Vesten HYPO AG
23.03.2009, 22:15
Vesten HYPO AG, Zug- CEO Stephan Wilhelm Endler
Wenn eine Aktie unterbewertet ist kaufen, wenn sie überbewertet ist verkaufen
Nach vernünftigen Bewertungsmethoden sind derzeit fast alle Aktien unterbewertet.
Die klassischen drei Bewertungsmethoden sind: Dividenden-Rendite, Kurs-Gewinnverhältnis (PER) und Buchwert des Unternehmens im Verhältnis zum Marktwert.
In den letzten Jahren wurde zwar eine Fülle von komplexen Bewertungsmethoden entwickelt, aber ich ziehe die traditionellen bewährten Verfahren vor, um zu entscheiden, ob eine Aktie über- oder unterbewertet ist.
Die generelle Beziehung zwischen Preis und Wert jeder Investition erscheint klar, ist aber durchaus schwer zu messen.
Während der Preis einer Aktie mit Gewissheit festgestellt werden kann, so kann niemand genau sagen, was den wirklichen Wert ausmacht, weil dabei jeweils subjektive teils eigene Erwartungen mit einfließen.
Tatsächlich ist es deshalb kaum möglich, so etwas wie den aktuellen Wert einer Aktie objektiv zu bestimmen. In der Praxis ist es oft so, dass sich der Preis beträchtlich vom Wert entfernen kann.
Folgerichtig wurden mehrere Bewertungsmethoden entwickelt, die helfen, stellvertretend den Aktienwert zu messen, um so Anhaltspunkte zu finden, für das Verhältnis von Preis zu Wert.
Hierbei gilt immer: Wenn der Markt unterbewertet ist kaufen, wenn er überbewertet ist verkaufen.
Es gibt drei sichere traditionelle Bewertungsmethoden, um das relative Maß von Über- oder Unterbewertung einer Aktie festzustellen. Diese drei Bewertungsmethoden sind langjährig praxisbewährt. Sie werden aber leider, bei Tagesentscheidungen, zu oft von hektischen Investoren außer Acht gelassen.
Dividendenrendite
Unter den drei Bewertungsmethoden ist die Dividendenrendite die weitaus wichtigste. Bei dieser Bewertungsmethode, wird die ausgewiesene Dividende in Verhältnis zum aktuellen Preis gesetzt.
In der Vergangenheit haben Standardaktien eine durchschnittliche jährliche Dividendenrendite von etwa 4 1/2 % gebracht, bei einer Schwankungsbreite von 2 1/2 % bis zu einer Höhe von 8 %.
Zuweilen war die Euphorie der Investoren so groß, dass der Markt eine abnormal niedrige Dividende akzeptiert hat.
Wenn die Rendite sehr niedrig ist, sind die Aktienkurse definitionsgemäß sehr hoch und häufig auch überbewertet.
Der Markt kann dann nur fallen, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass historisch einer niedrigen Dividendenrendite häufig fallende Aktienpreise folgten.
Umgekehrt, wenn der Markt voller Pessimismus ist, verlangen die Investoren eine Dividendenrendite, die höher als normal ist, damit sie sich entschließen, Aktien zu kaufen.
Da eine extrem hohe Rendite bedeutet, dass Aktienpreise ungewöhnlich tief liegen im Verhältnis zur Dividende und daher unterbewertet sind, reagiert der Markt darauf häufig mit steigenden Preisen.
Das Kurs-Gewinnverhältnis oder die Price Earnings Ratio (PER)
Das Kurs-Gewinnverhältnis ist schlicht der Marktpreis der Aktie bzw. des Index, geteilt durch den Gewinn pro Aktie. Die allgemein übliche Aussage lautet nun, eine Aktie sei teuer, wenn sie bei einer relativ hohen PER gehandelt wird und sie sei billig bei einer niedrigen PER.
Diese Aussage vereinfacht freilich zu stark, weil sie weder die durchschnittliche PER des speziellen Geschäftszweiges berücksichtig, noch die vorherrschende PER des Gesamtmarktes.
Die PER ist zunächst die Umkehrung der Abzinsungsrate eines Investments. Wenn eine Aktie z. B. eine PER von 20 : 1 hat – und unterstellt, der Gewinn pro Aktie bleibt konstant - dann heißt das, dass der Investor theoretisch 5 % auf sein Investment erzielt (1/20 = 5 %).
Anders betrachtet - der Investor benötigt 20 Jahre bis sein ursprüngliches Investment in Form von Gewinnen zurückgeflossen ist, immer unterstellt, die EPS bleibt konstant und die Gewinne werden als Bardividende ausgezahlt.
Daraus folgt, je höher die PER, umso mehr Zeitrisiko muss der Investor in Kauf nehmen. Umgekehrt sinkt das Risiko, je niedriger die PER ist.
Marktpreis und Buchwert
Der dritte Bewertungsansatz für den relativen Wert einer Aktie ist das Verhältnis von Aktienpreis zum Bilanzwert pro Aktie.
Der Bilanzwert oder Buchwert pro Aktie wird ermittelt, indem man von den Aktiven einer Gesellschaft alle Verbindlichkeiten abzieht und das Ergebnis durch die Anzahl ausstehender Aktien dividiert.
Wenn der Aktienpreis weit unter dem Buchwert pro Aktie steht, wird die Aktie als unterbewertet betrachtet und sollte daher gekauft werden. Auf der anderen Seite, wenn das Verhältnis von Aktienpreis zu Buchwert hoch ist, gilt die Aktie als überbewertet und sollte verkauft werden.
Allerdings berücksichtigt der aktuelle Buchwert einer Gesellschaft im Verhältnis zum Marktpreis nicht die immateriellen Werte (going concern, goodwill), die mit dem Unternehmen verbunden sind.
Wenn eine Aktie unterbewertet ist kaufen, wenn sie überbewertet ist verkaufen
Nach vernünftigen Bewertungsmethoden sind derzeit fast alle Aktien unterbewertet.
Die klassischen drei Bewertungsmethoden sind: Dividenden-Rendite, Kurs-Gewinnverhältnis (PER) und Buchwert des Unternehmens im Verhältnis zum Marktwert.
In den letzten Jahren wurde zwar eine Fülle von komplexen Bewertungsmethoden entwickelt, aber ich ziehe die traditionellen bewährten Verfahren vor, um zu entscheiden, ob eine Aktie über- oder unterbewertet ist.
Die generelle Beziehung zwischen Preis und Wert jeder Investition erscheint klar, ist aber durchaus schwer zu messen.
Während der Preis einer Aktie mit Gewissheit festgestellt werden kann, so kann niemand genau sagen, was den wirklichen Wert ausmacht, weil dabei jeweils subjektive teils eigene Erwartungen mit einfließen.
Tatsächlich ist es deshalb kaum möglich, so etwas wie den aktuellen Wert einer Aktie objektiv zu bestimmen. In der Praxis ist es oft so, dass sich der Preis beträchtlich vom Wert entfernen kann.
Folgerichtig wurden mehrere Bewertungsmethoden entwickelt, die helfen, stellvertretend den Aktienwert zu messen, um so Anhaltspunkte zu finden, für das Verhältnis von Preis zu Wert.
Hierbei gilt immer: Wenn der Markt unterbewertet ist kaufen, wenn er überbewertet ist verkaufen.
Es gibt drei sichere traditionelle Bewertungsmethoden, um das relative Maß von Über- oder Unterbewertung einer Aktie festzustellen. Diese drei Bewertungsmethoden sind langjährig praxisbewährt. Sie werden aber leider, bei Tagesentscheidungen, zu oft von hektischen Investoren außer Acht gelassen.
Dividendenrendite
Unter den drei Bewertungsmethoden ist die Dividendenrendite die weitaus wichtigste. Bei dieser Bewertungsmethode, wird die ausgewiesene Dividende in Verhältnis zum aktuellen Preis gesetzt.
In der Vergangenheit haben Standardaktien eine durchschnittliche jährliche Dividendenrendite von etwa 4 1/2 % gebracht, bei einer Schwankungsbreite von 2 1/2 % bis zu einer Höhe von 8 %.
Zuweilen war die Euphorie der Investoren so groß, dass der Markt eine abnormal niedrige Dividende akzeptiert hat.
Wenn die Rendite sehr niedrig ist, sind die Aktienkurse definitionsgemäß sehr hoch und häufig auch überbewertet.
Der Markt kann dann nur fallen, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass historisch einer niedrigen Dividendenrendite häufig fallende Aktienpreise folgten.
Umgekehrt, wenn der Markt voller Pessimismus ist, verlangen die Investoren eine Dividendenrendite, die höher als normal ist, damit sie sich entschließen, Aktien zu kaufen.
Da eine extrem hohe Rendite bedeutet, dass Aktienpreise ungewöhnlich tief liegen im Verhältnis zur Dividende und daher unterbewertet sind, reagiert der Markt darauf häufig mit steigenden Preisen.
Das Kurs-Gewinnverhältnis oder die Price Earnings Ratio (PER)
Das Kurs-Gewinnverhältnis ist schlicht der Marktpreis der Aktie bzw. des Index, geteilt durch den Gewinn pro Aktie. Die allgemein übliche Aussage lautet nun, eine Aktie sei teuer, wenn sie bei einer relativ hohen PER gehandelt wird und sie sei billig bei einer niedrigen PER.
Diese Aussage vereinfacht freilich zu stark, weil sie weder die durchschnittliche PER des speziellen Geschäftszweiges berücksichtig, noch die vorherrschende PER des Gesamtmarktes.
Die PER ist zunächst die Umkehrung der Abzinsungsrate eines Investments. Wenn eine Aktie z. B. eine PER von 20 : 1 hat – und unterstellt, der Gewinn pro Aktie bleibt konstant - dann heißt das, dass der Investor theoretisch 5 % auf sein Investment erzielt (1/20 = 5 %).
Anders betrachtet - der Investor benötigt 20 Jahre bis sein ursprüngliches Investment in Form von Gewinnen zurückgeflossen ist, immer unterstellt, die EPS bleibt konstant und die Gewinne werden als Bardividende ausgezahlt.
Daraus folgt, je höher die PER, umso mehr Zeitrisiko muss der Investor in Kauf nehmen. Umgekehrt sinkt das Risiko, je niedriger die PER ist.
Marktpreis und Buchwert
Der dritte Bewertungsansatz für den relativen Wert einer Aktie ist das Verhältnis von Aktienpreis zum Bilanzwert pro Aktie.
Der Bilanzwert oder Buchwert pro Aktie wird ermittelt, indem man von den Aktiven einer Gesellschaft alle Verbindlichkeiten abzieht und das Ergebnis durch die Anzahl ausstehender Aktien dividiert.
Wenn der Aktienpreis weit unter dem Buchwert pro Aktie steht, wird die Aktie als unterbewertet betrachtet und sollte daher gekauft werden. Auf der anderen Seite, wenn das Verhältnis von Aktienpreis zu Buchwert hoch ist, gilt die Aktie als überbewertet und sollte verkauft werden.
Allerdings berücksichtigt der aktuelle Buchwert einer Gesellschaft im Verhältnis zum Marktpreis nicht die immateriellen Werte (going concern, goodwill), die mit dem Unternehmen verbunden sind.