Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : INDEX - Analysen
Ich bin zwar kein Meister der Charttechniker, aber ich kenne ein paar. :oops:
In diesem Thread werde ich nachfolgend u.a. die wöchentlichen Analysen von Büro Dr. Schulz reinstellen.
Dieser mag es sogar wenn man diese verbreitet.
In der Regel wird Donnerstags ein update erfolgen.
Selbstverständlich sollen/dürfen auch andere ihre Sachen hier einstellen.
Dow Jones-Analyse vom 25.08.2002
Chart seit 1982, 3-Jahres- und 6-Monats-Chart
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Der Kurseinbruch am Freitag machte bei den 30 Standardwerten den größten Teil der im Wochenverlauf erreichten Kursgewinne zunichte. Per Saldo verbleibt ein moderates Plus von 82 Punkten oder 0,9 Prozent gegenüber dem Endstand der Vorwoche.
Für die zum Wochenschluss üblichen Gewinnmitnahmen ist der Rückgang am Freitag in Höhe von über 180 Punkten eine Nummer zu groß. Zur Bestätigung einer intakten kurzfristigen Aufwärtsbewegung wäre ein Schlussstand im Bereich von 9000 Punkten wünschenswert gewesen. Hier hätten die Blue Chips das Kursniveau behauptet, das zu Beginn der vergangenen Börsenwoche als Widerstand wirkte.
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So muss der Dow nun diese (allerdings schwache) Widerstandslinie erneut überwinden. Gelingt ihm das gleich zum Wochenauftakt, bleibt die Einschätzung bullish. Das nächste Kursziel liegt dann im Bereich des oberen Bollinger-Bandes bei aktuell 9250 Punkten. Der Chart auf Tagesbasis zeigt allerdings, dass den wichtigen US-Index nur noch wenig von seiner Unterstützung bei 8800 Punkten und seiner kurzfristigen Aufwärtstrendlinie trennt.
Ein Rückfall unter den grau eingezeichneten Kursbereich würde den Index auch gleich unter die Mittellinie des Bollinger Bandes führen, was klar negativ zu werten wäre. Kommt es zu diesem Szenario (Aufwärtsbewegung weicht Seitwärtstrend), muss ein Rücksetzer auf die nächst tiefere Unterstützung bei 8500 Punkten einkalkuliert werden. Die Signalwirkung des weiterhin oberhalb seiner gestrichelten Glättungslinie aufwärts kletterndem MACD wird dann von dem für Seitwärtsphasen eher geeigneten Stochastik-Oszillator verdrängt. Mit der jüngsten Trendwende im überkauften Bereich mahnt letzterer ohnehin schon zur Vorsicht.
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Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz
DAX-Analyse vom 24.08.2002
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Chart seit 1977, Chart seit Juli 1998 und Chart ab März 2002
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Entsprechend der Erwartung konnte der DAX in der zurückliegenden Woche mit Kursgewinnen aufwarten, das Wochenplus lag bei 143 Punkten bzw. 3,9 Prozent. Vor den wenig überraschenden Gewinnmitnahmen zum Wochenende wurde das anvisierte Kursziel bei 3945 nur um 14 Punkte verfehlt.
Wie bereits in der Vorwoche erwähnt, bleiben das mittel- bis langfristige Bild damit weiter düster. Mit dem Scheitern knapp unterhalb der 3945 stand ein Test und vor allem auch eine Rückkehr in den seit 1982 bestandenen Aufwärtstrend bei aktuell rund 4200 Punkten nicht zur Debatte. Per Wochenschlusskurs scheiterte die Notierung schon an der Marke von 3860 Punkten, die sich aus dem Schlußkurs-Tief vom Herbst 1998 ableiten lässt und im langfristigen Chart eingezeichnet ist. Das Verlaufstief vom Oktober 1998 bei 3823 Punkten wurde zuletzt nur minimal und im Rahmen der Freitags-Schlußauktion überwunden, die spätere Entwicklung der US-Börsen lässt hieran allerdings Zweifel aufkommen.
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Auch im kurzfristigen Zeitfenster ist die Lage nun weniger rosig. Der Sprung über das mittlere Bollinger Band, den eGD20, löste keinesfalls einen Kaufrausch aus, sondern der DAX kämpfte sich unter Schwankungen weiter aufwärts und zog schon vor Erreichen des Juli-Hochs bei 3945 Punkten den Kopf ein. Dabei wurde nicht einmal das obere Bollinger Band touchiert. Stattdessen ist nun der sehr kurzfristige, seit 6. August bestehende Aufwärtstrend bedrohlich nahe; selbst eine Behauptung des DAX zu Wochenbeginn auf aktuellem Niveau würde diesen Trend brechen.
Der MACD respektive das Histogramm ist auf dem höchsten Stand seit März diesen Jahres, seinerzeit folgte eine Abwärtsbewegung von über 2000 Punkten (!). Der Stochastik steht unmittelbar vor einem Verkaufsignal im überkauften Bereich, wobei dieser Oszillator bereits bearishe Divergenzen zum Kursverlauf bildete.
Spannend bleibt daher, ob sich der Standardwerteindex oberhalb des eGD20 bei derzeit 3763 Punkten halten kann. Nur dann bleibt aus technischer Sicht die Hoffnung auf eine weitere Aufwärtsbewegung, anderfalls ist mit einem Rückgang bis zum unteren Bollinger Band bzw. der vorherigen Tiefs zu rechnen. Hoffnung böte dann allenfalls noch das Tief vom September letzten Jahres bei 3539 Punkten.
Zusammengefasst scheint das Erholungspotenzial beim DAX in der Vorwoche schon ausgereizt, ein Anstieg ist erst wieder mit Überwinden der 3945 zu erwarten. Rutscht der Index unter 3760, sind andauernde Kursverluste oder bestenfalls eine Seitwärtsbewegung zu erwarten.
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Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz
Nasdaq Composite-Analyse vom 24.08.2002
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Chart seit 1995, Wochenchart seit 1999 und Chart seit Januar 2002
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Ohne Überraschungen verlief die Vorwoche beim compx: Nach einem Anstieg gleich zu Wochenbeginn schraubte sich der Index in der Folge bis auf knapp über 1420 Punkte, bevor Gewinnmitnahmen am Freitag das Wochenplus auf 20 Punkte bzw. 1,5 Prozent drückten.
Der aus dem langfristigen Schaubild ersichtliche Widerstand bei 1420 Punkten wurde damit erneut gefestigt, der compx bleibt bis auf weiteres im Bereich zwischen 1200 und 1420 Punkten eingeklemmt. Bedenklich stimmt der nur geringe Anstieg zuletzt in Anbetracht des zuvor erfolgten Ausbruchs aus dem Abwärtstrend seit Mai sowie dem abgeschlossenen kurzfristigen Doppelboden. Trotz dieser erfreulichen technischen Signale verlief die Aufwärtsbewegung der Technologiewerte sehr verhalten.
Zu beobachten bleibt daher, ob der Rücksetzer vom Freitag lediglich eine Pullback-Reaktion darstellt und sich der compx eine kurze Verschnaufpause vor einem weiteren Anstieg gönnt, oder ob das Erholungspotenzial bereits ausgeschöpft wurde.
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Im Tageschart konnte, wie schon mehrfach zuvor im Laufe der Abwärtsbewegung, das obere Bollinger Band nicht erreicht werden. Dies deutet eher auf eine kurze Erholung im Abwärtstrend denn auf eine nachhaltige Aufwärtsbewegung hin. Zwar besteht das Kaufsignal des MACD noch immer, allerdings drehte der Stochastik tief im überkauften Bereich nach unten und lässt nun zunächst eher fallende Notierungen erwarten.
Für die kommende Woche ist somit vorerst mit einer Fortsetzung der am Freitag begonnenen Korrektur zu rechnen. Das Augenmerk sollte auf die Marken 1354 und 1420 gerichtet werden. Rutscht der compx unter 1354, wäre der Doppelboden hinfällig und Kursverluste bis in die Region um 1200 Punkte wahrscheinlich. Zudem verläuft bei aktuell 1348 Punkten das noch leicht steigende mittlere Bollinger Band. Kann sich die Notierung jedoch oberhalb von 1354 Punkten fangen und zu einem erfolgreichen Sprung über 1420 ansetzen, ist der Weg bis in die Gegend um 1500 Punkte frei.
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Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz
@antarra,
nicht schlechthttp://62.26.220.33/images/smiles/icon_lol.gif
Gruss
@noggert
Ist nur abgekupfert, halte aber den Dr. Schulz für einen der Besten. :!:
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Gleich am Montag wurde der sehr kurzfristige Aufwärtstrend nach unten verlassen, wobei bis einschließlich Dienstag noch die Unterstützung bei 3760 respektive mittleres Bollinger Band den Kursverfall aufhalten konnte. Am Mittwoch musste sich auch dieser Support den Bären beugen, der DAX fiel unter 3700 Punkte.
Nachdem der Index zuvor schon unterhalb von 3945 Punkten scheiterte und damit ein Kaufsignal ausblieb, ist mit dem Rutsch unter 3760 nun auch die Hoffnung auf eine seitwärtsgerichtete Konsolidierung dahin. Jetzt muss zunächst mit einem Test der Unterstützung bei 3540 Punkten gerechnet werden. Hält auch diese Marke nicht, dürfte sich der Kursverfall bis zu dem Tiefpunkt vom August fortsetzen. Der noch im neutralen Bereich befindliche Stochastik deutet bisher keinerlei Übertreibung an.
Strategie: Bei mitunter noch vorhandenen long-calls konnten am Montag prima Gewinne mitgenommen werden. Long-puts sollten nun mit einem Stopp bei 3760 (Schlußkurs) abgesichert werden.
Hinweis in eigener Sache: Je nach Marktsituation erscheint am Freitag mittag eventuell ein kurzes Text-Update, die nächste ausführlichere Aktualiserung inklusive Chart-Update erfolgt urlaubsbedingt erst am kommenden Donnerstag, dem 06.09.2002.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz
http://www.buero-dr-schulz.de/indexanalysen/dow%206%20Monatex.gif
Zunächst vermochte sich der Dow noch über der 8800-Marke zu halten, ohne jedoch den beschriebenen Miniwiderstand bei 9000 Punkten zurückzuerobern. Der Kursverfall am Mittwoch führte die 30 Standardwerte nun unter die Kreuzunterstützung bestehend aus der grau eingezeichneten Supportzone unterhalb von 8800 und dem kurzfristigen Aufwärtstrend.
Damit ist die im Juli eingeläutete Aufwärtsentwicklung aus technischer Sicht vorzeitig beendet, und vorerst als Erholung im Abwärtstrend zu klassifizieren. Die von uns im Handelsblatt (Montagsausgabe) gegebene Einschätzung weiter steigender Kurse muss damit bereits jetzt revidiert werden. Der Stochastik marschiert stramm abwärts, und der wichtige MACD-Indikator hält sich nur noch hauchzart über seiner Signallinie. Noch ist es denkbar, dass die Aufwärtskräfte noch einmal aufflammen, und der Dow den Ausflug unter seine Trendlinie als "Patzer" korrigiert. Doch angesichts des heute generierten Verkaufssignals aus klassischer charttechnischer Sicht, ist ein Rebreak doch sehr unwahrscheinlich, zumal für eine Bereinigung der Situation auch ein schneller Anstieg über 9000 Punkte nötig wäre.
Sollte der Trendbruch bis zum Ende der Woche weitere Verkäufe auslösen, dreht auch der MACD in den Verkaufsbereich. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 8500 und 8300 Punkten.
Strategie: Bestehende Long-Positionen dürften spätestens im heutigen Tagesverlauf ausgestoppt worden sein. Sollte am Donnerstag eine technische Erholung einsetzen, die den Dow nicht signifikant über 8800 zurückführt (Schlusskursbasis) , so bietet sich kurzfristig der Kauf von Puts an. Diese sollten im Bereich von 8800 Punkten abgesichert werden.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz
http://www.buero-dr-schulz.de/indexanalysen/comkx.gif
Konnten die Technologiewerte am Montag noch leicht zulegen, setzte sich dann am Dienstag die Korrektur erwartungsgemäß fort und die Unterstützung bei 1354 Punkten (NDX:980) wurde per Schlußkurs unterschritten.
Die vorherige Doppelboden-Formation muss damit zu den Akten gelegt werden, der langfristige Widerstand bei 1420 Punkten erwies sich als zu stark. Weitere Kursverluste sind nun zu befürchten, ein Rückgang bis zum unteren Bollinger Band bei aktuell 1233 Punkten oder sogar der Unterstützung um 1200 Punkte sollte nicht überraschen. Bestenfalls ist eine Seitwärtsbewegung denkbar, ein Kaufsignal entsteht erst mit einem Sprung über 1420 Punkte.
Strategie: Spätestens mit dem Verkaufsignal vom Dienstag empfahl sich der Aufbau von long-puts. Der Stopp sollte vorerst zur Gewinnsicherung knapp über Einstandskurs gesetzt werden und bei weiter fallenden Indizes stetig nachgezogen werden.
Hinweis in eigener Sache: Je nach Marktsituation erscheint am Freitag mittag eventuell ein kurzes Text-Update, die nächste ausführlichere Aktualiserung inklusive Chart-Update erfolgt urlaubsbedingt erst am kommenden Donnerstag, dem 06.09.2002.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz
BizMerlin
29.08.2002, 09:49
@antarra ... klasse ... machste supi :lol: ... freue mich aufs heutige update ... :P
moneywolf
15.12.2002, 18:00
Guten tag!
Hier der aktuelle Überblick über die Indizes:
http://www.technical-investor.de/content.asp?p=cmy/frm/thread.asp&F=3&T=168669&M=-1&R=5614&to=a&ts=10&tp=n#m-1
Gruss
moneywolf
16.12.2002, 10:28
Wie in der gestrigen Analyse geschrieben
war mit einer tech. Erholung ab dem unteren 3000er-Bereich
zu rechnen u. diese setze heute früh auch ein!
Dabei wurde die wichtige Zone um 3110 überwunden u.
bislang nicht wieder nachhaltig unterschritten!
Der ERholungsmove sollte zunächst bis 3140/3150 laufen können,wo
dann der nä. Resist ansteht!
Es ist aber durchaus möglich u. wahrscheinlich,
dass sich die Erholung bis in den Bereich 3230-3250 fortsetzt!
Die gestrige Analyse u. die akt. Std. u. 5er Charts sind hier einzusehen:
http://www.technical-investor.de/content.asp?p=cmy/frm/thread.asp&F=3&T=168669&M=-1&R=2140&to=a&ts=10&tp=n#m-1
moneywolf
16.12.2002, 21:31
Ami-Märkte sind sehr stark heute!
Dax ausserbörsl. nahezu unverändert!
Bei 3200 verläuft das 61,8% Retr. des Moves v. 3477-3030.
Der Stundenchart ist ziemlich heissgelaufen u. daher ist selbst bei guten Vorgaben das Potenzial zunächst begrenzt!
Eine Konsolidierung bis in den mittleren 3100er-Bereich ist durchaus wahrscheinlich u. gesund!
Je nach Vorgaben kann die Konsolidierung aber auch seitwärts auslaufen!
Das nä. Ziel im Dow liegt bei 3669 Pkt.!
Die nä. wichtigen marken im Dax liegen nach 3200(Kama) bei 3220 u. 3245-3250 (harter Resist).
Eine beeindruckende Tageskerze am heutigen Tage!
Wenn es gut läuft sind zumind. nochmal 3300 Punkte möglich!
http://www.wallstreet-online.de/market/charts/chartpic.php?&woid=00004579&mpid=10&tr=3m&ct=&1040068558
Im Hinblick auf den Verfallstag bleibt interessant zu wissen,wo die meisten Optionen offen sind!
moneywolf
17.12.2002, 01:15
XETRA-DAX: Bestandsaufnahme; Update 17.12.02
von Dietmar Rübsamen, Freier Autor
Nach dem Bruch der charttechnischen Aufwärtstrendlinie am 05.12.2002 gab der deutsche Aktienindex weiter nach und erreichte in der heutigen Sitzung ein Tief bei 3.029 Zähler. Knapp oberhalb des genannten Mindestkursziels bei 3.006 drehte der Markt bereits nach oben ab und durchbrach seine bei 3.477 beginnende kurzfristige Abwärtstrendlinie mit einer weißen Kerze nach oben, ein Tatbestand der oberhalb von 3.096 Zähler (Key Support) für die nächsten Tage zunächst positiv zu werten ist. Diese Kursentwicklung muß in das beschriebene mittelfristig negative Szenario eingeordnet werden.
Zunächst einmal ist in der isolierten Betrachtung des Xetra-Dax auffällig, dass die Abwärtsentwicklung seit Anfang Dezember vergleichsweise schleppend und bisher ohne große Dynamik erfolgt ist. Dies ist nach der heutigen Sitzung für die nächsten Tage zweifelsfrei positiv zu werten und ermöglicht vor dem Hintergrund der Intermarketanalyse der US-Aktienmärkte kurzfristiges Kurspotential nach oben. Die in Abbildung 2-4 ersichtlichen Charts zeigen nämlich, dass in den USA mit dem heutigen Sitzungsverlauf mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit der erste Abschwung seit Anfang Dezember ausgelaufen ist und nun ein Retracement nach oben ansteht.
Das Kurspotential für den S&P 500 und für den Nasdaq 100 ist aber vor dem Hintergrund des sentimenttechnisch zu beoachtenden hohen Optimismus in den USA mit 930 für den SPX und mit 1063 bzw 1.081/84 Zählern vergleichsweise moderat. Vor diesem Hintergrund ist für den DAX das folgende Szenario wahrscheinlich:
Der Markt kann nach einem kleinen Rückschlag in der morgigen Sitzung (ideal: 3.147/38 wg. überkaufter Lage im Stundenchart) schon bald über 3.213 weiter ansteigen und erreicht in den nächsten Tagen die Widerstandszone zwischen 3.306 (61,8%-Retracement) bis 3.386 Zähler (Hoch der Breakoutkerze vom 05.12). Hier gilt es erneut nach einem Reversalmuster im Candlechart Ausschau zu halten, welches die Fortsetzung der mittelfristigen Abwärtsbewegung, inklusive eines Bruchs der 3.000er Unterstützung, anzeigt. Es besteht nämlich kein Zweifel daran, dass sich der Xetra-Dax seit dem 2.519er Tief im Oktober lediglich in einem Korrekturmuster innerhalb eines intakten übergeordneten Abwärtstrends befindet. Kommt es zu einem Kursanstieg in den nächsten Tagen, wäre dies der letzte Aufschwung vor einem großen mittelfristigen Abschwung. Spätestens Anfang Januar sollte sich der übergeordnete Abwärtstrend dynamisch fortsetzten.
Abschließend will ich meine persönliche Anlagestrategie aufzeigen: Meine bei 3.350 Zählern eröffnete Shortposition wurde heute bei 3.114 Zählern ausgestoppt. Ich warte nun auf ein neues Shortsignal und gehe auch kurzfristig Overnight NICHT long. Ich tue dies aus zwei Gründen: Erstens spekuliere ich im Positionstrading NIEMALS gegen den übergeordneten Trend (im Day Trading ist dies anders). Zweitens muß jeder Marktteilnehmer in diesen Tagen eines wissen: Es handelt sich beim DAX aufgrund der niedrigen Umsätze gegen Jahresende um einen über den Dax-Future leicht zu beinflussenden Markt. Der Eurex-Verfalltermin am Freitag und der bevorstehende Jahresultimo kann deshalb dazu führen, dass verstärkt Fehlsignale auftreten. Schließlich ist eine der Hauptprämissen der TA - sprich ein liquider Markt - bis zum Jahresultimo leider nur eingeschränkt gegeben.
Das nächste Update erfolgt entweder bei Ausbildung eines neuen Shortsignals im DAX-Candlechart (bevorzugt zwischen 3.306 und 3.386), einem Ausbruch über 3.386 nach oben, oder aber im Falle eines Bruchs der Unterstützung bei 3.096 (aktuell der Key Support für die kurzfristige Aufwärtsbewegung).
http://www.technical-investor.de/cmy/frm/clipboard/image.asp?id=139693&f=1
http://www.technical-investor.de/cmy/frm/clipboard/image.asp?id=139670&f=1
http://www.technical-investor.de/cmy/frm/clipboard/image.asp?id=139678&f=1
http://www.technical-investor.de/cmy/frm/clipboard/image.asp?id=139681&f=1
http://www.technical-investor.de/cmy/frm/clipboard/image.asp?id=139698&f=1
http://www.technical-investor.de/cmy/frm/clipboard/image.asp?id=139716&f=1
moneywolf
17.12.2002, 01:18
Trading: Update 17.12.02
von Andreas Vester, Freier Autor
Kurzfristige Betrachtung:
Nach den Verlusten der vergangenen Tage hat sich der DAX heute eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit einer Tagesspanne von 175 Punkten und dem größten Tagesgewinn der letzten 13 Tage (128 Punkte) hat sich der Kurs deutlich vom unteren Trading-Range Bereich lösen können. Dieser wurde dabei nie ernsthaft getestet, was als positives Zeichen zu deuten ist. Im Bereich von 3030 Punkten ist verstärkt Nachfrage in den Markt gedrungen, sodass der Index seinen tertiären Abwärtstrend nun deutlich zur Disposition stellt.
Die Markttechnik reagiert selbstverständlich auf diese Entwicklungen. Der slow stoch dringt weiter in seine neutrale Zone ein und hat somit noch ausreichend Luft nach oben. Der MACD, welcher weiterhin vernachlässigt werden kann, stabilisiert sich leicht unterhalb der Null-Linie.
Trading:
Auf Hourly-Basis hat sich im Bereich 3029-3063 eine neue untergeordnete Unterstützungszone herausgebildet. Dabei ist der Index in eine Seitwärtsphase übergegangen.
Der DAX hat am Montag recht nah an seiner untergeordneten Widerstandszone bei 3209-3223 Punkten geschlossen, konnte diese aber noch nicht überwinden. Sollte dies dem DAX gelingen, so wäre der Weg aus charttechnischer Sicht zunächst bis in den Bereich um 3380 Punkte frei von Widerständen.
Sollte der Index allerdings nicht über 3223 Punkte hinauskommen, wäre zunächst ein Pullback an die gebrochene Abwärtstrendlinie und anschließend wieder die untere Unterstützungszone das Ziel.
Zwischen der Unterstützungs- und Widerstandszone ist der DAX somit als neutral anzusehen.
Triggermarken für Dienstag, den 17.12.02:
Eröffnung einer prozyklischen Long-Position bei Überschreiten von 3223 Punkten.
Sollte es im Bereich der Widerstandszone zu einer Umkehr kommen, können Short-Positionen ins Auge gefasst werden.
Alle Positionen sind abzusichern!
FAZIT:
Die zentrale Unterstützung bei 2980/3000 Punkten hat bisher ohne Probleme gehalten. Der tertiäre Abwärtstrend steht zur Disposition. Sollte ein signifikanter Ausbruch erfolgen, könnten wir in den nächsten Tagen noch einmal höhere Kurse sehen. XETRA DAX INDEX
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moneywolf
17.12.2002, 01:28
Jahresprognosen der sentix-Voter
von Manfred Hübner, sentix
Zunächst zur kurzfristigen, aktuellen Lage:
Aktien / Renten
Die Aktienmarkteinschätzung hat sich gegenüber der letzten Woche bzw. der Analyse in der BZ vom 11.12.2002 nicht wesentlich verändert. Die wichtigen Unterstützungen (DAX 3000/3050; ESX 2400) halten bislang. Die Woche dürfte im Zeichen des Future-Verfalls am Freitag und der vorweihnachtlichen Positionsglattstellungen stehen. Ein Break der Supports wie auch ein erfolgreicher Test erscheinen gleich wahrscheinlich.
Am Rentenmarkt war die erwartet freundliche Bewegung zu beobachten. Das Kursziel (113,20) ist noch nicht erreicht. Erstmals seit fast einem halben Jahr ist ein deutlicher Anstieg vor allem des mittelfristigen Optimismus bei den Institutionellen zu beobachten. Ein Zeichen dafür, dass das Potential zunehmend begrenzt erscheint. In Stärke Gewinne mitnehmen.
JAHRESPROGNOSEN der sentix-Voter
So viele Prognosen während des ganzen Jahres, da darf beim sentix die obligatorische Jahresprognose nicht fehlen. Statt einer Punktprognose wurden die sentix-Teilnehmer aufgefordert, aus sechs gegebenen Assets eine Reihenfolge zu bilden. Dadurch kann stärker auf die unterstellten Szenarien, als auf ein - sowieso kaum realistisch einzuschätzendes - Kursziel fokussiert werden.
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Betrachtet man den gleichgewichteten Saldo aus allen abgegebenen Prognosen fällt eine deutliche Abweichung zwischen Privaten und Institutionellen auf: Private schätzen Gold als die attraktivste Assetklasse ein. Aktien schlagen Renten, die aber ebenfalls noch einen positiven Return (besser als Geldmarkt) aufweisen. Nur japanische Aktien performen um die Nulllinie oder negativ. Bei den Institutionellen dagegen stehen Euro-Aktien hoch im Kurs, deutlich vor den US-Aktien. Gefragt war nach den "local returns", dennoch könnte eine impliztite Währungsaussage darin zum Ausdruck kommen (Frage wurde evtl. falsch verstanden). Auch hier erobert Gold einen vorderen Platz. Euro-Renten performen ebenfalls besser als der Geldmarkt und japanische Aktien bringen bescheidene positive Returns im niedrigen einstelligen Bereich.
Die gute Plazierung von Gold kann prinzipiell zwei Ursachen haben: (1) Angst vor Inflation und (2) Angst vor einer Finanzmarktkrise. Unterstellen die Teilnehmer (1), sollten eigentlich Renten schlechter als Geldmarkt abschneiden, während bei (2) aufgrund der aktuell negativen Korrelation von Aktien und Renten eine relativ bessere Entwicklung von Renten gegenüber Aktien erwartet werden sollte. Um herauszufinden, warum die sentix-Voter (vor allem die Privaten) bullish auf Gold sind, zeigen die nachfolgenden Grafiken die Jahresprognose derjenigen, die bullish auf Gold sind:
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Es zeigt sich, dass in beiden Lagern die Gold-Bullen nicht aus Angst vor Inflation, sondern aus Angst vor weiteren Problemen am Aktienmarkt das gelbe Edelmetall favorisieren. Nicht ganz konsequent scheint der nur geringe Optimismus gegenüber den Renten zu sein. These: im Falle einer andauernden Aktienmarktschwäche sind die Anleger nach wie vor zu skeptisch gegenüber Renten.
Wie sieht die Grafik bei den Gold-Bären aus:
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Keine Krise, starke Aktien. Diese Grafik verstärkt nochmals den Eindruck, dass die positive Goldbeurteilung nicht auf Inflationsängsten beruht. Überraschenderweise werden Renten unverändert besser als der Geldmarkt eingeschätzt. Bei den aktuell niedrigen Nominalzinsen reicht schon ein geringer Zinsanstieg aus, um den Gesamtertrag unter Geldmarkt zu drücken. Damit rechnen die sentix-Voter aber auch im Falle einer Beruhigung an den Finanzmärkten nicht (= nicht gleichzusetzen mit einer Konjunkturerholung).
Was erwarten die Bullen am US-Aktienmarkt:
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Anscheinend kümmern sich die US-Aktien-Bullen kaum um andere Märkte: Aktien laufen, der Rest wird schon irgendwas machen. Zumindest bei den Privaten liegen die Assets auf den Plätzen 3-6 dicht beisammen. Bei den Instis ist die Differenzierung größer. Auch hier tendieren Euro-Renten besser als der Geldmarkt.
Zum Abschluss noch ein Blick auf die Euro-Renten. Zunächst die Bullen:
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Wenn schon Renten-Bulle, dann richtig. Deutlicher Abstand zum Geldmarkt und die Aktienmärkte konsequent am Ende der Rangliste. Die Renten-Bullen unterstellen dabei aber nicht unbedingt eine Finanzkrise, wie der dritte Rang von Gold unterstreicht.
Wie ist die Prognose der Renten-Bären:
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Interessanterweise sind bei den Renten-Bären die Views von Privaten und Institutionellen am ähnlichsten. Die Renten-Bären setzen dabei - was die Asset-Rangfolge anbelangt - eindeutig auf Konjunkturerholung.
Wie man sieht, erhält man aus den Rangfolgen der sentix-Voter interessante Aufschlüsse darüber, welche Szenarien "gespielt" werden. Aus aggregierten Prognosen, erst recht aus Punktprognosen, ist dies so nicht erkennbar. Wie verteilen sich nun die "Szenarien" auf die sentix-Gemeinde:
Szenario / Private (in %) / Institutionelle (in %)
Gold-Bullen / 31,0% / 26,6%
Gold-Bären / 10,1% / 21,9%
US-Aktien-Bullen / 18,5% / 25,0%
US-Aktien-Bären / 14,1% / 15,6%
Bond-Bullen / 9,3% / 17,2%
Bond-Bären / 11,3% / 12,5%
Auffällig ist vor allem der sehr hohe Gold-Optimismus der Privaten.
Die Analyse zeigt, dass wir keine sehr starken Überzeugungen im Markt haben, sondern von den Marktteilnehmern sehr unterschiedliche Szenarien erwartet werden. Der "kleinste gemeinsame Nenner" sind der Gold-Optimismus, Aktien schlagen Renten und Renten sind leicht besser als Kasse. Aber lediglich der Gold-View der Privaten ist stark genug, um darauf eine Contrarian-Meinung zu begründen.