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actr
22.05.2008, 21:22
22.05.2008 20:31
Gold: Im Schlepptau des Öls
New York (BoerseGo.de) - Das Gold folgte heute dem gewohnten Muster. Es folgte dem - heute einmal ausnahmsweise - fallenden Ölpreis und bewegte sich spiegelbildlich zum leicht steigenden Dollar. Der Gold-Kontrakt für Juni fiel heute um 10,30 Dollar auf 918,30 Dollar je Unze.




(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
23.05.2008, 23:17
Der Öl-Streit: Blase oder nicht?
Freitag, 23. Mai 2008

Wenn für die Amerikaner am Wochenende die Ferienzeit beginnt, dürfte in vielen Familien gestritten werden. Da werden Flüge nach Disneyland und Las Vegas abgesagt, Ausflüge zum Strand werden seltener… erstmals seit sechs Jahren wird weniger Auto gefahren als im Vorjahr, und eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Denn immer mehr Amerikanern wird klar: Der Ölpreis, der die Hauptschuld an hohen Benzinpreisen trägt, befindet sich nicht etwa in einer Blase.

Auf den ersten Blick scheinen das viele Autofahrer – und interessanterweise auch einige Analysten – nicht glauben zu wollen. Schließlich laufen die rasanten Preisanstiege in den letzten Monaten nach dem Muster, dem in der Vergangenheit oft Blasen gefolgt waren. So hat sich der Ölpreis etwa in den letzten zwölf Monaten von 61 auf 133 Dollar deutlich mehr als verdoppelt. Allein seit Jahresbeginn 2008 steht ein Plus von 33 Prozent zu Buche.

Der Benzinpreis zieht nicht ganz so dramatisch an, hat aber in den vergangenen zwölf Monaten ebenfalls um 20 Prozent zugelegt.

„In meinen Augen entsteht hier ganz klar eine Blase“, meint Robert Kaufmann vom Center for Energy and Environmental Studies an der Universität von Boston. Kaufmann hält den Ölpreis für überbewertet und hält fundamental 90 bis 100 Dollar für angemessen.

Doch abgesehen davon, dass auch ein Ölpreis zwischen 90 und 100 Dollar einen Anstieg um 50 Prozent binnen eines Jahres bedeuten würde, widersprechen die meisten Insider Kaufmann.

„Eine Blase entsteht, wenn das Angebot größer ist als die Nachfrage“, erklärt etwa Stephen Leeb, der Autor zweier Bücher über die Öl-Knappheit. Und er nennt zwei Beispiele: Die Hightech-Blase der Neunziger entstand etwa, weil die boomenden Konzerne, obwohl sie nicht einmal profitabel waren, ungeheure Mengen von Aktien auf den Markt geworfen haben, die am Ende keiner mehr haben wollte.

Zehn Jahre später spielte sich ein ähnliches Szenario bei den Immobilien ab: Angesichts niedriger Zinsen wollten zwar mehr Amerikaner eigene Häuser kaufen. Doch die Baufirmen überschätzten die Nachfrage enorm und zogen derart viele Neubaugebiete hoch, dass sich am Ende keine Bewohner mehr fanden. Der Markt konnte das Angebot an Häusern nicht absorbieren.

Beim Öl ist die Lage anders: Die Vorräte sind bekanntlich begrenzt, und sie gehen zuneige. Russland hat bereits einen Rückgang der möglichen Fördermenge bekanntgegeben, und Experten glauben, dass auch Saudiarabien zur Zeit nicht mehr Öl fördern könnte, selbst wenn man wollte. „Wenn zwei der größten Förderstaaten der Welt die Produktion nicht steigern können, dann ist das keine Blase“, meint Leeb, „sondern eine Katastrophe.“

Zumal der Verbrauch in den letzten Jahren massiv gestiegen ist und auch weiterhin massiv steigen wird – vor allem in China. Experten rechnen damit, dass sich dort mit steigendem Wohlstand die Zahl der Autobesitzer verdreißigfachen wird. Die Internationale Energiebehörde hat ihrerseits in den letzten Tagen eine finstere Prognose abgegeben: In den nächsten zwanzig Jahren dürfte die Öl-Nachfrage das Angebot um 10 Prozent überschreiten.

Langfristig gibt es für den Ölpreis damit nur noch einen Weg: nach oben. Wer also jetzt schon wegen hoher Benzinpreise seinen Wochenendausflug absagen muss, der sollte sich vielleicht bald nach einem spritsparenden Wagen umschauen.
© Inside Wall Street

actr
27.05.2008, 22:23
Der Segen teuren Benzins
Dienstag, 27. Mai 2008

Zu Beginn der Ferienzeit, in der die Amerikaner normalerweise noch viel mehr Auto fahren als sonst, notiert der Benzinpreis so hoch wie nie zuvor. Doch nur ein Teil der Verbraucher jammern darüber. Die anderen haben die Zeichen der Zeit erkannt und satteln um…auf öffentliche Verkehrsmittel und auf das Fahrrad.

In den USA findet zur Zeit ein gewaltiger Wandel statt, gewissermaßen eine Revolution. Denn immer mehr Amerikaner erkennen, dass sie seit Jahrzehnten zu bequem waren und sich den Komfort nicht länger leisten können.

Verwöhnt von lächerlich niedrigen Benzinsteuern und daher niedrigen Preisen an der Zapfsäule gibt es kaum eine Familie ohne Zweitwagen. Mit dem werden die Kinder zu Schule und Sport chauffiert, es wird eingekauft oder ins Kino gefahren; allerdings nicht nur auf dem Land, wo sich manche Wege tatsächlich nicht ohne Pkw zurücklegen lassen, sondern auch in Ballungszentren, in denen es genügend Alternativen gäbe.

Doch haben U-Bahnen und Busse in Amerika einen schlechten Ruf. In Metropolen wie etwa New York und Los Angeles sind sie oft dreckig, vor allem aber chronisch langsam und unpünktlich. Letzteres liegt aber vor allem daran, dass sie mit völlig verstopften Straßen zu kämpfen haben – die weniger verstopft wären, wenn mehr Amerikaner den Wagen stehen lassen und auf den Bus umsteigen würden.

Genau das war das Konzept von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Der wollte mit einer City-Steuer Autos aus der Stadt fernhalten und den Nahverkehr stärken. Das ließ der zuständige Ausschuss im Senat nicht zu, doch scheinen die Leute mittlerweile von selbst umzudenken – und zwar im ganzen Land.

Nakeisha Easterwood aus Georgia sagte etwa dem Nachrichtensender CNN: „Weil die Benzinpreise so hoch sind, fahre ich manchmal bei Freunden mit und versuche bei Trips in die Stadt alles auf einmal zu erledigen.“ Ja, Fahrgemeinschaften gelten in weiten Teilen der USA als völlig neues Konzept, ebenso das Anlegen eines Einkaufszettels, mit dem die Hausfrau verhindert, zwei- oder dreimal in den Supermarkt fahren zu müssen.

In vielen Blogs stehen seit Wochen ähnliche Geschichten. Da lobt sich ein Arbeitnehmer dafür, seinen Wohnort in der nähe seines Büros gesucht zu haben. Er fährt jetzt täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit und spart eine Menge Sprit.

Rückblickend auf das lange Wochenende berichtet eine Mutter, dass man den traditionellen Camping-Trip habe ausfallen lassen. „Stattdessen haben wir unser Zelt im Garten aufgeschlagen und zuhause gegrillt… es war super!“ Hunderte solcher Online-Einträge am Dienstagmorgen deuten ebenso auf ein breites Umdenken wie eine Statistik des Verkehrsministeriums: Danach haben amerikanische Autofahrer im März 4,3 Prozent oder 17 Milliarden Kilometer weniger zurückgelegt als im Vorjahresmonat. Das war der stärkste Einbruch seit Beginn der Datenerfassung in den Vierzigerjahren.

So hat es zwar lange gedauert und viel Geld gekostet, den Amerikaner aus seinem Auto zu zwingen, soch scheint sich der Verzicht langsam durchzusetzen. Übrigens auch bei denen, die ganz ohne Wagen nicht auskommen: Die kaufen zunehmend kleinere oder zumindest effizientere Fahrzeuge, weshalb General Motors und Ford jetzt planen, die Produktion von Trucks und SUV deutlich zu senken.

Ob Automobilkonzern, Hausfrau oder Camping-Tourist; dass die Amerikaner umdenken und mit weniger Automeilen auskommen wollen, zeigt zumindest eines: Mit sinkenden Öl- und Benzinpreisen rechnet auf lange Sicht niemand.
© Inside Wall Street

actr
28.05.2008, 12:32
28.05.2008 12:08
Goldpreis fällt unter 900 Dollar
New York (BoerseGo.de) - Der Goldpreis setzt am Mittwoch seine deutliche Abwärtskorrektur vom Vortag fort. Der Futurekontrakt fällt unter die Marke von 900 Dollar und gibt zur Zeit um rund 15 Dollar auf 893,2 Dollar je Feinunze nach. Damit reagiert der Goldpreis auf die vortägige Erholung des Dollars. Zur Zeit notiert der Euro gegenüber dem Dollar unverändert bei 1,5680.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Huber Christoph, Redakteur)

actr
03.06.2008, 12:52
03.06.2008 12:29
Pottasche - Das Weiße Gold der Zukunft
Interview mit Pat Varas, CEO und President von Western Potash

Seit jüngster Zeit geistert immer wieder der Begriff „Pottasche“ durch diverse Rohstoff-Gazetten. „Pottasche“, chemisch Kaliumcarbonat ist neben Stickstoff und Phosphor wesentlicher Bestandteil vieler Düngemittel. Diese sogenannten Hauptnährelemente müssen landwirtschaftlichen Böden häufig zugeführt werden, da ein Mangel an ihnen das Pflanzenwachstum beschränkt. Ein Unternehmen, das sich auf die Suche nach Pottasche macht, ist Western Potash, eine kanadische Explorationsgesellschaft, die im pottasche-reichen Manitoba eine Pottasche-Mine errichten will. Wir sprachen mit CEO und President Pat Varas über das Anwachsen der Weltbevölkerung, dadurch drohende Lebensmittelengpässe und warum und wie Pottasche diese Probleme beheben kann.

ROHSTOFF-SPIEGEL: Wie sind Sie zum Thema Pottasche gekommen?

WESTERN POTASH: In früheren Jahren arbeitete ich für Rio Tinto an einem Gemeinschaftsprojekt mit BHP Billiton. Nachdem ich dann von Rio Tinto zu Diavik ging, um die gleichnamige Diamantenmine in Kanadas Northwest Territories zu entwickeln, behielt ich immer auch ein Auge auf Rio Tinto und BHP, um neue Trends schneller realisieren zu können. Damals war das Thema Pottasche noch kaum jemandem ein Begriff. Rio Tinto hatte zwar schon eine produzierende Mine in Argentinien, ansonsten kam aber auch ich nicht weiter mit Pottasche in Berührung. Vor einiger Zeit begann plötzlich auch BHP sich dem Thema ernsthaft anzunehmen und mehrere Projekte zu akquirieren. Das machte mich hellhörig, da viele Trends meist von den Majors zuerst wahrgenommen werden. Ich befasste mich eingehend mit der Materie und kam zu der Erkenntnis, dass Pottasche zum weißen Gold der Zukunft werden würde. Ich verließ daraufhin Diavik mit dem Ziel, eine eigene reine Pottasche-Company aufzubauen. Grundlage dieser Entscheidung war einerseits die Tatsache, dass es einen offensichtlichen Nachfragezuwachs geben müsste, und andererseits, dass man auf dem Pottasche-Markt den einmaligen Fall hatte, dass es lediglich drei Junior-Companies gab, die sich überhaupt ernsthaft für das Thema Pottasche interessierten. So reifte in mir der Entschluss, Western Potash zu gründen, um am steigenden Pottasche-Bedarf zu partizipieren.

ROHSTOFF-SPIEGEL: Ihr Hauptprojekt liegt in Südwest-Manitoba, einer Region, die für ihre signifikanten Pottasche-Vorkommen bekannt ist. Aus welchem Grund haben Sie sich gerade für dieses Gebiet entschieden?

WESTERN POTASH: Bereits in den 60er und 70er Jahren zeigten mehrere Firmen Interesse an einem Abbau von Pottasche in Manitoba. Nun war es zu dieser Zeit aber so, dass die Regierung von Manitoba extrem bergbaufeindlich eingestellt war, da sie befürchtete, dass die Minenindustrie die Rohstoffe Manitobas zu sehr kontrollieren könnte. Es kam also kaum zu nennenswerten Explorationstätigkeiten. Erst als man sah, welchen Nutzen die Bergbauindustrie in der Nachbarprovinz Saskatchewan für die dortige Bevölkerung brachte, lockerte man seine Haltung und ließ zunächst die Exploration nach Öl- und Gasvorkommen zu. Die dadurch gesammelten Daten durch seismische Untersuchungen und Bohrprogramme kommen uns heute zugute, da diese signifikante Vorkommen in Südwest-Manitoba erwarten lassen. Heutzutage ist es so, dass die Regierung von Manitoba gemerkt hat, dass eine wichtige Entwicklung verschlafen wurde und geht sogar soweit, dass sie neben schnellen Genehmigungsverfahren auch finanzielle Unterstützung gewährt. Dies zusammen mit der relativ hohen Gewissheit, auf eine signifikante Ressource zu stoßen, macht das südwestliche Manitoba zu einer erstklassigen Standortwahl - zudem nur ein paar Kilometer weiter über der Grenze in Saskatchewan bereits eine große Pottasche-Mine existiert.

ROHSTOFF-SPIEGEL: Wie werden Ihre Bohrarbeiten aussehen?

WESTERN POTASH: Wir werden sowohl seismische Auswertungen als auch Bohrungen durchführen und werten vorhandene seismische Daten aus. Lücken werden wir mit eigenen Untersuchungen schließen und parallel dazu in etwa drei Wochen mit einem aggressiven Bohrprogramm beginnen. Dazu werden in einem Abstand von 3km Bohrungen bis in eine Tiefe von etwa 1000m eingebracht. Da Pottasche in flächendeckenden Salzablagerungen alter Gewässer eingelagert ist, kann man davon ausgehen, dass die komplette Fläche zwischen mehreren erfolgreichen Bohrungen eine relativ kontinuierliche Pottasche-Vergradung aufweist. Nach diesem Prinzip wollen wir innerhalb eines Jahres mit etwa 15 - 20 Bohrlöchern eine aussagekräftige Ressource ausweisen. Im Allgemeinen gehen wir von ähnlichen Gehalten wie derer der nahen Rocanville-Mine aus.

ROHSTOFF-SPIEGEL: Wie sieht Ihre mittel- bis langfristige Strategie aus?

WESTERN POTASH: Da der Aufbau einer Pottasche-Mine sehr kostenintensiv ist - man kann durchaus von Kapitalkosten in Höhe von 2 Mrd. USD ausgehen - werden wir uns nach Aufzeigen einer stattlichen Ressource auf die Suche nach einem Joint Venture-Partner machen. Kontakte zu unserem Nachbarn BHP bestehen beispielsweise schon. Auch eine Übernahme wäre möglich, aber nicht, bevor wir unseren Aktionären bereits eine gute Performance beschert haben.

ROHSTOFF-SPIEGEL: Wie ist denn das Verhältnis zu Ihren Nachbarn und zur Regierung von Manitoba?

WESTERN POTASH: Mit der Regierung von Manitoba haben wir ein sehr gutes Verhältnis. Manitoba will mit allen Mitteln eine Pottasche-Mine und das zeigt sich beispielsweise auch bei Genehmigungsverfahren. Man hilft uns, wo man nur kann. Eines unserer Nachbarprojekte wird von Agrium gehalten, einer Firma, die mehr auf den Verkauf von Pottasche und Düngemitteln spezialisiert ist, denn auf den eigentlichen Abbau. Hier sehen wir ein großes Potential für eine Zusammenarbeit. Auch eine Zusammenarbeit mit unserem zweiten Nachbarn BHP würde viele Synergien mit sich bringen. Unser erstrangiges Ziel ist es jedoch uns zunächst selbst zu beweisen und danach unter Umständen näher mit unseren Nachbarn zusamenzuarbeiten, sei es nun in Form eines Joint Ventures, einer Akquisition oder sonstigen denkbaren Möglichkeiten.

ROHSTOFF-SPIEGEL: Welches sind die nächsten wichtigen Schritte für Western Potash?

WESTERN POTASH: Wir werden in den nächsten Tagen einen Vertrag mit einer spezialisierten Bohrfirma abschließen und dann sofort im Anschluss mit den Bohrarbeiten beginnen. Wir wollen aggressiv bohren und innerhalb eines Jahres eine aussagefähige Ressourcenschätzung vorlegen.

ROHSTOFF-SPIEGEL: Werden Sie weitere Projekte für Western Potash akquirieren oder sich zunächst nur auf das aktuelle Projekt konzentrieren?

WESTERN POTASH: Wir haben bereits für zwei weitere Projekte alle notwendigen Akquisitions-Anträge eingereicht. Eines davon liegt südlich des bestehenden Projekts, das zweite in Zentral-Saskatchewan. Nach Abschluss der Akquisitionsprozeduren werden uns diese beiden Lizenzen zu 100% gehören.

ROHSTOFF-SPIEGEL: Der Preis für Pottasche hat sich in den letzten Monaten annähernd verdoppelt. Welche weitere Entwicklung erwarten Sie für den Pottasche-Markt?

WESTERN POTASH: Es gibt mehrere fundamentale Gründe, die den Pottaschepreis für eine ganze Weile auf einem hohen Niveau halten werden. Zunächst einmal muss man sich vor Augen führen, dass die Weltbevölkerung jedes Jahr um etwa 70 Mio. Menschen anwächst. Diese Menschen müssen mit zusätzlichen Nahrungsmitteln versorgt werden. Auf der anderen Seite ist die Anbaufläche für Nahrungsmittel begrenzt und wird zusätzlich mehr und mehr zur Energiegewinnung - beispielsweise für Ethanol oder Biogas - genutzt und dadurch die Fläche zum Anbau von Nahrungsmitteln beschnitten. Schon jetzt häufen sich die Anzeichen für eine bevorstehende Nahrungsmittelkrise - vor allem in Afrika und Asien. Wenn nun die Fläche begrenzt ist, der Bedarf aber stetig ansteigt, dann kann dieses Ungleichgewicht nur mit einem höheren Ertrag auf gleicher Fläche ausgeglichen werden. Immer mehr Regierungen erkennen, dass die Nahrungsmittelmenge erhöht werden muss und versuchen „ihre“ Landwirte mit notwendigen Düngern zu versorgen und in diese Richtung zu schulen. Und genau da kommt die Pottasche ins Spiel, die neben Stickstoff und Phosphor unabdingbar für jedes effektive Düngungsprogramm ist.

ROHSTOFF-SPIEGEL: Warum sollte man nun ausgerechnet auf Western Potash setzen?

WESTERN POTASH: Erstens, weil auf Grund der eben genannten, fundamentalen Problematik einer bevorstehenden, dauerhaften Nahrungsmittelknappheit von einem zu erwartenden weiteren Anstieg des Bedarfs an Düngemitteln und damit an Pottasche ausgegangen werden kann. Zweitens, weil der Pottasche-Sektor deswegen so interessant ist, da es aktuell weltweit nur etwa 10 bis 12 Firmen gibt, die sich intensiv mit diesem Rohstoff befassen, der Markt also nicht übersättigt ist. Drittens, weil die Regierung Manitobas an der vorliegenden Situation und ihren Pottaschereserven partizipieren will, deshalb unbedingt eine produzierende Mine in Manitoba braucht und uns neben der schnellen Erteilung von Genehmigungen auch finanziell unterstützen wird. Viertens, weil wir uns auf Grund vorliegender seismischer- und Explorationsdaten sehr sicher sind, auf einer großen wirtschaftlichen Ressource zu sitzen. Und fünftens, weil wir ein erfahrenes und vor allem erfolgreiches Management besitzen, das ein hohes technisches Verständnis besitzt, in der Lage ist, eine Mine aufzubauen und die dazu notwendige Kapitaldecke für ein solches Projekt zu generieren.

© Rohstoff-Spiegel

Dieser Beitrag ist bereits vorab in der Ausgabe 11/2008 des Rohstoff-Spiegels erschienen.

actr
04.06.2008, 17:26
04.06.2008 17:12
US-Öllagerbestände gehen zurück
Washington (aktiencheck.de AG) - Die Energy Information Administration (EIA) veröffentlichte am Mittwoch für die Woche zum 30. Mai 2008 einen Rückgang bei den Öllagerbeständen.

Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Minus von 4,8 Millionen Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Plus von 2,3 Millionen Barrel ermittelt. Bei Benzin wurde ein Anstieg um 2,9 Millionen Barrel verzeichnet.

Aktuell verliert der Kurs für ein Barrel der Sorte Light Crude an der Terminbörse NYMEX 0,95 Dollar auf 123,36 Dollar, während der Kurs für eine Gallone Heating Oil derzeit um 6 Cents auf 3,58 Dollar verliert. (04.06.2008/ac/n/m)

actr
08.06.2008, 09:10
07.06.2008 10:05
Top Pick: Uran-Aktien für den Aufschwung
„Aktuell stocken wir unsere Positionen bei Uranaktien drastisch auf“, sagt Mark Leibovit vom US-Börsendienst „VR Trader“. Leibovit belegt mit seinen Timing-Entscheidungen häufig vordere Plätze bei US-Rankings. Aktuell stellt er seine Uranfavoriten vor.
„Ein neuer Tag und wieder notiert Öl auf einem neuen Rekordpreis. Auch bei den Metallen geht es wieder aufwärts. Auf der anderen Seite sind die Zinsen in den USA nun niedrig genug, so dass die Fed eine abwartende Rolle einnehmen kann. Und was machen in diesem Umfeld Uranaktien? Sie sind im Zuge der allgemeinen Korrektur stark gefallen. Zuletzt gab es jedoch Anzeichen auf ein Ende der Korrektur. Immerhin ist der Uranpreis vom Hoch bei fast 155 Dollar auf aktuell nur noch 58 Dollar abgerutscht. Doch Uran wird auf Sicht der kommenden Jahre immer stärker nachgefragt werden. Die Fantasie in diesem Sektor ergibt sich daraus, dass vor allem die BRIC-Länder auf einen stetigen Urannachschub angewiesen sind. Daher ist auch mit möglichen Übernahmen im Uransektor auf Sicht der nächsten Jahre zu rechnen. Aktuell sind wir bei der französischen Areva (ISIN: FR0004275832) investiert. Ebenso gehören Fronteer Development Group (ISIN: CA35903Q1063) und Pinetree Capital (ISIN: CA7233301067) zu unseren langfristigen Positionen im Uransektor.

actr
09.06.2008, 09:34
09.06.2008 09:25
Ausblick Rohstoffe am Montag: WTI auf Rekordhoch, Edelmetalle fester
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrschte am Freitag angesichts der jüngsten Aussagen von EZB-Chef Trichet zu einer möglichen Zinserhöhung Rekordlaune vor. In New York notierte leichtes US-Öl (Juli-Kontrakt) zuletzt bei 137,77 Dollar. Zwischenzeitlich war erstmals die 139-Dollar-Marke überschritten worden. Ein Juli-Kontrakt für eine Gallone Heizöl war in New York zuletzt für 3,96 Dollar erhältlich. Ein Juli-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notierte bei zuletzt 3,52 Dollar.

In London notierte der Future für Brent Crude (Juli-Kontrakt) bei zuletzt 136,51 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (Juli-Kontrakt) notierte hier bei 137,84 Dollar je Barrel. Im Blickpunkt standen neben den Spekulationen um eine Zinserhöhung seitens der EZB auch die Unsicherheiten in Bezug auf den Iran und mögliche Militäreinsätze Israels oder der USA. Daneben waren auch die am Mittwoch veröffentlichten Öllagerdaten von Interesse. Demnach fielen die Lagerbestände für Rohöl in der vergangenen Woche um 4,8 Millionen Barrel auf 306,8 Millionen Barrel, während Volkswirte im Vorfeld von einem Rückgang um 2,7 Millionen Barrel ausgegangen waren. Dagegen stiegen die Bestände an Mitteldestillaten um 2,3 Millionen Barrel auf 111,7 Millionen Barrel an. Bei Benzin stieg der Lagerbestand um 2,9 Millionen Barrel auf 209,1 Millionen Barrel. Die Raffinerieauslastung stieg von 87,9 Prozent auf nun 89,7 Prozent.

Bei den Futures für Edelmetalle ging es ebenfalls aufwärts. So verteuerte sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Juli-Kontrakt) um 23,50 Dollar auf 899,00 Dollar. Die Feinunze Silber (Juli-Kontrakt) notierte wiederum bei 17,43 Dollar 26 Cents fester. Gleichzeitig wurde die Feinunze Platin (Juli-Kontrakt) bei 2.081,30 Dollar (+68,80 Dollar) gehandelt.

Die Agrarrohstoffe präsentierten sich wiederum uneinheitlich. Der Zucker-Future (Juli-Kontrakt) tendierte bei 9,88 Cents je Pfund 0,14 Cents fester. Der Future für Arabica-Kaffee (Juli-Kontrakt) tendierte bei 135,70 Cents je Pfund 0,15 Cents leichter. Robusta-Kaffee (Juli-Kontrakt) wiederum notierte bei 101,00 Cents je Pfund. Kakao (Juli-Kontrakt) wurde bei 2.867 Dollar je Tonne 11 Dollar billiger gehandelt. Der Mais-Future (Juli-Kontrakt) schloss 7,4 Cents fester bei 650,6 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen schloss der Preis für einen Juli-Kontrakt 25,4 Cents fester bei 811,0 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notierte der Juli-Kontrakt bei 1.457,4 Cents je Scheffel 5,4 Cents fester. (09.06.2008/ac/n/m)

actr
09.06.2008, 09:36
08.06.2008: 850 vorerst außer Gefahr


http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/gold_lang.gif


Recht volatil zeigte sich der Goldpreis in der Vorwoche, die Spanne reichte von 865 bis auf über 900 US-Dollar - mit dem glücklicheren Ende für die Bullen.

Die wichtige Unterstützung bei 850 US-Dollar ist damit etwas mehr in die Ferne gerückt und daher aktuell nicht in Gefahr. Bei möglichen weiteren Abwärtsbewegungen bleibt diese Marke aber unbedingt zu beobachten. Für weitere Kurserholungen liegen die nächst höheren Widerstände bei 930 und 955 US-Dollar.


http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/gold_kurz.gif

actr
09.06.2008, 18:16
Zwischen Utopie und Zukunft
Montag, 9. Juni 2008

Während der Ölpreis in immer neue Höhen klettert, widersetzen sich konservative Amerikaner immer noch jeder neuen Idee. Statt ernsthaft über Energiespar-Konzepte nachzudenken, alternative Energien zu fördern oder ganz neue Phantasien zu entwickeln, fordern sie immer das gleiche: Mehr Öl bohren. In Alaska.

Die Republikaner und viele ihrer Unterstützer in konservativen Lobbygruppen glauben „ANWR is the answer“. Die Abkürzung, die Antwort auf alle Fragen verspricht, steht für das „Alaska National Wildlife Refugee“, ein Naturschutzgebiet im nördlichsten US-Bundesstaat, unter dem Öl liegt – das nicht gefördert werden darf.

Denn seit Jahren ist das Naturschutzgebiet für die Unternehmen Sperrgebiet. Hier leben Eisbären, Elche, Karibu und andere Tiere, viele von ihnen sind bedroht. Den Schutz irgendwelcher Tiere über das Menschenrecht auf Öl zu stellen, geht den Republikanern und der Öl-Industrie seit langem gegen den Strich, allein, man hat sich bisher auch mit einer Mehrheit in Washington nicht durchsetzen können.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Öl-Lager unter ANWR selbst nach offiziellen Schätzungen der Regierung derart gering sind, dass sich mit ihnen zwar Geld verdienen aber sicherlich keine Ölkrise verhindern ließe. Die Regierung in Washington hat berechnet, dass selbst eine Förderung auf vollen Touren – die frühestens in zehn Jahren möglich wäre – den Ölpreis höchstens um 75 Cent pro Fass senken würde. Bei einem aktuellen Ölpreis von rund 135 Dollar wäre das eine Ersparnis von etwa 0,5 Prozent.

Dazu kommt: Die Förderung in ANWR hätte keine lange Dauer. Selbst bei einem Förderbeginn in zehn Jahren hätte man bis 2027 den Gipfel erreicht; zehn Jahre später dürften die Vorräte erschöpft sein. Insgesamt ließe sich bis dahin etwa 1 Prozent der amerikanischen Öl-Nachfrage stillen – ein Schritt zu dem allgemein angestrebten Ziel der „Unabhängigkeit von ausländischem Öl“ ist das nicht.

Den Konservativen geht das nicht in den Kopf. „Wir könnten ja schon lange fördern, wenn Bill Clinton uns nicht gestoppt hätte“, mosert etwa Max Schulz vom Manhattan Institute auf dem amerikanischen Börsensender CNBC. Bis zu 1,5 Millionen Fass könne man heute täglich aus dem Boden ziehen. Zudem trete man ja auch für verstärkte Förderung im Golf von Mexiko ein.

Was Schulz & Co. weiterhin strikt ablehnen, ist ein allmähliches Umstellen auf andere Energien. „Solar- und Windenergie sind ja schöne Ideen, aber sie funktionieren nicht“, zieht er über eine Interviewpartnerin her. Die hingegen, Daphne Wysham vom renommierten Institute for Policy Studies hat recht konkrete Lösungsvorschläge. Mit Solardächern auf Parkplätzen kontert sie das Argument, dass auch Elektroautos mit Strom aufgeladen werden müssten. Erdwärme, Windräder und sogar Mikroorganismen spielen in den Plänen ihres Think Tanks eine Rolle – und sind allesamt wissenschaftlich untersucht und für die Zukunft als tragfähig befunden worden.

Es wird – auch bei Öl- und Benzinpreisen auf Rekordniveau – noch lange dauern, bis Amerika in Energiefragen umdenken wird. Viel zu lange hat sich das Land auf niedrigem Benzin und einem globalen Überangebot ausgeruht. Jetzt die Gewohnheiten umzustellen ist schwierig, wenn auch nicht unmöglich. Auf dem Automobilmarkt geht der Trend bereits weg vom SUV und hin zum Kleinwagen. Der vor kurzem noch belächelte Smart könnte in Amerika eine bessere Zukunft haben als man sich zunächst hätte träumen lassen.
© Inside Wall Street

actr
12.06.2008, 23:35
Amis fahren Zug und Bus
Donnerstag, 12. Juni 2008

Na also, es geht doch. Kaum wird Benzin in Amerika teuer – sagen wir: verhältnismäßig teuer, denn ein Liter Sprit kostet immer noch deutlich weniger als etwa in Deutschland – denken die Amis nun doch um. Die SUV bleiben stehen, kleinere Wagen sind gefragt und sogar im ungeliebten öffentlichen Nahverkehr steigen die Umsätze.

Die Amerikaner scheinen recht schnell eingesehen zu haben, dass sie auf fallende Spritpreise so bald nicht bauen müssen. Selbst das Energieministerium in Washington hat gerade seine Benzinpreis-Prognose für die nächsten Jahre nach oben revidiert. Unter 4 Dollar, so ist man sich sicher, wird der Kraftstoff nicht mehr fallen.

Im Gegenteil: Die Prognosen für den Ölpreis sind nach oben offen. Morgan Stanley spricht von 150 Dollar bis Anfang Juli, Goldman Sachs spricht auf mittelfristige Sicht von 200 Dollar und einzelne Analysten erwarten bis zu 500 Dollar pro Fass. Unrealistisch ist das nicht, wie ein schneller Blick nach China zeigt. Da soll sich die Zahl der Autos in den nächsten Jahren verdreißigfachen. Derweil zieht in anderen Schwellenländern die Industrialisierung schneller als erwartet an, was dort ebenfalls die Nachfrage nach dem schwarzen Gold antreibt.

Jane und John Doe, die amerikanischen Durchschnittsverbraucher, wollten es lange nicht wahr haben, aber sie reagieren nun doch. Aus und vorbei sind die Zeiten, als man sich um Billigsprit keine Sorgen machen musste und selbst in Städten mit guter Infrastruktur und wohlgeteerten Straßen mit gigantischen Trucks ins Büro Pendeln konnte. Jetzt ist Bus und Zug fahren angesagt.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass bereits im letzten Jahr 10,3 Milliarden Trips mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt wurden. Das ist das höchste Niveau seit 1957. In den ersten Monaten des laufenden Jahres hält der Trend an: Die Zahl der Fahrten ist um 3,3 Prozent auf 2,6 Milliarden gestiegen. Das sind 85 Millionen Fahrten mehr als vor einem Jahr. William Millar, Präsident des Branchenverbandes des amerikanischen Nahverkehrs APTA sagt: „Es gibt keinen Zweifel: Die hohe Benzinpreise lassen Amerikaner ihre Fahrgewohnheiten umstellen.“

Laut der APTA-Studie ist der Verkehr in Straßenbahnen um 10,3 Prozent gestiegen, in den Zügen sitzen 5,7 Prozent mehr Passagiere. Auch für Busse, Ubahnen und Hochbahnen sind die Trends intakt. Die Long Island Railroad, die zigtausende Pendler morgens nach New York City und abends nach Hause bringt, verzeichnet beim Passagieraufkommen ein Plus von 5,4 Prozent auf 86,1 Millionen. Das ist der höchste Stand seit 1949 – und das, obwohl man erst kürzlich die Fahrpreise angehoben hat.

Die Mehreinnahmen kommen den Nahverkehrsbetreibern gerade recht. Viele werden in den nächsten Monaten kräftig investieren müssen. In das Streckennetz und in neues Rollmaterial. Denn der Trend vom Auto zu Bus und Zug hat gerade erst begonnen. Laut einer Untersuchung von IBM wollten nämlich nur 31 Prozent der Verbraucher bei einem Benzinpreis von 4 Dollar umsteigen; bei einem Benzinpreis von 5 Dollar dürften es 66 Prozent sein. Und diese Marke dürfte bald fallen.
© Inside Wall Street

actr
17.06.2008, 12:40
17.06.2008 12:27
Heute wichtige Termine und mal wieder Rohöl
Liebe Leser,

heute gibt es einige wichtige Termine:

Um 11.00 Uhr werden die Juni-Zahlen zur Konjunkturerwartung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veröffentlicht. Erwartet wird der deutsche ZEW Konjunkturerwartungsindex mit -44,0 (Im Mai lag der Index bei -41,4).

Neue Inflations-Fakten kommen um 14.30, wenn die die US-Produzentenpreise für Mai veröffentlicht werden (Erwartet wird ein Plus von 0,2% bei der Kernrate, nach 0,4 % im Vormonat).

Um 15.15 Uhr werden die Zahlen zur US-Industrieproduktion für Mai ausgegeben. Erwartet wird ein Anstieg um 0,1% (im April war diese noch um 0,7% gefallen).

Da wir gerade bei Terminen sind:

Interessant wird es am Wochenende im saudi-arabischen Dschidda. Saudi-Arabien lädt ein zum Ölkrisentreffen, wo Produzentenländer und Industrienationen über die aktuelle Lage beratschlagen. Eines ist klar:

Aufgrund der hohen Ölpreise könnte aus Sicht der Saudis der Konjunktur-Motor der Ölverbraucher Länder abgewürgt bzw. geschwächt werden. Das wiederum bedeute einen Nachfrage-Rückgang, mithin einen möglicherweise relativ stark fallenden Ölpreis. Daher gilt es nun zu diskutieren, in welchem Maße die Öl-Produktion erhöht werden könne, um einerseits den Ölpreis etwas zu drosseln... gepaart mit höherer Abnahme.

In manchen Medien liest sich das so, als ob sich die Saudis ernsthaft um die Weltkonjunktur sorgen würden. Ja, Sorgen machen sie sich in der Tat... um ihre Profite...

Noch kurz zum Dow Jones:


http://www.investor-verlag.de/bilder/newsletter/gas/20080617_dow.gif

Jetzt haben sich die Medien also auf den Haupt-Verantwortlichen des Börsengezuckels eingeschossen, den bösen Ölpreis. Jede kleinste Bewegung wird sofort mit Preisveränderungen des schwarzen Goldes in Zusammenhang gebracht.

Dabei gibt es markttechnisch (und hier meine ich tatsächlich den Markt und nicht die Technischen Indikatoren...) nur eine Lösung, die den Ölpreis wieder in akzeptable Bahnen laufen ließe. Eine sinkende Nachfrage. Logisch, was sonst?

Viel Erfolg an der Börse

Ihr

Tom Firley

actr
18.06.2008, 17:15
Mit der Flut kam die Inflation
Mittwoch, 18. Juni 2008

Als würde die US-Konjunktur nicht schon genug unter der Inflation leiden… zum schwachen Dollar und hohen Rohstoffpreisen kommen jetzt Probleme mit dem Wetter. Die Jahrhundertfluten in Iowa haben mehr als eine Million Hektar Maisfelder zerstört, was die Lebensmittelpreise massiv steigen lassen könnte.

Die Maisbauern in Iowa hatten es in den letzten Monaten schon schwer. Ein harter Winter hat die Aussaat verzögert, im Frühjahr spielten die Temperaturen nicht mit. Jetzt aber ist alles aus. Die Fluten, die in den Städten meterhoch durch die Straßen zogen und Häuser bis zum Giebel verschluckten, haben einen der wichtigsten Agrarstaaten der USA bis zu 21 Prozent der Gesamternte gekostet.

Die Mais-Futures sind bereits zum Wochenbeginn auf ein Allzeithoch von 7,40 pro Bushel geklettert. Die Preise werden sich auf dem hohen Niveau halten, denn eine genaue Bestandsaufnahme ist erst in zwei Monaten zu erwartet – und es könnte durchaus noch schlimmer kommen: Wenn der Juli zu heiß wird, so Landwirte in Iowa, müssen weitere Abstriche gemacht werden.

Damit drohen allerdins nicht nur die Preise für Maiskolben auf dem Jahrmarkt zu steigen. Im Gegenteil: Der Verbraucher dürfte Preisanstiege in erster Linie bei Fleisch und Milchprodukten spüren, denn etwa die Hälfte des US-weit produzierten Mais wird an das Vieh verfüttert.

Ein großer Teil der Mais-Ernte fließt hingegen in die Produktion von Ethanol, was bereits seit Jahren für Probleme sorgt und ein politisches Streitthema ist. Denn die teure Produktion von Ethanol, die unter Umweltgesichtspunkten nicht einmal unumsritten ist, wird vom Staat subventioniert und hat dazu geführt, dass Landwirte in hohem Maße von anderen Getreiden auf Mais umgestellt haben, um in den Genuss der Zuschüsse zu kommen. Im Gegenzug sind die Flächen für Weizen, Roggen, Gerste, Mais und Soja zurückgegangen und die Preise für diese Produkte gestiegen.

Abgesehen von Ethanol taucht Mais aber noch in zahlreichen anderen Produkten des US-Alltags auf. Soda-Getränke, also etwa Coca-Cola, Fanta oder Sprite, sind mit Mais-Fructose gesüßt. Tortilla-Chips werden aus Maismehl fritiert und selbst in Zahnpasta ist das Getreide vertreten. Experten wiegeln zwar ab, der Mais-Anteil an solchen Produkten sei minimal und Preissteigerungen dürften gering ausfallen – ganz ausschließen will sie aber niemand. Wenn sie kommen, dann dürften sie bis weit in das Jahr 2009 anhalten.

In Washington sorgt man sich unterdessen um die Exporte. Große Anteile der US-Ernte – sowohl von Mais als auch anderer Getreide – werden ins Ausland verkauft. Nun werden nicht nur die Preise steigen, sondern man steht auch vor infrastrukturellen Problemen: Die Fluten haben zahlreiche Bahnstrecken zerstört und damit die Ausfuhr für Monate erschwert. Das ist umso Besorgnis erregender, als die Landwirtschaft zuletzt für einen großen Teil der US-Exporte zuständig war und damit eine deutlichere Ausweitung des Handelsbilanzdefizits verhindert hat.
© Inside Wall Street

actr
18.06.2008, 23:14
Das Ende der Ölmacht?
von Jochen Steffens

Öl ist das Blut der industriellen Welt. Ohne Öl würde die Wirtschaft still stehen. Öl ist die Droge der Moderne. Öl ist Macht.

Wie jede Droge führt auch die Abhängigkeit vom Öl zur Kriminalisierung. In diesem Fall zur Kriminalisierung der Geopolitik. Wahrscheinlich werden erst unsere Enkel in den Geschichtsbüchern erfahren, bei welchen politischen Entscheidungen der letzten 60-100 Jahre, Öl seine unseligen Finger im Spiel hatte und wo es zu noch unseligeren Entscheidungen führte. Meiner bescheidenen Meinung nach, hat Öl die komplette Geopolitik negativ beeinflusst..

Ins weltweite Massenbewusstsein ist die Tragik um das Öl wahrscheinlich erst mit den Kriegen im Irak gedrungen. Doch das ist eigentlich nur die traurige Spitze eines großen unrühmlichen Eisbergs.

Jetzt lesen wir, dass sich die Ölmultis Sorgen um den hohen Ölpreis machen. Warum, mag man denke, sie verdienen sich doch dumm und duselig und wenn bald das Öl ausgeht, haben sie so noch gute Gewinne gemacht. Der Grund sind die Erfahrungen aus den Ölkrisen in den 70ern. Damals sank im Anschluss der weltweite Verbrauch. In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Welt zurzeit sowieso immer mehr über die Endlichkeit ihrer Ressourcen bewusst wird, wird wahrscheinlich zurecht befürchtet, dass die Bemühungen um ein Ende der Abhängigkeit vom Öl immer drastischer betrieben werden.
Ein paar Schlagzeilen dazu:
Neuseeland will bis 2015 mindestens 90 Prozent seiner Energien aus erneuerbaren Ressourcen beziehen.

Schweden will bis 2020 unabhängig vom Öl und anderen fossilen Rohstoffen werden.

Im Emirat Dubai soll ein außergewöhnlicher Energie- und Umweltpark entstehen. Hier stehen Wassereinsparung, Energie- und Ressourcenverbrauch im Vordergrund, neben erneuerbaren Energien und einer nachhaltigeren Abfallwirtschaft. Neben Privat- und Gewerbeimmobilien, Hotels, Messe- und Tagungsgebäuden, sowie Freizeiteinrichtungen entstehen verschiedene Bildungseinrichtungen und Forschungsinstitute mit einem Schwerpunkt auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien.

Wenn man in Dubai schon an solchen Technologien arbeitet, sollte man in Europa sehr schnell reagieren. Und das passiert auch: So ist heute zu lesen, dass die CDU plant, sich der Klima- und Umweltpolitik programmatisch zu verpflichten. Es geht um eine Politik der Nachhaltigkeit. Auch das passt ins Bild.

In den USA, in denen öffentliche Verkehrsmittel alles andere als beliebt sind, die Menschen lieber Staus und teure Parkplätze in der Innenstadt (New York) in Kauf nehmen, um mit ihren Geländewagen zur Arbeit fahren zu können, ist seit einiger Zeit eine interessante Entwicklung zu beobachten: Die Verkehrsbetriebe in den USA verzeichnen ungewöhnliche Steigerungsraten. Straßenbahnen freuen sich über 10 % Zuwächse, mit Zügen fahren bis zu 6% mehr Menschen – wenn der Ölpreis noch weiter steigt, werden diese Raten deutlich zunehmen - das ergaben Umfragen. Auf der anderen Seite steigt in dem Land der breitesten Straßen die Nachfrage nach spritsparenden Kleinwagen.

Mittlerweile will VW auch wieder das 1 Liter Auto bauen.
etc...
Ein Selbstläufer
Das Problem ist, wenn solche Entwicklungen erst einmal angeschoben werden, können diese zu einem Selbstläufer werden. Nach den Ölkrisen war „Energiesparen“ in aller Munde und selbst als der Ölpreis wieder sank, verschwand diese Erfahrung nicht, sondern setzte sich immer weiter fort. Ich erinnere mich noch gut daran, wie bei uns eine andere Heizungsanlage eingebaut wurde, und ich mit meinem Vater alle Rohre und später das Dach isoliert habe. etc.
Alternativen sind gefragt
Heute geht es nicht mehr nur ums Sparen, sondern gefragt sind handfeste Alternativen. Die Gefahr aus Sicht der Ölproduzenten ist, dass immer mehr Geld in die Entwicklung solcher Alternativen fließen wird, je teurer der Ölpreis wird. Hier könnten sich nun ebenfalls Selbstläufer entwickeln. Denn selbst wenn der Ölpreis nun wieder sinken sollte, werden die Menschen die Erfahrung plötzlich steigender Ölpreise gemacht haben.
Und niemand weiß, ob und wann es vielleicht zu entscheidenden Entwicklungen, Erfindungen oder ähnlichem kommen wird.

Tatsächlich muss es also das Bestreben der Ölförderstaaten sein, den Ölpreis zu senken, zumindest im Hinblick auf eine langfristige Entwicklung.

Denn was wäre, wenn der Ölverbrauch dramatisch zurückgehen würde. Was wäre, wenn nicht nur Schweden und Neuseeland einen Ölausstieg planen, sondern auch Deutschland und vielleicht ganz Europa?

Die Macht des Öls wäre gebrochen. Der Ölpreis würde ins Bodenlose rauschen. Einige Länder würden in die Bedeutungslosigkeit abrutschen.
Zu weit gedacht?
Sicher, ich beschreibe hier im Moment noch eine Utopie. Wenn auch die Nachfrage aus den Industrieländern zurückgehen sollte, so bleiben immer noch China und Indien als Ölverbraucher.

Bei mir klingeln als Antizykliker nur immer die Alarmglocken, wenn irgendein Thema an den Börsen derart beherrschend wird. In solchen Momenten lehne ich mich zurück und überlege, wodurch das Ende eines Trends eingeleitet werden kann. Dann wage ich Thesen zu denken, die man sonst nirgendwo hört. Und genauso sollten Sie den heutigen Text interpretieren.


Es gibt bereits Technologien, die zumindest theoretisch in der Lage wären, die Energieprobleme dieser Erde zu lösen. Andere werden in den nächsten 20-50 Jahren entwickelt werden. Alle Welt redet zurzeit von Ölpeak, damit ist der Förderhöhepunkt gemeint. Normalerweise der Förderhöhepunkt, der mit der Endlichkeit der Ölreserven zu tun hat. Vielleicht erleben wir aber auch in den nächsten 5 oder 15 Jahren einen Förderhöhepunkt, weil der Ölverbrauch dramatisch einbricht.
Ob also eine Investition in Öl langfristig interessant ist, darf zumindest in Frage gestellt werden. Es wird davon abhängen, ob Alternativen entwickelt werden, die realen Einfluss auf die Energiewirtschaft haben können.
Neue Technologie als Motor?
Wie mein Kollege Torsten Ewert bereits am Montag hier schrieb: Es kann gut sein, dass eine neue Technologie Auslöser eines neuen Booms werden kann. Vielleicht ist es wirklich eine Technologie die uns von der Droge Öl befreit. Es wäre wünschenswert.

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
19.06.2008, 23:08
19.06.2008 21:18
Rohstoffe am Abend: WTI fällt auf 132 Dollar, Gold und Silber fester
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Donnerstagnachmittag New Yorker Zeit Verkaufslaune vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (Juli-Kontrakt) derzeit bei 132,11 Dollar (-4,57 Dollar). Der Juli-Kontrakt für eine Gallone Heizöl verliert in New York 14 Cents auf nun 3,72 Dollar. Ein Juli-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notiert derzeit 11 Cents leichter bei 3,36 Dollar.

In London verbilligt sich der Future für Brent Crude (August-Kontrakt) derzeit um 4,33 Dollar und notiert bei 132,11 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (Juli-Kontrakt) notiert hier bei 133,92 Dollar je Barrel 2,76 Dollar leichter. Für Entspannung sorgen derzeit die angekündigten drastischen Preiserhöhungen in China, wodurch eine deutlich Nachfragesenkung erwartet wird. Im Blickpunkt stehen daneben die am Mittwoch veröffentlichten Öllagerdaten. Demnach fielen die Lagerbestände für Rohöl in der vergangenen Woche um 1,2 Millionen Barrel auf 301,0 Millionen Barrel, während Volkswirte im Vorfeld von einem Anstieg um 1,0 Millionen Barrel ausgegangen waren. Dagegen stiegen die Bestände an Mitteldestillaten um 2,6 Millionen Barrel auf 116,6 Millionen Barrel an. Bei Benzin fiel der Lagerbestand um 1,2 Millionen Barrel auf 208,9 Millionen Barrel. Die Raffinerieauslastung stieg von 88,6 Prozent auf nun 89,3 Prozent.

Die Futures für Edelmetalle zeigen sich wiederum mehrheitlich fester. Derzeit verteuert sich der Kurs für eine Feinunze Gold (August-Kontrakt) um 10,70 Dollar auf 904,20 Dollar. Die Feinunze Silber (August-Kontrakt) notiert wiederum13 Cents fester bei 17,43 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Juli-Kontrakt) bei momentan 2.051,20 Dollar (-40,70 Dollar) gehandelt.

Die Agrarrohstoffe präsentieren sich uneinheitlich. Der Zucker-Future (Juli-Kontrakt) tendiert bei 11,57 Cents je Pfund 0,03 Cents leichter. Der Future für Arabica-Kaffee (Juli-Kontrakt) tendiert bei 137,10 Cents je Pfund 0,45 Cents leichter. Robusta-Kaffee (Juli-Kontrakt) wiederum notiert bei 102,75 Cents je Pfund. Kakao (Juli-Kontrakt) wird bei 3.165 Dollar je Tonne 97 Dollar fester gehandelt. Der Mais-Future (Juli-Kontrakt) notiert derzeit 16,2 Cents leichter bei 730,0 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen sinkt der Preis für einen Juli-Kontrakt um 23,4 Cents auf 880,4 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der Juli-Kontrakt bei 1.546,0 Cents je Scheffel 10,0 Cents leichter. (19.06.2008/ac/n/m)

actr
20.06.2008, 13:13
20.06.2008 13:06
US-Ölpreis erholt von Vortagsverlusten - China hebt Preise an
Der US-Ölpreis hat sich am Freitag von seinen deutlichen Vortagesverlusten erholt. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli stieg auf 133,77 US-Dollar. Das waren 1,84 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im August stieg um 2,15 Dollar auf 134,16 Dollar.

Am Donnerstag war der WTI-Preis merklich unter Druck geraten und um rund sechs Dollar gesunken. Als Grund verwiesen Experten zum einen auf die Entscheidung der chinesischen Regierung, die Preise für Kraftstoffe und Energie deutlich zu erhöhen. An den Tankstellen kostete Benzin am Freitag 16 Prozent und Diesel 18 Prozent mehr. Der Preis von Kerosin stieg um 25 Prozent. Die oberste Wirtschaftslenkungsbehörde, die Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC), begründete die überraschende Preissteigerung mit der wachsenden Kluft zwischen den künstlich niedrig gehaltenen Treibstoffpreisen in China und den immer höheren Rohölpreisen auf dem Weltmarkt. Benzin und Diesel kostet jetzt in China je nach Qualität zwischen 6,20 und 7,17 Yuan oder umgerechnet 58 bis 67 Euro-Cent.

Die chinesische Regierung habe wahrscheinlich die Sorge, vor den Olympischen Spiele mit einer Knappheit an Kraftstoffen im Land konfrontiert zu werden, schreibt Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank in einem Kommentar. Für die derzeitigen Spannungen am Benzin- und Dieselmarkt sei weniger eine starke Nachfrage verantwortlich, sondern vielmehr die Zurückhaltung der Raffinerien. Insbesondere kleine Raffinerien seien nicht mehr in der Lage gewesen, das Verlustgeschäft mit dem Verkauf der Ölprodukte zu künstlich niedrigen Preisen zu finanzieren. Die Commerzbank rechnet damit, dass die starke Erhöhung der Preise eine negative Auswirkung auf das Ölverbrauchswachstum haben wird. Dies sollte dann endgültig die Trendwende am Ölmarkt einleiten.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag 129,44 US-Dollar. Das waren 99 Cent mehr als am Mittwoch. Die OPEC berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells./js/bf

AXC0089 2008-06-20/13:05

actr
26.06.2008, 22:25
26.06.2008 21:34
Gold: Geschenk der Fed
New York (BoerseGo.de) - Die Fed machte den Goldfreunden gestern ein großes Geschenk. Die US-Notenbank wies auf die Inflationsrisiken hin, traute sich aber nicht zur notwendigen Zinsanhebung, das schickte den Dollar auf Talfahrt und beschwingte die Rohstoffe - darunter das Schmuckmetall. Der Gold-Kontrakt für August sprang 32,80 Dollar auf 915,10 Dollar.




(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
26.06.2008, 22:57
26.06.2008 21:45
Fußball, Fed und Börse
von Jochen Steffens

Ich entdecke immer wieder Gemeinsamkeiten zwischen Fußball und Börse. Von den Börsen wissen wir, dass jede Regelmäßigkeit, die von der Masse entdeckt und breit diskutiert wird, kurz davor steht, sich aufzulösen. Etwas Ähnliches haben wir jetzt bei der EM erlebt:

Die Türkei hat regelmäßig zum Schluss hin die Spiele noch für sich entscheiden können, selbst wenn sie deutlich zurück lag. Überall war somit vor dem gestrigen Halbfinale zu lesen, dass man, egal wie weit Deutschland auch in Führung sei, mit der Türkei bis zur letzten Minute rechnen müsse! Sprich, diese „Regelmäßigkeit“ des Spielverlaufs in den letzten Spielen der türkischen Mannschaft war Teil der „Massenmeinung“ geworden.

Witzigerweise hatte ich aus Sicht des Börsianers schon vor dem Spiel gedacht, dass sich somit dieses Mal wohl alles anders entwickeln werde. Diese Überlegung hatte jedoch nichts mit meinen “vortrefflichen Fußballkenntnissen“ zu tun (über die ich nicht einmal verfüge), sondern entstand aus den Erfahrungen mit der Börse: Wenn irgendetwas zur Massenmeinung geworden ist, funktioniert es nicht mehr.
Das Ende der Regelmäßigkeit
Trotzdem wuchs nach dem 2 : 1 für Deutschland auch bei mir die Anspannung. Und tatsächlich, auch dieses Mal schien sich zunächst diese Regelmäßigkeit für die Türkei zu bewahrheiten. Kurz vor Schluss fiel das 2:2. Aber dann kippte diese "Regel", denn dieses Mal war es die deutsche Mannschaft, die das Spiel noch in der letzten Minute der regulären Spielzeit für sich entschieden hat. Auch hier scheinen also Regelmäßigkeiten, die bereits breit diskutiert werden, an Wert zu verlieren.
Zu leicht ist nicht gut
Und noch eine andere Parallelität ist mir aufgefallen: Die deutsche Mannschaft scheint in dieser EM gegen vermeintlich starke Mannschaften deutlich besser zu spielen, als gegen vermeintlich schwache. Und so kam sie auch bei dem Spiel gegen die Türkei, ähnlich wie bei dem Spiel gegen Kroatien nicht ins Spiel. Es gab grauenvolle Fehlpässe und man kann nicht sagen, dass es ein schönes Spiel war.

Beim Traden kennen wir einen ähnlichen Effekt. Wenn wir einen wirklich wichtigen Trade vorbereiten, gehen wir von Anfang an hoch konzentriert und mit Achtung und Aufmerksamkeit an diesen heran. In diesen Fällen geschehen dann auch die wenigsten Fehler. Oft sind es aber die „einfachen / simplen“ Trades, denen man gar nicht so recht die notwendige Beachtung schenken will, die sich dann wieder Erwarten zu unangenehmen Verlusten ausweiten.

Irgendwie sind wir Menschen doch alle ähnlich...
Doch nun zu dem wichtigen Statement der Fed
Zunächst die Übersetzung:

Die neuesten Informationen belegen, dass die allgemeine Wirtschaftsaktivität weiterhin aufwärts gerichtet ist, was sich teilweise in der Verfestigung des privaten Konsums widerspiegelt. Allerdings schwächt sich der Arbeitsmarkt weiter ab und an den Finanzmärkten herrscht immer noch eine beträchtliche Anspannung. Schärfere Kreditkonditionen, die anhaltende Krise am Häusermarkt, die steigenden Energiepreise dürften in den kommenden Quartalen das Wirtschaftwachstum belasten.

Das Komitee erwartet, dass sich die Inflation Ende diesen Jahres und im kommenden Jahr abschwächen werde. Allerdings bleibt angesichts des fortgesetzten Anstiegs der Energiepreise und der Preise einiger anderer Rohstoffe und einigen erhöhten Inflationsindikatoren die Ungewissheit hinsichtlich der Inflationsaussichten hoch.


Die substanzielle Lockerung der Geldpolitik, im Zusammenhang mit den fortgesetzten Maßnahmen zur Förderung der Marktliquidität, sollte das Wachstum in nächster Zeit unterstützen. Obwohl weiterhin Abwärtsrisiken für das Wachstum bestehen, haben sich diese etwas vermindert. Gleichzeitig haben sich die Aufwärtsrisiken für die Inflation und die Entwicklung der Inflationserwartungen vergrößert. Das Komitee wird weiterhin die Entwicklung der Wirtschaft und der Finanzen beobachten und falls erforderlich eingreifen, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Preisstabilität zu gewährleisten.
Keine klare Äußerung in Richtung Zinserhöhung
Festhalten kann man, dass wirklich klare Aussagen in Richtung Zinserhöhungen ausgeblieben sind. Das merkte man auch deutlich an der Reaktion des Dollars, der nach dieser Veröffentlichung deutlich nachgab. Mit dem Satz: „Die substanzielle Lockerung der Geldpolitik im Zusammenhang mit den fortgesetzten Maßnahmen zur Förderung der Marktliquidität sollte das Wachstum in nächster Zeit unterstützen.“ weist die Fed aber darauf hin, dass es eher keine weiteren Zinssenkungen mehr geben wird.

Interessant ist, dass die Fed weiterhin von einem Nachlassen der Inflation ausgeht, das spricht wohl dafür, dass sie mit nicht mehr weiter steigenden Rohstoffpreisen rechnet, obwohl die Fed einräumt, dass das Inflationsrisiko nach wie vor hoch sei.

Der Satz, den einige Analysten in Richtung möglicher Zinserhöhungen deuten, lautet: „Gleichzeitig haben sich die Aufwärtsrisiken für die Inflation und die Entwicklung der Inflationserwartungen vergrößert.“ Wie gesagt, wirklich deutlich ist das nicht, aber dem Markt reichte dieser Satz im Zusammenhang mit der Benennung der hohen Risiken durch die Rohstoffpreise aus, um sich Sorgen zu machen.

Ich vermute gerade auch nach diesem Statement weiterhin, dass die Fed die Zinsen nicht vor der US-Präsidentschaftswahl anheben wird. Dann wird es darauf ankommen, wie sich die Rohstoffpreise entwickelt haben.

Wie ich gerade sehe, hat der Nasdaq100 nun endlich sein erstes großes Gap erreicht. Auslöser war unter anderem ein wieder steigender Ölpreis. Mehr dazu morgen an gleicher Stelle.


Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens


P.S. Vielen Dank für Ihre vielen Mails und für die Charts, die Sie mir zum Verbrauchervertrauen geschickt haben. Zumindest weiß ich jetzt, dass es 1975 noch einen vergleichbaren Fall gab, wo ein Verbrauchervertrauen um die 60 Punkte herum, mit einem entscheidenden Tief an den Märkten zusammengefallen ist. Das bestätigt diese Korrelation.
Allerdings ging es mir weniger um die Charts, als um die „Daten“ selbst, um diese in meine Datenbank einzupflegen. Also falls jemand über die reinen Daten verfügt, würde ich mich freuen.
US-Wirtschaftsdaten

von Jochen Steffens

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA ist in der endgültigen Fassung zum ersten Quartal um 1,0 % gestiegen, nach 0,6 % im 4. Quartal 2007.

Der PCE-Deflator sank leicht von zuvor 3,9 % auf nunmehr 3,6 %. Immer noch Werte die auf deutliche Inflationsgefahren hinweisen.

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080626.gif

Die Erwartet wurden 370.000 bis 375.000 neue Anträge.

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080626a.gif


Immer noch bleiben die Erstanträge auf hohem Niveau. Auch der Viewochendurchschnitt steigt noch an. Hier ist also keine Entwarnung in Sicht.

Die Unternehmensgewinne in den USA sind im ersten Quartal 2008 nur noch um 2,5 % gestiegen. Der zuletzt vermeldete Anstieg in Höhe von 3,8 % wurde somit deutlich nach unten revidiert.

Die Zahl der US-amerikanischen Hausverkäufe ist im Mai um 2,0 % auf 4,99 Mio. gestiegen. Analysten hatten mit Werten im Bereich von 4,96 bis 5,05 Mio. gerechnet, nach 4,89 Mio. verkauften Häusern zuvor.

actr
30.06.2008, 00:25
Samstag 28.06.2008
Wermuth's Investment Outlook

Ölpreisexplosion macht globale Rezession wahrscheinlicher
Von Dieter Wermuth | 17:04

Die Angst vor steigender Inflation hat bei den Zentralbanken die Sorge abgelöst, dass es nach dem Platzen diverser Blasen zu einer Deflation kommen könnte. Überall geht es nur noch darum, ob die Zinsen unverändert gelassen oder erhöht werden sollen. Dabei ist das Risiko einer globalen Rezession durch die Explosion der Ölpreise und den Entzug an Kaufkraft stark gestiegen. Die USA laborieren zudem noch an den Folgen der fallenden Immobilienkrise. Das alles sind schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte. Weltweit dürften die Gewinne der Unternehmen fallen, außer in den ölexportierenden Ländern, die bislang die Gewinner in dieser Krise sind. Die Rentenmärkte leiden unter der nach wie vor steigenden Inflation und den steigenden Notenbankzinsen. Eine echte Inflationsmentalität hat sich bislang noch nicht entwickelt, und wird es auch nicht. Die Bondrenditen nähern sich attraktiven Niveaus.

Aus ökonomischen Gründen dürften die Ölpreise demnächst kräftig fallen – allein eine politische Krise, ausgelöst etwa durch einen Angriff Israels auf den Iran, kann das noch verhindern.

actr
02.07.2008, 13:55
02.07.2008 13:31
Euro steht über 1,57 Dollar
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Devisennotierungen vom 02.07.2008 (13:25 Uhr)

An den Devisenmärkten werden die Referenzkurse für ausländische Devisen gegen den Euro wie folgt gehandelt:

Der Referenzkurs wurde auf 1,5799 US-Dollar festgelegt, was einem Anstieg um 0,08 Prozent entspricht. Weiterhin wurde der Kurs des Euro auf 0,7953 Britische Pfund (+0,47 Prozent) und auf 1,6144 Schweizer Franken (+0,14 Prozent) festgesetzt. Der Referenzkurs des Euro betrug ferner 168,56 Japanische Yen (+0,55 Prozent). (02.07.2008/ac/n/m)

actr
02.07.2008, 17:13
02.07.2008 16:53
US-Öllagerbestände gegen Erwartungen gesunken
New York (BoerseGo.de) - Die US-Rohöllagerbestände sind nach Angaben des Energieministeriums der USA in der letzten Woche um 2,0 Millionen Barrel auf 299,8 Millionen Barrel gesunken. Die Lagerbestände im Bereich der Destillate einschließlich Diesel und Heizöl erhöhten sich um 1,3 Millionen Barrel auf 120,7 Millionen Barrel. Benzin verzeichnete einen Anstieg von 2,1 Millionen Barrel auf 210,9 Millionen Barrel. Die Prognosen gingen bei Öl von einem Anstieg von 500000 Barrel aus, bei Diesel und Heizöl von einer Zunahme von 1,5 Millionen Barrel und bei Benzin von einem Zuwachs von 500000 Barrel. Die Raffineriekapazitäten stiegen von 88,6 auf 89,2 Prozent.

Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August steigt aktuell um 73 Cents auf 141,70 Dollar.



(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
03.07.2008, 22:21
03.07.2008 20:51
Rohstoffe am Abend: WTI weiter über 144 Dollar, Edelmetalle schwächer
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Donnerstagnachmittag New Yorker Zeit weiter Kauflaune vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (August-Kontrakt) derzeit bei 144,70 Dollar (+1,13 Dollar). Zwischenzeitlich war bei 145,85 Dollar ein neues Rekordhoch erreicht worden. Der August-Kontrakt für eine Gallone Heizöl gewinnt in New York 2 Cents auf nun 4,09 Dollar. Ein August-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notiert derzeit 1 Cent fester bei 3,56 Dollar.

In London verteuert sich der Future für Brent Crude (August-Kontrakt) derzeit um 1,77 Dollar und notiert bei 146,03 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (August-Kontrakt) notiert hier bei 144,50 Dollar je Barrel 93 Cents fester. Im Blickpunkt stehen vor allem die am Mittwoch veröffentlichten Öllagerdaten. Demnach fielen die Lagerbestände für Rohöl in der vergangenen Woche um 2,0 Millionen Barrel auf 299,8 Millionen Barrel, während Volkswirte im Vorfeld von einem Rückgang um 1,2 Millionen Barrel ausgegangen waren. Daneben stiegen die Bestände an Mitteldestillaten um 1,3 Millionen Barrel auf 120,7 Millionen Barrel an. Bei Benzin steig der Lagerbestand um 2,1 Millionen Barrel auf 210,9 Millionen Barrel. Die Raffinerieauslastung stieg wieder auf 89,2 Prozent, nach zuletzt 88,6 Prozent.

Die Futures für Edelmetalle zeigen sich deutlich leichter. Derzeit verbilligt sich der Kurs für eine Feinunze Gold (August-Kontrakt) um 12,30 Dollar auf 934,20 Dollar. Die Feinunze Silber (August-Kontrakt) notiert wiederum 6 Cents leichter bei 18,32 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Oktober-Kontrakt) bei momentan 2.034,00 Dollar (-43,00 Dollar) gehandelt.

Die Agrarrohstoffe präsentieren sich uneinheitlich. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendiert bei 13,91 Cents je Pfund 0,07 Cents leichter. Der Future für Arabica-Kaffee (Juli-Kontrakt) tendiert bei 150,35 Cents je Pfund 3,10 Cents leichter. Robusta-Kaffee (Juli-Kontrakt) wiederum notiert bei 117,20 Cents je Pfund. Kakao (Juli-Kontrakt) wird bei 3.205 Dollar je Tonne 128 Dollar billiger gehandelt. Der Mais-Future (Juli-Kontrakt) notiert derzeit 1,6 Cents leichter bei 747,0 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen steigt der Preis für einen Juli-Kontrakt um 11,6 Cents auf 877,0 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der Juli-Kontrakt bei 1.660,0 Cents je Scheffel 14,2 Cents fester. (03.07.2008/ac/n/m)

actr
03.07.2008, 23:01
03.07.2008 20:26
Gold: Dämpfer von der EZB
New York (BoerseGo.de) - Das Gold erhielt heute einen Dämpfer von der EZB. Die Hüter des Euros hoben heute zwar wie erwartet den Zins an, schlossen aber - vorerst - weitere Zinserhöhungen aus. Das schwächte den Euro zu Gunsten des Dollars und löste die übliche Gegenbewegung bei dem Schmuckmetall aus. Der Gold-Kontrakt für August verlor heute 12,90 Dollar auf 933,60 Dollar, das sind aber noch 0,3% mehr als vergangenen Freitag.




(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
11.07.2008, 08:58
11.07.2008 08:50
DEVISEN/Euro kratzt an Widerstand bei 1,58 USD
DJ DEVISEN/Euro kratzt an Widerstand bei 1,58 USD

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro handelt am Freitagmorgen im frühen europäischen Devisengeschäft zum Dollar knapp unter 1,58 USD. Auf diesem Niveau bewegt sich die Gemeinschaftswährung seit Donnerstagnachmittag. "Momentan tritt der Euro zum Greenback auf der Stelle. Ich denke aber, dass sich der freundliche Unterton für den Euro fortsetzt", sagt ein Händler.

Im Unterschied zu den vergangenen Tagen könnten die Währungskurse zum Wochenausklang wieder verstärkt von Konjunkturdaten getrieben werden. Denn mit der Handelsbilanz im Mai, den Im- und Exportpreisen im Juni sowie dem Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan sei der US-Datenkalender "prall gefüllt".

Der Uni-Michigan-Index dürfte das größte Interesse auf sich ziehen. Erwartet wird ein Rückgang im Juli auf 55,0 Punkte von 56,4 im Juni. "Sollte sich die Verbraucherstimmung noch stärker eingetrübt haben als erwartet, dann könnte der Euro nochmals einen Anlauf nach oben in Richtung 1,59 USD unternehmen", sagt der Händler. Unterstützt sei der Euro bei 1,5690 USD.

Die Feinunze Gold setzt die Aufwärtsbewegung fort, sie kostet im frühen Londoner Handel 943,55 USD nach einem Nachmittag-Fixing am Donnerstag von 939,50 USD.

===
Europa New York Europa
(7.43) (Do, Späthandel) (17.25)
EUR/USD 1,5787 1,5784 1,5789
USD/JPY 107,22 107,05 106,90
EUR/JPY 169,28 169,00 168,76
EUR/GBP 0,7986 -- 0,7984
EUR/CHF 1,6245 -- 1,6208
===
DJG/bek/reh

(END) Dow Jones Newswires

July 11, 2008 01:49 ET (05:49 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones&Company, Inc.

actr
14.07.2008, 09:09
13.07.2008: Erneut 1000 Dollar im Visier


http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/gold_lang.gif


Wie erwartet zogen sich die Bären aus dem Goldmarkt zurück, die Notierung kletterte in den letzten Wochen deutlich aufwärts und markierte zuletzt ein neues Dreimonatshoch.

Die SKS ist damit endgültig vom Tisch. Vielmehr stellt der Dreh nach oben kurz vor Vollendung der rechten Schulter ein klares Kaufsignal dar. Ein solches Verhalten ist bei möglichen SKS, wie bereits früher an dieser Stelle erwähnt, nicht selten zu beobachten.

Daher sollte die jüngste Rallye nun auch noch andauern. Ein erneuter Test der Marke von 1000 US-Dollar, oder sogar ein Durchbruch über diese psychologisch wichtige Marke, sind gut denkbar.



http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/gold_kurz.gif

actr
14.07.2008, 22:01
14.07.2008 21:12
Rohstoffe am Abend: WTI unter 146 Dollar, Gold und Silber fester
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Montagnachmittag New Yorker Zeit Zurückhaltung vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (August-Kontrakt) derzeit bei 145,18 Dollar (+0,10 Dollar). Der August-Kontrakt für eine Gallone Heizöl verliert in New York 1 Cents auf nun 4,07 Dollar. Ein August-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notiert derzeit 1 Cent leichter bei 3,56 Dollar.

In London verbilligt sich der Future für Brent Crude (August-Kontrakt) derzeit um 39 Cents und notiert bei 144,10 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (August-Kontrakt) notiert hier bei 144,59 Dollar je Barrel 49 Cents leichter. Im Blickpunkt stehen vor allem der anhaltende Iran-Konflikt, Probleme in Nigeria und die am Mittwoch veröffentlichten Öllagerdaten. Demnach fielen die Lagerbestände für Rohöl in der vergangenen Woche um 5,9 Millionen Barrel auf 293,9 Millionen Barrel, während Volkswirte im Vorfeld von einem Rückgang um 1,9 Millionen Barrel ausgegangen waren. Daneben stiegen die Bestände an Mitteldestillaten um 1,8 Millionen Barrel auf 122,5 Millionen Barrel an. Bei Benzin stieg der Lagerbestand um 0,9 Millionen Barrel auf 211,8 Millionen Barrel. Die Raffinerieauslastung blieb bei unverändert 89,2 Prozent.

Die Futures für Edelmetalle zeigen sich wiederum mehrheitlich fester. Derzeit verteuert sich der Kurs für eine Feinunze Gold (August-Kontrakt) um 13,40 Dollar auf 974,00 Dollar. Die Feinunze Silber (August-Kontrakt) notiert wiederum 39 Cents fester bei 19,16 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Oktober-Kontrakt) bei momentan 2.025,50 Dollar (-21,70 Dollar) gehandelt.

Die Agrarrohstoffe präsentieren sich uneinheitlich. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendiert bei 13,60 Cents je Pfund 0,39 Cents leichter. Der Future für Arabica-Kaffee (Juli-Kontrakt) tendiert bei 141,70 Cents je Pfund 1,65 Cents fester. Robusta-Kaffee (Juli-Kontrakt) wiederum notiert bei 109,10 Cents je Pfund. Kakao (Juli-Kontrakt) wird bei 3.000 Dollar je Tonne 17 Dollar fester gehandelt. Der Mais-Future (September-Kontrakt) notiert derzeit 27,2 Cents leichter bei 663,6 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen sinkt der Preis für einen September-Kontrakt um 12,6 Cents auf 818,0 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der August-Kontrakt bei 1.582,0 Cents je Scheffel 33,4 Cents leichter. (14.07.2008/ac/n/m)

actr
24.07.2008, 22:03
24.07.2008 21:42
Gold: Dollarstärke belastet
New York (BoerseGo.de) - Das Gold litt heute wieder darunter, dass der Doller etwas Boden gewinnt und machte die traditionelle Gegenbewegung. Der Gold-Kontrakt für August bröckelte heute 50 Cents auf 922,30 Dollar. Seit Dienstag verlor das Derivat mehr als 40 Dollar.




(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
24.07.2008, 22:12
24.07.2008 18:45
Die Schlacht um die 150-Dollar-Marke!
von Jochen Steffens

Der Ölpreis hat nun seine steilen Aufwärtstrends nach unten gebrochen:


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080724.gif

Somit lohnt sich ein Blick auf die Psychologie hinter dieser Kursentwicklung.

Die 150er Marke hatten viele Marktteilnehmer als psychologisch wichtige Marke im Visier. Dort türmten sich demnach die bereits im Markt liegenden Verkaufsordern und die möglichen Verkäufe der Anleger, die vorhatten um diese Marke herum, in den Markt hineinzuverkaufen.

Die anstürmenden Bullen (Bullen = kursoptimistische Anleger) mussten also gegen diesen immer größer werdenden Berg von Verkäufern anlaufen. Nun werden viele Verkäufer bereits unterhalb dieses wichtigen Widerstands ihre Verkäufe platzieren, um wirklich sicher zu stellen, dass sie auch rauskommen. Das hatte zur Folge, dass die Euphorie der Ölbullen bereits deutlich unter der 150er Marke gebremst wurde.

Man kann dieses Auflaufen auf die Verkaufsordern an den Kerzen mit den langen Dochten nach oben erkennen (roter Pfeil). Intraday kam es demnach immer wieder zu Kurspitzen, die jedoch aufgrund genannter Verkäufe nicht gehalten werden konnten.
Sturm einer befestigten Bergkuppe
Irgendwann waren die Bullen schließlich erschöpft, der Berg wurde zu steil und sie purzelten entkräftet wieder nach unten. Dort drängten jedoch die neuen Ölbullen nach, die den Zug bisher verpasst hatten. Somit wurden die zunächst zurückgeschlagenen Ölbullen schnell wieder aufgefangen, und es ging ebenso dynamisch wieder nach oben. Damit war die Frontlinie eingegrenzt: Zwischen 135 und 145 Dollar prallten Bullen und Bären aufeinander.

Als jedoch mit diesen neuen Ölbullen im Rücken erneut die 145 Marke nicht nachhaltig überwunden werden konnte, verloren die Bullen ihre Zuversicht und damit ihren Kampfeswillen. Drei lange Handelstage hintereinander kämpften die bereits durch den ersten Rückschlag angeschlagenen Bullen nahezu verzweifelt um diese 145er Marke. Aber was sie auch versuchten, den Bären gelang es immer wieder, sie auf Schlusskursbasis unter die 145er Marke zu zwingen.
Die Macht der Ölbären drängte die Bullen in die Defensive und nachdem auch noch die letzte Frontbastion bei der 135er Marke überlaufen wurde, kam es zu einem ungeordneten Rückzug, in dessen Folge selbst die beiden steileren Aufwärtstrends keinen Schutz mehr gewährten.
Die Stellung wird verlassen
Als die Verkäufer, die sich alle um die 150er Marke eingegraben hatten, sahen, wie die Bullen flüchteten, kamen sie hervor und jagten diesen hinterher, um noch einen geeigneten Ausstieg zu finden. Auch diese gerieten in Panik um ihre Kriegsbeute. Sie mussten zusehen, wie die Kurse fielen und ihre Gewinne dahinschmolzen. Also wurde verkauft, was zu verkaufen war.

Aber, das bedeutet auf der anderen Seite, dass die Verkaufspositionen, die bei der 150er Marke lagen, nun ausgedünnt sind, da viele Verkäufer jetzt bereit zu niedrigeren Kursen verkauft hatten. Damit ist der „Berg der Verkaufswilligen“ wesentlich flacher geworden oder, um in der „Kriegssprache“ zu bleiben: Viele haben die Befestigung verlassen.
Wo formieren sich die Bullen?
Die Frage ist nun, wo formieren sich jetzt die Bullen. Bei welcher Marke finden sie genug Schutz und Rückhalt, um sich zunächst zu sammeln und sich den verfolgenden Bären entgegen zu stellen. Doch dazu etwas später mehr.

Dieser etwas überspitzte und mit einem Augenzwinkern geschriebene Vergleich beschreibt eigentlich tatsächlich nur die „Psychologie“ hinter dem Kursverlauf des Ölpreises. Dieses Szenario findet sich immer wieder, es verdeutlicht den Grund, warum die Kurse oft zunächst unterhalb psychologisch wichtiger Marken scheitern. Erst in einem zweiten Angriff entscheidet sich anschließend, ob eine psychologisch wichtige Marke nachhaltig genommen werden kann.
Zwei Szenarien und bekannte Topformationen
Sollte sich also der Ölpreis jetzt fangen und die Ölbullen aus irgendwelchen fundamentalen Beweggründen wieder Mut fassen, könnte es zu einer impulsiven Aufwärtsbewegung kommen. Hier würde es sich dann entscheiden. Sollte die Position der Verkaufswilligen immer noch so groß sein, dass die Bullen erneut an dieser Marke scheitern, wird für die Bullenes aus zwei Gründen schwer werden:

Diejenigen Bären, die bis zu diesem Zeitpunkt durchgehalten haben und nun wieder nicht verkaufen konnten, werden nicht noch einmal zusehen, wie die Kurse bis 125 Dollar fallen und alles tun, um möglichst schnell zu verkaufen, sobald die Kurse erneut an der 145/150er Marke scheitern.
Aber auch die Kraft der Bullen wird nach einem zweiten großen Anlauf erschöpft sein. So dass hier die Kraft für einen dritten Anlauf in den meisten Fällen fehlt.
In diesem Fall bildet sich eine Art Doppeltop

Sollten die Bullen allerdings die Verkaufsordern um die 150er Marke komplett aufkaufen können, wäre dies zunächst ein sehr bullishes Zeichen. Der Markt wäre erst einmal von Verkäufern bereinigt und deswegen könnte es dann wahrscheinlich impulsiv weiter gehen.
Das Trippeltop
In ganz seltenen Fällen kommt es, wenn die Kurse zum zweiten Mal scheitern, zu einem dritten Anlauf. Scheitert auch dieser, können Sie fast sicher sein, dass die Bullen keine Chance mehr haben, diese Marke in nächster Zeit zu nehmen. Es bildet sich das Tripple-Top, welches aus diesem Grund ein deutlich wichtigeres Top als das Doppeltop darstellt.

Bricht die 150er Marke im Zuge des dritten Anlauf, kann es sein, dass auch die Bullen entkräftet sind. In diesem Fall ist es dann fraglich, ob es zu einem dynamischen weiteren Anstieg kommen kann, ansonsten war es lediglich eine Konsolidierung und der Aufwärtstrend wird fortgesetzt.
Linienkritzler
Sie sehen, Charttechnik ist nicht nur ein bloßes Linienzeichnen, man muss auch verstehen, was psychologisch hinter den Kulissen passiert. Das wird leider meist vernachlässigt. Dabei geht es doch immer wieder nur um das ewige Spiel der Bären gegen die Bullen und die dahinter stehende Psychologie der beteiligten Akteure.


Das große Bild

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080724a.gif

Im mittelfristigen Chart hat der Ölpreis versucht, aus dem Aufwärtstrend nach oben auszubrechen. Das ist ihm nicht gelungen. Er kann nun an der Mittellinie einen neuen Anlauf starten, erst dieser wird etwas über die wirkliche Verfassung des Ölpreises sagen. Sollte das nicht gelingen, muss damit gerechnet werden, dass wir auch noch die untere Trendlinie erreichen.


Viele Grüße

Jochen Steffens



US-Wirtschaftsdaten
von Jochen Steffens

Die Zahl der Erstanträge ist in den USA auf 406.000 gestiegen. Erwartet wurden 372.000 bis 380.000 neue Anträge nach zuvor 372.000 (revidiert von 366.000).

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Die Zahl der Erstanträge steigt wieder, womit die These bewiesen wäre, dass der Einbruch Anfang Juli lediglich ein saisonaler Effekt gewesen ist. Hier erkennen wir noch keinen Einfluss der niedrigen Zinsen auf das US-Wirtschaftswachstum. Das wäre aber auch verwunderlich, da der Arbeitsmarkt in dieser Hinsicht ein nachlaufender Indikator ist.

Die Zahl der Hausverkäufe in den USA ist im Juni auf 4,86 Mio. zurückgegangen. Analysten hatten jedoch nur mit einem Rückgang im Bereich zwischen 4,95 bis 4,97 Mio. gerechnet, nach Minus 4,99 Mio. Häuser verkauft worden. Diese leicht bessere Zahl hatte kaum einen Effekt auf die Börsen, da es sich immer noch um einen deutlichen Rückgang handelt.

actr
25.07.2008, 22:43
25.07.2008 21:40
Gold: Mangelnde Dollarstärke hilft
New York (BoerseGo.de) - Der Dollar pendelte heute einen Tick unter dem gestrigen Spielraum. Das schien wieder Goldkäufe anzuregen, da sich das Metall traditionell spiegelverkehrt zum Greenback bewegt. Der Gold-Kontrakt für August gewann heute 4,50 Dollar auf 926,80 Dollar. Das bedeutet allerdings einen Wochenverlust von 31,20 Dollar.



(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
29.07.2008, 13:29
29.07.2008 13:16
Rohstoffe am Mittag: Brent unter 126 Dollar, Edelmetalle schwächer
New York / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Dienstagmittag erneut Kauflaune vor. Der Future für Brent Crude (September-Kontrakt) notiert derzeit im Londoner Handel bei 125,90 Dollar je Barrel und damit 6 Cents fester. Das leichte US-Öl WTI (September-Kontrakt) notiert hier bei 125,37 Dollar je Barrel und damit 64 Cents fester. An den Spotmärkten wird Brent bei zuletzt 125,18 Dollar und WTI bei 124,74 Dollar gehandelt. In New York notierte leichtes US-Öl (September-Kontrakt) zuletzt bei 125,24 Dollar. Ein September-Kontrakt für eine Gallone Heizöl war in New York zuletzt für 3,58 Dollar erhältlich. Ein August-Kontrakt für eine Gallone bleifreies Benzin notierte bei zuletzt 3,09 Dollar.

Im Fokus stehen dabei die am Mittwoch veröffentlichten Öllagerdaten. Demnach fielen die Lagerbestände für Rohöl in der vergangenen Woche überraschend um nur 1,6 Millionen Barrel auf 295,3 Millionen Barrel, während Volkswirte im Vorfeld von einem Rückgang um 1,9 Millionen Barrel ausgegangen waren. Daneben stiegen die Bestände an Mitteldestillaten um 2,4 Millionen Barrel auf 128,1 Millionen Barrel an. Bei Benzin stieg der Lagerbestand um 2,9 Millionen Barrel auf 217,1 Millionen Barrel.

Die Preise für Edelmetalle zeigen dagegen deutlich negative Tendenzen. Aktuell gibt der Kurs für eine Feinunze Gold um 5,45 Dollar auf 926,65 Dollar nach. Daneben sinkt der Preis für eine Feinunze Silber um 15 Cents auf 17,44 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin bei 1.762,50 Dollar (-4,50 Dollar) gehandelt.

Die Industriemetalle verzeichnen dagegen weitgehend positive Tendenzen. Aluminium verteuert sich um 16,00 Dollar auf 2.923,25 Dollar. Der Kurs von Blei steigt um 38,00 Dollar auf 2.180,50 Dollar. Kupfer verteuert sich um 38,00 Dollar auf 8.189,75 Dollar. Nickel verzeichnet wiederum einen Preisrückgang um 75,00 Dollar auf 18.145,00 Dollar. (29.07.2008/ac/n/m)

actr
30.07.2008, 19:49
30.07.2008 18:45
Wird der US-Arbeitsmarktbericht positiv überraschen?
von Jochen Steffens

Der wichtigste Termin in dieser Woche ist wohl der Freitag. An diesem werden die neuen Arbeitsmarktdaten aus den USA veröffentlicht. Den Märkten geht es dabei hauptsächlich um die neu geschaffenen Stellen. Seit Anfang des Jahres ist die Zahl der Beschäftigten in den USA rückläufig gewesen. Auch für Freitag wird ein Rückgang um 65.000 Stellen erwartet.
Eine Verbesserung bei diesen Zahlen würde nicht nur einen Indikator für ein stärkeres Wirtschaftswachstum darstellen, viel wichtiger ist, dass neu geschaffene Stellen ein positives Signal für den Konsum, sprich die Binnenkonjunktur in den USA darstellen. Zumal sich bessere Arbeitsmarktdaten auch positiv auf das Konsumentenvertrauen auswirken.
ADP Daten überraschen positiv
Heute um 14.30 Uhr wurde der ADP National Employment Report veröffentlicht. Dieser wird immer am Mittwoch vor dem Arbeitsmarktbericht herausgegeben und soll schon einmal eine Tendenz anzeigen. Demnach ist die Beschäftigung im privaten Wirtschaftssektor in den USA im Juli um 9.000 Stellen angestiegen(!).

Der Markt reagierte auf diese Veröffentlichung entsprechend positiv. Allerdings muss man hier vorsichtig sein, die Zahlen des ADP weichen zum Teil sehr stark vom eigentlichen Arbeitsmarktbericht ab. Allerdings zeigten sich in den letzten Wochen auch erste Auswirkungen der niedrigen Leitzinsen in den USA auf die vorlaufenden Wirtschaftsindikatoren. Es ist also auch aus fundamentaler Sicht durchaus möglich, dass die Arbeitsmarktzahlen „bereits jetzt“ reagieren und es tatsächlich zu einem Wert kommt, der über den Erwartungen liegt. Zumal die Erwartungen doch relativ verhalten sind.
Konjunkturdaten-Trader
Eines ist jedoch wahrscheinlich: Viele Trader werden jetzt darauf setzen, dass die Zahlen am Freitag über den Erwartungen liegen. Das könnte die Märkte im Vorfeld stützen. Es kann aber auch dazu führen, dass diese Trader dann, sobald die Zahlen am Freitag erst einmal veröffentlicht sind, Kasse machen. Wenn diese also schlechter ausfallen oder nur leicht über den Erwartungen liegen, muss man damit rechnen, dass der Markt am Freitag im Anschluss schnell ins Minus laufen wird (natürlich nur, wenn keine anderen positiven Einflüsse auftreten). Das sind die typischen Spielchen der „Konjunkturdaten-Trader“. Nur wenn die Zahlen deutlich über den Erwartungen liegen oder sogar einen Stellenzuwachs verzeichnen, wird der Markt sich halten können.
Ölpreis erreicht wichtige Unterstützung
Der Ölpreis notiert jetzt nahe der 120-Dollar-Marke. An dieser wird es nun interessant. Ich glaube aber, dass die eigentliche Entscheidung über den Ölpreis im Dollar fallen wird. Der Euro befindet sich zum Dollar seit Anfang des Jahres in einer Seitwärtsbewegung zwischen 1,53 und 1,60 Dollar. Sollte der Dollar deutlich Stärke zeigen, wird auch der Ölpreis weiter zurückgehen. Das liegt nicht nur daran, dass der Ölpreis in Dollar berechnet wird, sondern unter anderem auch daran, dass Öl ein perfekter Hedge (Absicherung) gegen einen schwachen Dollar gewesen ist.

Sollte also jetzt der Dollar Stärke zeigen, werden auch diese Hedge-Positionen aufgelöst werden. Wahrscheinlich ist das bereits mit ein Grund für den aktuellen Rückgang im Ölpreis, da der Dollar an wichtigen Marken gescheitert ist und somit die Gefahr besteht, dass sein Abwärtstrend zumindest kurzfristig ein Ende findet.

Dazu erst einmal der langfristige Euro / Dollar Chart (Hinweis: Eine Euro-Stärke entspricht in diesem Chart einer Dollar Schwäche, so dass ein Aufwärtstrend hier einen schwächer werdenden Dollar darstellt.)


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080730.gif


Deutlich sieht man, dass die 1,46 Dollar Marke über 30 Jahre einen markanten Widerstand darstellte. Dieser ist nun nach oben gebrochen worden. Wie so oft nach einem Bruch einer derart wichtigen Widerstandslinie ist damit zu rechnen, dass die Kurse diese Linie auch noch einmal von oben testen. Mit anderen Worten, es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Euro noch einmal auf die 1,463 Dollar zurückfällt.


Dazu muss aber zumindest im kurzfristigen Bild folgendes passieren:

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080730a.gif


Sie sehen hier die Seitwärtsbewegung zwischen 1,528 und der 1,602 Dollar. Normalerweise sagt man: Wenn eine Seitwärtsbewegung in eine Richtung gebrochen wird, ist das Kursziel die Spanne der Seitwärtsbewegung (hier blaues Rechteck) an das Ausbruchsniveau addiert/subtrahiert. Sollte also der Euro durch die 1,528 Dollar Marke fallen, liegt das Kursziel bei 1,453 Dollar und damit fast genau im Bereich der oben genannten 1,463 Dollar Marke. Das würde perfekt passen.

Sie sollten allerdings hier nicht voreilig handeln, eine Seitwärtsbewegung kann sich auch sehr lange halten. Fällt jedoch die 1,528 Dollar Marke nachhaltig, rechne ich nicht nur mit einem weiter fallenden Euro, sondern auch damit, dass weitere Hedge-Positionen im Öl aufgelöst werden und der Ölpreis noch einmal stark in Bedrängnis kommt. Das würde die 120er Unterstützung nach unten auflösen und dann reden wir wieder über die 100 Dollar Marke. Aber erst dann...

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

actr
30.07.2008, 21:35
30.07.2008 21:11
Rohstoffe am Abend: WTI steigt über 126 Dollar, Gold schwächer

New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Mittwochnachmittag New Yorker Zeit wieder Kauflaune vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (September-Kontrakt) derzeit bei 126,76 Dollar (+4,57 Dollar). Der September-Kontrakt für eine Gallone Heizöl verliert in New York 5 Cents auf nun 3,52 Dollar. Ein August-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notiert derzeit 12 Cents leichter bei 3,13 Dollar.

In London verteuert sich der Future für Brent Crude (September-Kontrakt) derzeit um 4,44 Dollar und notiert bei 127,15 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (September-Kontrakt) notiert hier bei 126,32 Dollar je Barrel 4,16 Dollar fester. Im Fokus stehen dabei die am Nachmittag veröffentlichten Öllagerdaten. Demnach fielen die Lagerbestände für Rohöl in der vergangenen Woche überraschend um nur 0,1 Millionen Barrel auf 295,2 Millionen Barrel, während Volkswirte im Vorfeld von einem Rückgang um 1,3 Millionen Barrel ausgegangen waren. Daneben stiegen die Bestände an Mitteldestillaten um 2,4 Millionen Barrel auf 130,5 Millionen Barrel an. Bei Benzin stieg der Lagerbestand um 3,5 Millionen Barrel auf 220,6 Millionen Barrel.

Die Futures für Edelmetalle zeigen sich mehrheitlich schwächer. Derzeit verbilligt sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 9,20 Dollar auf 917,20 Dollar. Die Feinunze Silber (September-Kontrakt) notiert wiederum 16 Cents fester bei 17,54 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Oktober-Kontrakt) bei momentan 1.740,00 Dollar (-5,40 Dollar) gehandelt.

Die Agrarrohstoffe präsentieren sich uneinheitlich. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendiert bei 13,37 Cents je Pfund 0,55 Cents fester. Der Future für Arabica-Kaffee (Oktober-Kontrakt) notiert bei 137,55 Cents je Pfund 1,15 Cents fester. Robusta-Kaffee (Oktober-Kontrakt) wiederum tendiert bei 105,75 Cents je Pfund. Kakao (Oktober-Kontrakt) wird bei 2.824 Dollar je Tonne 11 Dollar leichter gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notiert derzeit 7,6 Cents fester bei 621,2 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen fällt der Preis für einen September-Kontrakt um 4,2 Cents auf 787,6 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der November-Kontrakt bei 1.405,0 Cents je Scheffel 14,0 Cents fester. (30.07.2008/ac/n/m)

actr
31.07.2008, 23:21
31.07.2008 21:14
Rohstoffe am Abend: WTI weiter unter 125 Dollar, Edelmetalle fester
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Donnerstagnachmittag New Yorker Zeit weiter Zurückhaltung vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (September-Kontrakt) derzeit bei 124,24 Dollar (-2,53 Dollar). Der September-Kontrakt für eine Gallone Heizöl verliert in New York 8 Cents auf nun 3,45 Dollar. Ein August-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notiert derzeit 8 Cents leichter bei 3,06 Dollar.

Im Londoner Handel verbilligt sich der Future für Brent Crude (September-Kontrakt) derzeit um 2,84 Dollar und notiert bei 124,26 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (September-Kontrakt) notiert hier bei 124,45 Dollar je Barrel 2,32 Dollar leichter. Im Fokus stehen weiterhin die gestern Nachmittag veröffentlichten Öllagerdaten. Die Lagerbestände für Rohöl waren in der vergangenen Woche überraschend um nur 100.000 Barrel auf 295,2 Millionen Barrel gefallen, während Volkswirte im Vorfeld von einem Rückgang um 1,3 Millionen Barrel ausgegangen waren. Daneben waren die Bestände an Mitteldestillaten um 2,4 Millionen Barrel auf 130,5 Millionen Barrel angestiegen. Bei Benzin ging der Lagerbestand um 3,5 Millionen Barrel auf 213,6 Millionen Barrel zurück. Während die Daten gestern noch Anlass für kräftige Zugewinne waren, dreht sich der Optimismus heute wieder in Zurückhaltung.

Die Futures für Edelmetalle zeigen sich dagegen wieder deutlich fester. Besonders die jüngsten Konjunkturdaten sorgen hier für Kauflaune. Derzeit verteuert sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 10,20 Dollar auf 922,50 Dollar. Die Feinunze Silber (September-Kontrakt) notiert wiederum momentan 29 Cents fester bei 17,76 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Oktober-Kontrakt) bei derzeit 1.762,00 Dollar (+23,90 Dollar) gehandelt.

Bei den Agrarrohstoffen sind am Donnerstag festere Notierungen zu verzeichnen. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendiert bei 13,88 Cents je Pfund 0,48 Cents fester. Der Future für Arabica-Kaffee (September-Kontrakt) notiert bei 139,20 Cents je Pfund 1,65 Cents fester. Robusta-Kaffee (September-Kontrakt) wiederum tendiert bei 106,75 Cents je Pfund. Kakao (September-Kontrakt) wird bei 2.852 Dollar je Tonne 44 Dollar fester gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notiert angesichts der nachgebenden Öl-Notierungen derzeit 13,6 Cents schwächer bei 607,4 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen fällt der Preis für einen September-Kontrakt um 4,0 Cents auf 783,6 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der November-Kontrakt bei 1.404,0 Cents je Scheffel 1,0 Cents leichter. (31.07.2008/ac/n/m)

actr
01.08.2008, 23:25
01.08.2008 21:52
Öl: Geopolitik treibt den Preis
New York (BoerseGo.de) - Das Öl profitierte heute wieder von den Spannungen zwischen Israel und dem Iran, berichten MarketWatch und AP. Nach einem volatilen Tagesverlauf gewann der Crude-Kontrakt für September heute 1,02 Dollar auf 125,10 Dollar, das sind laut MarketWatch 1,5% mehr als in der Vorwoche. Das Tageshoch lag laut AP und Bloomberg bei 128,60.




(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
04.08.2008, 22:50
Von Spekulanten, Milchbauern und Zwiebeln
von Torsten Ewert

Verehrte Leserinnen und Leser,

da wir immer noch im Sommerloch stecken, hat sich an der übergeordneten Situation noch nicht viel geändert: Aktien sind weiter am Boden, die Rohstoffpreise immer noch hoch.

Bauern ohne Begeisterung für hohe Rohstoffpreise

Letzteres gilt auch weiterhin für die Preise landwirtschaftlicher Produkte, die sogenannten Agrarrohstoffe. Das wirklich Verrückte daran ist aber, dass selbst die Erzeuger, also die „Bauern“, davon auch irgendwie nicht so richtig begeistert sind.

Klar, da gibt es einige amerikanische Farmer, die es ganz toll finden, dass der Maispreis so gestiegen ist und nun auch investieren, um noch mehr Mais – allerdings für die Ethanolproduktion – zu erzeugen. Und natürlich die brasilianischen Zuckerrohr-Barone, die ihre Anbauflächen aus gleichem Grund schon seit Jahren ausbauen können.

Hierzulande, aber offenbar auch anderswo in der Welt, sieht man das alles offenbar mit gemischten Gefühlen. Letztlich ist in der letzten Woche eine Einigung in der sogenannten Doha-Runde der Welthandelsorganisation WTO (wieder einmal) an den unvereinbaren Gegensätzen der Agrarerzeuger von Industrie- und Entwicklungsländern gescheitert.

Agrarlobby – übermächtig oder zahnlos?

Als Außenstehenden erstaunt es mich immer wieder, welchen Einfluss doch die Agrarlobby in der Politik hat. Überhaupt verwundert es, dass zum Beispiel ein so leistungsfähiges Industrieland wie Frankreich die meisten Agrarsubventionen in der EU erhält. Aber natürlich muss sich in dieser Hinsicht auch Deutschland nicht verstecken, und die Amerikaner spielen dieses Spielchen natürlich ebenfalls sehr virtuos.

So richtig überrascht hat mich jetzt aber eine Meldung, dass die Anfang Juni mit Lieferstopp und Medienrummel erstrittene Milchpreiserhöhung bei den Bauern immer noch nicht angekommen ist. Da fragt man sich doch als geneigter Beobachter, was deren Funktionäre denn wohl für Kerle sind.

Bei den Politkern, die ja nicht das eigene Geld verteilen, schaffen sie es offensichtlich, die Knete locker zu machen. An den knüppelharten Einkäufern von Aldi, Lidl&Co. und selbst den doch „bauernnahen“ Molkereien beißen sie sich dagegen die Zähne aus. Überspitzt gesagt, zahlt der Bürger für das Marktversagen im Agrarsektor. Vielleicht sollten wir mal die Aldi-Einkäufer zur nächsten WTO-Konferenz schicken ...

Eigentlich funktionieren die Märkte ja ...

Der einzelne Bauer steht in einem überregulierten Markt – pro Jahr kommen ca. 3 (drei !) Verordnungen für die Milchviehwirtschaft heraus – natürlich hilflos da. Er muss die höheren Energiepreise schlucken, hat aber nichts von den höheren (Welt-)Marktpreisen.

Denn natürlich ist der Milchpreis nicht gesunken. Die Nachfrage hier ist genauso gestiegen wie bei anderen Agrarprodukten und damit auch der Preis (s. Chart).


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080804.gif

Milch (Cl. IV) - Future-Kontrakt im elektronischen Handel an der Chicago Mercantile Exchange
(Quelle: www.cme.com)

Irgendwie funktionieren die Märkte also.

Die Preise und die Schuld

Die Rohstoffpreise sind auf breiter Front gestiegen, von Öl bis Milch. Man kann darüber streiten, ob das gut ist oder nicht. Brasilianische Zucker-Magnaten, US-Großbauern und Rohstoffinvestoren finden das natürlich gut, die Masse der Verbraucher weltweit – genauso logisch – nicht.

Jetzt, wo die Steigerung eine gewisse Toleranzgrenze überschritten hat, sucht man „Schuldige“. Und hat Spekulanten, Investoren und Trader im Visier. Mag sein, dass diese Klientel die hohen Preise (mit)verursacht hat. Aber sie haben mit Sicherheit keine Schuld, dass deutsche Milchbauern nicht von den hohen Preisen profitieren.

Aber vielleicht richtet es ja wieder eine Verordnung. Mit Minister Seehofer sind die Funktionäre bereits wieder im Gespräch ...

Und dann war da noch die Sache mit den Zwiebeln ...

Es ist sicherlich ein schwacher Trost für die Milchbauern, aber die „Spekulanten“ sind natürlich noch an anderen Dingen schuld. So haben amerikanische Zwiebelerzeuger aus dem Mittleren Western bereits 1958 „die Spekulanten“ als Schuldige ausgemacht, dass damals die Zwiebelpreise dramatisch gefallen sind. Zu dieser Zeit gab es noch Futures auf Zwiebeln, die natürlich auch von Tradern gehandelt wurden.

Die Zwiebel-Lobby schaffte es, ein Gesetz zu erzwingen, das zur Einstellung des Future-Handels führte. Man sollte also meinen, dass das Zwiebelgeschäft jetzt die Insel der Seeligen ist, die von den Preisverrücktheiten am Rohstoffmarkt verschont bleibt.

Weit gefehlt: Zwar ist Öl seit 2006 um 100 % gestiegen und der Maispreis um 300 %. Zwiebeln stiegen aber alleine im Winterhalbjahr 2006/2007 wegen Ernteausfällen um 400 %, nur um in diesem März wegen Überproduktion um 96 % einzubrechen und einen Monat später erneut um 300 % anzusteigen.

Ironie der Geschichte: Der Sohn eines der Aktivisten, die damals für die Einstellung des Future-Handels kämpfte, ist heute der Meinung, dass die Schwankungsanfälligkeit der Preise seitdem zugenommen hat und eine Wiedereinführung von Zwiebel-Futures diese enorme Volatilität deutlich verringern könnte.

Was bleibt ... ?

... ist die Erkenntnis, dass wir alle jetzt den Preis für das Wachstum (der Weltwirtschaft) der letzten Jahre zahlen. Und sagen Sie jetzt nicht: „Aber ich habe doch davon nichts gehabt!“ Gerechtigkeit ist des Marktes Sache nicht.

Sinnvoller wäre es, die Sommerpause für Überlegungen zu nutzen, wie Sie weiteren „Ungerechtigkeiten“ wie Inflation oder Abgeltungssteuer aus dem Wege gehen können. Dazu demnächst an dieser Stelle mehr.


Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert

office@TorstenEwert.de
www.TorstenEwert.de

actr
06.08.2008, 22:21
06.08.2008 21:15
Rohstoffe am Abend: WTI wieder unter 119 Dollar, Platin erholt sich weiter
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Mittwochnachmittag New Yorker Zeit wieder Zurückhaltung vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (September-Kontrakt) derzeit bei 118,54 Dollar (-0,63 Dollar). Der September-Kontrakt für eine Gallone Heizöl verliert in New York 5 Cents auf nun 3,24 Dollar. Ein September-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notiert derzeit 1 Cent leichter bei 2,95 Dollar.

Im Londoner Handel verbilligt sich der Future für Brent Crude (September-Kontrakt) derzeit um 80 Cents und notiert bei 116,90 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (September-Kontrakt) notiert hier bei 118,37 Dollar je Barrel 80 Cents leichter. Nach der gestrigen Zinsentscheidung der Fed rücken heute wieder die Öllagerdaten in den Blickpunkt der Marktteilnehmer. Die Lagerbestände für Rohöl sind in der vergangenen Woche überraschend um 1,7 Millionen Barrel auf 296,9 Millionen Barrel gestiegen, während Volkswirte im Vorfeld von einem Rückgang um 1,4 Millionen Barrel ausgegangen waren. Daneben sind die Bestände an Mitteldestillaten um 2,8 Millionen Barrel auf 133,3 Millionen Barrel angestiegen. Bei Benzin ging der Lagerbestand um 4,4 Millionen Barrel auf 209,2 Millionen Barrel zurück. Die Raffinerieauslastung fiel leicht von 87,2 Prozent auf 87,0 Prozent.

Die Futures für Edelmetalle zeigen sich wiederum weitgehend fester. Derzeit verteuert sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 50 Cents auf 886,60 Dollar. Die Feinunze Silber (September-Kontrakt) notiert momentan 2 Cents leichter bei 16,56 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Oktober-Kontrakt) bei derzeit 1.612,90 Dollar (+28,40 Dollar) gehandelt.

Bei den Agrarrohstoffen sind zur Wochenmitte uneinheitliche Notierungen zu verzeichnen. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendiert aktuell bei 14,17 Cents je Pfund 0,24 Cents fester. Der Future für Arabica-Kaffee (September-Kontrakt) notiert bei 137,85 Cents je Pfund 2,35 Cents leichter. Robusta-Kaffee (September-Kontrakt) wiederum tendiert bei 109,95 Cents je Pfund. Kakao (September-Kontrakt) wird bei 2.754 Dollar je Tonne 36 Dollar fester gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notiert derzeit 17,2 Cents leichter bei 527,6 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen sinkt der Preis für einen September-Kontrakt um 13,0 Cents auf 767,0 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der November-Kontrakt bei 1.224,0 Cents je Scheffel 45,0 Cents leichter. (06.08.2008/ac/n/m)

actr
07.08.2008, 09:36
07.08.2008 08:38
Talfahrt bei Ölpreisen gestoppt?
In den letzten Tagen konnte man zunehmend den Eindruck gewinnen, die Ölpreise befinden sich in einer Einbahnstrasse. Nachdem die Marke der 150 US-Dollar je Barrel nicht geknackt werden konnte, begaben sich die Kurse des „schwarzen Goldes“ auf Talfahrt. Selbst die Hürde der 120 US-Dollar wurde inzwischen sogar nach unten durchbrochen.

Mit Spannung wurden am gestrigen Abend die Daten zu den US-Öllagerbeständen erwartet. Die Vermutung: Sind die Läger gefüllt, geht es mit den Preisen weiter bergab. So war es bereits in den letzten Wochen zu beobachten. Doch die Zahlenvorlage brachte dann kein eindeutiges Ergebnis. Vielmehr sorgten die unterschiedlichen Entwicklungen bei Öl und Benzin für Unsicherheit, so Marktbeobachter. Während die Rohöl-Vorräte überraschend gestiegen waren, fiel der Rückgang beim Benzin erheblich kräftiger aus als von Experten vorhergesagt. Die Preise zeigten sich aus diesem Grund kaum verändert.

Welche Richtung jetzt die Notierungen einschlagen werden, ist fraglich. Auf der einen Seite sind einige Analysten der Meinung, dass der Aufwärtstrend beim Öl – trotz des jüngsten Verfalls – noch intakt sei. Unruhen in Ölförderländern, Spannungen im Nahen Osten oder eine Kriegsgefahr gegen den Iran dürften für ein rasches Anziehen der Notierungen sorgen.

Auf der anderen Seite lässt das Weltwirtschaftwachstum deutlich nach. Dies sorgt für eine geringere Nachfrage gegenüber Öl und sollte für weitere Minuszeichen sorgen.

Mit anderen Worten: Eine klare Prognose kann nicht abgegeben werden. Fest steht, dass der Ölpreis weiterhin für Spekulationen und Gesprächsstoff sorgen wird.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Börsentag

Uli Lotter
Autor „Investor´s Daybreak“



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http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=6m&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=simple&ind=BB&ind0=SST&ind1=SST&&currency=&lSyms=Q_EUR_CLZ8_NYM.SON&lColors=0x000000&sSym=Q_EUR_CLZ8_NYM.SON&hcmask=
http://isht.comdirect.de/charts/large.chart?hist=5y&type=candle&asc=lin&dsc=abs&avgtype=simple&ind=BB&ind0=SST&ind1=SST&&currency=&lSyms=Q_EUR_CLZ8_NYM.SON&lColors=0x000000&sSym=Q_EUR_CLZ8_NYM.SON&hcmask=

actr
11.08.2008, 18:50
11.08.2008 18:39
Ölpreise drehen ins Minus - Feuer an Baku-Ceyhan-Pipeline gelöscht
Die Ölpreise haben am Montag nach anfänglichen Kursgewinnen im frühen Abendhandel deutlich ins Minus gedreht. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im September fiel auf 113,20 US-Dollar. Das waren 2,00 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September fiel um 1,89 Dollar auf 111,42 Dollar.

Experten in der Türkei haben das Feuer an der seit fünf Tagen brennenden Baku-Tiflis-Ceyhan-Ölpipeline gelöscht. Dies habe die Ölpreise wieder nach unten gedrückt. Reparaturarbeiten sollten begonnen worden, sobald die Unglücksstelle abgekühlt sei, sagte ein Sprecher der staatlichen türkischen Pipelinegesellschaft Botas am Montag. Der Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des Betriebs der Ölpipeline sei noch nicht klar. Presseberichten zufolge sind bis zu zwei Wochen für die Arbeiten nötig.

Der Konflikt zwischen Russland und Georgien hatte im frühen Handel noch zeitweise den Ölpreis bis auf fast 117 Dollar getrieben. Experten sehen in dem vergleichsweise geringen Anstieg der Ölpreise einen weiteren Hinweis für die negative Stimmung an den Ölmärkten. Es sei einfach "bemerkenswert, dass der Ausbruch von Kampfhandlungen in Georgien weitgehend ignoriert wurde", sagte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank./js/he

AXC0150 2008-08-11/18:38

actr
12.08.2008, 09:51
12.08.2008 08:38
Jetzt rein in Rohstoffe?
Liebe Leser,

die Rohstoffpreise bekamen in den letzten Wochen kräftig eins auf die Mütze. So gab etwa der von Rohstofflegende Jim Rogers entwickelte RICI-Index seit Anfang Juli um knapp 20% nach. Es gibt bereits Stimmen, die das Ende der langjährigen Rohstoffhausse ausrufen. Meiner Meinung nach etwas voreilig.

Sicherlich ist der Preisanstieg bei einigen Rohstoffen in den vergangenen Jahren zu steil ausgefallen. Nehmen Sie nur mal den Ölpreis, der sich in weniger als einem Jahr verdoppelt hat. Mit Veränderungen bei der Angebots- und Nachfragesituation hat dies wenig zu tun.

Bei anderen Rohstoffen, wie Industriemetalle und Agrarprodukte, wurden die Preise aber von der stark anziehenden Nachfrage zu Recht nach oben getrieben. Von einer Trendwende kann nach der jüngsten Korrektur nun wirklich keine Rede sein. Die ungebrochene Nachfrage aus Asien, allen voran China und Indien, dürfte die Preise langfristig weiter in die Höhe treiben. Aktuell zweistellige Wachstumsraten bei der chinesischen Industrieproduktion werden die Nachfrage nach Aluminium, Kupfer&Co auch in Zukunft schneller als das Angebot steigen lassen.

Gute Aussichten bestehen ebenfalls bei Edelmetallen. So ist der Goldpreis zuletzt unter die Marke von 850 US-Dollar zurück gefallen. In Anbetracht steigender Inflationsraten, die der „Krisenwährung“ in der Vergangenheit immer Auftrieb verliehen haben, ein aussichtsreiches Einstiegsniveau. Eine ähnliche Entwicklung weisen Silber und Platin auf.

Ich rechne daher langfristig fest mit einer Fortsetzung der Rohstoffhausse. Kurzfristig sind die Preisentwicklungen zwar unberechenbar, weil die Preise überwiegend durch die Marktpsychologie bestimmt werden. Aber auf Dauer wird sich die zuspitzende Knappheit der Rohstoffe bei den Kursen durchsetzen.

Für Langfristanleger bietet sich daher aktuell eine ausgezeichnete Einstiegschance in den Rohstoffmarkt an. Neben guten Renditechancen profitieren Sie von der Verbesserung der Diversifikation Ihres Depots. Mit breit streuenden Rohstofffonds treffen Sie eine gute Wahl. Neben Rohstoffaktienfonds existieren eine Reihe von Fonds, die die Preise für physische Rohstoffe abbilden, alternativ bieten sich Zertifikate an, die allerdings in puncto Abgeltungssteuer benachteiligt sind.

actr
13.08.2008, 00:55
Das Ölpreiskalkül
[15:00, 12.08.08]

Von Jochen Steffens






Jochen Steffens ist als Chefredakteur diverser Fachpublikationen und als bekannter Börsenkolumnist tätig. Er arbeitet seit mehr als 12 Jahren als eigenverantwortlicher Daytrader mit dem Schwerpunkt Futurehandel. Seit kurzem gibt er den täglich erscheinenden Börsennewsletter „Steffens-Daily“ heraus.





Seit Jahrzehnten hält sich hartnäckig die These, dass vor US-Präsidentschaftswahlen der Ölpreis manipuliert wird, damit rechtzeitig vor der Wahl die Benzinpreise sinken. Damit soll der gemeine US-Bürger, der mit seinem spritfressenden Monstertruck jeden Abend einen Häuserblock weiter zum Burger-Schnellrestaurant fährt, einen positiven Eindruck von der bürgernahen Arbeit der aktuellen Regierung erhalten - so die Theorie.


Zulauf in die Ölreserven
Tatsächlich kann man feststellen, dass oft vor den US-Wahlen der Zulauf in die strategischen Öl-Reserven der USA gestoppt wurde. Eine mögliche Absicht ist demnach leicht zu unterstellen. Aber offenbar hatten diese Aktionen bisher weder auf den Ölpreis noch auf den Benzinpreis einen nachhaltigen Einfluss, wie man in den nachfolgenden Charts erkennen kann:


http://www.boerse-online.de/bilder/charttechnik-neu/kolumne/SaisonalErdoel.gif

Die schwarze Linie beschreibt den durchschnittlichen Verlauf des Erdölpreises in Wahljahren. Es ist kaum ein Unterschied zum normalen Verlauf aller Jahre (blau) zu erkennen. In den USA findet die US-Präsidentschaftswahl immer im November (am Dienstag nach dem ersten Montag des Monats) statt. Und genau in den Monaten vor November erreicht der Ölpreis sein saisonales Hoch, unabhängig davon, ob Wahlen anstehen oder nicht.


Auch die Entwicklung des Benzinpreises unterstützt diese These nicht

Natürlich könnte es sein, dass diese Entwicklung beim Benzinpreis anders ist. Doch auch hier erkennen Sie, dass sich zwar der saisonale Verlauf etwas vom Ölpreis unterscheidet, aber ebenfalls im Herbst die Preise im Jahresmittel eher höher stehen. Nur ganz kurz vor dem November geben sie leicht nach, wirklich saisonale Tiefs werden aber erst im Winter ausgebildet.

http://www.boerse-online.de/bilder/charttechnik-neu/kolumne/SaisonalBenzin.gif

Der Benzinpreis ist dabei durch die sogenannte „Driving Season“ in den USA etwas verzerrt. Die sommerliche Fahrsaison führt dazu, dass beim Benzinpreis erste Hochs bereits im Mai/Juni zu erkennen sind. Würde man diesen Einfluss weglassen, ergäben sich parallel zum Ölpreis im Herbst die saisonalen Jahreshochs.

Damit wäre ein weiteres dieser vielen Börsenmärchen, die sich meistens über Jahrzehnte im Markt halten, widerlegt.


Trotz Ölpreisrally im saisonalen Muster

Wenn Sie sich die aktuelle Entwicklung des Ölpreises ansehen (rote Linie im ersten Chart), stellen Sie fest, dass wir uns trotz der massiven Ölpreisrally in diesem Jahr noch vergleichsweise genau an den typischen saisonalen Verlauf des Ölpreises in Wahljahren halten. Auch die Schwächephase im Sommer, die meistens Mitte Juni einsetzt, kam zwar um drei bis vier Wochen zu spät, dafür aber umso heftiger.

So lange sich eine Entwicklung grob an den saisonalen Verlauf hält, muss man davon ausgehen, dass diese Saisonalität auch fortgeführt wird. Daraus ergeben sich oft gute Tradingchancen. Demnach müsste der Ölpreis Mitte-Ende August einen Boden ausbilden und zum Herbst wieder anziehen.


Das Inflationsproblem

Ich hatte schon in der vergangenen Woche zum Thema Euro/Dollar auf das Dilemma der US-Notenbank hingewiesen: Eigentlich müsste sie die Leitzinsen anheben, um die Inflation in den USA zu bekämpfen. Doch mit steigenden Leitzinsen würde sie Öl ins Feuer der Kreditmarktkrise schütten. Also muss sie es, wie geschehen, bei verbalen Zinserhöhungen belassen.

Tatsächlich sieht man nun, bereits eine Woche später, die erwarteten Folgen dieser Taktik. Der Dollar konnte massiv zulegen. Dieser Anstieg hat sich sofort auch auf die Rohstoffpreise ausgewirkt. Der Ölpreis ist mittlerweile sogar knapp 25 Prozent vom Hoch zurückgekommen. Und hier geht das Kalkül der Fed auf.

Ausreichend Spielraum für die Fed

Ein sinkender Ölpreis wird dazu führen, dass die Inflationskennzahlen in den USA nachgeben – vor allem deshalb, weil die Kernraten, also die Kennzahlen ohne Energie und Nahrungsmittel, noch vergleichsweise stabil geblieben sind. Ein nachlassender Inflationsdruck wird der Fed den notwendigen Spielraum geben, die Leitzinsen bis zum Jahresende niedrig zu halten.

Selbst wenn der Ölpreis Mitte August einen Boden ausbildet und wieder langsam ansteigt, wird das zunächst den Inflationsdruck nicht wieder erhöhen. Nur wenn der Ölpreis einen neuen dynamischen Trend ausbilden sollte, in dessen Folge die bisherigen Jahreshochs überwunden werden, wird es für die Fed eng. In diesem Fall müssen wir auch damit rechnen, dass die Märkte ihren aktuellen Bodenbildungsversuch abbrechen und neue Tiefs ausbilden.

Der Fokus der Anleger bleibt damit weiter auf die Öl- und Rohstoffpreise gerichtet und damit auch auf die weitere Entwicklung des Dollars.

Viele Grüße und bis nächsten Dienstag

Ihr Jochen Steffens

actr
14.08.2008, 16:08
Quo vadis, Dollar?
Donnerstag, 14. August 2008

Als ginge es um olympisches Gold hat der US-Dollar in den letzten Tagen einen bemerkenswerten Sprint hingelegt. Vor allem gegenüber dem Euro hat sich die Währung dramatisch verbessert, und die Amerikaner feiern. Denn jetzt werden die Importe billiger… wenn der Trend nicht bald wieder umschlägt.

Das ist aber genau die Frage. Nach dem jüngsten Kurssprung für den Dollar rechnen immer mehr Analysten damit, dass die Party bald wieder vorbei sein dürfte. Denn zum einen kam die Rallye zu schnell und zu steil, und zum anderen stimmen die Fundamentaldaten nicht.

Vielmehr scheint es, die Kletterpartie des Dollar sei gar nicht dessen Stärke, sondern des Euros Schwäche zuzuschreiben. Denn Mißtrauen gegenüber dem Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat die jüngsten Kursverschiebungen ausgelöst. Dass die EZB im Angesicht steigender Inflation die Zinsen wohl zunächst nicht mehr anheben kann und möglicherweise bald einmal senken muss, hat die Amerikaner wieder näher an ihren Greenback gebracht – doch dem geht es noch immer schlecht.

Das kommt nicht von ungefähr. Die Politik der letzten acht Jahre hat die Währung kaputt gemacht. Vor allem die plötzliche Bereitschaft in Washington, wieder mit massiven Haushaltsdefiziten zu planen, drückt den Dollar. Dazu kommen die hohe Arbeitslosigkeit, die Inflation, das schwache Wachstum und die Krise auf dem Immobilienmarkt samt ihren bekannten Folgen im Finanzsektor. Der Dollar-Raum ist für Investoren nicht mehr interessant.

Die jünste Erholung für die Währung dürfte vor allem ausländische Großanleger und Spekulanten noch lange nicht beeindrucken, meint etwa Merrill Lynch. Da rechnet man zwar damit, dass der Euro im ersten Halbjahr 2009 von jüngst 1,60 Dollar über die aktuellen 1,50 Dollar bis auf 1,40 Dollar fallen könnte – dann sei aber Schluss.

Bei CMC Markets sieht man das ähnlich: Eine nachhaltige Erholung für den Dollar könne es nur in Beleitung besserer Wirtschaftsdaten geben.

Ein wenig allerdings profitieren diese von den jüngsten Verschiebungen. Da der starke Dollar Importe billier macht, hält er automatisch die Inflation etwas niedriger. Doch die ist nicht das einzige Problem für die Vereinigten Staaten.
© Inside Wall Street

actr
19.08.2008, 00:35
18.08.2008 18:46
Euro testet langfristige Unterstützung!
von Jochen Steffens

Im Dax nichts Neues – er ist immer noch in seiner Seitwärtsrange zwischen 6320 und 6560 Punkten gefangen. Das Einzige, was man dazu noch sagen kann, ist: Je länger dieser Stillstand dauert, desto impulsiver wird die anschließende Bewegung.

Man spürt überall eine Art Kapitulationsstimmung. Keiner hat mehr Lust auf so einen Markt. Die Kommentatoren werden es langsam leid, immer das Gleiche zu schreiben. Die Handelsumsätze sinken. Kurz: Der Ausbruch steht bevor!
Es könnte zwar noch ein paar Tage dauern, aber fast immer, wenn sich eine derartige Stimmung breit macht, geht eine Seitwärtsbewegung dem Ende entgegen. Dann, wenn fast keiner damit rechnet.

Nur die Frage, in welche Richtung es ausbricht, ist noch nicht geklärt. Da die Begrenzungen der Seitwärtsbewegung zudem sehr ausgefranst sind, wird es auch schwierig genau festzulegen, wann ein Ausbruch wirklich nachhaltig ist.

Euro testet langfristige Unterstützung

Beschäftigen wir uns also derweil mit erfreulicheren Dingen, nämlich dem Euro.

In den Devisen passiert wenigstens zurzeit einiges. Zunächst der Chart, den ich Ihnen bereits am 30.07.08 vorgestellt hatte, als der Dollar mit der 1,60er Marke kämpfte:

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080818.gif


Der Chart hat sich, wie von mir damals prognostiziert, entwickelt (rote gestrichelte Linien). Es ist nur ein wenig schneller gegangen, als damals gedacht. Damit ist nun diese uralte aber wichtige Unterstützungslinie bei 1,46 Dollar, die seit 1980 besteht, ziemlich genau getestet worden.

Nur ein kurzer Einbruch?

Sollte diese Unterstützung nun halten, der Euro also wieder auf Werte über die 1,60 Dollar ansteigen, dann gilt diese Unterstützung als bestätigt. Damit wäre der Ausbruch ebenfalls bestätigt und einem weiteren sehr nachhaltigen Anstieg des Euro stünde nichts mehr im Weg. Sprich, in diesem Fall müssten wir mit einer weiteren, unter Umständen auch massiven, Dollarschwäche rechnen. Das wäre auch für die Öl- und Rohstoffpreise fatal. Die Fed wäre in diesem Fall gezwungen, die Zinsen anzuheben. Und genau das würde sich belastend auf die Märkte auswirken.

Der kurzfristige Blick

Gegen dieses Szenario spricht, dass der Abverkauf fast schon zu steil ist. Schauen wir uns dazu auch den kurzfristigeren Chart dazu an:

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080818a.gif


Auch diesen Chart kennen Sie noch. Wie prognostiziert ergab sich nach dem Bruch der Seitwärtsbewegung ein Kursziel knapp über 1,45 Dollar. Hierzu legt man die Spanne der Seitwärtsbewegung (blaues Rechteck) nach unten an den Ausbruch an (unteres blaues Rechteck). Auch dieses Kursziel ist fast erreicht.

Jetzt muss abgewartet werden, ob sich ein Boden bildet. Was mir etwas fehlt, ist eine kleine Flagge in der Mitte der starken Abwärtsbewegung vom Hoch. Das Fehlen dieser Flagge ist ein weiterer Hinweis auf einen möglichen weiteren Abverkauf nach unten.

Fazit:

Dieser Einbruch im Euro kann es schon gewesen sein. Wenn sich jetzt die Kurse fangen und weiter dynamisch ansteigen, werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fortsetzung des bisherigen Aufwärtstrends sehen, sprich der Dollar wird weiter massiv abwerten.

Durch den bisherigen Verlauf spricht allerdings viel dafür, dass es jetzt zunächst zu einem kleinen Bodenbildungsversuch kommt, die sich aber nicht bestätigen wird. In diesem Fall werden wir auch noch die Unterstützung bei 1,4350 Dollar testen.

An dieser Stelle wird sich daraufhin endgültig entscheiden, ob der Abwärtstrend des Dollars (der Anstieg des Euros) mittelfristig erst einmal zu Ende ist, oder ob es doch noch zu einer Fortsetzung des langfristigen Trends kommt.

Diese Entscheidung wird auch im Zusammenhang mit weiteren Kommentaren der Fed und der EZB fallen. Werden in den USA die Zinsen wieder steigen? Wird die EZB andererseits die Zinsen senken? Oder ist die Kreditmarktkrise immer noch nicht gebannt? Im letzteren Fall werden wir einen weiteren Abverkauf des Dollars erleben, da dann die Fed die Zinsen nicht schnell anheben wird/kann. Es bleibt dabei, auch der Euro/Dollar wird marktentscheidend gerade auch im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Rohstoffpreise sei

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

P.S. Die „Märkte am Montag“ werden dieses Mal erst am Dienstag veröffentlicht, da Herr Ewert einen wichtigen Termin wahrnehmen muss.

actr
19.08.2008, 14:52
19.08.2008 08:37
Rohstoffriesen machen glänzende Geschäfte
Liebe Leser,

während die meisten Branchen unter den Konjunkturabkühlung leiden, wachsen die großen Rohstoffkonzerne munter weiter. Die gestrigen Zahlen von Branchenprimus BHP Billiton für das Geschäftsjahr 2007/08 (bis 30. Juni) fielen noch besser als erwartet aus.

Der Umsatz von BHP kletterte um 25% auf 59,5 Mrd. Dollar. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 22% auf 24,3 Mrd. Dollar zu. Der australisch-britische Konzern profitierte dabei sowohl von gestiegenen Rohstoffpreisen als auch von der Ausweitung seiner Fördermengen. Wachstumstreiber bleibt nach Unternehmensangaben vor allem die ungebrochen steigende Rohstoffnachfrage aus China. Das Land investiert derzeit massiv in den Ausbau seiner Infrastruktur, was die Nachfrage nach Metallen bzw. deren Vorprodukten deutlich erhöht. Trotz der jüngsten Preisrückgänge bei den meisten Rohstoffen bleiben die Rohstoffpreise im historischen Vergleich sehr hoch, was den Minenbetreiber optimistisch nach vorn blicken lässt.

Die sprudelnden Gewinne will BHP für Übernahmen nutzen. Objekt der Begierde bleibt die Nr. 3 der Branche, der brasilianische Minenkonzern Vale (ehemals CVRD = Companhia Vale do Rio Doce). Im Vergleich der Aktien der großen Rohstoffkonzerne – BHP, Rio Tinto und Vale, gefällt mir der Übernahmekandidat Vale am besten. So gut die Geschäfte der Branche auch laufen - BHP wäre nicht der erste Weltkonzern, der sich mit der Übernahme eines bedeutenden Konkurrenten verheben würde. Warum also dieses Risiko eingehen?

Eine gute Alternative zu Einzelaktien stellen außerdem Rohstoffaktienfonds wie der seit vielen Jahren exzellente Black Rock (vormals Merrill Lynch) World Mining dar. Die jüngste Kursschwäche aufgrund fallender Preise bei Industrie- und Edelmetallen bietet Langfristanlegern einen günstigen Einstieg.

actr
20.08.2008, 14:15
20.08.2008 12:51
Ölpreise steigen vor wöchentlichen US-Lagerdaten leicht
Die Ölpreise sind am Mittwoch vor der Veröffentlichung der wöchentlichen US-Lagerdaten leicht gestiegen. Im frühen Nachmittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im September 114,82 US-Dollar. Das waren 28 Cent mehr als am Vortag. An der Börse in London legte der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Oktober ebenfalls leicht um 16 Cent auf 113,43 Dollar zu.

Händlern zufolge hat der etwas schwächere Dollar Rohstoffinvestments wieder lukrativer gemacht. Dies habe Anleger zu Käufen am Ölmarkt bewegt. Gleichwohl dürften die Preise weiterhin durch die globale Wachstumsschwäche und eine mithin geringere Ölnachfrage unter Druck bleiben, hieß es. Seit Mitte Juli, als die Ölpreise Höchststände von knapp 150 Dollar markiert hatten, haben die Notierungen um über 20 Prozent nachgegeben.

OPEC-ÖLPREIS SINKT LEICHT

Weitere Impulse werden von den am Nachmittag anstehenden Öllagerbeständen aus den USA erwartet. Ökonomen rechnen mit einer Aufstockung der Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 800.000 Barrel, während die Benzinbestände um 2,7 Millionen Barrel gesunken sein dürften. Dies wäre der vierte Rückgang in Folge.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen wieder leicht gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag 108,26 Dollar. Das waren 42 Cent weniger als am Montag. Die OPEC berechnet den täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells./jha/jkr

AXC0095 2008-08-20/12:49

actr
21.08.2008, 18:11
21.08.2008 18:02
Extrem überverkaufte Marktlage wird in Kursexplosion münden!
Da sich Tom Firley ein paar Tage (bis 26.8.) Urlaub gönnt, lesen Sie bitte einen Gastbeitrag von Friedrich Lange (Auszug aus der Oxford Club Eildepesche)

Liebe Leser,

Der von mir in der Eildepesche zutreffend prognostizierte Rückgang des Ölpreises ist keine Entwarnung, sondern lediglich eine Atempause. Hier entweicht spekulative Luft aus dem Markt. Die Delle in der weltweiten Konjunktur unterstützt diese Konsolidierung. Und China hatte vor dem Olympischen Spielen in den steigenden Preistrend des schwarzen Goldes auch die Lager aus Gründen einer sicheren Versorgung während der Spiele aufgestockt. Diese entlastende Entwicklung wird nur kurzfristig anhalten. Mittel- und langfristig werden Energiepreise auf hohem Niveau bleiben.



Negative Realzinsen - wichtigster Faktor für den steigenden Goldpreis!

Für Gold bleiben die Realzinsen, in den USA seit geraumer Zeit bei minus 3%, der entscheidende Faktor. Hier gilt die einfache Regel: Negative Realzinsen sind positiv für den Goldpreis - positive Realzinsen negativ! In den meisten Ländern dominieren negative Realzinsen, die USA haben ein Niveau von minus 3%. In der Euroregion ist der Realzins nur minimal positiv.



US-Dollar erholt sich nicht dauerhaft

Die jüngste Erholung der US-Währung wird nicht von Dauer sein. Der US$ reagiert auf die sich abschwächende Konjunktur in der Eurozone. Dahinter steckt die Erwartung, dass jetzt die Konjunktur in der Eurozone stärker abflacht.



Konjunktur im Euroland schwächt sich massiv ab, ...

Ich hatte Ihnen bereits im Frühjahr analysiert, dass die Euroland-Regierungen - und besonders die deutsche Bundesregierung - die wirtschaftliche Situation völlig falsch einschätzen, wenn sie glauben, von der globalen Wirtschaftsdelle nicht betroffen zu sein.

Diese Inkompetenz setzte dann die Europäische Zentralbank (EZB) unter Jean-Claude Trichet mit der falschen Zinsanhebung um 0,25% auf 4,25% fort - obwohl damals seit zwei Monaten die Konjunkturbarometer massiv fielen - und gefiel sich noch in der Rolle des geldpolitischen Falken.

Die Massenmedien lobten Jean-Claude Trichet für seine „Grundsatztreue", und die Finanzmedien titelten von der Venus USA (FED) und dem Mars (EZB).



... was jetzt spät selbst die EZB erkennt

Jetzt wird auch der EZB-Chef kleinlaut und redet von Konjunkturrisiken. Wie schön, dass selbst er die offensichtlichen Fakten nach Monaten doch noch wahrnimmt.

Die Märkte nehmen jetzt die europäische Konjunkturschwäche mit der Erwartung sinkender Zinsen vorweg und setzen auf eine sich schneller als erwartete erholende US-Konjunktur.



US$ zieht nur vorübergehend an

Eine Hausse der US-Währung leite ich daraus nicht ab, zu groß sind die fundamentalen Ungleichgewichte. Es handelt sich um eine technische Erholung im Abwärtstrend.

actr
21.08.2008, 18:16
21.08.2008 18:02
Goldpreisentwicklung
Nerven zermürbende Schütteltests in den Edelmetallaktien

Die beiden vorausgegangenen Korrekturphasen in den Edelmetallmärkten fanden von Juli 2002 bis März 2003 und von Januar 2004 bis Mai 2005 statt. In jeder dieser beiden Phasen wurden die so genannten schwachen Hände brutal aus dem Markt gedrängt.



Aufgabestimmung macht sich breit!

Die aktuelle Korrekturphase übertrifft beide Vorgänger massiv. Jetzt sind wahrlich Nerven wie Drahtseile gefragt.



Kurzfristige Goldpreisentwicklung zeigt heftigen Rücksetzer

http://www.investor-verlag.de/bilder/newsletter/id/0807/20080821_gold.gif

Langfristig ist der Aufwärtstrend im Gold intakt!

Ich gehe von einer Stabilisierung des Goldpreises um die Marke um 800 US$/Unze aus. Darauf werden die Gold- und Silberaktien mit massiven Kursanstiegen reagieren. Fundamental ist kein Grund für eine Baisse der Edelmetalle vorhanden, wie ich in den vergangenen Monaten mehrfach umfassend analysiert hatte.


http://www.investor-verlag.de/bilder/newsletter/id/0807/20080821_goldlang.gif

Angesichts der Kapitulationsstimmung haben selbst Profis der Edelmetallszene den Atem angehalten. Lassen Sie sich von der Ausverkaufsstimmung nicht anstecken. Kaufen Sie zu!

Solche massiven Kaufsignale wie derzeit erhalten Sie sonst nur am Ende einer tiefen, langjährigen Baisse!



Leerverkäufer werden große Probleme beim Eindecken bekommen

Die Leerverkäufer im Goldaktiensektor werden massiv unter Druck geraten und zu weit höheren Kursen erst eindecken können, sobald sich der Markt stabilisiert. Die extreme Unterbewertung wird dann auch von anderen Marktteilnehmern erkannt und zu Käufen genutzt werden. Dies wird die Kurse explosionsartig steigen lassen. Denn hier handelt es sich um enge Märkte und die verbliebenen Anleger sind die so genannten starken Hände und Hartgesottenen. Wir werden so niedrig nicht verkaufen. Damit wird es interessant, wie die Leerverkäufer in einen steigenden Markt eindecken können.


Viel Erfolg an der Börse


Friedrich Lange

Chefredakteur Oxford Club Eildepesche

actr
25.08.2008, 08:54
24.08.2008: Verschnaufpause - mehr nicht


http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/gold_lang.gif


Der Support bei knapp 780 US-Dollar konnte wie erhofft den Preisverfall beim Gold aufhalten, die Notierung tastete sich zwischenzeitlich bis auf knapp 840 vor.

Weitere kräftige Kursgewinne liegen jetzt nicht in der Luft, denn die Marke von 850 US-Dollar wirkt nun als Widerstand. Eher sollten Anleger spätestens in diesem Bereich mit einem erneuten Rücksetzer rechnen. Ein erneuter Test des jüngsten Tiefs bei rund 780 ist gut denkbar, bei einem Unterschreiten dieser Marke droht sogar ein Absinken bis zum nächst tieferen Support bei 750 US-Dollar.



http://www.buero-dr-schulz.de/Charts/gold_kurz.gif

actr
27.08.2008, 09:38
27.08.2008 09:26
Ausblick Rohstoffe am Mittwoch: WTI über 116 Dollar, Gold und Silber im Plus
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrschte am Dienstag Kauflaune vor. In New York notierte leichtes US-Öl (September-Kontrakt) zuletzt bei 116,38 Dollar. Ein September-Kontrakt für eine Gallone Heizöl war in New York zuletzt für 3,23 Dollar erhältlich. Ein September-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notierte bei zuletzt 2,99 Dollar.

In London notierte der Future für Brent Crude (September-Kontrakt) bei zuletzt 114,87 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (September-Kontrakt) notierte hier bei 116,58 Dollar je Barrel. Nach dem auf und ab der vergangenen Tage sorgte gestern Hurrikan Gustav für steigende Kurse, wenngleich die Fed-Minutes und die Aussagen zur US-Wirtschaft sich etwas bremsend auswirkten. Mit Spannung warten die Anleger zudem auf die am Nachmittag anstehenden Öllagerdaten für die vergangene Woche. In der Vorwoche waren die Lagerbestände für Rohöl überraschend um 9,4 Millionen Barrel auf 305,9 Millionen Barrel gestiegen, während Volkswirte im Vorfeld von einem geringeren Anstieg ausgegangen waren. Daneben waren die Bestände an Mitteldestillaten um 0,5 Millionen Barrel auf 132,1 Millionen Barrel gestiegen. Bei Benzin war der Lagerbestand um 6,2 Millionen Barrel auf 196,6 Millionen Barrel zurückgegangen. Die Raffineriekapazität war leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 85,7 Prozent gesunken.

Bei den Futures für Edelmetalle ging es ebenfalls mehrheitlich mit Aufschlägen aus dem Handel. So verteuerte sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 2,40 Dollar auf 828,10 Dollar. Die Feinunze Silber (September-Kontrakt) notierte wiederum bei 13,68 Dollar 20 Cents fester. Gleichzeitig wurde die Feinunze Platin (Oktober-Kontrakt) bei 1.421,10 Dollar (-13,90 Dollar) gehandelt.

Bei den Agrarrohstoffen waren am Dienstag uneinheitliche Notierungen zu verzeichnen. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendierte bei 14,12 Cents je Pfund 0,13 Cents fester. Der Future für Arabica-Kaffee (September-Kontrakt) notierte bei 143,70 Cents je Pfund 4,60 Cents fester. Robusta-Kaffee (September-Kontrakt) wiederum tendierte bei 102,00 Cents je Pfund. Kakao (September-Kontrakt) wurde bei 2.837 Dollar je Tonne gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notierte 6,0 Cents leichter bei 594,0 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen fiel der Preis für einen September-Kontrakt um 9,6 Cents auf 830,4 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notierte der November-Kontrakt bei 1.344,4 Cents je Scheffel 2,4 Cents leichter. (27.08.2008/ac/n/m)

actr
28.08.2008, 08:21
Zwischen Opec, Gustav und John McCain
Donnerstag, 28. August 2008

Kaum ein Faktor kann die amerikanischen Märkte so schnell und so dramatisch bewegen wie der Ölpreis, wenn er überraschend steigt oder fällt. Das ist etwas beunruhigend, denn kaum ein Faktor ist seinerseits so volatil und schwankungsanfällig wie der Ölpreis, denn allzu viele Einflüsse bewegen dessen täglichen Stand.

Da wären zum einen Angebot und Nachfrage. Die meisten Experten glauben, dass diese fundamentale Gleichung hinter den Preisanstiegen steckt, die der Rohstoffmarkt in den letzten Monaten gesehen hat. Vor allem die dramatisch steigende Nachfrage aus China und Indien, aber auch aus anderen Schwellenländern, hat die Preise nach oben getrieben. Die Aussicht auf rasch wachsenden Wohlstand in China, wo in den nächsten Jahren immer mehr Leute eigene Autos fahren werden, dürfte den Trend einige Zeit lang intakt halten.

Zumal das Angebot gleichbleibend ist, wenn es nicht sogar zu sinken droht. Die Opec-Staaten scheinen, Experten zufolge, an der Grenze des Möglichen zu fördern. Mehr ist nicht drin. Doch kann es durchaus sein, dass im Rahmen der ohnehin schon laufenden Krisen Schiffahrtswege wie die Straße von Hormuz zeitweise gesperrt werden oder Förderstaaten im Clinch mit den USA ihre Lieferungen zurückhalten… auch hier drohen also eher Preisanstiege als Nachlässe.

Dann wären da noch die Spekulanten, die immer wieder gerne für steigende Ölpreise verantwortlich gemacht werden. Ihnen wird zuviel Schuld gegeben, zumal doch die Händler gar nicht von hohen Preisen profitieren, sondern vor allem von Volatilität – rasch sinkende Preise würden ihnen also genauso helfen; vorrausgesetzt, sie würden sich entsprechend positionieren.

Seit ein paar Tagen spielen zwei weitere Faktoren auf dem Ölmarkt eine Rolle. Zum einen das Wetter. Nachdem sich der Tropensturm Fay zwar mehrfach an die amerikanische Küste geschlichen, dort aber kaum Schäden angerichtet hat, zittert man jetzt vor Gustav. Der ist mittlerweile zum Hurrikan aufgestuft worden und dürfte sich in den nächsten Tagen im Golf von Mexiko austoben, wo Experten Schäden an Öl-Plattformen durchaus für möglich halten.

Gustav könnte eine Stärke 5 erreichen, wie Meteorologen berrechnet haben. Er wäre dann so stark wie Katrina und Rita im Jahr 2005, die gemeinsam 113 Plattformen zerstört und 457 Pipelines beschädigt haben. Royal Dutch Shell hat seine Plattformen bereits evakuiert, bei BP liegen Notfall-Pläne bereit. Der amerikanische Branchenriese ExxonMobil gibt sich gelassener und sagt, man beobachte die Situation. Vielleicht sind dem Konzern die Männer nicht so wichtig wie ein paar Fass Öl, die man vor dem Sturm noch füllen könnte.

Die Börse wird auf jeden Fall genau auf das Wetter schauen, doch auch den letzten Faktor wird man weiter berücksichtigen: die Politik. Analysten schreiben die jüngsten Kursabgaben bei Öl, und damit auch den billigeren Sprit, den bevorstehenden Wahlen zu. Die Öl-Konzerne, die traditionell den Republikanern nahe stehen, könnten in den nächsten Monaten die Preise niedrig halten, um Präsident Bush und seinem Kandidaten John McCain eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen.

Das klingt abenteuerlich, ist aber durchaus möglich. Für Exxon und Co. wäre es zwar teuer, auf ein paar Cent pro Gallone zu verzichten, doch einerseits sackt man ohnehin Rekordgewinne ein. Und andererseits müssen sie einfach auf McCain setzen. Denn unter Barack Obama wären ihre Steuernachlässe verwirkt.
© Inside Wall Street

actr
28.08.2008, 21:52
28.08.2008 21:41
Gold: Geopolitik stärkt Kurs
New York (BoerseGo.de) - Das Gold profitierte von den Spannungen mit Russland, glaubt jedenfalls MarketWatch. Der Gold-Kontrakt für Dezember stieg heute 3,20 Dollar auf 837,20 Dollar.




(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
28.08.2008, 21:59
28.08.2008 21:54
Öl: Reichlich Energie
New York (BoerseGo.de) - Die heute gemeldeten Erdgas-Vorräte (plus 102 Einheiten, statt wie erwartet 84 Einheiten, außerdem seit der Vorwoche über dem 5-Jahresdurchschnitt) zeigen, dass die USA derzeit über reichlich Energie verfügen. Das dämpfte auch den Preis für die Alternative Öl, trotz dem Tropensturm Gustav, der möglicherweise die Ölförderung vorübergehend behindern, stellt Phil Flynn, Vizepräsident von Alaron Trading fest. Der Crude-Kontrakt für Oktober fiel 2,56 Dollar auf 115,59 Dollar. berichtet MarketWatch.

actr
29.08.2008, 15:41
29.08.2008 15:18
DEVISEN-AUSBLICK/Euro weiter volatil zum Dollar erwartet
DJ DEVISEN-AUSBLICK/Euro weiter volatil zum Dollar erwartet

FRANKFURT (Dow Jones)--Weiterhin in einer breiten Seitwärtsbewegung wird der Euro zum Dollar in der kommenden Handelswoche gesehen. Marktteilnehmer sehen das Währungspaar in einer Spanne zwischen 1,46 USD zu 1,49 USD, wobei auch in den nächsten Tagen das Abwärtspotenzial für die Gemeinschaftswährung überwiegen dürfte. Es sei gut möglich, dass das untere Ende der Spanne getestet wird, so ein Händler, ein Unterschreiten zeichne sich aber noch nicht ab.

Der Dollar sei noch nicht reif für Kurse unter 1,46 USD, heißt es mit Blick auf die starke Überverkauftheit des Euro. Die technisch bedingten Gegenbewegungen der Gemeinschaftswährung fallen aber zunehmend geringer und kurzfristiger aus - oberhalb des Niveaus von 1,48 USD wird es schwer. Nach der Erholungsrally des Bankensektors und der angeschlagenen Hpothekenfinanzierer ist die Subprime-Krise in den vergangenen Tagen wieder leicht in den Hintergrund getreten.

Übergeordnet ist die Verlangsamung der Weltwirtschaft das bestimmende Thema im Devisenhandel. Nachdem es zunächst danach ausgesehen hatte, als ob sich der Rest der Welt von der Abschwächung in den USA abkoppeln könne, ist davon nicht mehr die Rede. Im Gegenteil: Während immer weiter nachgebende ifo-Zahlen für schlechte Laune im Euroland sorgen, hat die Zweitveröffentlichung des US-BIP für das zweite Quartal sogar die Optimisten positiv überrascht.

Zwar haben Analysten zugleich davor gewarnt, die Daten aufgrund positiver Sondereffekte, insbesondere der Steueranreize der US-Regierung, nicht überzubewerten. Dennoch bleibt die Tatsache, dass die USA im zweiten Quartal unter allen G7-Ländern das stärkste Wachstum ausgewiesen hat. Die Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstum wird nach Einschätzung von Morgan Stanley signifikante Auswirkungen auf den Dollar haben.

Devisenanalyst Stephen Jen stellt sich in Zukunft auf massive Repatriierungen in den Dollarraum ein. In den vergangenen fünf Jahren sei das Volumen der außerhalb der USA gehaltenen Vermögenswerte auf 17.000 Mrd USD von zuvor 6.700 Mrd USD gestiegen. Die Abschwächung der Volkswirtschaften außerhalb der USA stellten somit eine gute Grundlage für eine Dollar-Erholung dar. Ob es zu einer Rally komme, hänge vom Grad der Wirtschaftserholung in den USA ab.

Morgan Stanley hat in der Zwischenzeit die Schätzungen für den Euro nach unten angepasst. Die Analysten sehen die Einheitswährung Ende 2008 nun bei 1,40 USD nach einer vorherigen Schätzung von 1,53 USD. Ende des kommenden Jahres soll der Euro dann bei 1,32 USD notieren. Angesichts des "Labor Day" in den USA dürfte die Handelswoche sehr ruhig beginnen. Am Dienstag werden dann mit dem ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe August sowie den Bauausgaben Juli erste Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht.

Der Auftragseingang der Industrie Juli und das Beige Book der US-Notenbank folgen am Mittwoch. Die EZB gibt am Donnerstag ihre Leitzinsentscheidung bekannt. Es gilt als ausgemachte Sache unter Beobachtern, dass die Zentralbank nicht an der Zinsschraube drehen wird. Am gleichen Tag entscheidet auch die Bank of England. Daneben werden der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe und der ADP-Arbeitsmarktbericht August bekannt gegeben. Die Woche schließt dann mit den US-Arbeitsmarktdaten August.


-Von Manuel Priego Thimmel, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29 725 218,
manuel.priego-thimmel@dowjones.com
DJG/mpt/mod/flf

actr
02.09.2008, 07:53
02.09.2008 07:41
Euro notiert weiter über 1,45 Dollar
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Devisennotierungen vom 02.09.2008 (07:37 Uhr)

An den Devisenmärkten werden die Referenzkurse für ausländische Devisen gegen den Euro (=1,95583 DM) wie folgt gehandelt:

Der Referenzkurs wurde auf 1,4581 US-Dollar festgelegt, was einem Rückgang um 0,02 Prozent entspricht. Weiterhin wurde der Kurs des Euro auf 0,8135 Britische Pfund (-0,02 Prozent) und auf 1,6078 Schweizer Franken (+0,07 Prozent) festgesetzt. Der Referenzkurs des Euro betrug ferner 157,52 Japanische Yen (-0,04 Prozent).
(02.09.2008/ac/n/m)

actr
02.09.2008, 23:36
02.09.2008 21:38
Gold: Gewohnte Gegenbewegung zum Dollar
New York (BoerseGo.de) - Das Gold vollzog die übliche Gegenbewegung zum Dollar. Weil der Greenback teurer wurde, verbilligte sich das Schmuckmetall. Belastend wirkte auch der allgemeine Kursverfall beim Öl und anderen Rohstoffen, berichtet MarketWatch. Der Gold-Kontrakt für Dezember fiel heute 25 Dollar Cents auf 810,50 Dollar.




(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
08.09.2008, 13:32
08.09.2008 13:12
Rohstoffe am Mittag: Brent unter 105 Dollar, Edelmetalle fester
New York / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Montagmittag weiter etwas Kauflaune vor. Der Future für Brent Crude (Oktober-Kontrakt) notiert derzeit im Londoner Handel bei 104,88 Dollar je Barrel und damit 79 Cents fester. Das leichte US-Öl WTI (Oktober-Kontrakt) notiert hier bei 107,19 Dollar je Barrel und damit 96 Cents fester. An den Spotmärkten wird Brent bei zuletzt 104,17 Dollar und WTI bei 105,61 Dollar gehandelt. In New York notiert leichtes US-Öl (Oktober-Kontrakt) zuletzt bei 107,23 Dollar. Ein Oktober-Kontrakt für eine Gallone Heizöl ist in New York derzeit für 3,01 Dollar erhältlich. Ein Oktober-Kontrakt für eine Gallone bleifreies Benzin notiert zuletzt bei 2,76 Dollar.

Im Fokus stehen dabei die Sorgen vor Hurrikan Ike sowie die am vergangenen Donnerstag veröffentlichten Öllagerdaten für die Vorwoche. Dabei waren die Lagerbestände für Rohöl überraschend um 1,9 Millionen Barrel auf 303,9 Millionen Barrel gefallen, während Volkswirte im Vorfeld von einem Anstieg um rund 500.000 Barrel ausgegangen waren. Daneben waren die Bestände an Mitteldestillaten um 400.000 Barrel auf 131,7 Millionen Barrel gesunken. Bei Benzin war der Lagerbestand um 1,0 Millionen Barrel auf 194,4 Millionen Barrel zurückgegangen. Die Raffineriekapazität war von 87,3 Prozent auf 88,7 Prozent gestiegen.

Die Edelmetalle tendieren zum Wochenauftakt erneut fester. Aktuell legt der Kurs für eine Feinunze Gold um 4,00 Dollar auf 806,80 Dollar zu. Daneben steigt der Preis für eine Feinunze Silber um 14 Cents auf 12,36 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin bei 1.363,00 Dollar (+2,00 Dollar) gehandelt.

Die Industriemetalle verzeichnen dagegen negative Tendenzen. Aluminium verbilligt sich um 42,00 Dollar auf 2.596,00 Dollar. Der Kurs von Blei fällt um 169,00 Dollar auf 1.806,00 Dollar. Kupfer verbilligt sich um 345,00 Dollar auf 7.075,00 Dollar. Nickel verzeichnet wiederum einen Preisrückgang von 1.015,00 Dollar auf 18.560,00 Dollar. (08.09.2008/ac/n/m)

actr
10.09.2008, 09:31
10.09.2008 09:19
Ausblick Rohstoffe am Mittwoch: WTI über 103 Dollar, Edelmetalle schwächer

New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrschte am Dienstag weiter Zurückhaltung vor. In New York notierte leichtes US-Öl (Oktober-Kontrakt) zuletzt bei 103,58 Dollar. Ein Oktober-Kontrakt für eine Gallone Heizöl war in New York zuletzt für 2,93 Dollar erhältlich. Ein Oktober-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notierte bei zuletzt 2,68 Dollar.

In London notierte der Future für Brent Crude (Oktober-Kontrakt) bei zuletzt 100,69 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (Oktober-Kontrakt) notierte hier bei 103,55 Dollar je Barrel. Im Fokus steht dabei die Ankündigung des Ölkartells OPEC die Fördermenge um täglich ein halbe Million Barrel zu reduzieren. Daneben sorgt auch weiter Hurrikan Ike für Gesprächsstoff, nachdem er Kuba verwüstet hat und nun auf die Südstaaten und Mexiko zuhält. Mit Spannung warten die Anleger daneben auf die am Nachmittag anstehenden Öllagerdaten für die vergangene Woche. In der Vorwoche waren die Lagerbestände für Rohöl überraschend um 1,9 Millionen Barrel auf 303,9 Millionen Barrel gefallen, während Volkswirte im Vorfeld von einem Anstieg um rund 500.000 Barrel ausgegangen waren. Daneben waren die Bestände an Mitteldestillaten um 400.000 Barrel auf 131,7 Millionen Barrel gesunken. Bei Benzin war der Lagerbestand um 1,0 Millionen Barrel auf 194,4 Millionen Barrel zurückgegangen. Die Raffineriekapazität war von 87,3 Prozent auf 88,7 Prozent gestiegen.

Bei den Futures für Edelmetalle ging es ebenfalls mit Abschlägen aus dem Handel. So verbilligte sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 10,50 Dollar auf 792,00 Dollar. Die Feinunze Silber (Dezember-Kontrakt) notierte wiederum 35 Cents leichter bei 11,72 Dollar. Gleichzeitig wurde die Feinunze Platin (Oktober-Kontrakt) bei 1.262,10 Dollar (-90,80 Dollar) gehandelt.

Auch bei den Agrarrohstoffen waren am Dienstag mehrheitlich schwächere Notierungen zu verzeichnen. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendierte bei 12,15 Cents je Pfund 0,05 Cents fester. Der Future für Arabica-Kaffee (Oktober-Kontrakt) notierte bei 137,00 Cents je Pfund 2,70 Cents schwächer. Robusta-Kaffee (Oktober-Kontrakt) wiederum tendierte bei 96,90 Cents je Pfund. Kakao (Oktober-Kontrakt) wurde bei 2.609 Dollar je Tonne 47 Dollar höher gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notierte 6,4 Cents leichter bei 542,4 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen sank der Preis für einen Oktober-Kontrakt um 21,6 Cents auf 701,0 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notierte der November-Kontrakt bei 1.200,4 Cents je Scheffel 8,4 Cents fester. (10.09.2008/ac/n/m)

actr
12.09.2008, 23:28
12.09.2008 21:42
Gold: Schwächeanfall des Dollars beflügelt Edelmetallpreis

New York (BoerseGo.de) - Das Gold profitierte heute von einem Schwächeanfall des Dollars. Weil der Greenback heute seine Rallye unterbrach und gegenüber dem Euro um fast 2% einbrach, stiegen die Rohstoffpreise heute deutlich. Der Gold-Kontrakt für Dezember gewann heute 19 Dollar, oder 2,5%, auf 764,50 Dollar. Das bedeutet aber einen Wochenverlust von 38,3 Dollar, also 4,8%, berichtet MarketWatch.





(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
16.09.2008, 01:28
Warum ich mir einen Ölpreis von 200 Dollar wünsche
von Torsten Ewert

Verehrte Leserinnen und Leser,

ja, ich weiß, was Sie jetzt denken. Warum kann der Kerl nicht über ein nettes kleines, aktuelles Thema schreiben? Material gibt's doch reichlich: Putsch bei der SPD, neue (Pseudo-)Übernahme im deutschen Bankensektor, McCain überholt Obama, Wirbelstürme und andere Katastrophen oder Bankpleiten.

Nein, ich komme heute mit einer absoluten Horrorversion daher. Dabei ist der Ölpreis seit heute morgen wieder zweistellig, und auch der Euro zeigt wieder Stärke. Damit besteht immerhin Hoffnung, dass wir auch mal wieder billiger tanken können.

Konsument vs. Investor

Klar, ich muss auch mein Auto voll tanken und zahle ebenfalls massiv höhere Energiekosten. Auch mir ist das natürlich nicht egal. Aber ich schreibe ja hier nicht als Konsument, sondern als Trader und Investor. Und speziell für letzteren sind „zu niedrige“ Energiepreise möglicherweise fatal.

Denn wenn Sie den aktuellen Ölpreisrückgang begrüßen und eine gewisse Erleichterung verspüren, dann sind Sie ebenfalls in die Falle gegangen. Willkommen im Club!

Kurzzeitgedächtnis und Gewöhnungseffekt

Vielleicht gelingt es Ihnen ja, sich noch einmal gedanklich zum Jahresanfang zurückzuversetzen. Damals stand der Ölpreis ebenfalls gerade bei ca. 100 US-Dollar (siehe Chart).

http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/080915a.gif


Der Euro stand bei knapp 1,48 USD, also deutlich höher als jetzt. Trotzdem empfanden wir die Preise damals als „extrem“. Natürlich, schließlich kamen wir von ca. 50 Dollar gerade einmal ein Jahr zuvor!

Jetzt spüren wir gefühlsmäßig und selbst beim Blick auf den Chart dagegen eher Erleichterung. Uff, wir sind wieder zweistellig, der Aufwärtstrend ist auch gebrochen ...

Aber das sind der Gewöhnungseffekt und unser ökonomisches Kurzzeitgedächtnis, die uns hier einen bösen Streich spielen. Es gab zum Jahresanfang Umfragen, nach denen sich selbst Profis kaum einen Ölpreis über 105 Dollar vorstellen konnten und das damalige Preisniveau bereits als zu hoch einstuften.

Was ist aus diesen Einschätzungen geworden?

Immer noch taxieren Volkswirte den fundamental gerechtfertigten Preis für Rohöl auf 75 bis 85 Dollar. Da sind wir noch ein gutes Stück drüber. Eigentlich also kein Grund für Erleichterung.

Nur leider ist der Gewöhnungseffekt stärker und rationelles Denken in Wirtschaftsfragen sowieso eher die Ausnahme. Und seien wir ehrlich: Irgendwie haben wir uns – trotz allen Gemeckers – mit diesen hohen Preisen arrangiert. Es bleibt uns auch gar nicht anderes übrig. Jetzt sind wir froh, dass wir diesen „ewigen“ Diskussionen um Energie- und Spritsparen wieder aus dem Weg gehen können und beim Tanken wieder ein paar Cent „geschenkt“ kriegen.

Wie im Kleinen, so im Großen

Mit dieser Haltung sind wir aber nicht alleine. Alle unterliegen diesen Einflüssen, egal ob Politiker, Unternehmen oder Medien. Speziell unsere Politiker können sich nicht zu lange an einem Thema „aufhalten“. Das wirkt irgendwie inkompetent („Kriegt der das nicht mal irgendwann auf die Reihe?“) oder lästig („Schon wieder der mit seinem ...!“).

Also rücken diese Themen schnell wieder aus dem Fokus, die Herde zieht weiter zu einer neuen „Weide“, die sich abgrasen lässt. Eine Menge Leute sind froh darüber. Vollmundig versprochene Mittel können langsamer fließen, Unternehmen müssen großspurig angekündigte teure Verbesserungsprogramme nicht so strikt umsetzen.

Die nächste große Gefahr: Rezession

Oder stellen wir uns vor, die Weltwirtschaft gleitet tatsächlich in nächster Zeit in eine Rezession. Wer dann um die Ecke kommt und beispielsweise von den USA die jüngst gegebene Zusage zu Klimaschutzmaßnahmen einfordert, wird sich eine hübsche Abfuhr einfangen. Eher gräbt Sarah Palin selbst in Alaska nach Öl!

Daher sind ein Sinken des Ölpreises und eine Reduzierung der OPEC-Förderquoten die falschen Signale. Deswegen wäre mir ein Anstieg des Ölpreises auf 200 Dollar eigentlich viel lieber.

Die große Hoffnung: Ein „Konjunkturprogramm“!

Denn die Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen wäre ein gigantisches Welt-Konjunkturprogramm. Es könnte ein Eldorado für Investoren werden. Vermutlich würde eine Umwälzung in Gang kommen, die buchstäblich jeden Bereich in Wirtschaft und Gesellschaft erfasst. Einen ersten zarten Eindruck davon konnten wir in den letzten Jahren in der Solar- und Windenergiebranche sehen, ansatzweise auch bei Biogas-Unternehmen.

Bei nachlassender Wirtschaftsleistung ist dagegen zu befürchten, dass entsprechende Projekte mit den verschiedensten Ausreden zurückgestellt werden. Bliebe nur zu hoffen, dass ein neuer Keynes dann in die Bresche springt und die Regierungen von Mega-Konjunkturprogrammen überzeugt..

Wer soll das bezahlen? Sie und ich!

Und dann sage keiner, es ist kein Geld dafür da! Die letzten Berechnungen sprechen von Kosten von ca. 3 Billionen US-Dollar für den Irak-Krieg. Die hat die US-Regierung über Schulden finanziert. Offenbar hatte sie keine Probleme, Gläubiger für diese destruktive Investition zu finden, im Gegenteil sie konnte in dieser Zeit sogar die Zinsen massiv senken!

Warum also sollten die Investoren weltweit nicht noch viel lieber in konstruktive Projekte investieren? Ok, die Kosten betragen ein Vielfaches davon. Umgerechnet sind es aber laut der Internationalen Energieagentur IEA nicht mehr 1.000 US-Dollar pro Kopf der Weltbevölkerung alle zehn Jahre.

Würden Sie nicht auch liebend gern diese Summe investieren für Ihre Kinder und Enkel? Vor allem, wenn Sie über einen „Fonds“ vielleicht sogar noch Rendite daraus erwarten könnten?

„Leidensdruck“ führt zu Kreativität und Aktionen

Sehen Sie, es gäbe wahrscheinlich eine Menge toller Ideen, die eine Menge kluger Leute entwickeln würden, wenn sie den entsprechenden „Druck“ hätten. Ideen, die schließlich zu entsprechenden Aktionen und Maßnahmen führen. Ökonomischer Druck entsteht entweder durch ein knappes Angebot oder hohe Nachfrage mit entsprechenden Preisen. Wird das Angebot an Öl aber wirklich knapp, ist es sicher schon zu spät ...

Also bleibt nur der Preisdruck. Deshalb würde ich mir wünschen, dass nach einer kurzen Verschnaufpause der Ölpreis wieder steigt. Weil ich weiß, dass dann langfristig meine heute höheren Energiekosten eigentlich eine verdammt lukrative Anlage sein werden.


Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert

office@TorstenEwert.de
www.TorstenEwert.de

actr
16.09.2008, 21:33
16.09.2008 21:20
Rohstoffe am Abend: WTI fällt unter 92 Dollar, Edelmetalle schwächer
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht auch am Dienstagnachmittag New Yorker Zeit weiter Verkaufslaune vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (Oktober-Kontrakt) derzeit bei 91,34 Dollar (-4,37 Dollar). Der Oktober-Kontrakt für eine Gallone Heizöl wird in New York 6 Cents leichter bei 2,73 Dollar gehandelt. Ein Oktober-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin wird 15 Cents billiger bei 2,41 Dollar gehandelt.

Im Londoner Handel verbilligt sich der Future für Brent Crude (Oktober-Kontrakt) derzeit um 3,62 Dollar und notiert bei 90,62 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (Oktober-Kontrakt) notiert hier bei 92,06 Dollar je Barrel 3,65 Dollar leichter. Der Hauptgrund für die drastischen Kursverluste ist weiterhin der jüngste Einbruch der Aktienmärkte. Nachdem mehrere US-Banken am Wochenende ins Trudeln geraten sind, herrscht große Unsicherheit über die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft und damit auch der Ölnachfrage vor. Die erwartungsgemäß ausgefallene Zinsentscheidung der US-Notenbank sorgt ebenfalls für Zurückhaltung. Hurrikan Ike, der mit voller Kraft über Texas gefegt ist und Milliardenschäden angerichtet hat, wird dagegen kaum beachtet. Auch die am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Öllagerdaten für die Vorwoche sorgen kaum noch für Gesprächsstoff. Die Lagerbestände für Rohöl waren demnach in der vergangenen Woche überraschend um 5,9 Millionen Barrel auf 298,0 Millionen Barrel gefallen, während Volkswirte im Vorfeld von einem Rückgang um 3,9 Millionen Barrel ausgegangen waren. Daneben waren die Bestände an Mitteldestillaten um 1,2 Millionen Barrel auf 130,5 Millionen Barrel gesunken. Bei Benzin war der Lagerbestand um 6,5 Millionen Barrel auf 187,9 Millionen Barrel zurückgegangen. Die Raffineriekapazität war von 88,7 Prozent auf 78,3 Prozent gesunken.

Die Futures für Edelmetalle zeigen sich ebenfalls schwächer. Derzeit verbilligt sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 6,30 Dollar auf 780,70 Dollar. Die Feinunze Silber (Oktober-Kontrakt) notiert momentan 48 Cents leichter bei 10,61 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Oktober-Kontrakt) bei derzeit 1.058,50 Dollar (-117,70 Dollar) gehandelt.

Bei den Agrarrohstoffen sind am Dienstag ebenfalls mehrheitlich negative Notierungen zu verzeichnen. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendiert aktuell bei 12,03 Cents je Pfund 0,11 Cents leichter. Der Future für Arabica-Kaffee (Oktober-Kontrakt) notiert bei 131,00 Cents je Pfund 4,25 Cents leichter. Robusta-Kaffee (Oktober-Kontrakt) wiederum tendiert bei 97,60 Cents je Pfund. Kakao (Oktober-Kontrakt) wird bei 2.580 Dollar je Tonne 27 Dollar leichter gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notiert derzeit 30,0 Cents leichter bei 532,0 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen fällt der Preis für einen Dezember-Kontrakt um 37,0 Cents auf 690,0 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der November-Kontrakt bei 1.120,0 Cents je Scheffel 59,0 Cents leichter. (16.09.2008/ac/n/m)

actr
18.09.2008, 21:21
18.09.2008 21:12
Rohstoffe am Abend: WTI weiter über 97 Dollar, Gold steigt über 900 Dollar
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Donnerstagnachmittag New Yorker Zeit weiter Zurückhaltung vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (Oktober-Kontrakt) derzeit bei 97,48 Dollar (+0,32 Dollar). Der Oktober-Kontrakt für eine Gallone Heizöl wird in New York 4 Cents leichter bei 2,79 Dollar gehandelt. Ein Oktober-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin wird 1 Cent teueer bei 2,47 Dollar gehandelt.

Im Londoner Handel verbilligt sich der Future für Brent Crude (Oktober-Kontrakt) derzeit um 5 Cents und notiert bei 94,79 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (Oktober-Kontrakt) notiert hier bei 96,90 Dollar je Barrel 26 Cents leichter. Nach den deutlichen Kursverlusten der vergangenen Tage im Zuge der Finanzmarktkrise und kurzzeitigen Zugewinnen herrscht nun wieder Zurückhaltung vor. Im Fokus stehen vor allem die gestern Nachmittag veröffentlichten Öllagerdaten für die vergangene Woche. So sind die Lagerbestände für Rohöl überraschend um 6,3 Millionen Barrel auf 291,7 Millionen Barrel gefallen, während Volkswirte im Vorfeld von einem Rückgang um 3,7 Millionen Barrel ausgegangen sind. Daneben sind die Bestände an Mitteldestillaten um 0,9 Millionen Barrel auf 129,6 Millionen Barrel gesunken. Bei Benzin ist der Lagerbestand um 3,3 Millionen Barrel auf 184,6 Millionen Barrel zurückgegangen.

Die Futures für Edelmetalle zeigen sich dagegen deutlich fester. Derzeit verteuert sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 52,70 Dollar auf 903,20 Dollar. Die Feinunze Silber (Oktober-Kontrakt) notiert momentan 1,01 Dollar fester bei 12,64 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Oktober-Kontrakt) bei derzeit 1.111,10 Dollar (+24,80 Dollar) gehandelt.

Bei den Agrarrohstoffen sind am Donnerstag weitgehend negative Notierungen zu verzeichnen. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendiert aktuell bei 11,75 Cents je Pfund 0,47 Cents leichter. Der Future für Arabica-Kaffee (Oktober-Kontrakt) notiert 2,65 Cents leichter bei 126,80 Cents je Pfund. Robusta-Kaffee (Oktober-Kontrakt) wiederum tendiert bei 94,00 Cents je Pfund. Kakao (Oktober-Kontrakt) wird bei 2.650 Dollar je Tonne 103 Dollar fester gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notiert derzeit 26,6 Cents leichter bei 527,2 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen sinkt der Preis für einen Dezember-Kontrakt um 33,0 Cents auf 692,6 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der November-Kontrakt bei 1.116,0 Cents je Scheffel 23,0 Cents leichter. (18.09.2008/ac/n/m)

actr
24.09.2008, 20:10
24.09.2008 19:58
Goldpreis tritt auf der Stelle
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold steigt um 2,80 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 894,00 Dollar. Der Preis für das Edelmetall tritt auf der Stelle, nachdem sich Händler mit Engagements zurückhalten, solange die Unsicherheit über das Schicksal des Rettungspakets der Regierung anhält. Der Preis für Silber erhöht sich um 30 Cents auf 13,47 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
29.09.2008, 09:18
28.09.2008: Verdiente Verschnaufpause


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif


Das Edelmetall hatte in der Vorwoche keinerlei Mühe, den zurück eroberten Support bei 850 US-Dollar zu behaupten. Zeitweise notierte das Gold sogar erneut oberhalb von 900 US-Dollar.

Mit der aktuellen Fahne, die der klassischen Fahnenstange folgt, ist die Lage vorerst offen. Anleger sollten ein Ende dieser Konsolidierung abwarten. Nach unten sollte die Notierung im Bereich um 850 gut abgesichert sein. Gelingt aber der Ausbruch nach oben über 910/20, wird Potenzial bis auf über 960 US-Dollar freigesetzt.


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif

actr
02.10.2008, 22:04
02.10.2008 21:38
Gold: Tribut an die Dollarstärke
New York (BoerseGo.de) - Das Gold leistete wieder der Dollarstärke seinen Tribut. Konjunkturpessimistische Kommentare der EZB schickte den Euro auf Talfahrt und beflügelten damit den Greenback. Wie gewohnt vollzog das Edelmetall wiederum eine Gegenbewegung zur US-Währung. Der Gold-Kontrakt für Dezember verlor heute 43 Dollar, oder 4,8%, auf 844,30 Dollar, berichtet MarketWatch.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
02.10.2008, 22:06
02.10.2008 21:59
Öl: Angst vor der Rezession setzt Preis unter Druck
New York (BoerseGo.de) - Die wachsende Angst vor einer weltweiten Rezession schickte heute auch den Ölpreis stramm nach Süden. Bereits gestern waren aus den USA wachsende Bestände und ein scharfer Nachfragerückgang gemeldet worden. Belastend wirkte auch der steile Anstieg des Dollars. Der Crude-Kontrakt für November verbilligte sich heute an der New York Mercantile Exchange um 4,56 Dollar auf 93,97 Dollar, berichtet MarketWatch.



(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
03.10.2008, 23:43
03.10.2008 21:56
Öl: Tribut an den Konjunkturpessimismus
New York (BoerseGo.de) - Der anhaltende Konjunkturpessimismus forderte auch am Ölmarkt seinen Tribut. Der Crude-Kontrakt für November bröckelte heute an der New York Mercantile Exchange 9 Cents auf 93,88 Dollar. Das ist ein Wochenverlust von 12,2%, berichtet MarketWatch.



(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
03.10.2008, 23:44
03.10.2008 21:37
Gold: Konjunkturpessimismus setzt Preis unter Druck
New York (BoerseGo.de) - Das Gold folgte heute dem Aktienmarkt, der unter anhaltendem Konjunkturpessimismus leidet. Der Gold-Kontrakt für Dezember verlor heute 12,30 Dollar, oder 1,5%, auf 832 Dollar. Das ist ein Wochenverlust von mehr als 6%, berichtet MarketWatch.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

MCK
06.10.2008, 12:38
Die letzten zwei Wochen waren von starken Turbulenten an den Aktienmärkten geprägt. Heute betrachten wir nur zwei Werte Kupfer und Palladium, beide standen ganz weit oben im Interesse der Commercial, doch mit unterschiedlichem Vorzeichen.
Fangen wir mit dem Kupfer an, wie sieht es hier konkret aus?



Die Commercials sind mit 21.148 Kontrakten long.
Allein in der letzten Woche kauften sie nochmal 6995 Kontrakte
In der Preisranges von 245 bin 277 – wo sich das Kupfer aktuell befindet, kaufen die Commercials sehr aggressiv Longkontrakte , wie zu Letzt Anfang 2007,
die Saisonale Seite zeigt aber noch weiter nach unten – bis zum 21.11.08 und wir sehen im Chart sehr gut, dass sich Kupfer zur Zeit an diese Vorgaben hält
und auch die Lagerbestände sind nicht gerade wenig, seit April 08 wurden die Lagerbestände an dem LME in London fast verdoppelt
Fazit: auch wenn der Markt bullish ist, aktuell geht es weiter


http://www.mike-kock.de/Artikel/COT-Daten-Analyse-Rohstoffe-KW-41-Kupfer-und-Platin

actr
06.10.2008, 22:02
06.10.2008 21:40
Ölpreis fällt unter 90 Dollar
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 5,74 Dollar auf einen Schlusstand von 88,14 Dollar. Damit rutscht der Preis für das schwarze Gold das erste Mal in acht Monaten wieder unter die Marke von 89 Dollar. Marktteilnehmer sind verunsichert, wann und ob das verabschiedete US-Rettungspaket Wirkung zeigt. Gleichzeitig befürchten Händler, dass sich das weltweite Wirtschaftswachstum deutlich abkühlt, was zu einer sinkenden Nachfrage nach Öl führen würde. Erdgas verliert 52,9 Cents auf 6,83 Dollar, Heizöl verbilligt sich um 17,68 Cents auf 2,48 Dollar und der Preis für Benzin gibt um 16,07 Cents auf 2,07 Dollar nach.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
06.10.2008, 22:03
Willkommen MCK:-D

Die letzten zwei Wochen waren von starken Turbulenten an den Aktienmärkten geprägt. Heute betrachten wir nur zwei Werte Kupfer und Palladium, beide standen ganz weit oben im Interesse der Commercial, doch mit unterschiedlichem Vorzeichen.
Fangen wir mit dem Kupfer an, wie sieht es hier konkret aus?



Die Commercials sind mit 21.148 Kontrakten long.
Allein in der letzten Woche kauften sie nochmal 6995 Kontrakte
In der Preisranges von 245 bin 277 – wo sich das Kupfer aktuell befindet, kaufen die Commercials sehr aggressiv Longkontrakte , wie zu Letzt Anfang 2007,
die Saisonale Seite zeigt aber noch weiter nach unten – bis zum 21.11.08 und wir sehen im Chart sehr gut, dass sich Kupfer zur Zeit an diese Vorgaben hält
und auch die Lagerbestände sind nicht gerade wenig, seit April 08 wurden die Lagerbestände an dem LME in London fast verdoppelt
Fazit: auch wenn der Markt bullish ist, aktuell geht es weiter


http://www.mike-kock.de/Artikel/COT-Daten-Analyse-Rohstoffe-KW-41-Kupfer-und-Platin

actr
06.10.2008, 22:04
06.10.2008 21:28
Devisen: Euro sinkt am Abend weiter - tiefster Stand seit Juni 2007
Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> hat am Montagabend angesichts der sich verschärfenden Kreditkrise in Europa noch weiter nachgegeben. Er sank bis 21.20 Uhr auf 1,3345 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Juni 2007. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3634 (Freitag: 1,3834) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7335 (0,7229) Euro./ck/fn

AXC0234 2008-10-06/21:27

actr
08.10.2008, 09:48
08.10.2008 09:28
Ausblick Rohstoffe am Mittwoch: WTI unter 88 Dollar, Edelmetalle deutlich fester
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrschte am Dienstag Zurückhaltung vor. In New York notierte leichtes US-Öl (November-Kontrakt) zuletzt bei 87,90 Dollar. Ein November-Kontrakt für eine Gallone Heizöl war in New York zuletzt für 2,46 Dollar erhältlich. Ein November-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notierte bei zuletzt 2,02 Dollar.

In London notierte der Future für Brent Crude (November-Kontrakt) bei zuletzt 82,75 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (November-Kontrakt) notierte hier bei 88,18 Dollar je Barrel. Im Fokus der Märkte standen weiter die Finanzkrise und das Rettungspaket für die US-Finanzbranche, das am Freitag im zweiten Anlauf vom Repräsentantenhaus genehmigt wurde. Nach den Kurseinbrüchen am Montag ging es auch am Dienstag heftig nach unten. Dennoch war die Stimmung an den Rohstoffmärkten etwas besser. Mit Spannung warten die Anleger derzeit auf die am Nachmittag veröffentlichten Öllagerdaten für die vergangene Woche. In der Vorwoche waren die Lagerbestände für Rohöl unerwartet um 4,3 Millionen Barrel auf 294,5 Millionen Barrel gestiegen. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Anstieg um 1,5 Millionen Barrel ausgegangen. Dagegen waren die Bestände an Mitteldestillaten um 2,3 Millionen Barrel auf 123,1 Millionen Barrel und damit die fünfte Woche in Folge zurückgegangen. Bei Benzin war der Lagerbestand um 0,9 Millionen Barrel auf 179,6 Millionen Barrel gestiegen. Die Raffineriekapazität war von 66,7 Prozent auf nun 72,3 Prozent gestiegen.

Bei den Futures für Edelmetalle ging es dagegen fester aus dem Handel. So verteuerte sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 15,80 Dollar auf 882,00 Dollar. Die Feinunze Silber (Dezember-Kontrakt) notierte wiederum 10 Cents fester bei 11,38 Dollar. Gleichzeitig wurde die Feinunze Platin (Januar-Kontrakt) bei 1.020,70 Dollar (+34,20 Dollar) gehandelt.

Bei den Agrarrohstoffen waren am Dienstag ebenfalls uneinheitliche Notierungen zu verzeichnen. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendierte bei 11,91 Cents je Pfund 0,12 Cents fester. Der Future für Arabica-Kaffee (Oktober-Kontrakt) notierte bei 114,20 Cents je Pfund 0,30 Cents leichter. Robusta-Kaffee (Dezember-Kontrakt) wiederum tendierte bei 81,55 Cents je Pfund. Kakao (Dezember-Kontrakt) wurde bei 2.418 Dollar je Tonne 18 Dollar teurer gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notierte 7,0 Cents leichter bei 417,0 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen stieg der Preis für einen Dezember-Kontrakt um 8,0 Cents auf 603,2 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notierte der November-Kontrakt bei 926,0 Cents je Scheffel 4,0 Cents fester. (08.10.2008/ac/n/m)

actr
08.10.2008, 21:22
08.10.2008 21:09
Rohstoffe am Abend: WTI fällt auf 89 Dollar, Gold und Silber fester
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Mittwochnachmittag New Yorker Zeit weiter Zurückhaltung vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (November-Kontrakt) derzeit bei 89,00 Dollar (-1,06 Dollar). Der November-Kontrakt für eine Gallone Heizöl wird in New York 1 Cent leichter als am Dienstag bei 2,50 Dollar gehandelt. Ein November-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin wird 3 Cents billiger bei 2,03 Dollar gehandelt.

Im Londoner Handel verteuert sich der Future für Brent Crude (November-Kontrakt) derzeit gegenüber Dienstag um 5 Cents und notiert bei 84,71 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (November-Kontrakt) notiert hier bei 88,55 Dollar je Barrel 1,51 Dollar leichter. Im Fokus der Märkte stehen weiter die Finanzkrise und die drastischen, weltweiten Leitzinssenkungen. Damit will man den heftigen Kurseinbrüchen an den Aktienmärkten seit Montag begegnen. Daneben stehen auch die am Nachmittag veröffentlichten Öllagerdaten für die vergangene Woche im Blickpunkt der Anleger. Dabei sind die Lagerbestände für Rohöl unerwartet um 8,1 Millionen Barrel auf 302,6 Millionen Barrel gestiegen. Volkswirte sind im Vorfeld von einem Rückgang um 1,0 Millionen Barrel ausgegangen. Dagegen sind die Bestände an Mitteldestillaten um 0,5 Millionen Barrel auf 122,6 Millionen Barrel und damit die sechste Woche in Folge zurückgegangen. Bei Benzin ist der Lagerbestand um 7,2 Millionen Barrel auf 186,8 Millionen Barrel gestiegen. Die Raffineriekapazität ist von 72,3 Prozent auf nun 80,9 Prozent gestiegen.

Die Futures für Edelmetalle zeigen sich weitgehend fester. Derzeit verteuert sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 18,80 Dollar auf 900,80 Dollar. Die Feinunze Silber (Dezember-Kontrakt) notiert momentan 38 Cents fester bei 11,76 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Januar-Kontrakt) bei derzeit 1.010,00 Dollar (-10,70 Dollar) gehandelt.

Bei den Agrarrohstoffen sind zur Wochenmitte ebenfalls uneinheitliche Notierungen zu verzeichnen. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendiert aktuell bei 12,01 Cents je Pfund 0,02 Cents leichter. Der Future für Arabica-Kaffee (Oktober-Kontrakt) notiert bei 114,60 Cents je Pfund 0,40 Cents fester. Robusta-Kaffee (Dezember-Kontrakt) wiederum tendiert bei 81,40 Cents je Pfund. Kakao (Dezember-Kontrakt) wird bei 2.368 Dollar je Tonne 54 Dollar billiger gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notiert derzeit 12,4 Cents fester bei 429,4 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen steigt der Preis für einen Dezember-Kontrakt um 5,6 Cents auf 609,0 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der November-Kontrakt bei 962,0 Cents je Scheffel 36,0 Cents fester. (08.10.2008/ac/n/m)

MCK
09.10.2008, 11:05
Währungsanalyse - Euro, Schweizer Franken, Dollarindex - Forex - EU - CHF - KW 41


Die Notenbanken und Regierungen pumpen Unsummen von frischen gedruckten Geldnoten in den Markt und senken die Zinsen, nur um den Bankenkollaps aufzuhalten. Verstaatlichungen (kann man hier auch von Zwangsverstaatlichungen sprechen?) stehen an der Tagesordnung. Immer mehr erkennen die Anleger den wahren Wert vom Papiergeld - es tendiert gegen NULL, sobald das Vertrauen auf die Zahlungsfähigkeit...

http://www.mike-kock.de/Artikel/Waehrungsanalyse-Euro-Schweizer-Franken-Dollarindex-Forex-EU-CHF-KW-41

DollarIndex

Er befindet sich in einem Aufwärtstrend und aktuell bei 80,96. Wir können im Chart sehr gut erkennen, dass er um die Mittellinie des Regressionskanals pendelt. Es gibt aktuell zwei Szenarien- fangen wir mir dem etwas Unwahrscheinlicheren an:
Wir verlassen den Aufwärtstrend und brechen durch 79,00, dann sind die nächsten Kursziele 77,50 und 74,50
das bedeutet, Gold verliert an Stärke und der Euro wird stärker
Wir bleiben im Aufwärtstrend und durchstoßen 82,00 - dann stehen die 83 auf der Zielliste, gleichzeitig wären wir an der oberen Begrenzung des Kanals.
Gold kann steigen bis auf 1000 US$ pro Unze

http://www.mike-kock.de/Artikel/Waehrungsanalyse-Euro-Schweizer-Franken-Dollarindex-Forex-EU-CHF-KW-41

Der Euro

Das Tief am 6.10.2008 zeigen die Indikatoren sehr gut an, danach ging es leicht nach oben, nur der Widerstand bei 1,3821 will nicht brechen, wenn er dies schaffen sollte, sind Kurse bis 1,4179 möglich. Warum nicht mehr? Hier die Punkte, welche dagegen sprechen:
ein bestehender Abwärtstrend
die saisonale Richtung zeigt weiter nach Süden und er Euro richtet sich aktuell sehr exakt daran
um den bestehenden Trend zu brechen, muß der Euro über 1,4780 schließen!

Schweizer Franken

Neben dem Gold zählt auch der Schweizer Franken als Schutzwährung, wie hält er sich aktuell in diesem Umfeld, wir werden einmal den Schweizer Franken gegen den US$ betrachten und gegen den Euro.

http://www.mike-kock.de/Artikel/Waehrungsanalyse-Euro-Schweizer-Franken-Dollarindex-Forex-EU-CHF-KW-41

MCK
09.10.2008, 14:15
Die Bild-Zeitung

"Wer jetzt noch Gold will, kommt zu spät!"

Doch ist es wirklich so an den Terminmärkten? Führen wir an dieser Stelle, unsere Gold-Analyse fort, geschrieben haben, dass das Gold 921 US$ durchstoßen muß, um neue Höhen zu erreichen und...

es prallt schon wieder ab an dieser so wichtigen Marke! Es ist der zweite Versuch und alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Was nur sofort ins Auge geht, sind die vier letzten Candle im Goldchart. Sie sind nicht kräftig und groß. Es sind Gaps dazwischen und die Eröffnungskurse sind fast die Schlußkurse. Da kaufen wohl kaum die Big-Players, sondern die Privaten, welche am Morgen die Preise bestimmen ...

http://www.mike-kock.de/Artikel/Gold-ein-kleiner-Ausblick-mit-grosser-Wirkung

Mike C. Kock

actr
09.10.2008, 21:36
09.10.2008 21:31
Rohstoffe am Abend: WTI fällt unter 87 Dollar, Silber und Platin fester
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Donnerstagnachmittag New Yorker Zeit weiter Verkaufslaune vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (November-Kontrakt) derzeit bei 86,26 Dollar (-2,69 Dollar). Der November-Kontrakt für eine Gallone Heizöl wird in New York 7 Cents leichter als am Mittwoch bei 2,42 Dollar gehandelt. Ein November-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin wird 1 Cent billiger bei 2,02 Dollar gehandelt.

Im Londoner Handel verbilligt sich der Future für Brent Crude (November-Kontrakt) derzeit gegenüber Mittwoch um 2,18 Dollar und notiert bei 82,20 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (November-Kontrakt) notiert hier bei 87,01 Dollar je Barrel 1,94 Dollar leichter. Im Fokus der Märkte stehen weiter die Finanzkrise und die drastischen, weltweiten Leitzinssenkungen gestern. Nachdem gestern die Aktienmärkte erneut deutlich schwächer aus dem Handel gingen, kann sich heute zeitweise etwas Erholung breit machen. Daneben stehen aber auch die gestern Nachmittag veröffentlichten Öllagerdaten für die vergangene Woche im Blickpunkt der Anleger. Dabei sind die Lagerbestände für Rohöl unerwartet um 8,1 Millionen Barrel auf 302,6 Millionen Barrel gestiegen. Volkswirte sind im Vorfeld von einem Rückgang um 1,0 Millionen Barrel ausgegangen. Dagegen sind die Bestände an Mitteldestillaten um 0,5 Millionen Barrel auf 122,6 Millionen Barrel und damit die sechste Woche in Folge zurückgegangen. Bei Benzin ist der Lagerbestand um 7,2 Millionen Barrel auf 186,8 Millionen Barrel gestiegen. Die Raffineriekapazität ist von 72,3 Prozent auf nun 80,9 Prozent gestiegen.

Die Futures für Edelmetalle zeigen sich weitgehend fester. Derzeit verbilligt sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 16,2 Dollar auf 890,30 Dollar. Die Feinunze Silber (Dezember-Kontrakt) notiert momentan 7 Cents fester bei 11,84 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Januar-Kontrakt) bei derzeit 1.043,50 Dollar (+31,40 Dollar) gehandelt.

Bei den Agrarrohstoffen sind am Donnerstag ebenfalls uneinheitliche Notierungen zu verzeichnen. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendiert aktuell bei 11,88 Cents je Pfund 0,01 Cents leichter. Der Future für Arabica-Kaffee (Oktober-Kontrakt) notiert bei 114,95 Cents je Pfund 0,40 Cents fester. Robusta-Kaffee (Dezember-Kontrakt) wiederum tendiert bei 82,80 Cents je Pfund. Kakao (Dezember-Kontrakt) wird bei 2.338 Dollar je Tonne 4 Dollar leichter gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notiert derzeit 10,6 Cents fester bei 438,2 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen fällt der Preis für einen Dezember-Kontrakt um 3,2 Cents auf 604,6 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der November-Kontrakt bei 980,0 Cents je Scheffel 16,0 Cents fester. (09.10.2008/ac/n/m)

actr
09.10.2008, 22:05
09.10.2008 21:40
Gold: Preisrückgang trotz anhaltender Panik der Investoren
New York (BoerseGo.de) - Das Gold konnte heute wenig von der anhaltenden Panik der Investoren profitieren. Der Gold-Kontrakt für Dezember verlor heute 20 Dollar auf 886,50 Dollar, berichtet MarketWatch.




(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
10.10.2008, 08:19
10.10.2008 07:45
Euro notiert weiter über 1,35 Dollar
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Devisennotierungen vom 10.10.2008 (07:40 Uhr)

An den Devisenmärkten werden die Referenzkurse für ausländische Devisen gegen den Euro wie folgt gehandelt:

Der Referenzkurs wurde auf 1,3536 US-Dollar festgelegt, was einem Rückgang um 0,18 Prozent entspricht. Weiterhin wurde der Kurs des Euro auf 0,8025 Britische Pfund (+0,78 Prozent) und auf 1,5242 Schweizer Franken (-0,61 Prozent) festgesetzt. Der Referenzkurs des Euro betrug ferner 134,55 Japanische Yen (+0,15 Prozent).
(10.10.2008/ac/n/m)

MCK
15.10.2008, 09:08
CL - Rohöl

Ein klarer Abwärtrend! Auch wenn die letzten Kurse Übertreibungen darstellen, so ist doch von dieser Konstellation nicht mit einem Trendwechsel zu rechen. Die Saisonalität zeigt nach unten und wenn die derzeitige Unterstüzungslinie durchbrochen wird - müßte das Autofahren wieder richtig Spaß machen.
Interessant ist aber der Fakt, dass die Commercials aktiv auf der Kaufseite stehen und jetzt sogar wieder netto long sind. Somit rückt

Chart ... http://mike-kock.de

das Öl wieder in die Beobachtungszone. Ein kaufsignal haben wir noch nicht vorliegen, dazu fehlt noch sehr viel, doch eine erste Bodenbildung scheint sich anzubahnen. Wer also von Ihnen Short ist - kann schon mal die ersten Gewinne mitnehmen!

Viel Spaß!
Mike C. Kock

actr
19.10.2008, 23:06
18.10.2008 10:00
Top Pick: Sichere Schweiz
„Die Schweiz, das Sparschwein der ganzen Welt, ist derzeit wohl der beste Platz um sein Bargeld unterzubringen“, sagt Brandon Clay, Herausgeber des US-Börsenbriefes „Invest with an Edge“. Als direkte Anlage empfiehlt Clay einen Währungs ETF.
„Es ist einfach zu schwierig auf verschiedene Dinge in diesen turbulenten Zieten zu spekulieren. Cash ist ohne Frage aktuell ein solides Investment, während fast alles andere deutlich an Wert verliert. Dennoch ist der US-Dollar unserer Einschätzung nach nicht der beste Platz für Bargeld. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten hat sich der Schweizer Franken als starke Währung erwiesen. Wir sind davon überzeugt, dass der Franken gegenüber dem US-Dollar mittelfristig an Wert gewinnen wird. Die Schweiz hat einen sehr guten Ruf hinsichtlich der Stabilität in Notzeiten. das Land ist schon seit 1815 neutral und das mitten in Europa, wo Kriege im 19. und frühen 20. Jahrhundert seht viel Leid gebracht haben. Das Land ist auch in der jüngsten zeit stabil geblieben, auch wenn viele der Nachbarländer größere Probleme bekommen haben. Im Gegensatz zur US-Regierung hat die Schweizer Regierung auch die Steuerdisziplin hochgehalten. Durch weitere Zuflüsse wird die Wirtschaft zusätzlich stimuliert, dass wird den Franken weiter stützen. Sicherlich erwarten wir keine boomende Schweizer Wirtschaft, aber wir erwarten eine stabile Regierung und eine starke Währung. Dabei gibt es neben dem CurrencyShares Swiss Franc ETF zahlreiche weitere Wege auf den Schweizer Franken zu setzen.“

actr
20.10.2008, 08:12
19.10.2008: Gold - kein Profiteur der Krise


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif



Das Gold konnte den Support bei 850 respektive 825 in der vergangenen Woche nicht verteidigen, entsprechend erfolgte der Rückgang bis zum nächst tieferen Support bei knapp 780 US-Dollar.

Jetzt wird diese Unterstützung einem Test unterzogen. Hält die Marke nicht, steht ein erneuter Rückgang bis auf rund 750 US-Dollar auf dem Programm. Dieser Support wurde erst im September bestätigt. Bei möglichen Aufwärtsreaktion wirken die 850 nun, wie schon Ende August, als Widerstand.


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif

actr
20.10.2008, 18:01
20.10.2008 17:18
Rohstoffe am Nachmittag: WTI wieder über 73 Dollar, Edelmetalle fester
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Montagmittag New Yorker Zeit Kauflaune vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (November-Kontrakt) derzeit bei 73,49 Dollar (+1,64 Dollar). Der November-Kontrakt für eine Gallone Heizöl wird in New York 5 Cents fester als am Freitag bei 2,18 Dollar gehandelt. Ein November-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin wird 2 Cents teurer bei 1,69 Dollar gehandelt.

Im Londoner Handel verteuert sich der Future für Brent Crude (November-Kontrakt) derzeit gegenüber Freitag um 88 Cents und notiert bei 70,48 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (November-Kontrakt) notiert hier bei 73,80 Dollar je Barrel 1,95 Dollar fester. Im Fokus der Märkte stehen weiter die Finanzkrise und die weltweite Rezessionsangst, dennoch können sich die Rohstoffmärkte weiter von den Vorwochenverlusten erholen. Daneben stehen auch die am Donnerstag veröffentlichten Öllagerdaten im Blick der Anleger. In der vergangenen Woche waren die Lagerbestände für Rohöl unerwartet um 5,6 Millionen Barrel auf 308,2 Millionen Barrel gestiegen. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Anstieg um 3,1 Millionen Barrel ausgegangen. Dagegen waren die Bestände an Mitteldestillaten um 0,5 Millionen Barrel auf 122,1 Millionen Barrel und damit die siebte Woche in Folge zurückgegangen. Bei Benzin war der Lagerbestand um 7,0 Millionen Barrel auf 193,8 Millionen Barrel gestiegen. Die Raffineriekapazität war von 80,9 Prozent auf nun 82,2 Prozent gestiegen.

Die Futures für Edelmetalle zeigen sich ebenfalls fester. Derzeit verteuert sich der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 3,80 Dollar auf 791,50 Dollar. Die Feinunze Silber (Dezember-Kontrakt) notiert momentan 33 Cents fester bei 9,67 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Januar-Kontrakt) bei derzeit 895,60 Dollar (+14,60 Dollar) gehandelt.

Bei den Agrarrohstoffen sind zum Wochenauftakt uneinheitliche Notierungen zu verzeichnen. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) tendiert aktuell bei 11,53 Cents je Pfund 0,05 Cents leichter. Der Future für Arabica-Kaffee (Oktober-Kontrakt) notiert bei 116,25 Cents je Pfund 0,65 Cents fester. Robusta-Kaffee (Dezember-Kontrakt) wiederum tendiert bei 78,90 Cents je Pfund. Kakao (Dezember-Kontrakt) wird bei 2.099 Dollar je Tonne 23 Dollar leichter gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notiert derzeit 10,4 Cents fester bei 413,4 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen steigt der Preis für einen Dezember-Kontrakt um 1,6 Cents auf 568,0 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der November-Kontrakt bei 923,0 Cents je Scheffel 29,0 Cents fester. (20.10.2008/ac/n/m)

actr
27.10.2008, 17:33
27.10.2008 17:12
Rohstoffe am Nachmittag: Ölpreise weiter schwach, WTI markiert bei gut 61 Dollar ein neues Tief
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - An den Ölmärkten herrscht am Montagmittag New Yorker weiter Verkaufslaune vor. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (Dezember-Kontrakt) derzeit bei 62,88 Dollar (-1,27 Dollar), nachdem im Handelsverlauf bei 61,30 Dollar ein neues Tief markiert worden war. Der November-Kontrakt für eine Gallone Heizöl wird in New York 3 Cents leichter bei 1,92 Dollar gehandelt. Ein November-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notiert derzeit unverändert bei 1,48 Dollar.

Im Londoner Handel verbilligt sich der Future für Brent Crude (November-Kontrakt) derzeit um 94 Cents und notiert bei 61,11 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (November-Kontrakt) notiert hier bei 63,20 Dollar je Barrel 95 Cents leichter. Hauptgrund für die Abschläge sind weiter die Finanzmarktkrise und die weltweite Rezessionsangst, die durch immer neue Gewinnwarnungen und einbrechende Aktienmärkte neue Nahrung bekommen haben. Daneben finden auch die am Mittwoch veröffentlichten Öllagerdaten Beachtung. In der Vorwoche waren die Lagerbestände für Rohöl unerwartet um 3,2 Millionen Barrel auf 311,4 Millionen Barrel gestiegen. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Anstieg um 2,9 Millionen Barrel ausgegangen. Daneben waren die Bestände an Mitteldestillaten um 2,2 Millionen Barrel auf 124,3 Millionen Barrel und damit das erste Mal in acht Wochen gestiegen. Bei Benzin hatte der Lagerbestand um 2,7 Millionen Barrel auf 196,5 Millionen Barrel zugenommen. Die Raffineriekapazität hatte sich von 82,2 Prozent auf nun 84,8 Prozent erhöht. Dagegen wurde die von der OPEC beschlossene Produktionskürzung um täglich 1,5 Millionen Barrel kaum wahrgenommen. Die Organisation hatte sich zu einer außerordentlichen Sitzung getroffen, um Maßnahmen gegen den starken Preisverfall beim Erdöl zu beschließen. Der nun beschlossene Förderrückgang soll helfen, den anhaltenden Preisverfall zu bremsen.

Die Edelmetalle tendieren zum Wochenauftakt ebenfalls mehrheitlich schwächer. Derzeit legt der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) minimal um 0,70 Dollar auf 731,00 Dollar zu. Dagegen notiert die Feinunze Silber (Dezember-Kontrakt) momentan 21 Cents leichter bei 9,09 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Januar-Kontrakt) bei derzeit 767,00 Dollar (-35,30 Dollar) gehandelt.

Bei den Agrarrohstoffen ist keine einheitliche Tendenz auszumachen. Der Zucker-Future (März-Kontrakt) tendiert aktuell bei 10,88 Cents je Pfund 0,12 Cents fester. Der Future für Arabica-Kaffee (Dezember-Kontrakt) notiert bei 107,10 Cents je Pfund 1,55 Cents leichter. Robusta-Kaffee (Dezember-Kontrakt) wiederum tendiert bei 73,40 Cents je Pfund. Kakao (Dezember-Kontrakt) wird bei 1.949 Dollar je Tonne 28 Dollar leichter gehandelt. Der Mais-Future (Dezember-Kontrakt) notiert derzeit 2,6 Cents höher bei 375,4 Cents je Scheffel. Bei Chicago-Weizen steigt der Preis für einen Dezember-Kontrakt um 1,6 Cents auf 518,0 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der November-Kontrakt bei 882,0 Cents je Scheffel 18,2 Cents fester. (27.10.2008/ac/n/m)

actr
28.10.2008, 07:53
28.10.2008 07:43
Euro steigt über die Marke von 1,25 Dollar
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Devisennotierungen vom 28.10.2008 (07:40 Uhr)

An den Devisenmärkten werden die Referenzkurse für ausländische Devisen gegen den Euro wie folgt gehandelt:

Der Referenzkurs wurde auf 1,2568 US-Dollar festgelegt, was einem Anstieg um 0,87 Prozent entspricht. Weiterhin wurde der Kurs des Euro auf 0,7982 Britische Pfund (-0,46 Prozent) und auf 1,4532 Schweizer Franken (+0,78 Prozent) festgesetzt. Der Referenzkurs des Euro betrug ferner 119,81 Japanische Yen (+3,20 Prozent).
(28.10.2008/ac/n/m)

actr
28.10.2008, 20:38
28.10.2008 20:23
Rohstoffe am Abend: Ölpreise an der NYMEX unverändert stabil
New York / Chicago / London (aktiencheck.de AG) - Nach den massiven Verlusten der letzten Wochen können sich die Preise an den Ölmärkten am späten Dienstagmittag New Yorker Zeit stabilisieren. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (Dezember-Kontrakt) derzeit bei 62,73 Dollar (-0,49 Dollar). Der Dezember-Kontrakt für eine Gallone Heizöl wird in New York 1 Cent höher bei 1,95 Dollar gehandelt. Ein November-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin notiert derzeit unverändert bei 1,48 Dollar.

Im Londoner Handel verteuerte sich heute der Future für Brent Crude (November-Kontrakt) zuletzt leicht um 5 Cents und notierte bei 61,46 Dollar je Barrel. Das leichte US-Öl WTI (November-Kontrakt) notierte am Ende hier bei 63,07 Dollar je Barrel 15 Cents leichter. Hauptgrund für die jüngsten Abschläge sind laut vieler Rohstoffexperten die Finanzmarktkrise und die weltweite Rezessionsangst, die durch immer neue Gewinnwarnungen und einbrechende Aktienmärkte neue Nahrung bekommen haben. Daneben finden auch die am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Öllagerdaten Beachtung. In der Vorwoche waren die Lagerbestände für Rohöl unerwartet um 3,2 Millionen Barrel auf 311,4 Millionen Barrel gestiegen. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Anstieg um 2,9 Millionen Barrel ausgegangen. Daneben waren die Bestände an Mitteldestillaten um 2,2 Millionen Barrel auf 124,3 Millionen Barrel und damit das erste Mal in acht Wochen gestiegen.

Dagegen wurde am Markt bisher weiterhin die von der OPEC beschlossene Produktionskürzung um täglich 1,5 Millionen Barrel kaum wahrgenommen. Die Organisation hatte sich zu einer außerordentlichen Sitzung getroffen, um Maßnahmen gegen den starken Preisverfall beim Erdöl zu beschließen. Der nun beschlossene Förderrückgang soll helfen, den anhaltenden Preisverfall zu bremsen.

Die Edelmetalle tendieren im laufenden Handel schwächer. Derzeit gibt der Kurs für eine Feinunze Gold (Dezember-Kontrakt) um 2,40 Dollar auf 740,50 Dollar nach. Die Feinunze Silber (Dezember-Kontrakt) notiert momentan 41 Cents leichter bei 8,79 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Januar-Kontrakt) bei derzeit 808,80 Dollar (11,60 Dollar) gehandelt.

Bei den Agrarrohstoffen sind mehrheitlich leichte Zugewinne auszumachen. Der Zucker-Future (März-Kontrakt) tendiert unter anderem aktuell bei 11,17 Cents je Pfund 0,21 Cents fester.

(28.10.2008/ac/n/m)

actr
28.10.2008, 20:40
28.10.2008 20:36
Devisen: Euro steigt über 1,26 US-Dollar - Steigende Risikofreude beflügelt
Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Dienstagabend beflügelt von kräftigen Gewinnen am US-Aktienmarkt über 1,26 US-Dollar geklettert. Um 20.15 Uhr kostete die Gemeinschaftswährung 1,2657 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,2526 (Vortag: 1,2460) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7983 (0,8026) Euro.

Grund für den Höhenflug des Euro seien die massiven Gewinne an der Wall Street, sagten Händler. Dies sei ein Zeichen für wieder steigende Risikofreude, die den Dollar belaste. Der Dollar wurde während der jüngsten Turbulenzen immer wieder als "sicherer Hafen" gesucht.

Zum japanischen Yen stieg der Euro <JPYVS.FX1> dramatisch an. Ein Euro war am Abend 124,02 Yen wert, nachdem er in der Nacht zum Freitag noch 114,39 Yen gekostet hatte. In den vergangenen Tagen war der Euro wegen der Auflösung sogenannter Carry-Trades zum Yen massiv unter Druck geraten und zeitweise auf den niedrigsten Stand seit 13 Jahren gefallen./FX/he/js/wiz

AXC0220 2008-10-28/20:35

actr
03.11.2008, 08:31
03.11.2008 07:44
Euro steigt über die Marke von 1,28 Dollar
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Devisennotierungen vom 03.11.2008 (07:40 Uhr)

An den Devisenmärkten werden die Referenzkurse für ausländische Devisen gegen den Euro wie folgt gehandelt:

Der Referenzkurs wurde auf 1,2883 US-Dollar festgelegt, was einem Anstieg um 0,88 Prozent entspricht. Weiterhin wurde der Kurs des Euro auf 0,7870 Britische Pfund (-0,67 Prozent) und auf 1,4798 Schweizer Franken (+0,28 Prozent) festgesetzt. Der Referenzkurs des Euro betrug ferner 128,14 Japanische Yen (+1,84 Prozent).
(03.11.2008/ac/n/m)

actr
04.11.2008, 14:07
04.11.2008 13:45
WDH: Ölpreise trotz Nachfrageschwäche leicht erholt
Die Ölpreise haben sich am Dienstag trotz einer anhaltend schwachen Rohöl-Nachfrage leicht von ihren Kursverlusten der vergangenen Tage erholt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Dezember kostete gegen Mittag 64,57 US-Dollar. Das waren 66 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Ein Fass der Nordseesorte Brent notierte zuletzt bei 60,84 Dollar und damit um 36 Cent höher als am Montag. Am Dienstagvormittag hatten die Preise noch nachgegeben, Brent-Öl war sogar unter die Marke von 60 Dollar gefallen.

Laut Experten dominieren am Markt weiterhin Sorgen um die weltweite Ölnachfrage. Laut Commerzbank hat das 26-Jahres-Tief des US-Einkaufsmanagerindizes vom Vortag Befürchtungen bestätigt, dass sich die USA in einer Rezession befinden. Darüber hinaus deuteten jüngste Daten auf eine deutliche Abschwächung der Ölnachfrage innerhalb wie außerhalb der USA hin.

Neben der allgemeinen Nachfrageschwäche sorge auch für Verunsicherung, dass Saudi-Arabien die jüngste Förderkürzung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) noch nicht umgesetzt habe, schreibt die Commerzbank weiter. Die Glaubwürdigkeit der OPEC hänge maßgeblich davon ab, ob Saudi-Arabien als größter Produzent der OPEC die Förderung tatsächlich kürze.

Gestiegen ist auch der Preis für OPEC-Rohöl. Ein Barrel aus den Fördergebieten des Kartells habe am Montag 59,03 US-Dollar gekostet, teilte das OPEC-Sekretariat am Dienstag in Wien mit. Das waren 1,60 Dollar mehr als am Freitag. Die OPEC berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten der 13 Mitgliedsländer./bf/js

AXC0140 2008-11-04/13:45

actr
05.11.2008, 22:54
05.11.2008 21:42
Ölpreis fällt über sieben Prozent
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 4,93 Dollar auf einen Schlusstand von 65,60 Dollar. Händler führen den Kursrückgang des schwarzen Goldes darauf zurück, dass die US-Benzinlagerbestände in der letzen Woche überraschend angestiegen sind. Laut dem US-Energieministerium verzeichnen die Lagerbestände für Benzin in der letzten Woche einen Zuwachs von 1,1 Millionen Barrel auf 196,1 Millionen Barrel, Experten sind von einem Rückgang von 650.000 Barrel ausgegangen. Erdgas verliert 0,9 Cents auf 7,21 Dollar, Heizöl legt um 17,98 Cents auf 2,16 Dollar zu und der Preis für Benzin verbilligt sich um 11,27 Cents auf 1,42 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
07.11.2008, 22:02
07.11.2008 21:55
Öl: Im Schlepptau des Aktienmarktes
New York (BoerseGo.de) - Das Öl bewegt sich seit Wochen tendenziell mit dem Aktienmarkt. Daher profitierte der Energieträger heute ein bisschen von der freundlichen Verfassung der Wall Street. Der Crude-Kontrakt für Dezember gewann heute an der New York Mercantile Exchange 27 Cents auf 61,04 Dollar. Im Vergleich zur Vorwoche ist das allerdings ein Verlust von 10%, berichtete MarketWatch.



(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
07.11.2008, 22:14
07.11.2008 21:37
Gold: Gegenbewegung zum Dollar
New York (BoerseGo.de) - Der Dollarkurs bröckelte heute etwas - wegen der schwachen Jobdaten. Das half wiederum dem Gold, wenn auch nur ein bisschen. Der Gold-Kontrakt für Dezember gewann heute 2 Dollar auf 734,20 Dollar. Das sind 2,2% mehr als in der Vorwoche, der erste Wochengewinn seit 10. Oktober, berichtet Briefing.com.




(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur

actr
11.11.2008, 20:16
11.11.2008 20:00
Golpreis wieder auf dem Rückzug
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold fällt um 13,30 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 733,20 Dollar. Händler führen den Preisrückgang des Edelmetalls auf Ängste der Anleger vor einer schweren und langen Rezession zurück. Laut Rohstoffexperten Leonard Kaplan von Prospector Asset Management performt der Goldpreis zu Rezessionszeiten traditionell besser als andere Geldanlagen, trotzdem kann er sich dem Abwärtssog nicht völlig entziehen. Der Preis für Silber verbilligt sich um 41 Cents auf 9,81 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
12.11.2008, 22:20
12.11.2008 21:39
Ölpreis fällt auf 21-Monatstief
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 3,23 Dollar auf einen Schlusstand von 56,10 Dollar. Händler begründen den Kursrückgang des schwarzen Goldes auf ein 21-Monatstief mit der Sorge der Anleger, dass die internationale Energieagentur IEA in ihrem morgen veröffentlichten Monatsreport ihre Prognose für den weltweiten Ölverbrauch in 2009 nach unten korrigieren wird. Erdgas verliert 29,5 Cents auf 6,41 Dollar, Heizöl verbilligt sich um 8,9 Cents auf 1,84 Dollar und der Preis für Benzin gibt um 5,09 Cents auf 1,25 Dollar nach.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
17.11.2008, 08:26
16.11.2008: Noch kein Handlungsbedarf



http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif


Das Gold schwankte in der vergangenen Woche zwischen 700 und 750 US-Dollar und bewegte sich per Wochensaldo kaum.

Daher können Anleger nur weiter abwarten, wie (und wann) das noch immer andauernde Tauziehen zwischen Bullen und Bären endet. Der Bereich um 700 US-Dollar, und knapp darunter, ist gerade auch mit Blick auf das obere Schaubild von entscheidender Bedeutung. Bei einem Durchbruch nach unten würde ein weitreichendes Verkaufsignal generiert. Behauptet sich die Notierung dagegen auf dem aktuellen Niveau und kann einen Boden bilden, so entsteht mit einem Anstieg über 780 ein neues Kaufsignal.


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif

actr
18.11.2008, 08:19
18.11.2008 07:58
Euro fällt wieder unter 1,26 Dollar - Warten auf Bernanke-Rede
Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Dienstag wieder unter die Marke von 1,26 US-Dollar zurückgefallen. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2595 Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7935 Euro. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,2660 (Freitag: 1,2675) Dollar festgesetzt.

Im weiteren Handelsverlauf werde eine Rede des US-Notenbankchefs Ben Bernanke vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen, hieß es im Morgenkommentar der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). In seiner Rede dürfte Bernanke eine Einschätzung der wirtschaftlichen Lage liefern und möglicherweise auch Hinweise auf die künftige Geldpolitik in der größten Volkswirtschaft der Welt./jkr/wiz

AXC0028 2008-11-18/07:57

actr
20.11.2008, 00:22
19.11.2008 21:55
Ölpreis fällt auf 22-Monatstief
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 63 Cents auf einen Schlusstand von 53,76 Dollar. Händler führen den Preisrückgang für das schwarze Gold auf über den Erwartungen angestiegene Öllagerbestände zurück. Laut dem US-Energieministerium sind in den USA in der letzen Woche die US-Rohöllagerbestände um 1,6 Millionen Barrel auf 313,5 Millionen Barrel angestiegen, Experten sind dagegen von einem Zuwachs von 1,0 Millionen Barrel ausgegangen. Erdgas steigt um 16,4 Cents auf 6,68 Dollar, Heizöl verteuert sich um 2,21 Cents auf 1,78 Dollar und der Preis für Benzin verbilligt sich um 93 Cents auf 1,12 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
21.11.2008, 07:55
21.11.2008 07:19
Ölpreise nach Talfahrt weiter unter 50 Dollar
Die Ölpreise haben sich am Freitag nach einer rasanten Talfahrt der vergangenen Tage unter der Marke von 50 US-Dollar vorerst etwas stabilisiert. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) 49,73 Dollar und damit 31 Cent mehr als am Vortag. Zuvor war der Preis zeitweise bis auf 48,25 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit dreieinhalb Jahren gerutscht. Noch im Juli erreichte der US-Ölpreis ein Rekordhoch knapp unter der Marke von 150 Dollar.

Auch der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent konnte sich nach einem massiven Einbruch in den vergangenen Handelstagen wieder etwas erholen. Ein Fass Brent-Öl kostete zuletzt 48,60 Dollar und damit 56 Cent mehr als am Vortag. Händler erklärten den jüngsten Preisverfall beim Öl mit der Sorge der Anleger vor einem starken Einbruch der Weltwirtschaft und einem damit verbundenen Rückgang der Nachfrage nach Öl. "Solange sich die Wirtschaft nicht stabilisiert, wird es für den Ölpreis sehr schwer werden einen Boden zu finden", kommentierte der Rohstoffexperte Anthony Nuna vom japanischen Mitsubishi-Konzern die Lage an den Rohstoffmärkten./FX/RX/jkr/tw

AXC0012 2008-11-21/07:18

actr
01.12.2008, 09:15
30.11.2008: Konsolidierungsphase


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif


Das genannte Kursziel bei 830 US-Dollar hat das Gold praktisch erreicht, seitdem dümpelt die Notierung auffällig lethargisch auf der Stelle.

Dies kann eigentlich nur bedeuten: Eines der beiden Lager, entweder die Bullen oder die Bären, führen etwas im Schilde. Am besten begeben Anleger sich jetzt in die Startlöcher und warten ab, bis das Edelmetall aus der Spanne zwischen knapp 810 und 830 US-Dollar ausbricht und positionieren sich dann in Ausbruchrichtung.


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif

actr
01.12.2008, 09:18
DAX, die technische Verfassung

01.12.2008 - 07:56:11 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der DZ Bank schauen auf die Ausgangslage und die technischen Entwicklungen beim DAX.

Nach einer überwiegend positiven Handelswoche hätten sich am Freitag zunächst deutlichere Gewinnmitnahmen am deutschen Aktienmarkt gezeigt. Mit einer nach dem feiertagsbedingt geschlossen US Aktienmarkt wieder freundlich einsetzenden Börse in New York habe jedoch auch der deutsche Leitindex seine Wochengewinne zum Handelsschluss größtenteils zurückerobert.

Damit ändere sich an der technischen Verfassung nicht allzu viel. Der deutsche Leitindex weise im kurzfristigen Bereich seit dem 21. November einen intakten dynamischen Aufwärtstrend auf, der nach Erreichen eines "überkauften" Zustands bislang auf "hohem Niveau" konsolidiert werde. Die Trading-Strategen bei der DZ Bank sehen daher keine Veranlassung, von unserem kurzfristigen Kursziel von 4.800 Punkten (charttechnischer Widerstand) abzurücken. Da in der Nähe auch noch das so genannte 61,8 %-Fibonacci-Retracement des Abwärtstrends von Anfang November anzutreffen wäre (bei 4.820 Zählern), stelle der gesamte Bereich um diese Marken herum eine zumindest charttechnisch wichtige Zone dar.


http://194.97.1.200/charts/1840000/20081201_1843247_1.gif

Die kurzfristig weiterhin bestehende "überkaufte" Situation und eine in der vergangenen Woche zumindest unterschwellig zu erkennende Erwartungshaltung der Marktteilnehmer in Richtung einer bevorstehenden "Jahresend- bzw. Jahresanfangs.Rally" (recht niedrige Put/Call-Ratio bei den DAX-Optionen) sollte insgesamt jedoch darüber hinaus gehenden Kursgewinnen entgegenstehen. Die Wahrscheinlichkeit für einen baldigen Abschluss eines mittel- bis längerfristigen Bodenbildungsprozesses (DAX überschreitet die 5.300er Marke) wäre trotz eines aktuell günstigen saisonalen Umfelds damit laut den Handelsexperten zunächst einmal gering.

actr
01.12.2008, 15:13
01.12.2008 14:42
Goldpreis fällt wegen Dollarstärke kräftig
New York (BoerseGo.de) - Der Goldpreis verliert am Montag im Gleichklang mit anderen Metall-Notierungen kräftig an Terrain. Der Februar Gold-Futurekontrakt bricht zur Zeit im elektronischen Handel um rund 4 Prozent auf 790 Dollar je Unze ein. Der starke Fall erkläre sich vor allem aus einem Einbruch des Ölpreises und der aktuellen Stärke des Dollars. Im abgelaufenen Monat legte der Goldpreis mit dem größten Anstieg seit 9 Jahren zu.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Huber Christoph, Redakteur)

actr
01.12.2008, 15:17
01.12.2008 14:47
Ölpreis kommt wegen OPEC-Entscheid immer stärker unter Druck
New York (BoerseGo.de) - Der Ölpreis weitet am Montag seine Verluste kontinuierlich aus. Der Januar Futurekontrakt bricht zur Zeit im elektronischen Handel um 3,15 Dollar bzw. 6 Prozent auf 51,35 Dollar je Barrel ein. Der starke Verkaufsdruck basiere vor allem auf den Entscheid der OPEC von vergangenen Wochenende im Rahmen des Treffens in Kairo, die Ölproduktion unverändert zu belassen.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Huber Christoph, Redakteur)

actr
01.12.2008, 15:22
01.12.2008 15:07
Hohe Spritausgaben trotz sinkender Preise
Im November konnten Autofahrer so günstig tanken wie lange nicht mehr: Bei Superbenzin sparten sie nach Berechnung des ADAC im Vergleich zum Juni 32 Cent pro Liter, bei Diesel knapp 30 Cent. Am wenigsten mussten sie am 24. November zahlen: 1,145 Euro kostete ein Liter Super an jenem Tag. Das hatte es nach ADAC-Informationen seit Mai 2005 nicht mehr gegeben. Gleichwohl habe sich etwa Diesel im Vergleich zum Vorjahr um fast 19 Cent verteuert./ho/DP/stw

AXC0140 2008-12-01/15:07

actr
01.12.2008, 22:12
01.12.2008 21:42
Ölpreis verliert fast zehn Prozent
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 4,23 Dollar auf einen Schlusstand von 50,20 Dollar. Händler führen den Preisabschlag für das schwarze Gold auf weltweit schwache Konjunkturdaten und auf die Tatsache zurück, dass sich das Ölkartell OPEC im Rahmen eines am Wochenende in Kairo stattgefundenen Treffens für keine weitere Drosselung der Förderquoten ausgesprochen hat. Erdgas verliert 10 Cents auf 6,61 Dollar, Heizöl verbilligt sich um 10,01 Cents auf 1,62 Dollar und der Preis für Benzin gibt um 9,96 Cents auf 1,11 Dollar nach.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
09.12.2008, 23:09
09.12.2008 20:14
Goldpreis legt erneut zu
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold steigt um 4,20 Dollar und notiert zum Handelsschluss 773,50 Dollar. Händler begründen den Kursanstieg des Edelmetalls mit der Erwartung der Marktteilnehmer, dass sich der Greenback infolge weiterer Leitzinssenkungen abschwächt. Der Preis für Silber verliert 12,5 Cents auf 9,85 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

MCK
11.12.2008, 11:00
Silber vor der Trendwende!

Die alten Höhen bei Silber von über 2000 Cent sind längst vorbei und die Trendfolger sind erfolgreich mit ihren System beim Abwärtstrend.

Doch so langsam ändert sich die Lage am Silbermarkt. Die Commercials minimieren immer mehr ihre Shortpositionen und erreichen damit extreme Niveaus, welche in den letzten drei und sogar in den letzten fünf Jahren nicht mehr erzielt wurden.

Zum Vergleich – Ende Februar hatten die Commercials 75.790 Shortkontrakte in ihrem Bestand. Damals lag der Höchstpreis bei 1851. zwei Wochen später wurde der absolute Höchststand für das Jahr 2008 erreicht 2024, danach ist Silber nur noch gefallen. Ein kurzes Zwischenhoch im Juli dieses Jahres bei 1986 veranlasst die Commercials auch ihre Shortpositionen kurz bis auf 71.151 wieder aufzustocken. Silber fiel ins Bodenlose! Mittlerweile hat sich ein Boden gebildet und die Commercials sind extrem bullisch im Silbermarkt geworden.

Fazit: Die Trendwende wird von den Commercials schon vorbereitet und die saisonale Seite unterstützt sehr stark diese Aktivitäten. Aktuell ist Silber die besser Alternative als Gold. Behalten Sie diesen Markt sehr genau in Ihren Augen.


Mike Kock :salute:

actr
15.12.2008, 08:12
14.12.2008: Die Bullen lassen nicht locker


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif


Die zuletzt an dieser Stelle empfohlenen Gewinnmitnahmen bei Puts erwiesen sich als gutes Timing. Denn nach verhaltenem Wochenstart legte das Gold in der Vorwoche kräftig zu und kletterte dabei auf den höchsten Stand seit Mitte Oktober.

Im Bereich um 830 US-Dollar setzte dann, wie schon Ende November, eine Verschnaufpause ein. Sollte diese Marke nun nach oben durchbrochen werden, winkt (abgesehen von dem schwachen Widerstand bei 850) ein Anstieg bis auf über 900 US-Dollar. Mündet die Konsolidierung dagegen in eine Korrektur, liegen die nächst tieferen Unterstützungen bei 780 und 750 US-Dollar.



http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif

Autor: Oliver Schultze


:salute:

actr
15.12.2008, 08:15
14.12.2008: Seitwärtsbewegung dauert an


http://www.chartbuero.de/Charts/nikkei_lang.gif


Wie von uns befürchtet brachte der Ausbruch aus dem möglichen Dreieck, in dessen Spitze die Kurse gelaufen waren, kein weitreichendes Signal. Einen beachtlichen Teil der zwischenzeitlichen Gewinne musste der Nikkei zum Ende der Woche wieder abgegeben.

Damit bleibt die Lage offen, ein Andauern der Seitwärtsbewegung wäre keine Überraschung. Wer konsequent auf einen Ausbruch aus dem Bereich 7000/9600 wartet, dürfte auf der sicheren Seite und vor Fehlsignalen weitgehend gefeit sein.

http://www.chartbuero.de/Charts/nikkei_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
15.12.2008, 08:42
15.12.2008 08:37
Wochenausblick: Spannende Handelswoche
Wenn Sie gedacht haben, dass es bereits in den nächsten Tagen zu einer Art vorweihnachtlicher Ruhe an der Börsen kommt, so muss ich Sie enttäuschen. Es geht spannend weiter. Gerade die US-Zinsentscheidung dürfte für ausreichend Gesprächsstoff und Bewegung sorgen.

Der Wochenauftakt brachte bereits die ersten News. In Japan ist der Tankan-Bericht veröffentlicht worden. Am Nachmittag folgen aus den USA der NY Empire State Index, die Angaben zu den Kapitalmarktzuflüssen und zur Industrieproduktion sowie Angaben zur Kapazitätsauslastung.

Der Dienstag steht dann ganz im Schatten der amerikanischen Notenbanksitzung. Erwartet wird eine weitere Zinssenkung. Diese dürfte dann den Euro weiter kräftigen. Doch auch die Zahlen zum Verkauf neuer Häuser, zu den Verbraucherpreisen sowie zu den Realeinkommen werden genauso erwartet, wie die Quartalsergebnisse von Adobe Systems und Best Buy.

Zur Wochenmitte gibt es aus den USA die Öl-Lagerbestände. Ferner gewähren Norddeutsche Affinerie, General Mills und Nike einen Einblick in die Bücher.

Der Donnerstag wird dann neben dem ifo-Geschäftsklimaindex auch noch Wirtschaftsnachrichten in Form von den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, des Philadelphia Fed Index und der Frühindikatoren bringen. Die Vierteljahresergebnisse von Oracle und FedEx dürften auch Auswirkungen auf die Papiere der Mitbewerber hierzulande haben.

Am Freitag wird noch immer keine vorweihnachtliche Ruhe einkehren. Mit dem dreifachen Hexensabbat könnte es vielmehr zu deutlichen Sonderbewegungen kommen. Zusätzlich stehen die Erzeugerpreise hierzulande auf der Agenda.

actr
18.12.2008, 22:10
18.12.2008 22:03
Öl: Die Flucht hält an
New York (BoerseGo.de) - Die Flucht aus dem Öl hält an. Das ist die Strafe für die Spekulationsblase des Frühjahres, erklären Volkswirte. Der Januar-Kontrakt für Crude bröckelte an der New York Mercantile Exchange fiel um 3,84 Dollar und schloss auf 36,22 Dollar, meldet MarketWatch.



(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
18.12.2008, 22:31
18.12.2008 21:44
Gold: Notbremse der EZB stoppt Edelmetall-Rallye
New York (BoerseGo.de) - Die EZB zog heute die Notbremse und stoppte damit den Kursrutsch der Dollars. Damit wurde auch - vorerst jedenfalls - die Rallye beim Gold beendet. Der Gold-Kontrakt für Februar fiel heute an der New York Mercantile Exchange 7,90 Dollar und schloss auf 860,60 Dollar, berichtet Market Watch. Nachbörslich pendelte das Edelmetall auf 854,50 Dollar.




(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
22.12.2008, 11:47
21.12.2008: Orientierungslosigkeit

Wir wünschen allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.
Möge 2009 ein gutes Börsenjahr werden.
Nächstes Update am 11.01.09


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif


Das Gold kletterte zuletzt über den Widerstand bei 850 US-Dollar, fiel aber auch zügig wieder unter diese Marke zurück. Damit hat diese Hausnummer an Bedeutung verloren und die charttechnische Lage ist wieder offen.

Bevor sich Anleger nun erneut zum Narren halten lassen, sollten sie dem Markt besser fernbleiben. Denn denkbar ist jetzt sowohl ein Rückgang in Richtung der Unterstützung bei 750, als auch ein erneuter Ausbruch über 850. Sollte dieser gelingen, stehen die Chancen gut, das im zweiten Anlauf der Anstieg bis auf deutlich über 900 US-Dollar gelingt.



http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
29.12.2008, 19:46
Bären haben den Ölmarkt im Griff
Montag, 29. Dezember 2008

Geopolitische Krisen schütteln regelmäßig auch die Finanz- und Rohstoffmärkte. Ganz anders zu Wochenbeginn: Die Kämpfe im Gaza-Streifen haben den Ölpreis nur ganz kurz über die Marke von 40 Dollar steigen lassen – seither geht es wieder abwärts. Ein spekulatives Jahr geht an der Nymex unerwartet ruhig zu Ende.

Erinnert sich noch jemand an den 2. Januar 2008? Am ersten Handelstag des neuen Jahres kletterte Öl zum ersten Mal in der Geschichte über 100 Dollar. Was für ein Start in ein abenteuerliches Jahr, in dem Industrie und Verbrauchern vor einem dreistelligen Ölpreis – und hohen Ausgaben für Benzin und Heizöl – graute. Zurecht, wie sich zunächst zeigte: Bis Juli kletterte der Rohstoff auf ein Allzeit-Hoch von 147 Dollar pro Fass.

Analysten überboten sich in ihren Preisprognosen. „Mindestens 200 Dollar“ solle Öl bis Jahreseende kosten, warnten die einen, langfristig stellten sich die anderen auf „ungefähr 500 Dollar“ ein. Ein dramatischer Anstieg der Öl-Nachfrage aus China und anderen Wachstumsstaaten schien Händlern klar gemacht zu haben, dass der Rohstoff eines Tages nicht mehr ausreichen könnte.

Doch dann kippte der Markt: Der Ölpreis rutschte auf 140, dann 130, dann 120 Dollar… bald notierte er wieder im zweistelligen Bereich. Dann bei 70 Dollar, 50 Dollar, und um Weihnachten plötzlich bei 36 Dollar. Satte 75 Prozent unter dem Sommer-Hoch und auf dem tiefsten Stand seit vielen Jahren.

Zum Jahreswechsel sprach jetzt eigentlich alles für eine – zumindest minimale – Kurskorrektur. Die Kämpfe im Gaza-Streifen werfen die Frage auf, ob eine Ausweitung der Krise die Öl-Produktion in der Region behindern könnte. Ob Krieg und Terror den Öl-Transport in die USA unterbrechen könnten. Solcherlei Sorgen können stark preistreibend sein, und beim aktuell niedrigen Handelsvolumen umso mehr.

Dass die Preise aber nicht anzogen, zeigt, was wirklich in den Köpfen der Anleger vorgeht: Man hat begriffen, dass – vor allem angesichts der schwachen Wirtschaft in den USA und global – mehr als genug Öl gefördert und verarbeitet wird. Man weiß, dass die Nachfrage aus China im Sommer zwar sehr hoch war, aber eher aufgrund der Vorratshaltung vor den Olympischen Spielen. Radikales Wirtschaftswachstum, das man ursprünglich hinter der Rohstoff-Rallye vermutet hatte, war und ist nicht auszumachen.

Dann spielt auch der Faktor Opec eine komplexe Rolle. Der Markt nimmt die Angaben aus dem Öl-Kartell nicht mehr für bare Münze. Dass man die Förderquoten jüngst so drastisch wie nie zuvor zurückgefahren hat, stabilisierte den Preis nicht, denn in der Vergangenheit scheinen die tatsächlichen Fördermengen von den offiziellen Quoten massiv abgewichen zu haben.

Zum Jahreswechsel wird der Ölmarkt – genau wie die Börsen – also weiterhin von den Bären dominiert.
© Inside Wall Street

actr
01.01.2009, 19:58
01.01.2009 19:10
Der neue Tag: Kommentarauszug zu Prognosen 2009:
Weiden (ots) - "(...) Auf mehr als eine geschichtliche Fußnote Europas im Jahrtausendwandel möchten wir (...) hinweisen: Als sich 15 Staaten der Alten Welt vor genau zehn Jahren den Euro (zunächst Buchgeld) als finanzielle Klammer verordneten, befürchteten zahlreiche professionelle Beobachter den wirtschaftlichen Zusammenbruch Deutschlands und den Untergang des Abendlandes. Statt dieser Katastrophenszenarien erleben wir eine beispiellose Erfolgsgeschichte des Euro. So ist das halt mit Prognosen ..."

Originaltext: Der neue Tag Digitale Pressemappe:

aol1808
02.01.2009, 15:03
Hallo, ich möchte ein Öl Zerti mit 1-2 jähriger Haltedauer ins Depot legen.
Mein Risiko dabei ist mittel bis hoch.
Da ich mich noch nicht mit Zertifikaten auseinandergesetzt habe, wollte ich mal fragen, auf was man da achten sollte, bzw. was man so empfehlen kann.

Gruß Ron

actr
05.01.2009, 20:37
05.01.2009 19:59
Goldpreis fällt wegen Dollarstärke
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold fällt um 21,20 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 856,30 Dollar. Händler führen den Preisrückgang des Edelmetalls auf die heutige Dollarstärke zurück.

Der Preis für Silber verliert 25,5 Cents auf 11,23 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
05.01.2009, 21:18
@ aol1808

Bevor du dich mit Zertifikaten auf Öl stürzt, solltest du dich mit dem Rohstoff richtig auseinandersetzen.

Darum habe ich mir von MCK etwas ausgeborgt:-D - ich hoffe, er ist nicht böse deswegen!

„Große Ereignisse werfen ihre Schatten unter die Augen!“ nach diesem Motto werden die Analysen der COT Daten von Woche zu Woche länger und interessanter. Doch dies liegt nicht an den Analysten, sondern an den Marktteilnehmer, welche gerade in diesen Wochen und Monate extreme Positionen aufbauen und damit auf große Ungleichgewichte in diesen Märkten hinweisen. Allein die Zahlen der letzten Woche sind so interessant, dass ich die Analyse auf mehrere Tage verteilen werde.



Energiemärkte

Crude Oil – Rohöl

47.778 neue Shortkontrakte bringen die Commercials auf eine Gesamtposition - 60.767. Die Insider setzten also weiter auf fallende Kurse oder besser, sie drücken diese weiter nach unten. Die aktuelle Preisstrukturkurve bei Rohöl ist eine ausgeprägte Contango-Situation. Sprich – Die Äpfel auf dem Baum sind teurer als im Geschäft!“. Im Chart unten sehen Sie die Forwardkurve für Rohöl.

Chart http://www.Mike-Kock.de

Das Rohöl wird am Kassamarkt mit einem Abschlag von ca. 30 Prozent gegenüber des Futures mit einem Jahr Restlaufzeit gehandelt. Das ist eine Menge! Diese Situation ist aktuell so extrem, wie seit der Russlandkrise 1998 nicht mehr. Dies könnte auf ein Angebotsüberhang hin deuten und die OPEC will ja die Fördermenge stark minimieren. Doch die aktuellen Lagerbestände sind weiter den Preisdruck ausgesetzt.


Doch die Positionen der Marktteilnehmer sind nicht in den Extrembereichen, sondern eher das Gegenteil. Auch wenn die Commercials in der letzten Woche Ihre Shortseite mit 47.778 Kontrakten auf 60.767 verstärkt haben, ist es doch kein klares Shortsignal. Der ADX hat einen Grenzwert überschritten, wo nun mit einer Kurskorrektur zu rechnen ist. Das Handelssystem würde ohne diesen Filter jetzt short in den Markt gehen und das Exit wäre bei 100 US Dollar. Ein Trade der kein vernünftiges Chance – Risiko – Profil aufweist.

Chart http://www.Mike-Kock.de

Fazit: Kurzfristig erhöhen die Commercials den Druck auf die kurzfristigen Ölkontrakte und sie überfluten dem Markt regelrecht mit Öl, doch es sind keine außergewöhnlichen Positionen am Rohölmarkt. Wer sich hier engagieren möchte, das Spread Trading ist jetzt optimal dafür geeignet!


Natural Gas


Seit Dezember 2005 befindet sich das Gas im Abwärtstrend und seit Juli 2007 befinden sich die Commercials auf der Netto-Long-Seite! Das Ergebnis sehen Sie in der kurzen Gegenbewegung bis Juli 2008, danach ist Gas wieder nur gefallen. Mittlerweile aber auf ein Preisniveau wo die großen Fonds und die Commercials Extrempositionen erreicht haben. Hier zeigt sich eine Fehlbewertung des Marktes an. Doch bis zum Februar 2009 kommt noch keine Unterstützung von der saisonalen Seite. Was noch für eine Trendwende spricht, ist die starke Überhitzung des Abwärtstrends.

Fazit: Bauen Sie keine mittelfristigen Shortpositionen bei Natural Gas mehr auf. Die Trendwende steht vor der Tür!



Das war es wieder von mir – am Dienstag die Währungsmärkte und die Woche dann noch Gold und Silber!

Mike C. Kock :salute:

actr
05.01.2009, 21:40
05.01.2009 17:59
UBS senkt Kursziele für Öl-Aktien
New York (BoerseGo.de) – Das Investmenthaus UBS reduziert nach dem jüngsten Kursanstieg seine Kursziele für einige Aktien von Öl-und Gasunternehmen. Für die Finanzexperten handelt es sich bei den im letzten Monat erzielten Kurszuwächsen von mehr als 20 Prozent einzelner Aktien aus dieser Branche um eine Bärenmarktralley.

Die Analysten senken ihr Kursziel für Diamond Offshore von 165 Dollar auf 116 Dollar, für Schlumberger von 67 Dollar auf 45 Dollar, für Weatherford von 22 Dollar auf 12 Dollar und für Hercules Offshore von 7 Dollar auf 4 Dollar.

Die Aktie von Diamond Offshore gewinnt aktuell 4,56 Prozent auf 66,00 Dollar, Schlumberger verteuert sich um 2,74 Prozent auf 46,84 Dollar, Weatherford legt um 3,43 Prozent auf 12,06 Dollar zu und die Aktie von Hercules Offshore gewinnt aktuell 0,39 Prozent auf 5,06 Dollar.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
06.01.2009, 22:09
06.01.2009 19:59
Goldpreis legt infolge Dollarschwäche zu
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold steigt um 7,81 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 865,60 Dollar. Der Preis für das Edelmetall verzeichnet den ersten Kursanstieg innerhalb der letzten drei Handelstage, nachdem der Greenback heute schwächelt.

Der Preis für Silber verteuert sich um 18 Cents auf 11,45 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
08.01.2009, 13:54
08.01.2009 13:46
DEVISEN/Euro rutscht gegen Dollar unter Marke von 1,36 USD
DJ DEVISEN/Euro rutscht gegen Dollar unter Marke von 1,36 USD

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro setzt am Donnerstagmittag seine Abwärtsbewegung gegen den Dollar fort und ist unter die Marke von 1,36 USD gerutscht. Eine Händlerin verweist auf die schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone vom Vormittag, die die Einheitswährung etwas belasteten. Auch gegen das Pfund Sterling geht es für den Euro etwas nach unten. Die Anleger warten auf die Leitzinsentscheidung der Bank of England gegen 13.00 Uhr MEZ. Im Vorfeld seien kleinere Euro-Verkäufe zu beobachten, hieß es bereits im asiatischen Handel.

Analysten erwarten, dass die Bank of England die Zinsen um bis zu 75 Basispunkte auf dann 1,25% senken wird. Am Abend spricht dann EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Sollte der EZB-Präsident Andeutungen machen, dass die europäische Notenbank in der kommenden Woche die Leitzinsen stärker als die im Konsens erwarteten 50 Basispunkte senken wird, dürfte das den Euro unter deutlicheren Druck setzen. Dann könne das Niveau um 1,33 USD recht schnell getestet werden', so Stimmen aus dem Handel.

Allerdings erscheint das Aufwärtspotenzial der US-Währung nach dem sehr schwachen ADP-Arbeitsmarktbericht vom Vortag begrenzt. Marktteilnehmer befürchten nun im Rahmen des offiziellen Arbeitsmarktberichts am Freitag, dass dieser sehr viel schlechter als von den Analysten prognostiziert ausfallen wird. Ein weiteres Indiz könnten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Nachmittag liefern.

Die Feinunze Gold wurde am Vormittag in London mit 842,50 USD festgestellt nach einem Nachmittags-Fixing bei 848,50 USD.

===
Europa Europa New York
(12.44) (7.45) (Späthandel)
EUR/USD 1,3575 1,3643 1,3635
USD/JPY 91,72 92,15 92,64
EUR/JPY 124,48 125,77 126,30
EUR/GBP 0,9000 0,9058 ---
EUR/CHF 1,4950 1,4981 ---
===
DJG/mpt/flf

actr
09.01.2009, 07:51
09.01.2009 06:07
Wieder Bewegung im Gasstreit - EU-Vereinbarung mit Putin
Im Gasstreit zwischen Moskau und Kiew gibt es wieder Bewegung: Der amtierende EU-Ratspräsident und tschechische Regierungschef Mirek Topolanek und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin vereinbarten die Bedingungen für die Entsendung einer Beobachtungskommission an "allen Orten, die für den Gas-Fluss relevant sind". Das teilte die tschechische EU-Ratpräsidentschaft am Donnerstagabend in einer Erklärung mit. Die Entsendung der Beobachter sollte dazu führen, dass unterbrochene russische Gaslieferungen in die EU-Staaten wieder aufgenommen werden. Eine Bestätigung aus Moskau und der Ukraine lag zunächst allerdings nicht vor. Topolanek habe sowohl mit Putin als auch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert, hieß es aus Prag.

Ein mit den Verhandlungen vertrauter tschechischer Minister sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa in Prag: "Jetzt fehlt nur noch Gas. Jetzt fehlt nur noch die Entscheidung, wieder Gas in die Systeme zu leiten." Es sei damit zu rechnen, das eine aus EU-Beobachtern bestehende Delegation bereits am Freitag in der Ukraine ihre Arbeit aufnehmen könne, nachdem mit Russland und der Ukraine nun beide Konfliktparteien einer solchen Mission zugestimmt hätten. Genannt werden wollte der Minister nicht.

Am Donnerstag waren erneut ein Dutzend europäischer Staaten von russischem Gas weitgehend abgeschnitten. Dies führte vielerorten zu massiven Problemen für Bevölkerung und Wirtschaft.

Im "Gaspoker" zwischen Moskau und Kiew hatte zuvor Streit über die Entsendung internationaler Kontrolleure in das Gas-Transitland Ukraine eine Lösung verhindert. Der russische Gasmonopolist Gazprom beharrte in den Verhandlungen auf einer Beteiligung eigener Experten. Neben EU-Experten müssten auch Vertreter der russischen Regierung sowie von Gazprom in der Beobachtergruppe vertreten sein, teilte der Staatskonzern zuvor in Moskau mit. Die Ukraine widersetze sich bislang aber einer russischen Beteiligung an der Expertenmission.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und führende EU-Politiker setzten ihrerseits auf die Entsendung neutraler Experten sowohl nach Russland als auch in die Ukraine. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte am Abend in Berlin, Merkel habe mit Topolanek und EU- Kommissionspräsident José Manuel Barroso telefoniert. "Alle drei gehen davon aus, dass die internationalen Beobachter schnellstmöglich auf beiden Seiten der russisch-ukrainischen Grenze eingesetzt werden", sagte Wilhelm. Dies entspreche auch den Zusagen, die Merkel am Mittwoch in ihren Telefonaten mit Putin und der ukrainischen Regierungschefin Julia Timoschenko gemacht worden seien.

Russland hatte zuvor den konkreten EU-Vorschlag zur Entsendung von EU- Beobachtern nach Angaben der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft abgelehnt. Die Ukraine hatte dem Vorschlag zugestimmt.

Gazprom-Chef Alexej Miller hatte am Donnerstag zunächst eine Wiederaufnahme der gestoppten Lieferungen im Transit durch die Ukraine in Aussicht gestellt. Am Abend kam dann die Wende: "Ich muss Ihnen sagen, dass die russischen Vertreter den Vorschlag abgelehnt haben", sagte der tschechische Industrieminister Martin Riman für die EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel. Die EU-Beobachter sollen in der Ukraine den Gastransit in Richtung Westen überwachen. Russlands Regierungschef Wladimir Putin gab der EU-Kommission die Schuld am vorläufigen Scheitern einer Lösung. Putin bezeichnete die prowestliche Führung der Ukraine als "hochgradig kriminell".

Auch am Donnerstag war erneut ein Dutzend europäischer Staaten von russischem Gas weitgehend abgeschnitten, darunter auch Italien. 80 Prozent des Gases aus Russland kommt über die Ukraine in die Europäische Union. Sehr schwierig ist die Lage in Südosteuropa, da hier viele Staaten fast zu 100 Prozent von den Gaslieferungen abhängig sind. In Serbien und Bulgarien froren Hunderttausende in ihren Wohnungen. Viele Schulen und Kindergärten blieben geschlossen.

Russlands Präsident Dmitri Medwedew stellte klar, dass erst eine Einigung unterzeichnet werden muss. Moskau hat das Angebot vom Silvestertag von 250 Dollar je 1000 Kubikmeter Gas auf mehr als 400 Dollar hochgeschraubt. Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hatte mit Blick auf die schweren finanziellen Probleme seines Landes nur maximal 210 Dollar in Aussicht gestellt und wollte mehr höhere Transitgebühren.

Nach dem Totalausfall russischer Gaslieferungen am Dienstag hatten sich Vertreter von Gazprom und des ukrainischen Konzerns Naftogas am Donnerstag in Moskau erstmals seit Silvester wieder zu Verhandlungen getroffen. Anschließend reisten Gazprom-Chef Miller und der Naftogas- Chef, Oleg Dubina, gemeinsam im Flugzeug nach Brüssel. Angesichts der beispiellosen Krise war der Empfang für die Streithähne eisig.

"Sobald EU-Beobachter in der Ukraine sind und Zugang zu den Gas- Pipelines haben, soll die Gaszufuhr so schnell wie möglich wiederhergestellt werden", sagte Miller zunächst nach Beratungen in Brüssel. Später erklärte Putin in Moskau, die EU-Kommission habe sich unter Hinweis auf ein angeblich fehlendes Mandat geweigert, ein bereits von Russland unterzeichnetes Dokument anzunehmen./cb/DP/zb

ISIN RU0007661625

AXC0009 2009-01-09/06:07

actr
12.01.2009, 08:53
11.01.2009: Per Saldo auf der Stelle



http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif


Nach den Weihnachtsfeiertagen knackte das Gold den Widerstand bei 850 und kletterte aufwärts, konnte diese Gewinne aber nicht halten. Zuletzt fiel die Notierung erneut auf diese Marke zurück.

Unsere Empfehlung, dem Markt besser fernzubleiben, erwies sich damit als passend. Nun ist die Frage, ob es dem Edelmetall gelingt, den Support bei 830/50 zu behaupten und wieder nach oben zu drehen. Dann können Anleger darauf hoffen, dass erstmals seit Oktober wieder Kurse über 900 US-Dollar erreicht werden.


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
14.01.2009, 17:26
14.01.2009 17:03
Devisen: Euro sinkt unter 1,32 Dollar - Wirtschaftslage trübt sich weiter ein
Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Mittwoch angesichts einer Verschärfung der konjunkturellen Lage in der Eurozone deutlich unter 1,32 US-Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,3138 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3173 (Dienstag 1,3262) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7591 (0,7540) Euro.

"Das Gesamtbild der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone hat sich weiter eingetrübt", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. So hatte sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland im Jahr 2008 nach vorläufigen Daten stärker als erwartet abgeschwächt. Das Statistische Bundesamt geht von einem Wachstum von 1,3 Prozent im laufenden Jahr aus, nachdem es im Vorjahr noch bei 2,5 Prozent gelegen hatte. Im vierten Quartal dürfte die deutsche Wirtschaft demnach sogar um 1,5 bis 2,0 Prozent geschrumpft sein. Volkswirte erwarten im kommenden Jahr die schwerste Rezession seit Gründung der Bundesrepublik.

"Die schwachen Konjunkturdaten machen eine weitere Zinssenkung der EZB an diesem Donnerstag immer wahrscheinlicher", sagte Rieke. Am Markt wird derzeit ein Rücknahme des Leitzinses von 2,5 Prozent auf 2,0 Prozent erwartet. Ein niedriger Leitzins macht eine Währung für Anleger unattraktiver. "Aber auch die sehr schwachen Aktienmärkte in Europa lasteten auf dem Euro", sagte Rieke. Die Ratingagentur Standard&Poor's hatte zudem zuletzt angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise eine Herabstufung von spanischen, griechischen und irischen Staatsanleihen angedroht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90830 (0,91120) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 117,66 (118,54) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,4761 (1,4858) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> fest. Die Feinunze Gold <GLDPM.CBQ> wurde in London mit Dollar 821,50 (826,50) gefixt./js/he/wiz

AXC0175 2009-01-14/17:03

actr
19.01.2009, 11:06
18.01.2009: Aufwärtstrendkanal bestätigt


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif


Auch in der vergangenen Woche etablierte sich beim Gold keine eindeutige Richtung. Die über weite Strecken andauernden Kursverluste wurden zum Ende der Woche wieder fast völlig aufgeholt.

Immerhin gewann damit aber der im unteren Schaubild eingezeichnete Aufwärtstrendkanal an Konturen, der an der Kursentwicklung seit Oktober anliegt. Im Zuge dieses Trends können Anleger jetzt mit weiteren Kursgewinnen rechnen. Sollte die Notierung jedoch unter 810 US-Dollar fallen, wäre der Trend gebrochen und ein Verkaufsignal würde vorliegen.



http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif

Autor: Oliver Schultze

actr
26.01.2009, 21:08
26.01.2009 19:54
Goldpreis klettert über 900 Dollar
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold steigt um 13,00 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 908,80 Dollar. Der Preis für das Edelmetall klettert auf ein 3-Monatshoch, nachdem Investoren infolge der kräftigen staatlichen Kapitalspritzen mit einem Anziehen der Inflationsraten rechnen. Der Preis für Silber legt um 17 Cents auf 12,11 Dollar zu.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
30.01.2009, 14:12
30.01.2009 14:09
Ölpreise verbuchen moderate Gewinne
Die Ölpreise haben am Freitag leichte Kursgewinne verbucht. Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März kostete am frühen Nachmittag 41,45 US-Dollar. Das war ein Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 60 Cent auf 46,00 Dollar.

Am Nachmittag stehen wichtige Konjunkturdaten aus den USA an. Erste Zahlen zum Wachstum der USA im Schlussquartal 2008 dürften Händlern zufolge auch für die Ölpreise von Bedeutung sein, da die USA der weltweit größte Verbraucher von Öl sind. In den vergangenen vier Wochen hatte sich die Wirtschaftskrise bereits in den stetig gestiegenen Ölvorräten der größten Volkswirtschaft der Welt niedergeschlagen. Angaben der Commerzbank zufolge haben die dortigen Bestände in dem Zeitraum um mehr als 20 Millionen Barrel zugenommen.

Neben dem sinkenden Verbrauch in den USA wies die Commerzbank auch auf die fallende japanische Ölnachfrage hin. 2008 sei diese um 5,3 Prozent und damit so stark wie seit 26 Jahren nicht mehr rückläufig gewesen. Auch zitiert die Commerzbank Aussagen der Ölbertungsfirma Oil Movements. Demnach hat die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ihre im Dezember beschlossenen Förderkürzungen noch nicht umgesetzt. Die jüngst erfolgten Kürzungen führt das Unternehmen auf bereits im Herbst angekündigte Einschnitte zurück.

Der Preis für Rohöl der OPEC ist unterdessen gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten des Kartells am Donnerstag 41,21 US-Dollar. Das waren 50 Cent mehr als am Mittwoch. Die OPEC berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten der Mitgliedsländer./stb/bf

AXC0143 2009-01-30/14:09

MCK
02.02.2009, 13:25
Gold stand letzte Woche ganz oben bei mir auf der Analyseliste. Vom System her war ich short und mit den neuen Zahlen und der Preisentwicklung bei Golf, wurde mein System ausgestoppt und ist somit flat in Gold. Sehen wir uns das Gold genauer an!

Gold

Gold ist nach oben gelaufen und wird nun versuchen die Widerstandszone von 930 bis 950 US $ zu durchstoßen. Dies gelingt aber nur, wenn der S&P500 weitere Kursverluste vorzeigen kann in dieser Woche. Wir erinnern uns, die Commercials setzen beim S&P500 klar auf den bestehenden Abwärtstrend – sie sind netto short. Bei Gold sieht es etwas anders aus! Hier waren die Insider im November 08 bei Kursen um die 700 US$ überzeugt, dass Gold seinen Boden gefunden hat und nun wieder nach oben steigen wird. Seitdem bauen die Commercials ihre Shortpositionen wieder aus und überlassen nun den Fonds die Verantwortung für steigende Kurse. Das haben sie auch mit 17.177 neuen Kaufkontrakten gemacht. Die Commercials dagegen verstärkten ihre Shortposition um weitere 19.445 Kontrakte. 158.376 Shortpositionen haben sie nun in ihrem Bestand.

Fazit: So lange die Commercials auf der Verkaufsseite auftreten, bleibt das Handelssystem flat. Folgende Punkte sind bei Gold aktuell zu beachten. 1. Die hohe Volatilität – die kein gutes Zeichen für den Beginn eines neuen Aufwärtstrends sind. 2. Die Saisonalität unterstützt diesen Trend aktuell nicht und 3. Sollten an den Aktienmärkten Wunder passieren, dann fehlt Gold eine wichtige Begründung zum Steigen. (o.k. Es gibt ja noch das Papiergeld und die hohe Staatsverschuldung)
Eines vergaß ich noch – der Goldmarkt ist vom Sentiment baerish! Getreu nach dem Motto, wenn alle schon investiert sind, wer soll dann noch Nachlegen?!


Silber

Silber war schon in meinen Ausblick 2009 einer der Favoriten für 2009. Aktuell macht Silber auch alles „richtig“ - es steigt weiter!

Die aktuellen Positionen der Commercials befinden sich für den 3 – und 5 Jahres Zeitraum immer noch im extrem bullishen Bereich. Das stimmt positiv. In der letzten Woche bauten die Fonds ihre Longposition um weitere 1.892 Kontrakte auf 20.958 Kontrakte aus. Dagegen sichern sich die Commercials die aktuellen Preise mit weiteren Shortkontrakten ab und kommen damit auf 32.195 Kontrakte. In den nächsten Tagen wird es interessant! Die Unterstützung von der saisonalen Seite wird wegfallen und erst im August wieder auf den Schirm erscheinen. Auf der anderen Seite ist das Durchbrechen der Widerstandszone und des Gleitenden Durchschnittes wichtig.

Fazit: langfristig ein sehr interessanter Markt, doch für die nahe Zukunft ist mit einer Kurskorrektur zu rechnen.

Viel Spaß!
Mike C. Kock :salute:

actr
05.02.2009, 23:04
05.02.2009 20:05
Investor Verlag/"Energie-Krise, die sich gewaschen hat"
DJ Investor Verlag/"Energie-Krise, die sich gewaschen hat"


Im Moment schauen alle aufgrund der aktuellen Krise nur auf einen fallenden
Ölpreis. Ich halte es sogar für möglich, dass der Ölpreis kurzfristig noch
einmal um 20% fällt. Kaum einer schaut aber auf das Risiko eines
nachlassenden Angebots. Und hier ist die Situation bereits jetzt dramatisch.
Es ist eine Situation entstanden, die auf den ersten Blick völlig paradox
klingt: Je tiefer der Ölpreis fällt, desto schneller wird uns das Öl
ausgehen. Die entscheidende Schwachstelle der Globalisierung bleibt die
Abhängigkeit vom Öl. Im Zuge der Finanzkrise, fallender Immobilienpreise in
den USA und weltweit dramatisch einbrechender Autoabsatzzahlen will das
natürlich kaum einer hören. Fakt ist aber: Ohne riesige Mengen an fossilen
Brennstoffen hätte es die Globalisierung schlicht nicht gegeben. Und
bedenken Sie: Die fossilen Brennstoffe werden ja nicht nur verheizt und
durch den Autotank gejagt. Fast alle Gegenstände des täglichen Bedarfs
können nur aus Öl hergestellt oder vertrieben werden.

[1] http://www.investor-verlag.de/boersenwissen/emerging-markets/energie-krise-die-sich-gewaschen-hat/


(END) Dow Jones Newswires

February 05, 2009 13:05 ET (18:05 GMT)

actr
10.02.2009, 22:23
10.02.2009 21:36
Ölpreis fällt auf 3-Wochentief
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 1,80 Dollar auf einen Schlusstand von 37,64 Dollar. Händler begründen den Kursrückgang des schwarzen Goldes auf ein 3-Wochentief mit Zweifel der Anleger, ob der heute vorgestellte Bankenrettungsplan und das 838 Milliarden schwere Konjunkturprogramm die lahmende US-Wirtschaft wieder auf Vordermann bringen können.

Erdgas verliert 27,2 Cents auf 4,54 Dollar, Heizöl verbilligt sich um 3,56 Cents auf 1,31 Dollar und der Preis für Benzin gibt um 1,13 Cents auf 1,24 Dollar nach.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
02.03.2009, 09:25
01.03.2009: Korrektur in vollem Gange


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif


Wie an dieser Stelle erwartet, setzte in der Vorwoche eine Korrektur beim Gold ein. Bis in den Dienstag hinein konsolidierte die Notierung noch auf hohem Niveau, dann folgte ein recht kräftiger Absturz um in der Spitze rund 60 US-Dollar.

Jetzt sind noch weiter bröckelnde Notierungen denkbar, bevor die Lage dann bei knapp 930 spannend wird. Denn dort verläuft die abwärtsgerichtete Trendlinie, die im Februar nach oben durchbrochen wurde. Fällt der Goldpreis unter diese Linie zurück, wird das Kaufsignal hinfällig und die Lage recht bearisch. Dreht die Notierung aber in diesem Bereich nach oben, handelt es sich um einen den Ausbruch bestätigenden Pullback und ein gutes Einstiegssignal.


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif

actr
05.03.2009, 15:50
05.03.2009 15:14
Goldpreis erholt sich von Talfahrt der letzten Tage
New York (BoerseGo.de) - Der Goldpreis stoppt vorerst die jüngste Verlustserie. Der April Gold-Futurekontrakt legt zur Zeit um rund 9 Dollar bzw. 1 Prozent auf 915,70 Dollar je Unze zu. Die Erholung ist vor allem auf die schwachen europäischen Aktienmärkte, den Fall der US-Aktien-Futures und den Ölpreisrückgang zurückzuführen. Dadurch steigt das zur Krisenabsicherung dienende Edelmetall wieder in der Gunst der Anleger. In den vergangenen acht Sitzungen ging der Goldpreis mit einer Korrektur von rund 90 Dollar und dem längsten Abwärtszyklus seit sieben Monaten in die Knie.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Huber Christoph, Redakteur)

actr
05.03.2009, 22:08
05.03.2009 21:38
Gold: Mehr Angst
New York (BoerseGo.de) - Der Angst-Indikator Goldpreis profitierte heute wieder vom Mega-Pessimismus. Der Gold-Kontrakt für April stieg heute an der New York Mercantile Exchange um 21,10 Dollar und schloss auf 927,80 Dollar. Nachbörslich pendelte das Edelmetall bei 935,60 Dollar.




(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
09.03.2009, 09:20
08.03.2009: Wechselbad der Gefühle


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif


In der Vorwoche hielt der Goldpreis die Charttechniker ein Stück weit zum Narren. Denn die Notierung fiel bis auf knapp 900 US-Dollar zurück (und damit deutlich unter die anvisierte Marke von knapp 930), bevor zum Ende der Woche wieder Kurse über 940 bezahlt wurden.

Im optimistischen Fall entpuppt sich der kurze Ausflug nach unten als Fehlsignal. Dann sollte rasch ein weiterer Angriff auf die Marke von 1000 Punkten erfolgen, mit guten Chancen auf einen Durchbruch nach oben. Der weiterhin bestehende Aufwärtstrendkanal, der die Kursentwicklung seit Oktober umschließt, bietet hierfür nun genügend Raum.



http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
09.03.2009, 09:23
08.03.2009: Nur noch knapp über dem Tief


http://www.chartbuero.de/Charts/nikkei_lang.gif

Der Nikkei gab in der vergangenen Woche ab, konnte sich aber oberhalb des Tiefs vom Oktober letzten Jahres behaupten.

Jetzt spielt die Marke von knapp 7000 Zählern das Zünglein an der Waage. Fällt der Index signifikant unter diesen Support, liegt ein neues Verkaufsignal vor. Gelingt dagegen der Dreh nach oben, bestehen gute Chancen auf eine spürbare Erholung.


http://www.chartbuero.de/Charts/nikkei_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
09.03.2009, 09:27
DAX, günstige Erholungschancen

09.03.2009 - 08:06:49 Uhr
DZ BANK


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der DZ Bank blicken auf die aktuelle Situation und technische Entwicklung des DAX.

Nachdem bereits die gesamte vergangene Woche über ein recht schwankungsreicher Handel beim deutschen Leitindex zu beobachten gewesen wäre, habe sich der DAX auch zum Wochenschluss noch einmal von seiner volatilen Seite gezeigt. Auf Basis der schwachen Vorgaben von New York und Tokio habe sich die Talfahrt vom Vortag zunächst weiter fortgesetzt. Mit der Bildung eines neuen Jahrestiefs bei 3.638 Punkten am Vormittag etablierte sich den Experten zufolge dann eine erneute Kaufbereitschaft, die jedoch bis zum Handelschluss nicht durchgehalten worden sei. Erneut hätten sich Abgaben durchgesetzt.

http://194.97.1.200/charts/1880000/20090309_1883997_1.gif


Kurzfristig werde mit dem aktuellen Kursverlauf beim DAX zumindest die wichtige "Dreifach-Unterstützungszone" zwischen 3.700 und 3.600 Stellen bestätigt, wo mehrere technisch relevante Marken kumulierten. Ausgehend von dieser Unterstützungszone bestünden damit weiterhin recht günstige Erholungschancen. Einem potenziell deutlicheren Anstieg stehen laut den Analysten jedoch kurzfristig nicht unwesentliche charttechnische Widerstände im Weg. Insbesondere die letzten Reaktionshochs des tertiären Abwärtstrends von Mitte Februar um 3.890 und 3.990 Zähler limitierten hierbei eine markantere kurzfristige Kursfantasie.

Im übergeordneten Bild könne mit dem Unterschreiten der 4.014er Marke vor zwei Wochen beim DAX im Rahmen der Formationstechnik zugleich auch der Abschluss eines "symmetrischen Dreiecks" beschrieben werden. Zusammen mit dem Bruch der 740er Marke beim S&P 500 Index würden damit mittel- bis längerfristig noch einmal massive Kursrückschlagsrisiken für die internationalen Aktienmärkte angedeutet. In diesem Kontext muss aus Sicht der Strategen bei der DZ Bank beim DAX bei einem nachhaltigen Unterschreiten des 3.600er Niveaus mit einem weiteren Kursverfall bis 3.265 Punkte gerechnet werden.

actr
09.03.2009, 09:29
DAX setzt Abwärtsbewegung fort

09.03.2009 - 07:59:17 Uhr
IG Markets


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Experten bei IG Markets blicken auf die aktuelle Situation des DAX und dessen aktuellen Perspektiven.

Der DAX habe am Freitag die Abwärtsbewegung des Vortages fortgesetzt und den Handel mit einem Rückgang um 30 Punkte beendet. Die Preise befänden sich nahe einer wichtigen Supportzone, von der die Abwärtsbewegung für einen Rebound der Preise anfällig sei. Jedoch würde erst ein Anstieg über die 4000er Region einen nachhaltigen Anstieg einleiten können. Unter den Gewinnern vom Freitag befinden sich den Marktbeobachtern zufolge die Automobilwerte BMW und Daimler. BMW habe die Ausweitung der Kooperation mit dem französischen Autokonzern PSA angekündigt und daraufhin um 2,69 % angestiegen. Dagegen habe Infineon weiter abgegeben und im Tief 0,41 Euro erreicht, den tiefsten Stand in der Geschichte der Aktie.

http://194.97.1.200/charts/1880000/20090309_1883993_1.gif

actr
09.03.2009, 21:10
09.03.2009 19:49
Goldpreis fällt wegen Dollarstärke
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold fällt um 25,20 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 917,50 Dollar. Händler führen den Kursrückgang des Edelmetalls auf die Dollarstärke zurück. Der Preis für Silber gibt um 39,3 Cents auf 12,94 Dollar nach.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
10.03.2009, 22:34
10.03.2009 21:42
Hedgefonds: Gold hoch im Kurs
New York (BoerseGo.de) - Nach einem Bericht der Financial Times sind Hedgefonds-Investoren, die letztes Jahr gegen Investmentbanken gewettet und dabei Geld verdient haben, nunmehr dazu übergegangen, Gold zu kaufen, um damit gegen die Zentralbanken zu wetten. Zu den Befürwortern von Gold zählt David Einhorn, der Gründer des Hedgefonds Greenlight Capital. Zu den anderen Fonds, die nach Gold Ausschau halten, gehören dem Vernehmen nach Eton Park und TPG-Axon. Investoren wie David Einhorn verlegen sich auf Gold wegen ihrer Befürchtungen zu der Reaktion der US-Notenbank Fed und anderer Zentralbanken auf die globale Wirtschaftskrise.

Das Setzen auf Gold ist im Grunde ein Setzen gegen alle Papierwährungen. „Der Bilanzumfang der Fed explodiert und die Währung wird abgewertet. Wenn der Vorsitzende der Fed entschlossen ist, die Währung zu entwerten, dann wird ihm dies unseres Erachtens gelingen", schrieb Einhorn kürzlich an seine Anleger. „Nach unserer Einschätzung wird sich Gold in beiden Fällen bewähren: Deflation wird die Währung nur weiter abwerten, Inflation spricht schon für sich selbst ", kommentierte Einhorn.

Seine Eröffnung, dass er Gold kaufe, liegt auf der Linie der von großen institutionellen Investoren in Europa vertretenen Einschätzung. Der Verkaufsleiter einer führenden Edelmetallbank äußerte gegenüber der Financial Times, dass er noch nie in seinem Leben mit so viel Goldgeschäften für große Investoren befasst gewesen sei.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
13.03.2009, 06:52
12.03.2009 20:35
Gold: Von der Aktien-Rallye mit in die Höhe gezogen
New York (BoerseGo.de) - Das Gold wurde anscheinend von der Aktien-Rallye mit in die Höhe gezogen. Der Gold-Kontrakt für April stieg heute an der New York Mercantile Exchange um 13,10 Dollar und schloss auf 923,80 Dollar. Nachbörslich pendelte das Edelmetall bei 925,20 Dollar.





(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
13.03.2009, 06:54
12.03.2009 21:07
Öl: US-Einzelhandelsverkäufe wecken Nachfrage-Hoffnung
New York (BoerseGo.de) - Das Öl profitierte von den heutigen Konjunkturdaten. Die US-Einzelhandelsverkäufe fielen besser als als erwartet. Das weckte die Hoffnung für den Öl-Nachfrage. Der April-Kontrakt für Crude stieg heute an der New York Mercantile Exchange um 4,46 Dollar und schloss auf 46,79 Dollar.



(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
16.03.2009, 21:12
16.03.2009 19:00
Goldpreis beendet Handel mit Verlust
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold steigt um 7,90 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 922,20 Dollar. Händler begründen den ersten Kursverlust des Edelmetalls innerhalb der letzten vier Handelstage mit der positiven Performance der weltweiten Aktienmärkte und dem Anstieg des Ölpreises, was die Nachfrage nach dem als sicheren Hafen bekannten Edelmetall reduziert. Der Preis für Silber verbilligt sich um 32,5 Cents auf 12,89 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
24.03.2009, 20:55
24.03.2009 20:28
Devisen: Aussicht auf weitere EZB-Zinssenkung drückt Euro unter 1,35 Dollar
Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Dienstag mit der Aussicht auf eine weitere Senkung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) unter die Marke von 1,35 US-Dollar gefallen. Im späten Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3497 Dollar. Im frühen Handel hatte der Kurs des Euro noch zeitweise ein Tageshoch bei 1,3676 Dollar erreicht. Die EZB hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3507 (Montag: 1,3558) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7404 (0,7376) Euro.

"Derzeit wird die Gemeinschaftswährung von der Erwartung belastet, dass sich die EZB vom Aktionismus der übrigen Notenbanken anstecken lässt", hieß es von Experten der HSH Nordbank. Es gebe bereits erste Hinweise von Ratsmitgliedern der EZB, die auf eine weitere Leitzinssenkung hindeuten./jkr/he

AXC0233 2009-03-24/20:28

actr
25.03.2009, 21:23
25.03.2009 18:16
Kupferpreis: Bullish
Langsam, aber sicher schließt Kupfer sein Sinkflug-Kapitel...

Kupfer ist einer unserer "realen" Weltwirtschafts-Indikatoren... Das Metall wird in unzähligen Geräten, Maschinen etc. verwendet: Starkstromleitungen, Elektro-Geräte, Autos, Kühlschränke und so weiter. Das "unzählige"-Attribut macht den Kupferpreis zu einem Gradmesser für die Weltwirtschaft.

Kupferpreis steigt trotz Katastrophen-Nachrichten
Der Kupferpreis erlitt 2008 einen Kursverfall in Höhe von 66 %; für solch einen wichtigen Rohstoff ist dies sehr ungewöhnlich. Aber wie wir bereits gezeigt haben, steigt der Kupferpries, obwohl schreckliche Wirtschaftsnachrichten verbreitet werden und die Schlagzeilen nur so vor Blut triefen. Es ist ein sehr bullishes Zeichen, wenn ein Vermögegensgegenstand steigt, obwohl er fallen "sollte".


http://www.investor-verlag.de/bilder/newsletter/id/0901/20090325_copper.gif.gif


Wie Sie sehen, baut der Kupferpreis seinen Ausbruch über $1,60 aus. Der Kurs hat ein neues Viermonats-Hoch erreicht. Während Sie diese Rally beobachten, erinnern Sie sich bitte an eine unserer Investors-Daily-Grundsätze: Kurse machen Nachrichten. Wenn Kupfer dieses Niveau halten kann, dann werden Sie noch in diesem Frühjahr folgende Schlagzeilen lesen: "Weltwirtschaft zeigt neue Lebenszeichen" oder "Wirtschaftszahlen besser als erwartet".

Sie werden es sehen...

Good Investing

Brian Hunt

actr
27.03.2009, 21:00
27.03.2009 18:45
Szenarien für Gold und eine Radikalkur für die Finanzmärkte
Jochen Steffens

US-Finanzminister Timothy Geithner hat gestern dem US-Kongress sein Konzept zur Regulierung der Finanzmärkte vorgestellt. Demnach soll es eine einzige, große Aufsichtsbehörde geben, die auch Hedgefonds, Versicherungen und Credit Default Swaps (CDS) kontrollieren soll. Die Aufsichtsbehörde soll dabei bestimmte Bereiche sichern:

- Systemische Risiken sollen vermieden werden.
- Regulative Lücken sollen geschlossen werden.
- Der Schutz der Verbraucher muss gewährleistet werden.
- Eine internationale Koordination muss ermöglicht werden.

Witzig finde ich die Reaktion der Märkte. Während in den letzten Jahrzehnten jede regulatorische Maßnahme mit Kursverlusten abgestraft wurde, war das Konzept von Geithner gestern von Kursgewinnen begleitet.

Es ist natürlich sinnvoll, gerade die CDS und größere Hedgefonds zu kontrollieren, aber man muss sich fragen, ob eine zu starke Regulation nicht doch schädlich für die Börsen und damit auch für die US-Wirtschaft sein wird. Man kennt doch die Menschen, sie neigen dazu, nach Krisen und Katastrophen immer ein wenig über zum Überreagieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass in 10 bis 15 Jahren wieder der Ruf nach Deregulierung laut wird. Aber das ist ein anderes Thema.

Nasdaq100 scheitert am Widerstand

Bevor ich zu dem Goldthema komme, noch kurz zum Markt: Der Nasdaq100 ist bereits gestern mit Dynamik an die 1287er Marke (siehe Steffens-Daily von gestern) gelaufen. Das Hoch lag bei 1281. Er hat damit den wichtigen Widerstand erreicht. Heute ist er erst einmal an dieser Marke abgeprallt, aber das ist auch nicht verwunderlich nach diesem steilen Anstieg der letzten Wochen. Die Bullen müssen Kraft sammeln. Jetzt muss sich zeigen, ob er nach ein, zwei oder mehr schwächeren Tagen diese Marke überwinden kann oder zurück an die 1.160/40er Marke läuft.

Gold und ein großer psychologischer Widerstand

Ich habe in den letzten Wochen von Ihnen immer wieder Fragen zum Gold erhalten. Darauf will ich heute eingehen.

Die Frage, ob Gold seinen bisherigen Aufwärtstrend fortsetzt und dynamisch weiter steigt, hängt natürlich auch mit der Frage zusammen, ob es zu einer Deflation oder Inflation kommen wird. Sollte es der Fed gelingen, die aktuelle Deflationsgefahr durch ihre massiven Kapitalmaßnahmen zu besiegen, besteht die Gefahr, dass auf der anderen Seite Inflation auf uns wartet. Das wird insbesondere dann geschehen, wenn die Fed es versäumt, rechtzeitig die Zinsen wieder anzuheben und die Geldmenge abzuschöpft.

Gold, die Inflationsanlage

Bei einer Inflation wird der Goldpreis in Dollar massiv zulegen. Angesichts der strukturellen Probleme wird Gold dann mindestens auf 1.300-1.500 Dollar steigen, je nach Art und Stärke der Inflation auch durchaus höher.

Deflation ist nicht gut für den Goldpreis

Eine Deflation ist dadurch gekennzeichnet, dass sich im Verhältnis zum Geld Vermögenswerte verbilligen. In diesem Zusammenhang kann auch der Goldpreis deutlicher zurückkommen. Insbesondere dann, wenn es zu einer Weltwirtschaftskrise kommt, kann ein Mangel an Nachfrage den Goldpreis unter Druck setzen. Hinzu kommt die Gefahr, dass Regierungen ihre Goldbestände auf den Markt werfen, um Konjunkturprogramme zu finanzieren oder einfach nur, um die Verschuldung in den Griff zu kriegen. In einer Deflation werden Schulden quasi „aufgewertet“. Positiv könnte sich auswirken, dass die Sorge vor Währungsreformen, politischen Instabilitäten und anderen Faktoren den Wunsch fördert, physisches Gold als Sicherheit zu besitzen. Unter dem Strich ist in einer Deflation aber nicht mit einem starken Anstieg des Goldpreises zu rechnen. Wenn es gut läuft, kommt es zu einer Seitwärtsbewegung oder einem sehr leichten Aufwärtstrend. Doch wahrscheinlicher ist ein Preisrückgang.

Da wir zurzeit noch nicht wissen, ob das größte Fed-Experiment zur Deflationsbekämpfung funktionieren wird, ist für Gold im Moment leider eine klarere Aussage nicht möglich. (Ansonsten hätte ich auch schon davon berichtet.)

Gold im Chart

Es bleibt der Chart. Doch auch dieser spiegelt die noch bestehende Unsicherheit wieder. Vielleicht wird der Goldpreis sogar ein früher Anzeiger dafür werden, wann und ob die Fed die Deflation besiegen kann.


http://www.stockstreet.de/newsletter/steffens-daily/090327.gif


Noch ist der Aufwärtstrend im Gold eindeutig intakt. Gold scheitert allerdings an der psychologisch wichtigen 1.000-Dollar-Marke. Das ist nicht außergewöhnlich. Es gibt unzählige Beispiele in Charts, dass an derart bedeutenden psychologischen Marken Wertpapiere erst einmal eine zum Teil auch längere Konsolidierung einleiten. Bestes Beispiel ist wohl die 1.000-Punkte-Marke im Dow Jones, die über 20 Jahre nicht überwunden werden konnte. Aber auch im DAX gab es die 4.000 Punkte-Marke und die 5.000-Punkte-Marke, an der die Kurse einige Wochen und Monate konsolidierten.

Der Paradigmenwechsel

Leider ist im Vorfeld nicht prognostizierbar, wie lange ein Wertpapier oder ein Rohstoff an einer solchen Marke zu knabbern hat. Ein Indiz ist, wie wichtig diese Marke ist. Und die 1000-Dollar-Marke im Gold stellt einfach einen Paradigmenwechsel dar. Somit kann es also gut sein, dass wir noch länger mit dieser Marke zu tun haben. Es ist zudem davon auszugehen, dass die Kurse nach einem massiven Ausbruch diese Marke auch noch einmal von oben testen werden. Auch das sollte man im Hinterkopf behalten.

Das große Doppeltop

Aber es gibt auch noch ein anderes Szenario, auf das ich zumindest aufmerksam machen will. Dieses habe ich im Chart oben eingezeichnet. Kurse verhalten sich gerne symmetrisch. Denken wir die Bewegung des Goldpreises symmetrisch weiter (siehe rot gestrichelte Linien), entsteht ein mögliches Doppeltop.

Und es gibt ein paar kleine Hinweise, die die These eines Doppeltops unterstützen. Der vorherige Ausbruch aus dem großen Trend nach oben weist auf einen Übertreibungsphase hin. Diese haben wir zu diesem Zeitpunkt auch in den Medien miterleben können. Der zweite Angriff auf die Marke direkt anschließend scheiterte, so dass es zu einem doch extrem starken Einbruch kam. Und jetzt droht auch der dritte Angriff auf diese Marke zu scheitern. Sollte das passieren und anschließend auch noch ein vierte Angriff scheitern, werden die Goldbullen zunehmend die Geduld verlieren. Dann ist ein erneuter starker Kursrückgang auf 700 Dollar wahrscheinlich. Sollte diese Marke im weiteren Verlauf auch noch unten gebrochen werden, wäre das Doppeltop vollendet. Anschließend müsste mit Kursen um die 400 Dollar (!) gerechnet werden. Auch das wieder ein Szenario, mit dem so eigentlich fast niemand rechnet und das allein deswegen schon Beachtung verdient.

Umschichtung aus der Sicherheit

Der Einbruch auf die 700-Dollar-Marke könnte zum Beispiel im Zusammenhang mit einem stärkeren Anstieg der Aktienmärkte stehen. Anleger, die sehen, dass Gold sich nicht bewegt, während auf dem Aktienmarkt die dicken Gewinne gemacht werden, könnten dazu verleitet werden, Positionen zumindest teilweise umzuschichten – von Sicherheit zur Rendite.

Wieder nur ein Szenario

Noch ist es zu früh, wirklich bearish für Gold zu werden, noch ist der Aufwärtstrend intakt und es besteht die durchaus reelle Chance, dass Gold nach oben ausbricht oder eine Weile um / unter der 1.000-Dollar-Marke fluktuiert. Aber dieses Szenario im Chart passt vom Prinzip her zu der Analyse von gestern, die sich ebenfalls um den blinden Fleck der Märkte drehte.

Sollte sich Gold jedoch an die hier eingezeichneten rot gestrichelte Prognoselinie halten oder im Zuge weiterer Kurssteigerungen im Aktienmarkt deutlicher unter Druck kommen, ist auf jeden Fall Vorsicht angesagt. Leider gibt es zurzeit viele Analysten, die sich allzu sicher sind, dass Gold auf jeden Fall über kurz oder lang weiter steigen wird. Einige Indizien sprechen gerade im langfristigen Kontext dafür. Aber eins darf man sich an den Börsen trotzdem NIE sein: Sicher...

Viele Grüße

Jochen Steffens

actr
31.03.2009, 20:56
31.03.2009 20:02
Goldpreis legt wieder zu

New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold steigt um 7,30 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 925,00 Dollar. Händler führen den ersten Kursanstieg des Edelmetalls innerhalb der letzten drei Tage auf den schwächeren Dollar zurück. Der Preis für Silber gibt um 6,3 Cents auf 12,97 Dollar nach.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
08.04.2009, 14:59
08.04.2009 14:52
Ölpreis fällt wegen erwarteter Nachfrageschwäche unter 50 Dollar

New York (BoerseGo.de) - Der Ölpreis gibt am Mittwoch den vierten Tag in Folge nach. Damit steuert die Notierung der längsten Verlustserie seit zwei Monaten entgegen. Der Mai Futurekontrakt für US-Leichtöl büßte zuletzt im elektronischen Handel 1,12 Dollar bzw. 2,3 Prozent auf 48,03 Dollar je Barrel ein. Seit 2. April verlor der Futurekontrakt fast 9 Prozent. Der erneute Verlust ist im Vorfeld der zur Veröffentlichung anstehenden Daten zu den wöchentlichen US-Rohöllagerbeständen offenbar auf die Erwartung eines weiteren Rohöl-Lagerbestandsanstiegs infolge einer schwachen Nachfrage zurückzuführen.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Huber Christoph, Redakteur)

actr
20.04.2009, 22:06
20.04.2009 20:03
Goldpreis profitiert von Unsicherheit der Investoren
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold klettert um 19,10 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 887,00 Dollar. Das als sicherer Hafen beliebte Edelmetall profitiert vor der Unsicherheit der Investoren über die zukünftige Konjunkturentwicklung.

Der Preis für Silber verteuert sich um 30,6 Cents auf 12,12 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
21.04.2009, 20:56
21.04.2009 20:16
Goldpreis gibt leicht nach
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold fällt um 4,70 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 882,80 Dollar. Der Preis für Silber verbilligt sich um 5 Cents auf 12,08 Dollar.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
23.04.2009, 00:06
22.04.2009 20:16
Mais ...
Liebe Leser,


auch die Maispreise hat - wie wir ja alle wissen - die Finanzkrise im vergangenen Jahr schwer unter Druck gesetzt. Und das stärker als von Vielen zuvor angenommen!


So sind die Preise von den Hochs Mitte des vergangenen Jahres durchschnittlich um mehr als 50 % gefallen. Seit Beginn des Jahres 2009 dümpeln die Maispreise um die 4 USD-Marke herum.


Der Juli-Kontrakt notiert aktuell beispielsweise bei 3,80 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.


Sehen wir uns zunächst die Preisentwicklung an:


Mais (Cash) in den letzten 24 Monaten in US-Cent pro Scheffel


http://www.investor-verlag.de/bilder/newsletter/rd/mais5.GIF#

Quelle: barchart.com

Wie gesagt, seit Beginn des Jahres hat sich eigentlich nicht sehr viel getan (wenn man das Ganze in einem längeren zeitlichen Kontext betrachtet). Die 4 USD-Marke ist es, um welche die Maispreise aktuell so ihre Runden drehen, mal drüber, mal drunter eben.


Dennoch sind aktuell nicht wenige Analysten der Meinung, dass die Maispreise mittelfristig reif für einen starken Aufwärtstrend sind.


Nun, ich möchte mich noch gar nicht dazu äußern, sehen wir uns im zweiten Teil zunächst einmal die Marktstatistiken an....

actr
23.04.2009, 00:20
22.04.2009 20:16
...und die Ethanolfrage

[U.S. Mais Markt Statistik (in Milliarden Scheffel)

Ende des Erntejahres
30. September
2002 .. 2003 .. 2004 .. 2005 .. 2006 .. 2007.. 2008 .. 2009 .. 2010

Produktion
9.50 ... 8.97 ... 10.09 ... 11.81 ... 11.11 ... 10.53 ... 13.04e .. 12.10e .. 12.37e

Gesamtverbrauch ...
9.81 ... 9.49 ... 10.23 ... 10.66 ... 11.27 ... 11.21 ... 12.74e .. 12.04e .. 12.45e

Verbrauch durch die Ethanolindustrie
na ...... 1.00 ... 1.17 ... 1.32 ... 1.60 ... 2.12 ... 3.03e ..3.70e .. 4.10e

Endbestände
1.60 ... 1.09 ... 0.96 ... 2.11 ... 1.97 ... 1.30 ... 1.62e.. 1.70e .. 1.72e

Stocks to Use ratio
.16 .... .11 .... .09 .... .20 .... .17 .... .12 .... .13e ... .14e ... .14e




Was sagt uns die Statistik nun?


Die USDA hat am 9.April ihre Schätzung für die US-Endbestände 08/09 um 0,04 Milliarden Scheffel auf 1,7 Milliarden Scheffel nach unten revidiert. Das ergibt eine relativ komfortable stocks to use ratio von 14.


Allerdings prognostiziert die USDA für 08/09 weltweit Endbestände von 143 Millionen Tonnen. Das ergibt eine stocks to use ratio von 19.


Zwar prognostiziert die USDA einen Rückgang der Produktion für 08/09 gegenüber dem Vorjahr, aber auch einen Rückgang des Gesamtverbrauchs.


Dies ist ein Knackpunkt: während die USDA die aktuelle Wirtschaftslage für ihre Prognosen nutzt und dementsprechend aufgrund der weltweiten Konjunkturabschwächung einen Rückgang des Verbrauchs prognostiziert, gehen einige Analysten davon aus, dass der Maisverbrauch durchaus bald wieder anziehen könnte - sofern der Fleischkonsum wieder steigt. Also mit anderen Worten sofern sich die konjunkturelle Lage wieder verbessert.


Exporte


Allerdings unterschätzen Viele wohl doch die rückläufige Nachfrage aus Übersee. Die USDA prognostiziert für das Erntejahr 2008/09 einen Export-Rückgang von 30%. Das erscheint fast schon optimistisch, denn aktuell sind die Exporte sogar um 37% rückläufig gegenüber dem Vorjahr.


Der wahre Knackpunkt ist aber die Ethanolfrage


Wie Sie mit Sicherheit alle wissen wird in den USA dem Sprit aus Mais gewonnenes Ethanol beigefügt. Aktuell wird sogar darüber gesprochen, den Anteil des Mais-Ethanols im Kraftstoffgemisch zu erhöhen.


Wie Sie sehen prognostiziert die USDA auch einen deutlichen Anstieg des Mais-Verbrauchs durch die Ethanolindustrie.


Und so ist die Ethanolgeschichte auch Dreh-und Angelpunkt und gegenwärtig einer der wichtigsten Faktoren zur Unterstützung der Maispreisentwicklung.


Doch mittlerweile kommt immer stärker die Frage auf...


...ob die Nutzung von Mais zur Ethanolgewinnung tatsächlich der richtige Weg sein kann. Wie Sie sicher wissen, bin ich noch nie ein Freund der Mais-Ethanol-Herstellung gewesen. Dafür gibt es vielfältige Gründe: angefangen dabei, dass es grundsätzlich deutlich günstigere Möglichkeiten zur Biosprit-Gewinnung gibt, bis dahin, dass es keine Lösung sein kann, wenn Essen in den Tank gekippt wird, während der Umweltschutzaspekt sowieso flach fällt, weil anderswo Wälder gerodet werden um das Getreidedefizit auf dem Weltmarkt "auszugleichen".


Und vergessen Sie bitte nicht, dass in den USA die Mais-Ethanol-Produktion noch immer subventioniert wird. Im Angesicht des größten Haushaltsdefizits seit dem II.Weltkrieg, sollten sich die US-Amerikaner in meinen Augen langsam Gedanken darüber machen, was passiert wenn die staatliche Unterstützung für Mais wegfallen sollte - und vor allem was es für die Maispreise bedeutet, wenn Mais irgendwann nicht mehr zur Ethanolherstellung genutzt wird.


So long liebe Leser...meine letzten Worte mögen jetzt fast schon ideologisch klingen...doch ich möchte Ihnen sagen, dass es gute Gründe dafür gibt sich derartige Gedanken zu machen...denn aktuell wird in Kalifornien der so genannte Low Carbon Fuel Standard diskutiert, über den morgen entschieden wird und der, sollte er angenommen werden, der US-Ethanolindustrie so gar nicht in den Kram passen will...um was es dabei konkret geht und welche Auswirkungen dies auf die US-Ethanolindustrie haben könnte- damit wollen wir uns morgen beschäftigen....bis morgen also


Ihre Miriam Kraus

actr
23.04.2009, 22:12
23.04.2009 20:16
Kalifornien vs. Mais-Ethanolindustrie!
Ich persönlich habe ja eine etwas andere Meinung, was die CO2-Geschichte angeht. Aber das tut hier nun wirklich nichts zur Sache.


Abgesehen davon, bin ich noch nie ein Freund der Ethanolgewinnung aus Mais - wie sie in den USA betrieben wird - gewesen. Zum einen, weil ich es schlichtweg nicht für richtig halte Lebensmittel (welche eine grundlegende Funktion für uns als Verbraucher haben) als Brennstoffe zu missbrauchen. Verstehen Sie mich aber bitte nicht falsch: grundsätzlich habe ich Nichts gegen Biosprit, nur sollte er erstens auch unsubventioniert bezahlbar sein und bitte nicht dafür ausschlaggebend, dass wertvolles Ackerland im Angesicht einer stetig wachsenden Weltbevölkerung mit steigendem Verbrauch, aber bei weltweit stagnierenden Ackerflächen, nicht für den Anbau von Lebensmitteln gebraucht, sondern für den Anbau von Kraftstoffen missbraucht wird.


So viel zu meiner Meinung, die offenbar gar nicht so sehr von jener der Offiziellen in Kalifornien abweicht.


Land-Use Changes


Die Offiziellen des California Air Resources Board (CARB), werden heute nicht nur über den Low Carbon Fuel Standard abstimmen, sondern auch darüber, ob bei der Ermittlung der Standards der Mais-Ethanol-Industrie auch die Abholzung der Wälder in den Emerging Markets zuzurechnen ist.


Es ist nämlich so: seit die USA Mais in den Tank kippen sind die Getreidepreise zwischenzeitlich explodiert und selbst nach der Korrektur, dank der Wirtschaftskrise, noch immer auf relativ hohen Levels. Die Mais-Farmer in den USA müssen nun nämlich nicht nur die Bedürfnisse der Lebens- und Futtermittelindustrien decken, sondern auch jene der Ethanol-Industrie.


Mehr Mais wird verbraucht - das bedeutet, dass auch mehr Mais angebaut wird, entweder in den USA oder eben in jenen Ländern, in denen man beispielsweise Regenwälder opfert um neues Ackerland zu erschließen (das Ganze gibt es übrigens auch als ungelöstes europäisches Problem: Stichwort Palmöl, welches wir eben aufgrund der Standards - und weil wir eben doch nicht genügend Raps produzieren -in europäische Tanks kippen müssen, wofür aber in Asien Regenwälder draufgehen.). Das ist das Eine! Das andere ist aber: wenn beispielsweise in den USA mehr Ackerfläche für den Maisanbau verwendet wird, dann mangelt es an anderen Getreidesorten, die dann ebenfalls teurer werden und Farmer in anderen Ländern dazu bringen weitere Flächen urbar zu machen, um dann wiederum jene anderen Getreidesorten anzubauen.


So jedenfalls argumentiert auch das CARB. Und so ist die Idee hinter den so genannten Land-Use Changes folgende: man will nun der Ethanolindustrie die Auswirkungen dieser Veränderungen (z.B. die Energie und damit verbunden die CO2-Emissionen die erst einmal notwendig sind, um neues Ackerland urbar zu machen oder auch das Abholzen der Bäume, die ja eigentlich wiederum zur Reduktion des CO2 beitragen würden) zurechnen.


Und so kommt man dann auf folgende Tabelle:


Fuel type
Carbon

intensity
Carbon intensity

(including

land-use changes)

(inklusive Land-Use Changes)

California gasoline{+1}

(Anm:Kalifornisches Benzin)
95.85
95.85

Midwest ethanol{+2}

(Anm:Ethanol aus dem Mittleren Westen der USA

Mais-Ethanol)
75.10
105.10

California ethanol{+3}

(Anm:Kalifornisches Ethanol)
50.70
80.70

Brazilian ethanol{+4}

(Anm: Brasilianisches Ethanol; Zuckerrohr)
27.40
73.40

Landfill gas (bio-methane){+5}

(Anm:organisches Methan)
11.26
11.26


{+1} with 10% ethanol (bei 10% Ethanol-Gemisch)

{+2} with some of the plant's power coming from coal (mit einem Teil der Herstellungsenergie aus Kohle)

{+3} with the plant's power coming from natural gas (mit Herstellungsenergie aus Erdgas)

{+4} made from sugarcane and shipped here (aus Zuckerrohr + Transport)

{+5} derived from landfills in California (aus Kalifornischen "Produktionsstätten")

Quelle: San Francisco Chronicle; CARB

Sie sehen also, wenn der Low Carbon Standard heute zusammen mit den Land-Use-Changes durchgewunken wird, ist das ein herber Schlag gegen die Ethanol-Industrie.

Sehen Sie sich nur einmal das Midwest Ethanol an (also Ethanol aus Mais wie er in den großen Anbaugebieten der USA geerntet wird): meine Güte, das Mais-Ethanol weist bei Hinzurechnung der Land-Use-Changes ja sogar höhere CO2-Emissionen auf, als das schlichte zu 90% aus fossilen Brennstoffen bestehende Benzin.

Interessant ist aber, dass selbst ohne Land-Use-Changes-Standard die CO2-Emissionen beim Midwest Ethanol recht hoch sind. Tja, was soll ich sagen: der Anbau von Mais ist eben nicht nur recht kosten- sondern auch Energie- und Düngemittelintensiv (wobei die Herstellung von Düngemitteln selbst schon sehr Energieintensiv ist).

Fazit

Wenn das durchkommt - was ich unter uns gesagt schwer hoffe - dann muss die Ethanolindustrie aber kräftig CO2-Emissionen senken. Fragt sich nur wie viel das kostet, wie lange die USA die Maispanscherei noch subventionieren wollen und wie lange sich das Verbrennen von Mais dann noch lohnt?!

Ein weiterer Punkt, welcher der Ethanol-Industrie Kopfzerbrechen bereiten dürfte ist jener: wenn Kalifornien die Standards als erster US-Bundesstaat durchsetzt, dann dürften eine ganze Reihe weiterer Bundesstaaten nachziehen.

Doch ich möchte hier nicht das Ende der Ethanol-Industrie propagieren (dafür ist sie sowieso zu resistent), allerdings würde ich gerne für ein Umdenken plädieren.

Biokraftstoffe sollten weder partout befürwortet, noch abgelehnt werden - es muss nur der richtige Biokraftstoff sein. Dafür sind Investitionen in die Erforschung von Biokraftstoffen der zweiten, oder noch besser einer dritten und dann vierten Generation unerlässlich. Ob Abfallprodukte, Algen oder Jatropha - diese bedeuten vielleicht eher die Zukunft, als Mais im Tank!

So long liebe Leser...soviel mal fürs Erste dazu...bleiben wir also gespannt auf die heutige Entscheidung des CARB und wie sich die ganze Geschichte in den kommenden Jahren und wohl auch Jahrzehnten weiterentwickeln wird....ich bleibe jedenfalls gespannt und frage mich, ob ich in meinem Aquarium nicht einmal gezielt ein paar Algen zur späteren Spritproduktion züchten sollte ;-)...bis morgen zum Wochenrückblick

Ihre Miriam Kraus

actr
23.04.2009, 22:25
23.04.2009 20:16
Der Low Carbon Fuel Standard
Liebe Leser,


für den Beginn einer neuen Ära steht er, der US-Präsident Barrack Obama. Höflich, zurückhaltend und dennoch selbstsicher fliegen ihm die Herzen der Menschen zu. Und nicht nur die der Völker - auch befreundete Politiker beeindruckt er. Vermutlich sogar die, welche bislang nicht zum Freundeskreis der USA zählten.


Na ja, zumindest hat es den Anschein als versuche er alles ein bisschen anders oder besser zu machen. Ein bisschen weniger demagogisch, dafür mehr mit einem Touch Liebenswürdigkeit und Verantwortungsbewusstsein.


Wie auch immer, eigentlich wollte ich heute gar nicht über die charismatische Persönlichkeit des neuen US-Präsidenten sprechen, doch irgendwie passt er eben hervorragend zum Imagewechsel eines Landes das bislang als der größte Umweltverschmutzer der reichsten Nationen galt. Vielleicht einfach, weil man es ihm eben doch abnimmt, dass es hier nicht nur um die energierohstofftechnische Unabhängigkeit von anderen Staaten geht, oder einfach darum, dass Investition in neue Technologien, in Forschung und Wissenschaft eben ein ganz gezielter Antriebsmotor für eine Volkswirtschaft sind, die sich in einer der tiefsten Rezessionen seit Jahrzehnten befindet. Bei Obama kann man das Gefühl bekommen, dass ihm tatsächlich auch die Umwelt am Herzen liegt.


Wenn das der Fall ist, dann sollte er dem neuen Low Carbon Fuel Standard über den heute im US-Bundesstaat Kalifornien abgestimmt wird, einiges abgewinnen können - auch oder vielleicht gerade weil sich die Mais-Ethanol-Industrie auf die Füße getreten fühlt.


Doch zur Sache...


Was ist der Low Carbon Fuel Standard?


Der Low Carbon Fuel Standard ist ein Standard, der dafür sorgen soll, dass sich die Treibhausgas-Emissionen des US-Bundesstaates Kalifornien verringern. Wenn der Standard heute abgesegnet wird - wovon die meisten Beobachter ausgehen - dann müssen beginnend ab dem Jahr 2011 die CO2 -Emissionen gesenkt werden. Bis zum Jahr 2020 müssen Raffinerien und Vertriebe die Emissionen um 10% gesenkt haben.


Also auf zum fröhlichen Emmissionen-senken nun auch in den USA (wir in Europa kennen das ja schon - sind schließlich die Polizisten, wenn es um den Umweltschutz geht).


Nun könnte man meinen die Mais-Ethanolindustrie müsste den heutigen Tag in Feierlaune begehen- doch weit gefehlt.


Denn den Kalifornien sind offensichtlich ein paar Dinge aufgefallen, welche - zumindest von den üblichen umweltschutztechnischen Argumenten ausgehend - einer Substitution der fossilen Brennstoffe durch aus Mais gewonnenem Ethanol eigentlich widersprechen.


Zusammengefasst haben die Kalifornier dies unter dem Stichwort: Land-Use Changes!

actr
28.04.2009, 06:53
27.04.09: Technisch weiter kein Impuls in Sicht
(Das Brent Öl wird immer Dienstag Morgen aktualisiert)


http://www.chartbuero.de/Charts/Brent_lang.GIF


Der Ölpreis fiel im Berichtszeitraum wie erwartet unter die 48er-Marke und riss damit unser empfohlenes Stopp-Loss.
Eine spürbare Verkaufswelle löste dieser Rückgang dann aber auch nicht aus, so dass wir die schon in der Vorwoche empfohlene Seitenlinie, also kein Engagement in diesem Markt, auch weiterhin empfehlen.

Mittelfristig deutet die Charttechnik nun zunächst eher abwärts. So hat der MACD im mittleren Chart seine Signallinie nach unten durchbrochen. Da die Schwankungen aber bislang sehr gering ausfielen, baut das Öl nach wie vor Volatilität ab. Damit verlieren Optionsscheine in der Tendenz an Wert, so dass auch ein Einstieg in Puts nicht geboten erscheint.


http://www.chartbuero.de/Charts/Brent_kurz.GIF


http://www.chartbuero.de/Charts/Brent_in_Euro.GIF

Autor: Lutz Mathes

actr
28.04.2009, 07:15
26.04.2009: Überraschendes Comeback der Bullen


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif


Überraschenderweise tauchte das Gold zuletzt nicht bis zu dem Support bei 850 US-Dollar ab, sondern drehte nach oben und legte im Wochenverlauf stolze ~50 Dollar zu.

Aus charttechnischer Sicht kommt der Anstieg unerwartet, denn nach dem Ende März erfolgten Ausbruch aus dem Aufwärtstrendkanal war eigentlich mit weiteren Kursverlusten zu rechnen. Besonders optimistische Anleger gehen jetzt von einem Fehlausbruch (nach unten) aus, gepaart mit einem kleinen Doppelbottom im April. Dies würde weitere kräftige Kursgewinne bedeuten. Für den Fall erneuter Kapriolen sollte aber unbedingt ein Stopp gesetzt und nachgezogen werden.


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
04.05.2009, 15:58
Öl, Chance nach oben

04.05.2009 - 12:40:13 Uhr
candlestick.de


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Der Trading-Experte Stefan Salomon von candlestick berichtet über die technische Entwicklung des Ölpreises.

Der Ölpreis zeige bislang einen Pullback an die zuvor gebrochene langfristige Aufwärtstrendlinie. Ein Abprall am aktuellen Niveau müsse daher aus langfristiger Sicht eingeplant werden. Die letzte April-Kerze zeige eine Patt-Situation an. Ein kurzfristiges Richtungssignal werde bei einem Ausbruch aus der Range des letzten Monats generiert. Positiv wäre vor allem ein Rebreak in den Aufwärtstrendkanal in Verbindung mit einem Break des Märzhochs.


http://194.97.1.200/charts/1900000/20090504_1908875_1.gif

Aktuell bestehe aus Sicht des technischen Analysten bei candlestick zumindest die Chance, dieses Top bei 54, 66 US-Dollar im weiteren Verlauf zu testen, da der Ölpreis im kurzfristigen Zeitfenster des Tagescharts aus einem symmetrischen Dreieck nach oben ausgebrochen wäre.


http://194.97.1.200/charts/1900000/20090504_1908875_3.gif

actr
06.05.2009, 23:36
06.05.2009 21:34
Ölpreis klettert auf 6-Monatshoch
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt an der New Yorker Terminbörse Nymex um 2,50 Dollar auf einen Schlusstand von 56,34 Dollar. Händler begründen den Kursanstieg des schwarzen Goldes auf ein 6-Monatshoch mit den unter den Erwartungen der Experten angestiegenen US-Öllagerbeständen.

Erdgas klettert um 24,3 Cents auf 3,88 Dollar, Heizöl legt um 4,13 Cents auf 1,46 Dollar zu und der Preis für Benzin verteuert sich um 5,43 Cents auf 1,62 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
06.05.2009, 23:37
06.05.2009 19:54
Goldpreis mit leichtem Gewinn
New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold steigt um 7,20 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 911,50 Dollar. Händler begründen den Preisanstieg für das Edelmetall damit, dass Anleger auf ein baldiges Ende der Rezession spekulieren und vermehrt in Rohstoffe investieren.

Der Preis für Silber verteuert sich um 31 Cents auf 13,73 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Hoyer Christian, Redakteur)

actr
13.05.2009, 09:30
Gold, Positionen strikt absichern

13.05.2009 - 09:18:16 Uhr
candlestick.de


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Der Trading-Experte Stefan Salomon von candlestick berichtet über die technische Entwicklung des Goldpreises.

Aktuell bilde der Goldpreis einen kurzfristigen Aufwärtstrend aus. Zudem habe ein seit Februar bestehender Abwärtstrend nach oben verlassen werden können.


http://194.97.1.200/charts/1910000/20090513_1913336_1.gif


Die Trendanalyse sei daher positiv zu interpretieren und ein weiterer Anstieg in Richtung 950 bis 960 US-Dollar kurzfristig erreichbar. Ein erstes Signal hierfür wäre ein Break des letzten Tops bei 925,65. Dieses Top stelle allerdings ein kräftiges Widerstandsniveau dar auf Grund der Dochtspitze eines shootings stars. Die letzten Tageskerzen würden zwar einen stabilen Goldpreis zulassen, auf Grund der letzten Monatskerzen würde sich jedoch ein Abprall am aktuellen Niveau aus Sicht des technischen Analysten bei candlestick negativ auswirken und der Ausbruch aus dem Abwärtstrend als Fehlsignal herausstellen.

Long-Postionen empfiehlt der Handelsexperte bei candlestick daher strikt abzusichern. Ein erstes Verkaufssignal ergebe sich jedoch erst bei einer Bestätigung des shooting stars als Trendwendesignal mit einem Daily-Close unter ca. 906 US-Dollar.

actr
14.05.2009, 23:37
14.05.2009 21:54
Öl: Im Gleichschritt mit dem Aktienmarkt
New York (BoerseGo.de) - Das Öl bewegt sich in jüngster Zeit im Gleichschritt mit dem Aktienmarkt, so auch heute. An der New York Mercantile Exchange kletterte der Juni-Kontrakt für Crude um 52 Cents und schloss auf 58,54 Dollar.



(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
14.05.2009, 23:39
14.05.2009 21:40
Gold: Etwas teurer
New York (BoerseGo.de) - Der Gold-Kontrakt für Juni stieg heute an der New York Mercantile Exchange um 2,40 Dollar und schloss auf 928,30 Dollar. Nachbörslich pendelte das Edelmetall bei 926,90 Dollar.





(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
15.05.2009, 20:04
15.05.2009 19:36
Iran sagt drastische Ölpreissteigerung voraus
Der Iran hat eine drastische Steigerung des Ölpreises vorausgesagt. Der iranische Ölminister Gholam Hossein Nosari sagte heute gegenüber iranischen Medien, dass es aufgrund der steigenden Ölnachfrage in China und Indien Veränderungen geben werde, welche die Preise für Rohöl "auf ihre einstigen Positionen zurückbringen könnten". Die Regierung in Teheran erwartet in dem Zusammenhang eine "drastische Preissteigerung". Der Iran hatte vor kurzem mitgeteilt, dass die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) eine starke Reduzierung der Ölförderquote in Betracht zieht, um so die Rohölpreise in die Höhe zu treiben. Derzeit notiert der Ölpreis an der Börse bei rund 57 US-Dollar pro Barrel. Der Höchststand wurde im Juli letzten Jahres mit 147 US-Dollar pro Barrel erreicht.

actr
15.05.2009, 22:09
15.05.2009 21:58
Öl: Weiter im Gleichschritt mit dem Aktienmarkt
New York (BoerseGo.de) - Das Öl bewegt sich seit Wochen im Gleichschritt mit dem Aktienmarkt, so auch heute. An der New York Mercantile Exchange fiel der Juni-Kontrakt für Crude um 2,10 Dollar und schloss auf 56,52 Dollar.



(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
18.05.2009, 09:56
17.05.2009: Langsam aufwärts


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_lang.gif


Das Gold präsentierte sich in der Vorwoche von seiner ruhigen Seite und legte unter geringen Schwankungen rund 15 US-Dollar zu.

Der kurzfristige Aufwärtstrend fand damit seine Fortsetzung, auch aktuell billigt der Trendkanal dem Edelmetall weiteres Aufwärtspotenzial zu. Allerdings ist die Notierung jetzt im Bereich der Hochpunkte vom September und Oktober letzten Jahres angelangt. Das Risiko einer Konsolidierung ist daher nicht von der Hand zu weisen. Anleger sollten daher weiterhin Vorsicht walten lassen, bis sich ein klarer Trend abzeichnet.


http://www.chartbuero.de/Charts/gold_kurz.gif


Autor: Oliver Schultze

actr
19.05.2009, 16:35
19.05.2009 16:21
Devisen: Euro nahe 1,36 Dollar - Optimismus hält an
Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> hat sich am Dienstag nahe der Marke von 1,36 US-Dollar gehalten. Im Nachmittagshandel wurden für die Gemeinschaftswährung 1,3581 Dollar bezahlt ? zeitweise war der Euro bis auf 1,3657 Dollar geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3612 (Montag: 1,3494) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7346 (0,7411) Euro.

Händlern zufolge hielt der Optimismus am Markt trotz enttäuschender Daten vom US-Immobilienmarkt an. "Die Weltwirtschaft steht an einem Wendepunkt, aber wir sind noch nicht ganz aus dem Gröbsten heraus", sagte ein Börsianer. So hielten sich Impulse aus überraschend deutlich aufgehellten ZEW-Konjunkturerwartungen und ein unerwarteter Rückgang der Baubeginne und -genehmigungen in den USA die Waage. Zudem sind der Postbank zufolge die US-Daten auf den zweiten Blick nicht ganz so enttäuschend wie auf den ersten.

"Der Euro befindet sich einmal mehr in Geiselhaft der Aktienmärkte", sagte Devisenexperte Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank. Unter der Marke von 1,35 Dollar gebe es derzeit eine sehr gute Unterstützung und auch der ZEW-Index habe die Bewegung des Euro gestützt. "Die US-Immobiliendaten spielen eher eine untergeordnete Rolle ? die Erholung am Immobilienmarkt wird sich trotz der heutigen Enttäuschung weiter fortsetzen", so Hellmeyer. Auch ein weiterer Händler sah den Eurokurs von den Aktienmärkten gestützt. "Dank des positiven Starts an den Aktienmärkten war Risiko am Morgen wieder 'en vogue' ? nach den US-Daten kippte die Stimmung wieder etwas", sagte er. "Falls es der DAX <DAX.ETR> in den nächsten Tagen doch noch mal über die 5.000-Punkte-Marke schafft, könnte sich der Euro in Richtung 1,40 Dollar bewegen."

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87940 (0,88250) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 130,91 (129,28) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,5146 (1,5115) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> festgelegt. Die Feinunze Gold <GLDPM.CBQ> wurde in London mit 924,75 (921,00) Dollar gefixt./dr/he

AXC0180 2009-05-19/16:21

actr
22.05.2009, 21:58
22.05.2009 21:38
Gold: Weiter im Aufwärtstrend
New York (BoerseGo.de) - Der Gold-Kontrakt für Juni stieg heute an der New York Mercantile Exchange um 7,70 Dollar und schloss auf 958,90 Dollar. Nachbörslich pendelte das Edelmetall bei 957,45 Dollar.





(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)

actr
22.05.2009, 21:59
22.05.2009 21:27
Devisen: Euro am Abend über Marke von 1,40 Dollar
Der Euro hat am Freitag die Marke von 1,40 US-Dollar geknackt. Am Abend stieg die Gemeinschaftswährung auf bis zu 1,4039 Dollar und damit so hoch wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Händler verwiesen als Antrieb insbesondere auf Spekulationen um eine Abstufung des Kreditratings der USA, nachdem die Ratingagentur Standard&Poor's den Ausblick für Großbritannien bereits am Donnerstag gesenkt hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3972 (Donnerstag: 1,3771) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7157 (0,7262) Euro <EURUS.FX1>./sf/he

AXC0143 2009-05-22/21:27

actr
22.05.2009, 22:07
22.05.2009 21:16
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities


Auch die Grains profitieren deutlich von der aktuellen USD-Schwäche.


Sojabohnen setzten ihren Aufwärtstrend in dieser Woche deutlich weiter fort. Der Juli-Kontrakt erreichte am Mittwoch ein zwischenzeitliches Hoch bei 11,85 US-Dollar pro Scheffel.


Nach wie vor bleibt die fundamentale Ausgangslage mit sinkenden Lagerbeständen bestehen. Trotz der hohen Preise, steigt die Exportnachfrage weiter. Die USDA verzeichnet bis zum 14. Mai insgesamt Exporte in Höhe von 1.367.600 Tonnen an Sojabohnen. Analysten hatten zuvor für dieses Erntejahr Exporte in Höhe von 500.000 bis 800.000 Tonnen prognostiziert.


Sojabohnen zur Lieferung im Juli notieren aktuell bei 11,74 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.


Weizen bewegte sich zunächst eher in Korrelation zu den übrigen Grains, profitierte zum Ende der Woche aber deutlich von der USD-Schwäche und der damit verbundenen Überlegung, dass ein schwacher USD endlich die Exportnachfrage ankurbeln könnte.


Weizen zur Lieferung im Juli notiert aktuell bei 6,10 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.


Auch Mais konnte trotz schwacher Exportzahlen, aber zunächst in Korrelation zur Öl- und Sojabohnenpreisentwicklung, sowie vor allem zum Ende der Woche hin, dank der USD-Schwäche weiter zulegen. Unterstützend wirkt ebenfalls die verzögerte Aussaat in den Maisanbaugebieten der USA.


Mais zur Lieferung im Juli notiert aktuell bei 4,30 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.


Der Preis für Arabica-Kaffee ereichte in dieser Woche ein 8-Monats-Hoch und notierte heute kurzzeitig sogar über 137 US-Cents pro Pfund im Juli-Kontrakt.


Ungünstige Wetterbedingungen in den Produzentenstaaten (insbesondere in Brasilien) trüben weiterhin die Ernteprognosen. In Produzentenstaaten wie Honduras, Costa Rica und Kolumbien sind es zudem die hohen Düngemittelpreise welche Ernterückgänge vermuten lassen.


Coffee C notiert aktuell bei 134,55 US-Cent pro Pfund an der ICE US.


Ausblick


Trotz eingetrübter Stimmung, dürfte eine anhaltende USD-Schwäche den Ölpreisen auch weiterhin Unterstützung bieten. Ein Preisniveau von um die 60 US-Dollar pro Barrel scheint im Angesicht dessen, aktuell die neue Marke zu sein.


Obgleich der aktuelle Goldpreisanstieg hauptsächlich der schwachen USD-Entwicklung geschuldet ist, stehen die Zeichen für mittelfristig weiter steigende Preise gut, im Angesicht wachsender Inflationsängste und der Sorgen bezüglich einer möglichen Abstufung des US-Rating. Obgleich die Schmucknachfrage natürlich deutlich unter Druck steht, im Angesicht der hohen Preise, verbuchten die Gold-ETFs im 1. Quartal einen Zufluss in Höhe von 465,1 Tonnen. Das ist mehr als 6 Mal so viel wie in der gleichen Periode des Vorjahres.


So lange die Entwicklung der Weltwirtschaft keine massive Verschlechterung zeigt und die chinesischen Importe nicht plötzlich massiv einbrechen, dürfte der Kupferpreis noch weitere Unterstützung finden. Die fundamentale Ausgangslage für Nickel könnte sich bis zum Ende des Jahres drastisch verbessern, im Angesicht eines stark rückläufigen Angebotsüberschusses und wenn der Edelstahlsektor eine Periode der Wideraufstockung beginnt. Aluminium dürfte kurzfristig weiter unter Druck stehen.


Eine anhaltende USD-Schwäche dürfte den Grains im Allgemeinen weitere Preisunterstützung bieten. Bei Sojabohnen deuten zudem die starken Exportzahlen und sinkende US-Lagerbestände auf weiterhin steigende Preise hin. Für Mais gilt es überdies die aktuelle US-Aussaat weiter im Auge zu behalten.

Im Angesicht der fundamentalen Ausgangslage dürften die Arabica-Preise durchaus noch weiteres Potenzial nach oben haben.


So long liebe Leser....das war es wieder einmal für diese Woche...ich wünsche Ihnen ein wunderschönes und sonniges Wochenende...bis Montag


Ihre Miriam Kraus

actr
22.05.2009, 22:13
22.05.2009 21:16
Rohstoffe Wochenrückblick: Energie und Metalle
Liebe Leser,


mittlerweile mehren sich die Zeichen, dass das was als Erholungsstory auf breiter Front begann (und damit Druck auf die Safe-Haven-Währung USD ausübte), sich mehr und mehr in eine reine USD-Schwäche wandelt.

Dies wurde insbesondere gestern deutlich, als Aktien, US-Treasuries und der USD gemeinsam unter Druck gerieten, was darauf schließen lässt, dass langsam das Vertrauen in die Politik von FED und US-Finanzministerium schwindet.

Möglicherweise sind die Investoren mittlerweile mit ihrer Geduld am Ende, gegenüber der FED, die wild entschlossen scheint ihre Quantitative-Easing-Maßnahmen auch im Angesicht des Beginns einer möglichen wirtschaftlichen Erholung zu erweitern. Dieses Vorgehen der FED verstärkt allerdings wiederum das Risiko, dass die FED ihre defizitären Monetarisierungsmaßnahmen nicht rechtzeitig beenden können wird, bevor die Inflation durchbricht.

S&P-Prognose für UK-Rating verschärft die Angst vor einer möglichen Abstufung der US-Wirtschaft

Unterstützend wirkt in diesem Zusammenhang mit Sicherheit die gestrige Entscheidung der Rating-Agentur S&P die ihre Prognose für die Aufrechterhaltung des Triple-A-Ratings für UK von "stabil" auf "negativ" gestuft hat.

Sollte die britische Wirtschaft tatsächlich ihr AAA-Rating einbüßen, so ist sich der Konsens sicher, wird die US-Wirtschaft wohl rasch das gleiche Schicksal ereilen.

Doch die Auswirkungen einer möglichen Abstufung der US-Wirtschaft sind deutlich verheerender, als jene bei Abstufung der britischen Wirtschaft, denn der USD repräsentiert noch immer rund 60 % der weltweiten Währungsreserven.

Die Möglichkeit einer Abstufung der US-Wirtschaft würde erwartungsgemäß zu einer massiven Umschichtung von USD-Reserven in andere harte und liquide Währungen wie EUR, JPY, AUD und CAD führen, was aktuell bereits Druck auf die US-Währung ausübt.

Es geht mittlerweile also wohl nicht mehr nur um die Recovery-Story welche den USD schwächt, sondern endlich immer gezielter um das massive Defizit der USA und die Aggressivität der FED-Maßnahmen.

Energie

Die aktuelle USD-Schwäche bietet deutliche Unterstützung für die Ölpreise, obgleich Faktoren wie die S&P-Prognose und die damit verbundene Warnung vor dem möglichen Verlust des Triple-A-Ratings für UK und weiterhin relativ enttäuschende US-Konjunkturdaten durchaus auf die gegenwärtige Stimmung drücken.

Dennoch gibt es auch von der fundamentalen Seite die Preise unterstützendes zu vermelden.

So wurde am Mittwoch bekannt gegeben, dass die US-Rohöllagerbestände überraschend einen deutlichen Rückgang in der vergangenen Woche verzeichnen.

Dem US-Energieministerium zufolge fielen die US-Rohölvorräte in der letzten Woche um 2,1 Millionen Barrel, was dem zweiten Rückgang in Folge entspricht.

Auch die US-Benzinbestände verzeichnen einen deutlichen Rückgang um 4,3 Millionen Barrel. Damit liegen die Benzinvorräte aktuell sogar unter dem durchschnittlichen saisonalen Niveau.

Nach Bekanntgabe der US-Lagerbestandsdaten erreichte WTI zur Lieferung im Juli am Mittwoch ein 6-Monats-Hoch bei 62,25 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Aktuell notiert WTI zur Lieferung im Juli bei 60,85 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Brent Crude zur Lieferung im Juli notiert aktuell bei 59,99 US-Dollar pro Barrel an der ICE Future Exchange in London.

Metalle

Edelmetalle

Auch der Goldpreis erhält aktuell massive Unterstützung durch die USD-Schwäche und notierte heute sogar kurzfristig über 960 US-Dollar pro Unze.


Der Anstieg ist in dieser Woche tatsächlich hauptsächlich der schwachen USD-Entwicklung geschuldet, denn der größte Gold-ETF SPDR Gold Trust verzeichnet beispielsweise in dieser Woche keinen weiteren Anstieg der verwalteten Goldbestände. SPDR Gold Trust hält gegenwärtig 1.105 Tonnen Gold.


Gold im Spotmarkt notiert aktuell bei 957,50 US-Dollar pro Feinunze in New York. Gold zur Lieferung im Juli notiert aktuell bei 959,20 US-Dollar pro Feinunze an der NYMEX. Der London Gold Fix PM wurde heute bei 959,75 US-Dollar pro Feinunze festgesetzt.


Basismetalle


Auch die Industriemetalle erhalten natürlich zusätzliche Unterstützung durch die USD-Schwäche.


Hinzu kommt eine weiterhin starke Nachfrage aus China.


So sind die chinesischen Kupferimporte im April um 7 % gegenüber dem Vormonat gestiegen, wie heute veröffentlichte Daten zeigen. Nach wie vor füllen die chinesischen Käufer die heimischen Lagerbestände um auf die Anforderungen durch das massive Konjunkturpaket vorbereitet zu sein. Die LME verzeichnet den 12. Tag in Folge Lagerbestandsrückgänge.


Bislang hat China in den ersten 4 Monaten dieses Jahres rund 1,07 Millionen Tonnen Kupfer importiert. Zum Vergleich: im gesamten Jahr 2008 lagen die chinesischen Kupferimporte nur bei 1,5 Millionen Tonnen.


Kupfer im Spotmarkt notiert aktuell bei 2,06 US-Dollar pro Pfund in New York.


Auch Nickel konnte deutlich zulegen, nachdem aktuelle Daten zeigen, dass die chinesischen Nickel-Importe im April um 95% gegenüber dem Vormonat auf 21.031 Tonnen gestiegen sind.


Nickel notiert aktuell bei 5,72 US-Dollar pro Pfund im Spotmarkt.


Einziger Wermutstropfen ist Aluminium. Die LME berichten heute von einem weiteren Anstieg der Lagerbestände um 0,4 % auf einen Rekordwert bei 4,19 Millionen Tonnen.


Aluminium notiert aktuell bei 0,64 US-Dollar pro Pfund im Spotmarkt.

actr
29.05.2009, 12:30
EUR/USD, Kurswende?

29.05.2009 - 11:18:58 Uhr
adblue


Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei adblue werfen einen Blick auf die Situation des Euro (EUR/USD) und dessen Datenumfeld.

Gestern habe der Euro gegenüber dem US-Dollar Kursgewinne erzielt. Allerdings gebe es laut den Marktanalysten bei adblue für den Euro Anzeichen einer Kurswende

Flowman
02.07.2009, 17:04
Devisen: Euro sinkt zeitweise unter 1,40 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag seine Vortagesgewinne vollständig eingebüßt und ist zeitweise unter die Marke von 1,40 US-Dollar gesunken. Die europäische Gemeinschaftswährung sackte bis auf 1,3994 Dollar ab. Am späten Nachmittag kostete ein Euro wieder 1,4003 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,4049 (Mittwoch: 1,4096) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7118 (0,7094) Euro.

"Die durch enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten ausgelöste Aktienmarktschwäche stützt den Dollar", sagte Devisenexperte Michael Burckhart von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Von der wieder höheren Risikoscheu profitiere weiterhin der Dollar. Der Konjunkturoptimismus sei in jüngster Zeit offenbar zu ausgeprägt gewesen. Mit den neuen Daten vom US-Arbeitsmarkt habe diese Euphorie nun einen Dämpfer erhalten. Der US-Arbeitsmarkt bleibt wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise in einer schwierigen Verfassung. Die Beschäftigtenzahl war nach Angaben des Ministeriums im Juni unerwartet kräftig um 467.000 gesunken. Die Arbeitslosenquote war gleichzeitig auf 9,5 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Mitte 1983 geklettert.

Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten sind nach Einschätzung der DekaBank ein "Dämpfer" nach vergleichsweise guten Daten im Vormonat. "Der deutliche Beschäftigungsabbau ist eine Enttäuschung, zumal dieser auf breiter Basis erfolgt", sagte DekaBank-Experte Rudolf Besch. Auch hätten jüngste Konjunkturdaten bessere Zahlen erwarten lassen. Dennoch gab sich Besch zuversichtlich, dass im Laufe des Jahres eine Trendwende am US-Arbeitsmarkt einsetzen wird.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8573 (0,8562) britische Pfund , 135,95 (136,53) japanische Yen und 1,5235 (1,5241) Schweizer Franken festgelegt. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 929,50 (938,25) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 21.320 (21.310) Euro./jha/js/he

a09876
07.01.2010, 18:42
Euro 2010: Schwächejahr?

Investoren Wissen 06.01.2010 16:00 Alexander Hahn

Im letzten Jahr konnte der Euro sich vergleichsweise stark entwickeln und stieg z.B. zwischen März und Dezember 2009 um gut 20% gegenüber dem US-Dollar. Doch dieser Trend scheint sich 2010 erst einmal nicht fortzusetzen.

Sowohl fundamental als auch technisch deutet einiges eher auf Euro-Schwäche als auf Stärke hin.

Einerseits sieht die Lage im Euro-Raum sehr uneinheitlich und teils sehr hässlich aus und hinter dem Euro steht kein konkretes Land (wie etwa hinter dem US-Dollar), sondern nur ein politischer Staatenverbund; andererseits ist in den schwachen Dollar mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich mehr Pessimismus eingepreist als in den Euro.

Auch die Charts stützen das Bild. Betrachten wir zunächst einen aktuellen Chart des EUR/USD-Kurs-Tracker ETFs "FXE":
http://www.investor-verlag.de/bilder/newsletter/ia/jan10/img406_060110_1.png

Wie Sie sehen können, brach der Euro gegen den USD stark herunter und befindet sich im Korrekturmodus. Ich gehe davon aus, dass er an dieser Stelle vielleicht kurzfristig ein wenig Stärke gegen den Dollar gewinnen kann, dieser jedoch dann gegen den Euro weiter steigen wird:
http://www.investor-verlag.de/bilder/newsletter/ia/jan10/img406_060110_2.png
Abb.: Wochen-Chart des USD-Index

Im obigen Chart sehen Sie ein paar ganz interessante Punkte. Einerseits gab der USD-Index im MACD ein Kaufsignal aus gut überverkauftem Bereich, der EMA(20) wurde erst einmal überwunden und der RSI notiert nach Monaten erstmals wieder über der 50er-Linie; andererseits ist der Index gemessen am Williams-Indikator erst einmal kurzfristig überkauft, so dass ein wenig Konsolidierung bzw. USD-Schwäche nicht überraschen sollte.

Mittelfristig gehe ich nach aktueller Lage jedoch erst einmal von einem weiteren Anstieg des USD gegen den Euro aus.

Langfristig bleibe ich aber nach wie vor bärisch auf den US-Dollar und auch nicht sehr optimistisch gegenüber dem Euro. In Zeiten wie diesen kann ich nur weiterhin zum Anlegen einer physischen Edelmetallreserve für alle Fälle raten. Physisches Edelmetall (als die älteste Währung der Menschheit) ist aus meiner Sicht weiterhin langfristig deutlich attraktiver als Papiergeld und ein unverzichtbarer Sicherungsbaustein in jedem Portfolio.

gerhardprentz
05.03.2010, 00:18
Langsam könnten selektive Longpositionen auf den Euro gegen den Dollar auf mittelfristige Sicht mit Ziel 1,40-1,42 aufgebaut werden. Auch nach neueren schlechten Meldungen ist das Währungspaar zu überverkauft, als dass sich kurzfristig noch signifikanter Abgabedruck auf den Euro entwicklen könnte.

Flowman
28.05.2010, 11:06
PLATIN - ISIN: XC0009665545

Kurs: $1.553

Intraday Widerstände: 1.552 / 1.569 + 1.618 / 1.628 + 1.653
Intraday Unterstützungen: 1.527 / 1.538 + 1.478 + 1.442 / 1.458 + 1.375

Tendenz: SEITWÄRTS / AUFWÄRTS

Rückblick: Platin konnte Anfang April über das Jahreshoch bei $1.653 ausbrechen und kletterte bis auf ein neues Hoch bei $1.752 Mitte April. Dort fand eine kleine Topbildung in Form eines Doppeltops statt, Mitte Mai startete dann ein heftiger Abverkauf. Crashartig brach der Platinpreis ein, erst am Unterstützungsbereich bei $1.448 - 1.458 fing sich der Kurs. Dort startete eine Kurserholung, welche gestern das erste Erholungsziel bei $1.552 - 1.569 erreichte.

Charttechnischer Ausblick: Eine weitere Erholung wäre möglich, sofern Platin jetzt per Tagesschluss über $1.570 ansteigen kann. Dann liegt bei $1.618 - 1.628 der nächste Widerstandsbereich. Erst eine nachhaltige Rückkehr über diesen Widerstandsbereich sowie anschließend die $1.653 Marke würde den Weg frei machen für einen Anstieg auf neue Hochs.

Rücksetzer sollten jetzt möglichst bei $1.527 - 1.538 oder darunter $1.478 enden, um einen erneuten Test des Unterstützungsbereichs bei $1.448 - 1.458 zu verhindern. Fällt Platin per Tagesschluss unter $1.435 zurück, trübt sich das kurzfristige Chartbild weiter ein. Dann wird ein Verkaufsignal mit Ziel bei $1.375 ausgelöst.


Quelle : http://www.godmode-trader.de

GodmodeTrader ist ein Service der BörseGo AG : http://www.boerse-go.ag/

Kursverlauf vom 07.05.2010 bis 28.05.2010 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Stunde)

https://ssl.godmode-trader.de/charts/46/2005/dda8058platin-h.gif

Kursverlauf vom 22.10.2009 bis 28.05.2010 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

https://ssl.godmode-trader.de/charts/46/2005/dda8058platin-d.gif