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26.11.2007 20:55
US Indizes - Es bleibt spannend
Die US Indizes geben in den letzten Handelsminuten wieder deutlicher nach. Unsere favorisierten Belastungstest sind somit am Laufen. Entscheidend wird das Verhalten im Bereich der letzten Bewegungstiefs. Relative Stärke zeichnet sich im Dow Jones Transport Index ab. Relative Schwäche im Finanz- und Banken Sektor.
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26.11.2007 20:55
US Indizes - Es bleibt spannend
Die US Indizes geben in den letzten Handelsminuten wieder deutlicher nach. Unsere favorisierten Belastungstest sind somit am Laufen. Entscheidend wird das Verhalten im Bereich der letzten Bewegungstiefs. Relative Stärke zeichnet sich im Dow Jones Transport Index ab. Relative Schwäche im Finanz- und Banken Sektor.
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Der Schatten des „Black Friday“
Lange Schlangen um Mitternacht, der Massenansturm auf Digitalkameras, prallvolle Malls am „Black Friday“… der wichtigste Einkaufstag der Amerikaner war für die Branche ein voller Erfolg – auf den ersten Blick. Einige Eckdaten aus dem Einzelhandel zeigen, dass das Weihnachtsgeschäft mit einem Fehlstart begonnen hat.
Noch in der ersten Handelsstunde am Montag jubelten Anleger über ein Umsatzplus von 8,3 Prozent am „Black Friday“. Diese Zahl hatte ein Branchenanalyst berechnet und dem amerikanischen Einzelhandel damit ein unerwartet deutliches Wachstum attestiert. Die National Retail Federation (NRF), der offizielle Einzelhandelsverband, macht derweil eine andere Rechnung auf: Für das ganze Wochenede um den „Black Friday“ misst man ein Umsatzplus von 4,8 Prozent – immer noch ganz ansehnlich, aber weniger rekordverdächtig.
Noch weniger glanzvoll erscheint die Bilanz, wenn die Branche den allerorts bewunderten Kundenstrom einrechnet. In der Tat haben nämlich die Läden zwischen New York und Kalifornien 147 Millionen Besucher angelockt und damit deutlich mehr als erwartet – das heißt aber im Gegenzug, dass der durchschnittliche Besucher weniger Geld ausgegeben hat. Ein Pro-Kopf-Minus von 3,5 Prozent berechnet die NRF gegenüber dem Vorjahr, und damit sieht der Trend für das laufende Weihnachtsgeschäft schon ganz anders aus.
Dass sich Rekord-Umsätze am „Black Friday“ nicht einmal bis Samstag oder Sonntag halten konnten, zeigt die wahre Not der Verbraucher: Man shoppt mehr denn je nach Schnäppchen, man sucht penibel nach den allergrößten Preisnachlässen. Das zeigt auch eine Untersuchung der Kundenströme nach Stunden: Fast 15 Prozent der Amerikaner, und damit so viele wie nie zuvor, gingen am „Black Friday“ vor 4 Uhr morgens einkaufen – da gibt es in vielen Läden die Frühaufsteher-Rabatte, bei denen Unternehmen nicht nur komplett auf Gewinn verzichten, sondern Ware oft sogar unterhalb des Einkaufspreises verscherbeln.
Dass in manchen Läden, vor allem im Elektronikhandel, viele Artikel um bis zu 60 Prozent reduziert waren, zeigt wiederum die nackte Panik der Branche, die sich auf ein bitteres Weihnachtsgeschäft seit fünf Jahren eingestellt hat. Die NRF geht von einem Umsatzwachstum von 4,0 Prozent auf 474,5 Milliarden Dollar aus, was die schwächste jährliche Steigerung seit 2001 wäre.
Einen weiteren Einblick auf den Beginn der wichtigsten Konsumwochen gibt übrigens der Montag dieser Woche. Der erste Arbeitstag nach Thankgiving ist als „Cyber Monday“ bekannt und signalisiert den ersten großen Shopping-Tag im Online-Sektor. Der Grund: Die meisten Amerikaner erledigen ihre Internet-Einkäufe nicht etwa von zuhause aus, sondern im Büro. Das mag den Chef nicht freuen, gibt aber der Branche einen weiteren Feiertag und Grund zu weiteren Preissenkungen. Die wiederum scheinen in diesem Jahr so wichtig zu sein wie noch nie.
Lars Halter -
27.11.2007 09:28
Aktien Tokio schließen freundlich - Citigroup-Deal stützt
DJ Aktien Tokio schließen freundlich - Citigroup- (Nachrichten/Aktienkurs) Deal stützt
TOKIO (Dow Jones)--Die Kapitalspritze der arabischen Investorengruppe Abu Dhabi Investment Authority von 7,5 Mrd USD für die Citigroup hat am Dienstag der Börse in Tokio nach einem schwachen Start zu einer Tendenzwende verholfen. Vor dem Hintergrund dieser Nachricht hatte der Yen zum Dollar nachgegeben, was die Kurse zusätzlich stützte. Der Nikkei-225 schloss mit einem Plus von 0,6% oder 88 Punkten bei 15.223, nachdem er sich im Tagesverlauf zwischen 15.313 und 14.802 Punkten bewegt hatte. Der Topix kletterte um 0,8% bzw 12 Punkte auf 1.479.
Die Citigroup-Nachricht erwischte insbesondere "bearish" eingestellte Investoren kalt, die ihre Leerverkaufspositionen kurzfristig eindecken mussten und dabei insbesondere Bankenwerten zu Aufschlägen verhalfen. Händler vermuten jedoch, dass die Stärkung der Kapitalbasis der Citigroup die Kurse lediglich kurzfristig gestützt haben dürfte. "Die Finanzspritze hilft den Märkten, da möglicherweise anstehende schlechte Nachrichten um Subprime-Kredite nun keine massivere Verkaufswelle mehr bei Finanzaktien in New York auslösen dürfte", sagte ein Händler.
Viele Investoren machten sich dessen ungeachtet aber weiterhin gefasst auf schlechte Nachrichten aus der US-Weihnachtssaison. Hintergrund sei, dass die Einzelhandelsumsätze nach dem "Thanksgiving"-Wochenende im Normalfall nicht mehr anzögen. Daneben gebe es weiter den hohen Ölpreis als Belastungsfaktor.
Unter den Einzelwerten zählten insbesondere Finanztitel zu den Gewinnern. Mitsubishi UFJ Financial Group kletterten um 3,9% auf 1.030 JPY, Mizuho Financial Group um 2,9% auf 567.000 JPY und Sumitomo Mitsui Financial Group um 3,8% auf 902.000 JPY. Die in Tokio gehandelten Citigroup-Anteile rutschten dagegen um 4,2% auf 3.450 JPY ab, nachdem sie im frühen Handel bereits mit 8,9% im Minus gelegen hatten. Vom erholten Dollar profitierten unterdessen Exportwerte, insbesondere aus den Bereichen Automobile und Elektronik.
Sanyo Electric profitierten von der Ankündigung eines neuen Restrukturierungsprogramms und einer leicht angehobenen Gesamtjahresprognose. Die Titel verteuerten sich um 8,5% auf 192 JPY.
DJG/DJN/eyh/gos
(END) Dow Jones Newswires
27.11.2007 09:43
Aktien Frankfurt Eröffnung: Etwas schwächer - Kapitalspritze Abu Dhabi mildert
Nach schwachen Vorgaben von der Wall Street sind die deutschen Aktienindizes am Dienstag etwas schwächer gestartet. Etwas mildernd wirkte eine Nachricht über eine Kapitalspritze aus Abu Dhabi für die Citigroup <C.NYS>. Der Leitindex DAX <DAX.ETR> verlor kurz nach Handelsbeginn 0,90 Prozent auf 7.499,44 Zähler. Der MDAX <MDAX.ETR> der mittelgroßen Werte gab 0,81 Prozent auf 9.153,44 Punkte ab. Für den Technologiewerte-Index TecDAX <TDXP.ETR> ging es um 0,83 Prozent auf 894,73 Zähler nach unten.
Der Dow Jones <INDU.IND> war nach Xetra-Handelsende um fast 200 Punkte abgerutscht und schwach aus dem Handel gegangen. Der Nikkei-225-Index <N225.FX1> drehte ins Plus und ging etwas fester aus dem Handel. Für Aufwind hatte die Nachricht vom Emirat Abu Dhabi gesorgt, dessen Investmentbehörde die durch die US-Kreditkrise belastete Großbank Citigroup mit einer Finanzspritze in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar unterstützt. Im Gegenzug erhalten die Araber einen Anteil von bis zu 4,9 Prozent an der Bank. Für neue Impulse am Frankfurter Markt dürfte unter anderem am Vormittag der ifo-Geschäftsklimaindex sorgen.
Continental-Aktien <CON.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) gaben mit dem Markt 0,57 Prozent auf 87,20 Euro ab. Einem Bericht im "Handelsblatt" zufolge liegen die Verkäufe von Winterreifen in dieser Saison deutlich unter denen des Vorjahres. "Wir hatten für 2007 einen Zuwachs von mehr als fünf Prozent eingeplant, liegen aber unter dem Niveau von 2006", zitiert das Blatt Hans-Jürgen Drechsler, Chef des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV). Ein Händler sagte, die Nachricht sei nicht so schlimm für Continental. Das Unternehmen habe keine großen Lager aufgebaut.
MAN <MAN.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) verloren 1,74 Prozent auf 105,50 Euro. Händlern zufolge kam es nach der positiven Kursentwicklung am Vortag zu Gewinnmitnahmen. Nachrichten über Pläne für einen Börsengang des Druckmaschinenherstellers MAN Roland, an dem MAN noch 35 Prozent hält, wurden am Markt dagegen eher positiv aufgefasst. Wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Finanzkreise berichtete, hat der Mehrheitseigner Allianz Capital Partners mit der Suche nach Banken für den Börsengang im kommenden Jahr begonnen. Erwartet werde ein Erlös von mehr als einer halben Milliarde Euro. MAN Roland könnte somit einer der größten Neulinge 2008 werden.
Im MDAX sorgten einige Studien für Bewegung. So gaben Heidelberger Druckmaschinen <HDD.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) um 1,74 Prozent auf 20,38 Euro ab. Goldman Sachs hat die Einstufung für den Druckmaschinenhersteller von "Buy" auf "Neutral" gesenkt und das Kursziel von 31 auf 25 Euro zurückgeschraubt. Die Experten verwiesen zur Begründung auf die hohe Zyklizität und einen unsichereren Wirtschaftsausblick vor allem für Europa.
DEUTZ <DEZ.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) gaben 1,14 Prozent auf 6,95 Euro ab. Goldman Sachs hat die Einstufung für den Motorenhersteller von "Buy" auf "Neutral" gesenkt und das Kursziel deutlich von 10,00 auf 8,00 Euro reduziert. Die verhaltenere Einschätzung resultiere aus der Senkung der Prognosen für Volvo <VOLV-B.SSE> <VOL1.FSE> (Nachrichten), den größten DEUTZ-Kunden, hieß es zur Begründung.
Im TecDAX <TDXP.ETR> knüpften Conergy <CGY.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) an die Gewinne des Vortages an und gewannen 7,42 Prozent auf 19,55 Euro. Händler verwiesen auf diverse Käufe von Führungspersonen - unter anderem hat der Interims-Vorstandsvorsitzende Dieter Ammer 100.000 Aktien gekauft. Das wirke positiv nach der Anteilsaufstockung von Otto Happel, sagte ein Händler.
Versatel gaben 0,53 Prozent auf 17,05 Euro ab. JP Morgan hat seine Einstufung für die Aktien des Telekomanbieters von "Overweight" auf "Neutral" gesenkt und das Kursziel von 14,30 Euro bestätigt. Das operative Umfeld bleibe schwierig und die Konsolidierungsfantasie sei zunehmend eingepreist, hieß es zur Begründung./sc/gl
AXC0039 2007-11-27/09:40
27.11.2007 09:58
DAX am Morgen: Schwächer, US-Vorgaben belasten, MAN im Blick
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag unter dem Vortagesniveau eröffnet. Momentan verliert der DAX 0,49 Prozent auf 7.530,51 Punkte. Der MDAX verzeichnet dagegen ein Plus von 0,22 Prozent auf 9.249,27 Zähler. Die anhaltenden Sorgen um die Kreditkrise haben an der Wall Street gestern Abend zu kräftigen Abschlägen geführt. Der japanische Aktienmarkt hat indes nach anfänglichen Verlusten fester geschlossen. Dabei hat insbesondere eine Meldung gestützt, wonach die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) insgesamt 7,5 Mrd. Dollar in die Citigroup investieren wird. Neue Impulse könnten um 10.00 Uhr von der Veröffentlichung des ifo Geschäftsklima-Index ausgehen.
Die Aktie von MAN verliert im unteren Indexdrittel 1,6 Prozent, obwohl die zu dem Nutzfahrzeughersteller und zur Allianz gehörende MAN Roland Presseangaben zufolge im kommenden Jahr an die Börse gehen will. MAN ist noch mit 35 Prozent an dem Druckmaschinenhersteller beteiligt. Papiere der Allianz tendieren dagegen leicht positiv. Deutlichere Gewinne fahren momentan TUI, Linde und die Deutsche Bank ein.
Mit einem Abschlag von über 2 Prozent bildet die Aktie der HRE das Schlusslicht. Auf Talfahrt befinden sich ferner BASF, Daimler und die Deutsche Börse. In der zweiten Reihe sind insbesondere Premiere, GEA und Deutsche EuroShop gefragt. Pfleiderer sacken als größter Verlierer um 3,5 Prozent ab.
Unternehmensmeldungen:
Die zum Nutzfahrzeughersteller MAN AG (ISIN DE0005937007 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 593700) und zur Allianz SE (ISIN DE0008404005 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 840400) gehörende MAN Roland will Presseangaben zufolge im kommenden Jahr an die Börse gehen. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" hat die zum Allfinanzkonzern Allianz gehörende Allianz Capital Partnersmit mit der Suche nach Banken für den Börsengang begonnen. Die Private-Equity-Tochter des DAX-Konzerns hatte im März 2006 einen 65-Prozent-Anteil gekauft, der Nutzfahrzeugkonzern MAN hält die übrigen Aktien. Den Angaben zufolge wird im Rahmen des Börsengangs ein Erlös von mehr als 500 Mio. Euro angepeilt. Der Druckmaschinenhersteller machte im vergangenen Jahr 2,1 Mrd. Euro Umsatz und steigerte den Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 83 Prozent auf 118 Mio. Euro.
Die österreichische A-TEC Industries AG (ISIN AT00000ATEC9 (Nachrichten)/ WKN A0LFDH) hat ihre Beteiligung an der Norddeutsche Affinerie AG (NA) (ISIN DE0006766504 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 676650) reduziert. Wie aus einer am Montagabend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat der Stimmrechtsanteil des österreichischen Mischkonzerns an dem Kupferhersteller am 9. November die Schwelle von 15 Prozent unterschritten und liegt seitdem bei 13,75 Prozent. Die Beteiligung von A-TEC hat sich infolge der von der Norddeutschen Affinerie am 9. November erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung verringert. (27.11.2007/ac/n/m)
27.11.2007 11:49
Aktien Frankfurt: Standardwerte im Minus - Kapitalspritze für Citigroup
Nach schwachen Vorgaben von der Wall Street haben sich die deutschen Standardwerte am Dienstag knapp behauptet. Der TecDAX <TDXP.ETR> schaffte den Sprung ins Plus. Etwas mildernd wirkte auf das Marktgeschehen eine Nachricht über eine Kapitalspritze aus Abu Dhabi für die Citigroup <C.NYS>. Der Leitindex DAX <DAX.ETR> verlor bis zum Mittag 0,37 Prozent auf 7.538,34 Zähler. Der MDAX <MDAX.ETR> der mittelgroßen Werte gab 0,39 Prozent auf 9.193,97 Punkte ab. Für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es indes um 0,29 Prozent auf 904,86 Zähler nach oben.
Der Dow Jones <INDU.IND> war schwach aus dem Handel gegangen. Der Nikkei-225-Index <N225.FX1> schloss etwas fester - für Aufwind hatte die Nachricht vom Emirat Abu Dhabi gesorgt, dessen Investmentbehörde die durch die Kreditkrise belastete Großbank Citigroup mit einer Finanzspritze in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar unterstützt. Der am Vormittag veröffentlichte ifo-Geschäftsklimaindex lieferte indes für den Frankfurter Aktienmarkt kaum Impulse, obwohl sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft trotz Euro-Höhenflug und Ölpreisrekord überraschend aufgehellt hat.
Bankentitel legten deutlich zu. Größter Gewinner waren Commerzbank <CBK.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) mit einem Aufschlag von 3,34 Prozent auf 24,44 Euro, Deutsche Bank folgten mit plus 2,73 Prozent auf 85,52 Euro. Händler verwiesen auf den freundlich aufgenommenen Zwischenbericht von Barclays <BARC.ISE> <BCY.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) als Impulsgeber. Auch die Finanzspritze für die Citigroup aus Abu Dhabi stützte den Sektor.
Continental-Aktien <CON.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) gaben mit dem Markt 0,43 Prozent auf 87,32 Euro ab. Einem Bericht im "Handelsblatt" zufolge liegen die Verkäufe von Winterreifen in dieser Saison deutlich unter denen des Vorjahres. "Wir hatten für 2007 einen Zuwachs von mehr als fünf Prozent eingeplant, liegen aber unter dem Niveau von 2006", zitiert das Blatt Hans-Jürgen Drechsler, Chef des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk. Ein Händler sagte, die Nachricht sei nicht so schlimm für Conti. Das Unternehmen habe keine großen Lagerbestände aufgebaut.
MAN <MAN.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) verloren 1,68 Prozent auf 105,57 Euro. Händlern zufolge kam es nach der positiven Kursentwicklung am Vortag zu Gewinnmitnahmen. Zu Nachrichten über Pläne für einen Börsengang des Druckmaschinenherstellers MAN Roland, an dem MAN noch 35 Prozent hält, gab es neben positiven auch kritische Kommentare. Ein Händler sagte, das Timing des Börsengangs sei schwierig. Man sehe etwa beim Konkurrenten Heidelberger Druck, dass der Kursverfall des Dollar eine Bedrohung sei. Auch seien die Aufträge für die Branche zuletzt deutlich zurückgegangen.
Im TecDAX <TDXP.ETR> knüpften Conergy <CGY.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) an die Gewinne des Vortages an und gewannen 7,42 Prozent auf 19,55 Euro. Händler verwiesen auf diverse Käufe von Führungspersonen - unter anderem hat der Interims-Vorstandsvorsitzende Dieter Ammer 100.000 Aktien gekauft. Das wirke positiv nach der Anteilsaufstockung durch Otto Happel, sagte ein Händler.
Die Aktien von Versatel <VTW.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) bauten ebenfalls ihre Kursegewinne vom Vortag aus und gewannen 1,52 Prozent auf 17,40 Euro. Händler zufolge wirkten Aussage der Berenberg Bank über die Aufstockung ihres Aktienanteils im Kundenauftrag immer noch nach. Es werde auf eine Übernahme des Unternehmens gehofft. Analyst Stefan Borscheid von der WestLB sagte, eine Übernahme von Versatel würde Sinn machen, da durch Zusammenschlüsse unter den Internetzugangsanbietern hohes Synergiepotenzial erschlossen werden könne. Er stufte zwar die Aktie nach den deutlichen Kursanstiegen der vergangenen Tage von "Add" auf "Hold" ab, hob gleichzeitig aber das Kursziel von 15,50 auf 18,50 Euro an. JP Morgan stufte dagegen das Versatel-Papier von "Overweight" auf "Neutral" ab und bestätigte das Kursziel von 14,30 Euro./sc/ck
AXC0087 2007-11-27/11:46
27.11.2007 18:04
DAX Schluss: Etwas schwächer, Bankenwerte im Plus
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Gestützt von äußerst positiven US-Vorgaben konnte der DAX die am frühen Nachmittag erreichten Tagestiefststände deutlich hinter sich lassen. Das Aktienbarometer verlor letztendlich aber dennoch 0,48 Prozent und schloss bei 7.531,35 Punkten. Der MDAX stieg nach zwischenzeitlichen Abschlägen um 0,71 Prozent auf 9.295,33 Zähler. Die US-Indizes lagen zum Xetra-Schluss kräftig in der Gewinnzone. Gestützt wird die Wall Street insbesondere von der Meldung, dass die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) mit insgesamt 7,5 Mrd. Dollar bei der Citigroup einsteigen wird. Der am Vormittag veröffentlichte und überraschend stark ausgefallene ifo Geschäftsklima-Index war hingegen keine große Hilfe für den deutschen Markt.
Finanzwerte zählten dabei zu den größten Gewinnern. Allen voran legte die Aktie der Commerzbank 2,5 Prozent zu. Papiere der Deutschen Bank stiegen um 1,5 Prozent, Titel der Deutschen Postbank schlossen gut behauptet. Außerhalb des Bankensektors gewannen die Deutsche Telekom 1,2 Prozent und Linde 1 Prozent.
Die Aktie von MAN büßte infolge einer Kurszielsenkung am Indexende 3,8 Prozent ein, obwohl die zu dem Nutzfahrzeughersteller und zur Allianz gehörende MAN Roland Presseangaben zufolge im kommenden Jahr an die Börse gehen will. MAN ist noch mit 35 Prozent an dem Druckmaschinenhersteller beteiligt. Papiere der Allianz tendierten knapp behauptet. Mit in die Liste der größten Verlierer reihten sich neben MAN auch E.ON, Infineon und Daimler. Volkswagen bröckelten um 1,5 Prozent ab. Der Konzern will in den kommenden Jahren ein milliardenschweres Investitionsprogramm für seine Kernmarke umsetzen.
In der zweiten Reihe waren insbesondere AWD (+7,9 Prozent) und Tognum (+6,6 Prozent) gefragt. Salzgitter sackten als größter Verlierer um 4 Prozent ab.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 7.531,35 (-0,48 Prozent)
MDAX: 9.295,33 (+0,71 Prozent)
Tagesgewinner: Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Telekom
Tagesverlierer: MAN, Infineon, E.ON
Unternehmensmeldungen:
Die Volkswagen AG (ISIN DE0007664005 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 766400) will in den kommenden Jahren ein milliardenschweres Investitionsprogramm für ihre Kernmarke umsetzen. "In den kommenden drei Jahren wird die Marke Volkswagen Pkw 9,5 Mrd. Euro investieren", betont Vorstandsmitglied Prof. Jochem Heizmann heute. Insgesamt sind 6,5 Mrd. Euro für neue Produkte vorgesehen, während 1,7 Mrd. Euro für neue Fertigungsstrukturen verwendet werden sollen. Unter anderem sollen die Mittel in neue Fabriken in Russland und Indien, in eine dritte Fertigungslinie und das Presswerk im Werk Wolfsburg sowie in die Lackiererei in Pamplona investiert werden.
Der Chemiekonzern BASF AG (ISIN DE0005151005 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 515100) baut seine Kapazitäten für Oxo-Alkohole am Standort Ludwigshafen deutlich aus. Wie der Konzern heute erklärte, wird die Jahreskapazität um 80.000 Tonnen auf insgesamt 390.000 Tonnen ausgebaut. Die zusätzliche Kapazität dient überwiegend der Herstellung von Weichmachern, deren Produktionskapazität die BASF um 40.000 Tonnen auf 300.000 Tonnen ebenfalls steigern wird.
Die Commerzbank AG (ISIN DE0008032004 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 803200) baut ihre Präsenz in Osteuropa weiter aus. Wie der Bankkonzern heute erklärte, hat man von der Nationalbank Aserbaidschan die Lizenz für eine Repräsentanz in Baku erhalten. Mit der nunmehr 28. Auslandsrepräsentanz will die Commerzbank dabei eigenen Angaben zufolge am starken wirtschaftlichen Aufschwung in der Kaukasusregion partizipieren. Die neue Repräsentanz wird noch im November 2008 ihre Arbeit vor Ort beginnen.
Die Walldorfer Software-Schmiede SAP AG (ISIN DE0007164600 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 716460) hat mehrerer Aufträge aus Ägypten erhalten. Wie der im Konzern heute erklärte, wurde man von der ägyptischen Regierung mit der Bereitstellung betriebswirtschaftlicher Software-Lösungen im Bereich Enterprise Resource planning (ERP) beauftragt. Dabei wird SAP im Rahmen eines auf fünf Jahre befristeten Abkommens als Partner für die schnell wachsende Informations- und Kommunikationsindustrie des Landes fungieren. Der Auftragswert dieser Vereinbarung wurde auf mehrere Millionen Dollar beziffert. Ein weiteres Abkommen mit einer Laufzeit von vier Jahren wurde mit der Egyptian National Postal Organization geschlossen. Wie der Konzern weiter erklärte, ist im Rahmen der Vereinbarung außerdem die Errichtung eines SAP Customer Support Center in Ägypten geplant.
Die zum Nutzfahrzeughersteller MAN AG (ISIN DE0005937007 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 593700) und zur Allianz SE (ISIN DE0008404005 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 840400) gehörende MAN Roland will Presseangaben zufolge im kommenden Jahr an die Börse gehen. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" hat die zum Allfinanzkonzern Allianz gehörende Allianz Capital Partnersmit mit der Suche nach Banken für den Börsengang begonnen. Die Private-Equity-Tochter des DAX-Konzerns hatte im März 2006 einen 65-Prozent-Anteil gekauft, der Nutzfahrzeugkonzern MAN hält die übrigen Aktien. Den Angaben zufolge wird im Rahmen des Börsengangs ein Erlös von mehr als 500 Mio. Euro angepeilt. Der Druckmaschinenhersteller machte im vergangenen Jahr 2,1 Mrd. Euro Umsatz und steigerte den Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 83 Prozent auf 118 Mio. Euro.
Die österreichische A-TEC Industries AG (ISIN AT00000ATEC9 (Nachrichten)/ WKN A0LFDH) hat ihre Beteiligung an der Norddeutsche Affinerie AG (NA) (ISIN DE0006766504 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 676650) reduziert. Wie aus einer am Montagabend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat der Stimmrechtsanteil des österreichischen Mischkonzerns an dem Kupferhersteller am 9. November die Schwelle von 15 Prozent unterschritten und liegt seitdem bei 13,75 Prozent. Die Beteiligung von A-TEC hat sich infolge der von der Norddeutschen Affinerie am 9. November erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung verringert. (27.11.2007/ac/n/m)
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AWD HOLDING AG Inhaber-Aktien o.N.
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Eine kleine techn. Erholung.
Wall Street: Bullen steigen in die Korrektur ein
Die amerikanischen Börsen haben den Dienstagshandel mit Gewinnen eröffnet. Die Vortagesverluste haben sämtliche großen Indizes um 10 Prozent unter ihre jüngsten Höchststände gedrückt – jetzt versuchen die Bullen einen Neueinstieg. Eine Finanzspritze für die Citigroup macht ihnen dabei Mut.
Eine Viertelstunde nach Handelsbeginn verbessert sich der Dow-Jones-Index um 104 Zähler oder 0,8 Prozent auf 12 845 Punkte, während die Hightech-orientierte Nasdaq mit einem Plus von 29 Zählern oder 1,1 Prozent bei 2570 Punkten notiert.
Der S&P-500-Index verbessert sich im frühen Handel um 11 Zählern oder 0,8 Prozent auf 1418 Punkte. Der marktbreit aufgestellte Index steht nach einer Warnung der Deutschen Bank unter besonderer Beobachtung. Die Analysten sehen den S&P-500-Index nahe an einer technischen Unterstützungslinie bei 1400 Punkten. Sollte der Index unter diese Marke fallen, sieht man weiteres deutliches Abwärts-Potenzial.
Die allgemeine Stimmung am Markt ist aber anhaltend schwach. Seit den Montagsverlusten sind die US-Börsen offiziell in einer Korrektur, da sie nun mehr als 10 Prozent unter ihren jüngsten Höchstständen notieren. Während Marktteilnehmer weiter über die Zinspolitik der Fed spekulieren, gibt Goldman Sachs eine Prognose ab: Die Analysten sehen den Leitzins bis Mitte nächsten Jahres auf 3,0 Prozent sinken. Dem läge ein steigendes Rezessions-Risiko zugrunde, man sieht das Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr auf 1,5 Prozent sinken und die Arbeitslosenquote auf 5,5 Prozent steigen.
Die wichtigsten Nachrichten des Tages kommen aus dem Golf. Nachdem der Ölpreis seit der September-Sitzung der Opec um etwa 30 Prozent zugelegt hat, bereitet sich das Kartell snacheinend auf eine Erhöhung der Förderquoten vor. Saudi-Arabien soll seine Förderung bereits seit einigen Tagen um 9 Millionen Fass erhöht haben. Die Opec tagt in der nächsten Woche in Abu Dhabi, im Vorfeld gibt der Ölpreis um mehr als 2 Prozent auf unter 95 Dollar nach.
Die Citigroup bekommt inmitten ihrer Kreditkrise eine Finanzspritze aus Abu Dhabi. Die Regierung des Emirates investiert 7,5 Milliarden Dollar in die Großbank und erhält dafür einen Anteil von 4,9 Prozent. Damit wird Abu Dhabi größter Citi-Einzelaktionär und verdrängt den saudischen Prinzen Alwaleed bin Talal, der 3,9 Prozent hält. Der Kredit aus Abu Dhabi wird mit 11 Prozent verzinst, was Anlegern teuer erscheint. Von den vorbörslich deutlichen Gewinnen ist deshalb im frühen Handel nichts übrig; die Aktie hat am Morgen mit einem leichten Minus von 0,2 Prozent eröffnet.
Weitere Unternehmensmeldungen bewegen den Markt nur am Rande: Der Häuserbauer Pulte Homes hält trotz des schwierigen Umfelds im Immobiliensektor an seinen Aussichten für das vierte Quartal fest, was die Aktie im frühen Handel um 7 Prozent klettern lässt.
Der Büroausstatter Staples meldet hingegen für das abgelaufene Quartal einen Gewinnrückgang um 5 Prozent, nach dem die Erwartungen der Analysten allerdings geschlagen werden. Der Umsatz ist in den vergangenen drei Monaten gestiegen, was zu Optimismus im Management führt: Für das nächste Geschäftsjahr geht Staples von einem Wachstum um 15 Prozent aus.
Lars Halter
Wall Street: Rallye lässt Zickzack-Trend intakt
Die amerikanischen Börsen erlebten am Dienstag eine stattliche Rallye. Nach den steilen Verlusten zum Wochenstart kamen erneut die Bullen auf´s Parkett, die unter anderem eine Finanzspritze für die Citigroup feierten. Der November-Trend blieb am Dienstag intakt: Seit Monatsbeginn geht es an der Wall Street im täglichen Wechsel auf und ab.
Der Dow-Jones-Index kletterte um 215 Zähler oder 1,7 Prozent auf 12 958 Punkte, während der marktbreit aufgestellte S&P-500-Index um 21 Zähler oder 1,5 Prozent auf 1428 Punkte kletterte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq schloss mit einem Plus von 39 Zählern oder 1,6 Prozent bei 2580 Punkten.
Schlechte Nachrichten aus dem konjunkturellen Umfeld konnten dem Markt am Dienstag nichts anhaben – doch es gab sie: Das Verbrauchervertrauen ist im November auf 87,3 Punkte gefallen und damit deutlich stärker als erwartet. Man misst den tiefsten Stand seit zwei Jahren, was unter anderem am schwachen konjunkturellen Umfeld, aber auch an der jüngsten Verlusten an den Aktienbörsen liegt.
Anleger konzentrierten sich allerdings auf gute Nachrichten. Der Ölpreis ist am Dienstag um ganze 3 Prozent unter 95 Dollar pro Fass gefallen. Spekulanten rechnen wegen des nachlassenden Wirtschaftswachstums mit einer geringeren Nachfrage als bisher, zudem hofft man auf eine Anhebung der Fördermengen durch die Opec, die in der nächsten Woche tagt.
Auch von der Notenbank erhoffen sich Anleger weitere Unterstützung. Obwohl die Mehrheit auf dem Parkett eine weitere Zinssenkung nicht erwartet und auch Fed-Insider eine solche ablehnen, weckt eine Analyse von Goldman Sachs Interesse: Die Experten sehen den Leitzins bis Mitte nächsten Jahres auf 3 Prozent fallen. Die Fed reagiere damit auf ein auf 1,5 Prozent fallendes Wirtschaftswachstum und auf 5,5 Prozent steigende Arbeitslosigkeit.
Ob eine solche Finanzspritze von der Fed kommt, ist unklar – eine Finanzspritze für die Citigroup interessierte Anleger umso mehr. Die Regierung von Abu Dhabi investiert 7,5 Milliarden Dollar in die weltgrößte Bank. Das Emirat im Nahen Osten bekommt dafür einen Anteil von 4,9 Prozent an dem Unternehmen und wird größter Einzelaktionär nach dem saudischen Prinzen Alwaleed bin Talal, der 3,9 Prozent hält. Der Kredit aus Abu Dhabi wird mit 11 Prozent verzinst, was Anlegern teuer erscheint. Anfangs deutliche Gewinnen verpufften daher; am Ende schloss Citigroup mit einem Plus von 0,8 Prozent.
Die Aktie zog allerdings die übrigen Finanzwerte deutlich ins Plus: J.P. Morgan und American Express führten die Rallye im Dow an, gefolgt von American International Group.
Zu den größten Gewinnern im Hightech-Sektor gehörte Activision mit einem Plus von 13 Prozent. Der Videospiel-Hersteller profitiert vom großen Erfolg von „Guitar Hero“ und dem Soldatenspiel „Call of Duty“ und hebt die Prognosen für das laufende Quartal an. Analysten pflichten dem bei und rechnen mit starken Umsätzen vor Weihnachten.
Lars Halter
28.11.2007 09:37
Aktien Tokio schließen etwas leichter - Ölwerte unter Druck
DJ Aktien Tokio schließen etwas leichter - Ölwerte unter Druck
TOKIO (Dow Jones)--Die Börse in Tokio hat die guten Vorgaben der Wall Street am Mittwoch nicht in Indexgewinne umsetzen können und etwas leichter geschlossen. Der Nikkei-225 gab zum Ende nach einem leicht positiven Start um 0,5% bzw 69 Punkte auf 15.154 nach, der Topix um 0,2% bzw 3 Zähler auf 1.476. Händler sprachen von einer gewissen Richtungslosigkeit und begründeten die Zurückhaltung der Käufer mit der weiter von Vorsicht geprägten Grundhaltung vor dem Hintergrund der US-Immobilienkrise.
Gut unterstützt sehe der Nikkei derzeit bei 15.000 Punkten aus. Abgaben habe es besonders in den Sektoren Banken, Fluglinien, Bergbau und Transport gegeben. Ölwerte wurden indes vom gefallenen Ölpreis belastet und verzeichneten Gewinnmitnahmen. Die Kurse der Ölkonzerne Inpex und Japan Petroleum Exploration verloren 4,2% auf 1,13 Mio JPY bzw 3,3% auf 8.580 JPY. Unter den sonstigen Einzelwerten gewannen Sanyo Electric 2,1% auf 196 JPY, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, alle Geschäftsteile profitabel machen und den operativen Gewinn bis 2011 verdoppeln zu wollen. NEC Electronics verteuerten sich um 3,3% auf 3.140 JPY. Zuvor hatte NEC angekündigt, mit Toshiba einen 32-Nanometer LSI-Chip zu entwickeln und dabei Forschungskosten zu verringern.
DJG/DJN/eyh/gos
(END) Dow Jones Newswires
November 28, 2007 02:34 ET (07:34 GMT)
28.11.2007 09:49
Aktien Frankfurt Eröffnung: Etwas fester - Gute Vorgaben von Wall Street
Gestützt auf freundliche Vorgaben von der Wall Street haben die deutschen Aktienindizes am Mittwoch freundlich eröffnet. Der Leitindex DAX <DAX.ETR> erholte sich kurz nach Handelsbeginn mit plus 0,41 Prozent auf 7.562,43 Zähler. Der MDAX <MDAX.ETR> der mittelgroßen Werte legte um 0,67 Prozent auf 9.357,75 Punkte zu. Für den Technologiewerte-Index TecDAX <TDXP.ETR> ging es um 1,14 Prozent auf 915,66 Zähler nach oben.
Der Dow Jones <INDU.IND> war nach Xetra-Handelsende um 36 Punkte vorgerückt und fest aus dem Handel gegangen. An den asiatischen Börsen zeigte sich ein gemischtes Bild: Während der Nikkei-225-Index <N225.FX1> 0,45 Prozent verlor, gewann der volatile Hang Seng Index <HSI.X.HOX> zuletzt 0,85 Prozent. Am Nachmittag dürften aus den USA die Daten zu Häuserverkäufen und Auftragseingängen langlebiger Güter im Blick stehen, bevor am Abend das Beige Book neue Impulse geben wird.
Kursbewegende Nachrichten waren rar gesät. So gehörten Linde <LIN.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) nach einem positiven Kommentar der Citigroup mit einem Aufschlag von 1,84 Prozent auf 85,62 Euro zu den gefragtesten Werten. Die Experten haben ihr Votum von "Sell" auf "Buy" erhöht und das Kursziel von 75 auf 110 Euro hochgeschraubt. Die Erwartungen für Gewinne im Bereich Engineering und die Synergieeffekte seien angehoben worden, hieß es zur Begründung.
Auch Papiere von Deutsche Börse <DB1.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) profitierten mit plus 1,56 Prozent auf 120,55 Euro von einem positiven Analystenkommentar. Morgan Stanley sieht den Börsenbetreiber weiter als Profiteur der schwankungsanfälligen Aktienmärkte und empfiehlt die Aktie als "Top Pick" weiter zum Kauf.
In der zweiten Reihe sprangen AWD Holding <AWD.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) mit plus 8,11 Prozent auf 23,72 Euro an die MDAX-Spitze. Es kursierten Gerüchte um ein Übernahmeinteresse der Deutschen Bank <DBK.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs), sagten Händler. "Das ist aber sehr unwahrscheinlich", kommentierte ein Börsianer.
Tognum-Anteile <TGM.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) gewannen nach endgültigen Zahlen 1,16 Prozent auf 19,19 Euro. Die Ergebnisse hätten die vorläufigen Zahlen bestätigt, sagte ein Händler. Dabei trete das neu veröffentlichte Nettoergebnis wegen eines steuerlichen Sondereffekts in der Bedeutung hinter dem bereits zuvor über den Erwartungen liegenden operativen Gewinn zurück, fügte ein Börsianer an.
Aktien von GPC Biotech <GPC.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) schossen mit plus 8,81 Prozent auf 3,58 Euro an die TecDAX-Spitze. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, befindet sich das Biotechunternehmen in den USA auf Partnersuche. Ein Börsianer hielt den Neuigkeitswert allerdings für gering. "GPC hat bereits mehrfach erklärt, dass man Ausschau nach einem geeigneten Fusionspartner hält".
Titel von Wirecard <WDI.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) verteuerten sich um 2,69 Prozent auf 10,32 Euro. Die WestLB hat die Titel des Anbieters von Zahlungsabwicklungen von "Add" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 13,40 Euro bestätigt.
Papiere des Straßenkarten-Produzenten TeleAtlas <TA6.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) verloren 2,51 Prozent auf 28,32 Euro. TomTom <TOM2.ASX> <OEM.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) verlängert die Angebotsfrist für die Übernahmeofferte durch den Navigationsgeräte-Hersteller./ag/la/gl
AXC0057 2007-11-28/09:47
Wall Street: Fed bringt die Bullen zurück
Den ganzen November lang ging es an der Wall Street abwechselnd auf und ab, und stets hatten die Bären die Oberhand. Am Mittwoch wendete sich das Blatt: Den zweiten Tag in Folge stürmten die Bullen über das Parkett; die amerikanischen Börsen sahen eine beeindruckende Rallye zur Wochenmitte.
Der Dow-Jones-Index verbesserte sich am Mittwoch um 331 Zähler oder 2,6 Prozent auf 13 289 Punkte und hat damit binnen zweier Handelstage mehr als 500 Punkte gutgemacht. Am Montag waren die Blue Chips erstmals um mehr als 10 Prozent unter ihre jüngsten Höchststände gerutscht und hatten damit offiziell eine Korrektur markiert.
Die Performance der übrigen Indizes war ebenso stark: Der marktbreite S&P-500-Index kletterte um 40 Zähler oder 2,8 Prozent auf 1469 Punkte, und die Hightech-orientierte Nasdaq schloss mit einem Plus von 82 Zählern oder 3,2 Prozent bei 2662 Punkten.
Eine ganze Reihe von Gründen hatte die Bullen auf das Parkett zurückgebracht. Bernanke-Vize Donald Kohn machte Anlegern mit einer Konjunkturanalyse am Morgen Hoffnung auf eine Zinssenkung und widersprach damit bisherigen Äußerungen der Notenbank. Anleger hatten sich zuletzt immer mehr damit abgefunden, dass die Fed den Leitzins nicht weiter senken würde.
Dass das Beige Book der Notenbank am Mittag recht schwach gemeldet wurde, verstärkt die Hoffnung der Anleger auf Schützenhilfe. Zudem blieben die Bestellungen langlebiger Güter mit einem Minus um 0,4 Prozent enttäuschend, zumal hohe Militärbestellungen steile Einbrüche in anderen Sektoren verdeckten. Die Rüstungsbranche ausgenommen fiel der Index um 0,9 Prozent.
Dem Markt kam zudem recht, dass der Ölpreis erneut steil nachgab. Die jüngsten Spekulationen um eine Anhebung der Förderquoten durch die Opec wühlen die Rohstoffmärkte auf, und der Ölpreis schloss am Mittwoch unter 91 Dollar pro Fass. Damit hat das Schwarze Gold seit Wochenbeginn mehr als 7 Prozent abgegeben und ist von der 100-Dollar-Marke wieder deutlich abgerückt.
Mit dem Ölpreis fällt der Inflationsdruck, was der Notenbank im Falle einer Zinssenkung nur entgegenkommen würde. Von einer möglichen Zinssenkung würde vor allem der Finanzsektor profitieren, weshalb es in den Sektor am Mittwoch die größten Gewinner gab – zumal zahlreiche Shorts eingedeckt wurden. Citigroup kletterte um 7 Prozent, und auch J.P. Morgan und American Express gehörten zu den besten Papieren im Dow.
Außerhalb des Dow verbesserten sich die Aktien von Fannie Mae um fast 10 Prozent und die Papiere von Freddie Mac um 14 Prozent. Der halbstaatliche Hypothekenleiher gibt neue Aktien über 6 Milliarden Dollar aus, um an dringend notwendiges Kapital zu kommen. Gleichzeitig senkt man die Dividende um 50 Prozent auf 25 Cent pro Aktie.
Das Bankhaus Wells Fargo bildet unterdessen Rückstellungen von 1,4 Milliarden Dollar um Kreditausfälle zu decken. Das schockierte Anleger nicht; die Aktie kletterte um 3 Prozent.
Lars Halter -
30.11.2007 10:07
DAX am Morgen: Leicht positiv, weitere Zinssenkungsphantasien
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der DAX kann den dritten Tag infolge zulegen und klettert aktuell um 0,37 Prozent auf 7.794,03 Punkte. Der MDAX verbucht daneben ein Plus von 0,49 Prozent auf 9.763,63 Zähler. Die Wall Street hat am Vorabend gut behauptet geschlossen. Nach US-Börsenschluss schürte Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank, allerdings weitere Zinssenkungsphantasien. Die Börsen in Fernost reagierten mit recht deutlichen Kursgewinnen. Am Nachmittag wird es noch einmal Spannend. So stehen in den USA Zahlen zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben, der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und neue Baudaten auf dem Programm.
Die Aktie der Deutschen Post profitiert von der gestrigen Entscheidung der Koalition, einen Post-Mindestlohn einzuführen. Der Titel führt die Gewinnerliste mit einem Plus von knapp 2 Prozent an. Papiere des Technologiekonzerns Infineon legen nach einer positiven Studie der UBS auf dem zweiten Rang 1,6 Prozent zu. Gesucht sind ferner TUI, BMW und die Deutsche Börse. METRO wiederum bilden mit einem Abschlag von einem knappen Prozent das Schlusslicht.
In der zweiten Reihe ist die Aktie der IKB einen Blick wert. Die angeschlagene Mittelstandsbank soll einem Pressebericht zufolge verkauft werden. Der Titel steigt momentan um mehr als 7 Prozent. In die Liste der größten Gewinner reihen sich außerdem KUKA, Fraport und LEONI ein. HOCHTIEF bröckeln als Schlusslicht um 2 Prozent ab.
Unternehmensmeldungen:
Aktuellen Presseberichten zufolge ist nach der Neuordnung des Vorstands der Siemens AG (ISIN DE0007236101 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 723610) nun der Aufsichtsrat dran. So zieht sich ein Großteil der Arbeitgeberseite in dem Gremium zurück, berichtete "Spiegel-Online" am Donnerstagabend. Wie der "Spiegel" aus Aufsichtsratskreisen erfuhr, geben eine Reihe älterer Mitglieder wie Henning Schulte-Noelle, Aufsichtsratschef der Allianz SE (ISIN DE0008404005 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 840400), Ex-HypoVereinsbank-Chef Albrecht Schmidt oder der Wissenschaftler Walter Kröll ihr Mandat auf. Dafür sollen rund ein halbes Dutzend prominente Topmanager nachrücken.
Die schwer angeschlagene IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 806330) soll aktuellen Presseberichten zufolge verkauft werden. Dies berichtete das "Handelsblatt" am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf den IKB-Großaktionär Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Der Zeitung zufolge hat sich der Bankenpool in seiner Sitzung am Donnerstag auf dieses Ziel verständigt.
Das Beteiligungsunternehmen ARQUES Industries AG (ISIN DE0005156004 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 515600) hat sämtliche Anteile an dem Consumer-Electronics-Unternehmen SM Electronic übernommen. Verkäufer ist die Thomson-Gruppe, die sich künftig auf ihr Kerngeschäft konzentrieren möchte. Wie der Konzern heute erklärte, ist SM Electronic im Segment der Empfangstechnologie (Satellitenreceiver und -spiegel) tätig und erwirtschaftet mit rund 200 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 60 Mio. Euro in 2006. (30.11.2007/ac/n/m)
30.11.2007 12:04
Aktien Frankfurt: Fest - Positive Vorgaben und niedriger Ölpreis stützen
Die meisten deutschen Aktien haben am Freitag ihre Vortagesgewinne peu a peu ausgebaut. So stieg der DAX <DAX.ETR> bis zum Mittag um 1,15 Prozent auf 7.854,57 Zähler. Der MDAX <MDAX.ETR> legte um 1,19 Prozent auf 9.831,48 Punkte zu. Der TecDAX <TDXP.ETR> rückte um 1,41 Prozent auf 964,19 Zähler vor.
Analyst Peter Worel von der Bayersischen Landesbank zufolge sorgen die positiven Vorgaben aus den USA für etwas Bewegung. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) <INDU.DJI> hatte am Donnerstag nach Xetra-Handelsschluss noch rund neun Punkte verloren, aber mit einem leichten Plus geschlossen. Zusätzlich treibe der wieder leichtere Ölpreis die Kurse an, ergänzte der Experte. Auch die Vorgaben aus Asien waren positiv ausgefallen.
An der DAX <DAX.ETR>-Spitze legten die Titel von ThyssenKrupp <TKA.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) um 4,22 Prozent auf 40,30 Euro zu. "Die Aktien waren zuletzt überkauft, so dass die Anleger in dem freundlichen Marktumfeld jetzt wieder einsteigen", sagte der Experte der Bayerischen Landesbank.
Titel von Deutsche Post <DPW.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) gewannen 3,39 Prozent auf 23,50 Euro. Händler verwiesen auf die am Vorabend in der großen Koalition erreichte Einigung über ein neues Post-Mindestlohn-Gesetz. Die Einigung schränke den Wettbewerb im Postbereich eher ein und sei deshalb positiv für die Deutsche Post, sagten Händler. Die Wettbewerber würden aber dennoch Wege finden, die Zahlung von substanziell höheren Löhnen zu umgehen, schränkte ein Analyst von Sal. Oppenheim ein.
Auch Umstufungen sorgten für Bewegung. So hat die UBS die Titel von Infineon Technologies <IFX.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) mit "Buy" und einem Kursziel von 10,40 gestartet. Der Halbleiterkonzern befinde sich in seinem Kerngeschäft auf Erholungskurs, schrieb Analyst Nicolas Gaudois in einer Studie. Infineon-Aktien waren einer der Favoriten der Anleger und stiegen zuletzt um 3,00 Prozent auf 8,25 Euro.
Am Indexende gaben hingegen Anteile von METRO <MEO.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) 1,73 Prozent auf 61,95 Euro nach. Analysten verwiesen vor allem auf enttäuschende Einzelhandelsumsätze in Deutschland als Belastungsfaktor. "Die kräftigen Preissteigerungen bei den Lebensmitteln und im Energiesektor könnten die Stimmung der Verbraucher dämpfen", sagte Analyst Andreas Hamann von der Hamburger Sparkasse.
Im MDAX stiegen die Anteile der IKB Deutsche Industriebank <IKB.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) um 3,77 Prozent auf 8,25 Euro. Die WestLB verwies auf Nachrichten vom Donnerstag, die immer noch nachwirkten. Positive Aussagen zum Neugeschäft hatten die Aktien in die Höhe getrieben. Papiere von HOCHTIEF <HOT.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) verloren hingegen am Indexende 1,55 Prozent auf 91,56 Euro. Goldman Sachs hat die Aktien des Baukonzerns mit der Einschätzung "Sell" und einem Kursziel von 58,63 Euro gestartet.
Die Anteilsscheine von Versatel <VTW.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) gaben im TecDAX 4,47 Prozent auf 21,36 Euro ab. Händlern zufolge haben Börsianer eine negative Studie der UniCredit zum Anlass genommen, sich von den Anteilen des Telekomanbieters zu trennen. Zur Begründung schrieben die Analysten, die Gespräche der beiden größten Anteilseigner United Internet <UTDI.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) und Apax über die Zukunft von Versatel dürften scheitern. Die Auffassungen über den Wert des Telekomanbieters gingen zu weit auseinander.
Abseits der großen Indizes brachen im SDAX <SDXP.ETR> die Aktien von Balda <BAD.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) um 9,30 Prozent auf 9,07 Euro ein. Der Handyzulieferer will sich frisches Kapital beschaffen. Händler sagten, offensichtlich sollten die Gerüchte vom Vortag, dass vier Elektronik-Konzerne aus Asien den Balda-Vorstand auf eine strategische Partnerschaft angesprochen hätten, den Aktienkurs nach oben treiben, um bei einer Kapitalerhöhung mehr einzunehmen. Die WestLB senkte die Einstufung von "Reduce" auf "Sell" und das Kursziel von 8,30 auf 7,30 Euro. Zur Begründung hieß es, die Kapitalerhöhung zeige die Refinanzierungsprobleme des Unternehmens./la/gl
AXC0127 2007-11-30/12:02
30.11.2007 21:55
US Indizes Bullische Handelswoche
Nasdaq Composite: 2656,55 Punkte
Dow Jones: 13354,73 Punkte
Die US Indizes wurden in dieser Handelwoche von einer dynamischen Rallye geprägt. Die Märkte konnten sich deutlich erholen und der Nasdaq Composite sogar zwischenzeitlich bis 2700 Punkte ansteigen. Hier erläuft ein markanter Horizontalwiderstand. Dieser Bereich dürfte für die nächste Handelswoche interessant werden. Letztendlich wird ein Kursanstieg darüber benötigt, um weitere Kurszuwächse zu ermöglichen. Belastet wird der Markt durch den relativ schwachen Technology Index, relative Stärke zeigt sich im Airline Index. Der Dow Jones konnte in dieser Handelswoche ebenfalls deutlich zulegen, scheitert heute aber am 13500er Widerstand. Dieser Kursbereich ist entsprechend relevant. Aktuell befinden sich die US Indizes in einer kurzfristig angesetzten Konsolidierungsphase. Grundsätzlich sollten dabei Kursabschläge bis 13200 Punkte nicht überraschen. Wir dürfen auf eine spannende nächste Handelswoche gespannt sein.
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc8016.gif
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03.12.2007 07:52
Aktien Tokio Schluss: Uneinheitlich
Die Tokioter Aktienbörse hat am Montag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei 225 <N225.FX1> ging mit einem Minus von 0,33 Prozent bei 15.628,97 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste TOPIX <TOKS.FX1> legte dagegen um 0,28 Prozent auf 1.532,16 Zähler zu. Nach den Kurszuwächsen der vergangenen Handelstage hätten Anleger Gewinne eingestrichen, sagten Händler. Zudem habe der wieder stärkere Yen auf die Stimmung gedrückt und vor allem Exportwerte belastet./sc/ck
AXC0018 2007-12-03/07:50
03.12.2007 11:01
Aktien TecDAX: Knapp behauptet; MorphoSys profitieren von Novartis-Kooperation
Der TecDAX <TDXP.ETR> ist am Montag nach einem gut behaupteten Handelsstart ins Minus gerutscht. Der deutsche Technologiewerte-Index verlor am späten Vormittag 0,35 Prozent auf 966,82 Zähler. Händlern zufolge ist MorphoSys Hauptthema - ansonsten sei es ruhig.
MorphoSys-Aktien <MOR.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) sprangen dank der Ankündigung einer langjährigen Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit dem Schweizer Pharmakonzern Novartis <NOVN.VTX> <NOT.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) um 20,39 Prozent auf 50,25 Euro hoch. "Für MorphoSys sind solche strategischen Kooperationen essenziell wichtig und Novartis ist ein sehr namhafter Partner", sagte ein Händler. Allerdings werde aus seiner Sicht die Nachricht derzeit etwas überbewertet. Wegen Beratungskosten in Höhe von 6 Millionen Euro will MorphoSys die Finanzprognosen für das Gesamtjahr überprüfen. "Das liest sich zunächst wie eine mögliche Gewinnwarnung - wegen der aussichtsreichen Kooperation spielt das aber keine Rolle", sagte ein weiterer Händler.
Analystenkommenatare sorgten bei anderen Einzelwerten für Kursausschläge. AIXTRON <AIX.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) profitierten von einer Kurszielerhöhung durch die Deutsche Bank von 8,00 auf 12,00 Euro mit der bestätigten Empfehlung "Buy". Conergy <CGY.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) legten lauf Händlern wegen einer Hochstufung durch die Societe Generale von "Sell" auf "Hold" um weitere 1,64 Prozent auf 28,44 Euro zu. Bechtle <BC8.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) fielen dagegen um 1,67 Prozent auf 29,38 Euro. Die WestLB stufte das Papier von "Buy" auf "Add" ab und nannte ein Kursziel von 33,50 Euro./fat/ck
AXC0079 2007-12-03/11:00
03.12.2007 11:37
XETRA-START/Uneinheitlich - AWD und MorphoSys haussieren
DJ XETRA-START/Uneinheitlich - AWD (Nachrichten/Aktienkurs) und MorphoSys (Nachrichten/Aktienkurs) haussieren
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt startet uneinheitlich in den Montag. Der DAX steht gegen 10.30 Uhr mit 7.865 Punkten 5 Punkte unter dem Schlussniveau vom Freitag. Händler meinen, bereits die Vorlagen von den Auslandsbörsen lieferten ein gemischtes Bild. Etwas gestützt wird die Stimmung von Übernahmefantasie, nachdem Swiss Life für AWD 30 EUR je Aktie und damit einen Aufschlag von 30% geboten hat. Mit 29,84 EUR liegen AWD knapp unter dem Übernahmegebots-Preis. Branchenkonkurrent MLP legen um 14,1% auf 11,21 EUR zu.
Am Nachmittag rücken laut Händlern Konjunkturdaten mit dem ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe im November und die US-Kfz-Absätze in den Blick. Positive DAX-Impulse könnten laut Händlern zunächst am Widerstand bei 7.950 Punkten auslaufen, unterstützt ist der Index bei 7.800.
Im Blick stehen laut Händlern auch MorphoSys wegen der Kooperation mit Novartis. Morphosys steigen um gut 21% auf 50,40 EUR. Daneben liegen einige Finanztitel weiter auf Erholungskurs. So sind Hypo Real Estate zunächst größter DAX-Gewinner mit einem Aufschlag von 1,6% auf 36,81 EUR. Auch Commerzbank und Postbank legen zu.
Auf der anderen Seite fallen adidas um 0,5% auf 45,24 EUR. RWE geben um 0,3% auf 93,17 EUR nach und E.ON um 0,6% auf 138,49 EUR. Händler meinen, eine große Platzierung in der französischen EDF könnte die Versorger europaweit etwas belasten. Im TecDAX gewinnen Aixtron 3,5% auf 8,84 EUR, nachdem die Deutsche Bank das Kursziel auf 12 von 8 EUR erhöht hat.
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 217, herbert.rude@dowjones.com
DJG/hru/mod/raz
(END) Dow Jones Newswires
December 03, 2007 04:35 ET (09:35 GMT
Wall Street: Leichte Verluste nach der Fed-Rallye
Die amerikanischen Börsen haben am Montag mit leichten Verlusten geschlossen, halten sich aber angesichts der jüngsten Gewinne recht stabil. Schwache Konjunkturdaten lassen weiter auf eine Zinssenkung hoffen, zumal Washington auch im Hypotheken-Sektor seine Bereitschaft zeigt, in das Marktgeschehen einzugreifen.
So waren es zum Wochenstart keine fundamentalen Zweifel, die die großen Indizes abrutschen ließen, sondern eher Gewinnmitnahmen im Rahmen einer Orientierung. Der Dow-Jones-Index gab jedenfalls um 26 Zähler oder 0,2 Prozent auf 13 314 Punkte ab, während der marktbreite S&P-500-Index mit einem Abschlag von 8 Zählern oder 0,6 Prozent bei 1472 Punkten schloss.
Die Hightech-lastige Nasdaq hatte es zum Wochenstart noch etwas schwerer und schloss mit einem Minus von 23 Zählern oder 0,9 Prozent bei 2637 Punkten.
Der Einkaufsmanagerindex über die Aktivitäten im Dienstleistungssektor fiel für den November minimal auf 50,8 Punkte. Damit liegt der Index zwar weiter im Expansionsbereich, signalisiert aber immer schwächeres Wachstum und damit einen weiteren Anlass für die Notenbank, die Zinsen zu senken.
Genau diese Möglichkeit haben Fed-Chef Ben Bernanke und andere Vertreter der Notenbank in den letzten Tagen mehrfach in Aussicht gestellt. Und auch an anderer Stelle greift Washington in den Markt ein. Das Finanzministerium steht kurz vor einer Einigung mit den Kreditinstituten, die Zinsen für variable Hypotheken einzufrieren. Damit könnte verhindert werden, dass mehr als 2 Millionen Hypotheken im nächsten Jahr teurer werden und der Immobilienmarkt durch eine Rekordzahl von Zwangsversteigerungen zusätzlich belastet wird.
Im Mittelpunkt des Interesses stand am Montag die Autobranche. Der amerikanische Marktführer General Motors blickt für den November auf einen Absatzeinbruch von 11 Prozent und schneidet damit deutlich schlechter ab als erwartet. Etwas stabiler zeigt sich Chrysler mit einem geringen Einbruch, und bei Ford sind die Umsätze sogar um 0,6 Prozent gestiegen. Die asiatische Konkurrenz blickt allerdings nach wie vor auf die stärksten Zahlen: Bei Nissan und Honda gab es im November die höchsten Zuwächse, und auch Toyota legte zu.
GM gehörte zu den schwächsten Aktien im Dow, weitere hohe Verluste gab es für General Electric und für die Aktien von AIG und Microsoft, die alle um jeweils mehr als 2 Prozent abgaben.
Ein weiterer Dow-Verlierer war Citigroup mit einem Minus von 0,9 Prozent. Die weltgrößte Bank fährt die Aussichten und das Kursziel für das nächste Jahr zurück. Zudem hat Das Unternehmen ihre von Subprime-Problemen geplagten Kreditinvestitionen um 17 Milliarden Dollar abgebaut. Die übrigen drohen von Moody´s abgestuft zu werden.
Der Onlinebroker E-Trade rutschte um 12 Prozent ab. Das Unternehmen, das in der vergangenen Woche eine Finanzspritze von der Investmentgruppe Citadel erhalten hat, wird bei der Bank of America auf „Verkaufen“ abgestuft.
Einen großen Gewinner brachte der „Merger Monday“ mit sich: Der Medien- und Mobilfunkriese Vivendi kauft für 18,9 Milliarden Dollar Activision, das Unternehmen hinter „Guitar Hero“. Vivendis Spielabteilung Blizzard hat unter anderem „World of Warcraft“ im Programm und dürfte gemeinsam mit Activision verstärkt Druck auf den Branchenriesen Electronic Arts ausüben. Acitivision kletterte um 13 Prozent.
Lars Halter
04.12.2007 10:40
XETRA-START/DAX gut behauptet - Thyssen nach Zahlen schwach
DJ XETRA-START/DAX gut behauptet - Thyssen nach Zahlen schwach
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag gut behauptet in den Handel gestartet. Der DAX legt um 9.30 Uhr um 9 Punkte auf 7.846 zu. Die Vorgaben aus den USA und Asien werden im Handel leicht negativ eingestuft. Auf der anderen Seite ist zu erkennen, dass weiterhin Kaufinteresse aus Asien und den Ölstaaten am deutschen Aktienmarkt besteht, heißt es aus dem Handel. Charttechnisch handelt der DAX im neutralen Bereich, eine gute Unterstützung wird bei 7.800 Punkten gesehen, auf dem Weg nach oben liege bei 7.880 Punkten ein stärkerer Widerstand.
Die Zahlen von ThyssenKrupp (Nachrichten/Aktienkurs) sind nach Aussage von Marktteilnehmern solide ausgefallen, hätten allerdings die teilweise hoch gesteckten Ziele nicht erfüllt. Die Aktie leidet unter Gewinnmitnahmen und verliert 4% auf 38,39 EUR. Der Ausblick für das kommenden Jahr wird von Marktteilnehmern als konservativ eingestuft, die Anhebung der Dividende auf 1,30 EUR bleibe hinter den Schätzungen einiger Analysten zurück. Nach den kräftigen Kursgewinnen am Vortag geben Hypo Real Estate um 1,7% auf 36,34 EUR nach. Lufthansa verlieren nach einer Kurszielsenkung durch die Analysten von Goldman Sachs um 1,8% auf 17,85 EUR.
Gute Xetra- und Eurex-Umsätze im November sichern die Börse-Aktie laut Händlern nach unten ab. "Vor allem Hedge-Fonds und der Eigenhandel großer Banken sorgen für die hohen Volumenzuwächse", stellt ein Händler fest. Der Anteil dieser Trades am Gesamtvolumen belaufe sich mittlerweile auf mehr als 40% - mit steigender Tendenz. Deutsche Börse legen um 0,4% auf 125,07 EUR zu. Den stärksten Gewinner stellen Deutsche Post. Nachdem sich abzeichnet, dass die erwarteten Wettbewerber in der Briefzustellung mit der Einführung des Mindestlohnes ihre Pläne zurückstellen, legt die Aktie um 1,3% auf 23,75 EUR zu. Die Versorger E.ON und RWE halten den DAX mit Kursgewinnen von jeweils 0,5% im positiven Terrain.
Mit schwachen Vorgaben des Wettbewerbers Fanuc aus Japan verlieren Kuka aus dem MDAX 1,4% auf 27 EUR. Im TecDAX stehen die Solarwerte unter Abgabedruck. Die Analysten der Citigroup haben Q-Cells auf "Hold" nach "Buy" heruntergestuft, die Aktie verliert 4% auf 88,34 EUR, Conergy geben um 4% auf 25,30 EUR nach. Bei Versatel weicht die Spekulation auf eine Aufstockung der Beteiligung durch United Internet, die Aktie verliert 4% auf 20,52 EUR.
DJG/thl/bek/raz
(END) Dow Jones Newswires
04.12.2007 16:31
US Indizes - Schwache Eröffnung wird vorsichtig gekauft - Erste Tendenz
Nasdaq Composite: 2.626,22 Punkte
Dow Jones: 13.272,46 Punkte
Die US Indizes haben den heutigen Handel etwas schwächer eröffnet und erholen sich zunächst leicht. Stärke zeigt sich im Computer- und im Goldsektor, schwach zeigt sich der Finanzsektor.
Der Nasdaq Index korrigierte gestern moderat abwärts und markiert zum heutigen Handelsstart ein neues Korrekturtief im gestern genannten Zielbereich bei 2.610 - 2.617 Punkten. Aktuell erholt sich der Index leicht, die nächsten Widerstandsbereiche notieren bei 2.645 - 2.650 und 2.670 Punkten. Über 2.670 könnte wieder Kaufdruck aufkommen, und ein Anstieg bis 2.700 und 2.725 Punkte erfolgen. Unter 2.607 drohen weitere Abgaben bis 2.580 und 2.550 Punkte. Der Dow Jones korrigierte gestern moderater und erreichte das Ziel bei 13.100 - 13.150 Punkten nicht. Fällt er heute unter signifikant 13.230 Punkte zurück, könnte dieser Preisbereich noch erreicht werden. Über 13.360 Punkten sollte wieder Kaufdruck aufkommen und ein Anstieg bis 13.500 und darüber 13.692 Punkte vollzogen werden.
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
https://ssl.godmode-trader.de/charts/46/2005/Intradaycheck725.gif
https://ssl.godmode-trader.de/charts/46/2005/Sektoren930.gif
04.12.2007 16:43
Put/Call - Ratio - Bärisches Sentiment
Die Ratio der gehandelten Aktienoptionen steigt nach der Eröffnung deutlich an und zeigt bei einem Stand von 1,24 eine Zunahme des bärischen Sentiments. Auf dem aktuellen Niveau dürfte das kurzfristige Sentiment zunächst hemmend gegenüber sofort weiter fallenden Notierungen wirken.
http://img.godmode-trader.de/charts/46/2005/pc483.gif
Die Ratio der gehandelten Aktienoptionen lässt sich vor allem als Kontraindikator werten.
Ein Anstieg zeigt dabei eine Zunahme des Handels der Put-Optionen, also eine Neigung der Marktteilnehmer zur Spekulation auf fallende Notierungen. Erreicht diese Spekulation auf fallende Notierungen einen hohen Grad, geht also die Masse von fallenden Notierungen aus, dann ist dies ein Zeichen eines überverkauften Marktumfelds. Somit wird eine Gegenbewegung nach oben innerhalb des Gesamtmarktes wahrscheinlicher. Zumindest, da zu diesem Zeitpunkt bereits in größerem Ausmaß Put-Optionen gekauft wurden sowie wahrscheinlich auch Aktienbestände verkauft wurden, ist eine Stabilisierung des Marktes wahrscheinlicher.
Die Ratio lässt sich nicht als konkreter Signalgeber für ein Handelssignal sehen, zeigt aber im Zusammenhang zur Marktbewegung häufig ein Übergewicht der Stimmung der Marktteilnehmer in bullischer oder bärischer Richtung an. Dieses sollte dann auf absehbare Zeit zu einer Gegenbewegung des Gesamtmarktes oder zumindest zu einer Stabilisierung führen. Im Bereich von ca. 0,40-1,00 ist die Ratio dabei völlig neutral und kann nicht als Kontraindikator genutzt werden. Oberhalb von 1,00 wird das Sentiment bärisch und lässt eine Markterholung wahrscheinlicher werden. Unter 0,40 ist das Sentiment bullisch und lässt tendenziell eine anstehende Konsolidierung wahrscheinlicher werden.
(© BörseGo AG 2007, Autor: Rain André, Charttechniker, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
Wall Street: Abwärts trotz Zins-Optimismus
Die amerikanischen Börsen haben den Dienstagshandel erneut im Minus begonnen. Obwohl Konjunkturdaten und Fed-Kommentare eine Zinssenkung in der nächsten Woche immer wahrscheinlicher machen, ist der Markt nach der jüngsten Rallye verunsichert. In der Orientierungsphase haben die Bären die Oberhand.
Eine Viertelstunde nach Handelsbeginn verliert der Dow-Jones-Index 62 Zähler oder 0,5 Prozent auf 13 250 Punkte, während der marktbreit gefasste S&P-500-Index um 10 Zähler oder 0,7 Prozent auf 1462 Punkte nachgibt.
Die Hightech-lastige Nasdaq handelt mit einem frühen Minus von 17 Zählern oder 0,7 Prozent bei 2619 Punkten.
Eine Woche vor der nächsten Sitzung der Notenbank blickt der Markt ausschließlich auf die Zinsentscheidung. Nachdem man bis vor einer Woche wegen der offiziellen Kommentare des Offenmarktausschusses noch mit einem gleichbleibenden Leitsatz gerechnet hatte, haben in den letzten Tagen Fed-Chef Ben Bernanke und drei weitere Gouverneure eine Zinssenkung nahegelegt. Am Montag erklärte noch Janet Yellen von der San Francisco Fed, dass die Wirtschaft schwächer dastehe als befürchtet.
Auf dem Parkett rechnet man mittlerweile fest mit einer Zinssenkung, Insider gehen sogar von einem Schritt um 50 Basispunkte aus. Ob und wie weit die Fed an der Zinsschraube drehen wird, dürfte maßgeblich an den Daten zum Arbeitsmarkt im November liegen, die am Freitag vorgelegt werden.
Außer auf die Fed blicken Anleger auch auf die Opec. Das Kartell der Öl-fördernden Staaten entscheidet zur Zeit über eine offizielle Erhöhung der Förderquoten. Vorab hält sich der Ölpreis stabil bei 89 Dollar pro Fass und hat damit seit einem Allzeit-Hoch vor einer Woche ganze 10 Prozent verloren.
Im Brokersektor macht eine Personalie Schlagzeilen: Zwei Wochen nachdem Merrill Lynch John Thain als neuen CEO angeheuert hat, unterschreibt jetzt auch Nelson Chai bei dem Broker. Chai war Thains Finanzchef bei der NYSE Euronext und soll auch bei Merrill Lynch in dieser Funktion stehen.
Auch bei Trump Entertainment, dem Kasinoriesen des New Yorker Milliardärs Donald Trump, verabschiedet sich der Finanzchef, der bei einem nicht genannten Konkurrenten im Kasino-Sektor unterkommen soll. Die Trump-Aktie verliert im frühen Handel 5 Prozent.
Um eine Trennung geht es auch beim Steuer- und Finanzdienstleister H&R Block. Das Unternehmen löst eine Vereinbarung auf, nach der die Investorengruppe Cerberus Capital Magagement die Hypotheken-Sparte übernehmen wollte. H&R Block verliert im frühen Handel mehr als 6 Prozent.
Im Dow gehört derweil Merck zu den Verlierern. Der Pharmazeut hält für das laufende Geschäftsjahr an den Gewinnprognosen fest, senkt aber die Aussichten für 2008 deutlich unter die Erwartungen der Analysten. Statt einem Profit von 2,39 Dollar rechnet man nur mit 3,32 Dollar. Die Aktie gibt um 2,5 Prozent nach.
Ein weiterer Verlierer am Dienstagmorgen ist Delta Air Lines. Das Unternehmen warnt, im laufenden Quartal in die Verlustzone fallen zu können. Die Margen seien so niedrig, dass die höheren Benzinpreise den Profit auszuradieren drohten, heißt es. Um die Energiepreise sorgt man sich auch bei Southwest Airlines, wo man im nächsten Jahr die Flotte verkleinern will.
Lars Halter -
Wall Street: Banken und Broker drücken die Börse
Für die amerikanischen Börsen geht es in dieser Woche bergab. Nachdem die großen Indizes in der vergangenen Woche eine beachtliche Rallye gezeigt haben, geht den Bullen nun die Puste aus. Verkaufsdruck kommt vor allem aus dem Finanzsektor, in den übrigen Sektoren halten sich die Kursabgaben in Grenzen.
Der Dow-Jones-Index verlor am Dienstag 65 Zähler oder 0,5 Prozent auf 13 248 Punkte, während der marktbreit gefasste S&P-500-Index um 10 Zähler oder 0,7 Prozent auf 1462 Punkte nachgab.
Die Hightech-lastige Nasdaq schloss mit einem Minus von 17 Zählern oder 0,7 Prozent bei 2619 Punkten.
Eine Woche vor der nächsten Sitzung der Notenbank blickt der Markt zeichnet sich immer mehr eine Zinssenkung ab. Mit Janet Yellen, der Präsidentin der San Francisco Fed, hat sich nun das vierte Fed-Mitglied mit entsprechenden Kommentaren geäußert; Insider gehen bereits von einem Schritt um 50 Basispunkte aus.
Hilfe für den Markt wird auch von der Opec erwartet. Das Kartell der Öl-fördernden Staaten entscheidet am Mittwoch über eine Erhöhung der Förderquoten. Vorab hält sich der Ölpreis stabil bei 89 Dollar pro Fass und hat damit seit einem Allzeit-Hoch vor einer Woche ganze 10 Prozent verloren.
Im Mittelpunkt des Interesses standen am Dienstag die Finanzwerte. Die Analysten von vier großen Häusern haben in den letzten Tagen Broker-Papiere abgestuft, zuletzt kamen entsprechende Kommentare von J.P. Morgan. Zu den Verlierern gehörten vor allem Bear Stearns und Goldman Sachs, aber auch die Papiere von Morgan Stanley und Lehman Brothers.
Die Finanzaktien im Dow schlossen ebenfalls im roten Bereich: Citigroup und J.P. Morgan sowie die Aktien von AIG und American Express gehörten zu den schwächsten Blue Chips.
Außerhalb des Index wurden auch die Hypotheken-Papiere verkauft, was zu Verlusten bei Freddie Mac und Fannie Mae sowie bei Countrywide Financial führte.
Im Minus schloss auch Merrill Lynch trotz einer positiven Personalie: Nachdem das Brokerhaus John Thain als neuen CEO angeheuert hat, unterschreibt jetzt auch Nelson Chai bei dem Broker. Chai war Thains Finanzchef bei der NYSE Euronext und soll auch bei Merrill Lynch in dieser Funktion stehen.
Auch bei Trump Entertainment, dem Kasinoriesen des New Yorker Milliardärs Donald Trump, verabschiedet sich der Finanzchef, der bei einem nicht genannten Konkurrenten im Kasino-Sektor unterkommen soll. Die Trump-Aktie verlor 8 Prozent.
Im Dow gehörte derweil Merck zu den Verlierern. Der Pharmazeut hält für das laufende Geschäftsjahr an den Gewinnprognosen fest, senkt aber die Aussichten für 2008 deutlich unter die Erwartungen der Analysten. Statt einem Profit von 2,39 Dollar rechnet man nur mit 3,32 Dollar. Die Aktie gab um 0,5 Prozent nach.
Lars Halter
06.12.2007 10:40
TecDAX am Morgen: Im Plus, GPC Biotech steigt ab
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Wachstumswerte befinden sich auch nach der gestrigen Kursrallye im Höhenflug. Gestützt von starken Vorgaben aus Übersee gewinnt der TecDAX aktuell 0,90 Prozent auf 988,21 Punkte. Am Nachmittag dürfte die Zinsentscheidung der EZB in den Fokus der Anleger rücken.
Werte aus dem Solarbereich zählen erneut zu den Favoriten. So gewinnen ersol an der Indexspitze aktuell mehr als 5 Prozent. Conergy steigen daneben um knapp 4 Prozent, SOLON um gut 2 Prozent und Q-Cells um 1,5 Prozent. Deutlich im Plus notieren außerdem Wirecard, Kontron und United Internet.
Dagegen knicken Papiere von GPC Biotech um mehr als 6 Prozent ein. Wie die Deutsche Börse am Vorabend bekannt gab, wird der Titel des Biotechnologiekonzerns durch Papiere von centrotherm ersetzt. Die Aktie des Solarindustrie-Zulieferers gewinnt momentan über 5 Prozent. Der augenscheinliche Kurseinbruch bei Rofin-Sinar ist auf den heute durchgeführten Aktiensplit zurückzuführen.
Unternehmensmeldungen:
Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 581005) gab am Mittwochabend nach Börsenschluss die zum 27. Dezember in Kraft tretenden Veränderungen innerhalb der einzelnen Aktienindices bekannt. Neu in den TecDAX wird im Rahmen der Fast-Entry-Regel die Aktie von centrotherm photovoltaics AG (ISIN DE000A0JMMN2 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN A0JMMN) aufsteigen, wo sie die Anteilsscheine von GPC Biotech AG (ISIN DE0005851505 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 585150) ersetzen wird. (06.12.2007/ac/n/m)
06.12.2007 10:10
DAX am Morgen: Weiter freundlich, Deutsche Postbank auf Talfahrt
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Gestützt von positiven Vorgaben aus New York und Tokio nimmt der DAX am Donnerstagmorgen wieder die 8.000er Marke ins Visier. Aktuell rückt das Aktienbarometer um 0,31 Prozent vor und steht bei 7.969,49 Punkten. Für den MDAX geht es daneben um 0,11 Prozent auf 9.891,13 Zähler nach oben. Im Vorfeld der am Nachmittag anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank dürfte der weitere Handel aber eher in ruhigen Bahnen verlaufen.
Papiere von Infineon knüpfen nach positiven Analystenstimmen nahtlos an die äußerst starke Vortagesentwicklung an und gewinnen knapp 2 Prozent. Daneben befinden sich Titel der Deutschen Börse weiter auf Rekordfahrt und rücken um gut 2 Prozent vor. An der Indexspitze findet sich die Aktie der HRE mit +2,6 Prozent. Gesucht sind ferner Bayer und die Deutsche Bank.
Auf der anderen Seite fallen Anteilsscheine der Deutschen Postbank um knapp 2 Prozent zurück. Der Konzern will sein Nachsteuerergebnis bis 2010 auf 980 Mio. bis 1,015 Mrd. Euro steigern. Einige Anleger hatten aber offenbar mit einem stärkeren Zuwachs gerechnet. Im Sog der Postbank fallen auch Papiere der Deutschen Post um 1,4 Prozent zurück.
Techem sacken im MDAX um rund 3 Prozent ab. Die Aktie des Energiedienstleisters wird Ende Dezember durch die Anteilsscheine von GILDEMEISTER ersetzt. Titel des Werkzeugmaschinenherstellers steigen momentan um annähernd 4 Prozent. Air Berlin büßen im SDAX 2,6 Prozent ein. Wie die Fluggesellschaft heute erklärte, verlief das Passagierwachstum im November nach Plan, während die Auslastung der Flotte jedoch hinter den Erwartungen zurück blieb.
Unternehmensmeldungen:
Die Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 800100) hat heute ihre mittelfristigen Planziele bis 2010 konkretisiert. Wie das Kreditinstitut erklärte, peilt man im Rahmen des Strategieprogramms "Evolution for Growth: Leveraging our Platform" bis 2010 einen Vorsteuergewinn von 1,400 bis 1,450 Mrd. Euro an, während das Nachsteuerergebnis im Bereich von 980 bis 1,015 Mrd. Euro liegen soll. Die Cost-Income-Ratio im klassischen Bankgeschäft soll unterhalb der Marke von 58 Prozent liegen.
Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 581005) gab am Mittwochabend nach Börsenschluss die zum 27. Dezember in Kraft tretenden Veränderungen innerhalb der einzelnen Aktienindices bekannt. Demnach wird die Aktie der Techem AG (ISIN DE0005471601 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 547160) im MDAX durch die Anteilsscheine des Werkzeugmaschinenherstellers GILDEMEISTER AG (ISIN DE0005878003 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 587800) ersetzt. Im SDAX wird Highlight Communications AG (ISIN CH0006539198 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 920299) für GILDEMEISTER nachrücken. Außerdem ersetzt die Vorzugsaktie der Biotest AG (ISIN DE0005227235 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 522723) die Anteilsscheine von cash.life AG (ISIN DE0005009104 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 500910).
Die Fluggesellschaft Air Berlin plc (ISIN GB00B128C026 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN AB1000) hat im November 2007 zum siebten Mal in Folge mehr als zwei Millionen Passagiere in einem Monat befördert. Während das Passagierwachstum nach Plan verlief, blieb die Auslastung der Flotte im November jedoch hinter den Erwartungen zurück. Bei der Zusammenführung der Systeme zur Kapazitätssteuerung von Air Berlin und LTU gab es erhebliche technische Probleme. Diese hatten zur Folge, dass der ursprünglich vorgesehene Kapazitätsabbau für die Monate November und Dezember nicht in vollem Umfang realisiert werden konnte. (06.12.2007/ac/n/m)
07.12.2007 09:43
ROFIN SINAR - Klarer Kaufkandidat spätestens bei ...
Rofin Sinar (Nachrichten/Aktienkurs) - WKN: 902757 - ISIN: US7750431022
Börse : Xetra in Euro/ Kursstand: 32,23 Euro
Rückblick: In der ROFIN SINAR - Aktie gab es gestern einen Aktiensplit. Für 1 alte gab es 2 neue. Damit halbierte sich alle Werte im Chart. Die Bewegungsmuster sind davon aber nicht betroffen.
Die Aktie bildete im Oktober 2002 ein Tief bei 2,50 Euro aus und zog anschließend bis auf 16,27 Euro Februar 2002 an. Dieses Hoch überwand der TecDAX - Wert im November 2005, was zunächst eine Rallye bis 24,70 Euro auslöste. Danach entwickelte sich eine relativ flache Aufwärtsbewegung. Mitte November 2007 erfolgte der Ausbruch über die obere Begrenzung dieser flachen Aufwärtsbewegung, was auf eine mittelfristig Beschleunigung hindeutet. Die Aktie zog auch schnell auf 32,48 Euro an. Dieses Hoch erreichte die Aktie erst gestern. Bei 28,73 Euro verläuft aktuell die alte obere Begrenzung.
Charttechnischer Ausblick: In den nächsten Wochen könnte es in der ROFIN SINAR - Aktie noch zu einem Rückfall auf ca. 29,00 Euro kommen. Danach ist aber eine Rallye bis ca. 36,32 Euro möglich. Diese sollte eigentlich sehr dynamisch ablaufen. In kurzer Zeit würde dann also relativ viel Kapital in die Aktie fließen. Sollte die Aktie aber dynamisch unter 29,00-28,70 Euro abfallen, wären weitere Abgaben bis ca. 24,00 Euro möglich.
Kursverlauf vom 15.10.2004 bis 07.12.2007 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)
http://img.godmode-trader.de/charts/28/2006/coruscant3991.GIF
TecDAX am Mittag: Fester, SOLON platziert Wandelanleihe erfolgreich
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Wachstumswerte präsentieren sich zur Tagesmitte hin überwiegend fester. Der TecDAX gewinnt zurzeit 0,98 Prozent und steht bei 987,93 Zählern. Im weiteren Handelsverlauf stehen in den USA wichtige Arbeitsmarktdaten und die Verbraucherstimmung auf dem Programm.
MorphoSys erholen sich von den Gewinnmitnahmen der vergangenen Tage und rücken als Spitzenreiter um rund 10 Prozent vor. Gestützt von lobenden Analystenkommentaren gewinnen Wirecard auf dem zweiten Platz 6 Prozent. Deutlich fester tendieren außerdem Carl Zeiss, Drägerwerk und ADVA.
Im Solarsektor steigen unter anderem SOLON um 2,8 Prozent und SolarWorld um 2,6 Prozent. Erstere gaben zuvor die erfolgreiche Platzierung einer Wandelanleihe bekannt. Mit einem Abschlag von knapp 3 Prozent markiert die Aktie von Bechtle unterdessen das Indexende. In die Liste der größten Verlierer reihen sich außerdem AT&S und AIXTRON.
Unternehmensmeldungen:
Die SOLON AG (ISIN DE0007471195 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 747119) hat ihre Wandelanleihe erfolgreich platziert. Wie der Solartechnikspezialist heute erklärte, wurden die insgesamt 200.000 Wandelschuldverschreibungen zum Nennbetrag von jeweils 1.000 Euro im Rahmen des Bezugsrechtsangebots bei Altaktionären und qualifizierten Anlegern im In- und Ausland vollständig abgesetzt. Durch diesen Schritt fließen SOLON insgesamt vor Transaktionskosten 200 Mio. Euro zu. Das Unternehmen beabsichtigt, die Mittel zur Stärkung seiner Wachstumsstrategie und für mögliche strategische Investitionen einzusetzen.
Die WaveLight Laser Technologie AG (ISIN DE0005125603 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 512560) will sich von ihrem Geschäftsfeld der Intraokularchirurgie trennen. Wie das Ophthalmologieunternehmen heute bekannt gab, wird der Verkauf der 100-prozentigen Beteiligung an der WaveLight GmbH sowie die Trennung von der 30-prozentigen Beteiligung an der niederländischen MDP B.V. angestrebt. Über die Einzelheiten der geplanten Veräußerung wird derzeit verhandelt. Durch den Verkauf der Beteiligungen erwartet WaveLight außerordentliche Aufwendungen in Höhe von bis zu 5 Mio. Euro. (07.12.2007/ac/n/m)
Nasdaq Composite kämpft mit Widerständen
07.12.2007 - 12:13:47 Uhr
HSH Nordbank
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Experten bei der HSH Nordbank blicken auf die aktuelle Situation des Nasdaq Composite und dessen aktuellen Perspektiven.
Der Nasdaq Composite habe das obere Bollinger-Band erreicht und kämpfe mit dem Widerstandsbereich zwischen 2.700 und 2.725 Punkten. Der MACD weite sich aber weiter aus und auch der RSI sei noch ein Stück von der überkauften Zone entfernt. Bei guten fundamentalen Impulsen könnten weitere Widerstände geknackt werden. Solche gebe es bei 2.700 bis 2.725, bei 2.750 und bei 2.810 Zählern. Unterstützungen fänden sich bei 2.645, bei 2.610 und bei 2.500 bei 2.510 Stellen.
http://194.97.1.200/charts/1660000/20071207_1663858_1.gif
Dow Jones, zurück im Aufwärtstrend
07.12.2007 - 11:30:03 Uhr
Lang & Schwarz
Frankfurt (derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei Lang & Schwarz berichten von der derzeitigen Entwicklung des Dow Jones (DJ).
Die US Börsen seien mit einem kräftigen Plus aus dem Handel gegangen. Positive Impulse kamen nach Angaben der Marktbeobachter insbesondere von dem beschlossenen Notfallplan der US Regierung für überschuldete Hausbesitzer. Freddie Mac habe um 7,01 % auf 37,10, Countrywide Financial um 16,12 % auf 12,10, Merrill Lynch um 6,20 % auf 61,33, JP Morgan um 2,92 % auf 46,21 und AIG um 5,50 % auf 61,35 US-Dollar zugelegt. Einzelhändler wären mit Umsatzzahlen für den November in den Fokus gerückt. Target sei um 7,58 % auf 55,57 US-Dollar eingebrochen, Wal-Mart habe 0,76 % auf 49,27 US-Dollar gewonnen. Exxon Mobil sei nach gestiegenen Ölpreisen 1,69 % auf 91,44 US-Dollar gestiegen.
http://194.97.1.200/charts/1660000/20071207_1663803_1.gif
Der Dow Jones sei mit dem gestrigen Kursanstieg wieder in den primären, seit Juli 2006 bestehenden Aufwärtstrend zurückgekehrt. Die mittelfristige Indikatorenlage zeige sich positiv. Die kurzfristige Indikatorenlage ist nach Einschätzung der Analysten bei Lang & Schwarz ebenfalls positiv, der RSI signalisiere aber eine deutlich überkaufte Situation. Der Index habe kurzfristig Kurspotenzial bis 13.700 Punkte, die Wahrscheinlichkeit von Gewinnmitnahmen hätte aber deutlich zugenommen.
US-Börsenschluss
Investoren trennen sich von Palm-Aktien
von Alexander Brückner (Frankfurt)
Die Wall Street hat sich mit leichten Kursverlusten ins Wochenende verabschiedet. US-Konjunkturdaten gaben den Investoren keinen schlüssigen Hinweis auf die zukünftige Entwicklung. Die Aktien des Taschencomputerherstellers Palm brachen ein.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte unverändert bei 13.625 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 0,2 Prozent auf 1504 Zähler nach, und der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,1 Prozent auf 2706 Punkte.
Das US-Arbeitsministerium hatte kurz vor Börseneröffnung mitgeteilt, dass im November außerhalb der Landwirtschaft 94.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Experten hatten mit 90.000 gerechnet. "Nach dem jüngsten Arbeitsmarktbericht der USA sind wir nicht wirklich schlauer. Unter Einbeziehung der Revisionen fiel er sogar relativ schwach aus. Dagegen überraschte die Arbeitslosenquote mit einem leichten Rückgang", schrieb LBBW-Experte Matthias Huth. "Der US-Notenbank dürfte dieser Arbeitsmarktbericht nicht weiterhelfen. Daher bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass die US-Notenbank die Leitzinsen in der kommenden Woche auf 4,25 Prozent senken wird."
Auch die Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen entsprachen nahezu den Prognosen. Eine Warnung vor einem Quartalsverlust schickte die Papiere des Taschencomputerherstellers Palm auf Talfahrt. Die Aktien verbilligten sich zeitweise um mehr als 18 Prozent und lagen zuletzt noch 12,9 Prozent im Minus.
Im Dow Jones notierten die Papiere von American Express mit einem Verlust von 4,3 Prozent am Index-Ende. Die Analysten von Merill Lynch hatten die Titel von Kreditkartenunternehmen heruntergestuft, da geringere Konsumentenausgaben die Gewinne der Unternehmen begrenzen würden. Auch IBM gehörte mit einem Abschlag von 0,8 Prozent zu den Verlierern.
07.12.2007 22:22
Wall Street Schluss: US-Börsen gehen kaum verändert ins Wochenende
New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen verabschiedeten sich nach ruhigem Handel kaum verändert ins Wochenende. Vor der Leitzinsentscheidung des Fed am kommenden Dienstag hielten sich die Anleger mit neuen Engagements zurück. Auch die veröffentlichten Konjunkturdaten, unter anderem die US-Arbeitsmarktdaten, brachten keine entscheidenden Impulse. Der Dow Jones Industrial Average ging mit einem marginalen Plus von 0,04 Prozent bei 13.626 Punkten aus dem Handel. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,18 Prozent auf 1.505 Zähler. Der NASDAQ Composite gab um 0,1 Prozent auf 2.706 Punkte nach.
Mit Spannung waren die vor Handelsbeginn vorgestellten Arbeitsmarktdaten erwartet worden. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, verharrte die Arbeitslosenquote im November bei 4,7 Prozent, während Volkswirte mit einem Anstieg auf 4,8 Prozent gerechnet hatten. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft erhöhte sich um 94.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Anstieg um 70.000 Beschäftigte erwartet. Dabei stiegen allerdings die durchschnittlichen Stundenlöhne überraschend stark um 0,5 Prozent an.
Leicht unter den Erwartungen lag das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan. Die Stimmung der amerikanischen Konsumenten hat sich im Dezember überraschend deutlich verschlechtert: So sank der Gesamtindex von 76,1 auf 74,5 Punkte. Volkswirte waren lediglich von einem Rückgang auf 75,0 Punkte ausgegangen.
Daneben gab die Notenbank noch die Zahlen zu den US-Verbraucherkrediten bekannt. Insgesamt stieg das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite um 2,3 Prozent bzw. 4,7 Mrd. Dollar auf 2,490 Bio. Dollar. Der Anstieg fiel damit geringer aus erwartet. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Anstieg um 5,0 Mrd. Dollar ausgegangen.
An der Technologiebörse Nasdaq stand die Aktie von Palm massiv unter Druck. Der Handheld-Hersteller schockte seine Anleger am Vorabend mit einer drastischen Umsatz- und Gewinnwarnung. Daraufhin rutscht der Aktienkurs um 13 Prozent ab. Für das zweite Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz im Bereich von 345 bis 350 Mio. Dollar, nachdem man zuvor Erlöse zwischen 370 und 380 Mio. Dollar angepeilt hatte. Um Einmaleffekte bereinigt erwartet das Unternehmen einen Verlust zwischen 8 und 10 Cents je Aktie. Analysten gingen bis dato von einem Gewinn von 4 Cents je Aktie und einem Umsatz von 376,4 Mio. Dollar aus.
Daneben stand die angekündigte Übernahme von Gemstar-TV Guide durch Macrovision im Fokus der Anleger. Macrovision, ein Anbieter von Rechteverwaltungs- und Kopierschutztechnologien für die Film- und Musikindustrie, kündigte die Übernahme von Gemstar-TV Guide für 2,8 Mrd. Dollar an. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2008 abgeschlossen werden. Beide Aktien verloren daraufhin deutlich an Boden. Papiere von Gemstar-TV Guide gaben um 17 Prozent nach, die Macrovision-Aktie sackte sogar um 22 Prozent ab.
Mit leichten Zugewinnen schloss die Aktie von ImClone Systems. Das US-Biotech-Unternehmen und der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis haben sich mit Yeda Research and Development im Patentstreit um das Krebsmedikament Erbitux geeinigt. ImClone und Sanofi-Aventis bezahlen jeweils 60 Mio. Dollar an Yeda, um alle weltweiten Forderungen bezüglich eines Patents von Yeda an Erbitux abzugelten.
Gewinne von über 4 Prozent verbuchte die Aktie von National Semiconductor. Der Chip-Hersteller erlitt im letzten Quartal zwar einen leichten Umsatz- und Gewinnrückgang. Die Erwartungen der Analysten konnten jedoch übertroffen werden.
Quartalsergebnisse meldete auch Smith&Wesson. Der Hersteller von Handfeuerwaffen konnte dabei zwar Umsatz und Gewinn steigern und die Erwartungen schlagen. Der Ausblick für das Gesamtjahr enttäuschte jedoch. Die Notierung brach daraufhin um 29 Prozent ein.
Zugewinne von rund 3 Prozent verbuchte die Aktie von Bear Stearns. Wie am Freitag bekannt wurde, hat der amerikanische Milliardär Joseph Lewis seine Beteiligung an der US-Investmentbank auf 9,25 Millionen Aktien oder 8,01 Prozent aufgestockt. Bereits im Frühjahr hatte Lewis einen Anteil von rund 7 Prozent an Bear Stearns erworben.
Ein positiver Ausblick verhalf der Aktie von YUM! Brands zu einem Plus von rund 1 Prozent. Die amerikanische Schnellrestaurantkette, die Muttergesellschaft der Fastfood-Ketten Pizza Hut, Tacco Bell und KFC, geht für das Jahr 2008 von einer weiteren Ergebnissteigerung aus. Der Konzern will den Gewinn je Aktie um mindestens 10 Prozent steigern. Vor allem in China will der Fastfood-Konzern auch im laufenden Fiskaljahr deutlich zulegen. So wird ein um Wechselkurseffekte bereinigtes Umsatzplus von mindestens 20 Prozent angepeilt. (07.12.2007/ac/n/m)
10.12.2007 10:37
XETRA-START/Leicht nachgebende Kurse nach UBS-Warnung
DJ XETRA-START/Leicht nachgebende Kurse nach UBS- (Nachrichten/Aktienkurs) Warnung
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag etwas leichter in die neue Berichtswoche gestartet. Gegen 9.25 Uhr gibt der DAX um 0,3% oder 24 auf 7.970 Punkte nach. Als belastend wird im Handel die vorbörsliche Gewinnwarnung der Schweizer Großbank UBS gesehen. Diese hat weitere Abschreibungen in Höhe von 10 Mrd USD im Zusammenhang mit der Subprime-Krise in den USA eingeräumt und zugleich eine Kapitalerhöhung von 13 Mrd CHF durchgeführt.
Dass diese so schnell durch zwei strategische Investoren gezeichnet wurde sei allerdings ein Hoffnungsschimmer und erinnere an den Einstieg von Abu Dhabi bei der Citigroup vor wenigen Wochen, heißt es. In der Tat können sich Finanztitel von den Eröffnungsverlusten bereits deutlicher erholen. Die Anleger setzten auf die günstige Liquidität und erwarteten eher eine Jahresendrally als eine Korrektur, heißt es am Markt zur relativ stabilen Entwicklung trotz der UBS-Meldung vom Morgen. Es sei bezeichnend, dass UBS selbst nach vorbörslich minus 5% mit gut 3% Abschlag in den Handel gegangen seien und nun nur noch 1,6% Minus seien, heißt es.
Generell stellen sich Marktteilnehmer auf ein zurückhaltendes Geschäft ein, denn vor der US-Leitzinsentscheidung am Dienstag dürfte nicht mehr allzu viel passieren; eine Leitzinssenkung durch die US-Notenbank gilt als ausgemachte Sache. Der DAX wird bei 7.850 unterstützt gesehen, nach oben geht es um die psychologisch wichtige Marke von 8.000.
Neben Banken geraten auch Versorger unter Druck, nachdem laut "FAZ" das Kartellamt den Zwangsverkauf von Stadtwerken fordert. Das Bundeskartellamt will die Energiekonzerne zwingen, ihre Beteiligungen an Stadtwerken und Regionalversorgern zu reduzieren. E.ON geben 0,8% auf 142,53 EUR nach und RWE 0,7% auf 97,20 EUR. Bei den Banken geht es für Deutsche Bank um 0,7% auf 89,55 EUR nach unten, Hypo Real Estate verlieren 0,6% auf 37,90 EUR. Nach Anfangsverlusten notieren Commerzbank allerdings mit 0,4% auf 27,60 EUR bereits leicht im Plus.
Positiv für den Daimler-Kurs könnte hingegen ein Bericht im "Spiegel" sein, wonach CEO Zetsche "aufs Tempo drückt". Laut "Spiegel" verlangt Zetsche von den Führungskräften, bis 2010 eine Rendite von 9% und ein Umsatzwachstum von über 5% zu erzielen. Daimler steigen um 0,2% auf 69,33 EUR. Bayer stehen mit diversen Medikamentenstudien im Blick. "Per Saldo ist das schwer positiv", sagt ein Händler. Das Mittel "Zevalin" soll die Überlebensrate bei Lymphdrüsenkrebs verbessern und der Bayer-Wirkstoff "Rivaroxaban" gegen Thrombose soll wirksamer sein als die gegenwärtige Standardtherapie mit "Lovenox" von Sanofi-Aventis. Die Aktie gewinnt 0,9% auf 58,90 EUR.
In der zweiten Reihe ziehen Software AG nach Aussagen zur "Prognose am oberen Rand" etwas an. Finanzvorstand Arnd Zinnhardt hatte in "Euro am Sonntag" gesamt, sowohl Umsatz als auch Lizenzerlöse werden am "oberen Ende" der Prognose liegen. Zugleich deutete Zinnhardt eine Anhebung der Prognose an.
DJG/mpt/gos
(END) Dow Jones Newswires
December 10, 2007 03:34 ET (08:34 GMT)
Copyright (c) 2007 Dow Jones&Company, Inc.
10.12.2007 11:25
MorphoSys erweitert Fokus der Zusammenarbeit mit GeneFrontier
Martinsried (aktiencheck.de AG) - Der Biotechnologiekonzern MorphoSys AG (ISIN DE0006632003 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 663200) gab am Montag den Beginn einer Initiative zur Suche nach neuen krankheitsrelevanten Zielmolekülen in Japan mit seinem Partner GeneFrontier Corp. bekannt.
Wie der im TecDAX notierte Konzern erklärte, soll die Ausweitung der existierenden Zusammenarbeit den Zugang zu innovativen krankheitsrelevanten Zielmolekülen und Ansatzstellen für neue Therapien erleichtern, die auf der Arbeit der führenden japanischen Forschungsinstitute und Universitäten beruhen. Dadurch stärkt MorphoSys seine firmeneigene Medikamentenentwicklung.
Im Rahmen der Vereinbarung wird GeneFrontier Forschungsinstituten in Japan Zugang zu HuCAL-basierten Forschungsantikörpern gegen neue krankheitsrelevante Zielmoleküle im Austausch für kommerzielle Nutzungsrechte anbieten. Antikörper für ausgewählte Projekte werden anschließend durch GeneFrontier mit Hilfe der firmeneigenen HuCAL-Antikörpertechnologie von MorphoSys im Rahmen der bestehenden Lizenzvereinbarung in GeneForntiers Forschungseinrichtungen in Tokio generiert. MorphoSys hat Zugang zu allen Forschungsresultaten und Daten zu den ausgewählten Programmen sowie die Option, sich die weltweiten Nutzungsrechte für diese Antikörperprojekte zu sichern.
Bisher stiegen die Aktien um 2,11 Prozent und stehen derzeit bei 51,84 Euro.
(10.12.2007/ac/n/t)
10.12.2007 12:10
Aktien Europa: Freundlich - Händler: UBS macht reinen Tisch
Die europäischen Aktienmärkte haben nach einem verhaltenen Start bis Montagmittag ins Plus gedreht. Die Abschreibungen der UBS <UBSN.VTX> <UBS.ETR> seien nicht so schlimm, wie es auf dem ersten Blick aussah, sagte ein Händler. Die Bank habe jetzt komplett reinen Tisch gemacht und damit in der Branche ein Zeichen gesetzt.
Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 <SX5E.DJX> stieg am Vormittag um 0,33 Prozent auf 4.460,86 Zähler. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende STOXX 50 <SX5P.DJX> stieg 0,43 Prozent auf 3.802,43 Punkte. Der Euronext 100 <PN100.PSE> gewann 0,25 Prozent auf 1.010,41 Zähler. In Paris legte der CAC 40 <PCAC.PSE> um 0,28 Prozent auf 5.734,87 Punkte zu. Für den Londoner FTSE 100 <UKX.ISE> ging es hingegen nur um 0,02 Prozent auf 6.5556,50 Zähler nach oben.
Europäische Bankenwerte wurden zunächst durch die neuen Abschreibungen der UBS belastet. Gegen Mittag erholten sich die Titel der Schweizer Großbank allerdings wieder und legten 2,80 Prozent auf 58,80 Schweizer Franken zu. Das Tagestief hatte bei 55,25 Franken gelegen. Positiv wirkte Händlern auch der Einstieg des Staatsfonds Government of Singapore Investment Corporation (GIC).
Andere europäische Bankentitel erholten sich ebenfalls wieder von ihren Anfangsverlusten: BNP Paribas <PBNP.PSE> <BNP.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) stiegen um 1,59 Prozent auf 79,11 Euro. Societe Generale <PGLE.PSE> <SGE.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) gewannen 1,46 Prozent auf 108,10 Euro. In London legten Barclays <BARC.ISE> <BCY.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) 0,88 Prozent auf 571,00 Pence zu und die Royal Bank of Scotland Group <RBS.ISE> <RYS.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) stieg um 0,72 Prozent auf 487,00 Pence.
Auch Aktien von LLoyds TSB Group <LLOY.ISE> <LLD.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) drehten ins Plus und stiegen um 2,46 Prozent auf 500,50 Pence. Der Zwischenbericht der britischen Bank wurde am Markt unterschiedlich aufgefasst, sagten Händler. Das Votum einiger Analysten sei jedoch positiv ausgefallen. Die fünftgrößte britische Bank rechnet weiter nur mit geringen Belastungen aus der Krise an den Finanzmärkten.
Northern Rock <NRK.ISE> <NR3.BER> (Nachrichten) konnten hingegen nicht von der Aufhellung der Stimmung profitieren, die Titel verloren 1,36 Prozent auf 109,00 Pence. Berichten zufolge wollen die Citigroup <C.NYS> <TRV.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) , Royal Bank of Scotland PLC und die Deutsche Bank <DBK.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) in diesem Jahr nicht mehr in die Schuldenfinanzierung der unter Druck geratenen Hypothekenbank einsteigen. Zudem droht der Abstieg aus dem Leitindex.
Unter den britischen Minenwerten sorgen Übernahmegerüchte für Bewegung. Rio Tinto <RIO.ISE> <RIO1.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) verloren nach einem Bericht über einen möglichen Einstieg des US-Finanzinvestors Blackstone <BX.NYS> <BBN.FSE> (Nachrichten) 0,82 Prozent auf 5.699,00 Pence. Kreise werteten einen Einstieg allerdings als sehr unwahrscheinlich. Xstrata <XTA.ISE> <STR.FSE> (Nachrichten) legten hingegen 0,52 Prozent auf 3.675,00 Pence zu. Zeitungsberichten zufolge will die Brasilianische Vale do Rio Doce 38 Milliarden Pfund für die britische Bergbaugesellschaft bieten. Die Credit Suisse hob Kursziel für die Aktien von 3.800 auf 4.000 Pence an.
In Paris sprangen Lafarge <PLG.PSE> <CIL.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) um 10,76 Prozent auf 119,26 Euro hoch. Der französische Zementproduzent hat die ägyptische Orascom Cement für 8,8 Milliarden Euro übernommen, um seine Position im Mittleren Osten zu stärken. Auf den ersten Blick sehe das wie ein guter strategischer Schachzug zu einem ordentlichen Preis aus, sagte ein Pariser Händler.
Air France-KLM <PAF.PSE> <AFR.FSE> (Nachrichten) legten 3,19 Prozent auf 25,52 Euro zu. Die französisch-niederländische Fluggesellschaft hat im November bei unveränderter Auslastung ihre Passagierzahl gesteigert. Die UBS hat die Aktien in einer Branchenstudie von "Neutral" auf "Buy" gehoben und das Kursziel von 40 auf 30 Euro gesenkt. Auch Titel anderer Fluggesellschaften wie Britisch Airways <BAY.ISE> <BAI1.FSE> (Nachrichten) profitierten.
In Brüssel sprangen Aktien der Agfa-Gevaert Group <AGFB.BRU> <AGE.FSE> (Nachrichten) 9,50 Prozent auf 9,45 Euro hoch. Übernahmespekulationen nach Kommentaren des neuen Unternehmenschefs trieben die Aktie an, sagten Händler. TNT <TNT.ASX> <TNT.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) verloren in Amsterdam 0,38 Prozent auf 29,14 Euro. Bear Stearns hatte die Aktien auf "Peer Perform" und das Kursziel von 39 auf 34 Euro gesenkt./FX/gr/ag
AXC0076 2007-12-10/12:08
Wall Street: Eine Rallye vor der Zinsentscheidung
Die amerikanischen Börsen schlossen zu Wochenbeginn deutlich im Plus. Eine Montags-Rallye wurde vor allem von der Hoffnung auf eine Zinssenkung am Dienstag getragen. Auch Zeichen für eine Bodenbildung in der Immobilien- und Finanzkrise halfen den Indizes, denen auch weitere Abschreibungen im Bankensektor nichts anhaben konnten.
Der Dow-Jones-Index kletterte um 101 Zähler oder 0,5 Prozent auf 13 726 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index legte um 11 Zähler oder 0,8 Prozent auf 1516 Punkte zu.
Die Hightech-orientierte Nasdaq gewann 13 Zähler oder 0,5 Prozent und schloss bei 2718 Punkten.
Für Dienstag rechnen Analysten fest mit einer Zinssenkung durch die Notenbank. Offen ist nur, wie weit die Fed an der Zinsschraube drehen wird. Zwar könnte mit einer Senkung von 50 Basispunkten ein stärkeres Signal an den angeschlagenen Finanzsektor gesendet werden, doch ginge ein solcher Schritt wegen der anhaltend hohen Inflation vielen Experten zu weit. Da sich die Anleger aber grundsätzlich einig sind, dass der Leitzins am Dienstag nach unten geht, konnten die Märkte am Montag profitieren.
Der Immobilienmarkt signalisiert unterdessen einen besseren Trend. Der Index zu zukünftigen Hausverkäufen ist im November den zweiten Monat in Folge gestiegen. Die in die Zukunft weisenden Zahlen geben der Branche Hoffnung, dass die Häuserpreise nicht mehr weiter fallen werden.
Auch bei den Finanzinstituten macht sich langsam Hoffnung breit, dass das Schlimmste überstanden ist. Zwar kündigt die größte europäische Bank UBS weitere Abschreibungen in Höhe von 10 Milliarden Dollar an, was auch den Jahresgewinn gefährdet. Doch gleichzeitig bekommt die Bank eine Finanzspritze aus Singapur und dem nahen Osten in Höhe von insgesamt 11,5 Milliarden Dollar. Damit wird Singapur der größte Anteilseigner bei UBS. Die Aktie der UBS gewann 2 Prozent.
Ähnliches berichtet auch der Hypothekenversicherer MBIA. Zwar wird auch hier mit weiteren Abschreibungen gerechnet, und man bildet Rücklagen in Höhe von 800 Millionen Dollar. Doch eine Kapitalerhöhung von 1 Milliarde Dollar durch die Investmentfirma Warburg Pincus soll zum einen die derzeitige Wertung der Kreditfähigkeit bewahren und zum anderen das Vertrauen der Kunden stärken. Die Papiere von MBIA konnten um 12,4 Prozent zulegen.
Diese Meldungen, zusammen mit der erwarteten Zinssenkung, ließen auch die anderen Finanzwerte steigen. Im Dow war J.P. Morgan mit einem Plus von 3 Prozent der größte Gewinner, Citigroup gewann 1,5 Prozent, und außerhalb der Standardwerte legte Morgan Stanley um 5 Prozent zu.
Beim Dow-notierten Industiemulti Honeywell wird ab kommendem Jahr 10 Prozent mehr Dividende ausgeschüttet. Pro Aktie bekommt der Anleger dann 1,10 Dollar pro Jahr.
Die Aktie von McDonalds konnte am Montag um 2,9 Prozent zulegen. Das Unternehmen konnte im November den Umsatz in Restaurants innerhalb der USA, die seit mindestens einem Jahr geöffnet sind, um 4,4 Prozent steigern. Geholfen haben dabei besonders Verkäufe von Premiumkaffee und im Frühstücksbereich. Weltweit ist der Umsatz währungsbereinigt um 9,6 Prozent gestiegen.
Bei den Pharmaunternehmen werden gleich zwei amerikanische Unternehmen von ausländischen Konzernen übernommen. Der Krebsspezialist MGI Pharma wird für 3,9 Milliarden Dollar vom japanischen Pharmaunternehmen Eisai Co. gekauft. Und Adams Respiratory Group, der Hersteller des Hustenmittels Mucinex, geht für 2,3 Milliarden Dollar an den britischen Konsumartikler Reckitt Benckiser Group. Das britische Unternehmen will damit seinen Gesundheitssektor ausbauen.
Lars Halter
11.12.2007 22:34
Aktien New York Schluss: Schwach - Fed-Zinsentscheid und -äußerungen belasten
Die wichtigsten US-Aktienmarktindizes haben am Dienstag belastet von einer nur kleinen Zinssenkung der Federal Reserve und warnenden Worten der Notenbank schwach geschlossen. Bis zur Veröffentlichung einer Verringerung des Leitzinssatzes um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 Prozent und dem begleitenden Kommentar hatten die Indizes noch freundlich tendiert. Einige Marktteilnehmer hätten entgegen den Erwartungen von Volkswirten auf eine deutlichere Absenkung des Leitzinssatzes gehofft, sagten Händler. Zusätzlich belastet worden sei die Stimmung durch den im Vergleich zur letzten Entscheidung deutlich pessimistischeren Ton des Kommentars der Fed.
Der Dow Jones Industrial <INDU.DJI> verlor 2,14 Prozent auf 13.432,77 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> sank um 2,53 Prozent auf 1.477,65 Punkte. An der NASDAQ ging es für den Composite Index <COMPX.NQI> um 2,45 Prozent auf 2.652,35 Zähler nach unten. Der NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> verlor 2,40 Prozent auf 2.083,72 Punkte.
AT&T <T.NYS> <SOBA.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) sprangen mit einem Plus von 4,12 Prozent auf 39,46 US-Dollar mit deutlichem Abstand an die Spitze des Dow Jones. Der Telekomkonzern sieht sich auf dem Wachstumspfad. Der Umsatz werde im kommenden Jahr um rund fünf Prozent zulegen und der Gewinn pro Aktie im zweistelligen Prozentbereich, sagte Finanzvorstand Rick Lindner. Zudem kündigte das Unternehmen eine Dividendenanhebung und den Rückkauf von bis zu 400 Millionen eigener Aktien an. Neben AT&T notierten im Index nur noch McDonald's <MCD.NYS> <MDO.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) mit einem Aufschlag von 1,99 Prozent auf 63,13 Dollar im Plus.
Finanzwerte gehörten zu den größten Verlierern. Der Notenbank zufolge haben sich die Spannungen an den Finanzmärkten verschärft. Dies habe den Sektor belastet, sagten Händler. Merrill Lynch <MER.NYS> <MER.FSE> (Nachrichten) gaben als schwächster Wert im Dow Jones 5,79 Prozent auf 58,60 Dollar ab. American Express <AXP.NYS> <AEC1.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) verloren 5,24 Prozent auf 54,56 Dollar. Citigroup <C.NYS> <TRV.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) gaben 4,23 Prozent auf 33,30 Dollar ab. JPMorgan <JPM.NYS> <CMC.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) rutschten um 3,12 Prozent auf 45,94 Dollar ab.
General Electric (GE) <GE.NYS> <GEC.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) gaben unterdurchschnittliche 1,02 Prozent auf 37,03 Dollar ab. Der Mischkonzern will nach kräftigen Steigerungen im vierten Quartal auch im Jahr 2008 zweistellig beim Gewinn wachsen. Darüber hinaus will der Konzern in den kommenden drei Jahren Aktien im Wert von 15 Milliarden Dollar zurückkaufen.
Texas Instruments <TXN.NYS> <TII.FSE> (Nachrichten) legten als einer der wenigen im Plus endenden Werte im S&P 100 um 0,80 Prozent auf 32,93 Dollar zu. Der Halbleiterhersteller hatte seine Prognose präzisiert und rechnet nun mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 0,50 bis 0,54 US-Dollar, zuvor war von 0,48 bis 0,54 Dollar ausgegangen worden. Dafür soll der Konzernumsatz den Angaben nach nun bei 3,50 bis 3,66 Milliarden Dollar liegen und nicht mehr wie zuvor angenommen bei 3,40 bis 3,68 Milliarden Dollar.
Im NASDAQ verloren Amazon.com <AMZN.NAS> <AMZ.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) nach einem sehr festen Start 2,43 Prozent auf 90,76 Dollar. Der Internet-Einzelhändler erweitert die Zahlungsoptionen für seine Kunden. Dazu erwirbt das Unternehmen einen Anteil an dem Anbieter alternativer Zahlungsmethoden Bill me Later.
Starbucks <SBUX.NAS> <SRB.FSE> (Nachrichten/Aktienkurs) verloren 3,83 Prozent auf 21,85 Dollar. Goldman Sachs hatte die Einstufung für die Papiere der Kaffeehauskette von "Buy" auf "Neutral" gesenkt. Medarex <MEDX.NAS> brachen um 21,23 Prozent auf 10,50 Dollar ein. Das in einer Partnerschaft mit Bristol-Myers Squibb <BMY.NYS> entwickelte Hautkrebs-Medikament Ipilimumab hatte in einer Studie das Hauptziel nicht erreicht. Bristol-Papiere verloren 2,08 Prozent auf 28,70 Dollar./FX/he/she
AXC0237 2007-12-11/22:31
Fed senkt Zinsen, Börse gibt nach
Die amerikanische Notenbank hat am Dienstag den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent gesenkt. Der Diskontsatz für die Banken fällt ebenfalls um 25 Basispunkte auf 4,75 Prozent. Dieser Schritt war von Experten erwartet worden. Im Pressestatement gibt sich die Fed mit Blick auf die Zukunft unverbindlich, was Gewinnmitnahmen auslöst.
Mit einer zweiwöchigen steilen Rallye im Rücken und frühen Dienstagsgewinnen brachen die Indizes unmittelbar nach der Zinsentscheidung ein. Die Blue Chips notierten am Mittag mit mehr als 1 Prozent im Minus.
Die Notenbank ging mit der Zinssenkung um 25 Basispunkte den Weg des geringsten Widerstands. Der Markt hatte eine Zinssenkung regelrecht gefordert, angesichts massiven Inflationsdrucks hätten sich aber 50 Punkte nicht durchsetzen lassen. Das scheint dem Präsidenten der Boston Fed, Eric Rosengren, nicht gepasst zu haben. Rosengren stimmte am Dienstag gegen seine Kollegen und trat für eine drastischere Zinssenkung ein.
Dabei ist die aktuelle Zinsentscheidung ohnehin eine der umstrittensten, zumal sie noch vor wenigen Wochen als völlig ausgeschlossen galt. Nach einer Zinseenkung im November hatte der Offenmarktausschuss recht deutlich erklärt, dass Anleger mit weiterem Entgegenkommen durch die Fed nicht zu rechnen hätten. Danach aber machten weitere Abschreibungen und Verluste im Kreditsektor den Aktienmärkten Sorgen und führten zu Kursstürzen – bis sie schließlich die Fed in die Knie zwangen.
Die Währungshüter wehrten sich allerdings auch zu keinem Zeitpunkt gegen den Druck von der Wall Street. Kaum hatten die Börsen eine Korrektur markiert, sprangen Fed-Chef Ben Bernanke, sein Vize Donald Kohn und weitere Gouverneure vor die Mikrofone, um Anlegern weitere Zinssenkungen zu signalisieren. Mehr brauchte es nicht, um dem Markt wieder Beine zu machen: Seit Anleger wieder Hoffnung in die Notenbank haben, zog der Dow um fast 1000 Punkte an.
Tatsächlich hat die Zinssenkung einige Vorteile, von denen der Markt profitieren kann. Zum bringt sie natürlich Liquidität, um die immer engere Situation an den Kreditmärkten zu entschärfen. Zum anderen schwächt sie weiter den Dollar, wodurch sich Amerika einerseits einfacher entschulden und andererseits die Exporte nach Europa und Asien ankurbeln kann.
Das war´s dann aber auch schon. Danach zeigt sich die wahre Natur der Zinssenkung, die erneut nicht mehr ist als ein weiterer Schuss für einen Junkie. Sie stachelt die Forderung des Marktes nach weiterem Entgegenkommen an, wie sich umgehend nach Bekanntgabe der Zinsentscheidung zeigte. Analysten aller Häuser kommentierten und rechnen damit, dass der Leitzins bis Sommer mindestens um weitere 100 Basispunkte auf bis zu 3,0 Prozent fallen wird.
Dabei lässt man völlig außer acht, dass die jüngsten Zinssenkungen in einem Umfeld mit außergewöhnlich hoher Inflation stattgefunden haben. Noch in dieser Woche stehen an der Wall Street die Zahlen zur Entwicklung der Verbraucherpreise im November an, die wegen hoher Energie- und Lebensmittelkosten so steil zugelegt haben sollen wie nie zuvor.
Auch scheint die Notenbank die jüngsten Konjunkturdaten nicht genau betrachtet zu haben. Denn wenngleich einige Zahlen nicht gut waren, so waren sie auch nicht katastrophal schlecht. Der Arbeitsmarkt zeigte sich im November etwas stärker als erwartet, die Indizes für Industrie und Dienstleistungsgewerbe liegen weiterhin im expandierenden Bereich. Und der Aktienmarkt steht ebenfalls nicht unter Druck. Zwar haben die Aktien der Häuserbauer und zahlreiche Papiere im Finanz- und Kreditsektor zuletzt deutlich nachgegeben, doch notiert der breite Markt nur knapp unter seinen jüngsten Rekordständen.
Lars Halter
Wall Street: Vorsichtige Fed enttäuscht Anleger
Die amerikanischen Börsen schlossen am Dienstag mit heftigen Verlusten. Die Notenbank hat zwar wie erwartet die Zinsen um ein Viertelprozent gesenkt, doch Experten waren trotzdem enttäuscht und schickten die Indizes binnen weniger Minuten in den Keller. Man hatte sich ein stärkeres Signal im Kampf gegen die drohende Rezession gewünscht.
Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Minus von 294 Zählern oder 2,1 Prozent bei 13 432 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index sank um 38 Zähler oder 2,5 Prozent auf 1477 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq gab um 67 Zähler oder 2,5 Prozent auf 2652 Punkte nach.
Wie erwartet hat die Notenbank die Zinsen um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent gesenkt. In der Begründung heißt es, die jüngsten Entwicklungen insbesondere an den Finanzmärkten, haben die Unsicherheit über das Wirtschaftswachstum gestärkt. Allerdings ist in der Begründung für die Zinssenkung auch von einer erhöhten Inflationsgefahr die Rede. Dies lässt darauf schließen, dass die Fed nach drei Zinssenkungen in Folge die Zinsen bei der nächsten Sitzung unverändert lassen will.
An den Märkten reagierte man auf die Zinssenkung mit Enttäuschung. Experten hatten sich ein stärkeres Signal von der Notenbank gewünscht und waren enttäuscht über „das bloße Minimum“, wie ein Analyst es nannte. Durch den kleinen Zinsschritt sendet die Fed das Signal, sukzessive auf die sich entwickelnde Krise reagieren zu wollen, statt eine deutliche Maßnahme zur Stützung der Wirtschaft zu unternehmen.
Unmittelbar nach der Zinsentscheidung brachen vor allem die Immobilien- und Hypothekenwerte ein. Häuserbauer wie Lennar oder Beazer Homes verloren jeweils 10 Prozent. Der Hypothekenleiher Countrywide Financial gab um 8 Prozent nach.
Im Finanzsektor gehörten Lehman Brothers und Morgan Stanley mit Einbrüchen um 6 Prozent zu den größten Verlierern, im Dow gab American Express mehr als 4 Prozent nach. Auch J.P. Morgan und Citigroup gehörten zu den Titeln, die die Blue Chips belasteten.
Die Aktie der Citigroup litt nicht nur unter der Fed-Entscheidung. Die Großbank hat sich offiziell auf Vikram Pandit als neuen CEO festgelegt. Der bisherige Chef des Europageschäfts, Sir Win Bischoff, wird Chairman. Analysten sind über die Entscheidung nicht begeistert, Pandit wird als naheliegende und wenig inspirierende Lösung empfunden. Die Meldung zog den Dow weiter nach unten.
Zeitgleich mit der Zinsentscheidung der Fed hat der Industrie-Multi General Electric eine Gewinnwarnung für das kommende Jahr herausgegeben. Statt 2,49 Dollar pro Aktie soll der Gewinn nur noch um 2,42 Dollar je Anteil wachsen. Eine Erhöhung der Dividende um 11 Prozent im vierten Quartal und eine Bestätigung der Gewinnaussichten für 2007 versüßen den Anlegern die bittere Nachricht leicht. Die Aktie gab dennoch um 0,6 Prozent nach.
Einer der wenigen Dow-Werte, die dem Abwärtstrend widerstehen konnten, war der Telekomrise AT&T. Das Unternehmen wird seine Dividende um 13 Prozent erhöhen und zusätzlich 400 Millionen Aktien zurückkaufen. Auch die Aussichten sind aufgrund der Popularität von Drahtlosgeräten weiter gut, das Papier legte um 5 Prozent zu.
WSC -
11.12.2007 23:07
XETRA-NACHBÖRSE/DAX-Indikation (22 Uhr): 7.877 - 7.885 Punkte
DJ XETRA-NACHBÖRSE/DAX-Indikation (22 Uhr): 7.877 - 7.885 Punkte
FRANKFURT (Dow Jones)--Gegen 22.00 Uhr sind am Dienstag folgende nachbörsliche Indikationen für den DAX festgestellt worden:
XETRA-Schluss 8.009
DAX-Indikation Veränderung zu
(22 Uhr) XETRA-Schluss
DBAX 7.882 -1,5%
CGAX 7.885 -1,5%
L&SAX 7.877 -1,6%
"Verkäufe auf breiter Front", so der Kommentar eines Händlers von Lang&Schwarz zum nachbörslichen Handel am Dienstag. Der Einbruch an Wall Street in Reaktion auf die US-Zinsentscheidung habe auch am deutschen Markt für starke Abgaben gesorgt. Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank hat wie erwartet die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 4,25% reduziert. Einige Teilnehmer hätten allerdings mit einer deutlichen Senkung gerechnet.
Vor allem die Werte aus dem Finanzbereich litten unter Abgaben, so der Teilnehmer weiter. Für die Allianz wurde ein Taxe von 142,10 EUR genannt, nach einem Schlusskurs von 145,86 EUR. Die Deutsche Bank wurde mit 87,60 EUR nach 90,67 EUR taxiert.
11.12.2007 22:10
DAX-Future fällt unter 8.000 Punkte - Bund-Future über 114%
DJ DAX-Future fällt unter 8.000 Punkte - Bund-Future über 114%
FRANKFURT (Dow Jones)--Während der DAX-Future mit einem Fall unter das Niveau von 8.000 Punkten auf die US-Zinsentscheidung am Dienstag reagiert hat, legt der Bund-Future zu und klettert über das Niveau von 114%. Gegen 21.04 Uhr MEZ verliert der DAX-Future 100 Punkte auf 7.946, nachdem er vor der Veröffentlichung noch bei 8.046 Punkten gelegen hatte. Der Bund-Future gewinnt dagegen 44 Ticks auf 114,03%. Vor der Bekanntgabe hatte er bei 113,72% gelegen.
Die Federal Reserve hat den Zinssatz um 25 Basispunkte auf 4,25% gesenkt. Auch der Diskontsatz wurde um 25 Basispunkte auf 4,75% gesenkt. In seinem Kommuniqué verwies der Offenmarktausschuss darauf, dass sich das Wirtschaftswachstum in den USA vor dem Hintergrund einer Verschärfung der Korrektur am Häusermarkt und sich abschwächender Unternehmens- und Konsumausgaben abkühle. Darüber hinaus zeige sich, dass die Anspannung an den Finanzmärkten in den vergangenen Wochen zugenommen habe. "Mit der heutigen Maßnahme und den vorherigen Zinssenkungen sollte in der kommenden Zeit ein moderates Wirtschaftswachstum gefördert werden", erklärte der FOMC.
Der FOMC betonte ferner, dass die jüngsten Entwicklungen, darunter die Verschlechterung der Finanzmarktbedingungen, zu einer erhöhten Unsicherheit hinsichtlich der Wachstums- und Inflationsaussichten geführt hätten. Der Ausschuss kündigte an, die Auswirkungen der Finanzturbulenzen und anderer Entwicklungen auf die wirtschaftlichen Aussichten weiterhin zu analysieren und erforderlichenfalls zu handeln, um Preisstabilität und nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten.
DJG/ros
12.12.2007 08:37
Aktienmärkte von FED-Entscheidung enttäuscht
Liebe Leser,
die Börsen warteten heute ab und hatten Recht. Zu viel Euphorie wäre fehl am Platze gewesen, denn die Zinssenkung fiel wie erwartet aus. Die US-Notenbank drehte gestern Abend nur ein wenig an der Zinsschraube, der Leitzins wurde um 25 Basispunkte auf 4,25% zurückgesetzt. Seit September hat die Zentralbank die Zinsen damit um 0,75% zurückgenommen. Als Begründung für den Schritt hieß es der Ausblick für Wachstum und Preisentwicklung seien unsicherer geworden, Mit der solle ein "moderates Wachstum" gesichert werden.
Die Anleger können nun darauf hoffen, dass diese weitere Lockerung der Geldpolitik einen Abschwung in den USA abfedert, wenn nicht sogar verhindert. Nach der Sitzung Ende Oktober hatte die FED noch Spekulationen auf weitere Schritte gedämpft. Einerseits bezeichnete sie die Risiken für das Wachstum und die Inflation als "nahezu ausgeglichen". Andererseits äußerten sich Mitglieder des Offenmarktausschusses zuversichtlich, dass die US-Wirtschaft 2008 an Schwung gewinnt.
FED-Vize Don Kohn wollte nicht in diesen Kanon mit einstimmen und äußerte sich am 28. November viel besorgter. Daraufhin hatten einige Ökonomen noch auf einen größeren Schritt um 50 Basispunkte gehofft, doch die soliden Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag zeigten schon, in welche Richtung es gehen würde. Im Prinzip folgen die Amerikaner nun den Briten und den Kanadiern, die auch die Zinsen in der vergangenen Woche gesenkt hatten. Damit sind die Inflationsraten, die in den USA ähnlich wie in Europa über dem Durchschnitt liegen, weniger ins Gewicht gefallen. Ob sich das am Ende auszahlt, ist fraglich.
Die amerikanischen Aktienmärkte hatten mit mehr gerechnet. Den Börsen schmeckte die Entscheidung nicht und sie reagierten mit Kursverlusten, Der Dow Jones, zuvor noch leicht im Plus, verlor binnen weniger Minuten über 1%, im späteren Handel sogar 2%, ähnlich sah es beim Nasdaq Composite aus. In Deutschland war es schon zu spät für eine Reaktion. Im nachbörslichen Handel verlor der DAX allerdings über 100 Punkte
12.12.2007 09:52
Aktien Frankfurt Eröffnung: Verluste - Fed mit negativerer Einschätzung
Nach der Senkung der US-Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte sind die deutschen Aktienindizes am Mittwoch mit Verlusten in den Handel gestartet. So verlor der Leitindex DAX <DAX.ETR> in den ersten Handelsminuten 0,86 Prozent auf 7.940,37 Punkte. Der MDAX <MDAX.ETR> der mittelgroßen Werte gab um 1,35 Prozent auf 9.902,85 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDAX <TDXP.ETR> rutschte um 2,03 Prozent auf 975,63 Zähler ab.
Die Vorgaben waren laut Händlern schlecht: Der Dow Jones <INDU.IND> hatte nach Xetra-Schluss und in Reaktion auf die Zinssenkung der Federal Reserve und eine negativere Einschätzung der Lage an den Finanzmärkten und der Realwirtschaft noch 283 Punkte verloren und wie die anderen Indizes sehr schwach geschlossen. Auch die asiatischen Börsen <N225.FX1> <HSI.X.HOX> verzeichneten am Morgen Verluste. Im Verlauf könnten Konjunkturdaten noch Bewegung bringen, hieß es.
Finanzwerte gehörten angesichts der vorsichtigen Kommentare der US-Notenbank zu den größten Verlierern. So verloren Aktien von Deutsche Bank <DBK.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) 1,56 Prozent auf 89,26 Euro, und Titel der Commerzbank <CBK.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) sanken um 1,88 Prozent auf 27,15 Euro.
Aktien von Postbank <DPB.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) gaben weniger stark nach als andere Finanztitel und verbilligten sich um 1,26 Prozent auf 58,20 Euro. Die UBS hat das Kursziel für die Titel von 63 auf 70 Euro angehoben und die Einschätzung der Titel mit "Buy" bestätigt. Die Papiere böten Chancen auf ein gutes Gewinnwachstum, schrieben die Analysten in einer aktuellen Studie.
Infineon-Papiere <IFX.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) verloren 2,37 Prozent auf 8,66 Euro. Der Halbleiterkonzern rechnet für das Geschäftsjahr 2007/08 mit einem bestenfalls zweistelligen Umsatzwachstum ohne Qimonda. Die Speicherchip-Tochter außen vorgelassen, sei mit einem Umsatzwachstum von bis zu zehn Prozent zu rechnen, hieß es in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC. 2006/07 hatte der Umsatz im Konzern ohne Qimonda bei 4,07 Milliarden Euro gelegen.
Titel von SAP <SAP.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) verbilligten sich um 1,97 Prozent auf 35,74 Euro. Händler verwiesen auf eine Abstufung durch Credit Suisse von "Outperform" auf "Underperform" als Belastungsfaktor. Die Analysten rechnen mit einem schweren Jahr für den Softwarehersteller. Das Kursziel wurde von 46,50 auf 32,00 Euro zurückgenommen.
Im TecDAX brachen die Papiere von Conergy <CGY.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) um 14,53 Prozent auf 22,18 Euro ein. Das Solarunternehmen hat seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr erneut zurück geschraubt und plant einen umfassenden Umbau. Das für dieses Jahr angepeilte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 40 Millionen Euro und der zunächst geplante Umsatz von rund einer Milliarde Euro werden voraussichtlich nicht erreicht. Einem Börsianer zufolge kommt die Meldung nicht wirklich überraschend. Dennoch hat der erwartete operative Verlust von 150 bis 200 Millionen Euro seiner Meinung nach die Conergy-Aktien zu Handelsbeginn belastet.
Die Anteile von Carl Zeiss Meditec <AFX.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) waren hingegen der Favorit der Anleger im Technologie-Index und gewannen 1,51 Prozent auf 14,10 Euro. Der auf Augenheilkunde spezialisierte Medizintechnikkonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/2007 bei einem schwächer als von Analysten erwarteten Umsatzwachstum operativ mehr verdient als im Vorjahr. Einem Händler zufolge sind der Gewinn je Aktien und der Reingewinn besser als erwartet ausgefallen./la/ag
AXC0053 2007-12-12/09:48
12.12.2007 12:14
Finanztitel mit Abschlägen, Conergy brechen ein
Berlin (ots) - Nach der US-Leitzinsentscheidung sind die deutschen Aktienindizes am Mittwoch mit Kursverlusten gestartet. So verlor der Leitindex DAX zu Handelsbeginn 0,86 Prozent auf 7.940,37 Punkte, der MDAX der mittelgroßen Werte gab um 1,35 Prozent auf 9.902,85 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDAX ermäßigte sich um 2,03 Prozent auf 975,63 Zähler. Damit folgten die deutschen Aktienindizes den sehr schwachen Vorgaben aus den USA. Dort war der Dow Jones Index gestern nach der Entscheidung der amerikanischen Notenbank, die Zinsen lediglich um 0,25 Prozent zu senken, um nahezu 300 Punkte eingebrochen - offenbar hatten einige Marktteilnehmer auf eine deutlichere Herabsenkung gehofft. Auch die Vorgaben der Märkte in Fernost waren negativ.
Finanzwerte gehörten heute zu den Verlierern. In den Medien war über die Zukunft der angeschlagenen Sachsen-LB spekuliert worden. Bei einem Scheitern der Verkaufsverhandlungen mit der LBBW droht der Sachsen LB einem Zeitungsbericht zufolge das Aus. Die ostdeutsche Landesbank war durch verbriefte Immobilienkredite in die Schieflage geraten und führt derzeit Verkaufsverhandlungen mit der LBBW. Belastend dürfte sich auch eine aktuelle Studie von Standard&Poor's ausgewirkt haben, die den Banken weltweit zusätzliche Milliardenabschreibungen wegen eines Preisverfalls am Markt für verbriefte Kredite prophezeit. Commerzbank (WKN: 803200) gaben 1,49 Prozent ab auf 27,12 Euro, Deutsche Bank (WKN: 514000) verloren 1 Prozent auf 89,70 Euro.
Lediglich vier Gewinner gab es heute im TecDAX. So legten die Aktien der Carl Zeiss Meditech (WKN: 531370) nach der Vorlage von Bilanzdaten 1,52 Prozent zu auf 14,05 Euro. Der auf Augenheilkunde spezialisierte Medizintechnikkonzern hat im vergangenen Geschäftsjahr bei einem schwächer als von Analysten erwarteten Umsatzwachstum operativ mehr verdient als im Vorjahr. Gegen den Trend verteuerten sich auch Anteilscheine der Drägerwerk AG (WKN: 555063), die 0,13 Prozent auf 52,73 Euro zulegten. Ersol Solar (WKN: 662753) verteuerten sich um 0,71 Prozent auf 77,55 Euro. Größter Gewinner im TecDAX waren die Aktien von Versatel (WKN: A0M2ZK), die sich um 3,56 Prozent auf 21,51 Euro verteuerten. Das Unternehmen hatte gestern bekannt gegeben, dass es den Dresdner Stadtnetzbetreiber ddkom komplett übernehme. Versatel war bisher mit 51Prozent Mehrheitseigner bei ddkom, das bereits unter der Marke Versatel am Markt auftritt.
Größter Verlierer im TecDAX war Conergy (Nachrichten/Aktienkurs) (WKN: 604002), die nach Handelsbeginn nahezu 15 Prozent einbrachen, und gegen Mittag bei 23,85 Euro noch 9,14 Prozent im Minus notierten. Der angeschlagene Solaranlagenbauer hatte heute erneut seine Umsatz- und Ergebniserwartung für das laufende Jahr reduziert und eine Umstrukturierung sowie Entlassungen angekündigt.
Auch für Unternehmen der Textilbranche sah es heute nicht gut aus. So ermäßigten sich die Registered Shares des französischen Bekleidungsherstellers Esprit (WKN: A0ML39) um 4,66 Prozent auf 9,62 Euro, die spanischen Industria de D
12.12.2007 12:19
Dax erholt sich im Tagesverlauf etwas
Dax 7961,09 Punkte
Aktueller Tageschart (log. 1 Tag = 1 Kerze ) + Aktueller Stundenchart (1 Kerze = 1 Stunde) + Dax 30 Kursliste
Der Dax eröffnete heute deutlich schwächer, erholt sich aber im Tagesverlauf wieder etwas. Im Tief notierte er bei 7928 Punkte, aktuell über 30 Punkte höher. Dennoch notiert er immer noch mit 0,6% im Minus. 13 Werte legen trotzdem zu. Größter Gewinner ist Bayer mit einem Plus von 1,16%. 17 Werte geben ab. Daimler verliert aktuell 2,88% und ist damit der schwächste Wert im Da
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Wall Street: Fed unterstützt Banken und löst Rallye aus
Zu Handelsbeginn am Mittwoch haben die amerikanischen Börsen die Verluste vom Vortag bereits fast aufgeholt. Grund dafür ist eine Entscheidung der Notenbank, die Finanzinstitute mit 20 Milliarden Dollar weiter zu unterstützen und dadurch mehr Liquidität in den Markt zu bringen. Damit wird die enttäuschend geringe Zinssenkung vom Dienstag ausgeglichen.
Der Dow-Jones-Index klettert eine halbe Stunde nach der Eröffnungsglocke um 210 Zähler oder 1,6 Prozent auf 13 643 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index legt um 25 Zähler oder 1,7 Prozent auf 1502 Punkte zu.
Die Hightech-orientierte Nasdaq gewinnt 46 Zähler oder 1,7 Prozent und notiert bei 2698 Punkten.
Die Notenbank wird speziell den Finanzsektor in der Kreditkrise unterstützen. Dafür werden in der kommenden Woche durch eine Auktion 20 Milliarden Dollar an befristeten Fonds in den Finanzmarkt gespült. Dieser Schritt erfolgt in Absprache mit der Europäischen Zentralbank, der Bank of England, der Bank of Canada und der Schweizer Nationalbank. Der Schritt soll Kredite der Banken untereinander erleichtern und damit die Liquidität der Finanzinstitute erhöhen. Als Reaktion schnellten die Indizes nach oben, so dass die Verluste vom Dienstag zu Handelsbeginn bereits fast ausgeglichen sind. Am Vortag waren die Kurse abgestürzt, nachdem die Notenbank den Leitzins und die Diskontrate um lediglich 25 Basispunkte gesenkt hatte. Analysten hatten sich zuvor einen größeren Zinsschritt erhofft.
Am Mittwochmorgen zwigen aber die Importpreise bereits, dass die Bedenken der Fed, die Zinsen weiter zu senken, nicht unbegründet waren. Ein Anstieg von 2,7 Prozent im November, so stark wie seit 17 Jahren nicht mehr, ist ein deutliches Zeichen für eine erhöhte Inflationsgefahr. Besonders die Dollarschwäche und hohe Ölpreise sind an dem starken Anstieg schuld. Selbst den Ölpreis ausgenommen sind die Importpreise noch um 0,5 Prozent gestiegen. Auf das Gesamtjahr gesehen sind die Preise für importierte Güter um 11,4 Prozent nach oben gegangen. Das ist die größte Steigerung seit Beginn der Datenerfassung vor 25 Jahren.
Das Handelsbilanzdefizit ist im November ebenfalls leicht auf 57,1 Milliarden Dollar gestiegen. Dafür ist ebenfalls der hohe Ölpreis verantwortlich.
Der Schritt der Fed hilft besonders den Banken, die am Dienstag nach der Zinsentscheidung zu den größten Verlierern gehört hatten. Die Aktien von Citigroup können im frühen Handel 1,9 Prozent zulegen, Washington Mutual gewinnt 3,6 Prozent.
Selbst die Dow-notierte Großbank J.P. Morgan Chase sowie Bank of America und Wachovia können profitieren. Eine Abstufung durch die Analysten von Merrill Lynch kann der Stimmung nichts anhaben. Die Papiere von J.P. Morgan Chase klettern um 2,5 Prozent, die von Bank of America steigen um 1,6 Prozent und Wachovia gewinnt 1,9 Prozent. In der Begründung für die Abstufung heißt es, J.P. Morgan Chase werde als einer der größten Kreditgeber an Privatkunden wohl kaum an einem Kundenrückgang vorbeikommen. Bank of America leide besonders unter dem kleinen Zinsschritt und höheren Abschreibungen im Kreditbereich, was von der Bank bereits bestätigt wurde, und Wachovia wird noch steigende Verluste aus ungesicherten Hypotheken, aber auch Autofinanzierungen hinnehmen müssen.
Auch der Flugzeugbauer Boeing muss eine Abstufung durch die Analysten von Morgan Stanley hinnehmen. Obwohl das Unternehmen den Zeitplan für die Erstauslieferung des neuen „Dreamliner“ 787 bestätigt hatte, bleiben die Analysten skeptisch. Das Risiko einer späteren Auslieferung werde weiterhin über der Aktie schweben.
WSC
12.12.2007 18:07
DAX Schluss:
Freundlich, Notenbanken kündigen Finanzspritze an
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt litt über weite Strecken des Tages unter den schwachen US-Vorgaben vom Vorabend und der Entscheidung der Fed, den Leitzins lediglich um 25 Basispunkte zu senken. Am Nachmittag zogen die Kurse dann aber schlagartig an. Auslöser war die Meldung, dass die US-Notenbank und weitere Zentralbanken die Finanzmärkte mit zusätzlichen Geldern versorgen werden, um die angespannte Liquiditätslage zu überbrücken. Im Tageshoch stieg der DAX daraufhin auf 8.117 Punkte. Letztendlich schloss das Aktienbarometer mit einem Plus von 0,83 Prozent bei 8.076,12 Zählern. Der MDAX gewann 0,09 Prozent auf 10.047,20 Zähler. Die US-amerikanischen Indizes tendierten zum Xetra-Schluss deutlich fester.
Gestützt von einem positiven Analystenkommentar legten Anteile von Bayer mit an der Indexspitze 2,7 Prozent zu. Ähnlich kräftige Kursgewinne fuhren außerdem die HRE, die Deutsche Börse und ThyssenKrupp ein. Auch Titel der beiden hoch kapitalisierten Energieversorger E.ON (+1,7 Prozent) und RWE (+1,3 Prozent) wanderten verstärkt in die Anlegerdepots. Für die Allianz ging es dem Umfeld entsprechend um 0,8 Prozent nach oben. Der Versicherungskonzern bestätigte heute Verhandlungen mit seinem langjährigen Geschäftspartner Koç Holding über den Erwerb von Anteilen an zwei türkischen Versicherern.
Das Schlusslicht bildeten Papiere von FMC mit -3,4 Prozent. In Reaktion auf eine Abstufung durch die Credit Suisse gaben SAP 0,4 Prozent ab. Daneben befanden sich auch Daimler mit -0,4 Prozent und BMW mit -0,8 Prozent im Rückwärtsgang. Volkswagen schlossen kaum verändert.
Im MDAX gingen Papiere von MTU knapp behauptet aus dem Handel. Wie heute bekannt wurde, hat US Airways bei International Aero Engines (IAE) Antriebe für 78 Flugzeuge der A320-Familie bestellt. Für den deutschen Triebwerksbauer bedeutet das einen Umsatz von etwa 100 Mio. Euro. Anteilsscheine der Norddeutschen Affinerie gewannen an der Spitze 16,1 Prozent und setzten damit die gestrige Kursrallye fort. Die Aktie des Indexneulings GILDEMEISTER stieg um 4 Prozent.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 8.076,12 (+0,83 Prozent)
MDAX: 10.047,20 (+0,09 Prozent)
Tagesgewinner: Deutsche Börse, Bayer, HRE
Tagesverlierer: FMC, BMW, Daimler
Unternehmensmeldungen:
Der Energieversorger RWE AG (ISIN DE0007037129 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 703712) teilte am Dienstag mit, dass sein Vorstand dem Aufsichtsrat die Grundzüge einer neuen Organisation für den RWE-Konzern vorgestellt hat, die spätestens am 1. April 2008 in Kraft treten wird. Mit der Veränderung soll der Konzern einerseits stringenter ausgerichtet werden, zudem wird eine operative Optimierung über alle Wertschöpfungsstufen des Unternehmens bei Vermeidung von Doppelfunktionen angestrebt. Schnellere und effizientere Entscheidungen würden dadurch sichergestellt.
Der Versicherungskonzern Allianz SE (ISIN DE0008404005 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 840400) bestätigte heute Verhandlungen mit seinem langjährigen Geschäftspartner Koç Holding über den Erwerb von 47,1 Prozent der Anteile an Koç Allianz Sigorta sowie 49 Prozent der Anteile an Koç Allianz Hayat ve Emeklilik. Beide Beteiligungen werden derzeit von der Koç Group gehalten. Den Angaben zufolge ist die Koç Allianz Sigorta der drittgrößte Sachversicherer in der Türkei, die Koç Allianz Hayat ve Emeklilik ist der neuntgrößte Lebensversicherer. An der Koç Allianz Sigorta hält die Allianz bereits eine Beteiligung in Höhe von 37,1 Prozent, an der Koç Allianz Hayat ve Emeklilik bereits 38 Prozent.
Die US Airways Group Inc. (ISIN US90341W1080 (Nachrichten)/ WKN A0HFWK), die siebtgrößte Fluggesellschaft in den USA, hat für rund 884 Mio. Euro bei International Aero Engines (IAE) V2500 SelectOne-Antriebe für 78 Flugzeuge der A320-Familie bestellt, die ab 2008 ausgeliefert werden sollen. Für die MTU Aero Engines Holding AG (ISIN DE000A0D9PT0 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN A0D9PT) bedeutet das einen Umsatz von etwa 100 Mio. Euro. Wie der Triebwerksbauer heute erklärte, ist er als Mitbegründer von IAE mit rund 11 Prozent am V2500 beteiligt. Neben der Festbestellung hat die Airline auch eine Kaufoption auf 75 weitere Flugzeuge der gleichen Familie erteilt.
Wie die "ZEIT" heute in einer Vorabausgabe berichtet, erhalten die wegen gewaltiger Fehlspekulationen im Juli und im Oktober entlassenen Vorstandsmitglieder der IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 806330) noch bis zum Ende des Jahres ihr Gehalt von der Bank. Der Zeitung zufolge sollen die Vorstände Stefan Ortseifen, Volker Doberanzke, Markus Guthoff und Frank Braunsfeld zwar keine Abfindungen erhalten, sie müssen aber auch keine Bonifikationen zurückzahlen. Die Vorstände hatten für das im März geendete Geschäftsjahr 2006/2007 neben ihren Festgehältern hohe erfolgsabhängige Vergütungen erhalten, hieß es. Der Aufsichtsrat unter Vorsitz des früheren E.ON-Chefs Ulrich Hartmann sehe nach einer rechtlichen Prüfung keine Möglichkeit, das Geld zurückzufordern. (12.12.2007/ac/n/m)
12.12.2007 18:55
Intraday-Marktstatistik
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Wall Street: Fed-Rallye kann nicht durchhalten
Die amerikanischen Märkte schlossen am Mittwoch nur mit leichten Gewinnen, obwohl eine Entscheidung der Fed und vier anderer Notenbanken, mehr Geld in die Finanzmärkte zu pumpen, zunächst zu einer starken Rallye geführt hatte. Doch gerade die Banken waren es, die mit weiteren Abschreibungen die Stimmung trübten.
Der Dow-Jones-Index stieg um 41 Zähler oder 0,3 Prozent auf 13 473 Punkte an. Der marktbreite S&P-500-Index schloss mit einem Plus von 9 Zählern oder 0,6 Prozent bei 1487 Punkten.
Die Hightech-orientierte Nasdaq kletterte um 19 Zähler oder 0,7 Prozent auf einen Schlussstand von 2671 Punkten.
Die amerikanische Notenbank wird noch in diesem Jahr 40 Milliarden Dollar in den Finanzmarkt pumpen. Damit macht sie die Enttäuschung über die geringe Zinssenkung von nur 25 Basispunkten am Dienstag zumindest ein Stück weit wieder gut. Das Geld soll durch zeitlich befristete Fonds von je 20 Milliarden Dollar bei Auktionen in den Finanzsektor fließen und dadurch die Kreditvergaben von Banken untereinander erhöhen. Dies soll den Finanzinstituten eine höhere Liquidität bringen. Der Schritt erfolgt in Absprache mit der Europäischen Zentralbank, der Bank of England, der Bank of Canada und der Schweizer Nationalbank.
Obwohl die Entscheidung die Indizes zunächst beflügelte, machten sich im Laufe des Tages Zweifel an der Wirksamkeit breit, und auch Sorgen um die Ausmaße der Finanzkrise wuchsen angesichts eines solchen Schrittes der Fed.
Die Importpreise sind im November überraschend stark um 2,7 Prozent gestiegen, so stark wie seit 17 Jahren nicht mehr. Das ist ein deutliches Zeichen für eine erhöhte Inflationsgefahr. Besonders die Dollarschwäche und hohe Ölpreise sind an dem starken Anstieg schuld. Selbst den Ölpreis ausgenommen sind die Importpreise noch um 0,5 Prozent gestiegen. Auf das Gesamtjahr gesehen sind die Preise für importierte Güter um 11,4 Prozent nach oben gegangen. Das ist die größte Steigerung seit Beginn der Datenerfassung vor 25 Jahren.
Das Handelsbilanzdefizit ist im November ebenfalls leicht auf 57,1 Milliarden Dollar gestiegen. Dafür ist ebenfalls der hohe Ölpreis verantwortlich.
Die Öl-Lagerbestände sind in den USA in der vergangenen Woche stärker als erwartet um 700 000 Fass gesunken. Das ist der vierte Rückgang in Folge. Die Lagerbestände insgesamt sind auf dem niedrigsten Stand der vergangenen zwei Jahre. Der Preis pro Fass stieg um mehr als 4 Dollar auf 94,50 Dollar, was auch an einem Leck an einer Bohrplattform vor Norwegen lag.
Bei den Unternehmen waren gerade die Banken, die eigentlich von der Geldspritze der Notenbank profitieren sollten, die Verlierer. Abstufungen und Verlustmeldungen machten die gute Stimmung kaputt und sorgten erneut für Unsicherheiten über die Heftigkeit und die Auswirkungen der Kreditkrise. Größter Verlierer bei den Blue Chips war Citigroup mit 8 Prozent Kursverlust.
Die Bank of America muss im vierten Quartal einen höheren Betrag abschreiben als angenommen. Wie hoch genau dieser ausfallen wird, steht aber noch nicht fest. Zusätzlich haben die Analysten von Merrill Lynch die Bank auf „Halten“ abgestuft. Die Papiere der Bank gaben um 2,8 Prozent nach.
Auch der Dow-Wert J.P. Morgan Chase sowie die Bank Wachovia wurden von Merrill Lynch abgestuft, da ebenfalls hohe Verluste aus der Subprimekrise erwartet werden. Die Aktie von J.P. Morgan legte trotzdem 0,5 Prozent zu, die von Wachovia ab jedoch um knapp 3 Prozent nach.
Auch der Flugzeugbauer Boeing muss eine Abstufung durch die Analysten von Morgan Stanley hinnehmen. Obwohl das Unternehmen den Zeitplan für die Erstauslieferung des neuen „Dreamliner“ 787 bestätigt hatte, bleiben die Analysten skeptisch. Das Risiko einer späteren Auslieferung werde weiterhin über der Aktie schweben. Mit 2 Prozent Verlust gehört das Unternehmen zu den Verlierern im Dow.
Der Ölkonzern Exxon Mobil will auf einer Plattform, die vor der Küste von New Jersey errichtet werden soll, flüssiges Gas wieder in Gasform umwandeln. Damit umgeht das Unternehmen einerseits dem langwierigen Zulassungsprozess für eine Landraffinerie und sichert die Versorgung von bis zu 5 Millionen Kunden. Die Anleger begrüßen den Plan und treiben den Preis der Aktie um 1,7 Prozent hoch.
WSC -
13.12.2007 10:10
XETRA-START/DAX verliert 1% und kämpft mit 8.000er-Marke
DJ XETRA-START/DAX verliert 1% und kämpft mit 8.000er-Marke
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag schwächer in den Handel gestartet. Als belastend wirken sich die Vorgaben von Wall Street und aus Asien aus. Auch der deutlich gestiegene Ölpreis drückt. Der DAX verliert gegen 9.07 Uhr 0,9% oder 77 auf 7.999 Punkte.
DJG/mpt/gos
(END) Dow Jones Newswires
December 13, 2007 03:08 ET (08:08
13.12.2007 22:22
Wall Street-Schluss: Durchmischter Handel, Konjunkturdaten im Fokus
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Donnerstag uneinheitlich aus einem durchmischten Handel. Im Fokus standen vor allem aufkommende Rezessionsängste, nachdem die Investmentbank Morgan Stanley nun erstmals vor einer Rezession infolge der Immobilienkrise gewarnt hat. Angeheizt wird die schlechte Stimmung durch die geringen Erfolge der gestrigen Liquiditätsspritze durch mehrere Notenbanken, darunter die Fed und die EZB. Schließlich sorgten auch die heute veröffentlichten Konjunkturdaten für wenig Begeisterung.
Wie das Handelsministerium mitteilte, kletterte der Einzelhandelsumsatz im November auf Monatssicht um 1,2 Prozent, während Volkswirte lediglich mit einem Umsatzplus von 0,6 Prozent gerechnet hatten. Allerdings stiegen auch die Erzeugerpreise nach Angaben des Arbeitsministeriums im November um 3,2 Prozent und damit deutlich stärker als erwartet. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise zogen die Preise in der Kernrate um 0,4 Prozent an. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen von 1,5 bzw. 0,2 Prozent geschätzt. Weiterhin wurde bekannt, dass sich die Arbeitsmarktsituation in der Vorwoche unerwartet deutlich verbessert hat. Daneben wiesen die Lagerbestände in den amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen im Oktober 2007 einen geringfügigen Zuwachs aus.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Plus von 0,33 Prozent bei 13.517,96 Zählern. Der S&P 500 legte um 0,12 Prozent auf 1.488,41 Zähler zu. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 0,10 Prozent leichter und ging bei 2.668,49 Punkten aus dem Handel.
Papiere von Lehman Brothers rücken dabei verstärkt in den Blick. Die Investmentbank verbuchte im vierten Quartal einen Ergebnisrückgang um knapp 12 Prozent, die Erwartungen der Analysten wurden damit jedoch übertroffen. Auch die Erlöse waren weniger stark rückläufig als zunächst befürchtet. Dennoch konnte sich die Aktie dem schwachen Umfeld nicht entziehen und verlor am Ende rund ein halbes Prozent. Andere Investmentbanken verzeichneten ähnliche Verluste.
Anders das Bild bei Dow Chemical. Der größte Chemiekonzern der USA bringt fünf seiner weltweiten Geschäftsaktivitäten im Wert von rund 19 Mrd. Dollar in ein Joint Venture mit Petrochemical Industries ein und erhält im Gegenzug rund 9,5 Mrd. Dollar vor Steuern. Am Markt kam die Nachricht sehr gut an, der Wert gewann 6,5 Prozent.
Die Deutsche Lufthansa hat einen Kaufvertrag über den Erwerb von 19 Prozent der Aktien der Billig-Airline JetBlue Airways abgeschlossen. Die Lufthansa wird die JetBlue-Aktien als Paket im Rahmen der heute vom Board of Directors der JetBlue beschlossenen Kapitalerhöhung zu einem Gesamtpreis von rund 300 Mio. Dollar übernehmen. Die Aktie von JetBlue Airways gewann daraufhin mehr als 14 Prozent.
Anteilsscheine des Mischkonzerns Honeywell, der seine Prognosen für 2007 bestätigt und für 2008 einen Ausblick im Rahmen der Markterwartungen gegeben hat, legten knapp 5 Prozent zu.
Dagegen sackten Anteile von Costco Wholesale um über 2 Prozent ab. Der Großhändler hat seinen Gewinn im ersten Quartal wie von Analysten erwartet um 11 Prozent gesteigert. Eine positive Überraschung ist dabei allerdings ausgeblieben.
Safeway, der drittgrößte Lebensmittelhändler in den USA, rechnet angesichts neu gestalteter "Lifestyle"-Geschäfte und vor dem Hintergrund von Kostensenkungsmaßnahmen mit einem Ergebniswachstum in 2008. Die Aktie konnte daraufhin mehr als 3 Prozent zulegen.
Die Pepsi Bottling Group, das größte Abfüllunternehmen für Getränke der PepsiCo hat ihre Ergebnisprognose für 2007 erhöht. Der Ausblick für 2008 sieht jedoch ein Ergebnis unter der durchschnittlichen Markterwartung vor. Die Aktie reagierte mit einem Minus von über 2 Prozent. (13.12.2007/ac/n/m)
13.12.2007 18:58
XETRA-SCHLUSS/Sehr schwach - DAX unter 8.000er-Marke
DJ XETRA-SCHLUSS/Sehr schwach - DAX unter 8.000er-Marke
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist mit sehr schwachen Kursen aus dem Donnerstag gegangen. Der DAX verlor 1,8% oder 148 auf 7.928 Punkte und ging nur knapp über dem Tagestief von 7.923 Punkten aus der Sitzung. Damit hat der DAX zunächst auch den Kampf um die 8.000er Marke verloren, nachdem er über weite Strecken des Tages um diese gekämpft hatte. Gehandelt wurden Aktien im Wert von 6,6 Mrd EUR nach 8,7 Mrd EUR am Vortag.
Angeführt wurden die Verlierer wieder von den konjunkturabhängigen Aktien und den Finanztiteln. Grund ist die Sorge, die Finanzkrise könnte sich ausweiten und auf die Konjunktur übergreifen. Das hatte bereits für schwache Vorlagen aus den USA und aus Asien gesorgt. Am Nachmittag gaben die Kurse am US-Aktienmarkt dann weiter nach. Selbst gute Einzelhandelsdaten aus den USA konnten die Stimmung nicht drehen, auch weil die US-Erzeugerpreise stark gestiegen sind.
Auf die Stimmung am deutschen Markt drückten zudem niedrigere Konjunkturprognosen durch die Forschungsinstitute ifo und IfW sowie durch die Bundesbank. Laut einem Zeitungsbericht rechnet die Bundesbank für 2008 nur noch mit einem Wachstum von 1,6% statt von 2%. Die offiziellen Zahlen werden am Montag bekanntgegeben.
Unter den Korrekturen an den Wachstumsprognosen litt besonders der konjunkturabhängige MDAX, der um 2,8% fiel und die 10.000er Marke wieder deutlich unterschritten hat. Aus technischer Sicht werde im DAX der Widerstandsbereich Richtung Allzeit-Hoch bei 8.152 Punkten mit den vergeblichen Tests der vergangenen Tage eher stärker, so Anhänger der technischen Analyse. Unterstützt sei der DAX bei 7.860 Punkten.
Negative Nachrichten der Bank of America, von Wachovia und der britischen Bank HBOS drückten auf den Finanzsektor. Es habe den Anschein, als ob die konzertierte Aktion der Notenbanken vom Vortag nur kurzfristig für Erleichterung sorgen konnte, hieß es im Aktienhandel. Auch die eher guten Geschäftszahlen von Lehman Brothers konnten die Stimmung nur vorübergehend etwas stützen.
Deutsche Bank bauten ihre Verluste auf ein Minus von 2,6% auf 88,75 EUR aus. Commerzbank gaben sogar um 4% auf 26,55 EUR nach. Allianz fielen um 2,3% auf 143,65 EUR.
Stahlwerte standen nach sehr schwachen Vorgaben aus Asien auch hierzulande unter Druck. Die im MDAX gelisteten Salzgitter fielen um 4,9% auf 101,31 EUR. Thyssen gaben um 4,1% auf 36,82 EUR nach. Auch die zyklischen Automobilwerte notierten tief im Minus. Daimler verloren 4,2% auf 66,66 EUR, Verlierer Nummer eins waren Continental, die um 4,5% auf 90,00 EUR fielen.
Auf der anderen Seite gewannen BASF 0,4% auf 98,50 EUR. Händler sprachen von Übernahmefantasie im Chemiebereich, auch nachdem der Kurs von Dow Chemical positiv auf ein Joint Venture im arabischen Raum reagiert hatte. Daneben konnten sich so genannte defensive Werte vergleichsweise gut halten. Merck zogen um 0,3% auf 88,35 EUR an, E.ON und Henkel kamen mit kleineren Verlusten davon.
Im MDAX fielen die konjunkturabhängigen Heidelberger Druck um 5,7% auf 22,15 EUR; auch GEA, Klöckner und SGL standen stark unter Druck. Arcandor rutschten um 6% auf 18,74 EUR ab, obwohl der Verkauf der Warenhausimmobilien bzw der Mehrheitsverkauf an neckermann vermeldet wurde. Etwas zurückhaltend hat sich dazu die LBBW geäußert. Arcandor erhalte dafür zunächst kein Geld, sondern werde im Gegenteil noch 50 Mio EUR in eine gemeinsame Zweckgesellschaft einzahlen, hieß es.
Premiere konnten sich dagegen der Schwäche entziehen und stiegen bei sehr hohen Umsätzen um 6,9% auf 13,79 EUR. Seit Tagen kursieren Spekulationen am Markt, nach denen unter anderem Vivendi und Canal Plus Übernahmeinteresse an Premiere nachgesagt wird. Fraport zogen um 0,3% auf 53,88 EUR an. Dabei gefielen laut Händlern die "soliden" Passagierzahlen von Fraport. Das treffe sowohl auf die Daten vom Flughafen Frankfurt als auch die konzernweiten Zahlen zu.
Im TecDAX fielen Conergy um 9,5% auf 20,71 EUR, obwohl sich der Großaktionär Otto Happel hinter die Sanierung des Unternehmens gestellt hat. Der TecDAX selbst stand mit einem Minus von 2,6% ebenfalls unter Druck.
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 217,
herbert.rude@dowjones.com
DJG/hru/reh
Wall Street: Konjunktur und Fed verunsichern Anleger
Die amerikanischen Börsen bekamen am Donnerstag Druck von konjunktureller Seite, die auf eine erhöhte Inflationsgefahr hinweisen. Zusätzlich sorgt die Zinspolitik der Notenbank weiterhin für Unsicherheit, besonders im Bankensektor. Die Finanzinstitute gehörten dadurch zu den größten Verlierern.
Nachdem die Märkte tagsüber meist mit deutlichen Verlusten gehandelt hatten, schloss der Dow-Jones-Index nach einer späten Aufholjagd mit einem leichten Plus von 44 Zählern oder 0,3 Prozent bei 13 517 Punkten. Auch der marktbreite S%P-500-Index schaffte es mit 2 Zählern oder 0,1 Prozent ins Plus auf 1488 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq dagegen verlor 3 Zähler oder 0,1 Prozent und schloss mit 2668 Punkten.
Die Erzeugerpreise sind im November um 3,2 Prozent gestiegen, das ist so stark wie seit 1973 nicht mehr. Selbst die Kernrate, ohne Öl- und Lebensmittelpreise, stieg mit 0,4 Prozent doppelt so stark wie von Experten erwartet. Dies zeigt eine erhöhte Inflationsgefahr bei den Unternehmen und verunsichert die Börsen. Am Freitag werden die Verbraucherpreise erwartet, die weiteren Aufschluss über die Inflation geben werden.
Die übrigen Konjunkturdaten waren gemischt. Die Einzelhandelsumsätze sind um 1,2 Prozent gestiegen, deutlich mehr als von Experten erwartet. Analysten zeigen sich zwar positiv überrascht, angesichts des hohen Inflationsdrucks macht sich aber kein Optimismus breit.
Vom Arbeitsmarkt werden 7000 weniger Anträge auf Arbeitslosenunterstützung gemeldet als im Vormonat. Der Vier-Wochen-Durchschnitt ist jedoch nahezu unverändert. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist aber angestiegen.
Die Entscheidung der Notenbank , mehr Geld in die Finanzmärkte zu pumpen, trifft auf gemischtes Echo. Man ist sich nicht sicher, ob die Maßnahme ausreichend ist, und wie schnell das Geld beim Verbraucher ankommt. Dazu kommt, dass der Bankensektor wegen täglich neuer Meldungen über Verluste und Abschreibungen allgemein verunsichert ist. Die Banken litten daher an einem Tag der Richtungssuche besonders, und die Papiere gaben deutlich nach. Bei den Blue Chips schloss Citigroup um 1,5 schwächer, J.P. Morgan Chase verlor 1 Prozent und die Aktie von American Express gab 0,4 Prozent ab.
Auch der Pharmakonzern Merck belastete den Dow-Jones-Index, da etwa eine Million Dosen eines Impfstoffs für Babys und Kleinkinder zurückgerufen werden müssen. Es bestehe der Verdacht, dass das Medikament bei der Herstellung mit Mikroorganismen verschmutzt worden sei. Da bisher keine Kinder aufgrund des Medikaments erkrankt sind, schaffte die Aktie sogar noch ein Plus von 0,1 Prozent.
Außerhalb der Blue Chips hat das Brokerhaus Lehman Brothers im vergangenen Quartal zwar 12 Prozent an Gewinnen eingebüßt, meldet damit aber noch deutlich bessere Zahlen, als Analysten erwartet hatten. Besonders ein Rekordumsatz außerhalb der USA half dem Unternehmen. Die Papiere leiden aber unter der allgemein schlechten Stimmung und geben 0,7 Prozent ab.
Für Schlagzeilen sorgten zwei internationale Kooperationen: Die Lufthansa steigt mit 300 Millionen Dollar beim amerikanischen Billigflieger JetBlue ein. Die deutsche Airline erhält dafür einen Anteil von 19 Prozent und einen Sitz im Vorstand. Die Aktie von JetBlue kletterte um 14 Prozent und löste eine Rallye in der Branche aus, in der nun eine größere Konsolidierungswelle erwartet wird, zumal seit geraumer Zeit Delta Air Lines und United Airlines über eine mögliche Fusion sprechen. So schlossen auch die Papiere von Continental und US Airways deutlich im Plus.
Das Chemieunternehmen Dow Chemicals und Petrochemicals aus Kuwait vereinen sich zu gleichberechtigten Partnern. Dafür erhält Dow Chemicals 9,5 Milliarden Dollar von dem kuwaitischen Unternehmen. Der Geschäftssitz wird in den USA sein während man in Kuwait Petrochemieprodukte produzieren will. Die Aktie von Dow Chemicals schloss 6,4 Prozent stärker.
Keine Übernahme bahnt sich bei dem Pharmaunternehmen Biogen an. Der Konzern hat keinen Käufer gefunden und will sich nun nicht länger zum Kauf anbieten. Vor allem der hohe Aktienkurs hatte interessierte Käufer abgeschreckt. Biogen will nun künftig als eigenständiges Unternehmen weitermachen. Die Papiere des Konzerns gaben um knapp 24 Prozent nach.
WSC -
14.12.2007 10:28
TecDAX am Morgen: Im Plus, Conergy auf Erholungskurs
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Mit positiven Vorgaben aus New York im Rücken sind die deutschen Wachstumswerte überwiegend fester in den Tag gestartet. Aktuell gewinnt der TecDAX glatt 1 Prozent auf 977,11 Punkte. Die wichtigsten US-Indizes konnten am Vorabend im Vergleich zum Handelsschluss in Deutschland noch recht deutlich zulegen. Nach anfänglichen Verlusten schloss der Dow Jones 0,3 Prozent fester, der NASDAQ Composite ging knapp behauptet aus der Sitzung. Am Nachmittag stehen in den USA wieder einige wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, darunter der Verbraucherpreisindex.
Die Aktie von Conergy reagiert mit einer technischen Gegenreaktion auf die massiven Verluste der vergangenen Tage und steigt an der Indexspitze um gut 3 Prozent. Knapp dahinter folgen United Internet, MorphoSys und Carl Zeiss. Im Solarsektor legen neben Conergy außerdem SolarWorld und SOLON deutlich zu. In der zweiten Reihe schießt die Aktie der Solar-Fabrik um rund 20 Prozent nach oben. Der Konzern teilte zuvor mit, dass seine Produktion für 2008 bereits nahezu ausverkauft ist.
Anteilsscheine von QIAGEN schließen sich dem Markttrend hingegen nicht an und verlieren 1 Prozent. Leicht rote Vorzeichen sind zudem bei der Software AG und freenet auszumachen.
Unternehmensmeldungen:
Die Solar-Fabrik AG (ISIN DE0006614712 (Nachrichten/Aktienkurs)/ WKN 661471) startet zum ersten Mal in ihrer Firmengeschichte mit einem Auftragsbestand in ein neues Geschäftsjahr, der mit über 60 Megawatt (MW) bereits den größten Teil der geplanten Jahres-Modulproduktion (70 MW) umfasst. Wie der Photovoltaik-Konzern heute erklärte, wird er damit seine Produktions- und Absatzmenge gegenüber 2007 mehr als verdoppeln. Zudem wird er im gesamten Jahr 2008 unter Vollauslastung produzieren und hierbei positive Skaleneffekte nutzen können. Deshalb wird das Unternehmen in Freiburg in 2008 ein drittes Werk eröffnen und die Produktionskapazität auf 130 MW erhöhen. (14.12.2007/ac/n/m)
14.12.2007 10:52
XETRA-SATRT/DAX erholt sich etwas - Banken freundlich
DJ XETRA-SATRT/DAX erholt sich etwas - Banken freundlich
FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas fester ist der DAX in die letzte Sitzung der Woche gegangen. Um 9.44 Uhr steigt der Index um 0,4% oder 35 Punkte auf 7.963, nachdem der Dow Jones Index hat an Wall Street kurz vor Handelsschluss noch ins Plus gedreht hatte. Mit Blick auf das nahende Weihnachtsfest dürfte die Liquidität jedoch immer mehr ausdünnen, vermuten Händler. Das könne hier und da die Kursbewegungen überzeichnen. Verbraucherpreise aus der Eurozone und den USA dürften im Tagesverlauf auf die Kurse wirken. Sie könnten Hinweise auf die künftige Geldpolitik der EZB und der Federal Reserve geben.
Zudem berichten Händler von allmählich einsetzenden Window Dressing. Dahinter stehen Käufe der auf Jahressicht stark gestiegenen Aktien durch Fonds, mit denen diese vor dem Jahresultimo noch die Entwicklung ihrer Fonds-Produkte aufpeppen. Technisch unterstützt ist der DAX bei 7.850 Punkten, bei 8.000 liegt ein Widerstand.
Kursgewinne verzeichnen die Banken. Commerzbank führen mit einem Plus von 1,5% auf 26,95 EUR das Feld an. Die Citigroup will so genannte strukturierte Investments im Volumen von 49 Mrd USD in die eigene Bilanz aufnehmen. Diese sind mit hohen Risiken behaftet. Händler werten diesen Schritt positiv, denn er erhöhe die Transparenz. Deutsche Bank und Postbank tendieren ebenfalls freundlich.
Lufthansa gewinnen 0,7% auf 18,48 EUR. Die Frankfurter beteiligen sich mit einem Anteil von 19% bei der US-Fluggesellschaft JetBlue. Der Preis von umgerechnet rund 205 Mio EUR sei "überschaubar", sagen Händler. Die Deutsche Bank hat Lufthansa derweil mit "Kaufen" bestätigt.
Merck legen 0,5% auf 88,80 EUR zu. Sie profitieren von der Zulassung von "Kuvan" auf dem US-Markt. Das Stoffwechsel-Medikament wurde zusammen mit Biomarin Pharmaceutical entwickelt, deren Aktie nach der Zulassung des Mittels am Vortag um rund 7% zulegte.
Credit Suisse hat das Kursziel für die T-Aktie um 2 auf 17,50 EUR erhöht. Deutsche Telekom legen 0,5% auf 15,16 EUR zu. TUI handeln 0,4% fester bei 19,63 EUR, obwohl Morgan Stanley die Aktie auf "Untergewichten" gesenkt hat. Morgan Stanley hat zudem die Beobachtung von Continental mit "Untergewichten" aufgenommen, was die Conti-Aktie neben negativ klingenden Meldungen des Internet-Reifenhändlers Delticom um 1% auf 89,08 EUR nachgeben lässt.
Beim Motorenhersteller Deutz wird Helmut Leube neuer Chef des Vorstands. Die Aktien legen 1,9% auf 7,71 EUR zu. Die am Vortag in den MDAX aufgerückten Gildemeister gewinnen 3,2% auf 18,28 EUR. Im TecDAX erholen sich Conergy (+3,3%) und MorphoSys (+2,8%) etwas von ihren hohen Vortagesverlusten.
DJG/bek/thl/gos
Wall Street: Kein Zeichen einer Weihnachtsrallye
An den amerikanischen Märkten bleibt die erhoffte Weihnachtsrallye bisher aus, die Indizes eröffnen zum Wochenbeginn deutlich schwächer. Schuld daran sind wieder einmal die Finanzwerte, die unter Abstufungen leiden. Zusätzlich äußerte sich der ehemalige Notenbankchef Alan Greenspan pessimistisch.
Der Dow-Jones-Index setzt die Talfahrt der vergangenen Woche fort und hat mit einem Minus von 86 Zählern oder 0,7 Prozent bei 13 253 Punkten eröffnet. Der marktbreite S&P-500-Index verliert 11 Zähler oder 0,7 Prozent auf 1457 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq notiert eine halbe Stunde nach der Eröffnungsglocke 20 Zähler oder 0,7 Prozent schwächer bei 2616 Punkten.
Der Empire State Index ist im November auf 10,3 Punkte gefallen. Das zeigt ein deutlich geringeres Wachstum im Industriesektor als erwartet und ist der niedrigste Stand seit Mai. Damit werden die Ängste vor einer Rezession weiter geschürt.
Zusätzlich verbreitet der ehemalige Notenbankchef Alan Greenspan schlechte Stimmung, da er eine 50-prozentige Chance für eine Stagflation, Inflation bei gleichzeitiger Abschwächung des Wirtschaftswachstums, sieht.
Bei den Finanzinstituten sorgen Abstufungen und Warnungen davor für weitere Sorgen. Citigroup stuft insgesamt neun Banken ab, darunter die Hypothekenbanken Countrywide Financial und Capital One . Grund dafür sind weiter fallende Häuserpreise, anhaltende Schwierigkeiten bei den Verbraucherkrediten und die allgemein schwache Wirtschaft. Auch die höheren Anforderungen zur Kreditvergabe wird es den Banken schwer machen, die Verluste der letzten Zeit auszugleichen.
Einige Kreditversicherer sind von einer Abstufung ihrer Kreditwürdigkeit bedroht. Die Ratingagentur Moody’s warnt, dass weitere Auswirkungen der Subprimekrise die Ratings belasten können. Auch wenn die Beurteilungen der Kreditwürdigkeit von MBIA und CIFG Guaranty zumindest für den Moment beibehalten werden, sieht es für zukünftige Bewertungen schlechter aus. Dennoch legt das Papier von MBIA um 5,5 Prozent zu.
Gute Nachrichten gibt es für den Pharmakonzern Merck und deren Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Die Behörde, die für die Zulassung neuer Medikamente in den USA zuständig ist, verzögert die Markteinführung des Konkurrenzprodukts von GlaxoSmithKline in den USA, weil sie noch Fragen zum Medikament hat. Damit behält Merck zumindest eine Zeitlang die Alleinstellung auf dem amerikanischen Markt. In Europa, Australien und Mexiko ist die Impfung von Glaxo bereits zugelassen. Merck gewinnt 0,8 Prozent.
Ansonsten werden die Unternehmensmeldungen vom „Merger Monday“ beherrscht. Der Industriemulti Ingersoll Rand übernimmt den Klimaanlagenbauer Trane für 10,1 Milliarden Dollar. Die Anleger von Trane bekommen damit ein Premium von 29 Prozent auf den Schlusspreis vom Freitag. Ingersoll Rand wird Trane mit der eigenen Klimasparte verschmelzen und in Zukunft sein Kerngeschäft besonders im Bereich der energiesparenden Klimatechnologie haben. Die Aktien von Trane gewinnen am Morgen 23 Prozent.
Beim Autobauer Ford kommt die Entscheidung über die Zukunft von Jaguar und Land Rover näher. Bereits diese Woche könnte der indische Hersteller von Niedrigpreisautos, Tata Group , als bevorzugter Bieter verkündet werden. Für Tata wäre die Übernahme der britischen Marken der Einstieg ins weltweite Geschäft. Auch die britische Gewerkschaft, in der die Angestellten in den Fabriken von Jaguar und Land Rover vertreten sind, sieht Tata Group als bevorzugten Käufer.
Der Stahlhersteller ArcelorMittal hat Schwierigkeiten beim Verkauf eines Werkes in Baltimore. Das Werk muss aufgrund von Bestimmungen der Regulierungsbehörde nach der Übernahme von Arcelor durch Mittal abgestoßen werden. Die Käufergruppe konnte die Finanzierung nicht sichern. Jetzt soll eine Investmentbank beim Verkauf helfen. Die Aktie des Stahlherstellers gibt um 2,4 Prozent nach.
WSC
17.12.2007 22:19
US Indizes - Ein schwacher Wochenauftakt
Nach dem Wochenende haben die US Indizes den Handel heute schwächer eröffnet und konnten sich auch im weiteren Handelsverlauf dem Verkaufsdruck nicht entziehen. Dabei konnten unsere Korrekturziele abgearbeitet werden. Der Dow Jones rutscht sogar noch unter 13200 und schließt bei 13165,57 Punkte. Damit notiert der Index -1,30 % schwächer gegenüber der Vorwoche. Im Nasdaq Composite fällt der heutige Verlust noch deutlicher aus. Der Index verbilligt sich gegenüber der Vorwoche um -2,32 %. Die US Indizes rutschen damit unter die wichtige exp. GDL (EMA200/rot). Diese Marke wird quasi "kampflos" von den Bullen aufgegeben. Nennenswerte Kurserholungsphasen sind in den Intradaycharts nicht vorhanden. Somit sind auch kurzfristige Kaufsignale bisher ausgeblieben.
Gestützt wurde der Markt heute durch den Dow Jones Transport Index. Relative Schwäche zeigte der Airline Sektor. Als Dow Wert mit relativer Stärke konnte Wal Mart als einer der Gewinner im Dow Jones um 0,41 % ansteigen. Honeywell setzt die Rallye um 0,36% fort, während sich Alcoa streng an unser favorisiertes Szenario klammert und deutlich um 3,66 % nachgibt. Innerhalb der mittelfristigen Konsolidierungen konnten sich als Gewinner im Nasdaq 100 die Aktien von Qlogic (+1,97%) und Lincare (+0,99%) nach oben lösen, Millenium gibt hingegen deutlich um 6,53% nach. Der beeindruckende Aufwärtstrend seit August 2007 wird demzufolge zunächst einmal korrigiert. In Kürze erreicht Millenium die exp. GDL (EMA50/blau) bei 13,57 $. In diesem Bereich kann von einer ersten technischen Gegenbewegung ausgegangen werden. Hier sollten sie aber die ausführlichen Tageschecks in der Trackbox verfolgen.
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc8133.gif
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc8131.gif
Gewinner im Nasdaq 100
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17.12.2007 22:25
Aktien New York Schluss: Schwach - Fed-Maßnahmen stimmen Anleger skeptisch
Die wichtigsten US-Aktienmarktindizes sind am Montag schwach aus dem Handel gegangen. Anleger zeigten sich laut Händlern besorgt, dass ein Anstieg der Inflation den Spielraum für weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) einengen könnte. Die Börsianer seien ebenfalls skeptisch, ob das an diesem Montag erstmals von der Fed angewandte neue Instrument zur Versorgung der Geldmärkte mit Liquidität effektiv genug sein werde, um die Folgen der Subprime-Krise am Kreditmarkt zu lindern. Dazu komme die Furcht vor einer restriktiveren Geldpolitik zu einer Zeit, in der sich die Anleger zunehmend pessimistisch über die weitere Entwicklung der Unternehmens- und vor allem der Bankgewinne zeigten, hieß es.
Der Dow Jones <INDU.DJI> fiel um 1,29 Prozent auf 13.167,20 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> sank um 1,50 Prozent auf 1.445,91 Punkte. An der NASDAQ ging es für den Composite Index <COMPX.NQI> um 2,32 Prozent auf 2.574,46 Zähler nach unten. Der NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> verlor 2,48 Prozent auf 2.020,80 Punkte.
Honeywell-Aktien <HON.NYS> <ALD.ETR> (News/Aktienkurs) kletterten um 0,37 Prozent auf 60,20 US-Dollar und waren damit zweibester Wert im Dow Jones. Die Deutsche Bank hatte das Kursziel für die Aktien des Mischkonzerns nach Bekanntgabe des Ausblicks für das Jahr 2008 auf 70 Dollar erhöht und die Einschätzung mit "Buy" bestätigt. Neben Honeywell beendeten unter den Werten im weltweit bekanntesten Index nur noch Wal-Mart Stores <WMT.NYS> <WMT.FSE> (News/Aktienkurs) (+0,42% auf 47,83 Dollar) und Citigroup <C.NYS> <TRV.FSE> (News/Aktienkurs) (+0,23% auf 30,77 Dollar) den Handel im positiven Terrain.
Pfizer <PFE.NYS> <PFE.FSE> (News/Aktienkurs) gaben unterdurchschnittliche 0,56 Prozent auf 22,97 Dollar ab. Der Pharmakonzern erhöht die Quartalsdividende um zehn Prozent. Je Aktie werden 0,29 Dollar ausgeschüttet, das sind drei Cent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Caterpillar-Aktien <CAT.NYS> <CAT1.ETR> (News/Aktienkurs) verloren als zweitschwächster Wert im Dow Jones 3,04 Prozent auf 71,16 Dollar. Morgan Stanley hatte die Bewertung der Titel des weltgrößten Baumaschinenherstellers von "Equal Weight" auf "Underweight" zurück genommen. Das volkswirtschaftliche Analyseteam der Bank sorge sich um eine drohende Rezession, die sich negativ auf die Caterpillar-Aktien auswirken könnte, hieß es zur Begründung.
Microsoft <MSFT.NAS> <MSF.FSE> (News/Aktienkurs) büßten 2,49 Prozent auf 34,43 Dollar ein. Ein Termin für den Marktstart des Musikspielers Zune in Europa ist weiterhin nicht in Sicht. "Wir werden darüber nach dem Ende des Weihnachtsgeschäfts entscheiden", sagte Senior Vice President Philippe Courtois der "Financial Times Deutschland".
Der Finanzsektor entwickelte sich vor dem Hintergrund mehrerer Abstufungen für Banktitel unterschiedlich. Die Analysten der Citigroup hatten die Bewertung für JPMorgan <JPM.NYS> <CMC.ETR> (News/Aktienkurs), Wachovia <WB.NYS> <FTU.FSE> (News) und andere von "Buy" auf "Hold" herab gestuft. JP Morgan verloren 1,48 Prozent auf 44,53 Dollar. Wachovia kletterten hingegen um 1,02 Prozent auf 39,43 Dollar. US Bancorp <USB.NYS> <UB5.FSE> (News) wurden von "Hold" auf "Sell" herunter gestuft. Die Titel verloren 2,66 Prozent auf 31,81 Dollar.
Ingersoll Rand <IR.NYS> <IGS.FSE> (News) brachen um 11,35 Prozent auf 43,60 Dollar ein. Der Investitionsgüterkonzern will den US-Klimagerätebauer Trane <TT.NYS> für 36,50 Dollar in bar und 0,23 Ingersoll-Aktien kaufen. Trane-Aktien sprangen um 21,61 Prozent auf 45,24 Dollar nach oben.
Expedia <EXPE.NAS> <EP7.FSE> verloren 1,74 Prozent auf 32,67 Dollar. Der Online-Touristikanbieter will mit zunehmend aggressivem Marketing seinen Konkurrenten in Europa Kunden abjagen. Wettbewerber wie Thomas Cook <TCG.FSE> (News) <TC G.LSE> und TUI Travel <TT..ISS> seien mit der Integration ihrer Zukäufe beschäftigt, diese Situation wolle Expedia für sich ausnutzen, sagte der Expedia-Chef Dara Khosrowshahi der "Financial Times".
Starbucks <SBUX.NAS> <SRB.FSE> (News/Aktienkurs) gaben 5,08 Prozent auf 20,17 Dollar ab. Die Analysten von RBC Capital hatten ihre Einschätzung der Titel der Kaffeehauskette von "Outperform" auf "Sector Perform" gesenkt. Den Experten zufolge könnte es Starbucks schwerer fallen, neue Kunden für sich zu gewinnen. Gründe dafür seien der steigende Wettbewerb und das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld./he/tw
AXC0220 2007-12-17/22:23
Wall Street: „Stagflation“ ließ Bären tanzen
Die amerikanischen Börsen setzten zu Wochenbeginn ihre Talfahrt fort, nachdem der frühere Notenbankchef Alan Greenspan vor einer Stagflation gewarnt hatte. Zusätzlich bereiteten schwache Konjunkturdaten und etliche Abstufungen im Unternehmensbereich den Anlegern einen harten Tag.
Der Dow-Jones-Index schloss auf dem tiefsten Stand des Monats 173 Zähler oder 1,3 Prozent niedriger mit 13 167 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index gab 22 Zähler oder 1,5 Prozent ab auf 1446 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq verlor sogar 61 Zähler oder 2,3 Prozent und schloss mit 2574 Punkten.
Der ehemalige Notenbankchef Alan Greenspan ließ die Bären auf die Börsen los, da er eine 50-prozentige Chance für eine Stagflation sieht, eine Inflation bei gleichzeitiger Abschwächung des Wirtschaftswachstums.
Die Konjunkturdaten verbreiten weiteren Pessimismus. Der Empire State Index ist im November auf 10,3 Punkte gefallen. Dies ist der niedrigste Stand seit Mai und deutlich niedriger als erwartet. Dies schürt ebenfalls die Angst vor einer Rezession.
Auch die Häuserbauer haben im Dezember weiterhin wenig Hoffnung auf Besserung. Nur 19 Prozent sind zuversichtlich, dass Häuserverkäufe derzeit und in Zukunft zu ihrer Zufriedenheit laufen werden. Damit bleibt der Stand auf dem niedrigsten seit 22 Jahren. Am Dienstag wird noch die Zahl der Baubeginne bekannt gegeben, ein Frühindikator für den Zustand des Immobilienmarktes.
Unter der Immobilienkrise leidet auch der Baumaschinenhersteller Caterpillar . Die Aktie verlor am Montag 3,1 Prozent, nachdem das Unternehmen von den Analysten bei Morgan Stanley abgestuft worden war. Die Analysten erwarten eine rückläufige Nachfrage nach Baumaschinen aufgrund der Subprimekrise.
Die Finanzwerte hatten ebenfalls mit Abstufungen unter anderem wegen des schwachen Immobilienmarktes zu kämpfen. Citigroup stuft insgesamt neun Banken ab, darunter die Hypothekenbanken Countrywide Financial und Capital One . Grund dafür sind weiter fallende Häuserpreise, anhaltende Schwierigkeiten bei den Verbraucherkrediten und die allgemein schwache Wirtschaft. Auch die höheren Anforderungen zur Kreditvergabe wird es den Banken schwer machen, die Verluste der letzten Zeit auszugleichen.
Unter den Schwierigkeiten bei den Kreditinstituten leiden wiederum die Kreditversicherer. Die Ratingagentur Moody’s warnt, dass weitere Auswirkungen der Subprimekrise die Beurteilung der Kreditwürdigkeit belasten können. Auch wenn die Ratings der Kreditwürdigkeit von MBIA und Ambac zumindest beibehalten werden, sieht es für zukünftige Bewertungen schlechter aus. Dennoch legte das Papier von MBIA um 4,5 Prozent zu, Ambac konnte sogar knapp 17 Prozent gewinnen. Die Kreditwürdigkeit weiterer Kreditversicherer wurde unter Beobachtung gestellt.
Gute Nachrichten gibt es für den Pharmakonzern Merck und deren Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Die Behörde, die für die Zulassung neuer Medikamente in den USA zuständig ist, verzögert die Markteinführung des Konkurrenzprodukts von GlaxoSmithKline in den USA, weil sie noch Fragen zum Medikament hat. Damit behält Merck zumindest eine Zeitlang die Alleinstellung auf dem amerikanischen Markt. In Europa, Australien und Mexiko ist die Impfung von Glaxo bereits zugelassen.
Auch Geschäftsübernahmen und damit verbundene Finanzspritzen für einige Unternehmen konnten den Indizes am Montag nicht aus dem Keller helfen. Der Industriemulti Ingersoll Rand übernimmt den Klimaanlagenbauer Trane für 10,1 Milliarden Dollar. Die Anleger von Trane bekommen damit ein Premium von 29 Prozent auf den Schlusspreis vom Freitag. Dies ließ die Aktie von Trane um 21,7 Prozent klettern. Ingersoll Rand wird Trane mit der eigenen Klimasparte verschmelzen und in Zukunft sein Kerngeschäft besonders im Bereich der energiesparenden Klimatechnologie haben.
Beim Autobauer Ford steht scheinbar eine Entscheidung über die Zukunft von Jaguar und Land Rover ins Haus. Bereits diese Woche könnte der größte indische Autobauer Tata als bevorzugter Bieter verkündet werden. Für den Hersteller von Niedrigpreisautos wäre die Übernahme der britischen Marken der Einstieg ins weltweite Geschäft. Auch die britische Gewerkschaft, in der die Angestellten in den Fabriken von Jaguar und Land Rover vertreten sind, sieht Tata als bevorzugten Käufer.
WSC -
18.12.2007 09:37
EUREX/DAX-Futures eröffnen etwas fester
DJ EUREX/DAX-Futures eröffnen etwas fester
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach den deutlichen Abgaben vom Vortag kann sich der DAX-Future zur Eröffnung am Dienstag erholen. Der Dezember-Kontrakt des DAX-Futures gewinnt bis 8.30 Uhr 32,5 auf 7.810 Punkte. Das Tageshoch liegt bei 7.817 und das Tagestief bei 7.801 Punkten. Umgesetzt wurden bislang rund 2.750 Kontrakte. Als stützend erweist sich die vergleichsweise stabile Entwicklung an den Börsen in Ostasien am Berichtstag. Der Future war im späten Handel am Montag mit den deutlichen Kursverlusten an Wall Street kräftig unter Druck geraten. Nach oben liegen Widerstände nun bei 7.830 und 7.850 Punkten. Unterstützt ist der DAX-Future bei 7.770 und 7.740 Punkten.
18.12.2007 10:37
XETRA-START/Etwas erholt - Versorger geben nach
DJ XETRA-START/Etwas erholt - Versorger geben nach
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag im frühen Geschäft etwas erholt. Der DAX steigt gegen 9.30 Uhr um 0,4% oder 30 auf 7.855 Punkte. Damit setzt er seine Talfahrt zunächst nicht fort und folgt den asiatischen Börsen, die sich stabilisiert haben, nachdem sie wegen der schwachen Vorlagen der Wall Street noch im Minus eröffnet hatten. Aus technischer Sicht liege der DAX in einem Seitwärtstrend, heißt es am Markt. Unterstützt sei er bei 7.680 Punkten. Sollte er die 7.850er Marke nachhaltig überwinden, läge der nächste Widerstand bei 7.910 Punkten.
Neue Impulse könnten am Nachmittag vom US-Immobilienmarkt kommen. Am Berichtstag steht am Nachmittag die Bekanntgabe der US-Baubeginne bzw -genehmigungen für November auf der Agenda. J.P. Morgan geht davon aus, dass sich die Immobilienpreise in den kommenden zwei bis drei Quartalen weiter nach unten entwickeln werden. Ein Boden sei noch nicht in Sicht. Auf große Aufmerksamkeit dürfte auch die Bekanntgabe der Quartalszahlen von Goldman Sachs stoßen. Von Dow Jones befragte Analysten erwarten ein Ergebnis von 6,61 USD je Aktie.
Der DAX profitiere vor allem von Käufen derjenigen, die ihre Positionen auf fallende Kurse zumachten, heißt es. Das Geschäft sei ruhig und konzentriere sich auf Aktien, die von Analystenkommentaren bewegt würden. So fallen RWE um 0,9% auf 94,29 EUR und E.ON um 0,9% auf 143,30 EUR. Beide Aktien sind von Goldman Sachs abgestuft worden. Höhere Kursziele für beide Papiere von Morgan Stanley können die Stimmung nicht stützen. Händler verweisen auch darauf, dass die Versorger in den USA ihre Relative Stärke zuletzt verloren haben. Daneben drückten Kundenverluste bei RWE auf die Stimmung.
TUI fallen nach einer Verkaufsempfehlung durch die Deutsche Bank um 2% auf 18,69 EUR. Auf der anderen Seite gewinnen Siemens 1,3% auf 103,90 EUR, nachdem UBS das Kursziel auf 135 EUR erhöht hat. Neben Siemens ziehen auch Lufthansa und Merck deutlich an.
In der zweiten Reihe steigen Lanxess um 3,3% auf 32,25 EUR. Aussagen von Lanxess zu einer Dividende von bis zu 1,00 EUR stützen laut Händlern die Stimmung. Zudem hat J.P. Morgan die Aktie mit einem 52er Kursziel herausgestellt. Wenig verändert liegen Arcandor im Markt. Der operative Gewinn ist im Rumpfgeschäftsjahr auf gut 500 Mio EUR gestiegen, das kann den Kurs am Morgen aber noch nicht stützen
18.12.2007 15:31
Intraday "Pacemaker" Screening (E)
Bestandteil des Intradayscreenings ist die Auswertung der Tendenzen und Trends der hochkapitalisierten Aktien im DAX, Eurostoxx50, MDAX und TecDAX. Diese Large Cap Aktien haben aufgrund ihrer hohen Gewichtung in den Indizes maßgeblichen Einfluß auf die Indexbewegungen. Sie gelten als "Pace Maker" (Schrittmacher).
https://ssl.godmode-trader.de/charts/5/2005/071218liste1.gif
AKTIEN FRANKFURT/Kursgewinne ausgebaut - Gute Stimmung am Markt
18.12 15:02
FRANKFURT (AWP International) - Die deutschen Aktienindizes haben am Dienstag ihre Kursgewinne ausgebaut. Der Leitindex DAX stieg bis zum Nachmittag um 1,20 Prozent auf 7.919,53 Punkte. Für den MDAX mittelgrosser Werte ging es um 0,93 Prozent auf 9.669,36 Zähler nach oben. Der Technologieindex TecDAX gewann 1,26 Prozent auf 957,35 Punkte.
Marktstratege Robert Halver von der Bank Vontobel machte eine allgemein gute Stimmung für den deutschen Markt aus, vor allem aus ausländischer Sicht. Investoren aus Asien, Arabien und Russland strebten derzeit mit hoher Liquidität in deutsche Titel. «Diese gute Stimmung wird aktuell gespielt», sagte Halver. Deutschland werde aufgrund der Exportstärke zugetraut, sich von einer möglichen Rezession in den USA abkoppeln zu können.
Zahlen von Goldman Sachs wurden am Nachmittag freundlich aufgenommen. Finanzwerte erholten sich auch generell von den teils herben Abschlägen am Vortag. Hypo Real Estate (HRE) gewannen 2,49 Prozent auf 37,46 Euro, Commerzbank verteuerten sich um 2,04 Prozent auf 26,52 Euro. Beide Aktien hatten noch zum Wochenstart zu den grössten Verlierern gezählt.
RWE verloren dagegen 0,18 Prozent auf 95,61 Euro. Zum einen habe der Gazprom-Vizevorstandsvorsitzende Alexander Medwedew ein Interesse an dem Versorger in der «Börsen-Zeitung» verneint, betonten Händler. Zuvor seien immer wieder Gerüchte aufgetaucht, dass Gazprom an RWE interessiert sei. Zum anderen belaste eine Abstufung durch Goldman Sachs. Die Analysten haben das Papier von «Neutral» auf «Sell» abgestuft und es auf die «Pan-Europe Sell List» gesetzt.
Im MDAX gingen die Aktien von Arcandor nach Zahlen auf Berg- und Talfahrt, zuletzt verloren sie am Nachmittag 0,23 Prozent auf 17,46 Euro. Der Handels- und Touristikkonzern hat im dritten Quartal sowie im Rumpfgeschäftsjahr 2007 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Die Prognosen wurden bestätigt. Einem Händler zufolge waren die Zahlen bei Arcandor schwer zu beurteilen. «Immer wird etwas anders bilanziert oder ein Zeitrahmen verändert - eine Einschätzung ist da fast unmöglich. Daher schwankt der Kurs auch so», sagte der Börsianer.
Aktien von Fraport reduzierten nach Bekanntgabe der Genehmigung des Flughafenausbaus in Frankfurt ihre Kursgewinne leicht und gewannen zuletzt nur noch 0,76 Prozent auf 54,06 Euro. Der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) hat den Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Frankfurter Flughafens unterzeichnet. Dieser umfasst den Bau einer neuen Landebahn sowie eines dritten Terminals und schränkt den nächtlichen Flugbetrieb stark ein. Ein Händler sagte, die Entscheidung sei so erwartet worden.
Im TecDAX gewannen die Aktien der Software AG 8,87 Prozent auf 59,64 Euro. Sie profitierten von einem gewonnenen Rechtsstreit und der daraufhin leicht nach oben angepassten Margenerwartung für 2008. Analyst Theo Kitz von Merck Finck beliess seine Empfehlung auf «Buy»./sc/fa
Wall Street: EZB beflügelt die amerikanischen Märkte
Die Börsen in den USA haben am Dienstag deutlich im Plus eröffnet. Eine überraschende Finanzspritze der Europäischen Zentralbank ist hauptsächlich für die gute Stimmung bei den Anlegern verantwortlich. Zusätzlich konnten Goldman Sachs, Adobe Systems und Best Buy die Erwartungen der Analysten schlagen.
Der Dow-Jones-Index steht kurz nach Handelsbeginn mit einem Plus von 60 Zählern oder 0,5 Prozent bei 13 226 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index legt 8 Zähler oder 0,6 Prozent zu auf 1454 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq klettert um 14 Zähler oder 0,6 Prozent auf 2588 Punkte.
Obwohl die amerikanischen Börsen nur selten auf das Geschehen im Ausland achten, hat die Europäische Zentralbank am Dienstag einen großen Anteil an den frühen Gewinnen. Durch eine unbegrenzte Zahl festverzinster Kredite mit einer Laufzeit von zwei Wochen wirft die europäische Notenbank 501 Milliarden Dollar in die Märkte. Das sorgt für Liquidität und gibt den Kursen Auftrieb. Auch die Kredite von Bank zu Bank wurden bereits etwas billiger.
Der Schritt überrascht die anderen Notenbanken, die erst in der vergangenen Woche einen gemeinsamen Plan beschlossen hatten. Am Montag hatte die amerikanische Notenbank dabei 20 Milliarden an Krediten versteigert, am Dienstag gab es eine ähnliche Auktion bei der Bank of England. Dadurch sollte dem Finanzsektor geholfen werden, während gleichzeitig die Inflationsgefahr in anderen Bereichen niedrig gehalten wird.
Die amerikanische Notenbank kündigt dagegen neue Regelungen zur Hypothekenvergabe an, die im Tagesverlauf bekannt gegeben werden. Damit sollen Kunden vor Subprimekrediten geschützt werden, ohne dass das Kreditgeschäft insgesamt eingeschränkt wird.
Dass dies nötig ist, zeigt der Immobilienmarkt . Die Baubeginne bei Einfamilienhäusern sind im November um 5,7 Prozent gefallen und damit so niedrig wie 1991, zur Zeit einer Rezession. Inklusive Mehrfamilienhäusern sind die Baubeginne noch um 3,7 Prozent zurückgegangen. Die Häuserbauer konzentrieren sich auf den Bau von Mietwohnungen, während sie Schwierigkeiten haben, bereits gebaute Einfamilienhäuser loszuwerden. Insgesamt sind die Zahlen aber leicht besser als erwartet und können daher der Stimmung an den Börsen nicht viel anhaben.
Bei den Unternehmen konnte die Investmentbank Goldman Sachs die Gewinne im vergangenen Quartal um 2 Prozent steigern und damit die Erwartungen der Analysten zum achten Mal in Folge schlagen. Das Unternehmen konnte, im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten, die Kreditkrise weitestgehend umgehen. Die Gewinne stammen besonders aus dem Investmentbereich, der deutlicher als andere Geschäftsbereiche stieg. Die Aktie gewinnt kurz nach Handelsbeginn 1 Prozent. Diese Woche werden außerdem noch die Quartalszahlen der Konkurrenten Morgan Stanley und Bear Stearns erwartet.
Der Elektronikhändler Best Buy konnte im vergangenen Quartal einen größeren Gewinn einfahren als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Gewinn um 52 Prozent gesteigert, während der Umsatz um 17 Prozent stieg. Auch die Aussichten für das Jahr wurden angehoben. Besonders Videospiele-Konsolen, Laptops, Flachbildschirme und Navigationsgeräte wurden nachgefragt. Die Kunden kaufen diese Geräte immer häufiger am PC, die Umsätze im Onlinegeschäft stiegen um 65 Prozent. Die Papiere des Elektronikhändlers klettern um 1 Prozent.
Bei den Hightechs konnte der Softwarekonzern Adobe Systems im letzten Quartal den Umsatz um 34 Prozent steigern. Die Gewinne für das Quartal und für das Gesamtjahr sind leicht höher als erwartet. Im kommenden Jahr erwartet der Softwareriese ein Gewinnwachstum von 13 Prozent. Dazu sollen besonders Verkäufe des Softwarepakets „Creative Suit 3“ verhelfen. Zusätzlich wird Adobe von den Analysten der Deutschen Bank auf „Kaufen“ aufgestuft. Die Aktie legt am Morgen 3 Prozent zu.
Ebenfalls bei den Hightechs gibt es Gerüchte um den Computerhersteller Apple . Laut dem Wall Street Journal steht das Unternehmen in Verhandlungen mit Japans größtem Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo , der das iPhone exklusiv in Japan anbieten will. Die Aktie steigt um 1,1 Prozent.
Beim Pharmaunternehmen Eli Lilly wird es einen Wechsel an der Spitze geben. Der CEO der letzten zehn Jahre, Sidney Taurel, wird Ende März in Rente gehen und die Geschäfte an den bisherigen Vorstand des operativen Geschäfts, John Lechleiter, übergeben.
WSC
18.12.2007 19:25
XETRA-SCHLUSS/Etwas fester nach volatilem Verlauf
DJ XETRA-SCHLUSS/Etwas fester nach volatilem Verlauf
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag nach bewegtem Verlauf etwas fester geschlossen, wobei die Tageshochs nicht verteidigt werden konnten. Der DAX stieg um 25 Punkte oder 0,3% auf 7.851 Punkte, nachdem er im Verlauf schon bis auf 7.943 Punkte gestiegen war. Gehandelt wurden Aktien für rund 6,3 Mrd EUR. Händler sprachen von einer technischen bedingten Erholung. Die eher mäßige Entwicklung der US-Börsen im frühen Geschäft habe dabei stärkere Gewinne verhindert. Mit Erleichterung wurde der deutliche Rückgang der Sätze am Geldmarkt zur Kenntnis genommen.
Die am Nachmittag veröffentlichten US-Immobiliendaten fielen zwar zum Teil etwas besser als erwartet aus, zeigten aber keine Trendwende. "Von einer raschen Erholung des Wohnbaumarktes kann nach diesen Zahlen nach wie vor keine Rede sein. Die Wohnungsbauinvestitionen dürften das Wirtschaftswachstum in den USA damit noch weiter belasten", meinte eine Volkswirt der Postbank. Die mit Spannung erwarteten Zahlen von Goldman Sachs seien zwar gut ausgefallen, allerdings waren auch die Erwartungen recht hoch, hieß es.
Auf der Gewinnerseite standen Finanz- und Automobilwerte, die zuletzt deutlich nachgegeben hatten. So stiegen BMW um 1,1% auf 40,86 EUR. Auch das Schwergewicht Siemens war gesucht und zog um 1% auf 103,57 EUR an, nachdem UBS das Kursziel auf 135 EUR erhöht hatte. Nokia Siemens Networks erhielt zudem von der Idea Cellular in Indien einen Auftrag im Volumen von mehr als 150 Mio USD. Das Unternehmen werde ein GSM-Mobilfunknetz in Bihar aufbauen und betreiben, teilte das Unternehmen am Vortag mit. Der Vertrag laufe über einen Zeitraum von drei Jahren.
Weniger konjunkturabhängige Titel standen dagegen unter Druck, so FMC mit einem Abschlag von 3% auf 35,40 EUR und Henkel, die um 1,8% auf 38,46 EUR fielen. In der zweiten Reihe stiegen Lanxess um 0,9% auf 31,52 EUR. Aussagen von Lanxess zu einer Dividende von bis zu 1,00 EUR trieben den Kurs. Zudem hatte J.P. Morgan die Aktie mit einem Kursziel von 52 EUR empfohlen.
Die vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal und das Rumpfgeschäftsjahr 2007 von Arcandor kamen nicht allzu gut an, denn die Aktie verlor 4,2% auf 16,77 EUR. Die veröffentlichten Ergebnisse belegen nach Einschätzung der Analysten des Bankhaus Lampe, dass es weiterhin Unsicherheiten über die weitere operative Entwicklung gibt. Ein Marktteilnehmer verwies zudem auf eher verhaltene Aussagen zum Verlauf dees Weihnachtsgeschäfts.
Etwas unter Druck standen Premiere und ProSieben. Nachdem Vivendi offenbar Cegetel kaufen wolle, sei die Übernahmespekulation, die den MDAX-Werten zuvor zu Auftrieb verholfen habe, verblasst. IKB brachen um weitere 9,3% auf 6,46 EUR ein. Das Sentiment für das Papier bleibe äußerst angeschlagen, hieß es.
Die Aktie der Software AG profitierte vom angehobenen EBIT-Margenziel und kletterte um 5,9% auf glatt 58 EUR. United Internet quittierten eine positiven Einschätzung von Merrill Lynch mit einem Gewinn von 3,4% auf 16,03 EUR.
DJG/mif/ros
18.12.2007 18:43
Intraday "Pacemaker" Screening (US)
Bestandteil des Intradayscreenings ist die Auswertung der Tendenzen und Trends der hochkapitalisierten Aktien im S&P 500 Index und Nasdaq 100. Diese Large Cap Aktien haben aufgrund ihrer hohen Gewichtung in den Indizes maßgeblichen Einfluß auf die Indexbewegungen. Sie gelten als "Pace Maker" (Schrittmacher).
Aktuelle Kursliste der Top 30 Large Cap Aktien im S&P 500 Index.
http://img.godmode-trader.de/charts/46/2005/ps66.gif
Aktuelle Kursliste der Top 30 Large Cap Aktien im Nasdaq 100.
http://img.godmode-trader.de/charts/46/2005/pn66.gif
18.12.2007 22:28
Aktien New York Schluss: Freundlich - Unsicherer Handel
Die wichtigsten US-Aktienmarktindizes haben am Dienstag nach einem unsicheren Handel freundlich geschlossen. Laut Börsianern gibt es Zeichen, dass die Interventionen der Zentralbanken stabilisierend wirken - dies habe die Stimmung gehoben. Die vorsichtigen Prognosen von Goldman Sachs <GS.NYS> <GOS.FSE> (News) (News) und Best Buy <BBY.NYS> <BUY.FSE> (News) (News) hätten hingegen den Pessimisten in die Hände gespielt.
Der Dow Jones <INDU.DJI> stieg bis Handelsende um 0,50 Prozent auf 13.232,47 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> gewann 0,63 Prozent auf 1.454,98 Zähler. An der NASDAQ ging es für den Composite Index <COMPX.NQI> um 0,84 Prozent auf 2.596,0 Punkte nach oben. Der NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> rückte um 0,43 Prozent auf 2.029,49 Zähler vor.
General Motors (GM) <GM.NYS> <GMC.FSE> (News/Aktienkurs) kletterten mit einem Aufschlag von 2,05 Prozent auf 26,93 US-Dollar auf den zweiten Platz im Dow Jones. Der Autobauer hatte mit der Gewerkschaft UAW erste konkrete Umsetzungen des im neuen Tarifvertrag grundsätzlich vereinbarten Stellenabbaus ausgehandelt. In einer ersten Phase sollen rund 5.200 Mitarbeiter in verschiedenen Werken Abfindungsangebote etwa für einen vorzeitigen Ruhestand erhalten.
Finanzwerte gehörten zu den schlechtesten Werten im Index. So gaben JPMorgan <JPM.NYS> <CMC.ETR> (News/Aktienkurs) auf dem letzen Platz im Dow Jones 1,41 Prozent auf 43,90 Dollar ab. Davor rangierten Merrill Lynch <MER.NYS> <MER.FSE> (News) mit einem Minus von 1,35 Prozent auf 55,51 Dollar. Citigroup <C.NYS> <TRV.FSE> (News/Aktienkurs) verloren auf dem drittletzten Platz 1,27 Prozent auf 30,38 Dollar.
Verantwortlich für die Entwicklung sei der vorsichtige Blick von Goldman Sachs <GS.NYS> <GOS.FSE> (News) (News) in das kommende Jahr gewesen, sagten Händler. Die Papiere der Investmentbank verloren als schlechtester Wert im S&P-100-Index <OEX.X.OPI> 3,41 Prozent auf 201,51 Dollar. Das Unternehmen hatte mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar die Erwartungen übertroffen. Für 2008 äußerte sich die Bank wegen der anhaltenden Kreditkrise aber zurückhaltend.
Eli Lilly & <LLY.NYS> <LLY.FSE> (News/Aktienkurs) kletterten um 0,58 Prozent auf 53,49 Dollar. Der Chef des Pharmakonzerns, Sidney Taurel, tritt nach fast zehn Jahren im Amt zum 31. März nächsten Jahres zurück. Sein Nachfolger werde der bisher für das operative Tagesgeschäft verantwortliche Topmanager John Lechleiter, teilte der Konzern mit.
Best Buy <BBY.NYS> <BUY.FSE> (News) (News) schlossen nach einem zunächst schwachen Handel 0,94 Prozent höher auf 51,62 Dollar. Der Einzelhändler hatte im dritten Quartal mehr verdient und umgesetzt als von Experten erwartet und den Ausblick auf das Geschäftsjahr angehoben. Händlern zufolge hätten Hinweise, dass das Unternehmen im vierten Quartal an Dynamik einbüßen wird, die Papiere zeitweise belastet.
Adobe Systems <ADBE.NAS> <ADB.FSE> (News) legten als einer der besten Werte im NASDAQ 100 um 2,13 Prozent auf 41,80 Dollar zu. Der Grafiksoftware-Spezialist hatte im vierten Quartal Gewinn und Umsatz gesteigert und damit die Markterwartungen übertroffen. Adobe kündigte zudem eine Aufstockung seines Programms zum Aktienrückkauf an. Darüber hinaus hatte die Deutsche Bank die Einschätzung der Titel des Softwarehauses auf "Buy" angehoben.
Visicu-Aktien <EICU.NAS> <V5U.BER> (News) sprangen um 32,13 Prozent auf 11,72 Dollar nach oben. Der niederländische Elektronikkonzern Philips <PHIA.ASX> <PHI1.FSE> (News/Aktienkurs) will den US-amerikanischen IT-Spezialisten übernehmen und damit seine Medizintechnik-Sparte stärken. Philips zahlt insgesamt 430 Millionen Dollar. Der Verwaltungsrat von Visicu habe der Übernahme bereits zugestimmt und werde sie den Aktionären empfehlen, hieß es./he/tw
AXC0253 2007-12-18/22:26
Wall Street: Heftige Schwankungen bei gemischten Nachrichten
Die amerikanischen Börsen schlossen am Dienstag mit deutlichen Gewinnen, nachdem die Indizes am Mittag kurzzeitig sogar im Minus waren. Anleger waren sich nicht sicher, wie sie eine Finanzspritze der EZB, neue Regelungen zur Hypothekenvergabe und einige Unternehmensmeldungen beurteilen sollen.
Der Dow-Jones-Index gewann 65 Zähler oder 0,5 Prozent und schloss bei 13 232 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index konnte 9 Zähler oder 0,6 Prozent zulegen auf 1454 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq schloss mit einem Plus von 22 Zählern oder 0,8 Prozent bei 2596 Punkten.
Weitestgehend positiv wurde eine Finanzspritze der Europäischen Zentralbank aufgefasst. In einem überraschenden Schritt hatte die Bank über 500 Milliarden Dollar in die Märkte geschüttet, in festverzinsten Krediten mit zweiwöchiger Laufzeit. Erst am Montag hatte die Fed Kredite in Höhe von 20 Milliarden Dollar versteigert, am Dienstag gab es eine ähnliche Auktion bei der Bank of England. Damit erhält der Bankensektor eine höhere Liquidität, wodurch auch Kreditprozesse von Banken untereinander erleichtert werden sollen.
Die amerikanische Notenbank hat Vorschläge zu einem besseren Schutz für zukünftige Hypothekennehmer gemacht. Demnach sollen Banken keine Kredite mehr gewähren dürfen, ohne das Einkommen der Kunden zu prüfen, oder wenn eine Rückzahlung nur bei einer Steigerung des Immobilienwerts möglich ist. Experten zeigen sich aber dennoch enttäuscht. Die Maßnahmen kämen zu spät, derzeit würden sowieso keine Subprime-Hypotheken mehr vergeben werden. Außerdem wird kritisiert, dass weiterhin Kredite unter der Voraussetzung einer Lohnerhöhung erteilt werden dürften. Auf der anderen Seite zeigen sich die Banken besorgt darüber, dass die Regelungen die Flexibilität bei der Hypothekenvergabe einschränken könnten.
Vom Immobilienmarkt kamen schwache Zahlen. Die Baubeginne bei Einfamilienhäusern sind im November um 5,7 Prozent gefallen und damit so niedrig wie 1991, zur Zeit einer Rezession. Die Baubeginne bei Mehrfamilienhäusern stiegen dagegen erneut leicht an. Die Häuserbauer konzentrieren sich auf den Bau von Mietwohnungen, während sie Schwierigkeiten haben, bereits gebaute Einfamilienhäuser loszuwerden.
Bei den Unternehmen setzte sich der Trend zur Unentschiedenheit fort. Die Investmentbank Goldman Sachs konnte die Gewinne im vergangenen Quartal um 2 Prozent steigern und damit die Erwartungen der Analysten zum achten Mal in Folge schlagen. Das Unternehmen konnte, im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten, die Kreditkrise weitestgehend umgehen. Die Anleger waren aber von den Aussichten für die Zukunft enttäuscht. Zusätzlich berichteten verschiedene Medien von einem extrem schwachen November und den schlechtesten 14 Tagen in der Geschichte der Investmentbank. Die Aktie gab um 2,5 Prozent nach.
Der Elektronikhändler Best Buy konnte im vergangenen Quartal einen größeren Gewinn einfahren als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Gewinn um 52 Prozent gesteigert, während der Umsatz um 17 Prozent stieg. Auch die Aussichten für das Jahr wurden angehoben. Doch die guten Ergebnisse im vergangenen Quartal lagen besonders am frühen Termin für Thanksgiving und einer Woche Weihnachtsgeschäft im November. Dadurch werden aber eventuell die Umsätze und Gewinne des laufenden Quartals geschmälert. Die Aktie gewann 0,5 Prozent.
Bei den Hightechs konnte der Softwarekonzern Adobe Systems die Analysten überraschen. Im letzten Quartal stieg der Umsatz um 34 Prozent und auch die Gewinne stiegen etwas mehr als erwartet. Im kommenden Jahr erwartet der Softwareriese ein Gewinnwachstum von 13 Prozent. Dazu sollen besonders Verkäufe des Softwarepakets „Creative Suit 3“ verhelfen. Zusätzlich wurde Adobe von den Analysten der Deutschen Bank auf „Kaufen“ aufgestuft. Die Anleger mochten besonders den guten Ausblick und schlugen zu, die Aktie gewann 2,7 Prozent.
Am Abend werden außerdem die Quartalszahlen von Softwarehersteller Oracle und dem Mobiltelefonkonzern Palm erwartet.
WSC -
18.12.2007 23:07
US Indizes - Späte Erholung setzt sich durch
In den US Indizes kam nach einer stabilen Eröffnung zunächst weiterer Verkaufsdruck auf. Nachdem neue Tiefs innerhalb der Leitindizes erreicht wurden konnten sich die Notierungen dann aber im späten Handel wieder erholen. Dabei gelingt im Nasdaq ein Anstieg um 0,8% auf 2596 Punkte. Der Dow Jones stieg ebenfalls an, bleib aber unter dem Key-Level bei 12253 Punkten. Ein Gewinn von 0,5% auf 13232 Punkte.
Die Rallye wurde vor allem durch den heute stabilen Ölsektor gestützt. Relative Schwäche zeigt sich bei den Titeln aus dem Financesektor, welche sich aber von den Tiefstständen wieder erholten. Abgeben im Dow Jones mussten entsprechend die Aktien von Citigroup (-1,3%) und J.P. Morgan (-1,5%), General Motors startete eine leichte Erholung (+2,0%). Novellus brach als einer der Gewinner im Nasdaq 100 um 3,5% nach oben aus, die Titel von Broadcom (-2,4%) rutschten hingegen deutlich ab.
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
http://img.godmode-trader.de/charts/8/2005/11912.gif
http://img.godmode-trader.de/charts/8/2005/11913.gif
19.12.2007 11:58
Aktien Frankfurt: Kursverluste - Trichet-Aussagen belasten
Die deutschen Aktienindizes haben ihre Verluste am Mittwoch in Reaktion auf Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet ausgeweitet. Der Leitindex DAX <DAX.ETR> verlor bis zum Mittag 0,67 Prozent auf 7.798,45 Punkte. Für den MDAX <MDAX.ETR> mittelgroßer Werte ging es um 0,24 Prozent auf 9.600,62 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDAX <TDXP.ETR> verlor 0,10 Prozent auf 946,34 Zähler.
Händler verwiesen übereinstimmend auf die Rede von Trichet als Belastung. Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) sind die Risiken für die Inflationsentwicklung klar aufwärts gerichtet. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten für die Eurozone seien weiter solide. Insgesamt sprachen Börsianer von einem dünnen Handel.
Linde-Aktien <LIN.ETR> (News/Aktienkurs) konnten sich trotz der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht in die Gewinnzone vorarbeiten. Die Anteile an dem Industriegasehersteller verbilligten sich um 1,54 Prozent auf 87,61 Euro. Linde baut mit dem staatlichen Erdöl-Konzern ADNOC zunächst für rund 65 Millionen US-Dollar eine Luftzerlegungsanlage. "Die Größenordnung ist nicht so beeindruckend", sagte Thorsten Strauß, Analyst bei der NORD/LB. Allerdings sei das Projekt aber strategisch sinnvoll und die Region sei interessant. Strauß belässt seine Anlageempfehlung für Linde-Aktien bei "Kaufen".
Die Aktien der Deutschen Bank <DBK.ETR> (News/Aktienkurs) verloren 1,35 Prozent auf 86,58 Euro. Händlern zufolge gibt es Gerüchte, dass sich bei Merrill Lynch <MER.NYS> <MER.FSE> (News) die Abschreibungen auf Subprime um bis zu drei bis sechs Milliarden Dollar erhöhen könnten. Das habe der Fernsehsender CNBC berichtet, hieß es am Markt. Die Einigung der Deutschen Bank mit Enron-Gläubigern und der Zahlung von 25 Millionen Dollar habe unterdessen wenig Einfluss. Auch die Commerzbank <CBK.ETR> (News/Aktienkurs) und Hypo Real Estate(HRE) <HRX.ETR> (News/Aktienkurs) standen im Minus.
Im MDAX <MDAX.ETR> pendelten die Aktien der Norddeutschen Affinerie (NA) <NDA.ETR> (News/Aktienkurs) nach Zahlen zwischen Gewinnen und Verlusten. Gegen Mittag verloren die Titel des Kupferproduzenten 1,48 Prozent auf 26,60 Euro. Händlern zufolge sind die vorläufigen Jahreszahlen etwas besser als erwartet ausgefallen. "Der Überschuss, das EBIT und der Umsatz - alles ist einen Tick besser", sagte ein Börsianer. Ein weiterer Händler bemängelte jedoch den unkonkreten Ausblick.
Aktien von LANXESS <LXS.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen 2,03 Prozent auf 32,16 Euro. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für die Titel von 35 auf 36 Euro angehoben und die Empfehlung auf "Hold" belassen. Die Übernahme von Petroflex und Dividendenerhöhung sei klar positiv, schrieb Analyst Martin Dunwoodie in einer Studie am Mittwoch. Die Akquisition von Petroflex mache strategisch Sinn, allerdings fehle es noch an Informationen über Synergiepotenzial und damit verbundene Kosten. Bereits am Vortag hatten die Titel von einer Kurszielerhöhung von JP Morgan profitiert.
Im SDAX <SDXP.ETR> gaben die Aktien von Axel Springer <SPR.ETR> (News/Aktienkurs) 1,64 Prozent auf 94,92 Euro ab. Die Verhandlungen über die künftige Finanzierung des Postdienstleisters PIN Group sind vorerst gescheitert. Laut Springer (PIN- Hauptgesellschafter) ist im Rahmen einer PIN- Verwaltungsratssitzung deutlich geworden, "dass die Gesellschafter kein gemeinsames tragfähiges Finanzierungskonzept für die Fortführung des Geschäfts der PIN Group gefunden haben." Für Springer ergibt sich voraussichtlich ein Abschreibungsbedarf von bis zu 620 Millionen Euro./sc/gr
AXC0094 2007-12-19/11:55
19.12.2007 11:43
DAX am Morgen unter Druck
Dax 7802,57 Punkte
Aktueller Tageschart (log. 1 Tag = 1 Kerze ) + Aktueller Stundenchart (1 Kerze = 1 Stunde) + Dax 30 Kursliste
Der Dax fällt heute morgen ab und notiert mit knapp 0,7% im Minus. 7 Werte stemmen sich gegen diesen Trend und legen zu. Größter Gewinner ist Infineon. Dieser Wert notiert mit 1,12% im Plus. Tui notiert unverändert. Die anderen Werte geben ab. Größter Verlierer ist BMW mit einem Minus von 1,57%.
http://img.godmode-trader.de/charts/28/2006/abc4909a.GIF
http://img.godmode-trader.de/charts/28/2006/abc4909c.GIF
19.12.2007 12:07
ROFIN SINAR mit neuem Kapitalzufluss über...
Rofin Sinar - WKN: 902757 - ISIN: US7750431022
Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 27,84 Euro
Rückblick: ROFIN SINAR (News/Aktienkurs) befindet sich in einem intakten langfristigen Aufwärtstrend und hat im November diesen Jahres eine sich im Trend gebildete Keilformation nach oben hin verlassen. Die Folge war eine sehr dynamische Aufwärtsbewegung bis zum aktuellen Hoch bei 32,65 Euro am 17.12.2007. Hier scheiterte die Aktie am kurzfristigen Widerstand bei 32,48 Euro. Potenziellen Kursverlusten stellen sich die Unterstützungen bei 30,81 Euro, 29,60 Euro und die Pullbacklinie bei aktuell ca. 27,70 Euro entgegen.
Charttechnischer Ausblick: So lange die Aktie der ROFIN SINAR per Schlusskurs oberhalb von 30,81 Euro gehandelt werden, ist das kurzfristig bullische Bild intakt. Ein Ausbruch über 32,48 Euro stellt ein erneutes Kaufsignal im Aufwärtstrend dar und sollte weitere Käufe bis ca. 35,00 Euro nach sich ziehen. Ein Schlusskurs unter 30,81 hingegen würde die dort liegenden Stopps auslösen und zu einem Rücksetzer auf 29,60 Euro führen. Bleibt dort Kaufinteresse aus und die Aktie schließt unter 29,60 Euro, so wären Abgaben bis zunächst ca. 27,70 Euro realistisch.
Kursverlauf vom 24.04.2007 bis 19.12.2007 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)
http://img.godmode-trader.de/charts/104/2007/10.GIF
19.12.2007 14:55
Intraday "Pacemaker" Screening (E)
Bestandteil des Intradayscreenings ist die Auswertung der Tendenzen und Trends der hochkapitalisierten Aktien im DAX, Eurostoxx50, MDAX und TecDAX. Diese Large Cap Aktien haben aufgrund ihrer hohen Gewichtung in den Indizes maßgeblichen Einfluß auf die Indexbewegungen. Sie gelten als "Pace Maker" (Schrittmacher).
https://ssl.godmode-trader.de/charts/5/2005/071219liste1.gif
Wall Street: Vorsichtiges Plus am Morgen
Die amerikanischen Börsen öffnen am Mittwoch mit leichten Gewinnen. An einem ruhigen Tag ohne große Konjunkturmeldungen schauen Analysten besonders auf die Quartalszahlen von Morgan Stanley. Diese melden höhere Abschreibungen als erwartet. Diese Negativmeldung wird aber durch eine Finanzspritze aus China ausgeglichen.
Der Dow-Jones-Index klettert um 38 Zähler oder 0,3 Prozent auf 13 270 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index gewinnt 5 Zähler oder 0,3 Prozent und notiert bei 1460 Punkten.
Die Hightech-orientierte Nasdaq legt 8 Zähler oder 0,3 Prozent zu und steht bei 2604 Punkten.
Am Immobilienmarkt kam es zu 68 Prozent mehr Zwangsvollstreckungen als im Vorjahr. Dennoch gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer am Horizont, denn im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Zwangsvollstreckungen um 10 Prozent gesunken.
Außerdem erwartet man an den Märkten einen Bericht der Notenbank über die Auktion vom Montag, bei der 20 Milliarden Dollar an Krediten versteigert worden waren. In den nächsten Wochen werden noch mehrere dieser Auktionen folgen, mit denen dem Finanzsektor zu einer größeren Liquidität verholfen werden soll.
Die Investmentbank Morgan Stanley muss im vierten Quartal zusätzliche 5,7 Milliarden Dollar abschreiben, nachdem bereits im Oktober eine Abschreibung in Höhe von 3,7 Milliarden Dollar vorgenommen worden war. Dies führt zu einem Gesamtverlust im vierten Quartal von 3,6 Milliarden Dollar. CEO John Mack zeigt sich tief enttäuscht über die schlechte Performance und kündigt an, für 2007 keinen Bonus zu akzeptieren.
Gleichzeitig erhält Morgan Stanley eine Finanzspritze von China Investment Corp. Diese kaufen sich für 5 Milliarden Dollar in das Unternehmen ein, was ein Anteil von 9,9 Prozent ist. Dadurch steigt die Aktie um 2,1 Prozent. Dies ist die Fortsetzung eines Trends der letzten Wochen. Dabei haben sich mehrere Investoren aus Asien und dem nahen Osten bei der Citigroup und UBS eingekauft.
Die Immobilienkrise drückt auch die Aktie des Häuserbauers Hovnanian , wo sich die Verluste im vergangenen Quartal im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht haben. Schuld daran sind besonders Wertkorrekturen für Bauland und Immobilien. Die Aktie des Unternehmens verliert im frühen Handel über 7 Prozent, nachdem sie im laufenden Jahr bereits mehr als 76 Prozent ihres Werts verloren hat. Damit werden auch Konkurssorgen laut.
Bei den Hightechs hat Palm , der Hersteller von Smartphones, mit wachsender Konkurrenz zu kämpfen. Aus dem Grund, und aufgrund von Schwierigkeiten mit Reparaturen und bei der Auslieferung einiger seiner Geräte, fuhr das Unternehmen im vergangenen Quartal Verluste in Höhe von 9,6 Millionen Dollar ein. Auch in den kommenden Quartalen sieht es nicht sehr rosig aus, die Anleger sind entsetzt von den Aussichten und lassen die Aktie im frühen Handel über 10 Prozent verlieren. In den vergangenen zwei Monaten hatte die Aktie bereits 50 Prozent ihres Wertes eingebüßt.
WSC
19.12.2007 20:19
Aktien mit neuen 52-Wochen-Hochs und -Tiefs
Nachfolgend eine Auflistung einiger Aktien, die heute neue 52-Wochen-Hochs erreicht haben. Die Liste ist nach dem bisher gehandelten Volumen sortiert.
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc8146.gif
Nachfolgend eine Auflistung einiger Aktien, die heute neue 52-Wochen-Tiefs erreicht haben. Die Liste ist nach dem bisher gehandelten Volumen sortiert.
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc8147.gif
Fed-Gebote: Du sollst nicht lügen und betrügen
Den Leitzins zu senken mag an den US-Börsen das beliebteste Mittel sein, mit dem die Notenbank der Kreditkrise zuleibe rücken kann. Doch es gibt noch andere Wege: Die Fed kann den Banken billigere Kredit geben, über Bond-Auktionen Liquidität schaffen oder – wie jetzt geschehen – die künftigen Spielregeln für die Kreditinstitute ändern.
Die Notenbank hat in dieser Woche ein neues Regelwerk beschlossen, mit dem Hypothekenkrisen wie die laufende zumindest in Zukunft verhindert werden können. Dabei fällt vor allem eines auf: Die Regeln sind keineswegs revolutionär; sie verbieten den Kreditgebern lediglich Praktiken, die nicht nur dem gesunden Menschenverstand widersprechen, sondern in einzelnen Fällen direkt kriminiell sind.
So ist es Banken künftig nicht mehr erlaubt, Hypotheken mit „verlogenen Raten“ zu bewerben. In den letzten Jahren fiel mancher Hauskäufer auf Angebote herein, in denen ein „festgelegter Zinssatz“ Sicherheit bot – für zwei Jahre, wie sich dann im Kleingedruckten fand. Hinter dem Schlagwort „Festzins“ verbarg sich also ganz genau das Gegenteil: ein Kredit mit flexiblen Raten.
Es ist Banken künftig auch verboten, einem Kunden eine Hypothek zu geben, die sich dieser nicht leisten kann. Statt traumtänzerischen Leuten vorzurechnen, unter welchen fantastischen Umständen – Gehaltserhöhung, Erbschaft, etc. – sich künftig steigende Zinsen eventuell ertragen ließen, müssen Kreditgeber nun die Notbremse ziehen und illiquiden Kunden einen Kredit verweigern.
Ferner werden künftig illegitime Strafzinsen verboten, mit denen mancher Kreditgeber seinen Kunden heimlich Fesseln anlegte. In vielen Hypothekenverträgen steht, dass der Kredit zwar früher abbezahlt werden kann, aber nur gegen hohe Strafgebühren. Darüber waren sich hunderttausende Amerikaner zuletzt nicht im Klaren. Viele zahlten mehr als ihre vertragliche Monatsrate – statt sich damit früher zu entschulden, tappten sie in die Falle. In einigen Fällen konnten Hausbesitzer ihre Strafen nicht zahlen und verloren ihre Häuser.
Dass die Kreditgeber in den letzten Jahren überhaupt mit solchen Mitteln gearbeitet haben, beweist was 86 Prozent der vom Nachrichtensender CNN befragten Amerikaner ohnehin glaubten: Die Schuld für die Kreditkrise liegt bei den Banken. Einige Unternehmen der Branche haben mit betrügerischen Mitteln Hypotheken vergeben und müssen dringend an neue Regeln gebunden werden.
Einige Maßnahmen im Fed-Katalog richten sich indes nicht nur an die Subprime-Leiher, sondern an alle Hypothekengeber. Denen sind beispielsweise Bonus-Systeme verboten, die Maklern eine Umsatzbeteiligung zuschacherten, wenn diese dem Kunden eine Hypothek teurer als nötig andrehen konnten. Auch will die Notenbank künftig verstärkt darauf achten, dass Banken die Immobiliengutachter nicht mehr unter Druck setzen, Häuser über ihrem Marktwert auszuweisen. Dass solche Regeln überhaupt festgesetzt werden müssen, ist nicht weniger als ein Skandal – und doch nicht mehr als ein erster Schritt aus der Krise.
Wie tief Amerika im Subprime-Desaster steckt, ist indes noch lange nicht bekannt. Dass nach jüngsten Informationen selbst das bislang wackere Powerhaus Goldman Sachs im laufenden Quartal mit Problemen rechnet, deutet an, dass der Boden noch lange nicht erreicht ist.
Lars Halter -
Wall Street: Finanzbranche sorgte erneut für Unsicherheit
Einen Tag der Richtungssuche erlebten die amerikanischen Börsen am Mittwoch, die Indizes schlossen gemischt. Analysten schauten besonders auf die Finanzbranche, wo Morgan Stanley Quartalszahlen vorgelegt hatte. Außerdem hielten Warnungen über eine Abstufung die Märkte in Atem.
Der Dow-Jones-Index gab 25 Zähler oder 0,2 Prozent nach und schloss mit 13 207 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 2 Zähler oder 0,1 Prozent auf 1453 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq konnte die leichten Gewinne retten und schloss mit einem Plus von 5 Zählern oder 0,2 Prozent bei 2601 Punkten.
Bei der Versteigerung von Krediten in Höhe von 20 Milliarden Dollar durch die Notenbank vergangenen Montag zahlten die Banken, die den Zuschlag erhielten, 4,65 Prozent Zinsen. Insgesamt beteiligten sich 93 Banken und es wurde der Bedarf für über 60 Milliarden Dollar deutlich. Experten schließen daraus, dass der Finanzsektor ein größeres Liquiditätsproblem hat, als angenommen. Aber die hohe Nachfrage nach günstigen Krediten mache auch eine Zinssenkung bei der nächsten Fed-Sitzung wahrscheinlicher. Insgesamt wurden bisher bei verschiedenen Auktionen von drei Notenbanken 34 Milliarden Dollar versteigert. Die nächste Auktion der amerikanischen Notenbank findet am Donnerstag statt.
Am Immobilienmarkt kam es im November zu 68 Prozent mehr Zwangsvollstreckungen als im gleichen Monat vor einem Jahr. Dennoch gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer am Horizont, denn im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Zwangsvollstreckungen um 10 Prozent gesunken.
Bei Morgan Stanley gab es durchwachsene Meldungen. Nachdem bereits im November Abschreibungen angekündigt worden waren, kamen zum Quartalsende noch einmal 5,7 Milliarden dazu, so dass die Investmentbank im vergangenen Quartal insgesamt 9,4 Milliarden Dollar abschrieb. Dies führte zu Verlusten von 3,6 Milliarden Dollar, was den CEO John Mack dazu veranlasste, dieses Jahr auf alle Boni zu verzichten. Die Aktie verlor 4,6 Prozent
Auf der anderen Seite kauft China sich für 5 Milliarden Dollar bei Morgan Stanley ein, das ist ein Anteil von 9,9 Prozent am Unternehmen. Dies setzt den Trend zu Investoren aus Asien und dem Nahen Osten fort, der vor zwei Wochen mit einem Investment aus Abu Dhabi bei der Citigroup begonnen hat. Vergangene Woche bekam auch die Bank UBS eine Finanzspritze von verschiedenen Investoren aus Asien und dem Nahen Osten.
Eine Warnung von Standard & Poor, man ziehe die Abstufung der Kreditwürdigkeit der Hypothekenversicherer Ambac und MBIA in Betracht, hat die Märkte stark verunsichert. Da eine Abstufung der Versicherer auch bedeutet, die Sicherheiten für die Kredite werden abgestuft, zieht ein solcher Schritt im Finanzsektor meist weite Kreise.
Beim Kreditfinanzierer Sallie Mae warnt man dagegen davor, die Dividende kürzen zu müssen, um die Liquidität zu erhöhen. Die Meldung kommt nur eine Woche nach einer Gewinnwarnung für 2008 und verärgert die Analysten, die klarere Aussagen zum Zustand der Bank verlangen. Die Aktie verlor 16,5 Prozent.
Die Immobilienkrise drückt auch die Aktie des Häuserbauers Hovnanian, wo sich die Verluste im vergangenen Quartal im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht haben. Schuld daran sind besonders Wertkorrekturen für Bauland und Immobilien. Die Aktie des Unternehmens verlor knapp 13 Prozent, nachdem sie im laufenden Jahr bereits mehr als 76 Prozent ihres Werts verloren hat. Damit werden auch Konkurssorgen laut.
Bei den Hightechs hat Palm, der Hersteller von Smartphones, mit wachsender Konkurrenz zu kämpfen. Aus dem Grund, und aufgrund von Schwierigkeiten mit Reparaturen und bei der Auslieferung einiger seiner Geräte, fuhr das Unternehmen im vergangenen Quartal Verluste in Höhe von 9,6 Millionen Dollar ein. Auch in den kommenden Quartalen sieht es nicht sehr rosig aus. Die Anleger waren entsetzt von den Aussichten und ließen die Aktie 6,8 Prozent verlieren. In den vergangenen zwei Monaten hatte die Aktie bereits 50 Prozent ihres Wertes eingebüßt.
Die Hightech-Schwergewichte Google, Yahoo und Microsoft haben sich mit dem Justizministerium auf eine Strafzahlung von 31,5 Millionen Dollar geeinigt. Damit wird der Streit um Online-Werbeanzeigen beigelegt, mit denen die Unternehmen illegales Glücksspiel im Internet angepriesen haben. Den Aktien macht dies aber nicht viel aus, alle drei Unternehmen beenden den Tag 0,5 Prozent im Plus.
WSC -
20.12.2007 22:19
US Indizes - Die Techs drücken nach oben...
Am heutigen Handelstag präsentierten sich die US Indizes vor allem uneinheitlich, dies bei insgesamt positiver Tendenz. Der Nasdaq konnte bereits sehr stark in den Handel starten. Nach einem Schluss des Gap Up zogen die Notierungen dann zum Handelsende auf neue Tageshochs an. Dabei steigt der Index klar um 1,5 % an und überwindet such die bei 2.630 Punkten liegende Widerstandsmarke. Der Dow Jones präsentierte sich mit einem Gewinn von 0,3% auf 13246 Punkte dennoch relativ schwach. Es gelang nicht, die Handelsspanne der Vortage zu verlassen.
Der Grund dafür ist klar die Underperformance im weiter schwachen Bankensektor. Auch die Titel im Pharmasektor entwickelten sich schwächer. Zulegen konnten die Techs insgesamt, hier vor allem die Titel aus dem Internet- und Softwaresektor. Microsoft war mit einem Anstieg um 2,1% dann auch einer der Gewinner im Dow Jones, hingegen rutschen American Express (-1,7%) und J.P.Morgan (-1,5%) wieder ab. Oracle war nach dem Quartalsbericht der klare Gewinner im Nasdaq 100 und konnte dabei um 6,5% ansteigen, Ebay gewannen ebenfalls deutliche 5,4%. Abgeben mussten die Titel von Paychex (-3,8%).
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
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Wall Street: Der Weihnachtsmann besucht die Hightechs
Zumindest bei den Technologiewerten hat sich die Santa-Claus-Rallye am Donnerstag eingestellt. Diese wurde von guten Zahlen beim Softwareunternehmen Oracle ausgelöst. Für den Dow und den breiten Markt ging es aber weiterhin auf Berg- und Talfahrt. Und die Konjunkturdaten schüren die Rezessions- und Inflationsängste.
Der Dow-Jones-Index schaffte es letztendlich ins Plus mit 38 Zählern oder 0,3 Prozent und schloss bei 13 246 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index kletterte um 7 Zähler oder 0,5 Prozent auf 1460 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq konnte deutlich mehr zulegen. Sie schloss mit einem Plus von 40 Zählern oder 1,5 Prozent bei 2640 Punkten.
Das Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal wie erwartet um 4,9 Prozent gestiegen. Das ist der stärkste Anstieg seit vier Jahren. Allerdings wird diese positive Entwicklung von Rezessions- und Inflationssorgen überschattet.
Die Konsumausgaben für das dritte Quartal wurden von 1,8 auf 2 Prozent nach oben korrigiert und sind damit am oberen Ende dessen, was die Notenbank für diesen wichtigen Inflationsindikator festgesetzt hat. Damit wird es immer schwieriger für die Fed, eine weitere Zinssenkung zu rechtfertigen.
Dass die Wirtschaft nicht weiter wachsen dürfte zeigen der Philly-Fed-Index und die führenden Indikatoren. Der Philly-Fed-Index fiel von 8.2 Punkten auf Minus 5,7 Punkte. Erwartet waren Plus 6 Punkte. Der Index zeigt aber ein gemischtes Bild, wenn man ihn in die verschiedenen Sektoren aufspaltet. Während die Lagerbestände und die Zahl der Angestellten stark zurück gingen, stiegen die Bestellungen und auch die Auslieferungen.
Die führenden Indikatoren sanken im November um 0,4 Prozent, leicht stärker als erwartet. Im vergangenen halben Jahr sind die Indikatoren damit um 1,2 Prozent gefallen und außerdem auf dem niedrigsten Stand seit 2005. Damit deuten auch sie auf eine Abschwächung der Wirtschaft.
Der Arbeitsmarkt schwächelt weiterhin leicht. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind in der vergangenen Woche um 12 000 gestiegen. Auch der Vier-Wochen-Durchschnitt stieg um etwas über 4000 neue Anträge an. Und die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg in der vergangenen Woche um 12 000 an.
Bei den Unternehmen belasteten die Finanzwerte besonders den Dow und den S&P-500-Index, da erneut die Kreditkrise für Aufruhr sorgte. Schuld daran war eine Meldung des Anleihenversicherers MBIA, der noch 8,4 Milliarden Dollar in riskanten und komplexen Kreditprodukten angelegt hat. Ein Großteil davon wurde zwischen 2006 und 2007 abgeschlossen, zu einer Zeit, in der Kredite besonders einfach vergeben wurden. Die Anleger waren geschockt darüber, dass diese wichtige Information erst so spät ans Tageslicht kommt und verkauften die Aktie, so dass der Kurs um mehr als 26 Prozent fiel.
Auch das Investmenthaus Bear Stearns trug am Donnerstag zu der Schwäche des Finanzsektors bei. Im vergangenen Quartal musste es den ersten Quartalsverlust in der 84-jährigen Unternehmensgeschichte hinnehmen. Das liegt an Abschreibungen in Höhe von 1,9 Milliarden Dollar und einem stark rückgängigen Umsatz im Fixed-Income-Geschäft. Dadurch wurden Rekordgewinne in anderen Bereichen aufgefressen und der Gesamtumsatz sogar mit 370 Millionen Dollar ins Negative verkehrt. Die Vorstandsmitglieder erhalten für 2007 keinen Bonus. Analysten hatten diese Zahlen aber erwartet, die Aktie konnte um 0,6 Prozent stärker schließen.
An der Nasdaq dagegen waren die allgemeinen Sorgen nicht so deutlich zu spüren. Das lag besonders an dem überraschend guten Ergebnis des Softwareherstellers Oracle. Im vergangenen Quartal konnte eine überraschende Gewinnsteigerung von 35 Prozent erwirtschaftet werden. Dabei half besonders eine Steigerung der Verkäufe von Neulizenzen um 63 Prozent. Analysten hatten befürchtet, dass die Kreditkrise sich auch auf die Softwarebranche ausweitet, aber eine breite Produktpalette und Kunden aus einer Vielzahl von Branchen haben Oracle davor bewahrt. Die Anleger belohnten die gute Arbeit und ließen die Akte um über 6 Prozent steigen.
Außerdem wurden die Hightech-Aktien von einem sehr starken Börsengang des Softwareentwicklers NetSuite angetrieben. Das Unternehmen, das mehrheitlich Oracles CEO Larry Ellison gehört, konnte am ersten Handelstag an der NYSE seinen Aktienpreis um 34 Prozent steigern, nachdem der Ausgabepreis in den letzten Tagen aufgrund starker Nachfrage bereits von 13 auf 26 Dollar verdoppelt worden war. Dies gab auch den Technologiewerten im Dow Auftrieb, IBM, Microsoft und Intel gehörten zu den Gewinnern des Tages.
Auch die Aktie des Onlineunternehmens Google kletterte um 1,7 Prozent, nachdem die Übernahme des Unternehmens für Onlinewerbung, Doubleclick, durch die Regulierungsbehörde genehmigt worden war. Google wird 3,1 Milliarden Dollar für Doubleclick zahlen.
Der Flugzeugbauer Boeing konnte sich eine Bestellung von 31 neuen 737-800 durch die australische Fluggesellschaft Quantas sichern. Ausschlaggebend waren dabei der geringe Spritverbrauch und die niedrigen Instandhaltungskosten des Boeing-Fliegers. Der Aktie gibt das Aufwind, sie klettert um 0,4 Prozent.
WSC -
Einen schönen, letzten Vorweihnachtstag oder -abend wünsche ich:-D:-D:-D
21.12.2007 19:07
XETRA-SCHLUSS/Sehr fest - Verfalltag treibt DAX über 8.000 Pkt
DJ XETRA-SCHLUSS/Sehr fest - Verfalltag treibt DAX über 8.000 Pkt
FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr fest haben sich die deutschen Aktien am Freitag in das Weihnachtswochenende verabschiedet. Der nächste reguläre Handel findet am 27. Dezember statt. Der DAX sprang um 1,7% oder 133 auf 8.003 Punkte und damit über die wichtige 8.000er-Marke. Der Große Verfalltag an der Terminbörse Eurex ist damit wesentlich besser als erwartet verlaufen. "Wir wagen nun wieder, das Wort Jahresendrally in den Mund zu nehmen", sagte ein Händler. So habe es zwar nach dem Verfall um 13 Uhr kleinere Gewinnmitnahmen gegeben, diese seien allerdings von strategischen Käufern aufgefangen worden. Bis Sitzungsschluss seien die Kurse stetig weitergestiegen.
Auch in Europa legten die Kurse nach dem Verfall weiter zu. Der Verfall der Optionen auf Einzelaktien führte zudem zum Handelsschluss zu kräftigen Aufschlägen bei BMW und Deutsche Postbank. Bis auf vier Titel schlossen alle DAX-Mitglieder im Plus. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten spielten für den Markt dagegen keine Rolle. Technische Analysten erwarten beim DAX nun einen Anlauf in Richtung 8.200 Punkte.
Tagesfavorit BMW sprangen um 5,2% auf 42,52 EUR. Das Unternehmen will die Unternehmensrendite deutlich steigern. Nach einem Bericht des "Spiegel" sollen dazu rund 8.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.
Siemens zogen nach sehr guten Vorlagen der US-Technologiewerte um 3,7% an auf 108,75 EUR an. Bayer kletterten um 1,9% auf 62,08 EUR und markierten ein neues Allzeit-Hoch. Die Mischung aus günstiger technischer Situation und guten fundamentalen Aussichten mache Bayer zu einem der Top-Favoriten für das kommende Jahr, hieß es am Markt. Besonders die bevorstehende Zulassung des Gerinnungshemmers Xarelto in den USA schaffe Kursfantasie.
Ein Bericht um eine mögliche Kapitalspritze aus Singapur für Merrill Lynch half der angeschlagenen Stimmung bei den Banken. Finanztitel gehörten europaweit zu den Gewinnern. Nach der Citigroup, Morgan Stanley und UBS würde sich nun möglicherweise auch Merrill Lynch gegenüber Staatsinvestoren öffnen, so das "Wall Street Journal". Commerzbank stiegen um 0,3% auf 25,99 EUR und Deutsche Bank um 0,8% auf 87,87 EUR. Deutsche Postbank waren mit einem Plus von 4,1% auf 60,92 EUR stärkster Bankenwert. Auch Allianz sprangen um 3,1% auf 146,43 EUR. Der Versicherer hat den Verkauf eines Immobilienpakets an Whitehall berichtet.
Continental und Hypo Real Estate (HRE) profitierten von der Verkettung im DAX per Handelsschluss am Freitag. Das Gewicht von Continental im DAX steigt dann um gut 10%, das von HRE um 50%. Continental legten um 2,1% zu auf 88,73 EUR, die zuletzt gut gelaufene HRE nur noch 0,2% auf 36,53 EUR. Auch im TecDAX bewegten die Index-Veränderungen: GPC Biotech fallen aus dem Index und gaben 2,3% nach auf 2,95 EUR.
Conergy profitierten weiter von der Kaufempfehlung durch Goldman Sachs und sprangen um 8% auf 24,24 EUR. Kontron rallierten sogar um 9,9% auf 13,94 EUR. Das Unternehmen will die französische Thales Computers kaufen und würde damit seinen Zugang zum französischen Markt verbessern, hieß es von Analysten. Im MDAX zogen kräftige Käufe die zyklischen Aktien nach oben: K+S stiegen 7,9%, Norddeutsche Affinerie legten um 4,1% zu und Heideldruck kletterten um 4,5%.
DJG/mod/ros
21.12.2007 19:22
Wall Street Update: Freundlicher Vorweihnachtshandel
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Freitagmittag New Yorker Zeit mit deutlich festeren Tendenzen. Am letzten Handelstag vor der Weihnachtspause sorgen besonders positive Konjunkturdaten für Furore. So wiesen die persönlichen Einkommen und Ausgaben im November einen weiteren Anstieg aus. So wuchsen die persönlichen Einkommen im Vormonatsvergleich um 0,4 Prozent, nachdem im Vormonat eine Zunahme um 0,2 Prozent verbucht worden war. Zudem kletterten die persönlichen Konsumausgaben um 1,1 Prozent, während sie im Vormonat nur um 0,2 Prozent zugelegt hatten.
Die Stimmung der Verbraucher hat sich im Dezember 2007 dagegen verschlechtert. So verringerte sich der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan nur auf revidiert 75,5 Punkte, während vorläufig ein Rückgang auf 74,5 Punkte gemeldet worden war. Volkswirte waren durchschnittlich von einer Abnahme auf 74,5 Punkte ausgegangen, nach 76,1 Punkten im Vormonat.
Der Dow Jones gewinnt derzeit 1,18 Prozent auf 13.402,12 Punkte, der S&P 500 legt aktuell 1,11 Prozent auf 1.476,38 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum momentan ein Plus von 1,23 Prozent auf 2.673,25 Punkte.
Im Blick steht mitunter die Aktie von Merrill Lynch. Nach Angaben des "Wall Street Journal" könnte die Investmentbank eine Kapitalspritze in Höhe von bis zu 5 Mrd. Dollar vom staatlichen singapurischen Investor Temasek erhalten. Am Markt wird der Bericht mit Wohlwollen aufgenommen, der Wert gewinnt 0,7 Prozent.
Daneben geht es für Titel von Walgreen um knapp 7 Prozent aufwärts. Die Drugstore-Kette hat im abgelaufenen Quartal etwas mehr verdient als zuvor von Analysten erwartet.
Anteilsscheine von Molson Coors legen 1,2 Prozent zu, nachdem der Bierkonzern mit der britischen SABMiller ein definitives Abkommen zur Zusammenführung der Aktivitäten in den USA und Puerto Rico in dem Joint Venture MillerCoors geschlossen hat.
Dagegen brechen Papiere des Elektronikhändlers Circuit City nach schwachen Ergebnissen um mehr als 25 Prozent ein. Der Konzern musste im dritten Quartal aufgrund von Restrukturierungskosten einen höheren Verlust ausweisen. Ferner kletterte der Nettoverlust deutlich. Die Erwartungen wurden dabei verfehlt.
Auch im Technologiesegment sind heute wieder kräftige Ausschläge auszumachen. So stechen Papiere von Research In Motion mit einem stattlichen Plus von fast 12 Prozent hervor. Der kanadische BlackBerry-Hersteller trumpfte am Vorabend mit überraschend starken Geschäftsergebnissen auf.
Gegen den Trend sacken Micron um fast 6 Prozent ab. Angesichts eines branchenweiten Preisverfalls musste der Speicherchip-Hersteller abermals einen Verlust ausweisen. Der Umsatz stieg leicht. Analysten hatten im Vorfeld einen weniger deutlichen Verlust erwartet.
Mit einem Abschlag von über 20 Prozent trifft es die Aktie von Jabil Circuit allerdings noch wesentlich härter. Der Auftragshersteller von Elektronikkomponenten hat im vergangenen Vierteljahr wieder Gewinne geschrieben, allerdings enttäuschte der Ausblick.
Respironics springen um rund 23 Prozent nach oben. Der niederländische Technologiekonzern Philips wird den Medizintechnikhersteller für 3,6 Mrd. Euro übernehmen. (21.12.2007/ac/n/m)
Wall Street: Kommt heute der Weihnachtsmann?
Anleger an den amerikanischen Börsen hoffen auf eine Weihnachtsrallye in letzter Minute, und gute Unternehmenszahlen am Freitag geben dieser Hoffnung und den Indizes Auftrieb. Auch die Konjunkturdaten werden positiv interpretiert und sorgen für Optimismus. Dabei bleibt die Bedrohung durch Inflation und Rezession weiterhin bestehen.
Der Dow-Jones-Index startet mit einem Plus von 154 Zählern oder 1,2 Prozent in den letzten Handelstag der Woche und notiert bei 13 399 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index klettert um 18 Zähler oder 1,2 Prozent auf 1477 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq kann 39 Zähler oder 1,5 Prozent zulegen auf 2679 Punkte.
Die Konsumgüterinflation ist in der Kernrate im November um 0,2 Prozent gestiegen. Das ist zwar leicht weniger als erwartet, bringt die Jahresinflation aber auf einen Stand von 2,2 Prozent, was deutlich höher ist als von der Fed angepeilt.
Die persönlichen Einnahmen sind im November nominal zwar gestiegen, inflationsbereinigt sanken sie aber leicht um 0,3 Prozent. Dies erhöht den Druck auf das Wirtschaftswachstum, das auf kaufkräftigen Verbrauchern basiert.
Aber trotz steigender Inflation und sinkendem Einkommen zeigten sich die Verbraucher kauflustig, was für die Anleger die negativen Zahlen wettmacht. Im November gaben die Konsumenten 0,6 Prozent mehr Geld aus. Damit steigen die persönlichen Ausgaben zum ersten Mal seit 15 Monaten stärker als die Einnahmen, die Sparrate ist damit bei negativen 0,5 Prozent. Dies gibt zwar der Wirtschaft einen kräftigen Anschub und könnte sogar das Wachstum im laufenden Quartal etwas höher ausfallen lassen als bisher angenommen. Dennoch ist diese Kauflust auch bedenklich, da die Verbraucher sich weiter verschulden und scheinbar nichts aus der Kreditkrise gelernt haben.
Von den Unternehmen kommen am Morgen gute Nachrichten. Die Investmentbank Merrill Lynch steht laut dem Wall Street Journal in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem staatlichen Investor Temasek aus Singapur über eine Finanzspritze in Höhe von 5 Milliarden Dollar. Dies kommt zu einer Zeit, in der Analysten weitere subprimebedingte Abschreibungen von bis zu 8 Milliarden Dollar erwarten. Mit der Investition aus Singapur würde sich Merrill Lynch bei Citigroup, Morgan Stanley, Bear Stearns und UBS einreihen, die in den vergangenen Wochen ebenfalls ihr Kapital durch Investitionen aus Asien und dem nahen Osten aufgestockt haben. Die Aktie steigt um 3,9 Prozent.
Die Zahlen von Research in Motion (RIM) geben den Märkten einen kräftigen Schub. Der Blackberry-Hersteller konnte im vergangenen Quartal seinen Gewinn mehr als verdoppeln und die Erwartungen der Analysten schlagen. Auch die Aussichten sind deutlich besser als erwartet. Die Aktie schnellt am Morgen um 15 Prozent nach oben. In den letzten Wochen hatten Anleger sich Sorgen gemacht, dass die Subprimekrise auch bei RIM zu spüren sein könnte, da die meisten Kunden aus dem Unternehmensbereich kommen. Allerdings wächst die Nachfrage nach Blackberry-Telefonen auch bei den Verbrauchern und verhalf nun zum starken Gewinnwachstum.
Der zweitgrößte Elektronikhändler Circuit City enttäuscht die Anleger dagegen. Im abgelaufenen Quartal musste das Unternehmen einen Verlust hinnehmen, der doppelt so groß ausfiel wie erwartet. Das lag zu einem großen Teil an rückläufigen Umsätzen. In Geschäften, die seit mindestens einem Jahr geöffnet sind, gingen die Verkäufe um 5,6 Prozent zurück. Diese Marktanteile konnte sich Konkurrent BestBuy sichern. Aber auch Rabatte bei Flachbildfernsehern schadeten dem Gewinn von Circuit City. Da auch die Aussichten schlechter ausfielen als erwartet, rutscht die Aktie um 26 Prozent ab.
WSC
21.12.2007 19:55
Intraday-Marktstatistik
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21.12.2007 22:07
US Indizes - Ein bullisches Zeichen wird gesetzt!
Nasdaq Composite: 2686,48 Punkte
Dow Jones: 13438,38 Punkte
Der US Markt kann sich zum Wochenende hin deutlich erholen und einen freundlichen Wochenausklang bescherren. In der letzten Handelsstunde kommen dabei moderate Gewinnmitnahmen auf. Belastet wird der Markt heute durch den relativ schwachen Finanz Index, relative Stärke zeigt sich im Broker/Deaer Index. Der Nasdaq springt heute über den markanten Horizontalwiderstand bei 2644 Punkte und reißt eine bullische Kurslücke (Gap). Der nächste Widerstand notiert bei 2700 Punkte. In der nächsten Handelswoche ist ein Kursanstieg über 2700 Punkte erforderlich, um weitere bullische Signale zu liefern. Der Index sollte jetzt nicht erneut unter die 2644er Marke rutschen. Diese Marke wurde durch den Kursanstieg jetzt als markante Unterstützung umfunktioniert. Der Dow Jones notiert ebenfalls deutlich über Vortagesschluss und kann bullische Impulse liefern. Hier notiert der nächste nennenswerte Widerstand bei 13700 Punkte. Im heutigen Handel wurde ein deutliches bullisches Zeichen gesetzt. Der Dow Jones Index bricht über eine wichtige Abwärtstrendlinie aus, gleichzeitigwird der Horizontalwiderstand bei 13494 Punkte "geknackt" und die exp. GDL (EMA50/blau) nach oben gebrochen. Wenn diese Kurszuwächse in der folgenden Handelwoche verteidigt werden, generieren sich auch im mittelfristigen Zeitfenster positive Aussichten.
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc8174.gif
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc8173.gif
21.12.2007 22:10
Wall Street-Schluss: Kräftige Zugewinne, Konjunkturdaten im Fokus
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Freitag mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel. Am letzten Handelstag vor der Weihnachtspause sorgten besonders positive Konjunkturdaten für Furore. So wiesen die persönlichen Einkommen und Ausgaben im November einen weiteren Anstieg aus. So wuchsen die persönlichen Einkommen im Vormonatsvergleich um 0,4 Prozent, nachdem im Vormonat eine Zunahme um 0,2 Prozent verbucht worden war. Zudem kletterten die persönlichen Konsumausgaben um 1,1 Prozent, während sie im Vormonat nur um 0,2 Prozent zugelegt hatten.
Die Stimmung der Verbraucher hat sich im Dezember 2007 dagegen verschlechtert. So verringerte sich der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan nur auf revidiert 75,5 Punkte, während vorläufig ein Rückgang auf 74,5 Punkte gemeldet worden war. Volkswirte waren durchschnittlich von einer Abnahme auf 74,5 Punkte ausgegangen, nach 76,1 Punkten im Vormonat.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Plus von 1,55 Prozent bei 13.450,65 Zählern. Der S&P 500 legte um 1,67 Prozent auf 1.484,55 Zähler zu. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 1,94 Prozent fester und ging bei 2.691,99 Punkten aus dem Handel.
Im Blick stand mitunter die Aktie von Merrill Lynch. Nach Angaben des "Wall Street Journal" könnte die Investmentbank eine Kapitalspritze in Höhe von bis zu 5 Mrd. Dollar vom staatlichen singapurischen Investor Temasek erhalten. Am Markt wurde der Bericht mit Wohlwollen aufgenommen, der Wert gewann 1,7 Prozent.
Daneben ging es für Titel von Walgreen um knapp 7 Prozent aufwärts. Die Drugstore-Kette hat im abgelaufenen Quartal etwas mehr verdient als zuvor von Analysten erwartet.
Anteilsscheine von Molson Coors legten über 2 Prozent zu, nachdem der Bierkonzern mit der britischen SABMiller ein definitives Abkommen zur Zusammenführung der Aktivitäten in den USA und Puerto Rico in dem Joint Venture MillerCoors geschlossen hat.
Dagegen brachen Papiere des Elektronikhändlers Circuit City nach schwachen Ergebnissen um mehr als 27 Prozent ein. Der Konzern musste im dritten Quartal aufgrund von Restrukturierungskosten einen höheren Verlust ausweisen. Ferner kletterte der Nettoverlust deutlich. Die Erwartungen wurden dabei verfehlt.
Auch im Technologiesegment waren heute wieder kräftige Ausschläge auszumachen. So stachen Papiere von Research In Motion mit einem stattlichen Plus von mehr als 10 Prozent hervor. Der kanadische BlackBerry-Hersteller trumpfte am Vorabend mit überraschend starken Geschäftsergebnissen auf.
Gegen den Trend sackten Micron um mehr als 5 Prozent ab. Angesichts eines branchenweiten Preisverfalls musste der Speicherchip-Hersteller abermals einen Verlust ausweisen. Der Umsatz stieg leicht. Analysten hatten im Vorfeld einen weniger deutlichen Verlust erwartet.
Mit einem Abschlag von über 21 Prozent traf es die Aktie von Jabil Circuit allerdings noch wesentlich härter. Der Auftragshersteller von Elektronikkomponenten hat im vergangenen Vierteljahr wieder Gewinne geschrieben, allerdings enttäuschte der Ausblick.
Respironics sprangen um rund 23 Prozent nach oben. Der niederländische Technologiekonzern Philips wird den Medizintechnikhersteller für 3,6 Mrd. Euro übernehmen. (21.12.2007/ac/n/m)
Wall Street: Endlich Bescherung an den US-Börsen
Anlegern an den amerikanischen Börsen muss es am Freitag so vorgekommen sein, als wäre schon Weihnachten. Angetrieben von Merrill Lynch und Research in Motion legten die Märkte eine starke Rallye hin, die sogar die Verluste vom Anfang der Woche mehr als ausglich. Auch die Kauflust der Verbraucher trug zur Feierlaune bei.
Der Dow-Jones-Index legte 205 Zähler oder 1,6 Prozent zu und schloss mit 13 450 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index kletterte um 24 Zähler oder 1,7 Prozent auf 1484 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq schloss mit einem Plus von 51 Zählern oder 1,9 Prozent bei 2692 Punkten.
Insgesamt ging es für den Dow und den S&P-500 in dieser Woche um 1 Prozent nach oben, die Nasdaq verbesserte sich dank Oracle und Research in Motion sogar um mehr als 2 Prozent.
Die Notenbank beruhigt die Finanzmärkte, denn sie will so lange wie nötig Auktionen mit kurzfristigen Krediten abhalten. Am Montag und Donnerstag wurden so bereits 20 Milliarden Dollar versteigert. Die Nachfrage sank dabei am Donnerstag leicht. Am 4. Januar wird die Fed bekannt geben, wie hoch die Summe der Kredite bei den nächsten zwei Auktionen sein wird.
Unterdessen wurde bekannt, dass ein Fond, der zur Rettung von in die Krise geratenen Kreditanlagen geformt werden sollte, nicht eingerichtet wird. An den Plänen zu dem Fond waren die Bank of America und Citigroup auf Bankenseite, sowie J.P. Morgan Chase und BlackRock bei den Investmenthäusern beteiligt. Genaueres soll am Montag bekannt gegeben werden.
Die Konjunkturdaten waren gemischt. Obwohl die Kernrate der Konsumgüterinflation weniger stark als erwartet um 0,2 Prozent gestiegen ist, steigt damit die Jahresinflation auf 2,2 Prozent. Das ist deutlich höher als von der Fed angepeilt.
Das Verbrauchervertrauen ist im Dezember dagegen leicht gestiegen, allerdings ist es mit 75,5 Punkten immer noch auf einem Zwei-Jahres-Tief. Und der Anstieg ist laut Experten so gering, dass abzuwarten bleibt, ob die Stimmung sich tatsächlich aufhellt.
Ein bisschen aber scheint es zumindest so, wenn man sich die Kauflust der Amerikaner anschaut. Die persönlichen Ausgaben übertreffen zum ersten Mal seit 15 Monaten wieder die persönlichen Einnahmen. Während die Einnahmen lediglich um 0,4 Prozent stiegen, wurde 1,1 Prozent mehr Geld ausgegeben. Damit steht die Sparrate bei Minus 0,5 Prozent. An den Märkten sah man dies positiv, da der gestiegene Konsum der Wirtschaft Schub gibt. Allerdings sehen einige Experten dies auch kritisch, schließlich haben die Amerikaner auch in der Vergangenheit nicht viel gespart.
Am Rohstoffmarkt sorgte die Konsumfreude allerdings für Hochstimmung. Der Ölpreis stieg um mehr als 2 Prozent auf 93,31 Dollar pro Fass. Die Händler sorgen sich weniger stark darum, dass die Nachfrage nach Öl aufgrund sparsamer Verbraucher nachlassen könnte.
Der Finanzsektor erhielt am Freitag Auftrieb durch Nachrichten von Merrill Lynch. Die Investmentbank steht laut dem Wall Street Journal kurz vor einer Finanzspritze aus Singapur. Der staatliche Investor Temasek will angeblich mit 5 Milliarden Dollar bei Merrill Lynch einsteigen. Damit würde sich Merrill Lynch bei Citigroup, Morgan Stanley, Bear Stearns und UBS einreihen, die in den vergangenen Wochen ebenfalls ihr Kapital durch Investitionen aus Asien und dem nahen Osten aufgestockt haben. Diese positiven Nachrichten konnten auch Gerüchte über Abschreibungen von weiteren 8 Milliarden Dollar wettmachen. Die Aktie stieg um 1,6 Prozent.
Nachdem Oracle am Vortag die Hightechs auf einen Höhenflug geschickt hatte, sorgte Research in Motion (RIM) am Freitag für die Fortsetzung. Der Blackberry-Hersteller konnte im vergangenen Quartal seinen Gewinn mehr als verdoppeln und die Erwartungen der Analysten schlagen. Auch die Aussichten sind deutlich besser als erwartet. Das liegt besonders an einer starken Nachfrage bei den Privatkunden, obwohl RIM sich auch weiterhin auf die Firmenkunden konzentrieren will. Die Aktie konnte 10,7 Prozent zulegen. Die guten Zahlen von Oracle und RIM verscheuchten auch erst einmal die Sorgen darüber, dass die Subprimekrise sich auch auf den Technologiesektor ausweiten könnte.
Der zweitgrößte Elektronikhändler Circuit City enttäuscht die Anleger dagegen. Im abgelaufenen Quartal musste das Unternehmen einen Verlust hinnehmen, der doppelt so groß ausfiel wie erwartet. Das lag zu einem großen Teil an rückläufigen Umsätzen. In Geschäften, die seit mindestens einem Jahr geöffnet sind, gingen die Verkäufe um 5,6 Prozent zurück. Diese Marktanteile konnte sich Konkurrent BestBuy sichern. Aber auch Rabatte bei Flachbildfernsehern schadeten dem Gewinn von Circuit City. Da auch die Aussichten schlechter ausfielen als erwartet, rutschte die Aktie über 27 Prozent ab.
WSC
Wall Street: Optimismus zum Wochenende an den US Märkten
Die amerikanischen Börsen öffnen am Freitag mit Gewinnen, nachdem die Aufregung über den Tod Benazir Bhuttos sich gelegt hat. Besonders die Pläne von Citigroup, sich von einer ganzen Reihe von Geschäftseinheiten zu trennen, gibt den Märkten am Morgen Auftrieb. Die Anleger warten aber auf Zahlen vom Immobilienmarkt.
Der Dow-Jones-Index notiert eine halbe Stunde nach Handelsbeginn im Plus mit 78 Zählern oder 0,6 Prozent bei 13 437 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index legt um 10 Zähler oder 0,7 Prozent auf 1486 Punkte zu.
Die Hightech-orientierte Nasdaq klettert um 16 Zähler oder 0,6 Prozent auf 2693 Punkte.
Der neue CEO der Großbank Citigroup, Vikram Pandit, überlegt laut dem Wall Street Journal, etliche Branchen und Geschäftszweige zu verkaufen. Demnach könnte bei der Citigroup die Anteile in einer Gesellschaft zur Studienfinanzierung, die nordamerikanische Autofinanzierungssparte, Anteile am brasilianischen Kreditkartenunternehmen Redecard und das japanische Kreditgeschäft für Privatkunden abgestoßen werden. Des Weiteren plant Pandit, bis zu 20 000 Stellen zu streichen. Damit beginnt er die Sanierung der angeschlagenen Bank genau so, wie Experten es erwartet hatten. Bereits seit längerem gilt Citigroup als zu groß und zu schwerfällig um optimal gesteuert werden zu können. Die Aktie klettert am Morgen um 0,4 Prozent.
Auch andere Banken denken laut dem Wall Street Journal über Verkäufe einzelner Geschäftsbereiche nach. Vor einigen Tagen hat Merrill Lynch bereits das Unternehmenskreditgeschäft an General Electric verkauft, und mehrere Banken haben in den vergangenen Wochen Unternehmensanteile an Investoren aus dem Nahen Osten und Asien abgetreten. An den Märkten wird dieser Trend aber positiv gesehen, auch die Aktien von Bank of America und Washington Mutual steigen um 0,7 Prozent.
Aber Investoren aus dem Nahen Osten steigen auch in andere Geschäftsbereiche ein. Dubai hat seinen Anteil an dem Kasino MGM Grand in Las Vegas auf 6,5 Prozent erhöht und dafür Anteile vom Mehrheitseigner Kirk Kerkorian übernommen. Bisher waren 4,9 Prozent des Kasinos in der Hand der Regierung von Dubai.
Das Investmentunternehmen Berkshire Hathaway von Milliardär Warren Buffett macht zum zweiten Mal in dieser Woche mit einer Übernahme Schlagzeilen. Für 433 Millionen Dollar übernimmt Berkshire den Rückversicherer NRG vom niederländischen Finanzriesen ING. Außerdem eröffnet Berkshire am Freitag eine eigene Kreditversicherungsgesellschaft, die Kredite von Städten und Gemeinden für Infrastrukturprojekte versichert.
Eine weitere Übernahme muss aufgrund einer Gerichtsentscheidung durchgeführt werden. Der Sportartikelhändler Finish Line muss den Einzelhändler Genesco für 1,5 Milliarden Dollar übernehmen. Finish Line hatte dem Vorstand von Genesco Betrug vorgeworfen, da die Gewinne nach Abschluss der Übernahme deutlich schlechter ausfielen als angekündigt. Das Gericht entschied aber, die Parteien, die an den Verhandlungen beteiligt waren, hätten genug Wissen gehabt, um dies kommen zu sehen. Die Aktien von Finish Line geben um 18 Prozent nach, während die von Genesco um 17,5 Prozent steigen.
WSC -
28.12.2007 14:43
DAX nach Jahresschluss: DAX Top Aktien des Jahres 2007 waren...
DAX WKN: 846900 ISIN: DE0008469008
Börse: Xetra / Kursstand: 8.067,32 Punkte
Rückblick: Der DAX beendete 14 Uhr das Jahr 2007 mit einem Indexstand von 8.067,32 Punkten. Das Jahr 2007 begann mit einem Indexstand von 6.596,94 Punkten. Der DAX konnte somit im abgelaufenen Jahr um +1.470,38 Punkte (+22,3%) zulegen. Anbei auch die Performanceliste der 30 DAX Einzelwerte, bezogen auf das Jahr 2007.
https://ssl.godmode-trader.de/charts/5/2005/071228dax.gif
28.12.2007 15:01
Aktien Frankfurt Schluss: 'Gutes Börsenjahr' versöhnlich im Plus abgeschlossen
Ohne neue Nachrichten haben die deutschen Aktienindizes am Freitag das Börsenjahr 2007 in einer verkürzten Sitzung meist freundlich beendet. Der DAX <DAX.ETR> legte 0,36 Prozent auf 8.067,32 Zählern zu. Auf Jahressicht gewann der deutsche Leitindex damit - ähnlich wie im Vorjahr - gut 22 Prozent. Im Juli hatte das Standardwertebarometer bei 8.151,57 Zählern ein neues Rekordhoch erreicht. Der MDAX <MDAX.ETR> gewann im Tagesvergleich 0,80 Prozent auf 9.864,62 Zähler. Der Index mittelgroßer Werte erzielte eine Jahresrendite von knapp 5 Prozent. Der TecDAX <TDXP.ETR> fiel um 0,11 Prozent auf 974,19 Punkte - ein Jahresplus von 30 Prozent.
"Wir hatten den traditionell dünnen Jahresschlusshandel. Die Anleger blicken aber auf ein gutes Börsenjahr mit einem im internationalen Vergleich sehr starken deutschen Aktienmarkt zurück", sagte Aktienstratege Stefan de Schutter von alpha Wertpapierhandel. Viele Investoren hätten der deutschen Börse diese relative Stärke nicht zugetraut und sich mit dem Start der Turbulenzen durch die Immobilien- und Kreditkrise in den USA zurückgezogen. Danach sei vielen der Wiedereinstieg nicht mehr gelungen. Somit hätten sich die deutschen Indizes schnell von Rückschlägen erholt.
Ohne neue Nachrichten standen die Gewinner und Verlierer des Börsenjahres im Fokus. Im DAX zeigten Deutsche Börse <DB1.ETR> (News/Aktienkurs) mit einem Plus von 95 Prozent die beste Entwicklung im Jahr 2007. Der Frankfurter Börsenbetreiber wurde zum einen von Konsolidierungsfantasien in der weltweiten Börsenlandschaft nach oben getrieben. Zum anderen sorgten turbulente Märkte für neue Rekordumsätze. Volkswagen (VW) <VOW.ETR> (News/Aktienkurs) landeten wie auch 2006 mit einem Jahresplus von 82 Prozent auf Platz zwei im DAX-Jahrestableau.
DAX-Schlusslicht 2007 waren Infineon Technologies <IFX.ETR> (News/Aktienkurs) mit einem Jahresminus von knapp 25 Prozent auf 8,07 Euro. Die Anteile an dem Halbleiterhersteller litten laut Händlern vor allem unter stark fallenden Preisen für Speicherchips. Hypo Real Estate (HRE) <HRX.ETR> (News/Aktienkurs), deren Aktien immer wieder von der US-Immobilienkrise belastet worden seien, büßten auf Jahressicht auch rund ein Viertel an Wert ein. Sie schlossen bei 36,10 Euro.
Im MDAX zeigte IKB Deutsche Industriebank <IKB.ETR> (News/Aktienkurs) die mit Abstand schlechteste Jahresperformance. Der Kurs endete bei 6,18 Euro um 79 Prozent tiefer als 2006. Die Industriebank war Anfang August wegen Fehlspekulationen am US-Immobilienmarkt ins Straucheln geraten. Der größte Lichtblick im MDAX waren Aktien des Düngemittelherstellers K+S <SDF.ETR> (News/Aktienkurs). Das gute Geschäft im Kali-Bereich und die Fantasie auf eine Übernahme durch einen russischen Investor hätten das Papier angetrieben, sagte de Schutter. Bei 162,75 Euro steht auf Jahressicht ein Plus von mehr 100 Prozent zu Buche.
Mit Solon <SOO1.ETR> (News/Aktienkurs) zeigte ein Solarwert die beste Entwicklung im TecDAX ein. Im Vergleich zum Vorjahresschluss legte das Papier 204 Prozent auf 72,00 Euro zu. GPC Biotech <GPC.ETR> (News/Aktienkurs) - die mittlerweile aus dem technologielastigen Auswahlindex gerutscht sind - brachen dagegen um 86 Prozent ein. Im Juli hatte die Oncologic Drugs Advisory Committee (ODAC) der US-Zulassungsbehörde FDA offene Fragen beim GPC-Hoffnungsträger Satraplatin aufgeworfen./fat/la
AXC0088 2007-12-28/14:59
30.12.2007 17:50
Allg. Zeitung Mainz: Kommentar zum Jahreswechsel
Mainz (ots) - Es gibt ein Leben nach Silvester, garantiert! Zwar wird es um Mitternacht wieder kräftig krachen, Katzen und Hunde sich am liebsten in die hintersten Winkel verziehen, weil sie fürchten, das Getöse könne das Ende ihrer Welt bedeuten. Und der Mensch, der lärmende? Er denkt augenscheinlich genau das Gleiche, wenn auch aus anderen Motiven. Vieles in den letzten Arbeitstagen des alten Jahres erweckte den Eindruck, als müsse es hier und jetzt noch erledigt werden, weil danach offenbar nichts mehr kommt. Aber all jenen, die auf diese Weise Hektik verbreitet und ihre Mitmenschen strapaziert haben, sei versichert: Auch im nächsten Jahr bleibt noch Zeit, Wichtiges zu regeln. 2008 wird wie 2007, nur noch viel spannender. - Bestimmt!
In Berlin die große Blockade
Zur Bestätigung genügt ein einziger Blick nach Berlin, wo die Großen Koalitionäre von Stund an nichts anderes mehr tun, als sich gegenseitig zu blockieren und zwischendurch einander immer wieder die Schau zu stehlen, wenn es darum geht, Volkesstimme für sich einzunehmen. Die FDP, die eigentlich etwas sagen müsste, hält sich lieber zurück, weil sie nicht weiß, mit wem sie es sich verderben darf. Auch die Grünen schweigen unüberhörbar; sie haben in ihrer Regierungszeit zu viel Süßes gegessen und seitdem keine Zähne mehr. Ober-Populist Lafontaine, über jeden Zweifel an seinem oppositionellen Standpunkt erhaben, balanciert derweil auf dem schmalen Grat zwischen Volkstribun und Volksverhetzer. Wer ihm lauscht, lernt Gysi schätzen. In der Summe deutet all das aber nicht auf Änderung in wichtiger Weise hin, sondern nur auf taktisches Geschiebe. Viel Kinderkram, aber wenig, was für die Deutschen grundsätzlich richtunggebend wäre. Große Koalitionen einigen sich naturgemäß stets auf den kleinsten gemeinsamen Nenner - und auf die wachsende Allmacht des Staates, den sie selbst unangefochten und ungefährdet von Opposition und Risiko lenken und verkörpern.
Zwischen Landes- und Bundespolitik
Die schrittweise Demontage der Agenda 2010 und der Mindestlohn für Briefzusteller, nicht zuletzt aber auch der wieder voll entflammte Tarifkonflikt der Lokomotivführer waren am Schluss des alten Jahres Menetekel, deren mahnende Leuchtkraft weit in das neue Jahr hineinreichen wird. Vor allem mit der gesetzlichen Fixierung von Lohngrenzen bewegt sich der Gesetzgeber auf dünnem Eis. Das wissen auch die Gewerkschaften, deren Applaus zu fast zehn Euro Stundenlohn für einfache Hilfsarbeiten deshalb auch nur gedämpft ausfiel. Aber die Kanzlerin hat den Mund gespitzt, und so muss sie auch pfeifen: Ein Mindestlohn kommt. Fragt sich nur noch, in welcher Höhe? Trotzdem wird das Thema aber erst einmal in den Landtagswahlkämpfen weiter heiß gekocht. Dadurch wird zwar die Diskussion kaum sachlicher, andererseits sind die Landespolitiker jedoch immer dankbar, wenn ihnen ein griffiges Thema frei Haus geliefert wird. Landespolitik reißt nun mal keinen vom Hocker, es sei denn, sie hätte bundespolitischen Bezug. Kurt Beck verkörpert diesen wie sonst kaum einer. Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe am Aufschwung für alle sind seine Themen, die er längst auch anderen aufgedrückt hat. Der SPD-Chef hat sich entschlossen, in der Mainzer Deckung zu bleiben und die Sozialdemokraten mit klassischen roten Themen wieder hinter sich zu scharen. Feigheit und Klugheit liegen halt oftmals dicht beieinander. Aber bislang geht seine Rechnung auf. Die von Wählern vor allem in Hessen, Hamburg und Niedersachsen zuletzt verwöhnte CDU ist in der Defensive. 2008 kann deshalb leicht auch zum Jahr ganz neuer Farbenkombinationen werden: Schwarz-grün statt Rot-grün, oder sogar Rot-rot-grün? - Na, wenn das nicht spannend wird!
30.12.2007 19:50
Stuttgarter Nachrichten: zum Jahreswechsel
Stuttgart (ots) - Es wird wie 2007 aufgeregte Diskussionen geben um schlichte, aber gesamtgesellschaftlich nicht wirklich entscheidende Fragen wie jene, ob das Rauchen in gastronomischen Betrieben gestattet sein darf, wie viele Freiheiten sich christdemokratische Politiker wie Günther Oettinger in ihrer Freizeit gestatten oder wie viel Dümmliches Fernsehprominente wie Eva Herman im Fernsehen sagen dürfen. Schlimm? Nein, ganz im Gegenteil. Solange solche Themen wichtig erscheinen und keine existenziellen Fragen die öffentliche Diskussion bestimmen, so lange geht es Deutschland im Grunde doch prächtig. Also war 2007 ein gutes Jahr. Und für 2008 sieht es gar nicht so schlecht aus.
01.01.2008
US-Börsen mit Minus zu Silvester und Plus im Gesamtjahr 2007
http://www.boerse-express.com/cat/media/Frontwave/Imagedata/data/193721/scalex/130
Erleichterung über unerwartet gute Daten zum US-Häusermarkt zeigten am Montag nur kurzfristig ihre Wirkung
Nach einem sehr ruhigen Handel haben die US-Börsen den letzten Tag des Jahres mit leichten Verlusten beendet. Der Trost für die Anleger: Trotz der Kreditkrise lagen im Jahr 2007 alle drei wichtigsten US-Indizes unter dem Strich deutlich im Plus - angeführt von der technologielastigen Nasdaq.
Der Dow-Jones-Index fiel zu Silvester um 0,76 Prozent auf 13 264,82 Punkte. Der S&P-500-Index gab um 0,69 Prozent nach auf 1468,36 Punkte. Der Nasdaq-Index sank um 0,83 Prozent auf 2652,28 Punkte.
Im Gesamtjahr 2007 legte der Dow Jones damit um 6,4 Prozent zu. Der marktbreite S&P-500 stieg um 3,5 Prozent. Der Nasdaq-Index kletterte sogar um 9,8 Prozent.
Erfreuliche Nachrichten gab es vom US-Häusermarkt. Die Zahl der verkauften Häuser sei im November um 0,4 Prozent gestiegen, teilte die Nationale Maklervereinigung mit. Analysten hatten erwartet, dass die Zahl unverändert auf einem Rekordtief bleiben würde. Es ist die erste Zunahme in neun Monaten.
Die Nachricht begrenzte vorübergehend die Verluste am US-Aktienmarkt. Experten warnten jedoch, voreilig auf ein Ende der Hypothekenkrise zu hoffen. Im vergangenen Jahr war die Zahl der verkauften Häuser in den USA um 20 Prozent zurückgegangen
02.01.2008 20:43
USA: Fed laut Minutes besorgt über Unsicherheit der Finanzmärkte
Washington (aktiencheck.de AG) - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Mittwoch das Sitzungsprotokoll der letzten Zusammenkunft des Offenmarktausschusses FOMC veröffentlicht. Am 11. Dezember hatte die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent gesenkt. Daneben war auch der Diskontsatz um 25 Basispunkte auf 4,75 Prozent reduziert worden.
Den Angaben zufolge fand die erneute Zinssenkung keine Ablehnung, da sich die 17 Ausschussmitglieder überrascht und besorgt von der Schwäche der Kreditmärkte, sowie der US-Wirtschaft gezeigt haben. Die anhaltende Sorge vor einer weiteren Verschlimmerung der Lage führte daneben zum einstimmigen Zinssenkungsbeschluss. Bei der Höhe herrschte aber keine Einigkeit. Eric Rosengren, der Präsident der Boston Fed, hatte sich für eine höhere Zinssenkung ausgesprochen. (02.01.2008/ac/n
02.01.2008 22:19
US Indizes - Der Jahresauftakt wird verkauft...
Das neue Handelsjahr wurde innerhalb des US Marktes zunächst stabil eröffnet. Die anschließend veröffentlichten Wirtschaftsdaten führten die Notierungen dann aber deutlich nach unten. Ein auf neue Hochs explodierender Ölpreis wirkte dabei ebenfalls nicht gerade stützend. Dabei fiel der Nasdaq sehr deutlich um 1,6% auf 2.610 Punkte zurück und konnte sich zum Handelsende im Bereich der dort liegenden exp.GDL 200 (rot) stabilisieren. Im Dow Jones kam es zu starken Verlusten von 1,7%. Dabei rutschte der Index wieder unter die 13.253 Punkte zurück und konnte sich zum Handelsende erst im Bereich des Niveaus um 13.035 Punkte fangen.
Unter den Verlieren fanden sich dann schnell wieder die Titel aus dem Bankensektor, zu größeren Abgaben kam es aber auch bei den Titeln aus dem Halbleitersektor. Goldaktien waren bei stark ausbrechendem Goldpreis gefragt. Pfizer konnte heute als alleiniger Gewinner im Dow Jones gegen den Markt um 0,8% ansteigen, mit dem schwachen Halbleitersektor geriet Intel hingegen um 4,9% unter Druck. Auch im Nasdaq 100 war die Verliererliste lang. Es gab hier aber auch ausnahmen, vor allem bei den Titeln aus dem Internetsektor. Amazon stiegen gegen den Markt stark um 3,9%, Yahoo um 2,0% an.
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
http://img.godmode-trader.de/charts/8/2005/12057.gif
http://img.godmode-trader.de/charts/8/2005/12058.gif
02.01.2008 22:37
Aktien New York Schluss: Schwach - Ölpreisrekord und Konjunkturdaten belasten
Die US-Börsen sind am Mittwoch nach einem neuen Rekordhoch beim Ölpreis und überraschend schwachen Konjunkturdaten mit einem deutlichen Minus in das neue Börsenjahr gestartet. Der US-Leitindex Dow Jones <INDU.DJI> fiel bis zum Handelsschluss um 220 Punkte oder 1,67 Prozent auf 13.043,96 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> verlor 1,44 Prozent auf 1.447,16 Zähler. An der NASDAQ ging es für den Composite Index <COMPX.NQI> um 1,61 Prozent auf 2.609,60 Punkte nach unten. Der NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> gab 1,69 Prozent auf 2.049,71 Zähler ab.
Händlern zufolge schürten vor allem ein neuer Rekord beim Ölpreis und ein schwach ausgefallener ISM-Einkaufsmanagerindex die Sorge am Markt vor einer weiteren Drosselung des Wirtschaftswachstums. Öl erreichte in New York erstmals die Rekordmarke von 100 Dollar. Besonders der schwache Dollar, Sorgen um ausreichende Lagerbestände sowie politische Turbulenzen heizten den Preis an. Unterdessen ist die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember unter die Expansionsschwelle und auf den niedrigsten Stand seit April 2003 gefallen. Aussagen der US-Notenbank, die nach eigener Einschätzung vor der Zinssenkung im Dezember eine "etwas restriktive" Geldpolitik verfolgte, blieben am Markt indes ohne große Wirkung.
Aktien von Halbleiterunternehmen gerieten in Reaktion auf eine negativ aufgenommene Studie von der Bank of America unter Druck. Intel <INTC.NAS> <INL.FSE> (News/Aktienkurs) sanken am unteren Ende des Dow Jones um 4,91 Prozent auf 25,35 Dollar, für Advanced Micro Devices (AMD) <AMD.NYS> <AMD.FSE> (News/Aktienkurs) ging es um 4,80 Prozent auf 7,14 Dollar nach unten. National Semiconductor <NSM.NYS> <NSM.ETR> (News) gaben 5,29 Prozent auf 21,41 Dollar ab. Texas Instruments <TXN.NYS> <TII.FSE> (News) verloren 3,14 Prozent auf 32,35 Dollar. Die Bank of America rechnet mit einem "vorsichtigeren Ausblick" für die Branche. Nach Meinung der Analysten ist die zyklische Erholung in dem Sektor bereits beendet.
Auch Starbucks-Aktien <SBUX.NAS> <SRB.FSE> (News/Aktienkurs) litten unter einer negativen Studie und verloren 5,67 Prozent auf 19,31Dollar - das war ein neues Tief. Bear Stearns hat die Titel der Kaffeehauskette in einer aktuellen Studie von "Outperform" auf "Peer Perform" abgestuft. Auch die Branchenempfehlung werde von "Market weight" auf "Market underweight" abgestuft. hieß es. Grund seien Sorgen über die Konsumausgaben und Kosten für Lebensmittel und Personal in der Restaurant-Branche.
Papiere von National City <NCC.NYS> <NCC.FSE> (News) verloren 5,29 Prozent auf 15,59 Dollar. Die Bankgesellschaft halbiert im Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise die Dividende und trennt sich von ihrem Hypotheken-Vertriebsgeschäft. 900 Stellen fallen weg.
Aktien von Blackstone <BX.NYS> <BBN.FSE> (News) verloren 1,76 Prozent auf 21,74 Dollar. Die Übernahme der US-amerikanischen PHH Corp durch den Finanzinvestor und General Electric (GE) <GE.NYS> <GEC.ETR> (News/Aktienkurs) ist gescheitert. Die Blackstone-Tochter Pearl Mortgage sei nicht in der Lage gewesen, sich die für die Akquisition nötigen Kredite zu organisieren, teilte die auf Hypothekenvermittler und Fuhrparkmanagement ausgerichtete Gesellschaft mit. GE und die Investmentfirma wollten das Unternehmen für 1,8 Milliarden US-Dollar kaufen. GE gaben 0,84 Prozent auf 36,76 Dollar ab.
Papiere von Amazon.com <AMZN.NAS> <AMZ.FSE> (News/Aktienkurs) gewannen als bester Wert im NASDAQ 100 3,73 Prozent auf 96,10 Dollar. Die Citigroup hat die Einschätzung der Aktien des Online-Versandhauses von "Hold" auf "Buy" angehoben und als Kursziel 119 Dollar genannt. Die Analysten sehen nach der "Konsolidierung" des Aktienkurses in den letzten Monaten nun eine günstige Einstiegsmöglichkeit in den Internetwert./sc/she
AXC0181 2008-01-02/22:36
Marktberichte
Wall Street: Schlechtester Jahresbeginn in der Geschichte des Dow
Analysten hatten für 2008 steigende Energiepreise und eine mögliche Rezession vorausgesagt. Bereits am ersten Handelstag im neuen Jahr haben die US- Börsen genau diese Entwicklung gesehen. Nachdem der Einkaufsmanagerindex für Dezember stärker gesunken ist als erwartet, kletterte der Ölpreis kurzzeitig auf 100 Dollar und die Indizes fielen steil ab.
Der Dow-Jones-Index gab 220 Zähler oder 1,7 Prozent auf 13 043 Punkte nach. Das ist der größte Punktverlust an einem ersten Handelstag in der Geschichte des Index.
Der marktbreite S&P-500-Index verlor 21 Zähler oder 1,4 Prozent und schloss bei 1447 Punkten. Die Hightech-orientierte Nasdaq schloss mit einem Minus von 43 Zählern oder 1,6 Prozent bei 2609 Punkten.
Ein Händler hat am Mittag 100 Dollar pro Fass Rohöl für 1000 Fass bezahlt, bevor der Ölpreis wieder leicht nachgab und bei einem Stand von 99,62 Dollar pro Barrell schloss. Damit reagieren die Händler auf die Gewaltausbrüche in Nigeria und die unsichere weltpolitische Stimmung, die auch durch die Situation in Pakistan und einem Anschlag in Algerien beeinflusst wird. Zusätzlich erwartet man gesunkene Lagerbestände in den USA, die am Donnerstag bekannt gegeben werden. Besonders ein Wintereinbruch im Nordosten heizt diese Spekulationen an. Außerdem sank der Dollar gegenüber den meisten anderen Währungen, was die Nachfrage aus dem Ausland steigen ließ.
Bei den Konjunkturdaten zeigt der Einkaufsmanagerindex stark in Richtung Rezession. Der Wert von 47,7 Punkten zeigt, dass die meisten Unternehmen im produzierenden Gewerbe kein Wachstum mehr aufweisen. Das ist außerdem der sechste Rückgang in Folge und der niedrigste Stand seit 2003. Experten hatten einen Stand von über 50 Punkten und damit noch ein leichtes Wachstum erwartet.
Diese Zahlen und der darauf folgende Absturz der Kurse stehen besonders auch deshalb unter verschärfter Beobachtung, da die ersten fünf Handelstage des neuen Jahres einen wichtigen Indikator für die gesamte Jahresentwicklung darstellen. Zu 86 Prozent verläuft der Jahrestrend so, wie die ersten Januartage. Für 2008 sieht es nach diesem ersten Handelstag also erst einmal sehr düster aus.
Hilfe erwarten sich die Anleger von der Notenbank. Im Protokoll zur letzten Sitzung, bei der auch die Zinsen gesenkt worden waren, wird die Bereitschaft deutlich, erneut die Zinsen zu senken, wenn sich die wirtschaftliche Situation weiter verschlechtern sollte. Experten erwarten dies, denn um eine Rezession zu vermeiden, werde die Fed wohl eine weiter steigende Inflation in Kauf nehmen.
Ein weiteres Opfer der Kreditkrise ist die Übernahme des Hypothekenfinanzierers und Fuhrparkmanagers PHH durch die Finanzsparte von General Electric, GE Capital, für 1,69 Milliarden Dollar. Als Teil des Geschäfts sollte die Blackstone Group die Hypothekensparte von PHH übernehmen, konnte aber die Finanzierung nicht sichern. PHH hat nun den Verkauf abgesagt und 50 Millionen Dollar Entschädigung von Blackstone verlangt. Die Aktien von PHH sanken um 3 Prozent, die von Blackstone gaben um 1,8 Prozent nach.
Ansonsten bewegten eine Reihe von Auf- und Abstufungen die Märkte. Bei den Hightechs hat Bank of America die Mikrochiphersteller abgestuft. Der Hersteller von Mikroprozessoren Advanced Micro Devices (AMD) wurde auf „Verkaufen“ abgestuft. AMD habe nach der verspäteten Markteinführung eines neuen Programms große Marktanteile an Intel verloren. Besonders bei Servern und Desktop-Computern sei Intel besser am Markt positioniert. Überraschenderweise werden aber auch Intel und Texas Instruments auf „Neutral“ abgestuft. Die Papiere von AMD haben 5,2 Prozent verloren, Intel gab um 4,9 Prozent nach und Texas Instruments schloss 3 Prozent schwächer.
Bear Stearns stuft den Restaurantsektor ab, und davon ist auch die Kaffeehauskette Starbucks betroffen. Da die Analysten erwarten, dass die Verbraucher angesichts des verlangsamten Wirtschaftswachstums sparen, gerate Starbucks in Schwierigkeiten. Die Aktie gehörte bereits im vergangenen Jahr zu den Verlierern und gab am Mittwoch erneut um 5,7 Prozent nach.
Die Analysten von Citigroup stufen die Onlinebranche dagegen auf. Besonders Amazon gehört zu den Gewinnern und wird nun zum „Kaufen“ empfohlen. So gewannen die Aktien von Amazon 3,9 Prozent, und Yahoo kletterte um 2 Prozent.
WSC - ©
02.01.2008 18:10
TecDAX-Schluss: Abschläge nach schwachen US-Vorgaben, SINGULUS gefragt
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Wachstumswerte mussten am ersten Handelstag des Neuen Jahres deutliche Abschläge ausweisen. Der TecDAX beendete den Handel nach zunächst freundlichem Auftakt mit einem Minus von Prozent bei Punkten. Am Nachmittag hatten die Technologiewerte unter negativen Vorgaben der US-Börsen zu leiden und rutschten nach zeitweise recht deutlichen Aufschlägen in negatives Terrain ab.
Zum Ende des heutigen Handelstages konnte die Aktie von SINGULUS (News/Aktienkurs) ihre kräftigen Zugewinne behaupten und ging mit einem Plus von mehr als 6 Prozent aus dem Handel. Sehr stark präsentierte sich daneben AIXTRON, die nach positiven Analystenkommentaren mehr als 3,6 Prozent zulegen konnten. Fester präsentierten sich daneben ersol sowie Kontron und Pfeiffer Vacuum mit Aufschlägen von jeweils mehr als 2 Prozent.
Am unteren Ende rangierten ADVA die mehr als 9 Prozent abgeben mussten. Ebenfalls deutlichere Abschläge waren bei Versatel (-6 Prozent) sowie centroterm und IDS Scheer auszumachen.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
TecDAX: 970,51 (-0,38 Prozent)
Tagesgewinner: SINGULUS, AIXTRON, ersol
Tagesverlierer: ADVA, Versatel, centrotherm
(02.01.2008/ac/n/m)
02.01.2008 18:07
DAX-Schluss: Schwacher Jahresauftakt, Deutsche Postbank Tagesgewinner
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte verzeichneten am ersten Handelstag des Neuen Jahres deutliche Kursabschläge. Nachdem der DAX am Morgen trotz negativer Vorgaben aus den USA positiv in den Handel gestartet war, musste der DAX bei relativ moderaten Umsätzen um 1,47 Prozent auf 7.949,11 Punkte abgeben, während der MDAX um 1,59 Prozent auf 9.708,26 Zähler verlor. Hintergrund für die schwache Performance der deutschen Standardwerte waren schwache Vorgaben aus den USA, nachdem die US-Leitindices nach der Veröffentlichung schwächer als erwarteter Konjunkturdaten deutliche Abschläge zu verzeichnen hatten. Insbesondere der schwächer als erwartet ausgefallene ISM-Index hatte bei vielen Investoren für Verstimmung gesorgt.
Im Blickpunkt standen vor allem die Anteilsscheine des Industriekonzerns Siemens. Einem Pressebericht zufolge wollen die beiden größten deutschen Aktionärs-Schutzvereinigungen die Spitzengremien des Konzerns bei der kommenden Hauptversammlung aufgrund der Verstrickungen mit Korruptionsaffäre nicht entlasten. Daneben kündigte der Konzern die Übernahme im Bereich Metalltechnologie an. Zum Handelsende musste die Aktie in einem insgesamt schwachen Gesamtmarkt mehr als 1,4 Prozent abgeben und rangierte am Ende im unteren Mittelfeld. Größter Verlierer war die Aktie der Deutschen Börse, die nach den deutlichen Kursaufschlägen der vergangenen Handelstage heute ein Minus von mehr als 5 Prozent ausweisen musste. Ebenfalls wenig gefragt waren daneben Anteilsscheine des Immobilienfinanzierers HRE, die mehr als 3 Prozent abgeben mussten. Dabei hatte die Aktie unter negativen Nachrichten aus den USA zu leiden. Größere Kursverluste waren daneben bei METRO, TUI und Daimler auszumachen. Anteilsscheine des Sportartikelherstellers adidas waren ebenfalls unter den größten Verlierern zu finden, nachdem sich ein Aufsichtsratsmitglied einer Pressemitteilung des Konzerns zufolge von einem größeren Aktienpaket getrennt hatte.
In einem ansonsten recht trüben Marktumfeld konnten sich Anteilsscheine der Deutschen Postbank nach positiven Analystenkommentaren mit einem Plus von mehr als 1 Prozent an die Spitze setzen. Ebenfalls fester präsentierte sich die Aktie des Halbleiterherstellers Infineon, die dank der Kaufempfehlung einer renommierten US-Bank ebenfalls deutlich fester aus dem Handel ging und hinter BMW an Dritter Stelle rangierten. Daneben waren außerdem ThyssenKrupp gefragt. Leichte Aufschläge waren daneben lange Zeit bei der Deutschen Lufthansa auszumachen. Einem Pressebericht zufolge will die Fluglinie im laufenden Jahr rund 4.300 neue Stellen schaffen. Am Ende verzeichnete die Aktie nicht zuletzt wegen der deutlich anziehenden Ölpreisnotierungen ein leichtes Minus.
In der zweiten Reihe richtete sich das Anlegerinteresse auf Krones. In einem Zeitungsinterview hatte der Abfüllanlagenhersteller für das laufende Fiskaljahr einen weiteren Ergebnisschub in Aussicht gestellt. Zum Ende musste der Wert einen Großteil der anfänglichen Gewinne wieder abgeben und rangierte mit einem Plus von knapp 2 Prozent hinter GAGFAH und K+S und der IKB auf dem vierten Platz.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 8067.32 (-1,47 Prozent)
MDAX: 9.708,26 (-1,59 Prozent)
Tagesgewinner: Deutsche Postbank, BMW, Infineon
Tagesverlierer: Deutsche Börse, METRO, TUI
Unternehmensnachrichten:
Die Commerzbank AG (ISIN DE0008032004 (News/Aktienkurs)/ WKN 803200) hat laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" personelle Konsequenzen aus der US-Hypothekenkrise gezogen. Wie die Tageszeitung berichtet, habe die zweitgrößte deutsche Bank am Freitag die Entlassung von Hans Joachim Döpp, einem der beiden Leiter des Amerika-Geschäfts, bekanntgegeben. Zudem habe die Commerzbank nach Informationen der "FAZ" in New York auch den für das Kreditgeschäft verantwortliche Jürgen Boysen entlassen. In der Frankfurter Zentrale wurde außerdem der bisherige Leiter des globalen Kreditgeschäfts, Michael Schmid, jüngst seines Postens enthoben, berichtet die Zeitung weiter. Ein Sprecher der Bank wollte einen Zusammenhang der personellen Veränderungen mit der Subprime-Krise nicht bestätigen, berichtet die Zeitung weiter.
Die Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125 (News/Aktienkurs)/ WKN 823212) will im laufenden Jahr in Deutschland rund 4.300 Stellen schaffen. Laut einem Bericht der Tageszeitung "BILD" sucht die größte deutsche Fluggesellschaft 2.000 Flugbegleiter, 1.00 Mitarbeiter für die Fluggastbetreuung an den Flughäfen München und Frankfurt sowie Auszubildende, Hochschulabsolventen und 360 Pilotenschüler. "Die Lufthansa bleibt auf Wachstumskurs. Im vergangenen Jahr haben wir 100 000 Bewerbungen bekommen ? das werten wir als großen Vertrauensbeweis in das Unternehmen", erklärte der Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber.
Der Finanzvorstand der Krones AG (ISIN DE0006335003 (News/Aktienkurs)/ WKN 633500), Hans-Jürgen Thaus, hat sich zuversichtlich zu den Aussichten in 2008 geäußert. Wie der Finanzchef des im MDAX notierten Abfüllanlagenherstellers gegenüber der "EURO am Sonntag" erklärte, rechnet man für das Jahr 2008 beim Jahresüberschuss mit einem Plus zwischen 20 und 30 Prozent. Auch für das abgelaufene Jahr äußerte sich Thaus zufrieden. Man liege für 2007 voll im Plan. Ferner stellte Thaus eine Anhebung der Dividende um 20 bis 30 Prozent in Aussicht.
Dem Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101 (News/Aktienkurs)/ WKN 723610) steht in Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre weiterer Ärger ins Haus. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" wollen die beiden größten deutschen Aktionärs-Schutzvereinigungen Vorstand und Aufsichtsrat des im DAX30 notierten Konzerns nicht entlasten. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) will bei dem Aktionärstreffen am 24. Januar einen Gegenantrag stellen, nach dem die Entlastung der beiden obersten Konzerngremien vertagt werden soll. Die Aktionärsschützer begründen ihr Vorhaben damit, dass die zur Aufdeckung von Korruptionszahlungen beauftragte US-Anwaltskanzlei Debevoise&Plimpton bislang nur Zwischenergebnisse vorgelegt habe. So lange man keine abschließende Klarheit hat, tut es keine Not, direkt für eine Entlastung zu votieren", sagte etwa DSW-Geschäftsführer Carsten Heise der "FTD". Außerdem wurde von Siemens eine Vereinbarung zur Übernahme der in den USA ansässigen Morgan Construction Co. geschlossen. Bei der Gesellschaft handelt es sich um einen Planer und Hersteller hochwertiger Produkte und Leistungen für Walzwerke weltweit. Im Jahre 2006 erreichte die in Worcester im US-Bundesstaat beheimatete Gesellschaft mit rund 1.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 180 Mio. Dollar. Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarungen wurden nicht bekannt gegeben.
Christian Tourres, Aufsichtsratsmitglied des Sportartikelherstellers adidas AG (ISIN DE0005003404 (News/Aktienkurs)/ WKN 500340), hat ein Aktienpaket im Gesamtwert von mehr als 5 Mio. Euro veräußert. Wie aus einer entsprechenden Pressemitteilung des im DAX30 notierten Sportartikelherstellers hervorgeht, hat sich Tourres am 28. Dezember von insgesamt 100.000 Anteilsscheinen getrennt und dabei rund 5,06 Mio. Euro erlöst.
Der Verkaufspreis lag bei 50,615 Euro je Anteilsschein.
Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008 (News/Aktienkurs)/ WKN 514000) hat für eine Tochtergesellschaft von der zuständigen Bankaufsichtsbehörde CBRC (China Banking Regulatory Commission) in China die Zulassung als einheimisches Unternehmen erhalten. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung des im DAX30 notierten Kreditinstituts hervorgeht, kann die 100-prozentige chinesische Tochter Deutsche Bank China Co. Ltd. nun ihre Geschäftsaktivitäten im Reich der Mitte deutlich erweitern und Dienstleistungen in der lokalen Währung Renminbi (RMB) anbieten. (02.01.2008/ac/n/m)
02.01.2008 23:07
XETRA-NACHBÖRSE/DAX-Indikation (22 Uhr): 7.923 - 7.931 Punkte
DJ XETRA-NACHBÖRSE/DAX-Indikation (22 Uhr): 7.923 - 7.931 Punkte
FRANKFURT (Dow Jones)--Gegen 22.00 Uhr sind am Mittwoch folgende nachbörsliche Indikationen für den DAX festgestellt worden:
XETRA-Schluss 7.949
DAX-Indikation Veränderung zu
(22 Uhr) XETRA-Schluss
DBAX 7.931 -0,2%
CGAX 7.923 -0,3%
L&SAX 7.923 -0,3%
Im Sog der schwachen US-Börsen gerieten auch die deutschen Aktien nachbörslich nochmals unter Druck. Lebhafte Umsätze seien in Siemens beobachtet worden, berichtete ein Händler. Die Titel wurden am Abend mit 106,81 zu 107,20 EUR getaxt, nachdem sie auf XETRA um 1,4% auf 107,29 EUR nachgegeben hatten. Am Abend hatte die Siemens-Tochter Industrial Solutions mitgeteilt, sie beabsichtige den Kauf des US-Unternehmens Morgan Construction. Einzelheiten der Übernahme wurden nicht bekanntgegeben, doch dürfte es sich um eine kleinere Transaktion handeln: Morgan Construction setzte 2006 mit 1.100 Mitarbeitern 180 Mio USD um.
Deutsche Börse reagierten nach Aussage des Händlers kaum auf die Umsatzdaten für Dezember. Die Titel notierten am Abend bei 128,90 EUR, hatten allerdings auf XETRA 5,2% auf 128,63 EUR verloren. -Von Claudia Nehrbaß, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 210
DJG/cln
02.01.2008 22:43
22 Prozent Umsatzanstieg auf Xetra im Dezember
Deutsche Börse: Im Dezember wurden auf Xetra und dem Parkett der Börse Frankfurt laut Orderbuchstatistik 151 Mrd. Euro umgesetzt – ein Plus von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Dezember 2006: 125,7 Mrd. Euro). Davon entfielen 142,2 Mrd. Euro auf das elektronische Handelssystem Xetra, das damit um 22 Prozent im Jahresvergleich (Dezember 2006: 115,8 Mrd. Euro) zulegte, und 8,7 Mrd. Euro auf den Parketthandel (Dezember 2006: 9,8 Mrd. Euro). In deutschen Aktien wurden 141,6 Mrd. Euro umgesetzt, in ausländischen Aktien 6,7 Mrd. Euro. Auf Xetra und das Parkett der Börse Frankfurt entfallen damit rund 97 Prozent des Handelsvolumens in deutschen Aktien. Bei ausländischen Aktien liefen über 79 Prozent des Umsatzes über Xetra und den Präsenzhandel.
Auf Xetra wurden im Dezember 11,9 Millionen Transaktionen getätigt, ein Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Dezember 2006: 7,9 Millionen).
Die Aktie der E.ON AG war im Dezember auf Basis des Xetra-Liquiditätsmaßes (XLM) die liquideste Aktie im Index DAX® mit 4 bp für eine Auftragsgröße von 100.000 Euro. Im MDAX® führte AWD Holding mit 8 bp. Liquidester Exchange Traded Fund war der db-x-trackers II iBOXX Sovereigns Eurozone 1-3 TR mit 2 bp. Der liquideste ausländische Wert war Royal Dutch Shell mit 11 bp. XLM misst die Liquidität im elektronischen Wertpapierhandel auf Grundlage der impliziten Transaktionskosten. Es wird in Basispunkten (1 bp = 0,01 Prozent) ausgedrückt; ein niedriges XLM steht für hohe Liquidität eines Wertpapiers.
Umsatzstärkster DAX®-Titel auf Xetra im Dezember war Siemens AG mit 10,3 Mrd. Euro. Bei den MDAX®-Werten lag K+S AG mit 907,9 Mio. Euro vorn, im Aktienindex SDAX® führte Balda AG mit 142 Mio. Euro und bei den TecDAX®-Werten Q-Cells AG mit 810,3 Mio. Euro. Umsatzstärkster Exchange Traded Fund war iShares DAX EX mit 1,7 Mrd. Euro.
An allen Wertpapierbörsen in Deutschland wurden im Dezember laut Orderbuchstatistik insgesamt 167,7 Mrd. Euro umgesetzt – ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Dezember 2006: 141,6 Mrd. Euro). Davon entfielen 159,9 Mrd. Euro auf Aktien, Optionsscheine, Zertifikate und Exchange Traded Funds sowie 7,8 Mrd. Euro auf Renten.
DAX®, MDAX®, SDAX® und TecDAX® sind eingetragene Marken der Deutsche Börse AG
03.01.2008 19:22
XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter - Air-Berlin-Aktie hebt ab
DJ XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter - Air-Berlin-Aktie (News/Aktienkurs) hebt ab
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag etwas leichter, aber deutlich über Tagestief geschlossen. Der DAX fiel um 0,5% oder 41 auf 7.908 Punkte, nachdem er im Tagestief bereits 7.858 Zähler erreicht hatte. Umgesetzt wurden Aktien für 6,6 Mrd (Vortag 5,1 Mrd) EUR. Händler sprachen von einem insgesamt eher richtungslosen Geschäft in der verkürzten Handelswoche. Die Gewinne im frühen US-Geschäft hätten am Nachmittag für eine teilweise Erholung gesorgt.
Die US-Konjunkturdaten am Berichtstag sorgten phasenweise für zumindest etwas Erleichterung. Zum einen waren die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit einem Minus von 21.000 besser ausgefallen als mit minus 4.000 erwartet. Zum anderen ist nach einem Bericht des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im Dezember die Beschäftigung im privaten Wirtschaftssektor der USA um 40.000 Stellen gewachsen. Die Daten wurden von einigen Akteuren dahingehend interpretiert, dass der wichtige monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag möglicherweise keine große negative Überraschung beinhalten wird.
Höher als erwartet ausgefallenen US-Industrieaufträgen im November maßen Teilnehmer wegen des zeitlichen Abstands keine allzu große Bedeutung bei, denn die Aussichten für die nächsten Monate hätten sich mit Blick auf den US-Einkaufsmanagerindex vom Vortag, der kräftig nachgegeben hatte und auf eine Kontraktion im Verarbeitenden Gewerbe hinweist, deutlich eingetrübt. Auch das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten Notenbanksitzung in den USA förderte Rezessionsängste. Zudem belastete der hohe Ölpreis, der von schwachen Lagerbestandsdaten auf über 100 USD getrieben wurde.
Unter Druck standen Deutsche Börse trotz eines erneuten Umsatzrekords an der Eurex. Allerdings spiegelten diese Zahlen nur die Entwicklung in der Vergangenheit wider, hieß es. Der Markt spiele dagegen nachlassendes Wachstum des Börsenbetreibers im laufenden Jahr. Deutsche Börse verloren 3,2% auf 124,47 EUR. Unter Druck standen vor allem zyklische Titel, die vom hohen Eurokurs, dem Ölpreis und Konjunktursorgen in die Mangel genommen werden. Daimler fielen um 2,7% auf 62,91 EUR und MAN gaben um 4,3% auf 106,17 EUR nach.
Gegen den Trend stemmten sich die Versorger. Neben ihrem defensiven Charakter profitierten die Aktien auch von positiven Studien der Citigroup und von Lehman Brothers. Letztere hoben das Kursziel für E.ON auf 165 von 140 EUR an, was die Aktie mit einem Gewinn von 2,2% auf 146,44 EUR dankte. RWE kletterten um 2,8% auf 97,93 EUR. Deutsche Postbank konnten sich mit einem Plus von 2,7% auf 63,02 EUR gegen den Abwärtstrend bei den Banken stemmen. Hier stützten anhaltenden Spekulationen nach Aussagen von Post-Chef Zumwinkel, dass sich die Post früher oder später von ihrem Postbank-Anteil trennen wird.
adidas profitierten vom Bericht eines Börsenbriefs, wonach ein russischer Investor bei dem Sportartikelhersteller einsteigen will. Die Aktie kletterte um 0,2% auf 50,09 EUR. Im MDAX, der von zyklischen Werten dominiert wird, kam es zu teilweise deutlichen Abschlägen. K+S bildeten eine Ausnahmen und stiegen um 1,6% auf 170,06 EUR. Händler verwiesen auf gute Zahlen und eine zuversichtliche Prognose des Branchenprimus Monasanto in den USA. Bei ADVA, die 10,6% auf 2,78 EUR abrutschten, sprachen Händler von charttechnisch motivierten Verkaufen des angeschlagenen Wertes. Dagegen kletterten Aixtron um 3,3% auf 10,18 EUR.
Air Berlin hoben um 9,9% auf 13,52 EUR ab. Die Beteiligungsgesellschaft Vatas wird größter Einzelaktionär der Fluggesellschaft. Über die Tochterfirma Haarlem One halte die Berliner Vatas Holding knapp über 15,4 Prozent der Anteile, hatte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft mitgeteilt.
DJG/mif/gos
03.01.2008 22:25
Wall Street-Schluss: Uneinheitlicher Handel, Monsanto gesucht
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentierten sich am Donnerstag uneinheitlich. Trotz erneuten Rekordständen bei Öl und Gold wirkten sich vor allem positiv ausgefallene Konjunkturdaten stützend aus. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich verbessert. So war die Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gesunken. Der Auftragseingang für Industriegüter ist im November 2007 zudem unerwartet angestiegen.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Plus von 0,10 Prozent bei 13.056,72 Zählern. Der S&P 500 schloss bei unverändert 1.447,16 Zähler. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 0,27 Prozent leichter und ging bei 2.602,68 Punkten aus dem Handel.
Im Fokus standen heute aufgrund der Absatzzahlen für Dezember die Automobilwerte. Beim zweitgrößten US-Automobilkonzern Ford wurde zudem heute bekannt, dass er den indischen Fahrzeughersteller Tata Motors als bevorzugten Bieter für seine Luxusmarken Jaguar und Land Rover benannt hat. Die Absatzzahlen gingen im Dezember darüberhinaus aber weiter zurück. Die Aktie reagierte mit einem Minus von mehr als 2 Prozent auf die Meldungen. Beim Branchenführer GM war der Dezember ebenfalls ein Monat mit einem Absatzminus. Die Aktie gab daraufhin rund 2 Prozent nach.
Der Saatgut- und Agrarchemiekonzern Monsanto (News/Aktienkurs) verbuchte im ersten Quartal dank der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Saatgut einen kräftigen Ergebnisanstieg. Dabei konnte man sowohl bei Saatgut als auch bei Pflanzenschutzmitteln deutliche Umsatzzuwächse vorweisen. Insgesamt fielen die Zahlen oberhalb der Erwartungen aus. Die Aktie gewann am Ende über 8 Prozent hinzu.
Der Flugzeughersteller Boeing hat einen Auftrag zur Lieferung von zwölf Boeing 787-8 Dreamliner erhalten. Auftraggeber sind die Vietnam Airlines und die Vietnam Aircraft Leasing Co. Der Auftragswert beläuft sich laut Listenpreis auf 2 Mrd. Dollar. Daraufhin stiegen die Aktien um 0,4 Prozent.
Die Titel von State Street kletterten derweil um mehr als 8 Prozent. Die Großbank wird für das vierte Quartal negative Einmalbelastungen in dreistelliger Millionenhöhe ausweisen. Dabei werden in Zusammenhang mit Investmentstrategien bei festverzinslichen Vermögensanlagen der Tochtergesellschaft State Street Global Advisors (SSgA) Rückstellungen in Höhe von 279 Mio. Dollar bzw. 71 Cents je Aktie gebildet.
Im Einzelhandel standen wiederum die Umsatzzahlen für Dezember auf der Agenda. Rite Aid, die drittgrößte Drugstore-Kette in den USA, musste bei den vergleichbaren Umsatzerlösen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, ein Minus um 0,5 Prozent verzeichnen. Daraufhin brach die Aktie um 15 Prozent ein.
Die Drugstore-Kette CVS Caremark verzeichnete im Berichtszeitraum bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, einen Anstieg der Umsatzerlöse um 1,8 Prozent. Analysten hatten allerdings einen doppelt so hohen Anstieg erwartet, weshalb die Aktie um knapp 6,5 Prozent nachgab.
Bei Walgreen ging es um über 6 Prozent abwärts. Die Drugstore-Kette Walgreen konnte den Umsatz bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, im Dezember um 2,6 Prozent verbessern.
Die AMR Corp., die Muttergesellschaft der Fluggesellschaft American Airlines, veröffentlichte heute die Passagierzahlen für den Monat Dezember 2007. Zwar mussten sowohl American Airlines als auch American Eagle rückläufige Passagierzahlen bei schwächerer Auslastung melden, dennoch gewann die Aktie leicht hinzu. (03.01.2008/ac/n/m)
Wall Street: Ölpreis und Arbeitsmarktzahlen schicken Kurse auf Achterbahnfahrt
Die amerikanischen Börsen sahen einen sehr gemischten Tag mit vielen Schwankungen, und auch die Schlusskurse fielen uneinheitlich aus. Nach einem überwiegend positiven Start haben aber schlechte Verkaufszahlen bei den Autobauern und der weiter steigende Ölpreis vor den offiziellen Arbeitsmarktzahlen am Freitag Unsicherheit geschürt.
Der Dow-Jones-Index stieg leicht um 13 Zähler oder 0,1 Prozent auf 13 056 Punkte.
Der S&P-500-Index dagegen schloss gänzlich unverändert.
Die Hightech-orientierte Nasdaq verlor 7 Zähler oder 0,3 Prozent auf 2602 Punkte. Hier machte den zweiten Tag in Folge die Abstufung der Mikrochiphersteller durch Bank of America zu schaffen.
Am Donnerstag hat der Ölpreis die 100-Dollar-Marke nicht nur berührt, sondern mit 100,09 Dollar pro Fass kurzzeitig auch überschritten. Zu Handelsschluss sank der Preis aber auf 99,18 Dollar pro Fass. Der Anstieg kam als Reaktion auf 4 Millionen Barrel weniger Rohöl in den Lagern der USA. Dies ist die siebte Woche in Folge mit sinkenden Beständen, allerdings ist der Stand beim Heizöl überraschend leicht gestiegen.
Der hohe Ölpreis hat auch bei den Fabrikbestellungen seine Finger im Spiel. Denn was zunächst nach einem Anstieg der Bestellungen von 1,5 Prozent aussieht, ist weitestgehend durch Inflation und hohe Energiepreise verursacht. So konnten die vermeintlich positiven Konjunkturdaten die Märkte auch nur kurz antreiben.
Ein weiterer Rohstoff auf Höhenflug ist derzeit Gold. Da der Dollar weiterhin gegenüber anderen Währungen verliert, konnte die Feinunze zwischenzeitlich sogar auf einen Preis von 872 Dollar klettern, dem höchsten Stand seit 28 Jahren.
Die Zahlen vom Arbeitsmarkt haben für eine verhalten positive Stimmung gesorgt. Das private Forschungsinstitut ADP meldet einen Zuwachs von 40 000 Stellen im Dezember. Wenn auch Stellen im öffentlichen Bereich berücksichtigt werden, sind insgesamt 65 000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Dies stimmt mit den am Freitag erwarteten offiziellen Zahlen überein.
Diese Entwicklung wird auch von den wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen bestätigt und hebt so die Erwartungen für die offiziellen Zahlen etwas an. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind stärker zurückgegangen als erwartet. In der letzten Dezemberwoche haben sich 21 000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als in der Woche davor. Der Vier-Wochen-Durchschnitt ist fast unverändert. Allerdings ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen.
Bei den Autobauern hat Toyota dem amerikanischen Traditionsunternehmen Ford den zweiten Rang bei den größten Autoherstellern abgelaufen. Obwohl Toyota im Dezember 1,7 Prozent weniger Autos verkaufen konnte als im Vorjahr, so ist die Zahl der verkauften Fahrzeuge im Jahr 2007 für das japanische Unternehmen um 2,7 Prozent gestiegen. Besonders die Nachfrage nach Hybridmodellen stieg angesichts der Spritpreise auf Rekordniveau deutlich an.
Ford verkaufte im vergangenen Jahr 12 Prozent weniger Fahrzeuge als 2006 und im Dezember sind die Umsätze um 9 Prozent gesunken. Die Aktie des Unternehmens verlor 2,3 Prozent. Außerdem bestätigt das Unternehmen den indischen Industiemulti Tata als bevorzugten Bieter für die Luxusmarken Jaguar und Land Rover. Analysten hatten dies bereits seit einigen Wochen vermutet.
Damit bleibt GM weiterhin der größte Autobauer der Welt. Doch auch das amerikanische Unternehmen musste im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von 6 Prozent hinnehmen. Im Dezember wurden 4,4 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft. Die Aktie sank um 2 Prozent.
Das Pharmaunternehmen Merck will mit dem Schweizer Pharmaunternehmen Addex zusammen ein Medikament gegen Schizophrenie entwickeln. Dafür wird Addex bis zu 702 Millionen Dollar für die Entwicklung und in möglichen Gewinnen bezahlt bekommen. Für die erste Testphase erhält das Schweizer Unternehmen zunächst 22 Millionen Dollar. Die Aktie von Merck sank um 0,2 Prozent
Das private Medienunternehmen Landmark Communications bietet sein Flaggschiff, Weather Channel, zum Verkauf an. Damit könnte das Unternehmen, das ansonsten einige regionale Zeitungen und Fernsehsender betreibt, bis zu 5 Milliarden Dollar Kapital gewinnen, da bereits die großen Medienkonglomerate NBC, als Teil von General Electric, und News Corp. sowie das größte Kabelfernsehnetzwerk Comcast ihr Interesse bekundet haben.
Einer der größten Gewinner des Tages war der Düngemittel- und Samenhersteller Monsanto, der im vergangenen Quartal den Umsatz fast verdreifachen und damit sämtliche Erwartungen schlagen konnte. Die Aktie stieg um 8,5 Prozent und erreichte damit ein neues Allzeithoch.
WSC
03.01.2008 22:31
US Indizes - Stabilisierung - Goldsektor startet weiter durch
Nach dem Abverkauf der Vortage konnten sich die US Indizes heute stabilisieren. Nach der Eröffnung gelang eine deutliche Erholung, diese wurde dann aber im späten Handel größtenteils wieder verkauft. Der Nasdaq konnte sich dabei knapp im Bereich der bei 2.604 Punkten liegenden exp.GDL 200 (rot) stabilisieren und fällt um weitere 0,3% auf 2603 Punkte ab. Der Dow Jones zeigte hingegen Stärke und es gelang eine leichte Erholung über der bei 13.035 Punkten liegenden Unterstützung. Ein Gewinn von 0,1% auf 13057 Punkte.
Belastung kam wieder aus dem Halbleitersektor, Öl- und Goldsektor setzten die Rallye hingegen fort. Gewinner im Dow Jones war aber auch heute wieder die Aktie von Pfizer mit einem Anstieg um 1,2%, Intel (-2,7%) und General Motors (-2,0%) rutschten ab. Teva Pharma konnte als einer der Gewinner im Nasdaq 100 heute um 3,7% auf ein neues Hoch ausbrechen, auch die Aktie von Gilead sprang stark um 3,5% an. Gegen den stabilen Trend im Biotechsektor rutschte die Aktie von Millennium Pharma aber nach dem Anstieg der Vorwochen um 4,5% ab.
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
http://img.godmode-trader.de/charts/8/2005/12086.gif
http://img.godmode-trader.de/charts/8/2005/12085.gif
Das Kapital
Aus der Vogelperspektive
Von volkswirtschaftlichen Daten auf den Aktienmarkt zu schließen, ist eine knifflige Sache - nicht nur aufgrund ihrer Revisionsanfälligkeit und von Abgrenzungsschwierigkeiten.
Um ein grobes Bild zu zeichnen, helfen die Makroreihen freilich allemal. Es ist wolkig. Der Verfügbarkeit halber auf die US-Daten zurückgegriffen, sieht es wie folgt aus: Das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Nationaleinkommen lag per Ende des dritten Quartals um gut die Hälfte über dem Mittel seit 1952. Anders als nach wie vor kolportiert, liegt das aber längst nicht mehr an den hohen Gewinnspannen der Firmen. Im Inland waren die Nettomargen der nichtfinanziellen US-Kapitalgesellschaften im dritten Quartal 0,7 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt seit 1952.
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Dass sich das Verhältnis ihrer Marktkapitalisierung zum Nationaleinkommen um ein Drittel über dem Durchschnitt belief, muss also auf eine Höherbewertung zurückgehen. Und tatsächlich: Bezogen auf die Inlandsgewinne lag das KGV um fast die Hälfte über dem Durchschnitt. Selbst wenn man die thesaurierten Auslandsgewinne und die Abschreibungen berücksichtigt, also auf Cashflow-Basis rechnet, lag die Bewertung um ein Viertel über dem Mittel seit 1952. Von wegen billige Aktien.
Noch erstaunlicher ist allerdings der Höhenflug des Finanzsektors, dessen Marktkapitalisierung im Verhältnis zum Nationaleinkommen um 180 Prozent über dem Durchschnitt seit 1952 lag. Im Inland erzielte dieser Sektor zwei Fünftel des Gewinns aller US-Kapitalgesellschaften, bei einem Wertschöpfungsanteil von bloß 15 Prozent. Das hat eine neue Qualität, die vor allem auf die Niedrigzinspolitik der Fed zurückgehen dürfte - sowie auf die dadurch ausgelösten Geld-, Kredit- und Vermögenspreisblasen, die jetzt platzen.
Indessen scheint die Zuversicht der Anleger ungebrochen, wenn sie glauben, nach der vordergründig heftigen Schwäche des Finanzsektors im vierten Quartal sei das Schlimmste überstanden. Denn im historischen Kontext ist sie bislang nichts als eine kleine Korrektur.
Staatsfonds
Zuerst war von einem Greenspan-Put die Rede, dann hieß es, der große Hunger der Beteiligungsgesellschaften sichere die Märkte nach unten ab, jetzt hoffen alle auf Unterstützung durch Staatsfonds, die auf 3000 Mrd. $ sitzen und sich ja bereits bei einigen schwächelnden Banken im Westen engagiert haben. Noch besser ist, dass diese Fonds langfristig investieren und dort, wo sie sich einkaufen, nicht viel Einfluss zu verlangen scheinen.
Eine Rettung in der Not ist indes kaum zu erwarten. Absolut gesehen ist ihre Schlagkraft zwar groß, aber im Verhältnis zu den Finanzmärkten immer noch zu klein, um als echte Stütze für den Gesamtmarkt zu fungieren. Ein Teil der Mittel bleibt zu Hause. So hat China Investment Corp angeblich zwei Drittel seiner Mittel für chinesische Banken reserviert. Die hoffnungsfrohen Wachstumsschätzungen für die Fonds könnten zudem von den Folgen einer US-Rezession durchkreuzt werden. Diese würde die Nachfrage nach Öl oder Handelswaren mindern und die Anhäufung von Reserven verlangsamen. Das Geld der Staatsfonds mag in bestimmten Situationen willkommen sein. Auf längere Sicht wäre es aber unrealistisch zu erwarten, dass große Aktienbeteiligungen nicht zu Mitspracherechten führten. Firmen, Politiker und Aufsichtsbehörden im Westen sowie die Staatfonds selbst tasten sich daher ganz vorsichtig auf dieser Seitenstraße der Globalisierung entlang. Legte man ein Eiltempo vor, könnte die Expedition schmerzhaft vor der Mauer des Protektionismus enden.
Asiatische Flughäfen
Flughäfen können schreckliche Orte sein, nicht nur für Passagiere. Trotzdem stehen die Käufer Schlange. Changi Airports International aus Singapur hat angekündigt, bei bis zu 15 Flughäfen einsteigen zu wollen. Wie viele andere Investoren interessiert sich Changi vor allem für China, Indien und Nahost. Es ist mit langen Verzögerungen zu rechnen. China etwa hat rund 140 Flughäfen, aber laut Marktforscher CAPA verdienen gerade mal zehn Prozent davon Geld. Die Geschäftsmodelle wirken hoffnungslos veraltet. Die Flughäfen haben wenig Möglichkeiten hervorzustechen, da die Gebühren von oben festgelegt werden. Zudem wurden die Flughäfen den Provinzregierungen vermacht und werden gebündelt verwaltet.
Pro Provinz gibt es meist einen Gewinnbringer, der die anderen subventioniert. Der Preis der Flughäfen ist daher schwer zu bestimmen. Vielen fehlt es an Kapazitäten, und sie bedürfen großer Investitionen. Anderen mangelt es an Platz. Einige Ausländer konnten sich, nach langen Verhandlungen, einzelne Flughäfen herauspicken, begnügen sich aber meist mit einer Minderheitsbeteiligung. Zeitaufwendiges Feilschen schreckt die Flughafenbetreiber natürlich nicht ab. Doch zusätzlich mischen Infrastrukturfonds mit. Die Preise dürften weiter hoch bleiben.
04.01.2008 08:58
ROUNDUP: Aktien Tokio Schluss: Starke Verluste nach Neujahrsfeierlichkeiten
Die Tokioter Aktienbörse hat am Freitag in einer verkürzten Handelssitzung nach den Neujahrsfeierlichkeiten stark im Minus geschlossen und damit die Kursverluste der letzten Tage an den internationalen Handelsplätzen nachvollzogen. Der Nikkei 225 <N225.FX1> ging mit einem Minus von 4,03 Prozent bei 14.691,41 Punkten aus dem Handel. Damit markierte der Leitindex den niedrigsten Schluss seit Juli 2006. Der breiter gefasste TOPIX <TOKS.FX1> sackte um 4,32 Prozent auf 1.411,91 Zähler ab.
Händlern zufolge reagierten die Anleger mit Sorge auf den schwachen Dollar und den Ölpreisanstieg über die Marke von 100 US-Dollar, der die Furcht vor einer Abschwächung der US-Wirtschaft geschürt habe.
"Die schwache Aktienmarktentwicklung in den USA reflektiert den jüngsten Abwärtstrend in der US-Wirtschaft", sagte Hiroyuki Nakai, Chefstratege vom Tokai Tokyo Research Center. Seiner Meinung nach richtet sich die Aufmerksamkeit der Investoren nun auf den am heutigen Freitag zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktbericht. "Wenn die Arbeitsmarktdaten schlechter als erwartet ausfallen, dürften die Notierungen weiter nachgeben", fügte der Experte hinzu.
Aktien von Toyota Motor <TYT.SQ1> <TOM.FSE> (News) fielen um 4,3 Prozent auf 5.780 Yen, und für die Papiere von Sony <SON.SQ1> <SON1.FSE> (News) ging es um 6,6 Prozent auf 5.790 Yen nach unten. Titel von Canon <CNI.SQ1> <CNN1.FSE> (News) gaben 5,0 Prozent auf 4.940 Yen nach, und Honda Motor <HNDA.SQ1> <HDM.FSE> (News) verloren 4,0 Prozent auf 3.600 Yen.
Lediglich Minenwerte schlossen angesichts gestiegener Rohstoffpreise im Plus. So gewannen Titel von Inpex 0,8 Prozent auf 1.220.000 Yen./FX/la/gl
AXC0019 2008-01-04/08:55
04.01.2008
09:26 Helaba - Marktkommentar Aktien: US-Börsen treten auf der Stelle
Indikation Handelsbreite
Dax 7.906 7.820/ 7.960
Euro Stoxx 50 4.317 4.270/ 4.360
Nach einer positiven Eröffnung gaben die US-Börsen während der Sitzung die frühen Gewinne wieder weitestgehend ab. Zunächst hatten positiv aufgenommene US-Konjunkturdaten für Rückenwind gesorgt. Der ADP employment report zeigte, dass im privaten Sektor 40.000 neue Stellen geschaffen wurden, entsprechend für geht man davon aus, dass die nonfarm payrolls, welche heute veröffentlicht werden, um 65.000 gestiegen sein könnten. Die Arbeitslosenrate wird im Konsensus bei 4,8 % erwartet.
Die US-Auftragseingänge sind im November unerwartet deutlich gestiegen, die eingegangenen Bestellungen nahmen im Vergleich mit dem Vormonat um 1,5 %, nach revidierten 0,7 %, zu. Im Dow vollzogen die Papiere von GM mit einem Abschlag von 2,01 % die schwächste Performance. Zwischenzeitlich hatte die Aktie auf dem tiefsten Stand seit rund 18 Monaten notiert.
Nach Zahlenvorlage kletterten die Papiere von Monsanto um 8,48 % auf 120,92 $. Im ersten Quartal wurde ein höher als erwartet ausgefallener Gewinn erzielt, für das Jahr 2008 rechnet der Konzern mit einem je Aktie von 2,50 – 2,60 $. Das technische Bild ist und bleibt weiter angeschlagen, lediglich das gestern entstandene bullish harami deutet auf eine kurzfristige Gegenbewegung hin.
Am Nachmittag stehen heute die Arbeitsmarktdaten im Blickpunkt, entsprechend werden diese auch den Handelsverlauf maßgeblich beeinflussen.
Der Dax konnte sich den negativen Vorgaben nicht entziehen und verlor bis zum Handelsende 0,5 % auf 7.908 Zähler.
Auch der erstmals über die 100er-Marke gekletterte Ölpreis drückte auf die Stimmung, die Sorgen um geringere Unternehmensgewinne haben weiter zugenommen.
MAN verloren 4,27 % und führten damit die Verliererliste im Dax an, die Aktien der Deutschen Börse setzten ihre negative Performance des Vortages weiter fort und verloren erneut 3,72 %. Hypo Real Estate (-2,86 %) und Daimler (- 2,74 %) rundeten das Negativbild ab.
Sehr gut lief es hingegen für RWE, welche 3,03 % zulegen konnten. Man spekulierte darauf, dass die Investitionen in erneuerbare Energien zukünftig lukrativer werden, zudem sorgte ein positiver Analystenkommentar von Lehman Brothers für Rückenwind.
Nennenswerte Unternehmensmeldungen sind heute nicht zu erwarten. Unter diesem Aspekt ist davon auszugehen, dass dem Markt zunächst im Vormittagshandel die Phantasie fehlt und sich die Marktteilnehmer bis zur Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag zurückhalten werden. Das technische Bild bleibt kurzfristig weiter angeschlagen. Erst mit einem nachhaltigen Überschreiten des Widerstandes bei 8.013 Zählern würde sich das Bild aufhellen
AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Wenig verändert - Abwarten vor Arbeitsmarktdaten
04.01 09:24
FRANKFURT (AWP International) - Die deutschen Aktienindizes sind am Freitag wenig verändert in den Handel gestartet. Der Leitindex DAX verlor in den ersten Handelsminuten 0,12 Prozent auf 7.899,82 Punkte. Für den MDAX mittelgrosser Werte ging es um 0,15 Prozent auf 9.577,59 Zähler nach oben. Der TecDAX gewann 0,23 Prozent auf 965,18 Punkte.
Die Vorgaben gaben nur wenig Impulse: So hatte der Dow Jones Industrial nach Xetra-Schluss noch rund 50 Zähler nachgegeben, aber leicht im Plus geschlossen. Unterdessen vollzog der Nikkei-225-Index die Verluste der Weltbörsen der vergangenen Tage nach. Nach Einschätzung von Marktstratege Heino Ruland von FrankfurtFinanz Partner richten sich alle Augen auf die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag. Sie dürften den Ton für den Rest der Handelssitzung angeben. Im Handelsverlauf wird auch der ISM-Index Dienste veröffentlicht.
Im weiterhin umsatzschwachen Handel sorgten in erster Linie Analystenkommentare für Kursbewegungen. So hat Merrill Lynch Titel der Allianz auf die «least preferred list» genommen, Aktien der Münchener Rück aber auf die «most preferred list» gesetzt. Entsprechend fielen die Kursbewegungen aus: Allianz verloren 0,26 Prozent auf 144,55 Euro, Münchener Rück stiegen um 0,78 Prozent auf 132,97 Euro.
Auch die Papiere der Postbank profitierten von einem Analystenkommentar. Nach Angaben von Börsianern hat die Citigroup die Aktien von der «avoid focus list» genommen. Die Titel stiegen an der DAX-Spitze um 1,48 Prozent auf 63,95 Euro. In den vergangenen Tagen hatte der Titel nach neu aufgeflammten Übernahmespekulationen deutlich zugelegt.
Hypo Real Estate(HRE) gewannen 1,15 Prozent auf 34,39 Euro. Dresdner Kleinwort hatte das Kursziel für die mit «Buy» bestätigten Titel zwar auf 55,40 Euro gesenkt - damit lag es allerdings immer noch deutlich über dem aktuellen Kurs.
Andere Bankenwerte gerieten unterdessen unter Druck. Die Citigroup hat die europäischen Investmentbanken auf «underweight» gesenkt. Commerzbank-Titel verloren 0,27 Prozent auf 25,49 Euro. Aktien der Deutschen Bank gewannen lediglich 0,02 Prozent auf 87,67 Euro, nachdem Societe Generale das Kursziel von 81 auf 78 Euro gesenkt hatte. Bislang habe die Deutsche Bank davon profitiert, dass sie im Vergleich zu US-Konkurrenten keine deutlichen Abschreibungen verbuchen musste, allerdings sei der Ausblick für 2008 sehr schwierig und die Markterwartungen seien sehr optimistisch, hiess es.
Titel der METRO gewannen 0,33 Prozent auf 54,17 Euro. Die Citigroup hat die Aktie von «Sell» auf «Hold» hochgestuft, das Kursziel jedoch von 60 auf 56 Euro gesenkt. Die neue Anlageempfehlung ergebe sich aus den jüngsten Kursrückgängen und die Bewertung entspreche nun mehr der des Sektors, schrieb Analyst Jerome Samuel in einer Studie am Freitag.
Premiere legten im MDAX um 2,08 Prozent auf 13,23 Euro zu. Einem Bericht des «Handelsblatts» zufolge bangt die Deutsche Fussball Liga (DFL) um die Bankgarantie von Leo Kirch für den vereinbarten Kauf der Bundesliga-Fernsehrechte. Der DFL liege immer noch keine Zusage einer Bank vor, schreibt die Zeitung. Händler beurteilten die Nachricht teilweise positiv. Einerseits wirke die fehlende Bürgschaft negativ, da ein möglicher Interessent für Premiere den Ausgang der Versteigerung der Bundesligarechte abwarten dürfte. «Wenn Kirch aber andererseits keine Bürgschaft beschaffen kann, könnten die TV-Rechte deutlich billiger werden als erwartet», sagte ein Börsianer.
gr/gl
04.01.2008 09:52
EUREX/DAX-Futures starten leicht im Plus
DJ EUREX/DAX-Futures starten leicht im Plus
FRANKFURT (Dow Jones)--Die DAX-Futures notieren am Freitag im frühen Handel leicht im Plus. Der März-Kontrakt des DAX-Futures steigt gegen 8.46 Uhr um 2 auf 7.980 Punkte. Das Tageshoch liegt bislang bei 7.988 und das Tagestief bei 7.976 Punkten. Umgesetzt wurden 1.205 Kontrakte.
Momentan fehlten die Impulse, heißt es aus dem Handel. Dies könnte sich am frühen Nachmittag mit Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichtes ändern. Auf dem Weg nach oben sehen technische Analysten erste Widerstände im Bereich 8.010/16 Punkten. Unterstützungen liegen bei 7.930 und 7.900 Punkten.
DJG/thl/gos
(END) Dow Jones Newswires
January 04, 2008 02:49 ET (07:49 GMT)
Wall Street: Abschwächung am Arbeitsmarkt lässt Kurse fallen
Die Zahlen vom Arbeitsmarkt haben am Freitag den Börsen zugesetzt und die Indizes zu Handelsbeginn in den Keller geschickt. Im Dezember wurden deutlich weniger Stellen geschaffen als erwartet, und zusätzlich zu der ohnehin schon hohen Inflation wird die Gefahr einer Rezession immer deutlicher.
Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach Handelsbeginn 120 Zähler oder 0,9 Prozent und notiert bei 12 936 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index gibt um 16 Zähler oder 1,1 Prozent auf 1431 Punkte nach.
Die Hightech-orientierte Nasdaq öffnet mit einem Minus von 43 Zählern oder 1,7 Prozent bei 2559 Punkten.
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind endgültig am Arbeitsmarkt angekommen. Im Dezember ist die Zahl der neu geschaffenen Stellen nur um 18 000 gestiegen, deutlich weniger als erwartet. Dies ist der geringste Anstieg seit 2003, allerdings der 52. Monat in Folge mit einem Wachstum an Arbeitsplätzen. Die Arbeitslosenquote ist von 4,7 Prozent im November auf 5 Prozent gestiegen.
Diese Zahlen sorgen besonders auch deshalb für Verunsicherung am Markt, da es recht unklar ist, wie die nächste Zinsentscheidung der Notenbank ausfallen wird. Einerseits ist eine Zinssenkung für die Vermeidung einer Rezession notwendig, andererseits steigt die Gefahr der Inflation. Auch die Stundenlöhne sind mit 0,4 Prozent doppelt so stark gestiegen wie erwartet und erhöhen damit den Inflationsdruck. Die Mehrheit der Analysten erwartet aber eine Zinssenkung bei der nächsten Fedsitzung Ende Januar.
Die schlechten Daten lassen auch den Dollar gegenüber dem Euro und dem Yen verlieren. Der Ölpreis sinkt ebenfalls leicht, um 0,8 Prozent auf 98,31 pro Fass, da eine schwache Wirtschaft eine geringere Nachfrage nach Rohöl mit sich bringt.
Bei den Unternehmen steht Intel den dritten Tag in Folge unter Druck. Zum zweiten Mal in dieser Woche muss das Technologieunternehmen eine Abstufung hinnehmen. Die Analysten von J.P. Morgan stufen Intel auf „Neutral“ ab, da ein Rückgang bei den Bestellungen von PCs in Europa erwartet wird. Außerdem steigt das Unternehmen aus dem „Ein Laptop pro Kind“- Programm aus, da es anhaltende Unstimmigkeiten mit den Organisatoren gab. Die Aktie von Intel verliert 5 Prozent.
Die Finanzwerte sorgen ebenfalls für Bewegung. Die Aktie von Citigroup steht am Morgen mit 1,5 Prozent im Minus, da die Analysten von Keefe, Bruyette & Woods die Gewinnaussichten bei der Großbank für das letzte Quartal und für 2007 gesenkt haben. Außerdem erwarten sie kreditbedingte Abschreibungen in Höhe von über 15 Milliarden Dollar, statt der bisher erwarteten 11 Milliarden.
Auch eine der größten Banken im Südosten der USA, Regions Financial, macht Rücklagen in Höhe von 360 Millionen Dollar für Verluste im Kreditbereich, besonders bei Krediten an Häuserbauern. Die Verluste könnten sogar den gesamten Gewinn im laufenden Quartal auffressen. Die Aktie gibt um 4,2 Prozent nach.
Beim Wohnungsausstatter Bed, Bath & Beyond wurde eine Gewinnwarnung herausgegeben, die Aktie verliert 8 Prozent. Dies liegt an einem Gewinnrückgang von 3 Prozent im vergangenen Quartal und stark gesunkenen Umsätzen besonders in Geschäften, die seit mindestens 12 Monaten geöffnet sind.
WSC
04.01.2008 18:07
DAX-Schluss: Abschläge nach schwachen US-Vorgaben, Linde gesucht
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte mussten zum Ende der ersten Handelswoche des Jahres erneut Verluste einstecken. Nach durchwachsenem Verlauf verabschiedete sich der DAX mit einem Minus von 1,26 Prozent auf 7.808,69 Punkte ins Wochenende, während der MDAX ein Minus von 2,55 Prozent auf 9.319,44 Zähler hinnehmen musste. Nach verhaltenem Handelsstart verzeichneten die deutschen Standardwerte nach negativen US-Vorgaben am Nachmittag deutliche Kursabschläge. Hintergrund waren vor allem deutlich schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten, die erneut Befürchtungen über eine mögliche US-Rezession aufkommen ließen.
Im Blickpunkt standen zu Handelsbeginn vor allem Automobilwerte, nachdem am Vorabend die US-Absatzzahlen veröffentlicht worden waren. Dabei konnten die vorgelegten Zahlen offenbar nicht die hochgesteckten Erwartungen vieler Investoren treffen. So verbuchte Daimler zum Ende ein Minus von knapp 6 Prozent und rangierte damit vor dem Automobilzulieferer Continental (-7,9 Prozent) auf dem vorletzten Rang. Deutlichere Abgaben waren daneben bei BMW (-2,8 Prozent) und Volkswagen (-1,8 Prozent) zu verzeichnen. Beim Wolfsburger Automobilkonzern stützten neben positiven Analystenstimmen auch Spekulationen, wonach der Konzern ein neues Werk in Thailand plant. Ebenfalls im Fokus befanden sich Finanzwerte, nachdem der Vorstandschef der Commerzbank in einem Zeitungsinterview ein langsames Abflauen der Bankenkrise angedeutet hatte. Nachdem sich Finanz- und Versicherungswerte zu Handelsbeginn zeitweise deutlich erholt präsentiert hatten, mussten sie im Tagesverlauf einiges ihrer Zugewinne wieder abgeben und rangierten überwiegend im negativen Terrain. Unter anderem mussten Allianz (-2 Prozent) Deutsche Bank (-0,5 Prozent) und die Commerzbank (-0,3 Prozent) deutlichere Abschläge ausweisen.
In einem ansonsten recht trüben Marktumfeld konnte die Aktie von Linde gegen den Trend mehr als 4 Prozent zulegen. Ebenfalls gefragt waren Anteilsscheine von Bayer, die nach einer Zulassungserweiterung für ein Medikament zeitweise mehr als 2 Prozent anziehen konnten. Zum Ende wies die Aktie ein Plus von 1 Prozent aus und rangierte vor E.ON aber hinter der Deutschen Postbank auf dem dritten Rang. Daneben gingen die Deutsche Post, Deutsche Telekom und BASF mit positiven Vorzeichen aus dem Handel. Beim Logistikkonzern Deutsche Post stützten Presseberichte, wonach man zuletzt Kunden von Wettbewerbern im Briefsegment zurückgewinnen konnte, die Aktie.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 7.808,69 (-1,26 Prozent)
MDAX: 9.319,44 (-2,55 Prozent)
Tagesgewinner: Linde, Deutsche Postbank, Bayer
Tagesverlierer: Continental, Daimler, MAN
Unternehmensnachrichten:
Die Volkswagen of America Inc., die US-Tochter der Wolfsburger Volkswagen AG (ISIN DE0007664005 (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs)/ WKN 766400), sowie die Audi of America Inc., die US-Tochter der VW-Konzerntochter AUDI AG (ISIN DE0006757008 (News)/ WKN 675700), veröffentlichten am Donnerstag durchwachsene US-Absatzzahlen für den Monat Dezember 2007. Dabei zog die Zahl der verkauften Autos bei Volkswagen im Berichtsmonat um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf nun 20.543 Einheiten an. Dabei ging der Absatz der wichtigen Modelle Passat und Jetta deutlich zurück. Dagegen konnten New Beetle, das Cabrio EOS, sowie der SUV Touareg ein deutliches Absatzplus verzeichnen.
Der Automobilkonzern Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003 (News/Aktienkurs)/ WKN 519000) hat am Donnerstag die US-Absatzzahlen für den Monat Dezember 2007 veröffentlicht. Dabei konnte der Münchner Automobilhersteller einen Absatzanstieg um 1 Prozent auf 33.761 Fahrzeuge verzeichnen. Im Vorjahr hatte BMW noch 33.417 Fahrzeuge abgesetzt. Dabei ging der Absatz der Marke BMW um 2,4 Prozent auf 30.199 Fahrzeuge zurück, während bei der Marke Mini der Absatz um 44,1 Prozent auf 3.562 Fahrzeuge anstieg.
Der Automobilkonzern Daimler AG (ISIN DE0007100000 (News/Aktienkurs)/ WKN 710000) gab am Donnerstag die Absatzzahlen ihrer US-Tochter Mercedes-Benz USA für den Monat Dezember 2007 bekannt. Demnach verbuchte der im DAX notierte Automobilkonzern in den USA im Berichtsmonat einen Absatzrückgang um 2,9 Prozent auf 27.301 Modelle. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch 28.115 Einheiten abgesetzt. Daimler profitierte dabei auf der einen Seite von der starken Nachfrage nach der C-Klasse (+33 Prozent). Dagegen musste der Konzern im Luxussegment bei der S-Klasse einen Rückgang um 21 Prozent hinnehmen. Auch andere Modelle im Luxussegment verzeichneten einen deutlichen Absatzrückgang
Die Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009 (News/Aktienkurs)/ WKN 800100) ist seit dem 1. Januar Mitglied beim Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp). Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung hervor.
Das im DAX30 notierte Kreditinstitut hatte im vergangenen Jahr als erste deutsche Großbank eine Pfandbrieflizenz nach dem neuen Pfandbriefgesetz beantragt und erhalten. Damit darf sich die Deutsche Postbank künftig durch die Emission von Pfandbriefen refinanzieren.
Die Europäische Kommission hat der Bayer AG (ISIN DE0005752000 (News/Aktienkurs)/ WKN 575200) eine Marktzulassung für MabCampath (Wirkstoff: Alemtuzumab) zur Behandlung von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie vom B-Zell-Typ (B-CLL) erteilt, für die eine Fludarabin-Kombinationstherapie unangemessen ist. Wie der Pharmakonzern am Donnerstag verkündete, weist MabCampath einen völlig anderen Wirkmechanismus auf als Chemotherapien und ist der erste und einzige in Europa für die Behandlung der B-CLL zugelassene monoklonale Antikörper.
Der Automobilhersteller Volkswagen AG (ISIN DE0007664005 (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs)/ WKN 766400) plant einem Pressebericht zufolge den Bau eines neuen Werkes in Thailand. Dies berichtet die Zeitschrift "Auto, Motor und Sport" unter Berufung auf Konzernkreise. Den Angaben zufolge sollen in dem neuen Werk in Samut Prakan mindestens 100.000 Einheiten eines Kleinwagens pro Jahr produziert werden. Insgesamt will sich der im DAX30 notierte Konzern dieses Vorhaben umgerechnet rund 614 Mio. Euro kosten lassen, so das Magazin. Den Angaben zufolge sind 65 Prozent der Produktion des neuen Werks für den Export vorgesehen. (04.01.2008/ac/n/m)
04.01.2008 18:07
TecDAX-Schluss: Schwacher Wochenabschluss, ADVA deutlich im Plus
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Wachstumswerte mussten zum Wochenschluss deutlichere Abschläge ausweisen. So verabschiedete sich der TecDAX mit einem Minus von 1,60 Prozent mit 947,61 Punkten ins Wochenende. Nach zunächst behauptetem Verlauf konnten sich die Technologiewerte am Nachmittag den schwachen Vorgaben aus Übersee nicht entziehen und tendierten deutlich schwächer.
Im Blickpunkt der Investoren standen vor allem Anteilsscheine des Glasfaserspezialisten ADVA, (News/Aktienkurs) die sich nasch den deutlichen Verlusten der vergangenen Handelstage mit einem Zugewinn von mehr als 11 Prozent an die Spitze des TecDAX setzen konnten. In einem ansonsten fast durchweg von roten Vorzeichen dominierten Gesamtmarkt verzeichneten zum Handelsende AIXTRON und ersol Zugewinne von jeweils knapp 2 Prozent.
Am unteren Ende waren Anteilsscheine von QSC zu finden, die aufgrund negativer Analystenkommentare ein Minus von mehr als 8 Prozent zu verzeichnen hatten. Ebenfalls deutlich schwächer präsentierten sich Bechtle und Rofin Sinar die 7 bzw. 6,4 Prozent abgeben mussten.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
TecDAX: 947,61 (-1,60 Prozent)
Tagesgewinner: ADVA, AIXTRON, QIAGEN, BB Biotech
Tagesverlierer: QSC, Bechtle, Rofin Siinar
(04.01.2008/ac/n/m)
04.01.2008 18:46
Dax 2008
Tom Firley
Liebe Leser,
für meine obligatorische Dax-Prognose 2008 zitiere ich aus meiner Geldanlage-Strategie vom 21.12.2007:
Wenn sich einerseits die Wogen seitens der Kreditkrise ab Mitte Februar geglättet haben sollten und dem Dax ein Überwinden des Allzeithochs gelingt, halte ich ein Erreichen der 10.000er Marke noch im Jahre 2008 für nicht unwahrscheinlich.
Schauen wir uns den Dax-Verlauf der letzten 20 Monate etwas genauer an:
http://www.investor-verlag.de/charts/id/00004121.gif
Aktuell gibt es meiner Meinung nach aus mittelfristiger Sicht drei wichtige Linien, die wir im Auge behalten sollten, daneben natürlich auch meinen 256-Tage-GD. Zu den entscheidenden Linien:
1.) Die rote Unterstützungslinie: Mit der Sommerkorrektur hat sich im Dax eine wichtige Unterstützung bei 7.250 Punkten gebildet. Sollte der Dax im Jahresverlauf wieder in die Nähe dieser Marke gelangen, dürfte auch der 256-Tage nach unten durchbrochen worden sein. Spätestens dann sollten wir uns auf einen raueren Fahrtwind einstellen.
2.) Der grüne Widerstand: Ganz klar, der Bruch des Alltime-High ist zunächst äußerst bullish zu werten. Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.
3.) Die entscheidende blaue Aufwärtstrend-Linie, konstruierbar vom Dax-Tief am 14. März (6.450 Punkte) letzten Jahres: Diese recht steile Linie entspricht einer jährlichen Steigung von ca. 31%. Das heißt, wenn sich der Dax am 14. März an dieser Linie befindet, wird er bei etwa 8.440 Punkten (6.450 Punkte plus 31 %) stehen. Ich bin überzeugt, dass diese Linie in den nächsten Monaten noch öfter Gegenstand für Dax-Betrachtungen sein wird…
Ende 2006 schrieb ich, dass dem Dax eine Seitwärtsbewegung nicht schaden würde, um danach die Hausse fortsetzen zu können. Diese Seitwärtsbewegung setzte dann im Frühjahr ein.
Dieses Jahr ist die Einschätzung ungleich schwieriger. Ich denke, solange die Banken- und Kreditkrise (bzw. die sogenannte Subprime-Krise) nicht eindeutig quantifizierbar ist (oder endlich quantifizierbar gemacht wird…), wird sich auch die Börse zu keinen eindeutigen Richtungsweisungen durchringen können.
Meine Einschätzung, die ich erstmals im Juni 2006 für mittelfristige Anleger bei einem Dax-Stand von 5.500 „hinausposaunt“ hatte, gilt weiterhin: Bullish (roter Kreis im Chart).
Und solange im Dax der 256-Tage-GD, der uns den Trend anzeigt, hält, wird sich daran auch nichts ändern. Was weiterhin für eine positive Börsenentwicklung spricht, ist die aktuell pessimistische Stimmung. Fast keiner meiner Kollegen (oder auch Bankanalysten) ist für die Börse 2008 wirklich euphorisch. Es sei denn, Sie halten eine Prognose von durchschnittlich 8.650 Punkten für den Dax am Jahresende für euphorisch...
Diese eher verhaltene Einschätzung der Experten sollte uns zuversichtlich stimmen…
Ab nächster Woche wird Sie wieder wie gewohnt Jochen Steffens mit dem Investor´s Daily versorgen.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley
PS: Bitte beachten Sie den folgenden Gastbeitrag von Alexander Hahn. Es geht um einen neuen Börsendienst, den Sie drei Monate lang gratis testen können.
04.01.2008 22:16
Wall Street-Schluss: Dow Jones verliert über 250 Punkte, NASDAQ bricht ein
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentierten sich am Freitag mit kräftigen Abschlägen. Grund für die schlechte Stimmung waren enttäuschende Arbeitsmarktdaten für den Monat Dezember 2007. Dabei wurden die Erwartungen hinsichtlich der Schaffung neuer Stellen deutlich verfehlt. Daneben haben sich im Dezember laut ISM-Index auch die Geschäftsaktivitäten des Verarbeitenden Gewerbes verschlechtert.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 1,96 Prozent bei 12.800,18 Zählern. Der S&P 500 schloss bei unverändert 1.411,63 Zähler. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 3,77 Prozent leichter und ging bei 2.504,65 Punkten aus dem Handel.
Auf Unternehmensseite richtete sich die Aufmerksamkeit der Investoren vor allem auf Anteilsscheine der Bekleidungskette Talbots, die den Ausstieg aus zwei Geschäftsbereichen und im Zuge dessen einen massiven Stellenabbau angekündigt hatte. Am Ende musste die Aktie einen Kursabschlag von mehr als 10 Prozent ausweisen.
Rite Aid, die drittgrößte Drugstore-Kette in den USA, verabschiedet sich weitgehend aus dem Geschäft in Las Vegas. So werden 28 Filialen im Bereich von Las Vegas in den nächsten drei Monaten geschlossen. Daneben sollen auch die Rezeptdaten von Patienten aus 27 Filialen an den Wettbewerber Walgreen veräußert werden. Während es bei Rite Aid 6,5 Prozent abwärts ging, verloren Walgreen-Papiere rund 2 Prozent.
Wenig erfreut reagierten Anleger auch auf den Ausblick des Biotechnologiekonzerns Millennium Pharmaceuticals, der für das kommende Fiskaljahr einen Umsatzanstieg prognostiziert hatte. Bis zum Ende verlor der Wert mehr als 3 Prozent.
Southwest Airlines musste im Dezember trotz eines Anstiegs bei den verkauften Sitzmeilen eine schwächere Auslastung verzeichnen, woraufhin die Aktie um 1,5 Prozent abgab. Wettbewerber Northwest Airlines verzeichnete trotz rückläufiger Passagierzahlen im Dezember eine leicht verbesserte Auslastung. Auch hier gab die Aktie deutlich nach.
Der Fast-Food-Konzern Wendy´s International teilte heute mit, dass seine vergleichbaren US-Umsätze bei konzerneigenen Restaurants im Dezember um 1,0 Prozent geschrumpft sind. In der Folge verloren die Anteilscheine über 6 Prozent.
Der Bauzulieferer Texas Industries verbuchte im zweiten Geschäftsquartal ein deutliches Umsatz- und Gewinnwachstum. Bis zum Abend sorgte die Meldung für ein Kursminus von über 10 Prozent.
IMS Health, ein Anbieter von Marktforschung für die Pharma- und Healthcare-Industrien, kündigte heute eine Restrukturierung und erheblichen Personalabbau an. Dabei sollen rund 10 Prozent aller Arbeitsplätze abgebaut werden. Der Konzern erwartet sich daraus für das vierte Quartal Einmalbelastungen vor Steuern von 86 bis 90 Mio. Dollar. Nach erfolgreicher Umsetzung erwartet sich IMS Health ab 2009 jährliche Einsparungen von 55 bis 60 Mio. Dollar. Die IMS-Aktie verlor über ein Prozent. (04.01.2008/ac/n/m)
07.01.2008 10:43
Aktien TecDAX: Sehr schwach - Singulus Ausreißer nach oben
Die Technologiewerte <TDXP.ETR> haben sich am Montag sehr schwach gezeigt. Bis gegen 10.30 Uhr gab der TecDAX 2,02 Prozent auf 928,47 Zähler ab. Als einer der wenigen Gewinner stach Singulus Technologies <SNG.ETR> (News/Aktienkurs) mit einem zweistelligen Kursplus hervor.
Die Papiere des Herstellers von CD- und DVD-Produktionsanlagen sprangen um 14,60 Prozent auf 7,85 Euro nach oben. Händler verwiesen auf die gestiegenen Chancen des Standards Blu-ray im Wettstreit um die Nachfolge der DVD. Das US-Filmstudio Warner Bros., das bisher seine Filme in beiden rivalisierenden Formaten veröffentlichte, hat sich ausschließlich für die Blu-ray Disc entschieden. Damit stehen nun Warner, Sony, Disney, und 20th Century Fox hinter Blu-ray. "Das ist sehr gut für Singulus. Einige haben bisher wegen der unterschiedlichen Systeme vor Gerätekäufen zurückgeschreckt", sagte ein Händler. "Die Warner-Entscheidung kann ein Wendepunkt sein".
Ein anderer Händler sprach von einem nachhaltig positiven Signal für Singulus. Das Unternehmen stelle zwar Maschinen für die Rohlinge beider Formate her, die Blu-ray-Maschinen seien aber teurer und böten eine höhere Marge. "Außerdem ist es gut für Singulus, wenn sich im Wettstreit der Systeme eines durchsetzt und die Unsicherheit diesbezüglich verschwindet", sagte der Händler.
Aktien von Q-Cells <QCE.ETR> (News/Aktienkurs) gaben 3,18 Prozent auf 91,20 Euro ab. Der Börsengang von EverQ, einem Gemeinschaftsunternehmen mit Evergreen und REC wird einem Bericht der Zeitung "Euro am Sonntag" zufolge wahrscheinlich frühestens 2009 erfolgen. Das Blatt zitiert einen REC-Sprecher mit entsprechenden Angaben. Händlern zufolge wirke dies negativ auf die Aktien. Bisher sei der Markt noch von einem Börsengang im zweiten Halbjahr 2008 ausgegangen./sc/la
AXC0041 2008-01-07/10:41
07.01.2008 12:01
Aktien Frankfurt: Uneinheitlich - 'Blue Chips gefragt'
Die deutschen Aktienindizes haben sich am Montag uneinheitlich entwickelt. Während die "Blues Chips" dem Leitindex DAX moderate Kursgewinne bescherten, ging es bei den Aktien in der zweiten Reihe bergab. Der Leitindex DAX <DAX.ETR> gewann bis zum Mittag 0,38 Prozent auf 7.838,46 Punkte. Für den MDAX <MDAX.ETR> mittelgroßer Werte ging es um 0,89 Prozent auf 9.235,90 Zähler nach unten. Der TecDAX <TDXP.ETR> verlor wegen der schwachen Entwicklung der schwer gewichteten Solarwerte 2,21 Prozent auf 926,70 Punkte.
"Der Trend von 2007 setzt sich nun fort: Die Anleger gehen eher in die großen, liquiden Aktien, die Nebenwerte fallen dahinter zurück", sagte ein Händler. Den DAX stützten aktuell vor allem die defensiven Versorger- sowie die Pharmatitel. Die Vorgaben aus Übersee waren zuvor negativ ausgefallen. An der Wall Street hatte der Dow Jones <INDU.IND> am Freitag sehr schwach geschlossen. Die NASDAQ-Indizes büßten rund vier Prozent ein. Die asiatischen Börsen <N225.FX1> <HSI.X.HOX> tendierten am Morgen schwach bis sehr schwach.
Im DAX legten BMW <BMW.ETR> (News/Aktienkurs) um 3,15 Prozent auf 42,19 Euro zu. Händler verwiesen auf einen positiven Analystenkommentar. Goldman Sachs hat die Papiere des Autobauers auf ihre "Conviction Buy List" gehoben. SAP-Aktien <SAP.ETR> (News/Aktienkurs) rutschten dagegen um 3,78 Prozent auf 32,83 Euro. Die UBS hat ihr Kursziel für Titel des Softwareunternehmens von 45 auf 41 Euro gesenkt - die Einschätzung bleibt "Buy". Analyst Michael Briest verwies unter anderem auf die Integrationsrisiken für Business Objects <PBOB.PSE> <BUV1.FSE> (News). Die Societe Generale (SocGen) reduzierte ihr Ziel von 35 auf 31 Euro und blieb beim Votum "Sell".
EADS <PEAD.PSE> <EAD.ETR> (News/Aktienkurs) fielen nach einer Abstufung und Berichten um weitere Probleme beim Militärtransporter A400M um 5,15 Prozent auf 19,71 Euro. Die Deutsche Bank stufte das Papier auf "Sell" ab - einem Pariser Händler zufolge war das ein "gewichtiger" Schritt. Zudem verwiesen Händler auf einem Bericht der "Wirtschaftswoche", demzufolge es neue Probleme mit dem Militärtransporter A400M gebe. Der Termin für den im Juli vorgesehenen Erstflug sei in Gefahr.
Vossloh-Papiere <VOS.ETR> (News/Aktienkurs) gehörten mit einem Plus von 6,59 Prozent auf 82,00 Euro zu den größten Gewinnern. Händler und Analysten verwiesen bei dem Bahntechnikkonzern auf eine positive Studie von der Bank UBS sowie auf zuversichtliche Aussagen aus der Branche als Antriebsfaktor. Die UBS hatte Vossloh-Papiere von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 86 auf 105 Euro erhöht. Wettbewerber Bombardier <BBD.B.TOR> <BBDB.FSE> (News) erwartet zudem in den kommenden Jahren milliardenschwere Aufträge von der Deutschen Bahn.
Aktien von Premiere <PRE.ETR> (News/Aktienkurs) sprangen in Reaktion auf ein Marktgerücht über das Interesse eines US-Hedgefonds um 4,00 Prozent auf 13,25 Euro an. Den Spekulationen zufolge bietet ein Hedgefonds 16 Euro für die Titel des Bezahlsenders. Bereits in der vergangenen Woche hatten Übernahmefantasien den Premiere-Kurs angetrieben.
Singulus-Titel <SNG.ETR> (News/Aktienkurs) legten im TecDAX nach positiven Nachrichten über das DVD-Nachfolgeformat Blu-ray um 12,55 Prozent auf 7,70 Euro zu. Der weltgrößte Verkäufer von DVD-Filmen, das US-Filmstudio Warner Bros., wechselt ab Juni vollständig zu Blu-ray Discs, wodurch die Chancen auf einen Durchbruch dieses Formats im Wettstreit um den Nachfolger der DVD gestiegen sind. Ein Händler bezeichnete die Nachricht als "nachhaltig positiv für Singulus"./sc/la
AXC0061 2008-01-07/11:58
08.01.2008 08:37
Aktien Tokio schließen gut behauptet - Bankenwerte gesucht
DJ Aktien Tokio schließen gut behauptet - Bankenwerte gesucht
TOKIO (Dow Jones)--Gut behauptet haben die Aktienkurse am Dienstag in Tokio den Handel beendet. Der Nikkei-225-Index stieg um 0,2% bzw 28 Punkte auf 14.529. Der breiter gefasste Topix gewann 0,7% bzw zehn auf 1.403 Punkte. Der Markt hatte sich die meiste Zeit der Sitzung in negativem Terrain bewegt. Gegen Ende hätten Gelegenheitskäufer verstärkt zugegriffen, sagten Händler. Die Investoren reagierten damit wohl auf eine Studie der HSBC. Die Analysten bleiben langfristig zwar untergewichtet in japanischen Aktien, halten den Markt aber für attraktiv bewertet. Nach der unterdurchschnittlichen Entwicklung im vergangenen Jahr könnten die japanischen Aktien kurzfristig stärker zulegen, so HSBC.
Shorteindeckungen verhalfen Aktien von Banken zu Kursgewinnen. Mitsubishi UFJ Financial Group stiegen um 3,1% auf 1.020 JPY. Mizuho Financial Group verbesserten sich um 5,2% auf 529.000 JPY. Auch der Sektor Metall profitierte von Shorteindeckungen. Sumitomo Metal Mining Co gewannen 2,9% auf 1.816 JPY.
Automobilwerte litten unter den schwachen Absatzzahlen der Branche auf dem Heimatmarkt. Honda Motor fielen um 1,7% auf 3.510 JPY und Mazda um 1,2% auf 506 JPY. Aktien von Schifffahrtsunternehmen profitierten von einem positiven Analystenempfehlung: Die Deutsche Bank hatte die Beobachtung der großen Unternehmen des Sektors mit "Buy" aufgenommen. Kawasaki Kisen legten um 5,5% auf 1.014 JPY zu, Mitsui O.S.K. um 3,8% auf 1.332 JPY und Nippon Yusen um 3,3% auf 843 JPY.
DJG/DJN/cln
(END) Dow Jones Newswires
January 08, 2008 01:34 ET (06:34 GMT)
08.01.2008 09:16
Aktien TecDAX Eröffnung: Fest
Der TecDAX <TDXP.ETR> ist am Dienstag zu Handelsbeginn fest gestartet. Das Technologie-Barometer legte in den ersten Minuten um 1,44 Prozent auf 920,77 Punkte zu. An der Indexspitze gewannen Aktien von Conergy <CGY.ETR> (News/Aktienkurs) 5,10 Prozent auf 21,65 Euro. Papiere von Rofin-Sinar <RSI.ETR> (News/Aktienkurs) verloren als Schlusslicht 0,85 Prozent auf 27,85 Euro./la
AXC0041 2008-01-08/09:15
08.01.2008 11:43
Aktien Frankfurt: Fester - Leicht positive Vorgaben stützen
Unterstützt von leicht positiven Vorgaben aus Übersee haben die deutschen Aktienindizes am Dienstag Gewinne verzeichnet. Damit unterbrachen auch die Titel aus der zweiten Reihe ihre Anfang des Jahres begonnene Talfahrt. Der Leitindex DAX <DAX.ETR> legte bis zum Mittag um 0,56 Prozent auf 7.860,70 Punkte zu. Für den MDAX <MDAX.ETR> mittelgroßer Werte ging es um 1,12 Prozent auf 9.170,17 Zähler nach oben. Der TecDAX <TDXP.ETR> gewann 1,84 Prozent auf 924,47 Punkte. An der Wall Street hatte der Dow Jones <INDU.IND> gut behauptet geschlossen. In Japan drehte der Nikkei <225.FX1> zum Schluss der Sitzung ins Plus.
Anteilsscheine der Deutsche Post <DPW.ETR> (News/Aktienkurs) kletterten im DAX in Reaktion auf eine positive Studie um 4,14 Prozent auf 23,64 Euro. Morgan Stanley hat die Aktien des Logistikers von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 24 auf 30 Euro erhöht. Die Post habe erkannt, dass die Probleme in der US-Sparte von struktureller Natur seien und erwäge zur Lösung alle Alternativen, schrieb Analyst Menno Sanderse in seiner Studie. Zudem böte ein Verkauf der Postbank <DPB.ETR> (News/Aktienkurs) weiteres Potenzial.
Aktien von Arcandor <ARO.ETR> (News/Aktienkurs) legten nach einem Zwischenbericht des Einzelhändlers unterdurchschnittliche 0,49 Prozent auf 14,29 Euro zu. Der Handels- und Touristikkonzern hat in seinem ersten Geschäftsquartal 2007/08 bei seinen Warenhäusern einen Umsatzrückgang verbucht, beim Versand aber die Erlöse gesteigert. "Es sind eigentlich alle Erwartungen bestätigt worden und das gibt den Aktien keinen neuen Impuls", sagte ein Händler.
SGL Group <SGL.ETR> (News/Aktienkurs) kletterten an die MDAX-Spitze und legten 6,83 Prozent auf 33,14 Euro zu. Händler sprachen von einer Gegenreaktion nach den starken Kursverlusten der Vortage. Seit dem Jahresbeginn haben die Anteile an dem Kohlenstoff-Spezialisten in der Spitze mehr als 19 Prozent verloren und zählten damit zu den bisher schwächsten Werten im MDAX. Allerdings bremse nun die 200-Tage-Linie, sagte ein Händler.
Wacker Chemie <WCH.ETR> (News/Aktienkurs) rutschten dagegen mit minus 5,57 Prozent auf 169,77 Euro ans MDAX-Ende. Händler verwiesen auf einen negativen Analystenkommentar: Merril Lynch hat die Titel des Chemie-Konzerns von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und den fairen Wert von 205 auf 185 Euro reduziert. Das Potenzial für weitere positive Gewinn-Überraschungen habe sich verringert, schrieb Analyst Fraser Hill.
Singulus <SNG.ETR> (News/Aktienkurs) legten erneut um 17,54 Prozent auf 10,05 Euro zu - das Tageshoch lag bei 10,75 Euro. Auf diesem Niveau hatten die Aktien des CD- und DVD-Produktionsanlagen-Herstellers zuletzt im Juni vergangenen Jahres notiert. Am Wochenende hatte sich der US-Filmkonzern Warner Bros. <TWX.NYS> <AOL.FSE> (News/Aktienkurs) für den Datenträger Blu-Ray und gegen die konkurrierende HD-DVD-Lösung entschieden. Singulus sprach von einer "bedeutenden Formatentscheidung", die eine steigende Nachfrage nach Produktionslinien für Blu-Ray bringen werde. Marktteilnehmer stuften die Kurssteigerung jedoch als etwas übertrieben ein.
Conergy <CGY.ETR> (News/Aktienkurs) verzeichneten ein Plus von 11,94 Prozent auf 23,06 Euro. Der Solarkonzern hat einen Partner für sein geplantes Windprojekt in Australien gefunden. Zusammen mit der Investmentbank Macquarie wird nun die Planung des Projekts fortgeführt. "Ein Teil des Kursplus' dürfte durchaus auf diesen Großauftrag zurückzuführen sein", sagte Analyst Peter Wirtz von der WestLB. "Der Auftrag zeigt, dass Conergy nicht nur in seinem Kernbereich PV-Solar Wachstum generieren kann." Conergy gelte als "adäquater Geschäftspartner" und sei mit Blick auf die Installation von Anlagen für alternative Energie ein Partner erster Wahl./sc/la
AXC0092 2008-01-08/11:40
Wall Street: Führungswechsel geben Aktien an US-Börsen Schub
Die amerikanischen Börsen starten am Dienstag im Plus, da Führungswechsel bei Bear Stearns und Starbucks gut ankommen. Ansonsten warten die Investoren aber auf Impulse und sind sich nicht sicher, wo der Trend hin gehen wird. Auch eine Rede von Philly-Fed Präsident Charles Plosser hebt die Stimmung nicht.
Der Dow-Jones-Index legt kurz nach Handelsbeginn 51 Zähler oder 0,4 Prozent zu auf 12 878 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index steigt um 9 Zähler oder 0,6 Prozent auf 1424 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq klettert um 13 Zähler oder 0,5 Prozent auf 2512 Punkte. Am Montag hatte sie nach sieben negativen Tagen in Folge zum ersten Mal seit über vier Monaten bei einem Stand unter 2500 Punkten geschlossen.
Während Analysten fest an eine weitere Zinssenkung bei der nächsten Notenbanksitzung Ende Januar glauben, betont der Präsident der Philly Fed, Charles Plosser, die Notwendigkeit, die derzeit hohe Inflation einzudämmen. Die wirtschaftliche Entwicklung werde im zweiten Halbjahr 2008 auch ohne weitere Zinssenkungen an Schwung gewinnen, während ein verlangsamtes Wachstum die Inflation nicht automatisch eindämme. Die Märkte warten nun auf Signale von Notenbankchef Ben Bernanke am Donnerstag.
Der Häuserbauer KB Homes weist im vierten Quartal einen Verlust von 772 Millionen Dollar aus. Dies ist deutlich mehr als von Analysten erwartet. Diese unerwartet hohe Summe entstand durch Abschreibungen in Höhe von 514 Millionen Dollar und einem Rückgang bei den Erlösen aus Hausverkäufen um 31 Prozent. Auch der Ausblick für dieses Jahr ist nicht gut, es wird erwartet, dass die Immobilienbranche weiterhin schwierigen Zeiten entgegengeht. Die Aktie fällt um 4 Prozent. Weitere Informationen zum Immobilienmarkt werden mit den Zahlen der Hausverkäufe für November im Tagesverlauf erwartet.
Bei der Investmentbank Bear Stearns steht laut dem Wall Street Journal ein Führungswechsel an. Der umstrittene Vorstandsvorsitzende James Cayne will von seinem Posten zurücktreten und in Zukunft nur noch als Chairman agieren. Unter Cayne hatte Bear Stearns große Summen in Subprime- Hypotheken angehäuft und wurde dadurch auch von der Kreditkrise besonders hart getroffen. Im vergangenen Quartal musste das Unternehmen sogar den ersten Quartalsverlust der Firmengeschichte hinnehmen. Während dieser Zeit wurde Cayne beschuldigt, mehr Zeit auf dem Golfplatz als im Chefsessel zu verbringen. Von daher sehen die Aktionäre seinen Rücktritt als Schritt in die richtige Richtung, die Aktie steigt um 1,1 Prozent.
Auch bei der Kaffeehauskette Starbucks wird es einen Wechsel in der Führungsetage geben. Chairman Howard Schultz wird auch den CEO-Posten übernehmen, da der bisherige CEO Jim Donald aus dem Unternehmen aussteigt. Schultz war bereits zwischen 1987 und 2000 Vorstandsvorsitzender der Kaffeehauskette und damals maßgeblich für den rasanten Aufstieg verantwortlich. Aufgrund des Führungswechsels stufen die Analysten von Bank of America Starbucks auf „Neutral“ auf, da durch den Aufstieg von Schultz mehr Geld in Form von Aktienrückkäufen oder Dividenden an die Aktionäre fließen könnte. Die Papiere von Starbucks steigen um 10 Prozent.
Der Computerriese Microsoft wird 1,2 Milliarden Dollar für den norwegischen Suchmaschinenbetreiber Fast Search & Transfer ausgeben. Die Aktie von Microsoft sinkt leicht um 0,3 Prozent.
Die Aktien des Elektronikeinzelhändlers Circuit City öffnen am Dienstag 6,5 Prozent schwächer, da das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 11,4 Prozent im Dezember meldet. Allerdings werden die Gewinnaussichten für das Quartal aufrecht erhalten.
WSC
08.01.2008 17:49
Wall Street im Verlauf etwas fester
DJ Wall Street im Verlauf etwas fester
NEW YORK (Dow Jones)--Etwas fester präsentieren sich die Aktien an Wall Street am Dienstag im Verlauf. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) steigt gegen 16.40 Uhr MEZ 0,3% bzw 34 Punkte auf 12.862. Der S&P-500 gewinnt 0,6% oder 9 Punkte auf 1.425. Der Nasdaq-Composite legt um 0,7% bzw 17 Punkte auf 2.516 zu. Wenig Beachtung fanden die Daten zu den ausstehenden Hausverkäufen, die mit einem Minus von 2,6% etwas unter den Erwartungen ausgefallen sind. Die Investoren hätten das erste Quartal bereits abgeschrieben, was Hausverkäufe und Immobiliendaten anlangt, sagt ein Händler. In diesem Zeitraum sei nicht mit einer Erholung zu rechnen.
Von Unternehmensseite stehen vor allem Bear Stearns und Starbucks im Fokus. Starbucks steigern sich um 10,6% auf 20,33 USD. Gründer und Chairman Howard Schultz hatte angekündigt, beim Kaffeehausbetreiber zusätzlich die Position des CEO zu übernehmen und Amtsinhaber Jim Donald mit sofortiger Wirkung zu ersetzen. Der Manager will die Expansion außerhalb der USA vorantreiben und stattdessen das inländische Wachstumstempo bremsen.
Bear Stearns verlieren nach vorbörslichen Aufschlägen 0,3% auf 76,04 USD. Hier hat James Cayne seinen Rücktritt als CEO mitgeteilt hat, seine Position als Chairman wird er aber behalten. Microsoft verbilligen sich um 0,8% auf 34,31 USD. Das Unternehmen teilte mit, 1,2 Mrd USD für den Kauf der norwegischen Fast Search&Transfer bezahlt zu haben.
KB Home ermäßigen sich um 4,3% auf 17,66 USD. Hier lasten Verluste in Höhe von 733 Mio USD, die das unternehmen vorbörslich mitgeteilt hat. Circuit City Stores steigern sich dagegen um 2,6% auf 4,32 USD. obwohl, der Elektro-Einzelhändler im Dezember einen flächenbereinigten Umsatzrückgang um 11,4% verzeichnet hat.
DJG/DJN/raz
08.01.2008 18:04
TecDAX Schluss: Kräftige Erholung, SINGULUS erneut Spitzenreiter
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach den kräftigen Vortagesverlusten befand sich der TecDAX am heutigen Dienstag auf Erholungskurs. Bis Handelsschluss legte das Aktienbarometer 2,07 Prozent auf 926,50 Zähler zu. Die Wall Street präsentierte sich zum Xetra-Ende hin nach anfänglichen Gewinnen etwas schwächer.
Angesichts der guten Aussichten für das DVD-Nachfolgeformat Blu-ray stand die Aktie von SINGULUS erneut in der Gunst der Anleger und gewann als Spitzenreiter über 22 Prozent an Wert. Conergy schoben sich um 12,9 Prozent nach oben. Wie zuvor bekannt wurde, haben die australische Niederlassung der Tochter EPURON und die Macquarie Capital Group eine Rahmenvereinbarung für die Entwicklung, Finanzierung und den Bau von Australiens größtem Windprojekt unterzeichnet.
Nordex befanden sich ebenfalls im Aufwind und legten rund 5 Prozent zu. Der Windenergieanlagenhersteller hat einen Großauftrag aus den USA mit einem Volumen von rund 70 Mio. Euro erhalten. Daneben rückten QIAGEN um 1,9 Prozent vor. Der Konzern gab heute bekannt, dass er den Stadtstaat Singapur mit Tests zum Nachweis der Vogelgrippe beliefern wird. Weitere Gewinner waren unter anderem SOLON, Versatel und centrotherm. Kräftige Verluste verbuchten hingegen AIXTRON, AT&S und Kontron.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
TecDAX: 926,50 (+2,07 Prozent)
Tagesgewinner: SINGULUS, Conergy, Nordex
Tagesverlierer: AT&S, AIXTRON, Kontron
Unternehmensmeldungen:
Die zum Solartechnikkonzern Conergy AG (ISIN DE0006040025 (News/Aktienkurs)/ WKN 604002) gehörende EPURON GmbH hat mit einer Tochter der australischen Investmentbank Macquarie Bank Ltd. (ISIN AU000000MBL3/ WKN 901864) ein Joint Venture zur Errichtung des größten Windparks in Australien geschlossen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurde zwischen EPURRON und der Macquarie Capital Group eine gemeinsame Rahmenvereinbarung für die Entwicklung, Finanzierung und den Bau von Australiens größtem Windprojekt geschlossen. Die Windenergieanlagen sollen im Westen von New South Wales errichtet werden. Zwischen 400 und 500 Windturbinen mit einer Spitzenkapazität von 1.000 Megawatt können dort bis zu 4,5 Prozent des jährlichen Energiebedarfs des Bundesstaates mit regenerativ erzeugtem Strom decken.
Der Windenergieanlagenhersteller Nordex AG (ISIN DE000A0D6554 (News/Aktienkurs)/ WKN A0D655) meldete heute, dass er einen Großauftrag aus den USA erhalten hat. Demnach vereinbarte Nordex USA mit dem amerikanischen Projektentwickler Everpower Renewables die Lieferung und den anschließenden Service von 25 Turbinen des Typs N90/2500 kW für den Windpark "Krayn" in Pennsylvania. Zudem umfasst der Vertrag eine Option auf eine weitere Anlage der gleichen Baureihe. Das Auftragsvolumen beträgt rund 70 Mio. Euro.
Die niederländische QIAGEN N.V. (ISIN NL0000240000 (News/Aktienkurs)/ WKN 901626), ein Anbieter von Probenvorbereitungs- und Testtechnologien, teilte heute mit, dass sie vom Gesundheitsministerium Singapurs einen Exklusivauftrag über die Bereitstellung von Lösungen zur Probenvorbereitung sowie von molekularen Tests für den spezifischen Nachweis von Influenza H5N1-Viren - besser bekannt als Vogelgrippe - erhalten hat. Der Vertrag läuft über drei Jahre, das Auftragsvolumen hängt vom Vorratsniveau sowie vom Intensitätsgrad des nationalen Überwachungsprogramms ab, hieß es. (08.01.2008/ac/n/m)
08.01.2008 18:40
Aktien Frankfurt Schluss: Gewinne - Erholungsbewegung
Die meisten deutschen Aktien sind am Dienstag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Händler sprachen von einer Erholungsbewegung nach den Verlusten der vergangenen Handelstage. Der Leitindex DAX <DAX.ETR> legte um 0,42 Prozent auf 7.849,99 Punkte zu, nachdem er zeitweise auf 7.923,44 Punkte gestiegen war. Die Nebenwerte-Indizes stoppten erstmals wieder ihre zu Jahresbeginn gestartete Talfahrt: Der MDAX <MDAX.ETR> der mittelgroßen Werte ging stieg um 0,89 Prozent auf 9.148,71 Zähler. Der TecDAX <TDXP.ETR> gewann 2,07 Prozent auf 926,50 Punkte.
"Der Handel geht erst jetzt wieder richtig los, in der vergangenen Woche waren noch viele Marktteilnehmer in den Ferien", sagte Aktienhändler Thomas Stengl von der Postbank. Zwar habe es an diesem Tag am Markt eine Gegenbewegung nach den Verlusten seit Jahresbeginn gegeben, doch die Spannungsfaktoren wie Konjunktursorgen in den USA, der schwache US-Dollar und die hohen Rohstoffpreise blieben im Fokus.
Mit plus 7,58 Prozent auf 123,28 Euro gelang der Aktie der Deutschen Börse <DB1.ETR> (News/Aktienkurs) kurz vor Börsenschluss der Sprung an die DAX-Spitze. Der US-Hedgefonds Atticus Capital hatte in einem Brief an Börsenchef Reto Francioni sein langfristiges Engagement als Großaktionär betont und sich zufrieden über die Unternehmensentwicklung, die Kostensenkungsmaßnahmen und das Aktienrückkaufprogramm geäußert. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass Atticus seinen Anteil platzieren könnte.
Die Anteilsscheine der Deutschen Post <DPW.ETR> (News/Aktienkurs) profitierten von einer positiven Studie und gewannen 6,39 Prozent auf 24,15 Euro. Morgan Stanley hatte die Aktien des Logistikers von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 24 auf 30 Euro angehoben. Die Post habe erkannt, dass die Probleme in der Sparte DHL Express US von struktureller Natur seien und erwäge zur Lösung alle Alternativen, schrieb Analyst Menno Sanderse. Zudem dürfte der Verkauf der Postbank im zweiten Halbjahr 2008 auf dem Prüfstand stehen.
Die Aktien von Arcandor <ARO.ETR> (News/Aktienkurs) verloren nach dem Zwischenbericht zum Weihnachtsquartal 1,48 Prozent auf 14,01 Euro. Die Unicredit senkte daraufhin das Kursziel der Aktie von 21,50 auf 15,50 Euro. Zwei von drei Sparten des Handels- und Touristikkonzerns hätten im ersten Geschäftsquartal 2007/08 wohl einen guten Umsatztrend aufgewiesen. Sehr enttäuschend habe sich dagegen das Warenhaus-Geschäft entwickelt. Transparenz und Vergleichbarkeit der Zahlen seien jedoch sehr schlecht gewesen. Arcandor hatte im vergangenen Jahr das Geschäftsjahr umgestellt.
Die Papiere von Wacker Chemie <WCH.ETR> (News/Aktienkurs) rutschten mit minus 8,13 Prozent auf 165,18 Euro an das MDAX-Ende. Merrill Lynch hatte die Titel von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und den fairen Wert von 205 auf 185 Euro reduziert. Nach einem sehr starken Vorjahr, in dem sich Wacker im Vergleich zum Chemiesektor um 72 Prozent besser entwickelt habe, schwinde nun das Potenzial für weitere positive Gewinn-Überraschungen, schrieb Analyst Fraser Hill.
Die Singulus-Titel <SNG.ETR> (News/Aktienkurs) legten nach einem satten Plus von knapp 25 Prozent am Montag erneut kräftig zu. Sie stiegen um weitere 22,22 Prozent auf 10,45 Euro. Auf diesem Niveau hatten die Aktien des CD- und DVD-Produktionsanlagen-Herstellers zuletzt im Juni vergangenen Jahres notiert. Am Wochenende hatte sich der US-Filmkonzern Warner Bros. <TWX.NYS> <AOL.FSE> (News/Aktienkurs) für den Datenträger Blu-Ray und gegen die konkurrierende HD-DVD-Lösung entschieden.
Conergy <CGY.ETR> (News/Aktienkurs) verzeichneten ein Plus von 12,86 Prozent auf 23,25 Euro. Der Solarkonzern hat einen Partner für sein geplantes Windprojekt in Australien gefunden. "Im Grund ist dies keine neue Nachricht. Vielmehr ist damit nun die Struktur des Auftrags hinsichtlich der Abwicklung und Finanzierung geklärt", sagte Analyst Karsten von Blumenthal von SES Research. Die angeschlagene Conergy habe sich mit der Macquarie Bank einen Finanzpartner ins Boot geholt, der ihr helfe, das Projekt starten zu können./ck/stw
AXC0183 2008-01-08/18:36
VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N
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Der Rutsch von ATH ist programmgemäß gekommen. Jetzt geht sie leicht seitwärts.
INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N
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Die Unterstützung liegt bei 7,29, wenn die unterschritten wird, geht IFX unter die 7!
LINDE AG Inhaber-Aktien o.N
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Es geht leicht aufwärts!
METRO AG STAMMAKTIEN O
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Technische Gegenreaktion - überverkauft!
SAP AG Inhaber-Aktien o.N.
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Mit SAP ging es schön abwärts! Jetzt eine techn. Reaktion auf das überverkauft-Signal!
SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
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Schöner Aufwärtstrend - abprallen vom unteren Bollinger-Band nach oben.
Wall Street: Finanz- und Telekomwerte stürzen US-Märkte
An den amerikanischen Börsen haben Konkursgerüchte um eine Hypothekenbank die Finanzwerte und den breiten Markt erneut tief abstürzen lassen. Dazu kamen schlechte Aussichten aus dem Telekomsektor. Für alle großen Indizes ging es in den Keller; der viel beachtete Fünf-Tages-Indikator deutet damit auf ein schwieriges Jahr an den Börsen.
Der Dow-Jones-Index verlor 238 Zähler oder 1,9 Prozent und schloss bei 12 589 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index gab um 26 Zähler oder 1,8 Prozent auf 1390 Punkte nach.
Die Nasdaq konnte auch am Dienstag den bereits acht Tage alten Negativtrend nicht abschütteln. Der Hightech-Index schloss mit einem Minus von 59 Zählern oder 2,4 Prozent bei 2440 Punkten.
Die ersten fünf Handelstage im Januar gelten an der Wall Street als wichtiger Indikator für die Kursentwicklung im Gesamtjahr; die Trefferquote in den vergangenen 40 Jahren ist mit 86 Prozent überzeugend hoch. Mit einem Fünf-Tages-Verlust von 5 Prozent für die Blue Chips und den breiten Markt sieht es in diesem Jahr nicht gut aus, zumal alle Probleme der vergangenen Tage langfristiger Natur sind: langsameres Wirtschaftswachstum, steigende Arbeitslosigkeit und ein hoher Inflationsdruck.
Während Analysten fest an eine weitere Zinssenkung bei der nächsten Notenbanksitzung Ende Januar glauben, mit der die Wirtschaft wieder Schwung bekommen soll, betont der Präsident der Philly Fed, Charles Plosser, die Notwendigkeit, die derzeit hohe Inflation einzudämmen. Die wirtschaftliche Entwicklung werde im zweiten Halbjahr 2008 auch ohne weitere Zinssenkungen an Schwung gewinnen, während ein verlangsamtes Wachstum die Inflation nicht automatisch eindämme. Die Märkte warten nun auf Signale von Notenbankchef Ben Bernanke am Donnerstag.
Die Anleger setzen in der Zwischenzeit auf Sicherheit und treiben damit den Goldpreis auf ein neues Allzeithoch. Die Feinunze kostete zu Handelsschluss 880,30 Dollar und hatte kurzzeitig sogar einen Höchstpreis von 883,80 erreicht.
Am Immobilienmarkt ging es, wie erwartet, im November weiter bergab. Die Zahl der Häuserverkäufe sank um 2,6 Prozent, nachdem im September und Oktober mehr Häuser verkauft worden waren. Experten rechnen damit, dass die Verkäufe weiterhin sinken, die Talsohle aber fast erreicht ist.
Auch bei den Unternehmen spielte die Immobilienkrise am Dienstag eine große Rolle. Der Häuserbauer KB Homes weist im vierten Quartal einen Verlust von 772 Millionen Dollar aus. Diese unerwartet hohe Summe entstand durch Abschreibungen in Höhe von 514 Millionen Dollar und einem Rückgang bei den Erlösen aus Hausverkäufen um 31 Prozent. Die Aktie fiel um 9 Prozent.
Auch die Finanzinstitute litten einmal mehr unter dem Platzen der Immobilienblase. Die Hypothekenbank Countrywide Financial dementierte Gerüchte, dass sie im Laufe der Woche Konkurs anmelden wolle. Diese Gerüchte waren aufgekommen, nachdem die New York Times über gefälschte Unterlagen beim Vollstreckungsverfahren eines Hypothekennehmers berichtet hatte. Dies warf Fragen über die Geschäftspraktiken bei Countrywide auf, die Aktie verlor 28 Prozent.
Die übrigen Hypothekenfinanzierer waren ebenfalls von diesen schlechten Nachrichten betroffen, die Aktien von Ambac gaben um 16,6 Prozent nach, die von MBIA sanken um 21 Prozent.
Eine Schätzung von Merrill Lynch, nach der sowohl Citigroup als auch J.P. Morgan Chase noch höhere Abschreibungen vorzunehmen haben als angenommen, stürzte auch die übrigen Finanzwerte in den Keller. Die Papiere von Citigroup gaben um 4,3 Prozent nach, die von J.P. Morgan Chase um 4,6 Prozent.
Zusätzlichen Druck bekam die Börse von Seiten der Telekom-Werte: Der Dow-notierte Branchenriese AT&T äußert sich pessimistisch über die Geschäfte im Telefon- und Breitbandnetz. Die Aktie war mit einem Minus von 5,4 Prozent größter Verlierer im Dow, der Konkurrent Verizon gab um 3 Prozent nach.
Zwei Unternehmen meldeten Führungswechsel: Bei der Investmentbank Bear Stearns fällt der umstrittene Vorstandsvorsitzende James Cayne der Subprimekrise zum Opfer. Unter seiner Führung wurde Bear Stearns eine der am schwersten von der Kreditkrise betroffenen Banken und musste sogar den ersten Quartalsverlust der Firmengeschichte hinnehmen. Die Aktie folgte am Dienstag allerdings dem breiten Trend und sank um 6,3 Prozent.
Verbessern konnte sich hingegen Starbucks, wo sich die Anleger über die Rückkehr von Howard Schultz freuen, der als CEO zurückkehrt. Schultz war bereits zwischen 1987 und 2000 Vorstandsvorsitzender der Kaffeehauskette und maßgeblich für den rasanten Aufstieg verantwortlich.
WSC
09.01.2008 09:01
Aktien Tokio schließen etwas fester - Defensive Werte gesucht
DJ Aktien Tokio schließen etwas fester - Defensive Werte gesucht
TOKIO (Dow Jones)--Mit etwas festerer Tendenz sind die Aktienkurse am Mittwoch in Tokio aus dem Handel gegangen. Im frühen Handel vollzog der Markt zunächst die Verluste der US-Börsen vom Vorabend nach, ehe Gelegenheitskäufer die Kursrückgänge zum Einstieg nutzten. Der Nikkei-225-Index stieg um 0,5% bzw 70 Punkte auf 14.599. Der Topix gewann 21 bzw 1,5% auf 1.424. Gesucht waren vor allem defensive Werte wie Titel von Pharmaherstellern oder Kraftwerksbetreibern. Takeda Pharmaceutical legten um 3,0% auf 6.480 JPY zu. Daiichi Sankyo gewannen 3,6% auf 3.500 JPY. Tokyo Electric Power rückten um 1,8% auf 2.765 JPY vor.
Von der positiven Stimmung profitierten auch die Titel einiger exportorientierter Unternehmen, wenngleich die Angst vor einer Rezession in den USA den Exportsektor bremste, wie Händler sagten. Canon stiegen um 0,6% auf 4.970 JPY und Matsushita Electric Industrial 0,2% auf 2.170 JPY. "Kyodo" hatte berichtet, dass Matsuhita 100 Mrd JPY in den Ausbau der Produktionskapazitäten für Chips investieren werde, die in Digitalkameras eingesetzt werden. Sharp legten um 3,4% auf 1.941 JPY zu. Das Unternehmen strebt für das kommende Jahr eine Steigerung des Betriebsgewinns um 10% an.
Die Papiere des ebenfalls exportabhängigen Chipsektors schafften es dagegen nicht ins Plus: Elpida fielen um 0,9% auf 3.330 JPY und Advantest um 3,3% auf 2.795 JPY. Aktien von Supermarktbetreibern profitierten von starken Ertragszahlen der Branche im Zeitraum März bis November. Lawson verteuerten sich um 5,9% auf 3.930 JPY und FamilyMart um 5,2% auf 3.460 JPY.
DJG/DJN/cln
(END) Dow Jones Newswires
January 09, 2008 01:59 ET (06:59 GMT)
09.01.2008 11:07
Dax am Vormittag unter Druck
Dax 7786,76 Punkte
Aktueller Tageschart (log. 1 Tag = 1 Kerze ) + Aktueller Stundenchart (1 Kerze = 1 Stunde) + Dax 30 Kursliste
Der Dax gibt heute morgen ab und notiert mit 0,8% im Minus. Nur 6 Werte entziehen sich dieser Abwärtsbewegung und legen zu. Fresenius MC legt 1,8% zu und ist damit der größte Gewinner. 24 Werte geben teilweise deutlich ab. Siemens verliert aktuell 3,73% und ist damit aktuell der schwächste Wert.
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09.01.2008 11:55
Aktien TecDAX: Sehr schwach - Abkehr aus Nebenwerten belastet - Nasdaq schwach
Die Technologiewerte <TDXP.ETR> haben am Mittwoch nach den Erholungstendenzen am Vortag erneut starke Verluste verzeichnet. In den USA waren bereits an der Technologiebörse NASDAQ <NDAQ.NAS> die Kurse gepurzelt. Bis gegen 11.50 Uhr gab der TecDAX 2,90 Prozent auf 899,40 Zähler ab. Die schwer gewichteten Solarwerte gehörten zu den Verlieren und drückten so die Stimmung im Index. Auch Nordex <NDX1.ETR> (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs) und Wirecard <WDI.ETR> (News/Aktienkurs) verzeichneten deutliche Kurtsverluste.
Nordex <NDX1.ETR> (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs) litten unter einer Abstufung von Lehman Brothers und verloren 6,39 Prozent auf 28,70 Euro. Am Vortag hatte der Windkraftanlagen-Hersteller noch nach der Ankündigung eines Großauftrag aus den Vereinigten Staaten um mehr als fünf Prozent zugelegt. Lehman stufte die Aktien von "Overweight" auf "Underweight" ab und reduzierte das Kursziel von 40 auf 25 Euro. Das knappe Angebot an Getrieben könnte zu Lieferschwierigkeiten bei Nordex führen, schrieb Analyst Rupesh Madlani. Gemeinsam mit den Fragen um die Erreichung der Gesamtjahresziele dürfte dies auf kurze Sicht ein Abwärtsrisiko für die Titel bedeuten. Andere Marktteilnehmer äußerten sich ähnlich besorgt.
Auch den Solarsektor nahm Lehman in den Blick: Aktien von Solon <SOO1.ETR> (News/Aktienkurs) etwa nahmen die Analysten mit "Equal-weight" und einem Kursziel von 80 Euro in die Beobachtung auf. Die Aktien gewannen 0,81 Prozent auf 63,75 Euro. Der Fokus auf das Geschäftsmodell als reiner Anbieter von Solarzellen sei bei Solon auf langfristige Sicht attraktiv, schrieben die Analysten. Das Unternehmen habe sich durch Investitionen in zusätzliche Kapazitäten als auch durch Verträge zur Sicherung der Solarzellenversorgung in eine vorteilhafte Situation gebracht, um die Nachfrage zu decken.
Ersol <ES6.ETR> (News/Aktienkurs) konnten ebenfalls nicht von einer Studie von Lehman Brothers profitieren und verloren 6,34 Prozent auf 65,85 Euro. Die Analysten nahmen die Papiere mit "Equal-weight" und einem Kursziel von 82 Euro in die Beobachtung auf. Der Ausblick sehe solide aus. So dürfte das Unternehmen weiter von der anhaltend starken Nachfrage nach Solarmodulen vor allem in Spanien und Deutschland profitieren./sc/la
AXC0071 2008-01-09/11:54
09.01.2008 13:07
Marktbericht: US-Vorgaben belasten Dax
Frankfurt (BoerseGo.de) - Nach den kräftigen Kursverlusten an der Wall Street präsentiert sich der deutsche Aktienmarkt heute ebenfalls schwächer. Der Dax gibt zur Stunde 0,44% auf 7.815,31 Punkte ab. Der MDax liegt mit einem Stand von 8.945,18 Punkten sogar mir 2,22% im Minus. Der TecDax verliert 2,88% auf 899,81 Punkte.
Nach den Kursgewinnen vom Vortag sind heute vor allem die Aktien von Siemens unter Druck geraten. Der Titel verliert aktuell 4,70% auf 98,75 Euro.
Zu den Verlierern gehören auch die Aktien von Metro. Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland ist im November überraschend gesunken. Zudem hat sich der britische Einzelhandelskonzern Marks&Spencer negativ geäußert. Demnach sei das Weihnachtsgeschäft schlechter gelaufen als erwartet. Auch für 2008 erwartet Marks&Spencer schwierige Bedingungen. Mit den Aktien von Metro geht es um 1,83% auf 53,00 Euro nach unten.
Gegen den Trend behaupten können sich die Aktien von BMW. Der Autohersteller hat seinen Absatz im Dezember um 18,2% gesteigert und damit im Gesamtjahr 2007 wie erwartet einen Verkaufsrekord erzielt. Die Papiere können um 0,29% auf 42,12 Euro zulegen.
An die Dax-Spitze gesetzt haben sich jedoch die Aktien von Fresenius Medical Care mit einem Plus von 2,89% auf 38,81 Euro. Händler verwiesen auf charttechnische Gründe.
In der zweiten Reihe können die Aktien von Puma nach einem positiven Analystenkommentar um 3,05% auf 264,90 Euro zulegen. Die UBS hatte den Titel zuvor von Neutral auf Buy hochgestuft.
Nordex geriet dagegen unter Druck nachdem Lehman Brothers den Titel von Overweight auf Underweight abgestuft und das Kursziel von 40 Euro auf 25 Euro gesenkt hat. Die Papiere verlieren 7,31% auf 28,42 Euro.
(© BörseGo AG 2008, Autor: Gansneder Thomas, Redakteur, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
09.01.2008 22:46
Aktien New York Schluss: Fest - Unsicherheit hält an
Die wichtigsten US-Aktienmarktindizes haben sich auch am Mittwoch verunsichert gezeigt und sind nach einer erneuten Berg- und Talfahrt schließlich fest aus dem Handel gegangen. Händler verwiesen allerdings darauf, dass der Ton der Börse insgesamt negativ gewesen sei. So gab es sowohl an der NYSE als auch an der NASDAQ zahlenmäßig deutlich mehr Verlierer als Gewinner. Vor Beginn der Quartalsberichtssaison, die nach Börsenschluss traditionell von Alcoa <AA.NYS> <ALU.ETR> (News/Aktienkurs) eröffnet wird, fehle dem Markt die Orientierung, sagten Experten. Zudem schwankten die Investoren weiter zwischen der Hoffnung auf Zinssenkungen und der Furcht, dass diese vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise und der drohenden Rezession nicht ausreichen könnten.
Der Dow Jones <INDU.DJI> gewann 1,16 Prozent auf 12.735,31 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> legte um 1,36 Prozent auf 1.409,10 Zähler zu. An der NASDAQ kletterte der Composite Index <COMPX.NQI> um 1,39 Prozent auf 2.474,55 Punkte. Der NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> gewann 2,03 Prozent auf 1.949,20 Zähler.
DuPont <DD.NYS> <DU7.FSE> (News) stürmten nach einer Prognoseanhebung mit einem Plus von 4,75 Prozent auf 44,78 US-Dollar an die Spitze des Dow Jones. Der Chemiekonzern hatte seine Gewinnprognosen für 2007 und 2008 erhöht. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) dürfte 2007 am oberen Ende der bisherigen Prognose von 3,15 bis 3,20 US-Dollar liegen. Grund seien überraschend hohe Umsätze im vierten Quartal. Auch für das laufende Jahr hob der Konzern die Prognose an. Für 2008 werde nun ein EPS von 3,35 bis 3,55 Dollar erwartet. Bisher waren lediglich 3,31 bis 3,52 Dollar in Aussicht gestellt worden.
General Motors (GM) <GM.NYS> <GMC.FSE> (News/Aktienkurs) stürzten mit einem Abschlag von 2,23 Prozent auf 22,78 Dollar ans Ende des weltweit bekanntesten Index. Goldman Sachs hatte das Kursziel für die Papiere des Autobauers von 31 auf 25 Dollar gesenkt. Auch die Gewinnprognose für das laufende und das kommende Jahr verringerte Analyst Robert Barry wegen der Auswirkungen der von Experten erwarteten Rezession in den USA auf den Absatz von GM.
AT&T <T.NYS> <SOBA.ETR> (News/Aktienkurs) gaben 0,41 Prozent auf 39,00 Dollar ab und gehörten damit ebenfalls zu den größten Indexverlierern. Der Telekomkonzern hatte am Dienstagabend noch während der Handelszeit vor Belastungen durch die Abkühlung der US-Wirtschaft gewarnt. Das Festnetzgeschäft mit Privatkunden habe sich abgeschwächt, hatte Vorstandschef Randall Stephenson vor Investoren gesagt. Verantwortlich dafür seien vor allem Zahlungsschwierigkeiten bei den Kunden, weswegen Anschlüsse gekappt werden müssten.
Bristol-Myers Squibb <BMY.NYS> <BRM.ETR> (News) legten angetrieben von einer positiven Analystenstudie um 1,65 Prozent auf 27,08 Dollar zu. HSBC hatte das Papier des Pharmaunternehmens von "Underweight" auf "Neutral" angehoben und das Kursziel von 26,60 US-Dollar bestätigt. Die geplante Erhöhung der Dividende im Jahr 2008 um zehn Prozent stütze den Aktienkurs, hieß es zur Begründung.
E*TRADE Group <ETFC.NAS> <ETR.FSE> (News) kletterten um 6,67 Prozent auf 2,40 Dollar. Der Onlinebroker hatte eigenen Angaben zufolge für rund drei Milliarden Dollar hypothekenbesicherte Papiere und Kommunalobligationen verkauft. Die Maßnahme sei Teil des Restrukturierungsplans des Unternehmens. Am Vortag hatte das Papier noch über 20 Prozent verloren.
Im NASDAQ 100 sprangen Apollo Group <APOL.NAS> <APO.FSE> (News) nach überraschend guten Geschäftszahlen mit einem Zuwachs um 16,22 Prozent auf 79,16 Dollar mit weitem Abstand an die Indexspitze. Das Bildungsunternehmen hatte im ersten Quartal mehr Gewinn und Umsatz erzielt als von Analysten erwartet.
Garmin <GRMN.NAS> <GA1.FSE> (News) verloren belastet von einer negativen Analystenäußerung 5,25 Prozent auf 75,99 Dollar. Die Deutsche Bank hatte die Bewertung der Papiere des Navigationsgeräte-Herstellers von "Buy" auf "Hold" herunter gestuft. Die Experten rechnen damit, dass der Konkurrent TomTom <TOM2.ASX> <OEM.FSE> (News/Aktienkurs) weitere Marktanteile in den USA gewinnen wird./FX/he/sb
AXC0191 2008-01-09/22:44
09.01.2008 19:19
XETRA-SCHLUSS/DAX schwächer - Nebenwerte brechen ein
DJ XETRA-SCHLUSS/DAX schwächer - Nebenwerte brechen ein
FRANKFURT (Dow Jones)--Mit schwächeren Kursen im DAX sowie erneut massiven Kursverlusten in den Nebenwerten ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Während festere Versorger den DAX nur 0,9% oder 67 auf 7.783 Punkte abgleiten ließen, brach der MDAX um 2,8% und der TecDAX sogar 3,8% ein. Wachstumssorgen in den USA und die möglichen weltweiten Folgen überschatten das Geschehen. Unter Druck standen vor allem die konjunkturabhängigen Werte, Pharmawerte und Versorger wurden hingegen kräftig gekauft. Mit Spannung wird nun die Bekanntgabe der Quartalszahlen von Alcoa erwartet.
Das Unternehmen eröffnet am Abend traditionell die Berichtssaison in den USA. An den US-Börsen hatten am Vortag vorsichtige Aussagen des CEO von AT&T zum Privatkundengeschäft neue Rezessionsängste geschürt. Sie wurden am Nachmittag verschärft, nachdem der US-Broker Goldman Sachs seine Erwartung bekanntgab, dass die US-Wirtschaft Mitte des Jahres in die Rezession rutschen wird. Sollte aus charttechnischer Sicht der Unterstützungsbereich im DAX um 7.760 Punkte fallen, sei Platz bis 7.545 Punkte, wo der mittelfristige Aufwärtstrend verlaufe, sagte ein Analyst.
Index-Schwergewicht Siemens fielen um 5,3% auf 98,13 EUR. Zwischenzeitliche Gerüchte über eine Gewinnwarnung für das abgelaufene erste Quartal 2007/08 drückten die Aktie noch teils tiefer. "Es gibt keine Gewinnwarnung", sagte ein Siemens-Sprecher am Mittwoch Dow Jones Newswires, dennoch hielt sich die Aktie im tiefroten Bereich.
Metro brachen sogar um 5,4% ein auf 51,08 EUR, nachdem die britische Kaufhauskette Marks&Spencers eine Gewinnwarnung herausgebracht hatten. Tagesverlierer TUI fielen sogar um 6,8% auf 16,83 EUR. Die Angst vor einer Konjunkturabschwächung wirke vor allem auf die Container-Schiffahrts-Sparte, hieß es.
Als "Fluchtwährung" tituliert wurden hingegen die Pharma- und Chemiewerte. Bayer stiegen erneut 0,9% auf 65,68 EUR, BASF um 0,8% auf 104,82 EUR. Fast ein neues Allzeit-Hoch erreichten Fresenius Medical Care. Die Aktien stiegen 3,7% auf 39,10 EUR. Tagesgewinner waren Merck mit plus 5,4% auf 93,79 EUR. Auch die Umschichtungen zugunsten dividendenstarker, defensiver Werte setzen sich fort. Die gewichtigen E.ON stützten dank eines Zuwachses von 1,6% auf 151,58 EUR den Gesamtmarkt. Auch RWE schlossen im Plus.
Finanztitel knüpften nur noch etwas an ihre Vortagesschwäche an. In den USA musste der Sektor deutliche Abgaben hinnehmen, nachdem ein Bericht Spekulationen über eine mögliche Insolvenz beim Hypothekenfinanzierer Countrywide Financial ausgelöst hatte. Das Unternehmen dementierte die Gerüchte zwar, doch verhinderte das den Kursrutsch des Finanzsektors nicht. Daneben hatte die Citigroup die Kursziele zahlreicher Bankinstitute gesenkt. Deutsche Bank verloren 1,5% auf 84,80 EUR.
Tagesverlierer waren sämtlich konjunkturabhängigen Titel. Die sogenannten "Zykliker" brachen teils kräftig ein. Im DAX verloren MAN 5% auf 93,77 EUR, Continental um 4% auf 74,89 EUR. Noch schlimmer erwischte es die Nebenwerte im MDAX. Hier brachen Gildemeister 8,4% ein auf 14,84 EUR, Kuka um 7,3% auf 22,24 EUR und Wincor Nixdorf um 5,7% auf 59,44 EUR. Die meisten MDAX-Titel schlossen mit Verlusten zwischen 3% und 5%. Händler verwiesen auf die VDMA-Zahlen für November, die zwar nicht schlecht ausgefallen waren, aber ein vermindertes Wachstumstempo zeigten.
Ähnlich zeigten sich die Titel im TecDAX: Die Solarwerte verloren 4% bis 6%. Nordex brachen sogar um 8,9% ein auf 27,92 EUR. Hier hatten Lehman Brothers die Aktie gleich doppelt herabgestuft von Over- auf Underweight und das Kursziel nahezu halbiert.
-Von Michael Otto Denzin, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 218;
michael.denzin@dowjones.com
09.01.2008 18:07
TecDAX Schluss: Massive Verluste, Nordex spüren heftigen Gegenwind
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der TecDAX schloss in der Nähe seiner Tagestiefststände. Letztendlich sackte das Aktienbarometer um 3,83 Prozent auf 891,05 Punkte ab. Nach anfänglichen Gewinnen lag auch die Wall Street zum Xetra-Schluss in der Verlustzone.
Die zuletzt hoch favorisierte Aktie von SINGULUS fand sich mit einem Abschlag von 4,9 Prozent noch im Mittelfeld. Nordex brachen nach einem negativen Analystenkommentar um 8,9 Prozent ein. Kräftige Verluste prägten das Geschehen zudem bei AIXTRON, Wirecard und Carl Zeiss.
Im Solarsektor gaben unter anderem Q-Cells 6,5 Prozent, ersol 7,1 Prozent und centrotherm 5,8 Prozent ab. Ungeachtet der schlechten Stimmung rückten QIAGEN an der Indexspitze um 1,3 Prozent vor. Dahinter folgten MorphoSys und BB Medtech.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
TecDAX: 891,05 (-3,83 Prozent)
Tagesgewinner: QIAGEN, MorphoSys, BB Medtech
Tagesverlierer: Nordex, Wirecard, ersol
Unternehmensmeldungen:
Der Technologiekonzern JENOPTIK AG (ISIN DE0006229107 (News/Aktienkurs)/ WKN 622910) meldete heute, dass seine Sparte Verteidigung&zivile Systeme Ende Dezember 2007 einen Großauftrag für Radome mit einem Volumen von rund 27 Mio. Euro von der britischen BAE Systems plc (ISIN GB0002634946 (News)/ WKN 866131) erhalten hat Wie das Unternehmen mitteilte, ist es bevorzugter Lieferant für Radome militärischer Flugzeuge internationaler Konsortien und Hersteller und dabei eines von drei Unternehmen in Europa, die diese anspruchsvollen Schlüsselkomponenten für militärische Flugzeuge in Serie herstellen können.
Die STRATEC Biomedical Systems AG (ISIN DE0007289001 (News/Aktienkurs)/ WKN 728900) hat eine Liefer- und Entwicklungsvereinbarung mit der One Lambda Inc. für ein automatisiertes Probenaufbereitungssystem namens LABXpress abgeschlossen. Wie der Hersteller vollautomatischer Systeme für Partner aus der klinischen Diagnostik und Biotechnologie heute mitteilte, soll LABXpress die LABScreen- und LABType-Assays von One Lambda automatisieren. (09.01.2008/ac/n/m)
10.01.2008 08:46
Aktien Tokio schließen schwach - Anleger nehmen Gewinne mit
DJ Aktien Tokio schließen schwach - Anleger nehmen Gewinne mit
TOKIO (Dow Jones)--Schach haben die Aktienkurse am Donnerstag in Tokio den Handel beendet. Die Anleger hätten die Gewinne des Vortags mitgenommen, sagten Händler. Davon seien vor allem die Sektoren Schifffahrt, Schiffsbau und Immobilien betroffen gewesen. Der Nikkei-225-Index verlor 1,5% bzw 211 Punkte auf 14.388. Der Topix fiel um 1,6% bzw 23 Punkte auf 1.401. Die Anleger teilten offenbar nicht die Ansicht vieler Analysten, dass der japanische Aktienmarkt unterbewertet sei, sagte ein Händler. Die Angst vor einer Rezession halte viele wohl davon ab, sich langfristig zu engagieren. Auch der Umstand, dass es trotz der guten Wall-Street-Vorgaben zu Verkäufen gekommen sei, habe gezeigt, dass sich die Investoren nach wie vor von japanischen Aktien trennen wollten.
Im Immobiliensektor fielen Sumitomo Realty&Development um 5,3% auf 2.480 JPY. Mitsubishi Estate ermäßigten sich um 5,7% auf 2.330 JPY und Mitsui Fudosan um 3,3% auf 2.200 JPY. Mitsui Engineering&Shipbuilding büßten 5,7% auf 383 JPY ein. Die Aktien des Schifffahrtsunternehmens Kawasaki Kisen sanken um 2,2% auf 1.029 UPY. Asahi Glass gaben um 3,3% auf 1.410 JPY nach, nachdem es in einer südkoreanischen Fabrik des Unternehmens zu einer Explosion gekommen war. Gesucht waren abermals die als defensiv geltenden Pharmawerte. Daiichi Sankyo stiegen um 3,6% auf 3.500 JPY und Chugai um 3,4% auf 1.656 JPY.
Casio Computer legten um 3,9% auf 1.233 JPY zu, nachdem Mizuho Securities die Titel auf "2" von "3" hochgestuft hatte. Tokyo Electron profitierten von soliden Verkaufszahlen und stiegen um 2,6% auf 6.230 JPY. Stahlwerte standen unter Druck, obwohl Mizuho Investors Securities sich positiv zu dem Sektor geäußert hatte. Die Analysten vermuten, dass der Sektor kurzfristig von Gelegenheitskäufen gestützt werden könnte. Nippon Steel fielen um 1,5% auf 670 JPY und Sumitomo Metal Industries um 3,8% auf 529 JPY. Die Papiere der Fluggesellschaft JAL gewannen 2,0% auf 250 JPY, nachdem in den Medien berichtet worden war, die Bank Mitsubishi UFJ Financial Group werde wahrscheinlich die Kreditkartentochter des Unternehmens kaufen.
DJG/DJN/cln
10.01.2008 08:43
Dax vorbörslich im Plus
Frankfurt (BoerseGo.de) - Nach positiven Vorgaben aus den Vereinigten Staaten dürfte der deutsche Aktienmarkt heute im Plus eröffnen. Die Kurse an der Wall Street hatten sich gestern Abend nach dem Handelsschluss in Deutschland wieder deutlich erholt. Auch die vorbörsichen Indikatoren deuten auf eine Verschnaufpause für die Anleger hin. Der auf Basis des Dax-Futures ermittelte X-Dax, der den außerbörslichen Stand des Dax zeigt, wird derzeit auf 7.810,93 Punkte getaxt. Das sind rund 28 Zähler mehr als zum Handelsschluss am Vorabend. Am Mittwoch verlor der Dax 0,86 % und ging bei einem Stand von 7.782,71 Punkten aus dem Handel. Der Dow Jones Industrial Average legte 1,16 % zu und schloss bei 12.735,31 Punkten.
Der Euro verteuerte sich im frühen Handel wieder. Derzeit notiert die Gemeinschaftwährung bei 1,4674 US-Dollar. Am Mittwoch hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,4680 US-Dollar festgelegt, der Euro hatte danach allerdings zunächst wieder nachgegeben. Beim heutigen Zinsentscheid der EZB erwarten die Volkswirte mehrheitlich keine Veränderung.
Der Ölpreis blieb im asiatischen Handel fast unverändert. Am Morgen kostete ein Barrel leichtes US-Öl der Sorte WTI zur Lieferung im Februar 95,70 US-Dollar. Am Mittwoch hatte der Ölpreis 66 Cent auf 95,67 US-Dollar nachgegeben.
(© BörseGo AG 2008, Autor: Baron Oliver, Redakteur, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
10.01.2008 15:07
Aktien Frankfurt: Kursverluste - Rezessionsangst drückt Märkte weiter runter
Belastet von fortdauernden Rezessionsängsten haben die Aktien in Frankfurt am Donnerstag erneut Kursververluste verbucht. Bis zum Nachmittag weiteten die Indizes in Erwartung eines schwachen US-Börsenstarts ihr Minus aus. Der Leitindex DAX <DAX.ETR> gab bis zum Nachmittag 0,50 Prozent auf 7.743,49 Punkte ab. Für den MDAX <MDAX.ETR> mittelgroßer Werte ging es um 1,60 Prozent auf 8.750,83 Zähler nach unten. Der TecDAX <TDXP.ETR> verlor 3,09 Prozent auf 863,55 Punkte.
Die Unsicherheit und negative Grundstimmung aus den USA belaste weiter auch die Anleger in Deutschland, sagte Marktstratege Hans-Jürgen Delp von der Commerzbank. "Man kann wirklich sagen, das Schreckgespenst der Rezession geht um", sagte er. Beflügelten schwächere Konjunkturdaten noch vor kurzem die Zinssenkungsfantasie, so lösten sie inzwischen nur noch Wachstumsängste aus. Auch wenn die US-Börsen am Vortag im Plus geschlossen hätten, sei dem eine Berg- und Talfahrt vorausgegangen.
Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins in der Eurozone unverändert zu belassen, war indes einhellig erwartet worden und löste keine drastische Kursreaktion aus. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet betonte in seinen Ausführungen vor allem weiter nach oben gerichtete Risiken für die mittelfristige Inflationsentwicklung.
Eines der Hauptthemen am deutschen Aktienmarkt waren die Einzelhandelsunternehmen METRO und Praktiker nach der Vorlage von Zwischenberichten. Während Deutschlands führender Einzelhändler METRO die Marktteilnehmer überzeugen konnte, fielen die Aktien der Baumarktkette auf ihren tiefsten Stand und unter das Niveau des Börsengangs im November 2005. Die Branche wird am Markt derzeit genau beobachtet: Sie steht seit einiger Zeit wegen der Unsicherheit in Bezug auf das Weihnachtsgeschäft unter Druck. Erst am Vortag hatte der britische Branchenkollege Marks & Spencer <MKS.ISE> <MKS.FSE> (News) mit der Nachricht von einem Umsatzrückgang den Sektor belastet.
METRO-Aktien <MEO.ETR> (News/Aktienkurs) setzten sich an die DAX-Spitze und gewannen 5,72 Prozent auf 54,00 Euro. Der Handelskonzern hat im vergangenen Jahr den Umsatz auch wegen seines Auslandsgeschäfts zweistellig gesteigert. Analyst Volker Bosse von UniCredit bestätigte seine Einstufung "Buy" mit einem Kursziel von 67 Euro für die Papiere. Das Umsatzziel von mindestens neun Prozent Wachstum im Jahr 2007 sei klar übertroffen worden und der Ausblick sei unverändert geblieben. Auch nach Einschätzung der Landsbanki Kepler wurden die meisten Ziele im vierten Quartal getroffen - die Analysten bestätigten ihre Empfehlung "Buy".
Praktiker-Papiere <PRA.ETR> (News/Aktienkurs) fielen zeitweise um fast 15 Prozent, zuletzt betrug das Minus 12,44 Prozent auf 13,87 Euro. Die Baumarktkette hat im vergangenen Jahr ihr selbst gestecktes Umsatzziel erreicht, die Erwartungen der Marktteilnehmer jedoch vor allem im vierten Quartal enttäuscht. Auch Aussagen, denen zufolge das Umfeld in Deutschland schwach bleibt, wurden mit Sorge aufgenommen. Händler bezeichneten die Kursreaktion jedoch als übertrieben. Nach den Zahlen seien viele Fonds ausgestiegen und hätten die Aktien so massiv unter Druck gesetzt, sagte ein Händler.
Titel von Lufthansa <LHA.ETR> (News/Aktienkurs) drehten im DAX nach der Vorlage von Verkehrszahlen für den Monat Dezember ins Minus und rutschten zuletzt um 1,90 Prozent auf 16,48 Euro ab. Ein Analyst sagte in einer ersten Einschätzung, dass vor allem die Passagierzahlen leicht enttäuscht hätten.
Im MDAX büßte die Aktie von Südzucker <SZU.ETR> (News/Aktienkurs) nach einer negativen Studie von JP Morgan 12,00 Prozent auf 14,16 Euro ein. Analyst Arnaud Langlois senkte die Aktie auf "Underweight" und das Kursziel von 16,50 auf 14,00 Euro. Er sei inzwischen deutlich vorsichtiger hinsichtlich der operativen Margen im Zuckergeschäft der nächsten zwei Jahre. Zudem sei es mittlerweile unwirtschaftlich für Südzucker geworden, Ethanol zu produzieren.
Außerhalb der großen Indizes sanken Aktien von Bijou Brigitte <BIJ.ETR> (News) im Frankfurter Handel um 15,35 Prozent auf 92,99 Euro. Der Modeschmuckanbieter hat 2007 nur durch die Eröffnung neuer Filialen beim Umsatz zugelegt. Der Konzernerlös stieg um 5,4 Prozent auf 367 Millionen Euro, flächenbereinigt ging er im Vorjahresvergleich um 3,9 Prozent zurück./sc/ck
AXC0157 2008-01-10/15:05
Weihnachtsgeschäft sorgt für Katerstimmung
Für die Börse sind schlechte Nachrichten manchmal gute Nachrichten, und im Umkehrschluss kommt es hin und und wieder vor, dass eben… nun ja, gute Nachrichten einmal nach hinten los gehen. Solche guten Nachrichten kommen am Donnerstag aus dem Einzelhandel, wo es einige starke Zahlen gibt – bei den Billigheimern.
Selten war das Weihnachtsgeschäft des amerikanischen Einzelhandels für die Börse wichtiger als in den letzten Wochen. Weil der Verbraucher bis zu zwei Drittel der US-Konjunktur stemmt, und weil das restliche Drittel zuletzt unter Kreditkrise, Inflation und schwachem Arbeitsmarkt massiv gelitten hat, war die Frage: Hält zumindest der Verbraucher durch? Konsumiert er weiter? Kauft er weiter? Schenkt er weiter?
Jetzt kommt die Auflösung, auf die Anleger gewartet haben: Die Amerikaner kaufen – aber so billig wie möglich. Am liebsten bei Wal-Mart und dem Großhändler Costco, wo die Umsätze in den Wochen vor dem Fest entsprechend deutlich zugelegt haben.
Bei den Ketten im mittleren Preissegment, etwa Target, JC Penney oder Macy´s, blickt man hingegen auf Umsatzeinbußen, ebenso bei zahlreichen Modehäusern. Ob Nordstrom, Limited Brands oder The Gap, ob Teenie-Ausstatter wie Abercrombie & Fitch, Hot Topic oder Pacific Sunwear, quer durch die Branche sind die Kunden ausgeblieben. In den Malls war es erschreckend ruhig, in Manhattan schauten Kunden lieber die schick dekorierten Weihnachtsfenster an als ihre Portmonnaies zu öffnen.
Zusammengefasst messen Branchen-Analysten für November und Dezember ein Umsatzplus von 1,7 Prozent – das schwächste seit fünf Jahren. An der Börse schlägt sich das nun nieder: Zwei Drittel der amerikanischen Einzelhändler haben im Dezember die Umsatzprognosen verfehlt. Eine ganze Reihe von Unternehmen spricht Warnungen für das abgelaufene Quartal aus, in dem manche Bilanz enttäuschen wird. Viele Aktien sind auf Talfahrt.
Beobachter sind sich in ihrer Problem-Analyse einig: Nachdem der Konsument lange durchgehalten hat, wird mittlerweile der Druck zu groß. Das Haus ist beliehen, die Hypothek teuer, die Kreditkarte bis zum Limit ausgereizt, der Arbeitsplatz in Gefahr… klar, dass immer mehr Amerikaner langsam anfangen, ihre Ausgaben einzugrenzen. Zumal jüngste Skandale um Spielzeug mit hohem Bleigehalt und anderen giftigen Substanzen die Einkaufsfreude sicherlich zusätzlich getrübt haben.
Dabei ist letzten Ende überraschend, dass die Amerikaner überhaupt noch shoppen waren. In anderen Ländern, in denen nicht so sehr auf Pump importiert und konsumiert wird wie in den USA, wären die Verbraucherausgaben unter ähnlichen Umständen wohl sehr viel steiler eingebrochen.
Lars Halter
Wall Street: Bernanke peitscht die Börse ins Plus
Aus eigener Kraft kommt die Wall Street im neuen Jahr nicht in Schwung. Doch nach zahlreichen niederschmetternden Konjunkturdaten springt jetzt zumindest Ben Bernanke der kriselnden Börse zur Seite: Die Notenbank sei zu weiteren Zinssenkungen bereit, sagt der Fed-Chef, woraufhin die großen Indizes steil ins Plus klettern.
Nach einem zunächst schwachen Start notierte der Dow-Jones-Index am Donnerstagmittag zeitweise mit einem Plus von 126 Zählern oder 1 Prozent bei 12 862 Punkten, während sich der marktbreit aufgestellte S&P-500-Index um 12 Zähler oder 0,9 Prozent auf 1421 Punkte verbesserte.
Allerdings beruhigten sich Dow & Co. schnell, sie gaben einen Teil der Gewinne ab und pendelten sich zunächst bei einem bescheidenen Plus von etwa 0,2 Prozent ein.
Im frühen Handel hatten die US-Börsen indes weitere Verluste erlitten, nachdem schlechte Nachrichten aus verschiedenen Branchen die Stimmung weiter gedrückt hatten. So hat der Kreditkartenriese Capital One eine dramatische Gewinnwarnung ausgesprochen. Man fährt die Gewinnprognosen für das laufende Jahr um 20 Prozent zurück und erinnert Anleger erneut an die Schwierigkeiten im Kreditsektor.
Auch aus dem Einzelhandel gab es überwiegend schlechte Nachrichten: Lediglich der Branchenriese Wal-Mart und der Discounter Costco haben im Dezember besser abgeschnitten als erwartet, da Verbraucher zwischen Kreditkrise und schwacher Konjunktur auf Schnäppchenjagd sind. Bei Target und J.C. Penney sowie der Kaufhauskette Macy´s blickt man hingegen auf Umsatzeinbrüche.
Zahlreiche Modeketten von Limited Brands über Pacific Sunwear bis Childrens Place haben hingegen die Erwartungen der Analysten verfehlt. Andere Ketten wie Hot Topic und American Eagle sprechen Gewinnwarnungen für das Quartal aus.
Die von der Subprime-Krise geschüttelten Branchenriesen Citigroup und Merrill Lynch bemühen sich laut Wall Street Journal um weitere Finanzspritzen aus dem Ausland. Die Dow-notierte Großbank Citigroup arbeitet nach einem 7,5 Milliarden Dollar schweren Investment aus Abu Dhabi an einem weiteren 10-Milliarden-Deal, und Merrill Lynch dürfte nach 6,2 Milliarden Dollar aus Singapur weitere 3 bis 4 Milliarden Dollar empfangen. Die jeweiligen Geldgeber sind nicht bekannt.
Regierungen aus Asien und dem Nahen Osten haben sich in den letzten Wochen verstärkt bei US- und anderen internationalen Finanzhäusern eingekauft, darunter auch Morgan Stanley und UBS, deren Aktien im Zusammenhang mit der Kreditkrise und dem schwachen Dollar so billig sind wie seit vielen Jahren nicht.
Unterdessen hat mit den Zahlen von Alcoa die Ertragssaison begonnen. Der Dow-notierte Aluminium-Riese blickt für das abgelaufene Quartal trotz hoher Energiekosten auf ein Gewinnwachstum von 76 Prozent, was aber vor allem mit dem Verkauf der Verpackungs- und Verbrauchersparte zu tun hat. Diesen Sonderposten ausgenommen ist der Gewinn leicht gefallen, wie auch der Umsatz wegen schwächerer Alu-Preise rückläufig war. Die Aktie klettert um 0,6 Prozent.
Zu den weiteren Gewinnern im frühen Handel gehören die Fluggesellschaften. Der Sektor hatte schon am Vortag nach einer Aufstufung durch die UBS deutlich zulegen können und profitiert weiter von Merger-Spekulationen. Branchen-Insider rechnen mit einem ersten Merger innerhalb der nächsten Monate und setzen dabei auf einen Zusammenschluss von Delta Air Lines und Northwest Airlines. Eine solche Aktion könnte eine breite Konsolidierung im Sektor auslösen.
Lars Halter
10.01.2008 22:34
Aktien New York Schluss: Etwas fester - Erholung nach Bernanke-Aussagen
Die wichtigsten US-Aktienmarktindizes haben am Donnerstag nach negativem Auftakt und schwankendem Handelsverlauf mit Kursgewinnen geschlossen. Marktteilnehmer verwiesen auf die freundlich aufgenommene Bereitschaft des US-Notenbankpräsidenten Ben Bernanke zu weiteren Leitzinssenkungen als Stimulus für die US-Wirtschaft. Zudem hätten Berichte über eine möglicherweise bevorstehende Übernahme von Countrywide Financial die Stimmung belebt. Im letzten Monat habe es noch so ausgesehen, als ob der größte US-Immobilienfinanzierer Bankrott gehen würde, erklärte ein Marktteilnehmer die Erleichterung.
Der Dow Jones <INDU.DJI> gewann nach zwischenzeitlichem Rutsch auf 12.632 Punkte zuletzt 0,92 Prozent auf 12.853,09 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> legte um 0,79 Prozent auf 1.420,33 Zähler zu. An der NASDAQ kletterte der Composite Index <COMPX.NQI> um 0,56 Prozent auf 2.488,50 Punkte. Der NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> stieg um 0,23 Prozent auf 1.953,64 Zähler.
Fed-Chef Ben Bernanke hat nach Einschätzung von Experten deutliche Hinweise auf weitere Leitzinssenkungen gegeben. "Angesichts jüngst gestiegener Wachstumsrisiken könnte eine zusätzliche geldpolitische Lockerung gut notwendig sein", sagte Bernanke laut Redetext am Donnerstag in Washington. Der Offenmarktausschuss der Federal Reserve (FOMC) stehe bereit, um zusätzliche Schritte zur Stützung des Wachstums zu ergreifen und konjunkturellen Abwärtsrisiken vorzubeugen. Die Notenbank müsse weiterhin "alarmiert und flexibel" sein, um entschlossen und rechtzeitig handeln zu können.
Countrywide Financial <CFC.NYS> <CWU.FSE> (News) sprangen um 51,37 Prozent auf 7,75 Dollar an. Der zweitgrößte US-Finanzkonzern Bank of America <BAC.NYS> <NCB.ETR> (News) führt laut einem Medienbericht Verhandlungen über eine vollständige Übernahme der krisengeplagten größten US-Hypothekenfirma. Die Gespräche seien bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, berichtete das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf informierte Personen. Die Anteilscheine der Bank verteuerten sich um 1,45 Prozent auf 39,30 Dollar.
Alcoa <AA.NYS> <ALU.ETR> (News/Aktienkurs) stiegen im Leitindex um 0,61 Prozent auf 31,44 Dollar an. Der Aluminiumhersteller hatte durch den Verkauf seiner Verpackungssparte im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres einen Gewinnsprung verbucht und damit zum traditionellen Auftakt der US-Berichtssaison die Erwartungen übertroffen. Allerdings leidet der Konzern unter sinkenden Aluminiumpreisen, höheren Energiekosten und dem schwachen Dollar. Einige Analysten reagierten daher mit Kürzungen ihrer Gewinnschätzungen für das Gesamtjahr. Oscar Cabrera von Goldman Sachs schraubte die Schätzung von 2,65 auf 1,90 Dollar je Aktie zurück und senkte sein Kursziel von 42 auf 37 Dollar.
Für Aktien von Wal-Mart <WMT.NYS> <WMT.FSE> (News/Aktienkurs) ging es um 3,20 Prozent nach oben auf 48,40 Dollar. Der weltgrößte Einzelhändler hatte im Dezember mehr umgesetzt als im Vorjahr und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Allerdings warnte der Konzern vor höheren Zinsaufwendungen, die das Ergebnis im vierten Quartal belasten könnten. General Motors (GM) <GM.NYS> <GMC.FSE> (News/Aktienkurs) markierten mit plus 3,95 Prozent auf 23,68 Dollar die Dow-Spitze.
Dagegen verloren Papiere von Capital One Financial <COF.NYS> <CFX.FSE> (News) 0,99 Prozent auf 42,92 Dollar, erholten sich jedoch deutlich vom Tagestief bei 38,92 Dollar. Der Finanzkonzern hatte seine Gewinnprognose für das abgelaufene Jahr 2007 wegen gestiegener Kreditausfälle und erhöhter Rücklagen gesenkt. Als Gewinn je Aktie würden nun statt rund 5 Dollar lediglich 3,97 US-Dollar erwartet, teilte Capital One am Donnerstag mit. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen nun mit 60 Cent je Anteilsschein. Die Zahlen des Gesamtjahrs sollen wie geplant am 23. Januar vorgelegt werden.
Papiere von Fluggesellschaften standen mit Fusionsfantasie und deutlichen Kursgewinnen im Fokus: UAL <UAUA.NAS> <UAL.BER> sprangen um 23,75 Prozent auf 32,20 Dollar an die Spitze des NASDAQ 100. J.P. Morgan hatte die Aktie auf "Overweight" hochgestuft. Vor allem wird aber der Verwaltungsrat der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines <DAL.NYS> <DEL.FSE> einem Pressebericht zufolge am Freitag um Zustimmung für Fusionsgespräche mit den Branchenkollegen UAL und Northwest Airlines <NWAC.NAS> <NWA.FSE> (News/Aktienkurs) gebeten. Bereits im Dezember habe es Gespräche zwischen Delta und diesen Unternehmen sowie Continental Airlines <CAL.NYS> <COEB.FSE> (News) gegeben, berichtete das "Wall Street Journal". Im November hatte Delta noch Berichte dementiert, es gebe Gespräche mit dem Konkurrenten UAL. Delta gewannen 18,20 Prozent auf 15,98 Dollar, Northwest Airlines <NWA.NYS> <NOE.FSE> (News) zogen gar um 26,25 Prozent auf 15,20 Dollar an. Continental-Papiere verteuerten sich um 23,91 Prozent auf 23,27 Dollar./ag/he
AXC0217 2008-01-10/22:32
10.01.2008 22:19
US Indizes - Volatile Erholungsphase läuft...
In den US Indizes kam es nach der gestrigen Erholung zunächst zu einem verhaltenen Handelsstart. Nach der mit Spannung erwarteten Rede des FED Präsidenten zogen die Notierungen dann aber weiter an. Dieser Anstieg gestaltet sich sehr volatil, was weiterhin für Unsicherheit spricht, die Tageshochs konnten dann auch nicht gehalten werden. Im Nasdaq gelingt dabei dennoch ein klarer Anstieg um 0,6% auf 2488 Punkte. Der Dow Jones konnte sich stärker um 0,9% auf 12.848 Punkte erholen. Die bei 12.796 Punkten liegende Unterstützung kann somit nach dem Test der 12.519 Punkte zurück erobert werden.
Getragen wurde der Anstieg dann vor allem durch den sich erholenden Bankensektor, auch der Goldsektor blieb unverändert stark. Abgeben mussten die Notierungen im Öl- und Versorgersektor. Neben den Finanztiteln war dann die in den Vorwochen wieder massiv abverkaufte Aktie von General Motors (+4,0%) einer der Gewinner. Intel rutschte hingegen wieder um 0,9% ab. Gewinnmitnahmen belasteten heute TEVA Pharma, die als Verlierer im Nasdaq 100 vom Allzeithoch 4,5% abrutscht. Stark erholen konnten sich die Titel von Ross Stores (+11,2%) und Yahoo (+6,8%).
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
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Wall Street: Rallye in mehreren Anläufen
Nach den tiefen Verlusten der letzten Tage haben die US-Börsen am Donnerstag nach Impulsen für eine Rallye gesucht. Dass die Notenbank zu weiteren Zinssenkungen bereit scheint, konnte den Märkten zunächst Auftrieb geben, bevor Skepsis die Gewinne vernichtete – bis Übernahmegerüchte im Finanz- und Airlinesektor die Rallye wieder aufleben ließen.
Der Dow-Jones-Index legte um 118 Zähler oder 0,9 Prozent auf 12 853 Punkte zu. Der marktbreite S&P-500-Index kletterte um 11 Zähler oder 0,8 Prozent auf 1420 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nadaq schloss mit einem Plus von 14 Zählern oder 0,6 Prozent bei 2489 Punkten.
Fed-Chef Ben Bernanke hatte den Börsen am Mittag Auftrieb gegeben, als er weitere Zinssenkungen in Aussicht stellte. Angesichts der Wirtschaftsentwicklung in den letzten Wochen sei die Notenbank bereit, die nötigen Schritte zu gehen, um weitere Risiken eines wirtschaftlichen Abschwungs zu vermeiden. Allerdings fraß die Skepsis um Ausmaß und Auswirkungen weiterer Zinsschritte die Gewinne schnell auf.
Am späteren Nachmittag waren es dann jedoch Übernahmegerüchte aus dem Finanzsektor, die die Bullen zurück brachten. Die Bank of America soll laut Wall Street Journal Interesse an dem strauchelnden Hypotheken-Riesen Countrywide Financials haben. Dessen Aktie hat in den letzten drei Monaten wegen massiver Verluste im Subprime-Sektor um 85 Prozent nachgegeben und hatte jüngst sogar Konkursgerüchte durchmachen müssen. Aufgrund der – unbestätigten – Merger-Gerüchte kletterte Countrywide am Donnerstag um 54 Prozent.
Mit der Aktie kletterten auch die übrigen Kredit- und Finanzwerte. Selbst der Kreditkarten-Anbieter Capital One schloss mit einem Plus von 0,7 Prozent. Dabei hatte die Aktie am Morgen deutlich verloren, nachdem das Unternehmen die Gewinnprognosen für das laufende Jahr um 20 Prozent gesenkt hatte.
Zu den Gewinnern im Finanzsektor gehörten auch Citigroup und Merrill Lynch. Beide bemühen sich laut Wall Street Journal um weitere Finanzspritzen aus dem Ausland. Die Dow-notierte Großbank Citigroup arbeitet nach einem 7,5 Milliarden Dollar schweren Investment aus Abu Dhabi an einem weiteren 10-Milliarden-Deal, und Merrill Lynch dürfte nach 6,2 Milliarden Dollar aus Singapur weitere 3 bis 4 Milliarden Dollar empfangen.
Auch bei den Fluggesellschaften gibt es weiter Gerüchte über Zusammenschlüsse. Delta Air Lines soll sich in Verhandlungen mit entweder Northwest Airlines oder Continental Airlines befinden. Die betroffenen Aktien stiegen um jeweils mehr als 20 Prozent. Da bei einer Übernahme eine ganze Konsolidierungswelle ausgelöst werden könnte, legte die Branche allgemein zu.
Im Technologiebereich löste der Abschied des für Übernahmen zuständige Managers bei Microsoft Spekulationen aus. Schon seit längerem gehen Gerüchte um, Microsoft sei an einem Kauf des Suchmaschinenbetreibers Yahoo interessiert. Zusätzlich kommt nun mit Logitech der größte Hersteller von Computermäusen und Zubehör ins Gespräch. Die Aktien von Yahoo und Logitech legten um jeweils 6,5 Prozent zu.
Ansonsten war der Einzelhandel am Donnerstag von Interesse. Hier wurden die Verkaufszahlen für den Dezember bekannt gegeben. Besonders Wal-Mart und Costco, die beide im Niedrigpreissektor angesiedelt sind, konnten ihre Verkäufe steigern. Allgemein ging es dagegen deutlich bergab. Insgesamt haben 73 Prozent der Einzelhändler die Erwartungen verfehlt. Bei Target und J.C. Penney sowie der Kaufhauskette Macy’s gab es Umsatzeinbrüche.
Bei den Modeketten sind nicht nur die Umsätze im Dezember gesunken, Unternehmen wie Pacific Sunwear und Limited Brands mussten sogar Gewinnwarnungen für das vergangene Quartal ausgeben.
Der Mikrochiphersteller Intel war einer der wenigen Verlierer, da der New Yorker Generalstaatsanwalt Ermittlungen zu den Geschäftspraktiken angekündigt hat. Er beschuldigt Intel des Versuchs, einen Konkurrenten mit unlauteren Mitteln vom Markt zu drängen. Die Aktie gab um 1 Prozent nach.
WSC
11.01.2008 08:10
Aktien Tokio Schluss: Schwach
Die japanischen Aktienmärkte haben sich am Freitag infolge der Festigung des Yen zum Dollar und Sorgen über einen wirtschaftlichen Abschwung in Japan schwach ins Wochenende verabschiedet. Händler verwiesen auch auf erneute Sorgen um die Auswirkungen der Kreditkrise, nachdem Merrill Lynch einem Bericht zufolge Abschreibungen von 15 Milliarden US-Dollar erwartet. Der Nikkei-225-Index <N225.FX1> verlor 1,93 Prozent auf 14.110,79 Zähler und fiel damit auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Der breiter gefasste TOPIX <TOKS.FX1> gab 1,70 Prozent auf 1.377,58 Punkte ab./DP/gl/la
AXC0016 2008-01-11/08:07
11.01.2008 07:25
Aktien Hongkong am Mittag gut behauptet
DJ Aktien Hongkong am Mittag gut behauptet
HONGKONG (Dow Jones)--Gut behauptet tendieren die Aktienkurse am Freitagmittag (Ortszeit) in Hongkong. Zum Ende der ersten Sitzungshälfte gewinnt der Hang-Seng-Index (HSI) 0,1% auf 27.258 Punkte. Im frühen Handel hatte der Index im Gefolge der US-Börsen stärker zugelegt und war bis auf 27.594 Punkte gestiegen. In jüngster Zeit orientiere sich die Börse in Hongkong weniger an der Wall Street, sagt YK Chan von Phillip Asset Management. Chan glaubt, dass das Tauziehen zwischen Bullen und Bären noch einige Zeit fortdauern wird, das den Markt seit Jahresbeginn zwischen 27.000 und 28.000 Punkten auf der Stelle treten lässt. Es sei klar, dass der HSI bald aus dieser Spanne ausbrechen werde, doch sei ungewiss, in welche Richtung.
Unter den Blue Chips legen China Unicom am stärksten zu. Die Titel gewinnen 5,9% auf 18,56 HKD. Hintergrund sind abermals Spekulationen auf eine Restrukturierung. Sinopec fallen um 2,6% auf 10,48 HKD, nachdem China die Preise für Raffinerieprodukte eingefroren hat.
DJG/DJN/cln
AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Gut behauptet - Vorgaben aus den USA positiv
11.01 09:34
FRANKFURT (AWP International) - Gestützt von positiven Vorgaben aus den USA sind die deutschen Aktienindizes am Freitag gut behauptet in den Handel gestartet. Zinssenkungfantasie hatte an der Wall Street für Kursgewinne gesorgt. Der Leitindex DAX rückte in den ersten Handelsminuten um 0,28 Prozent auf 7.734,71 Punkte vor. Für den MDAX mittelgrosser Werte ging es um 0,22 Prozent auf 8.729,11 Zähler nach oben. Der TecDAX gewann 0,60 Prozent auf 874,89 Punkte.
Der Dow Jones hatte sich am Abend erholt und fester geschlossen. Aussagen von US-Notenbankpräsidenten Ben Bernanke hatten die Hoffnung auf eine bevorstehende Zinssenkung genährt. Auch Spekulationen um eine Übernahme von Countrywide Financial unterstützten das Bild. Die Börse in Tokio konnte jedoch diese Erholung nicht halten und drehte im Verlauf der Sitzung ins Minus. Händler verwiesen auf erneute Sorgen um die Auswirkungen der Kreditkrise, nachdem die US-Investmentbank Merrill Lynch einem Bericht zufolge Abschreibungen von 15 Milliarden US-Dollar aus diesem Problem erwartet.
Aktien der Lufthansa gewannen 2,56 Prozent auf 17,04 Euro. Händler sprachen von einer Erholung, nachdem die Titel am Vortag nicht von ihrem Gesamtjahresrekord bei der Passagierbeförderung profitieren konnten und Kursverluste verzeichneten.
Infineon gaben dagegen 2,86 Prozent auf 6,79 Euro ab. Händler verwiesen auf Samsung : Analysten rechnen bei dem Unternehmen wegen den weiter unter Druck stehenden Chippreisen mit enttäuschenden Zahlen. Diese werden für kommenden Dienstag erwartet. Samsung rechnet einem Händler zufolge damit, dass sich eine Erholung der Speicherchippreise noch länger hinziehen wird, auch wenn diese nahe ihrem Tief seien.
SGL Group gewannen 9,06 Prozent auf 32,75 Euro. Der Kohlenstoffspezialist hat im Zusammenhang mit der Bekanntgabe einer Grossinvestition in Malaysia seine Ziele für 2008 trotz des derzeit schwierigen Finanzmarktumfelds deutlich angehoben. «Ich sehe keinen Grund, warum unser Umsatz in diesem Jahr nicht zweistellig um 10 bis 15 Prozent gegenüber 2007 wachsen sollte», sagte Vorstandschef Robert Koehler am Freitag in einem Gespräch mit dpa-AFX über das geplante Kathoden-Werk in Banting.(...)/sc/la
Aktien von Praktiker setzten nach den starken Kursverlusten am Vortag ihre Talfahrt fort und verloren 4,03 auf 13,35 Euro. Die UBS hat die Titel der Baumarktkette von «Buy» auf «Neutral» abgestuft und das Kursziel drastisch von 36,50 auf 14,50 Euro gesenkt. Die Deutsche Bank habe das Kursziel von 28,00 auf 22,00 Euro gesenkt, die Einstufung «Buy» aber belassen, hiess es zudem von Händlern. Am Vortag waren Praktiker-Titel wegen mit Enttäuschung aufgenommener Umsatzzahlen für das vierte Quartal um mehr als 12 Prozent gefallen.
Air Berlin-Papiere gewannen nach einer weiteren Anteilsaufstockung der Investmentfirma Vatas 3,34 Prozent auf 12,06 Euro. Vatas hat die Rolle als grösster Einzelaktionär der Fluggesellschaft weiter ausgebaut und den Stimmrechtsanteil über ihre Tochtergesellschaft Haarlem One von knapp 17,5 Prozent auf 18,562 Prozent gesteigert. Es überrasche nicht, dass der vom Londoner Investor Robert Hersov kontrollierte Investor weiter aufstocke, sagte ein Händler. Allerdings wirke dies dennoch leicht positiv auf die Aktien.
sc/la
Wall Street: IBM hilft der Börse ins Plus
Die amerikanischen Börsen haben am Montagmorgen mit deutlichen Gewinnen eröffnet. Positive Aussichten bei IBM sorgen für Kauflaune auf dem Parkett. Allerdings gibt es auch einige Warnungen, die zum Teil wiederum die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen durch die Notenbank verstärken.
Eine halbe Stunde nach der Glocke verbessert sich der Dow-Jones-Index um 81 Zähler oder 0,6 Prozent auf 12 687 Punkte, während der marktbreite S&P-500-Index um 6 Zähler oder 0,4 Prozent auf 1406 Punkte zulegt.
Die Hightech-orientierte Nasdaq klettert zum Wochenbeginn um 18 Zähler oder 0,7 Prozent auf 2457 Punkte.
Der größte Kauf-Impuls geht am Montagmorgen vom Dow-notierten Computer- und Serverriesen IBM aus. Das Unternehmen schraubt drei Tage vor der Quartalskonferenz die Erwartungen nach oben und rechnet mit einem Gewinn von 2,80 Dollar pro Aktie. Das sind 8 Prozent mehr als erwartet. Auch die Umsatzprognosen werden nach oben korrigiert, was Anleger mit einem frühen Kursgewinn von fast 8 Prozent belohnen.
Deutlich schlechter dürfte die Bilanz bei Sears Holding ausfallen. Der Einzelhandelsriese, dessen Restrukturierung seit Wochen kritisiert wird, fürchtet einen Gewinneinbruch um 51 Prozent. Die Aktie verliert im frühen Handel fast 10 Prozent.
Die Quartalsprognosen mit den größten Konsequenzen kommen hingegen aus dem Finanzsektor. Einen Tag bevor Citigroup die Bücher öffnet, spekulieren amerikanische Medien über Abschreibungen von bis zu 24 Milliarden Dollar für die weltgrößte Bank. Das ist deutlich mehr als bisher erwartet worden war. Bis zu 15 Milliarden Dollar könnte die Bank hingegen an Fremdkapital gewinnen, den größten Teil davon über den saudischen Scheich und Großaktionär Prinz Alwaleed bin Talal sowie von der kuwaitischen Regierung.
Aus Kuwait hofft auch Merrill Lynch auf eine Finanzspritze, die Gerüchten zufolge bis zu 3 Milliarden Dollar in das von der Subprime-Krise geschüttelte Investmenthaus bringen bringen dürfte.
Keine Aussicht auf Rettung hat hingegen der kleine Hypotheken-Anbieter NLC Financial Services, eine Tochter des Dow-notierten Finanzhauses Friedman Billings Ramsey. Die Muttergesellschaft hat für NLC Konkurs angemeldet. Der Markt beobachtet das mit Sorge: Im Laufe der Woche stehen die Bilanzkonferenzen von zig großen und kleinen Finanzhäusern an, und man rechnet noch mit weiteren schlechten Nachrichten.
Solche Nachrichten regen unteredessen die Diskussion um die weitere Zinspolitik der Notenbank wieder an. Spätestens seit den jüngsten Kommentaren von Fed-Chef Ben Bernanke rechnet der Markt fest mit weiteren Zinssenkungen, doch ist unter Analysten sogar von einer kurzfristigen „Emergency-Sitzung“ die Rede, in der die Fed schon vor ihrer nächsten Sitzung am Monatsende eingreifen könnte. Insider halten einen solchen Schritt aber für unwahrscheinlich, da er Panik in den Markt bringen könnte.
Die Spekulationen um weiter fallende Zinsen schaden erneut dem Dollar, der gegenüber dem Euro weiter abgibt. Auf dem aufsteigenden Ast ist hingegen weiterhin der Goldpreis. Die Flucht vieler Anleger in das Edelmetall als sicherer Hafen lässt die Feinunze stabil über 900 Dollar notieren, Experten halten einen Kurs von 1000 Dollar in den nächsten Tagen für möglich.
Lars Halter
14.01.2008 22:19
US Indizes - Kurserholung nach IBM-Zahlen
Bereits deutlich fester konnten die US Indizes heute in den Handel starten. Im Handelsverlauf kam es dann aber zunächst wieder zu rückläufigen Notierungen bevor die Indizes zum Handelsende auf neue Tageshochs steigen konnten. Dabei legt der Nasdaq klar um 1,6% zu und schließt unterhalb des Intraday-Abwärtstrends der Vortage. Der Dow Jones dreht somit heute wieede4r oberhalb der bei 12.519 Punkten liegenden Unterstützung in Form des Tiefs aus dem vergangenen Sommer nach oben ab, bleibt aber unterhalb der 12.796 Punkte. Ein Gewinn zum Handelsende von 1,4% auf 12.778 Punkte.
Gestützt wurde die Rallye heute im Zuge des Kurssprungs bei IBM (News/Aktienkurs) durch den Computer- und Halbleitersektor. Der Pharmasektor rutschte nach Stärke an den Vortagen leicht ab. Verlierer im Dow Jones war dann auch die Aktie von Merck mit Abgaben um 1,3%, IBM (+5,4%) und auch Intel (+5,0%) konnten sich stark erholen. Bei Juniper Newtworks gelang nach dem Kursrutsch des Vortages heute eine Erholung um 6,0%, die Aktien von Oracle erholten sich als eine der stärksten ebenfalls deutlich um 4,5%. Verlierer gab es dennoch. Ebay gab nach dem Anstieg des Vortages bereits wieder um 1,5% nach, auch bei Starbucks ging es nach der kurzen Rallye wieder um 1,2% abwärts. Nachbörslich folgen heute noch die Zahlen bei Genentech (-1,1%), mit Spannung erwartet werden aber vor allem die morgigen Zahlen der Citigroup (+1,8%).
Aktuelle Tagescharts (1 Kerze = 1 Tag) sowie 60-min Chartausschnitt
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Wall Street: US-Börsen legen dreistellig zu
Es ist schon ein paar Monate her, dass die US-Börsen eine Woche so gut gelaunt begonnen haben. Am Montag ging es für alle großen Indizes recht deutlich ins Plus – dank starker Aussichten von IBM. Ohne „Big Blue“ indes wäre der Tag ganz anders verlaufen, denn in allen Sektoren wird weiter geklagt.
Zum Wochenstart verbesserte sich der Dow-Jones-Index um 158 Zähler oder 1,3 Prozent auf 12 777 Punkte, während der marktbreite S&P-500-Index um 15 Zähler oder 1,1 Prozent auf 1416 Punkte zulegte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq kletterte im Montagshandel um 38 Zähler oder 1,6 Prozent auf 2478 Punkte.
Der größte Kauf-Impuls ging am Montag vom Dow-notierten Computer- und Serverriesen IBM aus. Das Unternehmen meldet starke Umsätze in Europa und Asien und schraubt drei Tage vor der Quartalskonferenz die Gewinn- und Umsatzerwartungen nach oben. Nach den jüngsten Spekulationen über die Folgen der Kreditkrise für die Hightechs, löst das Erleichterung aus. IBM kletterte um fast 6 Prozent.
Mit der IBM-Aktie kletterten einige andere Hightech-Papiere, darunter der Dow-notierte Computer- und Druckerbauer Hewlett-Packard sowie Intel und Microsoft.
Außerhalb des Sektors gibt es aber weiterhin trübe Wolken. Einen Tag bevor Citigroup die Bücher öffnet, wird über Abschreibungen von bis zu 24 Milliarden Dollar für die weltgrößte Bank spekuliert. Das ist deutlich mehr als bisher erwartet worden war. Bis zu 15 Milliarden Dollar könnte die Bank hingegen an Fremdkapital gewinnen, den größten Teil davon über den saudischen Scheich und Großaktionär Prinz Alwaleed bin Talal sowie von der kuwaitischen Regierung.
Aus Kuwait hofft auch Merrill Lynch auf eine Finanzspritze, die Gerüchten zufolge bis zu 3 Milliarden Dollar in das von der Subprime-Krise geschüttelte Investmenthaus bringen bringen dürfte.
Schlechte Nachrichten kamen auch aus dem Pharmasektor: Sowohl Merck als auch Schering-Plough mussten schlechte Testergebnisse für neue Medikamente einräumen. Für beide Papiere ging es bergab.
Noch schlechter sieht es bei Sears Holding aus. Der Einzelhändler, der seit Monaten für seine Restrukturierung kritisiert wird, warnt für das abgelaufene Quartal vor einem Gewinneinbruch um bis zu 51 Prozent, was die Aktie um 6,5 Prozent ins Minus drückte.
Unter den Gewinnern schlossen hingegen die Automobil-Aktien. In Detroit fielen zwar keine neuen Modelle unerwartet gut auf, doch gibt es leichten Optimismus mit Blick auf die Konjunktur. Rick Wagoner, der CEO von General Motors, rechnet nicht damit, dass es für die US-Wirtschaft weiter bergab geht. Behält er recht, käme die Branche wohl um einen weiteren Tiefschlag herum.
Umso spannender wird also, was die Notenbank zur Bekämpfung der Rezession unternimmt. Spätestens seit den jüngsten Kommentaren von Fed-Chef Ben Bernanke rechnet der Markt fest mit weiteren Zinssenkungen, doch ist unter Analysten sogar von einer kurzfristigen „Emergency-Sitzung“ die Rede, in der die Fed schon vor ihrer nächsten Sitzung am Monatsende eingreifen könnte. Insider halten einen solchen Schritt aber für unwahrscheinlich, da er Panik in den Markt bringen könnte.
Lars Halter
15.01.2008 09:16
Aktien TecDAX Eröffnung: Etwas fester
Der TecDAX <TDXP.ETR> ist am Dienstag etwas fester in den Handel gestartet. In den ersten Handelsminuten stieg das Technologie-Barometer um 0,74 Prozent auf 888,64 Punkte. An der Indexspitze verbesserten sich Aktien von SolarWorld <SWV.ETR> (News/Aktienkurs) um 2,76 Prozent auf 36,55 Euro. Am Vortag hatte der Solarkonzern die Veräußerung des Mehrheitsanteils an der schwedischen Tochter Gällivare PhotoVoltaic vollzogen. Die Titel von Versatel <VTW.ETR> (News/Aktienkurs) weiteten ihre Vortagesverluste aus und verloren am Indexende 5,43 Prozent auf 21,75 Euro./gr
AXC0039 2008-01-15/09:15
15.01.2008 09:16
Aktien Tokio schließen schwächer - Kleinere Unternehmen drücken
DJ Aktien Tokio schließen schwächer - Kleinere Unternehmen drücken
TOKIO (Dow Jones)--Die Börse in Tokio hat am Dienstag schwächer und der Leitindex erstmals seit November 2005 unter der Marke von 14.000 Punkten geschlossen. Der Nikkei-225 verlor 1% oder 138 Punkte auf 13.973, während der breiter aufgestellte Topix gar 2% bzw 27 Punkte auf 1.350 einbüßte. Gehandelt wurden 2,48 Mrd Aktien, was Händler als moderat bezeichneten.
Händler begründeten die schlechte Stimmung am Markt mit den Sorgen über den Fortgang der US-Konjunktur und die deutlichen Abschläge am heimischen Markt für kleinere Unternehmen. Selbst wenn der Nikkei kurzfristig von einer möglichen Aufwärtsbewegung der US-Börsen profitieren sollte, dürfte der Markt für kleinere Unternehmen den Leitindex weiter negativ beeinflussen, hieß es unter Händlern. Einige Händler hätten den Beleihungswert bestimmter kleinerer Gesellschaften gekürzt, daher dürften Anleger solche Papiere veräußern oder zur Kapitalbeschaffung auch Schwergewichte abgeben. Die getrübte Stimmung an der Börse für kleinere Unternehmen habe sich letztlich auf den Gesamtmarkt übertragen, merkten Börsianer weiter an.
Die für den Berichtstag angekündigten Quartalszahlen von Citigroup könnten einige der größten Sorgen am Markt dämpfen. Sollten die Quartalsbilanz im Rahmen der Erwartungen bleiben, dürfte das den Aktienmärkten weltweit Auftrieb verleihen. "Aber selbst wenn möglich Aufschläge an der Wall Street die Kurse in Tokio nach oben ziehen sollten, wäre der Effekt doch eher begrenzt", sagte Tsuyoshi Segawa, Analyst bei Shinko Securities. Dies gelte so lange, wie der Markt auf fallende Kurse eingestellt ist.
Die meisten Schwergewichte gingen am Dienstag mit negativen Vorzeichen aus dem Handel. Hitachi verloren 1,6% auf 761 JPY und Sony büßten 2,2% auf 5.910 JPY ein. Für Toyota ging es 1,8% auf 5.530 JPY nach unten und Mitsubishi UFJ Financial Group verbilligten sich um 1,3% auf 999 JPY. Mizuho Financial Group schlossen 1,4% unter dem letzten Schlusskurs bei 503.000 JPY. Die Papiere gerieten auch deshalb unter Druck, weil in Medienberichten die Rede davon war, dass der Finanzkonzern mit 140 Mrd JPY bei Merrill Lynch einsteigen könnte.
Toshiba verloren 2,5% auf 756 JPY. Anleger hätten Preiskürzungen bei HD-DVD-Spielern in den USA kritisch beäugt, hieß es am Markt. Mit dem Schritt will der Elektronikkonzern sein hoch auflösendes DVD-Format im Wettbewerb mit dem Blu-Ray-System attraktiver machen. Sompo Japan Insurance stürzten um 4,9% auf 937 JPY ab, nachdem der Versicherer seine Gewinnprognose für das im März endende Geschäftsjahr gesenkt hatte. Das Unternehmen hatte die Gewinnwarnung unter anderem mit Verlusten aus Hypothekenpapieren begründet.
DJG/DJN/flf/raz
(END) Dow Jones Newswires
15.01.2008 09:25
Aktien Frankfurt Eröffnung: Uneinheitlich - Vorgaben belasten Standardwerte
Belastet von negativen Vorgaben vor allem aus Asien sind die deutschen Standardwerte am Dienstag mit leichten Verlusten gestartet. Der DAX <DAX.ETR> verlor in den ersten Handelsminuten 0,13 Prozent auf 7.721,88 Zähler. Für den MDAX <MDAX.ETR> ging es um 0,09 Prozent auf 8916,68 Zähler nach unten. Der TecDAX <TDXP.ETR> gewann unterdessen 0,90 Prozent auf 890,04 Punkte. Der Dow Jones <INDU.IND> hatte am Vorabend zwar dank starker Quartalszahlen von IBM <IBM.NYS> <IBM.ETR> (News/Aktienkurs) im Vergleich zum Xetra-Schluss noch 62 Punkte gewonnen und nahe dem Tageshoch fest geschlossen. Nachbörslich sackte der Dow-Future zuletzt aber um rund 40 Punkte ab. Die Börsen in Asien <N225.FX1> <HSI.X.HOX> schlossen am Morgen schwächer.
Für MAN <MAN.ETR> (News/Aktienkurs) ging es um 0,72 Prozent auf 96,70 Euro nach oben. Händler verwiesen auf einen Presseartikel als Unterstützung. VW-Chef <VOW.ETR> (News/Aktienkurs) Martin Winterkorn hat seine Pläne für eine Lkw-Allianz mit MAN und Scania <SCV.SSE> <SNAB.FSE> (News) bekräftigt. "Die Tatsache, dass Sie dazu nichts hören, bedeutet nicht, dass nichts geschieht", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag) am Rande der Automesse in Detroit. VW-Aktien standen unterdessen mit 0,84 Prozent auf 152,51 Euro im Minus. Die Credit Suisse hatte die Titel auf "Underperform" abgestuft.
Merck <MRK.ETR> (News/Aktienkurs) konnten nicht von positiven Aussagen von Samsung Electronics <SMSN.SQ1> <SSU.FSE> profitieren und gaben 0,36 Prozent auf 89,62 Euro ab. Samsung habe bei seiner Zahlenvorlage von einer weiter lebhaften Nachfrage nach Flachbildschirmen (LCD) berichtet und einen Anstieg der LCD-Verkäufe von 20 Prozent in 2008 angekündigt. Die weiter positiven Aussagen sollten Merck als Lieferanten von Flüssigkristallen zwar stützen, sagte ein Händler. Merck habe aber zuletzt einen recht verhaltenen Margen-Ausblick auf das LCD-Geschäft gegeben, was den Optimismus bremse.
Beiersdorf <BEI.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen nach Zahlen moderate 0,45 Prozent auf 48,99 Euro. Der Hamburger Konsumgüterhersteller hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn erneut deutlich gesteigert. Einer ersten Analysteneinschätzung zufolge fielen die Zahlen leicht besser als erwartet aus. Allerdings fehle der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2008. Auch Händler vermissten einen Ausblick. "Die Zahlen sind solide, aber unspektakulär", fasste ein Börsianer zusammen.
Südzucker <SZU.ETR> (News/Aktienkurs) standen mit 0,35 Prozent auf 14,14 Euro leicht im Plus. Die Bilanz ist einer ersten Händlereinschätzung vom Dienstag zufolge "sehr gemischt" ausgefallen. Europas größter Zuckerproduzent mehr Umsatz erwirtschaftet als erwartet und die Erlösprognose für das Gesamtjahr angehoben. Unterm Strich schrieb der im MDAX notierte Konzern hingegen durch die Belastungen der EU-Zuckermarktreform sowie höherer Restrukturierungsaufwendungen rote Zahlen.
Pfleiderer <PFD4.ETR> (News/Aktienkurs) rutschten um 6,33 Prozent auf 12,72 Euro ab. Der Finanzvorstand Derrick Noe verlässt den Möbel- und Bauzulieferer mit sofortiger Wirkung. Einen Grund für das Ausscheiden nannte das Unternehmen nicht und auch eine sonst übliche Dankesformel fehlte in der knapp gehaltenen Mitteilung. "Das klingt merkwürdig und womöglich könnte da noch was nachkommen", sagte ein Händler am Morgen. Es sei nie ein gutes Zeichen, wenn der Finanzvorstand das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlässt.
Unterdessen ging es für Air Berlin <AB1.ETR> (News/Aktienkurs) um 3,37 Prozent auf 12,56 Euro nach oben. Kamal Abdullah S. Bahamdan, ein Investor aus Saudi Arabien, hat einen Anteil von 3,1004 Prozent erworben. Die Investmentfirma Vatas bekomme nun als größter Einzelaktionär der Fluggesellschaft langsam Konkurrenz, sagte ein Händler. "Das ist interessant".
Auch SolarWorld <SWV.ETR> (News/Aktienkurs) waren gefragt und gewannen 2,02 Prozent auf 36,29 Euro. Am Vortag hatte der Solarkonzern die Veräußerung des Mehrheitsanteils an der schwedischen Tochter Gällivare PhotoVoltaic vollzogen. Bereits Ende Dezember vergangenen Jahres wurde dieser Verkauf und der für 2008 geplante Börsengang bekannt gegeben. Aktuelle Berichte dazu seien daher nicht neu. "Zudem hat sich der Solarkonzern optimistisch gezeigt, seine Ziele für 2007 zu übertreffen - aber das erwarten Analysten bereits", sagte ein Börsianer./dr/gr
AXC0043 2008-01-15/09:24
15.01.2008 11:31
Dax heute Vormittag unter Druck
Dax 7678,57Punkte
Aktueller Tageschart (log. 1 Tag = 1 Kerze ) + Aktueller Stundenchart (1 Kerze = 1 Stunde) + Dax 30 Kursliste
Der Dax gibt heute Vormittag weiter ab und notiert aktuell mit knapp 0,7% im Minus. Nur 4 Werte legen gegen den Trend zu. Größter Gewinner ist E.ON mit einem Plus von 0,87%. Mit BASF notiert ein Wert unverändert. Die anderen 25 Werte geben teilweise deutlich nach. Am stärksten verliert Tui. Dieser Wert notiert mit 3,18% im Minus.
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15.01.2008 11:43
Aktien Frankfurt: DAX etwas schwächer - ZEW-Daten, Unsicherheit hält an
Die deutschen Aktienindizes haben am Dienstagmittag ihre frühen Kursverluste ausgeweitet und sich etwas schwächer entwickelt. Der DAX <DAX.ETR> verlor 0,64 Prozent auf 7.682,32 Zähler. Für den MDAX <MDAX.ETR> ging es nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone zuletzt um 0,58 Prozent auf 8.872,80 Punkte nach unten. Der TecDAX <TDXP.ETR> fiel dank starker Solarwerte mit 0,19 Prozent auf 880,45 Zähler nur leicht ins Minus.
Händler verwiesen einerseits auf die überraschend schwachen ZEW-Daten. Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Januar stärker als erwartet eingetrübt. Zudem sei die Unsicherheit vor US-Konjunkturdaten und ersten Quartalsberichten der US-Investmentbanken weiter hoch. "Die Nervosität ist weiterhin spürbar und im Laufe der Woche stehen aus der Bankenbranche interessante Zahlen auf der Agenda - den Anfang macht am Nachmittag die Citigroup <C.NYS> <TRV.FSE> (News/Aktienkurs)" sagte ein Börsianer.
Gegen den Trend stemmten sich dank positiver Studien die Versorger. E.ON <EOA.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen an der DAX-Spitze 0,76 Prozent auf 146,14 Euro, RWE <RWE.ETR> (News/Aktienkurs) stiegen um 0,24 Prozent auf 94,54 Euro. So hat die Citigroup das Kursziel für E.ON von 147 auf 169 Euro und für RWE von 111 auf 115 Euro angehoben. RWE sei zudem eines der Top Picks im Sektor. Auch die Analysten von JP Morgan äußerten sich positiv zu den Titeln. Das helfe den Titeln trotz der Pläne der Bundesnetzagentur zu drastischen Kürzungen für die Gebühren für die Nutzung der Stromnetze.
Einer der schwächsten Werte im Leitindex waren die Titel der Deutschen Post <DPW.ETR> (News/Aktienkurs) mit minus 2,61 Prozent auf 22,76 Euro. "Vielleicht ist der Überschwang aus der zuletzt angekündigten Verkaufsbereitschaft des Postbankanteils <DPB.ETR> (News/Aktienkurs) der Ernüchterung über das schwierige US-Geschäft gewichen", sagte ein Händler. Zudem würden am Markt Stimmen laut, dass die angekündigte Lösung für das US-Expressgeschäft nicht so schnell kommen werde wie gedacht, fügte ein weiterer Börsianer an. Ein dritter Händler verwies auf die Nachricht, dass Günter Thiel eine Rückkehr als Chef der Pin Group erwägt.
Im MDAX setzten sich MLP <MLP.ETR> (News/Aktienkurs) mit plus 6,36 Prozent auf 10,53 Euro an die Spitze. Der Finanzdienstleister hat seine Gewinnprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr bekräftigt und rechnet beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) für 2007 weiter mit einem Anstieg um knapp 30 Prozent auf 110 Millionen Euro. Am Vortag waren laut Händlern erneut Spekulationen um ein mögliches Interesse der Deutschen Bank <DBK.ETR> (News/Aktienkurs) an dem Finanzdienstleister herumgereicht worden, die den Aktien zu einer ersten Erholung verholfen hatten.
Beiersdorf <BEI.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen nach etwas besser als erwartet ausgefallenen Zahlen 1,50 Prozent auf 49,50 Euro. Für Südzucker <SZU.ETR> (News/Aktienkurs) ging es unterdessen um 2,56 Prozent auf 13,73 Euro nach unten. Börsianer nahmen die Zahlen überwiegend negativ auf. "Die Ergebnisentwicklung ist schlecht", sagte ein Händler. Der etwas besser als erwartete Umsatz und auch die erhöhte Prognose für die Verkäufe im Gesamtjahr würden hier klar in den Hintergrund treten.
Pfleiderer <PFD4.ETR> (News/Aktienkurs) rutschten um 6,70 Prozent auf 12,67 Euro ab. Der Finanzvorstand Derrick Noe verlässt den Möbel- und Bauzulieferer mit sofortiger Wirkung. "Das klingt merkwürdig und womöglich könnte da noch etwas nachkommen", sagte ein Händler. Die Analysten von Merck Finck betonten hingegen, dass die Nachricht laut Pfleiderer nichts mit den Finanzen des Unternehmens zu tun habe und auch keine Gewinnwarnung zu erwarten sei.
Im TecDAX gewannen SolarWorld <SWV.ETR> (News/Aktienkurs) als stärkster Wert 3,63 Prozent auf 36,86 Euro - Vorstandschef Frank Asbeck geht optimistisch in das neue Geschäftsjahr. Bei den kleineren Werten legten Air Berlin <AB1.ETR> (News/Aktienkurs) nach dem Einstieg eines weiteren Finanzinvestors um 3,54 Prozent auf 12,58 Euro zu./dr/gr
AXC0089 2008-01-15/11:42
Wall Street: Citigroup lässt Anleger weiter zittern
Die amerikanischen Börsen können ihre Montagsgewinne am Dienstag nicht halten. Nach schwachen Wirtschaftsdaten und Milliarden-Verlusten im Finanzsektor ist die gute Laune vom Wochenstart bereits verflogen – zumal nach den Zahlen von Citigroup ein Ende der Krise noch nicht in Sicht ist.
Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn gibt der Dow-Jones-Index um 106 Zähler oder 0,8 Prozent auf 12 672 Punkte nach, während der marktbreite S&P-500-Index um 16 Zähler oder 1,1 Prozent auf 1400 Punkte abstürzt.
Die Hightech-orientierte Nasdaq verliert im frühen Handel 29 Zähler oder 1,2 Prozent auf 2448 Punkte.
Von konjunktureller Seite kommt eine Reihe schlechter Nachrichten. Die Einzelhandelsumsätze werden für den Dezember mit einem Minus von 0,4 Prozent gemeldet und damit deutlich schwächer als erwartet. Auf das ganze jahr 2007 gerechnet steht der Einzelhandel so schlecht da wie seit fünf Jahren nicht.
Auch im Produzierenden Gewerbe geht es weiter abwärts: Der Empire State Index über die Aktivitäten der Industrie im Großraum New York ist für den vergangenen Monat von 9,8 auf nur noch 9,0 Punkte gefallen.
Unerwartet stabil werden hingegen die Erzeugerpreise gemeldet. Nachdem der Inflationsindikator auf Jahressicht den steilsten Anstieg seit 25 Jahren gesehen hat, misst man für den Dezember ein Minus von 0,1 Prozent und in der Kernrate ohne Energie und Lebensmittel ein Plus von nur 0,2 Prozent. Damit fällt die Inflation auf Seite der Hersteller niedriger aus als Experten befürchtet hatten.
Damit wiederum rückt die weitere Zinspolitik der Notenbank erneut in den Mittelpunkt der Diskussion. Die aktuellen Hinweise auf schwaches Wachstum und moderate Inflation lassen manche Experten bei der Fed-Sitzung am Monatsende auf eine Zinssenkung von 75 Basispunkten hoffen. Mit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte wird hingegen fest gerechnet.
Auf Unternehmensseite steht am Dienstag Citigroup im Mittelpunkt. Nach vielfältigen Spekulationen meldet die weltgrößte Bank für das abgelaufene Quartal Abschreibungen von 18 Milliarden Dollar und einen Verlust von 9,8 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Minus von 1,99 Dollar pro Aktie und ist fast doppelt so schlecht wie erwartet. Anleger sorgen sich unterdessen um 37 Milliarden Dollar, die Citi nach wie vor in Subprime-Anlagen hält. Dieser Umstand belastet die Aktie ebenso wie die Kürzung der Dividende um 40 Prozent. Citigroup gibt am Dienstagmorgen um 3,4 Prozent nach.
Auf der positiven Seite meldet Citigroup hingegen eine Kapitalaufnahme von 12,5 Milliarden Dollar aus dem Ausland, und ähnliches hört man auch von Merrill Lynch. Die Investmentbank bekommt eine Finanzspritze von 6,6 Milliarden Dollar, unter anderem von Investoren aus Kuwait, Korea und Japan.
Auf Hightech-Seite ist am Dienstag Intel Gesprächsthema. Nach der Schlussglocke legt der Chip-Hersteller Quartalszahlen vor. Die Aktie notiert im Vorfeld leicht negativ. Um ganze 5 Prozent bricht hingegen der Chip-Experte Nvidia ein, der bei der Deutschen Bank abgestuft wurde.
Lars Halter -
15.01.2008 18:13
Aktien Frankfurt Schluss: Verluste - Hypo Real Estate verlieren 34 Prozent
Die meisten deutschen Aktien haben am Dienstag mit Verlusten geschlossen. Vor allem negative Nachrichten des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) und neue Rezessionssorgen hätten auf die Stimmung gedrückt, sagten Marktteilnehmer. Der DAX <DAX.ETR> verlor 2,14 Prozent auf 7.566,38 Zähler. Für den MDAX <MDAX.ETR> ging es um 2,99 Prozent auf 8.657,60 Punkte nach unten. Der TecDAX <TDXP.ETR> fiel um 3,94 Prozent auf 847,36 Zähler.
Der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate hat laut Börsianern die Märkte mit der Ankündigung geschockt, stärker in die US-Immobilienkrise involviert zu sein als zunächst angekündigt. Es sei zu einem Vertrauensverlust gekommen, im Zuge dessen die HRE-Titel innerhalb eines Nachmittages mehr als ein Drittel an Wert verloren hätten, sagte Marktanalyst Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse (Haspa). Als Belastungsfaktor hinzu kam ihm zufolge die erneute Furcht vor einer Rezession in den USA. Auslöser dafür sei ein überraschender Rückgang der US-Einzelhandelsumsätze im Dezember gewesen.
Die Aktien der Hypo Real Estate (HRE) <HRX.ETR> (News/Aktienkurs) stürzten nach Eckzahlen für das Gesamtjahr um 35,17 Prozent auf 21,64 Euro in die Tiefe und damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2004. Zeitweise war die Aktie auf bis zu 20,57 Euro abgerutscht und büßte damit mehr als zwei Milliarden Euro ihrer Marktkapitalisierung ein. Händlern zufolge hat der Immobilienfinanzierer quasi eine kleine Gewinnwarnung gegeben. Die bisher angestrebte Eigenkapitalrendite nach Steuern von 12 Prozent werde voraussichtlich nicht erreicht, teilte das Unternehmen mit. Im vierten Quartal 2007 sei eine Abschirmung eines US-Wertpapierportfolios in Höhe von 390 Millionen Euro vorgenommen worden, davon 295 Millionen Euro ergebniswirksam. Auch weitere Wertberichtigungen könnten nicht ausgeschlossen werden.
Diesen Nachrichten konnten sich auch die übrigen Finanztitel nicht entziehen, die kurz vor der Zahlenbekanntgabe noch von den nicht so schlecht wie erwartet ausgefallenen Abschreibungen der Citigroup profitiert und zu einer Erholung angesetzt hatten. "Finanzwerte werden jetzt wegen der negativen Nachrichten von der Hypo Real Estate in Sippenhaft genommen", meinte der Haspa-Experte. So brachen Commerzbank <CBK.ETR> (News/Aktienkurs) um 8,31 Prozent auf 23,17 Euro ab, obwohl das Institut seine mittelfristigen Ziele bestätigt hatte und sich nach wie vor auf Kurs zu einem neuen Rekordjahr sieht. Für die Deutsche Bank <DBK.ETR> (News/Aktienkurs) ging es um 2,54 Prozent auf 82,65 Euro nach unten. Aareal Bank <ARL.ETR> (News/Aktienkurs) büßten im MDAX 9,35 Prozent auf 25,20 Euro ein.
Gewinne verbuchen konnten unterdessen dank positiver Studien allein die Versorger. E.ON <EOA.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen 0,50 Prozent auf 145,76 Euro, für RWE <RWE.ETR> (News/Aktienkurs) ging es um 0,38 Prozent auf 94,67 Euro nach oben. So hatte die Citigroup das Kursziel für E.ON von 147 auf 169 Euro und für RWE von 111 auf 115 Euro angehoben. Analyst Chris Rogers verwies in einer Studie auf seine erhöhten Strompreisschätzungen aufgrund gestiegener Rohstoffkosten. RWE sei zudem eines der Top Picks im Sektor. Auch die Analysten von JP Morgan äußerten sich positiv zu den Titeln. Das helfe den Papieren trotz der Pläne der Bundesnetzagentur zu drastischen Kürzungen für die Gebühren für die Nutzung der Stromnetze, sagten Händler.
Beiersdorf <BEI.ETR> (News/Aktienkurs) konnten sich trotz besser als erwartet ausgefallener Zahlen nicht gegen den Markttrend stemmen und verloren 0,53 Prozent auf 48,51 Euro. Für Südzucker <SZU.ETR> (News/Aktienkurs) ging es nach Quartalszahlen um 4,12 Prozent auf 13,51 Euro nach unten. Börsianer nahmen das Zahlenwerk überwiegend negativ auf. "Die Ergebnisentwicklung ist schlecht", sagte ein Händler. Der etwas besser als erwartete Umsatz und auch die erhöhte Prognose für die Verkäufe im Gesamtjahr würden hier klar in den Hintergrund treten.
Pfleiderer <PFD4.ETR> (News/Aktienkurs) rutschten um 12,67 Prozent auf 11,86 Euro ab. Der Finanzvorstand Derrick Noe verlässt den Möbel- und Bauzulieferer mit sofortiger Wirkung. "Das klingt merkwürdig und womöglich könnte da noch etwas nachkommen", sagte ein Händler. Im TecDAX verloren Versatel <VTW.ETR> (News/Aktienkurs) 2,17 Prozent auf 22,50 Euro. Bereits am Vortag hatten die Titel nach der Anteilsaufstockung durch United Internet <UTDI.ETR> (News/Aktienkurs) auf 25,05 Prozent mehr als 13 Prozent eingebüßt. Analysten bestätigten nun ihre vorsichtige Einschätzung zu dem Titel. Es sei unwahrscheinlich, dass United Internet in naher Zukunft weitere Anteile erwerben wird, daher sei die Fantasie aus dem Titel raus./la/he
AXC0196 2008-01-15/18:12
Aareal Bank AG Inhaber-Aktien o.N.
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Hat die Unterstützung getestet!
AWD HOLDING AG Inhaber-Aktien o.N
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Schnurrgerade seitwärts!
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BAYER.HYPO- UND VEREINSBANK AGINHABER-STAMMAKTIEN
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Abwärts!
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BILFINGER BERGER AG Inhaber-Aktien o.N.
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Vielleicht ist hier mehr Halt beim Abwärtstrend!
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DEUTZ AG Inhaber-Aktien o.N
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Überverkauft-Signal!
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DOUGLAS HOLDING AG Inhaber-Aktien o.N
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Hier schreit alles nach einer techn. Erholung.
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EUROP.AERON.DEF.+SPACE CO.EADSAandelen aan toonder
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HOCHTIEF AG Inhaber-Aktien o.N.
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IKB DEUTSCHE INDUSTRIEBANK AG Inhaber-Aktien o.N
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Sie ist schon überverkauft!! Und kommt nicht zu Ruhe:)
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15.01.2008 22:34
Aktien New York Schluss: Sehr schwach - Citigroup und Merrill belasten
Die US-Börsen haben am Dienstag nicht an ihre Vortagsgewinne anknüpfen können. Negative Nachrichten von Citigroup und Merrill Lynch belasteten den Bankensektor und zogen auch den Gesamtmarkt nach unten.
Der Leitindex Dow Jones <INDU.DJI> verlor 2,17 Prozent auf 12.501,11 Zähler und schloss auf dem niedrigsten Stand seit April 2007. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> gab um 2,49 Prozent auf 1.380,96 Punkte nach. Der NASDAQ Composite <COMPX.NQI> büßte 2,45 Prozent auf 2.417,59 Zähler ein. Der NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> fiel um 2,82 Prozent auf 1.894,09 Punkte.
Die Aktie der Citigroup <C.NYS> <TRV.FSE> (News/Aktienkurs) büßte nach Zahlen 7,30 Prozent auf 26,94 US-Dollar ein. Die Kreditkrise hat den größten US-Finanzkonzern nach Rekordabschreibungen von 18,1 Milliarden Dollar so tief wie nie zuvor in die roten Zahlen gestürzt. Über weitere Großaktionäre und Anleihen verschafft sich die problembeladene Bank erneut dringend benötigte Kapitalspritzen von 14,5 Milliarden Dollar (9,8 Mrd Euro). Citigroup streicht zudem entgegen allen bisherigen Beteuerungen die Dividende um mehr als 40 Prozent zusammen. Unter dem Strich stand im vierten Quartal 2007 ein Rekordverlust von 9,83 Milliarden (6,6 Mrd Euro). Ein Jahr zuvor hatte die Bank noch einen Gewinn von 5,1 Milliarden Dollar verbucht.
Für Titel der ebenfalls krisenbelasteten US-Investmentbank Merrill Lynch <MER.NYS> <MER.FSE> (News) ging es um 5,29 Prozent auf 53,01 Dollar nach unten. Merrill verschafft sich eine dringend benötigte Kapitalspritze von 6,6 Milliarden Dollar durch den Einstieg dreier weiterer Großaktionäre. Das Geld kommt von Banken und Finanzinvestoren aus Südkorea, Japan und Kuwait.
Auch die anderen Bankentitel verzeichneten Verluste. Die Aktie von JP Morgan <JPM.NYS> <CMC.ETR> (News/Aktienkurs) verlor 5,29 Prozent auf 39,17. Hier belastete auch eine Abstufung der Deutschen Bank. JP Morgan dürfte indes nach Einschätzung von Analysten die weltweite Kreditkrise auch im vierten Quartal glimpflich überstanden haben. Die Bank will ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr am Mittwoch vorlegen. Lehman Brothers <LEH.NYS> <LEM.ETR> (News) verloren 5,90 Prozent auf 55,71 Dollar, und Goldman Sachs <GS.NYS> <GOS.FSE> (News) büßten 4,15 Prozent auf 193,23 Dollar ein.
Fluggesellschaften konnten indes gegen den Trend zulegen. Delta Air Lines <DAL.NYS> <DEL.FSE> verhandelt einem Pressebericht zufolge sowohl mit United <UALA.NAS> <UAL1.FSE> (News) als auch mit Northwest Airlines <NWA.NYS> <NOE.FSE> (News) über eine Fusion. Delta-Chef Richard Anderson sei am Freitag vom Verwaltungsrat ermächtigt worden, zeitgleiche Fusionsgespräche mit beiden Konkurrenten aufzunehmen, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ/Dienstag) unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Ein Delta-Sprecher wollte dem Blatt gegenüber nicht Stellung nehmen. Delta gewannen 4,44 Prozent auf 15,98 Dollar. Für UAL ging es um 5,21 Prozent auf 34,57 Dollar hoch, Northwest gewannen 8,56 Prozent auf 17,38 Dollar.
Der Rüstungskonzern und Schiffsbauer Northrop Grumman <NOC.NYS> <NTH.FSE> (News) bündelt sein Marine-Werften-Geschäft, was die Aktie um 1,99 Prozent auf 81,10 Dollar steigen ließ. Die beiden Geschäftseinheiten Newport News und Ship Systems würden in eine Einheit zusammengeführt, hatte die Gesellschaft mitgeteilt. Mit dem Umbau will der nach eigenen Angaben weltgrößte Hersteller von Kriegsschiffen Synergien heben und stärker auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen.
Die US-Tochter Genentech <DNA.NYS> <GT6.FSE> (News) des schweizerischen Pharmakonzerns Roche <ROG.ZRH> <RHO5.FSE> hatte im vierten Quartal mehr verdient als Experten erwartet hatten. Insgesamt kletterte der Gewinn von 659 auf 737 Millionen Dollar. Die Aktie verlor mit 1,44 Prozent auf 69,62 Dollar weniger deutlich als der Markt.
Von einer negativen Studie belastet stürzten Foot Locker <FL.NYS> <WOO.ETR> (News) um 12,77 Prozent auf 9,84 Dollar ab und notierten damit auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2002. Goldman Sachs hatte das Papier des Sportartikel-Herstellers von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel deutlich von 17 auf 10 Dollar gesenkt./gl/he
AXC0229 2008-01-15/22:32
Hilfeschreie an die Fed
Milliardenverluste bei den Banken, der Verbraucher schwächelt, die Arbeitslosigkeit steigt, die Industrie berichtet über rückläufige Umsätze… die Wall Street kämpft seit geraumer Zeit mit allen möglichen schlechten Nachrichten. Zur Lösung aller Probleme fällt den Experten aber immer nur eines ein: Man fordert Zinssenkungen.
Nun hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass die Notenbank der Wall Street bei ihrem nächsten Treffen Ende Januar noch einmal zu Hilfe kommen wird. Ben Bernanke hat das klar gemacht, und eine Zinssenkung um 50 Basispunkte ist fest eingepreist. Damit würde die Fed dem Markt seit September zum vierten Mal entgegenkommen – der Leitzins würde von anfangs 5,25 Prozent auf 3,75 Prozent fallen, die Diskontrate der Banken läge bei 4,75 Prozent.
Doch das ist der Wall Street nicht genug. Nachdem Dow und Co. mittlerweile um 15 Prozent unter ihre historischen Höchstmarken gerutscht sind, werden die Hilferufe nach Washington immer lauter. Am Montag forderten Anleger eine „Emergency-Sitzung“ mit einer Zinssenkung noch vor dem bisher anberaumten Termin. Am Dienstag steht plötzlich eine Zinssenkung um 75 Basispunkte im Raum. Beide Forderungen sind unverschämt und dürften sich nicht erfüllen – zum langfristigen Besten des Marktes.
Dabei geht es nicht einmal darum, dass ein derart dramatischer Eingriff der Fed in die Märkte Panik signalisieren könnte. Das würde ja höchstens Kleinanleger vergraulen und den Profis weitere Schnäppchen in die Hände spülen – kaum ein Problem für die Wall Street. Nein, vielmehr geht es darum, dass dramatische Zinssenkungen letztlich nicht mehr tun würden als die gigantische Kreditblase am Leben zu erhalten und den großen Knall noch einmal zu verschieben.
Denn hinter der Forderung nach Zinssenkungen steht nicht mehr als die Hoffnung der Experten, dass sich Verbraucher und Unternehmen wieder verstärkt Geld leihen und dann investieren würden. Diese Logik geht aber bestenfalls bei den Konzernen auf, während sich John und Jane Doe immer tiefer in ihr Schuldenloch graben würden. Es waren ja überhaupt erst die Zinssenkungen unter Alan Greenspan, die 2001 Geld historisch billig gemacht und dafür gesorgt hatten, dass die Verbraucher auf Pump einkauften was das Zeug hielt.
Abgesehen von den langfristigen Folgen für die Wirtschaft ist auch mit Blick auf den täglichen Aktienhandel nicht davon auszugehen, dass eine Mega-Zinssenkung eine Trendwende einläuten könnte. Im Gegenteil: Fällt der Leitzins um 25 oder 50 Basispunkte, würden die Indizes wohl enttäuscht abschmieren – fällt der Leitzins um 75 Punkte wäre damit nicht mehr als eine Forderung erfüllt. Für die Börse würde es wohl kurzzeitig aufwärts gehen, danach würde der Fed-Effekt aber genauso verhallen wie jeweils nach den letzten drei Zinssenkungen. Denn Anleger wissen: Die Fed allein kann die Konjunktur zur Zeit nicht retten – der US-Wirtschaft steht eine bereinigende Korrektur bevor, die bis in eine Rezession führen kann.
Lars Halter
Wall Street: Keine Chance für die Bullen
Einen Tag nach einem beeindruckenden Wochenauftakt haben sich die Bullen an der Wall Street schon wieder zurückgezogen. Schwache Konjunkturdaten und eine fragwürdige Politik bei der Citigroup haben die Bären in den Markt zurück gebracht, die am Dienstag sämtliche Indizes niedertrampelten.
Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Minus von 277 Zählern oder 2,2 Prozent bei 12 501 Punkten, während der marktbreite S&P-500-Index um 35 Zähler oder 2,5 Prozent auf 1380 Punkte nachgab.
Die Hightech-orientierte Nasdaq verlor 61 Zähler oder 2,5 Prozent auf 2417 Punkte.
Damit sind alle großen Indizes unter technische Unterstützungslinien gefallen und notieren auf dem tiefsten Stand seit letztem Frühjahr. Der Januar unterdessen ist aktuell für die amerikanischen Märkte der schwächste Monat seit sechs Jahren.
Die Märkte hatten aber auch an allen Ecken und Enden zu kämpfen. Der Empire State Index über das Produzierende Gewerbe im Großraum New York ist tiefer gefallen als befürchtet, und auch die Einzelhandelsumsätze für Dezember wurden mit einem Minus von 0,4 Prozent deutlich unter den Erwartungen gemeldet.
Dass die Erzeugerpreise im Dezember minimal rückläufig waren und damit auf Unternehmensseite weniger Inflationsdruck herrscht als angenommen, verschaffte dem Markt keinen Aufschwung. Denn auf Jahressicht verbucht man immerhin einen Preisanstieg von 6,2 Prozent und damit so viel wie seit 25 Jahren nicht.
Auch auf Unternehmensseite gab es nicht viel positives: Nach vielfältigen Spekulationen hat Citigroup endlich zum Quartal gemeldet. Der Verlust fiel mit 9,8 Milliarden Dollar deutlich höher aus als befürchtet, dafür blieben die Abschreibungen mit 18 Milliarden Dollar deutlich unter den schlimmsten Erwartungen zurück. Das wiederum bringt Zweifel auf: Analysten schätzen, dass Citi weiterhin 37 Milliarden Dollar in Subprime-Anlagen hält und eventuell weiter abschreiben muss. Die Aktie brach um 7,6 Prozent ein und war größter Verlierer im Dow.
Mit Citi fielen auch anderer Finanzwerte: J.P. Morgan war zweitgrößter Dow-Verlierer, während American Express um 3 Prozent nachgab.
Mit im Finanzloch endete auch Merrill Lynch trotz einer Kapitalspritze von 6,6 Milliarden Dollar aus dem Ausland. Das tief in die Subprime-Wirren verstrickte Investmenthaus wird am Donnerstag Zahlen vorlegen, man rechnet vorab mit 15 Milliarden Dollar an Abschreibungen.
Auf Hightech-Seite war Apple der größte Verlierer. Auf der MacWorld stellte CEO Steve Jobs zwar mit dem „dünsten Notebook der Welt“ und einem Online-Videoverleih spannende Produkte vor. Allerdings halten Experten keine der Innovationen für absolut Atem beraubend, und entsprechend kam es zu Gewinnmitnahmen. Apple schloss mit einem Minus von 8 Prozent.
Mit einem Abschlag von 1,4 Prozent ging Intel aus dem Handel. Der Chip-Hersteller sollte nachbörslich Zahlen melden. Anleger gingen vorab von einem Umsatzplus um 12 Prozent und einem Gewinnwachstum von 50 Prozent aus und waren überwiegend optimistisch. Doch litt die Aktie an den hohen Erwartungen an die Bruttomargen und an allgemeiner Schwäche im Sektor.
Die bekam unter anderem Nvidia zu spüren. Der Chip-Experte war am Morgen bei Deutsche Bank abgestuft worden und brach um 7 Prozent ein.
Lars Halter
16.01.2008 08:49
Aktien Tokio schließen sehr schwach - Nikkei verliert 468 Punkte
DJ Aktien Tokio schließen sehr schwach - Nikkei verliert 468 Punkte
TOKIO (Dow Jones)--Die Börse in Tokio hat am Mittwoch nach einem volatilen Handelsverlauf sehr schwach geschlossen. Die negativen Vorgaben der US-Börsen sowie der weiter eingetrübte Konjunkturausblick nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten vom Vortag hätten für Verkaufsdruck gesorgt, berichteten Händler. Der Nikkei verlor 468 Punkte bzw 3,4% auf 13.505 Punkte und fiel damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 2005. Der Topix kam um 3,5% auf 1.302 Punkte zurück. Der Geschäftsbericht der Citigroup vom Vortag, schwache Einzelhandelsdaten in den USA im Weihnachtsgeschäft und gesunkene Aufträge im japanischen Maschinenbau hätten allesamt die Stimmung belastet, sagten Händler.
Der Nikkei hatte sich nach einer bereits sehr schwachen Eröffnung zum Mittag auf minus 0,9% deutlich erholt, gestützt von Nachfrage nach defensiven Aktien aus den Sektoren Versorger, Pharma und Transport, ehe er zum Handelsende wieder kontinuierlich nachgab. Der Nikkei könne weiter auf unter 13.000 Punkte fallen, sollten die Ergebnisse der US-Banken in den kommenden Tagen weiter enttäuschen, hieß es. Allerdings dürfte dieses Niveau nur dann von Dauer sein, sollten japanische Unternehmen ihre Ausblicke rezessionsbedingt nach unten nehmen müssen für das kommende Fiskaljahr, hieß es bei BNP Paribas.
Besonders unter Druck standen Bankenaktien und exportsensitive Werte. Letztere litten unter dem zum Dollar gestiegenen Yen. Toyota Motor verloren beispielsweise 4% auf 5.310 JPY. zu den Gewinnern gehörten unterdessen die eher als defensiv erachteten Versorger wie Kansai Electric, die um 5,9% zulegten auf 2.620 JPY. Im Bankensektor griffen Subprime-Ängste um sich und drückten Mitsubishi UFJ Financial Group um 4,7% auf 952 JPY, Mizuho um 8,7% auf 459.000 JPY und Sumitomo Mitsui Financial Group um 3,1% auf 803.000 JPY. Mizuho hätten zudem darunter gelitten, dass sich die Bank bei der angeschlagenen US-Bank Merrill Lynch mit einer Kapitalspritze beteilige, hieß es.
Im Technologiesegment belastete das mit Enttäuschung aufgenommene Ergebnis von Intel. Elpida Memory rutschten um 6,8% ab auf 2.815 JPY und NEC Electronics um 6,7% auf 1.960 JPY. Mitsubishi Heavy (-5,6% auf 390 JPY) und Kawasaki Heavy (-6,7% auf 251 JPY) - beide Zulieferer von Boeing - litten unter einem Bericht über Verschiebungen bei der Auslieferung des Boeing 787 Dreamliners.
16.01.2008 11:46
Aktien Frankfurt: Schwach - 'Markt psychologisch angeschlagen'
Die deutschen Aktienindizes haben am Mittwoch ihre Verluste vom Vortag ausgeweitet und sich deutlich schwächer entwickelt. Gegen Mittag rutschte der DAX <DAX.ETR> unter die psychologische Marke von 7.500 Punkten und gab 1,17 Prozent auf 7.477,93 Zähler ab. Für den MDAX <MDAX.ETR> ging es um 1,49 Prozent auf 8.528,71 Punkte nach unten. Der TecDAX <TDXP.ETR> rutschte um 3,43 Prozent auf 818,33 Zähler ab.
"Es wurde zwar erwartet, dass das neue Jahr nicht so rosig werden würde wie 2007. Aber dass der Start so schlecht verläuft, hätte niemand gedacht", sagte ein Händler. Der Markt sei nach den neuesten Hiobsbotschaften zur Kreditkrise "psychologisch angeschlagen", entsprechende Aktien würden gerade auch von ausländischen Investoren trotz bereits deutlicher Kursverluste gnadenlos aus dem Depot geworfen. "Die schwachen US-Konjunkturdaten tun ihr Übriges - wenn die Unterstützung im DAX um 7.440 Punkte nicht hält, sind wir ganz schnell bei 7.000 Zählern", so der Marktteilnehmer.
Allen voran wurden die Titel der Deutsche Börse <DB1.ETR> (News/Aktienkurs) um 5,71 Prozent auf 115,84 Euro nach unten geschickt. Händlern zufolge nehmen die Markteilnehmer Gewinne bei den Werten mit, "wo noch Speck auf den Rippen ist". Die Deutsche Börse war im vergangenen Jahr der stärkste Wert im deutschen Leitindex. Aktien von adidas <ADS.ETR> (News/Aktienkurs) rutschten nach einer Abstufung durch Goldman Sachs um 5,03 Prozent auf 40,79 Euro ins Minus. Die Analysten senkten die Titel des Sportartikelherstellers von "Neutral" auf "Sell" und nahmen sie auf ihre "Conviction Sell List". Infineon Technologies<IFX.ETR> (News/Aktienkurs) verloren nach negativen Zahlen des US-Chipherstellers Intel <INTC.NAS> <INL.FSE> (News/Aktienkurs) 3,29 Prozent auf 6,47 Euro.
Hypo Real Estate(HRE) <HRX.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen 1,89 Prozent auf 22,05 Euro und machten damit nur einen geringen Teil des Vortagesverlustes von mehr als 35 Prozent wett. Zahlreiche Analysten kürzten ihre Schätzungen und Kursziele für die Titel erheblich. Von einem "Vertrauensverlust" sprachen die Experten von Cheuvreux und senkten das Ziel von 58 auf 30 Euro. Auch die Deutsche Bank, JP Morgan und die UniCredit senkten ihre Schätzungen deutlich.
Im MDAX kamen GILDEMEISTER <GIL.ETR> (News/Aktienkurs) mit minus 12,23 Prozent auf 11,48 Euro wegen einer Razzia unter die Räder. Die Staatsanwaltschaft bestätigte Untersuchungen gegen Vorstandschef Rüdiger Kapitza und zwei weitere Personen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Korruption. "Dass der Vorstandschef solchen Anschuldigungen ausgesetzt wird, ist sehr unschön", sagte Ingo Schmidt, Analyst der Hamburger Sparkasse. Wenn die Vorwürfe allerdings auf den Vorstand begrenzt blieben und das Geschäft von GILDEMEISTER nicht beeinträchtigt werde, erschienen die derzeitigen Kursabschläge in dem sehr schwachen Markt übertrieben. "Alle wollen aus dem Papier raus", sagte unterdessen ein Händler. Dies zeigten auch die sehr hohen Umsätze, die schon nach zwei Handelsstunden auf Rekordniveau lägen.
Unterdessen kletterten Pfleiderer <PFD4.ETR> (News/Aktienkurs) mit plus 8,52 Prozent auf 12,87 Euro an die Indexspitze. Der Vorstand des europäischen Holzwerkstoffekonzerns verhandelt der "Financial Times Deutschland" zufolge mit Finanzinvestoren über einen Einstieg. Nach dem jüngsten Druck auf die Aktien könnte das einen positiven Impuls bringen, meinte ein Händler. Vielleicht könnte auf diesem Wege etwas Ruhe in das Papier kommen und das Unternehmen finde Zeit, seine Zukäufe zu integrieren. Douglas Holding <DOU.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen nach Zahlen 5,17 Prozent auf 35,21 Euro. Diese sind einer ersten Händlereinschätzung zufolge im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Unterstützend wirke sich die angepeilte Ausschüttungsquote von 50 Prozent aus.
Im TecDAX litten die Solarwerte Händlern zufolge unter einer negativen Studie. Die Analysten der Societe Generale hätten die Titel des Branchenprimus SolarWorld <SWV.ETR> (News/Aktienkurs) von "Hold" auf "Sell" und Q-Cells <QCE.ETR> (News/Aktienkurs) von "Buy" auf "Sell" abgestuft. Die Wachstumsaussichten in dem Sektor würden der Studie zufolge überbewertet. Das verstärke die ohnehin hohe Unsicherheit am Markt, die die generell schwankungsfreudigen Solarwerte besonders erfasse. SolarWorld büßten 8,34 Prozent auf 32,22 Euro ein, Q-Cells rutschten um 8,63 Prozent auf 71,37 Euro ab. Auch Branchenkollegen wie Centrotherm <CTN.ETR> (News/Aktienkurs) oder ErSol <ES6.ETR> (News/Aktienkurs) kamen deutlich unter Druck./dr/gr
AXC0027 2008-01-16/11:44
16.01.2008 12:31
XETRA-VERLAUF/DAX versucht 7.500er Marke zurückzuerobern
DJ XETRA-VERLAUF/DAX versucht 7.500er Marke zurückzuerobern
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach kräftigen Kursverlusten zur Eröffnung dümpeln die deutschen Aktien am Mittwochvormittag um die niedrigeren Niveaus. Auslöser der Verkäufe ist ein schwacher Ausblick von Intel. Die Intel-Aktie brach an Wall Street nachbörslich um fast 14% ein. Der DAX verliert um 11.20 Uhr 1% oder 75 Punkte auf 7.491. Immerhin kann sich der Index damit etwas vom Tagestief von 7.475 erholen und versucht den Sprung zurück über die 7.500er Marke.
Technisch unterstützt ist der Leitindex bei 7.480 Punkten, während bei 7.650 ein Widerstand liegt. Der TecDAX (-3,8%) kommt vor allem wegen der schwer gewichteten und stark nachgebenden Solarwerte unter Druck.
Mit Blick auf die Konjunktur dürfte sich das Interesse auf die US-Verbraucherpreise und das Beige Book der US-Notenbank zur US-Wirtschaftslage konzentrieren. Das große Bild dürfte das einer langsameren Wirtschaftsaktivität sein", meint der UniCredit. Schwache Wirtschaftsdaten dürften die Spekulationen auf eine vorgezogene Zinssenkung in den USA befeuern, meinen Händler. Am Geldmarkt sinken unterdessen die Zinsen für Termingelder, und auch am Rentenmarkt fallen die Renditen.
Impulse erwarten Händler auch vom Quartalsbericht der Investmentbank J.P. Morgan und der US-Bank Wells Fargo. Vor diesen Zahlen ist die Zurückhaltung bei Banken ausgeprägt: Commerzbank fallen um 1,6%, Postbank um 4% und Deutsche Bank um 0,6. Damit erholen sich die Titel jedoch deutlich von ihren Tagestiefständen. Nach dem Kurseinbruch vom Vortag erholen sich Hypo Real Estate um 1,9%. Bei Deutsche Börse nehmen Anleger Gewinne mit, die Aktie verliert 5,6% auf 115,85 EUR.
Der schwache Ausblick von Intel lässt Infineon um 3,1% auf 6,48 EUR nachgeben. Positiv für die Deutsche Post werten Händler, dass diese laut der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" weiterhin von der Mehrwertsteuer befreit bleiben soll. Die Aktie Gelb gibt mit dem Gesamtmarkt um 0,9% nach.
SAP steigen um 0,7% auf 33,10 EUR. Händler berichten von ersten Tendenzen zur Stabilisierung einzelner Aktien, die auch bei VW (+0,8+) zu beobachten sei. Klassische Konjunkturzykliker wie MAN (-1,8%) und ThyssenKrupp (-2,5%) stehen dagegen erneut auf den Verkaufslisten.
adidas fallen um 4,6% auf 40,99 EUR zurück. Goldman Sachs hat zum Verkauf der Aktie geraten. Eine Abstufung der T-Aktie durch J.P. Morgan lässt Deutsche Telekom um 0,8% auf 15,01 EUR nachgeben. Damit hält sich das Papier noch recht gut. Relative Stärke zeigen Linde nach einer Hochstufung auf "Kaufen" durch UBS. Linde gewinnen 0,8% auf 92,74 EUR. Nach anfänglicher Stärke sind die als relativ krisensicheres Investment geltenden Versorger E.ON (-2,2%) und RWE (-1,5%) ins Minus gedreht.
Im MDAX brechen Gildemeister um 9,3% ein. Die Aktie hatte zwischenzeitlich sogar um 24% nachgegeben. Gegen den Vorstandsvorsitzenden des Anlagenbauers laufen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf Untreue und Steuerhinterziehung. Ein Zeitungsbericht über belastende Folgen des schwachen Dollar für Heidelberger Druck drückt die Aktie um 2,1% nach unten. Hugo Boss (-6,4%) und K+S (-5,9%) kommen ebenfalls kräftig unter die Räder. Händler sprechen von "starker Verkaufsbereitschaft".
Douglas handeln dagegen nach Ausweis von Geschäftszahlen 4,8% fester. Die Parfümeriekette hat im Geschäftsjahr 2006/2007 den Gewinn auf 157,2 Mio EUR nach 142,1 Mio EUR im Jahr zuvor gesteigert. Zudem will man künftig 50% des Gewinns an die Aktionäre ausschütten.
Im TecDAX verzeichnen die Solarwerte hohe Kursabgaben. Eine Abstufung auf "Verkaufen" durch die Societe Generale lässt Q-Cells um 8,7% auf 71,28 EUR nachgeben. Die französische Bank hat auch SolarWorld auf "Verkaufen" gesenkt, die Aktie büßt 8,9% auf 32 EUR ein. MorphoSys hat in den USA einen Lizenzvertrag für ein Rheuma-Projekt geschlossen. Die Aktie legt gegen den schwachen Trend 3,9% zu.
DJG/bek/raz
(END) Dow Jones Newswires
January 16, 2008 05:29 ET (10:29 GMT)
16.01.2008 13:25
TecDAX am Mittag: Im Sturzflug, Solarwerte brechen ein
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der TecDAX weitet die morgendlichen Verluste gegen Mittag aus und verbucht momentan ein sattes Minus von 4,49 Prozent auf 809,30 Zähler. Dabei belasten insbesondere die schwachen Vorgaben aus Übersee. Die weitere Richtung könnte von wichtigen Konjunkturdaten abhängen, die heute in den USA zur Veröffentlichung anstehen.
Die höchsten Verluste sind im Solarsektor auszumachen. Infolge einer negativen Analystenstudie brechen Q-Cells um 11 Prozent ein. Außerdem fallen SolarWorld und centrotherm um 11 bzw. um 13,7 Prozent zurück. Die Abschläge bei ersol, SOLON und Conergy reichen von 7 bis 9 Prozent.
Außerhalb des Solarsektors stechen insbesondere Nordex mit -7,3 Prozent, ADVA mit -6,5 Prozent und Kontron mit -5,8 Prozent hervor. SINGULUS geben 1 Prozent ab. Der Konzern kündigte an, die Fertigungskapazitäten für Solaranlagen bei einer Tochtergesellschaft zu verdoppeln. MorphoSys gewinnen gegen den Trend rund 1 Prozent. Der Biotechnologiekonzern gab zuvor bekannt, sich exklusiven Zugang zu Rechten an der Verwendung eines therapeutischen Moleküls gesichert zu haben. Deutlich im Plus stehen Bechtle und AT&S.
Unternehmensmeldungen:
Die zum Solartechnikkonzern Conergy AG (ISIN DE0006040025 (News/Aktienkurs)/ WKN 604002) gehörende EPURON GmbH hat in Baar in der Nähe von Augsburg ein Photovoltaik-Großprojekt mit einer Leistung von 4,8 Megawatt an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Dies gab Conergy heute bekannt. Den Angaben zufolge nimmt der Solarpark im Ranking der weltweit größten Dünnschichtanlagen Platz sechs ein.
Der Biotechnologiekonzern MorphoSys AG (ISIN DE0006632003 (News/Aktienkurs)/ WKN 663200) präsentierte heute mit dem humanen Zytokin GM-CSF (Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor) das Zielmolekül für das firmeneigene Antikörperprogramm MOR103 und Ansatzpunkt zur Behandlung der Rheumatoiden Arthritis. Der Wirkstoff könnte eine innovative Behandlungsmöglichkeit für Patienten darstellen, die an Rheumatoider Arthritis leiden. Das Unternehmen gab heute separat eine Vereinbarung mit der Universität Melbourne bekannt, durch die es sich exklusiven Zugang zu Rechten an der Verwendung von Hemmstoffen von GM-CSF im Rahmen einer US-Patentanmeldung und deren Nachfolgern sichert.
Die SINGULUS TECHNOLOGIES AG (ISIN DE0007238909 (News/Aktienkurs)/ WKN 723890) wird die Fertigungskapazitäten für Solaranlagen bei der Tochtergesellschaft STANGL Semiconductor Equipment AG bis zum Frühjahr 2009 zu verdoppeln. Wie der Konzern heute erklärte, bietet diese Erweiterung des Standortes zudem den Vorteil, die in Eichenau und Umgebung an vier Montagestandorten angesiedelte Produktion in einem Gebäudekomplex zusammenzufassen. STANGL erwartet 2007 ein Wachstum von rund 50 Prozent gegenüber 2006. Auch für die kommenden Jahre rechnet das Unternehmen mit zweistelligen Steigerungsraten. (16.01.2008/ac/n/m)
Wall Street: Weitere Kursverluste in New York
An den amerikanischen Börsen geht es zur Wochenmitte wieder bergab. Weitere schlechte Nachrichten aus Corporate America, vor allem aus dem Finanz- und Hightech-Sektor, lassen die Indizes den zweiten Tag in Folge einbrechen – der Januar notiert zur Zeit als der schlechteste Börsenmonat seit mehr als fünf Jahren.
Eine halbe Stunde nach Börsenstart am Mittwoch verliert der Dow-Jones-Index bereits 52 Zähler oder 0,4 Prozent auf 12 461 Punkte, während der marktbreite S&P-500-Index auf ein Minus von 7 Zählern oder 0,5 Prozent auf 1373 Punkte blickt.
Die Hightech-lastige Nasdaq leidet vor allem unter den schwachen Zahlen von Intel und gibt im frühen Handel um 34 Zähler oder 1,4 Prozent auf 2382 Punkte nach.
Alle großen Indizes notieren mittlerweile zwischen 12 und 13 Prozent unter ihren Höchstständen vom vergangenen Oktober. Damit ist der US-Aktienmarkt in einer deutlichen Korrektur. Um Schlimmeres zu verhindern, werden die Rufe nach drastischeren Zinssenkungen durch die Notenbank lauter. In bezug auf die Fed bekommt die Wall Street jedoch einen Dämpfer von der New York Times. Die zitiert den Bernanke- und Greenspan-Vorgänger Paul Volcker mit den Worten, die Fed habe „die aktuelle Situation nicht unter Kontrolle“.
Fed-Beobachter haben am Mittwoch wiederum Inflationsdaten im Auge. Die Verbraucherpreise sind im Dezember um 0,3 Prozent gestiegen und in der Kernrate ohne Energie und Lebensmittel um 0,2 Prozent. Auf das vergangene Jahr bezogen wird die Verbraucherinflation mit 4,1 Prozent gemessen. Alle Zahlen liegen etwa im Rahmen der Erwartungen.
Der Abwärtstrend für US-Aktien wird am Mittwoch von Intel angeführt. Der Chip-Hersteller blickt für das abgelaufene Quartal zwar auf ein Gewinnwachstum von fast 50 Prozent, verfehlt damit aber dennoch die Erwartungen der Analysten. Auch der Umsatz wird enttäuschend gemeldet. Das Management spricht von einem schwierigen Preiskampf und sorgt sich um das konjunkturelle Umfeld, dessen Schwäche sich auch auf die Hightech-Investitionen von Corporate America auswirken könnte.
Intel verliert im frühen Handel 12 Prozent an Wert und reißt andere Aktien mit. So verliert Dow-Kollege Microsoft 3 Prozent, die Computerbauer Hewlett-Packard und Dell geben um jeweils rund 4 Prozent ab.
Außerhalb der Hightechs machen erneut die Finanzwerte Schlagzeilen. Die Dow-notierte Großbank J.P. Morgan Chase meldet für das abgelaufene Quartal einen Gewinn von 86 Cent und verfahlt damit die Erwartungen. Allerdings steht man im Umsatz besser da als befürchtet, und auch die Subprime-Abschreibungen von 1,3 Milliarden Dollar überraschen Anleger nicht. Die Aktie verbessert sich im frühen Handel um 4 Prozent, was auch am deutlichen Kontrast zu den enttäuschenden Zahlen der Citigroup am Vortag liegt.
Die nächsten Zahlen aus der Finanzbranche kommen am Donnerstag von Merrill Lynch. Experten rechnen damit, dass das Investmenthaus im Zusammenhang mit der Subprime-Krise 12 bis 15 Milliarden Dollar abschreiben wird.
Der Dow-notierte Flugzeugbauer Boeing hat offiziell bestätigt, den Jungfernflug für den 787 Dreamliner um drei Monate verschieben zu müssen. Die Auslieferung des Jets verzögert sich damit bis Anfang 2009. Die Bilanz für das laufende Geschäftsjahr soll darunter nicht leiden. Nachdem die Boeing-Aktie am Dienstag nach Spekulationen um den Dreamliner bereits deutlich nachgegeben hatte, ist das Papier am Mittwoch leicht positiv gestartet.
Lars Halter
16.01.2008 16:40
Aktien New York: Weitere Verluste - Intel brechen nach Zahlen ein
Nach enttäuschenden Zahlen von Intel haben die US-Börsen am Mittwoch an ihre herben Vortagsverluste angeknüpft. Allerdings begrenzten positiv aufgenommene Zahlen von JP Morgan Chase und Wells Fargo die Abschläge, sagten Händler. Während die Standardwerte leichte Verluste verzeichneten, ging es für die Technologietitel deutlicher nach unten.
Der Leitindex Dow Jones <INDU.DJI> verlor 0,32 Prozent auf 12.460,71 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> fiel um 0,49 Prozent auf 1.374,17 Zähler. Der NASDAQ Composite <COMPX.NQI> büßte 1,55 Prozent auf 2.380,05 Punkte ein, und der NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> verlor 1,37 Prozent auf 1.868,08 Punkte.
Die Aktie von Intel <INTC.NAS> <INL.FSE> (News/Aktienkurs) stürzte um 12,47 Prozent auf 19,86 US-Dollar ab. Zwar meldete der weltgrößte Chipkonzern im Schlussquartal einen Gewinnsprung, verfehlte aber die Markterwartungen. Wie Intel am Vorabend mitteilte, wuchs der Überschuss im vierten Quartal um 51 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar. Mit einem Gewinn pro Aktie von 0,38 Dollar blieb das Unternehmen aber um zwei US-Cent hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Im laufenden Quartal erwartet Intel Erlöse von 9,4 bis 10 Milliarden Dollar - Analysten rechneten bisher mit 9,97 Milliarden Dollar. Für eine Rezession werden bei Intel bislang keine Anzeichen gesehen, man gehe aber vorsichtiger in das neue Jahr, hieß es. Zahlreiche Investmentbanken senkten ihre Kursziele für die Aktie. Papiere des Intel-Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) <AMD.NYS> <AMD.FSE> (News/Aktienkurs) verloren 4,58 Prozent auf 5,84 Dollar.
Für JP Morgan Chase <JPM.NYS> <CMC.ETR> (News/Aktienkurs) ging es dagegen um 3,19 Prozent auf 40,42 Dollar hoch. Die Großbank hatte die weltweite Kreditkrise im vierten Quartal wie erwartet vergleichsweise glimpflich überstanden. Der Gewinn im fortgeführten Geschäft sei wegen eines Einbruchs im Investmentbank-Geschäft um 21 Prozent auf knapp 3,0 Milliarden Dollar zurückgegangen, teilte das Institut am Mittwoch mit. Von Thomson Financial befragte Analysten hatten mit einem etwas geringeren Rückgang auf 3,3 Milliarden Dollar gerechnet.
Wells Fargo <WFC.NYS> <NWT.ETR> (News) verteuerten sich nach der Bilanzvorlage um 2,45 Prozent auf 27,14 Dollar. Die Bank hatte im vierten Quartal zwar vor allem wegen Abschreibungen auf Subprime-Krediten einen Gewinnrückgang von 38 Prozent verzeichnet. Die Wertberichtigungen waren aber schon angekündigt gewesen und fielen geringer als bei vielen Konkurrenten aus.
Sun Microsystems <JAVA.NAS> <SSYA.FSE> (News/Aktienkurs) stiegen um 4,87 Prozent auf 15,71 Dollar. Der Konzern hatte einen positiven Ausblick auf das zweite Quartal gegeben hatte.
Oracle-Papiere <ORCL.NAS> <ORC.FSE> (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs) gaben leicht um 0,09 Prozent auf 21,29 Dollar nach. Am Nachmittag teilte der Softwarekonzern Oracle <ORCL.NAS> <ORC.FSE> (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs) überraschend mit, dass er seinen US-Konkurrenten BEA Systems <BEAS.NAS> <BEA.FSE> (News) doch übernehmen könnte - dessen Aktie sprang um 18,93 Prozent auf 18,53 Dollar hoch. Nachdem im Herbst beteuert worden war, die ursprüngliche Übernahmeofferte über 17 Dollar nicht zu verbessern, einigten sich die beiden Konkurrenten nun bei 19,375 Dollar je Aktie. Insgesamt bewertet die Übernahme die Unternehmenssoftwarefirma mit 8,5 Milliarden Dollar, wie der SAP-Konkurrent <SAP.ETR> (News/Aktienkurs) mitteilte./gl/he
AXC0129 2008-01-16/16:37
16.01.2008 22:25
Wall Street-Schluss: Konjunkturdaten im Fokus, Intel-Kurseinbruch belastet NASDAQ
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Mittwoch erneut mit Kursabschlägen aus dem Handel gehen. Neben durchwachsenen Konjunkturdaten sorgten erneut schlecht ausgefallene Quartalszahlen für negative Stimmung. Insbesondere der Kurseinbruch bei Intel (News/Aktienkurs) belastete die Technologiewerte an der NASDAQ.
Wie das Arbeitsministerium vor Handelsauftakt mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im Dezember langsamer. So erhöhten sich die Preise binnen Monatsfrist lediglich um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten allerdings nur mit einer Preissteigerung von 0,2 Prozent gerechnet. In der Kernrate kletterten die Lebenshaltungskosten wie erwartet um 0,2 Prozent. Laut Angaben der Federal Reserve Bank ist die Industrieproduktion im Dezember unverändert geblieben. Dagegen hatten Volkswirte ein Minus von 0,2 Prozent prognostiziert. Gleichzeitig verringerte sich die Kapazitätsauslastung der US-Industrie weniger stark als zuvor angenommen. Der Konjunkturbericht Beige Book konnte ebenfalls keine nennenswerte Stimmungsverbesserung bringen.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 0,28 Prozent bei 12.466,16 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.373,20 Zähler und damit 0,56 Prozent leichter. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 0,95 Prozent schwächer und ging bei 2.394,59 Punkten aus dem Handel.
Im Technologiesegment richteten sich die Blicke auf Intel. Der weltgrößte Chip-Hersteller konnte seinen Gewinn im vergangenen Quartal zwar kräftig ausweiten, blieb allerdings deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Außerdem konnte der Ausblick nicht überzeugen. Die Aktie brach daraufhin an der NASDAQ um über 12 Prozent ein.
Papiere von Sun Microsystems legten dagegen fast 4 Prozent zu. Der Technologiekonzern kündigte heute die Übernahme des schwedischen SQL-Datenbankspezialisten MySQL an und legte vorläufige Geschäftszahlen auf den Tisch.
Papiere von BEA Systems sprangen um 18,5 Prozent nach vorne, nachdem der SAP-Konkurrent Oracle in einem zweiten Anlauf die Übernahme des Software-Konzerns bekannt gegeben hat. Inklusive übernommener Barreserven beläuft sich die Kaufsumme auf insgesamt 7,2 Mrd. Dollar. Die Aktie von Oracle tendierte am Ende fast 3 Prozent fester.
Im Finanzsektor verfestigen sich Titel von JPMorgan Chase um rund 6 Prozent, obwohl die Investmentbank im vierten Quartal weniger verdient hat als im Vorfeld von Analysten erwartet.
Der Finanzkonzern Wells Fargo hat seine Bücher ebenfalls geöffnet. Dabei war der Nettogewinn im Berichtszeitraum deutlich rückläufig. Das Ergebnis im Berichtszeitraum wurde dabei unter anderem durch Rückstellungen in Höhe von 1,4 Mrd. Dollar in Zusammenhang mit faulen Krediten beeinträchtigt. Bis zum Abend gewann der Wert mehr als 3 Prozent.
Zugewinne von rund 1,5 Prozent waren bei Charles Schwab auszumachen. Der Discount-Broker hatte im vierten Quartal mit rückläufigen Ergebnissen zu kämpfen, die Schätzungen wurden dabei knapp verfehlt.
Der Flugzeughersteller Boeing hat den Erstflug seiner Maschine vom Typ 787 Dreamliner um bis zu drei Monate verschoben. Bisher hatte Boeing den Erstflug für Ende des ersten Quartals, also Ende März, vorgesehen. Die Aktie konnte dennoch rund 2,5 Prozent zulegen.
Die Aktie von AMR, der Muttergesellschaft der Fluglinie American Airlines, gewann mehr als 3 Prozent. Der Konzern ist im vergangenen Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht als befürchtet. (16.01.2008/ac/n/m)
Wall Street: Keine schlechten Nachrichten sind gute Nachrichten
Die amerikanischen Börsen versuchten sich am Mittwoch in ihr Schicksal zu fügen. Anleger sind bereit, schlechte Nachrichten aufzunehmen, solange sie nicht die Angst vor noch schlechteren Nachrichten schüren – ein erwartungsgemäß schwaches Beige Book und Zahlen aus dem Finanzsektor richteten daher keinen großen Schaden an.
Nach langem Auf und Ab ging es für die großen Indizes letztlich doch bergab: Der Dow-Jones-Index verlor 34 Zähler oder 0,3 Prozent auf 12 466 Punkte, während der marktbreite S&P-500-Index mit einem Minus von 7 Zählern oder 0,6 Prozent bei 1373 Punkten schloss.
Die Hightech-lastige Nasdaq litt vor allem unter den schwachen Zahlen von Intel und ging mit einem Abschlag von 23 Zählern oder 1 Prozent mit 2394 Punkte aus dem Handel.
Nachrichten aus dem konjunkturellen Umfeld bestimmten am Mittwoch das Geschehen an den US-Börsen. Die Fed berichtete in ihrem Beige Book über nur noch moderates Wirtschaftswachstum in weiten Teilen Amerikas und sieht zunehmend Probleme am Arbeitsmarkt. Beides ist bekannt, und ferner fand sich in dem Bericht nichts Bedrohliches.
Anleger in New York gehen nach wie vor fest von einer Zinssenkung um 50 Basispunkte bei der nächsten Sitzung Ende Januar aus. Ein solcher Schritt wurde der Fed am Mittwoch etwas einfacher gemacht, da die Verbraucherpreise für Dezember nicht dramatisch höher gemessen wurden.
Auch ein Rückgang der Energie- und Rohstoffpreise half dem Markt. Angesichts unerwartet hoher Lagerbestände und Gerüchten um höhere OPEC-Förderquoten fiel Öl zeitweise unter 90 Dollar pro Fass und hat sich damit deutlich von dem Rekordpreis von 100 Dollar entfernt, den man noch vor zwei Wochen notierte.
Keine allzu schlechten Nachrichten fanden sich auch im Quartalsbericht von J.P. Morgan Chase. Die drittgrößte Bank Amerikas meldet für das abgelaufene Quartal einen Gewinn von 86 Cent und verfehlt die Erwartungen. Allerdings steht man im Umsatz besser da als befürchtet, und auch die Subprime-Abschreibungen von 1,3 Milliarden Dollar wecken Vertrauen. Die Aktie kletterte um 6 Prozent und war größter Gewinner im Dow.
Mit an der Spitze der Dow-Werte fand sich auch Boeing mit einem Plus von 4 Prozent. Der Flugzeugbauer hat offiziell bestätigt, den Jungfernflug für den 787 Dreamliner um drei Monate verschieben zu müssen. Darüber war schon am Vortag spekuliert worden. Dass sich die Verzögerung nicht auf die Bilanz des laufenden Jahres auswirken soll, ließ Anleger nun die Dienstagsverluste wieder aufhoeln.
Größter Dow-Verlierer war unterdessen Intel mit einem steilen Einbruch um 12 Prozent. Der Chip-Hersteller blickt für das abgelaufene Quartal zwar auf ein Gewinnwachstum von fast 50 Prozent, verfehlt damit aber dennoch die Erwartungen der Analysten. Auch der Umsatz wird enttäuschend gemeldet. Das Management spricht von einem schwierigen Preiskampf und sorgt sich um das konjunkturelle Umfeld, dessen Schwäche sich auch auf die Hightech-Investitionen von Corporate America auswirken könnte.
Das Management von Intel glaubt zwar zur Zeit nicht an eine Katastrophe für die US-Konjunktur. Doch fürchtet, dass der Hightech-Sektor im Falle einer Rezession nicht ungeschoren davon kommen würde. Diese dunke Ahnung belastete den ganzen Sektor: Microsoft war mit einem Minus von 2 Prozent zweitgrößter Dow-Verlierer und auch der Computerbauer Hewlett-Packard gab nach.
Lars Halter
DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N
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E.ON AG Inhaber-Aktien o.
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Unglaublich. Sie marschiert immer nur in eine Richtung - aufwärts!
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RWE AG STAMMAKTIEN
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Hypo Real Estate Holding AG Inhaber-Stammaktien
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16.01.2008 18:07
DAX Schluss: Stimmung unverändert schwach, HRE im Blick, Pfleiderer heben ab
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt hat am heutigen Mittwoch nahtlos an die gestrige Talfahrt angeknüpft. Schwache Vorgaben aus Übersee und Sorgen um eine Rezession in den USA haben den DAX bis Handelsschluss um 1,25 Prozent auf 7.471,57 Zähler gedrückt. Der MDAX gab 1,47 Prozent auf 8.530,48 Punkte ab. Zeitweise sah es am Nachmittag so aus, als könne sich die Wall Street von den drastischen Vortagesverlusten erholen. Zum Xetra-Schluss lagen die US-Indizes allerdings wieder teils deutlich im Minus.
Belastet von den enttäuschenden Ergebnissen des US-amerikanischen Chip-Herstellers Intel sackten Anteilsscheine von Infineon um 3,7 Prozent ab. Der 5-prozentige Abschlag bei adidas war dagegen auf eine negative Analystenstudie zurückzuführen. Mit -8,8 Prozent lag die rote Laterne bei der Deutschen Börse. Die Aktie des Nutzfahrzeugherstellers MAN, der seine Jahresprognosen für das Fiskaljahr 2007 bestätigt hat, schloss mit 1,9 Prozent im Minus.
Aus dem Finanzsektor wurden ebenfalls Verluste gemeldet. So knickten die Commerzbank um 2 Prozent, die Deutsche Postbank um 6,2 Prozent und die Deutsche Bank um 1,3 Prozent ein. Anteilsscheine der Münchener Rück, die ihre Ergebnisprognose im Rahmen einer Analystenkonferenz bestätigt hat, gaben 0,5 Prozent ab.
Die Aktie der HRE stand erneut im Blick. Angesichts der überraschenden Ankündigung des Unternehmens, entgegen den Beteuerungen nun doch Wertberichtigung im Zusammenhang mit der US-Subprime-Krise vorgenommen zu haben, prüft inzwischen eine Münchner Anwaltskanzlei Schadenersatzansprüche gegen den Immobilienfinanzierer. Nach dem drastischen Kurseinbruch am Vortag gewann der Titel aber dennoch 2,6 Prozent. Ähnlich starke Zuwächse fuhren auch Linde und Continental ein.
Pfleiderer gewannen im MDAX 16,1 Prozent. Wie der Konzern mitteilte, ist man konkret von Finanzinvestoren angesprochen worden, die an einem Einstieg in das Unternehmen interessiert sind. In diesem Zusammenhang sei auch das Ausscheiden des Finanzvorstands Derrick Noe zu sehen. Titel des Einzelhandelskonzerns Douglas, der seine eigenen Prognosen für das Fiskaljahr 2006/07 erfüllt hat, rückten um 6,5 Prozent vor. EADS entwickelten sich mit -0,2 Prozent ebenfalls besser als der Gesamtmarkt. Die Flugzeugtochter Airbus konnte die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge im Jahr 2007 steigern, so das Unternehmen. Am Indexende stachen Gildemeister mit -17,8 Prozent ins Auge. Medienberichten zufolge hat die Bielefelder Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Konzernchef Rüdiger Kapitza aufgenommen.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 7.471,57 (-1,25 Prozent)
MDAX: 8.530,48 (-1,47 Prozent)
Tagesgewinner: Continental, Linde, HRE
Tagesverlierer: Deutsche Börse, Deutsche Postbank, adidas
Unternehmensmeldungen:
Die Münchner Kanzlei Rotter Rechtsanwälte prüft aufgrund erster Anfragen betroffener Aktionäre Schadenersatzansprüche gegen die Hypo Real Estate Holding AG (ISIN DE0008027707 (News/Aktienkurs)/ WKN 802770) sowie deren Vorstände im Zusammenhang mit dem dramatischen Kurssturz der Aktie des DAX-Unternehmens am Dienstag. In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung begründete die Rechtsanwaltskanzlei die Prüfung von Schadenersatzansprüchen damit, dass der Konzern in mehreren Stellungnahmen sowie Ad-hoc-Veröffentlichungen seit August 2007 beteuert habe, keine Belastungen aus der US-Subprime-Krise zu erwarten. Am 15. Januar 2008 meldete das Unternehmen jedoch, aufgrund der Subprime-Krise im vierten Quartal 2007 eine Wertberichtigung auf CDO-Investments in Höhe von 390 Mio. Euro vorgenommen zu haben.
Der Nutzfahrzeughersteller MAN AG (ISIN DE0005937007 (News/Aktienkurs)/ WKN 593700) hat die Jahresprognosen für das Fiskaljahr 2007 bestätigt. Wie aus den Unterlagen einer Investoren-Präsentation hervorgeht, will der Konzern beim Auftragseingang im Fiskaljahr 2007 ein Plus von mehr als 10 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode erreichen. Der Konzernumsatz soll im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich verbessert werden. Die Umsatzrendite soll im Geschäftsjahr 2007 mit 10,7 Prozent auf dem Niveau der ersten neun Monate des Fiskaljahres liegen.
Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG (Münchener Rück) (ISIN DE0008430026 (News/Aktienkurs)/ WKN 843002) hat heute im Rahmen einer Analystenkonferenz die Ergebnisprognosen bestätigt. In den kommenden Jahren strebt der Rückversicherer beim Ergebnis je Aktie bis zum Jahr 2010 jährliche Zuwachsraten von mehr als 10 Prozent an. Unter anderem will die Münchener Rück bis zum Jahr 2010 zu den weltweit fünf größten Rückversicherern gehören.
Der Baumaterialhersteller HeidelbergCement AG (ISIN DE0006047004 (News/Aktienkurs)/ WKN 604700) meldete heute, dass sein Vorstand vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen hat, zur Stärkung der Eigenkapitalbasis eine Barkapitalerhöhung aus Genehmigtem Kapital durchzuführen. Durch die Kapitalerhöhung werden dem Unternehmen kurzfristig rund 500 Mio. Euro zufließen, die zur Reduzierung der Verbindlichkeiten eingesetzt werden, hieß es.
Die Pfleiderer AG (ISIN DE0006764749 (News/Aktienkurs)/ WKN 676474) ist konkret von Finanzinvestoren angesprochen worden, die an einem Einstieg in das Unternehmen interessiert sind. Wie der Hersteller von Holzwerkstoffen, Oberflächenveredelungen und Laminatfußböden bestätigt, hat er mit verschiedenen Finanzinvestoren diesbezüglich Gespräche geführt. Der Vorstand kann sich grundsätzlich weitere finanzstarke Kerninvestoren neben der Familie Pfleiderer vorstellen und hat dies Finanzinvestoren auch mitgeteilt. Einer der Finanzinvestoren habe erklärt, dass er über die Unterbreitung eines Übernahmeangebots nachdenkt. Das Ausscheiden des Finanzvorstands Derrick Noe am 14. Januar 2008 stehe hiermit in Zusammenhang, so Pfleiderer weiter. Zuvor hatte es bereits Presseberichte über einen möglichen Einstieg von Finanzinvestoren gegeben.
Die Sparte Airbus des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190 (News/Aktienkurs)/ WKN 938914) konnte die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge im Jahr 2007 steigern. Wie der Konzern heute erklärte, wurden im Kalenderjahr insgesamt 453 Flugzeuge ausgeliefert, was einem Plus von 19 Maschinen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Wie Airbus weiter erklärte, verbuchte man im Gesamtjahr 2007 insgesamt 1.341 neue Festbestellungen im Wert von 157,1 Mrd. Dollar zu Katalogpreisen, wobei der Gesamtauftragseingang bei 1.458 Flugzeuge im Wert von 181,1 Mrd. Dollar lag. Für 2008 stehen den Angaben zufolge bei Airbus mehr als 470 Flugzeuge zur Auslieferung an.
Die Douglas Holding AG (ISIN DE0006099005 (News/Aktienkurs)/ WKN 609900) konnte die eigenen Prognosen für das Fiskaljahr 2006/07 erfüllen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, verbesserte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 12 Prozent. Der Jahresüberschuss verbesserte sich um rund 16 Prozent. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern eine weitere Ergebnisverbesserung.
Die Klöckner&Co AG (ISIN DE000KC01000 (News/Aktienkurs)/ WKN KC0100) hat ihre Beteiligung an der schweizerischen Debrunner Koenig Holding AG um weitere 20 Prozent aufgestockt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hält der im MDAX notierte Konzern damit 98 Prozent aller Aktien der Schweizer Landesgesellschaft Debrunner Koenig Holding. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. (16.01.2008/ac/n/m)
TUI AG Namens-Aktien o.N.
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Hmh. Ein techn. Erholung müsste kommen!
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VOLKSWAGEN AG STAMMAKTIEN O.N
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Seitwärts!
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Die Bollinger-Bänder "bestimmen" den Trend:)! Und zwar ganz klar! Im Trendkanal geht es seitwärts, aber nicht abwärts!
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HENKEL KGAA VORZUGSAKTIEN O.ST. O.
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Der Frühling ist zwar noch nicht bei Henkel ausgebrochen, abere ich sehe sie jetzt positiver!
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Trichet: Wachstum in Euro-Zone weiterhin auf Potenzial
Donnerstag, 17. Januar 2008, 08:45 Uhr Diesen Artikel drucken[-] Text [+]
Frankfurt (Reuters) - Das Wachstum in der Euro-Zone entspricht nach den Worten von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet weiterhin in etwa dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) prognostizierten Potenzialwachstum.
Auf die Frage, ob das Wachstum trotz sich verdunkelnder Konjunkturaussichten in diesem Jahr weiterhin auf Potenzialniveau liegen werde, sagte Trichet am Mittwochabend in Frankfurt: "Natürlich tut es das. Die Aussagen des EZB-Rates (von vergangener Woche) sind nachwievor gültig."
Trichet reagierte damit auf Äußerungen von EZB-Ratsmitglied Yves Mersch, der wenige Stunden zuvor erklärt hatte, die EZB könne schon bald ihre Prognosen wegen der sich abzeichnenden Abschwächung der Konjunktur nach unten nehmen. Diese Aussagen hatten den Euro am späten Nachmittag um mehr als einen Cent gedrückt. Der Präsident der luxemburgischen Nationalbank bekräftigte zudem, auch die Inflationsrisiken hätten zugenommen. Die EZB werde im Bedarfsfall handeln, aber zugleich flexibel bleiben. Insgesamt seien die wirtschaftlichen Fundamentaldaten für die Euro-Zone solide, sagte Mersch. Zweitrundeneffekte habe es bisher noch nicht gegeben.
Die EZB-Volkswirte erwarten bislang, dass die Wirtschaft in der Euro-Zone in diesem Jahr um 1,5 bis 2,5 Prozent wachsen wird. Sie überarbeiten ihre Prognosen vierteljährlich. Die nächste Prognose machen sie im März. Trichet hatte zuletzt von mittelfristigen Inflationsrisiken und der Gefahr sich eintrübender Wirtschaftsaussichten gesprochen. Die Zentralbank hatte vorige Woche ihren Leitzins bei 4,0 Prozent gelassen.
Am Mittwochmittag hatte Bundesbank-Chef Axel Weber ebenfalls von Abwärtsrisiken für die wirtschaftliche Entwicklung gesprochen. Gleichzeitig hatte er die Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität betont. Die aktuellen hohen Inflationsraten dürften allerdings nicht "überdramatisiert" werden, weil sie von Sondereffekten wie den massiven Preisanstiegen bei Öl und wichtigen Nahrungsmitteln getrieben seien. Zudem habe in Deutschland die Erhöhung der Mehrwertsteuer zum Anstieg der Teuerung im vergangenen Jahr beigetragen.
Von Börse Online, Redaktion
Gerüchte und Spekulationen bewegen die Kurse meist viel stärker als die anschließenden Tatsachen. Hier erfahren Sie, über welche Aktien derzeit an der Börse getuschelt wird.
Bijou Brigitte: Anleger suchen das Weite
Rund 185 Millionen Euro an Börsenwert hat die Modeschmuckkette Bijou Brigitte das Eingeständnis gekostet, dass der 2007er-Konzerngewinn „leicht unter dem Rekordgewinn des Vorjahres“ liegen wird. Zwar hat die Wachstumsstory des Hamburger Unternehmens längst einige dicke Kratzer bekommen, über das Ausmaß des jüngsten Kursverfalls reiben sich aber selbst Frankfurter Börsenprofi s erstaunt die Augen. Zwar traut sich kaum jemand, in ein fallendes Messer wie die Bijou-Aktie zu greifen, doch die reinen Kennzahlen sprechen dafür, dass die Börse eventuell zu heftig reagiert hat. Auf die Beobachtungsliste gehört der Titel also allemal.
Bang & Olufsen: Schockwelle ausgelöst
Bis vor kurzem galt die Aktie des Herstellers von Luxus-HiFi-Anlagen Bang & Olufsen als ein heißer Tipp in der Bankenszene. Umso heftiger wird in Analystenkreisen über die unerwartete Gewinnwarnung, den Kurssturz und den Rauswurf von Torben Sörensen diskutiert. So fragen sich nicht wenige, ob die eilige Demission des Chefs eine so gute Idee war. Grundsätzlich kreiden die Beobachter dem abgesetzten Firmenlenker nämlich keine gravierenden Fehler an. Enttäuschend ist jedoch der Umstand, dass die Dänen es nicht schafften, stärker in der Automobilausrüstung Fuß zu fassen. Neben Audi präsentierte die Luxusschmiede bislang nur den britischen Autobauer Aston Martin als Abnehmer. Nach dem Kurssturz scheint eine spürbare Gegenbewegung durchaus möglich.
Dax setzt zu Erholung an- Infineon nach Kursknick wieder gefragt
Donnerstag, 17. Januar 2008, 09:16 Uhr Diesen Artikel drucken[-] Text [+]
Frankfurt (Reuters) - Der Dax hat am Donnerstag zu einer Erholung angesetzt. Damit könnte der Leitindex seine bislang negative Wochenbilanz aufbessern und Verluste wettmachen.
In den ersten Handelsminuten legte der Dax 0,8 Prozent auf 7534 Punkte zu. "Es gibt Käufe durch alle Branchen", sagte ein Händler. "Dafür gibt es allerdings keinen tieferen Grund. Möglicherweise wirkt das Beige Book der Fed mit der Hoffnung, dass es in den USA doch keine Rezession gibt."
Nachdem der Chiphersteller Infineon am Vortag wegen eines schwachen Ausblicks des Branchenschwergewichts Intel gefallen war, legten sie zur Eröffnung über vier Prozent auf 6,72 Euro zu. Die Papiere der Deutschen Börse starteten 3,7 Prozent im Plus. Händlern zufolge profitieren die Titel von einer Anlageempfehlung der Credit Suisse, die Experten nahmen die Papiere auf ihre "European Focus List."
Ebenfalls über vier Prozent zulegen konnten im MDax die Aktien von Tognum. Tognum erwartet für 2008 einen Gewinn je Aktie von mehr als zwei Euro nach für 2007 prognostizierten 1,55 bis 1,65 Euro.
Handelblatt: Deutsche Bank baut Stellen im Investmentbanking ab
Die Deutsche Bank will mit Entlassungen auf die anhaltende Finanzmarktkrise reagieren. Mindestens 270 Mitarbeiter im Kapitalmarktbereich sollen den Konzern verlassen, wie das "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe) aus Branchenkreisen erfuhr. Betroffen sind demnach vor allem die Standorte London, New York und Asien. Kontinentaleuropa bleibe weitgehend verschont, berichtete die Zeitung. Am stärksten betroffen sei der Bereich Kreditprodukte. In dieser Sparte sind weltweit insgesamt 13.000 Mitarbeiter für die Deutsche Bank tätig. Das Unternehmen selbst wollte sich zu den Entlassungen zunächst nicht äußern.
Die US-Immobilienkrise um faule Hypothekenkredite hat in den vergangenen Tagen bei vielen deutschen Großbanken deutliche Spuren in der Bilanz hinterlassen. Die Postbank musste am Donnerstag Verluste von 61 Millionen Euro einräumen. Die Konkurrenz traf es noch deutlich härter: Die Commerzbank hatte 291 Millionen Euro abschreiben müssen, die Deutsche Bank 2,2 Milliarden Euro.
17.01.2008 16:04
Wall Street: Freundlicher Auftakt, Merrill Lynch meldet Milliardenverlust, BorgWarner auf der Überholspur
New York (aktiencheck.de AG) - Gestützt von Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung der Fed sind die Standardwerte am Donnerstag an der Wall Street fester in die Sitzung gegangen. Der Dow Jones gewinnt kurz nach Handelsstart 0,31 Prozent auf 12.504,61 Punkte. Beim S&P 500 ist ein Plus von 0,32 Prozent auf 1.377,66 Zähler auszumachen. Der NASDAQ Composite legt daneben 0,88 Prozent auf 2.415,55 Indexpunkte zu. Wie das Arbeitsministerium vorbörslich bekannt gab, hat sich die Arbeitsmarktsituation in der Vorwoche überraschend verbessert. Laut Angaben des Handelsministeriums reduzierte sich allerdings die Zahl der Wohnbaubeginne im Dezember unerwartet deutlich.
Eines der Hauptgesprächsthemen ist das von Merrill Lynch vorgelegte Zahlenwerk. Angesichts rekordhoher Sonderbelastungen wies die Investmentbank im vierten Quartal einen Verlust von fast 10 Mrd. Dollar aus. Die Schätzungen der Analysten wurden dabei deutlich verfehlt, in der Folge sackt der Wert um mehr als 3 Prozent ab. Mit einem Minus von knapp 10 Prozent trifft es die Aktie von First Horizon noch wesentlich härter. Der Finanzkonzern litt im vierten Quartal ebenfalls unter der anhaltend schwierigen Lage an den US-Hypothekenmärkten und musste einen deutlichen Verlust ausweisen.
Papiere des Vermögensverwalters BlackRock wiederum profitieren von unerwartet starken Geschäftszahlen und gewinnen über 4 Prozent. Für Titel der Bank of New York Mellon geht es um 3 Prozent nach oben, obwohl das Kreditinstitut im abgelaufenen Quartal etwas weniger verdient hat als erwartet.
Außerhalb des Finanzsektors wechseln BorgWarner auf die Überholspur und gewinnen knapp 9 Prozent. Zuvor hat der Automobilzulieferer seine Ergebnisprognose für das Fiskaljahr 2008 konkretisiert. Anteile der Fluggesellschaft Continental Airlines befinden sich ebenfalls im Aufwind und steigen um 5 Prozent. Der Konzern meldete heute, dass er im vierten Quartal einen Gewinn vor Steuern erzielt hat. Gestützt von einer Aufstufung durch Bear Stearns gewinnen eBay-Titel knapp 2 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Die US-Investmentbank Merrill Lynch&Co. Inc. (ISIN US5901881087 (News)/ WKN 852935) teilte heute mit, dass sie im vierten Quartal nach rekordhohen Sonderbelastungen einen Verlust von fast 10 Mrd. Dollar ausweisen musste. Im Vorjahr war noch ein Gewinn angefallen. Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft lag bei -12,57 Dollar pro Aktie. Im jüngsten Ergebnis sind Sonderbelastungen von über 14 Mrd. Dollar enthalten, wobei ein Großteil der Abschreibungen der Subprime-Krise geschuldet ist. Analysten waren im Vorfeld lediglich von einem Verlust von -4,57 Dollar pro Aktie ausgegangen.
Die Bank of New York Mellon Corp. (ISIN US0640581007 (News)/ WKN A0MVKA) meldete heute, dass ihr Gewinn im vierten Quartal gesunken ist, was mit einem Einmalertrag im Vorjahr zusammenhängt. Die Schätzungen der Analysten wurden dabei verfehlt. Der Umsatz erhöhte sich indes deutlicher als erwartet.
Der US-Vermögensverwalter BlackRock Inc. (ISIN US09247X1019 (News)/ WKN 928193) verbuchte im vierten Quartal akquisitionsbedingt einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Nettogewinn im Berichtszeitraum um gut 90 Prozent. Der Gesamtumsatz legte ebenfalls kräftig zu, außerdem wurden die Prognosen der Analysten übertroffen.
Die amerikanische TD Ameritrade Holding Corp. (ISIN US87236Y1082 (News)/ WKN A0H1BG) konnte im ersten Quartal einen Rekordgewinn ausweisen. Wie der Online-Broker heute erklärte, verbesserte sich der Nettogewinn deutlich. Dabei konnten die Analystenschätzungen übertroffen werden. Für das laufende Fiskaljahr hob der Konzern die Ergebnisprognose an.
Die amerikanische First Horizon National Corp. (ISIN US3205171057 (News)/ WKN A0CAN7) musste im vierten Quartal aufgrund hoher Einmalbelastungen in Zusammenhang mit der anhaltend schwierigen Lage an den US-Hypothekenmärkten einen deutlichen Verlust ausweisen. Wesentlichen Anteil an der negativen Ergebnisentwicklung hatten vor allem gestiegene Rückstellungen in Zusammenhang mit faulen Krediten. Die Prognosen der Analysten wurden verfehlt.
Der amerikanische Automobilzulieferer BorgWarner Inc. (ISIN US0997241064 (News)/ WKN 887320) konkretisierte heute die Ergebnisprognosen für das Fiskaljahr 2008. Demnach erwartet der Konzern für das Geschäftsjahr ein Plus beim EPS von 20 bis 25 Prozent. Dabei geht BorgWarner vor allem bei Motoren und im Bereich Antriebstechnik von deutlichen Zuwachsraten in den weiterhin prosperierenden Märkten Europas und Asiens aus. In Nordamerika will sich der Automobilzulieferer nach Aussage von CEO Tim Manganello hingegen weiterhin auf weitere Effizienzsteigerungen und Kostensenkungsmaßnahmen konzentrieren.
Die Continental Airlines Inc. (ISIN US2107953083 (News)/ WKN 887642), die viertgrößte Fluggesellschaft in den USA, meldete heute, dass sie im vierten Quartal einen Gewinn vor Steuern nach einem Vorjahresverlust erzielt hat, was mit mehr internationalen Flügen zusammenhängt. Ein Nettoergebnis wurde nicht veröffentlicht, da eine bestimmte Sonderbelastung noch nicht abschließend bilanziert werden konnte. Der operative Umsatz kletterte um 11,6 Prozent. (17.01.2008/ac/n/m)
Wall Street: US-Börsen im Bernanke-Blues
Die US-Börsen litten am Donnerstag unter schlechten Nachrichten von allen Seiten: Fed-Chef Ben Bernanke gibt sich so pessimistisch wie nie zuvor, die jüngsten Konjunkturdaten belegen den Abwärtstrend und die Finanzwerte fallen erneut mit massiven Abschreibungen und Abstufungen auf.
Der Dow-Jones-Index verlor am Donnerstag 307 Zähler oder 2,5 Prozent auf 12 159 Punkte. Dieser größte Tagesverlust seit zwei Monaten hat die Blue Chips auf ein Zehn-Monats-Tief gedrückt.
Der marktbreit aufgestellte S&P-500-Index stürzte unterdessen um 49 Zähler oder 2,9 Prozent auf 1333 Punkte ab, während die Hightech-orientierte Nasdaq mit einem Minus von 47 Zählern oder 2 Prozent bei 2346 Punkten schloss.
Fed-Chef Ben Bernanke hat vor dem Kongress so deutlich wie nie zuvor über die schwierige Lage der amerikanischen Konjunktur und die dringende Notwendigkeit eines Hilfspakets durch die Regierung gesprochen. Das soll nun in einem Rahmen von bis zu 150 Milliarden Dollar kommen, allerdings nicht über die von der Wall Street erhofften Steuersenkungen für Unternehmen. Bernanke empfiehlt hingegen zeitlich befristete Zahlungen an die finanzielle Unterschicht, etwa durch Lebensmittelmarken, mehr Arbeitslosengeld oder Heizkostenzuschüsse.
Unterdessen kamen weitere Konjunkturdaten, die auf die angespannte Situation deuten. So sind die Baubeginne im vergangenen Monat um 14 Prozent eingebrochen, die Baugenehmigungen um 8 Prozent. Ein Mitglied der Notenbank sieht den Immobilienmarkt damit „im freien Fall“, die absoluten Zahlen sind so schlecht wie seit fast dreißig Jahren nicht mehr.
Der Phily Fed Index über das Produzierende Gewerbe im Großraum Philadelphia wurde unterdessen mit einem Stand von -20,9 Punkten gemeldet. Das ist der schwächste Stand seit vielen Jahren. Besonders die Sub-Indikatoren für den Arbeitsmarkt und die Neubestellungen sind deutlich eingebrochen, was langfristige Probleme andeutet.
Auf Unternehmensseite stand am Donnerstag Merrill Lynch im Mittelpunkt. Das Investmenthaus schreibt für das vergangene Quartal etwa 14 Milliarden Dollar ab und verbucht einen Verlust von 9,8 Milliarden Dollar. Damit steht das Unternehmen schlechter da als erwartet, und doch fragen sich Anleger ob das Management genug abgeschrieben hat um für das neue Jahr einen sauberen Neustart zu schaffen. CEO John Thain behauptet das, doch Anleger zweifeln. Merrill Lynch verlor 10,5 Prozent.
Ähnlich hatte es sich zu Wochenbeginn mit Citigroup verhalten. Auch hier fürchten Anleger, dass nicht alle notwendigen Abschreibungen vom Tisch sind, was die Aktie der weltgrößten Bank unter Druck brachte. Citigroup verlor auch am Donnerstag wieder, und auch die Aktien von J.P. Morgan und der Investmenthäuser Bear Stearns und Goldman Sachs gaben nach.
Einen Teil der Verluste hatten die Banken wohlgemerkt den Bond-Versicherern zuzuschreiben. Die Kredit-Experten von Moody´s drohen die Kreditwürdigkeit von Ambac abzustufen. Das Unternehmen, das Kredite und Hypotheken versichert und im Rahmen der Subprime-Krise bereits 5 Milliarden Dollar abgeschrieben hat, käme dann kaum an dringend benötigtes Fremdkapital. Die Aktie stürzte um 52 Prozent ab, der Konkurrent MBIA verlor 34 Prozent.
Deutlich besser hielt sich IBM wenige Minuten vor der Quartalskonferenz. Nachdem der Dow-notierte Computer- und Serverriese bereits am Montag die Zahlen nach oben revidiert hatte, sind Anleger optimistisch. Allerdings sind die hohen Erwartungen im IBM-Kurs bereits reflektiert, und die Aktie verlor 1,2 Prozent.
Eine Abstufung belastete die Aktie von Harley-Davidson. Die Analysten der Citigroup fürchten, dass nach dem amerikanischen Automobil- auch der Motorradmarkt unter die Räder kommen und bis um zu 12 Prozent einbrechen könnte. Auch internationale Verkäufe legten nicht mehr so stark zu wie früher. Man setzt das Papier auf „Verkaufen“, was Anleger am Donnerstag auch tun – Harley verlor fast 7 Prozent.
Lars Halter
17.01.2008 23:16
Aktien Lateinamerika Schluss: Weitere Verluste an den Hauptbörsen
Die wichtigsten Börsen Lateinamerikas haben am Donnerstag weitere Verluste verzeichnet. Am größten Aktienmarkt des Subkontinents, im brasilianischen São Paulo, fiel der Bovespa-Index <BOVESPA.TWI> um 2,96 Prozent oder 1.740,60 Zähler auf 57.036,84 Punkte. In Mexiko-Stadt sank der IPC-Index <IPCNDX.TWI> um 2,36 Prozent oder 644,91 Zähler auf 26.698,66 Punkte. Der Merval-Index <MERVAL.TWI> in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires verlor 2,51 Prozent oder 51,93 Zähler auf 2.013,84 Punkte./fs/cro/DP/mf/
AXC0225 2008-01-17/23:15
18.01.2008 00:19
Wall Street schließt sehr schwach - Rezessionsangst belastet
DJ Wall Street schließt sehr schwach - Rezessionsangst belastet
NEW YORK (Dow Jones)--Neue Rezessionsängste haben am Donnerstag die Aktienkurse an Wall Street sehr schwach schließen lassen. Unerwartet schwache Konjunkturdaten und enttäuschende Unternehmensbilanzen bestätigten die Anleger in ihren Befürchtungen, dass die Wirtschaftsleistung der USA schrumpfen könnte.
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) fiel um 2,5% bzw 307 Punkte auf 12.159. Damit hat der Index alle Gewinne aus dem vergangenen Jahr eingebüßt. Der S&P-500 verlor 2,9% bzw 40 Punkte auf 1.333 und schloss auf dem tiefsten Stand seit etwa einem Jahr. Außerdem notiert der Index nun rund 15% unter seinem Hoch, das er im vergangenen Jahr erreicht hatte. Von einem Bärenmarkt spreche man bei einem Fall um 20% unter das Rekordhoch auf eine Talsohle, merkte ein Beobachter an. Der Nasdaq-Composite gab um 2,0% bzw 48 Punkte auf 2.347 nach.
Umgesetzt wurden 2,17 (Mittwoch: 2,11) Mrd Aktien. Dabei wurden 465 Kursgewinner gezählt, während 2.717 Titel Verluste verzeichneten. Unverändert schlossen 73 Titel.
Nervosität brachte vor allem der Philadelphia Fed Index in den Markt, der im Januar auf einen Stand von minus 20,9 gefallen ist und damit den niedrigsten Wert seit Oktober 2001 erreicht hat. Im Dezember hatte der Index für die allgemeine Wirtschaftstätigkeit in der Region bei minus 1,6 notiert. Volkswirte hatten für Januar einen Indexstand von minus 3,0 prognostiziert. "Einen Rückgang in dieser Größenordnung gibt es außerhalb einer Rezession nicht", stellte ein Volkswirt fest. Belastend wirkten ferner die Daten zu den Baugenehmigungen und -beginnen, die für Dezember einen unerwartet deutlichen Rückgang aufwiesen.
Der US-Notenbankchairman Ben Bernanke brachte in seiner Rede vor dem US-Kongress die Bereitschaft der Notenbank zu Zinssenkungen zum Ausdruck, wies aber auch darauf hin, dass die Krise an den Kreditmärkten ein Risiko für die Wirtschaft darstelle.
Mit Merrill Lynch legte am Berichtstag eine weitere große US-Bank ein enttäuschendes Quartalsergebnis vor. Merrill musste infolge der Kreditkrise 16,7 Mrd USD abschreiben. Die Aktie fiel um 10% auf 49,45 USD. Im Gefolge von Merrill verloren Citigroup 4,9% auf 24,96 USD. Die Aktien der Anleiheversicherer Ambac und MBIA brachen um 52% auf 54,66 USD und um 31% auf 9,22 USD ein. Die Ratingagenturen Moody's und Standard&Poor's hatten signalisiert, dass Ambac und MBIA ihre Triple-A-Bonitätsnote verlieren könnten. Die Papiere von Lehman Brothers gaben um 5,9% auf 54,66 USD nach. Die Bank wird ihr Hypothekengeschäft massiv verkleinern und deshalb Mitarbeiter entlassen.
Besser als der Markt liefen die Aktien der Bank of New York Mellon, die um nur 0,7% auf 44,77 USD fielen. Die Bank hatte es geschafft, das vergangene Quartal trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten und Fusionskosten mit einem Gewinn abzuschließen.
DJG/cln
Dax&Stoxx am Vormittag
Britische Banken verlieren Anschluss
von Sven Lilienthal (Frankfurt)
Die europäischen Aktienmärkte haben ihre Talfahrt fortgesetzt. Das angekündigte eines US-Konjunkturprogramms zur Abwehr einer Rezession brachte nur kurz Erleichterung. Nach unten zog es vor allem Bank-Aktien
Der Dax fiel um 0,6 Prozent auf 7370 Punkte. Der CAC 40 in Paris und der Londoner FTSE 100 büßten 0,2 Prozent ein. Europas Stoxx 50 verlor 0,5 Prozent.
Damit setzten die Märkte die Talfahrt der vergangenen Handelstage fort. Schwache Geschäftszahlen einiger US-Investmentbanken hatten die Investoren erschreckt. Zudem hatte am Donnerstag US-Notenbankchef Ben Bernanke schnelle Maßnahmen der Regierung zur Verhinderung einer drohenden Rezession gefordert. Am späten Abend kündigte US-Präsident George Bush dann ein Konjunkturprogramm an. Dies sorgte bei den Anlegern aber nur kurz für Erleichterung. Nach schwungvollem Handelsstart drehten die Börsen schließlich ins Minus.
In Deutschland waren Metro eines der wenigen Lichtblicke. Die Aktien rückten mit plus 3,5 Prozent an die Spitze. Das Unternehmen wird seine Verbrauchermarkt-Kette Extra an den Konkurrenten Rewe verkaufen. Metro zufolge reduziert sich die Nettoverschuldung durch den Verkauf um 350 Mio. Euro. Auf der Gegenseite verloren die Papiere des Automobilzulieferers Continental 3,2 Prozent. Allianz-Aktien fielen um drei Prozent, MAN um 2,8 Prozent.
Bank-Aktien einmal mehr unter Druck
In Europa verteuerten sich die Aktien des Bergbaukonzerns Rio Tinto um 3,5 Prozent und lagen damit an der Spitze. Marktgerüchten in Australien zufolge könnte Konkurrent BHP Billiton bald ein Übernahmeangebot abgeben. BHP-Titel stiegen um 0,4 Prozent.
Am Index-Ende büßten besonders britische Bankenwerte ein.
Grund waren negative Einschätzungen der Investmentbank JP Morgan. Die Analysten reduzierten ihre Kursziele für zahlreiche Unternehmen aus diesem Sektor. Barclays-Aktien brachen daraufhin um rund vier Prozent ein und belegten den letzten Platz. Auch Royal Bank of Scotland (2,8 Prozent), Lloyds TSB (2,5 Prozent) und HBOS (2,4 Prozent) reihten sich in die Verliererliste ein. Weitere Bank-Aktien mit negativen Vorzeichen waren ING, Fortis und Societe Générale, die zwischen 3,8 und 2,9 Prozent abgaben. Der dazugehörige Banken-Branchenindex im Stoxx 600 verlor rund zwei Prozent.
Asiens Börsen nach volatilem Handel im Plus
Die Kurse an den Börsen in Fernost haben zum Wochenende einen bemerkenswerten Kursverlauf genommen. Die Leitbörsen lagen teilweise bereits über drei Prozent im Minus, ehe die Ankündigung des US-Konjunkturpakets Freudensprünge auslöste. Im frühen asiatischen Handel hatten Sorgen vor einer Rezession in den USA noch zu Kursverlusten geführt. So gewann der Nikkei in Tokio zum Handelsschluss 0,6 Prozent auf 13860 Punkte. Einige Händler führten die späten Gewinne auch auf eine technische Erholung zurück, nachdem der dortige Markt in den vergangenen Handelstagen stark unter Druck gekommen war. Der Hang Seng in Hongkong legte 0,4 Prozent zu.
US-Konjunkturpaket verhilft Tokioter Börse zur Erholung
Freitag, 18. Januar 2008, 07:29 Uhr Diesen Artikel drucken[-] Text [+]
Tokio (Reuters) - Die Ankündigung eines Konjunkturpakets in den USA hat den japanischen Aktienmärkten am Freitag zu einer Erholung verholfen.
Zur Abwehr einer Rezession im Zuge der Immobilienkrise will US-Präsident George W. Bush der Wirtschaft mit zeitlich begrenzten Maßnahmen kurzfristig Impulse geben. Bush will Einzelheiten des Programms am Freitag vorstellen. Im frühen asiatischen Handel hatten Sorgen vor einer Rezession in den USA noch zu Kursverlusten geführt.
Der Nikkei-Index erholte sich um 0,6 Prozent auf 13.861 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index zog 0,8 Prozent auf 1341 Zähler an. Im Handelsverlauf waren beide Marktbarometer mehr als drei Prozent gefallen. Die anderen Aktienmärkte in Asien zeigten sich uneinheitlich. Die Börsen in Südkorea und Taiwan profitierten ebenfalls von dem geplanten US-Konjunkturpaket und verbuchten Aufschläge. Die Aktienmärkte in Singapur, Hongkong, Shanghai und Australien folgten indes den negativen Vorgaben aus den USA.
Händler erklärten die Kursgewinne in Tokio auch mit einer technischen Erholung. Der Markt sei nach den herben Verlusten in den vergangenen Sitzungen überverkauft und reif für eine Aufwärtsbewegung, sagten Börsianer. Zu den Gewinnern zählten nach Ankündigung des US-Konjunkturprogramms die Finanzwerte. So rückten Mitsubishi UFJ um 0,3 Prozent und Mizuho Financial um ein Prozent vor. Gegen den Markttrend ließen indes die Exportwerte Federn, die unter einem stärkeren Yen litten. Die Aktien des Autobauers Toyota rutschten beispielsweise 0,6 Prozent ab.
Der Euro notierte in Fernost wenig verändert. Er lag bei 1,4633 Dollar und 156,58 Yen. Der Dollar tendierte zur japanischen Währung bei 107,04 Yen nach 106,97 Yen im New Yorker Handel. Am Vortag hatten Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke den Dollar unter Druck gesetzt. Der Fed-Chef signalisierte, die angeschlagene Wirtschaft mit kräftigen Zinssenkungen anzukurbeln.
Die New Yorker Börsen waren am Donnerstag nach unerwartet schlechten US-Konjunkturdaten eingebrochen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,46 Prozent tiefer bei 12.159 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 2,91 Prozent auf 1333 Punkte ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,99 Prozent auf 2346 Zähler. In Deutschland hatte der Dax nach einer Berg- und Talfahrt 0,8 Prozent niedriger bei 7414 Punkten geschlossen.
DAX wieder im Minus
Frankfurt - Mit schwachen US-Vorgaben sind die deutschen Aktienindizes am Freitag mit Verlusten in den Handel gegangen. Der DAX verlor 0,36 Prozent auf 7.386,88 Zähler. Für den MDAX ging es um 0,56 Prozent auf 8.4407,80 Zähler nach unten. Der TecDAX gab 1,08 Prozent auf 806,94 Punkte ab.
Der Dow Jones hatte am Vorabend wie die anderen US-Indizes nahe dem Tagestief sehr schwach geschlossen und im Vergleich zum Xetra-Schluss 203 Punkte verloren. Ein Händler relativierte aber die schwachen Vorgaben: "Nach dem ungebremsten Kursrutsch des DAX um 700 Punkte seit Jahresbeginn und den noch stärkeren Verlusten bei Nebenwerten dürfte dann aber mal eine Gegenreaktion drin sein", sagte er.
Die Börsen in Asien hatten sich am Morgen bereits leicht erholt, der Nikkei 225 schloss leicht im Plus. Am Nachmittag dürften Daten zum Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und die Frühindikatoren in den USA für Impulse sorgen.
Auf Unternehmensseite standen ThyssenKrupp mit Quartalszahlen im Fokus - die Papiere gewannen als einer der DAX-Favoriten 2,56 Prozent auf 36,03 Euro. Der Gewinn des Industriekonzerns ist im ersten Quartal nicht so stark gesunken wie von Experten erwartet. Zudem bekräftigte der Konzern die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr sowie seine mittel- und langfristigen Ziele.
Die Zahlen wurden mehrheitlich freundlich aufgenommen: Commerzbank-Analyst Dirk Nettling sieht die Ergebnisse im ersten Quartal "insgesamt im Rahmen der Erwartungen" und bestätigte die Papiere mit mit "Buy" und einem Kursziel von 46 Euro. Ein Börsianer bewertete indes den vorsichtigen Ausblick des Industriekonzerns negativ.
Metrao sprangen nach dem Verkauf ihrer Supermarktkette Extra mit plus 2,89 Prozent auf 54,17 an die Spitze des Leitindex. Deutschlands größter Handelskonzern gibt die Vertriebslinie für einen nicht genannten Preis an den Branchenzweiten Rewe ab. Die Nachricht sei zwar erwartet worden, aber dennoch positiv, sagten Händler. ABN Amro reagierte mit einer Anhebung der Metro-Aktie von "Hold" auf "Buy". Der Verkauf der Extra-Supermärkte könnte den Beginn einer Portfolio-Optimierung markieren, schrieben die Experten. Die UniCredit bestätigte die Papiere des Handelskonzerns mit "Buy" und einem Kursziel von 67 Euro.
Schwächster DAX-Wert war BASF. Die Papiere rutschten um 2,11 Prozent auf 92,87 Euro ab. Im MDAX brachen ARQUES Industries um 16,47 Prozent auf 14,40 Euro ein. Zum 1. Februar ersetzt die Beteiligungsgesellschaft ihren Vorstandschef Martin Vorderwülbecke durch den alten Akquisitionsvorstand Michael Schumann. "So viele Vorstandswechsel, das schafft kein Vertrauen", sagte ein Händler. "Es ist Zeit, mal bei der Bilanz nachzuhaken", ergänzt er. Bereits durch die Insolvenz der ehemaligen Tochter ARQUANA zu Beginn des Monats sei die Aktie unter Druck geraten.
Die zuletzt sehr schwankungsanfälligen Pfleiderer verbesserten sich dagegen um 7,76 Prozent auf 14,17 Euro und schafften damit den Sprung an die Indexspitze. Laut "Süddeutsche Zeitung" soll der US-Finanzinvestor One Equity Partners bereits begonnen haben, in unbekanntem Umfang Pfleiderer-Papiere aufzukaufen. Wie die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, wisse bislang aber niemand, wie hoch die Beteiligung von One Equity an dem Bau- und Möbelzulieferer mittlerweile ist. Ein Händler dämpfte allerdings die Übernahmefantasie: One Equity habe am Morgen bereits betont, keine feindliche Übernahme zu planen.
ProSiebenSat.1 Media waren nach einer positiven Studie der Citigroup mit plus 1,47 Prozent auf 13,80 Euro ebenfalls gefragt. Die Analysten hoben ihre Einstufung von "Hold" auf "Buy" und bestätigten ihr Kursziel von 20 Euro. Dies sei eine Reaktion auf die attraktive Bewertung des Titels und die im Branchenvergleich relativ sicheren Gewinnaussichten, hieß es./ag
Wall Street: Börse versucht einen Schlussspurt
Für die US-Börsen scheint eine erschütternd schwache Handelswoche mit einer positiven Note zu enden: Am Freitagmorgen klettern die großen Indizes steil. Es gibt starke Quartalszahlen aus dem Dow, zudem verbreitet die Hoffnung auf ein Hilfspaket der Regierung für die strauchelnde Konjunktur Optimismus unter Anlegern und Analysten.
Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn verbessert sich der Dow-Jones-Index um 91 Zähler oder 0,75 Prozent auf 12 250 Punkte, während der marktbreite S&P-500-Index um 6 Zähler oder 0,5 Prozent auf 1340 Punkte zulegt.
Die Hightech-orientierte Nasdaq verbessert sich um 15 Zähler oder 0,6 Prozent auf 2362 Punkte.
Anders als Notenbank-Chef Ben Bernanke am Vortag vor dem Kongress angeregt hat, soll sich ein Hilfspaket für die US-Konjunktur nun doch nicht nur auf die unteren Einkommensschichten konzentrieren und damit den Konsum anregen. Präsident Bush will noch am Freitag ein Konzept vorlegen, in dem auch von massiven Steuernachlässen für Unternehmen die Rede sein soll.
Außerhalb des konjunkturellen Umfelds stehen eine Reihe von Quartalszahlen im Mittelpunkt des Börsengesprächs: Der Dow-Multi General Electric blickt für das vergangene Quartal auf ein Gewinnwachstum um 4 Prozent und steht mit Blick auf Umsatz und Gewinn etwas besser da als erwartet. Das größte Wachstum für das Industriekonglomerat kam aus der Infrastruktur- und Industrie-Sparte. Auch die TV-Tochter NBC hat den Gewinn gesteigert, etwas schwächer schnitt die Gesundheitssparte ab. Die GE-Aktie notiert im frühen Handel mit einem Plus von 3,7 Prozent.
Mit IBM meldete ein weiterer Dow-Wert: Der Computer- und Serverriese hatte bereits zu Wochenbeginn starke Zahlen angekündigt, was der Aktie Auftrieb gab. Jetzt geht die Kletterpartie weiter, denn zu den starken Zahlen kommt ein optimistischer Ausblick. Das Management sieht IBM für 2008 gut positioniert und setzt die Prognosen um 4 Prozent über die bisherigen Schätzungen der Analysten. Die Aktie klettert im frühen Handel um fast 4 Prozent.
Im Hightech-Sektor werden auch die Zahlen von AMD diskutiert. Der Chip-Hersteller berichtet über einen unerwartet hohen Verlust, der aber vor allem mit Sonderposten und Akquisitionen zusammenhängt. Diese ausgeklammert scheint man im abgelaufenen Vierteljahr besser abgeschnitten zu haben als erwartet, wenngleich der Umssatz etwas unter den Erwartungen blieb. Umsatzzuwächse im Computerchip- und Grafikchip-Bereich gefallen Anlegern aber, und die Aktie klettert am Morgen um 10 Prozent.
Im Finanzsektor werden unterdessen weitere Abschreibungen gemeldet. Washington Mutual musste im abgelaufenen Quartal 1,6 Milliarden Dollar aus der Bilanz streichen, man blickt auf einen Verlust von 1,87 Milliarden Dollar.
Im Gespräch auf dem Parkett ist auch die New York Stock Exchange selbt. Das Traditionshaus kauft für 260 Millionen Dollar den kleineren Konkurrenten American Stock Exchange und verstärkt sich damit im Handel mit Optionen und Indexfonds. Die Aktie der NYSE klettert im frühen Handel um mehr als 5 Prozent.
Lars Halter
18.01.2008 22:43
US Inizes heute mit verhältnismäßig ruhigem Wochenausklang
Die US Indizes eröffneten ihren heutigen Handel in der Nähe ihres gestrigen Handelsschluss und konnten in der ersten Stunde deutliche Kursgewinne verzeichnen. Diese fanden jedoch keine Anschlusskäufer und sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq mussten im zweiten Drittel des heutigen Handels erneut Verluste hinnehmen, bevor die Märkte in eine Seitwärtsphase übergingen. Der Nasdaq verliert zum Wochenschluss noch einmal 0,29% auf 2.340,02 Punkte und auch der Dow Jones gibt um 0,49% auf 12.099,30 Punkte nach.
Der Verkaufsdruck vollzog sich auch heute über den Großteil des Marktes. Von 27 Marktsegmenten notieren lediglich 5 im Plus, angeführt vom AMEX OIL und DOW TRANSPORTATION. Deutlich unter Druck geriet heute hingegen der sich gestern noch passabel haltende BIOTECH Sektor. Spitzenreiter ist jedoch der TELEKOMMUNIKATIONSBEREICH. Größer Einzelgewinner ist heute PERFORMANCE FOOD GROUP mit einem Kurssprung von 31,83%. Diesen steht der massive Einbruch bei UNDER ARMOUR und SPRINT mit jeweils über 20% Tagesverlust gegenüber.
http://img.godmode-trader.de/charts/104/2007/301.gif
http://img.godmode-trader.de/charts/104/2007/303.gif
Wall Street: Börse versucht einen Schlussspurt
Für die US-Börsen scheint eine erschütternd schwache Handelswoche mit einer positiven Note zu enden: Am Freitagmorgen klettern die großen Indizes steil. Es gibt starke Quartalszahlen aus dem Dow, zudem verbreitet die Hoffnung auf ein Hilfspaket der Regierung für die strauchelnde Konjunktur Optimismus unter Anlegern und Analysten.
Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn verbessert sich der Dow-Jones-Index um 91 Zähler oder 0,75 Prozent auf 12 250 Punkte, während der marktbreite S&P-500-Index um 6 Zähler oder 0,5 Prozent auf 1340 Punkte zulegt.
Die Hightech-orientierte Nasdaq verbessert sich um 15 Zähler oder 0,6 Prozent auf 2362 Punkte.
Anders als Notenbank-Chef Ben Bernanke am Vortag vor dem Kongress angeregt hat, soll sich ein Hilfspaket für die US-Konjunktur nun doch nicht nur auf die unteren Einkommensschichten konzentrieren und damit den Konsum anregen. Präsident Bush will noch am Freitag ein Konzept vorlegen, in dem auch von massiven Steuernachlässen für Unternehmen die Rede sein soll.
Außerhalb des konjunkturellen Umfelds stehen eine Reihe von Quartalszahlen im Mittelpunkt des Börsengesprächs: Der Dow-Multi General Electric blickt für das vergangene Quartal auf ein Gewinnwachstum um 4 Prozent und steht mit Blick auf Umsatz und Gewinn etwas besser da als erwartet. Das größte Wachstum für das Industriekonglomerat kam aus der Infrastruktur- und Industrie-Sparte. Auch die TV-Tochter NBC hat den Gewinn gesteigert, etwas schwächer schnitt die Gesundheitssparte ab. Die GE-Aktie notiert im frühen Handel mit einem Plus von 3,7 Prozent.
Mit IBM meldete ein weiterer Dow-Wert: Der Computer- und Serverriese hatte bereits zu Wochenbeginn starke Zahlen angekündigt, was der Aktie Auftrieb gab. Jetzt geht die Kletterpartie weiter, denn zu den starken Zahlen kommt ein optimistischer Ausblick. Das Management sieht IBM für 2008 gut positioniert und setzt die Prognosen um 4 Prozent über die bisherigen Schätzungen der Analysten. Die Aktie klettert im frühen Handel um fast 4 Prozent.
Im Hightech-Sektor werden auch die Zahlen von AMD diskutiert. Der Chip-Hersteller berichtet über einen unerwartet hohen Verlust, der aber vor allem mit Sonderposten und Akquisitionen zusammenhängt. Diese ausgeklammert scheint man im abgelaufenen Vierteljahr besser abgeschnitten zu haben als erwartet, wenngleich der Umssatz etwas unter den Erwartungen blieb. Umsatzzuwächse im Computerchip- und Grafikchip-Bereich gefallen Anlegern aber, und die Aktie klettert am Morgen um 10 Prozent.
Im Finanzsektor werden unterdessen weitere Abschreibungen gemeldet. Washington Mutual musste im abgelaufenen Quartal 1,6 Milliarden Dollar aus der Bilanz streichen, man blickt auf einen Verlust von 1,87 Milliarden Dollar.
Im Gespräch auf dem Parkett ist auch die New York Stock Exchange selbt. Das Traditionshaus kauft für 260 Millionen Dollar den kleineren Konkurrenten American Stock Exchange und verstärkt sich damit im Handel mit Optionen und Indexfonds. Die Aktie der NYSE klettert im frühen Handel um mehr als 5 Prozent.
Lars Halter
Wall Street: Der Abwärtstrend bleibt intakt
Um satte 180 Punkte hatten die Blue Chips am Freitagmorgen zugelegt und alles versucht, einen Teil der steilen Wochenverluste wieder gut zu machen. Doch mangelte es Anlegern an Durchhaltevermögen. Zweifel an der Wirksamkeit eines Hilfspakets der Regierung für die strauchelnde Konjunktur ließen die Börse wieder fallen.
Am Ende schloss der Dow-Jones-Index mit einem Minus von 56 Zählern oder 0,5 Prozent bei 12 099 Punkten, während der marktbreite S&P-500-Index um 8 Zähler oder 0,6 Prozent auf 1325 Punkte abgab.
Die Hightech-orientierte Nasdaq rutschte um 7 Zähler oder 0,3 Prozent auf 2330 Punkte ab.
Auf Wochensicht haben die amerikanischen Aktienmärkte damit rund 6 Prozent verloren, der breite Markt hat die schlechteste Börsenwoche seit fast sechs Jahren hinter sich. Doch sehen Insider keine Bodenbildung. Allein die zeitweiligen Kursgewinne am Freitagmorgen verraten, dass die Anleger noch nicht kapituliert haben. Ohne eine Kapitulation mit Panikverkäufen sehen Experten aber keine Chance für eine Bodenbildung.
Auch ein Hilfspaket der Regierung für die staruchelnde US-Konjunktur hilft nicht. Ein Konzept von Präsident George W. Bush scheint den Wünschen der Wall Street zu entsprechen und Steuersenkungen vor allem für Unternehmen zu beinhalten. Die Demokraten – und Fed-Chef Ben Bernanke – favorisieren jedoch Hilfe für Verbraucher auf den unteren Einkommensschichten. Ein Streit im Kongress könnte das eiligst geforderte Hilfspaket nun verztögern.
Das schlug Anleger in die Flucht, die zumal vor einem langen Wochenende – am Montag ist in den USA Martin Luther King Day, und die Wall Street bleibt geschlossen – nicht mit hohen Positionen aus dem Handel gehen wollten.
In einem ansonsten schwachen Umfeld gab es dennoch einige Gewinner: Der Dow-Multi General Electric verbesserte sich nach starken Quartalszahlen um 3,3 Prozent. Der Konzern blickt für das vergangene Quartal auf ein Gewinnwachstum um 4 Prozent. Das größte Wachstum für das Industriekonglomerat kam aus der Infrastruktur- und Industrie-Sparte. Auch die TV-Tochter NBC hat den Gewinn gesteigert, etwas schwächer schnitt die Gesundheitssparte ab.
Mit IBM meldete ein weiterer Dow-Wert: Der Computer- und Serverriese hatte bereits zu Wochenbeginn starke Zahlen angekündigt, was der Aktie Auftrieb gab. Nun gab geht ein optimistischer Ausblick noch einmal Schwung. Das Management sieht IBM für 2008 gut positioniert und setzt die Prognosen um 4 Prozent über die bisherigen Schätzungen der Analysten. Die Aktie kletterte um 2 Prozent.
Unter den Finanzwerten verbesserte sich die Aktie der New York Stock Exchange. Das Traditionshaus kauft für 260 Millionen Dollar den kleineren Konkurrenten American Stock Exchange und verstärkt sich damit im Handel mit Optionen und Indexfonds. Die Aktie der NYSE kletterte um fast 2 Prozent.
Andere Finanzwerte litten weiter unter der angespannten Lage in der Branche. Der Versicherer American International Group war mit einem Abschlag von fast 6 Prozent größter Verlierer im Dow, weitere schwache Blue Chips waren der Telekomriese Verizon Communications und der Pharmazeut Merck.
Lars Halter
18.01.2008 22:25
Aktien New York Schluss: Talfahrt verlangsamt - Bush-Aussagen helfen nicht
Die Talfahrt an den US-Börsen hat sich am Freitag mit einem verlangsamten Tempo fortgesetzt. Die Indizes konnten sich mehrheitlich nur anfangs im Plus behaupten, gestützt auf positiv aufgenommene Konjunkturdaten. Spätere Aussagen von US-Präsident George W. Bush, er wolle angesichts von Rezessionsängsten der weltgrößten Volkswirtschaft mit einem Konjunkturprogramm von 140 bis 150 Milliarden Dollar unter die Arme greifen, beeindruckten die Märkte nicht. Die Größe des Programms habe enttäuscht, sagte Kim Caughey, Aktienanalyst bei Fort Pitt Capital Group in Pittsburgh. "Ehrlich gesagt glaube ich, die institutionellen Anleger wissen um die begrenzten Möglichkeiten der Regierung, eine wirtschaftliche Wende anzuordnen."
Der Leitindex Dow Jones <INDU.DJI> beendete den letzten Handelstag der Woche mit einem Minus von 0,49 Prozent bei 12.099,30 Zählern. Seit vergangenem Freitag hat das Börsenbarometer damit 4,02 Prozent verloren. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> schloss 0,60 Prozent niedriger bei 1.325,23 Zählern. Der NASDAQ Composite <COMPX.NQI> verlor 0,29 Prozent auf 2.340,02 Zähler. Lediglich der NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> konnte ein Tagesplus von 0,11 Prozent auf 1.844,09 Punkte behaupten.
Die Aktien von General Electric (GE) <GE.NYS> <GEC.ETR> (News/Aktienkurs) waren nach Quartalszahlen mit plus 3,31 Prozent auf 34,31 US-Dollar Spitzenreiter im Dow. Der US-Mischkonzern ist trotz der US-Konjunkturschwäche auf Rekordkurs. Besonders der Infrastrukturbereich und das weltweite Geschäft sorgten 2007 für Wachstum. GE bekräftigte die bisherige Prognose von gut zehn Prozent Gewinnplus im laufenden Jahr.
Der IT-Konzern IBM <IBM.NYS> <IBM.ETR> (News/Aktienkurs), der bereits am Montag eine vorläufige Jahresbilanz vorgelegt hatte, machte ungeachtet der Konjunkturabschwächung zuversichtliche Aussagen über das laufende Jahr. Das Management rechnet 2008 mit einem Gewinnzuwachs von 15 bis 16 Prozent. Die Aktie legte um 2,27 Prozent auf 103,40 Dollar zu.
Für Advanced Micro Devices (AMD) <AMD.NYS> <AMD.FSE> (News/Aktienkurs) ging es um deutliche 11,51 Prozent auf 7,07 Dollar nach oben. Der Chiphersteller bringt sein Geschäft allmählich wieder in Gang, wenn auch der überteuerte Kauf des Grafikchip-Spezialisten ATI ihm ein Milliarden-Loch in die Bilanz gerissen hat. Im vierten Quartal erlitt AMD einen Verlust von 1,77 Milliarden Dollar, etwa dreimal soviel wie ein Jahr zuvor. Allerdings waren die operativen Verluste überschaubar und das Kerngeschäft mit PC- Prozessoren schaffte nach einem Rekordabsatz wieder schwarze Zahlen. Analysten bewerteten die Zahlen positiv.
Eine Übernahme ließ NYSE-Euronext <NYX.NYS> <PNYX.PSE> um 2,25 Prozent auf 72,67 Dollar steigen. Der weltgrößte Börsenbetreiber übernimmt den deutlich kleineren Wettbewerber American Stock Exchange und baut damit den Optionshandel deutlich aus. Der Kaufpreis von 260 Millionen Dollar (178 Mio Euro) wird mit Aktien bezahlt. Research In Motion (RIM) <RIMM.NAS> <RI1.FSE> (News) gewannen 1,98 Prozent auf 88,59 Dollar, nachdem Oppenheimer das Papier des Blackberry-Herstellers auf „Outperform“ hochgestuft hatte. Das von 150 auf 120 Dollar gesenkte Kursziel lag immer noch deutlich über dem derzeitigen Niveau.
Dagegen stürzten Sprint Nextel <S.NYS> <SRN.FSE> (News) um 24,81 Prozent auf 8,70 Dollar ab. Der US-Mobilfunkkonzern streicht 4.000 Stellen und schließt zahlreiche seiner Geschäfte. Der neue Chef Daniel Hesse will damit bis zu 800 Millionen Dollar pro Jahr sparen. Das Unternehmen erwartet auch weitere Umsatzrückgänge und schließt eine Sonderabschreibung für das abgelaufene vierte Quartal nicht aus.
Schlumberger <SLB.NYS> <SCL.ETR> (News) verloren in Reaktion auf die Bilanzvorlage 3,62 Prozent auf 79,52 Dollar. Händler verwiesen auf die vorsichtigen Zukunftsaussagen des Ölfeldausrüsters. Außerdem hätten niedrigere Preise im US-Geschäft und Probleme mit dem Wetter im vierten Quartal auf die Margen gedrückt. Der Gewinn stieg schwächer als von Branchenexperten erwartet.
Pharmaunternehmen standen nach negativen Nachrichten im Fokus. Merck & Co <MRK.NYS> <MCC.FSE> (News/Aktienkurs) und Schering-Plough <SGP.NYS> <SPL.FSE> (News/Aktienkurs) sehen sich in den USA einer möglichen Sammelklage wegen des Bluttfettsenkers Vytorin gegenüber. Die Anwaltskanzlei Hagens Berman Sobol Shapiro habe eine Klage gegen die beiden Firmen eingereicht, worin den Firmen die Verletzung von Patientenrechten in Bezug auf den Verkauf und die Vermarktung der Mittel Zetia und Vytorin vorgeworfen wird. Merck & Co verloren 2,82 Prozent auf 53,32 Dollar, Schering-Plough gaben um 1,48 Prozent auf 21,30 Dollar nach.
Ein US-Berufungsgericht bestätigte das Urteil über einen Patentverstoß des Pharmakonzerns Abbott Laboratories <ABT.NYS> <ABL.FSE> (News) - deren Aktie fiel leicht um 0,54 Prozent auf 59,43 Dollar. Das Gericht bestätigte die Ansicht eines Bezirksgerichts, dass Abbott gegen das Patent von Innogenetics <INNX.BRU> für seine Hepatitis C Virus Genotyping-Technologie verstoßen hat. Deren Aktie kletterte 2,07 Prozent auf 4,44 Dollar./gl/mf/
AXC0180 2008-01-18/22:24
21.01.2008 07:46
Aktien Tokio Schluss: Sehr schwach
Die Börse in Tokio ist sehr schwach in die neue Handelswoche gestartet. Der Nikkei-225-Index <N225.FX1> brach um 3,86 Prozent auf 13.325,94 Punkte ein und der breit gefasste TOPIX <TOKS.FX1> fiel um 3,56 Prozent auf 1.293,74 Punkte. Laut Händlern belasteten Sorgen um ein Abrutschen der US-Konjunktur in die Rezession den japanischen Markt. Bei Börsianern herrsche Skepsis, ob das von US-Präsident George W. Bush vorgelegte Konjunkturförderpaket eine Rezession verhindern kann./fat/ck
AXC0014 2008-01-21/07:45
21.01.2008 10:04
*DAX zum Start minus 1,3% - Vorgaben aus USA und Asien belasten
*DJ DAX zum Start minus 1,3% - Vorgaben aus USA und Asien belasten
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
January 21, 2008 03:03 ET (08:03 GMT)
21.01.2008 10:07
AKTIEN IM FOKUS: Ausverkauf bei Banken hält an - WestLB, Studie belastet
Belastet von neuen Hiobsbotschaften aus dem Finanzsektor sind die deutschen Bankenwerte am Montag deutlich unter Druck geraten. Die WestLB erwartet 2007 einen Jahresverlust von einer Milliarde Euro - die Eigentümer müssen dem angeschlagenen Institut mit einer Kapitalspritze von voraussichtlich zwei Milliarden Euro aushelfen. "Das sind keine guten Nachrichten", sagte ein Händler. Der angekündigte Verlust sei ein weiterer Beweis dafür, dass die aktuelle Skepsis gegenüber Finanztiteln gerechtfertigt sei. Zudem lastete eine Studie der Deutschen Bank auf dem gesamten Sektor.
Aktien der Hypo Real Estate(HRE) <HRX.ETR> (News/Aktienkurs) rutschten gegen 9.50 Uhr um 4,44 Prozent auf 21,07 Euro ab, für die Commerzbank <CBK.ETR> (News/Aktienkurs) ging es um 5,65 Prozent auf 19,89 Euro nach unten. Auch Titel der Deutschen Bank <DBK.ETR> (News/Aktienkurs) und Postbank <DPB.ETR> (News/Aktienkurs) verloren deutlich. Im MDAX <MDAX.ETR> büßte die Aareal Bank <ARL.ETR> (News/Aktienkurs) gar 10,57 Prozent auf 22,00 Euro ein, die IKB <IKB.ETR> (News/Aktienkurs) rutschte mit 6,11 Prozent auf 5,07 Euro ins Minus. Der Gesamtmarkt zeigte sich ebenfalls sehr schwach - der DAX <DAX.ETR> gab 3,07 Prozent auf 7.089,86 Zähler ab. Damit fiel der Leitindex auf den tiefsten Stand seit April 2007.
"Der Markt ist in Panikstimmung - wie lange der Ausverkauf anhält, kann derzeit niemand sagen", sagte ein Händler. Zudem hätten die Banken derzeit das Vertrauen verspielt. "Zusätzlich auf die Stimmung für Finanztitel drückt die Kreditrating-Abstufung des US-Bondversicherers Ambac Financial", fügte Philipp Häßler von equinet an. Fitch hat das Rating am Freitagabend von "AAA" auf "AA" gesenkt und auch der Ausblick bleibe negativ.
Die Commerzbank wurde von der Deutschen Bank von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Es gebe aufgrund einer drohenden Rezession Risiken bezüglich der Schätzungen für den Vorsteuergewinn. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession bezifferte Analyst Alexander Hendricks auf 50 Prozent. Er kürzte auch das Kursziel von 33 auf 25,50 Euro. Ähnliche Risiken gelten seiner Ansicht nach auf für weitere Bankentitel. Die Ertragsschätzungen könnten teilweise um mehr als 30 Prozent abweichen. Daraufhin senkte der Experte auch seine Kursziele für die Aareal Bank, die Hypo Real Estate und die Postbank.
Die Titel der IKB wurden zudem von einem Pressebericht belastet. Für die KfW wird Finanzkreisen zufolge der Verkauf ihres Anteils an der IKB schwierig, berichtete die "Financial Times Deutschland" (FTD, Montagsausgabe). equinet-Analyst Häßler rechnet nicht mit einem Verkauf im ersten Quartal. Aufgrund der hohen Risiken bei der IKB dürfte ein potenzieller Käufer keinen hohen Aufschlag zahlen. Zudem bestehe weiterhin das Risiko einer Kapitalerhöhung und weiterer Abschreibungen. Die Transparenz bleibe ebenfalls gering - daher hält Häßler an seiner "Reduce"-Einschätzung fest mit einem Kursziel von 5,00 Euro./dr/ck
ISIN DE0008032004 DE0008027707 DE0005140008 DE0008001009 DE0005408116
AXC0054 2008-01-21/10:04
DAX am Morgen: Massive Kursverluste nach schwachen Vorgaben, Finanzwerte unter Druck
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt ist mit heftigen Abschlägen in die neue Woche gestartet und setzt damit die seit Jahresbeginn anhaltende Talfahrt fort. Aktuell bricht der DAX um 2,70 Prozent auf 7.116,65 Punkte ein. Für den MDAX geht es daneben um 3,02 Prozent auf 8.175,20 Zähler nach unten. Nach einem positiven Auftakt hat sich die Wall Street am Freitag mit Verlusten in das verlängerte Wochenende verabschiedet. Aus Asien wurden daraufhin ebenfalls rote Vorzeichen gemeldet. In Tokio fiel der Nikkei um 3,9 Prozent zurück.
Finanztitel stehen dabei verstärkt unter Druck. Ein Belastungsfaktor ist unter anderem die Ankündigung der WestLB, wonach der Vorstand einen Jahresverlust im Konzern für 2007 von ungefähr 1 Mrd. Euro erwartet. So verlieren die Deutsche Bank 3,5 Prozent, die Deutsche Postbank 2,3 Prozent, die HRE 4,3 Prozent und die Allianz ebenfalls 4,3 Prozent. Nach negativen Analystenstimmen bröckeln außerdem Titel der Commerzbank um 4,6 Prozent ab.
Die Aktie von ThyssenKrupp gibt ex-Dividende mehr als 5 Prozent ab. Einem Pressebericht zufolge will sich der Stahl- und Technologiekonzern von einem weiteren Teil seiner Autozuliefersparte trennen. Siemens büßen 3 Prozent ein. Dem Industriekonzern droht laut einem Medienbericht im Zuge der Korruptionsaffäre ein Rekordbußgeld in Höhe von bis zu 4 Mrd. Euro. Gewinner sind derzeit keine auszumachen.
Im MDAX ein ähnliches Bild. Mit einem Abschlag von mehr als 10 Prozent liegt das Papier der Aareal Bank auf dem letzten Rang. Dahinter folgen Vossloh, Krones und die IKB.
Unternehmensmeldungen:
Dem Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101 (News/Aktienkurs)/ WKN 723610) droht einem Pressebericht zufolge im Zuge der Korruptionsaffäre ein Rekordbußgeld. Laut einem Bericht der "WirtschaftsWoche" halten Mitglieder des Aufsichtsrats des Mischkonzerns eine Strafe von bis zu 4 Mrd. Euro nicht mehr für ausgeschlossen. Bislang hatte laut internen Quellen bei Siemens die Hoffnung überwogen, mit der Zahlung von 1 Mrd. Euro davon zu kommen und das auch nur im schlimmstmöglichen Fall, hieß es.
Der Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001 (News/Aktienkurs)/ WKN 750000) will sich laut einem Pressebericht von einem weiteren Teil seiner Autozuliefersparte trennen. Wie die "Financial Times Deutschland" schreibt, steht die Präzisionsschmiede mit rund 1.800 Beschäftigten und knapp 300 Mio. Euro Umsatz zum Verkauf. Die ThyssenKrupp Präzisionsschmiede ist profitabel und fertigt Getriebe-, Achs- und Motorkomponenten. Den Angaben zufolge wurde mit dem Käufer, der indischen Sona-Gruppe bereits eine grundsätzliche Einigung erzielt.
Die BASF AG (ISIN DE0005151005 (News/Aktienkurs)/ WKN 515100) hat im Rahmen ihres laufenden Rückkaufprogramms im vergangenen Jahr eigene Aktien im Gesamtwert von 1,9 Mrd. Euro erworben. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat der weltgrößte Chemiekonzern im Jahr 2007 insgesamt ca. 21,5 Millionen eigene Aktien zum Kurs von durchschnittlich 88,35 Euro je Anteilsschein zurückgekauft. Dies entspricht 4,3 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft. Das gesamte Rückkaufprogramm über 3 Mrd. Euro soll bis spätestens Ende 2008 abgeschlossen sein. Durch das Rückkaufprogramm soll die Kapitalstruktur optimiert und das Ergebnis je Aktie erhöht werden. (21.01.2008/ac/n/m)
21.01.2008 10:55
DAX bricht am Morgen regelgerecht ein
Dax 7112, 92 Punkte
Aktueller Tageschart (log. 1 Tag = 1 Kerze ) + Aktueller Stundenchart (1 Kerze = 1 Stunde) + Dax 30 Kursliste
Der DAX eröffnete heute morgen sehr schwach und fiel auf 7065,44 Punkte zurück. zwar erholt er sich im Tagesverlauf etwas. Aber er notiert immer noch mit knapp 2,8% im Minus und auch unter dem Tief aus dem August 2007, das bei 7190,36 Punkten liegt. Immerhin 4 Werte notieren aber schon im Plus. Größ0ter Gewinner ist Infineon mit einem Plus von 2,38%. Die Allianz bricht um 6,30% ein und ist damit größter Verlierer.
http://img.godmode-trader.de/charts/28/2006/abc4928a.GIF
http://img.godmode-trader.de/charts/28/2006/abc4928b.GIF
http://img.godmode-trader.de/charts/28/2006/abc4928c.GIF
Da "liegt der Hund begraben"!!
21.01.2008 16:40
Presse: Bank of China - Belastungen durch US-Subprimekrise erwartet
Peking (aktiencheck.de AG) - Die Bank of China Ltd. (ISIN CN000A0JMZ83/ WKN A0JMZ8) litt einem Pressebericht zufolge im vierten Quartal offenbar unter den Auswirkungen der US-Subprimekrise.
Wie die "South China Morning Post" am Montag schreibt, wird der Konzern im Berichtszeitraum voraussichtlich deutliche Abschreibungen vornehmen müssen. Dies könne im Gesamtjahr zu einem massiven Ergebnisrückgang oder sogar zu einem Verlust führen. Laut dem Artikel hatte das Finanzinstitut sein Subprime-Portfolio von 9,65 Mrd. Dollar im August letzten Jahres auf 7,95 Mrd. Dollar im September abgebaut.
Des Weiteren könnten von der Subprimekrise auch die Industrial&Commercial Bank of China Ltd. (ICBC) (ISIN CN000A0LB420/ WKN A0LB42) und die China Construction Bank Corp. (CCB) (ISIN CN000A0HF1W3/ WKN A0HF1W) betroffen sein, wenngleich die beiden zuletzt weniger stark im Subprime-Segment engagiert waren als die Bank of China.
Die Aktie der Bank of China schloss heute an der HKEx bei 3,37 Hongkong-Dollar (HKD) (-6,39 Prozent), die der ICBC bei 4,86 HKD (-7,78 Prozent) und die der CCB bei 5,65 HKD (-7,83 Prozent). (21.01.2008/ac/n/a)
21.01.2008 18:10
TecDAX Schluss: Drastische Verluste, massiver Ausverkauf im Solarsektor
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Vorgaben aus Übersee und Sorgen um die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft sind die deutschen Wachstumswerte am Montag massiv eingebrochen. Bis Handelsschluss sackte der TecDAX um 8,46 Prozent auf 725,32 Zähler ab. Die Wall Street bleibt heute aufgrund eines Feiertages geschlossen.
Titel aus dem Solarbereich befanden sich dabei im freien Fall. Am Indexende verloren centrotherm 19,8 Prozent. Abschläge im zweistelligen Bereich fuhren außerdem Q-Cells, SOLON, SolarWorld und Conergy ein. ersol gaben 8,9 Prozent ab.
Außerhalb des Solarsektors knickten unter anderem AIXTRON um 12,9 Prozent, AT&S um 13,5 Prozent und Nordex um 10 Prozent ein. Dagegen konnte kein Wert im positiven Terrain schließen.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
TecDAX: 725,32 (-8,46 Prozent)
Tagesgewinner:
Tagesverlierer: centrotherm, Q-Cells, SOLON
Unternehmensmeldungen:
Die United Internet AG (ISIN DE0005089031 (News/Aktienkurs)/ WKN 508903) schließt eine Übernahme sowie eine Offerte für die ausstehenden Aktien der Versatel AG (ISIN DE000A0M2ZK2 (News/Aktienkurs)/ WKN A0M2ZK) vorerst aus. "In näherer Zukunft ist eine Übernahme kein Thema", erklärte der United Internet-Sprecher Marcus Schaps gegenüber der Wirtschaftszeitung "EURO am Sonntag". Der Erwerb weiterer Versatel-Anteile über die bisher gehaltenen 25,05 Prozent hinaus sei nach Aussage des Konzernsprechers hingegen eine mögliche Option.
Der Solarmodul-Spezialist und Systemlieferant aleo solar AG (ISIN DE000A0JM634 (News/Aktienkurs)/ WKN A0JM63) meldete heute, dass er erneut einen Großauftrag von SOLARTIA erhalten hat. Den Angaben zufolge liefert man dem spanischen Projektentwickler Module für einen neuen Solarpark in der Provinz Navarra. Mit diesem Auftrag können knapp 17 Mio. Euro Umsatz gemeldet werden. Insgesamt erhöht sich das kontrahierte spanische Projektvolumen mit den bereits im Dezember gemeldeten Aufträgen auf fast 62 Mio. Euro. Zudem hat SOLARTIA noch eine Option auf eine Lieferung weiterer Module im Jahr 2008 im Wert von knapp 5 Mio. Euro. (21.01.2008/ac/n/m)
21.01.2008 18:07
DAX Schluss: Im Sturzflug, Kursdebakel im Finanzsektor
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Äußerst schwache Vorgaben aus Asien und anhaltende Sorgen vor einer Rezession in den USA haben die Aktienmärkte europaweit auf Talfahrt geschickt. Unter ungewöhnlich hohen Umsätzen brach der DAX bis Handelsschluss um 524 Punkte oder 7,16 Prozent auf 6.790,19 Zähler ein. Der MDAX fiel daneben um 5,80 Prozent auf 7.940,51 Zähler zurück. Auf Unterstützung aus New York konnten die Anleger heute nicht setzen - die Wall Street bleibt feiertagsbedingt geschlossen.
Der Fokus der Anleger galt erneut den Finanzwerten. Ein Belastungsfaktor war hier unter anderem die Ankündigung der WestLB, wonach der Vorstand einen Jahresverlust im Konzern für 2007 von ungefähr 1 Mrd. Euro erwartet. Die Aktie der HRE brach am Indexende um 18,5 Prozent ein. Daneben sackten die Deutsche Postbank um 7,9 Prozent, die Allianz um 10 Prozent und die Deutsche Bank um 7,3 Prozent ab. Nach negativen Analystenstimmen verloren außerdem Titel der Commerzbank 10,1 Prozent. Kräftig nach unten ging es außerdem für die Deutsche Börse, SAP und E.ON.
Die Aktie von ThyssenKrupp büßte, allerdings ex-Dividende, knapp 9 Prozent ein. Einem Pressebericht zufolge will sich der Stahl- und Technologiekonzern von einem weiteren Teil seiner Autozuliefersparte trennen. Siemens verabschiedeten sich mit einem Minus von 8,5 Prozent in den Feierabend. Dem Industriekonzern droht laut einem Medienbericht im Zuge der Korruptionsaffäre ein Rekordbußgeld in Höhe von bis zu 4 Mrd. Euro. Die T-Aktie schloss mit 4,5 Prozent im Minus. Der Konzern will sich einem Pressebericht zufolge von seiner Gebäudemanagement-Sparte DeTe Immobilien trennen. Gewinner waren nicht auszumachen.
Im MDAX ging es für Titel der IKB um 7,2 Prozent in die Tiefe. Einem Pressebericht zufolge wird die staatliche Bankengruppe KfW Schwierigkeiten beim Verkauf ihrer Beteiligung an der in Schieflage geratenen Mittelstandsbank haben. Mit -12,5 Prozent markierte allerdings die Aktie von SGL CARBON das Schlusslicht. Praktiker gaben 3,6 Prozent ab. Die Baumarktkette will laut einem Zeitungsartikel auch im laufenden Jahr besser als der Markt abschneiden.
Schlusskurse (17:36 Uhr):
DAX: 6.790,19 (-7,16 Prozent)
MDAX: 7.940,51 (-5,80 Prozent)
Tagesgewinner:
Tagesverlierer: HRE, Deutsche Börse, Commerzbank
Unternehmensmeldungen:
Die Deutsche Telekom AG (ISIN DE0005557508 (News/Aktienkurs)/ WKN 555750) will sich einem Pressebericht zufolge von ihrer Gebäudemanagement-Sparte DeTe Immobilien trennen. Wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, ist die erste Bewerbungsphase für interessierte Käufer bereits abgeschlossen. Zu den Interessenten an der DeTe Immobilien gehört den Angaben zufolge auch der Baukonzern HOCHTIEF AG (ISIN DE0006070006 (News/Aktienkurs)/ WKN 607000).
Die Commerzbank AG (ISIN DE0008032004 (News/Aktienkurs)/ WKN 803200) bietet ihren Kunden als erste Großbank in Deutschland in Kürze einen Verkaufsschutz für Eigenheimkredite an. Dies geht aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervor. Dabei verzichtet das Kreditinstitut Bank vertraglich ausdrücklich auf die Möglichkeit, den Kredit zu einem späteren Zeitpunkt weiterzuverkaufen. Dem Kunden wird garantiert, dass sein Kredit über die gesamte Laufzeit bei seiner Bank bleibt. Der Preis für die Garantie wird sich nach Angaben der Commerzbank zunächst im Bereich von 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr bewegen. Auch Bestandskunden werden dieses Angebot den Angaben zufolge nutzen können.
Dem Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101 (News/Aktienkurs)/ WKN 723610) droht einem Pressebericht zufolge im Zuge der Korruptionsaffäre ein Rekordbußgeld. Laut einem Bericht der "WirtschaftsWoche" halten Mitglieder des Aufsichtsrats des Mischkonzerns eine Strafe von bis zu 4 Mrd. Euro nicht mehr für ausgeschlossen. Bislang hatte laut internen Quellen bei Siemens die Hoffnung überwogen, mit der Zahlung von 1 Mrd. Euro davon zu kommen und das auch nur im schlimmstmöglichen Fall, hieß es.
Der Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp AG (ISIN DE0007500001 (News/Aktienkurs)/ WKN 750000) will sich laut einem Pressebericht von einem weiteren Teil seiner Autozuliefersparte trennen. Wie die "Financial Times Deutschland" schreibt, steht die Präzisionsschmiede mit rund 1.800 Beschäftigten und knapp 300 Mio. Euro Umsatz zum Verkauf. Die ThyssenKrupp Präzisionsschmiede ist profitabel und fertigt Getriebe-, Achs- und Motorkomponenten. Den Angaben zufolge wurde mit dem Käufer, der indischen Sona-Gruppe bereits eine grundsätzliche Einigung erzielt.
Die BASF AG (ISIN DE0005151005 (News/Aktienkurs)/ WKN 515100) hat im Rahmen ihres laufenden Rückkaufprogramms im vergangenen Jahr eigene Aktien im Gesamtwert von 1,9 Mrd. Euro erworben. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat der weltgrößte Chemiekonzern im Jahr 2007 insgesamt ca. 21,5 Millionen eigene Aktien zum Kurs von durchschnittlich 88,35 Euro je Anteilsschein zurückgekauft. Dies entspricht 4,3 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft. Das gesamte Rückkaufprogramm über 3 Mrd. Euro soll bis spätestens Ende 2008 abgeschlossen sein. Durch das Rückkaufprogramm soll die Kapitalstruktur optimiert und das Ergebnis je Aktie erhöht werden.
Die staatliche Bankengruppe KfW wird einem Pressebericht zufolge Schwierigkeiten beim Verkauf ihrer Beteiligung an der in Schieflage geratenen IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306 (News/Aktienkurs)/ WKN 806330) haben. "Im aktuellen Marktumfeld sind alle potenziellen Bieter extrem zurückhaltend, zumal es bis jetzt überhaupt nicht klar ist, was genau verkauft wird, und die Bank mit mindestens 1 Mrd. Euro rekapitalisiert werden muss", sagte ein Frankfurter Investmentbanker laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland". Auch die unsicheren Aussichten für die Konjunktur und damit besonders für die mittelständischen Firmen, die die Kernklientel der IKB bilden, belasteten den Verkauf enorm, schreibt die Wirtschaftszeitung.
Die Baumarktkette Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG (ISIN DE000A0F6MD5 (News/Aktienkurs)/ WKN A0F6MD) will auch in 2008 an der bisherigen Niedrigpreisstrategie in Deutschland festhalten und damit besser als der Markt abschneiden. "Gehen Sie davon aus, dass wir in Deutschland auch weiter profitabel bleiben", sagte Vorstandschef Wolfgang Werner in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "EURO" (Vorabveröffentlichung). In diesem Zusammenhang will der im MDAX notierte Konzern seinen Marktanteil im Inland nach Aussage des Managers mittelfristig weiter ausbauen. Außerdem wolle der Konzern im Jahr 2008 fünfzehn bis 20 Märkte im Ausland eröffnen. (21.01.2008/ac/n/m)
21.01.2008 18:13
Aktien Frankfurt Schluss: Größter DAX-Verlust seit 11.9.2001 - 'Panikstimmung'
Panikstimmung hat den deutschen Aktienmarkt am Montag massiv in die Verlustzone gedrückt. Der Leitindex DAX <DAX.ETR> verzeichnete mit minus 7,16 Prozent bei 6.790,19 Zählern den größten prozentualen Tagesverlust seit dem 11. September 2001 und schloss auf dem niedrigsten Stand seit März 2007. Auf seinem Tagestief bei 6.762,77 Punkten hatte der Leitindex mehr als 66 Milliarden Euro Marktkapitalisierung eingebüßt. Der MDAX <MDAX.ETR> gab 5,80 Prozent auf 7.940,51 Zähler ab. Der TecDAX <TDXP.ETR> fiel sogar um 8,46 Prozent auf 725,32 Punkte.
"Hier herrscht die nackte Panik - wir sehen den klassischen Crash", sagte ein Händler. Zwar übertreibe der Markt mit den Verlusten - allerdings könne derzeit nicht eingeschätzt werden, wann der Boden erreicht sei und der DAX zu einer Erholung ansetzen werde. LBBW-Stratege Uwe Streich sieht neben den länger bekannten Problemen im handelsfreien US-Feiertag einen möglichen Grund für den Verkaufsdruck: "Die US-Anleger können am heutigen Tag nach den Verlusten in Asien nicht auf ihrem Heimatmarkt reagieren und verkaufen möglicherweise ihre Papiere in Europa", sagte der Experte. Ein anderer Marktteilnehmer fügte an, dass sich keine Erklärung durchgesetzt habe, was die Unsicherheit noch verstärke.
Finanzwerte standen besonders unter Druck. So stürzten Hypo Real Estate(HRE) <HRX.ETR> (News/Aktienkurs) am DAX-Ende um 18,46 Prozent auf 17,98 Euro ab. Postbank <DPB.ETR> (News/Aktienkurs) verloren 7,93 Prozent auf 52,48 Euro, für Commerzbank-Aktien <CBK.ETR> (News/Aktienkurs) ging es um 10,06 Prozent auf 18,96 Euro nach unten. Deutsche Bank <DBK.ETR> (News/Aktienkurs) gaben 7,31 Prozent auf 72,69 Euro ab. Händler verwiesen neben dem Gesamtmarkttrend auf die negativen Nachrichten von der WestLB über einen Verlust von einer Milliarde Euro für das Jahr 2007. Der angekündigte Verlust sei ein weiterer Beweis dafür, dass die aktuelle Skepsis gegenüber Finanztiteln gerechtfertigt sei. Zudem senkte die Deutsche Bank ihre Einstufung für die Commerzbank von "Buy" auf "Hold" und reduzierte das Kursziel von 33,00 auf 25,50 Euro. In Anbetracht einer steigenden Rezessionswahrscheinlichkeit seien die Gewinne deutscher Kreditinstitute gefährdet, hieß es.
Ihr Kursziel für Aareal-Bank <ARL.ETR> (News/Aktienkurs) senkte die Deutsche Bank aus diesem Grund von 41,00 auf 32,40 Euro, bestätigte sie allerdings mit "Buy". Die Papiere sanken im MDAX um 6,38 Prozent auf 23,03 Euro. IKB <IKB.ETR> (News/Aktienkurs) verloren weitere 7,22 Prozent auf 5,01 Euro. Der Verkauf der IKB-Anteile durch die KfW gestaltet sich schwierig, wie die "Financial Times Deutschland" aus Finanzkreisen berichtete. Potenzielle Bieter seien im aktuellen Marktumfeld extrem zurückhaltend, zitierte die Zeitung einen Investmentbanker.
Für Allianz-Aktien <ALV.ETR> (News/Aktienkurs) ging es um 9,99 Prozent auf 119,88 Euro nach unten. Börsianer zeigten sich weiter besorgt über die Belastungen für die Tochter Dresdner Bank aus der Kreditmarktkrise. Titel von Deutsche Börse <DB1.ETR> (News/Aktienkurs) verbilligten sich um 10,18 Prozent auf 103,88 Euro.
Siemens-Aktien <SIE.ETR> (News/Aktienkurs) sackten um 8,51 Prozent auf 84,17 Euro ab. Laut "WirtschaftsWoche" halten inzwischen Aufsichtsratsmitglieder des Industriekonzerns selbst eine Strafe in Höhe von bis zu vier Milliarden Euro nicht mehr für ausgeschlossen. Bislang überwog laut internen Quellen bei Siemens die Hoffnung, mit der Zahlung von einer Milliarde Euro davonzukommen. "Vier Milliarden wären allerdings schon eine Enttäuschung im Vergleich zu den Schätzungen und dürften für anhaltenden Druck auf das Papier sorgen", sagte ein Analyst. Zuletzt wurde zudem bekannt, dass der Aufsichtsrat wegen der Schmiergeldaffäre für eine Verschiebung der Entlastung von großen Teilen der Konzernführung gestimmt hat.
MAN <MAN.ETR> (News/Aktienkurs) verloren mit 4,83 Prozent auf 82,04 Euro weniger als der Markt. Händler verwiesen auf Berichte, denen zufolge Scania-<SCV.SSE><SNAB.FSE >Chef Leif Östling auf der Hauptversammlung am 5. Mai seinen Rücktritt bekanntgeben wird, obwohl der Vertrag des 62-Jährigen erst im März 2009 endet. Hintergrund sei der zunehmend aussichtslose Kampf Östlings gegen eine Allianz mit den Scania-Großgesellschaftern Volkswagen (VW) <VOW.ETR> (News/Aktienkurs) und MAN, berichtete die "WirtschaftsWoche". VW waren mit minus 1,05 Prozent auf 148,43 Euro noch bester Wert im DAX.
Infineon <IFX.ETR> (News/Aktienkurs) drehten nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen ins Minus und büßten 3,72 Prozent auf 6,47 Euro ein, gehörten damit aber noch zu den besten Werten im Leitindex. Marktteilnehmer verwiesen auf die Hoffnung auf weiter steigende Speicherchippreise.
Im TecDAX präsentierten sich erneut die Titel des Solarsektors besonders schwach. Centrotherm <CTN.ETR> (News/Aktienkurs) verloren als Schlusslicht 19,77 Prozent auf 34,50 Euro und damit auf einem Rekordtief. Papiere des Schwergewichts Q-Cells <QCE.ETR> (News/Aktienkurs) ragten mit einem Abschlag von 16,48 Prozent auf 55,49 Euro heraus./gl/tw
AXC0183 2008-01-21/18:12
22.01.2008 10:34
Aktien Europa Eröffnung: Schwach - Sehr negative Vorgabe und hohe Unsicherheit
Belastet von erneut sehr schwachen Vorgaben der Börsen in Asien und bei anhaltend hoher Unsicherheit haben die Aktienmärkte in Europa zum Handelsstart am Dienstag erneut herbe Kursverluste verzeichnet. Händler verwiesen unter anderem auf den sehr schwachen Schluss des Nikkei 225 <N225.FX1> in Tokio, der um 5,65 Prozent auf dem tiefsten Stand seit September 2005 sackte. Nach sehr schwachem Start in Europa sei inzwischen aber eine Erholung spürbar, sagten Händler.
"Die große Unbekannte ist der US-Aktienmarkt und seine Reaktion auf die Vorgabe aus Asien und Europa", sagte ein Händler. Zum Wochenstart waren die Börsen in New York wegen des "Martin Luther King"-Feiertages geschlossen geblieben. Der Future auf den Dow Jones <INDU.IND> liegt aktuell 650 Punkte unter seinem Freitagschluss. "Die Nervosität ist sehr hoch", betonten Händler. Wichtige Konjunkturdaten stehen unterdessen nicht auf der Agenda und laut Händlern konzentrieren sich alle Anleger auf den Handelsstart in den USA und hoffen darauf, dass die Fed vorab Aussagen zu Zinssenkungen machen wird. Hinzu kämen einige Unternehmenszahlen, wobei in den USA vor allem erneut die Finanzwerte, mit der Bank of America sowie Wachovia und AMBAC Financial, vor Börsenstart im Fokus stehen. Aber auch Johnson & Johnson sowie Texas Instruments legen Zahlen vor.
Der EuroSTOXX 50 <SX5E.DJX> reduzierte seine Eröffnungsverluste von bis zu 4,70 Prozent im frühen Handel schnell und lag zuletzt mit minus 1,70 Prozent bei 3.640,12 Punkten. Der europäische Leitindex markierte am Morgen den tiefsten Stand seit Juli 2006. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende STOXX 50 <SX5P.DJX> rutschte um 1,09 Prozent auf 3.104,25 Zähler ab. Auch die Euronext-Börsen verzeichneten weitere Verluste und der breit gefasste Euronext 100 <PN100.PSE> verlor 0,86 Prozent auf 829,44 Punkte. Der Pariser CAC 40 <PCAC.PSE> drehte ins Plus und legte 0,26 Prozent auf 4.756,88 Zähler zu. Der Londoner FTSE 100 <UKX.ISE> fiel um 0,79 Prozent auf 5.534,10 Punkte.
Schneider Electric <PSU.PSE> <SND.FSE> (News/Aktienkurs) gewannen nach der Vorlage positiv aufgenommener Umsatzzahlen als ein Favorit in Europa 1,30 Prozent auf 72,73 Euro. Der französische Elektrokonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein lebhaftes Umsatzplus verbucht. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Erlöse auf vergleichbarer Basis organisch um 13,9 Prozent auf 17,309 Milliarden Euro gestiegen, hieß es. Im vierten Quartal lag der Umsatz bei 4,587 Milliarden Euro, was ebenfalls einem Zuwachs von knapp 14 Prozent entsprach.
Ahold <AH.ASX> <AHO.FSE> rückten um 0,90 Prozent auf 7,86 Euro vor. Der niederländische Einzelhandelskonzern will sich von seiner Tochter Schuitema trennen und verhandelt mit dem Finanzinvestor CVC Capital Partners über einen Verkauf. Ahold hält 73 Prozent an der Supermarktkette. Die Transaktion soll in bar erfolgen und auch den Transfer von mehr als 50 Geschäften beinhalten.
Händlern betonten auch, dass einige zuletzt teilweise stark unter Druck stehende Einzelwerte auch deutliche Reaktionen zeigten. So kletterten im EuroSTOXX50 im frühen Geschäft die Aktien von ArcelorMittal <PMTP.PSE> <MT.ASX> <ISPA.FSE> mit 2,27 Prozent auf 38,79 Euro ins Plus. Generali <G.AFF> <ASG.ETR> (News/Aktienkurs) rückten um 1,22 Prozent auf 28,32 Euro vor. Lehman hat die Aktien des italienischen Versicherers am Morgen von "Underweight" auf "Equal Weight" hochgestuft und das Kursziel von 33,14 auf 33,54 Euro angehoben. Credit Agricole <PACA.PSE> <XCA.FSE> (News/Aktienkurs) gewannen 0,92 Prozent auf 18,62 Euro.
In London blieben die schwer gewichteten Minenwerte im Fokus. Der brasilianische Minenkonzern Compania Vale do Rio erwägt die Übernahme des schweizerischen Konkurrenten Xstrata <XTA.ISE> <STR.FSE> (News), dessen Aktien im "Footsie" enthalten sind. Die Gespräche seien aber noch in einer frühen Phase, teilte Vale mit. Mitte Dezember hatte Xstrata Gespräche mit Konkurrenten über eine mögliche Fusion bestätigt. Auch dem Wettbewerber Anglo American <AAL.ISE> <NGL.FSE> war ein Interesse an Xstrata nachgesagt worden. Xstrata-Aktien gewannen 0,03 Prozent auf 3.180 Pence.
Pearson <PSON.ISE> <PES.FSE> (News) sprangen nach einem positiv aufgenommenen Zwischenbericht um 5,08 Prozent auf 652 Pence nach oben. Der britische Medienkonzern stellte für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 ein Ergebnis über den Erwartungen des Marktes in Aussicht. Das bereinigte Ergebnis je Aktie dürfte am oberen Ende oder über der von Experten erwarteten Spanne liegen, teilte das Unternehmen am Morgen mit. Gegenwärtig bewegen sich die Schätzungen zwischen 42,0 und 45,5 Pence je Aktie.
In Zürich gaben Roche <ROG.ZRH> mit dem Markt 1,03 Prozent auf 191,70 Franken ab. Der Pharmakonzern ist mit einem erhöhten Übernahme-Angebot bei Ventana Medical Systems <VMSI.NAS> nach langem Ringen am Ziel. Roche konnte das Management der US-Diagnostikfirma schließlich für eine Übernahme gewinnen. Der neue Preis bewertet die Amerikaner mit rund 3,4 Milliarden Dollar./fat/ck
AXC0066 2008-01-22/10:32
22.01.2008 11:58
Aktien Frankfurt: Uneinheitlich - Erholung nach anfänglichem Kurseinbruch
Nach weiteren Kurseinbrüchen im frühen Handel haben sich die deutschen Aktienindizes am Dienstag unterschiedlich deutlich erholt. Dabei blieb dem DAX <DAX.ETR> nach einem zwischenzeitlichen Abschlag von über 5 Prozent ein Verlust von 1,82 Prozent auf 6.666,91 Zähler. In der Spitze hatte der Leitindex in einer bislang sechs Tage dauernden Verlustserie rund 17 Prozent eingebüßt. Für den MDAX <MDAX.ETR> ging es nach einem anfänglichen Minus von 5,8 Prozent zuletzt um 0,61 Prozent auf 7.989,20 Punkte nach oben. Der TecDAX <TDXP.ETR> legte um 0,12 Prozent auf 726,17 Zähler zu - zwischenzeitlich fand er sich um 7 Prozent tiefer auf dem Niveau von Oktober 2006 wieder.
"Wir erleben derzeit ein Wechselbad der Gefühle", kommentierte ein Händler die Kursentwicklung der Indizes. Zunächst hätten neuerliche Kurseinbrüche an den asiatischen Börsen für anhaltenden Verkaufsdruck gesorgt, bevor vor allem die zuletzt besonders gebeutelten Titel zur erwarteten Erholungsbewegung angesetzt hätten, hieß es am Markt.
So ging es für die Papiere der Hypo Real Estate(HRE) <HRX.ETR> (News/Aktienkurs) bei stark schwankendem Handel mit plus 6,62 Prozent auf 19,17 Euro an die Spitze des Leitindex. Seit der Bekanntgabe der Eckzahlen für 2007 hatte die Aktie der Bank im Tief bei 16,22 Euro rund 51 Prozent an Wert verloren - allein am Tag der Zahlen stürzten sie um 35 Prozent ab, am Vortag ging es für die Titel im Zuge des DAX-Crash nochmals um mehr als 18 Prozent nach unten. Deutsche Börse erholten sich um 3,01 Prozent auf 107,01 Euro. Der Börsenbetreiber hat am Montag in seinem elektronischen Handelssystem Xetra mit rund 1,8 Millionen Handelsgeschäften ein Rekordvolumen verzeichnet.
Aktien der Postbank <DPB.ETR> (News/Aktienkurs) legten nach einem zwischenzeitlichen Rutsch auf 46,64 Euro um 2,61 Prozent und 53,85 Euro zu, Deutsche Bank<DBK.ETR> (News/Aktienkurs) gaben um 0,07 Prozent auf 72,64 Euro nach. Merrill Lynch äußerte sich kritisch zu den beiden Werten. So nahm das US-Haus die Deutsche Bank auf seine "Least preferred list" auf und strich die Postbank von der "Most preferred list".
Allianz <ALV.ETR> (News/Aktienkurs) fielen dagegen um weitere 5,03 Prozent auf 113,85 Euro zurück. Mit 108,90 Euro fielen die Papiere des Versicherungskonzerns zeitweise auf das Niveau von September 2005 zurück.
Im TecDAX präsentierten sich die meisten der zuletzt schwer unter Druck geratenen Solarwerte besonders erholt. So kletterten Q-Cells <QCE.ETR> (News/Aktienkurs) um 7,23 Prozent auf 59,50 Euro, ErSol <ES6.ETR> (News/Aktienkurs) verbesserten sich um 4,95 Prozent auf 48,96 Euro. SolarWorld <SWV.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen 5,06 Prozent auf 26,60 Euro.
Dagegen brachen IDS Scheer <IDS.ETR> (News/Aktienkurs) nach vorläufigen Zahlen um 9,06 Prozent auf 9,74 Euro ein. Marktteilnehmer sahen ihre Erwartungen durch den Vorabbericht enttäuscht. Analyst Knut Woller von UniCredit kündigte an, seine Gewinnprognosen senken zu wollen. Außerdem will er sein bislang bei 19 Euro liegendes Kursziels reduzieren. Zunächst wolle er aber die Telefonkonferenz abwarten. Die Einstufung werde er aufgrund des starken Kursrückgangs indes wahrscheinlich mit "Buy" bestätigen, sagte er./ag/ck
AXC0099 2008-01-22/11:56
22.01.2008 12:19
XETRA-VERLAUF/DAX sehr schwach - Erholt von Tagestief
DJ XETRA-VERLAUF/DAX sehr schwach - Erholt von Tagestief
FRANKFURT (Dow Jones)---Die Kurse am deutschen Aktienmarkt zeigen sich am Dienstagvormittag weiterhin sehr schwach, aber erholt von ihren Tagestiefs. Bis um 11.13 Uhr rutscht der DAX um 2,3% bzw 157 Punkte auf 6.632 Zähler ab, nachdem er im frühen Handelsverlauf bereits auf 6.420 Punkte gefallen war. Die anschließende leichte Erholung ist laut Händlern auf Spekulationen um eine mögliche konzertierte Leitzinssenkung durch die Europäische zentalbank (EZB), die Bank of England bzw die US-Notenbank am Berichtstag zurückzuführen. Dies würde die Aktienmärkte zumindest kurzfristig stützen, da diese deutlich überverkauft seien.
Gleichwohl bräuchten die Märkte einen starken Impuls, um die Talfahrt zu stoppen. Ein zweiter Händler erwartet sich von den Spekulationen allerdings lediglich ein Strohfeuer. Solange die zu Grunde liegenden fundamentalen Probleme und die Unsicherheit über den weiteren Abschreibungsbedarf bzw mögliche Gewinnrevisionen der Unternehmen nicht geklärt seien, werde es keine nachhaltige Erholung geben. Eine vorgezogene Zinssenkung durch die Notenbanken könnte auch als eine Art Kapitulationserklärung der Zentralbanker verstanden werden, ergänzt ein dritter Teilnehmer.
Sollte die US-Notenbank die Leitzinsen um 100 Basispunkte senken, dann könnte dem DAX wider Erwarten eine rasche Erholung über 7.130 Punkte gelingen. Unternehmensmeldungen spielen angesichts der angespannten Situation an den Märkten kaum eine Rolle. In einem Broker-Kommentar heißt es, den Gewinnprognosen von Unternehmen sei momentan kaum zu trauen angesichts der Finanzkrise in den USA und deren Auswirkungen auf die weltweite Konjunktur und somit auf die Geschäfte der Unternehmen.
Nach anfangs deutlichen Verlusten profitieren von der massiven Eindeckung von Leerverkaufspositionen unterdessen vor allem die "Ausgebombten": Hypo Real Estate springen um 10,3% auf 19,84 EUR. Auch Commerzbank und Deutsche Postbank werden nach zu Handelsbeginn fortgesetzten Verlusten eingesammelt und kommen um 1,9% auf 19,33 EUR bzw 0,4% auf 52,80 EUR voran. Deutsche Börse klettern um 2,5% auf 106,52 EUR.
Der MDAX tendiert am späten Vormittag mit einem PLus von 0,6% auf 7.988 Punkte in positivem Terrain. Zu den stärksten Titeln zählen MLP, die sich um 9,4% auf 9,78 EUR verteuern. Heidelberger Druck und Rheinmetall machen 7,8% auf 17,31 EUR bzw 6,3% auf 45,72 EUR gut.
Im TecDAX, der um 0,1% nachgibt, brechen IDS Scheer um 9,4% auf 9,70 EUR ein. Nach Einschätzung eines Händlers ist der Kurseinbruch eine Folge von Zahlen, die die Erwartungen nicht erreichen konnte, und dem negativen Gesamtmarktumfeld. Due gestern noch unter den Verkäufen seitens Themenfonds leidenden Solarwerte können sich indes deutlich erholen. Q-Cells legen um 5,4% auf 58,50 EUR und Solarworld um 4% auf 26,30 EUR zu.
DJG/eyh/ros
22.01.2008 14:31
MIDDAY BRIEFING - Märkte
DJ MIDDAY BRIEFING - Märkte
===
+++++ MÄRKTE AKTUELL (13.12 Uhr) +++++
INDEX Stand +-%
Nasdaq-Future 1.772 -4,2
S&P-500-Future 1.262 -4,5
Euro-Stoxx-50 3.663 -1,1
Stoxx-50 3.114 -0,8
DAX 6.680 -1,6
FTSE 5.571 -0,1
CAC 4.722 -0,5
Nikkei-225 12.573 -5,7
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 117% 26
+++++ MARKTGEFLÜSTER +++++
Thematisiert wird an den Finanzmärkten angesichts der weiteren Kurseinbrüche erneut eine vorgezogene Zinssenkung in den USA. Die Commerzbank schließt nicht aus, dass die US-Notenbank bereits vor der Öffnung der US-Märkte die Zinsen senkt. "Damit würde die Federal Reserve der erwarteten Zinssenkung in Kanada zeitlich zuvorkommen", sagt ein Händler. Börsianer berichten weiter, die Märkte hätten eine Zinssenkung von 75 Basispunkten (Bp) bereits eingepreist. Eine noch deutlichere Lockerung der Zinszügel um 100 Bp könne man aber nicht ausschließen.
+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++
Zur Eröffnung an der Wall Street gehen Marktbeobachter von einem Kursrutsch aus und verweisen auf die deutlich im Minus befindlichen US-Futures. Der Markt werde nach dem Feiertag am Montag die Entwicklung an den weltweiten Aktienmärkten zumindest teilweise nachvollziehen, heißt es unter Händlern. Die Angst vor einer Rezession und damit verbundene Belastungen für die Ergebnisse der Unternehmen würden die Richtung vorgeben, sagt Martin Slaney, Händler bei GFT Global Markets. Er rechnet mit Verlusten von 8% bis 10% für Dienstag und die kommenden Tagen. Letztlich werde der Markt auf jedes noch so kleine Signal einer Fed-Intervention achten, heißt es zum anstehenden Chicago Fed National Activity Index. Nach den vorbörslich veröffentlichten Quartalszahlen von DuPont und Bank of America stehen die Geschäftsausweise von AMBAC, Apple, Johnson&Johnson und Texas Instruments im Fokus.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in Klammern):
Johnson&Johnson, Ergebnis 4Q (PROGNOSE: 0,86)
UAL Corp, Ergebnis 4Q (PROGNOSE: -0,89)
Apple Inc, Ergebnis 1Q (PROGNOSE: 1,61)
Texas Instruments Inc, Ergebnis 4Q (PROGNOSE: 0,52)
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++
Es stehen keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung an.
+++++ AKTIEN EUROPA +++++
Schwächer - Die europäischen Aktienmärkte haben ihre Talfahrt am Dienstagmittag zunächst etwas abgebremst. Händler sprechen von einem hysterischen Markt. Derzeit machten die abenteuerlichsten Gerüchte die Runde, was zumindest auf ein vorläufiges Ende der Talfahrt hindeute. Ein Abschluss der Korrektur sei zwar noch keineswegs absehbar, denn dafür sei zu viel Porzellan zerschlagen worden, doch ein kräftiges Reversal über einige Tage erscheint zumindest möglich. Spekulationen über eine vorgezogene Leitzinssenkung durch die Notenbanken sind derweil wieder aufgeflackert und tragen zur Stabilisierung bei.
Gegen ein Ende der Korrektur spricht die Gefahr von Revisionen der Gewinnprognosen. "Wir sind weit davon entfernt, zu Käufen zu raten, auch wenn Aktien auf den erreichten Niveaus günstig zu sein scheinen", heißt es am Morgen in einem Broker-Kommentar. Gewinnprognosen von Unternehmen sei momentan kaum zu trauen angesichts der Finanzkrise in den USA und deren Auswirkungen auf die weltweite Konjunktur und somit auf die Geschäfte der Unternehmen.
Vom massiven Short-Squeeze profitieren laut Beobachtern vor allem die "ausgebombten" Sektoren. Shorts müssten hier in großem Umfang geschlossen werden. Die Banken legen im Schnitt 2% zu, die Versicherer immerhin noch 0,7%. Generali steigen um 1,6%. Fundamentale Unterstützung erhält der Chemiesektor, der 1,4% steigt, von DuPont. Der US-Chemiekonzern hat für das vierte Quartal ein Ergebnis über dem Analystenkonsens ausgewiesen.
Rohstoffwerte, die ebenfalls stark unter Druck gekommen waren, erholen sich mit 0,3% Aufschlag nur verhalten. Grund ist die Sorge vor weiter nachgebenden Preise für Industriemetalle. Die Kontrakte für Zink und Kupfer sind in Asien eingebrochen infolge der Sorgen um das weltweite Wirtschaftswachstum. Defensive Pharmawerte geben nach. Die defensiven Pharmawerte, die sich in den vergangenen Tagen gut gehalten hatten, hinken nun wenig überraschend mit einem Minus von 1,5% dem Markt hinterher. Nach der Erhöhung des Gebots für Ventana wird die Übernahme des Unternehmens für Roche teuer. Der schweizerische Pharmawert fällt um 2,3%.
Schneider Electric hat mit dem Umsatz im vierten Quartal die Erwartungen der Citigroup im großen und ganzen erfüllt. Die Aktie steigt um 5,1%.
+++++ AKTIEN TOKIO +++++
Sehr schwach - Der Leitindex schloss auf dem tiefsten Stand seit September 2005. Die drohende Rezession in den USA werde die vom Export abhängige Wirtschaft in Japan besonders hart treffen, begründeten Händler den neuerlichen Kurseinbruch. Obwohl der Leitindex seit Jahresbeginn nunmehr 18% abgab, sehen Börsianer noch kein Ende des Ausverkaufs. Der Index könne am Mittwoch bis auf 12.300 Punkte fallen, sagten Händler. Vieles hänge von den Zahlen der Bank of America ab, die ihren Geschäftsausweis am Berichtstag vorbörslich in den USA vorlegt haben.
"Solange die US-Notenbank nicht deutliche Schritte unternimmt, wie z.B. eine Leitzinssenkung um über 75 Basispunkte oder ein Vorziehen der Zinssenkung, dürften die Märkte ihre Abwärtstrends fortsetzen", sagte ein Analyst. Rohstoffwerte zählten zu den größten Verlierern. Investoren fragten sich verstärkt, ob die derzeitigen Preisniveaus beim zu erwartenden konjunkturellen Abschwung noch zu halten seien. Itochu brachen um 10% auf 807 JPY ein; ebenso Mitsubishi, die mit 2.245 JPY aus dem Handel gingen. Inpex büßten 9,6% auf 913.000 JPY ein.
+++++ ANLEIHEN +++++
Etwas fester - Parallel zur Erholung am Aktienmarkt gibt der Anleihemarkt weiter nach, bleibt aber in positivem Terrain. Die Spekulationen über einen vorgezogenen Zinsschritt der US-Notenbank belaste und nehme dem Markt den Wind aus den Segeln, sagt ein Händler in London. Zuvor habe der Bund-Future ein Gap zum Montag-Hoch bei 116,96% gerissen, dieses sei nun Unterstützung, heißt es am Markt. Das Tageshoch liegt bislang bei 118,08% und das -tief bei 117,03%.
+++++ DEVISEN +++++
Der Euro kann sich etwas von den Tagestiefs erholen. Auch der Yen gibt am Mittag wieder etwas nach. Anleger nähmen ein paar Gewinne mit, heißt es von Händlern, die von einer technischen Reaktion sprechen. Gestützt werde die Stimmung für den Euro etwas von Gerüchten und Spekulationen, die US-Notenbank könnte zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreten und wegen des Kurseinbruchs an den Aktienmärkten die Leitzinsen senken.
Auch die weitere Entwicklung werde wohl am Aktienmarkt entschieden, heißt es. Sollte der Ausverkauf weitergehen, dürften in Yen finanzierte Kredite aufgelöst werden. Das dürfte den Yen stärken und den Euro drücken, heißt es. Die japanische Regierung und die Bank of Japan (BoJ) haben sich zunächst gegen stärkere Interventionen am Devisenmarkt entschieden. Die BoJ hat den Leitzins von 0,5% am Morgen wie erwartet bestätigt. Aus technischer Sicht habe die Gemeinschaftswähung die Unterstützung bei 1,4311 USD noch nicht getestet. Erst über 1,4640 USD erhalte der Euro wieder etwas Entlastung, heißt es am Markt.
Die Feinunze Gold ist zum Londoner Vormittag-Fixing mit 862 USD notiert worden nach 871,25 USD zum Londoner Nachmittag-Fixing am Montag.
Europa Europa Europa
(13.05) (7.15) (Mo. 16.44)
EUR/USD 1,4506 1,4435 1,4488
USD/JPY 106,35 106,09 105,88
EUR/JPY 154,33 153,15 153,41
===
DJG/flf/raz
(END) Dow Jones Newswires
January 22, 2008 07:28 ET (12:28 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones&Company, Inc.
22.01.2008 14:19
US Indexfutures - Tiefrot aus dem Feiertag
Zum Beginn der US Vorbörse präsentieren sich die US Indexfutures im Vergleich zum Freitagsschlusstand extrem weit im Minus. Dabei verliert der Nasdaq-Future 72,50 Punkte auf 1777,00 Punkte und der S&P-Future 62,30 Punkte auf 1263,00 Punkte. Es ist entsprechend zunächst von einer sehr schwachen Vorbörse auszugehen.
(© BörseGo AG 2008, Autor: Rain André, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
22.01.2008 23:04
XETRA-NACHBÖRSE/DAX-Indikation (22 Uhr): 6.828 - 6.839 Punkte
DJ XETRA-NACHBÖRSE/DAX-Indikation (22 Uhr): 6.828 - 6.839 Punkte
FRANKFURT (Dow Jones)--Gegen 22.00 Uhr sind am Dienstag folgende nachbörsliche Indikationen für den DAX festgestellt worden:
XETRA-Schluss 6.769
DAX-Indikation Veränderung zu
(22 Uhr) XETRA-Schluss
DBAX 6.839 +1,0%
CGAX 6.838 +1,0%
L&SAX 6.828 +0,9%
"Super viel los", kommentierte ein Händler von Lang&Schwarz das nachbörsliche Geschehen in Deutschland. Bei sehr hohen Umsätzen werde vor allem in der zweiten Reihe gekauft. Er verwies auf eine Centrotherm, die im regulären Geschäft schon um über 26% auf 43,70 EUR zugelegt hatten und gegen 22 Uhr in der Mitte nochmals deutlich höher bei 46,50 EUR gestellt wurden. Auch Solarwerte seien gesucht gewesen. Solarworld etwa lagen mit einer Taxe von 28,00 zu 28,50 EUR gut 5% über dem XETRA-Schluss von 26,77 EUR.
DJG/reh
(END) Dow Jones Newswires
22.01.2008 22:19
Aktien New York Schluss: Schwach - Zinssenkung hält Kursrutsch auf
Die US-Börsen haben sich am Dienstag nach schwankendem Handelsverlauf etwas stabilisiert und mit vergleichsweise moderaten Kursverlusten geschlossen. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern hat die überraschende Zinssenkung der US-Notenbank wesentlich dazu beigetragen, einen deutlicheren Kursrutsch an der Wall Street zu verhindern. Allerdings war Händlern zufolge nur wenig Optimismus am Markt zu spüren. Die Fed hatte den Leitzins um 75 Basispunkte auf 3,50 Prozent gesenkt. Für eine nachhaltige Erholung brauche es aber positive Konjunkturdaten und gute Unternehmensberichte, sagte ein Börsianer. Nach Börsenschluss legt neben Apple <AAPL.NAS> <APC.ETR> (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs) auch Texas Instruments <TXN.NYS> <TII.FSE> (News) (News) Zahlen für das vierte Quartal vor. Im Laufe der Woche folgen weitere Unternehmensberichte.
Der Leitindex Dow Jones <INDU.DJI> gab um 1,06 Prozent auf 11.971,19 Punkte nach. Zu Handelsbeginn war er zeitweise bis auf 11.634 Punkte gefallen. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> verlor 1,11 Prozent auf 1.310,51 Zähler. Der NASDAQ Composite <COMPX.NQI> büßte 2,04 Prozent auf 2.292,27 Punkte ein. Der NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> fiel um 2,63 Prozent auf 1.795,61 Zähler.
Die zuletzt arg gebeutelten Finanzwerte legten deutlich zu. Nach Einschätzung von Händlern wog die Zinssenkung der US-Notenbank die schwachen Zahlen von Wachovia <WB.NYS> <FTU.FSE> (News) und der Bank of America <BAC.NYS> <NCB.ETR> (News) auf. Nach anfänglichen Kursverlusten stiegen Bank of America trotz der Ankündigung milliardenschwerer Abschreibungen um 3,95 Prozent auf 37,39 Dollar. Wachovia gewannen 3,60 Prozent auf 31,91 Dollar.
Titel von Investmentbanken waren ebenfalls gefragt. Allen voran stiegen Morgan Stanley <MS.NYS> <DWD.ETR> (News) um 7,58 Prozent auf 48,53 Dollar, Bear Stearns Companies <BSC.NYS> <BST.FSE> (News) gewannen 7,53 Prozent auf 77,84 Dollar. Lehman Brothers Holdings <LEH.NYS> <LEM.ETR> (News) legten 3,15 Prozent auf 54,93 Dollar zu und Merrill Lynch <MER.NYS> <MER.FSE> (News) verteuerten sich um 4,78 Prozent auf 54,35 Dollar.
Die zuletzt schwach gelaufenen Ambac-Aktien <ABK.NYS> sprangen trotz eines Verlusts von 3,26 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal um 28,55 Prozent auf 7,97 Dollar hoch. Händler verwiesen auf die Nachricht, dass die Regulierungsbehörde des Staats New York eingreifen will, um die Stabilität im Markt für Kreditversicherungen wieder herzustellen. Sie ist sowohl für Ambac als auch für dessen Konkurrenten MBIA <MBI.NYS> verantwortlich. Dessen Titel schossen noch deutlicher um 46,55 Prozent auf 12,53 Dollar in die Höhe.
Aktien aus dem Einzelhandel waren nach einer positiven Bernstein-Studie gefragt. Home Depot <HD.NYS> <HDI.FSE> (News/Aktienkurs) stiegen um 7,31 Prozent auf 28,20 Dollar, Lowe's Companies <LOW.NYS> <LWE.FSE> (News) gewannen 10,59 Prozent auf 24,54 Dollar. Bed, Bath & Beyond <BBBY.NAS> legten um 8,17 Prozent auf 29,26 Dollar zu. Macy's <M.NYS> gewannen 5,42 Prozent auf 24,30 Dollar. Die Analysten hatten die Titel mit der Begründung auf "Outperform" angehoben, dass die Aktien trotz der anhaltenden Sorgen über eine Rezession nicht mehr weiter fallen dürften. Angesichts der günstigen Bewertung empfahlen sie die Aktien zum Kauf. Sears Holdings <SHLD.NAS> <SEE.FSE> (News) stiegen um 11,82 Prozent auf 99,85 Dollar, nachdem Pläne über eine Neuorganisation des Geschäfts bekannt wurden.
Unter den Technologiewerten gaben Aktien von Internet-Dienstleistern deutlich nach. Yahoo! <YHOO.NAS> <YHO.FSE> (News) verloren nach Berichten über Stellenstreichungen 4,43 Prozent auf 19,86 Dollar. Auch Aktien des Konkurrenten Google <GOOG.NAS> <GGQ1.ETR> (News/Aktienkurs) verloren 2,65 Prozent auf 584,37 Dollar. eBay <EBAY.NAS> <EBA.FSE> (News/Aktienkurs) gaben 3,88 Prozent auf 27,23 Dollar nach. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" will sich Unternehmenschef Meg Whitman zur Ruhe setzen. Nach Einschätzung von Analysten von Lehman Brothers würde ein Weggang den Kurs der Aktie belasten. Das Online-Auktionshaus legt am morgigen Mittwoch Zahlen vor.
Nach Börsenschluss veröffentlichen auch Apple <AAPL.NAS> <APC.ETR> (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs) und Texas Instruments <TXN.NYS> <TII.FSE> (News) (News) ihre Quartalsberichte. Die Titel beider Unternehmen standen zum Börsenschluss im Minus./FX/gr/tw
AXC0237 2008-01-22/22:17
Wall Street: Zinssenkung gibt US-Börsen Halt
Die amerikanischen Börsen haben sich am Dienstag widerstandsfähiger gezeigt als man erwarten konnte. Einen Tag nachdem die Wall Street wegen eines Feiertags geschlossen war und die internationalen Börsen historische Einbrüche erlebten, festigte eine dramatische Zinssenkung durch die US-Notenbank den New Yorker Handel.
Der Dow-Jones-Index, der zu Handelsbeginn auf ein Minus von bis zu 464 Punkten gefallen war, konnte sich im Tagesverlauf zeitweise auf ein Minus von nur noch 50 Punkten aufrappeln. Am Ende gingen die Blue Chips mit einem recht überschaubaren Verlust von 128 Zählern oder 1 Prozent bei 11 971 Punkten aus dem Handel.
Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Dienstag um 15 Zähler oder 1,1 Prozent auf 1311 Punkte, während die Hightech-orientierte Nasdaq um 48 Zähler oder 2 Prozent auf 2292 Punkte nachgab.
Der Gedenktag für den Bürgerrechtler Martin Luther King am Montag war ein Glücksfall für die US-Märkte. So nämlich crashten die internationalen Börsen während die Wall Street geschlossen war und die Notenbank ausreichend Zeit hatte zu handeln. Ben Bernanke & Co. nutzten diese Gelegenheit und senkten den Leitzind in einem außerordentlichen Schritt um 75 Basispunkte auf 3,5 Prozent. Eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte wird im Rahmen der planmäßigen Fed-Sitzung in der nächsten Woche erwartet.
Die Liquiditätsspritze für die US-Märkte schien die Spielregeln in New York komplett zu verändern. Vor allem die Banken und andere Finanzdienstleister profitierten und konnten sich von anfänglichen Verlusten schnell erholen: Im Dow schloss die Citigroup mit einem Plus von 0,3 Prozent, während J.P. Morgan ein Plus von 3,6 Prozent schaffte.
Unter den Dow-Gewinnern schlossen auch der Kreditkartenriese American Express und der Versicherer American International Group.
Die Aktie der Bank of America kletterte um 3,8 Prozent. Dabei hatte die zweitgrößte Bank des Landes nach schwachen Quartalszahlen zunächst um mehr als 7 Prozent nachgegeben. Zuvor hatte das Management für das abgelaufene Vierteljahr einen Gewinneinbruch um 95 Prozent gemeldet; im Rahmen der Subprime-Krise werden 2 Milliarden Dollar abgeschrieben. Unter’m Strich sind die Zahlen deutlich schlechter als erwartet.
Ein weiterer Krisensektor erholte sich mit den Baufirmen. Offensichtlich soll die Zinssenkung in der Hypotheken- und Immobilienkrise für Erleichterung sorgen, was sie zumindest am Dienstag tat. Toll Brothers verbesserte sich ebenso wie die Papiere von Lennar und KB Home.
Außer den Finanz- und Immobilientiteln überraschten die Einzelhändler mit einer beeindruckenden Rallye, da die Zinssenkung Anlegern auch die Angst um die Verbraucherausgaben nimmt. Größter Dow-Gewinner war die Aktie von Home Depot mit einem Plus von 7,5 Prozent, gefolgt von Wal-Mart mit einem Plus von knapp 4 Prozent.
Die Gegenseite des Trends bekamen einige defensive Werte zu spüren: Der Pharma- und Konsumriese Johnson & Johnson verlor 1,4 Prozent, obwohl das Unternehmen gute Quartalszahlen vorgelegt hatte. Der Pharmazeut Merck gehörte ebenso zu den Dow-Verlierern wie die Aktie des Chemikers DuPont, der zuvor ebenfalls die Quartalserwartungen der Analysten geschlagen hatte.
Im Hightech-Sektor stand unter anderem Apple im Vordergrund. Der Mac- und iPod-Bauer sollte nachbörslich Quartalszahlen vorlegen. Anleger ließen die Aktie im Vorfeld um 3,5 Prozent fallen.
Für den Mittwoch wollen Anleger in den USA trotz des unerwartet widerstandsfähigen Dienstagshandels nicht allzu naiv in den Handel gehen. Vor allem angesichts des stabilen Handels inmitten einer weltweiten Krise fürchten zahlreiche Analysten, dass eine Bodenbildung an den amerikanischen Märkten nicht stattgefunden hat.
Lars Halter
22.01.2008 19:22
XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter - 350 Punkte über Tagestief
DJ XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter - 350 Punkte über Tagestief
FRANKFURT (Dow Jones)---Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag nach einem Handel in einer Tagesspanne von rund 450 Punkte etwas leichter, aber klar über den Tagestiefs geschlossen. Der DAX verlor 0,3% bzw 21 Punkte auf 6.769 Zähler, nachdem er im frühen Handelsverlauf bereits auf 6.420 Punkte gefallen war. Das Tageshoch betrug 6.878 Punkte. Gehandelt wurden Aktien für 20,9 Mrd EUR und damit noch mehr als die 19 Mrd EUR am Vortag. Händler sprachen von einer "Achterbahnfahrt". Zunächst ging es wegen schwacher Vorgaben der asiatischen Börsen - an der Wall Street hatte wegen eines Feiertags kein Handel stattgefunden - nach unten, bevor Spekulationen um eine mögliche konzertierte Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB), die Bank of England bzw die US-Notenbank für Entspannung sorgten.
Schließlich war es zwar nur die US-Notenbank, die eine Zinssenkung vornahm, doch fiel diese mit 75 Basispunkten deutlich aus. "Das war ein klarer Schritt zur Stabilisierung der Finanzmärkte. Wahrscheinlich werden wir noch eine weitere Zinssenkung sehen", sagte ein Marktteilnehmer. Angesichts schwacher US-Konjunkturdaten, die auf eine Rezession hindeuteten, fiel der DAX trotz des Zinsschrittes aber wieder zurück. Erst die Stabilisierung im frühen US-Geschäft und Aussagen der US-Regierung, wonach ein noch größeres als bisher geplantes Konjunkturpaket möglich sei, verhalfen dem deutschen Markt dann zu einer Schlussrally.
Ausgeräumt ist die Skepsis damit aber noch nicht. Eine konstante Belastung stellteen die nicht enden wollenden negativen Gerüchte aus dem Bankensektor und die eher mäßigen Zahlen der Bank of America dar. Solange die zu Grunde liegenden fundamentalen Probleme und die Unsicherheit über den weiteren Abschreibungsbedarf bzw mögliche Gewinnrevisionen der Unternehmen nicht geklärt seien, bleibe der Markt verwundbar, meinten Händler.
Unternehmensmeldungen spielen angesichts der angespannten Situation an den Märkten kaum eine Rolle. Von der massiven Eindeckung von Leerverkaufspositionen profitierten vor allem die stark gefallenen Werte: Hypo Real Estate sprangen um 6,7% auf 19,18 EUR und Commerzbank um 5,4% auf 19,99 EUR. Deutsche Börse kletterten um 2,8% auf 106,76 EUR. Händler verwiesen neben einer technisch bedingten Erholung auch auf die Rekordumsätze in den vergangenen Tagen, die dem Börsenbetreiber zu beachtlichen Einnahmen verholfehn haben dürften.
Unter Druck standen dagegen die defensiven Versorger, die sich zuletzt gut hatten halten können. Hier kam es zu Umschichtungen in stark gefallene Werte. E.ON sanken um 4,2% auf 127,43 EUR, RWE um 5,5% auf 82,28 EUR. Gleiches galt für die Telekom, wo ein Minus von 3,1% verbucht wurde.
Die Nebenwerte, die in den vergangenen Tagen noch wesentlich stärker als die Standardtitel unter Druck gekommen waren, schlossen sogar stark im Plus. Der MDAX stieg um 3,9% oder 308 auf 8.249 Punkte, der TecDAX um 3,5% bzw 26 auf 751. Bei volatilen, zyklischen Werten kam es hier in vielen Fällen zu zweistelligen prozenztualen Gewinnen, so bei Heidelberger Druck, Klöckner&Co, Kuka, Rheinmetall und SGL Carbon.
Zu den Gewinnern zählten auch MLP, die sich um 12,4% auf 10,05 EUR verteuerten. Im TecDAX kam es bei den Solarwerten und anderen stark gefallenen Titell ebenfalls zu massiven Erholungen. An der Spitze standen Centrotherm, die um über 20% anzogen. Gegenüber dem Tagestief betrug das Plus sogar über 40%. Dagegen brachen IDS Scheer um 6% auf 10,07 EUR ein. Nach Einschätzung eines Händlers ist der Kurseinbruch eine Folge der Zahlen der Saarländer, die die Erwartungen nicht erreichten.
DJG/mif/raz
23.01.2008 07:52
Aktien Tokio Schluss: Sehr fest
Die Aktienbörse in Tokio hat sich nach der Zinssenkung der US-Notenbank von einem Teil ihrer schweren Vortagesverluste erholt. Der Nikkei 225 <N225.FX1> notierte zum Handelsende einen Gewinn von 256 Punkten oder 2,04 Prozent bei 12.829,06 Zählern. Der japanische Leitindex musste aber einen Teil der anfänglichen hohen Gewinne von fast vier Prozent bis auf ein Zwischenhoch bei 13.063,78 Zählern wieder abgeben. Der breit gefasste TOPIX <TOKS.FX1> stieg um 2,46 Prozent auf 1.249,93 Punkte. Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins am Vortag überraschend von 4,25 auf 3,50 Prozent gesenkt und damit an den rutschenden Weltbörsen für eine Gegenreaktion gesorgt./fat/ck
AXC0010 2008-01-23/07:51
23.01.2008 21:52
Dow Jones Index dreht zeitweise ins Plus - Finanzwerte stark
DJ Dow Jones Index dreht zeitweise ins Plus - Finanzwerte stark
NEW YORK (Dow Jones)--Nach zunächst deutlichen Verlusten - im Dow-Jones-Index von über 300 Punkten - erholen sich die Kurse an der Wall Street kräftig und verhelfen dem Dow Jones zeitweilig sogar ins Plus. Vor allem zinssensitive Finanzentitel zeigen sich stark. So gewinnen J.P. Morgan aktuell über 8%. Aber auch Einzelhandels-, Versorger- und Industrietitel haben in grünes Terrain gedreht. Der breiter aufgestellte S&P-500-Index und vor allem die technologielastigere Nasdaq notieren dagegen stärker im Minus.
Gegen 20.47 Uhr fällt der Dow Jones Index wieder um 0,7% bzw 81 Punkte auf 11.890. Der S&P-500 verliert 1,1% bzw 14 Punkte auf 1.296. Der Nasdaq-Composite sinkt um 2,1% oder 48 Punkte auf 2.243 Punkte. Gleichzeitig büßen US-Anleihen ihre zeitweise massiven Gewinne wieder ein.
DJG/DJN/reh
(END) Dow Jones Newswires
um Ben Bernanke
Für Ben Bernanke wäre es dieser Tage am besten, sich in eine dunkle Höhle zurückzuziehen und jede Kommunikation nach außen abzubrechen. Denn dem Fed-Chairman schlägt allerhand entgegen: Dank, Vorwürfe, Beschimpfungen, Forderungen, Ratschläge… einen einfachen Schluss wird der oberste Notenbanker daraus nicht ziehen können.
Nun sitzt Bernanke aber nicht in einer Höhe, sondern – meistens – in seinem Büro im Gebäude der Federal Reserve in Washington. Da laufen die Fernseher, klingeln die Telefone, liegen die Zeitungen aus, und sie sagen:
„Ben Bernanke ist der Narr unter der Dusche – mal stellt er das Wasser zu kalt, mal zu heiß.“ So höhnte ein Insider am Dienstag über den Wirtschaftssender CNBC und warf Bernanke damit vor, recht ziellos die Zinsen zu hoch geschraubt und jetzt zu dramatisch gesenk zu haben. Implizierte Forderung: eine ruhige Hand und weniger volatile Ausschläge in der Zinskurve.
„Ben Bernanke ist verwirrt.“ Das meint Art Cashin, der Parkettchef der UBS an der New Yorker Börse und ein Urgestein der Wall Street. Bernanke habe mit seiner Zinssenkung auf die Kursverluste in Asien und Europa reagiert, stellt Cashin fest. Das hat dem Markt zwar letzten Endes geholfen, geht aber an der eigentlichen Aufgabe der Notenbank vorbei, die sich ja um die Situation im eigenen Land kümmern soll. Übrigens: Cashin ist nicht der einzige, der diesen Punkt anbringt. William Poole, der Chef der regionalen Notenbank von St. Louis, hat gegen die Zinssenkung eine Woche vor der geplanten Fed-Sitzung gestimmt.
„Ben Bernanke muss die Zinsen am Dienstag weiter senken.“ Das ist die vorherrschende Meinung auf dem Parkett, wobei die Höhe weiterer Zinsschritte heftig diskutiert wird. Nachdem ursprünglich von einem Nachschlag von 25 Basispunkten die Rede war, sprechen die Fed-Futures am Mittwoch eine ganz andere Sprache: Eine überwältigende Mehrheit der Spekulanten geht davon aus, dass der Leitzins um 50 oder sogar weitere 75 Basispunkte gesenkt wird.
„Ben Bernanke darf die Zinsen am Dienstag nicht weiter senken.“ Das sagt Oscar Gonzales, der Volkswirt von John Hancock Financial. Nach der Eilentscheidung in dieser Woche würde ein weiterer Zinsschritt durch die Fed dem Markt ein falsches Zeichen geben. Bernanke & Co. sollten erst einmal abwarten, wie sich der Markt mittelfristig in Reaktion auf den jüngsten Abschlag entwickelten.
„Ben Bernanke ist der Retter der Wall Street.“ Das ist vermutlich die am seltensten gehörte Meinung an der Wall Street, doch hat der Fed-Chef auf dem Parkett auch vereinzelt Fans. Die sagen, Bernanke habe mit seiner Eilentscheidung die Spielregeln für eine Konjunktur in der Krise geändert und durch diese historische Liquiditätsspritze nicht nur billiges Geld, sondern auch Vertrauen injiziert. Den Vorwurf, Bernanke sei der langsamste Fed-Chef in der Geschichte und renne der Entwicklung der Börsen hinterher bestätigt oder entkräftet das wohlgemerkt nicht.
Für Verwirrung ist an den US-Börsen also ausreichend gesorgt. Bis Dienstag dürfte das noch schlimmer werden, denn alle Augen sind auf Bernanke gerichtet, von dem jedes Wort, jedes Handzeichen und jede Mine interpretiert werden.
Lars Halter
23.01.2008 22:31
US-Indizes gerade noch einmal die Kurve bekommen
Der heutige Handel begann durchaus überraschend, denn die Normalreaktion auf die gestrige Zinsentscheidung wären anziehende Notierungen und das Überschreiten der Vortageshochs gewesen. Stattdessen gaben sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq in der ersten Handelshälfte deutlich nach. Bei den heutigen Tagestiefs konnten sich dann jedoch kurzfristige Umkehrformation bilden und die Indizes starteten eine Schlussrallye. Der Dow Jones schließt den heutigen Handel mit einem Kursplus von 2,49% bei 12.270,17 Punkten. Auch der Nasdaq konnte sich zum Handelsende in den positiven Bereich schieben und schloß mit +1,05% bei 2.316,41 Punkten.
Der Branchenüberblick zeigt jedoch ein gemischtes Bild. Konnten im heutigen Handel vor allem die Airlines (+7,74%) und der in der Vergangenheit stark unter Druck geraten Finanzsektor (+6,90%) deutliche Kursgewinne verzeichnen, so gab es bei den Rohstoffen (-2,19%/-1,33%) und den Biotechnologieunternehmen (-2,06%) Abgabedruck. Von den 24 Sektoren notieren 13 im Plus und 11 geben nach.
Größter Gewinner im Dow Jones sind die Aktien der J.P.Morgan, mit einem satten Plus von 11,89%. Den größten Verkaufsdruck verzeichneten heute die MERCK – Aktien, die gegenüber gestern 1,98% nachgaben.
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http://img.godmode-trader.de/charts/104/2007/380.gif
Wall Street: Bullen besiegen das Crash-Gespenst
Die derzeitige Situation an den weltweiten Geldmärkten enthält eine gute Portion Ironie. Während die Börsen in Europa und Asien in den letzten Tagen um 10 Prozent abgestürzt sind, da sie eine Rezession in den USA befürchten, kamen ausgerechnet die amerikanischen Märkte ungeschoren davon.
Der Dow-Jones-Index legte um 299 Zähler oder 2,5 Prozent auf 12 270 Punkte zu, während der S&P-500-Index um 28 Zähler oder 2,1 Prozent auf 1338Punkte kletterte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq tat sich den ganzen Tag schwerer, schaffte es aber doch noch auf ein Plus von 24 Zählern oder 1 Prozent bei 2316 Punkten.
Nachdem der Dow am Morgen noch über 300 Punkte im Minus war, legte er am Nachmittag eine Rallye hin und machte die Verluste vom Dienstag mehr als gut. Der Grund dafür ist ein sehr robuster Optimismus der amerikanischen Anleger. Nach den heftigen Verlusten in den letzten Wochen sehen die Bullen eine Bodenbildung mit Einstiegschancen, die man nicht verpassen will. Zusätzlich deckten sich viele Händler mit Short-Positionen ein, was die Indizes antrieb. Kritischere Analysten dementieren indes heftig, dass die Talsohle bereits erreicht ist.
Gewinner bei der Rallye waren die Finanzwerte, die von einer Aufstufung bei Bear Stearns profitierten. Diese Aufstufung verstärkte den allgemeinen Optimismus noch und gab dem gesamten Bankensektor Schub. Die Aktie von J.P. Morgan kletterte um 12 Prozent, Citigroup konnte um 8 Prozent zulegen und auch American Express, als weiterer Finanzwert im Dow, schloss 6,7 Prozent stärker.
Außerhalb des Dow legte Wachovia um 17 Prozent zu, die Aktie der Bank of America kletterte um 8,6 Prozent.
Der zweitbeste Wert bei den Blue Chips war General Motors. Laut den Absatzzahlen im Automobilbereich für das vergangene Jahr teilt sich GM den Titel des weltgrößten Autoverkäufers mit Toyota. Analysten hatten damit gerechnet, dass der japanische Konzern GM überholt, von daher feiern die Anleger dieses Unentschieden als Sieg für das amerikanische Traditionsunternehmen, die Aktie kletterte um 8,3 Prozent.
Zwei weitere Dow-Werte präsentierten gute Quartalszahlen und wurden mit steigenden Kursen belohnt. Der Industrie-Multi United Technologies konnte den Gewinn im abgelaufenen Quartal um 23 Prozent steigern und auch die Aussichten sind trotz der schwachen Konjunktur gut. Die Aktie kletterte um 4 Prozent. Und beim Pharmariesen Pfizer waren die Gewinne und die Erwartungen ebenfalls deutlich besser als erwartet, die Aktie kletterte um 2,3 Prozent.
Im Technologiesektor sah es dagegen schlechter aus. Der Computerhersteller Apple konnte zwar starke Quartalszahlen vorlegen und den Gewinn um 58 Prozent steigern, was die Erwartungen übertraf. Die Aktie verlor dennoch 11 Prozent und zog den Technologiesektor über weite Teile des Tages mit sich. Die Aussichten für das laufende Quartal enttäuschte die Anleger und schürte die Angst vor einem Übergreifen der Kreditkrise auf den Technologiesektor.
Auch der Mobiltelefonhersteller Motorola enttäuscht auf ganzer Linie, da der Gewinn im vergangenen Quartal um 84 Prozent zurückgegangen war. Besonders in Europa kamen die Telefone nicht gut an und das Unternehmen verlor Marktanteile. Auch die Aussichten sind schwach, für das laufende Quartal werde mit einem Verlust gerechnet. Es könne jedoch eine Weile dauern, bis eine Besserung eintreffe, so CEO Greg Brown. Die Aktie brach um knapp 20 Prozent ein.
WSC
23.01.2008 23:01
Aktien Lateinamerika Schluss: Nervös und uneinheitlich
Der Handel an den größeren Börsen Lateinamerikas war am Mittwoch von nervösen Anlegern bestimmt und das Ergebnis uneinheitlich. Während es die Börse in Mexiko-Stadt <IPCNDX.TWI> schaffte, entgegen des weltweiten Trends 727,59 Zähler (2,71 Prozent) auf 27.620,33 Punkte zuzulegen, gab es im brasilianischen Sao Paulo ein kräftiges Minus. Der Bovespa <BOVESPA.TWI>-Index gab dort um 1862,36 Zähler (3,32 Prozent) auf 54.234,82 Punkte nach. Auch in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires fiel der Merval <MERVAL.TWI>-Index um 52,31 Zähler (2,69 Prozent) auf 1.891,25 Punkte./ro/DP/she
AXC0206 2008-01-23/22:59
DAX gewinnt über 5%
Frankfurt - Die deutschen Aktienindizes haben sich am Donnerstag deutlich vom neuerlichen Kursrutsch des Vortages erholt. Der DAX sprang bis zum Mittag um 5,42 Prozent auf 6.788,23 Zähler an. Für den MDAX ging es um 4,64 Prozent auf 8.437,93 Punkte nach oben.
Der TecDAX legte um 5,39 Prozent auf 769,43 Zähler zu. Ein Börsianer verwies vor allem auf eine "atemberaubende Erholung" an den US-Börsen als Impulsgeber für den Aufschwung. So hatte der US-Leitindex Dow Jones nach einem zwischenzeitlichen Rutsch um rund 2,2 Prozent auf den tiefsten Stand seit Oktober 2006 ins Plus gedreht und 2,50 Prozent gewonnen.
Nach dem freundlichen Handel in Asien habe auch der überraschend gestiegene ifo-Geschäftsklimaindex gestützt, hieß es. Am Markt werde zudem im Zusammenhang mit einer Milliardenabschreibung der Societe Generale diskutiert, ob eine Zwangsliquidierung von Futures den massiven Kursrutsch zum Wochenbeginn ausgelöst haben könnte.
Finanzwerte standen erneut im Zentrum der Kurserholung: So gewannen Deutsche Börse 10,80 Prozent auf 113,53 Euro. Allianz zogen um 7,39 Prozent auf 119,55 Euro an und Postbank verteuerten sich unter den DAX-Favoriten um 9,46 Prozent auf 56,14 Euro.
Siemens standen mit Zahlen im Fokus und gewannen 4,79 Prozent auf 86,18 Euro. Der Technologiekonzern hat im ersten Geschäftsquartal Gewinn und Umsatz kräftig gesteigert und dabei die Erwartungen der Analysten großteils übertroffen. Für die Zukunft hat der Konzern die Margenziele angehoben, obgleich wichtige Bereiche nicht einmal die alten Ziele erfüllten. Auch das angekündigte Aktienrückkaufprogramm wurde positiv bewertet. Insgesamt zeigten die guten Zahlen, dass Siemens Erfolg mit der Restrukturierung des Konzerns habe, schrieb Analyst Roland Pitz von der UniCredit. Die Einschätzung "Buy" mit einem Kursziel von 121 Euro ließ er unverändert.
TUI legten um 6,75 Prozent auf 14,23 Euro zu. Konzernchef Michael Frenzel kann seine jüngsten Pläne für einen erneuten Umbau des Konzerns weiterverfolgen, hat aber noch keine endgültige Zustimmung der Aufsichtsräte. Unterdessen sei die Absicht des Vorstands gebilligt worden, für das Geschäftsjahr 2007 wieder eine Dividende von 25 Cent pro Stückaktie zu zahlen. In der Touristiksparte erwartet die TUI für die Jahre bis 2010 ein kontinuierliches Ergebniswachstum. Analysten äußerten sich positiv.
Bayer stiegen nach positiven Nachrichten aus Japan um 5,44 Prozent auf 54,68 Euro. Der Pharma- und Chemiekonzern erhielt für den Zulassungsantrag für das Krebsmedikament Nexavar von der japanischen Gesundheitsbehörde MHLW einen beschleunigten Status.
PUMA sprangen im MDAX um 12,14 Prozent auf 243,67 Euro nach oben. Der Sportartikelhersteller hat seinen Umsatz im vierten Quartal um mehr als ein Zehntel gesteigert. Sowohl die Zahlen seien positiv als auch eine weitere Aufstockung durch PPR denkbar, sagte Analyst Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe. "Die Wahrheit für das Kursplus der PUMA-Aktie liegt wohl in der Mitte".
Im TecDAX standen Software AG und AT&S Austria Technologie & Systemtechnik mit Zahlen im Blick. Software-Papiere sprangen um 15,14 Prozent auf 46,65 Euro an. Analyst Knut Woller von der UniCredit sprach von einem soliden Jahresergebnis, das die Markterwartungen im Wesentlichen erfüllt habe. Der Experte wiederholte seine Einstufung mit "Buy" und einem Ziel von 83 Euro.
Ein Händler lobte den optimistischeren Ausblick für das Geschäftsjahr 2008 sowie die im Vergleich zum Marktkonsens etwas besseren Lizenzumsätze. AT&S stiegen um 11,80 Prozent auf 11,18 Euro. "Im Vergleich zu den reduzierten Erwartungen sind die Zahlen gut ausgefallen", hieß es von Nicolas von Stackelberg, Analyst bei Sal. Oppenheim. Er bestätigte die Aktie mit "Buy" und einem fairen Wert von 15,20 Euro. Positiv hob von Stackelberg die Währungsabsicherung des stark im Dollar-Raum engagierten Leiterplatten-Herstellers heraus.
dpa
24.01.2008 - aktualisiert: 24.01.2008 12:50
24.01.2008 12:07
Aktienmärkte am Donnerstag
Externe Quelle: Postbank
Unsere Fundamentaleinschätzung
Der vorläufige Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe der Eurozone verharrte im Januar bei 52,6 Punkten. Trotz der hohen Energiekosten, des starken Euro und der Turbulenzen an den Finanzmärkten ist eine weitere Eintrübung des Einkaufsmanagerindexes ausgeblieben. Im Durchschnitt der letzten drei Monate beträgt er 52,7 Punkte und signalisiert damit, dass sich die Industrie in der Eurozone in den kommenden Monaten insgesamt mit bescheideneren Wachstumsraten zufrieden geben muss. Von einer nahenden Rezession kündet er jedenfalls nicht. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe der Eurozone hat sich im Januar um 1,1 auf 52,0 Punkte eingetrübt. Somit dürften die Impulse auf die Gesamtwirtschaft seitens des Servicesektors in den nächsten Monaten moderater ausfallen. Zusammen genommen unterstützen die Einkaufsmanagerindizes unsere Erwartung, dass die Konjunktur im Euroraum in den nächsten Monaten mit einer verhaltenen Dynamik wächst. Allerdings dürfte es sich um eine vorübergehende - und nicht um eine dauerhafte - Verlangsamung halten. Heute wird der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im Januar veröffentlicht, für den wir einen Rückgang von 103 auf 101,8 Punkte erwarten. Trotz der anhaltend guten Aussicht auf eine insgesamt solide Entwicklung der Binnenwirtschaft sollten der hohe Ölpreis und der starke Euro die Stimmung der Unternehmen per saldo dämpfen. Darüber hinaus dürfte das Risiko einer kräftigeren Abkühlung der US-Wirtschaft die Furcht schüren, dass auch die Konjunktur hierzulande stärker in Mitleidenschaft gezogen wird. In den USA werden die Verkäufe bestehender Häuser im Dezember mit 4,94 Mio. nach 5 Mio. Einheiten erwartet.
Aktienmärkte
Nach ausgeprägtem Katzenjammer gestern nahm die Sache noch ein versöhnliches Ende in NY: der Dow Jones schließt mit 12.270 (+2,5%), der S&P500 mit 1.339 (+2,1%) und die Nasdaq mit 2.316 (+1,1%). Der Nikkei schließt sich dem allgemeinen Erholungstrend an und schließt bei 13.255 (+2,1%). Der Dax schloss noch mit 6.431 (-4,8%). Für heute Morgen erwarten wir eine deutlich höhere Eröffnung mit ungewissem Verlauf….
Rentenmärkte
Die Rentenmärkte dümpeln um ihre jüngsten Hochs. Der Bund Future schloss bei 117,07 und steht momentan bei 116,43. Die Rendite der 10jährigen Bundesanleihe liegt bei 3,95%. Die gedeckten Renditen im Interbankengeschäft: 1 Jahr = 4,04%; 3 Jahre = 3,85%; 5 Jahre = 4,00%; 7 Jahre = 4,15% und 10 Jahre = 4,36%.
Devisenmärkte
Der Euro handelt bei 1,4608$.
Thema des Tages
Die Societé Generale meldet ebenfalls Abschreibungen in Milliardenhöhe, der Clou ist aber eine zusätzliche Unregelmäßigkeit im Handel (im Klartext: ein Händler hat durch betrügerische Buchführung das eigene Haus im Unklaren über die aufgelaufenen Verluste gelassen) mit Verlusten von 4,95 Mrd. Euro! Das macht eine Kapitalerhöhung erforderlich und könnte weitere Konsequenzen wie eine Übernahme durch die BNP nach sich ziehen.
(© BörseGo AG 2008, Autor: Paulus Alexander, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
24.01.2008 19:28
Wall Street Update: Leichte Zugewinne, Quartalszahlen im Fokus
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Donnerstagmittag New Yorker Zeit mit leicht positiven Tendenzen. Damit profitiert die Wall Street von den äußerst positiven Vorgaben aus Europa. Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Vorwoche überraschend verbessert. So sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe leicht um 1.000 auf 301.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld einen Anstieg auf 320.000 prognostiziert hatten.
Der Dow Jones gewinnt derzeit 0,28 Prozent auf 12.304,88 Punkte, der S&P 500 legt aktuell 0,29 Prozent auf 1.342,52 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum momentan ein Plus von 0,82 Prozent auf 2.335,45 Punkte.
Der Fokus der Anleger gilt weiterhin zahlreichen Bilanzen. Die Aktie von AT&T verliert im Mittagshandel 2 Prozent. Die Telefongesellschaft konnte ihren Umsatz akquisitionsbedingt im vierten Quartal annähernd verdoppeln und hat dabei mehr verdient. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden exakt getroffen.
Für QUALCOMM geht es um gut 9 Prozent aufwärts. Wie der Spezialist für Mobilfunktechnologie am Vorabend erklärte, hat er Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal kräftig gesteigert. Während die Gewinnentwicklung dabei allerdings etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, konnte der Ausblick überzeugen.
Anders das Bild bei eBay. Das Internet-Auktionshaus hat im vierten Quartal deutlich mehr verdient und die Prognosen geschlagen. Dagegen enttäuschte hier der Ausblick. Die Analysten der Citigroup nahmen den Titel daraufhin von "buy" auf "hold" zurück und senkten das Kursziel von 49 Dollar auf 31 Dollar. Die Aktie bricht um rund 6,5 Prozent ein.
Anteilsscheine von Ford liegen ebenfalls in der Verlustzone. Wie erwartet konnte der Automobilhersteller seinen Verlust im letzten Vierteljahr zurückfahren. Die Umsatzentwicklung überrasche dabei jedoch positiv. Aktuell verliert die Aktie 2 Prozent. In der Folge gibt auch die GM-Aktie 1,5 Prozent nach.
Deutliche Zugewinne von über 4 Prozent sind hingegen bei Lockheed Martin auszumachen, nachdem der Rüstungskonzern robuste Ergebnisse auf den Tisch gelegt und zugleich seine Jahresplanung angehoben hat.
Der Rüstungskonzern Northrop Grumman konnte im vierten Quartal 2007 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau ausweisen. Dabei kletterte der Konzernumsatz im Vorjahresvergleich um 10 Prozent. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag leicht über den Schätzungen der Analysten. Die Aktie verliert derzeit 0,7 Prozent.
Der US-Industriekonzern Textron verbuchte im vierten Quartal dank der starken Entwicklung der Helikoptersparte Bell und der Flugzeugsparte Cessna einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Die Aktie verliert derzeit knapp 5 Prozent.
Die US Airways Group hat im vierten Quartal 2007 einen Verlust ausgewiesen, was auf deutlich gestiegene Treibstoffkosten zurückzuführen ist. Die Aktie der siebtgrößten Fluggesellschaft in den USA verliert aktuell rund 3 Prozent. (24.01.2008/ac/n/m)
24.01.2008 19:04
XETRA-SCHLUSS/Rally-Schub macht Mut - DAX plus 5,9%
DJ XETRA-SCHLUSS/Rally-Schub macht Mut - DAX plus 5,9%
FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt ist es am Donnerstag zu einer massiven Kurserholung auf breiter Front gekommen. Der DAX gewann 5,9% oder 381,86 auf 6.821,07 Punkte und schloss damit nur knapp unter dem Tageshoch von 6.854,98 Punkten. Teilnehmer meinten, die Korrektur mit dem scharfen Kurseinbruch der vergangenen Tage sei vermutlich fürs erste ausgestanden.
Nachbeben seien zwar in den kommenden Wochen möglich, hieß es. Denn eine längerfristige Bodenbildung benötige vermutlich Zeit. Die Mittwoch-Tiefs mit dem Future-Tief aus dem Späthandel von 6.380 Punkten sollten allerdings zumindest mittelfristig nicht mehr unterschritten werden.
Erleichtert nahmen Anleger nun auch eine erste Erklärung zum Kurssturz von Montag bis Mittwoch auf. Anscheinend habe die Societe Generale wegen eines mutmaßlichen Betrugsfalls in Europa Positionen von 50 Mrd EUR bis 100 Mrd EUR zwangsliquidiert. Das Gute daran sei, dass ein Stück der Unsicherheit wegen des extremen Kursverfalls vom Markt genommen sei.
Widerstände sehen Analysten nun bei 6.880 und 6.970 Punkten. Sollte der DAX den Freitag Richtung 7.000 Punkte beschließen, deute der Wochenchart auf deutliche Entspannung hin, heißt es. Nach unten sei der DAX um 6.750 Punkte unterstützt.
Der DAX profitierte mit den starken Gewinnen zum einen von den günstigen Vorlagen der US-Börsen und aus Asien. An Wall Street war es im Späthandel zu einer Schlussrally gekommen, die dem Index nach einem schwachen Start ein Plus von 2,5% beschert hatte. Daneben profitierte die Stimmung auch von einem nicht erwarteten Anstieg des ifo-Geschäftsklima-Index. Die Konjunkturängste ließen so etwas nach. Außerdem hoben gute Unternehmensberichte die Stimmung, so von Siemens und Nokia.
Besonders deutlich stiegen die Titel, die in den vergangenen Tagen sehr stark verloren hatten. So gewannen Allianz 11,3% auf 123,85 EUR. Allianz hat erste Zahlen zum vergangenen Jahr vorgelegt. Angesichts eines Gewinns von 8 Mrd EUR sprachen Analysten von starken Ergebnissen. Auch Deutsche Börse legten zweistellig zu, sie stiegen um 11,4% auf 114,13 EUR. Sal. Oppenheim hat die Aktie auf "Strong Buy" hochgestuft.
TUI gewannen nach der Dividendenankündigung 8,9% auf 14,51 EUR. Der Reiseveranstalter hat am Vorabend die Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen angekündigt. Sie soll für das laufende Jahr bei 0,25 EUR liegen. Auch Münchener Rück und Metro legten um mehr als 8% zu, Deutsche Postbank gewannen sogar 9,5% auf 56,14 EUR.
Als stützend auch für den Gesamtmarkt erwiesen sich die vorbörslich veröffentlichten Quartalszahlen von Siemens. Diese wurden im Handel als "durchweg positiv bezeichnet". Besonders hervorzuheben seien der Ordereingang, das Ergebnis der fortgeführten Geschäftstätigkeit und das erhöhte Margenziel für die Energiesparte. Siemens legten um 2,5% auf 84,30 EUR zu. Gedämpft wurde der Kursanstieg von der nach wie vor schwelenden Korruptionsaffäre.
Zu den Zahlen der Deutschen Post vom Vorabend hieß es, dass sich diese im Rahmen der Erwartungen bewegten. Die gemeldete Abschreibung von rund 600 Mio EUR auf das US-Geschäft sei leicht positiv zu sehen, sagte ein Händler: "Hauptsache das Problem wird angegangen". Zum weiteren Vorgehen mit dem US-Geschäft mutmaßte ein Analyst, dass die Post wahrscheinlich eine Sanierung einem ebenfalls möglichen Verkauf vorziehe. Deutsche Post kamen um 4,4% auf 21,43 EUR voran.
Auch in der zweiten Reihe gab es Titel mit zweistelligen Gewinnen, so Hochtief, Deutz, Klöckner&Co, Krones, K+S, Wacker Chemie, Aixtron, Nordex sowie, nach Geschäftszahlen, AT&S und Software AG. TecDAX und MDAX gewannen beide gut 5%.
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 217,
herbert.rude@dowjones.com
DJG/hru/ros
24.01.2008 18:49
*EZB/Trichet ruft zu besserem Risiko-Management und Ratings auf
*DJ EZB/Trichet: Erleben gerade signifikante Marktkorrektur
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
January 24, 2008 11:47 ET (16:47 GMT)
24.01.2008 20:22
Wall Street am Mittag etwas fester - Vorsicht dominiert
DJ Wall Street am Mittag etwas fester - Vorsicht dominiert
NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Aktienmärkte präsentieren sich am Donnerstagmittag (Ortszeit) etwas fester, wobei die technologielastigeren Nasdaq-Indizes anders als am Vortag noch höhere Aufschläge verzeichnen. Händler zeigen sich nach der beeindruckenden 600-Punkte-Rally des Dow-Jones-Index vom Mittwoch jedoch etwas vorsichtiger und grübeln über deren langfristigen Auswirkungen.
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte legt gegen 19.16 Uhr MEZ um 0,3% bzw 35 Punkte auf 12.305 zu. Der S&P-500-Index gewinnt 0,4% bzw 5 Punkte auf 1.344. An der Technologiebörse Nasdaq geht es stärker aufwärts, der Nasdaq-Composite steigt um 0,9% oder 21 Punkte auf 2.337.
Trotz des gestrigen Ausverkaufs vor der darauf folgenden Rally ist es für einige Analysten noch unklar, ob die Märkte bereits eine Kapitulationsrunde gesehen haben, die eine Boden darstellen würde. "Ich bin ein bisschen skeptisch, weil wir den Markt nicht nahe eines Tagestiefs haben schließen sehen", sagt Sam Stovall, Analyst bei Standard&Poor's. Das würde man traditionell bei einer Kapitulation sehen, fügte er hinzu.
Die US-Konjunkturdaten sind unterdessen gemischt ausgefallen. Während die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche per 19. Januar überraschend auf den niedrigsten Stand seit dem 22. September 2007 gefallen ist, haben die Hausverkäufe im Dezember die Markterwartung unterboten.
Unter den Einzeltiteln verlieren eBay 6,6% auf 27,00 USD. Das Internet-Auktionshaus hat am Vortag eine Gewinnprognose von 0,37 bis 0,39 USD je Aktie für das erste Quartal abgegeben. Im Konsens hatten Analysten einen Gewinn von 0,40 USD erwartet. Auch beim Umsatz, den das Unternehmen auf 2,00 Mrd bis 2,05 Mrd USD bezifferte, verfehlte eBay die Prognose der Analysten, die von 2,15 Mrd USD ausgegangen waren.
Qualcomm springen dagegen nach ihrem Geschäftsausweis vom Vorabend um 9,3% hoch auf 40,00 USD. Der Telekom-Dienstleister steigerte im ersten Quartal den Nettogewinn um 18%. Vor allem die weltweit steigende Nachfrage nach kabelloser CDMA-Technik der dritten Generation hat laut Qualcomm-CEO Paul Jacobs zu dem Gewinnsprung geführt.
AT&T hat dank Rekordgewinnen im Bereich drahtlose Kommunikation sowie prozentual zweistelligem Umsatzwachstum bei Breitbanddiensten im vierten Quartal 2007 besser abgeschnitten als im Vorjahr. Das Unternehmen hat ein Ergebnis je Aktie vor Sonderposten von 0,71 USD ausgewiesen, womit die Konsensschätzung der Analysten exakt getroffen wurde. Die Aktie büßt 2,2% auf 35,90 USD ein.
Ford verlieren 2,2% auf 6,16 USD. Der Automobilhersteller hat im vierten Quartal den Nettoverlust auf 2,8 Mrd USD von 5,6 Mrd USD im Vorjahr eingegrenzt. Der Umsatz - inklusive der Erlöse der Kreditfinanzierungssparte - lag mit 44,1 (40,3) Mrd USD über dem Vorjahr.
DJG/DJN/reh
(END) Dow Jones Newswires
24.01.2008 20:07
Aktien mit neuen 52-Wochen-Hochs und -Tiefs
Nachfolgend eine Auflistung einiger Aktien, die heute neue 52-Wochen-Hochs erreicht haben. Die Liste ist nach dem bisher gehandelten Volumen sortiert.
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc8388.gif
Nachfolgend eine Auflistung einiger Aktien, die heute neue 52-Wochen-Tiefs erreicht haben. Die Liste ist nach dem bisher gehandelten Volumen sortiert.
http://img.godmode-trader.de/charts/30/2005/abc8389.gif
24.01.2008 22:22
Aktien New York Schluss: Freundlich - Nervosität hält aber an
Die wichtigsten US-Indizes haben am Donnerstag ihren Erholungskurs vom Vortag fortgesetzt und freundlich geschlossen. Die Anleger seien allerdings noch nicht vollends überzeugt, der Handel bleibe nervös, sagten Börsianer. Es werde weiter nach Zeichen über die weitere wirtschaftliche Entwicklung gesucht. Entsprechend sorgte die Nachricht über eine Einigung im US-Kongress über ein milliardenschweres Konjunkturprogramm zunächst für Auftrieb.
Positiv aufgefasst wurden auch neue Daten vom Immobilienmarkt. Die Verkäufe bestehender Häuser waren im Dezember zwar stärker gesunken als von Experten erwartet, allerdings sei die Zahl der Leerstände zurückgegangen, sagten Börsianer. Berichte über eine Verzögerung des Hilfsprogramms für die angeschlagenen Kreditversicherer setzte die Aktien in der Branche unterdessen unter Druck.
Der Leitindex Dow Jones <INDU.DJI> stieg bis Handelsende um 0,88 Prozent auf 12.378,61 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index <INX.SPI> gewann 1,01 Prozent auf 1.352,14 Zähler. Der NASDAQ Composite <COMPX.NQI> legte um 1,92 Prozent auf 2.360,92 Punkte zu. Der NASDAQ 100 <NDX.X.NQI> kletterte um 2,09 Prozent auf 1.826,92 Zähler.
Die Titel von Kreditversicherern standen erneut im Fokus: Aktien von Security Capital Assurance (SCA) <SCA.NYS> rutschten nach einer Abstufung durch Fitch 32,22 Prozent auf 2,63 Dollar ab. Die Rating-Agentur hatte ihre Bewertung für den Kreditversicherer von "AAA" auf "A" gesenkt, nachdem SCA Pläne für eine Kapitalerhöhung fallen ließ, die zur Beibehaltung der Bewertung notwendig gewesen wären. Aktien von Ambac <ABK.NYS> verloren 12,91 Prozent auf 11,33 Dollar. Titel des Konkurrenten MBIA <MBI.NYS> gaben 15,29 Prozent auf 14,40 Dollar ab. Außerdem sollen sich Börsianern zufolge die Hilfsmaßnahmen der Regulierungsbehörde des Staates New York noch verzögern.
Daneben standen einige große Unternehmen mit Zahlen im Blick. Aktien von AT&T <T.NYS> <SOBA.ETR> (News/Aktienkurs) verloren 2,14 Prozent auf 35,75 Dollar. Händlern zufolge belastete die Titel, dass sich das Wachstum bei schnellen Internet- und Videoangeboten durch die Konkurrenz von TV-Kabelnetzbetreibern verlangsamt hat. Zudem sei der Umsatz an den Prognosen vorbeigeschrammt.
Der US-Autobauer Ford <F.NYS> <FMC1.FSE> (News/Aktienkurs) hat unterdessen 2007 erneut Milliardenverluste eingefahren. Entsprechend gaben die Aktien 0,16 Prozent auf 6,26 Dollar nach. Auch US Airways <LCC.NYS> <USG.FSE> verloren 4,16 Prozent auf 12,66 Dollar. Die Fluggesellschaft hat wegen gestiegener Treibstoffkosten im vierten Quartal einen Verlust von 42 Millionen Dollar oder 0,45 Dollar je Aktie eingefahren.
An der NASDAQ gerieten die Titel des Online-Auktionshaus eBay <EBAY.NAS> <EBA.FSE> (News/Aktienkurs) unter Druck und verloren 6,37 Prozent auf 27,18 Dollar. Nach der zurückhaltenden Prognose des Unternehmens reagierten einige Analysten negativ. Die Citigroup senkte die Titel von "Buy" auf "Hold", das Kursziel wurde von 49 auf 31 Dollar reduziert. Die Bank of America senkte ihr Kursziel für die eBay-Aktien ebenfalls von 44 auf 38 Dollar.
Aktien von Microsoft <MSFT.NAS> <MSF.FSE> (News/Aktienkurs) stiegen um 3,97 Prozent auf 33,25 Dollar. Das Softwareunternehmen legt nach Börsenschluss seine Zahlen für das zweite Quartal vor. Analysten mit einem gewaltigen Umsatz- und Gewinnschub. Sun Microsystems <JAVA.NAS> <SSYA.FSE> (News/Aktienkurs), die ebenfalls nach Börsenschluss Zahlen vorlegen, stiegen um 8,77 Prozent auf 16,12 Dollar./FX/gr/tw
AXC0233 2008-01-24/22:19
24.01.2008 22:13
Wall Street-Schluss: Dow Jones kann nach turbulentem Handel 100 Punkte zulegen
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten am Donnerstag nach einem turbulenten Handel mit deutlichen Zugewinnen aus dem Handel. Dabei profitierte die Wall Street von den äußerst positiven Vorgaben aus Europa. Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Vorwoche überraschend verbessert. So sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe leicht um 1.000 auf 301.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld einen Anstieg auf 320.000 prognostiziert hatten.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Plus von 0,88 Prozent bei 12.378,61 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.352,14 Zähler und damit 1,01 Prozent fester. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 1,92 Prozent fester und ging bei 2.360,92 Punkten aus dem Handel.
Der Fokus der Anleger galt zahlreichen Unternehmensbilanzen. Die Aktie von AT&T verlor heute rund 3 Prozent. Die Telefongesellschaft konnte ihren Umsatz akquisitionsbedingt im vierten Quartal annähernd verdoppeln und hat dabei mehr verdient. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden exakt getroffen.
Für QUALCOMM ging es um knapp 10 Prozent aufwärts. Wie der Spezialist für Mobilfunktechnologie am Vorabend erklärte, hat er Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal kräftig gesteigert. Während die Gewinnentwicklung dabei allerdings etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, konnte der Ausblick überzeugen.
Anders das Bild bei eBay. Das Internet-Auktionshaus hat im vierten Quartal deutlich mehr verdient und die Prognosen geschlagen. Dagegen enttäuschte hier der Ausblick. Die Analysten der Citigroup nahmen den Titel daraufhin von "buy" auf "hold" zurück und senkten das Kursziel von 49 Dollar auf 31 Dollar. Die Aktie brach um rund 7 Prozent ein.
Anteilsscheine von Ford lagen ebenfalls in der Verlustzone. Wie erwartet konnte der Automobilhersteller seinen Verlust im letzten Vierteljahr zurückfahren. Die Umsatzentwicklung überrasche dabei jedoch positiv. Am Ende verlor die Aktie rund ein Prozent. In der Folge gab auch die GM-Aktie nach.
Deutliche Zugewinne von über 4 Prozent waren hingegen bei Lockheed Martin auszumachen, nachdem der Rüstungskonzern robuste Ergebnisse auf den Tisch gelegt und zugleich seine Jahresplanung angehoben hat.
Der Rüstungskonzern Northrop Grumman konnte im vierten Quartal 2007 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau ausweisen. Dabei kletterte der Konzernumsatz im Vorjahresvergleich um 10 Prozent. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag leicht über den Schätzungen der Analysten. Die Aktie verlor deutlich.
Der US-Industriekonzern Textron verbuchte im vierten Quartal dank der starken Entwicklung der Helikoptersparte Bell und der Flugzeugsparte Cessna einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Die Aktie gab mehr als 5 Prozent nach.
Die US Airways Group hat im vierten Quartal 2007 einen Verlust ausgewiesen, was auf deutlich gestiegene Treibstoffkosten zurückzuführen ist. Die Aktie der siebtgrößten Fluggesellschaft in den USA verlor am Ende knapp 3 Prozent. (24.01.2008/ac/n/m)
25.01.2008 07:46
Aktien Tokio Schluss: Sehr fest
Die Aktienbörse in Tokio hat am Freitag erneut sehr fest geschlossen, konnte sich aber im Wochenvergleich nicht ganz ins Plus retten. Der Nikkei 225 <N225.FX1> ging mit einem Gewinn von 536 Punkten oder 4,10 Prozent bei 13.629,16 Zählern ins Wochenende. Im Wochenvergleich verlor der japanische Leitindex 1,67 Prozent. Der breit gefasste TOPIX <TOKS.FX1> stieg am Freitag um 4,70 Prozent auf 1.344,77 Punkte.
Für Rückenwind sorgte laut Händlern die Nachricht aus den USA, dass sich Regierung und Kongressabgeordnete auf das geplante milliardenschwere Konjunkturprogramm geeinigt haben. Die gute Vorgabe der Wall Street und die nachbörslich positiven Meldungen aus den USA sowie der schwächere Yen hätten die Kurse ebenfalls angetrieben./fat/ck
AXC0014 2008-01-25/07:45
25.01.2008 09:40
Aktien Frankfurt Eröffnung: Weiter deutlich erholt - Freundliche Vorgaben
Angetrieben von erneut freundlichen Vorgaben der US-Börsen und aus dem asiatischen Handel haben die deutschen Aktienindizes am Freitag zu Handelsbeginn ihre kräftige Kurserholung fortgesetzt. Der DAX <DAX.ETR> kratzte in den ersten Handelsminuten an der Marke von 7.000 Zählern und sprang um 2,55 Prozent auf 6.995,05 Zähler nach oben. Der MDAX <MDAX.ETR> gewann 2,51 Prozent auf 8.698,47 Zähler. Für den TecDAX <TDXP.ETR> ging es um 2,22 Prozent auf 784,81 Punkte hoch.
Händler verwiesen auf positive Vorgaben aus Übersee als Antrieb und auch die Einigung über das US-Konjunkturprogramm stütze. Der Dow Jones Industrial <INDU.DJI> hatte nach Xetra-Schluss noch rund 59 Punkte gewonnen und etwas fester geschlossen. Zudem legte der Nikkei-225-Index <N225.FX1> kräftig zu und ging mit Gewinnen von mehr als vier Prozent aus dem Handel, der Hang Seng Index <HSI.X.HOX> gewann zuletzt sogar gut sechs Prozent. "Aufgrund der unterdurchschnittlichen Entwicklung am Wochenanfang sollte sich der DAX weiter deutlich erholen", sagte ein Händler. Wichtige Konjunkturdaten seien unterdessen aus den USA nicht zu erwarten.
Die Geschichte des Tages komme von der Deutschen Post und deren Tochter Postbank, sagte der Börsianer. Nach einem Vorab-Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) will der Logistikkonzern das hochdefizitäre Paket-und Expressgeschäft an den US-Konkurrenten FedEx <FDX.NYS> <FDX.ETR> (News) abgeben. Der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX sagten Post-Kreise dagegen, dass noch keine Entscheidung getroffen worden sei. Finanzvorstand John Allan hatte unlängst bekräftigt, die Post werde sich nicht vollständig aus den USA zurückziehen und weiterhin ein weltweites Express-Netz aufrechterhalten. Eine Lösung wolle er in "wenigen Monaten" vorstellen.
Noch spannender für den Markt ist derzeit aber das Thema Postbank <DPB.ETR> (News/Aktienkurs). Die profitable Postbank, so hatte die "FTD" nach Insiderangaben berichtet, soll mit einer anderen Bank zusammengeschlossen und und nicht verkauft werden. Damit gehöre die Übernahmefantasie bei den Postbank-Aktien erst einmal der Vergangenheit an, sagte ein Händler dazu. Post-Aktien gehörten mit plus 4,06 Prozent auf 22,30 Euro zu den Favoriten, Postbank-Papiere legte um unterdurchschnittliche 1,55 Prozent auf 57,01 Euro zu.
Porsche-Aktien <POR3.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen nach Umsatzzahlen 5,51 Prozent auf 1.237,82 Euro. Der Sportwagenbauer hat in den ersten sechs Monaten seines laufenden Geschäftsjahres 2007/08 neue Rekorde bei Umsatz und Absatz erreicht und zeigt sich zuversichtlich für das Gesamtjahr. "Die Zahlen sind gut und auch der Ausblick stimmt optimistisch", sagte ein Händler. Nun müssten allerdings die Volkswagen-Zahlen <VOW.ETR> (News/Aktienkurs) abgewartet werden, um das Nettoergebnis einschätzen zu können. Zudem könnte ein Aktiensplit im Verhältnis 10:1 kommen, sagte ein Börsianer. Die Commerzbank bestätigte die Einstufung mit "Buy" beim Kursziel 2.072 Euro.
Finanzwerte waren zudem erneut gefragt: Deutsche Börse <DB1.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen an der DAX-Spitze 5,14 Prozent auf 120,00 Euro. Commerzbank <CBK.ETR> (News/Aktienkurs) zogen um 3,39 Prozent auf 21,05 Euro an, Hypo Real Estate(HRE) <HRX.ETR> (News/Aktienkurs) verteuerten sich um 3,24 Prozent auf 19,10 Euro.
Die Aktien der Konsumgüterkonzerne Henkel <HEN3.ETR> (News/Aktienkurs) und Beiersdorf <BEI.ETR> (News/Aktienkurs) standen nach Umsatzzahlen des Konkurrenten L'Oreal <POR.PSE> <LOR.FSE> (News/Aktienkurs) im Blick. Der weltgrößte Kosmetikkonzern hat im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs um 8,1 Prozent auf 17,063 Milliarden Euro verbucht. Für den Gewinn bestätigte der Konzern seine Prognose. Henkel-Aktien blieben aber mit plus 1,07 Prozent auf 32,04 Euro hinter der Marktentwicklung zurück. Bear Stearns senkte die Papiere von "Peer Perform" auf "Underperform". Beiersdorf gewannen 4,68 Prozent auf 51,88 Euro. Hier senkten die Experten die Einstufung von "Outperform" auf "Peer Perform".
Siemens <SIE.ETR> (News/Aktienkurs) wurden ex Dividende gehandelt. Der Technologiekonzern schüttet 1,60 Euro je Aktie an seine Anteilseigner aus. Zudem hat Händlern zufolge JPMorgan das Kursziel für Siemens von 122 auf 120 Euro gesenkt. Die UBS senkte das Ziel von 135 auf 130 Euro, bestätigte indes mit "Buy". Die Aktien legten um 1,85 Prozent auf 85,86 Euro zu.
IKB Deutsche Industriebank <IKB.ETR> (News/Aktienkurs) sprangen im MDAX um 36,73 Prozent auf 7,78 Euro an die Spitze. Händler verwiesen auf Positionierungen von Spekulanten vor Beginn des Verkaufsverfahrens der angeschlagenen Mittelstandsbank. "Es gibt keine ersichtlichen fundamentalen Gründe - vielleicht positionieren sich einige Anleger vor Beginn des Verkaufsprozesses", sagte ein Händler. Auch die allgemeine Markterholung spiele eine Rolle. Unterdessen habe die Rating-Agentur Moody's mitgeteilt, dass die jüngste Abstufung des Kurzfristratings der IKB nicht das Rating des IKB-Investmentvehikels Rhineland Funding Capital nicht beeinflussen werde. "Aber das kann nicht der Grund für das massive Plus sein", sagte der Börsianer./ag/ck
AXC0046 2008-01-25/09:38
http://isht.comdirect.de/charts/big.chart?hist=1d&type=CONNECTLINE&&pd=bc41e00ba1ad0d6ba8d9181cd7473de28734499ef5f1bc7 1¤cy=&&lSyms=DAX.ETR&lColors=0x000000&sSym=DAX.ETR&hcmask=
25.01.2008 18:16
DAX dreht ins Minus - Nur noch knapp über 6.800 Punkten
DJ DAX dreht ins Minus - Nur noch knapp über 6.800 Punkten
FRANKFURT (Dow Jones)--Der DAX gibt am Freitag im späten Handel seine Gewinne wieder vollständig ab und fällt kurzzeitig ins Minus. Gegen 17.13 Uhr gewinnt der Index wieder 0,1% auf 6.826 Punkte, nachdem er zuvor schon bis auf 6.809 Punkte gefallen war. Im Tageshoch hatte der DAX sogar schon kurz über die Marke von 7.000 Punkten geschaut.
"Wir hatten uns alle auf Gewinnmitnahmen eingestellt, daher ist das nicht verwunderlich", erklärt ein Händler den Fall in negatives Terrain. Allerdings sei der Markt auch am Nachmittag derart fest gewesen, dass einige Marktteilnehmer Gerüchte im Versicherungssektor gestreut hätten. "Das hat einfach die Abgaben beschleunigt", so der Händler. Mittlerweile kursiere eine Unzahl von Gerüchten, die als Vorwand für Gewinnmitnahmen dienten, aber nicht geglaubt würden.
DJG/ros
Der Apfel fällt…
Der Apfel fällt sprichwörtlich nicht weit… – die Aktie von Apple aber schon. Vor nicht einmal einem Monat kratzte das Papier an der 200-Dollar-Marke, seither ist sein Wert um ein Drittel eingebrochen. Anleger fragen sich: Ist das eine gute Einstiegsgelegenheit für Schnäppchenjäger, oder steht der Hightech-Gigant vor größeren Problemen.
Wie so oft scheint die Wahrheit zwischen beiden Extremen zu liegen. Wenn ein recht solides und zuverlässig innovatives Unternehmen wie Apple 33 Prozent an Wert verliert, ist das immer eine Kauf-Überlegung wert. Selbst die dramatische Rallye in den letzten fünf Jahren, die das Papier von Apple von unter 10 auf fast 200 Dollar katapultiert hat, mact Apple noch lange nicht zu einem überbewerteten Unternehmen.
Im Unterschied zu vielen Aktien mit ähnlichen Wertsteigerungen hat sich bei Apple in den letzten Jahren bekanntlich das Geschäftsmodell geändert. Mit iPod und iPhone hat der Konzern um Steve Jobs seine einstige Nische im Computersektor gesprengt und sich an die Spitze der Verbraucherelektronik gesetzt. Die Verkäufe für beide Gadgets sind anhaltend gut, wenn auch im Vergleich zu früheren Quartalen nicht spektakulär: Im abgelaufenen Quartal wurden 2,3 Millionen iPhones verkauft, während der iPod 22,1 Millionen mal abgesetzt wurde – ein Plus von moderaten 5 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal im letzten Jahr.
Der prozentual größte Anteil des jüngsten Wachstums kam entsprechend aus dem Mac-Bereich. Und darin liegt für viele Anleger und Analysten das Problem. Wenn schon der iPod langsam an Umsatzgrenzen stößt, dann dürfte auch der Mac bald eine Decke erreichen. Zumal der, wie auch die Gadgets, kaum von Corporate America nachgefragt wird, sondern ausschließlich vom Verbraucher. Und der Verbraucher ist zur Zeit das Sorgenkind der amerikanischen Konjunktur.
Dass der Mac im Vergleich zu PCs auch noch recht teuer ist und je nach Ausstattung erst ab rund 1000 Dollar zu haben ist, dürfte manchem potenziellen Kunden ein Hindernis sein. Damit würde wohlgemerkt eine Kernstrategie von Apple fehlschlagen: So war der iPod von Anfang an nicht nur ein cooles Gadget, sondern ein trojanisches Pferd, dass skeptische PC-Benutzer auf Apple-Produkte einschwören und mittelfristig an den Mac binden sollte.
Angesichts der Schwäche beim Verbraucher machen sich Anleger nun also Sorgen um Apple, was im Aktienhandel der letzten vier Wochen dramatisch reflektiert ist. Der bietet nun also Einsteigern eine Chance – auf die Wachstumsraten der letzten Jahre, die Apple zu einer der größten Kursraketen an der Nasdaq gemacht haben, sollte man sich allerdings nicht mehr verlassen.
Lars Halter
25.01.2008 18:07
Aktien Frankfurt Schluss: DAX kaum verändert - USA, Finanzsektor-Gerüchte
Belastet von einer abbröckelnden Wall Street und negativen Gerüchten zum Finanzsektor hat der DAX am Freitag seine Tagesgewinne nicht verteidigen können. Der Leitindex, der im Tagesverlauf um bis zu 2,66 Prozent auf 7.002,19 Punkte hatte zulegen können, schloss letztlich 0,06 Prozent niedriger bei 6.816,74 Zählern. Auf Wochenbasis ergab sich nach heftigen Schwankungen ein Minus von 6,80 Prozent. Der MDAX <MDAX.ETR> legte dagegen um 1,88 Prozent auf 8.644,94 Punkte zu. Der TecDAX <TDXP.ETR> gewann 2,19 Prozent auf 784,04 Zähler.
Händler verwiesen auf Gerüchte, denen zufolge ein US-Hedge-Fonds in Schwierigkeiten stecken soll. Außerdem gab es Spekulationen über eine Gewinnwarnung bei ING <INGA.ASX> <INN.FSE> (News/Aktienkurs). "Ich glaube nicht, dass was dran ist", sagte ein Händler. "Aber der Markt ist nach dem Fall Societe Generale <PGLE.PSE> <SGE.FSE> (News/Aktienkurs) nervös und die Anleger nutzen vor dem Wochenende die Gelegenheit, die jüngsten Gewinne einzustreichen."
Die Aktien der Deutschen Post <DPW.ETR> (News/Aktienkurs) gewann 2,71 Prozent auf 22,01 Euro. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" ("FTD") will der Logistikkonzern das hochdefizitäre Paket-und Expressgeschäft an den US-Konkurrenten FedEx <FDX.NYS> <FDX.ETR> (News) abgeben. Der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX sagten Post-Kreise dagegen, dass noch keine Entscheidung getroffen worden sei. Finanzvorstand John Allan hatte unlängst bekräftigt, die Post werde sich nicht vollständig aus den USA zurückziehen und weiterhin ein weltweites Express-Netz aufrechterhalten. Eine Lösung wolle er in "wenigen Monaten" vorstellen.
Für die Postbank-Aktie <DPB.ETR> (News/Aktienkurs) ging es dagegen um 1,57 Prozent auf 55,26 Euro nach unten. Die "FTD" schreibt unter Berufung auf Insiderangaben, das Institut soll mit einer anderen Bank zusammengeschlossen und nicht verkauft werden. Damit gehöre die Übernahmefantasie bei den Postbank-Aktien erst einmal der Vergangenheit an, sagte ein Händler. Zudem kursierte am Markt das Gerücht um ein mögliches Interesse an der IKB <IKB.ETR> (News/Aktienkurs). Die Aktien der angeschlagenen Mittelstandsbank quittierten die Spekulationen im MDAX mit einem Sprung um 19,86 Prozent hoch auf 6,82 Euro. "Dass an dem Gerücht etwas dran ist, ist aber sehr unwahrscheinlich", sagte ein Börsianer. Möglicherweise habe der Bericht der "FTD" diese Spekulation ins Rollen gebracht.
Hypo Real Estate (HRE) <HRX.ETR> (News/Aktienkurs) ragten an der DAX-Spitze mit einem Aufschlag von 8,05 Prozent auf 19,99 Euro heraus. TUI <TUI1.ETR> (News/Aktienkurs) verloren dagegen nach einem negativen Analystenkommentar 2,21 Prozent auf 14,19 Euro. Lehman Brothers hat die Aktien mit "Underweight" und einem Kursziel von 12,50 Euro in die Bewertung aufgenommen. Aufgrund der hohen Zyklusabhängigkeit sowie der Verbindung zum US-Markt bleibe der Titel anfällig.
Porsche-Aktien <POR3.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen nach Umsatzzahlen 2,57 Prozent auf 1.203,39 Euro. Der Sportwagenbauer hat in den ersten sechs Monaten seines laufenden Geschäftsjahres 2007/08 neue Rekorde bei Umsatz und Absatz erreicht und zeigt sich zuversichtlich für das Gesamtjahr. "Die Zahlen sind gut und auch der Ausblick stimmt optimistisch", sagte ein Händler. Nun müssten allerdings die Volkswagen-Zahlen <VOW.ETR> (News/Aktienkurs) abgewartet werden, um das Nettoergebnis einschätzen zu können. Zudem hat die Hauptversammlung einem Aktiensplit im Verhältnis 10:1 zugestimmt. Die Commerzbank bestätigte die Einstufung mit "Buy" beim Kursziel 2.072 Euro.
Im TecDAX gehörten AT&S <AUS.ETR> (News/Aktienkurs) und Software AG <SOW.ETR> (News/Aktienkurs) nach zweistelligen Kursgewinnen vom Donnerstag erneut zu den Favoriten. Die Papiere profitierten weiter von der Zahlenveröffentlichung vom Vortag, sagten Händler. AT&S kletterten um 7,71 Prozent auf 12,58 Euro, Software AG stiegen um 5,39 Prozent auf 51,65 Euro./gl/tw
AXC0165 2008-01-25/18:04
25.01.2008 19:07
XETRA-SCHLUSS/DAX kaum verändert - Kurz wieder über 7.000 Punkte
DJ XETRA-SCHLUSS/DAX kaum verändert - Kurz wieder über 7.000 Punkte
FRANKFURT (Dow Jones)--Kaum verändert ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag aus einer volatilen Handelswoche gegangen. Gewinnmitnahmen am Abend drückten den DAX wieder auf sein Ausgangsniveau zurück. Zwischenzeitlich hatte der Index sogar kurzzeitig die Marke von 7.000 Punkten zurückerobern können. Der DAX gab um knapp 0,1% oder 4 Punkte nach auf 6.817 Punkte. Umgesetzt wurden 10,5 Mrd EUR.
Händler äußerten sich dennoch zufrieden mit dem Handelstag. "Er hat wieder etwas Ruhe ins Geschäft gebracht", erklärte ein Makler. Lediglich der Rückgang der US-Börsen habe am Abend für beschleunigte Gewinnmitnahmen gesorgt. Zudem stützten gute Unternehmenszahlen wie die von Porsche. Wichtige Konjunkturdaten standen am Berichtstag nicht an. Technische Analysten sehen im Überbieten der 6.800er-Marke ein gutes Zeichen für die kommende Woche.
Versicherer und Banktitel wurden am späten Nachmittag von ihren Tageshochs zurückgeholt. Eine Studie der Dresdner Bank zu den Finanzinstituten der Benelux-Länder sorgte hier für europaweite Verkäufe. Allianz gaben um 1,8% nach auf 121,62 EUR nach, Commerzbank sogar um 4,3% auf 19,49 EUR. Bei letzterer fürchte sich der Markt noch vor den Geschäftszahlen Mitte Februar, hieß es. Deutsche Postbank gaben um 1,6% nach auf 55,26 EUR.
Gewinner Nummer Eins waren Hypo Real Estate, die um 8,1% auf 19,99 EUR sprangen. Das Immobilieninstitut erholte sich damit aber nur teilweise von den massiven Kurseinbrüchen der vergangenen Wochen. Auch Deutsche Börse setzten ihre Rally mit plus 1,9% auf 116,34 EUR fort. Die Marktturbulenzen haben dem Börsenbetreiber Rekordumsätze an der Terminbörse Eurex beschert.
Die Halbjahres-Umsatz- und - Absatzzahlen von Porsche wurden im Handel positiv aufgenommen und stützten die Stimmung für die Branche. Der Kurs legte um 2,6% auf 1203,39 EUR zu. Analyst Robert Heberger von Merck Finck meinte, besonders der Cayenne verkaufe sich deutlich besser als erwartet. Bei der LBBW hieß es dazu: "Es traf unsere optimistischen Erwartungen". Auch VW kletterten um 3,1% auf 157,90 EUR, BMW stiegen um 2,1% auf 37,20 EUR.
Deutsche Post legten um 2,7% auf 22,01 EUR zu. Ein möglicher Verkauf des US- Geschäfts stützte nach Einschätzung aus dem Handel die Aktie. Laut "FTD" will das Unternehmen das defizitäre inneramerikanische Paket- und Expressgeschäft an FedEx abgeben. Im Handel hieß es dazu, das Engagement der Post in den USA habe den Konzern bereits genug Geld gekostet. Unter Abgabedruck standen hingegen Lufthansa nach negativen Analystenstimmen von Morgan Stanley. Die Aktien gaben um 2,8% nach auf 16,22 EUR.
Siemens schlossen nur optisch mit 0,4% bzw 0,44 EUR im Minus bei 83,86 EUR. Die Aktie wurde mit einem Dividendenabschlag von 1,60 EUR gehandelt. Auch bei den Nebenwerten überwogen erneut kräftige Erholungen. Unter anderem ging es mit der IKB um knapp 20% nach oben auf 6,82 EUR.
DJG/mod/ros
(END) Dow Jones Newswires
January 25, 2008 12:06 ET (17:06 GMT)
25.01.2008 19:19
US-Indizes geben deutlich nach
Sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq geben ihr anfänglichen Gewinne in der Mittagssession wieder ab. Der Dow Jones notiert bei 12.289,68 Punkten und damit 0,71% unterhalb des gestrigen Schlusskurses. Auch der Nasdaq verliert 0,39% auf 2.351,58 Punkte.<br><br>Die Verluste ziehen sich über den gesamten Markt, wobei die Pharmaziewerte in der Summe mit -1,6% am meisten nachgeben. Diesen folgt, von Gerüchten getrieben, der Banken- und Brokersektor, die jeweils mehr als 1,2% verlieren. Positiv hingegen entwickeln sich aktuell die Aktien im Netzwerk- und Transportbereich.<br><br>Größter Verlierer im Dow Jones ist der Pharmariese MERCK mit einem Verlust von 3,99%. Der Mischkonzern HONEYWELL führt die Liste der Gewinner mit einem Plus von 4,44% an.
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25.01.2008 20:25
Wall Street dreht zum Mittag ins Minus - Leichter
DJ Wall Street dreht zum Mittag ins Minus - Leichter
NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Aktienkurse sind bis zum Freitagmittag deutlich ins Minus gedreht. Den Anlegern versagten die Nerven angesichts einiger Gerüchte, unter anderem über Probleme bei einem Fonds und einen möglichen Jobabbau bei Goldman Sachs. Dies dämpfe den zuvor herrschenden Optimismus angesichts guter Quartalsberichte. "Angst und Gier bestimmen kurzfristig den Markt. Wenn die kühleren Köpfe wieder die Oberhand gewinnen, werden wir auch die Unternehmensberichte beachten", sagte Anthony Conroy, Händler bei BNY ConvergEx Group.
Der Markt brauche weitere Bestätigungen, dass sich die US-Wirtschaft nicht in einer Rezession befindet, sagt Peter Cardillo, Volkswirt bei Avalon Partners. Die Konjunkturdaten der nächsten Woche dürften deshalb die Richtung bestimmen, fügte er hinzu. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte sinkt gegen 19.20 Uhr um 0,6% bzw 74 Punkte auf 12.304. Der S&P-500-Index verliert 0,7% bzw 9 Punkte auf 1.343. Der Nasdaq-Composite fällt um 0,3% oder 8 Punkte auf 2.353.
Unter den Einzeltiteln verlieren Microsoft inzwischen 0,1% auf 33,21 USD. Dabei hat der Software-Konzern am Donnerstagabend für das zweite Quartal einen Gewinnsprung von 79% ausgewiesen. Vor allem der Umsatz mit dem Windows-Betriebssystem und das Weihnachtsgeschäft mit der Videokonsole Xbox 360 hatten das Ergebnis gestützt. Zudem hatte Microsoft die Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben.
Honeywell legen dagegen um 4,9% auf 58,97 USD zu. Das Dow-Jones-Schwergewicht hat den Nettogewinn im vierten Quartal um 18% auf 689 Mio USD erhöht. Der Gewinn je Aktie von 0,91 USD deckt sich mit der Konsenserwartung der Analysten. Caterpillar verteuern sich um 1,2% auf 66,06 USD. Der Hersteller von Bau- und Landwirtschaftsmaschinen hat im vierten Quartal den Umsatz auf 12,1 Mrd von 11,0 Mrd USD im vierten Quartal 2006 gesteigert. Der Nettogewinn legte auf 975 (882) Mio USD zu. Damit deckte sich der Gewinn je Aktie mit dem Analystenkonsens.
An der Nasdaq sind die Aktien von Amgen gefragt. Das weltgrößte Biotechnologieunternehmen hat im vierten Quartal Nettoergebnis und Umsatz über Markterwartungen gesteigert. Trotz eines Ausblicks, der unter der Konsenserwartungen der Analysten geblieben war, legt die Aktie um 5% auf 48,43 USD zu. Vor allem der Absatz zweier Medikamente gegen Blutarmut namens "Aranesp" und "Epogen" stützte Umsatz und Gewinn.
Aufschläge verzeichnen auch die Aktien von Sun Microsystems. Der Anbieter von Rechnernetzwerken und Software hatte am Vortag nachbörslich eine annähernde Verdoppelung des Nettogewinns im zweiten Quartal bekannt gegeben. Für die Aktie geht es um 1,5% aufwärts auf 16,36 USD.
Juniper Networks legen um 2,5% auf 26,96 USD zu. Das Unternehmen hat nach der Schlussglocke am Vortag einen deutlichen Umsatzzuwachs und eine Steigerung des Nettoergebnisses um 73% im vierten Quartal ausgewiesen. AMD verlieren dagegen aufgrund einer Abstufung ihres Kredit-Ratings durch die Agentur Fitch 4,5% auf 7,24 USD. Fitch bemängelt eine schwache Geschäftsentwicklung des Chip-Herstellers und eine nur mäßige Liquiditätsausstattung.
DJG/DJN/reh
(END) Dow Jones Newswires
25.01.2008 20:25
Europa-Schluss: Deutliche Abschläge, Brauerei-Titel im Fokus
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Freitag mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel. Nach einem freundlichen Handelstag kehrte gegen Abend die schlechte Stimmung zurück bzw. vermehrte Gewinnmitnahmen belasteten die Kurse.
Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor bis zum Handelsende 0,84 Prozent auf 3.777,06 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 gab wiederum 0,43 Prozent auf 3.246,01 Zähler nach. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Minus von 0,49 Prozent auf 864,13 Punkte.
In London stand die Aktie des Bierproduzenten Scottish&Newcastle im Blick. Wie zuvor bekannt wurde, haben sich die beiden Mitbewerber Heineken und Carlsberg auf ein Übernahmeangebot für den britischen Konkurrenten geeinigt. Im Rahmen der Offerte wird Scottish&Newcastle mit 7,8 Mrd. Britischen Pfund bewertet. Die Aktie gewann mehr als 2 Prozent. Heineken gaben in Amsterdam 0,6 Prozent nach, während es für Carlsberg in Kopenhagen um mehr als 4 Prozent nach unten ging.
L'Oréal verloren an der Pariser Börse gut 1,3 Prozent. Am Vorabend hat der Kosmetikkonzern seine Umsatzzahlen für 2007 auf den Tisch gelegt. Dabei wurde ein Umsatzanstieg um gut 8 Prozent ausgewiesen.
Nach den deutlichen Vortagesverlusten gaben Titel der Société Générale erneut 2,5 Prozent zu. Nach der Ankündigung milliardenschwerer Abschreibungen stand der Wert gestern bereits deutlich unter Druck.
Saint-Gobain konnte seinen operativen Gewinn im vergangenen Jahr wie von Analysten erwartet steigern. Dagegen hat der Ausblick des Baustoff-Herstellers offenbar wenig überzeugt, der Titel knickte um mehr als 6 Prozent ein.
In Amsterdam zogen Anteilsscheine von Ahold um 2 Prozent an. Zuvor veröffentlichte der Einzelhandelskonzern sein Trading Statement für das vierte Quartal. Demnach stieg sich der Konzernumsatz im vierten Quartal leicht um 0,2 Prozent bzw. um 6,5 Prozent bei konstanten Währungen.
Kingfisher, die größte Baumarktkette in Europa, hat Ian Cheshire zum neuen CEO bestellt. Der 48-jährige tritt am 28. Februar 2008 die Nachfolge von Gerry Murphy an. Die Aktie reagierte mit einem Minus von 0,6 Prozent auf die Meldung. (25.01.2008/ac/n/m)
Wall Street: Bären gewinnen Tauziehen an US-Börsen
Die amerikanischen Indizes konnten ihre jüngste Rallye am Freitag nicht fortsetzen, denn Gewinnmitnahmen zum Wochenende drückten auf den Markt. Zusätzlich gab es schlechte Nachrichten aus dem Finanzsektor, und Merck hat Schwierigkeiten mit einem neuen Medikament. Auch gute Quartalszahlen konnten den Indizes vor dem Wochenende nicht helfen.
Der Dow-Jones-Index verlor zum Wochenende 171 Zähler oder 1,4 Prozent auf 12 206 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index gab um 21 Zähler oder 1,6 Prozent auf 1331 Punkte nach.
Die Hightech-orientierte Nasdaq sank um 35 Zähler oder 1,5 Prozent auf 2326 Punkte.
Im Wochendurchschnitt gewannen der Dow und der S&P-500 knapp 1 Prozent, während die Nasdaq 0,6 Prozent abgab.
Nach einer 800-Punkte Rallye in nur zwei Tagen haben nun die Bären das Steuer wieder übernommen. Gewinnmitnahmen und der Verkauf von Short-Positionen haben die Kehrtwende eingeläutet. Anleger haben die Rezessionsangst noch nicht komplett abgeschüttelt und möchten ohne Ballast ins Wochenende gehen. Zusätzlich kamen schlechte Nachrichten von Unternehmensseite, wodurch der Optimismus der vergangenen Tage vertrieben wurde.
Im Finanzsektor kam Druck von Goldman Sachs, wo angeblich 5 Prozent der Angestellten entlassen werden sollen. Die Investmentbank dementierte dies umgehend, es handele sich lediglich um eine jährlich stattfindende Beurteilung der schlechtesten Mitarbeiter, die einige Entlassungen nach sich ziehen könnte. Man suche weiterhin nach qualifizierten Mitarbeitern. Die Aktie sackte dennoch um 4,2 Prozent ab.
Auch der Pharmariese Merck zog die Börsen nach unten. Die Zulassung des Cholesterinsenkers Vytorin, das Merck zusammen mit Schering-Plough entwickelt hatte, verzögert sich um mindestens sechs Monate. Die Aktie von Schering-Plough fiel daraufhin um 6 Prozent, die von Merck um 4,5 Prozent, was den Pharmakonzern zum schlechtesten Unternehmen bei den Blue Chips machte.
Gute Quartalszahlen hatten dem Abwärtstrend nichts entgegenzusetzen. Das Softwareunternehmen Microsoft konnte zwar bei Gewinn und Umsatz die Erwartungen schlagen, und trotz eines verlangsamten Wirtschaftswachstums werden weiter wachsende Gewinne erwartet. Dennoch war am Tagesende von dem zwischenzeitlichen Plus von 5 Prozent der Aktie nichts mehr übrig, bei der Schlussglocke waren die Papiere sogar auf ein Minus von 0,6 Prozent gefallen.
Zwei weitere Dow-Werte meldeten gute Zahlen. Sowohl der Baumaschinenhersteller Caterpillar als auch der Industriegigant Honeywell verbuchten steigende Gewinne und Umsätze, die den Analystenerwartungen entsprachen. Beide Firmen profitierten dabei allerdings mehr vom Geschäft in Übersee, die Nachfrage in den USA war bei beiden gesunken. Doch trotz der Rezessionssorgen prognostizieren Caterpillar und Honeywell weiterhin stabiles Wachstum, was der Aktie von Caterpillar zu einem Plus von 0,7 Prozent verhalf, die Aktie von Honeywell stieg um 3 Prozent.
Nicht so gut lief es dagegen beim legendären Motorradkonzern Harley Davidson, wo der Gewinn um 26 Prozent zurückgegangen ist. Hier hat sich die schwache Konjunktur ausgewirkt, denn besonders die geringe Nachfrage in den USA hat Harley die Bilanz verhagelt.
WSC
vom 26.01.2008
Nichts für schwache Nerven
Durchatmen am Ende einer turbulenten Börsenwoche
Frankfurt/Main. Beinahe-Crash in Asien, Zinsrutsch in den USA und Euro-Höhenflug: Die dritte Börsenwoche des neuen Jahres war rund um den Globus von heftigen Turbulenzen geprägt.
Ein vergleichbares Wechselbad der Gefühle hatten die Anleger an den internationalen Aktienmärkten seit langem nicht mehr erlebt. Inzwischen ist an den Handelsplätzen wieder etwas Ruhe eingekehrt. Der Dax schloss gestern kaum verändert bei 6816,74 Zählern (minus 0,06 Prozent). Doch Ökonomen und Analysten befürchten, dass die Verunsicherung nach dem „schwarzen Montag“ mittelfristig bleiben wird. „Ich kann keine Entwarnung geben, weil die US-Konjunkturdaten gerade erst anfangen, schlecht zu werden“, warnte Commerzbank- Chefvolkswirt Jörg Krämer. Am Montagmorgen hatten Panikverkäufe der Angst vor einer Rezession in der größten Volkswirtschaft der Welt neue Nahrung gegeben. Vor allem in Asien war das Kursdesaster frappierend, doch auch auf dem Frankfurter Parkett herrschte Ausnahmezustand. Mit einem Absturz um 7,16 Prozent erlitt der Dax am Montag den größten Tagesverlust seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Seit dem Jahreswechsel ging es mit einem Minus von mehr als zehn Prozent rapide bergab. Mehr noch als der Absturz ihrer Heimatmärkte hatte die meisten Börsianer die Sorge vor einem finanziellen Flächenbrand jenseits des Atlantiks umgetrieben.
„Die Anzeichen, dass die US-Wirtschaft 2008 eine Rezession erlebt, mehren sich“, warnte ein Analyst von Henderson Global Investments in einer Kundenmitteilung. Doch trotz der anhaltenden Kreditkrise und der beängstigenden Vorgaben hielt die Wall Street dem Abwärtstrend größtenteils stand.
dpa
27.01.2008 19:04
WOCHENENDÜBERBLICK/26. und 27. Januar - 18 Uhr-Fassung
DJ WOCHENENDÜBERBLICK/26. und 27. Januar - 18 Uhr-Fassung
Land weist Bericht über neue Forderung für WestLB zurück - ddp
Die Westdeutsche Landesbank (WestLB) steckt offenbar in größeren Schwierigkeiten als bislang angenommen. Der zusätzliche Finanzbedarf bei dem Institut ist laut "Spiegel" deutlich gewachsen, berichtet die Nachrichtenagentur ddp. Laut Magazin habe sich der "notwendige Betrag auf bis zu 4 Mrd EUR" erhöht. Hintergrund sei eine Drohung der Ratingagenturen, "die Bonität der Bank massiv herabzustufen". Die Landesregierung wies den Bericht laut ddp zurück. "Diese Forderung der Ratingagentur gibt es nicht", sagte eine Sprecherin von Finanzminister Helmut Linssen.
Nokia hat offenbar gegen Subventionsauflagen verstoßen
Der Handyhersteller Nokia hat in seinem Werk in Bochum weniger Arbeitsplätze geschaffen als vereinbart und damit offenbar gegen Subventionsauflagen verstoßen. In den Jahren 2002 bis 2005 habe das finnische Unternehmen 200 bis 400 Dauerarbeitsplätze zu wenig bereitgestellt, bestätigte der Sprecher des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums, Joachim Neuser, am Wochenende der Nachrichtenagentur AP. Neuser sagte, die rechtlichen Konsequenzen der zu geringen Arbeitsplatzzahlen im Bochumer Nokia-Werk würden derzeit geprüft.
Arcandor-CEO Middelhoff hält an Zielen fest - Welt am Sonntag
Trotz eines schlechten Weihnachtsgeschäfts der Karstadt-Warenhäuser und der jüngsten Kursstürze sieht Arcandor-Vorstandsvorsitzender Thomas Middelhoff seine Ziele nicht in Gefahr. "Gehen Sie davon aus, dass ich die Sanierung Ende 2008 abgeschlossen haben werde", sagte Middelhoff der "Welt am Sonntag". Im Geschäftsjahr 2008/09 werde der Konzern ein Ebitda von 1,3 Mrd EUR erzielen.
MAN stockt bei Scania weiter auf - Euro am Sonntag
Im Ringen um einen Zusammenschluss von MAN mit dem Wettbewerber Scania und der Nutzfahrzeugsparte von VW hat der Münchener Nutzfahrzeughersteller MAN seinen Anteil an Scania offenbar weiter erhöht. Der Münchener Konzern halte inzwischen "über 16% der Stimmrechte" an dem schwedischen Wettbewerber, schreibt "Euro am Sonntag" unter Berufung auf Finanzkreise. MAN kommentiere den Bericht nicht, sagte ein Sprecher des Unternehmens Dow Jones Newswires am Sonntagmittag.
Großmann (RWE): EdF plant keine RWE-Übernahme - SZ
Der Energiekonzern EdF plant derzeit keine Übernahme seines deutschen Konkurrenten RWE. Dessen Vorstandsvorsitzender Jürgen Großmann erklärte nach einem Treffen mit EdF-CEO Pierre Gaddoneix der "Süddeutschen Zeitung" (SZ): "Grundsätzlich freut mich natürlich, dass RWE in der europäischen Energiewirtschaft hohe Anerkennung und Wertschätzung genießt. Gaddoneix hat mir aber versichert, dass es kein aktuelles Interesse gibt." Zuvor hatte der "Spiegel" gemeldet, der staatliche französische Energieversorger habe offenbar viel konkretere Pläne zur Übernahme seines deutschen Konkurrenten RWE als bisher bekannt.
Luxemburger PIN-Muttergesellschaft meldet Insolvenz an
Nach zahlreichen PIN-Töchtern hat auch die Luxemburger Muttergesellschaft des angeschlagenen privaten Postdienstleisters Insolvenz angemeldet. Unternehmenssprecher Thomas Schulz sagte der Nachrichtenagentur AP, der Antrag sei am Freitag beim Amtsgericht Köln gestellt worden, und bestätigte damit einen Vorabbericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".
Mercedes investiert 400 Mio USD in US-Händlernetz - Presse
Mercedes-Benz will in drei Jahren offenbar 400 Mio USD in die Verbesserung des US-Händlernetzes investieren und setzt dabei auf das Autohauskonzept aus Deutschland. "Wir haben zu Jahresbeginn neue Standards für unsere 343 Händler herausgegeben, die sich an den Mercedes-Autohäusern in Deutschland orientieren", sagt US-Vertriebschef Ernst Lieb der Branchen- und Wirtschaftszeitung "Automobilwoche".
Total legt Berufung gegen Verurteilung wegen Tankerunglücks ein
Der französische Ölkonzern Total will gegen seine Verurteilung wegen des Tankerunglücks von 1999 Berufung einlegen. Das kündigte das Unternehmen an. Unabhängig vom Ausgang des Berufungsverfahrens will der Konzern aber die Schadenersatzzahlungen von insgesamt 192 Mio EUR leisten, die er zusammen mit drei weiteren Angeklagten im Zusammenhang mit dem Auseinanderbrechen des Tankers "Erika" Ende 1999 außerdem übernehmen muss.
US-Staatsanwalt ermittelt bei Merck&Co und Schering-Plough - WSJ
Die beiden US-Pharmakonzerne Merck&Co und Schering-Plough sind in den Blick des New Yorker Staatsanwalts gerückt. Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo habe von den Unternehmen Unterlagen über deren Cholesterinsenker "Vytorin" angefordert, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ). Cuomo wolle prüfen, ob die Konzerne negative Ergebnisse der Studie "Enhance" verheimlicht hätten.
Trichet: EZB auf Gewährleistung von Preisstabilität verpflichtet
Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, hat die Orientierung der EZB auf die Gewährleistung mittelfristiger Preisstabilität verteidigt. Gerade in Zeiten turbulenter Märkte komme den Zentralbanken bei der Aufrechterhaltung eines soliden Vertrauens in Preisstabilität eine wichtige Rolle zu, sagte Trichet dem französischen Fernsehsender LCI. Ohne diese Zuversicht werde sie die Instabilität der Märkte noch vergrößern, warnte er.
DIHK fordert wegen Finanzmarktkrise Konjunkturprogramm - WiWo
Angesichts der weltweiten Finanzmarktkrise fordert der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, von der Regierung die Auflage eines Konjunkturprogramms. Braun plädierte in der "Wirtschaftswoche" (WiWo) für Erleichterungen bei der Einkommensteuer in Höhe von 12 Mrd EUR durch höhere Freibeträge und niedrigere Steuersätze. Der Deutsche Gewerkschaftsbund forderte hingegen ein öffentliches Investitionsprogramm.
Obama siegt im Vorwahlrennen der USA in South Carolina
Barack Obama hat im Vorwahlrennen der Demokratischen Partei mit einem zweiten Sieg seine Position verbessert. Er gewann am Samstag mit 55% der Stimmen die Vorwahl in South Carolina und profitierte dabei von einer massiven Unterstützung der schwarzen Wähler in diesem Südstaat. Seine insgesamt weiter vorn liegende Rivalin Hillary Clinton kam mit 27% auf den zweiten Platz.
DJG/bam
28.01.2008 06:58
Hong Kong shares end morning lower on caution about US, cancelled IPOs UPDATE
HONG KONG (Thomson Financial) - Hong Kong shares finished Monday morning trade sharply lower as investors turned cautious ahead of major events in the US and as worries over market volatility persisted after another mainland Chinese company scrapped a multi-billion dollar initial public offering in the city.
The Hang Seng index was down 1,185.41 points or 4.7 percent at 23,936.96, off a low of 23,876.23 and a high of 24,384.27.
Turnover stood at 59.3 billion Hong Kong dollars.
US President George Bush will deliver his State of the Union address later in the day, while the Federal Reserve will hold its first regular meeting of the year beginning Tuesday, ending the following day. Stocks may resume their fall if the Fed fails to deliver the quarter-point reduction traders are betting on.
'Investors are waiting for more information on the US stimulus plan and the Fed meeting, and are opting to keep away from the market for now,' said Philip Chan, research head at CAF Securities, a unit of Agricultural Bank of China.
'News that Maoye is calling off its IPO was a major drag on sentiment because it only highlights investors' lack of confidence in the market's recovery. It's unlikely for the market to stage a major rebound soon,' he said.
Investors locked in recent gains after mainland Chinese department store operator Maoye International Holdings abandoned its planned 7.1 billion Hong Kong dollar IPO in the territory, discouraged by the recent wild swings in the local market.
Another Chinese company, Solargiga Energy Holdings, was also reportedly delaying its IPO after cutting the target price range by about 10 percent to attract buyers. China's solar panel equipment maker plans to raise 2 billion dollars from its initial share sale.
Investors are keeping a tight watch on China Railway Construction, which plans to list in both Shanghai and Hong Kong. The company aims to raise up to 2.5 billion US dollars in Shanghai and 2 billion US dollars in Hong Kong. Roadshows will start after the Chinese New Year.
'Market sentiment remains uncertain and investors are expecting more bad news from overseas,' said Conita Hung, research head at Delta Asia Securities.
On Thursday, reports that one of the traders of Societe Generale cost the bank 4.9 billion euros in losses prompted investors to sell Hong Kong shares, spoiling the market's potential gains for the day.
Analysts are divided on the Fed's next move on interest rates. Some, like Hung, believe the Fed will cut interest rates by at least a quarter of a percentage point on Wednesday, while others, like Fulbright's Lun, think otherwise.
'No more rate cuts this week. It's too much in too short a time,' said Lun.
China Eastern Airlines, the mainland's third-biggest carrier, lost 24 Hong Kong cents or 4.3 percent at 5.37 dollars.
Singapore Airlines (SIA) said it remains interested in a chunk of China Eastern even though it failed early this month to get the approval of the carrier's shareholders for such a deal. SIA said so after a media report that a new meeting of China Eastern shareholders will be called to discuss a partnership.
On Jan 8, China Eastern shareholders rejected a joint offer by SIA and its parent, Singapore state-linked investment company Temasek Holdings, to acquire a combined stake of 24 percent for 3.80 dollars a share, after Air China's parent company said it was prepared to offer 5.00 Hong Kong dollars a share.
Hong Kong's Cathay Pacific has said it is open to entering into a three-way alliance with Air China, the mainland's biggest international carrier, and China Eastern.
Air China fell 37 cents or 4.7 percent to 7.49 dollars.
Cathay Pacific dropped 54 cents or 3 percent to 17.54 dollars.
China Southern Airlines, the nation's biggest airline, slid 30 cents or 3.9 percent to 7.41 dollars. China Eastern and China Southern last week announced an operational tie-up, including ticketing and cargo handling.
Aluminum Corp of China (Chalco) skidded 78 cents or 6.6 percent to 11.02 dollars. Chalco's parent, the mainland's biggest metal producer, and Baosteel Group may take stakes in a project in China to produce a large aircraft, according to media reports.
Chinese insurers such as China Life Insurance slumped 2.30 dollars or 6.9 percent to 31.20. Ping An Insurance Group plunged 6 dollars or 8.8 percent to 62.20. The insurers may no longer be able to replicate last year's record gains from investments as China's austerity measures and fears of a recession in the US dampen stock market sentiment.
Chinese insurers earned a combined 279.2 billion yuan from their investments in 2007, according to media reports.
Stock market operator Hong Kong Exchanges and Clearing Ltd was down 10.80 dollars or 5.7 percent at 177.30.
Banks, properties, oil counters, telecoms were all down, reflecting the broader market's performance.
China's biggest bank, Industrial and Commercial Bank of China slid 36 cents or 6.9 percent to 4.84 dollars. China Construction Bank fell 39 cents or 6.3 percent to 5.80 dollars. HSBC Holdings dropped 4.40 dollars or 3.7 percent to 116.10.
Sun Hung Kai Properties, Hong Kong's biggest developer, retreated 6.50 dollars or 4.1 percent to 141.90. Billionaire Li Ka-shing's Cheung Kong (Holdings) was down 7.30 dollars or 5.6 percent at 124.10. Sino Land lost 1.55 dollars or 5.9 percent at 24.95.
PetroChina, Asia's biggest oil and gas company, fell 76 cents or 6.4 percent to 11.12 dollars.
CNOOC, China's largest offshore oil producer, was down 78 cents or 6.6 percent at 10.96.
Index heavyweight China Mobile, the nation's biggest mobile phone operator, dropped 5.70 dollars or 4.6 percent to 117.30 dollars. Smaller rival China Unicom sank 1.20 dollars or 6.6 percent to 16.86.
But gains in coal stocks, including China Coal Energy and China Shenhua Energy, helped limit the fall in the overall market.
China Coal bucked the trend, gaining 70 cents or 3.4 percent to 21.40 dollars and China Shenhua rose 45 cents or 1.1 percent to 42.25 dollars.
'People are expecting coal prices to keep rising due to a prolonged cold spell and as transport problems escalate in the mainland due to bad weather,' CAF's Chan said.
(1 US dollar = 7.8 Hong Kong dollars)
leonora.walet@thomson.com
lw/nt
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28.01.2008 07:34
Aktien Tokio Schluss: Sehr schwach
Die Aktienbörse in Tokio hat ihre Erholung am Montag abgebrochen und sehr schwach geschlossen. Der Nikkei 225 <N225.FX1> startete mit einem Minus von 541 Punkten oder 3,97 Prozent auf 13.087,91 Zähler in die Woche. Der breit gefasste TOPIX <TOKS.FX1> fiel um 3,85 Prozent auf 1.293,03 Punkte. Die schwache Vorgabe aus den USA und die fallenden Märkte in Asien belasteten zusammen mit dem starken Yen, sagten Händler./fat
AXC0008 2008-01-28/07:31
28.01.2008 08:52
Ausblick: Die Märkte am Montag
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Gestützt von starken Vorgaben aus Asien und positiv aufgenommenen Unternehmensmeldungen hat sich der deutsche Aktienmarkt am Freitag über weite Strecken des Tages deutlich im Plus halten können. Am Nachmittag ist außerdem die Wall Street mit grünen Vorzeichen in den Tag gestartet. Angesichts neuer Sorgen in Zusammenhang mit der US-Subprimekrise hat sich die Stimmung der Anleger weltweit im weiteren Handelsverlauf allerdings eingetrübt. Nach anfänglichen Gewinnen von bis zu 2,7 Prozent verlor der DAX letztendlich 0,06 Prozent auf 6.816,74 Punkte (XDAX: 6.837,39 Punkte; +2,43 Prozent). Der MDAX legte immerhin noch 1,88 Prozent auf 8.644,94 Zähler zu.
Papiere der Deutschen Post gewannen 2,7 Prozent. Einem Pressebericht zufolge plant der Konzern einen tiefgreifenden Umbau. Neben dem Verkauf des hochdefizitären US-Geschäfts sei unter anderem geplant, die Deutsche Postbank mit einer anderen Bank zusammenzuschließen. Titel der Deutschen Postbank gaben nach anfänglichen Gewinnen 1,6 Prozent ab. Daneben knickten Papiere der Commerzbank um 4,3 Prozent, die der Deutschen Bank um 2 Prozent und die der Allianz um 1,8 Prozent ein. Unbeeindruckt davon schlossen Anteilsscheine der HRE 8,1 Prozent fester.
Die Aktie der Deutschen Börse profitierte am Freitag nach wie vor von den ungewöhnlich hohen Handelsumsätzen und zog um 1,9 Prozent an. Noch besser entwickelten sich unter anderem Volkswagen, FMC und METRO. Außerhalb des Finanzsektors fielen unter anderem die Deutsche Lufthansa um 2,8 Prozent und Bayer um 2,3 Prozent zurück.
Im MDAX stachen Titel der IKB mit einem Aufschlag von 20 Prozent ins Auge. Konkrete Unternehmensmeldungen lagen hier nicht vor, allerdings hatte die Aktie in den vergangenen Wochen und Monaten mit massivsten Verlusten zu kämpfen. Im breiten Markt verbesserten sich Porsche um über 2 Prozent. Der Sportwagenhersteller kann seinen Umsatz im ersten Halbjahr voraussichtlich um rund 14 Prozent steigern. Außerdem ist der Konzern zuversichtlich, den Erfolgskurs auch im Geschäftsjahr 2007/08 fortsetzen zu können.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.660 Punkten.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Deutschland steht heute der Monatsbericht der Deutschen Bundesbank zur Veröffentlichung an. Ferner wird in Kanada der Arbeitsmarktbericht bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Neubauverkäufe gemeldet, zudem hält Präsident Bush seine Rede zur Lage der Nation.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei American Express Co., Black&Decker Corp., Corning Inc., FPL Group Inc., Halliburton Co., McDonald’s Corp., Rohm and Haas Co., SanDisk Corp., Stanley Works, Tyson Foods Inc., Verizon Communications Inc., Loewe AG und Wincor Nixdorf AG an.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Freitag mit Verlusten. Während der Dow Jones mit 12.207 Punkten um 1,38 Prozent abnahm, ging die NASDAQ um 1,47 Prozent auf 2.326 Zähler zurück. Die Futures notieren derzeit im Plus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.766 Punkten (-1,2 Prozent) und der S&P Future bei 1.316 Zählern (-1,0 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Brent Oil: 89,84 Dollar; Euro: 1,4674 Dollar; Gold: 917,55 Dollar
Wichtige Meldungen:
Die Kontron AG (ISIN DE0006053952 (News/Aktienkurs)/ WKN 605395) kündigte am Freitag den Rückkauf eigener Aktien an.
Die amerikanische Home Depot Inc. (ISIN US4370761029 (News/Aktienkurs)/ WKN 866953) gab am Freitag bekannt, dass sie von einer Übernahme der EnerBank USA von der CMS Energy Corp. (ISIN US1258961002 (News)/ WKN 850795) Abstand nimmt.
Der US-Pharmakonzern Wyeth (ISIN US9830241009 (News)/ WKN 850229) erwägt einem Pressebericht zufolge einen massiven Stellenabbau.
Der US-Flugzeughersteller Boeing Co. (ISIN US0970231058 (News/Aktienkurs)/ WKN 850471) und der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin Corp. (ISIN US5398301094 (News)/ WKN 894648) gaben am Freitag bekannt, dass sie im Rahmen des Next Generation Bomber-Programms der U.S. Air Force zusammenarbeiten werden. (28.01.2008/ac/n/m)
28.01.2008 10:04
*DAX startet nach negativen Vorgaben mit Minus von 1,9%
*DJ DAX startet nach negativen Vorgaben mit Minus von 1,9%
(END) Dow Jones Newswires
January 28, 2008 03:03 ET (08:03 GMT)
28.01.2008 11:58
Aktien Frankfurt: Verluste - Angst vor Rezession in den USA belastet weiterhin
Die deutschen Aktienindizes haben am Montag Verluste erlitten. Der DAX <DAX.ETR> lag gegen Mittag mit minus 1,89 Prozent bei 6.688,10 Punkten und setzte damit nach der Achterbahnfahrt der Vorwoche seinen negativen Trend fort. Für den MDAX <MDAX.ETR> mittelgroßer Werte ging es um 2,54 Prozent auf 8.425,35 Zähler nach unten. Das Technologiewertebarometer TecDAX <TDXP.ETR> verlor 2,87 Prozent auf 761,52 Punkte.
Laut Analyst Frank Geilfuß vom Berliner Bankhaus Löbbecke hätten sich die Anleger noch nicht von dem starken Kurseinbruch Anfang letzter Woche erholt. Vielmehr hänge immer noch das Damoklesschwert einer möglichen Rezession in den USA über dem Aktienmarkt. Ohne große Impulse aus dem deutschen Markt hätten die Standardwerte vor diesem Hintergrund unter den negativen Vorgaben aus den USA gelitten. Ansonsten richteten die Anleger ihren Blick nun auf den Zinsentscheid der US-Zentralbank am Mittwoch und den Arbeitsmarktbericht für die USA am Freitag.
Die Aktien von Siemens <SIE.ETR> (News/Aktienkurs) gaben als einer der schwächsten Titel im DAX 3,70 Prozent auf 80,76 Euro nach. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unter Berufung auf nicht genannte Manager, dass der Technologiekonzern bis zu fünf Jahre von der US-Regulierungsbehörde SEC überwacht werden könnte, falls Siemens eine Vereinbarung mit der SEC bezüglich des Schmiergeldskandales erreiche. Darüber hinaus hat JP Morgan das Kursziel für die Siemens-Titel von 122 auf 120 Euro gesenkt und die Titel mit "Overweight" bestätigt. Händlern zufolge sind dies keine entscheidend negativen Nachrichten, in der Summe trübten sie aber die Stimmung ein. Analyst Theo Kitz von Merck Finck begründete die Verluste unterdessen mit weiteren Gewinnmitnahmen nach den "großartigen Quartalszahlen" vom Donnerstag.
Bayer-Aktien <BAY.ETR> (News/Aktienkurs) konnten angesichts des schwachen Gesamtmarktes nicht von Nachrichten profitieren, wonach der Pharma- und Chemiekonzern die Zulassung für das Krebsmedikament Nexavar zur Behandlung von Nierenkrebs in Japan erhalten hat. Papiere von Bayer verloren 2,63 Prozent auf 52,12 Euro.
Versicherungsunternehmen waren die einzigen Gewinner im DAX. So rückten die Titel der Allianz <ALV.ETR> (News/Aktienkurs) um 0,85 Prozent auf 122,65 Euro vor. Händler verwiesen auf erneut aufgekommene Gerüchte, dass der Versicherungskonzern seine Tochter Dresdner Bank verkaufen könnte. Anlass der jüngsten Spekulationen war Händlern zufolge ein Bericht im "Handelsblatt", wonach angesichts des Gewinneinbruchs bei der Dresdner Bank der Druck auf Allianz-Chef Michael Diekmann wachse, endlich eine Lösung für die seit Jahren als Sorgenkind geltende Banktochter zu suchen.
Titel der Münchener Rück <MUV2.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen 0,95 Prozent auf 113,49 Euro. Der Rückversicherer macht sich laut Konzernchef Nikolaus von Bomhard über das Thema zweitklassige Kredite (Subprime) und deren Risiken keine Sorgen. "Alles, was im engeren Sinne mit Subprime zu tun hat, ist für uns im Wesentlichen erledigt", sagte von Bomhard der "Süddeutschen Zeitung".
Aktien von Wincor Nixdorf <WIN.ETR> (News/Aktienkurs) verloren im MDAX nach Quartalszahlen 2,43 Prozent auf 54,90 Euro und rutschten damit nach einer zunächst überdurchschnittlichen Entwicklung in etwa wie der Gesamtmarkt ab. "Wincor Nixdorf hat eine solide Bilanz für das erste Quartal vorgelegt und die Ziele bestätigt", sagt Analyst Roland Pitz von UniCredit. Wincor sollte ihm zufolge an seinen Trend der vergangenen Jahre anknüpfen und auch die konservative Zielsetzung für das laufende Geschäftsjahr 2008 etwas übertreffen.
Im TecDAX gaben die Papiere von Versatel <VTW.ETR> (News/Aktienkurs) 4,01 Prozent auf 20,30 Euro nach. Zwei Analysehäuser haben ihre negative Einschätzung des Aktien des Festnetzanbieters bekräftigt, nachdem Versatel eine Änderung der Strategie bekannt gegeben hatte. Der in der Zeitung berichtete Plan des Unternehmens, zunehmend Wert auf die Profitabilität statt das Kundenwachstums zu legen, entspreche zwar ihren Erwartungen, schrieb etwa Analystin Heike Pauls in einer aktuellen Studie. Die Finanzierung von Übernahmen dürfte sich der Expertin zufolge aber als schwierig erweisen. Auch Analyst Stefan Borscheid von der WestLB äußerte sich skeptisch./la/fat
AXC0091 2008-01-28/11:55
Wall Street: Zinssorgen überschatten gute Quartalszahlen
Zu Wochenbeginn herrscht sorgenvolle Stimmung an den amerikanischen Märkten, die auch von guten Quartalsergebnissen nicht vertrieben werden kann. Man macht sich Sorgen um die bereits eingepreiste Zinssenkung und befürchtet, die Fed könnte zu sehr auf die Inflation achten, trotz der weltweiten Tumulte an den Aktienmärkten.
Der Dow-Jones.Index fällt kurz nach Handelsbeginn um 31 Zähler oder 0,3 Prozent auf 12 176 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index gibt 2 Zähler oder 0,1 Prozent ab auf 1328 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq verliert 5 Zähler oder 0,2 Prozent auf 2321 Punkte.
Nach dem Betrug bei der französischen Bank Societe Generale sind die Erwartungen für die Zinsentscheidung bereits nach unten korrigiert worden, da man einen Teil der Kursabschläge vor einer Woche der Bank zuschreibt statt weltweiter wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Zusätzlich werden nun Stimmen laut, die keinen Grund mehr für eine aggressive Zinssenkung sehen und betonen, die Fed müsse den Inflationsdruck im Auge behalten.
Trotzdem rechnet man an den Märkten fest mit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte, doch nachdem vergangene Woche ein Zinsschnitt von 75 Basispunkten eingeplant war, schlägt sich dies nun auf die Kurse nieder. Zusätzlich ist rund um den Globus die Angst vor einer Rezession in den USA wieder angefacht, und die amerikanischen Indizes folgen den weltweiten Kursen abwärts.
Daran können am Morgen auch solide Quartalszahlen nichts ändern. Die Fast-Food-Kette McDonald’s schlug die Erwartungen der Analysten und steigerte den Gewinn um 2,6 Prozent. In den internationalen Filialen konnte auch der Umsatz deutlich gesteigert werden. Die Umsätze in Restaurants in den USA, die seit mindestens einem Jahr geöffnet sind, blieben allerdings gleich, da die Verbraucher mit der Kreditkrise zu kämpfen hatten. Aufgrund dessen fällt die Aktie um knapp 6 Prozent.
Der Mobilfunkanbieter Verizon konnte den Gewinn im vergangenen Quartal um 3,9 Prozent steigern und erfüllt damit die Analystenerwartungen. Das Unternehmen konnte besonders viele neue Handyverträge verkaufen. Aber auch das noch junge Kabelfernsehgeschäft konnte solide Zuwächse verzeichnen. Dennoch startet die Aktie mit einem Minus von 1,2 Prozent in die Woche.
Der Werkzeugmacher Black & Decker konnte zwar die Erwartungen schlagen und den Gewinn fast verdoppeln, allerdings sind die Aussichten schlecht. Das Unternehmen rechnet nicht damit, dass die Immobilienkrise im laufenden Jahr überwunden wird und rechnet von daher mit einer deutlich sinkenden Nachfrage nach Werkzeug. Die Aktie gibt um 6,4 Prozent ab.
Außerdem beschäftigen einige Personalien die Märkte. Das Brokerhaus Merrill Lynch beginnt ein Sparprogramm und wird laut dem Fernsehsender CNBC in Kürze im Brokerbereich Arbeitsplätze abbauen. Zunächst wird aber erwartet, dass der Vizepräsident Amass Fakahany im Laufe des Tages seinen Rücktritt erklärt. Fakahany war ein enger Vertrauter des gefeuerten CEO Stan O’Neal.
Beim krisengeschüttelten Einzelhändler Sears wird der Vorstandsvorsitzende Alwyn Lewis zum Wochenende die Firma verlassen. Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass die Struktur der Firma in die einer Holding umgewandelt werden soll. Durch den radikalen Umbau und den Führungswechsel will Sears wieder profitabel werden. Die Aktie gewinnt leicht um 0,4 Prozent.
Zusätzlich kommen Schlagzeilen von zwei bereits seit längerem vereinbarten Übernahmen. Die Investmentgruppe Blackstone weigert sich, Forderungen der Regulierungsbehörde zur Übernahme des Marktforschungsunternehmens Alliance Data Systems nachzukommen. Damit wird voraussichtlich die Zustimmung zur Übernahme ausbleiben, die Aktien von Alliance Data Systems verlieren zu Handelsbeginn um 40 Prozent.
Der bisherige CEO von Countrywide Financial, Angelo Mozilo wird auf seine Abfindung von über 37 Millionen Dollar verzichten, die er bei der Übernahme durch Bank of America erhalten sollte. Die Hypothekenbank Countrywide Financial war heftig von der Subprimekrise getroffen worden und hatte kurz vor Bekanntwerden der Übernahme sogar mit Gerüchten über eine Insolvenz zu kämpfen.
Zusätzlich gibt es Überlegungen der Chicagoer Börsen CME, die Rohstoffbörse Nymex für 11 Milliarden Dollar zu übernehmen. Zunächst einigte man sich auf eine 30-tägige Verhandlungsperiode, doch von Seiten der Nymex kommt zunächst Zustimmung.
WSC
28.01.2008 19:58
Wall Street am Mittag etwas fester - Fed-Zinsentscheid im Fokus
DJ Wall Street am Mittag etwas fester - Fed-Zinsentscheid im Fokus
NEW YORK (Dow Jones)--Mit einer etwas festeren Tendenz und damit erholt von den Abgaben aus dem frühen Handel zeigen sich die Kurse an Wall Street am Montagmittag (Ortszeit). Vor allem der Finanzsektor zeigt sich im Vorfeld des US-Zinsentscheids mit Aufschlägen und stützt so den Markt, heißt es. Gegen 18.54 Uhr MEZ steigt der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) um 0,5% bzw 62 Punkte auf 12.269, nachdem er zu Handelsbeginn noch bis auf 12.140 Punkte zurückgefallen war. Der S&P-500 erhöht sich um 0,7% bzw 9 Punkte auf 1.340. Der Nasdaq-Composite verzeichnet ein Plus von 0,3% bzw 6 Punkten auf 2.332.
Jede weitere Zinssenkung der US-Notenbank würde sich positiv für die Banken auswirken, so ein Teilnehmer. Das Geschäft verlaufe im Vorfeld allerdings recht zurückhaltend. Die Fed hat mit ihrer Zinssenkung um 75 Basispunkte in der Vorwoche einen weiteren Absturz der Aktienmärkte vorerst gestoppt und zudem signalisiert, dass sie ihre Zinsen in dieser Woche erneut senken will. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte erwarten eine Zinssenkung um weitere 50 Basispunkte auf 3,00%.
Allerdings wird unter Beobachtern inzwischen darüber spekuliert, ob die Fed nicht auf den von einem einzelnen Aktienhändler der Societe Generale verstärkten Aktiencrash in Europa hereingefallen ist, als sie ihren Leitzins unter dem Eindruck "tiefroter" US-Indexfutures am vergangenen Dienstag entschlossen senkte.
US-Konjunkturdaten stehen zu Wochenbeginn nur wenige auf der Agenda. Die Zahl der US-Neubauverkäufe ist im Dezember gegenüber dem Vormonat überraschend stark um 4,7% gefallen. Damit wurde der niedrigste Stand seit zwölf Jahren erreicht. Ökonomen hatten im Durchschnitt lediglich mit einem Rückgang von 0,3% gerechnet. Wie das US-Handelsministerium mitteilte, betrug der Wert für November revidiert minus 12,6% nach zuvor minus 9% im Vormonatsvergleich.
Im Fokus stehen auch eine ganze Reihe von Unternehmensergebnissen. McDonald's hat im Schlussquartal 2007 Umsatz und das Ergebnis gesteigert. Wie das Unternehmen mitteilte, erhöhten sich die Erlöse um 6% auf 5,75 Mrd USD und das Nettoergebnis um 3% auf 1,27 Mrd USD. Analysten bezeichnen die Ergebnisse dennoch als enttäuschend. Die Aktie gibt um 6,7% auf 50,48 USD nach.
Auch Black&Decker fallen zurück. Wegen einer Gewinnwarnung gibt der Titel um 1,6% auf 68,88 USD nach. Die Aktien von Alliance Data Systems brechen um 34,5% auf 42,99 USD ein. Das Unternehmen wird wohl nicht wie erwartet von der Private-Equity-Gesellschaft Blackstone für 6,4 Mrd USD übernommen. Die US-Bankenregulierung habe Blackstone Bedingungen auferlegt, die welche das Unternehmen nicht erfüllen werde, so Alliance Data. Daher werde es wohl nicht zu einem Abschluss der Transaktion kommen. Für Gewinne im Technologiesektor sorgen dagegen Corning. Das Unternehmen hat die Prognosen der Analysten übertroffen. Die Aktie steigt um 3,4% auf 23,14 USD.
Verizon Communications hat im vierten Quartal von einem starkem Wachstum in seinem Mobilfunk-Segment profitiert und sowohl Umsatz als auch Ergebnis gesteigert. Ohne Sondereffekte wie Restrukturierungskosten stieg das Ergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit je Aktie auf 0,62 USD. Der Umsatz des Unternehmens kletterte um 5,5% auf 23,84 Mrd USD. Analysten hatten mit einem Ergebnis je Aktie von 0,62 USD und einem etwas höheren Erlös von 23,96 Mrd USD gerechnet. Die Aktie zeigt sich mit einem Minus von 1,3% bei 37,26 USD.
DJG/DJN/ros
Das Kapital
Die Chinesen sollen's also richten
Kann ein Land die Weltwirtschaft retten, dessen BIP zu Marktpreisen etwa einem Drittel des US-Konsums entspricht? Weitere Themen in diesem Kapital: Fraport und US-Staatsfinanzen.
Dessen Exporte 37,5 Prozent des BIP ausmachen, wobei allein die USA, die EU und Japan für die Hälfte der - direkten - Exportnachfrage stehen? Ein Land wie China, das 56 Prozent des BIP in Anlageinvestitionen steckt und damit nicht zuletzt auch Exportkapazitäten schafft?
Das hört sich nicht besonders plausibel an, wenn man bedenkt, dass die USA und Japan sich bereits an der Rezessionsschwelle befinden und sich das von Währung, Energie- und Nahrungsmittelpreisen sowie Kreditwirren geplagte Europa zumindest abkühlt. Trotz der starken Kreditvergabe im Euroraum an den Privatsektor hat übrigens gerade der EZB-Ausweis am Montag zu den monetären Entwicklungen im Dezember ein weiteres Warnsignal geliefert: die M1-Zahlen, die laut einer EZB-Studie vom September 2003 die BIP-Entwicklung besser vorhersagen können als die Zinsdifferenz, die ihrerseits verdrießlich stimmt.
http://www.ftd.de/asset/Image/2008/01/28/spaet/172901m1a_Kap.gif
Alles in allem würde man da erwarten, dass China einen Dämpfer kriegt, dass einige Exporteure ihre Kapazitäten nicht mehr auslasten können, dass daher Investitionen und Energienachfrage nachgeben. Das würde Deutschland als Kapitalgüterlieferanten direkt treffen - und indirekt als Konsumgüterlieferanten von Russland. Im November lagen die deutschen Warenausfuhren nach China jedenfalls schon mal um 7,2 Prozent unter dem Vorjahr. Ein einzelner Monatsausreißer? Selbst mit dem gleitenden Zwölfmonatsdurchschnitt gerechnet hat sich das Wachstum von 29 Prozent im Januar 2007 auf elf Prozent verringert.
Fraport
Als überzeugte Bürokraten sollten die Chinesen vor Wörtern wie Raumordnungsverfahren, Planfeststellungsantrag und -beschluss nicht kapitulieren. Eher schon, wenn sie hören, dass zwischen diesen Wörtern, dem ersten Spatenstich und der Inbetriebnahme hierzulande schon mal 15 Jahre liegen können - Berliner Flughafen -, während man selber in Monaten rechnet. Auch der Ausbau des Frankfurter Flughafens ist eine schwere Geburt.
Sollte die neue Landebahn eigentlich schon 2006 fertig sein, hoffte Fraport zuletzt auf Ende 2011 als Datum der Inbetriebnahme, nachdem Hessen das Projekt im Dezember durchgewunken hatte. Dieses Datum könnte wackeln, nachdem jetzt unklar ist, wer Hessen zukünftig regiert. Einzig die CDU steht uneingeschränkt hinter dem Ausbau. SPD und FDP wünschen ihn sich nur in Verbindung mit einem Nachtflugverbot, und die Grünen und die Linken sind ganz dagegen. Auch wenn eine neue Regierung den bestehenden Beschluss eigentlich nicht kassieren, sondern höchstens graduell anpassen kann, dürfte es einer entsprechenden Koalition nicht schwer fallen, das Ganze zumindest weiter zu verzögern.
Analysten ziehen für jedes Jahr Verzögerung bis zu zwei Euro von der Aktienbewertung ab. Und die erhöhte Unsicherheit bleibt. Dabei war die Aktie in den letzten drei Monaten ein Hort der Sicherheit - sie blieb nahezu stabil, während der MDax fast ein Fünftel einbüßte. Paradoxerweise stammt der defensive Charakter des Flughafens gerade aus seiner derzeitigen Vollauslastung, unter der er in einem wachsenden Markt eher zu leiden hätte. Doch langfristig muss vor- und ausgebaut werden.
US-Staatsfinanzen
Vollgefressen den Gürtel enger zu ziehen, ist besonders schlimm. Im dritten Quartal legten die Ausgaben der USA auf Bundes- und Lokalebene fast acht Prozent zu, jetzt wird landauf, landab ein Sparkurs propagiert, um geringere Steuereinnahmen auszugleichen. Den Sinneswandel führt die erwartbare Ausprägung der befürchteten Rezession herbei. Von den Steuereinnahmen entfallen rund 60 Prozent auf den Bund, der etwa Mehrwert- und Einkommensteuer kassiert. Die verbleibenden 40 Prozent der Kommunen alimentieren sich zu 72 Prozent aus Immobiliensteuern.
2001 schlug der Konjunkturrückgang vor allem auf die Einkommensteuer durch. Doch die Verbraucher gaben weiter Geld aus und die Hauspreise stiegen, was Umsatz- und Vermögensteuer stützte. Dieses Mal ist die Gefahr breiter gefächert, vor allem wegen der Häuserkrise. Kalifornien, Florida und New York zählen zu den größten Bundesstaaten, denen ein Defizit droht. Zwar beeilt man sich nicht mit der Neubewertung der Eigenheime, doch die Folgen für Umsatz- und Vermögensteuer dürften rascher spürbar werden. Diesmal seien die Kommunen besser vorbereitet, meint Moody's. Doch werden sie angesichts der bedrohlichen Lage um unpopuläre Maßnahmen nicht herumkommen. Man sollte dabei nicht vergessen, dass die Ausgaben von Staat und Regionalregierungen die drei vergangenen Jahre jeweils um rund 100 Mrd. $ anschwollen. Stagnieren die Ausgaben jetzt, beraubt das ein Gutteil des Hilfspakets, das gerade in Washington geschnürt wird, seiner Wirkung.
Wall Street: Schwache Häuserverkäufe waren gute Nachrichten
Schwache Verkaufszahlen vom Immobilienmarkt haben den amerikanischen Börsen am Montag ins Plus verholfen. Die schwachen Konjunkturdaten erhöhen den Druck auf die Fed, die Zinsen am Mittwoch zu senken. Von Unternehmensseite kamen eigentlich gute Zahlen, die den Anlegern dennoch nicht zusa
Der Dow-Jones-Index legte um 177 Zähler oder 1,5 Prozent auf 12 384 Punkte zu, während der marktbreite S&P-500-Index um 23 Zähler oder 1,8 Prozent auf 1354 Punkte kletterte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq konnte nicht mithalten und verbuchte lediglich ein Plus von 24 Zählern oder 1 Prozent auf 2350 Punkte.
Am Morgen hatte die Sorge über die Zinsentscheidung der Notenbank die Kurse gedrückt, da besonders im Lebensmittelbereich eine hohe Inflationsrate belastete. Doch die Hoffnung auf eine Zinssenkung um mindestens 50 Basispunkte war der Grund für die Rallye des Tages. Der Sinneswandel kam aufgrund von schlechten Zahlen bei den Hausverkäufen, auch wenn der Inflationsdruck nicht verschwand.
Im Dezember ging es dem Immobilienmarkt weiter schlecht, obwohl die Händler die Häuserpreise um 10 Prozent gesenkt hatten. Dennoch wurden 5 Prozent weniger Häuser verkauft. Auf das Gesamtjahr gesehen sind die Häuserverkäufe um über 26 Prozent gesunken. Das zeigt, dass die Talsohle am Häusermarkt noch nicht erreicht ist und die Immobilienkrise anhält. Dies übt Druck auf die Fed aus, die Zinsen weiter zu senken, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Auch bei der Bewertung der Quartalszahlen spielte die Subprimekrise eine Rolle und drückte die Kurse trotz steigender Gewinne. McDonald’s ist mit einem Minus von 6,4 Prozent der größte Verlierer im Dow, obwohl der Gewinn im vergangenen Quartal um 2,6 Prozent gesteigert werden konnte und die internationalen Umsätze deutlich zulegten. In den USA konnte die Kundenzahl in den Restaurants, die seit mindestens einem Jahr geöffnet waren, jedoch nicht gesteigert werden. Die Verbraucher waren zu sehr durch die Kreditkrise belastet.
Auch die Aktie des Mobilfunkanbieters Verizon sah trotz einer positiven Bilanz der letzten drei Monate Verluste. Allerdings ging es nur um 0,5 Prozent abwärts. Das Unternehmen konnte den Gewinn im vergangenen Quartal um 3,9 Prozent anheben, da besonders das Geschäft mit Mobilfunkverträgen gut lief. Und auch das noch junge Kabelfernsehgeschäft konnte eine Zunahme verzeichnen.
Außerhalb der Blue Chips litt der Werkzeugmacher Black & Decker unter der Immobilienkrise. Obwohl der Gewinn fast verdoppelt werden konnte, rechnet das Unternehmen mit Schwierigkeiten im laufenden Jahr, weil die Nachfrage nach Werkzeug aufgrund der geringen Nachfrage nach Häusern sinken werde. Die Aktie gab um 0,6 Prozent ab.
Die Kreditkrise belastete jedoch nicht überall. Die Finanzwerte waren am Montag die Gewinner des Tages, da sie besonders von einer weiteren Zinssenkung profitieren würden. J.P. Morgan Chase gewann 3,5 Prozent, und die Papiere von Bank of America legten um 4,3 Prozent zu. Auch die Aktie von Merrill Lynch stiegen um 4,4 Prozent, angetrieben von Spekulationen, dass Vizepräsient Amass Fakahany noch am Abend seinen Rücktritt verkünden und das Brokerhaus zusätzlich einen Sparplan beginnen werde.
Der krisengeschüttelte Einzelhändler Sears machte ebenfalls mit einer Personalie Schlagzeilen. Der Vorstandsvorsitzende Alwyn Lewis wird zum Wochenende die Firma verlassen. Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen bekannt gegeben, die Struktur der Firma in die einer Holding umwandeln zu wollen. Durch den radikalen Umbau und den Führungswechsel will Sears wieder profitabel werden. Die Aktie gewann um knapp 1 Prozent.
Die Aktie des Marktforschungsunternehmens Alliance Data Systems rutschte um über 35 Prozent ab, da eine geplante Übernahme durch die Investmentgruppe Blackstone zu scheitern droht. Blackstone weigert sich, Forderungen der Regulierungsbehörde nachzukommen, womit voraussichtlich die Zustimmung zu dem Kauf ausbleiben wird.
Erfolgreicher laufen dagegen die Verhandlungen der CME Group, zu der die Chicago Mercantile Exchange gehört, und der Rohstoffbörse Nymex Holdings. Die beiden Unternehmen befinden sich in offiziellen und exklusiven Übernahmeverhandlungen. Bei einem Erfolg könnte CME Group bis zu 11 Milliarden Dollar für Nymex zahlen. An der Rohstoffbörse kamen die Verhandlungen gut an, auch weil CME als Freund des Handelsparketts gilt. Dadurch kletterten die Papiere der Nymex um 8,5 Prozent.
WSC -
29.01.2008 08:52
Ausblick: Die Märkte am Dienstag
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Gestützt von positiven US-Vorgaben hat der deutsche Aktienmarkt gestern Nachmittag zur Erholung angesetzt. Nach zwischenzeitlichen Verlusten von bis zu 2 Prozent schloss der DAX letztendlich mit einem marginalen Plus von 0,03 Prozent bei 6.818,85 Punkten (XDAX: 6.883,89 Punkte; +2,27 Prozent). Der MDAX fuhr dagegen ein Minus von 1,69 Prozent auf 8.499,21 Zähler ein. Belastet von schwachen Vorgaben aus Asien und Europa ist die Wall Street gestern mit roten Vorzeichen in den Tag gestartet. Zum Xetra-Schluss hatten allerdings die Bullen das Ruder fest in der Hand.
Die Aktie von RWE legte leicht zu. Einem Medienbericht zufolge hat der französische Energieversorger EDF offenbar viel konkretere Pläne zur Übernahme des deutschen Konkurrenten als bisher bekannt. Allerdings hat RWE-Chef Jürgen Großmann ein Interesse des französischen Mitbewerbers in einem Zeitungsinterview zurückgewiesen. An der DAX-Spitze stand die Aktie der Deutschen Börse mit +2,8 Prozent, gefolgt von der Allianz und Continental.
Anteilsscheine von BMW schlossen gestern gut behautet. Einem Medienbericht zufolge will der Automobilkonzern seinen Absatz in den USA mittelfristig kräftig steigern. Bayer-Titel gingen mit leicht roten Vorzeichen aus dem Handel. Wie der Pharmakonzern mitteilte, hat er in Japan die Marktzulassung für Nexavar zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms erhalten.
Papiere von ThyssenKrupp litten unter den schwachen Zahlen des japanischen Stahlkonzerns Nippon Steel und verloren 1,9 Prozent. Stützend wirkte indes die Ankündigung einer Preisrunde bei verschiedenen Stahlprodukten. MAN bröckelten um 1,1 Prozent ab. Der Nutzfahrzeughersteller hat seine Beteiligung an dem schwedischen Konkurrenten Scania einem Pressebericht zufolge weiter erhöht. Die rote Laterne lag bei der Deutschen Postbank mit -3 Prozent.
Wincor Nixdorf gaben in der zweiten Reihe über 3 Prozent ab, obwohl der Geldautomatenhersteller seinen Gewinn im ersten Quartal deutlich steigern konnte und der Ausblick bekräftig wurde. Fraport verloren daneben 5 Prozent. Der Titel litt gestern insbesondere unter dem Ausgang der Hessen-Wahl. MEDION knickten im SDAX nach der Vorlage von Geschäftszahlen um 6 Prozent ein.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Gewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.888 Punkten.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Japan stehen heute die Arbeitsmarktdaten zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Frankreich das Verbrauchervertrauen und in der EU die Leistungsbilanz bekannt gegeben. Aus den USA werden heute der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter und das Verbrauchervertrauen gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei 3M Co., AirTran Holdings Inc., Allstate Corp., American Electric Power Co. Inc., ArvinMeritor Inc., Burlington Northern Santa Fe Corp., Cardinal Health Inc., Chubb Corp., Dow Chemical Co., Eli Lilly&Co., EMC Corp., Energizer Inc., Entergy Corp., JetBlue Airways Corp., Lexmark International Inc., Northwest Airlines Corp., Occidental Petroleum Corp., Pepsi Bottling Group Inc., Sherwin-Williams Co., Smith International Inc., Travelers Cos. Inc., Tupperware Brands Corp., Unisys Corp., United States Steel Corp., Yahoo Inc. und Sanochemia Pharmazeutika AG an.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Montag mit Gewinnen. Während der Dow Jones mit 12.383 Punkten um 1,45 Prozent zunahm, zog die NASDAQ um 1,02 Prozent auf 2.349 Zähler an. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.803 Punkten (-0,4 Prozent) und der S&P Future bei 1.354 Zählern (0,0 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Brent Oil: 90,99 Dollar; Euro: 1,4779 Dollar; Gold: 928,15 Dollar
Wichtige Meldungen:
Die SanDisk Corp. (ISIN US80004C1018 (News)/ WKN 897826) hat am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2007 veröffentlicht. Dabei konnte der amerikanische Speicherchip-Hersteller Umsatz und Gewinn steigern und die Gewinnerwartungen schlagen.
Die American Express Co. (ISIN US0258161092 (News/Aktienkurs)/ WKN 850226) gab am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2007 bekannt. Der US-Finanzkonzern konnte dabei einen 10-prozentigen Umsatzanstieg verbuchen und trotz eines Gewinnrückgangs die Erwartungen treffen. Bereits vor zwei Wochen hatte der Konzern die entsprechende Einmalbelastung angekündigt.
Aktuellen Presseberichten zufolge werden die Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125 (News/Aktienkurs)/ WKN 823212) und die TUI AG (ISIN DE000TUAG000 (News/Aktienkurs)/ WKN TUAG00) nach mehrmonatigen inoffiziellen Gesprächen Vertragsverhandlungen über eine gemeinsame Billig-Fluggesellschaft beginnen. Dies berichtet das "Handelsblatt" am Montag in seiner Online-Ausgabe.
Der Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent (ISIN FR0000130007 (News/Aktienkurs)/ WKN 873102) hat von einer Tochter des Mobilfunkanbieters Vodafone Group plc (ISIN GB00B16GWD56 (News/Aktienkurs)/ WKN A0J3PN) einen Auftrag erhalten. (29.01.2008/ac/n/m)
29.01.2008 09:55
Aktien Frankfurt Eröffnung: Gewinne - Positive Übersee-Vorgaben stützen
Gestützt auf freundliche Vorgaben aus Übersee sind die deutschen Aktienindizes am Dienstag mit Gewinnen gestartet. Der DAX <DAX.ETR> sprang in den ersten Handelsminuten um 0,28 Prozent auf 6.837,95 Zähler nach oben. Der MDAX <MDAX.ETR> stieg um 0,83 Prozent auf 8.569,79 Zähler. Für den TecDAX <TDXP.ETR> ging es um 2,08 Prozent auf 791,52 Punkte hoch.
Händlern zufolge stützte die deutliche Erholung des Dow Jones Industrial <INDU.DJI> vom Vorabend. So hatte der US-Leitindex nach Xetra-Schluss noch rund 84 Punkte gewonnen und fest geschlossen. Auch der Nikkei-225-Index <N225.FX1> legte am Morgen mit plus 2,99 Prozent kräftig zu. Im Fokus stehen Klöckner & Co <KCO.ETR> (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs) mit vorläufigen Zahlen. Am Nachmittag sollten dann US-Konjunkturdaten für Bewegung sorgen, sagten Börsianer.
Papiere von TUI <TUI1.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen 3,35 Prozent auf 14,52 Euro, und Lufthansa-Aktien <LHA.ETR> (News/Aktienkurs) rückten um 1,61 Prozent auf 16,40 Euro vor. Die britische TUI-Tochter TUI Travel <TT..ISE> <T7L.FSE> (News) will ihre schwächelnde deutsche Fluglinie TUIfly mit dem Lufthansa-Ableger Germanwings zusammenführen. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung mit der größten deutschen Fluggesellschaft und dem Germanwings-Haupteigner Albrecht Knauf wurde an diesem Dienstag unterzeichnet, teilte TUI Travel mit. Auch der Regionalflieger Eurowings solle in das Joint Venture eingehen. Allerdings seien die Verhandlungen in einem frühen Stadium.
Deutsche Telekom <DTE.ETR> (News/Aktienkurs)-Papiere verteuerten sich um 1,77 Prozent auf 13,80 Euro. Der Telekommunikationskonzern hat im abgelaufenen Quartal einen deutlichen Schub im Breitbandgeschäft verzeichnet. Die Zahl der direkten DSL-Nutzer kletterte in Deutschland um 526.000 auf 9,02 Millionen. Darüber hinaus schließt der Telekom-Vorstand einen Verkauf von Teilen der Geschäftskundensparte T-Systems nicht aus. Angepeilt werde in diesem Bereich bis 2010 ein Gewinnanstieg auf eine Milliarde Euro. Die Informationen seien auf den ersten Blick positiv zu werten, sagte ein Händler. Für eine endgültige Bewertung sei es jedoch noch zu früh.
Die Aktien der Deutschen Börse <DB1.ETR> (News/Aktienkurs) konnten nur zu Handelsbeginn von Nachrichten profitieren, wonach der Börsenbetreiber eine stärkere Expansion plane. Der Börsenbetreiber will internationaler werden und vor allem in den USA, Osteuropa und Asien wachsen. Darüber hinaus rechnet die Deutsche Börse mit einem starken ersten Quartal. Ein Händler bezeichnete die Aussagen zwar als nicht überraschend. Nicht negativ dürfte sich seiner Meinung nach das Fehlen von potenziellen Übernahmekandidaten auswirken. Zuletzt verloren die Titel dennoch 1,32 Prozent auf 118,00 Euro.
Aktien von Infineon Technologies <IFX.ETR> (News/Aktienkurs) gewannen nach Zukaufsplänen seiner Tochter Qimonda <QI.NYS> <QI1A.FSE> (News) 1,30 Prozent auf 6,24 Euro. Der US-Speicherchiphersteller will die Krise in seiner Branche nutzen, um andere Unternehmen zu kaufen. "Wir schauen uns um und halten uns alle Optionen offen", sagte Qimonda-Chef Kin Wah Loh im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Ein Händler sagte jedoch dazu: "Das klingt ein wenig ambitioniert." Zuletzt habe Qimonda noch einen hohen Verlust für das erste Quartal ausgewiesen und Produktions- und Investitionskürzungen angekündigt. Daher passten die jüngsten Aussagen nicht zur aktuellen Entwicklung des Unternehmens.
Im MDAX gewannen Titel von Klöckner & Co <KCO.ETR> (News/Aktienkurs) (News/Aktienkurs) als einer der besten Werte im Index 4,90 Prozent auf 27,38 Euro. Der Stahl- und Metallhändler hat im abgelaufenen Jahr besser abgeschnitten als zuletzt prognostiziert und als am Markt erwartet. Das operative Ergebnis (EBITDA) übertraf seine Erwartungen, sagte Analyst Rochus Brauneiser von Kepler Equities. Die Kennziffer sank zwar nach vorläufigen Berechnungen um acht Prozent auf 365 Millionen Euro. Der Konzern hatte im Oktober jedoch einen Rückgang des operativen Gewinns für 2007 um zehn Prozent auf nur rund 355 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Schätzungen der von dpa-AFX befragten Experten lagen bei 358 Millionen Euro.
Aktien von Praktiker <PRA.ETR> (News/Aktienkurs) verloren 1,88 Prozent auf 14,08 Euro. Morgan Stanley hatte die Einschätzung der Aktien der Baumarktkette von "Overweight" auf "Equal-Weight" gesenkt und das Kursziel von 32 auf 15 Euro heruntergenommen./la/tw
AXC0055 2008-01-29/09:53
HANDELSBLATT, Dienstag, 29. Januar 2008, 10:51 Uhr
Aktienhandel Frankfurt
Dax: Analysten streifen das Bärenfell ab
Nach guten Vorgaben aus den USA ist der deutsche Aktienmarkt mit Kursgewinnen in den Handel am Dienstag gestartet. Der Dax legte am Vormittag 1,14 Prozent auf 6 896 Punkte zu.
HB FRANKFURT. Der MDax gewann 1,6 Prozent auf 8 635 Zähler und der TecDax ebenfalls 1,6 Prozent auf 787 Punkte. Die stärksten Kursgewinne im Dax verbuchte das Tui-Papier mit einem Plus von 3,7 Prozent. Der Reisekonzern und die Lufthansa wollen ihre Billigfluglinien Germanwings und Tuifly zusammenlegen.
Den etwas enttäuschenden Handelsbeginn habe der Markt zunächst abgehakt, kommtentierten Händler das Marktgeschehen. Angetrieben werde der Dax unter anderem von der Untergewichtung der Marktteilnehmer. Nach den Turbulenzen der vergangenen Woche seien viele Marktteilnehmer nun abgesichert oder hätten Aktien leer verkauft oder säßen auf hohen Liquiditätsbeständen, hieß es im Handel. Gleichzeitig streiften große Analyse-Häuser das Bärenfell ab. So habe am Morgen J.P. Morgan europäische Aktien auf „Übergewichten“ hochgestuft. In den vergangenen Tagen hatten bereits Morgan Stanley, Goldman Sachs und Credit Suisse ihre skeptischen Haltungen abgelegt.
Im MDax zogen die Aktien von Klöckner & Co (KlöCo) um 6,3 Prozent auf 27,74 Euro an. Der Gewinnrückgang des Stahlhändlers fiel im abgelaufenen Jahr geringer aus als vom Unternehmen und den Experten erwartet.
Händlern zufolge stützt die deutliche Erholung des Dow Jones Industrial vom Vorabend. So hatte der US-Leitindex nach Xetra-Schluss noch rund 84 Punkte gewonnen, ins Plus gedreht und fest geschlossen. Auch der Nikkei-225-Index legte am Morgen mit plus 2,99 Prozent kräftig zu.
Nach der Veröffentlichung überraschend schlecht ausgefallener Daten zum US-Immobilienmarkt hatte sich gestern an den US-Märkten die Hoffnung breit gemacht, die Federal Reserve werde auf ihrer Sitzung an diesem Mittwoch erneut deutlich den Leitzinssatz senken. Im Vergleich zum Vormonat war die Zahl der verkauften neuen Häuser im Dezember um 4,7 Prozent auf einen auf das Jahr hoch gerechneten Wert von 604 000 gesunken. Von Thomson Financial News befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt nur einen leichten Rückgang auf 645 000 erwartet. Zudem wurde die Zahl für den Vormonat nach unten revidiert.
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Wall Street: Konjunkturdaten treiben die Bullen an
Am Dienstag haben die amerikanischen Börsen mit Gewinnen geöffnet. Die Bestellungen langlebiger Güter sind unerwartet stark gestiegen und zeichnen ein positives Bild der Konjunktur. Von Unternehmensseite kommen gemischte Zahlen, die allerdings keine allzu große Beachtung finden, da die Märkte auf die Zinsentscheidung am Mittwoch warten.
Der Dow-Jones-Index legt eine halbe Stunde nach der Eröffnungsglocke um 43 Zähler oder 0,3 Prozent auf 12 426 Punkte zu. Der marktbreite S&P-500-Index klettert um 7 Zähler oder 0,5 Prozent auf 1360 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq steigt um 7 Zähler oder 0,3 Prozent auf 2356 Punkte.
Die Bestellungen langlebiger Güter sind im Dezember um 5,2 Prozent gestiegen, angetrieben von einer hohen Nachfrage nach Flugzeugen, Kommunikationstechnologie und Rüstungswaren. Der Anstieg ist der stärkste seit Juli letzten Jahres und schlägt die Erwartungen bei Weitem. Die Märkte bekommen von daher Schub, denn die Wirtschaft sieht nicht mehr so schwach aus wie mancherorts angenommen.
Allerdings könnten die starken Zahlen die Zinssenkung der Fed niedriger ausfallen lassen, als erhofft. Statt der erwarteten 50 Basispunkte könnte die Zinssenkung nun nur 25 Basispunkte betragen. Die Notenbanker beginnen am Dienstag ihre Verhandlungen, die Zinsentscheidung wird am Mittwoch bekannt gegeben.
Auch Präsident George W. Bush zeichnete in seiner Rede zur Lage der Nation am Dienstagabend ein positives Bild. Dies wird jedoch von vielen als nicht der Wirklichkeit entsprechend empfunden. Außerdem drängte Bush auf eine rasche Bewilligung des Stimuluspakets, worauf auch die Märkte hoffen.
Bei den Unternehmen stehen weitere Ertragsmeldungen im Mittelpunkt. Das Kreditkartenunternehmen American Express sah den Gewinn im vergangenen Quartal um 10 Prozent zurückgehen, da das Unternehmen Rücklagen für erwartete Verluste durch zahlungsunfähige Kunden bildet. Die Kreditkartenunternehmen allgemein spüren die Kreditkrise und erwarten, im laufenden Jahr unter der Überschuldung der amerikanischen Bürger zu leiden. Die Aktie von American Express gibt um 1,4 Prozent nach.
Als weiterer Finanzwert bei den Blue Chips macht die Großbank Citigroup mit einem Sanierungsplan Schlagzeilen. Vorläufig hat man sich dabei gegen eine Zerschlagung des Unternehmens entschieden. Obwohl viele Investoren eine Verkleinerung des Bankenriesen fordern, will CEO Vikram Pandit alle Servicebereiche erhalten. Zuvor war spekuliert worden, dass der erfolgreiche Brokerarm Smith Barney abgestoßen werden könnte. Dennoch sollen 24 000 Arbeitsplätze abgebaut und Unternehmensbereiche verkleinert werden. Die Aktie gewinnt am Morgen 0,6 Prozent.
Außerhalb der Finanzwerte meldet der Branchenmulti 3M einen Rückgang des Gewinns um 28 Prozent, was allerdings an einem außergewöhnlich hohen Gewinn vor einem Jahr lag. Damals hatte das Unternehmen sich von seiner Pharmaziesparte getrennt. Im Vergleich ohne diesen Sonderposten stieg der Gewinn um 14 Prozent. Dabei konnte die abschwächende US-Wirtschaft dem Unternehmen aufgrund starker internationaler Präsenz nichts anhaben. Auch die Aussichten sind gut, sie werden von Analysten aber als zu optimistisch angesehen, was die Aktie um 0,8 Prozent nach unten drückt.
Dass nicht nur das langsame Wirtschaftswachstum, sondern auch die Inflation die Unternehmen belastet, zeigen die Quartalszahlen von Dow Chemical. Hier ist der Gewinn um knapp 50 Prozent zurückgegangen, da die Preise für Rohstoffe und Energie stark gestiegen waren. Auch ein Umsatzwachstum und höhere Preise für die Endprodukte konnten den Gewinn nicht nach oben treiben. Dennoch sind die Anleger zufrieden, die Papiere des Chemiekonzerns klettern am Morgen um 2,2 Prozent.
Erfolgreicher lief es dagegen beim Druckerhersteller Lexmark. Der Gewinn konnte um 10 Prozent gesteigert werden, obwohl der Umsatz leicht sank. Eine Änderung der Zielgruppe hatte diesen Erfolg möglich gemacht. Lexmark konzentriert sich nun auf Kunden mit hohem Druckvolumen. Damit wurden die Erwartungen der Analysten deutlich geschlagen, die Aktie schießt um knapp 12 Prozent nach oben.
WSC -
Wall Street: Stimuluspaket sorgt für Gewinne an US-Börsen
Das Warten auf die Zinsentscheidung beherrschte am Dienstag die amerikanischen Börsen. Dabei kamen von Seiten der Konjunktur gegensätzliche Meldungen, die Uneinigkeit in die Märkte brachten. Die Verabschiedung des Stimuluspakets im Repräsentantenhaus trieben die Indizes zu Handelsschluss aber noch zu einer Rallye an.
Der Dow-Jones-Index konnte um 96 Zähler oder 0,8 Prozent auf 12 480 Punkte zulegen. Der marktbreite S&P-500-Index kletterte um 8 Zähler oder 0,6 Prozent auf 1362 Punkte.
Die Hightech-orientierte Nasdaq sah noch mehr Schwankungen, stieg letztlich aber um 8 Zähler oder 0,4 Prozent auf 2358 Punkte.
Das Verbrauchervertrauen im Januar ist deutlich gesunken und hat den Anstieg vom Dezember bereits wieder abgegeben. Es steht nun mit 87,9 Punkten nur knapp über dem Jahrestiefststand. Auch die Häuserpreise sind im Rekordtempo um 8,4 Prozent gesunken. Dies sind Zeichen dafür, dass die Immobilienkrise weiter anhält und die Konjunktur abflaut, und Gründe für die Fed, die Zinsen am Mittwoch um mindestens 50 Basispunkte zu senken.
Analysten sind sich darüber jedoch nicht einig. Zwar rechnen viele Anleger mit einem deutlichen Zinsschnitt, der im Markt auch schon eingepreist ist, doch es gibt auch Gründe für eine geringere Zinssenkung um nur 25 Basispunkte. Dass die Zinsen erneut gesenkt werden, darüber ist man sich weitgehend einig.
Für eine Senkung um lediglich 25 Basispunkte sprechen die Bestellungen langlebiger Güter, die im Dezember überraschend um 5,2 Punkte gestiegen sind. Dadurch sieht es so aus, als stünde die Wirtschaft nicht so schwach da, wie ursprünglich angenommen und bräuchte, zumindest im Moment, kein energisches Eingreifen der Fed. Zusätzlich würde Notenbankchef Ben Bernanke durch eine geringe Zinssenkung zeigen, dass er sich seine Politik nicht vom Markt vorschreiben lässt. Diese Unsicherheit ließ die Kurse am Dienstag schwanken.
Dass man es zu Handelsschluss dennoch auf ein ansehnliches Plus schaffte, ist dem Repräsentantenhaus zu verdanken. Dort wurde das 146 Milliarden schwere Stimuluspaket verabschiedet, das jetzt dem Senat vorgelegt wird. Dort wollen Politiker beider Parteien allerdings noch Nachbesserungen vornehmen.
Von den Unternehmen kamen keine Signale, die dem Markt am Dienstag eine Richtung hätten weisen können. Das Kreditkartenunternehmen American Express sah den Gewinn im vergangenen Quartal um 10 Prozent zurückgehen, da das Unternehmen Rücklagen für erwartete Verluste durch zahlungsunfähige Kunden bildet. Die Kreditkartenunternehmen allgemein spüren die Kreditkrise und erwarten, im laufenden Jahr unter der Überschuldung der amerikanischen Bürger zu leiden. Da die Finanzwerte aber allgemein stark abschnitten, schloss American Express mit einem Plus von 1 Prozent.
Die Stärke im Finanzsektor ist der Bank of America zu verdanken, die an einer Übernahme der Hypothekenbank Countrywide Financial festhalten will, obwohl die Bilanz für das vergangene Quartal bei dem Hypothekengeber schlechter ausgefallen war als erwartet. Der Verlust weitete sich auf 422 Millionen Dollar aus, dennoch kletterte die Aktie von Countrywide um 7 Prozent und die von Bank of America um 2 Prozent.
Bei der Großbank Citigroup arbeitet man inzwischen an einem Sanierungsplan, der zumindest vorläufig keine Zerschlagung des Unternehmens vorsieht. Das hatten viele Investoren aber gefordert. CEO Vikram Pandit hat zwar die Überlegungen noch nicht abgeschlossen, laut dem Finanzsender CNBC plant er aber, alle Servicebereiche der Bank zu erhalten. Die Papiere von Citigroup gewannen am Dienstag um 0,2 Prozent.
Das Unterhaltungsunternehmen Walt Disney sah am Dienstag den Aktienkurs dagegen sinken. Analysten von Citi Investment stuften den Dow-Wert ab, da durch die Kreditkrise ein schwächerer Besucherstrom in den Disney-Freizeitparks erwartet wird. Die Aktien verloren 2,4 Prozent.
Erfolgreicher lief es dagegen beim Druckerhersteller Lexmark. Der Gewinn konnte um 10 Prozent gesteigert werden, obwohl der Umsatz leicht sank. Eine Änderung der Zielgruppe hatte diesen Erfolg möglich gemacht. Lexmark konzentriert sich nun auf Kunden mit hohem Druckvolumen. Damit wurden die Erwartungen der Analysten deutlich geschlagen, die Aktie schoss um knapp 15 Prozent nach oben.
WSC
30.01.2008 09:37
Scoach News: Scoach (Frankfurt) - Warten auf Bernanke
Warten auf Bernanke
Asiens Börsen vor Fed-Sitzung unter Abgabedruck
Das große Rätselraten uber das Ausmaß des fur den heutigen Mittwoch erwarteten erneuten Zinsschritts der US-Notenbank war das vorherrschende Thema an den US-Börsen. Galt bei den Börsianern Anfang der Woche noch eine Zinssenkung von 50 Basispunkten als so gut wie sicher, ist die Hoffnung nach uberraschend guten Daten fur die Auftragseingänge fur langlebige Guter auf einen derartigen Zinsschritt zumindest kurzfristig gedämpft worden. Einige Händler gehen sogar davon aus, dass nach diesen Daten mit keinem weiteren Eingreifen des US-Notenbank zu rechnen ist.
Mit der Fed-Entscheidung wird fur heute gegen 20:15 Uhr gerechnet. Zu Handelsende beschleunigten sich in den USA die Kursanstiege durch die Meldung, dass das Repräsentantenhaus grunes Licht fur das letzte Woche erarbeitete Hilfspaket in Höhe von 145 Milliarden Dollar zur Ankurbelung der US-Wirtschaft gegeben hat.
Die Börsen in Fernost stehen allerdings im Vorfeld der Fed-Sitzung unter Abgabedruck, auch wenn die US-Indizes am Vortag zwischen 0,3 und 0,8% zulegen konnten. Der Nikkei 225 Index verliert um 0,99% auf 13,345 Zähler, während der Hang Seng Index um 2,27% auf 23,739 Zähler einbußt. Der All Ordinaries in Australien baut seine Verluste aus mit -1,55% auf 5,665 Zähler.
DAX im Minus erwartet
Der DAX wird vorbörslich von fuhrenden Banken bei 6,853 Zählern taxiert. Das sind 39 Punkte weniger als zum Schlussstand am Vortag. Der Index schloss am Vortag mit einem Plus von 1,09% bei 6,892 Zählern.
Intraday Widerstände: 6.879/6.941 + 7.002 + 7.040/7.050
Intraday Unterstutzungen: 6.817+ 6.620/6.680 + 6.575
Ölpreis uber 92 Dollar
Ein Barrel der US-Sorte WTI kostet im morgendlichen Handel 92,30 Dollar je Barrel und somit 74 cents mehr als zum Schlusstand am Vortag. Am Vortag verteuerte sich der Rohstoff bereits um 67 Cents auf 91,66 Dollar. Die Schließung einer Ölsandproduktionsstätte in Kanada sowie die Hoffnungen auf eine Zinssenkung in den USA locken neue Käufer am Ölmarkt an. Der Ölsandproduzent Syncrude Canada teilte gestern in Toronto mit, wegen eisigen Temperaturen das größte Ölsandfeld Kanadas schließen zu mussen. Es werde mehrere Tage benötigen, um die Produktion wieder aufzunehmen, hieß es. Das Ölfeld lieferte einen täglichen Output von 350,000 Barrel Erdöl.
Ausblick Termine Deutschland / Europa
14:30
US: BIP Q4 (vorläufig) (Konsens Bloomberg: +1,2% qoq - zuletzt: +4,9% qoq)
16:30
US Öllagerbestände API und EIA
20:15
Fed-Zinsentscheidung (Konsens Bloomberg: 3,25% - zuletzt: 3,50%)
Quartalszahlen:
Kellogg
Kraft Foods
Starbucks
Boeing
SAP
(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Börse Frankfurt Smart Trading AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)
AXC0051 2008-01-30/09:35
30.01.2008 10:31
TecDAX am Morgen: Schwacher Auftakt, Solarwerte überwiegend im Minus
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der TecDAX präsentiert sich am Mittwochmorgen etwas schwächer. Im Vorfeld der heute Abend anstehenden Zinsentscheidung der Fed hat sich die Wall Street gestern mit grünen Vorzeichen aus dem Handel verabschiedet. Aus Asien wurden hingegen Verluste gemeldet. Für den TecDAX geht es momentan um 0,76 Prozent auf 793,30 Punkte nach unten.
Mit einem Plus von knapp 3 Prozent liegt die Aktie von Drägerwerk an der Indexspitze. Kursgewinne von jeweils mehr als 2 Prozent fahren dahinter QSC, Bechtle und MorphoSys ein.
Solarwerte entwickeln sich dagegen überwiegend schwächer. So verlieren Q-Cells 2,7 Prozent, SOLON und SolarWorld jeweils 1,3 Prozent und ersol 0,7 Prozent. Am Indexende finden sich Papiere von AT&S mit -3 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Die ELMOS Semiconductor AG (ISIN DE0005677108 (News/Aktienkurs)/ WKN 567710), ein Entwickler und Hersteller von Systemlösungen auf Halbleiterbasis, meldete heute, dass ihre Hauptversammlung mit Beschluss vom 10. Mai 2007 den Vorstand ermächtigt hat, bis zum 9. November 2008 eigene Aktien von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zu erwerben. Der Vorstand hat nun beschlossen, mit einem Aktienrückkauf zum 30. Januar 2008 zu beginnen. Wie das Unternehmen nun mitteilte, sollen insgesamt maximal bis zu 50.000 eigene Aktien oder 0,26 Prozent des Grundkapitals zurückerworben werden. Auf Basis des aktuellen Kursniveaus (Stand 29.01.2008) entspricht dies einem maximalen Kaufpreis von 300.000 Euro.
Die SCM Microsystems Inc. (ISIN US7840181033 (News/Aktienkurs)/ WKN 909247), ein Hersteller von Lösungen für den gesicherten Zugang zur digitalen Welt, gab heute bekannt, dass sie Fachhändlern ein exklusives Partnerprogramm zur optimalen Vermarktung seiner CHIPDRIVE-Produktlinie anbietet und ihr Vertriebsteam weiter ausbaut. Laut dem Unternehmen reagiert man mit den Maßnahmen auf die stark wachsende Nachfrage nach CHIPDRIVE-Produkten und -Lösungen in Deutschland und Europa. (30.01.2008/ac/n/m)
30.01.2008 13:28
TecDAX am Mittag: Schwach, Solarwerte belasten
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der TecDAX liegt auch gegen Mittag in der Verlustzone. Aktuell geht es für das Aktienbarometer um 1,17 Prozent auf 789,99 Punkte nach unten. Mit Spannung wird die am Abend anstehende Zinsentscheidung der Fed erwartet.
Mit einem Plus von über 3 Prozent liegt die Aktie von Bechtle an der Indexspitze. Deutlichere Kursgewinne fahren dahinter Versatel, QSC und MorphoSys ein.
Solarwerte entwickeln sich dagegen überwiegend schwächer. So verlieren Q-Cells 2,3 Prozent, SOLON 2,2 Prozent und SolarWorld 2,8 Prozent. Titel von ersol gewinnen ein halbes Prozent, nachdem bekannt wurde, dass die UBS ihre Beteiligung an dem Unternehmen ausgebaut hat. Am Indexende finden sich Papiere von AT&S mit -4 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Die ELMOS Semiconductor AG (ISIN DE0005677108 (News/Aktienkurs)/ WKN 567710), ein Entwickler und Hersteller von Systemlösungen auf Halbleiterbasis, meldete heute, dass ihre Hauptversammlung mit Beschluss vom 10. Mai 2007 den Vorstand ermächtigt hat, bis zum 9. November 2008 eigene Aktien von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zu erwerben. Der Vorstand hat nun beschlossen, mit einem Aktienrückkauf zum 30. Januar 2008 zu beginnen. Wie das Unternehmen nun mitteilte, sollen insgesamt maximal bis zu 50.000 eigene Aktien oder 0,26 Prozent des Grundkapitals zurückerworben werden. Auf Basis des aktuellen Kursniveaus (Stand 29.01.2008) entspricht dies einem maximalen Kaufpreis von 300.000 Euro.
Die SCM Microsystems Inc. (ISIN US7840181033 (News/Aktienkurs)/ WKN 909247), ein Hersteller von Lösungen für den gesicherten Zugang zur digitalen Welt, gab heute bekannt, dass sie Fachhändlern ein exklusives Partnerprogramm zur optimalen Vermarktung seiner CHIPDRIVE-Produktlinie anbietet und ihr Vertriebsteam weiter ausbaut. Laut dem Unternehmen reagiert man mit den Maßnahmen auf die stark wachsende Nachfrage nach CHIPDRIVE-Produkten und -Lösungen in Deutschland und Europa.
Die OHB Technology AG (ISIN DE0005936124 (News/Aktienkurs)/ WKN 593612) hat 50 Prozent der Anteile an der RST Raumfahrt Systemtechnik GmbH vom Gründer und Eigentümer Prof. Dr. Hans Martin Braun übernommen. Unternehmensangaben von heute zufolge ist RST ein langjähriger Radar-Partner der OHB-System AG im Projekt SAR-Lupe (satellitengestütztes Aufklärungssystem für die Bundeswehr) und ist dort insbesondere für die Radar-Konzeptionierung und das SAR-Processing (Bilderzeugung am Boden) verantwortlich. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2007 einen Umsatz von rund 1,2 Mio. Euro und einen Jahresüberschuss von rund 80.000 Euro. (30.01.2008/ac/n/m)
30.01.2008 22:28
Wall Street-Schluss: Abschläge trotz Leitzinssenkung, Yahoo! im Fokus
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Mittwoch mit Abschlägen aus dem Handel. Nach einem ruhigen Handelsverlauf sorgte die Zinssenkung um 50 Basispunkte für kurzzeitig kräftige Zugewinne. Bis Handelsende musste die Aufschläge aber wieder vollständig abgegeben werden. Mehrheitlich war mit dieser weiteren Zinssenkung gerechnet worden.
Vorbörslich präsentierte das Handelsministerium seine erste Schätzung zur Wirtschaftsentwicklung für das vierte Quartal 2007. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur noch um 0,6 Prozent. Das ist das schwächste Wachstum seit 2002. Dagegen hatten Volkswirte für den Berichtszeitraum ein BIP-Wachstum von 1,2 Prozent prognostiziert, nachdem im Vorquartal ein Plus von 4,9 Prozent ausgewiesen worden war.
Am Ende schloss der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 0,30 Prozent bei 12.442,83 Zählern. Der S&P 500 schloss bei 1.355,81 Zähler und damit 0,48 Prozent leichter. Der NASDAQ Composite wiederum schloss 0,38 Prozent schwächer und ging bei 2.349,00 Punkten aus dem Handel.
Die Aktie von Merck verlor heute 3,9 Prozent. Der Pharmakonzern hat im vierten Quartal aufgrund milliardenschwerer Einmalbelastungen in Zusammenhang mit einem Prozessvergleich einen deutlichen Verlust eingefahren. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten hat der Konzern jedoch mehr verdient als erwartet. Allerdings konnte die Umsatzentwicklung nicht ganz mit den Erwartungen mithalten.
Das Papier von Boeing tendierte dagegen 2,3 Prozent fester. Der Flugzeughersteller verbuchte im abgelaufenen Quartal dank deutlich höherer Absatzzahlen bei Passagierflugzeugen einen kräftigen Ergebnisanstieg und hat die Prognosen übertroffen.
Titel des Lebensmittelkonzerns Kraft, der im letzten Vierteljahr wie erwartet einen Ergebnisrückgang ausweisen musste, gaben 2,5 Prozent ab. Trotz höherer Umsatzerlöse musste der Konzern im vierten Quartal auf bereinigter Basis einen Ergebnisrückgang ausweisen.
Anteilsscheine von Kellogg lagen 1,2 Prozent schwächer im Handel. Der Nahrungsmittelhersteller verbuchte im vierten Quartal einen Gewinnrückgang. Dabei konnten jedoch die Prognosen geschlagen werden.
Im Technologiesegment stach die Aktie von Yahoo! (News) mit einem Minus von 8,5 Prozent ins Auge. Die Quartalszahlen des Internetkonzerns haben durchaus überzeugt. Allerdings hatten sich die Anleger einen besseren Ausblick erhofft. Zudem kündigte der Konzern einen Personalabbau an.
Titel des Paketdienstes UPS profitierten indes von robusten Unternehmensergebnissen und zogen 1,4 Prozent an. So musste der Konzern im vierten Quartal aufgrund von Einmaleffekten einen deutlichen Verlust ausweisen, konnte beim operativen Ergebnis jedoch dank gestiegener Umsatzerlöse einen Anstieg vorweisen und überzeugen.
Der Fotokonzern Eastman Kodak konnte seinen Gewinn im vierten Quartal steigern, was mit starken Umsätzen bei Digitalprodukten zusammenhängt. Der Umsatz nahm leicht zu. Die Aktie verlor am Ende 3,4 Prozent.
Der Tabakkonzern Altria Group musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang um 26 Prozent ausweisen, was mit einem Einmalertrag im Vorjahr zusammenhängt. Zudem wurde der Spin-Off der internationalen Zigarettensparte Philip Morris International Inc. (PMI) angekündigt. Die Aktie notiert bis zum Abend 0,6 Prozent fester. (30.01.2008/ac/n/m)
30.01.2008 23:07
XETRA-NACHBÖRSE/DAX-Indikation (22 Uhr): 6.838 - 6.847 Punkte
DJ XETRA-NACHBÖRSE/DAX-Indikation (22 Uhr): 6.838 - 6.847 Punkte
FRANKFURT (Dow Jones)--Gegen 22.00 Uhr sind am Mittwoch folgende nachbörsliche Indikationen für den DAX festgestellt worden:
XETRA-Schluss 6.875
DAX-Indikation Veränderung zu
(22 Uhr) XETRA-Schluss
CGAX 6.838 -0,5%
L&SAX 6.847 -0,4%
Sehr volatil verlief der nachbörsliche Handel am Mittwoch nach Aussage eines Händlers von Lang&Schwarz. Nach der erneuten Zinssenkung durch die US-Notenbank sei es im Zuge der positiven Entwicklung an Wall Street zu starken Käufen gekommen. "Da wurde quer durch die Bank alles gekauft", so der Teilnehmer. Allerdings konnten die US-Indizes ihre zwischenzeitlich deutlichen Gewinne nicht bis zum Ende der Sitzung behaupten und schlossen leicht im Minus.
DJG/ros
(END) Dow Jones Newswires
January 30, 2008 16:06 ET (21