PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : News Info-Thread 2


Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 [109] 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137

PremiumS
30.03.2012, 18:17
MÄRKTE USA/Wall Street zum Quartalsausklang uneinheitlich

NEW YORK (Dow Jones) - Die US-Börsen zeigen zum Abschluss eines sehr guten Quartals ein uneinheitliches Bild. Auch die Konjunkturdaten des Tages fielen uneinheitlich aus: Ein etwas schlechter als erwartet ausgefallener Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago sorgte im frühen Handel für einen leichten Dämpfer, während ein Anstieg der Konsumentenausgaben positiv aufgenommen wurde. Tendenziell sind eher defensive Werte aus den Lebensmittel- und Pharmasektoren gesucht, während Zykliker verkauft werden. Gegen 17.00 Uhr MESZ gewinnt der Dow-Jones-Index (DJIA) 0,1 Prozent bzw 18 Punkte auf 13.162. Der S&P-500 notiert unverändert bei 1.403 Punkten. Der Nasdaq-Composite gibt um 0,3 Prozent bzw 8 Punkte auf 3.088 nach.

Der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago hat mit einem Stand von 62,2 im März nicht ganz die Erwartungen erfüllt. Ökonomen hatten im Vorfeld einen Stand von 63,0 prognostiziert. Im Februar hatte der Wert 64,0 betragen. Laut Händlern ist dies aber kein Beinbruch, zumal der Chicago-PMI trotz des leichten Rückgangs weiterhin auf historisch hohem Niveau liege. Dementsprechend fiel die Marktreaktion auf die Daten verhalten aus. Werte über 50 Punkte deuten auf eine Expansion, Zahlen darunter auf eine Kontraktion im verarbeitenden Gewerbe der Region.

Die vorbörslich veröffentlichten Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben im Februar wichen insofern von den Erwartungen ab, als die Einkommen weniger stark als prognostiziert gestiegen sind, dafür aber die Ausgaben deutlicher zugelegt haben. Vor allem die höheren Ausgaben der Verbraucher werden positiv aufgenommen, gilt doch der private Konsum als Rückgrat der US-Wirtschaft. Daneben fiel der an der Universität Michigan im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters berechnete Index für die Verbraucherstimmung besser aus als erwartet.

Positive Impulse kommen auch aus Europa, wo sich die Finanzminister der Eurozone darauf geeinigt haben, die Mittel zur Rettung von überschuldeten Mitgliedsländern auf über 800 Milliarden Euro aufzustocken. Mit der Einigung verbindet sich die Hoffnung, dass nun Ruhe an den Märkten einkehren wird.

Am Anleihemarkt zeigen sich die Kurse wenig verändert. Die Rendite zehnjähriger Anleihen notiert kaum verändert bei 2,15 Prozent.

Am Aktienmarkt steigen die Aktien von Research in Motion (RIMM) um 4,1 Prozent auf 14,18 Dollar. Der Hersteller des Blackberry ist im vierten Quartal in die Verlustzone gerutscht und hat dabei noch schlechter abgeschnitten als befürchtet. Das Unternehmen prüft nun strategische Optionen und erwägt unter anderem, sich zum Verkauf zu stellen. Dazu kommen personelle Veränderungen in der Unternehmensführung.

Finish Line brechen um 14,2 Prozent ein, nachdem der Sportschuhhändler für das laufende Jahr einen schlechter als erwartet ausgefallenen Ergebnisausblick gegeben hat. Bei den ebenfalls veröffentlichten Viertquartalszahlen übertraf Finish Line zwar umsatzseitig die Prognosen, der Gewinn fiel aber wie erwartet aus.

Um 10,8 Prozent nach oben geht es indes für ImmunoGen. Der Schweizer Entwicklungspartner des Unternehmens, Roche, hat positive Ergebnisse einer sehr weit fortgeschrittenen Studie für das gemeinsam entwickelte Brustkrebsmedikament "T-DM1" vorgelegt. Das öffnet den Weg für eine Zulassung des potenziellen Blockbusters in Europa und den USA im späteren Jahresverlauf.

Am Donnerstag stieg der Dow-Jones-Index (DJIA) um 0,2 Prozent bzw 20 Punkte auf 13.146. Der S&P-500 verlor 0,2 Prozent bzw 2 Punkte auf 1.403. Der Nasdaq-Composite gab um 0,3 Prozent bzw 10 Punkte auf 3.095 nach.

INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 13.176,20 0,23 30,38
S&P-500 1.405,01 0,12 1,73
Nasdaq-Comp. 3.090,51 -0,16 -4,85
Nasdaq-100 2.756,04 -0,22 -6,01

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 7.00 Uhr Do, 18.00 Uhr
EUR/USD 1,3327 -0,21% 1,3354 1,3265
EUR/JPY 109,7287 0,20% 109,5073 109,1664
EUR/CHF 1,2037 -0,14% 1,2053 1,2050
USD/JPY 82,3325 0,40% 82,0015 82,2870
GBP/USD 1,5983 -0,03% 1,5987 1,5910

DJG/DJN/kko

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

PremiumS
30.03.2012, 18:52
Solarkonzern Q-Cells ist am Ende

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/0,2828,824860,00.html

PremiumS
30.03.2012, 20:04
XETRA-SCHLUSS/Spanische Sparpläne sorgen für Erholung

FRANKFURT (Dow Jones)-Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag von den Verlusten am Vortag erholt. Mit Rückenwind der US-Börsen und dem Bekenntnis Spaniens zu schwäbischen Tugenden legte der DAX um ein Prozent oder 72 auf 6.947 Punkte zu. Viel getan hat sich damit seit Monatsbeginn aber nicht. Der März endete mehr oder weniger dort, wo er begonnen hatte. Die Umsätze waren vor dem Wochenende niedrig. Umgesetzt wurden an DAX-Titeln auf Xetra rund 130,1 (Vortag: 167,8 ) Millionen Aktien im Wert von rund 2,94 (Vortag: 3,77) Milliarden Euro.

Nach wie vor lastet eine gehörige Portion Unsicherheit auf den Märkten. Zwar haben die Euro-Finanzminister bei ihrem Treffen in Kopenhagen beschlossen, die Krisenmittel zur Rettung von überschuldeten Ländern auf über 800 Milliarden Euro aufzustocken, während die spanische Regierung ein drastisches Sparprogramm verabschiedet hat. Doch ob die Einsparungen gegen den Widerstand der Bevölkerung auf Dauer durchgesetzt werden können, muss sich erst zeigen. Das Gleiche gilt für die Konjunktur vieler Euro-Länder. "Zu groß sind die fundamentalen Schwächen des Euroraums", merken die Devisenanalysten der Commerzbank skeptisch zu den Erfolgsaussichten der Maßnahmen an.

Auch andernorts bleibt die Lage unklar. So ist die japanische Industrieproduktion im Februar überraschend um 1,2 Prozent zum Vormonat gesunken. Der Einkaufsmanagerindex aus Chicago hat im März die Erwartungen der Analysten ebenfalls nicht ganz erreicht, verharrt aber immerhin auf hohem Niveau. Zumindest das Vertrauen der US-Verbraucher wächst. Ihre Stimmung hat sich im März stärker aufgehellt als erwartet worden war, und die Konsumausgaben sind im Februar gestiegen.

Zahlreiche Einzelwerte, vor allem aus dem konjunktursensiblen Bereich, konnten sich von den Rückschlägen am Vortag erholen. HeidelbergCement schnellten mit dem Rückenwind einer Empfehlung von HSBC um 4,3 Prozent auf 45,39 Euro nach oben. Gefragt waren auch die zuletzt unter Druck geratenen Automobilwerte. Eine Empfehlung der britischen Gesundheitsbehörde NICE für den Gerinnungshemmer Xarelto ließ die Bayer-Aktie um ein Prozent auf 52,74 Euro steigen. Damit werde auch die Position gegenüber dem Konkurrenzprodukt Pradaxa von Boehringer gestärkt, hieß es im Handel.

Lufthansa (plus 1,6 Prozent auf 10,50 Euro) gehörten ebenfalls zu den Gewinnern. Die Fluggesellschaft hatte ihre in JetBlue-Aktien wandelbare Umtauschanleihe erfolgreich am Kapitalmarkt untergebracht. Das Volumen liegt bei 234 Millionen Euro. Zudem kann sie ihre verlustreiche Tochter British Midlands (BMI) an die International Consolidated Airlines Group (IAG) verkaufen. Die Europäische Kommission gab am Freitag ihre Zustimmung zur der im November angekündigten Transaktion.

Commerzbank legten um 2,2 Prozent auf 1,90 Euro zu. Die Bank darf ihre Tochter Eurohypo mit Erlaubnis der EU-Kommission unter Auflagen in den Konzern integrieren.

Allianz hinkten mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 89,47 Euro etwas hinterher. Der Versicherer soll ein Gebot für die französische Gan Eurocourtage abgegeben haben. Wie die "FTD" berichtet, liegt das Gebot bei weniger als 200 Millionen Euro. Ursprünglich war von einer Summe von 700 Millionen die Rede gewesen.

Nach guten Quartalszahlen und einer hohen erstmaligen Dividendenausschüttung von 0,90 Euro griffen Anleger beim MDAX-Wert GSW Immobilien zu. Die Aktie gewann 1,9 Prozent auf 25,92 Euro. Erfreut wurde auch der Dividendenvorschlag des Containerlogistikers HHLA von 0,65 Euro je Aktie aufgenommen. Das Papier rückte um 1,7 Prozent auf 25,25 Euro vor. Lanxess gewannen sogar 4,7 Prozent auf 61,98 Euro, nachdem J.P. Morgan das Kursziel für die Aktie auf 90 von 40 Euro mehr als verdoppelt hatte.

PremiumS
30.03.2012, 20:44
30.03.2012 | 19:21

Börse Live: Versöhnlicher Wochenausklang

Wenn es auch nicht mehr mit der 7.000er Marke geklappt hat, so hat der DAX am Freitag zumindest die 6.900er Marke zurückerobert. Am Vortag war der Leitindex noch bis auf das Tagestief von 6.842 Punkten abgetaucht. Auf diesem Niveau haben aber wieder verstärkt Anschlusskäufe stattgefunden. Der Kampf zwischen Bullen und Bären wird zunehmend rauer.

Der Angriff der Bären vom Donnerstag wurde am Freitag erfolgreich abgewehrt. Der DAX gewinnt gut 1 Prozent oder 72 Punkte auf 6.947 Zähler. Damit ist es für den DAX doch noch ein versöhnlicher Wochenausklang geworden.

Auf Quartalssicht ist es das beste Quartal seit dem Jahr 1998: Die Performance von Januar bis März liegt bei knapp 18 Prozent. In der Spitze hat der Leitindex sogar 22 Prozent zugelegt. Dennoch lastet nach wie vor eine gehörige Portion Unsicherheit auf den Märkten. Zwar haben die Euro-Finanzminister bei ihrem Treffen in Kopenhagen beschlossen, die Krisenmittel zur Rettung von überschuldeten Ländern auf über 800 Milliarden Euro aufzustocken, während die spanische Regierung ein drastisches Sparprogramm verabschiedet hat. Doch ob die Einsparungen gegen den Widerstand der Bevölkerung auf Dauer durchgesetzt werden können, muss sich erst zeigen.



© 2012 Deutsches Anleger Fernsehen

PremiumS
30.03.2012, 21:29
Fed-Lacker: „Zinsen müssen Mitte 2012 angehoben werden"

von Jens Lüders

Freitag 30.03.2012, 19:31 Uhr

+ Richmond (BoerseGo.de) – Der Präsident der regionalen US-Notenbank von Richmond, Jeffrey Lacker, hat sich am Freitag gegenüber dem Fernsehsender CNBC ablehnend zu weiteren expansiven Schritten der US-Notenbank Fed geäußert. Es bestehe keine Notwendigkeit mehr, eine weitere Runde an Aufkäufen von Vermögenswerten (QE3) einzuleiten.

"Wenn wir das Wachstum bekommen, welches ich erwarte, werden einige noch erstaunt sein. Ich gehe von einem höheren Wachstum aus als die meisten es erwarten. Ich sehe keine Begründung, warum eine weitere Lockerung der Geldpolitik sinnvoll sein sollte.“

Lacker prognostizierte für 2012 ein Wachstum von 2,5 Prozent. 2013 soll der Wert dann über 2,5 Prozent steigen. Der Notenbanker sieht eine gute Chance, dass die US-Arbeitslosenquote bis Ende 2013 unter 8 Prozent sinken wird. Die Zinsen müssten daher bereits Mitte dieses Jahres angehoben werden. Die Fed könne nicht mehr lange warten. Sollte die Arbeitslosenquote auf 6 bis 7 Prozent sinken, würde der vom Arbeitsmarkt ausgehende Inflationsdruck zu groß werden.

PremiumS
30.03.2012, 21:38
30.03.2012 19:55

Dax beendet Rutschpartie

Der Leitindex ist am letzten Handelstag vor dem Quartalsende wieder ins Plus gedreht und legt damit auch auf Wochensicht weiter zu. An der Marke von 7.000 Punkten ist er aber gescheitert.

Das Börsenbarometer geht schließlich mit einem Plus von 1,04 Prozent auf knapp 6.947 Punkte aus dem Handel und gewinnt damit seit Anfang 2012 insgesamt knapp 18 Prozent hinzu. "Ein fantastischer Jahresauftakt", schwärmt Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser.

Zwar hat es der Leitindex nicht mehr geschafft, die Marke von 7.000 Punkten wieder zu überwinden, doch Helmer ist optimistisch, dass der Dax in der neuen Woche einen neuen Anlauf unternehmen wird: "Die Liquidität ist da, deutsche Aktien sind gefragt und üblicherweise sind die ersten Tage des neuen Quartals sehr freundliche Tage."

Auch der Euro hat im Tagesverlauf zugelegt und notiert bei Börsenschluss bei 1,334 Dollar.

Es sind vor allem US-Konjunkturdaten, die für einen versöhnlichen Wochenabschluss sorgen. So sparen die US-Bürger derzeit so wenig wie seit mehr als zweieinhalb Jahren nicht mehr. Die Sparquote fiel im Februar auf 3,7 Prozent von 4,3 Prozent im Vormonat. Das ist der niedrigste Wert seit August 2009. Die Einkommen legten zwar nur um 0,2 Prozent zu. Die Konsumausgaben stiegen jedoch um 0,8 Prozent. Demzufolge gingen die Verbraucher an ihr Erspartes, um ihren Konsum zu finanzieren.

Ermutigende Daten
Analysten zufolge sind dies ermutigende Daten, weil sich die bessere Lage am Arbeitsmarkt deutlich in den gestiegenen Ausgaben widerspiegele. Dies ist deshalb so wichtig weil der Konsum einen Anteil von rund siebzig Prozent am Bruttoinlandsprodukt in den USA hat.

Der Uni Michigan und der Agentur Thomson Reuters zufolge ist die Stimmung der US-Konsumenten so gut wie seit etwa einem Jahr nicht mehr. Der entsprechende Index für das Verbrauchervertrauen stieg im März überraschend um 0,9 auf 76,2 Punkte. Analysten hatten einen Wert von 74,7 Zählern erwartet. Auch der Chicagoer Einkaufsmanagerindex liegt weiter auf hohem Niveau, wenngleich er im März etwas stärker gesunken ist als erwartet.

Geholfen hat den Aktienmärkten auch die Einigung zum Euro-Rettungsschirm. Danach soll der Schutzwall für die kriselnden Peripherie-Staaten auf 800 Milliarden Euro angehoben werden.

Auch an der Wall Street sind die Kurse mit Gewinnen in den letzten Handelstag des Quartals gestartet. Experten hatten nach drei schwachen Börsentagen für Freitag ohnehin einen positiven Verlauf erwartet. Bei Börsenschluss in Frankfurt notiert der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,4 Prozent höher bei 13.203 Punkten.

PremiumS
30.03.2012, 22:20
30.03.2012 | 20:45

USA verschärfen Iran-Sanktionen drastisch

Die USA verschärfen ihre Sanktionen gegen den Iran drastisch. Nach Angaben des Nachrichtensenders CNN hat Präsident Barack Obama beschlossen, Maßnahmen gegen die iranische Ölindustrie, die bereits im vergangenen Jahr verkündet worden waren, in Kraft zu setzen. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass die Versorgung der USA mit Öl und Ölprodukten aus anderen Ländern außer dem Iran ausreichend sei.

Die Sanktionen sollen laut CNN am 28. Juni wirksam werden und den Iran zwingen, sein Atomprogramm aufzugeben. Vorgesehen sind Strafen für Banken und andere Einrichtungen, die Geschäfte mit der iranischen Zentralbank betreiben. Der Iran wickelt seinen Ölhandel über die Zentralbank ab./ch/DP/he

AXC0354 2012-03-30/20:45



© 2012 dpa-AFX

GoldenSnuff
02.04.2012, 09:53
DJ Städte-und Gemeindebund erwartet Personalabbau und Privatisierungen

DüSSELDORF (AFP)--Der Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes wird nach Einschätzung des Städte- und Gemeindebundes zu Personalabbau und Privatisierungen in den Kommunen führen. Viele Kommunen ständen jetzt unter Druck, Personal abzubauen und öffentliche Leistungen zu privatisieren, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Viele Städte und Gemeinden würden zudem "nach Möglichkeiten suchen, ihre Einnahmen durch höhere Beiträge, Gebühren oder Steuern zu verbessern".
Landsberg forderte die Bundesregierung auf, den Kommunen Sozialleistungen abzunehmen. Die Eingliederungshilfen für Behinderte, die die Kommunen pro Jahr fast 14 Milliarden Euro kosteten, seien keine kommunale Aufgabe. Die Tarifparteien in Bund und Kommunen hatten am Wochenende eine Einigung erzielt, wonach die gut zwei Millionen Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in den kommenden zwei Jahren schrittweise 6,3 Prozent mehr Geld bekommen.

GoldenSnuff
02.04.2012, 09:54
DJ Fed revidiert US-Industrieproduktion leicht nach oben

WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Industrie hat im Februar auf Monatssicht eine Wachstumspause eingelegt, konnte aber die Dynamik gegenüber dem Vorjahresmonat steigern. Wie die US-Zentralbank im Rahmen ihrer Jahresrevision weiter mitteilte, überstieg die Produktion in Fabriken, Minen und Kraftwerken im Februar 2012 das Vorjahresmonat um 4,2 Prozent, statt der 4,0 Prozent, die zunächst berichtet worden waren.
Die Statistiker der Fed bestätigten für das Gesamtjahr 2011 ein Wachstum der US-Industrieproduktion um 3,9 Prozent, für die beiden Vorjahre korrigierten sie aber die Werte geringfügig. Im Jahr 2010 kletterte der Ausstoß demnach um 6,3 Prozent, nachdem bisher ein Zuwachs von 6,2 Prozent ausgewiesen worden war. Im Jahr zuvor schrumpfte die Industrie mit 5,7 Prozent etwas stärker als bisher mit 5,4 Prozent ermittelt.
Die US-Notenbank revidierte ebenfalls ihre Wachstumsziffer für Januar 2012 um 0,1 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent nach oben.
Das verarbeitende Gewerbe war in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres Impulsgeber für den gesamten Wirtschaftszweig. Einem kräftigen Sprung im Januar, als der Ausstoß der Betriebe um 1,1 Prozent zum Dezember zulegte, folgte eine Steigerung um 0,4 Prozent im Februar. Volkswirte erwarten, dass die Aktivität in der Branche weiter zur Erholung der gesamten US-Wirtschaft beitragen wird.

GoldenSnuff
02.04.2012, 09:55
DJ UPDATE: Japans Geschäftsklima im 1Q nicht verbessert - Tankan

--Tankan-Index bleibt auf Niveau von Dezember
--Weitere Lockerungen der BoJ greifen noch nicht
--Firmen rechnen weiter mit starkem Yen

TOKIO (Dow Jones)--Das Geschäftsklima unter den großen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes Japans hat sich im ersten Quartal 2012 entgegen den Erwartungen nicht verbessert. Wie aus dem von der Bank of Japan (BoJ) vierteljährlich vorgelegten Tankan-Bericht hervorgeht, verharrte der Diffusionsindex, der die Lagebeurteilung der Unternehmen abbildet, auf dem im Dezember verzeichneten Niveau von minus 4 Punkten. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg des Geschäftsklimaindex auf minus 1 Punkt gerechnet. Für die Juni-Umfrage wird mit einem Anstieg auf minus 3 Punkte gerechnet.
Die Indexentwicklung zeigt, dass die großen japanischen Exportunternehmen trotz der wirksamen Lockerungsmaßnahmen der Bank of Japan (BoJ) zur Schwächung des Yen-Außenwerts weiterhin mit Schwierigkeiten kämpfen. Das Umfrageergebnis dürfte daher Erwartungen Auftrieb geben, dass die BoJ demnächst zu weiteren Lockerungsmaßnahmen schreitet. Der BoJ-Board trifft sich das nächste Mal am 9. und 10. April.
Die Konzerne erwarten auch, dass der Yen stark bleiben wird. Im Durchschnitt rechnen sie mit einem Wechselkurs von 78,14 pro US-Dollar im laufenden Fiskaljahr. Im Dezember gingen sie von 79,02 Yen aus. Aktuell steht die japanische Währung bei rund 82,90 Yen pro Dollar. Nach Bekanntgabe der Umfrageergebnisse hatte der Yen geringfügig angezogen.
Der Diffusionsindex für das Geschäftsklima der großen Unternehmen des nicht-verarbeitenden Gewerbes legte im ersten Quartal auf plus 5 Punkte von zuvor plus 4 zu. Hier hatten Ökonomen einen Anstieg auf plus 5 Zähler prognostiziert.
Die Großunternehmen in Japan wollen ihre Investitionen im neuen Fiskaljahr unverändert lassen, während Ökonomen einen Anstieg der Investitionen um 1 Prozent prognostizieren. Für die nächsten Tankan-Bericht im Juni erwarten die großen Industriekonzerne eine leichte Aufhellung der Lage und einen Stand von minus 3. Sie sagen auch eine geringfügige Verbesserung ihrer Gewinnchancen voraus. Die großen Nicht-Industrieunternehmen rechnen damit, dass der Stimmungsindex bei plus 5 unverändert bleiben wird, während sich ihre Gewinnerwartungen verschlechterten.
Auch die Commerzbank-Volkswirte erwarten, dass es in Japan in den nächsten Monaten etwas bergauf geht. "Die Wiederaufbauarbeiten nach dem Tsunami dürften eine starke Inlandsnachfrage erzeugen. Alleine für öffentliche Investitionen stehen rund 20 Billionen Yen bereit. Das entspricht 4 Prozent der Wirtschaftsleistung", sagte Commerzbank-Analyst Marco Wagner.
Das Wort "Tankan" ist eine Abkürzung für "Untersuchung zur kurzfristigen Konjunktureinschätzung der Unternehmen". Der Bericht, für den rund 10.000 Unternehmen aller Größenordnungen befragt werden, gilt als wichtiger Kompass für den weiteren Zinskurs der japanischen Notenbank.

GoldenSnuff
02.04.2012, 09:56
WSJ: Google greift das iPad an - Kreise

NEW YORK (Dow Jones)--Google lässt sich von seinem kurzen misslungenen Ausflug in die Welt der Smartphone-Anbieter offenbar nicht abschrecken. Unverdrossen starte der Suchmaschinen-Anbieter jetzt einen neuen Versuch: Dieses Mal will Google dem iPad Marktanteile abluchsen.
Google will künftig Tablets unter einer gemeinsamen Marke via Online-Store direkt an die Kunden verkaufen - ganz wie die Rivalen Apple und Amazon, sagten mit der Sache vertraute Personen. Mit diesem Schachzug will der Suchmaschinen-Riese den schleppenden Verkauf von Tablet-Computern ankurbeln, die mit der von Google entwickelten Software Android laufen.
Die Geräte will Google nicht selbst herstellen, sie sollen laut den Insidern von verschiedenen Firmen kommen. Bisherige Partner wie Samsung Electronics und Asus sind demnach für die Hardware verantwortlich. Die Android-Tablets sollen ein Google-Branding bekommen.
Eine ganz ähnliche Strategie hatte Google schon einmal verfolgt. 2010 bot der Internet-Gigant ein von HTC produziertes Android-Smartphone namens Nexus One an, ebenfalls mit Google-Branding. Doch der Angriff auf die Smartphone-Hersteller wurde bald abgeblasen: Etliche Android-Modelle der Konkurrenz verkauften sich besser.
Das erste Google-Tablet soll laut einer mit der Sache vertrauten Person von Asus geliefert werden und könnte noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Weitere Details wurden noch nicht genannt, auch nicht, wann Google den Online-Shop eröffnen will. Mitte dieses Jahres wird Google laut Insidern erst einmal die nächste Version der Android-Software namens Jelly Bean veröffentlichen.
Bald dürfte auch die Übernahme des Mobilfunkherstellers Motorola Mobility abgeschlossen sein, für den Google im August 12,5 Milliarden US-Dollar hingeblättert hatte. In den USA und Europa stimmten die Behörden bereits zu, in China muss die Übernahme noch genehmigt werden. Mit den Plänen von Google vertraute Personen sagten, dass Motorola-Tablets in dem Online-Shop angeboten werden würden. Die Sprecher von Google und Asus wollten sich nicht zu dem Thema äußern.

Direkte Kampfansage an Apple

Der direkte Verkauf an die Kunden ist eine Kampfansage an Apple, das mit seinem iPad vor zwei Jahren an den Markt gegangen ist. Andere Tablets mit dem Betriebssystem Android - wie beispielsweise von Samsung oder anderen Herstellern - haben sich bislang vergleichsweise schwach verkauft. Im vergangenen Herbst schätzten die Marktforscher von Gartner, dass Apple 73 Prozent des Tablet-Marktes beherrscht - für Android bleiben demnach nur 17 Prozent Marktanteil.
Gegenwind bekommt Google auch vom Internethändler Amazon, der im vergangenen Jahr sein Kindle Fire zum Kampfpreis von 199 Dollar auf den Markt gebracht hat. Google muss aber versuchen, den Marktanteil seiner Android-Software zu steigern, um den wichtigen Werbemarkt für mobile Geräte nicht aus den Augen zu verlieren.
Zwar sind die Umsätze mit Werbung auf Mobilgeräten im Vergleich zu denen für herkömmliche Webseiten gering, doch ist es für Google ein Wachstumsmarkt. Hinzu kommt, dass man auf Tablets größere Anzeigen einblenden kann als auf Smartphones. Google-Chef Larry Page verkündete zuletzt, dass sein Unternehmen auf einem guten Weg sei, um mit mobilen Geräten Umsätze von 2,5 Milliarden Dollar zu generieren - den größten Anteil daran haben Smartphones.
Im Falle der Tablets muss sich Google weniger Sorgen um Mobilfunk-Partner machen, da diese Geräte zumeist über WLAN im Heimnetzwerk betrieben werden. Um die Aussichten für den neuen Online-Shop zu verbessern, erwägt Google den Preis für das neue Tablet zu subventionieren, um mit dem Kindle Fire konkurrieren zu können, berichten eingeweihte Personen.
Zudem soll eine riesige Kampagne den Online-Shop, in dem das Tablet bestellt werden kann, bekannt machen. Seit dem Google-Handy hat der Internetkonzern seine Marketing-Macht erheblich ausgebaut und gibt inzwischen große Summen für TV-Kampagnen aus.
Das erste Tablet mit dem Android-Betriebssystem war das Motorola Xoom, das etwa elf Monate nach dem ersten iPad auf den Markt kam. Laut Motorola wurde es 2011 ungefähr eine Million mal verkauft. Das ist weniger als erwartet. Viele andere Android-Tablets, darunter auch zwei von Dell, wurden inzwischen wieder vom Markt genommen.
Anderen Herstellern sind die schwachen Verkaufszahlen nicht entgangen: "Ehrlich gesagt tun wir uns auf dem Tablet-Markt schwer", sagte Hankil Yoon, Produktstratege bei Samsung auf einer Branchenkonferenz in diesem Jahr.

Händler wünschen sich Konkurrenz zum iPad

Aber auch richtige Geschäfte werden neben dem Webshop ein wichtiger Absatzkanal sein. Einige US-Einzelhändler wünschen sich dringend einen ernsthaften Konkurrenten für Apple, berichten Insider. Sie litten unter den schärferen Regeln des iPad-Herstellers, die sie unter anderem dazu zwingen, Apple-Produkte prominenter zu präsentieren, heißt es. Zudem bleibe den Händlern beim Verkauf von Apple-Produkten weniger Geld in der eigenen Kasse als bei anderen Geräten.
Google unternimmt auch andere Schritte, um sich weiter zur Marke für Konsumelektronik zu entwickeln. Derzeit steuert der Konzern direkt die Entwicklung eines Musik- und Videospielers für zu Hause unter der Marke Google. Damit vertraute Personen sagen, das Gerät solle Ende des Jahres in den Verkauf kommen. Ob auch dieses Gerät in dem neuen Online-Shop angeboten werden soll, ist noch unklar.

GoldenSnuff
02.04.2012, 09:57
DJ MÄRKTE EUROPA/Dank China-Daten mit Schwung in die neue Woche

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen dürften einen Teil des Schwungs vom Freitag in die neue Woche retten. Schützenhilfe kommt dabei aus China, wo der Einkaufsmanagerindex der Regierung für März überraschend auf 53,1 von 51,0 Punkten im Vormonat gestiegen ist. Damit hat der Frühindikator nicht nur die Markterwartung von 50,8 Punkten deutlich übertroffen, sondern auch den höchsten Stand seit zwölf Monaten markiert.
"Die Daten dürften für Risikoappetit und einen guten Start in das neue Quartal sorgen", sagt Mike Jones, Devisenstratege bei BNZ im neuseeländischen Wellington. Die Sorge um eine "harte Landung" der mittlerweile zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt würden damit etwas zerstreut. Der DAX wird vor diesem Hintergrund im frühen Frankfurter Geschäft 0,5 Prozent fester indiziert.

Yen verliert nach Tankan-Bericht zu Dollar und Euro

Zuvor reagierten in der Nacht bereits die asiatischen Aktienmärkte positiv auf den Einkaufsmanagerindex. Auch die Preise für Industriemetalle zogen angesichts der offenbar weiter unter Dampf stehenden Wachstumslokomotive China an. So verteuerte sich der Kupfer-Future um 0,9 Prozent auf 8.520,25 Dollar je Tonne.
Auf der Devisenseite gibt der Yen zu Dollar und Euro nach. Das Geschäftsklima unter den großen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes Japans hat sich im ersten Quartal entgegen den Erwartungen nicht verbessert. Laut dem vierteljährlich von der Bank of Japan vorgelegten Tankan-Bericht verharrte der Index, der die Lagebeurteilung der Unternehmen abbildet, auf dem im Dezember verzeichneten Niveau von minus 4 Punkten. Ökonomen hatten hingegen mit einem Anstieg auf minus 1 Punkt gerechnet.

Einkaufsmanagerindizes entscheiden die Richtung

Bereits am Vormittag könnten die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe des Euroraums im März für neue Impulse sorgen. Dabei handelt es sich zwar lediglich um die zweiten Veröffentlichungen, allzu deutliche Abweichungen dürften aber wegen der weiter schwelenden Staatsschuldenkrise im Gemeinsamen Währungsgebiet kaum goutiert werden. "Ein Abrutschen der Indizes könnte die Sorgen um die Euro-Peripherie erneut anheizen", sagt Viola Stork von der Landesbank Hessen-Thüringen.
Wesentlich spannender sollte es am Nachmittag werden, wenn mit dem ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe der wichtigste Frühindikator für die USA auf dem Programm steht. Nachdem bereits die regionalen Stimmungsindizes aus New York und Philadelphia gestiegen sind, rechnen Volkswirte auch mit einem auf 53,0 von 52,4 Punkten im Februar anziehenden ISM-Index.
Nachrichten zu einzelnen Unternehmen muss man am Montagmorgen allerdings suchen wie weiland Diogenes mit der Laterne. Allerdings ziehen Daimler im frühen Frankfurter Geschäft um 1,5 Prozent an. Laut einem Bericht der Automobilwoche muss das Unternehmen in den kommendem fünf Jahren 6 Milliarden Euro einsparen. "Daimler holt damit nur den Rückstand zu VW auf", sagt ein Analyst in einer ersten Einschätzung. Das Unternehmen plane ohnehin, die Anzahl der Plattformen für den Wagenbau zu reduzieren. Gleichzeitig solle auch die modulare Bauweise eingeführt werden, die schon bei VW für ein hohes Profitabilitätsniveau sorge. "Die Einsparungen sind machbar", so der Analyst. Für die Aktie dürfte die Nachricht leicht positiv sein, da sie dem Markt zeige, dass Daimler auf dem richtigen Weg sei.

GoldenSnuff
02.04.2012, 09:58
DJ Sarkozy benennt harte Sparziele bis 2016 - Zeitung

PARIS (Dow Jones)--Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat die Bürger in einem Interview auf harte Sparziele und Steuererhöhungen vorbereitet. Um 2016 keine neuen Schulden aufnehmen zu müssen, müsse der Staat in den nächsten Jahren 75 Milliarden Euro einsparen und 40 Milliarden Euro mehr Steuern einnehmen, sagte Sarkozy der Zeitung L'Est Republicain. "Ich werde an der Reform des Staates und der Ausgaben weiterarbeiten", so der Präsident. Sarkozy sagte, der Großteil der Steuererhöhungen sei bereits beschlossen und werde Großunternehmen belasten. In weniger als drei Wochen findet in Frankreich die erste Runde der Präsidentschaftswahlen statt.

PremiumS
02.04.2012, 10:23
Die wichtigsten Meldungen der Vorbörse:

DAX freundlich erwartet

DAX zum Wochenauftakt freundlich erwartet. L&S taxiert den Leitindex derzeit auf 6.981 Punkte (plus 0,49 Prozent). Positive Vorgaben von den Wall Street und gute Konjunkturdaten aus China treiben.

Einige Großbanken wollen EZB-Tender-Milliarden früh zurückzahlen

Einige Großbanken wollen offenbar möglichst früh mit der Rückzahlung der Milliarden aus den beiden EZB-Tendern beginnen. Unicredit, BNP Paribas, Societe Generale und La Caixa bereiten sich laut "Financial Times" darauf vor, bereits nach Ablauf der zwölf Monate langen Sperrfrist ein Drittel der geliehenen Summe zurückzuerstatten.

Öffentlicher Dienst: Verdi stimmt Einigungsvorschlag für einen neuen Tarifvertrag zu

Verdi stimmt dem Einigungsvorschlag für einen neuen Tarifvertrag im öffentlichen Dienst zu. Er sieht eine stufenweise Anhebung der Gehälter um 6,3% innerhalb von zwei Jahren vor.

ifo-Präsident Sinn sieht kein schnelles Ende der Eurokrise

Der Präsident des ifo-Instituts Hans-Werner Sinn erwartet kein baldiges Ende der Eurokrise. Der Ökonom befürchtet, dass die Leistungsbilanzdefizite noch für längere Zeit erhalten bleiben werden und sich die Schuldenkrise der Südländer erneut verschärfen wird, schreibt er in einem Gastbeitrag für die "WirtschaftsWoche". Die Krisenländer hätten es verpasst, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Preissenkungen zu erhöhen.

Morphosys startet mit Aktienrückkauf

MorphoSys beginnt mit dem beschlossenen Aktienrückkaufprogramm. Demnach sollen vom 1. April bis 30. April 2012 bis zu 100.000 Aktien über die Börse erworben werden.

Rettungsschirm: Haftung des deutschen Steuerzahlers steigt

Der deutsche Steuerzahler haftet durch die Aufstockung des Rettungsschirms mittlerweile mit rund €400 Mrd - Anleihekäufe der EZB und Target-Salden noch nicht mit einberechnet. Ursprünglich wurde versprochen, der deutsche Steuerzahler hafte maximal mit €211 Mrd.

Q-Cells bekommt wohl keine Staatshilfen

Q-Cells muss wohl ohne staatliche Hilfen auskommen. "Der Staat selber kann in dieser Situation finanziell nicht zur Seite stehen", sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in der MDR-Sendung "Sachsen-Anhalt heute".

Deutsches Stromnetz sehr schnell an Grenze der Leistungsfähigkeit

Das deutsche Stromnetz kommt offenbar sehr schnell an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Laut "Welt Online" konnte die Netzstabilität in Norddeutschland am vergangenen Mittwoch nur mit Hilfe drastischer Maßnahmen gerade noch aufrechterhalten werden. Grund war offenbar ein großes Windkraft-Aufkommen im Zusammenwirken mit dem Ausfall des Umspannwerkes Helmstedt.

Chalco will Mehrheit an SouthGobi Resources

Der chinesische Aluminiumkonzern Chalco will die Mehrheit an SouthGobi Resources übernehmen. Ein Anteil von bis zu 60% soll für $928 Mio. erworben werden. SouthGobi ist eine Tochter der kanadischen Ivanhoe Mines.

US-Notenbank revidiert US-Industrieproduktion nach oben

US-Notenbank Fed revidiert US-Industrieproduktion für Februar nach oben. Demnach stieg die Produktion um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, statt der ursprünglich gemeldeten 4,0 Prozent.

PremiumS
02.04.2012, 11:23
MÄRKTE EUROPA/Einkaufsmanagerindex hievt DAX über 7.000 Punkte

FRANKFURT (Dow Jones)--Überraschend gute Konjunkturdaten aus China haben Europas Börsen mit Kursgewinnen in die neue Woche starten lassen. Ein leicht nach oben revidierter Einkaufsmanagerindex für das deutsche Verarbeitende Gewerbe hievt den DAX im Verlauf des Vormittags dann wieder über die Marke von 7.000 Punkten. Bis 10.00 Uhr steigt der heimische Leitindex um 1,1 Prozent oder 75 auf 7.022 Punkte. Gegen den gesamteuropäischen Trend fällt allerdings der spanische IBEX um 0,8 Prozent oder 62 auf 7.947 Punkte. Damit setzt das Kursbarometer den Sonderweg der vergangenen Wochen fort, seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus mittlerweile auf gut 7 Prozent.

Zwar will die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy im laufenden Jahr kräftig sparen, um das mit der EU vereinbarte Defizitziel von 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erreichen. Allerdings fürchtet etwa Nicholas Spiro von Spiro Sovereign Strategy, dass der enger geschnallte Gürtel die bereits schwächelnde Konjunktur auf der iberischen Halbinsel noch weiter belasten könnte. Bereits am Mittwoch dürfte sich bei der Auktion spanischer Staatsanleihen erweisen, wie stark das Sparprogramm den Anlegern den Risikoappetit verdorben hat.

Yen verliert nach Tankan-Bericht zu Dollar und Euro
Im restlichen Europa sorgt vor allem der Einkaufsmanagerindex der chinesischen Regierung für gute Stimmung. Er stieg im März überraschend auf 53,1 von 51,0 Punkten im Vormonat. Damit hat der Frühindikator nicht nur die Markterwartung von 50,8 Punkten deutlich übertroffen, sondern auch den höchsten Stand seit zwölf Monaten markiert. "Die Daten dürften für Wagemut und einen guten Start in das neue Quartal sorgen", sagt Mike Jones, Devisenstratege bei BNZ im neuseeländischen Wellington.

Die Sorge um eine "harte Landung" der mittlerweile zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt würden damit etwas zerstreut. Auch die zweite Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindex für das deutsche Verarbeitende Gewerbe stützt die Kurse. Für März wurde der Stand des Frühindikators überraschend auf 48,4 von 48,1 Punkten nach oben revidiert. Im Februar hatte er bei 50,2 Punkten gelegen.

Auf der Devisenseite gibt der Yen zu Dollar und Euro nach. Das Geschäftsklima unter den großen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes Japans hat sich im ersten Quartal entgegen den Erwartungen nicht verbessert. Laut dem vierteljährlich von der Bank of Japan vorgelegten Tankan-Bericht verharrte der Index, der die Lagebeurteilung der Unternehmen abbildet, auf dem im Dezember verzeichneten Niveau von minus 4 Punkten. Ökonomen hatten hingegen mit einem Anstieg auf minus 1 Punkt gerechnet.

ISM entscheidet am Nachmittag über die Richtung
Die letztliche Entscheidung über die Richtung an den europäischen Börsen dürfte allerdings erst am Nachmittag fallen. Dann steht mit dem ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe der wichtigste Frühindikator für die USA auf dem Programm. Nachdem bereits die regionalen Stimmungsindizes aus New York und Philadelphia gestiegen sind, rechnen Volkswirte mit einem auf 53,0 von 52,4 Punkten im Februar anziehenden ISM-Index.

Nachrichten zu einzelnen Unternehmen muss man am Montagvormittag allerdings suchen wie weiland Diogenes mit der Laterne. Gesucht sind vor allem BMW, die sich um 1,9 Prozent auf 68,68 Euro verteuern. China ist für den Hersteller von Luxusautomobilen mittlerweile einer der wichtigsten Märkte. Deutsche Post legen um 1,8 Prozent auf 14,69 Euro zu. Die Deutsche Bank hat die Kaufempfehlung für die Aktien auf "Buy" von "Hold" angehoben. Hinsichtlich des Briefgeschäfts herrsche mehr Klarheit.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:00
DJ TOP EU: Kein klarer Trend vor Wahl in Griechenland erkennbar - Zeitung

ATHEN (Dow Jones)--Vor der für Mai erwarteten Parlamentswahl in Griechenland zeichnet sich keine klare Mehrheit für eine einzelne Partei ab. Einer am Sonntag in der Zeitung Kathimerini veröffentlichten Umfrage zufolge kommt die aktuelle Koalition aus Konservativen und Sozialisten gemeinsam auf 38 Prozent. Dabei verloren die Konservativen gegenüber der letzten Umfrage von vor zwei Wochen 2,5 Punkte auf 22,5 Prozent, die Sozialisten legten um 4,5 Punkte auf 15,5 Prozent zu.
Drei linksgerichtete Parteien kommen zusammen auf 36,5 Prozent, nach 39 Prozent vor zwei Wochen. Für die Umfrage wurden vom 22. bis 26. März 1.017 Bürger befragt, die Fehlermarge wurde mit 3,2 Prozent angegeben.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:01
DJ TOP EU: KONJUNKTUR IM BLICK/EZB ändert Zins- und Liquiditätspolitik nicht

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte bei seinem Treffen am Mittwoch keine Beschlüsse über eine Änderung der Geldpolitik oder der Liquiditätsversorgung von Banken treffen. Inflation und Inflationsrisiken scheinen derzeit unter Kontrolle, so dass eine Zinserhöhung nicht notwendig ist. Neue Liquiditätsmaßnahmen sind ebenfalls nicht zu erwarten. Neben der EZB-Ratssitzung werden in dieser Woche Auftragseingang und Produktion in Deutschland, sowie der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA im Mittelpunkt des Interesses stehen.
Nachdem der zweite Repo-Tender der EZB mit dreijähriger Laufzeit im Februar zu stark gelockerten Bedingungen begeben wurde, warten nun Befürworter und Gegner dieser Maßnahme ab, welche Wirkung die Liquiditätsflut von 530 Milliarden Euro im Finanzsektor entfalten wird.
Die sehr lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat bisher weder Inflation noch Inflationsrisiken spürbar verstärkt. Vorläufige Verbraucherpreisdaten von Eurostat zeigen einen Rückgang der Verbraucherpreisjahresrate auf 2,6 Prozent im März von 2,7 Prozent im Vormonat. Dass der Inflationsdruck trotz gestiegener Ölpreise gesunken ist, liegt an einem Basiseffekt: Da der Ölpreis auch im vergangenen Frühjahr wegen der Revolutionen im Nahen Osten spürbar zugelegt hatte, verhindern die höheren Energiepreise lediglich einen deutlicheren Rückgang der Inflationsraten und führen nicht zu einem weiteren Anstieg.
Zudem ist eine aus Sicht der EZB wichtige Messgröße der mittelfristigen Inflationsrisiken weiterhin sehr niedrig. Die Geldmenge M3 stieg im Februar mit einer Jahresrate von nur 2,8 Prozent, Referenzwert der EZB für ein inflationsfreies Wachstum sind 4,5 Prozent. In dieser Hinsicht besonders beruhigend ist aus Sicht der EZB, dass die in M3 enthaltene Kreditvergabe an den privaten Sektor noch schwächer als im Vormonat wuchs. Einer Fortführung von Niedrigzinspolitik und hoher Liquiditätsversorgung steht damit von dieser Seite nichts im Wege.
Dass einzelne, vor allem deutsche EZB-Ratsmitglieder derzeit trotzdem laut über einen Ausstieg aus den unkonventionellen Maßnahmen der EZB nachdenken, erklären Beobachter eher mit der Absicht, Diskussionen über weitere sehr langfristige Repo-Geschäfte im Keim zu ersticken. Bei einer Anfang März von der EZB angestellten Telefonumfrage hatte sich ergeben, das ein gewisser Teil der Geldmarkakteure auf weitere Langfristtender hofft - eine Vorstellung, die innerhalb des EZB manchen offenbar nicht gefällt.
In der Pressekonferenz zur Erläuterung des Zinsbeschlusses wird Präsident Mario Draghi sicher auch Fragen zu einem am 21. März veröffentlichten Beschluss beantworten müssen. Der EZB-Rat hatte in seiner Sitzung ohne geldpolitischen Beschluss entschieden, dass keine nationale Zentralbank des Eurosystems mehr verpflichtet ist, Bankanleihen als Sicherheit in Repo-Geschäften zu akzeptieren, die von Irland, Portugal oder Griechenland garantiert sind. Von dieser Regelung hat bisher nur die Deutsche Bundesbank Gebrauch gemacht. Weitere Zentralbanken dürften aber folgen, was eine weitere "Nationalisierung" der Geldschöpfung bedeuten würde. Vermutlich würde aber auch der Druck auf Länder wie Griechenland erhöht, bestimmte Banken zu rekapitalisieren oder aber vom Markt zu nehmen.
Auch von Konjunkturseite gibt es in dieser Woche interessante Daten: Am Montagnachmittag veröffentlicht das Institute for Supply Management (ISM) die Ergebnisse seiner Einkaufsmanagerumfrage im verarbeitenden Gewerbe der USA. Am Mittwoch berichtet das Bundeswirtschaftsministerium über die Entwicklung des deutschen Auftragseingangs im Februar und einen Tag später über die Produktion im produzierenden Sektor. Damit dürfte sich ein klareres Bild der deutschen Konjunkturentwicklung im ersten Quartal ergeben.
Am Freitag schließlich wird der US-Arbeitsmarktbericht für März veröffentlicht, auf den die Märkte aber größtenteils erst nach Ostern reagieren können.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:01
WSJ: Total geht Gasleck in der Nordsee an

ABERDEEN (Dow Jones)--Die Explosionsgefahr an der Plattform Elgin vor der schottischen Norseeküste ist offenbar deutlich gesunken. Die Gasfackel an der Bohrinsel ist erloschen. Der französische Ölkonzern Total kann nun das Verschließen des lecken Bohrlochs in Angriff nehmen. Bis das Problem endgültig gelöst ist, werden aber noch Wochen, wenn nicht sogar Monate vergehen. Und es wird die Total SA viel Geld kosten.
Total hatte die Fackel auch nach Abschaltung der Anlage brennen gelassen, um die in den Pipelines verbliebenen Gasreste abzubrennen. Eine Rückkehr auf die Plattform war während dieser Zeit zu gefährlich. Experten hatten befürchtet, dass das aus dem Leck austretende Gas mit der Flamme in Berührung kommen und explodieren könnte. Allerdings wehte der anhaltende Wind das Gas vom Feuer weg und verhinderte die mögliche Explosion.
Die Flamme war am späten Freitag von selbst ausgegangen. Die Explosionsgefahr ist nun zwar gebannt. Es strömen aber weiterhin täglich rund 200.000 Kubikmeter Gas in die Atmosphäre.
Das Leck in Totals Elgin-Gasfeld vor der schottischen Nordseeküste war vor einer Woche entdeckt worden. Das Unternehmen hatte daraufhin die dort Beschäftigten evakuiert und die Förderung in diesem und im Franklin-Gasfeld, die zusammen 130.000 Barrel Öl-Äquivalent am Tag produzieren, auf unbestimmte Zeit gestoppt. Die betroffene Gasplattform liegt rund 240 Kilometer vor der Küste Schottlands im Meer.
Das Krisenmanagement von Total arbeite rund um die Uhr. Am Sonntag herrschte im Zentrum für die Nordseeaktivitäten des Konzerns im schottischen Aberdeen ein Kommen und Gehen von Spezialisten und Total-Mitarbeitern.
Total hat zwei Optionen für das Gasfeld. Die erste wäre, die Stelle zu verschließen, etwa durch Zementbrei. Die zweite wäre eine Entlastungsbohrung, welche allerdings länger dauern würde und mit höheren Kosten verbunden wäre.
Laut Total-Sprecher Andrew Hogg werden in ein oder zwei Tagen Experten der Firma Wild Well Control auf der Plattform erwartet. Der Dienstleister kam auch bei der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko vor zwei Jahren zum Einsatz kam. Die Experten würden zunächst die Bohrinsel erkunden und dann das Gebiet absichern, um mit der sogenannten Top-Kill-Operation zu beginnen. Hierbei wird zunächst Schlamm in das Bohrloch gepumpt, um das Aussteigen von weiterem Gas zu verhindern. Später würde zudem Zement "nachgespült", um das Loch zu verschließen.
Der Pariser Konzern arbeitet zudem an zwei Entlastungsbohrungen, um das ausströmende Gas umzuleiten. Diese Aktion könnte aber bis zu sechs Monate dauern. Mit ersten Bohrungen soll laut Hogg am 8. April begonnen werden. Zwar sei der Top-Kill die deutlich schnellere Methode, das Probleme anzugehen. Doch auch dieses komplexe und riskante Vorgehen werde "mehrere Wochen" dauern, sagte der Total-Sprecher.
Die Pläne will der Konzern nun aber zunächst der zuständigen britischen Behörde vorstellen. Sie hatte dem französischen Unternehmen Unterstützung angeboten, um sicherzustellen, dass es bei seinem Vorgehen gesetzeskonform handelt.
"Ein Risiko weniger bedeutet, dass wir Personal nun sicherer auf die Plattform bringen können", sagte Hogg. Die Situation sei weiter aber weiterhin sehr ernst.
Total hatte die Fackel auch nach Abschaltung der Anlage brennen gelassen, um die in den Pipelines verbliebenen Gasreste abzubrennen. Eine Rückkehr auf die Plattform war während dieser Zeit wegen einer möglichen Explosion zu gefährlich. Allerdings wehte der anhaltende Wind das Gas vom Feuer weg und verhinderte die mögliche Explosion.
Britische und schottische Regierungsvertreter warnten unterdessen, es sei noch zu früh von einer kurz bevorstehenden Lösung des Problems zu reden. Großbritanniens Energieminister Charles Hendry zeigte sich zwar erleichtert darüber, dass die Flamme ausgegangen ist. Nun aber müsse das Leck angegangen werden. Die Aufgabe sei sehr klar: Alle Anstrengungen müssten sich nun darauf richten, das Leck zu finden und zu schließen.
Schottlands Umweltminister Richard Lochead ging einen Schritt weiter. Bisher habe der Vorfall nur einen minimalen Einfluss auf die Umwelt gehabt, stellte er fest. Er hoffe, dass sich daran nicht ändere.
Total kommt der Vorfall teuer zu stehen. Ihr gehen nach eigenen Angaben täglich rund 1,5 Millionen Dollar Gewinn verloren. Hinzu kommen dann noch die Kosten für das Schließen des Lecks. Investoren sehen offensichtlich kein schnelles Ende der Probleme. In der vergangenen Woche sank der Kurz der Total-Aktie um 6,6 Prozent.
Wettbewerber Royal Dutch Shell wartet derweil weiter ab. Der Konzern hatte in der vergangenen Woche als Vorsichtsmaßnahme die Förderung im nahe gelegenen Shearwater-Feld, das normalerweise 50.000 Barrel Öl-Äquivalent produziert, stillgelegt. Bisher sei noch nicht entschieden, wann Beschäftigte zu ohnehin geplanten Reparaturarbeiten auf die Plattform zukehren werden.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:02
DJ Britische Industrie wächst im März stärker als erwartet

LONDON (Dow Jones)--Die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe Großbritanniens hat sich im März unerwartet erhöht. Der von Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 52,1 von 51,5 im Februar. Ökonomen hatten dagegen einen Rückgang auf 50,8 Punkte prognostiziert.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:03
DJ Türkei wächst im vierten Quartal mit schwächerer Dynamik

ISTANBUL (Dow Jones)--Der weltweite Rückgang der Wachstumsdynamik hat auch vor der bisher so stark expandierenden türkischen Wirtschaft nicht halt gemacht. Im vierten Quartal 2011 erhöhte sich die Wirtschaftsleistung nach den offiziellen Daten des nationalen Statistikamtes um 5,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten hingegen mit einem Plus von 6,1 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal hatte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch um 8,4 Prozent zugenommen.
Nach den Projektionen der Türkischen Zentralbank wird sich das Wachstum im laufenden Jahr verlangsamen, was dazu beitragen werde, dass ausgeprägte Leistungsbilanzdefizit zu verkleinern. Der türkische Wirtschaftsminister rechnet mit einer BIP-Steigerung von rund 5 Prozent für das laufende Jahr.
Im Gesamtjahr 2011 hatte die Wirtschaftsleistung des Landes um 8,5 Prozent zugelegt.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:03
DJ Deutsche Einkäuferindizes im März etwas höher als erwartet

LONDON (Dow Jones)--Die deutsche Industrie hat im März einen Aktivitätsrückgang verzeichnet, der allerdings nicht ganz so stark wie erwartet ausfiel. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sank nach den Ergebnissen einer zweiten Veröffentlichung auf 48,8 von 50,2 Punkten im Vormonat, wie der Datendienstleister Markit berichtete. Auf Basis vorläufiger Daten war ein Indexstand von 48,1 Punkten gemeldet worden. Volkswirte hatten damit gerechnet, dass dieser Wert bestätigt wird.
Der Aktivität im verarbeitenden Gewerbe lag damit über sechs Punkte unter dem Jahresdurchschnittswert des vergangenen Jahres von 54,8. Auch die Daten zum Auftragseingang und zur Produktion fielen erheblich schlechter aus als noch vor Jahresfrist. Im Investitionsgüterbereich verlor das Wachstum im Vergleich zum Frühjahr 2011 am stärksten an Dynamik.
Der schwächere Auftragseingang hinterließ auch deutliche Effekte in den Fabriken. So fiel das Produktionsplus im März - nach dem Siebenmonatshoch im Januar - nur noch äußerst mager aus. Der Jobaufbau ist nach Markit-Informationen erst einmal zum Stehen gekommen.
Markit-Ökonom Tim Moore sagte, die deutsche Wirtschaft habe nur noch ein hauchdünnes Produktionsplus aus Altaufträgen erreicht. "Schwer zu schaffen macht den Betrieben neben den ausbleibenden Wachstumsimpulsen vom Exportgeschäft innerhalb der Eurozone nun auch das schwächelnde China-Geschäft", so Moore weiter.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:03
DJ Industrielle Aktivität des Euroraums sinkt im März wie erwartet

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Aktivität des verarbeitenden Gewerbes im Euroraum hat sich im März wie erwartet abgeschwächt, wobei der Einbruch in Frankreich besonders deutlich ausfiel. Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor verringerte sich auf 47,7 Punkte, nachdem er im Vormonat noch bei 49,0 gelegen hatte, wie der Finanzdatendienstleister Markit in zweiter Veröffentlichung mitteilte. Volkswirte hatten eine Bestätigung des ersten Ausweises von 47,7 Punkten prognostiziert. Damit liegt der Index erneut unter der Marke von 50 Punkten, die als Grenze zwischen Expansion und Kontraktion des Bereichs definiert ist.
Der französische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sank in zweiter Veröffentlichung auf 46,7 Punkte, nachdem er in erster Veröffentlichung mit 47,6 angegeben worden war. Im Februar hatte er noch bei 50,0 gelegen. Der deutsche Index lag mit 48,4 Punkten etwas höher als in erster Veröffentlichung mit 48,1 ausgewiesen. Im Februar hatte er mit 50,2 Punkten noch ein leichtes Wachstum angedeutet. Der italienische Index überraschte leicht positiv: Er stieg von 47,8 im Februar auf 47,9 im März. Erwartet worden war dagegen ein Rückgang auf 47,0 Punkte.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:04
DJ Eurozone-Arbeitslosenquote wie erwartet auf neuem Allzeithoch

LUXEMBURG (Dow Jones)--Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone hat im Februar wie erwartet ein neues Allzeithoch verzeichnet. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte, stieg die Arbeitslosenquote auf 10,8 Prozent, nachdem mit 10,7 Prozent bereits im Vormonat ein Rekordstand verzeichnet worden war. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in dieser Größenordnung erwartet. In der gesamten EU-27 betrug die Arbeitslosenquote 10,2 nach 10,1 Prozent im Vormonat.
Die Lage an den Arbeitsmärkten zeigt, wie wirtschaftlich gespalten die Eurozone derzeit ist. So erhöhte sich die Arbeitslosenquote in Spanien auf 23,6 von 23,3 Prozent und in Portugal auf 15,0 von 14,8 Prozent. In Deutschland stagnierte sie dagegen bei 5,7 Prozent.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:05
Umfrage- Exporteure mit längster Auftragsflaute seit zehn Jahren

* Markit: Deutsche Exportaufträge fallen neunten Monat in Folge

* Industrie schafft erstmals seit 2 Jahren keine neuen Jobs mehr

* Unternehmen beklagen Kostenanstieg durch höhere Ölpreise

Berlin, 02. Apr (Reuters) - Die deutschen Exporteure leiden unter der weltweiten Konjunkturflaute: Die Industrie erhielt im März bereits den neunten Monat in Folge weniger Aufträge aus dem Ausland. Das ist die längste Durststrecke in den vergangenen zehn Jahren, teilte das Markit-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 500 Unternehmen mit. "Schwer zu schaffen macht den Betrieben neben den ausbleibenden Wachstumsimpulsen aus der Eurozone nun auch das schwächelnde China-Geschäft", sagte Markit-Ökonom Tim Moore. Das habe durch die anziehende Nachfrage aus den USA nicht kompensiert werden können.
Wegen der Konjunkturflaute wird weltweit zurückhaltender investiert. Das spürt die deutsche Industrie besonders, weil sie Investitionsgüter wie Maschinen und Anlagen zu ihren Verkaufsschlagern zählt. Sie hielt sich deshalb mit Neueinstellungen wie schon im Februar stark zurück. "Der zweijährige Jobaufbau ist damit erst einmal zum Stillstand gekommen", schrieben die Markit-Experten.

DIE KOSTEN STEIGEN

Der Einkaufsmanagerindex fiel wegen ausbleibender Aufträge um 1,8 auf 48,4 Punkte. Das Barometer rutschte damit zum ersten Mal in diesem Jahr unter die Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird. Damit liegt es nun schon mehr als sechs Punkte unter dem Jahresdurchschnitt von 2011. Dass die Produktion trotz der sinkenden Nachfrage leicht gesteigert wurde, lag an den hohen Auftragsbeständen, die nun zügig abgearbeitet werden.
Die Unternehmen klagen zudem über steigende Kosten. "Die höheren Ölpreise sorgten für den stärksten Kostenanstieg seit acht Monaten", sagte Markit-Ökonom Moore. Die Verkaufspreise wurden dagegen nur leicht angehoben. Etliche Firmen gewährten sogar Preisnachlässe, um das Geschäft anzukurbeln.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:06
DJ Italian, Spanish Bond Prices Rise As Profit-Taking Abates

LONDON (Dow Jones)--Italian and Spanish bond prices rose Monday as some investors dipped their toes at the start of the second quarter, but weak readings for the manufacturing sector and looming supply mean the hurdles for further sharp gains in lower-rated euro-zone government debt are high.
The 10-year Italian bond yield fell by five basis points to 5.05% while the corresponding Spanish bond yield declined by seven basis points to 5.26%, according to Tradeweb.
"Price action at month-end was largely window dressing. That's why we saw the weakness," said a London-based trader.
"The flows are very light at the moment though so I'm not reading a lot into this price action," the trader said.
Italian and Spanish bond yields had risen sharply last week as traders locked in profits after a heady run since the start of the year. This profit-taking was now abating, while risk sentiment was also lifted by the official Chinese Purchasing Managers Index, which showed the world's growth engine was far from stalling.
Data in the euro zone were more muted though, with PMI readings in both Spain and Italy staying in contraction territory, casting doubts over the ability of these countries to get their finances in order in the face of weak economic growth.
Spain is also scheduled to sell three different bonds on Wednesday and traders expect prices to fall ahead of the auction.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:17
Österreich - Juncker kann Euro-Gruppen-Chef bleiben

Wien, 02. Apr (Reuters) - Trotz der anhaltenden Spekulationen über einen Nachfolger für Jean-Claude Juncker schließt Österreich einen Verbleib des Luxemburgers an der Spitze der Euro-Gruppe nicht aus. "In Wirklichkeit gibt es ja derzeit die Position, dass Juncker bleiben soll", sagte Finanzministerin Maria Fekter in einem am Montag veröffentlichten Interview der Tageszeitung "Die Presse". "Es soll ja ein Regierungschef dieses Amt innehaben, damit er auf Augenhöhe mit den anderen Regierungschefs reden kann", fügte Fekter hinzu und wehrte damit eine Frage nach ihrem eigenen Interesse an dem Posten ab: Diese Frage stelle sich damit nicht, sagte sie.
Fekter sorgte beim jüngsten Treffen der Finanzminister der Euro-Gruppe in Kopenhagen für einen Eklat, als sie die Einigung auf eine höhere Krisen-Brandmauer frühzeitig bekanntgab. Juncker sagte aus Verärgerung darüber seine eigene Pressekonferenz ab.
Die Spekulationen über die weitere Besetzung des Amtes halten seit Monaten an. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gilt als Kandidat für eine Nachfolge Junckers. Allerdings erfüllt auch er das von einigen Ländern genannte Kriterium, es solle ein Regierungschef sein, nicht.

GoldenSnuff
02.04.2012, 12:17
Bundesbank - Akzeptieren Staatsanleihen aller Euro-Länder

Frankfurt, 02. Apr (Reuters) - Die Bundesbank akzeptiert auch weiterhin Staatsanleihen aller 17 Euro-Länder als Sicherheiten bei Refinanzierungsgeschäften. Das sagte ein Sprecher der deutschen Notenbank am Montag auf Anfrage von Reuters in Frankfurt. Zuvor hatte es Gerüchte am Finanzmarkt gegeben, die Bundesbank nehme keine portugiesischen Bonds mehr als Sicherheiten an. Hintergrund der Verwirrung könnte sein, dass der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) es kürzlich in die Entscheidungsgewalt der nationalen Notenbanken gegeben hatte, ob sie Bankanleihen überschuldeter Euro-Länder noch weiterhin als Sicherheiten annehmen wollen oder nicht. Auf Basis dieses Beschlusses lehnt die Bundesbank entsprechende Wertpapiere ab. Staatsanleihen sind davon aber ausdrücklich nicht betroffen.

GoldenSnuff
02.04.2012, 13:01
DJ Birma gibt Wechselkurs seiner Währung frei

RANGUN (AFP)--Birma hat im Zuge der Öffnung des Landes den Wechselkurs seiner Landeswährung weitgehend freigegeben. Der Kurs des birmanischen Kyat soll in Zukunft von Angebot und Nachfrage bestimmt sein, wie die Zentralbank von Birma am Montag erklärte. Trotzdem soll der Wechselkurs einer gewissen Kontrolle unterworfen sein. Bislang galt eine Reihe unterschiedlicher Wechselkurse - ein amtlicher, ein halbamtlicher und ein nichtamtlicher Kurs.
Am Montag war ein Dollar 818 Kyat wert. Damit lag er nah am bisherigen Schwarzmarkt-Kurs, wo ein Dollar rund 800 Kyat entsprach. Der offizielle, aber weitgehend ignorierte Wechselkurs, hatte bislang hingegen sechs Kyat zu einem Dollar betragen. Für die Birmaner war es bisher zudem - außer mit einer Sondergenehmigung - verboten, Dollar als Bargeld mitzuführen.
Die bisherige Währungspolitik hatte als eines der großen Hindernisse für eine engere Einbindung der birmanischen Wirtschaft in die Weltwirtschaft gegolten. Das Land, das wegen Menschenrechtsverletzungen in der Zeit der inzwischen aufgelösten Militärjunta vom Westen mit zahlreichen Sanktionen belegt wurde, hofft auf ein Ende der Strafmaßnahmen im Zuge der vorsichtigen politischen Öffnung des Landes - und damit auch auf Investoren aus dem Westen.
In Birma hatte am Sonntag die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi und ihre Partei, die Nationale Liga für Demokratie (NLD), nach eigenen Angaben einen großen Erfolg bei Nachwahlen zum Parlament erzielt. Die NLD hatte die Parlamentswahl 1990 gewonnen, doch verhinderte das Militär damals die Regierungsübernahme der Partei.

GoldenSnuff
02.04.2012, 13:01
WSJ: Fusionen und Übernahmen gewinnen langsam an Fahrt

NEW YORK (Dow Jones)--Anfang des Jahres standen die Ampeln bei Übernahmen und Fusionen noch auf Rot. Inzwischen haben sie auf Gelb gewechselt und Manager stehen bereit, um in die Pedale zu treten. Mit diesem Bild umschreibt Paul Parker, Leiter des Bereichs M&A bei Barclays, die Lage am Markt über Übernahmen und Zusammenschlüsse.
Nach einem langsamen Start der weltweiten Aktivitäten ließen stabile Aktienmärkte und wirtschaftlicher Aufschwung in den kommenden Monaten mehr Übernahmen erwarten.
Im den ersten drei Monaten des Jahres wurden Transaktionen im Wert von 545,2 Milliarden US-Dollar angekündigt. Der Wert liegt damit nach Zahlen des Datenlieferanten Dealogic so niedrig wie seit dem ersten Quartal 2003 nicht mehr. Mit Ausnahme des Zusammenschlusses der Rohstoffkonzerne Glencore und Xstrata im Wert von knapp 40 Milliarden Dollar erreichte keiner der zehn größten Deals im Auftaktquartal ein Volumen von mehr als 10 Milliarden Dollar.
Trotz der inzwischen wieder guten Voraussetzungen für Fusionen und Übernahmen - das sind laut Experten große Barreserven bei den Unternehmen, die Möglichkeit, sich zu niedrigen Zinsen Geld zu leihen und die Notwendigkeit, zu wachsen - sind einige Banker und Rechtsanwälte nicht wirklich von dem Aufschwung überzeugt. Ihrer Meinung nach wird der Wert der Fusionen und Übernahmen im zweiten Quartal nicht wesentlich über dem des Auftaktquartals liegen.
Und auch Parker sieht noch keinen nachhaltigen Aufschwung. Insgesamt rechnet er mit einer Stagnation auf dem Niveau des Vorjahres. Mark Shafir, der bei der Citigroup mitverantwortlich für die weltweite M&A-Abteilung ist, ist ähnlich skeptisch. Trotz all der Argumente, die für eine Erholung von M&A sprechen, laufe es derzeit nicht wirklich besser. Er setzt auf die zweite Jahreshälfte.
"Ich denke, im zweiten Halbjahr werden die Übernahme-Aktivitäten anziehen - zumindest wenn die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen freundlich bleiben und größere Systemstörungen ausbleiben", sagte Shafir.
Als Bremsklotz erweise sich derzeit noch die fehlende Zuversicht in den Führungsebenen, stellten Banker und Rechtsanwälte fest. Mangele es am Selbstbewusstsein der Vorstandsvorsitzenden, so seien Unternehmen abgeneigt, oftmals riskante Übernahmen durchzuziehen.
"Um das Geschäft anzuheizen, müssen einige Leute ins kalte Wasser springen und sagen, dass es gar nicht so kalt ist", umschreibt Daniel Wolf, Partner bei der Rechtsanwaltskanzlei Kirkland & Ellis, die Voraussetzung für eine Belebung bei Fusionen und Übernahmen. Wenn diese psychologische Schwelle erst einmal überwunden wurde, dann würden die günstigen Voraussetzungen stärker beachtet. Und dann sollte ein gutes Marktumfeld für Fusionen und Zusammenschlüsse herrschen," fügte er hinzu.
Tatsächlich gibt es schon erste Anzeichen für eine bessere Stimmung - darunter einige Übernahmen in Europa, dem Zentrum der Vertrauenskrise in den vergangenen beiden Jahren.
Im März hatte Cisco Systems angekündigt, den britischen Videosoftware-Spezialisten NDS Group für 4 Milliarden Dollar zu übernehmen, und United Parcel Service will sich den niederländischen Paketdienstleister TNT Express NV für 6,8 Milliarden Dollar einverleiben.
Informierten Personen zufolge steht Watson Pharmaceuticals kurz vor der Übernahmen des schweizerischen Generika-Herstellers Actavis für knapp 6 Milliarden Dollar.
Unternehmen, die wieder in das Übernahmegeschäft einsteigen, machen das allerdings sehr vorsichtig. Sie befürchten, dass das Liquiditätsprogramm der Europäischen Zentralbank, das zu einer Entspannung in der Schuldenkrise beigetragen hat, letztlich zu gering ausgefallen ist, um die Probleme der Banken zu lösen.
"Die europäische Wirtschaft ist immer noch sehr stark auf die Hilfe der Europäischen Zentralbank angewiesen, es gibt immer noch jede Menge Bedenken, dass wir die Krise komplett überstanden haben," sagte Simon Warshaw vom Bereich Investmentbanking der UBS.
Die Übernahmen, die jetzt über die Bühne gehen, sind die weniger riskanten. "Bis wir wieder Übernahmen sehen, die nicht absolut sinnvoll und logisch sind, wird es noch sechs Monate oder mehr brauchen," so Warshaw weiter.
Übernahmen und Fusionen mit US-Beteiligungen hatten im ersten Quartal einen Wert von nahezu 157 Milliarden Dollar - rund ein Drittel weniger als noch ein Jahr zuvor. In Europa und Asien, exklusive Japan, sank der Wert um 9 beziehungsweise 14 Prozent auf rund 170 Milliarden beziehungsweise knapp 72 Milliarden Dollar.
Das geringe Interesse an Übernahmen und Fusionen ließ auch die Einnahmen der Wall-Street-Banken sinken. Ihr weltweiter M&A-Umsatz sank im ersten Quartal um rund ein Fünftel auf 3,6 Milliarden Dollar.
Platz eins bei den M&A-Deals nahm laut Dealogic im ersten Quartal J.P. Morgan Chase mit 68 Transaktionen im Wert von 129 Milliarden Dollar ein. Der Spitzenreiter des Vorjahres, Goldman Sachs, rutschte hinter Morgan Stanley auf Rang drei. Die beiden Kreditinstitute Deutsche Bank und Citigroup folgen auf den Rängen.

GoldenSnuff
02.04.2012, 13:02
Deutschland leiht sich weiter Geld fast zum Nulltarif

Berlin, 02. Apr (Reuters) - Deutschland hat sich erneut frisches Geld fast zum Nulltarif geliehen. Die Auktion von Bundesschatzanweisungen mit einer Laufzeit von sechs Monaten spülte 3,27 Milliarden Euro in die Staatskasse, teilte die mit dem Schuldenmanagement des Bundes betraute Finanzagentur am Montag mit. Die Anleger begnügten sich mit einem Zins von 0,0662 Prozent. Das ist etwas mehr als im März mit 0,053 Prozent, aber weniger als im Februar mit 0,076 Prozent. Im Januar hatten die von der Euro-Krise verschreckten Investoren dem deutschen Staat sogar Geld gezahlt, um an die als praktisch ausfallsicher geltenden Papiere zu gelangen: Der Zins lag damals bei minus 0,012 Prozent.
Der Appetit der Anleger nach den Papieren nahm leicht ab. Die Auktion war 1,4-fach überzeichnet. Im März hatte die Nachfrage das Angebot um das 1,6-fache übertroffen.
Deutschland gilt bei Anlegern als sicherer Hafen. Sie sind deshalb bereit, auf Rendite zu verzichten. Als eines der wenigen Industrieländer wird die Bundesrepublik von den drei großen Ratingagenturen mit der höchsten Bonitätsnote "AAA" bewertet.

PremiumS
02.04.2012, 13:35
Mersch will aus geldpolitischen Sondermaßnahmen aussteigen

DJ EZB/Mersch will aus geldpolitischen Sondermaßnahmen aussteigen

BRÜSSEL (Dow Jones) - Die Märkte für europäische Staatsanleihen bleiben nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Yves Mersch weiter angespannt. Trotzdem sollten sich die Politiker der Eurozone darauf konzentrieren, nach und nach zur Normalität zurückkehren. "Im Sog der Krise wurden außergewöhnliche Maßnahmen beschlossen, die per Definition zeitlich begrenzt sind. Diesen sollte eine Rückkehr zu einer normalen Geldpolitik folgen", schrieb Yves Mersch im Vorwort zum Jahresbericht der Luxemburger Zentralbank. Er begleitet neben seinem Mandat bei der Europäischen Zentralbank (EZB) den Chefposten der Banque centrale du Luxembourg.

"Die Aufgabe lautet, Vertrauen zurückzugewinnen und das Funktionieren der Geldpolitik sicherzustellen, damit die Realwirtschaft finanziert werden kann", hieß es weiter. Der Währungshüter drängte darauf, dass der beschlossene Fiskalpakt unverzüglich in allen Ländern umgesetzt werden soll.

Es sei aber noch ein langer Weg zurückzulegen. "Die Spannungen auf den Staatsanleihemärkten bleiben, die Wirtschaft ist nach wie vor angeschlagen." Mersch, der ein heißer Anwärter für die Nachfolge von Jose Manuel Gonzalez-Paramo im EZB-Direktorium ist, bezeichnete den Dreijahrestender vom Dezember als "beachtlichen Erfolg".

-Von Frances Robinson, Dow Jones Newswires,

+49 (0)69 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/chg/hab

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

PremiumS
02.04.2012, 13:35
MÄRKTE EUROPA/DAX gibt Gewinne ab - Schwäche aus dem Süden

FRANKFURT (Dow Jones) - Nach einem Start mit Kursgewinnen von bis zu 1,1 Prozent holen den DAX bis zum Montagmittag die Konjunkturschwäche und die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder ein. Nachdem der Leitindex zwischenzeitlich gar auf negatives Terrain abgedriftet ist, arbeitet er sich bis 12.07 Uhr aber wieder ins Plus vor und zieht um 0,3 Prozent auf 6.968 Punkte an. Die Schwäche kommt dabei von den südeuropäischen Börsen, die bereits die Aufwärtsbewegung am Vormittag nicht mitgemacht haben: So sinkt der griechische ATHEX um 2,3 Prozent, der spanische IBEX um 1,4 Prozent und der italienische MIB um 1,3 Prozent.

Als Auslöser des Kursrutschs machen Marktteilnehmer die zweite Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe des Euroraums aus, die auf den zweiten Blick Grund zur Sorge seien. So merken die Analysten von IHS Global Insight an, dass die Schwäche weit verbreitet gewesen sei. Lediglich in Irland und Österreich sei die Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe nicht gesunken. Bedenklich stimme, dass sie in Frankreich so schnell wie seit 33 Monaten nicht mehr zurückgegangen sei. Unter dem Strich seien die Zahlen enttäuschend und verstärkten die Sorge, dass die Wirtschaftsleistung im Gemeinsamen Währungsgebiet im ersten Quartal gesunken sei. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im Schlussvierteljahr 2011 bereits um 0,3 Prozent gesunken sei, befände sich der Euroraum damit wieder in der Rezession.

Furcht vor "harter Landung" in China lässt nach

Noch am Morgen sorgte vor allem der Einkaufsmanagerindex der chinesischen Regierung für überwiegend gute Stimmung. Er stieg im März überraschend auf 53,1 von 51,0 Punkten im Vormonat. Damit hat der Frühindikator nicht nur die Markterwartung von 50,8 Punkten deutlich übertroffen, sondern auch den höchsten Stand seit zwölf Monaten markiert. "Die Daten dürften für Wagemut und einen guten Start in das neue Quartal sorgen", sagte Mike Jones, Devisenstratege bei BNZ im neuseeländischen Wellington. Die Sorge um eine "harte Landung" der mittlerweile zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt würden damit etwas zerstreut.

Auf der Devisenseite erholt sich der Yen von der vorangegangenen Schwäche zu Dollar und Euro. Das Geschäftsklima unter den großen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes Japans hat sich im ersten Quartal entgegen den Erwartungen nicht verbessert. Laut dem vierteljährlich von der Bank of Japan vorgelegten Tankan-Bericht verharrte der Index, der die Lagebeurteilung der Unternehmen abbildet, auf dem im Dezember verzeichneten Niveau von minus 4 Punkten. Ökonomen hatten hingegen mit einem Anstieg auf minus 1 Punkt gerechnet. "Das hat die Sorge vor neuen quantitaiven Lockerungen durch die Bank of Japan geschürt", sagte ein Devisenhändler. Mit dem allgemeinen Wechsel in den "Risiko-aus-Modus" habe die japanische Landeswährung dann aber wieder angezogen.

ISM entscheidet am Nachmittag über die Richtung

Die letztliche Entscheidung über die Richtung an den europäischen Börsen dürfte allerdings erst am Nachmittag fallen. Dann steht mit dem ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe der wichtigste Frühindikator für die USA auf dem Programm. Nachdem bereits die regionalen Stimmungsindizes aus New York und Philadelphia gestiegen sind, rechnen Volkswirte mit einem auf 53,0 von 52,4 Punkten im Februar anziehenden ISM-Index.

Nachrichten zu einzelnen Unternehmen muss man am Montagvormittag allerdings suchen wie weiland Diogenes mit der Laterne. Gekauft werden weiter BMW, die sich um 1,2 Prozent auf 68,26 Euro verteuern. Im Tageshoch haben sie bereits die 69,03 Euro gesehen. China ist für den Hersteller von Luxusautomobilen mittlerweile einer der wichtigsten Märkte. Deutsche Post legen um 1,6 Prozent auf 14,66 Euro zu. Die Deutsche Bank hat die Kaufempfehlung für die Aktien auf "Buy" von "Hold" angehoben. Hinsichtlich des Briefgeschäfts herrsche mehr Klarheit.

Unter Druck stehen hingegen die Aktien von Kreditinstituten: Deutsche Bank geben um 1,2 Prozent auf 36,86 Euro nach, Commerzbank verbilligen sich um 0,7 Prozent auf 1,89 Euro. Händler verweisen auf einen Bericht der Financial Times, nach dem einige Banken die Mittel aus den Dreijahrestendern der Europäischen Zentralbank vorzeitig zurückzahlen könnten. Gerade die Bereitstellung dieser zusätzlichen Liquidität hat Analysten zufolge aber einen Kollaps des europäischen Finanzsystems verhindert.

INDEX Stand +-%
Euro-Stoxx-50 2.465,62 -0,47%
Stoxx-50 2.455,45 -0,13%
DAX 6.965,47 +0,27%
FTSE 5.768,93 +0,01%
CAC 3.413,05 -0,31%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 137,99 -3

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 7.00 Uhr Fr, 18.00 Uhr
EUR/USD 1,3357 0,14% 1,3339 1,3334
EUR/JPY 110,5132 -0,23% 110,7725 109,7927
EUR/CHF 1,2043 0,01% 1,2042 1,2034
USD/JPY 82,7410 -0,35% 83,0350 82,3550
GBP/USD 1,6043 0,31% 1,5993 1,5986


DJG/jej/kko

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

PremiumS
02.04.2012, 13:36
Drillisch bringt Aktienrückkaufprogramm zum Abschluss

Maintal (BoerseGo.de) - Der Mobilfunkanbieter Drillisch hat den im November angekündigten Aktienrückkauf abgeschlossen. Das Aktienrückkaufprogramm, das der Vorstand auf der Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2010 im November 2011 begonnen hat, wurde am 30. März 2012 abgeschlossen, teilte die TecDAX-Gesellschaft am Montagmorgen mit.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms wurden bis zum 30. März 2012 insgesamt 1.526.783 Aktien zu einem Gesamtpreis von ca. 9.708 Millionen Euro (ohne Nebenkosten) erworben. Dies entspricht einem Anteil von 2,87 Prozent am Grundkapital der Gesellschaft. Der durchschnittliche Kaufpreis pro Aktie lag bei 6,36 Euro. Der Rückkauf erfolgte über die Börse.

GoldenSnuff
02.04.2012, 17:00
*DJ US ISM Mar Manufacturing PMI 53.4 Vs Feb 52.4
*DJ US ISM Mar Manufacturing PMI Expected 53.0

GoldenSnuff
02.04.2012, 17:00
*DJ US Construction Spending -1.1% In Feb; Consensus +0.7%

GoldenSnuff
02.04.2012, 19:40
*KAUDER SAYS NO NEED TO CONSIDER EU AID FOR SPAIN NOW

GoldenSnuff
02.04.2012, 19:47
DJ TOP EU: Griechenland und Umtauschverweigerer pokern weiter

ATHEN (Dow Jones)--Die Mehrheit der Privatgläubiger, die nach ausländischem Recht begebene griechische Staatsanleihen besitzen, hat sich bisher nicht an dem Umtauschprogramm beteiligt. Das Programm ist Teil des Anfang März besiegelten Schuldenerlasses für Griechenland. Der Großteil des Haircuts betrifft Anleihen, die nach griechischem Recht begeben wurden und deren Umtausch in neue Bonds mit weniger als der Hälfte des Wertes durch juristischen Zwang erzielt wurde. Diese Möglichkeit ist für die Regierung in Athen bei den nach ausländischem Recht emittierten Papieren viel schwieriger gangbar. Deshalb wird jetzt die Frist für eine freiwillige Beteiligung der Investoren verlängert. Insgesamt handelt es sich um Papiere mit einem Volumen von 18 Milliarden Euro.
Die staatliche Schuldenagentur PDMA teilte mit, dass Gläubiger, die 20 der 36 relevanten Anleihereihen halten, entweder gegen den Schuldenschnitt gestimmt oder nicht die nötigen Änderungen in den Verträgen gebilligt haben. Die Erklärung kommt nach mehreren Treffen der privaten Gläubiger zwischen dem 27. und dem 29. März. Griechenland gibt den Investoren nunmehr bis zum 18. April Zeit, sich an dem Schuldenerlass zu beteiligen. Die ursprüngliche Frist endet am Mittwoch, den 4. April.
In der vergangenen Woche hatten die Finanzminister der Eurogruppe in einer Erklärung verbreiten lassen, dass sie Griechenland auch unterstützen, wenn das Land seine Verpflichtungen in diesem Fall nicht bedient. Am 15. Mai muss Griechenland eine dieser Anleihereihen im Volumen von 450 Millionen Euro ausbezahlen.
Ein Zahlungsausfall bei den nach ausländischem Recht begebenen griechischen Staatsanleihen würde keinen Zahlungsausfall nach den Bestimmungen der neuen Staatsanleihen darstellen, denn das im März vom griechischen Parlament verabschiedete Anleihengesetz enthält keine wechselseitige Drittverzugsklausel, wonach ein Zahlungsausfall bei einer Anleihenserie automatisch einen Zahlungsausfall des ganzen Landes nach sich zieht.
Die verstaatlichte niederländische Bank ABN Amro, die 1,3 Milliarden Euro dieser Papiere nach ausländischem Recht hält, hat sich bislang noch nicht entschieden, wie sie weiter vorgehen will. Ein Sprecher der Bank bestätigte, dass ABN Amro seine Staatsanleihen noch nicht zum Tausch angeboten hat. Es werde derzeit noch beraten, wie auf das Umtauschangebot regiert werde.
Das Problem der sogenannten "Holdouts" ist auch bei der Staatspleite Argentiniens im Jahr 2002 aufgetreten. Nur rund 90 Prozent der Gläubiger haben die Umtauschangebote wahrgenommen. Die restlichen Gläubiger bestehen weiter auf einer vollen Rückzahlung ihrer Papiere inklusive Zins und Zinseszins und haben Gerichtsurteile in den USA erstritten. Vor einer Rückkehr an die internationalen Kapitalmärkte muss Argentinien dieses Problem lösen, ansonsten könnten die Gläubiger in die Zahlungsströme von neuen Anleiheemissionen hineinpfänden.

GoldenSnuff
02.04.2012, 19:48
EZB kauft erneut keine Staatsanleihen

Frankfurt, 02. Apr (Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in der vergangenen Woche ungeachtet des wieder gestiegenen Drucks an den Anleihemärkten abermals keine Staatspapiere von Euro-Ländern erworben. Das teilte die EZB am Montag in Frankfurt mit. Es ist das sechste Mal innerhalb der vergangenen sieben Wochen, dass die Notenbank keine Anleihen kaufte. Insgesamt hat sie durch das vor knapp zwei Jahren wegen Griechenland begonnenen Programms Staatstitel für 213,5 Milliarden Euro in den Büchern.
Dass die EZB derzeit so gut wie gar nicht aktiv ist am Staatsanleihenmarkt liegt daran, dass das Vertrauen der Marktakteure nach zwei lang laufenden Refinanzierungsgeschäften vor Weihnachten und Ende Februar wieder deutlich zugenommen hat. Zuletzt war der Druck der Kapitalmärkte auf Spanien und Italien aber wieder gestiegen. Einige Fachleute halten es daher nicht für ausgeschlossen, dass die Zentralbank wieder Bonds kaufen könnte oder dies bereits getan hat. Die EZB macht einmal pro Woche publik, in welchem Volumen sie Anleihen gekauft hat - dabei gibt es aber eine Verzögerung von einigen Tagen.

PremiumS
02.04.2012, 20:49
Ex-Chef Claassen verklagt insolvente Solar Millennium auf Schadenersatz

ERLANGEN (Dow Jones)--Der juristische Streit zwischen der insolventen Solar Millennium AG und ihrem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Utz Claassen geht weiter. Der Manager, der im März 2012 nach nur 74 Tagen im Amt zurückgetreten war, fordert von Solar Millennium und einigen Tochtergesellschaften in den USA 265 Millionen Dollar Schadenersatz, wie das Unternehmen mitteilte. Verantwortliche des Konzerns hätten durch rufschädigende Äußerungen gegenüber Öffentlichkeit und Presse nach seinem Ausscheiden Claassens Reputation als Manager geschädigt, lautet die Begründung in der Klageschrift. Infolgedessen habe er seitdem keine adäquaten Mandate mehr bekommen.

Der frühere EnBW-Chef hatte seinerzeit eine Antrittsprämie von 9 Millionen Euro kassiert, die er auch nach seinem raschen Rücktritt behalten hat. Nachdem der Versuch des Aufsichtsrats, Claassen zur Rückzahlung zu bewegen, gescheitert war, reichte Solar Millennium beim Landgericht Nürnberg Klage gegen den ehemaligen Chef ein.

Die Klage Claassens werde derzeit vom Insolvenzverwalter Volker Böhm und den betroffenen Tochtergesellschaften rechtlich geprüft, teilte Solar Millennium weiter mit. Auf das deutsche Insolvenzverfahren habe die Klage keine unmittelbaren Auswirkungen. Selbst wenn Claassen tatsächlich mit seiner Klage Erfolg haben sollte, wäre er gegenüber der Solar Millennium AG nur Insolvenzgläubiger und müsste die erstrittene Summe zur Insolvenztabelle anmelden. Ob die Forderung vom Insolvenzverwalter auch anerkannt werden würde, wäre dann nach deutschem Recht zu prüfen.

Solar Millennium hat im Dezember Insolvenz anmelden müssen. Einer der Stolpersteine war das US-Geschäft. Der Ausflug des Unternehmens in die USA war von Anfang an glücklos. Hier hatte der Konzern zunächst auf den Hoffnungsträger Solarthermie gesetzt. Dann wechselte Solar Millennium aber die Pferde und wollte sich stattdessen auf die weiter verbreitete Photovoltaik konzentrieren. Auch dies blieb jedoch erfolglos.

Mittlerweile hat der Konzern auch für die Töchter in den USA Gläubigerschutz beantragt. Damit wolle der Insolvenzverwalter einen geordneten Verkaufsprozess für die amerikanischen Projekte ermöglichen, hieß es. Ziel sei es weiterhin, die US-Projekte im Interesse der Gläubiger bestmöglich zu verwerten. Bei einem Verkauf der US-Beteiligungen bestünden insbesondere gute Aussichten, dass eine bar hinterlegte Bürgschaft in Millionenhöhe in das Vermögen der Solar Millennium AG zurückfließt.

PremiumS
02.04.2012, 22:03
SocGen krempelt Geschäfts- und Investmentbank um

--Restrukturierung bedeutet Strategiewechsel für SocGen
--Auch BNP Paribas und Credit Agricole machen tiefgreifende Änderungen durch

PARIS (Dow Jones)--Strategiewechsel bei Frankreichs zweitgrößter Bank: Die Societe Generale (SocGen) will ihre Geschäfts- und Investmentbank neu ausrichten. Sie will sich damit an das stark veränderte finanzielle und regulatorische Umfeld in Europa anzupassen.

Die Societe Generale SA steckt schon Mitten in der Restrukturierung, um ihre Kapitalpolster zu stärken und die neuen, strikteren Kapitalvorgaben der EU zu erfüllen. Europäische Banken müssen bis Ende 2013 eine Eigenkapitalquote von 9 Prozent ausweisen. Um dies zu schaffen, verringern die Banken lieber ihre Bilanzen als sich frisches Geld vom Kapitalmarkt zu holen. Das Institut will mit Asset-Verkäufen und Sparmaßnahmen bis 2013 4 Milliarden Euro freisetzen.

Mit der Restrukturierung ist die SocGen nicht allein. Auch die heimischen Konkurrenten BNP Paribas und Credit Agricole machen gerade Veränderungen durch. Sie bauen Tausende von Stellen ab, ziehen sich aus vielen Ländern zurück und stellen bestimmte Geschäftsbereiche ein.

Mit den Änderungen bei der Geschäfts- und Investmentbank sollen die Synergien zwischen den verschiedenen Geschäftsfeldern gestärkt werden, hieß es. Die Organisation wird gestrafft, zudem erhält der Bereich mit Vincent Mortier einen neuen Finanzvorstand.

SocGen wird auch weiterhin Kredite ausgeben. In Zukunft sollen diese Kredite aber nicht wie zuvor in den Büchern bleiben. Stattdessen werden sie an einen Investor verkauft, um sie aus der Bilanz herauszuhalten. Die französischen Banken testen derzeit, wie die in neue Finanzprodukte gewandeten Kredite ankommen. Allerdings müssen sie Befürchtungen zerstreuen, was das Risiko angeht. Es drängen sich nämlich Ähnlichkeiten mit den hypothekenbesicherten Wertpapieren auf, die für die Finanzkrise seinerzeit mitverantwortlich waren.

PremiumS
03.04.2012, 08:41
03.04.2012 | 07:13

MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich trotz positiver Konjunktursignale

SYDNEY (Dow Jones)--Ohne einheitliche Tendenz zeigen sich die ostasiatischen Finanzmärkte am Dienstag im Handelsverlauf. Der besser als erwartet ausgefallenen ISM-Index des Verarbeitenden US-Gewerbes sorgt zwar für eine Stimmungsaufhellung unter den Börsianern, allerdings wird die Tokioter Börse vom wieder erstarkten Yen gebremst. Der japanische Nikkei-225-Index verliert denn auch 0,5 Prozent. Einige Teilnehmer erklären das Minus aber auch mit einer Atempause des Marktes nach dem hervorragend gelaufenen ersten Quartal. Hongkong und Seoul tendieren freundlich, in Schanghai findet feiertagsbedingt erneut kein Handel statt.

"Die Märkte handeln etwas höher wegen der jüngsten positiven Konjunkturdaten aus den USA und China", so Ben Kwong, COO von KGI Asia, auch im Rückblick auf den am Wochenende besser als erwartet ausgefallenen offiziellen ISM-Index aus China. Viele Teilnehmer zögen sich aber angesichts der nahenden Feiertage etwas zurück, ergänzt er. Zudem stünden in der kommenden Woche wieder wichtige Konjunkturdaten an. Unter anderem werden die Börsen in Hongkong und Sydney am Freitag geschlossen bleiben und erst wieder am Mittwoch öffnen.

Der Yen klettert zum Dollar auf den höchsten Stand seit rund einem Monat, ein Dollar kostet 81,82 Yen nach 82,21 Yen am Vorabend in den USA. Das belastet die Kurse exportsensitiver japanischer Aktien wie Fuji Heavy Industries, Toyota Motor, Sharp und Sony, die zwischen 1 und 2,5 Prozent verlieren. Olympus verlieren 1,2 Prozent. Bei dem von einem Bilanzskandal gebeutelten Unternehmen hat der frühere Präsident Michael Woodford einer Nachrichtenagentur zufolge für die außerordentliche Hauptversammlung am 20. April eine "Überraschung" angekündigt.

Im Immobiliensektor leiden Sumitomo Realty & Development unter der Ankündigung, im Volumen von mehr als 7,3 Milliarden Dollar im Großraum Tokio fünf Großprojekte angehen zu wollen.

Im Seoul gewinnen die Technologieschwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix (ehemals Hynix Semiconductor) jeweils rund 1 Prozent an Wert. Im Vorgriff auf die Bekanntgabe der US-Automobilabsätze im März sind auch Autowerte gesucht. Für Hyundai Motor geht es um 3,8 Prozent nach oben, Kia Motors legen um 2,1 Prozent zu. Die Analysten der Deutschen Bank rechnen mit soliden Absatzzahlen.

In Sydney und Hongkong legen Rohstofftitel wie Rio Tinto, Jiangxi Copper und Angang Steel zu. Hier stützten die vor dem Hintergrund des schwächeren Dollar gestiegenen Rohstoffpreise, heißt es. Unterdessen hat die australische Notenbank wie erwartet den Leitzins von derzeit 4,25 Prozent unverändert belassen.

In Hongkong tragen auch Bankenaktien mit Kursgewinnen zum Plus des HSI bei. "Der Markt in Hongkong hat schon ein bisschen korrigiert, so dass wie nun eine kleine Gegenbewegung sehen", befindet Kwong.

INDEX ............ Stand +/- %
Nikkei-225 ....... 10.052,37 -0,57%
Hang-Seng-Index .... 20.621,47 +0,48%
Shanghai-Composite Kein Handel
Kospi ........... 2.046,14 +0,83%
Straits-Times ...... 3.012,99 -0,10%
S&P/ASX 200 ....... 4.340,80 +0,27%

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr
EUR/USD 1,3336 +0,1% 1,3318
EUR/JPY 109,2647 -0,0% 109,3112
USD/JPY 81,9140 -0,2% 82,1050
USD/KRW 1122,9500 -0,3% 1125,9500
USD/CNY 6,2985 -0,0% 6,2985
AUD/USD 1,0413 +0,0% 1,0410
DJG/DJN/gos

(END) Dow Jones Newswires

April 03, 2012 00:40 ET (04:40 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.


© 2012 Dow Jones News

PremiumS
03.04.2012, 08:41
03.04.2012 | 06:16

Schwerer Gang für Ex-Börsenstar - Q-Cells stellt Insolvenzantrag

Der hoch verschuldete Solarkonzern Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) will heute (Dienstag) beim Amtsgericht Dessau die Insolvenz beantragen. Das hatte das börsennotierte Unternehmen am Montag angekündigt. Das Management wolle mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter an einem Fortbestand des Unternehmens arbeiten. Unklar ist bislang, welche Auswirkungen eine Insolvenz auf die Arbeitsplätze haben wird. Q-Cells direkt beschäftigt nach Angaben einer Sprecherin 1.300 Menschen, weitere 400 bei der Solarfirma Solibro und 500 Mitarbeiter in Malaysia. Rund 100 Menschen seien weltweit für das Unternehmen tätig.

Unterdessen geben die Grünen der Bundesregierung eine Teilschuld an der Insolvenz der Solarfirma. "Die Probleme von Q-Cells lassen eine weitere Alarmglocke läuten, dass hier eine Zukunftsbranche in Deutschland zerstört wird", sagte die Vorsitzende der grünen Bundestags-Fraktion, Renate Künast, der Frankfurter Rundschau (Dienstag). "Ich erwarte jetzt, dass der Wirtschaftsminister sehr schnell das Gespräch mit der Branche sucht", sagte Künast an die Adresse von Philipp Rösler (FDP). "Die Welt setzt auf die solare Zukunft, wir dürfen jetzt nicht zusehen, wie Deutschland aus diesem Zukunftsmarkt gedrängt wird", sagte Künast.

Nach Solarhybrid, Solar Millennium und Solon ist Q-Cells die vierte größere Pleite in der deutschen Solarbranche. Die Unternehmen leiden unter Förderkürzungen sowie einem starken Preisverfall, der auch auf Konkurrenz aus China zurückgeht. C-Cells hatte am Freitag sein Sanierungskonzept für gescheitert erklärt. Grund sei ein Rechtsstreit mit Gläubigern. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff appellierte nach der Insolvenzankündigung an die Minderheitsgläubiger, doch noch dem Sanierungskonzept zuzustimmen und die Insolvenz abzuwenden.

Für den Fall, dass die Insolvenz unumgänglich sei, müsse alles daran gesetzt werden, die Arbeitsplätze zu erhalten, sagte der Regierungschef. Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) sagte der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstag): "Wenn es bei Q-Cells die Chance zur Restrukturierung gibt, sollte man sie nutzen. Da ist natürlich zunächst das Unternehmen selbst gefragt. Wir sind - was mögliche Hilfen angeht - gesprächsbereit".

2011 hatte Q-Cells, einst an der Frankfurter Börse als Neuling gefeiert sowie mit Preisen für unternehmerisches Handeln ausgezeichnet, einen Verlust von 846 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz war in dem Geschäftsjahr laut Bericht um ein Viertel auf rund eine Milliarde Euro eingebrochen./pb/DP/stb

ISIN DE0005558662 DE0007471195 DE0007218406

AXC0010 2012-04-03/06:16


© 2012 dpa-AFX

PremiumS
03.04.2012, 08:43
PRESSESPIEGEL/Unternehmen

ALLIANZ
ALV (840400)
- Die Allianz Deutschland macht eine Kehrtwende bei der Bearbeitung von Versicherungsfällen. Künftig soll wieder ein einzelner Sachbearbeiter einen Schaden von Anfang bis Ende abwickeln, anstatt wie zurzeit eine Reihe von Mitarbeitern. Außerdem verantworten künftig wieder die operativen Versicherer die Schadensbearbeitung, nicht mehr allein der zentrale Bereich. (FTD S. 15)

BASF
BAS (BASF11)
- Der Chemiekonzern BASF hat im ersten Quartal einen Buchgewinn von 600 Millionen Euro aus der Abgabe von Düngemittelaktivitäten verbucht. Dabei geht es um einen Wert vor Steuern. Der Verkauf des Geschäfts an die russische Eurochem sei wie geplant zum 31. März abgeschlossen worden. (Börsen-Zeitung S. 9)

LEONI
LEO (540888)
- Wegen der wachsenden Nachfrage in Ostasien plant der deutsche Automobilzulieferer Leoni den Bau zweier Werke in der Region. Eine Fertigung ist in Peking geplant sowie erstmals eine Fabrik in Vietnam. (FAZ S. 12)

EVONIK - Die Wirtschaft fordert von der Politik, den Ausbau der Stromnetze zu beschleunigen. Andernfalls drohe die Energiewende zu scheitern. "In diesem Jahr muss die entscheidende Weichenstellung erfolgen", schreibt der Chef des Chemiekonzerns Evonik, Klaus Engel. (Handelsblatt S. 56)

PROSIEBENSAT.1
PSM (777117)
- Deutschlands größte Sendergruppe ProSiebenSat.1 hat die Fernsehrechte des Kinoerfolgs "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" gekauft. "Im Januar sah ich den Rohschnitt von Lionsgate. Nach der Vorführung war mir klar: das wird ein Knaller", sagte Konzerneinkaufschef Rüdiger Böss. Der moderne Gladiatoren-Film wird voraussichtlich Anfang 2014 auf ProSieben laufen. (Handelsblatt S. 25)

ARD - Ein gemeinsames Onlinevideoportal von ARD und ZDF mit dem Arbeitstitel Germany´s Gold steht kurz vor dem Start. In den nächsten ein bis zwei Monaten werde man einen Geschäftsführer einstellen und das Unternehmen formell gründen, sagte Moritz von Kruedener von der beteiligten Filmfirma Beta. (FTD S. 7)

EADS
EAD (938914)
- Die Verteidigungssparte des Luftfahrtkonzerns EADS feilt an weiteren Konzepten, um sich auf die neuen Verhältnisse auf den durch Staatsaufträge geprägten Märkten einzustellen. "Es wird weitere Programme geben, die auf die derzeit laufende Transformation aufgesetzt werden", kündigte Stefan Zolle, Vorstandsvorsitzender von Cassidian, an. (FAZ S. 15)

MICROSOFT
MSF (870747)
- Der US-Softwarekonzern Microsoft flüchtet vor der komplizierten und strengen deutschen Patentrechtsprechung und verlagert aus Sorge wegen eines anstehenden Urteils im Patentstreit mit Motorola Mobility sein europäisches Auslieferungszentrum in die Niederlande. (FTD S. 3)

PremiumS
03.04.2012, 09:11
Börsenaufsicht SEC nimmt Groupon unter die Lupe - Kreise

NEW YORK (Dow Jones)--Die amerikanische Börsenaufsicht SEC nimmt sich Groupon vor. Das berichtet eine mit dem Vorgang vertraute Person. Der Gutschein-Anbieter hatte am vergangenen Freitag Umsatz und Gewinn für das vierte Quartal nachträglich gesenkt.

Noch soll sich die Untersuchung in einer frühen Phase befinden, die SEC hat keine offizielle Ermittlung eröffnet. Es ist aber nicht das erste Mal, dass der Gutscheine-Anbieter unsauber gerechnet hat. Schon vor dem Börsengang im vergangenen November hatte Groupon seine Geschäftszahlen zweimal korrigieren müssen.

Als Reaktion auf die neuerlichen Buchhaltungsprobleme fiel die Groupon-Aktie am Montag an der US-Börse um fast 17 Prozent auf 15,27 US-Dollar. Beim Börsengang war die Aktie 20 Dollar noch wert. Chief Executive Andrew Mason und Finanzchef Jason Child bemühten sich vergeblich um Schadensbegrenzung.

Noch steht das Unternehmen zu Child, der von Analysten und Anlegern für seine Leistungen heftig kritisiert wird. Aus Firmenkreisen heißt es, Mason und andere Spitzenmanager stünden weiterhin hinter ihm.

Am Freitag hatte Groupon erklärt, dass es sein Ergebnis für das vierte Quartal nachträglich korrigieren musste. Das lag unter anderem an der enormen Umtauschwelle nach Weihnachten, mit dem das Unternehmen nicht gerechnet hatte. Der Umsatz fiel demnach um 14,3 Millionen Dollar geringer als zunächst bekannt gegeben, der Verlust war sogar 22,6 Millionen Dollar größer.

Im Februar hatte Groupon festgestellt, dass eine große Anzahl der Kunden ihre im Weihnachtsgeschäft erworbenen Gutscheine im Januar wieder umgetauscht hatte. Das 2008 gegründete Unternehmen hatte für diesen Fall nicht vorgesorgt und nicht genug Barreserven vorgehalten. Am Freitag erklärte Groupon zudem, es gebe "ravierende Schwächen bei den internen Kontrollen".

Neben Ernst & Young hat Groupon jetzt mit KPMG einen zweiten Rechnungsprüfer beauftragt. KPMG soll Groupon mit den Sarbanes-Oxley-Regeln für börsennotierte Unternehmen konform machen. Zusätzlich will Groupon weiteres Personal für seine Buchhaltung einstellen, so eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Die Korrektur der Geschäftszahlen werfe die Frage auf, "ob es bei Groupon überhaupt eine Unternehmensführung gibt", schrieben die Professoren Anthony Catanach und Ed Ketz in ihrem Blog. Andere sehen die Schuld in Groupons rasantem Wachstum. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei 1,62 Milliarden US-Dollar, 2009 waren es noch 14,5 Millionen. Vor dem Börsengang musste das Unternehmen seine Buchführung bereits zwei Mal umstellen, um den Vorschriften der SEC zu entsprechen.

"Ich sehe das als Wachstumsschmerz an", sagt ein Groupon-Anleger. "Das ist wie bei einem Schulkind, der in der zehnten Klasse 1,50 Meter groß ist und in der zwölften Klasse 2,10 Meter."

Doch der Kern des jüngsten Problems ist das "Groupon-Versprechen". Das sieht vor, dass jeder Kunde seine Gutscheine umtauschen kann. Daran will das Unternehmen auch in Zukunft nicht rütteln.

PremiumS
03.04.2012, 09:12
MORNING BRIEFING - USA/Asien

DIENSTAG: In Schanghai bleiben die Börsen wegen des Totengedenkfests geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++
Chinas Notenbankgouverneur hat die US-Zentralbank aufgefordert, die globalen Nebenwirkungen ihrer sehr lockeren Geldpolitik zu berücksichtigen. Die USA müssten in Bezug auf ihre geldpolitischen Wertpapierkäufe zu einer verantwortungsbewussten Haltung kommen, sagte Zhou Xiaochuan. China hoffe, dass die beim Quantitative Easing geschaffene Liquidität in den USA bleibe, aber praktisch sei es so, dass ein Teil davon in die Schwellenländer fließe und so hohe Kapitalzuflüsse verursache. Zhou warnte zudem, dass die Weltwirtschaft erneut in eine Rezession fallen könnte. Es gebe bestimmte "neue Elemente", die in diese Richtung wirkten.

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
INDEX Stand +/- %
S&P-500-Future 1.413,50 +0,06%
Nasdaq-Future 2.779,50 +0,09%
Nikkei-225 10.050,99 -0,58%
Hang-Seng-Index 20.613,31 +0,44%
Shanghai-Composite Kein Handel
Kospi 2.049,12 +0,98%
S&P/ASX 200 4.334,60 +0,12%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Ohne einheitliche Tendenz zeigen sich die ostasiatischen Finanzmärkte. Der besser als erwartet ausgefallenen ISM-Index des Verarbeitenden US-Gewerbes sorgt zwar für eine Stimmungsaufhellung, allerdings wird die Tokioter Börse vom wieder erstarkten Yen gebremst. Einige Teilnehmer erklären das Minus aber auch mit einer Atempause des Marktes nach dem hervorragend gelaufenen ersten Quartal. Viele Teilnehmer zögen sich angesichts der nahenden Feiertage bereits etwas zurück, betont ein Beobachter. Der Yen klettert zum Dollar auf den höchsten Stand seit rund einem Monat. Das belastet die Kurse exportsensitiver japanischer Aktien. In Seoul gewinnen die Technologieschwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix jeweils rund 1 Prozent. In Sydney und Hongkong legen Rohstofftitel wie Rio Tinto, Jiangxi Copper und Angang Steel zu. Hier stützten die vor dem Hintergrund des schwächeren Dollar gestiegenen Rohstoffpreise, heißt es.

US-NACHBÖRSE
Nach dem Kursabsturz um rund 17 Prozent im regulären Handel hat sich die Groupon-Aktie am Montag nachbörslich gefangen. Auf nasdaq.com erholte sich der Kurs des auf Rabattangebote spezialisierten Internetunternehmens minimal um 0,5 Prozent auf 15,35 Dollar.

WALL STREET
Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs.
Dow Jones Industrial 13.264,49 +0,4% +52,45
S&P-500 1.419,04 +0,8% +10,57
Nasdaq-Composite 3.119,70 +0,9% +28,13
Nasdaq-100 2.784,42 +1,1% +29,15
Nasdaq-100 After Hours 2.782,85
Freundlich - Gut aufgenommene Daten zur US-Industrie haben der Wall Street am Montag einen freundlichen Quartalsauftakt beschert. Der Index der Einkaufsmanager fiel für den März leicht besser aus als erwartet. Avon Products haussierten um gut 17 Prozent, nachdem der Parfumhersteller Coty rund 10 Milliarden Dollar für das Kosmetikunternehmen geboten hat. Groupon wurden um knapp 17 Prozent niedriger gehandelt. Das auf Rabatt-Angebote spezialisierte Unternehmen musste sein Viertquartalsergebnis nach unten revidieren.

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr
EUR/USD 1,3340 +0,2% 1,3318
EUR/JPY 109,4746 +0,1% 109,3112
USD/JPY 82,0850 -0,0% 82,1050
USD/KRW 1121,7500 -0,4% 1125,9500
USD/CNY 6,2985 -0,0% 6,2985
AUD/USD 1,0403 -0,1% 1,0410

+++++ ROHSTOFFE +++++
ÖL
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs.
WTI/Nymex 104,85 105,23 -0,4 -0,38
Brent/ICE 124,98 125,43 -0,4 -0,45
Der Ölpreis machte einen beachtlichen Teil der Verluste aus der Vorwoche wieder gut. Der Ölpreis sei den Aktien gefolgt, die von KOnjunkturhoffnungen getragen wurden, sagten Beobachter. Der Preis für den Maikontrakt der Sorte WTI verbuchte einem kräftigen Anstieg von 2,21 Dollar oder 2,1 Prozent auf 105,23 Dollar.

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs.
Gold (Spot) 1.678,40 1.677,75 +0,0% +0,65
Silber (Spot) 33,01 33,00 +0,0% +0,01
Platin (Spot) 1.663,00 1.649,33 +0,8% +13,67
Kupfer-Future 3,92 3,92 -0,1% -0,00

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++
GELDPOLITIK AUSTRALIEN Australiens Zentralbank hat ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen. Der geldpolitische Schlüsselsatz liegt weiter bei 4,25 Prozent, wo er seit Dezember vergangenen Jahres steht.

KONJUNKTUR AUSTRALIEN Die Einzelhandelsumsätze in Australien sind im Februar saisonbereinigt wie prognostiziert um 0,2 Prozent gestiegen.

KONJUNKTUR BRASILIEN Der brasilianische Handelsbilanzüberschuss ist im März auf 2,02 von 1,72 Milliarden Dollar im Vormonat gestiegen.

KONJUNKTUR THAILAND Die thailändischen Verbraucherpreise sind im März im Monats- und Vorjahresvergleich etwas stärker gestiegen als erwartet. In der Kernrate stiegen sie zum Vorjahr um 2,77 Prozent.

BOEING Die angolanische Fluggesellschaft TAAG Linhas Aereas de Angola (Angola Airlines) hat bei Boeing drei Flugzeuge des Typs 777-300 bestellt. Der Auftragswert beläuft sich laut Listenpreis auf 895 Millionen Dollar.

DELL erweitert sein Portfolio für Geschäftskunden mit der Übernahme des Anbieters von Cloud-Computing-Software Wyse Technologies. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt.

ILLUMINA wehrt sich weiter gegen eine Übernahme durch Roche. Der Spezialist für Gensequenzierung lehnt auch die auf 51 von 44,50 US-Dollar je Aktie erhöhte Offerte von Roche ab. Mit dem Gebot sei Illumina deutlich unterbewertet.

PremiumS
03.04.2012, 09:13
PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

EUROZONE--Die Prognosen für die Wirtschaftsleistung im Euroraum wurden nochmals leicht nach unten revidiert. So wird sie sich in den ersten Monaten dieses Jahres in einer milden Rezession befinden, die sich in der zweiten Jahreshälfte aber auflösen dürfte, heißt es nach einer Prognose des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). (Börsen-Zeitung S. 7/Handelsblatt S. 16)

BANKEN--Die europäischen Banken werden auch in den kommenden Jahren noch auf die großzügige Bereitstellung von Krediten der Europäischen Zentralbank EZB angewiesen ein. Das ist ein zentrales Ergebnis einer Umfrage unter rund 850 institutionellen Investoren. (Handelsblatt S. 36)

EZB--Die Europäische Zentralbank EZB dürfte den Leitzins auf Monate hinaus unverändert lassen. Deshalb rückt für die nächste Ratssitzung die Debatte über die Rückführung der Kredithilfen in den Vordergrund. (FAZ S. 19)

ALTERSVORSORGE--Die Zukunft der betrieblichen Altersvorsorge steht auf dem Spiel. Union und FDP wollen zu strenge Regeln der EU-Kommission verhindern. Ansonsten droht ein Mehrbedarf von bis zu 40 Milliarden Euro. (Handelsblatt S. 34)

BETREUUNGSGELD--Die Kosten für das umstrittene Betreuungsgeld werden deutlich hoher ausfallen als von der Regierung bisher angenommen. Denn weit mehr Eltern könnten das Betreuungsgeld in Anspruch nehmen, als in konservativen Schätzungen der Koalition unterstellt, heißt es. (FTD S. 9)

PORTUGAL--Jens Sondergaard beobachtet für die japanische Großbank Nomura die europäische Wirtschaft und die Schuldenkrise in der Euro-Zone. Der Ökonom befürchtet, dass die Politik einen Schuldenschnitt für Portugal erwägt und appelliert an die Finanzminister der Euro-Zone, das Land weiter zu unterstützen. (Welt S. 10)

ZINSEN--Millionen Sparbuch-Besitzer verschenken viel Geld. Guthaben auf Sparbüchern brachten von 2002 bis Ende 2011 im Durchschnitt 0,99 Prozent Zinsen pro Jahr. Auf Tagesgeldkonten betrugen sie im gleichen Zeitraum das Doppelte. Die entgangenen Zinseinnahmen belaufen sich danach auf gut 10 Milliarden Euro, heißt es in einer Studie. (Süddeutsche Zeitung S. 17)

ARGENTINIEN--Argentinien gerät wegen seiner restriktiven Importpolitik immer stärker in die Kritik. Die USA, die EU, Japan und zehn weitere Länder haben nun bei der WTO eine umfassende Beschwerde über zunehmende Handelshemmnisse vorgebracht. (FAZ S. 11)

PremiumS
03.04.2012, 09:15
Oracle und Google steuern in Patentstreit auf Prozess zu

Dienstag, 3. April 2012, 07:46 Uhr

San Francisco (Reuters) - Der zunehmend verbitterte Patentstreit zwischen Google und Oracle läuft wohl auf einen Gerichtsprozess hinaus.

Die beiden US-Technologie-Giganten seien bei ihren Verhandlungen in eine ausweglose Situation geraten und sollten sich nun auf ein Verfahren vorbereiten, entschied am Montag der zuständige Richter, der keine weiteren Treffen mehr ansetzen wollte. Der Prozess soll am 16. April beginnen.

In dem Streit geht es um das Betriebssystem Android, das in Smartphones und Tablet-Computern eingesetzt wird und mit dem Google zu einer immer stärkeren Konkurrenz für Apple wird. Oracle wirft Google vor, bei der Entwicklung wissentlich Patent- und Urheberrechte seiner Java-Software verletzt zu haben und fordert Schadenersatz. Oracle hatte Anfang 2010 den Java-Erfinder Sun Microsystems übernommen. Google weist die Forderungen zurück. Oracle fordert von Google mehr als eine Milliarde Dollar Schadenersatz. Ursprünglich verlangte der Konzern sogar bis zu 6,1 Milliarden Dollar.

© Thomson Reuters 2012 Alle Rechte vorbehalten.

PremiumS
03.04.2012, 09:15
Phoenix Solar bangt weiter um Finanzierung

Sulzemoos (BoerseGo.de) – Bei dem angezählten Photovoltaik-Unternehmen Phoenix Solar verzögern sich die Verhandlungen um die Finanzierung. Der im Dezember aufgelegte Restrukturierungsplan habe wegen diverser Einschnitte "in einigen Schlüsselmärkten" in den vergangenen Wochen angepasst werden müssen, teilte das Unternehmen am Montagabend nach Xetra-Handelsschluss mit. Dieser Plan habe auch die Geschäftsentwicklung für die nächsten Jahre enthalten. Die Finanzierungsverhandlungen würden sich nun dadurch verzögern. „Das mit den Konsortialbanken und den anderen Kreditgebern und Warenkreditversicherern vereinbarte Stillhalteabkommen wurde Ende März verlängert, um die Finanzierungsverhandlungen auf Basis des angepassten Restrukturierungsplans fortführen zu können“, so die Gesellschaft.

Die Folge: Phoenix Solar verschiebt sowohl die Veröffentlichung der Jahresbilanz als auch des Quartalsberichtes. Die für den 25. April vorgesehene Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2011 verschiebe sich voraussichtlich um einige Wochen. Auch die für den 10. Mai vorgesehene Veröffentlichung des Berichts für das erste Quartal verzögere sich, hieß es. Für die ersten neun Monaten 2011 hatte das Unternehmen einen Verlust von 40,1 Millionen Euro ausgewiesen.

Die Solarbranche leidet unter massiven Überkapazitäten und einem drastischen Preisverfall bei Solarmodulen, der durch die Konkurrenz aus China ausgelöst wurde. Zusätzlich belastet, dass die Politik die Solarförderungen kappt. Je nach Anlage sollen die garantierten Abnahmepreise für Solarstrom um 20 bis 40 Prozent gesenkt werden. Der einst größte deutsche Solarkonzern Q-Cells hat am Montag angekündigt, am heutigen Dienstag Insolvenz anzumelden.

GoldenSnuff
03.04.2012, 09:58
DJ Japans Finanzminister hofft auf Fortschritte bei IWF-Aufstockung

TOKIO (Dow Jones)--Der japanische Finanzminister hofft auf Fortschritte bei der Aufstockung der Mittel des Internationalen Währungsfonds (IWF), um der Schuldenkrise in Europa zu begegnen. "Es wäre wünschenswert für die Finanzmärkte und die Weltwirtschaft, wenn es hier zu Fortschritten auf dem nächsten G-20-Treffen kommen würde", sagte Jun Azumi bei einer Pressekonferenz. Die G-20-Finanzminister treffen sich am 19. und 20. April in Washington.
Die Äußerungen Azumis kommen nach dem Beschluss der Eurogruppe, die eigenen Rettungsschirme mit einer kombinierten Kapazität von 700 Milliarden Euro auszustatten. Allerdings steht die Summe nicht effektiv zur Verfügung, so dass ein Teil der Beobachter befürchtet, die Anstrengungen könnten nicht ausreichend sein, um die G-20 zu mehr Engagement zu bewegen. Der japanische Finanzminister hatte die Einigung dennoch als "einen großen Schritt nach vorn begrüßt".
Azumi hielt sich allerdings zu der Frage bedeckt, wie viel Geld Japan dem IWF zusätzlich zur Verfügung stellen will, um Europa im Falle einer Verschlimmerung der Schuldenkrise zu unterstützen. "Wir würden uns hier gerne mit anderen Nationen wie den USA abstimmen, bevor wir über Details entscheiden." Mit dieser Frage müsse vorsichtig umgegangen werden, so Azumi weiter. Er kündigte während der Pressekonferenz außerdem an, seinen chinesischen Amtskollegen am kommenden Samstag zu treffen. Dabei könnte die Aufstockung der IWF-Mittel auch besprochen werden, aber andere Aspekte wie der Kauf chinesischer Staatsanleihen durch Japan stünden im Vordergrund.

GoldenSnuff
03.04.2012, 09:58
DJ Obama erwartet Bestätigung von Gesundheitsreform durch Supreme Court

WASHINGTON (AFP)--US-Präsident Barack Obama erwartet eine Bestätigung seiner Gesundheitsreform durch den Obersten Gerichtshof. Letztendlich sei er "zuversichtlich", dass der Supreme Court das "von einer starken Mehrheit in einem demokratisch gewählten Kongress verabschiedete Gesetz" aufrechterhalte, sagte Obama am Montagabend bei einer Pressekonferenz in Washington. Eine Zurückweisung der Reform durch die Obersten Richter wäre ein "noch nie dagewesener, außergewöhnlicher Schritt".
Die vor zwei Jahren verabschiedete Gesundheitsreform gilt als eines der wichtigsten innenpolitischen Anliegen Obamas und soll 32 Millionen unversicherten Bürgern Zugang zu einer Krankenversicherung ermöglichen. Herzstück des Gesetzes ist die Pflicht, ab 2014 gegen Androhung einer Strafzahlung eine Versicherung abzuschließen. Die konservative Mehrheit der neun Richter am Supreme Court hatte vergangene Woche während dreitägiger Anhörungen in Zweifel gezogen, dass dies mit der Verfassung vereinbar ist.
Sollte die Versicherungspflicht für verfassungswidrig erklärt werden, steht die gesamte Reform auf der Kippe. Die Entscheidung des Supreme Court wird zum Ende des Sitzungsjahres im Juni erwartet. Für Obama wäre ein Scheitern der Reform wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl ein herber Rückschlag.

GoldenSnuff
03.04.2012, 09:59
DJ Sachsen-Anhalt macht Q-Cells Hoffnung - Zeitung

HALLE (Dow Jones)--Sachsen-Anhalt macht der insolventen Q-Cells Hoffnung. Der Finanzminister des Bundeslandes, Jens Bullerjahn (SPD), schließt laut einem Zeitungsartikel im Unterschied zu Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) Landeshilfen für den Solarkonzern nicht aus. "Wenn es bei Q-Cells die Chance zur Restrukturierung gibt, sollte man sie nutzen", sagte Bullerjahn der Mitteldeutschen Zeitung. Zunächst sei zwar das Unternehmen selbst gefragt.
"Wir sind - was mögliche Hilfen angeht - gesprächsbereit", sagte Bullerjahn weiter. Als mögliche Unterstützung zählt er "Förderung, steuerliche Aspekte oder auch Bürgschaften" auf.
Bei dem Unternehmen aus Thalheim, das am heutigen Dienstag Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen will, war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

GoldenSnuff
03.04.2012, 09:59
DJ AUSBLICK/Solides Jobwachstum in den USA erwartet

FRANKFURT (Dow Jones)--Der US-Jobreport wird am Freitag wieder im Mittelpunkt des Geschehens stehen - doch nur die Investoren am US-Anleihenmarkt werden in einer verkürzten Sitzung auf die Daten reagieren können. Denn wegen des Feiertags Karfreitag werden die Aktienbösen in den USA und in Europa geschlossen sein. Die US-Anleger kehren am Montag zu ihren Geschäften zurück, in Europa wird es wegen des Ostermontags bis zum Dienstag dauern. Der US-Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Monaten erstaunlich positiv entwickelt. Das Jobwachstum zeigte sich robust, während die Arbeitslosenquote merklich zurückging.
Auch für März wird ein Beschäftigungsaufbau erwartet. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte sagen voraus, dass die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 203.000 zugenommen hat. Im Februar war die Beschäftigung um 227.000 Jobs gewachsen. Für die gesondert ermittelte Arbeitslosenquote wird mit 8,3 Prozent eine Stagnation auf dem Stand des Vormonats erwartet und für die Stundenlöhne ein Plus von 0,2 Prozent. Das Bureau of Labor Service (BLS) wird die Daten am Freitag um 14.30 Uhr (MESZ) veröffentlichen.
Die Beschäftigungszahlen dürften nach Ansicht der BHF-Bank-Experten in den letzten Monaten durch das saisonunüblich milde Wetter etwas nach oben verzerrt gewesen sein. Deshalb sei damit zu rechnen, dass es im März nur rund 215.000 neue Stellen gegeben hat, was unter dem Vormonatsanstieg und auch etwas unter dem Dreimonatsdurchschnitt liegen würde. Die Abnahme der Arbeitslosenquote werde dadurch gebremst, dass vorher entmutigte Personen auf den Arbeitsmarkt zurückkehrten und so tendenziell die in den letzten Jahren deutlich gesunkene Erwerbsbeteiligungsquote wieder zunehme.
Auch nach dem Urteil der Deka-Bank-Volkswirte hat sich die Lage am US-Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten verbessert - und die Arbeitsmarktindikatoren deuteten für März keine wesentliche Verschlechterung an. Dennoch sei mit einem Beschäftigungsaufbau in Höhe von 210.000 Stellen der schwächste Monat seit November 2011 zu erwarten. Hintergrund hierfür sei, dass im März keine ungewöhnlich guten Witterungsbedingungen mehr geholfen hätten, wie das in den Wintermonaten der Fall gewesen sei. Zudem dürfte es im Bereich Gesundheit nach dem starken Februar zu einer Gegenbewegung gekommen sein.
Die Experten von BNP Paribas gehen nur von einem Zuwachs um 200.000 Jobs aus, da ein warmer Winter in einer Reihe von Branchen zu weniger Entlassungen als üblich geführt habe. Allerdings sei die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen für diese Frühjahreszeit noch nicht sehr ausgeprägt, sodass das Jobwachstum etwas gedämpft sein dürfte. Die Volkswirte rechnen im privaten Sektor mit einem Plus von 210.000 Jobs, während der staatliche Sektor rund 10.000 streichen dürfte.

GoldenSnuff
03.04.2012, 10:00
DJ Forsa: Piraten jetzt bei 12% - stern/RTL

HAMBURG (Dow Jones)--Nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl im Saarland macht die Piratenpartei in der Gunst der Wähler einen deutlichen Sprung nach oben. Im stern-RTL-Wahltrend legt sie im Vergleich zur Vorwoche um 5 Punkte auf 12 Prozent zu. Es ist ihr bester Wert seit ihrer Parteigründung im September 2006.
Die Werte der anderen Parteien gingen leicht zurück: Die Union fiel um einen Punkt auf 35 Prozent, die SPD um einen Punkt auf 25 Prozent. Auch die Grünen verschlechterten sich um einen Punkt auf 13 Prozent, sie liegen damit nur noch einen Punkt vor der Piratenpartei. Die FDP ging um einen Punkt auf 3 Prozent zurück. Nur die Linke blieb bei 9 Prozent stabil. Für "sonstige Parteien" wollen 3 Prozent der Wähler stimmen.
Mit zusammen je 38 Prozent liegen Union und FDP damit weiter gleichauf mit SPD und Grünen.
Forsa-Chef Manfred Güllner führt den Anstieg der Piraten auf ihr gutes Ergebnis bei der Saarland-Wahl und das für sie günstige Presseecho in den Tagen danach zurück. In der neuen, am Mittwoch erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern sagt er: "Dies passiert oft nach Wahlen: Verliert eine Partei, kommen bei einigen ihrer Anhänger alte Vorbehalte hoch, gewinnt sie, stabilisiert das die Wählerschaft." Generell erhielten die Piraten Zulauf von Wählern aller Parteien. Güllner: "Sie sind keine Klientelpartei, sondern quasi eine Volkspartei im Mini-Format."
Auch wenn die FDP im Wochenverlauf auf 3 Prozent sank, profitierte sie doch von ihrem Nein zu staatlichen Hilfen für die Schlecker-Frauen. In einer stern-Umfrage erklärten 56 Prozent der Bürger, es sei nicht Aufgabe des Staates, die Beschäftigten der insolventen Drogeriekette vor einer sofortigen Kündigung zu bewahren.
Der Auffassung waren sogar 83 Prozent der liberalen Anhänger. Forsa-Chef Güllner: "Bis vorigen Donnerstag litt die FDP noch unter der Saarland-Delle. Nach dem Schlecker-Nein stieg ihr Wert wieder."

hopoet
03.04.2012, 10:33
Presse: SEC schaut sich Groupons Zahlenkorrektur an

NEW YORK (dpa-AFX) - Die überraschende Korrektur der ersten Quartalszahlen der Schnäppchen-Website Groupon ruft laut einem Zeitungsbericht die US-Börsenaufsicht SEC auf den Plan. Die einflussreiche Behörde habe zwar noch nicht entschieden, ob sie eine offizielle Untersuchung einleitet, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. Sie nehme die Ereignisse aber genau unter die Lupe, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Die Groupon-Aktie war am Montag um 17 Prozent abgesackt.

Groupon hatte am Freitag die ersten Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen deutlich nach unten korrigiert. Grund sei der nachträglich festgestellte Bedarf, die Reserven zu erhöhen, hieß es am Freitag. Der Verlust im Schlussquartal 2011 stieg dadurch von 43 auf 65,4 Millionen Dollar (49,0 Mio Euro) an. Marktbeobachter hatten für das Vierteljahr ursprünglich sogar einen Gewinn erwartet. Die Aktie notiert jetzt mit 15,27 Dollar deutlich unter dem Ausgabepreis von 20 Dollar bei dem Börsengang im November.

Bei Groupon können Unternehmen Rabatt-Coupons für ihr Geschäft anbieten. Der Deal kommt zustande, wenn eine bestimmte Anzahl von Interessenten zuschlägt. Die Website selbst behält eine Kommission, typischerweise rund die Hälfte des Gutschein-Werts./so/DP/en

hopoet
03.04.2012, 11:44
Conergy will sich dem Abwärtstrend der Solarbranche entziehen

HAMBURG (dpa-AFX) - Dem Abwärtstrend deutscher Solarwerte im Zuge der bevorstehenden Insolvenz des Photovoltaikunternehmens Q-Cells will sich das Hamburger Unternehmen Conergy entziehen. "Conergy ist 2012 bisher auf einem guten Weg", sagte Vorstandschef Philip Comberg am Dienstag. "Erstmals seit dem Börsengang 2005 erwarten wir nach den uns vorliegenden vorläufigen Zahlen im ersten Quartal einen positiven Netto-Cashflow." Conergy-Aktien fielen am Dienstagvormittag um 2,8 Prozent.

Zur Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten äußerte sich Comberg noch nicht. "Für das Jahr 2012 bleiben wir trotz des weiterhin schwierigen Marktumfeldes verhalten optimistisch und bei dem vergangene Woche mit dem Jahresabschluss veröffentlichten Ausblick", sagte er. Der Vorstand erwartet zwar einen Umsatz unter Vorjahresniveau, will sich aber beim operativen Ergebnis (EBITDA) nach einem Verlust im vergangenen Jahr auf einen niedrigen positiven Wert verbessern.

Conergy setzt für die Zukunft vor allem auf die asiatischen und nordamerikanischen Märkte. Im vergangenen Jahr fiel noch ein Verlust von 162 Millionen Euro an. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr nach langen Verhandlungen seine Refinanzierung abgeschlossen. Im Zuge eines harten Kapitalschnitts hatten ehemalige Gläubiger, vor allem Hedgefonds, bei den Hamburgern das Ruder übernommen./nmu/mne/en

hopoet
03.04.2012, 11:45
Schäuble fordert Mäßigung im Steuerstreit mit der Schweiz

STUTTGART/BERLIN (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Opposition zur Mäßigung im Steuerstreit mit der Schweiz aufgerufen. "Die Schweiz ist genauso ein Rechtsstaat wie wir, und es macht keinen Sinn, wenn wir jetzt gegenseitig übereinander herfallen in der Politik über die Schweiz, als wäre das kein Rechtsstaat oder irgendeine Bananenrepublik", sagte Schäuble am Dienstag im SWR.

Statt die Schweiz zu kritisieren, müsse der Konflikt zwischen den Rechtsordnungen beider Länder gelöst werden, wozu das verhandelte Steuerabkommen diene. "Das Problem ist nur, dass wir bisher auf eine Ablehnungsfront, auf eine politisch motivierte Ablehnung von den SPD-regierten Ländern im Bundesrat stoßen. Und die tragen das auf dem Rücken der Beamten aus", kritisierte der Bundesfinanzminister.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass die Schweiz Haftbefehle gegen drei nordrhein-westfälische Finanzbeamte erlassen hat, die im Februar 2010 am Ankauf einer CD mit Daten deutscher Steuerhinterzieher beteiligt gewesen sein sollen. Die Schweiz wirft ihnen Beihilfe zur Wirtschaftsspionage und Verstoß gegen das Bankgeheimnis vor.

Schäuble betonte, die Steuerfahnder hätten ihre Arbeit "sehr sehr gut" gemacht. "Nach deutschem Recht ist ja alles, was sie gemacht haben, rechtlich in Ordnung, und sie tun nur ihre Pflicht." Aufgabe von Regierungen und Parlamenten sei es, dafür zu sorgen, dass sie nicht unter den Konflikten zwischen nationalen Rechtsordnungen leiden müssten./as/DP/jsl

GoldenSnuff
03.04.2012, 11:49
DJ Misere auf dem spanischen Arbeitsmarkt hält im März an

MADRID (Dow Jones)--Die Misere auf dem spanischen Arbeitsmarkt hat sich im März fortgesetzt, wenn auch die Kündigungswelle im Vergleich zum Vormonat etwas an Schwung verliert. Nach Angaben des Arbeitsministeriums kamen im März 38.769 Menschen hinzu, die Arbeitslosenhilfe beziehen. Das ist ein Anstieg um 0,82 Prozent zum Februar. Im Vergleich zum März 2011 beantragten im vergangenen Monat 9,63 Prozent mehr Personen Hilfe aus der Arbeitslosenversicherung.
Insgesamt sind etwas mehr als 4,75 Millionen Spanier arbeitslos. Die Regierung erwartet, dass die Wirtschaft des Landes im laufenden Jahr um 1,7 Prozent schrumpfen wird.

GoldenSnuff
03.04.2012, 11:50
DJ Russland hebt Ölpreisprognose für das laufende Jahr

MOSKAU (Dow Jones)--Russland hat seine Prognose für den durchschnittlichen Ölpreis im laufenden Jahr von 100 US-Dollar auf 115 Dollar pro Barrel angehoben. Das sagte Energieministerin Elvira Nabiullina während einer Konferenz. Sie warnte davor, dass das Wachstum Russlands auf 2 bis 3 Prozent zurückgehen werde, wenn wirtschaftliche Reformen nicht umgesetzt würden und das Investitionsklima auf dem derzeitigen Stand bleibe.

GoldenSnuff
03.04.2012, 11:50
DJ TOP EU: Gasleck kostet Total 2,5 Millionen Euro am Tag

PARIS (Dow Jones)--Das Gasleck in der Nordsee kommt den französischen Ölkonzern Total teuer zu stehen. Derzeit kosten die Probleme im Elgin-Gasfeld das Unternehmen rund 2,5 Millionen Euro am Tag, wie Finanzvorstand Patrick de la Chevardiere in einer Analystenkonferenz sagte. Die Summe setzt sich zusammen aus dem Förderausfall und den Kosten für die Vorbereitung der Gegenmaßnahmen.
Für die Gegenmaßnahmen gibt Total 1 Million Euro am Tag aus. Darunter fallen Ausgaben für die Ausrüstung, die bei möglichen Entlastungsbohrungen zum Einsatz kommen. Sollten diese Bohrungen tatsächlich durchgeführt werden, könnten diese Ausgaben auf bis zu 2 Millionen Euro anschwellen.
Von der Elgin-Krise seien aber weder die Dividendenpläne, noch die umfassenden Investitionspläne betroffen, versicherte de la Chevardiere. Total will 2012 netto 20 Milliarden US-Dollar investieren. In den Jahren 2012 bis 2014 sollen durchschnittlich jedes Jahr 23 Milliarden fließen, das meiste davon in den Ausbau der Explorations- und Förderaktivitäten.
Allerdings seien die Kostenschätzungen nur vorläufig, so der Manager, da die Gegenmaßnahmen gerade erst eingeleitet wurden. Es sei zudem verfrüht, über Strafen seitens der britischen Regierung oder mögliche Klagen von Dritten, wie anderen Plattformbetreibern oder der Fischereiindustrie, zu spekulieren.
Am 25. März hatte Total auf der Bohrplattform ein Gasleck entdeckt, welches eine Evakuierung der Plattform notwendig machte. Total hat nun zum einen die Option, das Leck zu verschließen, und zum anderen, zwei Entlastungsbohrungen durchzuführen. Derzeit bereiten sich die Franzosen auf beide Möglichkeiten vor.

GoldenSnuff
03.04.2012, 11:51
DJ CDU-Rentenexperte Weiß verteidigt Widerstand gegen Betreuungsgeld - Radio

KÖLN (Dow Jones)--Der CDU-Rentenexperte Peter Weiß hat in einem Interview den parteiintenen Widerstand in der Union gegen das geplante Betreuungsgeld verteidigt. "Eine solche Frage muss in der Fraktion auch ausdiskutiert werden", sagte Weiß im Deutschlandfunk, wie die Nachrichtenagentur dapd berichtet. Eine Barauszahlung des von der CSU angestrebten Erziehungsgeldes sei "eine falsche Botschaft", sagte der Abgeordnete, der zu den 23 Zweiflern an dem Vorhaben innerhalb der Unions-Fraktion gehört.
Die Kritik komme nicht zu spät, sondern zur richtigen Zeit, sagte Weiß weiter. Die Erziehungsleistung der Eltern, die ihr Kind nicht in eine Kita schicken, müsse anerkannt werden. Sinnvoller sei es aber, dafür ihre Rentenansprüche zu erhöhen.

GoldenSnuff
03.04.2012, 11:53
Royal Bank of Canada wegen Futures-Handel in USA angeklagt

Washington, 03. Apr (Reuters) - Die Royal Bank of Canada<RY.TO> ist ins Visier der US-Aufsicht geraten. Die Regulierungsbehörde für Finanzgeschäfte reichte am Montag im Bundessstaat New York Klage gegen die Bank wegen illegalen Verhaltens im Handel mit Aktien-Futures ein. Die Aufsicht wirft der Bank vor, ein illegales Handelssystem zugelassen und koordiniert zu haben. Dabei sollen die Töchter der Bank Futures gekauft und verkauft haben, ohne jedoch die tatsächliche Position am Markt eingegangen zu sein. Solche Scheintransaktionen, im Jargon auch als "Wash Trades" oder "Wash Sales" bezeichnet, sind nach US-Recht verboten. Dabei werden auf denselben Termin und Kontrakt Käufe und Verkäufe gleichzeitig vorgenommen.
Dieses System soll der Klage zufolge von mindestens Juni 2007 bis Mai 2010 bestanden haben. Das Handelsvolumen habe mehrere hundert Millionen Dollar umfasst. Auch habe die Bank über das System falsche Angaben gegenüber der Futures-Handelsplattform CME<CME.O> gemacht, so die US-Aufsicht. Die Bank wies die Vorwürfe als "absurd" zurück.

GoldenSnuff
03.04.2012, 11:54
China denkt über Erleichterung von Auslandsinvestitionen nach

Boao, 03. Apr (Reuters) - China erwägt eine Lockerung der Bestimmungen für Investitionen ins Ausland. Eine solche Möglichkeit werde geprüft, kündigte der Chef der chinesischen Zentralbank Zhou Xiaochuan am Dienstag bei einer Veranstaltung in Boao an. China habe ein Interesse an günstigen Bedingungen für Kapitalabflüsse, weil so Ungleichgewichte durch Netto-Zuflüsse abgebaut werden könnten. "Es wird möglicherweise eine weitere Deregulierung geben, damit chinesische Unternehmen und Bürger leichter im Ausland investieren können", sagte der Notenbank-Chef. Ob die Änderungen nur für bestimmte Regionen oder Städte geprüfte würden oder für das ganze Land, blieb offen. China hatte vor rund einer Woche für die ostchinesische Stadt Wenzhou eine Pilot-Finanzreform auf den Weg gebracht.

GoldenSnuff
03.04.2012, 11:55
DJ MÄRKTE EUROPA/Kaum Bewegung - Solar-Siechtum geht weiter

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem kräftigen Schluck aus der Pulle zu Wochenbeginn treten Europas Börsen am Dienstag auf der Stelle. Bis 10.10 Uhr steigt der Euro-Stoxx-50 um 0,2 Prozent auf 2.507 Punkte. Für den DAX geht es um 0,3 Prozent auf 7.080 Punkte nach oben. Kaum Bewegung gibt es auch am Devisenmarkt, wo der Euro schon seit gut einer Woche knapp über 1,33 Dollar zum Greenback gehandelt wird. "Bis zur Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch fehlt es weiter an Impulsen", sagt Analystin Carolin Hecht von der Commerzbank.
Ebenfalls nur homöopathische Ausschläge gibt es bei den Einzelwerten: Im deutschen Leitindex etwa steht gerade einmal bei zwei der 30 Titel eine eins vor dem Komma. Abermals zur Sache geht es aber bei den Photovoltaikwerten, wo das Sterben nach dem Insolvenzantrag von Q-Cells am Montag kein Ende zu nehmen scheint. Einen Tag später brechen Phoenix Solar um 26,2 Prozent auf 0,97 Euro ein, denen nach den massiven Einschnitten bei der Förderung der Erneuerbaren Energien ebenfalls das Wasser bis zum Halse zu stehen scheint. So kündigte Phoenix Solar am Vorabend an, dass sich die Finanzierungsverhandlungen mit den Geldgebern verzögern.

Australischer Dollar nach Leitzinsentscheidung unter Druck

An den Devisenmärkten geht es für den Australischen Dollar sowohl zur Gemeinschaftswährung als auch zum Greenback nach unten. Die Reserve Bank of Australia hat am Morgen ihr Leitzinsniveau von 4,25 Prozent bestätigt. "Das ist sehr enttäuschend", sagt Devisenhändler Richard Post von der Credit Suisse. Einige Marktteilnehmer hätten mit einer geldpolitischen Lockerung gerechnet.
Die Agenda der Konjunkturdaten und Notenbankentermine ist am Dienstag äußerst spärlich bestückt. Erst am Nachmittag wird mit dem Auftragseingang der US-Industrie im Februar die erste makroökonomische Kennziffer von Rang erwartet. Ökonomen rechnen mit einem Plus von 1,5 Prozent binnen Monatsfrist. Nach Handelsschluss in Europa steht dann das Protokoll der Sitzung der Federal Reserve vom 13. März auf dem Programm.
Seinerzeit beließen die Währungshüter um Chairman Ben Bernanke den Leitzinskorridor erwartungsgemäß bei 0,00 bis 0,25 Prozent und sicherten den Märkten abermals faktisch bis Ende 2014 extrem billiges Geld zu. Der begleitende Kommentar enthielt gleichzeitig keinen Hinweis auf eine abermalige Geldmengenausweitung durch Anleihekäufe. "Wir gehen davon aus, dass auch das Protokoll zu keinen weiteren Lockerungs- und Leitzinsfantasien beitragen wird", prognostiziert Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Weiter besorgte Blicke gen Süden

Am Vormittag könnte bereits der dritte Bericht der Troika aus EU, EZB und IWF zum wirtschaftlichen Anpassungsprogramm Portugals für neue Impulse sorgen. Angesichts der dramatischen Lage am spanischen Arbeitsmarkt und des drastischen Sparprogramms der Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy könnte am ehesten die Entwicklung auf der iberischen Halbinsel die Staatsschuldenkrise im Gemeinsamen Währungsgebiet neu entfachen. Der nächste Test des Risikoappetits der Anleger steht am Mittwoch an, wenn Spanien Staatsanleihen mit Fälligkeit in den Jahren 2015, 2016 und 2020 versteigern will.
Bei den Einzelwerten im DAX fallen Lufthansa auf, die um 1,6 Prozent auf 10,64 Euro anziehen und damit bislang Tagesgewinner sind. Händler sprechen von Nachholbedarf, nachdem die Papiere am Vortag die Aufwärtsbewegung nicht mitgemacht und um 0,2 Prozent nachgegeben hatten. Am anderen Ende des Kurszettels geben K+S um 1 Prozent auf 39,60 Euro nach. Damit haben die Titel des Düngemittelherstellers die rote Laterne inne. Die Analysten von Nomura haben sich die K+S-Aktie vorgenommen und ihre Empfehlung auf "Reduzieren" von "Neutral" gesenkt.
Im TecDAX legen Qiagen um 2,2 Prozent auf 12,09 Euro zu. Roche kommt bei der geplant freundlichen Übernahme von Illumina nicht voran, daher kursieren im Handel die Namen der Wettbewerber Becton Dickinson und Qiagen.

hopoet
03.04.2012, 12:49
Fitch: Größere Euro-Brandmauer ist ein 'positiver Schritt'

LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Fitch hat die von den Finanzministern der Eurozone am vergangenen Freitag vereinbarte Vergrößerung der "Brandmauer" zur Eindämmung der Eurokrise begrüßt. Die Entscheidung zur Erhöhung des Ausleihvolumens der beiden Rettungsfonds EFSF und ESM sei "positiv für die verwundbaren Staaten der Eurozone", schreibt Fitch in einem am Dienstag in London veröffentlichten Kommentar. Die Anhebung sei ein notwendiger Schritt gewesen, um mögliche Ansteckungen durch die Eurokrise zu verhindern und eine Liquiditätskrise zu vermeiden. Die Ausleihekpazität wurde von bisher 500 Milliarden Euro auf 800 Milliarden Euro angehoben./jsl/jkr

hopoet
03.04.2012, 12:50
Leichte Rückgänge bei Internet-Suche für Google in Deutschland

BERLIN (dpa-AFX) - Die Suche nach Internet-Inhalten in Deutschland wird weiter von Google dominiert, doch konnten die kleineren Konkurrenten zu Beginn dieses Jahres zulegen. Nach einer Auswertung der Webanalyse-Firma Webtrekk betrug der Marktanteil von Google im ersten Quartal dieses Jahres 91,6 Prozent. Das waren drei Prozentpunkte weniger als in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres, wie Webtrekk am Dienstag mitteilte.

Erstmals auf zwei Prozent kam die Microsoft -Suchmaschine Bing (plus 0,6 Prozentpunkte). Danach folgten der Google-Partner T-Online mit einem Prozent (minus 0,1 Prozentpunkte) und Yahoo , das bei der Internet-Suche mit Microsoft zusammenarbeitet, mit 0,9 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte). Alle anderen Angebote zur Internet-Suche haben zusammen einen Anteil von 4,6 Prozent. Die Daten beruhen auf einer Auswertung der von Webtrekk analysierten Kunden-Websites mit mehr als 100 Millionen Besuchern im Monat./pz/DP/enl

hopoet
03.04.2012, 12:51
Sky-Chef schweigt zu Bundesligagebot

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Ohne ein Wort zum laufenden Bieterwettkampf um die Bundesliga-Rechte hat der Vorstandschef des Abosenders Sky Deutschland , Brian Sullivan, am Dienstag die Hauptversammlung eröffnet. Rechteinhaber Sky hatte am Vortag sein Angebot für die Live-Übertragung für weitere vier Jahre ab Sommer 2013 eingereicht.

Vor den Aktionären in München sagte Sullivan nur: "Bei Sky dreht sich alles um exklusive und hochqualitative Inhalte." Für Fußballfans sei Sky der einzige Anbieter, der die Bundesliga- und Champions-League-Spiele live zeige. Im Kampf um die Bundesliga-Rechte gilt die Deutsche Telekom als schärfster Konkurrent. Die Liga will am 17. April eine Entscheidung treffen.

Sullivan sagte, der Sender habe im vergangenen Jahr zum ersten mal die Schwelle von 3,0 Millionen Abonnenten überschritten, den Umsatz auf 1,14 Milliarden Euro erhöht und den operativen Verlust auf 155 Millionen Euro gedrückt. "Wir haben das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt", sagte Sullivan. "Wir sind ganz eindeutig auf dem richtigen Weg."

Finanzvorstand Steve Tomsic stellte für das laufende Jahr ein besseres Ergebnis und für nächstes Jahr einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Aussicht. Bis Ende September will der Sender die zweite Hälfte seiner Kapitalerhöhung abschließen, die 300 Millionen Euro für Investitionen in die Kasse bringen soll./rol/DP/enl

PremiumS
03.04.2012, 13:43
MÄRKTE EUROPA/An allen Börsen ist Ruh'

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem kräftigen Schluck aus der Pulle zu Wochenbeginn treten Europas Börsen am Dienstagmittag auf der Stelle. Bis 12.06 Uhr sinkt der Euro-Stoxx-50 um 0,3 Prozent auf 2.493 Punkte. Für den DAX geht es um 0,1 Prozent auf 7.052 Punkte nach unten. Kaum Bewegung gibt es auch am Devisenmarkt, wo der Euro schon seit gut einer Woche knapp über 1,33 Dollar zum Greenback gehandelt wird. "Bis zur Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch fehlt es weiter an Impulsen", sagt Analystin Carolin Hecht von der Commerzbank.

Ebenfalls nur homöopathische Ausschläge gibt es bei den Einzelwerten: Im deutschen Leitindex etwa steht gerade einmal bei drei der 30 Titel eine eins vor dem Komma. Abermals zur Sache geht es aber bei den Photovoltaikwerten, wo das Sterben nach dem Insolvenzantrag von Q-Cells am Montag kein Ende zu nehmen scheint. Einen Tag später brechen Phoenix Solar um 26,5 Prozent auf 0,97 Euro ein, denen nach den massiven Einschnitten bei der Förderung der Erneuerbaren Energien ebenfalls das Wasser bis zum Halse zu stehen scheint. So kündigte Phoenix Solar am Vorabend an, dass sich die Finanzierungsverhandlungen mit den Geldgebern verzögern.

Australischer Dollar nach Leitzinsentscheidung unter Druck
An den Devisenmärkten geht es für den Australischen Dollar sowohl zur Gemeinschaftswährung als auch zum Greenback nach unten. Die Reserve Bank of Australia hat am Morgen ihr Leitzinsniveau von 4,25 Prozent bestätigt. "Das ist sehr enttäuschend", sagt Devisenhändler Richard Post von der Credit Suisse. Einige Marktteilnehmer hätten mit einer geldpolitischen Lockerung gerechnet.

Die Agenda der Konjunkturdaten und Notenbankentermine ist am Dienstag äußerst spärlich bestückt. Erst am Nachmittag wird mit dem Auftragseingang der US-Industrie im Februar die erste makroökonomische Kennziffer von Rang erwartet. Ökonomen rechnen mit einem Plus von 1,5 Prozent binnen Monatsfrist. Nach Handelsschluss in Europa steht dann das Protokoll der Sitzung der Federal Reserve vom 13. März auf dem Programm.

Seinerzeit ließen die Währungshüter um Chairman Ben Bernanke den Leitzinskorridor erwartungsgemäß bei 0,00 bis 0,25 Prozent und sicherten den Märkten abermals faktisch bis Ende 2014 extrem billiges Geld zu. Der begleitende Kommentar enthielt gleichzeitig keinen Hinweis auf eine abermalige Geldmengenausweitung durch Anleihekäufe. "Wir gehen davon aus, dass auch das Protokoll zu keinen weiteren Lockerungs- und Leitzinsfantasien beitragen wird", prognostiziert Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Troika-Bericht zu Portugal belastet nicht
Keine Belastung für portugiesische und andere Aktien Europas ist der dritte Fortschrittsbericht von EU, EZB und IWF zu dem Land. "Es sind keine großen Abweichungen der bisherigen Projektionen zu erkennen", sagt ein Händler. Der Bericht gehe von einem kurzfristigen Anstieg der Verschuldung auf 115 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2013 aus, danach aber von einem Rückgang. Es seien keine Anzeichen erkennbar, dass die nächste Hilfstranche an das Land nicht ausgezahlt werden sollte. Der IWF will darüber am Mittwoch entscheiden. Der PSI-20 in Lissabon notiert im Gleichklang mit den übrigen Börsen Europas 0,2 Prozent im Minus, Banken wie Espirito Santo notieren sogar 0,1 Prozent im Plus.

Bei den Einzelwerten im DAX fallen Lufthansa auf, die um 2,1 Prozent auf 10,69 Euro anziehen und damit bislang Tagesgewinner sind. Händler sprechen von Nachholbedarf, nachdem die Papiere am Vortag die Aufwärtsbewegung nicht mitgemacht und um 0,2 Prozent nachgegeben hatten. Am anderen Ende des Kurszettels geben K+S um 0,9 Prozent auf 39,64 Euro nach. Die Analysten von Nomura haben sich die Aktie des Düngemittelherstellers vorgenommen und ihre Empfehlung auf "Reduzieren" von "Neutral" gesenkt.

Bayer verteuern sich um 0,9 Prozent 54,31 Euro. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer kommt mit seinem Krebsmedikament Regorafenib weiter voran. Die equinet-Analysten halten einen Spitzenumsatz von 500 Millionen Euro für möglich. Im TecDAX legen Qiagen um 2,6 Prozent auf 12,14 Euro zu. Roche kommt bei der geplant freundlichen Übernahme von Illumina nicht voran, daher kursieren im Handel die Namen der Wettbewerber Becton Dickinson und Qiagen.

hopoet
03.04.2012, 13:48
Athen sieht große Chancen für Solarenergie

ATHEN (dpa-AFX) - Griechenland sieht ein enormes Wachstumspotenzial für Solarenergie und will sich zum Stromlieferant für ganz Europa aufschwingen. "Wir können der größte Exporteur sauberer Energie in der EU werden", sagte der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos am Dienstag bei der Vorstellung des Solarenergieprogramms "Helios" (Sonne) in Athen. Das Programm bedeute Wachstum, das Griechenland dringend brauche.

An der Präsentation des Programms nahm auch EU-Energiekommissar Günther Oettinger teil. Schon im Vorfeld hatte er das Programm begrüßt: "Helios ist eine Riesen-Chance für Griechenland und andere EU-Länder. Für Griechenland, weil es Jobs und Wachstum bringen wird. Für die mittel- und nordeuropäischen Länder, weil sie Solarenergie kostengünstig importieren können."

Griechenland schlägt der EU eine enge Kooperation im Bereich Erneuerbare Energien vor. In Nordgriechenland nahe der Kleinstädte Kozani und Ptolemais gibt es riesige Brachflächen, wo früher Braunkohle abgebaut wurde. Dort könnten nach Angaben des griechischen Ministers für Energie und Umwelt, Giorgos Papakonstantinou, riesige Solarstromanlagen entstehen.

Athen hat berechnet, dass in den kommenden Jahren zunächst rund zwei Gigawatt Solar-Energie und etwa zehn Jahre später bis zu zehn Gigawatt produziert werden könnten. In der Region gibt es jährlich mehr als 300 Sonnentage. Ein zweites kleineres Gebiet liegt auf der Halbinsel Peloponnes nahe der Ortschaft Megalopolis.

Die Energie, die die Erzeugung mehrerer Atomkraftwerke ersetzen könnte, wäre für die EU sehr interessant, heißt es in Athen. Was man vor allem brauche seien stärkere Leitungen, die den griechische Solarstrom über Italien nach Mitteleuropa bringen könnten. Diese könnten jedoch mit technischer Unterstützung etwa aus Deutschland relativ schnell gebaut werden.

Das griechische Solarenergieprogramm könne viel schneller umgesetzt werden als das Projekt "Desertec" in Nordafrika. Oettinger meinte dazu: "Desertec und Helios schließen sich nicht aus. Desertec ist eine Vision für 2050, Helios soll bereits in den nächsten zehn Jahren voll anlaufen."/tt/DP/stw

GoldenSnuff
03.04.2012, 17:00
*DJ US Factory Orders +1.3% In Feb; Consensus +1.5%
*DJ Feb Factory Orders, Excluding Transportation, +0.9%
*DJ Feb Durable Goods Revised To +2.4% From +2.2%

hopoet
03.04.2012, 18:11
Spanien setzt den Rotstift an: Auch der König muss sparen

MADRID (dpa-AFX) - Auch der spanische König Juan Carlos muss sparen. Die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy kürzt in ihrem Etatentwurf für 2012 das Budget des Königshauses um 2,0 Prozent auf 8,26 Millionen Euro. Damit kommt die Monarchenfamilie allerdings noch glimpflich davon. In anderen Bereichen setzt die Regierung den Rotstift viel energischer an.

Nach dem Entwurf, den Finanzminister Cristóbal Montoro am Dienstag in Madrid dem Parlament vorlegte, werden die Sozialausgaben um 4,3 Prozent, die Ausgaben für Infrastruktur-Projekte und für Forschung gar um über 20 Prozent gesenkt. Spanien will mit dem Sparbudget seine Neuverschuldung in diesem Jahr auf 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts reduzieren./hk/DP/hbr

hopoet
03.04.2012, 18:24
Generationswechsel scheitert bei Fischer Dübel

WALDCHATAL (dpa-AFX) - Der Generationswechsel beim Dübel-Hersteller Fischer in Waldachtal (Kreis Freudenstadt) ist vorerst gescheitert. Der Eigentümer Klaus Fischer übernahm nach Angaben vom Dienstag "mit sofortiger Wirkung" wieder die Leitung des Unternehmens von seinem Sohn Jörg Klaus. "Wir haben in den vergangenen Wochen feststellen müssen, dass unsere Vorstellungen im Hinblick auf Ausrichtung und Führung des Unternehmens gravierend unterschiedlich sind", begründete Klaus Fischer den Schritt. Die Trennung sei einvernehmlich erfolgt; sein Sohn habe die Firma auf eigenen Wunsch verlassen. Die Führung des Unternehmens hatte der 61-Jährige Anfang vergangenen Jahres an seinen Sohn übertragen./avg/DP/stw

PremiumS
03.04.2012, 18:35
MÄRKTE USA/Standardwerte an Wall Street knapp behauptet

NEW YORK (Dow Jones)--Die Blue Chips aus dem Dow-Jones-Index geben am Dienstag im frühen Verlauf einen Teil der Vortagesgewinne wieder ab. Zwar hat am Montag der überraschend gut ausgefallene ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe Optimismus unter den Anlegern verbreitet, doch bleiben Zweifel, was die Erholung einzelner Segmente der US-Wirtschaft angeht. Hinzu kommen neue Konjunkturdaten, die knapp unter den Erwartungen lagen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte verliert 0,2 Prozent auf 13.239 Stellen, der Nasdaq-Composite legt dagegen um 0,1 Prozent auf 3.124 Punkte zu.

So legte der Auftragseingang der Industrie im Februar um 1,3 Prozent statt der prognostizierten 1,5 Prozent zu. Allerdings spricht eine Analystin von Zahlen, die sich im Rahmen der Erwartungen bewegten. "Es gibt keinen Grund die Zahlen schlecht zu reden", heißt es. Der zugrunde liegende Trend sei positiv zu werten. Das treffe auch auf die Subkomponenten zu. Jetzt blickt der Markt noch auf das Protokoll der Zinssitzung vom 13. März, das die US-Notenbank um 20.00 Uhr MESZ veröffentlicht.

Unternehmensnachrichten sind rar und betreffen eher die zweite Reihe. Das wird sich wohl erst in der kommenden Woche ändern, wenn der Aluminiumkonzern Alcoa mit seinen Quartalszahlen den inoffiziellen Startschuss für die Bilanzsaison in den USA gibt.

Am US-Anleihemarkt legen die Kurse etwas zu. Zehnjährige Anleihen steigen um 2/32 auf 98-14/32. Ihre Rendite sinkt auf 2,18 Prozent. Das Interesse gilt hier vor allem dem US-Notenbankprotokoll. Die Anleger hoffen, dass ihnen wenigstens dieses Orientierungshilfe bietet, nachdem die jüngsten Daten keine einheitliche Tendenz aufgewiesen haben.

Uneinheitlich tendieren die Aktien der Automobilbauer Ford und General Motors (GM) nach März-Absatzzahlen. So kann Ford mit dem besten März-Absatz seit fünf Jahren auftrumpfen. Nach Aufschlägen im Frühhandel tendiert die Aktie allerdings nur noch unverändert bei 12,63 Dollar. GM hat zwar ein Absatzplus von 12 Prozent erzielt, doch lauteten die Prognosen von Experten auf plus 21 Prozent. Die Aktie muss mit minus 2,9 Prozent denn auch kräftig Federn lassen. Profitieren von den März-Zahlen können die Autohändler. So steigern sich Asbury Automotive um knapp 5 Prozent.

Leichter tendieren die Papiere des Kosmetikunternehmens Avon, nachdem das Unternehmen das Übernahmeangebot des Parfumherstellers Coty abgelehnt hat. Die Aktie verliert 1 Prozent auf 22,47 Dollar. Netflix fallen um 1,6 Prozent auf 112,16 Dollar. Barclays hat den Titel auf "Equalweight" von "Overweight" gesenkt.

Daneben gibt es noch einige Übernahme-Stories: CVR Energy steigern sich um 5,7 Prozent auf 28,76 Dollar. Investor Carl Icahn hat mitgeteilt, dass ihm schon 55 Prozent der CVR-Aktien angedient worden seien. Icahn möchte CVR vollständig übernehmen. Zudem wird Molson Coors Brewing das Brauereiunternehmen StarBev für 3,54 Milliarden Dollar von CVC Capital Partners kaufen. Molson verlieren 2 Prozent auf 44,87 Dollar.

PremiumS
03.04.2012, 19:07
DAX fällt mit Sorgen um Eurozone unter 7.000 Punkte

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX fällt mit Sorgen um Eurozone unter 7.000 Punkte

FRANKFURT (Dow Jones) - Am deutschen Aktienmarkt ist es am Dienstag nach der Rally vom Montag zu einer Korrektur gekommen. Im Handel war von Gewinnmitnahmen nach dem kräftigen Anstieg zu Wochenbeginn die Rede. Aber auch schwache Vorgaben aus dem europäischen Bankensektor machten sich vor allem im späten Geschäft bemerkbar. Einige Teilnehmer befürchten, dass die Schuldenkrise in der Eurozone wieder akut werden könnte. Der DAX schloss 1,1 Prozent oder 74 Punkte niedriger bei 6.982.

Grundsätzlich seien die Aussichten für weitere Kursgewinne nicht schlecht angesichts der freundlichen Wachstumszahlen aus den USA, sagten Händler. Voraussetzung sei allerdings, dass es zu keinem neuerlichen Ausbruch der Schuldenkrise in der Eurozone komme. Einige Anleger haben indes Zweifel, besonders was die Situation in Spanien angeht. Die dortige Regierung hat unlängst ein äußerst ehrgeiziges Sparpaket aufgelegt. Angesichts der Rezession auf der Halbinsel und einer Arbeitslosenquote von 23 Prozent wird dieses von Beobachtern als mit hohen Risiken behaftet gesehen.

Als leichten Belastungsfaktor machten sich neben der Eurozone die Daten zum Auftragseingang der Industrie aus den USA bemerkbar. Im März wurde ein Anstieg von 1,3 Prozent registriert, und damit weniger als die im Konsens erwarteten 1,5 Prozent. Eine befragte Analystin sprach allerdings von Zahlen, die sich im Rahmen der Erwartungen bewegten. "Es gibt keinen Grund, die Zahlen schlecht zu reden", hieß es. Der zugrunde liegende Trend sei weiterhin positiv zu werten.

Bei den Einzelwerten im DAX fielen Lufthansa auf, die um 0,8 Prozent auf 10,55 Euro anzogen und damit Tagesgewinner waren. Händler sprachen von Nachholbedarf, nachdem die Papiere am Vortag die Aufwärtsbewegung nicht mitgemacht und um 0,2 Prozent nachgegeben hatten. Auch Bayer schafften den Sprung ins Plus und verteuerten sich um 0,2 Prozent auf 53,93 Euro. Die Aktie reagierte damit auf eine positive Phase-III-Studie zu dem Krebsmedikament Regorafenib. Die equinet-Analysten halten einen Spitzenumsatz von 500 Millionen Euro für möglich.

Besser als der Gesamtmarkt entwickelten sich auch VW und Daimler nach positiv aufgenommenen US-Absatzzahlen. Analysten sprachen von einer Fortsetzung des positiven Trends. Die Absatzschwäche in Europa werde durch das starke US-Geschäft ausgeglichen. VW gaben 0,6 Prozent auf 133,05 Euro nach, für Daimler ging es 0,8 Prozent auf 45,76 Euro nach unten. Beide Papiere notierten über weite Strecken mit Aufschlägen, konnten sich dann aber der negativen Gesamtmarktentwicklung nicht entziehen. Nach einer Herunterstufung auf "Reduzieren" durch Nomura ermäßigten sich für K+S um 1,4 Prozent auf 39,42 Euro.

Tagesverlierer waren Banktitel. Deutsche Bank gaben 3 Prozent auf 36,40 Euro nach, Commerzbank verloren 3,4 Prozent auf 1,85 Euro. Die Aktien folgten damit schwachen Sektorvorgaben aus Resteuropa. Einige Anleger sind unverändert besorgt, dass die Schuldenkrise in der Eurozone noch nicht überwunden ist, und sehen Spanien derzeit als schwächstes Glied in der Kette.

Im TecDAX stand wieder einmal der Solarsektor unter Abgabedruck. Solarworld verloren 8,4 Prozent auf 2,24 Euro. Am Montag musste Q-Cells Insolvenzantrag stellen, und Phoenix Solar teilte mit, dass sich die Finanzierungsverhandlungen mit den Geldgebern verzögern. Für Phoenix ging es gleich 30,1 Prozent auf 0,91 Euro nach unten. Qiagen stiegen 2 Prozent auf 12,07 Euro. Roche kommt bei der geplanten freundlichen Übernahme von Illumina nicht voran, daher kursieren im Handel die Namen der Wettbewerber Becton Dickinson und Qiagen als mögliche "Ersatz"-Übernahmeziele.

INDEX zuletzt +/- %
DAX 6.982,28 -1,05%
DAX-Future 6.986,50 -1,28%
XDAX 6.981,20 -1,28%
MDAX 10.853,01 -0,19%
TecDAX 797,68 -0,01%
SDAX 5.222,85 +0,09%


DJG/mpt/cln

-0-

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

April 03, 2012 12:03 ET (16:03 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

PremiumS
03.04.2012, 20:33
Mittwoch: Börsentermine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

Frühlingstrauertag (Ching Ming) - Börse in Hong Kong geschlossen.

Wirtschaftsdaten
09:55 DE: Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe März (2. Veröffentlichung) PROGNOSE: 51,8 1. Veröff.: 51,8 zuvor: 52,8
10:00 EWU: Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone März (2. Veröffentlichung) PROGNOSE: 48,7 1. Veröff.: 48,7 zuvor: 48,8 Einkaufsmanagerindex Gesamt PROGNOSE: 48,7 1. Veröff.: 48,7 zuvor: 49,3
10:00 DE: Bundesverwaltungsgericht, Verkündungstermin in den Verfahren zum Ausbau des Flughafens Frankfurt Main, Leipzig
10:30 ES: Auktion von Staatsanleihen im Gesamtvolumen von 2,5 bis 3,5 Mrd EUR, davon 4,25-prozentige Anleihen, Laufzeit Oktober 2016 4,40-prozentige Anleihen, Laufzeit Januar 2015 4,85-prozentige Anleihen, Laufzeit Oktober 2020
10:30 UK: Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe März PROGNOSE: 53,5 zuvor: 53,8
11:00 EWU: Einzelhandelsumsatz Februar Eurozone PROGNOSE: -0,1% gg Vm/-1,2% gg Vj zuvor: +0,3% gg Vm/ 0,0% gg Vj
11:00 DE: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), PK zur Konjunkturprognose, Berlin
12:00 DE: Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), Auftragseingang Februar saisonbereinigt PROGNOSE: +1,5% gg Vm zuvor: -2,7% gg Vm
13:45 EWU: EZB Ergebnis der Ratssitzung Hauptrefinanzierungssatz PROGNOSE: 1,00% zuvor: 1,00%
14:15 US: ADP-Arbeitsmarktbericht März Beschäftigung privater Sektor PROGNOSE: +200.000 Stellen zuvor: +216.000 Stellen
14:30 EWU: EZB PK nach Ratssitzung, Frankfurt
15:00 EWU: EZB konsolidierte Bilanz des Eurosystems
16:00 US: ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe März PROGNOSE: 56,9 Punkte zuvor: 57,3 Punkte
16:30 US: DoE, Rohöllagerbestände (Woche)

ex-Dividende einzelner Werte
DBSA US05967A1079 BANCO SANTANDER ADS 0.043 €
DWB DE0005538300 DINKELACKER AG O.N. 26.000 €

Quartalszahlen / Unternehmenstermine Europa
10:00 Daimler HV
10:00 Deutsche Börse PG zum Thema: "Aktuelle Änderungen im Open Market"


Alle Angaben ohne Gewähr.
Die Redaktion.

PremiumS
03.04.2012, 20:49
US-Automarkt setzt Wachstum im März fort

DETROIT (Dow Jones)--Der US-Automarkt hat seinen Aufwärtstrend im März fortgesetzt. Die Amerikaner kauften erneut mehr Autos, trotz der hohen Spritpreise - oder gerade deswegen: Verbrauchsarme Modelle wurden stark nachgefragt.

Zahlen zum Gesamtmarkt liegen bislang noch nicht vor, da noch nicht alle Hersteller ihre Absätze veröffentlicht haben. Der Branchendienst TrueCar.com rechnet aber für den vergangenen Monat mit einem Plus von 14 Prozent. Aufs Jahr hochgerechnet dürften 2012 demzufolge 14,5 Millionen Fahrzeuge aus den Autosalons rollen.

Die Gewinner im März sind die Gewinner der vergangenen Monate: Die einstigen Sorgenkinder auf dem US-Markt, Chrysler und Volkswagen, konnten ihre Absätze erneut kräftig steigern.

Chrysler konnte den Schwung vom Jahresanfang mitnehmen und hat im März so viele Autos abgesetzt wie seit vier Jahren nicht mehr. Der Autohersteller, der mittlerweile zur italienischen Fiat SpA gehört, setzte mit 163.381 Einheiten gut ein Drittel mehr Fahrzeuge ab als im Vorjahreszeitraum.

Bei Volkswagen kletterten die Gesamtverkäufe auf dem US-Markt um mehr als ein Drittel auf 36.588 Autos. Aufs Quartal gesehen schoss der Absatz um mehr als 40 Prozent in die Höhe. Die Erfolgsgeschichte des Passat legt den Grundstein für das rasante Wachstum.

Der speziell auf den amerikanischen Markt abgestimmte Passat verkaufte sich 10.032 Mal. "Vor zwei Jahren haben wir 10.168 Passat-Limousinen in einem Jahr verkauft, und nun haben wir die Schwelle von 10.000 in einem Monat durchbrochen", freute sich VW-Amerikachef Jonathan Browning. Im Februar hatte der Wolfsburger Konzern bekanntgegeben, im Werk in Chattanooga 800 weitere Mitarbeiter einzustellen, um die Produktion des Erfolgsmodells auszubauen.

Bei General Motors fiel das Wachstum gegenüber den beiden Branchenkollegen deutlich geringer aus. Der Absatz des amerikanischen Marktführers stieg um 12 Prozent auf 231.052 Fahrzeuge. Auffallend war die steigende Nachfrage nach benzinsparenden Autos. Der batteriebetriebene Chevrolet Volt wurde beispielsweise fast vier Mal mehr verkauft als im Vorjahr. Für GM ist dies neu. Der Konzern hat in der Vergangenheit vor allem auf Pickup-Trucks und SUVs gesetzt.

Der Absatz von Ford legte mit 5 Prozent auf 223.418 Fahrzeuge zwar nur leicht zu, erreichte aber dennoch ein neues Rekordniveau. Erfolgreich war vor allem das Modell Focus, für das sich fast zwei Drittel mehr Käufer entschieden.

Die übrigen deutschen Hersteller ziehen bislang eine gemischte Bilanz. Mercedes-Benz konnte den Absatz seiner Kernmarke mit dem Stern um 7,7 Prozent auf 23.134 Autos steigern. Der Sportwagenhersteller Porsche musste dagegen einen Absatzrückgang von 5 Prozent auf 2.460 Autos hinnehmen.

Die asiatischen Hersteller konnten kräftig zulegen. Toyota verkaufte erstmals seit 2008 mehr als 200.000 Einheiten, insgesamt kletterte der Absatz dank des Camry und des Hybridautos Prius um 15 Prozent. Für ein Fahrzeug von Nissan entschieden sich 136.317 Kunden, was einem Plus von 12,5 Prozent entspricht.

PremiumS
03.04.2012, 23:30
Bank of Greece im letzten Gefecht

von Querschuss am 3. April 2012 in Allgemein

Die griechische Zentralbank (Bank of Greece) berichtete heute ihre Bilanzdaten für den Monat Februar 2012. Die Daten offenbaren alarmierendes. Man bemüht nicht mehr die offiziellen Refinanzierungsgeschäfte für die Banken im Eurosystem, sondern benutzt nun offen die eigene Druckerpresse per Emergency Liquidity Assistance (ELAs), spezielle Notfallfazilitäten, um den Liquiditätsbedarf des maroden griechischen Bankensystems zu decken. Die Explosion der ELA-Position der Bank of Greece dokumentiert die griechische Geldschöpfung außerhalb des Eurosystems. Im Februar 2012 stieg auf der Aktiva-Seite der Bilanz die ELA-Position unter Remaining- (Sundry) Assets verbucht, um +51,795 Mrd. Euro, auf 109,915 Mrd. Euro. Das finale Gefecht aus der griechischen Druckerpresse ist damit endgültig eröffnet.

PremiumS
03.04.2012, 23:31
03.04.2012 20:24

Investoren haben sich müde gekauft


So mancher Anleger hat offenbar schon den Osterurlaub angetreten. Und wer vor dem Bildschirm ausharrt, ist vorsichtig: Der Dax knickte ein. Am Abend weitete auch die Wall Street die Verluste aus, denn vorerst sehen die Fed-Notenbanker keine Notwendigkeit für weitere Geldgeschenke.

Der Dax büßte zum Handelsschluss 1,1 Prozent auf 6.982, Zähler ein - wieder hat die 7.000 nicht gehalten. Allerdings wollten Fachleute die Situation nicht überbewerten: "Schon kleine Verkaufsaufträge können den Gesamtmarkt drücken", sagte Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. Der Late-Dax sank um 1,3 Prozent auf 6.971,86 Zähler.

Auch andere Marktteilnehmer Börsianer sprachen von vorösterlicher Ruhe und nur geringer Handelsaktivität. Es wurden Aktien im Wert von 2,7 Milliarden Euro umgesetzt, der 90-Tage-Schnitt beträgt 3,2 Milliarden. Am Montag hatte der Dax noch anderthalb Prozent dazugewonnen: Gewinnmitnahmen haben noch niemanden arm gemacht.

Soft Landing oder nicht?
Natürlich lassen sich auch Gründe für die Zurückhaltung der Investoren anführen: Die Sorgen um den Zustand der Konjunktur in der Eurozone zähmten den Mut der Anleger. Auch die Lage in China gilt als ungewiss.

Sorgen bereitet den Investoren auch die Situation in Spanien. Der Leitindex in Madrid schloss mit einem Abschlag von 2,7 Prozent deutlich tiefer als die anderen großen Börsen in Europa. Auf der Stimmung lastete der Zustand des spanischen Arbeitsmarkt, zudem wird die Staatsverschuldung des Königreichs gemessen am Bruttoinlandsprodukt nach Regierungsangaben in diesem Jahr auf 78 Prozent steigen.

Die Fachleute von Swisscanto üben sich indes in Optimismus: "Da die Erholung der US-Wirtschaft fortschreitet und die Rezession in der Eurozone als leicht einzustufen ist, sind von konjunktureller Seite vorerst keine negativen Überraschungen zu erwarten. Auch die letzten Zahlen aus China deuten auf eine langsame Abschwächung des Wachstums, ein "Soft Landing", hin", lautet deren Einschätzung.

Fed spielt Spaßbremse
Anders als gestern inspirierten frische US-Konjunkturdaten die Anleger nicht zu entfesselten Käufen. Die Bestellungen der US-Industrie stiegen im Februar um 1,3 Prozent. Analysten hatten aber ein Plus von 1,5 Prozent vorausgesagt. Die Märkte blieben indifferent.

Am Abend stand ferner noch das Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed an. Investoren erhofften sich vor allem Hinweise darauf, ob die Notenbanker ein neues Anleihenkaufprogramm zur Stützung der Wirtschaft in Erwägung ziehen. Die Hoffnung wurde zwar erfüllt, aber der ersehnte Geldregen ist einstweilen nicht in Sicht.

Ein neues Programm der US-Notenbank zur Stützung der Wirtschaft findet in der Federal Reserve immer weniger Fürsprecher. Angesichts der wirtschaftlichen Aufhellung sprachen sich beim jüngsten Treffen des für die Geldpolitik entscheidenden Offenmarktausschusses im März weniger Mitglieder für solche Schritte aus als noch im Januar. Der Dow Jones weitete seine Verluste deshalb ein wenig aus und gab um rund 0,7 Prozent nach.

PremiumS
03.04.2012, 23:40
The Ugly Truth For Northern Europeans

What the north cannot have is immediate losses in voter wealth followed by a surge in competitiveness from the south. If that happens en mass the northern politicians are dead - the jobs and hence the votes are lost. They need to keep Greece, Ireland and the remaining peripherals uncompetitive while they go through this loss realization process. That is the only way northern jobs are preserved. This is why we see a non-stop obsession with austerity in exchange for debt relief.

The only way the northern politicians will be able to save face when it comes to Spain and Italy is through massive monetary policy accommodation. The ECB will yell and scream, but the loss realization process will have to go through the Euro, inflation and the traditional forces of financial repression. Italy will not exchange a haircut for a decade of austerity. They don't have to! In addition, an Italian or Spanish haircut will make the debt for jobs trade too obvious. It will hit the northern saver transparently and aggressively.

Inflation will rebalance Europe; but let's hope that the process of restating northern wealth and wage rates does not lead to revolt in the northern streets. The politicians will need to carefully execute this trade.

http://www.zerohedge.com/news/ugly-truth-northern-europeans

PremiumS
04.04.2012, 07:16
MÄRKTE USA/Fed raubt Fantasie

NEW YORK (Dow Jones)--Gedämpft zuversichtliche Aussagen der US-Notenbank zur wirtschaftlichen Entwicklung haben am Dienstag den Investoren an Wall Street die Laune verhagelt. Denn damit wurde die Fantasie für weitere geldpolitische Lockerungen genommen. Der Dow-Jones-Index (DJIA) verlor 0,5 Prozent auf 13.200 Punkte. Der S&P-500 fiel um 0,4 Prozent auf 1.413 Punkte. Der technologielastige Nasdaq-Composite gab um 0,2 Prozent auf 3.114 Punkte nach. Umgesetzt wurden rund 0,82 (Montag: 0,76) Milliarden Aktien. Dabei standen 1.067 (2.280) Kursgewinnern 1.971 (765) -verlierer gegenüber, während 109 (102) Titel unverändert schlossen.

Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank hat in seinem heute veröffentlichten Protokoll vom 13. März festgehalten, dass mit moderatem Wachstum und allmählich sinkender Arbeitslosigkeit zu rechnen sei. Die Investoren vermissten hingegen Hinweise auf eine baldige Lockerung der Geldpolitik - etwa durch ein weiteres "Quantitative Easing".

Gold, Öl und Treasurys von Fed-Aussagen belastet - Dollar profitiert
Zuvor tendierten die Aktien nur leicht im Minus, nachdem der Auftragseingang der Industrie im Februar lediglich um 1,3 Prozent statt der prognostizierten 1,5 Prozent zugelegt hatte. Auch andere Anlageklassen reagierten markant auf die Aussagen der Federal Reserve. Der Preis für das als Inflationsschutz gesehene Gold fiel um rund 30 Dollar je Feinunze. Der Dollar legte kräftig zu, so dass er zum Euro über ein US-Cent gewann. Auch zu anderen Währungen legte die US-Devise zu, gestützt von der Erwartung, dass die konjunkturelle Zuversicht der Federal Reserve zu Zinsanhebungen führen könnte.

Auch der Ölpreis folgte dem Abwärtssog am Aktienmarkt. An der Nymex schloss der Maikontrakt auf ein Barrel Rohöl der Sorte WTI um 1,22 Dollar oder 1,2 Prozent tiefer bei 104,01 Dollar. Wie am Aktienmarkt lastete hier die Befürchtung, dass ausbleibende stimulierende Maßnahmen der US-Notenbank die Konjunktur belasten und damit die Nachfrage nach Öl reduzieren könnte. Die Notierungen der US-Anleihen litten unter der Perspektive, dass die Notenbank sich mit Anleihekäufen zurückhalten werde. Die Notierung der zehnjährigen Treasurys fiel um 28/32 auf 97-12/32. Die Rendite stieg damit auf 2,30 Prozent.

Apple mit Studie gesucht
Bei den einzelnen Aktien gewannen Apple 1,7 Prozent und sorgten für ein besseres Abschneiden des Technologiesektors. Piper Jaffray rechnet damit, dass das Apple-Papier bis 2014 auf 1.000 Dollar klettern könnte. Dann wäre Apple das erste Unternehmen weltweit, dessen Marktkapitalisierung eine Billion Dollar erreicht. Urban Outfitters steigerten sich um 2,3 Prozent. Investoren zeigten sich erbaut von Aussagen des Einzelhändlers, wonach der flächenbereinigte Umsatz im ersten Geschäftsquartal bislang im niedrigen einstelligen Prozentbereich gewachsen ist.

Uneinheitlich präsentierten sich die Aktien der Automobilbauer Ford und General Motors (GM) nach März-Absatzzahlen. So kann Ford mit dem besten März-Absatz seit fünf Jahren auftrumpfen. Nach noch stärkeren Aufschlägen im Frühhandel schloss die Aktie mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent. GM hat zwar ein Absatzplus von 12 Prozent erzielt, doch lauteten die Prognosen von Experten auf plus 21 Prozent. Die Aktie musste mit minus 4,6 Prozent denn auch kräftig Federn lassen. Profitieren von den März-Zahlen konnten die Autohändler. So steigerten sich Asbury Automotive um 4,9 Prozent.

Avon gegen Übernahme - Aktie unter Druck
Leichter tendierten die Papiere des Kosmetikunternehmens Avon, nachdem das Unternehmen das Übernahmeangebot des Parfumherstellers Coty abgelehnt hat. Die Aktie verlor 2,2 Prozent auf 22,19 Dollar. Netflix fielen um 0,9 Prozent auf 112,96 Dollar. Barclays hat den Titel auf "Equalweight" von "Overweight" gesenkt.

Daneben gab es noch einige Übernahme-Stories: CVR Energy steigerten sich um 5,9 Prozent auf 28,80 Dollar. Investor Carl Icahn hat mitgeteilt, dass ihm schon 55 Prozent der CVR-Aktien angedient worden seien. Icahn möchte CVR vollständig übernehmen. Zudem wird Molson Coors Brewing das Brauereiunternehmen StarBev für 3,54 Milliarden Dollar von CVC Capital Partners kaufen. Molson verloren 4,7 Prozent auf 43,65 Dollar.

GoldenSnuff
04.04.2012, 09:51
WSJ: Dreifach-Sieg gibt Romney Rückenwind

WASHINGTON (Dow Jones)-- Mitt Romney hat bei den Vorwahlen der Republikaner am Dienstag in drei Bundesstaaten klare Siege eingefahren. Damit konnte er seinen Vorsprung bei den Delegierten ausbauen und den Druck auf seinen Rivalen Rick Santorum erhöhen, aus dem Rennen auszusteigen.
Wie erwartet gewann Romney die Abstimmungen in Maryland und Washington DC. Aber auch im Bundesstaat Wisconsin konnte er gegen seinen erzkonservativen Mitbewerber Santorum überzeugen. "Mein Dank gilt Wisconsin, Maryland und Washington DC", sagte Romney in seiner Siegesansprache in Milwaukee. "Wir haben sie alle gewonnen".
(Dieser Beitrag und weitere tiefergehende Berichte und Analysen zu aktuellen Wirtschafts- und Finanzthemen finden Sie auf WSJ.de, dem neuen deutschsprachigen Online-Angebot des Wall Street Journal.)
Romney versucht jetzt, dem zermürbenden Kampf gegen seine parteiinternen Rivalen zu entkommen und sich als der Herausforderer von Barack Obama zu positionieren. Daher widmete er sich auch am Wahlabend der Kritik am Präsidenten. Obamas baue die Macht der Regierung auf Kosten der freien Marktwirtschaft aus. "Wenn Sie Unternehmen angreifen und Erfolg verteufeln, dann gibt es bald keine Unternehmen und keine Erfolge mehr", sagte Romney.
Nach diesem Wahltag dürften sich die Stimmen mehren, die einen Ausstieg von Rick Santorum aus dem Nominierungsprozess fordern. Aber in seinem Heimatstaat Pennsylvania gab sich dieser stur. Das Rennen sei erst zur Hälfte vorüber.
Doch nur ein Sieg in Wisconsin hätte Santorum wohl eine Argumentationshilfe geliefert, weiter zu kämpfen. "Die Republikaner wollen die Vorwahlen jetzt beenden", sagte Ron Bonjean, ein Strategieexperte der Partei. Im Lager von Romney hat man dagegen Grund zu feiern. In Maryland erreichte er fast die Hälfte der Stimmen, in der Hauptstadt Washington waren es sogar mehr als 70 Prozent. Und selbst im umkämpften Wisconsin lag er deutlich vor Rick Santorum. Auch bei den ultra-konservativen Republikanern, sonst klare Anhänger von Santorum oder Newt Gingrich, konnte Romney diesmal punkten.
Aufgrund der jüngsten Ergebnisse sammelt sich die republikanische Partei immer stärker hinter Romney. Für den Parteitag im August hat er jetzt schon die Hälfte der für die Nominierung notwendigen 1.144 Wahlmänner sicher. Nach Berechnung der Nachrichtenagentur AP hatte Romney schon vor den Abstimmungen am Dienstag 572 Delegierte eingesammelt, Santorum 272. Abgeschlagen sind Newt Gingrich mit 135 und Ron Paul mit 51.
Im Wahlkalender steht nun eine dreiwöchige Pause an. Am 24. April gibt es eine weitere Bewährungsprobe für Rick Santorum. Eine Niederlage in seinem Heimatstaat Pennsylvania dürfte wohl das Aus für ihn bedeuten. Am selben Tag wird in Connecticut, Delaware, New York und Rhode Island angestimmt. Diese Ostküsten-Staaten gelten als Romney-Gebiet.

GoldenSnuff
04.04.2012, 09:52
DJ CDU-Basis meutert gegen Röttgen - Zeitung

BERLIN (Dow Jones)--Die CDU-Basis in Nordrhein-Westfalen meutert gegen ihren Spitzenkandidaten. Norbert Röttgen droht mit seiner Personalpolitik innerhalb der CDU durchzufallen, berichtet die Bild-Zeitung auf ihrer Website. Der Vorsitzende von Röttgens CDU-Bezirksverband Mittelrhein habe per SMS dazu aufgefordert, die Liste mit Wunschkandidaten Röttgens für die Landtagswahl abzulehnen.
Röttgen wird laut Bild vorgeworfen, bei der Aufstellung der Kandidatenliste altgediente Parteifreunde ins Abseits zu drängen, um Platz für treue Gefolgsleute wie seine Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser zu schaffen.
Die CDU berät am Mittwoch in Mülheim an der Ruhr über die Eckpunkte ihres Wahlkampfes und soll Röttgen formell zum Herausforderer von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) für die Wahl am 13. Mai küren.

GoldenSnuff
04.04.2012, 09:52
DJ JUNCKER: Der Euro wird für immer existieren - Rundfunk

WIEN (Dow Jones)--Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker hält den Euro für eine Währung für die Ewigkeit. "Der Euro wird mich überdauern, denn ich werde nicht ewig leben. Der Euro wird genau das machen", sagte Juncker nach einem Bericht des österreichischen Rundfunks ORF. Juncker bekräftigte erneut, dass er Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für einen geeigneten Kandidaten halte, ihm auf dem Chefposten der Eurogruppe nachzufolgen. Es gebe aber auch andere gute Kandidaten. Juncker sprach in Österreich bei einer Preisverleihung.

GoldenSnuff
04.04.2012, 09:53
DJ Ampel auf Grün - Griechenland liberalisiert verkrusteten Taxi-Markt

ATHEN (Dow Jones)--Das griechische Parlament hat am Morgen die Liberalisierung des verkrusteten Taxi-Marktes beschlossen. Nach Monaten harter politischer Kämpfe und Streitereien darüber, wie der Sektor geöffnet werden könnte, stimmte schließlich eine Mehrheit der Abgeordneten für die Reform. Künftig sollen auf den Straßen des Landes mehr Taxis unterwegs sein dürfen. Limousinen-Dienste sollen Touristen bequemer zu den historischen Sehenswürdigkeiten des Landes bringen.
Die Taxifahrer hatten mehrmals gegen die Reform protestiert und wichtige Straßen des Landes blockiert. Sie fürchten eine größere Konkurrenz und eine Entwertung ihrer Lizenzen, die sie für viel Geld erworben haben. Der Widerstand nahm erst ab, als die Zahl Neulizenzen in den beiden größten Städten Athen und Thessaloniki begrenzt wurde. Mit dem Gesetz soll auch der Tourismus in Schwung versetzt werden. Die Reform ist Teil des wirtschaftlichen Anpassungsprozesses, den die internationalen Geldgeber im Gegenzug für ihre Kredite verlangen.

GoldenSnuff
04.04.2012, 09:53
DJ Daimler bestätigt nach "hervorragendem Start" Ergebnisprognose

BERLIN (Dow Jones)--Daimler ist hervorragend in das Jahr gestartet und hält an seiner Ergebnisprognose für 2012 fest. "Unser Unternehmen ist auf dem Weg zur Bestform, aber noch nicht am Ziel", wie Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche laut Redetext auf der Hauptversammlung in Berlin sagte.
Die Pkw-Tochter Mercedes-Benz Cars hatte mit einem Absatzplus von 12 Prozent auf über 340.000 Stück das beste erste Quartal aller Zeiten. Gut unterwegs war auch die Lkw-Sparte. Daimler Trucks steigerte den Absatz nach vorläufigen Zahlen weltweit um 20 Prozent auf rund 107.000 Fahrzeuge. Getrieben wurde die Zunahme von Daimler Trucks North America. Auf diesem Markt kletterten die Verkäufe um 41 Prozent. Weniger gefragt waren Busse des Stuttgarter Automobilkonzerns. Der Verkauf ging auf 5.000 Stück zurück.

GoldenSnuff
04.04.2012, 09:55
China will für stärkeren Kreditfluss Banken-Monopol brechen

Peking, 04. Apr (Reuters) - Im Kampf gegen den Wirtschaftsabschwung will China die Banken zu einer stärkeren Kreditvergabe an Privatfirmen zwingen. Eine kleine Zahl von Großbanken habe ein Monopol inne, das aufgebrochen werden müsse, sagte Ministerpräsident Wen Jiabao laut der Internetseite von China National Radio auf einer Wirtschaftskonferenz. Wenn dies gelinge, könnten auch private Firmen wieder leichter an Kredite kommen.
Mit der Verlangsamung des Wirtschaftswachstum geriet auch das Verhalten der staatlichen Banken bei der Kreditvergabe verstärkt in den Blickpunkt. Diese gaben bevorzugt Darlehen an andere Staatsunternehmen aus. Kleinere Privatbetriebe mussten sich zu hohen Zinsen Mittel auf anderen Wegen leihen.
Nachdem die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt noch vor zwei Jahren um mehr als zehn Prozent wuchs, steuert China in diesem Jahr auf eine deutliche Abkühlung zu. An den Finanzmärkten wird aber gehofft, dass ein zu abrupter Abschwung vermieden werden kann. Die Regierung in Peking hatte ihr Ziel für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr kürzlich auf 7,5 Prozent gesenkt. Zuletzt deutete sich an, dass das erste Quartal mit einem Plus von 8,4 Prozent das konjunkturell schwächste Vierteljahr seit drei Jahren werden könnte. Sollte es dem Land aber gelingen, die Bedingungen der Darlehensaufnahme zu verbessern, könnte damit das Wachstum angekurbelt werden, argumentieren Experten.

GoldenSnuff
04.04.2012, 09:55
DJ Kartellamt untersucht mögliche Preisabsprachen der Tankstellen - Zeitung

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach zahlreichen Beschwerden freier Tankstellen über die Preisgestaltung der großen Mineralölkonzerne hat das Bundeskartellamt gegen die fünf Tankstellenbetreiber BP/Aral, Esso, Jet, Shell und Total ein Wettbewerbsverfahren eingeleitet. In einem ersten Schritt seien den Unternehmen förmliche Auskunftsersuchen zugestellt worden, mit denen das Kartellamt zusätzliche Informationen verlangt. "Das ist ein Beitrag, um den Wettbewerb durch die freien Tankstellen gegenüber dem Oligopol zu stärken", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).
Die Bonner Wettbewerbsbehörde geht demnach Hinweisen nach, dass das Quintett an bestimmten Tankstellen seinen Sprit systematisch unter Einstandspreis verkauft habe, um so unabhängige Anbieter auszubooten. Auch sollen die Konzerne für die Belieferung von freien Tankstellen teilweise höhere Preise verlangt haben als von den eigenen Endkunden, berichtete die FAZ weiter.
"Das ist ein Signal an die großen Fünf, dass wir die Vorwürfe ernst nehmen", sagte Mundt. Weitere Verfahren könnten folgen. So prüft das Kartellamt, ob Oligopol-Mitglieder verbotenerweise Einfluss auf die Endverkaufspreise von Partnertankstellen nehmen.
Auch die konzernunabhängigen Tankstellen, die etwa ein Drittel des deutschen Marktes versorgen, beziehen ihren Sprit überwiegend von den Raffinerien des Oligopols. Das Verbot von Preis-Kosten-Scheren soll mit der bevorstehenden Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen verlängert werden.
"Wir können nicht per Verfügung die Preise senken. Unsere Aufgabe ist es, die strukturellen Voraussetzungen für einen funktionierenden Wettbewerb zu verbessern", sagte Mundt der FAZ.
Mundt will einerseits eingespielte Preissetzungsmuster aufbrechen und "Unruhe in das Oligopol" bringen. Solche Eingriffe hätten aber auch eine Verbraucherschutzkomponente, weil Preise verlässlicher und Vergleiche zwischen den Tankstellen einfacher würden.

GoldenSnuff
04.04.2012, 09:56
DJ MÄRKTE EUROPA/US-Notenbank schickt Börsen auf Talfahrt

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Aussicht, zunächst ohne neuerliche Liquiditätsspritzen der Federal Reserve auskommen zu müssen, dürfte am Mittwoch auch den Anlegern in Europa auf den Magen schlagen. Am Vorabend ließ das Protokoll der Sitzung der US-Notenbank vom 13. März bereits an Wall Street die Kurse auf Talfahrt gehen, die asiatischen Aktienmärkte zogen zur Wochenmitte nach. Den so genannten "Minutes" zufolge sieht die US-Notenbank die größte Volkswirtschaft der Welt auf einem moderaten Erholungskurs, zu einer abermaligen Ausweitung der Geldmenge durch den Kauf von Anleihen äußerten sich die Mitglieder des für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschusses daher zurückhaltend.
Unter anderem diese quantitativen Lockerungen der Federal Reserve hätten die zurückliegende Rally an den Börsen aber gestützt, sagt Etai Friedman, Chef des Handels von Aktienderivaten bei MKM Partners. Das Protokoll könne nun als Hinweis gewertet werden, dass der Liquiditätshahn etwas zugedreht werde. "Die Erwartungen, dass die US-Notenbank Hinweise auf eine dritte Runde quantitativer Lockerungen geben wird, waren nach den vorangegangenen Äußerungen von Chairman Ben Bernanke sehr, sehr niedrig", meint hingegen ein Aktienhändler. Nach dem außergewöhnlich guten ersten Quartal an den Börsen müssten die Minutes vielmehr als Rechtfertigung für Gewinnmitnahmen herhalten.

Auktion in Spanien im Fokus

Die Deutsche Bank indiziert den Euro-Stoxx-50 vor diesem Hintergrund mit einem Minus von 0,7 Prozent, den DAX sieht der Primus unter den heimischen Kreditinstituten mit einem Minus von 0,8 Prozent in den Mittwoch starten. Für neue Impulse dürfte am Nachmittag der ADP-Arbeitsmarktbericht sorgen. Den Zahlen des Abrechnungsdienstleisters zufolge dürften im März in der US-Privatwirtschaft 200.000 neue Jobs entstanden sein. Die ADP-Zahlen gelten als guter Vorläufer des für Karfreitag avisierten offiziellen Berichts zur Beschäftigungslage in den USA. Darüber hinaus steht der ISM-Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe im März auf dem Programm. Ökonomen erwarten einen Rückgang auf 56,9 von 57,3 Punkten im Vormonat.
Unter den Terminen aus Europa dürfte die Auktion spanischer Staatsanleihen besonders kritisch beäugt werden. Zuletzt waren abermals Zweifel an der Fähigkeit von Ministerpräsident Mariano Rajoy aufgekommen, angesichts einer außerordentlich hohen Arbeitslosigkeit das Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen. Daraufhin zogen die Renditen zehnjähriger Schuldtitel wieder an und kletterten auf das Niveau von Ende vergangenen Jahres. Im Rahmen der für den Vormittag geplanten Versteigerung will Spanien Staatsanleihen im Volumen von bis zu 3,5 Milliarden Euro unter die Anleger bringen, fällig werden die Schuldtitel in den Jahren 2015, 2016 und 2020.
Und schließlich wird die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt über ihren geldpolitischen Kurs beraten. Allerdings gilt es als ausgemachte Sache, dass die Währungshüter um EZB-Präsident Mario Draghi zunächst die Füße stillhalten und weiter die Wirkung der beiden Dreijahrestender beobachten werden. Daher dürfte der Leitzins auch nach Abschluss der Beratungen weiter bei 1,0 Prozent liegen. "Die nach oben revidierten Inflationsprojektionen lassen keinen Raum für geldpolitische Lockerungsmaßnahmen - unabhängig der laufenden Schuldenkrise im Gemeinsamen Währungsgebiet", sagt Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Euro und Rohstoffwährungen unter Druck

Zu den "Opfern" des Protokolls der US-Notenbank gehört vor allem der Euro, der seit der Veröffentlichung gut einen Cent zum Greenback verloren hat und damit wieder unter 1,32 Dollar handelt. Schließlich reduziert sich durch die zumindest aufgeschobene neue Runde quantitativer Lockerungen das Inflationspotenzial in den USA - eine Entwicklung, die Investoren zu goutieren wissen. Auch die ebenfalls als riskant geltenden Rohstoffwährungen wie der Australische Dollar kommen zum Greenback weiter unter Druck, an der Börse in Sydney geben die Kurse der Minenbetreiber BHP Billiton und Rio Tinto jeweils um rund ein Prozent nach. Die als sichere Häfen geltenden deutschen Renten-Futures starten hingegen mit Kursgewinnen in die Wochenmitte.
Im frühen Frankfurter Geschäft geht es vor allem für die Zykliker überdurchschnittlich stark nach unten: HeidelbergCement geben um 1,3 Prozent nach, K+S um 1,1 Prozent. Besser halten sich als defensiv geltende Titel: Deutsche Telekom verlieren ebenso wie Fresenius lediglich 0,3 Prozent. Aus dem MDAX verbilligen sich Fraport um 1,4 Prozent. In Leipzig entscheidet das Bundesverwaltungsgericht über das bestehende Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen. Dabei gilt es als wahrscheinlich, dass die Richter den Ausbau des Flughafens als rechtens erklären und damit auch das vorübergehende Nachtflugverbot bestätigen werden. "Auch wenn ein Urteil in diese Richtung erwartet wird, könnte der Kurs trotzdem kurzfristig darunter leiden", erwartet ein Börsianer.

hopoet
04.04.2012, 11:20
Japanischer Mobilfunkkonzern plant großes Solarkraftwerk

TOKIO (dpa-AFX) - Der japanische Internet- und Mobilfunkkonzern Softbank plant Medienberichten zufolge eines der größten Solar-Kraftwerke des Landes. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Mittwoch berichtete, will die Softbank-Tochter SB Energy die Solaranlage mit einer geplanten Kapazität von mindestens 200 000 Kilowatt in dem Industriepark Tomatoh östlich der nordjapanischen Stadt Tomakomai errichten.

Im Sommer führt Japan ein System ein, bei dem Unternehmen zur Abnahme von Strom aus erneuerbaren Energiequellen verpflichtet werden, den Privathaushalte sowie andere Unternehmen produzieren. Nach dem GAU im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi will Japan stärker auf erneuerbare Energiequellen setzen; wie genau die künftige Energiepolitik aussehen soll, darüber wird jedoch weiter debattiert.

Im Steuerjahr 2010, das bis zum 31. März 2011 lief, deckten Atomkraftwerke noch 26,4 Prozent des Strombedarfs in Japan ab. Wärmekraftwerke steuerten 56,9 Prozent bei und erneuerbare Energiequellen wie Solarstorm und Windkraft 10,5 Prozent. Wegen Wartungsarbeiten und Stresstests ist derzeit nur noch ein einziges der 54 Atomkraftwerke im Lande in Betrieb. Gegen ein Wiederanfahren der Atomreaktoren regt sich erheblicher Widerstand in der Bevölkerung.

Der in Tokio ansässige Softbank-Konzern plant neben dem Solarkraftwerk auf der nordjapanischen Hauptinsel Hokkaido auch an mehr als zehn anderen Standorten im ganzen Land solche Anlagen. So begann das Unternehmen in diesem Monat mit dem Bau von Solarkraftwerken in der nahe Tokio gelegenen Provinz Gumma sowie in der Stadt Kyoto mit Kapazitäten von 2400 beziehungsweise 4200 Kilowatt. In der Provinz Tokushima seien ebenfalls zwei weitere 2800-Kilowatt-Anlagen geplant, wie die "Nikkei" berichtete./ln/DP/nmu

hopoet
04.04.2012, 12:36
Anleihe-Auktion: Spaniens Finanzierungskosten ziehen deutlich an

MADRID/FRANKFURT (dpa-AFX) - Spanien ist erstmals seit der Vorlage seiner neuen Haushaltspläne mit Anleihen an den Markt gegangen und hat keinen überzeugenden Auftritt abgeliefert. Die Nachfrage ging im Vergleich zu den letzten Auktionen zurück und die Finanzierungskosten zogen an, wie aus Zahlen des spanischen Schatzamts vom Mittwoch hervorgeht. Investoren betrachten das große Euro-Krisenland bereits seit Anfang März wieder kritischer.

Insgesamt sammelte Madrid mit drei Anleihen 2,59 Milliarden Euro ein, das Maximalziel von 3,5 Milliarden Euro wurde damit klar verfehlt. Auch die durchschnittlichen Zinsen, die Spanien Anlegern bieten musste, zogen merklich an. Im dreijährigen Laufzeitbereich lag die Durchschnittsrendite bei 2,89 Prozent, bei der letzten vergleichbaren Versteigerung im März hatte sie noch bei 2,44 Prozent gelegen. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei einem Papier mit Fälligkeit in vier Jahren aus: Hier stieg die Rendite von 3,376 auf 4,319 Prozent. Um sich für acht Jahre Geld zu leihen, muss Spanien 5,338 Prozent zahlen.

Experten hatten bereits erwartet, dass sich die Finanzierungssituation für Spanien verschlechtern würden. "Nachdem die Sorgen um Griechenland dank der erfolgreichen Umschuldung ein wenig in den Hintergrund gerückt sind, geraten die beiden größten Peripheriestaaten Spanien und Italien wieder verstärkt in den Fokus der Investoren", sagt Viola Stork, Analystin der Landesbank Hessen-Thüringen. Besonders Spanien sorge mit Defizitverfehlungen für eine angespannte Stimmung, was sich auch in den Risikoaufschlägen des Landes widerspiegele./hbr/jkr

hopoet
04.04.2012, 12:37
ROUNDUP: Nächster Patentstreit: Chipfirma NXP klagt gegen RIM

NEW YORK (dpa-AFX) - In der Mobilfunk-Branche ist ein weiterer Patentstreit ausgebrochen: Der Chipspezialist NXP klagt gegen den Blackberry-Anbieter Research In Motion . NXP wirft RIM in Florida die Verletzung von sechs Patenten vor. Dabei geht es um vor allem Funktechnologien und Techniken zur Chiptechniken - aber auch um ein allgemeineres Patent für Mobiltelefone mit GPS-Ortungsempfänger.

NXP ist die frühere Halbleitertochter von Philips, die inzwischen selbstständig ist. Das Unternehmen ist heute vor allem bekannt als Anbieter der NFC-Technik mit Funkchips, die etwa kontaktlose Bezahlsysteme oder Fahrkarten erlauben. NFC-Chips gelten als ein Fundament für das Bezahlen per Handy. Sie wurden bisher aber nur in wenige Mobiltelefone eingebaut.

NXP reichte die Klage gegen RIM am Montag ein, sie wurde am Dienstag veröffentlicht. Im Visier stehen diverse Modelle von Blackberry-Smartphones und auch das Tablet Playbook.

RIM kämpft derzeit mit massiven Absatzproblemen, weil das iPhone von Apple sowie Smartphones mit dem Google -Betriebssystem Android viel populärer sind. Der neue deutsche RIM-Chef Thorsten Heins soll das kanadische Unternehmen aus der Krise führen. Eine weitere Patentklage kann er dabei kaum gebrauchen. Das Unternehmen muss sich bereits gegen Ideenklau-Vorwürfe des Handy-Herstellers Motorola und des Foto-Spezialisten Kodak verteidigen.

Vor sechs Jahren machte RIM bereits sehr schmerzhafte Erfahrungen mit einer Patentklage. Im Frühjahr 2006 kostete die Einigung mit dem Patentverwerter NTP den Blackberry-Betreiber 612,5 Millionen Dollar. In dem Konflikt ging es um Technologien zur Weiterleitung von E-Mails an mobile Geräte. Nach einem Gerichtsurteil drohte damals ein Stopp der Blackberry-Dienste. NTP setzte 2010 noch einmal zu einem Rundumschlag gegen die Smartphone-Schwergewichte Apple, Google, Microsoft , HTC, LG und Motorola an. Die Verfahren zu solchen Klagen können in den USA allerdings Jahre dauern./so/DP/nmu

hopoet
04.04.2012, 13:13
Lufthansa: Nachtflugverbot ist schwerer Schlag - Bedarf weiter verdeutlichen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Lufthansa will nach dem bestätigten Nachtflugverbot für den Frankfurter Flughafen nicht lockerlassen. "Dies ist ein schwerer Schlag gegen den Wirtschaftsstandort Deutschland und es besteht kein Zweifel, dass eines der größten Drehkreuze Europas im internationalen Wettbewerb zurückfallen wird", sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz am Mittwoch nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig. Vorerst seien damit an Deutschlands größtem Flughafen zwischen 23.00 und 5.00 Uhr weiterhin keine Nachtflüge möglich. Die Lufthansa werde den Bedarf für "ausgewählte nächtliche Flüge" im ergänzenden Planfeststellungsverfahren allerdings erneut deutlich machen. Die Entscheidung des Gerichts mache dies nun möglich.

Die Lufthansa sagt dem Luftverkehrsstandort Frankfurt nun langfristig "gravierende negative Folgen" voraus. "Frankfurt, Hessen - ja der ganzen Export- und Logistiknation Deutschland drohen die Flügel gestutzt zu werden", sagte Franz.

Die Frachtsparte des Dax -Konzerns, die Fluggesellschaft Lufthansa Cargo, fürchtet angesichts des Nachtflugverbots um die besonders lukrativen Expressflüge in der Nacht. Laut jüngsten Aussagen von Cargo-Chef Karl Ulrich Garnadt kostet das Verbot das Unternehmen im Jahr voraussichtlich 40 Millionen Euro beim operativen Gewinn. Am Nachmittag wollen sich Franz und Garnadt ausführlicher zu dem Gerichtsentscheid äußern./stw/stb/fn

hopoet
04.04.2012, 13:14
Deutschland: Industrieaufträge steigen im Februar weniger als erwartet

BERLIN (dpa-AFX) - Die Auftragseingänge der Industrie sind im Februar schwächer gestiegen als erwartet. Die Aufträge seien laut vorläufigen Zahlen bereinigt um 0,3 Prozent zum Vormonat geklettert, teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Volkswirte hatten einen Anstieg um 1,4 Prozent erwartet. Allerdings war der Rückgang im Januar mit 1,8 Prozent nicht so stark wie in der Erstschätzung ermittelt (minus 2,7 Prozent). Im Jahresvergleich fielen die Auftragseingänge um 6,1 Prozent. Hier hatten die Experten mit einem Rückgang um 5,4 Prozent gerechnet.

Rückläufige Bestellungen meldeten insbesondere die Hersteller von Konsumgütern (minus 3,8 Prozent ggegenüber Vormonat) und, in geringerem Maße, die von Vorleistungsgütern (minus 0,3 Prozent). Die Produzenten von Investitionsgütern erzielten hingegen ein Auftragsplus von 1,3 Prozent.

Gestützt wurden die Aufträge durch die Auslandsnachfrage, die um 1,7 Prozent zulegte. Besonders deutlich legten die Bestellungen von außerhalb der Eurozone (plus 5,0 Prozent) zu. Die Aufträge aus der Eurozone gingen hingegen um 3,2 Prozent zurück. Die Inlandsaufträge sanken um 1,4 Prozent.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich Januar/Februar gegenüber November/Dezember sanken die Auftragseingänge in der Industrie um 1,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lagen die Industrieaufträge im Zweimonatsvergleich um 6,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

"Bei weiterhin unterdurchschnittlichen Großaufträgen schwächt sich die Abwärtstendenz der Auftragseingänge in der Industrie etwas ab", schreibt das Ministerium. Während sich die Bestellungen aus dem Inland und der Nicht-Eurozone insgesamt stabil entwickelten, kämen aus der Eurozone weiterhin negative Impulse. "Insgesamt bleibt die Industrieproduktion damit vorbelastet."/jsl/hbr

PremiumS
04.04.2012, 14:39
dpa-AFX: HINTERGRUND: 'Tankparadies' Venezuela: Auto voll für einen Euro

CARACAS/SAO PAULO (dpa-AFX) - Zumindest für Autofahrer ist Venezuela ein
wahres Paradies. Die sozialistische Regierung von Hugo Chávez sorgt an den
Tankstellen des fünftgrößten Ölexportlandes der Welt für gute Stimmung, denn der
Liter Benzin kostet umgerechnet und großzügig aufgerundet nur 0,02 Euro (in
Worten: Null-Komma-Null-Zwei-Euro). Da wird auch ein normaler Autotank locker
für einen Euro voll. Motorradfahrer können auch schon mal ohne Bezahlen
losfahren. Denn eine Rechnung von 10 oder 20 Euro-Cent für eine kleine
Mopedtankfüllung lohnt fast der Mühe nicht.

Doch was deutschen Autofahrern als 'Tankparadies' erscheinen mag, wird vom
venezolanischen Staat teuer subventioniert und zwar mit über 90 Prozent. Der
Preis deckt nur einen Bruchteil der Herstellungskosten. Doch Chávez sieht in den
seit mehr als 13 Jahren geltenden Niedrig-Sprit-Preisen eine Wohltat fürs Volk,
von der aber vor allem große Autos oder auch sehr alte Schlitten mit sechs oder
acht Zylindern und Riesen-Hubraum von drei bis vier Litern profitieren. Bei dem
Spottpreis ist es fast egal, ob der Motor 10, 20 oder 25 Liter auf 100 Kilometer
schluckt. Vorfahrt für den Umweltschutz? Fehlanzeige.

Allerdings sind die Subventionskosten enorm. Allein der staatliche
Öl-Konzern PDVSA verzichtet dadurch jährlich auf etwa 1,5 Milliarden US-Dollar,
wie Erdöl- und Bergbauminister Rafael Ramírez im vorigen Jahr bekanntgab. Die
Gesamtkosten für die Subventionen liegen nach unterschiedlichen Schätzungen aber
deutlich höher zwischen sieben bis 12 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Doch in der
Konsequenz kann Ramírez, der auch PDVSA-Präsident ist, zu recht sagen: 'Das
venezolanische Benzin ist das billigste der Welt.'

Zwar mahnt die Regierung die Venezolaner immer wieder mal zum Sprit- und
damit Subventionssparen. Und auch gasbetriebene Autos werden angepriesen - aber
bisher ohne durchschlagenden Erfolg. Für die Wirtschaft des OPEC-Landes
Venezuela sind die Ölressourcen ein Schlüssel. Über 90 Prozent der Exporterlöse
Venezuelas stammen aus Ölexporten. Zudem wird rund ein Drittel des
Bruttosozialprodukts aus den Erdöleinnahmen generiert, die über 50 Prozent der
Staatseinnahmen ausmachen./hr/DP/fn

--- Von Helmut Reuter, dpa ---

PremiumS
04.04.2012, 14:39
BMW erzielt im ersten Quartal Absatzrekord

BERLIN (Dow Jones)--Die hohe Nachfrage aus China und den USA hat dem Premiumautobauer BMW im ersten Quartal einen Absatzrekord beschert. "Mit insgesamt über 400.000 weltweit verkauften Fahrzeugen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce haben wir das beste erste Quartal in der Unternehmensgeschichte eingefahren", sagte BMW-Vertriebschef Ian Robertson am Mittwoch auf der New York Auto Show.

In den USA lag das Wachstum im Zeitraum von Januar bis März bei über 16 Prozent, im März betrug der Absatzzuwachs 13 Prozent. Für weitere Impulse sollen Robertson zufolge die neue 3er Limousine und der X1 sorgen. Letzterer wird ab September auch für US-Kunden erhältlich sein.

In China übergab BMW im ersten Quartal mehr als 75.000 Autos an die Kunden und erzielte somit auch im "Reich der Mitte" einen neuen Höchstwert. Im Vorjahreszeitraum hatte BMW hier noch 58.506 Autos ausgeliefert.

Die endgültigen Absatzahlen der BMW Group für den Monat März werden am 11. April veröffentlicht.

GoldenSnuff
04.04.2012, 15:15
*DJ ADP Mar US Private Sector Jobs +209,000
*DJ ADP Mar US Private Sector Jobs Expected +200,000

PremiumS
04.04.2012, 16:51
Deutsche Börse schließt First Quotation Board zum Jahresende

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse schließt das First Quotation Board in seiner jetzigen Form zum 15. Dezember 2012. Der Börsenbetreiber begründete dies am Mittwoch damit, dass es im First Quotation Board als dem Segment mit den geringsten Transparenzanforderungen vermehrt zu Verdachtsfällen auf Marktmanipulation gekommen sei, worauf er schon im Februar hingewiesen habe.

Für den Entry Standard, das Transparenzsegment des Open Markets für kleine und mittelständische Unternehmen, sollen ab dem 1. Juli 2012 strengere Regeln gelten. Der Zugang zum Entry Standard werde künftig immer ein öffentliches Angebot und damit einen Prospekt erfordern. Zudem müssten die Unternehmen mindestens zwei Jahre als Gesellschaft bestanden haben, über ein Grundkapital in Höhe von 750.000 Euro verfügen, einen Nennwert von 1 Euro je Aktie sowie einen Mindeststreubesitz von 10 Prozent aufweisen. Ein Prospekterfordernis gelte nicht für Unternehmen, die bereits im Entry Standard gelistet sind (sog. "Grandfathering") sowie für Unternehmen, die vom Regulierten Markt in den Entry Standard wechseln.

Außerdem würden die Folgepflichten für alle Unternehmen im Entry Standard verschärft. So müsse künftig vom Emittenten neben dem Jahresabschluss auch ein Halbjahresabschluss mit Bilanz, GuV und Anhang elektronisch übermittelt werden.

Im Rahmen der Neusegmentierung sollen auch für das Quotation Board (ehemals Second Quotation Board) ab 1. Oktober 2012 neue Anforderungen in Kraft treten. Zukünftig soll im Quotation Board der Spezialist die Rolle des Antragstellers übernehmen und somit verpflichtet sein, Kapitalmaßnahmen und andere relevante Informationen der Börse unverzüglich mitzuteilen. Im Quotation Board werden neben Anleihen und Fonds dann nur noch Aktien von Unternehmen gehandelt, die bereits an einem anderen, von der Deutschen Börse anerkannten, börsenmäßigen Handelsplatz einbezogen wurden. Aktuell seien rund 10.000 Aktien im Quotation Board gelistet.

DJG/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 04, 2012 08:57 ET (12:57 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.


© 2012 Dow Jones News

GoldenSnuff
04.04.2012, 17:00
*DJ US ISM Mar Non-Manufacturing PMI 56.0 Vs Feb 57.3
*DJ US ISM Mar Non-Manufacturing PMI Expected 56.9

GoldenSnuff
04.04.2012, 17:30
*DJ US/Rohöllagerbestände (DoE) +9,009 Mio auf 362,399 Mio Barrel
*DJ US/Benzinlagerbestände (DoE) -1,457 Mio auf 221,913 Mio Barrel
*DJ US/Destillatlagerbestände (DoE) +0,019 Mio auf 135,885 Mio Barrel
*DJ US/DoE: Raffinerieauslastung 85,7% (Vorwoche 84,5%)

GoldenSnuff
04.04.2012, 17:34
*DJ Fed's Lacker: Doesn't See Need For Further Stimulus -Bloomberg TV
*DJ Fed's Lacker: Expects Growth Between 2%-3% -Bloomberg TV
*DJ Fed's Lacker: US Data `Firmer In Tone' Of Late -Bloomberg TV
*DJ Fed's Lacker: Further Stimulus Not Likely To Affect Growth -Bloomberg TV
*DJ Fed's Lacker: Unclear If Recovery Will Be Aided By Housing Construction -Bloomberg TV

hopoet
04.04.2012, 17:55
Neue slowakische Regierung will sparen und Reiche belasten

BRATISLAVA (dpa-AFX) - Gleich nach seinem Amtseid hat der neue slowakische Regierungschef Robert Fico eine strenge Haushaltsdisziplin angekündigt. Der 47-jährige Sozialdemokrat versprach am Mittwoch in Bratislava zudem eine sozial ausgewogene Politik. Die Sanierung der öffentlichen Finanzen werde "nicht auf dem Rücken der sozial Schwachen" ausgetragen, versicherte Fico. Bereits vor seiner offiziellen Ernennung hatte er in Interviews erklärt, er wolle Banken und reiche Slowaken höher besteuern.

Der bisherige Oppositionsführer hatte am 10. März die vorgezogenen Parlamentswahlen gewonnen. Er errang mit seiner Partei Smer - Socialna demokracia 83 von 150 Abgeordnetenmandaten und kann mit absoluter Mehrheit allein regieren. In seinem neuen Kabinett wurden außer zehn Sozialdemokraten auch vier parteilose Experten als Minister vereidigt. Parteilose stehen unter anderem an der Spitze von Außenministerium und Wirtschaftsressort.

"Die neue Regierungszeit wird vollkommen anders sein als in den Jahren 2006 bis 2010" sagte Fico mit Blick auf seine erste Amtszeit als Regierungschef. Nach dem Wahlsieg im Jahr 2006 hatte er Nationalisten als Koalitionspartner gewählt und war deswegen heftig kritisiert worden.

Die aus vier bürgerlichen Parteien bestehende Vorgängerregierung der christlich-liberalen Regierungschefin Iveta Radicova war am Streit über den Euro-Rettungsschirm EFSF nach nur eineinhalb Jahren Amtszeit zerbrochen. Fico hingegen hatte den Euro-Rettungsschirm stets ohne Vorbehalte unterstützt.

Zur Sanierung der öffentlichen Finanzen hatte Fico die Abschaffung der seit 2004 bestehenden Einheitssteuer von 19 Prozent ins Gespräch gebracht. Statt dessen soll es wie in den meisten anderen EU-Ländern eine mehrstufige Steuer geben./ct/czy/DP/she

PremiumS
04.04.2012, 21:33
Geithner: Furcht vor Defizit darf nicht öffentliche Ausgaben stoppen

von Christian Hoyer

Mittwoch 04.04.2012, 20:00 Uhr

+ Washington (BoerseGo.de) - Nach den Worten des US-Finanzministers Timothy Geithner dürften die Amerikaner nicht aus Furcht vor künftigen Defizits notwendige Regierungsinvestitionen in Projekte behindern, welche zur Beschleunigung des Wachstums erforderlich seien. Geithner griff die republikanischen Widersacher der Obama Regierung an, welche das Ausgabeverhalten als zu exzessiv anprangern. "Es gibt keinen wirtschaftlichen oder finanziellen Anlass, um die Furcht vor künftigem Defizit dafür einzusetzen, tiefe Einschnitte in die Kernfunktion der Regierung vorzunehmen, das Sicherheitsnetz zu schwächen oder grundlegend die Vorzüge der staatlichen Krankenversicherung Medicare zu ändern, wie es die Republikaner vorschlagen. Geithner sagte, dass der Aufruf der Republikaner zu Maßnahmen wie die Rückgängigmachung der Wall Street Reform eine "finstere und pessimistische " Vision von Amerika darstellten.

Er sagte, dass sich die US-Wirtschaft immer noch in dem Prozess der Entschuldung befinde und die übermäßigen Schulden aus der Finanzkrise aus den Jahren 2007 bis 2009 zurückzahle, dass die Wirtschaft aber gleichwohl moderat wachse. Geithner machte geltend, dass die immer noch bevorstehenden Herausforderungen der Erholung, darunter auch die hohe Arbeitslosigkeit, nur durch Regierungsmaßnahmen wie langfristige Investitionen in Infrastrukturprojekte in den Griff zu bekommen seien. "Wir müssen den Willen haben, die Dinge anzupacken, sie nicht aber einzuschränken". Auch wenn das Haushaltsdefizit auf längere Zeit gesehen nicht aufrechtzuerhalten sei, so dürfte diese Herausforderung nicht über alles andere gestellt werden. Stattdessen müsste man sie durch einen Mix aus Ausgabenkürzungen und Steueranhebungen in den Griff bekommen.

PremiumS
04.04.2012, 21:33
Morgan Stanley: Wahrscheinlichkeit für QE3 gesunken

von Christian Hoyer

Mittwoch 04.04.2012, 19:36 Uhr

+ New York (BoerseGo.de) - Die Experten von Morgan Stanley reduzieren ihre Prognose für die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Lockerung der Geldpolitik von 2:3 auf 1:3. Die Neueinschätzung folgt der gestrigen Veröffentlichung der Protokolle der letzten Fed-Sitzung vom März. "Die Fed-Protokolle machen es ziemlich offensichtlich, dass die Handlungen der Fed durch hereinkommende Daten bestimmt wird und nicht präventiv erfolgen. Deshalb haben wir unsere Prognose für eine erneute Lockerung der Geldpolitik (QE3) nach unten revidiert", so Morgan Stanley-Chefvolkswirt Vincent Reinhart. Er machte darauf aufmerksam, dass die Fed ihre Prognose für die Gesamtnachfrage erhöht und die Prognose für das Gesamtangebot gesenkt hat. Das bedeutet, dass es eine geringer Flaute in der Wirtschaft gäbe als die Notenbanker ursprünglich erwartet haben. Dies wiederum birgt höhere Inflationsrisiken, so Reinhart.

Wenn die Fed über Inflation besorgt ist, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Lockerung der Geldpolitik. Allerding geht Morgan Stanley immer noch davon aus, dass eine 1:3-Chance bestünde, dass die Fed noch in der ersten Jahreshälfte erneut die Geldpresse anwirft. Diese Chance sehen die Experten deshalb, weil sie glauben, dass sich die US-Wirtschaft deutlich abkühlen könnte. Reinhart warnte, dass die Fed die Hürde für weiteres Tätigwerden zu hoch angesetzt haben könnte. Falls die Fed bezüglich der Wirtschaftsaussichten zu große Zuversicht habe oder in den Monaten vor der Präsidentschaftswahl bei weiteren Lockerungsmaßnahmen zu skeptisch sei, dann könnte die Fed den richtigen Zeitpunkt verfassen, um einen deutlichen Abschwung abzuwenden.

PremiumS
04.04.2012, 21:34
Moody’s erwartet Vollbeschäftigung in den USA in 2015


New York (BoerseGo.de) – Die Ratingagentur Moody's erwartet bis Mitte 2013 ein Wachstum der US-Wirtschaft von 2,5 Prozent. Bis Mitte 2014 soll sich das Wachstum dann auf 4 Prozent beschleunigen, berichtet MarketWatch am Mittwoch.

Die US-Arbeitslosenquote soll in diesem Jahr unter 8,0 Prozent fallen. Ende 2013 wird ein Wert von unter 7,0 Prozent erwartet. Vollbeschäftigung, definiert als Arbeitslosigkeit von knapp 6,0 Prozent, soll dann bis Ende 2015 erreicht werden. Die Talfahrt der Hauspreise soll bald beendet sein, so die Einschätzung der Bonitätswächter.

"In den kommenden Monaten werden die wirtschaftlichen Daten noch recht gemischt ausfallen. Die positiven Effekte des warmen Winters werden verblassen. Die hohen Benzinpreise haben das Potenzial die Konsumentenstimmung einzutrüben. Im Trend geht es aber aufwärts“ sagte Mark Zandi, Chefvolkswirt bei Moody’s.

PremiumS
04.04.2012, 21:47
04.04.2012 | 20:24

Aktien New York: Dow schwach - Fed enttäuscht

Enttäuschung über die US-Notenbank hat den Dow Jones Industrial auf den Weg zum größten Tagesverlust in diesem Jahr geführt. Der Index verlor knapp zwei Stunden vor Handelsschluss 1,09 Prozent auf 13.055,22 Punkte. Damit bewegte sich der Index in Sichtweite der Marke von 13.000 Punkten, die er erst Mitte März zum ersten Mal seit vier Jahren wieder überschritten hatte. Erst am Freitag hatte der Dow am letzten Tag des Quartals den besten Jahresstart seit 1998 perfekt gemacht.

Der breiter gefasste S&P-500-Index rutschte am Mittwoch um 1,16 Prozent auf 1.396,87 Punkte ab. An der Börse Nasdaq fiel der Composite-Index um 1,72 Prozent auf 3.059,89 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 1,64 Prozent auf 2.737,07 Punkte.

Bereits am Dienstag war die Wall Street mit Verlusten aus dem Handel gegangen, nachdem die US-Notenbank weiteren geldpolitischen Lockerungen eine Absage erteilt hatte. Am Mittwoch sorgte eine enttäuschend verlaufene Anleiheauktion in Spanien zusätzlich für Ernüchterung. Die veröffentlichten US-Konjunkturdaten zeichneten keine klares Bild: Während der Beschäftigungsanstieg im Privatsektor laut ADP-Daten im März die Erwartungen der Volkswirte leicht übertroffen hatte, war der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im selben Monat überraschend stark gefallen.

Lediglich die als defensiv eingestuften Telekommunikationstitel verzeichneten unter den Sektoren einen kleinen Gewinn. Die größten Verluste erlitten Finanzwerte und Rohstoffaktien.

Im Dow Jones verloren General Electric (GE) gut ein Prozent, nachdem die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit des Industrieschwergewichts wegen erhöhter Risiken seiner Finanztochter gesenkt hatte. Die Bewertung sei von "Aa2" auf "Aa3" reduziert worden, hatte Moody's mitgeteilt. Gleichzeitig hatte die Ratingagentur die Bewertung der GE-Finanztochter Tochter Capital Corp von "Aa2" auf "A1" verringert. Damit liegt das Rating der Tochter zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten unter dem der Mutter GE.

IBM rutschten belastet von einer negativen Analysteneinschätzung um mehr als eineinhalb Prozent ab. Merrill Lynch habe die Einstufung für die Titel des Computerkonzerns von "Buy" auf "Neutral" gesenkt, hieß es aus dem Handel.

Im Nasdaq 100 verloren Yahoo unterdurchschnittliche 0,66 Prozent, nachdem der kriselnde Konzern bei seinem nächsten Stellenabbau rund 2.000 der noch 14.000 Arbeitsplätze streichen will. Damit sollen rund 375 Millionen Dollar im Jahr eingespart werden.

Sandisk rutschten nach einem enttäuschenden Ausblick mit einem Abschlag von 10,5 Prozent an das Indexende. Der Hersteller von Flash-Speicherkarten blickt wegen einer schwächer als erwarteten Preisentwicklung und Nachfrage für Speicherkomponenten für Mobiltelefone nun vorsichtiger auf das erste Quartal als zuvor./he/ck

ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072

AXC0285 2012-04-04/20:24


© 2012 dpa-AFX

PremiumS
04.04.2012, 22:19
E.On: Unsicherheiten eingepreist

04.04.2012 (www.4investors.de) -

Die Analysten der Credit Suisse sprechen eine Kaufempfehlung für die Aktien von E.On aus. Das Kursziel liegt bei 20,00 Euro.

Die Aktien werden mit einem Abschlag zum Buchwert gehandelt. Die Dividendenrendite liegt bei mehr als 6 Prozent. Zuletzt hat es jedoch enttäuschende Zahlen für 2011 gegeben, die den Kurs gedrückt haben. Außerdem wurde die Prognose für 2012 reduziert. Die Unsicherheiten sollten nach Ansicht der Experten jedoch inzwischen eingepreist sein. Bei der Energienachfrage sehen sie eine Erholung.
( js )

PremiumS
04.04.2012, 22:19
Daimler: Klares Potenzial

04.04.2012 (www.4investors.de) -

Die Analysten der Credit Suisse sprechen eine Kaufempfehlung für die Aktien von Daimler aus. Das Kursziel liegt bei 55,00 Euro.

Die starke Position im Premiumbereich der Autobranche sollte eine mögliche Schwäche in Europa aushalten. Die Zahlen zum vierten Quartal haben eine klar höhere Profitabilität gezeigt. Diese ist im Aktienkurs in dieser Form noch nicht enthalten. Somit gibt es ein klares Kurspotenzial für den Titel.
( js )

PremiumS
04.04.2012, 22:20
ThyssenKrupp: 22 Euro sind das Ziel

04.04.2012 (www.4investors.de) -

Die Analysten der Credit Suisse sprechen eine Halteempfehlung für die Aktien von ThyssenKrupp aus. Das Kursziel liegt bei 22,00 Euro.

Die neue Unternehmensführung ändert die Strategie. Man verkauft Sparten und verbessert die Profitabilität. Außerdem ist die Bilanz der Gesellschaft stark. Die Dividendenrendite liegt bei 2,5 Prozent. Positiv ist zudem, dass sich die Stahlpreise verbessern.
( js )

PremiumS
04.04.2012, 22:20
Nokia: Klare Kaufempfehlung

04.04.2012 (www.4investors.de) -

Die Analysten von Credit Suisse sprechen eine Kaufempfehlung für die Aktien von Nokia aus. Das Kursziel sehen sie bei 6,00 Euro. Damit hat die Aktie ein Potenzial von rund 50 Prozent.

Mit dem neuen Management zeigen sich erste Erholungstendenzen. Die Zahlen zum vierten Quartal liegen über den Erwartungen. Der Kurs wird zudem durch eine Dividendenrendite von rund 6 Prozent gestützt.
( js )

PremiumS
04.04.2012, 22:20
04.04.2012 | 20:46

Goldpreis bricht ein - minus 3,5% zu Handelsschluss

New York (BoerseGo.de) - Der Preis für die Feinunze Gold fällt um 58,50 Dollar und notiert zum Handelsschluss bei 1613,60 Dollar. Damit verzeichnet der Preis für das Edelmetall den höchsten Tagesverlust seit dem 29.Februardes letzten Jahres. Händler führen den Kurseinbruch darauf zurück, dass die gestern veröffentlichten Fed-Protokolle der letzten Fed-Sitzung vom Februar gezeigt hatten, dass für die Mehrheit der Notenbanker eine erneute Lockerung der Geldpolitik aktuell kein Thema sei. "Die eigentlich guten Nachrichten, dass sich die Erholung der US-Wirtschaft robuster als ursprünglich erwartet gestalte, ist von den Märkten negativ ausgenommen worden, da damit gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Lockerung der Geldpolitik schwindet", so Rohstoffexperte George Gero von RBC Wealth Management. Der Preis für Silber verbilligt sich um 2,15 Dollar auf 31,02 Dollar.

(© BörseGo AG 2012 - Autor: Christian Hoyer, Redakteur)

© 2012 BörseGo

PremiumS
04.04.2012, 22:21
04.04.2012 20:04

Dax auf Fastenkur

Fasten in der Karwoche - das gilt auch an den Börsen. Der Dax setzte am Mittwoch seine Abmagerungskur fort und speckte fast 200 Punkte ab. Denn die Hoffnung auf weitere üppige Geldspritzen in den USA schwindet zunehmend. Und auch Spanien bremst den Appetit auf Aktien.

Ausverkaufsstimmung auf dem Börsenparkett kurz vor dem langen Osterwochenende: Der Dax rauschte am Mittwoch um fast drei Prozent nach unten und fiel auf 6.784 Punkten. Kleiner Trost: Im späten Parketthandel eroberte der L-Dax die Marke von 6.800 Zählern wieder zurück. Seit Kardienstag hat das deutsche Börsenbarometer gut 300 Punkte verloren.

Auch an der Wall Street ging es bergab. Der Dow gab bis zum Abend gut ein Prozent ab und notierte nur noch knapp über 13.000 Zähler. Die Nasdaq büßte über zwei Prozent ein.

Händler zeigten sich überrascht über die Dax-Talfahrt. "Dass es so heftig nach unten geht, war sicher nicht zu erwarten", meinte ein Börsianer- Die Vorsicht der Anleger sei aber verständlich. Schließlich könnten die Investoren wegen Karfreitag und der Osterfeiertage erst am Dienstag auf den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht reagieren.

Fed ernüchtert die Börsen
Zudem drückte die Fed die Stimmung an den Börsen weltweit. Anleger befürchten, dass sich die Politik des billigen Geldes dem Ende nähert. Wie aus dem Sitzungsprotokoll der Fed vom 13. März hervorgeht, sprechen sich immer weniger Notenbanker für eine zusätzliche Geldspritze zur Ankurblung der US-Konjunktur aus. "Das ist für den Markt eine große Enttäuschung, die Aussicht auf billige und überbrodelnde Liquidität war doch zu verlockend", meinte ein Händler. Börsenbriefautor Hans Bernecker sah in der Reaktion auf das Fed-Protokoll "ein Spiegelbild übertriebener Erwartungen". Mehr als das bisher Gelaufene könne von der Notenbank nicht abverlangt werden.

Draghi warnt vor Inflationsrisiken
Anders als die Fed dämpfte Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Spekulationen auf einen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik. Solche Mutmaßungen seien verfrüht, sagte er auf der Pressekonferenz in Frankfurt. Den Leitzins beließ die EZB wie erwartet bei 1,0 Prozent. Draghi warnte vor anhaltenden Aufwärtsrisiken für die Inflation wegen des hohen Ölpreises. Und: Die Wirtschaftsdynamik werde durch Spannungen an den Rentenmärkten und hohe Arbeitslosigkeit weiter gedämpft.

Spanien muss für Anleihen mehr Zinsen hinlegen
Für zusätzliche Verunsicherung sorgte Spanien. Bei der Auktion von Staatsanleihen musste das in die Rezession abgerutschte Land den Investoren höhere Renditen zahlen als zuvor. Sie lagen bei 2,89 bis 5,34 Prozent. Zuletzt hatte Spanien bei ähnlichen Auktionen nur 2,44 bis 5,15 Prozent bieten müssen. Die Kurse zehnjähriger spanischer Anleihen weiteten ihre Verluste aus.

Der Euro verlor innerhalb von 24 Stunden mehr als zwei Cent und stürzte auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen. Am frühen Abend notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei knapp über 1,31 Dollar. Am Vortag hatte er noch deutlich über der Marke von 1,33 Dollar gelegen.

ISM-Index enttäuscht
Last but not least gab es auch noch schwache US-Konjunkturdaten, die die Märkte belasteten. So trübte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor überraschend ein. Der ISM-Index sank von 57,3 Punkten im Februar auf 56,0 Zähler im März. Volkswirte hatten einen weniger starken Rückgang auf 56,8 Punkte prognostiziert. Der Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Positive Arbeitsmarktdaten aus den USA ignorierten die Anleger. Die Zahl der Beschäftigten stieg laut dem Dienstleister ADP im März um 209.000. Volkswirte hatten mit etwas schwächeren Zuwachs um 205.000 Beschäftigte gerechnet.

PremiumS
04.04.2012, 22:29
04.04.2012 | 21:15

Devisen: Euro erholt sich nur leicht vom Ausverkauf

Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch im US-Handel nur leicht vom Ausverkauf im europäischen Geschäft erholt. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,3138 Dollar. Eine enttäuschende Auktion spanischer Staatsanleihen hatte den Euro zuvor auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Wochen gedrückt. Zuvor hatten bereits Aussagen der US-Notenbank die europäische Gemeinschaftswährung auf Talfahrt geschickt. Innerhalb von 24 Stunden hatte sie mehr als zwei Cent verloren und war bis auf 1,3106 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3142 (Dienstag: 1,3315) Dollar festgesetzt.

Das Signal zum Euro-Ausverkauf lieferte die US-Notenbank am Vorabend: Die Fed hat einer weiteren geldpolitischen Lockerung vorerst eine Absage erteilt, wie das Protokoll der letzten Sitzung gezeigt hatte. "Während im Januar noch einige Geldpolitiker eine baldige Ausweitung der Aufkäufe forderten, fehlte diesmal diese Einschätzung", sagte Lothar Heßler, Experte vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Der Dollar erhielt daraufhin massiv Auftrieb.

Eine spanische Anleiheauktion brachte die geschwächte Gemeinschaftswährung anschließend weiter unter Druck: Madrid hatte deutlich höhere Zinsen bieten müssen, um frisches Geld bei Investoren einzusammeln. Am Sekundärmarkt, wo umlaufende Papiere gehandelt werden, waren die Risikoaufschläge deutlich angezogen. Der EZB-Zinsentscheid und die anschließende Pressekonferenz von Notenbankchef Mario Draghi gerieten zur Randnotiz und verpufften am Devisenmarkt. Es seien "weder Signale für eine weitere Leitzinssenkung noch für eine erhöhte Liquiditätsbereitstellung" geliefert worden, sagte Ulrich Wortberg, Experte der Landesbank Hessen-Thüringen./he/ck

AXC0288 2012-04-04/21:15



© 2012 dpa-AFX

hopoet
05.04.2012, 10:34
Google stellt Projekt für intelligente Brillen vor

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) - Der Internetkonzern Google hat ein Forschungsprojekt gestartet, das Informationen aller Art in das Sichtfeld einer Brille einblenden will. Drei Mitarbeiter des Projekts schrieben im Sozialen Netzwerk Google+, es gehe darum, dass die Technologie immer dann da sei, wenn sie gerade benötigt werde und wieder verschwinde, wenn sie nicht mehr gebraucht werde. An dem Projekt ist auch der gebürtige Solinger Sebastian Thrun beteiligt, der an der Stanford University in Kalifornien einen Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz hat.

Zu dem "Project Glass" (Projekt Brille) stellte Google fünf Fotos mit Designstudien und ein Video vor. Darin läuft eine Person durch eine Stadt und erhält ständig Informationen im oberen Sichtfeld der Brille angezeigt: Termine, Wetterdaten, Chat-Anfragen von Bekannten, deren aktuellen Standort oder Navigationshinweise einer Routenplanung. Auch soll es möglich sein, mit der Brille Fotos aufzunehmen und die gerade aktuelle Sicht mit anderen zu teilen.

Die technologische Umsetzung des Projekts ist offenbar noch in einem frühen Stadium. Google erklärte, es wolle schon jetzt darüber informieren, um Anstöße von Interessenten zu erhalten./pz/DP/enl

hopoet
05.04.2012, 12:46
Anleihe-Auktion: Frankreich refinanziert sich zu etwas ungünstigeren Bedingungen

PARIS (dpa-AFX) - Frankreich hat sich zu leicht ungünstigeren Bedingungen als zuletzt am Anleihemarkt refinanziert. Insgesamt habe man 8,439 Milliarden Euro aufgenommen, teilte die französische Finanzagentur am Donnerstag in Frankfurt mit. Die Summe lag am oberen Ende des Zielvolumens von 7,0 bis 8,5 Milliarden Euro. Insgesamt war die Nachfrage robust.

Mit einer Anleihe mit Laufzeit bis zum Jahr 2017 wurden 1,31 Milliarden Euro erzielt. Die Rendite lag hier 1,96 Prozent. Bei der letzten vergleichbaren Auktion hatte sie noch bei 1,91 Prozent gelegen. Die Auktion war 3,27-fach (4,12-fach) überzeichnet.

Eine zehnjährige Anleihe brachte 4,319 Milliarden Euro. Die Rendite lag bei 2,98 (2,91) Prozent. Die Auktion war 2,56-fach (2,19-fach) überzeichnet.

Eine Anleihe mit Laufzeit bis 2026 spülte 1,575 Milliarden Euro in die Kasse. Die Rendite lag bei 3,46 (3,30) Prozent. Die Auktion war 2,37-fach (2,17-fach) überzeichnet.

Eine dreißigjährige Anleihe erzielte 1,235 Milliarden Euro. Die Rendite lag hier bei 3,79 Prozent. Das Papier war 2,7-fach überzeichnet.

Zuletzt waren auch die Risikoaufschläge für französische Anleihe am Sekundärmarkt wieder gestiegen. Nach der Auktion gingen die Renditen an Sekundärmarkt etwas zurück./jsl/hbr

hopoet
05.04.2012, 12:47
Angriff auf Pipeline unterbricht Öl-Export aus dem Irak

KIRKUK (dpa-AFX) - Saboteure haben eine der beiden Öl-Pipelines außer Betrieb gesetzt, die von der nordirakischen Stadt Kirkuk zum türkischen Hafen von Ceyhan führen. Der stellvertretende Direktor der staatlichen Nord-Ölgesellschaft, Hussein Ghulam, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag in Kirkuk: "Der Export über die türkisch-irakische Pipeline ist seit der Nacht wegen eines Sabotageaktes auf türkischem Gebiet unterbrochen. Die Reparaturarbeiten werden drei Tage in Anspruch nehmen: In dieser Zeit werden wir die zweite Pipeline nutzen".

Nach Informationen türkischer Medien trat an der Pipeline in der Provinz Sirnak an drei verschiedenen Stellen Rauch aus. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Aus irakischen Behördenkreisen hieß es, man vermute, dass die verbotene kurdische Arbeiterpartei (PKK) die Pipeline beschädigt habe./str/abc/DP/jsl

hopoet
05.04.2012, 12:47
Müller und Höflinger übernehmen Müller-Brot-Filialen

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Das Filialnetz der insolventen Großbäckerei Müller-Brot wird von der Tochter des Firmengründers, Eva Müller, und dem Münchner Bäcker Franz Höflinger übernommen. Das teilte Insolvenzverwalter Hubert Ampferl am Donnerstag mit. Die Zukunft der Brotfabrik in Neufahrn ist dagegen noch ungewiss.

Der vorherige Müller-Brot-Besitzer Ostendorf hatte die Produktion wegen Hygienemängeln auf Anordnung der Lebensmittelaufsicht im Januar schließen müssen und Insolvenz angemeldet. Überraschend hatte der Gläubigerausschuss Müller-Brot vor einer Woche wieder an Ostendorf verkaufen wollen, aber der Deal platzte. So kam das zunächst unterlegene Angebot von Müller und Höflinger zum Zuge./rol/pwo/DP/stw

GoldenSnuff
05.04.2012, 13:19
*DJ DE/Produktion prod. Sektor Feb sb -1,3% gg Vm
*DJ DE/Produktion prod. Sektor Feb PROGNOSE: sb -0,5% gg Vm
*DJ DE/Produktion prod. Sektor Feb nsb +1,2% gg Vj
*DJ DE/Industrieproduktion Feb -0,4%, Bauprod. -17,1% gg Vm
*DJ BMWi: Produktionsrückgang im Februar maßgeblich witterungsbedingt
*DJ BMWi: Produktion im Bauhauptgewerbe sinkt um 17,1% gg Vormonat
*DJ BMWi: Industrieproduktion sinkt im Februar um 0,4%

GoldenSnuff
05.04.2012, 13:20
DJ MARKT/SNB greift im Franken ein - Euro schwach gegen alle

Weiter abwärts geht es am Donnerstagmittag mit Europas Währung. Der Euro verliert gegen alle Haupthandelswährungen, vor allem gegen den schweizerischen Franken zeigt er sich schwach. Zum US-Dollar bricht er unter 1,31 Dollar, der Franken zieht kräftig an und fällt zeitweise unter die wichtige 1,20er-Marke bis auf 1,190 Franken im Tagestief. Die schweizerische Notenbank SNB hatte die Marke als Untergrenze für den Euro ausgerufen und erklärte sofort, sie werde "unlimitierte Mengen an Fremdwährungen" kaufen, um eine weitere Aufwertung der Qualitätswährung zu verhindern. Nach Händlerangaben ist sie nun seit Mittag am Markt aktiv. Die Stützungskäufe treiben daher den Bund-Futures auf ein neues Rekorhoch.

GoldenSnuff
05.04.2012, 13:33
DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen fallen in "Risiko-aus-Modus" zurück

FRANKFURT (Dow Jones)--Die von Beginn an wenig dynamische Erholungsbewegung an den europäischen Aktienmärkten fällt bis zum Donnerstagmittag völlig in sich zusammen und die Kurse setzen die Talfahrt vom Vortag fort. Selbst die ordentlich verlaufene Auktion französischer Staatsanleihen vermag den Indizes vor dem langen Osterwochenende kein neues Leben einzuhauchen. Einmal mehr geben dabei die Finanzwerte die Spaßbremse. "Wir haben den ganzen Morgen kein echtes Kaufinteresse gesehen", sagt ein Aktienhändler. Daher sei zu vermuten gewesen, dass die Bären noch eine Attacke versuchen würden. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,3 Prozent auf 2.367 Punkte nach unten. Der DAX verliert 1,4 Prozent auf 6.687 Punkte und notiert damit so niedrig wie seit dem 6. März nicht mehr.
Auch der Wechselkurs des Euro zum Greenback taucht wieder ab und fällt deutlich unter die Marke von 1,31 Dollar. Gleichzeitig markieren die als sicherer Hafen geltenden Bund-Futures mit 139,22 Prozent ein neues Kontrakthoch. Der Anlegern in der Vergangenheit ebenfalls immer wieder als Zuflucht dienende Schweizer Franken steigt kurzzeitig über den von der Notenbank des Landes bei 1,20 Schweizer Franken faktisch festgeschriebenen Wechselkurs zur Gemeinschaftswährung.

Angst vor Staatsschuldenkrise 2.0

Unterschwellig dominiert nach der zur Wochenmitte gründlich schief gegangenen Auktion spanischer Staatsanleihen weiter die Furcht vor einem neuerlichen Aufflammen der Schuldenkrise im Gemeinsamen Währungsgebiet. Auch die Versteigerung französischer Schuldtitel am Vormittag führte keinen Stimmungsumschwung herbei. Zwar haben die Gallier bei der Auktion von Staatsanleihen mit Fälligkeiten in den Jahren 2017, 2022, 2026 und 2041 das angestrebte Volumen von 8,5 Milliarden Euro nahezu komplett ausgeschöpft. Allerdings musste das Land zumeist höhere Zinsen als bei den vergleichbaren vorangegangenen Versteigerungen zahlen.
Auf der Notenbankseite steht im weiteren Handelsverlauf die geldpolitische Entscheidung der Bank of England auf dem Programm. Ökonomen gehen allerdings davon aus, dass die Währungshüter um Governor Mervyn King das Volumen des Kaufprogramms für Anleihen bei 325 Milliarden Pfund Sterling belassen werden. In Folge der Finanzkrise hat sich die britische Notenbank immer weiter von der klassischen Geldpolitik über den Leitzins entfernt und setzt derzeit ausschließlich auf eine Ausweitung der Geldmenge zur Stimulierung der Konjunktur. Erst bei der Sitzung im Mai dürfte eine Entscheidung über eine abermalige Aufstockung des Programms anstehen.

Erstanträge geben Vorgeschmack auf US-Job-Daten

Für den Nachmittag werden wie an jedem Donnerstag die Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung erwartet. Ökonomen rechnen mit einem Anstieg um 1.000 binnen Wochenfrist auf 360.000. Sie liefern letzte Hinweise auf den US-Arbeitsmarktbericht für März, der am Karfreitag auf dem Programm steht. "Die Erstanträge haben mit Werten von 350.000 bis 360.000 Niveaus erreicht, die mit einem deutlichen Aufbau neuer Stellen kompatibel sind", sagt Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen. Die Schätzung, dass zum Wochenausklang für den vergangenen Monat ein Anstieg der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um gut 200.000 Stellen gemeldet werde, erscheine damit realistisch.
Abermals förmlich abverkauft werden die Finanzwerte. Europaweit geben die Bankentitel im Schnitt um 1,6 Prozent nach, Aktien von Versicherern verbilligen sich im Mittel um 1,3 Prozent. Im DAX geht es für Commerzbank um 4,4 Prozent auf 1,70 Euro nach unten, Deutsche Bank verbilligen sich um 2,3 Prozent auf 34,33 Euro. Daimler werden mit einem Minus von 5,3 Prozent bei 42,30 Euro gehandelt. Der Abschlag ist jedoch auch optischer Natur. Denn der Automobilhersteller schüttet am Donnerstag eine Dividende von 2,20 Euro je Aktie an die Investoren aus. Das entspricht 4,9 Prozent des Schlusskurses vom Vortag.

GoldenSnuff
05.04.2012, 15:30
*DJ US Jobless Claims -6K To 357K In Mar 31 Wk; Survey +1K
*DJ US Mar 24 Week Continuing Claims -16K to 3,338,000
*DJ US Mar 24 Week Jobless Claims Revised To 363K From 359K

PremiumS
05.04.2012, 16:08
MÄRKTE USA/Wall Street im Sog Europas etwas leichter erwartet

NEW YORK (Dow Jones) - Die US-Aktienmärkte dürften im Sog der europäischen Börsen mit Kursverlusten in den letzten Handelstag der Woche starten. An Karfreitag findet in den USA kein Aktienhandel statt, dafür aber am Anleihemarkt eine verkürzte Sitzung, die um 18.00 Uhr MESZ endet.

Gegen 14.35 Uhr MESZ fällt der Nasdaq-Future um 0,1 Prozent, der S&P-Future gibt um 0,3 Prozent nach.

Mangels anderer Nachrichten drängt die Schuldenkrise in der Eurozone wieder in den Vordergrund. Die Renditen spanischer und italienischer Anleihen sind abermals gestiegen. Das lässt befürchten, dass diese Länder bald auf die Hilfe des Euro-Rettungsfonds angewiesen sein könnten. Der Euro ist zum Dollar stärker unter Druck geraten und unter die Marke von 1,3100 Dollar gefallen. Zuflucht suchen die Anleger im Anleihemarkt. Zehnjährige US-Anleihen legen um 14/32 auf 98-16/32 zu. Ihre Rendite sinkt auf 2,17 Prozent.

An Konjunkturdaten wurden nur die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. In der vergangenen Woche wurde überraschend ein Rückgang der Anträge um 6.000 verzeichnet, während Volkswirte mit einer Zunahme um 1.000 gerechnet hatten. Die Erstanträge dürften den Aktienmarkt indessen kaum bewegen, weil am Freitag mit dem Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für März sehr viel aussagekräftigere Daten veröffentlicht werden.

Am Aktienmarkt sind Bed, Bath & Beyond vorbörslich stark gesucht, nachdem das Unternehmen im vierten Geschäftsquartal besser abgeschnitten hat als erwartet. Ruby Tuesday brechen dagegen ein. Die Restaurantkette hat zwar im dritten Geschäftsquartal ein überraschend gutes Ergebnis erzielt, doch verfehlte der Umsatz die Erwartungen. Außerdem will Ruby Tuesday im laufenden Quartal 25 bis 27 unrentable Restaurants schließen.

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 7.00 Uhr Mi, 18.00 Uhr
EUR/USD 1,3055 -0,77% 1,3156 1,3128
EUR/JPY 107,1508 -0,98% 108,2097 108,4816
EUR/CHF 1,2024 -0,08% 1,2034 1,2038
USD/JPY 82,0570 -0,26% 82,2700 82,6300
GBP/USD 1,5835 -0,43% 1,5903 1,5877

DJG/DJN/cln

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

GoldenSnuff
05.04.2012, 16:15
*DJ Bullard: Current FOMC Rate Outlook An Overly Pessimistic Signal
*DJ Fed's Bullard: FOMC 2014 Rate Pledge Is Not A Good Idea
*DJ Bullard: Limits To What Fed Can Do To Help Labor Markets
*DJ Bullard: More Easing Now By Fed Would Create Problems
*DJ Bullard: US Output Gap May Not Be As Large As Many Now Think
*DJ Bullard: 'Ultra Easy' Fed Policy Has Been Appropriate To This Point
*DJ Bullard: ECB Actions Have Calmed European Financial Markets
*DJ Bullard: Mistake To Offer More Stimulus In Face Of Recovery

PremiumS
10.04.2012, 09:22
MÄRKTE USA/Schwache US-Arbeitsmarktdaten belasten

von Dow Jones News

Montag 09.04.2012, 22:21 Uhr


+ NEW YORK (Dow Jones ) - Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten haben dem Konjunktur-Optimismus einen leichten Dämpfer versetzt und zu Wochenbeginn für den vierten Handelstag in Folge mit Abgaben an den US-Aktienmärkten gesorgt. Im März blieb der Stellenzuwachs erstmals seit November unter der Marke von 200.000 und verfehlte damit die Prognosen der Ökonomen deutlich. Der Dow-Jones-Index fiel um 1,0 Prozent auf 12.930 Punkte, der S&P-500 verzeichnete ein Minus von 1,1 Prozent auf 1.382 Punkte. Am Freitag fand in den USA wegen der Oster-Feiertage kein Aktienhandel statt. Umgesetzt wurden am Montag rund 0,72 (Donnerstag: 0,72) Milliarden Aktien.

Auch die Börsen in Asien, Ölpreis und Dollar zeigten sich mit Verlusten. An den chinesischen Börsen kam der unerwartet starke Anstieg der Verbraucherpreisinflation als Belastungsfaktor noch hinzu, der die Erwartungen einer Lockerung der Geld- und Finanzpolitik dämpfte. In Europa wird die Reaktion auf den Arbeitsmarktbericht erst am Dienstag erfolgen, da die meisten Handelsplätze geschlossen blieben. Der Euro setzte seine Erholung gegenüber dem Greenback fort und kletterte über die Marke von 1,31 Dollar. Devisen-Händler verwiesen allerdings auf die feiertagsbedingt niedrigen Umsätze.

Beim Ölpreis fiel der führende Mai-Kontrakt zwischenzeitlich unter die Marke von 101 Dollar notierte zum Settlement dann bei 102,46 Dollar, dem niedrigsten Stand seit sieben Wochen. Zusätzlich belasteten die sich verdichtenden Anzeichen auf eine friedliche Lösung des Iran-Konflikts das Sentiment.

Nach Aussage von Barclays Capital sind die US-Daten "eine Erinnerung, dass ein starkes Erholungstempo am US-Arbeitsmarkt keine Selbstverständlichkeit" sei. Mit nur 120.000 neuen Stellen wurde die Prognose von 203.000 neuen Jobs klar verfehlt.

Dagegen profitierte der "sichere Hafen" der US-Anleihen weiter von den schwachen US-Arbeitsmarktdaten. Bereits am Freitag hatten die Notierungen in einem verkürzten Handel zugelegt. Zehnjährige US-Anleihen gewannen weitere 4/32 auf 99-20/32. Die Rendite sank damit auf 2,04 Prozent. In den vergangenen Monaten hatte das verstärkte Jobwachstum die Annahme, dass die US-Notenbank eine dritte Runde der quantitativen Lockerung einläuten wird, etwas in Zweifel gezogen. Ein schwächerer US-Arbeitsmarkt wie jetzt im März könnte diese Hoffnungen aber wieder aufleben lassen, hieß es von einem Anleihe-Händler.

"Die Fed wird bei ihrem Treffen im April nur den Arbeitsmarkbericht vom März in Händen halten", gibt BNP-Paribas-Expertin Julia Coronado zu bedenken. "Zwar werden die Währungshüter nicht auf der Grundlage von Daten aus nur einem Monat entscheiden, doch der Offenmarktausschuss muss sicherlich die Möglichkeit erwägen, dass die US-Wirtschaft an Dynamik verliert, während die Operation Twist ausläuft." Vor diesem Hintergrund wird auch mit Spannung auf eine Rede von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke nach Handelsschluss gewartet.

Bei den Einzelwerten standen AOL im Fokus, nachdem das Unternehmen mehr als 800 Patente und dazugehörige Anwendungen für 1,056 Milliarden US-Dollar an Microsoft verkauft hat. AOL will einen "signifikanten" Teil des Gewinns an seine Aktionäre ausschütten. Die Aktie schoss um 43 Prozent in die Höhe. "Der Verkauf täuscht aber nicht über die eigentlichen Probleme von AOL hinweg", sagte ein Analyst. Das Unternehmen liege im Wettbewerb der Technologie- und Medienkonzerne immer noch weit zurück, so dass der Plan für eine positive Entwicklung von AOL entscheidender sei. Die Aktie von Microsoft fiel um 1,3 Prozent.

Alcoa verloren 0,3 Prozent. Der Aluminium-Konzern wird am Dienstag die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen und damit traditionell die Berichtssaison eröffnen. In der Vorwoche hatte der Konzern auf höhere Rohstoffkosten und die gleichzeitig fallenden Verkaufspreise reagiert und plant die Aluminium-Produktion um 390.000 Tonnen im Jahr zu reduzieren. Alcoa hatte im vierten Quartal mit roten Zahlen überrascht.


Index ......... Schlussstand Bewegung % Bewegung abs.
DJIA ........... 12.929,59 -1,00 -130,55
S&P-500 ...... 1.382,20 -1,14 -15,88
Nasdaq-Comp. .... 3.047,08 -1,08 -33,42
Nasdaq-100 .... 2.739,98 -0,82 -22,52


KUPON LAUFZEIT KURS ÄNDERUNG RENDITE ÄNDERUNG
1/4% 2-year 99 28/32 up 0/32 0,318% -0,3BP
1/4% 3-Year 99 25/32 dn 0/32 0,448% +0,3BP
7/8% 5-year 100 15/32 flat 0,903% +0,0BP
1 1/4% 7-Year 100 16/32 up 2/32 1,422% -0,9BP
2% 10-year 99 22/32 up 5/32 2,035% -1,8BP
3 1/8% 30-year 98 27/32 up 14/32 3,184% -2,4BP

DEVISEN .... zuletzt '+/- % Do, 7.00 Uhr Mi, 18.00 Uhr
EUR/USD .... 1,3110 -0,35% 1,3156 1,3128
EUR/JPY 106,9525 -1,16% 108,2097 108,4816
EUR/CHF .... 1,2021 -0,11% 1,2034 1,2038
USD/JPY .. 81,5700 -0,85% 82,2700 82,6300
GBP/USD .... 1,5903 0,00% 1,5903 1,5877

DJG/DJN/ros

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

PremiumS
10.04.2012, 09:24
dpa-AFX: AKTIEN-FLASH: Siemens im Fokus nach zwei Medienberichten
FRANKFURT (dpa-AFX Broker)

Die Siemens-Aktien dürften am Dienstag im Fokus stehen. Beim Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz gaben sie vorbörslich rund ein Prozent nach. Bei Windenergie-Projekten vergab Frankreichs Regierung laut Händlern Aufträge für erste Anlagen des Landes in der Nordsee großteils an die einheimischen Konzerne Electricite de France
und Alstom 'Das dürfte leicht belasten', sagte ein Händler. Er verwies aber zugleich auch auf positive Nachrichten. Dass der Elektrokonzern seine Lichttechnik-Tochter Osram voraussichtlich im Herbst an die Börse bringen wolle, dürfte die Siemens-Papiere im schwachen Markt stützen, sagte er. Siemens-Finanzchef Joe Kaeser hatte in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung 'Euro am Sonntag' gesagt, er könne sich als Zeitfenster für den Börsengang den Herbst vorstellen./ck/gl

PremiumS
10.04.2012, 09:26
dpa-AFX: ANALYSE-FLASH: FDax in Erholungsbewegung mit Ziel 6.806 Punkte - LBBW
FRANKFURT (dpa-AFX)
Der Future auf den Dax (FDax) befindet sich nach einem Trendwendesignal auf Stundenbasis am Gründonnerstag nach Ansicht der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in einer Erholungsbewegung. Deren Ziel sehen die Chartanalysten Martin Siegert und Holger Frey in ihrer Studie vom Dienstag an der Widerstandszone um 6.806 Punkte. Ein Bruch könnte zu einer Ausweitung bis auf 6.842 und 6.873 Punkte führen. Nach einem 'Korrekturtop' droht den Experten zufolge eine neuerliche Abwärtsbewegung, die über 6.695 und 6.670 Punkte bis in die Zone um 6.570 Punkte führen dürfte. Für den Juni-Kontrakt sehen die Experten die Tagesrange entsprechend zwischen 6.670/95 und 6.806/47 Punkten. Die Untergrenze liegt aus ihrer Sicht bei 6.570 und die Obergrenze bei 6.873 Punkten./ag/ck

PremiumS
10.04.2012, 09:28
Volkswagen, Air France-KLM, Alcoa, Chevron - die Börsentermine am 10.4.2012
10.04.2012 (www.4investors.de) - DIENSTAG, 10.April 2012 – alle Börsentermine auf einen Blick:

Mit freundlicher Unterstützung von www.agora-direct.de. 4investors übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der angegebenen Daten.

Schweiz
07:45 Arbeitsmarktdaten Mar.12

Deutschland
08:00 Außenhandel Feb.12
08:00 Umsatz verarb. Gewerbe Feb.12

Frankreich
08:45 Industrieproduktion Feb.12
12:00 OECD Frühindikator Feb.12

Niederlande
09:30 Industrieproduktion Feb.12

Euroland
11:15 EZB Zuteilung Haupt-Refi-Tender

USA
12:45 wöchentlicher ICSC-UBS Index
14:55 wöchentlicher Redbook
16:00 Großhandel Feb.12
19:00 Auktion 3-jähriger Notes
19:00 Auktion 4-wöchiger Bills

MARKTRELEVANTE UNTERNEHMENSTERMINE - DIENSTAG, 10.April 2012
ab 07:00 Volkswagen Absatz Mar.12
ab 08:00 Air France-KLM Verkehrszahlen Mar.12
ab 13:30 Chevron Quartalszwischenbericht
ab 22:00 Alcoa Quartalszahlen

USA – VOR u. WAEHREND der BORSE AB 07:00 UHR MESZ - DIENSTAG, 10.April 2012
micropole sa MUN.PA N/A vorbörslich ab 07:00 MESZ
petromagdalena energy corp PMD.V N/A vorbörslich ab 07:00 MESZ
supervalu inc SVU 0.35 vorbörslich ab 07:00 MESZ

USA – NACHBOERSLICH AB 22:00 UHR MESZ - DIENSTAG, 10.April 2012
alcoa inc AA -0.04 nachbörslich ab 22:00 MESZ
delta plus group sa DLTA.PA N/A nachbörslich ab 22:00 MESZ
demos sa ALDMO.PA N/A nachbörslich ab 22:00 MESZ
groupe crit sa CEN.PA N/A nachbörslich ab 22:00 MESZ
nv nederlandsche apparatenfabriek nedap NEDAP.AS N/A nachbörslich ab 22:00 MESZ
oranjewoud nv ORANW.AS N/A nachbörslich ab 22:00 MESZ
standard microsystems corp SMSC -0.17 nachbörslich ab 22:00 MESZ
synergie sa SDG.PA N/A nachbörslich ab 22:00 MESZ
tessi sa TES.PA N/A nachbörslich ab 22:00 MESZ

PremiumS
10.04.2012, 09:36
MORNING BRIEFING - USA/Asien

+++++ TAGESTHEMA +++++
China hat im März überraschend einen Handelsbilanzüberschuss verzeichnet. Dabei ließ das nachlassende Wachstum von Importen und Exporten Sorgen über die Wachstumsaussichten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufkommen. Die chinesische Handelsbilanz wies im März einen Überschuss von 5,35 Milliarden US-Dollar auf, wie die Zollverwaltung des Landes mitteilte. Volkswirte hatten dagegen im Mittel ein Defizit von 3,2 Milliarden Dollar erwartet. Im Februar war ein Negativsaldo von 31,48 Milliarden Dollar ausgewiesen worden.

Die Exporte zogen im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,9 Prozent an. Ökonomen hatten ein Plus von 7,2 Prozent prognostiziert. Im Februar war noch ein Anstieg um 18,4 Prozent verzeichnet worden. Die Importe legten lediglich um 5,3 Prozent zu, während Volkswirte einen Zuwachs um 9,3 Prozent erwartet hatten. Im Februar waren die Importe um 39,6 Prozent gestiegen.

Nach den Worten des Citigroup-Analysten Shuang Ding zeigen die Handelsbilanzdaten, dass sich die chinesische Wirtschaft in einem Abwärtstrend befindet. Die Nachfrage sei sowohl im Inland als auch im Ausland schwach und werde sich voraussichtlich auch in den kommenden zwei Monaten nicht signifikant erholen.

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
INDEX Stand +/- %
S&P-500-Future 1.377,30 +0,17%
Nasdaq-Future 2.738,00 +0,35%
Nikkei-225 9.526,70 -0,20%
Hang-Seng-Index 20.345,52 -1,20%
Shanghai-Composite 2.262,94 -1,00%
Kospi 1.991,93 +0,26%
S&P/ASX 200 4.292,70 -0,62%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Uneinheitlich - In Tokio bauen die Kurse anfängliche Gewinne wieder ab, nachdem die Bank of Japan die Hoffnung auf noch mehr billiges Geld enttäuscht hat. Die chinesischen Aktien leiden unter den Daten zur Handelsbilanz der Volksrepublik. Vor allem der unerwartet geringe Anstieg der Importe wird als Hinweis darauf gedeutet, dass die Binnennachfrage abnimmt und die chinesische Wirtschaft langsamer wächst. Das belastet auch die Metallpreise, wodurch wiederum die Kurse der australischen Bergbauunternehmen unter Druck geraten. In Schanghai verzeichnen die Aktien der Metallindustrie ebenfalls überdurchschnittlich hohe Verluste. Die Börse in Hongkong war am Ostermontag geschlossen und reagiert mit Verspätung auf den überraschend deutlichen Anstieg der chinesischen Verbraucherpreise, der zu Wochenbeginn gemeldet worden war. In Seoul wiederum werden die Kursverluste vom Montag zum Wiedereinstieg genutzt. Gesucht sind vor allem Chemiewerte, die zuletzt schlechter als der Markt gelaufen waren.

US-NACHBÖRSE
Die Titel von Vivus sind am Montagabend im nachbörslichen New Yorker Aktienhandel unter Abgabedruck geraten, nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA eine erweiterte Prüfung eines Medikaments zur Gewichtsabnahme mitgeteilt hatte. Die FDA will Studien zum Appetitzügler "Qnexa" nun bis Mitte Juli und damit drei Monate länger als ursprünglich angekündigt untersuchen. Anleger zeigten sich nicht erfreut und schickten die Aktie um 8,7 Prozent auf Talfahrt. Schwache Quartalszahlen drückten indes den Kurs von Harmonic um 4 Prozent. Der Übermittler von Daten über verschiedene Kommunikationswege verfehlte mit seinem Geschäftsausweis zur ersten Periode die Markterwartungen. Die Gesellschaft begründete dies in erster Linie mit einer schwachen Nachfrage aus Europa.

WALL STREET
Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs.
Dow Jones Industrial 12.929,59 -1,0% -130,55
S&P-500 1.382,20 -1,1% -15,88
Nasdaq-Composite 3.047,08 -1,1% -33,42
Nasdaq-100 2.739,98 -0,8% -22,52
Nasdaq-100 After Hours 2.739,04

Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten haben dem Konjunktur-Optimismus einen leichten Dämpfer versetzt und für den vierten Handelstag in Folge mit Abgaben gesorgt. Im März blieb der Stellenzuwachs erstmals seit November unter der Marke von 200.000 und verfehlte damit die Prognosen der Ökonomen deutlich. Nach Aussage von Barclays Capital sind die US-Daten "eine Erinnerung, dass ein starkes Erholungstempo am US-Arbeitsmarkt keine Selbstverständlichkeit" sei. AOL schossen um 43 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen mehr als 800 Patente und dazugehörige Anwendungen für 1,056 Milliarden US-Dollar an Microsoft verkauft hat. AOL will einen "signifikanten" Teil des Gewinns an seine Aktionäre ausschütten. Microsoft fielen um 1,3 Prozent. Alcoa verloren 0,3 Prozent. Der Aluminium-Konzern wird am Dienstag die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen und damit traditionell die Berichtssaison eröffnen.

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.00 0.00 Uhr
EUR/USD 1,3113 -0,3% 1,3153 1,3111
EUR/JPY 106,6673 -1,4% 108,1625 106,9163
USD/JPY 81,3440 -1,1% 82,2150 81,5450
USD/KRW 1130,1500 +0,3% 1127,1500 1130,1500
USD/CNY 6,3124 +0,2% 6,2980 6,3124
AUD/USD 1,0308 +0,0% 1,0306 1,0311

+++++ ROHSTOFFE +++++
ÖL
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs.
WTI/Nymex 102,29 102,46 -0,2 -0,17
Brent/ICE 122,13 122,67 -0,4 -0,54
Beim Ölpreis fiel der führende Mai-Kontrakt zwischenzeitlich unter die Marke von 101 Dollar notierte zum Settlement dann bei 102,46 Dollar, dem niedrigsten Stand seit sieben Wochen. Neben dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht belasteten die sich verdichtenden Anzeichen auf eine friedliche Lösung des Iran-Konflikts.

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs.
Gold (Spot) 1.651,66 1.641,13 +0,6% +10,53
Silber (Spot) 31,78 31,55 +0,7% +0,23
Platin (Spot) 1.625,75 1.614,00 +0,7% +11,75
Kupfer-Future 3,74 3,72 +0,7% +0,02

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++
HOCHTIEF/LEIGHTON Die australische Hochtief-Tochter Leighton hat einen Großauftrag aus Indonesien erhalten. Der Auftrag hat ein Volumen von 420 Millionen Australische Dollar, umgerechnet rund 330 Millionen Euro, und eine Laufzeit von sieben Jahren.

FACEBOOK hat am Montag angekündigt, den virtuellen Fotoservice Instagram für eine Milliarde US-Dollar (etwa 762 Millionen Euro) zu übernehmen. Das ist der bisher größte Zukauf in der Firmengeschichte.

MICROSOFT/AOL AOL verkauft mehr als 800 Patente und dazugehörige Anwendungen für 1,056 Milliarden US-Dollar an Microsoft.

SONY baut laut der Zeitung Nikkei weltweit 10.000 Arbeitsplätze bzw 6 Prozent der Stellen ab.

SELTENE ERDEN China hat einen Industrieverband für die Förderung und Verarbeitung sogenannter seltener Erden gegründet.

GELDPOLITIK JAPAN Die japanische Notenbank hat dem politischen Druck zu weiteren Lockerungsmaßnahmen widerstanden und die Geldpolitik unverändert gelassen. Der Leitzins liegt weiterhin zwischen 0,0 Prozent und 0,1 Prozent und das Volumen des Wertpapierankaufprogramms bei 65 Billionen japanischen Yen.

INFLATION CHINA Der Inflationsdruck in China hat im März deutlich stärker als erwartet angezogen. Nach Mitteilung der Statistikbehörde vom Montag überstiegen die Verbraucherpreise das Niveau des Vorjahresmonats um 3,6 Prozent. Ökonomen hatten prognostiziert, dass sich die Jahresteuerung lediglich von 3,2 Prozent im Februar auf 3,3 Prozent erhöhen würde.

HANDELSBILANZ TAIWAN Im März betrug der Überschuss 2,36 Milliarden Dollar; prognostiziert war ein Überschuss von 2,14 Milliarden Dollar. Die Exporte sanken um 3,2 Prozent; während Ökonomen ein Minus von 4,48 Prozent erwartet hatten. Die Importe verringerten sich um 5,8 Prozent, prognostiziert war ein Minus von 6,6 Prozent.

INDUSTRIEPRODUKTION MALAYSIA Die Produktion stieg im Februar um 7,5 Prozent zum Vorjahr. Volkwirte hatten das Plus auf 6,5 Prozent geschätzt.

IWF Japan und China wollen vor dem kommenden G-20-Gipfel über eine Anhebung der Ressourcen des IWF diskutieren.

PremiumS
10.04.2012, 11:39
MÄRKTE EUROPA/Konjunkturangst schickt Kurse auf Talfahrt

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Furcht vor einer neuerlichen Schwäche der Weltwirtschaft lässt am Dienstagmorgen die Kurse an Europas Aktienmärkten auf Talfahrt gehen. Der Euro-Stoxx-50 verliert 1,5 Prozent auf 2.356 Punkte, der DAX gibt um 1,1 Prozent auf 6.699 Punkte nach. Überdurchschnittlich geht es mit Abschlägen von 1,6 und 2,4 Prozent an den Börsen in Madrid und Mailand nach unten. Nach einer schwach nachgefragten Auktion spanischer Staatsanleihen in der vergangenen Woche haben sich die Zweifel an der Refinanzierungsfähigkeit der Länder in der Peripherie des Gemeinsamen Währungsgebiets wieder verstärkt. Am Mittwoch und Donnerstag stehen größere Versteigerungen italienischer Schuldtitel auf dem Programm.

Quer über alle Aktienmärkte hinweg werden die Automobilwerte verkauft, für die es im Schnitt um 2,3 Prozent nach unten geht. Freilich kein Wunder, steht bei dem entsprechenden Subindex des Stoxx-600 seit Jahresanfang doch noch ein Plus von 21,3 Prozent zu Buche. Noch kräftiger fällt der Rücksetzer bei den Banken aus, die sich im europäischen Mittel um 2,6 Prozent verbilligen. Die als sichere Häfen geltenden deutschen Bund-Futures ziehen im frühen Geschäft hingegen kräftig an und markieren ein neues Kontrakthoch.

Hauptgrund für die schlechte Stimmung zum Start in die neue Woche sind die US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag. So sind in der größten Volkswirtschaft der Welt im März gerade einmal 120.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft entstanden. Ökonomen hatten hingegen erwartet, dass sich das Plus den vierten Monat in Folge auf mehr als 200.000 Jobs belaufen wird. An Wall Street und den asiatischen Börsen ist die Nachricht bereits eingepreist, denn dort wurde am Ostermontag überwiegend gehandelt. Jetzt zieht Europa nach.

Keine neuen Hoffnungszeichen vom US-Arbeitsmarkt
"Vor dem Hintergrund der Furcht vor einem neuerlichen Aufflammen der Staatsschuldenkrise im Gemeinsamen Währungsgebiet waren die verbesserten Aussichten für die US-Volkswirtschaft so etwas wie ein Leuchtturm der Hoffnung", sagt Cameron Peacock, Analyst bei IG Markets. Allerdings hätten die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten auch dafür gesorgt, dass eine dritte Runde quantitativer Lockerungen der Federal Reserve nicht völlig vom Tisch sei.

Schlechte Nachrichten kommen auch aus China. Dort hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise im März stärker als erwartet beschleunigt. Verglichen mit dem Vorjahr zogen die Lebenshaltungskosten um 3,6 Prozent an. Ökonomen hatten lediglich ein Plus von 3,3 Prozent nach 3,2 Prozent im Februar prognostiziert. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die chinesische Notenbank ihre Geldpolitik zur Stimulierung der Konjunktur lockern wird.

Auch der Handelsbilanzüberschuss von 5,4 Milliarden Dollar, den China überraschend im März eingefahren hat, gefällt nur auf den ersten Blick. Letztlich sei der Positivsaldo maßgeblich durch rückläufige Importe entstanden, moniert Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz. "Das aber deutet anders als stark steigende Exporte nicht unbedingt auf eine robuste Verfassung der Wirtschaft hin."

Wie entschlossen ist die SNB?
Kaum Bewegung gibt es beim Euro, zum Greenback dümpelt die Gemeinschaftswährung weiter in der Spanne von 1,30 bis 1,33 Dollar. Im Fokus steht derzeit aber ohnehin die Entwicklung des Schweizer Franken zum Euro. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft angekündigt, einen Wechselkurs von 1,20 Schweizer Franken zu verteidigen. In der vergangenen Woche wurde diese Marke allerdings kurzzeitig unterschritten.

"Auslöser für den Rutsch unter den Mindestkurs war aber nicht, dass die Schweizer von Interventionen abgesehen haben", merkt Karpowitz an. Der Ausreißer sei vielmehr der Tatsache geschuldet, dass zumindest ein Marktteilnehmer keine Limits mit der SNB gehabt habe. Deren Kauforders seien somit nicht zum Tragen gekommen. "Der Wechselkurs liegt aber weiterhin nur knapp oberhalb des Mindestkurses. Dies deutet darauf hin, dass der Markt noch nicht restlos von der Entschlossenheit der SNB überzeugt ist", so der Commerzbank-Analyst. Dabei handele es sich um eine gute Kaufgelegenheit, denn die Marke von 1,20 Schweizer Franken werde auch weiterhin nicht zu knacken sein.

US-Berichtssaison rückt in den Fokus
Die Agenda der Konjunkturdaten aus Europa und den USA ist am Dienstag äußerst spärlich bestückt. Impulse sind daher von dieser Seite kaum zu erwarten. Am Abend wird sich der Blick dann von den makro- auf die mikroökonomischen Kennziffern richten. Denn nach der Schlussglocke an Wall Street macht traditionell Alcoa den Auftakt zur Berichtssaison für das abgelaufene Quartal. Analysten erwarten, dass der vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Aluminiumverhütter im Auftaktvierteljahr einen Verlust von 0,04 Dollar je Aktie eingefahren hat.

Auch im Frankfurter frühen Geschäft sind vor allem Finanzwerte und Zykliker "Brief". Infineon fallen um 2,9 Prozent auf 7,25 Euro zurück und sind damit bislang Tagesverlierer. Daimler verbilligen sich um 2,6 Prozent auf 41,72 Euro. Für Commerzbank geht es um 2,5 Prozent auf 1,71 Euro nach unten. Besser halten sich die als defensiv geltenden FMC, die um 0,3 Prozent auf 52,86 Euro zulegen. Damit sind die Papiere des Dialysespezialisten bislang nicht nur Tagessieger, sondern auch der einzige im Plus notierende DAX-Wert.

MH120480
10.04.2012, 14:21
Gespräch zum Thema Euro-Franken-Mindestkurs

http://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20120410_tjn/source/ref_20120410_tjn.de.pdf

snowdevil
10.04.2012, 18:57
..wow.wo habn se dich ausgegraben?

Gespräch zum Thema Euro-Franken-Mindestkurs

http://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20120410_tjn/source/ref_20120410_tjn.de.pdf

PremiumS
10.04.2012, 19:09
MÄRKTE USA/Konjunktursorgen lassen Kurse deutlich nachgeben

NEW YORK (Dow Jones)--Konjunktursorgen drücken am Dienstag die Kurse an Wall Street ins Minus. Damit haben sich die Hoffnungen auf eine Erholung von den Vortagesverlusten, als der schwache US-Arbeitsmarktbericht auf das Sentiment drückte, nicht erfüllt. Zudem ließen die Aktionäre vor den Zahlen von Alcoa für das erste Quartal, die nach US-Handelsschluss veröffentlicht werden, Vorsicht walten, heißt es. Die Aktie ist aktuell der schwächste Wert im Dow-Jones-Index. Der Index verliert 1 Prozent auf 12.799 Punkte, der S&P-500 reduziert sich um 1,2 Prozent auf 1.366 Punkte.

"Alcoa ist Konjunktur, und Konjunktur wird heute verkauft", stellt ein Händler fest. Die Aktie des Aluminium-Konzerns, der traditionell die US-Berichtssaison eröffnet fällt mit einem Tagestief von 9,39 Dollar auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten. Hinter Alcoa geben auch Caterpillar, Exxon Mobile, United Technologies und General Electric stärker nach, alles überdurchschnittlich konjunkturabhängige Aktien.

Analysten rechnen für das erste Quartal mit dem geringsten Wachstum im Jahresvergleich seit der Finanzkrise. "Sollten die Zahlen der Unternehmen enttäuschend ausfallen, dann haben wir den perfekten Sturm für den Markt", sagt ein Händler. Angesichts des jüngsten starken Anstiegs der Kurse könnte es dann zu einem deutlichen Rückschlag kommen. Die Lagerbestände im US-Großhandel sind im Februar deutlich stärker gestiegen als erwartet, worauf die Kurse an Wall Street ihr Minus leicht ausbauten.

Auch die Schuldenkrise in der Eurozone ist wieder in den Blickpunkt des Marktes gerückt und sorgte vor allem an den europäischen Aktienmärkten für stark nachgebende Kurse. Überdurchschnittlich ging es mit einem Abschlag von fünf Prozent an der Börse in Mailand nach unten. Nach einer schwach nachgefragten Auktion spanischer Staatsanleihen in der vergangenen Woche haben sich die Zweifel an der Refinanzierungsfähigkeit der Länder in der Peripherie des Gemeinsamen Währungsgebiets wieder verstärkt. Am Mittwoch und Donnerstag stehen größere Versteigerungen italienischer Schuldtitel auf dem Programm. Dann wird sich zeigen, welchen Preis Investoren für den Kauf der Schuldtitel fordern. Hohe Zinsen würden das Land noch stärker unter Druck setzen.

Ein weiterer Grund für die schlechte Stimmung in Europa waren die US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag. Aufgrund der Osterfeiertage zeigte sich erst am Berichtstag eine Reaktion. Auch der stärker als erwartete Anstieg der Verbraucherpreise im März in China beunruhigte. Der Handelsbilanzüberschuss von 5,4 Milliarden Dollar, den China überraschend im März eingefahren hat, gefällt nur auf den ersten Blick. Letztlich sei der Positivsaldo maßgeblich durch rückläufige Importe entstanden, moniert Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz.

Auch der Ölpreis setzt seine Abgaben fort und zeigt sich deutlich unter der Marke von 102 Dollar. Hier belasten vor allem die gesunkenen Importe von Rohöl in China. "Der Markt schaut derzeit gebannt auf China und eine sinkende Nachfrage schlägt sich demnach auch auf den Ölpreis durch", sagt ein Händler. China ist der weltweit zweitgrößte Öl-Konsument.

Die als sichere Häfen geltenden deutschen Bund-Futures ziehen hingegen deutlich an und markierten im Verlauf ein neues Kontrakthoch. Und auch die US-Anleihen zeigen sich vor dem Hintergrund der steigenden Konjunktursorgen erneut mit Aufschlägen. So fällt die Rendite der zehnjährigen Titel wieder unter 2 Prozent. Zudem sei die US-Notenbank im Zuge der "Operation Twist" am Berichtstag bereits zweimal am Markt aktiv gewesen, so ein Händler. Nach dem überraschend schwachen US-Arbeitsmarktbericht steigen zudem wieder die Hoffnungen, dass die Fed noch eine dritte Runde der quantitativen Lockerung einläuten wird.

Kaum Bewegung gibt es dagegen beim Euro, gegenüber dem Greenback dümpelt die Gemeinschaftswährung weiter in der Spanne von 1,30 bis 1,33 Dollar. Im Fokus steht derzeit ohnehin die Entwicklung des Schweizer Franken zum Euro. Die Schweizerische Nationalbank hat zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft angekündigt, einen Wechselkurs von 1,20 Schweizer Franken zu verteidigen.

PremiumS
10.04.2012, 19:15
XETRA-SCHLUSS/Schwacher US-Arbeitsmarkt schickt DAX auf Talfahrt

FRANKFURT (Dow Jones)--Für Aktien gibt es seit Tagen nur eine Richtung: abwärts. Enttäuschende Zahlen vom US-Arbeitsmarkt sorgten am Dienstag für eine Fortsetzung des Ausverkaufs auf breiter Front. Der DAX rutschte um 2,5 Prozent auf 6.606 Punkte ab. Damit summieren sich die Verluste auf Wochensicht bereits auf 451 Punkte oder 6,4 Prozent. Der Leitindex schloss auf dem niedrigsten Stand seit dem 1. Februar.

Am Freitagnachmittag hatte das US-Arbeitsministerium gemeldet, dass im März 120.000 neue Stellen geschaffen wurden. Das waren 83.000 Stellen weniger, als Volkswirte im Mittel ihrer Schätzungen erwartet hatten. Erstmals seit vier Monaten lag die Zahl der neuen Stellen unter der 200.000er Marke.

Da hierzulande weder am Karfreitag noch am Ostermontag gehandelt wird, konnten Anleger erst mit Verspätung auf diese Zahlen reagieren. Doch die Reaktion fiel deutlich aus. Auf den Verkaufslisten ganz oben rangierten wie so oft bei Hiobsbotschaften zum globalen Wachstum die von der Konjunktur abhängigen Aktien. HeidelbergCement fielen um 3,8 Prozent, Infineon um 4,5 Prozent und ThyssenKrupp um 4 Prozent.

Die Umsätze waren am ersten Handelstag nach Ostern leicht rückläufig. Über das Computersystem Xetra wechselten rund 167 Millionen DAX-30-Aktien die Besitzer. Das Gesamtvolumen lag mit rund 3,2 Milliarden Euro unter den Umsätzen von Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche.

Zu den schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA gesellten sich erneut Sorgen um die hoch verschuldeten Staaten der Eurozone. Am Mittwoch und Donnerstag will Italien erneut die Kapitalmärkte anzapfen. Dann wird sich zeigen, welchen Preis Investoren für den Kauf der Schuldtitel fordern. Hohe Zinsen würden das Land noch stärker unter Druck setzen.

Vor diesen Bondauktionen kletterten die Kosten für Absicherungen gegen eine Pleite Italiens und Spaniens auf mehrmonatige Höchststände. Dies lastete einmal mehr auf den Finanzwerten: Allianz büßten 3,7 Prozent ein, Deutsche Bank verloren 4,2 Prozent und Commerzbank 5,9 Prozent. Italienische Bankenaktien gaben noch stärker nach.

BMW hat im März in China den Absatz auf Jahressicht um 41 Prozent auf 30.593 Fahrzeuge gesteigert. BMW-Aktien konnten sich dem Abwärtssog nicht entziehen und verloren 2,6 Prozent, hielten sich damit aber etwas besser als die von Daimler und VW.

PremiumS
11.04.2012, 09:00
Mittwoch: Börsentermine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

Wegen Parlamentswahlen bleiben die Börsen in Seoul geschlossen

Wirtschaftsdaten
07:00 JP: Bank of Japan Monatsbericht April
08:00 DE: Destatis Großhandelspreise März
09:15 EWU: EZB Ausschreibung eines Dollar-Swap-Repogeschäfts (11:00 Zuteilung)
11:00 BMW Absatzzahlen März
11:00 IT: Auktion 3-monatiger Schatzwechsel im Volumen von 3 Mrd EUR Auktion 12-monatiger Schatzwechsel im Volumen von 8 Mrd EUR
11:30 DE: Zuteilung der Neuemission zehnjährige Bundesanleihe über 5 Mrd EUR
14:30 US: Import- und Exportpreise März Importpreise PROGNOSE: +0,9% gg Vm zuvor: +0,4% gg Vm
15:00 EWU: EZB konsolidierte Bilanz des Eurosystems
16:30 US: DoE, Rohöllagerbestände (Woche)
20:00 US: Fed, Beige Book
20:00 US: Haushaltssaldo März PROGNOSE: -197,5 Mrd USD zuvor: -188,2 Mrd USD (März 2011)

ex-Dividende einzelner Werte
TGR US9884981013 YUM BRANDS 0,218 €
AYO ES0105200416 ABENGOA INH. 0,150 €
GO5 CA3809564097 GOLDCORP INC. 0,034 €
SUL1 CH0038388911 SULZER NAM. 2,494 €
TGE CH0012583404 MOBILEZONE INH. 0,499 €

ex-Kapitalmaßnahme einzelner Werte
BKW1 CH0021607004 BKW FMB ENERG. NA SF 2,50
LOQ GB0005227086 LOGICA PLC LS -,10

Quartalszahlen / Unternehmenstermine Europa
11:00 BMW Absatzzahlen März

PremiumS
11.04.2012, 09:01
PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

ATOMENERGIE - Greenpeace und das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) wird die Bundesregierung auffordern, die Rückstellungen der Atomkonzerne für Abriss und Entsorgung der Kernkraftwerke in einen Staatsfonds zu überführen. Greenpeace und das FÖS halten die zurückgelegten 30 Milliarden Euro nicht für insolvenzsicher. (Handelsblatt S. 4)

KRANKENKASSEN - Einer der prominentesten Krankenkassenchefs will die jahrzehntealte Trennung zwischen privater und gesetzlicher Versicherung aufheben. "Langfristig muss der Unterschied zwischen Privatpatient und Kassenpatient verschwinden", sagte Norbert Klusen, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse. Dazu sollen die gesetzlichen Kassen in Aktiengesellschaften oder Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit umgewandelt werden. (FTD S. 1)

REZESSION - Der US-Ökonom Joseph Stiglitz hat Europas Regierungschefs davor gewarnt, die Krisenstaaten zu noch größeren Sparbemühungen zu drängen. Der harte Sparkurs in vielen Ländern verstärke den Abschwung, sagte er in einem Interview. (Süddeutsche Zeitung S. 17)

MOBILFUNK - Der britische Mobilfunkbetreiber Everything Everywhere bereitet den Verkauf von Funkfrequenzen vor. Mit dem geplanten Geschäft könnte in Großbritannien Mobilfunk der vierten Generation (4G) mit einer schnelleren Internetverbindung früher als gedachtacht angeboten werden. Everything Everywhere will im April rund ein Viertel seines 1800-Megahertz-Spektrums verkaufen, heißt es. (FTD S. 7)

FISKALPAKT - Der europäische Fiskalpakt sorgt für Unruhe in den Bundesländern. Die Finanzminister von Rheinland Pfalz und Hessen haben vor Ostern einen Brandbrief an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble geschrieben, in dem sie Gespräche über die Umsetzung der europäischen Schuldenbremsen-Regeln in Deutschland anmahnen. (Handelsblatt S. 13)

LIECHTENSTEIN - Liechtenstein wird zu einer ernsthaften Konkurrenz für den Finanzplatz Schweiz. Weil das Fürstentum eine neue EU-Richtlinie zum Anlegerschutz ungewöhnlich schnell umgesetzt hat, könnten mehrere Hundert Manager von Hedge-Fonds oder Risikokapitalgesellschaften aus der Schweiz nach Liechtenstein wechseln, heißt es in einer vertraulichen Studie der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers. (Handelsblatt S. 32)

EMISSIONEN - Das Tempo der Emissionsminderung von Kohlendioxid reicht nicht aus, um das von der Bundesregierung für 2020 ausgegebene Ziel einer Reduzierung um 40 Prozent gegenüber 1990 zu verwirklichen, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Hans-Joachim Ziesing. (FAZ S. 9)

PremiumS
11.04.2012, 09:05
PRESSESPIEGEL/News im Web

MEHR FREIE TANKSTELLEN: Allein in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres sind 146 Stationen zum Bundesverband freier Tankstellen (BfT) hinzugekommen. Oftmals existierten die Standorte bereits, nur haben die Betreiber die Marke gewechselt und sind zum BfT gegangen. Dagegen nimmt die Zahl der an die Ölkonzerne gebundenen Tankstellen seit Jahren ab.
http://www.welt.de/wirtschaft/article106168940/Freie-Tankstellen-lehnen-Hilfen-der-Politik-ab.html

STREIKS BEI DEUTSCHE-BANK-TÖCHTERN MÖGLICH:
DBK (514000) 514000 33,41-33,60 514000
Die neuen Chefs der Deutschen Bank haben ihre Antrittsbesuche bei den Betriebsräten und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat noch nicht begonnen, da droht ihnen schon eine Auseinandersetzung mit den Arbeitnehmern. Die Gewerkschaft dbv hat die Manteltarifverträge in vier großen Tochter-GmbHs der Deutschen Bank gekündigt. "Wir wollen grundsätzlich bessere Rahmenbedingungen für die Angestellten aushandeln", kündigt Stephan Szukalski, der Verhandlungsführer des Deutschen Bankangestelltenverbands (dbv) an. "Wir schließen Streiks nicht aus, wenn es hart auf hart kommt.". Betroffen sind rund 4.000 bis 5.000 Angestellte, die in vier verschiedenen GmbHs der Deutschen Bank arbeiten.
http://www.welt.de/wirtschaft/article106168764/Deutscher-Bank-drohen-offenbar-Streiks.html

GRÜNEN ÜBER PIRATEN NICHT BEUNRUHIGT: Dass die Piratenpartei die Grünen überholt hat, schockt die Ökopartei nicht. Dennoch will man sich jetzt dem Höhenflug der Polit-Freibeuter offensiv stellen - um sich künftige Machtoptionen im Bund nicht zu verspielen.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/massnahmen-gegen-umfrage-hoch-gruene-blasen-zum-angriff-auf-die-piraten/6493216.html

ALLIANZ PRÜFT AUSLAGERUNG VON PREMIUMKUNDEN:
Die Allianz baut einen ehemaligen Versicherungsvertreter zu einem starken Unternehmer innerhalb des Konzerns auf. Walter Szabados, der schon jetzt innerhalb der Allianz mit seiner Esa-Gruppe eigenständig Transportversicherungen organisiert, hat gute Chancen, das Geschäft auszubauen. Denn der Konzern prüft, auch die Versicherung wohlhabender Privatleute in Deutschland an eine ähnliche Serviceeinheit auszulagern. "Wir sind darüber im Gespräch", bestätigte Esa-Chef Szabados. Es geht dabei um den Versicherungsschutz von teuren Privatgebäuden, hochwertigem Hausrat oder Oldtimern.
http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:euro-ship-assekuranz-allianz-prueft-auslagerung-von-premiumkunden/70020714.html

GALLOIS VERZICHTET AUF AUSGLEICH: Der scheidende EADS-Chef Louis Gallois hat einen angebotenen Extra-Obolus abgelehnt. Eigentlich hätte der 68-jährige 50 Prozent seines letzten Jahresgehalts von rund 2,7 Millionen Euro als Ausgleich für eine mindestens einjährige Wettbewerbssperre kassieren können. "Louis Gallois wollte ausdrücklich darauf hinweisen, dass er auf seine mit der Wettbewerbsverbotsklausel verbundenen finanziellen Ansprüche verzichtet, sich jedoch ganz klar an die Bestimmungen der Klausel halten wird", erklärte ein EADS-Sprecher.
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:eads-gallois-verzichtet-auf-millionenzahlung/70020707.html

DEUTSCHE BANK LÄSST AKTIONÄRE ÜBER BONI ABSTIMMEN:
Die Deutsche Bank will ihre Aktionäre über Vorstandsgehälter und -boni abstimmen lassen. Dies geht aus der Tagesordnung für die Hauptversammlung (HV) des Instituts am 31. Mai hervor. Ein solches Votum hatte die Bank bereits 2010 eingeholt, 2011 aber auf eine Wiederholung verzichtet.
http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=300

PremiumS
11.04.2012, 09:31
MÄRKTE EUROPA/Noch keine Ruhe nach dem Sturm

FRANKFURT (Dow Jones)--Selbst nach dem Ausverkauf am Vortag dürfte zur Wochenmitte noch keine Ruhe an Europas Börsen einkehren. "Dass auch die Ankündigung neuer Sparmaßnahmen durch die spanische Regierung den Druck an den Staatsanleihemärkten nicht verringert hat, macht Angst", sagt Stan Shamu, Aktienstratege bei IG Markets. Am Dienstag stiegen die Renditen zehnjähriger Schuldtitel der Iberer auf ein Jahreshoch von 5,94 Prozent, mit 5,66 Prozent entwickelten sich die italienischen Pendants kaum besser. Sollte die Marke von 6 Prozent fallen, gehen Börsianer davon aus, dass die Kapitalmärkte wieder in den Panikmodus verfallen werden. Die Deutsche Bank indiziert den Euro-Stoxx-50 am Morgen mit einem Minus von 0,5 Prozent, der DAX wird 0,2 Prozent leichter erwartet.

"Die Wirkung der Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) beginnt nachzulassen. Mit ihren Dreijahrestendern hat die EZB die Geschäftsbanken in Spanien und Italien in die Lage versetzt, massiv Staatsanleihen des eigenen Finanzministers zu kaufen. Nun, nachdem das Geld langsam ausgegeben ist, beginnen die Renditen wieder zu steigen", erklärt Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz. Internationale Investoren seien jedenfalls noch immer weit davon entfernt, sich wieder diesen Ländern zuzuwenden. Vielmehr zeigen auch die jüngsten Daten eine anhaltende Kapitalflucht aus Spanien und Italien.

Ordentlicher Start in die US-Berichtssaison
Ein gewisses Gegengewicht stellt freilich der ordentliche Start in die US-Berichtssaison für das erste Quartal dar. Am Dienstagabend hat sich nach Handelsschluss an Wall Street traditionell Alcoa als erstes Unternehmen aus dem Dow Jones in die Bücher für das Auftaktvierteljahr blicken lassen. Und der vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Aluminiumverhütter hat dabei sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Gewinnseite die Analystenprognosen deutlich übertroffen. Im nachbörslichen Geschäft legten die Aktien um 5,4 Prozent zu.

Die Futures auf die wichtigsten US-Aktienindizes drehten daraufhin ins Plus, für einen Vorzeichenwechsel an den asiatischen Börsen reichte der Schwung dann aber nicht. Die guten Zahlen von Alcoa können die Aktien der australischen Minenkonzerne nicht stützen, BHP-Billiton, Rio Tinto und Fortescue Metals verlieren jeweils rund 1,5 Prozent. Die Papiere des Kooperationspartners Alumina geben um 0,4 Prozent nach.

Italienische Auktion wird kritisch beäugt
Angesichts der wieder aufgeflammten Sorge um die Refinanzierungsfähigkeit der Staaten in der Peripherie des Euroraums dürfte die für den Vormittag angesetzte Auktion italienischer Schuldtitel besonders kritisch verfolgt werden. Im Rahmen dieser Versteigerung will das Land bis zu 11 Milliarden Euro an Papieren unter die Anleger bringen, die Laufzeiten sind mit drei und zwölf Monaten aber vergleichsweise kurz. Am Donnerstag stehen dann allerdings schon Staatsanleihen mit Fälligkeiten bis 2023 auf dem Programm.

Aus den USA stehen am Nachmittag mit den Importpreisen die ersten Teuerungsdaten für März zur Veröffentlichung an. Ökonomen erwarten einen Anstieg um 0,9 Prozent binnen Monatsfrist. "Die Importpreise werden in den ersten Tagen des Monats erhoben und so wird der Ölpreisschub ab Mitte Februar erst in den Daten für März zum Tragen kommen. Ein deutliches Plus im Monatsvergleich ist daher wahrscheinlich", sagt Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Beige Book wird auf QE3-Hinweise durchsucht werden
Nach Handelsschluss in Europa wird dann noch die Federal Reserve ihr so genanntes Beige Book vorlegen. Dabei handelt es sich um eine lose Sammlung von Eindrücken zu Beschäftigung, Inflation und Wachstum in den Distrikten des US-Notenbanksystems. Damit bereitet die Federal Reserve traditionell ihre nächsten geldpolitischen Beratungen vor, die für den 24. und 25. April avisiert sind. Angesichts der zuletzt enttäuschenden Arbeitsmarktdaten aus der größten Volkswirtschaft der Welt dürften die Kapitalmärkte wieder verstärkt nach Hinweisen auf eine dritte Runde quantitativer Lockerungen (QE3) durch die US-Notenbank suchen.

Nachrichten zu einzelnen Aktien sind hingegen wieder einmal Mangelware. SAP werden im frühen Frankfurter Geschäft 1,0 Prozent leichter gehandelt. Die Software-Schmiede übernimmt den Anbieter von Mobilfunklösungen für Geschäftskunden Syclo. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt. Für Bayer geht es um 0,5 Prozent nach unten. Laut US-Gesundheitsbehörde könnte das Verhütungsmittel "Yaz" der Leverkusener ein höheres Risiko von Blutgerinnungen mit sich bringen.

PremiumS
11.04.2012, 09:32
Japans Notenbank sieht Wirtschaftslage positiver

TOKIO (Dow Jones)--Die japanische Notenbank hat die Wirtschaftslage des Landes zum zweiten Mal in Folge etwas positiver beurteilt. Die Wirtschaftsaktivität in Japan zeige Anzeichen einer Belebung, auch wenn sie überwiegend stagniere, heißt es im Monatsbericht April. Im März hatte die Betonung noch auf der Stagnation der Wirtschaft gelegen, die Anzeichen einer Belebung waren im Nebensatz erwähnt worden. Steigende öffentliche Investitionen im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben werden als Grund für die Belebung genannt.

PremiumS
11.04.2012, 10:12
Jandaya Wake Up Call: DAX, Großhandelspreis, Fiskalpakt, SAP, Tom Tailor, TAG Immobilien, Alcoa

von Sebastian Weber

Mittwoch 11.04.2012, 08:45 Uhr

Die wichtigsten Meldungen der Vorbörse:

DAX vorbörslich schwächer
Der DAX zeigt nach dem Kursrutsch vom Vortag vorbörslich knapp behauptet. L&S taxiert den Leitindex derzeit auf 6.597 Punkte (-0,14 Prozent). Vorgaben von der Wall Street negativ.


Großhandelspreis steigt im März
Der Großhandelspreis in Deutschland ist im März um +0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat angestiegen. Analysten hatten zuvor mit einem Anstieg um +0,8 Prozent gerechnet. Im Vormonat war der Preis um +1,0 Prozent gestiegen.


Fiskalpakt: Bundesländer beunruhigt
Der europäische Fiskalpakt sorgt für Unruhe in den Bundesländern. "Wir brauchen dringend nähere Informationen darüber, ob der Fiskalpakt den Schuldenabbau in den Ländern beschleunigt, sagte Carsten Kühl, Finanzminister von Rheinland-Pfalz dem "Handelsblatt".


SAP will Fonds für Hana aufsetzen
SAP will die Nachfrage nach der Datenbank Hana mit finanziellen Anreizen ankurbeln. Laut "Wall Street Journal" will SAP einen 337 Millionen US-Dollar schweren Fonds einrichten und damit Kunden, die von anderen Datenbanken zu Hana wechseln, die Einrichtung des Hoffnungsträgers finanziell versüßen.


Tom Tailor steigert Retail-Umsatz
Das Bekleidungsunternehmen Tom Tailor steigert den Retail-Umsatz im ersten Quartal um 45,5 Prozent. Flächenbereinigt resultierte ein Plus von 17,7 Prozent.


TAG Immobilien bald im MDAX?
TAG Immobilien strebt in den MDAX. "Es wird sich nicht vermeiden lassen, demnächst auch in den MDAX zu kommen", sagte Vorstandschef Rolf Elgeti der FTD. Mit dem Kauf der BayernLB-Tochter DKB Immobilien sei die Gesellschaft in eine neue Dimension vorgerückt.


Alcoa übertrifft Erwartungen
Alcoa übertrifft im ersten Quartal des Geschäftsjahres mit einem Gewinn je Aktie von 0,10 US-Dollar die Analystenschätzungen von -0,03 US-Dollar. Umsatz mit 6,0 Milliarden US-Dollar über den Erwartungen von 5,75 Milliarden US-Dollar. Zudem wird die Erwartung einer um 7 Prozent steigenden Aluminiumnachfrage bestätigt.


Greenpeace fordert AKW-Staatsfonds
Greenpeace und das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft fordern von der Bundesregierung, die Rückstellungen der Atomkonzerne für den Rückbau der AKWs in einen Staatsfonds zu überführen. Die zurückgelegten 30 Milliarden Euro seien nicht insolvenzsicher, da das Geld nicht auf Sonderkonten liege, sagte Thomas Breuer von Greenpeace dem "Handelsblatt".

PremiumS
11.04.2012, 10:57
Volkswagen-Kernmarke legt im März um knapp 15 Prozent zu

WOLFSBURG (Dow Jones)--Die Kernmarke von Europas größtem Autobauer Volkswagen hat im März weiter deutlich zugelegt. Die Wolfsburger übergaben 536.600 VW-Fahrzeuge an die Kunden, das ist ein Plus von 14,6 Prozent zum Vorjahr. Im Auftaktquartal wurden mit einem Plus von 10,5 Prozent 1,36 Millionen Autos der Kernmarke verkauft. Erstmals wurde damit die Schwelle von 1,3 Millionen Autos im Quartal geknackt.

"Die Marke Volkswagen Pkw hat ihre Auslieferungen auch im März auf hohem Niveau nochmals gesteigert, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler. "Während sich die europäischen Märkte als weiterhin schwierig zeigten, haben wir in Nordamerika und Asien deutlich zulegen können."

Trotz der angespannten Situation in den südeuropäischen Märkten stieg der gesamteuropäische Absatz im ersten Quartal um 5,1 Prozent auf 441.800 Einheiten. Dabei ging es in Westeuropa ohne Deutschland im 3,7 Prozent nach unten, während Zentral- und Osteuropa um 62 Prozent zulegte. Im Heimatmarkt Deutschland übergab Volkswagen Pkw 149.000 Fahrzeuge an die Kunden, ein Plus von 5,3 Prozent.

Im größten Einzelmarkt China lieferte VW im Zeitraum von Januar bis März 483.400 aus, das sind 12,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Nordamerika steigerte der Konzern den Absatz seiner Kernmarke um 27,6 Prozent auf 135.700 Fahrzeuge. Auf die USA entfielen 94.400 Autos, ein Plus von 41 Prozent. In Südamerika fanden 190.400 neue VW einen Besitzer.

PremiumS
11.04.2012, 12:34
MERRILL LYNCH HEBT EADS AUF 'EUROPE 1 LIST' - ZIEL 42 (36) EUR, 'BUY'

UBS HEBT ZIEL FÜR BAYER AUF 55 (51) EUR - 'NEUTRAL'

HSBC SENKT PFEIFFER VACUUM AUF 'UNDERWEIGHT' ('NEUTRAL') - - ZIEL 80 (67) EUR

DEUTSCHE BANK HEBT ZIEL FÜR PFEIFFER VACUUM AUF 75 (55) EUR - 'HOLD'

HSBC HEBT ZIEL FÜR UNITED INTERNET AUF 16 (15) EUR - 'OVERWEIGHT'

HSBC SENKT FREENET AUF 'NEUTRAL' ('OVERWEIGHT') - ZIEL 13,50 (12,00) EUR

HSBC SENKT DRILLISCH AUF 'NEUTRAL' ('OVERWEIGHT') - ZIEL 10 (7) EUR

HSBC HEBT EUROPEAN BANKS AUF 'OVERWEIGHT' - ERSTMALS SEIT VIER JAHREN

UBS HEBT TELEFONICA AUF 'NEUTRAL' ('SELL') - ZIEL 11,50 (12,00) EUR

HSBC SENKT ZIEL FÜR PEUGEOT AUF 10 (13) EUR - 'UNDERWEIGHT'

PremiumS
11.04.2012, 13:37
MÄRKTE EUROPA/Italienische Auktion sorgt für Erleichterung

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Erholung der europäischen Aktienmärkte von den herben Vortagsverlusten gewinnt bis zum Mittwochmittag an Fahrt. Zuvor hat Italien bei der mit Spannung erwarteten Auktion von Schuldtiteln das angestrebte Volumen von 11 Milliarden Euro komplett unter die Anleger gebracht. Für den Euro-Stoxx-50 geht es somit um 1,0 Prozent auf 2.346 Punkte nach oben, der DAX zieht gar um 1,3 Prozent auf 6.690 Punkte an. Mit Finanzwerten und Zyklikern sind dabei die Verlierer von gestern die Gewinner von heute. Gleichzeitig sinken die Renditen für zehnjährige italienische Staatsanleihen nach der Versteigerung noch etwas stärker als zuvor, bei den spanischen Pendants sind die Zinsen ebenfalls weiter auf dem Rückzug. Auch der Euro macht zusätzlichen Boden zum Dollar gut.

Zuvor hatten Spekulationen über die Nachhaltigkeit der Liquiditätsspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) für Verunsicherung gesorgt. "Die Wirkung der Maßnahmen der EZB beginnt nachzulassen. Mit ihren Dreijahrestendern hat die Notenbank die Geschäftsbanken in Spanien und Italien in die Lage versetzt, massiv Schuldtitel des eigenen Finanzministers zu kaufen. Nun, nachdem das Geld langsam ausgegeben ist, beginnen die Renditen wieder zu steigen", sagte etwa Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz. Internationale Investoren seien jedenfalls noch immer weit davon entfernt, sich wieder diesen Ländern zuzuwenden. Vielmehr zeigen auch die jüngsten Daten eine anhaltende Kapitalflucht aus Spanien und Italien.

Italienischer Anleiheerfolg ist teuer erkauft
Italien hat bei der Auktion von Anleihen mit Laufzeiten von drei und zwölf Monaten zwar die angestrebten 11 Milliarden Euro unter die Anleger gebracht. Allerdings wurde der Erfolg teuer erkauft: Bei den zwölfmonatigen Papieren stiegen die Zinsen auf 2,840 von 1,405 Prozent bei der vorangegangenen Versteigerung vergleichbarer Titel. Bei den dreimonatigen Papieren legte die durchschnittliche Rendite auf 1,249 von 0,492 Prozent zu. Noch dazu steht am Donnerstag bereits der nächste Belastungstest für Italien an, dann stehen Staatsanleihen mit Fälligkeiten bis 2023 auf dem Programm.

Aus den USA stehen am Nachmittag mit den Importpreisen die ersten Teuerungsdaten für März zur Veröffentlichung an. Ökonomen erwarten einen Anstieg um 0,9 Prozent binnen Monatsfrist. "Die Importpreise werden in den ersten Tagen des Monats erhoben und so wird der Ölpreisschub ab Mitte Februar erst in den Daten für März zum Tragen kommen. Ein deutliches Plus im Monatsvergleich ist daher wahrscheinlich", sagt Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Beige Book wird auf QE3-Hinweise durchsucht werden
Nach Handelsschluss in Europa wird dann noch die Federal Reserve ihr so genanntes Beige Book vorlegen. Dabei handelt es sich um eine lose Sammlung von Eindrücken zu Beschäftigung, Inflation und Wachstum in den Distrikten des US-Notenbanksystems. Damit bereitet die Federal Reserve traditionell ihre nächsten geldpolitischen Beratungen vor, die für den 24. und 25. April avisiert sind. Angesichts der zuletzt enttäuschenden Arbeitsmarktdaten aus der größten Volkswirtschaft der Welt dürften die Kapitalmärkte wieder verstärkt nach Hinweisen auf eine dritte Runde quantitativer Lockerungen (QE3) durch die US-Notenbank suchen.

Nachrichten zu einzelnen Aktien sind zur Wochenmitte wieder einmal dünn gesät: SAP übernimmt einen Anbieter von Mobilfunklösungen für Geschäftskunden namens Syclo, finanzielle Einzelheiten nannte die Software-Schmiede aber nicht. Noch dazu wollen die Walldorfer ihre Anstrengungen im Geschäft mit Datenbanken verstärken und Kunden künftig bei der Implementierung der neuen Software Hana unterstützen. Dafür legt SAP 337 Millionen Dollar zurück. Ein weiteres Signal an Märkte und Kunden, dass das Unternehmen voll hinter seiner Hana-Strategie stehe, sagt DZ-Bank-Analyst Oliver Finger. Die Akquisition von Syclo werde jedoch keine sichtbaren Auswirkungen auf die Bilanz von SAP haben. Die Aktien steigen um 0,3 Prozent auf 50,19 Euro.

Bayer ziehen um 0,8 Prozent auf 51,10 Euro an. Die Leverkusener müssen künftig vor dem erhöhten Thromboserisiko bei der Einnahme ihres Verhütungsmittels Yasmin warnen. Das entschied die US-Gesundheitsbehörde FDA und folgte damit aber lediglich einer Ausschussempfehlung vom vergangenen Dezember.

PremiumS
11.04.2012, 13:40
Bankhaus Lampe - 3W Power-Aktie: Übernahme gestoppt - Geschäftsmodell intakt
12:10 11.04.12

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Frank Neumann, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von 3W Power (3W Power Holdings Aktie) weiterhin mit dem Rating "kaufen".

Das Unternehmen habe bekannt gegeben, dass die Übernahme durch Nordic Capital gescheitert sei, da die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Veröffentlichung der Angebotsunterlagen untersagt habe. Über die genauen Details habe das Management keine Angaben gemacht. Aus Sicht der Analysten sei es wahrscheinlich, dass Nordic Capital nicht alle erforderlichen Dokumente einreicht habe.

Auch bei der gestrigen Telefonkonferenz für Analysten und Investoren habe das Management keine weiteren Details bekannt gegeben, habe aber angekündigt, sich weiter auf das operative Geschäft des Unternehmens zu konzentrieren.

Man habe die Guidance bestätigt (Umsatz: 430 bis 460 Mio. Euro; EBITDA-Marge 9 bis 11%). Hierbei rechne man mit einem Margendruck im Bereich Renewable Energy Solutions (RES; EBITDA-Marge 2011: 30,4%), der die Power Control Systeme, die Wechselrichter für die Photovoltaik sowie Überwachungsequipment für Solaranlagen beinhalte. Im Bereich Energy Efficient Solution (EBITDA-Marge 2,8%) gehe man, bedingt durch das Restrukturierungsprogramm, von einer Ausweitung der EBITDA-Marge aus, ohne dabei ins Detail zu gehen.

Die Analysten hätten Ergebniszahlen von 2011 in ihre Modelle eingepflegt und ihre Schätzungen für die kommenden Jahre leicht angepasst. Für 2012 würden sie aktuell von einer geringeren Marge ausgehen, dadurch, dass der Margenverfall im Bereich RES stärker wirken sollte als die Margenausweitung im Bereich EES. Im Jahr 2013 sollte ein stärkerer Bereich EES die Schwäche aus dem Bereich RES überkompensieren.

Das Anlageurteil der Analysten vom Bankhaus Lampe für die 3W Power-Aktie heißt weiterhin "kaufen". Sie würden ihr von 5,00 Euro auf 4,70 Euro gesenktes Kursziel anhand ihres DCF-Modells und ihrer Peer-Group-Analyse bestimmen. (Analyse vom 11.04.2012) (11.04.2012/ac/a/a)

GoldenSnuff
12.04.2012, 11:29
WSJ: Chinesischer Automarkt schrumpft im ersten Quartal

SCHANGHAI (Dow Jones)--Die sich abschwächende Konjunktur macht auch vor dem chinesischen Automarkt nicht halt. Der Absatz von Pkw und Nutzfahrzeugen auf dem weltgrößten Absatzmarkt ging im Zeitraum von Januar bis März leicht zurück. Nun sind die Wachstumsprognosen für das laufende Jahr in Gefahr.
Im ersten Quartal fiel der gesamte Fahrzeugabsatz in China um 3,4 Prozent auf 4,79 Millionen Einheiten, wie der chinesische Verband der Automobilhersteller mitteilte. Der Absatz von Pkw reduzierte sich um 1,7 Prozent auf 3,77 Millionen. Im Monat März allein zeigte sich dagegen eine positive Tendenz. Hier ging es bei Pkw um 4,5 Prozent auf 1,4 Millionen nach oben, während die Verkäufe von Pkw und Nutzfahrzeugen zusammengenommen um 1 Prozent auf 1,84 Millionen zulegten.
Der Herstellerverband hatte bereits Anfang März seiner Befürchtung Ausdruck gegeben, dass das Wachstumsziel von 8 bis 10 Prozent für das Gesamtjahr in Gefahr sein könnte. Offiziell ist er aber von dem Ziel trotz der schwachen Erstquartalszahlen noch nicht abgerückt.
Die Hersteller selbst und andere Beobachter waren mit Prognosen zwischen 5 und 10 Prozent zuletzt etwas vorsichtiger als der Verband. Diese Vorhersagen sind zwar wesentlich optimistischer als das Vorjahreswachstum von moderaten 2,5 Prozent, aber weit weg von den zweistelligen Zuwachsraten, an denen sich die chinesische Autoindustrie in den Jahren davor erfreut hat.
Fallende Fahrzeugabsätze sind häufig ein Anzeichen für eine sich verlangsamende konjunkturelle Entwicklung. Ökonomen schätzen das Wachstum des chinesischen Bruttoinlandspordukts im ersten Quartal auf 8,3 Prozent. Das wäre das schwächste Vierteljahr seit dem zweiten Quartal 2009. In dem Jahr war der chinesische Automarkt - unterstützt durch mittlerweile ausgelaufene Kaufanreize seitens der Regierung - allerdings um sagenhafte 46 Prozent in die Höhe geschossen.
Besonders schlecht lief es im Zeitraum von Januar bis März 2012 für den US-Hersteller Ford. Dessen Absätze im "Reich der Mitte" brachen um 14 Prozent auf 121.393 Fahrzeuge ein. So schwach haben aber längst nicht alle ausländischen Hersteller abgeschnitten, deren Produkte immer noch beliebter sind als das, was die chinesische Autoindustrie selbst hervorbringt. General Motors konnte mit 745.152 Fahrzeugen 8,7 Prozent mehr Einheiten absetzten. Volkswagen verkaufte 483.400 Fahrzeuge, das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Hervorragend läuft es nach wie vor im Premiumsegment. Mercedes Benz konnte seine Absätze um knapp ein Viertel 54.720 Autos steigern. Erfolgreich war hier vor allem das Flaggschiff S-Klasse, das 13.400 Mal aus den Autohäusern rollte - ein Plus von fast drei Vierteln.

GoldenSnuff
12.04.2012, 11:30
DJ Deutsche Bank hat Zugriff auf knapp 18 Prozent der Daimler-Aktien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bank hat sich über Optionsgeschäfte theoretisch Zugriff auf knapp 18 Prozent des Kapitals von Daimler gesichert. Das geht aus einer am Dienstag in Stuttgart veröffentlichten Pflichtmitteilung des Autobauers hervor. Danach hält Deutschlands größtes Bankhaus 3,55 Prozent der Stimmrechte und könnte über Optionen und Swaps an weitere 14,43 Prozent kommen.
In der Mitteilung ist von Kauf- und Verkaufsoptionen die Rede. Am Ende der Laufzeit sollen die Optionsgeschäfte mit Aktien oder Bargeld beglichen werden. Bisher hatte der Stimmrechtsanteil der Deutschen Bank bei unter drei Prozent gelegen.

GoldenSnuff
12.04.2012, 11:30
DJ Weltweiter PC-Absatz im ersten Quartal gestiegen

SAN FRANCISCO (Dow Jones)--Trotz Lieferschwierigkeiten bei Laufwerken und einem Mangel an neuen Chips und innovativer Software sind PC-Lieferungen im ersten Quartal weltweit gestiegen. Wie das auf Industrie- und Technologiethemen spezialisierte Beratungsunternehmen Gartner ermittelte, stieg die Zahl der Lieferungen um 1,9 Prozent auf 89 Millionen. Gartner war ursprünglich von einem Rückgang um 1,2 Prozent ausgegangen. Analysten des Branchendienstes IDC zufolge stiegen die Lieferungen sogar um 2,3 Prozent auf 87,1 Millionen Einheiten. Auch sie hatten schwächere Geschäfte vorhergesagt.
Beide Beratungsfirmen sehen Hewlett-Packard weiterhin als Top-PC-Hersteller an. Gartner zufolge beläuft sich der Anteil des US-Unternehmens am Weltmarkt auf 17,2 Prozent, laut IDC sind es sogar 18 Prozent. Der stark wachsende chinesische Computerbauer Lenovo kommt mit mehr als 13 Prozent auf Rang 2. Dell sicherte sich mit mehr als 11 Prozent Markanteil Platz 3.
In den USA rangiert Apple mit knapp 10 Prozent Marktanteil hinter Hewlett-Packard und Dell auf Platz 3.
Vor allem die Nachfrage aus Europa kurbelte den PC-Absatz an. In den meisten Ländern lag der Bedarf von Firmen und Fachleuten über den Erwartungen, wie Gartner mitteilte. Dagegen sei die Nachfrage privater Verbraucher je nach Land sehr unterschiedlich ausgefallen.
Gartner warnte, die Verbrauchernachfrage sei schlechter als in der Branche üblich. IDC geht davon aus, dass dies zunächst so bleiben wird. Das PC-Angebot sei zuletzt nicht sehr aufregend gewesen, sagte Loren Loverde von IDC. Die Interessen der Verbraucher seien nicht in einem besonders hohen Maße angesprochen worden.
In Lateinamerika und China sank die Zahl der PC-Lieferungen. Gartner und IDC gehen aber davon aus, dass die bevorstehende Markteinführung neuer Intel-Chips und Microsofts Betriebssystem Windows 8 die Nachfrage ankurbeln wird. Es sei aber noch unklar wie stark.
Nach Einschätzung der Gartner-Analysten muss die Branche ihre Erwartungen an ein starkes Wachstum in den Schwellenländern möglicherweise zurückschrauben. Es habe den Anschein, als würde eine Verlangsamung eintreten. Die Branche dürfe sich nicht darauf einstellen, dass der PC-Absatz künftig stark von den Schwellenländern getragen werde, warnte Gartner-Analyst Mikako Kitagawa. Dass die PC-Verbreitung in diesen Regionen noch niedrig sei, ändere nichts daran.

GoldenSnuff
12.04.2012, 11:31
DJ EZB/Knot: Spanien ist gegenwärtig größtes Problem im Euroraum

DEN HAAG (Dow Jones)--EZB-Ratsmitglied Klaas Knot hat Spanien als größtes Risiko im Euroraum bezeichnet und das Land zu einer rascheren Umsetzung der Reformen aufgefordert, um das Vertrauen der Märkte wiederherzustellen. Bei einer Konferenz sagte Knot, die spanische Regierung habe es versäumt, in den vergangenen Monaten die notwendigen Reformen durchzuführen, als das verbesserte Klima an den Finanzmärkten den Druck etwas verringert hatte. Er wolle nicht darüber spekulieren, ob Spanien möglicherweise finanzielle Unterstützung benötigen werde, betonte Knot.
Gegenwärtig sei Spanien nach seiner Einschätzung das Hauptproblem im Euroraum. Die Erfahrung habe allerdings gelehrt, dass dies in einer Woche anders aussehen könne, sagte Knot, der auch Gouverneur der niederländischen Notenbank ist. Die Renditen spanischer Staatsanleihen waren zu Wochenbeginn gestiegen, da an den Märkten Besorgnis über die Fähigkeit des Landes herrscht, das Defizitziel zu erreichen.

GoldenSnuff
12.04.2012, 11:31
DJ Weltbank: Chinas Wirtschaft wächst 2012 um 8,2 Prozent

PEKING (Dow Jones)--Das Wirtschaftswachstum Chinas wird sich nach Ansicht der Weltbank im laufenden Jahr etwas stärker abschwächen als bisher erwartet. Die Aussichten auf eine "weiche Landung" für die zweitgrößte Volkswirtschaft seien aber gut, heißt es im neuen Quartalsbericht der Weltbank zu China. Allerdings stellten unerwartet moderate Entwicklungen in den großen Industrieländern und eine Abschwächung am inländischen Immobilienmarkt Abwärtsrisiken dar.
Die Weltbank prognostiziert für das laufende Jahr nur noch ein Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 8,2 Prozent. Zuvor war ein Plus von 8,4 Prozent vorhergesagt worden. Für 2013 wird ein BIP-Anstieg von 8,6 Prozent erwartet. Im vergangenen Jahr hatte das chinesische Wachstum 9,2 Prozent betragen.
Am Freitag werden die Daten zur Entwicklung des chinesischen BIP im ersten Quartal des laufenden Jahres veröffentlicht. Volkswirte erwarten im Mittel einen geringeren Anstieg als im vierten Quartal, als auf Jahressicht ein Plus von 8,9 Prozent verzeichnet worden war.

GoldenSnuff
12.04.2012, 11:32
DJ IEA lässt Prognose zur Ölnachfrage 2012 nahezu unverändert

PARIS (Dow Jones)--Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose zur Ölnachfrage im laufenden Jahr nahezu unverändert gelassen. Die weltweite Nachfrage werde 2012 voraussichtlich um 0,8 Millionen Barrel pro Tag oder 0,9 Prozent auf durchschnittlich 89,9 Millionen Barrel/Tag steigen, heißt es im neuen Monatsbericht der IEA. 2011 stieg die Nachfrage der IEA zufolge ebenfalls um 0,8 Millionen Barrel oder 0,9 Prozent auf 89,1 Millionen Barrel/Tag.
Das weltweite Ölangebot ging im März gegenüber dem Vormonat um 0,4 Millionen Barrel/Tag auf 90,3 Millionen Barrel/Tag zurück. Eine höhere Förderung der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) konnte einen Rückgang des Angebot der freien Produzenten um 0,5 Millionen auf 52,7 Millionen Barrel/Tag nicht ausgleichen. Die Förderung der OPEC stieg um 0,135 Millionen auf 31,43 Millionen Barrel und lag damit weiterhin auf dem höchsten Niveau seit 3,5 Jahren.
Die Lagerbestände der Industrie in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sanken im Februar unterdurchschnittlich um 12,4 Millionen auf 2.630 Millionen Barrel. Die Lagerbestände decken den Bedarf für 59,6 Tage.

GoldenSnuff
12.04.2012, 11:33
DJ MÄRKTE EUROPA/Anleger bleiben an der Seitenlinie

FRANKFURT (Dow Jones)--"Abwarten", lautet am Donnerstag die Devise der Anleger an den europäischen Aktienmärkten. Zwar haben sich die Indizes dank einer ordentlich nachgefragten Auktion italienischer Schuldtitel und eines guten Starts in die US-Berichtssaison für das erste Quartal zur Wochenmitte wieder etwas erholt. Angesichts der abermals in Fokus gerückten Zweifel an der Refinanzierungsfähigkeit von Italien und vor allem Spanien hält sich der Risikoappetit der Börsianer allerdings weiter in engen Grenzen. Schließlich will das Finanzministerium in Rom schon am Vormittag das nächste Mal den Kapitalmarkt anzapfen.
Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,1 Prozent auf 2.338 Punkte nach unten, der DAX zieht hingegen um 0,4 Prozent auf 6.703 Punkte an. Gesucht sind vor allem die im deutschen Leitindex hoch gewichteten Zykliker, nachdem die Citigroup geraten hat, Industriewerte weltweit überzugewichten. Automobiltitel ziehen im europäischen Schnitt um 0,8 Prozent an, Grundstoffwerte um 0,6 Prozent. Schlechter schlagen sich die Indizes aus der Peripherie des Gemeinsamen Währungsgebiets, der Ibex in Madrid verliert 0,7 Prozent, in Lissabon geht es für den PSI gar um 1,9 Prozent nach unten.

Italien kommt jetzt mit Langläufern

Auch die Vorgaben aus Übersee liefern kaum neue Impulse. So hat das Beige Book der US-Notenbank, eine lose Sammlung von Eindrücken zu Beschäftigung und Inflation in den Federal-Reserve-Distrikten, lediglich das erwartete Bild einer anhaltenden aber weiter verhaltenen Erholung der US-Wirtschaft gezeichnet. Nach frischen Hinweisen auf eine abermalige Injektion von Notenbankgeld fahndeten die Börsianer am Vorabend aber vergebens. Damit geht das Rätseln über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank weiter, waren die jüngsten Äußerungen der Federal-Reserve-Granden zu diesem Thema doch wenig eindeutig.
Am Devisenmarkt handelt der Euro kaum zum Greenback verändert bei knapp über 1,31 Dollar. Mehr Musik steckt im Australischen Dollar, der nach überraschend positiven Arbeitsmarktdaten vom fünften Kontinent deutlich zum US-Pendant zulegt. "Down under" ist die Zahl der Beschäftigten im März um 44.000 gestiegen, Ökonomen hatten lediglich ein Plus von 6.000 Jobs erwartet. "Sowohl die Vollzeit- als auch die Teilzeitstellen legten stark zu und rundeten das durchweg positive Bild ab", sagt Antje Praefcke, Devisenanalystin bei der Commerzbank.
Nach der Versteigerung kurzer Laufzeiten am Mittwoch will Italien heute abermals den Kapitalmarkt anzapfen. Dieses Mal auf dem Programm: Fälligkeiten bis 2023. Allerdings ist das angestrebte Volumen von maximal 5 Milliarden Euro deutlich niedriger als die am Vortag anvisierten und - wenn auch zu deutlich gestiegenen Zinsen - dann tatsächlich eingesammelten 11 Milliarden Euro. Als problematisch könnte sich jedoch erweisen, dass drei der vier offerierten Laufzeiten nicht als Referenzwerte gelten und daher die angebotenen Discounts niedrig liegen dürften.

Gerresheimer nach angehobener Umsatzprognose gesucht

Am Nachmittag könnte dann wie jeden Donnerstag die Entwicklung der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung für neue Impulse sorgen. Volkswirte erwarten einen Anstieg um 1.000 binnen Wochenfrist. Auch die Berichtssaison zum Auftaktvierteljahr kommt mittlerweile auf Touren. So wird am frühen Abend der Beiersdorf-Wettbewerber L'Oreal den Umsatz im ersten Quartal ausweisen. Nach Handelsschluss an Wall Street stehen dann die Zahlen des Internet-Schwergewichts Google für die ersten drei Monate 2012 auf dem Programm.
Auch im frühen Frankfurter Geschäft stehen mit Infineon (+3,8 Prozent), HeidelbergCement (+1,4 Prozent) und BMW (+1,2 Prozent) vor allem die konjunktursensiblen Aktien ganz oben auf den Einkaufslisten. Die Papiere des Münchener Halbleiterherstellers profitieren zusätzlich von einem positiven Analystenkommentar der Deutschen Bank. In der zweiten Reihe ziehen Gerresheimer um 4,3 Prozent auf 33,49 Euro an. Die guten Geschäfte mit der Pharmaindustrie haben den Verpackungsspezialisten optimistischer für den Rest des Jahres gemacht. Die Düsseldorfer rechnen für das laufende Geschäftsjahr nun mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 7 Prozent bis 8 Prozent. Bislang wurden nur plus 5 bis 6 Prozent in Aussicht gestellt.
Rhön-Klinikum fallen hingegen um 4,5 Prozent auf 13,92 Euro zurück. Der Klinikbetreiber rechnet für das erste Quartal wegen höherer Kosten bei der Uniklinik Gießen-Marburg mit weniger Gewinn als ursprünglich geplant. Sky Deutschland verteuern sich um 8,6 Prozent auf 1,94 Euro. Die Analysten der UBS haben die Papiere des Bezahlfernsehsenders auf die Liste bevorzugter Aktien genommen. News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Sky Deutschland derzeit mit 49,9 Prozent beteiligt.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:05
DJ Britisches Handelsbilanzdefizit im Februar unerwartet hoch

LONDON (Dow Jones)--Rückläufige Ausfuhren in Drittländer haben das britische Handelsbilanzdefizit im Februar unerwartet stark steigen lassen. Das Defizit in der Warenhandelsbilanz schnellte auf 8,8 Milliarden britische Pfund, wie die Statistikbehörde des Landes mitteilte. Im Januar hatte der Negativsaldo revidiert 7,9 Milliarden Pfund betragen. Vorläufig war ein Defizit von 7,5 Milliarden Pfund ausgewiesen worden. Volkswirte hatten im Mittel für Februar einen Negativsaldo von 7,6 Milliarden Pfund prognostiziert.
Die Warenausfuhren in Länder, die nicht der EU angehören, fielen um 8,8 Prozent auf 11,7 Milliarden Pfund bei einem Anstieg der Einfuhren um 1,0 Prozent auf 16,7 Milliarden Pfund. Im Handel mit Drittländern ergab sich damit ein Defizit von 5,0 Milliarden Pfund. Im Warenverkehr mit der EU verzeichnete Großbritannien dagegen einen Überschuss von 3,8 Milliarden nach einem Plus von 4,2 Milliarden Pfund im Januar.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:05
DJ Eurozone-Industrieproduktion steigt entgegen den Erwartungen

LUXEMBURG (Dow Jones)--Die Industrieproduktion in der Eurozone hat sich im Februar deutlich besser als erwartet entwickelt. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte, stieg die Produktion (ohne Bauwirtschaft) gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigt 0,5 Prozent, lag aber um 1,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten Rückgänge von 0,2 Prozent auf Monats- und von 1,7 Prozent auf Jahressicht prognostiziert. Im Januar war die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat stabil geblieben und hatte das Vorjahresniveau um 1,7 Prozent unterschritten.
Wie Eurostat weiter mitteilte, stieg die Industrieproduktion in der EU-27 im Februar um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und sank im Jahresabstand um 1,8 Prozent. Die Produktion von Investitionsgütern erhöhte gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent in der Eurozone und um 0,1 Prozent in der EU-27.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:06
DJ Ölfilm im Golf von Mexiko bringt Shell-Aktie unter Druck

LONDON (Dow Jones)--Ein Ölfilm im Golf von Mexiko hat am Donnerstag Erinnerungen an Umweltkatastrophen geweckt und die Shell-Aktie unter Druck gebracht. Am Vormittag verloren die Papiere rund vier Prozent an Wert.
Das zu den weltweit größten Mineralöl- und Erdgas-Firmen zählende Unternehmen hatte am Mittwoch im Golf von Mexiko, zwischen den Produktionsplattformen "Mars" und "Ursa", rund 210 Kilometer südöstlich von New Orleans, eine "dünne Ölschicht" gemeldet. Shell zufolge gibt es gegenwärtig aber keine Zeichen dafür, dass das Öl aus nahegelegenen Bohrlöchern stammt. "Die Quelle und der Typ des Öls sind zurzeit unbekannt", sagte Shell-Sprecherin Kelly op de Weegh.
Shell betonte, das Unternehmen habe das National Response Center am Mittwoch vorsorglich informiert. Flüge, um das 1,6 mal 16,1 Kilometer große Ölfeld aus der Luft zu überwachen, seien angefordert worden.
Angaben von Shell zufolge stehen Ölsperren und Abschöpfvorrichtungen bereit. Shell setze alles daran, "proaktiv, sicher und in enger Koordination mit den Regulierungsbehörden" zu handeln, teilte das Unternehmen mit.
Vor rund zwei Jahren war im Golf von Mexiko die BP-Bohrinsel Deepwater Horizon explodiert und hatte die schlimmste Ölpest in der US-Geschichte ausgelöst. Beim Konkurrenten BP war Ende März auf der "Elgin"-Plattform in der Nordsee vor Schottland ein Gasleck aufgetreten.
Angesichts solcher Erfahrungen reagieren die Märkte nervös. Wie ein Analyst, der nicht namentlich genannt werden will, sagte, fürchten sie, dass sich der neue Ölfilm zu einem größeren Problem ausweiten könnte. Anleger würden erst verkaufen und dann Fragen stellen, sagte der Marktbeobachter. Er geht davon aus, dass sich die Aktie bei guten Nachrichten von Shell wieder erholen wird.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:06
DJ Griechenlands Arbeitslosenquote steigt auf 21,8%

ATHEN (Dow Jones)--Griechenlands Arbeitslosenquote ist zu Jahresbeginn weiter gestiegen. Wie die Statistikbehörde mitteilte, erhöhte sich die saisonbereinigte Quote im Januar auf 21,8 Prozent von 20,9 Prozent im Dezember. Das war der höchste Stand, seit Beginn der Datenreihe 2004. Die Zahl der Arbeitslosen nahm auf 1,084 Millionen von 1,033 Millionen zu. Griechenland erlebt gerade das fünfte Rezessionsjahr.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:07
DJ Sudan greift laut Südsudan wichtige Stadt mit Kampfflugzeugen an

JUBA (AFP)--Der Sudan hat nach Angaben des Südsudan Luftangriffe auf die Stadt Bentiu im südsudanesischen Bundesstaat Unity gestartet. Im Morgengrauen seien "fünf Bomben über Bentiu abgeworfen" worden, sagte der südsudanesische Vize-Informationsminister Atem Yaak Atem am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Offenbar war demnach eine strategische Brücke Ziel der Angriffe. Diese verbindet die Stadt in der Grenzregion mit einer Straße Richtung Norden. Verletzt wurde aber niemand.
Bentiu liegt etwa 60 Kilometer von der Grenze zum Sudan entfernt. In dem wegen seiner reichen Ölvorkommen umstrittenen Grenzgebiet liefern sich beide Seiten seit Tagen heftige Kämpfe. Städte waren bisher aber nicht angegriffen worden. Vize-Minister Atem warf dem Sudan vor, "Vorwände für einen Krieg zu suchen". Das Land habe die Unabhängigkeit des Südens im vergangenen Juli nie gebilligt, sagte er.
Am Mittwoch hatte Khartum dem Süden die schwerste Verletzung der territorialen Integrität seit dessen Unabhängigkeit vorgeworfen. Das sudanesische Parlament sprach sich für einen Abbruch der Verhandlungen mit dem Süden über ein Sicherheitsabkommen aus.
Der Südsudan ist reich an Erdölvorkommen, jedoch darauf angewiesen, das Öl über Pipelines durch den Norden exportieren zu können. Der Unabhängigkeit des Südsudan war ein zwei Jahrzehnte langer Bürgerkrieg zwischen der sudanesischen Zentralregierung und dem überwiegend christlichen Süden des Landes vorausgegangen. Bis zu einem Friedensabkommen im Jahr 2005 starben zwei Millionen Menschen.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:07
Deutscher EZB-Direktor Asmussen macht Iren Mut

Dublin/Frankfurt, 11. Apr (Reuters) - E ZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen sieht Irland auf einem guten Weg aus der Krise. Falls der Staat seine gegenüber den EU-Partnern eingegangenen Verpflichtungen einhalte, seien die Chancen gut, dass das Land bereits vor Ablauf der Laufzeit des Rettungspakets an die Finanzmärkte zurückkehren könne, sagte Asmussen am Donnerstag in Dublin. "Unser grundlegendes Szenario ist ganz klar, dass Irland graduell wieder Zugang hat noch während des Programms; das bedeutet kommendes Jahr." Auch das Bankensystem Irlands sei auf dem Weg der Besserung. Er sehe gegenwärtig keinen Bedarf für zusätzliches Geld für die irischen Banken, betonte Asmussen.
Das vor allem wegen der Probleme seiner Banken finanziell angeschlagene Irland musste im Herbst 2010 Hilfsgelder von EU und Internationalem Wähurngsfonds (IWF) beantragen und erhielt damals 85 Milliarden Euro. Das entsprechende Programm läuft Ende 2013 aus. Die Iren, bekannt für ihre europakritische Haltung, stimmen Ende Mai über den von Deutschland angestoßenen Fiskalpakt in einem Referendum ab. Der Vertrag kann allerdings auch ohne ein Ja von der grünen Insel in Kraft treten.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:08
Zeitung - Iran lockt asiatische Öl-Kunden mit Preisnachlässen

Singapur, 12. Apr (Reuters) - Der Iran will einem Zeitungsbericht zufolge angesichts des baldigen EU-Ölembargos seine Geschäfte mit asiatischen Ländern ankurbeln. Das Land habe einer Reihe potenzieller Kunden, darunter Indien, angeboten, ihre Rechnungen innerhalb von 180 Tagen zu zahlen, berichtete die britische Zeitung "Financial Times" am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher genannte Branchenkenner. Dieser zinslose Kredite entspreche pro Monat einem Preisnachlass von 1,20 Dollar bis 1,50 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter), berichtete die Zeitung weiter. In der Vergangenheit hat der Iran Ländern wie China für die Zahlung 60 bis 90 Tage eingeräumt. Saudi-Arabien und andere führende Ölexporteure haben ein Zahlungsziel von 30 Tagen. Trotz seiner vergleichsweise günstigen Konditionen falle es dem Iran derzeit schwer, neue Kunden für sich zu gewinnen, hieß es in der Zeitung.
Der Westen wirft dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben, was das Land bestreitet. Die Europäische Union (EU) hat deshalb ein Öl-Embargo verhängt, das zum 1. Juli in Kraft tritt. Auch die USA haben Sanktionen verhängt, um die wichtigste Einnahmequelle des Iran auszutrocknen.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:09
Überschuss der Sozialversicherung steigt dank Aufschwung kräftig

Berlin, 12. Apr (Reuters) - Der Aufschwung hat der Sozialversicherung in Deutschland 2011 einen satten Überschuss beschert. Die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung, die Pflegeversicherung sowie die Bundesagentur für Arbeit erzielten ein Plus von 13,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zu 2010 verfünffachte sich der Überschuss nahezu. Die Einnahmen kletterten um 2,1 Prozent auf rund 526 Milliarden Euro, die Ausgaben sanken leicht um 0,1 Prozent auf etwa 512 Milliarden Euro.
Die gesetzliche Rentenversicherung erwirtschaftete einen Finanzierungsüberschuss von rund 4,4 Milliarden Euro und damit mehr als im Jahr davor. Die soziale Pflegeversicherung steuerte wie 2010 ein Plus von 0,3 Milliarden Euro bei. Die Bundesagentur für Arbeit profitierte von der abnehmenden Arbeitslosigkeit und der steigenden Beschäftigung: Sie konnte dank stark sinkender Ausgaben ihr Defizit von 3,1 auf 0,1 Milliarden Euro drücken.
Für das größte Plus sorgte die gesetzliche Krankenversicherung, die 9,3 Milliarden Euro einfuhr. Dabei erzielten die Krankenkassen einen Überschuss von etwa vier Milliarden Euro, während der Gesundheitsfonds ein Plus von rund 5,3 Milliarden Euro verzeichnete. Die Koalition streitet seit einiger Zeit über die Verwendung dieser Finanzpolster.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:09
Piratenpartei meldet 25.000 Mitglieder

Berlin, 12. April (Reuters) - Die Erfolge der Piratenpartei bei Wahlen und in Umfragen spiegeln sich auch in den Mitgliederzahlen wider. Die Partei meldete am Donnerstag den Eintritt des 25.000. Piraten und wertete dies als weiteren Schub für die kommenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Die Piraten hatten einer Umfrage zufolge auch bundesweit erstmals mehr Zustimmung als die Grünen erhalten.
Die Mitgliederzahlen der etablierten Parteien wie CDU und SPD waren zuletzt rückläufig und unter die 500.000-Grenze gesunken. Auch FDP und Linkspartei verlieren seit längerem Mitglieder.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:10
Schwere Erdbeben erschüttern Mexiko

Mexiko-Stadt, 12. Apr (Reuters) - Zwei schwere Erdbeben haben den Westen Mexikos erschüttert. Die Erdstöße der Stärke 6,5 und 6,9 brachten auch Gebäude in der Hauptstadt Mexiko-Stadt ins Wanken. Viele Menschen rannten in Panik aus den Häusern ins Freie. Nach dem ersten Beben am Mittwochabend lagen zunächst keine Informationen über Opfer und Schäden vor. Die stärkere zweite Erschütterung ereignete sich am Donnerstagmorgen in einer Tiefe von 20 Kilometern. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum rechnete nicht mit einer Riesenwelle. Bereits im vergangenen Monat versetzten zwei schwere Erdstöße die Einwohner Mexikos in Angst und Schrecken. Bei einem Beben am 20. März wurden mehrere Gebäude im Südwesten des Landes beschädigt.
Erst am Mittwoch hatte ein schweres Beben vor der indonesischen Insel Sumatra Ängste vor einem schweren Tsunami geweckt, wie er 2004 die gesamte Region im Indischen Ozean in Mitleidenschaft zog. Nach einigen Stunden wurde die Tsunami-Warnung jedoch aufgehoben.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:10
Japans Regierung blickt etwas optimistischer auf Konjunktur

* Regierung spricht von Stabilisierung der Exporte

* Erholung der US-Wirtschaft wirkt sich positiv aus

* Kreise - Notenbank könnte Anleihenprogramm ausweiten

Tokio, 12. Apr (Reuters) - Japans angeschlagene Wirtschaft kommt nach Ansicht der Regierung gut ein Jahr nach dem Tsunami wieder besser in Gang. Die Erholung sei jedoch noch schleppend, da die Folgen der Bebenkatastrophe nachwirkten, heißt es in dem am Donnerstag vorgelegten Konjunkturausblick. Allerdings seien die Exporte dabei, sich zu stabilisieren. Damit blickt die Regierung erstmals seit August 2011 wieder optimistischer auf die Ausfuhren. Seither hatte sie stets von einer Abschwächung des für die japanische Wirtschaft so wichtigen Sektors gesprochen.
"Die moderate Erholung der US-Wirtschaft wirkt sich positiv auf Japan aus, wobei auch die Ausfuhren in den asiatischen Raum wieder etwas besser laufen. Die Talfahrt der Exporte nach Europa scheint zudem gestoppt zu sein", sagte der für die Konjunkturanalyse zuständige Regierungsexperte Minoru Masujima. Dennoch sei nicht mit einem raschen Anziehen der Ausfuhren zu rechnen. Für das in diesem Monat angelaufene Fiskaljahr wird mit einem Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent gerechnet, wobei der Wiederaufbau nach der Erdbebenkatastrophe Impulse für den Aufschwung liefern dürfte.
Als Achillesferse der Wirtschaft gilt jedoch weiter der anhaltende Preisverfall. Nach Einschätzung der Regierung herrscht in Japan eine "milde Deflation", die das von der Notenbank jüngst gesteckte Ziel einer Teuerungsrate von einem Prozent in weite Ferne rücken lässt. Die Bank von Japan (BoJ) denkt bereits über weitere Maßnahmen zum Ankurbeln der Konjunktur nach, wie aus Kreisen der Zentralbank verlautete. Bei der Zinssitzung am 27. April könnte demnach ein Beschluss zur Ausweitung der Staatsanleihekäufe gefasst werden.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:12
Anleger verlangen für italienische Staatsanleihen mehr Rendite

Rom, 12. Apr (Reuters) - Italien muss Investoren wieder mehr Zinsen für Staatsanleihen bieten. Das hoch verschuldete Land sammelte am Donnerstag knapp 4,9 Milliarden Euro am Kapitalmarkt ein. Die Emissionen waren am Finanzmarkt mit Spannung erwartet worden. Die durchschnittliche Rendite für Papiere mit Laufzeit bis März 2015 lag bei 3,89 Prozent, nach zuletzt 2,76 Prozent. Es war der höchste Wert seit Mitte Januar. Von diesem Bond setzte Italien rund 2,9 Milliarden Euro ab. Zudem wurden mehrere Anleihen mit Laufzeiten über drei, acht und elf Jahren im geplanten Volumen von zwei Milliarden Euro aufgestockt.
Italien war zuletzt wie Spanien wieder stärker in den Fokus der Finanzmärkte gerückt. Die Refinanzierungskosten beider Staaten hatten sich wieder erhöht und für Nervosität an den Märkten gesorgt.

GoldenSnuff
12.04.2012, 13:12
DJ China schaltete nach Putschgerüchten 42 Internetseiten ab

PEKING (AFP)--Nach Gerüchten über einen Putschversuch haben die chinesischen Behörden innerhalb eines Monats ingesamt 42 Internetseiten abgeschaltet. Seit Mitte März seien zudem mehr als 210.000 Kommentare in Internet-Blogs gelöscht worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Die Gerüchte über einen Staatsstreich waren entstanden, nachdem der aufstrebende Politiker Bo Xilai als Chef der Kommunistischen Partei in der südwestlichen Metropole Chongquing entlassen worden war.
Die Entlassung Bos, der einst als aussichtsreicher Kandidat für einen Sitz im Ständigen Komitee des mächtigen Politbüros galt, wurde von Beobachtern als ein Zeichen für einen massiven Richtungsstreit innerhalb der Partei gewertet. Am Dienstag wurde Bo ganz aus dem Politbüro ausgeschlossen - laut Xinhua wegen mutmaßlicher "schwerer Disziplinarvergehen". Dieser Begriff wird in China in der Regel im Zusammenhang mit Korruptionsdelikten verwendet.
Die Polizei leitete darüberhinaus Ermittlungen gegen Bos Frau Gu Kailai im Zusammenhang mit der Ermordung eines britischen Geschäftsmannes in Chongqing ein.
Nach den Gerüchten über einen angeblichen Staatsstreich, die nach Bos Entlassung aufgekommen waren, hatte China die Internet-Zensur massiv verschärft. Anfang April mussten etwa zwei beliebte Kurznachrichtendienste kurzzeitig ihre Kommentar-Funktionen sperren. Sechs Menschen wurden festgenommen.

PremiumS
12.04.2012, 13:45
MÄRKTE EUROPA/Schuldenangst sorgt für massives Nord-Süd-Gefälle

FRANKFURT (Dow Jones)--Auch die zweite ordentlich über die Bühne gegangene Auktion italienischer Schuldtitel in dieser Woche räumt die Zweifel an der Refinanzierungsfähigkeit der Länder in der Peripherie des Gemeinsamen Währungsgebiets nicht aus. Vielmehr zeigen Europas Börsen am Donnerstagmittag ein massives Nord-Süd-Gefälle. Während sich der DAX mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 6.688 Punkte knapp über Wasser hält, saufen die Indizes rund ums Mittelmeer förmlich ab. In Lissabon geht es um 2,4 Prozent nach unten, in Madrid um 2,2 Prozent. In Mailand verliert der Leitindex 1,8 Prozent, in Athen 1,9 Prozent.

Und wieder einmal sind es die Finanzwerte, die die Kursbarometer in die Tiefe ziehen. Banco Espirito Santo geben in Portugal um 15,2 Prozent nach, Alpha Bank in Griechenland um 5,6 Prozent und BBVA in Spanien um 3,4 Prozent. Gesucht sind hingegen die unter anderem im DAX hoch gewichteten Zykliker, nachdem die Citigroup geraten hat, Industriewerte weltweit überzugewichten. Automobiltitel ziehen im europäischen Schnitt um 1,1 Prozent an, Grundstoffwerte gar um 1,7 Prozent.

Mit Italien reüssiert das "falsche" Land
Zuvor hat das italienische Schatzamt Staatsanleihen verschiedener Laufzeiten im Gesamtvolumen von 4,885 Milliarden Euro verkauft. Damit blieb das Platzierungsvolumen geringfügig unter den als Maximum angepeilten 5 Milliarden Euro. Für die beiden 2015 fällig werdenden Schuldtitel muss das Land höhere Zinsen zahlen als zuvor. Bei den Anleihen mit Fälligkeit 2020 und 2023 kommt Italien dagegen günstiger weg. Allerdings hat damit das "falsche" Land abermals seine Kapitalmarktfähigkeit belegt. Denn einer Studie der Deutschen Bank zufolge verfügen die italienischen Kreditinstitute noch über genügend Feuerkraft aus den Dreijahrestendern der Europäischen Zentralbank, um sie zum Kauf heimischer Staatsanleihen einzusetzen. Die spanischen Pendants haben ihr Pulver jedoch bereits verschossen.

Auch die Vorgaben aus Übersee liefern kaum Gründe für eine Neuauflage der vorangegangenen Liquiditäts-Rally. So hat das Beige Book der US-Notenbank - eine lose Sammlung von Eindrücken zu Beschäftigung und Inflation in den Federal-Reserve-Distrikten - lediglich das erwartete Bild einer anhaltenden aber weiter verhaltenen Erholung der US-Wirtschaft gezeichnet. Nach frischen Hinweisen auf eine abermalige Injektion von Notenbankgeld fahndeten die Börsianer am Vorabend aber vergebens. Damit geht das Rätseln über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank weiter, waren die jüngsten Äußerungen der Federal-Reserve-Granden zu diesem Thema doch wenig eindeutig.

Am Devisenmarkt handelt der Euro zum Greenback kaum verändert bei knapp über 1,31 Dollar. Mehr Musik steckt im Australischen Dollar, der nach überraschend positiven Arbeitsmarktdaten vom fünften Kontinent deutlich zum US-Pendant zulegt. "Down under" ist die Zahl der Beschäftigten im März um 44.000 gestiegen, Ökonomen hatten lediglich ein Plus von 6.000 Jobs erwartet. "Sowohl die Vollzeit- als auch die Teilzeitstellen legten stark zu und rundeten das durchweg positive Bild ab", sagt Antje Praefcke, Devisenanalystin bei der Commerzbank.

Gerresheimer nach angehobener Umsatzprognose gesucht
Am Nachmittag könnte dann wie jeden Donnerstag die Entwicklung der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung für neue Impulse sorgen. Volkswirte erwarten einen Anstieg um 1.000 binnen Wochenfrist. Auch die Berichtssaison zum Auftaktvierteljahr kommt mittlerweile auf Touren. So wird am frühen Abend der Beiersdorf-Wettbewerber L'Oreal den Umsatz im ersten Quartal ausweisen. Nach Handelsschluss an Wall Street stehen dann die Zahlen des Internet-Schwergewichts Google für die ersten drei Monate 2012 auf dem Programm.

Auch in Frankfurt stehen mit Infineon (+5,1 Prozent), HeidelbergCement (+2,0 Prozent) und BMW (+1,6 Prozent) vor allem die konjunktursensiblen Aktien ganz oben auf den Einkaufslisten. Die Papiere des Münchener Halbleiterherstellers profitieren zusätzlich von einem positiven Analystenkommentar der Deutschen Bank. In der zweiten Reihe ziehen Gerresheimer um 5,5 Prozent auf 33,87 Euro an. Die guten Geschäfte mit der Pharmaindustrie haben den Verpackungsspezialisten optimistischer für den Rest des Jahres gemacht. Die Düsseldorfer rechnen für das laufende Geschäftsjahr nun mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 7 Prozent bis 8 Prozent. Bislang wurden nur plus 5 bis 6 Prozent in Aussicht gestellt.

Rhön-Klinikum fallen hingegen um 3,9 Prozent auf 14,01 Euro zurück. Der Klinikbetreiber rechnet für das erste Quartal wegen höherer Kosten bei der Uniklinik Gießen-Marburg mit weniger Gewinn als ursprünglich geplant. Sky Deutschland verteuern sich um 10,2 Prozent auf 1,96 Euro. Die Analysten der UBS haben die Papiere des Bezahlfernsehsenders auf die Liste bevorzugter Aktien genommen. News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Sky Deutschland derzeit mit 49,9 Prozent beteiligt.

PremiumS
12.04.2012, 14:00
Nokia Siemens Networks weist Bericht über höheres Einsparziel zurück

HELSINKI (Dow Jones)--Der Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks hat trotz anders lautender Medienberichte sein Sparziel bestätigt. "Wir haben immer gesagt, dass wird die operativen Kosten bis Ende 2013 um jährlich 1 Milliarde Euro reduzieren wollen", sagte ein Sprecher des Gemeinschaftsunternehmens der Nokia Corp und Siemens AG zu Dow Jones Newswires.

Er wies damit einen Bericht in der Financial Times Deutschland zurück. Diese hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, dass NSN das Sparziel auf 2 Milliarden Euro ausweiten wollte. Die Zeitung nannte dabei keinen Zeitrahmen.

Es sei aber "nicht sicher", ob das Unternehmen nicht doch am 19. April sein Sparziel aktualisieren wird, sagte der Sprecher weiter. An dem Tag legt der Miteigentümer Nokia Zahlen für das erste Quartal vor.

NSN hatte im November angekündigt, bis Ende 2013 weltweit 17.000 Stellen abzubauen. Das Geschäft soll neu aufgestellt werden und das Unternehmen nachhaltig profitabel gemacht werden. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde 2007 aus der Taufe gehoben und hat seitdem mit dem scharfen Wettbewerb zu kämpfen.

Am Mittwoch hatte der Partner Nokia eine Gewinnwarnung für das Kerngeschäft "Devices + Services" der ersten drei Monate des Jahres ausgegeben. Der Konzern erwartet anders als zuvor prognostiziert eine Marge von negativen 3 Prozent. Auch im zweiten Quartal sei keine Besserung in Sicht, hieß es weiter.

Nokia plant bislang, 14.000 Stellen abzubauen. Im Februar des vergangenen Jahres hatten sich die Finnen mit Microsoft zusammengetan, um das hauseigenen Handy-Betriebssystem Symbian durch die Windows Phone Software abzulösen. Damit will Nokia im Smartphone-Bereich Apple und der Google-Software Android beikommen. Lumia, das erste Smartphone aus dieser Allianz, verkauft sich aber bislang nur schwach.

GoldenSnuff
12.04.2012, 15:30
*DJ US Jobless Claims +13K To 380K In Apr 7 Wk; Survey +1K
*DJ US Mar 31 Week Continuing Claims -98K to 3,251,000
*DJ US Mar 31 Week Jobless Claims Revised To 367K From 357K

GoldenSnuff
12.04.2012, 15:30
*DJ US Mar Producer Prices Unch%; Consensus +0.3%
*DJ US Mar PPI Ex-Food & Energy +0.3%; Consensus +0.2%

GoldenSnuff
12.04.2012, 15:31
*DJ US Feb Trade Deficit $46.03B; Consensus Deficit $52.2B
*DJ Feb Exports $181.16B, +0.1%; Imports $227.19B, -2.7%
*DJ Jan Trade Bal Revised To Deficit $52.52B From Deficit $52.57B
*DJ US Feb Exports Highest On Record; Trade Deficit Contracts

PremiumS
12.04.2012, 17:43
Däubler-Gmelin kündigt Verfassungsklage zu Euro-Rettungspolitik an

BERLIN (Dow Jones)--Die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin hat für ein Bündnis mehrerer Organisationen Verfassungsbeschwerde gegen den geplanten dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM und den europäischen Fiskalpakt angekündigt. Unter dem Motto "Volksentscheid! Sonst klagen wir" will die vom Verein Mehr Demokratie ins Leben gerufene Inititiative, die von Däubler-Gmelin und dem Leipziger Staatsrechtler Christoph Degenhart vertreten wird, Bürgerklage einreichen, sollten die Verträge wie geplant bis Mitte Juni ohne Volksabstimmungen ratifiziert werden.

Im Zuge der Euro-Rettungspolitik werde das Haushaltsrecht der Parlamente stark eingeschränkt und die einzelnen Länder verlören an Souveränität, kritisierte das Bündnis, dem unter anderen auch die Freien Wähler und die ÖDP angehören. In einer Mitteilung forderte die Initiative Volksabstimmungen über ESM und Fiskalpakt in allen betroffenen Ländern. "Durch die geplanten Verträge bekommt die EU massiven Einfluss auf die Wirtschafts- und Haushaltspolitik der Mitgliedstaaten", erklärte Degenhart. Die Ratifizierung von ESM- und Fiskalvertrag schwäche den Einfluss der Bürgerinnen und Bürger auf die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik, beklagte Däubler-Gmelin.

Die Bundesregierung reagierte allerdings gelassen auf die Klageandrohung. "Die Bundesregierung geht davon aus, dass ESM und Fiskalpakt einer höchstrichterlichen Überprüfung standhalten werden und sich erweisen wird, dass sie mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar sind", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter. Von einer verfassungswidrigen Einschränkung der Budgethoheit des Bundestages könne keine Rede sein.

PremiumS
13.04.2012, 10:08
Kolumne: Der Tradingtag im Überblick

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

mit großen Schritten geht es wieder in Richtung 13.000 Zähler im Dow.
Gestern ging es Trotz der schwachen wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten um 1,4% auf 12.986 Punkte hinauf.
Diesmal ließ man sich nicht von den schwachen Arbeitsmarktdaten beeinflussen. Das in den letzten Handelstagen doch schon deutlich anders aus.
Man besann sich einfach wieder darauf, dass man mit diesem Umstand ja auf eine weiterhin gelockerte geldpolitische Maßnahmen freuen dürfe.
Bei den Einzelwerten waren besonders HP im Fokus der Anleger. Die Papiere gewannen 7,2%.
Die Zahl der ausgelieferten PCs ist im ersten Quartal weiter gestiegen und das trotz Lieferschwierigkeiten bei Laufwerken
und einem Mangel an neuen Chips und innovativer Software.
Allerdings muss man auch erwähnen, dass die Aktie seit Mitte Februar rund 25% verloren hatte.
Für den heutigen Freitag den 13. wünschen wir allen einen erfolgreichen Wochenabschluss und ein schönes und erholsames Wochenende.

Wirtschaftsdaten
07:00 Bauer Jahresergebnis
08:00 DE: Destatis, Verbraucherpreise März (endgültig) PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,1% gg Vj vorläufig: +0,3% gg Vm/+2,1% gg Vj zuvor: +0,7% gg Vm/+2,3% gg Vj
08:00 DE: Destatis, Insolvenzen Januar
10:00 IT: Industrieproduktion Februar PROGNOSE: +0,1% gg Vm/-4,1% gg Vj zuvor: -2,5% gg Vm/-5,0% gg Vj
10:30 UK: Erzeugerpreise März Output-Basis PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+3,3% gg Vj zuvor: +0,6% gg Vm/+4,1% gg Vj
13:00 J.P. Morgan Quartalszahlen (1,15)
14:30 US: Verbraucherpreise März PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: +0,4% gg Vm Verbraucherpreise Kernrate PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: +0,1% gg Vm
14:30 US: Realeinkommen März
15:55 US: Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan April (1. Umfrage) PROGNOSE: 76,2 zuvor: 76,2

ex-Dividende einzelner Werte
WO8 DE000A0HL762 WALLSTREET:ONLINE CAPITAL 1,33 €

ex-Kapitalmaßnahme einzelner Werte
2TN NL0009739424 TNT EXPRESS N.V. EO -,08
OPR1 NL0009103530 MEDIQ N.V. A EO-,25
BSD2 ES0113900J37 BCO SANTANDER N.EO0,5
JGE CH0102484968 JUL. BAER GRP. NAM.SF-,02

Quartalszahlen / Unternehmenstermine USA / Asien
13:00 J.P. Morgan Quartalszahlen (1,15)

Quartalszahlen / Unternehmenstermine Europa
07:00 Bauer Jahresergebnis
09:00 Landgericht Mannheim, Verkündungstermin im Patentstreit Motorola gegen Apple

Deutsche Bank DAX-Indikation 6.734,00 (08:30 Uhr)
Dow Jones Ind. 12,986 +1,41%
NIKKEI 225 9.637 +1,19%
HANG SENG INDEX 20.654 +1,61%
Gold 1.674 -0,10%
Crude Oil 103,64 USD -0,4%
EUR/USD 1,3172 -0,11%

PremiumS
13.04.2012, 10:08
TOP-UMSTUFUNGEN / AKTIEN für F R E I T A G, 13. April 2012

* HÄNDLER: MORGAN STANLEY HEBT ZIEL FÜR BMW AUF 84 (74) EUR
* HÄNDLER: MORGAN STANLEY HEBT ZIEL FÜR VOLKSWAGEN AUF 180 (175) EUR
* HÄNDLER: JPMORGAN SENKT STADA AUF 'NEUTRAL' ('OVERWEIGHT')
* HÄNDLER: EXANE BNP HEBT PRAKTIKER AUF 'NEUTRAL' ('UNDERPERFORM')
* BARCLAYS SENKT FRAPORT AUF 'EQUAL WEIGHT' ('OVERWEIGHT') - ZIEL 58 (59) EUR
* JPMORGAN HEBT CARL ZEISS MEDITEC AUF 'OVERWEIGHT' ('NEUTRAL') - ZIEL 26,00 EUR
* UBS STREICHT METRO VON 'LEAST PREFERRED LIST' - WEITER 'SELL' MIT ZIEL 26 EUR
* NOMURA HEBT ZIEL FÜR MUNICH RE AUF 125 (120) EUR - 'BUY'
* S&P EQUITY SENKT ZIEL FÜR CARREFOUR AUF 14 (16) EUR - 'SELL'
* HÄNDLER: MORGAN STANLEY HEBT ZIEL FÜR L'OREAL AUF 91 (87) EUR
* HÄNDLER: GOLDMAN HEBT ALSTOM AUF 'BUY' ('NEUTRAL')
* BERENBERG HEBT PHILIPS AUF 'BUY' ('HOLD') - ZIEL 17 EUR
* DEUTSCHE BANK SENKT ZIEL FÜR NOKIA AUF 3,00 (3,80) EUR - 'HOLD'
* BARCLAYS SENKT NOKIA AUF 'EQUAL WEIGHT' ('OVERWEIGHT') - ZIEL 3,15 (5,90) EUR

PremiumS
13.04.2012, 10:09
WIRTSCHAFTS- und UNTERNEHMENSMELDUNGEN für F R E I T A G, 13. April 2012

+ Deutschland: Preisauftrieb schwächt sich im März wie zunächst ermittelt ab
+ China wächst mit 8,1 Prozent langsamer als erwartet
+ L'Oreal im ersten Quartal beim Umsatz über Erwartungen
+ Spanisches Abgeordnetenhaus billigt umstrittene Steueramnestie
+ IWF/Lagarde sieht gewisse Verbesserung des wirtschaftlichen Klimas
+ Apple rückt Flashback-Trojanern mit Update zu Leibe
+ Google-Gründer zementieren ihre Macht mit Aktiencoup
+ EU stimmt BayernLB-Kompromiss zu - Warten auf das Ja der Sparkassen
+ Frankreichs Atomaufsicht ermahnt Betreiber der Atomanlage La Hague
+ UN will Beobachter für Waffenruhe nach Syrien schicken
+ Nordkorea unternimmt umstrittenen Raketenstart - Fehlschlag
+ Russland kritisiert Nordkoreas Raketenstart
+ G8 ruft Iran zu 'ernsthaftem Dialog' auf - Warnung an Nordkorea
+ Energie-Experte: Angeschlagene Solarbranche hat Zukunft

PremiumS
13.04.2012, 10:11
PRESSESCHAU für F R E I T A G, 13. April 2012

- Schweizer Finanzministerin wirbt für Steuerabkommen; HB, S. 3/8
- US-Großinvestor Soros erwartet Scheitern des Euro; HB, S. 5/70
- Telekom bietet kleinen Anbietern Aufbau von Stromnetzen an; FTD, S. 1
- Solon-Gläubiger erhalten nur drei Prozent ihrer Forderungen; FTD, S. 3
- Mitarbeiter von Merck KGaA holen sich gegen Stellenabbau eigene Berater;FTD,S.3
- KTM rechnet wegen Ducativerkauf mit neuen Impulse für die Branche; FTD, S. 4
- Jain plant engere Spartenzusammenarbeit bei der Deutscher Bank; FTD, S. 17
- Western Potash in Gesprächen über Investitionen; WSJ online
- Hyundai will US-Absatz in 2012 auf 700.000 Autos steigern; WSJ online
- Bundesbank-Dombret: Staatsfinanzstabilisierung hat oberste Priorität;BöZ,S.6
- Eon kommt bei Verkauf der Abfallsparte voran, FAZ, S. 15
- Euler Hermes ist für Spanien und Portugal pessimistisch, FAZ, S. 16
- Lotus weist Insolvenzgerüchte zurück, FAZ, S. 17
- Gazprom traut sich eigenständigen Start in Deutschland zu, SZ, S. 20
- Investor Soros: 'Die Bundesbank zerstört den Euro', SZ, S. 26
- US-Investoren unter Schlecker-Bewerbern; Lebensmittelzeitung
- Hundt warnt erneut vor Schwächung der Betriebsrenten; Rheinische Post

PremiumS
13.04.2012, 11:57
Italiendaten belasten Aktien und Euro - DAX minus 1 Prozent

Sowohl die europäischen Aktienmärkte als auch der Euro kommen im Verlauf des Vormittaghandels am Freitag stärker unter Druck, belastet von schlechter als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus Italien. So ist die Industrieproduktion des hochverschuldeten Eurolandes im Februar um 0,7 Prozent zurückgegangen, erwartet worden war ein kleines Plus von 0,1 Prozent. Banken und zyklischen Sektoren wie Bau, Automobil und Technologie stehen besonders unter Druck. Der DAX verliert 1 Prozent auf 6.674 Punkte.

Unterdessen ist der als "sicherer Hafen" geltende Bund-Future nach den Daten aus Italien auf Tageshoch gestiegen. Der Euro gibt gegen Dollar und Yen leicht nach und kostet nun 1,3157 Dollar, nachdem er im frühen Handel noch auf bis zu 1,32 Dollar gestiegen war. "Die Marktreaktion ist schlüssig: Unerwartet schlechte Makrodaten aus den Schuldenstaaten erhöhen die Risikoaversion", sagt ein Händler.

Auch am Markt für Kreditausfallversicherungen (CDS) zeigt sich weiter eine deutliche Skepsis der Anleger gegenüber den Schuldnern Spanien und Italien: So steigt der Spanien-CDS mit einer Laufzeit von 5 Jahren um 4 auf 480 Basispunkte, und notiert damit knapp unter dem Hoch aus dem November bei 487 Basispunkten. Der Italien-CDS weitet sich um 6 auf 424 Basispunkte aus. Belastet wird dadurch der Sektor der Banken, der europaweit 1,3 Prozent verliert. Banco Santander geben um 4,1 Prozent und Banca Populare um 3,8 Prozent nach. DJG/kko

PremiumS
13.04.2012, 18:05
MÄRKTE USA/China-Daten belasten - Gute Zahlen stützen nicht

NEW YORK (Dow Jones)--Negative Nachrichten aus China und Italien sowie ein unter den Prognosen ausgefallenes US-Verbrauchervertrauen sorgen an Wall Street zum Wochenausklang für Abgaben. Allerdings fallen die Verluste im Vergleich zu den europäischen Börsen moderat aus. Dagegen können die guten Quartalsergebnisse von J.P.Morgan, Wells Fargo und Google den Markt nicht stützen, obwohl auf den Fortgang der US-Berichtssaison mit großer Spannung geschaut wird. Der Dow-Jones-Index verliert 0,7 Prozent auf 12.894 Punkte, der S&P-500 gibt um 0,9 Prozent auf 1.375 Punkte nach.

Bereits in der Nacht kam aus China Enttäuschendes. Die Wirtschaft des Landes ist im ersten Quartal langsamer gewachsen als erwartet. Grund ist die Schwäche sowohl bei Exporten wie auch bei Investitionen in den Wohnungsbau. Immerhin noch 8,1 Prozent hat die Ökonomie des Landes zugelegt - erwartet worden waren allerdings 8,3 Prozent. Im vierten Quartal war die Wirtschaft des Landes sogar um 8,9 Prozent gewachsen. Am Vortag hatte die Erwartung eines starken Wachstums die Kurse noch beflügelt.

Und auch aus Europa kommt einmal mehr eine Hiobsbotschaft: Diesmal ist es die italienische Industrieproduktion. Sie ist im Februar gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent gefallen - noch mehr als die ohnehin pessimistische Prognose von minus 4,1 Prozent. Vor diesem Hintergrund zeigen sich die europäischen Börsen mit deutlichen Kursverlusten. Der Mailänder Leitindex verliert 3,5 Prozent. Noch deutlicher kommen mit einem Minus 3,7 Prozent die Kurse in Madrid unter die Räder.

Gleichzeitig steigt die Prämie für Versicherungen gegen den Ausfall fünfjähriger spanischer Staatsanleihen. Damit dürfte auch die Refinanzierung Spaniens noch schwieriger werden, denn traditionell sind die heimischen Kreditinstitute die größten Käufer von Schuldtiteln des Landes.

Die gestiegene Risikoaversion der Investoren zeigt sich auch an den Notierungen am US-Anleihenmarkt, in den von den Investoren wieder verstärkt umgeschichtet wird. So legen die zehnjährigen Treasurys um 17/32 zu und rentieren nur noch mit 1,99 Prozent. Gestützt wird hier das Sentiment auch vom der schwächer als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherstimmung, die sich im März entgegen den Erwartungen eingetrübt hat. Die vorbörslich aus publizierten US-Verbraucherpreise bewegten sich weitgehend im Rahmen der Prognosen.

Auch der Euro befindet sich auf dem Rückzug und notiert wieder unter der Marke von 1,31 Dollar. Neben den schwachen Daten aus China drücken auch die Sorgen um eine mögliche Verschärfung der Schuldenkrise in der Eurozone auf die Stimmung am Devisenmarkt, sagt ein Händler. "Das Sorgenbarometer ist wieder etwas gestiegen". Dies trifft auch auf den Ölpreis zu, der zum Wochenausklang wieder den Rückwärtsgang eingelegt hat. Hier drücken vor allem die schwachen Daten aus China. Das Land ist der weltweit zweitgrößte Öl-Konsument.

Die guten US-Quartalszahlen können keine positive Wirkung auf den Markt entfalten. J.P.Morgan und Wells Fargo haben die Berichtssaison für die US-Banken eingeläutet - und positiv überrascht. Bei J.P.Morgan lag der Gewinn je Aktie mit 1,31 Dollar deutlich über der Prognose von 1,15 Dollar. Auch Wells Fargo hat beim Gewinn mit 0,75 Dollar je Aktie die Prognosen von 0,73 Dollar übertroffen. Unter anderem dem gestiegenen Hypothekengeschäft haben beide Banken dies zu verdanken, hinzu kommt bei J.P.Morgan ein saftiger Gewinn der Tochter Washington Mutual. Die Aktien zeigen sich dennoch mit Abgaben. J.P.Morgan verlieren 1,8 Prozent und Wells Fargo fallen um 1,5 Prozent. Beide Titel haben in diesem Jahr allerdings bereits ein starkes Plus hinter sich: J.P.Morgan von 35 Prozent und Wells Fargo von 24 Prozent.

Wenig euphorisch reagiert der Markt auch auf die an sich positiven Geschäftszahlen von Google. Ein starker Umsatz im ersten Quartal verschaffte dem Konzern einen Gewinnsprung und Ergebnisse über Markterwartung. 2,89 Milliarden US-Dollar Gewinn meldete das Unternehmen nachbörslich, im Jahr zuvor waren es noch 1,8 Milliarden Dollar. Je Aktie betrug der Gewinn 8,75 Dollar, im Vorjahresquartal waren es noch 5,51 Dollar je Anteilsschein. Die Aktie verliert 3 Prozent. Allerdings gab Konzernlenker Larry Page bekannt, dass der Internetriese neue, nicht stimmberechtigte Aktien ausgeben wolle. Möglicherweise stößt dies den Investoren sauer auf, denn damit wird der Wert je Aktie verwässert.

Deutlich besser in der Gunst der Anleger schneiden Coinstar ab, die sich um 8,9 Prozent verteuern. Das Unternehmen, das durch Münzautomaten bekannt geworden ist und das Geschäftsmodell seit den Anfängen konsequent erweitert hat, hob die eigene Prognose für das erste Quartal 2012 an. Die Nachfrage nach der Filmverleihmaschine "Redbox" entwickele sich äußerst positiv, so die Begründung des Unternehmens.

PremiumS
13.04.2012, 18:32
Volkswagen schielt auf Komplettübernahme von MAN

--VW hält mittlerweile gut 71 Prozent des MAN-Grundkapitals
--Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ab 75 Prozent möglich
--VW will keinen Kommentar abgeben

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas größter Autobauer Volkswagen hat heimlich, still und leise seinen Anteil am Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller MAN aufgestockt und damit einen großen Schritt in Richtung Komplettübernahme gemacht. Mittlerweile halten die Niedersachsen knapp 71,1 Prozent am Grundkapital der Münchener. Ob weitere Zukäufe geplant sind, blieb zunächst unklar.

Per 12. April war VW in Besitz von 73 Prozent der stimmberechtigten MAN-Stammaktien und von rund 26,5 Prozent der Vorzugsaktien. Eine Dreiviertelmehrheit, die den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages ermöglichen würden - womit VW die volle Kontrolle erhielte - ist damit in Reichweite.

Ein Volkswagen-Sprecher wollte die Vorgänge auf Nachfrage nicht weiter kommentieren. Vorstandschef Martin Winterkorn hatte auf der Bilanzpressekonferenz Mitte März erklärt, dass man sich für die Ausgestaltung der Lkw-Kooperation der Töchter Scania und MAN alle Optionen offen halte.

VW strebt seit Jahren eine Nutzfahrzeug-Troika mit MAN und Scania an, die es mit den Branchenschwergewichten Daimler und Volvo aufnehmen können soll. Durch einen gemeinsamen Einkauf sollen die Nutzfahrzeughersteller in einem ersten Schritt Synergien in Höhe von 200 Millionen Euro heben, langfristig werden die Einsparpotenziale noch deutlich höher gesehen. Ferdinand Piëch, einflussreicher Aufsichtsratsvorsitzender von VW und MAN, brachte sogar einmal eine Milliardensumme ins Spiel.

Die Mehrheit an Scania hält VW bereits seit Jahren, die an MAN übernahm man Ende 2011. Gesprächen über eine tiefgreifende Kooperation stand zuvor das Wettbewerbsrecht im Weg. Seit die Marke von 50 Prozent übertroffen wurde, muss VW Zukäufe von MAN-Aktien nicht mehr offen legen - zumindest so lange, bis die 75-Prozent-Grenze erreicht ist.

Im Jahr 2006 war MAN mit dem Versuch gescheitert, die Schweden zu übernehmen. Die Spekulationen über eine Lkw-Allianz unter dem Konzerndach der Niedersachsen halten an, seit VW damals bei den Münchenern eingestiegen war. Die Strippen zieht Porsche-Enkel Piëch, der sein Auto-Reich vollenden und vom Kleinstwagen bis zum Schwerlaster die gesamte Palette abdecken will.

Auf den Hauptversammlungen von VW und MAN, die in der kommenden Woche stattfinden, dürften die Pläne der Wolfsburger mit den Lkw-Töchtern in den Mittelpunkt rücken. Um bereits auf MANs Aktionärstreffen am kommenden Freitag über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abstimmen zu lassen, könnte es zu spät sein, schrieb Analyst Michael Punzet von der DZ Bank in einer ersten Einschätzung. Die MAN-Aktie, die im DAX notiert ist, steigt nach Bekanntwerden der Aufstockung auf ein Tageshoch von 99,91 Euro und liegt damit im Bereich des 52-Wochen-Hochs.

PremiumS
16.04.2012, 09:30
KONJUNKTUR IM BLICK/ZEW- und ifo-Index im Mittelpunkt des Interesses

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft könnte im April unter der Wiederverschärfung der Euro-Schuldenkrise und der deutlichen Korrektur am Aktienmarkt gelitten haben, was sich auch in den in dieser Woche anstehenden Indikatoren niedergeschlagen haben dürfte. Die Konjunkturerwartungen der Finanzanalysten, die sich monatlich an der Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) beteiligen, dürfte das deutlich mehr beeindruckt haben, als die deutschen Unternehmen, die das ifo Institut befragt.

Entsprechend könnte die ZEW-Konjunkturerwartungen (Dienstag) einen kräftigen Rücksetzer erlebt haben, während der ifo-Geschäftsklimaindex (Freitag) auch dank der immer noch guten Konjunkturlage mehr oder weniger stabil geblieben sein sollte. Allerdings wäre in leichter Rückgang nach dem abermaligen und unerwarteten Anstieg im Vormonat weder eine große Überraschung, noch ein Beinbruch.

Vorlaufindikatoren des ZEW-Index wiesen in unterschiedliche Richtung. So sank einerseits der sentix-Index erstmals nach drei Anstiegen in Folge, während der von der Commerzbank erhobene Early Bird erneut stieg. Allerdings verlor der DAX seit der vorherigen Umfrage mehr als 2 Prozent, so dass ein Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen sehr unwahrscheinlich ist.

Der ifo-Index hat in jüngster Zeit mehrfach positive Überraschungen geliefert, zuletzt im vergangenen Monat, als er entgegen den Erwartungen leicht zulegte. Experten verweisen darauf, dass der wichtigste deutsche Konjunkturfrühindikator gemessen an der fundamentalen Lage der Wirtschaft recht hoch notiert. Insofern wäre eine kleinere Korrektur keine Überraschung. Außerdem würde sie eine andauernde Erholung der deutschen Konjunktur nicht weniger wahrscheinlich machen.

Generell bestehen derzeit nur geringe Zweifel daran, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2012 - wenn wohl auch nur leicht - gewachsen ist. Damit würde eine Rezession nach technischer Definition, zwei Rückgänge der Wirtschaftsleistung in Folge, vermieden. Allerdings dürfte das deutsche Wirtschaftswachstum auch für den Rest des Jahres relativ schwach bleiben. Daher dürften die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute ihre im Herbst für 2012 aufgestellte Wachstumsprognose von 0,8 Prozent kaum ändern. Das Frühjahrsgutachten steht am Donnerstag auf den Programm.

PremiumS
16.04.2012, 09:31
MORNING BRIEFING - USA/Asien

+++++ TAGESTHEMA +++++
China lockert den Wechselkurs seiner Währung zum US-Dollar. Ab Montag soll die bisher geltende Handelsspanne von 0,5 Prozent auf 1,0 Prozent in beide Richtungen ausgedehnt werden, wie die chinesische Zentralbank am Samstag mitteilte. Am Markt sei eine Erhöhung auf nur 0,7 Prozent erwartet worden, kommentierte Ting Lu, Volkswirt bei der Bank of America-Merrill Lynch, die Maßnahme. Mit der Lockerung reagiert China auf enttäuschende Wirtschaftsdaten. Die Lockerung des Yuan-Wechselkursbandes dürfte andere asiatische Länder dazu veranlassen, ihre Wechselkurspolitik ebenfalls anzupassen, vermutet die Societe Generale. Auch das Währungspaar Euro/Dollar werde wohl davon beeinflusst werden.

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
INDEX Stand +/- %
Nikkei-225 9.494,90 -1,48%
Hang-Seng-Index 20.553,55 -0,71%
Shanghai-Composite 2.353,99 -0,22%
Kospi 1.994,53 -0,72%
Straits-Times 2.988,29 +0,02%
S&P/ASX 200 4.304,70 -0,42%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Erneute Sorgen um die Refinanzierungsfähigkeit Spaniens und eine weitere Ausbreitung der Schuldenkrise im Euroraum lasten zum Wochenstart auf den Notierungen an den asiatischen Märkten. Vor allem Zykliker stehen unter Abgabedruck. Am Devisenmarkt zeigt sich der Yuan leichter, nachdem China am Wochenende den starren Wechselkurs der Währung gelockert hat und nun tägliche Kursschwankungen um bis zu 1 Prozent zulässt. Andere regionale Währungen wie der südkoreanische Won oder der australische Dollar, aber auch der Euro leiden unter den Sorgen über die Schuldenkrise, nachdem die spanischen Anleiherenditen zuletzt erneut in den Bereich von 6 Prozent gestiegen sind. Am Aktienmarkt geben Toyota Motor in Tokio um 1,1 Prozent nach, Canon fallen um 1,6 Prozent und Mizuho Financial Group um 2,3 Prozent. Für LG Electronics geht es in Seoul um 2,1 Prozent abwärts, Hana Financial Group büßen 4,7 Prozent ein, während Macquarie Group in Sydney 1,5 Prozent leichter notieren.

US-NACHBÖRSE
Procter & Gamble (P&G) legten um 0,2 Prozent zu, nachdem das Unternehmen seine Quartalsdividende um 7 Prozent auf 0,562 USD erhöht hatte. Vringo verteuerten sich um 18,1 Prozent. Milliardär Mark Cuban hat eine Beteiligung von 7,4 Prozent an dem Anbieter von Klingeltönen erworben.

WALL STREET
Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs.
Dow Jones Industrial 12.849,59 -1,1% -136,99
S&P-500 1.370,26 -1,2% -17,31
Nasdaq-Composite 3.011,33 -1,4% -44,22
Nasdaq-100 2.698,99 -1,5% -41,27

Enttäuschende Wachstumsdaten aus China, schlechte Nachrichten zur Eurozone-Schuldenkrise sowie ein unter den Prognosen ausgefallenes US-Verbrauchervertrauen sorgten an Wall Street zum Wochenausklang für fallende Kurse. Allerdings fiel das Minus im Vergleich zu den europäischen Börsen nicht ganz so deutlich aus, obwohl die Indizes kurz vor Handelsende die Abgaben nochmals ausbauten und in der Nähe der Tagestiefs schlossen. Die guten Quartalsergebnisse von J.P.Morgan, Wells Fargo und Google vermochten den Markt dagegen nicht zu stützen. Die Indizes beendeten die Woche mit dem größten Minus seit Jahresbeginn. J.P.Morgan und Wells Frago gaben trotz guter Zahlen um 3,6 bzw 3,5 Prozent nach. Beide Titel haben seit Jahresbeginn allerdings bereits ein starkes Plus verzeichnet: J.P.Morgan 35 Prozent und Wells Fargo 24 Prozent. Google fielen um 4,1 Prozent. Die Zahlen fielen zwar positiv aus, doch die Ankündigung neue, nicht stimmberechtigte Aktien ausgeben zu wollen belastete.

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr
EUR/USD 1,3026 -0,3% 1,3067
EUR/JPY 105,0232 -0,7% 105,7484
USD/JPY 80,6285 -0,4% 80,9320
USD/KRW 1134,5000 -0,0% 1134,5000
USD/CNY 6,3032 -0,1% 6,3032
AUD/USD 1,0318 -0,4% 1,0363

+++++ ROHSTOFFE +++++
ÖL
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs.
WTI/Nymex 102,02 102,83 -0,8 -0,81
Brent/ICE 119,83 121,21 -1,1385 -1,38
Der Ölpreis legte zum Wochenausklang wieder den Rückwärtsgang ein. Hier belasteten vor allem die schwachen Daten aus China. Das Land ist der weltweit zweitgrößte Öl-Konsument. Aber auch die negative Entwicklung an Wall Street verstärkte die Abgaben.

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs.
Gold (Spot) 1.646,65 1.659,00 -0,7% -12,35
Silber (Spot) 31,31 31,50 -0,6% -0,19
Platin (Spot) 1.565,00 1.583,90 -1,2% -18,90
Kupfer-Future 3,58 3,63 -1,3% -0,05

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG, 20.00 UHR +++++
IWF
Bei zusätzlichen Hilfen des IWF für die Euro-Rettung drohen die Schwellenländer mit Blockade. "Ich halte es nicht für ausgemacht, dass es schon bei der Frühjahrstagung zu einer Bewilligung kommt", sagte Paulo Nogueira Batista, der Vertreter Brasiliens und acht weiterer lateinamerikanischer Länder im Exekutivdirektorium des IWF. Ende der Woche treten die Anteilseigner des IWF zu ihrer traditionellen Frühjahrsversammlung zusammen.

GOLDMAN SACHS
hat mit dem Verkauf weiterer Anteile an der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) Kasse gemacht. Mit der Veräußerung vor Handelsstart in Asien hat die US-Investmentbank ihren zuletzt verbliebenen Anteil an in Hongkong gelisteten Aktien der ICBC auf knapp unter 5 Prozent fast halbiert und 2,5 Milliarden US-Dollar eingenommen.

PremiumS
16.04.2012, 09:33
PRESSESPIEGEL/Unternehmen
ALLIANZ
- Der Versicherungskonzern Allianz will den Umsatz mit Industriekunden in Schwellenländern in kurzer Zeit mehr als verdreifachen, sagte Axel Theis, Vorstandschef von Allianz Global Corporate & Specialty. (FTD S. 15)

DEUTSCHE BANK
- Die Deutsche Bank findet wieder Gefallen an den Wertpapieren, die die Finanzkrise auslösten. Sie bietet Finanzkreisen zufolge in New York gemeinsam mit mindestens fünf anderen Großinstituten für CDOs, die von der US-Notenbank Fed verkauft werden. (Handelsblatt S. 4)

E.ON
- Innerhalb der nächsten vier Wochen will der Versorger E.ON den Verkauf des Erdgastransportnetzes abschließen. Dazu werden noch immer mit vier Käufergruppen Gespräche geführt, heißt es. (FAZ S. 15)

VW
- Martin Winterkorn, Vorstandschef vom Automobilkonzern Volkswagen (VW) hat mehr verdient als bisher bekannt war. Dadurch, dass er auch noch Vorstandschef von Porsche ist, kommt er auf 18,3 Millionen Euro im vergangenen Jahr, heißt es. Noch ist unklar, was die Gewerkschaften machen. (Süddeutsche Zeitung S. 17)

MANROLAND
- Der traditionsreiche Druckmaschinenhersteller Manroland soll schon in diesem Jahr unter neuer Führung in die Gewinnzone zurückkehren, sagte Tony Langley, Chef und Eigentümer der Langley-Gruppe, die Manroland übernommen hatte. (Handelsblatt S. 30)

ENBW
- Der französische Energiekonzern EDF holt im Streit mit Baden-Württemberg über den Kauf des Versorgers EnBW zum Gegenschlag aus. Nachdem die Landesregierung eine Klage bei der Internationalen Handelskammer eingereicht hatte, droht nun EDF seinerseits mit einer Klage auf Schadensersatz. (FTD S. 1)

CONDOR - Der Flugunternehmer Hans Rudolf Wöhrl hat Interesse an einer Übernahme des Ferienfliegers Condor. Wenn das Thema akut wird stehen wir zur Verfügung, sagte Wöhrl in einem Interview. Wir hätten mit unserer Beteiligungsfirma Intro und einer Investorengruppe gerne Air Berlin übernommen, sagte er weiter. (Süddeutsche Zeitung S. 18)

ERGO - Die Ergo-Versicherungsgruppe will künftig in China Lebensversicherungen anbieten. Vorstand Jochen Messemer will die Position in Schwellenländern stärken. (Handelsblatt S. 34)

PremiumS
16.04.2012, 09:34
Montag: Börsentermine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

Wirtschaftsdaten
06:50 Quanmax Jahresergebnis
08:00 Destatis Beschäftigung verarbeitendes Gewerbe Februar
11:00 EWU: Handelsbilanz Februar Eurozone nicht-saisonbereinigt PROGNOSE: +3,0 Mrd EUR zuvor: -7,6 Mrd EUR
14:00 Citigroup Quartalszahlen (0,99)
14:30 US: Einzelhandelsumsatz März PROGNOSE: +0,4% gg Vm zuvor: +1,1% gg Vm Einzelhandelsumsatz ex Kfz PROGNOSE: +0,6% gg Vm zuvor: +0,9% gg Vm
14:30 US: Empire State Manufacturing Index April PROGNOSE: 18,00 zuvor: 20,21
15:30 EWU: EZB Ausschreibung Haupt-Refi-Tender
16:00 US: Lagerbestände Februar PROGNOSE: +0,6% gg Vm zuvor: +0,7% gg Vm

ex-Kapitalmaßname einzelner Werte:
BOY ES0113211835 BCO BIL.VIZ.ARG.NOM.EO-49

Quartalszahlen / Unternehmenstermine USA / Asien
14:00 Citigroup Quartalszahlen (0,99)

Quartalszahlen / Unternehmenstermine Europa
06:50 Quanmax Jahresergebnis
07:00 Fraport Verkehrszahlen März
10:00 Henkel HV

Alle Angaben ohne Gewähr.
Die Redaktion.

PremiumS
16.04.2012, 09:48
MÄRKTE EUROPA/Sorge um Spanien - Sonst nichts

FRANKFURT (Dow Jones)--Auch am Montagmorgen gibt es vorbörslich nur ein Thema unter Aktienhändlern: Die wieder aufgeflammte Staatsschuldenkrise im Gemeinsamen Währungsgebiet. Bereits am Freitag hatten die abermaligen Zweifel an der Refinanzierungsfähigkeit Spaniens und die Furcht vor einer Ansteckung Italiens zu einem neuerliche Ausverkauf an den europäischen Börsen geführt. Die Prämien für Versicherungen gegen den Ausfall fünfjähriger Staatsanleihen der Iberer stiegen erstmals über die Marke von 500 Basispunkten, die Renditen zehnjähriger Schuldtitel erreichten das Niveau von 6 Prozent.

"Noch schlimmer ist aber die veränderte Wahrnehmung der Dreijahrestender der Europäischen Zentralbank (EZB)", sagt Nicholas Spiro von Spiro Sovereign Strategy. Bis vor kurzem noch als Heilsbringer für das Gemeinsame Währungsgebiet gefeiert, lasse das monetäre Morphium bereits wieder nach. Noch dazu würden die Kapitalmärkte im Vorfeld der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen am kommenden Sonntag wohl auch die zweitgrößte Volkswirtschaft des Euroraums auf die Probe stellen. "Jedes Anzeichen für ein Driften in Richtung der extremen Linken könnte eine neuerliche Runde an Risikoaversion auslösen." Die Analysten von IG Markets indizieren den DAX zum Start in die neue Woche mit einem Minus von 42 Punkten. Den CAC erwarten sie zu Handelsbeginn mit einem Minus von 5 Punkten, den FTSE sehen sie 9 Punkte leichter. Die als sicherer Hafen geltenden Bund-Futures markieren gleichzeitig ein neues Rekordhoch.

Euro wird in Mitleidenschaft gezogen
Nachdem sich der Euro zuvor kaum von der Staatsschuldenkrise 2.0 hat beeinflussen lassen, ist die jüngste Runde an Risikoaversion nicht mehr spurlos an der Gemeinschaftswährung vorbeigegangen. Am Montagmorgen wird der Euro zum Greenback mit 1,3026 Dollar gehandelt und damit so niedrig wie seit dem 15. März nicht mehr. Auch das charttechnische Bild habe mit dem Unterschreiten der wichtigen Unterstützungen bei 1,3033/35 Dollar gedreht, merkt Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen an. Die nächste Haltemarke finde sich bei 1,2974 Dollar.

Und auch vor dem Urnengang in Frankreich dürften die Zweifel an der Refinanzierungsfähigkeit der Staaten in der Peripherie des Euroraums die Kapitalmärkte weiter fest im Griff behalten. Denn bereits am Dienstag will Spanien Schuldtitel mit Laufzeiten von 12 und 18 Monaten unter die Anleger bringen, am Donnerstag stehen dann Staatsanleihen mit Fälligkeit in den Jahren 2014 und 2022 auf dem Programm.

Erste regionale Frühindikatoren aus den USA
Im Verlauf des Montag sollten vor allem Konjunkturdaten aus den USA für neue Impulse sorgen. So steht etwa der Einzelhandelsumsatz für März auf der Agenda. Ökonomen rechnen mit einem Plus von 0,3 Prozent binnen Monatsfrist. Gerade für die angelsächsischen Volkswirtschaften, die den Feldversuch wagen, faktisch ohne Verarbeitendes Gewerbe zu existieren, ist der Private Konsum von besonderer Bedeutung. In den USA macht er gut zwei Drittel der Wirtschaftsleistung aus.

Darüber hinaus wird mit dem Empire-State-Manufacturing-Index der erste regionale Stimmungsindikator für April erwartet. Er misst die Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe der Region New York. Ökonomen erwarten einen Rückgang auf 17,50 von 20,21 Punkten im März. Allerdings gilt der Empire-State-Manufacturing-Index als notorisch volatil, daher beachten Volkswirte das für Donnerstag avisierte Pendant aus Philadelphia weitaus stärker.

Rohstoffwerte unter Druck
An den Börsen in Asien stehen nach einem kräftigen Rückgang der Notierungen für Industriemetalle vor allem die Rohstoffwerte unter Abgabedruck. An der Börse in Sidney verlieren Rio Tinto 1,1 Prozent, Newcrest Mining geben gar um 2,7 Prozent nach. "Dessen ungeachtet könnte etwa Unterstützung von der Ausweitung des Yuan-Wechselkursbands zum Greenback kommen", sagt Aktienstratege Stan Shamu von IG Markets. Dieser Schritt sei ein Zeichen des Vertrauens der Regierung in die eigene Wirtschaft. Ab Montag soll die bisher geltende Handelsspanne von 0,5 Prozent auf 1,0 Prozent in beide Richtungen ausgedehnt werden.

Im frühen Frankfurter Geschäft geben Lufthansa um 0,4 Prozent nach. Virgin Atlantic will den Verkauf des Sorgenkinds BMI an International Consolidated Airline Group anfechten. Fraport verbilligen sich nach schwachen Verkehrszahlen für März um 0,3 Prozent.

hopoet
16.04.2012, 10:22
Goldman Sachs trennt sich von ICBC-Anteilen - Temasek kauft für 2,3 Mrd Dollar

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs reduziert ihren Anteil an der chinesischen Großbank Industrial & Commercial Bank of China (ICBC). Für 2,3 Milliarden US-Dollar übernimmt Singapurs Staatsfonds Temasek vier Prozent der ICBC- Aktien, wie die Gesellschaft am Montag mitteilte. Goldman hielt zuletzt gut 10 Prozent der ICBC-Anteile, die dem Konzern 2011 einen Vorsteuerverlust von 517 Millionen Dollar eingebrockt hatten. ICBC ist die nach Börsenwert größte Bank der Welt.

Seit der Finanzkrise 2009 haben internationale Banken wie Goldman Sachs, Bank of America und die Royal Bank of Scotland (RBS) insgesamt Anteile an chinesischen Banken im Wert von 24 Milliarden Dollar verkauft, um sich frisches Geld zu besorgen und sich für die härteren Kapitalregeln vorzubereiten.

Temasek hingegen erhöht das Investment in chinesische Geldhäuser seit einiger Zeit. Der Staatsfonds stockte erst im vergangenen August seine Anteile an den chinesischen Großbanken China Construction Bank und an der Bank of China auf, auf der Rangliste der größten chinesischen Banken Nummer zwei und vier./men/enl/wiz

hopoet
16.04.2012, 10:23
TeliaSonera-Chef schwört weiteren Expansionen ab

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die schwedische Telefongesellschaft TeliaSonera will nach Schwierigkeiten mit Beteiligungen in der Türkei und Russland die Auslandsexpansion stoppen. "Solange ich CEO bin, wird TeliaSonera nicht in neue Regionen gehen", zitiert das "Wall Street Journal Europe" in der Montagausgabe Unternehmenschef Lars Nyberg. In Russland liegt das Unternehmen im Clinch mit Co-Eigner und Milliardär Alisher Usmanov über die Führung der OAO MegaFon, an der die Schweden 44 Prozent halten. Auch in der Türkei hat sich TeliaSonera zwar in Turkcell eingekauft, konnte sich aber bisher die geplante Mehrheitsbeteiligung nicht sichern. "Wir haben in Russland und der Türkei mit sehr reichen und dickhäutigen Leuten Geschäfte gemacht, deren Geschäftseinstellungen andere waren, als wir sie in Skandinavien gewohnt sind", sagte Nyberg./fn/enl/wiz

hopoet
16.04.2012, 10:24
'FTD': Förderkürzung führt zu Solarboom im ersten Quartal

HAMBURG (dpa-AFX) - Die geplanten Subventionskürzungen der Bundesregierung haben den Solarboom im ersten Quartal einem Pressebericht zufolge noch einmal verstärkt. Insgesamt seien in Deutschland Anlagen mit der Kapazität von fast 1.900 Megawatt errichtet worden, schreibt die "Financial Times Deutschland" (Montag), ohne eine genaue Quelle zu nennen. Zwischen Januar und März 2011 wurden 513 Megawatt neu gebaut. Die Bundesnetzagentur will die offiziellen Daten in den kommenden Wochen vorlegen. Die im ersten Quartal aufgebaute Leistung entspricht rechnerisch fast der von zwei Atomkraftwerken. Da die Sonne aber nicht immer scheint, produzieren sie aber deutlich weniger Strom.

Angesichts der Pläne der Bundesregierung, die Fördersätze für Solarstrom zu senken, zogen viele Käufer ihre Investitionen vor, um noch vor dem ersten Kürzungsstichtag am 1. April ihre Solaranlagen in Betrieb nehmen zu können. Das zeigt sich laut Zeitung im bisherigen Jahresverlauf: Im Januar und Februar wurden nur rund 700 Megawatt installiert. Nachdem die Kürzungspläne und der Stichtag bekanntwurden, sei die Zahl im März auf mehr als 1.100 Megawatt gestiegen. Die Branche rechnet im weiteren Jahresverlauf nun mit erheblichen Einbrüchen bei der Nachfrage. Wegen des bereits großen Preisdrucks hatten zuletzt die meisten Unternehmen Verluste geschrieben, einige Großunternehmen wie Q-Cells und Solon mussten gar Insolvenz anmelden.

Die schwarz-gelbe Koalition hat die Kürzung der Solarförderung zum 1. April im Rahmen einer Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) geregelt. Dieses hatte der Bundestag am 29. März verabschiedet. Der Bundesrat entscheidet voraussichtlich am 11. Mai. Die Kürzungen waren zum Teil auch innerhalb der unionsgeführten Länder umstritten, so dass Schwarz-Gelb bei den Übergangsfristen zuletzt noch nachgebessert hatte./enl/fn/wiz

GoldenSnuff
16.04.2012, 10:27
WSJ: China lockert eisernen Griff um den Yuan

PEKING (Dow Jones)--China hat den bisher umfassendsten Schritt unternommen, um den Handel mit seiner Währung zu öffnen und den Yuan zu einer weltweiten Währung zu machen.
Die Ausweitung der Handelsspanne bedeutet allerdings nicht, dass Peking seinen festen Griff auf den Yuan ganz aufgibt. Die Zentralbank legt immer noch einen täglichen Referenzkurs für die Währung fest. Am Montag öffnete der Yuan im Handel etwas schwächer, nachdem die Zentralbank den Referenzkurs oberhalb des Standes vom Marktschluss am Freitag festgesetzt hatte.
(Diese Meldung und weitere tiefergehende Berichte und Analysen zu aktuellen Wirtschafts- und Finanzthemen finden Sie auf WSJ.de, dem neuen deutschsprachigen Online-Angebot des Wall Street Journal.)
Trotzdem ist die Reform ein wichtiges Zugeständnis gegenüber den Klagen des Auslands über Chinas Währungspolitik. Seit Jahren drängen die USA und andere Industrieländer darauf, den Yuan schneller aufwerten zu lassen. Das soll die Verbrauchernachfrage in China ankurbeln. Peking hatte sich lange geweigert, um den Export nicht zu gefährden. Ein stärkerer Yuan würde chinesische Produkte im Ausland verteuern, während Importe für die chinesischen Verbraucher erschwinglicher würden.
Die Lockerung der Währungspolitik ist der jüngste Reformschritt der Staatsführung. Zuvor hatte Peking die bis dahin informell organisierte Kreditwirtschaft gestärkt, öffentlich die Dominanz der staatseigenen Banken in Frage gestellt und die Kapitalbegrenzungen gelockert. Kritiker von innen und außen hatten lange darüber geklagt, dass das Finanzsystem nicht mit der Entwicklung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt Schritt gehalten habe.
Die US-Regierung und der Internationale Währungsfonds (IWF) begrüßten die Entscheidung Pekings, wenn auch nur zurückhaltend: "Wir haben die Chinesen in den vergangenen Jahren dazu gedrängt, ihre Währung aufzuwerten und Schritt mit den internationalen Märkten zu halten", sagte Ben Rhodes, stellvertretender Sicherheitsberater im Weißen Haus. "Sie haben einige Fortschritte gemacht".
IWF-Geschäftsführerin Christine Lagarde nannte die Ausweitung der Handelsspanne einen "wichtigen Schritt", um dem Markt bei der Bestimmung der Wechselkurse eine größere Rolle einzuräumen. Die Ausweitung der Yuan-Handelsspanne ist ein Signal dafür, dass Peking sich zunehmend sicher ist, dass die auch als Renminbi bezeichnete Währung fair bewertet ist. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um den Griff zu lockern.
China verweist darauf, dass sein Handelsbilanzüberschuss zurückgegangen ist. Im März betrug der Überschuss 5,4 Milliarden US-Dollar, im Februar war es ein Defizit von 32,5 Milliarden. In wenigen Tagen dürfte zudem der IWF seine langfristige Prognose für die chinesische Handelsbilanz deutlich nach unten korrigieren.
Viele Unternehmen und Anleger, die den Yuan lange für unterbewertet gehalten haben, überdenken jetzt ihre Position. "In der Vergangenheit haben wir uns große Sorgen um die Aufwertung des Yuan gemacht", sagt Cai Dongchen, Vorstandsvorsitzender des Arzneimittelherstellers China Pharmaceutical Group, dessen Aktien in Hongkong gehandelt werden. Aber der Schritt vom Samstag bedeute, dass „der Renminbi keine Einbahnstraße ist. Das ist für uns eine gute Nachricht".
Die Chinesische Volksbank, die Zentralbank des Landes, setzt jeden Tag einen Wechselkurs gegenüber dem Dollar, den so genannten Paritätskurs, fest. Bisher erlaubte China den Anlegern, den Wert des Yuan um 0,5 Prozent dieser Rate im täglichen Handel zu treiben. Am Freitag gab die Zentralbank etwa einen Kurs von 6,2879 Yuan je Dollar vor. An diesem Tag durfte der Yuan also im Bereich zwischen 6,2564 und 6,3193 je Dollar gehandelt werden.
Am Samstag hatte die Zentralbank diese Handelsspanne um jeweils 1 Prozent nach oben und unten erweitert. Im frühen Handel am Montag sank der Yuan gegenüber dem Dollar auf 6,3165, etwa 0,3 Prozent unter dem Paritätskurs und 0,2 Prozent unter dem Handel am Freitag.
Wie es weiter geht, wird sich zeigen. Jetzt muss der Markt entscheiden, ob er den Yuan für überbewertet, unterbewertet oder ausgewogen hält. Handelt der Yuan am oberen Ende der vorgegebenen Spanne, heißt das, dass der Markt glaubt, dass die Währung weiter steigen kann. Sollte dieser Aufwärtsdruck anhalten, könnte es Peking schwerer fallen, die Spanne zu erweitern.
Ein Abwärtstrend dagegen würde die Sorgen der Investoren widerspiegeln, dass sich die chinesische Wirtschaft verlangsamt und bei einer weiteren Lockerung der Kapitalvorschriften eine Kapitalflucht eintritt. Beobachter auf dem Währungsmarkt halten den Schritt für den wichtigsten seit Mitte 2010, als China zum ersten Mal einen Yuan-Handel außerhalb seiner Grenzen zuließ. Dabei wurde der Auslandsmarkt in Hongkong geschaffen.
„Das ist ein Zeitenwechsel für den Renminbi", sagt Daniel Hui, Devisenanalyst bei HSBC Holdings. Er sieht darin Potenzial für mehr „Flexibilität, Schwankungen und schnellere Liberalisierung". Die Erweiterung der Handelsspanne fiel dabei höher aus als vom Markt erwartet. Zuletzt wurde die Spanne im Mai 2007 von 0,3 auf 0,5 Prozent erhöht.
Unternehmen und Anleger rüsten sich jetzt für größere Wechselkursschwankungen. Bis vor kurzem schien es für den Yuan nur eine Richtung zu geben: aufwärts. Aber seitdem der Handelsbilanzüberschuss zurückgeht, ist das anders. Analysten bei der HSBC und anderen Banken haben ihre Erwartungen für einen Kursanstieg in diesem Jahr von 3 auf unter 2 Prozent korrigiert. Im vergangenen Jahr stieg der Yuan gegenüber dem Dollar 4,76 Prozent und stieg seit seiner Neubewertung 2005 um etwa 25 Prozent. In diesem Jahr ist die Währung gegenüber dem Dollar um 0,14 Prozent gefallen.
Einige Unternehmen wollen jetzt komplexe Derivategeschäfte einführen, um sich gegen mögliche Schwankungen des Yuan abzusichern. Der Telekommunikationshersteller ZTE, der die Hälfte seiner Umsätze im Ausland macht, will in diesem Jahr bis zu 2 Milliarden US-Dollar in Derivateprodukte investieren, um sich gegen die Wechselkursrisiken abzusichern.
Auch China Pharmaceuticals hat solche Mittel bereits genutzt, um sich vor der Aufwertung des Yuan zu schützen. Da jetzt aber die Schwankungen in beide Richtungen gehen könnten, sagt der Vorstandsvorsitzende Cai, dass man sich für beide Eventualitäten absichern müsse. „Wir haben mit dem Kauf von Derivateprodukten, die auf eine Yuan-Aufwertung setzen, viel Geld verdient", so Cai. „Jetzt müssen wir auch die andere Möglichkeit in Betracht ziehen".

hopoet
16.04.2012, 11:16
EZB-Mitglied Asmussen fordert mehr Mittel für den IWF

LONDON (dpa-AFX) - EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen hat mehr Mittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF) gefordert. Europa habe bereits "seinen Teil geleistet", um die die Weltwirtschaft gegen finanzielle Turbulenzen zu schützen, sagte Asmussen, der bei der Europäischen Zentralbank (EZB) für internationale Fragen zuständig ist, in einem Gespräch mit dem "Wall Street Journal" (Montagsausgabe). Jetzt seien die anderen Anteilseigner des IWFs gefordert.

Die USA und einige Schwellenländer hatten Europa zuletzt aufgefordert, mehr zur Lösung der Schuldenkrise zu tun. Ursprünglich hatte der IWF ein Kapitalerhöhung um 500 Milliarden Dollar angestrebt, jetzt stehen laut Presseberichten nur noch 400 Milliarden Dollar zur Diskussion. Eine weitere Aufstockung würden Länder in der gesamten Welt und nicht nur in der Eurozone schützen, sagte Asmussen. Das Schlimmste der Krise in der Eurozone sei offenbar vorbei. Insgesamt sei die Schulden- und Wirtschaftskrise in einigen Ländern aber noch nicht ausgestanden.

Asmussen sagte nicht, ob er eine Wiederaufnahme der Anleihenkäufe der EZB befürworte. Das Anleihenkaufprogramm existierte, "nicht mehr und nicht weniger ist hierzu zu sagen", wird der Währungshüter zitiert. Die Öffentlichkeit würde bei der Bewältigung der Schuldenkrise zu stark auf die EZB schauen. "Der Ball liegt im Feld der Regierungen, diese müssen handeln."

Die Märkte würden im Fall Spaniens die Anstrengungen zum Umbau der Wirtschaft und er Konsolidierung der Finanzen zu wenig würdigen, kritisierte Asmussen. "Märkte können übertreiben." Die Risikoaufschläge für die spanischen und italienischen Staatsanleihen waren in den vergangenen Wochen wieder merklich gestiegen. Europa sei weiterhin ein sicherer Ort für Investitionen, sagte Asmussen. Eine erneute Ansteckung der Märkte wie im vergangenen Herbst sei unwahrscheinlich./jsl/jkr

hopoet
16.04.2012, 11:39
SGL Group schließt Fünf-Jahres-Vertrag mit ArcelorMittal

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Kohlenstoffspezialist SGL Group hat einen neuen langfristigen Liefervertrag für Graphitelektroden mit dem weltgrößten Stahlkonzern ArcelorMittal geschlossen . Der Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren habe ein Volumen von mehreren hundert Millionen Euro, sagte ein SGL-Sprecher am Montag auf Anfrage. Es ist der bislang größte Vertrag für die SGL Group. Das Unternehmen aus Wiesbaden ist bereits seit 1980 Hauptlieferant bei Graphitelektroden für ArcelorMittal. Die Elektroden werden in der Herstellung von Elektrostahl eingesetzt und bilden zusammen mit den Kathoden für die Aluminiumindustrie das Hauptgeschäft für die SGL Group./stb/wiz

GoldenSnuff
16.04.2012, 12:03
DJ Chinesen greifen nach Windkraftanlagenriesen Vestas - Zeitung

KOPENHAGEN (Dow Jones)--Zwei chinesische Firmen greifen laut einem Zeitungsbericht nach dem weltweit größten Hersteller von Windkraftanlagen Vestas. Die Unternehmen Sinovel Wind Group Co und Xinjiang Goldwind Science & Technology Co hätten mit Blick auf ein mögliches Angebot bereits Gespräche mit dänischen Finanzberatern geführt, schreibt die Zeitung Morgenavisen Jyllands-Posten und beruft sich auf dem Vorgang nahestehende Personen.
Die Nachricht verlieh der Aktie am Montagmorgen deutlichen Auftrieb, sie stieg um 12 Prozent auf gut 54 dänische Kronen. In jüngster Zeit dümpelte der Kurs um die Marke von 49 Kronen - 2008 waren es in der Spitze etwa 700 Kronen.
Die Vestas Wind Systems A/S sei zu einem attraktiven Übernahmeziel geworden, nachdem sie unter einer schwächer als erwarteten Nachfrage, Überkapazitäten und Produktionsproblemen litt, hieß es. Zudem hat sie die Finanzziele verfehlt.
Mit einem Marktwert von 10 Milliarden Kronen sei Vestas aber immer noch ein schwerer Brocken. Die Chinesen müssten bei einem Kauf den staatseigenen Investmentfonds des Landes mit ins Boot holen, sagte eine Person.
Problematisch dürfte eine mögliche Übernahme auch wegen der breiten Aktionärsbasis sein. Rund 181.000 Anteilseigner halten zusammen 93 Prozent. Viele von ihnen seien zu einem deutlich höheren Preis bei Vestas eingestiegen, als Sinovel und Goldwind nun bieten würden. Somit sei es sehr unwahrscheinlich, dass die Annahmeschwelle von 90 Prozent genommen würde, sagte eine weitere informierte Person der Zeitung. Die beiden chinesischen Gesellschaften gaben auf Anfrage von Dow Jones Newswires keinen Kommentar ab.

GoldenSnuff
16.04.2012, 12:03
DJ Euroraum-Handelsbilanz dreht im Februar ins Plus

LUXEMBURG (Dow Jones)--Die Handelsbilanz der Eurozone hat im Februar in den positiven Bereich gedreht. Im Handel mit Drittländern verzeichnete die Eurozone ersten Schätzungen zufolge auf nicht-saisonbereinigter Basis einen positiven Saldo von 2,8 Milliarden Euro, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Im Januar hatte sich ein Defizit von revidiert 7,9 (vorläufig: minus 7,6) Milliarden Euro ergeben und im Vorjahresmonat ein negativer Saldo von 2,8 Milliarden Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Mittel für Februar einen Überschuss von 3,0 Milliarden Euro prognostiziert.
Laut Eurostat stiegen die Exporte im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11 Prozent auf 150,0 Milliarden Euro. Die Importe nahmen um 7 Prozent auf 147,2 Milliarden Euro zu. Saisonbereinigt wurde im Februar ein Handelsbilanzüberschuss von 3,7 Milliarden Euro verzeichnet, nach einem Positivsaldo von 5,3 Milliarden Euro im Vormonat. Die Ausfuhren stiegen saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 2,4 Prozent, die Einfuhren wuchsen um 3,5 Prozent.

GoldenSnuff
16.04.2012, 12:04
DJ DEVISEN/CoBa: Euro könnte durch Unterstützung bei 1,30 USD fallen

Der Euro könnte zum US-Dollar durch die Unterstützung bei 1,30 Dollar fallen, sagt die Commerzbank (CoBa). Damit wäre der Weg frei Richtung 1,2920 und 1,2860 Dollar. Das Geschehen am Devisenmarkt werde derzeit von der Politik bestimmt bzw von der Nachrichtenlage. Solche Ereignisse ließen sich aber schwer vorhersagen. Weil die Märkte außerdem wieder im "Risk-off-Modus" operierten, könnte die Marke von 1,30 Dollar gefährdet sein.

GoldenSnuff
16.04.2012, 12:24
DJ BLICKPUNKT/Nach der China-Entscheidung: Yuan rauf oder runter?

SCHANGHAI (Dow Jones)--Auf dem Weg zum fairen Wert sehen Marktbeobachter die chinesische Währung, den Yuan. Die Regierung Chinas hat am Samstag das Band ausgeweitet, innerhalb dessen sich die Währung des Landes frei bewegen kann. Seit langem fordert vor allem die USA eine Freigabe der Devise, damit die Importe in das Reich der Mitte billiger werden. Dahinter steckt die Vermutung, dass der Yuan künstlich unten gehalten wird. Doch wer geglaubt haben sollte, dass mit der neuen Regel vom Wochenende der Yuan aufwertet, sah sich getäuscht. Denn zunächst legte der Dollar etwas zu. Grund: Die jüngsten Daten zur chinesischen Wirtschaft waren nicht berauschend. Und zudem überlagert die Euro-Schuldenkrise gegenwärtig den Devisenmarkt - und diese wirkt in der Regel zugunsten der US-Devise.
Dementsprechend waltet Vorsicht, wenn sich Analysten zur weiteren Entwicklung des Yuan äußern. Mit einem verstärkten Auf und Ab der chinesischen Währung rechnet die Citigroup. Die Schwankungen der Währung werden sich erhöhen, so die Bank, allerdings "im Rahmen eines übergeordneten Aufwertungstrends". Für 2012 rechnen sie mit einem Marsch des Yuan zum Dollar nach oben um 1 bis 2 Prozent. "Die konjunkturellen Fundamentaldaten (...) sprechen für eine weitere Aufwertung." Freilich: sollte der Außenhandelüberschuss abnehmen und die Inflation in Grenzen bleiben, dürften "Raum und Anreiz für eine Aufwertung zurückgehen."
Die ANZ Bank hält die aktuelle Yuan-Schwäche für kurzfristig. China habe im ersten Quartal einen deutlichen Anstieg seiner Devisenreserven um 124 Milliarden auf 3,31 Billionen US-Dollar verzeichnet. Die chinesische Zentralbank habe Dollar gekauft und sei wohl nicht gerade auf eine Aufwertung des Yuan aus. Denn sie sorge sich weiter wegen der schwächeren Exporte. Lediglich auf kurze Sicht dürfte der Yuan schwächer tendieren, dann aber im Zuge wieder anziehender Exporte aufwerten. ANZ rechnet mit einer Aufwertung des Yuan um insgesamt 2,5 Prozent in diesem Jahr, wobei der Großteil dieser Bewegung im zweiten Halbjahr stattfinden werde.
Die UniCredit verweist auf eine Prognose des Wirtschafts-Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz. Er glaubt, dass sich der Yuan abschwächen wird. Grund: China unternehme gegenwärtig Schritte, die den Einwohnern des Landes Investitionen im Ausland ermöglichen. Außerdem könne die Notenbank eine Aufwertung der eigenen Währung abrupt stoppen, sofern sie Gefahren für die Wirtschaft, voran den Export, sieht. In einem ist sich freilich die UniCredit mit anderen Häusern einig: die Schwankungen an den Devisenmärkten dürften steigen.

GoldenSnuff
16.04.2012, 12:49
US-Aufseher verhängen Strafe gegen Google wegen Street View

Washington, 16. Apr (Reuters) - Die US-Behörden werfen dem Internetkonzern Google<GOOG.O> vor, die Untersuchungen im Zusammenhang mit seinem Dienst Street View zu behindern. Google habe ohne Erlaubnis persönliche Daten eingesammelt und danach bewusst nicht mit der Aufsicht FCC bei deren Untersuchungen kooperiert, teilte die US-Kommunikationsaufsicht mit. Aus diesem Grund verhängte sie eine Geldstrafe gegen den dominanten Suchmaschinenanbieter in Höhe von 25.000 Dollar. Google wies die Vorwürfe in der Nacht zum Montag zurück und erklärte, das Unternehmen habe entsprechende Informationen an die Behörde weitergegeben. Eine Antwort auf das Vorgehen der Behörde werde vorbereitet, kündigte Google an.
Google hatte zwischen 2007 und 2010 für den Dienst Street View Daten in den USA und weltweit gesammelt. Mit Street View können sich Internetnutzer von Google Maps und Google Earth Straßenansichten anzeigen lassen. Der US-Konzern hat mit dem Dienst auch in Deutschland den Unmut von Datenschützern und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner auf sich gezogen.

GoldenSnuff
16.04.2012, 12:49
Minister - Spanien steckt wieder in einer Rezession

Berlin, 16. Apr (Reuters) - Die spanische Wirtschaft ist nach Einschätzung der Regierung zu Jahresbeginn erneut geschrumpft und steckt damit zum zweiten Mal seit 2009 in einer Rezession. "Das erste Quartal dürfte genauso ausgefallen sein wie das letzte Quartal des vergangenen Jahres", sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Tageszeitung "El Mundo". Im Schlussvierteljahr 2011 war das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent gesunken. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird von einer Rezession gesprochen. Vor wenigen Wochen habe er aber mit einem noch viel deutlicheren Rückgang gerechnet, sagte der Minister.
Um die Konjunktur anzukurbeln, will die Regierung mittelständischen Unternehmen einen besseren Zugang zu Krediten verschaffen. "Wir werden einen Markt für Unternehmensanleihen vorantreiben, der für mittelständische Firmen sehr attraktiv sein könnte", sagte de Guindos. Die Unternehmen leiden unter einem schlechten Zugang zu frischem Geld. Die Kreditvergabe sei zuletzt um vier Prozent geschrumpft.

GoldenSnuff
16.04.2012, 12:50
Markit:

* fünfjährige spanische Kreditausfallversicherungen (CDS) steigen auf Rekordhoch von 520 Basispunkten
* fünfjährige italienische CDS steigen um 10 BP auf 438 BP

PremiumS
16.04.2012, 13:49
MÄRKTE EUROPA/Eindeckungskäufe hieven Indizes ins Plus

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen arbeiten sich bis zum Montagmittag leicht ins Plus vor. "Heute Morgen wurden zwei Angriffe nach unten versucht, es sind aber keine Anschlussverkäufe nachgekommen", sagt ein Händler. Daher würden nun Positionen geschlossen, mit denen auf weiter fallende Kurse gesetzt worden sei. Der DAX steigt um 0,7 Prozent auf 6.632 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,4 Prozent auf 2.302 Punkte nach oben. "Der Kampf um die 6.600er-Marke im DAX ist damit zwar noch nicht dauerhaft entschieden, ein Entspannungs-Tag ist aber drin", sagt ein Börsianer. Gesucht sind europaweit vor allem wieder die Autowerte, die europaweit im Mittel um 1,9 Prozent zulegen.

Bank- und Versicherungswerte notieren mit im Schnitt jeweils 0,8 Prozent im Minus. Hier drückt der Sprung der Prämien für Versicherungen gegen den Ausfall fünfjähriger spanischer Staatsanleihen auf das neue Allzeithoch von 510 Basispunkten. Die Rendite zehnjähriger Schuldtitel der Iberer steigt gleichzeitig um 11 Basispunkte auf 6,05 Prozent, für das französische Pendant geht es um 4 Basispunkte auf 2,98 Prozent nach oben. Umgekehrt markieren die als sichere Häfen geltenden Bund-Futures einen neuen Höchststand.

Im Vorfeld der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen am kommenden Sonntag würden die Kapitalmärkte auch Frankreich auf den Prüfstand stellen, sagt Nicholas Spiro von Spiro Sovereign Strategy. "Jedes Anzeichen für ein Driften in Richtung der extremen Linken könnte eine neuerliche Runde an Risikoaversion auslösen." BNP Paribad geben um 3,5 Prozent auf 29,34 Euro nach und sind damit Schlusslicht im Euro-Stoxx-50.

Euro wird in Mitleidenschaft gezogen
Nachdem sich der Euro zuvor kaum von der Staatsschuldenkrise 2.0 hat beeinflussen lassen, ist die jüngste Runde an Risikoaversion nicht mehr spurlos an der Gemeinschaftswährung vorbeigegangen. Am Montagmittag wird der Euro zum Greenback mit 1,3035 Dollar gehandelt und damit so niedrig wie seit dem 15. März nicht mehr. Kurzzeitig fiel der Euro sogar unter 1,3000 Dollar.

Und auch vor dem Urnengang in Frankreich dürften die Zweifel an der Refinanzierungsfähigkeit der Staaten in der Peripherie des Euroraums die Kapitalmärkte weiter fest im Griff behalten. Denn bereits am Dienstag will Spanien Schuldtitel mit Laufzeiten von 12 und 18 Monaten unter die Anleger bringen, am Donnerstag stehen dann Staatsanleihen mit Fälligkeit in den Jahren 2014 und 2022 auf dem Programm.

Erste regionale Frühindikatoren aus den USA
Im Verlauf des Montag sollten vor allem Konjunkturdaten aus den USA für neue Impulse sorgen. So steht etwa der Einzelhandelsumsatz für März auf der Agenda. Ökonomen rechnen mit einem Plus von 0,3 Prozent binnen Monatsfrist. Gerade für die angelsächsischen Volkswirtschaften, die den Feldversuch wagen, faktisch ohne Verarbeitendes Gewerbe zu existieren, ist der Private Konsum von besonderer Bedeutung. In den USA macht er gut zwei Drittel der Wirtschaftsleistung aus.

Darüber hinaus wird mit dem Empire-State-Manufacturing-Index der erste regionale Stimmungsindikator für April erwartet. Er misst die Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe der Region New York. Ökonomen erwarten einen Rückgang auf 17,50 von 20,21 Punkten im März. Allerdings gilt der Empire-State-Manufacturing-Index als notorisch volatil, daher beachten Volkswirte das für Donnerstag avisierte Pendant aus Philadelphia weitaus stärker.

Interesse aus China sorgt für Kurssprung bei Vestas
In Frankfurt geben SAP um 1,6 Prozent auf 49,16 Euro nach. Am Freitag hat die Software-Schmiede enttäuschende vorläufige Zahlen für die ersten drei Monate 2012 vorgelegt. Dabei haben den Walldorfern vor allem Probleme im Vertrieb in Nordamerika die Bilanz verhagelt. Commerzbank geben im Zug der europäischen Finanzwerte um 2,6 Prozent auf 1,60 Euro nach und haben damit die rote Laterne im DAX inne. Für Lufthansa geht es um 0,7 Prozent auf 9,88 Euro nach unten. Virgin Atlantic will den Verkauf des Sorgenkinds BMI an International Consolidated Airline Group anfechten.

In Kopenhagen springen Vestas um 17,8 Prozent auf 57,65 Dänische Kronen nach oben. Einem Bericht der Morgenavisen Jyllands-Posten wollen Sinovel Wind und Xinjiang Goldwind Science & Technology ein Gebot für den weltweit größten Hersteller von Windkraftanlagen abgeben. Daneben sind euroaweit die Öl- und Gaswerte gesucht, die im Mittel um 1,6 Prozent anziehen. Die Analysten von J.P. Morgan empfehlen, den Sektor überzugewichten. Total steigen um 2,0 Prozent auf 37,15 Euro, BP um 1,4 Prozent auf 448,15 Britische Pence.

GoldenSnuff
16.04.2012, 15:01
*DJ Citigroup 1Q Rev $19.4B >C
*DJ Citigroup 1Q Net $2.9B >C
*DJ Citigroup 1Q EPS 95c >C

GoldenSnuff
16.04.2012, 15:30
*DJ US Mar Retail & Food Sales +0.8%; Consensus +0.3%
*DJ US Mar Retail & Food Sales Ex-Autos +0.8%

GoldenSnuff
16.04.2012, 15:31
*DJ US/Empire State Index Apr 6,56 ( März: 20,21)

GoldenSnuff
16.04.2012, 16:12
*DJ US/Ausländische Netto-Wertpapier-Verkäufe 4,9 Mrd USD in Feb

GoldenSnuff
16.04.2012, 16:12
DJ New Yorker Konjunkturindex fällt im April deutlicher als erwartet

NEW YORK (Dow Jones)--Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im April deutlich stärker als erwartet gesunken. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für das verarbeitenden Gewerbe des Distrikts fiel auf plus 6,56 von 20,21 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von 17,50 prognostiziert.
Die Indexkomponente für den Ordereingang fiel im April auf 6,48, nach einem Stand von 6,84 im März. Der Subindex für die Beschäftigung stieg auf 19,28 von 13,58 Zählern zuvor. Für die bezahlten Preise wurde ein Wert von 19,28 ausgewiesen, nachdem der Unterindex im Vormonat bei 13,58 gelegen hatte.
Ökonomen betrachten den Empire State Manufacturing Survey ebenso wie den Indikator der Philadelphia Fed als vergleichsweise verlässlichen Vorläufer für den viel beachteten ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe der USA. Der Index wurde erstmals im Juli 2001 ermittelt.
*DJ US/Empire State Index Apr 6,56 ( März: 20,21)

GoldenSnuff
16.04.2012, 16:13
Preise für Immobilien in Bayern gehen durch die Decke

München, 16. Apr (Reuters) - Immobilien in Bayern werden sprunghaft teurer, im Großraum München sind viele Objekte für Normalverdiener kaum mehr erschwinglich. Im Durchschnitt zogen die Kosten für den Kauf gebrauchter Häuser und Eigentumswohnungen 2011 um jeweils sieben Prozent an, wie die Landesbausparkasse und die bayerischen Sparkassen am Montag mitteilten. Für neu gebaute Häuser im Freistaat kletterte der Durchschnittspreis sogar um satte 16 Prozent auf knapp 368.000 Euro. Damit liegen die Steigerungen weit oberhalb der Inflationsdaten für vergangenes Jahr.
Auch in diesem Jahr dürfte der Trend nicht drehen. Je nach Lage werde der Durchschnittspreis wohl um drei bis 13 Prozent zulegen, sagte der Geschäftsführer der Maklerorganisation Sparkassen-Immo, Paul Fraunholz. In ländlichen Regionen seien nur kleinere Erhöhungen drin, in Großstädten werde der Boom weitergehen. Denn in den Metropolen übersteige die Nachfrage das knappe Angebot sehr deutlich. Schon jetzt sind die Unterschiede gigantisch: Zahlt man für ein gebrauchtes, frei stehendes Einfamilienhaus in mittlerer bis bevorzugter Lage in Oberfranken unter 200.000 Euro, sind es in München und Starnberg mehr als 700.000 Euro.
Von einer Blasenbildung wie auf Teilen des US-amerikanischen, britischen oder spanischen Immobilienmarktes wollte Fraunholz aber nicht sprechen. Anders als dort werde in Deutschland von den Käufern weiter ein Eigenkapitalanteil von 20 bis 30 Prozent erwartet. Die Renditeerwartung von Investoren sei zudem auf bescheidenem Niveau. "Maßgeblicher Beweggrund beim Kauf einer Wohnimmobilie ist für viele heute die Sicherung ihres vorhandenen Kapitals aufgrund der herrschenden Angst vor Inflation als Folge der Staatsschuldenkrise." Dieser Trend zu Sachwerten werde 2012 anhalten, auch weil die Finanzierung angesichts historisch niedriger Zinsen attraktiv bleibe.

GoldenSnuff
16.04.2012, 16:13
DJ AUSBLICK/Telekom und Sky kämpfen um TV-Rechte für Bundesliga

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Milliarden-Poker um die deutschen Bundesliga-Übertragungsrechte geht ins Finale. Der Schlusspfiff wird am Dienstag erwartet: Dann will die Deutsche Fußball Liga (DFL) bekanntgeben, wer als Sieger aus dem Wettkampf um die Fernsehrechte hervorgegangen ist.
Im Fokus stehen dabei vor allem zwei Kontrahenten: Auf der einen Seite befindet sich der aktuelle Rechteinhaber im Pay-TV, Sky. Der Sender hält derzeit sowohl die Satelliten- als auch die Kabelrechte im Bezahlfernsehen. Auf der anderen Seite steht die Deutsche Telekom. Sie besitzt derzeit die Rechte für Übertragungen über Internet- und Handy-TV (IPTV).
Nun aber will der rosa Riese sein Fußball-Engagement massiv ausweiten. Da sein TV-Produkt "Entertain" inzwischen nicht mehr nur über Internet, sondern auch über Satellit verbreitet wird, greift er auch nach den Bundesliga-Rechten für diese Übertragungsform. Die Kabelrechte bräuchte die Telekom eigentlich nicht. Sie sind jedoch nur im Paket mit den Satellitenrechten zu haben. Die Rechte, die die Telekom selbst nicht benötigt, will sie weiterverkaufen. Dabei will die Telekom zu nichts Geringerem als dem größten Rechtehändler der Bundesliga aufsteigen.
Insgesamt hat die DFL zwei Szenarien mit jeweils 19 Rechtepaketen und sechs Rechtepaketbündeln ausgeschrieben. Für die meisten Fans dürfte dabei vor allem eines entscheidend sein: Wo sie die frei empfangbaren Zusammenfassungen der Samstagsspiele sehen können. Setzt sich das "Klassik-Szenario" durch, darf der Rechteerwerber - wie bislang die ARD-Sportschau - im TV eine Zusammenfassung der fünf Spiele zwischen 18.30 und 20.15 Uhr zeigen. Die Zusammenfassung der Sonntagsspiele soll zwischen 21.15 Uhr und 23.00 Uhr gezeigt werden.
In Konkurrenz dazu steht das neu hinzugekommene Szenario "neue Medien". Macht diese Variante das Rennen, fließt das Fernsehsignal nicht durch das klassische Kabel, sondern auf Datenpakete aufgeteilt durch die Internetverbindung. Im frei empfangbaren TV würde die Spieltagszusammenfassung dann erst ab 21.45 Uhr zu sehen sein - die ARD-Sportschau in ihrer jetzigen Form wäre Geschichte.
Dass sich dieses neue Szenario durchsetzt, dürfte sowohl im Interesse von Sky wie auch der Telekom sein. Ihr Kalkül: Ohne ARD-Sportschau im Fernsehen wären unter Umständen mehr Zuschauer dazu bereit, für Live-Spiele zu bezahlen.
Entsprechend tief dürften beide Unternehmen in die Tasche greifen, um der ARD die Rechte abzujagen. Für Sky steht nicht weniger als ein zentrales, wenn nicht das zentrale Verkaufsargument für seine Pay-TV-Dienste auf dem Spiel. Die Telekom hofft, dank des Zugpferds Bundesliga neue Wachstumsfelder zu erschließen und damit Verluste im klassischen Telefongeschäft zu kompensieren.
Allerdings stößt die Telekom bei ihrem Griff nach umfassenden Rechten auf Widerstand. Die zuständige Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) zweifelt die Rechtmäßigkeit eines solchen Gebots ebenso an wie einzelne Landesmedienanstalten und so mancher Experte. Hintergrund ist, dass der Bund knapp 32 Prozent der Anteile an der Telekom hält. Im Grundgesetz aber ist die Staatsferne des Rundfunks vorgeschrieben.
Bislang löst die Telekom dieses Dilemma, indem sie seit 2009 von der Constantin Sport Medien GmbH ihr Fußball-Programm "Liga total" produzieren lässt. Als die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) damals die Verträge überprüfte, konnte sie keinen Programmeinfluss der Telekom feststellen. Nun aber müsse diese Frage "neu gestellt werden, wenn die Telekom neben den IPTV und den Mobile-Rechten weitere Rechte an der Fußball-Bundesliga für die Kabel- und Satellitenausstrahlung erwirbt", machte BLM-Präsident Schneider seine Position klar.
Auch die Kabelnetzbetreiber haben Bedenken. Sie machten laut einem Zeitungsbericht in einem Brief an DFL-Geschäftsführer Christian Seifert ihrer Sorge zum Wettbewerb in der Breitbandbranche Luft.
Insgesamt hatte die DFL 15 Interessenten zur Teilnahme an der TV-Rechtevergabe zugelassen. Neben der Telekom, Sky, der ARD und dem ZDF, das die Bundesliga bislang im "Aktuellen Sportstudio" (samstags, 23 Uhr) zeigt, bewerben sich dem Vernehmen nach auch Privatfernsehsender, der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland und der Axel Springer Verlag um die Rechte.
Letzterer hofft einem Zeitungsbericht zufolge darauf, das Recht zu ergattern, Höhepunkte der Spiele online als Video-Clip zu zeigen. Diese Spielausschnitte sollen teilweise noch vor der Sportschau in der ARD zu sehen sein. Wer sie sehen will, soll aber bezahlen müssen. Angeblich sollen diese Fußball-Videos auch in die iPad-Ausgaben der Springer-Hauptblätter Bild und Welt einfließen und dem Konzern am Sonntag auf dem Pressemarkt einen Vorteil verschaffen. Offiziell sagt der Konzern zu seinen Bundesliga-Plänen nichts.
Dem Mobilfunkbetreiber Vodafone dagegen wurde der Wettstreit schon im Februar zu teuer, er stieg aus dem Millionen-Poker vorzeitig aus. Der Wert der Fußballrechte sei absolut überschätzt, wetterte Vodafone-Chef Friedrich Joussen bereits in einem Interview. Schließlich seien die Live-Übertragungsrechte so teuer, dass es kein Anbieter in Deutschland derzeit schaffe, eine Rendite auf den Erwerb der Rechte zu erzielen.
Und in Zukunft dürfte das noch schwieriger werden: Die Liga, deren 36 Profivereine im laufenden Zyklus durchschnittlich 412 Millionen Euro pro Saison aus der Inlandsvermarktung eingenommen haben, erhofft sich eine Steigerung auf rund 450 Millionen. Im internationalen Vergleich ist das nicht sehr viel: In Italien etwa erhält die Serie A aktuell 829 Millionen für die TV-Rechte.
Joussen setzt deshalb auf Kooperationen. Nach der Auktion will er mit den Gewinnern über eine Zusammenarbeit verhandeln. Auch Sky warb in einem Interview für ein gemeinsames Vorgehen. "Jeder, der an den Rechten interessiert ist, hat Optionen", sagte Sky-Chef Brian Sullivan. "Man kann sich wie wir selbst um die Rechte bewerben und das gleiche Risiko tragen oder mit uns zusammenarbeiten." Beobachter hatten dies als Versuch gewertet, ein teures Bieterrennen zwischen seinem Konzern und der Telekom zu verhindern. Zumindest was das angeht, ging die Strategie von Sky wohl nicht auf.

hopoet
16.04.2012, 16:31
EU-Kommission: Europäische Ratingagentur nur auf private Initiative

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Kommission hält eine europäische Ratingagentur weiter für wünschenswert - allerdings nur auf privater Initiative. "Die Kommission hält den Markt der Ratingagenturen für zu konzentriert, mehr Wettbewerb und mehr Vielfalt wären gut", teilte die Sprecherin von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Montag auf Anfrage in Brüssel mit. Deshalb habe die EU-Behörde im November vergangenen Jahres Vorschläge für eine stärkere Kontrolle der Branche gemacht.

In dem Papier hatte Brüssel aber keine europäische, öffentliche Ratingagentur vorgeschlagen. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass diese Option nicht praktikabel sei, sagte die Sprecherin. Ein staatlich finanziertes Unternehmen würde neue Interessenkonflikte schaffen und hätte nicht genug Glaubwürdigkeit an den Finanzmärkten. "Dies würde zudem hunderte Millionen Euro kosten - die nicht bereitstehen - und viele Jahre dauern, um es umzusetzen", sagte die Sprecherin. Kommissar Barnier sei aber offen für die weitere Debatte über diese Idee./mt/DP/jkr

hopoet
16.04.2012, 16:35
ROUNDUP: Citigroup verdient wieder Milliarden

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Citigroup hat die Schuldenkrise zumindest vorerst hinter sich gelassen und scheffelt wieder Milliarden. Die US-Großbank verdiente im ersten Quartal unterm Strich 2,9 Milliarden US-Dollar (2,2 Mrd Euro) und damit kaum weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für das vorangegangene Schlussquartal 2011 hatte die Citigroup noch einen massiven Gewinneinbruch verzeichnet, nachdem die Finanzmärkte wegen der Probleme in Europa in eine Art Schockstarre verfallen waren.

Bankchef Vikram Pandit wollte am Montag in New York aber noch nicht uneingeschränkt Entwarnung geben: "Zwar hat sich das operative Umfeld im ersten Quartal gebessert, doch es gibt weiterhin viel gesamtwirtschaftliche Unsicherheit." Das Investmentbanking ist aus den roten Zahlen heraus, verdient aber immer noch weniger als vor einem Jahr. Dagegen floriert das Geschäft mit den Privatkunden - die Arbeitslosigkeit im Heimatmarkt USA ist zurückgegangen und die Kunden zahlen ihre Kreditraten wieder zuverlässiger.

Die Citigroup -Bilanz wurde von einer Reihe an Sondereffekten verzerrt, die die Börsianer zunächst verwirrten. Nachdem die Aktie in einer ersten Reaktion vorbörslich ins Minus gefallen war, stieg sie später um zwei Prozent. Bereits US-Branchenprimus JPMorgan Chase und die bei Privatkunden starke Wells Fargo hatten über eine Erholung der Bankbranche berichtet. Die beiden Häuser hatten am vergangenen Freitag ihre Geschäftszahlen vorgelegt. In dieser Woche folgen Goldman Sachs , die Bank of America und Morgan Stanley ./das/DP/jha

hopoet
16.04.2012, 16:36
ANALYSE: Korrektur am Aktienmarkt noch nicht beendet - Sentix

LIMBURG (dpa-AFX) - Deutsche Aktien dürften ihre Korrekturphase laut den Stimmungsforschern von Sentix noch nicht hinter sich haben. Kurzfristig habe sich die Stimmung trotz weiter fallender Preise zwar leicht verbessert und die Mehrheit der Anleger habe die Abwärtsbewegung als lang ersehnte Einstiegsgelegenheit gewertet. Mit dem Fall der 6.600-Punkte-Marke beim Dax werde aus dem Spaß aber zunehmend Ernst, schreibt Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner in seiner am Montag vorgelegten Studie.

Die neuen Tiefstände im spanischen Aktienindex IBEX-35-Index und die jüngsten Jahreshochs bei den Risikoaufschlägen spanischer Staatsanleihen ließen die Euro-Krise mit Macht auf die Bühne zurückkehren. "Dies löst Zweifel in der Wertwahrnehmung aus, die besonders zu Euroland-Aktien sichtbar werden", analysiert Hübner. Ähnlich wie 2011 stürzten nun die mittelfristigen Erwartungen ab. Damit dürften viele Depots als zu hoch investiert angesehen werden. "Mehr Korrektur ist die Folge", resümiert der Experte.

Er verwiest darauf, dass auch im Jahr 2011 die mittelfristigen Euroland-Aktienmarkterwartungen der Aktientendenz und der Stimmung zum DAX vorausgeeilt seien.

Sentix wertet seit 2001 wöchentlich Umfrageergebnisse zur Markteinschätzung unter privaten und institutionellen Investoren im Internet aus./ajx/rum

hopoet
16.04.2012, 17:10
Oracle gegen Google: Konzernchefs sollen als Zeugen aussagen

SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Oracle will im Patentstreit um das Google -Betriebssystem Android schnell die Firmenchefs im Zeugenstand antreten lassen. In einer kurz vor Prozessbeginn eingereichten Liste steht Oracle -Chef Larry Ellison an dritter Stelle und sein Google-Gegenpart Larry Page als siebter Zeuge geführt. In dem seit 2010 laufenden Verfahren steht der Prozessbeginn in San Francisco an. Oracle will einen Milliarden-Schadenersatz und könnte theoretisch auch ein Verkaufsverbot gegen Android durchsetzen.

Oracle wirft Google vor, mit Android Patente und Urheberrechte für die Software Java zu verletzen. Java ist eine Programmierumgebung, die ursprünglich von Sun Microsystems entwickelt wurde und im Web breit eingesetzt wird. Oracle hatte Sun und damit die Rechte an Java im Jahr 2010 übernommen. Google will keine Verletzung von Urheberrechten anerkennen und streitet Oracle auch das Recht ab, die beiden ins Feld geführten Patente gegen Android einzusetzen.

Oracle hatte ursprünglich Schaden-Forderungen von über sechs Milliarden Dollar kalkuliert, musste die Ansprüche später jedoch auf rund eine Milliarde herunterschrauben. Der Richter William Alsup versuchte zwischenzeitlich, die Unternehmen zu einer außergerichtlichen Einigung zu drängen. Die Gespräche blieben jedoch ergebnislos. Der Prozess ist zunächst auf rund zwei Monate angesetzt./so/DP/jha

PremiumS
16.04.2012, 17:41
BLICKPUNKT/Amundi: QE3 hochgradig unwahrscheinlich

Für "hochgradig unwahrscheinlich" halten es die Volkswirte des französischen Vermögensverwalters Amundi, dass die US-Notenbank abermals die Druckerpresse anwerfen und durch Käufe von Anleihen die Geldmenge nochmals ausweiten wird (QE3). Denn ein solcher Schritt werde wohl gleich zweifach als Provokation gewertet werden: Zum einen von denjenigen in den USA, die die Inflationsgefahren angesichts einer unterschätzten Erholung am Arbeitsmarkt für eine reale Bedrohung halten. Zum anderen von denjenigen in den Schwellenländern, die eine Abwertung des Dollar und somit steigende Rohstoffpreise als kritisch erachteten.

Um dennoch das Haupziel, nämlich niedrige langfristige Zinsen zur Ankurbelung der Wirtschaft zu erreichen, stünden der Federal Reserve zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Zum einen könnten die Käufe von Schuldtiteln sterilisiert werden. Dies scheine die Option zu sein, die innerhalb der US-Notenbank bei allen widersprüchlichen Äußerungen von Mitgliedern des für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschusses am ernsthaftesten erwogen werde.

Dabei würden die Geschäftsbanken der Federal Reserve mit Hypotheken besicherte Schuldtitel aus ihren immer noch umfangreichen Beständen verkaufen. Diese würden dann durch US-Staatsanleihen ersetzt, die in den Portfolios der Kreditinstitute gemessen an historischen Werten weiter untergewichtet seien. Als zweite Möglichkeit komme die Verlängerung der "Operation Twist" in Betracht, die eigentlich Ende Juni diesen Jahres auslaufe. Nach wie vor habe die US-Notenbank Anleihen im Wert von nahezu 600 Milliarden Dollar mit Fälligkeiten zwischen einem und fünf Jahren in ihrem Bestand.

Amundi ist aus der Zusammenführung der Asset-Management-Einheiten der Credit Agricole und Societe Generale entstanden. Ende vergangenen Jahres verwaltete das Unternehmen eigenen Angaben zufolge 658,6 Milliarden Euro.

PremiumS
16.04.2012, 17:42
NAHB-Index für US-Bauunternehmen sinkt erstmals seit sieben Monaten

WASHINGTON (Dow Jones)--Das Vertrauen der US-Bauunternehmen hat sich laut einer Umfrage erstmals seit sieben Monaten eingetrübt. Wie die National Association of Home Builders (NAHB) berichtete, sank ihr Index für die Verkaufsaktivitäten bei neuen Einfamilienhäuser auf 25 Punkte von 28 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten eine Bestätigung des Vormonatsstands prognostiziert. Ein Index-Stand unter 50 zeigt, dass der größere Teil der Hausbauunternehmen die Bedingungen als schlechter beurteilt. Zuletzt war im April 2006 ein Indexstand über 50 verzeichnet worden.

PremiumS
17.04.2012, 08:54
Sky behält TV-Rechte für Fußball-Bundesliga

FRANKFURT (Dow Jones)--Im Poker um die Übertragungsrechte für die Fußballbundesliga ist laut einem Pressebericht die Entscheidung gefallen. Das Rennen machen der Bezahlsender Sky Deutschland und die ARD-Sportschau, wie die Bild-Zeitung ohne Angabe von Quellen berichtet. Für den Fernsehzuschauer ändere sich damit nicht viel: Sky werde wie bisher alle Spiele live übertragen, und die ARD zeige samstags ab 18.30 Uhr eine Zusammenfassung der Spiele.

Der Vorstand der Deutschen Fußball Liga (DFL) werde den 36 Proficlubs empfehlen, Sky auch von 2013 bis 2017 die Live-Rechte im Pay-TV-Bereich zu übertragen, schreibt das Blatt. Es sei davon auszugehen, dass die Clubs sich der Empfehlung anschließen werden. Die Deutsche Telekom behalte wie bisher die Rechte für die Übertragung im Internet.

Die Telekom hätte ihr Fußball-Engagement eigentlich gerne ausgeweitet. Der Wettstreit mit Sky um die Satelitten-Übertragungsrechte habe den Preis getrieben, so Bild. Bislang hat die DFL pro Spielzeit insgesamt gut 412 Millionen Euro eingenommen. Laut Experten dürfte der Preis künftig bei über 500 Millionen Euro liegen.

Sky Deutschland ist zu 49,9 Prozent in Besitz des Medienkonzerns News Corp, zu dem auch diese Nachrichtenagentur gehört.

Bei Sky, Telekom und DFL war am frühen Morgen kurzfristig niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

PremiumS
17.04.2012, 08:55
MORNING BRIEFING - USA/Asien

+++++ TAGESTHEMA +++++
Amerikas Chipproduzenten können sich nach einem schwierigen Jahr langsam wieder auf eine steigende Nachfrage einstellen. Das PC-Geschäft sollte von einer sich erholenden Festplattenindustrie profitieren, die durch die verheerenden Fluten in Thailand 2011 einen erheblichen Kapazitätsengpass zu verkraften hatte. Allerdings steht der PC-Markt auf wackligen Füßen, auch wenn es im ersten Quartal überraschend einen leichten Absatzanstieg gab, wie das Researchunternehmen Gartner feststellte. Die Kunden kaufen lieber Smartphones und Tablet-PCs. Über gute Geschäfte dürften sich deshalb jene Chiphersteller freuen, die Komponenten für populäre Geräte wie das iPhone liefern. Für die anderen wird es schwer.

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
INDEX Stand +/- %
S&P-500-Future 1.362,20 -0,12%
Nasdaq-Future 2.665,50 +0,07%
Nikkei-225 9.462,60 -0,08%
Hang-Seng-Index 20.447,51 -0,79%
Shanghai-Composite 2.349,21 -0,33%
Kospi 1.987,95 -0,23%
S&P/ASX 200 4.293,30 -0,22%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Sorgen über die Staatsschuldenkrise in der Eurozone und ein deutlicher Rückgang der direkten Auslandsinvestitionen in China sorgen am Dienstag für Vorsicht an den asiatischen Märkten. "Die Eurozone-Sorgen, vor allem um Spanien, lasten auf der Marktstimmung, so dass die Aktienmärkte die vergleichsweise starken US-Einzelhandelsumsätze vom Vortag zu ignorieren scheinen", sagt die Credit Agricole, nachdem die Renditen spanischer Benchmarkanleihen am Vortag zum ersten Mal seit November 2011 über die Marke von 6 Prozent gestiegen sind. Die Auktion spanischer Kurzläufer am Vormittag werde daher genau beobachtet. Der Euro setzt angesichts der wieder erwachten Schuldensorgen seine Vortagestalfahrt im asiatischen Handel weiter fort. Minenwerte leiden unter den eingetrübten globalen Wachstumsaussichten und einem Rückgang der Gold- und Kupferpreise. US-NACHBÖRSE

Die Aktien von ICU Medical legten um 1,9 Prozent zu. Das Unternehmen hatte im ersten Quartal zwar einen Gewinnrückgang verzeichnet, aber seine Jahresziele bekräftigt. Teekay Corp gewannen 2,2 Prozent. Die Reederei will 13 ihrer 17 Tankschiffe an ihre Tochter Teekay Tankers verkaufen und die Erlöse reinvestieren. Endocyte bauten ihre Kursgewinne aus dem regulären Handel aus und zogen um 2,4 Prozent an. Bis zur Schlussglocke hatte sich der Kurs der Aktien verdoppelt, nachdem Merck & Co dem Unternehmen eine Vorauszahlung von 120 Millionen Dollar zur Entwicklung des Krebsmedikaments Vintafolide zugesagt hatte.

WALL STREET
Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs.
Dow Jones Industrial 12.921,41 +0,6% +71,82
S&P-500 1.369,57 -0,1% -0,69
Nasdaq-Composite 2.988,40 -0,8% -22,93
Nasdaq-100 2.670,10 -1,1% -28,89
Nasdaq-100 After Hours 2.670,39
Uneinheitlich - Die Kurse haben im Fahrwasser gemischt ausgefallener Konjunktursignale keine klare Tendenz herausgebildet. Deutlich besser als erwartet ausgefallenen US-Einzelhandelsumsätzen stand eine schwache Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York gegenüber. Dazu gesellten sich negative Impulse vom Krisen geschüttelten Immobilienmarkt. Darüber hinaus bremste einmal mehr die europäische Schuldenkrise. Die Rendite bei zehnjährigen spanischen Anleihen sprang erstmals seit Dezember wieder über 6 Prozent. Einen kleinen Vorgeschmack auf die anstehende Berichtssaison lieferte die Citigroup, deren bereinigtes Ergebnis über der Prognose lag. Die Aktie gewann 1,9 Prozent. Die guten Einzelhandelsdaten verliehen den Sektorwerten Rückenwind: Home Depot und P&G zogen um 1,4 bzw 1,5 Prozent an. Goldman Sachs hat weitere Anteile an ICBC verkauft und damit 2,5 Milliarden Dollar erlöst. Die Aktie stieg um 2,3 Prozent. Apple fielen belastet durch Gewinnmitnahmen um 4,1 Prozent - der größte Fall seit August 2011 - und Google im Schlepptau um 3,0 Prozent.

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8.00 Uhr 0.00 Uhr
EUR/USD 1,3111 -0,2% 1,3025 1,3133
EUR/JPY 105,4067 -0,3% 104,9115 105,6895
USD/JPY 80,4265 -0,0% 80,5510 80,4365
USD/KRW 1140,1000 +0,3% 1134,5000 1136,1500
USD/CNY 6,3150 0% 6,3032 6,3150
AUD/USD 1,0322 -0,3% 1,0326 1,0356

+++++ ROHSTOFFE +++++
ÖL
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs.
WTI/Nymex 102,89 102,93 0,0 -0,04
Brent/ICE 118,25 118,68 0,0 -0,43
Der Ölpreis geriet mit den Fortschritten bei den Atomgesprächen mit dem Iran zunächst stark unter Druck. Allerdings drehte US-Leichtöl mit dem fallenden US-Dollar ins Plus. Der Preisunterschied beider Sorten reduzierte sich auf das annähernd niedrigste Niveau seit Februar, Händler verwiesen auf eine unerwartet frühe Inbetriebnahme einer US-Pumpleitung. Dies dürfte zu einem verstärkten Absatz von Brent führen, hieß es. Der Preis für ein Barrel WTI mit Lieferung im Mai zog an der Nymex um 0,1 Prozent oder 0,10 Dollar auf 102,93 Dollar an. Der Junikontrakt auf ein Fass Brent ermäßigte sich um 2,1 Prozent bzw 2,53 Dollar auf 118,68 Dollar.

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs.
Gold (Spot) 1.647,02 1.652,10 -0,3% -5,08
Silber (Spot) 31,37 31,49 -0,4% -0,12

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++
GELDPOLITIK INDIEN
Indiens Notenbank hat ihren Leitzins um 50 Basispunkte auf 8,00 Prozent gesenkt

JAPAN/IWF
Japan hat als erstes außereuropäische Land zugesagt, die Finanzmittel des IWF aufzustocken, um die globale Finanzkrise zu bekämpfen. Finanzminister Jun Azumi sagte bei einer Pressekonferenz zu, dem IWF 60 Milliarden US-Dollar zu überweisen.

PremiumS
17.04.2012, 08:56
Siemens kippt Gewinnprognose wegen Offshore-Windparks

HAMBURG (Dow Jones)--Der deutsche Industriekonzern Siemens wird einem Zeitungsbericht zufolge seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr kippen. Grund sei eine weitere Rückstellung wegen Schwierigkeiten bei der Anbindung von Offshore-Windparks, berichtete die Financial Times Deutschland mit Verweis auf Konzernkreise.

Nach einer Rückstellung von 203 Millionen Euro im Vorjahr werde der DAX-Konzern im zweiten Quartal eine Rückstellung in gleicher Höhe bilden. Damit werde Siemens den angepeilten Gewinn von 6 Milliarden Euro aus fortgeführten Geschäften nicht erreichen, schreibt das Blatt.

Aufgrund der Schwierigkeiten ziehe der Konzern zudem personelle Konsequenzen. Mit Udo Niehage, müsse der Chef der Stromübertragungssparte gehen, berichtete die Tageszeitung weiter. Am 25. April will Siemens den Zwischenbericht zum zweiten Quartal veröffentlichen.

Dow Jones Newswires hatte bereits in der vergangenen Woche über die Schwierigkeiten des Konzerns berichtet, Windparks in der Nordsee an das Stromnetz anzubinden. Siemens war kurzfristig für einen Kommentar zu dem Zeitungsbericht nicht zu erreichen.

PremiumS
17.04.2012, 08:56
Dienstag: Börsentermine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

Wirtschaftsdaten
08:00 Wirecard ausführliches Jahresergebnis
08:00 EWU: ACEA Pkw-Neuzulassungen
10:30 UK: Verbraucherpreise März PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,4% gg Vj zuvor: +0,6% gg Vm/+3,4% gg Vj
11:00 DE: ZEW, Index Konjunkturerwartungen April PROGNOSE: +20,0 Punkte zuvor: +22,3 Punkte Konjunkturlage PROGNOSE: +35,0 Punkte zuvor: +37,6 Punkte
11:00 EWU: Verbraucherpreise März Eurozone PROGNOSE: +1,2% gg Vm/+2,6% gg Vj Vorabschätzung: +2,6% gg Vj zuvor: +0,5% gg Vm/+2,7% gg Vj
11:15 EWU: EZB Zuteilung Haupt-Refi-Tender
13:00 DE: DFL Deutsche Fußball-Liga GmbH, PK nach Mitgliederversammlung, Bekanntgabe der erfolgreichen Bieter für die audiovisuellen Medienrechte an den Spielen der 1. und 2. Fußball-Bundesliga ab der Saison 2013/14, Frankfurt
13:30 Coca-Cola (0,88) Quartalszahlen
13:45 Johnson & Johnson (1,35) Quartalszahlen
14:00 Goldman Sachs (3,55) Quartalszahlen
14:30 US: Baubeginne/-genehmigungen März Baubeginne PROGNOSE: +0,7% gg Vm zuvor: -1,1% gg Vm Baugenehmigungen PROGNOSE: -0,3% gg Vm zuvor: +4,8% gg Vm
15:00 EWU: Europäische Zentralbank (EZB), konsolidierte Bilanz des Eurosystems
15:15 US: Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung März Industrieproduktion PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: 0,0% gg Vm Kapazitätsauslastung PROGNOSE: 78,6% zuvor: 78,4%
22:05 Intel Corp (0,50) | Yahoo! (0,17) Quartalszahlen
22:10 IBM (2,65) Quartalszahlen

ex-Dividende einzelner Werte
OML DE000A0Z2318 ONLINE MKTG SOLS AG 0,40 €
HEN3 DE0006048432 HENKEL AG+CO.KGAA VZO 0,80 €
HEN DE0006048408 HENKEL AG+CO.KGAA ST 0,78 €

ex-Kapitalmaßnahme einzelner Werte
SR9 CH0126881561 SWISS RE AG NAM. SF -,10

Quartalszahlen / Unternehmenstermine USA / Asien
13:30 Coca-Cola (0,88) Quartalszahlen
13:45 Johnson & Johnson (1,35) Quartalszahlen
14:00 Goldman Sachs (3,55) Quartalszahlen
22:05 Intel Corp (0,50) | Yahoo! (0,17) Quartalszahlen
22:10 IBM (2,65) Quartalszahlen

Quartalszahlen / Unternehmenstermine Europa
07:30 Danone Umsatz 1Q
08:00 Wirecard ausführliches Jahresergebnis


Alle Angaben ohne Gewähr.
Die Redaktion.

PremiumS
17.04.2012, 08:57
MÄRKTE ASIEN/Unsicherheit vor Spanienauktion - Euro schwächelt

SINGAPORE (Dow Jones)--Sorgen über die Staatsschuldenkrise in der Eurozone und ein deutlicher Rückgang der direkten Auslandsinvestitionen in China sorgen am Dienstag für Vorsicht an den asiatischen Märkten. "Die Eurozone-Sorgen, vor allem um Spanien, lasten auf der Marktstimmung, so dass die Aktienmärkte die vergleichsweise starken US-Einzelhandelsumsätze vom Vortag zu ignorieren scheinen", sagt die Credit Agricole, nachdem die Renditen spanischer Benchmarkanleihen am Vortag zum ersten Mal seit November 2011 über die Marke von 6 Prozent gestiegen sind.

Der Nikkei hat frühe Gewinne fast vollständig wieder eingebüßt und notiert gegen 7.00 Uhr MESZ noch 0,1 Prozent fester bei 9.482 Punkten. Der Shanghai Composite Index hat bereits ins Minus gedreht und zeigt sich mit einem Abschlag von 0,2 Prozent bei 2.353 Punkten. Der Kospi in Seoul verliert 0,4 Prozent auf 1.985 Punkte. Für den australischen S&P/ASX 200 geht es um 0,2 Prozent auf 4.294 Punkte abwärts.

Die Blicke der Anleger seien einmal mehr nach Europa gerichtet, wo Spanien am Vormittag kurzlaufende Anleihen in einem Volumen von 2 bis 3 Milliarden Euro am Markt platzieren will, heißt es im Handel. Am Vortag waren die Renditen zehnjähriger spanischer Anleihen auf ein neues Jahreshoch von rund 6,1 Prozent gestiegen, die Kreditversicherungskosten des Landes kletterten auf ein Allzeithoch. Damit rücke wieder die kritische Marke von 7 Prozent ins Visier, bei der die Länder Irland, Portugal und Griechenland gerettet werden mussten, so ein Marktbeobachter.

Dazu gesellen erneut negative Nachrichten aus China. Hier sind die ausländischen Direktinvestitionen im März den fünften Monat infolge gefallen auf 11,76 Milliarden Dollar - ein Rückgang um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies spiegele die Sorge der Investoren vor einer konjunkturellen Abkühlung im Reich der Mitte, heißt es aus dem Handel. "In diesem Jahr dürfte die Situation sehr schwierig bleiben. Noch immer gibt es keine Lösung für die europäische Schuldenkrise und die europäischen Unternehmen haben ihr Budget für Auslandsinvestitionen reduziert", merkt ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums an.

Der Euro setzt angesichts der wieder erwachten Schuldensorgen seine Vortagestalfahrt im asiatischen Handel weiter fort und kostet noch 1,3122 Dollar, nach 1,3142 Dollar im späten US-Handel am Montag. "Die spanischen Auktionen in dieser Woche werden genau beobachtet. Jeder Hinweis auf einen Nachfragerückgang für spanische Schulden dürfte den Euro schwer belasten", erwartet Mike Jones von der Bank of New Zealand. Während die meisten asiatischen Währungen wegen der gestiegenen Risikoaversion ebenfalls unter Druck, ist der japanische Yen als vermeintlich "sicherer Hafen" wie schon am Vortag gesucht.

Minenwerte leiden unter den eingetrübten globalen Wachstumsaussichten und einem Rückgang der Gold- und Kupferpreise. BHP Billiton fallen in Sydney um 0,1 Prozent, Aluminum Corp of China sinken in Hongkong um 2,1 Prozent und Jiangxi Copper um 0,6 Prozent in Schanghai.

PremiumS
17.04.2012, 08:57
PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

BANKENABGABE - Die Bankenabgabe wird wohl auch 2012 nur spärlich fließen und sogar unter Vorjahresniveau bleiben. Mit Einnahmen von rund 500 Millionen Euro rechne das Bundesfinanzministerium von Wolfgang Schäuble (CDU), nach rund 590 Millionen Euro im vergangenen Jahr, heißt es unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Schreiben an Abgeordnete des Bundestags-Finanzausschusses. (Handelsblatt S. 34)

KARTELLAMT - Die Kronzeugenregelung funktioniert so gut, dass die Wettbewerbsbehörde mit der Arbeit kaum hinterherkommt. Aber immer häufiger pochen Kartellopfer auf Schadenersatz, und dabei geraten auch die Kronzeugen ins Visier. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, warnt vor Schlupflöchern. (FAZ S. 11)

KLIMASCHUTZ - Binnen Jahresfrist haben sich die Preise am Markt für Kohlendioxidemissionsrechte halbiert. Das macht nicht nur die Klimalobby nervös. Das Klimaschutz-Flaggschiff der EU ist schwer angeschlagen. (FAZ S. 11)

SPANIEN - Spanien bereitet wegen der Schuldenkrise weitreichende Eingriffe in die Finanzhoheit der spanischen Regionen vor. Möglicherweise werde die Zentralregierung bereits im Mai Problemregionen unter Haushaltskontrolle stellen, sagten Insider. (FTD S. 1)

VERSCHULDUNG - Die FDP will sich dafür einsetzen, dass der Bund schon im Jahr 2014 ohne neue Schulden auskommt. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Präsidium der Partei. (FAZ S. 9)

PremiumS
17.04.2012, 08:58
PRESSESPIEGEL/Unternehmen

EVONIK - Ein vertraulicher Revisionsbericht rückt den Spezialchemie-Konzern Evonik in ein schlechtes Licht. Das Papier listet zahlreiche Missstände beim deutsch-chinesischen Joint Venture Evonik Shanzheng Fine Chemicals auf. Unter anderem habe der chinesische Partner in seiner Heimat fast eine Million Euro Schmiergeld gezahlt und die Summe dann von den Deutschen eingefordert, heißt es in dem Bericht. (Handelsblatt S. 22)

DEUTSCHE TELEKOM
DTE (555750) 555750 8,60-8,61 555750
- Die Deutsche Telekom hat ihre Tochter in den Niederlanden sowie die Beteiligung in Großbritannien unter besondere Beobachtung gestellt. Die Konzernführung hatte zuerst einen Verkauf erwogen. Nun sollen zunächst neue Manager das Ergebnis verbessern, heißt es. (FTD S. 8 )

SIAG - Der Zulieferer der Windkraftbranche SIAG Schaaf Industrie meldete Mitte März Insolvenz an. Jetzt ist SIAG wieder handlungsfähig. Das vorläufige Insolvenzverfahren wurde wieder aufgehoben und in ein vorläufiges Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung umgewandelt. SIAG will sich aus eigener Kraft sanieren. (Handelsblatt S. 23)

IBC SOLAR - Das Solarunternehmen IBC Solar hat eine "grundsolide Bilanzstruktur", eine Eigenkapitalquote von 70 Prozent und zum 31. Dezember keine Verbindlichkeiten mehr, sagte Vertriebsvorstand Norbert Hahn. Nun will das Unternehmen den Marktanteil in Deutschland in den nächsten zwei bis drei Jahren auf 10 Prozent verdoppeln. (Handelsblatt S. 25)

KKR - Der US-Finanzinvestor KKR will die Diamantensparten der beiden Bergbaukonzerne BHP Billiton und Rio Tinto übernehmen, heißt es in Londoner Finanzkreisen. KKR würde dann etwa 15 Prozent des Marktes für Natur-Diamanten kontrollieren. (Süddeutsche Zeitung S. 20)

EADS
EAD (938914) 938914 30,63-30,67 938914
- Thomas Enders, der Chef der Flugzeugsparte Airbus von EADS, provoziert erneut die Bundesregierung und fordert, dass das staatliche Vetorecht beim Einstieg ausländischer Investoren bei deutschen Rüstungs- und Luftfahrtfirmen abgeschafft wird. (FTD S. 5)

PremiumS
17.04.2012, 10:55
MÄRKTE EUROPA/Warten auf spanische Auktion - Sky haussieren

FRANKFURT (Dow Jones) - Bevor Spanien am Vormittag erstmals in dieser Woche den Kapitalmarkt anzapfen wird, sind Europas Börsen kaum verändert in den Dienstag gestartet. Der Euro-Stoxx-50-Index legt um 0,2 Prozent auf 2.305 Punkte zu, für den DAX geht es um 0,3 Prozent auf 6.646 Punkte nach oben. Die unter einem maladen Arbeits- und Immobilienmarkt sowie einem siechen Bankensystem leidenden Iberer stehen im Fokus der unlängst wieder aufgeflammten Staatsschuldenkrise im Gemeinsamen Währungsgebiet.

Am Montag stiegen die Prämien für Versicherungen gegen den Ausfall fünfjähriger spanischer Staatsanleihen auf das neue Allzeithoch von 520 Basispunkten. Die Renditen zehnjähriger Bonds legten bis auf 6,16 Prozent zu. Niveaus um 7 Prozent gelten als längerfristig nicht mehr finanzierbar und zwangen etwa Portugal unter den Rettungsschirm von EU und IWF. Am Vormittag will Spanien Schatzanweisungen mit Laufzeiten von zwölf und achtzehn Monaten unter die Anleger bringen. Dabei wird ein Volumen von bis zu 3 Milliarden Euro angestrebt. Bereits am Donnerstag steht der nächste Test des Anlegervertrauens auf der Agenda, dann wollen die Iberer Langläufer mit Fälligkeiten in den Jahren 2014 und 2022 versteigern.

Repsol könnte Ertragsperle YPF verloren gehen

Ebenfalls für neue Impulse dürfte der Index der Konjunkturerwartungen des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung sorgen. Ökonomen erwarten für April einen Rückgang auf +20,0 von +22,3 Punkten im Vormonat. "Letztlich kann sogar eine leichte Enttäuschung gegenüber der Konsensschätzung nicht ausgeschlossen werden, wodurch die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer wohl weiter nachlassen würde", sagt Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen. Aus den USA steht am Nachmittag mit der Industrieproduktion ein echtes makroökonomisches Schwergewicht zur Veröffentlichung an. Für März rechnen Volkswirte mit einem Plus von 0,2 Prozent binnen Monatsfrist.

Auf der Unternehmensseite wird Goldman Sachs den Reigen der Berichte der US-Banken zu den ersten drei Monaten 2012 fortsetzen. Analysten prognostizieren einen Gewinn von 3,55 Dollar je Aktie. Nach der Schlussglocke an Wall Street stehen dann noch die Geschäftszahlen der Technologie-Giganten IBM und Intel auf dem Programm. Auch am Devisenmarkt übt man sich im Vorfeld der spanischen Auktion in Vorsicht, der Euro gibt zum Greenback auf 1,3126 von 1,3148 Dollar am Vorabend nach.

Bei den Einzelwerten steht ebenfalls ein Unternehmen aus Spanien im Fokus des Investoreninteresses. Denn die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner will den größten Öl- und Gaskonzern des Landes, YPF, verstaatlichen. Der gehört gegenwärtig mehrheitlich noch der in Madrid ansässigen Repsol YPF. YPF habe im vergangenen Jahr ein Viertel zum operativen Gewinn beigetragen, daher wäre eine Verstaatlichung des Repsol-Anteils eine "bittere Pille", meint Chris Weston von IG Markets. In Madrid geht es für Repsol YPF um 8,0 Prozent auf 16,09 Euro nach unten, der IBEX-35 verliert 0,6 Prozent auf 7.161 Punkte.

Wincor Nixdorf brechen ein - Sky Deutschland haussieren

Am deutschen Aktienmarkt ist Siemens eines der Hauptgesprächsthemen. Der Industriekonzern wird laut der Financial Times Deutschland seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr kassieren. Grund sei eine weitere Rückstellung wegen Schwierigkeiten bei der Anbindung von Offshore-Windparks, schreibt das Blatt. "Die Zeitung kocht auf, was schon berichtet worden ist", kommentiert ein Börsianer. Die Gewinnprognosen der Analysten seien mit 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro bereits weit niedriger angesiedelt als die Prognose von Siemens von 6 Milliarden Euro. Finanzvorstand Joe Kaeser hatte außerdem vor über einer Woche wegen anhaltender Unsicherheiten im Energiesektor bereit09:50s ein Fragezeichen hinter die Schätzung für das Gesamtjahr gesetzt. Im frühen Geschäft verlieren Siemens 0,7 Prozent auf 71,24 Euro.

Henkel geben um 1,6 Prozent auf 54,84 Euro nach. Der Konsumgüterhersteller schüttet am Dienstag eine Dividende von 0,80 Euro je Aktie aus. Gemessen am Schlusskurs des Vortags entspricht das einem Abschlag von 1,4 Prozent. Der Löwenanteil des Minus ist damit bloß optischer Natur. In der zweiten Reihe brechen Wincor Nixdorf um 8,0 Prozent auf 31,03 Euro ein. Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller rechnet für das Geschäftsjahr 2011/12 mit einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses auf etwa 100 Millionen Euro von 162 Millionen Euro im Vorjahr.

Sky Deutschland springen hingegen um 22,5 Prozent auf 2,46 Euro nach oben. Laut Bild hat der Bezahlsender im Poker um die Übertragungsrechte für die Fußballbundesliga das Rennen gemacht. "Bild verfügt gerade im Sport über gute Informationen und liegt da meist richtig", meint ein Marktteilnehmer. Da Sky Deutschland ohne die Rechte nicht viel wäre, sei die Kursentwicklung nachvollziehbar. News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Sky Deutschland derzeit mit 49,9 Prozent beteiligt.

===
DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo, 18.00 Uhr
EUR/USD 1,3134 +0,0% 1,3133 1,3071 -0,8%
EUR/JPY 105,8009 +0,1% 105,6895 105,1466 -0,7%
EUR/CHF 1,2018 -0,0% 1,2021 1,2020 +0,1%
USD/JPY 80,5600 +0,2% 80,4365 80,4600 +0,1%
GBP/USD 1,5916 +0,1% 1,5899 1,5867 -0,7%
===
DJG/jej/raz


Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

hopoet
17.04.2012, 11:14
Bayer besteht bei Gerinnungshemmer Xarelto auch breit angelegten Praxistest

BERLIN (dpa-AFX) - Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat mit seinem neuen Gerinnungshemmer Xarelto nach zuletzt positiven Studiendaten auch einen wichtigen Praxistest bestanden. Das Mittel schütze auch unter Alltagsbedingungen sicher und wirksam vor Blutgerinnseln, teilte der Konzern am Dienstag in Berlin mit. Die sogenannte XAMOS-Studie mit mehr als 17.000 Orthopädie-Patienten bestätige den klinischen Nutzen des Mittels bei der Thromboseprävention nach geplanten Hüft- oder Kniegelenksersatzoperationen. Als umfassendste Analyse der Anwendung im klinischen Alltag liefere die Studie den Nachweis, dass einmal täglich als Tablette einzunehmendes Rivaroxaban sicher und effektiv in der Prophylaxe gegen gefährliche Thrombosen in diesem orthopädischen Bereich sei, hieß es.

Rivaroxaban wird unter dem Markennamen Xarelto bereits zur Prophylaxe von venösen Thromboembolien bei erwachsenen Patienten nach geplanten Hüft- oder Kniegelenkersatz-Operationen vermarktet. Früheren Angaben zufolge verspricht sich Bayer von dem Medikament Spitzenumsätze von mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr. Xarelto ist in mehr als 110 Ländern zur Vorbeugung gegen Thrombosen bei Erwachsenen nach geplanten Hüft- oder Kniegelenk-Operationen zugelassen. Ende 2011 erhielt das Mittel die US-Zulassung zum Schutz vor Schlaganfällen. Die Arznei entwickelt Bayer zusammen mit dem US-Pharmakonzern Johnson & Johnson

hopoet
17.04.2012, 11:15
'FT': Spanien will Regionen mit Haushaltskontrolle zum Sparen zwingen

LONDON (dpa-AFX) - Die spanische Regierung will die 17 autonomen Regionen des Landes laut einem Pressebericht zum Sparen zwingen. Madrid bereite wegen der Schuldenkrise weitreichende Eingriffe in die Finanzhoheit der spanischen Regionen vor, schreibt die Financial Times (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf spanische Regierungskreise. Möglicherweise werde die Zentralregierung bereits im Mai Problemregionen unter Haushaltskontrolle stellen. "Wir neigen dazu, dies zu tun, sobald wir sehen, dass die autonomen Regionen ihre Verpflichtungen nicht erfüllen", zitierte die Zeitung aus den Kreisen.

Eine Intervention der Zentralregierung droht laut dem Pressebericht unter anderem der südspanischen Region Andalusien. Die dortige Linksregierung lehnt den Sparkurs des konservativen Minsterpräsidenten Mariano Rajoy ab. Das Vorgehen wäre allerdings ein Angriff auf den spanischen Föderalismus. Spanien ist eines der am stärksten dezentralisierten Länder in Europa.

Zuletzt hatte sich die Lage am spanischen Anleihemarkt verschärft. Am Montag war die Rendite von zehnjährigen spanischen Staatsanleihen erstmals seit Mitte Dezember wieder über die Marke von sechs Prozent gestiegen. Am Mittwoch gaben die Rendite wieder etwas nach und fiel unter die Marke von sechs Prozent./jsl/jkr

PremiumS
17.04.2012, 11:30
BERENBERG HEBT ZIEL FÜR TOMORROW FOCUS AUF 4,90 (4,40) EUR - 'BUY'

BERENBERG SENKT GAGFAH AUF 'HOLD' ('BUY') - ZIEL 7,30 (5,50) EUR

HSBC SENKT SAP AUF 'NEUTRAL' ('OVERWEIGHT') - ZIEL 52 EUR

SOCGEN HEBT SAP AUF 'BUY' ('HOLD') - ZIEL 60 (59) EUR

JPM SENKT ZIEL FÜR WACKER CHEMIE AUF 47 (50) EUR

JPMORGAN STARTET XING MIT 'OVERWEIGHT' - ZIEL 70 EUR

BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR MICHELIN AUF 52 (50) EUR - 'UNDERWEIGHT'

BERENBERG HEBT GDF SUEZ AUF 'BUY' ('HOLD')

BERENBERG SENKT INTERNATIONAL POWER AUF 'HOLD' ('BUY')

DEUTSCHE BANK SENKT ZIEL FÜR STMICRO AUF 4,50 (5,00) EUR - 'HOLD'

NOMURA SENKT ZIEL FÜR VIVENDI AUF 16,20 (16,50) - 'NEUTRAL'

hopoet
17.04.2012, 11:53
MAN erhält Auftrag über 250 Busse mit Erdgas-Antrieb in Türkei

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der zum Volkswagenkonzern (VW) gehörende Nutzfahrzeughersteller MAN hat einen Großauftrag über 250 erdgasbetriebene Busse aus der Türkei erhalten. Bis 2013 sollen die Gelenkbusse an das türkische Verkehrsunternehmen EGO-Ankara ausgeliefert werden, wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte. Bis September dieses Jahres sollen bereits 50 Fahrzeuge ausgeliefert werden, bis zum Sommer 2013 würden dann monatlich jeweils 25 Busse folgen. Zusätzlich bestehe eine Option auf 50 weitere dieser Busse. Bereits heute betreibe EGO-Ankara mit 1.090 erdgasbetriebenen Bussen von MAN die größte Erdgasbusflotte weltweit. Im Jahr 2011 hatte der MAN-Konzern in der Truck & Bus-Sparte 5.775 Busse abgesetzt und damit gut 1,2 Milliarden Euro Umsatz erzielt./men/wiz

PremiumS
17.04.2012, 13:34
MÄRKTE EUROPA/Aufatmen nach ZEW und Auktion - Sky ohne Limit

FRANKFURT (Dow Jones)--Die ordentlich nachgefragte Auktion spanischer Anleihen und der besser als erwartet ausgefallene deutsche ZEW-Index sorgen am Dienstagmittag für eine veritable Erholung an Europas Aktienmärkten. Der DAX steigt um 1,2 Prozent auf 6.704 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es gar um 1,7 Prozent auf 2.341 Punkte nach oben. Mit Banken und Versicherungen sowie Zyklikern ziehen dabei die Prügelknaben der vorangegangenen Schwächephase überdurchschnittlich an.

Die spanische Regierung hat am Vormittag knapp 3,2 Milliarden Euro an Schatzwechseln mit Laufzeiten von zwölf und achtzehn Monaten unter die Anleger gebracht. Geplant waren eigentlich nur zwischen 2 und 3 Milliarden Euro. Dabei mussten die Iberer gegenüber der vorangegangenen Auktion vergleichbarer Schuldtitel deutlich höhere Zinsen in Kauf nehmen. "Das ist aber nur das erwartete Zugeständnis an die gestiegenen Zweifel an der Refinanzierungsfähigkeit Spaniens", sagt ein Börsianer. Bereits am Donnerstag steht jedoch der nächste Test des Vertrauens der Kapitalmärkte auf der Agenda, dann will das Land Langläufer mit Fälligkeiten in den Jahren 2014 und 2022 versteigern.

ZEW macht Appetit auf ifo
Rückenwind kam auch vom Index der Konjunkturerwartungen des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Er stieg im April überraschend auf +23,4 von +22,3 Punkten im Vormonat. Ökonomen hatten hingegen einen Rückgang auf +20,0 Punkte erwartet. Damit hat der ZEW-Index bereits den fünften Monat in Folge zugelegt. "Die Erwartungen liegen weiterhin auf hohem Niveau, so dass eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung wahrscheinlich ist", sagt Viola Stork von der Landesbank Hessen-Thüringen. Für den ifo-Geschäftsklimaindex, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht, sei das eine gute Vorgabe.

Aus den USA steht am Nachmittag mit der Industrieproduktion noch ein echtes makroökonomisches Schwergewicht zur Veröffentlichung an. Für März rechnen Volkswirte mit einem Plus von 0,2 Prozent binnen Monatsfrist. Auf der Unternehmensseite wird Goldman Sachs den Reigen der Berichte der US-Banken zu den ersten drei Monaten 2012 fortsetzen. Analysten prognostizieren einen Gewinn von 3,55 Dollar je Aktie. Nach der Schlussglocke an Wall Street stehen dann noch die Geschäftszahlen der Technologie-Giganten IBM und Intel auf dem Programm.

Spanische Rendite wieder unter 6,0 Prozent
Am Devisenmarkt sorgen die guten Nachrichten für leichte Wechselkursgewinne des Euro zum Greenback. Allerdings bleibt die Gemeinschaftswährung auch im Tageshoch von 1,3173 Dollar weiter komfortabel im seit Wochen etablierten Korridor von 1,30 bis 1,33 Dollar. Die als wichtiges Maß für das Investorenvertrauen geltende Rendite zehnjähriger spanischer Bonds gibt deutlich um 15 Basispunkte nach und fällt damit wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 6,0 Prozent. Beim italienischen Pendant geht es um 8 Basispunkte auf 5,48 Prozent nach unten. Die als sichere Häfen geltenden Bund-Futures weiten hingegen ihre Kursverluste aus und der Kontrakt mit Fälligkeit im Juni fällt wieder unter 140,0 Prozent.

Bei den Einzelwerten steht ebenfalls ein Unternehmen aus Spanien im Fokus des Investoreninteresses. Denn die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner will den größten Öl- und Gaskonzern des Landes, YPF, verstaatlichen. Der gehört gegenwärtig mehrheitlich noch der in Madrid ansässigen Repsol YPF. YPF habe im vergangenen Jahr ein Viertel zum operativen Gewinn beigetragen, daher wäre eine Verstaatlichung des Repsol-Anteils eine "bittere Pille", meint Chris Weston von IG Markets. In Madrid geht es für Repsol YPF um 5,8 Prozent auf 16,47 Euro nach unten, der IBEX-35 zieht um 1,2 Prozent auf 7.296 Punkte an.

Wincor Nixdorf brechen ein - Sky kennen kein Limit
Am deutschen Aktienmarkt ist Siemens eines der Hauptgesprächsthemen. Der Industriekonzern wird laut der Financial Times Deutschland seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr kassieren. Grund sei eine weitere Rückstellung wegen Schwierigkeiten bei der Anbindung von Offshore-Windparks, schreibt das Blatt. "Die Zeitung kocht auf, was schon berichtet worden ist", kommentiert ein Börsianer. Die Gewinnprognosen der Analysten seien mit 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro bereits weit niedriger angesiedelt als die Prognose von Siemens von 6 Milliarden Euro. Finanzvorstand Joe Kaeser hatte außerdem vor über einer Woche wegen anhaltender Unsicherheiten im Energiesektor bereits ein Fragezeichen hinter die Schätzung für das Gesamtjahr gesetzt. Siemens verlieren gegen den Trend 0,4 Prozent auf 71,48 Euro.

Henkel geben um 1,3 Prozent auf 54,98 Euro nach. Der Konsumgüterhersteller schüttet am Dienstag eine Dividende von 0,80 Euro je Aktie aus. Gemessen am Schlusskurs des Vortags entspricht das einem Abschlag von 1,4 Prozent. Das Minus ist damit also bloß optischer Natur. In der zweiten Reihe brechen Wincor Nixdorf um 8,1 Prozent auf 31,01 Euro ein. Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller rechnet für das Geschäftsjahr 2011/12 mit einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses auf etwa 100 Millionen Euro von 162 Millionen Euro im Vorjahr. "Momentan kriselt es bei Wincor Nixdorf überall", sagt Silvia-Quandt-Analyst Eerik Budarz. Der Preisdruck im Geschäft mit den Geldautomaten sei hoch und das Wachstum in den Schwellenländern könne den Ergebnisschwund nicht auffangen.

Sky Deutschland springen hingegen um 24,6 Prozent auf 2,50 Euro nach oben. Laut Bild behält der Bezahlsender die Live-Übertragungsrechte für die Fußballbundesliga. "Bild verfügt gerade im Sport über gute Informationen und liegt da meist richtig", meint ein Marktteilnehmer. Da Sky Deutschland ohne die Rechte nicht viel wäre, sei die Kursentwicklung nachvollziehbar. News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Sky Deutschland derzeit mit 49,9 Prozent beteiligt.

PremiumS
17.04.2012, 14:14
EZB entzieht Geldmarkt wie geplant 214 Milliarden Euro

FRANKFURT (Dow Jones) - Die Europäische Zentralbank hat dem Geldmarkt des Euroraums wie beabsichtigt 214 Milliarden Euro über ein siebentägiges Refinanzierungsgeschäfts entzogen. Wie die EZB bereits am Montag mitgeteilt hatte, entspricht das den Volumen der Staatsanleihen, die die EZB im Rahmen ihres Wertpapierkaufprogramms (SMP) erworben hat und die sich am Freitag vergangener Woche noch in ihrer Bilanz befanden. In Vorwoche hatte die EZB 214 Milliarden Euro absorbiert. Die EZB hat zugesagt, den Liquiditätseffekt ihrer Anleihekäufe zu neutralisieren, damit ein Einfluss auf die geldpolitische Ausrichtung ausgeschlossen ist.

Der marginale Zuteilungssatz betrug wie in der Vorwoche 0,26 Prozent, der gewogene Durchschnittssatz stellte sich ebenfalls auf 0,26 Prozent. Insgesamt erhielt die EZB Gebote von 75 (Vorwoche: 66) Instituten über 438,324 (365,273) Milliarden Euro. Das Geschäft wird am 18. April valutiert und am 25. April fällig.

DJG/chg/apo

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

GoldenSnuff
17.04.2012, 14:53
DJ Bundesliga-Rechte gehen für Rekordpreis vor allem an Sky

FRANKFURT (Dow Jones)--Den Wettstreit um die Übertragungsrechte für die Bundesliga hat der Bezahlfernsehsender Sky Deutschland für sich entschieden und Konkurrent Deutsche Telekom dabei ausgestochen. Insgesamt werden die Rechte ab der Saison 2013/14 unter fünf Verwertern aufgeteilt.
Der Ligaverband erlöst dadurch eine Rekordsumme von 2,5 Milliarden Euro aus der Vermarktung der Inlandsrechte, im Schnitt 628 Millionen Euro im Jahr. Derzeit erlöst die Deutsche Fußball Liga (DFL) durchschnittlich 412 Millionen Euro im Jahr. Der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, sagte, damit seien die Erwartungen des Ligaverbandes übertroffen worden.
Der Bezahlsender Sky wird auch künftig alle Spiele aus der ersten und zweiten Liga live übertragen, wie die DFL in Frankfurt bekannt gab. Sky sicherte sich die Rechte für die Übertragungswege Kabel, Satellit und Terrestrik sowie IPTV, Web-TV und Mobilfunk. Hauptkonkurrent Telekom, die ihr Fußball-Engagement massiv ausweiten wollte, ging leer aus.
Der Ligaverband entschied sich für das Verwertungsszenario "Klassik", das weiterhin eine frühe Zusammenfassung der Samstagsspiele im frei empfangbaren Fernsehen vorsieht. Die Rechte für diese Samstagszusammenfassung erwarb erneut die ARD. Diese darf die Zusammenfassungen parallel auch im Internet und auf mobilen Endgeräten ausstrahlen.
Auch bei der Übertragung der Höhepunkte der Bundesliga-Sonntagsspiele kam die ARD erneut zum Zug. Zudem sicherte sie sich ein Paket mit sieben Live-Spielen für das frei empfangbare Fernsehen.
Erstmals erwarb der Axel-Springer-Verlag Verwertungsrechte. Europas größter Medienkonzern darf von allen Spielen Clips im Web-TV und Mobilfunk anbieten. Deren Abruf ist eine Stunde nach Spielende als Pay-Angebot und ab 0.00 Uhr des Folgetages frei empfangbar möglich.

GoldenSnuff
17.04.2012, 14:54
DJ Barak: Israel schloss Angriff auf Iran zu keinem Zeitpunkt aus

JERUSALEM (Dow Jones)--Auch während internationaler Atomgespräche mit Teheran hat Israel einen Angriff auf den Iran nach den Worten von Verteidigungsminister Ehud Barak zu keinem Zeitpunkt ausgeschlossen. Er glaube nicht, dass die jüngsten Gespräche den Iran vom Bau einer Atomwaffe abhalten würden, sagte Barak einem israelischen Radiosender. Das berichtet die Nachrichtenagentur dapd.
Israel bedauere, dass dabei Zeit verloren worden sei. «Das ist kostbare Zeit», erklärte er. Am Wochenende fanden in Istanbul internationalen Gespräche mit dem Iran statt, um das Land im Atomstreit zum Einlenken zu bewegen. Das Treffen wurde als positiv beschrieben, für den 23. Mai ist in Bagdad ein weiteres geplant. Im Umgang mit Teheran sind Israel und die USA allerdings weiter gespalten. So setzt Washington im Atomstreit auf diplomatische Mittel.

GoldenSnuff
17.04.2012, 14:58
EFSF sammelt bei Bond-Auktion 1,99 Mrd Euro am Kapitalmarkt ein

Berlin, 17. Apr (Reuters) - Der europäische Rettungsfonds EFSF hat sich fast zum Nulltarif frisches Geld von Anlegern geholt. Die Auktion von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von sechs Monaten spülte knapp zwei Milliarden Euro in die Kassen, teilte der EFSF am Dienstag mit<ESZB/BBK41>. Der durchschnittliche Zins beträgt 0,2537 Prozent und liegt damit etwas höher als bei der vorigen Emission im März mit 0,2040 Prozent. Trotz der immer noch niedrigen Rendite wollten die Investoren fast doppelt so viel Papiere haben wie zugeteilt wurden. Im März war die Auktion sogar 2,7-fach überzeichnet.
Der EFSF wurde im Frühsommer 2010 aus der Taufe gehoben. Er soll Euro-Länder wie Irland und Portugal mit Krediten versorgen, die vom Kapitalmarkt abgeschnitten sind oder nur zu untragbar hohen Zinsen Geld bekommen. Spanien war zuletzt wieder stärker in den Fokus der Finanzmärkte gerückt. Das Land sammelte am Dienstag zwar erfolgreich knapp 3,2 Milliarden Euro am Kapitalmarkt ein, musste Investoren bei der Auktion von zwölf- und 18-Monatspapieren aber fast doppelt so hohe Renditen bieten wie zuvor.

GoldenSnuff
17.04.2012, 14:59
Gefühlte Inflation fast doppelt so hoch wie offizielle Teuerung

Berlin, 17. Apr (Reuters) - Die von den deutschen Verbrauchern gefühlte Inflation ist fast doppelt so hoch wie die offizielle Teuerungsrate. Nach Berechnungen der Großbank UniCredit lag sie im März bei 3,7 Prozent, während der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Wert lediglich 2,1 Prozent beträgt. Auch im langjährigen Vergleich ist das ein hoher Wert: In den vergangenen 15 Jahren lag die gefühlte Inflation im Schnitt bei 2,3 Prozent.
"Besonders die Rekordpreise für Benzin und Diesel sowie steigende Kosten für viele Lebensmittel sorgen dafür, dass die von den Verbrauchern wahrgenommene Inflation viel höher ist als die offizielle Teuerungsrate", sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Andreas Rees, am Dienstag Reuters. "Vor allem die teuren Kraftstoffe dürften dafür sorgen, dass der Abstand noch längere Zeit groß bleibt." Das mache einen Teil der Kaufkraftgewinne zunichte, die durch steigende Beschäftigung und spürbare Lohnzuwächse entstanden seien. "Die Verbraucher sind deshalb zurückhaltender und geben nicht so viel Geld aus, wie man angesichts der guten Rahmenbedingungen vermuten dürften", sagte Rees.

"DAS FÄLLT STÄRKER AUF"

Im Unterschied zum Statistikamt gewichten die UniCredit-Ökonomen die untersuchten Waren nach ihrer Kaufhäufigkeit. "Da Benzin und Nahrungsmittel wie frisches Obst und Gemüse regelmäßig gekauft werden, fallen den Verbrauchern die Preiserhöhungen hier besonders stark auf", sagte Rees. "Umgekehrt fallen Preissenkungen für dauerhafte Konsumgüter wie Computer und Heimelektronik weniger auf, weil diese Waren viel seltener gekauft werden."
Mehl kostete im März beispielsweise 30 Prozent, Margarine 27 Prozent und Zucker 21 Prozent mehr als vor einem Jahr. Kopfsalat verteuerte sich sogar um 48 Prozent, Gurken um 31 Prozent. Computer verbilligten sich dagegen um 19 Prozent, Notebooks um 15 Prozent und Fernsehgeräte um 13 Prozent.

GoldenSnuff
17.04.2012, 14:59
Spanische Notenbank mahnt Europäer zu besserem Krisenmanagement

Madrid, 17. Apr (Reuters) - Spaniens Notenbankchef Miguel Angel Fernandez Ordonez hat Europa zu größeren Anstrengungen in der Schuldenkrise aufgefordert. Die Krisenbewältigung sei bisweilen nur schubweise erfolgt und überdies nicht zupackend und ehrgeizig genug ausgefallen, bemängelte der Notenbanker am Dienstag vor einem Parlamentsausschuss in Madrid. Mit Blick auf die jüngsten Spannungen am Anleihenmarkt sprach der Geldpolitiker von einer "machtvollen Erinnerung" daran, dass die Krise noch nicht vorüber sei. Spanien sei zudem wieder in die Rezession abgerutscht.
Die Renditen für spanische Anleihen waren zuletzt über kritische Marken gestiegen, da unter Investoren Zweifel am Erfolg der spanischen Sparpolitik aufgekommen waren. Ordonez mahnte, falls die Defizitziele nicht eingehalten werden sollten, werde sich die konjunkturelle Krise weiter vertiefen.

GoldenSnuff
17.04.2012, 14:59
Indien senkt erstmals seit drei Jahren die Zinsen

* Notenbank senkt Zinsen stärker als erwartet

* Zentralbankchef: Spielraum für weitere Lockerung begrenzt

New-Delhi, 17. Apr (Reuters) - Angesichts mauer Wachstumsaussichten hat Indiens Notenbank erstmals seit drei Jahren die Zinsen gesenkt. Der Schritt der Zentralbank (RBI) fiel am Dienstag mit einer Kappung um einen halben Prozentpunkt auf 8 Prozent stärker aus als von Experten<INREPO=ECI> erwartet. Notenbankchef Duvvuri Subbarao dämpfte aber Hoffnungen auf weitere Senkungen. Falls die Wirtschaft wie von der RBI erwartet um 7,3 Prozent wachsen und damit nur leicht unter ihren Möglichkeiten bleiben sollte, sei das Potenzial für niedrigere Zinsen begrenzt.
Den Notenbankern das Loch in der Leistungsbilanz des Landes nicht geheuer: Der Fehlbetrag hat sich im Schlussquartal 2011 auf 4,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausgeweitet. Diese Entwicklung sei "nicht tragbar", zumal Schwellenländer dieses Jahr mit niedrigeren Kapitalzuflüssen rechnen müssten. Die Leistungsbilanz gilt als Gradmesser für die Stärke einer Volkswirtschaft. "Der Fingerzeig war wichtig. Ich denke, weitere Zinssenkungen haben sich dieses Jahr weitgehend erledigt", meint Ökonom Rajeev Malik von CLSA in Singapur.
Indiens Wachstumsmotor läuft nicht mehr so hochtourig wie erhofft: Die Wirtschaftsleistung legte im Schlussquartal 2011 6,1 Prozent zu und damit schwächer als in den vergangenen drei Jahren. Dennoch hielt die Notenbank an der Zinsfront zunächst wegen der erhöhten Teuerungsrate still. Im Kampf gegen den Preisdruck hatte die RBI den Leitzins von März 2010 bis Oktober 2011 insgesamt 13 Mal erhöht

GoldenSnuff
17.04.2012, 15:00
Goldman Sachs verdient mehr als erwartet

New York, 17. Apr (Reuters) - Die US-Großbank Goldman Sachs<GS.N> hat trotz schwächerer Erlöse in der Investment- und der Wertpapiersparte mehr verdient als erwartet. Das Institut wies am Dienstag für das erste Quartal einen Gewinn je Aktie von 3,92 Dollar aus. Analysten hatten im Schnitt mit 3,55 Dollar gerechnet. Auch die Einnahmen lagen mit 9,95 Milliarden Dollar über den Erwartungen der Experten, die von 9,48 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Allerdings sanken die Einnahmen im Investmentbanking um neun Prozent und im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Rohstoffen um 20 Prozent. Auch die Einnahmen aus dem Aktien-Geschäft gingen um drei Prozent zurück. Die Aktie gab vorbörslich ein Prozent nach.

GoldenSnuff
17.04.2012, 15:02
REPORTAGE-"GemüseKombüse" und "Mumbles" - Das Piraten-Phänomen

Berlin, 17. Apr (Reuters) - Kennenlern-Abend der Piraten in der Kneipe Kinski in Berlin-Neukölln: Vorwiegend Männer zwischen 20 und 40 Jahren stehen oder sitzen dicht an dicht im hinteren, etwas schummrigen Raum des Szene-Lokals. Sie hören Gero Preuhs aufmerksam zu, der mit einer Flasche "Hackerbrause" in der Hand einen Crash-Kurs gibt: "Jeder soll jeden Abend für zehn Minuten vom Sofa aus Politik machen können." Das ist für Internet-Versierte ein Kinderspiel: Laptop anschalten, auf die Piraten-Seiten im Internet gehen, das Forum für die eigenen Interessengebiete aufsuchen, Vorschläge anderer bewerten, eigene Ideen eingeben, ausloggen, Laptop ausschalten.
Preuhs, Mitglied der Piratenpartei und szenemäßig ausgestattet mit Bart und Brille, schaut in die Runde: "Jeder, der eine Idee hat, kann diese am besten selbst vertreten." Ein junger Mann fragt: "Was ist, wenn ich etwas zu einem bestimmten Thema wissen will?" Gero, der grundsätzlich jeden duzt, kommt in Fahrt: "Du schreibst einfach ein Mail an deine Mailingliste, und gefühlte fünf Minuten später hast du eine Antwort." Man müsse halt nur mitmachen wollen. Preuhs' Begeisterung springt auf viele der Neugierigen über. Das Mitmach-Konzept ohne festgelegte Ortsvereins-Sitzungen und über Hierarchien hinweg kommt an. Mehrere der rund 40 Besucher überlegen ernsthaft, zu den Piraten zu stoßen.
Szenen wie im Kinski-Club wiederholen sich derzeit in deutschen Städten zigfach. Die Piratenpartei ist der Shooting-Star in der politischen Landschaft. In der jüngsten Forsa-Umfrage haben sie sogar erstmals die Grünen mit 13 Prozent um zwei Punkte überrundet, bei Emnid liegen beide gleichauf bei zwölf Prozent. Bis zur Bundestagswahl im September 2009 gab es nur rund 1000 Piraten bundesweit. Danach sprang die Zahl der Mitglieder auf rund 12.000. Nach der Berlin-Wahl vor einem halben Jahr setzte ein neuer, noch nicht abgeschlossener Höhenflug ein. Jüngst haben die Piraten die 25.000-Marke übersprungen, und es werden fast stündlich mehr. "Die Leute stehen bei uns Schlange", berichtet ein Mitglied der Bundesgeschäftsstelle. "In der einen Hand haben die den 36-Euro-Jahresbeitrag, in der anderen den Antrag auf Mitgliedschaft."
Der Aufstieg der erst 2006 gegründeten Partei scheint unaufhaltsam. Wurde ihr erster Einzug in ein Landesparlament bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im vergangenen Herbst noch als Großstadt-Phänomen abgetan, funktioniert diese Erklärung nach der Saar-Wahl Ende März, wo die Piraten aus dem Stand 7,4 Prozent schafften, nicht mehr. Auch bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein im Mai stehen die Chancen nach Umfragen für die Newcomer gut.

ETABLIERTE PARTEIEN FINDEN KEINE ANTWORT AUF PIRATEN

Die politische Konkurrenz ist aufgeschreckt. Der anfänglich etwas gönnerhafte Umgang der etablierten Parteien mit den Piraten ist einem schärfer werdenden Ton gewichen. Die wüssten nicht, wie man verantwortungsvolle Politik mache, mäkelt der Chef der Grünen-Bundestagsfraktion, Jürgen Trittin. Und überhaupt: Denen fehle das große Thema. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kanzelte die Piraten als völlig irr ab und wertete sie als "extrem links-alternativ".
"Wir machen eine andere Art Politik", kontert der Piraten-Vorsitzende Sebastian Nerz. "Man kann Transparenz leben", erklärt er, und es ist klar, dass die Bundestagsparteien das in seinen Augen nicht tun. Dieser Zug moralischer Überheblichkeit verärgert die etablierten Parteien besonders. So werde das politische System in Deutschland verächtlich gemacht und die Politikverdrossenheit gefördert, heißt es dort.
FDP-Generalsekretär Patrick Döring wirft den Piraten vor, sich der Grundunzufriedenheit der Bürger mit den etablierten Parteien zu bedienen. Die ausgeprägte Basisdemokratie der Piratenpartei geißelt er als Diktatur der Massen. Nach seiner Kritik habe es im Internet Proteste gehagelt, berichtete er. Die Szene spricht in solch einem Fall von einem "Shitstorm". Darin seien überwiegend persönliche Beleidigungen gewesen, berichtet Döring. Inhaltlich habe sich kaum einer mit seiner Kritik auseinandergesetzt. Zudem seien viele dieser Beiträge anonym erschienen, obwohl die Piraten sich doch so viel auf Transparenz zugutehielten.

"WIE BOXEN GEGEN WOLKEN"

Seit dem Aufstieg der "Freibeuter" haben von CSU bis zur Linkspartei alle die Netzpolitik als besonders wichtig entdeckt. "Die Netzpolitiker in der CSU sind eine wachsende Gemeinde und eine starke Mannschaft", erklärte etwa CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. Sie hätten bei bestimmten Positionen bereits zu neuem Denken in der Partei geführt. Ähnliches bekommt man auch bei den anderen Parteien zu hören. Sie versuchen den Vorsprung der Piraten aufzuholen und haben entsprechende Initiativen gegründet. Bei der CSU heißt das "CSUnet", bei der CDU "CNetz" und bei der SPD "D64". Die Grünen haben 2009 das "Wurzelwerk" für ihre digitale Comunity ins Leben gerufen.
Aber im Grunde stehen die etablierten Parteien der neuen Konkurrenz ratlos gegenüber. Linkspartei-Chef Klaus Ernst räumte nach der Saar-Wahl ein: "Wir müssen uns darum kümmern, wie wir damit umgehen wollen." Die Piraten scheinen unangreifbar. Ein wahlkämpfender Spitzen-Grüner aus Schleswig-Holstein klagt: "Es ist ein bisschen wie boxen gegen Wolken."
Probleme haben vor allem SPD und Grüne. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles diagnostizierte nach der Saar-Wahl, die Piraten gefährdeten die anvisierte rot-grüne Regierungsmehrheit bei der Bundestagswahl 2013. In der Tat scheinen die Piraten vor allem Zulauf aus dem linken Parteienspektrum zu bekommen. Mit dem Aufkommen einer neuen Partei zersplittert das deutsche politische System noch mehr, künftige Regierungsbildungen werden schwerer. Die Piratenpartei, die noch keiner so richtig einschätzen kann, kommt allerdings derzeit für keine Bundestagspartei ernsthaft als Koalitionspartner infrage.

FORDERUNG NACH TRANSPARENZ IST DER GROSSE MAGNET DER PIRATEN
Dass die in ihren Ursprüngen aus Netzaktivisten entstandene Partei die Wähler mit ihrem lückenhaften, 24-seitigen Grundsatz-Programm begeistert, ist unwahrscheinlich. Die Piraten-Chefs selber räumen ein, dass sie Antworten zu den dringendsten Fragen der Gegenwart jenseits des Internets erst noch ausarbeiten müssen. So gibt etwa der stellvertretene Bundeschef Bernd Schlömer unumwunden zu, kein Patentrezept für Schuldenkrise und Euro-Rettungsschirm zu haben: "Das sind Themen, zu denen wir noch keine endgültigen Antworten gefunden haben."
Der Reiz der selbst ernannten Freibeuter liegt im Weg zu Lösungen und nicht im Ziel. Der Politologe Oskar Niedermayer sieht den zentralen, die Wähler ansprechenden Wert der Piratenpartei in Transparenz und Mitbestimmung. Während bei der politischen Konkurrenz die wichtigen Entscheidungen in der Regel von Spitzengremien hinter verschlossenen Türen oder inoffiziellen Hinterzimmer-Runden vorbereitet werden, läuft der Meinungsbildungsprozess bei den Piraten öffentlich ab und jeder Pirat kann mitmischen.
"Deswegen haben die Piraten eine ganz starke inhaltliche Position, die sich eben nicht ausdrückt in ihren konkreten Forderungen, sondern in ihrem Wertebezug auf politische Transparenz und Teilnahme", sagt der Politologe. "Und das ist etwas, was vor allem bei jungen Menschen auf sehr viel Gegenliebe stößt, aber eben auch bei vielen Älteren." Die These anderer Wissenschaftler, die Piraten würden vor allem Protestwähler anziehen, greife zu kurz. Aus der Forschung wisse man, dass Protestwähler extreme Parteien wählten wie die NPD. Die Piraten passten nicht in dieses Schema. Viele Wähler entschieden sich bewusst für die Piraten und stimmten nicht nur für sie, um den anderen Parteien einen Denkzettel zu verpassen.

PIRATEN WOLLEN GRUNDSÄTZLICH ANDERS SEIN

Aus Sicht des Meinungsforschers und Forsa-Chefs Manfred Güllner hinkt auch der Vergleich mit den Grünen, die in den 80er Jahren die Parteienlandschaft betraten. "Die Piraten sind sehr heterogen zusammengesetzt", sagt er. Als die Grünen in die Parlamente eingezogen seien, hätten vor allem junge Leute sie gewählt. Das sei bei den Piraten anders. Es seien auch nicht nur die Internet-Affinen, die für die Piraten stimmten. "Die kommen aus allen Parteien: 16 Prozent jeweils von SPD und Union, elf bis 13 Prozent von den Grünen und der FDP, ein Teil kommt von den Nichtwählern." Damit entsprechen die Piraten-Anhänger mehr dem Profil einer Volkspartei als die Grünen, die laut Güllner eine Klientelpartei geblieben sind, die vor allem den radikalisierten Teil des Bildungsbürgertums ansprechen.
Für CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne und Linkspartei hegen die meisten Piraten eine mindestens leise Verachtung. Am Tag nach der Saar-Wahl erklärt sich der Bundesvorstand den Sieg seiner Partei unter anderem mit dem Überdruss der Wähler an dem "Einheitsbrei in parlamentarischen Debatten".
Bislang kommt die Attitüde "Wir sind anders" beim Wähler gut an. Ihre Wahlkämpfe in Berlin und im Saarland haben die Konkurrenz alt aussehen lassen. In Berlin plakatierten CDU, SPD, Linkspartei, FDP und Grüne ihre Spitzenpolitiker in tausendfach gesehener staatsmännischer Pose. Die Piraten kamen mit frisch-frechen Plakaten. Auf einem etwa war ein Brillenträger mit Dreitagebart zu sehen, darüber der Spruch: "Warum häng ich hier eigentlich, ihr geht ja eh nicht wählen." Der Unbekannte heißt Christopher Lauer und ist heute Abgeordneter des Berliner Parlaments. Piraten sind hipp: Nach einer Emnid-Umfrage werten viele Wähler die Partei als "jung und wild".

PIRATENPAD UND LIQUIDFEEDBACK: AUSGEKLÜGELTE KOMMUNIKATION

Um ihre basisdemokratischen Prinzipien umsetzen zu können, haben die Piraten eine ausgefeilte Kommunikationsstruktur entwickelt. Ein Kommunikationsmittel sind Mailinglisten, über welche E-Mails gleichzeitig an alle in der Liste angemeldeten Nutzer, beispielsweise alle Mitglieder eines Ortsvereins, versandt werden können.
Mailinglisten werden auch für "Squads" und "Crews" angelegt. Erstere sind Arbeitsgruppen, die sich einem bestimmten Thema verschrieben haben, etwa der Sozialpolitik. Die Squads müssen aber nicht nur an Programmarbeit gebunden sein. Der Squad "GemüseKombüse" etwa kümmert sich um veganes, laktose- und glutenfreies Essen bei Parteiveranstaltungen. Crews sind ortsgebundene Arbeitsgruppen, oft mit fantasievollen Namen. So nennt sich eine der Crews in Berlin-Mitte "Spätrömische Dekadenz", in ironischer Anspielung auf den damaligen FDP-Chef Guido Westerwelle, der den Niedergang des Römischen Reiches bemüht hatte, um vor seiner Ansicht nach ausufernden Sozialleistungen zu warnen.
Das zweite zentrale Instrument der Meinungsbildung der Partei ist "LiquidFeedback". Hier kann jedes Parteimitglied Anträge stellen oder Verbesserungsvorschläge machen. In Berlin gibt es eine Gruppe für alle Berliner Piraten, aber auch Untergruppen für einige Bezirke der Stadt. Die größte LiquidFeedback-Gruppe umfasst alle Piraten im Bund. Bis die Piraten eine offizielle Position beziehen, sind vier Stufen zu meistern. Zunächst wird ein Antrag eingereicht, der in der zweiten Stufe debattiert wird, in der Internetplattform gehen Änderungsvorschläge und Gegenanträge ein. In der dritten Phase wird der Antrag eingefroren, damit die Parteimitglieder genügend Zeit haben, die Endfassung zu begutachten. Und in der vierten Phase wird abgestimmt.
Damit der Antrag angenommen wird, muss ein Quorum von zehn Prozent erreicht werden. Hier wird es für Außenstehende kompliziert: Grundlage des Quorums sind jene Piraten, die sich für den Fachbereich des Antrags in der betreffenden LiquidFeedback-Gruppe - denn auch davon gibt es eine Vielzahl - angemeldet haben. "Bislang gab es fünf bis sechs LiquidFeedback-Initiativen, die bei uns in der Fraktion in konkrete parlamentarische Anträge umgesetzt wurden", berichtet der Piratenabgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus, Fabio Reinhardt.
Hilfreich beim Entwickeln politischer Konzepte sind auch sogenannte "Piratenpads", mit denen mehrere über Internet verbundenene Personen gleichzeitig an einem Text, etwa einem Antragsentwurf, arbeiten können. Und wenn das Chatten, Mailen oder Arbeiten an Texten im Piratenpad nicht reicht, gibt es noch "Mumble". Damit können Videokonferenzen über Internet einberufen werden. Für eine rasche Abfrage der Meinungslage wird das Programm "Lime survey" eingesetzt.

WIDERSTAND GEGEN PIRATEN FORMIERT SICH

Ein Resultat der "Schwarmintelligenz" nennen die Piraten die aus vielen Debattenbeiträgen herauskristallisierten Konzepte. So ist beispielsweise die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen für jeden Bürger ins Parteiprogramm gekommen. Ein besonderes Augenmerk legen die Piraten auf Freiheit im Internet und reiben sich deswegen am Urheberschutz. Kopieren für private Zwecke sollte ihrer Ansicht nach grundsätzlich gratis sein. Auch im Patentschutz sehen sie Barrieren für freies Schalten und Walten. Transparenz des Staates wird großgeschrieben. Die Piraten wollen jedem Bürger ein umfassendes Einsichtsrecht in staatliche Akten vom kleinen Amt bis zum Ministerium geben.
Ein wirtschaftspolitisches Programm haben die Piraten nicht. Immer noch nicht abgeschlossen ist der Streit zwischen "Kernis" und "Vollis". Die einen wollen nur mit programmatischen Kernpunkten um Wähler werben, die anderen befürworten ein Vollprogramm, das alle Politikfelder abdeckt.
Die Frage stellt sich, ob sich dauerhaft eine neue politische Macht formiert oder es nur der kurze Frühling der Piraten ist. Der Wind dreht sich, er bläst den Newcomern zunehmend ins Gesicht. In der Kulturszene wird die Ablehnung der Piraten immer stärker. Kostenloses Kopieren berührt die Existenz vieler Künstler. Im "Handelsblatt" plädierten kürzlich 100 Prominente für den Schutz des geistigen Eigentums. Was die Piraten als Freiheit im Internet empfinden, kommt für diese Gruppe einer Enteignung gleich.
Auch das Klima in der Medienöffentlichkeit ist für die Piraten rauher geworden. Waren die meisten Journalisten anfangs den politischen Außenseitern gewogen, mischen sich immer mehr kritische Stimmen in die Berichterstattung. Zunehmend wird bezweifelt ob der spontihafte Auftritt, der basisdemokratische Imperativ, der Verzicht auf Spezialisten und eine Politik als Feierabend-Beschäftigung ausreichen, um die Probleme der Gesellschaft zu lösen.
Ein Blick nach Schweden zeigt, dass die Welle des Erfolgs für die Piraten schnell auslaufen kann. 2009 holte die dortige Piratenpartei bei der Europa-Wahl sieben Prozent. Der wie die deutsche Schwesterpartei ebenfalls 2006 gegründeten schwedischen Piraten strömten neue Mitglieder in Scharen zu. Zu ihren besten Zeiten waren es über 40.000 - heute sind es noch 8600. Schwedische Wahlforscher führten diesen Absturz darauf zurück, dass die Partei ihre Schwerpunkte auf Datenschutz und barrierefreies Internet gesetzt habe. Als die Öffentlichkeit sich von diesen Themen abwandte, sei es auch in Umfragen nach unten gegangen. Die deutschen Piraten sehen für sich diese Gefahr nicht. Sie seien schließlich nicht monothematisch ausgerichtet, erklärt ein führendes Parteimitglied.
Dass die Piraten nicht überall punkten können, zeigte jüngst eine Talkshow zum Thema Schlecker. Während Vertreter aller etablierten Parteien darlegten, was sie zur Rettung der Drogeriekette tun würden, schwieg der Piraten-Vorsitzende Nerz. Seine Partei habe dazu noch keinen Beschluss gefasst, erklärte er den TV-Zuschauern. Nerz hat gelernt. Denn nach Äußerungen über mögliche Koalitionen war zuvor ein "Shitstorm" über ihn niedergegangen. In vielen Interviews ist nun seine Standardantwort: "Dazu kann ich noch nichts sagen, dazu hat die Partei noch keine Meinung."

"DIE SCHNAUZE VOLL"

Es ist unwahrscheinlich, dass die Wähler diesen selbstgewählten Maulkorb auf Dauer belohnen werden. Denn mit den Wahlerfolgen werden die Piraten konkrete Antworten in den Parlamenten geben müssen. Die langwierige Konsensfindung könnte schnell zum Nachteil werden, wenn die Bevölkerung auf Lösungen wartet. Zögerlich beginnen die Piraten, sich den neuen Anforderungen anzupassen. Erst jüngst stellte der Bundesvorstand eine bezahlte Sprecherin ein, die ihren ehrenamtlichen Vorgänger ablöste.
Die Auswirkungen des parlamentarischen Realitätsschocks lassen sich auch in Berlin beobachten. Fraktion im Abgeordnetenhaus und Parteispitze auf Bundesebene sind wiederholt aneinandergeraten. So hatte der Abgeordnete Simon Weiß es als dreist bewertet, dass für die Einarbeitung der hauptamtlichen Pressesprecherin des Bundesverbandes 5000 Euro veranschlagt wurden. In einer Mail beschwerte sich Bundeschef Sebastian Nerz beim Berliner Fraktionschef Andreas Baum über die "permanente Feindeshaltung" einzelner Parlamentarier. "Ich habe die Schnauze voll", schrieb der Parteichef. Baum antwortete kühl: "Offensichtlich gibt es hier grundsätzlich verschiedene Ansichten darüber, was Verantwortung angeht, und wie mit unterschiedlichen Positionen umgegangen werden soll."
Im Kinski mustert Gero Preuhs, der sich auf Twitter als "Hochdekadenter Pirat & vielbeschäftigtes Eichhörnchen" bezeichnet, seine Zuhörer keck. "Wenn wir einen unserer Vorstände verschlissen haben, wählen wir uns eben einen neuen."

GoldenSnuff
17.04.2012, 15:09
Wahlkämpfer Sarkozy pocht auf EZB-Einsatz als Wachstumsmotor

Paris, 17. Apr (Reuters) - In der Debatte um die Aufgaben der Europäischen Zentralbank legt Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy im Wahlkampf nach. Die Währungshüter sollten sich künftig mehr für die Ankurbelung der Wirtschaft einsetzen, sagte Sarkozy am Dienstag fünf Tage vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen dem Radiosender France Inter. Der EZB eine Rolle als Wachstumsmotor zu geben, erfordere keine Änderung der EU-Verträge und stelle auch nicht die Unabhängigkeit der Notenbank in Frage. "Es ist nicht möglich, dass sich die EZB bei der Förderung des Wachstums nicht beteiligt - so wie alle anderen Zentralbanken in der Welt." Es sei falsch, nur wegen der Unabhängigkeit der EZB, nicht darüber reden zu dürfen.
Die Bundesregierung hatte sich bereits am Montag von Sarkozys Vorstoß distanziert. Bei einem Wahlkampfauftritt am Wochenende hatte der in Umfragen hinter seinem sozialistischen Herausforderer Francois Hollande zurückliegende Präsident gefordert, die Rolle der Zentralbank zu überdenken und eventuell ihr Mandat um eine Förderung des Wachstums zu erweitern. Vorrangiges Ziel der EZB ist aber die Preisstabilität.
Eine am späten Montagabend veröffentlichte Meinungsumfrage des Instituts Ipsos sieht Sarkozy und Hollande in der ersten Wahlrunde gleich auf bei 27 Prozent. In der Stichwahl am 6. Mai kann der sozialistische Kandidat den Marktforschern zufolge den Amtsinhaber dagegen mit 56 Prozent klar hinter sich lassen. Hollande baut damit seinen Vorsprung im Vergleich zu früheren Umfragen weiter aus. Hauptthema im Präsidentschaftswahlkampf ist die Lösung der Wirtschaftskrise.

GoldenSnuff
17.04.2012, 15:09
Obama wird Maßnahmen gegen Ölmarkt-Manipulation vorstellen

Washington, 17. Apr (Reuters) - US-Präsident Barack Obama wird gegen 17.10 Uhr MESZ einen Plan zur Kontrolle des Ölmarktes und zur Eindämmung von Marktmanipulationen vorstellen. Das teilte das Präsidialamt am Dienstag in Washington mit.

GoldenSnuff
17.04.2012, 15:30
*DJ US Mar Housing Starts -5.8% To 654K; Consensus +0.7%
*DJ Building Permits +4.5% To 747K Rate In Mar
*DJ Feb Housing Starts Revised To -2.8% From -1.1%

GoldenSnuff
17.04.2012, 16:15
*DJ US/Industrieproduktion März unverändert (PROG: +0,2%) gg Vm
*DJ US/Industrieproduktion Feb bestätigt mit unverändert
*DJ US/Kapazitätsauslastung März -0,1%-Pkt auf 78,6% (PROG: 78,6%)
*DJ US/Kapazitätsauslastung Feb rev 78,7% (vorl: 78,4%)

PremiumS
17.04.2012, 17:35
17.04.2012 | 16:20

ROUNDUP/Aktien New York: Gewinne - Entspannung in Europa stützt

Nachlassende Sorgen über die europäische Schuldenkrise haben den New Yorker Börsen am Dienstag deutliche Gewinne beschert. Im frühen Handel stand der Leitindex Dow Jones Industrial 0,74 Prozent höher bei 13.017,46 Punkten und setzte damit seine Erholung vom Vortag fort. Auch für die anderen Indizes, die zum Wochenauftakt noch Abschläge verbucht hatten, ging es nach oben: Der breit gefasste S&P-500-Index stieg um 0,66 Prozent auf 1.378,66 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq legte der Composite-Index um 0,99 Prozent auf 3.017,99 Punkte zu und der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,95 Prozent auf 2.695,42 Punkte.

Für Erleichterung sorgte die jüngste Aktivität Spaniens am Geldmarkt, die etwas beruhigend auf den Aktienmarkt wirkte. Die Renditen spanischer Anleihen als Maß für das Misstrauen der Investoren gaben in allen Laufzeiten spürbar nach. Im richtungweisenden Zehnjahresbereich sank der Effektivzins wieder deutlich unter die Marke von sechs Prozent. Seitens der Konjunktur fielen die Impulse indes uneinheitlich aus: Am Immobilienmarkt stand einer positiven Überraschung bei den Baugenehmigungen eine Enttäuschung bei den Baubeginnen gegenüber. Außerdem hatte die Industrieproduktion im März stagniert - Experten hatten mit einem Anstieg gerechnet. Ansonsten nahm die Berichtssaison Fahrt auf: Unter anderem berichteten Goldman Sachs, Coca Cola und Johnson & Johnson über ihre Geschäftsentwicklung. Nachbörslich stehen mit IBM, Intel und Yahoo weitere hochkarätige Unternehmenszahlen auf der Agenda.

Im Bankensektor gewannen die Goldman-Titel nur unterdurchschnittliche 0,24 Prozent auf 118,01 US-Dollar. Die Erholung an den Kapitalmärkten hatte der Investmentbank einen überraschend guten Jahresstart beschert: Der Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen von Analysten. Zudem hob das Institut die Quartalsdividende an. Händler sprachen zwar von guten Zahlen, bemängelten aber, diese könnten nicht ganz mit den jüngsten Ergebnissen von Konkurrenten Schritt halten.

Den im S&P 500 gelisteten Titeln des Finanzhauses US Bancorp verhalfen überraschend gute Zahlen um ein halbes Prozent Prozent nach oben. Mit der Bank of America , Morgan Stanley und der Citigroup zeigten sich weitere Bankenaktien freundlich. Sie schlossen sich mit deutlicheren Aufschlägen von mehr als anderthalb Prozent den Kursgewinnen bei europäischen Finanzwerten an, nachdem die spanische Auktion am Geldmarkt für Entspannung gesorgt hatte.

Aus dem Dow legte Coca-Cola besser als erwartete Zahlen vor, die den Aktien ein klares Plus von 2,15 Prozent auf 74,00 Dollar bescherten. Dagegen gaben die Titel von Johnson & Johnson um 1,02 Prozent nach, obwohl der Konsumgüter- und Medizintechnikkonzern das schwierige Jahr 2011 abgehakt und 2012 mit mehr Gewinn ins Jahr gestartet war sowie den Gewinnausblick angehoben hatte. Derweil hatte der Umsatz im ersten Quartal auf dem Vorjahresniveau stagniert.

Im Technologiesektor legten First Solar um 0,62 Prozent zu. Der Solarkonzern will 2.000 Jobs streichen und im Zuge dessen unter anderem das deutsche Werk in Frankfurt/Oder schließen. Im Blickfeld blieben zudem die Apple-Papiere , die am Montag mit kräftigen Verlusten unter die viel beachtete Marke von 600 Dollar abgerutscht waren. Zuletzt gewannen sie 1,63 Prozent auf 590,17 Dollar und beendeten damit eine fünftägige Verlustserie./gl/he

ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072

AXC0209 2012-04-17/16:20

PremiumS
17.04.2012, 17:36
Jandaya Briefing - US-Konjunkturdaten, Sky/DFL, IWF, Coca-Cola, ExxonMobil

von Christian Zoller

Dienstag 17.04.2012, 16:00 Uhr

www.jandaya.de

Die wichtigsten Meldungen des Tages:


USA: Industrieproduktion bleibt überraschend unverändert

Die US-Industrieproduktion ist im März überraschend auf dem Vormonatsniveau geblieben. Dies teilte die US-Notenbank Federal Reserve am Dienstag mit. Die Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Im Februar hatte sich die Industrieproduktion ebenfalls nicht verändert, wie nun bestätigt wurde.


USA: Baugenehmigungen legen deutlich zu

Die Zahl der Baugenehmigungen in den Vereinigten Staaten ist im März erneut kräftig gestiegen. Gegenüber dem Vormonat wurde ein Plus von 4,5 Prozent auf annualisiert 747.000 Genehmigungen verzeichnet. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit 710.000 Baugenehmigungen gerechnet. Der Vormonatswert wurde von 717.000 auf 715.000 leicht nach unten revidiert.


Sky Deutschland erhält DFL-Übertragungsrechte

Der Bezahlsender Sky Deutschland konnte sich im Kampf um die Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga von 2013/14 bis 2016/17 überraschend klar gegen die Deutsche Telekom durchsetzen. Sky hat erneut die Übertragungsrechte für die Bundesliga von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zugesprochen bekommen. Dabei konnte die Sky der Telekom überraschend auch die Rechte zur Übertragung von Bundesliga-Inhalten im Internet und auf mobilen Geräten abnehmen. Sky bezahlt für die Rechte knapp 2 Milliarden Euro.


Spanien finanziert sich erfolgreich am Kapitalmarkt

Spanien hat sich am heutigen Dienstag erfolgreich am Geldmarkt finanzieren können. Insgesamt konnte Madrid mit 3,18 Milliarden Euro mehr einnehmen als erwartet. Aber auch die Renditen legten weiter zu.


Coca-Cola übertrifft Erwartungen

Coca-Cola Company hat im ersten Quartal 2012 die Erwartungen der Analysten übertroffen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal von 0,86 US-Dollar auf 0,89 US-Dollar. Die Analysten hatten im Schnitt nur mit 0,87 US-Dollar gerechnet.


ExxonMobil und Rosneft mit Milliardendeal

Der US-Ölkonzern ExxonMobil und der russische Staatskonzern Rosneft haben in Moskau ein Abkommen für eine langfristige strategische Partnerschaft unterzeichnet. Insgesamt sind Investitionen von 265 Milliarden Dollar in Russland geplant.


IWF rät Europa zu wachstumsfreundlicher Politik

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Europas Finanz- und Geldpolitikern zu einer wachstumsfreundlichen Politik geraten. In seinem Weltwirtschaftsausblick 2012 warnt der IWF vor einer übertriebenen Sparpolitik und fordert die Zentralbanken zu weiteren Zinssenkungen auf.


Deutschland: Staatsverschuldung steigt an

Deutschland: Staatsverschuldung steigt 2011 um 32 Mrd. Euro auf rund 2,088 Mrd. Euro. Die Schuldenquote sank aufgrund des relativ stärkeren nominalen BIP-Wachstums jedoch um 1,8 Prozentpunkte auf 81,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

PremiumS
17.04.2012, 18:38
Washington (BoerseGo.de) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine globale Wachstumsprognose leicht angehoben. Die Weltwirtschaft werde im laufenden Jahr um 3,5 Prozent wachsen, teilte der IWF am Dienstag in Washington mit. Bislang war ein Plus von 3,3 Prozent erwartet worden. Die Fortschritte im Kampf gegen die Euro-Krise hätten weltweit die Angst vor einer scharfen Verlangsamung des Wachstums vermindert, erläuterte der IWF. Seine Prognose für 2013 hob der IWF von 4,0 Prozent auf 4,1 Prozent an.

Für die US-Wirtschaft rechnet der IWF im laufenden Jahr nun mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts um 2,1 Prozent. Zuletzt hatte der IWF nur ein Wachstum von 1,8 Prozent prognostiziert. Im kommenden Jahr wird nun ein Plus von 2,4 Prozent (bisher: 2,2 Prozent) erwartet.

Die Wachstumsprognose für Deutschland wurde von 0,3 Prozent auf 0,6 Prozent angehoben. Die Wirtschaft der Eurozone als Ganzes soll um 0,3 Prozent schrumpfen. Bislang war ein Minus von 0,5 Prozent erwartet worden. Das Krisenland Spanien dürfte nach IWF-Einschätzung 2012 um 1,8 Prozent schrumpfen und nicht, wie zuletzt erwartet, um 1,6 Prozent.

Für die Schwellenländer wurde die Wachstumsprognose für 2012 um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent angehoben, wobei für China ein Plus von 8,2 Prozent erwartet wird.2013 soll die Wirtschaft der Schwellenländer um 6,0 Prozent und die Chinas um 8,8 Prozent zulegen.

Trotz der Fortschritte im Kampf gegen die Schuldenkrise sieht der IWF weiterhin große Abwärtsrisiken. So bestehe weiter die Gefahr, dass eine Zuspitzung der Euro-Krise eine generelle Flucht aus Risikowerten auslösen könnte. "Brandmauern allein können die schwierigen Haushalts-, Wettbewerbs- und Wachstumsprobleme nicht lösen", schreibt IWF-Chefökonom Olivier Blanchard im Vorwort des neuen Berichts. Im Kampf gegen die Krise dürfe sich die Politik in der Eurozone deshalb keine Pause erlauben. Auch die hohen Spritpreise und zu schnelle Konsolidierungsbemühungen stellen laut IWF ein Risiko dar.

PremiumS
17.04.2012, 20:06
XETRA-SCHLUSS/Rally im DAX dank Spanien-Auktion und ZEW-Index

FRANKFURT (Dow Jones)--Kräftig aufwärts ging es am Dienstag mit den Kursen am deutschen Aktienmarkt. Der DAX knackte sogar die wichtige 6.800er-Marke. Für Erleichterung sorgte eine problemlos über die Bühne gegangene Auktion spanischer Anleihen und trieb die Banken-Titel nach oben. Gleichzeitig überraschte auch ein guter ZEW-Index und ließ konjunktursensitive Werte deutlich zulegen. Der DAX verbesserte sich um 2,7 Prozent oder 176 auf 6.801 Punkte und schloss damit auf Tageshoch.

Die spanische Regierung hat am Vormittag knapp 3,2 Milliarden Euro an Schatzwechseln mit Laufzeiten von zwölf und achtzehn Monaten unter die Anleger gebracht und damit das geplante Volumen sogar übertroffen. Die als wichtiges Maß für das Investorenvertrauen geltende Rendite zehnjähriger spanischer Bonds fiel danach auf 5,83 Prozent und damit deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 6 Prozent. Bereits am Donnerstag steht jedoch der nächste Test des Vertrauens der Kapitalmärkte auf der Agenda, dann will das Land Langläufer mit Fälligkeiten in den Jahren 2014 und 2022 versteigern.

Rückenwind kam auch vom Index der Konjunkturerwartungen des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Er stieg im April überraschend auf plus 23,4 von plus 22,3 im Vormonat. Ökonomen hatten hingegen einen Rückgang auf plus 20,0 erwartet. Damit hat der ZEW-Index bereits den fünften Monat in Folge zugelegt. "Die Erwartungen liegen weiterhin auf hohem Niveau, so dass eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung wahrscheinlich ist", sagte Viola Stork von der Landesbank Hessen-Thüringen. Für den ifo-Geschäftsklimaindex, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht, sei das eine gute Vorgabe.

Daneben kamen auch aus den USA gute Nachrichten: Die Investmentbank Goldman Sachs konnte mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen übertreffen. Zudem will sie sogar die Dividende anheben. Andere US-Konjunkturdaten traten dagegen in den Hintergrund. So fielen die Daten zur US-Produktion und zum Häusermarkt etwas schwächer aus.

Nach der Schlussglocke an Wall Street stehen zudem nun noch die Geschäftszahlen der Technologie-Konzerne IBM und Intel auf dem Programm.

Finanzwerte gehörten zu den großen Gewinnern der Nachrichtenlage. Deutsche Bank stiegen um 4,5 Prozent auf 35,37 Euro, Commerzbank sogar um 5,8 Prozent auf 1,67 Euro. Im MDAX sprangen Aareal Bank sogar mit 8,8 Prozent auf 14,27 Euro an die Indexspitze. Auch die Versicherer legten kräftig zu, so Allianz um 3,4 Prozent und Munich Re um 4,4 Prozent.

Von den verbesserten Wirtschaftsaussichten profitierten die Konjunkturwerte: Unter anderem stiegen BASF um 4,3 Prozent und ThyssenKrupp um 3,2 Prozent. Auch die Autowerte erholten sich kräftig. VW stiegen um 1,6 Prozent, BMW um 1,9 Prozent und Daimler um fast 4 Prozent. Sogar Henkel legten trotz Dividendenausschüttung um 0,1 Prozent zu auf 55,81 Euro. Der Konsumgüterhersteller zahlte immerhin eine Dividende von 0,80 Euro je Vorzugsaktie aus.

Siemens erhöhten sich um 1,7 Prozent auf 72,94 Euro, obwohl der Industriekonzern laut Financial Times Deutschland seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr kassieren wolle. Grund sei eine weitere Rückstellung wegen Schwierigkeiten bei der Anbindung von Offshore-Windparks, schreibt das Blatt. "Die Zeitung kocht auf, was schon berichtet worden ist", kommentierte ein Börsianer. Die Gewinnprognosen der Analysten seien mit 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro bereits weit niedriger angesiedelt als die Prognose von Siemens von 6 Milliarden Euro.

In der zweiten Reihe sprangen Sky Deutschland um 7 Prozent auf 2,14 Euro. Der Bezahlsender behält die Live-Übertragungsrechte für die Fußballbundesliga. Seinen Konkurrenten Deutsche Telekom konnte Sky damit aus dem Rennen schlagen. Allerdings bemängelten Händler den hohen Kaufpreis. Er ließ die Aktie deutlich von zwischenzeitlichen Kursgewinnen von über 20 Prozent zurückfallen. News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Sky Deutschland derzeit mit 49,9 Prozent beteiligt.

Wincor Nixdorf brachen dagegen um 10 Prozent auf 30,36 Euro ein. Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller rechnet für das Geschäftsjahr 2011/12 mit einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses auf etwa 100 Millionen Euro von 162 Millionen Euro im Vorjahr. "Momentan kriselt es bei Wincor Nixdorf überall", sagte Silvia-Quandt-Analyst Eerik Budarz. Der Preisdruck bei Geldautomaten sei hoch und das Wachstum in den Schwellenländern könne den Ergebnisschwund nicht auffangen.

PremiumS
17.04.2012, 21:51
DJ Spain Back In Recession, Central Banker Warns
17.04.12 19:20:03- TSGE

Spain's central bank governor warns the Spanish economy is in recession and facing an "exceptional" situation, as Spain's borrowing costs almost double and IMF calls on Madrid to review pace of fiscal adjustment. -- Spain's T-Bill Sale Doesn't Quash Concerns -- Spain May Take Over Some Region's Finances

-- Central bank governor says austerity better than alternative

-- IMF calls for slower pace of cuts

-- T-bill auction successful but borrowing costs almost double

MADRID -- Spain's central bank governor Tuesday warned that the euro zone's
fourth-largest economy is in recession and facing an "exceptional" situation,
as the country's borrowing costs almost doubled in a closely-watched auction
and the International Monetary Fund called on Madrid to review the pace of
fiscal adjustment.

With Spain in the crosshairs of bond vigilantes concerned about a
highly-indebted economy burdened by banks overloaded with property assets
declining in value, European Union policymakers reiterated recent statements of
support Tuesday, helping Spanish bonds rally from recent lows even as investors
demanded significantly higher yields to buy Spanish Treasury bills offered in
auction.

Overall, the Treasury sold EUR3.178 billion of 12- and 18-month bills, above
the upper end of the EUR2 billion to EUR3 billion target range, which means
Spain has already sold 47% of its planned bond issuances this year. The average
yield on the 12-month T-bills came in at 2.623%, up from 1.418% at the previous
auction March 20. The average yield on the 18-month T-bills came in at 3.110%,
up from 1.711%.

Analysts said the fact that Spain completed the auction on healthy demand
levels is a relative success. However, the rising borrowing costs also
underline the credibility problems faced by the country's new conservative
government--in power since late December--as it embarks in an unprecedented
two-year austerity drive that seeks to cut the government budget deficit from
8.5% of gross domestic product last year to 3% of GDP in 2013, as requested by
EU partners.

In addition, analysts said the rise in yields bodes ill for Spain's more
significant auction of two- and 10-year government bonds Thursday.

"They...do not guarantee a positive outcome as regards the more important
litmus test for Spanish investor appetite looming," said Richard McGuire,
senior fixed income strategist at Rabobank.

Under Prime Minister Mariano Rajoy, a firm defender of austerity policies
championed by Germany's Chancellor Angela Merkel, Spain is implementing cuts
across all levels of government and has reversed course on a thirty-year
process of power devolution to regions.

A senior government official said Tuesday the government stands ready to
intervene in regional governments--a move made possible by a new law empowering
Madrid's central government--as early as May, amid investors' and government's
doubts that the cash-strapped regions can reduce their deficits fast enough to
comply with Spain's commitments.

Still, many doubt Spain can reach ambitious deficit targets in the middle of a
deep economic crisis. Spain's government anticipates that GDP may contract 1.7%
this year, and the IMF reviewed Tuesday its forecast to a contraction of 1.8%,
from a previous forecast of 1.7%, citing the effect of austerity cuts.

The IMF also made a bold call for less austerity in Germany, and said that
Spain's new government may also have erred on the side of cutting too much too
fast.

Spain's new deficit target "could have accommodated more fully the impact of
the weak growth outlook," the IMF said--echoing the view of the Spanish
government, which battled even more austerity-minded EU partners to slow the
pace of cuts this year, and was only partially successful.

The Spanish government finds itself facing a paradox now familiar to euro-zone
members. Investors are demanding action to cut the budget deficit, but spending
cuts and tax hikes needed to do that will likely lower government demand while
the private sector is deleveraging after the boom years leading to 2008, and
make it more difficult to cut the budget deficit.

"The recent volatility in Spanish yields stems from the fact that the Rajoy
government is in "damned if it does and damned if it doesn't" situation," said
Nicholas Spiro, managing director at Spiro Sovereign Strategy. "While Spain
urgently needs to get a grip on its finances, non-stop austerity risks
throttling the economy."

In comments made to members of a parliamentary committee who expressed deep
concerns on the effects of the cuts, Spain's Bank of Spain Governor Miguel
Angel Fernandez Ordonez defended austerity, saying that cuts to improductive
government spending shouldn't have a negative effect on growth, and said the
alternative would be worse for Spain.

"Many people think that austerity is going to make the economic situation
worse, but we think it's going make it better," Fernandez Ordonez said. "We
think that things will get much worse if Spain doesn't reach the budget deficit
targets."

At the same time, Fernandez Ordonez said Spain's banking sector may face
further difficulties if the economy contracts much more than expected, along
the lines of the most pessimistic private sector forecasts. He also said he
doesn't think Spanish banks will need EU help to recapitalize themselves.

Along the same lines, Jean-Claude Juncker, the influential head of the
Eurogroup of euro-zone finance ministers, said Spain doesn't need financial
support from EU partners.

Juncker, among the most prominent critics of Spain's attempts to slow the pace
of deficit narrowing earlier this year, said markets should "take note" of the
"ambitious efforts" made by Madrid to get its finances in order.

"I invite markets to be more rational...Spain is on track," he said, saying
the country should be commended for the way it has sought to rein in its public
deficit and debt.

-By David Roman and Emese Bartha, Dow Jones Newswires, +34 91 395 8127;
david.roman@dowjones.com

(Vanessa Mock in Brussels contributed to this story.)



(END) Dow Jones Newswires

April 17, 2012 14:20 ET (18:20 GMT)

PremiumS
17.04.2012, 22:50
Mittwoch: Börsentermine, Wirtschaftsdaten, Quartalszahlen

Wirtschaftsdaten
10:00 EWU: EZB Leistungsbilanz Eurozone Februar saisonbereinigt PROGNOSE: +2,0 Mrd EUR zuvor: +4,5 Mrd EUR
10:30 UK: Arbeitsmarktdaten März Arbeitslosengeldbezieher PROGNOSE: +5.900 Personen zuvor: +7.200 Personen Arbeitslosenquote PROGNOSE: 5,0% zuvor: 5,0%
10:30 UK: Bank of England (BoE), Protokoll der Sitzung des geldpolitischen Rats vom 4./5. April
11:00 EWU: Eurostat, Leistungsbilanz 4Q (2. Veröffentlichung)
15:00 EWU: Europäisches Parlament, Plenartagung, Debatte zur wirtschaftlichen Lage in der Eurozone, u.a. mit Reden von Kommissionspräsident Barroso und EZB-Präsident Draghi, Straßburg
16:30 US: DoE, Rohöllagerbestände (Woche)
22:05 American Express (1,00) Quartalszahlen
22:15 eBay (0,52) Quartalszahlen

ex-Kapitalmaßnahme einzelner Werte
EB8 XFRA AU000000SER1 STRATEGIC ENERGY RES LTD
SFM1 XFRA AU000000SDL6 SUNDANCE RES LTD

Quartalszahlen / Unternehmenstermine USA / Asien
13:45 Abbott Laboratories (0,99) Quartalszahlen
22:05 American Express (1,00) Quartalszahlen
22:15 eBay (0,52) Quartalszahlen

Quartalszahlen / Unternehmenstermine Europa
08:00 Tesco plc Jahresergebnis


Alle Angaben ohne Gewähr.
Die Redaktion.

GoldenSnuff
18.04.2012, 11:31
DJ Wirtschaftsweiser warnt vor Rückkehr der Finanzkrise - Zeitung

BERLIN (Dow Jones)--Angesichts neuer Spannungen an den Finanzmärkten wachsen die Sorgen vor einer Rückkehr der Euro-Schuldenkrise. So fürchtet der Freiburger Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftsweise Lars Feld, die Turbulenzen könnten so schlimm werden wie noch nie, sagte er der Bild-Zeitung nach dapd-Angaben. "Die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten sind die Vorboten für eine Rückkehr der Krise. Die Erschütterungen könnten dieses Mal noch heftiger ausfallen als 2011", sagte Feld.
Vor allem die Unsicherheit über Ausgang und Folgen der Präsidentenwahl in Frankreich sei groß. Feld erklärte, jetzt zeige sich, "dass die bisherigen Hilfen der EZB nur kurzfristig wirken". Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, betonte dem Blatt zufolge, die Staatsschuldenkrise war in den vergangenen Wochen "nur zugekleistert mit billigem Geld der EZB".

GoldenSnuff
18.04.2012, 11:32
DJ TOP EU: Italienischer Senat stimmt abschließend für Schuldenbremse

ROM (AFP)--Der italienische Senat hat in letzter Lesung mit überwältigender Mehrheit eine Schuldenbremse beschlossen. Das Instrument, das künftig für einen ausgeglichenen Staatshaushalt sorgen soll, wurde mit 235 Ja-Stimmen gegen elf Nein-Stimmen angenommen, 24 Senatoren enthielten sich. Da es sich um eine Verfassungsänderung handelte, musste die Neuregelung von beiden Kammern des Parlaments in jeweils zwei Lesungen angenommen werden. Die erste Abstimmung hatte am 30. November stattgefunden.
Die Regel zur Schuldenbremse darf nach Inkrafttreten nur nach Beschluss mit einer absoluten Mehrheit gebrochen werden - und auch nur im Falle einer schweren Wirtschaftskrise. In diesem Falle muss ein genauer Zeitplan für die Rückkehr zu einem ausgeglichenen Haushalt beschlossen werden.
Die neue italienische Regierung unter dem parteilosen Ministerpräsidenten Mario Monti hatte bereits vor der endgültigen Verabschiedung der Schuldenbremse angekündigt, 2013 einen ausgeglichenen Staatshaushalt präsentieren zu wollen. Derzeit beträgt die Gesamtverschuldung Italiens rund 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Allerdings berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass die Regierung in einem Entwurfspapier davon ausgeht, erst 2014 die Neuverschuldung auf Null zurückzufahren.

GoldenSnuff
18.04.2012, 11:32
DJ TOP EU: IWF: Spanien hat richtige Balance bei Sparpolitik gefunden

WASHINGTON (Dow Jones)--Spanien hat nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds die richtige Balance zwischen Sparpolitik und einem zu starken Abwürgen der Konjunktur gefunden. "Wir wünschen uns keine weitergehenden Sparziele", sagte IWF-Chefökonom Olivier Blanchard bei einer Pressekonferenz nach der Veröffentlichung des Weltwirtschaftsausblicks. Die Märkte reagierten derzeit "schizophren" auf die Lage des Euromitglieds.
Das Land steckt dennoch in der finanzpolitischen Zwickmühle, weil die Renditen auf spanische Staatsanleihen seit Wochen anziehen und mittlerweile die kritische Grenze von sechs Prozent überstiegen haben. Noch glauben die Märkte den Reformanstrengungen von Ministerpräsident Mariano Rajoy nicht. "Der Schlüssel ist die Umsetzung", sagte der Chef der IWF-Abteilung für Staatsfinanzierung, Carlo Cottarelli. Er erwartet sogar, dass die Neuverschuldung im laufenden Jahr mit 6 Prozent der Wirtschaftsleistung über der Prognose der Regierung von 5,3 Prozent liegen wird.
Der IWF hält es dennoch für wahrscheinlich, dass sich die Europäer aus der schwierigen Lage durch starke Wirtschaftsreformen und mittelfristiger Senkung der Schuldenberge befreien können. Der Währungsfonds fordert von der Europäischen Zentralbank, die wirtschaftliche Erholung mittels einer weitere Lockerung der Geldpolitik zu unterstützen.

GoldenSnuff
18.04.2012, 11:33
DJ TOP EU: Streit um Mittelvergabe aus Euro-Schutzschirmen - Zeitung

BERLIN (Dow Jones)--Innerhalb der Eurozone gibt es einem Pressebericht zufolge erneut Streit über die Vergabe von Hilfsgeldern aus den Euro-Schutzschirmen. Hinter den Kulissen gebe es Forderungen aus einer Reihe von Euro-Staaten, die Kriterien für die Vergabe von EFSF- und ESM-Mitteln für Fälle zu lockern, in denen das Hauptproblem nicht im Staatshaushalt, sondern in einem maroden Bankensektor liege, berichtet die Süddeutsche Zeitung. In diesen Fällen, so das Ansinnen, solle der EFSF direkt und ohne den bisher üblichen Umweg über die betroffene nationale Regierung Geld an die kränkelnden Institute überweisen können.
Auch Spitzenvertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) seien dem Vernehmen nach für ein solches Verfahren, wäre doch die EZB im Bemühen um eine Stabilisierung des Bankensektors nicht länger auf sich allein gestellt, schreibt die Zeitung. Zu den Befürwortern einer lockereren Kreditvergabe zähle auch die spanische Regierung, für die die Haushaltsfinanzierung über die Finanzmärkte zuletzt immer teurer geworden ist.
Für den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy hätte das diskutierte Modell gleich drei handfeste Vorteile: Er wäre sein Bankenproblem los, seine Regierung müsste - anders als bei bisherigen Hilfspaketen - keine strengen Spar- und Reformauflagen erfüllen und die Staatsschuldenquote bliebe konstant.
Verlierer wären hingegen die wichtigsten EFSF-Geberländer, allen voran Deutschland: Sie könnten die Empfängerländer nicht länger zu Reformen zwingen und wären, schlimmer noch, im Falle einer Bankenpleite überdies ihr Geld los. Die Idee stoße in Berlin deshalb auf Ablehnung: "Spanien braucht kein Hilfsprogramm - und wenn es eins bräuchte, dann nur zu den bekannten Konditionen", zitiert das Blatt einen Regierungsmitarbeiter.

GoldenSnuff
18.04.2012, 11:34
DJ Eurozone verzeichnet im Februar Leistungsbilanzdefizit

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Leistungsbilanz der Eurozone ist im Februar mit 1,3 Milliarden Euro negativ gewesen, nachdem im Vormonat ein Plus von 3,7 Milliarden Euro verzeichnet worden war. Es war das erste Leistungsbilanzdefizit seit Oktober 2011. Nach Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) waren alle Einzelbilanzen mit Ausnahme der Übertragungsbilanz positiv.
In der Handelsbilanz ergab sich ein Überschuss von 1,5 Milliarden Euro, im Januar war ein positiver Saldo von 3,3 Milliarden Euro angefallen. Die Dienstleistungsbilanz war mit 4,7 Milliarden Euro positiv, im Januar hatte der Überschuss 4,1 Milliarden Euro betragen. Die Einkommensbilanz verzeichnete ein Plus von 1,2 Milliarden Euro, deutlich weniger als die für Januar ausgewiesenen 4,2 Milliarden Euro. In der Übertragungbilanz ergab sich ein Defizit von 8,7 Milliarden Euro, verglichen mit minus 7,9 Milliarden Euro im Vormonat.
Für den Zwölfmonatszeitraum bis Februar 2012 ergab sich ein kumulierter Leistungsbilanzüberschuss von 2,1 Milliarden Euro. Damit war die Leistungsbilanz gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ausgeglichen. Im Vergleichszeitraum bis Februar 2011 hatte sich ein kumuliertes Defizit von 18,1 Milliarden Euro ergeben, entsprechend 0,2 Prozent des BIP.
Auf nicht-saisonbereinigter Basis wies die EZB für Februar ein Leistungsbilanzdefizit von 5,9 Milliarden Euro aus, für die Handelsbilanz ergab sich ein Überschuss von 2,4 Milliarden Euro.
Im Rahmen der Kapitalbilanz ergab sich bei den Direktinvestitionen und Wertpapieranlagen zusammengenommen ein Nettokapitalzufluss von 12,8 Milliarden Euro, nachdem im Vormonat netto 49,8 Milliarden Euro abgeflossen waren. Dahinter standen Nettokapitalabflüsse bei den Direktinvestitionen in Höhe von 5,3 Milliarden Euro und Nettokapitalzuflüsse bei den Wertpapieranlagen über 18,0 Milliarden Euro. Während bei Aktien Nettoabflüsse über 4,6 Milliarden Euro verzeichnet wurden, gab es bei Anleihen- und Geldmarktinstrumenten Nettozuflüsse über 25,4 Milliarden Euro.
Die Währungsreserven nahmen auf 696 von 702 Milliarden Euro im Vormonat ab.

GoldenSnuff
18.04.2012, 11:34
DJ Sarkozy: Wechselkurs des Euro mit EZB diskutieren

PARIS (Dow Jones)--Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy setzt im Wahlkampf seinen europakritischen Kurs fort. In einem Interview mit dem Fernsehsender BFM sagte Sarkozy, die Regierungen der Eurozone müssten mit der Europäischen Zentralbank (EZB) den Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar diskutieren. Die Gemeinschaftswährung sei zu teuer gegenüber der US-Valuta, was die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Exporteure beeinträchtige. "Diese Debatte müssen wir mit dem EZB-Präsidenten führen", forderte Sarkozy, der eine zweite Amtszeit anstrebt. Die erste Runde der Wahl steht am Wochenende an und zwischen Sarkozy und seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande gibt es in den Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Im November des vergangenen Jahres hatte Sarkozy bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Italiens Ministerpräsident Mario Monti noch versprochen, sich nicht mehr zur Arbeit der EZB zu äußern. Er wolle ebenso wie seine deutsche Kollegin die im EU-Vertrag festgeschriebene Unabhängigkeit der Zentralbank achten.

GoldenSnuff
18.04.2012, 11:35
DJ MÄRKTE EUROPA/Ruhe nach der Rally

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach der Rally am Dienstag sind Europas Aktienmärkte mit leichten Verlusten in die Wochenmitte gestartet. Der Euro-Stoxx-50 gibt im frühen Geschäft um 0,5 Prozent auf 2.356 Punkte nach. Für den DAX geht es um 0,1 Prozent auf 6.793 Punkte nach unten. Auch bei den Einzelwerten ändern sich die Kurse lediglich in homöopathischer Dosis.
Aus fundamentaler Sicht pendelten die Börsen gegenwärtig zwischen zwei Polen, sagt Colleen Supran von Bingham, Osborn & Scarborough in San Francisco. So erfüllten die Quartalsberichte von US-Unternehmen wie zuletzt IBM und Intel weiter mehr oder weniger exakt die Markterwartungen, gleichzeitig würde die Entwicklung der spanischen Refinanzierungsprobleme jedoch mit anhaltender Sorge verfolgt. "Das wird die Volatilität an den Aktienmärkten hoch halten."

Härtetest für Spanien kommt am Donnerstag

Auch die Lage in Spanien selbst steht derzeit weiter auf Messers Schneide. So haben die Iberer am Vortag zwar rund 3,2 Milliarden Euro an Schatzanweisungen mit Laufzeiten von zwölf und achtzehn Monaten unter die Anleger gebracht. Das war zwar etwas mehr als angestrebt, der Erfolg wurde jedoch mit deutlich höheren Zinsen erkauft. Dennoch legte sich damit die Sorge etwas, dass den spanischen Banken - traditionell die stärksten Käufer heimischer Schuldtitel - bereits die Mittel aus den Langfristtendern der Europäischen Zentralbank ausgegangen sind.
Der eigentliche Härtetest für das Vertrauen der Anleger steht allerdings erst am Donnerstag an, dann will das unter maladen Arbeits- und Immobilienmärkten leidende Land Staatsanleihen mit Fälligkeit in den Jahren 2014 und 2022 versteigern. "Diese Auktion länger laufender Schuldtitel ist entscheidend und wird ein genaueres Bild der Stimmung zeichnen", sagt Nicholas Spiro von Spiro Sovereign Strategy.
Auch von der Seite der makroökonomischen Kennziffern sind am Mittwoch keine sonderlichen Impulse zu erwarten. Denn auf dem Programm stehen sowohl aus Europa als auch den USA nur Konjunkturdaten aus der bestenfalls zweiten Reihe. Diese Stimmung "zwischen Baum und Borke" spiegelt sich auch am Devisenmarkt wider, wo der Euro kaum verändert um 1,31 Dollar zum Greenback gehandelt wird.
"Während sich die Nervosität an den Anleihemärkten der europäischen Peripherieländer am Vortag wieder leicht gelegt hat, kann man starke Impulse auf der Währungsseite aktuell weiter mit der Lupe suchen", sagt Commerzbank-Analystin Carolin Hecht. Die als sichere Häfen geltenden deutschen Renten-Futures ziehen spiegelbildlich zu den Verlusten an den Börsen etwas an.

Kapitalerhöhung lastet auf GSW - Douglas von LVMH-Spekulation gestützt

Kaum verwunderlich, dass die Kurse im frühen Frankfurter Geschäft ebenfalls zumeist auf der Stelle treten. Für GSW Immobilien geht es allerdings um 3,9 Prozent auf 24,79 Euro nach unten. Das Unternehmen will das Grundkapital durch die Ausgabe von gut 9 Millionen Stammaktien erhöhen. Die Erlöse sollen für "künftige Zukäufe und zur Optimierung der strategischen und finanziellen Flexibilität" verwendet werden. Allerdings verwässert die steigende Zahl von Anteilscheinen auch den Gewinn einzelner Aktionäre, die bei solchen Maßnahmen daher in der Regel reflexartig den Rückzug antreten.
SGL Carbon fallen um 2,0 Prozent auf 34,48 Euro. Trotz einer leichten Umsatzsteigerung im ersten Quartal hat der Graphitspezialist das operative Ergebnis nur auf dem Niveau des Vorjahrs gehalten. Noch dazu will der Graphitspezialist eine Wandelanleihe platzieren. "Das kommt überraschend, da es aus unserer Sicht keine sonderliche Notwendigkeit für frisches Geld gegeben hat", sagt DZ-Bank-Analyst Dirk Schlamp. Der Verwässerungseffekt aus der Maßnahme belaufe sich auf 9 Prozent.
Douglas rücken hingegen um 2,8 Prozent auf 35,16 Euro vor. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge hat der unter Problemen bei der Buchhandelskette Thalia leidende Einzelhandelskonzern erste Kontakte zum Luxusgüterhersteller LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton geknüpft. Die Familie Kreke, mit einem Anteil von 12,7 Prozent Großaktionär von Douglas, erwägt das Unternehmen von der Börse zu nehmen. Verhandlungen über den Einstieg von Finanzinvestoren sind laut Bloomberg aber ins Stocken gekommen.
In London geht es für Tesco um 1,6 Prozent auf 333,70 Britische Pence nach oben. Der Einzelhändler hat im vergangenen Jahr einen leicht über den Erwartungen ausgefallenen Vorsteuergewinn eingefahren. Dazu hätten vor allem die starken Ergebnisse der Gemeinschaftsunternehmen sowie niedrigere Finanzierungskosten beigetragen, merken die Analysten von Shore Capital an.

GoldenSnuff
18.04.2012, 11:35
WSJ: Chinas Immobilienpreise sinken erstmals seit April 2010

SCHANGHAI (Dow Jones)--Am chinesischen Immobilienmarkt fallen die Preise. Erstmals seit Peking im April 2010 die Zügel angezogen hat, gingen im März die durchschnittlichen Immobilienpreise in 70 Städten im Vergleich zum Vorjahr zurück. Auch höhere Rabatte, mit denen Immobilienentwickler Hauskäufer ködern wollen, konnten den Rückgang nicht stoppen. Sie wurden überlagert von den einschränkenden Maßnahmen der Regierung, die Immobilienkäufe, Hypothekenvergabe und Kredite für Entwickler gedrosselt hat.
Die Preise neugebauter Häuser sanken im März im Jahresvergleich in 38 der 70 von der Regierung in ihre Untersuchung einbezogenen großen und mittelgroßen Städte. Damit zeigten erstmals mehr als 50 Prozent der Stichprobe rückläufige Tendenz. Im Februar waren die Preise lediglich in 27 Städten zurückgegangen, wie aus Daten der chinesischen Statistikbehörde hervorgeht. In 46 der Städte fielen die Neubaupreise im Vergleich zum Vormonat. Im Februar war dies in 45 Städten der Fall.
(Diese Meldung und weitere tiefergehende Berichte und Analysen zu aktuellen Wirtschafts- und Finanzthemen finden Sie auf WSJ.de, dem neuen deutschsprachigen Online-Angebot des Wall Street Journal.)
Marktexperten erwarten, dass sich der Preisverfall fortsetzen wird. "Die Regierung will, dass die Preise auf ein 'vernünftiges Niveau' zurückgehen - wir verstehen darunter einen Rückgang von mindestens zehn Prozent im Jahresvergleich -, ehe sie die Beschränkungen aus dem April 2010 zurücknimmt", schreibt Prakash Sakpal, Volkswirt bei ING, in einem aktuellen Marktkommentar.
Ungeachtet des Strebens der Regierung, den Sektor unter Kontrolle zu bekommen, entwickeln sich die Immobilienpreise in China nach wie vor sehr uneinheitlich. In acht der 70 Städte stiegen die Preise für Neubauten im März gegenüber dem Vormonat an, im Februar waren es lediglich vier. Die Umsätze mit Immobilien zogen im März sogar an, nachdem die Zahl der Transaktionen in den ersten beiden Monaten des Jahres sehr schwach ausgefallen war.
Die Hauspreise niedrig zu halten, wird auch in den kommenden Monaten eine Herausforderung bleiben - insbesondere dann, wenn sich die Umsätze weiter verbessern, sagen Analysten. In diesem Fall könnten die Immoblienentwickler womöglich ihre Rabatte zurücknehmen und an einigen Stellen die Preise sogar wieder erhöhen.
Analysten weisen zudem darauf hin, dass die offiziellen Preise ein nachlaufender Indikator seien. Einige Entwickler hätten ihre Preise für Projekte in Peking und Schanghai bereits angehoben, nachdem die Kauflust im vergangenen Monate zurückgekehrt sei. Die Regulierer würde das in ihrer Überzeugung bestärken, dass die staatlichen Kontrollen beibehalten werden müssen, sagt Jinsong Du, ein Analyst bei Credit Suisse. Sollte die Zahl der Transaktionen trotz des leichten Preisanstiegs hoch bleiben, könnte die Regierung sogar gezwungen sein, weitere Maßnahmen zu ergreifen, fügte er hinzu.

GoldenSnuff
18.04.2012, 11:38
*DJ Sterling Hits Fresh 19 Month High Vs Euro; Trades At GBP0.8205
*DJ Sterling Rallies After BOE Minutes Warn Of Inflation Risks

hopoet
18.04.2012, 18:05
EU-Kommission: Griechenland bisher mit 380 Milliarden Euro gerettet

STRASSBURG/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Griechenland ist bislang mit 380 Milliarden Euro internationaler Hilfe vor der Staatspleite bewahrt worden. Umgerechnet auf die Einwohner Griechenlands entspricht das 33 600 Euro pro Kopf. Diese Zahl hat die EU-Kommission in einem am Mittwoch präsentierten Bericht ausgerechnet. In die Rechnung flossen Beihilfen, Kredite und der Schuldenerlass privater Investoren ein.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso verglich dies bei einer Rede vor dem Europaparlament in Straßburg mit der Hilfe, die Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Marshallplan erhalten hat. Diese habe damals 2,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Empfängerländer betragen - bei Griechenland summiere sich die Unterstützung auf 177 Prozent. "Dies zeigt, dass wir handeln", sagte Barroso. "Und dass wir enorme Anstrengungen unternehmen, um Griechenland zu helfen, auf eigenen Füßen zu stehen. Wir werden das fortsetzen."/mt/DP/bgf

hopoet
18.04.2012, 18:06
Nordex will Aktivitäten in der Offshore-Windkraft einstellen

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Windkraftturbinenhersteller Nordex stellt sein Engagement in der Stromerzeugung auf hoher See ("Offshore") ein. Verhandlungen über das Einbringen der Offshore-Kapazitäten des Unternehmens in ein Gemeinschaftsunternehmen mit anderen Unternehmen seien ohne Ergebnis beendet worden, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Die mit den Offshore-Aktivitäten verbundenen Sachwerte wolle Nordex nun kurz- bis mittelfristig verkaufen und auch kein eigenes Geschäftsfeld dafür mehr betreiben. Die Mitarbeiter der Geschäftseinheit sollen in anderen Bereichen des Konzerns übernommen werden. Bereits im Sommer 2011 hatte das Unternehmen mitgeteilt, für sein Offshore-Geschäft einen Kooperationspartner zu suchen. Den Ausblick auf das laufende Geschäft in den kommenden Jahren behielt der Turbinenbauer unverändert bei./men/he

hopoet
18.04.2012, 18:07
Roche will Illumina-Angebot nicht verlängern

BASEL (dpa-AFX) - Der schweizerische Pharmakonzern Roche streicht im Kampf um die Übernahme des US-Gentechnikunternehmen Illumina die Segel. Das Angebot, das an diesem Freitag ausläuft, werde nicht verlängert, teilte Roche am Mittwoch mit. Hintergrund ist der erbitterte Widerstand des US-Unternehmens. Der Baseler Konzern dürfte eigener Einschätzung zufolge auf der heutigen Illumina-Hauptversammlung mit dem Versuch scheitern, eigene Kandidaten in den Verwaltungsrat der US-Firma wählen zu lassen. Während Roche-Titel nach der Ankündigung deutlich zulegten, rauschten Illumina-Aktien nach unten.

Roche hatte erstmals Ende Januar ein Angebot von 44,50 US-Dollar je Illumina-Aktie gemacht und dieses dann Ende März auf 51 Dollar erhöht. Insgesamt bieten die Schweizer damit 6,8 Milliarden Dollar. Illumina hatte die Offerte aber stets abgelehnt. "Wir haben auch weiterhin eine sehr hohe Meinung von Illumina und dem Illumina-Management", sagte Roche-Chef Severin Schwan am Mittwoch laut Mitteilung. "Da wir aber lediglich über öffentlich zugängliche Informationen über das Geschäft und die Geschäftsaussichten von Illumina verfügen, sind wir überzeugt, dass ein Preis über 51 Dollar pro Aktie nicht im Interesse der Roche-Aktionäre wäre.“ Roche hatte gehofft, mit der Illumina-Übernahme eine Lücke in seiner Diagnostik schließen zu können. Konzern-Chef Schwan kündigte an, Roche werde weiterhin alle Optionen prüfen, um seine führende Stellung auf diesem Gebiet auszuweiten./she/he