PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mögl.Tradingchancen 17.09.-19.09.04 WL Dax,Tec,Nemax&USA


Seiten : 1 2 3 4 [5]

Toro
18.09.2004, 08:33
Die Woche am Gesamtmarkt

Aktueller Research: News vom 18.09.04 | Autor/Quelle: adblue.de
Im Vorfeld des dreifachen Hexensabbats am Freitag dümpelte der Dax oberhalb von 3.900 Punkten der 4000-Punkte-Marke entgegen. Die richtungsweisende 200-Tage-Linie bei etwa 3.935 Punkten war bereits zu Wochenbeginn überwunden worden. Als Belastungsfaktor blieb den Märkten der Ölpreis erhalten, denn der Hurrikane Ivan löste große Ängste unter Börsianern aus, was die Sicherheit der Erdölförderung im Golf von Mexiko angeht. Diese ist für 25 Prozent der gesamten US-Erdölproduktion verantwortlich. Zwar blieben Ivans Auswirkungen in den Fördergebieten überschaubar, doch schon ziehen zwei weitere Wirbelstürme auf, die in den kommenden Tagen für Unruhe sorgen könnten.

Vor diesem Hintergrund gingen die Gegenmaßnahmen der OPEC fast unter: Die Organisation erdölexportierender Länder wird ab November die tägliche Förderquote um 1 Million Barrel (1 Barrel = 159 Liter) erhöhen. Daraufhin fielen die Ölpreise jedoch nur kurzzeitig zurück. Eine mittelfristige Entscheidung über den weiteren Weg der Ölmärkte läßt indes weiter auf sich warten: So bewegt sich beispielsweise der Brent-Crude-Oil-Preis seit Anfang September in einer seitwärts ausgerichteten Konsolidierungszone zwischen 40 und 42 Dollar je Barrel. Erst einem nachhaltigen Ausbruch aus diesem Bereich dürfte wieder eine stärkere Preisbewegung folgen – mit direkten Auswirkungen auf die internationalen Kapitalmärkte.

Unterdessen scheint sich die Stimmung der Privatanleger keineswegs aufzuhellen – im Gegenteil. So soll im August die Jahresrekordsumme von 1,87 Milliarden Euro aus deutschen Aktienfonds abgezogen worden sein, ermittelte der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI.) Von Januar bis August dieses Jahres gingen der Branche fast 3,7 Milliarden Euro verloren. Damit droht 2004 zu einem der schlechtesten Jahre für die deutsche Investmentbranche zu werden.

Ausblick: Oberhalb der 3.970er Marke ist die Luft für den Dax recht dünn. Vor einem neuerlichen Angriff auf die 4.000-Punkte-Marke ist daher eine Konsolidierung bis maximal 3.800 Punkte wahrscheinlich. Ein erstes Warnzeichen wäre das Unterschreiten der Unterstützung bei 3.900 Punkten.

http://www.wallstreet-online.de/market/charts/chartpic.php?&&woid=00004579&mpid=10&tr=12m&ct=jc&till=1095465600&gb=1w&gd1=38&gd2=200&ind1=macdhist&1095489164

http://www.wallstreet-online.de/market/charts/chartpic.php?&&woid=00004579&mpid=10&tr=5d&ct=jc&till=1095465600&gb=60m&1095489105

Toro
18.09.2004, 08:36
US-Markt setzt sich über Ölrallye hinweg

(©GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/) 17.09. 22:27
Einige positive Unternehmensmeldungen, unter anderem vom Autobauer Ford und von Texas Instruments, haben in den USA dem gesamten Markt weiteren Schwung verliehen. Dabei setzten sich die Marktteilnehmer auch über die im Handelsverlauf deutlich gestiegenen Rohölnotierungen hinweg. Das überraschend gefallene Verbrauchervertrauen – gemessen von der Universität Michigan – wurde ebenfalls gelassen ignoriert. Insgesamt wandten sich die Anleger aber eher den gediegeneren Blue Chips zu, während für den Technologiesektor noch weitverbreitete Skepsis wahrzunehmen war.

Der Dow Jones Index legte heute um 0,39 Prozent auf 10.284 Punkte zu, der breitere S&P 500 stieg um 0,45 Prozent auf 1128 Zähler. Der Nasdaq Composite konnte sich um 0,32 Prozent auf 1910 Stellen verbessern.

Gefragt waren die Titel von Ford, wo völlig überraschend die Quartalsprognose angehoben wurde. Die Aktie des Autobauers, der auch ein Jaguar-Werk schließen und sich von den Formel-1-Aktivitäten trennen will, verbesserte sich um 1,94 Prozent auf 14,22 Dollar. Texas Instrument zogen um 2,27 Prozent auf 22,08 Dollar an, nachdem das Unternehmen eine Dividendenerhöhung und ein üppiges Aktienrückkaufsprogramm in Aussicht gestellt hatte. Qualcomm verloren dagegen 3,89 Prozent auf 38,83 Dollar. Das Unternehmen will künftig den mit seinen CDMA-Lizenzen erwirtschafteten Umsatz auf unvorteilhaftere Weise verbuchen. Bei einigen Wachstumswerten schlugen weiterhin auch skeptische Analystenstimmen zu Buche. So verbilligten sich Cisco Systems nach einer Abstufung von Lehman Brothers um 2,19 Prozent auf 19,16 Dollar. Ebay gerieten nach einem Downgrade ebenfalls unter Druck, verbesserten sich aber schlussendlich um weitere 0,83 Prozent auf 93,10 Dollar.

Der Euro gab 0,03 Prozent auf 1,2182 Dollar ab. Der Oktober-Rohölfuture stieg um 1,71 auf 45,59 Dollar pro Barrel. Dezember-Gold legte um 1,10 auf 407,60 Dollar pro Unze zu.

Adler
18.09.2004, 08:50
Guten morgen @all :D

Adler
18.09.2004, 08:56
Gerüchte um Nike-Offerte für Puma - Analysten skeptisch
Freitag 17 September, 2004



Frankfurt (Reuters) - Gerüchte um eine angebliche Kaufofferte des US-Sportartikelherstellers Nike für den deutschen Konkurrenten Puma haben den Puma-Kurs am Freitag nach Händleraussagen zeitweise auf ein Allzeithoch getrieben.

Analysten zeigten sich jedoch skeptisch und verwiesen auf kartellrechtliche Probleme und bezweifelten den ökonomischen Sinn einer solchen Transaktion. Puma wollte sich zu den Marktgerüchten nicht äußern.

Die Puma-Papiere verteuerten sich am Freitag in der Spitze um 2,5 Prozent auf ein neues Jahreshoch von 222,93 Euro. Später schmolzen die Gewinne wieder auf ein Plus von 0,6 Prozent zusammen. "Ich halte das aber für wenig wahrscheinlich, wenn man sich die kartellrechtliche Seite mal anschaut", sagte ein Analyst. Andere sahen auch ökonomisch wenig Sinn und hielten es für gezielt in den Markt gebrachte Spekulationen, um den Kurs in die Höhe zu treiben. "Ein Kauf brächte wenig Synergien", sagte ein Aktienexperte. Händler verwiesen auf ähnliche Gerüchte aus dem August, als es hieß, der US-Sportartikelherstellers Reebok plane eine Offerte für den Puma-Konkurrenten adidas. Dies hat sich zumindest bislang jedoch nicht bewahrheitet.

Adidas-Papiere führten am Nachmittag die Gewinnerliste im Deutschen Aktienindex (Dax) mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 111,18 Euro an. Händler führten dafür charttechnische Gründe an. Der deutsche Leitindex lag zeitgleich 0,3 Prozent im Plus bei 3974 Punkten.

Nils Lesser, Analyst bei HSBC Trinkhaus, sagte, Adidas und Puma profitierten von einer positiven Grundstimmung für die Branche nach der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen. Die nächste größere Veranstaltung dieser Art ist die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland für 2006, für die am Donnerstag in Berlin ein erstes Geschäft mit Fan-Artikeln eröffnet wurde.

Adler
18.09.2004, 08:57
Al-Kaida erwog offenbar Anschlag auf Londoner Unterhaus
Freitag 17 September, 2004



London (Reuters) - Die moslemische Extremisten-Organisation Al Kaida hat offenbar einen Anschlag auf das britische Unterhaus erwogen.

Der Fraktionschef der regierenden Labour-Partei Peter Hain sagte am Freitag vor dem Parlament, die Geheimdienste hätten ihn vor einiger Zeit über entsprechende Aktivitäten von Al-Kaida-Anhängern informiert. "Ich war entschlossen, darauf zu reagieren", sagte Hain, ohne Einzelheiten zu nennen. Er forderte die Schaffung des Postens eines professionellen Sicherheitsdirektors für das Parlament. Derzeit wird die Sicherheit von einem "Serjeant-at-Arms" gewährleistet, der von in traditioneller Tracht gekleideten und mit einem Schwert ausgestatteten Wachpersonal unterstützt wird.

Hain reagierte damit auf mehrere Vorfälle in jüngster Vergangenheit, in denen die Sicherheitskontrollen des Parlaments umgangen werden konnten. Am Freitag berichtete die Boulevardzeitung "Sun", einem ihrer Reporter sei es gelungen, drei Wochen als Kellner im Parlamentsrestaurant zu arbeiten und zudem eine Bombenattrappe in das Gebäude zu schmuggeln. Am Mittwoch war es Gegnern des Verbots der Hetzjagd auf Füchse gelungen, während einer Sitzung in den Plenarsaal einzudringen.

Adler
18.09.2004, 08:58
Erneut schwerer Anschlag auf Polizei in Bagdad: 13 Tote
Freitag 17 September, 2004



Bagdad (Reuters) - Mit einem zweiten schweren Anschlag auf die irakische Polizei binnen weniger Tage haben Aufständische in dem Golfstaat am Freitag ihre Serie von Gewaltakten fortgesetzt.

Ein Selbstmordattentäter riss bei dem Bombenanschlag im Zentrum Bagdads mindestens 13 Menschen mit in den Tod. Der US-Armee zufolge wurden 50 weitere verletzt. Im Gebiet um die westlich von Bagdad gelegene Rebellenbastion Falludscha tobten wieder heftige Kämpfe: Bei einem Luftangriff kamen nach US-Angaben rund 60 ausländische Kämpfer ums Leben. Nach irakischen Angaben starben auch Dutzende Zivilisten. Die Rebellen wollen das Land destabilisieren und die Wahlen im Januar verhindern. US-Außenminister Colin Powell räumte ein, dass der Termin nicht zu halten sei, sollte die Sicherheitslage unverändert bleiben. Der US-Verbündete Großbritannien zeigte sich bereit, weitere Soldaten zur Absicherung der Wahlen zu entsenden.

Die Polizei war mit dem Anschlag in Bagdad vom Freitag zum zweiten Mal binnen weniger Tage Ziel eines Angriffs der Aufständischen. Am Dienstag hatten sie bei einem Anschlag auf eine Polizeiwache in der irakischen Hauptstadt 47 Menschen getötet.

Die Autobombe explodierte am Freitag neben Polizeifahrzeugen, die ein Viertel abriegeln sollten, in der es immer wieder zu Kämpfen zwischen US-Truppen und Rebellen gekommen ist. Der Sprengsatz riss einen riesigen Krater in die Straße. Mehrere Polizeifahrzeuge brannten und eine dichte Rauchwolke stieg über dem Anschlagsort auf. Zuvor hatten US-Soldaten im Morgengrauen auf den mit Sprengstoff vollgepackten Wagen gefeuert und zwei Insassen getötet, als das Auto auf den Polizei-Kontrollposten nahe der Rebellengegend an der Haifa Straße zuraste. Später waren eine Detonation sowie Gewehrfeuer in der Haifa Straße zu hören, in die US-Truppen einrückten. Bei einer Razzia an der Haifa Straße wurden später nach Polizeiangaben 63 Militante festgenommen, darunter Syrer, Ägypter und ein Sudanese.

"ANGRIFFE IN FALLUDSCHA ZIELEN AUF AL-KAIDA-VERBÜNDETE AB"

Der Angriff in Falludscha sei Teil eines "Präzisionsschlags" gegen ein Lager von Anhängern des Moslem-Extremisten Abu Mussab al-Sarkaui gewesen, teilte das US-Militär mit. Sarkaui soll Verbindungen zur Al-Kaida von Osama bin Laden unterhalten. Zum Zeitpunkt des Angriffs hielten sich nach US-Angaben etwa 90 Kämpfer in dem Lager auf. Drei Gebäude seien zerstört worden. Überlebende Kämpfer hätten sich in die Stadt Karjat ar Rufusch geflüchtet. Nach Angaben des irakischen Gesundheitsministeriums wurden 45 Zivilisten bei den Angriffen getötet. Reuters-TV zeigte Bilder von blutüberströmten Leichen in einem Hospital - darunter Frauen und Kinder.

In den vergangenen Wochen haben US-Streitkräfte rund ein Dutzend Angriffe auf Falludscha geflogen. Die sunnitische Rebellenhochburg westlich von Bagdad wird von Aufständischen kontrolliert. Die US-Armee hat erklärt, vor den für Januar geplanten Wahlen, alle von Rebellen gehaltenen Widerstandsnester zurückerobern zu wollen.

POWELL: RECHNE MIT VERBESSERUNG DER LAGE BIS ZU DEN WAHLEN

Auch Powell bekräftigte in der Zeitung "Washington Times", die Rebellengebiete müssten wieder unter die Kontrolle der Übergangsregierung gebracht werden. Er rechne nicht damit, dass die Lage bis Januar so instabil bleiben werde wie jetzt. Angesichts der anhaltenden Kämpfe und einer Entführungsserie im Irak hatte der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), Kofi Annan, zuvor den geplanten Termin für freie Wahlen erneut in Frage gestellt.

Der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon sagte am Rande eines Nato-Ministertreffens im niederländischen Noordwijk, sein Land sei bereit, die Truppenzahl im Irak der Lage anzupassen. "Falls es nötig ist zusätzliche Truppen zu stellen, um eine angemessene Sicherheitslage für die Wahlen zu gewährleisten, werden wir das tun." Großbritannien ist mit 8500 Soldaten im Irak zweitgrößter Truppensteller nach den USA, die dort rund 138.000 Mann stationiert haben.

Adler
18.09.2004, 08:59
Hartz IV könnte Arbeitslosenzahl auf fünf Millionen steigern
Freitag 17 September, 2004



- von Holger Hansen -

Berlin (Reuters) - Ausgerechnet die Sozialreform Hartz IV, die mehr Arbeitslose in Beschäftigung bringen soll, könnte Wolfgang Clement eine Rekordarbeitslosigkeit bescheren.

Der Bundesarbeitsminister läuft Gefahr, dass im Winter die Arbeitslosenzahl erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik die Marke von fünf Millionen erreicht. Ob es so kommt, wagen selbst Experten nicht mit Sicherheit zu sagen. "Man kann nicht ausschließen, dass es im Januar den ganz großen Sprung nach oben gibt", sagt etwa die Arbeitsmarkt-Expertin bei der Deutschen Bank, Manuela Preuschl. Hintergrund ist, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) warnt, als Folge der Hartz-Reform könnten bis zu 300.000 bereits arbeitslose Sozialhilfeempfänger neu in der Statistik auftauchen. Da Experten ohne Berücksichtigung der Reformwirkungen von etwa 4,8 Millionen Arbeitslosen im Februar 2005 ausgehen, würde die Fünf-Millionen-Marke überschritten.

ARBEITSLOSENSTATISTIK MIT VIELEN UNWÄGBARKEITEN

Übersehen wird dabei oft, dass die Reform die Statistik der Arbeitslosen nicht nur be-, sondern auch entlastet. Ab Oktober sollen 100.000 Langzeitarbeitslose durch Sprachkurse und durch etwa 50.000 Ein-Euro-Jobs beschäftigt werden. Sie fallen aus der Statistik. Experten bei den Arbeitsagenturen registrieren zudem vage Anzeichen, dass sich manche Langzeitarbeitslose intensiver um eine Arbeit bemühen. "Da spielt wohl die Angst mit, dass sie mit der Einführung des Arbeitslosengeldes II weniger oder gar nichts mehr bekommen", sagt ein Behördensprecher.

Zudem könnte sich eine unbestimmte Zahl von bisherigen Beziehern von Arbeitslosenhilfe aus der Statistik abmelden, die keinen Anspruch auf das Arbeitslosengeld II haben, das ab Januar die Arbeitslosen- und Sozialhilfe für über drei Millionen Langzeitarbeitslose ersetzt. Nach Schätzungen könnten etwa 500.000 bisherige Bezieher von Arbeitslosenhilfe gar kein Geld mehr erhalten, weil das Einkommen ihrer Lebenspartner zu hoch ist. Für diejenigen, die ohnehin keinen Job suchen, gibt es dann keinen Grund, sich länger arbeitslos zu melden. Auch von den etwa 340.000 allein Erziehenden mit Sozialhilfe werden sich viele nicht in der Arbeitslosenstatistk niederschlagen, weil sie mangels Kinderbetreuung nicht als erwerbsfähig gelten.

Als größte Belastung für die Arbeitslosenstatistik könnten sich die erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger erweisen, die noch nicht bei den Arbeitsagenturen registriert sind. Nach Einschätzung des BA-Vorstandsmitgliedes Heinrich Alt könnten dies bis zu 300.000 der etwa eine Million erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger sein. In der BA wird aber eingeräumt, dass sich diese Annahme als viel zu hoch erweisen könnte. In internen BA-Vorlagen variiert diese Zahl zwischen 200.000 bis 250.000. Nach Schätzungen könnten nochmals etwa 100.000 Arbeitslose hinzu kommen, vor allem arbeitslose Frauen, die sich bisher durch hohe Arbeitslosenhilfe des Ehepartners versorgt sahen.

Weitere Unwägbarkeiten sorgen dafür, dass sich die Entwicklung der Arbeitslosenzahl nur schwer vorher sagen lässt. Von den rund 400.000 älteren Arbeitslosen etwa, die mit 58 Jahren aus der Statistik ausgeschieden sind, könnten sich viele dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stellen, ohne dass sich ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz verbessert hätten. Die Jugendarbeitslosigkeit könnte hingegen durch den Rechtsanspruch auf ein Arbeits-Angebot, Ausbildung oder Qualifizierung sinken. In der Statistik dürfte sich dies zum Jahresanfang aber kaum niederschlagen. Schneller greifen könnte nach Einschätzung von Experten die Ausweitung der gemeinnützigen Ein-Euro-Jobs. Bei einer Arbeitsstundenzahl von mehr als 15 Stunden in der Woche gelten Ein-Euro-Jobber nicht mehr als arbeitslos.

NEUE STATISTIK NACH ILO-STANDARD ERSTMALS IM FEBRUAR

Nach Einschätzung von Volkswirten der Dresdner Bank wären unter dem Strich wegen der Hartz-Auswirkungen auf die Statistik "fünf Millionen Arbeitslose im Winter 2005 keine Überraschung". Experten werten dies aber nicht als Ausdruck einer gravierenden Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt, sondern als statistisch bedingt. Weithin wird erwartet, dass die Konjunkturerholung im ersten Halbjahr 2005 endlich auch den Arbeitsmarkt entlastet.

Spätestens ab Februar 2005 soll die BA-Arbeitslosenstatistik durch ein neues Zahlenwerk ergänzt werden, das vom Bundesamt für Statistik mittels einer monatlichen Stichprobe von 30.000 Befragten erhoben wird. Die Erwerbslosenzahl auf dieser Basis dürfte viel geringer sein, weil sie sich an dem Standard der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) orientiert, wonach jeder, der auch nur eine Stunde in der Woche arbeitet, nicht als arbeitslos gilt. "Wir werden im Februar mit dem Ergebnis der Januar-Umfrage erstmals auf den Markt kommen", kündigt Thomas Riede vom Statistischen Bundesamt an.

Die ILO-Statistik erschwert es der Politik nach Überzeugung von Experten deutlich, per Gesetz die Arbeitslosenzahl zu beschönigen. So wurden laut Stiftung Marktwirtschaft im August rund 1,3 Millionen Arbeitslose nicht in der offiziellen Arbeitslosenzahl von rund 4,35 Millionen berücksichtigt, weil sie mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert wurden. So könnte die BA auch die Schreckenszahl von fünf Millionen Arbeitslosen vermeiden, wenn die Trainingsmaßnahmen kurzfristig erhöht würden. Die Opposition im Bundestag, die in ihrer Regierungszeit bis 1998 derlei Instrumente durchaus zu nutzen wusste, drängt auf mehr Klarheit der Arbeitsmarktstatistik. Nach ihrem Willen soll die Statistik neu gestaltet werden, weil an ihr "vielfach Erfolg oder Misserfolg der jeweiligen Bundesregierung gemessen und so auch Wahlentscheidungen mitbeeinflusst würden", heißt es im Antrag der CDU/CSU-Fraktion unter dem Titel "Ausmaß der Unterbeschäftigung verdeutlichen".

Adler
18.09.2004, 09:00
Putin: Westen nachgiebig gegenüber Terroristen
Freitag 17 September, 2004 19:59 CET





- von Jonathan Thatcher -

Moskau (Reuters) - Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem Westen Nachgiebigkeit gegenüber Terroristen vorgeworfen und damit die Kluft zwischen beiden Seiten in der Tschetschenien-Frage verschärft.

"Eine schützende und nachgiebige Haltung gegenüber den Mördern kommt einer Komplizenschaft gleich", sagte Putin am Freitag in Moskau bei einem Treffen von Bürgermeistern aus aller Welt. Wenige Stunden zuvor hatte sich der tschetschenische Rebellenführer Schamil Bassajew im Internet zur Geiselnahme im südrussischen Beslan bekannt und mit weiteren Anschlägen gedroht. Bei der Geiselnahme waren vor zwei Wochen mehr als 320 Geiseln getötet worden, die Hälfte von ihnen Kinder.

"Wir haben seit langem vor der Bedrohung durch Terroranschläge gewarnt, aber unserer Stimme wurde nicht gehört", sagte Putin. Er verglich die Forderung ausländischer Politiker, mit den tschetschenischen Separatisten zu verhandeln, mit der fehlgeschlagenen Beschwichtigungspolitik gegenüber dem Nazi-Regime in Deutschland. "Erinnern Sie sich, was uns die Geschichte gelehrt hat: Das einvernehmliche Abkommen mit Adolf Hitler in München 1938. Natürlich ist das Ausmaß der Konsequenzen ein anderes. Aber die Situation ist sehr ähnlich."

PUTIN WIRFT WESTEN DOPPELMORAL VOR

Putin warf den westlichen Regierungen zugleich eine Doppelmoral bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus' vor. Nach der Tragödie von Beslan hatten die Regierungen der USA und einiger westeuropäischer Staaten Putins hartes Durchgreifen gegen die Extremisten begrüßt, aber eine politische Lösung des Kaukasus-Konflikts gefordert. Russland lehnt Verhandlungen mit den Rebellenführern über eine Unabhängigkeit der russischen Republik jedoch strikt ab.

Russland bereite sich auf Präventivangriffe auf Terroristen-Lager überall in der Welt vor, bekräftigte der Präsident internationaler Kritik zum Trotz weiter. Einzelheiten nannte er nicht. Den Rebellenführer Bassajew hatte Putin als Teil einer "Terroristischen Internationale" bezeichnet.

Bassajew wies eine Verbindung zum Moslem-Extremisten Osama bin Laden zurück. "Ich kenne Bin Laden nicht. Ich erhalte kein Geld von ihm, würde es aber auch nicht ablehnen", fügte er hinzu. Zugleich rechnete Bassajew die Kosten der jüngsten Anschläge auf, bei denen mehr als 410 Menschen ermordet wurden: Für die Anschläge auf zwei russische Flugzeuge, bei denen Ende August 89 Menschen ums Leben kamen, habe er 4000 Dollar ausgegeben, für den Bombenanschlag in Moskau 7000 Dollar und für die Geiselnahme in Beslan 9700 Dollar.

BASSAJEW: "WIR WERDEN WEITER KÄMPFEN"

"Wir werden weiter kämpfen, so wie es uns passt und opportun erscheint, und zwar nach unseren Regeln", drohte Bassajew. Er machte Putin für die Tragödie verantwortlich, da dieser eine Erstürmung der Schule von Anfang an geplant habe. Die Geiselnehmer hätten einen Rückzug der russischen Truppen aus Tschetschenien oder aber den Rücktritt Putins gefordert. Sie hätten über Mittelsmänner auch angeboten, dass Kleinkindern Nahrung und Wasser gebracht werden könne, falls Russland mit der Erfüllung der Forderungen beginne. Insgesamt hatten die Extremisten in der Schule mehr als 1100 Menschen zwei Tage lang ohne Wasser und Lebensmittel festgehalten.

millimaus
18.09.2004, 09:01
Guten Morgen actr, coralle, adler, sto, toro, lin, all

Grüße :D :D :D

Adler
18.09.2004, 09:01
EU genehmigt Rechtevermarktung der Bundesliga
Freitag 17 September, 2004 18:25 CET



Brüssel (Reuters) - Die EU-Kommission hat ein neues Vermarktungssystem für Übertragungsrechte an Fußball-Bundesligaspielen vorläufig genehmigt.

Die EU-Wettbewerbsbehörde teilte am Freitag in Brüssel mit, damit werde die zentrale Vermarktung der Rechte liberalisiert und zugleich die Möglichkeit für die Vereine verbessert, Teile der Rechte selbst zu verkaufen. Die Einigung mit dem deutschen Ligaverband bessert Vorschläge aus dem vergangenen Jahr nach und regelt vor allem die Übertragung von Spielen im Internet und auf Mobiltelefonen. Eine Sprecherin der Behörde sagte, die Genehmigung habe Symbolcharakter für andere Länder. Sie sei noch vorläufig, um betroffenen Dritten die Möglichkeit zu Einsprüchen zu geben.

Bereits im vergangenen Jahr hatten sich EU und Fußballliga über die Grundbedingungen der künftigen Rechtevermarktung verständigt. Vorgesehen war, die Übertragungsrechte nicht mehr zentral zu vermarkten, sondern in Pakete aufzuteilen. Einen Teil der Rechte sollen die Vereine der 1. und 2. Liga eigenständig vermarkten. Live-Übertragungen würden in mindestens vier Pakete aufgespalten. Zudem sollten alle Spiele auch für Live-Übertragungen im Internet und auf UMTS-Handys verfügbar sein. Die Regelung soll für das Fernsehen von Juli 2006 an, für alle anderen Medien im Juli kommenden Jahres gelten.

Diese Regeln wurden nun ergänzt. Vorgesehen ist, dass vom Sommer 2006 an die Liga pro Spieltag mindestens 90 Minuten Live-Berichterstattung mit allen wichtigen Szenen aus dem Internet anbietet. Zudem können die Klubs dann ihre Heimspiele unmittelbar nach Spielende selbst vermarkten. Für die Verktung von Heimspielen im Mobilfunk sollen für die Vereine gar keine Beschränkungen gelten.

Adler
18.09.2004, 09:01
Guten morgen millimaus :D
Guten Morgen actr, coralle, adler, sto, toro, lin, all

Grüße :D :D :D

Adler
18.09.2004, 09:03
RWE verkauft Großteil der Umweltsparte an Rethmann
Freitag 17 September, 2004 18:25 CET



Düsseldorf (Reuters) - Der Essener Energiekonzern RWE will seine seit Februar auf der Verkaufsliste stehende Umwelt- und Entsorgungssparte an den größten Konkurrenten Rethmann verkaufen.

Rethmann übernehme 70 Prozent des Geschäftsvolumens der Sparte, die einen Unternehmenswert von rund 800 Millionen Euro habe, teilte RWE am Freitag mit. Die restlichen 30 Prozent des Umsatzvolumens, die Rethmann aus kartellrechtlichen Gründen nicht übernehmen könne, sollen in den nächsten drei Jahren verkauft werden. RWE hatte im Februar die Trennung von der Umweltsparte angekündigt, nachdem dieser Geschäftsbereich seit längerem den Renditeanforderungen des Energiekonzerns nicht mehr entsprochen hatte. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Reinhard Schultz erklärte, durch die Übernahme entstünde ein nicht akzeptables Entsorgungsmonopol. Es sei zu hoffen, dass das Bundeskartellamt die Übernahme untersage.

Ein Vertrag mit Rethmann solle in Kürze unterzeichnet werden, teilte RWE mit. Danach müsse noch das Bundeskartellamt zustimmen. Mit dem Abschluss der Transaktion rechne RWE im Frühjahr 2005. "Angesichts der engen kartellrechtlichen Spielräume haben wir gemessen an unseren Zielen eine optimale Transaktionsstruktur gefunden", sagte RWE-Chef Harry Roels. Der Sparte sei eine solide Zukunftsperspektive gegeben worden. Im Frühjahr und Frühsommer dieses Jahres hatte sich RWE bereits von seinen großen Industriebeteiligungen Hochtief und Heidelberger Druckmaschinen getrennt.

Durch den Verkauf aller Umweltaktivitäten werde sich die Nettoverschuldung um rund 0,4 Milliarden Euro verringern, hieß es weiter. Die Ergebnisprognose für 2004 werde sich durch die Trennung nicht ändern. Zuletzt hatte RWE im August erklärt, das Betriebsergebnis werde 2004 im einstelligen Prozentbereich zulegen.

Das im westfälischen Lünen beheimatete Familienunternehmen Rethmann erwirtschaftete zuletzt mit knapp 17.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,87 Milliarden Euro. Der Umsatz der RWE-Umweltsparte liegt den Unternehmensangaben zufolge in ähnlicher Größenordnung.

Für das Umweltgeschäft von RWE hatten sich mehrere Unternehmen interessiert. Der Kölner Regionalversorger GEW RheinEnergie etwa erklärte angesichts seines geplanten Einstiegs in das Entsorgungsgeschäft Interesse an einzelnen Teilen.

Der Bundesverband der deutschen Entsorgungswirtschaft BDE begrüßte die Übernahme durch Rethmann als sinnvolle Bündelung von Kompetenzen.

Der SPD-Politiker Schultz kritisierte, in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus entstünde ein Entsorgungs-Monopol. "Diese Marktmacht ist nicht akzeptabel." Die Übernahme stünde aber noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. "Es ist zu hoffen, dass dieses die Monopolisierung der Abfallwirtschaft verhindert."

Die RWE-Aktie verlor am Freitag an der Börse in einem freundlichen Umfeld 0,2 Prozent auf 39,35 Euro.

Adler
18.09.2004, 09:03
Gutachten: Sparpaket erhält Börsenchancen der Bahn
Freitag 17 September, 2004



- von Markus Wacket -

Berlin (Reuters) - Die Deutsche Bahn hat der US-Investmentbank Morgan Stanley zufolge ihre Planung im ersten Halbjahr in fast allen Sparten verfehlt, auf Grund neuer Sparprogramme ihre Chance auf einen Börsengang 2006 aber gewahrt.

Der Bahn-Vorstand äußerte sich optimistisch, die eigene Planung für 2004 noch zu erreichen.

"Wesentlicher Grund für die Planverfehlung ist die hinter den Planzahlen zurückbleibende Profitabilitätsentwicklung in sämtlichen Unternehmens-Bereichen, mit Ausnahme des Fahrwegs", heißt es im neuesten Gutachten der Bank zum Bahn-Börsengang, das Reuters am Freitag vorlag. Die Bahn habe darauf im Juli mit einem zweiten, qualifizierten Ausgabenstopp reagiert. "Dies beinhaltet auch einen Einstellungsstopp und den Verzicht auf Entgeltanpassungen." Insgesamt sollen 2004 so 900 Millionen Euro gespart werden. Zudem lägen zur Jahresmitte die Investitionen 380 Millionen unter Plan. "Die Aussicht auf eine Erfüllung der für die Kapitalmarktfähigkeit relevanten Kriterien durch die DB bleibt bis zum Jahresende 2004 in einer Gesamtbetrachtung vor diesem Hintergrund gewahrt", heißt es daher im Fazit der Bank.

Bahnchef Hartmut Mehdorn sieht die Bahn daher auch weiter auf Börsenkurs: "Wir sind am unteren Ende des Zielkorridors, aber im Zielkorridor." Das zweite Halbjahr werde besser laufen als das erste. Finanzvorstand Diethelm Sack sagte, 2004 werde die Bahn trotz eines Verlust im Halbjahr Gewinn schreiben. "Unsere Ziele sind nicht in Gefahr." Es gebe Probleme, die Bahn habe aber genug Steuerungspotenzial.

Die Bahn will noch vor der Bundestagswahl 2006 an die Börse. Die Bundesregierung will darüber im Frühjahr entscheiden. Um die Unternehmensentwicklung beurteilen zu können, hat der Bund Morgan Stanley mit der Analyse beauftragt. Einem Börsengang müssen Bundestag und Bundesrat zustimmen. Hier gibt es allerdings erheblichen Widerstand gegen die Pläne der Bahn.

PROFITABILITÄT DER BAHN WEIT VON ZIEL ENTFERNT

Das Ziel einer Rendite auf das eingesetzte Kapital von 2,7 Prozent im ersten Halbjahr habe die Bahn mit 1,8 Prozent klar verfehlt, heißt es in dem Gutachten. Bei der Betrachtung der wesentlichen Meilensteine auf dem Weg zur Kapitalmarktfähigkeit liege das Hauptaugenmerk auf der Fernverkehrs-Profitabilität, "hinsichtlich derer die DB derzeit nicht auf Kurs ist."

Die Zugauslastung habe in jedem Monat die Erwartungen verfehlt. Die Kundenzufriedenheit sei zwar zuletzt gestiegen, die Bahn gelte aber weiter als zu teuer. Auch die Billigflieger machten weiter Konkurrenz. Die hohen Benzinpreise hätten die Marktposition für die Bahn aber verbessert. Das Unternehmen erwägt derzeit aber ebenfalls unter Hinweis auf die gestiegenen Energiekosten eine Preiserhöhung.

"Der aus der Sicht des Kapitalmarkts bedeutende Nachweis, dass die negative Entwicklung in 2003 lediglich einen einmaligen Schock darstellte, konnte somit bislang noch nicht erbracht werden", heißt es zum Fernverkehr.

GUTACHTEN: BAHN MUSS SICH FÜR 2004 RUND 800 MILLION LEIHEN

Probleme bereitet der Bahn zudem dem Gutachten zufolge ein steigender Finanzbedarf. Dieser liege mit 1,7 Milliarden Euro weit über Plan. Davon könnten 900 Millionen durch Sparprogramme abgefangen werden. 800 Millionen könnten auf dem Kapitalmarkt aufgenommen werden, ohne das Bahn-Rating zu gefährden.

Morgan Stanley schreibt weiter, der Mittelzufluss für die Bahn leide darunter, dass Beteiligungen am Telefonunternehmen Arcor und dem Fährunternehmen Scandlines 2004 noch nicht verkauft werden konnten. An Scandlines halten die Bahn und der dänische Staat je 50 Prozent. An Arcor ist die Bahn mit gut 18 Prozent beteiligt.

Positiv wertet der Bericht die Entwicklung beim Fahrweg, also dem Schienennetz, obwohl der Personalabbau hier nicht so schnell vorangehe wie geplant. Die Personalkosten sollen bis 2008 von rund einer Milliarde Euro auf gut 800 Millionen sinken.

Auch der Regionalverkehr entwickele sich dank eines Sparprogramm gut, auch wenn die Umsatzziele dort bislang verfehlt wurden. Bislang habe sich die Sparte auch erfolgreich gegen die Konkurrenz von privaten Anbietern wie Connex gewehrt.

Die Bank macht insgesamt klar, dass die Kostensenkung der Schlüssel auf dem Weg zum Kapitalmarkt sein muss. Das erste Kostensenkungsprogramm habe gut 200 Millionen Euro erbracht, mit dem zweiten sollen es dann insgesamt 900 Millionen sein. "Trotz Gegensteuerungsprogramm und Ausgabenstopp ist allerdings schon heute absehbar, dass es signifikanter Anstrengungen der DB bedürfen wird, um in 2004 die Planvorgabe für das Betriebsergebnis nach Zinsen zu erreichen", heißt es.

Die Bahn will nach mehreren Verlustjahren in diesem Jahr wieder einen Gewinn von rund 310 Millionen Euro ausweisen. Schwarze Zahlen hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) als Voraussetzung für einen Börsengang genannt.

Adler
18.09.2004, 09:04
Allianz: Keine Pläne für kräftige Senkung bei Kfz-Versicherung
Freitag 17 September, 2004



München (Reuters) - Der Münchener Versicherer Allianz hat einen Bericht dementiert, wonach er im inländischen Fahrzeugversicherungs-Neugeschäft die Tarife kräftig senken und so eine Preisschlacht entfachen will.

"Wir zetteln mit Sicherheit keinen Preiskampf an", sagte ein Sprecher der Allianz Sachgruppe Deutschland am Freitag in München. "Insgesamt ist (bei den Preisen) im Neugeschäft kaum Bewegung - es geht vielleicht leicht nach unten."

Die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtete in ihrer Freitagausgabe, die Allianz habe die Tarife bei Neuabschlüssen für zahlreiche Kundengruppen drastisch gesenkt und damit einen neuen Preiskampf in der Branche eröffnet. Zum Teil würden Neukunden mit Preissenkungen von mehr als 30 Prozent gelockt. Der deutsche Branchenprimus mit knapp 18 Prozent Marktanteil wehre sich so gegen weitere Marktanteilsverluste. Das Blatt berief sich in dem Artikel auf Berechnungen von Allianz-Mitbewerbern.

Der Allianz-Sprecher bestätigte, es gebe bei Beamten und Angestellten des Öffentlichen Dienstes durchaus einen kleinen Bereich, in dem der neue Tarif eine Preissenkung von bis zu 30 Prozent ausmache. "Das Segment macht aber weniger als ein Prozent unserer Kunden aus", fügte er hinzu. Insgesamt habe der Konzern seine Tarife risikogerechter und differenzierter gestaltet. Dies umfasse sowohl Preissenkungen als auch -erhöhungen. "Das kann sich keiner leisten, dass er hier einen Preiskrieg entfacht." Bestehende Verträge würden zudem nicht verändert.

Die Allianz hatte in Deutschland 2003 nach eigenen Angaben einen Fahrzeugbestand von rund 8,8 Millionen, etwa 200.000 weniger als noch im Vorjahr. Die direkten Beitragseinnahmen im Kfz-Bereich lagen bei annähernd vier Milliarden Euro.

Die FTD berichtete weiter, die Allianz-Konkurrenten wollten die Tarifabsenkungen nicht tatenlos hinnehmen. "Wir werden gelassen reagieren, aber wir werden reagieren", zitierte das Blatt Rolf-Peter Hoenen, Chef des zweitgrößten Autoversicherers HUK-Coburg.

In einem unveränderten Marktumfeld notierte die Allianz-Aktie am Vormittag mit 85,40 Euro um 0,3 Prozent fester.

actr
18.09.2004, 09:05
Schönes Wochenende Nogger, Adler, Milli, Toro, Sto, Coralle, Lintorfer und ALL :D:D:D

Adler
18.09.2004, 09:10
Performance des September in Wahljahren (offen)

Der September ist als schwächster Monat des Jahres bekannt. Seit 1930 beträgt seine durchschnittliche Performance minus 1,46%.

Mich hat die Häufigkeitsverteilung des September interessiert. Auf dem unteren Chart sind alle Septemberbewegungen seit 1930 im Dow dargestellt, eingeteilt in Kategorien nach ihrer prozentualen Veränderung. Die rote Linie trennt die Minus- von den Plus-Monaten.
http://www.wallstreet-online.de/img/news/028/56/92


Als erstes springt die Kategorie mit der größten Häufigkeit ins Auge. Das ist die Kategorie -2 bis 0 Prozent gleich links von der roten Linie. Bisher fielen 22 September in diesen Bereich. Die Extrema waren der September 1930 mit einem Minus von 30,70 Prozent sowie der September 1939 mit einem Plus von 11,72 Prozent. Von 74 Septembermonaten endeten nur 28 im Plus; die Wahrscheinlichkeit eines positiven Septembers beträgt lediglich 37,8%.

In Wahljahren sieht das Bild ein wenig anders aus, der September scheint geradezu „besänftigt“: Extrema gibt es nicht. Die schlechteste Wahljahres-September-Performance wurde 1960 mit -7,32 Prozent gemessen, die beste 1968 mit +4,44 Prozent. Dies zeigt, dass der September in Wahljahren ein Monat des Abwartens ist. Dafür spricht auch, dass die durchschnittliche Performance mit minus 0,15 Prozent einen vernachlässigbaren Verlust aufweist. Die Wahrscheinlichkeit eines positiv endenden September in Wahljahren beträgt 44,4 Prozent.
http://www.wallstreet-online.de/img/news/028/56/93


Fazit: Der September verhält sich in Wahljahren wesentlich freundlicher als in Nicht-Wahljahren und zeigt nur geringe Ausreißer nach unten und nach oben. Der moderierende Einfluss der bevorstehenden Wahl ist deutlich erkennbar. Dennoch ist der September auch in Wahljahren durchschnittlich ein – wenn auch leichter – Minusmonat.

Adler
18.09.2004, 09:11
actr dir auch ein schönes WE :D
Schönes Wochenende Nogger, Adler, Milli, Toro, Sto, Coralle, Lintorfer und ALL :D:D:D

Adler
18.09.2004, 09:12
Samsung: Intel-Vorsprung verringert sich

Samsung hat seinen Anteil auf dem weltweiten Chipmarkt im abgelaufenen Quartal deutlich steigern können. Dies meldete heute der Branchendienst iSupply. Gegenüber dem Vorjahr hat das koreanische Unternehmen einen Umsatzzuwachs von 84,7 Prozent erzielt und lag bei dieser Kennzahl an der Spitze der 10 größten Mikrochiphersteller. Auf Platz 2 folgte Texas Instruments mit einem Umsatzzuwachs von 47 Prozent. Der Markt insgesamt ist um 34,4 Prozent gewachsen.

Die höchsten Chipumsätze konnte nach wie vor Intel (Nachrichten) verbuchen. Allerdings steigerten die Amerikaner ihren Umsatz im Jahresvergleich um lediglich 20 Prozent. Der Abstand bei den Weltmarktanteilen zwischen Samsung (Nachrichten) und Intel ist damit von 9,8 auf 6,5 Prozent zusammengeschrumpft.

Ein beeindruckendes Comeback konnte laut iSupply der angeschlagene DRAM-Hersteller Hynix hinlegen. Dort hat sich der Umsatz im Jahresvergleich um 104 Prozent erhöht.

Adler
18.09.2004, 09:13
Ford zieht bei Jaguar die Notbremse

erstellt 18.09.04, 07:01h
Wegen der Absatzschwierigkeiten bei Jaguar hat der Ford-Konzern drastische Einschnitte beschlossen.

Gewerkschaften kündigen massiven Widerstand gegen die Entscheidung an.
London / Dearborn - Wegen anhaltend schwacher Verkäufe hat der US-Autobauer Ford bei der britischen Edelmarke Jaguar die Notbremse gezogen. Wie Ford in Dearborn mitteilte, wird sich Jaguar mit Ende der laufenden Saison aus der kostspieligen Formel 1 zurückziehen. Gleichzeitig werde die Fahrzeugfertigung im Traditionswerk Browns Lane in der englischen Grafschaft Coventry aufgegeben. Dort werden demnach 1150 Stellen wegfallen. Gewerkschaftsvertreter kritisierten die Entscheidung. Der Generalsekretär der Gewerkschaft Amicus, Derek Simpson, sagte, sie könne letztlich das Ende für Jaguar bedeuten. Die Arbeitnehmer würden deshalb massiven Widerstand leisten.

Ford hatte Jaguar 1989 gekauft. Nach dem für September 2005 vorgesehenen Aus für die Fertigung in Browns Lane, wo derzeit noch 2000 Menschen arbeiten, soll es künftig nur noch zwei Jaguar-Fertigungsstätten in England geben. Kündigungen seien nicht geplant, erklärte Ford. 425 Arbeitsplätze werden laut Jaguar in das Werk Castle Bromwich verlegt, andere Arbeiter würden einvernehmlich ausscheiden. Das 50 Jahre alte Werk soll daneben weiter als Hauptquartier von Jaguar dienen und die Fertigung von hölzernen Komponenten für die Innenausstattung beherbergen. Ford kündigte außerdem an, in der Fabrik Gaydon 300 neue Arbeitsplätze zu schaffen, wo die Marke Aston Martin gebaut wird.

„Fakt ist, dass wir trotz deutlicher Verkaufssteigerungen und einem ausgezeichneten Qualitätsniveau in den vergangenen Jahren nicht in der Lage waren, mit deutlich größeren Konkurrenten Schritt zu halten“, erklärte Jaguar-Chef Joe Greenwell. „Wir haben zu viel Kapazität, und das ist unser unterschwelliges Strukturproblem.“ Mit der Dollar-Schwäche und einem nie da gewesenen Preiskrieg im Premium-Markt habe sich die Lage weiter verschärft. Die Premier Automotive Group (PAG), in der die britischen Ford-Marken Aston Martin, Jaguar und Land Rover zusammengefasst sind, vermeldete im Juli für das zweite Quartal einen Verlust von 362 Millionen Dollar (298 Millionen Euro).

Ford-Finanzvorstand Don Le-Clair sagte, die nun eingeleiteten Schritte würden die Probleme bei Jaguar nicht sofort beseitigen. Die PAG könne aber voraussichtlich vor Sondereinflüssen im vierten Quartal dieses Jahres wieder die Gewinnschwelle erreichen. Die Kosten für die Umstrukturierung bei Jaguar wurden auf 450 Millionen Dollar beziffert.

Der Ford-Konzern hat unterdessen die Gewinnprognose für das dritte Quartal um zehn Cent pro Aktie erhöht. Ford rechnet jetzt mit einem Gewinn von zehn bis 15 Cent je Aktie. Für das Gesamtjahr wird ein Gewinn von 1,90 bis zwei Dollar je Aktie nach bisher 1,80 bis 1,90 Dollar je Aktie erwartet. Die Ford Company begründete die höheren Gewinnerwartungen vor allem mit der starken Leistung in der Finanzdienstleistungs-Sparte und der verbesserten Kostensituation im Autobereich. (afp, dpa)

Adler
18.09.2004, 09:14
Axel Springer schließt Vergleich mit Kirch-Firmen

Berlin - Nach einem jahrelangen Rechtsstreit um eine millionenschwere Verkaufs-Option haben sich der Verlag Axel Springer und mehrere Kirch-Gesellschaften auf einen Vergleich geeinigt.

Springer erhalte für den Verzicht auf die Optionsforderung die mittelbare Beteiligung an ProSiebenSat.1, die ohne finanzielle Gegenleistung um 1,8 Prozentpunkte auf zwölf Prozent erhöht werde, teilte Europas größter Zeitungsverlag am Freitag in Berlin mit. Zudem erhalte das Verlagshaus von der insolventen Taurus TV GmbH rund 60,3 Mio. Euro und bekomme vom Insolvenzverwalter eine Forderung von 325 Mio. Euro anerkannt.

Auslöser des Streits war die im Januar 2002 von Springer ausgeübter Verkaufs-Option über ursprünglich 11,5 Prozent an Pro Sieben, die damals mit 767 Mio. Euro bewertet worden war und aus der mittlerweile eine Forderung von 894 Mio. Euro entstanden ist. Diese finanzielle Belastung hatte das Ende des Medien-Imperiums von Kirch eingeleitet. Mehrere Unternehmen der ehemaligen Kirch-Gruppe haben außerdem den Rechtsstreit mit den Universal Filmstudios in den USA beigelegt. rtr

Adler
18.09.2004, 09:16
Optikerkönig Fielmann schaut nach Südeuropa
Und denkt auch am 65. Geburtstag nicht an Ruhestand
Von Birger Nicolai

Hamburg - Solche Szenen liebt Günther Fielmann: "Ich habe in unserer umgebauten Lehrwerkstatt Hauptabteilungsleiter nachts Brillen schleifen sehen", erzählt der Eigentümer der Optikerkette. Es war Ende 2003, Kunden stürmten die Brillenläden, und jeder Mitarbeiter musste mithelfen. Grund für den Ansturm war der Brillenzuschuss der Krankenkassen, der Ende 2003 auslief. Unzählige Brillenträger wollten sich diesen Vorteil nicht entgehen lassen.

Fielmann profitierte davon wie kein anderer Optiker in Deutschland und gewann eine Million neuer Kunden hinzu. Wer von seinen Mitarbeitern in dieser Schlussphase mitzog, hatte bei dem Chef fortan einen Stein im Brett. Denn hart zu arbeiten, das ist für den Optikermeister nicht erst seit der Eröffnung seines ersten Geschäfts in Cuxhaven vor 32 Jahren eine Tugend. Heute wird Optikerkönig Fielmann 65 Jahre alt.

An dem Geburtstag dürfte jedoch kein Mitarbeiter dabei sein. Fielmann feiert im kleinen Kreis. In seinem Umfeld wird vermutet, dass er den Tag mit Freunden und Sohn Marc auf seinem Gut Schierensee verbringt. Seine Frau wie auch die Tochter Sophie dürften nicht anwesend sein. Das Paar lebt schon seit Jahren getrennt.

Fielmann fühlt sich wohl auf dem Land. Schierensee bei Kiel ist eines seiner vier Güter, das Herrenhaus dort aus dem Jahr 1785 ein Prachtbau. Auf dem Gut züchtet Fielmann so genannte Kärnter Brillenschafe, von denen er die weltgrößte Herde besitzt. Für seine Bionahrungs-Produkte zieht er auf den Gütern französische Limousin-Rinder auf. Mit Kleinvieh gibt sich Fielmann dabei nicht ab. Seine beiden Zuchtbullen "Janvier" und "Ivanhoe" bringen je 1,2 Tonnen auf die Waage. Unter der Marke "Gut Lütjensee", dem Agrarbetrieb in der Nähe seines Wohnhauses in Holstein, startet Fielmann nun eine Ladenkette für Bionahrung.

An Ruhestand denkt der Firmeneigentümer derzeit nicht. "Ich habe mich entschlossen, ein wenig weiter zu machen. Mir macht es halt noch Spaß", antwortet Fielmann seit einigen Jahren auf entsprechende Fragen. Außerdem, auch das kommt bei der Gelegenheit immer wieder, habe er als Unternehmer noch so viel vor. Nach Deutschland nimmt Fielmann nun südeuropäische Länder ins Visier. Was das heißt, haben zuletzt die Niederländer erfahren: Fielmann führte im Nachbarland einen Konkurrenzkampf mit der britischen Gruppe Specsavers, die sich dort ebenfalls etablieren wollte. Fielmann gewann das Duell über einen Preis von einem Cent für Komplettbrillen.

Der Firmenchef ist davon überzeugt, dass in Zukunft Hersteller von Brillen eigene Ladenketten aufmachen werden. Wie in anderen Handelsbranchen auch geht der Trend dahin, mehr Anteile der Wertschöpfungskette zu gewinnen. Fielmann macht dies bereits. Im brandenburgischen Rathenow stellt er Fassungen und Gläser her. Das Werk ist mit Investitionen von 45 Mio. Euro einer der Lichtblicke der Region. Um für Berufsnachwuchs zu sorgen, baut Fielmann zudem im Plöner Schloss eine eigene Bildungsstätte für Optiker auf. Sein größter Wunsch soll es sein, dass der heute 15-jährige Sohn Marc einmal das Unternehmen führt. Kenner seiner Person trauen ihm durchaus zu, dass Fielmann so lange weitermacht.

Adler
18.09.2004, 09:17
Rohöl legt um knapp 4 Prozent zu

Der Oktober-Rohöl-Future hat heute noch einmal um deutliche 3,9 Prozent auf 45,59 Dollar angezogen und sich damit diese Woche um insgesamt 6,5 Prozent verteuert. Im Handelsverlauf hatte der Kontrakt einen Höchststand von 45,80 Dollar erreicht.

Die meisten Händler gehen davon aus, dass die strategischen Rohölreserven der USA kommende Woche auf das niedrigste Niveau seit Jahresbeginn fallen könnten. Dies gilt als wahrscheinlich aufgrund der Produktionsausfälle im Golf von Mexiko durch den Hurrikan Ivan und seine herannahenden Nachfolger. Diese verhindern derzeit außerdem, dass Tanker mit Öl aus Übersee einen entsprechenden Hafen an der Südostküste anlaufen können.

Adler
18.09.2004, 09:18
US-Markt setzt sich über Ölrallye hinweg

Einige positive Unternehmensmeldungen, unter anderem vom Autobauer Ford und von Texas Instruments, haben in den USA dem gesamten Markt weiteren Schwung verliehen. Dabei setzten sich die Marktteilnehmer auch über die im Handelsverlauf deutlich gestiegenen Rohölnotierungen hinweg. Das überraschend gefallene Verbrauchervertrauen – gemessen von der Universität Michigan – wurde ebenfalls gelassen ignoriert. Insgesamt wandten sich die Anleger aber eher den gediegeneren Blue Chips zu, während für den Technologiesektor noch weitverbreitete Skepsis wahrzunehmen war.

Der Dow Jones Index legte heute um 0,39 Prozent auf 10.284 Punkte zu, der breitere S&P 500 stieg um 0,45 Prozent auf 1128 Zähler. Der Nasdaq Composite konnte sich um 0,32 Prozent auf 1910 Stellen verbessern.

Gefragt waren die Titel von Ford, wo völlig überraschend die Quartalsprognose angehoben wurde. Die Aktie des Autobauers, der auch ein Jaguar-Werk schließen und sich von den Formel-1-Aktivitäten trennen will, verbesserte sich um 1,94 Prozent auf 14,22 Dollar. Texas Instrument zogen um 2,27 Prozent auf 22,08 Dollar an, nachdem das Unternehmen eine Dividendenerhöhung und ein üppiges Aktienrückkaufsprogramm in Aussicht gestellt hatte. Qualcomm verloren dagegen 3,89 Prozent auf 38,83 Dollar. Das Unternehmen will künftig den mit seinen CDMA-Lizenzen erwirtschafteten Umsatz auf unvorteilhaftere Weise verbuchen. Bei einigen Wachstumswerten schlugen weiterhin auch skeptische Analystenstimmen zu Buche. So verbilligten sich Cisco Systems nach einer Abstufung von Lehman Brothers um 2,19 Prozent auf 19,16 Dollar. Ebay gerieten nach einem Downgrade ebenfalls unter Druck, verbesserten sich aber schlussendlich um weitere 0,83 Prozent auf 93,10 Dollar.

Der Euro gab 0,03 Prozent auf 1,2182 Dollar ab. Der Oktober-Rohölfuture stieg um 1,71 auf 45,59 Dollar pro Barrel. Dezember-Gold legte um 1,10 auf 407,60 Dollar pro Unze zu.

Adler
18.09.2004, 09:18
Nächste Woche 6 Börsengänge

Nach einem relativ schwachen IPO-Sommer, in dem der Suchmaschinenbetreiber Google den Grossteil der Aufmerksamkeit am Markt auf sich gezogen hat, nimmt die Zahl der Börsengänge in den USA derzeit wieder zu. In den kommenden Woche werden sich voraussichtlich insgesamt sechs Gesellschaften erstmals aufs Parkett wagen.

Der größte Brocken wird dabei der Börsengang des Baufinanzierers Saxon REIT, der 400 Millionen Dollar einsammeln will. Satte 288 Millionen Dollar hofft die Brathühnchenkette Gold Kist über die Platzierung von 18 Millionen Aktien einzunehmen. Daneben will das Unternehmen weitere 32 Millionen Titel an ehemalige Anteilseigner ausgeben. Gold Kist ist aus einer Marketing-Kooperative im Bundesstaat Georgia entstanden. Zusätzlich stehen noch die IPOs des Lernzentrenbetreibers Educate Inc. (210 Mio.$) und der Unternehmen Cogent (171 Mio.$), Beacon Roofing Supply (176 Mio.$) und 51job Inc. (63 Mio.$) auf dem Terminplan.

Adler
18.09.2004, 09:19
Pepsi Bottling schließt Exklusiv-Vertrag mit University of Texas ab

Der US-amerikanische Getränkekonzern Pepsi (Nachrichten) Bottling (Nachrichten) Inc. gab am Freitag bekannt, dass man mit der University of Texas in El Paso einen Exklusiv-Vertrag hat abschließen können.

Demnach werden in Zukunft ausschließlich Soft-Drinks des Pepsi-Konzerns auf dem College-Gelände und im städtischen Sun Bowl Stadium vertrieben. Erst vergangene Woche hatte der Konzern erklärt, dass man an seiner EPS-Prognose für das dritte Quartal 2004 zwischen 67 und 71 Cents und für das gesamte Geschäftsjahr zwischen 1,68 und 1,74 Dollar festhält, während der Mitbewerber Coca-Cola Enterprises Inc. am vergangenen Mittwoch eine Gewinnwarnung herausgegeben hatte

Die Aktie von Pepsi Bottling gewinnt in New York 2,09 Prozent auf 27,38 Dollar hinzu.

Adler
18.09.2004, 09:20
Verabschiede mich jetzt erstmal Tschau und bis später

Bundeligatipps nicht vergessen :wink:

Rasputin
18.09.2004, 09:29
Guten Morgen @all und ein schönes Wochenende :-)


Künftig bis zu 3 Jahre Haft für illegales Kopieren von Musik oder Filmen
Freitag, 17. September 2004, 17.49 Uhr

Wer künftig beim illegalen Kopieren von urheberrechtlich geschützten
Werken (etwa Musik, Kinofilme) aus Internet-Tauschbörsen erwischt wird,
riskiert bis zu drei Jahre Gefängnis oder Geldstrafe. Das berichtet die
Zeitschrift COMPUTERBILD in ihrer aktuellen Ausgabe (ab 20. September
am Kiosk). Im Bundesjustizministerium wurde jetzt ein entsprechender
Entwurf zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes vorgestellt. Mit der
Reform soll die Strafbarkeit von illegalen Kopien aus dem Internet
klargestellt werden. Die war bislang gesetzlich nicht eindeutig geregelt.
Das Überspielen einzelner Songs aus illegalen Tauschbörsen soll straffrei
bleiben, wenn dies in geringem Umfang und ausschließlich zu privaten
Zwecken geschieht. Allerdings drohen Schadensersatzansprüche.

Rasputin
18.09.2004, 10:53
"Dreiste Preiserhöhung"
Benzinpreise rekordverdächtig

Die Spritpreise sind nach Angaben des Automobilclubs von Deutschland
(AvD) inzwischen schon fast wieder auf Rekordniveau. Im Schnitt müsse
man 1,00 Euro je Liter Diesel zahlen - fast so viel wie bei dem Rekord am
19. August mit 1,02 Euro, erklärte der AvD. Auch Super sei mit 1,19 Euro
nah am bisherigen Höchststand von 1,22 Euro.

"Wir dürfen gespannt sein, welch seltsame Begründung sich die
Ölkonzerne diesmal für diese dreisten Preiserhöhungen einfallen lassen",
sagte AvD-Sprecher Jochen Hövekenmeier mit Blick auf die Entspannung
des internationalen Ölmarktes. Die Preise wurden laut AvD in ganz
Deutschland angehoben und unterscheiden sich regional: Zwischen der
teuersten Region Kassel (Diesel 1,02 Euro/Super 1,21 Euro) und der
günstigsten Region Bremerhaven (0,97 Euro/1,12 Euro) liegen lediglich 5
Cent Preisunterschied bei Diesel sowie 9 Cent bei Super.

Beim Vergleich von Ölpreis, Dollar-Euro-Verhältnis sowie den
Rahmenbedingungen des Ölmarktes falle auf, dass die derzeitigen
Benzinpreise in Deutschland etwa 8 Cent zu hoch seien, erklärte der
AvD. "Mit dieser zusätzlichen Marge werden die Mineralölkonzerne wohl in
diesem Jahr wiederum neue Rekordgewinne verbuchen können."

Agent19
18.09.2004, 11:14
Advanced Medien AG: Übernahme von Atlas Air erfordert komplette Neubewertung der Aktie

In der aktuellen Ausgabe des Börsenmagazins International Stock Picker empfehlen die Aktien-Experten die Aktie der Advanced Medien AG (WKN: 126218) zum Kauf. Das 12-Monatskursziel liegt bei 2,60 Euro. Derzeit notiert die Aktie bei 1,40 Euro.
Der ehemalige Lizenzrechtehändler und Filmproduzent aus München
suchte mehrere Monate nach einem geeigneten Übernahmekandidaten. Im Mai 2004 unterzeichnete Vorstand Otto Dauer den Kaufvertrag für
sämtliche Geschäftsanteile der Atlas Air Gruppe. Der niedrige
Kaufpreis von 4,5 Mio. Euro erklärt sich dadurch, dass der Kauf aus
der Insolvenzmasse der Kinowelt AG erfolgte.
In den letzten Tagen konnte Dauer einige Institutionelle Anleger
im Rahmen der Kapitalerhöhung, die sehr erfolgreich verlief, als neue
Aktionäre bei Advanced Medien gewinnen.
Nun ist die Atlas Air quasi das neue Geschäft der Advanced Medien.
Sei mehr als 20 Jahren ist die stets profitable Atlas Air einer der
führenden Dienstleister für Luftfahrtgesellschaften im Bereich der
Bordunterhaltung in Flugzeugen. Das Angebot von Atlas Air umfasst
u.a. die Programm-Recherche und Filmauswahl, den Einkauf der
Airline-Filmlizenzen sowie die Konfektionierung auf das jeweilige
Abspielsystem der Airline. Derzeit zählt Atlas Air 24
Flugzeuggesellschaften in Europa, Asien, Mittlerer Osten und
Nordamerika zu seinen Kunden.
In 2005 erwartet der Vorstand von Atlas Air einen Umsatz von 26
Mio. Euro und ein Ergebnis pro Aktie von 0,30 Euro. ISP stuft die
Advanced Medien-Aktie mit einem 12-Monatskursziel von 2,60 Euro zum
Kauf.

und außerdem:

"Der Strafprozess gegen den Firmengründer beginnt am 28.9.2004 in München.“ resümiert Dauer die Vergangenheit bei Advanced Medien. Die Chancen stehen gut bis zu 4 Mio. Euro :shock: Schadensersatz (D&O Versicherung) von den ehemaligen Vorstandsmitgliedern zu erhalten. In Relation zur aktuellen Marktkapitalisierung eine stattliche Summe. Die derzeitige MK liegt bei rund 8,5 Mio Euro!

:wink:

robert-1966
18.09.2004, 11:18
Allen ein schönes Wochenende!! :D
Gruß

SK01
18.09.2004, 11:19
Einen wunderschönen guten Morgen alle zusammen, bin schon wieder am Feiern, die letzte Woche muss verdaut werden!

Allen ein prima Wochenende und denkt immer dran:

"Das Geld ist nicht weg, es hat nur gerade jemand anders :lol: :lol: :lol:

Na, ja, also geniesst das Wetter und entspannt Euch!

Grüsse

Sven :wink:

robert-1966
18.09.2004, 11:23
Ein Kunde kommt in einen Grazer Lebensmittelladen und bestellt beim jungen Angestellten einen halben Kopfsalat. Darauf der Junge: "Weiss nicht, ob wir halbe Salate verkaufen. Ich geh mal nach hinten und frage den Chef." Hinten im Laden: "Hey Chef: Da draussen ist ein Arschloch und möchte einen halben Kopfsalat kaufen", da bemerkt er, dass der Kunde direkt hinter ihm steht. Der Junge ergänzt:"und dieser edle Herr hier möchte die andere Hälfte haben." Der Chef willigt ein, der Kunde bezahlt und verlässt den Laden. Danach der Chef zum Jungen: "Hey, das war jetzt aber wirklich schlagfertig von dir! Da bin ich schwer beeindruckt. Woher kommst du eigentlich?" "Aus Vorarlberg, Meister!" "Aha! Und weshalb bist du von dort weggegangen, das ist doch eine schöne Gegend, oder?" "Tja, Chef, dort gibts nur Nutten und Eishockeyspieler." "Tatsächlich? Meine Frau kommt nämlich auch von dort..." "Oh, das ist aber interessant: In welchem Team hat sie denn gespielt?"

robert-1966
18.09.2004, 11:26
Für alle Männer, die gerne auf Hasenjagd gehen... :wink: :lol:

http://www.aquablues.ch/hasenjagd.html

Toro
18.09.2004, 12:57
Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich @all :lol: :lol: :lol:

Toro
18.09.2004, 12:58
E.ON-Chef - Wollen Energie-Preise vorerst nicht erhöhen

Berlin, 18. Sep (Reuters) - Das Energieunternehmen E.ON
will seine Strompreise vorerst nicht erhöhen. Zugleich
kritisierte E.ON-Vorstandschef Wulf Bernotat die laufende
Diskussion über Preiserhöhungspläne der Energieversorger als von
wenig Faktenkenntnis und stark von Emotionen geprägt.
"Bisher haben wir keine einzige Strompreiserhöhung
beantragt", sagte Bernotat der Zeitung "Welt am Sonntag" einem
Vorab-Bericht zufolge. Auch die Entgelte für die Nutzung ihres
Netzes durch Dritte werde E.ON nicht erhöhen. Das Unternehmen
müsse aber abwarten, ob es selbst höhere Entgelte für die
Nutzung der Netze der Konkurrenz zu zahlen habe. Die Stromfirmen
seien "weder Betrüger noch Abzocker", sagte Bernotat. E.ON fühle
sich zu Unrecht angegriffen.

Einige Konkurrenzunternehmen von E.ON hatten Preiserhöhungen
angekündigt. Ein Sprecher von E.ON Energie hatte daraufhin vor
einigen Tagen gesagt, auch E.ON prüfe dies in Hinblick auf
Preise für Haushalte und Industrie. Deutschlands zweitgrößter
Versorger RWE und Vattenfall Europe hatten
bereits ganz konkrete Preiserhöhungspläne bestätigt. Dies war in
Politik und Wirtschaft auf heftige Kritik gestoßen, auch weil
davon dämpfende Wirkungen auf die Konjunktur ausgehen könnten.
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte angekündigt, er werde
in Kürze die Spitzen der Energieversorger und großer
industrieller Stromabnehmer zu einem Spitzengespräch ins
Kanzleramt einladen.

Selbstkritisch äußerte sich Bernotat über die geplante
Berufung von Wirtschaftsstaatssekretär Alfred Tacke an die
Spitze des Stromunternehmens Steag, das zum Einflussbereich der
E.ON zählt. "Ich muss zugeben, dass bei dieser Personalie die
öffentliche Wirkung unterschätzt wurde." Tacke hatte vor zwei
Jahren die Federführung für die Ministererlaubnis, mit der E.ON
die Übernahme des Gasunternehmens Ruhrgas ermöglicht wurde. hel/rbo

Toro
18.09.2004, 12:59
Für alle Männer, die gerne auf Hasenjagd gehen... :wink: :lol:

http://www.aquablues.ch/hasenjagd.html

8)

Toro
18.09.2004, 13:00
WDHLG-Gutachten- Sparkpaket erhält Deutsche-Bahn-Börsenchancen

- von Markus Wacket -
Berlin (Reuters) - Die Deutsche Bahn hat der
US-Investmentbank Morgan Stanley zufolge ihre Planung im ersten
Halbjahr in fast allen Sparten verfehlt, auf Grund neuer
Sparprogramme ihre Chance auf einen Börsengang 2006 aber
gewahrt. Der Bahn-Vorstand äußerte sich optimistisch, die eigene
Planung für 2004 noch zu erreichen.
"Wesentlicher Grund für die Planverfehlung ist die hinter
den Planzahlen zurückbleibende Profitabilitätsentwicklung in
sämtlichen Unternehmens-Bereichen, mit Ausnahme des Fahrwegs",
heißt es im neuesten Gutachten der Bank zum Bahn-Börsengang, das
Reuters vorliegt. Die Bahn habe darauf im Juli mit einem
zweiten, qualifizierten Ausgabenstopp reagiert. "Dies beinhaltet
auch einen Einstellungsstopp und den Verzicht auf
Entgeltanpassungen." Insgesamt sollen 2004 so 900 Millionen Euro
gespart werden. Zudem lägen zur Jahresmitte die Investitionen
380 Millionen unter Plan. "Die Aussicht auf eine Erfüllung der
für die Kapitalmarktfähigkeit relevanten Kriterien durch die DB
bleibt bis zum Jahresende 2004 in einer Gesamtbetrachtung vor
diesem Hintergrund gewahrt", heißt es daher im Fazit der Bank.
Bahnchef Hartmut Mehdorn sieht die Bahn daher auch weiter
auf Börsenkurs: "Wir sind am unteren Ende des Zielkorridors,
aber im Zielkorridor." Das zweite Halbjahr werde besser laufen
als das erste. Finanzvorstand Diethelm Sack sagte, 2004 werde
die Bahn trotz eines Verlust im Halbjahr Gewinn schreiben.
"Unsere Ziele sind nicht in Gefahr." Es gebe Probleme, die Bahn
habe aber genug Steuerungspotenzial.
Die Bahn will noch vor der Bundestagswahl 2006 an die Börse.
Die Bundesregierung will darüber im Frühjahr entscheiden. Um die
Unternehmensentwicklung beurteilen zu können, hat der Bund
Morgan Stanley mit der Analyse beauftragt. Einem Börsengang
müssen Bundestag und Bundesrat zustimmen. Hier gibt es
allerdings erheblichen Widerstand gegen die Pläne der Bahn.

PROFITABILITÄT DER BAHN WEIT VON ZIEL ENTFERNT
Das Ziel einer Rendite auf das eingesetzte Kapital von 2,7
Prozent im ersten Halbjahr habe die Bahn mit 1,8 Prozent klar
verfehlt, heißt es in dem Gutachten. Bei der Betrachtung der
wesentlichen Meilensteine auf dem Weg zur Kapitalmarktfähigkeit
liege das Hauptaugenmerk auf der Fernverkehrs-Profitabilität,
"hinsichtlich derer die DB derzeit nicht auf Kurs ist."
Die Zugauslastung habe in jedem Monat die Erwartungen
verfehlt. Die Kundenzufriedenheit sei zwar zuletzt gestiegen,
die Bahn gelte aber weiter als zu teuer. Auch die Billigflieger
machten weiter Konkurrenz. Die hohen Benzinpreise hätten die
Marktposition für die Bahn aber verbessert. Das Unternehmen
erwägt derzeit aber ebenfalls unter Hinweis auf die gestiegenen
Energiekosten eine Preiserhöhung.
"Der aus der Sicht des Kapitalmarkts bedeutende Nachweis,
dass die negative Entwicklung in 2003 lediglich einen einmaligen
Schock darstellte, konnte somit bislang noch nicht erbracht
werden", heißt es zum Fernverkehr.

GUTACHTEN: BAHN MUSS SICH FÜR 2004 RUND 800 MILLION LEIHEN
Probleme bereitet der Bahn zudem dem Gutachten zufolge ein
steigender Finanzbedarf. Dieser liege mit 1,7 Milliarden Euro
weit über Plan. Davon könnten 900 Millionen durch Sparprogramme
abgefangen werden. 800 Millionen könnten auf dem Kapitalmarkt
aufgenommen werden, ohne das Bahn-Rating zu gefährden.
Morgan Stanley schreibt weiter, der Mittelzufluss für die
Bahn leide darunter, dass Beteiligungen am Telefonunternehmen
Arcor und dem Fährunternehmen Scandlines 2004 noch nicht
verkauft werden konnten. An Scandlines halten die Bahn und der
dänische Staat je 50 Prozent. An Arcor ist die Bahn mit gut 18
Prozent beteiligt.

Positiv wertet der Bericht die Entwicklung beim Fahrweg,
also dem Schienennetz, obwohl der Personalabbau hier nicht so
schnell vorangehe wie geplant. Die Personalkosten sollen bis
2008 von rund einer Milliarde Euro auf gut 800 Millionen sinken.
Auch der Regionalverkehr entwickele sich dank eines
Sparprogramm gut, auch wenn die Umsatzziele dort bislang
verfehlt wurden. Bislang habe sich die Sparte auch erfolgreich
gegen die Konkurrenz von privaten Anbietern wie Connex gewehrt.
Die Bank macht insgesamt klar, dass die Kostensenkung der
Schlüssel auf dem Weg zum Kapitalmarkt sein muss. Das erste
Kostensenkungsprogramm habe gut 200 Millionen Euro erbracht, mit
dem zweiten sollen es dann insgesamt 900 Millionen sein. "Trotz
Gegensteuerungsprogramm und Ausgabenstopp ist allerdings schon
heute absehbar, dass es signifikanter Anstrengungen der DB
bedürfen wird, um in 2004 die Planvorgabe für das
Betriebsergebnis nach Zinsen zu erreichen", heißt es.
Die Bahn will nach mehreren Verlustjahren in diesem Jahr
wieder einen Gewinn von rund 310 Millionen Euro ausweisen.
Schwarze Zahlen hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) als
Voraussetzung für einen Börsengang genannt. mak/rbo

Toro
18.09.2004, 13:03
"O'zapft is" - 171. Oktoberfest startet bei strahlendem Wetter

München, 18. Sep (Reuters) - Bei strahlendem
Spätsommerwetter hat Münchens Oberbürgermeister Christian Ude
mit dem traditionellen Ruf "O'zapft is" am Samstagmittag das
171. Oktoberfest eröffnet.

Ude brauchte für den über die Grenzen des Freistaats hinaus
vielbeachteten Anstich des ersten Fasses Festbier drei Schläge,
ebenso viele wie im Vorjahr. "Auf eine friedliche Wiesn 2004",
prostete das Münchener Stadtoberhaupt anschließend den rund 6000
trotz des stundenlangen Wartens jubelnden Besuchern im Festzelt
Schottenhamel zu. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU)
bekam von Ude (SPD) traditionsgemäß die erste Maß Bier
überreicht.

Vor dem Anstich waren unter wolkenlos blauem Himmel die
Festwirte mit den Prachtgespannen der Münchener Brauereien durch
die Innenstadt gezogen. Am Sonntag folgt dann der mehrstündige
Trachten- und Schützenzug, an dem sich mehr als 8300 Aktive
beteiligen.

BIERPREIS UM RUND 30 CENT GESTIEGEN

Bis Anfang Oktober dreht sich in München alles um das größte
Volksfest der Welt, das 2003 rund 6,3 Millionen Besucher anzog.
Sollte das wetter den Festwirten und Schaustellern keinen Strich
durch die Rechnung machen, dürfte die Besucherzahl in diesem
Jahr noch deutlich ansteigen. Wie alle vier Jahre findet auch
2004 auf der Festwiese parallel das zentrale Landwirtschaftsfest
statt. "Das sorgt erfahrungsgemäß für 400.000 bis 500.000
Besucher zusätzlich", heißt es bei der Stadt mit Blick auf die
Agrar-Ausstellung.

Dennoch sind nach Angaben des Fremdenverkehrsamtes für die
meisten Nächte noch Unterkünfte frei, wenn auch nicht in jeder
Preiskategorie. "An den Wochenenden wird's allerdings schon
ziemlich eng", sagte eine Sprecherin.

Wer hofft, die Bierpreise könnten 2004 ebenso wie im Vorjahr
stabil bleiben, wird enttäuscht. Die Maß - die bayerische
Bezeichnung für einen Liter des Gerstensaftes - kostet je nach
Zelt 6,65 bis 7,10 Euro. 2003 musste der Besucher lediglich 6,30
bis 6,80 Euro auf den Biertisch legen.

RUND EINE MILLIARDE UMSATZ IN 16 TAGEN

Der Ursprung des Oktoberfests geht auf die Hochzeit des
Kronprinzen Ludwig - später König Ludwig I. - mit Prinzessin
Therese von Sachsen-Hildburghausen im Jahr 1810 zurück. Die
damaligen Feierlichkeiten, zu denen auch die Münchener Bürger
eingeladen waren, wurden schließlich zur Tradition. Anders als
heute gab es 1810 allerdings kein Bier. Der Festplatz, die
"Theresienwiese", trägt noch heute den Namen der Prinzessin.
Ohnehin nennt der Münchener das Oktoberfest lieber "die Wiesn".
Diese hat sich zu einem bedeutenden wirtschaftlichen
Faktor für die bayerische Landeshauptstadt und das Umland
entwickelt. Fast eine Milliarde Euro setzen die Besucher in den
16 Tagen des Oktoberfests um. Etwa die Hälfte davon entfällt auf
die Wiesn selbst, der Rest auf Taxis, Verpflegung, öffentliche
Verkehrsmittel und Unterkunft. 8000 fest angestellte Mitarbeiter
und weitere 4000 Aushilfskräfte finden Arbeit.

"WIESN CARD" ERMÖGLICHT 2004 ERSTMALS BARGELDLOSES ZAHLEN

Auf die Wiesn-Besucher warten in diesem Jahr auf rund 26
Hektar Fläche rund 185 Schaustellergeschäfte vom Riesenrad über
Schießbuden bis hin zum seit mehr als hundert Jahren vertretenen
Variété "Auf geht's beim Schichtl". 14 Festhallen mit insgesamt
knapp 100.000 Sitzplätzen bieten neben Bier bayerische
Schmankerl wie Hendl, Steckerlfisch oder Ochsenfleisch.

Doch auch moderne Technologie hält auf der Wiesn Einzug:
Erstmals können die Besucher in diesem Jahr mit einer Geldkarte
bei über 400 Fahrgeschäften und Verkaufsständen ohne Scheine
oder Münzen zahlen. Wer aber glaubt, die Bier-Bestellung im
alkoholisierten Zustand ginge damit leichter von der Hand, irrt.
Denn aus Gründen des Jugendschutzes lassen sich mit der "Wiesn
Card" weder Bier noch Tabak bezahlen. hgn/rbo

Der Ausnahmezustand in München hat wieder begonnen 8)
Viel Spass allen, die dabei sein werden :wink:

Toro
18.09.2004, 13:04
Bund benennt neue Aufsichtsratsmitglieder für Post und Telekom

Berlin, 18. Sep (Reuters) - Bundesfinanzminister Hans Eichel
(SPD) hat für den pensionierten Haushaltsstaatssekretär Manfred
Overhaus Nachfolger in den Aufsichtsräten von Deutsche Post
und Deutsche Telekom bestellt.
Im Telekom-Aufsichtsrat soll der Steuerstaatssekretär und
Eichel-Vertraute Volker Halsch die Nachfolge von Overhaus
übernehmen, im Post-Aufsichtsrat der neue
Haushaltsstaatssekretär Gerd Ehlers, sagte am Samstag ein
Sprecher des Finanzministeriums. Er bestätigte damit einen
Vorab-Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Overhaus
scheidet danach aus den beiden Aufsichtsräten Ende September
aus. Bei beiden Unternehmen ist der Bund Großaktionär. hel/rbo

Toro
18.09.2004, 13:06
K+S stellt Dividendenanhebung in Aussicht

Frankfurt, 18. Sep (Reuters) - Der Düngemittelspezialist K+S
stellt seinen Aktionären für 2004 eine höhere
Dividende in Aussicht als im Vorjahr.

"Ich sehe eine realistische Chance, dass wir für dieses Jahr
eine nennenswerte Dividendensteigerung haben können", sagte
Vorstandschef Ralf Bethke der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe).
Im Vorjahr hatte die im MDax gelistete Firma einen Euro je Aktie
ausgeschüttet.

Bethke bekräftigte, im laufenden Geschäftsjahr sei mit einer
deutlichen Verbesserung des Nettogewinns zu rechnen. Auch für
2005 sei er sehr zuversichtlich, was die Auftragslage angehe.
"Wir legen jetzt unsere Mittelfristplanung fest, und die
anzustrebenden Ziele sind insgesamt deutlich höher geworden."
Bethke sagte zudem, derzeit deute alles darauf hin, dass
Großaktionär BASF auch nach dem Abbau seiner
Beteiligung auf knapp zehn Prozent an seinem Engagement bei K+S
festhalten wolle. "Die Signale die ich bekomme, gehen alle in
die Richtung."

K+S, die frühere Kali und Salz AG, gehört nach eigenen
Angaben zu den führenden Herstellern von kali- und
magnesiumhaltigen Erzeugnissen für die Landwirtschaft sowie für
industrielle Anwendungen und ist in Europa die Nummer Zwei unter
den Feld- und Spezialdüngemittelproduzenten. leh/rin

Toro
18.09.2004, 13:07
Zeitung - Baums will umfassende Offenlegung von Managergehältern

Berlin, 18. Sep (Reuters) - Der Rechtswissenschaftler
Theodor Baums, einer der Architekten des deutschen "Corporate
Governance Kodex", hat einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, der
die umfassende Veröffentlichung von Managervergütungen vorsieht.
Der Gesetzentwurf werde derzeit von der Bundesregierung
geprüft, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am
Samstag. Dem Entwurf zufolge müssten die Manager-Vergütungen
künftig mit sämtlichen festen und variablen Teilen
veröffentlicht werden. Das umfasse auch Aktienoptionen,
Pensionszusagen sowie Sachbezüge - etwa Dienstwagen, Chauffeur,
Villa oder Lebensversicherung. Zumindest die detaillierten
Vergütungen des am höchsten bezahlten Vorstandsmitglieds, das
namentlich genannt werden müsse, müssten veröffentlicht werden.
Auch Zahlungen von Dritten an Vorstände, etwa von
Großaktionären, sollten offen gelegt werden.
Über die Offenlegung der Managergehälter wird seit langem
gestritten. Der freiwillige Kodex, den eine Kommission unter
Baums Führung ausgearbeitet hatte und der 2002 verabschiedet
wurde, empfiehlt den Firmen die Offenlegung der Managergehälter.
Die Mehrzahl der Unternehmen kommt der Empfehlung aber bislang
nicht nach. Die Bundesregierung hatte daher mit einer
gesetzlichen Regelung gedroht, um dieses Ziel zu erreichen.
Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) will aber noch die
kommenden Geschäftsberichte abwarten und 2005 entscheiden, ob es
ein Gesetz geben soll.

AUFSICHTSRAT SOLLTE HÖHE DER MANAGERGEHÄLTER BEGRÜNDEN
Die Detailangaben zu den Vorstandsgehältern sollten der
Zeitung zufolge nach Baums Vorschlägen nach einem festen
Standard im Anhang zum Jahres- und Konzernabschluss aufgeführt
werden. Zudem werde dem Aufsichtsrat aufgegeben, die
Angemessenheit der Vorstandsbezüge auf der Hauptversammlung zu
begründen und die Vergütungspolitik insgesamt zu erläutern. Die
Aktionäre würden aber kein Vetorecht gegen die
Aufsichtsratsentscheidungen zu den Gehältern erhalten.
Ein wichtiger Punkt in dem Entwurf ist auch, dass die
Anteilseigner vorab erfahren sollen, welche finanziellen
Vereinbarungen mit den Vorständen für den Fall einer Übernahme
getroffen worden sind. Für hitzige Diskussionen und juristische
Auseinandersetzungen hatte insbesondere die Übernahme von
Mannesmann durch Vodafone gesorgt, im Rahmen dessen
Mannesmann-Manager hohe Millionenabfindungen erhalten hatten.

ZEITUNG: AUCH KRITIK IN KOMMISSION AN ENTWURF
Die "Börsenzeitung" berichtete am Samstag vorab, es gebe in
der Kodex-Kommission auch Kritik an Baums Entwurf. Ein Argument
der Kritiker sei, dass der Entwurf zur Unzeit komme, wo gerade
etliche prominente Unternehmen - etwa die Allianz -
sich zur Offenlegung der individuellen Managergehälter
durchgerungen hätten oder auf dem Wege dazu seien. Dieser
Prozess könne nun ins Stocken kommen, zitierte die Zeitung
Kommissionsmitglied Christian Strenger. Er kritisierte auch den
Mindeststandard des Entwurfs, die Vergütungen nur des
höchstbezahlten Vorstandsmitglieds individuell und detailliert
zu nennen.
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am Samstag über eine
Trendwende bei der Veröffentlichung von Managergehältern in
vielen großen Unternehmen. Nach der Allianz überlegten der
Reisekonzern TUI sowie Siemens , E.ON
und Henkel , dem zu folgen, hieß es in der
Zeitung unter Berufung auf eine eigene Umfrage. Auch für MAN
deute sich eine solche Entwicklung an. hel/rbo

Toro
18.09.2004, 13:08
Bin jetzt auch weg und werde den sonnigen Wiesen-Samstag geniessen. 8)
Vielleicht schaue ich heute abend nochmal rein :D
Beste Grüsse @all
Toro

robert-1966
18.09.2004, 13:31
Eine Frau ist zusammen mit ihrem Liebhaber im Bett, als sie hört, wie sich die Tür öffnet und ihr Ehemann nach Hause kommt. „Schnell, stell dich in die Ecke!" In aller Eile besprüht sie ihren Liebhaber mit Baby-Öl und bläst Talkpuder über ihn. „Bewege dich nicht, bis ich es dir sage", flüsterte sie ihm zu. „Tu einfach so, als wärst du eine Statue." „Oh, Schatz!", ruft ihr Ehemann, als er das Zimmer betritt, „was ist denn?" „Das ist eine Statue", antwortet sie wie aus der Pistole geschossen. „Die Schmidts nebenan haben sich auch eine fürs Schlafzimmer gekauft. Ich fand die Idee so toll, dass ich uns auch eine kaufte". Der Ehemann ist zufrieden und sie trollen sich müde ins Bett. Gegen zwei Uhr morgens steht der Ehemann auf, geht in die Küche, belegt sich ein Sandwich und holt sich ein Glas Milch. „Hier", sagt er zu der Statue. „Iss etwas! Ich habe drei Tage lang wie ein Idiot bei den Schmidts im Schlafzimmer gestanden und kein Schwein hat mir etwas angeboten."

robert-1966
18.09.2004, 13:37
Mut ist ...

...wenn ein Mann, der morgens um 4 Uhr sternhagelvoll nach Hause kommt,
bereits im Flur von seiner wütenden, mit Besen bewaffneten Frau
abgefangen wird, sich zu fragen traut:
"Bist Du noch am putzen oder fliegst Du weg?"

NoggerT
18.09.2004, 13:40
schönes We all :)

letztes Update (Stand 18.09.04. 13:41)

http://www.imperium.de/animationen/anims4/sticsnak.gif
Die Performance der letzten Monate lässt sich, wie schon in
den letzten 5Jahren sehen, fast jeden Tag ein Treffer, ob short-
oder Longempfehlung, ob im Future, Dax, Tec, oder in den USA:
Von den letzten 169 Üpositionen
sind 162 aufgegangenhttp://board.trendinvest.net/viewtopic.php?t=33
http://www.imperium.de/animationen/anims4/sticsnak.gif
die letzten Empfehlungen(Üpositionen),
seit August 2004, an denen ich über N8 festgehalten habe:
http://www.imperium.de/animationen/anims2/comp028.gif
Do, 16.09. ShortE Hypo Real mit 27,87, im Anschluss 26,60http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, 27,25 gedeckt :)
Do, 16.09. Intershop, KE 1,15, im Anschluss 1,34, letzter 1,21 :)
Mi, 15.09. cash bzw.Depotwerte 8)
Di, 14.09. Mobilcom, KE 10,93, im Anschluss 11,43, V 11,25 :)
Di, 14.09. Süss, KE 7,35, im Anschluss 7,48, V 6,95 :(
Mo, 13.09. Epcos mit KE 12,37, im Anschluss 13,05http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, V 12,52 :)
Mo, 13.09. Freenet mit KE 11,99, im Anschluss 13,11http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, V 12,64 :) 12,91 :)
Mo, 13.09. QSC mit KE 3,87, im Anschluss 4,09,V 3,886 :)

Fr, 10.09. SGL Carbon, KE 8,61, im Anschluss 8,98, V 8,84 :)
Do, 09.09. 3U Telecom, KE 0,73, im Anschluss 0,82http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, V 0,78&0,82 :)
Mi, 8.09. cash bzw.Depotwerte 8)
Di, 07.09. Escada, KE 14,60, im Anschluss 15,38http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, V 15,292 :)
Di, 07.09. GFT, KE 1,46, im Anschluss 1,55, V 1,358 :(
Mo, 6.09. Mobilcom, KE 10,41, im Anschluss 10,90, V 10,61 :)
Mo, 6.09. Freenet, KE 11,4, im Anschluss 12,13http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, V 11,64 :)

Fr, 3.09. cash bzw.Depotwerte 8)
Do, 2.09. ShortE GPC 11,39, im Anschluss 10,36http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, 10,918 gedeckt(13.9.) :)
Do, 2.09. Teles, KE 5,61, im Anschluss 5,99http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, V 5,82 :)
Mi, 1.09. cash bzw.Depotwerte 8)
Di, 31.08. Teleplan(26.08.), Schlusskurs 1,93 :)
Mo, 30.08. Teleplan (26.08.) , Schlusskurs 1,79 :)

Fr, 27.08. Teleplan (26.08.), Schlusskurs 1,75 :)
Do, 26.08. Teleplan, KE 1,68, im Anschluss 1,98http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, V 1,785(31.8.) :)
Mi, 25.08. ITN, KE 2,31, im Anschluss 2,85http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gifhttp://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, VE 2,64 :)
Di, 24.08. QSC, K 3,51, im Anschluss 3,90http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, VE 3,72 :)
Mo, 23.08. Drillisch, KE 3,15, im Anschluss 3,40http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, VE 3,31 :)
Fr, 20.08. cash bzw.Depotwerte 8)
Do, 19.08. ShortE Medion 16,33, im Anschluss 12,36http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gifhttp://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, letzter 13,96 :) (Depot)
Mi, 18.08. MLP, KE 11,10, V 11,18&11,3 :)
Di, 17.08. Evotec, KE 2,51, im Anschluss 2,90http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, V 2,85 :)
Mo, 16.08. Jenoptik, KE 6,56, im Anschluss 7,35http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, VE 7,20 :)
Mo, 16.08.DowFuture longE 9833, im Anschluss 10003http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gifhttp://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, V 9951 :)

Fr, 13.08. Tui, KS 14,43, im Anschluss 15,44http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, V15,44 :)
Do, 12.08. cash bzw.Depotwerte 8)
Mi, 11.08. ShortE Freenet 10,78, im Anschluss 9,75http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, 10,05 gedeckt:)
Di,10.08. DaxWaveCall TB0AQ4, KE 0,75, im Anschluss 0,88, V 0,80 :)
Mo, 09.08. cash bzw.Depotwerte 8)

Fr, 06.08. cash bzw. Depotwerte 8)
Do, 05.08. cash bzw. Depotwerte 8)
Mi, 04.08. cash bzw. Depotwerte 8)
Di, 03.08. USA:ShortE Nitromed(NTMD) 20,8, im Anschluss 16http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gifhttp://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif
Mo, 02.08.ShortE Singulus 14,40, im Anschluss 11,92http://www.wallstreet-online.de/img/smilies/eek.gif, letzter 12,43 :) (Depot)

TC-Depot (Stand 13.09.04. 20:34 )
http://deraktionaer.iconnexions.de/shop_images/20011231124006_1.jpgGildemeister, Short Medion,Singlus,Nokia&BVB

Aktuell verbleiben im TC-Depot (82,2% cash):
-Short Medion(19.08.) mit 16,33, im Anschluss 12,36(24,2%), letzter 13,95:), Stop 14,4
-short Singulus(02.08.) mit 14,40, im Anschluss 11,9(17,4%), letzter 12,43, Stop 13,10
-short BVB (23.12.03) mit 3,5, im Anschluss 2,45(30%), letzter 2,48, Stop 2,90
-Short Nokia(06.04.) mit 15,50, im Anschluss 8,89(42,65%), letzter 11,36, Stop 11,62
-Gildemeister (11.06.) mit 5,1, im Anschluss 6,48(27%), letzter 5,95, Stop 5,69, Teilverkauf 5,95

Üpositionen:(Stand 13.09.04. 20:38 )



letzten Depotwerte/Transaktionen(über längere Zeit gehalten&empfohlen):
-(2.09-13.09.) ShortE GPC 11,39, im Anschluss 10,36(9,04%), 10,918 gedeckt
-(3.08.-20.8.)Short Nitromed mit 20,80, im Anschluss 16(23%)
-(1.07.-13.7.)Short DaxFuture 4118, im Anschluss 3798 (320 Punkte binnen 2Wochen)
-(06.07.-13.07.) Short Primacom 2,68, im Anschluss 1,26 (53% )
-(25.06.) Short TUC 7,5, am nächsten Handelstag 4,10 (45% )
-(17.06.-23.06.) Short Intertainment 6,2, im Anschluss 3,94 (36,5%)
-(01.06.)Long Brent Oil (abn1ph) 5,81, im Anschluss 7,86 (35%)
-ShortE Solarworld (01.06.) mit 34,99, im Anschluss 24,6(nach ShortEmpfehlung 9 Euro gefallen !)
-Short IPIX (14.04.) mit 20,37, im Anschluss 5,45, nach ShortEmpfehlung in der Spitze 15 Dollar bzw.73% eingebrochen!)
-Adidas mit 95,68, im Anschluss 101,4
-Headwaters, K 24,48, im Anschluss 28,94

robert-1966
18.09.2004, 13:46
Lektion Nr. 1

Ein Mann betritt die Dusche gerade in dem Augenblick als seine Frau aus der Dusche steigt. Da läutet es an der Haustuer. Nach einer kurzen
Diskussion, wer denn nun zur Tür geht, gibt die Frau nach, hüllt sich in ein Handtuch, läuft die Stiege hinunter und öffnet die Haustür Es ist Bob, der Nachbar von nebenan. Bevor sie noch etwas sagen kann, legt er los: "Ich gebe dir sofort 800 Euro, wenn du dein Handtuch fallen läßt". Ein bißchen
verwundert wartet sie ein paar Sekunden, knotet dann das Handtuch auf und steht nackt vor Bob.
Er sieht sie an und gibt ihr dann 800 Euro in 100er-Scheinen Ein bißchen verdutzt von diesem Vorfall, aber froh über das kleine Vermögen das sie in kaum 10 Sekunden gemacht hat, geht sie wieder hinauf ins Badezimmer. Ihr Mann, noch unter der Dusche, fragt sie: "Wer war es denn?" - "Bob, der Nachbar von nebenan" antwortet sie. Ihr Mann: "Super, hat er dir die 800 Euro gegeben, die er mir schuldet?"

Moral der Lektion: Tauschen sie rasch Informationen gemeinsamer Arbeiten aus, wenn sie im Team arbeiten, so vermeiden sie schlechtes Auftreten nach außen hin und Mißverständnisse.



Lektion Nr. 2

Am Lenkrad seines Autos auf dem Weg zum Kloster begegnet ein Priester einer Nonne, die zu Fuß unterwegs ist. Er bleibt stehen und fragt sie, ob sie bis zum Kloster mitfahren möchte. Sie akzeptiert, steigt ins Auto und als sie die Beine überkreuzt kommen ihre schönen Beine zum Vorschein. Der Priester kann nicht anders als ihre Beine anzusehen und verliert für einen kurzen Moment die Kontrolle über sein Auto. Nachdem er das Auto wieder unter Kontrolle hat, legt er plötzlich die rechte Hand auf den Schenkel der Nonne.
Sie sieht ihn an und sagt: "Vater, erinnern sie sich an Psalm 129?".
Beschämt zieht er schnell seine Hand zurück und überschlägt sich mit
Entschuldigungen. Ein bißchen später, die Versuchung ist zu groß,
profitiert er von einer Gangschaltung und berührt erneut den Schenkel der
Nonne, worauf diese wieder dieselbe Frage stellt: "Vater, erinnern sie sich an Psalm 129?". Wieder wird er rot und zieht stotternd seine Hand zurück: "Tut mir leid Schwester, aber das Fleisch ist schwach". Im Kloster angekommen steigt die Nonne wortlos aus dem Auto und wirft ihm einen eindeutigen Blick zu.
Der Priester eilt sofort zur ersten Bibel die er finden kann und schlägt
Psalm 129 auf: "Gehe vorwärts, suche immer höher, dort wirst du Herrlichkeit erlangen".

Moral der Lektion: Seien sie in der Arbeit immer gut informiert, sonst kann es sein, daß schöne Gelegenheiten an ihnen vorübergehen.




Lektion Nr. 3

Ein Vertreter, eine Büroangestellte und ein Personalchef gehen mittags aus
dem Büro in Richtung eines kleinen Restaurants und finden auf einer
Sitzbank eine alte Öllampe. Sie reiben an der Öllampe und wirklich
entsteigt ihr ein Geist: "Normalerweise gewähre ich drei Wünsche, aber da ihr zu drit seid, hat jeder einen Wunsch frei!" Die Büroangestellte drängt sich vor und gestikuliert wild: "Ich zuerst! Ich! Ich möchte auf einem herrlich schönen Strand auf den Bahamas sein, der Urlaub soll nie enden, keine einzige Sorge soll mir mein schönes Leben vermasseln". Und - hopp - verschwindet auch schon die Büroangestellte. Der Vertreter will nun an die Reihe kommen: "Ich! Jetzt, ich! Ich will mit der Frau meiner Träume an einem Strand in Tahiti eine Pina Colada schlürfen!" Und - hopp - verschwindet der Vertreter.
"Nun kommst du dran" sagt der Geist zum Personlalchef.
"Ich will, dass die beiden nach dem Mittagessen wieder im Buero sind".

Moral der Lektion: Lassen sie jemanden, der ihnen hoehergestellt ist, immer zuerst sprechen.

:lol: :lol: :lol:

NoggerT
18.09.2004, 13:47
--------------------------------------------------------------------------------

Öl-Preis steigt wieder
Keine Entspannung bei Benzinkosten in Sicht

Vom 18.09.2004

HAMBURG (dpa) Die Autofahrer in Deutschland können vorläufig nicht mit einer Entlastung bei den Benzinpreisen rechnen. Seit ihren Höchstständen in der zweiten Augusthälfte seien die Preise an den Zapfsäulen nur um wenige Cent je Liter gefallen, teilten Sprecher der Mineralölwirtschaft in Hamburg mit. Im bundesweiten Durchschnitt kostet ein Liter Diesel etwas weniger als ein Euro, während Superbenzin für 1,18 Euro zu haben ist. Das sind zwei bis vier Cent weniger als die Höchstpreise. In den USA legte der Ölpreis am Freitag wieder leicht zu. Allerdings rechnen die Fachleute in der nächsten Woche mit sinkenden Preisen.

Am teuersten ist der Sprit nach einer Übersicht des Automobilclub von Deutschland (AvD) in Kassel, am günstigsten in Bremerhaven. Zwischen Hoch- und Niedrigpreisregionen liegen Unterschiede von fünf Cent je Liter bei Diesel und neun Cent bei Superbenzin. Die regionalen Preisdifferenzen sind laut Mineralölwirtschaft Ausdruck unterschiedlicher Wettbewerbsverhältnisse.

NoggerT
18.09.2004, 13:49
vom 18.09.2004

Italiener sparen am meisten

Berlin (dpa). Die deutsche Sparquote liegt laut einer Studie des Bundesverbandes deutscher Banken im europäischen Mittelfeld. Die Sparquote sei zwar zwischen 1999 und 2003 von 9,8 Prozent auf 10,8 Prozent gestiegen, teilte der Verband gestern in Berlin mit. Führend seien aber die Italiener, die 15 Prozent ihres Einkommens sparten. Auf dem zweiten Platz liegt Belgien (14,3 Prozent), gefolgt von Portugal (12,5 Prozent).
Von einer die Konjunktur schädigenden Form von „Angstsparen“ könne in Deutschland nicht gesprochen werden. Zum einen seien nach dem Crash an den Aktienmärkten die Sparanstrengungen verstärkt worden, um Vermögensverluste auszugleichen. Zum anderen trage die wachsende Bedeutung der privaten Altersvorsorge ihren Teil zur gestiegenen Sparquote bei.

NoggerT
18.09.2004, 13:51
Sony BMG streicht jede dritte deutsche Stelle

18. Sep 13:28


Nach der Fusion von Sony Music und BMG will das neue Unternehmen einem Bericht zufolge hierzulande nur noch mit zwei Dritteln der Mitarbeiter weitermachen. Zudem wird die Dependance in Berlin aufgegeben.

Das fusionierte Musikunternehmen Sony BMG kürzt in Deutschland ein Drittel seiner Stellen. Wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag vorab berichtete, soll das Unternehmen hierzulande nur noch knapp 300 Mitarbeiter haben, wodurch noch einmal mehr als 35 Prozent der jetzigen Stellen abgebaut werden müssten.
Zugleich will Sony BMG dem Bericht zufolge die Sony-Dependance am Potsdamer Platz in Berlin wegen der hohen Mietkosten aufgeben. Die verbliebenen Mitarbeiter sollen die nationalen Geschicke der Plattenfirma aus der jetzigen BMG-Zentrale in München steuern. Wer das Deutschlandgeschäft leiten soll, steht laut «Spiegel» auch schon fest: Es ist der bisherige Chef von BMG-Deutschland, Maarten Steinkamp.


Steinkamp werde zugleich mit sofortiger Wirkung bei Sony BMG das gesamte Europageschäft mit Sitz in London verantworten, so das Blatt. Die Entscheidung, Steinkamp auch das deutsche Geschäft in die Hand zu geben, sei am Dienstagmorgen nach der offenbar nicht überzeugenden Präsentation des aktuellen deutschen Sony-Chefs Balthasar Schramm gefallen.

Die Konzerne Bertelsmann und Sony hatten vor mehr als sechs Wochen ihre Plattenfirmen Sony Music und Bertelsmann Music Group (BMG) zusammengelegt – damit entstand das größte Musikunternehmen der Welt. Die Plattenfirma hat in Deutschland unter anderem Peter Maffay und die Band «2raumwohnung» unter Vertrag. Verlieren wird Sony BMG dem Bericht zufolge dagegen die Band «Die Fantastischen Vier» und Gentleman: Das Musiklabel «Four Music», bei dem diese Stars laufen, wandere zu Universal ab. (nz)

NoggerT
18.09.2004, 13:54
http://bilder.bild.t-online.de/BTO/news/2004/09/18/buehnenteaser/01__2220842-01__news__schr_C3_B6der,property=Bild.jpg

Kritisiert eine Raffke-Mentalität: Bundeskanzler Gerhard Schröder (60, SPD)

Der Kanzler packt ein heißes Eisen an!
In der Verbraucherzeitschrift „Guter Rat“ kritisiert Gerhard Schröder Deutsche, die Leistungen vom Staat in Anspruch nehmen, obwohl sie diese gar nicht nötig haben.

Der Kanzler wörtlich: „Machen wir uns nichts vor: In Ost wie West gibt es eine Mentalität bis weit in die Mittelschicht hinein, dass man staatliche Leistungen mitnimmt, wo man sie kriegen kann, auch wenn es eigentlich ein ausreichendes Arbeitseinkommen in der Familie gibt.“

Schröder besorgt: „Diese Haltung aber kann sich auf Dauer kein Sozialstaat leisten, ohne daran zugrunde zu gehen.“



Gestern legte der Kanzler auf einer Festveranstaltung in Ludwigshafen nach: „Das Prinzip muss sein: Erst ist man selbst für sich verantwortlich, dann die Gesellschaft.“ Es sei eine falsche Auffassung von Solidarität, wenn jemand die Krankenkasse nach dem Motto nutze: „Was ich eingezahlt habe, möchte ich auch wiederbekommen.“

Hat der Kanzler mit seinen Schmarotzer-Vorwürfen Recht?

Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), sagt: „Ja. Wer den Sozialstaat ausnutzt, der tut dies auf Kosten aller Steuerzahler.“

SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend: „Der Kanzler beschreibt einen Zustand in allen gesellschaftlichen Schichten.“

DGB-Chef Michael Sommer gibt zu bedenken: „Jeder, der staatliche Hilfen bezieht, hat darauf einen Rechtsanspruch und wird auf Bedürftigkeit geprüft. Studien zeigen: Auf jeden Sozialhilfeempfänger kommt ein Bürger, der zwar Sozialhilfe beantragen könnte, dies aber aus Stolz, Scham
oder Unwissen unterlässt.“

robert-1966
18.09.2004, 13:56
Eine Frau hat immer Besuch von ihrem Liebhaber, während ihr Mann
bei der Arbeit ist.
Eines Tages versteckt sich der 9jährige Sohn im Schrank, um zu
beobachten, was die beiden da so machen......

Auf einmal kommt der Ehemann überraschend nach
Hause und die Frau versteckt auch ihren Liebhaber im Schrank.

Der Sohn: Dunkel hier drinnen.....
Der Mann flüstert: Stimmt!
Der Sohn: Ich hab einen Fußball!
Der Mann: Schön für Dich!
Der Sohn: Willst Du den kaufen?
Der Mann: Nee, vielen Dank!
Der Sohn: Mein Vater ist draußen!
Der Mann: OK, wie viel?
Der Sohn: 250 Euro!

In den nächsten Wochen passiert es noch mal, dass der Sohn und der
Liebhaber im gleichen Schrank enden.

Der Sohn: Dunkel hier drinnen.....
Der Mann flüstert: Stimmt!
Der Sohn: Ich hab Turnschuhe!
Der Mann, in Erinnerung gedanklich seufzend: Wie viel?
Der Sohn: 500 Euro!

Nach ein paar Tagen sagt der Vater zum
Sohn: Nimm Deine Fußballsachen und lass uns eine Runde spielen!

Der Sohn: Geht nicht, ich hab alles verkauft!
Der Vater: Für wie viel?
Der Sohn: 750 Euro!
Der Vater:Es ist unglaublich, wie Du Deine Freunde betrügst,
das ist viel mehr als die Sachen gekostet haben!
Ich werde Dich zum beichten in die Kirche bringen!

Der Vater bringt seinen Sohn in die Kirche, setzt ihn in den
Beichtstuhl und schließt die Tür.

Der Sohn: Dunkel hier drinnen.....
Der Pfarrer: Hör auf mit der Scheiße

Max
18.09.2004, 13:57
Ich wünsche Euch allen einen schönen Samstag! :P

NoggerT
18.09.2004, 13:57
http://focus.comdirect.co.uk/LIB_MM_DISPLAY__Y29tcGFuaWVzOi9tbS86OTgwNjkyNzI2Lj AgMyB7fSB7fSAw/JWP.gif hat gestern ein neues Jahreshoch markiert, Schlusskurs 4,82 + 7,59%


http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?minYear=937267200&sSymbol=JWP.ETR&sTimeframe=iD&sTimestamp=iD+iD+937267200http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?hiddenTimeFrame=1&iInd0=na&iInd1=2&iInd2=na&iIndcount=1&iType=1&minYear=937267200&sAv1=na&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2count=1&sBenchcount=1&sMarket=JWP.ETR&sOrdType=price&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=JWP.ETR&sTimeframe=1Y&sTimestamp=1063974600+1095510600+937267200

robert-1966
18.09.2004, 13:57
Ein junger, begabter Bauchredner tritt in Abendlokalen auf. Eines Nachts
zeigt er seine Kunst im Gasthaussaal eines kleinen Ortes auf dem Lande. Mit
seiner Rednerpuppe am Knie bringt er sein gewohntes Repertoire an
Blondinenwitzen. Einer jungen, hübschen Blondine in der vierten Reihe wird
das nach einer kurzen Weile zu bunt. Sie steht auf und protestiert
lautstark: "Ich habe nun genug von ihren blödsinnigen Blondinenwitzen
gehört. Wie können sie es wagen, alle Blondinen in diese stereotype
Dümmlichmaske hineinzwängen zu wollen?! Was hat die Farbe des Haares mit
dem Wert einer Person als menschliches Wesen zu tun? Es sind Kerle wie Sie,
die verhindern,dass Frauen wie ich im Arbeitsumfeld und Gemeinwesen
respektiert werden und somit nicht das volle Potential der möglichen
persönlichen Entwicklung erlangen. Sie und Ihresgleichen verewigen die
Diskriminierung nicht nur der blonden, sondern aller Frauen generell, und
das noch dazu unter dem Deckmantel des Humors!"

Dem Bauchredner ist die Szene ungemein peinlich; er beginnt sich zu
entschuldigen, aber die Blonde schreit nur zurück:

"Sie halten sich da raus, mein Herr, ich spreche zu dem Idioten, der auf
Ihrem Knie sitzt!"

NoggerT
18.09.2004, 13:58
Hallo Max,
das wünsche Ich Dir auch :D !
gruss

robert-1966
18.09.2004, 13:59
Die Wahrheit ist halt hart!!

Wer vor 18 Monaten 1000 Euro in die Aktien der Deutschen Telekom
investiert hat, musste sich 18 Monate lang über fallende Kurse ärgern
und hat heute noch 130 Euro übrig.

Wer vor 18 Monaten 1000 Euro in Krombacher Bier investiert hat,
konnte:
18 Monate lang jede Woche einen Kasten herrliches Pils genießen
war gut besoffen hatte viel Spaß
- hat den Regenwald gerettet
- und..... hat heute noch....
(Achtung, jetzt kommt's)...

Leergut im Wert von über 200 Euro !!!!!!!!!

PROST UND VIEL ERFOLG MIT DER POST !!

:P :P :P

NoggerT
18.09.2004, 14:00
http://focus.comdirect.co.uk/LIB_MM_DISPLAY__Y29tcGFuaWVzOi9tbS86OTgwNjkyNjk2Lj EgMyB7fSB7fSAw/SAZ3.gif

SK 18,06 + 3,44%, knapp 15 Millionen Euro umgesetzt.

http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?minYear=908236800&sSymbol=SAZ.ETR&sTimeframe=iD&sTimestamp=iD+iD+908236800http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?hiddenTimeFrame=1&iInd0=na&iInd1=2&iInd2=na&iIndcount=1&iType=1&minYear=908236800&sAv1=na&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2count=1&sBenchcount=1&sMarket=SAZ.ETR&sOrdType=price&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=SAZ.ETR&sTimeframe=1Y&sTimestamp=1063974600+1095510600+908236800

Max
18.09.2004, 14:00
Hallo Max,
das wünsche Ich Dir auch :D !
gruss

Hallo Nogger, Du bist ja schon wieder fleißig! :P

War ne geile Woche. Wie ist Deine Einschätzung für die kommende Woche, steigen die Märkte weiter?

Max
18.09.2004, 14:02
Die Wahrheit ist halt hart!!

Wer vor 18 Monaten 1000 Euro in die Aktien der Deutschen Telekom
investiert hat, musste sich 18 Monate lang über fallende Kurse ärgern
und hat heute noch 130 Euro übrig.

Wer vor 18 Monaten 1000 Euro in Krombacher Bier investiert hat,
konnte:
18 Monate lang jede Woche einen Kasten herrliches Pils genießen
war gut besoffen hatte viel Spaß
- hat den Regenwald gerettet
- und..... hat heute noch....
(Achtung, jetzt kommt's)...

Leergut im Wert von über 200 Euro !!!!!!!!!

PROST UND VIEL ERFOLG MIT DER POST !!

:P :P :P

:lol: :lol:

NoggerT
18.09.2004, 14:03
USA (Nasdaq)

8x8 (Eght) gestern stark, Schlusskurs 3,03 + 14,21%
Tagesumsatz: 5 Millionen Aktien

http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?minYear=867801600&sSymbol=EGHT.NAS&sTimeframe=iD&sTimestamp=iD+iD+867801600http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?hiddenTimeFrame=1&iInd0=na&iInd1=2&iInd2=na&iIndcount=1&iType=1&minYear=867801600&sAv1=na&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2count=1&sBenchcount=1&sMarket=EGHT.NAS&sOrdType=price&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=EGHT.NAS&sTimeframe=1Y&sTimestamp=1063976400+1095512400+867801600

NoggerT
18.09.2004, 14:08
Hallo Max,
ich gehe von weitersteigenden Kursen aus,
über 1440 gehe ich im Nasdaq mit Stop
1425 long.

Beim Dax wäre mein Trziel 4030-4070, ich würde aber
erst einén Rücksetzer im Bereich 3880-3920 zum Kauf nutzen.
gruss

NoggerT
18.09.2004, 14:11
USA (Nasdaq)

Nitromed(NTMD) ist ein Alptraum für Shorties, hier haben bestimmt
nicht wenige Shorties geblutet, siehe Jahreschart !

http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?minYear=1068076800&sSymbol=NTMD.NAS&sTimeframe=iD&sTimestamp=iD+iD+1068076800http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?hiddenTimeFrame=1&iInd0=na&iInd1=2&iInd2=na&iIndcount=1&iType=1&minYear=1068076800&sAv1=na&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2count=1&sBenchcount=1&sInvSym=DJ.NYS&sMarket=NTMD.NAS&sOrdType=price&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=NTMD.NAS&sTimeframe=1Y&sTimestamp=1063976400+1095512400+1068076800

Chewi
18.09.2004, 14:16
Hi NoggerT und all :wink:


Was sagst du zu Jack White? Also nächste Woche wird es über 5 Euro locker gehen und mittelfristig sind hier 30-50% noch drin!

Für die Märkte bin ich schon seit Anfnag dieser Woche bullisch und traue den Börsen noch ein Anstieg in den Bereich des Jahreshochs zu.

http://focus.comdirect.co.uk/LIB_MM_DISPLAY__Y29tcGFuaWVzOi9tbS86OTgwNjkyNzI2Lj AgMyB7fSB7fSAw/JWP.gif hat gestern ein neues Jahreshoch markiert, Schlusskurs 4,82 + 7,59%


http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?minYear=937267200&sSymbol=JWP.ETR&sTimeframe=iD&sTimestamp=iD+iD+937267200http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?hiddenTimeFrame=1&iInd0=na&iInd1=2&iInd2=na&iIndcount=1&iType=1&minYear=937267200&sAv1=na&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2count=1&sBenchcount=1&sMarket=JWP.ETR&sOrdType=price&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=JWP.ETR&sTimeframe=1Y&sTimestamp=1063974600+1095510600+937267200

NoggerT
18.09.2004, 14:17
USA (Nasdaq)

Apple noch am 14.07.04 mit 30,39 Üposition
läuft & läuft, Schlusskurs 37,14 + 2,17% !

Ein schöner Jahrechart !
http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?minYear=631238400&sSymbol=AAPL.NAS&sTimeframe=iD&sTimestamp=iD+iD+631238400http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?hiddenTimeFrame=1&iInd0=na&iInd1=2&iInd2=na&iIndcount=1&iType=1&minYear=631238400&sAv1=na&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2count=1&sBenchcount=1&sMarket=AAPL.NAS&sOrdType=price&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=AAPL.NAS&sTimeframe=1Y&sTimestamp=1063976400+1095512400+631238400

NoggerT
18.09.2004, 14:20
USA (Nasdaq)

Auch mein ehemailger Depotwert "Short IPIX",
damals noch mit 20,80 könnte demnächst
wieder ins laufen kommen, Schluss 8,21 + 4,3%

http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?minYear=933811200&sSymbol=IPIX.NAS&sTimeframe=iD&sTimestamp=iD+iD+933811200http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?hiddenTimeFrame=1&iInd0=na&iInd1=2&iInd2=na&iIndcount=1&iType=1&minYear=933811200&sAv1=na&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2count=1&sBenchcount=1&sMarket=IPIX.NAS&sOrdType=price&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=IPIX.NAS&sTimeframe=1Y&sTimestamp=1063976400+1095512400+933811200

Max
18.09.2004, 14:25
Hallo Max,
ich gehe von weitersteigenden Kursen aus,
über 1440 gehe ich im Nasdaq mit Stop
1425 long.

Beim Dax wäre mein Trziel 4030-4070, ich würde aber
erst einén Rücksetzer im Bereich 3880-3920 zum Kauf nutzen.
gruss

Beim Dax rechne ich nächste Woche auch mit weiter steigenden Notierungen. Meine Favoriten sind die Banken und Versicherungen, hier insbesondere CBK und MUV. Aber auch eine Allianz. :P

NoggerT
18.09.2004, 14:27
Mein ehemaliger Musterdepot-Wert(Empfehlung 95,68 )http://focus.comdirect.co.uk/LIB_MM_DISPLAY__Y29tcGFuaWVzOi9tbS86OTgwNjkyNzMzLj MgMyB7fSB7fSAw/ADS.gif markiert fast jeden Tag ein neues Jahreshhoch !

http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?minYear=850435200&sSymbol=ADS.ETR&sTimeframe=iD&sTimestamp=iD+iD+850435200http://focus.comdirect.co.uk/_common/informer/lib/chart/middlechart.chart?hiddenTimeFrame=1&iInd0=na&iInd1=2&iInd2=na&iIndcount=1&iType=1&minYear=850435200&sAv1=na&sAv2=200&sAv2count=1&sBench1=na&sBench2count=1&sBenchcount=1&sMarket=ADS.ETR&sOrdType=price&sScale=linear&sSettings=na&sSymbol=ADS.ETR&sTimeframe=1Y&sTimestamp=1063976400+1095512400+850435200

Max
18.09.2004, 14:29
@Nogger

Mal eine andere Frage:

Bisher habe ich meine Trades immer mit Excel nachgehalten und die Kauf- und Verkaufbelege ausgedruckt und abgeheftet, wegen der Steuer. Da ich nicht so viel Transaktionen durchgeführt habe, war das bisher noch relativ überschaubar.

Da ich aber ab Januar mit einem Teil meines Vermögens Daytrading betreiben werde, wir das wohl in dieser Form nicht möglich sein. Hast Du einen Tipp für mich?

Am besten per Boardmail!! :P

NoggerT
18.09.2004, 14:34
Mail ;)

@Nogger

Mal eine andere Frage:

Bisher habe ich meine Trades immer mit Excel nachgehalten und die Kauf- und Verkaufbelege ausgedruckt und abgeheftet, wegen der Steuer. Da ich nicht so viel Transaktionen durchgeführt habe, war das bisher noch relativ überschaubar.

Da ich aber ab Januar mit einem Teil meines Vermögens Daytrading betreiben werde, wir das wohl in dieser Form nicht möglich sein. Hast Du einen Tipp für mich?

Am besten per Boardmail!! :P

robert-1966
18.09.2004, 14:36
Der beste Trennungsbrief der je gschrieben wurde....


Liebe Andrea*,
*(Name von der Redaktion geändert)

ich weiß, der Eheberater hat gesagt, wir sollten uns während unserer
"Abkühlphase" nicht kontaktieren, aber ich konnte nicht mehr warten.
Am Tag an dem Du gegangen bist, habe ich mir geschworen, nie wieder

mit dir zu sprechen. Aber das war nur der kleine, verletzte Junge in mir.
Trotzdem wollte ich nie der sein, der sich zuerst meldet. In meinen
Träumen warst es immer Du, die angekrochen kam.

Ich glaube, mein Stolz brauchte das. Aber jetzt erkenne ich, daß mein
Stolz mich eine Menge gekostet hat. Ich kann einfach nicht mehr so tun,

als würde ich dich nicht vermissen. Es ist mir egal, wer den ersten Schritt
macht, hauptsache einer von uns macht ihn.

Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, unsere Herzen sprechen zu
lassen. Und mein Herz spricht: "Andrea, Du bist unvergleichlich!" Ich
suche nach Dir in jedem Augenpaar und allen Brüsten von Frauen die ich
sehe. Doch sie kommen dir nicht einmal Nahe. Vor zwei Wochen zum
Beispiel, habe ich eine Frau in einer Kneipe kennengelernt und mit
nach Hause genommen. Ich sage dies nicht, um dir weh zu tun, sondern
um dir meine Verzweiflung klar zu machen.

Sie war jung, vielleicht 19. Und sie hatte einen dieser perfekten
Körper, den nur die Jugend oder vielleicht jahrelanges Fitnesstraining
erschaffen kann. Ich meine, einfach perfekt! So einen Traumbusen
gibt's nicht noch einmal und der Hintern einfach wahnsinnig fest und
knackig. Also der Traum eines jeden Mannes, möchte man meinen. Aber
als ich so auf der Couch saß während sie mich oral bediente, dachte
ich nur an die Dinge, die wir soooo wichtig gemacht haben in unserem
Leben. Es ist alles so oberflächlich.

Ich meine, was bedeutet schon ein perfekter Körper? Macht es sie
besser im Bett? Nun, in diesem Fall war dem so, ja, aber Du weißt,
worauf ich hinaus will? Macht sie das zu einem besseren Menschen? Hat
sie deswegen ein besseres Herz als meine mäßig attraktive Andrea? Das
glaube ich nicht. Früher habe ich nie so gedacht.

Vielleicht werde ich ja einfach nur älter und klüger. Später, als ich
völlig ausgepumpt und ausgedörrt auf der Couch lag, fragte ich mich,
warum ich mich so leer fühlte. Es waren nicht nur ihre speziellen
Praktiken und Fähigkeiten, ihr unstillbarer Sexhunger- da war noch
etwas anderes. Ein nagendes Gefühl, verloren zu sein.

Warum fühlte ich mich so unvollständig? Und dann traf es mich wie ein
Blitzschlag. Nichts fühlt sich gleich an- ohne dich!

Erinnerst Du dich noch an Petra, die alleinstehende Mutter, die wir im
letzten Spanienurlaub im Hotel kennengelernt hatten? Nun, sie kam
letzte Woche mit einem Gulasch vorbei. Sie sagte, ich würde sicher
nichts richtiges mehr bekommen, so ohne Frau um mich herum. Erst
später sollte mir ein Licht aufgehen, was sie damit gemeint hatte.

Wie dem auch sei, wir hatten ein paar Gläser Wein. Und wie es so
kommt, das nächste woran ich mich erinnere ist sie und ich in unserem

alten Schlafzimmer. Sie hat mir all das gegeben, was man nur geben kann,
wenn man nicht im Jobstress ist, Migräne hat oder Angst, die Kinder könnten
einen hören. Dann hat sie den alten Schlafzimmerspiegel entdeckt und
so hingelegt, daß wir uns beide darin sehen konnten. Das war total
heiß - gleichzeitig macht es mich aber auch sehr traurig. Ich denke
immer daran, warum Du in 15 Jahren nie auf die Idee kamst, ihn hinzulegen

und als Sexspielzeug zu benutzen.

Letzten Samstag ist dann deine Schwester aufgekreuzt, um ein paar
deiner Sachen zu holen. Ich meine, schon klar, sie ist noch sehr jung,
aber sie ist auch sehr hübsch und war mir in dieser traurigen Zeit
eine große Stütze. Sie hat mir ein paar gute Ratschläge gegeben, wie
ich dich zurückgewinnen könnte, während wir zusammen in der Badewanne
saßen. Mein Gott, hat sie mich an dich erinnert, als Du 18 warst. Und
das bringt mich zum heulen.

Und dann stellte sich auch noch heraus, daß sie es liebt, a tergo
genommen zu werden. Meine Güte, Sie hat die gleichen Erbanlagen wie
Du. Wenn ich daran denke, wie oft ich versucht habe, dich auch mal auf
zum Hündchenspiel zu überreden und wieviel Bitterkeit das in unsere

Beziehung gebracht hat...
Aber selbst da, als ich es ihr mehrmals in der dunkelsten aller
Grotten...konnte ich nur an dich denken.

Liebe Andrea, fühlst Du es denn nicht auch? Können wir denn nicht
einfach von vorne anfangen und alles gewesene vergessen? Wenn Du auch
so denkst, bitte bitte melde dich!

Falls nicht, sag mir wenigstens wo die verdammte Fernbedienung ist.

:P

robert-1966
18.09.2004, 14:40
Die Hochzeitsnacht eines deutsch-chinesischen Paares:
Die jungfraeuliche Braut wartet schon im Bett, waehrend er sich
entkleidet.
Der Braeutigam aus China kuschelt sich an sie und versucht, sie zu
beruhigen: "Malia - mein Liebling, ich weiß, daß es das elste Mal fuel
dich ist und Du dich ein wenig fuelchtelst. Ich velspleche dil, ich tue
alles, was du willst, alles! Was haettest Du denn gelne?"

Sie darauf leise zu ihm: "Ich moechte erstmal mit Nummer 69 anfangen!"

Voellig verwundert schaut der Braeutigam seine junge Braut an -- dann
fragt er nach: "Du willst geblatenen Leis mit Lindfleisch und gemischtem
Gemuese?"

:P :lol:

NoggerT
18.09.2004, 14:44
Hallo Robert,
lass' uns am besten ein Extra-Thread nur für Witze eröffen, sonst gehen die Börsenbeiträge unter den ganzen Witzen unter..danke :) !


Ein Witz bis maximal 2Witze pro Seite ok, aber mehr lenkt
einfach vom richtigen Thema ab..


gruss & noch ein schönes WE :D

robert-1966
18.09.2004, 14:48
Alles klar!! :D

Grüße

Hallo Robert,
lass' uns am besten ein Extra-Thread nur für Witze eröffen, sonst gehen die Börsenbeiträge unter den ganzen Witzen unter..danke :) !


Ein Witz bis maximal 2Witze pro Seite ok, aber mehr lenkt
einfach vom richtigen Thema ab..


gruss & noch ein schönes WE :D

NoggerT
18.09.2004, 14:53
Ich hoffe unser Clan-Leader actr ;) ist damit auch
einverstanden, ich lese fast alle Ihre Beiträge mit
Genuss & in einem Extra-Thread gehen die Witze
auch nicht unter.. :)
Ich habe mir schon einige Witze auf der Festplatte gespeichert..:D

Alles klar!! :D

Grüße

Hallo Robert,
lass' uns am besten ein Extra-Thread nur für Witze eröffen, sonst gehen die Börsenbeiträge unter den ganzen Witzen unter..danke :) !


Ein Witz bis maximal 2Witze pro Seite ok, aber mehr lenkt
einfach vom richtigen Thema ab..


gruss & noch ein schönes WE :D

NoggerT
18.09.2004, 14:54
Die werde ich Ihr alle vorhalten, wenn ich Wien bin, hehe ;):D

actr
18.09.2004, 15:02
Die werde ich Ihr alle vorhalten, wenn ich Wien bin, hehe ;):D

Da werde ich mir noch ein Paar aufheben müssen :lol: :lol: :lol:

justamoment
18.09.2004, 15:18
UGHO.OB
UNIVERSAL GUARDIAN
OTC BB

Freitag von $0.67 auf $1.79 gestiegen (+168.66%)
Umsatz 15.64 Million Aktien.
Vielleicht keine Eintagsfliege. Kann erst der Anfang sein.

http://ichart.finance.yahoo.com/b?s=UGHO.OB


ECST
ECOST COM

hat wohl Potential nach oben. Die Aktie wird erst seit Ende August gehandelt.

http://ichart.finance.yahoo.com/w?s=ECST

IPO sollte ursprünglich im Bereich 9 liegen. Umsätze nicht schlecht.

robert-1966
18.09.2004, 16:01
Yukos hat mehr Reserven als erwartet

Der vor der Zerschlagung durch den russischen Staat stehende Ölkonzern Yukos verfügt angeblich über fünf Mal höhere Ölreserven als bisher angenommen. Neue Studien ließen für die Tochterfirma Juganskneftegas Reserven von 12,8 Milliarden Tonnen Öl erwarten, teilte die Firma am Freitag in Moskau mit.

Bislang war Yukos von 2,7 Mrd. Tonnen nachgewiesener Reserven ausgegangen.

Mit den neuen Ölfunden würde der Wert der Tochterfirma erheblich steigen. Der russische Staat will Juganskneftegas zur Begleichung von Yukos-Steuerschulden aus dem Konzern herauslösen und verkaufen. »Yukos ist als integrierte Firma effektiver«, sagte Finanzvorstand Bruce Misamore bei einer Investorenkonferenz. »Das versuchen wir auch dem Staat zu erklären.«

Von der Steuernachforderung von umgerechnet knapp drei Milliarden Euro für 2000 habe Yukos etwa 2,4 Milliarden gezahlt, sagte Misamore. Gleichzeitig gelinge es dem Konzern, den operativen Betrieb aufrechtzuerhalten und einen Bankrott zu vermeiden. »Unsere Kunden zahlen voraus, unsere Lieferanten kommen uns entgegen. Alle helfen Yukos - mit Ausnahme des Staates«, sagte der Finanzvorstand. Für 2001 fordert die russische Finanzbehörde Steuernachzahlungen und Strafen von weiteren 119 Mrd. Rubel (3,4 Mrd. Euro). (dpa)

trollinger
18.09.2004, 16:04
Guten Morgen @all :roll: :wink: ,
bin grad erst aufgestanden und hab doch tatsächlich die BL Tipps verpasst :?
jetzt gehts duschen, dann Geburtstag und dann Volksfest :) :)

@Noggert
Ob du dir die noch merken kannst bis dahin :roll: :) :) :wink:

Grüssle in die Welt

trollinger



Die werde ich Ihr alle vorhalten, wenn ich Wien bin, hehe ;):D

Da werde ich mir noch ein Paar aufheben müssen :lol: :lol: :lol:

robert-1966
18.09.2004, 16:04
Sportartikelfirma Nike plant Kauf des Konkurrenten Puma

Sportartikelfirma Nike plant Kauf des Konkurrenten Puma
Frankfurt/Main - Gerüchte um eine angebliche Kaufofferte des US-Sportartikelherstellers Nike für den deutschen Konkurrenten Puma haben den Puma-Kurs am Freitag auf ein Allzeithoch getrieben. Analysten zeigten sich jedoch skeptisch und verwiesen auf kartellrechtliche Probleme und bezweifelten den ökonomischen Sinn einer solchen Transaktion. Puma wollte sich zu den Marktgerüchten nicht äußern.

Die Puma-Papiere verteuerten sich am Freitag bis um 2,5 Prozent auf ein neues Jahreshoch von 222,93 Euro. Später schmolzen die Gewinne wieder zusammen. "Ein Kauf brächte wenig Synergien", sagte ein Aktienexperte. Händler verwiesen auf ähnliche Gerüchte im Monat August, als es hieß, der US-Sportartikelherstellers Reebok plane eine Offerte für den Puma-Konkurrenten Adidas. rtr

robert-1966
18.09.2004, 16:09
Wie TUI im Dax blieb


veröffentlicht: 18.09.04 - 13:09

Düsseldorf (rpo). Wenn die Börse übermorgen eröffnet, notiert der DAX im Gegensatz zu anderen Börsenindizes in seiner alten Zusammensetzung. Die TUI, lange vom Abstieg in den MDax bedroht, hat mit stimulierenden Nachrichten den Verbleib im DAX gesichert.
Das Management versuchte auf alle erdenkliche Weise, den Anlegern deutlich zu machen, dass der Wert auf dem seinerzeitigen Kursniveau unterbewertet sei und über Nachholpotenzial verfüge. Die Veröffentlichungen stellten weniger der Gewinneinbruch im zweiten Vierteljahr heraus, vielmehr die gute Buchungslage in der Touristik und die Hoffnung auf zügigen Schuldenabbau.

Die Anleger hatten natürlich im Hinterkopf, dass der seiner Zeit noch angedachte Börsengang oder Verkauf der Tochter Hapag Lloyd einen erheblichen Mittelzufluss erwarten ließ. Dabei verwundert es natürlich schon, dass der Börsengang bzw. Verkauf von Hapag Lloyd an einen strategischen Investor erst abgesagt wurde, als die Börse den DAX-Platz von TUI bestätigt hatte. Aktuell heißt es nunmehr sogar vom Management, der Börsengang der Schifffahrts-Tochter werde zur Schuldentilgung nicht benötigt.

Zudem gab es stimulierende Übernahmegerüchte, weil die Investmentbank Morgan Stanley ihr Aktienpaket auf über 10 Prozent verdoppelt hatte und der Großaktionär WestLB von zahlreichen Angeboten für seinen 31-Prozent-Anteil sprach. Inzwischen hat Morgan Stanley die Beteiligung auf 0,2 Prozent zurückgefahren. Die Hotelkette Riu gilt zwar immer noch als möglicher neuer TUI-Investor. Tourismusexperten hingegen halten das Interesse der Riu-Familie für fragwürdig, da TUI für Riu keinen Mehrwert brächte.

Für Unternehmen ist es wichtig, dass ihre Aktie in einem bedeutenden Index vertreten ist, denn das erhöht den Bekanntheitsgrad. Institutionelle Anleger bilden die Indizes häufig in ihren Portfolios nach. Indexveränderungen sollten beachtet, aber nicht zur einzigen Grundlage für Anlageentscheidungen gemacht werden.

VON CHRISTOPH SCHLIENKAMP
Der Autor leitet das Research im Bankhaus Lampe. Ihre Meinung zum Thema ist gefragt unter www.rp-online.de/wirtschaft

robert-1966
18.09.2004, 18:39
Bundesliga 5. Spieltag

Borussia Dortmund : FC Bayern München 2:2

Arminia Bielefeld : 1.FSV Mainz 05 1:1

1.FC Kaiserslautern : Hamburger SV 2:1

Bayer 04 Leverkusen : 1.FC Nürnberg 2:2

Werder Bremen : Hannover 96 3:0

Hansa Rostock : VfL Wolfsburg 1:2

FC Schalke 04 : Borussia M'gladbach 3:2

actr
18.09.2004, 18:52
@Trolli

Hast DU Geburtstag :shock: :shock: ???


Falls ich richtig "liege" - dann herzliche Glückwunsch :D:D:D


http://www.juanna.ch/gifsammlung/050904/geb009.gifhttp://www.juanna.ch/gifsammlung/050904/geb018.gif


Guten Morgen @all :roll: :wink: ,
bin grad erst aufgestanden und hab doch tatsächlich die BL Tipps verpasst :?
jetzt gehts duschen, dann Geburtstag und dann Volksfest :) :)

@Noggert
Ob du dir die noch merken kannst bis dahin :roll: :) :) :wink:

Grüssle in die Welt

trollinger



Die werde ich Ihr alle vorhalten, wenn ich Wien bin, hehe ;):D

Da werde ich mir noch ein Paar aufheben müssen :lol: :lol: :lol:

actr
18.09.2004, 18:56
Hmh - gehört doch gefeiert!?!?


http://www.kochen-und-geniessen.de/home/rezept_des_tages/20040918/img/rezept_des_tages.jpg

Kartoffel-Porree-Auflauf mit Gouda

Zutaten für 3-4 Personen:

750 g Kartoffeln
Salz, schwarzer Pfeffer
250-300 g Porree (Lauch)
1-2 Äpfel (ca. 200 g)
1 EL Zitronensaft
6 dünne Scheiben Frühstücksspeck
250 g Schmand oder Crème fraîche
100 ml Milch
1 Ei (Gr. L)
1 TL getrockneter Thymian
100 g Gouda (z. B. mittelalter)
Fett für die Form
evtl. 1/2 TL rosa Beeren (pfefferähnliches Gewürz)
Zubereitung:
1. Kartoffeln schälen, waschen und in Spalten schneiden. In Salzwasser ca. 10 Minuten vorkochen.
2. Porree putzen, waschen, längs halbieren und in Stükke schneiden. Ca. 2 Minuten vor Ende der Garzeit zu den Kartoffeln geben und mitgaren. Anschließend alles gut abtropfen lassen.
3. Äpfel waschen, entkernen (z. B. mit einem Ausstecher) und in Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln. Speck halbieren. Schmand, Milch und Ei verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Gouda grob raspeln.
4. Kartoffeln, Porree, Äpfel und Speck in eine gefettete Auflaufform füllen. Eier-Schmand darübergießen, mit Gouda bestreuen. Auflauf im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/ Umluft: 175 °C / Gas: Stufe 3) 30-40 Minuten goldbraun backen. Nach Belieben mit rosa Beeren garnieren.

Zubereitungszeit: 1 Std.
kcal kJ Eiweiß Fett KH Broteinheiten
490 2050 18 29 36 -

actr
18.09.2004, 18:59
http://www.kochen-und-geniessen.de/wochenendmenue/jpg/hauptger.jpg

Kleine Haxen auf Schmorgemüse

Zutaten für 4 Personen:
2 Packungen (à 1000 g; 2 Stück) TK-Schweinshaxe gegrillt (von bofrost)
400-500 g kleine Möhren
3 mittelgroße Tomaten
3 mittelgroße Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Zweige Rosmarin
2-3 Stiele glatte Petersilie
Fett für die Fettpfanne
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer, evtl. 1 EL Butter

Zubereitung:
1. Haxen auftauen lassen. Möhren schälen, waschen und in Stücke schneiden. Tomaten waschen und achteln. Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden. Knoblauch schälen und grob hacken. Rosmarin und Petersilie waschen und, bis auf etwas Petersilie zum Garnieren, abzupfen.
2. Fettpfanne leicht fetten. Haxen, vorbereitetes Gemüse, Zwiebeln, Knoblauch, Kräuter und Lorbeer darauf verteilen. Gemüse würzen.
3. Alles im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 225 °C/Um-luft: 200 °C/Gas: Stufe 4) 20-30 Minuten braten. Die Haxen nach ca. 10 Minuten wenden und evtl. mit Butter bestreichen. Ca. 1/4 l Wasser angießen und fertig schmoren. Anrichten und mit übriger Petersilie garnieren. Dazu schmecken Röst- oder Salzkartoffeln.

Zubereitungszeit: 50 Min.
kcal kJ Eiweiß Fett KH Broteinheiten
870 3650 32 g 129 g 11 g -

actr
18.09.2004, 19:01
http://www.kochen-und-geniessen.de/wochenendmenue/jpg/dessert.jpg

http://Rotweincreme mit Kirschen


Zutaten für 4 Personen:
4 Blatt weiße Gelatine
1 Glas (370 ml) Kirschen
100 ml Rotwein
2 frische Eier (Gr. M)
60 g Zucker
1 Päckchen
Vanillin-Zucker
200 g Schlagsahne
evtl. Minze zum Verzieren

Zubereitung:
1. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Kirschen abtropfen lassen, den Saft dabei auffangen.
2. 5 EL Kirschsaft erhitzen. Gelatine ausdrücken und darin auflösen. Wein darunter rühren.
3. Eier, Zucker und Vanillin-Zucker schaumig schlagen. Nach und nach die Wein-Mischung einrühren. Kalt stellen, bis die Creme zu gelieren beginnt.
4. Sahne steif schlagen und unter die Creme heben. Hälfte Kirschen in 4 Dessertgläser verteilen. Weincreme darüber geben. Restliche Kirschen darauf verteilen. Mind. 4 Stunden kalt stellen. Evtl. mit Minze verzieren.

EXTRA-TIPPS
Wenn Sie die Creme ohne Alkohol zubereiten möchten, können Sie den Wein ganz einfach durch Kirschsaft ersetzen.
Falls Sie kein kleines Glas mit Kirschen finden, kaufen Sie ruhig ein großes (720 ml). Für das Dessert brauchen Sie etwa die Hälfte (ca. 200 g). Den Rest anderweitig verwenden oder so aufessen.


Zubereitungszeit: 20 Min. (Wartezeit mind. 4 1/2 Std.)
kcal kJ Eiweiß Fett KH Broteinheiten
320 1340 7 g 19 g 28 g -

actr
18.09.2004, 19:02
PS: Die Rezepte sind auch im Sofa in der Kochecke nachzulesen :D:D - falls jemand später probieren will :wink:

Max
18.09.2004, 21:07
Financial Times Deutschland
Börsenausblick Optimismus gewinnt die Oberhand
Samstag 18. September 2004, 16:53 Uhr

Aktienkurse
ABN AMRO Holding NV
AAH.AS
18.41
+0.33
Bank of America Corp
BAC
44.66
+0.32
Bankgesellschaft Ber...
802322.DE
2.06
0.00
Bayerische Hypo-und ...
802200.DE
15.54
+0.31
Nike Inc
NKE
76.56
-0.44
Red Hat Inc
RHAT
15.23
+0.05
Xetra DAX Index
Da diese Woche nur wenige Unternehmensveröffentlichungen auf der Agenda stehen und auch von konjunktureller Seite wenig Impulse zu erwarten sind, liegt der Fokus auf der Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve am Dienstag. Ein Zinsschritt um 25 Basispunkte auf dann 1,75 Prozent ist in den Kursen bereits enthalten. Die Aufmerksamkeit richtet sich folglich auf die Begründung der Zinsentscheidung. Malt Fed-Chef Alan Greenspan ein sehr optimistisches Bild von der konjunkturellen Lage, sehen einige
Anzeige
Stratege sogar die kleine Chance für eine kleine Frühherbstrally.

Für den Anleihemarkt bedeutet die Fed-Sitzung hingegen die Gefahr von Kursverlusten und folglich steigenden Renditen. Der Dollar hat durch die neuesten Kapitalflussdaten von vergangener Woche erst einmal leichte Unterstützung erhalten. Strategen erwarten jedoch nicht, dass der Kurs des Greenback aus seiner aktuell recht engen Handelsspanne ausbrechen wird.

Vergangene Woche zeigten die großen Referenzindizes beiderseits des Atlantiks ein uneinheitliches Bild. Dax (Xetra: Nachrichten) und Stoxx50 legten deutlich um 2,6 Prozent und 1,3 Prozent zu. Der Dow Jones verlor 0,3 Prozent, während der S&P 500 0,4 Prozent gewann.

Vorsichtiger Optimismus

"Der Markt sieht stabil aus", sagte Stefan Mitropoulos, Aktienstratege bei der Bankgesellschaft Berlin (Xetra: 802322.DE - Nachrichten - Forum) im Hinblick auf diese Woche. Die Grenze von 4000 Punkten könnte erreicht werden. Hierfür sprächen vor allem das gute Marktumfeld und eine vergleichsweise niedrige Bewertung der deutschen Aktien. "Es ist noch Luft nach oben, ich rechne mit einer moderaten Aufwärtsbewegung", sagte Mitropoulos.

"Bei EuroStoxx 50 und Dax sehen wir eine neue zyklische Aufwärtsbewegung", sagte Tammo Greetfeld von der HypoVereinsbank (Xetra: 802200.DE - Nachrichten - Forum) . Eine Zinsanhebung durch die Fed hätte seiner Einschätzung nach positive Auswirkungen auf die Aktien. "Die zyklische Erholung der US-Unternehmensgewinne ist weiter in Gang und hat damit positive Auswirkungen auf die Aktien hierzulande", sagte Greetfeld.

Matthias Jörss, Aktienstrage bei Sal. Oppenheim, äußerte sich verhaltener. "Wir erwarten eher eine Konsolidierung des Marktes, denn von konjunktureller Seite sehen wir diese Woche keine großen Unterstützungen." Die Frühindikatoren in den USA seien negativ und es gebe keine richtig guten Nachrichten. "Über die Höhe der Zinsentscheidung herrscht Konsens, wir rechnen aber nicht mit einer sehr aggressiven Folge von Zinsanhebungen durch die Fed", sagte Jörss. Vor allem die Begründung der Entscheidung sollte für die Aktienmärkte von Bedeutung sein. "Die Fed hat sich in der Vergangenheit häufig sehr positiv geäußert, das kann man jetzt nur schwer übertreffen", sagte der Experte.

Stabile Entwicklung erwartet

Dax und Dow Jones dürften sich nach Einschätzung von Heinz-Bernhard Schmitz, Leiter des Aktienhandels bei der NordLB, relativ stabil entwickeln. Allerdings sieht der Experte auch die Möglichkeit eines Rückgangs beim Dax bis auf 2950 Punkte, der 200-Tage-Linie. Der Grund hierfür liege darin, dass viele Marktteilnehmer eine kleine Korrektur erwarten würden. "Der Dax wurde in der vergangenen Woche vorwiegend durch Derivate getrieben und ist jetzt kurzfristig leicht überkauft", sagte Schmitz. Auch die Experten der Landesbank Rheinland-Pfalz halten nach der Rally der vergangenen Wochen eine "Verschnaufpause" auf der langfristigen Linie für gerechtfertigt.

In den USA liegt die Aufmerksamkeit ebenfalls auf der Fed-Entscheidung, aber auch die Entwicklung am Ölmarkt und die beginnende Ertragssaison sind hier die bestimmenden Faktoren. "Da ein kleiner Zinsschritt bereits eingepreist ist, würde alles andere, also keine Zinserhöhung oder eine Erhöhung um 50 Basispunkte, zu negativen Reaktionen führen", sagte David Kotok von Cumberland Advisors.

"Das Hauptthema für mich ist die Ertragssaison", schwächt Joe Quinlan, Chefstratege der Bank of America (NYSE: BAC - Nachrichten) , die Bedeutung der Notenbanksitzung ab. Gewinnwarnungen wie in der vergangenen Woche von Coca-Cola könnten Zweifel an globalen Wachstumstrends wecken, sagt der Stratege.

US-Banken legen Zahlen vor

Bereits etwa zehn Tage vor dem Ende des dritten Quartals werden in dieser Woche mehrere schwergewichtige US-Unternehmen Quartalszahlen vorlegen. Montag machen Adobe, Nike (NYSE: NKE - Nachrichten) und Red Hat (NASDAQ: RHAT - Nachrichten) den Auftakt. Dienstag folgen die Investmentbanken Goldman Sachs und Lehman Brothers. Mittwoch melden Bear Stearns, Morgan Stanley und Federal Express Geschäftszahlen.

Von konjunktureller Seite stehen nur wenige Veröffentlichungen an. Am Dienstag werden Daten aus dem Baugewerbe veröffentlicht. Die US-Bürger sitzen derzeit auf Hypothekenschulden in Höhe von etwa 7000 Mrd. $. Karl Case, Professor für Volkswirtschaft am Wellesley College befürchtet vorerst kein Platzen der Immobilienblase. "Langfristig verträgt der Immobilienmarkt noch eine Zinssteigerung um 1 bis 1,5 Prozent." Am Freitag stehen die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter zur Veröffentlichung an. Hier erwarten Volkswirte eine deutliche Eintrübung des Bildes.

Anleihen mit längeren Laufzeiten könnten unter Druck geraten

"Die Bond- und Devisenmärkte hören schon die Botschaft der Fed, dass die US-Wirtschaft nach der Schwächephase im zweiten Quartal wieder Fuß gefasst hat", schreibt Peter Fertig, Anleihestratege von Dresdner Kleinwort Wasserstein, in einem Wochenausblick. Dennoch fehle den Märkten bisher noch der feste Glaube daran, zumal die Wirtschaftsdaten in keine einheitliche Richtung deuteten. Fertig erwartet jedoch, dass die positive Konjunktureinschätzung Alan Greenspans immer mehr Akzeptanz unter den Akteuren findet. Im Zuge dessen dürften dann vor allem Anleihen mit längeren Laufzeiten unter Druck geraten.

"Insgesamt sehen wir noch Chancen, dass die Vier-Prozent-Marke bei den zehnjährigen Bundesanleihen und US-Treasuries getestet wird", schreibt der Stratege. "Aber die Luft wird dünner, und ein nachhaltiges Unterschreiten dieser Niveaus erscheint wenig wahrscheinlich." Die Erklärung des Geldmarktausschusses und die Wirtschaftsdaten der kommenden Wochen könnten jedoch die Stimmung verändern, schreibt der Stratege. Bei Renditen unter vier Prozent für zehnjährige US-Treasuries und unter 3,9 Prozent für Bunds gleicher Laufzeit empfiehlt Dresdner Kleinwort Wasserstein, Positionen in diesen Papieren moderat zu verringern.

Für den Devisenmarkt erwarten die Strategen von ABN Amro (Amsterdam: AAH.AS - Nachrichten) und der HypoVereinsbank, dass sich der Euro in der engen Handelsspanne von 1,20 bis 1,24 $ halten wird.

actr
18.09.2004, 21:35
Gute Nacht, Nogger, Trolli, Kater, Sven, Coralle, Lintorfer, Ford, Milli, Max, Maca, Maack, Mac, Premium, Adler, Fredz, Zocko, Löck, Robert, TTN, Biz, Carlo, Rasputin, Geban, HK, Justa, Yoda, Norman und ALL :):):) :D :D :D


http://mitglied.lycos.de/Fantasy_Insel/Sonstiges/apfel2.gif

Coralle
18.09.2004, 21:40
Gute Nacht actr und alle anderen!

Schönen Abend noch!!! :D

lintorfer74
18.09.2004, 23:52
Good Night @all :D

diplomat
19.09.2004, 07:44
Guten morgen @ all :wink:

actr
19.09.2004, 07:51
Guten Morgen Nogger, Trolli, Kater, Sven, Coralle, Lintorfer, Ford, Milli, Max, Maca, Maack, Mac, Premium, Adler, Fredz, Zocko, Löck, Robert, TTN, Biz, Carlo, Rasputin, Geban, HK, Justa, Yoda, Norman, Diplomat und ALL :D :D :D :D :D

Adler
19.09.2004, 07:53
Guten morgen actr :D
Guten Morgen Nogger, Trolli, Kater, Sven, Coralle, Lintorfer, Ford, Milli, Max, Maca, Maack, Mac, Premium, Adler, Fredz, Zocko, Löck, Robert, TTN, Biz, Carlo, Rasputin, Geban, HK, Justa, Yoda, Norman, Diplomat und ALL :D :D :D :D :D

Adler
19.09.2004, 07:55
Zahlreiche Tote bei Anschlägen und Überfällen im Irak
Samstag 18 September, 2004

Bagdad (Reuters) - Im Irak reißt die Serie von Überfällen, Anschlägen und Geiselnahmen nicht ab. Laut Bericht des arabischen Senders Al Dschasira vom Samstag drohten die Entführer zweier amerikanischer und einer britischen Geisel mit der Ermordung ihrer Opfer und verknüpften diese Drohung mit einem 48-stündigen Ultimatum.

Unbekannte Angreifer überfielen in der Stadt Mossul den Konvoi eines Vertreters der irakischen Ölindustrie, wobei vier von dessen Leibwächtern getötet wurden. Der Ölmanager blieb nach Polizeiangaben unverletzt.

Nahe Kirkuk im Nordirak riss ein Selbstmord-Bombenattentäter nach Angaben von Ärzten mindestens 23 Personen mit sich in den Tod. Derweil setzten die US-Streitkräfte ihre Angriffe aus der Luft auf vermutete Extremisten-Unterschlupfe fort.

GEISELNEHMER DROHEN MIT MORD

Der in Dubai ansässige Sender Al-Dschasira veröffentlichte am Samstag Auszüge eines angeblich von den Entführern stammenden Videos, auf dem die drei männlichen Geiseln zu sehen waren.

Die Organisation Tauhid und Dschihad des Extremistenführers Abu Musab Al-Sarkaui habe mit der Ermordung der in Bagdad verschleppten Ausländer gedroht, sollte die Regierung in Washington nicht dafür sorgen, dass alle weiblichen irakischen Häftlinge aus den irakischen Gefängnissen Abu Ghraib und Umm Kasr binnen 48 Stunden freigelassen würden, hieß es.

Die Ausländer waren am Donnerstag verschleppt worden. Auf dem Video waren die drei Männer mit verbundenen Augen zu sehen, während ein Vermummter hinter ihnen stand und auf eine der Geiseln eine Waffe gerichtet hielt. Die Geiseln wirkten unversehrt, was sie sagten, war allerdings nicht genau zu verstehen. Offenbar wollten sie erklären, wo sie seien. Für die Ergreifung des aus Jordanien stammenden mutmaßlichen Extremisten-Anführers Sarkaui haben die USA ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.

ÜBERFALL AUF ÖLMANAGER

Der Ölmanager der staatlichen irakischen Ölfirma North Oil, Mohammed Al-Sibari, blieb bei dem Überfall irakischer Extremisten nach Angaben der Polizei unversehrt. Vier seiner Leibwächter seien jedoch getötet worden, als die Extremisten den Konvoi in Mossul mit Granatwerfern und aus automatischen Waffen attackierten. Seit Wochen verstärken Aufständische im Irak ihre Angriffe auf Anlagen der Ölindustrie, wiederholt wurden auf irakische und ausländische Vertreter aus Industrie und Politik Anschläge mit dem Ziel verübt, die Lage im Nachkriegs-Irak vor den für Januar angekündigten Wahlen weiter zu destabilisieren und potenzielle Investoren dadurch abzuschrecken.

In der Nähe der nordirakischen Stadt Kirkuk kamen nach Krankenhausangaben am Morgen mindestens 23 Menschen bei einem Autobombenanschlag ums Leben. Über ein Dutzend Menschen wurden verletzt. Der Attentäter hatte sich in seinem Fahrzeug in der Nähe des Hintereingangs eines Gebäudes in die Luft gesprengt, in dem die Zentrale der irakischen Nationalgarde untergebracht ist. Bei den Opfern dürfte es sich in der Mehrzahl um Männer handeln, die sich als Bewerber um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz bei den Sicherheitskräften einschreiben wollten.

In der Nacht zum Samstag hatte die US-Luftwaffe ihre Einsätze auf vermutete Unterschlupfe von Extremisten fortgesetzt. Ärzte berichteten nach einem Angriff auf Ziele in Falludscha von mindestens sechs Toten. Mehrere Häuser wurden beim Einschlag von Bomben oder Raketen zerstört.

Adler
19.09.2004, 07:57
Stolpe warnt vor vorschneller Verringerung der Ost-Hilfen
Samstag 18 September, 2004



Berlin (Reuters) - Der für den Aufbau Ost zuständige Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) hat Forderungen nach einer vorschnelles Verringerung der Hilfen für Ostdeutschland zurückgewiesen. Baden-Württembergs Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU) sagte dagegen dem Nachrichtenmagazin "Focus": "2019 muss definitiv Schluss sein".

Stolpe sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Samstag mit Blick auf den Solidarpakt II für Ostdeutschland, der 2019 ausläuft: "Jetzt haben wir Halbzeit. Jeder tut unrecht, der in der Halbzeit den Kampf verloren gibt." Auch 2020 werde es - allerdings quer durch ganz Deutschland - Unterschiede geben, die die Landes- und Bundespolitik nicht hinnehmen könne. Für strukturschwache Regionen im Osten wie im Westen müsse gelten: "Niemand will solche Regionen abschreiben. Es gibt keine verlorenen Regionen in Deutschland." Den Vorwurf, die Förderung orientiere sich zu sehr an Himmelsrichtungen, wies Stolpe zurück. Er setze Infrastrukturgelder seit einem Jahr nicht mehr nach Himmelsrichtungen, sondern nach Bedarf ein.

Stratthaus sagte dem "Focus", die Finanzhilfen im Solidarpakt II für den Osten dürften nicht über 2019 verlängert werden. Zwar hätten wirtschaftlich schwache Regionen auch danach noch Anspruch auf Unterstützung. Doch müsse sich das auf ganz Deutschland erstrecken. "Wer schon jetzt die Förderung nach 2019 festklopfen will, glaubt nicht an sich selbst", sagte er. Für die Überprüfung der Osthilfen hatten sich die Regierungschefs aus Bayern und Nordrhein-Westfalen, Edmund Stoiber (CSU) und Peer Steinbrück (SPD), ausgesprochen.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) unterstützte die von Bundespräsident Horst Köhler geäußerte Position, dass sich die Deutschen mit unterschiedlichen Lebensverhältnissen abfinden müssten. "Es hat in Deutschland noch nie gleiche Lebensverhältnisse gegeben", sagte Böhmer. Deutschland brauche mehr Wettbewerb zwischen den Ländern. Wenn aber ein Bundesland eine doppelt so hohe Arbeitslosenquote habe wie ein anderes, könne man nicht mehr von gleichwertigen Chancen sprechen. Ziel müsse sein, die Arbeitslosenzahl in allen Ländern auf ein einheitliches Niveau zu drücken. Auch Böhmer forderte eine Abkehr von einer Förderpolitik nach Himmelsrichtungen.

Köhler hatte vor einigen Tagen gesagt, es gebe überall in Deutschland große Unterschiede in den Lebensverhältnissen. "Das geht von Nord nach Süd wie von West nach Ost. Wer sie einebnen will, zementiert den Subventionsstaat und legt der jungen Generation eine untragbare Schuldenlast auf."

Einer Umfrage des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge empfinden sich 30 Prozent der Ostdeutschen als benachteiligt - so viel wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Mit 44 Prozent bezeichneten mehr Ostdeutsche denn je ihre wirtschaftliche Lage als weniger gut oder schlecht. Fast 60 Prozent rechneten damit, dass es noch mehr als zehn Jahre dauern wird, bis die Lebensbedingungen zwischen Ost- und Westdeutschland angeglichen sind. Dennoch wünsche sich die große Mehrheit der Ostdeutschen nicht die alte DDR zurück. Einer "Focus"-Umfrage zufolge glauben knapp drei Viertel aller Deutschen nicht, dass es jemals einheitliche Lebensverhältnisse in Deutschland geben wird.

Adler
19.09.2004, 08:00
Windows Longhorn soll Nutzungsrechte für Musik-CDs festlegen
Major Labels wollen Kopierschutz vom Datenträger ins Betriebssystem übertragen

Der Software-Konzern Microsoft verhandelt derzeit mit der Musikindustrie über Kopierschutzmechanismen im neuen Betriebssystem Windows Longhorn. Diese sollen dafür sorgen, dass Windows-Nutzer zukünftig keine Musik-CDs mehr frei verwenden können, auch wenn auf dem Datenträger selbst kein Schutzsystem vorhanden ist. Auf der CD werden Informationen mitgeliefert, wie oft Songs in Musikdateien umgewandelt werden dürfen und welchen Restriktionen die Titel anschließen unterliegen. Dies berichtete der US-Branchendienst 'CNet' heute unter Berufung auf informierte Kreise.

In den Verhandlungen hat bisher jede Seite ihre eigenen Vorstellungen über die Ausgestaltung der Technologie betont. In den kommenden Monaten soll daraus ein gemeinsames Konzept entstehen, das in Longhorn umgesetzt wird. Die Markteinführung des neuen Microsoft-Betriebssystems wird für 2006 erwartet.

Die Musikindustrie hatte sich mit der Einführung immer umfassenderer Kopierschutztechnologien bei zahlreichen Nutzern unbeliebt gemacht. So ist bereits ein großer Teil der von Major Labels veröffentlichten Musik durch die Restriktionen nicht auf den immer beliebter werdenden portablen Playern nutzbar. Die Schutzfunktionen sollen daher zukünftig von den DRM-Systemen des Betriebssystems übernommen werden, was eine flexiblere Gestaltung der Nutzungsrechte ermöglichen würde.

Microsoft zeigt sich bereit, die Major Labels bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Ob andere Anbieter mitziehen, ist jedoch fraglich. So strebt Apple eine weitgehende Freiheit der Nutzer beim Umgang mit digitalen Inhalten an, könnte sich jedoch wie auch beim DRM-System des iTunes Music Store kompromissbereit zeigen. In der Linux-Community wird die Musikindustrie hingegen kaum eine Chance haben, ihre Kopierschutztechnologien zu verankern. (ck)

lintorfer74
19.09.2004, 08:04
Guten Morgen actr, Nogger, Carlo, Gerhard, Sven, Merlin, sunrise, Coralle, 2good, Toro, Fredz, Trollinger, CaterCarlo, Adler, diplomat 8)

Adler
19.09.2004, 08:04
Sony-Musiksparte verlässt Berlin
Die Musikstadt Berlin steht nach spektakulären Neuansiedlungen vor einem herben Verlust

Das spektakuläre Faltdach der Sony-Zentrale am Potsdamer Platz
Foto: dpa
Berlin - Die Plattenfirma Sony will die Hauptstadt verlassen. Nach der Fusion mit der Bertelsmann-Musiksparte BMG soll die Deutschlandzentrale des neuen Unternehmens in München ihren Sitz haben.


„Sony-Music verlässt Berlin“, sagte der bisherige Deutschland-Chef Balthasar Schramm der Zeitung „Tagesspiegel“. Auch er selbst werde „künftig nicht mehr für Sony-Music tätig sein.“ Das nationale Geschäft von Sony BMG soll laut dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ künftig der Chef von BMG-Deutschland, Maarten Steinkamp, führen. Vorgesehen sei zudem Stellenabbau.


Die Standortentscheidung gegen Berlin sei „eine schlechte Nachricht“ für die Stadt, das fusionierte Unternehmen und die deutsche Musikwirtschaft, sagte Schramm. Er habe Berlin wirtschaftlich und kulturell als die „bessere Wahl“ angesehen. Für einen Umzug nach München stehe er nicht zur Verfügung. Dies werde wohl auch auf viele der rund 230 Beschäftigten zutreffen.


Da das gemeinsame Unternehmen nur noch knapp 300 Mitarbeiter haben solle, stehe nach der Fusion ein Abbau von rund einem Drittel der Stellen an, berichtet der „Spiegel“. Die verbliebenen Mitarbeiter sollten die nationalen Geschicke von Sony BMG mit Bands wie 2raumwohnung, Peter Maffay und Laith Al-Deen aus der jetzigen BMG-Zentrale in München steuern. In der Sony-Dependance am Potsdamer Platz in Berlin seien die Mietkosten zu hoch.


Die Musiksparte von Sony und die Bertelsmann-Musiktochter BMG hatten vor sechs Wochen ihr Geschäft zusammengelegt. Das Gemeinschaftsunternehmen Sony BMG ist mit 25 Prozent Marktanteil die zweitgrößte Musikfirma der Welt. Die Konkurrenten Time Warner, EMI und Universal Music hatten vergeblich versucht, die Verschmelzung von Sony und BMG in Brüssel zu torpedieren.


Berlin hatte zuletzt mehrere wichtige Unternehmen der Musikbranche für eine Ansiedlung an der Spree gewonnen. So zogen die Deutschland-Zentrale des weltgrößten Musikkonzerns Universal und die deutschen Phonoverbände von Hamburg in die Hauptstadt. Auch der Musiksender MTV verlegte in diesem Jahr die Zentrale für sein deutschsprachiges Programm nach Berlin. Die Musikmesse „Popkomm“ soll Ende September nach dem Wegzug aus Köln erstmals in Berlin starten. WELT.de

Adler
19.09.2004, 08:05
Guten morgen Lintorfer :D
Guten Morgen actr, Nogger, Carlo, Gerhard, Sven, Merlin, sunrise, Coralle, 2good, Toro, Fredz, Trollinger, CaterCarlo, Adler, diplomat 8)

lintorfer74
19.09.2004, 08:06
Drillisch will die Nummer drei der Branche werden
Im Börsenfrühstück nennt Vorstand Marc Brucherseifer den TecDax als Ziel für den Handy-Service-Provider
Seinen bislang grössten Coup hat er gerade hinter sich. Ende vergangenen Jahres übernahm Marc Brucherseifer als Chef von Drillisch den doppelt so großen, profitablen Konkurrenten Victor-Vox. Damit katapultierte sich Drillisch unter den Mobilfunk-Serviceprovidern auf Rang vier.


Doch Brucherseifer will mehr. "Wir wollen die Nummer drei werden", sagt er. Dazu schielt er auf die nächstkleineren Firmen der Branche, Carphone Warehouse/The Phone House und Telco. "Wir haben bereits Gespräche geführt, im Moment gibt es aber keine Verkaufsbereitschaft", so Brucherseifer. "2005 werden wir das Thema aber wieder aufgreifen." Und auch für die Aktie nennt er ein ehrgeiziges Ziel: "Wir wollen in den TecDax."


Die Mobilfunk-Serviceprovider verdienen ihr Geld, indem sie Mobilfunkminuten von den vier Netzbetreibern erwerben und unter eigenem Namen weiterverkaufen. Marktführer ist Debitel, vor Mobilcom und Talkline. Victor-Vox war die Nummer vier, weit vor Drillisch. "Wir hatten einfach einen günstigen Moment genutzt", erklärt Brucherseifer heute, wie die Akquisition von Victor-Vox überhaupt möglich war.


Drillisch hatte sehr frühzeitig auf die veränderte Situation im Mobilfunkmarkt reagiert, Kosten reduziert und Schulden abgebaut. Victor-Vox hatte dagegen Anteilseigner, die Ende der 90er-Jahre eingestiegen waren und auf einen Börsengang des Unternehmens gesetzt hatten. Diese Träume hatten sich zerschlagen und so suchten sie nach einem Ausweg. Der einzige mögliche Käufer war in dieser Lage Drillisch, denn alle anderen Wettbewerber waren mit sich selbst beschäftigt.


Inzwischen ist der Integrationsprozess bei Drillisch weitgehend abgeschlossen und Brucherseifer baut schon wieder Cash-Positionen auf für die weitere Expansion. Ende Juni waren rund 15 Millionen Euro in der Firmenkasse, Schulden hat Drillisch keine.


So lange die kleineren Wettbewerber nicht zu einem Verkauf bereit sind, will Brucherseifer allerdings allein weiter wachsen, obwohl das heute im Mobilfunkmarkt sehr schwer geworden ist. "Bei Neukunden setzen wir vorrangig auf Prepaid-Karten, also Karten mit einem vorausbezahlten Guthaben", sagt er. Die Bindung dieser Kunden an das Unternehmen ist zwar deutlich geringer als bei Vertragskunden. Dafür ist die Gewinnung neuer Kunden aber wesentlich kostengünstiger.


"Wir haben den Vorteil, dass wir eine Technologie entwickelt haben, um Nachladeguthaben komfortabel über unsere Partner zu vermarkten", sagt Brucherseifer. So stehen bundesweit in 240 Filialen von Burger-King Terminals, an denen Kunden elektronische Cash-Karten zur Aufladung ihres Handyguthabens kaufen können. "King-Terminals" heißen die Geräte bei der Restaurantkette, bei Drillisch läuft das System unter dem Namen "G-Paid". Analysten gehen davon aus, dass G-Paid im laufenden Jahr schon rund 1,2 Millionen Euro zum Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) beitragen wird.


In diesem Jahr will Brucherseifer ein Ebitda von 22 Millionen Euro erreichen bei einem Umsatz von rund 355 Millionen Euro. Für 2005 will er noch keine konkreten Planziele nennen. "Aber wir wollen schneller als der Markt wachsen", sagt er. Das Marktwachstum beziffert er auf zwei bis drei Prozent. "Das Ebitda soll noch schneller wachsen." Dazu trägt auch bei, dass Drillisch im kommenden Jahr die Früchte aus der Integration von Victor-Vox ernten kann.

Die Analysten finden dafür durchaus lobende Worte. Dennoch sehen sie meist nicht mehr viel Potenzial für die Aktie. Brucherseifer verweist jedoch darauf, dass eine Bewertung derzeit nur schwer möglich sei. Debitel wird nach der Übernahme durch die britische Beteiligungsgesellschaft Permira gerade von der Börse genommen. Bei Mobilcom besteht immer das Problem, das Mobilfunkgeschäft von den Umsätzen der Tochter Freenet in der Bilanz abzugrenzen. "Zudem sind die deutschen Service-Provider im internationalen Vergleich sehr niedrig bewertet", so Brucherseifer. "In Großbritannien sind vergleichbare Unternehmen das Dreifache wert."


Im kommenden Jahr kann die Drillisch-Aktie zudem durch eine technische Maßnahme wieder etwas Schub bekommen. Im Zuge der Übernahme von Victor-Vox erhielten die Altaktionäre des übernommenen Unternehmens elf Millionen nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von Drillisch von jeweils einem Euro. Diese Aktien notieren bereits seit Juli unter einer eigenen Wertpapierkennnummer am geregelten Markt in Frankfurt. Am 10. Januar werden nun diese Aktien in die Notierung der alten Drillisch-Aktien einbezogen. Dadurch steigt die Liquidität der Papiere.


Zudem besteht nur eine geringe Gefahr, dass die Altaktionäre von Victor-Vox sich in Kürze von dem neuen, gemeinsamen Unternehmen verabschieden und damit den Kurs abstürzen lassen. Anfang September hat die VS GmbH von ihnen bereits einen Großteil ihrer Anteilsscheine übernommen. VS steht für Volkmar Spielmann. Er ist seit Jahren als Berater für Drillisch tätig und bisher vor allem im Immobiliengeschäft in der Frankfurter Gegend aktiv. VS hat mit den Aktien auch die Haltepflicht übernommen, die bis zum 31. Dezember 2005 läuft.


Damit hat Drillisch eine recht stabile Aktionärsstruktur - im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern. France Télécom kann sich jederzeit von Mobilcom trennen, und es ist auch bekannt, dass Tele Danmark einen Ausstieg bei Talkline sucht. So bleibt die Lage in der Branche spannend.


Wer allerdings letztlich wen übernimmt, ist wohl in kaum einer Branche so unklar wie unter den Mobilfunk-Service-Providern. Drillisch hat bereits vorgemacht, dass Größe keine Rolle spielt. Und auch Drillisch ist nicht gefeit davor, von einem Wettbewerber übernommen zu werden. Denn die Nummer fünf unter den Mobilfunk-Service-Providern in Deutschland, Carphone Warehouse, entstand erst im vergangenen Jahr, ebenfalls durch eine Übernahme. Das britische Unternehmen hatte die deutsche Hutchison Telecom gekauft und will nun in ganz Europa eine Filialkette unter dem Namen "The Phone House" etablieren. Auch die Briten sind damit auf Wachstumskurs.


Drillisch würde daher auch gut in ihr Konzept passen. Brucherseifer bleibt jedoch sehr selbstbewusst:"Wir werden weiter eine aktive Rolle bei der Konsolidierung spielen." Frank Stocker




Artikel erschienen am 19. September 2004

Adler
19.09.2004, 08:07
Terroranschlag in Moskau vereitelt

Die russische Polizei hat offenbar einen neuen Terroranschlag in Moskau vereitelt. Der Fahrer eines mit Sprengstoff beladenen Fahrzeugs ist beim Verhör gestorben.

In der Innenstadt wurde in der Nacht ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gestoppt, teilten die Sicherheitskräfte am Samstag mit. Der Fahrer sei gegen 1 Uhr angehalten und befragt worden. Bei der Fahrzeugdurchsuchung seien zwei Landminen und 200 Gramm TNT unter seinem Sitz entdeckt worden. Die Minen waren mit Kabeln und einer Antenne verbunden.

Der betrunken wirkende Mann gab laut Polizei an, er habe 1000 $ erhalten, um zwei Wagen mit Sprengstoff an einer häufig von Regierungsmitarbeitern benutzten Straße abzustellen. Nach dem Geständnis fanden die Sicherheitskräfte ein zweites verdächtiges Fahrzeug und öffneten es mit einer Wasserkanone. Darin wurde kein Sprengstoff gefunden, dennoch waren die Bewohner der umliegenden Häuser vorher in Sicherheit gebracht worden. Ein Polizeibeamter sagte, der festgenommene Fahrer habe bei dem Verhör einen Herzstillstand erlitten und sei gestorben.


Die russischen Sicherheitskräfte sind nach einer Serie von Terroranschlägen in den vergangenen Wochen in erhöhter Alarmbereitschaft. Erst vor zwei Wochen waren bei einem Selbstmordanschlag an einer U-Bahn-Station in Moskau zehn Menschen getötet worden. Der Anschlag folgte auf die zeitgleichen Abstürze zweier Passagiermaschinen, die vom selben Moskauer Flughafen aus gestartet waren und an deren Absturzstellen Sprengstoff entdeckt worden war. Zusammen mit den 338 Toten des Geiseldramas von Beslan kosteten die Anschläge 430 Menschen das Leben.

lintorfer74
19.09.2004, 08:09
Online-Broker Sino geht Ende September an die Börse
Der Spezialist für besonders aktive Anleger macht seit Jahren Gewinn. Jetzt will er bekannter werden
von Frank Stocker

"Heavy trader" nennt Ingo Hillen seine Kunden. Das sind besonders aktive Anleger, zu besseren Börsenzeiten wurden sie auch als "Zocker" verschrien. Viele von ihnen nutzen heute die Handelsplattform des Online-Brokers Sino, den Hillen vor sieben Jahren gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Matthias Hocke in Düsseldorf gründete. Dieses Unternehmen wollen die beiden am 27. September an die Börse bringen.


Kurios an dieser Neuemission ist, dass Sino eigentlich kein Geld braucht, weder für große Expansionspläne noch um Schulden zu begleichen. Das Unternehmen war seit Gründung stets profitabel, sogar in den Baisse-Jahren 2001 und 2002. "Wir wollen an die Börse, um unseren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und Kunden an uns zu binden", nennt Firmenchef Hillen daher als einzigen Grund. Vor einigen Wochen wurde den 50 besten Kunden bereits eine Beteiligung angeboten. Sie konnten 103 000 Aktien zu einem Bezugspreis von sieben Euro erwerben. Nun sollen alle 1,75 Millionen Aktien am geregelten Markt in Düsseldorf und im Frankfurter Freiverkehr platziert werden.


30 Prozent der Aktien - sie gehören den beiden Vorständen - werden einer Haltefrist von 18 Monaten unterliegen. Die restlichen 70 Prozent können jedoch sofort gehandelt werden. Hillen und Hocke hoffen, dass dann vor allem weitere Kunden Anteile an Sino erwerben. Einerseits werden sie damit am Erfolg des Unternehmens beteiligt, andererseits werden sie ans Unternehmen gebunden und haben dadurch ein geringeres Interesse ihre Aktivitäten eventuell auf andere Handelsplattformen zu verlagern.


Sino unterscheidet sich von Comdirect, Cortal Consors oder der DAB Bank durch einige Funktionen, die ganz auf hochaktive Anleger zugeschnitten sind. Beispielweise können die Nutzer in Echtzeit auf den Nachrichtendienst Reuters zugreifen. "Durch den Zeitvorteil hat einer unserer Kunden schon einmal 100 000 Euro verdient", sagt Hillen. Zudem können die Kunden bei Sino seit zwei Monaten auch außerbörslich Optionsscheine und Zertifikate handeln. Gerade in diesem Bereich sieht Hillen für die Zukunft die größten Wachstumsmöglichkeiten. "Wir wollen immer etwas schneller sein als andere", nennt er sein Credo.


Der durchschnittliche Sino-Kunde ist - wer hätte anderes erwartet - jung und männlich. "Er macht zudem im Monat rund den tausendfachen Umsatz eines Comdirect-Kunden", sagt Hillen. Besonders aktives Handeln ist sogar Bedingung, um bei Sino Kunde werden zu können. 30 Transaktionen pro Quartal sind Pflicht, die Mindestkontogröße liegt bei 25 000 Euro.


So kommt Sino mit knapp 300 Kunden auf ein Transaktionsvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro pro Monat. "In manchen Monaten bestimmen wir damit gut zwei Prozent des Börsenumsatzes", sagt der Broker-Chef. Das Depotvolumen der Kunden beträgt derzeit rund 66 Millionen Euro.


Der Kundenstamm von Sino ist daher kaum vergleichbar mit der Klientel von Comdirect & Co. Das macht auch eine Bewertung recht schwer. Das Analyse-Haus SES Research, das sich auf kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert hat, kommt auf einen fairen Wert von 9,19 Euro. Allerdings liegt dieser Berechnung der Vergleich mit den großen Online-Brokern zu Grunde und ist daher mit Vorsicht zu genießen.


Ein nicht zu verachtendes Risiko ist das geringe Volumen der Emission. Bei einem Ausgabepreis von 9,19 Euro käme Sino auf eine Marktkapitalisierung von etwas mehr als 16 Millionen Euro. Im Handumdrehen kann der Kurs daher nach oben oder unten gedrückt werden - zumal von jenen Anlegern, die Kunden bei Sino sind. Jeder Anleger, der nur alle paar Wochen Aktien kauft, sollte sich daher wohl überlegen, in welche Hände er sich beim Erwerb von Sino-Papieren begibt. Andererseits kann Sino auf Grund der geringen Größe auch sehr leicht ein Opfer einer feindlichen Übernahme durch die wesentlich größeren Konkurrenten werden.

Immerhin will das Unternehmen zukünftig offensiv über den Geschäftsverlauf berichten. Alle drei Monate soll der Öffentlichkeit ein Quartalsbericht vorgelegt werden, an jedem sechsten Werktag im Monat will Hillen, ganz nach dem Vorbild der Comdirect, die genauen Orderzahlen des Vormonats bekannt geben.


Die Dividende wird für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. September endet, gering ausfallen, da die Kosten des Börsengangs allein mit rund 360 000 Euro auf den Gewinn drücken. In Zukunft soll die Ausschüttung für die Anteilseigner jedoch wieder an die vergangenen Jahre anknüpfen. Für das Geschäftsjahr 2001/2002 betrug sie 70 Cent.


Artikel erschienen am 19. September 2004

stomach
19.09.2004, 08:10
GUTEN MORGEN und einen schönen Sonntag zusammen


Hallo actr, lintorfer und Adler :wink:

Adler
19.09.2004, 08:10
United Airlines verschärft Sparkurs

Die Krise in der US-Luftfahrtbranche zwingt die Fluggesellschaften zu immer neuen Schritten. Die vom Konkurs bedrohte United Airlines will nun weitere Kosten einsparen. Konkurrent US Airways verliert einem Zeitungsbericht zufolge wichtige Finanzierungskontrakte.


United Airlines will weitere 500 Mio. $ einsparen. Darüber werde zurzeit mit den Gewerkschaften verhandelt, teilte das US-Unternehmen am Freitag in Chicago mit. Vor zwei Wochen waren bereits jährliche Einsparungen von 655 Mio. $ vorgeschlagen worden - zusätzlich zu den vor einem Jahr erfolgten Kürzungen bei Gehältern und Sozialleistungen im Wert von 2,5 Mrd. $.

Darüber hinaus ist eine Aufkündigung von Pensionsverträgen geplant, wodurch in den kommenden fünf Jahren 4,1 Mrd. $ eingespart würden. Zur Begründung dieser Maßnahmen verwies die Fluggesellschaft insbesondere auf die gestiegenen Treibstoffpreise sowie erhöhten Konkurrenzdruck seitens der Billigflieger. Die Vereinigungen der Piloten und Flugbegleiter kündigten Widerstand gegen die Pläne an.

Die angeschlagene US Airways verliert nach einem Bericht der "Washington Post" vom Samstag Finanzierungskontrakte für rund 100 Regional-Jets. Der Bau dieser Flugzeuge gelte als ein Kernelement des Sanierungsplans für den maroden Konzern.


Unter der Maßgabe des vergangene Woche von der Fluggesellschaft beantragten Gläubigerschutzes hätten sich die Flugzeughersteller Bombardier und Embraer entschieden, die Finanzierungskontrakte auf Eis zu legen, berichtete das Blatt. Es geht um Flugzeuge mit einer Kapazität zwischen 50 und 70 Sitzen für den Einsatz im mittleren Streckenbereich. Diese Flugzeugtypen hätten bereits im Sanierungsplan 2002 eine wichtige Rolle gespielt.

Adler
19.09.2004, 08:11
Guten morgen Stomach, dir auch einen schönen Sonntag :D
GUTEN MORGEN und einen schönen Sonntag zusammen


Hallo actr, lintorfer und Adler :wink:

lintorfer74
19.09.2004, 08:12
ŽGuten Morgen stomach :)

lintorfer74
19.09.2004, 08:13
Der britische Neue Markt brummt
"Alternative Investment Market" bricht alle Rekorde. Auch in Deutschland hat die Idee Freunde
von Ulrich Machold

Keine Frage, der August war gut für Clara Furse. 34 Unternehmen wagten allein in diesem Monat den Sprung an den "Alternative Investment Market" (AIM), das Segment für kleine und mittlere Unternehmen, dem die Chefin der Londoner Börse mit vorsitzt. Noch besser aber war der Juli. Da gab es am AIM 42 Neuzugänge. Seit Gründung des Marktes vor rund neun Jahren war das ein neuer Rekord.


Der AIM boomt. Insgesamt 927 Firmen sind mittlerweile an der Wachstumsbörse gelistet, noch in diesem Jahr wird wohl die 1000er-Marke übersprungen werden. Seit Januar zählte der AIM 211 Neuzugänge und ließ damit die europäische Konkurrenz um Längen hinter sich. Zum Vergleich: In Deutschland gab es in diesen Zeitraum ganze vier Börsengänge. Mehr werden es auch wohl kaum noch werden. Im vergangenen Jahr wählten rund zwei Drittel aller europäischen Börsenkandidaten die englische Ausgabe des Neuen Marktes als Sprungbrett an den Kapitalmarkt.


Britisches Understatement, so scheint man dort zu meinen, ist daher nicht mehr angebracht. "Wir sind der erfolgreichste und am schnellsten wachsende Markt der Welt", sagt Richard Webster-Smith von der London Stock Exchange. "Und das, weil der AIM von Anfang an auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten war."


Das mag durchaus stimmen. Ein großer Vorteil des AIM dürfte aber auch in der Vergangenheit liegen. Im Gegensatz zu praktisch allen anderen "Neuen Märkten", die nach dem Erfolg der Frankfurter Version in vielen Ländern gegründet wurden, setzte die Londoner Ausgabe nie nur auf High-Tech- und Computerfirmen. Von australischen Goldminen bis zu englischen Fußballclubs ist am AIM alles vertreten. Aus diesem Grund konnte man in London auch den Totalabsturz des Wachstumsablegers vermeiden, der in Deutschland bis zur Auflösung des ganzen Segments führte. Der FTSE AIM Index erreichte sein Tief erst vor etwas mehr als einem Jahr und hat seitdem bereits wieder rund 63 Prozent gewonnen.


Darüber hinaus aber hat der AIM strukturelle Vorzüge. Mit knapp 6500 Euro Gebühren pro Jahr kostet das Listing in London vergleichsweise wenig. Quartalsberichte, wie sonst praktisch überall üblich, sparen sich die Briten ganz. Halb- und Ganzjahreszahlen sowie Ad-hoc-Meldungen reichen, um der Berichtspflicht nachzukommen. Ein "nominated advisor" genannter Betreuer, meist eine Bank oder ein Brokerhaus, übernimmt die Prüfung jedes Börsenkandidaten vor der Emission sowie die weitere Betreuung, nachdem das Marktdebut geschafft ist. Auch das spart Zeit und Ressourcen. "Wir achten natürlich auf Sicherheit und die Seriösität unserer Platzierungen", sagt Richard Webster-Smith. "Aber einige Dinge halten wir für nicht unbedingt notwendig. Und besonders kleine Firmen würden diese Dinge zu viel Zeit und Geld kosten."


Das Ergebnis ist, dass zwischen der Anmeldung zum Börsengang und dem Start auf dem Parkett oft nur drei Monate vergehen. Für besonders eilige Kandidaten hat der AIM sogar noch eine beschleunigte Prozedur parat, bei der ein Listing schon nach nur vier Wochen erfolgen kann. Wer bereits an der Deutschen Börse, Euronext oder einigen anderen Börsen gelistet ist, kann damit noch schneller aufs Parkett. Auch die heimischen Pflichtveröffentlichungen können für den AIM dann gleichsam zweitverwertet werden.

Gerade kleine Unternehmen sind es dann auch, die den Weg an den AIM am meisten zu schätzen wissen. Der durchschnittliche Börsenwert liegt bei rund 45 Millionen Euro. Im Frankfurter General Standard sind es fast zehn Mal so viel. "Die Einstiegsvoraussetzungen sind sehr niedrig gewesen, die Kapitalbeschaffung hat einfach gut funktioniert", sagt Sascha Ziemann von BKN International. Das Kölner Unternehmen war früher am Neuen Markt notiert und ist seit dessen Ende sowohl am Geregelten Markt in Frankfurt als auch am AIM gelistet.


Angesichts dieser Erfolgsstory machen sich auch die Deutschen Gedanken darüber, warum es hier zu Lande eigentlich keinen derart einfachen und kostengünstigen Zugang zum Kapitalmarkt gibt. Allerdings nicht in Frankfurt selbst. Ein weiteres Segment hält man dort offenbar nicht für nötig. "Wir bieten mit den Segmenten Prime Standard und General Standard zwei attraktiven Zugänge zum Kapitalmarkt - sowohl für international als auch national ausgerichtete Unternehmen", sagt Candice Adam von der Deutschen Börse.


Tatsächlich hat die Sache einige Haken. Die Liquidität der AIM-Aktien ist teilweise katastrophal niedrig. Das führt dazu, dass manche Werte realistisch kaum gehandelt werden können. Außerdem profitieren Investoren in AIM-Werte von extrem großzügigen Steuersubventionen - wenn sie aus Großbritannien kommen. Um in deren Genuss zu kommen, müssen Aktien aber einige Jahre gehalten werden. Dadurch wird der AIM vor allem für Risikokapitalfirmen interessant, die von ihnen unterstützte Start-ups schnell durch einen Börsengang zu Geld machen wollen. Für ausländische Investoren rechnet sich eine Anlage in London sehr viel weniger.


Besonders solche Risikokapitalgeber ärgert es konsequenterweise auch in Deutschland, dass ihnen dieser Weg verbaut ist. "Venture-Capital-Firmen brauchen ein Segment für junge, kleine Firmen", sagt Holger Frommann vom Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften. "Wir bedauern es sehr, dass es so etwas hier nicht gibt."


Erklärtes Ziel des Neuen Marktes war, Kapital für Start-ups jenseits von Bankkrediten und Risikokapital bereitzustellen. Nach dessen Ende geriet diese Absicht in Vergessenheit. "Und selbst wenn sie eine Firma an die deutsche Börse bringen können, versinkt sie auf Grund ihrer geringen Größe in der Masse der anderen", sagt Frommann. "Die Sichtbarkeit und damit die Liquidität der Aktie ist in Frankfurt für solche Unternehmen zu gering." So sieht das auch Rüdiger von Rosen, Chef des Deutschen Aktieninstituts in Frankfurt: "Der Neue Markt ist aus meiner Sicht zu schnell gekippt worden. Wir beobachten den AIM genau und sollten in Deutschland über Ähnliches nachdenken."


Artikel erschienen am 19. September 2004

Adler
19.09.2004, 08:14
DaimlerChrysler: Buy
17.09.2004

M.M. Warburg bewertet am 17. September die Aktien des deutschen Automobilherstellers DaimlerChrysler AG mit "Buy". Bei einem Besprechungskurs von 35,34 Euro liegt das Kursziel bei 44,00 Euro.
Gegenüber der Presse habe Toyota das Ziel bekannt gegeben, im US-Pickup-Markt ein Big Player zu werden. Der Pickup-Markt sei eine der letzten Bastionen der "Drei Großen" (Chrysler, Ford, GM), die gemeinsam einen Marktanteil von 70 Prozent halten. Zum Vergleich: Der kombinierte Marktanteil im Segment Auto liege bei 45 Prozent. Der Kampf zwischen den US-Herstellern werde weiter anziehen.

Die Analysten begrüßen die Strategie von Chrysler, das Umsatzvolumen durch eine Wiederbelebung des Autogeschäfts und die Eroberung neuer Märkte, wie Westeuropa, auszuweiten. GM und Ford seien bereits in Westeuropa präsent, Chrysler sollte die besten Chancen der "Drei Großen" haben, seinen Marktanteil hier auszuweiten

lintorfer74
19.09.2004, 08:15
Wasserfonds als Quelle für Gewinne
Schwindende Ressourcen und steigende Nachfrage machen Wasser zum kostbaren Rohstoff
von Karl-Heinz Möller, Christian Schreckeis

Eine Orange benötigt 50 Liter bis zur Reife, ein Kilogramm Blumen saugt 1000 Liter auf, für ein Kilogramm Fleisch werden 5000 Liter benötigt, und eine Mikrochip-Fabrik verbraucht 400 000 Liter pro Stunde. Die Rede ist vom Rohstoff Wasser. Er ist begehrt wie Erdöl, und die Nachfrage pro Jahr steigt doppelt so schnell, wie die Weltbevölkerung wächst (zwei bis drei Prozent). Ideale Voraussetzungen für Anleger, um in diesen Markt zu investieren und von den steigenden Unternehmensgewinnen zu profitieren.


Welche verschiedenen Aspekte und damit Möglichkeiten das Thema hat, zeigt ein Blick auf die Infrastruktur. Die Lebensdauer von Trinkwasserleitungen beträgt je nach Qualität, Bodenbeschaffenheit und anderen Faktoren 50 bis 100 Jahre. Entsprechend müssen jährlich ein bis zwei Prozent der Leitungen erneuert werden. Während Städte wie Wien, Amsterdam oder Zürich in ausreichendem Ausmaß in ihre Infrastruktur investieren, gibt es aber auch viele Städte, die hier großen Nachholbedarf aufweisen. In London hingegen - wo jährlich nur 0,1 Prozent der Leitungen erneuert werden - versickern auf Grund der veralteten Systeme jährlich 50 Prozent des Leitungswassers durch Lecks. Ähnlich die Situation in New Orleans. In den USA gehen heute im Schnitt 15 bis 20 Prozent des transportierten Trinkwassers durch undichte Leitungen verloren. Zunehmende Investitionen in Wasserinfrastruktur werden besonders in den USA und Europa die Folge sein.


Während es heute weltweit noch ausreichend Trinkwasser gibt und "nur" die regionale Verteilung ein Problem darstellt, wird sich die Lage zukünftig deutlich verschärfen. Um das Jahr 2025 wird Trinkwasser nämlich für alle knapp. Einziger Ausweg: eine höhere Effizienz im Einsatz von Wasser in Landwirtschaft und Industrie und in der Trinkwasseraufbereitung und -reinigung.


Zurzeit gibt es zwei verschiedene Ansätze des Investments. Einmal müssen die vorhandenen Ressourcen geschützt und vorsichtig eingesetzt werden. Unternehmen also, die sich mit Nachhaltigkeit in diesem Sektor beschäftigen, gilt es zu suchen und zu analysieren. Diese Strategie verfolgt der SAM Sustainable Water Fund, ein Fonds aus der Down-Jones-Sustainability-Familie.


Anders strukturiert ist der Pictet Funds-Water von der Genfer Privatbank Pictet, der ausschließlich in Industriewerte investiert - der zweiten möglichen Annäherung an das Thema als Geldanlage. Im Pictet-Konstrukt stecken 178 Kapitalgesellschaften, die sich mit Versorgung, Großtechnologie und Verbrauch beschäftigen. Top-Unternehmen sind unter anderem Veolia Environnement, Nestlé, Servern Trent, Danone, Pentair, Allied Waste und Unites Utilities.


Erfolgreich sind beide Modelle, je nach Zeitraum liegt der eine oder der andere in der Performance vorn. Der von Dieter Küffer in Zürich verwaltete SAM Sustainable Water Fund schneidet über die gesamte Laufzeit besser ab. Mit einer kumulierten Performance seit September 2001 von plus 4,8 Prozent liegt er vor dem Pictet-Pendant, der 14,9 Prozent ins Minus rutschte. Als Gründe für die Outperformance nennt Küffer seine höhere Gewichtung von Small- und Mid-Caps. "Gerade kleine Werte wie Danaher oder BWT sind gut gelaufen", sagt er. Hans-Peter Portner von Pictet setzt dagegen stärker auf große Unternehmen wie Nestlé oder Group Danone, denn für ihn gelten bereits alle Unternehmen mit einem Umsatzanteil von mehr als 20 Prozent im Wasserbereich als investitionswürdig. Über kürzere Zeiträume, zum Beispiel seit Jahresbeginn, liegt der Pictet-Fonds mit plus 10,2 Prozent vor dem SAM-Produkt (plus 9,6 Prozent).

Makrowirtschaftliche Betrachtungen spielen für Küffer eine untergeordnete Rolle bei der Aktienauswahl. Innerhalb der Teilbereiche Wasserverteilung, -management, Reinigung, Effizienz und Wasser für Nahrung werden die infrage kommenden Unternehmen auf Nachhaltigkeit geprüft. Aus den 150 relevanten Firmen filtert Küffer anhand finanzwirtschaftlicher Kriterien rund 35 bis 40 Titel heraus, die dann je nach Branche im Fonds gewichtet werden.


Pictet-Manager Philippe Rohner will die Rentabilität seines Fonds mit dem Value-Ansatz steigern: "Rund 25 Prozent unseres Portfolios werden in Unternehmen investiert, die eine solide Dividende erwirtschaften." Darüber hinaus zähle vor allem die Wachstumsperspektive.


Die Zukunft des Marktes mit seinem Potenzial bietet jedenfalls gute Gründe, warum der Bereich Wasser für Investoren langfristig gute Renditen bringen sollte. Das Segment der Wasserfonds wird mittelfristig Nachahmer anlocken.


Artikel erschienen am 19. September 2004

Adler
19.09.2004, 08:23
Die Mischung macht`s!............
17. September 2004

Eine der bekanntesten Börsianer, Altmeister Andrè Kostolany hatte es schon immer gewusst: nicht die komplizierten Berechnungen bewegen die Börse, sondern es ist die Psychologie, die kurz- und mittelfristig für 90 Prozent der Kursbewegungen verantwortlich ist.

Diese Tatsache veranlasste einige Wissenschaftler aus den USA bereits Anfang der 90-er Jahre dazu, Untersuchungen über die Bedeutung der menschlichen Psyche in der Finanzwelt zu veröffentlichen.
Wenig später entstand aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse ein neuer Zweig der Finanzmarktanalyse. Vor einigen Jahren erreichte die Welle auch Deutschland. Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse wurden unter dem Begriff Behavioral Finance etabliert. Gerade in der aktuellen Börsenwelt fragt sich der eine oder andere, warum er bei der Aktie X nicht schon viel eher ausgestiegen ist, obwohl seine eigenen Handelsregeln längst Verkaufssignale generierten.

Behavioral Finance hilft, die psychologisch bedingten Entscheidungsfehler zu erkennen. Gleichzeitig werden Wege aufgezeigt, um in Zukunft diese kostspieligen Fehler zu vermeiden. Außerdem tragen die neuen Erkenntnisse zu einem besseren Verständnis der Finanzmärkte bei. Wer jedoch von der Behavioral Finance konkrete Handelstechniken erwartet, such vergebens. Trotzdem kann das Wissen über eigene Verhaltensmuster einer nachhaltigen Verbesserung der Rendite dienen, denn jeder Investor (den Autoren eingeschlossen!) wird einige psychisch bedingte Fehler bei seinen Anlageentscheidungen entdecken, deren künftige Vermeidung viel Geld sparen könnte.



Psychisch bedingte Fehler am Kapitalmarkt

Viele Aktionäre haben für jedes ihrer Engagements Bezugspunkte. In der Regel stellt der Einstandspreis den Bezugspunkt dar. Die Wahrnehmung der Gewinne bzw. Verluste ist dabei keineswegs linear, sondern abhängig vom Abstand zum Einstandspreis. Ist die Position ins Minus gerutscht, nimmt der Anleger die ersten kleinen Verluste schmerzhaft wahr. Je mehr sich die Position vom Einstandspreis entfernt, desto weniger ärgert ihn aber der neu entstandene Verlust. Oftmals ist dann zu hören: „Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an“.

Somit sitzt der Investor seine Verluste aus. Das hat zwei negative Folgen: Einerseits erfährt er weitere Verluste durch dieses Engagement, anstatt sich selbst die falsche Entscheidung einzugestehen und den Verlust zu begrenzen. Andererseits ist sein Kapital gebunden, welches in einer anderen Anlageform möglicherweise gewinnbringend investiert wäre. Doch, weil viele Investoren an Ihren Entscheidungen hängen und gegenüber sich selbst keine Fehler einräumen können, begrenzen sie Ihre Verluste nicht. Um die eigene Psyche zu überlisten, sollte der Anleger gleich beim Kauf mit Hilfe einer automatischen Stop-Marke seine Positionen gegen Verluste absichern.

Ist dagegen eine Position im Plus, wird der kleinste Gewinn so intensiv wahrgenommen, dass der Anleger gewillt ist, die Position sobald wie möglich glattzustellen, um den aufgelaufenen Gewinn zu sichern. Je größer der Gewinn, desto geringer die Sensitivität und desto risikobereiter der Anleger. Dieses Verhalten kann ebenfalls durch konsequentes Nachziehen von Stopp-Marken nach Erreichen des Kursziels vermieden werden.



Technische Analyse gegen Behavioral Finance

Während die Fundamentalanalyse oftmals keine hinreichenden Erklärungen für die kurz- und mittelfristigen Entwicklungen an den Märkten liefern kann, handeln viele erfolgreiche Investoren mit dem erwähnten Zeithorizont nach Methoden der Technischen Analyse. Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass an den Aktienmärkten nicht immer von einer effizienten Preisbildung die Rede sein kann.

Die Technische Analyse benutzt bei ihren Regeln einige psychologisch bedingte Verhaltensmuster. In der Charttechnik beispielsweise stellen Widerstandsbereiche Chartmarken dar, an denen relativ große Umsätze stattgefunden haben, also Preise, zu denen viele Investoren diese Aktie gekauft haben. Erreicht der Kursverlauf diese Bereiche, verkaufen entsprechend viele Marktteilnehmer, weil ihre Einstandspreise erreicht worden sind. So entstehen charttechnische Widerstandszonen, deren Begründung in der verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse zu finden sind.

Wenn technische Indikatoren auf eine überverkaufte Phase einer Aktie hindeuten, stellen sie nichts weiter fest, als dass einige wenige Käufe ausreichen können, um die Aktie deutlich nach oben zu bewegen. Das liegt daran, dass der Markt kurzfristig von den Verkäufern bereinigt ist. Einige Investoren schließen sich dann den ersten Käufern an, weil sie noch immer die „gute Aktie“ im Hinterkopf haben und in den niedrigeren Kursen eine gute Kaufgelegenheit wittern. Es kommt zu einer so genannten technischen Reaktion. Dieses Verhalten ist durch die Verankerungsheuristik zu erklären. Die Investoren erinnern sich lediglich an die vielen guten Unternehmensmeldungen in der Vergangenheit und glauben nach dem Kursrutsch eine gute Kaufgelegenheit erkannt zu haben. Aktuelle Informationen, die den Kursrutsch erklären würden, treten in den Hintergrund.

Die zwei Beispiele veranschaulichen die enge Verknüpfung zwischen der Technischen Analyse und der Behavioral Finance. Ich gehe sogar so weit um zu behaupten: der rein technische Analyst wird an den Aktienmärkten über einen längeren Zeitraum nur Verluste generieren! Fazit: „ Die Mischung macht`s“!.

Adler
19.09.2004, 08:26
VEM Aktienbank "strong buy"
First Berlin

Die Analysten von First Berlin nehmen ihre Berichterstattung über die VEM Aktienbank AG (ISIN DE0007608309/ WKN 760830), ein seit kurzem börsennotiertes Unternehmen, mit einer "strong buy"-Empfehlung und einem Einjahreskursziel von Euro 7,10 auf.

Diese Bewertung basiere auf dem Überschussrendite-Modell der Analysten und entspreche dem 9-fachen des Gewinns für 2004. Die Aktie werde aktuell zum 6-fachen des für 2004 prognostizierten Gewinns gehandelt und sei nach dem Dafürhalten der Wertpapierprofis klar unterbewertet.

Für 2004 laute die First Berlin-Prognose für das Betriebsergebnis: Euro 4,890 Mio., für den Jahresüberschuss: Euro 1,923 Mio. Dies entspreche einem GpA von Euro 0,78. Für 2005 erwarte man ein Ansteigen des Betriebsergebnisses um 16% auf Euro 5,698 Mio., der Jahresüberschuss wachse dabei auf Euro 2,112 Mio. Der GpA dürfte allerdings mit Euro 0,77 etwas geringer ausfallen; dies auf Grund des Verwässerungseffektes der Kapitalerhöhungen in diesem Jahr. Das Betriebsergebnis dürfte 2006 um weitere 16% auf Euro 6,589 Mio. anwachsen, wobei der Jahresüberschuss Euro 2,233 Mio. erreiche. Dies entspreche einem GpA von Euro 0,8

Die Unternehmensleitung habe bestätigt, dass in der zweiten Jahreshälfte 2004 bereits fünf Unternehmensfinanzierungs-Mandate unterzeichnet worden seien. Die normalerweise eher verhaltene Geschäftszeit im Juli und August sei trotz des insgesamt trägen Marktgeschehens gewinnbringend gewesen. Darüber hinaus befänden sich für September und Oktober bereits weitere Unternehmensfinanzierungen in der Planung.

Die positive Einstufung der Analysten des Unternehmens spiegele deren Überzeugung wider, dass die VEM Aktienbank straff geführt und gut aufgestellt sei, den zunehmenden Finanzierungsbedarf deutscher Small Caps für sich zu nutzen.

Die Aktie werde aktuell zum 6-fachen des für 2004 prognostizierten Gewinns gehandelt und sei nach Meinung der Analysten klar unterbewertet. Ein Einstieg zum gegenwärtigen Niveau eröffne ein Steigerungspotenzial von 37%.

Vor dem Hintergrund der Analyse stufen die Analysten von First Berlin die Aktie der VEM Aktienbank mit "strong buy" ein.

Adler
19.09.2004, 08:28
Ortskrankenkassen horten Überschüsse

Mehrere Allgemeine Ortskrankenkassen weigern sich offenbar, die durch die Gesundheitsreform erwirtschafteten Überschüsse an ihre Versicherten weiterzugeben. Dies geht aus einer internen Übersicht aus Kassenkreisen hervor.



AOK: Kunden werden Erspanisse vorenthalten
Nach Informationen des SPIEGEL verfügt die AOK Thüringen über genug Geld, um ihren Beitragssatz von derzeit 14,5 Prozent des Bruttolohns um 0,9 Prozentpunkte absenken zu können. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen Westfalen-Lippe und Bremen könnten um 0,4 Punkte billiger werden, jene Niedersachsens und Sachsen-Anhalts um 0,3 Punkte. Für die AOK Sachsen wäre immerhin ein Nachlass von 0,1 Prozentpunkten möglich.

Würden alle in der Übersicht aufgeführten Krankenkassen ihren finanziellen Spielraum dazu nutzen, die Beiträge zu senken, bedeutete dies eine Entlastung für insgesamt mehr als acht Millionen Versicherte und deren Arbeitgeber.

Adler
19.09.2004, 08:30
Wirtschaftsführer warnen vor Rechtsextremen

Einen Tag vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg haben führende Vertreter der Wirtschaft vor einem Erstarken extremistischer Parteien gewarnt. Sie fürchten negative Folgen für die regionale Wirtschaft.

Wahlplakat in Dresden: Warnungen vor der NPD
Potsdam/Dresden - Die Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) und des Außenhandelsverbandes BAG waren sich einig. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sagte der "Berliner Zeitung", nur wer Wählen gehe, könne den Extremisten auf beiden Seiten die Stirn bieten.

BAG-Chef Anton Börner nannte in derselben Zeitung das Erstarken rechtsradikaler Parteien und der PDS "katastrophal". Wer radikale Parteien wähle, schade dem Land. Dies gelte besonders für Deutschland, das vom Außenhandel lebe, wurde Börner zitiert. Keine dieser Parteien habe Konzepte anzubieten, die zu neuen Arbeitsplätzen führen könnten.

Doch wie werden PDS und die rechtsextremen Parteien NPD und DVU abschneiden? Wird die Potsdamer SPD/CDU-Koalition Bestand haben und kann die CDU in Dresden allein weiterregieren? Das Ergebnis der Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg wird mit Spannung erwartet.

Matthias Platzeck (SPD): Kopf-an-Kopf-Rennen mit der PDS
Knapp 5,7 Millionen Bürger sind aufgerufen, an diesem Sonntag in Sachsen und Brandenburg einen neuen Landtag zu wählen. Bis zuletzt wurde vor einem Wahlverzicht gewarnt, da dieser NPD und DVU zugute komme. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, rief die Bürger eigens zur Teilnahme an der Wahl auf und warnte vor einer Stimmabgabe für rechtsextreme Parteien.

Beim ersten Stimmungstest im Osten seit Beginn der Proteste gegen die von der Bundesregierung angestrebten Hartz-IV-Gesetze zeichnen sich sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg hohe Verluste für die Regierungsparteien ab. Nach den Umfragen können aber sowohl SPD und CDU in Brandenburg als auch die CDU in Sachsen - möglicherweise mit einem Koalitionspartner - weiter regieren.

Jörg Schönbohm (CDU): Neuer Ministerpräsident in Brandenburg?)
In Brandenburg sind 2,1 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, über die Zusammensetzung des neuen Landtags zu entscheiden. Sie befinden auch darüber, ob SPD-Ministerpräsident Matthias Platzeck weitermachen kann. Zwischen der SPD und der lange Zeit in Umfragen vorn liegenden PDS zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Der zuletzt abgeschlagene Koalitionspartner CDU mit Innenminister Jörg Schönbohm hofft dennoch, stärkste Partei zu werden. Platzeck vermied vor der Wahl eine Koalitionsaussage. Die DVU könnte laut Umfragen in Brandenburg die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Auch Grüne und FDP haben Chancen auf den Einzug in den Potsdamer Landtag.

Rund 3,57 Millionen Bürger sind in Sachsen zur Wahl des neuen Landtags aufgerufen. Sie entscheiden, ob Ministerpräsident Georg Milbradt die CDU-Alleinregierung fortsetzt oder auf einen Partner angewiesen ist. Nach Umfragen ist die absolute Mehrheit der CDU unsicher. Zudem droht der Einzug der rechtsextremen NPD in den Landtag. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, sagte der "Berliner Zeitung": "Ich fordere die Bürgerinnen und Bürger auf: Überlassen Sie die Entscheidung über Ihr Land nicht anderen - gehen Sie wählen und bieten Sie den Extremisten auf beiden Seiten die Stirn."

Georg Milbradt (CDU): Künftig mit Koalitionspartner?
1999 wurde die Union unter Ministerpräsident Kurt Biedenkopf trotz leichter Einbußen mit 56,9 Prozent klarer Wahlsieger in Sachsen. Nun muss die Partei mit Milbradt an der Spitze Umfragen zufolge mit einem Minus von etwa zehn Punkten rechnen. Zweiter Gewinner der Wahl vor fünf Jahren war die PDS. Sie steigerte sich von 16,5 auf 22,2 Prozent. Ihr Spitzenkandidat ist erneut Fraktionschef Peter Porsch, der mitten im Wahlkampf mit Stasi-Vorwürfen konfrontiert wurde, diese aber energisch bestritt.

Die SPD stürzte 1999 von 16,5 auf 10,7 Prozent - ein historisches Tief. Spitzenkandidat und Parteichef Thomas Jurk soll jetzt wenigstens ein Ergebnis über der Zehn-Prozent-Marke sichern. Neben den etablierten Landtagsparteien rechnen sich Grüne und FDP Chancen aus, nach zehn Jahren Abwesenheit wieder den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen. Nach Erfolgen bei den Kommunalwahlen will auch die NPD in den Landtag. Umfragen sehen sie bei 7 bis 9 Prozent.

actr
19.09.2004, 08:31
Gute kaufen, schlechte liegen lassen
Auch Seitwärts-Börsen bieten gute Kaufgelegenheiten für Aktien
von Frank Stocker


Börse in Frankfurt
Foto: ddp
Der Dax nähert sich wieder der Marke von 4000 Punkten. Doch da war er auch schon Anfang des Jahres. In der Zwischenzeit ging es ein wenig auf, ein wenig ab. Insgesamt bleibt für den Index jedoch eine Rendite von null.


Seitwärtsbewegung nennt der Börsianer solche Zeiten. Sie sehen auf den ersten Blick langweilig aus. "Und wir sollten auch nicht damit rechnen, dass es demnächst wieder für eine längere Zeit aufwärts geht an den Märkten", sagt César Pérez, Fondsmanager des M&G European Fund. Doch dies sieht er vor allem als eine Chance. "Stock-picking, die Trennung von Spreu und Weizen unter den Aktien, wird jetzt wichtiger denn je." Denn der Index bildet nur die Summe seiner Mitglieder ab. Die einzelnen Aktien entwickeln sich dagegen meist höchst unterschiedlich. Doch wie findet der Investor die zukünftigen Gewinner?


Die Bewertung der Aktien ist ein beliebtes Kriterium, um die vermeintlichen Outperformer herauszufiltern. Meist wird dabei auf das Verhältnis von Unternehmensgewinnen zum Aktienkurs geschaut. "Doch die Bewertung allein reicht uns nicht", sagt Pérez. Wenn er nach den Gewinnern der Zukunft Ausschau hält, muss zur niedrigen Bewertung noch ein weiterer Katalysator hinzukommen. "Das können Übernahmeaktivitäten sein, ein Wechsel im Management oder auch eine überraschende Ertragswende."


Für Letzteres nennt er den Mediensektor als Beispiel. "Die Unternehmen haben in den letzten Jahren wie verrückt gespart", so Pérez. "Jetzt stehen sie vor der Wahl, das Geld entweder an die Aktionäre zurückzugeben oder zu investieren." Da sie meist auf Investitionen setzen dürften, werden seiner Meinung nach davon die Werbebranche und damit der Mediensektor profitieren.


Ein noch konkreteres Beispiel für eine Erfolgsgeschichte sieht der Fondsmanager bei Sanofi. Nach der erfolgreichen Übernahme von Aventis kann das Unternehmen nun Kosten reduzieren und Synergien bei Forschung und Entwicklung heben.


Chris Taylor, Produktmanager für europäische Aktien bei Schroders, hat eine andere Herangehensweise, wenn er viel versprechende Aktien sucht. Seine Fondsgesellschaft hat Anfang vergangenen Jahres die so genannten Alpha-Fonds aufgelegt, die sich ganz bewusst vom Konzept verabschieden, einem bestimmten Index zu folgen. "Das würde derzeit keine angemessenen Gewinne mehr bringen", so Taylor. Er sucht für den European Equity Alpha Fund in ganz Europa nach interessanten Werten - egal wie groß die Unternehmen sind. "Tendenziell finden wir sogar eher unter den kleinen Werten interessante Anlagemöglichkeiten, da sie von vielen Investoren weniger beachtet und dadurch Wachstums-Storys leichter übersehen werden."


Als Beispiel nennt er den schweizerischen Aufzughersteller Schindler. Zwar sei kein Boom bei Lifts zu erwarten. Schindler biete jedoch "verstecktes Wachstum", wie er es nennt. Das komme aus der Wartung der Anlagen, die Schindler ebenfalls erledigt.


Wieder einen anderen Weg geht Jeremy Podger, Manager des Global Select Growth Fund bei Threadneedle, wenn er sich die besten Aktien herauspickt. "2003 stiegen die Kurse sämtlicher Aktien", erklärt er den Hintergrund. "In diesem Jahr trennen sich dagegen Gewinner und Verlierer in den jeweiligen Branchen." Als Beispiele nennt er Porsche und VW. Während der Sportwagenhersteller in diesem Jahr mit zehn Prozent mehr verkauften Autos rechnen dürfe, sei der Zuwachs bei VW nicht der Rede wert. "Die operative Marge bei Porsche nähert sich der 20-Prozent-Marke, VW liegt bei zwei Prozent", so Podger.



Zwar hätten sich die Kurse der Unternehmen in den vergangenen Monaten auch bereits sehr unterschiedlich entwickelt. Doch Porsche werde auch weiter wesentlich schneller wachsen als VW.


Nach welcher Methode auch immer man Aktien herauspickt: "Auch diese Werte können kurzfristig Verluste bringen oder unter Schwankungen leiden", warnt Schroders-Mann Taylor. Dennoch ließen sich nur so angemessene Gewinne erzielen. Denn eine allgemeine Hausse werde es auf lange Sicht nicht mehr geben.


Artikel erschienen am 19. September 2004

Adler
19.09.2004, 08:34
Der Tagesspiegel: US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone findet deutsche Firmen "Weltspitze"

18.09.2004 - 17:34 Uhr, Der Tagesspiegel
Berlin (ots) - Eine der weltgrößten Beteiligungsfirmen, die
amerikanische Private- Equity-Gesellschaft Blackstone, hält viele
deutsche Unternehmen im operativen Geschäft für "Weltspitze".
"Deutsche Firmen können mit der Konkurrenz in den USA oder anderswo
mühelos mithalten", sagte Hanns Ostmeier, Geschäftsführer von
Blackstone Deutschland, dem "Tagesspiegel am Sonntag". Viele
Unternehmen seie aber schlecht finanziert, weil in der Vergangenheit
zu preiswerte Kredite vergeben und Investitionen "nicht selten ohne
Rücksicht auf Rendite" getätigt worden seien. "Die
Eigenkapitalausstattung ist im internationalen Maßstab viel zu
niedrig", sagte Ostmeier. "Das ändern wir." US- Investoren hätten
nach der Einführung des Euro und der Entflechtung der Deutschland AG
in Europa einen riesigen Beteiligungsmarkt entdeckt. Für die Fonds
ergäben sich "Kaufgelegenheiten, die es vorher nicht gab". Blackstone
hatte im vergangenen Jahr den Chemiehersteller Celanese für rund 3,1
Milliarden Euro gekauft.

actr
19.09.2004, 08:40
Auszüge aus dem neuen Buch des US-Milliardärs Donald Trump
von Matthias Wulff

Donald Trump ist Milliardär mit wechselndem Geschäftserfolg. In diesem Sommer musste sein Kasino- und Hotelunternehmen Insolvenz beantragen. Anfang der neunziger Jahre stand er infolge der Immobilienkrise kurz vor der Pleite. Der 58-Jährige ist heute genauso Unternehmer wie Medienstar. In der Sendung "The Apprentice", der Lehrling, suchte er in einem sechzehnwöchigen Bewerbungstraining nach einem Kandidaten für eine Spitzenposition in seinem Unternehmen. Der Schwächste flog raus: "You are fired", rief Trump dann. Morgen erscheint sein neues Buch, in dem er Karriere- und Management-Tipps gibt, aber vor allem über Donald Trump schreibt. Die "Welt am Sonntag" dokumentiert einige der Sprüche des Selbstdarstellers aus dem neuen Buch.


In den 80er-Jahren hatte ich enormen Erfolg. Nachdem ich die Grundlagen des Baugeschäfts von meinem Vater Fred, einem Bauunternehmer in Queens und Brooklyn, gelernt hatte, war ich zu einem der Hauptakteure auf dem Immobilienmarkt in Manhattan geworden. Ich hatte den Trump Tower, das "Grand Hyatt Hotel" und viele andere Gebäude der obersten Preisklasse fertig gestellt. Ich besaß eine Yacht, einen Privatjet und hatte einen Bestseller geschrieben. In den späten 80er-Jahren verlor ich meine Fokussierung. Ich flog nach Europa, um an Modepräsentationen teilzunehmen, und schaute mir noch nicht einmal die Kleider an. Mein Mangel an Konzentration auf das Wesentliche brachte mein Geschäft in höchste Gefahr. Dann kam es zum Crash auf dem Immobilienmarkt. Ich hatte viele Milliarden Dollar Schulden - 9,2 Milliarden, um genau zu sein. Das sind neun Milliarden und zweihundert Millionen Dollar. Als der Crash am schlimmsten war, ging ich auf der Straße an einem Bettler vorbei, und mir kam der Gedanke, dass ich um 9,2 Milliarden Dollar weniger besaß als er. Gutes Management und gute Mitarbeiter sind nicht voneinander zu trennen. Wenn die Zusammenarbeit nicht funktioniert, wird sie nicht lange dauern. Ich habe gesehen, wie sich gute Manager mit mittelmäßigen Angestellten abplagen mussten, und ich habe auch schon erlebt, dass exzellente Mitarbeiter durch schlechtes Management gebremst wurden. In solchen Fällen gehen zunächst die guten Manager, dann die guten Mitarbeiter, und am Ende hat man ein Team aus Leuten, die nur deshalb gut miteinander auskommen, weil sie alle mittelmäßig sind. Engagieren Sie die besten Leute, die Sie finden können, und Sie werden eine Menge Zeit sparen. Von manchen Leuten ist man nach dem Vorstellungsgespräch so beeindruckt, dass man sie am liebsten auf der Stelle zu Vizepräsidenten ernennen möchte - bis man merkt, dass ihr wahres Talent darin liegt, bei Vorstellungsgesprächen einen hervorragenden Eindruck zu machen. Daher ist, in gewisser Hinsicht, jede Neueinstellung ein Glücksspiel. Wer beeindruckende Referenzen vorweisen kann, wird nicht unbedingt großartige Leistungen bringen. Fehlende Referenzen bedeuten nicht zwangsläufig fehlende Begabung. Sie werden kein wertvoller Angestellter sein, wenn Sie sich nicht selbst dazu machen. Denken Sie darüber nach: Was tragen Sie zum Wohl des Unternehmens bei? Spielen Sie für das Gedeihen und den Fortschritt des Unternehmens eine wichtige Rolle? Drücken Sie sich einfach vor Ihren Aufgaben und hoffen, dass es niemand bemerken wird? Der einzige Mensch, den Sie je täuschen können, sind Sie selbst. Andere können Sie nicht täuschen, selbst wenn Sie glauben, Sie könnten es. Viele Leute sagen, sie hätten innerlich gekündigt, weil ihre Stellung weder Herausforderungen noch Leistungsanreize noch Aufstiegschancen biete. Eine ausweglose Situation. Vielleicht ist das tatsächlich so. Wenn ja, sollten Sie nach einem anderen Unternehmen suchen, das Ihnen eine interessante Aufgabe bietet, für die Sie die nötige Erfahrung mitbringen. Manchmal muss man einfach gehen, und es gibt Situationen, in denen der einzige Weg nach oben der Weg nach draußen ist. Unternehmertum ist keine Gruppenarbeit. Sie müssen auf sich selbst vertrauen. Sie mögen vielleicht erstklassige akademische Referenzen besitzen, aber ohne Instinkte werden Sie es sehr schwer haben, an die Spitze zu kommen - und dort zu bleiben. Im Jahr 2000 dachte ich darüber nach, bei den Präsidentschaftswahlen zu kandidieren. Ich hatte einige vernünftige Vorschläge: Steuererleichterungen für die Mittelklasse, strengere Handelsvereinbarungen und eine umfassende Gesundheitsreform. Ich stellte ein Untersuchungskomitee zusammen und traf mich mit führenden Persönlichkeiten der Reformpartei, aber am Ende erkannte ich, dass ich mich in meinem Geschäft zu wohl fühlte, um für das Amt des Präsidenten zu kandidieren. Für einen Politiker rede ich zu offen. Ich wäre kein sehr beliebter Kandidat gewesen. Sogar in den wenigen Monaten, als ich ernsthaft über eine Kandidatur nachdachte, bemerkte ich, dass sich das Verhalten der Leute mir gegenüber veränderte - es wurde reservierter, weniger freundlich. Zuvor war ich "The Donald" gewesen; man hatte mir zugewunken und mich angelächelt. Plötzlich war es ganz anders, und das gefiel mir nicht. Ein Mann, mit dem ich seit Jahren gut bekannt war, sah mich im Le Cirque und nannte mich zum ersten Mal im Leben "Mr. Trump". Er hatte mich sonst immer "Donald" genannt. Das gab mir wirklich zu denken.


Artikel erschienen am 19. September 2004

Coralle
19.09.2004, 09:14
Guten Morgen actr, milli, NoggerT, Fredz, Tommy, macadojo, Max, Asterhicks, Sven, Löck, Mac99, NMProfi, ksc, trollinger, Mainzelmann, stomach, TTN, Toro, geban, lintorfer74 und all!

http://www.mysmilie.de/smilies/tiere/img/019.gifhttp://www.imperium.de/animationen/anims3/050498.gif

Coralle
19.09.2004, 09:17
Hier ist ja schon richtig was los gewesen. Klasse! Danke dafür an actr, Adler und lintorfer74! Man braucht ja wirklich nur noch hier zu lesen um gut informiert zu sein! :D

Adler
19.09.2004, 09:24
Bankaktien sind wieder "in"
[ 17.09.04, 11:30 ]
Von Willi Weber

Seit kurzem feiert eine Branche Comeback, die den Anlegern in Vergangenheit viel Leid beschert hat: Bankaktien sind wieder "in". Woher der pötzliche Meinungswechsel?

Zu den größten Gewinnern im DAX gehörten in den vergangenen zwei Wochen die HypoVereinsbank und die Commerzbank. Beide Titel legten seit Monatsbeginn um rund 15 Prozent zu.

Positive Schlagzeilen machen auch die Postbank und die im MDAX gelistete Hypo Real Estate. Sowohl der Börsenneuling als auch die Immobilienbank schalteten im September den Kursturbo ein und rasen seither von Allzeithoch zu Allzeithoch.

Das Comeback mag erstaunen: Im Gegensatz zu den europäischen Wettbewerbern, die in der abgelaufenen Quartalssaison fast durchweg zu überzeugen wussten, fielen die Ergebnisse der deutschen Institute eher durchwachsen aus. Nahezu fast alle Kredithäuser hatten Mühe, nicht zu enttäuschen.

Und trotzdem: In den Geschäftsberichten waren auch positive Trends zu erkennen. Auf der Einnahmenseite ist hier die erfreuliche Entwicklung bei den Zinsergebnissen zu nennen. Je höher deren Gewicht an den Gesamterträgen, desto besser können die unvermeidlichen Schwankungen beim Handelsergebnis abgefedert werden.

Auf der Kostenseite stellte vor allem die rückläufige Kreditrisikovorsorge das positive Highlight dar. Von den Großbanken wies hier nur die Deutsche Bank einen höheren Wert aus, allerdings auf erfreulich niedrigem Niveau.

Die beiden genannten Aspekte mögen an der Börse zu der Meinung geführt haben, dass deutsche Bankaktien durchaus wieder einen Blick wert sind. Ein weiterer entscheidender Faktor für den Meinungsumschwung sind die seit kurzem wieder entfachten Übernahmespekulationen. Angeblich prüft die Deutsche Bank Zukäufe auf dem Heimatmarkt. Im Visier des Branchenführers sollen dabei die Commerzbank und die Postbank stehen.

http://www.boerse-online.de/bilder/2004/branchenanalyse/170904/banken.gif

Adler
19.09.2004, 09:25
Fondsbranche erwartet Absatzschub durch Alterseinkünftegesetz
[Von ftd.de, 14:08, 18.09.04]

Die deutschen Anleger machen derzeit einen weiten Bogen um Aktienfonds. BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan Seip setzt auf mehr Aufklärung, um der zunehmenden Konkurrenz durch Zertifikate zu begegnen.
Rund 1,5 Mrd. Euro zogen die Investoren im ersten Halbjahr 2004 aus Aktienfonds ab - der erste Abfluss über einen längeren Zeitraum seit 1986. Und auch der Absatz bei den Publikumsfonds insgesamt bröckelt.
Für Stefan Seip, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI), dessen 74 Mitgliedsgesellschaften derzeit mehr als 1000 Mrd. Euro verwalten, sind die Zahlen kein großer Grund zur Sorge: "Rentenfonds und offene Immobilienfonds erfreuen sich durchaus reger Nachfrage", sagte Seip im FTD-Interview. Er räumte allerdings ein: "Bei Aktienfonds verzeichnen wir in den vergangenen Monaten ein flaues Neugeschäft."

Kreative Produktideen

Die Gründe für den schwachen Fondsabsatz seien vielfältig: Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten, gut verzinste Tagesgeldkonten, der Schlussverkauf bei Lebensversicherungen, dessen Steuerprivileg am Jahresende fällt, sowie nicht zuletzt die gestiegene Konkurrenz der Fonds zu Zertifikaten. Gerade bei dieser Anlageklasse rechnet Seip jedoch mit einem Umdenken bei den Privatinvestoren: "Die Anleger fragen bei diesen Produkten zunehmend nach den Kosten, dem Verbleib von Dividenden und der Bonität der emittierenden Häuser, sodass die Fondsbranche von der vermehrten Aufklärung profitiert."
Den Vorwurf, dass die Emittenten der Zertifikate im Gegensatz zu den Fondsgesellschaften wesentlich kreativer bei der Suche nach neuen, innovativen Produkten sind, lässt Seip nicht gelten: "Die Fondsbranche hat in den vergangenen Jahren eine Reihe neuer Produktideen kreiert. Zu nennen sind neben Absolute- und Total-Return-Fonds optimierte Garantieprodukte und Hedge-Fonds, aber auch die teilweise Abkehr von reinen Benchmarkkonzepten."

Schub durch Gesetz erhofft

Der BVI-Hauptgeschäftsführer verweist auf den "streng regulierten und beaufsichtigten Rechtsrahmen", in dem sich die Investmentfonds hier zu Lande bewegen würden. "Das hat den Vorteil eines hohen Anlegerschutzes, aber auch den Nachteil, möglicherweise nicht schnell genug auf Anlegerbedürfnisse reagieren zu können. Hier sind nicht überwachte Produkte im Vorteil", so Seip. Er spricht damit einen Punkt an, den die deutsche Fondsbranche schon seit längerem ärgert: Die Zertifikateanbieter sind mit neuen Produkten, die einem aktuellen Anlagetrend folgen, vielschneller auf dem Markt als Fonds. Mitunter kann dies sogar zu der paradoxen Situation führen, dass die Ideen aus den Fondshäusern von der Muttergesellschaft aufgegriffen und in Zertifikate verpackt werden, lange bevor der Fonds auf dem Markt ist.
Einen Schub erhofft sich die Branche vom Alterseinkünftegesetz, das 2005 in Kraft tritt. Denn wenn das Steuerprivileg der Lebensversicherer beseitigt ist, gibt es erstmals einen Wettbewerb auf Augenhöhe zwischen Versicherungen und Fonds um das Geld der Altersvorsorgesparer. "Das Steuerprivileg gab in der Vergangenheit sicherlich häufig den Ausschlag bei der Entscheidung für eine bestimmte Anlageform", sagt Seip.

Altersvorsorge vereinfachen

Künftig würden sich die Privatanleger für jene Anlageform entscheiden, die ihren Bedürfnissen entspricht. Er lässt keinen Zweifel, dass dies nur Fonds sein können: "Investmentfonds sind das effizienteste Instrument zum Aufbau der kapitalgedeckten Altersvorsorge. Sie sind flexibel und transparent."
Dennoch gebe es Nachholbedarf: "Im betrieblichen und im staatlich geförderten Bereich ist der Gesetzgeber gefordert. Hier muss Altersvorsorge einfacher und flexibler werden, damit sie breite Akzeptanz in der Bevölkerung findet", sagt Seip. Er verweist darauf, dass es - entgegen dem BVI-Vorschlag - in der betrieblichen Altersvorsorge immer noch keinen direkten Zugang der Arbeitnehmer zu Investmentfonds gibt.

Adler
19.09.2004, 09:28
Der Zukunftshändler
[Von ftd.de, 14:09, 18.09.04]

Metro-Vorstandsmitglied Zygmunt Mierdorf tüftelt am perfekten Supermarkt - und wird dafür ausgezeichnet.
Eigentlich mag er keine Überraschungen, sagt Zygmunt Mierdorf - über die jüngste hat er sich aber gefreut. Denn der Chef für Logistik- und Informationstechnik (IT) beim Düsseldorfer Metro-Konzern bekommt einen Preis. Der "ECR Best-Practice-Award" der Kölner Centrale für Coorganisation (CCG) gilt als die wichtigste deutsche Auszeichnung für "Efficient Consumer Response" (ECR), die effiziente Reaktion auf Kundenbedürfnisse. "Besser, schneller und Service freundlicher zu sein, das ist das Ziel von ECR", sagt CCG-Projektleiter Andreas Kruse. "Zygmunt Mierdorf steht seit vielen Jahren dafür ein." Bekanntestes Beispiel: Der Future-Store in Rheinberg am Niederrhein. Das Projekt für moderne Einkaufswelten beruht auf einer Initiative Mierdorfs. Realisiert hat es Metro mit den IT-Partnern SAP, Intel, IBM und Microsoft.
Seit anderthalb Jahren testet das Future-Store-Team in dem Supermarkt neue Ladenkonzepte. Dazu gehören Selbstzahlerkassen, an denen die Kunden ihre Waren ohne Bedienung scannen. Auf der Suche nach dem Deo helfen Einkaufswagen mit so genannten persönlichen Beratern - das sind kleine Bordcomputer mit Berührungssensoren. Technisch aufgerüstete Wagen mit eingebauter Kamera erkennen jeden Apfel. "Die Future-Store-Filiale hat sich bei den Kunden etabliert", sagt Mierdorf. "Sie spielt ihre Rolle als Zukunftslabor erfolgreich." Die Selbstzahlerkassen etwa kämen jetzt in der Metro-Kette Real zum Einsatz.

Funkchips ab November

Die Arbeit von Mierdorf beschränkt sich jedoch nicht auf Neuerungen an der Ladentheke. Seine wichtigste Aufgabe sieht der Informationsmanager bei der Warenlogistik. "In der Prozesskette vom Hersteller bis zum Markt liegt das größte Einsparpotential durch neue Techniken", sagt Mierdorf. Dabei denkt er vor allem an kleine, intelligente Funketiketten, so genannte RFID-Chips. Die Metro gilt in der Branche als Vorreiter bei der RFID-Einführung. Als erstes Handelsunternehmen weltweit wird der Konzern die Funkchips ab November ausprobieren - beim Warenaustausch mit Lieferanten und bei der Lagerhaltung.
Der RFID-Einstieg ist der nächste große Schritt beim Umbau der Konzernlogistik. Seit seinem Einstieg bei der Metro verfolgt der 52-jährige Mierdorf dieses Ziel. Der gelernte Betriebswirt heuerte 1991 beim Unternehmen an, sechs Jahre nach dem heutigen Vorstandschef Hans-Joachim Körber. Der gilt als wichtiger Förderer Mierdorfs, der ihm 1999 an die Metro-Spitze folgte. Gleichzeitig übernahm Mierdorf neben den Ressorts Personal und IT die Verantwortung für die Logistik von Körber.

Metro ist Technologieführer

Allmählich rückte Mierdorf in Arbeitskreise und Fachgremien auf. Der Manager sitzt unter anderem in einem ECR-Lenkungskreis der CCG und engagiert sich im europäischen Dachverband. Mit Kollegen treibt Mierdorf weltweit die so genannte EPC-Initiative voran, die an einem Nachfolgestandard für den Barcode arbeitet. "Mierdorf kämpft für seine Themen an allen Fronten", sagt Andreas Kruse von der CCG. Seinen jüngsten Erfolg hatte der Manager im Januar in den USA. Im Mutterland des großen Konkurrenten Wal-Mart hat die Metro den Kampf an der Ladentheke bis heute nicht aufgenommen. Auf der New Yorker Konsumgüterkonferenz, dem wichtigsten Branchentreffen in den USA, zeigte Mierdorf der Konkurrenz jedoch, wie er sich die Zukunft des Handels vorstellt.
Der Metro-Vertreter ließ den Future-Store-Messestand als mobile Kleinversion des Originals aufbauen - und erntete großen Applaus. Der Manager genießt über die Grenzen der eigenen Branche hinaus einen guten Ruf. "Mierdorf hat die Metro zum weltweiten Technologieführer gemacht", sagt etwa Stefan Walter von der Bundesvereinigung Logistik. "Der Handel ist dadurch eine der wenigen Branchen, in der Deutschland heute viel weiter ist als Japan oder die USA."

Adler
19.09.2004, 09:29
Osteuropa und Asien erweisen sich als gute Märkte
[Von ftd.de, 14:09, 18.09.04]

Der chinesische Mittelstand hat kleine Ersparnisse, aber große Wünsche. Deutsche Leasinggesellschaften reizt die Konsumlust in Fernost.
Die Zeichen stehen auf Dynamik. Mittlerweile ist Deutschland der drittgrößte Leasingmarkt weltweit - nach den USA und Japan -, nun verstärken die Anbieter ihre Expansion ins Ausland. Neben den klassischen Leasingländern in Europa haben sie dabei vor allem Osteuropa, aber auch Asien und dort zunehmend China im Visier. Schon seit den frühen 90er Jahren gründen deutsche Leasinganbieter in den osteuropäischen Ländern Tochtergesellschaften, vor allem in Ungarn, Tschechien und Polen. Zunächst als Joint Ventures, später auch als Alleingesellschaften.
Anfangs wollten die Leasinganbieter vor allem deutsche Lieferanten im Ausland unterstützen und deren Absatz fördern, heute finden sie in den ursprünglich ansässigen Unternehmen einen ebenso großen, zum Teil sogar größeren Kundenkreis. Noch bevor sie im Mai dieses Jahres der Europäischen Union beitraten, erreichten die Länder im Osten Spitzenplätze unter den wachstumsstärksten Leasingmärkten auf dem Kontinent. Mittlerweile betreiben deutsche Anbieter auch in der Slowakei, den Staaten der ehemaligen Sowjetunion und in Rumänien Tochtergesellschaften. So ist zum Beispiel die VR Leasing aus dem Volks-und-Raiffeisenbanken-Konzern auf diese Weise mit ihren jüngsten Gründungen in Serbien und Montenegro in neun Ostanrainerstaaten vertreten.

Japan weit entwickelt

Die deutsche Leasinggesellschaft betreibt sechs Tochtergesellschaften in Osteuropa, darunter eine in Moskau. "Unsere zwölf Auslandstöchter in elf europäischen Ländern tragen mittlerweile zwölf Prozent zum gesamten Umsatzvolumen bei", sagt Vorstandschef Hans-Michael Heitmüller. "Mehr als die Hälfte davon erwirtschaften unsere Gesellschaften in Ungarn, Polen und Tschechien." Die VR Leasing will im Auslandsgeschäft bis 2006 jährlich 1,4 Mrd. Euro erwirtschaften.
Besonders dynamisch entwickelt haben sich zuletzt die asiatischen Länder. Als ausländische Leasinganbieter sind dort Japan und die USA am stärksten aufgestellt. Weltweit tätige deutsche Konzerne wie Volkswagen und Siemens, BMW und DaimlerChrysler, die in Asien ihre Produkte verkaufen, sind hier mittlerweile auch mit ihren Finanzierungstöchtern vertreten. Schätzungen zufolge werden rund 87 Prozent des gesamten asiatischen Leasingvolumens in Japan erwirtschaftet. Hier hat der Markt sich besonders weit entwickelt, derzeit ist er etwa doppelt so groß wie der deutsche. Allerdings sind die Umsatzzahlen in Japan inzwischen rückläufig.

Finanzierungsmodelle für China

Ganz anders dagegen China. Nach seinem Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 2002 öffnet das Land seinen Markt nach und nach auch für ausländische Finanzdienstleister. Diese können nun sogar Alleingesellschaften gründen, vorher müssen sie allerdings hohe finanzielle und bürokratische Hürden nehmen. Ein Joint Venture als eingeschränkt handlungsfähige Einstiegsvariante haben bereits zahlreiche ausländische Unternehmen in China gegründet, darunter Siemens Financial Services und die entsprechenden Sparten von IBM, HP und AT&T.
Volkswagen Finance in China ist die erste europäische Finanzdienstleister-Alleingesellschaft in der Volksrepublik. Derzeit startet sie das operative Geschäft der Fahrzeugfinanzierung. "Wir werden zusammen mit den Vertragshändlern und Vertriebspartnern hier völlig neue Finanzierungsmodelle anbieten", sagt Burkhard Breiing, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Financial Services. "Dabei geht es auch um eine erheblich transparentere Preisgestaltung, als es dort bislang der Fall war."

Auskunftssystem fehlt noch

Das soll vor allem den Verkauf von Mittelklassefahrzeugen und Kleinwagen wie Golf und Polo ankurbeln, die in China produziert werden. Als besonders ausbaufähig gilt hier der Privatkundensektor. Die Mittelschicht wächst rasant, verdient relativ gut und kauft gern ein. Schätzungen zufolge können diese Haushalte mit ihrem Ersparnissen jedoch nur 30 bis 40 Prozent eines durchschnittlichen Fahrzeugpreises bezahlen. Inländische Banken boten ihnen bislang nur Fahrzeugfinanzierungen nach den strengen Regularien der Zentralbank an. Außerdem verlangten sie für ein Darlehen, dass der Käufer praktisch den gesamte Fahrzeugpreis als Sicherheit hinterlegte.
Noch immer fehlt es an einem Auskunftssystem über die Bonität des Kunden, und auch die rechtlichen Möglichkeiten, Schuldner zu belangen, sind unzureichend. Trotz dieser Hindernisse gibt es schon zahlreiche kleinere Anbieter, die Fahrzeuge vermieten oder leasingähnliche Geschäfte abschließen. Neben der florierenden und relativ hochpreisigen Kurzzeitmiete offerieren sie auch Mietkauf.

Regierung schränkt ein

Insgesamt finden sich heute rund 10.000 kleinere rein nationale Leasinggesellschaften auf dem chinesischen Markt. Daneben gibt es mehr als 40 ausländisch-chinesische Joint Ventures. Die Finanzierung von Investitionsgütern wie Maschinen, Anlagen, Telekommunikationsgeräten und Infrastrukturobjekten bietet ihnen viele Möglichkeiten. Aber auch das Leasing von Konsumgütern - Fahrzeugen, Computern und kompletten Wohnungseinrichtungen - ist bei Kunden begehrt. So eröffnet jetzt auch der amerikanische Gigant GE Capital in China eine Leasing-Alleingesellschaft.
Das Grundstücksleasing hat die chinesische Regierung kürzlich eingeschränkt. Selbst wenn es sich um kleinere Flächen handelt, müssen Leasinggeschäfte publik gemacht werden. Mit einer transparenteren Preispolitik sollen Spekulationsgeschäfte insbesondere mit staatlichen Stellen in Zukunft weitgehend vermieden werden.

Adler
19.09.2004, 09:30
Aareal Bank erhält 85 Mill. Euro

Holding zeichnet zu 24 Euro - Anteil steigt auf 46,1 Prozent - Kurs legt zu

tl Frankfurt - Durch eine Kapitalerhöhung fließen der Aareal Bank 84,8 Mill. Euro zu. Alleiniger Zeichner ist die Aareal Holding, die dadurch ihren Anteil von 40,75 auf 46,14 % erhöht. Der Zeichnungskurs liegt bei 24 Euro und damit leicht über dem Schlusskurs vom 16. September. An der Börse wurde die Maßnahme positiv aufgenommen. Der Kurs legte am Freitag um 2,3 % auf 24,29 Euro zu und gehörte damit zu den besten Werten im MDax. Bereits Ende August kündigte die Aareal Bank zusammen mit der Aufdeckung nicht ausreichend wertberichtigter fauler Kredite durch die Aufsicht eine 10-prozentige Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts an (vgl. BZ vom 1. September). Die Aareal Holding erwirbt rund 3,5 Millionen Aktien zum Stückpreis von 24 Euro ...

Adler
19.09.2004, 09:32
Europäische Aktienwoche:

Von Angst ist nicht mehr viel zu spüren

Dax schnuppert an der Schwelle von 4 000 Punkten - Die Vorankündigungssaison könnte belasten

Von Christopher Kalbhenn, Frankfurt
Von einer berauschenden Nachrichtenlage für die Aktienmärkte kann derzeit nicht die Rede sein. Dennoch setzt sich der Mitte August begonnene Kursanstieg unverdrossen fort, und das im September, der statistisch eigentlich der mit Abstand schlechteste Monat für die Aktienmärkte ist. Aber das interessierte die Märkte in der zurückliegenden Woche herzlich wenig. Der Dax kletterte, zu einem gut Teil gestützt durch den großen Verfalltermin, bis auf 4 000 und schnupperte damit am Freitag erstmals seit dem 6. Juli wieder an dieser Tausenderschwelle. Zum Handelsende lag der Index mit einem Wochengewinn von 2,6 % bei 3 988.

In dem Tempo wird sich die Aufwärtsbewegung jedoch nicht ohne weiteres fortsetzen. Zumindest vorübergehend dürften die Märkte eine langsamere Gangart einlegen, wenn nicht gar konsolidieren. Immerhin hat der Dax seit seinem Tief vom 16. August (3 619) in der Spitze 10,5 % gewonnen. Belastungen könnten von der Unternehmensseite ausgehen. In den USA beginnt die Vorankündigungssaison für die Berichterstattung zum dritten Quartal. Ein negatives Signal dafür setzten in der vergangenen Woche die Ergebniswarnungen von Coca-Cola und Nortel sowie der verhaltene Ausblick der Oracle. Darüber hinaus könnte von neuen Spitzen im Ölpreis und enttäuschenden Konjunkturdaten Druck ausgehen.

Das Potenzial nach unten hält sich aber in Grenzen. Denn der Markt zeigt in letzter Zeit eine auffällige Resistenz gegen schlechte Nachrichten. Von Angst ist nicht mehr viel zu spüren. Im Gegenteil: Der VDax, der eine Art Angstbarometer ist, hat den tiefsten Stand seit Mai 1997 erreicht. Zudem ist die zurückliegende Rally so unerklärlich auch nicht. Schließlich war der Dax Mitte August auf Basis der Konsensprognosen für das kommende Jahr mit einem KGV von rund 11 sehr niedrig bewertet. Der Markt hat bis Mitte August nach unten übertrieben und sämtliche Negativ-Szenarien in die Kurse eingearbeitet.

Seither haben sich die konjunkturellen Nachrichten nicht weiter verschlechtert. Sie bieten derzeit vielmehr eine Mischung aus negativen und positiven Überraschungen, die sich per saldo neutralisieren. Ähnliches gilt für den Ölpreis. Er bewegt sich am Londoner Terminmarkt in einer Bandbreite von grob 40 bis 42 US-Dollar und damit auf hohem Niveau. Entscheidend ist jedoch, dass sich die Aufwärtsbewegung des Ölpreises nicht mehr fortsetzt. Sal. Oppenheim glaubt, dass die Aktienmärkte in den kommenden Monaten ein moderates weiteres Aufwärtspotenzial haben. Die am meisten nach vorne schauenden Daten deuteten auf ein schwächeres wirtschaftliches Umfeld hin. Gleichzeitig unterstützten sie die Einschätzung, dass lediglich eine Verlangsamung des Wachstums und nicht etwas Schlimmeres bevorstehe. Treffe dies zu, seien die Märkte weiterhin billig.

Allerdings befürchtet das Bankhaus, dass die aktuellen Gewinnwarnungen in den USA nur der Anfang sind. Dies spreche dafür, die Übergewichtung zyklischer Sektoren abzubauen. Die Analysten raten aber davon ab, Zykliker unterzugewichten. Denn sie erwarten, dass sie auf Sicht von sechs Monaten besser abschneiden werden als defensive Aktien. Zykliker würden sich überdurchschnittlich entwickeln, sobald die Investoren sich davon überzeugten, dass das Jahr 2005 kein Desaster wird. Ihre zuversichtliche Einschätzung begründen die Analysten auch mit extrem hohen Short-Positionen. Diese befänden sich an der Nasdaq in der Nähe der Höhen vom Juni und seien auch an der New York Stock Exchange recht hoch.


Teure Wette

Marktteilnehmer seien eine hohe Wette auf negative Nachrichten eingegangen, und allmählich komme diese Wette teuer zu stehen. Auch wenn weitere negative Nachrichten seitens der makroökonomischen Daten und der Vorankündigungen zu erwarten seien, erkläre dies auch die Widerstandsfähigkeit der Märkte gegen negative Nachrichten. Zwar verdienten die Märkte eine Konsolidierung. Jedoch bedeute die aktuelle Situation auch, dass weitere Short-Eindeckungen folgen würden, sobald die Ölpreise weiter nachgeben, und dies könne für einige Investoren eine recht unangenehme Aufwärtsbewegung werden. Wetten auf höhere Aktienkurse seien daher möglicherweise erst nach einer Konsolidierung ratsam. Allerdings scheine es auch nicht ratsam, auf fallende Kurse zu setzen.

Adler
19.09.2004, 09:33
Schlechtere Aussichten für Mobilfunkaktien

Citigroup befürchtet sinkende Tarife und Margen - Vodafone, TIM und MMO 2 zum Verkauf gestellt

amb Frankfurt - Eher düster sieht Citigroup Smith Barney die Aussichten für die europäischen Mobilfunkunternehmen. Grund für den Pessimismus: Zum einen werde sich die Abwanderung aus dem Festnetz in den Mobilfunk nicht mehr im bisherigen Maße fortsetzen, was das Umsatzwachstum in der Branche bremsen dürfte. Ferner würden durch verstärkten Wettbewerb auch die Margen unter Druck geraten. Ohnehin berge der anstehende Übergang zur dritten Generation der Mobiltelefone (UMTS) wegen nach wie vor bestehender technischer Probleme Gefahren.

Im laufenden Jahr haben sich die Aktien der europäischen Mobilfunkunternehmen relativ stabil entwickelt. Diese Entwicklung wird sich nicht fortsetzen, meinen die Analysten. Bereits Anfang des Jahres hatten sie diverse Mobilfunkunternehmen auf "Hold" herabgesetzt, jetzt habe sich die Situation nochmals verschlechtert. Dies werde sich bald auch in den Aktienkursen widerspiegeln, so das Institut, dass zu Gewinnmitnahmen rät. Vodafone, Telecom Italia Mobile (TIM) und MMO 2 werden von "Hold" auf "Sell" heruntergesetzt.

Im Jahr 2010 werden mehr als die Hälfte aller Telefonate über das Handy erfolgen, prophezeit die Studie, 20 % der Haushalte werden sogar ausschließlich "mobil" sein - eigentlich rosige Aussichten für die Branche. Allerdings wird dieser Trend einhergehen mit sinkenden Tarifen, so die Prognose. Dies werde allerdings nicht mehr unbedingt wie in der Vergangenheit zu steigenden Umsätzen führen. Bislang hatten die Mobilfunkunternehmen zur Ankurbelung des Umsatzes meist auf Tarifsenkungen gesetzt und durch mehr Gesprächsminuten die Preiseinbußen mehr als ausgleichen können. Die Preiselastizität werde in Zukunft deutlich geringer sein, so die Bank.


Niedrigeres Wachstum

Aufgrund des scharfen Wettbewerbs würden einige Unternehmen wie etwa E-Plus und Orange aber weiter diese Strategie fahren, ungeachtet der Auswirkungen auf die Margen. Das schade der Branche. Die Citigroup Smith Barney erwartet, dass das gegenwärtige Umsatzwachstum bei den Gesprächsminuten von 6 % bis 8 % in den kommenden zwei bis drei Jahren unter 6 % sinken und langfristig sogar unter das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts fallen wird. Aufwärtspotenzial könne sich noch am ehesten durch SMS und ganz neue Produkte ergeben.

Obwohl grundsätzlich noch Umsatzsteigerungen möglich sind, wird Europa nach Auffassung der Analysten ohnehin nicht das amerikanische Niveau beim Telefonieren erreichen. Wie die Studie ausführt, werden in Europa im Monat durchschnittlich 140 Minuten mobil telefoniert, in den USA sind es 650 Minuten. Dieses eklatante Gefälle gibt es auch im Festnetz. Ein Grund seien kulturelle Unterschiede, meinen die Analysten, etwa die Tatsache, dass Amerikaner im Durchschnitt gesprächiger seien als Europäer. Daneben gebe es in den USA aber auch zahlreiche attraktive Pauschalangebote mit unbegrenzten Gesprächsminuten im Festnetz und - als Reaktion darauf - auch im Mobilfunk.

Ein ganz großes Problem der Branche bleibe der Übergang auf die UMTS-Technologie. Nach wie vor gebe es technische Probleme. Zudem sei es eine große Herausforderung für die Unternehmen, ihre Kunden zum Wechsel auf ein UMTS-Handy zu bewegen. Die Bank erwartet, dass mit der neuen Technologie die Margen zurückgehen werden. Das Fazit: Je langsamer sich der Übergang zur UMTS-Technologie vollziehe umso besser. Ohne die neue Technologie sei die Branche stabiler.

Für die Aktien der europäischen Mobilfunkunternehmen erwarten die Analysten zwar keinen drastischen Kurseinbruch, die Risiken seien aber groß. Ebenso wie die Papiere anderer europäischer Unternehmen aus der Branche wie Bouygues, Mobistar, Tele2 oder Telef¢nica M¢viles seien die Papiere von Vodafone, TIM und MMO 2 nach wie vor "High Risk". Citigroup Smith Barney setzt die Papiere aufgrund des schlechteren Branchenumfelds nun auf "Sell" herab.


Probleme mit UMTS-Handys

Bei Vodafone, Pionier bei der Umsetzung der UMTS-Technologie, könnten technische Probleme der neuen Handys zu zusätzlichen Schwierigkeiten führen. Die Analysten halten die ersten UMTS-Handys nicht für überzeugend und sorgen sich um sinkende Margen. Zudem habe das Unternehmen in Japan Probleme. Die Bank senkt das Kursziel für Vodafone von 127 auf 120 Pence.

Bei Telecom Italia Mobile (TIM) sieht die Bank die hohe Dividende in Gefahr, wenn auch kurzfristig Sonderausschüttungen und Aktienrückkäufe anstehen könnten. In Italien seien außerdem neue Wettbewerber auf den Plan getreten, zudem sei der Markt gesättigt. Die Aussichten für den brasilianischen Markt, wo TIM sich stärker engagieren will, seien aber gut. Insgesamt wird die Positionierung in Lateinamerika aber als Risiko gesehen. Das Kursziel wird von 4,75 auf 4 Euro gesenkt.


Elisa weiterhin Hold

Bei MMO 2 stiegen im Moment zwar die Umsätze stärker als erwartet, dennoch gebe es neben den branchenspezifischen Risiken auch finanzielle, wie etwa den negativen Cash-flow. Andere Wettbewerber seien einfach aggressiver als MMO 2, so die Analysten. Sie plädieren weiter für eine Fusion von MMO 2 Deutschland mit E-Plus, sehen die Chancen dafür allerdings als begrenzt an. Kursziel für MMO 2 sind jetzt nur noch 85 statt bislang 90 Pence. Weiter auf "Hold" bleibt das finnische Unternehmen Elisa, das Institut senkt das Kursziel aber von 13,70 auf 10,50 Euro.

Adler
19.09.2004, 09:38
TAGESVORSCHAU/20. September 2004 - vorläufige Fassung


08:00 DE/Bundesfinanzministerium, Monatsbericht September, Berlin
10:30 GB/Finanzierungssaldo der öffentlichen Hand August (PSNB)
PROGNOSE: +4,5 Mrd GBP
zuvor: -1,0 Mrd GBP
12:00 DE/Deutsche Bundesbank, Monatsbericht September, Frankfurt
15:00 US/Nike Inc, Ergebnis Q1 (PROGNOSE: 1,11), Beaverton
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Zinstender
18:30 DE/Gesprächs-Forum Frankfurt, Vortrag von EZB-Chefvolkswirt Issing
"Der Euro - eine stabile Währung für Europa", Frankfurt
19:00 US/Treasury, Auktion 3- und 6-monatiger Schatzwechsel

Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
- JP/Feiertag ("Ehrerbietung vor dem Alter"),
Börsen, Banken und Behörden geschlossen


- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MESZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
- PROGNOSE bei US-Unternehmen = Prognose von Thomson First Call,
bezogen auf den Gewinn je Aktie in USD

(ENDE) Dow Jones Newswires/17.9.2004/zwi

Adler
19.09.2004, 09:43
Markt wächst: Plattenspieler sind wieder gefragtIhr Klang ist Kult. Plattenspieler und Vinylscheiben sind bei Dancefans und Audioenthusiasten wieder gefragt.


Fotostrecke: IFA 2003 in Berlin Glücksgefühl in Scheiben. Es ist stets das gleiche Ritual: Vor dem Hören kommen das Sehen und das Fühlen. Dem Blick aufs Cover folgt der sorgsame Griff in den Karton. Dann endlich, wenn der Liebhaber die Saphirnadel vorsichtig auf die Platte gesenkt hat, erfüllt Musik den Raum.

„So voll, so warm, so räumlich – mit dem Klang einer Schallplatte kommen CDs nicht mit“, begeistert sich Peter Lützelberger für den Sound aus schwarzem Vinyl. Der Berliner hat seine Passion zum Beruf gemacht und betreibt in Kreuzberg das PhonoPhono, ein Spezialgeschäft für Plattenspieler.

Keine Frage, gut 20 Jahre nach ihrer Markteinführung ist die Audio-CD der Langspielplatte (LP) uneinholbar enteilt. Auf 100 verkaufte CDs kam 2003 nicht mal eine LP. Doch der schon totgesagte Markt wächst in der Nische wieder: „Wurden 1997 nur noch etwa 400 000 LPs in Deutschland verkauft, waren es im vergangenen Jahr wieder rund eine Million Stück“, sagt Hartmut Spiesecke, Sprecher des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft.

Neue Fans. Es sind längst nicht mehr mehr nur langjährige Audiofreaks, die die Runde drehen. Oder DJs, die unverdrossen auf LPs und Singles schwören, weil sie nur mit diesen „scratchen“, also den typischen Dancefloor-Sound erzeugen können. „In der Dance- und Hip-Hop-Szene etwa genießen die Vinyls bei immer mehr jungen Leuten Kultstatus“, sagt Michael Huchthausen, Präsident des Gesamtverbandes Deutscher Musikfachgeschäfte. „Die entdecken das alte Medium neu.“

Parallel dazu erholt sich die Nachfrage nach Plattenspielern. 2004 werden nach Schätzungen der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik wieder rund 85 000 Geräte verkauft – ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Tiefststand 2002. Insgesamt setzte die Branche im vergangenen Jahr gut 9,3 Millionen Euro mit den Turntables um.

Enorme Preisspanne. Dank des technischen Fortschritts ist gute Technik stark im Preis gefallen. Geräte unter 100 Euro allerdings seien vorwiegend etwas „für Leute, die ihre alten Scheiben auf dem PC als MP3-Datei digitalisieren wollten“, sagt Uwe Bartel, Chef des Elektronikspezialisten Sintron, der in Deutschland die Traditionsmarke Thorens vertreibt. „Für rund 300 Euro aber bekommt der Käufer schon einen sehr vernünftigen Klang.“

Das bestätigt auch Phonospezialist Lützelberger. „Ordentliche Technik ist heute deutlich günstiger zu haben als noch vor ein paar Jahren“, sagt er und empfiehlt Einsteigern Geräte wie etwa das Modell Debut des tschechischen Herstellers Pro-Ject oder den Dual CS 415-2.

Wer will, kann für Plattenteller und Antriebstechnik, Tonarm und Magnetsystem nahezu beliebige Summen hinlegen. Der TD 2030, das aus Acryl und Alu gefertigte Thorens-Spitzenmodell, ist da mit rund 2200 Euro noch preiswert. Edelgeräte, wie etwa der Tourbillon Chrom des Herstellers Transrotor, kommen mit etwa 18 000 Euro merklich teurer. Aufpreise, die echte Klangenthusiasten dennoch bereitwillig zahlen: „Bei Geräten bis 15 000 Euro hört man den Qualitätsgewinn auf jeden Fall“, versichert Lützelberger.

Adler
19.09.2004, 09:44
Bund benennt neue Aufsichtsratsmitglieder für Post und Telekom
Samstag 18 September, 2004 12:09 CET



Berlin (Reuters) - Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hat für den pensionierten Haushaltsstaatssekretär Manfred Overhaus Nachfolger in den Aufsichtsräten von Deutsche Post und Deutsche Telekom bestellt.

Im Telekom-Aufsichtsrat soll der Steuerstaatssekretär und Eichel-Vertraute Volker Halsch die Nachfolge von Overhaus übernehmen, im Post-Aufsichtsrat der neue Haushaltsstaatssekretär Gerd Ehlers, sagte am Samstag ein Sprecher des Finanzministeriums. Er bestätigte damit einen Vorab-Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Overhaus scheidet danach aus den beiden Aufsichtsräten Ende September aus. Bei beiden Unternehmen ist der Bund Großaktionär.

Adler
19.09.2004, 09:45
Renault-Chef sieht keine baldige Erholung in Europas Autobranche
Samstag 18 September, 2004 13:23 CET



Frankfurt (Reuters) - Der Chef des französischen Autoherstellers Renault, Louis Schweitzer, rechnet in nächster Zeit nicht mit einer Erholung der schwächelnden Autoindustrie in Europa.

"Durch die schwache Wirtschaft in Europa fahren die Menschen ihre Autos länger als früher", sagte Schweitzer der "Welt am Sonntag" in einem am Samstag vorab veröffentlichten Gespräch. Der Autoabsatz könne nur dann steigen, wenn die Wirtschaft in der Euro-Zone um mehr als zwei Prozent wachse. Das sei nicht zu erkennen, sagte Schweitzer im Vorfeld des Pariser Autosalons.

Die deutschen Autobauer sehe er vor großen Problemen. "Im Vergleich zu anderen Ländern in Westeuropa sind die Personalkosten zu hoch", sagte er. Der Heimatmarkt biete nur geringe Margen und sei hart umkämpft. "Wenn ein Autohersteller dann mit zu hohen Kosten zu kämpfen hat, bekommt er ein ernstes Problem", sagte Schweitzer.

Derzeit verhandelt der Wolfsburger Autohersteller VW mit den Gewerkschaften über neue Tarife und will drastische Einsparungen durchsetzen, um seine Ertragskrise zu überwinden.

Adler
19.09.2004, 09:46
ftd.de, Sa, 18.9.2004, 13:27
Bewegung in Diskussion um Manager-Gehälter

Nach dem Allianz-Konzern wollen offenbar nun weitere Dax-Unternehmen die einzelnen Bezüge ihrer Vorstände offen legen. Kritik gab es an einem Gesetzentwurf, der die umfassende Veröffentlichung von Managervergütungen vorsieht.


Der Aufsichtsrat des Reisekonzerns TUI wolle die Einzelausweisung im November beschließen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" am Samstag. Ähnliche Überlegungen gibt es der Zeitung zufolge bei Siemens und Henkel. Der Energierkonzern Eon und der Nutzfahrzeughersteller MAN könnten demnach ebenfalls eine Einzelausweisung einführen.

Ein Siemens-Sprecher sagte dem Blatt, im Unternehmen werde über eine baldige Offenlegung nachgedacht. Das Thema stehe auf der Agenda der Aufsichtsratssitzung im November. Siemens wolle sich der Tendenz zu mehr Offenheit nicht verschließen, wurde der Sprecher zitiert.


Der Metro-Konzern sehe zwar in der Offenlegung der Vorstandsgehälter kein wichtiges Kriterium für die Transparenz eines Unternehmens und warne davor, die Corporate-Governance-Diskussion auf diesen Blick zu verengen, wolle sich der Einzelangabe aber auch nicht verschließen, hieß es. Ein Sprecher des Autozulieferers Continental sagte: "Der Aufsichtsrat beobachtet, wie das Thema in der Branche behandelt wird." Ablehnend äußerte sich die Lufthansa.



Schonfrist als zu lang kritisiert



Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat den Konzernen eine Frist bis Frühsommer 2005 gesetzt


Die Bundesregierung hat den Dax-Unternehmen zur Beendigung der bisherigen Geheimhaltungspraxis eine Frist bis Frühsommer 2005 gesetzt, um ihre Gehälter offen zu legen. Andernfalls will Bundesjustizministerin Brigitte Zypries dies per Gesetz erzwingen.


Führende Politiker von SPD und Grünen kritisierten diese Schonfrist als zu lang. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß sowie der Grünen-Wirtschaftsexperte Fritz Kuhn forderten in der Zeitung eine Entscheidung bereits im Oktober. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber will im Herbst entscheiden, ob er ein ähnliches Gesetz in den Bundesrat einbringt.


Bisher üben erst elf von 30 Dax-Firmen völlige Transparenz. Zu den Verweigerern zählen BASF, Beiersdorf, BMW, DaimlerChrysler, Volkswagen, die Münchener Rück und Infineon.



Baums will umfassende Offenlegung von Managergehältern

Der Rechtswissenschaftler Theodor Baums, einer der Architekten des deutschen "Corporate Governance Kodex", hat einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, der die umfassende Veröffentlichung von Managervergütungen vorsieht. Der Gesetzentwurf werde derzeit von der Bundesregierung geprüft, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Samstag.


Dem Entwurf zufolge müssten die Manager-Vergütungen künftig mit sämtlichen festen und variablen Teilen veröffentlicht werden. Das umfasse auch Aktienoptionen, Pensionszusagen sowie Sachbezüge - etwa Dienstwagen, Chauffeur, Villa oder Lebensversicherung. Zumindest die detaillierten Vergütungen des am höchsten bezahlten Vorstandsmitglieds, das namentlich genannt werden müsse, müssten veröffentlicht werden. Auch Zahlungen von Dritten an Vorstände, etwa von Großaktionären, sollten offen gelegt werden.



Aufsichtsrat soll Bezüge auf der Hauptversammlung begründen

Die Detailangaben zu den Vorstandsgehältern sollten der Zeitung zufolge nach Baums Vorschlägen nach einem festen Standard im Anhang zum Jahres- und Konzernabschluss aufgeführt werden. Zudem werde dem Aufsichtsrat aufgegeben, die Angemessenheit der Vorstandsbezüge auf der Hauptversammlung zu begründen und die Vergütungspolitik insgesamt zu erläutern. Die Aktionäre würden aber kein Vetorecht gegen die Aufsichtsratsentscheidungen zu den Gehältern erhalten.


Ein wichtiger Punkt in dem Entwurf ist auch, dass die Anteilseigner vorab erfahren sollen, welche finanziellen Vereinbarungen mit den Vorständen für den Fall einer Übernahme getroffen worden sind. Für hitzige Diskussionen und juristische Auseinandersetzungen hatte insbesondere die Übernahme von Mannesmann durch Vodafone gesorgt, im Zuge dessen Mannesmann-Manager hohe Millionenabfindungen erhalten hatten.


Die "Börsenzeitung" berichtete, es gebe in der Kodex-Kommission auch Kritik an Baums Entwurf. Ein Argument der Kritiker sei, dass der Entwurf zur Unzeit komme, wo gerade etliche prominente Unternehmen - etwa die Allianz - sich zur Offenlegung der individuellen Managergehälter durchgerungen hätten oder auf dem Wege dazu seien. Dieser Prozess könne nun ins Stocken kommen, zitierte die Zeitung Kommissionsmitglied Christian Strenger. Er kritisierte auch den Mindeststandard des Entwurfs, die Vergütungen nur des höchstbezahlten Vorstandsmitglieds individuell und detailliert zu nennen.

Adler
19.09.2004, 09:48
ftd.de, Sa, 18.9.2004, 17:45
Sozialministerium sieht Einbruch bei Rentenfinanzen wenig dramatisch

Die Einnahmen der Rentenkassen haben in den ersten acht Monaten erneut unter den Erwartungen gelegen. Berichte über einen angeblich dramatischen Einbruch bei den Rentenfinanzen wies das Bundessozialministerium jedoch zurück.


"Für Dramatik besteht überhaupt kein Anlass", sagte eine Sprecherin am Samstag in Berlin. Die Regierung gehe trotz der ungünstigeren August-Zahlen weiter von steigenden Einnahmen sowie stabilen Beitragssätzen im nächsten Jahr aus. Auch müsse Finanzminister Hans Eichel nicht mit einer Liquiditätsspritze für die Rentenkassen einspringen, hieß es.

Sozialministerin Ulla Schmidt erwartet für das Gesamtjahr 2004 bisher ein Einnahmeplus von 0,6 Prozent. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hat es allerdings im Juli und im August "einen katastrophalen Einbruch" gegeben. Ursache dafür seien Kürzungen bei Gehältern und Urlaubsgeld sowie die ungebrochen schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt. Weil in der Rentenkasse zudem die Reserven nahezu aufgebraucht seien, rechneten mehrere Versicherer damit, dass ihnen spätestens im Oktober das Geld ausgehen könnte.



"Verkauf der Gagfah-Wohnungen nicht berücksichtigt"
Nach Angaben des Sozialministeriums ist das kumulierte Jahresergebnis bis August "ungünstiger als erwartet" ausgefallen. Nach wie vor schwankten die Einnahmen von Monat zu Monat sehr stark. Es gebe aber keine dramatischen Einbrüche bei den Pflichtbeiträgen. Die Behauptung des "Spiegel" sei auch realitätsfern, da der Verkauf der Gagfah-Wohnungen durch die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) für 2,1 Mrd. Euro - und damit eine Entlastung der Rentenkasse - nicht berücksichtigt worden sei.


Es sei zu früh, aus den August-Zahlen die Entwicklung für das Gesamtjahr abzuleiten, sagte die Ministeriumssprecherin. Die anziehende Konjunktur schlage sich mit Verspätung positiv auf dem Arbeitsmarkt nieder. Für die Herbstmonate und 2005 würden steigende Einnahmen für die Rentenkassen erwartet. Es werde davon ausgegangen, dass die Beitragssätze auch im kommenden Jahr bei 19,5 Prozent gehalten werden, hieß es.


Der Schätzerkreis ermittelt im Oktober die Beitragshöhe für das nächste Jahr. Der Bund musste bisher nur 1984 und damit erst einmal mit einer Finanzspritze einspringen.

Adler
19.09.2004, 10:26
China Unicom mit 1,6 Millionen Neuverträgen im August
Sonntag 19 September, 2004 10:07 CET



Schanghai (Reuters) - China Unicom, zweitgrößter Mobilfunkanbieter in China, hat nach eigenen Angaben im August 1,6 Millionen Neuverträge abgeschlossen und sein Wachstum in dem Bereich damit weiter verlangsamt.

Unicom teilte am Sonntag in Schanghai mit, die Zahl aller Verträge belaufe sich danach auf 105,84 Millionen. Im Bereich des neuen CDMA-Netzwerks habe Unicom, drittgrößter Anbieter weltweit, 710.000 neue Nutzer erreicht und deren Zahl auf 710.000 gesteigert. Unicom hatte kürzlich mitgeteilt, sich künftig verstärkt auf Profitabilität konzentrieren zu wollen und die Bemühungen im Neukunden-Geschäft etwas anders zu fahren. Der wichtigste Konkurrent auf dem chinesischen Markt, China Mobile verfolgt die gleiche Strategie.

Beobachter sehen Anzeichen für eine sich abzeichnende Marktsättigung, nachdem die meisten wohlhabenden Chinesen bereits in Mobiltelefon-Verträge eingebunden sind. Die Anbieter müssten sich jetzt möglicherweise auf weniger profitable Nutzerkreise einstellen, um weiter Wachstum zu erzielen.

Unicom verloren in diesem Jahr rund 13 Prozent, China Mobile rund zwei Prozent. Im Vergleich dazu legte der Hang Seng Index im gleichen Zeitraum rund vier Prozent zu.

Adler
19.09.2004, 10:27
Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen haben begonnen
Sonntag 19 September, 2004 10:11 CET



Berlin (Reuters) - In Brandenburg und in Sachsen haben am Sonntagmorgen die Landtagswahlen begonnen. In Brandenburg wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD, PDS und CDU erwartet.

In Sachsen könnte die CDU von Ministerpräsident Georg Milbradt ihre absolute Mehrheit verlieren. Wegen des Unmuts über die Reformpolitik der rot- grünen Bundesregierung werden zum Teil kräftige Zugewinne der Rechtsparteien DVU und NPD sowie der PDS nicht ausgeschlossen. Grüne und FDP werden Chancen eingeräumt, nach zehn Jahren wieder in die Landtage in Dresden und Potsdam einzuziehen. Am Samstag hatten Vertreter von Wirtschaft, Politik und Kirche nochmals vor Stimmengewinnen rechtsextremer Parteien gewarnt.

Adler
19.09.2004, 10:28
Söder: Schröder muss sich für Mitnahme-Äußerungen entschuldigen
Sonntag 19 September, 2004 10:10 CET



Berlin (Reuters) - CSU-Generalsekretär Markus Söder hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) aufgefordert, sich für seine Äußerungen zur Mitnahme-Mentalität zu entschuldigen.

"Der Kanzler muss aufpassen, dass er nicht das ganze Volk beschimpft", sagte Söder der "Bild am Sonntag". "Eine generelle Beleidigung der Deutschen durch den Kanzler ist unerträglich. Die große Mehrheit der Deutschen ist fleißig und will arbeiten." Die schlechte Politik von SPD und Grünen verhindere das aber. "Bundeskanzler Gerhard Schröder muss sich bei den Deutschen entschuldigen", sagte Söder.

Schröder hatte gesagt, bei vielen Deutschen habe sich eine Mitnahme-Mentalität breit gemacht, die bis weit in die Mittelschicht hineinreiche. Es gehe um die Haltung, "dass man staatliche Leistungen mitnimmt, wo man sie kriegen kann, auch wenn es eigentlich ein ausreichendes Arbeitseinkommen in der Familie gibt". Diese Haltung könne sich auf Dauer kein Sozialstaat leisten, ohne daran zu Grunde zu gehen. Das Prinzip müsse sein, dass man zunächst selbst für sich verantwortlich sei, und erst dann die Gesellschaft.

Auf Schröders Äußerungen hatte es gespaltene Reaktionen gegeben. Aus Reihen von CDU und SPD gab es sowohl Zustimmung wie Kritik. FDP und DGB wiesen Schröders Darstellungen zurück, während Vertreter der Wirtschaft sagten, der Kanzler habe Recht.

Adler
19.09.2004, 10:29
Verheugen: Strafrechtsreform in Türkei unverzichtbar
Sonntag 19 September, 2004 10:04 CET



Berlin (Reuters) - EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen hat die Strafrechtsreform in der Türkei als unverzichtbare Voraussetzung für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit dem Land bezeichnet.

Verheugen soll am 6. Oktober einen vorentscheidenden Bericht darüber vorlegen, ob die Türkei für Verhandlungen über einen EU-Beitritt reif ist.

Nur bei einer Strafrechtsreform könne der Türkei bescheinigt werden, dass das Land ein Rechtsstaat ist, in dem die Menschenrechte beachtet würden, sagte Verheugen der "Bild am Sonntag". "Die Kommission wird klarstellen, dass Beitrittsverhandlungen nicht kommen können, solange dieses zentrale Element nicht erfüllt ist", sagte Verheugen.

Der EU-Kommissar hatte am Samstag den türkischen Botschafter bei der Europäischen Union (EU) einbestellt und ihn um Klärung gebeten, wann die Reform verabschiedet werde und ob wesentliche Änderungen vorgesehen seien. Bisher hätten die Annahmen der EU darauf beruht, dass die Reform verabschiedet sei, bevor die EU-Kommission eine Entscheidung über den türkischen EU-Beitritt fällen müsse, sagte Verheugen am Samstag.

Das türkische Parlament hatte die Verabschiedung des Gesetzesvorhabens wegen eines Streits um den in ihm enthaltenden Ehebruch-Paragrafen aufgeschoben. Die regierende AKP hat in die Gesetze Haftstrafen für untreue Ehepartner aufgenommen und diese trotz großen Widerstands der Opposition bisher nicht wieder aus dem Entwurf entfernt.

Ehebruch als Strafbestand "würde die Beitrittsverhandlungen mit Sicherheit nicht überleben", sagte Verheugen der "Bild am Sonntag". "Jetzt kommt der Moment der Wahrheit. Die Türkei muss die Kraft aufbringen, traditionelle türkische Werte mit europäischen Werten zusammenzubringen. Die europäischen Werte sind nicht verhandelbar."

Adler
19.09.2004, 10:30
Minister: Italienische Geiseln womöglich an Al-Sarkaui verkauft
Sonntag 19 September, 2004 10:17 CET





Rom (Reuters) - Die beiden im Irak entführten Italienerinnen sind einem Agenturbericht zufolge möglicherweise an Anhänger des Al-Kaida-Verbündeten Abu Mussab Al-Sarkaui verkauft worden.

"Nach den Informationen, die uns vorliegen, wurden sie von einer kriminellen Organisation entführt, die sie an Mitglieder von Al-Sarkauis Gruppe verkauft haben könnten", zitierte die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag den stellvertretenden irakischen Außenminister, Hamid al-Bajati. Er habe Informationen erhalten, wonach die beiden Mitarbeiterinnen einer Hilfsorganisation, Simona Pari und Simona Torretta, von Westbagdad in die Rebellenhochburg Falludscha geschafft wurden. Auf die Frage, ob die beiden Frauen von denselben Extremisten gefangen gehalten würden, die in einer Videobotschaft die Ermordung eines Briten und zweier Amerikaner angedroht hätten, sagte Al-Bajati: "Ja, das könnte sein."

Nach der am Samstag im Internet aufgetauchten Botschaft steckt angeblich die Organisation Tauhid und Dschihad des Extremistenführers Al-Sarkaui hinter der Entführung der zwei Amerikanern und des Briten. Die Entführer drohten darin mit der Ermordung der drei Geiseln, sollten binnen 48 Stunden nicht alle irakischen Frauen aus zwei Gefängnissen im Irak entlassen werden. Dem US-Militär zufolge, gibt es in den entsprechenden Gefängnissen keine weiblichen Gefangenen. Die drei Männer wurden am Donnerstag in Bagdad verschleppt, die beiden Italienerinnen vor knapp zwei Wochen - ebenfalls in der irakischen Hauptstadt.

Al-Sarkauis Gruppe hat sich zu dutzenden Anschlägen im Irak bekannt und soll im Mai einen US-Bürger entführt und geköpft haben. Eine andere Gruppe - Abu-Bakr-al-Seddik-Bataillon - drohte zudem einem Fernsehbericht zufolge mit der Ermordung von zehn Mitarbeitern einer US-türkischen Firma. Die Entführer fordern den Abzug der Firma innerhalb von drei Tagen, wie der arabische Fernsehsender Al-Dschasira am Samstag berichtete.

Radikale Gruppen im Irak haben seit April mehr als 100 Ausländer verschleppt, um den Abzug ausländischer Truppen und Unternehmen aus dem Land zu erpressen. Viele Geiseln kamen wieder frei, mindestens 26 wurden jedoch getötet.

Adler
19.09.2004, 10:30
UN-Sicherheitsrat droht Sudan mit Sanktionen
Sonntag 19 September, 2004 10:25 CET



- von Evelyn Leopold -

New York (Reuters) - Der UN-Sicherheitsrat droht der sudanesischen Regierung mit Sanktionen, sollte sie die Gräueltaten der arabischen Milizen an der afrikanischen Bevölkerung in der Provinz Darfur nicht beenden.

In der von den USA eingebrachten und am Samstag in New York verabschiedeten UN-Resolution wird zudem eine größere Kontrolle der Afrikanischen Union (AU) im Sudan gefordert. Zudem sollen Ermittlungen wegen Verstößen gegen die Menschenrechte beginnen sowie geprüft werden, ob es sich, wie von den USA angenommen, um Völkermord handelt. Der sudanesische Botschafter bei den Vereinten Nationen (UN), Elfatih Erwa, griff die USA scharf an. Er warnte, die UN-Drohungen würden zu einem Scheitern der Friedensgespräche zwischen der Regierung in Khartum und den Rebellen führen.

"Wir handeln heute so, weil die Regierung des Sudan es versäumt hat, die frühere, am 30. Juli verabschiedete Resolution vollständig zu erfüllen", sagte der UN-Botschafter der USA, John Danforth. "Die Krise in Darfur ist einzigartig schwer. Es ist die größte Katastrophe für die Menschen auf der Welt." Nach UN-Schätzung wurden in dem seit Februar 2003 anhaltenden Konflikt mindestens 50.000 Menschen getötet. 1,2 Millionen Menschen sind demnach auf der Flucht.

Sollte der Sudan den Forderungen der Resolution nicht nachkommen oder bei einer Ausdehnung des Einsatzes der AU nicht kooperieren, solle der Rat das Ergreifen zusätzlicher Maßnahmen in Betracht ziehen, heißt es in der Resolution. Dies wären etwa Maßnahmen gegen die Ölindustrie des Sudans, die täglich rund 320.000 Barrel (rund 159 Liter) Öl fördert, sowie gegen die Regierung oder einzelne ihrer Mitglieder.

SUDAN WILL KOOPERIEREN

Elf Mitglieder des UN-Sicherheitsrats stimmten für die Resolution, die auch von Deutschland unterstützt wird. Die Veto-Mächte China und Russland sowie Algerien und Pakistan enthielten sich der Stimme. Alle vier Länder empfinden die Forderungen an den Sudan als zu barsch. China, das im Sudan Öl fördert, hatte urspünglich mit einem Veto gedroht, sich dann aber enthalten, da es nach Angaben seines UN-Botschafters Wang Guangya den Einsatz der AU nicht verhindern wollte. Die AU will etwa 3000 Beobachter und Soldaten in den Sudan entsenden. Guangya kündigte zugleich an, eine neue Resolution, die Sanktionen gegen den Sudan verhänge, mit einem Veto zu verhindern. "Das ist die Nachricht", sagte er vor Journalisten.

Erwa sagte, die Resolution sei von einem Land initiiert worden, das in Gefängnissen in Afghanistan, dem Irak und in Gunatanamo in Kuba foltere. "Es glaubt, dass es das alleinige Gewissen der Welt ist, und dass sie das göttliche Recht haben, über das Schicksal der Menschen zu entscheiden", sagte Erwa. Später kündigte er an, seine Regierung werde mit der AU kooperieren und sie sei "im Prinzip" auch nicht gegen eine Untersuchung der Menschenrechtslage. Danforth bezeichnete die Äußerungen Erwas als unziemlich und als ungebetenen Angriff auf die USA. Die Äußerungen kämen von einer Regierung, die vergangenen Monat gegen die eigene Bevölkerung Hubschrauber-Angriffe geflogen habe.

Adler
19.09.2004, 10:31
Iran weist Forderung nach Stopp von Urananreicherung zurück
Sonntag 19 September, 2004 10:05 CET

Teheran (Reuters) - Der Iran hat am Sonntag eine Resolution der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zurückgewiesen, wonach das Land die Anreicherung von Uran aussetzen soll.

"Der Iran wird keine Auflagen akzeptieren, die die Aussetzung der Urananreicherung betreffen", sagte der Vorsitzende des iranischen Nationalen Sicherheitsrats, Hassan Rohani, in einer Pressekonferenz in Teheran. "Keine internationale Behörde kann den Iran zwingen, dies zu tun."

Die IAEA hatte am Samstag eine Resolution verabschiedet, in der der Iran aufgefordert wird, umgehend die Anreicherung von Uran zu stoppen, das für den Bau von Atomwaffen verwendet werden kann. Die USA verdächtigen den Iran seit langem, nach Atomwaffen zu streben. Der Iran bestreitet dies jedoch.

Adler
19.09.2004, 10:36
Acampora-Kolumne: Klima und Kurse
18.09.2004 21:38:00



Einsteigen oder nicht? So mancher Investor bereitet seine Entscheidung akribisch vor. Erst wenn er sicher ist, keine relevanten Informationen übersehen zu haben, handelt er. Firmennachrichten, Konjunkturprognosen, Technische Analyse - alles gehört zu seiner umfassenden Chance/Risiko-Abwägung. Auch die Beobachtung des Wetters. Wie sehr das Klima sich in den Kursen niederschlagen kann, das sieht man besonders dieser Tage. Die Wirbelstürme "Charley" und "Frances" haben bei Home Depot schon für einen kräftigen Aufwind gesorgt. Daran wird sich so schnell nichts ändern. "Ivan" und seine potentiellen Nachfolger sorgen dafür, daß die Nachfrage nach Nägeln, Bohrmaschinen und Sägen weiterhin hoch bleibt. Den meisten Börsianern passen die verheerenden Hurrikans aber nicht ins Konzept. Da bereits mehrere Föderanlagen im Golf von Mexiko geräumt werden mußten, fürchten sie einen anhaltend hohen Ölpreis. Ich bin mir aber sicher, dass die Wall Street auch diesen Sturm ohne allzu große Schäden überstehen wird. Anlaß zum Optimismus kommt aus Wien. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat sich auf auf die Erhöhung der Fördermengen geeinigt. Der US-Aufschwung verliert so nicht an Fahrt. Gut, daß auch die jüngsten Inflationsdaten niedrig ausfallen. Alan Greenspan kann nun die Zinsen moderat erhöhen. Bleibt auch noch der Winter mild, geht es an der Börse kräftig nach oben. Ich bin sicher: Am Ende des Jahres freuen sich die Anleger über einen warmen Regen. Gute Chancen sehe ich unter anderem bei dem Energiewert Weatherford International.
Ralph Acampora ist Leiter der technischen Analyse bei der US-Investmentbank Prudential Securities. Er tritt in den USA regelmäßig in verschiedenen Fernsehkanälen auf und gehört aufgrund seiner Treffsicherheit zu den bekanntesten Analysten der Welt.

Adler
19.09.2004, 10:44
Ich mache jetzt erstmal Schluss und wünsche euch noch einen schönen Sonntag. Melde mich heute abend nochmal zurück :wink:

robert-1966
19.09.2004, 11:27
Hallo Leute! :D

robert-1966
19.09.2004, 11:32
Philips: Das neue Gesicht (EuramS)

Samstag 18. September 2004, 21:41 Uhr

Aktienkurse
Koninklijke Philips ...
PHG.AS
19.54
-0.12


Telecom Italia SpA
TLIT.MI
2.5150
0.0000





Ein Italiener soll den Elektronikriesen in die erste Liga der Weltmarken bringen. Mit neuer Werbekampagne und einer Image-Korrektur geht Philips (Amsterdam: PHG.AS - Nachrichten) auf Kundenfang. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf den USA.
von Klaus Schachinger

Üblicherweise wird bei solchen Anlässen eine Lasershow geboten, dazu ordentlich Trockeneisnebel, wenigstens aber ohrenbetäubende Anzeige

Musikbeschallung. Stattdessen gab's nur Nieselregen. Die Präsentation von Philips' neuer Werbekampagne geriet vergleichsweise schlicht: Im Hafen von Amsterdam dümpelt eine Holzinsel, die einen überdimensionalen, verhüllten Würfel trägt. Außer dem Schlagen der Stahlseile, die das Ding auf der Insel halten, ist nichts zu hören. Der Wind hat aufgefrischt, die Philips-Manager sind im Inneren des Würfels hochgeklettert. Pressevertreter stehen im regensicheren Unterstand hinter gelbbraun getönten Scheiben. Die Manager lassen die Hülle über dem neuen Slogan fallen und winken. Applaus vom Ufer, Massenklicken der Fotoapparate. "Sense and Simplicity", übersetzt "Sinn und Einfachheit", löst den wenig erfolgreichen Spruch "Let's make things better" ab. Das war's. Unspektakulär, sachlich.

Philips verzichtet bei der Präsentation bewußt auf jene schrille Coolness, die Konkurrenten wie Apple oder Samsung gern ausstrahlen. "Die beiden Firmen sind nicht in unserer Liga", weicht Konzernchef Kleisterlee dem Vergleich mit den erfolgreichen Vermarktern aus. Neben ihm steht Andrea Ragnetti, der Mann des Tages. Ragnetti ist der erste Marken-Chef in der 114jährigen Geschichte des Konzerns. Er soll Philips in die erste Liga der großen Marken führen.

Eine schlichte weiße Schachtel ist Hauptdarsteller in einem der neuen TV-Spots. Nach einem Blick hinein sind die Mitglieder einer Durchschnittsfamilie offensichtlich beglückt. Philips-Technologie ist in Produkte verpackt, die jeder auch ohne dicke Bedienungsanleitung versteht, sollen die Filmchen vermitteln. "Alle Produkte müssen drei Kriterien erfüllen", sagt Ragnetti. "Sie müssen den Bedürfnissen der Kunden entsprechen, einfach zu bedienen sein und technologisch vorneliegen." Eigentlich selbstverständlich. "Wir haben die Technologie, die Leute und jetzt auch das Konzept. Woran es oft noch hapert, ist die Umsetzung in Produkte", gibt der 43jährige zu.

Ragnetti hat sein Handwerk beim Markenweltmeister Procter & Gamble gelernt, polierte das Image der Telecom Italia (Mailand: TLIT.MI - Nachrichten) auf und wurde im Januar 2003 zu Philips geholt. Konzerninternmußten er und Kleisterlee viel entrümpeln und umorganisieren. Beispiel: Einen Monat nach seiner Ankunft trommelte der Italiener in den USA die Marketing-Manager aller Divisionen zusammen. Einige von ihnen sahen sich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal. Inzwischen hat der hochgewachsene Mann mit den dichten Augenbrauen monatliche Sitzungen zur Pflicht gemacht. Früher haben sieben Abteilungen parallel an einer Wortergänzungs-Software für Handys gearbeitet, heute wird gemeinsam entwickelt.

Technologisch brillant, aber bürokratisch verstaubt - so war lange das Image des Unternehmens mit seinen über 100000 Patenten. Das hat sich geändert. "Philips liefert die richtigen Produkte zur richtigen Zeit und zum richtigen Preis. Die kochen Sony bei LCD-Fernsehern ab", meint etwa der Geschäftsführer einer Saturn-Hansa-Filiale. Alle Sparten schreiben schwarze Zahlen. "Kleisterlee versteht viel von Technologie und Finanzen und ist mutig genug, Experten von außen zu holen", lobt sogar der kritischste aller Philips-Insider, Marcel Metze. Er hat drei Bücher über das Unternehmen geschrieben, in denen er mit Kritik am Management nicht sparte.

Die meisten kennen Philips als Marke in der Unterhaltungselektronik. "In den USA sind wir hier aber noch so gut wie unbekannt", räumt Ragnetti ein. Um dieses Manko zu beheben, will er die Vorliebe der Amerikaner für Fitneß und Gesundheit nutzen. Denn in der Medizintechnik hat Philips dort durchaus einen guten Namen.

Tatsächlich haben Untersuchungen gezeigt, daß Amerikaner Philips in der Unterhaltungselektronik ernst nehmen, wenn sie von der Medizintechnik überzeugt sind. Im US-Fernsehen wird der Konzern daher mit einem Defibrillator, einem Notfallgerät bei Herzinfarkt, für den Hausgebrauch werben. Am Freitag wurde das Gerät von der US-Gesundheitsbehörde FDA freigegeben.

"Die Ärzte in den Kliniken, die Philips-Geräte kaufen, sollen sich privat für unsere Flachbildfernseher entscheiden", hofft Ragnetti. Natürlich hat er nicht nur Mediziner als potentielle Käufer im Visier, sondern alle 35- bis 55jährigen. Zahlungskräftige, aber auch anspruchsvolle Kundschaft. Eingängige Werbebotschaften machen die zwar neugierig, überzeugen müssen aber die Produkte. Eben wenn sie Sinn machen und einfach sind.

robert-1966
19.09.2004, 11:35
QSC: Anschluss geschafft (EuramS)

Samstag 18. September 2004, 21:42 Uhr

Aktienkurse
Bayerische Hypo-und ...
802200.DE
15.54
+0.31


QSC AG
513700.DE
3.90
-0.06


Teles AG Information...
745490.DE
6.55
-0.11


United Internet AG
508903.DE
17.46
+0.41

QSC (Xetra: 513700.DE - Nachrichten - Forum) galt früher als einer der größten Geldvernichter am Neuen Markt. Doch das Image hat sich gewandelt. Heute zählt das Kölner Unternehmen zu den verläßlichsten TecDAX (Xetra: Nachrichten) -Werten
von Tobias Meister

Bernd Schlobohm überläßt nichts dem Zufall. Alles ist geplant bis ins kleinste Detail. Im Konferenzraum hängen Tafeln mit Verhaltensregeln für Meetings: Pünktlichkeit ist Pflicht, Handys sind bei Besprechungen auszuschalten. Das gebiete die Höflichkeit den Gesprächspartnern gegenüber.

Nichts erinnert bei QSC, dem Anbieter von schnellen Internetanschlüssen (DSL), an die früher in der New Economy verbreitete Laisser-faire-Haltung. Im Gegenteil: Auf die Prognosen des Chefs ist bislang Verlaß, wie Schlobohm erst kürzlich mit den jüngsten Halbjahreszahlen unter Beweis gestellt hat. QSC ist auf dem besten Weg, im Gesamtjahr 2004 erstmals einen operativen Gewinn auszuweisen. Genau das hatte Schlobohm zum Börsengang im April 2000 angekündigt. Die Langfristplanung ging also auf. Im Prinzip.

Denn das Unternehmen hat harte Zeiten hinter sich, was sich im Aktienkurs widerspiegelt. Zu 13 Euro an die Börse gekommen, ging es bis auf 32 Cent bergab. Nach einer kräftigen Kurserholung gab es in den vergangenen Monaten einen neuerlichen Dämpfer, als QSC mit Teles (Xetra: 745490.DE - Nachrichten - Forum) , Freenet, T-Online und United Internet (Xetra: 508903.DE - Nachrichten) quasi in Sippenhaft genommen wurde. Diese Unternehmen liefern sich zur Zeit einen gnadenlosen Preiskampf, um neue Privatkunden für DSL-Anschlüsse zu gewinnen. QSC hat mit dem Gerangel allerdings gar nichts zu tun, da die Kölner einen Großteil ihres Umsatzes mit Geschäftskunden machen. Privathaushalte sind zwar "herzlich willkommen", so Schlobohm, aber nicht im Fokus von QSC. Denn Rabattschlachten seien zwar gut für den Endverbraucher, aber schlecht für die Bilanz. "Genau deshalb halten wir uns vom Massenmarkt fern."

Die ursprünglichen Planungen sahen anders aus. Beim Börsengang vor vier Jahren zielte das Geschäftsmodell noch voll auf den Massenmarkt. Mit den 280 Millionen Euro aus dem Aktienverkauf wollte Schlobohm den Aufbau eines flächendeckenden DSL-Netzes in Deutschland finanzieren. Doch Privat- wie Geschäftskunden hatten kaum Interesse an den QSC-Produkten. Zudem präsentierte sich die Firma anno 2000 mit einem Umsatz von läppischen fünf Millionen Euro als Hauptsponsor von Werder Bremen, was der Firma den Ruf als Geldverbrenner Nummer 1 am Neuen Markt einbrachte.

Ausgerechnet als die Aktie auf Pennystock-Niveau abgesackt war, kam die Wende. Im Dezember 2002 übernahm QSC Ventelo, einen Anbieter von Sprachdiensten für Geschäftskunden. "Das war der entscheidende Schritt", erinnert sich Schlobohm. Denn plötzlich konnte QSC neben schnellem Datentransfer auch Sprachdienstleistungen anbieten.

Plötzlich erwies es sich als Vorteil, daß das Unternehmen bis dahin viel Geld für Leitungen verbuddelt hatte und in 60 Städten mit einem eigenen Netz vertreten war. Denn vor allem bei sogenannten Virtual Private Networks (VPN) kann QSC nun bei Großkunden wie der Warsteiner Brauerei, der HypoVereinsbank (Xetra: 802200.DE - Nachrichten - Forum) oder dem TÜV punkten.Durch VPN werden Filialen mit dem Firmennetz verbunden. In der Vergangenheit geschah dies hauptsächlich mittels teurer Mietleitungen (bis zu 1000 Euro im Monat). Dank des eigenen Breitbandnetzes kann QSC diesen Service zum einen viel günstiger anbieten, zum anderen profitabler arbeiten. Der Strategiewechsel kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Experten rechnen damit, daß allein in Deutschland die Anzahl der privaten Netze von 2002 bis 2007 von 60000 auf 200000 ansteigen wird. Und auch beim Thema Internettelefonie will QSC künftig kräftig mitmischen.

Die Pläne sind ambitioniert. Innerhalb von drei Jahren soll sich der Umsatz auf 500 Millionen Euro mehr als verdreifachen (siehe Interview). Üppige Zukäufe sind deshalb schon fest eingeplant und die Gewinne sollen konsequent investiert werden.Auch in Zukunft will Schlobohm also nichts dem Zufall überlassen.

robert-1966
19.09.2004, 11:37
Top-Flop-Strategie: Rally der Verlierer (EuramS)

Samstag 18. September 2004, 21:46 Uhr

Aktienkurse
Bankgesellschaft Ber...
802322.DE
2.06
0.00


Commerzbank AG
803200.DE
15.38
+0.01


Bayerische Hypo-und ...
802200.DE
15.54
+0.31


Volkswagen AG
766400.DE
32.31
-0.34


Westbank Corp
WBKC
21.49
0.00


Die Entwicklung des DAX (Xetra: Nachrichten) in diesem Jahr ist enttäuschend. Er ist da, wo er Anfang 2004 auch schon stand. Doch nun kommt Schwung in die Sache. Wer jetzt besser als der Index abschneiden will, sollte einfach auf die bisherigen Verlierer setzen.
von Hans Sedlmaier

Manchmal sind die einfachsten Ideen die erfolgreichsten: Beim Fußball bringt ein genialer Paß vors Tor mehr als endloses Dribbeln. Und in der Musik reichen drei Akkorde für einen Welthit - es müssen nur die richtigen sein. Auch für den DAX gibt es eine genial einfache Strategie: im Herbst die Verlierer kaufen. Denn in den letzten drei Monaten eines Jahres entwickeln sich die bis dahin zehn schlechtesten Aktien deutlich besser als der Leitindex selbst. Wer seit 1998 auf diese Strategie setzte, der konnte zu Silvester die Sektkorken knallen lassen.

Nur einmal, im Jahr 1999, schnitt man mit der Verlierer-Strategie schlechter ab. "Das war in jeder Hinsicht ein Ausnahmejahr. Jeder kaufte damals die Technologie-Aktien als Gewinner weiter. Die dadurch angeschwollene Börsenblase ist bekanntlich im Jahr 2000 geplatzt", sagt Lutz Bode, Leiter der Asset Management Strategie bei der Vereins- und Westbank (NASDAQ: WBKC - Nachrichten) . Tatsächlich funktionierte die Verliererstrategie im Jahr 2000 schon wieder. Während nämlich der DAX im vierten Quartal ein Minus von 5,4 Prozent machte, gewann das Verlierer-Portfolio 5,8 Prozent dazu. Auch in den Folgejahren ging das Kalkül auf, wie die Statistik zeigt (siehe Grafik, rechts oben) - im vergangenen Jahr allerdings nur sehr knapp. Während der DAX in einer beeindruckenden Schlußrally 19,08 Prozent zulegte, waren die Verlierer mit 20,4 Prozent um gut einen Prozentpunkt besser als der Rest.

Warum diese simple Strategie, die jeder nachvollziehen kann, so gut funktioniert, erklären sich die Experten vor allem aus dem Denken und Handeln der Fondsmanager heraus. Rolf Elgeti, Chef-Stratege der Bank ABN Amro, hat sich intensiv mit dem Phänomen befaßt und auch einige Erklärungen gefunden. Das Phänomen als solches sei "völlig losgelöst von Fundamentaldaten", meint Elgeti. Sein Erklärungsmuster: Wenn das vierte Quartal heranrückt, dann geht jeder Fondsmanager sein Portfolio durch. Da die Entwicklung des Index die Erfolgslatte für den Manager ist, passe dieser nun besonders auf, "um nichts mehr anbrennen zu lassen".

Bei den Aktien, die übers Jahr schon gut gelaufen sind, sei die Neigung zu Beginn des letzten Jahresviertels besonders groß, nun Gewinne mitzunehmen und sie zu verkaufen. Fast automatisch halten die Fondsmanager gleichzeitig Ausschau nach den Titeln, die im Index noch nicht so gut gelaufen sind und Nachholpotential haben. Spezialisten suchen auch die Sektoren nach den Aktien ab, die sich schlechter als der Durchschnitt entwickelt haben. Wenn sie feststellen, daß eigentlich gar keine besonderen Probleme vorlagen und eine Aktie einfach weniger Beachtung fand, kann kurzfristiges Nachholpotential vorliegen. Das alles passiere zu Beginn des letzten Quartals, so Elgeti, "im Dezember tritt dann oft schon der gegenteilige Effekt ein, daß Fonds die Verlierer aus dem Depot werfen, um zum Jahresende gut auszusehen".

Wie Rolf Elgeti glaubt auch Aktienstrategin Gertrud Traud von der Bankgesellschaft Berlin (Xetra: 802322.DE - Nachrichten - Forum) , daß der Blick der Manager auf Nachzügler und mögliche Aufholer vor allem in schlechten Börsenjahren besonders intensiv ist: "Dann schaut man zum Jahresende hin besonders auf Value-Aktien, die unterbewertet sind, und auch allgemein nach vernachlässigten Aktien." Damit ließe sich auch erklären, warum der Performance-Abstand umgekehrt in guten Börsenjahren nicht so ausgeprägt ist.

Gertrud Traud erläutert es so: "In guten Jahren bleiben Manager oft bei der Momentum-Strategie, lassen also ihre starken Werte weiter laufen." Das war am ausgeprägtesten der Fall im Boom-Jahr 1999, wo der Gesamt-DAX im letzten Quartal deutlich besser als die Verlierer abschnitt. Die Erklärung paßt aber auch zum guten Börsenjahr 2003, als im starken vierten Quartal nicht nur die Nachzügler gesucht wurden, sondern auch viele Gewinner weiter im Depot verblieben.

2004 dagegen war bisher kein gutes Börsenjahr - schließlich liegt der DAX nicht höher als zum Jahresanfang. Rolf Elgeti hält die Chancen daher für "sehr gut", daß die Verlierer im DAX am Ende auch diesmal wieder gewinnen könnten. Die "Super-Simpel-Strategie" läuft, weil alle das Spiel mitmachen. Für die Fondsmanager handelt es sich dabei nicht um mittel- oder langfristig angelegte Entscheidungen, sondern um das Ausnützen von kurzfristigen Kaufgelegenheiten, wie Aktienstratege Matthias Jörss von der Bank Sal. Oppenheim beobachtet hat: "Einerseits stellen viele fest, daß bestimmte Themen ausgereizt sind. Entdeckt der Markt dann zum Jahresende hin ein neues Thema, ziehen alle mit - aber eben auf sehr kurze Frist."Vereins- und Westbankstratege Bode nennt dieses Verhaltensmuster den "Mean-Reversion-Effect", was bedeuten soll, daß Börsianer plötzlich das Gute in bisher schlechten Aktien entdecken. Als Beispiel für eine mögliche Kehrtwende nennt Bode die VW-Aktie. Seine Überlegung: Volkswagen (Xetra: 766400.DE - Nachrichten - Forum) ist das Unternehmen mit der miesesten Performance in diesem Jahr. Alle schlechten Nachrichten sind bekannt, alle Negativ-Szenarien sind in die Aktie eingepreist. Käme nun eine unerwartet gute Nachricht - etwa ein schneller und für VW günstiger Haustarifabschluß -, könnte die Stimmung rasch drehen. Einige Analysten dürften dann für die Aktie Luft nach oben sehen. Den antizyklischen Käufern, die dann einstiegen, würden die prozyklischen folgen, meint Bode: "Jeder würde aufspringen, und plötzlich würde VW vom Trend profitieren."

Ebenfalls noch kurzfristig zum Profiteur werden könnten die Banken. Bis auf die Commerzbank (Xetra: 803200.DE - Nachrichten - Forum) liegen alle DAX-Werte dieses Sektors in der Verlierer-Hitparade ganz vorn. Fusionserwartungen sowie die Hoffnung, daß die Sanierungsbemühungen endlich Früchte tragen, hatten Bankentiteln zunächst Auftrieb gegeben. Als dann die Konjunktur abkühlte und eine mögliche Zinserhöhung zum Thema wurde, traten die Aktien den Sinkflug an.

Nachdem die negativen Nachrichten bereits in den Kursen enthalten sind, sieht es nun aber so aus, daß US-Notenbank-Chef Alan Greenspan nur moderat an der Zinsschraube dreht. Sich weiter billiges Geld von den Zentralbanken leihen zu können, hilft den Geldhäusern - auch bei uns. "Wenn die Fed-Politik weiter moderat und der Anleihemarkt stabil bleiben, haben Banktitel durchaus Chancen, von einem Nachholeffekt auf Zeit zu profitieren", urteilt Aktienstratege Bode. Commerzbank, Postbank und HypoVereinsbank (Xetra: 802200.DE - Nachrichten - Forum) legten zuletzt auch zu, weil Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann in einem Interview laut über den Kauf eines deutschen Instituts nachgedacht hatte.

Potential hat auch ein weiterer Minusmacher aus den ersten drei Quartalen: die Allianz. Bereits 2003 hatte der Versicherungskonzern übers Jahr hinweg zu den größten Verlierern gehört und war vor allem im ersten und dritten Quartal stark eingebrochen, um dann einen rasanten Schlußspurt hinzulegen. Die Allianz bestätigt ein Schema, das Volker Borghoff von Trinkaus & Burkhardt gefunden hat. Dem Aktienstrategen ist ein Muster aufgefallen, das seit 1990 besonders ausgeprägt ist: "Aktien, die im ersten Dreivierteljahr verlieren und speziell im dritten Quartal einen regelrechten Ausverkauf erleben, haben im vierten Quartal ganz besonderes Aufholpotential." Tatsächlich schnitt die Allianz-Aktie in den letzten drei Monaten 2003 mit einem Plus von 29,2 Prozent als viertbester DAX-Wert überdurchschnittlich ab.

Die Chancen, daß die große Aufholjagd auch in diesem Jahr stattfindet, stehen nicht schlecht. Viele Analysten halten den Versicherer, der in diesem Jahr 14,11 Prozent verloren hat, für deutlich unterbewertet und haben ihn in ihre Kaufempfehlungen aufgenommen. Die Geschäfte der Münchner gehen schon seit einiger Zeit wieder gut. So war das operative Ergebnis des zweiten Quartals mit zwei Milliarden Euro das beste seit über zwei Jahren. Selbst die Dresdner Bank, seit Jahren Klotz am Bein der Allianz, verdiente passabel.

NoggerT
19.09.2004, 11:47
neuer Thread !