 auf der Oberseite und 7353 auf der Unterseite definieren können. In dieser Zeitspanne bis heute gab es lediglich drei Handelstage, an denen der Index die untere Begrenzung nachhaltig unterschritt, aus analytischer Sicht, diese Chartbegrenzung zur Orientierungsmarke abschwächte und im Ergebnis die Konsolidierungszone dehnte. Aus markttechnischer Sicht wurde die neutrale Grundverfassung des Marktes über diesen Zeitraum hinweg weitestgehend bestätigt. Eine unterlegte Kombination verschiedener trendfolgender Indikatoren, welche wir als Richtungsfilter nutzen, wies und weist bis heute ein neutrales set-up aus, die Schwungkraft der Impulsschübe pendelte zwischen
den analytisch definierten Extrempunkten „überkauft“ bw. „überverkauft“, ohne wirklich nachhaltige Handelssignale generiert zu haben.
Mit der sich aufhellenden Gesamtverfassung an den international wichtigsten Aktienmärkten, getragen durch eine erwartete und interpretierte Beruhigung in der Subprime-Krise, schaffte es der DAX am Freitag, die obere Bereichsbegrenzung der Konsolidierungszone anzuhandeln, diese temporär sogar zu übersteigen und per Schlusskurs knapp oberhalb dieser ins Wochenende zu gehen. Im Zuge dieser Entwicklung verbesserte dich zudem die Markttechnik dahingehend, dass wir unmittelbar vor einem set-up Wechsel von ursprünglich neutral auf long stehen, einhergehend mit einem deutlichen Schwungkraftanstieg. Gelänge jetzt zu Wochenbeginn der Sprung bestätigt über die 7632, wäre die Konsolidierung in ihrer bisherigen Definition und Beschreibung hinfällig und die Chancen auf weiter steigende Märkte gegeben.
Unterstützung hätte eine positive Erwartungshaltung zudem durch die mögliche Vollendung einer kleinen, komplexen umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation, deren Nackenlinie im Bereich um 7632 verläuft. Auch hier gilt: gelingt der nachhaltige Sprung über diese Signallinie, eröffnet sich aus Sicht der klassischen Formationslehre mittelfristig ein Potential in Richtung 8000 / 8100. Wichtig ist hierbei jedoch zu beachten, dass diese Aussage und der Verweis auf eine komplexe Kursformation mit entsprechendem
Kursanstiegspotential, statistisch nicht belegbar ist. Wir verfügen derzeit weder über Ergebnisse zur Zuverlässigkeit einer solchen Formation, noch zur Trefferquote. Aussagen im Bezug auf dieses vorliegende Kursmuster basieren auf allgemeinen diskretionär erworbenen Erfahrungswerten.
Als Fazit können wir dennoch festhalten: mit der jüngsten Entwicklung verbesserte sich die chart- wie markttechnische Ausgangslage des DAX erheblich, so dass wir eine positive Erwartungshaltung im Bezug auf weiter steigende Kurse für sehr realistisch halten.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
Technischer Morgenkommentar vom 03. September 2007
Allgemeine Beurteilung
„Der Patient hat die Intensivstation verlassen, befindet sich aber noch im Krankenhaus“, so kommentierte am Freitagabend ein Marktanalyst die Situation der Kapitalmärkte, nachdem sich Fed Präsident Bernanke und USPräsident Bush zu der Subprime-Krise geäußert hatten. Für sich genommen, gelang keinem von beiden eine Euphorie auszulösen, doch im Doppelpack wurden die Aussagen zumindest kurzfristig positiv interpretiert.
Bernanke wiederholte die bereits des Öfteren verwendeten Aspekte, dass die Fed alles tun werde, um die Finanzmärkte und die Konjunktur auf Kurs zu halten. Eine Zinssenkung, welche erwartet wurde, stellte er jedoch nicht in Aussicht.
Präsident Bush wurde ebenfalls nebulös konkret: die US-Regierung will die Situation am Häusermarkt dahingehend verbessern, dass in finanzielle Notlagen gelangte Hausbesitzer ihre Häuser behalten können.
Die positiven US-Konjunkturdaten vom Freitag schafften am Ende den Rest, Vor allem der veröffentlichte Kern-PCE-Deflator für Juli, der leicht unter der Prognose lag, widerspreche erhöhten Inflationsrisiken und verschaffe der USNotenbank stärkeren Gestaltungsspielraum für mögliche Zinsschritte – so ein
Marktbeobachter am Freitagabend.
Im Ergebnis kletterten Europas Indizes, ebenso die US-Börsenbarometer zum Wochenende kräftig, der DAX überwand dabei sogar knapp die obere Begrenzung der Konsolidierungszone im weiteren Sinne. In den USA setzten die beiden NASDAQs ihren Aufschwung fort, bildeten am Ende des Tages jedoch klassische Doji-Tagesmuster aus. Die US-Standardwerte-Indizes Dow Jones und S&P 500 Index schlossen im Plus, veränderten am Ende jedoch ihre grundsätzlich neutrale Ausrichtung nicht.
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August (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 54,2
1. Veröff.: 54,2
zuvor: 54,9
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Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
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Zürich
- US/Feiertag ("Labor Day"), Börsen geschlossen
Trigger der Eck-Trades für den 03. September 2007
Handelsrichtung Trigger Kurs-Ziel Stop-Kurs Bedingung
Long 7555,5 7585,5 7530,5 FDAX eröffnet unterhalb der 7555,5
Short 7708,5 7678,5 7733,5 FDAX eröffnet oberhalb der 7708,5
DAX
Widerstände: 7632 (u), 7740 (O), 8131 (u);
Unterstützungen: 7591 (O), 7353 (O), 7190 (O), 7155 (O);
Seit Ende Juli bewegt sich der deutsche Aktien-Index innerhalb einer klar begrenzbaren Konsolidierungszone, welche wir in den Bereichen um 7632 auf der Oberseite und 7353 auf der Unterseite definieren können. In dieser Zeitspanne bis heute gab es lediglich drei Handelstage, an denen der Index die untere Begrenzung nachhaltig unterschritt, aus analytischer Sicht, diese Chartbegrenzung zur Orientierungsmarke abschwächte und im Ergebnis die Konsolidierungszone dehnte. Aus markttechnischer Sicht wurde die neutrale Grundverfassung des Marktes über diesen Zeitraum hinweg weitestgehend bestätigt. Eine unterlegte Kombination verschiedener trendfolgender Indikatoren, welche wir als Richtungsfilter nutzen, wies und weist bis heute ein neutrales set-up aus, die Schwungkraft der Impulsschübe pendelte zwischen
den analytisch definierten Extrempunkten „überkauft“ bw. „überverkauft“, ohne wirklich nachhaltige Handelssignale generiert zu haben.
Mit der sich aufhellenden Gesamtverfassung an den international wichtigsten Aktienmärkten, getragen durch eine erwartete und interpretierte Beruhigung in der Subprime-Krise, schaffte es der DAX am Freitag, die obere Bereichsbegrenzung der Konsolidierungszone anzuhandeln, diese temporär sogar zu übersteigen und per Schlusskurs knapp oberhalb dieser ins Wochenende zu gehen. Im Zuge dieser Entwicklung verbesserte dich zudem die Markttechnik dahingehend, dass wir unmittelbar vor einem set-up Wechsel von ursprünglich neutral auf long stehen, einhergehend mit einem deutlichen Schwungkraftanstieg. Gelänge jetzt zu Wochenbeginn der Sprung bestätigt über die 7632, wäre die Konsolidierung in ihrer bisherigen Definition und Beschreibung hinfällig und die Chancen auf weiter steigende Märkte gegeben.
Unterstützung hätte eine positive Erwartungshaltung zudem durch die mögliche Vollendung einer kleinen, komplexen umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation, deren Nackenlinie im Bereich um 7632 verläuft. Auch hier gilt: gelingt der nachhaltige Sprung über diese Signallinie, eröffnet sich aus Sicht der klassischen Formationslehre mittelfristig ein Potential in Richtung 8000 / 8100. Wichtig ist hierbei jedoch zu beachten, dass diese Aussage und der Verweis auf eine komplexe Kursformation mit entsprechendem
Kursanstiegspotential, statistisch nicht belegbar ist. Wir verfügen derzeit weder über Ergebnisse zur Zuverlässigkeit einer solchen Formation, noch zur Trefferquote. Aussagen im Bezug auf dieses vorliegende Kursmuster basieren auf allgemeinen diskretionär erworbenen Erfahrungswerten.
Als Fazit können wir dennoch festhalten: mit der jüngsten Entwicklung verbesserte sich die chart- wie markttechnische Ausgangslage des DAX erheblich, so dass wir eine positive Erwartungshaltung im Bezug auf weiter steigende Kurse für sehr realistisch halten.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
[-X ... wenn sich da mal nicht jemand irrt.
Technischer Morgenkommentar vom 03. September 2007
Allgemeine Beurteilung
„Der Patient hat die Intensivstation verlassen, befindet sich aber noch im Krankenhaus“, so kommentierte am Freitagabend ein Marktanalyst die Situation der Kapitalmärkte, nachdem sich Fed Präsident Bernanke und USPräsident Bush zu der Subprime-Krise geäußert hatten. Für sich genommen, gelang keinem von beiden eine Euphorie auszulösen, doch im Doppelpack wurden die Aussagen zumindest kurzfristig positiv interpretiert.
Bernanke wiederholte die bereits des Öfteren verwendeten Aspekte, dass die Fed alles tun werde, um die Finanzmärkte und die Konjunktur auf Kurs zu halten. Eine Zinssenkung, welche erwartet wurde, stellte er jedoch nicht in Aussicht.
Präsident Bush wurde ebenfalls nebulös konkret: die US-Regierung will die Situation am Häusermarkt dahingehend verbessern, dass in finanzielle Notlagen gelangte Hausbesitzer ihre Häuser behalten können.
Die positiven US-Konjunkturdaten vom Freitag schafften am Ende den Rest, Vor allem der veröffentlichte Kern-PCE-Deflator für Juli, der leicht unter der Prognose lag, widerspreche erhöhten Inflationsrisiken und verschaffe der USNotenbank stärkeren Gestaltungsspielraum für mögliche Zinsschritte – so ein
Marktbeobachter am Freitagabend.
Im Ergebnis kletterten Europas Indizes, ebenso die US-Börsenbarometer zum Wochenende kräftig, der DAX überwand dabei sogar knapp die obere Begrenzung der Konsolidierungszone im weiteren Sinne. In den USA setzten die beiden NASDAQs ihren Aufschwung fort, bildeten am Ende des Tages jedoch klassische Doji-Tagesmuster aus. Die US-Standardwerte-Indizes Dow Jones und S&P 500 Index schlossen im Plus, veränderten am Ende jedoch ihre grundsätzlich neutrale Ausrichtung nicht.
Tagesvorschau 03. September 2007 (Quelle: manager-magazin und spiegel-online)
***08:00 AT/Böhler-Uddeholm AG, Ergebnis 1H, Wien
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PROGNOSE: 56,2
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PROGNOSE: 54,2
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Trigger der Eck-Trades für den 03. September 2007
Handelsrichtung Trigger Kurs-Ziel Stop-Kurs Bedingung
Long 7555,5 7585,5 7530,5 FDAX eröffnet unterhalb der 7555,5
Short 7708,5 7678,5 7733,5 FDAX eröffnet oberhalb der 7708,5
DAX
Widerstände: 7632 (u), 7740 (O), 8131 (u);
Unterstützungen: 7591 (O), 7353 (O), 7190 (O), 7155 (O);
Seit Ende Juli bewegt sich der deutsche Aktien-Index innerhalb einer klar begrenzbaren Konsolidierungszone, welche wir in den Bereichen um 7632 auf der Oberseite und 7353 auf der Unterseite definieren können. In dieser Zeitspanne bis heute gab es lediglich drei Handelstage, an denen der Index die untere Begrenzung nachhaltig unterschritt, aus analytischer Sicht, diese Chartbegrenzung zur Orientierungsmarke abschwächte und im Ergebnis die Konsolidierungszone dehnte. Aus markttechnischer Sicht wurde die neutrale Grundverfassung des Marktes über diesen Zeitraum hinweg weitestgehend bestätigt. Eine unterlegte Kombination verschiedener trendfolgender Indikatoren, welche wir als Richtungsfilter nutzen, wies und weist bis heute ein neutrales set-up aus, die Schwungkraft der Impulsschübe pendelte zwischen
den analytisch definierten Extrempunkten „überkauft“ bw. „überverkauft“, ohne wirklich nachhaltige Handelssignale generiert zu haben.
Mit der sich aufhellenden Gesamtverfassung an den international wichtigsten Aktienmärkten, getragen durch eine erwartete und interpretierte Beruhigung in der Subprime-Krise, schaffte es der DAX am Freitag, die obere Bereichsbegrenzung der Konsolidierungszone anzuhandeln, diese temporär sogar zu übersteigen und per Schlusskurs knapp oberhalb dieser ins Wochenende zu gehen. Im Zuge dieser Entwicklung verbesserte dich zudem die Markttechnik dahingehend, dass wir unmittelbar vor einem set-up Wechsel von ursprünglich neutral auf long stehen, einhergehend mit einem deutlichen Schwungkraftanstieg. Gelänge jetzt zu Wochenbeginn der Sprung bestätigt über die 7632, wäre die Konsolidierung in ihrer bisherigen Definition und Beschreibung hinfällig und die Chancen auf weiter steigende Märkte gegeben.
Unterstützung hätte eine positive Erwartungshaltung zudem durch die mögliche Vollendung einer kleinen, komplexen umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation, deren Nackenlinie im Bereich um 7632 verläuft. Auch hier gilt: gelingt der nachhaltige Sprung über diese Signallinie, eröffnet sich aus Sicht der klassischen Formationslehre mittelfristig ein Potential in Richtung 8000 / 8100. Wichtig ist hierbei jedoch zu beachten, dass diese Aussage und der Verweis auf eine komplexe Kursformation mit entsprechendem
Kursanstiegspotential, statistisch nicht belegbar ist. Wir verfügen derzeit weder über Ergebnisse zur Zuverlässigkeit einer solchen Formation, noch zur Trefferquote. Aussagen im Bezug auf dieses vorliegende Kursmuster basieren auf allgemeinen diskretionär erworbenen Erfahrungswerten.
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Uwe Wagner
[-X ... wenn sich da mal nicht jemand irrt.
für gestern hats gestimmt:-D ;-)
Technischer Morgenkommentar vom 04. September 2007
„Diesen Tag hätte man sich schenken können“, äußerte gestern ein Händler, rückblickend auf den völlig ereignis- und impulslosen Wochenstart. Der Feiertag in den USA ließ die Umsätze an den Börsen Europas deutlich fallen, kursrelevante Implikationen wurden bereits in der ersten Handelsstunde verarbeitet.
Ebenso ereignislos bewegte sich am gestrigen Montag der Rentenmarkt. Der FGBL schwankte über den Tag hinweg um seinen Eröffnungskurs, um am Ende des Handels mit der Ausbildung eines klassischen Doji innerhalb der unverändert gültigen Konsolidierungszone in den Feierabend zu gehen.
Markttechnisch führte die gestrige Entwicklung im Kursverlauf des DAX zur Festigung des long set-ups, der Bund-Future weist uns unverändert eine neutrale Ausrichtung des Richtungsfilters aus, begleitet durch eine als ebenfalls neutral zu bezeichnende Schwungkraft.
Technisch überaus interessant bleibt der hongkonger HSI, der am Freitag der Vorwoche ein neues Hoch auf Mehrjahresbasis markierte und damit seinen übergeordneten Aufwärtstrend auf Wochenbasis fortsetzte. Widerstände lassen sich demnach aktuell nicht herleiten, markttechnisch gilt der HSI jedoch als deutlich überkauft, was ein erhöhtes Reaktionsrisiko zur Folge hat.
Als Fazit für den heutigen Handel können wir festhalten: technisch gesehen, bewegt sich der FGBL unverändert innerhalb seiner bestehenden Konsolidierungszone auf Basis des Tagescharts, die Begrenzungen dieser Konsolidierungszone sind unverändert intakt, markttechnisch wird die derzeitige Neutralität des Kursverlaufes bestätigt. Im Kursverlauf des DAX knüpfen wir an unsere gestrigen Ausführungen an:
das markttechnische Bild hat sich deutlich aufgehellt, mit Überwindung der oberen Bereichsbegrenzung der Konsolidierungszone eröffnet sich der Index zumindest aus analytischer Sicht ein gutes Chance-Potential, weitere Kursgewinne zu entfalten. Beachten Sie bitte auch die vorliegende umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation, welche mit Überwindung der oberen Bereichsbegrenzung im Sinne ihrer Definition als vollendet angesehen werden kann und eine positive Erwartungshaltung damit ebenfalls bestätigt.
Analytisches, mittelfristiges Kurs-Ziel bleibt damit weiterhin der Bereich um 8000 / 8100, ohne eine Aussage zu Trefferquote und Zuverlässigkeit der Kursformation aus statistischer Sicht geben zu können.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
Technischer Tageskommentar
[Gepostet am 04.09.2007 um 12:28 Uhr]
(US-Märkte)
Die US-amerikanischen Märkte waren gestern wegen des Labor-Days geschlossen. Nach dem verlängerten Luftholen für die Marktteilnehmer nach einer turbulenten Handelswoche geht es für die nervöse Anlegerschaft heute gleich wieder zur Sache.
Zum einen gilt es das Fed-Symposium in Jackson Hole und das Maßnahmenbündel der US-Regierung im Bezug auf in Not geratene Hausbesitzer zu analysieren. Auf der anderen Seite steht ein Kranz an Konjunkturdaten auf der Agenda, der Aufschluss geben könnte, inwieweit die Kreditkrise bereits breitere Kreise der Wirtschaft bzw. den Verbraucher erreicht hat. Diesbezüglich stehen besonders die Arbeitsmarktdaten am Freitag im Fokus des Interesses. Für den heutigen Tag signalisieren die US-Aktien-Futures aktuell eher nachgebende Notierungen.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-09-04I.jpg
An der Währungsfront – bezüglich möglicher Carry-Trade-Auflösungen immer ein gewisser Krisenindikator – wird momentan abgewartet. Dollar Yen staut sich leicht unterhalb des Widerstandes bei 117.14 bzw. einer ersten, fallenden Trendlinie, allerdings aktuell mit Anzeichen einer Impulswende nach unten. Der Ausbruch über die Marke würde den Sekundärtrend wieder nach oben drehen, was eine weitere Entspannungsrunde von dieser Seite her einläuten würde. Ein Abwärtsschub unter die 113.84 könnte dagegen die Gefahr neuer Verlaufstiefs heraufbeschwören, mit den mittlerweile allgemein bekannten Folgen für andere Asset-Klassen.
Zwei große Diskussionen elektrisieren nach dem langen Wochenende verstärkt die Marktteilnehmer. Zum einen steht wie immer in Krisenzeiten die Rolle der US-Notenbank im Brennpunkt bzw. ihr Krisenmanagement. Die Fed befindet sich in einer schwierigen Lage: Die Rufe nach Zinssenkungen zur vermeintlichen Bewältigung der Finanzkrise werden immer lauter. Der Harvard Professor Martin Feldstein forderte in Jackson Hole einen schnellen, drastischen Schritt auf eine Target-Rate von 4.25 Prozent. Fed-Gouverneur Mishkin betonte dagegen, dass die Notenbank nicht zum Schutze und Wohle von in Schiffbruch geratenen Spekulanten agieren dürfe, sondern nur, wenn dadurch der Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung und die Inflationsrate beeinflusst wird. Es mehren sich zwar aktuell die Anzeichen für eine Ausweitung der Krise auf die Gesamtwirtschaft, aber Fakten liegen diesbezüglich noch nicht vor. Die Fed will nicht die Fehler von 1998 und 2001 wiederholen, wo massive Zinssenkungen mächtige Asset-Blasen (Internetboom/Immobilien) initiierten. Andere Experten fordern umgekehrt ein früheres Eingreifen der Fed, um Übertreibungen im Keime zu ersticken. Über Sinn und Unsinn von zinspolitischen Schritten der Fed hat sich mein Kollege Andreas Otto im neuen Noah-Brief Gedanken gemacht, den Sie sich kostenlos und unverbindlich auf der Seite www.noah-research.de anschauen können.
Die zweite Diskussion betrifft das böse Wort mit „R“, wobei sich die Stimmen mehren, die die US-Wirtschaft im Zuge der Kreditkrise in die erste Rezession nach 2001 driften sehen. Nach Feldstein strich auch der frühere Treasury Secretary Lawrence Summers am Vortag das diesbezüglich stark erhöhte Risiko heraus. Zuvor hatte bereits eine wahre Armada an Finanzinstituten die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum zurückgenommen. Dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal um 4 Prozent wuchs, ist dabei Schnee von gestern. Der schwache Dollar in Kombination mit der schier unersättlichen Nachfrage der Wachstumsländer sorgte in den Vormonaten dafür, dass der negative Effekt vom Immobilienmarkt überdeckt werden konnte. Zudem blieben der Arbeitsmarkt und das Verbrauchervertrauen weiterhin robust. Diese beiden Bastionen stehen nun verstärkt auf dem Prüfstand. Ein erstes Indiz lieferte das Verbrauchervertrauen des Conference Boards in der letzten Woche, dass auf den niedrigsten Stand seit dem Hurrikan Katrina vor zwei Jahren taumelte. Von den heutigen Konjunkturdaten fallen die Bausausgaben noch auf den Monat Juli, also bevor es an der Kreditfront „richtig“ zur Sache ging. Der ISM Index für das verarbeitende Gewerbe im August ist dagegen ein echter Fingerzeig, inwieweit die Krise erste Folgen für andere Sektoren initiiert. Der Index wird mit dem schwachen Wert von 53 erwartet, der allerdings damit noch oberhalb der Wachstumsschwelle bei 50 liegen würde.
Noch wichtiger dürfte aber der Blick auf die Auto-Verkäufe im August sein (Prognose 12 Millionen Fahrzeuge), die praktisch einen Frühindikator für das Konsumentenklima darstellen. Am Freitag dürfte sich dann zeigen, ob die Arbeitgeber im Sog der Finanzkrise mit Neueinstellungen zögern bzw. Arbeitsplätze streichen. Finanzinstitute wie die SunTrust Banks Inc., Atlanta, hatten bereits angekündigt, eine Vielzahl von Jobs zu eliminieren. Sollte der bisher so robuste Arbeitsmarkt in den breiten Strudel der Krise mit hinein gezogen werden, dürfte tatsächlich eine Rezession kaum noch abzuwenden sein. Die Frage, die sich allerdings stellt, ist, ob das krampfhafte Verhindern einer solchen Wirtschaftsflaute – die oft in der Geschichte einen völlig normalen und gesunden Prozess darstellte – nicht ein weitaus höheres Maß an Porzellan zerschlägt.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-09-04II.jpg
Die US-amerikanischen Aktienmärkte haben nach den wüsten Einschlägen Mitte August zu einer gewissen Gelassenheit zurückgefunden. Die Volatilität ist gemessen an den panischen Tops des 16. August wieder signifikant zurückgekommen, bleibt aber weiter oberhalb der Verlaufshochs der letzten Jahre. Erst ein deutlicher Fall unter die Marke 20 beim Volatilitätsindex und „Angstbarometer“ VIX würde wohl den endgültigen Schritt zur „Normalität“ reflektieren – schließlich ist der langfristige Bullenmarkt trotz der heftigen Sekundärkorrektur weiterhin voll intakt.
Die Standardwerteindizes arbeiten aus technischer Sicht an der mittelfristigen Trendwende nach oben – noch ist das Unterfangen aber nicht in trockenen Tüchern. Beim Dow Jones Industrial müsste dafür das Niveau 13387 (S&P 1479) nachhaltig überwunden werden. Die rasche Fortsetzung der schroffen Abwärtsbewegung ist aber nach dem formalen Ende der Sekundärkorrektur eher unwahrscheinlich. Denkbar wäre aber eine Konsolidierungsphase, wo nervöse, tertiäre Schübe die jeweilige Marktströmung bezüglich der Kreditkrise widerspiegeln könnten.
Langfristig sorgt eigentlich nur der ausgeprägte „Donnerstags-Spike“, der in allen Charts seine Duftmarke gesetzt hat, für eine gewisse Eintrübung. Ohne die mächtige Lunte wäre noch nicht einmal die primäre Aufwärtstrendlinie seit 2006 verletzt worden. Die Abwärtsbewegung würde als heftige, aber völlig normale und gesunde Sekundärkorrektur aus in diesem Zeitfenster überkaufter Lage durchgehen.
Anders als bei den Standardwerten drehten die NASDAQ’s bereits ihren mittelfristigen Richtungspfeil wieder nach oben. Besonders ausgeprägt ist diese Bewegung beim NASDAQ 100, der nur noch rund 3.5 Prozent von seinem Mehrjahreshoch entfernt handelt. Rund 13 Prozent hat der Index immerhin seit Jahresbeginn zugelegt und zeigt damit den anderen hier besprochenen Indizes deutlich die Hacken. Aktuell wird den Technologiewerten noch am ehesten zugetraut, die Krise ohne stärke Blessuren auf der Ertragsseite zu bewältigen.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-09-04III.jpg
Schauen wir kurz auf zwei wichtige Teilindizes. Die im S&P 500 schwer gewichteten Energiewerte basteln ebenfalls an der sekundären Trendumkehr nach oben. Mit dem Überschreiten des Impulshochs bei 541 wurde eine ausladende, komplexe Bodenbildung fast vollendet. Die Bestätigung des Ausbruchs würde Aufwärtspotential bis auf das Niveau der Rekordhochs eröffnen. Bis dahin bleibt aber auch die Fortsetzung der Konsolidierung noch in den Karten.
Der Index, der im Zuge der Kreditkrise bereits seit dem Frühsommer „bluten“ musste, ist natürlich das Leitbarometer der Finanzwerte, das seit Jahresbeginn ein Minus von fast 9 Prozent ausweist. So angeschlagen der Bereich auch ist, umso wichtiger wird es mit Blick auf den Gesamtmarkt hier Zeichen einer nachhaltigen Trendwende zu erkennen. Zunächst überrascht, dass der Index trotz der kübelweisen Horrormeldungen der letzten Zeit nicht mehr in einem straffen Abwärtstrend handelt. Dieser ist seit August eher in eine hochvolatile, mittelfristige Konsolidierungszone mit wuchtigen tertiären Schüben übergegangen. Selbst das Tief am 16. August fällt anders als bei den restlichen Indizes nicht so sehr aus dem Rahmen. Aus mittelfristiger Sicht bullish wird es aber erst oberhalb der Widerstandszone 466/471, was wohl mit neuen Rekordhochs bei den Standardwerteindizes korrespondieren dürfte.
Die Rentenmärkte, zumindest im Bereich der Staatsanleihen, fühlen sich in dem zu Beginn beschriebenen Umfeld natürlich pudelwohl. Nach der Panik im August, die in einer fast hysterischen Flucht in kurzlaufende Schatzwechsel ihren Höhepunkt sah, hat sich das Szenario aber deutlich beruhigt. Nichtsdestotrotz setzten die hier besprochenen Zinsfutures ihre mittelfristigen Aufwärtstrends dynamisch fort, was aktuell in einer leicht überkauften Lage in diesem Zeitfenster mündet. Besonders der 10y-T-Note-Future hat sich in den letzten Wochen prägnant nach vorne gespielt, so dass auch aus langfristiger Sicht mittlerweile ein Zeichen gesetzt werden konnte. Mit Überschreiten des Niveaus 109*50 wurde eine primäre Bodenbildungsformation abgeschlossen, die die langfristige Trendwende einleiten könnte. Zudem wurde die fallende Trendlinie seit 2003 schwungvoll durchstoßen.
Beim Long-Bond-Future ist es noch nicht soweit. Dafür müsste erst das Verlaufshoch von Ende 2006 bei 114.87 überschritten werden. Die ganze Bewegung seit 2003 ähnelt hier ohnehin eher einer richtungslosen Seitwärtsbewegung, die von straffen Sekundärtrends geprägt wird.
Zu einem hohen Maß wird die bullishe Stimmung an den Rentenmärkten von der Hoffnung auf massive Zinssenkungen der US-Notenbank zur Bewältigung der Finanzkrise getragen. Die Gleichung sinkende Target-Rate = fallende Renditen am langen Ende hat sich in der Vergangenheit häufig als Trugschluss erwiesen. Mit einer Zinssenkung a la Feldstein um einen vollen Prozentpunkt dürfte der Dollar praktisch zur Schlachtbank geführt werden, was vermutlich einen Ausverkauf sämtlicher US-Anlagen zur Folge haben dürfte. Die Fed ist im Hinblick auf den 18. September nicht gerade in einer beneidenswerten Lage.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Matthias Hütgens
matthias.huetgens@wagner-wertpapier.de
04.09.2007 14:56
Aktien NYSE/NASDAQ Ausblick: Kaum verändert - Warten auf neue Daten
Nach dem langen Wochenende werden die US-Börsen am Dienstag kaum verändert erwartet. Vor den im frühen Handelsverlauf um 16.00 Uhr erwarteten Daten zu den Bauausgaben und dem ISM-Index dürften sich die Anleger mehrheitlich zurückhalten, sagten Händler. Ohnehin gebe es bisher keine entscheidenden neuen Impulse. Möglicherweise könnten die Reden von US-Präsident George W. Bush und Fed-Chef Ben Bernanke vor dem Wochenende positiv nachwirken. Am Montag war die Wall Street feiertagsbedingt geschlossen geblieben.
Der Future auf den S&P-500-Index <INX.SPI> fiel um 14.40 Uhr um 0,25 Prozent auf 1.473,00 Zähler. Das marktbreite Standardwertebarometer hatte am Freitag 1,12 Prozent auf 1.473,99 Punkte gewonnen. Der Future auf den NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> fiel um 0,25 Prozent auf 1.1473,00 Zähler. Vor dem Wochenende war der Auswahlindex um 1,27 Prozent auf 1.988,73 Punkte gestiegen.
Die Nachrichtenlage ist laut Händlern sehr dünn. Zum Wochenende hatte die Citigroup <C.NYS> <TRV.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) die Übernahme von Teilen des Hypothekengeschäfts der ACC Holdings in den USA vermeldet. Der Kauf von AMC Mortgage Services beinhalte unter anderem die Service-Rechte für Anleihen im Wert von 45 Milliarden Dollar. Citigroup hatte sich die Option auf den Kauf dieser Geschäfte im Februar gesichert, als das Institut ACC eine Finanzspritze gewährte. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. ACC war durch sein Engagement auf dem US-Subprime-Markt in Schwierigkeiten geraten.
Im Technologiesektor stehen Aktien von Apple <AAPL.NAS> <APC.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) im Fokus. Laut Medienberichten wird der Hersteller von Unterhaltungselektronik und Computern am Donnerstag eine weltweite Pressekonferenz halten. Auf einer US-Internetseite war die Rede von Spekulationen um die Präsentation eines iPod der nächsten Generation oder einer anderen neuen Technologie. Darüber hinaus hat sich der Streit zwischen Apple und der US-Unterhaltungsindustrie um die Preispolitik im erfolgreichen Online-Musik- und Video-Shop iTunes zugespitzt. Am Wochenende hat Apple die TV-Serien des US-Medienkonzerns NBC Universal aus dem Angebot verbannt, nachdem dieser den Vertrag im Dezember auslaufen lässt.
Microsoft Deutschland <MSFT.NAS> <MSF.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) hat sich unterdessen zum Einstieg in den Markt für lokale Suche ehrgeizige Ziele gesetzt: "Wir treten nicht an, wenn wir nicht Marktführer werden oder zu den Marktführern gehören können", sagte Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg der "Euro am Sonntag". Microsoft hatte am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit der Telekom-Tochter T-Info den Testbetrieb von "Live Maps" gestartet. Die lokale Suche gilt als einer der aussichtsreichsten Märkte im Web, sagten Experten. Vor dem Wochenende hat zudem ein Amtsgericht den Vergleich in Höhe von knapp 180 Millionen Dollar zwischen dem Computerkonzern Microsoft und Kunden aus Iowa abgesegnet./fat/gl
AXC0125 2007-09-04/14:52
S&P500, uneinheitlichen Lage
04.09.2007 - 11:55:20 Uhr
muellerfinancial.eu
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei muellerfinancial.eu kommentieren die aktuellen Aussichten beim S&P500 für die kommenden Handelstage.
Der S&P500 habe in der vergangenen Handelswoche einen Rücksetzer bis zur ersten Retracement-Marke bei 1.449 Punkten vollzogen und anschließend seine Korrekturbewegung noch bis zur 1.432er Marke fortgesetzt. Von diesen Niveaus hätten die Preise ihre Rebound-Bewegung erneut aufgenommen, welche aktuell die 1.474er Marke erreicht habe.
Die Oszillatoren im Tageschart befänden sich unverändert in der überkauften Zone und stünden damit den überverkauften Wochenoszillatoren entgegen. Trotz dieser uneinheitlichen Lage der Oszillatoren lasse die Struktur der Rebound-Bewegung zunächst noch eine Fortsetzung in Richtung der 1.499/1.504er Region zu. Von diesen Niveaus halten die Strategen bei muellerfinancial.eu jedoch einen erneuten Downmove-Versuch für wahrscheinlich, der mit Bruch des Trend-Supports, der aktuell bei 1.450 verlaufe, eingeleitet werde und die Preise in Richtung der 1.432er und dann der 1.413er Retracement-Zone führe.
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04.09.2007 17:19
US Indizes - Rallye wird fortgesetzt...
Nasdaq Composite: 2.620,91 Punkte
Dow Jones: 13.398,71 Punkte
Die US Indizes können die Rallye heute nach der Eröffnung fortsetzen. Dabei zeigt sich vor allem im Techsektor relative Stärke. Outperformer ist neben dem Halbleitersektor wieder der Ölsektor. Relative Schwäche zeigt sich im Netzwerksektor. Der Nasdaq erreicht ein neues Hoch und nähert sich dabei einer um 2530 Punkten liegenden Widerstandszone. Auch im Dow Jones kann der Anstieg fortgesetzt werden, ein neues Hoch wird aber nicht erreicht. Bei 13447 Punkten findet sich ein Widerstand. Auf dem aktuellen Niveau ist zunächst intraday von einer Konsolidierung, zumindest aber nachlassender Aufwärtsdynamik innerhalb der Leitindizes auszugehen.
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
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http://img.godmode-trader.de/charts/8/2005/10668.gif
04.09.2007 18:27
Die Dax-Beschleunigung
von Jochen Steffens
Ohne die Amis läuft hier nichts. Und die Amis werden heute auf den ISM-Index warten, der um 16.00 Uhr veröffentlicht wird. Also bleibt ein wenig Zeit, Ihnen eine der vielen aktuell möglichen Sichtweisen, dieses Mal eine „Mega-Bullishe“ Sichtweise, vorzustellen.
Doppeltop im Dax?
Es wird immer wieder über die Möglichkeit eines Doppeltops im Dax diskutiert. Doch dieses Doppeltop hat einen entscheidenden Haken: Die Auf- und Abwärtsdynamik sind nicht symmetrisch. Es ist kein richtiges „V“ zu erkennen. Die Aufwärtsbewegung geht, bis auf die Übertreibung zum Schluss, deutlich langsamer vonstatten. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass Abwärtsbewegungen grundsätzlich dynamischer verlaufen, als Aufwärtsbewegungen. Hinzu kommt, dass sich diese theoretische Topformation mal eben in einer kaum erwähnenswerten Spanne von 6000 Punkten ausbilden soll. Natürlich wird sich bei einer 6000 Punkte Aufwärtsbewegung jede noch so kleine Dynamikabweichung deutlich auswirken. So gesehen, ist diese Aufwärtsbewegung extrem beeindruckend und mit der Abwärtsdynamik vergleichbar. Insbesondere, wenn man wie im folgende Chart, die Dynamiklinien vom jeweiligen Hoch zum Tief zeichnet (was meines Erachtens nicht korrekt ist, man müsste eine Art Mittellinie ziehen).
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003245.jpg
So fällt es kaum noch auf, dass die Aufwärtsbewegung eine geringere Dynamik aufweist. Doch selbst wenn man diese Bewegung derart wohlwollend analysiert, stimmt die Symmetrie nicht. Ich habe Ihnen dazu einen anderen Chart erstellt, der diese Problematik verdeutlicht:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003244.jpg
Sie sehen (die jeweiligen extremen Hochs/Tiefs außen vorgelassen), dass die Trends jeweils gewissen Rundungen folgen. Dies ist das Zeichen einer sich im Trend verstärkenden Dynamik. Und diese Rundungen laufen eindeutig nicht symmetrisch!
In diesem Fall ist die anziehende Dynamik der Aufwärtsbewegung der springende Punkt. Denn genau diese ist in den meisten Fällen ein Hinweis darauf, dass es nicht zu einem Doppeltop kommt, sondern sich die verstärkende Dynamik durchsetzt und schlussendlich das letzte Hoch überwindet. Gerade wenn sich im Dax ein neues Allzeithoch bilden würde, wäre eben das der Brennstoff, der diese sich verstärkende Dynamik weiter unterstützt. Die Folge wäre ein dramatischer, fast senkrechter Anstieg der Kurse.
(Bitte vergegenwärtigen Sie sich, dass Sie hier einen Chart von 1994-2007 sehen, ein Ausbruch könnte also auch erst gegen Ende des Jahres oder sogar später erfolgen.)
Wie so etwas ausgehen kann, will ich Ihnen am Beispiel eines anderen Trends zeigen, der eben eine solche Verstärkung der Dynamik aufweist: Volkswagen.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003246.jpg
Sie sehen, dass hier eine fast perfekte Rundung entstanden ist, die nun in die „senkrechte Phase“ eingetreten ist. Diese Phase kann die Kurse tatsächlich noch etwas weiter treiben. Doch irgendwann wird die Schwerkraft diesen Chart runter holen und das wird in den meisten Fällen unter schmerzhaften Kursrückgängen geschehen.
Die Erwartung eines solchen Einbruchs ist auch der Grund, warum viele meiner lieben Kollegen der großen Börsengemeinde Deutschlands die Volkswagenaktie seit Wochen und Monaten zu shorten versuchen. Die ersten haben schon bei 95 € damit angefangen. Viele andere fanden 115 € massiv übertrieben. Bei 150 € sind gerade die letzten Shortpositionen aufgebaut worden. Die meisten haben sich bis jetzt die Finger verbrannt. Ein schönes Beispiel für die alte Weisheit, dass man nicht gegen einen Trend traden soll.
Anm. d. Red Einschub:
Da es mittlerweile schon eine Art Volkssport geworden ist, wer von den Analysten und Tradern denn nun Volkswagen zum richtigen Zeitpunkt shortet, also wer das vorläufige, mittelfristige Hoch erwischt, werde ich bei diesem inoffiziellem Wettkampf, sofern ich ein geeignetes Verkaufssignal erkenne, dieses eine Mal mitmachen. Wohl wissend, dass es gegen ALLE meine Prinzipien verstößt. Doch wer an den Börsen tätig ist muss einfach einen leichten Hang zum Wettkampf und Zocken haben – und diesen sollte man immer mal wieder ein wenig nachgeben - meinen Sie nicht?
Dax und Volkswagen
Wenn wir nun den Dax mit Volkswagen vergleichen, fällt auf, dass diese letzte Phase, also der extrem steile, fast senkrechte Anstieg im Dax noch nicht zu erkennen ist. Das kann also noch kommen! Wieweit der Dax steigt, 10.000 Punkte oder 12.000 Punkte ist dann nicht mehr prognostizierbar.
Ein kleines Problem...
Es gibt jedoch leider ein kleines Problem: Diese runden Auf- wie Abwärtsbewegungen sind nicht sonderlich zuverlässig und zwar in keiner Hinsicht! Aus diesem Grund kann diese Betrachtung nur ein kleines Puzzleteilchen im Gesamtbild sein. Eine Möglichkeit, die man zwar nicht aus den Augen verlieren sollte, aber auf der anderen Seite auch keinesfalls überbewerten darf.
So nun wurde gerade der ISM-Index veröffentlich, dazu gleich mehr.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
04.09.2007 18:27
Die Dax-Beschleunigung
von Jochen Steffens
Ohne die Amis läuft hier nichts. Und die Amis werden heute auf den ISM-Index warten, der um 16.00 Uhr veröffentlicht wird. Also bleibt ein wenig Zeit, Ihnen eine der vielen aktuell möglichen Sichtweisen, dieses Mal eine „Mega-Bullishe“ Sichtweise, vorzustellen.
Doppeltop im Dax?
Es wird immer wieder über die Möglichkeit eines Doppeltops im Dax diskutiert. Doch dieses Doppeltop hat einen entscheidenden Haken: Die Auf- und Abwärtsdynamik sind nicht symmetrisch. Es ist kein richtiges „V“ zu erkennen. Die Aufwärtsbewegung geht, bis auf die Übertreibung zum Schluss, deutlich langsamer vonstatten. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass Abwärtsbewegungen grundsätzlich dynamischer verlaufen, als Aufwärtsbewegungen. Hinzu kommt, dass sich diese theoretische Topformation mal eben in einer kaum erwähnenswerten Spanne von 6000 Punkten ausbilden soll. Natürlich wird sich bei einer 6000 Punkte Aufwärtsbewegung jede noch so kleine Dynamikabweichung deutlich auswirken. So gesehen, ist diese Aufwärtsbewegung extrem beeindruckend und mit der Abwärtsdynamik vergleichbar. Insbesondere, wenn man wie im folgende Chart, die Dynamiklinien vom jeweiligen Hoch zum Tief zeichnet (was meines Erachtens nicht korrekt ist, man müsste eine Art Mittellinie ziehen).
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003245.jpg
So fällt es kaum noch auf, dass die Aufwärtsbewegung eine geringere Dynamik aufweist. Doch selbst wenn man diese Bewegung derart wohlwollend analysiert, stimmt die Symmetrie nicht. Ich habe Ihnen dazu einen anderen Chart erstellt, der diese Problematik verdeutlicht:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003244.jpg
Sie sehen (die jeweiligen extremen Hochs/Tiefs außen vorgelassen), dass die Trends jeweils gewissen Rundungen folgen. Dies ist das Zeichen einer sich im Trend verstärkenden Dynamik. Und diese Rundungen laufen eindeutig nicht symmetrisch!
In diesem Fall ist die anziehende Dynamik der Aufwärtsbewegung der springende Punkt. Denn genau diese ist in den meisten Fällen ein Hinweis darauf, dass es nicht zu einem Doppeltop kommt, sondern sich die verstärkende Dynamik durchsetzt und schlussendlich das letzte Hoch überwindet. Gerade wenn sich im Dax ein neues Allzeithoch bilden würde, wäre eben das der Brennstoff, der diese sich verstärkende Dynamik weiter unterstützt. Die Folge wäre ein dramatischer, fast senkrechter Anstieg der Kurse.
(Bitte vergegenwärtigen Sie sich, dass Sie hier einen Chart von 1994-2007 sehen, ein Ausbruch könnte also auch erst gegen Ende des Jahres oder sogar später erfolgen.)
Wie so etwas ausgehen kann, will ich Ihnen am Beispiel eines anderen Trends zeigen, der eben eine solche Verstärkung der Dynamik aufweist: Volkswagen.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003246.jpg
Sie sehen, dass hier eine fast perfekte Rundung entstanden ist, die nun in die „senkrechte Phase“ eingetreten ist. Diese Phase kann die Kurse tatsächlich noch etwas weiter treiben. Doch irgendwann wird die Schwerkraft diesen Chart runter holen und das wird in den meisten Fällen unter schmerzhaften Kursrückgängen geschehen.
Die Erwartung eines solchen Einbruchs ist auch der Grund, warum viele meiner lieben Kollegen der großen Börsengemeinde Deutschlands die Volkswagenaktie seit Wochen und Monaten zu shorten versuchen. Die ersten haben schon bei 95 € damit angefangen. Viele andere fanden 115 € massiv übertrieben. Bei 150 € sind gerade die letzten Shortpositionen aufgebaut worden. Die meisten haben sich bis jetzt die Finger verbrannt. Ein schönes Beispiel für die alte Weisheit, dass man nicht gegen einen Trend traden soll.
Anm. d. Red Einschub:
Da es mittlerweile schon eine Art Volkssport geworden ist, wer von den Analysten und Tradern denn nun Volkswagen zum richtigen Zeitpunkt shortet, also wer das vorläufige, mittelfristige Hoch erwischt, werde ich bei diesem inoffiziellem Wettkampf, sofern ich ein geeignetes Verkaufssignal erkenne, dieses eine Mal mitmachen. Wohl wissend, dass es gegen ALLE meine Prinzipien verstößt. Doch wer an den Börsen tätig ist muss einfach einen leichten Hang zum Wettkampf und Zocken haben – und diesen sollte man immer mal wieder ein wenig nachgeben - meinen Sie nicht?
Dax und Volkswagen
Wenn wir nun den Dax mit Volkswagen vergleichen, fällt auf, dass diese letzte Phase, also der extrem steile, fast senkrechte Anstieg im Dax noch nicht zu erkennen ist. Das kann also noch kommen! Wieweit der Dax steigt, 10.000 Punkte oder 12.000 Punkte ist dann nicht mehr prognostizierbar.
Ein kleines Problem...
Es gibt jedoch leider ein kleines Problem: Diese runden Auf- wie Abwärtsbewegungen sind nicht sonderlich zuverlässig und zwar in keiner Hinsicht! Aus diesem Grund kann diese Betrachtung nur ein kleines Puzzleteilchen im Gesamtbild sein. Eine Möglichkeit, die man zwar nicht aus den Augen verlieren sollte, aber auf der anderen Seite auch keinesfalls überbewerten darf.
So nun wurde gerade der ISM-Index veröffentlich, dazu gleich mehr.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
Einmalig. Herrn Steffens Analysen faszinieren mich jedes mal wenn ich sie lese. Es könnte sein, die Möglichkeit besteht ... im Zweifelsfall könnte es aber auch ganz anders kommen. Das ganze Untermalt mit einem Wust, an von Herrn Steffens unter Eintruck aktueller Gemütslage kommentierter und graphisch aufgearbeiteter Charts ... Nichts genaues Weiß man nicht. Keine Klare Aussage. Kein Kaufen oder Verkaufen. Hinter her ... heißt es dann, ja, wie erwartet. Schließlich hat man sich ja auch alle Optionen der Interpredation offen gelassen.
Nasdaq im 5-Tagesausblick
05.09.2007 - 12:00:24 Uhr
SEB
Frankfurt (derivatecheck.de) - Das technische Umfeld des Nasdaq hat sich verbessert, berichten die Marktexperten der SEB AG.
Aus mittelfristiger Sicht würden nun sogar die positiven Impulse überwiegen. Die Trendindikatoren MACD und Momentum hätten nicht nur den negativen Trendüberhang vollständig abgebaut, sie würden aktuell nach dem Schnitt mit der Nullachse nach oben den Auf- und Ausbau eines Überhangs an Aufwärtspotenzial und -dynamik schaffen. Beide Indikatoren seien weiterhin aufwärts gerichtet. Nur noch leicht positive Impulse kämen von den kürzerfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren. RSI und Stochastiks würden noch eine minimale Steigung aufweisen und ein Nachlassen der aber noch intakten Aufwärtsbewegungsdynamik signalisieren. Die Stochastiks befänden sich im Überkauftbereich. Die Volatilität liege bei 43,71 (42,98) Punkten, was einer etwas niedrigeren statistisch maximalen Tages-Range von 1,66 % (1,69) entspreche.
Die Handelsexperten bei der SEB AG rechnen auf Sicht der kommenden fünf Handelstage auf Grund des nunmehr positiven Trendumfeldes sowie der noch bestehenden Aufwärtsbewegungsdynamik zunächst mit einem Kurszuwachs beim Nasdaq. Das Jahreshoch vom 19. Juli mit 2.725 Punkten dürfte er aber nicht in Angriff nehmen können. Dafür seien die mittelfristigen Trendimpulse noch zu gering ausgeprägt gewesen, zumal sich die Aufwärtsbewegungsdynamik zeitgleich abschwäche.
Das wahrscheinlichste Szenario wäre somit, dass der Nasdaq kurzfristig noch ansteige und dann eine Pullback-Reaktion auf die Marke von 2.626 Zählern vollziehe. Sofern die Marke von 2.626 Stellen behauptet werden könne, würden dann die weiteren Aussichten für den Nasdaq positiv bleiben. Kritischer würde es laut den Marktkennern sei, wenn der Index unter diese Marke falle und gleichzeitig die Trendindikatoren erneut unter die Nullachse sinken würden. In diesem Fall wäre ein Rücksetzer auf die Unterstützungszone bei 2.531 / 2.509 Punkten sehr wahrscheinlich. Momentan sei aber von dem erstgenannten Szenario auszugehen, denn auch die gewichtete 38-Tagelinie zeige eine Stabilisierung an. Die Volatilität dürfte sukzessive zurückgehen.
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04.09.2007 18:27
Einmalig. Herrn Steffens Analysen faszinieren mich jedes mal wenn ich sie lese. Es könnte sein, die Möglichkeit besteht ... im Zweifelsfall könnte es aber auch ganz anders kommen. Das ganze Untermalt mit einem Wust, an von Herrn Steffens unter Eintruck aktueller Gemütslage kommentierter und graphisch aufgearbeiteter Charts ... Nichts genaues Weiß man nicht. Keine Klare Aussage. Kein Kaufen oder Verkaufen. Hinter her ... heißt es dann, ja, wie erwartet. Schließlich hat man sich ja auch alle Optionen der Interpredation offen gelassen.
Er hat auch schon präziser formuliert:-D ! Z.B.: Todesdoji:-D
Die Börsenlage IST jetzt so - keine klare Ansage - von keiner Seite. Siehe gestern die Amis mit klarem Plus und heute der Dax - im Minus! Es ist derzeit eine Schaukelbörse:roll:
Dow Jones, weiteres Kurspotenzial
05.09.2007 - 11:50:43 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung und den technischen Aussichten des Dow Jones (DJ).
Der US Aktienmarkt habe nach dem feiertagsbedingt langen Wochenende an seine Gewinne vom vergangenen Freitag angeknüpft. Schwächer als erwartet ausgefallene US Konjunkturdaten würden die Hoffnungen auf eine Zinssenkung der US Notenbank Fed am 18.09. stützen.
General Motors habe sich nach guten Absatzzahlen mit +3,84 % auf 31,92 US-Dollar an die Dow Jones-Spitze gesetzt. Home Depot hätten dagegen als Schlusslicht im Dow Jones 5,09 % auf 36,36 US-Dollar verloren. Die Baumarktkette wolle 290 Mio. Aktien zu einem Stückpreis von 37 US-Dollar zurückkaufen, was deutlich unter früheren Angaben liege. Leap Wireless wären einer Übernahmeofferte um 15,13 auf 83,47 US-Dollar geklettert. Der Konkurrent MetroPCS Communications wolle die Mobilfunkfirma für 5,12 Mrd. US-Dollar in eigenen Aktien kaufen. MetroPCS hätten 4,98 % auf 28,65 US-Dollar gewonnen. Apple sollen um 4,10 % auf 144,16 US-Dollar zugelegt haben.
Beim Dow Jones sei die mittelfristige Indikatorenlage weiterhin positiv. Die kurzfristige Indikatorenlage wäre aus Sicht der Handelsexperten Lang & Schwarz uneinheitlich. Der Dow Jones habe kurzfristig weiteres Kurspotenzial bis 13.505 Punkte.
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Dow Jones behält 13.500er Marke im Fokus
05.09.2007 - 11:45:12 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Die Analysten halten ihre Prognose aufrecht, dass der Dow Jones vor einem Anstieg in Richtung 13.500 und 13.700 Punkte stehe. Rücksetzer zuvor in Richtung 13.200 Stellen sollten dieses Szenario nicht gefährden können. Zu beachten seien aber die verschiedenen Veröffentlichungen in dieser Woche.
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04.09.2007 18:27
Einmalig. Herrn Steffens Analysen faszinieren mich jedes mal wenn ich sie lese. Es könnte sein, die Möglichkeit besteht ... im Zweifelsfall könnte es aber auch ganz anders kommen. Das ganze Untermalt mit einem Wust, an von Herrn Steffens unter Eintruck aktueller Gemütslage kommentierter und graphisch aufgearbeiteter Charts ... Nichts genaues Weiß man nicht. Keine Klare Aussage. Kein Kaufen oder Verkaufen. Hinter her ... heißt es dann, ja, wie erwartet. Schließlich hat man sich ja auch alle Optionen der Interpredation offen gelassen.
Er hat auch schon präziser formuliert:-D ! Z.B.: Todesdoji:-D
Die Börsenlage IST jetzt so - keine klare Ansage - von keiner Seite. Siehe gestern die Amis mit klarem Plus und heute der Dax - im Minus! Es ist derzeit eine Schaukelbörse:roll:
:salute: Das ist doch gar keine Schaukelbörse. Wir haben eine Seitwärtsphase in einem Abwertstrend. Punkt.
04.09.2007 18:27
Einmalig. Herrn Steffens Analysen faszinieren mich jedes mal wenn ich sie lese. Es könnte sein, die Möglichkeit besteht ... im Zweifelsfall könnte es aber auch ganz anders kommen. Das ganze Untermalt mit einem Wust, an von Herrn Steffens unter Eintruck aktueller Gemütslage kommentierter und graphisch aufgearbeiteter Charts ... Nichts genaues Weiß man nicht. Keine Klare Aussage. Kein Kaufen oder Verkaufen. Hinter her ... heißt es dann, ja, wie erwartet. Schließlich hat man sich ja auch alle Optionen der Interpredation offen gelassen.
Er hat auch schon präziser formuliert:-D ! Z.B.: Todesdoji:-D
Die Börsenlage IST jetzt so - keine klare Ansage - von keiner Seite. Siehe gestern die Amis mit klarem Plus und heute der Dax - im Minus! Es ist derzeit eine Schaukelbörse:roll:
:salute: Das ist doch gar keine Schaukelbörse. Wir haben eine Seitwärtsphase in einem Abwertstrend. Punkt.
Ohhhhhhhh, du bist short;-) . Aber alles ist möglich an der Börse:-) .
Und ich poste dir gleich eine Dax-Analyse:-) . Die konnte ich heute nicht reinstellen - aber ich glaube auch, das wir die 7800 wiedersehen werden;-) .
DAX-Future, richtungsweisendes Niveau
05.09.2007 - 09:28:02 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).
Der DAX-Future sei im gestrigen Hande nach einer leicht schwächeren Eröffnung zügig wieder in Richtung 7.800 Punkten angezogen. Den heutigen Handel beginne dieser erneut mit einem Gap Down. Spätestens im Bereich bei 7.680 Stellen sollte der DAX-Future beginnen, in die Tageslücke zu laufen. Ziel bleibe übergeordnet das 7.800er Niveau.
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05.09.2007 - 18:03 Uhr
Dt. Bank senkt Dax-Prognose auf 8.500 (8.300) Pkt. - FTD
Die Deutsche Bank hat ihre Dax-Prognose für das Jahresende 2007 aufgrund der globalen Kreditkrise auf 8.300 von 8.500 Punkte leicht nach unten revidiert, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD - Donnerstagausgabe). "Wir haben jetzt höhere Zinsen, die Refinanzierung für die Unternehmen wird teurer, und das drückt die Wachstumsraten der Gewinne", sagte Klaus Martini, globaler Chefinvestmentstratege Privatkunden der Deutschen Bank, der "FTD". Der Schritt stellt laut "FTD" die erste Prognosekorrektur einer deutschen Großbank seit Beginn der Kreditkrise dar. Erst im Juni hatte Martini sein Kursziel von 8.500 Punkten für den Dax veröffentlicht. "Wir waren damals zu optimistisch, aber dennoch sind die grundsätzlichen Trends an den Finanzmärkten weiter intakt", wird Martini in dem Bericht zitiert.DJG/raz
(END) Dow Jones Newswires
05.09.2007 19:45
Börse ist einfach besser...
von Jochen Steffens
Ich war gestern mit einem Traderkollegen im Casino. Man sollte unter der Woche offensichtlich nicht in ein Casino gehen. Es waren fast nur Personen anwesend, denen man doch recht schnell anmerkte, dass sie etwas zu häufig Casinos frequentierten.
Wir haben "Black Jack" gespielt. Ein Spiel, bei dem man unter gewissen Umständen einen wirklich hauchzarten Vorteil zur Bank erringen kann. Um diesen wirklich gewinnbringend umsetzen zu können, müsste man allerdings sehr viel Zeit in Casinos verbringen.
Abenteuerliche Thesen
Die Thesen, die wir an diesem Tisch hörten, waren zum Teil abenteuerlich. Natürlich gehört zum Spaß dazu, wilde Spekulationen darüber anzustellen was passiert, wenn jemand dazu kommt, weggeht, der Kartengeber wechselt oder die Helligkeit der Lampen sich verändert. Normalerweise wissen die Beteiligten auch, dass es sich dabei um Aberglauben vermischt mit einigen verirrten Ansätzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung, bis hin zur Chaostheorie, handelt.
Doch etwas später entfachte sich unter den Spielern eine Diskussion, die jedem Mathematiker und Physiker die Tränen in die Augen getrieben hätte. Aber natürlich, wer sein Geld „zu oft ins Casino trägt“, dessen Ego eine gewisse Form der mathematischen Verklärtheit, zumindest dann, wenn er es mit dieser unglaublichen Ernsthaftigkeit tut, mit der sich diese Herren und Damen stritten. Tatsache war, wie wir später feststellen durften, dass alle an der Diskussion Beteiligten mit zum Teil erschütternd hohen Verlusten und zerknirschten Mienen das Casino verließen. Wie ich von einem Croupier zu diesem Streit befragt hörte, verbergen sich hinter diesen verbissen spielenden Dauerzockern sehr häufig tragische Schicksale und natürlich: Schuld haben immer die anderen.
Ich verstehe es nicht...
Aber was ich mich gestern wieder fragte: Warum machen sich Menschen die Mühe im Casino kleinste Vorteile der Wahrscheinlichkeit zu finden (bis hin zu der aberwitzigen Idee kleinste Fehlern im Roulette-Kessel ausnutzen zu können) von denen die meisten höchst zweifelhaft sind, sofern sie überhaupt existieren? Bei solchen Wahrscheinlichkeitsverhältnissen würde ich gar nicht erst anfangen zu setzen! Es sei denn wie gestern, zum Spaß mit kleinsten Einsätzen, in dem völligen Bewusstsein, keine Chance zu haben...
Börse ist doch wesentlich eleganter. Hier existieren Wahrscheinlichkeiten, die wirklich akzeptabel sind und mit denen man tatsächlich auf lange Sicht zu den Gewinnern gehören kann. Gerade auch, weil auf der anderen Seite nicht immer der Totalverlust der eingesetzten Position droht. Doch auch hier gilt: Auf lange Sicht!
Tatsächlich ist es so, dass Sie auch an den Börsen zu dem Zeitpunkt, an dem Sie Geld auf irgendetwas setzen, nie wissen, nicht wissen können, ob diese Position aufgeht oder nicht. Sie müssen immer damit rechnen, dass dieser noch so ausgetüftelte und hochwahrscheinliche Trade platzt.
Anschläge und andere unerwartete Ereignisse
Sehen Sie sich zum Beispiel die heutigen Nachrichten an. Wäre der Anschlag in Deutschland nicht vereitelt worden und Bomben am Frankfurter Flughafen explodiert, hätte es unvorhersehbare Kursreaktionen gegeben. Aber auch andere, weniger spektakuläre Nachrichten, können den Markt jederzeit in eine unvorhergesehene Richtung treiben.
Tatsächlich ist es so, dass Sie niemals wissen, was mit dem Trade passiert, den Sie gerade gemacht haben. Deswegen ist es so unglaublich wichtig, für alle Eventualitäten genaue Vorkehrungen zu treffen. Sie müssen immer wissen, wann Sie aussteigen und wie viel Sie höchstens bereit sind, zu verlieren.
Langfristig werden sich die Wahrscheinlichkeiten doch immer wieder günstig auf Ihr Konto auswirken. Aber ebenfalls sollte man nie vergessen, dass längere Phasen des Pechs (ich meine hier wirklich Pech) in jedem Traderleben ganz normal sind. Phasen in denen alles schief geht.
Jeder, der länger tradet kennt das: Egal was man macht, es läuft schief. Alles was bisher super funktioniert hat, funktioniert plötzlich nicht mehr. Solche Phasen können manchmal andauern. Ich rate dann immer dazu, Urlaub zu machen.
Auch für solche Phasen muss man Vorsorge treffen und genau wissen, was man wann macht.
Die oberste und wichtigste Traderregel
Denn letzten Endes ist die erste und allerwichtigste aller Traderregeln: Achte darauf, dass du immer und in jeder Situation finanziell überlebst! Dann folgen ganz viele andere Regeln und frühstens erst an Stelle 117 (oder so) kommt: Sorge dafür, dass du Gewinne machst.
Der 11. September
Zurück zu den vereitelten Anschlägen: Mir macht der Zeitpunkt etwas Sorge, weil wir uns in der Nähe des 11. Septembers befinden. Niemand weiß, ob das aktuell nur eine einzelne verhuschte Gruppe gewesen ist, oder ob dieser vereitelte Anschlag doch im Zusammenhang mit einer vielleicht sogar weltweit geplanten Gesamtaktion um den 11. September herum steht.
Sorgen Sie also dafür, dass Ihre finanzielle Sicherheit auch bei einem Anschlag oder Ähnlichem niemals gefährdet ist! Überlegen Sie eventuell zur Absicherung kleine aber hochgehebelte Puts o.ä. ins Depot zu legen. Bedenken Sie aber auch, dass es bisher nach jedem Anschlag schnell wieder zu steigenden Kursen gekommen ist.
Trotzdem, ein mulmiges Gefühl bleibt.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
05.09.2007 19:45
Börse ist einfach besser...
von Jochen Steffens
Ich war gestern mit einem Traderkollegen im Casino. Man sollte unter der Woche offensichtlich nicht in ein Casino gehen. Es waren fast nur Personen anwesend, denen man doch recht schnell anmerkte, dass sie etwas zu häufig Casinos frequentierten.
Wir haben "Black Jack" gespielt. Ein Spiel, bei dem man unter gewissen Umständen einen wirklich hauchzarten Vorteil zur Bank erringen kann. Um diesen wirklich gewinnbringend umsetzen zu können, müsste man allerdings sehr viel Zeit in Casinos verbringen.
Abenteuerliche Thesen
Die Thesen, die wir an diesem Tisch hörten, waren zum Teil abenteuerlich. Natürlich gehört zum Spaß dazu, wilde Spekulationen darüber anzustellen was passiert, wenn jemand dazu kommt, weggeht, der Kartengeber wechselt oder die Helligkeit der Lampen sich verändert. Normalerweise wissen die Beteiligten auch, dass es sich dabei um Aberglauben vermischt mit einigen verirrten Ansätzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung, bis hin zur Chaostheorie, handelt.
Doch etwas später entfachte sich unter den Spielern eine Diskussion, die jedem Mathematiker und Physiker die Tränen in die Augen getrieben hätte. Aber natürlich, wer sein Geld „zu oft ins Casino trägt“, dessen Ego eine gewisse Form der mathematischen Verklärtheit, zumindest dann, wenn er es mit dieser unglaublichen Ernsthaftigkeit tut, mit der sich diese Herren und Damen stritten. Tatsache war, wie wir später feststellen durften, dass alle an der Diskussion Beteiligten mit zum Teil erschütternd hohen Verlusten und zerknirschten Mienen das Casino verließen. Wie ich von einem Croupier zu diesem Streit befragt hörte, verbergen sich hinter diesen verbissen spielenden Dauerzockern sehr häufig tragische Schicksale und natürlich: Schuld haben immer die anderen.
Ich verstehe es nicht...
Aber was ich mich gestern wieder fragte: Warum machen sich Menschen die Mühe im Casino kleinste Vorteile der Wahrscheinlichkeit zu finden (bis hin zu der aberwitzigen Idee kleinste Fehlern im Roulette-Kessel ausnutzen zu können) von denen die meisten höchst zweifelhaft sind, sofern sie überhaupt existieren? Bei solchen Wahrscheinlichkeitsverhältnissen würde ich gar nicht erst anfangen zu setzen! Es sei denn wie gestern, zum Spaß mit kleinsten Einsätzen, in dem völligen Bewusstsein, keine Chance zu haben...
Börse ist doch wesentlich eleganter. Hier existieren Wahrscheinlichkeiten, die wirklich akzeptabel sind und mit denen man tatsächlich auf lange Sicht zu den Gewinnern gehören kann. Gerade auch, weil auf der anderen Seite nicht immer der Totalverlust der eingesetzten Position droht. Doch auch hier gilt: Auf lange Sicht!
Tatsächlich ist es so, dass Sie auch an den Börsen zu dem Zeitpunkt, an dem Sie Geld auf irgendetwas setzen, nie wissen, nicht wissen können, ob diese Position aufgeht oder nicht. Sie müssen immer damit rechnen, dass dieser noch so ausgetüftelte und hochwahrscheinliche Trade platzt.
Anschläge und andere unerwartete Ereignisse
Sehen Sie sich zum Beispiel die heutigen Nachrichten an. Wäre der Anschlag in Deutschland nicht vereitelt worden und Bomben am Frankfurter Flughafen explodiert, hätte es unvorhersehbare Kursreaktionen gegeben. Aber auch andere, weniger spektakuläre Nachrichten, können den Markt jederzeit in eine unvorhergesehene Richtung treiben.
Tatsächlich ist es so, dass Sie niemals wissen, was mit dem Trade passiert, den Sie gerade gemacht haben. Deswegen ist es so unglaublich wichtig, für alle Eventualitäten genaue Vorkehrungen zu treffen. Sie müssen immer wissen, wann Sie aussteigen und wie viel Sie höchstens bereit sind, zu verlieren.
Langfristig werden sich die Wahrscheinlichkeiten doch immer wieder günstig auf Ihr Konto auswirken. Aber ebenfalls sollte man nie vergessen, dass längere Phasen des Pechs (ich meine hier wirklich Pech) in jedem Traderleben ganz normal sind. Phasen in denen alles schief geht.
Jeder, der länger tradet kennt das: Egal was man macht, es läuft schief. Alles was bisher super funktioniert hat, funktioniert plötzlich nicht mehr. Solche Phasen können manchmal andauern. Ich rate dann immer dazu, Urlaub zu machen.
Auch für solche Phasen muss man Vorsorge treffen und genau wissen, was man wann macht.
Die oberste und wichtigste Traderregel
Denn letzten Endes ist die erste und allerwichtigste aller Traderregeln: Achte darauf, dass du immer und in jeder Situation finanziell überlebst! Dann folgen ganz viele andere Regeln und frühstens erst an Stelle 117 (oder so) kommt: Sorge dafür, dass du Gewinne machst.
Der 11. September
Zurück zu den vereitelten Anschlägen: Mir macht der Zeitpunkt etwas Sorge, weil wir uns in der Nähe des 11. Septembers befinden. Niemand weiß, ob das aktuell nur eine einzelne verhuschte Gruppe gewesen ist, oder ob dieser vereitelte Anschlag doch im Zusammenhang mit einer vielleicht sogar weltweit geplanten Gesamtaktion um den 11. September herum steht.
Sorgen Sie also dafür, dass Ihre finanzielle Sicherheit auch bei einem Anschlag oder Ähnlichem niemals gefährdet ist! Überlegen Sie eventuell zur Absicherung kleine aber hochgehebelte Puts o.ä. ins Depot zu legen. Bedenken Sie aber auch, dass es bisher nach jedem Anschlag schnell wieder zu steigenden Kursen gekommen ist.
Trotzdem, ein mulmiges Gefühl bleibt.
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
Hä? Tolle Geschichte Herr Steffens, doch was hat das mit dem aktuellen Marktgeschehen zu tun? Herr Steffens@Märchenerzähler. Genau so gut wie man sich als Casinogänger einreden kann, viel Zeit und Erfahrung können Erfolg beim Kartenspiel oder Roulette bringen, kann man sich als Börsianer komplexe Argumente einreten warum eine SKS funktionieren könnte oder vielleicht aber auch nicht. Fehlendes Talent macht das nicht weg.
04.09.2007 18:27
Einmalig. Herrn Steffens Analysen faszinieren mich jedes mal wenn ich sie lese. Es könnte sein, die Möglichkeit besteht ... im Zweifelsfall könnte es aber auch ganz anders kommen. Das ganze Untermalt mit einem Wust, an von Herrn Steffens unter Eintruck aktueller Gemütslage kommentierter und graphisch aufgearbeiteter Charts ... Nichts genaues Weiß man nicht. Keine Klare Aussage. Kein Kaufen oder Verkaufen. Hinter her ... heißt es dann, ja, wie erwartet. Schließlich hat man sich ja auch alle Optionen der Interpredation offen gelassen.
Er hat auch schon präziser formuliert:-D ! Z.B.: Todesdoji:-D
Die Börsenlage IST jetzt so - keine klare Ansage - von keiner Seite. Siehe gestern die Amis mit klarem Plus und heute der Dax - im Minus! Es ist derzeit eine Schaukelbörse:roll:
:salute: Das ist doch gar keine Schaukelbörse. Wir haben eine Seitwärtsphase in einem Abwertstrend. Punkt.
Ohhhhhhhh, du bist short;-) . Aber alles ist möglich an der Börse:-) .
Und ich poste dir gleich eine Dax-Analyse:-) . Die konnte ich heute nicht reinstellen - aber ich glaube auch, das wir die 7800 wiedersehen werden;-) .
Tja, dann ist das Geld wohl Pfutsch. Erstes Ziel Richtung 7300 dann 6800/6900. Ich höre die Analysten dann schon schrein, Dax 6200 ... die 200 Tage Linie sei ja Gebrochen.
Sandro Schmalfuß grüßt aus Chemnitz
05.09.2007 20:43
US Indizes - Bullischer Pullback?
Nasdaq Composite: 2602,01 Punkte
Dow Jones: 113270,76 Punkte
Der Handel am US Markt ist durch Gewinnmitnahmen geprägt. Belastet wird der Markt durch den relativ schwachen Banken Index, relative Stärke zeigt sich im Biotech Index. Der Nasdaq kann die steigende Tendenz der Vortage im heutigen Handel nicht fortsetzen und geht in eine Konsolidierungsphase über. Unterstützung bietet die exp. GDL (EMA50/blau) bei 2573 Punkten. In diesem Bereich notiert ebenfalls eine charttechnische Horizontalunterstützung, sodass die Marke als Zentralunterstützung klassifiziert werden kann. Der Dow Jones konnte in den letzten Handelstagen über den kurzfristig angesetzen Abwärtstrend nach oben ausbrechen und somit ein positives Signal generieren. Entscheidend ist jetzt, dass der Index nicht nachhaltig darunter zurückfällt. Wir werden die US Indizes diesbezüglich weiterhin engmaschig verfolgen.
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc7131.gif
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc7130.gif
04.09.2007 18:27
Einmalig. Herrn Steffens Analysen faszinieren mich jedes mal wenn ich sie lese. Es könnte sein, die Möglichkeit besteht ... im Zweifelsfall könnte es aber auch ganz anders kommen. Das ganze Untermalt mit einem Wust, an von Herrn Steffens unter Eintruck aktueller Gemütslage kommentierter und graphisch aufgearbeiteter Charts ... Nichts genaues Weiß man nicht. Keine Klare Aussage. Kein Kaufen oder Verkaufen. Hinter her ... heißt es dann, ja, wie erwartet. Schließlich hat man sich ja auch alle Optionen der Interpredation offen gelassen.
Er hat auch schon präziser formuliert:-D ! Z.B.: Todesdoji:-D
Die Börsenlage IST jetzt so - keine klare Ansage - von keiner Seite. Siehe gestern die Amis mit klarem Plus und heute der Dax - im Minus! Es ist derzeit eine Schaukelbörse:roll:
:salute: Das ist doch gar keine Schaukelbörse. Wir haben eine Seitwärtsphase in einem Abwertstrend. Punkt.
Ohhhhhhhh, du bist short;-) . Aber alles ist möglich an der Börse:-) .
Und ich poste dir gleich eine Dax-Analyse:-) . Die konnte ich heute nicht reinstellen - aber ich glaube auch, das wir die 7800 wiedersehen werden;-) .
Tja, dann ist das Geld wohl Pfutsch. Erstes Ziel Richtung 7300 dann 6800/6900. Ich höre die Analysten dann schon schrein, Dax 6200 ... die 200 Tage Linie sei ja Gebrochen.
Sandro Schmalfuß grüßt aus Chemnitz
Verbeiss dich nicht in Vorstellungen, wie es kommen MUSS! Du musst flexibel reagieren können. Sonst geht der Trend an dir vorbei.
Nicht an seinen eigenen Vorstellung kleben bleiben!!
DENN: Es kommt immer anders, als man denkt!!!
Und das mit dem Brechen der 7000er-Linie dachte ich schon, als wir die 71xx gesehen haben:roll: - was ist passiert???;-)
05.09.2007 19:45
Börse ist einfach besser...
von Jochen Steffens
Ihr
Jochen Steffens
Hä? Tolle Geschichte Herr Steffens, doch was hat das mit dem aktuellen Marktgeschehen zu tun? Herr Steffens@Märchenerzähler. Genau so gut wie man sich als Casinogänger einreden kann, viel Zeit und Erfahrung können Erfolg beim Kartenspiel oder Roulette bringen, kann man sich als Börsianer komplexe Argumente einreten warum eine SKS funktionieren könnte oder vielleicht aber auch nicht. Fehlendes Talent macht das nicht weg.
Manchesmal - oder öfter:-D schwaffelt er lang und breit. ABER er hat das Wichtigste am Schluß geschrieben:
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Zurück zu den vereitelten Anschlägen: Mir macht der Zeitpunkt etwas Sorge, weil wir uns in der Nähe des 11. Septembers befinden. Niemand weiß, ob das aktuell nur eine einzelne verhuschte Gruppe gewesen ist, oder ob dieser vereitelte Anschlag doch im Zusammenhang mit einer vielleicht sogar weltweit geplanten Gesamtaktion um den 11. September herum steht.
Sorgen Sie also dafür, dass Ihre finanzielle Sicherheit auch bei einem Anschlag oder Ähnlichem niemals gefährdet ist! Überlegen Sie eventuell zur Absicherung kleine aber hochgehebelte Puts o.ä. ins Depot zu legen. Bedenken Sie aber auch, dass es bisher nach jedem Anschlag schnell wieder zu steigenden Kursen gekommen ist.
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DAS ist KEIN Geschwaffel!!!!
Schöne Grüsse nach Chemnitz:-D
UND wegen DEM klebe nicht an charttechn. Vorstellungen;-)
05.09.2007 21:26
Fed/Beige Book: Auswirkungen der Marktturbulenzen begrenzt
DJ Fed/Beige Book: Auswirkungen der Marktturbulenzen begrenzt
WASHINGTON (Dow Jones)--Die Auswirkungen der jüngsten Marktturbulenzen auf die US-Wirtschaft sind nach einer Erhebung der US-Notenbank bislang begrenzt geblieben, obgleich sich die Schwäche des US-Häusermarkts verschärft hat. "Die Berichte der Federal Reserve Distrikte weisen auf eine anhaltende Expansion hin", erklärte die Notenbank am Mittwoch in ihrem Konjunkturbericht "Beige Book". Wegen der Kreditkrise seien in den meisten Regionen jedoch die Finanzierungsbedingungen straffer geworden. Dies betreffe aber in erster Linie Hypotheken, die Kreditqualität für Verbraucher und Unternehmen sei weiterhin gut.
Der Bericht, der von der Federal Reserve of Cleveland erstellt wurde, dient zur Vorbereitung der nächsten Zinsentscheidung am 18. September. Die Beurteilung der Wirtschaftslage im "Beige Book" könnte andeuten, dass eine Zinslockerung bei der kommenden Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) wohl doch weniger wahrscheinlich ist als von den Finanzmärkten erwartet.
Zinspolitische Beobachter gehen mehrheitlich davon aus, dass die US-Notenbank angesichts der andauernden Kreditkrise die Zinsen um 25 Basispunkte auf 5,00% senken wird. Wegen der Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten hatte die Notenbank bereits am 17. August überraschend ihren Diskontsatz um 50 Basispunkte auf 5,75% gesenkt. Üblicherweise liegt der Diskontsatz um 100 Basispunkte über dem wichtigeren Fed-Funds-Zielsatz, der gegenwärtig 5,25% beträgt. Die so genannte Fed Funds Rate ist seit Ende Juni vergangenen Jahres nicht mehr verändert worden.
DJG/DJN/kth
05.09.2007 19:45
Börse ist einfach besser...
von Jochen Steffens
Ihr
Jochen Steffens
Hä? Tolle Geschichte Herr Steffens, doch was hat das mit dem aktuellen Marktgeschehen zu tun? Herr Steffens@Märchenerzähler. Genau so gut wie man sich als Casinogänger einreden kann, viel Zeit und Erfahrung können Erfolg beim Kartenspiel oder Roulette bringen, kann man sich als Börsianer komplexe Argumente einreten warum eine SKS funktionieren könnte oder vielleicht aber auch nicht. Fehlendes Talent macht das nicht weg.
Manchesmal - oder öfter:-D schwaffelt er lang und breit. ABER er hat das Wichtigste am Schluß geschrieben:
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Zurück zu den vereitelten Anschlägen: Mir macht der Zeitpunkt etwas Sorge, weil wir uns in der Nähe des 11. Septembers befinden. Niemand weiß, ob das aktuell nur eine einzelne verhuschte Gruppe gewesen ist, oder ob dieser vereitelte Anschlag doch im Zusammenhang mit einer vielleicht sogar weltweit geplanten Gesamtaktion um den 11. September herum steht.
Sorgen Sie also dafür, dass Ihre finanzielle Sicherheit auch bei einem Anschlag oder Ähnlichem niemals gefährdet ist! Überlegen Sie eventuell zur Absicherung kleine aber hochgehebelte Puts o.ä. ins Depot zu legen. Bedenken Sie aber auch, dass es bisher nach jedem Anschlag schnell wieder zu steigenden Kursen gekommen ist.
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DAS ist KEIN Geschwaffel!!!!
Schöne Grüsse nach Chemnitz:-D
Das ist Wenn, Dann, Könnte. Damit lenkt er vom aktuellem Marktgeschehen ab. Das machen aber viele so. Ich erwarte von einem Analysten, das er auch in einer unsicheren Marktsituation, wie der, der vergangenen Tage, klar Stellung bezieht. Unfair dem Leser gegenüber (der oft auch zum Anleger wird) finde ich, wenn man, um mal das Beispiel der vergangenen Wochen zu nehmen, von einer zweiten Abwärtswelle spricht, dies mit Grafiken und Argumenten untermauert und dann plötzlich nach einem starken umsatzschwachen Freitag genau in die andere Richtung bläßt und das auch wieder mit jeder Menge an Argumenten untermauert. Das haben die Tage viele Analysten so gemacht. Das ist gern und gebe. Ich beobachte das nun schon 15 Jahre. Besonders beeindruckent sind Analysen der ntv Analystenstars. Die kann man glatt als Kontraindikatoren nehmen. Konsequenzen haben deren Fehleinschätzungen nicht. Nach ein paar Wochen sind die wieder auf dem Schirm zu sehen. Die Leben ja auch von einem Gehalt, wenn sie bei einer Bank z.B. angestellt sind oder sie bringen einen Börsenbrief/ eine Internetseite heraus. Nur eines machen die nicht. Geld verdienen mit der Spekulation. ](*,)
Technischer Morgenkommentar vom 06. September 2007
Obwohl die US-Notenbank in ihrem Konjunkturbericht „Beige Book“ feststellte, dass die Immobilienmarktkrise und die daraus resultierenden Turbulenzen an den Finanzmärkten die Wirtschaft nur in Grenzen beeinflusst, irritierten überraschend schwache Daten des US-amerikanischen Immobilienmarktes die Marktteilnehmer.
Wie Beobachter berichteten, hatte der Verband der US-Immobilienmakler NAR für Juli einen deutlichen Rückgang der vertraglich vereinbarten, aber noch nicht vollzogenen Häuserverkäufe gemeldet. Da diese Daten die Situation im Juli widerspiegeln, die Probleme aber erst im August begannen, wird geschlussfolgert, dass die Augustveröffentlichungen daher noch schwächer ausfallen werden. Wäre dies so, ist der Bezug zur Beeinflussung der Realwirtschaft griffig. Ein erster Hinweis darauf wird in dem ebenfalls überraschend schwachen ADP-Arbeitsmarktbericht gesehen, der ebenfalls am gestrigen Berichtstag veröffentlicht wurde. Wie es hieß, könnte dieser Bericht ebenfalls einen Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der USRegierung geben, der am Ende der Woche veröffentlicht wird.
Wie in der Presse mitgeteilt wird, wird das „Beige Book“ von Seiten der Marktteilnehmer als durchwachsen angesehen, zumal die Notenbank den Inflationsdruck als wenig verändert bezeichnet. Die Erwartungshaltung, in der nächsten Fed-Sitzung jedoch eine Zinssenkung zu erleben, ist unverändert im Markt gültig.
Was der Aktie ihr Leid, ist der Rente ihre Freud, könnte man auch als Motto des gestrigen Handelstages festhalten. Die Renten-Futures kletterten im Ergebnis der Rahmendaten und der Aktienmarktschwäche. Der FGBL näherte sich im Tageshoch, innerhalb der Konsolidierungszone, seiner oberen Bereichsbegrenzung an, beide von uns analysierten US-T-Bond-Futures setzten ihre Aufwärtstrends entsprechend fort und markierten neue Bewegungshochs im laufenden Trend. Im Ergebnis übersprang der Future auf den 30 jährigen Bond das definierte Widerstandsband im Bereich knapp über 112*0000, welches sich in den Monaten April / Mai ausbildete und bestätigte.
Markttechnisch betrachtet, wird der Aufwärtsimpuls bestätigt.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
05.09.2007 19:45
Börse ist einfach besser...
von Jochen Steffens
Ihr
Jochen Steffens
Hä? Tolle Geschichte Herr Steffens, doch was hat das mit dem aktuellen Marktgeschehen zu tun? Herr Steffens@Märchenerzähler. Genau so gut wie man sich als Casinogänger einreden kann, viel Zeit und Erfahrung können Erfolg beim Kartenspiel oder Roulette bringen, kann man sich als Börsianer komplexe Argumente einreten warum eine SKS funktionieren könnte oder vielleicht aber auch nicht. Fehlendes Talent macht das nicht weg.
Manchesmal - oder öfter:-D schwaffelt er lang und breit. ABER er hat das Wichtigste am Schluß geschrieben:
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Zurück zu den vereitelten Anschlägen: Mir macht der Zeitpunkt etwas Sorge, weil wir uns in der Nähe des 11. Septembers befinden. Niemand weiß, ob das aktuell nur eine einzelne verhuschte Gruppe gewesen ist, oder ob dieser vereitelte Anschlag doch im Zusammenhang mit einer vielleicht sogar weltweit geplanten Gesamtaktion um den 11. September herum steht.
Sorgen Sie also dafür, dass Ihre finanzielle Sicherheit auch bei einem Anschlag oder Ähnlichem niemals gefährdet ist! Überlegen Sie eventuell zur Absicherung kleine aber hochgehebelte Puts o.ä. ins Depot zu legen. Bedenken Sie aber auch, dass es bisher nach jedem Anschlag schnell wieder zu steigenden Kursen gekommen ist.
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DAS ist KEIN Geschwaffel!!!!
Schöne Grüsse nach Chemnitz:-D
Das ist Wenn, Dann, Könnte. Damit lenkt er vom aktuellem Marktgeschehen ab. Das machen aber viele so. Ich erwarte von einem Analysten, das er auch in einer unsicheren Marktsituation, wie der, der vergangenen Tage, klar Stellung bezieht. Unfair dem Leser gegenüber (der oft auch zum Anleger wird) finde ich, wenn man, um mal das Beispiel der vergangenen Wochen zu nehmen, von einer zweiten Abwärtswelle spricht, dies mit Grafiken und Argumenten untermauert und dann plötzlich nach einem starken umsatzschwachen Freitag genau in die andere Richtung bläßt und das auch wieder mit jeder Menge an Argumenten untermauert. Das haben die Tage viele Analysten so gemacht. Das ist gern und gebe. Ich beobachte das nun schon 15 Jahre. Besonders beeindruckent sind Analysen der ntv Analystenstars. Die kann man glatt als Kontraindikatoren nehmen. Konsequenzen haben deren Fehleinschätzungen nicht. Nach ein paar Wochen sind die wieder auf dem Schirm zu sehen. Die Leben ja auch von einem Gehalt, wenn sie bei einer Bank z.B. angestellt sind oder sie bringen einen Börsenbrief/ eine Internetseite heraus. Nur eines machen die nicht. Geld verdienen mit der Spekulation. ](*,)
Wenn die Börse so sicher und voraussehbar wäre, dann wären wir alle Millionäre - oder noch besser, Milliardäre:-D ! DAS gibts nicht! Und momentan ist alles aus den Fugen geraten. Der Trend wird "gesucht". Obs wirklich bergab geht - das bezweifle ich. Aber ALLE sind nervös! Und das drücken die Analysen auch aus.
Und Amiland ist der größte Störenfried in diesem Spiel. Dort wird die Musik "gemacht".
06.09.2007 08:43
Dax dürfte sich leicht erholen
Frankfurt (BoerseGo.de) - Nach dem Kurssturz vom Vortag werden die deutschen Standardwerte heute voraussichtlich mit einer leichten Gegenbewegung in den Handel starten. Darauf deuten die vorbörslichen Indikatoren hin. Der auf Basis des Dax-Futures ermittelte X-Dax wird derzeit auf 7.627 Punkte getaxt. Das sind rund 39 Zähler mehr als zum Handelsschluss am Vorabend. Am Mittwoch war der Leitindex um 1,73% auf 7.588,03 Punkte gefallen.
Im Vorfeld der EZB-Zinsentscheidung hat sich der Euro über der Marke von 1,36 US-Dollar festgesetzt. Schwache US-Konjunkturdaten hatten die Gemeinschaftswährung Mittwochnachmittag gestützt. Derzeit notiert die Einheitswährung bei 1,3645 US-Dollar. Am Mittwoch hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,3588 US-Dollar festgesetzt.
Gestützt durch die derzeitige Hurrikan-Saison ist der Ölpreis im asiatischen Handel weiter gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel leichtes US-Öl der Sorte WTI zur Lieferung im Oktober 76,22 US-Dollar. Das sind 49 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vorabend. Am Mittwoch war der Ölpreis an der US-Rohstoffbörse Nymex bereits um 65 Cent auf 75,73 US-Dollar gestiegen.
(© BörseGo AG 2007, Autor: Gansneder Thom
06.09.2007 08:43
Dax dürfte sich leicht erholen
Frankfurt (BoerseGo.de) - Nach dem Kurssturz vom Vortag werden die deutschen Standardwerte heute voraussichtlich mit einer leichten Gegenbewegung in den Handel starten. Darauf deuten die vorbörslichen Indikatoren hin. Der auf Basis des Dax-Futures ermittelte X-Dax wird derzeit auf 7.627 Punkte getaxt. Das sind rund 39 Zähler mehr als zum Handelsschluss am Vorabend. Am Mittwoch war der Leitindex um 1,73% auf 7.588,03 Punkte gefallen.
Im Vorfeld der EZB-Zinsentscheidung hat sich der Euro über der Marke von 1,36 US-Dollar festgesetzt. Schwache US-Konjunkturdaten hatten die Gemeinschaftswährung Mittwochnachmittag gestützt. Derzeit notiert die Einheitswährung bei 1,3645 US-Dollar. Am Mittwoch hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,3588 US-Dollar festgesetzt.
Gestützt durch die derzeitige Hurrikan-Saison ist der Ölpreis im asiatischen Handel weiter gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel leichtes US-Öl der Sorte WTI zur Lieferung im Oktober 76,22 US-Dollar. Das sind 49 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vorabend. Am Mittwoch war der Ölpreis an der US-Rohstoffbörse Nymex bereits um 65 Cent auf 75,73 US-Dollar gestiegen.
(© BörseGo AG 2007, Autor: Gansneder Thom
06.09.2007 08:50
Aktien Tokio Schluss: Uneinheitlich
Die Aktienbörse in Tokio hat am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei 225 <N225.FX1> ging mit plus 0,61 Prozent bei 16.257,00 Punkten auf Tageshoch aus dem Handel. Der japanische Leitindex habe sich damit ganz klar von anfänglichen Verlusten bis auf ein Tagestief bei 16.003,88 Zählern erholt, betonten Händler. Der breitere TOPIX <TOKS.FX1> blieb jedoch bis zum Schluss mit 0,06 Prozent auf 1.568,52 Zähler im Minus./fat/sc
AXC0025 2007-09-06/08:46
@Sandro
Hier ist etws, das ich gestern nicht gefunden habe. Vielleicht sagt es dir besser zu:
05.09.2007 08:37
Mein Bauchgefühl warnt mich
Liebe Leser,
schöne, heile Börsenwelt? Es scheint, als setzten die Aktienmärkte auch in der dritten Woche ihre Erholung fort. Der DAX nähert sich bereits wieder der Sichtweite seines Allzeithochs aus dem Juli. Die Widerstandslinie zwischen 7.630 und 7.650 Punkten hat der deutsche Leitindex gestern mühelos überwunden. Charttechnisch ist damit der Weg zu den alten Höchstständen frei. Charttechniker schwenken schon wieder reihenweise ins Bullenlager um.
Aber ich bin kein Charttechniker. Ich freue mich zwar über die steigenden Kurse, schließlich habe ich selbst einen Großteil meines Geldes im Aktienmarkt investiert. Trotzdem werde ich dieses mulmige Bauchgefühl nicht los. Ein Gefühl, das mir sagt, dass die Korrekturphase noch nicht vorbei ist, noch einfach nicht vorbei sein kann.
Das Eingreifen der US-Notenbank hat ohne Frage das Schlimmste verhindert. Trotzdem schwebt das Damoklesschwert Hypothekenkrise weiterhin über den Märkten. Jeden Tag kann uns eine neue Hiobsbotschaft treffen. Ich denke nicht, dass bereits alle Leichen in den Kellern der Banken und Hypothekenfinanzierer der Öffentlichkeit gebeichtet wurden. Die Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und somit indirekt auf die Weltwirtschaft sind bisher noch nicht absehbar. Nicht unbedingt der ideale Nährboden für einen Anlauf auf neue Höchstkurse. Was mich ebenfalls beunruhigt: Die immensen Kursgewinne der vergangenen zweieinhalb Wochen fanden unter unterdurchschnittlichen Umsätzen statt.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe meine Bullenhörner nicht gegen ein Bärenfell eingetauscht. Langfristig bleibe ich nach wie vor optimistisch. An meine Prognose neuer Höchststände für 2009 habe ich selbst in den dunkelsten Korrekturzeiten Mitte August nicht gerüttelt. Kurzfristig warnt mich mein Bauchgefühl allerdings vor allzu optimistischen Investments.
06.09.2007 08:37
Veränderungen in deutschen Aktienindices
Mit Spannung wurde auf die Entscheidung des Arbeitskreises Aktienindices der Deutschen Börse gewartet. Doch letztendlich brachte das Ergebnis keine großen Überraschungen. Innerhalb des MDAX wird Tognum aufgenommen und ersetzt Patrizia Immobilien.
In SDAX wird Patrizia Immobilien aufgenommen und ersetzt die Aktie der DAB Bank. Wacker Construction wird ebenfalls aufrücken, während die Aktie von Loewe den Index verlässt In TecDAX steigt die Aktie von Versatel auf, während die Aktie von Jenoptik ausscheidet. Wie gesagt, diese Änderungen wurden weitestgehend erwartet.
Da sah es zu Beginn der Woche anders aus: Am Montag wurde eine außerplanmäßige Änderung im SDAX mit Wirkung zum 6. September bekannt gegeben. Demnach wird heute die Aktie der Gerresheimer in diesem Index aufgenommen. Sie wird die Papiere von Schwarz Pharma ersetzen. Die Schwarz Pharma hat ihre Zulassung zum Prime Standard gekündigt und erfüllte damit nicht mehr die Voraussetzung für einen Verbleib im Auswahlindex.
Doch wenn Sie glauben, dass die Papiere, die jetzt einen Aufstieg erleben, auch Outperformen würden, muss ich Sie leider enttäuschen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Titel zwar von den Investmentfonds nachgekauft werden müssen, um den Index wieder abbilden zu können. Aber nach anfänglichen möglichen Kursgewinnen ändert sich das Bild recht schnell. Häufig gibt es nach dem Aufstieg sogar Minuszeichen. Sollte es dennoch zu Kurssteigerungen kommen, so wird dies häufig mit fundamentalen Nachrichten der Konzerne begründet und nicht wegen des Indexwechsels.
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Börsentag
Uli Jörg Lotter
06.09.2007 08:37
Tagesausblick: Donnerstag, 06. September
In den Vormittagsstunden dürfte es an den deutschen Börsen recht ruhig zugehen. Hintergrund für diese abwartende Haltung ist die Sitzung der europäischen Zentralbank. Auf Grund der jüngsten Entwicklungen an den Finanzmärkten gehen zahlreiche Strategen davon aus, dass die EZB ihre Leitzinsen im September nun doch nicht – wie zunächst erwartet – anheben wird. Mit Aussagen über die künftige Geldpolitik dürften sich die Währungshüter ebenfalls zurückhalten. Doch in der Vergangenheit war die EZB für so manche Überraschung gut.
In den USA stehen am Nachmittag marktbewegende Konjunkturnachrichten zur Veröffentlichung an. Hier gibt es Daten zu Produktivität und Kosten im zweiten Quartal, die Erstanträge Arbeitslosenhilfe der vergangenen Woche und der ISM-Index Dienste August 2007 werden publiziert.Von Unternehmensseite stehen unterdessen keine kursbeeinflussenden Meldungen zur Publikation an
DAX, unerfreuliche Zyklentechnik
06.09.2007 - 08:03:46 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.
Nachdem der deutsche Blue Chip Index in den vergangenen vier Handelstagen über 5 % zugelegt habe, hätten gestern wieder einmal die Verkäufer den Aktienmarkt beherrscht. Bereits vor der Eröffnung der New Yorker Börse habe sich ein Angebotsüberschuss durchgesetzt, der durch den Handel an der Wall Street noch einmal verstärkt worden wäre. Die charttechnische Unterstützung aus dem Reaktionshoch von Ende Juli um 7.630 Punkte habe dabei nicht verteidigt werden können.
Mit Blick auf die Markttechnik erscheine die gestrige Konsolidierung im Sinne der kurzfristig überkauften markttechnischen Lage mehr als überfällig. Auch wenn die wichtige Unterstützung um 7.630 Zählern nicht verteidigt worden wäre, bleibe aus Sicht der Handelsexperten bei der DZ Bank der kurzfristige Aufwärtstrend von Mitte August intakt. Im Falle weitergehender Einbußen sollte eine kurzfristig positive Einschätzung erst bei einem markanten Unterschreiten der 7.520er Marke (38,2 %-Retracement des tertiären Aufwärtstrends) revidiert werden. Solange dies nicht geschehen sei, wäre dem DAX charttechnisch ein Potenzial bis rund 8.000 Stellen zuzubilligen.
Über all diesem schwebe jedoch weiterhin die unerfreuliche Zyklentechnik über den internationalen Aktienmärkten. Hier würden historische Vergleiche aus Sicht der Marktkenner zeigen, dass gegenwärtig nicht nur die saisonal schwächste, sondern zugleich auch im Rahmen des Zehnjahreszyklus die ungünstigste Handelperiode des Jahres zu erwarten wäre. Dadurch bestünden im weiteren Verlauf noch einmal erhöhte Kursrisiken für den Aktienmarkt, die jedoch der charttechnischen Bestätigung bedürfen würden.
http://194.97.1.200/charts/1600000/20070906_1606061_1.gif
DAX, wichtiges Unterstützungscluster
06.09.2007 - 09:06:31 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.
Der DAX habe gestern der kurzfristig überkauften Marktlage (z. B. RSI auf Stundenbasis) Tribut gezollt. Inzwischen sei auch der MACD in diesem Zeitfenster negativ zu interpretieren. Auf der Unterseite falle allerdings auf, dass das gestrige Tagestief (7.591 Punkte) fast exakt mit dem jüngsten Verlaufstief bei 7.595 Zählern zusammenfalle. Gleichzeitig verlaufe auf diesem Niveau inzwischen der kurzfristige Aufwärtstrend seit dem 29.08.2007 (aktuell ebenfalls bei 7.595 Stellen).
In Verbindung mit der Nackenlinie (aktuell bei 7.568 Punkten) der inversen S-K-S-Formation würden diese Marken aus Sicht der Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt ein wichtiges Unterstützungscluster bilden, dessen Unterschreiten das Chartbild signifikant verschlechtern würde.
Die Absicherung für bestehende Long-Positionen sollte deshalb auf das Niveau der oben genannten Nackenlinie angehoben werden. Im Negativfall wäre die Wirkung der inversen S-K-S-Formation negiert und im ersten Schritt dürfte das Gap vom 31.08.2007 bei 7.537/30 Zählern geschlossen werden. Danach rücke laut den Marktexperten bereits die 200-Stundenlinie (aktuell bei 7.478 Punkten) ins Blickfeld der Investoren.
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Technischer Tageskommentar
[Gepostet am 06.09.2007 um 12:34 Uhr ]
(US-Märkte)
Wir betonten gestern an dieser Stelle, dass die US-amerikanischen Aktienmärkte wohl das Gröbste überstanden hätten, dass aber immer wieder mit Rückschlägen im Zuge neuer Hiobsbotschaften von der weiter brodelnden Kreditfront zu rechnen sei. Diese Einschätzung wurde am gestrigen Handelstag prompt bestätigt und führte dazu, dass die hier besprochenen Indizes ihre am Vortag errungenen Kursgewinne gleich wieder hergeben mussten.
Aus technischer Sicht kam der Rücksetzer durchaus nicht überraschend. Nach den starken Avancen der Vorwochen galten besonders die NASDAQ’s kurzfristig als überkauft. Der NASDAQ 100 hatte vom Verlaufstief in der Spitze 227 Punkte oder 12.5 Prozent innerhalb von knapp drei Wochen zugelegt und handelte nur noch rund 1.4 Prozent von seinem Mehrjahreshoch entfernt.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-09-06I.jpg
Als Folge der wieder nachgebenden Aktienmärkte kletterte das „Angstbarometer“ VIX wieder spürbar nach oben, auch wenn man von den panischen Ausschlägen von Mitte August noch weit entfernt ist. Hier dürfte es erst eine endgültige Entwarnung für die Märkte geben, wenn sich eine mögliche, etwas verzerrte SKS-Formation mit Werten unterhalb der 20 nach unten auflöst.
Angeführt wurde die Abwärtsbewegung von den „üblichen Verdächtigen“, wenn es neue negative Meldungen vom Immobilien- und Kreditsektor gibt, den Finanz- und Bauwerten. Einem Bericht der National Association of Realtors zufolge, fiel der Index der schwebenden Hausverkäufe im Juli um 12.2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen in 2001. Experten hatten ein Minus von 2.2 Prozent erwartet, und angesichts der Tatsache, dass der Wert noch ermittelt wurde, bevor es an der Kreditfront im August „richtig“ zur Sache ging, dürften weitere grobe Tiefschläge von dieser Seite her zu erwarten sein. Eine andere Studie der New Yorker Real Capital Analytics zeigte einen Einbruch bei den Verkäufen von Gewerbeimmobilien und Mehrfamilienhäusern um satte 50 Prozent im Juli gegen den Vormonat, was den niedrigsten Umsatz seit August 2006 widerspiegelte.
Zudem wurden auch die Befürchtungen weiter geschürt, dass die Kreditkrise Auswirkungen auf die breite Konjunktur haben dürfte. Der private Bericht der ADP Employer Services wies für den August die niedrigste Anzahl an Neubeschäftigten seit Juni 2003 aus. Mit 38.000 neu geschaffenen Stellen wurden die Konsensschätzungen von 80.000 signifikant unterschritten. Die „offiziellen“ Arbeitsmarktdaten werden am Freitag erwartet. Die Organization for Economic Cooperation and Development (OECD) nahm zudem ihre Schätzungen für das US-Wirtschaftswachstum in 2007 von 2.1 Prozent auf 1.9 Prozent herunter. Nur das Beige Book der Fed ignorierte dieses wahre Gruselkabinett an konjunkturellen Neuigkeiten. Die Auswirkungen der Kreditkrise auf die breite Wirtschaft seien „begrenzt“, und die Konjunktur würde landesweit weiterhin anziehen.
An der Kreditfront wird dies freilich etwas anders gesehen. Die Fed-Funds-Futures reflektieren mittlerweile eine 72-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Senkung der Target-Rate um einen halben Prozentpunkt auf 4.75 Prozent. Die Situation bleibt weiter angespannt. Der neueste Beleg dafür ist das starke Anziehen des Eurodollar-Interbankensatzes (LIBOR) in London. Der LIBOR schnellte mit 5.72 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2001 und auch der EURIBOR kletterte mit 4.76 Prozent auf ein Sechsjahreshoch. Zwar öffneten die europäischen Notenbanken sofort die Liquiditätsschleusen, aber eine Entspannung ist diesbezüglich noch nicht in Sicht. In den letzten Jahren lag der Dreimonats-Dollar- LIBOR durchschnittlich 21 Basispunkte oberhalb der Fed-Target-Rate – aktuell sind es 47. Die Bedeutung dieser Entwicklung macht eine Zahl deutlich: Nominal 330 Milliarden Dollar oder 40 Prozent aller in 2007 emittierten US-Unternehmensanleihen nutzten den LIBOR als Bemessungsgrundlage.
Die neuerlichen Verwerfungen lassen natürlich auch wieder die Spekulationen über eine weitere, außerplanmäßige Diskontsatzsenkung der US-Notenbank hochkochen. Nach Einschätzung einiger Analysten wie Jan Hatzius von Goldman Sachs könnte ein solcher Schritt für neue Turbulenzen an den Finanzmärkten sorgen, weil dies als Zeichen interpretiert werden könnte, dass die Fed sich nicht auf eine Senkung der Target-Rate vorbereitet. Wie zuvor erwähnt, wird ein deutlicher Zinsschritt – ob er Sinn macht oder nicht – in den Märkten aktuell eingepreist.
Unternehmensseitig stand die Citigroup im Mittelpunkt des Interesses. Deren außerbilanzielle Zweckgesellschaften, so genannte Conduits und Structured Investment Vehicles (SIVs), sollen laut Wall Street Journal in Schwierigkeiten geraten sein durch den Zusammenbruch des Marktes für kurzlaufende Commercial Papers. Das Management der Citigroup SIVs widersprach dem Bericht und betonte die Robustheit des Asset-Portfolios.
Auch eine andere Meldung ließ aufhorchen: Die Zahl von Bonds von Unternehmen in finanziellen Engpässen (Distressed Bonds) stieg seit Juni um mehr als das fünffache, reflektiert durch den Merrill-Lynch-Distressed-Bond-Index. Die durchschnittliche Rendite dieser Bonds liegt mittlerweile über 10 Prozent oberhalb der vergleichbaren Staatsanleihen, was die Spekulation auf weiter steigende Kreditausfälle widerspiegelt. Junk Bonds, also Anleihen unterhalb des Baa3 oder BBB- Ratings, rentierten Mitte August durchschnittlich um 4.59 Prozent oberhalb der Staatsanleihen, was dem höchsten Abstand seit drei Jahren entsprach. Noch im Juni betrug der Abstand lediglich 2.41 Prozent, was ein Rekordtief markierte. So schnell hat sich das Bewusstsein für Risiko wieder gewandelt. Einerseits ist dies ein absolut gesunder und überfälliger Prozess. Auf der anderen Seite wurden die Märkte natürlich von der atemberaubenden Geschwindigkeit der Anpassung kräftig durchgeschüttelt, und die Nachwehen dieser Neuadjustierung des Faktors Risiko hallen bis heute nach.
Auf die Technologiewerte drückte zusätzlich die Ankündigung von Apple, den Preis für die Top-Version von iPhone von 599 Dollar auf 399 Dollar herunterzunehmen. Apple, die Lokomotive der letzten Tage, wurde daraufhin mit einem Minus von rund 5 Prozent abgestraft. Auch der zuvor so rasant aufholende NASDAQ 100 konnte sich dem nicht mehr entziehen, was im Tageschart durch ein überaus negatives Schiebemuster belegt wird.
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Formal bleibt damit der supersteile sekundäre Aufwärtstrend seit Mitte August weiter intakt, musste nun aber einen ersten Verlust an Momentum hinnehmen, der aber angesichts der kurzfristig überkauften Lage durchaus zu erwarten war. Der Absacker führte den NASDAQ 100 zurück in die Regionen des alten Widerstandes bei 1995. Die steil ansteigende Trendlinie geriet noch nicht in Gefahr. Im Wochenchart formt sich aktuell ein Shooting-Star ähnliches Muster, das für die leichte Ermüdung des jungen Sekundärtrends stehen könnte. Noch aber hat der Index zwei Tage Zeit, den stark ausgeprägten Docht etwas zu stutzen. Langfristig bleibt der NASDAQ 100 oberhalb des Verlaufstiefs bei 1805 weiterhin bullish. Eine Bestätigung dafür gibt es aber erst wieder mit einem neuen Mehrjahreshoch.
Beim NASDAQ Composite war die Aufwärtsbewegung zuvor nicht ganz so schwungvoll. Der Widerstand vom 8. August bei 2627 wurde nur mit Ach und Krach genommen. Hier könnte sich eine Stauzone zwischen alten Widerstand bei 2576 und dem am Vortag markierten Verlaufshoch bei 2644 herauskristallisieren.
Die Standardwerteindizes konnten in den letzten Wochen ohnehin nicht mit dem Tempo der NASDAQ’s mithalten. Dafür ging es gestern auf der Unterseite aber genauso schnell Richtung Süden. Der Dow Jones Industrial schob sich unter das Vortagestief und erreichte bereits das Niveau der steil ansteigenden Trendlinie seit Mitte August.
Oberhalb der 13034 würde der zarte, sekundäre Aufwärtstrend weiter Bestand haben. Ein Scheitern der Aufholjagd so deutlich unterhalb des Rekordlevels wäre bearish zu werten und erhöht die Wahrscheinlichkeit des Übergangs in eine breite, nervöse Konsolidierungsphase. Auch im Wochenchart wird der Schwungkraftverlust nach der überaus bullishen Kerze der Vorvorwoche nun deutlicher. Langfristig zeigt der Richtungspfeil aber für den Dow oberhalb des Korrekturtiefs bei 12518 weiterhin nach oben, auch wenn die Hoffnungen der Aktienbullen auf eine schnelle Fortsetzung des Primärtrends nun wieder einen leichten Dämpfer bekommen haben.
Der S&P 500 vollzog bereits eine leichte Impulswende nach unten, die so knapp unterhalb des Widerstandes bei 1503 einen zusätzlich negativen Beigeschmack bekommt. Die frische Aufwärtstrendlinie wurde aber noch nicht angesteuert, so dass auch hier der Sekundärtrend weiterhin noch nach oben zeigt.
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Bei den beiden anderen hier besprochenen Dow Jones Indizes kann davon keine Rede sein. Der Dow Jones Transportation Index trug unangefochten die „rote Laterne“ und bestätigte mit der schroffen Impulswende nach unten die aktuelle Schiebezone zwischen 4732 und 4958. Erst der Ausbruch nach oben würde einen mittelfristigen Aufwärtstrend konkretisieren. Mit dem Bruch der Unterkante dürfte dagegen schnell wieder das Verlaufstief vom 16. August ins Spiel kommen.
Nach der feinen Performance vom Vortag fiel auch der Dow Jones Utility wieder schnell in seinen typischen Trott zurück. Der Versorgerindex blieb an der ersten fallenden Trendlinie hängen und bestätigte damit sein nervöses, sekundäres Konsolidierungscluster, das aber immer noch eher einen negativen Bias ausweist.
Die zu Beginn geschilderten Hiobsbotschaften von der Kredit- und Immobilienfront waren natürlich so richtig nach dem Geschmack der Bullen unter den Händlern für US-Staatsanleihen. Der sichere Hafen hatte seine Tore wieder voll geöffnet, was dementsprechend fleißig genutzt wurde. Eine Zahl reflektiert sehr gut die Dynamik der Bewegung der letzten Monate: Die Rendite der 2y-T-Notes hat nun bei knapp oberhalb 4 Prozent das Niveau der vergleichbaren deutschen Papiere erreicht. Vor sechs Monaten handelten die US-Zweijährigen noch mit einem Aufschlag von 72 Basispunkten. Diese Entwicklung ist auch ein Beleg dafür, dass der Markt aktuell eine signifikante Zinssenkung der US-Notenbank erwartet.
Die hier diskutierten US-Zinsfutures bestätigten in der Konsequenz ihre mittelfristigen Aufwärtstrends mit neuen, eindrucksvollen Verlaufshochs. Die jüngsten, kleinen Stauzonen wurden rasch Trend bestätigend aufgelöst, so dass die Sekundärtrends sogar weiter akzelerieren, was in diesem Zeitfenster eine zunehmend überkaufte Lage initiiert.
Mit dem Top vom Mai bei 112.31 hat nun auch der Long-Bond-Future einen wichtigen Widerstand im strategischen Sinne durchbrochen. Der übergeordnete Abwärtstrend ist nun auch formal als endgültig beendet anzusehen. Der Future tickt aber nun exakt an die fallende Trendlinie seit 2005, was in Kombination mit der mittelfristig überkauften Lage das Reaktionsrisiko steigen lässt.
Beim 10y-T-Note-Future konkretisiert sich immer mehr die primäre Trendumkehr nach oben. Die fulminante Aufwärtsbewegung der letzten drei Monate vollendete eine markante, langfristige Bodenbildungsformation. Fundamental wird die Trendwende von der Spekulation auf eine Ausweitung der Krise auf die breite Wirtschaft und die Hoffnung auf signifikante Zinssenkungen getragen. Ob diese Sichtweise trotz eines möglicherweise dadurch einbrechenden Dollars aufgeht, wird man spätestens nach der nächsten Fed-Sitzung am 18. September wissen.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Matthias Hütgens
matthias.huetgens@wagner-wertpapier.de
EZB hält Leitzins konstant
von Tobias Bayer (Frankfurt)
Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt den wichtigsten Leitzins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld bei 4,0 Prozent. Bei einem Schnelltender teilte sie 42,25 Mrd. Euro zu. Der Euro wertete nach der Liquiditätsspritze auf.
Bis zuletzt war gerätselt worden, wie sich die EZB bei den Zinsen entscheiden würde: Noch vor wenigen Wochen hatte Notenbank-Präsident Jean-Claude Trichet die Märkte auf eine Erhöhung der Zinsen im September eingestimmt. Wegen des kräftigen Wirtschaftsaufschwungs und der damit verbundenen Inflationsgefahren waren weitere Erhöhungen erwartet worden. Inzwischen gilt unter Volkswirten aber als offen, ob die Notenbank bis Jahresende die Zinsen noch anheben wird.
Neben der EZB beließ auch die die Bank of England (BoE) den Leitzins unverändert bei 5,75 Prozent. Die BoE kündigte an, die Entwicklung an den Märkten weiterhin eng zu begleiten. Es sei noch zu früh, um den Einfluss der Finanzmarkt-Turbulenzen auf Firmen und Verbraucher zu beurteilen. Der Preisdruck gebe weiterhin Anlass zur Sorge. Die Aktienkurse an den europäischen Börsen gaben nach dem Zinsentscheid deutlich nach.
Markt reagiert auf Tender mit Erleichterung
Der Zinssatz des Schnelltenders lag bei 4,06 Prozent, der gewogene Durchschnittssatz bei 4,13 Prozent. 46 Banken hatten Gebote für insgesamt knapp 91 Mrd. Euro abgegeben, wie die EZB am Donnerstag mitteilte.
Der Markt reagierte auf die Liquiditätsspritze mit Erleichterung. Der Satz für Übernachtkredite (Tagesgeld) ging auf 4,1 Prozent zurück. Am Mittwoch waren die Sätze für Tagesgeld auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren gestiegen. Auch der Euro legte zu und notierte bei 157,44 Yen. Zwischenzeitlich war er zuvor auf 156,76 Yen gefallen.
OECD fordert Zinssenkung
Europas Zentralbanken stemmen sich mit den Stützungsaktionen gegen die Vertrauenskrise an den Finanzmärkten. Die BoE hatte am Mittwoch erstmals seit Ausbruch der Turbulenzen am heimischen Geldmarkt eingegriffen. Sie hatte angekündigt, den Banken mehr kurzfristige Mittel zur Verfügung zu stellen, um den starken Anstieg der Zinsen für Übernachtkredite unter Banken zu bremsen. Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten hatte die EZB im August bereits mehrfach zusätzliches Geld in Milliardenhöhe zur Verfügung gestellt, um eine Kreditklemme und einen weiteren Anstieg der kurzfristigen Zinsen zu verhindern.
Zugleich wird der Ruf nach geldpolitischen Konsequenzen aus der Krise lauter. Die Industrieländerorganisation OECD legte der US-Notenbank Fed nahe, den Leitzins zu senken. Die EZB solle auf eine weitere Straffung der Geldpolitik vorerst verzichten, wegen des noch vorhandenen Inflationsdrucks die Zinsen aber noch nicht senken.
"Die jüngsten Entwicklungen haben gravierende Mängel in den weltweiten Kreditmärkten offengelegt", sagte OECD-Chefökonom Jean-Philippe Cotis. Eine Rezession in den USA sei nicht auszuschließen. Die Fed schreibt in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht Beige Book indes, dass die Hypothekenkrise jenseits des Bausektors nur "begrenzt" Spuren hinterlassen habe. Während die Banken die Kreditstandards im Immobiliengeschäft verschärfte hätten, seien "Kreditangebot und Kreditqualität für die meisten Konsumenten und Unternehmen gut". Berücksichtigt wurden Daten bis Ende August
Aktuelle Terminnachrichten, Strategien und Know-How...
Dow Jones, 13.500er Level bleibt das Ziel
06.09.2007 - 11:30:12 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).
Der Dow Jones habe im gestrigen Handel die ersten Rücksetzer in Richtung 13.200 Punkte eingefahren. Noch sind diese Abgaben nach Meinung der Analysten als Pullback einzustufen. Im Bereich bei 13.100/200 Stellen sollte der Index dann wieder seine Aufwärtsbewegung aufnehmen. Ziel sei das 13.500er Niveau.
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Dow Jones, langfristig steigende Kurse
06.09.2007 - 11:50:41 Uhr
Ross Trading
Frankfurt (derivatecheck.de) - Der technische Analyst K. P. Kagels bei Ross Trading berichtet von langfristigen Tendenzen und den Aussichten beim Dow Jones (DJ).
Der unten abgebildete Chart des Dow Jones (DJ) zeige die jährliche Kursentwicklung von 1959 bis zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Analyse unter Verwendung einer logarithmischen Skalierung der Kursachse, so erklärt der Marktexperte bei Ross Trading. Ein Notierungsstab spiegele genau ein Kalenderjahr wider. Der letzte Kursstab in dem Chart zeige die bisherige Entwicklung des Jahres 2007.
Der langfristige Aufwärtstrend des Dow Jones Index sei aus Sicht des Jahrescharts intakt und impliziere für sich genommen weiter steigende Aktienkurse. Die grün eingezeichnete Aufwärtstrendlinie zeige eine Projektion des langfristigen Aufwärtstrends für die nächsten Jahre. Erst Kurse unter dem bisherigen Tief des Jahres 2007 bei 11.940 Punkten würden die positiven Aussichten stark eintrüben. Es wäre dann eine Neuschätzung notwendig.
Wie in dem Chart zu sehen sei, wäre der Dow Jones Anfang der 1980er Jahre aus der langen Seitwärtsbewegung der 1960er und 1970er Jahre nach oben ausgebrochen. Das Jahr 1983 habe einen ersten Ross-Haken (RH, rot eingezeichnet) bei 1.297 Zählern hinterlassen, da der Markt im Jahr 1984 nicht das Hoch des Vorjahres überschritten hätte. Aber im Jahr 1985 habe der Markt neue historische Hochs erreicht und sich über das Niveau des vorangegangenen Ross-Hakens hinaus bewegt, womit nun nach der Chartlehre von Joe Ross ein etablierter Aufwärtstrend vorgelegen habe.
Es wäre ein 16 Jahre andauernder Anstieg der Aktienkurse bis zum Frühjahr 2000 gefolgt. Auf dem Weg dorthin habe der Crash des Jahres 1987 einen zweiten Ross-Haken hinterlassen, da der Markt es nicht geschafft hätte, die Verluste des Jahres 1987 schon im nächsten Jahr wieder auszugleichen. Erst im Jahr 1989 wäre der Ross-Haken des Jahres 1987 überschritten, somit der epochale Aufwärtstrend erneut bestätigt worden.
Vom Jahr 1990 bis zum Jahr 2000 hätte sich jeder jährliche Kursstab im Verhältnis zum Vorjahr mit einem höheren Hoch und einem höheren Tief entwickelt bis das historische Hoch bei 11.750 Stellen erreicht worden wäre. Das Jahr 2001 sei dann das erste Jahr seit 1982 gewesen, welches tiefere Kurse als das Vorjahr aufgewiesen habe. Auch hätte es der Markt es nicht geschafft, das Hoch des Jahres 2000 zu überschreiten, wodurch dort ein dritter und letzter Ross-Haken am Ende der Jahrhunderthausse entstanden wäre.
Die Korrektur des Aktienmarktes habe sich im Jahr 2002 verstärkt fortgesetzt und der Dow Jones sei bis Oktober 2002 auf ein Niveau von 7.197 Punkten gefallen. Das Jahr 2003 habe eine kräftige Kurserholung gebracht, und mit dem Überschreiten des Vorjahreshochs bei 10.462 Stellen wäre im Jahr 2004 wieder ein langfristiges Kaufsignal in Form des "Tricks des Traders" generiert worden. Das Jahr 2005 habe eine sehr niedrige Volatilität aufgewiesen und insgesamt wenig Kursbewegung mit sich gebracht.
Im September 2006 hätte der Dow Jones Index das Hoch des Jahres 2000 mit dem Ross-Haken (RH) bei 11.750 Zählern überschritten, womit ein neues langfristiges Kaufsignal generiert worden sei. Zu Beginn des Jahres 2007 wäre gleich das Vorjahreshoch bei 12.530 Punkten überschritten worden und der Aufwärtstrend setze sich weiter fort.
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Dow Jones, 13.500er Level bleibt das Ziel
06.09.2007 - 11:30:12 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).
Der Dow Jones habe im gestrigen Handel die ersten Rücksetzer in Richtung 13.200 Punkte eingefahren. Noch sind diese Abgaben nach Meinung der Analysten als Pullback einzustufen. Im Bereich bei 13.100/200 Stellen sollte der Index dann wieder seine Aufwärtsbewegung aufnehmen. Ziel sei das 13.500er Niveau.
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... wer darauf setzt ist sein Geld los.
Report: Greenspan Says Turmoil Like '98
Thursday September 6, 11:57 pm ET
Report: Greenspan Says Market Turmoil Like '98, '87
NEW YORK (AP) -- "The human race has never found a way to confront bubbles," Former Federal Reserve Chairman Alan Greenspan said Thursday in reference to the euphoria that can precede contractions, or reactions, like the current market turmoil, according to a published report.
Greenspan, speaking to economists in Washington, D.C., compared the turmoil to that of 1987 and in 1998, when the giant hedge fund Long-Term Capital Management nearly collapsed, The Wall Street Journal reported on its Web site.
"The behavior in what we are observing in the last seven weeks is identical in many respects to what we saw in 1998, what we saw in the stock-market crash of 1987, I suspect what we saw in the land-boom collapse of 1837 and certainly the bank panic of 3/8 1907," Greenspan said at the event organized by the Brookings Papers on Economic Activity, according to the Journal.
Greenspan, now a private consultant, said euphoria takes over when the economy is expanding and leads to bubbles, "and these bubbles cannot be defused until the fever breaks," the Journal said.
Bubbles can't be defused through incremental adjustments in interest rates, he suggested, the paper reported. The Fed doubled interest rates in 1994-95, and "stopped the nascent stock-market boom," but when stopped, stocks took off again. "We tried to do it again in 1997," when the Fed raised rates a quarter of a percentage point, and "the same phenomenon occurred."
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Dow Jones, 13.500er Level bleibt das Ziel
06.09.2007 - 11:30:12 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX-Futures (FDAX).
Der Dow Jones habe im gestrigen Handel die ersten Rücksetzer in Richtung 13.200 Punkte eingefahren. Noch sind diese Abgaben nach Meinung der Analysten als Pullback einzustufen. Im Bereich bei 13.100/200 Stellen sollte der Index dann wieder seine Aufwärtsbewegung aufnehmen. Ziel sei das 13.500er Niveau.
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... wer darauf setzt ist sein Geld los.
http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1d&type=CONNECTLINE&¤cy=&&lSyms=INDU.DJI&lColors=0x000000&sSym=INDU.DJI&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=10d&type=candle&¤cy=&&lSyms=INDU.DJI&lColors=0x000000&sSym=INDU.DJI&hcmask=
http://http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=3m&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=simple&ind=BB&ind0=RSI&ind1=SST&¤cy=&lSyms=INDU.DJI&lColors=0x000000&sSym=INDU.DJI&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=1y&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=simple&ind=BB&ind0=RSI&ind1=SST&¤cy=&lSyms=INDU.DJI&lColors=0x000000&sSym=INDU.DJI&hcmask=
M. M. nach schaut die Börse nicht so sehr auf die Charttechnik, sondern auf die fundamentalen Daten! Die Bewegungen richten sich viel mehr nach der Zinspolitik und anderen Daten!
Notenbanker spielen Zünglein an der Waage
06.09 18:00
Selbst sichere Anlagen sind in der derzeitigen Finanzkrise angeschlagen. Experten schliessen einen Crash nicht mehr aus. Helfen können nur noch die Zentralbanken.
Die regelmässigen Finanzspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Fed zeigen, dass sich die Kreditmärkte keinesfalls stabilisiert haben. «Die Probleme sind überhaupt nicht gelöst, sondern haben sich auf sichere Anlagebereiche ausgeweitet», sagt Stefan Muheim, Kreditmarkt-Experte und Fondsmanager bei der Bank Clariden Leu.
Märkte, die normalerweise problemlos funktionieren, etwa derjenige für so genannte Asset Backed Commercial Papers (ABCP), sind heute völlig blockiert. Anleger flüchten in sichere Anlagen wie Staatsanleihen.
Ursprünglich handelte es sich um eine kleine Krise auf dem US-Häusermarkt. Doch sie weitete sich schnell auf strukturierte Kreditderivate (etwa Collateralised Debt Obligations) aus. Jetzt hat sie den Geldmarkt erreicht.
Das sind neue Dimensionen: Allein der Markt für ABCP hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt, auf rund 1200 Milliarden Dollar. Das entspricht knapp drei Mal dem Schweizer Bruttoinlandprodukt. In den letzten drei Wochen hat er sich um 200 Milliarden Dollar reduziert. «Es gibt derzeit keine Anzeichen, dass sich die Lage beruhigen könnte», so Muheim.
Das mögliche Verlustpotenzial kann man nur schwer beziffern. Man weiss nicht genau, wer die ABCP besitzt. Über Zweckgemeinschaften zur Auslagerung der Kreditrisiken, so genannte Conduits, Structured Investment Vehicles (SIV) oder SIV-lite, sind auch Banken involviert, darunter etwa Grossbanken wie Credit Suisse. Das maximale Verlustrisiko der Gruppe beläuft sich gemäss dem letztjährigen Geschäftsbericht auf 12,5 Milliarden Franken. Offiziell Stellung nehmen wollte niemand. Die UBS sagte auf Anfrage, man habe praktisch «kein Exposure» gegenüber Conduits oder ähnlichen Vehikeln.
Jetzt kommt es vor allem auf die EZB und das US-Fed an. «Entscheiden sie sich für massive Zinssenkungen, könnte sich die Situation in den nächsten zwei, drei Monaten beruhigen. Gehen sie aber davon aus, dass sich die Märkte selber regulieren können, so dürften wir einen regelrechten Crash sehen», ist Muheim überzeugt.
(Marc Fischer)
Technischer Morgenkommentar vom 06. September 2007
Obwohl die US-Notenbank in ihrem Konjunkturbericht „Beige Book“ feststellte, dass die Immobilienmarktkrise und die daraus resultierenden Turbulenzen an den Finanzmärkten die Wirtschaft nur in Grenzen beeinflusst, irritierten überraschend schwache Daten des US-amerikanischen Immobilienmarktes die Marktteilnehmer.
Wie Beobachter berichteten, hatte der Verband der US-Immobilienmakler NAR für Juli einen deutlichen Rückgang der vertraglich vereinbarten, aber noch nicht vollzogenen Häuserverkäufe gemeldet. Da diese Daten die Situation im Juli widerspiegeln, die Probleme aber erst im August begannen, wird geschlussfolgert, dass die Augustveröffentlichungen daher noch schwächer ausfallen werden. Wäre dies so, ist der Bezug zur Beeinflussung der Realwirtschaft griffig. Ein erster Hinweis darauf wird in dem ebenfalls überraschend schwachen ADP-Arbeitsmarktbericht gesehen, der ebenfalls am gestrigen Berichtstag veröffentlicht wurde. Wie es hieß, könnte dieser Bericht ebenfalls einen Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der USRegierung geben, der am Ende der Woche veröffentlicht wird.
Wie in der Presse mitgeteilt wird, wird das „Beige Book“ von Seiten der Marktteilnehmer als durchwachsen angesehen, zumal die Notenbank den Inflationsdruck als wenig verändert bezeichnet. Die Erwartungshaltung, in der nächsten Fed-Sitzung jedoch eine Zinssenkung zu erleben, ist unverändert im Markt gültig.
Was der Aktie ihr Leid, ist der Rente ihre Freud, könnte man auch als Motto des gestrigen Handelstages festhalten. Die Renten-Futures kletterten im Ergebnis der Rahmendaten und der Aktienmarktschwäche. Der FGBL näherte sich im Tageshoch, innerhalb der Konsolidierungszone, seiner oberen Bereichsbegrenzung an, beide von uns analysierten US-T-Bond-Futures setzten ihre Aufwärtstrends entsprechend fort und markierten neue Bewegungshochs im laufenden Trend. Im Ergebnis übersprang der Future auf den 30 jährigen Bond das definierte Widerstandsband im Bereich knapp über 112*0000, welches sich in den Monaten April / Mai ausbildete und bestätigte.
Markttechnisch betrachtet, wird der Aufwärtsimpuls bestätigt.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
Technischer Morgenkommentar
[Gepostet am 07.09.2007 um 08:16 Uhr ]
Internationale Aktienmärkte
Die amerikanischen Aktieninidzes konnten gestern kleine Gewinne verbuchen, die vorwiegend auf Titel aus dem Einzelhandels- und dem Rohstoffsektor zurückgingen. Standard- wie Technologiewerte bewegten sich jedoch in einer engen Handelsspanne und holten die Verluste vom Mittwoch nicht ganz auf.
Die Indizes legten einen weiteren Konsolidierungstag ein. Die Augen sind im Moment auf die Aktionen der Zentralbanken gerichtet. Neben unterstützenden Operationen im Offenmarkt, die mal als Zeichen einer tiefergreifenden Finanzkrise, mal als rettender Anker interpretiert werden, ruhen die Augen natürlich vor allem auf der kommenden Fed-Sitzung, von der der Markt eine Zinssenkung erwartet. Im Vorfeld beherrscht das Spannungsfeld zwischen möglicher Rezession und einer lediglich auf den Subprime-Sektor begrenzten Krise das Marktgeschehen. Den US-Indizes ist dies deutlich anzumerken. Sie treten seit ein paar Tagen auf der Stelle.
http://www.traders-mag.com/de/medien/wagner_07-09-07I.jpg
Der S&P 500, der im Vergleich zum Dow mehr von den Finanztiteln bestimmt wird, hat sich zwar inzwischen deutlich von den panikartigen Verkäufen am 18. August erholt, der seitdem bestehende Aufwärtstrend zeigt aber jetzt schon Ermüdungserscheinungen. Einen Ausbruch über den Widerstand bei 1503, der eine mittelfristig bullishe Umkehrformation vollenden würde, versuchte der Index bisher nicht. Hier ist Europa bereits ein Stück weiter. Der DAX überschritt eine entsprechende Chartmarke bereits am Dienstag, wenn auch noch nicht nachhaltig. Andere Indizes positionierten sich in den letzten Tagen unterhalb wichtiger Widerstandsmarken und für einen entsprechenden Ausbruch nach oben.
Der Hang Seng Index ist seit Mitte August außergewöhnlich fest und hat sich mit neuen Allzeithochs von der gedrückten Entwicklung anderer großer Märkte praktisch abgekoppelt. Vorher noch im Gleichschritt mit den den anderen Indizes marschierend, hat sich der Index der Hongkonger Börse inzwischen nicht nur von den Tiefstständen erholt, sondern auch seinen langfristigen Aufwärtstrend mit immer neuen Hochs wieder aufgenommen.
Hintergrund dieses außergewöhnlich bullishen Verhaltens ist die Öffnung der dieses Marktes für private Investoren aus der Volksrepublik China. Geld, das bislang nur die Wahl zwischen mageren und unsicheren Sparbüchern und den noch viel stärker in die Höhe getriebenen Shanghai/Shenzen-A-Aktien hatte, fließt jetzt nach Hongkong. Der Hang Seng Index profitiert natürlich davon.
Mehr zum Hintergrund dieser Entwicklung finden Sie unter:
http://www.noah-research.de/
Mehr zur Einschätzung dieser Entwicklung durch die Investmentbank Morgan Stanley unter:
http://www.noah-research.de/.
An dieser Stelle möchte ich Sie übrigens herzlich dazu einladen, meinen wöchen�*tlichen Noah Brief zu lesen, in dem aktuelle Trends ausführlich recherchiert und diskutiert werden. Unter www.noah-research.de erhalten Sie drei Ausgaben kostenlos und völlig unverbindlich.
Im krassen Gegensatz zu den China-Aktien steht der Nikkei-Index, der sich heute wieder auf dem Niveau von Anfang 2006 befindet. Der japanische Index, der damals gerade einen steilen Anstieg von rund 60 Prozent hinter sich hatte, bewegt sich seitdem mehr seitwärts als aufwärts. Rechnet man den in diesem Zeitraum stark gefallenen Yen noch hinein, ergibt sich für ausländische Anleger sogar ein Abwärtstrend. Während der in den letzten Wochen wieder etwas stärkere Yen dieser Tendenz jetzt entgegensteht, sind die exportorientierten Werte des japanischen Marktes jetzt mit dem Wegfall des Währungsvorteils konfrontiert, was sich wiederum auf die Gewinne auswirkt.
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Das wenig ermutigende Chartbild des Nikkei 225, das von nachhaltiger Underperformance und Fehlausbrüchen nach oben zeugt, wird hier durch die fundamental ungünstige Situation für japanische Unternehmen untermauert. Erst mit einem signifikanten Überschreiten der hartnäckigen Widerstandsmarke bei 18300 hätte der Index seinen langfristigen Aufwärtstrend wieder aufgenommen. Mittelfristig liegt uns für den Nikkei ein intakter, wenn auch ermüdeter Abwärtstrend vor. Im kurzfristigen Zeitfenster findet sich eine neutrale Konsolidierungszone, die sich an die technische Reaktion auf die stark überverkaufte Situation Mitte August anschließt. Ein Fall unter das Verlaufstief bei 15830 würde das Risiko eines erneuten Tests des erst im August markierten Jahrestiefs bei 15262 deutlich erhöhen.
Der Blick auf die europäischen Aktienindizes zeigt ein gemischtes Bild. Die Erholungsbewegung des DAX ist zweifellos am weitesten fortgeschritten, der niederländische AEX und der Schweizer SMI stehen immerhin kurz vor der Vollendung mittelfristig bullisher Umkehrformationen. Am bearishen Ende stehen der spanische IBEX und der italienische MIB30. Beide Indizes konnten sich nur bisher kaum von ihren Augusttiefs nach oben lösen.
Erwartungsgemäß bildet der Euro Stoxx 50 Europas goldene Mitte ab. Dem Index gelang der Sprung über das Verlaufshoch vom August bei 4374 und damit auch der Abschluss der mittelfristigen Bodenformation noch nicht, doch die seit dem 17. August wieder ansteigenden Tiefs und Hochs deuten bereits auf eine mögliche Trendwende nach oben in diesem Zeitfenster hin. Die gestern unversehrt gebliebene ansteigende Trendlinie der jüngsten Aufwärtsbewegung und der lange Docht an der Unterseite der Donnerstagskerze sind aus charttechnischer Sicht Ereignisse, die auf eine behauptete bis freundliche Eröffnung heute Morgen hinweisen.
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DAX
Widerstände: 7725, 8151
Unterstützungen: 7510, 7353, 7190
Eine freundliche Eröffnung, anschließend behaupteter Vormittags�*handel, ein Einbruch zur Handelsmitte und eine zweigeteilte Erholungsreak�*tion, die den Index letztlich wieder ins Plus hievten – so lässt sich die Achterbahnfahrt beschreiben, auf die der DAX sich gestern einließ. Die Entscheidung der EZB, den Leitzins bei 4 Prozent zu belassen, spielte dabei weniger eine Rolle als die jüngsten Liquiditätsspritzen der Zentralbanken, die von einigen Marktteilnehmern auch als Zeichen dafür gewertet werden, dass die Krise in den Kreditmärkten unter der Oberfläche weiterbrodelt. Zumindest gestern siegten Optimismus und die Nachfrageseite. Der DAX ging mit einem Gewinn von 33 Punkten oder 0.44 Prozent aus dem Handelstag.
Die lange Lunte an der Unterseite der gestrigen Tageskerze, die die Erholung am Nachmittag reflektiert, setzt ein kurzfristig bullishes Signal. Die Umkehr nach oben noch vor Erreichen der ansteigenden Trendlinie lässt sich ebenfalls positiv interpretieren. Rein charttechnisch müssten wir also von einer Eröffnung leicht im Plus ausgehen. Dagegen stehen allerdings die heutigen Verluste beim Nikkei Index von bisher 1.22 Prozent, ein stärkerer Yen und amerikanische Index-Futures, die ebenfalls nach unten tendieren. Die gemischten Vorgaben dürften das Aufwärtspotential für den Vormittagshandel also begrenzen.
Mittelfristig steht der DAX vor einer fast vollendeten bullishen Umkehrformation und damit an der Schwelle zur sekundären Trendwende nach oben. Ob sich diese tatsächlich so realisiert, wird auch von den internationalen Aktienmärkten abhängen. Der deutsche Index hat seit Monaten eine große Resistenz gegen globale Verkaufswellen und damit auch seine Fähigkeit zur Outperformance bewiesen. Für den Fall einer weiteren Abwärtsrunde gehen wir daher von vergleichsweise niedrigeren Verlusten aus. Sollten die Märkte jedoch weltweit und nachhaltig nach oben drehen, steht für den DAX ein neues Allzeithoch auf dem Plan.
Der Primärtrend des DAX, der im Jahr 2003 begann, ist noch uneingeschränkt intakt. Bis zu einer ernsthaften Gefährdung hätte der Index sogar Luft bis auf 6444 hinunter. Solange dies der Fall ist, bieten sekundäre Korrekturen Einstiegs�*möglichkeiten in strategische Long-Positionen. Eine weltweite Rezession, ausgehend von verändertem Konsumverhalten in den USA, ist aus fundamentaler Sicht derzeit die einzig echte Bedrohung für deutsche Aktien.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Andreas Otto, Noah Research (www.noah-research.de)
für Wagner Research Concepts GmbH
Andreas.otto@wagner-wertpapier.de
Dow Jones, niedrige Trendstärke
07.09.2007 - 11:32:02 Uhr
Optionsbrief
Frankfurt (derivatecheck.de) - Eindeutige Aufwärtstrends sind beim Dow Jones (DJ) in greifbarer Nähe, so berichten die technischen Analysten beim Optionsbrief.
Mit einem Anstieg von nur 16,20 Punkten (0,1 %) präsentiere sich der Dow Jones im Wochenvergleich nahezu unverändert. Die Trendkonstellation sei damit gleich geblieben. Der Dow Jones befinde sich jetzt in kurz- und langfristigen Aufwärtstrends, aber mittelfristigen Abwärtstrends. Eindeutige Aufwärtstrends in allen Zeithorizonten seien aber wieder greifbar, da der Dow Jones nur um 0,73 % ansteigen müsste, um den 100-Tage-GD bei 13.403,20 Zählern nach oben zu kreuzen. Solange sich der Dow Jones jedoch für keine eindeutige Trendrichtung entscheide, wären die nächsten Kursziele offen.
Die Handelsexperten beim Optionsbrief schlussfolgern, dass, wer sich nach der 200-Tagelinie richte, seit dem Kaufsignal vom 17.08.2007 auf der Hausse-Seite engagiert sei. Der Dow Jones präsentiere sich mit einer unverändert niedrigen Trendstärke. Das bedeute, dass bei rückläufigen Notierungen jetzt ein Trendwechsel nach unten greifbar werden würde. Aufgrund der unveränderten Trendstärke bestehe für Trend-Investments vorläufig kein Handlungsbedarf.
Die Börsenprofis empfehlen daher, die bestehenden Hausse-Positionen mit einer Investitionsquote von vorerst nur 40 % beizubehalten.
http://194.97.1.200/charts/1600000/20070907_1607219_1.gif
Dow Jones, keine technischen Impulse
07.09.2007 - 11:25:02 Uhr
HSH Nordbank
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der HSH Nordbank blicken auf das aktuelle Marktumfeld und die technische Ausgangslage des DAX.
Der Dow Jones bewege sich weiter seitwärts. Der MACD laufe parallel zum Trigger und der RSI sei genau in der neutralen Mitte, keinerlei technischer Impuls also. Bei guten Konjunkturdaten sollte aus Sicht der Handelsexperten bei der HSH Nordbank der nächste Widerstand bei 13.450 bis 13.460 getestet werden. Widerstände gebe es bei 13.450/60, bei 13.650/80 und bei 14.010 Punkten. Mit Unterstützung wäre bei 13.040, bei 12.850 und bei 12.790 Zählern zu rechnen.
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Dow Jones, positives Szenario
07.09.2007 - 11:21:01 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Der Dow Jones konnte nach Angaben der Marktbeobachter im gestrigen Handel seine Vortagesverluste leicht aufholen. Im Optimalfall bewege sich der Dow Jones nicht mehr unter die 13.320/40er Marke und setze seine Gegenbewegung in Richtung 13.500 Stellen fort. Solange diese Marke ungebrochen bleibe, betrachten die Analysten die Long-Seite als deutlich attraktiver. Eine Aufgabe der 13.240er Level würde dieses positive Szenario negieren.
http://194.97.1.200/charts/1600000/20070907_1607213_1.gif
Dow Jones, positives Szenario
07.09.2007 - 11:21:01 Uhr
JRC
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei JRC blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Der Dow Jones konnte nach Angaben der Marktbeobachter im gestrigen Handel seine Vortagesverluste leicht aufholen. Im Optimalfall bewege sich der Dow Jones nicht mehr unter die 13.320/40er Marke und setze seine Gegenbewegung in Richtung 13.500 Stellen fort. Solange diese Marke ungebrochen bleibe, betrachten die Analysten die Long-Seite als deutlich attraktiver. Eine Aufgabe der 13.240er Level würde dieses positive Szenario negieren.
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:king:
Neben meiner Prognose der Vergangenen Tage die Märkte würden fallen, möchte ich mal noch eine Prognose wagen. Es wird Montag. Nein, Spaß. Montag wird es auf jeden Fall. Also, es wird Montag so sein das alle hier anwesenden Analysten ihr Fähnchen wieder in den Wind drehen und nun nach dem sie mehrheitlich tagelang zum Kauf geblasen hatten, ins Bärenlager wechseln. Doch zu spät, der kurzfristigen Abwärtsbewegung wird schon schnell die Luft ausgehen. Noch um die hundert Punkte fallen im Dax, dann sollte sich eine kleine Erholungsbewegung einstellen. Richtung 7450 im Dax sollte dann aber schnell wieder auf die Shortseite gewechselt werden um die Abwärtsbewegung, Richtung 6800/6900 nicht zu verpassen.
Grüße aus Chemnitz
Sandro Schmalfuß
Guten Morgen Sandro:-D
Mal sehen, was kommt:-D
09.09.2007: Die Lage ist brenzlig
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dax_lang.gif
In Folge des Anstiegs über 7600 Zähler kletterten die deutschen Blue Chips in der vergangenen Woche zunächst weiter aufwärts, zogen dann aber bereits bei 7725 überraschend schnell wieder den Kopf ein. Mit dem Durchbruch der 7600 nach unten am Mittwoch war dann auch das vorige Kaufsignal wieder hinfällig, die Notierung gab in der zweiten Wochenhälfte deutlich nach. Im Vergleich der Freitagsschlusskurse summierte sich so ein Minus von 202 Punkten bzw. 2,6 Prozent.
Durch die jüngsten Kursverluste wird die Lage im Schaubild auf Wochenbasis nun schon wieder brenzlig. Während der DAX unter das mittlere Bollinger Band zurückfiel, was negativ zu werten ist, kitzelt die Notierung jetzt auch schon wieder an der aufwärtsgerichteten Trendlinie, die an der Kursentwicklung seit Sommer letzten Jahres anliegt. Knapp darunter, bei rund 7350 Zählern, verläuft aktuell auch der seit März 2003 bestehende Aufwärtstrend, der im laufenden Jahr bereits zweimal getestet und bestätigt wurde. Ein Durchbruch dieser Trendlinien nach unten würde ein mittelfristiges Verkaufsignal liefern.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dax_mittel.gif
Daher ist jetzt Vorsicht geboten, denn im unteren Chart steuert der DAX zielgerichtet auf das untere Bollinger Band bei derzeit 7333 Punkten hin. Deutet man den Fehlausbruch über 7600 Zähler als klassisches Fehlsignal, wären jetzt kräftige Kursverluste zu erwarten. Der Stochastik deutet denn auch noch etliches Abwärtspotenzial an, der MACD dürfte in nur wenigen Tagen in ein Verkaufsignal schwenken. In diesem Schaubild zeichnet sich noch ein weiterer Support bei rund 7200 Punkten ab, dort verlaufen sowohl der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Börsentage als auch das im August markierte Tief.
Insgesamt gesehen hat sich mit der raschen Rückkehr unter 7600 Zähler das Chartbild deutlich eingetrübt. Das Risiko weiter nachgebender Notierungen ist nun hoch, und schnell könnten damit weitere Verkaufsignale ausgelöst werden. Maßgebliche Unterstützungen liegen im Bereich von 7300 / 7350 Zählern und bei 7200 - ein Durchbruch dieser Marken nach unten dürfte den Bären dann spürbaren Auftrieb verleihen.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dax_kurz.gif
Technischer Morgenkommentar vom 10. September 2007
Überraschend schwache Arbeitsmarktdaten in den USA führten am Freitag zu kräftigen Abschlägen auf der Aktienseite und zu Kursgewinnen im Rentenmarkt. Sowohl der Bund-Future, als auch die beiden US-Renten-Futures auf die 10 und 30 jährigen US-T-Bonds markierten neue Bewegungshochs im Tageschart, eingebettet in ihre laufenden Aufwärtstrends.
In den Aktien-Indizes wurden die Stabilisierungsansätze der letzten Tage „neutralisiert“, markttechnisch kippte am Freitag das Bild ebenfalls. Im Bezug auf den deutschen Aktien-Index DAX ist zudem die avisierte Schulter-Kopf-Schulter-Formation als diskretionärer Signalgeber hinfällig. Im Bezug auf die beiden von uns beurteilten US-Standardwerte-Indizes, bewegen sich diese beiden wieder innerhalb ihrer Konsolidierungszone, beide NASDAQs unterschritten ihre jüngst ausgebildeten jungen Aufwärtstrends im Tageschart.
Die schwachen Arbeitsmarktdaten weckten die Angst vor einer Rezession. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sank im August um 4.000, der erste Rückgang seit vier Jahren. Prognostiziert waren dagegen 120.000 Zuwächse. Marktbeobachter vertreten nun die Ansicht, dass die Notenbank an einer Zinssenkung nicht mehr vorbei kommt.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
09.09.2007: Blue Chips tauchen wieder ab
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dow_lang.gif
Die vergangene Woche endete mit einer handfesten Enttäuschung. Nach dem technischen Kaufsignal, das der Dow durch den Bruch seines Abwärtstrends gegeben hatte, bröckelten die Kurse schon am Mittwoch wieder ab. Der leichte, aber beständige Verkaufsdruck ließ den Dow abfallen, bis am Freitag dann der Support bei 13270 Punkten durchbrochen wurde. Prompt war dann die schwarze Tageskerze auch länger. Unterm Strich blieb ein Wochenminus von 244 Punkten oder 1,8 Prozent.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dow_mittel.gif
Die Aussichten haben sich durch diese Entwicklung schneller wieder eingetrübt als erwartet. Zwar hält sich der Dow noch über seiner 200-Tage-Linie, doch die 100-Tage-Linie im mittleren Schaubild ist bereits nach unten durchbrochen. Der MACD auf Tagesbasis fällt, und der Stochastik deutet auch kurzfristig auf weiteres Abwärtspotenzial hin. Die nächst tiefere Unterstützung liegt bei 12800 Punkten. Sollte dem Dow nicht gleich zu Wochenbeginn das Rebreak über die wichtige Chartmarke bei 13270 Zählern gelingen, dann können spekulativ eingestellte Anleger auf Puts setzen.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/dow_kurz.gif
09.09.2007: Weitere Kursverluste voraus
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/nasdaq_lang.gif
Die Hoffnung auf weiter steigende Kurse bei den Technologiewerten löste sich in der vergangenen Woche rasch in Wohlgefallen auf, denn bereits bei dem erstgenannten Widerstand im Bereich von 2635 Zählern drehte der Nasdaq Composite wieder nach unten. So schmolzen die anfänglichen Kursgewinne schnell dahin und am Freitag stand im Wochenvergleich ein Minus von 31 Punkten bzw. 1,2 Prozent zu Buche.
Im Chart auf Wochenbasis prallte die Notierung im Bereich der aufwärtsgerichteten Trendlinie, die an der Aufwärtsbewegung seit Sommer letzten Jahres anliegt, nach unten ab. Dies deutet darauf hin, dass es sich bei den Kursgewinnen der Vorwochen nur um eine Pullback-Reaktion handelte. Zudem endete der jüngste Anstieg bereits klar vor Erreichen des oberen Bollinger Bandes, was auf eine Schwäche der Bullen hinweist. Daher ist das Risiko seit der letzten Woche deutlich gestiegen, weiter bröckelnde Kurse könnten schnell in einen kräftigen Abwärtsschub münden.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/nasdaq_mittel.gif
Auch das untere Schaubild weckt jetzt nicht gerade grenzenlose Euphorie. Hier durchbrach die Notierung bereits das mittlere Bollinger Band nach unten, und der Stochastik drehte gerade erst auf Verkaufen. Der noch eingezeichnete Support bei 2525 Punkten verlor im August merklich an Bedeutung, die nächst tiefere tragfähige Unterstützung liegt erst wieder bei 2400 Zählern.
Daher ist die Gefahr eines deutlichen Abwärtsschubs bei den Technologiewerten jetzt hoch. Übernehmen die Bullen nicht gleich zu Wochenbeginn das Kommando und hieven den Index wieder in höhere Regionen, sollten sich Anleger nach unten orientieren und durchaus mit einem Rückgang bis auf 2400 Punkte rechnen.
http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/nasdaq_kurz.gif
Guten Morgen Sandro:-D
Mal sehen, was kommt:-D
Hallo, nochmal eine Chance Puts zu kaufen \\:D/.
DAX, positiver Trend nimmt ab
10.09.2007 - 08:06:06 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.
Nachdem bereits im Donnerstagshandel ein hoch volatiles Marktgeschehen am deutschen Aktienmarkt zu verzeichnen gewesen wäre, habe sich zum Wochenschluss im Rahmen der schwachen US Arbeitsmarktdaten ein massiver Verkaufsdruck am Markt durchgesetzt. In dieser Bewegung wäre recht zügig das wichtige 38,2 %-Fibonacci-Retracement des kurzfristigen (tertiären) Aufwärtstrends von Mitte August bei rund 7.520 Punkten unterschritten worden.
Mit dem Unterschreiten des 38,2 %-Retracements des kurzfristigen Aufwärtstrends sowie der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie sei für den weiteren Verlauf die quantitative Wahrscheinlichkeit einer positiven Trendfortsetzung trotz der aktuell überverkauften Situation deutlich reduziert worden. Das charttechnische Kurspotenzial bis zur 8.000er Marke, das sich aus dem Überwinden der 7.630er Zone zu Anfang letzter Woche ableiten lassen habe, könne aus Sicht der Handelsexperten bei der DZ Bank nicht mehr aufrecht gehalten werden.
Damit rücke erneut das gegenwärtig ungünstige zyklische Aktienumfeld in den Vordergrund. Dieses gestalte sich bis in den Oktober hinein als unvorteilhaft und lasse zumindest einen Test des Augusttiefs bei 7.190 Zählern erwarten. In diesem Bereich verlaufe zugleich auch die steigende 200 Tagelinie.
In Anbetracht des nach wie vor recht pessimistischen Sentiments (die Put-/Call-Ratio bei den DAX-Optionen hätte am Freitag bei fast zwei gelegen) sowie der positiven Kursentwicklung am Bondmarkt (Flucht der Investoren in den "sicheren Hafen") würden sich jedoch den Marktexperten zufolge zunächst keine darüber hinaus gehenden Kursrückschlagsrisiken für die Dividendenpapiere ergeben
http://194.97.1.200/charts/1600000/20070910_1607853_1.gif
HANDELSBLATT, Montag, 10. September 2007, 09:57 Uhr
Der Markt-Monitor
Tiefere Dax-Stände offenbar vorprogrammiert
Von Jürgen Röder
Charttechniker haben oftmals unterschiedliche Meinungen und lassen sich meist eine Hintertür offen, falls die Kurse sich gegensätzlich entwickeln. Doch die neuesten Einschätzungen nach dem Kursrutsch am vergangenen Freitag sind eindeutig: Der Dax wird vermutlich noch in dieser Woche weiter fallen. Übereinstimmung gibt es auch bei dem Kursziel.
Die schwachen US-Arbeitsmarktzahlen haben am Freitag die Indizes deutlich fallen lassen. Der Dax fiel um 2,4 Prozent auf 7 436 Punkte und hat damit die Erholungskur seit Mitte August zunichte gemacht. Mit einem Minus von 200 Punkten ist die Bilanz der vergangenen Woche tiefrot. „Es könnte nur ein Vorspiel dessen gewesen sein, was noch bevorsteht“, lautet der charttechnische Kommentar der Citigroup am heutigen Montag.
Ein wichtiges Argument für weitere Minuszeichen ist das Volumen. Denn während der Erholungsphase war der Umsatz deutlich geringer als bei fallenden Kursen. Höhere Umsätze sind in den meisten Fällen trendverstärkend.
Das nächste Ziel von vielen Charttechnikern ist die wichtige 200-Tage-Linie, gebildet aus den Kursen der vergangenen 200 Handelstage und damit ein Jahresdurchschnitt. Die Linie notiert bei rund 7 200 Zählern und damit auf ähnlicher Höhe des Vier-Monats-Tiefs von 7 190 Zählern, gleichzeitiges Verlaufstief vom 17. August 2007. „Es ist nicht vermessen, für diese Woche den Rückfall an die 200-Tage-Linie zu prognostizieren“, heißt es bei der Citigroup.
Guten Morgen Sandro:-D
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Technischer Tageskommentar
[Gepostet am 10.09.2007 um 12:32 Uhr ]
(US-Märkte)
Betonten noch am Donnerstag eine Reihe von Notenbank-Offiziellen unisono, dass es für eine signifikante Abkühlung der US-Wirtschaft als Folge der Kreditkrise noch keine klaren Anzeichen gäbe, so überrollte das Tagesgeschäft diese Aussagen zum Wochenschluss durch grottenschlechte Arbeitsmarktdaten.
Trotz des bereits schwachen ADP-Arbeitsmarktberichts am Mittwoch beliefen sich die Konsensschätzungen für die Zahlen des Labor Departments immer noch auf einem robusten Stellenzuwachs von 100.000. Tatsächlich wurden das erste Mal seit 2003 wieder Arbeitsplätze abgebaut. Derart stark vom Konsensus abweichende Daten initiieren in der Regel heftige Marktbewegungen. Der US-Dollar wurde auf eine rasante Talfahrt geschickt, genau wie die Aktienmärkte. Die Staatsanleihen setzten dagegen ihre Aufwärtstrends fort, inspiriert durch die steigende Wahrscheinlichkeit einer deutlichen Zinssenkung der Fed als Antwort auf die abrutschende Konjunktur.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-09-10I.jpg
Das „Angstbarometer“ VIX schraubte sich um ca. 9 Prozent nach oben. Der Volatilitätsindex steht nah vor der Vollendung einer Umkehrformation mit dem Muster eines Doppelbodens, das doch noch einmal Werte über 30 initiieren könnte. Die Ausbildung einer komplexeren, SKS-ähnlichen Formation, die mit Unterschreiten des Bereichs 20 vollendet worden wäre, ist wohl zunächst vom Tisch.
Eine Wahrscheinlichkeit von 76 Prozent für eine Fed-Zinssenkung am 18. September von einem halben Prozentpunkt wird aktuell von den Fed-Funds-Futures widergespiegelt. Die meisten Analysten erwarten aber zunächst einen kleineren Schritt von 5.25 auf 5 Prozent und ein Nachlegen im vierten Quartal. Philadelphia-Fed-Präsident Charles Plosser stieß in einer Rede auf Hawaii trotz der Arbeitsmarktdaten in das Horn der Kollegen von letzter Woche. Der Stellenabbau dürfe nicht übergewichtet werden. Andere Zahlen, wie z.B. die Einzelhandelsumsätze, müssten abgewartet werden. Die Retail Sales für den Krisenmonat August werden am kommenden Freitag veröffentlicht – übrigens sind hier die aktuellen Prognosen ebenfalls erstaunlich freundlich. Zweifelsohne war aber der bisher so robuste Arbeitsmarkt ein Hauptgrund für die Zurückhaltung der US-Notenbank in Sachen Zinssenkungen. Da auch die jüngsten Inflationsdaten ermutigend waren, spricht sehr vieles dafür, dass es in der nächsten Woche zumindest eine leichte Drosselung der Target-Rate geben dürfte.
Gegen eine signifikantere Senkung, womöglich sogar außerplanmäßig, sprechen zwei Dinge: Zum einen würde die US-Notenbank die Dramatik der Lage bestätigen, was für weitere Turbulenzen an den Märkten sorgen dürfte. Zum anderen wissen die Notenbankpolitiker genau um die Brisanz, die in einem weiter taumelnden Dollar steckt. Ausländische Investoren wie Notenbanken halten rund die Hälfte der 4.4 Billionen Dollar wiegenden US-Staatsanleihen. Ohne diesen Appetit von Ländern wie China, Japan oder Taiwan wären die langfristigen Renditen rund 90 Basispunkte höher, d.h. die Zinsstrukturkurve wurde in den letzten Jahren dadurch verzerrt. Mit den Staatsanleihen konnten Investoren in den letzten 2 Monaten rund 5 Prozent verdienen. Ein japanischer Anleger verlor aber im gleichen Zeitraum 8 Prozent an der Währung. Es dürfte klar sein, dass unter diesen Umständen Länder wie Japan oder China ihr Engagement weiter zurückfahren dürften, was nebenbei auch die Gleichung sinkende Target-Rate = fallende Langfristrenditen mehr als in Frage stellt. Was die verstärkten Auflösungen von Yen-Carry-Trades für ein Sprengstoff für die Märkte bergen, haben wir an dieser Stelle schon häufig betont. Dollar Yen hat nach den Daten am Freitag seine Stauzonenuntergrenze bei 113.84 nach unten durchbrochen und orientiert sich in Richtung sekundäres Verlaufstief bei 111.57. Mit Unterschreiten der Marke könnte in Sachen Carry-Trade-Auflösung eine neue Runde eingeläutet werden mit den entsprechenden Folgen für alle Asset-Klassen.
An den US-amerikanischen Aktienmärkten spielten die Hoffnungen auf eine Zinssenkung nach den desaströsen Daten keine Rolle. Zu groß war der Schock, dass das Flagschiff Arbeitsmarkt so schnell in den Strudel der Kreditkrise gerissen wird. Die Arbeitgeber halten sich scheinbar in der momentanen Situation generell mit Neueinstellungen zurück. Zudem kommt der massive Stellenabbau im Finanzbereich. Die Akteure hielten in der Konsequenz fast den gesamten Handelstag den Sell-Button gedrückt. Erst zum Schluss kam es zu einer kleinen Entspannung. Selbst die Energiewerte – der Ölpreis blieb überraschend robust auf hohem Niveau – mussten kräftig Federn lassen und vollzogen die Impulswende nach unten.
Während aber beim Energieindex bisher nur das jüngste Ausbruchsniveau angesteuert wird, war der Einbruch beim Dow Jones Industrial schon wesentlich dramatischer. Der Dow durchschlug die steigende Trendlinie des sekundären Aufwärtstrends seit August und rutscht bereits wieder in die Nähe des Impulstiefs bei 13034.
Mit Unterschreiten der Marke wäre der junge Aufwärtstrend schon wieder zu den Akten zu legen, und es ist fraglich, ob der Dow Jones zu einer ähnlichen Energieleistung wie Ende August fähig ist, wo der starke Einbruch am nächsten Tag ad hoc gekontert werden konnte. Im strategischen Zeitfenster des Wochencharts geht der sekundären Trendwende deutlich die Puste aus. Das geformte Muster mit ausgeprägtem Docht und schwarzem Körper ist alles andere als bullish zu interpretieren. Oberhalb des Korrekturtiefs bei 12518 bleibt der langfristige Aufwärtstrend aber noch intakt.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-09-10II.jpg
Der S&P 500 durchbrach nun auch die sekundäre Aufwärtstrendlinie, hat aber noch etwas mehr Luft bis zum Impulstief bei 1432.
Auch die Lokomotive des jüngsten Aufschwungs, der NASDAQ 100, eröffnete bereits mit einem mächtigen Gap, um ebenfalls die steil ansteigende Trendlinie heftig zu unterschreiten. Der Index galt nach den Kursavancen zuvor kurzfristig als leicht überkauft. Die Wucht der bearishen Impulswende überrascht aber schon. Noch hat der bisher hochdynamische Aufwärtstrend seit August rund 3 Prozent Puffer nach unten. Erst unterhalb der 1899 würde dieser als beendet gelten, aber der Verlust an Momentum ist bereits jetzt spürbar.
Ausgeprägter Docht und markanter, schwarzer Körper – die geformte Wochenkerze reflektiert schon etwas mehr als eine kleine Ermüdung der Aufwärtsbewegung. Eine erneute mittelfristige Trendwende nach unten könnte die Ausbildung einer gewaltigen Doppeltopformation wahrscheinlicher machen. Noch hat der NASDAQ 100 aber dank seiner prächtigen Performance zuvor ordentliche Reserven nach unten. Der Index war zu Beginn der letzten, verkürzten Handelswoche nur noch rund 1.4 Prozent von seinem Mehrjahreshoch entfernt.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-09-10III.jpg
Der Dow Jones Utility Index scheiterte einmal mehr an der ersten fallenden Trendlinie. Das geformte negative Schiebemuster passt hervorragend in das flirrende Konsolidierungscluster, das von schnellen Impulswechseln geprägt wird. Insgesamt zeigt der mittelfristige Bias weiter eher nach unten, auch wenn der sekundäre Abwärtstrend erst unterhalb der 460 eine erneute Bestätigung erfährt.
Das Niveau der durchbrochenen primären Aufwärtstrendlinien konnte bisher nicht zurückerobert werden. Auch hier verheißt die Kombination aus bearishem Schiebemuster und Wochenkerze mit ausgeprägtem Docht aus Bullensicht nichts Gutes.
Der Dow Jones Transportation Index durchhandelte am Freitag die Untergrenze seiner aktuellen Schiebezone bei 4732 und schloss auch auf diesem Niveau. Die Bestätigung des Ausbruchs würde schnell wieder das sekundäre Verlaufstief bei 4487 ins Spiel bringen. Der konjunktursensible Transportindex war das einzige der hier besprochenen Leitbarometer, das noch keine sekundäre Trendwende nach oben vollzogen hatte. Die schwächelnde Konjunktur, garniert mit robusten Energiepreisen – nicht gerade eine verlockende Mischung, um in diesem Segment zu investieren.
Die US-Zinsfutures kennen praktisch seit Wochen nur eine Richtung. Am Freitag erlebte die Bewegung im Zuge der Arbeitsmarktdaten einen neuen, fulminanten Höhepunkt. Noch sind die Dollar-Schwäche und daraus resultierende Notenbankverkäufe kein Thema am Markt. Das Kapital fließt weiter stetig in die vermeintliche Qualität der US-Staatsanleihen. In der Konsequenz bestätigten die beiden hier besprochenen Zinsfutures ihre mittelfristigen Aufwärtstrends mit neuen, eindrucksvollen Verlaufshochs.
Der weite Abstand zur sekundären Aufwärtstrendlinie belegt, dass der Grad an Überkauftheit in diesem Zeitfenster stark angewachsen ist, was eine Tertiärreaktion immer wahrscheinlicher macht. Der unerhörte Aufwärtszug hat nun aber auch strategisch seine Auswirkungen. In nur zwei Wochen durchbrach der 30y-T-Bond-Future zwei primäre Abwärtstrendlinien. Die wichtigen Widerstände bei 112.31 und 113.56 wurden innerhalb der letzten Handelswoche genommen.
Der 10y-T-Notes-Future bestätigte fulminant die Vollendung einer langfristigen Bodenbildungsformation mit nun nachhaltigerem Bruch des Bereichs 109*50.
Im strategischen Zeitfenster hat sich Lage bei den US-Zinsfutures spürbar aufgehellt. Das enorme Aufwärtsmomentum führt aber nun zu einer mittelfristig stark überkauften Situation, so dass vorhandene Long-Position durch nachgezogene Stopps gegen das Risiko einer heftigeren Impulswende nach unten abgesichert werden sollten.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Matthias Hütgens
matthias.huetgens@wagner-wertpapier.de
Wochenvorschau 10. – 14. September 2007
In der neuen Woche dürfte es die Wall Street schwer haben – zumindest am Anfang. Dass der Arbeitsmarktbericht vor dem Wochenende der schwächste seit vier Jahren ist, lässt sich auch nach den steilen Kurseinbrüchen am Freitag nicht so einfach wegstecken. Zumal es kaum Nachrichten gibt, die davon ablenken könnten.
Im Gegenteil: Als wäre es nicht schon schwierig genug, dass am Montag und Dienstag keinerlei nennenswerte Daten anstehen, die den Markt bewegen können, muss sich die Börse auch noch mit dem sechsten Jahrestag des 11. Septembers beschäftigen, an dem New York und besonders der Finanzdistrikt erneut der Opfer der Terroranschläge von 2001 gedenkt. Dass der Jahrestag erstmals auf einen Dienstag fällt – wie am Tag der Attacken – drückt noch mehr auf die Stimmung.
Auch zur Wochenmitte steht der Wall Street keine nennenswerte Orientierungsphase bevor. Erst am Freitag könnte eine Vielzahl von Daten Klarheit und eine Handelsrichtung bringen. Anleger erfahren unter anderem über die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung, aber auch über die Einzelhandelsumsätze, die über den Zustand des immer mehr schwankenden Verbrauchers Aufschluss geben werden.
Die Termine der nächsten Woche im einzelnen:
Montag, 10.September 2007:
Unternehmensdaten
Keine nennenswerten
Wirtschaftsdaten
Verbraucherkredite, Juli (9,5 Mrd. Dollar erwartet)
Dienstag, 11.September 2007:
Unternehmensdaten
Keine nennenswerten
Wirtschaftsdaten
Handelsbilanz, Juli (-59,0 Mrd. Dollar erwartet)
Mittwoch, 12. September 2007:
Unternehmensdaten
Keine nennenswerten
Wirtschaftsdaten
Öl-Lagerbestände (Vorwoche)
Donnerstag, 13. September 2007:
Unternehmensdaten
Keine nennenswerten
Wirtschaftsdaten
Keine nennenswerten
Freitag, 14. September 2007:
Unternehmensdaten
Keine nennenswerten
Wirtschaftsdaten
Import-/Exportpreise, August
Einzelhandelsumsätze, August
Industrieproduktion, August (+0,3 Prozent erwartet)
Kapazitätsauslastung, August (82,0 Prozent erwartet
Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (Vorwoche)
Lars Halter
10.09.2007 19:45
Steigen Sie aus chinesischen Aktien aus!
von Jochen Steffens
Entschuldigen Sie diese „reißerische“ Überschrift. Aber heute geht es um ein Thema, das Ihnen wahrscheinlich so wie mir, eine kleine Gänsehaut verschaffen wird!
Es war ein harmloses Gespräch mit meinem verehrten Kollegen Daniel Wilhelmi, Emerging Markets-Spezialist und Chefredakteur des Emerging Markets Radar. Sehr oft, wenn wir denn beide einmal die Zeit finden die aktuelle Situation durchzudiskutieren, kommen ganz erstaunliche Ergebnisse zustande. (Sie erinnern sich vielleicht noch an die Japan-Story, das hat ja auch gut funktioniert). Das liegt wohl daran, dass wir die Welt aus sehr verschiedenen Blickwinkeln betrachten, die sich fast perfekt zusammenfügen.
Trotz Rezession steigende Kurse?
In diesem Gespräch ging es um Auswirkungen der Kreditmarktkrise. Nachdem wir die üblichen und bekannten Argumente abgespult hatten, meinte ich irgendwann: Es könne auch ganz anders kommen: Die US-Firmen sind mittlerweile global ausgerichtet, es kann also gut sein, dass es zwar zu einer kurzen Rezession in den USA kommt, die Börsen davon aber, zumindest wenn es jetzt zu einem deutlichen Einbruch kommt, nicht weiter betroffen sind. Schlechte Wirtschaftsjahre sind schließlich sehr oft gute Börsenjahre!
Sollte dann auch noch der Dollar aufgrund von Zinssenkungen der Fed fallen, würden die Gewinne, welche diese global agierenden Unternehmen in anderen Währungen machen, schließlich dann wieder in Dollar umgerechnet sogar zulegen können, selbst wenn sie faktisch rückläufig wären.
Wer zahlt dann die Zeche?
Daniel reagierte darauf nachdenklich: „Hm, aber irgendwer muss die Zeche zahlen! Das wird dann wohl China sein.“
In diesem Augenblick fiel mir wieder das Bild ein, dass ich Ihnen einmal von einer neuen globalen Welt gemalt hatte, es ging damals um das Handelsbilanzdefizit: Die USA als Großstadt eines großen Landes namens Welt. Jede Großstadt hat ein Handelsbilanzdefizit mit dem Umland, weil das Umland die Waren liefert, um die Großstadt am Leben zu erhalten. Schaut man sich die Verteilung der verschiedenen Wirtschaftsektoren an, dann muss man feststellen, dass sich der Dienstleistungssektor meistens in den Großstädten zentriert (USA), während der sekundäre Sektor, also die produzierende Industrie zunehmend aus den Großstädten ausgegliedert wurde/wird. Und tatsächlich, man könnte (etwas überspitzt) China mittlerweile als den sekundären Sektor der USA bezeichnen.
Wer ist von der Konsumschwäche am meisten betroffen?
Die Frage ist aber doch, wer ist von einer Konsumschwäche der US-Konsumenten am meisten betroffen? Eine Konsumschwäche, die unter anderen auch durch einen schwachen Arbeitsmarkt unterstützt wird, den wir am Freitag gesehen haben? Zunächst einmal das produzierende Gewerbe.
Kann es sein, dass eine Rezession in den USA an den US-Aktienbörsen, also hauptsächlich am Dow Jones und vielleicht dem S&P500 halbwegs vorüber geht (diese Indizes vielleicht sogar trotzdem anziehen), während die Börsen in China einen dramatischen Einbruch erleben?
Deutliche Anzeichen einer Überhitzung
In letzter Zeit häufen sich die Meldungen, die von einer Überhitzung in China sprechen. Um dieser Entwicklung, beziehungsweise den mit dieser Überhitzung einhergehenden Inflationsgefahren entgegenzuwirken, hat die chinesische Zentralbank gerade die Zinsen zum vierten Mal in diesem Jahr erhöht, und zwar auf immer noch moderate 3,6 %. Es fragt sich natürlich, ob nicht auch in China irgendwann ein Punkt kommt, an dem die Interventionen der Zentralbank Auswirkungen zeigen, und die Überhitzung in sich zusammenbricht.
Es gibt andere Berichte, die von einer Hausfrauenrallye in China schreiben. Auch die sehr freie Kreditvergabe wird kritisiert. Zu guter Letzt scheinen mittlerweile auch viele Firmen ihre Gewinne durch Spekulationen an der Börse zu erwirtschaften. Es riecht also alles etwas nach der Übertreibung, die wir vor dem März 2000 erlebt haben (oder in den USA vor 1929), nur in einem ganz anderen Ausmaß.
Wenn also neben den Interventionen der chinesischen Zentralbanken nun auch noch die USA in eine leichte oder sogar schwerere Rezession fallen sollte, wird dann die Hausseblase in China angestochen? Wird es also in China zu einem Einbruch kommen, wie wir ihn 2000-2003 gesehen haben (oder sogar schlimmer)?
Was sagen die Charts?
Soweit zu der theoretischen These, die ich extrem spannend finde. Ich habe dann die Zeit genutzt und mich gefragt, ob denn vielleicht in den chinesischen Charts etwas zu erkennen sei, was diese These vielleicht untermauert. Ich erinnerte mich, dass der Hang Seng in den letzten Wochen nach einem scharfen Einbruch massiv und völlig übertrieben wieder angestiegen war. Als ich diese Entwicklung gesehen habe, dachte ich: Achtung, das ist nicht mehr gesund, das könnte ein Top werden. Also habe ich nach vergleichbaren Entwicklungen zum Hang Seng gesucht: Und nun kommt der angekündigte Gänsehauteffekt:
Der Gänsehauteffekt
Sehen Sie sich dazu diese beiden Charts an, erst einmal nur ganz oberflächlich, ohne zu schauen, um welche Chart es geht:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003287.jpg
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003288.jpg
Es zeigt sich eine nahezu identische Entwicklung in beiden Chartverläufen! Wenn Sie nun schauen, um welche Charts es geht, wird einem wirklich mulmig. Der obere Chart ist der aktuelle Hang Seng!
Der untere Chart ist der vom Nasdaq100 und zwar bis/vor dem Mega-Crash im Jahr 2000! (Ein Hinweis: Die Entwicklung im Hang Seng ist zeitlich wesentlich ausgedehnter.)
Identische Entwicklung!
In beiden Charts kommt es zunächst zu einem steilen schmalen Aufwärtstrend (blau), gefolgt von einem breiten grünen und stabilen Trend. Dem folgt die Übertreibung, ein schmaler roter und steiler Aufwärtstrend. Anschließend eine kleine Seitwärtsbewegung. Dann folgt eine Art Doppeltop mit einem neuem Hoch, das aber nicht gehalten werden kann. Sollte sich der Hang Seng nun ähnlich weiter entwickeln, wie der Nasdaq100, dann spricht sowohl fundamental als auch charttechnisch Vieles dafür, dass wir hier vor einem großen langen Abwärtstrend stehen!
Es passt zusammen
Das Verrückte ist eben, dass das alles zusammenpasst. Die Arbeitsmarktdaten aus den USA, die wir am Freitag erhalten haben, weisen auf einen Rückgang bei den neu geschaffenen Stellen hin. Das ist ein eindeutiges Warnzeichen. Keineswegs zu leugnen ist zudem, dass sich auch die Kreditmarktkrise auf die US-Wirtschaft auswirken kann. Daneben gibt es viele Anzeichen, dass die USA zumindest kurzfristig in eine Rezession abgleiten „KÖNNTE“.
Passiert das, wird China betroffen sein. In solchen Übertreibungsphasen reicht oft eine erschütternde Nachricht, um die Blase anzustechen. Die Ähnlichkeit der beiden Chartverläufe gibt einen Hinweis darauf, dass es vielleicht schon jetzt oder sogar sehr bald zu einem Hoch im Hang Seng kommen kann.
Und was ist mit den olympischen Spielen in China?
Sehr viele argumentieren mit den olympischen Spielen in China. Üblicherweise läuft eine Rallye in einem Land bis kurz vor einem solchen sportlichen Großereignis (erinnern Sie sich an den Einbruch im Dax kurz vor der WM). Aber das wissen schon zu viele! Kann es sein, dass dieser normale Einbruch sich dieses Mal aufgrund dieser oben genannten Tatsachen etwas weiter nach vorne verschiebt?
Wobei, wenn Sie sich meine dem Nasdag100 entsprechende blau gestrichelte „Prognoselinie“ im obigen Hang Seng Chart anschauen, dann würde es zunächst, nach einem heftigen Einbruch zu einer Art Seitwärtsbewegung kommen. Das letzte Hoch vor dem großen Einbruch (schwarzer Kreis) würde dann im März/April zu finden sein, also doch wieder kurz vor den olympischen Spielen. Auch das würde perfekt passen!
Auf jeden Fall wird es immer gefährlicher, in China Long zu bleiben. Und deswegen ist die Überschrift vielleicht doch nicht so reißerisch, wie sie im ersten Moment klingt. Wenn Sie investiert sind, sollten Sie so langsam damit beginnen, Ihre Gewinne nach und nach einzutüten und gleichzeitig enge Stops setzen! Wir wissen, dass die Abwärtsdynamik nach einer Übertreibung kaum zu prognostizieren ist!
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
Technischer Morgenkommentar vom 11. September 2007
Während die Renten-Future zum gestrigen Wochenstart weiter kletterten und auf Basis Ihrer Tagescharts neue Bewegungshochs markierten, schlossen die Aktien-Indizes zum Teil unverändert zum Schlusskurs Freitag bzw. uneinheitlich. Der FDAX bildete am Abend sogar einen perfekten Tages-Doji aus, nachdem er eine 102 Punkte umfassende Handelsspanne ausschöpfte.
Angesichts geringer Impulse von Seiten der Nachrichtenfront, konzentrierten sich die Marktteilnehmer auf Aussagen einiger Fed-Mitglieder, nachdem auf Grund der schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag eine mögliche Zinssenkung in den Fokus gerückt war.
Für die Mehrheit der Marktbeobachter stellt sich aktuell nicht die Frage nach der Möglichkeit einer Zinssenkung durch die Fed, sondern vielmehr die Frage nach der Höhe des Abschlags – 25 oder 50 Basispunkte. Tatsächlich lieferten einige Aussagen der lokalen Fed-Präsidenten unterschiedliche Signale. Von einer abwartenden Haltung (Dennis Lockhart, Präsident der Fed in Atlanta) bis Zustimmung zu einer Zinslockerung (Janet Yellen, Präsidentin der Fed in San Francisco) reichte die Stimmungspalette. Mit Spannung erwartet der Markt nun die Aussagen Bernankes am heutigen Dienstag in Berlin.
Weiterhin weisen wir auf den unverändert kontinuierlichen Preisanstieg des Brent-Crude-Oil hin, welches sich wieder seinem Mehrjahreshoch von Mitte 2006 und Juli 2007 annähert. Ebenso setzt sich die Nachfrage im EURO gegen USD weiter fort, auch hier stehen die hohen Kurse von Juli und August diesen Jahres wieder im Fokus.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
USA gibt heute den Ton an
11.09.2007 - 08:27:58 Uhr
HSH Nordbank
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der HSH Nordbank berichten von der aktuellen Entwicklung an den europäischen Rentenmärkten.
Die Kurse der europäischen Govis hätten sowohl von den nachgebenden Aktienmärkten als auch von den freundlichen Vorgaben der US Treasuries profitiert. Die heimischen Konjunkturdaten wären einmal mehr bedeutungslos gewesen.
Wie in den USA dürften hierzulande heute ebenfalls die Notenbanker im Mittelpunkt des Interesses stehen. Neue Nachrichten sollten sie aber nicht verbreiten können. EZB Chef Trichet und seine Mitstreiter sollten die Inhalte der Pressekonferenz wiederholen. Außerdem wäre eine deutliche Abkühlung der europäischen Konjunktur nicht einmal am Horizont zu erkennen. Vielmehr, wie es wohl gestern vom finnischen Notenbankvertreter klar gestellt worden sei, gebe es nach wie vor Gefahren für die Preisniveaustabilität, dem primären Ziel der EZB. Nichts desto trotz dürfte aus Sicht der Marktbeobachter bei der HSH Nordbank die USA die Tendenz vorgeben, was zumindest für leicht steigende Kurse sorgen sollte.
DAX, Risiko eines Verkaufsignals
11.09.2007 - 08:17:21 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.
Nach den ungünstigen Vorgaben aus Japan hätte der DAX zum Wochenauftakt erneut Federn lassen müssen. Nachdem der Index hierbei zunächst seitwärts auf niedrigem Niveau und in einer recht engen Handelsspanne tendiert habe, setzte sich nach Angaben der Marktbeobachter insbesondere am Nachmittag erneut ein Angebotsüberschuss am Markt durch. Dieser verursachte diesen zufolge ein neues Bewegungstief im Rahmen der Mitte letzter Woche begonnenen Abwärtsbewegung, was in der fünften Tageskerze hintereinander mit einem niedrigeren Tagestief resultiert habe. Hierbei sei der DAX der charttechnischen Unterstützung von Ende August bei 7.350 Zählern bereits recht nahe gekommen.
Durch das Geschehen der letzten Tage ist der DAX aus Sicht der Experten bei der DZ Bank kurzfristig als markttechnisch überverkauft zu bezeichnen. Damit stehe der Index in der Pflicht, eine Reaktion auf die zuvor erlittenen Verluste zu zeigen. Falle diese nur schwach aus, bzw. baue sich die überverkaufte Lage nur unzureichend ab, so könne eine hohe Wahrscheinlichkeit abgeleitet werden, dass ein neuer mittelfristiger Abwärtsimpuls bereits begonnen habe. Der charttechnische Schwächebeweis für letztgenannte Annahme bestünde dann in einem nachhaltigen Unterschreiten der 7.350er Marke, dem Reaktionstief von Ende August.
Insgesamt sehen die Strategen vor dem Hintergrund der ungünstigen zyklischen Phase hohe Risiken, dass der deutsche Aktienindex dieses Verkaufsignal in den nächsten Tagen generieren werde und sich damit weitere Kursrisiken ergäben. Charttechnisch ließen sich die diesbezüglichen Rückschlagsrisiken zunächst bis zum Tief von Mitte August bei 7.190 Stellen herleiten.
http://194.97.1.200/charts/1600000/20070911_1608802_1.gif
:king:
Nach heutigem, vormittäglichem Anstieg des Dax, ist ein Abgleiten der Notierung bis in den Bereich um 7300 in den kommenden Tagen nun noch wahrscheinlicher geworden.
Sandro Schmalfuß
11.09.2007 15:02
Aktien NYSE/NASDAQ Ausblick: Gewinne - Vorfreude auf Bernanke-Rede in Berlin
Die US-Börsen dürften am Dienstag mit Gewinnen in den Handel starten. Die Anleger erwarten Händlern zufolge positive Impulse von einer Rede von Ben Berneke anlässlich seines Treffens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Berliner Kanzleramt. Der US-Notenbankchef wird vor Vertretern der Deutschen Bundesbank zum Thema "Globale Ungleichgewichte" sprechen. Insbesondere erhofften sich die Investoren Hinweise auf das Ausmaß einer eventuellen US-Leitzinssenkung am kommenden Dienstag, hieß es.
Der Future auf den S&P-500-Index <INX.SPI> stieg gegen 14.45 Uhr um 0,41 Prozent auf 1.461,25 Punkte. Am Montag war der marktbreite Index mit einem Minus von 0,13 Prozent auf 1.451,70 Zähler aus dem Handel gegangen. Der Future auf den NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> gewann 0,57 Prozent auf 1.979,50 Punkte, nachdem der technologielastige Auswahlindex am Vortag um 0,09 Prozent auf 1.960,20 Zähler zugelegt hatte.
Neben der Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke richten die Anleger laut Börsianern ihren Blick auch auf die Daten zum US-Handelsbilanzsaldo, das in etwa im Rahmen der Erwartungen ausgefallen ist. Das Handelsbilanzdefizit zwischen der USA und China erreichte mit 23,8 Milliarden Dollar den zweithöchsten jemals verzeichneten Wert. Ansonsten rechnen die Händler wegen des sechsten Jahrestages der Terroranschläge vom 11. September 2001 mit einem eher gedämpften Handelsgeschehen.
Aktien von ImClone Systems <IMCL.NAS> <IMS.FSE> (Nachrichten) schossen im vorbörslichen US-Handel um 29,19 Prozent auf 49,00 US-Dollar in die Höhe. Händler verwiesen auf eine positive Phase III-Studie zu dem Medikament Erbitux, das in Verbindung mit einer Chemotherapie die Überlebenschance von Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) deutlich steigere. Aktien von Bristol-Myers Squibb <BMY.NYS> <BRM.ETR> (Nachrichten) verteuerten sich um 3,04 Prozent auf 28,85 Dollar. Der amerikanische Pharmakonzern hat Erbitux zusammen mit ImClone entwickelt.
PepsiCo-Papiere <PEP.NYS> <PEP.ETR> (Nachrichten) rückten vorbörslich um 0,79 Prozent auf 69,00 Dollar vor. Goldman Sachs hat die Einschätzung für die Titel des Getränkekonzerns von "Neutral" auf "Buy" angehoben und das Kursziel von 76 auf 78 Dollar erhöht. Vor allem die Sparten Pepsi International und Frito-Lay sollten nach Ansicht der Analysten zum Wachstum des Gewinns je Aktie beitragen. Die Hochstufung basiere auf einer besseren Einschätzung des Getränkemarktes, den die Experten nun als attraktiv ansehen, hieß es.
Anteile von Wal-Mart Stores <WMT.NYS> <WMT.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) könnten dagegen unter Druck geraten. Der weltgrößte Einzelhändler verbuchte beim Quartalsgewinn einen Rückgang um 153 Millionen Dollar. Als Grund nannten Börsianer Ausgaben wegen dem Verkauf der deutschen Filialen.
Pfizer <PFE.NYS> <PFE.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs)-Papiere stehen nach den negativen Nachrichten zum HIV-Medikament Viracept vom Vortag weiter im Blick. Der Pharmakonzern stellt für seinen Cholesterin-Senker Lipitor einen Umsatzrückgang für 2007 am unteren Ende der bisher prognostizierten Spanne in Aussicht.
Im Auge behalten werden sollten auch die Titel von Texas Instruments <TXN.NYS> <TII.FSE> (Nachrichten). Der Halbleiterhersteller legt nach Börsenschluss seinen Quartalszwischenbericht vor./FX/la/ag
AXC0146 2007-09-11/14:58
S&P500, Test der Support-Zone
11.09.2007 - 12:05:42 Uhr
muellerfinancial.eu
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei muellerfinancial.eu kommentieren die aktuelle Entwicklung des S&P500.
In der vergangenen Handelswoche habe der S&P500 seine Rebound-Bewegung wie erwartet fortgesetzt und die 1.499/1.504er Resist-Zone nur knapp verfehlt. Von der 1.496er Marke seien die Preise in die Abwärtsbewegung übergegangen, welche bisher bis zur 1.440er Marke geführt hätte. Diese Bewegung habe die Oszillatoren im Tageschart in die Abwärtsbewegung geführt und diese würden weiterhin Druck auf die Preise ausüben.
Die Handelsexperten bei muellerfinancial.eu erwarten zunächst den Test der Support-Zone bei 1.432 Punkte bzw. die Fortsetzung dieser Bewegung bis zur Retracement-Marke bei 1.418,7 Zählern. Erst ein Schlusskurs unter diesen Niveaus lasse eine direkte Fortsetzung der Abwärtsbewegung erwarten, welche dann um 1.382 und der 1.370/63 Stellen auf die nächsten Supports treffe. Zunächst halte die 1.475er Retracement-Marke und der Trend-Resist, der aktuell bei 1.485 Punkte verlaufe, die Bewegung weiter nach unten gerichtet. Erst ein Reversal über diese Levels würde die Rebound-Bewegung bis zur 1.499/1.504 Zähler fortsetzen.
http://194.97.1.200/charts/1600000/20070911_1609090_1.gif
Dow Jones, erhöhtes Risiko einer Korrektur
11.09.2007 - 11:50:44 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des Dow Jones (DJ).
Die lange Historie prädestiniere den Dow Jones zur Analyse von saisonalen Einflussfaktoren. Innerhalb des "Dekadenzyklus" habe das US Aktienbarometer in jedem auf sieben endenden Kalenderjahr seit Beginn des 20. Jahrhunderts (z.B. 1907, 1917, 1927 etc.) eine signifikante Abwärtsbewegung im Sommer/Herbst eingeleitet. Im Durchschnitt betrage das Minus dieser siebener Baissen beachtliche 22,7 %. Der US Präsidentschaftszyklus – 2007 wäre ein Vorwahljahr – bestätige aus Sicht der Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt das erhöhte Risiko einer Korrektur im Spätsommer bzw. Herbst. Dazu geselle sich der Septembereffekt: Statistisch betrachtet wäre der September beim Dow Jones der schlechteste Börsenmonat des Jahres. Im Durchschnitt der letzten 50 Jahre habe das Monatsminus -1,2 % betragen.
Dow Jones, Unsicherheit und Zurückhaltung
11.09.2007 - 11:22:01 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Die US Aktienindizes hätten nach einem ziellosen und volatilen Handel uneinheitlich geschlossen. Nach Ansicht von Marktbeobachtern dürfte bis zu einer Zinsentscheidung der Fed am Dienstag in einer Woche Unsicherheit und Zurückhaltung bei den Investoren vorherrschen.
Apple sei nach sehr starken Absatzzahlen seines neuen iPhones um 3,75 % auf 136,71 US-Dollar geklettert. Intel konnte nach Angaben der Marktbeobachter dagegen trotz guter Nachrichten seine frühen Kursgewinne nicht verteidigen und habe um 1,14 % auf 25,76 US-Dollar nachgegeben. AMD profitierte laut den Experten bei Lang & Schwarz von der Vorstellung eines neuen Prozessors und sei um 1,35 % auf 12,78 US-Dollar gestiegen. Der größte Gewinner im Dow Jones sei McDonald's gewesen mit einem Plus von 1,85 % auf 50,15 US-Dollar. Größter Verlierer war den Handelsexperten zufolge Alcoa mit einem Verlust von 2,35 % bei 34,05 US-Dollar. Der Titel der Hypothekenfirma Countrywide Financial wäre um 5,44 % auf 17,22 US-Dollar gerutscht.
Beim Dow Jones gestalte sich die mittelfristige Indikatorenlage negativ, der MACD stehe kurz vor einem Verkaufssignal. Die kurzfristige Indikatorenlage sei ebenfalls negativ. Der US Leitindex habe kurzfristig weiterhin Korrekturpotenzial bis 13.000 Punkte.
http://194.97.1.200/charts/1600000/20070911_1609020_1.gif
... ich will ja nich nerven, aber man sollte jetzt short gehen ;-)
... ich will ja nich nerven, aber man sollte jetzt short gehen ;-)
:lol: ;-) ;-)
11.09.2007 18:46
China und Fed unter Zins-Zugzwang
von Jochen Steffens
Heute Nacht brachen chinesische Inland-Indizes deutlich zwischen 3,5 - 6 % ein (Der Hang Seng ging hingegen um nur 0,2 % zurück). Hintergrund ist, dass der Verbraucherpreisindex in China im August um 6,5 % zugelegt hat. Das ist der stärkste monatliche Anstieg seit 1997. Interessanterweise wurde dieser Anstieg durch die stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise ausgelöst – die bisher in den USA scheinbar noch kaum Einfluss auf die Verbraucherpreise hatten.
Man weiß es nie, doch oft gibt es Warnzeichen
Gestern erhielt ich noch Mails zu meinem Hang-Seng-Vergleich, in denen mich Leser ungläubig fragten, was denn in China jetzt schon, weit vor den olympischen Spielen, der Auslöser für einen Einbruch á la Nasdaq100 ab 2000 sein solle.
Man sieht durch diese Nachricht, dass man es nie vorhersagen kann, was einen Einbruch letztendlich auslösen wird, doch oft kann man die Warnzeichen vorher schon deutlich erkennen. Nun ist ein schlechter Börsentag noch kein Crash, noch ist in China nichts passiert. Aber wir alle wissen, dass eine hohe Inflationsrate die chinesische Zentralbank dazu zwingen wird, die Zinsen weiter anzuheben. Und steigende Zinsen werden dem Markt Liquidität entziehen. Da jetzt schon ein nicht zu verachtender Teil der chinesischen Aktienrallye „kreditfinanziert“ ist, kann genau das der entscheidende Punkt sein, der aus einem Aufwärtstrend einen Abwärtstrend entstehen lässt – noch ist aber die Frage nach dem „Wann“ nicht abschließend geklärt.
Die Regierung in China hat schon mit „Liquiditätsentzug“ reagiert. Sie kündigte an, über verschiedene Wege 1,55 Billionen Yen aus dem Markt abzuziehen.
Die große Waage zwischen Aufwärtstrend und Abwärtstrend
Wir dürfen nun gespannt verfolgen, ob diese Nachrichten bereits das Zünglein an der Waage sein werden, das der Hausfrauenrallye in China den entscheidenden Stoß versetzt, oder ob noch weitere schlechte Nachrichten den Markt treffen müssen.
Warnung verstärken
Doch nach diesen Nachrichten möchte ich meine Warnung, die ich Ihnen bereits gestern (interessanterweise mal wieder - bisher - genau zum richtigen Zeitpunkt) noch einmal verstärken. Seien Sie sehr vorsichtig mit Ihren Investitionen in China!
Wie erwartet (noch) keinen Einfluss auf die USA
Was auch interessant ist, dieser Kursrutsch in China beeindruckt den deutschen und den amerikanischen Markt heute überhaupt nicht! Und auch das ist ein Hinweis darauf, dass meine These vielleicht richtig ist: Es könnte zu einem längeren und nachhaltigeren Einbruch in China kommen, während die US-Märkte und damit auch die europäischen Märkte einfach weiter laufen.
Bedenken Sie aber, dass es auch im Jahr 2000 länger gebraucht hat, bis die Märkte nach einer Seitwärtsbewegung stark eingebrochen sind.
Zu einem ganz anderen, nicht weniger brisanten Thema:
Was macht die Fed?
Wäre ich Fed-Vorsitzender, was ich zum Glück weder bin, noch jemals sein werde, ich würde die Zinsen nicht senken. Ich würde erst einmal abwarten, wie sich die Dinge weiter entwickeln, als allzu hastige Entscheidungen zu treffen. Und eben dieses bedächtige Vorgehen, war es, das mir an Ben Bernanke gefallen hat.
Zinssenkung mittlerweile wahrscheinlicher
Doch nach den überaus schlechten Arbeitsmarktdaten denke ich, dass es wohl jetzt doch bei der Fed-Sitzung nächste Woche zu einer Zinssenkung kommen wird. Bis Freitag schien die US-Wirtschaft noch in gutem Zustand und ein solcher Schritt aus meiner Sicht unangebracht, zumal noch niemand so recht weiß, welche Auswirkungen die Immobilienkrise auf die US-Wirtschaft tatsächlich haben wird.
Fed unter Zugzwang
Dabei kommt es mir fast schon so vor, als würden der Markt und die Analysten die Fed geradezu bedrängen, die Zinsen zu senken. Und da frage ich mich, ob es nicht eben aus diesem Grund das falsche Signal ist, wenn die Fed diesem Drängen nachgibt. Die Fed darf sich nicht "erpressbar" machen. Ich stimme nämlich der Fed zu, dass es nicht ihre Aufgabe ist, die Folgen von Fehlspekulationen auszubügeln. Zu groß ist die Gefahr, dass dann kapitalstarke institutionelle Anleger anfangen, sich auf die Fed zu verlassen und weiterhin aggressiv Risiko kaufen.
Doch wie gesagt, zum Glück bin ich nicht Fed-Vorsitzender und muss somit keine Entscheidungen treffen, die im schlechtesten Falle der Weltwirtschaft das Genick brechen und damit vielen Menschen Leid und Kummer bringen würden.
Ich bin höchst gespannt, wie Ben Bernanke reagieren wird. Heute in seiner Rede hier in Deutschland hat er zumindest keine Hinweise auf die weitere Politik verlautbaren lassen.
... ich will ja nich nerven, aber man sollte jetzt short gehen ;-)
:lol: ;-) ;-)
... ich meins nur gut :-D
... ich will ja nich nerven, aber man sollte jetzt short gehen ;-)
:lol: ;-) ;-)
... ich meins nur gut :-D
Ja, ich weiß;-) und erfolgreichen Tag:-D
Technischer Morgenkommentar vom 12. September 2007
Allgemeine Beurteilung
Wird die Fed die Zinsen nun senken oder nicht? Den Aussagen Bernankes in Berlin war auch mit viel Interpretationsspielraum kaum etwas in dieser Richtung zu entnehmen, es wurde aber auch nichts gesagt, was gegen eine Erwartungshaltung auf eine Zinssenkung spricht. Einhergehend mit dem veröffentlichten Umsätzen der Ladenketten, welche in der Woche bis zum 08. September um 2,9 Prozent kletterten, könnte die Fed zudem den Eindruck gewinnen, dass die Ausgaben der Verbraucher hoch bleiben. Unter diesen Umständen könnten die Erwartungen einiger Marktteilnehmer, welche mit einem Zinsschritt von 0,5 Prozent rechnen, zu hoch sein. Diese Interpretation führte kurzzeitig zu Abgaben, im Gesamtbild erholten sich am gestrigen Handelstag die Aktienbörsen jedoch wieder.
Kurzanalysen
Aktien-Indizes
Aus charttechnischer Sicht verbleiben die meisten der von uns beurteilten Indizes weiterhin innerhalb der neutralen Konsolidierungszone, in welche sie in der Vorwoche zurück fielen. Mit der gestrigen Erholung lösten sich der DAX und der EUROSTOXX 50 wieder von ihren unteren Begrenzungen der Konsolidierungszonen nach oben hin leicht ab, im Dow Jones und im S&P 500 Index liegt der Kursverlauf nahezu mittig in der Konsolidierungszone.
Markttechnisch wird uns ein neutrales set-up ausgewiesen. Die gemessene Schwungkraft der meisten Indizes kann als neutral interpretiert werden.
Charttechnisch interessant bleibt der hongkonger HSI, der unverändert auf hohem Niveau notiert, unmittelbar nahe seines Mehrjahreshochs knapp oberhalb der 24.000 Indexpunkte.
Als allgemeines Fazit können wir festhalten: auch weiterhin gilt: kein Handlungsbedarf unter strategischen Gesichtspunkten. Die überwiegende Zahl der Aktien-Indizes, besonders DAX, EUROSTOXX 50, aber auch Dow Jones und S&P 500 Index definieren sich derzeit als neutrale Tradingmärkte. Eine nachhaltige Trendentfaltung für die nächsten Wochen lässt sich aktuell nicht herleiten.
Renten-Futures
Die Renten-Futures gaben im gestrigen Handel leicht nach und schlossen im Minus. Dennoch, eine allgemeine Trendgefährdung liegt uns aktuell nicht vor.
Sowohl im Bund-Future, als auch in den beiden US-T-Bond-Futures (bezogen auf die 10 und 30 jährigen Bonds) liegt uns ein intakter und markttechnisch bestätigter Aufwärtstrend vor. Widerstände auf der Oberseite definieren wir auf jetzigem und höherem Kursniveau nur noch als Orientierungsmarken.
Unterstützung erhält der FGBL im Bereich um 113.84 / 113.65, der oberen Begrenzung der jüngst verlassenen Konsolidierungszone im Dezember-Kontrakt.
Als Fazit fassen wir zusammen:
wir behalten eine positive Erwartungshaltung bei. Der Trend ist intakt, Verkaufssignale liegen uns nicht vor.
Tagesvorschau 12. September 2007 (Quelle: manager-magazin und spiegel-online)
01:50 JP/Großhandelspreise August
01:50 JP/Leistungsbilanz Juli
09:00 DE/Deutscher Bundestag, Sitzung (bis 14.9.),
Rede von Bundeskanzlerin Merkel zum Entwurf des
Haushaltsplans 2008 und zum Finanzplan des Bundes bis 2011,
Berlin
09:00 RU/Lukoil OAO, Ergebnis 1H, Moskau
09:45 DE/Deutscher Versicherungs-Schutzverband,
DVS Symposium 2007 (bis 13.9.), München (A)
10:00 DE/RAG AG, PK zur Vorstellung des neuen Unternehmensnamens,
Essen
10:00 DE/62. IAA Pkw, PK Continental AG, Frankfurt (A)
10:00 FR/Internationale Energie-Agentur (IEA),
Monatsbericht zum Ölmarkt, Paris
10:30 DE/Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und
Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE),
PK zu den Ergebnissen der gemeinsamen Umfrage über die
Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform auf den
Einzelhandel, Berlin
10:30 DE/BASF AG, PK Unternehmensbereich Pflanzenschutz, Speyer
***10:30 GB/Arbeitsmarktdaten August
Arbeitslosengeldbezieher
PROGNOSE: -8.000
zuvor: -8.500
Arbeitslosenquote
PROGNOSE: 2,6%
zuvor: 2,6%
***11:00 DE/Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH,
Neuemission zweijährige Bundesschatzanweisung
über 7 Mrd EUR
11:00 DE/Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation
und neue Medien (BITKOM), PK zur aktuellen Lage der
ITK-Branche in Deutschland, Berlin
***11:00 EU/Eurostat, Industrieproduktion Juli
Eurozone
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,1% gg Vj
zuvor: -0,1% gg Vm/+2,3% gg Vj
11:00 EU/Eurostat, Arbeitskosten 2Q
Eurozone
PROGNOSE: +2,4% gg Vj
zuvor: +2,2% gg Vj
11:30 DE/62. IAA Pkw, PK Volkswagen Financial Services AG,
Frankfurt (A)
15:00 US/Novartis AG, Business Review, New York (A)
***16:30 US/DoE, Rohöllagerbestände (Woche)
PROGNOSE: -2,7 Mio Barrel
zuvor: -3,9 Mio Barrel
17:30 DE/Center for Financial Studies, CFScolloquium,
Vortrag von Lamberti, Mitglied des Vorstands der
Deutschen Bank AG, zum Thema: "Clearing, Settlement und
die Kosten des internationalen Wertpapiergeschäfts",
Frankfurt (A)
17:45 FR/Lagardere Groupe, Ergebnis 1H, Paris
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - EU/EZB, Zuteilung ao Langfrist-Refi-Tender
- IT/Alitalia Linee Aeree Italiane SpA, Ergebnis 1H, Rom
Trigger der Eck-Trades für den 12. September 2007
Handelsrichtung Trigger Kurs-Ziel Stop-Kurs Bedingung
Long 7424 7454 7399 FDAX eröffnet unterhalb der 7424
Short 7506 7476 7531 FDAX eröffnet oberhalb der 7506
Short 7376 7346 7401 FDAX eröffnet oberhalb der 7376
DAX
Widerstände: 7725 (u), 7740 (O), 8131 (u);
Unterstützungen: 7353 (O), 7190 (O), 7155 (O);
Mit einem Kursplus von 1,12 Prozent im DAX-Index und plus 1,35 Prozent im FDAX, ging der deutsche Markt im gestrigen Handel in den Feierabend. Damit löste sich der Index wieder von seiner unteren Begrenzung der alten / neuen Konsolidierungszone und setzt seine neutrale Marktausrichtung fort. Im Ergebnis interpretieren wir den Kursverlauf des Index unverändert als neutral und leiten keine strategisch relevanten Handelsaktivitäten daraus ab.
Chart- wie markttechnisch wird die aktuell neutrale Ausgangslage derzeit bestätigt. Zur Orientierung definieren wir die am nächsten liegenden Bereichsbegrenzungen auf den Kursniveaus um 7353 auf der Unterseite und 7725 auf der Oberseite. Innerhalb dieser Begrenzungen zeigten sich bisher die Bewegungsschübe wenig stabil und zuverlässig, so dass Positionierungen auf weiterführende Sicht kaum Erfolg gebracht hätten. Wir unterstellen, dass dies vorerst auch weiterhin so bleibt.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
... ich will ja nich nerven, aber man sollte jetzt short gehen ;-)
:lol: ;-) ;-)
... ich meins nur gut :-D
Ja, ich weiß;-) und erfolgreichen Tag:-D
... na hoffentlich laufen wir jetzt nicht erst in eine Seitwärtsbewegung rein.
Technischer Tageskommentar
[Gepostet am 12.09.2007 um 12:21 Uhr]
(US-Märkte)
Inspiriert von der Aussicht auf eine deutliche Zinssenkung der Fed und positiven Verkaufszahlen bei General Motors und McDonald’s hielten am gestrigen Handelstag zur Abwechslung mal wieder die Bullen das Zepter eindrucksvoll in der Hand, so dass die Akteure auf dem Aktienparkett bei einer sehr festen Tendenz die Schlussglocke hörten. Über Nacht wird das bullishe Bild aber bereits wieder eingetrübt. Schuld daran sind eine Umsatzwarnung bei Texas Instruments und einmal mehr Hiobsbotschaften von der taumelnden Immobilienfront.
Die National Association of Realtors hat ihre Prognosen für die Hausverkäufe in diesem Jahr drastisch gesenkt. Bei den Bestandsobjekten rechnen die Experten nun mit einem Minus bei 8.6 Prozent (zuvor 6.8 Prozent). Die Neubauverkäufe sollen insgesamt in 2007 um satte 24 Prozent einbrechen, nach einem Minus von 18 Prozent im Vorjahr. Wir hatten an dieser Stelle des Öfteren darauf hingewiesen, dass die Spirale aus Kreditausfällen, Notverkäufen und Preiseinbrüchen noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht hat. Mit negativen Faktoren aus diesem Bereich müssen die Märkte in Zukunft weiter leben - die Frage der Fragen bleibt dabei weiterhin die Auswirkung auf die breite US-Wirtschaft bzw. auf das Finanzsystem.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-09-12I.jpg
Die jüngsten Daten und die steigenden Spekulationen auf eine signifikante Zinssenkung der US-Notenbank – die Wetten via Futures für einen halbprozentigen Schritt am 18. liegen bei 72 Prozent – üben weiter unerhörten Druck auf den Dollar aus. Euro Dollar bestätigt auch heute seinen fulminanten Aufwärtsschub der letzten Tage und markiert ein neues Rekordhoch. Damit erlebt auch der langfristige Aufwärtstrend nach einer zweimonatigen Pause seine Fortsetzung. Kurzfristig ist das Währungspaar aber nun stark überkauft, was in Kombination mit dem wichtigen Widerstandsniveau das Reaktionsrisiko erhöht.
Viel entscheidender für die Märkte ist aber die Entwicklung beim Yen – Stichwort: Carry-Trade-Auflösung. Der profitierte heute bisher zusätzlich vom Rücktritt des Premiers Shinzo Abe. Nachdem sich der Yen durch den Aufwärtsimpuls der letzten beiden Handelstage wieder in die am Freitag nach unten verlassene Schiebezone 113.84/117.14 retten konnte, tickt die heutige leichte Abwärtsbewegung wieder an das Ausbruchsniveau. Bezüglich weiterer Carry-Trade-Bereinigungen bleibt aber das sekundäre Verlaufstief bei 111.57 das Maß aller Dinge.
Zu guter Letzt sei noch eine Studie der Rating-Agentur Moody’s erwähnt, die davon ausgeht, dass sich die Zahl der Kreditausfälle bei Unternehmen, die deutlich unterhalb des Investment-Grades eingestuft sind, in den kommenden Jahren mehr als verdoppelt. Allein 26 Milliarden an Junk Bonds müssen in 2008 zurückgezahlt werden. Die durchschnittliche Rendite der hochrentierlichen Anleihen schoss im Zuge der Kreditkrise bzw. der zunehmenden Risikoaversion der Anleger auf ein Dreijahreshoch. Dementsprechend steigen die Refinanzierungskosten, was für viele Unternehmen nicht zu stemmen sein dürfte.
Kommen wir zurück auf den gestrigen Handelstag, denn eigentlich heißt es ja heute einen überaus bullishen Handelstag zu analysieren. Als Folge der Krise wird mit Argusaugen auf das Konsumentenverhalten geschaut, um sich einen Reim auf die tatsächlichen Auswirkungen der Verwerfungen an der Immobilien- und Kreditfront zu machen. Es erinnert an das erste Quartal, dass gestern ein Global-Player wie McDonald’s mit starken Umsatzzahlen überraschte. Gerade die Schwergewichte im Dow Jones Industrial ziehen mittlerweile einen Großteil ihrer Erträge aus dem Auslandsgeschäft. Somit konnte die Berichtssaison im ersten Quartal trotz eines mickrigen Wachstums der Gesamtwirtschaft überzeugen, und vieles spricht dafür, dass die Unternehmensgewinne auch in naher Zukunft nicht signifikant einbrechen werden. Der zweite wichtige Bereich der Gesamtwirtschaft, der Arbeitmarkt, scheint in der Konsequenz der grottenschlechten Daten vom Freitag schon empfindlicher zu reagieren, als viele dies erwartet haben. Gestern gab es auch diesbezüglich einen Lichtblick. Der Teilzeitkräftevermittler Manpower bestätigte, dass der hauseigene Beschäftigungsindex auch im dritten Quartal in Folge auf hohem Niveau verharre.
Ein weiterer positiver Faktor für die Märkte war der auf ein Rekordhoch steigende Ölpreis. Der Energiewerteindex – eine wichtige Lokomotive für den Gesamtmarkt – begleitete dies mit einer wuchtigen Impulswende nach oben nach der Trendlinienverletzung vom Vortag. Noch aber hinken die Energiewerte dem Ölpreis hinterher, was nun aber schnell egalisiert werden könnte. Scheinbar wird das Segment von der allgemeinen Unlust auf Aktien in der letzten Zeit beeinflusst. Sollte es nun nicht zu einer Aufholjagd kommen, könnte dies auch ein Zeichen dafür sein, dass das neue Rekordhoch bei Light Sweet Crude noch auf tönernen Füßen steht.
Hauptgewinner waren aber die arg gebeutelten Finanzwerte am gestrigen Tag. Wir haben das Segment in seiner Funktion als Krisenindikator verstärkt im Auge. Eine Trendwende in diesem Bereich dürfte auch grünes Licht für eine Wiederaufnahme der Rekordjagd am Gesamtmarkt geben. Noch ist die Bodenbildung aber bei weitem nicht abgeschlossen. Die gestrige Impulswende nach oben bestätigt zunächst erneut die komplexe Konsolidierungszone der letzten Wochen. Positiv ist zu werten, dass dies recht deutlich oberhalb des Verlaufstiefs vom 16. August passierte. Noch bleibt aber ein steiniger Weg bis zur sekundären Trendumkehr zu bewältigen.
Der Dow Jones Industrial überzeugte ebenfalls mit einer hochdynamischen Impulswende nach oben und bestätigte damit, trotz der leichten Verletzung der Unterkante am Vortag, die nun marginal gedehnte Schiebezone zwischen 13022 und dem Verlaufshoch bei 13494.
Der Dow befindet sich gemessen an den beiden Eckpunkten – Rekordhoch bei 14021 und Korrekturtief bei 12518 – praktisch im mittigen Niemandsland. Bewerten wir die Bewegung des 16. August, die ja im Tagesverlauf aufgeholt wurde, als „Panik-Ausrutscher“, so relativiert sich die Kraft der Aufholjagd aber ein wenig. Erst oberhalb der 13494 würde der Sekundärtrend wieder nach oben drehen. Im strategischen Zeitfenster des Wochencharts rückt der Dow nun langsam seitwärts an die nur am 16. August verletzte primäre Trendlinie. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt oberhalb der 12518 weiterhin intakt, aber ein erneuter Bruch der Begrenzung, eventuell sogar auf Schlusskursbasis, würde einen bearishen Fingerzeig initiieren. In der Konsequenz dürfte dem Bereich 13000 eine verstärkte Bedeutung zukommen.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-09-12II.jpg
Auch die NASDAQ’s glänzten mit bullishen Impulswenden, die ebenfalls durch ausgesprochen positive Muster reflektiert wurden. Der NASDAQ 100 hinterließ dadurch ein weiteres steigendes Tief bei 1943 und bestätigte somit seinen sekundären Aufwärtstrend. Das Freitags-Gap blieb aber zunächst noch offen.
Das Niveau der supersteilen Aufwärtstrendlinie, die am bearishen Freitag brachial verletzt wurde, konnte noch nicht wieder erreicht werden. Verlängert man im Wochenchart die steigende Begrenzung des primären Aufwärtstrends, die am 16. August heftig durchstoßen wurde, so erkennt man, dass die jüngste Abwärtsbewegung exakt auf diesem Niveau stoppte. Per Saldo blieb der NASDAQ 100 damit die letzten Wochen zumeist oberhalb der Trendlinie, was zum Beispiel beim Composite und auch beim S&P 500 nicht der Fall war. Sollten NASDAQ 100 und Dow Jones Industrial ebenfalls den Kampf um die Begrenzungslinie verlieren, dürfte der Gesamtmarkt schweren Zeiten entgegengehen.
http://www.traders-mag.com/de/medien/Wagner_07-09-12III.jpg
Auch der Dow Jones Utility Index kämpft in den letzten Tagen mit einer Trendlinie. Hier ist es die erste sekundäre Abwärtstrendlinie, die dem Index bereits Bauchschmerzen bereitet. Durch die gestrige Impulswende konnte sich der Index wieder an die Begrenzung heran schieben. Erst oberhalb des Bereichs 500 würde sich aber aus mittelfristiger Sicht das Bild aufhellen. Bis dahin dominiert weiterhin das flirrend komplexe Konsolidierungscluster aus vielen Schiebemustern mit weiter leicht negativem Bias den Tageschart.
Der Dow Jones Transportation Index folgte unserem Rat und rettete sich mit der kurzfristigen Trendwende nach oben wieder in die zuvor verlassene Schiebezone zwischen 4732 und 4958. Die Situation beim Transports bleibt aber weiter kritisch: Der Index könnte als erstes Leitbarometer erneut das Korrekturtief des 16. August ansteuern. Nach klassischer Dow Theorie bleibt ein schwacher Transportindex ein negativer Indikator für den Gesamtmarkt.
Das erneute Aufatmen des Marktes wurde vom „Angstbarometer“ VIX mit einem Einbruch von 7.7 Prozent quittiert, was den zuvor geformten Doppelboden zunächst etwas entschärfte. Zur Ruhe kommt der Markt aber nicht. Der Volatilitätsindex liegt immer noch deutlich oberhalb der Spitzen des Frühjahres, wo die Krise, damals noch als reine Hypothekenkrise, einen ersten Höhepunkt erlebte. Erst der Fall unter das Niveau 20 könnte signalisieren, dass die Märkte wieder in ruhigeres Fahrwasser gleiten.
Trotz wachsender Hoffnungen auf einen Zinsschritt der Fed – die sich erholenden Aktienmärkte schmeckten den Rentenbullen natürlich überhaupt nicht. Wir wiesen zudem gestern auf die stark überkaufte Situation aus mittelfristiger Sicht bei den hier besprochenen Zinsfutures hin, was sich gestern nun in einer Impulswende nach unten widerspiegelte.
Der 10y-T-Note-Future hatte sich extrem weit von seiner sekundären Aufwärtstrendlinie entfernt, was eine Verschnaufpause immer wahrscheinlicher machte. Tragfähige Unterstützungen sind im taktischen Zeitfenster nach dem nahezu reaktionslosen Anstieg nur schwer auszumachen. Das Einpreisen von signifikanten Zinsschritten der Fed initiierte ein unerhörtes Aufwärtsmomentum, das in der Vollendung einer primären Bodenbildungsformation oberhalb der 109*50 mündete. Sollten sich die diesbezüglichen Erwartungen nicht bestätigen, dürfte sich ein tertiärer Reaktionsimpuls nicht mit einem Re-Test des Ausbruchsniveaus begnügen.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag!
Matthias Hütgens
matthias.huetgens@wagner-wertpapier.
... ich will ja nich nerven, aber man sollte jetzt short gehen ;-)
:lol: ;-) ;-)
... ich meins nur gut :-D
Ja, ich weiß;-) und erfolgreichen Tag:-D
... na hoffentlich laufen wir jetzt nicht erst in eine Seitwärtsbewegung rein.
Dort sind wir schon:roll: :roll: - trotz Stochastics!
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=3m&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=simple&ind=BB&ind0=RSI&ind1=SST&¤cy=&lSyms=DAX.ETR&lColors=0x000000&sSym=DAX.ETR&hcmask=
12.09.2007 18:34
Kommt es zu einem massiven Dollarverfall?
von Jochen Steffens
Für mich ist das aus kurzfristiger Sicht eine noch nicht ausgemachte Sache. Überall höre ich, dass der Euro/Dollar ein klarer Kauf sei. Schließlich bildete sich heute ein neues Allzeithoch. Hintergrund ist natürlich, dass gleich mit mehreren Zinssenkungen der Fed gerechnet wird. Sie wissen, ich bin noch nicht mal so richtig überzeugt, dass es überhaupt eine gibt, wobei ich nach den letzten Arbeitsmarktdaten nun doch zumindest auch mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte rechne.
Dollar und US-Indizes synchron
Aber beim Dollar treibt mich eine andere Sorge: Das ist der Dollar (schwarz) im Vergleich zum S&P500 (rot)
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003305.jpg
Sie erkennen hier in diesem Chart eine gewisse Synchronität. Auffällig ist, dass die letzten Hochs im Euro/Dollar sogar etwas früher ausgebildet wurden, als im Index. Doch eindeutig zu erkennen ist, dass beim letzten Einbruch des S&P500 der Dollar mit gefallen ist. Das lag natürlich einerseits an der Auflösung der Carry-Trades, aber auch an deutlichen Mittelabflüssen aus den Emerging Markets, Geld, das wieder zurück in die USA geflossen ist (quasi wird in diesem Fall also der Dollar „zurückgekauft“). Diese beiden Faktoren erklären unter anderem diesen synchronen Verlauf zwischen dem Dollar und den US-Indizes.
Keine gute Absicherung?
Wenn man also im Moment auf einen wieder steigenden Dollar setzt, muss man im Prinzip auch darauf hoffen, dass die Indizes weiter steigen. Kommt es hingegen noch zu einem weiteren Einbruch, dann wird wahrscheinlich auch der Dollar betroffen sein. Den Dollar und damit aber auch Gold oder andere Rohstoffe als „Sicherheit“ zu betrachten, ist aus diesem Blickwinkel gesehen zumindest gefährlich! Da es nun, nach diesem neuen Hoch, viele Long-Positionen im Euro/Dollar geben wird, beziehungsweise Short-Positionen im Dollar, könnte eine solche Entwicklung eine Squeeze auslösen, die die oben genannten Effekte noch verstärken wird.
Interessanterweise bildet sich auch aus charttechnischer Sicht im Euro/Dollar eine etwas seltene, aber dafür nicht weniger zuverlässige Topformation. Noch ist etwas Luft nach oben, aber es gibt eine Marke, an der wird es extrem eng. Also auch das passt. (Leider kann ich Ihnen diese Marke und die Topformation hier noch nicht nennen, da sie den Lesern des Target-Traders vorbehalten ist).
Ich schreibe das lediglich, weil einige Analysten im Prinzip mit einem Dollarverfall UND einem weiteren Kursrückgang im Oktober rechnen. Das passt jedoch unter diesen oben genannten Umständen nicht wirklich zusammen.
Vollendet der Dollar/Yen seine Seitwärtsbewegung?
Zudem ist ein weiterer Einbruch im Dollar/Yen noch nicht aus dem Markt. Dazu der folgende Chart:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003309.jpg
Eigentlich befindet sich der Dollar/Yen seit dem Jahr 1998/1999 in einer großen Seitwärtsbewegung zwischen 101,70 und 125,80 Yen. In dieser Seitwärtsbewegung hatte sich eine verjüngende Formation (rote Linien) ausgebildet, die bearish zu werten war. Beides spricht dafür, dass es noch weiter abwärts gehen wird. Im Moment kämpft der Dollar/Yen jedoch mit der Mittellinie bei 113,90 Yen und einer neuen möglichen Trendlinie, parallel zur oberen Linie (schwarz gestrichelt)). Sollte diese Mittellinie nach unten verlassen werden, dann muss tatsächlich noch mit Kursen von 102 Yen gerechnet werden! Auch das spräche für einen weiteren Einbruch an den Märkten, und damit für einen stärkeren Dollar.
(Das rote Rechteck zeigt die unglaubliche Dynamik an, die 1998 das Dollar/Yen-Verhältnis heimgesucht hat.)
Noch ist nichts entschieden
Allerdings kann sich auch auf dem aktuellen Niveau ein neuer Aufwärtstrend ausbilden und die obere Linie dieser Seitwärtsbewegung wäre dann das nächste Kursziel. Das Bild hier ist ähnlich wie in fast allen Indizes: Es besteht durchaus noch das charttechnische Potenzial für weiter fallende Kurse, aber der Spuk kann auch schon vorbei sein.
Ich vermute, dass diese unbefriedigende und unentschiedene Situation noch bis zur Zinssitzung der Fed am nächsten Dienstag anhält, vielleicht sogar noch bis zum großen Verfallstag am Freitag. Spätestens dann wird eine Entscheidung fallen, die alle diese Indizes betreffen wird.
Bis dahin? Wahrscheinlich nervige Seitwärtsbewegungen mit zunächst aufwärtsgerichteter Tendenz. Investoren werden auf eine Zinssenkung spekulieren, doch der steigende Ölpreis dämpft auf der anderen Seite.
Also abwarten und Tee trinken...
Viele Grüße
Ihr
Jochen Steffens
Technischer Morgenkommentar vom 13. September 2007
Die technisch auffallendste Entwicklung der Märkte ist der hohe Öl-Preis, ebenso der neue Rekordstand des EURO gegen USD. Ersteres führen Marktbeobachter auf die zu Handelsbeginn gemeldeten gesunkenen Rohöllagerbestände hin (obwohl aus technischer Sicht der laufende Aufwärtsimpuls bereits seit drei Wochen intakt ist), der gestiegene EURO soll beeinflusst sein durch die derzeit brodelnde Zinssenkungsfantasie im Markt.
Diese half den Aktien-Indizes zunächst auch zu einem Anstieg am gestrigen Tag, bevor der Blick auf den hohen und weiter kletternden Öl-Preis wieder belastet haben soll.
Neben der Zinssenkungsfantasie und dem hohen Öl-Preis beeinflusste gestern kaum ein Ereignis die Märkte. Im Ergebnis hielten sich die Schwankungen der Indizes, der Sektoren, aber auch der Einzelaktien in Grenzen.
Augenmerk liegt auf dem hongkonger HSI, der einen erneuten Sprung in Richtung eines neuen Hochs vollzog und damit unverändert der „bullish´ste“ Index im Markt bleibt.
Kurzanalysen
Aktien-Indizes
Auf der Aktien-Seite regte sich per gestern fast nichts. Die Schwankungen der Indizes hielten sich in überschaubaren Grenzen, es fielen keine außergewöhnlichen Kursausschläge auf. Im Branchenvergleich gaben gestern in erster Linie Transportwerte und Fluggesellschaften ab, was von fundamentaler Seite mit dem hohen Öl-Preis begründet wird.
Chart- wie markttechnisch änderte sich mit dem gestrigen Handelstag in den US- und europäischen Indizes eigentlich nichts gegenüber unseren vorangegangenen Aussagen – sowohl im strategischen, wie auch taktischen Sinne. Der Kursverlauf der Indizes bewegt sich vordergründig in Bereichen, welche wir weiterhin als neutral bezeichnen, begleitet durch eine als impulsarm zu interpretierende Schwungkraft, ebenso durch ein jeweiliges neutrales setup.
Charttechnisch wichtige Marken wurden in den einzelnen Indizes nicht „gerissen“. Einzig hier auffallende Entwicklung ist der erneute Kursanstieg des HSI, doch läuft dieser Index seit einiger Zeit ohnehin außerhalb des allgemeinen Bewegungsmusters der übrigen Börsenbarometer.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
DAX, Inside Day weist auf größere Bewegung hin
13.09.2007 - 08:15:20 Uhr
DZ BANK
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.
Gestern hätte der DAX bei einem recht ereignislosen und erneut umsatzarmen Handel in einer engen Range notiert. Die Tageskerze wäre dabei komplett innerhalb der Vortagesspanne verblieben, wodurch ein Inside Day entstanden sei. Damit hätten sich die technischen Rahmenbedingungen nur unwesentlich verändert.
Tendenziell stelle ein Inside Day" einen Hinweis darauf dar, dass eine größere Bewegung anstehe, wobei die Ausbruchsrichtung im Vorhinein nicht eindeutig bestimmt werden könne. Backtests zeigten aber auf, dass bei einer Eröffnung oberhalb/unterhalb des Vortageshochs/-tiefs eine gewisse prozyklische Signalqualität auf kurze Sicht gegeben sei. Eine heutige Eröffnung oberhalb von 7.478 Punkten wäre demnach positiv zu interpretieren. Ein weiterer Abbau der überverkauften Lage stünde dann auf der Agenda, und der Index könnte dann noch einmal in Richtung 7.540/7.600 Punkte vorpreschen.
Mit Blick auf die noch einige Wochen ungünstigen Zyklik erwarten die Analysten bei der DZ Bank jedoch nicht, dass die seit Anfang August vorherrschende schwankungsintensive Seitwärtsbewegung nach oben aufgelöst werde. Nachdem sich nun auch das Sentiment wieder von dem einst extremen Pessimismus ins neutrale Terrain bewegt habe, stehe im weiteren Verlauf die Wiederaufnahme des Juli-Abwärtstrends zu befürchten, was charttechnische Risiken bis zumindest 7.190 Zähler berge.
http://194.97.1.200/charts/1610000/20070913_1610556_1.gif
DAX, unverändertes Gefahrenpotenzial
13.09.2007 - 08:50:38 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.
Der gestern ausgebildete Inside Day habe für den DAX keine wesentlich neuen Implikationen gebracht. Unverändert sehen die Marktexperten hohe Hürden im Bereich von 7.500 Punkten. Hier falle die 200-Stundenlinie (aktuell bei 7.484 Zählern) mit dem Tief vom 08.06.2007 bei 7.499 Stellen, dem 38,2 %-Fibonacci-Retracement zur jüngsten Abwärtsbewegung und dem Tief vom 06.09.2007 bei 7.511 Punkten zusammen. Die Trading-Strategen bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt gehen davon aus, dass die derzeit laufende Zwischenerholung auf diesem Niveau auslaufe.
Da die Umsatzentwicklung sowie eine ganze Reihe von saisonalen Faktoren unverändert Gefahrenpotenzial signalisieren würden, sollten Anleger vielmehr für die Unterseite sensibilisiert sein. Als prozyklischer Verkaufs-Trigger diene dabei den Marktanalysten der HSBC Trinkaus & Burkhardt zufolge ein Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrends seit Mitte August (aktuell bei 7.392 Zählern) bzw. ein Unterschreiten des jüngsten Verlaufstiefs bei 7.370 Stellen. Können diese Marken nicht verteidigt werden, sollten Anleger einen erneuten Abwärtsschub in Richtung der massiven Unterstützungszone aus der 200-Tageslinie (aktuell bei 7.215 Punkten) und dem zyklischen Tief vom 17.08.2007 bei 7.190 Zählern einkalkulieren
http://194.97.1.200/charts/1610000/20070913_1610576_1.gif
Der Dax ist wie ne dicke, fette, überreife Pflaume, die darauf wartet vom Baum runterzufallen. ;-)
Der Dax ist wie ne dicke, fette, überreife Pflaume, die darauf wartet vom Baum runterzufallen. ;-)
Und sie will und will nicht;-) ;-) ;-) - aber abwarten, es kommt noch ein Zeitpunkt, wo es wieder hinuntergeht:roll:
13.09.2007 18:45
Jetzt wird es verworren
von Jochen Steffens
In eigener Sache:
Ich habe gestern den ganzen lieben langen Tag Seiten über Seiten vom Dollar, Euro und dem Yen geschrieben . Und dann, wahrscheinlich nur, weil ich etwas in Zeitdruck geraten war, muss sich ausgerechnet im Investor’s Daily der Fehlerteufel einschleichen und massiv alles durcheinander bringen.
Also, natürlich musste es heißen, dass beim letzten Einbruch des S&P500 der Dollar „gestiegen“ ist. Sonst hätte die ganze Argumentation keinen Sinn gemacht. Der Dollar „steigt“ schließlich, wenn aufgrund weltweiter Kursrückgänge Geld in die USA zurückfließt und er somit quasi zurückgekauft wird. Ebenso musste es dann heißen: „Wenn man also im Moment auf einen weiter „fallenden Dollar“ setzt (was viele tun), muss man darauf hoffen, dass die Indizes steigen. Sonst hätte es alles auch nicht zur Überschrift gepasst.
Ich denke, Sie haben schnell bemerkt, dass ich mich lediglich verhuddelt hatte, und trotzdem verstanden, was ich meinte. Ich möchte Sie aber auf jeden Fall für diese Unkorrektheit um Verzeihung bitten. Ich werde alles tun, damit solche Fehler nicht wieder auftauchen.
Zu viele Faktoren weisen in verschiedene Richtungen
Verworren wird es nun auch an den Märkten. Der Ölpreis hat ein neues Allzeithoch ausgebildet. Kein Wunder, die Heizperiode steht an und die Öllagerbestände sinken beständig. Das erhöht die Sorgen, und Sorgen führen zu Preissteigerungen.
Ich hatte vor einiger Zeit zum Ölpreis geschrieben, dass die Märkte dazu neigen, alles zu „testen“. So wird der Ölpreis testen, bis zu welchem Niveau er steigen kann, ohne der US-Wirtschaft zu schaden. Und genau das ist die aktuelle Situation. Sie erinnern sich: Ich hatte vermutet, dass sich schon der letzte große Anstieg des Ölpreises auf die Inflation in den USA auswirken wird. Das ist jedoch bisher nicht in dem erwarteten Maße eingetreten. Zwei mögliche Lösungen gibt es dafür: Entweder haben wir es faktisch mit einer Art Deflation zu tun, welche die Effekte durch die gestiegenen Energiepreise überkompensiert. Oder aber die Unternehmen haben sich einfach bereits auf höhere Ölpreise „eingestellt“ und kompensieren diese durch Absicherungen oder Energieeffizienz.
Kurz: Der letzte Anstieg hat der US-Wirtschaft noch nicht weh getan. Versucht also jetzt der Ölpreis eine Schmerzgrenze zu finden?
Globale Inflation
Das Problem ist, dass ein weiter steigender Ölpreis die Inflationsgefahren erhöht. Dazu gesellen sich schließlich auch die weltweit gestiegenen Nahrungsmittelpreise. Wir erleben es gerade in Deutschland: Wenn der Bierpreis steigt, dann muss es „wirklich schlimm“ sein. Oder erinnern Sie sich an die stark gestiegenen Verbraucherpreise in China, die eben auch durch Nahrungsmittel verursacht wurden.
Wir haben es also sowieso schon mit einer global starken Inflation zu tun. Wenn jetzt auch noch der Ölpreis massiv weiter steigt, ist das sozusagen, als ob man zusätzlich Öl ins Feuer der Inflation gießt (was für ein Wortspiel!).
Wie reagiert die Fed?
Nur, Inflation bekämpft man mit höheren Zinsen. Kann also die Fed in einer Situation, in der die Inflation weltweit auf dem Vormarsch ist, tatsächlich die Zinsen senken? Eigentlich sollte sie es nicht tun. Eigentlich sollte sie lieber eine Rezession riskieren, als eine ausufernde Inflation.
Dabei geht es der US-Wirtschaft noch gar nicht so schlecht. Die letzten ISM-Indizes wiesen immer noch auf ein, wenn auch moderates, Wachstum hin. Auch hier besteht nicht die Notwendigkeit eines Zinsschrittes. Die heutigen Arbeitsmarktdaten sind in Ordnung, vielleicht waren die letzten Daten nur ein Ausrutscher. Reicht das, um die Zinsen zu senken?
Ist die Kreditmarktkrise schon vorbei?
Was aber ist mit der Kreditmarktkrise? Es ist in letzter Zeit um dieses Thema deutlich ruhiger geworden. Schon liest man die ersten Statements, in denen namhafte Analysten behaupten, dass das Thema Kreditmarktkrise überdramatisiert sei und so gar nicht existiere (so unter anderen z.B. Ken Fisher). Würde hier eine Zinssenkung helfen, das Vertrauen zwischen den Banken zu verbessern? Wohl kaum.
Die Fed gegen den Markt
Was wird also die Fed machen? Ich bleibe dabei, dass es mich nicht wundern würde, wenn die Fed die Zinsen konstant hält – wobei ich nach den Arbeitsmarktdaten der letzten Wochen eine Zinssenkung von 25 Basispunkten nicht ausschließen kann. Mehr sehe ich aber nicht, auch wenn die meisten Analysten da ganz anderer Ansicht sind.
Wenn jedoch die Märkte hier tatsächlich zu viel erwarten, dann ist das Überraschungspotenzial hoch. Ich habe einmal versucht, die verschiedenen Szenarien zu analysieren. Folgende Möglichkeiten sehe ich, unter der Voraussetzung, dass die Märkte bis zur Zinssitzung stabil bleiben oder steigen:
Die Fed senkt die Zinsen nicht
Nehmen wir an, die Fed senkt die Zinsen gar nicht. Die erste Reaktion wären sicherlich stark fallende Kurse. Dann werden sich die Kurse aber wahrscheinlich auch schnell wieder fangen, weil sich dann die Meinung durchsetzen wird, dass die Situation vielleicht gar nicht so schlimm ist, wie allgemein dargestellt. Ob der Einbruch dann wenige Stunden oder sogar mehrer Tage gehen wird, ist dabei wahrscheinlich vom Inhalt des Statements abhängig.
Die Fed senkt um 25 Basispunkte
Wenn die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte senkt, kann es auch zu einem Enttäuschungseinbruch kommen, einfach weil der Markt mit mehr gerechnet hat. Zudem spekuliert der Markt bereits im Vorfeld auf diese Zinssenkung. Wenn diese dann kommt, ist die Spekulation zu Ende, spätestens dann werden die Gewinne realisiert. (Buy the rumors, sell the facts / Kaufe die Gerüchte, verkaufe die Fakten). Die Kurse fallen. Bei dieser Variante wird die Reaktion wahrscheinlich insgesamt am wenigsten impulsiv ausfallen. Aber auch hier wird es natürlich auch auf das Statement und dessen Interpretation ankommen.
Die Fed senkt um 50 Basispunkte
Wenn hingegen die Fed die Zinsen um 50 Basispunkte senkt, werden die Märkte stark steigen. Hier muss man sich dann aber fragen, ob die Märkte nach einer derart deutlichen Zinssenkung nicht schnell in Sorge geraten, dass doch alles schlimmer als dargestellt sei. Nach einem impulsiven Anstieg besteht dann durchaus die Gefahr, dass dieser schnell wieder in sich zusammenbricht. Ungefähr gleich wahrscheinlich ist, dass die Märkte alle möglichen Gefahren ausblenden, einfach das Thema Liquidität spielen und munter weiter steigen. Diese Effekte kennen wir. Eventuell wird auch hier das Statement eine Rolle spielen.
Großer Verfallstag
Wichtig ist auch noch, dass wir am Freitag nächster Woche den großen Verfallstag haben und sich hier auch noch ein paar Große entsprechend positionieren müssen. Das kann die Volatilität nach der Zinssitzung dramatisch erhöhen und zu allen möglichen Verwerfungen führen. Oft sind solche Verfallstage auch für einen Trendwechsel gut.
13.09.2007 18:45
Jetzt wird es verworren
von Jochen Steffens
In eigener Sache:
Ich habe gestern den ganzen lieben langen Tag Seiten über Seiten vom Dollar, Euro und dem Yen geschrieben . Und dann, wahrscheinlich nur, weil ich etwas in Zeitdruck geraten war, muss sich ausgerechnet im Investor’s Daily der Fehlerteufel einschleichen und massiv alles durcheinander bringen.
Also, natürlich musste es heißen, dass beim letzten Einbruch des S&P500 der Dollar „gestiegen“ ist. Sonst hätte die ganze Argumentation keinen Sinn gemacht. Der Dollar „steigt“ schließlich, wenn aufgrund weltweiter Kursrückgänge Geld in die USA zurückfließt und er somit quasi zurückgekauft wird. Ebenso musste es dann heißen: „Wenn man also im Moment auf einen weiter „fallenden Dollar“ setzt (was viele tun), muss man darauf hoffen, dass die Indizes steigen. Sonst hätte es alles auch nicht zur Überschrift gepasst.
Ich denke, Sie haben schnell bemerkt, dass ich mich lediglich verhuddelt hatte, und trotzdem verstanden, was ich meinte. Ich möchte Sie aber auf jeden Fall für diese Unkorrektheit um Verzeihung bitten. Ich werde alles tun, damit solche Fehler nicht wieder auftauchen.
Zu viele Faktoren weisen in verschiedene Richtungen
Verworren wird es nun auch an den Märkten. Der Ölpreis hat ein neues Allzeithoch ausgebildet. Kein Wunder, die Heizperiode steht an und die Öllagerbestände sinken beständig. Das erhöht die Sorgen, und Sorgen führen zu Preissteigerungen.
Ich hatte vor einiger Zeit zum Ölpreis geschrieben, dass die Märkte dazu neigen, alles zu „testen“. So wird der Ölpreis testen, bis zu welchem Niveau er steigen kann, ohne der US-Wirtschaft zu schaden. Und genau das ist die aktuelle Situation. Sie erinnern sich: Ich hatte vermutet, dass sich schon der letzte große Anstieg des Ölpreises auf die Inflation in den USA auswirken wird. Das ist jedoch bisher nicht in dem erwarteten Maße eingetreten. Zwei mögliche Lösungen gibt es dafür: Entweder haben wir es faktisch mit einer Art Deflation zu tun, welche die Effekte durch die gestiegenen Energiepreise überkompensiert. Oder aber die Unternehmen haben sich einfach bereits auf höhere Ölpreise „eingestellt“ und kompensieren diese durch Absicherungen oder Energieeffizienz.
Kurz: Der letzte Anstieg hat der US-Wirtschaft noch nicht weh getan. Versucht also jetzt der Ölpreis eine Schmerzgrenze zu finden?
Globale Inflation
Das Problem ist, dass ein weiter steigender Ölpreis die Inflationsgefahren erhöht. Dazu gesellen sich schließlich auch die weltweit gestiegenen Nahrungsmittelpreise. Wir erleben es gerade in Deutschland: Wenn der Bierpreis steigt, dann muss es „wirklich schlimm“ sein. Oder erinnern Sie sich an die stark gestiegenen Verbraucherpreise in China, die eben auch durch Nahrungsmittel verursacht wurden.
Wir haben es also sowieso schon mit einer global starken Inflation zu tun. Wenn jetzt auch noch der Ölpreis massiv weiter steigt, ist das sozusagen, als ob man zusätzlich Öl ins Feuer der Inflation gießt (was für ein Wortspiel!).
Wie reagiert die Fed?
Nur, Inflation bekämpft man mit höheren Zinsen. Kann also die Fed in einer Situation, in der die Inflation weltweit auf dem Vormarsch ist, tatsächlich die Zinsen senken? Eigentlich sollte sie es nicht tun. Eigentlich sollte sie lieber eine Rezession riskieren, als eine ausufernde Inflation.
Dabei geht es der US-Wirtschaft noch gar nicht so schlecht. Die letzten ISM-Indizes wiesen immer noch auf ein, wenn auch moderates, Wachstum hin. Auch hier besteht nicht die Notwendigkeit eines Zinsschrittes. Die heutigen Arbeitsmarktdaten sind in Ordnung, vielleicht waren die letzten Daten nur ein Ausrutscher. Reicht das, um die Zinsen zu senken?
Ist die Kreditmarktkrise schon vorbei?
Was aber ist mit der Kreditmarktkrise? Es ist in letzter Zeit um dieses Thema deutlich ruhiger geworden. Schon liest man die ersten Statements, in denen namhafte Analysten behaupten, dass das Thema Kreditmarktkrise überdramatisiert sei und so gar nicht existiere (so unter anderen z.B. Ken Fisher). Würde hier eine Zinssenkung helfen, das Vertrauen zwischen den Banken zu verbessern? Wohl kaum.
Die Fed gegen den Markt
Was wird also die Fed machen? Ich bleibe dabei, dass es mich nicht wundern würde, wenn die Fed die Zinsen konstant hält – wobei ich nach den Arbeitsmarktdaten der letzten Wochen eine Zinssenkung von 25 Basispunkten nicht ausschließen kann. Mehr sehe ich aber nicht, auch wenn die meisten Analysten da ganz anderer Ansicht sind.
Wenn jedoch die Märkte hier tatsächlich zu viel erwarten, dann ist das Überraschungspotenzial hoch. Ich habe einmal versucht, die verschiedenen Szenarien zu analysieren. Folgende Möglichkeiten sehe ich, unter der Voraussetzung, dass die Märkte bis zur Zinssitzung stabil bleiben oder steigen:
Die Fed senkt die Zinsen nicht
Nehmen wir an, die Fed senkt die Zinsen gar nicht. Die erste Reaktion wären sicherlich stark fallende Kurse. Dann werden sich die Kurse aber wahrscheinlich auch schnell wieder fangen, weil sich dann die Meinung durchsetzen wird, dass die Situation vielleicht gar nicht so schlimm ist, wie allgemein dargestellt. Ob der Einbruch dann wenige Stunden oder sogar mehrer Tage gehen wird, ist dabei wahrscheinlich vom Inhalt des Statements abhängig.
Die Fed senkt um 25 Basispunkte
Wenn die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte senkt, kann es auch zu einem Enttäuschungseinbruch kommen, einfach weil der Markt mit mehr gerechnet hat. Zudem spekuliert der Markt bereits im Vorfeld auf diese Zinssenkung. Wenn diese dann kommt, ist die Spekulation zu Ende, spätestens dann werden die Gewinne realisiert. (Buy the rumors, sell the facts / Kaufe die Gerüchte, verkaufe die Fakten). Die Kurse fallen. Bei dieser Variante wird die Reaktion wahrscheinlich insgesamt am wenigsten impulsiv ausfallen. Aber auch hier wird es natürlich auch auf das Statement und dessen Interpretation ankommen.
Die Fed senkt um 50 Basispunkte
Wenn hingegen die Fed die Zinsen um 50 Basispunkte senkt, werden die Märkte stark steigen. Hier muss man sich dann aber fragen, ob die Märkte nach einer derart deutlichen Zinssenkung nicht schnell in Sorge geraten, dass doch alles schlimmer als dargestellt sei. Nach einem impulsiven Anstieg besteht dann durchaus die Gefahr, dass dieser schnell wieder in sich zusammenbricht. Ungefähr gleich wahrscheinlich ist, dass die Märkte alle möglichen Gefahren ausblenden, einfach das Thema Liquidität spielen und munter weiter steigen. Diese Effekte kennen wir. Eventuell wird auch hier das Statement eine Rolle spielen.
Großer Verfallstag
Wichtig ist auch noch, dass wir am Freitag nächster Woche den großen Verfallstag haben und sich hier auch noch ein paar Große entsprechend positionieren müssen. Das kann die Volatilität nach der Zinssitzung dramatisch erhöhen und zu allen möglichen Verwerfungen führen. Oft sind solche Verfallstage auch für einen Trendwechsel gut.
... eine Entscheidung liegt in der Luft.
Technischer Morgenkommentar vom 14. September 2007
Das die Fed in der kommenden Woche die Zinsen senken wird, ist unter den Marktteilnehmern bereits eine klare Sache und dass der Zinsschnitt 50 Basispunkte betragen wird statt 25 wird ebenfalls von der Mehrheit der Marktbeobachter unterstellt . Das Ausbleiben negativer Überraschungen bei der Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA (ein Plus von 4.000 war erwartet und auch bestätigt), stützte am Donnerstag die Aktienmärkte ebenfalls. Diese veröffentlichten Daten waren mit Spannung erwartet worden, nachdem letzte Woche Freitag der US Arbeitsmarktbericht so unerwartet schlecht ausgefallen war. Positiv wird vom Markt jedoch auch vermeldet, dass die gestrige Veröffentlichung der Daten nun aber auch nicht so positiv war, dass der angenommene Zinsschnitt der Fed gefährdet sei. Damit sehen viele Akteure am Markt dem Wochenende positiv entgegen, die Rahmenbedingungen für ein stabiles Umfeld scheinen gegeben.
Der hohe Öl-Preis belastete am Donnerstag die Aktienseite nicht, hier wird ohnehin immer nur in diese Richtung argumentiert, wenn nichts anderes mehr geht.
Auf der Währungsseite notiert der EURO gegen USD unverändert auf Rekordniveau, auch wenn am Donnerstag der Aufwärtsimpuls eine Pause einlegte.
Kurzanalysen
Aktien-Indizes
In Europa und den USA sahen wir am gestrigen Donnerstag durch die Bank Zugewinne auf der Aktienseite. Damit setzt sich dennoch der überwiegend neutrale Marktcharakter fort, alle von uns als relevant eingesetzten Technischen Indikatoren, bestätigen diese Ausrichtung auf Basis der Tagescharts. Technisch wichtige Marken wurden auch gestern nicht erreicht, über- oder unterschritten. Im Ergebnis ändert sich auch weiterhin nichts gegenüber unseren im Vorfeld getroffenen Aussagen zur Marktausrichtung und zu den praktischen Konsequenzen, welche sich daraus ergeben.
Wir betrachten schwerpunktmäßig die US-Indizes (besonders Dow Jones und S&P 500 Index), aber auch DAX und EUROSTOXX 50 als neutrale Tradingmärkte, ohne strategischem Impuls. Das heißt in der Konsequenz, wir stellen weiterhin mittelfristig ausgerichtete Neupositionierungen auch weiterhin zurück.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
Dow Jones, die nächsten Kursziele bleiben offen
14.09.2007 - 11:47:41 Uhr
Optionsbrief
Frankfurt (derivatecheck.de) - Beim Dow Jones (DJ) wäre jetzt ein Trendwechsel nach unten greifbar, so der Kommentar der Handelsexperten beim Optionsbrief.
Mit einem Abschlag von nur 13,80 Punkten (0,1 %) präsentiere sich der Dow Jones im Wochenvergleich nahezu unverändert. Die Trendkonstellation sei damit gleich geblieben. Der Dow Jones befinde sich momentan in kurz- und langfristigen Aufwärtstrends, aber mittelfristigen Abwärtstrends. Eindeutige Aufwärtstrends in allen Zeithorizonten seien aber jetzt greifbar, da der Index nur um 0,97 % ansteigen müsste, um den 100-Tage-GD bei 13.420,80 Zählern nach oben zu kreuzen.
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Solange sich der Dow Jones jedoch für keine eindeutige Trendrichtung entscheide, wären die nächsten Kursziele offen. Die Marktexperten beim Optionsbrief schlussfolgern, dass, wer sich nach der 200-Tagelinie richte, seit dem Kaufsignal vom 17.08.2007 auf der Hausse-Seite engagiert wäre. Der Dow Jones präsentiere sich mit einer unverändert niedrigen Trendstärke. Das bedeute, dass bei rückläufigen Notierungen jetzt ein Trendwechsel nach unten greifbar werden würde.
Aufgrund der unveränderten Trendstärke bestehe für Trend-Investments vorläufig kein Handlungsbedarf. Die Trading-Strategen beim Optionsbrief empfehlen daher, die bestehenden Hausse-Positionen mit einer Investitionsquote von vorerst nur 40 % beizubehalten.
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Dow Jones, Ausgangslage bleibt positiv
14.09.2007 - 11:33:30 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Die US Börsen hätten gestern Kursgewinne verbucht. Countrywide Financial gewannen nach Angaben der Marktbeobachter 13,90 % auf 18,93 US-Dollar. Die Kreditfähigkeit des Immobilienfinanzierers wäre um 12 Mrd. US-Dollar aufgestockt worden. General Motors sei an der Spitze des Dow Jones um 10,05 % auf 33,29 US-Dollar in die Höhe geschossen. Analysten hätten das Kursziel um 14 auf 41 US-Dollar angehoben. Ford Motor wäre ebenfalls um deutliche 5,60 % auf 7,92 US-Dollar geklettert. McDonald's habe sich nach einer Anhebung der jährlichen Dividende um 0,50 auf 1,50 US-Dollar je Aktie um 6,05 % auf 54,30 US-Dollar verteuert. Investmentbanken seien nach einem positiven Kommentar von Bernstein Research ebenfalls gefragt gewesen. So seien JP Morgan um 2,54 % auf 45,60 und Lehman Brothers um 4,56 % auf 59,68 US-Dollar gestiegen. Merck & Co. habe 0,38 % auf 49,86 und Pfizer um 0,17% auf 24,23 US-Dollar zugelegt.
Beim Dow Jones gestalte sich die mittelfristige Indikatorenlage weiterhin positiv. Auch die kurzfristige Indikatorenlage sei noch als leicht positiv beurteilbar. Kurzfristig besteht aus Sicht der Experten bei Lang & Schwarz noch Kurspotenzial bis 13.505 Punkte.
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14.09.2007 18:46
Ein zuverlässiger Indikator für die Märkte
von Jochen Steffens
Die Höhe der Leitzinsen in den USA ist tatsächlich einer der wichtigsten Faktoren, um längerfristige Prognosen für den Aktienmarkt zu erstellen. Ich will angesichts der enormen Bedeutung, die der nächsten Zinssitzung der Fed beigemessen wird, einmal ausführlich auf die Zinsen und deren Auswirkungen auf den Aktienmarkt eingehen:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003334.jpg
Quelle der Charts: www.market-maker.de
Sie sehen hier die Entwicklung der Zinsen und des S&P500 seit 1971. Es fällt auf, dass die Zinsen seit 1983 -2007 in der Tendenz beständig fallen. Interessanterweise löst sich der S&P ungefähr auch zu diesem Zeitpunkt aus der langen Seitwärtsbewegung und geht in eine extreme Rallye über.
Die Entdeckung des leichten Geldes
Man könnte meinen, damals sei die Zentralbank der positiven Auswirkung des leichten Geldes auf die Schliche gekommen. Im Prinzip ist diese Entwicklung aber eine direkte Folge der Auflösung des Goldstandards 1971 in Folge des Vietnamkrieges, und des Scheiterns des Bretton-Woods-System 1973, dem die Ölkrisen und die daraus entstandene Inflation Ende der 70er, folgten.
Tatsächlich beweist dieser Chart jedoch nichts anderes, als den langfristigen Zusammenhang zwischen fallenden Zinsen und steigenden Aktienkursen.
Doch wir wollen uns das noch genauer ansehen:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003335.jpg
Ich habe hier jedes Mal wenn die Zinsen steigen (rot) die entsprechenden Zeitraum im S&P500 mit der gleichen Farbe gekennzeichnet. Sie sehen, entweder fallen die Kurse bei steigenden Zinsen, oder sie laufen seitwärts. Hin und wieder in bzw. nach extremen Phasen, wie zum Beispiel dem Crash 1987 kommt es sogar bei steigenden Zinsen zu steigenden Kursen. Etwas, dass wir auch seit 2003 erleben, dazu später mehr.
Ich hoffe Sie können das in dem Chart erkennen, da er hier in diesem Newsletter leider sehr verkleinert wird: Ein Zusammenhang ist absolut eindeutig: Wenn die Zinsen stark fallen (blaue Linie), gab es nahezu jedes Mal zeitgleich eine Rallye (blaue Linie im S&P500). Deutlich sieht man:
1. These: Fallende Zinsen sind gut für den Markt.
Eine interessante Phase in diesem Zusammenhang: Zwischen 1994/5 bis 1999 bleiben die Zinsen konstant, beziehungsweise sinken nur moderat. Aber auch das führt zu einer starken Rallye.
Die magische 6 % Marke
Interessant ist diese Phase, weil die Zinsen in dieser Zeit unter 6 % blieben. Wenn Sie sich die 6 % Linie (grüne Linie) genau ansehen, werden Sie feststellen, dass diese Zahl offensichtlich eine besondere Bedeutung für die Märkte hat. Es scheint so zu sein, dass unter einem Leitzins von 6 % die Börse durch Liquidität „unterstützt“ ist. Das ist offenbar genau das Niveau, unter dem noch genug Geld „geschöpft“ wird, welches in die Börsen fließen kann. Über 6 % wird es hingegen für die Börsen ernst, belastend.
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003336.jpg
Ich habe hier die Phasen, in denen die Zinsen über 6 % gelegen haben eingezeichnet. Tatsächlich zeigt sich, dass in diesen Phasen die Börsen zumindest „Schwierigkeiten“ hatten, oft finden sich hier auch größere Kurseinbrüche.
Die Phase 1984/5-1987 habe ich außen vor gelassen, da wir es hier zuvor mit „extrem“ stark fallenden Zinsen zu tun hatten, die sich in dieser Zeit auch schon der 6 % Marke annäherten und im Vergleich zu den Zinsen zuvor (16-19 %) dem Markt extrem niedrig erscheinen mussten.
Das letzte Mal über 6 %...
Dieser Zusammenhang ist an sich schon verblüffend, aber wissen Sie, wann die Zinsen das letzte Mal die 6 % Marke erreichten? Genau, am 21.03.2000 (!!!). Also genau zu dem Zeitpunkt, als der große Crash 2000-2003 begann. Im Mai wurden sie dann sogar auf 6,50 % erhöht und erst am 31.01.01 sanken sie wieder unter die 6 % Marke.Im weiteren Verlauf des Jahres 2001 sanken sie dann bis auf 3,5 %.
2. These: Leitzinsen unter 6 % sind gut für den Markt
Ohne 09/11 wäre alles anders gewesen
Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte diese Zinssenkung im Jahr 2001 den Markt schnell wieder beruhigt. Das kann man deutlich den obigen Charts entnehmen. Doch dann gab es eine Sondersituation: Die Terroranschläge am 11. September veränderten die Welt. Denn im Anschluss gingen die Börsen in den „Kriegsmodus“ über.
Vor einem Krieg fallen die Börsen
Immer, wenn sich größere geopolitische Konflikte mit „ungewissem“ Ausgang oder Ausmaß ankündigen, die theoretisch geeignet sind, die Weltwirtschaft in Bedrängnis zu bringen, neigen die Börsen dazu, stark zu fallen.
Interessant ist, dass nach dem 11. September die Börsen, vielleicht auch aufgrund der da schon niedrigen Zinsen, auf das Kursniveau von vor dem Anschlag gestiegen sind.
Man darf sich also fragen, ob sich die Börsen ohne den Krieg in Afghanistan und die folgende Ankündigung weiterer Maßnahmen, die schlussendlich zum Irak-Krieg führte, nicht sogar vergleichsweise schnell wieder gefangen hätten. Dazu der folgende Chart:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00003337.jpg
Auf den ersten oberflächlichen Blick könnte man noch meinen, dass sich seit 2000 das Bild geändert hätte und der S&P500 (schwarze Linie) und die Zinsen (rote Linien) sich seitdem einvernehmlich in die selbe Richtung entwickeln, doch das geht weit an der Realität vorbei. Solche Fehlinterpretationen passieren gerne, wenn man sich nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus einer viel größeren Entwicklung anschaut.
Der Kriegsmodus, eine Sondersituation
Deutlich erkennt man, dass der S&P500 vom Beginn des Afghanistan-Krieges am 7.10.2001 bis zum Beginn des Irakkrieges am 19.März 2003 die deutlichsten Kursverluste zu verzeichnen hatte (rotes Rechteck).
Das war eine absolute Sondersituation, vielleicht erinnern Sie sich noch: Die Medien waren voll von den möglichen Szenarien: Ein Flächenbrand in der Region wurde diskutiert, Ölknappheit, verheerende Folgen für die Weltwirtschaft, etc.
Erst als das Ende des Irak-Kriegs so langsam zeigte, dass keines dieser Horrorszenarien folgen wird, konzentrierten sich die Märke nach und nach wieder auf die eigentlich relevanten Faktoren:
Niedrige Zinsen = hohe Liquidität = steigende Kurse.
Ich erinnere mich sehr gut, wie dieser Zusammenhang in den Jahren 2003-2004 die ersten Analysten davon überzeugte, so langsam ins Bullenlager zu wechseln und die Bärenkappe einzumotten. Die große Masse der Kommentatoren ist aber tatsächlich erst 2005-2006 auf dieses Bullenszenario aufgesprungen (auch wenn viele heute etwas anderes behaupten).
Die Märkte reagierten wieder logisch
Die Börsen stiegen ab 2003 aufgrund der enormen Liquidität steil an und endlich erhöhte die Fed die Zinsen (aus heutiger Sicht fast etwas zu spät). Nach und nach wurde das Gleichgewicht zwischen Zinsen und Märkten wieder hergestellt.
Schauen Sie sich den Chart noch einmal an. Als die Zinsen ab dem 29.06.06 die 5,25 % erreichten und die Fed deutlich machte, dass die Zinsen erst einmal nicht mehr weiter steigen werden (blaue senkrechte Linie), folgte eine sehr starke Rally. Spätestens das beweist wieder, welch enormen Einfluss die Zinsen auf die Wirtschaft und den Kursverlauf der Märkte haben.
Warum ich das alles schreibe:
Mit dem aktuellen Leitzinssatz von 5,25 % befindet sich die Fed noch unter der kritischen 6 % Marke, aber immerhin in deren Nähe. Gerade aus diesem Grund ist es also sehr wichtig, ob die Fed die Zinsen weiter anhebt, konstant hält oder wieder senkt. Vor der Kreditmarktkrise war genau das die entscheidende Frage. Hätte nämlich die Fed die Zinsen aufgrund der Inflationsgefahren über 6 % angehoben, dann wäre das passiert, was offenbar immer über 6 % passiert: Der Markt wäre höchst wahrscheinlich unter Druck geraten.
Durch die Kreditmarktkrise ist diese Sorge vor weiter steigenden Zinsen erst einmal aus dem Markt. Senkt die Fed jetzt die Zinsen allerdings wieder, und zwar um mehr als 25 Basispunkte, dann spricht die Logik für weiter steigende Kursen! Natürlich nur so lange, wie nicht irgendwelche die Weltwirtschaft massiv beeinflussenden Faktoren die Märkte belasten (das zum Thema, dass niemand weiß, wie sich die Kreditmarktkrise weiter entwickelt. Ein Banken-Crash würde die Kurse sicherlich trotz weiter sinkenden Zinsen eine Zeitlang belasten)
Weiterer Abverkauf wäre bullish
Selbst wenn die Zinsen konstant bleiben, müsste man nach These 2, sofern vorher noch eventuelle Rezessionssorgen eingepreist werden, wieder mit weiter steigenden Märkten rechnen (siehe 1995 -1999). Aus diesem Grund „sehne“ ich mich so nach einem weiteren Abverkauf, weil eben nur dieser den Markt bereinigen würden. Anschließend könnte man dann mit vergleichsweise ruhigem Gewissen auf Einkaufstour gehen.
Inflation muss weiter beobachtet werden
Sollte sich die weltweite Inflation zu einem nachhaltigen Problem entwickeln, dann wäre spätestens nach dem US-Wahljahr mit stärker steigenden Zinsen zu rechnen. Und dann müssen wir uns, sobald die Zinsen das 6 % Niveau überschreiten, auf fallende Kursen einstellen.
Deflation muss vermieden werden
Sollten sich deflationäre Tendenzen durchsetzen, dann könnte die Rallye noch etwas weiter gehen. Eine eindeutige Deflation ist hingegen das einzige Szenario, welches diesen Zusammenhang zwischen Zinsen und Börse kippen kann (siehe Japan). Das ist aber ein ganz anderes Thema.
Fazit
Ich denke, Sie verstehen nun, warum der nächste Fed-Sitzung eine derart entscheidende Bedeutung zukommt. Schwenkt die Fed nun auf eine Politik des leichten Geldes um, oder macht sie deutlich, dass sie auch trotz dieser Krise mit Blick auf die Inflation die Zinsen stabil halten will, wahrscheinlich knapp unter 6 % ?
Das ist die alles entscheidende Frage.
Viele Grüße
Und ein sonniges Wochenende (wird ja auch mal wieder Zeit)
Ihr
Jochen Steffens
Zwangsläufig sollte nächste Woche, jede Zinsent- oder nichtentscheidung zu einer Enttäuschung an den Märkten führen.