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MCK
20.10.2008, 10:51
KW 43

Rohstoffe - die aktuelle COT Daten Analyse - Heizöl, Sojamehl, Cocoa, Orangensaft, Lean Hogs

Montag, 20. Oktober 2008 09:51:00

Große Überraschungen brachten die neuen COT Daten bei den Rohstoffen nicht ans Licht. Damit entstanden auch keine neuen Kaufsignale in unseren Systemen und wir können fast entspannt mit der Tagesarbeit beginnen.
Wie sieht es nun aus an den Märkten?

Ganz oben auf der Kaufliste standen Heizöl (Ho), Cocoa (CC) und das Sojamehl (SM).

Das Sojamehl hat seit Juli 08 fast 40% an Wert verloren und befindet sich in einem klaren Abwärtstrend. In der aktuellen Preiszone von 250 herum ist aber eine starke Unterstützung anzutreffen und in der letzten Woche bildete sich ein Candle-Hammer heraus. In Verbindung mit dem saisonalen Tief, könnte dies der erste Vorbote für eine Bodenfindung sein.Zwar haben die Commercials 19.674 Shortkontrakte auf ihrer Seite stehen, doch allein in der letzten Woche kauften sie 6.579 neue Longkontrakte. Die Fonds und Kleinanleger sind schon auf der Longseite, so das nicht mehr viel fehlt und der Markt geht wieder nach oben.

Cocoa

Seit zwei Wochen ist unser Handelssystem mit ca. 20% Gewinn aus dem Cocoa ausgestiegen und jetzt zeigen die Commercials auf diesem Preisniveau wieder verstärktes Kaufinteresse. Ihre Shortpositionen haben sie mehr als halbiert und aktuell stehen noch 3.860 Shortkontrakte auf der Liste. Dagegen positionieren sich die Fonds und die Kleinanleger immer mehr für einen weiteren Abwärtrend, zwar noch netto long - doch es fehlt nicht mehr viel und weitere fallende Kurse beim Cocoa sind erwünscht von den Spekulanten. Für uns ein positives Zeichen, dass der alte Aufwärtrend wieder an Stärke gewinnen kann.

Heizöl

Oft sagt ein Bild mehr als 1000 Worte und in der Tat, - Chart (http://www.mike-kock.de) - beim Heizöl ist dies so. Die Fakten:

-ein klarer Abwärtrend
-der saisonale Trend zeigt nach unten
-der CCI ist stark im negativen Bereich


Doch die COT Daten lassen schon erste Veränderungen erkennen, die Commercials minimieren seit vier Wochen immer mehr ihre Shortpositionen und selbst die Fonds sind immer noch leicht netto long! Kurzfristig können hier also gute kurzfristige Tradingchancen nach oben entstehen. Für ein langfristiges Signal braucht es noch viel Zeit - erst oberhalb der Gleitenden Durchschnittes, ist unser System wieder long. Aktuell könnte es nur Short gehen, doch das große Kaufinteresse der Commercials verhindert dies. Interessant oder?

Kommen wir nun zu den aktuellen Short-Märkten der Commercials!

Ein interessanter Markt ist der Orangensaft, hier ist seit Wochen ein wunderschöner Abwärtstrend und die Commercials verstärken sogar noch ihre Shortpositionen.

Chart (http://Mike-Kock.de)

Doch trotzdem war die letzte Woche positiv in der Kursentwicklung. Da zur gleichen Zeit das saisonale Tief erreicht wurde und nun dieser Indikator wieder nach oben zeigt, sollte über die erste Gewinnmitnahme nachgedacht werden. Bei knapp 50% Gewinn - wohl kein schlechter Moment.

Lean Hogs

Chart (http://www.Mike-kock.de)

5.035 neue Shortkontrakte minimierten die Longpositionen der Commercials auf aktuell 3.885! Die Gründe liegen klar auf der Hand, das Futter ist preiswert und damit entstehen keine Engpässe bei der Schweinemast und die Preise fallen und dies schon seit August 2007! Unser System ist aber erst seit Februar 2008 in diesem Trend.

Das war es von den Rohstoffen. Morgen blicken wir auf die Währungen und das Gold. Bis dahin ...
Viel Spaß
Ihr Mike C. Kock

www.Mike-Kock.de (http://www.mike-kock.de)

MCK
23.10.2008, 09:30
Donnerstag, 23. Oktober 2008 08:48:00

Auch die Energiemärkte können sich nicht den aktuellen Abwärtsbewegungen entziehen. Nun stellt sich uns die Frage, ist das ein saisonaler Effekt oder ein panikartiger Herdentrieb? Fangen wir mit dem Rohöl (CL) an.

Chart (http://Mike-kock.de)

Der Wochenchart zeigt sehr schön die einzelnen Positionen der Commercials und Fonds an. Die Commercials sind mit 17.559 Kontrakten long und die großen Fonds setzten zwar auf den Abwärtstrend, doch mit geraden 1899 Shortkontrakten kann keiner wirklich von einem Verkaufsdruck sprechen. Die Gegenspieler der Commercials sind in diesem Fall die Kleinspekulanten.
Nehmen wir ein Blick auf den Tageschart von Rohöl.

Chart (http://Mike-kock.de)

Das nächste Kursziel wäre jetzt bei ca. 58 US$ zu sehen und was noch interessant ist, der Chart hält sich exakt an dem Verlauf der Saisonalität! Das Tief wäre aber erst Anfang Dezember erreicht. So ist diese Abwärtsbewegung ein saisonales Ereignis.

Heizöl (HO)

Auch hier ist der Kursrückgang, mehr das Ergebnis einer Saisonalität anstatt einer Panik. Interessant ist bei diesem Chart, dass die Commercials immer mehr auf der Kaufseite sich befinden. Der Preis ist ja auch geringer, als vor einem Jahr!

Natural Gas (NG)

Chart (http://Mike-kock.de)

Saisonalität? Für den ersten Teil der Abwärtsbewegung ja, doch für den Zweiten nein! Da wäre jetzt ein Zwischenhoch erreicht, doch der Kurs befindet sich an einen Tief. Doch positiv die reinen Nettopositionen der Commercials, die Gegenseite nehmen hier aber die großen Fonds ein, welche dem Abwärtrend folgen.

Benzin (RB)

Chart (http://Mike-kock.de)

Da Benzin in den letzten Wochen und Monaten von den großen Fonds - den Spekulanten - nach oben getrieben wurde, welche nun Schritt für Schritt ihre Positionen wieder minimiert haben und die Commercials die hohen Preise für sich sofort abgesichert haben, kam es zu diesen Kurseinbruch. Doch wer genauer hinsieht erkennt auch sehr gut, die saisonale Seite zeigt nach unten.

Fazit
Die Energiemärkte spielen die Saisonalität voll aus und nehmen somit die starken Preisaufschwünge fast komplett wieder mit heraus. Für neue Longpsoitionen sollte einerseits erst die Bodenbildung abgewartet werden und auf der anderen Seite nach der Saisonalität geachtet werden.

Viel Spaß!
Ihr Mike C. Kock

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MCK
26.10.2008, 17:19
Rohstoffe - COT Daten Analyse KW 44 - Bean Oil (BO), Gold (GC) und Lean Hogs (LH),

Sonntag, 26. Oktober 2008 16:06:00

15.499 neue Longkontrakte wurden in der letzten Woche von den Commercials im Sojabohnen Oil gekauft, damit haben sie ihre Positionen in den netto - Bereich gebracht und sind offensichtlich stark bullisch! Doch der Blick auf den Chart zeigt ein anderes Bild - es geht weiter nach unten!

Chart (http://www.mike-kock.de)

Die großen Fonds sind die Gegenspieler, sie haben ihre Shortpositionen weiter ausgebaut und setzen auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends. Doch vom aktuellen Preisniveau sind wir wieder in das Jahr Oktober 2006 zurück gefallen. Sie sehen es am kleinen gelben Kasten rechts - von dort ging der Kurs bis knapp auf 75 hoch - mehr als verdoppelt. Oktober 2006 und Oktober 2008 sind nicht nur vom Zeitraum ähnlich, sondern auch vom Verhalten der Marktteilnehmer.

-Die großen Fonds setzen auf fallende Kurse
-und die Commercials auf steigende - dabei sind sie fast netto long aufgestellt

Für die Commercials ist also dieses Preisniveau eindeutig zu billig und sie setzen auf eine Trendwende. Zur Unterstützung kommt nun noch die saisonale Seite, welche ein Tief anzeigt. Doch ab Mitte Januar sollten die Kurse dann wieder die volle Unterstützung der Saisonalität haben.
Fazit: Hier noch die Bodenbildung abwarten und dann mit der Trendwende auf Bean Oil setzen!

Lean Hogs

Wir haben letzte Woche schon über diesen Markt berichtet - Thema Gewinnmitnahme. Diese Woche haben aber die Commercials ihre Shortpositionen wieder weiter ausgebaut mit 3.456 neuen Kontrakten,. Damit sind sie fast neutral im Markt - wenn man die 429 Longkontrakte übersieht.

Chart (http://www.mike-kock.de)

Fazit: Der Abwärtstrend ist weiter intakt und doch verstärken die Fonds immer mehr ihre Longpositionen, was zu einer Bodenbildung führen kann. Sollten auch noch die Kleinanleger auf diesen Trend wechseln, sind die Preise wieder nach oben gerichtet.

Gold

16.950 neue Longkontrakte flossen in den Goldmarkt von seitens der Commercials, das erste Achtungssignal für einen verloren geglaubten Markt. Promt reagiert auch Gold und kann sich von seinen Tiefstkursen lösen. Die Alarmsignale von den Aktienmärkten sind nicht zu übersehen!

Chart (http://www.mike-kock.de)

Wer also in diesem Markt short ist - GEWINNMITNAHME nicht vergessen. Der Spread Gold long - S&P500 short dürfte aktuell nicht die schlechteste Idee sein. Als nächste Unterstützungszone für Gold wäre (wenn der S&P500 nicht weiter fällt) 680 US$.

Ich wünsche Ihnen einen guten Wochenstart - am Dienstag sind die Währungen mit den COT Daten im Blickpunkt
Ihr Mike C. Kock

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MCK
02.11.2008, 21:21
Rohstoffe - Analyse - COT Daten, Rohöl (CL), Fleischmärkte (FC, LH), Weizen (W), Gold und Orangensaft (JO) - KW 45


Sonntag, 02. November 2008 15:20:00

Ein neuer Monat - eine neue Woche! Lassen Sie uns gleich anfangen, was die neuen veröffentlichten Zahlen der COT-Daten für uns gebracht haben. Hier die wichtigsten Veränderungen bei den Märkten, dabei sind aber die Währungen nicht dabei, welche ich ja immer am Dienstag analysiere.

Weizen

Obwohl die Commercials seit Wochen massiv netto long in diesem markt waren und immer noch sind, der Weizen fällt immer tiefer. Die vereinte Kraft von Fonds und den privaten Spekulanten ist dies zu verdanken. Da auch keine Unterstützung von der saisonalen Seite kam, haben die Commercials ersteinmal den Wind etwas aus den Segeln genommen.

Chart (http://Mike-Kock.de)

Was kann man tun? Immer...!

Feeder Cattle

Wenn die Preise für das Futter (Weizen, Mais, Sojabohnen) fallen und die Tierzüchter billig Fleisch produzieren können, dann fallen natürlich auch hier die Preise!

Chart (http://Mike-Kock.de)

Auch hier die Commercials netto long, doch dieser Markt wird auf Grund der geringen Margin von den Kleinspekulanten bestimmt. Die Insider haben hier eigentlich nur Signalwirkung und in Verbindung mit der Saisonalität funktioniert dies auch ganz gut.

Fazit: Wie bei Weizen die selbe ...

Rohöl - CL

Seit vier Wochen sind die Commercials netto long und dies ist seit Januar 2007 erst das dritte Mal. Kurz - es scheint eine wichtige Marke erreicht wurden zu sein, um die Produzenten und Verarbeiter von Rohöl in die "long - Positionen" zu bewegen. Der Preis ist über 50% zurück gegangen und neue "wahnsinns große" Vorkommen wurden ja auch nicht entdeckt. Gründe also, eine Bodenbildung bei Rohöl zu erwarten. Sehr interessant ist, dass sich der Markt aktuell wie "geklebt" an der saisonalen Vorgabe hält. Im Chart die rote Linie. Demnach ist bald mit einen Testen des alten Tiefs vor vier Wochen zu rechnen und danach könnte es wieder nach oben gehen.

Chart (http://Mike-Kock.de)

Fazit: Bleiben Sie aus dem Markt ...

Gold und S&P500

Kaum festigen sich die Aktienmärkte, da fällt der Goldmarkt wieder. Gold scheint selbst auf diesem Niveau keine sichere Alternative zu sein. Selbst in Russland, wo ja Gold einen sehr hohen Stellenwert besitzt, haben über 51% aller Anleger lieber die Flucht in Immobilien gesucht und nur 16% in Gold und Schmuck! Der Goldchart spiegelt dies wieder!

Chart (http://Mike-Kock.de)

Interessant ist aber, dass die Commercials mit 23.137 Longkontrakten ihre Shortpositionen auf 85.076 minimiert haben. Hier scheint ein neues Denken einzusetzen. Doch aktuell ist unser System immer noch Short und liegt mit guten 16% im Plus. Im Ziel sind 680 US$ pro Unze!


So - von mir war es das wieder für heute! Wir sehen uns am Dienstag wieder mit den Währungen. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche!
Mike C. Kock

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MCK
06.11.2008, 11:42
Was bringen Handelssyteme - langfristigen Einsatz - COT Daten und ein Turtle System


Die Grundlagen meiner Analysen sind zwar die COT Daten, doch jeder von uns kennt doch die großen Unterschiede zwischen Analysten und Trader. Im nach hinein ist es immer leicht, zu sagen, warum die Kurse so oder so gelaufen sind. Die Zeitungen sind dann voll mit klugen Argumenten und wir fragen uns, warum wir nicht selber darauf gekommen sind. Es hat doch jeder gesehen. Analysen über die Finanz... Artikel weiterlesen ... (http://www.Mike-Kock.de)

Mike Kock

MCK
10.11.2008, 10:06
Rohstoffanalyse - COT Daten - Rohöl, Heizöl, Feder Cattle und Gold - KW 46

Montag, 10. November 2008 09:10:00

Wie jeden Montag analysieren wir die Rohstoffmärkte auf der Grundlage der COT Daten der vergangenen Woche. Große Überraschungen waren nicht dabei und so ist es mehr eine Feinjustierung als eine Neuausrichtung der Positionen.
Welche Märkte standen im Foucs der Commercials?

Markt - aktuelle Kontraktanzahl - Veränderung der letzten Woche

Rohöl - CL +34.289 +11.152

Gold -76.406 +8.670

Jap. Yen -37.323 +5.583

Weizen - W +20.741 -9.917

Feeder Cattle - FC +4.112 -910

Heizöl - HO -16.924 -6.865

Ein interessantes Bild - die Märkte der letzten Wochen stehen immer noch im Mittelgrund der Commercials, was ja auch kein Wunder ist, ist doch diese Gruppe für ihre langfristigen Aktionen bekannt. Heute wollen wir uns die beiden Energiemärkte, Feeder Cattle und das Gold ansehen. Fangen wir mit dem Rohöl an.

Rohöl - CL

Chart www.Mike-Kock.de (http://www.Mike-Kock.de)

Seit einem guten Monat befinden sich die Commercials auf cder netto Longseite und bald ist das saisonale Tief für dieses Jahr erreicht.
Dass die Commercials netto long sind, ist nicht all zu oft in diesem Markt. Doch dass die großen Fonds auch noch Zahlenmäßig kleinere Positionen haben, ist verdammt selten und zeigt die Verunsicherung der Spekulanten in diesem Markt an. 34.000 Longkontrakte der Commercials zu 10.543 Shortkontrakten der Fonds! Der Abwärtsdruck kommt also nur von den Kleinspekulanten und wenn diese ihre Positionen drehen, dann explodiert das Rohöl förmlich.

Heizöl - HO

Chart www.Mike-Kock.de (http://www.Mike-Kock.de)

Etwas anders sieht es beim Heiuöl aus. Auch wenn der Chart fast eine Kopie vom Rohöl ist, die Positionen der marktteilnehmer sind total verschieden. Die Commercials sind netto Short und verstärken diese Position auch noch. Dafür stehen die Fonds und die Kleinanleger auf der Longseite und setzen auf steigende Kurse. Doch wie beim Rohöl zeigt die saisonale Richtung weiter nach unten und bis zu diesem Punkt wird sich der Markt auch nicht drehen!

Feeder Cattle - FC

Chart www.Mike-Kock.de (http://www.Mike-Kock.de)

Der Markt ist Bullish - sagen die Indikatoren! Nur der Blick auf den langfristigen Chart sagt eine andere Wahrheit - es geht nach unten! Der Preis ist noch nicht zu billig und auch wenn aktuell die saiaonale Richtung leicht nach oben zeigt, ab ende des Jahres - also nach dem großen Essens-Fest, geht es weiter nach unten. Commercials long, Fonds long und nur wir die Kleinspekulaten traden den Abwärtstrend. An dieser stelle, würde ich bei Shortpositionen - wie aktuell im Chart - Gewinne mitnehmen! Später kann man dann mit kleineren Problemen wieder in den Abwärtrend investieren.

Gold

Chart www.Mike-Kock.de (http://www.Mike-Kock.de)

Steigt es oder steigt es nicht?! Das ist hier die Frage?! - ja, ja die alten Klassiker ...
Der Chart und die Zahlen zeigen es eindeutig, in Gold bahnt sich eine Trendwende an. Die Shortposition der Commercials wird immer geringer und bald zeigt die saisonale Richtung auch wieder stärker nach oben. Zwar verlieren die Fonds so langsam das Vertrauen, doch werden bei dieser Kursentwicklung nur die Systeme langsam ausgestoppt. Interessant bei Gold ist immer die Entwicklung vom US Dollar und dem S&P500.

Ich halte sie auf den laufenden!
Bis morgen zu der Währungsanalyse!
Mike C. Kock

MCK
18.11.2008, 15:47
Der Chart ist Rohöl, so wir wir es schon seit Wochen kennen. Er geht nach unten mit der Saisonalität und seit Wochen sind die Commercials auf der Netto-Longseite. Doch in der letzten Woche verfünffachten die Fonds ihre Shortpositionen und üben damit gewaltigen Druck auf das Öl aus!
Ein Grund dafür könnten die langfristigen Trendfolger sein. Denn in letzte Woche gab es auf der 18-Monatsbasis ein Verkaufssignal. Nun bitte keine zu große Vorfreude, wegen noch tieferen Ölpreisen, die Trefferquote dieser Fonds liegt bei ca. 30% (und die Rendite p.a. auch in dieser Höhe).

Egal - es wird spannend die ganze Sache zu beobachten. Wir selber können mit unserem System weder short noch long gehen. Für die Shortposition müssten die Commercials ihre Kontrakte komplett drehen und für eine Longposition, muss das Rohöl über den Gleitenden Durchschnitt von 52 Wochen steigen - was auch nicht danach aussieht!

Zwar könnte es ein Abbild vom Rohöl-Chart sein, doch dies scheint nur so! Die Positionen der Marktteilnehmer sind komplett verschieden. Die Commercials - short, die Fonds long!
Doch bei den möglichen Positionen ist es hier* leichter für uns in die Shortposition rein zu kommen, dafür müsste der Indikator kleiner und damit die Shortpositionen sich weiter verstärken. Aktuell - aber nein!

Im Weizen sehen wir eine klare Pattsituation und auch wenn der Markt vom Sentiment her Bullisch ist, so ist doch Abwarten die beste Strategie.
Egal es wird spannend die ganze Sache zu beobachten. Wir selber können mit unserem System weder short noch long gehen. Für die Shortposition müssten die Commercials ihre Kontrakte komplett drehen und für eine Longposition, muss der Weizen über den Gleitenden Durchschnitt von 52 Wochen steigen!

Orangensaft
Ein wunderschöner Abwärtstrend und mit der letzten Woche, könnte er wieder an Dynamik gewinnen. Die saisonale Seite zeigt nach unten! So bietet sich folgende Strategie an: Aufbau von einer Shortposition beim Durchbruch der Unterstützungslinie! Der Stopp sollte am Hoch vor vier Wochen platziert werden.*
Was könnte den O-Saft nach oben drehen lassen? Unwetter oder Brände auf den Plantagen - mehr gibt es zur Zeit nicht!

Der S&P500
An dieser Stelle möchte ich Ihnen nur die Positionen der Commercials aufzeigen, machen Sie sich darauf bitte ihr eigenes Bild und bedenken Sie, die Kleinspekulanten sind ein guter Kontra-Indikator und aktuell wieder long im großen S&P Kontrakt!

Noch klarer!!! Denn die Commercials verstärken ihre Shortpositionen.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Wochenstart und wir sehen uns morgen zu den Währungen!

Mike C. Kock

MCK
24.11.2008, 12:52
Viel Neues ist mit den letzten COT Zahlen entstanden und gerade zwei Märkte stehen dabei an aller erster Stelle – Rohöl und das Gold! Doch daneben werden wir auch einen Blick auf die Zinses werfen und auf das Heizöl.

Fangen wir mit den Energiemärkten an – Rohöl!

Die Commercials die in den letzten Wochen große Nettopositionen gefahren haben, sind in der letzten Woche komplett in das Shortlager gewechselt. 50.532 Kontrakte verkauften sie und nun haben stehen – 3.045 Shortkontrakte im Buch. Interessant ist, das die großen Fonds nun die Longpositionen inne haben. 63.969. Netto halten jetzt die Fonds 10.985 Kontrakte auf der Longseite.
Was dieser Positionswechsel bewirkt hat, ist der Durchbruch durch die wichtige Unterstützungslinie bei 53,63. Damit ist eine neue Dynamik in den bestehenden Abwärtstrend wieder gekommen. Stellt sich noch die Frage, wie das saisonale Tief Anfang Dezember auf das Rohöl wirkt, kommt es zur Erholung oder nicht. Da wir selber von unserem System neutral sind, lassen wir uns überraschen.

Heizöl

7.162 Shortkontrakte halten aktuell noch die Commercials, was wahrlich keine große Zahl ist. So wurden auch in der letzten Woche diese Position weiter nach unten gedrückt. Rein vom Chart ist der Abwärtstrend intakt , doch es sind schon Vorbereitungen auf das saisonale Tief im Februar 2009. Ab da an, steigen die Preise für Heizöl wieder, auf Grund der neuen Nachfrage.

Gold

Gold sprang nach oben aus der Seitwärtsrange und hat nun eine menge Luft für weitere Kursgewinne. Das was das Positive, für unsere Shortposition, ist es wohl eher negativ. Wer aber nun glaubt, dass die das Ergebnis von vielen neuen Longpositionen war, der irrt. Die Commercials haben mit 1.620 Shortkontrakten ihre Position weiter verstärkt die Fonds kauften gerade mal 870 neue Longkontrakte hinzu, der Rest war bei den Kleinspekulanten.

Vom Sentiment ist aber der Goldmarkt bullish! Was wir auch im nächsten Chart sehr gut erkennen. Der S&P500 ist weiter stark unter Druck und auch wenn die Maßnahmen der neuen US-Regierung langsam an Formen gewinnen, braucht der Markt Ergebnisse und bis dahin ist Gold eine interessante Lösung.

US-Zinsen – 5 jährigen FV
Das sieht man auch gut an der Entwicklung der 5-jährigen Zinssätze in den USA. Seit Wochen geht der Future konstant nach oben – und so die Zinsen nach unten.
Doch wer glaubt, dass dies auch in den anderen Zinssätzen ist (10 Jahre und 30 Jahre) der irrt, nur in diesen ist ein schöner konstanter Trend nicht nur zu sehen, sondern auch zu handeln!

Das war es wieder von mir, wir sehen uns Morgen zu den Währungen!
Mike C. Kock

MCK
03.12.2008, 12:04
Feiertag in den USA bedeutet – die neuen COT Daten werden später bekannt gegeben. So lassen Sie uns heute die Rohstoffmärkte und morgen die Währungsmärkte ansehen.

Ganz oben auf der Liste der Commercials stand diesmal der Mais. Hier kauften die Commercials 32.990 neue Kontrakte und drehten damit ihre Shortpositionen in eine Netto Longposition. Die Gegenspieler im Mais sind nicht die großen Fonds. Nein, es sind die Kleinspekulanten. Sie haben 63.318 Shortkontrakte in ihrem Besitz. Doch ein Blick auf den Chart zeigt es sehr deutlich an, Mais fällt weiter und weiter. Der Abwärtstrend ist intakt und nichts spricht für Longpositionen. Doch das erste Warnzeichen für eine Beendigung des Abwärtstrends ist da! Seit März 2006 hatten die Commercials keine Netto Longpositionen mehr gehabt und da war der Preis noch viel höher. Die saisonale Seite zeigt nun auch langsam wieder nach oben und so könnte Mais mehr Unterstützung erhalten, zu mal die großen Fonds immer mehr ihre Longkontrakte minimieren.

Fazit: Abwärtstrend ist intakt, doch die Commercials rechnen mit steigenden Preisen!

Feeder Cattle

Auch hier sind die zwei Gegenspieler die Commercials und die privaten Investoren. Auch hier ist der Abwärtstrend intakt und auch hier sind die Privaten auf der Shortseite und die Commercials auf der Longseite. Von der reinen Preisentwicklung sind wir wieder auf den weg zur Normalität. Wenn es einen Durchschnittspreis bei Feeder Cattle gibt, dann liegt er bei ca. 78. Kurz wir haben noch etwas Luft nach unten!

Fazit: Abwärtstrend ist intakt, doch die Commercials rechnen mit steigenden Preisen!

Silber

Silber pendelt um die 1000 Cent Marke und nun kommt ein erstes positives Zeichen von den Commercials, welche ihre Shortpositionen um 3.776 minimierten und aktuell nur noch 23.682 Shortkontrakte besitzen. Das war es auch schon wieder. 23.000 Kontrakte sind nicht so viel. Mitte März 2008 besaßen die Commercials knapp 75.000 Shortpositionen und da war der Silberpreis bei über 2000 Cent!

Fazit: Der Markt ist aktuell nicht im Fokus des großen Interesses und so wird er noch weiter an Volatilität verlieren. Doch vergessen wir nicht, eine kleine Volatilität ist das beste Anzeichen für einen neuen Trend und im Chart zeigt die Saisonalität seine Richtung schon an!

Gold

Aktuell: -93.235 Shortkontrakte - ein Zuwachs von 22.119 neuen Kontrakten. Auch hier gilt exakt das Gleiche, wie bei Silber, der Markt ist in Ruhe versunken, nur die Volatilität ist noch größer.

Fazit: Ruhe bewahren, wenn Sie keine Position haben, dann warten Sie noch etwas ab.

S&P500

Eine kleine Preisfrage, wer ist wer?

Nettopositionen A: -88.607 Nettopositionen B: +35.220
Veränderung A: -39.895 Veränderung B:+23.688

Ja, Sie haben recht, A sind die Commercials, doch B sind nicht die Fonds! B sind die Privaten und die spielen eindeutig einen Aufwärtstrend. Ein Blick auf den Chart zeigt, wer recht hat – wie immer der Markt!

Fazit: Die Commercials bauen ihre Shortpositionen weiter aus und der Abwärtstrend ist intakt!

Heizöl

Die Commercials waren ja schon short, doch nun bauen sie ihre Position noch weiter aus. Aktuell haben sie 4.972 neue Kontrakte erworben und haben nun -12.134 Shortpositionen.
Doch dies ist auch kein großer Punkt zur Panik oder Freude, der Blick auf den Chart zeigt es an. Die Marktteilnehmer haben kaum Kontrakte in ihrem Bestand und bis die Saisonalität wieder nach oben zeigt, vergehen noch zwei Monate!

Nebenbei, bei Rohöl haben die Commercials ganz 52 Longkontrakte erworben, auch hier also eine Pattsituation.

Wie sehen uns morgen zu den Währungen!
Mike C. Kock :salute:

MCK
09.12.2008, 14:06
Analyse der Rohstoffe – COT Daten KW 50

Montag – 8. Dezember 2008 - www.Mike-Kock.de

Die COT Daten zeigten nur große Veränderungen in den Getreide- und Zinsmärkten an. So stand der Weizen ganz oben auf der Liste, gefolgt von Sojamehl. Bei den Zinsmärkten sind die 5 und 10 jährigen Zinspapiere im Interesse der Commercials.
Auf der Verkaufsseite standen bei den Rohstoffen die Fleischmärkte und das Benzin. Aber auch im Gold gab es wieder leichter Verkäufe der Commercials, doch die waren mit 1.053 Kontrakten nicht gerade viel. Interessanter ist aber die Entwicklung an den Aktienmärkten, hier haben die Insider wieder ihre Shortpositionen ausgebaut – im S&P500 und im mini S&P500. Allein aus den oben genannten Fakten – Zinsmärkte bullish – Aktienmärkte bärish – so ist Gold verpflichtet im Fokus zu bleiben. Hier kann es schnell nach oben ausbrechen und das sollte keiner verpassen. Nebenbei – die Citibank hat das Kursziel für Gold auf 2000 US Dollar gesetzt. Nicht in fünf oder 10 Jahren, nein für ende 2009!

Kommen wir nun zu den Rohstoffen.

Weizen – Wheat

12.011 neue Longkontrakte wurden in der letzten Woche von den Commercials neu gekauft und doch ist der Abwärtstrend immer noch gesund und intakt! Der Chart zeigt es sehr gut. Nebenbei, die aktuell 36.269 Kontrakte der Commercials sind noch nichts Besonderes. Weder im drei noch im fünf – Jahreszeitraum stellt diese Zahl ein Extrem da, bis dahin ist noch viel Luft beim Weizen.
Dies zeigt auch die Verteilung der Weizenpreise an, der Durchschnittspreis für Weizen liegt unter dem aktuellen Weizenpreis und liegt bei 350 – 400.

Fazit: Der Abwärtstrend ist weiterhin stark und sollte auch als Trendgeber für neue Positionen verwendet werden. Nur im kurzfristigen Bereich ist mit einer kurzen Gegenbewegung zu rechnen.

Sojamehl - SM

3.771 Shortkontrakte sind nicht die Welt im Derivatemarkt, doch diese Position entstand in der letzten Woche durch das Verkaufen von 6.900 Kontrakten. Damit ist die aktuelle Situation bei den Commercials gedreht wurden.

Das Ergebnis ist klar, der Widerstand bei 254,5 wurde durchbrochen und nun sind die 181,00 auf der Kursliste. Dieser Preis würde auch den Durchschnittspreis für SM darstellen. Da der Markt aber insgesamt total ausgetrocknet ist, kann es mit wenig Einsatz in beide Richtungen gehen!

Fazit: Dieser Markt ist aktuell für Volatilitätsausbrüche geeignet.

Orangensaft - JO


Der Abwärtstrend ist weiter intakt, doch vom Sentiment her wird dieser Markt immer bullisher und auch die Commercials haben ihre Shortposition etwas minimiert. Stellt sich die Frage, wie weit der Trend noch gehen kann. Auch hier gibt die Normale Preisverteilung eine erste Antwort.


Da sehen wir sehr gut, dass der O-Saft sich schon im linken und somit unteren Bereich aufhält. Luft nach unten ist zwar immer noch genug, doch die Luft wird dünner.

Fazit: Die Stopps näher ziehen und sich mit Gewinn aus der Position verabschieden.

RB – Benzin

Die gute Nachricht für die Autofahrer, das Fahren bleibt weiterhin billig, doch für die Trader, welche auf steigende Kurse hoffen, diese müssen noch warten.


Die Commercials bauen jede Woche ihre Shortpositionen weiter aus und nur die großen Fonds, setzen auf einen Trendwechsel. Von der saisonalen Seite her ist jetzt ein Tief erreicht, doch erst im Frühjahr 2009 zeigt der Trend dann klar nach oben. Für uns wird es jetzt langsam interessant, denn es fehlt nicht mehr viel und wir bekommen auf diesem Preisniveau ein Shortsignal.

Fazit: wir sind aktuell Gewehr bei Fuß!


Lean Hogs - LH

Auch hier ist ein klarer Abwärtstrend zu sehen und auch hier haben die Commercials ihre Shortpositionen wieder verstärkt. Das Sentiment ist insgesamt bärish, doch wie weit kann der Preis noch fallen? Ein guter Preis würde bei 47 liegen und bis dahin ist in der Tat auch noch Luft.

Fazit: Wer noch keine Position hat, Fleischmärkte sind bekannt für ihre hohe Volatilität, so bietet sich ein Entry in Verbindung mit einen Volatilitätsausbruch an!

Von meiner Seite war es das von der Rohstoffmärkten für heute. Wir sehen uns am Dienstag zu den Währungen!

Viel Erfolg!
Mike . Kock :salute:

MCK
16.12.2008, 16:22
Rohstoffanalyse – COT Daten –
Rohöl – CL, Weizen – W, Lebend Rinder - LC, Zucker – SB und Platin –
KW 51

Montag - KW 51

Das Jahr nährt sich seinem Ende und die neuen Positionen der Markteilnehmer haben einen großen Einfluss auf das kommende Jahr 2009.

In den letzten Wochen rücken immer mehr die Getreidemärkte in den Vordergrund. Langsam werden hier neue Longpositionen von den Commercials aufgebaut und immer mehr erreichen diese Nettopositionen im 3 – und 5 Jahresvergleich extreme Höhen. Corn / Mais ist so ein Beispiel aber auch der Hafer, welcher vor einer starken Trendumkehr steht. Nun bedeutet dies aber nicht, dass man sofort in diese IDEE investiert, dafür ist es noch zu zeitig, erst wenn die großen Fonds dieses Marktungleichgewicht bemerkt haben, kann man rechtzeitig in diesen Trend einsteigen.
In der letzten Woche stand der Weizen ganz oben auf der Kaufliste der Commercials. 4.169 neue Longpositionen kamen in der letzten Woche hinzu und aktuell sind die Insider mit 40.438 Kontrakten auf neue steigende Kurse eingerichtet. Doch ein Extrem ist dies noch nicht, dafür müssen noch mehr Longpositionen aufgebaut werden, doch es ein starkes Vorzeichen für einen Trendwechsel.


Die letzte Woche selber war ein Inside Day und damit Richtungslos. Der Abwärtstrend ist immer noch intakt und wird auch von den großen Fonds weiter getradet. Bis Ende Mai 2009 ist von der saisonalen Seite keine Veränderung in Sicht, erst dann ist wieder mit einer Unterstützung zu rechnen.

Lebend Rinder – Live Cattle

Der Markt hat alles erreicht was ein Spekulant sich wünscht, einen dicken Gewinn und rechtzeitig das Signal für eine Trendumkehr! Ich möchte es gleich am Anfang sagen, nehmen sie Ihre Gewinne aus diesem Trade und setzen Sie einen engen Stoppkurs. Die Positionen der Commercials sind extrem Bullish. Zwar liegt der durchschnittliche Preis bei ca. 78 Cent – und bis dahin ist noch etwas Luft – doch selten sind die Commercials so positiv für einen Markt eingestellt.


Von der saisonalen Seite ist bis Ende März mit einer leicht abwärts gerichteten Seitwärtsbewegung zu rechnen.

Zucker

31.015 neue Kaufkontrakte haben als Ergebnis eine starke Minimierung der Shortposition auf 72.852 Kontrakte hervor gebracht. Die Zahlen klingen sehr gut, doch die Auswirkungen sind fast Null.
Obwohl wir ein zeitlichen Hoch bei der Saisonalität haben, ist die Preisentwicklung mehr seitwärts gerichtet. Da Zucker ja auch ein wichtiger Bestandteil bei der Gewinnung von Bioethanol ist und der Ölpreis immer weiter fällt, ist die aktuelle Bewertung von Zucker nicht so leicht. Bei den aktuellen Ölpreisen vielleicht sogar noch etwas zu teuer und wer nun denkt, dass Zucker viel zu preiswert ist, der irrt auch. Ein Blick auf die Verteilung der Preisentwicklung zeigt dies klar an – Zucker ist im Mittelfeld.


Kurz – bei Zucker ist alles im normalen Bereich und bietet keine außergewöhnlichen Chancen. Hier ist vieles von der Rohölentwicklung abhängig.

Platin


Kurz die Fakten:
der Preis verlor mehr als die Hälfte und ist aktuell so günstig wie nie
Bodenbildung
und die Saisonalität zeigt klar nach oben

Aber alles keine Gründe zum Kaufen. Die Einkäufe der Commercials in der letzten Woche brachte zwar das Platin in den Vordergrund, doch wenn wir uns den nächsten Chart ansehen, erkennen wir noch die Luft nach unten.

Erst Preise zwischen 400 und 500 machen Platin wirklich Preiswert. Der Hauptabnehmer dieses seltenen Edelmetalls ist die Autoindustrie. Die Nachrichten überschlagen sich aktuell an negativen News aus dieser Richtung.
So sehen wir nur, dass der Abwärtstrend weiter gesund ist und dies auch von der fundamentalen Seite voll unterstützt wird.

Rohöl

Die gute Nachricht, die Commercials bauen ihre Shortpositionen weiter aus und somit ist keine Trendwende in Sicht.

Interessant ist aber, dass kein Lager – weder die Fonds, noch die Commercials, diese Richtung so richtig trauen. Ihre Positionen sind so minimal, da reicht schon der Verkauf von 15.211 Kontrakten aus, um ganz vorne in den COT Daten genannt zu werden. Auch wenn wir es nicht wahr haben wollen, aktuell zeigt nur die Saisonalität nach oben – mehr nicht!

MCK
22.12.2008, 19:00
„Große Ereignisse werfen ihre Schatten unter die Augen!“ nach diesem Motto werden die Analysen der COT Daten von Woche zu Woche länger und interessanter. Doch dies liegt nicht an den Analysten, sondern an den Marktteilnehmer, welche gerade in diesen Wochen und Monate extreme Positionen aufbauen und damit auf große Ungleichgewichte in diesen Märkten hinweisen. Allein die Zahlen der letzten Woche sind so interessant, dass ich die Analyse auf mehrere Tage verteilen werde.

Bevor wir mit den Rohstoffmärkten anfangen, einen kleinen aber wichtigen Blick auf die US Zinspapiere – auf die T-Bonds – 30 -jährigen US Papieren.

Chart http://www.Mike-Kock.de

23 Prozent Kursgewinn innerhalb von nur sechs Wochen in Zinsen, sind sensationell und fordern zu einen Nachdenken der aktuellen Position auf. 25 „Big Points“ sind kein normaler Gewinn bei den 30-jährigen US Papieren und der ADX zeigt die mit Werten weit über 60 an. Der Markt ist technisch stark überhitzt und sollte in kürze mit einer Korrektur beginnen. Doch wir haben die Commercials ihre Positionen? In der letzten Woche kauften sie 30.639 neue Longkontrakte und verstärkten ihre Nettopositionen auf 163.627 Kontrakte. Klingt gewaltig ist es aber nicht, weder im 3- noch im 5 – jährigen Vergleichsraum ist diese Position im Extrembereich. Was erstaunlich ist, trotz des Aufwärtstrends sind die großen Fonds auf der Shortseite und bauen auf eine Trendwende. Diese Trendwende wird auch von der saisonalen Seite angezeigt.

Fazit: Gewinnmitnahme und den Rest der Position aus stoppen lassen.

Energiemärkte

Crude Oil – Rohöl

47.778 neue Shortkontrakte bringen die Commercials auf eine Gesamtposition - 60.767. Die Insider setzten also weiter auf fallende Kurse oder besser, sie drücken diese weiter nach unten. Die aktuelle Preisstrukturkurve bei Rohöl ist eine ausgeprägte Contango-Situation. Sprich – Die Äpfel auf dem Baum sind teurer als im Geschäft!“. Im Chart unten sehen Sie die Forwardkurve für Rohöl.

Chart http://www.Mike-Kock.de

Das Rohöl wird am Kassamarkt mit einem Abschlag von ca. 30 Prozent gegenüber des Futures mit einem Jahr Restlaufzeit gehandelt. Das ist eine Menge! Diese Situation ist aktuell so extrem, wie seit der Russlandkrise 1998 nicht mehr. Dies könnte auf ein Angebotsüberhang hin deuten und die OPEC will ja die Fördermenge stark minimieren. Doch die aktuellen Lagerbestände sind weiter den Preisdruck ausgesetzt.


Doch die Positionen der Marktteilnehmer sind nicht in den Extrembereichen, sondern eher das Gegenteil. Auch wenn die Commercials in der letzten Woche Ihre Shortseite mit 47.778 Kontrakten auf 60.767 verstärkt haben, ist es doch kein klares Shortsignal. Der ADX hat einen Grenzwert überschritten, wo nun mit einer Kurskorrektur zu rechnen ist. Das Handelssystem würde ohne diesen Filter jetzt short in den Markt gehen und das Exit wäre bei 100 US Dollar. Ein Trade der kein vernünftiges Chance – Risiko – Profil aufweist.

Chart http://www.Mike-Kock.de

Fazit: Kurzfristig erhöhen die Commercials den Druck auf die kurzfristigen Ölkontrakte und sie überfluten dem Markt regelrecht mit Öl, doch es sind keine außergewöhnlichen Positionen am Rohölmarkt. Wer sich hier engagieren möchte, das Spread Trading ist jetzt optimal dafür geeignet!


Natural Gas


Seit Dezember 2005 befindet sich das Gas im Abwärtstrend und seit Juli 2007 befinden sich die Commercials auf der Netto-Long-Seite! Das Ergebnis sehen Sie in der kurzen Gegenbewegung bis Juli 2008, danach ist Gas wieder nur gefallen. Mittlerweile aber auf ein Preisniveau wo die großen Fonds und die Commercials Extrempositionen erreicht haben. Hier zeigt sich eine Fehlbewertung des Marktes an. Doch bis zum Februar 2009 kommt noch keine Unterstützung von der saisonalen Seite. Was noch für eine Trendwende spricht, ist die starke Überhitzung des Abwärtstrends.

Fazit: Bauen Sie keine mittelfristigen Shortpositionen bei Natural Gas mehr auf. Die Trendwende steht vor der Tür!

Softs commodities

Kakao

Lange haben wir nicht mehr über Kakao geschrieben, doch mittlerweile hat sich ein kleiner Aufwärtstrend gebildet, welcher von den Marktteilnehmer voll unterstützt wird. Im Oktober November 2008 wurden die Tiefstkurs erreicht und die Commercials waren Netto-Long was im 3-Jahresbereich eine extreme Position darstellte. Danach gingen die Kurse wieder nach oben und mittlerweile setzten die Fonds auf diese Aufwärtsbewegung und geben ihr die nötige Kraft zum Wachsen. Die wird noch von der saisonalen Seite unterstützt. Traderherz was willst du mehr!

Chart http://www.Mike-Kock.de

Fazit: ein günstiger Zeitraum, um Longpositionen hier aufzubauen, Stopplevel gibt es zwei, der gleitende Durchschnitt oder die Tiefstkurse von Oktober – November 2008.

Bauholz – Lumber

Chart http://www.Mike-Kock.de

Um es kurz zu machen – Bauholz ist BULLISH! Sobald der Widerstand nach oben durchbrochen wird, kann es zur Trendwende kommen. Die Commercials und die Fonds sind mit ihren Positionen in Extrembereichen gefahren und nun stellt sich die Frage, wie lange dies die Teilnehmer noch durchhalten können. Für uns selber bedeutet dies, dass der erfolgreiche Abwärtstrend sich seinem Ende neigt und wir auf ein neues Entry danach warten müssen.

Fazit: Bauholz ist kurz vor der Trendwende, der Stoppkurs sollte unter das Tief der letzten Woche gelegt werden!

Orangensaft

Wie alles im Leben, geht alles zu ende. Auch dieser Trend geht nach 61 Wochen und mit 52% Gewinn immer mehr seinem Ende entgegen. Um so mehr ist es nun wichtig, sich darauf vorzubereiten. Denn trotz der seit drei Wochen anhaltenden Ruhe, zeigt der DAX immer noch eine große Überhitzung an, was sehr oft in einem Trendwechsel mündet. Bis Januar ist von der saisonalen Seite noch Ruhe, danach kommt Unterstützung für steigende Kurse.

Chart http://www.Mike-Kock.de

Fazit: Versuchen Sie nicht die letzten Tropfen aus der Zitrone zu pressen!

Fleischmärkte – Lean Hogs

Chart http://www.Mike-Kock.de

Eine große Veränderung bei den COT Daten waren auch bei den Lean Hogs zu beobachten. Doch dies ist nicht unbedingt ein Grund sofort den bestehenden Abwärtstrend zu beenden und auf steigende Kurse zu setzen. Der Markt befindet sich in einer Seitwärtsbewegung und dies hat für uns den Vorteil von zwei Kursmarken. Werden die 60.25 nach unten durchbrochen – gut für uns der Trade geht weiter. Bei Kursen über 67.00 geht es in die Trendwende.

Fazit: Beachten Sie die zwei Kursmarken!

Das war es wieder von mir – am Dienstag die Währungsmärkte und die Woche dann noch Gold und Silber!

Mike C. Kock :salute:

MCK
12.01.2009, 19:15
Rohstoffanalyse - COT Daten – Erdöl, Heizöl, Naturgas –
Gold – Kupfer - 2009 – KW 01

Die ersten Zahlen des neuen Jahres liegen nun vor mir und was sich schon im letzten Jahr angedeutet hat, setzt sich langsam fort. So gab es keine großen Überraschungen – nur im Gold ist aktuell ein Verkaufssignal aufgetreten. Doch fangen wir mit den Energiemärkten an.

CL – Rohöl

Ein Boden ist gefunden und auch die saisonale Seite zeigt wieder nach oben. Alles wäre gut, doch die Positionen der Commercials sind immer noch auf weitere fallende Kurse im Frontmonat eingestellt. Aktuell halten die Commercials 64.831 Kontrakte auf der Verkaufsseite – nicht extrem doch auch noch nicht bullish!
Fazit: Erste Positionen können aufgrund der Bodenbildung und der damit verbundenen Widerstandszone aufgebaut werden, doch unser Handelssystem kann aktuell nur Verkaufspositionen aufbauen. Für ein Kaufsignal ist noch zu viel Luft im Markt.

HO - Heizöl

Fast ein identischer Chart wie beim Rohöl, doch sind die Positionen der Commercials hier bei weiten schon auf steigende Kurse ausgerichtet. 3.127 neue Longkontrakte minimierten die Short - Nettoposition auf 9.608.
Fazit: Die saisonale Seite zeigt wie beim Rohöl nach oben, doch die Positionen der Commercials sind klarer und damit ist dieser Markt für den kurzfristigen Handel vorzuziehen.
NG – Natural Gas

Wir steigern uns langsam. Waren die Commercials beim Rohöl noch negativ, beim heizöl neutral so sind sie beim Natural Gas massiv positiv eingestellt und aufgebaut. 108.662 Kontrakte stehen auf der Kaufseite - ein Wert der schon sehr lange im EXTEM-Bereich sich befindet. Doch erst seit drei vier Wochen, scheint ein Boden gefunden und die Richtung der Saisonalität nach oben eingeschlagen zu haben.
Fazit: Für diesen Energiemarkt bin ich am optimistischsten!
HG – Kupfer

Seit Monaten sind die Commercials bullish für Kupfer und seit Monaten geht es weiter nach unten. Doch wie bei den Energiemärkten scheint auch hier ein Boden gefunden zu sein und die Kurse nehmen eine neue Orientierung nach oben ein. Positiv sind auch hier die extremen Positionen der Insider, welche seit den letzten 5 Jahren nicht mehr erreicht wurden. Was nun noch fehlt, ist der Ausbruch nach oben. Für Kupfer wird das neue Jahr 2009 ein erfolgreiches Jahr, wenn man von steigenden Kursen ausgeht.
Fazit: Zwar ist der ADX eindeutig zu hoch, doch das Trading sollte nur in Richtung der saisonalen Seite und der Positionen der Commercials getätigt werden.

GC - Gold

Verkaufssignal! Ja Sie lesen richtig, hier liegt ein klares Verkaufssignal vor! Egal welche Meinung ich habe, so hat doch das System einen Profitfaktor von 2,86 – bei einer Trefferquote von 50 Prozent.
Fazit: Hier gibt es kein Gerede – es wird gehandelt und zwar short!

Das war es von meiner Seite bei den Rohstoffen, morgen sehen wir uns die Währungen an. Bis dahin – viel Erfolg!
Mike C. Kock :salute:

MCK
19.01.2009, 22:44
Rohstoffanalyse – COT Daten
Fleischmärkte, Rohöl – CL, Kupfer – HG und Weizen – W
KW 3 / 2009

Heute nur die Fakten!

Kupfer - HG

Kupfer ist extrem bullish und die Commercials sind weiter auf der Kaufseite zu finden!
Mit 5.654 neuen Kontrakten verstärkten die Insider ihre Netto-Longposition auf 26.017 Kontrakten. Klingt vielleicht nicht so viel, doch in allen Zeiträumen – bis zu den 5- jährgen Zeitraum stellt dies die massivste Longposition der Commercials da. Der Boden ist damit gefunden, doch nun geht es nicht gleicht Raktenartig nach oben. Für uns kommt das kaufsignal erst bei Kursen über den gleitenden Durchschnitt. Doch für Sie eignen sich sehr wohl Volatilitätsausbrüche in Richtung der Nettopositionen der Insider. Unterstützung erhält Kupfer auch von der saisonalen Seite.

Fazit: Ein totgeglaubter Markt lebt noch und birgt große Chancen in sich!

Weizen

Ein anderer bullisher Markt – wenn auch nur vom Senitiment – ist der Weizen. Auch hier verstärken die Commercials ihre Longposition um 5.880 neue Kontrakte und haben somit 29.338 Kontrakte auf ihrer Habenseite. Ein Blick auf den Chart zeigt genaueres.

Die Positionen der Commercials sind nicht etxtrem positiv für einen Aufwärtstrend eingestellt. Ja – sie sind Netto Long, doch der Kurs geht weiter in einer Seitwärtsphase. Was hier fehlt, ist der Wechsel der Fonds auf die Käuferseite, erst dann ist wieder mit höheren kursen zu rechnen.

Fazit: Ruhig bleiben, es gibt bessere Märkte!

Rohöl – CL


14.031 neue Longkontrakte kauften die Commercials in der letzten Woche und minimierten ihre Shortposition damit auf 52.505 Kontrakte. Der Boden gefunden? Nein! Im Frontmonat noch nicht. In den hinteren Monaten ja! Doch zwei Faktoren sprechen für einen Trendwechsel. 1. Die saisonale Richtung zeigt nach oben und 2. der Abwärtstrend kühlt sich ab, was man gut am ADX erkennt.

Fazit: Aktuell Spread Trading ja – Positions Trading – nein!

Was in der letzten Woche aber wirklich im Mittelpunkt der COT Daten stand, war der Fleischmarkt. Heute werden wir uns alle drei ansehen.

Feeder Cattle


Abwärtstrend – Bodenbildung – saisonale Richtung leicht steigend – das die Fakten. Die Commercials verstärken weiter ihre Longposition, doch sind die Fonds wieder auf der Verkäuferseite gewechselt, somit fehlt die nötige Schwungkraft.

Fazit: Abwarten – ab April sieht es besser aus!

Live Cattle

Bullish vom Senitiment, bullish von Saisonalität – doch auch bullish von den Positionen der Marktteilnehmer?
Die Insider sind sind Netto Long und dies schon seit Monaten, doch der Markt zeigt nach unten. In der letzten Woche minimierten die Commercials auch wieder ihre Longkontrakte um 6.320 Stück und so hat unser System weiterhin die Möglichkeit Gewinn zu machen.

Was für mich wichtig ist, ist Ihnen hier den Unterschied zwischen einer Analyse und einem Handelssystem zu zeigen. Die Position der Commercials war in letzten Monaten extrem bullish, der ADX zeigte eine Trendumkehr an (und Sie konnten es auch in meinen Analyse lesen) und doch ist das Handelssystem immer noch mit Gewinn im Markt! Analysen sind etwas für das Gewissen, um eine Position gut zu reden, doch selten können Sie mit den Analysen in den Rohstoffmärkten auch Gewinn machen. Dafür ist das richtige Timing entscheidend und nicht eine für die Zukunft ausgerichtete Analyse. Denken Sie bitte daran, langfristige sind wir alle tot, doch das Geld wird jetzt verdient!

Lean Hogs!

Die Commercials drehen ihre Position komplett in die Shortrichtung und sind damit wieder in Richtung meines Handelssystems.
8.975 Kontrakten mußten sie dazu verkaufen und die Käufer waren die Fonds. Doch damit haben die Insider wieder einen Extrembereich erreicht und wenn das System bei mir noch nicht short wäre, dann müßte es jetzt short in den Markt gehen.

Fazit: Shortposition ja – doch immer bedenken, die Fleischmärkte sind extrem Volatil!

Kaffee

Zum Schluß bekommen wir doch noch unseren Kaffee. Sie haben es bestimmt gelesen, bei einen Kaffeegenuß von mehr als sieben Tassen – normaler Filterkaffee – treten Traum – und Wahnvorstellungen auf. Kommen wir zum Chart.


Der Kaffee ist schon seit vielen Monaten extrem Bullish und mittlerweile berichten auch die Zeitschriften darüber – Kaffee wird der Markt des Jahres 2009. Wirklich?
Von den Nettopositionen der Commercials - ja, von der Saisonalität - ja und von der nun kommenden Unterstützung durch die Fonds – auch ja!
Doch wie weit? Einen möglichen Kursverlauf finden Sie im roten Kasten. Für mich das erste Etappenziel, bis dahin muß der gleitende Durchschnitt durchbrochen werden und die Fonds müssen weiter auf diesen Trend mit neuen Kontrakten setzen.

Fazit: Eine interessante Möglichkeit. Als Stopp sollten Kurse unter 100 angesetzt und eingehalten werden!

Falls Sie fragen wann ich in den Markt einsteige? Bei Kursen oberhalb des gleitenden Durchschnittes!

Das war es von mir wieder mit den COT Daten von den Rohstoffmärkten, ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Wir sehen uns morgen zu den Währungen!
Mike C. Kock

www. Mike-Kock.de :salute:

MCK
27.01.2009, 16:58
Es kommt immer mehr Leben in die Rohstoffmärkte, doch die alten Höhen werden so schnell nicht wieder erreicht werden, dafür sieht die globale Wirtschaft in der Welt zu schlecht aus. Letzte Woche war ich bei einem Vortrag von der Saxo Bank in Zürich mit dem Ausblick für das Jahr 2009. Insgesamt ein sehr guter mit vielen Fakten durchsetzter Vortrag. Das Fazit, es wird noch schlimmer – wir sind erst in der Mitte des Abwärtszyklus - und erst 2012 geht es wieder nach oben.
Was brachten nun aber die neuen COT Daten der letzten Woche? Im Mittelpunkt standen die Getreidemärkte – ja gegessen wird immer.

Weizen – Wheat

39.673 Longkontrakte haben die Commercials seit letzter Woche nun auf ihren Konto. Dies ist ein Steigerung um weitere 10.335 Kontrakte. Doch es sind noch keine extremen Zahlen, auch wenn die Richtung dafür schon stimmt. Negativ ist aber die saisonale Seite, die ab Februar nach unten zeigt – bis ende Mai.

Fazit: Interessanter Markt, doch noch ist es zu früh um auf einen langfristigen Trendwechsel zu setzen.

Mais – Corn

Der Markt ist bullish und nicht nur die Insider sondern auch die Fonds setzen auf steigende Kurse. Zwar sind die Positionen der Fonds zur Zeit noch gering, doch in der letzten Woche waren sie die Käufer bei Mais! Positiv auch noch diese zwei Faktoren: Die Privaten sind weiter negativ für diesen Markt eingestellt und die Saisonalität zeigt klar nach oben.


Fazit: Wenn sie unbedingt in einen Getreidemarkt einsteigen wollen, dann hier! Als Stoppkurs bietet sich das letzte Tief im Chart an!

Silber


Für mich eines der Märkte für 2009. Die Commercials haben extreme Positionen in allen wichtigen Zeitfenstern aufgebaut gehabt und Silber konnte damit einen wichtigen Boden finden. Mittlerweile sind aber die Insider auf der Verkaufsseite zu finden – nicht viel, doch immerhin. Was jetzt bei Silber aber hinzukommt, ist die fehlende Unterstützung von der Saisonalität ab Februar, die bis Mitte August anhalten wird. Die ist eine kritische Phase für diesen Markt.

Fazit: Das Sentiment ist bullish für Silber, der Boden ist gefunden, doch das Kaufsignal ist noch weit weg!

Das war es wieder von der Rohstoffmärkten – wir sehen uns am Dienstag wieder zu den Währungen!

Viel Erfolg!
Mike C. Kock\\:D/

www.Mike-Kock.de

MCK
02.02.2009, 13:23
Rohstoffanalyse – COT Daten
neue Handelssignale
Gold – Silber – Weizen – Zucker – Fleischmärkte
KW 05 / 2009


Gold stand letzte Woche ganz oben bei mir auf der Analyseliste. Vom System her war ich short und mit den neuen Zahlen und der Preisentwicklung bei Golf, wurde mein System ausgestoppt und ist somit flat in Gold. Sehen wir uns das Gold genauer an!

Gold

Gold ist nach oben gelaufen und wird nun versuchen die Widerstandszone von 930 bis 950 US $ zu durchstoßen. Dies gelingt aber nur, wenn der S&P500 weitere Kursverluste vorzeigen kann in dieser Woche. Wir erinnern uns, die Commercials setzen beim S&P500 klar auf den bestehenden Abwärtstrend – sie sind netto short. Bei Gold sieht es etwas anders aus! Hier waren die Insider im November 08 bei Kursen um die 700 US$ überzeugt, dass Gold seinen Boden gefunden hat und nun wieder nach oben steigen wird. Seitdem bauen die Commercials ihre Shortpositionen wieder aus und überlassen nun den Fonds die Verantwortung für steigende Kurse. Das haben sie auch mit 17.177 neuen Kaufkontrakten gemacht. Die Commercials dagegen verstärkten ihre Shortposition um weitere 19.445 Kontrakte. 158.376 Shortpositionen haben sie nun in ihrem Bestand.

Fazit: So lange die Commercials auf der Verkaufsseite auftreten, bleibt das Handelssystem flat. Folgende Punkte sind bei Gold aktuell zu beachten. 1. Die hohe Volatilität – die kein gutes Zeichen für den Beginn eines neuen Aufwärtstrends sind. 2. Die Saisonalität unterstützt diesen Trend aktuell nicht und 3. Sollten an den Aktienmärkten Wunder passieren, dann fehlt Gold eine wichtige Begründung zum Steigen. (o.k. Es gibt ja noch das Papiergeld und die hohe Staatsverschuldung)
Eines vergaß ich noch – der Goldmarkt ist vom Sentiment baerish! Getreu nach dem Motto, wenn alle schon investiert sind, wer soll dann noch Nachlegen?!
\\:D/


Silber

Silber war schon in meinen Ausblick 2009 einer der Favoriten für 2009. Aktuell macht Silber auch alles „richtig“ - es steigt weiter!

Die aktuellen Positionen der Commercials befinden sich für den 3 – und 5 Jahres Zeitraum immer noch im extrem bullishen Bereich. Das stimmt positiv. In der letzten Woche bauten die Fonds ihre Longposition um weitere 1.892 Kontrakte auf 20.958 Kontrakte aus. Dagegen sichern sich die Commercials die aktuellen Preise mit weiteren Shortkontrakten ab und kommen damit auf 32.195 Kontrakte. In den nächsten Tagen wird es interessant! Die Unterstützung von der saisonalen Seite wird wegfallen und erst im August wieder auf den Schirm erscheinen. Auf der anderen Seite ist das Durchbrechen der Widerstandszone und des Gleitenden Durchschnittes wichtig.

Fazit: langfristig ein sehr interessanter Markt, doch für die nahe Zukunft ist mit einer Kurskorrektur zu rechnen.

Weizen

Ein sehr bullisher Markt vom Sentiment und von den Positionen der Commercials ist der Weizen. Doch das war es auch schon an Positiven. Die Insider minimierten in der letzten Woche ihre Longposition um 6.877 Kontakte auf 32.796 Kontrakte. Das Ergebnis sieht man im Chart, der Markt ist gefallen. Da die Fonds immer noch netto Short sind, kann der Trendwechsel erst mit ihrer Unterstützung passieren. Von der Saisonalität wird es auch nicht besser, im Chart sehen Sie die Zone fallender Kurs und erst ab Mai gibt es wieder die volle Unterstützung.

Fazit: Hier bahnt sich in der Tat ein schöner Trendwechsel an, noch ist es zu früh für langfristige Positionen, doch sollten Sie Weizen unbedingt weiter beobachten.

Fleischmärkte Lean Hogs und Live Cattle

In beiden Märkten verstärkten die Commercials Ihre Longpositionen und in beiden Märkten ist aktuell ein bestehender Abwärtstrend anzutreffen.
Bei Lean Hogs ist aber mehr Vorsicht geboten – hier findet jede Woche eine neue entgegengesetzte Meinung ihre Plattform. Mal long – mal short und dann wieder mal long. Sie sehen es gut im Chart:

Hier besteht eine gute Chance der Bodenbildung für Lean Hogs. Damit wäre dann auch unsere Shortposition beendet, doch bis dahin bleibt noch etwas Zeit.

Etwas anders ist es bei Live Cattle. Hier ist der Boden schon gefunden und wird aktuell auf seine Beständigkeit überprüft.

Sollte die Unterstützung halten, dann können die Kurse steigen. Das erste Kursziel wären dann die 98 bis 100.

Fazit: Fleischmärkte sind langfristig ein sehr interessantes Investment, doch aktuell ist nur Live Cattle wirklich heiß.

Verkaufsignal im Zucker

Ja da gibt es keine große Diskussion, das Shortsignal ist da. Positiv es erfolgt am Widerstand und die saisonale Richtung zeigt nach unten. Mehr gibt es da nicht mehr zu sagen!

Wir sehen uns am Dienstag wieder zu den Währungen!
Viel Erfolg \\:D/

Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de

MCK
09.02.2009, 16:46
Rohstoffanalyse – COT Daten
Gold – Platin – Kupfer & Crude Oil – Orangen Saft – Kakao & S&P500
KW 06 – 2009

Die Metallmärkte standen wieder im Mittelpunkt des COT Reportes aus der letzten Woche. Besonders Kupfer und Platin, wo ja viele schon mit einen neuen Aufwärtstrend rechnen und der Dauerbrenner Gold – werden wir heute genauer uns ansehen! Doch da Gold nie allein bewertet werden kann, so ist auch der S&P 500 wieder auf der Liste. Zum Schluss kommen wir noch zum Oil, Kakao und dem Orangensaft. Fangen wie also an!

Kupfer – HG

Alles stimmt hier, die extremen Positionen der Commercials, die fehlende Kraft der Fonds den Markt weiter nach unten zu drückenden, die Bodenbildung und die Saisonalität, welche nun nach oben zeigt. So ist das Sentiment bullish und was nun noch fehlt, ist der Ausbruch nach oben.

Hier bietet sich ein wunderbarer Volatilitätsausbruch an. Als Stopplevel, das tiefste Tief des Bodens plus eine halbe ATR.

Fazit: Der Ausbruch steht unmittelbar bevor (ADX ist gering) und eignet sich hervorragend für das kurzfristige Trading. Doch für unser System (Profitfaktor 5,32 und Payout Ratio von 10) kommt diese Gelegenheit noch zu früh. Da fehlen noch ein paar Bedingungen.

Platin – PL

Seit drei Wochen ist eine Shortposition bei Platin und der Blick auf den Chart gibt Ihnen recht, ich habe kein gutes Bauchgefühl für diesen Trade. Doch die Daten vom System sind o.k. - Profitfaktor 3,36 und ein Payout Ration von 11 – aber eine Trefferquote von nur 23%! Ja – ein Tod muss man sterben!
Doch was mich noch etwas beruhigt, sind die neuen Zahlen. Die Commercials verstärkten ihre Shortposition und nur die Fonds, möchten den Markt mit Hilfe der Saisonalität nach oben treiben.

Fazit: Wir sind Short und wissen wo unser Stop liegt!

Gold – GC

Gold über 900 US $ - ein Fehlsignal und nun wieder verstärkte Verkäufe der Commercials. 19.213 neue Shortkontrakte kamen in der letzten Woche hinzu, damit sind sie immer weiter weg, von einer positiven Meinung bei Gold. Die treibende Kraft sind klar die Fonds, aber auch die Privaten, die nun wirklich auch mal als Käufer auftreten.

Fazit: Die Commercials sind baerish für den Markt...

Viel Erfolg diese Woche \\:D/

Mike C. Kock

MCK
17.02.2009, 12:54
Rohstoffanalyse – COT Daten
Gold, Rohöl, Fleischmärkte, Orangensaft & S&P500 und US Zinsen
KW 07/2009

Zwei Märkte stehen seit Wochen im Mittelpunkt aller Marktteilnehmer – Gold und Crude Oil. Beide sollen Steigen und den vielen Optimisten die Taschen füllen. Bis jetzt gelang es nur dem Gold diese Richtung einzuschlagen, doch immer mehr mehren sich die Anzeichen, dass der Aufwärtstrend bei Gold stark unter Druck gerät. Die Commercials bauen immer weiter ihre Shortpositionen aus und selbst die Fonds halten sich zurück.
Bevor wir uns diesen Markt ansehen, kommen wir zu zwei nicht Rohstoffmärkten – den S&P500 und den 5-jährigen US Zinsen.

S&P500

Zwar ist der Abwärtstrend noch klar und deutlich zu erkennen, doch die Commercials bewegen sich immer mehr auf die Käuferseite zu.

In beiden Kontrakten des S&P500 (Minifutures und der große Futures) kam es zu starken Minimierung der Shortpositionen. Um 15.884 Kontrakte minimierten die Insider beim großen Futures und beim Mini waren es 32.260 Kontrakte. Die Richtung stimmt und zeigt nun seit Wochen zum ersten Mal eine einheitliche Richtung an. Interessant ist, dass die Fonds, welche eine unterschiedliche Positionierung bei diesen Futures haben (Mini = long / der Große = short), bei Beiden die großen Verkäufer waren. Aktuell sind ihre Positionen aber in keinem Extrembereich und so dürfte diese Gruppe noch genügend Kapital haben, um den S&P weiter nach unten zu drücken.

Fazit: Die Commercial waren nach den Taten von Obama positiv eingestellt, das war es dann auch schon, den der Trend ist weiter intakt!

5-jährigen US Zinsen – FV

Warum diese US Zinsen werden Sie jetzt fragen, der Grund ist einfach. Es ist hier eine der seltenen Situationen in einem liquiden Markt entstanden, die man unbedingt aufzeigen muss!

Die Fakten:


Aufwärtstrend ist intakt
Doppel – Top ist gebildet
Kurs zeigt eine große Korrelation zur Saisonalität
Die Zinsen sind in den USA auf historischen Tiefstständen


Soweit so gut, doch was brachten die COT Daten an Neues dazu? Die Commercials, die direkt vor einem Jahr richtig die Situation erkannt haben und auf fallende Zinsen gesetzt haben, sind die großen Verkaüfer im Markt gewesen. Sie halbierten regelrecht ihre Position um 36.418 Stücke. Sie setzen also auf ein Ende des Aufwärtstrends. Doch wer waren die Käufer? Das waren die Privaten, welche in der letzten Woche 38.586 Kontrakte kauften. Was wissen die Privaten, was die Insider nicht wissen?

Fazit: Eine spannende Situation, da die Bewegung so heftig war, ist für mich der Trend vorbei. Die Positionen der Privaten dienen mir als Kontraindikator und Unterstützen meine Meinung.

Fleischmärkte

Live Cattle

Ein bestehender Abwärtstrend versucht weiter die Kurse nach unten zu drücken. Zu mal die Commercial 9.128 Kontrakte verkauften und somit ihre Netto-Longposition stark verringerten. Sie erkennen es ganz unten im roten Kasten.

Auch wenn die Saisonalität nach oben zeigt und der Markt nach oben auszubrechen. Aktuell sieht es nicht danach aus.

Fazit: die Position ist intakt und er wird wohl noch einmal der Boden getestet werden

Feeder Cattle

Auch hier sind deutliche Parallelen zu den Live Cattles zu erkennen. Der Markt ist vom Sentiment bullish, doch die Commercials minimieren Ihre Longposition.
Fazit: Auch hier ist der Abwärtstrend intakt und der Markt folgt der Saisonalität sehr dicht!

Rohöl – Crude Oil


Obwohl die Commercials ein Verkaufssignal vor knapp zwei Monaten generierten, bauen Sie langsam ihre Shortposition ab und nehmen dadurch etwas Druck aus dem Markt. Das das Öl trotzdem nicht nach oben gehen kann, liegt an den Fonds, welche die großen Verkäufer in diesen Markt waren.

Fazit: Der Markt will zwar nach oben, doch aktuell fehlt noch die Unterstützung von den Fonds. Erst wenn diese auf steigende Kurse setzen, dann geht es nach oben. Für mich ganz gut, denn ich bin short!

Orangensaft – JO

Auch hier ist ein langer bestehender Abwärtstrend vorhanden und die damit verbundene Shortposition meines Systems.

Mittlerweile agieren die Insider aber wie beim Rohöl, sie minimieren ihre Shortposition um weitere 1.146 und haben somit nur noch 1.631 Shortkontrakte in ihrem Bestand. Das der Markt weiter nach unten geht, ist somit nicht die Schuld der Commercials, sondern liegt bei ihren Gegenspielern, den Fonds!

Fazit: Trend und Position intakt!

Palladium steigt, das Shortsignal ist im Minus und die Commercials verstärken Ihre Shortkontrakte weiter. Eigentlich ein gutes Signal, wenn ich nicht short wäre und der Markt weiter nach oben will.

Fazit: Noch ist der Durchbruch nach oben nicht geschafft, die Positionen der Fonds weisen aber stark in diese Richtung.

Gold

ja – es geht weiter nach oben und nun steht die 1000er Marke im Visier. 11.123 Kontrakte verkauften die Commercials und bauten damit ihre Shortposition auf 188.712 Kontrakte aus. Bis jetzt kein großer Grund zu Aufregung, waren doch die Fonds die Käufer im Markt, was gesund für einen Trend ist.

Fazit: Die 1000er Linie wird wohl getestet \\:D/

Das war es wieder von den COT Märkten. Wir sehen uns zu den Währungen am Dienstag wieder!

Viel Erfolg!
Mike C. Kock:salute:

www.Mike-Kock.de

MCK
25.02.2009, 13:10
Rohstoff -& - Marktanalyse – COT Daten
S&P500, Crude Oil, Cotton, Platin, Feeder Cattle
KW 08 /2009

Der erste Blick gilt heute den Aktienmärkten – besonders den Positionen im S&P500. Selten treten da so entgegensetzte Meinungen auf und selten war so klar, wer richtig liegt. Die Commercials sind seit einem Jahr short, doch die Privaten bauen immer mehr auf „Geheimwissen“ und möchten den Index massiv nach oben treiben.

S&P500

25.748 Kontrakte haben die Commercials wieder verkauft und damit ihre Shortposition wieder gefestigt. Doch die Gegenspieler waren nicht die fonds , welche auch 5.373 Kontrakte verkauften sondern die Privaten! Sie kauften 31.121 große S&P500 Kontrakte! Eine Zahl die im absoluten Extrembereich wiederzufinden ist! Doch so ganz klar wird es für uns Anleger nicht gemacht. Die Positionen im kleinen S&P500 sind etwas anders...

miniS&P500

Sind die Privaten im großen Futures massiv long, sind sie im Mini auf der Shortseite wiederzufinden! Hier verkauften die Privaten 92.443 Kontrakte und die Commercials kauften 61.886 Kontrakte. Die Zahlen klingen nach viel, doch vergessen Sie bitte nicht den Faktor 5! Dividieren Sie diese Zahlen durch 5 und Sie haben den Mini an den großen Kontrakt angepasst.

Fazit: Die Commercials sind netto Short in den Markt gegangen und die Privaten waren die großen Optimisten. Stellt dich doch die Frage, was wissen die Privaten, was die Commercials noch nicht wissen?!

Ich bin short!

Crude Oil


Die nackten Zahlen: 18.666 Kontrakte verkauften die Commercials und verstärkten damit den Verkaufsdruck auf den Frontmonat! Die Optimisten sind die Fonds – die trotz der Trendfolger-Idee -gegen den Trend auf steigende Kurse setzen und ihre Positionen um weitere 28.438 Kontrakte aufstockten.

Fazit: Ich bin short – doch nur die Saisonalität zeigt nach oben. Mein Bauchgefühl? Ganz mau...

Feeder Cattle

Eine klare Shortposition und die Commercials bauen ihre Shortposition weiter aus. „Weiter aus“ ist nicht ganz richtig – es ist ein ständiges Auf- und Ab!

Cotton

Auch hier ist ein Shortposition zu sehen und kurz danach waren die Commercials auf der Kaufseite wieder zu finden. HURRA – das gibt Kraft...
13.165 kauften die Insider und halbierten damit ihre Shortposition auf 7.868 Kontrakte. Jetzt wird es spannend ob der Markt wieder nach unten geht. Die Fonds setzen weiter auf fallende Kurse!

Fazit: Shortposition und trotzdem aktuell eine Pattsituation!

Platin

Warum gehen die Commercials massiv short in diesen Markt? Wo wird Platin verwendet? Ja – richtig in der Autoindustrie in den Katalysatoren! Gehen Sie jetzt mal ganz schnell die wirtschaftliche Lage der Autohersteller durch und was stellen Sie fest? Die Nachfrage an Katalysatoren kan nicht sooo groß sein! Trotzdem – die Kurse gehen durch die Kraft der Fonds weiter leicht nach oben!

Das war es von mir wieder. Wir sehen uns am Dienstag zu den Währungen wieder!
Mike C. Kock

MCK
03.03.2009, 15:02
Die Aktienmärkte sind immer noch stark unter Druck und die Insider bauen diesen noch weiter aus. Da stellt sich die Frage, wie weit runter kann es noch gehen? Der NASDAQ und der S&P500 versuchen gerade die letzte Unterstützungszone zu durchbrechen. Doch wer nun vermutet das Gold der Gewinner sein wird, brauch nur einen Blick auf die Saisonalität zu werfen und erkennt, diese Woche sieht es da sehr schlecht aus, gemeinsam mit dem Schweizer Franken.

Fangen wir heute zu erst mal mit den Märkten an, wo sich der größte Druck einer Trendwende aufgebaut hat.

Von Hafer bis Bean Oil über Kupfer und Mais geht diese Liste, doch zum Ende hin sind es dann nur noch drei Märkte – Orangensaft, Mais und das Beanoil. Keine Sorge, diese Märkte werden jetzt nicht sofort nach oben drehen, dafür müssen erst die Fonds diese Richtung einschlagen. Doch diese Märkte sind halt lohnenswerter als andere im Moment.

Wo waren aber die „Kaufmärkte“ der letzten Woche?

Ganz oben steht wieder das Beanoil. Wir werden uns vier Märkte genauer ansehen. Fangen wir mit Beanoil an.

Beanoil

Ja, Sie sehen richtig, da ist ein dickes Shortsignal seit zwei Wochen und es liegt leicht im plus. Was nicht viel zu sagen hat. Die Commercials haben ihre Shortposition mit 14.351 Kontrakten in den Netto – Long – Bereich gedreht. Eine Schwalbe macht nun noch keinen Frühling aus, doch ein erstes Anzeichen ist es alle mal. Der Chart scheint auch eine Bodenbildung anzuzeigen und danach geht es mit der Saisonalität wieder nach oben. Doch eines zeigt der Chart nicht, die Preisspanne für Beanoil reicht von 8 – 72 und der Mittelwert liegt bei 22. es ist also noch Luft nach unten!

Fazit: ein aktives Shortsignal in einem Markt mit Potential nach oben

Sojabohnen

Da Beanoil aus Sojabohnen entsteht ist es logisch, dass wir uns diesen Wert ansehen, zu mal er auch auf der Liste mit oben steht.

So ist es kein Wunder, dass sich die Chartbilder gleichen, die Korrelation ist recht hoch. Interessant ist auch, die Netto-Long-Position der Commercials. Was nicht so oft vorkommt und auch hier ein starkes bullishes Signal darstellt.Interessant ist auch die Preisstrukturkurve bei den Beans. Bis November 09 ist eine Backwardation zu sehen und erst danach eine Contango Situation.

Fazit: Eine sehr hohe Nachfrage in den vorderen Liefermonaten treibt den Preis nach oben! Eine schöne Gelegenheit für Spread Trading!

Live Cattle

Die Commercials bauen ihre Longposition weiter auf 19.335 Kontrakte aus. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Fazit: Shortposition ist intakt und tief im Gewinn!

Coffee

Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn die privaten Trader in einem Markt eine klare Position gegen die Insider beziehen – so wie aktuell beim Kaffee. Sie setzen weiter auf fallende Kurse und die Fonds und Commercials halten dagegen. Da ich selber lieber wolf als Schaf bin, nutze ich die Privaten als Kontraindikator.

Bis jetzt ist noch nichts eindeutiges zu erkennen, doch wenn Sie in diesen Markt einsteigen möchten, dann gibt es zwei Möglichkeiten.

Sie warten auf das Kaufsignal von der COT Daten.
Sie verwenden einen Vola-Ausbruch in Richtung der Positionen der Fonds und der Commercials.


Fazit: Den Markt weiter beobachten!

Kommen wir nun zu den Märkten, wo die Commercials als Verkäufer auftraten. Zuerst ein Blick auf die Liste.

Ganz oben steht der NASDAQ (sein Mini Futures unten), dicht gefolgt vom mini S&P500. Nur der Weizen konnte sich dazwischen drängen. So sehen wir uns heute nur die Aktienmärkte an. Ich weiß, diese gehören nicht zu den Rohstoffen, doch Neugier ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!

NASDAQ

Bis jetzt hatte wir diesen Markt noch nie auf der Liste gehabt, einer der Gründe ist: er ist ein Aktienindex. Doch für den Gesamtmarktüberblick ist es gut zu sehen, wie er im Vergleich zum S&P500 steht.

Der Chart ist klar. Ein schöner Abwärtstrend – dann eine Bodenbildung, doch die Commercials sind mit den Fonds bearish und nur die Privaten sind voller Optimismus für steigende Kurse. Sehen wir uns dazu den S&P500 an. Auch hier den großen Kontrakt!

Wie Zwillinge – oder? Woher der große Optimismus bei den Privaten kommt, kann ich nicht sagen, doch selbst die Chartanalyse zeigt an, es wird der Durchbruch probiert und Kurse von 500 und weniger sind im Visier.

Fazit: Die Aktienmärkte sind klar bearish und die Insider mit den Fonds bestimmen die Richtung. Sich dagegen zu stellen mit Futures, ist Geldvernichtung!

So das war es wieder. Wir sehen uns am Dienstag zu den Währungen!
Viel Erfolg!

Mike C. Kock

www.Mike-Kock.de

MCK
14.03.2009, 19:18
Der Blick auf die Überschrift zeigt es deutlich – die Energiemärkte stehen im Mittelpunkt des heutigen Newsletters. Eines kennzeichnet aber alle Märkte von heute – sie sind alle ganz weit unten, weit entfernt von irgendwelchen Höchstkursen aus alten Zeiten. Kaufsignale? Verkaufssignale? Sehen wir doch mal rein in die Charts!

Die Liste zeigt die Aktivitäten der Commercials auf der Kaufseite an. Ganz oben finden wir das Crude Oil und die Feeder Cattle. Platin und Palladium hatten wir auch schon in den letzten Wochen analysiert.

Crude Oil

Ein Plus von 34.345 Longkontrakten ist keine kleine Zahl an Zukäufen. Die Commercials drehten damit ihre Position in den Longbereich hinein.

Doch noch immer ist seit 11 Wochen ein Shortsignal aktiv und noch immer ist diese Position leicht im Plus. Die Saisonalität zeigt klar nach oben und die Commercials wollen offensichtlich auch in diese Richtung.
Fazit: Wir sind short -der Markt ist bullish von Sentiment!
Sehen wir uns gleich die anderen beiden Energiemärkte mit an. Diese standen aber auf einer anderen List weit oben.

Gasoline – Benzin

Aktuell haben die Insider 53.493 Shortkontrakte ein Plus von 8.316 Kontrakten. Da diese Bestand immer noch keinen Extrembereich erreicht hat,

wird der Markt weiter in der Schwebe bleiben. Hoffe ich, denn ich bin short. Auch hier zeigt die Saisonalität nach oben, doch hier verkaufen die Commercials weiterhin Shortkontrakte. Kann den der Preis noch tiefer gehen? Sehen wir uns den folgenden Chart an.
Wir sehen alle Preise seit 1985 in Form einer Verteilungskurve. Der Schlußkurs vom lag bei 132 Cents, doch die Mittelwerte liegen bei ungefähr 60 Cents. Da wäre also durchaus noch Luft nach unten.
Fazit: Shortposition und wenn die Fonds nicht in diese Richtung gehen, dann war es ein Fehlsignal.

Natural Gas

Shortsignal bei Natural Gas! Nur deswegen steht NG mit in diesem Newsletter. Was fällt auf? Seit Juli 2007 sind die Commercials auf der Netto-Long-Seite. Den Höchststand an Kontrakten hatten sie im Oktober 2008. Es waren Extrempositionen.
Dieses Signal wird trotzdem IGNORIERT!!! Es ist die dritte Position in einem Energiemarkt und damit wird das Risiko einer zu hohen Korrelation innerhalb eines Sektors zu stark. Anders wäre es, wenn es ein Kaufsignal gewesen wäre, dies würde dann wie eine Spread Trading Position wirken un damit mehr als vernünftig.

Fazit: Trotz Shortsignal – eine Flatposition!

Feeder Cattle

Feeder Cattle standen an zweiter Stelle des Kaufinteresses, doch die Positionen sind in diesem Markt noch immer sehr gering. Der Trade wird seinem Ende zu gehen, da nicht nur die Commercials gekauft haben, auch die Fonds sind noch auf der Longseite an zu finden. Sobald diese ihre Positionen ausbauen, kann es stark nach oben gehen. Dafür muss aber die Unterstützung bei 88.50 halten, sonst gehen die Fonds wieder auf die Shortseite – was mir auch recht sein kann!

Fazit: Shortposition und das saisonale Tief steht noch vor uns!

S&P500

Der Markt kommt immer wieder mit in den Focus unserer COT Daten Analyse. Kein Wunder, hängt doch unser aller Wohl von der Leistung der Wirtschaft ab und danach müsste es uns wirklich noch schlechter gehen.


11.149 neue Shortkontrakte – dagegen stehen nur 23.522 Longkontrakte beim miniS&P500 – netto eine klare Verstärkung der aktuellen Shortposition. So bleibt das Kursziel bei 550 Punkten!

Das war es wieder von meiner Seite. Morgen wie immer die Währungen, wo gerade im Euro starkes Kaufinteresses vorhanden war.

Viel Spaß!

Mike C. Kock

www.Mike-Kock.de

MCK
21.03.2009, 19:13
Rohstoffanalyse COT Daten
Gold, Silber, Kupfer – Lean Hogs, Corn – S&P500
KW 11 / 2009

Ja diesmal stehen die Metalle ganz weit oben auf der Liste. Gold, Silber und Kupfer, bei dieser Aussicht sollten diese ja bald nach oben steigen – doch wie verhält sich dann der Aktienmarkt dazu? Die Insider haben im S&P500 in der letzte Woche im mini Futures ihre Position und damit wohl auch ihre Meinung komplett gedreht. Fangen wir an!

http://www.mike-kock.de/var/kock/storage/images/media/charts/2009-_-kw-11-_-cot-long/3746-1-ger-DE/2009-_-KW-11-_-COT-long_chart.png

Die Liste zeigt das Kaufinteresse der Commercials in der letzten Woche an – wir sehen ganz oben der mini S&P500. 142.159 Longkontrakte wurden gekauft und damit drehten die Insider ihre Position in den Nettobereich hinein. Was aber noch mehr auf fällt, sind die Verkäufe der der Privaten! In den letzten drei Jahren, waren diese noch nie so bärisch – was ein erstes Signal für eine Trendwende darstellt! Noch mal zu genießen, die Privaten halten aktuell im mini S&P500 334.729 Shortkontrakte und sind die einzige Gruppe, die im S&P500 weiter auf fallende Kurse setzt!.


Fazit: Ein erster Hoffnungsschimmer für steigende Kurse. Der Trade wird im Plus ausgestoppt, doch bis dahin ist der Abwärtstrend immer noch intakt!



Gold

http://www.mike-kock.de/var/kock/storage/images/media/charts/2009-_-kw-11_-gc/3781-1-ger-DE/2009-_-KW-11_-GC_chart.jpg

Gold hängt fest zwischen 910 und 1000 US$ pro Unze. Da die Commercials aber ihre Shortposition wieder minimieren, hat Gold nun wieder die Möglichkeit an die 1000er Linie zu kommen.

Fazit: Gold gibt keine klare Aussage für das kurzfristige Zeitfenster, von der Saisonalität geht es weiter nach unten.

Silber

http://www.mike-kock.de/var/kock/storage/images/media/charts/2009-_-kw-11_-si/3790-1-ger-DE/2009-_-KW-11_-SI_chart.jpg

Seit vier Wochen ein Shortsignal und der Markt prallt am Moving Average ab. Wie bei Gold auch hier der Druck nach unten von der Saisonalität.

Fazit: Rein vom Chart ist Silber der zur Zeit bessere Markt zum Traden, im Vergleich zu Gold!

Kupfer


Warum Kupfer? Es hat ein Shortsignal für heute generiert. Der Auslöser war die Minimierung der Longposition der Commercials.

http://www.mike-kock.de/var/kock/storage/images/media/charts/2009-_-kw-11_-hg/3784-1-ger-DE/2009-_-KW-11_-HG_chart.jpg

Fazit: Kein gutes Gefühl, doch das Signal ist da!

Das waren jetzt die Fakten von den Metallmärkten zwei Shortpositionen und eine Flatposition. Sehen wir uns nun die restlichen Märkte an.

http://www.mike-kock.de/var/kock/storage/images/media/charts/2009-_-kw-11-_-cot-short/3749-1-ger-DE/2009-_-KW-11-_-COT-short_chart.png

Auf der Liste sehen wir die Verkäufe der Insider und ganz oben steht das Kupfer. Kommen wir nun aber zum Corn.

Corn

Eigentlich auch ein Markt, welcher nach oben steigen sollte und es nicht tut. Zwar verstärken die Fonds ihre Longposition um 33.266 Kontrakte, doch die Commercials stellen dagegen 36.553 Shortkontrakte. Für die einen eine Aufstockung der Longposition und für die Insider eine Minimierung der Longposition! Welchen Einfluß hat dies nun auf den Chart?

http://www.mike-kock.de/var/kock/storage/images/media/charts/2009-_-kw-11_-c/3775-1-ger-DE/2009-_-KW-11_-C_chart.jpg

Einen guten Einfluss! Die Fonds übernehmen nun das Ruder und die Commercials werden etwas passiver. Alles Zusammen hat nun das Corn wirklich gute Chancen zu steigen!

Fazit: Der Boden scheint gefunden, für neue Positionen bieten sich Vola-Ausbrüche nach oben an.

Lean Hogs

http://www.mike-kock.de/var/kock/storage/images/media/charts/2009-_-kw-11_-lh/3787-1-ger-DE/2009-_-KW-11_-LH_chart.jpg

Die Commercials bauen ihre Longkontrakte immer weiter aus und somit steigt auch der Markt weiter leicht nach oben. Doch erst wenn die Fonds auch in diese Richtung wechseln, dann ist es das Ende für diesen Abwärtstrend.

Fazit: Bodenbildung ja, Trendwende nein!

Das war es wieder von den COT Daten. Morgen kommen wir wieder zu den Währungen!
Bis dahin – Ihnen viel Spaß!

Mike C. Kock

www.Mike-Kock.de

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