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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Möbelbranche wächst


septembertief
27.01.2005, 10:44
2005 wird ein gutes Jahr für die deutsche Möbelbranche. Handel und Industrie rechnen nach vier schwachen Jahren mit einer deutlichen Geschäftsbelebung. - Zwischen 2001 und 2003 hatten die Unternehmen der Branche über zehn Prozent an Umsatz eingebüßt. "Die Talsohle ist durchschritten", sagt jedoch Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Möbelindustrieverbandes. Es mache sich Aufbruchstimmung breit.


Die Zuversicht gründet auf den Eindrücken der gestern zu Ende gegangenen Internationalen Möbelmesse in Köln. Die mit 1300 Ausstellern aus 50 Ländern und rund 130 000 Besuchern größte Branchenveranstaltung weltweit gilt als Indikator für den Verlauf des Möbeljahres.


Insgesamt erwarten Industrie und Handel ein Plus von 1,5 Prozent auf knapp 21 Mrd. Euro, vor allem wegen der steigenden Nachfrage nach Küchen- und Polstermöbeln. Schließlich sitzen die Deutschen laut dem Bundesverband des Deutschen Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandels zunehmend auf alten Garnituren. "Der Erneuerungsbedarf ist immens", sagt Verbandsgeschäftsführer Thomas Grothkopp. Auf der Gewinnerseite sind dadurch vor allem die Anbieter teurer Möbel sowie der SB-Möbelhandel und Discountmöbler. "Das mittlere Preissegment tut sich sehr schwer und wird von den beiden zur Zeit zerrieben", sagt Dirk-Uwe Klaas. So kommen die Billiganbieter laut dem Möbelindustrieverband mittlerweile auf einen Marktanteil von 35 Prozent - das sind zehn Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Und Klaas zufolge könnte der Marktanteil in diesem Jahr sogar auf 40 Prozent weiter steigen.


Ungeachtet der steigenden Binnennachfrage bleibt aber weiterhin der Export Hauptträger des Umsatzzuwachses. Hatte sich die Ausfuhrquote in den vergangenen zehn Jahren bereits auf aktuell 26 Prozent verdoppelt, rechnet der Möbelindustrieverband schon mittelfristig mit einem Exportanteil von bis zu 50 Prozent. Laut VDM gehen fast zwei Drittel aller Ausfuhren in die Länder der Europäischen Union. Neben Möbeln wird auch künftig die Möbelmesse selbst nach Asien exportiert. So vereinbarte die Kölnmesse jüngst ein Joint-venture mit der Thailand International Furniture Fair (TIFF) in Bangkok.