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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PUZ(Pongs und Zahn) INTERESSANTE BETEILIGUNGEN......


knaufi
05.02.2006, 02:22
PONGS& ZAHN/interessante Beteiligungen....

...aber der Kurs tritt auf der Stelle.
Warum also?
Auf der Suche nach Antworten....hier meine erste Einschätzungunter zur Hilfenahme einiger Zahlen und Fakten/ zusammengetragen...quer Beet.

Der Umsatz kommt aus dem Handelsgeschäft. PuZ müssen nur Ware von Unylon ankaufen und an Ponachem verkaufen und umgekehrt. So einen Umsatz kann sich jeder hinzaubern. Wenn das "echte" Umsätze sein sollten, dann frage ich mich warum kein Gewinn rauskommt....Wo also ist der HAKEN?
Problem/ wenig Transparenz bei den Beteiligungen AXXON,Unylon,Ponachem.

Eigenkapital: Wie hoch ist der Bilanzansatz von Ponachem , Unylon , Axxon? kennen können wir der weitere Wertberichtigungsbedarf lässt sich ohne diese Infos nur schwer abschätzen und somit Veränderung im Eigenkapital/ Eigenkapitalquote...

Bilanzgewinn: Irrelevant weil keine Aussage über Ertragskraft. Die Zahl ist nur wegen des Vortrags positiv und sagt nichts über den Gewinn aus. Das Jahresergebnis 2005 ist negativ.

Soviel zum "undurchsigtigen PART".

Was also steht positives im Vordergrund,aber auch in der Hinterhand!?

Kann ich nicht beantworten um ehrlich zu sein...dennoch erscheint mir der TITEL als VALUEINVESTMENT eine Sünde wert.

Handelsumsätze über PLAN

Der Umsatz sei im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr von 3 auf 10 Mio. Euro geklettert. Den Hauptanteil der Erlöse hätten mit 9,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro) die Handelsgeschäfte mit Kunststoff-Rohstoffen und artverwandten Industrieerzeugnissen gebildet, die die Gesellschaft im eigenen Namen und auf eigene Rechnung getätigt habe. Damit habe Pongs & Zahn die selbst gesteckten Ziele in der Ausweitung der Handelsaktivitäten weit übertroffen. Die aus Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen zusammengesetzte Gesamtleistung der Pongs & Zahn AG sei von 4,8 auf 10,7 Mio. Euro gestiegen.

Der Jahresüberschuss habe sich von +0,6 auf -0,5 Mio. Euro verschlechtert. Diese Entwicklung sei vorrangig in Abschreibungen auf Finanzanlagen zurückzuführen, die von 253 auf 449 Tsd. Euro angestiegen seien. Davon seien 443 Tsd. Euro auf die Abwertung des Ansatzes der in den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligung Wertpapierhandelsbank Axxon AG entfallen, die historisch noch zu höheren Anschaffungskosten in den Büchern geführt worden sei. Hinzu gekommen seien Steuerzahlungen für Vorjahre in der Gesamthöhe von 0,2 Mio. Euro. Das Eigenkapital habe sich im Jahresstichtagsvergleich von 45,3 auf 46,4 Mio. Euro erhöht. Die Eigenkapitalquote liege bei sehr komfortablen 75%.

OK-Wir haben es also mit einem BUCHWERTGIGANTEN zu tun....welches es zum UMSATZGIGANTEN ersteinmal schaffen muss.

Ein wichtiger Schritt wurde hier bereits m E nach MITTE 05 imRahmen einer KE getan.

Wieder Umschichtungen aus dem Anlagevermögen (Beteiligungen) ins Umlaufvermögen durch VK von atypischer Beteiligung, die anscheinend sehr kurzfristig angelegt sind, wobei sich bei mir immmer mehr das Gefühl breit macht, das man auf alle Fälle höchst liquide sein möchte um bei Zeit investitionsfähig zu sein.

Nach dem 31.03.05 wurden wieder Optionen in Aktien getauscht und das zu 6,00EUR, 330.000St. für 1,98Mio.!!! - Positiv zu sehen, PUZ fliest frisches frisches Kapital zu.
Aber wer kauft zu 6,00EUR, an der Börse 2,xx ???

- zusätzlich für 5,0 Mio. Inhaber Schuldverschreibungen gegeben.

- man will die Genehmigung auf der HV für 2.000.000 neue Aktien zu 6,00EUR = 12,00Mio.

- man will zu Ernst & Young als Abschlußprüfer wechseln ( IFRS läßt grüßen -bei Mehrheitsbeteiligung Pflicht)

- man hat die Beteiligung bei Unylon in 2004 auf 48% ausgebaut und da scheinen die Geschäfte zu laufen !

- Aussage von PUZ ist, man will im Chemiesektor weiter zukaufen.


...FAZIT: die nicht vorhandene Transparenz und die "Absichten" von Vorstand/Aufsichtsrat und eines Industrieinvestors sowie der bereits ausgestiegenen "Erste Kapitalgesellschaft".

Ein sicherlich "spannendes Investment" und im Rahmen eines beigemischten Beteiligungsportfolios sicherlich auf mittelfristige Sicht eine Versuchung wert, trotz der bisher noch monierten INTRANSPARENZ.


http://www.pongsundzahn.d e/downloads/analyse_PZ_sc herrer_051.. .

knaufi
05.02.2006, 02:24
Nachtrag / Berichtigung PUZ....

....habe das ganze Procedere "vorsichtshalber" gesplittet um das Lesen und die Flut der PRO & Contras etwas übersichtiger dar zusetellen:

Hier also in KURZFORM/ PRO-CONTRA

und die ???

PuZ ist eine Beteiligungsgesellschaft.
NICHT reinrassig, da ein Handelsgeschäft gestartet
wurde...
Ziel einer solchen Gesellschaft ist es den Wert der Beteiligungen zu steigern. . Zählbar wird das bei einer Veräusserung/ EXIT.

Positiv ist: Die Beteiligungen sind nach einigen
Abschreibungen in den Vorjahren (Börsenwert war kleiner
als bilanzierter Wert (=Verlust) nun sehr günstig in
den Büchern und jüngst stark gestiegen so dass großes Potential da ist (objektiv)

Negativ ist: Die Beteiligungen scheinen ohne die Mutter
nicht recht gewinnträchtig zu sein. Es sind einige
Teile gut profitabel, andere weniger. Die Beteiligungen
sind keine Holdings und ihr Wert hängt direkt vom
erzielten Ergebnis (+Vermögensgegenständen-V erbindl.) ab.

Ziel : Werte zu schaffen, indem man durch den
Einfluss in den Bet. Geschäftsbereiche
erweitert oder vermindert.

Positiv ist: Es wird hieroffensichtlich viel herumgebastelt und Teile hin und her geschoben. Planlos geschieht das sicherlich nicht.
Hier weiss jemand offensichtlich sicher was er tut. Dieser Jemand hat also die Absicht etwas Werthaltiges oder Wertgenerierendes zusammen zu schmieden.

Negativ ist das komplexe Geflecht von Töchtern und Beteiligungen.

Positiv ist: z.B. die Bündelung der Immobilien in einer Gesellschaft.

Um als Holding agieren zu können braucht man andere Finanzintermediäre/ Aktionäre, Fremdkapital-
geber, Banken, Zugänge zu den Geld- und Kapitalmärkten.

Positv ist: Axxon ist ein Geld- und Kapitalmarktzugang.Darübe rhinaus: Banken haben wenig Einfluss, da kaum Verschuldung.

Negativ: Banken stehen den Wünschen von Puz kritisch gegen-
über. Man bedenke, Banken wollen Sicherheiten. Wenn nun bei Tochterfirmen Geschäftsteile hin und hergeschoben werden, wird das für die Banken sehr schwierig nachzuvollziehen.
Insbesondere bei dem KOMPLEX PUZ.

Möglichkeit -1- eine kleine Tochter ensteht in der die ganzen Verbindlichkeiten gebündelt werden und die man dann sterben lässt. Die Banken würden ihre Mittel bestimmt gerne an PuZ Mutter geben, da hier börsennotierte Sicherheiten und genug EK zur Verfügung steht.. aber PuZ hat ja den Kapitalmarktzugang und braucht
die Banken hier nicht. Man emittiert ja Genussscheine:
Die schwachen Ergebnisse werden nicht durch Zinszahlungen belastet.

Genussscheine stellen Mezzanine Money dar= Mischung zwischen EK und FK. Vorrangige Haftung im Insolvenzfall Nachrangige Gewinnbedienung. Verzicht auf Kupon zugusten von Gewinnbeteiligung.

Positiv: wenn keine Gewinne geplant sind, braucht man nichts auschütten, man hat dann relativ günstiges Geld.
Für die Aktionäre bedeutet das eine Verringerung ihres Gewinns, nicht aber eine Verringerung ihres Anteils am Firmenwert.

SZENARIO in diesem Zusammenhang: Werden m E nach grösstenteils selbst gehalten und zur Finanzierung eines grösseren
Deals eingesetzt werden(Spekulation)

Negativ: Unendliche Laufzeit,Gewinnabfluss, falls tatsächliche Gewinne da sein sollte.

Kommen wir wieder auf die Beteiligungen zurück. Wenn nun der Aktienkurs von Puz deutlich unter dem bilanzierten Wert liegt, dann kann es zur Situation kommen, dass die Investition in die eigene Firma ertragreicher ist als die Inv. in ein anderes Unternehmen. Das treibt PuZ indem ein
Aktienrückkauf durchgeführt wird.

Positiv: Angebot verringert, Kurs steigt, Gewinnanteil pro Aktie steigt.

Als Aktionär möchte man am
Erfolg des Unternehmens teilhaben. Man möchte eine risikoadäquate Verzinsung seines Geldes. Optimale natürlich eine Dividende, aber mit einem konstanten Wertzuwachs der Firma (in Gewinn ausgedrückt) kann man auch gut leben.
Gewinne von Töchtern kann man an die Mutter abfliessen lassen oder in den Töchtern belassen.

Negativ: Hin und Hergeschiebe der Gewinne bei den Töchtern.
Negativ: Soviele Töchter, und fast kein Gewinnzufluss bei
PuZ.
Negativ: Töchter völlig intransparent. Was Wo Wie Werthaltig? zu welchem Preis? hin und hergeschoben wird ist für Banken schwer und für Aktionäre noch schwerer zu
durchschauen.

Positiv: Wenn in nächster Zeit ein Verkauf einer Beteiligung oder eines Teils stattfindet könnten grössere Gewinne möglich sein.

Negativ: Die Firmenlenker kommunizieren ihre Ziele schlecht. Nun dümpelt PuZ schon seit Jahren dahin und ausser Hin und Hergeschiebe bei einigen Töchtern ist nicht viel mehr zählbares werthaltiges entstanden. Wo ist das Ziel?

PuZ hat nun damit begonnen selbst einen Handel zu starten.
Positiv: Es werden Umsätze generiert.
Negativ: Umsätze mit Töchtern
Negativ: Warum in der Beteiligungsgesellschaft? Das passt
hier nicht her. Handelstochter wäre angebrachter.
Positiv: Kleine Gewinne entstehen.

Fazit:

- Unternehmen sieht sich als deutlich unterbewertet an.
- Unternehmen hat einige Beteiliungen die aktuell fast
soviel Wert sind wie die Mutter.
- Komplexe Beteiligungs- und Unternehmensstruktur
- Genusscheine sind für PuZ positiv zu werten
- geringe Verschuldung (EK/FK)
- Kein geplanter Exit(zumindest nicht bekannt!)
- Keine geplanten Ausschüttungen
- Schlechte Meinung von einigen Marktteilnehmer in Bezug auf die Unternehmenlenker.

FAZIT/ heiss aber nicht fettig! :wink: